Samstag, 19. September 1925 Blatt (D 175. Jahrgang Annahme von Lnzetgen für ble lagesnummcr ois zum Nachmittag vorher ohne jedeDer Kindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette 6rtlid)8, auswärts 10 Goldpfennig; für Reklame-Anzeigen ü.70mm Brette 35 Goldpfennig, Platzvorfchrist 20* „21uf» schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friede. Wilh Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumfchem; für den Anzeigenteil: Hans Deck, sämtlich in Diesten M.220 Erstes Erscheint täglich, auher Soniu und Feiertags. Beilagen: GiestenerFamilienblitter Heimat im Bild. monats.BeiHflspreis: 2Goldmark u 20 Gold- pfennia für Irägerlohn, auch bei Nichterscheinen öon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. IFernsprech.Anschlüsse: schnftleitung 112, Verlag undDeschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerEiesten. Postscheckkonto: jranffuri a M 11686. GichenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnlck und Verlag: vrühl'sche Univerfiläts-Vuch' und Steinörudcret R. Lange in Kietze«, rchnstlettung und Keschästrstelle: Zchulftratze 7. Der Gustav-Adolf-Verein in Gießen vielfach ein trauriges olgendm Veschastm stühung hilfsbedürftiger an. tm cahe 21 Blockstraße 4 ,6 Katze 46 lluttj bat. i!«" $tg, gegen, eine Weile ruhen beider Augen ineinander, tiefe Güte und klarer Blick leuchten i~ eine gebildet, bei denen wohl vielfach materielle Brüdern und Schwestern Los beschieden. In den Versammlungen werden wir darüber aus berufe- • nem Munde eingehenden Auffchluh bekommen, dort werden zweifellosLebenS- fragen des deutsch-evangelischen Volkstums in aller Welt angeschnitten werden. Dabei wird sich ergeben, daß der Gustav- Adolf-Verein jetzt mehr denn je zuvor unser aller Hilfe braucht, dast ohne unsere Mitarbeit an seinen grosten und überaus schwierigen Aufgaben noch weitere Tausende von Stammes» und Glaubensbrüdern in allen deutschfeindlichen Weltgegenden dem Vernichtungswillen ihrer Feinde hoffnungslosausgeliefert werden. Dahin darf es nicht kommen, dem Be- kennermut unserer Beider und Schwestern dort draußen inmitten feindlicher, haßerfüllter An- dersstämmigen, dem Arbeitsmut und der Treue des Gustav-Adolf-Ver- eins zu dem evangelischen Auslanddeutschtum und zu den in kultureller Hot stehenden Brüdern und Schwestern innerhalb der Reichsgrenzen müffen wir unfern Opferwillen, Gedanken vorherrschen, die aber auch ideellen Zwecken dienen und darum die Hoffnung geben, daß man auch für die religiösen Angelegenheiten etwas übrig haben werde. Den Protestanten wecke der 31. Oktober die dankbare Freude an den Gütern der Reformation. Unzählige Brüder im Glauben entbehren aber der kirchlichen Fürsorge, da sie keiner geordneten evangelischen Gemeinde zugehörten. Wohl sei es ein Ruhmesblatt des Protest an- tismus, daß er sich nicht engherzig auf sich selbst zurückziehe, um so mehr aber sei es Pflicht, den Brüdern in Rot zu Helfern Die Hilfe, die bisher gerne den einzelnen gewährt wurde, fei nicht ausreichend, verzettle sich, werde ost auchmißbraucht. Darum ruft der hessische HofpredigerProtestanten, Lutheraner, Reformierte, Unierte, Anglikaner und welchen Ramen sie auch führen mögen, welchen Glanbensansichten sie auch sich verfchreiben, zur Begründung eines Vereins für die Unter- protestantischer Gemein» den auf, fügt auch einen SaLungsentwurf Zimmermann verspricht sich vckn einem solchen so stand da zu lesen, „um die in den protestantischen Ländern befindlichen armen katholischen Gemeinden zu unterstützen." Was aber die Katholiken für die FHrigen zu tun für eine heilige Pflicht hielten, sollten das die Evangelischen für ihre Glauberisbrüder nicht auch tun? Zimmermann ward von dem Gedanken so sehr erfaßt, daß er am Reformationsfest 1841 in der „Allgemeinen Kirchenzeitung" einen Aufruf an die protestantische Welt erließ, in dem er unter DoransteNung des Aposteswories „Lasset uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen" auSführte: Zur Pflege der Wissenschaft, zur Förderung aller Lebenszwecke, zur Steigerung aller Lebensgenüsse werden Der» Geh. Kirchenrat Prof. l). R e n d t o r s f - Leipzig, Vorsitzender des Zentralvorstandes des Evangel. Vereins der Gustav-Adolf-Stiftung. Blick des Hauptmanns: „Ruhig — das Schlimmste soll nicht geschehen. — Sieben sind auszufuchen — dankt es dem Kommandanten!" — Ein Kommando — im Dorf schlägt die Flamme empor — niemand darf Hand anlegen — mit markerschütterndem Iammergeheul muß die Gemeinde den Untergang des FHrigen mit ansehen. Plötzlich ein furchtbarer Knall — was ist geschehen? Sieben junge Burschen liegen dort auf den Knien, sie leben, sie ringen die Hände — ein Dankgebei. Väter und Mütter eilen auf sie zu — sie erzählen: sie wurden aus der Menge im Gewühl herausgerissen. Der junge Hauptmann steht mit einer Kompanie ihnen gegenüber. Er befiehlt ihnen niederzuknien, läßt sich selbst auf ein Knie nieder. Dann winkt er mit der Hand: werft euch zur Erde — springt auf: „Geladen!" — Mit dem Degen weist er hoch in die Luft: „Gebt Feuer! — Kehrt, marsch!" — Sie haben in die Luft geschossen, eilends rennen sie davon, dem abziehenden Regimente nach. Der junge Student hat den Blick des jungen Hauptmanns und das ganze Dorf seine edle, menschliche Tat nicht vergessen. Der Hauptmann hieß Govsan, der Student Leberecht Großmann. Alljährlich versammelte sich am 16. Oktober die Gemeinde auf dem „Angstplah" vor dem neu erstehenden Dorfe, und Großmann sprach zu ihnen zur Erinnerung an das furchtbare Erlebnis. Der Student wurde ein ausgezeichneter Mann. Vom Dorfpfarrer rückte er zum Professor und Diakonus in Schulpforta, zum ®e- neralsuperintendenten in Altenburg und 1829 »um Professor der Theologie und Superintendenten von St. Thomae in Leipzig auf. Fm Fahre 1832 hatte er als Mitglied des sächsischen Konsistoriums sich an die böhmische Grenze ins Erzgebirge zu begeben, wo die böhmische, bisher in dem sächsischen Brambach eingepfarrte Gemeinde Fleißen auf Befehl der österreichischen Regierung aus dieser Verbindung losgerissen worden war. Er sah mit tiefem Schmerz die Rotlage der böhmischen Glaubensbrüder. Fm Rovember des gleichen Fahres wurde auf dem Schlachtfelde von ßüfcen der 200. Todestag des großen Schwedenkönigs gefeiert, und unter Croß- manns Vorsitz wurde in Leipzig die Errichtung eines würdigen Denkmals über dem alten Stein mit der schlichten Inschrift „G. A. 1632" beschlossen. Allein die Eindrücke an der böhmischen Grenze hatten in Großmanns Herzen den Ge- nkisieran npuniere n Massage ire M, Der Gustav-Adolf-Derein steht nach dem Riederbruch des Vaterlandes einer gewaltigen Hochflut deutsch-evangelischer Rot in aller Welt gegenüber. Am schlimmsten sieht es zur Zeit wohl in Polen aus, wo ein wahrer Vernichtungskrieg der feindlichen G emente gegen alles Deutsche und Evangelische entfesselt ist, gegen viele Tausende von deutschen Volksgenossen, die dort vielfach in jahrzehntelanger Arbeit die großen kulturellen und wirtschaftlichen Werte geschaffen haben, die die polnischen Unterdrücker heute in skrupelloser Weise an sich reihen. Aber auch in anderen Ländern, die zu der Gruppe der Weltkriegsieger gehören, ist den deutsch-evangelischen Verein nicht eine unprotestantische Vereinheitlichung des Glaubens, ober eine Einheit in der tätigen Liebe, die wiederum dem Wachstum des Glaubens dienen müsse." Leben, reges Leben, Begeisterung, heilige Begeisterung für die evangelische Kirche, das wird, das muß die Segensfrucht eines solchen Vereins fein. Das gemeinsame Liebeswerk werde dem Kampf der Meinungen in Glaubensfragen feine Schärfe nehmen. Richt auf Eroberung, wohl aber auf Verteidigung sei der Verein eingestellt. Fügten, Reiche, Mittelstand und Arme müßten sich beteiligen. „So gehe denn," schließt Zimmermann, „dieser Ausruf, dem Gottes Geist offene Herzen bereiten möge, in alle protestantischen Länder aus und bringe Heil jetzi und für alle kommenden Zeiten der heiligen Kirche, welcher wir anzugehören uns freuen. Protestanten, Fhr setzt dadurch Euch selbst das rühmlichste Denkmal. Den Ausführenden gebührt das Verdienst: dem Anregenden nicht: denn Fdeen kommen von Gott." Die Worte Zimmermanns haben einen tiefen Eindruck gemacht, machen ihn noch heute auf jeden Leser durch die Wucht ihrer Wahrheit. Sie sanden Widerhall nicht bloß in Hessen, sondern im ganzen evangelischen Deutschland, ja darüber hinaus. Dor allem aber setzten sich die Führer der Leipziger Gustav-Adolf-Stiftung mit Zimmermann m Verbindung. Was diese wollte, deckte sich mit den Absichten des hessischen Hofpredigers. Ein lebhafter Schriftwechsel setzte ein, eine aus allen Gegenden Deutschlands, aus Rorwegen, Ungarn, Siebenbürgen, dem Elsaß und der Schweiz beschickte Versammlung in Leipzig vereinigte die alte Gustav-Adolf-Stistung mit dem geplantenDerein. So heißt bis heute dieser Hilfsbund: Evangelischer Verein der Gustav-Adolf-Stistung. Eine wesentlich breitere Unterlage trägt nun die alte (Stiftung. Zwei Drittel der Einnahmen finden unmittelbare Verwendung für den DereinSzweck, nur noch ein Drittel wird (anfänglich) kapitalisiert. Dr. Zimmermann lieh den Erfolg seines Aufrufs ganz in die Gustav-Adolf -Stif tung einmünben. Er wollte nur der Sache dienen, hat auch Zeit seines Lebens nimmer müde sich mit seiner hinreißenden Beredsamkeit für seinen Gustav-Aboff- Derein eingesetzt. War der von ihm ausgesprochene ®cbanfe auch nicht neu, so hat er ihm doch erst die große Welt erobert, während die Gustav- Adols-Stiftung im ganzen auf Sachsen beschränkt geblieben war. Sichtbare Zeugen der Gustav-Adolf-Dereins- arbeit stehen heute in der ganzen Welt. Auch unsere engere Heimat ist dem Gustav-Adoll» Berein zu größtem Dank verpflichtet. Wir grüßen darum heute den Verein als einen lieben Gast, als einen guten Freund, als einen vielbewährten der Provinz Oberhessen und auch in den benachbarten preußischen Gebieten dieser Tagung ent- gegensieht, aus den umfangreichen Vorbereitungen, die man für die Festgottesdienste in unserer Äachbarschaft, für die Aufnahme der vielen evangelischen Sendboten aus dem Reiche und dem Auslande und schließlich für den Massenbesuch des evangellschen Volkes der ganzen Provinz bei den Volksversammlungen in Gießen trifft, kann man die herzliche Sympathie erkennen, die unsere evangelischen Mitbürger überall in Stadt und Land dem Gustav-Adolf-Derein entgegenbringen. Wir glauben der vollen Zustimmung deS evangelischen Kirchenvolkes sicher zu fein, wenn wir an der Spitze unserer heutigen Betrachtungen zu dem großen Ereignis im deutsch- evangelischen Gemeindeleben dem Gustav-Adolf- Derein in dankbarer Anerkennung feiner großen Verdienste um das evangelische Deutschtum den herzlichsten Willkommengruh unserer Stadt und der engeren Heimat entbieten. Mit besonderem Stolz lenken sich in diesen Tagen gerade die Blicke des Hessenlandes auf den Verein, fcr heute so groß und hochangesehen ilt der evangelischen Welt dasteht. Denn an seiner Wiege hat das Hessenland einen hervorragenden Platz eingenommen, ja, es hat — das bars man wohl sagen, ohne unbescheiden zu sein dem zarten Kindlein erst die rechte Entwicklungs- sähigkeit gegeben. 1832 war zwar in Sachsen, insbesondere in Leipzig und Dresden, der erste Grundstein der Dereinsarbeit gelegt worden, aber diese Organisation blieb auf Sachsen beschränkt. Ohne Kenntnis von dem dortigen Vorgehen erließ der Darmstädter Hofprediger Dr. Karl Zimmermann am 31. Oktober 1841 dnen Ausruf an die protestantische Welt, über den Pfarrer Ernst Wagner, Bensheim, in dem nachstehenden Aussatz „Der Anteil Hessens am Gustav-Adolf-Derein" näheres berichtet. Der Erfolg dieses Aufrufes war die Gründung zahlreicher Dereine zur Arbeit an den Aufgaben, die Zimmermann aufgezeigt hatte. Erst später erfuhr Zimmermann von dem sächsischen, insbesondere Leipziger Werk, und nun kam es im Fahre 1842 zu einer Verschmelzung der beiden Organisationen. Danach wurde das gemeinsame Werk auf breite Auswirkungsmöglichkeiten eingestellt, der Weg zum Aufstieg war gebahnt. In voller Hingabe an die große Sache und mit klug wägender Sorgfalt wurde nun im Laufe der Jahrzehnte an der Organisation auf- und ausgebaut, ein reicher Quell der Hilfsbereitschaft zur Linderung und Beseitigung deutsch-evangelischer Rot wurde immer stärker erschlossen, und heute steht der Gustav-Adolf-Derein, wie er kurzweg überall genannt wird, als ein Werk vor uns, dem wir Bewunderung und dankbare Siebe schuldig sind. Richt nur in einzelnen Orten ober Bezirken des Reiches, sondern noch weit, weit mehr draußen in den fremden Ländern hat der Gustav- Adolf-Derein seine Wirkungsstätte. Heberatl da, wo evangelische Brüder und Schwestern in Glaubensnot, in Schulsorgen, in sozialen Schwierigkeiten. in volksgesundheitlichen Fährnissen, in Bedrängnis ihrer Stammeseigenart usw. stehen — und das ist heute nach dem Dittat von Der- sailles in noch viel höherem Maße der Fall, als früher — sehen wir den Gustav-Adolf-Derein. getreu seinem edlen Wahlspruch „Lasset uns GuteS tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen!", als Helfer und oft auch als Retter in der Rot wirken. Wer, wie der Schreiber dieser Zeilen, den Glaubens- und Rationalitätenkampf in den national und konfessionell stark gemischten Grenzgebieten, besonders im deutschen Osten, kennengelernt und dort die außerordentlich segensreiche Wirksamkeit des Gustav-Adolf-Dereins für das evangelische Deutschtum an vielen Beispielen beobachtet hat, der kann voll und ganz ermessen, welche deutschevangelische Großtat dieser Derein in stiller und hingebungsvoller Arbeit Fahr um Fahr treu und liebevoll geleistet. Diese vollbringt er heute noch in weit stärkerem Maße. Ünb dabei ist es ein besonderes Ruhmesblatt des Dereins, daß er seine Arbeit nicht entwürdigt und ver-, giftet durch öde Parteipolitik, daß nicht Haß gegen die fremden Dolksstämme die Richtschnur seines Handelns ist, obwohl seine ausländischen Gegner seine Dertreter vielfach mit ihrem ganzen Haß verfolgen, sondern daß er stets nur christlich- fursorgend dem evangelischen und deutschen Bruder Hilfe bringt, damit dieser in seiner Rot erfährt, daß seine Glaubensgemeinschaft, sein Volkstum mit ihm fühlt und denkt, daß man ihm die Last der Rot und Sorge erleichtern will, wie rechte Brüder und Schwestern es immer für einander tun. Diese von höchster Sittlichkeit geleitete Arbeit hat dem Gustav-Adolf« Verein die Wertschätzung aller gerecht denkenden Menschen gesichert, und sie hat ihm auch die Zuneigung aller evangelischen Glaubensgenossen im Reiche und jenseits der Grenzpfähle ohne Unterschied der politischen Ansicht des einzelnen eingetragen. I " Zum ersten Male in den langen Fahren ( seines segensreichen Wirkens kehrt der Evangelische Verein der Gustav-Adolf- Stiftung zu einer Hauptversammlung, seiner siebzigsten. In unserer Stadt Giehen — und • damit überhaupt zum ersten Mal in eine Mittelstadt — ein. Dieser Besuch ist nicht nur für die cberhessifche Provinzialhauptstadl, sondern für daS ganze Hessenland eine Auszeichnung. Aus dem starken Interesse, mit dem man hier, in WeÄltaifft on 2 Ähr 2 auf igelischen fetinbe meindevoNtMtzm gen und frt tzäustr ge mögen and) dir in die Srupyen bei men 8719D wrM npRchlt isGcfz1 WMrD iterweg 1 schneiden arbeiten unsere Bereitschaft zur Mitarbeit bei der Lösung der großen Ausgaben des Vereins hingebungsvoll mit ganzer Kraft der Seele und des Willens an die Seite stellen. Daß dieser entschlossene, opferfreudige Wille von der 70. Hauptversammlung des Evangelischen Dereins der Gustav-Adolf-Stistung weit hinaus in die evangelische deutsche Brüder- und Schwesternschaft lebendig werden und bleiben möge, daß ein Strom unver iegbarer Begeisterung für das hohe Werk des