m-Naffau. 3m benafr gestern normt ^beiter Philipp ^^-.^lchlagen. - » Jaron Zleg IN Wtw- chegrube und erstickte, tlnachrichten. hulwvche in Friedberg. 18. Jan. Zum Degiiwc Hvchschulwvche, velchc Jcmuar hier ftolifmbcf, und Mdjigtüttbungifcter herckchen Gotleshausa bet em Festgottesdientz statt :cms erhebeiüten Mouf nahm. Zuge marschierte die aesamte il ihr« Khargmten und Fah- ichc FriÄberger Dermc van tiflgc nach der Kirche, welche >ah nicht nur sämtliche Mr dern selbst in den Sängen die an Kops standen. Die Lhai- ttenfchasi hatten sich mtt ihren War autzesteltt. Sie Fest' lttlche Lnlvesende einen tiefe« ielt Pros. Dr. Keiler, den gMemsame Desana der 2lie- °MeZ. 'M ‘NenV.gW der Merle der Zug nach dm Krte- •t Drohen Qfilce; hier sprach dan und gedachte der Srvh- üheren 2tanec; ein Deürcke' ist legte sodann zm M* men einen Kranz an den Ausen 1 bitten. ^uimM ;a N £Ä&«aÄ Mu WZ WM ,net*t und (X'< fo* ' ric*nixÄ"® Ste) toürk 4 te bm '"stitutes Tu ^tch« nkasfe unh^ * ^Cn 'ieb^u^der ft* > ta Ä"12J keinerlei Äst q Werden »SteÄ* «n* • 6a$thmmA von eder. ätsch« chochschltle SamM I, IS. 3an. (SWM ; Lehrstuhls für ^flcdraH* rMjschen Hochschule m DaM' Deubach. W * F >port und Spiel. -ll ein w» ®™=Ä^Ä M-efe i^riasf XMNgcn m &1c^th(niMpicIcr. nach WWjffi der > *WrfSc W habe. St« »Q .Mssigc ‘XtfBWS «erde E? cht vernunM, 6 man Sur» em wolle x^Mgen mfln diesoibe' gs䣻* JiJpwä«* ftÄÄÄ» 5ft?S&%*Ää NSZS EN Ls'ßkFA 2 rcr'kltM-c ^zano. ^A>d' Nr. 16 Erstes Blatt 175. Jahrgang vienrtag, 20. Jamm 1925 Erscheint täglich, auher Sonn- und Feiertags. Beilagen: TiehenerFamilienblütter Heimat hn Bild. Monat,-vezngrprelr: *2®olt>mark n. 20 Gold» Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge häherer Gewalt. Fer n f p r e ch.Anschlüste: Schristleitnng 112, *0ex« logundGeschäftsftellebl. Anschrift für Drahtnachrichten: SnzeiaerOietze«. postfchecktonto: Zranffvrt a. M. HtM. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen vntck und Verlag: vrühl'fche Univerfitätr-Vuch- «nd Sfcinörudcrei H. Lange in Sietzen. Zchriftlettung und Seschäftrftelle: Schufftratze 7. 3*ne|e< hi Iwjelte« für die Tagesnammer vis zum Nachmittag vorhei ohne sedeDerdindlichkeit Preis für l mm HSHe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Reklame-Anzeigen d 70mm Breite 35 (Bolbpfenniq, Platzvorschrift 20' .Auf- schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: l)r.Friede.Mlh Lang?, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil Hans Beck, sämtlich in Giehen I Reichskanzler Dr. Luther vor dem Reichstag. — Abwartende Haltung von Parteien und Presse. Die Regierungserklärung Berlin, 19. Ja» Bei vollem Saale und überfüllten Tribünen eröffnete Präsident Lobe mn 6’/4 Mr abends die Sitzung. Auf der Tagesordnung steht al» einziger Punkt die Sntgeaen- nahrne einer Srflänmg der Reicbsregierung. Präsident 2öbe verlieht zunächst da» Schreiben, in idem Dr. Luther seine Betrauung mit dem Amte de» Reichskanzler» und die Berufung der verschißenen Minister mitteilt. Die Verlesung tvird von den Kommuni st en mit höhnischen Zurufen begleitet. Bei der Nennung de» Ramen» von Sch lieben rufen auch die Sozialisten Ahal Gin Kommunist ruft: Sine seine Gesellschaft! AIS der Präsident dann dem Reichskanzler Dr. Luther das Wort zu seiner Erklärung erteilt, rufen die Kommunisten laut: Amnestie! Amnestiel Präsident Löbe ersucht die Kommunisten unter RamenSnennung der einzelnen Abgeordneten wiederholt zur Ruhe. Der Reichskanzler verlas dann folgende Regierungserklärung. Meine Damen und Herren! Rachdem ich zum Reichskanzler ernannt worden bin, habe ich die Ehre, Ihnen da» neuernannte Kabinett vorzustelken. 2hm gehören auher mir an: Herr Reichstagsabgeordneter Dr. Stresemann als Reichsminister des Auswärtigen, Herr Reichs- tagSabgeordneter Martin Schiele als Reichsminister des Innern, al» Reichsminister der Finanzen Ministerialdirektor Dr. von Schlie ° den, Herr Ministerialdirektor a. D. Dr. Reu- haus als Reichswirtschaftsminister, Herr Reichstagsabgeordneter Dr. Brauns als Reichsarbeitsminister, Herr Oberlandesgerichtspräsident o. D. Dr. Frenken als ReichSminister der Justiz, Herr Dr. Dehler alsReichswehrminister, Herr ReichSminister a. D. Stingl al» Reichspostminister, als Reichsverkehrsminister Staatssekretär Dr. Kröhne. Herr Graf von Kunitz al» Reichsminister für Grnähruna und Landwirtschaft. Mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Reichsministers für die besetzten Gebiete ist fcer Hem: ReichSminister der 2 u st i z beauftragt. Mein erstes Wort al» Reichskanzler ist ein Wort deS DankeS an die scheibende ReichSregterung, besonder» an ihren Führer Reichskanzler Dr. Marx. Da» geschichtliche Airtel! wird immer dahin lauten, dah das Kabinett Marr auf den von Rückschlägen bedrohten dornenreichen Wege des deutschen Volkes einen bedeutungsvollen Wegteil zur Gesundung Deutschlands zurückgelegt hat. Aus dem Wege der Gesundung weiter dem Haren Ziel des deutschen Wiederaufbaues zu- zuschreiten, wird die Aufgabe der neuen Regierung sein. Die hohen politischen und die verehrungs- frürbigen menschlichen Eigenschaften des scheidenden Kanzlers, zu dem ich auch als Mitarbeiter stets emporblickte, sind aus der Geschichte des letzten Jahres nicht Hinwegzudenken. Die Politik Der neuen Reichsregierung, für deren Richt- Imien ich nach der Verfassung als Reichskanzler ; Die Verantwortung trage, wird völlig auf s a ch- liche Arbe it im Dienste des deut- । scheu Volkes abgestellt sein. Die Reichsregierung wird dabei im Vertrauen auf die inneren Kräfte des Volkes und der Wirtschaft sich nach Möglichkeit von Vielregiererei fern» Halten. Ihrem Ärbeitsziel wird sie, die für -tfjre Leitgedanken d ie Billigung des Reichstages erbittet, nur dann mit Er- ' folg nachstreben können, wenn es ihr gelingt, in lebendigem Zusammenhänge mit dem Volkstänzen zu bleiben. Sie wird Zusammen» «arbeit im Reichstag nicht nur mit den Parteien suchen, die in der Regierung durch Vertrauensmänner vertreten sind, sondern mit dien Parteien, die in staatsbejahender Besinnung praktische Mitarbeit leisten wollen. Die Rotlage unseres Volkes ; nuh für alle eine dauernde Mahnung sein, die schweren Entscheidungen, vor denen Reichstag rnd Reichsregierung stehen, auf rnoglich st breiter Grundlagezu bewirken. Die wich- ligfte Voraussetzung für die Erreichung dieses v-eitgehenden Zie es war, dah eine Regierung gebildet wurde, die, wenn sie auch keine Partei- politische Koalition darstellt, sich grundsätzlich auf die Mehrheit dieses Hohen Hauses stützt. "Dieses ist der Kerngedanke des parlamentarischen Systems, auf dem das staatliche Leben unseres Vaterlandes aufgebaut ist. Bei der Kabinettsbildung war für mich, seitdem ich mich auf den Ruf des Reichspräsidenten zur Verfügung stellte, und ist für meine Kollegen im Kabinett in erster Linie der Wille mahgebend. zu verhindern, dah cus der Regierungskrise eine Staatskrise ivürde. Die rechtliche Grundlage für die Arbeit der Reichsrcgierung ist die republikanische Verfassung vomll. August 1919. Jeden Versuch, ihre Abänderung aus gewaltsame oder sonst ungesetzliche W.ise herbeizuführen, wird die Reichsr^ierung als Hochverrat mit allem . Rachdruck abwehren und verfolgen. Die Reichsregierung wird sich im übrigen angelegen fein lassen, die Bestimmungen der Reichsverfassung oder ihre Auswirkungen in der Richtung nach- zuprüfen, dah unser Staatswesen mehr als bisher innerlich gesundet. Rachzuprüfen haben wir cmch die Regelung der Beziehungen des Reiches zu den Ländern. Ihr Eigenleben soll geachtet, ihre bedeutungsvolle Rolle im staatlichen Gesamtleben des des deutscheir Volkes auch in der Handhabung der Reichsverwaltung sorgfältig beovuchtet werden. Die Reichsregierung wird ihr besorrdereS Augenmerk auf die innere Wahrhaftigkeit und Reinheit de» öffentlichen Lebens richten und die im Beamtentum lebendigen Kräfte besonderer Hingebung an bas Staatswesen zum Wohle des Volkes fordern. Wir fühlen uns dem Beamtentum, der unentbehrlichen Stütze des StaatSgedankens, engstenS verbunden und s'md entschlossen, uns für seine gesicherte Rechtstellung und auskömmliche Lebenshaltuirg einzusehen. Die Reichsregierung wird sich bei allen Rrahnahmen von der Erkenntnis leiten lassen, dah auch gerade in der Staatssorm der Republik die Pflege de» StaatsgedankenS erstes Erfordernis staatlicher Kraft ist. Mit ihrer Auhenpokitik will die deutsche Regierung der Herbeiführung eine» wirklichen dauerhaften Friedens unter allen Volkern dienen. Die Richtung der Auhenpoli'.ik im einzelnen wird auch für die neue Regierung in erster Linie durch die Londoner Abmachungen bestimmt. Dauernde Verhältnisse in Europa sind die Grundlage für die mit dem Londoner Abkommen erstrebte Lösung der Reparationsfrage. Die gemäh diesen Abmachungen zu erlassenden Reichsgesehe werden von uns loyal durch- geführt werden, ebenso wie wir die loyale Durchführung des Abkommens von unseren Vertragsgegnern erwarten müssen. Leider wurde die durch die Londoner Abmachungen Herbci geführte politische und seelische GntspaTMung des deutschen Volks durch die Richträumung der nördlichen Rheinlandzone schwer beeinträchtigt. Die Reichsregierung wiederholt deshalb die Stellungnahme der ftüheren Reichsregierung zur Richträumung. Die Aufrechterhaltung der Desetzung bet nord» > lichen Zone bedeutet die Richterfüllung berechtigter Ansprüche, die sich aus dem Vertrage von Der'aiNes ergeben. Sie enthält einen »ssen- baren Widerspruch gegen den Geist und gegen die Grundanschauungen, die in dem Londoner Abkommen lebendig wurden. Hinsichtlich der Begründung der Richträumung mit angeblichen Verfehlungen. Deutschlands in bet Entwassnungssrage vertritt die Reichsregierung den Standpunkt der Antwortnote der früheren Regierung an die Alliierten. Sie wiederholt das Verlangen, ihr das an» gekündigte Material in kürzester Frist mitzuteilen, damit sie in die Lage verseht wird, Stellung zu nehmen. Zugleich wird die Reichsregierung ihre ganze Kraft daransetzen, durch Verhandlungen bte alsbaldige Räumung der nördlichen Rheinlandzone zu erzielen, ohne die die Festigung der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse Deutschlands und Europas nicht möglich ist. Mit dem Bstreiben der baldigen Räumung will die Re chsregierung vor allem auch der rheinischen Bevölkerung dienen, die seit Rovember 1918 so tapfer für das ganze deutsche Volk die Lasten der Besatzung trägt. Ich werde es in voller Itebereinstimmung mit dem Kabinett für eine meiner wichtigsten Aufgaben halten, die mit dein Londoner Abkommen zusammenhängenden Fragen mit Au'merksamkeit zu verfolgen, insbesondere die Ausführung der übernommenen Verpflichtungen sichern, mich aber auch mit demselben Rachdruck bemühen, die sich als notwendig erweisenden Erleichterungen und Verbesserungen zu erreichen. Die Reichsregierung verfolgt mit Aufmerksamkeit die Entwicklung des Vo lkerbundsgedankens und die Durch uhrung der ihm zugrunde liegenden Anschauungen, muh aber auch ihrerseits an den Voraussetzungen festhalten, die von der bisherigen Reichsreg'erung für den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund aufgestellt sind. Im Zusammenhang mit der Döllerbunbsfrage wird die Regierung ihre Bemühungen sort'etzen, Deutschland von dem unqere'btsert'gten Vorwurf des Versailler Vertrages über seine Schuld am Kriege zu befreien. Rachdem am 10. Januar dis uns durch den Versailler Vertrag auf erlegten S.-ff ein der eins it gen Meistbegünstigung gefallen ist, wird die Rcichs- regicrung sich bei den Handelsvertrags- verHandlungen sich gegen alle Mastnahmen wenden, die die deutsche Handelsfreiheit beschränken. Aus innerwirtschaftlichem G:bi t wollen wir dazu helfen, datz alle schaffenden Kräfte des Volkes in höchster Leistungsfähigkeit entfallet werden. Die Steigerung der lanbtoirt» s chaf tlichen Erzeugung auf d:u!scher Scholle und die Stärkung der inneren Kaufkraft find das Ziel. Die Beseitigung aller unnötigen und die breiten Massen der Verbraucher ausbeutenden Versteuerungen wird auch die neue Regierung weiter erstreben. Rur durch Stärkung der Gesundung der deutschen Wirtschaft kann die Grundlage gesunden werden und die sozialpolitische Arbeit im Rahmen des wirtschaftlich Moallchen zu festigen und weiter auszubaucn. Die Gefrtzentwürfe zum Ausbau der Sozialversicherung sollen baldigst dem Reichstag zugeleitet werden. Dazu gehört auch ein Gesetzentwurf zur Errichtung einer Arbeitslosenversicherung. Ti' Reichsregierung totrb ferner alsbaldigst einen 21 r - beitSgerichtsgesehentwurf den geschlichen Körperschaften unterbreiten. Die augenblickliche Arbeitszeitgesehgebung (teilt ein nur durch die besonderen Zeilumstände gerechtfertigtes Tlotrecht dar und die aus ihr erwachsenden Härten müssen so schnell beseitigt werden, als es die Besserung der Wirtschaftslage zuläht. In der Lohn- und Gehaltsentwicklung soll die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage auch der Arbeiterschaft zugute kommen. Die Indexberechnung soll verbessert werden. Im Abbau der Woh- nungszwangswirtschast wird die Rc- rung fortfahren, soweit es mit den Maßnahmen der Wohnungsnot vereinbar ist. Dabei wird sie sorgfällig alle wirtschaftlich schwachen und die kinderreichen Familien berücksichtigen und nötigenfalls scharfe Maßnahmen gegen die wucherische Ausbeutung freiwerdender Räume vor- sehcn. Zur Aufwertungsfrage sollen dem Reichstag in kürzester Frsist gesetzgeberische Vorschläge unterbreitet werden, die ein endgültiges Recht schaffen sollen. Dabei sollen im vollen Verständnis für die Rotlage, insbesondere der alten Sparer, in Ergänzuna der dritten Steuernotverordnung im Rahmen des wirtschaftlich Möglichen den berechtigten Wünschen der durch die Geldentwertung Geichädigten Rechnung getragen werden. Weller sind Gesetze in Vorbereitung, die eine systematische, einheitliche, wirtschaftlich richtige Besteuerung in klarsten, einfachsten Formen herbeiführen soll. Die steuerliche Belastung des deutschen Volkes wird zwar immer außerordentlich hoch bleiben, die Steuern dürfen aber nicht so drückend sein, daß sie die Wirtschaftskraft lahmlegen oder der arbeitenden Devölleruna eine nicht tragbare Last auferlegen. Deshalb soll der Abbau übermatziger Besteuerung, ine ftn letzten Jahr zur Erhaltung der Währung nötig war, nach Möglichkeit fortgesetzt werden. Unsere auf christlicher Vrundlaae erwachsene Kultur muß vertieft und ihre Güter müssen in möglichstem Umfange auch den Richtbemittelten zugänglich gemacht werden. Im Rahmen ihrer verfassungsmäßigen Zuständigkeit hofft die Reichsregierung, ein seit langem vorbereitetes Rei chsschul gesetz dem Reichstag demnächst vorlegen zu können. Die Verabschiedung des bereits vorgelegten Reichshaushaltsplan wird erst möglich fein nach gesetzgeberischer Beantwortung verschiedener Vorftagen, wie Aufwertung, Finanzausgleich und Steuergesetzgebung. Die Reichsregierung wird ihr Bestes tun, um das deutsche Volk einer dauernden Ge - s undung zuzuführen. Vorläufig wird di» schwere Rot, die auf unserem Volke lastet, nur langsam behoben werden können. Ein Dor- wärtsschreiten auf der ganzen Linie wird nur möglich fein, wenn jeder Einzelne feine ganze Kraft in den Dienst des Vaterlandes stellt, und toenn das deutsche Volk aus seiner Zerrissenheit heraus sich wieder einmütig zufarnmenschlieht. Rur dann trtfrb das deutsche Volk durch Mühen und Entbehrungen hindurch sich im Kreise der anderen Voller den Weg zu einem Wiederaufstieg bahnen, der ihm eine f riedliche Zukunft sichert, die seiner Vergangenheit würdig ist. (Beifall.) Schon beim Beginn seiner Rede wurde der Reichskanzler von den Kommunisten wiederholt durch lärmende Zurufe unterbrochen. Er antwortete darauf mü der Bemerkung: Darüber sind wohl alle im Hause einer Meinung, dah durch Schreien die sachliche Arbeit nicht erseht werden kann. Präsident Lobe droht schließlich die Anwendung der schärfsten Maßnahmen gegen diejenigen an, die den Reichskanzler am Reden hindern. Rach der Kanzlerrede kam es zu kurzen lärmenden Kundgebungen der Kommunisten. Dann wurde die Besprechung der Regierungserklärung auf Dienstag vertagt. Die Redner zur Regierungserklärung. Berlin, 19. Jan. (TU.) Für die polllische Aussprache über die Regierungserllärung sind bisher als Redner angemeldet: Dr. Breit» scheid (Soz.), Graf Westarp (Dn.), Feh- renbach (Zentrum«, Scholz (D.Dp.), Ko«H iDem.). Don den übrigen Parteien werden voraussichtlich sprechen die 2Tbgg. Leicht (Bayer. Vp.), Frau G o h l k c (Ruth Fischer) (Komm.) und F r e w i h (Wirtschastsvereinigung). Für die zweite Rednerreihe stehen bisher fest: M uller- Franken (Soz.), Behr en S (Dn.) und Schnei- l e r (Kommunist). Die demokratische Fraktion zur Regierungserklärung. Berlin. 