!45 1.85 >.35 LOO '.90 ).70 Bitten 8,60 ft ^ftrrmrg chviW« ung prüfen len) für Reichsanlchrn n m der gelt vom kMW : lermme für bit Auch nidjt f*W im Jntereffe jd* taeit Wertpapiere i« dit soweit als wözlch i die einzelne« Äutwm igung der AM« B min bitte« > >ie dem- AWd-mr »ar 1926 bei uns 1* ebme«, dah «Um HP*MD »en »etten Nr. 245 Erster Blatt Leiörderuttg von Ser Grenz- rum Bestimmungsort enf. Mag wird auch bei Wert' tigern Inhalt erhoben. im Oktober, heute vor- i Büschel biühender Anon^ ;(lionybrad^Unba^ ,um ersten Male geM- > Sinm«**"6* §LG L »Um LA Wm Stockwerk ab. ichlichnur,beÄren 3^ das zu eme^ 5 5 schwere innere , Ä Die Leitung ko ’efurlL(t bittet uns. far «WH gffcS** -*•* nZ neuesten Gießen 2 das ^r^dämbfvng W 3„ |h> '«.• * SÄE vom 1. bis 15. Oktober: 3. Oktober. Daniel Oechsle. Werführer. 71 Jahre alt. Goethe- straftc 69; 4.. Maria Kürschner, ohne Berus, 24 Jahre alt. Schottstraße 7; 7.. Siegmund Hirsch. Kaufmann. 58 Jahre alt. Südanlage 22; 8.. Sophie Kugelmonn. geb. Reift. Wwe.. 61 Jahre alt, Stephanstrafte 43; 13., Elisabeth Eöchel, 1 Woche alt. Bahnhofstr. 52; 14.. Jakob Gisel. ohne Beruf, 85 Jahre alt. Schühenstr. 9. •• Ausgezeichnete Iubilare. Aus Anlaft ihres 25jährigen Dienstjubiläums überreichte der Postverein 1906 seinen Mitgliedern Oberpostschafsner Blum. Oberpostschaffner H e t t ch c. Oberpostschaffner Hofmann. Post" assistcnt Io st. Postossistent Rohn, Oberpostschasf- ncr Schöck. Telegr.-Sekretär Wagenbach. Oberpostschaffner Wenzel, Oberpostschafsner Wolf Ehrenurkunden. " Die Freiwillige Gailsche Feuerwehr hielt am Samstag aus Anlaft ihres 70jährigen Bestehens in der Turnhalle des Turnvereins von 1846 einen Familienabend ab. Zur Verschönerung des Abends trug der mit der Wehr cng verbundene Gesangverein „Heiterleit' durch Bortrag einiger herrlicher Lieder bei. Den Glanzpunkt der Beranstaltung bildete eine von Mitgliedern der Wehr und des Gesangvereins Heiterkeit gegebene Operette, deren musikalischen Teil die Kapelle Weller ausführte. Im Perlouf des Abends wurden die Feuerwehrmänner Berw.-Obersekretär Artur Münch und Hondlungsg'hilfe Wilhelm Fischer seitens der Regierung für 25jährige Dienstzeit ausgezeichnet. Gleichfalls wurde den Wehrmännern Bauinspettor Müller und Hilfsaufseher Karl Balser für 15jährige Dienstzeit seitens der Stadt »ein Diplom überreicht. Der Abend zeigte wieder einmal, daft in der Wehr ein vorzüglicher Deist herrscht. Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 533 Ochsen. 52 Bullen, 1185 Färsen und Kühe, 360 Kälber. 460 Schafe. 4153 Schweine. Bornotizen. Tageskalender für Montag. Ausstellung „Mutter und Kind" von 11 Uhr vorm. bis y/2 ilfjr abends Reue Aula; Groher Hörsaal der 'ätniversität: 6 Uhr Dortrag von Frau Dr. Marx. — Deutsche Doltspartei, SVt Uhr, Gewerbehaus: Jahreshauptversammlung. — Raturheilverein. 3 ilbr, Kathol. Dereinshaus: Bortrag. — Schühcnverein, 3 Ahr, „Schützen- Haus": Herbst-Generalversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die weihe Schwester". — Astoria-Lichtspiele: „Marcco, der Schrei in der Wüste". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Um weiteren Kreisen auch an den Wochentagen den Besuck) der Operettengastspiele zu ermöglichen, werden diese von morgen ab um 7.15 Uhr beginnen, was dadurch ermöglicht wird, daft die Gäste noch Schluß der Vorstellung durch Automobilomnibusse der Reichspost nach Frankfurt a. M. zurückbefördert werden. — Sämtliche Sonntogsvorstellungen, also auch die der Operetten beginnen jedoch um 7 Uhr, und ist darnach die Angabe des Spielbeginns am nächsten Sonntag auf dem Wochenspielplan richtig zu stellen. — Gesellscha ft f ü r Erd- und Völ- k erkunde. Mittwochabend Lichtbilderportrage: „Aus dem Dorfleben der Kamerunneger". Roheres im Anzeigenteil. Oberhesfen. Landkreis Gießen. ü. Groh en -Duseck. 18. Oft. Zur Fortführung bzw. zur Fertigstellung der begonnenen Reubauten hat, dem Vernehmen nach, die Gemeindeverwaltung für die Bauherren ein gröheres Darlehn aufgenommen. .Um der Wohnungsnot zu steuern, wurde hier in den letzten Jahren viel geleistet. Es sirrd ganz neue Straftenteile entstanden. Die Dau- herren und die Gemeindeverwaltung haben trotz aller Schwierigkeiten es verstanden, stets die erforderliche Energie aufzubringen, und es nunmehr annähernd so weit gebracht, die schlimmste Wohnungsnot zu beseitigen. ü. Alten-Buseck. 18. Oft. Bei der diesjährigen Gemeinderatswahl wird man mit 2 Wahlvvrschlägen zu rechnen haben. Der allgemeine Wunsch der Bürgerschaft, sich auf einen Wahlvorschlag zu einigen, ist leider nicht in Erfüllung gegangen. — Der Gemeindeverwaltung macht der erforderliche Schulhaus- n eu bau mit W v h n u n g en für die Lehrer grofte Sorgen. Die Geldknappheit und der hohe Zinsendienst lassen d'e Gemeindeverwaltung zur größten Vorsicht mahnen. ü. Reiskirchen, 18. Oft. An dem Wiederaufbau der vor kurzem abgebrannten Scheune des Rechners PH. Stumpf wird zur Zeit fieberhaft gearbeitet. Vor Eintritt der kälteren Jahreszeit soll die Scheune noch fertiggestellt sein. — Dem Vernehmen nach wird in Kürze ein vierter Lehrer hier stationiert und aufterdem scheint ein Arzt sich niederlassen zu wollen. Passende erstklassige Wohnungs- gelegenheit für den Arzt ist bereits vorhanden und für den Lehrer in oller Kürze fertiggestellt. Im Laufe dieses Jahres erstanden hier, dank der Mithilfe der Gemeindeverwaltung, 11 neue Wohnungen. Bis zum nächsten Frühjahr wird man mit der Fertigstellung weiterer 3 neuen Wohnungen rechnen können. — Bei den Gemeinderatswahlen wird man ’.n diesem Jahre mit 3 Wahlvorschlägen aufwarten. t Grünberg, 17. Oft. Frau Groh, die alte st e Frau unserer Stadt, ist im Alter von 90 Jahren verstorben. — Im Laufe dieses Jahres lind in Grünberg fünf Wohnhäuser lertiggestcllt und bezogen worden. Im Rohbau lind drei Häuser und ein Doppel-Familienhaus fertiggestellt bezw. werden noch fertiggestellt. Voraussichtlich werden im Baujahr 1926, soweit sich bis jetzt übersehen läßt, fünf Wohnhäuser erbaut, aufterdem ein städtische Familienhaus mit vier Wohnungen. Trotz dieser Äeubauten ist die Wohnungsnot in unserer Stadt nicht behoben, ja, kaum gemildert. Jftreie Alsfeld. m. Rieder-Gemünden. 16. Olt. Ein recht grofter Leichenzug, wie ihn unser Dorf wohl selten gesehen hat, bewegte sich heute mittag nach dem Friedhof. Galt es doch, unserem hochverdienten Lehrer Kemmer, der 16 Jahre lang das schwere Amt eines Jugendbildners in unserer Gemeinde versehen hat, die letzte Ehre zu erweisen. Pfarrer Wörrishofer hielt die Gedächtnisrede auf Grund von 2. Kor. 6, 3 und zeichnete den Verstorbenen als einen pflichttreuen. gewissenhaften Lehrer, treusorgenden, liebenden Gatten und Vater. 2m Auftrag des Kreisschulamtes Alsfeld sprach Lehrer Kaufmann- Atzenhain. Kränze legten nieder der Bezirkslehrerverein Ohm-Felda, der Gesangverein, der Kriegerverein, die Gemeindevertretung. der Schulvorstand, die 1. Schulklasse, die Fortbildungsschule, der Reichsbannerverein, der Geflügelzuchtverein Grünberg und Umgegcnb. Verschönert wurde die Feier noch durch Ehöre des Gesangvereins, dessen langjähriger Dirigent der Verstorbene war, und des Bezirkslehrervereins Ohm-Felda. Der Kriegerverein feuerte zum Schluß noch eine Ehrensalve über das offene Grab. Kreis tyricDbcrfl. spd. Friedberg, 17. Ott. Das Butz e r u s'sch c Eisenerzwerk im nahen Ober- Rosbach schließt zum 1. Rovember seinen Betrieb. Sämtlichen Arbeitern wurde gekündigt. Die Maßnahme bedeutet für die Belegschaft und auch für die Gemeinde eine schwere wirtschaftliche Schädigung. _v Bad-Rauheim, 17. Oft. Der Aufmarsch der Parteien und Gruppen zu der Stadtverordneten Wahl wird in der Hauptsache wohl abgeschlossen sein, was damit zusammenhängt, daß als Schlußtermin für die Einreichung der Liften ursprünglich der 17. Oft. bestimmt war. Da nach neuerer Verfügung aber noch bis zum 24. Oft. Wahlvorschläge angenommen werden, ist es nicht ausgeschlossen, daß das eine oder andere Grüppchen, das sonst nicht gut unterkommen konnte, im Lause der nächsten Woche doch noch selbständig vorgeht und eine eigne Liste präsentiert. So ist es noch möglich, daß wir hier zu einem Dutzend von Wahlvorschlägen kommen, zehn sind jetzt schon beschlossene Tatsache. Dor Wochen machte sich erst in einflußreichen Kreisen das Bestreben geltend, die Wahlvorschläge nicht nach politischen, sondern nach wirtschaftlichen und beruflichen Gesichtspunkten zu orientieren, unter der Devise „die Politik gehört nicht aufs Stadthaus". Es waren hauptsächlich die der „Arbeitsgemeinschaft der Mitte" des seitherigen Stadtparlaments nahestehenden Kreise, die die große Liste der Berufsverbände bringen wollten. Rachdem aber der rechte und linke Flügel des jetzigen Stadtverordnetenkollegiums, die Deutschnationalen und die Sozialdemokraten, von vornherein an der politischen Liste festhielten, entschlossen sich nach und nach doch auch die anderen Parteien zu selbständigem Vorgehen, und heute wissen wir, daß alle politischen Gruppen Wahlvorschläge einreichcn. Es folgt nachstehend eine Aufzählung; soweit die Spitzenkandidaten in der Oeffentlichkeit bekannt sind, sind die Ramen in Klammern angegeben. Folgende politischen Listen stehen fest: Kommunisten; Sozialdemokratische Partei (der seitherige Stadtverordnete Röhler); Demokraten (der seitherige Stadtverordnete Apotheker Heß); Zentrum (Konditoreibesiher Müller); Deutsche Dolkspartei (der seitherige Stadtverordnete Hotelbesitzer Krauß); Deutsch- Rationale (der seitherige Stadtverordnete Landwirt Ehr. Schäfer); die Wirtschaftspartei, welch letztere eine