Gustav-Adolf-Dereins sich auf dieser Tagung ent essele, das ist der Wunsch, den wir unseren herzlichen Grüßen an die Gäste unserer Stadt zugLsellen. Der Anteil Hessens am Gustav - Adolf-Verein. Don Pfarrer Ernst Wagner- Bensheim. Die Erinnerungsfeier an der Stätte, da Gustav Adolf einst vor 200 Iahren sein Leben ausgehaucht, hatte im Iahre 1832 den Anlaß zu einer Stiftung gegeben, die, wie der Schwedenkönig dem bedrängten Protestantismus zumRetter geworden war, in ihrem kirchlichen Leben bedrohten evangelischen Gemeinden Hilfe, bringen sollte. Es war die Gustav-Adolf-Stiftung in Leipzig, die durch Superintendent D. Großmann angeregt, aus den Zinsen eines zu sammelnden Kapitals vor allem den im benachbarten Böhmen notleidenden alten evangelischen Gemeinden Unterstützung gewähren wollte. Der mtt Begeisterung auf genommene Gedanke setzte sich nur langsam durch. Zwar hatte man 1841 12 850 Taler Kapital zufammengetragen, ober die Zinsen daraus waren doch nur gering im Verhältnis zu der Aufgabe, die man sich gestellt hatte. Heber die Grenzen des Königreichs Sachsen war der "Freundeskreis dieser Stiftung auch kaum hinaas- gewachsen. Unb doch drängte die ganze Zeitlage auf eine gründliche Durchführung des richttgen Gedankens. „ _ Die im 19. Jahrhundert vor allem durch den Reichsdeputationshauptschluß und verschiedene Friedensverträge wesentlich verschobenen Grenzen der deutschen Länder umschlossen nicht mehr einheitliche Konfessionen. Der große Austausch der bisher voneinander abzegrenzten Kir- chen begann, überall fanden sich in rein katholischen Gegenden etliche Evangelische zusammen. Die geistliche Fürsorge für diese evangelischen Minderheiten wurde zu einer Pfticht der evangelischen Heimat aus der jene ja abgewandert waren. Zu Bewußtsein kam diese Pflicht dem Hofprediger Dr Karl Zimmermann in Darmstadt, als er. der Mitherausgeber' der „Allgemeinen Darmstädter Kirchenzeitung". in dem „^nivers", einer in Paris erscheinenden Zeitschrift, einen Aufsatz über die Begründung einer Stiftung zur Erhaltung des katholischen Glaubens m Europa sand „Die Stiftung ist (1839 zu Paris) gegründet,' eitzerung' tzehiember, W®* SePlsKr 1925. - ftrie- N* N sauer ®aHh>rflta6e *160 jtt 115^ Helfer, auch als den kirchlichen Verein, dem ein Hesse sein besonderes Gepräge mitaufgebrüdt bat Vom Gründer des Gustav-Adotf-Vereins. RapoleonS Hand lag schwer auf dem Thüringer Land. Seine Heere wälzten sich an der Saale gegen Iena und Auerstädt heran. Schon zwei Tage vor der Schlacht hatten die Bewohner des friedlichen Dörfchens Prießnitz bei Raumburg mit einer Schar französischer Chasseurs Bekanntschaft gemacht und manch gutes Stück Vieh und anderes mit ihnen ziehen Iahen müssen. Am Tage nach der Schlacht kam. plötzlich ein ganzes Regiment das Tal herauf, besetzte alle Häuser und jagte Greis und Mann, Weib und Kind mit geladenem Gewehr und aus- gepflanztem Bajonett zum Dorfe hinaus. Unter er entsetzten, verwirrten, ahnungslosen Menschenmasse befand sich auch ein Student, der Sohn des Pfarrers, der einzige, der ein Wort Französisch verstand. Er bat flehentlich um Auskunft über die Gründe des unverständlichen Heberfalleä. „Vier Soldaten, Franzosen, habt ihr ermordet — jetzt hinaus zum Kommandanten!" — Er erkennt sofort: irgendeine grauenhafte Verwechflung! — Er wird zu dem französischen Obersten geführt. Der Mann ist ruhig und kalt. Er hat ein beschriebenes Blatt In der Hand: „Ihr Dorf heißt doch Prießnitz?" — „Iawohl, aber es gibt mehrere Dörfer dieses Ramens in der Gegend — hier ist nicht das Geringste geschehen — untersuchen Sie — strafen Sie streng, wenn Sie etwas finden — aber seien Sie gerecht — es ist ein Irrtum." Mit beredten Worten verteidigt der junge Mann sein Heimatdorf und bittet, dem Marschall Davoust noch einmal Bericht zu erstatten. Er hat befohlen, das Dorf zu verbrennen und alle männlichen Einwohner zu erschießen. In wahnsinniger Angst fallen sich die armen Dorfbewohner in die Arme, stürzen zu Boden, weinen, schluchzen, flehen. Der Student dringt noch immer mit den innigsten Bitten in den Obersten. Es gelingt, sein Herz zu erweichen. Eine Ordonnanz wirst sich aufs Pferd und drescht im Galopp nach Raumburg davon. Bier Stunden furchtbaren Wartens, entsetzlicher Spannung! Endlich kommt die Ordonnanz zurück, ein Stück Papier in der Hand. Tod oder Leben? Eifrige, sehr bewegte Beratung der Offiziere, die Aufregung läßt nichts Gutes ahnen, man scheint unentschlossen. — Der Oberst erhebt sich, geht mit langen Schritten auf und ab, die Antwort Davousts ist kurz, sie lautet: „Feuert!" — Ein junger Hauptmann tritt auf ihn zu, die beiden Männer sehen sich fest an, wechseln ein paar Worte, schütteln sich die Hand. — Einige Befehle, das Regiment rüstet zum Aufbruch. — Der Student will zum Obersten eilen, der junge Hauptmann tritt ihm ent- danken an ein lebendiges Denkmal für den edlen Schwedenkbmg. der für landeSfremde Glau- bensbrüder sein Leben geopfert hatte, erweckt. Gr selbst hatte an jenem Hnglückstage von 1806 in seinem Thüringer Heimatdörfchen die Hand des Feindes schwer genug gefühlt. Sein Ruf fand sogleich begeisterten Widerhall — der Gustav-Adost-Verein war gegründet. Aus dem kleinsten Keim breitete er sich wie ein mächtiger Baum immer weiter auS. Abertausende von evangelischen Glaubensbrüdern in fremden Ländern haben ihm die Erhaltung ihres Glaubens und Hilfe in tausendfacher Rot zu verdanken. „Vater Großmann" ward berühmt und hochverehrt nicht nur im kleinen Heimatdorfe und in Leipzig, sondern weit und breit in aller Welt, wo gute Protestanten wohnten. -- Im Jahre 1856 sah ein alter, pensionierter achtzigjähriger französischer Oberst im Kaffeehouse „Zur Perle" in Lyon und las. wie er zu tun pflegte, die ..Augsburger Allgemeine Zeitung". Da fällt ihm der Rame „Prießnitz" ins Auge, und eine undeutliche alte Erinnerung taucht in ihm auf. Da steht ein langer Bericht über eine seltene Feier in einem kleinen Thüringer Dörfchen. Bor fünfzig Jahren ist das Dorf verbrannt, die Einwohner aber durch die Fürbitten eines Studenten und die edle Gesinnung des französischen Hauptmanns Govean gerettet worden. Zur fünfzigsten Jubelfeier ist der ehemalige Student, jetzige Prof. Großmann aus Leipzig selbst herübergekommen. Den Ortspsarrer zur Rechtm. seinen Sohn zur Linken, von allen seinen Angehörigen und der ganzen Gemeinde gefolgt, ist der ehrwürdige, durch den Gustav» Adolf-Berein berühmte Greis zum Denkmal auf dem Angstplah hinausgezogen. Dort stehen zwei Greise neben ihm. es sind die letzten von jenen sieben dem Tode geweihten Iüngnlingen von 1806! Die Tränen strömen bei beiden alten Bauern über die gefurchten Wangen, als der verehrte Iugendgenosse mit herzerschütternden Worten jenes Tages, des französischen Haupt- manns und des neuerblühten göttlichen Segens gedenkt. Zum Schluß sinkt er an, Denkmal nieder und saht alle Herzenswünsche für die gerettete Heimat in ein lautes, feierliches Vaterunser zusammen. Hebet die ganze Gemeinde senkt sich ein tiefer Schauer heiliger Ergriffenheit. — Der alte Oberst liest es und eine Träne rollt auch ihm in den eisgrauen Soldatenbart hinab. Den Studenten von damals sieht er wie leibhaftig vor seinem Geiste, das brennende Dorf, die sieben Unglücklichen. — ein tiefes reines Glücksgefühl bewegt sein Herz für feine edle Tat von damals. Sinnend stützt er sein Haupt, — da klingen an dem Rebentische deutsche Laute. Er schaut sich um, — da sitzt ein fremder Herr von deutschem Aussehen. Der alte Oberst bittet ihn mit deutschen Worten zu sich: Bankier Dehrmch aus Leipzig! „Kennen Sie den Professor Großmann in Leipzig?" „Und ob — wer sollte in Leipzig den Vater Großmann nicht kennen, den bedeutendsten Lehrer an der Universität, den allbeliebten Prediger an der ThomaSkirche, den Mann, der stets mit an der Spitze steht, wenn es sich um ein öffentliches Werk edler Menschlichkeit und opferwilliger Wohltätigkeit handelt?" — Ueberglücklich schüttelte der alte französische Haudegen dem Leipziger Banller die Hande: „Den Mann grüßen Sie mir von ganzem Herzen, der Hauptmann Govean von Anno 1806 lebe noch und würde sich über nichts mehr freuen in seinen allerletzten Lebensjahren, als wenn er noch ein paar Zeilen von dem mutigen Studenten von Prießnitz lesen konnte, dem er in so furchtbaren Augenbllcken nur einmal tm Leben ins Auge sah." „ Die unverhoffte Verbindung mit Govean war Großmanns letztes Glück auf Erden. Am Ostermontag 1857 schlug ihn der Tod ins Herz. Seine kraftvolle, gesunde Ratur rang noch elf Wochen mit dem Sensemann, sein Geist blteb leuchtend klar, milde und voll tiefsten Dankes gegen Gott und die Menschen bis zum letzten Augenblick. Täglich mußte der Rat der Stadt Leipzig Berichte über sein Befinden herausgeben, denn Abertausende in Leipzig wollten wissen, ob noch ein Fünkchen Hoffnung sei, daß Vater Großmann bei ihnen bliebe. — Seine Leiche ward vor der Gemeinde ausgestellt, von den Studenten bewacht, der Andrang der Menschen war so ungeheuerlich, daß Unzählige toiebcc abziehen muhten, ohne noch einmal sein gütiges Antlitz gesehen zu haben. Kein Fürst war herrlicher bestattet, keinem Hangen so viel Worte tiefempfundenen Dankes nach. Einen der innigsten Briefe herzlicher Anteilnahme schrieb der alte Oberst Govean aus Lyon, der „ehemalige Hauptmann der Grenadiere des dritten Linienregiments". Dr. W. Greiner. L -- Die evangelische Kirche und dieMinderheitenfrage Von D. Bruno Geißler-Leipzig. Hm die so überaus heikle Minderheitenfrage ist man auf dem Stockholmer Kirchenkonzil vorsichtig herumgegangen. Das ist sehr schade, da offenbar die Kenntnis der wirllichen Lage in Der weiten Welt reichlich unbekannt ist. Der polnische Generalsuperintendent Bursche konnte es wagen, in einer schwedischen Zeitung öffentlich zu erllären, bte Deutschen und Evangelischen in Polen genössen volle Toleranz. Der Konsistorialpräsident von Straßburg, der mit seiner Entdeutschungstendenzim schroffen Gegensatz gegen die evangelische Kirche des Elsaß stecht, galt als deren vertrauenswürdiger Vertreter. Daß aus der Tschechei neben den Iüngern der hussitischen Tradition auch ein deutscher Kirchenführer da war und ein sorgenschweres Herz hatte, kam wohlmeinenden Amerikanern als eine verwirrende Komplikation der ohnehin schon so undurchsichtigen Verhältnisse jener Gegend vor. Gut ließ sich mit den Männern aus dem Orient über die Tatsache des Vorhandenseins deutscher, magyarischer und anderer Minderheiten in Iugo- slawien, Rumänien usw. reden. Man darf glauben: was sich in Siebenbürgen, in Kroatien an Schmerzlichem, ja Tätlichem für alte und schöne Deutsche Kultur abspielt, würde nicht sein, wenn Dort die Kirche den alten Einfluß hätte. Daß es nicht angeht, dem Völkerbünde die Minderheitenfrage zu überlassen, wurde in Stockholm offen anerkannt. „Die Gemeinschaft der christlichen Kirchen muß das Gewissen des Völkerbundes sein." So wird es gelten, die Minderheitenfrage vom Standpunkt der ch r i st - lichen Ethik anzupacken. Das ist keine leichte Sache. Ein paar Fragen nur, um die Schwierigkeiten zu beleuchten: Darf ein Staat seine anderssprachigen Hntertanen zur Erlernung der Staatssprache durch wirtschaftliche Vorteile nötige n oder auch geradezu zwingen (Oesterreich, Amerika, SüÄirol)? Haben die Rationalitätenstaaten Recht, wenn sie durch energische Einschmelzung der Minderheiten und deren Verdrängung von Grund und Boden zlu einheitlichen Rational st aalen zu werden trachten, oder müssen sie sich mit dem mehrsprachigen Tatbestand abfinden und das Vorbild der Schweiz oder Rußlands (!) an nationaler Duldsamkeit noch- ahmen (Tschechoslowakei, Polen)? Ist ein besonderes Recht auf Anwendung strenger Maßnahmen dort anzuerkennen, wo an der Landesgrenze eine Irreden t a wohnt (Magyaren in Rumänien und der Slowakei. Deutsche im „Korridor", in Rordschleswig, in Südtirol) ? Macht es einen Hnterschied aus. ob die Aufsaugung der anderen nach hundertjähriger geschichtlicher Gemeinschaft betrieben wird (Polenpolitik Preußens, Magharisierung im alten Hngarn), ober ob sie sofort nach Verschiebung der Grenze mit Hngcbulö und Schroffheit beginnt (Posen. Elsaß. Tirol)? Entlastet die Zustimmung eines Stammes zu seiner Entnationalisierung einen Staat von der Verantwortung für das dadurch verloren gehende Kulturgut (Masuren, Wenden. Amerika)? Diese Fragenreihe läßt sich noch lange fort- setzen und durch Beispiele belegen. Hier liegt sorgenvollste Arbeit für das christliche Gewissen. Sollte nicht gerade uns Deutschen bei unserer überlegenen Sachkenntnis auf diesem Gebiet und unserer anerkannten Leidenschaftslosigkeit die Hauptlast dieser Arbeit zufallen? Eine Antwort auf die Minderheitenfrage steht außer Debatte: Das Recht und die Pflicht der Glieder eines Volkes, über alle Staatsgrenzen hinweg sich als Einheit zu fühlen und aus diesem innerlichen Zusammenschluß Lebenskraft und Arbeitsfreude. Geduld, Treue und Tapferkeit zu schöpfen. Morgen wird die evangelische Kirche Deutschlands in der ihr für die Betonung dieser Volkseinheit über die Erdteile hin eigentümlichen Form, nämlich in der Form des Gustav- Adolf-Vereins zusammentreten. Ein ökumenischer Kongreß im Ausschnitt wird da beisammen fein. Das Festprogramm nennt als Haupt- träger der geplanten Darbietungen kirchliche Führer aus Danzig und Böhmen, Italien, Bulgarien und Palästina. Auch aus Rumänien und Iugo- slawien, aus Polen und Litauen, aus Südafrika. Brasilien, Argentinien sind Berichterstatter über die überall so unendlich schwierige Lage der deutschen Diaspora zu erwarten. Minderheitenfrage wird eine große Rolle bei allen Erörterungen spielen. Man wird sie aber nicht mit thw- retischen Heberlegungen, sondern mit praktischer Tat behandeln. Opfer für die Brüder in Rot, Handreichung für ihren Mangel, Zuspruch für ihren Kampf, das ist die zur Zeit wichtigste und wirkungsvollste Antwort der evangelischen Kirche auf die Minderheitenfrage. Hmdenburgtage am Rhein. Des Reichspräsidentenbesuch in Essen, Duisburg und Düsseldorf. Es war ein guter Gedanke des Reichspräsidenten, daß er eine seiner ersten Reisen in das ehemals besetzte Gebiet lenkte, um dadurch nicht nur vor dem deutschen Volke, sondern vor der ganzen Welt das Siegel unter die Einigkeit Deutschlands zu sehen und den Schlußstrich zu ziehen unter das traurige Kapitel, das im Ianuar 1923 begann, um im August 1925 einen für den „siegreichen Eroberer" wenig rühmlichen Ausgang zu nehmen. Die Londoner Politik, die Dr. Strese mann zusammen mit dem damaligen Reichskanzler Marx und dem jetzigen Kanzler Dr. Luther eingeleitet hat, erwies sich, darüber ist jetzt kein Zweifel mehr, als richtig. Welche Lebensdauer das Dawesgutachten «selbst haben wird, darüber wird man sich in Iahr und Tag unterhalten, den Gegenwartswert hat es jedenfalls gehabt, daß es uns unsere wertvollste Ittdustrieprovinz zurückgab und die Wirtschaftsgrenze beseitigte, die mitten durch Deutschland gelegt war. Man mag sagen, daß die Franzosen sich nicht länger an der Ruhr halten konnten; das ist zum mindesten schwer zu beweisen. Sie sahen schließlich Doch wohl am längeren Arm des Hebels, und wenn es nicht durch diplomatische Manöver gelang, so hätten wir sie vielleicht nie hinaus- bekommcn. Iebenfalls dürfen wir den Abmarsch der Franzosen von der Ruhr als den ersten außenpolitischen Erfolg buchen, den wir seit dem Zusammenbruch erlebt haben; einen Erfolg allerdings, der nur möglich wurde, well trotz aller inneren Zerrissenheit ber Wille zum Zusam menhalten innerhalb des deutschen Volkes sich als stärker erwies, als alle Lockrufe hochbezahlter feindlicher Agenten. Auf diesen Ton des Einheitsgedankens ist denn auch die ganze Reise des Reichspräsidenten gestimmt. Sie gleicht einem