ar. oi Erster ölatt 175. Jahrgang Zreuag, 2». Mürz 1925 GietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesien Pmtf Mitt Perlag: vrLhl'sch« UnIverHtSir-viich- inö Steinöruderel 8. fange in «leften. Sdjriftleitung und Selchäst,«eile: SchnlVraße 1. Annahme von Anzeigen für die Togesnummer di» zum 7lad)mittaq vorher ohnejedeDerblndlichkei^ Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlid}8, au,wärt» 10 Doldpfennig: für Re» dlame-Anzeigen t» 70 uni Trcilt 35 doldpfennig. Platzvorfchrift20" , Auf» schlag. - Verantwortlich für Politik u. Aeullletoic l)r Friedr Wilh Vanqe; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: f>ans ’Bed^ sämtlich in Gießen. Erfcheini täglich, nutzer Seex; und Feiertags. •dl« gen: OietzenerFamilienb lütter Heimat hn Bild. Weeats-Bfjr^iFreti: 2 Gold mark u. 20 «old- Pfennig für Trägerl«hn, auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech.Anschlüsse: Schriftlettung 112, Der« lag undLeschäft,stelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten AnzeigrrSietze». postscheckionto: ArankfuN a. L. 118M. Konflikt zwischen (Toollöge und dem Senat. Zwischen dem Präsidenten Coolidge und dem 6enat Ist über die Ernennung Darren- -um Genera Istaatsanwalt ein Konflikt entstanden. der über die Person Warrens hinaus insofern besondere Bedeutung erlangt hat, alS eS sich dabei um eine prinzipielle Klärung der Machtbefugnisse deS Präsidenten zu handeln scheint. Der Senat hatte vor einiger Zeit der durch den Präsidenten vollzogenen Ernennung Darren- zum GeneralstaatSanwalt die Bestätigung versagt. Bon seinen Gegnern wurde ihm seine nahe Verbindung mit dem Zuckertrust zum Vorwurf gemacht. die ihn nicht geeignet für den Posten des IustizministerS erscheinen lasse, zu dessen Hauptaufgabe eS gehört, die Hebergriffe deS Trusts zu bekämpfen Coolidge war über diesen Widerstand deS Senats sehr verärgert, einmal, weil er ihn als einen Eingriff in feine Machtbefugnisse empfand, und dann, weil nach seiner Auffassung die Begründung insofern zu unrecht bestand, weil Darren bereits vor zehn Jahren seine Verbindungen mit dem Zuckertrust gelöst hatte. Toolidge hatte deshalb am Sonnabend dem Senat zum zweiten Male die Ernennung DarrenS zur Bestätigung vorgelegt. Der Ausschuß des Senate-, der sich zunächst mit der Anaelegenheit befaßte, kam erneut zu dem Beschluß, dem Senat die Ablehnung zu empfehlen. Während am Samstag auch der Senat über die Frage debattierte, wurde eine Veröffentlichung des Weißen Hause- bekannt, in der erklärt wurde, Coolidge würde Darren provisorisch zum 3ustizminister ernennen, wenn der Senat auch diesmal auf seinem ablehnenden Standpunkt verharren sollte. Der Senat sah diese Erklärung als offene Kampfansage des Präsidenten gegen den Senat an. Demokratische Senatoren gaben die Erklärung ab, das die Opposition bereit fei, den Kampf bis zum bitteren Ende durchzufechten. Unter allgemeiner Erregung wurde die Abstimmung auf Montag vertagt. Da erlitt Coolidge eine neue Dieder- la g e. MU 46 gegen 39 Stimmen versagte der Senat erneut der Ernennung Darrens zum Generakstaatsanwalt die Bestätigung. Bemerkenswert ist dabei, daß die Oppofltion einen Zuwachs von sechs Stimmen aus dem -republikanischen Lager erhalten hat. Dieser Zuwachs ist daraus zurückzuführen, well man in der Drohung des Weißen Hause-, Darren auch ohne die Genehmigung deS Senate- zum provisorischen Oufti^mtnifler zu ernennen, einen Verstoß gegen die Verfassung erblickt, nach der alle derartige Ernennungen der Genehmigung des Senate- bedürfen. Da in den letzten sechzig Sauren diese Bestimmung lediglich als Formalität behandelt wurde, beansprucht Cow» lidge für sich dieselben Vorrechte, die seine Vorgänger genossen, während der Senat sich streng an den Dortlaut der Verfassung halten will. Coolidge hat dann dem Senat die Vertagung empfohlen, sein Kandidat Darren hat aber gleichzeitig auf die Ernennung verzichtet, was man in politischen Kreisen als eine Niederlage Co olidges betrachtet. Coolidge hat Largent unmittelbar nach dem Zurücktreten Darrens telephonisch nominiert. Der Senat 'wird nun über Coolidges neuen Vorschlag abstimmen. Sargent ist bereits früher Generalstaatsanwalt gewesen. Nach Marx' Rücktritt. Keine Klärung der preußischen Krisis. Berlin, 20. März. ($11.) 3n einer Sitzung der Zentrumsfraktion des preußischen Landtages wurde gestern nachmittag die Lage nach dem Bücktritt des preußischen Mini st erpräsidenten Marr eingehend besprochen. Man ist in Zentrumskreisen fest entschlossen. die bisherigen Richtlinien in vollem Maße aufrechtzuerhalten und keinem Kabinett, in dem die Aechte Der treten ist, die Zustimmung zu geben, wenn nicht auch die Sozialdemokraten daran beteiligt sind. Auch in einem Deamtenkabinett. 3m Landtag fanden am Donnerstag nachmittag eingehende Verhandlungen der Fraktionen statt. Die Vertreter der Weimarer Koalition (Zentrum, Demokraten und Sozialdemokraten) waren mit der Bildung eines De ° amtenkabinelts grundsätzlich einverstanden. An der Spitze müsse eine politische Persönlichkeit, tunlichst ein Parlamentarier, stehen, den eine der genannten Fraktionen zu stellen habe und der ein zuverlässiger Republi- kaner sei. Dieser Standpunll wurde besonders von den Demokraten und Sozialdemokraten als unentbehrliche Voraussetzung bezeichnet. Der linke Flügel des Zentrums nahm an den Besprechungen nicht teil. Die Verhandlungen führte der Zentrumsabgeordnete Herold. Die Personenfrage würde zu einer Entscheidung kommen, wenn über die Grundlage deS neuen Ministeriums grundsätzlich Klarheit geschaffen sei. 3n Verbindung mit der_ Frage der De setzung des Ministerpräsidentenpostens wurde der Dame des Kammergerichtspräsidenten Tigges genannt, der aber von den Sozialdemokraten und den Demokraten a b g e l e h n t wird. Die Verhandlungen der Rechtsparteien wahrend der Plenarsitzung mit dem Zentrum hatten bereits dazu geführt, daß Dr. Kauff- mann. der frühere Präsident des Reichsver- ficherungsamts und jetzige Vorsitzende des Reichsbundes der Rheinländer, dasneue Kabinett Hilden solle. Die Kandidatur Dr. Kauffmcmns Die Sturmkatastrophe in Amerika. 2000 Opfer des Tornado. — 33 Städte zerstört. Druyor!, 19. März. (Kabeldienst der $11.) Die Zerstörungen in Südillinois sind ungeheuer. Dicht nur die Stadt Paris ist hinweggefegt. sondern ganze Ortschaften sind v e r s ch w u n den. Ungezählte $aufenbe, abgesehen von über tausend $oten, sind verwundet worden. Die 11000 Einwohner zahlende Stadt Mur- phhSboro eriftlert nicht mehr. Da die drahtlichen Verbindungen aus dem verwüsteten Gebiet unterbrochen sind, laufen wenige Meldungen ein. Ein genaues Bild über den Um- fang des Unglücks kann daher nicht gegeben werden. Hilfe eilt von allen Seiten herbei. Ganze Züge sind aus den Schienen geworfen. Der Eisenbahnverkehr ist meistens eingestellt. 3n West-Frankfurt wurden Schulen mit 2 00 Ä in D e r n vernichtet und die Kinder getötet. Das Washingtoner Rote Kreuz hat eine großzügige Hilfsaktion eingeleitet. Der Gouverneur mobilisierte drei Regimenter. Außerdem wurden 50 Aerzte in das zerstörte Gebiet abgeschickt. Die Zahl der durch den Torrado Umgekommenen beträgt fast 2000, die der Schwer, verwundeten 63 000. Den Zeitungen gelang es nicht. Drahtmeldun- gen von Süd-Illinois zu erhalten, da sämtliche Drähte zerstört sind. Verschiedene Exprehzüge aus dem Süden erreichten Chicago mit verwundeten Passagieren. 3m zerstörten Gebiet spielten sich ergreifende Szenen ab. Frauen und Männer suchen unter den Trümmern ihre Familienangehörigen. Der ganze Landstrich von Süd-Illinois bildet eine große $ rüm m er ft ä 11c. Die Zeitungen bezeichnen diese Riesenkatastrvphe als die größte feit dem Erdbeben von San Franzi-ko. Der Tornado richtete feine ersten Derwüstun- gen in Anatolis an. Dann nahm er feinen Weg über den Mlssiflippi nach 3 l l i n o i s. erreichte gegen 3 Uhr Murphys b^oro und V e- s v t o. etwas später C a r m i und Princenton, wo er an Kraft verlor. Schulen und Kirchen in den zerstörten Ortschaften sind m Hospitäler wandelt worden. Die Stadt Gallatin in Tennessee wurde ebenfalls von entern Tornado heimgesucht, bei dem acht Personen ums Leben kamen. Der Orkan hat etwa 10 000 Personen obdachlos gemacht. 3n den Trümmerstätten wüten noch immer Feuersbrünste. Die genaue Zahl der vielen noch unter den brennenden Ruinen liegenden Opfer konnte noch nicht fest gestellt werden. Der größte Schaden wurde in einer Berg- Werks st adt angerichtet, in der der Orkan nachmittags hereinbrach, während die Kinder in den Schulen und die Arbeiter und Angestellten in den Läden und Magazinen tätig waren. Rur wenigen ist es gelungen, sich in Sicherheit zu bringen. E i n ergreifendes Bild bot sich den Sicherheitsmannschaften in einer Straße einer zerstörten Ortschaft. Sie fanden dort ein kleines Kind, das sich ängstlich an die Leiche der Mutter anllammerie und brachten es in Sicherheit. Dach den letzten Berichten sind 3 3 Städte von dem Sturm heimgesucht worden. Amtlich wird mitgeteilt, daß die endgültige Schätzung nicht vor mehreren Tagen, unter Umständen Wochen möglich ist, weil sich die Aufräumungsarbeiten äußerst schwierig gestalten. ..Universal" schätzt den Sachschaden auf mindestens 50 Millionen Dollar. Hilfsaktionen. Präsident Coolidge hat das Rote Kreuz angewiesen, alle Hilfsmittel zu benutzen, um den Opfern Hilfe zu bringen. Das Parlament von Illinois hat zweieinhalb Millionen D o I - l a r zur Linderung der ersten Not zur Verfügung gestellt. Deutschlands Beile d zu der Sturrrr- katastropfte. Reichskanzler Dr. Luther hat, wie die Mvrgenblätter melden, in einem Telegramm an den Präsidenten der Bereinigten Staaten bei Teilna hme des deutschen Volkes an der großen Daturkatastrvphe Ausdruck gegeben, die so schwere Verheerungen zur Folge hatte. kam jedoch bereits am späten Dachmittag nicht mehr in Frage. Es wurde erneut der Eittwaff- nungskommissar Peters genannt Die Tiare- Sing, Höpker-Aschoff, den jetzigen demo- aitschen Finanzminister, mll der Kabinettsbildung zu betrauen, wurde von den Rechtsparteien zurückgewiesen. Am späten Abend fand noch eine Besprechung der D e u t s ch- nationalen und der Deuts che n Volks- Partei mit dem Zentrum statt, die heute fortgesetzt werden soll. Das Ende des Eisenbahnerstreiks. Verbindlicftkeitserklärnng dos Schiedsspruches. Berlin, 19. März. (TU.) Amtlich wird mitgeteilt: Nachdem auch die gestrigen Derhand- langen im Re'.chkarbeitsm'nisterium z u keiner Verständigung geführt hatten, hat der Reichsarbeitsminister fich entschlaf en, den Schiedsspruch vom 30. Marz von Amt- wegen als verbindlich zu erklären, um damit den Streik zu beenden. 