Nr. 141 Erft« Blast 115. Jahrgang Zreitag, 19. Zuni 1925 Erscheint täglich, außer Sonn» und Feiertag». Beilagen: ViestenerFom i li en b lätter Heimat im Bild. Novatr-Vezvgrprri»: 2 Goldmark u. 20 Gold- Pfennig für TrSgerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech'Anschlüsse: Schriftleitung 112, Der- lagundDeschästsstelle51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger-letzen. povschecktonto: Zrankfuri a. M. 11686. SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Drnd unö Verlag: vrühl'sche Umverfiläts-Vuch- und Steinörudcrei R. Lange in Sieben. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe L Annahme von Anzeigen für die Tagesnuntmer bis zum Nachmittag vorher ohnejedeDerbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örllichS, auswärts 10 Boldpfennig; für Reklame-Anzeigen v.70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzoorschrift 20°/. Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: 3. V.: Ehrhard Evers: für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; fiirden Anzeigenteil: H ans Deck, sämtlich in Gießen. Iahrtausendfeier am Rhein. Der Reichskanzler schloß unter lebhaftem Beifall mit einem Hoch auf die Rheinlande. Schon an der Rede des Oberbürgermeisters Dr. Jarres mar die wiederholte Betonung der Serbin- Düsseldorf, 18. Juni. (WTB.) Unter großer Beteiligung der Reichs», Staats» und Kommunalbehörden. des Reichstags, des Landtags, der Regierungen der Länder, der Kirchen sowie hervorragender Vertreter des geistigen Lebens und der Wirtschaft veranstaltete der R y e l n i s ch e Pro- vinziallandtag aus Anlaß der Jahrtausend- feier der Rheinlande einen offiziellen Festakt. Als erster Redner sprach Oberbürgermeister Dr. Jarres. Er begrüßte die erschienenen Gäste, insbesondere die Vertreter der Reichs- und Staatsregierung und der Kirche. Den preußischen Ministerpräsidenten Braun bat er, überzeugt zu fein, daß mit dem Treubekenntnis der Rheinländer zum Reich auch die Treuverpflichtung zum preußischen Staate verbunden fei. Der Redner ging bann auf den Sinn bet Jahrtaufenbfeier ein. Es wirb mit ihr, so führte er aus, bie Erinnerung an das Jahr 925 wachgerufen, in welchem das unnatürliche Zwischenreich Lotharingien dauernd mit dem deutschen Ostreiche verbunden wurde. Damit begann für die Rheinlands die glückliche Zeit einer ununterbrochenen Verbindung mit dem rechts, rheinischen Deutschland. Was national schon seit langen Zeiten deutsch war, wurde nunmehr auch staatsrechtlich verbunden und damit das Deutsche Reich selbst ermöglicht und für seine weltgeschichtliche Aufgabe gefestigt. Die alte Idee von dem Weltreich der karolingischen Dynastie machte dem klaren Begriffe eines deutschen Volks ft aaies Platz. Hier am Rhein war nun Jahrhunderte hindurch das Kerngebiei Deutschlands. Das Verständnis für diese Vergangenheit und für die unlösliche Verbundenheit des Rheines mit dem übrigen Deutschland, da- für, daß wir uns selbst aufgeben würden, wenn wir die Verbindung mit dem Reiche oder dem preußischen Staate lockerten, soll auch die Jahrtausenfeier bringen. W i r fordern auch heute inmitten der Trübsal fremder Besetzung vor aller Welt unser Recht. Die furchtbaren Bedingungen des Friedens- nertrages müssen und wollen wir für das Vaterland tragen, aber wir verlangen zu den festgelegten Fristen unsere Freiheit. Sie aber, verehrte Gäste, so schloß der Redner, bitte ich, das Bewußtsein mit heimzunehmen, daß hier am Rhein ein starkes Ge- schlecht wohnt. Schwere Leiden liegen noch vor uns, wir wollen sie zwingen. Bitte erheben Sie sich von Ihren Plätzen und rufen Sie mit mir aus: „Unserem Volke, unserem Vaterlanbe rheinische Treue allezeit! Unser geliebtes deutsches Vaterland hoch!" Darauf ergriff Reichskanzler Dr. Luther bas Wort zu folgenben Ausführungen: Im besonderen Auftrage des Herrn Reichs- Präsidenten habe