Triumphzug, Hunderttarsende drängen sich an seinen Weg, um in ihm zu grüßen nicht nur den Repräsentanten des deutschen Volkes, sondern auch den Kristallisations- punkt alles dessen, was uns an Lebenswillen noch geblieben ist. Eines Blutes Brüder und eines Volkes Söhne in Opfermut und Treue, so hat der Reichspräsident den wesentlichen Inhalt der Freiheitstage auf eine einheitliche Formel gebracht. Mit Stolz dürfen die Millionen wehrloser Deutscher, die weiter nichts als ihren Willen zum Volkstum den modernen Kriegsmitteln der Franzosen entgegenzusetzen hatten, den Dank des Reichspräsidenten und des gesamten Volkes entgegenzunehmen für ihr stilles Heldentum, das ihnen durch Arsharren das Ziel erreichen half. Wir Deutsche sind seit 1918 bescheiden geworden, kaum eine Demütigung ist uns erspart geblieben. Aber gerade deshalb haben wir allen Anlaß, nicht in rauschenden Siegesfesten, aber in stolzem Selbstbewußtsein auf die Kraft der Treue zum Volke hinzuweisen, die an der Ruhr ebenso wie in Ostpreußen, in Schleswig-Holstein und in Oberschlesien ihren Sieg errang. Und das wollen wir aus der Fahrt des Reichspräsidenten als bleibendes Gut in eine bessere Zukunft mit hinüber- nehmen: daß wir uns den Luxus parteipolitischer Zersplitterungen und vergifteten Haders nicht leisten können, daß wir unsere Stärke nur indem Bekenntnis zum einheitlichen Volks- t u m besitzen, und nur in diesem Zeichen auch die Niederlage überwinden können, die uns um ein Jahrhundert zurückwarf, aber auf die Dauer den Weg zum großen, glücklichen Deutschland nicht verbauen kann. Die Vefreiungsfeier in Essen. Essen, 18. Sept. (TH.) Bis tief in die Rächt hinein durchzogen gestern begeisterte Massen die Straßen der Stadt. Fanfaren erklangen und immer wieder ertönten das Deutschlandlied und die „Wacht am Rhein". .Mit der „Wacht am Rhein" hatte gestern abend ein vieltausendstimmiger Volkschvr den Reichspräsidenten zu seinem Hause begleitet Dom frühen Morgen an, drei Stunden vor der um 11 Hhr beginnenden offiziellen Befreiungsfeier im ©tä&tl* schen Saalbau. zeigt das Essener Strahenbild ein sonntäglich bewegtes Aussehen Zu Zehntausenden steht die Bevölkerung in froher Erwartung vor der Wohnung des Reichspräsidenten und auf Zufahrtsstraßen Kurz vor der Abfahrt zum Saalbau um 11 Hhr begrüßte ein 4000ftiminiger Kinderchor den Reichspräsidenten an der Waldhausenschen Villa mit Weihgesängen. Die kleinen Sänger marschierten unter der Führung ihrer Lehrer auf. Sie vermögen ihre Begeisterung nicht zu zügeln Schon vorzeitig bringen sie spontane Hochrufe aus. Hm 9 Hhr zeigte sich die hohe Gestalt des Reichspräsidenten auf dem Balkon. Ein Sturm der Begeisterung brach bei seinem Anblick los. Der Reichspräsident dankte erfreut. Runmehr erklangen die frischen, Hellen Stimmen der Kinder. die mehrere patriotische Lieder sangen. Zum Schluß wurde das Deutschlandlied, das jahrelang unter der Fremdherrschaft nicht gesungen werden durfte, von allen Anwesenden begeistert gesungen. Stürmische Hochrufe ertönten immer wieder. Der Reichspräsident zog sich dann zurück, um sich etwa 60 Bergknappen in der Hniform von Rettungsmannschaften vorstellen zu lassen, die bei den letzten Gruben- I katastrophen bei den Rettungsarbeiten beteiligt waren. Im Anschluß daran begab sich dann der Reichspräsident um 10 Hhr auf den Ehren- friedhof, wo er am Grabe der dreizehn Kruppschen Arbeiter einen Kranz niederlegte. Auf seinem ganzen Wege wurde er jubelnd begrüßt. Auch an den Gräbern der bei den Hnruhen im Iahre 1920 gefallenen Sch uhpolizeibeamten legte er einen Kranz mit Schleifen in den Reichsfarben nieder Der preußische Mini st erpr äsident Braun und der preußische Minister des Innern Severing haben ebenfalls die Gräber besucht. Der Ministerpräsident legte einen Kranz nieder mit Schleifen in schwarzrotgoldener und schwarzweißer Farbe mit der Inschrift: „Den Toten vom 31. März 1923 die preußische Staatsregierung". Zu der Vaterländischen Kundgebung in dem einfach und würdig ausgeschmückten Offener städtischen Saalbau hatten sich neben zirka 3000 Gästen der Reichskanzler w Druien haben einige Siege bapongetragen Mehr als 5000 Christen wurden a u S g e p l ü n der t und verjagt, sie leben jetzt unter freiem Himmel Heber 800 Franzosen sind tot ober verwundet. 700 werden in der Festung Sueida belagert. Ich konnte mich nicht dorthin begeben. (Srcxi zehn Dörfer des HaurangebieteS haben an dem Auf» stände tetlgenommen. Sine französische Grpeditio« müßte sofort zum Marsch gegen den Dtchebel- Drus eingesetzt werden, um aber den Sieg zu sichern, brauchen wir mindestens 15000 gut ausgerüstete Soldaten, denn das französische '43 r e ft t g c bat seit dem 3. August sehr stark gelitten. Mehrere Freunde Frankreichs haben sich nach der Festung Sueida begeben. Die Festung wird burd) Flugzeuge verpflegt, von diesen sind im Dschebel-DruS und im Hauran- Gebiet sechs obgescho'sen worden und abgdhir»L Die Lage i st sehr kritisch Seit ich hier im Lande bin cs sind jetzt 37 Jahre — habe ich derartig trostlose Szenen noch nicht gefehen. Hier wird ein schr energisches Vorgehen und eine kluge Verwaltung notwendig fein, um die allgemeine Sicherheit und das französische Prestige w iederherzus: e llen." Rach einer inerteren Meldung wurde die Festung Sueida durch die Drusen bombardiert, wobei mehrere Mann der Besatzung der Garnison verwimdet worden sind. Kleine politische Nachrichten. Am 19. September feiert Staatsrat Rudolf Block vom Hessischen Landesamt für das Bildungswesen seinen 60. Geburtstag. Er ist Mitbc- grünber des Deutschen Philologenocrbandes und bat sich große Verdienste um da» hessische Unterricht»- wesen erworben. Sie erneuern daher in die Hand Sw. Srzellenz das Gelöbnis, daS das ganze deutsche Volk und die ganze Welt hören soll. Wir Studenten der rheinischen Hochschulen stehen treu und gläubig zu deutschem Volkstum und deutscher Kultur und Wissenschaft. Wir wollen deutsch und frei sein! Dr. Eckener zurIeppelin-Dolksspende München. 19. Sept (WTD. Funkspruch.) Dr. Eckener hatte eine Unterredung mit einem Berichterstatter der »Münchener Rcuesten Aach» richten", in der er u. a. betonte: ..Es ist eine irrige Meinung, bah die Sammlung für die Zeppelin-Eckener-VolkSspendc allein in der An durchgeführt werden soll, wie sie bisher organisiert ist, d. h. durch die Errichtung von Sammelstellen in Zeitungen und Banken. DaS ist nicht richtig. GS bestand von vornherein die Absicht, eine Sammlung zu veranstalten, an der sich das ganze Volk beteiligen soll. Es wird beabsichtigt, jedem Spender ein Erinnerungszeichen für feine Gabe zu überreichen. In Süddeutschland ist die Organisation und die der Reichspräsident iu folgender kurzen Ansprache das Wort: Ich ribcht!- nicht von hier scheiden, ohne meinen allerherzlichsten Dank für die freundlichen Grüße auSzusprechen. Ich habe heute zum erstenmal imdb dem groben Wetlkriege wieder an unserm deutschen Rhein gestanden Daß ich daS bewegten Herzens getan habe, das wird jeder von Ihnen verstehen, ist doch der Rhein unser Schicksalsstrom und er gehörte uns, wenn Dir einig waren und wir verloren ihn, sobald wir uneinig waren. Darum sei der Rhein uns immer eine Mahnung zur Einigkeit. An dieser Einigkeit muß jeder Deutsche mit- arbeiten Dieses Bestreben wollen wir in dieser Stunde mit dem Rus bekräftigen: Unser deutsches Vaterland Hurra! Die Menge stimmte daraus das Deutschlandlied an. Oberbürgermeister Dr. Jarre» erwiderte mit folgenden Worten: Die Mahnung des Herrn Reichspräsidenten zurCinig- frit haben Sie gehört Diese Mahnung wollen wir beherzigen. Tun a*r daS, so bleibt der heutige Besuch de» Herrn Reichspräsidenten für die Stabt und das Daterland von bleibendem Wert. Dankerfüllten Herzens rufen wir voll Ehrfurcht und »it tief bewegtem Hetzen dem verehrten Herrn Reichspräsidenten zu: Sr lebe hoch! Unter stürmischem Jubelrusen trat der Reichspräsident seine Landwirtschaft ernannt. Ein in H ö ch st a. M. für nächsten Sonntag vom roten Frontkämpferbund der kommunistischen Partei geplanter „Roter Tag" ist von der Be- satzungsvehörde verboten worden. Aus aller Well. Ein Erfolg der deutschen Radioindustrie. In den Werkstätten der Teleftmken-Gesell- schäft wird ein Rundfunksender hergestellt, der für Wien bestimmt ist und der nach erfolgter Aufstellung der größte Rundfunksender des europäischen Festlandes fein wird. Der Auftrag war der Gesellschaft auf Grund eine» Gutachtens einer internationalen Sachverständigenkommission erteilt worden, trotzdem eine amerikanische Firma die deutsche Gesellschaft unterboten hatte. Der neue Sender wird etwa die fünffache Telephonleitung des augenblicklichen Berliner Rundfunksenders ausweisen und die 21/t- fache deS Wihlebener Senders. Tokios ParlamentSgebäude niedergebrannt. Donnerstag nachmittag gegen 3,30 Uhr brach in dem Oberhaus derjapanischen Kammer ein Feuer aus. Durch starken Wind entfacht. griff der Brand schnell auf das Unterhaus über und beide Gebäude wurde,, zerstört. Man nimmt an, daß die Feuersbrunst ihre Urfache in der Unvorsichtigkeit einiger Arbeiter hat, die mit Dachstuhlreparaturen beschäftigt waren Rach ungefähr einer Stunde gelang es. des Feuers Herr zu werden. Die wertvollen Archive sind größtenteils unversehrt geblieben, während die Bibliothek vollständig vernichtet wurde. Unfall Im Zirkus. Im ZirkusBusch stürzten heute bei der Vorstellung auf der Fahrt auf der T 0 desseil - bahn die beiden Artisten aus einer Höhe von etwa 3 Metern ab. Ihre Verletzungen machten die lieber» führung ins Krankenhaus nötig. Die Urfache des Unfalles ist auf zu starkes Anziehen der Fahrrodbremse zurlickzuführen. Wettervoraussage. Tagsüber ausheiternd und wärmer, sonst kühl, meist trocken, Dunstbildung. Gestrige Tagestemperaturen: Marimum 16,9 Grad C.» Minimum 7,2 Grad E. Riederschläge 8,2 Mm., heutige Morgentemperatur 10,2 Grad C. daß z w i. , d. I - die D 0 l k s s a m m l u n g führt werden kann. ES wird wei! kusseldors ein. Schon lange vor seiner An- , runft hatten sich auf dem Bahnhofsplatz Tausende nen Menschen eingefunden. Der Bahnhof selbst hatte sich in einen Fahnenwald verwandelt. Ueberall Girlanden und Festschmuck. Jeder Platz an den Fenstern der umliegenden Häuser war schon seit mehreren Stunden besetzt. Nach der kurzen Be- .ruhung auf dem Bahnsteig ging Hindenburg, nach 'Nen Seiten fteundlich grüßend, das Ehrenspalier ob. Bei seinem Anblick stimmte die Menge das Deutschlandlied an. Der Andrang wird so groß, daß an verschiedenen Stellen die Absperrung», kette durchbrochen wird. Nach einigen Be- (irüßungsworten des Reichspräsidenten an die Menge, fährt er, begleitet von berittener Schutzpolizei, zum Landeshauv, auf den Straßen überall mit Jubel begrüßt. Bor dem Landeshaus begrüßt Hindenburg eine Hundertschaft der S ch u tz - polizei, deren Front er abschreitet, mit den Worten: „Guten Abend, Kameraden!" Da der Jubel der Menge sich nicht legt, erscheint der Reichspräsident noch mehrercmal vor dem Landes- ijdus vor der Menge. Beim Eintritt überreicht ihm die Tochter des Landeshauptmannes einen Blumen» Itraufo als Willkommengruß. Das Festessen ver- einigt 150 Personen, darunter die Spitzen der Reichs-, Staats- und Kommunalbehörden, der Kirche, der Industrie und der Landwirtschaft, des Handwerks und der Gewerfchaften. Ferner sind er- schienen das Präsidium und die Parteiführer des Preußischen Landtages und die Mitglieder des Pro» mnzialausfchusses der Rheinprovinz. Hindenburg hot zwischen beni Landeshauptmann und dem Kardinal-Erzbischof von Köln Platz genommen. Auf herzliche Begrüßungsworte des Lan- dcshauptmann H 0 r i 0 n erwiderte der Reichs- Präsident mit einem Hoch auf das Rheinland. Das Treugelöbnis der rheinischen Studenten. Bonn, 17. Sept AuS Anlaß feine» Besuchs in Düsseldorf erhielt der Reichspräsident von Hindenburg folgende Adresse des Kreises Westdeutschland der Deutschen Studentenschaft: Die Studentenschaft der Hochschulen de» deut- schen Westens entbietet Gw. Erzellenz zum Besuche der nicht mehr besetzten Teile deS Rhein- und Ruhrg.biets ^rfurchttrollen Gruß. Mit Genugtuung farm sie bei dieser Gelegenheit feft- pellen, daß einer der ihr zugehörigen Studenton- fchasten, die der Akademie für prakttsche Medizin in Düsseldorf, sich wiederum der Freiheit erfreuen darf. Mit ihr beglückwünscht sie auf» herzlichste und im Bewußtsein innigster Derbunden- ‘ k it alle Volksgenossen der nunmehr befreiten C biete, die mit ihr schwere Jahre hindurch um t.-utschr Freiheit am deutschen Rhein gekämpft icib gelitten haben. Der erste Schritt ist getan. ? er noch harrt der größte Teil des Rhein» Imds, mit ihm die Studentenschaften der Tech- te -, 'chen Hochschulen Aachen, der ilniberlitäten I jköln und Bonn und der Landwirtschaftlichen : chschule Bonn-Poppelsdorf der Stunde der Befreiung, llrrteröeffcn sind sich die Studenlen- Lr jften der Hochschulen des noch besetzten Geil kiets weiter der festen und unlöslichen tuttu- Spende der Ausländsdeutschen vorgesehen " Auch über die Möglichkeit, daß die Alliierten den Bau eines Polarluftschiffes nicht genehmtyen, äußerte sich Dr. Eckener. Dr. Eckener selbst giauft» daß man dem Bau eines Polarlustschiffes Mne Schwierigkeiten in den Weg legen werde. Er hat vor etwa acht Tagen in Berlin eine Besprechung mit Dr. Nansen gehabt, der sich bei der Botschafter-Konferenz für die Erteilung der Genehmigung einsetzen wird. Falls trotzdem das Polarluftschiff nicht genehmigt werden sollte, so wird das gesammelte Geld in erster Linie zur Erhaltung des L u f t s ch i f f b a u e » Zeppelin in Friedrichshafen verwendet werden. Man würde sich dann damit begnügen, ein Versuchs- luftschiff mit den Abmessungen zu bauen, die im Versailler Vertrag vorgesehen sind. Ein solches Luftschiff mit einem Fassungsvermögen von 30 000 Kubikmeter Inhalt könnte dazu dienen, Probleme der praktischen Lustschissahrt zu studieren, die bisher noch der Lösung harren. verZozialdemokratischePatteitag Heidelberg, 18. Sept. (Sil.) Zu Beginn der heutigen Sitzung des sozialdemokratischen Parteitages wurde das Ergebnis der Vorstands- und Ausschußwahlen bekanntgegeben, wonach der gesamte Vorstand wiedergewählt wurde. Vorsitzende sind Hermann Müller, Wel» und Erispien. Abg. H i l f e r d i n g begründete einen von der Programmkommissivn vorgelegten Entwurs, in dem eS u. a. heißt: Das Ziel der Arbeiter" klasse kann nur erreicht werden durch eine Verwandlung deS kapitalistischen Privateigentums an Produkt ion Smit - teln in gesellschaftliches Eigentum. Die Sozialdemokratische Partei kämpft nicht für neue Klassenprivilegien und neue Vorrechte, sondern für die Abschaffung der Klasienherr- schaft und der Klaffen selbst. Sie bekämpft jede Art der Ausbeutung und älnterdrückung. An der demokratischen Republik besitzt die Arbeiter- llasse eine Dtaatsform. deren Erhaltung und Ausbau für ihren Befreiungskampf eine unerläßliche Rotwendigkeit ist. 3m Aktionsprogramm wird gefordert: Umwandlung deS Reiches in eine Einheitsrepublik auf der Grundlage einer dezentralisierten Selbstverwaltung, Ausdehnung der unmittelbaren Reichsverwaltung auf die Justiz, Abwehr aller monarchistischen und militärischen Bestrebungen, Umgestaltung der Reichswehr zu einem zuverlässigen Organ der Republik, Demokratisierung der Verwaltung, Wiederherstellung des Schwurgerichtes und Ausdehnung seiner Zuständigkeit, cie'etzliche Festlegung des achtstündigen Höchstarbe istages und selbständige von der ordentlichen Gerichtsbarkeit losgelöste Arbeitsgerichte. Zur Wirtschaftspolitik wird gefordert, daß Grund und Doden, Bodenschätze und natürliche Kraftquellen in den Dienst der Gemeinschaft übergeführt werden. Ferner wird gefordert die Ausgestaltung des wirtschaftlichen RäteshstemS zur Durchführung des Mitbestimmungsrecktes der Arbeiterkia' e an der Organisation der Wirtschaft unter Ausrechterhal- tung des engen Zusammenwirkens mit den Gewerkschaften. In den Forderungen zur internationalen Politik heißt es am Schluß: Die Sozialdemokratie verlangt eine internationale Abrüstung. Sie tritt für die aus wirtschaftlichen Ursachen zwingend gewordene Schaffung einer europäischen Wirtschaftseinheit, der Bildung der „Vereinigten Staaten von Europa" ein. Sie fordert Demokratisierung de» Völkerbundes und feine Ausgestaltung zu einem wirklichen Instrument der Friedenspolitik. In der Abstimmung wurde das Programm gegen die Stimmen weniger Mitglieder angenommen. Rach dem Schlußwort des Vorsitzenden Wels wurde dann der Parteitag' geschlossen. ’S b«. x? 