19. 3an. (XU) Die demokratische Reichstagsfraktion hielt nach der Vollsitzung des Reichstags eine Fraktionssitzung ab, rn der sie sich mit der Frage des Vertrauensvotums beschäftigte. Es schien eine starke Stimmung für ein Mißtrauensvotum vorzuherrschen, falls die kommende Debatte die Lage verschärfen würde. Voraussichtlich wirb sich aber bie Fraktion bei dem Vertrauensvotum der Abstimmu.ig enthalten. Die Berliner Presse zur Kanzlerrede. Berlin, 20. Ian. (Priv.-Tel.) Die gestern im Reichstag von Dr. Luther abgegebene Regierungserklärung sindet mit Ausnahme der Roten Fahne in keinem Blatte ausgesprochene Ablehnung. Da» kommunistische Par- teiorgan betont auch, daß die kommunistische Partei als einziae Partei Opposition gegen bie Regierungserklärung gemacht habe. Einzelne Punkte der Regiei-ungs' erflärung erfahren allerdings in den Blätterig je nach der Partcirichtung eine gewisse Änht, insbesondere hinsichtlich dessen, was m der Er klärung nicht gesagt worden sei. 3m ganzen genommen nimmt die Presse eine abwartende Haltung ein und macht die Beurteilung der neuen Regierung von ihren Taten abhängig. Dte deutsch-nationalen Dlgtter knüpfe,' an die neue Reichsregierung, in der zum ersten Male fett der Revolution deutsch-nationale Der- treter sitzen, ihrer Parteirichtung entsprechendc Hoffnungen. Der .Lvkalanz." sagt, daß die Pro- grammrebc von Sachlichkeit und Sachverständnis zeugte. Die Linke war darüber wenig erfreut, dah sie gar nichts fand, wo sie hätte einhaken können. Sie konnte sich sachlich mit allem einverstanden erklären, was Luther erklärte. Das neue Kabinett ist kein Kamps- k a 6 i n e 11 gegen die Sozialdemokratie. Der „T a g“ stellt mit Genugtuung fest, daß der Reichskanzler die Rach Prüfung der Reichsverfassung als besonderes Ziel seiner Regierung prollamierte. Er hat durchaus recht, wenn er betont, daß eine Gesundung unseres Staatswesen» eine DerfassungSrefvrm zui Drraussehung hat. Die „Deutsche Zeitung" sieht die Hauptaufgabe der neuen Regierung darin, mit allem Rachbruck dahin zu wirken, dah in die letzten Winkel der seit dem Umsturz ein- gerissenen Korruption hineingeleuchtet wird. Reinhell und Sauberkeit der Verwaltung und dcS gesamten Beamtentums ist die erste Bedingung dafür, daß im Staat überhaupt brauchbare Arbeit geleistet werden kann. Die „R a t i o n a l p o st" sagt, daß die Er- klärung LutherS den Vorzug absoluter Rüchternyeit und Sachlichkeit hatte Sie macht keine Versprechungen, die nicht gehalten we rden können. Sie nimmt aber zu den meisten Lebensfragen des deutschen Volkes Stellung. Die „Deutsche Tageszeitung" sieht das Wesentliche der Erklärung Luthers darin, daß sie ausdrücklich das Bekenntnis zur P f 1 e y e des Staatsgedankens betont. Die Regic- rungsertlärung ist In der Ankündigung weitreichender Aenderungen des bisherigen Zustandes nicht eben sparsam, ein neuer Beweis dafür, bis zu welcher Llnhallbarkeit die Verhält- nisse gediehen sind. Die ^Kreuzzeitung" glaubt, daß daS Kabined die große kaiserliche Sozialpolitit wieder aufnehmen wirb. Der aufteizende Luxus der Reureichen, der bas Volk vergiftet, soll unterdrückt, ehrliche Arbeit deS Mittelstandes und der Arbeiterschaft geschützt werden. Die „Zeit" steht in dem Kabinett Luther kein parlamentarisches Kampf la inett, besonders kein Kamvllabinctt gegen links. Die Regierung hat es sich -um Ziele gesetzt, das deutsche Volk weiter vorwärts zu führen auf der Bahn der Gesundung. Das bedeutet in der Außenpolitik bie Beibehaltung bei bisherigen Richtlinien. Die „D. 21. Z." sagt, bah ein Kabinett unter Einfluß ber starken nationalen Kräfte, die bisher nicht nur ber Regierung, sondern dem Staat in scheinbar unversöhnlicher Opposition gegenüber« standen, daß ein solches Kabinett wie kein anderes geeignet ist, den Gedanken der inneren Versöhnung und ber gesetzlichen Arbeit an bie Spitze seine, Täll keit zu stellen. In der im-re^ Pili i'wünsch: die Regierung Luther sich ihrem P og-arnm zu- folge von dem Gesichtspunkte unparteiischer Arbeit und starken sozialen Instinkten leiten zu lassen. Die „Germania" schreibt: Am besten läh sich von dieser kurzen Regierungserllärung sagen daß nicht viel gegen und über sie zu sagen ist. Man hatte wohl eine Ueberraschung erwartet, aber sie blieb aus. 3m Grunde brachte sie nur Selbstverständlichkeiten, die aber deshalb keine Selbstverständlichkeiten sind, weil sie von dieser Regierung ausgehen. Da» Urteil der „Berliner Börsenzeitung" über daS Programm Luthers ist in folgende Worte zusammenzu'assen: Keine Kamps- ansage gegen irgendeine bestimmte pol tische Par- tet Es trägt deutlich den Charakter eines Kabinetts. daS auf Grund gegebener Tat- fachenpraktischeSinzelarbeitzur Forderung de» nationalen Wiederaufstiegs leister will. Die .Voss. Zta." schreibt: Das Bestreben LutherS war, mögltdrft überall Zufriedenheit zu erwecken. ES war immerhin bemerkenswert, daß aus dem Munde des ersten Ministerpräsidenten Ihn Reich, der ein ausgesprochsres Rechtskabinett leitet, seit langer Zett zum erstenmal wieder im Reichstag vom Regierungstisch das Wort Xtfruem ftattr uro tret ausgesprochen wurde. Reichskanzler Dr. Lutyer be- femti sich zur republikanischen Verfassung. DaS „D. T." schreibt: Die Kanzlerrede versuchte wenigstens vorläufig das Gesucht zu wah-- ren. Der ilcbergang von dem bisherigen zu dem neuen Kurs soll möglichst verschleiert werden und möglichst unauffällig gemacht werden. Die deutfchnationalen Minister haben bei der Auf- setzung deS Programms nicht nur eins, sondern beide Augen zugedrückt. Der .Vorwärts' schreibt: Sntweder die Regierung Luther ist so wie sie srch tn ihrer ersten Erklärung vvrgesteüt hat, dann sind die Rechtsparteien die grenzenlos Blamierten, dann haben sie die Regierung Marx nur gestürzt, um die Politik Marx fortzusetzen. Die Aufnahme der Regierungserklärung war über alle Matzen kühl und zurückhaltend. Sie war kein Zeichen von Mut und Aufrichtigkeit. Der neue Neichsverkehrs- minister. Berlin, 19. San. (Sil.) ReichsverkehrS- minister Dr. jur. Rudolf Kröhne wurde am 16. September 1876 zu Rendsburg in Schleswig-Holstein geboren und 1903 zum Gerichts- Assessor, 1907 zum Amtsrichter, 1909 zum Re- gierungs-Assesfor ernannt. 3m Jahre 1911 trat er als Regierungsrat in das Ob?rpräsidium in Magdeburg ein, wurde 1920 Hilfsarbeiter im Ministerium für öffentliche Arbeiten. 1922 Ministerialdirektor im R e i ch s Verkehrsministerium und 1923 Staatssekretär daselbst. Ende 1924 wurde er nach Bildung der Deutschen ReichSbahng sellschaft m 1 der Führung der Geschäfte des Reichsvcrk.hrsmmisteriums beauftragt. Die Amnestieantrage im Preußischen Landtag abgelebnt. Berlin. 19. Ian. (Sil.) Der Rechtsaus- schutz des Preußischen Landtags lehnte die Am- nestieanträge der Konnnunisten und Sozialdemokraten ab, nachdem der Berichterstatter, Abg. Göbel (Ztr.) sich gegen allzu häufige Amnestien ausgesprochen und ein Vertreter deS Fustizminjsteri ms darauf hingewiesen hatte, daß in Preumn die Zahl der wegen politischer Vergehen Bestraften so gering sei, daß dafür ein besonderes Gesetz nicht erforderlich wäre. 3m ganzen seien in Preußen noch etwa 500 politische Gefangene vorhanden und nicht 7000, wie von den Kommunisten behauptet werde Begnadigt worden seien insgesamt 8471 Personen wegen der ilnruhen im Lahre 1923 und im Ruhrgebiet infolge des London« Abkommens 858 Personen. Eine Gesetzesvorlage zum Anerbenrecht. Berlin, 19. 3an. (Sil.) Am Samstag traten die Vertreter der großen landwirt schaftlichen Organisationen im Relchs- ernährungsministerium erneut zur Formulierung der landwirtschaftlichen Wünsche nach einer Gesetzesvorlage zum Anerbenrecht zusammen. Cs gelang, eine für die landwirtschaft- 'ichen Organisationen annehmbare Formel zu finden. Damit dürfte in der Vorbeveitungsarbeit für dieses wichtige Gesetz ein wesentlicher Schritt getan sein. Neue Gewaltmahnahmen in Münchweiler. PirmasenS, 20. 3an. („Lokalanz.") ileber sten Ort Münchweiler hat nun der Bezirksdelegierte für die Pfalz außer der Belegung «S Ortes noch weitere Sanktionen verhängt, und zwar: 1. 3ede Zusammenkunft oder öffentliche Kundgebung ist in der Gemeinde Münchweiler verboten. 2. Feder Verkehr ist von abends 9 ilhr bis morgens 6 ilhr deutsche Zeit untersagt. 3. Die Rächt- sperre flilt ab 16. Fanuar von 9 ilhr abends bis auf weiteres. Von den deutschen Behörden sind gegen die Derkehrssperre. die das Erwerbsleben, insbesondere die Arbeiter im Aufsuchen ihrer Arbeitsstellen und in der Rückkehr von der Arbeitsstelle schwer schädigt, Dorstellun- gen erhoben, zumal sie im Widerspruch Zum Londoner Abkommen steht. Die Sicherheitsfrage. England will ^rnnfretrf) entqeqenkommen. London, 20. 3an. (Sil.) Die Lösung des Sicherheitsproblems ist nach Beendigung der Pariser Finanzkonferenz wieder zur Hauptaufgabe der englischen auswärtigen Politik geworden, jedoch sind biSher noch keinerlei Beschlüsse gefaßt worden, da die Lage noch nicht als genügend geklart angesehen wird. Wie indessen aus maßgebenden Kreisen verlautet, ist man grundsätzlich der Auffassung, datz den französischen Wünschen nach Sicherheit entgegen- 9 cf ommen werden müsse. Man erlennt an, daß die während der Friedensvertragsverhandlungen der französischen Regierung gegebene Zusage, durch die die französische Ostgrenze gesichert werden sollte, nicht erfüllt worden ist und datz die von Frankreich seit fünf Fahren in die europäische Politik getragene Unruhe nur durch die Berücksichtigung derfranzo- stschen Sicherheitswünsche beseitigt werden kann. Cs ist daher nicht ausgeschlossen, daß England das Genfer Protokoll ratifiziere n wird, allerdings nach Abänderung einiger Punkte. Darüber läßt sich noch nichts Bestimmtes sagen, da die Beratungen mit den Dornin vns noch nicht beendet sind und außerdem der Bericht der Militärkontrollkommission noch aussteht den man erst gegen Mitte Februar erwartet Gleichzeitig wird in politischen Kreisen dre Möglichkeit eines Dreimächteabkommens zwischen England. Frankreich und Deutschland erwogen, aber hier handelt es sich nicht um amtliche Schritte. Es wird darauf hingewiesen, datz die deutsche Befürchtung, die Lösung der Sicherheitsfrage würde aus Kosten Deutschlands erfolgen, unbegründet fei. Fn diesem Zusammenhang müsse aber betont werden, «datz die maßgebende englische Auffassung der durch die Richträumung Kölns geschnf- senen Lage unverändert sei. Die Richträumung Kölns stünde in keinem Zusammenhang mit der Frage der Räumung des Ruhrgebiets. Die Opiumkonferenz. Gens, 20. Fan. (SH.) Die zweite Opium- kvnferenz wurde von dem dänischen Gesandten ’ tn Berlin, Zahle, eröffnet, aiirrer oen neuen Delegierten bemerkte man Lord Robert Cecil, den französischen Kolonialminister Deladier und den bekannten holländischen Rechtsgelehrten Loudon. Deutschland war durch den Minister a. D. von Eckhardt und den Genfer Generalkonsul Asch mann vertreten. Lord R.bert Cecll erlläcte, die englische Regierung verpflichte sich, innerhalb von 15 Fahren daS Opiumrau» chen in den englisehen Kolonien in Asien völlig abzuschaffen. Deladier erklärte, Frankreich sei bereit, für Indochina dieselbe Verpflichtung zu übernehmen. Amerikas Europapolitik Opposition im Auswärtigen Ausschutz gegen die Pariser Abmachungen. Reuyork. 19. 3an. (Kabeldrcnst der SIL) Der auswärtige Ausschutz totrö am Mittwoch eine von Johnson eingebrachte Resolution beraten, die über die von Klllog, Logan und Herrick auf der Pariser Finanzmini st erkonse- renz getroffenen Abkommen Aufilärung verlangt. Die Resolution stellt die Frage, ob die Vereinigten Staaten die Abmachungen anerkennen und ob sie verpflichtet seien, mit den europäischen Mächten gemeinsam gegen Deutschland vorzugehen. Dorah hat fernen Plan, eine ähnlich lautende Resolution einzubringen, fallen lassen. 3n Kongreßkreisen erwartet man, daß die Europapolitik ausgervllt wird. Vielfach wird angenommen, daß die Debatte für Äellog unangenehm werden könnte. Die Wühlarbeit Johnsons und seiner Anhänger gegen die Beteiligung Amerikas an den Pariser Abmachungen veranlaßte den Staatssekretär HugheS zu einer Erklärung, in der er feststellte, daß Amerika an der Pariser Konferenz zum Schutze seiner Interessen teilnehmen mußte. Die Beteiligung bedeute keine Verletzung der bestehenden Verträge und auch nicht die Anerkennung von Sanktionen oder ähnlichen Matznahmen. Die Teilnahme der Vereinigten Staaten beziehe sich ausschließlich auf den Dawesplan. Die amerikanischere Rechte aus anderen Verträgen blieben völlig unberührt. Amerika behalte sich seine frühere volle Handlungsfreiheit vor und habe weder eine gesetzliche noch morallsche Verantwortung übernommen. Trotzkis Ende. Eine Sinolvjew°Ncde. Paris, 19. 3an. (S. H.) Reuter meldet aus Moskau, daß der Zentralausschuß der Kommunistischen Partei im Verlaufe seiner vorgestrigen Sitzung nach Verlesung eines Briefes von Trotzki, in dem die'er erklärt, zu seiner Rechtfertigung vor dem Llusschuh zu erscheinen, sol- gende Beschlüsse gefaßt: 1. Trotzki wird aufgefordert, sich der Parteidifziplin nicht nur mit Worten, sondern auch tatsächlich zu beugen. 