Hausbesiherliste herausbringt (Spitzenkandidat Bauunternehmer Steuer- nagel). Dazu kommen noch mehrere unparteiische Listen, zunächst die von der Arbeitsgemeinschaft der Berufsgruppen (Hotelindustrie, Gastwirte, Handwerker, Aerzte, Einzelhandel) aufgestellte Liste der K u r i n t e r e s s e n t e n, an deren Spitze der Bäckermeister Ph. König steht. In der oberen Stadt hat sich eine sog. Altstadt-Liste aufgetan, der vom Volks- mund die spaßige Bezeichnung „Schwarten- m a g e n l i st e" beigelegt worden ist. Spitzenkandidat ist der seitherige Stadtverordnete Reallebrer Bechtolsheim er. Eine weitere Liste, die hauptsächlich auf Unterstützung in der Altstadt rechnet, hat den Badewärter Hrch. Stamm als Spitzenkandidaten. Ob auch die Mieter und die Handwerker noch besondere Wahlvorschläge einbringen, ist zur Zeit noch nicht entschieden. Der Beamtenverein, in dem über 300 Beamte organisiert sind, nimmt von der Aufstellung einer Liste Abstand. Er empfiehlt seinen Mitgliedern, diejenigen Wahl- Vorschläge zu unterstützen, auf denen Beamtenvertreter an aussichtsreicher Stelle untergebracht sind. Trotz der vielen Wahlvorschläge wird es zu einem sehr scharfen Wahlkamps aller Voraussicht nach nicht kommen, wenigstens nicht unter beit Parteien bet Mitte, bie Listenverbin- bungen geplant haben unb in dem Bestreben einig sind, die Mitte auf alle Fälle zu stärken, damit sie im neuen Parlament noch mehr zur Geltung komme, als es ihr seither möglich gewesen. Entschieden ist es noch nicht, ob 18, 21 oder 24 Stadtverordnete zu wählen sind. Die seitherige Zahl von 24 Stadtvätern stützte sich auf die Einwohnerzahl von etwa 11 000, wie sie nach dem Kriege ermittelt wurde. Die Volkszählung von diesem Sommer hat wohl amtlich eine Bewohnerzahl von rund 14 000 festgestellt, nachträglich hat das Statistische Landesamt aber die eigentliche Wohnbevölkerung nur mit rund 7600 angerechnet. Unseres Erachtens kann man, wenn man aus der wechselnden Bevölkerungsziffer einen Durchschnitt errechnet, und außerdem den Pflichtenkreis unserer Stadt mit dem anderer Städte vergleicht, nur eine Bevölkerungszahl von mehr als 10 000 zugrunde legen. Auch die hohe Zahl der Wahlberechtigten spricht dafür. Sie beträgt rund 5600. hr. Ri e der f lor st a b t, 17. Oft. (Aus dem Gemeinderat.) Zur Beschaffung ber wöchentlichen L o h n g e l d e r für bie Steinbrucharbeiter wird ber Bürgermeister ermächtigt, kurzfristige Gelder aufzunehmen. Dem Zwcavervand wird ein Schuldschein über 8000, Mk. zu 7 Prozent Zinsen, die er vertragsmäßig der Gemeinde zum Bau der A u t o h a l l e geliehen hat. ausgestellt, außerdem noch demselben Gläubiger ein Schein über 3000 Mk. zu 10 Prozent. Dem Ankauf des Geländes der Liebln echt st raße wirb nun nichts mehr entgegenstehen. Der jetzige Besitzer, Baron von Löw. wollte das ca. 2000 Ouabratmcter grofte Gelände nicht unter 5 Mk. pro Quadratmeter abgeben, weil die Strafte einen politischen Hamen erhalten hatte, und erklärte sich bereit zu einem Preis von 1 Mk. pro Quadratmeter, falls die Straße einen unpolitischen Ramen erhalten würde. In einigen Ge- meinberatssihungen wurde die Angelegenheit immer wieder vertagt, da man sich nicht einigen konnte. Run entschloß man sich, die Straße Sieblungsstrafte zu nennen. Zur Gemeinderatswahl wurden wieder drei Listen eingereicht. Die S. P. D. brachte zuerst ihre neue Liste heraus, die einige Veränderungen aufweist, zwei Mitglieder des jetzigen Ge- meinderats sind nicht mehr ausgestellt. Als zweite Liste wurde bie ber Parteilosen bekannt, die im vorigen Wahlgang das Kennwort „Gewerbetreibende und Beamte" führte. Die Beamten verzichteten auf bie Aufstellung eines eigenen Kandidaten, werden aber wohl die Liste bet Parteilosen unterstützen. Als dritte folgte bie ber Bauern, bie an aussichtsreicher Stelle keine Aenderung brachte. Liste Parteilos und Dauern sollen mit ihren Reststimmen verbunden werden, um damit noch einen Sitz mehr zu erreichen. Seither haben: Die S. P. D. 7 Sitze, Gewerbetreibende unb Beamte 3 Sitze unb Bauern 2 Sitze. Bei ber Bürgermeisterwahl siegte ber Kandidat der Bürgerlichen, bei der Bei- georbnetenwahl derjenige ber S. P. D. Da bei Gemcindewahlen hie Stärfeverhöltnisse ziemlich gleich sinb, ist ein scharfer Wahlkampf zu erwarten, der bald einsehen wirb. c. Rockenberg, 17. Oft. Bei der hiesigen Bürgermeister wähl wurde der bisherige Bürgermeister Peter Landvogl einstimmig mit 479 Stimmen wiedergewählt. Abends brachten die Ortsveveine dem Bürgermeister ein Äändchen. Starkenburg. * Darmstadt, 17. Oft. Der Entwickelung des Radiowesens in Darmstadt stehen die durch die Straßenbahn verursachten Storungen entgegen, die durch Rebenströme entstehen. Diese machen sich besonders in den Abendstunden geltend. Da alle Dorstellungen bei der Hessischen Eisenbahn-Aktiengesellschaft (Heag), an der die Stadt mit mehr als der Hälfte der Aktien beteiligt ist, nichts gefruchtet haben, so haben jetzt bie Radiohänbler eine Eingabe an die Stadtverwaltung gerichtet, in der sie Beschwerde dagegen erheben, bah nichts unternommen wirb, bie Radio- störungen zu beseitigen. Tausend Darmstädter Familien nähmen bereits am Rundfunk teil; nicht allein diese, sondern auch das Gewerbe werbe geschädigt, denn in Darmstadt sei kaum noch ein Radio-Apparat zu verkaufen. — Seit längerer Zeit beschädigen Rohlinge Ruhebänke, Aussichtstempel unb Türme. So ist ber O It) * türm auf bem Felsberg unglaublich zu- gerichtet. Reuerbings wurden am Kaiser- turm aus ber Reunkirchener Höhe wieder zehn Fensterscheiben demoliert und das Kupferbach mit acht Schüssen durchlöchert. Die Ortsgruppe Darmstadt des Odenwaldllubs hat für die Ermittelung ber Täter eine Belohnung von 100 Mark ausgesetzt. Darmstadt, 18. Olt. Die Disziplinär- lammet für Schutzpolizeibeamte verhandelte in ihrer letzten Sitzung gegen den Polizeihauptmann Dehmer, der beschuldigt ist, mit einem Weinhändler Wuchergeschäfte gemacht zu haben. Ferner habe Dehmer seine Schwestern als Verkäuferinnen in der Kantine der Schutzpolizei untergebracht, auch weit mehr Waren aus der Kantine bezogen, als sein persönlicher Verbrauch war. Die dem Beschuldigten zur Last gelegten Vorfälle liegen in der Inflationszeit. Dehmer hatte bei einem Darlehen außer 5 Prozent noch eine Monatsprovision von 5 Prozent und bei einem nur für einige Tage gegebenen Darlehen 10 Prozent Provision gefordert. Damals konnte dieser Zinswucher noch nicht bestraft werden, weil die gesetzliche Handhabe fehlte, und so wurde Dehmer von ber Strafkammer freigesprochen. Das Ministerium bes Innern hatte bie Entlassung Dehmers aus der Schutzpolizei ausgesprochen. Der Vertreter bes Staatsinteresses machte in ber Verhanblung geltend, daft der Beschluß ber Einstellung des Verfahrens durch bie Strafkammer keineswegs eine Freisprechung bedeute, sondern einer Verurteilung gleichkomme. Die Disziplinarkammer verwarf die Berufung Dehmers, doch sprach sie sich dahin aus, daß ec der Versorgung würdig sei. — Der Sportverein Darmstadt 1 898 will im Anschluß an seine bereits bestehenden Sportplätze ein großes Stadion errichten. Die hierzu notwendigen Gelder sollen durch Stiftungen, besonders aber durch eine Lotterie aufgebracht werden. — Zur Zeit finden Verhandlungen zwischen den Gemeinden Eberstadt, See- Heim, Malchen, Jugenheim unb Alsbach an der Bergstraße iow e der Hessischen E "enbahn-Aktien- gefellschast statt wegen Weiterführung bet elektrischen Straßenbahn von Eberstadt nach Alsbach. Preußen. Kreis Wetzlar. ] Wetzlar. 18. Ott. Unsere rund 5000 Seelen zählende Vorortgemeinbe Riedergir- nt e 8 hat sich bisher stets als Sttefttnb gefühlt, wenn es galt, ihre Wünsche bei ben Etatsberatungen ber Stabt zur Annahme zu bringen. Erfreulicherweise ist in bet letzten Zeit hierin ein Wandel zum Besseren eingetreten. So hat bie Stabt nunmehr beschlossen, auf bem 5 rieb- h o f ber Gemeinbe bie schon seit Jahren bringend erforderlich« Kapelle au erbauen. Vor einigen Tagen fand eine Besichtigung an Ort unb Stelle durch Mitglieder ber Daukonnnission statt, zu ber auch die Vertreter der Kirchen- gemeinbe unb anbete Einwohner erschienen waren. Aus ben Vethanblungen bars gefolgert werden, daft nunmehr mit dem Bau der Kapelle in allernächster Zeit begonnen wird. Auch die dringend notwendige Erweiterung des Friedhofs wurde hierbei allfeits anerkannt und beschlossen. Ebenso wurde als notwendig erachtet, dem Friedhof nach der Straßenseite einen belferen und würdigeren Abschluß zu geben. Die Kapelle wird voraussichtlich aus einem Mittelbau mit zwei Seitenflügeln bestehen. Die innere Ausstattung soll ben mobernen Ansor- berungen entsprechend gehalten werden. In einer Vorhalle soll das schon lange in Aussicht genommene Ehrenmal für bie im Weltkrieg gefallenen Söhne ber Gemeinbe angebracht werden. Rach ihrer Fertigstellung wird die Kapelle von ihrem erhöhten Standort aus, auf einem Bergrücken, auch äußerlich eine Zierde der Gemeinde fein. Auch bie Kirch ft raße an der Christusttrche wird zur Zeit ausgebaut, wobei weiter eine Verschönerung des Platzes um die Kirche selbst, der in seinem heutigen Zustand ein Aergernis der ganzen Einwohnerschaft bildet, vorgesehen ist. Kreis Biedenkopf. XX Rodheim a. d. Bieber, 18. Oft. Der allseitige Wunsch nach geeignetem Baugelände mag wohl hier in erster Linie die Anregung für die Zusammenlegung der Feldmark gegeben haben. Hier herrscht bekanntlich eine rege Bautätigkeit, aber jeder baut dahin, wo sich ein Plätzchen bietet. Infolgedessen wird das Dorf sehr auseinandergerissen, es fehlt ihm die innere Geschlossenheit. Um diesem Uebelstande abzuhelfen, überhaupt um die Bautätigkeit noch mehr als bisher zu fördern, hat die Gemeindeverwaltung einen Wettbewerb für einen Ortsbebauungsplan ausgeschrieben. Wie mir erfahren, sind 8 Pläne eingegangen, die nunmehr einer näheren Prüfung unterzogen werden. Dillkreis. bl. Dillenburg, 17. Oft. Bei dem tätlichen Sturz aus dem Eilzug am Donnerstag- nachmittag handelt es sich um den Former Karl Oberschelp von Strahebersbach. Der Mann war Epileptiker, unb so wirb angenommen, bah er den Sprung in einem ber- artigen Anfall begangen hat. 61. Herborn. 