'Wien <7 «M .Ulö8nien Ut bi- T Mti^ Maßnahmen der Reichsregierung werden am 22. September die Vertreter der. wirtschaftlichen Spitzenoerbände zu einer gemeinsamen Beratung über die Frage der Preissenkung zusammentreten. Die Ergebnisse dieser Aussprache ........... Ausschuß des ver Bromberger Sdinlfonflitt. Die Unterdrückung der deutschen Tchnlen in Polen. Bromberg, lb. Sept (T. U.) Die Elternver- sannnlung des Deutschen Privatgymnasium» und des Drcgerschen Lyzeums in Brvmberg, deren deutsche Lehrer ausgewiesen und deren Direktor die Konzession entzogen wurde, nahm einstimmig eine Entsckl'cßlmg an. in der e» beißt .Herr Staats- mißister. wir iehen in den Lehrern, denen wir uniert Kinder anoertraut haben, Manner und Frauen, die fähig sind, ihrer hohen Aufgabe als Erzieher Krecht 311 werden und die Kinder zu sittlichen enschen und loyalen Staatsbürgern zu erziehen. Unsere Schulen baden im Un- terridK geleistet was (Eltern und Behörden von ihnen fordern. Unsere schulenttasiene Jugend studiert auf den Universitäten unseres Landes und dient im Heere, sich die Anerkennung der Vorgesetzten erwerbend. Wir können nicht während brr Unterrichtszeit Lehrer herbeibringen, um die entfernten zu ersetzen. Wir tonnen nicht die brotlos Gewordenen der Not übertaffen, wir möchten nicht, daß in den Herzen unserer Kinder ein Zweifel entsteht m dem Glauben, daß der Staat die Gerechtigkeit und Fürsorge allen seinen Bürgern in gleichem Maße zu wendet. Herr Minister, aus der brennendsten Sorge um unsere Kinder, für die zu sorgen auch Sie Ihres hohen Amtes malten, bitten wir Sie, den beiden bewährten Leitern unserer Schulen erneut d i e Konzession zurLeitung ihrer Schulen z■ erteilen und allen Lehrern die Erlaubnis zu gttWi. an Ihnen weiterhin zu unterrichten." (3tnt Delegation der Eltern unter Führung des VvrsitzeNveu der deutschen Sejmfraktion hat oeim Kulturminister vorgesprochen. Obwohl die Angelegenheit ausführlich in den Zeitungen besprochen war. erklärte der Minister, die 2ln- ge^e genheil nicht genügend zu kennen, weshalb er eine Intervention ab« lehnte. Er versprach jedoch, einen Bericht des Kuratoriums einzufordern. Reuerdings macht sich auch in Ober- schlefien ein schärseres Vorgehen der polnischen Behörden infolge der Agitation des W e ft- markvereins gegen die deutschen Schulen bemerkbar. Die deutschen 61 MinderheitS- schulen entsprechen an sich noch nicht dvn Bedürfnissen der Bevölkerung, insbesondere ist die Frage des Lehrernachwuchses und der höheren Schulen nicht geklärt. Während sich aber bisher die Verhältnisse leidlich erträglich gestalten, hat heute der Westmarkverein an die deutschen Eltern ein Schreiben gerichtet, in dem er feststellt, daß der Besuch der deutschen Minderheitsschulen aleichdedeutend sei mit dem Bekenntnis zur deutschen Ration. Es wird dringend vor dem Besuch der deutschen Minderheitsfchulen gewarnt, da die Kinder später Schwierigkeiten in der Drotversorgung haben würden und auch aus sämtlichen polnischen Vereinen ausgestoßen werden. An diesem Terror beteiligen sich auch die Beamten der Wojewod« schast und Lehrer. Verschiedentlich sind den Eltern in der formalen Anmeldung der Kinder Schwierigkeiten gerrracht worden. Der Präsident des gemifchten Gerichtshofes hat sich veranlaßt gesehen, gegen diese Unterdrückung der deutschen Schulen zu protestieren. Parlamentarisches aus Hessen. Der Abgeordnete Diugeldey und die Fraktwn der Deutschen Dolksparter haben folgende Airfrage im Landtag gestellt: Del 6er Tagung des Vereins „Reichsbanner" in Mainz waren die staatlichen Gebäude geflaggt. Del der bevorstehenden Tagung des gleichen privaten Verein« in Darmstadt, die unter der Reklamemarke eines „Republikanischen Tages" am kommenden Sonntag. 20. September, stattflndet, ist eine ausdrückliche Anweisung des Staats- ministeriums an die unterstellte Behörde ergangen, wonach die staatlichen Gebäude zu beflag gen find. Wir fragen an: 1. Wie will die Regierung derartige Anordnungen au8 Anlaß der Tagung eines privaten Vereins mit ausgefprochen parteipolitischem Charakter begründen? 2 ist sie bereit, die Beflaggung staatlicher Gebäude auch anzuvrdnen, wenn andere privat c polit ische Vereine (vaterländische Verbände, Parteien u. a.) Tagungen veranstalten? 3. verneinenden falls, wie will die Regierung eine derartige unterschiedliche Behandlung im Volksstaate Hessen rechtfertigen? Eine zweite Anfrage tautet: Dem Vernehmen nach hat die Sozialdemokratie aus Anlaß der Reubefehung deS Gesandtenpostens in Vertin die Forderung auf Berufung eines ihr nahestehenden Parteipvlitikers (Abgeordneter Sturmfels) an Stelle eines nach Vorbildung und Diensterfahrung qualifizierten 'Beamten erhoben: sie verlangt als Preis für den Verzicht auf diese Forderung die Ernennung eine- anderen sozialdemokratischen Abgeordneten (Dürgermeistsr Ritzel, Michelstadt) zum Ministerialrat im Ministerium des Innern: Wir fragen an: 1. Wie gedenkt sich die Regierung derartigen unsachlichen, lediglich au- parteipolitischem Machtgefühl erhobenen Forderungen gegenüber zu verhalten? 2. Ist die Regierung bereit zu erklären, daß für die Besetzung des Gesandtenpvstvns nur eine nach Vorbildung und Diensterfahrung qualifizierte Persönlichkeit des Beamtentums in Frage kommt? Ohne langes Jnrichten feine Suppen o ey-TTAt* K11* nur IQ lt««t » . t* m- ml ? loben, intKm eit * ,t,i DaUdan». <• ■ S,i«r MM" “JL! „bürge d» --"»>« xutta& auf das oeui WSt L gajtt bis «» T- Mlid«nl'n W isburg. nuS Itaf «ÄS Kr- iS urch M-E deuten l" i^ren i "ÄW'SI ildorf. ALL Sä L bald gelin» l bringen. ? M bierttn 6a. n ^tafunj ergriff Präsident Skscht, das Don t 2 Teller in i&des FaformcL f llivvtr'wriftUclt im Grbreuuft * Wir betrauern den Tod unseres lieben A. H. gekauert, n da komm' Aaphtham Ihrer Sjew M e Beweflum zahlreiche »Romane Lohrtürm rissen erke unser Sch Kt ein ;re ist die zahlre sahrteischi erfüllen,i Zages ist und ein I und hat u und ganz Hingaben. Rach e Morgen A mW, eine lang' die grünt Löwen ii auf diese Asien, vk der Ort, birgskeite dahinzteh Sen । Sftara. 6 Haltung, p> um nach werden. Rachts folgenden lell>^a' fchaft, Qi stümen hunrhmei vom. , stsche P sreun-li-t ihm -inte sche hier \ Set 2 sich niete bitteren $ etwa bei Ker En i das strohbedec! drückend llnd dann auf Toma mark' ist Wechselbu! lässigen 2 nach Deuts W lz « Krane, Emen solc schon an ö, ledern bei t lösche, ehe- W nicht ft "bh° PN ist Ionische, Sieb mit A Mene U .^ht, hat b Lm Volke t Achänen t N°hr ein » en ??Ack, ä Killontra ™°L das be|inben D°r die 2 ^Pfange *. 1$, °n der K «leran, I fr« Slo ^'neralw MyaM, SQPe Bi l^ran,, ! 5n> "d tätet Ar Li«-'»' ^ndsasirt Don 2aku russisch-^ den pers'i nach de^ Paylevl g bat) Ifl legte J« man d'esi Menschen den Aicsi 9 Pfund, Zenmer, besondere kontrcken dschonsche ersten in>r jfotinenpo! mit ihren' nach an/ finden bei günstiger Witterung und genügend Beteiligung Rundflüge, zu dem Ausnahmepreis von RM.15.— pro Person statt. Wirtschastsbetrieb auf dem Flugplatz. 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September 1925. 07660 Fast neuer Lieh, den 18. September 1925. 07663 abends. 07676 Frankfurt am Main. [8725ss Mäusburg 5 II. Jüngerer gesucht. Kohlen Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter, Großmutter und Urgroßmutter sagen herzlichen Dank. Ruß- I Eier- Anthrazit- Gebrüder Nicolaus Daudekvrationsgeschäst,öchisfenbergerw.2 Karl Wallbott, Ammd-Sieben. Telephon 2490. Seöeulende, sehr leislungsMIge BeingroBöonölung mit Kellereien In den ProduktionSgebieten, sucht W Vertreter die bei Hotels, Restaurants, Vereinen, besseren Delikatessengeschäften und Privaten gut eingesührt sind, gegen bobe Vergütung. Offerten unter F. V. M. 624 an Rudolf Mosse, Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Gg. Möller, Res.-Zugführer. Gießen (Buddestr. 3), den 18. Sept 1925. Die Beerdigung findet am Montag, den 21. September, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt 07689 Danksagung. 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Denn, so argumentierte sie (dem Smne nach wenn man sich der von der Natur aoferlegten Strafe für zu enge Schuh einfach dadurch entziehen kann, daß man kukirolt, so wird alle Well ent Schuhe tragen usw. ,, . _ , „ Etwas Wahres mag an dec Behauptung fein, daß, seit es Kuklv gibt, das Schuhweck vielfach eine Nummer kleiner gewählt wird, a! früher, aber was speziell die Wienerinnen betrifft, so haben sie ohnch so Heine Küße, daß die gewaltigen Hühneraugen-Psiasterbmden, d.e ma hier und da noch findet, fast die ganze Sohle bedecken wurden. Danu mit kleinen Süßen können nur das Kukirol-Hühnerausen-Pflaftn (Schach 75 pfg.) gebrauchen, das nicht auftragt und mtthm enge Schuhe mt noch mehr verengt, und das so schnell wickt, daß man es überhaupt m wenige Tage zu tragen braucht. Besonders bewährt hat es sich gegen sehr hartnackige Hühnerauge die feder anderen Behandlung trotzten. Oer Kukirol-Streupuder (Blechdose 1 Mk.) und das «ukirol-Sußvs (Doppelpackung 50 pfg.) verhüten das Brennen, Wundlaufen 4md Schwitz« der Süße und beseitigen den häßlichen Schweißgeruch. wenden Sie alle drei Kukirol-Präparate systematisch an, Kukiroien Sie! versuchen Sie es wenigstens einmal Sie werden sich danach so wo fühlen, daß Sie sofort von dem Nutzen des Kukirolens für die Gesurr heit und für die körpcrllche und geistige Spannkraft überzeugt sein werd« Eo ist doch sonnenklar, daß ein so neroenreicher Körperteil, wie der $u sein Mißbehagen auf den ganzen Organismus überträgt, wenn er khlv gepflegt wird. Die ganze Kukirol-Kurpackung, enthaltend alle drei Kukirol-Präparck kostet nur 2 Mk. Sie sparen also 25 pfg., wenn Sie diese packro nehmen, statt jedes Präparat einzeln zu kaufen. 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Wie bereits eingehend berichtet, ist durch die lange Regenzeit der letzten Wochen i m h o - “ : lsberg erneut eine Mißernte Durch die Mißernte des vorigen der Durchschnittsbauer des Hohen BmiWrt UMU IMS. MMS,d2l.tzU'. abnidr K'littbT, i: Vortrag des Herrn Stadl«? orbrteten A.Mar. biet: Eintritt frei! willkommenÄtu schwang! ' in seiner wirtschaftlichen *21 o t g e »olfen werden. Co geht der Appell darum an die zuständigen Behörden: Doppelt hilft, wer rasch HilstI AWW Drünin-a Ngay | 3m Lande des „Goldenen Löwen" Don unserem K. H.-Btrid)terflatter. V sich viele Persien vorzustellen pflegen, erhält einen bitteren Beigeschmack, sobald man nur das Land etwa bei der Ankunft im S)afen von Pahleoi, | früher Enseli, betritt. Wenig Märchenhaftes bietet । schon das äußere Bild des Ortes. Meist niedrige, strohbedeckte Hütten, enge Gassen, das Ganze von ; drückend schwüler, staubdurchtränkter Lust erfüllt, llnd dann kommt die Umstellung vom Sowjetrubel auf Tomane und Krane. Mit der „deutschen Reichsmark" ist man rettungslos verloren, die nimmt kein Wechselbureau, keine Bank und keiner der hier an- süssigen Deutschen, es muß schon jemand sein, der nach Deutschland selbst fährt. Also, für einen Tscher- wonetz (zehn Rubel) bekommt man ungefähr 42 Krane, d. s. 4,2 Tomanen (10 Kr. = 1 Toman). Einen solchen Toman wird man binnen kurzem schon an den vielen „Ambals" (Lastträger) los, die jedem bei der Ankunft alles abnehmen, selbst Hand- lösche, ehe man sich's versieht. Man braucht aller- dings nicht die mindeste Sorge zu haben, daß einem etwas abhanden kommt: denn Diebstahl und dergleichen ist in Persien schlechtweg undenkbar. Eine drakonische, echt asiatische Gesetzgebung, die den Dieb mit Abhacken der tianb bestraft und für ver- schiedene Vergehen empfindliche Prügelstrafen vorsieht, hat die Achtung vor dem fremden Eigentum im Volke tief cinzupflanzen vermocht. Aber seine Tomanen wird man doch rasch los: denn so un- Äein Dutzend Ambvls muß man bei seiner ist entlohnen. Ein jeder aber trägt nur ein Gepäckstück, denn sie alle wollen doch davon etwas haben, wenn wieder mal ein Europäer sich sehen läßt. Diese Ambals tragen nun die Gepäckstücke bei- leibe nicht bis zum Hotel, vielmehr jeder nur eine bestimmte Etappe. Der eine vom Schiff bis zur Zollkontrolle, dann folgt der nächste Ambal bi? zum Boot, das einen nach dem gegenüberliegenden K a - fian, wo sich die für Europäer wohnbaren Hotels befinden, bringt, dann ein anderer vom Boot bis vor die Tür, wo man von dem Ambal des Hotels empfangen wird. Zwei Krane sind aber das Mindeste, das man iedem Ambal opfern muß. Daß die so teuer erkauften Tomane wie ein Nichts zwischen den Fingern zerrinnen, wird einem allzu sehr auf Schritt und Tritt fühlbar. Der bei der unerträglichen Hitze — im Durchschnitt find es an der Küste 35 Grad Celsius im Schatten, in Teheran, Zspahan usw. noch etwas mehr — ewig vom Durst geplagte Europäer „vertrinkt", da Wasser nicht zu empfehlen ist, ein Vermögen, selbst wenn er sich nur auf Selterwasser beschränkt. Denn eine kleine Flasche davon — meist ist es „Narsan", d. i. Mineralwasser aus den Kaukasusbädern wie Mine- ralnya-Wody u. a. — kostet zwei Krane, eine Flasche Bier 6 Krane — 3 Mark, in Teheran sogar 10 Kran, und eine Flasche „Kwaß", ein aus gegore- Meist jottf^irngS eoü'ektt tngt SSfSZ**’ «I;1 u M"? Sattfyl^ ffd) : psS-/ W u kaufen- - 5tätnnb&£ °6etLitcratue )fkiäcen° ttofrtb J nl,i» \ Jm i 'M betraut üvMhigt, iufc: S'F“ - 27r- N.U.0ZÄ 1 (in m? . Die Tatsache, daß die zuständigen Behörden sich nicht früher regten, wird denn auch von gewisser Seite agitatorisch ausgenuht: wir können Dersuche in dieser Richtung nur bedauern, weil die Rot, um die es sich handelt, eine rein wirtschaftliche ist, und weil wir einen Versuch, wirtschaftliche Fragen mit politischen zu verquicken, nur für der Sache schädlich halten können. Andererseits erscheint es auch uns notwendig, den amtlichen Saaten st ands- bericht für Hessen vom Anfang September kritisch zu betrachten: er hat gemeldet, die Getreide- und Haferernte sei beende! und im allgemeinen zufriedenstellend. Durch diesen amtlichen Bericht entsteht In der Oeffentlichkeft ein durchaus unzutreffendes Bild. Wir möchten demgegenüber eine Mitteilung des statistischen Landesamtes für Preußen hervorheben, die vom amtlichen preußischen Pressedienst verbreitet wird. Danach haben die häufigen Rieder- schlägc im August die Ernte erschwert und aufgehalten: in den höheren Lagen aber, so wird klar betont, ist noch ein größerer Teil Hafen zu ernten und vereinzelt liegt auch noch Gerste, auf dem Felde. Die Frucht beginnt auszuwachsen und erleidet durch häufiges Wenden Körnerverluste. Dieser Bericht schildert wenigstens die Wirklichkeit, während der amtliche hessischeDericht einen doch recht großen Bezirk des hohen Vogelsbergs völlig außer Acht läßt. Die wichtigste Hilfe, die im Augenblick notendig wäre, ist die in der Frage der Rückzahlung der staatlichen Aotstands- kredite von 1 92 4: die Rückzahlung sollte zum 1. Oktober d. 3. erfolgen, doch hat am 27. August das Ministerium für Arbeit und Wirtschaft der Landwirtschaftskammer folgendes mitgeteilt: „Durch das Entgegenkommen derjenigen Stellen, die