3n der Entscheidung wird ausdrücklich betont, daß die im Schiedsspruch vorgesehene volle Wiederein- fte IIu n g der streikenden Arbeiter zwar eine schwere Belastung für d i e Reichsbahn bedeute, um fo mehr, als die Diederlegung der Arbeit vor Durchführung deS EchllchtungSverfahrens besonders bei einem ge- meinnüh'gen Betrieb wie der DeichSbahngesell- schaft durchaus nicht zu billigen sei. Trotzdem empfiehlt es fich, zugleich mit der fachlichen Regelung auch die äußeren Folgen der übereilt ergriffenen Kampsmah- n a h m e n_ verschwinden zu lassen und durch diese versöhnende Maßnahme den Boden für ein weiteres friedliches Zusammenarbeiten zu bereiten. Für die Arbeiter bedeute die in dem Schiedsspruch vorges blugene Regelung zwar keine volle Befriedigung ihrer Forderungen, im ganzen betrachtet aber doch eine wesentliche Verbesserung. Die Reichsbahngesellschaft berät augenblicklich noch über die Möglichkeit, die dadurch entstandenen Mehrausgabe auszugleichen. Sie wird aber auf jeden Fall den Spruch trotz lebhafter rechtlicher und finanzieller Bedenken annehmen. Die Eifenbahnergewerkschaften haben folgenden Aufruf erlassen: „Die Entscheidung über den Ausgang des Kampfes um höhere Ahne und kürzere Arbeitszeit ist gefallen. Der Schiedsspruch wurde am 19. März 1925 vom Reichsarbeitsminister um für verbindlich erklärt. Die Organisationen bringen hiermit zum Ausdruck, daß sie sich in Beachtung der geschlichen Einrichtungen d i e s e r'Z w a n g s- einigung fügen. Hiermit fordern die Organisationen die streikenden Eisenbahner auf, sich geschlossen und m würdiger Form zum Dienstantritt zu melde».'' Deutscher Reichstag. Auf der Tagesordnung steht die zweite Qe» sung des Gesetzentwurfes über die vorläufige Regelung des Haushaltsplanes für 1925. Der Ausschuß hat der Vorlage zugestimmt. Abg. Stöcker (Kom.) erklärt, seine Freunde dächten nicht daran, dem Kabinett Luther diese Dotvorlage zu bewilligen, well das eine Regierung der Reaktion sei. Der Redner beantragt ein Mißtrauensvotum gegen die Reichsregierung. Er schließt mit dem Ruf: „gart mit dieser Regierung Luther. Dor mit der Arbeiterregierung." Präsident L ö b e stellt fest, daß über den kommunistischen MihtrauenSantrag erst am Freitag entschieden werden kann. Der Dotetat wird darauf mit allen wesentlichen Bestimmungen In zweiter Lesung angenommen. Abg. Meier- Baden (Soz.) empfiehlt einen sozialdemokratischen Antrag auf Erhöhung des steuerfreien Lohn- und Gehaltsbetrages von 60 auf 100 Mark. Reichsfinanzminister Dr. v. S ch l i e b e n bittet um Ablehnung des Antrages oder um llebertoeifung an den Steuerausschuß, da sonst die rechtzeitige Fertigstellung des Dotetats gefährdet werde. Abg. Brüning (Ztr.) warnt vor einer großen Belastung der breiten Masse. Die Lohnsteuer müsse erst gebildet werden, ehe die anderen Steuerpläne der Regierung behandelt werden Knuten. 2lbg Dr. Hertz (Soz.) verlangt fofortige Entscheidung über den Antrag feiner Partei. Der sozialdemokratische Antrag wird darauf dem Steuerausschuß überwiesen. Der Dotetat wird dann in zWetter Devatung angenommen. Es folgt die Beratung des Gesetzentwurfs zur Regelung des Flnanzausgleichs im ersten Halbjahr 1925. Durch d:e Vorlage w rd lediglich der geltende Finanzausglttch bts zum 30. September verlängert, zu welchem Zett- punkt dann der endgültige F nanzausgleich m Kraft treten soll. Die Vorlage wird in zweiter und dritter Beratung angenommen. Das Haus setzt dann die gestern abgebrochene Beratung über den Antrag des Woh- nungsausschusfes betreffend Mieterschutz usw. fort. Verbunden damit werden der svziald.mokrat sche Antrag über die Verwendung der Hauszinssteuer. 2lbg. Lipinski (Soz) lchnt die Aushebung der Wohnungszwa gswirt'chaft. wenn die 5riei^er.Smiele schon in kurzer Zett in vollem Umfang? ticrgeftefil wü.de. wie e n:ge Anträge di.s wollen, ab. Große Kämpfe würden die Folge sein Das Haus vertagt sich auf Freitag. Antrag auf Sicherung der Wahlfrei hell, kommunistischer Antrag zu den Vorgängen in Halle, dritte Lesung des Dotetats und kommunistisches Mißtrauens- Votum DieKommunistenunruhen in Halle. Minister Severings Erklärungen im Preußischen Landtag. Berlin. 19. März. (TU.) Zur Geschäftsordnung beantragte der Abg. Gezesinsli bat im Hessischen Landtag einen Antrag eingebracht, wonach die F r i st zur Rückzahlung der landwirtschaftlichen Kredite vom Herbst 1924 zur Beschaffung von Saatgut und Düngemitteln vom 1. Oktober 1925 a u f den 1. Januar 1926 erstreckt werden soll. Auch wird die Anregung gegeben, den Schuldnern es zu ermöglichen, kurzfristige Kredite in l a n g f r i st i g e umzuwandeln Leiter der Schmalzabteilung der Reichsfettstelle, vernommen. Der Zeuge beiundet, das; nach einer schlechten Erfahrung mit einem großen Schmalzauftrag die Fett stelle mit Darmat keinen Abschluß mehr tätigen wollte. Die Leiter der Feltftellc wurden darauf in das Ernährungsministerium zitiert, wo in Gegenwart Barmats eine erregte Auseinandersetzung statt- sand. Auch Dauer sei zugegen gewesen. Das Ergebnis war. daß Verträge mit D a r m a t nicht mehr geschlossen, wurden. Minister Schmidt teilte dazu mit, daß er damals nicht mehr Minister war. Ministerialrat Dr. Stau- d i n g e r vom Reichswirtschastsministerium bekundete, daß Minister Schmidt immer strengste Objektivität walten lieh. Barmat sollte nicht besser und nicht schlechter behandelt worden als andere Geschäftsleute. EinzUb.sHwerden an und zins st euer weiter erhoben wird, eine Reihe von Gesetzentwürfen fordert, in denen bestimmt werden soll, daß bis zu fünf Prozent der Friedensmiele aus den Erträgnissen der Hauszinssteuer zur Wiederinstandset- zung der Häuser und als Unter- stühungsfonds für nicht zahlungsfähige Wieter ve rwendet werden soll. Weitere 1 0 Prozent sollen an die Invaliden- und Ange stellten Versicherung zur Wiederauffüllung ihrer Derinögensbestände abgeführt werden. Rach Auffüllung der Vermögensbestände soll die Hauszinssteuer nicht mehr erhoben werden. Die Deutsche Rentenmark- Kreditanstalt. Aus dem Reichsrat. Berlin, 19. März. (WB.) Der Reichs- tat hat einen Gesetzentwurf über die Errichtung der Deutschen Rentenmark-Kreditanstall a n < nommen Vor der Abstimmung eriläite Kleine politische Nachrichten. Wie der Londoner Berichterstatter' des „Echo de Paris" meldet, besteht bei der englischen und französischen Regierung Uebereinstimmung darin, daß der Kontrollbericht über die Entwaffnung Deutschlands zum Teil veröffentlicht werden soll. Das englische Königspaar hat sich auf die Reise nach Genua begeben. Es wird an Bord der Kgl. Jacht ^Viktoria und Albert" eine Mittelmeerreise antreten. Das englische Königspaar traf gestern 12.15 Ahr in Ealais ein. Ein offizieller Empfang fand nicht statt, der Königin wurde ein prächtiger Strauß roter Rosen im Ramen des Präfekten überreicht Während der Erholungsreise des Königs wird der dritte Sohn des Köa.gs, Prinz Henry, gemeinsam mit dem Erzbischof von Eanterbury, dem Premierminister Stanley Baldwin und dem Lvrdkanzler, Lord Cave, die Regentschaft führen. bayrische Gesandte v. P r e g e r namens der b a y- > rischen Regierung, daß diese ein Beim > nis für die Errichtung eines neuen zentralen 1 Kreditinstituts in Berlin für die Zwecke des land- ’ wirtschaftlichen Realkredits nicht anerkennen imö | Aus -en Reichstagsausschüssen. Berlin. 19. März. ($11.) In der heutigen Sitzung des Aufwertungsausschusses des Reichstages erklärte Reichsjustizminister Dr. Frenken, daß im Kabinett inzwischen die entscheidenden Entschließungen über den Auswer- tunasgesehentwurs gefaßt seien und die Anwendung des Gesetzentwurfes unmitt l.ar bevor- stehe. Im Anschluß daran ersuchte Abg. Hergt (Dntl.) die Regierung, schon morgen im Ple- n um bei der Beratung des Gesetzentwurfes über die Verlängerung der Aufwertungsfrist die Hauptpunkte der gefaßten Kabinettsent- schliehung mitzuteilen, damit die Beunruhigung im Lande nicht weiter um sich greife. Reichsjustizminister Dr. Frenken tollt mit, daß die Aufwertungsvorlage der Regierung noch vor der Präsidentenwahl den geseh- aebenden Körperschaften tzugehen werde. Rach tangeren Erörterungen präzisierte der Minister seine Erklärung dahin, daß der Gesetzentwurf noch im Laufe der nächsten Woche dem Reichstag zugehen werde. Der Ausschuß beschäftigte sich darauf mit dem Gesetzentwurf, der die Fristen der 3 Steuernotverordnung bis zum 30. Juni verlängert. Der Ausschuß stimmte diesem Gesetzentwurf zu. Frankreich und -er Vatikan. Die Laiengesctze vor der französischen Kammer. Paris, 20. März. (TU.) Die gestrige Karn- mersihung wurde bei dicht besetztem Hause eröffnet. Auf der Tribüne bemerkte man viele Vertreter der Geistlichkeit in Priestertracht. Eine halbe Stunde vor Beginn der Sitzung wurden die Tribünentore wegen Heberfüllung 9010^10116^. Gleich nach Eröffnung der Sitzung kam es zu einem kleinen Zwischenfall, als der Abgeordnete Maes eine ihm. zugeschriebene Zwischenbemerkung berichtigte, er hätte erklärt, der elsässische Abgeordnete Walter müsse a l s Franzose, nicht als Elsässer sprechen und auftreten. Es sei geradezu eins Gemeinheit, anzunehmen, daß er damit einen Unterschied zwischen Franzosen und Elsässern machen wolle. Er trat für die uneingeschränkte Anwendung der Laiengesehe auch in El- saß-Lothringen ein. Darauf erbittet Ca-- zals Auskunft über die Haltung der Regierung zu dem Schreiben der Kardinäle. Cazals betonte ebenfalls die Rotwendigkeit einer vollständigen Anwendung der Gesetze in Eisrh-Lothringen. Selbstverständlich solle es den katholischen Eltern in Elsaß-Lothringen überlassen bleiben ihre Kinder, wenn sie wollen, auch auf lätholische Schulen zu schicker. Der Abgeordnete Pfleger ruft dazwischen: Das ist unwahr! (Widerspruch und Lärm bei der Mehrheit.) Eazals spricht die beftimmte Erwartung aus, daß die Auffassung der Kardinäle weder in Frankreich noch in Elsaß-Lothringen durch- biIngen werde. Darauf spricht der frühere Kultusminister Berard im Sinne der Reutralität des Staates in Sachen der Religion. Er erkennt die Laiengesetze als solche ausdrücklich an, macht dann aber unter dem Beifall der Opposit oa weitgehende Vorbehalte. Die radikalsozia- li stische Gr uppe der Kammer hat bere'ts eine Tagesordnung ausgearbeitet, in der sie der Regierung unter schärfster D rurteilung der Botschaft der Kardinäle das Vertrauen ausspricht. Die -Tagesordnung wird am Schluß der heutigen Sitzung zur Abstimmung gebracht werden. daher dem Entwurf nicht zu stimmen könne. Ministerialrat Erythropel beantragte namens Preußens, in den § 7 des Gesetzes über die Verwendung des Reingewinns folgende De» timmung aufzunehmen: Hat das Kapital der Rentenbanllreditanstalt einschließlich der Rücklagen und Sonderrücklagen den Betrag von 500 Millionen Mark erreicht, so ist der Reingewinn an das Reich abzu führen, das ihn den Ländern zu landwirtschaftlichen Zwecken zu überweisen hat. Der Qlntrag wurde angenommen, ebenso ein bayerischer Abänderungsantrag, wonach die auszugebenden Pfandbriefe durch inländische Hypotheken an land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken gedeckt sein müssen. Ferner wurde angenommen ein Gesetzentwurf über Militärgerichte und das militärgerichtliche Verfahren, wonach in Abänderung des nach der Revolution eingeführten Verfahrens die Kriegsgerichte künftig zusammengesetzt werden aus einem Kriegsgerichtsrat, zwei Beisitzern, von denen einer ein Offizier ein muß, während der andere gewählt wird ent» prechend dem Dienstgrad des Llbzuurteilenden. Der HaushaltungsauSschutz des Reichstags beschäftigte sich zunächst mit Den Anträgen des Dollswuuschaftlichen Ausschusses • über die Kreditnot des Mittelstandes. Von feiten der Regierung wurde fest- gestellt, daß sie bereit sei. die erforderlichen Wittel zu einem annehmbaren Zins- s a h zur Verfügung zu stellen. Rach längerer Aussprache wurde ein Antrag angenommen, der die Reichsregierung ersucht, zur M lderung Der Kreditnot des selbständigen Mit.elstandes die Reichsbant zu veranlassen 3 0 Millionen G o l d m a r t als Darlehen auf ein Jahr zur Verfügung zu stellen. Sollte die Beschaffung der Summe auf diesem Wage nicht möglich sein, so soll aus Mitteln der Reichspost ein Betrag gegeben werden. Der Reichstagsausschuß für die EntschädigungS- grfehe stimmte einer Reihe von Richtlinien über die Gewährung von Rachentschädigungen für die Liauidations- und Gewalt» s.ch ä d e n zu. Als Rachentschädigung werden festgesetzt bei einem Grundbetrag von 50 000 Mk. -für die ersten 2000 Mk. 100 Prozent, für die ^weiteren 28 000 Mk. 10 Prozent und darüber 5hinaus bis zu 50 000 Mk. 6 Prozent, ferner bei einem Grundbetrag von über 50 000 bis 200 000 i 'HXart für Die ersten 50 000 Mk. 12 Prozent, für Die weiteren 50 000 Mk. 8 Prozent und Darüber hinaus bis zu 200 000 Mk. 6 Prozent, ferner bei einem Grundbettag von über 230 000 Mk. 8 Prozent. Als GrunDvetrag gilt im Falle des Verlustes des Gegenstandes Der Berechnung der Ent- Das Leiden Lord EurzvnS ist ein schweres Blasenleiden. Rach einem um Mitternacht herausgegebenen Bericht ist das Befinden Curzons hoffnungslos. • Reuter meldet aus Kairo, daß die Gerichtsverhandlungen gegen den Sirdar-Mörder im Mai stattfinden werden. Eine Aufsehen er» regende Mitteilung machte bei der gestrigen Untersuchung ein 'Verhafteter, der gestand, an sieben politischen Worden und Mordversuchen. die in Aegypten im Jahre 1922 stattfanden, beteiligt gewesen zu fein. An dem zunächst in Frage stehenden Sirdar-Mord scheint dieser Mann jedoch unbeteiligt zu fein; Hochschulnachrichten. Die philosophische Akademie in Erlangen in Gefahr. Erlangen. 