2. Da die Führung der Armee auf der Autorität der Kommunistischen Partei beruhen mutz, erachtet der Ausschuß, daß Trotzki seines A m t e S z u e n t h e b e n ist. Seine spätere Verwendung in dem revolutionären Kriegsausschuß wird als unmöglich angesehen. 3. Di« Frage einer späteren Mitarbeit Trotzkis im ZentralauSschuß wird vorläufig zurÜSgestellt und auf dem nächsten Kongreß der Partei geregelt werden. Für den Fall einer Richtausführung der Beschlüsse der Partei sieht der Parteiausschutz sich veranlaßt, Trotzki die Beteiligung an den Arbeiten des Zentral- auSfchusses zu verweigern. 4. Der Fall wird alS erledigt angesehen. Die Entschließung des Zentralkomitees stellt weiter fest, daß eine eiserne Disziplin die Gewähr für den Erfolg der kommunistischen Partei gebildet habe. Diese Disziplin zwinge die Partei, den Angriffen Trotzkis ein Zull zu setzen. Weiter besagt die Ent- schliehung, daß Trotzki bei allen Diskussionen, zu denen er stets Anlaß gegeben habe, als Wortführer der Kleinbourgeosie aufgetreten sei. Seine Beurteilung der Rolle, die die Bauern wahrend der Revolution gespielt hätten, wäre besonders gesährlich, da die Partei bestrebt fei. einen Kontakt zwischen der Industrie und den Bauern her- zustellen. Die Haltung Trotzkis, so heißt es weiter, untergrabe das Vertrauen der Dauern in die Politik der Arbeiter- und Dauernregierung. Diese Entschließung des Zentralausschusses ist wohl in der Hauptsache auf die Machenschaften Sinowjews zurückzuführen, denn in einer feiner großen Reben, zu denen sich Sinowjew stets hingerissen fühlt, wenn cs sich um die Rettung oder die Verteidigung eng- bolschewistischer Dogmen handelt, zählte der Vorsitzende der III. Internationale und maßgebendes Vorstandsmitglied der Auhlandisch«, kommunistischen Partei die Folgen auf, die einen S i e g der Theorien Trotzkis gekrönt hätten. Hin die jetzt auch sowjetamtlich bekannt gegebene Kaltstellung des Organisators der Roten Armee in vollem Ilmfange zu verstehen, verlohnt sich, jene das Varteidirektorium bedrohenden Folgen kurz wieberzugeben. Erstens, erftärte Sinowjew, wäre die Kommunistisch; Partei von der De.Wallung des Landes zurückgedrängt, zweitens würde die Wirtschaft der Sowjetunion nicht von verantwortlichen Bolschewisten, sondern von unverantwortlichen Fachleuten geführt werden, drittens würde die Rote Armee zu anti- bolschewistischen Zwecken verwandt werden, da Trotzki in den Zeiten des Bürgerkriegs und der Abwehr der Interventionen nicht als Parteimann, sondern als willkürlicher SolLschsrrscher ausgetreten sei, viertens stä.ide die Dauernschaft abseits, fünftens müßten die Hoffnungen aus die Weltrev^lution auf die lange Back gesch'ben werden, sechstens, siebtens, ahtens ... Das Ende fei nicht abzusehen. In Wirklichkeit aber handelte es sich darum, datz Trotzki die Demokratisierung einmal der Partei und dann des Sowjetapparates forte-tc, de Loslösung der Partei von der Wirtschaft deS Lcwües so, daß nicht Partn-, sondern StaatSintcr- essen vvr^erschen. Ein weiterer Punkt ist die Geringschätzung, mit der er die Chancen einer Weltrevolution für die nächsten Fahre bedenkt, während das Parteidirektorium unter Sinowjews Leitung auf dem Standpunkt steht, daß gerade jetzt die Zeit gekommen sei, dem Imperialismus und Kapitalismus entschieden entgegensutreten. Solange nicht festgestellt war. wann üte Anhängerscha-si Trovkis in der Partei selbst mundtot gemacht werden kann, äußerte sich der Kampf gegen ihn halb so scharf als heute, wo es den gewiegtesten Theoretikern und Propagandisten des Direktoriums gelungen ist, einen Keil zwischen Trotzki und die Bauernschaft — wenigstens theoretisch — zu treiben (in praxi glaubt der russische Dauer weder dem einen noch dem anderen). Trotzki urnerfchähe die überragende Rolle der Bauernschaft in der Revolution, ja er sei ein Feind und Hasser des russischen Mushik. Könne da die Bauernschaft von ihm etwas erwarten? Doch sicherlich nicht. So wurde int Laufe von anderthalb Fahren die Kampagne gegen Trotzki allmählich in das Land getragen und aus einer doktrinären Parteidiskussion ist eine Staatsaktion geworden. Trotzki ist seiner Aeniter enthoben und auch die Frage seiner späteren Beteiligung an den Parteiarbeiten ist zunächst zurückgestellt. Heber sein Schicksal entscheidet der nächste Par- teuongreß. 3m übrigen hat er sich den Sinow- jewschen Anordnungen zu fügen. — Man darf erwarten, daß Trotzki nicht mehr allzu lange schweigt, er müßte denn an einer „schweren Krankheit" sterben. Aus aller Welt. Wohnstätten G. m. b. H. — Trianon- Film. Mit den Finanzgeschäften Zwisten der De r - filier W o h nstä t t en -G. m. b. H. und der Trianon-Film A G., welch letztere durch Vermittlung einiger Beamten aus öffentlichen Mitteln bet Wohnställen A G. einen Kvo'nl von 3* 2 Millionen Mark erhallen hatte, beschäftigt sich nunmehr auch die Staatsanwaltschaft. Die Trianongesellschaft. die mit diesen Geldern in Rom und anderen Städten Filme drehte, scheint fernen besonderen Erfolg gehabt zu haben und wurde unter G schäftsaussicht gestellt. Die beiden Beamten, Regierungsrat Brettschneider und Ministerialrat Dr. Glaß sowie der abgebaute Regierungsrar Dr. Wenzel wurden zusammen mit ! den Direktoren der Triandn-Gefellfchast David > und Ignaz Schratter, die vor einiger Zeit aus I dem Osten nach Berlin zugewandert sind, verhört. I Gleichzeitig lieh die Staatsanwaltschaft durch Kri- | minalbeamte in den Wohnungen der Verhafteten und in den entsprechenden Geschäftsräumen Haussuchungen vornehmen, dessen Material zum Seil noch in der Rächt zu eingehender Vernehmung diente. Da keine Verdunkäungsgefahr vorliegt, werden die Herren wieder nach Haufe entlassen. Die Ermittlungen, insbesondere die genaue Rachprüfung des beschlagnahmten Materials, wird jedoch fortgesetzt und sott mit größter Beschleunigung durchgeführt werden. Autvunsall. Der in der Kasseler Drogengroßhandlung tätige Kaufmann 3 a e ck c 1 stürmte auf der Rückkehr von einer Geschäftsreise nach Göttingen mit seinem Auto tn der Rächt zum Sonntag, als er in der Dunkelheit bei Lairdwehr Hagen die Hauptstraße verlor, in voller Fahrt eine Anhöhe hinunter. Der Kaufmann und der Chauffeur wurden herausgeschleudert und so schwer verletzt, dah der Tod auf der Stelle e i n t r a L Erst am frühen Morgen fanden Wanderer das stark Geschädigte Auto und die Leichen der Verunglückten. SchlssSzusmnmenstöße. Beim Elbfeuerschiff 3 stieß dar von Reuhvrk kommende Dampfer. „Deutschland" mit dem nach Bombay ausgehenden Bremer Dampfer „Wi ldenfels" zusammen. Bei dem Zusammenstoß verlor der Dampfer „Deutschland" Anker und Kette, während „W ldenfels" mit Wasser im Vvrschifs und einer Bugbeschädigung in den Hafen zunickkehren mußte Gleichfalls beim Cld- euerschiff 3 stießen der dänische Dampfer „Alf" und der englische Dampfer „Chevington" zusammen. Beide Schiffe erlitten Deschäd.gungen. Fn der Rordsee stieß der dänische Schoner „Albert Mau" mit dem englischen Dampfer „Hetton" zusammen. Der Schoner muhte mit seiner Mann- chaft an Bord von dem Hamburger Schlepper „HermeS" nach Cuxhafen eingefchleppt werden. Flugzeugabsturz. Ein Flugzeug der Flugreederei Magdeburg ist auf Dem Flugplatz Krakauer Anger während einer Schulrunde im Gleit lug aus etwa 50 Meter Höhe auS unbekannter Hrsache abgekürzt. Die beiden Insassen, Fluglehrer Georg Hans und Flugschüler Rudolf Rüdiger, Student aus Weihen, sind tot. Derbrecherjagb. Am 13. Dezember 1924 entsprang aus der Strafanstalt Bruchsal der 31 Fahre alte Korbmacher und Chauffeur Josef Weingärt- n e r aus Bischofsheim, der wegen schweren Raubes noch mehrere Fahre Zuchthaus zu ver- bühen hatte. Der Kriminalpolizei gelang es erst etzt, daS Versteck des Flüchtigen ausfindig zu machen, so daß er am vergangenen Samstag mit < einem Bruder, einem Freunde namenö Hoffmann i und einer Frauensperson in einem Haus in der i Mittelstrahe in Mannheim verhaftet werden l konnte. Kurz vor der Polizeiwache in der Lange- i trage riß Wein gärtner aus. Da er auf wieder- ; holten Anruf der Beamten nicht stehen blieb, I gaben Öiefe mehrere Schüsse auf ihn ab, durch die er so schwer verletzt wurde, dah et kurz nach einer Einlieferung in das Krankenhaus an innerer Verblutung verstarb. Seine Kvm- pli en wurden in das AmtsgerichtSgefängnis ein» geliefert. । Autoverbot im Kanton Graubünden. Der Kanton Graubünden hat sich in der ( Volksabstimmung am Sonntag für ein ’ völliges Autoverbot im ganzen Kanton 1 ausgesprochen. Es soll nur den staatlichen Per- ' sonenautos der Zugang nach dem Kanton ge- ’ stattet werden. Durch das Verbot wird befon- ’ dets der Kurort Engadin betroffen. Man , hofft nun, daß es nach Annahme deS neuen 1 AutogesetzeL für die Schwei; gelingt, eine Locke- 1 rang des gesetzlichen Autoverbots zu erreichen. j Königin Maria Sophia von Deopel f. Die Königin Mariä Sophia von l Reapel, die Witwe des Königs Franz H. t von Rcapel. ist im 84. Lebensjahre in Mün- chen im PalaiS bet Herzogin Karl Theodor i g e st o rb en. - Wettervoraussage. Denig Aenderrmg der herrfchendan Witterung Aus Stadt uns Land. Gießen, den 20. Fan. 1925. Einiges über die Verhütung der Erkältungskrankheiten. Wenn graue Wolken die sonst so klare Winterfonne verbergen und der Fuß durch Strahenschmutz und kleine Tümpel watet, anstatt dah Wintersport alt und jung erfreut, stellen sich hie und da leicht gesundheitliche Störungen ein, die als Erkältungskrankheiten zusammmen- gefaßt werden: Schnupfen, Husten, Halsfchmerzen, wer zu Rheumatismus n?lgt, wird von ziehenden Schmerzen geplagt: meist hört man auch von Bronchial kalarrhen mit grippeartigen Erscheinungen, die sich eben bemerkbar machen, ohne daß man von eigentlichen Grippeerkrankungen in gehäuslerem Auftreten sprechen könnte. Für all diese Erkältungskrankheiten ist jetzt so recht die Zeit des Erscheinens, und eS sei deshalb einmal hervorgehoben, daß und in welcher Weise man sich vor diesen Hnannehrnlich- feiten schützen kann. Die für die Erkältungskrankheiten so bedeutsame AMHlung des Körp?rs kommt so zustande dah etwa in der Kleidung aufgesogene, beziehungsweise durch sie bis auf den Körper hindurchgetretene Feuchtigkett wieder verdunstet und dabei dem Körper beträchtliche Wärmemengen entzogen werden. Besonders der Durchfeuchtung ausgesetzt sind Führ, Sti-ümpfe und Schuhe. Man hüte sich also vor nassen Fühen'. Gutes Schuhwerk ist bei Bodennässe unentbehr lich. wenn man sich vor Erkältung schützen will'. Sind aber Schuhe und Strumpfe doch feucht geworden, so ziehe man sie sofort beim Rachhause- kommen aus, reibe die Füße vollkommen trocken und ziehe dann frische Strümpfe und bequem sitzende Schuhe über. DaS feucht gewordene Schuhwerl stopfe man mit Zettungspaplet fest aus, welches die Feuchttgkeit aus dem Leder zieht. Da die Gefahr der Heberheizung der bewohnten Räume bei bet jetzigen Witterung besonders groß ist, achte man auf die in den Zim- I m.ern herrschende Temperatur und versäume nicht, osters frische Luft zuzuführen. Bekanntlich reagieren die Menschen verschieben stark auf Abkühlung. Ein vorzügllches Mittel, um die Folgen kleinerer Semperatur- schwankungen abzuwehren, besteht in einer systematisch durchgesührten Abhärtung des ganzer Körpers, d. h. in einer Stärkung der Aoweyr- voriichtungen. vornehmlich der in der Haut gelegenen. Es wäre allerdings verfehlt, wenn man im Winter mit solchen „Aohärtungsmahnahmen" erst beginnen wollte. Ter zweite wichtige Ratschlag basiert aus der Tatsache, dah wir es auch bei den Erkältungskrankheiten in der Regel mit übertragbaren Krankheiten zu tun haben. Wenn wir auch die Ratur der Erreger im einzelnen noch nicht kennen, so wissen wir doch, daß sie sich in den Absonderungen der erkrankten Schleimhäute massenhaft finden. Man Hute sich also, mit kranb heitsverdächtigen Personen in nahe Berührung zu kommen: denn beim Sprechen. Riesen, Husten, Spucken ist die Ansteckungsgefahr besonder- groß, wenn hierbei mit Krankheitskeftnen beladene Tröpfchen fir den Mund, oder tn die Umgebung des Munde- und der Rase von Gesunden ge^ langen. 3m übrigen ist eS die Pflicht erfaltungs- kranker Personen, durch Vorhalten deS Tatchen- tuchs, des Handrückens, W^drehen de- Kopfes usw. ihre Mitmenschen möglichst vor Ansteckung zu bewahren. Wenn auch der Wert von Spülungen des Mundes mit desinfizierenden Flüssigkeiten zum Schuh vor Ansteckung gering Ist, so schade! immerhin häufiges Ausspülen mit Wasserstoffsuperoxyd- oder Kaliumpermanganat- Lösungen sicherlich nichts. Tr. Sch. Gteszencr Wochenmarktvreise am 20. Januar. (Händlerpreise.) Es kosteten auf dem heutigen Wochemnark: das Pfund: Butter 170 bis 180, Matte 35, Käse 65 bis 70. Wirsing 15, Weißkraut 10. Rotkraut 20, gelbe Rüben 12, rote Rüben 12, Spinat 50, Unter-Kohlrabi 10, Grünkohl 20. Rosenkohl 60, Feldsalat 100, Zwiebeln 15, Meerrettich 40 bis 100, Schwarzwurzeln 70, Kartoffeln 5. Aw-sü 10 bis 15, Dirnen 10, Russe 80, Endivien 100 Pf. das Stück: Eier 17, Blumenkohl 120 bis 180 Lauch 5 bis 15, Sellerie 10 bis 60 Pf. Vornotizen. — Lageskalender für Dienstag. Stadttheater: 7Vs Uhr: „Unsere Reine Frau", — Oberhessische Gesellschaft für Ratur- und Heilkunde Frettaa abend Vortrag von Prof. Dr. K l u t e. (Siehe Anzeige) — Die Gießener T h eo l og e n f cha ft veranstallel am Donnerstagabend Im Hörsaal 44 der Univerfität einen Dortrag von Prof. 2k, Emil Drunner- Zürich. DähereS im An zeigenteiL — V. H C. Donnerstagabend Llchtbildervvr- trag über die Hochvogefen. (Siehe Anzeige. 1 — Gras Hermann Keyserling in Gießen. Der Literarischen Gesellschaft und bei Gießener Theologenschaft ist es gelungen, den Grafen Hermann Keyserling für einen Dortvag in Gießen zu gewinnen Graf Keyserling wird über „Geschichte als Tragödie" am 2. Februar in der Reuen Aula sprechen. DLheres bringen die Anzeigen. G Förderung de- Wohnungsbaues in Hessen. Wie wir hören, hofft man zur Förderung deS Wohnungsbaues in Hessen im 3ahre 1925 einen Staatskoedtt von 5 bis 6 Millionen Mark bereitstcllen zu tonnen. O Schul- und Fabrikbäder. Dic GefundheitSabteikung deS Ministeriums deS Innern hat, wie wir erfahren, durch Rundschreiben den KreisgefundheitSämtern empfohlen, ihre Aufmerksamkeit erneut auf d e Pflege der Volksgesundheit durch die Schaffung bzw. Wiederein- richtung von Schul- und Fabrikbädern zu richten •* In den Ruhe st and versetzt tourbt der Kreisarzt bet dem Kreisgesundheitsamt Op. penheim Dr. Hermann St igel! in Oppenheim auf fein Aack^uchen mit Wirkung vom 1. Februar 1925. ** Oberhefsifcher Sängerverband Unter der Leitung des Dundesvorsitzenden, Rektor D. Müller-Gießen, hielt der Oberhessischc Sängerverband am Sonntag seinen Sänaerrag Im Gasthof zum Löwen in Leihgestern ab. Die Verhandlungen drehten sich hauptsächlich um geschäftliche Angelegenheiten. An größeren Veranstaltungen wurden beschlossen: Gin großes volkstümliches Konzert tn der Aula der Universität zu Gießen und eine Sängerfahrt fmti Familien) nach dem Schisfenberg. Ein zwttter * *» ««n». ' die » ' 1825 lhqdfSÖh,n8 der c> un^Mt fr» “eine 5, t, M unb ^rch iäMs ?;Ää«>S -D'H» ^^turlfldCX ßnntt. 