im Vorjahre die hessische Regierung in den Stand setzten, der Landwirtschaft die Kreditmittel zukommen zu lassen, sind wir in der Lage, für einen Teil der seinerzeit gewährten Darlehen über den 1. Oktober hinaus, der zunächst als Rückzahlungstermin bestimmt war, Zahlungsfristen zu gewähren. Da diese Zahlungsfristen nach den jetzt zum Abschluß ^gekommenen Verhandlungen nur für einen Teil der Kreditmittel gewährt werden können, müssen wir verlangen, daß bis zum 1. Oktober zurückgezahlt werden: 1. von denjenigen Landwirten, die den Rotstandskredit nur bis zu einem Betrag von insgesamt 100 Reichsmark in Anspruch genommen haben, der volle Betrag: 2. von den Landwirten, deren Gesamtschuld 100 Reichsmark übersteigt, ein Drittel der Darlehnsschuld, mindestens jedoch 100 Reichsmark. Das zweite Drittel dieser Dar- lehnsschulden muß bis zum 1. Dezember 1925 zurückgezahlt werden. Diese Fristgewährungen werden wir davon abhängig machen, daß diejenigen Stellen (Kassen, Gemeinden, Einzelpersonen usw.), die für die Darlehnssumme die Bürgschaft übernommen haben, auch für die Zeit nach dem 1. Oktober 1925 für die Schuld in ihrem jeweiligen Bestand forthaften. Wird diese Bürgschaftsleistung abgelehnt, so kann eine Fristerstreckung für die Rückzahlung des Darlehens nicht bewilligt werden. Weiter bitten w r, davon Vormerkung nehmen zu wollen, daß nach den Beschlüssen des Landtags der verbilligte Zinssatz für die Darlehen nur bis zum 30. September 1925 gewährt werden kann: für die Zeit nach dem 1. Oktober 1925 muß für die Darlehen ein höherer Sah berechnet werden, der erst festgesetzt werden kann, wenn wir wissen, welchen Satz die Stellen berechnen, die den Kredit zur Verfügung gestellt haben. Wahrscheinlich liegt dieser Sah 1 Prozent über Reichsbankdiskont, zur Zeit also 10 Prozent....." Ölte* kann es nur bedauern, daß das Ministerium für Arbeit und Wirtschaft geglaubt hat, in dieser dekretierenden Art vorgehen zu müssen. Der hohe Vogelsberg jedenfalls muh sich mit aller Kraft dagegen zur Wehr setzen und bitten, doch erst einmal die örtlichen Verhältnisse sorgfältig zu prüfen, und dann die Rückzahlungstermine anzuletzen. Dem hohen Vogelsberg, der landschaftlich so außerordentlich reizvoll ist, muß i sh? i Sä Kriegszustand verhängt, eine willkommene Einnahmequelle für die Behörde, denn jeder, der von einem Ort in den anderen reisen will, muß einen besonderen Ausweis haben, den er natürlich bezahlen muß. Und in den Straßen patrouillieren feldmarschmäßig ausgerüstete Soldaten. Mehr Glück als mit den Turkmenen hatten die Perser mit den in Südpersien wohnenden Suren, nach deren Niederwerfung vor einigen Wochen die persischen Truppen in Ispahan und Teheran unter dem Jubel der Bevölkerung eingezogen sind. Gar keine Schwierigkeiten macht gegenwärtig der dritte in Persien wohnende Dolksstamm, die Kurden in Perfisch'Kurdistan, die mit den beiden anderen genannten Völkerschaften etwa 20 Prozent der (Einwohner Persiens, die auf etwa 15 bis 18 Millionen geschätzt werden, ausmachen. Persisches Leben und persisches Wesen in all seinen Eigenarten kann man schon in Pahlevi (Enseli), das mit dem jenseits der Bucht liegenden Kafian etwa 10 000 Einwohner zählt, gründlich kennen lernen. Wohl sind der russische Einfluß und Einschlag allenthalben unverkennbar, wie denn überhaupt ganz Nordpersien als russisches 9n- tereffengebiet sowohl von früher her wie auch jetzt, freilich unter anderen Gesichtspunkten, anzusehen ist. Schon äußerlich zeigt sich das in allen Aufschriften der Geschäfte und öffentlichen Einrichtungen, indem außer der persischen auch die russische Sprache Anwendung findet. Die Bevölkerung spricht persisch und russisch, und allerorts haben sich seit jeher Russen niedergelassen. Trotzdem aber hat der Perser seine Eigenschaften unacfälscht bewahtt. Und wenn man in den engen Gassen zwischen den in rein orientalischer Art aufgebauten niedrigen, in ununterbrochenen zusammenhängenden Reihen folgenden Bazars wandelt, dann kann man in jedem anderen Ort auch keinen besseren Einblick in die Art und den Charakter des persischen Lebens gewinnen. Die stoische lässige Art des Orientalen, der, wenn ihn keine Arbeit drängt, auf feiner Stroh- matte mit gekreuzten Beinen stundenlang ausharren kann, erfährt eine Wandlung, wenn es zum Geschäft geht. Dann wird cs in den niedrigen, halb- dunklen Bazars lebhaft, und das. Feilschen nimmt kein Ende. (Fortsetzung folgt.) HL I nem Brot in Rußland hergestelltes, sehr erfrischen- des Getränk, zwei Krane. Das einfachste Hotel- van Baku nach Persien h zimmer kostet 1 Toman, Mittagessen etwa ebensoviel, R e s ch t (Persien), Anfang September. (n Teheran, Ispahan ujw. noch mehr, und die vielen Qm „Briftan'7 (Hasen) Nr. 18 in Baku ist leb- Nebenkosten! Den Eindruck wird man nicht los, hoster Arbeitsbetrieb Der Sowjetdampfer „Boje- daß der Europäer als willkommenes Ausbeutungs- woj" ein älteres Frachtschiff, wird für feine Küsten- objekt betrachtet wird und allenthalben einen ge- runbfabrt auf dem Kaspischen Meer „klar-gemacht. radezu raffinierten Nepp vorzusinden glaubt. Bon Baku soll es nachmittags um 4 Uhr nach dem Das also wären die ersten Eindrücke schon nach russisch-persischen Grenzort Aftara, dann nach der Landung im Hasen von Enseli-Sahleo. Per- den persischen Küsten stäbten Enseli, neuerdings ficns bedeutendstem Umschlaghafen am Kaspischen nach dem persischen Diktator Pahlevi — Rizachan Meere. Bon hier fuhren die Wege nach den wich- Pahlevi genannt, gehen. Tatarische Lastträger (Am- tigften unb größten Städten wie Teheran Äspa- dal) schleppen zu zwei Mann, über den Kopf ge- Han, Schiras bis Buschir am Persischen Golf, drei- leate Bretter 'an Bord. Gewaltige Lasten, so daß lich ist Persiens Stellung in diesem feinem Haupt- man diese Leute nicht mit Unrecht als die stärksten Hafen wie überhaupt am Kaspischen Meere passiv, Menschen der Welk bezeichnet. Einer von ihnen lädt denn das ganze Land Hal dort lein einziges ben Riesenkoffer eines Passagiers im Gewicht von nennenswertes Kaufsahriei-Schiff. Rußland ist Q fRfunh b h 9mal 16 Kilogramm, also fast drei nach wie vor der Alleinherrscher auch in ' i bezug auf den Handel auf dem Kaspischen Meere, i und auch nach dem zwischen der Sowjciregierung bei- und Persien abgeschlossenen Handelsverträge darf den Persien Kauffahrteischiffe nur von einem be- " ' Ä nicht haben. Aus Stadl und Land. Dießen, den 19. September 1925. Flaggen heraus! Mitbürger, begrüßt die Besucher der Gustao- Adols-Iagung durch festlichen Schmuck der h ä a 1e1! Die Ratenzahlung. Allzuviel ist ungesund! Wo» sind wir doch für beneidenswerte Menschen, daß wir in dem Zeitalter der Raten- zaHlung leben dürfen! Du brauchst einen Hut, einen Kinderwagen, ein Rad oder einen Klubsessel, ganz egal. was. und hast, wie sich daS heutzutage gehört, natürlich keinen Pfennig Geld. Aber das ist nebensächlich, ja sogar überflüssig: Du gehst In das betreffende Geschäft, zeigst einen Ausweis vor. daß du bei der Firma Pulverfaß, Lunte und Co. angestellt bist, und schon kannst du wählen, was dein Her; begehrt! Die Ware wird dir sofort auSgehändigt oder geschickt, ganz nach deinem Wunsch, und du kannst in bequemen Raten die unbequeme Summe in noch unbequemeren Monaten im unbequemsten Augenblick ab» zahlen . . ., herrlich finde ich daS! Die Ratenzahlung war schon längst geboren und hatte sich bereits krästig ausgewachlen, als ich auf sie aufmerksam wurde. Das war vor etwa Jahresfrist, als m-r mein Schulkamerad Vorteilhaft begegnete. Eigentlich hieß er ja anders, da er aber alles vorteilhaft einkaufte, wie er sand und behauptete, war seine Einlaufsweise durch einen Witzbold zu seinem Spottnamen gestempelt wor- den. Vorteilhaft kam mir in einem schäbigen Anzug entgegen und grinste wie ein Schulbub, Der bei einem infamen Streich nicht erwischt touroc. „Sag mal, Gustav, hast du etwa grolle Los gewonnen," fragte ich ihn. „Olein, daS nicht, aber ich habe eben eine famose Einrichtung kennen gelernt!" Unb er weiht- mich triumphierend in die Geheimnisse der Ratenzahlung ein. „Kann ich mir als Familienoberhaupt mit mschau".) lerntet. eranftaltet dm irr t a. M. 12-lty wn bet er Rtflinm'iptUt is.'Rgtr. Ätj. und ir fiinbtrHe. 6-30 unnbtigfli Silent*. nb Üufawnbttbtro- 'onjul Ttület-Bted. rieft 9.45 Uhr Som Obstversteigernng. Aächsten Mittwoch, den 23. d. M., Von nachmittags 12'/, Uhr ab, wird das Obst der Gemeinde Hochelheim an Ort und Stelle gegen Darzahlung verkauft. Anfang an der Straße Rechtenbach- Dieder-Kleen. 8Z99D Der Gemeindevorsteher: Jung. Ti iiciH ££ Modehaus Salomon Gießen, Schulstraße. 7891a Ich verbitte mir Sie mit einer Wunsch werden Handlungen nachgewiesen! Maa achte auf -le «ÄA- Schuhmarkea! Habe meine Praxis wieder aufgenommen. Hans Mangelsdorff staatl. geprüfter Dentist. 07699 STRICKMASCHINEN erstklassige» Fabrikat für Industrie und Heimarbeit Erleichterte Zahlungsbedingungen! Martin Decker, Frankfurta.M. G. m. b. H.. Große Friedberger Str. 1&20. Telephon Hansa M4Zb791D Der gefesselte Strom Roman von Hermann Stegemann. FrischePreitzelbeeren! 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Da ergriff er ihre Hände, brach ihr mit einem hatten Ruck die Finger auf. zog die Schnur hervor und sagte zornig: „Dein. Mäble. du bist dumm auf die Welt der unerreichte Lustspieldarsteller in Was tut man nicht alles aus Liebe Tolle Groteske in 2 Akten. stehen. ..Hast du wirklich Angst gehabt?" fragte mitleidig. Ihre Unterlippe zuckte noch, wie dem Weinen, das Dlut stieg in klaren Güssen tUc Theater. I- 20. Gebt.. t?ÄtQ9' 22 , (5 ■■ 6usamen- . DomerLlag, 24' 1 Am». WttooJ® Dar Leben, drei ßtiilllngt um kreuze. Sonn- 'N ben JS d-N toa en^e- ’MlsöerLM et®öl)nlen e,‘ KZ ^itit. n ^eulim iai. 8% *■ t h,* lerntet, na- 9-) Dar öerurtetlte j! nd/en ££ z 30)51 f teS. Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 Heirat Strengste Verschwiegenheit. Nur ernst- gemetnie ausMhrl. Cff. mögt m. Bild n. 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Zuletzt sagte Hermann: „Ietzt zeig' ich dir noch unsere Iletzwage. und wenn du willst, hol' ich dich einmal mit Persil bleibt Persil Fahrrad beleuchtung Karbid. Elektrisch usw. in enorm grotzer Auswahl u. zu fabelhaft billigen Preifen. Fr.Linker&Sohn Ludwigstrahe 16. 8800D ..Angst, i wo." log sie. es war nur so eklig." Hermann Ingold bemühte sich, ihre kleinen Schuhe mit feinem groben bunten Taschentuch abzutrocknen Sie lieh es geschehen und stützte sich dabei auf leine Schulter. Du was ist das für ein Fisch, ein LachS?" Olein, ein Darsch Der Lachs steht drüben vor dem Lauffen." ..Wie heiht du eigentlich?" ..Hermann Ingold. Der Hanns Ingold ist mein Druder." ..Den kenne ich nicht", anttoortete sie wegwerfend. Er richtete sich auf. .Dann bist du wohl erst seit gestern hierk" .3a", versetzte sie gelassen. Er wickelte die Schnur aus und schob dem Fisch eine Weidenrute in den Kiemen Die Purpurflossen, die schwarzgrüne Rücken und der silbergraue Dauch glänzten in der Rein wollene grobe Zchlasdeckn empfiehlt, auch im SansH , gegen gute Schafwolle Theoüorlveigel.vie-enküps bem Aachen, dann kannst dm bis an ton Lauffen heransah ren." Sin letzter Schlau streckte ton vilberleib des Rotflossers, und Lo schrie schon wieder und lieh ihn fallen Diesmal bückte Hermann sich schweigend ohne ein Watt des ‘Borrourfs, und sie selbst schämte sich imb tat desgleichen. . Da berührte ste ihre Haare und ihre Dangen, und sie waren beide rot. al» sie stch wieder auf- richteten. Noch ein paar Schritte, und ste traten auf die Biohe von 3t. Joseph» Acker. Schnee weihe Rhein kiese! knirschten, silvcrne Strudel brausten, und aus den roten Felsen hervor kam mit Donner und Gischt, bunte Dunste In die Sonne schleudernd, der Strom gefahren und wühlte jauchzend in der kochenden Tiefe. „Leb' wohl, du. Dort kommt mein Bruder!" Hermann hatte Hanns vom Lausten bertommen sehen und lief ihm entgegen. Rasch stob auch Lo davon und suchte schnell und listig, mit pochendem Gewissen den Heimweg. Hanns Ingold blickte erst von seinen Briefen auf als Hennann dicht vor ihm stand. In feinem Gesicht liefen die Linien noch schärfer und härter, seine Augen hatten den zerstreuten, nach innen gehenden Ausdruck von Menschen, für die es nur nach einen einzigen Gedanken und ein einzige» Ziel gibt. Die Lippen zuckten In gelassenem Spott, und ruhig glättete er das Briefpapier, auf dem ihm dle Handelskammer mitteilte, dah sie nicht in der Lage fei. seiner Broschüre und den darin enthaltenden Vorschlägen Beachtung zu schenken. „Gin Barsch? Du. das ist ja ein breitmäuliger Red!" sagte er, während er die Papiere in die Tasche steckte. „Seit zehn Iabren habe ich nicht mehr mit dem Haken im Busch gelegen. Zeig her, ich wette, er wiegt seine drei Pfund." Hermann fragte Ihn, wohin er gehe, und sperrte ihm dabei den Uferweg, damit er das schäne Mädchen nicht sehe, dessen weitzcs Kleid eben noch hell aus den Weiden geleuchtet hatte. (Fortsetzung folgt.) Mm. MM loMttM L S. (Sitz Stuttgart) Bezirks-Gruppe: Giehen-Wehlar. Am Sonntag, den 27. bs. Mts., vormittags 10 Uhr, findet in den Räumen der Restauration Reinhardt (Inh. Fr. Si»el), Wehlar-Riedergirmes, eine Sonderschau für Rottweiler statt. Auch Richtmitglieder im Besitze von Rottweilern find zugelassen. Meldeschluß: 23. Sept. 1925. Meldebogen anzufordern bei Herrn Gustav Müller, Bietzen, Dahnhofstratze 34. 8786D Der Vorstand. Nur noch heute und morgen: Schicksal 5 Akte aus dem Leben eines jungen Mädchens« Nach Motiven des Romans -Das verlorene Paradtee von Guido Kreutzer. 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Die er in der Hand hielt k Er drehte sich wieder aus die Seite und verbarg dadurch das Duch. in dem er Io eifrig gelesen hatte dast ih.n Los feine Schritte entgan- ö«n waren. Der Schwimmer tanzte langsam in regelmäßigen Dewegungen über der Grundangel. Hermann zog vorsichtig die Schnur straffer, um den Anbih deutlicher zu spüren Du, Iah mich auch mal halten . flüstette Lo und kauette sich neben ihn. ..Dein. Wenn einer reiht, dann schreist du wieder." Er warf ihr einen verächtlichen Dlick zu, aber ihr Gesicht war so klar und weih, wie er noch ieins gesehen hatte, ihre Nasenflügel ganz durchsichtig und ihre Lippen blahrot wie mit zarter Farbe gemalt. Er staunte. Da streckte Lo die Hand auS und nahm ihm die Grundschnur weg „Ich geb' dir auch zwanzig Pfennig dafür", sagte sie hochmütig .Ich brauch' dein Geld nicht", antwortete der SCnabe trotzig, doch lieh er ihr die Schnur. Schweigend sahen sie. dicht aneinanderge- schmiegt. am überhängenden User und starrten auf das schwimmende Holz Grüngoldene Lichter gaukelten um sie her Variete Trinkaus Seltersweg 50 Täglich abends 8 llbr die überall beliebten Leipziger Äolirau-bger mit vollständig neuem Programm. ARNAUD ABATSCHARI CIGARETTEN FABRIK AG y,' - a,9W ‘zo>3 las SjNvH UID '31U|S 910.1 'uququdgüii® •aildpaaqdnaiianü^ LP sllvLljjoqnyvD pqnU uayudi>2 MWHHWH gefacht. 07713 SlMüierel Wognet Nordanlage 3. Angesehene kapitalkräftige Feuerversicherungs-Ges. mit allen gangbaren Nebenzweigen, vergibt ihre W Hauptvertretung für einen Teil Oberhessene. möglichst mit Sitz Gießen. Lm Bezirk ansässige Persönlichkeiten, die Erfolge nachweisen könnenund organisatorisch befähigt sind, oder Firmen mit guten Verbindungen wird einträgliche Existenz geboten. Ausführl. Bew. erb unter F. T. H. 5798 an Rudolf Moaee, Frankfurt a. M. «7*483 l 80—90 tüchtige Zimmerleute gesucht. 8802V Schlafgelegenheit vorhanden. 