18. März. Die philosophische Akademie in Erlangen oder wie sie im Äreje der Eingeweihten nach dem hochherzigen Stifter auch genannt wird, die „R o l f ° Hoffmann- Akademie". ist von einem schweren Schicksalsschlag hermgesucht worden. Wo vor wenigen Wochen noch regstes philosophisches Leben sich entfaltete, wo ein erlesener Geschmack mit liebevoller Sorgfalt und uneigennütziger Freigebigkeit ein Heim geschaffen hatte für die städtemüden „Qlbenteui'er des Geistes", für die Philosophen aller Länder, wo ein uralter Park zu stimmungsvoller Meditation, wo De-rassen mit erhabenem F wnblick in deutsche Landschaft zu geistiger Erhebung, wo friedliche Parkwinkel zu beschwing'.er Aussprache, und wo stimmungsvolle Arbeitsräume zu ernstem Studium verlockten, herrschen jetzt die Geister der Zerstörung. Unterirdische Einstürze im Berg haben plötzlich die Fundamente des Hauptgebäudes der Akademie unterhöhlt, Die Mauern neigen s ich zum Sturz, Decke und Wände zeigen breitklafiende Wunden, und keine menschliche Kunst vermag mehr den drohenden Zusammenbruch aufzuhalten. Die Insassen der Akademie mutzten fluchtartig Haus und Gelände räumen. Was das bedeutet, vermag nattirlich nur einzusehen, wer den Sinn dieser großangelegten Stiftung begriffen hat und Zeuge davon gewesen ist, wie eigenartig sich dieser Sinn in Den letzten Jahren verwirklichte. Jenseits jener Grenzen, die enger Menscheng nst setzt also jenseits vor allem Der politischen und religiös-konfessionellen Gegensätze traf sich hier die sublimste Geistigkeit der Welt zu unmittelbarem Ideenaustausch. ©in Zeugnis von vielen: Ernst Troeltsch, gewiß ein Geringer unter Den Führern des modernen Geisteslebens, verbrachte hier fast jeden freien Tag seines letzten Lebensjahres, er schrieb hier seine für England bestimmten Vorträge und pflegte diesen Ort seiner philosophischen Deichwingung seine „Insel" sein pDrauilland" zu nennen. Die Akademie also ist obdachlos, und wenn nicht tatlräftige Hilfe ttllturbewußter Mäzene eintrifft, wird viÄeicht der zukunftsreiche Gedanke des Stifters und Gründers Rolf Hoffmann an bieiem Schicksalsschlage zugrunde gehen. Zwar existieren bereits herrliche Pläne zur Sicherung des Geländes, zum Wiederaufbau, ja, zur Erweiterung Der Anlagen. Ob es aber gelingen wird, in dieser als materialistisch verschrienen Welt Menschen zu finden, die wirtschaftlich kräftig genug sind und zugleich so idealistisch gesonnen, daß sie diese günstige Gelegenheit ergreifen werden, unsere Zeit von jenem schweren Vorwurf durch eine großzügige Hilfe zu befreien, das wird Die nächste Zeit lehren. Professor v. Wassermanns Einäscherung. Unter starker Beteiligung wissenschaftlicher Kreise fand heute vormittag in dem alten Krematorium Der Gerichtsstiaße in Berlin Die Einäscherung Der sterblichen ileberrefte Professor b. Wassermanns statt. Eine kaum übersehbare Fülle von Kränzen, Die von Universitäten, Fvrschungsanstalten und Einzefiiersonen gespendet waren, waren an dem Sarg niedergelegt worden. Rach den Worten des Predigers nahm Staatsminister a. D. Dr. Schmidt-Ott das Wort, um namens Der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft Den großen Forscher zu ehren. Für Das von Wassermann 12 Jahre lang geleitete Kaiser-Wilhelm- Jnstitut für experimentelle Therapie sprach Professor R e u b c r g , für das Robert-Koch-Jnstitut, Dem der Verstorbene 22 Jahre angehörte, Direktor Geheimrat R e u s e l d , für Die Universität, Der Dekan der medizinischen Fakultät Geheimrat Lu- barsch. Abg. Dr. Kähler ;um D. h. c. ernannt. Die theologische Fakultät der Universität Halle ernannte den Landtagsabgeordneten Professor Dr. jur. et phil. Kähler wegen feiner Verdienste um die evangelische Kirche und um die preußischen Universitäten zum Doktor der Theologie ehrenhalber. Aus aller Welt. Ehrung gefallener Reichstagsmitglleder. Der Ausschmückungsausschuh des Reichstags beschloß heute, das Andenken Der im Weltkriege gefallenen Mitglieder und Beamten des Reichstags durch Errichtung einer Gedenktafel im ReichstagsgebäuDe zu ehren. DergwerkSunfall. Auf Der Zeche Langenbrahm I—III bei Bochum verunglückten drei Bergarbeiter t ö D l i ch. Die Arbeiter waren auf Der Halde mit dem Kippen von Schlamm beschäftigt: Der Schlamm kam ins Rutschen, und Die Arbeiter tarnen darin um. Grubenunfall in Essen. Auf der Z e ch e Osterfeld lösten sich an einem Urte, wo sieben Bergleute beschäftigt waren, aus den hängenden Grubensteinen G e - st e i n s m a s s e n. Zwei Bergleute, zwei Brüder aus Sterkrade, gerieten unter das Gestein, während die fünf anderen sich retten konnten. Die beiden Brüder wurden in schwer verletztem Zustande in Das Krankenhaus überführt. Französische „Wirtschaft". In Dem durch Den Raubbau des französischen Bergfiskus ernstlich gefährdeten Ort S ch n a P > p a ch nimmt nach Meldung Des „Tageblattes" aus Saarbrücken Die Zerstörung Der Häu - s e r weiter zu. In allernächster Zett müßten wiederum hohe Häuser wegen Einsturzgefahr geräumt werden. Auf dem Sportplatz im Ruhbach- tal entstand eine umfangreiche Erdsenkung, wobei das Erdreich in einem Umfange von 8 Metern I in die Tiefe stürzte Vas ©ruoenanglfl» in IBefttrtrginML Die bei Dem Grubenunglück in Desto! ryini» eingeschlossenen 22 Bergleute konnten bisher nicht geborgen werben, lieber ihr Schicksal ist vorläufig nichts bekannt. Tod In den Bergen. Aus Davos wird gemeldet: Am Fh^ela- weithorn gerieten der 50jährige Bergführer Johann Güler aus Klosters und der 55jährige Dr. K o n st a n z aus Berlin in einen S chn errat s ch, von Dem sie vollständig zugedeckt wurden. Zwei andere Herren, die Den Vorgang bemerkt hatten, veranlaßten, daß nach den Verschütteten gesucht wurde. Bisher konnte die Lag« der Verschütteten nicht festgestellt werden. Eino Rettungskolonne ist »on DavvS abgegangen. Rebellisches Strahenpflafier London, 20. März. (WTB. Funkspruch.) In London erfolgten unter dem Pflaster einer Straße 6 Explosionen, die dadurch entstanden sind, daß infolge Kurzschlusses Der elektrischen Leitungen Die Gase in Den 'Jiö ren explodier- ten. Das Pflaster wurde aufgerissen. und mehrere Personen verwundet. Der Feuerschaden in Tokio Rach einer soeben eingetroffenen Meldung beträgt Der Gesamtschaden, der durch die Feuersbrunst in Tokio angeliebtet wurde, über 22 Millionen Ben. 1700 Häuser wurden durch Feuer zerstört, 10 000 Menschen sind obdachlos. Schlagfertige Professoren. Nach einer Meldung aus Tientsin wurde bet chinesische Kultusmini st er auf dem Dege zu seinem Ministerium von hundert Professoren Des staatlichen Gomnasiums überfallen und mit Stockschlägen bearbeitet. Durch rasches Eingreifen Der Polizei konnte Der Minister befreit werden. Der OrunD Dieses Ueberfalles ist unbekannt. Aus Stadt und Land. Gießen, den 20. März 1925. Steuererleichterungen für Landwirte • im Notgebiet. Rach einer Mittellung der LandwirtschaftS- kammer sind in einem Erlaß Des ReichsministerS Der Finanzen über Das Rotgebiet u. a. folge tDe Bestimmungen getroffen toorDta: Einkommensteuer. Die Raten vom 15 Rovember, 15. Februar und 15. Mai werden gestundet: das gleiche gilt für einzelne Betriebe, deren Ernte zu mehr als 50 Prozent geschädigt ist. Ob die (StnEommenfteuer für 192 l 25 zu entrichten ist, hängt von Der Veranlagung ab, die in Der zweiten Hälfte Des Kalenderjahres 1925 ftattfinDcn soll. Vermögenssteuer. Die am 15. Rovem- 5er fällig gewordene gestundete Rate 1924 ttxrD erlassen. Die am 15. Februar fällig gewordene 1. Rate der Vermögenssteuer 1925 muh grundsätzlich bezahlt werden. Wit entgegenkommender Gewährung von Tellzahlung auf Antrag ist bet Reichsfinanzminister einverstanden. Umsatzsteuer. UrnsatzsteuervorauSzahlun» gen werden auch für 1925 gestundet, mit Ausnahme Der Umsatzsteuer für Verkäufe von Pser- Den, Obst und Sonderkulturen. Rentenbankzinsender Landwirtschaft. Die für Die Zett vom 1. Oktober 1923 bis 30 September 1924 geschuldeten Rentenbankzinsen werden bis auf weiteres gestundet, sofern die Voraussetzungen hierfür fortbestehen. (SS handelt sich hier um die am 1 Oktober fällig gewesene Zinszahlung, die aber fast allgemein schon bezahlt ist.) Das Landesfinanzmnt hat anerkannt, daß in sämtlichen hessischen Gemeinden außerhalb des Aotgebietes ein Ernteschaden von mehr als 30 Prozent zu verzeichnen ist, so daß Die Möglichkeit besteht, gemäß eines Erlasses des Finanzministers vom 10. Rovember 1924 in weitestem Maße entgegenzukommen. Je» doch müssen Die einzelnen Steuerpflichtigen Antrag auf StunDung Der Einkommensteuer und Herabsetzung Der älrnsahsteuerrichtzahlen stellen ohne Daß aoer ein Einzelnachweis über Die Scha- Denshöhe verlangt toirD. Danach ist den nicht im Rotgebiet befindlichen Landwirten zu empfehlen, folgenden Antrag an das zuständige Finanzamt zu stellen: „Infolge meines Emtescha- dens 1924 bitte ich um Stundung meiner Ein- komrnensteuervvrauszahlungen vom 15 Rovemb« 1924, 15. Februar und 15. Mai 1925 bis zur Veranlagung. Gleichzeitig bitte ich um Herabsetzung Der Richtzahl für meine älmsatzsteuer-- vorauszahlungen." Volks-, Berufs- und Betriebszählung 1925. 3m Reichsgesehblatt vom 14. Wär- wird da- Gesetz veröffentlicht, nach Dem noch in Diesem Jahre eine allgemeine Volkszählung erfolgen soll. Mit der Vollszählung verbunden wird eine Berufs- sowie eine landwirtschaftliche und gewerbliche Betriebszählung. Die statisttschen Aufnahmen werden von Den einzelnen Landesregierungen bewirkt. Die unmittelbare Ausführung der Zählung erfolgt durch die Gemeindebehörden. Die vorzulegenden Fragen dürfen sich nur auf den Personen- und Familienstand, Die Staatsangehörigkeit, die Muttersprache, die Religionszugehörigkeit und Den Wohnsitz sowie auf Die Berufs- unD Detriebsvechältnisse beziehen. JeDes Eindringen in Die vermögens- und Cinkommensverhältnifse ist ausgeschlossen. Heber die bei der Zahlung über Du» Person- lichkeit Des einzelnen sowie über Die BerMtnisse Der einzelnen Betriebe gewonnenen Aachnchten ist das Amtsgeheimnis zu wahren: sie Dürfen nur zu statistischen Arbeiten, nicht zu anderen Zwecken benutzt werden. Wer die aus Grund dieses Gesetzes an ihn gerichteten Fragen wissentlich wahrheitswidrig beantwortet oder diejenigen Angaben zu machen verweigert, welche ihm nach diesem Gesetz und den zur Durchsührung erlassenen Vorschriften obliegen, wird mit Gell>strafe bestraft. :WerrervornuHfage. Wolkig, etwas milder, westliche Winde, stellenweise leichte Riederschläge. Das mit seinem Zentrum über Rordftcmdb navien liegende FallgebiLt hat nicht nur nach Ost-, sondern auch nach Mittel- und Westdeutsch* land Ausläufer entsandt, so daß in ganz Deutsr^ land stärkerer Dcucksall eingetreten ist, jedoch sind Riederschläge in unserem Bezirk bisher noch nicht iss- »"» na 19'25. u em Dem no» Ä (oD. ALL- r-**;s ZählMIg «•* ZSE - ist a\£ Drriva* g u¥?(ßer^"l"C N w S* onnenen ^Msr° •“W*«** s KÄ .'S-S- ä'S» 1U4^ «« rÄ»ä fä'W kält'* ’l?nn^8*rAh r jnn> bffi? ll M iSä§ {**?£ n°We bk 5®; llr L* " Wnb *ÜW aüK- Mtt "V-7-L flenimi me^rWe Tokio ^ea • üer durch n! »« du^ H^ler rvurdtt ulchvr find ob m. njffin mürbe btt K«w. J5 uM einzelne betriebe Prozent geschädigt ür 1921 25 zu ent- eranlaguiM ab. bit tolenberiagtel 1925 Sie am 15. Aovew- ’te Dato 1924 üxrb x Mg gevurde» : 1925 muh grunk entgegenbrnmeita auf Antrag ist bet nben. stc-uervor-mtzahk». rftuiM mit lut* iertaufe von Vfer> - >et Slaitb'®^tt* m \. Ottober 1923 Leien KentenbanL :cJ gestundet, Mm fortWet (W n 1. Oktober fällig aber fast allgemetn it anerkannt, daß in n Gemeinden ! n Erntefchaden । ent ju verzeichnen estehl. gemäß etntf vom 10. Aooemba ^en,zukommen. uerpsl'chtisen 2n- akommensteuer und .nchtzahlen W LrLZ LWL äJSS 'S 1925 «11« ».«LE meine Umsatz"^ ■ *?