17. Olt. Der hiesige Geflügelzuchtverein kann in diesem Jahre auf eine dreißigjährige Tätigkeit zurückblicken. bl. Sinn, 17. Oft. Die Wirtschas 1 s - Verhältnisse unserer Fabriken haben sich wieder günstiger gestaltet. Die Reuhoff - nungshütte von Ernst Haas & Sohn arbeitet zur Zeit mit insgesamt 991 Personen. Die anderen .Unternehmungen, wie bie PumPensa b r i k Döring unb bie Glockengießerei Rinker sind gleichfalls gut beschäftigt. Dementsprechend kann festgestellt werben, daß zur Zeit kein Erwerbsloser hier vorhanden ist. bl. Burg. 17. Olt. Seit bem Jahre 1924 sind in unserer Gemeinde 11 Reubauten entstauben, ein Wohnhaus befindet sich in Arbeit. Es handelt sich hierbei um Bauten aus privater Hand. — Die Burger Eisenwerke arbeiten zur Zeit mit einer Gesamtbelegschaft von 643 Mann (einschl. Beamte). bl. R i e b e r s ch e l b , 17. Oft. Mit bem E t- weiterungsbau unseres Rathauses wird auch eine Babeanstalt errichtet, die fünf Brause- unb vier Wannenbäder enthalten soll. Frankfurt a. M. und Umgegend. fpd. Frankfurt a. M., 13. Oft. In Aschaffenburg würbe vor etwa brei Wochen ein bebeutender Pelzdiebstahl ausgeführt, durch den die bestohlene Firma um hohe Summen geschädigt wurde. Als Täter ermittelte bie Polizei nunmehr hier in Frankfurt einen alten Zuchthäusler, in besten Wohnung noch ein großer Teil des Diebsgutes aufgefunben wurde. Obwohl ber Dieb nach den bestimmten Aussagen seiner Frau nicht zu Hause fein sollte, fand man ihn doch nach wenigen Augenblicken unter bem Bett versteckt. Straßenbahnerstreik in Frankfurt. Frankfurt a. M., 16. Oft (Wolff.) Die hiesigen Straßenbahner sinb heute früh unerwartet in ben Ausstand getreten, so daß der gesamte Strahenbahnbetrieb in Groß-Frankfurt völlig ruht. In einem Flugblatt geben bie Ausständigen als Stveikgrund eine von ber Verwaltung geplante Verlängerung ber Arbeitszeit auf zehn Stunden und die For° berung nach einer beamtenähnlichen Regelung ihrer Arbeits- und Lohnverhältnisse an. In einem heute abend angeschlagenen Gegenflugblatt der Straßenbahnverwaltung behauptet diese, daß der Schiedsspruch des Arbeitsministers im Gegenteil eine Verkürzung der Arbeitszeit herbeiführe. Der heuttge wilde Streik sei ein Beweis dafür, daß die Belegschaft für Deamtenverhältnisse noch nicht reif fei. Dis zur Stunde seien der Direttion ber Straßenbahn überhaupt keinerlei Forderungen ber Streikenden überreicht worden. Unglück ober Verbrechen? Frankfurt a. M., 19. Oft. (WTD. Funkspr.) In einem Hause ber Großen Friedberger Straße wurden der Arbeiter Josef Dahl und der Tagelöhner Kreide tot aufgefunben, während bie Frau des Dahl in beforgniserergenbem Zustanbe einem Hospital zugeführt werben mußte. Man nimmt an, daß Gasve r g i f tun g vorliegt, doch schließt der Befund die Möglichkeit eines Verbrechens nicht aus. «lilirt du deinen Hüften stillen, nimm fays Sodener Pastillen. Das beste Küd)tnl)ilfsmittd maggi1 wurze Man verlange ausdrücklich Magqi's Würze 9763c Nicht überwürzen! Wenige Tropfen genügen, da sehr ausgiebig. Haus der ir zeichnen auf. ir fangen an. ir zeigen Kaufzwang. Seltersweg 81 97671 Günter BASLER 9746 D sucht. Dftanlage 16, den 18. Oktober 1925 9764 D gesucht. 08522 Ellen H 9769D 9760V trage und Unterschriftsleistung auffordern. 9761D ebenso 08520 Näheres Tel.240auchnachts Mäntel-Woche Ausnahmeangebot In Wintermänteln Modewarenhaus Carl Nowack Mk Mk Mk Mk 13 16 18 19 Mk. 26 Mk. 24 Mk. 26 Mk. 32 Weinkisten Frankfurt. Str. 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Anwesend waren weiter die Ober» Präsidenten von Brandenburg und Hannover, Ober« bürge rmeifier Boeß, Oberbürgermeister Scholz, sämtliche Berliner Bezirksbürgermeister. Sachsen, Württemberg, Thüringen, Mecklenburg, Oldenburg, Hessen, Braunschweig, Hamburg, Bremen, Lübeck und Anhalt hatten Delegierte entsandt. Der Feier wohnten ferner Mitglieder des Reichsrats, des preußischen Staatsrats und Vertreter von Handel und Industrie bei. Außerdem waren zahlreiche Mitglieder des Reichstags und des Landtags, sowie Abordnungen aus 54 Ortsgruppen des Deutschen Rerchsausschusses zugegen. Staatsfek e är L e w a l d, der Vorsitzende des Reichsausschusses, hielt die Festrede. Er verwies zu Beginn seiner Aussprache auf den 18. Oktober als den Tag der Leipziger Völkerschlacht und der Befre'ung vom fremden 3och hin. Er er- kiärie eiter, die erste Aufgabe des Sportforums fei, eine tteoungsstätte für Jung und Alt, für Reich unb Arm ohne Ansehen der Partei und des Delenntnisses zu sein. Mehr aber noch als eine äilebungsstätte und Lehrstätte soll uns, erklärte der Redner, das Sportforum sein ein Wahrzeichen unserer Pflicht, ein Denkmal unserer Kraft uitb eine Hochburg unserer Sache. So sei uns daS Sportforum ein Wahr- und Mahnzeichen, unsere Kräfte dafür einzusetzen, dah jeder deutsche Jüngling und jedes deutsche Mädchen in unsere Gemeinschaft eintritt, freiwillig und freudig und von der tteberzeugung erfüllt, dem Vaterlande in schwerer Zeit zu dienen. Fern von allem politischen Hader und fern von allen Unterschieden des Bekenntnisses trete jeder als Mitkämpfer in unsere Reihen, dem das höchste Gut das Vaterland ist, dann wird diese Stätte, die wir heule weihen, eine Schatzkammer künftiger deutscher Kraft sein. Wie der erste Reichs- Präsident Friedrich Ebert, dessen Andenken in Dankbarkeit wir heute wachrufen, unserer Arbeit ein treuer Förderer und Helfer gewesen brachten eipe ganz besondere Üeberraschung in der Niederlage des T. S. D. Lichterfelde durch dis Berliner Turnerschast Leicht mit 3:5 (0:3), die auf das Versagen des Lichterfelder Torwarts zurückzuführen ist. Sonst gab es reichlich hohe Ergebnisse. Mtt 2:8 (0:4) mußte sich T. S. V. Nowawes 82 der T. d. B. beugen, nod} höher blieb die D. T. G. über den M T. V. Eberswalde siegreich Die Provinzler wurden mit 10:1 geschlagen. T. S. D. Spandau 1860 befindet sich wieder in bester Form und gab dem M. T. D. Mariendorf mit 1:7 (0:5) das Nachsehen. Gutsmuts ging mit 7:2 (2:2) im Spiel gegen T. D. Dorner-Reinickendorf als Sieger hervor. T. V. Neuenhagen muhte von der B. T. 2. M. A eine 2:3-Niederlage hinnehmen, ein Anentschieden mit 2:2 gab es im Spiel T. B. Wilmersdorf gegen T. S. V. Tempelhof. 3m Gesellschaftsspiel blieb der V. f. L. Char- lottenburg mit 2:1 über die D. T. 7. M. A trotz besseren Spiels der D. T. Sieger. Der M. T. B. Adlersdorf schlug den Treptower T. D. ebenfalls mit 2:1. 3n den Damenspielen wurden durchweg die erwarteten Resultate erzielt Der deutsche Meister 'Berliner Turngenossenschaft schlug den Samen» T. V. Brühl knapp mit 1:0 (1:0). Mit dem gleichen Ergebnis mußte sich Der M. T. V. Adlershof gegenüber dem V. f. L. Charlottenburg zufriedengeben. T. S. V. Schöneberg ließ sich von T. S.V. Lichterfelde mit 2:0 schlagen, mit demselben Ergebnis, wie 3ahn Neukölln der Berliner Turnerfchaft unterlag. Süddeutsche Meisterschaft im 50-Kilometer-Gehen. Frankfurt a. M.. 18. Oft. (£11.) Ungefähr 1500 Zuschauer ckoaren heute Zeuge des Kampfes um die Süddeutsche Meisterschaft im 50-Km.- Gehen, die H ä n e l - Erfurt sicher in der Zett von 4,42,59 Stunden gewann. Ergebnis: 1. Hä- nel-Erfurt 4,42,59 Stunden. 2. Schmidt-Aschaffenburg 1 ? Stunde zurück, 3. Zilch-Aschaffenburg Handbreite zurück, 4. Ströbel-Berlin Handbreite zurück. Rund um Berlin. „Rund um Berlin", der Grohstaffellauf über 50 Kilometer, wurde vom Polizeisport- verein 1. Ma. in 2:34:35 vor Siemens 2:4°:36 nnb P. S. V. 2. Ma. gewonnen. Sieger der B.-Vereine wurden die Neuköllner reunbe- ” Die Nebenstaffel über 15 Kilometer gewann S. Dg. Adler 1912 in 45:53. Deutsche Meisterschaften in Mannschafts boxen? Vorrunde Colonia, Köln—Sportmann, Hamburg 9:8. Die erste Vorrunde der diesjährigen Meisterschaft im Mannschaftsboxen brachte der B. E. Sportsmann-Hanrburg in Hamburg zum Austrag. Hier standen sich der norddeutsche Meister Sportmann und der westdeutsche Meister Co- lonia-Köln gegenüber, der Sieger hat dann gegen den aus dem Treffen B. C. Heros, Berlm- Ehemniher D. C. erfolgreich hervorgehenden Ver- em anzutreten. Den Reigen der Kämpfe eröffneten die Fliegengewichtler Kayser-Köln und R e h n - Hamburg. Der Kampf verlief nach drei Runden unentschieden. 3m Mittelgewicht standen ftch in Müll er-Köln und Müller-Ham- burg zwei fast gleichwertige Boxer gegenüber, von denen der Kölcker einen knappen Punktsieg errang. -- 3m Halbschwergewicht trafen sich Rosen- Köln und Pourlencki - Hamburg. 