80 GrlÖ^ 'K hu P,W|Jh «lei | iSf. 'S»jte HsZSr tSS-vg LL.M vor »LA.unearbch^ 6tN?lÄ6^wUI- in |ic fotoH Jtu<^ er feie Fuhr bnmm der. ®ag fl(k1ML?e<,uen wÄÄft 5cu^i, «‘«ja 'WS" »iStzr weWi^J? ffiac. -S.F15 “ - «M, ® £ rtffl Uft* ;f"i8 igem ... ««9 * feJU 3"' ^^ÄMsundh^^hein *" ?^ äeU te OP& IN" * er6afl* StSggnfi ettnger* tatf» TtrtgartentM, der Im Februar bzw. Würz statt!Inden soll, wird die Sinzelhellen (Programm usw.) sestsetzen und über einen etwaigen Anschluß an den von Obenegi erungSrat Dr. O l^eg e r t gegründeten .Hess. Sängerbund"' be° •• Der Obst- und Gartenbau-Dcr- ein hielt am Sam-tagabend im Eisenbahn- Hotel Hvpseld eine gulbesuchte Mllglieder-Der- fammlung ab, in der Garieninspektor Rentsch Friedberg, einen Dortrag über „Unter Beeren- vbst" hielt. Der Redner gab zunächst eine Schilderung über den allgemeinen deutschen Obst- onb Gartenbau und betonte, daß dieser durch die enorme Einfuhr von Südfrüchten usw. fe&r beeinträchtigt sei. Angeführte Zahlen bewiesen, welche bebeutmbc Summen Geldes aus diese OBetft ins Ausland wandern. Es folgte sodann eine eingehende Betrachtung des Deerenobstes. von der Anpflanzung der Stämme bis zur Einbringung und Lagerung der Früchte. Dem außerordentlich tnteressanten und sehr beifällig aufqenomm »jähriger Simmentaler Dulle der Gemeind; Gedern als schönstes Tier seiner Rasse im Kreise gewertet. Er erfreut sich deS stattlichen Gewichts von 19>» Zentnern, ist noch unvermindert decksähig und steht mit zwei jüngeren, ebenfalls sehr wohlgenährten Genossen in der ausgezeichneten Pflege des Dullenwärters Friedrich Korell. Ueoerhaupt sollten viele Gemeinden mst ber Gepflogenheit brechen, ihre Faseltiere ben „Wenigstnehmenden" auf Gedeih und Verderb zu überlgssen. sondern im Interesse gesunder Rachzucht eignem Stall und treustem Pfleger den Vorzug zu geben. Kreis Büdingen, ... Nidda, 18. Ian. Der hiesige Turnverein ließ gestern abepd durch mehrere seiner Mitglieder, b3to. deren Angehörigen die bekannte Darmstadter Lokalposfe „Der Da t ter ich" von Riebcrgall (E. Stress) ausführen. Der große Saal und die Galerien im „Gambrinus" waren schon lange vor Deqinn der Aufführung überfüllt, ein Zeichen, daß das schon 1840 zum ersten Mal in Darmstadt gegebene Stück ferne volle Anziehungskraft bewahrt hat. Die Hauptrolle, ber Datterich, hatte Turner Karl Winter übernommen. der den Charakter unb die Gewohnhe'ten dieses Darmstädter Privatmannes gut erfaßt hatte und vorzüglich darzustellen verstand. Auch bie übrigen Mitwirkenden entledigten sich ihrer Rollen in höchst anerkennenswerter Weise. Well viele Personen, die gern die Aufführung besucht hätten, keinen Zutritt mehr sanden, soll auf vielseitigen Wunsch das Stück in Kürze nochmals gegeben werden. )( Ortenberg, 19. Ian. Aus ber kirchlichen Statistik für das Iahr 1924 Ist zu bemerken (die eingellammerten Zahlen beziehen sich auf das Iahr 1923): GS sanden statt 7 (6) Trauungen, 13 (19) Taufen, 11 (6) Beerdigungen, es wurden konfirmiert 10 (25) Kinder, die Durchschnittszahl der sonntäglichen Kirchenb:sucher betrug 20 Proz. (23 Proz.), die der Abendmahlsbesucher 62 Proz. (67 Proz.), an freiwilligen Gaben für kirchlich« Zweck; und Kollekten gingen ein 2097 DHL, d. h etwa 3,50 Ml. auf den Kopf der Bevölkerung (in 1923 151,82 Billionen). Don der Diakonisse unserer Krankenstation wurden im vergangenen Iahre in 150 Familien in 4 Gemeinden 5068 Krankenbesuche gemacht, 16'» Tagpflegen und 17 Nachtwachen gehalten, davon entfallen auf Selber- 774, auf Lißberg 734, auf Wippenbach 12 Besuche, die übrigen auf Ortenberg. Es gingen ein für die Station aus Ortenberg 331 Mk., aus Äh berg 120 Mk., auß Selters und Wippenbach 120 ML, an sonstigen Gaben steuerten tn dankenswerter Weise bei: der Kr :is Büdingen 75 ML, d:e Ortskrankenkaffe Büdingen 50 Mk., die Eisenwerke Hirzenhain 50 ML. die Ohmtalbasaltwerle 50 Mk.. letztere außerdem für die Kinderschule 50 Mk.. die Stadtkasse Orbenberg 103 ML (vorgesehen, jedoch noch nicht cingegangen). der Fraucnverein 20 Mk. Rur durch diese reichen Gaben, denen sich besonder- aus Selters und Ortenberg noch eine Menge Raturalgaben anreihten, war es möglich. die Station zu erhalten. — Im Saale deS Gasthauses zur Post sprach in einer Versammlung des Zweigvereins vom Evangelischen Bund Pfarrer Haupt, z. ZL in Gießen, über das Thema: „Ist ein Fortleben nach dem Tode möglich?" Rach dem (Bortrage fand eine Aussprache statt. Der Abend wuroe durch paffende Lieder deS Kirchengesangvereins umrahmt. Das Degrüßungs- unb Schlußwort sprach Pfarrer Kahn. Der Abend brachte dem Evgl Bund 7 neue Mitglieder, so daß er mit 87 Mitgliedern in das neue Iahr eintritt. In den Vorstand wurden gewählt Pfarrer Kahn, Oberamtsrichter Dr. Bernhard, Kaufmann Lenz, Vruchmeister Fahrenbruch, Lehrer Köhler und Schlossermeister G r 0 m. Starkenburg und Rheinhessen. • Darmstadt, 18. Ian. (Eig. Bericht.) Gestern sprach aus Veranlassung des Ortskar- tells Darmstadt des Tcutl^en G5eamteni**Bc» tn einer öffentlichen Versammlung ber ehemalige Staatssekretär im Kri egsernährmw-amt Dr August Müller, der jetzt eint Professur an der älnioerfität Berlin bekleidet: er gehört bekanntlich ber sozialdemokratischen Partei an. In feiner Red« führte er u. a. aus. daß die Vertreter des parlamentarischen System - dem dcmokratlschenGe danken am meisten geschadet hätten. Die Bevölkerung hätte jetzt weniger als je Einfluß aus die Regicrung-gcschäste. Der Reichstag hätte in den letzten zwei Jahren kein« wirtschastltchen Aufgaben von Bedeutung mehr gelöst. Gegen die DeamtenbesoldungSpolitik des Finan>mini sterS Dr. Luther erhob der Redner verschiedene Einwendungen: er erkannte aber an. daß sie mit dazu beigetragen habe, die Schuldenlast des Reich« zu verringern. Richt BesoldungS- erhöhung sei in erster Linie zu fordern, sondern Preisabbau. Die Kreditpolitik ber Reichsbank und die hohen Dankzinsen seien an den dauernden Preissteigerungen schuld, ferner unnötige Zwi chenhandelscristenzen und die Preispolitik der Kartelle. Die Verbraucherintereffen dürsten hinter den Erzeugerinteressen nicht zu- rückstehen. Die Erhöhung des Einkommens drei ter Schichten der Devölkerung erhöhe auch ben Verbrauch nützlicher Gegenstände. — Gestern ist die Kraftwagenlinie Heppenhelm- Erbach, die von einer Privatgesellschaft, der Odenwälder Kraftwagen 'Verkehrs-A.-G., betrieben wird, eröffnet worden. Die Fahri ging von Heppenheim in zwei DerkehrsautLS, von denen das größere 26 Sitze bat, unb In meh reiten privaten Autos vor fk&. In allen Ortschaften wurden die Ehrengäste von den ‘Bürger* meistern begrüßt, die Schulkinder fangen Lieder. Rach zweistündiger Fahrt wurde Erbach erreicht wo der Erb graf zu Erbach alS Vorsitzender des Aufsichtsrates die Teilnehmer an bei Fahrt begrüßte. — Am 2. Februar wird bie Krasttvagenllnie Erbach — Reichelsheim- Linbenfels eröffnet. Hessen-Nassau. spb. Frankfurt a. M.. 19. Ian. Im verflossenen Sommer erschienen in den TageSzellun gen hoffnungsvolle Derichte über Petroleum- sunde, bie Helmgartenpächter in ber Röbel Heimer Gemarkung gemacht hatten. Der Oberingenieur Scher mulh stellte sogar mit seinem Polarisator fest, daß das an die Oberfläche getretene Oel vielleicht mit einem Fern beben in Ve b'ndung zu bringen sei. Eine Ana lyse des OeleS werde zeigen, so las man, ob man dem Gc'v'nken einer Ausbeute näherireten könne. Im Geist sah man schon ein zweites Dalu oder mindestens ein kleines W'ehe (Oelseld in der Lüneburger Heide) bei Rödelheim erstehen Run ist es ganz st'll geworden. Don der Analyse bat man nichts mehr gehört. Die Stadt aber forderte non Pros. Drevermann, dem hiesigen Fachgevlogen. cm Gutachten, das jetzt erstattet wurde unb in dem ausgeführt wird, daß in der Umgebung von Frankfurt, wie im ganzen Mainzer Decken, von Erdöl nicht die Rede sein könne, auch nicht von Erdgasen. WaS man dort in Rödelheim entdeckt habe, seien lediglich dünne oft irisierende Oberflächenhautchen aus Wasserflächen, die immer unb immer wieder trotz aller Warnungen durch die Geologen zu der Vermutung führten, daß in der Tiefe Erdöl vorhanden sei *6 handelt sich hier um verschiedene Humusstosse. die sich im morastigen Wasser tn erheblicher Menge bilden und von Eisenorhbsalzen gefällt werden. Auch den Wüiffchelruten unb Polar satoren spricht Prof. Drevermann bte wissenschaftliche Debeutung ab. Zum Schluß führte das Gutachten aus, daß Phantasten einen Zusammenhang Zwischen den l)annöverschen und elsässischen Crdölfunben hevausgesunben hätten. — Vor einer Woche wurde im Städelmuseum der Kunstmaler Seel aus Wiesbaden dabei abgesatzt, als er zum zweitenmal Di lder stehlen wollte. Die Untersuchung stellte fest, daß Seel als gemeingefährlich geisteskrank anzusehen ist, daß also eine gerichtlich« Verhandlung nicht in Frage kommt. bl. Dillenburg. 19. Ian. Drdingl durch die schlechte Wirtschastslage, vornehmlich tm Derg- baubetrieb, nimmt das Wandergewerbe im D i l l k r e i S einen außergewöhnlich starken Aufschwung Die Dehörden werden mit Anträgen auf Gewährung des Wandergewerbescheins geradezu überschüttet. Tagtäglich kommen ganze Trupps von Leuten in di« Wohnungen, um ihre Waren unterzubringen. Im Durchschnitt kommen die De- dauernswcrten auf ihre Rechnung, wenngleich die mit bem Gewerbe verbundenen Kosten start anwachsen. — Der KreiS hat von dem hygienischen Institut zu Dresden eine Unterrichts- sammlung über Geschlechtskrankheiten und Tuberkulose bezogen, die in sämtlichen Gemeinden des Kreises vorgeführi werden soll. Ferner soll ein käuflich erworbener Lichtbilderapparat vornehmlich der Iugend durch ein gutes Lichtbild dienen. Kassel. 20. Ian. (TU.) Auf Grund der Vorgänge bei der Landeskredit kaffe in Kassel sind gltem aus Anordnung des Untersuchungsrichters der Landesrat Dr. Werner Poppel von der Landeskreditkasse Kassel sowie die Kaufleute Gebrüder Wllhelm und Fritz Katze n st e i n tragen Bestechung und Betrugs inS Untersuchungsgefängnis eingeltefert worden. Dr. Poppel hatte der Maschinenfabrik Magnus Katzenstein umfangreiche Kredit« vermittelt, für die nur ganz beschrankt« Sicherheiten vorhanden waren. Außerdem hat er noch private Da I hnsg lchäfte mit der Firma Katzenstein gemacht. GcschSstsverlegung. Unserer verehrten Kundschaft von Gietzen unb Umgegend zur yefl. Kenntnis, daß wir mit bem heutigen unser Hauptbüro nach Marburger Strafte 7 (Haltestelleder Straßenbahn und unser Iweigbüro nach Seltersmeq 58 verlegt haben. Stückrath & Bender Spedition und Möbeltransport Telephon 1519 und 1039. 6’8D attr öleifarbenfabrik am Mittelrbem, alte, angesehene, leistungsfähige und gut eingeführle Firma, sucht tüchtigen Vertreter für Gießen und Umgebung zur Bearbeitung von In- buftrie unb Grossisten gegen Provision. Repräsentable Herren, bie bestens emgeführt unb zu selbständigen größeren Geschättsabschlüsien befähigt sind, wollen Angebote mit Lichtbild richten unter F. R. U. 253 an Rudolf Moss«, Frankfurt cu M. "’ss [0600 gesucht. [642 D gesucht. [649 D gesucht. östlichen Diwans. Schützenverein Gießen Der Vorstand 674c 659D dächtnis bewahren Plockitr. [654h Wer lehrt Italienische Stück Stück 645D geziemend in Kenntnis zu setzen. Gießen, 19. Januar 1925. Der Vorstand. in guter Geschäfts- besseres läge 643D ttrisch geröstete Vsd. Ruttershausen, den 20. Januar 1925 hausen statt. Gießen (Gnauthstr. 12 p.), den 20. Januar 1925. 0611 0609 hafte. Die Beerdigung findet Donnerstag nachmittag um 2 Uhr in Rutters- SW & MM [Verschiedenes| yWUMe! Dose IPsd.engl. ItinMet. . . . 10 Slzöeier ertta 10 Sieglet i.... 10 Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wilhelm Röhrsheim auSgetvog., Pfund lSüdviertell zu kaufen gesucht. Angebote int« Angabe der Grdtze u. Preis unt. 65 an Herso, Mitt. Sinn.-Exv, Gletzen. gez. Friedrich Reu- ling । Brandgasse 7. Ach warne hiermit jedermann, meiner Frau Anna Beding geb. Otto, geb. in Qeilahamen, irgend etwas zu verlausen od. zu leiben, da ich für nichts Wir bitten, beim Einkauf von „Schwan im Blauband" das farbig lllastr. Familienblatt „Die Blauband-Woche“ gratis zu verlangen. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres hochverdienten langjährigen Vorstandsmitglieds Herrn Heinrich Schmidt Die Beerdigung findet statt: Mittwoch, den 21. Januar, nachm. 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof, und bitten wir um zahlreiche Beteiligung. geziemend in Kenntnis zu setzen. Wir bitten um vollzählige Beteiligung an der am Mittwoch, dem 21. Januar 1925, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus stattfindenden Beerdigung. gegen Barzahlung zu kaufen gesucht. Schr.Ana. »».Angabe des Fabrikats, Stärke, Baujahr und Preis unter0582 an den Gien. Anzeiger ,vird ver 1. Marz gesucht: Selbständige Buchhalterin, auch in Stenogr. und Mascbinenschr. selbständig, 1 Lehrmädchen für Bureau, , 1 junger Mann, i. Packen erfahren, sowie 1 Lehrling für Bureau und Lager. Schriftliche Angebote mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften u. ÄeHaltSanspriichen unter 0403 an den Gien. Anzeiger erbeten. Nehmen Sie nur die Feinkostmargarine „Schwan im Blauband,‘; achten Sie auf die nebenstehende Packung mit dem blauen Band. Preis 50 Pf. das Halbpfund in der bekannten Packung. Tüchtige, durchaus fachkundige Verkäuferin für mein Wäsche-,Betten undGardinen-- Spezialgeschäft gesucht. Der Verein der Offiziere des ehemal. Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Groöh. Hess.) Nr. 116. GONMM Werkelt. Heute abend S Uhr: MWe. Vollzähliges Er- scheincndringend erwünscht. °«d Der Vorstand. In tiefer Trauer: Frau Emilie Schmidt geb. Vogt Karl Schmidt Willy Schmidt. Gießen (Kaiserallee 60), Fauerbach bei Friedberg, Biedenkopf, Reiskirchen. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 21. Januar 1925, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. 641D Am Sonntag, dem 18. Januar 1925, mittags P/4 Uhr, starb mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, unser Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Herr Heinrich Schmidt nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 55 Jahren. Um zahlreiche Beteiligung bittet der Vorstand Dichter-Abende von Else Speckhardt 3. Abend: Bonneretag, 28. Jan., abends 8’ Uür, im Singsaal der Oberrealaebale: Goethe-Abend Thema: Goethes Beziehungen zum Orient biß zur Entstehung des West- tewiaoi. In der Nähe von WctzlaretnWohn- bans, Ttalluna u. Scheune verkäuflich. Schriftl. Angebote unter 6130 an den Gieh. An», erbeten. Gebrauchte Schreibmaschine [Ideal! zu verk. 6601 Alterweg 29. ist in der Lage, Kleinrentnern und -reni- nerinnen. Abgebauten u.a. Stellenlosen schrifttiche Arbeiten in Hand- und Maschinenschrift zuzuweisen? Näheres in der GeschäslSst. deS Gieh. An». 