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Daß Die Flieger Hihoshi 211 o und Ä a t- f u!o Kawachi, die Ende Juli bei Tokio unter t>en Danzairusen Hunderttausander wm ersten japanischen Fluge nach Europa aussnegen. über WoSkau glücklich Berlin erreichten, um nach etlichen Tagen ihre Fahrt über PariS nach London fortzuschen, bedeutet gewiß heute schon keine ungewöhnliche sportliche Leistung mehr, nachdem europäische und amerikanische Flugzeuge schon mehrfach die ostasiatischen Länder besucht und einige sogar die Erde umkreist 6oben. Die Eroberung der Lust macht immer raschere Fort» schritte, und eB kann nicht allzulange mehr dauern, bis regelmäßige Luftverkehrslinien alle Hauptstädte der Welt verbinden. Immerhin zeugt der Europa-Flug, den eines der größten japanischen ZeitungSunternehmungen. die Ofafaer 2lfahe Echimbun. veranstaltete, beredt von den erfolg- verheißenden Anstrengungen deS fernöstlichen In- selreicheS. auch in der Lusttechnik nicht hinter westlichen Nationen zurückzustehen. DaS deutsche Volk hat aber auch, abgesehen von dieser anerkennens werten sportlichen Leistung. allen Grund, die japanischen Gaste freudig -u begrüßen. In einem Augenblick, wo wir eher mit beklommenem Herzen, als in froher Erwartung unsere Verantwortlichen Staatsmänner sich anschicken sehen, mit den Weltmächten einen .Sicherheitspakt" abzuschließen, und so mehr be- als entlastet in den Dölkerbund ein- autreten, ist es wohltuend, daran erinnert zu werden, daß Die Völker des Fernen Ostens unter ähnlichen außenpolitischen Drangsalen zu leiden haben wie wir. Das Washingtoneo AbrüstungSabk v m m e n wurde in Japan fast so sehr als ein Diktat feindlicher Machte empfunden wie der Versailler Frie^ Mädchen nach der Entlassung aus der Schule ?ur Erhöhung des häuslichen Budgets in Fahrten einem Drotwerb nachgehen muh. Den dort möglichen gesundheitlichen Schädigungen gilt es beizeiten vorzubeugen, hierzu hat die Schule in den alljährlichen Reichsjugendwettkämpfen ein wertvolles Instrument in der Hand. Der Mangel an den geeigneten Geräten fällt nicht ins Gewicht, da das Geräteturnen beim weiblichen Geschlecht nur eine untergeordnete Rolle spielt. Man verlege hier die Hauptausbildung auf das wertvolle Laufen, Werfen, Stoßen, Springen und ganz besonders auf di« gesundheitsfördernden und, im größeren Verband ausgeübten, erzieherisch wirkenden Freiübungen. Voraussetzung hierfür ist eine geeignete Turnkleidung. Die Schwierigkeiten sind aber nicht groß, da die Anschaffungskosten für eine einfache Turnhose und Trikot verhältnismäßig gering sind. Man mache also den ernsthaften Versuch und man wird von den Erfolgen erfreut sein. — Rachdem nunmehr durch eine Verfügung des Landesamts für das Bildungswesen überall dort, wo die Möglichkeit dazu vorhanden ist, in den Schulen der obligatorische Schwimmunterricht «inge- ' führt werden soll, wäre es an der Zeit, die hier bestehende Badegelegenheit in der W ie- * s e ck zu einem wirklichen, hygienisch einwands- j freien Freibad umzuwandeln. Vielleicht unterstützt die Schulleitung, mit besagter Verordnung bewaffnet, diese berechtigte Forderung weiter Kreise, bleibt dann aber nicht auf halbem Wege stehen, sondern folgt der angezogenen Verordnung. Weiter muß auch in Zukunft vermieden werden, daß derartig« hochwichtige Veranstaltungen unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfinden, wie es diesmal wieder bei den Reichsjugendwettkämpfen der Fall war. An sich hat ja der Einwand, daß zuviel Feste bereits stattgefunden haben, etwas für sich. Aber Veranstaltungen, wie Jugendsest, Reichsjugendwettkämpfe usw. haben unter allen Umständen den Vorrang. Diele müß'.en bei den Veranstaltungen des Jahres an erster Stelle gesetzt werden, schon allein deshalb, weil sie an keinen bestimmten Interessentenkreis gebunden sind, sondern die ganze Gemeinde angehen. Wo ein Wille ist, ist ein Weg: Man lege Reichsjugendwettkämpfe und Jugend- fest auf einen Tag, führe am Vormittag die Wettkämpfe durch und feiere am Rachmittag mit der gesamten Gemeinde das Iugenbfest. Und wenn dann die Veranstaltung auf einen Sonntag verlegt wird, damit auch allen Gemeindegliedern Die Teilnahme ermöglicht wird, so ist dies auf dem Wege, die Menschen einander wieder näher zu bringen, ein großer Schritt vorwärts. Wenn in diesem oder ähnlichen Sinne im kommenden Jahre verfahren wird, so erwirbt sich die Schulleitung den Dank der ganzen Gemeinde. • Lang-Göns, 18. Sept. Der Schlosser Gemeinderatsmitglied Hch. Müller, feierte sein 25jähriges A r b e i t s j u b i l ä u m bei der Landwirtschaftlichen Maschinenfabrik Tröster- Butzbach. Dem Jubilar wurden Geschenke überreicht. • Garbenteich, 18. Sept. Ein seltenes Jubiläum feierte in der hiesigen Zigarrenfabrikfiliale der Firma S. Bock & Cv., G. m. b. H., mit dem Sitz Gießen, der Zigarrenarbeiter Karl Panzer. Dieser Tage waren es fünfzig Jahre her, daß Karl Panzer in die Fabrik cintrat, in der er noch heute in voller Rüstigkeit und Frische seine Tätigkeit ausübt. Gestern sand anläßlich des Jubeltages im großen Saal der Fabrik eine schlichte Feier statt, bei der Dr. Werner B o ck im Ramen der Firma den getreuen Mitarbeiter feierte und ihm ein Diplom, sowie ein Geschenk überreichte. * Hungen, 18. Sept. Der für nächsten Montag, 21. d. M., hier vorgesehene Viehmarkt findet wegen der in der Umgegend herrschenden Maul- und Klauenseuche nicht statt. t Grünberg, 13. Sept. In der jüngsten Gemeinderatssitzung unter dem Vorsitz des neuen Beigeordneten wurde bekanntgegeben, daß nach einer Mitteilung des Kreisausschusses der hiesigen Stadtverwaltung zur Erbauung einer landwirtschaftlichen Winte r s ch u l e 20 000 Mark zu 7 Proz. bei jährlicher Rückzahlung von 3000 Mark zur Verfügung gestellt werden können. Der Gemeinderat erklärte sich mit der Annahme des Geldes einverstanden, möchte aber den Zinsfuß sowie die Rückzahlung herabgesetzt sehen. Die Bürgermeisterei wurde beauftragt, sich nach dieser Richtung hin nochmals mit dem Kreisausschuh ins Benehmen zu sehen. Da im übrigen Pläne zur Erbauung noch nicht vorliegen, wurde die Angelegenheit einstweilen zurückgestellt. Rach einer Mitteilung der Dezirkssparkasse beschloß man, ein Anleihegesuch um 50000 Mark bei der Girozentrale anzumelden. Der Betrag soll zur Erbauung des Hochbehälters verwandt werden. Die städtische Obstversteigerung findet am 23. September statt. Die Kaufgelder müssen an Ort und Stelle bar bezahlt werden, Händler werden nicht zugelassen, dagegen aber auswärtige Selbstkäufer. Die Fischerei in der Höhetränke wurde dem Hugo Müller Hierselbst zu einem jährlichen Pachtpreis von 6 Mark bis 1923 zugesprochen. Rach Erledigung zahlreicher kleinerer Angelegenheiten sprach der Vorsitzende noch eingehend über die Wohnungsverhältnisse in Grünberg, wobei sich den Zuhörern ein recht trübes Bild entrollte. Der Redner betonte, daß jetzt unbedingt Mittel und Wege zur Besserung gefunden werden mühten. — Der kürzlich gegründeten Mittel st andsvereinigung sind in der letzten Zeit eine ganze Anzahl weiterer Mitglieder beigetreten. Es soll jetzt ein erweiterter Ausschuß gebildet und demnächst eine Hauptversammlung einberufen werden. Kreis Friedberg. z Bad-Rau heim, 18. Sept. Die bevorstehenden Stadtverordnetenwahlen werden mit jeder Woche mehr Gegenstand des öffentlichen Interesses. Cs ist jetzt schon ziemlich sicher damit zu rechnen, daß die politischen Parteien, die seither im Stadtparlament vertreten waren, wieder eigene Listen aufstellen, trotzdem starke Bestrebungen im Gange sind. Die Wahlen mehr nach beruflichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu orientieren. Es werden außer den politischen Listen auch unparteiische Wahlvorschläge eingereicht werden. In den meisten,Parteien liegen die endgültigen Vorschläge schon vor. Gestern abend beschäftigte sich auch das hiesige Ortskartell des Deutschen Deamtenbundes, das nahezu 300 Mitglieder zählt, in einer von Lehrer Porth geleiteten, gut besuchten Mitgliederversamrnlung mit der Stadtverordnetenwahl. Man wurde dahin einig, zunächst von der Aufstellung einer eigenen Liste Abstand zu nehmen. Wenn, was zu erwarten ist, Mitglieder des Kartells auf anderen Wahlvorschlägen an aussichtsreicher Stelle zu stehen kommen, wird das Kartell die Wahl frei stellen. In einer Entschl iehung nahm die Versammlung auch StÄlung gegen die Verzögerung der v ersprochenen Einvierteljahr es - Gehaltszahlung. — Rächsten Sonntag hält hier der Bezirk Gießen des Verba ndes Hessen-Rassauischer Stenographen seinen Herbstbezirkstag ab, mit dem, wie üblich, ein größeres Wettschreiben verbunden ist. Den Höhepunkt der Tagung wird ein Vortrag des Verbandsvorsihenden über die Einheitskurz sch rift bilden. Die Kurverwaltung hat den zahlreich zu erwartenden Gästen eine Führung durch die Badeanlagen zugesagt. 4 Aus der We11erau, 18. Sept. Die Obstversteigerung nahm in diesen Tagen ihren Anfang. Mit ihnen ist bas Signal zum allgemeinen Beginn der Obsternte gegeben, für viele Obstsorten ein viel zu zeitiger Termin. Die Zwetschen sind in diesem Jahre bedeutend früher reif geworden, als das bei normaler Entwicklung der Fall ist. Die Ernte ist recht schlecht, die Zwetschen sind rar und stehen verhältnismäßig hoch im Preise. :: Pohl-Göns, 18. Sept. Während wohl in den meisten Orten Obrrhessens eine Wasserleitung besteht, hat unsere Gemeine mit ihrem regen Verkehrsleben und Fabrikbetrieb eine solche noch nicht. Auf Anregung des Bürgermeisters sand nun gestern abend eine Dürgerver- sammlung im Rathause statt, in der über Anlage einer Wasserleitung verhandelt werden sollte. Es stellte sich heraus, daß ein großer Teil der Gemeinde dem Projekte ablehnend gegen- übersteht, daher verlief die Versammlung ergebnislos. Man kaim dies nur bedauern und wünschen, daß es doch noch zu einem zustimmenden Beschlüsse kommt, zumal von einigen Seiten sehr über die Wasserverhältnisse in der Gemeinde geklagt wird und den älebelständen allein durch eine Wasserleitung abgeholfen werden kann. Kreis Büdingen. !! Büdingen, 18. Sept. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde der neugewahhlte Beigeordnete Georg Hildner durch den Bürgermeister verpflichtet und in sein A m t ein» geführt. In der darauffolgenden Gemeinde- ratssitzung kam es wegen der Vergebung der Arbeiten a n den städtischen Reubau- t e n zu heftigen Auseinandersetzungen, die mitunter sehr persönlichen Charakter annnahmen. Die Bauten sollen so gefördert werden, daß die Einzelfamilienhäuser noch in diesem Jahre bezogen werden können. Dleichenbach, 18. Sept. Das Oberschiedsgericht für Feldbereinigungssachen weilte mehrere Tage hier, um eine größere Anzahl strittiger Fälle zu schlichten. Kreis Schotten. § Ulrich stein, 18. Sept. Der Kirchturm, der äußerlich wieder das frühere Aussehen hat, wird nun auch in den Kleinigkeiten vervollständigt. Die Uhr des Turmes schlägt seit Mittwoch nachmittag wieder, was sehr wohltuend empfunden wird. Die letzten Jnstand- sehungsarbeiten am Turm werden in alesen Wochen, vor Eintritt des Winters noch, aus- geführt werden. Kreis Wetzlar. ** Wetzlar, 18. Sept. Eine blühende Kastanienallee kann hier der Wanderer beobachten, der von der ehemaligen Unteroffizierschule in unsere Stadt hinabsteigt. Die Bäume sind von oben bis unten mit ihren weißen Blüten- kerzen bedeckt, die in der vergangenen Woche durch die Sonne hervorgelockt wurden. Heute, bei Regen und Rebel, geben sie ein etwas seltsames, unzeitgemäßes Bild. XX Wetzlar, 18. Sept. In verschiedenen Kreisorten des Koblenzer Bezirks, so auch im hiesigen Kreise, versuchen die öffentlichen Geldanst'alten die Lehrerschaft zur Wiedereinrichtung von Schulsparkassen zu veranlassen. Die Bezirkslehrerkammer hat sich jetzt scharf dagegen ausgesprochen und den Beschluß eingehend begründet. Reben pädagogischen Gründen spreche auch die wirtschaftliche Lage der meisten Eltern gegen die Wiedereinführung. dg. Hochelheim, 18. Sept. Seit zwei Jahren hat sich in unserem Orte eine reiche Dautäti gkeit entfaltet. Reparaturbedürftige Gebäude sind ausgebessert, eine Anzahl neuer Gebäude ist erstanden. Die Gemeinde hat einen Straßenzug kanalisiert, wodurch eine Verschlammung derselben bei Regen verhindert worden ist. d. Dornholzhausen» 18. Sept. Bei einer hier stattgefundenen Acker-und Wiesen- tierfteigerung wurden durchschnittlich über 100 Mark je Ar erzielt. dg. Riederkleen, 18. Sept. In unserer Gemarkung gibt es in diesem Jahre reichlich Kartoffeln. Die lange Regenperiode ist aber nicht ganz ohne Einfluß auf die Früchte geblieben, da sich bei ihnen eine gewisse Fäulnis bemerkbar macht. d. Oberkleen, 18. Sept. Der unter dem hiesigen Rindvieh verbreitete an st eckende Scheidenkatarrh ist für die Landwirte durch bas Ausbleiben der Kälbergeburten und somit des Rachwuchses an Jungvieh von großem finanziellen Rachteil gewesen. Rach der Behandlung der kranken Tiere durch einen Butzbacher Tierarzt ist die Seuche sehr zurückgegingen, und man hofft, sie nun in kurzer Zeit ganz zum löschen zu bringen. XX Aus dem Hüttenberg, 18. Sept. Um mehr Ackerlan d z u gewinnen, suchen unsere Gemeinden bei der Zusammenlegung ihrer Feldmarken geeignete Waldstücke in die Vermessung hineinzubringen. So hat die Ge- meinde Vollnkirchen durch Abholzung des Thi Wallt f" O sie! c. w Auf örei Dinge, Kreunöe, gebet fein Acht, Hamburg/ Chilehaus ♦ Berlin W $>, potsöamer Maße 22 a Kernsprecher: Rolaos 3619/20 Kernsprecher: Nolleoöorf 4080 11 so Ihr Euer Dasein nicht wie öie Musböcke, sonöern in Gesundheit unü guter Laune verbringen wollet: 1. Sah Eure Verbauung immer in Dcünung sei und öost nichts öie Veröauung so gut anreget als ein Ur-Krank Weinbranö (ein KembranÜ) oöec ein Ur-Krank Kölner Dom (ein Likör, öer nicht nur ein wonniges Behagen erzeuget, sonöern auch öem Magen wohltuet, öieweil gar köstliche GesunLheits-Kräuter öabei ver- wenöet sinö). L. Dast Ihr Eurer nervösen Veröriestlichkeiten Herr weröet. Woher kommen sie? Mehestens aus öem Magen oöec aus öem Darm, öer öurch Vtubenhocken tröge geworden ist. Kreunöe, fegt öie Verüriestlichkei.'en fort! Ein klein Gläschen Ur-Krank Weinbranö oöec Ur-Krank Kölner Dom wirken fürtrefflich. Ihr glaubt es, so Ihr es versuchet. Alex Krank A. hQ >k «£* * M S.’LMtteiW terXnJv Da,. I-icht bJ$J* sind är Asn ZH Aukde»^ Ott6neheeT® ■8»Ä.l£ Klchen fQnj. Jj ’Ä» i. 'j’Mneiaiy. Av^V"üba. f&‘ £ * s"*i«; ä'S3 ÄV4 11 Hüben' butöt in bereit- fünf. 11 Sfc btr n Bestrebungen ooOt M., 18. Sept. 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Hausangestelltenverein; Evangelischer Arbeiterverein; Deutscher Bund für christlich-evangelische Erziehung in Haus und Schule, Ortsgruppe Gießen; Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung stilrein und preiswert die brühl’ecbc Uolv.-DructereU R. lange. .Da- Salz des Ledens- ist da vttaortotzaMgeS Rährsalz.PrL-« . . 2. Preis....... 3. u. 4. ' Zreis zu je Mark 200.— 2. Die Einsendung geschieht am besten aus der Rückseite eines verbrauchten Päckchens „Larlsbader" und zwar andieExpeditlondieferZeitung unter dem Kennzeichen: weihnachlsprels der Otto E. Weber G. m. b. h., Radebeul-Dresden. 3. Anzugeben ist auch die- Adresse des Lieseranten, der Sie zur Verwendung von „Webers Carlsbader" veranlaßt hat. 4. Schluß der Annahme am 1. Rovember 1925 mittags 12 Uhr. Entscheidung und Auszahlung der Var-Preise erfolgt bis zum 15. Dezember 1925. 5. Den 1. Preis erhält der Einsender des besten und treffendsten Satzes. 6. Romen und Adressen der ersten 6 Preisträger veröffentlichen wir an gleicher Stelle. 7. Prämiierte Einsendungen werden unser Eigentum. 8. Die Entscheidung ist unwiderruflich und kann nicht angefochten werden. 