3n der zweiten Runde gab Rosen auf, ein angeblicher Tiefschlag konnte vom Arzt noch nicht festgestellt werden. Sieger Pourlencki. Der Weltergewichtskampf Romberg- Köln gegen Walter- Hamburg endete mit dem Siege des Hamburgers. Aus dem Kampf der Bantamgewichte gmg Hera arten-Köln gegen Anderson - Hamburg als Sieger hervor. Im Federgewicht trafen stch D ü b b e r s - Köln und Ulrich« Hamburg, das Punktgericht gab „unentschieden". Den «chlußkampf bestritten die Leichtgewichte Domgörgen - Köln und Trödel- Hamburg. Nach drei erbitterten Runden blieb Domaörgen Sieger. Das Ergebnis dieser Kämpfe war somit 8:8, der unentschiedene Ausgang erforderte nach den Ver- bandsbestimmungen einen Stichkampf, für den die Fliegengewichte ausgelost wurden, Rehn-Hamburg und Kayser-Köln. Der interessante Kampf nahm — das erstemal unentschieden — diesmal mit dem Punktsieg des Kölners fein Ende, der durch größeres Körpergewicht im Dotteil war. Somit hatte Colonia, Köln die Vorrunde mit 9:8 im Gesamtergebnis gewonnen. Um das „Goldene Rad" von Frankfurt. Frankfurt a. M, 18. Ott. (TU.) Die für heule angekündigten Radrennen um das »Goldene Rad" des Frankfurter Stadions fielen infolge der schlechten Witterung aus. Deutscher Schwimmverband. Der Derbandstag des Deutschen Schwimmverbandes, der alle zwei 3ahre abgehalten wird, ftndet nicht, wie zuerst vorgesehen, im nächsten 3ahre in Berlin, sondern m Stettin statt. Kirche und Schule. Das evangelische Dekanat Rodheim hielt am Mittwoch eine Konferenz seiner Pfarrer auf dem Selzerbrunnen bei Groh-Karben ab. Nachdem ider Lester der Konferenz, Dekan Heußel aus Altenstadt, die bei dm neuen Dekanatsgeistlichen, Pfarrer 3 o b in Rodheim vor der Höhe und Pfarrer Ramge in Rendel begrüßt hatte, wurden geschäftliche Angelegenheiten erledigt. Der wissenschaftliche Teil brachte ein umfassendes Referat von Pfarrer Buch- hold aus Ober-Eschbach über den Mithvas» kultuS. daS in tiefgründiger Weife die Beziehungen dieser Grlösungsreligion des ausgehenden Altertums zu dem Ehristeittum beleuchtete. D. * sf. Friedberg, 17. Oft. Zn der Aula der Augustinerschule fand heute zur Feier der 7 S j ä fr rigen Neubegründung der Realschule eine Feier statt, an welcher sich außer dem Lehrkörper der Anstalt, den Schülern der oberen Klassen, den Vertretern der Stadt und der hiesigen Schulanstalten noch eine größere Anzahl früherer Schüler und sonstiger Bewohner teilnahmen. Die Augustinerschule blickt auf ein mehr als 380jähriges Bestehen zurück, in der Mitte des vorigen Jahrhunderts glaubte man dieselbe nach den damals herrschenden pädagogischen Grundsätzen mit der Musterschule zu vereinigen und nur einige Klassen mit erweitertem Unterrichte aufsetzen zu können. Bald aber überzeugte man sich davon, daß eine Mt, so begrüßen wir am heutigen Tage voller Ehrfurcht^ und in tiefem Danken den deutschen Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg. Wo er fein Panier auspflanzt da strömt Deutschlands 3ugend freudig und gläubig hin. Weiter dankte Staatssekretär Le- Wald der Reichsregierung, dem Reichsrat. dem Reichstag, der preußischen Regierung, der Stadt Berlin und allen Förderern in Wirtschaft und Wissenschaft und schloß seine Rede mit den Worten: ,,3ch we'he dick, deutsches Sportforum, als urdeutsckes Werk, als Kennzeichen deutschen Geistes tm Sport unserer Zeit, als Kraftquelle der 3ugend und als Hort deutscher Einigkeit. Drr Vaterland, gilts!" 2lls der Redner an den früheren Reichspräsidenten Ebert und an das jetzige Reichsoberhaupt herzliche Dankesworte für die Förderung des großen Werkes richtete, erhob sich spontan die Menge und brachte Hindenburg eine ergreifende Huldigung dar. Neben dem Reichspräsidenten stehend, ergriff sodann der Reichsminister des 3nnern Dr. Schiele bai Wort und führte u. a. aus: Das ■löcrf, das heute hier begonnen wird, soll ein Symbol des mächtig aufstrebenden deutschen Sportgedarckens fein, und wie der Gedanke der Ertüchtigung unseres Volkes und der Erziehung unserer 3ugend zu charakterstarken und leibestüchtigen Männern durch die Pflege von Turnen und Sport eine der vornehmsten Mifgaben jeder Regierung und Behörde ist, so haben auch alle in Frage kommenden Stellen gern und freudig zu der Verkörperung des Ertüchttgungsgedankens ihre Mitarbeit zugesagt und bewiesen. Freudiger und opferbereiter Zusammenschluß aller Glieder unseres Volkes und nicht zuletzt der Verbände, die das Volk durch Leibeszucht zur Höhe führen wollen, ist die Forderung der Stunde Es gilt, einen edlen Leib zu bilden, der der Träger aller Geistigkeit ist. Aber die höchste körperliche Leistung wird erst gefrönt durch Charakterbildung. Sie erst schafft die Persönlichkeit. Nach dieser ebenfalls mit starkem Beifall auf< genommenen Ansprache begaben sich zahlreiche Festteilnehmer unter Vorantritt des Reichspräsidenten auf den freien Platz, um die Grundsteinlegung zu dem Hochschulgebäude des Deutschen Sportforums vorzunehmen. Als erster tat der Reichspräsident die drei Hammerschlage mit folgenden Worten: „Die deutsche Jugend, der dieses Werk gewidmet ist, werde treu, werde einig und werde stark und hart." Dem Reichspräsidenten folgten ebenfalls mit kurzen treffenden Sprüchen die übrigen Taufpaten. Nachdem stehend die Nationalhymne gesungen worden war, begaben sich sämtliche Festtcilnehmer. während die Musik einen Marsch spielte, nach dem Stadion, wo dem Reichspräsidenten und der zahlreichen Zuschauerschaft Sportspiele aller Art oorgesührt wurden. Aus Anlaß der Einweihung des Sportforums veranstalteten die städtischen Behörden am Samstagabend einen Empfang, zu dem Vertreter der Reichs-und Staatsbehörden, wie führende Persönlichkeiten des deutschen Sports erschienen waren. Am Sonntagabend fand noch aus Anlaß der Grundsteinlegung im Staatlichen Opernhaus in Der. lin eine Festvorstellung „Die Afrikanerin" von Meyerbeer statt, die die Mehrzahl der Teilnehmer an der Grundsteinlegung noch einmal bei festlicher 1 Gelegenheit versammelte. Der Geschäftsführer Otto S. von Wetzlar hatte sich wegen Verstoßes gegen die Verordnung über die Arbeitszeit und gegen die Gewerbeord- nung zu verantworten. Der Angeklagte war durch amtsrichterlichen Strafbefehl mit 300 Mk. Geldstrafe belegt worden. Auf feinen Einspruch ermäßigte das Gericht in Anbetracht der wirtschaftlichen Lage des Angeklagten die Strafe auf 160 M k., Hilfsweise für je 10 Mk. ein Tag Gefängnis. Der Bauhilfsarbeiter Hermann B-, der Muff- macher Payl R. und der Dreher Karl S., sämtlich aus Waldgirmes, waren wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstandes angeklagt. Die Beweisaufnahme ergab folgendes: An einem Sonntag im Mai um die Nachtzeit traf der Nacht Wächter B. aus Atzbach auf einem Dienftgang drei Burschen an, die laut singend durch die Örtsftraße zogen. Als der Beamte, nachdem er sich zu erkennen gegeben hatte, die Leute aufforderte, sich ruhig zu verhalten, nahmen diese eine drohende Haltung an. Der Nachtwächter ging daraus zurück. Die Burschen verfolgten ihn, immer einige Schritte hinter ihm bleibend, trotzdem der Nachtwächter die drei Burschen mehrfach aufgeforbert hatte, ihres Weges zu gehen und ihn nicht in der Ausübung seines Amtes zu stören. Schließlich kam noch eine vierte Person aus der entgegengesetzten Richtung. Als diese Person vorbeigehen wollte, stieß einer der drei Burschen den Pasianten gegen den Nachtwächter, gleichzeitig wurde der Beamte von hinten gefaßt, zu Boden gedrückt und durch Schläge, die anscheinend mit einem harten Gegenstand geführt wurden, bearbeitet. Auch versuchte einer der Angreifer, dem Nachtwächter den Stock zu entreißen. Als dies nicht gelang, ließen sie von ihrem Opfer ab. Der Nachtwächter erlitt durch diese brutale Behandlung mehrere Verletzungen nm Kopf und in den Hüften. Erkannt hatte der UeberfoHene die Angreifer in der fraglichen Nacht nicht. Erst gelegentlich des Sängerfestes im Juni ds. 9$., als die drei Uebeüäter in Atzbach waren, wurden sie von dem Nachtwächter als die Täter festgestellt. Alle drei Angeklagten bestritten die Tat. Der Zeuge Nachtwächter B. behaupete dagegen heute unter Ei-, daß er die Angeklagten bestimmt als die Tater wiedererkenne. Das Urteil lautete wegen gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Widerstand gegen die Staatsgewalt auf Geldstrafen von je 300 Mk., Hilfsweife für je 5 Mk. ein lag Gefängnis. Auch wurden den Angeklagten die Kosten dDeharesnrr,bkuGLkehrt.Dßpasvüoünsüxch,ß Kosten des Verfahrens auferlegt. Amtsgericht Meßen. 'Gießen, 17. Ott. Während des hiesigen Turnfestes bemerkte der Polizeiwachtmeister K. während feines Patrouillengangs uaf dem Trieb morgens gegen 5 Uhr in einem Wirtschaftsraum einen Mann, den er zuächst für einen Wächter hielt. Als er naher kam, bemerkte K., daß der Mann in lnieendsr Stellung an dem Likör- und Zigarettenstand herumhantierte. Er beobachtete ihn eine Zeit- lang und fragte ihn dann, was er da mache, worauf er die Amwori erhielt, er müsse hier adjtgeben, daß nichts gestohlen werde. K. gina daraufhin um den Stand herum und sah, wie ihn der Mann beobachtete und ihm nachsah. Als er bann feststellte, daß der eigentliche Wächter schlief, kehrte er zurück und nahm den im Wirtschaftsraum befindlichen Mann fest. Dieser hatte in feinen Taschen drei Flaschen Schnaps und außerdem 50 Zigarren und 45 Zigaretten im Gesamtwert von 35 Mk. stecken. Der Angeklagte, ein Schaustellergehilfe, will von der ganzen -sache nichts mehr wissen, da er sinnlos betrunken gewesen sei. Dies war jedoch nach 'Angabe des Wachtmeisters nicht der Fall. Der rückfällige Dieb wird daher unter Annahme mildernder Umstände zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Ein Monat Untersuchungshaft wird hierauf angerechnet. Amtsgericht Wetzlar. -- Wetzlar, 17. Oft. Wegen Diebstahls im Rückfälle und Betrugs stand der Arbeiter Peter K. von Wetzlar unter Anklage. Der Mann hatte in einer Wirtschaft eine Flasche Cherry gestohlen, 'und außerdem war er ohne Bezahlung seiner Zeche aus dem Lokal verschwunden. Das Urteil lautete, zumal der Angeklagte schon mehrfach wegen Diebstahls vorbestraft ist: wegen Betrugs auf 2 Wochen und wegen des Diebstahls auf 4 Monate Gefängnis, zurückgeführt auf eine Gesamtstrafe von vier Monaten 1 Woche Gefängnis. gestrigen Kämpfe brachten folgende Ergebnisse: Mainbezirk. Fußballsportverein gegen Viktoria Aschaffenburg 3:0. Germania 94 gegen Union Niederrad 1:0. Helvetia gegen Eintracht 0:4. Kickers Offenbach gegen Hanau 93 3:3. Nheinbezirk: Sportverein Darmstadt gegen V. f. D. Wann- beim 2:7. Waldhof gegen 03 Ludwigshafen 4:2. Phönix Ludwigshafen gegen Maimheim 08 6: 0. Pirmasens gegen Neckarau 1:3. Rheinhessen-Saar: Neunkirchen gegen Mainz 2:2. 