6600 im Alter von 72 Jahren durch einen sanften Tod von ihrem langen schweren Leiden erlöst worden. Unternehmen gesuchl evtl, auch Hauskaus. 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Besonders herzlichen Dank dem Herrn Pfarrer für seine lieben, trostreichen Worte sowie Herrn Lehrer Kling. Marie Zufall und Kinder. Schäfer gesucht. Die Gemeinde Harbach sucht zum 15. Februar ~ 663D einen tüchtigen Schäfer. In unserer Zentrale eingetroffen: 2 Waggons Sätze ivanische O r a m g e n 3®,m0.20 0.28 0.35 Gestern nachmittag ist unsere liebe Mutter Frau Etiiairieiiihe. General-Vertretung bedeutenden älteren Unternehmens für hiesigen Bezirk an strebsamen Herrn bei autzergewödnlichen Verdien'ichancen zu vergeben. Es handelt-sich tun eme angesehene leitende Stellung, die mit Niederlage verbunden ist. Branchekenntnis nicht erforderlich, da Einarbeitung , erfolgt, ghfv organisationsfähige, reprasentable Herren mit wenigstens 1000 Mark Bar- kavital wollen sich melden unter B. K. 7883 an Kelnr. Blaler, Ann.-Erped., Berlin W 48. .^riedrichstrahe 243.__617s! Leistungsfähige Kaffee-Rösteret sucht gut eingesuhrten 664D Vertreter vWSrlWe Mee-Wlmi ®.m. 6. ö., NänWl o. ö. Mer, Gr. Müllroserstr. 36. Die Beerdigung unseres lieben Kameraden Beinricli hiiill findet Mittwoch 2 Uhr statt. Georg Karl Reil, Werkzeugmaschinen' fabrtk, Gietzcn. SchuhmS to i6I ft ta es fl» S5L ^<‘9 ■* ft lig 33 4' Viemtag, 2?. Zamar 1925 Sietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) t.{6 Sweites Blatt r8 einen qrofr?n Dienst leisten ÄBimen Sie R. Lange I* Adreßbuchverlag Schulstraße 7 Fernsprecher 51 Michelangelos zu seinem Grabmal soll ihm, wie D a s a r i berichtet, biese Idee eingegeben haben, da er sich zugleich eine würdige Grabstätte schassen wollte. AuS einem Wettbewerb ging Dr a manteals Sieger hervor, und dieser Meister förderte, nachdem am 18. April 1306 der Grundstein gelegt worden war. die Arbeit so weit, daß bei seinem Tode 1514 außer den Pfeilern der Kuppel der südliche Kreuzarm und eine der Rebenkuppeln zu bedeutender Höhe emporgeführt waren. Sterbend empfahl Dra» mante dem unterdessen zur Regierung gelangten Leo X., den dreißigjährigen Raffael zu seinem Aachsolger, und 4Va 3obre hat nun der große Maler den Dau geleitet, wobei er eine schwerwiegende Aenderung deS ursprünglichen Entwurfs. daS Langschiff vor der Ostseite, durchführen muhte. Doch die endgültige Gestaltung erhielt der Wunderbau erst durch Michelangelo, der mit 73 Jahren, von Paul III. berufen, das Ami übernahm. Unter den schlimmsten Widerständen hat er 16 Jahre lang den Dau geleitet AlS er zurücktrat, war auch für die Kuppel, deren Tambour er noch sah, ein sorgfältiges Modell von ihm geschaffen. Die Vollendung der Kuppel wurde jedoch erst 24 Jahre nach seinem Tode von Giacomo della Porta auf Drängen des Papstes SirtuS V. In Angriff genommen, der die 'Bauleute sogar nachts arbeiten lieh. Die Fassade mit der maiestätischen Dorhalle schuf Maderna unter Paul V., und als letzter der großen Meister, die an diesem großartigsten Dau des neueren Rom tätig waren, baute Bernini die Glockentürme. So hat mehr als ein Jahrhundert der höchsten Kunstentfcll- tung an diesem Dau geschaffen, in dem wie in feinem anderen Würde und Schönheit, Anmut und Pracht vereinigt ist. Als Paleologue einige Zeit vor dem Kriege nach Paris gekommen ist, habe ich ihn besucht. George Louis: Das war in dem Augenblick. als er gegen die Gegner der dreijährigen Dienstzeit loszog. Deschanel: 3a, er hat mir gesagt, daß er sehr beunruhigt fei. denn die Alttanz mit Rußland hänge nur an einem Zwirnf<ü>en. Louis: Aber im gleichen Augenblick erklärte doch Delcasfe, daß die Allianz mit Rußland unter feiner Botschaft fester denn je geworden fet 8 ranzösische Simmen zur Kriegsschuldfrage. In der soeben erscheinenden Zeitschrift Lurope", die die Memoiren deS ehe- i igen französischen Botschafters in Petersburg. Icorgc Louis, veröffentlicht, werden zwei ! i-erredungen zum Abdruck gerächt, die Louis r Zähre 1915 mit dem späteren Präsidenten der .c.jubli! Paul Deschanel hatte. nicht geführt, man hat uns geführt. Paul Deschanel erwiderte: P o i n c a r ü , l den Krieg entfesselt, well die An- nyer der dreijährigen Dienstzeit alaubten. man Iwe ein Interesse daran haben, den Krieg zu iji-en, bevor die Gegner Zeit gehabt hätten, ihre Nlitärgesetze urnzuändem. Früher oder später ■ifi'en wir uns von allen diesen Gegnern, ob pi le oder militärische, befreien, die unS dahin ssÄhrt haben. Man wird Enqueten ver- c 'ialtenüberdieKriegSursache. Sie. itws. werden befragt werden, denn Sie sind IrsSmd und wenn Sie antworten, werden Sie Deschanel: Und Poincars sprach ähnlich mit Paleologue. den er während der Truppenrevue am 14. 3uli hierüber sprach. Und dann folgte die Interpellation und b:e Enthüllungen von Charles Humbert im Senat — (es handelt sich um die bekannte Rede, daß das französische Heer nicht schlagfertig und bienft bereit sei). — Die Unterhandlungen, die er Ende des Monats in Petersburg haben würde, würden sich viel schwieriger gehalten, da es keine Ueberschähung gewesen sei, und da Humbert und Messiny (her Kriegsminister) einig waren. Der Kr egsminister hat die Rede Humberts korrigiert, bevor sie gebrechen zu lallen, da dies doch Oesterreich zwinge. Deutschland seinen Beistand zu leisten. Man müsse sich bereit halten, um die wahren Krieg-- Urheber bekannt zu machen. Man mülle von vornherein alles niederschreiben, denn die Enthüllungen werden nur Wirkung haben, wenn fit gut abgefaht sind. Und darauf mülle man sich eben vorbereitan Louis erklärte, jedermann weiß was man über diese Frage sagen kann, denn es ist ja gedruckt. Deschanel schloß die Unterredung mit folgen* den Worten: Niemand weiß es. aber es muß gesagt werden und zu gleicher Zeit Ist eS notwendig. überall zu betonen, daß Deutschland den Krieg wollte und daß es ihn wahrend 44 Jahren vorbereitet hatte, und daß es gerade deshalb Tollheit war. einen Krieg zu provozieren, da weder wir noch untere Alliierten bereit waren, und wir das gewußt haben. halten wurde und kein Mensch spricht schärfer über die von Poincars gespielte Rolle als Messiny. Er hat mir von der Front einen Brief geschrieben, in dem er sagte, es wäre notwendig, daß dieser Feigling Poincorä einige Tage unter dem Granatenfeuer der Front verbringen würde. Die meisten Männer, die im Juli Minister waren, erflärtcn offen, daß Poincarö den Krieg verursacht habe. Er hat mir während der Truppenrevue gesagt: „Ich werde meine Mühe Haden, die Russen zu überzeugen." Gr wollte aber sagen, sie davon zu überzeugen, daß sie marschieren müssen. Und seine Frau hat zu meiner Frau, die ihr zur Linken saß, während -an ihrer rechten Seite Frau von Schön sah, gesagt, daß wir nicht bereit feien. Frau Poincare sprach so laut, daß Frau Deschanel zu ihr sagte: ..Frau von Schön wird alles hören." Psin- care wußte also in bestimmter Form, daß wir nicht bereit waren und trotzdem ist er in der Absicht nach Petersburg gegangen, die Russen zum Kriege zu treiben. Er hat die ungeeignetste Gelegenheit ausgewählt. denn wegen einer serbischen Angelegenheit den Krig aus- Line VeutscheArttischeExpedition Don Prof. Dr. Fritz Klute. tdj einem Jahrzehnt hat sich Deutschland nicht ei der Erforschung der Erde beteiligen können, Ci her cs früher so rühmlichen Anteil hatte, rio dennoch i-aft der Wunsch, hierbei mitzuwirken, tHl erloschen. Herr Krueger aus Darmstadt fast eine arktische Expedition und wird am mäften Mittwoch in der Reuen Aula der Uni- pr ’ität bet Gesellschaft für Erd- und -V^ller-- Inüe seinen Plan vorlegen. Cs soll keine große km-dltion sein, was die Mittel an geht und lnnoch ist sie in ihrer Dauer auf mehrere vi$re berechnet. Das ist allein mögllch durch |:t® von früheren Expeditionen abweichende Leiv Zweise in der Arktis. Haben die ersten De^ unter Skorbut gelitten und waren sie durch le Mitnahme schwerer Schiffsboote behindert b Her Bewegung, so hat Ransen schon den Hund ci Zugtier verwendet. Reuerdtags hat Step fiiffon sich ganz den Eskmomethoden zugewandt tib einmal 18 Monate ausschließlich von der fir.b in den Mund gelebt, ohne dabei eine Mahlzeit auszulassen. Dadurch ist gezeigt Wörter? daß es auf diese Weise geht und daß man iabei nicht hungern muß. Es werden durch hfi Methode nicht nur einerseits die Kosten krnngert. sondern die Beweglichkeit der Er- fchtivn ist eine viel größere. Die Zahl der Teilnehmer ist auf 3 fsstge- 'tzu wozu gelegentlich noch Eskimos als Hilfs- tifte kommen. lieber den Plan und die wissenschaftlichen Embleme wird Herr Krueger selbst berichten. StD nh möchte ifjm hier nicht vorgreifen. Herr .taeger war über ein Jahrzehnt in Südafrika, pf Jagd- und Forschungsreisen, in Minen und Adreßbuch der Stadt Gießen 1925 Die Hauslisten werden wahrend der nächsten Tage bei den Hausbesitzern oder ihren Stellvertretern durch die zuständigen Revierpolizeibeamten abgegeben. Zur Erlangung einer einwandfreien Einwohneraufnahme ist es erforderlich, daß jeder selbständige Hausbewohner seinen Eintrag eigenhändig vornimmt, und zwar muh der Eintrag in der Reihenfolge der Stockwerke erfolgen. Rach einigen Tagen werden die Listen von der gleichen Stelle wieder eingefordert, bei der fte niedergelegt wurden. — Die Einwohnerschaft Gießens wird dringend darum gebeten, die Aufnahmearbeit durch sorgfältige Einträge und pünktliche Bereitstellung der Listen freundlichst zu unterstützen. Rur so kann die dem Vorteil der Allgemeinheit dienende Genauigkeit des wichtigen Nachschlagewerkes erzielt werden. Der Bezug des Adreßbuches wird nur bei vorheriger Bestellung durch die Hausliste gesichert. Der Geschäftswelt zur Benachrichtigung, daß der Anzeigenanhang des Adreßbuches baldigst abgeschlossen werden mutz. Es wird deshalb hiermit nochmals um Einsendung der Anzeigentexte oder doch um Angabe gebeten, welcher Raum freigehalten werden soll. Es sei auch nochmals darauf hingewiesen, daß nur die Adressen der Anzeigenbesteller in sämtlichen Verzeichnissen des Adreßbuches ohne besondere Kosten durch auffälligen Fettdruck und unter Hinweis auf ihre Anzeigen hervorgehoben werden können; außerdem erfolgt die kostenlose Einfügung unter zwei Gruppen des GeschSstsverzeichnisses. Diese Vorteile find nur den Anzeigenbestellern vorbehalten. Anzeigenpreise: viertelseitige Anzeige 25 Mark, halbseitige 45 Mark, ganzseitige 80 Mark. Den Vereins- und Kassen-Vorständen wird es erwünscht sein, daß wieder ein Verzeichnis der vereine und Kasten in das Adreßbuch eingefügt werden soll. Da diese Abteilung in der Ausgabe 1914 zuletzt gebracht wurde, ist eine vollständige Neumelduna erforderlich. Es werden deshalb alle Vereins- und Kasten-Dorstände oder ihre Vertreter gebeten, binnen acht Tagen folgende Angaben schriftlich einzureichen: 1. Name des Vereins ober der Kaste, 2. Zweck (Bildungs-, Ge- selliqkeits-, Sport-, WohltStigkeits- usw. Verein), 3. Name des Vorfitzenden, 4. Vereinslokal. Nur die Aufnahme derjenigen vereine, Verbindungen, Kasten und Gesellschaften kann gewährleistet werden, deren Vorstände rechtzeitig und genau schriftliche Meldung erstatten. Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei eigentliche Herz Roms, zu dem der schönste aller Plätze, von Berninis Genius geschaffen, den Auftakt bildet, von den Gebäuden des Vatikans mit ihren unvergleichlichen Schätzen umrahmt. Wo jetzt die Peterskirche als ein Reubau des 16. und beginnenden 17. Jahrhunderts steht, da hatte schon fast 1200 Jahre vorher sich eine Das ilika erhoben, die mit ihrem prächtigen Vorhof, ihren Torbauten und ihrem schönen Glockenturm die Bewunderung der Pilger erregte. Konstantin der Große erbaute dieses erste Heiligtum der katholischen Christenheit über der Hinrichtungs- und Grabstätte des Apostelfürsten Paulus an der Aordseite des Reronischen Zirkus. Die Fassade und die Wände dieses Gotteshauses. bad mit den vergoldeten Ziegeln eines antiken Tempels gedeckt war, wiesen den herrlichsten Mosaikenschmua auf. Im Laufe der Zeit entstand dann um diese so hoch verehrte Kirche ein ganzer Kranz von Gebäuden: Kapellen. Hospize, Oratorien, ein Kloster und die Bibliothek. Mit allen diesen Bauten waren Erinnerungen verknüpft, die bis in die frühesten Zeiten des Christentums zurückreichten, und unermeßliche Schätze an Edelmetall, kostbare Kunstwerke waren hier ausgehäuft. Aber im 15. Jahrhundert war die Kirche so start in Verfall geraten, dah R i k o l a u s V. einen Reubau begann, bei dem von der alten Anlage so viel wie möglich erhalten werden sollte. Damit hatte der Reubau der Peterskirche begonnen. Als Rikolaus V. starb, blieben die zunächst hinter der Ch orkapelle unternommenen Arbeiten liegen, und vsn seinen sieben nächsten Rachfolgern fetzte nur Paul II. das Werk kurze Zeit fort. Erst I ulius II., dieser getoaltiae Schöpfergeist, faßte den Plan, die Peterskirche auch in ihrer äußeren Gestalt zu einem unerreichten Wunderwerk zu machen. Der Entwurf brr bte Kommission nicht unterrichten? Ich Weiß nicht, waS sich Ende Juli in Ar lers bürg abgewickelt Hai. da alle OiÄrlchtenauellen durch den Krieg sofort ver- ftpst wurden. Aber wenn der Ärcq beendet sein brl, ist es wahrscheinlich, doch wir Informationen kommen. George Louis erwiderte: die höheren Dvt- |fc1t eiferte täte sind über alles unterrichtet. Es jbt keine Geheimnisse für sie. Augenblicklich sind t1 Douclet und Chambrun, von denen k erste von 1912 biS 1919. der letztere von 1912 h 1917 Sekretär der französischen Botschaft in ter#bürg war. Was sich aus dem diplomatischen hchrbuch ergibt. Paul Deschanel erwiderte: Die Dauer und fr Umfang des Krieges sind unberechenbar. Devrae LouiS entgegnete: Richt Ruß- stad hat diese ganze Äffaire in Szene gesetzt. Ititxm ein Russe ISwolSky. Die Toaste, o in Petersburg gehalten wurden, waren zu iiiLestens für den Augenblick, da die Lage in» lg« einer Angelegenheit, die uns nicht inter- ''Lite, sehr gespannt war. unnötig. P o i n c a r 6 cft ohne Zweifel Rikolaus gesagt. . B to i r bereit seien. Haben Sie ge= tzr. was Poinearh 1912 den Russen sagte? Er es mir zum Teil erzählt, aber die Russen b)xn mir jetzt gesagt, was ich auf die Unter» i gelungen bezogen habe Was die Unterhand- Incen von 1914 betrifft, so kann ich nur das pUhren, WaS man mir gesagt hat und WaS rem durch das Dlaubuch hat durchblicken lassen, Wie die im Gelbbuch unterdrückten Stellen. CiLerand hat erklärt, dah er zu Poincar4 ge- qd habe: ..Aber was hast du denn den Russen