% ‘tri< B 1 h- ’ Rabatt bei Bar- k Zahlung V zu Ladenpreisen Unsere vorteilhaften Preise, verbunden auch mit wirklich guten Qualitäten, sind unsere beste Reklame. Unser diskretes Teilzahlungssystem erleichtert die An- L Schaffung von wertvollen Kleidern, ohne vy6 merklichen Einfluß auf den Haushalt auszuüben, denn die Zahlungen verteilen sich auf längere Zeit (3—4 Monate). 28” homespunartige Stoffe muster, gute Verarbeitung Mk. Covercoat-Paletots erstklassige Stoffe, teils auf Seide u. teils auf Satinei la gearbeitet, tadelt Verarb., Mk. Herren anzüge auf feinsten Oabardin, Ripspopeline, Cord, Whipcord u. Kammgarn 120, 110, 95 u. 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Vereins Haus: Zahreshauptver- lammlung. — Lichtspielhaus, D^ihnhofstrahe: „Gehetzte Akenschen". — Palast-Lichtspiele: .Die FürAtn der Oseanwerft". — Astoria-Achttpiele. Brodwah-Fieber^. — vaterländische Kundgebung. Die beiden vechtspatteien oeranftalUn am Samstag, 28. März, abends ein halb 8 Uhr, im Stadt- theater eine Bisrnar :erfahren, wie bei der Reichstag-Wahl, den tarnen de- Kandidaten, den er wählen will, mit einem Kreuz versehen. Auch kann er den Hamen einer nicht vorgeschlagenen Perlon auf den Stimmzettel schreiben. •• Die Wählerliste zur Reichs- Präsidentenwahl liegt von heute ab bis ein- fchliestlich Montag im Stadthaus, Bergstraße. Aim. mer 14, zur Einsichtnahme aus. und zwar Frei- tan und Montag von 8—1 Uhr vormittags, 3 bis 'echseinhalb Uhr nachmittags. Samstag 8—1 Uhr, Sonntag 9—1 Uhr vormittags. Wer sich fein Wahlrecht sichern will, überzeuge sich davon, datz 'ein Name in der Wählerliste enthalten ist. •• DaS Preisgericht für den Fest- h allen-Wettbewerb wtrd. wie gestern bereit« amtlich bekanntgegeben, die preisgekrön-- ten und die angekauften Dauentwurfe zur allgemeinen Besichtigung auä(teilen. Die Arbeiten rönnen morgen, SamStag. nachmittags von 2 bis 6 Uhr, und Sonntag vormittags von 9 bis 1 ilfcr im Stadthaus, Dergstrahe, Zimmer 6, angesehen werden. Alan darf wohl annehmen, daß dte breitesten Mitbürgerkreise sich für diese Ausstellung interessieren Werdern ” DerHilf-veretnfürdieGeistes- tranken in Hessen gibt soeben feinen Iah- > esberich» für 1923 bekannt Es wird darin mit- geteilt. datz bei Derein infolge der Inflation annähernd 100000 Mark an SttftungOgeldern verloren hat. Aach Festigung der IDährung hatte der Derein eine Hinnahme non 23 6ti2 Mark. *'2om Derband Deutscher Jugend- herbergeru Am Samstag hielt in Frankfurt a. M. der Sweigousschutz Main »Lahn-Fulda des Verbandes Deut cher Jugendherbergen feine Hauptversammlung ab. Aus dem Geschäftsbericht dürfte folgendes von allgemeinem Interesse sein: Die Zahl der Ortsgruppen wuchs von 13 auf 17, die Zahl der Herbergen ton 73 auf 76. Aeue Herbergen sind Metzlar, HoherodSkops. Steinmuhle, Draubach. Marburg Hebernachtun- gen in den Herbergen deS Zw. 2. sanden 36 325 statt. Davon (in Tausenden, Frankfurt 7. Gersfeld 4. Marburg 2, Fulda 1,9, Aschaffenburg 1,5. AüdeShcim 1L, Weilburg 1. Gietzeu 1 (HoherodSkops vom 12. 10. bis 31. 12. 100). Geschloffen mutzten leider die Herbergen in 2o- deniod und Ulrichstein werden. Der Zweigaus- schutz verfügt schon über eine Aeihe eigener Her- bergsbauten, wozu im Lause deS Jahres 1925 weitere treten werden. An wichtigen Aeuerösf- nungen tn 1925 seien genannt: Kloster Sberbach (Aheingau) Ende April, 2aadschlotz Aiederwald, Oberlahnstein. Erfreulich ist, datz eine ganze Aeihe von Gemeindeverwaltungen dem Herbergs- toerf grotzes Derstandnie entgegenbringen. ** Ovtionsrecht der Bewohner des M e m e I g e bietes Durch die Memelkonvention vom 8. Mai 1924 haben die alliierten Hauptmächte die Rechte auf das Memelgebiet, das Deutschland gemäß Artikel 99 des "Vertrages von Derfailles hat abtreten müssen, auf Litauen übertragen. 3n den Artikeln- 8 bis 10 der Memelkonvention haben sie gleichzeitig die Desttmmung über die Staatsangehörigkeit der Bewohner des Gebietes getroffen, zu deren AnerkennungDeutsch- lanb in Artikel 99 Absatz 2 deS Vertrags von Bersatlles sich hat verpflichten müssen. Zur Ausführung der Bestimmungen ist zwilchen der Reichsregierung und der Regieruttg Cltauend am 10. Februar 1925 der deutsch-litauische Optionsvertrag geschlossen worden, der im Reichsgeseh- blatt Teil II Seite 59 veröffentlicht ist Rach diesen 'Bestimmungen haben Personen, die am 10. Januar 1920 die deutsche Reichs angeh ö rig keit besahen, am 30 3uli 1924 daS 18 Lebensjahr vollendet haben und wenigstens vom 10. Januar 1920 bts einschlietzfich 30 Juli 1924 im Memelgebiet ihren tatsächlichen IDohnsitz hatten, am 3 0. 3ult 192 4 ohne weiteres unter Verlust der deutschen Reichsangehörigkeit die lltauische Staats angehörig'ei: erworben Diesen 'jkrfonen steht bis einschlietzlich 31. März 1 92 6 das Recht zu. durch Option zugunsten Deutschlands die deutsche Staatsangehörig-eit wieder zu erwerben, wodurch sie mit dem Zeitvunkt der Abgabe der Optionserllärung die litauische Staatsangehörigkeit wieder verlieren. (Für unmittelbare Staatsbeamte, die nur in ihrer Gigenschaft als Staatsbeamte ihren Wohnsitz im Memelgebiet batten endig! die Optionsfrist bereits mit ix-!.: 31. Mb.i 1925.) Die Option für Deutschland ist gegenüber den deutschen Option-behörben zu erflären. Die örtliche Zuständigkeit der Op- ttonsbehörden wird durch den Wohnlin. tn Ermangelung etneS solchen durch den Ausenthalts- ort des OptionSberechtigten bestimmt. Äef- s e n sind die Opttonsb^örden die Jt r e i 6 ä m • ter. Von letzteren wird AuSkuntt über alle dte Option betreffenden Fragen erteilt werden Das deutsche Steinkohlenbergwerk. Vortrag tn der Vorttags-Vereinigung am 16. März. Gleich zu Anfana sei eS gesagt, es war höchst bedauerlich, datz der Don rag ein so geringes Interesse bei unserer hiesigen Devölle- rung gefunden hat. Denn hätte der Vortrag nicht schon un Hinblick aul die volkswirtschaftlich Bedeutung unterer deutschen Kohlenprvduk- tion anteilige Beachtung finden müssen, so war er doch infolge bei lür^ichen furchtbaren Katastrophe auf der Zeche „Minister Stein" zur Auf- Gärung weiter Streife unserer Bevölkerung hochaktuell und wichtig. Professor Mempe aus Oldenburg — der Redner des Abends — zeigte an Hand deS von ihm selbst im Auftrage der deutschen Dergbaubehörde >m Ruhrkohlenbezirk aufgenommenen Films die Arbeit des Sieinlohten- beigmanne», ihre Gefahren und deren Bekämpfung. Der erste Tell des Films gab ein B.ld von den Arbeiten und Gini-ichungen der Forderung der Kohle auS dem tiefen Schoh der Erde bis zum Eisenbahnwagen. Der zweite Deil bet mit grobem Interesse von den Zuhörern verfolgten Aus ührungen des Vortragenden war den Licherheitsmatznahmen gewidmet. Denn tagtäglich, stündlich umlauern tausenderlei Gefahren den Bergmann. Zwecks Verhütung von Unfällen durch Reihen der Selle des Förder- korbes werden innerhalb kurzer und besttmmter Zeiträume die Seile in der Seilprüfungsstell« der Bochumer Bergschule in vorschrittsmätziger Form einer eingehenden Prü ung unterzogen, indem sie in einer großen Zerreißmaschine auf die Höchstgrenze ihrer Gewichtsbelastung und die einzelnen Drähte auf ihre Festigkeit gegen Zer- rciuung auf ihre Drehungs- und Diegungsfähig- kett untersucht werden. Zur Derhü.ung einer für den Bergmann noch grötzeven Gefahr, der Explosionen von Schlagwettern und den noch tückischeren Kohlenstaribexplosionen, werden ständig auf der groben Explosionsversuchsstrecke in Derne bei Dortmund Llntersuchungen vorgenom- mcn. Gegen diese Gefahren ist die erste und wichtigste Sicherheiksmatzregel die D raxndung einer einwandfreien Grubensicherheitslampe, deren Zusammensetzung man im einzelnen lennen lernte. .Dann wurden auf den DersuchSstrecken die Unterschiede in der Wirkung einer reinen Schlagwetter explosiv« gezeigt und einer solchen, fei der durch das Schlagwetter auch Kohlenstaub explodieil. um zu e. kennen, was eine K oh- len st a u be ib lol ion für die gesamte Belegschaft un Bergwerk bedeut«. 'JM vtxxufa erfüllte wohl jeden Zuschauer der Anblick solch furchtbarer Vorgänge, wie sie bi« kn Bilde skizziert wurde Tröstlich und ersreullch war daher ocr Schl uh teil deS FilmS. der durch einen Zusal aufgenommen werden konnte, und der bü Rettung eines in höchster Grslickungsgesahi schwebenden Bergschülers mit Hllfe der RettungS- kolmrne und der Rettungsapparate zeigte. Wil starkem Beifall dankten die Srschienenm dem Red ner für seine trefflichen Ausführungen. Mil diesem wenvvllen Vortragsabend hat die Vor- trag»-Bereinigung sich ein grotzes Verdienst erworben und in würdiger Form ihr dieSwinter- Nerreich» anwalt wegen Spionage verfolgt wird, nach Mainz begeben. Dort verhandelten be de auf einem Spionagebureau mit einem fran zös ischen Offizier dem bei Angeklagte der biS 1923 bei der Re.cbsw.In gedient hat:' zusagte. Mitteilungen über d i s Reich-' wehr zu überbringen Der Angcklagle setzte sich dann auch mit zwei Reichsn:edriollXiten in Verbindung. die jedoch alsbald ihren Vorgesetzten Meldung machten. Leid, g lang es nicht, b?n Onkel dcs Angeklagten i e st zu nehmen: bic* fet war noch rechtzeitig flüchtig gegangen. Der Angeklagte hingegen kam in wintersuchungs- bafL DaS Gericht ertarrnte auf eine (Scfäng- nisstrafe von 8 Monaten abzügl. 2 Mo natc älntersuchungshaft. Turnen, Sport und Spiel. Deutsche Dltrnerschast und Akadentischer Durnbund. Die Deutsche Turnerfch.ift hat mit dem Aka» demischen Tumbund auf Grund eingehender ‘Berat ung en nachsteh ndes Abkommen getroffen: 1 Die Deutsche Turnerschaft gestattet den Mitgliedern des A. T. B. bzw der A T. Ve unter Aufsicht des Vororts das Verbleiben und Ausüben ihres Sports in den Vereinen, denen sie angehören. 2. Die Deutsche Tumerschafi gestattet, datz Mitglieder und Mannschaft m t r Ä. T. De. bzw des Bundes bei auberen Verbänden Metikämpfr unter dem *21 amen der betr?;1c 'ixm .Korporationen bzw. des Bundes mitmachen. 3. Die Deutsche Turnerschaft ist nicht Damit einverstanden, datz der 21. L. 8. bzw die einzelnen Korporationen den Verbanden des Sportdreiverbandes angehören. 4. Die Bestimmungen 1 unb 2 gelten nur für studierende Milglteoer des 2L -5 B Hotz, F. V., theoL 2868D Gießen, Bleidenrod, Wächtersbach, 19. März 1925. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Mutter sagen wir auf diesem Wege allen unseren innigsten Dank. Todesanzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Margarethe Albach geb. Staubach Donnerstag, 19. d. Mts., nachts um IV, Uhr, nach kurzem schweren Leiden sanft entschlafen ist In tiefer Trauer: Karl Albach und Sohn nebst allen Angehörigen. Daubringen, den 20. März 1925. Die Beerdigung findet Sonntag, den 22. März, in Daubringen um 2V? Uhr statt 02483 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen : 02450 Gg. Schwan. Wir betrauern denTod unseres heben A. H. Geh. Oberkonsistorialrat Or. Ferdinand Enler Superintendent von Rheinhessen, Prälat der ev. Landeskirche in Hess. 1914-23 Der Gießener Wingolf. Sonntag, den 22. März, abends 8 llhr, im Lnkassaal: 2845D Amlimbeoi» -er LokMemiick. MttWMliMeMsM .Religiöses Leben in Heimst «.Fremde Gesangliche «.mnfikalischeDarbittunge«. Bekanntmachung. Betr.: Abgang der Landgestütsbeschäler nach den Dedtorten. Nach Mitteilung der LandgeftütsdireKtion sind -die Landgestütsbeschäler für die Deckorte Berstadt, Butzbach, Lich und Grünberg vdn Darmstadt abgegangen. 2853D ^Giehen, den 16 März 1925. Der Oberbürgermeister. I.D.: Pr. Rosenberg. • Ausschreibung! Seitens des Reit- und Fahr Klubs Gießen und Umgebung sind nachstehende Vorführungen für das Programm des Jubiläum spferdeinarkUes am 1. April 1925 vorgesehen: 1. Vorführung von Reitpferden unter dem Reiter. 2. Vorfahren: al Einspänner, b) Mehrspänner. 3. Arbeitsgespanne. An diesen Veranstaltungen Können auch Nichtmitglieder des Reit- und Fahr- Klubs teilnehmen. Erinnerungszeichen für die Teilnehmer stehen zur Verfügung. Anmeldungen haben bei Herrn Rentner August Schwan, MoltKestrahe 16, bis spätestens Samstag, den 28. März 1925, zu erfolgen. Gießen, den 16. März 1925. 