9. Wer sich nicht an die vorstehenden Bedingungen hält, fchewel von vornherein aus. Sie haben Zeit, nützen Sie die sechs Wochen bis zum Einsende- Dalum. Wir unterstützen Sie unterdessen durch Veröffentlichung verschiedenartiger Texte an gleicher Stelle, in denen wir alle Erfahrungen, die seit Großmutters Zeiten uns eine gepflegte Bereitung des Kaffeegetränkes gelehrt hat, preisgeben. Probieren Sie bann selbst an Hand dieser Hinweise — nicht nur einmal — probieren Sie öfters, um sich ein sicheres Urteil zu verschaffen. Sprechen Sie darüber mit Freunden, im Familienkreise, am Kaffeetisch, in den Arbeitspausen. Fremde Anregung bringt manchen guten Gedanken. Dann erst sehen Sie sich hin; denn nunmehr ist die gestellte Aufgabe kinderleicht und Sie haben begründete Aussicht auf einen Gewinn. zur Erfüllung eines Weihnachtswunsches an einhundert Freunde unseres seit Jahrzehnten in den weitesten Bevölkerungskreisen beliebten „Larisbader Kaffee-Gewürzes-. Die Aufgabe lautet: Bilden Sie über Ihre eigenen Erfahrungen beim Verbrauche von „Weber's Carlrbader Kaffee-Gewürzt mit Bohnen-, Rlalz- oder Kornkaffee einen hübschen Sah von ungefähr zwanzig Worten. Vermeiden Sie alle banalen Redensarten wie: „Der beste Kaffeezusatz-, „ausgezeichneter Geschmack-, „schönes Aroma-, „dunkle Farbe- usw. Der Sah soll so treffend und leicht verständlich sein, dah er in unserer Reklame Perwendung finden kann. Wir sehen an greifen aus: Otto 6. Weber s. m. b. H. Radebeul-Dresden. . Mark 500.— . Mark 400.— . Mark 600.— . Mark 1000.— . Mark 500.— Samstag, 19. September 1925 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger sürGberhesstn) Mr. 220 viertes Blatt Rätsel-Ecke Zahlen-Rätsel. 9 5 5 6 6 9 6 Kurt Sipor E Datum: 11 5Bas s i I n t d c h i 1 n o r Ohne GGilaGe, ohne Grus. IBQI i / nrarle n mracims 9 9 4 3 4 5 1 4 6 ach e e h d d e b d e e h i I e h r r 2 5 5 3 9 4 7 4 6 4 2 4 2 9 9 2 5 9 9 9 9 1 8 1 2 4 3 8 4 9 5 4 1 8 5 8 6 5 3 4 8 6 9 1 9 2 3 1 8 raiyi QU UM i 2 3 4 5 6 2 5 7 1 8 6 2 9 Die nennen Defoe. a a e a b a a a a e männl. Vorname weibl. . männl. > weibl. • männl. > weibl. ■ männl. ■ weibl. . männl. , weibl. ■ männl. ■ der gefundenen Namen 1 r,s u u e h n p s t e e i n n r s t b d c h I o t e e c i 1 n n k m n o p u am nnjraei in ra ffi LI piff Vuchstabcnvcrftcck. Blüte, Cent, Ebro, Gent, Hügel, Igel, Lüttich, Nil, Orgel, Rütli, Ion, Trient, Hebel, Logt. Die Buchstaben vorstehender Wörter sind in dem Namen eines bekannten deutschen Dichters enthalten. In anderer Reihenfolge der Wörter eraeben deren Anfangsbuchstaben den Namen des Dichters. Kreuzworträtsel. ist der Herr? Namenrätsel. Die Anfangsbuchstaben nennen eine Oper von Wagner. Hohe. Gzizktaff, altbewährt Gauker, Lilli,4, allLe^ekrir^ rfkcffe Küchengerät 5luß in Südamerika italm. Komponist Frauenname Schickjalsgöttin Zahl Musikinstrument Land in Afrika mythisäze Zauberin Gerät für den Fischfang Vereinigung Fixstern Sternbild Männername Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Stehen. Sonntag. 20. September. 15. n. Trinit. Sustav.2ldolf.Fest. Etadttirche. 9'/,: Pfr. D. Mah. nert aus Innsbruck. 11: Kinderkirche f. d. Mat. thäus und Markusgemeinde. Pfr. D. Mahnert. - Johannesktrche. 9‘ Prediger, ein Dertreter der evangelischen Kirche in Polen. 11: Kinderkirche für die Lukas- und Johannesgemeinde. Pfr. BechtolS- Heimer und Pfr. Ausfeld. — Kirchberg. 10: Pfr. Dedekind «früher Brasilien). Kollekte. 11: Christen- lehre für die weibliche Jugend. - Wieseck. Evang. Gemeindesaal.Ludwigstr. 11.9*,:PfarrerStachowitz, Garnsee i Westpreußen). Frauenchor: Opfer für die Gustav-Adolf-Stiftung. 10',: Kinderkirche. 1'/«: Ab Anfangsbuchstaben der aefunbenen Worte den Helden aus einem Iugendroman von Bcsuchskartenrätsel. der Dr Rvlsch erklärte, dah auf eine Besserung der Wirtschaftslage vorläufig nicht zu rechnen sei. Auch die Dividendenlosigke't bei den 2Hanne8- mann-Röhren-Werken, die Arbeiterentlafsungen bei Daimler und die ungünstigen Auslassungen des Vereins deutscher Maschmeirbauanstalten über die Lage des Maschinenbaues im August verstimmten, ebenso die Verschlechterung der Arbeitsmarktlage, wie sie vor allem in Berlin augenblicklich zu verzeichnen ist. Im Gegensah au den Aktienmärkten blieb die Stimmung am Rentenmarkt für DorkriegSpfandbriefe und für landwirtschaftliche Aentenbriefe freundlicher. Der Geldmarkt war weiter flüssig, tägliches Geld 7* j bis 9'Prozent. Monatsgeld 10 bis 11 Prozent. Die Abschlüsse sind auch hier nur gering. 3m internationalen Devisen- verkehr konnten sich Oslo, Paris und Mailand bei stillem Geschäft leicht bessern. Die Reichsmark notierte gegen Mittag in London 20,36, PariS 5,04’'2, Amsterdam 5920' Börsenkurse. Guter Hat fieben — Nebel. Strafe muh sein. Gedicht — Gesicht — Geschicht — Gewicht — Gericht. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedakttonStisch. Uebertrosfen. Zwei Serühmle Leute erzählten sich Szenen aus ihrem Studentenleben, wo sie beide arme Teufel wwoen. Der erste sagte, er habe einmal ein so kleines Zimmer gehabt, dah er darin keinen Schnitt gehen konnte. „Oh, Vas ist noch garnichts," erwiderte der zweite, „das meine war so klein, dah nicht einmal meine Uffr darin gehen konnte, weshalb ich sie verkaufen muhte." Fahrkarten am Dillettschalter, bitt«. „Bitte schön — wo bekommt man denn die Billetten?." ! „Büstietten gibt's koane — mür Ham Fahrkarten!" „Auch gut — wo kriegt man also die Fahrkarten?" „Da müssen S' da in de Tür neigehen, zum Dülletschalter." Iagdrecht. Der berühmte Schauspieler Schmetternich wird von seinem Freunde, dem Baron Rimrods- hausen, zur 3agb eingeladen. 3m Jagdeifev gerät er auf fremdes Revier und kaum hat er Dort auf ein Rebhuhn gefeuert, al8 auch schon die Remesis in Gestalt des Jagdgehilfen Reu- schleiner kommt. „3a, Kreizhimmiherrgottsaxen, mit welchan Recht tean nacha Sö da jagen?" schreit 2Ieu^ schleiner entrüstet. „03ttt welchem Recht?" ftägt Schmetternich würdevoll und stellt sich in Positur: „DeS starken Geistes Recht, den göttlicher Beruf zum un- umschrc'cnkten Herrn gemeiner Geister schuf!" „3v so," entgegnete Reuschleiner Neinlaut, „dös h/ab ja i not wissen tonna.“ 2eriiner Pro^rl e börsr. Berlin, 18. Sept. Der Produktenmarkt lag weiter sehr ruhig und zurückhaltend. Die Rotierungen wurden etwas niedriger, zum Teil auf Glattstellungen und der ifraelitifchen Feiertage wegen. Cs notierten pro 1000 Kg: Weizen (märl.) 207 bis 213, Weizen (Oktober) 229.50 bis 230, Weizen (Dezember) 236 bis 237, Roggen (mark.) 157 bi« 162, Roggen (September) 175, Roggen (Oktober) 177.50 bis 177, Roggen (De- zember) 184 bis 183.50, Roggen (meckl.) 155 bis 159. Gerste (mark.) 206 bis 230. Wintergerste 174 bis 177, Hafer (mark.) 174 bis 182. Hafer '(Dezember) 187.50. Mais (loko Berlin) 207 bis 211. Raps 350; für je 100 Kg.: Weizenmehl 29.00 bis 32.50. Roggenmehl 23.25 bis 25.25. Weizenlleie 11.40 bis 11.50, Roggenkleie 10.40 bis 10.50, Biktoriaerbfen 26 bis 31. Futtererbsen 21 bis 24. Wicken 25 bis 28. Lupinen (blau) 12.75 bis 14. Rapskuchen 16 bis 16.20. Leinkuchen 22.60, Trodenlchnihel 11.80, Torfmelasse 8.40 bis 8.60. Kartoffelflocken 17.00. Zuder 21 bis 21.20. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des .Gichener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 18. Sept Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 24,25, Roggen, inländischer 19,50, Sommergerste für Brauzwecke 25 bis 27,50, Hafer, inländischer 20 bis 20,50, Mais, gelb 21, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 39 bis 39,25, Roggenmehl 27,50 bis 28, Weizenkleie 10,75 bis 10,90, Roggenkleie 11 bis 11,25. Tendenz: Ruhig. Romans von Meyrink. 7. Andere Bezeichnung für Menschen. 8. Schankstätte. 13. Mythologische Figur. 14. Bedrängte Lage. 16. Alkoholisches Getränk. 18. Doiksstamm. Auflösungen. Silben rälftl Kakadu, Usus, Nonsens, System, lutzlingen. Ltllberg, Srigitck, (Elemente, Nubien Kreuzotter, Ahnen, Nojaben. Nießbrauch, Nadelhölzer, Nieder- baijern, Rorschach, Viesterweg. (Ebro, Rudolf, Lnga- bin, Riesengebirge Kabelbahn, Oboe, Rarität, Nansen, (Elegant — Kunst üben kann nur ber Erkorene, Kunst lieben jeher (F r b geborene. Ohne — ohne — ohne. Trommel-Füll. Kreuzworträtsel. Wirtschaft. Börse und Geldmarkt. Derrn auch, wie bereit« vor acht Tagen an Vieser Stelle erwähnt, die Aufwärtsbewegung an der Börse zum Stillstand gekommen ist. und zwar in erster Linie wegen der sich immer noch mehrenden Zusammenbrüche sowohl industrieller Unternehmungen, wie auch von Bankinstituten, so hat sich die Baisse-Spekulation doch nach einem vorübergehenden Vorstoß nicht Wetter hervorgewagt, denn es liegen zu viel Dinge in der Lust, die ä h longue doch einen günstigen Einfluß aus die Börsenentwickelung au«uben muffen. Dieses gilt in erster Linie Don Den '-ßer- truftungebcfltcbungcn in der Groh-Industrie. Es liegt auf der Hand. baß rin fr S^^ llnter. nehmen, wie der au schaffende Ah einN ch Westfälische tt i f e n t r u fl. nicht von heute auf morgen entsteht: aber letzten Endes, und da« weih die Börte auch haben die rheinifch-west- sälischen Zadustrie-Kapitäne. wenn sie ein Problem einmal angefaßt haben, es auch stets verstanden. dieses zu einem guten Ende durcyzu- führen, und man darf daher mit Recht an» nehmen das, der Gif ent ruft kommen wird, wenn auch noch ein paar Wochen in« Land geben werden, ehe alle Schwierigkeiten aus dem Wege geräumt sind und er vollendet dasteht. Schneller fcheint jetzt der Anilin-Trust perfekt zu werden: daraus läßt auch das bevorzugte 3nter- esse, das die entsprechenden Werte in den letzten Tagen an der Börse fanden, schließen. Man mutz sich vergegenwärtigen, daß die CBorarbeitat für die völlige Verschmelzung der Amlin-Gesell- schaften schon vor Monaten begonnen und weit gediehen sind, hatte man doch die Verwirklichung des Unternehmens lediglich auS steuerlichen Gründen zurückgestellt. Rachdem aber die steuern herabgesetzt sind, ist hier das loefenlltche Hemmnis aus dem Wege egräumt. Auch die außergewöhnlich gute Aufnahme, die Ine ame- rikanische Anleihe der Rentenbank- Kreditanstalt in Amerika gefunden hat, dürfte den Optimismus an der Börse starken, beim einmal rechnet man jetzt damit, dah die amerikanische Kreditgewährung an Deutschland wieder in Fluh kommt, und andererseits wird der Erlös dieser Anleihe zum mindesten vorübergehend eine Abundanz des Geldmarktes erzeu- Sn Sine Auswirkung hat der Abschluß der merika-Anleihe an der Börse bereits gezeigt, indem dem Markte der fest verzinslichen Werte, also zur Zett in der Hauptsache dem Pfandbrref- marft. erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt wird. Aber auch die Bestrebungen zur Herabminderung bet Zinssätze haben nach derselben Richtung hin gewirtt, denn wenn diese von Erfolg gekrönt sind, muh sich naturgemäß der Wert der Pfcmd- briese mtt ihrer relativ hohen Verzinsung heben. Der G e l d m a r kt behält sein flüssiges Aus- sehen und es liegen auch einstweilen keine Anzeichen Dafür vor. dah der kommende Ultimo besonders große Anforderungen an ihn stellen wird. Es ist nicht zu leugnen, dah die 3in«- ermähigungsbestrebungen der Re- St e r u n g zum mindesten einen psychologischen influh ausgeübt haben. Die Tatsache, dah der Satz für erstklassige Warenwechsel dem Privat- zinssuh wenigstens teilweise gefolgt ist, läßt darauf schliehen. dah die Zinsverbilligung festere Formen erhält. Wenn auch, wie vielfach erwartet, bet Deutsche DanNertag noch keine Ermäßigung der Dankzinsen oder Provisionssätze gebracht hat. so Darf man Doch damit rechnen, dah zum mindesten auf dem Gebiete der Provision Die Danken in aller Kürze Entgegenkommen zeigen wer Den. • Starke Ueberzeichnung der amerikanischen Anleihe der Rentenbank- Kreditanstalt. Wie der DHD. aus Reuhork erfährt, war der Andrang zur Zeichnung des Meuhorker Teiles der Anleihe der Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt so stark, dah die Zeich- nungSlisten schon nach kurzer Zeit geschlossen werben muhten. Man wird Revartierungen von S biS 10 Proz. vornehmen müssen. Dieses glänzende Ergebnis gilt als eines der größten Ereignisse der Reuyorker Börse feit Wochen. Frankfurter Abendbörse. Frankfurt a. M.. 18. Sept. Das Geschäft (an Der heutigen Abendbörse war bedeutungslos: Umsätze kamen fast kaum zustande. Die Stimmung war für Aktienwerte fest. Auch Anleihen und Pfandbriefe zogen etwas an. Am Dankenmarkt zeichneten sich ReichSbankanteile durch eine neue Steigerung von 0.75 Prozent aus. Die Dörse schloß in größter Stille in ziemlich fester Haltung. Deutsche Anleihen: 5prozentige Reichsanleihe 0,240. Ausländische Renten: bprozentige Cilbermefifaner ab gestempelt 15,60. Bankaktien: Eommerzbank 96. Darmstädter Bank 110, Deutsche Dank 110,25. Dresdner Dank 100,50. Mitteldeutsche Eredttbank 92.25. Reichsbank 138,25. Oesteneichische Kredttaklien 7.62. Montanaktien: 5>cutf<6’'Luxemburger 71,50. Gelsenkirchen 54,50. 3nDuftrieafticn: AEG. 95.75, Eement Heidelberg 65,50, Fuchs Waggon 0,45, Elektrisch Licht und Kraft 95, Gebr. Holzmann 58, Hoch und Sief 42,50 Gebr. 3unghans 65, Lahmeyer 76,50. Main- traft 77, Schuckert 65,50, Tb. Goldschmidt 70,50, Höchster. Farben 121,75, Zucker Rheingau 60. Berliner Börse. Berlin, 18. Sept. Der Besuch Der Dörse war infolge Der heute abend beginnenden hohen israelitischen Feiertage geringer als sonst. Die ohnehin bestehende Lustlosigkeit verschärfte sich daher noch, so daß bei Beginn des Verkehrs die Umsatztätigkeit völlig stockte Die Kurse zeigten keine einheitliche Entwickelung, stellten sich aber im Vergleich zu Den gestrigen Rach- hörsensätzen meist niedriger. Zu der Geschäftsunlust trugen auch die pessimistischen Ausführungen in Der Hcntptausschuß-Sitzung des Vereins zur Wahrung Der gemeinwirtschaftlichen 3fiter cf f en im Rheinlande und Westfalen bei, in Es bebeuten: Don links nach rechts: 2. Phönizische Stadl. 6. Militärischer Dienstgrab. 8. Stabt am Rhein. 9. Dickflüssige Speise. 10. Englisches Bier. 11. Heilverfahren. 12. Fluß in Pommern. 14. Diplomatisches Schriftstück. 15. Seesolbat. 17. Anbere Bezeichnung für Menschen. Don oben nach unten: 1. Gebichtsorm. 2. Fluß in Afrika. 3. Nebenfluß ber Donau. 4. Bob in Hessen. 5. Schlafzusianb. 6. Titel eines bekannten Berlin 17.9. ■ 18 M ?/0 Deutsche Reich San leih« • Deutsche RetchSanlcihe . »'/,*/, Deutsch« Reichsanlethe 3"/, Deutsche ReichSanlcihe . Deutsche Svarpramienanlcihc <•/, Preußische Äoitfol» • - 4e/e Hegen.......... >'///. tzrllen........ 3*/o Hessen Deustche Send. Dollar «nl. dto. Doll-.Schay'Snlreisng..) Sj 0 2?5 0 2« 1.2375 1.23 — 8175 0.31 0.301 il,20'i 0.30.'. 0.3U5 0,4S> tl.480 1.4825 0.44 0,150 0.13- 0,142-5 0,145 0.2-5 1.270 0.270 0.265 — — 0.30 — — 1 — 0.27 0,27 0.275 2550 0.26 89 75 90.25 91 75 91.75 94.8 94 9 94.75 94 8 * •: 7,81 7.75 7,9 — 37,25 — — 128.25 129 131.25 129 95.5 >6 955 95,5 110 110 110 50 110.25 Hl 110,25 111.5 110,5 — — —— 1 >3,75 103.7 104.2.' 103,75 «7,5 76,5 «.5 92,25 9 .50 93,5 7.62 7.62 7.62 7.62 0.028 0.028 — — — 71 69 70,75 51.9 48.25 50 25 48 10 41 41 40,5 72 71.5 71.5 71.4 55.5 54,5 M 54 75 — 107 107.25 107 125 122 123 . 121.63 130,5 129 19.37 19.4 40 40.5 H.13 41.1 52 5 52,75 55 53 75 25 75,25 75.5 75 oG 63 25 64 62 63.25 76,5 7i 77 60 63,5 — 61 59.25 60.25 60.25 61,5 64,5 >4.25 64.5 65,5 1 65.5 58 1 58 59 59 — — 97 95,75 126.75 125,75 127,25 126 — - — 70,5 70.5 71,6 71 2 121 87 120,25 121 120.5 121.75 121,75 122.25 121,13 58,5 58 5 72.5 72,25 74 74 !4 92,25 — 96,75 95/5 67 95.25 77 76 77,5 76 75 5 77 66 65,5 65,5 63.25 84 bS 84,25 82,25 42 1 41 43 42,5 11,8 41 42,75 41,5 KO — — — 87 i 8? 36 36 —> 1 — 50 0,35 0,36 — — — 99 98 — — 63.25 63.25 64 13 63,62 35 35 33,75 — 5 5.25 5 , 5,25 9 8.9 8,9 8,75 61,1 61.1 — — 57,1 1 56,25 57.62 1 — 17 Septbr. 18 Septbr. Amtliche Noti rung Amtliche Notierung «cld Briek Keld Brief Amst-Rvli 168.64 169,06 168.66 169,08 ’ Bucn-Airek 1.695 1.699 1.69- 1.702 Brfl-.Antw 18,13 18,16 18 49 18,53 Christiania 87,59 87,81 «•,41 88.66 Kopenhagen 102,17 102,42 102,62 102,88 Stockholm • 112,52 112,81 112,52 112,8। HelstngforS 10,565 10.605 10,57 10,61 Italien. . 