3dar gegen Saarbrücken 1:2. Sp. G. Höchst gegen Wormatta Worms 2:1. Griesheim gegen Wiesbaden 4:4. Bayern: Spielvereinigung Fürth gegen 1. FE. Nürnberg 1:5. Wacker München gegen Bayern München 3:3. Schwaben Augsburg gegen 2SV. Nürnberg (ASD. Nürnberg spielte gegen V. f. R. Fürth) 1:2. Württemberg-Baden: Kickers Stuttgart gegen KFV. Karlsruhe 3:2. 1. F. E. Pforzheim gegen Freiburger FE. 1:3. Norddeutscher Fußball. vo. Viktoria Hamburg — St. Georg Hamburg 4:1: Union — Altona 93 5:1 (!); Hamburger S. V. — Holsatta Kiel 2:2. Berliner Fußball. Der Fußb-ll in der Berliner Oberliga brachte am Sonntag zwei große Ileberraschungen. 3n der Abteilung A verlor Tennis Borussia wieder 2 Punkte durch die 0:2 Niederlage gegen Vorwärts . 3n Abteilung D leistete sich der vorjährige Berliner Abteilungsmeister Allemannia die Lleberraschung, vom Spandauer S. E. eine 1:3 Niederlage geschlagen zu werden. Die Ergebnisse: Abt. A: Tennis Borussia — Vorwärts 0:2; Weißensee 1900 — Spandauer S. D. 2:7; D. S. D. 92—Union Potsdam 2:5: Hertha B. S. C.— Allemannia Haselhorst 6:1; Union Oberschvne- weide—Meteor 2:0. Abt. B: Allemannia—Spandauer S C. 1:3; Wacker 04—Norden Novbwest 4:8; Preußen- Union 92 2:3. Handball der Turner. Verein für Bewegungsspiele. V. f. B. hatte gestern Großkampftag und konnte auf drei Fronten bedeutende Siege verzeichnen, auf einer nur eine leichte Schlappe. Eingeleitet wurde der Tag durch die erwähnte Niederlage, die sich die neugegründete Dritte gegen die gleiche von S p i e l v e r e i n i g u n g holte. V. f. B. trat allerdings nur mit 9 Mann an, hielt sich aber gegen die komplette Mannschaft des Gegners, die noch durch mehrere Spieler der Zweiten verstärkt war, sehr gut. Das Resultat 2:1 für die Spielvereinigung. Das Tor für V. f. B. trat A l - b o l d in wunderbarer Manier. Die 1. Jugend war nach Butzbach gefahren und trug dort mangels bestätigten Schiedsrichters (der amtlich befohlene war wieder mal aus- gebfiqben!) ein Gesellschaftsspiel aus und gewann 3:1. Bei regulärer Spielzeit wäre das Resultat noch höher ausgefallen. Die Kleinen spielten nach anfänglichem Hin und Her einen sauberen Fußball. Die drei Tore wurden von Bro m m (zwei) und Wilhelmi (eins) geschossen. Die zweite Mannschaft gewann ebenfalls chr Spiel, indem sie sich die X-Meisterschaft sicherte, mit dem knappsten aller Resultate 1:0. Der Schütze war der Halblinke Schmidt. Alle wurden überboten durch die Liga, die die Liga von V. s. B. Butzbach mit einer haushohen Niederlage heimschickt. 8:1 lautete am Schluß das Resultat. Die V. f. B.-Mannschaft lieferte eins ihrer besten Spiele und spielte wie aus einem Guß. Alle waren gut, den einen loben hieße den anderen zurücksetzen. Die Els gewinnt von Spiel zu Spiel an Durchschlagskraft. In glänzender Kombination wurde Angriff auf Angriff vorgetragen und durch rasanten Torschuß gefront. Es war eine Freude, diesem Spiel zuzusehen. Es war ein Spiel, wie es fein soll. Die einzelnen Aktionen nochmals schildern, erübrigt sich. Es ist alles ausgedrückt durch das Resultat 8:1, wobei noch das eine Tor für Butzbach ein Eigentor war, an dem aber keinen der Beteiligten eine Schuld traf. Die Tore wurden erzielt von 61 e g e r (vier), Mandler (zwei), Möller und B i ck h a r d t je eins. Alles in allem bedeutet der gestrige Sonntag einen Markstein für die ftihballsportliche Geschichte u l'ft “i'feÄS 066 *4 4 * 1 18,nH »Sefe^lÄ1 A »« I, 3 o^bt.Qlrl'^ '»'»« >5Ä"‘fe ‘■J.’SsjS •*W» LL«-.», ;’tsbo^r lbutflD9-8?611etl”'ein> j; m»,2“ H MS'L-L der Si2Ar So. jm! grelch hetDfirn»^ ÄJürt- .Ms®Ä rr.'M ftsfö °Uf. m Qn, S LL -* * “•"VI Sombera.Sötn ta Sara, tat Sont S, *ßn-ftoin gegen Zinder« 'M i™- id» Ut» -i=ÄQ? uud Ulrich, gab „unentschieden". ^ri^n die Leichtgewicht ^d. Trödel-Hamburg, -lMden blieb Somgörgen ' Aimpse war somit 8:8, der 9 «lorbene nach den 'M nen Ltichkamps, M den die lost wurden. Rehn.chM köln. Der interessante Kemps unenWeden - dleemal mit Untre fein Ende, der durch i fort Sorteit war. Somit Sornmbe mit 9:8 im Ge- frolbm RaL" rankVirt. L, 18. Ott. (SIL) Sie zten M rennen am dar Frankfurter.StadionS sie« schlechten Bitterer chwimmverband. >Stag deS Deutsche ibeS, der alle Mi Oa-t idet nicht, wie zuerst w )ahre in Derlin. sovlm INS Schule. t Dekanat Rodhtiw e Aonserenz seiner Plan» ien bei Trost-Karben ab. .ftghi die beiden neu« - N amge in 2ten6d nt* iÄ’tö/te" T«“5, Z-L^ ä:,xSZ en eN«" 5 Jet 6*m ;S «i.s ■ä%.a& her Mitte & "g damals n gen und JJJ ® tonnen- tzLZL- ^**1 raöletrel! derartige Anstalt den Bedürfnissen nicht genügte und im Jahre 1850 wurde die Schule wieder als selbständige Realschule eingerichtet. Später wurde noch ein Progymnasium angegliederi und aus dieser Anstalt entstanden dann das jeßt begehende Gymnasium und die Otzerrealschulc. Die Feier wurde mit einer Begrüßungsansprache des Oberstudiendirektors A l t e n d o r f eröffnet, dann sprachen im Namen der Stadt Beig. W i n d e ck e r und im Namen der Friedberger Schulen Ober- sludiendirektor Philipps. Nach einem von Schüler M i I i u s gedichteten und oorgetragenen Prolog ergriff Prof. Dr. Blocher das Wort zu dem Festoorlrage, in welchem er ein lebensvolles Bild von den wechselnden Schicksalen der Schule im Laufe der Jahrhunderte gab. Aber selbst in den schwersten Zeiten konnten Bürgersinn und Opfer- willigkeit der Bevölkerung cs ermöglichen, die Schule zu erhalten, selbst nach den Schrecknissen des 3lhährigen Krieges erholte sich die Anstalt wieder und zählte 75 Schüler in drei Klassen unter drei Lehrern. Heute gehört die Doppelanstalt in ihren« prachtvollen Neubau zu den bedeutendsten Anstalten nicht nur Hessens, sondern ganz Deutschlands, die Schülerzahl beträgt z. Z. nahezu 600. Musikalische Darbietungen der Instrumentalklasse der Anstalt gaben der schön verlaufenen Feier einen würdigen Rahmen. Der „Verein ehemaliger Augustinerschüler" wird am nächsten Mittwoch im Saale von Groß-Friedberg eine öffentliche Feier veranstalten, bei der das Friedberger Doppelquar- tett mitwirken wird und das Lustspiel von Fulda „Das Recht der Frau" zur Aufführung kommt. Dem jetzigen Inhaber der mechanischen Werkstätte W. 21. Heß Nachf., Fabrikant Winkler, ist von der Stabt der Bezug von elektrischer Ära ft wegen Nichterfüllung seiner vertra^mäßi- qen Verpflichtungen gesperrt worden. Daraufhin hat der Inhaber gegen die Stadt Friedberg eine Entscheidungsklage von 12 000 Mk. anhängig gemacht, von denen er vorläufig zur Ersparung non Kosten 3000 Mk. einklagte. In erster Instanz ist er vom Landgericht mit seiner Klage ohne Be weisaufnahme kostenfällig abgewiesen worden. Dieses Urteil wurde nunmehr in der zweiten Instanz vom Oberlandesgericht bestä - tiat, so daß also der Kläger mit seinen Ansprüchen endgültig abgewiesen ist. Der Vertreter der otabt war Geh. Iustizrat W i n d e ck e r. l. R a i n r o b , 17. Oft. Dieser Tage wurden unsere zwei neuen Kirchenglocken vom Bahnhof Renzendorf abgeholt. Reich geschmückt und bekränzt hielten sie Einzug in unser Dorf. Bor dem Ort wurden sie von der ganzen Gemeinde freudig empfangen, Pfarrer Hofmann, Hopfgarten, hieß sie in einer kurzen Ansprache herzltm willkommen. Die Einweihung soll in itoei Wochen am Tage des Kirchweihfestes statt- sinden. Buntes Allerlei. Die Dogelfreistätten der deutschen Nordsee. Jeder Besucher der deutschen Nordsee, der Augen hat zu sehen und dem Ratursinn zu eigen, wird seine Freude haben an den be» ichwingten Siedlern der Küstenlande, an den öturmmöven und Silbermöven, an den Küsten- unh Fluhseeschwalben, an den Austernfischern, Rotschenkeln, Regenpfeifern und Brandenten. Allen diesen Bogelarten drohen Gefahren, die ineSteils in den Störungen der fortschreitenden Kultur und andererseits in den Roheiten der menschlichen Unkultur (übermäßiges Eierabsam- meln, sinnloses Riederknallen k^r Vögel auch während der Brutzeit usw.) besteht. Die Einrichtung von Bogelfreistätten an der deutschen Rordseeküste — oder besser auf den ihr vorgelagerten kleinen LZnseln — ist deshalb eine verdienstliche Tat. Wie wir der aufschlußreichen kleinen Schrift des bekannten deutschen Ornithologen Dr. Hugo Wetgold. Direktor der naturwissenschaftlichen Abteilung des Provinztalmuseums in Hannvver, entnehmen (32 S. 16 Mb. Berlin E. S. Mittler & Sohn, Meereslunde, Heft 159), zählen wir heute deren 10; »on Süden nach Rorden rechen sich die Bogel- Ireistätten vom Memmert, von ßangcroog. Mellum, Reuwerk, Trischen, Helgoland, Südervog, «Südfall, Rvrderovg und Ellenbogen (Jvrdsand) aneinander. — Die Bogelfreistätten stehen unter lern Schuhe teilweise des Staates, teilweise privater Gesellschaften und werden von festange- ^ellten Dogelwärtern betreut. Doch ist ihr De- luch möglich und kein Raturfreund, dem dazu Gelegenheit geboten ist, sollte es versäumen, sich diesen frohen und erhebenden Anblick großer Vogelscharen zu verschaffen. Die Memoiren von Lord Greh. Der eben erschienenen englischen Buchausgabe her Grehschen Memoiren wird in wenigen Wo- hen eine deutsche Ausgabe folgen, die her Verlag F. Druckmann A.