i'tagt ?" Aber er habe ihn nie veranlassen können, fit. das mitzuteilen. Sie zweite Unterredung fand am 26. Juni pi'chen George Louis und Deschanel statt. Chanel fragte: Was stand denn in der Acro.'schc des englischen Botschafters ht Peters - jtjj, in der von Sasanvw die Rede war. Louis: Daß Rußland nur marschie- ■t:ni werde, wenn es Frankreich sicher Bergwerken tätig. Bel einem solchen Leben werden Fähigkeiten ausgebildet, die für jedes Cxpeditionsloben nötig sind. Glänzende Urteile über seine Leistungen bezeugen das. Zur Eingewöhnung in der Arktis ist ein Aufenthalt bei den Eskimos in Aussicht genommen zu Beginn der Expedition. Durch den Krieg haben wir die Tradition in arktischen Reisen einge- büßt und müssen hier von neuem beginnen. Zur Finanzierung des Planes ist ein neuer Weg eingeschlagen. Es ist das Interesse der Lehrer«- und Phllologenverbände gewonnen, die ihre Mitglieder mit 50 Pf. pro Kopf besteuern, wodurch die Mittel zusammenkomm m. Es ist noch ein idealer Zug im deutschen Volke, denn die Verbände von Hessen, Baden, Württemberg haben bereits zugesagt. Der Plan ist in all seinen Einzelheiten von Fachleuten beurteilt worden, und das Urteil lautet durchweg günstig. Ich würde es sehr begrüßen, wenn die Ge- srilschaft für Erd- und Völkerkunde zu Gießen dem Unternehmen ihre moralische Unterstützung leiht, was dadurch geschehen kann, dah sie sich mit ihrem Rainen hinter die Expedition stellt und damit ihr Einverständnis und ihre Wünsche für das Unternehmen aus drückt. St Peter. Die Feier des „Heiligen Jahres", die in diesen Monaten Hunderttausende von Pllgern nach der «ewigen Stadt" zieht, richtet die Blicke der ganzen Welt auf den Mittelpunkt der Ehri- stenheit in Rom und zugleich auf dasjenige Gotteshaus, das nicht nur durch seine Schönheit und Größe, sondern auch durch seine aeschichlliche Bedeutung und religiöse Weihe als das Haupt» fjeiltgtum zu gelten hat, nad> SU Peter, daS Nochmals die Bad-Nauheimer Frage. (Zu dieser für ganz Hessen wichtigen Angelegenheit geben wir noch einmal einem gutunterrichteten Dad-Rauheimer Bürger das Wort, dessen Dchlußbetrach' tung sicherlich auch heute noch nach der bekannten Reglerungserllärung bn Finanzausschuß des Landtage- von Interesse ist. D. Red.) Dad-Rauheim, 17. Ian. In der Angelegenheit ^Umwandlung der hiesigen staatlichen Betriebe in eine Aktie n - G e s e l l s ch a s t", die — wie wir in einem ausführlichen Artikel in unserer Rümmer 10 vorn lä.Ianuar d 3. berichteten — die Gemüter beunruhigt. hat die Bade- unb Kurverwaltung in der .,Bad-Rauh. Ztg." eine Erklärung gegeben, die w'r im Wortlaut nachstehend wiedergeben: „BiS jetzt hat die Frage, ob der Betrieb unseres Bades in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden soll, die zuständigen Stellen noch nicht beschäftigt. Warum übrigens ein Plan dessen Ausführung anderwärts z. B. in Pyrmont und Oeynhausen schon seit längerer Zeit eine Tatsache geworden ist, Unruhe in die Bürgerschaft tragen soll, ist nicht recht verständlich Diese Unruhe würde sich auch schlecht mit der schor oft geäußerten Meinung vieler Kreise vertragen daß die Erfordernisse einer kaufmännischen Geschäftsführung sich nur durch eine Gesellschaft privatrechtlicher Form verwirklichen ließen. Ob die Entwicklung der Verhältnisse auch in Bad-Rauheim einmal die Umwandlung des Betriebes in eine Aktien-Gesellschaft angezeigt erscheinen lassen, kann man heute noch nicht beurteilen.“ Die von der Bürgerschaft gewünschte Beruhigung der Gemüter ist mit dieser Er- Härung keineswegs herbeigeführt, da einmal die Ausführung der Umwandlung für Re Zukunst keine bestimmte Ablehnung erfährt, dann aber auch ei nwandf res er Informationen zufolge wirklich der Plan bestanden haben muß. wie der „Bad-Rauh. Ztg.“ in einem „Eingesandt" mitgeteilt wird. Rach dem Plan sollte die Umwandlung nach dem Beispiel anderer Badeorte, von denen Sat> zungen und Vertrage vorgelegen haben sollen, erfolgen, d h. der hessische Staat sollt« den Hauptteil der Aktien übernehmen und seither bewährte höhere Beamte, die tat Staatsdienst zu beurlauben wären, als Direktoren an die Spitze deS Betriebes stellen. ES wird berichtet, daß auf eine Anfrage der im Betriebe beschäftigten Beamten, was an den die Beamten» und Arbeiterschaft besonders beunruhigenden Gerüchten Wahres fet. diesen schon „Bedingungen" mitgeteUt toortxen feien, unter denen der Uebergang bzw. die Uobernahme erfolgen könne. Was die kaufmännische Geschäftsführung an« betrifft, so ist sie wohl von gewissen Kreisen unseres Wissens vor allem von der Hotina (Hotelindustrie), gefordert worden, aber in dem Sinne, daß der Staat anstelle der mehr bureaukratischen Verwaltung zu einer mehr kaufmännisch eingestellten Organisation der Leitung übergehen möge. Es hat kein Mensch dabei an eine Umwandlung in eine A.-G. gedacht. Daß der Staat mit seiner Beamtenschaft dazu in der Lage sein muh. dc»; geht ja wohl öaruufl am besten hervor, daß dieselben Beamten ja auch bei der A °G. zur Durchführung der kaufmännischen Umstellung vorgesehen waren, denn es heißt, es wäre beabsichtigt gewesen, die seitherigen Beamten als Mitarbeiter zu erhallen. Im übrigen erscheint eS aber bei den hiesigen Derhältn ssen alS durchaus unangebracht. einen allzu großen Wert auf das Wort „kaufmännisch" zu legen. Wohl kann man tS versetzen wollte, zu vermeiden, oder hinauszu- gizrn. In einem seiner letzten Bücher hat uns K ?neral Bernhardt darüber unterrichtet, dah im Interesse Deutschlands liege, den Krieg t^en einer Balkan frage ausbrechen zu lassen. L sagte es zwar nicht, aber man konnte es ver- lD>n, daß ber Krieg wegen einer Frage ent» st'rlt werden sollte, die hauptsächlich Oesterreich- Irijam interessiere. Unser Interesse wäre es !i verhindern, dah die Dalkanfragen sich Der» ■ )1 rnrnerten, denn hier liege die Falle, in die Vä Deutschland locken wollte. Schon 1909 war je jhnlich: aber die damalige französische Regie- bat die Gefahr gesehen und sich beeilt, )u beseitigen, indem sie In Petarsburg wissen ft daß wir Rußland nicht folgen würden. ! glücklicherweise konnte aber Iswolski, der richafter In Frankreich war, in Paris sein Duell ht dem österreichisch-ungarischen Außenminister brr aufnehmen und die Männer, die 1912 un- Deschicke geleitet hatten, liehen sich immer vom serbischen Bunde dirigieren. Wir Am 21 Februar 1915 sagte Louis zu Descha- ri Deutschland hätte zwar den Krieg er» 1 c r t, aber nur wegen der Fehler uns er er ;eg i er u n g habe er zum Ausbruch kommen men. Deutschland habe nur auf eine Gelegenes- gewartet, weil es bereit war, und weil es jfte, daß feine Gegner es nicht waren. Wir ; t.xn alles tun müssen, um den Stoß, den man etn Bergwerk oder tegetiMrxi^e anveren inbu» striellen Betriebe nach allen Regeln der Kunst kaufmännisch au« beut en. Ob man aber Heilquellen kaufmännisch In dem Mähe ausnutzen soll. das ist eine Frage, die nicht jedermann bejahen wird. Heilquellen sind von der Ratur der leidenden Menschheit zur Linderung der Rot geschenkt. GS muh — und damit wird wiederholt, waS schon in dem Artikel in der DienStagS- Aummer deS .Gieh. Anz." gesagt ist — daher grün dsätzlich daran festgehalten werden, daß ein Heilbad in erster Linie ideellen Aufgaben dienstbar gemacht wird. Unsere Ansicht geht sogar soweit, daß der Staat auS einem Heilbads überhaupt keine Lieberschüsse herauSzuholen braucht, datz er in dem Augenblicke, wo sich solche in grbtzerem Ausmaße ergeben (wie im Vorjahre), sogar an einen Abbau der Preise für Äurmtttel denken mutz, um immer mehr Bedürftigen die Benutzung der heilspendenden Bäder zu ermöglichen. Man hört jetzt, um die Gemüter zu beruhigen, hier und da sagen: 3n letzter Zeit hat man nicht mehr an die Ilmwandlung dsS BadeS in eine 2L G gedacht, wohl aber in den Inflationsjahren, wo der Betrieb unrentabel blieb. Wenn die Rentabilität als Gründ angegeben wird, dann lag für das setzte Jahr keine Ursache vor, an die Umwandlung zu denken, dann braucht aller Voraussicht nach auch in der Zukunft nicht daran gedacht zu werden. Denn das Bad hat. wie in dem ersten Artikel bereits mitgeteilt worden ist. im abgelaufenen Jahre einen ganz beträchtlichen Ueberschutz erxielt AlS Tatsache ist in der ganzen Angelegenheit noch zu blühen, daß einflußreiche hiesige Persönlichkeiten vor Wochen schon Landtags- abgeordnete auf die umlaufenden Gerüchte aufmerksam und vor einer etwaigen „Ueberrumpe- lung" aewarnt haben. Tatsache bleibt auch, daß die hiesige Bevölkerung in ihrer überwiegenden Mehrheit ein Projekt derart ablehnt und jederzeit ablehnen würde, vor allem auch die führenden Wirtschaftlichen Verbände unserer Stadt. Rach den Antworten, die die Bade- und Kurverwaltung und dann auch die Regierung auf eine Anfrage von deutschnationaler Seite im Finanzausschuß des Landtags gegeben. dürften die Gerüchte jetzt verstummen und die Gemüter sich wieder beruhigen. Denn danach finden zur Zeit keine Verhandlungen in der Angelegenheit statt. Mögen sie auch für die Zu- ninft begraben sein, damit unser Bad bei dem verbleibe, dessen Fürsorge es seine ganze Entwicklung verdankt: beim hessischen Staate! Der Reichsqründungstag in Giehen. Die Feier der Landsmannschaften. Wan berichtet unS: Am Samstag, dem 17. Januar, feierten die drei Landsmannschaften der Landesuniversität den Tag der Reichsgründung durch eine würdige Veranstaltung im Saal des Gesellschaftsvereins. Lieber 200 junge und alte Landsmannschafter lauschten ergriffenen Herzens den flammenden und packenden OBorten von Pfarrer Knab aus Gustavsburg bei Mainz, der die Leiden und Schrecken nach der Ruhrbeseyung am eigenen Leibe hat dulden müssen und erschütternde Bilder von der geistigen Rot der Deutschen im besetzten Gebiet gab. Aber trotz allem kann dem deutschen Volk wieder ein Aufstieg blühen, wenn es sich als .Volk" fühlt, wenn es Einigkeit unb Recht und Freiheit bewahrt. Dazu sind auch vor allem die Studenten als künftige Füh- . rer des Volkes berufen, wenn sie sich zur inne- c ren Sittlichkeit bekennen. Der Rektor der Lan- x-desuniversität. Geheimrat Krüger, erweiterte diese Gedanken, inbem er auf die große Zeit r der Reichsgründung hinwies, und den Zuhörern die Beschäftigung mit den Schriften Bismarcks und der Führer jener Tage empfahl. Es war eine erhebende Feier. Deutscher Hochschulring. Friedberg, 19. Ian. (WD.) Im Saale Groh-Friedberg sprach auf der heutigen Tagung des Deutschen Hochschulrings Dr. Jung-Gießen über das Thema: „Die deutsche Studentenschaft". Redner behandelte ausführlich die Geschichte der deutschen Studentenschaft bis zur endlichen Einigung auf der Würzburger Tagung 1890, die dem grohdsutschen Gedanken einen vollen Erfolg . gebracht habe. Der Redner charakterisierte die Aufgaben der deutschen Studentenschaft und ihre Lösung. Die Rede wurde mit starkem Beifall ausgenommen und schloß mit dem Gedanken, daß wir durch Gemeinschaftsarbeit im Rahmen der deutschen Studentenschaft endlich wieder zu einem fre'en groß- deutschen Vaterland gelangen. Abends 8 Llhr fand die Begrüßung der Gaste namens der Stadt durch Bürgermeister Dr. Se hdt und im Auftrage des Polytechnikums durch Direktor Prof. Dr. Schäfer statt. Der erste Vorsitzende des Deutschen Hochschulrings Kolbe aus Wien konnte infolge eines Autounfalls leider nicht rechtzeitig erscheinen. Dafür übernahm Dr. Iung - Gi eßen den Abendvorlrag. indem er über den Deutschen Hochschulring sprach. Wirtschaft. Die deutsche Eisenversorqunq. Bon unserem Essener LRitarbetter. Im Zusammenhang mit den internationalen Eisenverhandlungen, deren Bedeutung außerordentlich übertrieben toorDen ist, ist vielfach die Befürchtung geäußert worden, daß die deutsche Eisenindustrie den Inlandbedarf nicht werde decken können. Wie Dr. Reichert in „Stahl und Eisen" eingehend nachweist, dürften die Befürchtungen nicht stichhaltig sein. Dagegen spricht schon die Lage des Weltmarktes. Während von 1900 bis 1910 die Eisenerzeugung eine Zunahme von 6o Pro», (örv zu 82,5 Mill. Tonnen Roheisen und 78,3 Mill. Tonnen Flußstahl) aufweisen konnte, hat sich in den letzten Jahren die Erzeugung außerordentlich vreringert (1923 68,4 Mill. Tonnen ordentlich verringert (1923 68,4 Mill. Tonnen Es ist anzunehmen, daß die Erzeugungstnög- lichkeit zur Zeit mindestens ein Drittel größer ist als die tatsächliche Erzeugung. Die in diesen Ziffern zum Ausdruck kommende Entwick- lungsmöglichkeit muß auf den deutschen. Markt cintoirfen. In Deutschland war allerdings in den ersten Rachkriegsjahren die Eisenversorgung teilweise unzulänglich: das rührte daher, daß in der ersten Rachkriegszeit der Eisenbedarf außerordentlich groß war (Deubau der Handelsflotte, Wiederherstellungen usw.), wogegen die Eisenerzeugung infolge der Abtrennung wichtigster eisenerzeugender Gebiete einen Rückgang erfahren hatte. Es ist aber anzunehmen, daß dieser Zustand, der zeitweise dahin führte, daß die Einfuhr von Eisen auf das Achtfache der Vorkriegszeit sich steigerte, während die Ausfuhr auf ein Drittel zurückging) nur vorübergehender Ratur war. Jedenfalls läßt sich schon für 1922 fest st eilen, daß ein zusätzlicher Einfuhr- bedarf bei Grobeisenerzeugnissen nur bestand für Roheisen, Halbzeug, Träger. Stab- und Formeisen und Weißblech. Dieser Ginfuhrbedarf ist in den letzten Jahren erheblich zurückgegangen,- von 1922 bis Januar/September 1924 ist z. B. für Halbzeug ein Einfuhrrückgang zu verzeichnen von 223 000 Tonnen auf 78 000 Tonnen und für JSräger ein solcher von 124 000 auf 15 000 Tonnen. Sachverständige sind der Ansicht, daß schon 1924 die deutsche Eisenindustrie in der Lage gewesen wäre, den ganzen Inlandbedarf zu docken. Zur Zeit wird dieser Bedarf auf 8,5 bis 9 Mill. Tonnen geschätzt' dagegen kann man die Erzeugungsmöglichkeit auf 12 Mill. Tonnen veranschlagen, wenn man sich vergegenwärtigt, daß das Jahr 1922 eine Erzeugung von 11,7 Mill. Tonnen aufzuweisen hat, die im Rovember 1924 bereits wieder erreicht worden ist. Zu einer noch höheren Ziffer kommt man, wenn man sich vergegenwärtigt, daß die Deteiligungsziffer der Rohstahlgemeinschaft auf 13,5 Mill. Tonnen festgesetzt worden ist, ein Betrag, Der von Sachkennern sogar noch für zu niedrig gehalten wird. Cs ist anzunehmen, daß im Falle Der Sicherstellung des Absatzes die eigentlich mögliche Erzeuyungshöhe leicht erreicht werden kann. In diesem Falle würde nicht nur der Inlandbedarf gedeckt werden können, sondern es blieben auch noch für die Ausfuhr nicht unbeträchtliche Mengen übrig, die man mindestens auf 1—1,5 Mill. Tonnen schätzen kann. Auch der Matcr-ialbedars der für die Ausfuhr arbeitenden eisenverarbeitenden Industrie wäre dann sichergestellt, zumal er nicht besonders hoch ist. • DeutscheGoid- und Silber scheide-- a n st a l t, granff urt a. M. Die Gesellschaft legt ihren Geschäftsbericht und die Reichsmarkeröffnungsbilanz