17,1. 17.21 17.27 17.31 London. <0,335 20,385 30,335 20,385 VItut)ort . - 4,195 4,215 4.195 4,2(1' Pari«. . . 19.805 19.845 19.84 19.88 Schwei, . 80.99 81,19 «0 97 81,17 Spanien . 60.47 60.6:3 60.27 60,43 Japan . . - 1,672 1,770 1.746 1,750 Rio de Ian. ) 566 0.568 0 565 1.567 Wien in D-- Ctfl- abgeft ,9,13 69,27 39,13 59,27 Prag .... 12,43 12,47 12.425 12,46. Belgrad . . 7.48 7,50 7.46 7,47 Budapest • - 5,885 5,905 5.885 5,90) Bulgarien 4.045 3.055 3.045 3.055 Lissabon 21.075 .0,125 <0 075 20,126 Tanjig - ■ 80,68 -0 W 80.6X 80.88 Konstantin. 2,385 2.395 2,37 2,38 Alben . . 6.19 6.21 6 09 6.11 Eanada- . 4.20 4.21 4.20 4,2t Uruguay 4.175 4,185 4,175 0.185 Banknoten. Berlin, 18 Septbr ___L_ (Selb Brief Amerikanische Noten ..... 1.25 4,27 Belgische Nöten ....... 18,41 18,51 Dänische Noten ....... 102,4$ 102,9 Englische Noten. ....... 20,30 20,40 Frantensche Note« ...... 19,87 19 97 volländische Noten...... l>8,23 169,07 Italienische Noten...... 17,21 17,36 88 72 (Norwegische Noten...... Deutsch-Oesterr, 4100 Kronen >8.28 58.91 59,21 Rumänische Noten...... — — Schwedische Noten...... .12,22 112,78 Schweizer Noten ....... 80,80 81.20 Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . ■0.05 50.35 12.29 12.4 Ungarische Noten . . ... 5.835 5.875 io n 15 18 16 “ Klavierspiel verschönt das Leben im cig. 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Hause. öCC )O Becker. 8740V den Kläranlagen, Steinbacher Weg, Straße und Alter 55 56 57 58 59 60 21. 21. 21. 21. 26. 26. 9 9 67 68 69 70 41 42 21. 21. 21. 22. 22. 8 10 den Bäumen an Leihgesterner Weg, Lutherberg, Sicher Anneröder Weg. 71 72 73 74 22. 22. 24. 24. 25. 26 26. 26. 28. 22. 23. 23. 23. 23. 23. 23. 24. 24. 25. 25. 26. 24. 24. 24. 21. 21. 22. 23. 23. 23. 24. 24. 25. 25. 26. 26. 28. 10 9 eines Zuschlages) betrügt einschließlich der Steuer: Proszeniumsloge, Rangloge u. 1. Rang Dorderplatz L 2. 3. 4. 5. 6. 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 61 62 63 64 65 66 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 21. 21. 22. 22. 23. 23. 23 23. 24. 24. 24. 25. 25. am Birklarer Wald nächst Langsdorf 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 nächst Alleudorf bei der Ziegelei im Anschluß 1. 2. 3. 2. 2. nächst Lich im Anschluß nächst Lich im Anschluß nächst dem Wald im Anschluß 21. 21. 22. 22. 22. 23. 23. 24. 24. 24. an der Hardt „ Baum Nr. 1 im Anschluß Ortsausgang Kl.-Linden Sperrsitz und 1. Rang Mitte Sperrsitz und 1. Rang Aückplah Sperrfitz und 2. Rang Borderplah Dang Mitte am Baum Nr. 1 im Anschluß bei der Ganseburg am Baum Nr. 1 im Anschluß am Kreismagazin bei Leihgestern „ Grüningen am Pfingstkopf „ Baum Nr. 1 nächst Grünberg im Anschluß nächst Londorf im Anschluß Beginn des Marktes um 8 Uhr vormittags. Gießen, den 19. September 1925. Der Oberbürgermeister. 3. D. Klingspor. 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 Abfahrt nach Lumda im Anschluß am Abz. n.Weickartshain im Anschluß am Abzweig der Straße Grünberg-Beltershain im Anschluß Zeit der Versteigerung 8 9 8 10 9', 8;-i- 100 R.-M. 78 64 , 42 „ 28 „ Bahnhof Bellersheim nächst Bellersheim „ Bettenhausen „ Hungen „ Inheiden im Anschluß nächst Hungen im Anschluß Ort der Zusammenkunft „ Rüddingshausen „ Weitershain „ Grünberg im Anschluß für die medizinische, Frauen- und Hautklinik 250 Zentner. Für die chirurgische und Ohrenklinik 503 Zentner. Für die Klinik für psychische und ner- Glaserarbeiten Schreiuerarbeiten Schlofserarbeiten (Anschlagarbeiten) Elektr. Beleuchtungsanlage Gas» und Wafserinstallatton. Bahndurchl. nächst Gieß, im Anschluß nächst Nieder-Bessingen im Anschluß Ende April 1926 dauert, werden an den Tagen Dienstag, Mittwoch, Freitag und Sonntag je 28 Abonnements-Dorstellungen stattfinden, die Vorstellungen beginnen an den Werktagen um 71/, älhr, am Sonntag um 7 U$r. Die Abonnementskarten find gegenüber den Tageskarten wesentlich billiger : bei Richtbenuhung der Monnementskarten können, wie bisher, Gutscheine gegen Entrichtung einer Gebühr gelöst werden, die für die gesamte Spielzeit, auch für die Sonntagsabonnements-Borstellungen, Gültigkeit haben. Der Preis für die 28 Vorstellungen einschließlich der Operetten- und Opern-Gastspiele (für Letztere unter Zahlung an der Bauermühle Ortsausgang Gr.-Linden „ Lang-Göns bei Watzenborn erfolgt in sechs Raten. Anmeldungen zum Abonnement sind bis zum 20. September nur schriftlich an die Stadtverwaltung Gießen — Bergstraße, Zimmer Rr. 12 — unter Angabe des AbonnemenLstages und der Aufschrift „Theater-Abonnement" zu richten. Die letztjährigen Abonnenten haben Anspruch auf Beibehaltung ihrer Plätze an ihrem Abonnementstage, wenn sie diesen bis zum 17. September 1925 geltend machen. Gießen, den 12. September 1925. Dec Oberbürgermeister. F. V.: Klingspor. 8536 B Zusammenkunft ist im Ort. Bersrod, den 17. September 1925. Hessische Bürgermeisterei Bersrod. Becker. Der Besatz unserer bei Ober» Seemen (Station der Bahn Frankfurt a. M.—Stockheim—Lauterbach) gelegenen Karpfenteiche, der zu zirka 10 Ztr. Karpfen und 1 Ztr. Schleien unverbindlich geschäht wird, soll in diesem Herbste ausgefischt werden. Aeuherste Preisangebote je Ztr. Karpfen und je Ztr. Schleien werden möglichst umgehend erwartet. 8,“D Ortenberg (Oberh.), 15. Sept. 1925. Fürstlich 5tolberg'fcher Rentamt. Zusammenkunft um 3 Uhr bei Wirtschaft .Zur Stadt Lich". Gießen, den 20. September 1925. Der Oberbürgermeister. in Staufenberg im Anschluß zu entrichten. vöse Krankheiten 250 Zentner ist zu vergeben. Angebote nebst Muster und Preis an die Verwaltungen der einzelnen Kliniken bis zum Donnerstag, dem 1. Oft 1925, vormittags 11 Ahr erbeten. Die Lieferung kann auch geteilt ver> geben werden. Die Steigbeträge sind sogleich Gießen, den 11. September 1925. Qs , 11 nachm. 2 - 8 vorm. 9l /. - 107- „ 8 „ 8 » 8'7 nachm. 2 vorm. 8'/ , nachm. 1 Rang Rückplatz 21 Die Ausgabe und Bezahlung der Abonnementskarten Metalibetten "A StahlmatratEeu, Kinderbetten dir. an Priv. Katal.7N fr. Elsnimöbcltabrlk Sutil (Thttr.) Jetzt ist die Zett für MeilM nnö LeWraii-Emulsion Bewährte Marken wie Skott, Zalewski etc. empfiehlt die CT53D Mki-IrMic Apotheker W. Wahiscbmidt Sclterswea 39 vorm. Otto Tchaaf. Arbeitsvergebung. Unter Hinweis auf den Ministerial- erlaß vom 16. Juni 1893 und die Ergänzungen hierzu werden nachbenannte Ar- beiten des inneren Ausbaues für den Neubau eines Beamtenwohnhauses beim Landgerichtsgefängnis in Dieben 8 Uhr 9 „ Hansa Handelsschule J. Kunzeimann Qießen, Bahnhofstr. 6,0 vorm. Hermes Nette Kurse 12. Oktober. vorm. 9 „ 10 mittags 12 Bekanntmachung. Biehmarkt in Metzen. Der für 29. und 30. September 1925 vorgesehene Rindvieh-, Schweine- und Schlachtviehmarkt wird auf Donnerstag, den 1. und Freitag, den 2. Oktober Kartoffellieferung Die Lieferung des Winterbedarfs an guten, haltbaren, ausgelesenen Speise lartoffeln, und zwar: Arbeitsvergebnng. Die für die Unterhaltung Der Schlachthofgebäude erforderlichen Weißbinder» arbeiten sollen vergeben werden. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis Freitag, den 25. dS. Mts., vorm. 10 ll&t einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. 8780B Gießen, Den 18. September 1925. Stadtbauamt. Braubach. Wurfttigming Der Stabt Gießen. Montag, den 21. September 1925, soll Die diesjährige Obsternte Der Stadt Gießen öffentlich meistbietend versteigert werden: a) vormittags 87, Llhr beginnend von nächst der Kreisgrenze im Anschluß nächst Lich im Anschluß im öffentlichen Wettbewerb ausgeschrieben: Tüncher- und Anstreicherarbeiten Gbsjversteigerung. Mittwoch, den 23. September, vormittags 8,30 Llhr beginnend, wird das Der Gemeinde Großen-Buseck gehörige Obst, bestehend aus Aepseln und größeren Mengen Rüssen, baumn eise öffentlich meistbietend versteigert. Zusammenkunft am Ortsausgang Der Straße nach Beuern. Großen-Buseck, den 18. September 1925. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Gans. 87520 Behördliche Anzeigen KartosfeMeserung. Die Lieferung der Speisekartoffeln für 1025/1926 Industrie 1800 Zentner soll vergeben werden. Hiervon sind im Oktober ds. Zs. 1000 Zentner und im März n. Zs. 800 Zentner gu liefern. Die Bedingungen liegen während der Bureaustunden auf der Kanzlei zur Einsicht offen, sie können auch abschriftlich gegen Erstattung von NM. 0,70 bezogen werden. Für das Angebot ist ein besonderes Formular vorgeschrieben, das gegen Zahlung von NM. 0,10 bei uns erhältlich ist. Angebote rntt der Aufschrift „Kartoffellieferung" sind verschlossen bis zum Eröffnungstermin: Mittwoch, 30. Septemder 1925, vormittags 11 Uhr hier einzureichen. Es können auch Teillieferungen, jedoch nicht unter 50 Zentner erfolgen. 87430 Zuschlagsfrist: 1 Woche. Marienschloß (Rockenberg), 15. Sept. 1925- Direktion des Hess. Landeszuchthauses. Original TrihtvA« Fleischräucherapparaie Backkochherde-Sparbacköfen sind die besten und sparsamsten für den Hausgebrauch. Probe- s iaterang — Teilzahlung. 10 Jahre » schriftl. Garantie. Verl. Sie sof. ausführl. Beschreib, v. Ofenfabrik Tritschler io Aschalfenburg iBay.). , beginnend, das Obst von den Bäumen im städtischen GWversteigerimg. Montag, den 21. September, vormittags 1 ;,8 Ahr anfangend, soll das Der Gemeinde Alten<-Buseck gehörige Obst baumweise öffentlich meistbietend an Ort und Stelle versteigert werden. Der Anfang ist an der Kreisstrahe Grenze Atten-Buseck-Wieseck. Alten-Buseck, den 17. September 1925. Bürgermeisterei Alten-Buseck Emmericher Wareo-ExpedätlöR Lindenplatz 1, Tel. 1257. Arbeitsvergebrmg. Für DenKreisamtsneubauDüdingen werden auf Grund des Ministerialerlasses Voml6. Juli 1893 und dessen Ergänzungen die Schlosser- und Anschlagearbeiten in 4 Losen, die Tapezierarbeiten in 3 Losen, die Hvlztreppenlieserung in 2 Losen öffentlich ausgeschrieben. Zeichnungen und Bedingungen können während der Dienststunden auf unserem Amt eingesehen werden. Angebotsvordrucke sind daselbst solange Vorrat reicht, zum Selbstkostenpreis erhältlich Die Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen zum Gr- öffnungstermin am Donnerstag, dem 1. Oktober 1925, vormittags 11 Ahr, einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Büdingen, Den 16. September 1925. Hessisches Hochbauamt. Fr eh. 87320 21. 21. 21. 22. 22. 22. 23. 23. 23. 23. 23. 23. Obstversteigerung. Mittwoch, den 23. ds. Mts., vormittags 10 Uhr anfangend, soll das der Gemeinde gehörige Obst, bestehend aus Zwetschen und Aepseln, meistbietend baumweise versteigert Im Herbst bei dem unfreundlichen Wetter ist es wirklich kein Vergnügen, seine Einkäufe zu machen, taoi leleplioweii Sie Diehl? Nr. 1257. In zwei Stunden ist der beste Kaffee oder Tee in ihrem Palla toa- Puder reinigt und entfettet das Haar auf trockenem Wege, macht es locker und leicht zu frisieren, verleiht leinen Duft. Zu haben in Friseurgeschäften. Parfümerien, Drogerien u. Apotheken. M|M° AlttMiM werd, faeünemäb il preiswert gestimmt n. repar. G.kverNLr Gießen. WlsskNI Telephon 2403. Ankaniabv. Klao. u. ■varinoiiiums | Stabttfyeater Gießen Abonnements-Einladung 3n der Spielzeit 1925/26, die vom 9. Oktober 1925 Z. V.: Qr. Rosenberg. 8731B ^lrdeitsvergebung. Für die Feldbereinigung Wieseck sollen Freitag, den 25. September 1925, vormittags 9 Llhr auf Der Binger- meisteret zu Wies eck Grabenarbeiten, veranschlagt zu 2650 Mk., vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Hess. Bürgermeisterei offen, wohin die Angebote in Prozenten des Voranschlags verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, Post frei bis zum Eröffnungstermin einzureichen sind. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, Den 14. September 1925. Hessisches Kulturbauamt. Steinbach. 87450 Angebotsunterlagen können, solange der Vorrat reicht, von Montag, dem 21. September an, gegen Erstattung der Herstellungskosten auf unserem Zweigbureau im Amtsgericht, Zimmer 218, während der Dienststunden abgeholt werden, wo auch die Zeichnungen eingesehen werden können. Die Angebote mit Preis Zergliederung stnd verschlossen mit der Aufschrift: .Zur Ar bei lS Vergebung, Beamtenwohnhaus .beim Landgerichtsgefängnis", bis zum Montag, dem 5. Oktober, vormittags 11 älhr, auf vorbenanntem Zweigbureau einzureichen, wo sie in Gegenwatt etwa erschienener Bewerber eröffnet werden. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 18. September 1925. KürMWtlencs KM Bestellungen nimmt wieder entgegen £o0oi “-d B. Nuhn A. 0. Obstversteigerung an den Kreisstraßen des Kreises Gießen Dr. meä. Alberts Asthma kur kann iclbit veralteie Leiden dauernd betten. Aerztt. Svrechst. in Grcßcn.Babnbofsbotel Lenz jeden Montag 10—2. 7ti7sl I. Daubezirk Gießen-Gleiberg „ -Rodheim Heuchelheim - Mendorf . . . Klein-Linden - Dutenhofen . . „ „ - Lützellinden . . „ „ -Großen-Linden. Grvßen-Linden - Lützellinden . „ „ - Lang-Göns . Lang-Göns-Kirch-Göns . . . Watzenborn - Schiffenberg . . „ - Garbenteich . . Gießen - Leihgestern..... Leihgestern - Lang-Göns . . . Grüningen- „ „ . . . II. Daubezirk Lich-Langsdorf (bis Birklarer Abfahrt) Lich-Colnhaufen (bis Wald). „ -Nieder-Befsing. (b.Wald) „ -Steinbach („ „ ) Gießen - Steinbach (vom Wald) Steinbach - Lich (bis Wald) . Lich - Albach........ Albach-Steinbach..... Kreisgrenze - Ober-Hörgern. . Ober-Hörgern - Eberstadt. . . Eberstadt-Hof-Güll Lich-Garbenteich Dorf-Güll — Hof-Güll . . . . HI. Daubezirk Lich - Langsdorftvon Birklarer Abfahtt)......... Langsdorf - Nieder-Bessingen. „ - Hungen Hungen-Inheiden..... Inheiden—Utphe Utphe-Berstadt...... Hungen - Nonnenroth . . . . Nonnenroth - Langsdorf . . . „ -Dillingen. . . . Lich - Nieder-Bessingen. . . . Nieder-Bessingen - Münster . . Münster - Kreisgrenze . . . . Bahnhof Bellersheim - Kreis- grenze .......... Bellersheim-Bettenhausen . . Bettenhausen - Muschenheim . IV. Daubezirk Rüddingshausen-Deckenbach . Weitershain - Lumda . . . . Grünberg - Lindenstruth . . . Göbelnrod - Beltershain . . . „ -(Brünberg .... Grünberg - Röthges..... Queckborn - Ettingshausen . . Londorf-Nordeck...... „ -Kesselbach . . . . Kesselbach - Geilshausen . . . Geilshausen - Beltershain (bis Wald)........ . Geilshausen - Beltershain (Fortsetzung)....... Beltershain - Grünberg . . . Grünberg-Mücke „ - Weickartshain . . „ - Stangenrod . . . Stangenrod - Lumda-Atzenhain Lehnheim - Atzenhain . . . . V. Daubezirk Gießen - Annerod...... Annerod - Grünberg..... Gießen-Reiskirchen Reiskirchen - Hattenrod . . . „ -Lindenstruth . . Lindenstruth - Grünberg (bis Abfahrt Harbach) Saasen-Dolnbach Mainzlar-Treis a d. Lda.. . Alleudorf - Londorf Mendorf - Elimbach —Allertshausen Reiskirchen - Bersrod . . . . Bersrod - Beuern Beuern - Allertshaus. (b.Wald) Daubringen - Alten-Buseck . . VI. Daubezirk Gießen-Wißmar Wieseck-Alten-Buseck. . . . „ - Trohe....... Trohe-Rödgen Gießen-Lollar ...... - Daubringen . . . . Kirchberg-Sichertshausen . . Odenhausen - Staufenberg . . - Ruttershausen . Ruttershausen - Kirchberg . . Staufenberg - Daubringen . . Daubringen - Lollar..... an der Wellersburg im Anschluß nächst Kirchberg im Anschluß vorm. 8 „ U „ 8 SE-MSMiM zu Gietzr». Am Mittwoch, Dem 30. September 1925, vormittags von 7 Ähr ab findet auf Den städtischen Marktanlagen an der Rodheimer Straße 8729B Pferdemarkt statt. Bezüglich Der in Der Aähe des Markt. Platzes vorhandenen Stallungen erteilt Herr Hoflohnkutscher Huhn Auskunft. Mit Dem Pferdemarkt ist eine Prämiierung des besten Pferdematerials verbunden, wofür über 1100 Mk. zur Verfügung stehen. Der Prämiierungsplan ist von Herrn Rentner August Schwan in Gießen erhältlich. Die Prämienvetteilung erfolgt nach Beendigung der Prämiierung. Gießen, den 11. September 1925. Die städtische Pferdemarkt - Deputation - Klingspor, Beigeordneter. ? THOMPSON' SEIFENPULVER