-G. in München herausbringt und bereits im Druck hat. Wie immer der Standpunkt zu den Grehschen Memoiren ist, sie sind als 2leußerungen des führenden Staatsmannes des Landes, in welchem die europäische Politik vor dem Kriege und während desselben in erster Linie entschieden wurde, so mgeheuer wichtig, daß jeder an den politischen Dingen interessierte Deutsche an dem Buch nicht vird vorübergehen können. Die Grehschen Memoiren erstrecken sich über 25 Jahre, also gerade auch über die Zeit, die die Verhältnisse schuf, bic schließlich zum Kriege führten. Die Memoiren Derben in der deutschen Ausgabe 2 Bände von ttoi 803 ©fci:en zusammen umfassen. Wirtschaft. Die Ziffern der Handelsbilanz. 2m In- und Ausland wird die Richtigkeit der Ziffern der deutschen Handelsbilanz ango zweifelt. Man glaubt, daß in Deutschland die Ausfuhr unterbewertet und die Einfuhr überbewertet würde. An einer solchen falschen Darstellung kann niemand Interesse haben. Denn eine passive Handelsbilanz ist auf keinen Fall geeignet, im Ausland den günstigen Eindruck zu erwecken, den wir schon zur Unterstützung in wirtschaftlichen Fragen haben müssen. Auch im Hinblick auf den Dawesplan wäre eine falsche Bezifferung zwecklos; der Generalagent für die Reparationszahlungen wird sich in seinem Urteil nicht nur nach den -Ziffern der Handelsbilanz, sondern sicherlich auch nach einer Reihe anderer wichtiger Faktoren richten. Auch für das Inland wäre eine falsche Darstellung zwecklos, da sie den tatsächlichen Verhältnissen widersprechend einen Optimismus erzeugen müßte, der schon bald zu einem Zusammenbruch mit allen seinen üblen Folgen verurteilt wäre. Zu dielen ileberlegungen allgemeiner Ratur sind vor kurzem auch noch spezielle Untersuchungen unbestellt worden, bei denen die Richtigkeit dec handelsstatistischen Ergebnisse von ein:r Reihe von Kontrollmethoden bestätigt wurde. In erster Linie kommt hier in Betracht ein Vergleich mit der ausländischen Statistik. Im Jahre 1913 wurde nach der Statistik der betreffenden Empfangsländer unter Berücksichtigung von 80 Prozent des deutschen Außenhandels festgestellt, daß die Aktivität der deutschen Handelsbilanz sich auf etwa 320 Millionen belief; nach der Jnlandsstatistit ergab sich zu jener Zeit ein Betrag von 230 Millionen Mark. Für das Jahr 1924 hat man die Passivität für dieselben 80 Prozent aus Grund der Auslandstatistik mit etwa 1,5 Mill, berechnet, während sich nach der Jnlaudstatistik ein Betrag von 2,1 Milliarden Mark ergab. Von dem Unterschied entfallen etwa 400 Mill. Mark auf die Sachlieserungen; der Dann verbleibende Rest ist prozentual fast genau so hoch wie er vor Der Kriegszeit war; er erklärt sich hauptsächlich aus Frachtenzahlungen. Die ausländischen und die inländichesn Ergebnisse der deutschen Handelsbilanz decken sich also ungefähr. Eine weitere Kontrollmethode liegt in der Heranziehung Der Dorkriegswerte. Wenn man die'e zu Grunde legt, so würde sich entspreckend der Geldentwertung eine verringerte Passivität ergeben; die S.'eigerung der Passivität für die Gegenwartswerte ist also auch schon aus dem Moment der Geldentwertung zu einem guten Teil zu erklären. Zusammengefaßt kann man sagen, daß die deutsche Handelsstatistik ein zutreffendes Bild der herrschenden Verhältnisse gibt und daß sie nicht mehr Fehler enthält, als die Handelsstatistiken irgend eines anderen Landes. Als wichtigste Fehlerquelle für Die Handels- stattstik kommen folgende in 'Betracht: 1. Die Erfassung Der Kommissionsware. 2. Die Erfassung Der Ausfuhr Der Händler, da die Wertangaben der Produzenten naturgemäß unter dem Erlös des Exporteurs liegen. Infolge der Frachtberechnung bietet die Feststellung Der Werte an Der Grenze aber immer Schwierigkeiten. In derselben Richtung wirken die verschieden gestalteten -Zahlungsfristen. Da die Werte am Tage Der Ausfuhr angegeben werden und nicht am Tage Der tatsächlichen -Zahlungen, ergeben sich schon dadurch bei Währungsschwankungen erhebliche Differenzen. Absichtlich falsche Deklarationen haben sich nur sehr selten ergeben. Was die Einfuhr betrifft, so würde eine zuverlässige Deklaration nur dann zu erhalten sein, wenn Der Empfänger der Ware sie selbst abgibt. Das hat sich aber als unmöglich herausgestellt. Die Hoffnungen, daß die Ziffern der Handelsbilanz übertrieben pessimistisch seien, stimmen also nicht. Wir haben vielmehr allen Grund, die Zunahme der Passivität mit Der größten Sorge zu beobachten und alles zu tun, um eine weitere Verschlechterung zu vermeiden. • Reichseinnahmen und Ausgaben im September 192 5. Rach dem Ausweis Der Reichshauptkasse für den Monat September 1925 beliefen sich die Einzahlungen auf insgesamt 539,1 Mill. Rm., Darunter Einzahlungen bei der Allgemeinen Finanzderwaltun g («Steuern, Zölle, Abgaben) ohne die verpfändeten Zoll- und Steuereinnahmen für September 1925 509,6 Mill. Rm. und sonstige Einzahlungen 29,5 Mill. Rm. Die Summe der Auszahlungen im Derichtsmonat belief sich auf 633,0 Milk. Rm., Darunter Auszahlungen bei der Allgemeinen Reichsverwaltung einschließlich der Kriegslastenausgaben 408,1 Mill. Rm., Steuerüberweisung en an Länder und Gemeinden 176,1 Mill. Rm. und Reparationszahlungen (an den Generalagenten für Reparationszahlungen) 57,8 Mill. Rm., mithin ergibt sich für den Monat September 1925 ein Zuschuß bedarf von 93,9 Mill. Rm. In den sechs Monaten April bis September 1925 belief fick die Gesamtsumme der Einzahlungen auf rund 3,635 Mill. Rm., die Summe der Auszahlungen aus rund 3,750 Mill. Rm., so daß sich der Zuschuhbedarf für die erste Hälfte des Fiskaljahres 1925/26 auf rund 115 Mill. Rm. stellt. Die schwebende Schuld des Deiches belief sich am 30. September 1925 auf rund 81,1 Mill. Rm. (darunter Zahlungsverpflichtungen aus Schatzanwei- fangen unD Sch aywechseln rund 18,6 Mlll. Rm. und Sicherheitsleistungen mit Schatzan?isungea und Sch ahwechseln mir rund 62,5 Mill. Rm.). Wieder Aufträge der Deutschen Reichsbahn » Gesellschaft. Wie die K. Z. erfährt, schweben Verhandlungen zwischen der Deutschen Reichsbahngesellschaft und der deutschen Lokomotivindustrie über die Bestellung von etwa 80 bis 90 Lokomotiven. Dieser Auftrag würde der erste größere Der Reichsbahn nach mehrjähriger Pause fein. Es handelt sich um die Firmen Krupp. Hanomag, Linke-Hofmann, Krauß & Go., Hentschel Eggestorff und noch einige andere. * D i e Bildung des Anilintrusts. Die Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co.. Leverkusen b. Köln, und die Chemische Fabrik Griesheim, Elektron, Frankfurt (Main), berufen ihre a. o. H. B., die über Die bekannte Fusion beschließen soll, auf Den 5. Rovember D. Js. nach Frankfurt (Main) ein. 'Abschluß Der Heidelberger Amerika-Anleihe. Wie der D. H. D. erfährt, hat Die Stadt Heidelberg in Amerika eine Anleihe von l1 , Millionen Dollar, abgeschlossen. Die Anleihe wird in nächster Zeit in Reuyork ausgelegt und ist mit 7 Prozent verzinslich. Emissionshaus ist die Dankfirma F. I. Lis- mann L Co. Heber Die Höhe des Ausgabekurses ist noch nichts bekannt. 'Amerika-Anleihe der Stadt Regensburg. Wie die „Münchener Reuesten Rachrichten" melden, gedenkt die Stadt Regensburg eine amerikanische Anleihe von etwa 5 Mill. Dollar aufzunehmen. Dorverhandlunngen über das Anleiheprojekt sollen bereits mit einem in München anwesenden amerikanischen Finanzmann stattgefunden haben. Die Anleihe soll einem großangelegten Bauvrogramm dienen. Börsenkurse. Frankfurt a.M Berlin Datum: iß n 17 10 17 10, 1 11.23 10 2775 0 2325 0 21!) 1.265 103,3' 103,5' ■17 75 , 72,75 53,5 | 127 124,2) ; l 5,62 15.62 69 0,3 Berliner Produ! onbörfe. S4.9 42 101 • 80 108 7* 108.5* 73 75 121,75 7,05 0,03 99.13* 77,5 77.5* 46.15 66 54,5 d 23 0,2775 Schluß, flur» 34 5 40 dbtn»» >Rrk 120 121.5 Iö8.25 130,75 104* 78 68.62* 73* 73,4* 01,4* 36 31 75 78,5* 83.75* 109.5* 119 75 19,25 37.25 48* 77* 62 25 70,25* 88* 35.1 34.75 53 10.25 «25 76* 8 L75- 110.2* , 96,5 62 2 .25 4,15 85,25 57 56 70 125 123.7 95' 105.5 107 0,262 1.46 0,125 I0.Z725 0,46 10.1375 0.265 128.7' Ü6 107,4* HO" *105,4’ 7 15 0.03 77.5* 47 HO 25 । 96,15 7.75 39.5 ' t!9.5 94* 1 105,5- । 106,2* 48,5 79 5* 8 >,5* 14,2* 90.25° 7.13 97 62 25.25 4.1 86,5 57.5 56,13 69,75 I «24.4 1 65.4* 71,75* 0.23 91.25 96 75 8 40 42.5 58' 7b 5* 64.25 .5 53 67* 72.5' 77.22* 61 75* 74 52, «5.75* | 71 75* | 0.24 01 75 96.9 7,8 41.5 0 265 0 46 0.14 > 0,28 61 25,25 4 35.5 58 50,5 . 66 ! 90,25 99* • 7..-5 71.5 .1* 88' ' 36,25 35 ! 26 K| 0,3 125,25 125 025 0.245 91,75 97 8 79 60* vr* 1114,5* 121,25 I 1.0 41 .'7 5* 79,13* I 65* 74 ! 86,25 | 57 > 55,5 5°/> Deutsche Rcichsanlethe 4% Deutsche Reichen leihe • 3V;% Deutsche Reichranleiki: 3% Deutsche ReichsanleUic Deutsche Svarpramienanleihe 4% Preußische 5tonfo(6 • - • 4° o Hessen 3>/,% Hessen ...... 3% Hessen ....... Deutsche Denb. Dollar^Aut. dto. Doll.-Schov-Lmreisvg?) 4% Zolltürlen 5% Gold Mexikaner • • • ■ Berliner HandclSaesellschast • c'onuner^ und Pnoat-Bank Darmst- und Naüonaldauk Deutsche Bant Deutsche Percinsbank .... DiScovto Tomlnandtt . . Metalloank Mitteldeutsche Tr«ditb.mk. . Lrsterreichn'che Creditanslall Westbank ....... Lochurner Guß ...... Buderus ......... dato .......... Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. Harpencr Bergbau ..... Kaliwerke Aschersleben.... .«alfrocrf Westeregeln Laurahütte . ...... Oberbedarf Dhontr Bergbau Roeimlabl ..... . • . , Riebeck Montan TelluS Bergbau. .... Savlburg.Amerika Paket. . . Norddeutscher LloUd . . . dheranii'che Werke Albtn . . lemenkwcrl Heidelberg . . Pbtlivv HoUmann ..... Änglo-dont.