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Tagesordnung: l.BundeSangelegew bei:; 2. Soor:Programm 1925; 3. '^et» schicdeneS. In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung ist pünk ticheS Erscheinen Pflicht 03.3e Der Vorstand. WWtreiff Anlästltch de» 41.Stiftungsfeste- Berren-Koiinnars am 21. März 1925 im Bereinslokale, wozu wir unsere Mitglieder einladen. Rentner bund. Montag, 23. März er., abends 7%Ubr (nicht wie seiiher8U.) letzter Uutcrbal tung-abendiSing- faal deS :)'ealgnm- nasiums, Eingang Ludwigstraste. (>2456 Der Vorstand. Mdr as»n ® ” (BriUpo e* «*. »Wberf aiM 9tk6 N"lal der 6a Mhumbreil jt-k kas<^ ff» gern ÄLLL ff Aichch O als h r L-.i Mrti* 5 fe8tObenragti «**;■ Ä $ M vor dem schreiten der 55# VöerM.Ei IlLN schönsten/ und breit, aber allmLMMadr läuten Kirchengi %ang- Aus de' aus dem Dege Mena« Kinder. mil Der Mitt- bei Sol, das ( sondern ein weit ffraSen der Hau 3n der Miste b Merarundbahn. md die zwei 6ti Die Solle Mal, M schönen Par auch in den her! Stutwind über ; und die Stobt t Galle Alcala gi der Puerto del Königslchlos). li ihren altertümli die feierlichen 2 man die Steinfl loderten und üb während der Ki betend in ihren zuschauten. Sie ffir den Durchsc auch heute rwJ Erde nicht mef Sei verschsi Ine schäm es iß dort zu Wonftraiq, labt. Mm, betet int un-rMnM tzr Ienn die Tru; sich vor dem Ä ihren Hörnern bas Gewehr, erhebt, als ob tn Wirklichkeit bührenden Ehrei ist dem Spanie strvmes stehende spanische Leben torfl eilen. Goll Spanien, man lemanö dieses 6 §dnen Nation« Emkalen fön «« befreien. A j” kurzlebigen sp 6,8 Freigeist & ^Ute, dc wre er vor Mittag. Für$| Qutgi Sietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberyesten) Ur. öl Swett« Blatt Zrettag, 2 . März 1925 .ndein tzu erreichen. Wenn Hagen äi Nibelungenlied sagte, der Wein war der und Män- >u Siegfried im lei irrtümlich nad> Mittag- und Abendessen Fürstenberg-Bräu öut gepflegte Weine -erkoren tiM-babendo-o» labHbeoter M« z-L'ioria. te «eUÜWM A geben p firevert Madrider Eindrücke. Don G. von Ungern-Sternberg. Madrid, Anfang Mär- 1925. Die spanische Hauptstadt liegt hinter den noch schneebedeckten (b igen des Guadarrama verstellt. Der Schnellzug ist kaum eine Viertelstunde von chr entfernt, und immer noch türmen 'ich Felsen ebenso interessante als lehrreiche Vorführung leider nur madig besucht. Vor und nach dem Theater kalte und warme Platten ÖuaUtm, to« ?»»«. WtiS. J P. Sack «tntnBäut 17 nach Darmstadt in daS Unters uchungsg es ängnt- gebracht. fpd. Offenbach, 19 März. 3n der Zel - luloidwarenfabrikDismarck st raste 1( entstand Mittwochnachmittag Großfeuer. das sich sofort über den gesamten Bau verbreitete Die Löscharbeiten gestalteten sich außerordentlich schwierig, da die brennenden Zelluloidwaren durch die Wassermafsen nicht gelöscht werden konnten Die Feuerwehr konnte sich lediglich auf die Erhaltung der schwer gefährdeten Rachbarfabriken beschränken. Das Feuer entstand infolge einer Explosion in den Kellerräumen. Menschenleben kamen nicht in Gefahr. Hessen-Nassau. bl. Dillenburg, 19. März. Wie im Dor-« fahre, so werden auch in diesem Jahre von der Krelsverwaltung wieder Transporte von N 3n Olympia gekrönt, strahlend herniederstei«. «end aus den Gefilden des RuhmeS und des Gesanges, getragen von der Bewunderung und Verehrung ihres Volkes, kehrt die strahlende Dichterin in ihr Haus zurück. Ihr heimliches Sehnen nach .des Lebens Heilern Dlumentälerm', Giestener Stadttheater. Grillparzer: „Sappho". Sin Sechsund^wanzigjähriger. dessen Erst- vngswerk etwa em Jahr vorher einen starken Erfolg gehabt hatte, ging am Ufer der Donau spazieren mit dem Willen zu einem neuen Stück. 6er seit dem Frühjahr und Sommer in ihm lebte. Sin Bekannter trat an ihn heran und warf das Schicksal der Sappho in seinen DlickkreiS. Das War am 30. Juni 1817 gewesen. Am 25. Juli, »ach kaum drei Wochen, war die Arbeit vollendet. Die rasche Aufeinanderfolge von Konzeption Und Ausführung, das Hinwerfen in einem Gust kdaS unverständige Gesterlinge manchem unserer Modernen gern zum Dorwurf .machen möchten), ist dem Werk als Ganzem nur zum Vorteil gewesen. Laube schrieb damals über das Stück: _E« ist aus einem Gusse und gehört zu dem Vollendetsten, waS der Dichter geschaffen". ™ taff MflitahniQ jnbetfl. $(gll Uti|’ grast« dem Speisart gesandt worden, so sei hierbei nicht an das beamntc Gebirge, sondern an einen Wald zu denken, der dreiviertel Stunden vom Hagenwert entfernt lag. der den Damen Spessart führte und der noch im Flurnamen erhalten sei. Aus diesen und anderen Angaben schließt Dr. Dietrich, daß der Derfasser des Nibelungenliedes die Ermordung Siegfrieds an einen Brunnen verlegt hat. der in der Gemarkung Heppenheim etwa 3 Kilometer von Lorsch entfernt ist. Bisher hatte die Tradition die Ermordung Siegfrieds nach Gras-Ellenbach im Odenwald verlegt. * Da rmstadt. 19. März. In den letzten Monaten wurden in den Bekletdungs- Aidda, 19. März. Zum Besten___ hiesigen Kieinkinderschule und des K i n- .das Leben aus der Künste Taumelkelch die Kunst zu schlürfen aus der Hand des Lebens", glaubt sie erfüllungsnah bevor: Phaon, der lebenSfrische, froh begeisterte Jüngling soll ihr der fein, der ihr des Lebens Glück, dem sie der Künste Rausch erschliehen soll. Doch bricht die Rogenbogenbrücke, noch ehe sie vollendet ist. Richt Liebe, Bewunderung führte Phaon zu Sappho. Denn als Melitta, die schöne, junge Sllavin zu den beiden tritt, neigt sich Menisch zu Mensch: ein Raturgesetz spricht, und die erhabene Frau steht allein Fortgerissen von ihrer Leidenschaft, verstrickt fte sich in Schuld und Anrecht, reiht noch tiefer die Kluft auf, die zwischen sich und Phaon klafft, und findet, nach vorausgegangener Läuterung, den selbstgewählten Tod im freien Meer. Ihr Schicksal, der Konflikt zwischen Kunst und Leben, hat so allgemein menschlichen Wert. And doch: (Wenn es wir Jüngsten nicht tun, wer tuts sonst?) Ehrlich: Packt uns dies Erleben heute noch unmittelbar? — Wer schreibt die Kritik der Klassiker? Klassisch wie der Stoff ist auch seine Form. Rach jeder Richtung herrscht Klarheit, Einfachheit, Abrundung, Ruhe. Die Handlung bedarf nicht mehr als fünf Personen. Aus ihrem Cha- rafter heraus entspringt mit ihrer Entwickelung ber dramatische Quell des Stückes: .Wen Götter sich zum Eigentum erlesen, Geselle sich zu Erdenbürgern nichts" im ^L|r i'Ntt" WH B derheims zu Bingenheim findet am nächsten Sonntag im Kasino ein Wohltätig- kettSkonzert statt. Derschiedene Damen und Herren von hier und der Umgebung haben sich in den Dienst der guten Sache gestellt. „?" Kohden, 19. März. Zu dem bereits gemeldeten Eisenbahnunfall innerhalb unserer Ortsstraße, bei dem ein Lastauto der Schupo Friedberg schwer beschädigt und die Wand einer Scheune eingedrückt wurde, erfahren wir noch, daß die Luftdruckbremse eines Güterzugs eine Minute braucht, um den Zug zum Stehen zu bringen. Fuhr also der von Schotten kommende Güterzug mit der vorgefchriebenen Geschwindigkeit von 10 Kilometer, so konnte er erst nach Zurücklegung weiterer 160 Meter zum Stehen gebracht werden. Da aber die Sichtstrecke von der Ortseinfahrt bis zur Anfallstrecke nur etwa 120 Meter betrug, muhte der Zusammen st oh unvermeidlich werden. Auch dieser Vorfall, bei । heb*/"01® mgerftTeblomer 'mann mit bfr '"dem Spezia/, mit sucht mlnbtfrni tta robiaenBrna, in MrMall u. djethtQung zu ieti MX) Mark ni)Xt6Dfrflümne ldznaelich.riuod laufenden menai- itnfflattngndblt. ’äiereöeieldjunft i Wunsch nicht saeIchloflev.Ctr. iQCboie unt. 02484 den Steh. Aoz. Aus der Provinz. Kreis Friedberg. Sf. Friedberg. 19. März. In dem Rahmen der vom hietigen DolkSbildungS- verein veranstalteten Vorträge sprach gestern Abend im Höcsaale des Polytechnikums Dr. Köper- Wiesbaden über „Die Deutsche Dlasftk im 19 Jahrhundert '. Der Redner schilderte an der Hand zahlreicher ausgezeichneter Lichtbilder den Werdegang und den Aufstieg des Raturalismus vom Jahre 1870 bis zur Gegenwart, Sie_grtf)cn deutschen Meister und ihre gewaltigen Schöpfungen wurden vor unlevm Auge lebendig, zuerst die bescheidenen Ansänge des Raturalismus unter Thorwaldsen. dann dessen geniale Schüler Schadow und Rethel. Sie kommen dem Ziele schon etwas näher, die späteren Geschlechter bringen dann den wahren Raturalismus am besten zum Ausdruck. Eine besondere Beachtung schenkte der Redner der Ausdrucks- Weise und dem Stile Mar Xlingers. und ebenso in einer Reihe vergleichender Lichtbilder den Gegensatz zwischen dem groben deutschen Maler und Dildhauec Hlldebrand und dem Franzosen Rodin. Am Schlüsse des Vortrags behandelte er die plastische Kunst der Jetztzeit, besonders den Kubismus und kam zu dein Schlüsse, dah sich über die Entwicklung dieser Kunstrichtung jetzt ein endgültiges Urteil nicht bilden lasse. Der äuherst interessante Vortrag, der einen besseren Desuch verdient hätte, wurde mit lebhaftem Beifall ausgenommen. — Am Dienstag und Donnerstag besuchte eine Kommission, bestehend aus dem Bürgermeister, dem Stadtbaumeister, dem Vorsitzenden des Bauausschusses, Morfchel, dem Direktor des Polytechnikums, Schäfer. Oberbau« rat Haag und einigen Stadtverordneten die Städte Offenbach und Worms, um die dor- tigen Schulanstalten zu besichtigen und so- mtt Anhaltspunkte für die hier zu erbauenden Schulen zu getobmen. Friedberg steht in diesem Jahre, wie wir schon früher berichteten, vor dem Reubau einer höheren Mädchenschule (Schillerschule) und eines Polytechnikums. später soll sich noch der Dau einer Dezirksvolksschule anschliehen. Die Ausschreiben werden demnächst erfolgen, doch soll das Ausschreiben nicht, wie ursprungl.ch geplant, auf ganz Deutschland ausgedehnt werden, sondern nur aus einen kleinen Kreis, da sonst der Wett- bewerb zu groh werden würde. Das Gebäude der Schtllerschute soll auf das durch Edelspfad und Hlndenburgstraße begrenzte Gelände zu stehen kommen^ über den Bauplatz für das Polytechnikum ist noch nichts näheres bestimmt. Kreis Büdingen. nd. R i d d a , 19. März. Studienrat Dr. B e t- t e r aus Darmstadt führte gestern abeird hier im „Gambrinus" den Lehrfilm „Die B e st e i g u n g des Mount Everest" vor. Die austerordentlich groben Schwierigkeiten der englischen Expedition zur Erreichung ihres Zieles, die wechsel- vollen Landschaften, die Mönche und Rönnen in dem am höchsten gelegenen Kloster der Welt entrollten sich vor den Augen der Zuschauer. Die iMrtitii fiilirt* auBerori1"1*; ich- (Benerel- geriammM; ssgi iramm i«%n zw fei' b[(j rQnf l*ttv Universitäts-Restaurant Plockstraße 5 Inh.: F. C. Günther Fernsprecher 198 Saal und Räume für private und gesellschaftliche Veranstaltungen werken in DenSheim umfangreich« Diebstähle von Stoffen, Anzügen teln feftgeffellt. Jetzt ist es der Krii auf Felsen, graues, kahles Gestein, das i. unsinniger Gegnnt planlos über die Flächen gestreut unö sie unfruchtbar gemacht zu haben . . „ . .. .. riminalpolizri gelungen, den Dieb in der Person des Zuschneiders Emil Kipper zu ermitteln. Er wurde Anfang, als er die Schar der Sklavinnen in den Palast jagt, dann (IV. 5 folg ) im Streit mit Phaon. der ihn an der Ausführung des Befehles der Herrin hindert, am besten wohl in dem großen Dialog (V, 4) mit Phaon, den er, nicht ein greinenber Alter, schilt, sondern den er, an Jahren, Wissen und Güte überragend in seine Schranken weist. — Auguste M a r ck s a!s?uch»ris stützte die Schlußszene drrch einen erschütternden Schrei beim Tode der Sappho. — Gerda Dachse l d s Melitta, sonst durchaus auf einer L nie gespielt, ermangelte im ersten Akt einer gewissen Frische. Doch schon im zweiten fand sie sich und das schlichte, triebhafte Sllavenmädchen und half das Spiel mit Phaon mit Wärme tragen. — Äurt Joachim Daum in klassischen Rollen hat stets Aeberraschungen. Er ist so stark eigentoegig, daß feine Mitspieler davon abb kommen. (Keineswegs zum Schaden des Zusammenspiels.) So entstehen neue Mittelpunkte, verborgen liegende Schürzungen von Knoten werden auf gedeckt und das Gesicht der Handlung, ohne feinen Grundcharakter zu verlieren, gewinnt neue, bisher kaum beachtete Züge. Auch gestern als Phaon füllte er die ©jene, trotz starker