vor, der entsprechend das Papiermartkapital von 160 Mill. Mark Stammaktien auf 22,4 Mill. Rm. und das Dorzugs- aktienkapital in Hohe von 20 Mill. Pm. auf 600 000 Rm. ermäßigt wird. Der Kapitalzusammenlegung folgend sollen die Stammaktien über je 1000 Pm. auf 140 Rm. ermäßigt werden Aus dem Reingewinn im abgelaufenen Geschäftsjahre in Hohe von 1 829 318 Rm. soll auf die Vorzugsaktien eine Dividende von 6 Prozent verteilt werden, nachdem 100 000 Mk. für Wohls ah rts- zwecke und 100 000 Mk. einer gesetzlichen Rücklage überwiesen sind. Für die Stammaktien wird eine Tividende von 7 Prozent in Vorschlag gebracht. Lieser Dividendenbetrag beläuft sich insgesamt auf 1,568 Mill. Rm.. so daß ein Rest von 25 318 Rm. verbleibt, Der vorgetragen wird. Frankfurter Abendborse. Frankfurt a. M., 19. Jan. Die im Schluhverlaufe des Mittagsverkehrs hervorgetre- tene allgemeine Befestigung übertrug sich auch auf die heutige Abendbörse, die bei stark gesteigerten Llmsätzen auf allen Märkten neue Kursgewinne sah. Anregung boten wieder Auslandkäufe, aber auch die Spekulation schritt zu neuen Deckungskäufen, wodurch die Rachfrage besonders nach Spezialitäten einen ziemlich großen Umfang annahm. Im Vordergründe standen wieder Mvntanwerte, die Kursekhöhungen bis zu zwei Prozent zu verzeichnen hatten. Auch der Chemie- und Clektromarkt fand bei leichten Kurssteigerungen gute Beachtung, während Der Bankaktienmarkt bei ruhigem Geschäft kaum veränderte Kurse aufwies. Auch am Rentenmarkt trat erneut Interesse für deutsche Anleihen hervor, ohne daß es jedoch zu größeren älmsähen gekommen wäre. Don Auslandwerten waren mexikanische Werte lebhafter umgefeht. Die Börse schloß bei lebhaftem Geschäft in fester Haltung. Deutsche Anleihen: öprozentige Reichs- anleihe 0,965, 3prvzentige KonsolS 1373. Ausländische Renten Bagdad II 8.75, Zolltürken 10,75, 5prozentige Mexikaner 40—40y4, do. abgestempelt 19V-I - Bankaktien: Allgemeine Deutsche Ereditanstalt 3,40, Barmer Bankverein 1,65, Draubaick 2,4, Kommerzbank 6,87, Darmstädter Bank 14,75, Deutsche Bank 13,25, Deutsche Vereins bank 0,370, Discontogesellschaft 18,87, Dresdner Bank 9,50, Metall bank 20, Mitteldeutsche Kreditbank 2. Reichsbank 81,43—81,10. Rheinische Kreditbank 3,60, Oesterreichische Kreditaktien 10,80, Wiener Bankverein 7,10. Montanaktien. Buderus 20.25, Deutsch-Luxemburg 98, Gelsenkirchen 105, Harpener 153—152, Ilse Bergbau 30,50, Mannesmann 71.87, Phönix 62,75. Rheinische Braunkohlen 52,12, Rheinstahl 58,25, Rom- bacher Hütte 32,75. Stinnes-Aiebeck 53, Laura- hütte 7.75—8. Kaliwerke gut erholt: Aschersleben 17,87, Westeregeln 23. Chemische Aktien: Badische Anilin 33,62. Chemische Griesheim 26,62. Scheideanstatt 26,25, Elberfelder Farben 28, Th. Goldschmidt 26,62. Höchster Farbwerke 28, Holzver- kvhlung 10,50, Chemische Rhenania 7,75, Rüt- gerswerte 22,50, Elektroaktien: AEG. 12,85, Licht und Kraft 8,75, Felten 39,75—40. Reiniger 3,55, Schuckert 75, Siemens u. Halske 90,50, Transport- werte: Hapag 30,50, Rordd. Lloyd 3,95, Schan- tungbahn 3,25, 5prozentige Tehuantepec abgestempelt 24,50. Sonstige Industrieaktien: Kleyer 3.87, Aschaffenburger Zellstoff 34,75. Zement Heidelberg 101.50, Daimler 5,70, Dyckerhoff und Widmann 5,10, Holzmann 6,50, Deutsches Erdöl 61,75, Hanf Füssen 97,25, Jnag 1,80, Gebr. Iung- hans 13,10, Lechwerte 24,12, Miag 1,30, Dr. Paul Meyer 0,825, Metallgesellschaft 18,50, Rheinmetall 13, Peters Union 2,5i5, Pokorny 8,25, Doigt und Häffner 2,10, Badischer Zucker 4,70, Heilbronnzucker 4,50, Stuttgartzucker 4,80. <3 örlenhnle. ftriw'hirh M '7*rr"n Schluh» Äl.t6 Saluh- 21benö» tö fe Schlust. s S-tluhk T'lttag, st rie >,»**«**> 17. 1. 1 . 1 1 5% Ltukschr «•/. Drurs-de RrichSmNcibr Deutsche di.irfc -anldtH M Deutsche RetchSmleiye Deutsche öparoranttenanuelfc <°/. preußische «ousolt 4*t Hetzen . . . . . . Helle» ........ Hessen .... ..... Del-tschr Wertd 2>oiIar-Hnl bin Doll -Schutz, ünireima <•/« Honttirten. . ...... 6% (Solbmer*ianet .... Berliner Handel-aetellschuft Sommer,, und Privatbank I armft und Naiionalvank Deutsche Bant. .... DiU'sch, Vereinsbank . . . TlSconto Lommandtt MetaUbank .... Mcittideul'chr Credttbank. Oeste>re,chtschr tiredikanstolt ........ Bochumer Buder>»S. . ......... tato Teullch-Luxembur-...... ^eltenktrchenrr Berototlfr . Harpener Bergbau...... Kaliwerke ÄscherSlrbea. . , . KaUiotrf Westeregeln. . , . Laurahütte . Oderbedarf . ,., Bböutl Bergliao ....... mothtitabl .......... Rieden Montan........ lelluS Bergbau. .... Lamdurg-Nmertka Vaktt. . . Norddcuncher Llovd . . . , Lberamtsche Werke Ct6til . . Zrmemwerk Heidelberg .. VdNivv H.Uimann...... Vuglo-Tont -Guano .... Bodiiche tim ....... Tbcmilche Mayer Alaviv . Goldschmidt , . ErieS elntrr Electron .... Höchster ^ar-wrrke ..... voltverfoolung . . .... Nütgertzwktke ......... Echeideansta!« -...... KU«. etettrWifttfrötfenT(6efi Veromami ..... Momkrafvvttkr ....... Schuckert . . . ......... Siemen» A HaUks ..... kidterwerke Klever ...... Daimler Motor«. ..... Hevliaenftaed« ......... WietzlMt............ Frankfurter Armaturen . .. jkonfervenfabrik Braun . . Schuhiadrik He« Sichel . . ......... ÜcllKsft Daidbof....... Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrit ffinaboukl . . 94 U..6 1,U i,)9 1,4 - > 8 1,3 1,5 * —- — 947: 9,2 1 8) 10,7 33,9 4 163 6,3 6, '4,10 14,/ 1 10 13, 0,3? 18 -> 1t. 9 v, 20 2 2 10,90 10,G 21,<0 20,2' 13,6’5 ■» 'S5 98 190 10 140 1-.S 17, C 17,8 21,9 7 4 8 14 — ^9,50 62 7 58,2 50,1,0 53 3,30 29,25 30,'iO 4 3,85 .- 102 101/0 6,3. 6,' 140,4 3?J5 83,62 0,7 28 ’A 26,52 2 2o 26,6. 7J0 1,75 10 0 22, 22,5 26 e.? 12.80 18.8 21,t76 - 14 —» 71 7< 80, 3,75 3,90 5,50 6,73 4 — 10,4 •- 076 1,25 — V,9 18/ 2,4s 2,67. 4,4 3.^5 '.d? - 4.6 4,7 6 L18 U. 1.19 1,1 1,17 i,48 1,605 0,025 0,605 1.51 1,1 1.62 1,6 1,46 1 43 -.7 94.75 90, - <ü,20 10/0 10,75 4 ,8 44 65,53 161,75 7 6,9 4,8 11,02 13,2 12,10 13,90 18,32 —»» 2 2 10,75 10,75 i,2. 0, 2 "1,71 2,2 21,8 21 :o 13,9 14,5 95 91.,2 105 101 I4\8O 143,5 '7,4 17,25 21, P 21 7 3 7 10 13 90 13,75 6!,40 56,62 57 51 50,23 — — 30,1 29,70 4 4 f-r» — 6,26 6 25 1'9.6 137/ 32,50 32 8-r 26^ 76 2 >5,50 27 40 27.13 w» 22,40 22, 3 '2,987 12,75 21 4 21,62 ee» —■ 72 72,90 867. 67 3.7 3,8 5,40 5,60 10,6 11 — 1.1 1.12 2,6 2,6 4,7 4,6 3 3 12,6 12,90 •W Sedifeumar« Berlin—Frankfurt a. M. ebritüia de Jan Belgrad . Lissabon . ■ Vnnlirdr ‘Jioriftnm wlclö | lO f 1 > -f 0rld | yrüf ■6», ä • 9.60 1 0, I6d,7 21 C4 61.1» 71. 7 <1,2 63,7 64,08 63,97 64'3 14,91 15,09 4,37 .4,7 ■12,33 11.,»6 12,98 113,^6 10,556 lO.ido 10,555 10,'9 •7,42 17,46 17,44 17,4b 20, j1 60,0 j 20, 67 20,11 < 4,195 4,20 4.1' ■ 4,20- 62,83 12^! 12.77 12,8 K0.V2 fcl.O? 80,81 bl,01 *9.23 ».9.4.7 W^3 bS,37 8,911 6,831 6,911 6,931 12,67 12,59 12,63 MO" 5,8 ? C,81 ■ 8,895 w 1^81 V687 1.691 5,U6.i 8,07b 8,045 5,1 ö :,.0d 1,612 1,308 1,(12 C.4 8 1'^00 <,-99 0,'.C1 6 73 6,7 6,73 6 7t 19,9c SWJ2 k.9d 20,021 Repart. 17 !19 oiJvott loujbon olljvoll uoUiüoU r ou voll . oll DOll voll do U vov voll doU'doU eoiiood ickjOoQ vowvoll l'OllfVOll von voll UOUüOÜ vOUjVOU .0Ur04 . viuuoU vOn'voU uUiUOll ®atUnolejfc f.ttim ,9. Januar. I HtD.l nmertfanlfdie Sevrea , „ c „ , 4,17 4,192 irtt Belgttkde Noten ....... 11,10 74 26 21 0 roll Dänische Noten ....... 73,b> doll Englische Noten........ 20,9 2C.14- 2 84 doll Fran<ön'sche Note» ...... .>.72 voll pollimdische Noten ...... 104,0 69.8» voll S[,nT 09,4 voll Jk, u,n voll Unoaersche Noten . ... 5,78 6,6U voll DerNner Dör^e. (Cigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Berlin, 19. Jan. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Die großen Schwie° rigkeiten, die Dem neuen Kabinett bereitet werben, lassen befürchten, daß sich dieses aus Die Dauer nicht Durchsetzt. Die Börse legte sich Daher auch zu Beginn Der neuen Woche große Zurückhaltung auf. Immerhin' verfehlten Die Konjunkturberichte, hauptsächlich aus Der Eisenindustrie. ihre Wuckung nicht, so Daß sich narnent« lich am Mon tanmarkt einige Kursbesse, rungen durchzusetzen vermochten. Das Umftel* lungSverhättnis bet den Rombacher Hüttenwerke, entspricht Den Erwartungen. Dieses Papier könnt« sich daher im Kurse leicht erholen. Aus den übrigen Märkten war das Geschäft auherordent« lich gering. Kaliwerte waren im Freiverkehr etwas höher. Am Bankenmarkt standen Reichs, banlankile im Vordergründe. Diese Bewegung wird nicht nut auf Auslandskäuse zurückgeführt, sondern auch die Spekulation beteiligt sich mit Rücksicht auf eine zu ermattende gute Dividende an derselben. Man verweist vor allem aus Die Gewinne, Die Die Reichsbank in letzter Zeit au8 ihren Devisenbeständen erzielt hat. Der Mark der heimischen Renten blieb abgejchwacht. Gegen Mittag handelte man Kriegsanleihe mit 0,945. Dec Geldmarkt liegt unverändert, tag« liches G. ld 8—11 p. a. Monatsgell) 9—12 Proz, Am internationalen Devisenmarkt hat sich das englische Pfund leicht erholt. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener D ahtberich' des ,G chener Anzeigers".) Frankfurt a. M, 19. -Jay. Es wurden notiert: Wcizen (Wetterauer) 21,50 biS 25L0 Roggen (inländischer) 22 bis 23. Sommergerste (für Brauzwecke) 26 bis 34, Hafer (inländischer) 18 bis 22,50. Mais (gelb) 22,50 bis 23,50, Weizenmehl (inländisches. Spezial 0) 40,50 bis 43 Roggenmehl 35,50 bis 39, Weizenlleie 14,75 bis 15, Roggenkleie 14.25 b s 14,75, Erbsen 32 bis 40, Linsen 48 bis 55, Heu (süddeutsches, gut, trocken) 10, Weizen- und Roggenstroh 6 b;ß 6,50, Treber (getrocknet) 22 bis 23. Tendenz: strammer. Frankfurter Schlachtviehmartt. (Eigener Drahtbericht deS „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M. 19 Jan. Auftrieb: 1437 Rinder, Darunter 383 Ochsen, 68 Bullen, 983 Färsen und Kühe, 346 Kälber, 177 Schafe, 2039 Schweine. Es wurden bezahlt für 100 Pfd. Lebendgewicht: Ochsen: vollfteischige ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 50 bis 56, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 30 bis 39; Bullen: vollst, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 45 bis 50, vollst, jüngere 38 bis 44; Fa rsen und Kühe: vollfl. aus-- gemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 48 bis 55, vollfl. ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 38 bis 46, wenig gut entwickelte Färsen 37 bis 47. ältere aus gemästet? Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 30 bis 37, mäßig genährte Kühe und Färsen 20 bis 28, gering genährte Kühe und Färsen 14 biS 19. Kälber, feinste Mastkälber 64 bis 70, mittlere Mast- und beste Saugkälber 55 bis 63, geringere Mast- und gute Saugkälber 45 bls 54, geringe Saugkälber 40 bis 43. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 40 bis 46, geringere Masthämmel und Schafe 30 bis 38, mäßig genährte Hämmel und Schafe (MärAschafe) 20 bis 26. Schweine: vollst, von 80 bts 100 Kg. 76 bis 79, unter 80 Kg. 70 bis 75, von 100 bis 120 Kg. 77 bis 80, von 120 bis 150 Kg. 76 bis 79, Fettschweine über 150 Kg. 76 bis 79, unreine Sauen und geschnittene Eber 70 bis 76. Marktverlauf: Rinder- unb Kleinviehmarkt bei regem Handel geräumt; Schweine bei langsamem Handel ausverkauft. DerNner Produktenbörse. Berlin, 19. Jan. Der Prvbuktemnarkk war heute sehr fest. Der Haussegrund liegt in den anhaltend hohen Auslarrdpreisen. Auch sollen umfangreiche Deckungen den Kurs getrieben haben. Eine stärkere plötzliche Belebung oeä Mehlgeschästs gilt als weiteres Motiv. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen, märt 257 biS 264, März-Weizen 285 bis 288. Mai' Weizen 295 bis 298,5, Roggen, mär!. 250 bis 257, März-Roggen 285, Mai-Roggen 288 biS 289, Gerste, märt 280 bis 315, Futtergerste 230 bis 255, Hafer, mark. 195 bis 205, pvmm. 162 l bis 195, Mai-Hafer 226.5 bis 228,5. Mais (lote Berlin) 228 bis 232, Mai-Mais 221,5 biS 222: je 100 Kilo: Weizenmehl 35 bis 37,25, Roggenmehl 34,75 bis 37,50, Weizen- und Roggenklei« 16,60 bis 16,80, Biktoriaerbsen 30 bis 35, Nein« Erbsen 20 bis 23, Futtererbsen 18 bis 20, Peluschken 17,50 bis 18, Ackerbohnen 19 bis 21, Wicken 16 bis 18, Lupinen, blau 12,50 bis 13,50, gelb 16 bis 17. Seradella, neue 17 bis 18, Rapskuchen 18,85 bis 19, Leinkuchen 2?, Trocken- schnitzeln 9,80 bis 9,90, Torfmelasse 9,60 biS 10, Kartoffelflocken 20,50 bis 20,70 Mk. Rundsun t-Programm des frankfurter Genders. (AuS der „Radio-Llmschau-.) Mittwoch, 21. Januar: 1155 Uhr: Zeitangabe. 12 Uhr: Nachrichten* dienst. 4,30 bis 6 Uhr. Rundfuntnachmittag in Musik und Wort?6 Ühr: Wirtschaftsmeldungen. , 6 bis 7 IHyt: Märchenstunde. 7 iUjr: Stenographischer Fortbildungskucfus für alle Systeme | (Diktat von 80 Silben aufwärts). 7.30 Ubr: Funk- Hochschule. Paul 'Dekker: „MuMgeschichtllche 1 Wandlungen (ein Lieberblick über die Geschichte Der Musik von Den Anfängen vis zur Gegenwart)", 6. Vortrag: n*$>a8 16. Jahrhundert (Renaissance und Reformation)". 8 ilbr: Die Besprechung (Literarisch?r T U II) Dantes Inferno (Schluß). 8.30 Ahr: Gast-Konzert 2Nünch. Künstler. 1. Arie Der Bastienne aus Dem Singspiel „Dastien und Dastie-nne": .Er war mir sonst treu und ergeben" (W. A Mozart), 2. Warnung. Schon klopfet mein liebender Dusen. Die Verschweigung (W. A. Mozart), 3. Quintett für Klarinette, 2 Violinen, Viola unb Cello (OB. A. Mozatt), 4. Arie Der Anna aus Der Opet ^Hans Helling": »Einst war so tiefer Friede" (Marschner). Äusführende: Frau Thea Li'Hard» München (Sopran), Kapellmeister Fraitz A am= München (Klarinette und G sangsbegleitung), daS Kraus-Lange-Quartett. Anschließend: Rachrichtendienst, Wettermeldung. Sport. „M ftGGh gut?, sparsam« K ehe". Die Mayyi-cSesevschas« ha« Ihre SrzeugEe der RotrtroCe des dtre'wrs d« tzyglcni cheN Jttftltnts der UirteerWih Bertht, Geheimra, Prosrsior Dr. MaUn Hahn, unterstellt Die Seifenfabrikate von Emil Rau Sth ul straße 5 slatf docli die besten Hilst in der Mche sparen. Dünne Stippen und Fleischbrühe. Gemüse und Soften erhalten sofort krösnaen wohlaefchmack durch Zusatz einiger (Kröpfen Mag^i'r Würze. Dortellbastefter Bezun in nroßcn Orisinalflafchen zu Rm. 5.—. 8wc t)UrC •ES X MC du w u«» nvid das * Z sah DerlangsÜ.c«r Sei » * wagende eine ihr M lienk« unffi, ihr imtntf now Schranke, über hinveggaloppm ein arvheter 1 nicht die Situa §rtvaaungen u zu. aber ich » deshalb glaub« Deranloaung mich i^ Originaj' Ser Fr 35p ®B5se* EBB* *"«ral8l V,,tr=tor y Bureau- Kontr Schrei l Buchdruck verboten.) 46. -ortsetzung Vie Mey- tn haben, den Abschied einzu habe habe | mancherlei mit dir zu besprechen — und (jßä(S werden nutu.billig flnegefü: 080". lh = 249 Alt faufen acincht. 0575 Ml Ml. 