ich die Ehre, Ihnen folgende volfchafl des Herrn Reichspräsidenten an die rheinische Bevölkerung zu überbringen: Den Brüdern und Schwestern am deutschen Rhein entbiete ich den Gruß des Reichs zur Taufcnb- jahrfeier! Der Gedanke, die laufendjähriae Zugehörigkeit des Rheinlandes zum Deutschen Reich festlich zu begehen, ist im kreise der rheinischen Bevölkerung entstanden. In all diesen Erinnerungsfeienl fühlt sich das gegenwärtige Geschlecht als verantwortlicher Träger einer großen Vergangenheit. Die ganze lebendige Kraft, die heute das Rheinland in wirtschaft und Kultur entfaltet, gründet sich auf die Leistungen der Borfahren während eines Zeitraumes, der länger als ein Iahr- faufenb gewährt hat. In all dieser Zeit Hal das Rheinland als Grenzmark immer wieder die Stürme der Weltgeschichte über sich hinbransen lassen müssen So ist das Volk entstanden, das trotz aller hingal'c an die Güter der Kultur und an eine gesunde Fröhlichkeit den echten vaterländischen Ernst und die vu!l- tischc Stärke in sich entwickelt hat, die auch die schweren Röte der Gegenwart zu bestehen vermag. Kraftvoll und treu hat das Rheinland in schweren Tagen an feiner geschichtlich gewordenen Verbindung mit Preußen, an feinem Zusammenhang mit dem großen deutschen Vaterlande scstgehalten. Das ganze deutsche Volk dankt den Rheinländern für diese Ausdauer und diese Hingabe an die große Sache des Vaterlandes. Bleiben olle Deutschen diesen Tugenden getreu, dann wird - dos ist mein unerschütterlicher Glaube — die heilige Stunde der Freiheit bald für die Rhei.i- lanbe schlagen. Wir geloben alle, daß mir nicht rasten werden, bis biefes Ziel erreicht ist. Golt der in der Vergangenheit bei schwerster Bedruckung immer wieder geholfen hat, wird auch biefesmal helfen 1 Dieser Kundgebung des Herrn Reichspräsi- denten schließe ich die aufrichtigsten Grüße der gesamten Reichsregierung zur Jahr- tausendfeier der Rheinlande an. 3n eigener Sache bemerke ich dazu, daß ich es auf das lebhafteste bedauere, an der Fahrt stromaufwärts über Köln nach Koblenz nicht teilnehmen zu können. Die innen- und außenpolitischen Arbeiten der Reichs- reglerung haben indessen zur Zeit ein solches Ausmaß erreicht, daß ich mich unter Zustimmung des gesamten Reichskabinetts schweren Herzens entschließen muhte, schon heute abend die Rückkehr in die Hauptstadt anzutreten. Wenn so die Vertretung der Reichsregierung in den beiden kommenden Tagen auch nicht vom Reichskanzler persönlich wird ausgeübt werden können, so werden doch meine Gedanken und meine herzlichen Wünsche an diesen Lagen noch mehr als sonst bei der rheinischen Bevölkerung verweilen. Die Rückschau auf die tausend Jahre rheinischer Geschichte, deren Ablauf heute festlich begangen wird, bezeigt den bewundernswerten Aufstieg in allen schöpferischen Leistungen von Kultur und Wissenschaft. Das heutige Ergebnis dieses hingebungsvollen und reichen Lebens vieler Geschlechter vor uns. verbunden mit dem zähen, starken Drang der mitlebenden Menschen, hat auf rheinischem Boden den Brennpunkt deutschen Lebens von größter Leuchtkraft geschaffen. Jetzt an dieser Jahrtausendwende der rheinischen Geschichte lastet aus dem Rheinlande die ganze Schwere einer fremd enDesatzung. Die Politik der Reichsregierung demgegenüber ist durch die Ratur der Dinge klar vorgezeichnet. Sie zielt dahin, dem Rheinland die Freiheit und ganz Deutschland und ganz Europa den wirklichen Frieden zu vermitteln. Für die rheinischen Gebiete, die außerhalb des Vertrages von Versailles beseht sind, ist auf der Londoner Konferenz eine klare und endgültige Regelung zustande gekommen. Die Ministerpräsidenten von Frankreich und Belgien haben durch Dries vom 16. August 1924 an den deutschen Reichskanzler erklärt: Wenn die in London zur Inkraftsetzung des Sachverständigenplanes frei vereinbarten Abmachungen in dem Geiste