stimmlicher Reserve während fast des ganzen Stückes. So kam ein Ausbruch. der einzige .Willst du mich rasend machen T* mit großer Eindringlichkeit heraus, einen tiefen Dlick in das Innere des Jünglings öffnend. Seine Verse waren im Rhythmus des Blutes gelöst und ließen den Pulslchlaq der Dtchtung fühlen. — Die Titelrolle spielte Freya Sturm- sels. Ihre Sappho. eine wahrhaft Dingliche Erscheinung, blieb bei aller Würde noch immer genug Weib, das. allerd ngs auf einem ungangbaren Wege, die Verbindung zwischen .Kunst und Geben“ fud>t. Am besten war auch sie Die Aufführung hinterlieh einen starken Eindruck. Rach dem etwas farblosen 1. Akt wurde im zweiten sofort der Gipfel des Abends erreicht, und auch im vierten und gegen Ende des fünften stand die Darstellung auf beachtlicher Höhe. Wenn die Premiere so sich selbst das beste Zeugnis gibt, darf die Kritik — stets im besten Bestreben — auch ihrerseits ein strengeres Maß anlegen. So geht's miteinander aufwärts! Karl Do Icks Rhamnes war. wenngleich keineswegs stark in die Handlung etngrefarö. kwch in feinen Szenen von eindringlicher Lebend gleit. So im scheint, Tunnel folgt auf Tunnel. In den Tälern sieht man vereinzelte Gehöfte in baumlosen Gärten. biS dann plötzlich lonnenübeigolfen, giob und mächtig daS Häusermeer Madrids vor uns liegt Oben ragt das Königsschloh. Hin Zug von Gendarmen im Dreimaster mit hellen roten Aufschlägen reitet vorüber. Eine Abteilung der KönigSgarde in weihen, fliegenden Mänteln sammelt sich. Equipagen mit gallonierten Lakaien fahren an. Ueberall grünt die Monarchie. Man scheint in Spanien trotz der Diktatur ebrnso frei wie vor dem Krieg.1 zu leben. Auch beim Heber» schreiten der Grenze hat niemand nach Pässen und Visa gefragt, man muß sie zwar für den gegebenen Fall besitzen, aber der Fremde ist von ihnen lange nicht so abhängig wie in all den neuen Demokratien. Eine hügelige Straße führt vom Bahnhof zur modernen Großstadt Madrid hinauf, die heute zu den schönsten dec Welt gehört. Ueberall werden Häuserkolofse gebaut und neue Strahenzüge, wie *. B. die .gran via" eröffnet, die vornehm und breit, aber leider wieder ohne Baumschmuck, allmählich Madrid durchziehen soll. In der Feine läuten Kirchenglocken. Sie haben einen fröhlichen Klang. Auf der Plaza de Santo Domingo, die auf dem Wege zum Zentrum liegt, spielen eine Menge Kinder, die lustig zum Glockengeläut tanzen. Der Mittelpunkt Madrids ist die Puerta del Sol, das Sonnentor. das aber fein Tor, sondern ein weiter Platz ist. von dem die P rächt - straßen der Hauptstadt strahlenföimig auslaufen. aß sie Ihnen nachgesandt werden. Rehmen Sw acht, auch vierzehn Lage Urlaub. Dann erwarte ich Sie in Lauterbach. Daß Sie eine passende Stelle bekommen, lassen Sie meine Sorge sein." zuwifchen, und Die unwahren Gerüche verbreitet hat, Spoich habe Waren beiseite geschafft usw. Die Angeklagten Göbel und Weitkamp sind nach den Ausführungen der Staatsanwaltschaft ebenfalls als überführt anzusehen, sie beantragt daher, gegen beide auf eine Gefängnisstrafe von je sechs Monaten zu erkennen: in erster Instanz waren diese Angeklagten ebenfalls freigefprochen worden. Von den Verteidigern plädierte zuerst R.-A. Dr. Hecker als Verteidiger des Angeklagten Weitramp für Freisprechung seines Mandanten, dasselbe beantragte R.-A Dr. Engelmann in längeren Ausführungen für die Angeklagte Frau Steffens. Rachdem R.-A. Dr. Rosenthal für seine Mandanten gesprochen hatte, wurde dem R.-A. Dr. Aaron aus Gießen zu seinen Ausführungen das Wort erteilt Dieser führte u. a. aus, dah es keineswegs zweifelsfrei erwiesen sei, dah Gollwiher auf die Beamten geschossen habe. Es sei die Möglichkeit nicht ausgeschlossen. dah der Schuß, sei er aus dem geplünderten Laden von Schade und Füllgrade, fei er aus einer anderen Richtung von einer anderen Personen abgegeben worden, zumal man auch weder am Tatorte noch bei einer Durchsuchung per Kleidung des Gollwiher eine Waffe gefunden habe. Er beantragte daher, nach dieser Richtung hin keine Feststellungen zu treffen und Gollwiher wegen der zugestandenen Plünderung mit einer Strafe zju belegen, die etwa durch die bisher erlittene 1>-jährige Untersuchungshaft als verbüßt gelten kann. Bezüglich der übrigen von ihm vertretenen Angeklagten beantragte er deren Freisprechung und. soweit diese nur Berufung wegen des Strafmaßes eingelegt haben, auf die geringft zulässige Strafe zu erkennen und diese Angeklagten bedingt zu beanabigen. Die Angeklagten erhielten ihr Schlußwort, um 1 Uhr nachmittags wurde bie Verhandlung unterbrochen. Rach mehrstündiger Beratung wurde 5.15 Uhr unter ungeheurem Andrang des Publikums folgendes Urteil verkündet: Die eingelegten Berufungen werden hinsichtlich folgender Angeklagten verworfen: Friedrich Klah, Louis Marscheck, Peter Rickli. Hugo Ufener, Wilhelm Hofmann, Heinrich Mootz, Max Kaufmann, Paul Rehm, Paul Krüger, Ehefrau Paul Rehm, Ehefrau Graulich. Ehefrau Klein, Ehefrau Berghäuser. Ehefrau Daniel, Wilhelm Dreher, Karl Weitkamp. August Göbel. Das angefochtene Urteil wird aufgehoben hinsichtlich folgender Angeklagten: Johann Gollwiher, Ehefrau Johann Gollwiher, Ludwig Weither, Ehefrau Steffens, Heinrich Decker und Heinrich Mehner. Es werden verurteilt: Der Angeklagte Johann Gollwiher wegen schweren Landfriedensbruchs und unerlaubten Waffenbesitzes zu einer Gesamtstrafe von vier Zähren 1 Monat Zuchthaus, 10 Zähren Ehrverlust und Zulässigkeit der Polizeiaufsicht: ein Jahr der erkannten Zuchthausstrafe ist durch die erlittene Untersuchungshaft verbüßt: der Angeklagte Ludwig Weither wegen einfachen Landfriedensbruchs zu drei Monaten Gefängnis: die Angeklagte Ehefrau Johann Gollwiher wegen einfachen Landfriedensbruchs zu sechs Monaten Gefängnis unter voller Anrechnung der erlittenen Untersuchungshaft: die Angellagten Heinrich Decker und Heinrich Meßner wegen Erpressung unter Freisprechung im übrigen zu j e fünf Monaten Gefängnis. Die Angellagten Ehefrau Mootz und Ehefrau Steffens werden f r e i gesprochen. Die Kosten des Verfahrens gegen die Ehefrau Mootz und Ehefrau SteffenS fallen der Staatskasse zur Last. Die Kosten ihres Rechtsmittels und desjenig-m der Staatsanwallschaft haben zu tragen bie Eheleute Gollwiher, Decker und Mehner. Die Kosten des Ver- Weilandt ergriff seines Vorgesetzten Hand und preßte sie. „Herr Schulrat, es ist zuviel, was Sie für mich tun. Halten Sie's nicht für Störrigkeit ober gar für bösen Willen, wenn ich Sie wegen meiner Zukunft um Bedenkzeit bitte. Ich muß erst sehen, ob ich bie Herzensfreudigkeit Wied erfinde, ohne bie ich mir mein Lehramt nicht denken kann." „Sie werden sie finden," sagte der Schul- inspektor nachdrucksvoll. „Sie werden zu mir kommen und werden nach wie vor mit voller Hingabe Ihre Derufspflicht erfüllen!" Weilandt begleitete seinen Vorgesetzten an den Wagen und machte sich darauf ans Werk, seine Sachen in Ordnung zu bringen. So gering seine Habe war, hatte er doch bis in den späten Rachmittag hinein zu tun. Gegen Abend erschien der Pfarrer. Sie beredeten alles. Dann nahm Weilandt sein Ränzlein und verließ mit dem geistlichen Herrn bie Stätte seines Wirkens. Ohne daß sie jemand bemerkte, gingen sie um den Schulgarten herum und 'wandten sich der Staatsstraße zu. Als sie diese erreicht hatten, blieb der Pfarrer stehen und sprach. „Es tut mir sehr leid. Herr Weilandt, daß wir uns trennen müssen. Wie man auch heuer darüber denken mag. ich glaube, wir zwei hätten das alle Wort wahr gemacht: Pfarrer und Schullehrer gehören zusammen. Sie haben das Gute gewollt und haben Schlimmes erfahren. Das Gute trägt seinen Lohn in sich Die Gott gefallen, werden durchs Feuer der Trübsal bewährt. Leben Sie recht wohl!" Er trat den Rückweg an. Weilandt schaute ihm nach, bis-er hinter den Bäumen des Raben- Wäldchens verschwuirden war. Drunten zu beiden Seiten des Daches zogen sich bie Gassen und Gäßchen des Dorfes hin. Aus den Schornsteinen träufelte der Rauch empor, älnweit der alten FachwerÜirche grüßte das neue Schulhaus heraus. Da lag der „Ritter", ein paar Häuser weiter das Gehöft Peter Mar- golfs. Weilandt übermannte der Schmerz, aber er raffte sich auf und schritt bergab der Kreisstadt zu. fahrens gegen Werther hat dieser zu tragen, im übrigen fallen die Kosten der Derufungsinstanz denjenigen zur Last, von denen die 'Berufung eingelegt ist. Bedingte Strafauss etzung wird bewilligt bei einer Bewährungsfrist von drei Zähren den Verurteilten: Friedrich Klah, gegen Zahlung einer Buhe von 1000 Reichsmark innerhalb drei Monaten nach Rechtskraft: Ehefrau Graulich gegen Zahlung einer Buße von 50 Reichsmark, zahlbar in monatlichen Raten von je 10 Reichsmark nach Rechtskraft: Ludwig Werther gegen Zahlung einer Buhe von 50 Reichsmark innerhalb drei Monaten nach Rechtskraft. Hinsichtlich der übrigen Verurteilten wird eine bedingte Strafaussetzung abgelehnt. Wirtschaft. Die fiskalische Finanzpolitik. Im Reichshaushaltsplan für das Rechnungsjahr 1924/25 ist für das erste Halbjahr vom 1. April bis 30. September 1924 als Solleinnahme vorgesehen ein Betrag von 2.622 Milliarden: an tatsächlichen Einnahmen sind dagegen erzielt worden nicht weniger als 3,299 Milliarden, so dah sich allein in diesem halben Jahre ein lleberschuh von 677 Millionen ergeben hat. Zm zweiten Gtatshalbjahr haben sich diese Zustände weiter fortgesetzt. So z. D betrugen im Dezember 1924 die Einnahmen des Reichs an Ste-tern, Zöllen und Abg ben 635,055 Millionen Mark: im Januar ergaben sich Einnahmen von 768,844 Millionen Mark. Diese Ziffer bedeutet gegenüber dem Dezember eine Mehreinnahme von 133,07 Millionen Mark und gegenüber dem Oktober, der mit einer Einnahme von 683,7 Millionen Mark schon ein außerordentlich günstiges Ergebnis hatte, eine solche von 82,1 Millionen Mark. In den bisherigen Monaten des zweiten Gtatshalbjahres ist also der Monatsdurchschnitt des Haushaltungsvoranschlags von 450 Millionen Mark ganz erheblich — teilweise sogar um 70 Proz. — überschritten worden. Insgesamt betragen die Einnahmen vom April 1924 b s Jan rar 1925 6260,204 Millionen Mark. Schon in den ersten zehn Monaten des Etats:ahres ergibt sich demnach ein Aeberschuß gegenüber dem Doransch'ag der Einnahmen des ganzen Jahres von über 20 Proz. Da damit zu rechnen ist, daß bis zum 1. April die Dinge eine ähnliche Entwicklung nehmen, kann man schätzen, dah für das ganze, Etats'ahr die tatsächlichen Einnahmen des Reiches den Voranschlag mindestens um 50 bis 63 Proz. übersteigen werden. Für Preußen ergibt sich ein ähnliches Bild. Im Jahre 1914 betrugen in Preußen die steuerlichen Einnahmen 538 Millionen, für 1924 werden dagegen 990 Millionen Mark erwartet, so daß sich eine Zunahme von ungefähr 85 Proz. ergibt. Auf den Kopf der Devölkerrmg um gelegt, bedeutet diese Zunahme infolge des Rückganges der Devölkerungszifscr wegen der Gebietsabtrennungen sogar ungefähr eine Verdoppelung der steuerlichen Eingänge von 13,43 auf 26 67 Ma L Für die Höhe der Gemeindesteuern einen Durchschnittssatz anzugeben, ist unnröglich, da die Verhältnisse in den einzelnen Kommunen zu verschieden liegen. Aus Grund verfchedener Anhaltspunkte kann man jedoch annehmen, dr>ß die Belastung an kommunalen Steuern mindestens so groß ist wie die Land es steuern. Insgesamt kann man demnach die gesamte jährliche Steuerleistung Deutschlands zur Zeit aus ca. 10 Goldmilliarden veranschlagen Da das jährliche DolkS-inkommen auf 25 Gold:nilliarden berechnet werden kann, ergibt sich bei enter De- völkerungszahl von 63,5 Millionen eine steuerliche Gesamtbelastung von über 150 Goldrwark jährlich je Kopf bei einem Einkommen von Mapp 400 Mark je Kops, so daß nur ein freies Einkommen von 250 Mark verbleibt, das natürlich bei den Lohn- und Gehaltsempfängern wegen der auf ihnen ruhenden relativ niedrigere» Besteuerung sich erhöht. Vergleicht man innerhalb deS Etats bie etm feinen Positionen miteinander, so kommt man zu interessanten Ergebnissen. In Preußen z. D. wird für die Finanzverwaltung ein Betrag von 88 Millionen ausgegeben gegen 62 Millionen Mark im Jahre 1913, obwohl die Fi non-verwaltung fast ganz auf das Reich ü6 er gegangen ist, das dafür unter Ausgaben 363 Millionen Mark bucht gegen 7 Millionen Mark in der Friedens» zeit. Das Landwirtschaftsministerium verursacht eine Ausgabe von 52 Millionen gegen 38 Millionen früher. Die Ausgaben des Justizministeriums sind von 63 auf 83 Millionen gestiegen, die des älnterrichtsministeriums haben sich mit einer Steigerung von 236 auf 413 Millionen beinahe verdoppelt usw- Bei den Gemeinden genügt, darauf hinzuweifen, daß die Gemeindekasfen vielfach zur Zeit außerordenllich flüssig sind, daß viele Gemeinden Baulichkeiten, Grund- stücke und Efsektenbesih erworben haben, daß der Beamtenapparat vieler Kommunen um durchschnittlich 60 bis 100 Proz. sich vermehrt hctt, während die Gesamtgehaltsaufwendungen sogar eine Steigerung auf (teilweise) 250 bis 300 Pro- erfahren haben usw. Alles in allem scheinen die Reserven der öffentlichen Kassen derartig reich auSgestattst zu fein, daß eine weitere ThesaurierungSpolitik überflüssig ist. Die Etatspolitik hat daher auf strengste Anpassung der Ausgaben an die Einnahmen zu sehen unter bewußter Ab lehr von dem bisher üblichen umgekehrten Prinzip. ♦ * Commerz- und Privatbank, A.