-Guano . . . . , Badische Anilin Lbemische Mavcr Alavtn . . Goldschmidt . . . . . GrieS eimer Electron .... Höchster Farbwerke Holzverkohlung Nülgerswerke ....... Schcideanstalt ........ «llg. Elektrizitäts-Gesellschaft Beramann . Malnkraftwerkc ....... Schlickert Siemens L Halske Adlcrwerke Klever ..... Daimler Motoren. ..... Hehligenllaedk......... Meguin............ Motorenwerke Mannheim Frankfurter Armaturen .. Konservenfabrik Braun . . MctaNgesell chaft Frankfurt. Pet. Union A.-G Schuh'abrik Herz....... Zellstoff Saldhof. . . ' i ‘ ‘ Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . . 53,76 j 92 5 127 0.266 ii 0.4625 0.13 I 0.26 ! 0.25 i 52 >7,25 91 100,2* 79 5 73 72* 89,s* 36.5 37 28 35 16. 10. s Berlin, 1?. Oft. Am Prvduktenmarkt gaben Die Preise heute etwas nach. Die Unternehmungslust blieb sehr zurückhaltend. Wer auch das vorliegende Material ist knapp. Die Termine liegen gegen gestern unverändert. Mehl bleibt still, Gerste wenig verändert, Futterartikel ruhig. Es kosteten 1000 Kilo: Weizen, märt. 212 bis 215, dto. Oktober 231x/2 bis 232, dto. Dezember 233, Dto. März 238V«, Roggen, märt- 150 bis 154, Dto. Oktober 169, dto. Dezember 172, dto. März 182, Gerste, märt 210-235, Futtergerste 170-175, Hafer, märt 180 bis 188; es kosteten 100 Kilo: Weizenmehl 27‘/< bis 31V«, Roggenmehl 22 dis 24V*. Weizenkleie 11. Rogaenkleie 8,90 biS 9,20, Diktoriaerbsen 26 bis 31, kleine Speiseerbfen 26 bis 28, Futtererbsen 21 bis 24, Wicken 22 bis 25, Rapskuchen 15 bis 15,20. Leinkuchen 22, Trockenschnitzel 8.70 bis 8.80. Torfmelasse 9,50 bis 9.60, Kartoffelstöcken 14,30 bis 14,60, Zucker 20,40 bis 20,50. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphische Ausuahlung. Banknoten. 16 Oktbr. 17 £ft V. Amrliche Noti ruitc Amrliche Notierung fflclb Brief Geld Brick Ämft.-Ron — li>8 169.05 188.63 169,05 Buen.-Aires 1.727 1.731 1.728 i.;;tt Brss-'Äntw 19 66 19.1(1 19,12 19 16 Cbristiauia • 85,31 85.56 85 27 85.41' Kovrnhageu 105,22 105.4b 105,02 105.28 Slackbolm ■ 112.16 112,44 112.16 112.44 heMngfors 10.547 10,587 10,517 10.587 Italien. . 16.78 16.82 16 547 16,587 London. . m.H05 20,355 JO.302 .'0,352 91cut)od . . 1.195 4,20' 4.195 4.205 Baris. . . Schwei; . . 18.645 18.68.5 18.>2 18.86 80 8« 81,01 80.89 81,06 Spanien . 60.22 60,38 1.721 60.22 6.3.88 Japan . . . 1.717 1.719 1.723 'Hio be Ian Dien in D - I) 609 1.611 0 603 0.611 Lest- abgest 69.13 59,27 59.13 59,27 Brag .... 12.422 12.462 12.422 12,482 Bclzrad . . 7.455 «.465 7.445 7.465 Budapest. . Bu'.aorien V'flQbOlt o.872 5,8'2 »,87 ,( W 3.05 3.06 3.05 l.fti 21 225 .'! ,27.1 i 1.22.5 0,275 Danitki. . . .Romt.mtin. 80 54 80.74 80.49 XU. 69 2.’75 2,3s5 '.38 2..T5 Alben 5 24 7 26 5.24 5.26 Tanada. . . 4.195 4,205 4.19 4.205 Urufluan 4.245 4-255 4 245 4.253 Berlin, 17 LNbr 6jcQ) Briet Amerikanische Noten..... »,185 4.205 Belgische Noten ....... 19,6 > 104 91 20,26 19,75 Dänische Noten ....... 105.26 20,35 Englische Noten........ Frqnchfiiche Noten...... 18.8:» 168,2.*. 18 93 Holländische Noten...... Italienische Noten...... 109.12 17,1111 8.3.46 59.24 16.92 45 04 59.94 Norwegische Noten.... Dentsch.Lesterr., a 100 Kronen Rumänische Noten...... — Schwedische Noten...... 111.87 112.4; Schwerer Noten....... 80.95 Spanische Noten....... 60.0» • 0 90 Tschechoslowakische »Noten . . Ungarische Noten....... 12.287 5.83 12.447 5.87 Büchertisch. Die Eintommensteuererklärung nach Dem neuen Einkommensteuergesetz mit Musterformularen und Erläuterungen. Rach den neuen Vorschriften des Einkommensteuergesetzes vom 10. August 1925 von Dr. Koppe, Rechtsanwalt, Berlin. Jndustrieverlag Spaeth & Linde, Berlin W 10. Bei der Kürze der Zeit ist es Dem Laien fast unmöglich, das neue Einkommensteuergesetz in sich aufzunehmen. Diese erste Steuererilärung ist noch dazu von allergrößter Bedeutung insofern, als sie für spätere Steuererklärungen unter HmftänDen Bindungen bringt, die, wenn Fehler jetzt gemacht werden, kaum gut- zumachen sind. Eine kurze gedrängte Darstellung gibt der bekannte Steuerspezialist Dr. Koppe, die aus dem neuen Gesetz und Den dazu ergangenen Erlassen alles das zusammenträgt, was zur richtigen Ausfüllung deS Steuererklänmgs- formulars notwendig ist. 584 Hindenburg-Jahrbuch 1926, her- auegegeben mit dem Einverständnis des Reichspräsidenten. K. F. Koehler, Berlin und Leipzig. Kartoniert 1 Mk. Dieser prächtige vaterländische Almanach wird künftig stets zum Geburtstags des Reichspräsidenten, am 2. Oktober, erscheinen und mit seinen ausgezeichneten Mitarbeitern Tausenden von Derehrern des großen Mannes getreuer Jahresweiser fein. Einer Zusammenstellung der Reden und Erlasse aus Wahl- und Präsidentenzeit folgen einige Auszüge aus interessanten neuen Veröffentlichungen des Verlages. Das Ganze ein auch wegen seiner vielen unveröffentlichten Bllder aus dem Leben des Präsidenten wertvoller, wohlfeiler deutscher Kalender für weiteste Kreise. 518 Rundfunk-Programm des Frankfurter Senders. (Aus Der „Radio-Umschau".) Dienstag, 20. Oktober. 4.30 bis 6 Llhr: Rachmittagskonzert: Leo Fall. 6 bis 6.30 Hbr: Die Lesestunde. Aus „Till Eulenspiegel und Lame Goedzack" von EharleS de Coster. 6.30 bis 7 Llhr: „Altfranksurter Krönungsfesttage", Vortrag von Frau Emmy Ficus. 7 bis 7.30 U^r: Bibliolheksdire'.tor Prof. Dr. Georg Sleinhausen spricht über .Die Unter- gangsstimmung der Gegenwart in kritischer Beleuchtung". f. Teil. 7.30 bis 8 LIHr: Funkhochschule. „Aus dem Slädelschen Kunstinstitut IV“, Vortrag von Dr. Osü'ald Götz, Assistent am Städelschen Kunstinstitut. 8 bis 8.30 UDr: Funkhochschule. „Der Sicherheitspakt vom Standpunkt des Rechtsge.'ehrten". Vortrag von Dr. jur. Max Strupp. 8.30 bis 9.30 Uhr: Robert Schumann. 10 Uhr: „Heber Fernempfang drahtloser Stationen", Vortrag mit Versuchen von Prof. Dr. G. Leithäuler. tVERTRETER: H. Elges jr. Gießen Seltersweg 68 Die OsraimA-Lampe verkörpert den neuesten Fortschritt auf dem Gebiet der elektrischen Glühlampen. Oer neue, durch Patente geschützte Wendeldraht ermöglicht eine bisher bei luftleeren Spiral« drahtiampen unerreichte Oekonomie und Lichtkonstanz, seine Anordnung eine vorteilhafte Lichtverieilung. Oie Osram-N-Lampe ist in hohem Maße geeignet, diebisherigen Lampen mit gestrecktem Draht zu ersehen. Sie wird in dem Umfange geliefert, den die llmstellung der Aabttkation rulößi. OSRAM (Nachdruck verboten.) Wieseck, Rüddingshausen, Sonnborn, Darmstadt, den 18. Oktober 1925. veutfcherhof an der Abendkasse. 9750D Herbert Rostorz Vertrieb Gießen, Wetzsteingasse S schriften Vertrieb von Jugend u. Wanderkram Nähe Lirchenplay, neben dem Musikhaus Äirchner Oktober, Gießener 9754D ^rosste absofuiß ßsinheit 40. Fortsetzung. morgen, Dienstag Metzel- Suppe Die Beerdigung findet Dienstag, den 20. Oktober, nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehaus, Gießener Straße 60, aus statt. 97:oD Hühnerfutter. Fischmehl, Garneelen, Muschelkalk, alle Körner, Calvisal-Nährsalz Saat-Niemand, Jnh: E. Scheel, Mäusburg Nr. 17. 3m Feldstecher erschien sein Haar weih, das war Christian Ingold, sein Daker. Krachend zerstäubten die Sturzwellen am eisernen Ponton. Unb Hanns hatte eine Erschütterung gespürt, die sein Innerstes in allen Fugen erbeben lieh. Hermann begleitete den Bruder zur Bahn. „Grüß mir den Bater, Hermann, ich wollte, ich hätte ihm alles ersparen können, aber ich kann es nicht!" Stumm drückte ihm Hermann die Hand, und der Ingenieur stieg ein, warf noch einen scharfen Blick auf Rheinau und die blühende Aue und grub dann die Augen in seine Briefschaften, während der Zug ins grüne Land hineinrollte. Mit dem wärmeren Sommer erholte sich Christian Ingold zusehends. Wenn Ruth ihn besuchte, kam ein Schein von Leben und Anteilnahme in sein verschlossenes Gesicht. Sie sprach nicht viel, und die Antworten des Fischmeisters waren karg genug. Wärmer und offener zeigte Hermann seine Zuneigung zu Ruch, und sie selbst begann ihn mit einer Zärtlichkeit zu umgeben, in der Gefühle sich Bahn brachen, die keinen anderen Ausweg mehr gefunden hatten. Sie brachte ihm die Bücher, an denen er hing, oft lasen sie zusammen laut, und dann sah der Fischmeister im Strohsefsel, die Augen ins Leere gerichtet, und hörte zu, hörte von des Meeres und der Liebe Wellen und von Frau Hadwig und dem Mönch Ekkehard auf dem Hohentwiel. Eines Tages, als Ruth wieder eine Stunde gestohlen hatte, um sie im Fischerhaus zuzubringen. kamen zwei Fischer und begehrten Christian Ingold zu sprechen, der Kaspar Reuh von Rheinau und Iosef Itta aus Elfenau. Sie kamen als Abgesandte und wollten Ingold bewegen, sein Amt als Obmann wieder zu übernehmen. Sie sprachen stockend, schoben einander das Wort zu, aber sie brachten ihre Gründe zu Gewicht. Itta, der große Stangengarnfischer, der den Markt bis Konstanz beherrschte, sagte zuletzt: „Sperrt Euch nicht länger, Ingold. Ihr könnt das Wasser nicht mit den Händen flauen. Sie machen eine Geldmühle aus dem Rhein und wir können es nicht ändern. Aber uns so viel Platz und Recht wahren als irgend geht, das können wir." „Ia." fiel Kaspar Reuh ein, „und zahlen sollen sie, daß es Taler hagelt. Ich trag' mein Retz nicht leer nach Haus." Christian Ingold schwieg. Die Iunisonne strich ihm kräftig über das verfallene Gesicht, in dem sich die Trohfalten noch tiefer gegraben hatten. Die Fischer blickten zu Ruth und Hermaunn hinüber, als erwarteten sie von ihnen Unter« stühung. ..Ist es nicht Vernunft, die wir predigen", sagte der Itta nach einer Weile zu Ruth. Da reckte sich der Alte und antwortete ungefragt mit schwerer ungelenker Zunge: „Vernunft — Ihr habt zu viel davon, dah Ihr Eure Vernunft auf den Markt bringt." „Gotts Wein und Brot, und Ihr zu wenig! So nehmt sie von uns. wir geben sie umsonst!" brach Itta los und strich grimmig den hohen Hut gegen den Filz, dah er rauh wurde wie ein 3gel. Christian Ingold schüttelte den Kopf. „Rein, ich nehme nichts geschenkt. Ich habe das Amt niedergelegt, weil ich nicht markten kann um Gesetz und Recht, und red' euch nicht mehr drein. Aber lasset mich wie ich bin. Ich fahre nicht mit fremdem Zeug." ..So laß dir doch wenigstens das eigene Zeug bezahlen, wenn du es an den Ragec hängen muht. Du bist ja der, der am meisten verliert. Deine Weide sprengen sie dir mit Dynamit und bauen ihre Krafttrommeln, wo jetzt deine Wage schwingt. Gib deine Forderung ein, Ingold, hell' sie turmhoch, so treiben wir den Preis für die Abfindung um so viel höher!" Iosef Itta war dicht zu ihm hingerückt und hatte ihm die Hand aufs Knie gelegt, sein geschabtes, rotgebeiztes Gesicht zitterte vor Aufregung, während er sprach. ,9h£rrun mir' echt weruT. Bitte btad)Un Sie mein Schaufenster! _________________________08518 Heute morgen entschlief sanft nach langem, schwerem mit großer Geduld getragenem Leiden mein lieber Mann, unser guterVater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Schwager Herr Maines Teiler II., Schreineraeisler im 71. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Sophie Textor geb. Ott. Leihgestern, Großen-Linden, 18. Oktober 1925. Die Beerdigung findet Dienstag, den 20. Oktober, nachmittags 4 Uhr, statt. 97530 wenn der Fischmeister den Äamen wechselt". Tagte er mit grimmigem Humor und suchte seine» Sessel. Als Ruth ihn verlieh, horte er seinem Sohn eine Ode des Horaz ab. Hermann hatte ihn listig zu diesen Liebesdiensten abgecichtet, um ihn seinem hirnbohrenden Grübeln zu entreißen. Der alle Ingold verstand nichts davon, prüfte aber gewissenhaft Wort und Klang, und auf der Treppe tönte Ruch noch die helle Stimme Hermanns nach. Es war ein merkwürdig getragener, leidenschaftlicher Klang darin. Auch ihr blieb es leeren Schall, denn sie war in ihren Studien nicht über ein bißchen Apotheierlatein hmausgekommen. Hermann Ingold aber grub die Fingernägel in die Handfläche, und die Stirn unter dem bronzefarbenen Haar von Schweiß gefeuchtet, deklamierte er die ersten Strophen der großen Ode, m der dem gerechten und unerschütterlich in seinen Vorsatz verankerten Mann der Preis gereicht wird. „Si fractus illabatur orbis, impavidum fe- rient ruinae", rief er mit tönender Stimme und verzehrte dabei mit seinen Blicken den alten Mann, der keine rotverbrämte Toga trug, keinen kurulischen Sessel einnahm, fordern mit abgetragenen Kleidern im Slrohiessel saß und die Hornbrille auf dem steilen Rasenrücken,' das fremdsprachige Buch in den großen Händen, mühsam die Lippen bewegte, um'ssen Faden nicht zu verlieren. Ruth erzählte ihrem Vater von dem Erlebnis im Fischerhaus, und Engelhardt erwiderte' „Der alte Ingold ist wie ein Felsen int Rhein. Den müssen sie sprengen. Er läßt sich weder wegspülen noch untergraben." Sie sah. daß er auf sich selbst zielte, und lenkte ab, indem sie von der „Saison" sprach, die ihnen schon einige Gäste gebracht hatte. Im stillen aber flogen ihre Gedanken zu HannS Ingold und strichen umher wie scheue Vögel, die sich nicht niederzulassen wagen. Schon lief das Spekulationsfieber in Rheinau um, und die Grundstücke stiegen im Preis. ES gab keinen Gesprächsstoff mehr außer dem Werk. (Sr.’-t’?«'"-'' folgt.) Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde Mittwoch, den 21. Oktober 1925, 8‘/4 Uhr abends in der Neuen Aul^ der Universität? Lichtbildervortrag Frau Dr. Hedwig Elbert, Frankfurt a. M. Aus dem Dorfleben der Kamerunneger Eintritt für Mitglieder frei. Nichtmitglieder Mk. 1.-, Studenten, Schüler, Militär 50 Pf. Karten im Vorverkauf bei Verlagsbuchhändler Dr. Töpelmann, Südanlage 3, und Der gefesselte Strom Roman von Hermann Stegemann. Kala« idealster Korsettersatz. Verkauf jeden Mitiwoä) Wir, in j W NWWW MWll-a.WWG-WM. Dienstag, den 20. Oktober, vormittags 10 Uhr und nachmittags 2V2 Uhr, versteigere ich im gefl. Auftrage das gesamte Inventar der Restauration „Liebigshöhe" in Gießen: A. 1 Wirtschaftsbüfett, Stühle, ca. 120 Tischdecken, 1 Posten Wein-, Vier-, Likör- und Sektgläser, ein großer Posten Teller, Tassen, Kaffee- und Milchkannen, Iucker- schälchen, Eisgläser, Kuchenteller, Portionsplatten: ferner 1 Partie Messer, Gabeln und Löffel- Silber: Tabletten, Punschromainbecher, Kaffeelöffel, Eisbecher,- 2 Kaffeemaschinen (15 u. 4 Ltr.), 1 Kaffeewärmer; 1 kompl. Licht- und Telephonanlage, 1 kompl. Badeeinrichtung, 1 kompl. Eisanlage (bestehend aus einem Motor, Transmissionen, Riemenscheiben, 3 Eismaschinen, Eiszerkleinerungsmaschine, 2 Konservatoren) und vermiedenes mehr, meistbietend gegen Barzahlung. °™h Simon Wolf, Auktionator und Taxator, wohnhaft Frankfurt a. M., Telephon 5938 Römer. Am 17. Oktober, abends II1/, Uhr, entschlief sanft unser lieber Vater, Schwiegervater, Bruder, Großvater, Urgroßvater, Schwager und Onkel Jakob Rinn XIX. im 83. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen. Heuchelheim, den 19. Oktober 1925. Die Beerdigung findet Dienstag, den 20. nachmittags 7,2 Uhr, vom Sterbehause Straße, aus statt. Gewerbeschule Nidda Zllasslge Sadifdiuie für öaulMkuverler. fflöüelfdjreiner, maftiinenfdiiofier und Sleltto-Mlallaleure. Unterichtsbeginn am 2. 11. vorm. 9V-» Uhr. Vorbereitungskurs für die Meisterprüfung. «D Beginn am 4. Januar 1926. Kür den Aufsichtsrat: Geb. Justizrat Aömbeld. Näheres durch die Schulleitung: H. Bitt. Mit einem schweren Ruck trat Christian Ingold auf die Füße. Die Farbe stieg ihm ins vergilbte Gesicht, und das gelähmte Lid des linken Auges zuckle krampfhaft unter den eisgrauen Brauen, als er antwortete: „Ich habe keine Forderung, daß ihr's wißt. Denn mir ist nichts feil. Ich steh' hier , auf meinem Grund und hab' meinen Vertrag mit dem Rhein auf Zeil und Ewigkeit, solang er läuft. Paktiert ihr, ich red' euch nicht drein, aber einer muß sein, dem das einige Recht mehr gilt als die Vernunft. Und mein Sohn Hal gesorgt, daß dieser eine Christian Ingold heißt." Und um anzuzeigen, daß das sein letztes Wort sei, ging er in die Rebenstube, den faltigen braunen Racken straff gereckt, die weißen Haarsträhnen vom Luftzug über den kantigen Schädel geblasen. Auf einen Wink Ruths nahm Hermann seine Bücher und ging ihm wie von ungefähr nach. Die beiden Fischer standen schweigend vor ihren Stühlen und starrten durch das Fenster in den Schwall des Rheines. Da machte Ruth ihnen den Abschied leichter, indem sie sagte: „Er weiß, daß Sie es gut und vernünftig meinen, aber er ist einer von denen, die sich selbst treu bleiben müssen. Soll ich ihm noch etwas ausrichlen?" Sie blickten sich an, dann entgegnete Kaspar Reuß: „3a, Fräulein, wenn es Ihnen recht ist, so sagen Sie dem Christian Ingold, daß wir keinen neuen Obmann wählen. Es geht jetzt auch so. Und — er soll der letzte sein." „Gotts Donner, so isl's, Fräulein," fiel Iosef Itta ein und bürstete hastig den Filz, „der Rhein läuft uns nach Konstanz zurück, wenn ein anderer Fischmeister wird zu Rheinau un- term Laufsen." Die Stiege krachte unter ihren Tritten. Ruth richtete ihren Auftrag aus. Kein Muskel bewegte sich im oertoetterten Gesicht des Fischmeisters, aber die Hand zitterte, in der er einen stockfleckigen Band hielt. „Der Itta ist ein schlihöhriger Gesell, er Hal Angst, der Lachs gehl ihm nicht mehr ins Garn, | Große GemAde-Ansstellmig und Auktion Infolge Notverkaufs kommen am 21. Oktober, morgens ab 10 Uhr im Saale des Hotels Hindenburg, (Stehen, Seltersweg, eine größere Anzahl wertvoller Gemälde zur Auktion, unter anber.n: Prof. A. Achenbach, Professor E. v. Gebhardt, Prof. Clarenbach, Prof. Askevold, Hambüchen, B. C. Koekoek, Professor F. v. Keller, Prof. F. Doltz, Prof. Röth, Prof. Max (Seiher, Prof. A. Schreyer, Prof. Heffner usw. Zwanglose Besichtigung am Dienstag, dem 20. Okt., ab 1 Uhr und vor der Auktion. Natiirheilverein. Montag, den 19. Okt., abends 8 Ubr 6m Kath. Vereinshaus Vortrag von Herrn Mühlentechniker Steinmetz über: „Feblcrbafte ErnäbrungS- wirtschatt, die Ursache von Krankheit und Teuerung" mit vrnrtifdien Vorführungen. Sur Deckung der Unkosten Eintritt für Mitglieder 30 Pfennig, für Nichtmitglieder 50 Pfennig falmin OLLIS. Ein Gespann Pferde dunkelbraun mit Stern (12 tabrige Stute und 2' jähriger Wallach, ein* und zweisvännig gefahren, zu verkaufen, auch Einzetverkauf. 97U8D BückermeiHter Krahl, Groll en-Lin den Am 18. Oktober, 8 Uhr abends, verschied nach schwerem Leiden meine liebe Frau, meine gute Mutter, Pflegemutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Karoline Becker geb. Oßwald im Alter von 54 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Johann Becker und alle Angehörige. Erster deutscher Versicherungs-Konzern «alle Sparten) hat für verschiedene Bezirke die iaopl-ferlreluiig zu vergeben. 9766s, Herren, die in der Organisation und Akantution erfahren find, ist glänzende Existenz geboten Wettgebendste Unter* kutztmg u. hohe Bezüge werden gewährt. Dfierten unter L 8. 22526 an Rudolf Dlosga, Berlin SW 19. MlWratzMMWMkkM Es ladet ein (9762D) Karl Faber. Arbeitsvergebnng. Die für die Unterhaltung der Schlacht» Hofgebäude erforderlichen Weitzbinder- arbeiten sollen nochmals vergeben werden. Angebote auf Vordruck, der bei uns erhältlich, sind bis Freitag, den 23. d. M., vormittags 10 Uhr, an uns einzureichen Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 16. Oktober 1925. Sladtbauaml Gießen. Braubach. 97488