der Loyalität und Friedfertigkeit ausgeführt werden, der die Verhandlungen der Konferenz beseelt hat, so wird innerhalb einer Höchstfrist von einem Jahr, vom Tage des Brieses ab gerechnet, die militärische Räumung des Ruhrgebietes vorgenommen. Daneben ist mit beiden Ministerpräsidenten bindend festgelegt worden, daß auch die Städte Düsseldorf und Duisburg, also das gesamte sogenannte Sanktionsgebiet, mit der abschließenden Räumung des Ruhr- gebietes geräumt wird. Da des weiteren in der Anlage II zur Rote über die Voraussetzungen zur Räumung der nördlichen Rheinlandzone vom 4. Juni 1925, der sogenannten Entwaffnungsnote, die Erklärung der Reparationskommiffion mitteilt, wonach Deutschland feine Verpflichtungen aus dem Londoner Pakt ordnungsgemäß erfüllt hat, so kann keinerlei Zweifel bestehen, daß wenigstens das seit 11. Januar 1923 besetzte Ruhrgebiet und b?c Städte Düsseldorf und Duisburg spätestens am 16. August 1925 geräumt werden. Der Standpunkt der Reicksregie- rung, daß diese Zone gemäß den Vorschriften des Versailler Vertrages am 10. Januar 1925 hätte geräumt werden müssen, ist unveränderlich. Die schon erwähnte Note, die nach vielen Verzögerungen endlich am 4. Juni eintraf, beweist meines Erachtens geradezu, daß die Entwaffnung Deutschlands tatsächlich durchgeführt ist. Tlnbe'a: enc Aeußerungen berufener Ausländer haben dieses Urteil bestätigt. Wenn in der Rote z. B. mit» geteilt wird, daß über 33 000 Kanonen aus- geliefert oder zerstört worden sind, und wenn dann beanstandet wird, daß eine kleine Anzahl der uns belassenen Geschütze nicht auf ortsfesten Lafetten montiert ist, so zeigen solche Vergleiche, die sich beliebig vermehren lasten, auf das deutlichste, wie geringfügig gewisse Rückstände in der örtlichen Erfüllung einzelner Bestimmungen sind. Eine nur einigermaßen der Billigkeit entsprechende Begründung für die fchwereuMah- nahmen der llitträumung der ersten Rheinlandzone kann in solchen Rückständen wirklich nicht gefunden werden. Völlig unbegreiflich und mit jeder objektiven Würdigung der Tatsachen im Widerspruch ist ferner die Behauptung der Rote, daß die Gesamtheit der Verstöße Deutschlands, falls nicht schnell Abhilfe geschaffen werde, der deutschen Regierung späterhin wieder die Aufstellung eines einheitlichen, den Gedanken eines Volkes in Waffen verwirklichenden Heeres ermöglichen werde. Selbstverständlich würden gleichwohl allen restlichen Ausführungen, die sich als solche erweisen, auf das schleunigste nach- gekommen werden. Andererseits muß ausgesprochen werden, daß Forderungen, deren Begründung im geltenden Recht sich nicht als ergeben erweisen, oder die über den genehmigten Zustand hinausgehen, nicht anerkannt werden können. Manche Forderungen sind uns unverständlich oder betreffen nicht den Zustand unserer Entwaffnung, sondern sind geeignet, unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sehr schwer zu schädigen. Für noch andere Forderungen behält sich die Rote selbst die abschließenden Mittel vor. Rach allen diesen Richtungen wird die Reichsregierung, sobald die Prüfung der Rote abgeschlossen ist, ohne jeden Verzug mit den alliierten Regierungen in Verbindung treten. Wenn so die Reichsregierung alles tun wird, was in ihrer Kraft steht, um die Räumung der nördlichen Rheinlandzone herbeizusühren, so wird ihr darüber hinaus die noch größere Aufgabe bleiben, den schweren Druck, der auf dem gesamten zu Deutschland gehörenden Rheinlande lastet, soweit als irgend möglich zu lindern. Dies Endziel aller dieser Bestrebungen muß die Herbeiführung einer Freiheit sein, die eine wirtliche Freiheit ist. Die Rheinlande müssen überhaupt davon erlöst werden, daß sie immer wieder ,wie es in der Geschichte der Fall gewesen war, als Grenzmark bedrängt wird. Wird dies erreicht, dieses große Ziel, und ein Weg $ur Lösung gefunden, so würde damit