-G. in Homburg und Berlin. 8 Prozent Dividende. Der Abschluß für 1924 ergab einen Reingewinn von 59 271 547 Mk., hieran such Zinsen. Provisionen, Wechsel, Sorten und Zinsscheine mit 58 457 900 Rm., Wertpapiere und Konsortialbetei- ligung mit 813 646 Rm. beteiligt. Aus der anderen Seite erforderten Handlungsunkoften 49 701 108 Rm., Steuern und Abgaben 4 505 975 Rm., so daß ein Reingewinn von 5 064 464 Rm. verbleibt, dessen Verteilung wie folgt vorgeschlagen wird: 8 Proz. Dividende gleich 3 360 000 Rm., Rücklage 1 Mill. Rm., Gewinnanteil des Aufsichtsrates 239 829 Rm. und Dortrag 464 635 Rm. Die außerordentlich hohen Ziffern des Unkostenkontos werden in Ge- schästsbericht z. T. dadurch erklärt, daß die durch die Deflation und die Vereinfachung der Deoisen- gesetzgebung ermöglichte Ermäßigung des Personals erst allmählich im Lause des Jahres erfolgen konnte Am Iahresschluß wurden insgesamt 10 260 kauf- manische und technische Angestellte beschäftigt. Ferner sei zu berückstchtiaen, daß sich nicht nur eine Einschränkung der Umsätze im allgemeinen, sondern eine Verkleinerung der einzelnen Geschäfte bemerkbar mache, wodurch sich der Unkvstenkoeffizieni gegen früher erhöht har. In Verbindung gier« mit wird betont, daß eine baldige Beseitigung der Kleinaktien unter 100 Mk. zu erstreben sei. Hier' durch sowohl als auch durch technische Verbessern« gen des Betriebes sei ein Rückgang der Unkosten zu erwarten. Der Gesamtumsatz Betrug 51 225 172 163 Reichsmark. Die Liquidität der Bank errechnet sich etwa mit 60 Proz. An Filialen und Depositenkossen sind ca. 70—80 eingegangen, doch ist die Bank immer noch an 219 Platzen vertreten. Seit dem l.Za- nuar hat sich das Geschäft weiterhin gut angelasien. die fremden Gelder haben sich um weitere runi 40 Millionen Mark erhöht. y Deuts che Der ei nsbank, Frankfurt a. M. Die vom Aufsichtsrat der Deutschen XII. Auf das dringliche Schreiben des Zöckels- Heinrich hin hatte der Verband der hessischen Genossenschaften in Darmstadt einen Revisor geschickt. einen erprobten ‘Beamten, der rn Ausübung feines Berufs schon manchmal bessernd und ordnungschaffend ein gegriffen hatte. Im Hause des ‘Bürgermeifterd, wohin der Geld- fchrank und die Dücher der Spar- und Darlehns- faffe verbracht worden waren, begab er sich an die Arbeit. Er nahm zunächst den baren Kasfenvvrrat auf und verglich ihn mit dem Saldo des Einnahme- und Ausgabejournals. Darauf ging er bie einzelnen Konti durch, schloß sie ab und prüfte die älrkundensammlung, wobei ihm der Beigeordnete gute Dienste leistete. Endlich stellte er die Vermögens st ücke und Schulden einander gegenüber und gewann so die 'Bikm3. Als ein gewissenhafter Wann rechnete er alles doppelt und dreifach narb- Dann erst ließ er die Kassenmitglieder durch den Ortsdiener zu einer ‘Berfammlung laden. Schon vor der festgesetzten Stunde war die Oberstube im „Ritter" so voll, daß keine Stecknadel mehr zur Erde konnte. Auch Vorstand und Aufsichtsrat waren erschienen. Rur der Peter Maraols fehlte. Als bet Revisor eintrat, herrschte tiefe Stille. Die einen stellten sich gleichgültig, die andern blickten bänglich drein, wie wenn's ihnen an den Kragen ginge. Der Beamte, ein großer, schlanker Herr in den vierziger Jahren, legte seine Papiere zu recht, räusperte sich und sprach: „Zch habe den Auftrag erhalten, die Spar- und Darlehnskasse zu revidieren. Das ist geschehen. Zch teile Zhnen das Ergebnis mit. Was an barem Geld vorhanden ist, stimmt mit dem Ueberschuß des Einnahme- und AuSgabejoumals überein. Die Dücher sind durchweg tadellos geführt. Wegen der Schuldscheine muh ich mich auf die Aussage des Herrn Deigeordneten berufen, well ich die Verhältnisse der Kassemnitglieder nicht kenne. Der Rechner hat mehrfach Leuten Geld gegeben, die nicht kreditwürdig sind. Auch die Bürgen sollen tief in Schulden stecken. Hier drohen der Kaffe Verluste. Rach meiner Schätzung nicht mehr als dreitausend Mari. Zch komme zu der unglückseligen Geschichte mit der Hypothek. Ich kann Ihnen da nichts Reues erzählen. Sie wissen's bereits: die fünfzigtausend Mark werden, wenn nicht ganz, so doch zum größten Teil verloren gehen. Es fragt sich nur, wer für den Schaden aufzukommen hat. Vorstand und Aufsichtsrat haben ihre Prüfungspflicht gröblich Derlei#. Wie ich höre, sind es Herren, die als wohlhabend gelten. Sie werden in den säuern Apfel beißen muffen, werden ersetzen, was sie verplempert haben. Weigern sie sich, kommt es auf eine gerichtliche Entscheidung an. Derlei Fälle habe ich öfter erlebt. Der Prozeß fiel jedeSmal zuungunsten der Dellagten aus. Die Gerichtskosten waren beträchtlich. Ich kann den Herren nur raten, die Sache auf gütlichem Wege zu orimen. Run zur Bilanz. Zch beschränke mich darauf, Ihnen die wichtigsten Ziffern zu nennen." Er setzte seinen Zwicker auf. nahm ferne Belege zur Hand und laS die einzelne« Posten vor. Darauf fuhr er fort: „Sie sehen, daß die Spar- und DarlehnsLisse. auch wenn man die Dortmunder Hypothek auf das Verlustkonto fetzt, noch immer ein schönes Vermögen besitzt. Es ist mir unerllärlich, wie das Gerücht entstehen toimte, die Genossenschaft wäre bankrott. So etwas m die Welt zu schreien, ohne daß man's beweisen kann, ist gewissenlos, ja straswürdig! Heberblirft man den Geschäftsgang ber Spar- und Darlehns- lasse, muh man der Wahrheit gemäß sagen, sie hat rn der kurzen Zeit ihres Bestehens schon recht viel Gutes gewirkt. Ich will hier keine Ramen nennen. Die Kasse hat Leuten in die Höhe geholfen, die vor dem Ruin gestanden haben. Das ist sehr erfreulich. Hoffentlich werden Sie nicht die Torheit begehen und die Auflösung der Genossenschaft beschließen. (M muß eine Ehrensache für Sie sein, die Wohltat ber Kasse dem Dorf zu erhalten. Wenn Sie zur Reuwahl deS Vorstands schreiten, seien Sie aus der Hut, suchen Sie sich Männer auS, die ihrer Aufgabe gewachsen sind. Ist die Ernte schlecht gewesen, streut der Sämann doch wieder seinen Samen aus. Also frisch ans Weri! Unb halten Sie unfern Wahlfpruch hoch: Wir Ginnen viel, wenn wir zusammenstehen!" (Fortsetzung folgt) 2 17 N 1 1 StoJ*2 Proz Adle --rantsur aftünW11^ teilte e’net 7. „„tz öiannn^ Der UntMm.gs 10000 aun. IranN auf den * der eine l-A Aufbesserung^ übertraten A Aurstxranden w m> l«f heimischen Ae anleihen eine MstSioS in ti Anleihen: SDr iLMche Aen IankaÜien. E- 136,50, SeM 125.75. Dreck Srckitbanl 102 dilbaal 3,50. Mnlanastien: Lhemsiahl 555 18,75, Destereg Anilin 29.55. ti schmidt 114, E (ung 8- Eons! AN-11.65. 2 Hoss 4.80. ho Karstadt 4,65 3.60. LetzisrM M Mionen M Bort, -LM. S Bebattii für i« Teleg Hinfi.. Stott.' 3urn. BtroJ M.-Jtirtto. EhrMnnla. ■SoDtnbüfltn Siafbolm . I itlilngM I Sulfat.. / Ävdm. . .1 Mort ., 'Jnttt... Schweiz .. Sm len. Jovan ... WobeSan Sie 11 In ®., Cfft. abgift ’ßrag . .. 2Wjrab .. Alldavell.. Aul arten Mabon kantig.. . W-ntin. Athen. . . Serfot, tz ® ZmrrfkantlLk 2affi' mOten ■ Aw .. RW4e Sloten Z-- WL Eigener Dral ^iablienc sich anlechen. Vir: Solvotith ist in einschlägigen Geschäften zu haben. Fottinaer.Lerke A.-G^ Berlin RLr. t*c8 HauShaltS". 5>te Qttctntur imD Mi Die Gc i m Bul arten L'-fTabon Stben. Dank noten. Derlmer Dorfe. Dorfen^,, se. (Ohne Gewähr.) und dem Arbeiter ttüAcrfntfh andbuch für die Lehrmädchen neiderinnengewerbe. Mit 102 100 Äüo 62 btS 64. Mllfleischige unter 80 Äifo 52 bis 61. vollflcischige von 103 5ü8 120 und voll- fleischige von 120 bis 150 Ätlo 62 bis 64, unreine Hauen und geschnittene Sber 50 kni 56. Marll- txrrlauf: Kleinvieh bei regem Handel geräumt, Schweine hintcrlaffe« bei langsamen Handel etwas Lieberstand. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drohtberichl bei „Siebener Anzeiger-".) Frankfurt a. M. 19. März. Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 19 biS 23,50. Roggen (inländischer) 20 bii 23, Sommergerste (für Drauzwcckc) 23 biS 30, Hafer (inländischer) 17 bis 22,25, Mais (gelb) 20. Weizenmehl (in» ländisches, Spezial 0) 39 bis 4050. Roggenmehl 32 bis 33,50, Weizen kl eie 13,25 bis 13,50, Roggen- kleie 14,25 bis 1450. Tendenz: leicht bcfefHgt. Derliaer Produktenbörse. Derlin. 20. März. Der Prvduktenmarkt war heute bei etwas ruhigem Geschäft etwas schwächer, trotz einer Erholung in Amerika. Die Lage hat sich also gegen gestern völlig umgekehrt. Es notierten je 1000 Kg.: Weizen (märt) 245 bis 249. Weizen (Aprtt) 272 bis 269.50. Weizen (Juli) 271 bis 268. Tendenz matt. Roggen (märk.) 222 bis 224. Roggen (Juli) 233 bis 229. Tendenz schwach. Gerste (märf.) 225 bis 248. Zuttergerste 205 bis 223, Tendenz still. Hafer (märt) 181 bis 186. Tendenz still. RapS 390 bis 395, Tendenz stetig. Für je 100 Kg.: Weizenmehl 32.50 bis 35.00, Tendenz still. Roggenmehl 31.50 bis 33 75, Tendenz schwach Weizenfleie 14.00, Tendenz behauptet. Rvggenkleie 14.00 biS 14.15, Tendenz behauptet. CBiltoriaeibfen 24.00 bis 29.00 Kleine Erbsen 19.00 bis 21.00. Futtererbsen 18 00 biS 19.00. Peluschken 18.00 bis 19.03. Ackerbohnen 18.50 bis 19.50. Wicken 18 50 bis 20.03. Lupinen (blau) 12.00 bis 13.50. Lupinen (gelb) 14.00 bis 14.50. Serradelle (neu) 14.00 bis 16 00. Rapskuchen 15.00 bis 16.00. Leinkuchen 22.00. Trocken- schnitzel 9.50 bis 9.60. Torfmelasfe 9.00. Kartoffelslocken 18.60 bis 18.80. Der gesetzlichen Rücklage werden 21 950 Unterstüyui.gstonto für Beamte und 10000 Rm. zugeführt. Frankfurter Abendbörse. Rundfunk-Programm des Arankfurter^ Senders. (Aus der „Radio-Llmlchau".) Samstag, 21. März: 11.55 Llhr. Zeitangabe. 12 Uhr Rachrichtendien st. 4 Llhr: Wirtschaft-Meldungen. 4.20 Llhr: Rachrichtendienst 4.30 bis 6 Llhc: RachmittagS- Konzert des Hausorchesters: Aus zeitgenössischen Opern. 1. Phant aus „Das Mädchen aus dem goldenen Westen" von Puccun. 2 Phant. aus .Elektra" von R Strauß. 3. Pham! a. d. .Toten Stadt" von Koimgold 4. Phant auS .Pellsas und Melisande" von Debussy. 5. Phant aus .Ariadne auf Raxos" von R. Strauß. 6.- Phant. au8 .Die spanische Stunde" von Ravel. 6 Llhr Wirt- schaslsmeldungen. 6 bis 6.30 Ahr: Die Lese- stunde (An die Jugend) Aus dem Roman „Peter Sunpel" von Cavit -in Marryat. 6.30 bus 7 Ahr: Der Briefkasten 7 bis 7.30 Ahr Funlhochschnle, Prof. Künzel: „Aus der ®e- schichte d?s deutschen Ülntimef)tncrtunt8“, 6. Dor-- trag. 7.30 bis 8 Ahr. Funkhochschule. Dortrag von Prof. Dr. Schultz: „Rainer Maria Rilkes Art und Kunst". 8 bis 8.33 Ahr: Stunde des Frankfurter Bundes für Dollsbilduntz. Dortrag zum Frühlingsanfang von Professor Sittig: „Der Frühling". 8.30 bis 9.30 Ahr: Das We hnachtS- oratorium von Joh. Seb. Bach (Dortvng und praktische Darstellung des Werkes). Ausführende Kapellmeister Hermann Sch?rchen (Dortrag uni musikalische Leitung) Solisten: Frl. Kleinschmidt. Frl Levi, Herr Bohndorfs. Herr Holl — Mitglieder des Rühl'schen Gesangvereins Cembalo: Herr Dr Ehrerrreich — Harmonium Herr Dr eiben st ein. 9.30 Ahr: Rachrichten, Wel termeldung. Sportbericht. 