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AuS sich ftibft heraus, aber doch unter dem mitbestimmenden Ginfluh seiner Schwester, die tief, tief in sein Leben eingrifs. Gr fühlte sehr wohl, dah eine Art dämonischen Machtwillens von ihr auSgmg. so stark, dah er ein Menschengeschick zu leiten vermochte. GS war. als konnte sie in die Zukunft schauen. Ihr eindrmgender Blick in die Herzen führte zur Prophetie. Dar nicht in schnurgerader Linie alles so eingetrvfsen. wie sie vorausgesagt hatte? — MS Gert heiratete, wußte man noch nicht, ob Theda wieder gesunden würde. Mer auch auf dem Ungewissen baute Mexe ihre Pläne, weil sie niemals einem Gedanken aus dem Mcge ging, der sie festhielt, und well kein Gedanke fte erschrecken lieh, wenn er auch lächerlich oder ungeheuerlich schien. Instinktives Empfinden sagte ihr, dah die Ehe Gerts unglücklich verlaufen muhte. DaS war keine Reflexion. eS war unmittelbares Weibsgefühl. Und da schon schob sie, ihr Empfinden log.sch gliedernd. Hellmut an die Stelle des Ehemanns. Zuweilen war es. als jagten ihre Gedanken wie tolle Dünsche voraus und als habe ihr Wünschen Erfüllungskraft. Hellmut entsann sich des Hochzeitstages Gerts, da hatte sie in seltsamer Ahnung schon sein Todesurteil gefällt. Zwar war sein Schiff nicht untergegangen, er war auch nicht in Peking das Opfer eines Strolches geworden, Möglichkeiten, die sie damals mit lächelnden Lippen erwähnte — aber er hatte in den Bergen Pamirs den Tod gefunden... Frische ÄiM emgetroffen. t. Utile Babnbofitrahe SD Televvon flfl. **c Heltmul Lim u2h |(4 andelt"m" <4*M?ed W des nt L X. Mw, DetteoaL)Ä- SS , 6,6 34 >6)22,50^23^» »»«sä’»; Äs.» KääfcsS « toueben EchlLchwertes 50 2 ff'Ä”J.kk 5Jtta W I..VL5?' tollt fato •len Und Äuhf; hnflff 1 6^1(1 « h höchsten Schlat- «■ wenig gut« 3? bls 4?, ölfcrc auSgemältL fl Sni enßwcfeffe jünarn toR mt Kuh« und Krsen U b;: fftnfl« DaWlber W bis ' nd beste SauMbn 55 bll 8 und flut« ©augtälbet 45 bii S m 40 bis 43. Schafen >• aMmmel 40 bis 46, gering- Ä Schafe 30 bis 38, möhig 9 l und Schafe sMvschafe) 2 ine: vollst von 83 bd 103 Ä e 80 Kg. kV bi« S, von 100 bi .Ich hätte mich ja auch direkt an das Auswärtige Amt wenden können", fuhr Theda fort. „Mer daS wollte ich nicht. Es hätte Au> sehen erregt, und wahrscheinlich hätte man mit da nur eine bureaukvatische Antwort erteilt, ein« rein sachliche — an der lag mir nichts. Deshalb bat ich Mildner um die Erkundigungen." „Unb sie fielen wenig günftig auS". warf Hellmut ein. ^DaS wuhtest du vorher. Aller Hand Unliebsames über Gert wurde dir schon von allen Seiten zugetragen Wir haben auch gelegentlich darüber gesprochen .Sch nahm ihn nicht in Schutz, verwieS aber auf die liebet treibungen, die jeder Klatsch mit sich bringt, und — verzeihe, auch aus das Temperameni Gerts. Ich sah doch manches in anderem Lichte als du. Wer wie gesagt, du wußtest ja alles Wozu noch diese nähere Erkundigung?" Aun traf ihn ihr Blick, und er sah. dah in ihm das ganze Sein des Weibes lag: alles Seelische, das im Dann des BlutS zu vegetativem Leben wurde. (Fortsetzung folgt.) Vertreten durch AUGUST FÖRSTER GIESSEN u.LICH gegründet 1876,__________ fenfabrikale ,nEmilRa“ D*® cMialstr^3 ra sonst keinen, dem ich mein Herz wMchlMten Barm, wenn es mich dazu drängt. ** Gr kühte ihre Hand. .Was ist los ?“ fronte er. .DaS sängt geheimnisvoll an. Du sprichst sogar von deinem Herzen." Heber ihr frisches. pauSbackigeS Gesicht huschte eine schämige Aöte ,3d> habe ja doch auch ein Herz", sagte sie, .warum soll ich nickt davon sprechen! ' »Aatürlich. Mso schütte es auS. 3tt PrvtakteM^ fett. Ser ^auffegnmb liegt t ^en Auslcmopreilm. Luch solle -düngen ben Stirt ftttrlebf irtete MW Oe 11 alfi weiierti OHoito. « ten: ■ fo 1000 Äilo: Mlzen, mär Lärz°Deizen 285 bl« 288 > i 298,5, Loggen, märk. 250 K jgen 285, 'te'Nä® 288 J H, 280 biL 315, Juttergcrfte 2 ' märt 195 bis 205. Mm. » wjcr 226' 5 bis 2285. Mais (W ; 232, Mai-Mais 221,5 M 22 «izenmehl 35 bis 3?,50. De'-en- u"d Mttoriaerbsen « W 3^n ■ !3, JuttercrWen 18 W » V1 a |8 Aderbohnen 19 bis L tw» Arabella, neue u bis lö, ””9 tontet« « 9 90. W 11 20 50 M 20.» » an-.-Progranun rantiott-t Mj* is irtbM-^%'7 30 Ubt: ftj LZWS Arsvnnotio^ • 3^ (?n licbenb« $ ßiottnen- aus 1W\\. Eine gute durch Errichtung einer nebenamtlichen Verwaltungsstelle für unsere Abteilung Kranken-Vereicherung in Gießen geboten. r Nebeneinnahme wird fleißigem und gewissenhaftem Barmenia Versicherungs-Bank für Mittelstand u. Beamte k V. A. G. Jk fk Barmen. Ä Sie 99 feine dcrs 6«,$ sich auf schar bafftr allgemc ?on btm O mb öon alle len schackn^ Gegenteil’ Li LinlsparteM Durchsüht Dersaliut rmigsverluchc folgung alle! Älmdluilgen Sie AeS hauptsächlich unb öemeliifp Me, in der < ÄeSienmg dc politisch Tei deutschen Dir Abmachun allen Man darf es abe deutschen D rischen Arbi Sozialve einer 2lrbi bisher sehr Einzelverordi beitsrecht sol r i ch t s g e s e sprechend bei die bisher zi beitszeiti wird zu 5>c.: daß an diese Vorsicht unb Interessen öe ßutljer Mitifdje mb ^umpspslanzen Denn er von \ Uchen Lebe SutiSfer, Dari leben soll wie und Aachkrieg sündigt er den nungszwa 21 u s w e r t u nn der von loyalen £ l'-eht ihm be deutschen 6t, Mort unterzie Jerigcn Steue fa& daher ein lastnolwendü Verden, Lüh ‘ £ncu «egen Wtige $oli Verden keine t titelnd. 8achsrnte .Luther h erklaruna harte Aus, \ Lunö und sei ^reitsche aue spräche , Wortführer l ?°r°n ausbei Floskel, vcll. Sie §ül s'.alde,not:J Lettischen ^ntcums l*Ä £enen fcC!- r ’ äü.i E- läbt Veit Äu V M Aschen 'S* l'6iy S bei 7.ich •„folge hoher -lerniP.1^ sE° iugundEkschc AnschristM zravssvrt a. Vehorßliche Anzeigen Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B wurde eingetragen: Am 13. Januar 1925 bei der Frrma S. Bock & Co., Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Zigarrenfabriken in Diesten: Durch Beschluß der Gesellschafterversamm- hing vom 22. Aovember 1924 ist der § 4, 5 und 16 der Satzungen geändert. Das Stammkapital beträgt jetzt 200000 Reichsmark. Am 15. Januar 1925 a) bei der Firnia Wagner & Groote, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Gießen: Durch Be- jchluh der Gesellschafter vom 15. Dezember 1924 ist die Gesellschaft aufgelöst. Kaufmann Heinrich Wagner in Gießen ist zum Liquidator bestellt, b) Bei der Firma Eierteigwarenfabrik, Gesellschaft nut beschränkter Haftung, Gießen: Durch Beschluß der Gesellschafterversammlung vom 1. Oktober 1924 ist das Eigenkapital auf 18500 Reichsmark umgestellt. § 3 u. 7 der der Satzungen ist geändert. Am 16. Januar 1925 a) bei der Firma Krohn & Co., Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Gießer): Durch Beschluß der Gesellschafterversammlung ist das Stammkapital auf 500 Reichsmark umgestellt worden. § 5 und 10 der Satzungen sind -geändert. b) Bei der Deutschen Vereins- bank, Filiale Gießen in Gießen: Die Zweigniederlassung in Gießen ist aufgehoben. Am 17. Januar 1925 a) bei der Firma Tonwerke Abendstern. Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Gießen: Durch Beschluß der Gesellschafterversammlung vom 25. Aovember 1924 ist das Eigenkapital auf 100000 Reichsmark umgestellt und um 30000 Reichsmark erhöht und beträgt jetzt 130000.Reichsmark. § 5 und 12 des Gesellschaftsvertrags sind geändert, b) Bei der Firma Johann Spieß & Co., Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Gießen: Durch Beschluß dec Gesellschafterversammlung vom 16. Dezember 1924 ist das Eigenkapital auf 100000 Reichsmark umgestellt worden. § 5 der Satzungen ist geändert. Die Prokura der Johanna Levi in Gießen ist erloschen, c) Bei der Firma Hoch- und Tiefbau-Gesellschaft vormals Winn & Co., G. m. b. H., Gießen: Durch Beschluß der Gesellschafterversammlung vom 9. Dezember 1924 ist das Eigenkapital auf 140000 Reichsmark umgestellt und § 5 des Gesellschaftsvertrags entsprechend geändert, d) Bei der Firma Mineralfarbwerk Münch, G. m. b. H., Gießen: Durch Beschluß der Gesellschafterversammlung vom 20. Dezember 1924 ist das Eigenkapital auf 5000 Reichsmark umgestellt. 8 2 des Gesellschaftsvertrags ist geändert. Gießen, den 17. Januar 1925. 639B Hessisches Amtsgericht.________ Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde eingetragen: Am 19. Dezember 1924 bei der Firma Gebrüder Rühl, Lang-Göns: Die Firma ist erloschen. t Am 6. Januar 1925 bei der Firma Kaufhaus Sally Katz, Gießen: Die Firma ^ist erloschen. ,r Am 15. Januar 1925 bei der Firma Bruno Büttner, Zigarren- und Tabak- fabrik zu Gießen: Dem Kaufmann Adolf Keil in Gießen ist Prokura erteilt. Gießen, den 17. Januar 1925. 64OB i_________Hessisches Amtsgericht._________ Bekanntmachung. Als weiterer Beitrag zur land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für 1924 (2. Ziels wird der anfangs Dezember 1924 den Mitgliedern angeforderte Beitragsvorschuß nochmals erhoben. Der Beitrag ist bis spätestens 31. Jan. 1925 an die Stadtkasse bei Meidung der zwangsweisen Beitteibung zu entrichten. Gießen, den 14. Januar 1925. 658B Der Oberbürgermeister: Keller. Der Boranschlag für 1925-liegt vom Mittwoch, dem 21. ds. Mts., an eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder- mündlich vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragcn haben. Reiskirchen, den 19. Januar 1925. Bürgermeisterei Reiskirchen. ___________Schomber._________648V Der Voranschlag für 1925 liegt vom Mittwoch, dem 21. ds. Mts., an eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder mündlich vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschloffen, zu der auch die Ausmärker beizuttagen haben. Saasen, den 19. Januar 1925 647D Bürgermeisterei Saasen: Schmitt. Der Voranschlag für 1925 liegt vom Mittwoch, dem 21. ds. Mts., an eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit schriftlich oder mündlich vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschloffen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Langsdorf, den 19. Januar 1925. Bürgermeisterei Langsdorf. __Bender._______646 D Bullenverkauf. Ein abgängiger Simmentaler Fasel, soll auf dem Wege des schriftlichen Angebots verkauft werden. Angebote für je Zentner Lebendgewicht, sind mit entsprechender Aufschrift bis zum 23. d. M., nachmittags 6 Uhr, bei unterzeichneter Stelle mit bezüglicher Aufschrift, wo auch die Bedingungen bekanntgegeben, werden, einzureichen. Leihgestern, den 17. Januar 1925. Bürgermeisterei. 626D Vortrag •B87 Verlangen Sie Preislisten und Vertreterbesuch! Lagerbesuch erbeten! Siegfried-Wolfgang Biegen (Seltersweg 63), am 20. Januar 1925 Lieferung ab Lager Gießen bzw. frei Bahnstation Verwendungsstelle zu äußerst günstigen Preisen Nachhilfe in,>ranz.ll.Matlieni. gesucht f.Unlersekun> da. Scbr. Äug. u.0570 an den Gieß. Anz. Teerfreie Dachpappe »Bitumitekt« Mittwoch, -en 21. Zan. 1925 nachmitt. 2 Uhr, versteigere ich Neuenweg 28 (im Löwen) zwangsweise gegen bar: 662d 1 Schreibmaschine, 1 Weidentisch und 2 Sessel, 1 Partie Herren- u. Damenstiefel, iPartie Schmierseife u. Seisenpulver, 70 Blätter Eichenfourniere, 1 Frisiertoilette, 1 Sofa, 1 Kommode, 1 Nähmaschine und sonstige Möbel. Junker, Gerichtsvollzieher gegen Feuchtigkeit • WasserdichtAußenputz,Novon‘ Karl Währum, Gießen, Ederstraße 4 Zweigstelle und Lager der Fa. Herrn. Butz, Frankfurt-M.-Süd Generalvertretung und Fabriklager erster Werke Normen-Türen und-Fenster Columbus - Diagonal-Holzstab- Tür- und Fensterbeschläge gewebe / Mörtelzusatz Ceresit Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde (Naturwissenschaftliche Abteilung) Zreitag, 25. Januar, abend 8 4 Uhr im hörjaale der Phyfiial. Institutes (Stephanstraße 24): 66ie 1. Kurze Wissenschaft!. Mitteilungen: Unser Bub ist angekommen! Kurt Richter und Frau Elfriede geb. Scheunert des Herrn Prof. Dr. F. Klute: Wissenschaftliche Ergebnisse einer Reise nach Argentinienunö Chile. Gäste willkommen. Der Vorstand Nutzholzverkaus. Die Gemeinde Fellingshausen, Kreis Biedenkopf, verkauft im Wege schriftlichen Angebots 215 Fstm. Kiefernnutzholz von 14- 18 Meter Länge und 0,18 - 0,30 Durchmesser, außerdem 230 Nm. Nuhscheit und Knüppel 2 Meter lang. Gebote sind bis zum 2. Februar, mittags 12 Uhr, getrennt an das Bürgermeisteramt Fellingshausen erbeten. Zahlungsbedingungen */., nach Zuschlag,»/» I März, den Nest 15. Mai 192b, jedoch vor Abfuhr des Holzes. Das Holz liegt 1 Stunde von der Verladestation. Der Bürgermeister: Weber. 650D W Ipttm 10 Stück 75 Pf. 10 Stück 95 Pf. | Zaat-Niemand Inh.: Eugen Scheel 17 Mäusburg 17 Nachhilfe wird erteilt von eineniStudentender Neueren Pbiloloaie. Lchr. Anaeb. u. 0581 an den Gieß. Anz. Franz Neumeier, Gießen, Sonnenstr. 20 Fernruf 1212 Spezialhaus für Arbeiter- und Berufs-Schuhwerk Fernruf 1212 Gießener Konzertverein Sonntag, den 25. Januar 1925, nachmittags 47□ Uhr in der Universitätsaula SECHSTES KONZERT _ Das Darmstädter Bläser-Quintett Martin Geisler (Flöte) — Ernst Schaefer (Oboe) Fritz Heynau (Klarinette) — Äug. Jaud (Horn) Emil Wischert (Fagott) — am Klavier: Gusti Beck Quintett Es-dur v. Beethoven — Sonate H-moll v. Bach — Sextett B-dur v. Thuille Eintrittskarten: Mk. 5.-, 4.-, 3.- und 2.- bei Ernst Challier und abends an der Kasse. Studentenkarten Mk. L- nur im Vorverkauf beim Hausverwalter der Universität 576c Die Abonnenten werden gebeten, die 2. Rate desAbonnements bei ErnstChallierabzuholen AmMmMWSM- WAkMMhWMW Durch die sprunghafte Steigerung der Mehlpreise hält der Vorstand eine Erhöhung des Brotpreises auf Oea) 75 Pfennig ab Mittwoch, dem 21. Januar 1925, für angebracht. Der Vorstand. «in • DN/ra KLEINER FLÜGEL 19 150 iq- FERD.THÜRMER MEI//EN in/A. Verkaufsniederlage R. SCHÖNAU Gießen, Seltersweg 91 Telephon 1269. 668a Wegen anderweitiger Benutzung meiner Lagerräume verkaufe ich äußerst billig unter günstigen Bedingungen 1 Rübenlchncider (neu) 1 Kartoffelwaschmaickine iHandbetr.) 1 Benzinmotor, ll/2 P. 8. ^gebraucht) 2 Näncherickränke 1 Partie weißemaillierte Herde in allen Größen 2 Dauerbrenner 6 kleine Oden und 1 Großraumofen' 1 gebrunchten Cf-n 5 (Yaökocderigebr. und neuhergerichtet) 1 Neftaurationsbcrd. H. Wu, Marfltr Aratzt Telephon 274. [0587 Mflfifcphn Handelsschu8e W WUyldUilB 6le8ea.aoeiheetr.32 Aufnahme 6na sh für die neu beffonn. Kurse noch Ms bis Eade Janoar möglich. Prosp kostenl. d-cLSchullcit. Dr. Beafcea! Während des Inventur-Ausverkaufs bedeutende Ermäßigung Die von mir geführten Fabrikate sind führend in der deutschen Schuhindustrie und als Qualitätsware bekannt 671a Arbeiterstiefel aus eichengegerbtem Sohlleder Sportstiefel jeder Art, auch für Knaben und Mädchen Jagdstiefel mit und ohne Doppelsohle Straßenstiefel Donnerstag, den 22. Januar, abends 8V3 Uhr, Hörsaal 44 der Universität (Ludwigstraße 23, II. Stock): Vortrag: Pro! Lic. Emil Brunner (Zürich) Thema: Sie ItascIMtstrage In HimmIsms uirä Protestantismus mit anschließender Aussprache. 0590 Karten an der Abendkasse 0.50 Mark, Studenten 0.30 Mark. Die Gießener Theologenschaft iiMiMJiiBiramwy itb h ——wnmi■■iimi—mJMiijm— CAFE AMEND Mittwoch, 21. Januar, abends 8 Uhr 13. Sonder-Konzert 673c > rr Perser- Teppiche! 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