auch zugleich der Weg eröffnet sein, der zur Beseitigung des jetzt auf dem Rheinlande lastenden Druckes führt. Die von der französischen Regierung vorgestern der deutschen Regierung überreichte Note über die Frage des Sicherheilspaktes wird nach einer Vereinbarung mit den alliierten Regierungen erst morgen früh veröffentlicht. Zugleich sollen von Frankreich und England ergänzende U r- künden veröffentlicht werden, deren Kenntnis zum vollen Verständnis der französischen Note von befonderem Wert sein dürste. Die deutsche Regierung wird die Note mit dem ganzen Ernst, die ihre Bedeutung erheischt, prüfen. Angesichts unseres bisherigen Vorgehens in der Sicherheitsfrage brauche ich nicht besonders zu betonen, daß in gleicher Weise, wie es die französische Regierung in den Schluß- warten der Note ausspricht, die deutsche Regierung es begrüßen mürbe,roenn Verhandlungen in Gong kamen, deren Ziel der Abschluß von Vereinbarungen ist, die eine wirkliche Friedensgewähr darstellen. Dem Rheinlande würde neben dem gesamten Vaterland in erster Linie der Vorteil einer solchen Regelung zugute kommen. Noch aber leidet Europa tief unter der Tatsache, daß das alte System eines allgemeinen Gleichgewichts der Kräfte zwar beseitigt ist. daß aber das vom Versailler Vertrag in Aussicht gestellte neue System einer allgemeinen Abrüstung noch nicht durchgeführt ist. Der bestehende Zustand wird von der U n 1 o g i k beherrscht, daß das neue System nur a u f Deutschland und einige andere Staaten in Anwendung gebracht ist, dagegen das alte System einer Ausnutzung der vorhandenen Wehrfähigkeit bet den mächtigsten Staaten weiterbesteht. Solange das große Problem der Abrüstung nicht allgemein und glcichmtzßig für alle Staaten gelöst ist, wird ein vollständiges, die gesamte kulturwelt umfassendes Friedenssystem nicht möglich sein. Deutschlands Ziel ist lauter und aufrichtig. Deutschland wird immer das Seine tun, um auf dem Wege gerechter Vereinbarungen einen Zustand in Europa herzustellen, auf dem ein Zusammenleben der europäischen Völker nach den Grundsätzen der Vernunft und der Gleichberechtigung möglich ist. Gelingt eine solche allgemeine Lösung, so wird dies ein glückverheißendes Vorzeichen für das nächste Jahrtausend deutscher Geschichte auf rheinischem Boden sein düng des Rheinlandes mit Preußen bemerkenswert gewesen: es war natürlich, daß der preußische Ministerpräsident Braun diesen Zusammenhang in den Mittelpunkt seiner gesamten Ausführungen stellte. Nachdem er den Brüdern aus dem Saar- g c b i e t einen besonderen Gruß und die Mahnung zu unerschütterlicher Standhaftigkeit zugerusen hatte, fprad) er den Rheinländern den Dank der preußischen Regierung aus für bas, was sie für den preußischen Staat geleistet haben. Er hob hervor, daß das rheinische Volk immer ein freiheitliebendes Volk gewesen sei, daß hier die Wiege vieler führender deutscher Manner gestanden habe, die von echt sozialem und fortschrittlichem Geist beseelt waren: als Beispiele nannte er Görres, Engen Richter, Karl Marx, Bebel, Raiffeisen, Kolping und Trimbom. In den letzten Jahren, so führte der Minister weiter aus, habe das rheinische Volk seelisch und wirtschaftlich unermeßliche Not auf sich genommen; es sei deshalb um so notwendiger gewesen den Einfluß des Rheinlandes im politischen Leben Preußens maß- geblich zur Geltung zu bringen und auch im Rheinl mbe selbst einen Wechsel in der Besetzung der letzenden Stellen vorzunehmen. Heute sei die überwiegende Mehrheit der leitenden deutschen Beamten der Provinz Rheinländer; in der preußischen Regierung seien heute wichtige Posten. d"ven die Bearbeitung der Angelegenheiten des Westen, obliegt, mit Rheinländern besetzt. Diese Entwicklung bedeute eine bewußte Bejahung der völligen Entfaltungsfreiheit der alten kulturellen Kräfte des Rheinlandes. Der Minister rühmte so- bann