10 bis 11 Uhr. Kon zert des Mandolinen «Orchesters „Estudiant ma". Frankfurt o. HL. 19. März. _ . __ schäftSunlust kam im heutigen Aiendver'ehr besonders scharf zum Ausdruck, indem Umsätze nur Frankfurter Schlachtviehmarkt. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt. 19. März. Auftrieb: 7 Rinder: darunter 7 Färsen und Kühe. 1187 Kälber. 569 Schafe 691 Schweine. GS kosteten 100 Psd. Lebendgewicht: Kälber: fe nffc Mastkä ber 74 bis 82, mittlere Mast- und beste Saugkälber 65 bis 73. geringere Mast- und gute Saugkälber 58 bis 64, geringe Saugkälber 40 bis 50. S cha f e: Mastlämmer und Masthammel 45 biS 50. geringer eMast Hammel und Schafe 36 bis 44. mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 20 bis 32. Schweine: vollfleischige von 80 bis Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgulachteu sind ohne Derbindlichleit de: Redaktion.) ft. f). in w. Falls Sie einen schriftlichen Pacht vertrag haben, läuft die Pachtzeit so lange, wie vertraglich vereinbart ist, gleichgüllio ob ein Be sitzwechsel durch Berkaus des Grundstücks stattsindel oder nicht. Die Zusicherung der Frau, du» Sie den Acker wieder verpachtet bekämen, ist rechtlich bedeu tungslos. falls die Frau nicht die (Eigentümerin ist. ft. B. in A. Die Forderung selbst ist noch nicht verjährt. Wegen der Zinsen ist zu beachten, ob Ihre Schuld schon fällig war und Sie deshalb eine Mahnung erhalten haben. Wegen dcr zweiten Frage müssen wir sie an den Borstand der Kasse verweisen. D. ft. Rath eingehendster Prüfung Ihrer An gelegenheit tonnen mir Ihnen nur den Rat geben, sich doch mal an die Kreisbaubehörde (Kreis amt Gießen) direkt zu wenden. wollten, die heute von ber Presse bestätigt wurden. Die Rachfrage richtet lich vor allem auf Stabt-Anlethen und Pfandbriefe, obwohl demgegenüber die Aufwertung dcr Staatsanleihen zurückgestellt werden soll, da die Meinungen hierüber noch nicht völlig geflärt finb. Der Markt ber heimischen Renten geigte heule gleichfalls ein freundlicheres Aus» fetRn. In Industrie-Aktien war die De- schäftskä igkc-it unverändert still, obwohl die Deld- verhältnisfe an der Dörfe leicht finb. Die ersten Äurfe zeigten fast durchweg weitere leichte 2b- fchwächungen. vor allem am Montanmarkt. Besonders gedrückt waren die Werte des Gtin- nes-Konzerns. da hier unkontrollierbare Kombinationen über Dorgänge innerhalb ber Verwaltung im Umlaufe sind. Am Dankenmarkt übte btc Dividendencrklärung ber Allgemeinen Deutschen Kreditanstalt keine Wirkung aus, da mit einer Div dende von 8 Prvz. bereits gerechnet wurde. Kolonial-Werte lagen gleichfalls nie beiger, insbesondere öüYee. Diamant- ShareS behaupteten ihren Dchluhkurs von 20$ <. 2m Geldmarkt hat sich die Lage nicht geändert, tägliche- Ge'd kostet 7 bis 9 Proz. Mona tSgeld 10 bis 12 Proz Privatdiskont 8 Proz. Am internationalen Devisenmarkt Holle das englische Pfund seine gestrige Schwäche wieder auf. Rordische Devisen verkehrten vormittags noch zu den gestrigen ermäßigten Schluh- f urfen. 2eretnrcibungcn. der auch eine Anletiung .Zur Acubelebung alter Stickarten" mit Abbildungen enthält. Derlag G. Braun G. m. b. H in Karlsruhe. — Das Märzheft der „Zeitwende" (Verlag C H Deck in Münchens enthält eine Fülle aehalrvoller inlercft arucr Aussäge. bic t r o h Ser Mannigfaltigkeit der Themata geistig zusammen klingen Einiges gre.ivn wir hier heraus Unser dänischer Gesandter Gerhard von Mulius spürt in einem Aussatz .Kierkegaard und das heutige Deutschland" den Ursachen nach, warum dieser Däne, der Philosoph dcr Innerlichkeit, einer Innerlichkeit freilich, btc sich in der Tat bewährt, bei uns solchen Einfluß gewinnt. Lebendiger Ausdruck uniert. ? Inneren nicht verlogene Fassade, soll auch untere Architektur sein. Das ist die Forderung des bekannten Architekten German Bcstelincycr in seinem Aussatz .Die Architektur als Sprache", dem neun vorzügliche Architekturdildcr beigegeben sind Ernst Bertram, der bekannte Rietz icheuiograph. hat drei vaterländische Zeit und Mahngedichlc hcigeftcuert. Emanuel Hirsch beleuchte, an *Hand eines religiösen Zeitromans die Problematik ber modernen Religiosität Die Derbinbungssaden .wischen der Staatsidce 2uk',crö und her dee deutchrn Idealismus zeigt Günther Holstein in feiner Studie .Luther und die deutsche Staatsidee Aus Umschau und Randbemerkungen heben wir noch hervor einen Bericht über das religiöse Leben in Finnland und die köstliche Heiratsgcfchichte des alten Samuel Ro'.ler. der den zahlreichen Lesern von Kugelgens .Jugendennnerungen eines alten Mannes" lieb und wert ist. Abbildungen auf 51 Seiten. Herausgegeben von der „Rundschau-Zeitungsgefellschaft für das gefaulte deutsche Schneidergewerbe. Zweite Auflage. München 1924. (201) — Dieses Handbuch hilft einem tief und allgemein gefühlten Bedürfnisse ab. Es stellt die Ausbildung der Lehrmädchen au) eine höhere Stufe und schafft die wichtigste Dorledingurg für ihre fachliche Tüchtigkeit. Karl S chw a rz - München hat das Derdienft. die Entstehung des Buches angeregt zu haben. Sein Gelingen aber verdankt es Frau Frieda Herrmann in Frankfurt a. M., der mit hervorragenden Fähigkeiten ausgezeichneten Derfasserin des technischen Teils. Dis Dach ist sehr gut und klar geschrieben. Es gliedert sich In fünf Teile. 3m ersten Teile werden vorzügliche Winke für Lebenskunde und Gesundheitspslege gegeben. Sodann folgt die Fachkunde, die alle Einzelheiten dieses Gewerbes eingehend behandelt. 3m dritten Teil, der Warenkunde, wird über die textilen Rohstofle. Spinnereiprvdukte, Gewebe u!to.. belehrt, insbesondere über ihre Untersuchung. Den vierten Teil bildet eine ebenfalls trefflich geschriebene Bürger kunde, den fünften über 100 vorzügliche Abbildungen. Das Buch bildet ein prächtiges Geschenk für jedes junge Mädchen. 3ti>ermann aber, auch die Männerwelt, wird es mit Belehrung lesen. R. .DaS Theate r", die illu'lrierte Halbmonatsschrift für Theater und Gesellschaft (Berlin W. 9), bringt auf dem zweiten Mirzheft ein Bild des Kammersängers Rich rrd Tauber. Taubers Werdegang wird in einem kurzen illustrierten Artikel geschildert. 3n einem reich illustrierten Artikel behandelt Jules Rosenbrz die Oper in Stockholm im Abschluß an eine Unterredung mit ihrem Direktor 3ohr Fvrsell. Der Londoner Korrespondent des „Theater", der b.kunnle englische Dramatiker und Kritiker Hermon Oalb, gibt eine Uebersicht über die jüngsten Londoner Tcheaterercignifse. die durch eine Reihe Bilder belebt wird. 31 nitrierte Artikel berichten über die Theatere-eignisse in Dresden, Hamburg. Wriinar, Köln, Lübbeck usw. „Reue Frauenkleidung und Frauen k u 11 u r", Zellfchrift für persönliche, künstlerische Kleidung. Körperkultur und Kunsthand- werk. Mit Schnittmuster- bzw. Handarbeitsbo- gen oder sonstiger Beilage. Herausgegeben von der Werbestelle für Deutsche Srauenkultur Karlsruhe. Das Märzheft enthält vor allem Frühjahrs- und Stinfcerflether. die sich wohltuend von den Abbildungen in den hypereleganten wie den auf Maflenvcrbrettung eingestellten Modeblättern abhcben. Der modernen Keramik sind einige Seiten gewidmet. Die Abbildungen feiner Stickereiarbeiten regen zu eigenem Schaffen an. 3ede gebildete Frau interefliert sich für ^Handlungen wie „Reue Wollstoffe und die Linie des Früh- lahcs". — „Die 3ungfernafcbemie“. — „Die Schlüsselgewalt der Ehefrau". Zur Frage (Eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeiger«".) Berlin, 19. März An der heutigen Dörse etablierte sich die GeschäftSlätigbell in Dorkriegs- anleihen. Wie bekannt, warm gestern nachm.ttag Gerüchte in Umlauf, die von einer Erhöhung des Aufwertungssatzes von 15 auf 25 Proz. wissen Würmer sind Quälgeister für Erwachsene, erst recht aber für Kinder. Wik raten 3hnen. 125 Gramm flüssigen Rattoina-Extrakt zu kaufen, mit dem Crwachfene und Kinder über 5 3ahre eine Kur unternehmen. Sicher erhältlich: Universitäts-Apotheke „Zum goldenen Engel". Die Destandteile stnd auf der Packung angegeben. „,ess Trn"r,wr» i "n Schl atz. h r» Sd-hifit Atens» b« >« «chtn». tu » Schlaft», itiaq- ■ Damm: 18. 3 9 3. '8. 3. 19 3 Tm(td)r 5ttle n 723 0 738 ' 730 730 <•/, Dca-Iche NrlchSanIrih« 0,8 0 0 87 I 83 0 89 Deutlchk N.tch auletde o,88 । 0 89 (1 89 0 8? 5' Teutfchc NelchSmttlve 1 14 1 15 1.17 1 18 DeutlcheSvarpraintenanlettze 0.4V) 0.47.5 470 0.47 <•/. trtu&ild« Konsole . . . 9i 0,97 0, 85 0,9 5 <*drisrn ........... • — 1,10 1 11 SMS: Deutsche Sertb. Dollar-Anl. 1,10 1 94 75 1.01 94,7 • 1^ 94.7 i 1.20 1,04 M.7 bro- Doll-Echatz.Ämrettng..) >1,9 'S 2 05 ‘2 05 */» Zoll türken......... Se/e dotomtrifanet ...... 9,85 9,9 9,75 10 38 39 ! - 8erluict banbel*qriaft. ttommen- und Privat-Ltank 159 6 40 6,4, 159 10S 75 157 5 107,5 larn.ft- und Jiailonultaat . 17 136 5 7.13 1.7 S’rutitht Bank......... 134 134 134 134 Deu sche BerrtnSbank .... Disconto Hommanbit .... 0 f. 0 36 —• - 1 6 125 75 126 126 MctaUbank........... Mnteldeut-the Creditbank. . Lelu. reichliche ttxcbttanitaU 117,5 118 101 102 101 171.25 9,2-5 9 2) 9 25 25 Desidank........... 0,11 0,1 0,2 3 0.2 5 Bochumer Saß..... . — — 82 5 81 2, Buder.1 ............ 17.90 18 >7 50 17 5 Caro . ........... 10.25 —— 10 70 10. 0 Deutsch Luxcmbnra ..... 75 73 75 73.2 toclfinftrrtjenct Bergwerke. . 84 '0 P.7 -2-7- 3 Öarpenct Bergbau...... finlnuerfe rlscherst«den.... 39,5 17, 5 110 5 11.75 11 1 17 6 > ’h 5 17 75 ■Stnluum Wrslere^Lirt..... 22 2,2U 22.3 taurabutie........... 6 9 C 9 7.1 6 9 rtxrbcbüif........... 11 2-5 11 2, 11 62 11.5 Phöitts Bergbau....... b-', 13 62.75 S i Kl 6-' 2 ffibtuutabT........... 6 5 uO 55 25 63 2". rnfebed Montati........ I0S 75 L6 107 106 23 TeUuS Bergbau........ 3.50 8, »0 Homburg.Lmerito Paket. . . 80 25 90 so 85 8 25 Norddeutscher Llovd..... 4 1 3.9a 4 3 96 (tberamische Werke Htbta . . _ _ - Zementwerk Hktdcllxrg . . . 93 93 _ vbiltOD Holjmanu...... 6 025 6 6.1 6 Analo Lonr -Guan» ..... — _ 151 5 155 Badische «nltto........ Lbemtschc Moüer Blatt* . . 29,7 > 0.47 29,55 148 13 147.9 (froibfrt mibt......... IIS 114 115 115 vtrteS eimer ttrertoa .... 6 H 26 4 6 0 6 90 Höchster ^.irvwerk, ...... Holtverkovlung . ....... 26.7.5 7.13 6 90 27,10 e 2 R iHütger5tPcrft......... )7 16 90 17 17 Echeideanstalt ........ 1 u > 1 1 Saq. ElekkrijitätS^esellschatt 11 65 1 6JJ 1 70 11 62 Bergmann ......... Motnkraitwcrke........ — 18 8.10 »8 89,75 "9 7. Cchuckert ......... Siemens A Halske...... — 65, 5.20 4 50 75 74 5 50 i 43 Adlcrwerke Kiener ...... f 7 3 75 3.75 5,7» 3.7 Daimler Motor«....... ö.s 5 6 5,7 Henlxienstaedl......... 3 2 3.2 eguin........... — 8,25 8,62 8,62 Motorenwerke Mannheim . 8 IS — 97 — frankfurter Armaniren 0,67 0 65 - floi ftrocnfabrif Braun . . — 1 16 1,12 1,12 Metallactell chaft Frankfurt. Pet Union ...... 1 3.75 2..3F- 132,7 2,375 2.3 Schnh-abrik Hee; . . ... 3.75 — 3 5 3.9 eutrl. ......... 2.675 2 6 2,7 8,6» Zellsto«' «oldhof...... 11 9 1.9 11,9 Zudk-r'al-rik Srantratbal . . Zuckerfabrik Daghäuiel - . . 4 10 i 4 — 15 3.5 — — 1H. »an 10 Marz ftmtiich, ‘.Hotieruni Uli't;: o: 6 rlo 17.05 17 09 20,013 4,195 20 093 4, «5 7!.S 20.10 4,205 21. 05 21 915 21 76 21 8! 80 8 5 dl 075 80 81 81 03 l>t 50 t>V 41 69 60 M.74 1 73 1 734 1 738 1.742 6.M4 ’ 0,466 6,4d3 0,445 59 125 69.2*5 59.125 59,265 12 135 12,175 12 14 12.46 ' 71 u 73 t 61 6,63 6 SOS 6,825 6 8 >7 5,8"'7 7,055 r,i65 ^.05> f ,06i 20. 25 20 075 19 925 19 97» 79 4'.i 79 69 79 0 79.70 2 155 2.16 2 16 2,17 6.2' t 31 6.34 6,35 BrrNn, '» MSr^ [ Vermietungen | UenfloT BranJI dienen Baue 22 Wut möbl.Zimmer mit Vervflcguu >. ZA. i(k\ « ' ön möbliertes Dopppljlmai’r mti ;iuet Venen zu Dermtcen (f^4W Znmfflltter Sv. 21 s. Kleines möblier es h ohn- u. c - w.rrtsl. sucht z m 1. r'lvrtl oder früh r 2—3 leere biibsche Zimmer. Tchriül. Angebote mit ü.; Plockstr.S NI. CCGTXEOTlll' , Der Straßenanzug Ein großer Kreis unserer Hausfrauen 2846c Teleph. 260 GIESSEN Neustadt 1 »»s Ges«# 2843a Prima DonnaGorset 2851D 10 Ähr. 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