die Tatkraft der rheinischen Wirtschaft, her Unternehmer und der Arbeiter; er sprach insbesondere den Bergarbeitern Dank für ihre gefahrvolle Arbeit aus und gedachte dabei der furchtbaren Grubenkataftrophen der letzten Zeit. Die preußische Regierung erneuere ihre Erklärung der Bereitschaft, alles zu tun, um diese Unglücksfälle zu vermindern. Mit warmer Anerkennung sprach der Minister von der starken Befruchtung, die das deutsche geistige Leben durch die unvergleichliche Kultur des Rheinlandes erfahren habe. Er schloß mit dem Ruse, in welchem sich die gesamte preußische Bevölkerung diesseits und jenseits des Rheins einig wisse: Möge das rheinische Volk bald wieder ein völlig freies Volk fein' Es folgte der Vortrag symphonischer Dichtungen, Präludien von Liszt, worauf der Landeshauptmann der Provinz Dr. horion die Schlußrede hielt. Er gab noch einmal dem Ge- danken der immerwährenden Einheit von Reich und Rhein Ausdruck, der in dieser Feier auf das eindrucksvollste bekundet worden fei. Die Sicherheitsnoten. Briands Antwort. Gleichzeitig mit dem Wortlaut der Rote Briands an die deutsche Regierung wird der Wortlaut des Memo r a n d u m s der Relchsr^gicrung vom 9. Februar bekannt. Wir gob.n die Dokumente der Reihenfolge ihrer Entstehung nach: Das deutsche Memorandum. Berlin, 18. Juni. (Wolff.) Das deutsche Memorandum vom 9. Februar hat folgenden Wortlaut: Bei der Erwägung der verschiedenen Möglichkeiten, die sich gegenwärtig für die Regelung der Sicherheitsfrage bieten, könnte man von einem ähnlichen Gedanken ausgehen, wie er den im Dezember 1922 von dem bamaliaen deutschen Reichskanzler Cuno gemachten Vorschlägen zugrunde lag. Deutschland könne sich z. V. mit einem Palte einverstanden erklären, tn dem sich bie am Rhein interessierten Mächte, vor allem England, Frankreich, Italien und Deutschland, feierlich für eine näher zu vereinbarende längere Periode zu treuen Händen der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika verpflichten, keinen Krieg gegeneinander zu führen. Mit einem solchen Pakte könnte ein weitgehender Schiedsvertrag zwischen Deutschland und Frankreich verbunden werden, wie er in den letzten Jahren zwischen verschiedenen europäischen Mächten abgeschlossen worden ist. Zum Abschluß derartiger Schiedsoerträge, die die friedliche Anstrengung rechtlicher und politischer Konflikte sicherstellen, ist Deutschland auch gegenüber allen anderen Staaten bereit. Für Deutschland wäre auch ein Pakt annehmbar, der ausdrücklich den gegenwärtigen Besitzstand am Rhein garantiert Ein solcher Pakt könnte etwa dahin lauten, daß die am Rhein interessierten Staaten sich gegenseitig verpflichten, die Unversehrtheit des gegenwärtigen Besitzstandes am Rhein unverbrüchlich zu achten, daß sie ferner, und zwar sowohl gemeinsam als auch jeder Staat für sich (conjointement säparamment) die Erfüllung dieser Verpflichtung garantieren, und daß sie ferner jede Handlung, die der Verpflichtung zuwiderläuft, als gemeinsame eigene Angelegenheit ansehen würden. Im gleichen Sinne könnten die Vertragsstaaten in diesem Pakt die Erfüllung der 'Verpflichtungen zur Entmilitarisierungdes Rheinlandes garantieren, die Deutschland in den Artikeln 42 und 43 des Vertrages von Versailles übernommen hat. Auch mit einem derartigen Pakt könnten Schiedsabreden der oben bezeichneten Art zwischen Deutschland und allen dej.nigm Stoatm verbunden werden, di. chrcr- seits zu solchen Abreden bereit sind Den vorstehend angeführten Beispielen werden sich noch andere Lösungsmöglichkeiten anrrihm lassen Auch könnten d e bier n Beispielen gugrunbe liegenden Gedanken in der einen oder anderen Weise kombiniert werden. Im übrigen wird zu erwägen sein ob es nicht ratsam ist. d n Sich Heils akt so zu ge halten, daß er eine alle Staaten umfassens. Jäclt» konven tion nach Ari des vom Völkerbund aufgestellten „Protoeole pour le rsglment paci- fique des difserends internationaux" vorbereitet und daß er im Falle des Zustandekommens einer solchen Weltkonvention von ihr absorbiert oder in sie hineingearbeitet wird. Die französische gwischennote. Berlin, 18. Juni. (WTB.) Auf bas beutsche Memorandum gab bie französische Reaierung un- term 20. Februar 1925 folgende Zwischenant - wort: Die französische Regierung hat bas ihr am 9. Februar burch S. Exzellenz ben beutschen Bot- schafter überreichte Memorandum mit Interesse und mit dem Willen gelesen, nichts zu verabsäumen, was zum Frieden Europas und der Welt beitragen Fann. Die deutsche Regierung wirb verstehen, daß die Prüfung dieser Anregung nicht weitergeführt werden kann, ohne daß Frankreich seine Verbündeten damik befaßt, und sich mit ihnen ins Einvernehmen gesetzt hat, um im Rahmen des Vertrages von Versailles zur Schaffung eines Zustandes der Sicherheit zu gelangen. Briands Antwort. Berlin, 18 Juni. »WTB.) Die vorgestern überreichte französische Rote an Deutschland besagt: Wie die französische Regierung die deutsche Regierung durch ihre Rote vom 20. Februar wissen lieh, hat sie gemeinsam mit ihren Alliierten die Anregungen des Memorandums geprüft, das ihr am 9 Februar durch den deutschen Botschafter v Hoesch überreicht wurde. Die französische Regierung und ihre Alliierten haben in dem Schritte der deutschen Regierung den Ausdruck von friedlichen Bestrebungen gesehen, die mit den ihrigen übereinstimmen. Sn dem Wunsche, allen beteiligten Staaten i m "Rahmen des Vertrages von Versailles ergänzende Sicherheitsbürgschaften £u geben, haben sie die deutschen Sicherhcitsbürgschaften mit aller ihnen aebühren- den Aufmerksamkeit geprüft, um sich em Urteil darüber zu bilden, inwiefern sie zur Festigung des Friedens beitragen können. Indes stellte sich a!S zweckmäßig heraus, vor Eintritt in die sachliche Prüfung der deutschen Rote die Fragen in volles Licht zu setzen, die diese Rote auswirft oder auiwerfen kann. Es ist wichtig, die Ansicht der deutschen Regierung übe.' die^e Fragen kennen zu lernen, da ein vorheriges Einvernehmen hierüber als Grundlage für jede weitere Verhandlung erforderlich erscheint: i. DaS Memorandum erwähnt den Völkerbund nur beiläufig. Run sind aber die alliierten Staaten Mitglieder des Völkerbundes und durch die Völkerbundssatzung gebunden, die für sie genau bestimmte Rechte und Pflichten zum Zwecke der Erhaltung des Völkerfriedens enthält. Die deutschen Vorschl ge sind zve ellos aus das gleiche Iveal g richtet. Aber em A. kommen liehe sich nicht verwirklichen, ohne das) Deutschland seinerseits Verpflichtungen übernimmt und Rechte genießt, die in dec Völkerbundssatzung vorg sehen sind. Dieses Abkommen ist also nur denkbar, wenn Deutschland selb st dem Völkerbunde unter den in dem Schreiben des Dölkerbundsrates vom 13. März 1925 angegebenen Bedingungen Beitritt. Das Streben, die Sicherhe tsbürgschasten zu schaffen, welche die Welt verlangt, darf keine Aenderung der Friedensverträge mit sich bringen. II. Das Memorandum vom 9. Februar saht zunächst den Abschluß eines Paktes zwischen denamRhein interessiertenMächten ins Auge, der von folgenden Grundsätzen aus- gehen könnte: 1. Ablehnung jedes Gedankens an einen Krieg zwischen d:n v .rtagschliehenden Staaten. 2. Strenge Achtung des gegenwärtigen Besitzstandes in den rheinischen Gebieten mit gemeinsamer, gesonderter Garantie der vertragschließenden Staaten. 3. Garantie der vertragschließenden Staaten für die Erfüllung der Verpflichtungen zur Entmilitarisierung der rheinisch en Gebiete, die sich für Deutschland aus den Artikeln 42 und 43 des Vertrages von Versailles ergeben. III. Die französische Regierung verkennt nicht, welchen Wert die feierliche Ablehnung jedes Gedankens an einen Krieg zwischen den vertragschließenden Staaten und die Verpflichtung, die übrigens zeitlich nicht beschränkt sein dürste, neben der erneuten Bestätigung der in den Vertrag auf- genommenen Grundsätze für die Sache des Friedens haben würde. Zu den vertragschließenden Staaten muß offenbar Belgien gehören, das in dem deutschen Memorandum nicht ausdrücklich erwähnt wird, das aber als unmittelbar interessierter Staat an dem Pakte teilnehmen müßte. Ebenso versteht sich von selbst und geht auch auS dem Schweigen des deutschen Memorandums über diesen Punkt hervor, daß der aus diesen Grundlagen zu schließende Pakt weder die Bestimmungen des Vertrages über die Besetzung der rheinischen Gebiete noch die Erfüllung der in dieser HinsichtimRheinlandabkommenfest- gesetzten Bedingungen berühren darf. IV. Die deutsche Regierung erklärt sich ferner l geneigt, mit Frankreich und den übrigen am Rheinpakt beteiligten Staaten Schiedsver- f träge abzuschließen, die eine friedliche Austragung rechtlicher und politischer Konflikte sicher- ♦ stellen. Frankreich ist der Ansicht, daß Schiedsverträge derart, wie Deutschland sie vorschlägt, eine natürliche Ergänzung des Rheinpaktes bilden würden. Es muß dabei aber als selbstverständlich gelten, daß ein solcher Vertrag zwischen Frankreich und Deutschland auf alle Konflikte Anwendung finden müßte und nur bann Raum für ein zwangsweises Vorgehen lassen dürfte, wenn ein solches Vorgehen gemäß den Bestimmungen der zwischen den Parteien bestehenden Verträge oder des Rheinpaktes oder auf Grund der Garantie erfolgen würde, die von den Parteien oder einer von ihnen für den Schiedsvertrag geleistet wird. Ein Schiedsvertrag gleicher Art zwischen Belgien und Deutschland wäre nicht minder erforderlich, tim diesen beiden Verträgen volle Wirksamkeit zu geben, müßte ihre Innehaltung sichergestellt werden durch eine gemeinsame und ges änderte Garantie derjenigen Mächte, die andererseits an der in den D beinhalt aufgenommenen Gebietsgarantie teilnehmen. Falls einer der Vertragschließenden, ohne zu feindlichen Handlungen zu schreiten, seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, soll der Völkerbund die Maßnahmen Vorschlägen, die zu ergreifen sind, um den Verträgen Wirksamkeit zu verleihen. V. Die deutsche Regierung fügt in ihrem Memorandum hinzu, sie sei bereit, mit allen Staaten, die hierzu geneigt seien, derartige Schiedsverträge abzuschließen. Sie alliierten Regierungen nehmen mit Genugtuung von dieser Zusicherung Kenntnis. Sie sind sogar der Ansicht, daß ohne solche Abkommen zwischen Deusichland und denjenigen seiner Rachbarn, die zwar nicht Parteien des geplanten Rheinpaktes sind, aber den Vertrag von Versailles unterzeichneten, der europäische Friede, dessen Befestigung der Rheinpakt anstrebt und für den er eine wesentliche Grundlage bilden soll, nicht völlig gewährleistet werden könnte. Die alliierten Staaten haben nämlich aus der Völkerbundssatzung und den Friede n s v e r t r ä g e n Rechte, auf die sie nicht verzichten. und Verpflichtungen, von denen sie sich nicht freimachen können. Diese so abgefaßten Schiedsverträge würden die gleiche Tragweite haben, wie die im Abschnitt IV vorgesehenen. Jede Macht, die den Vertrag von Versailles und den geplanten Rheinpakt unterzeichnete, würde, wenn sie es wünscht, die Befugnis haben, sich zu ihrem Garanten zu machen. VI. Richts von den in dieser Rote ins Auge gefaßten Verträgen darf die Rechte und Verpflichtungen berühren, die den Mitgliedern des Völkerbunds aus den Völkerbundssahun- g e n erwachsen. VII. Die für die Erhaltung des Friedens unerläßliche allgemeine Garantie der Sicherheit wäre nur bann vollständig, wenn alle in dieser Rote ins Auge gefaßten Abkommen gleichzeitig in Kraft treten. Diese Abkommen muß- ten, der Satzung entsprechend, vom Döllerbunde eingetragen und unter dessen Obhut gestellt werden. Amundsen zuruekgekehrt. Neuyork, 18. Juni. (Funkspruch) Amuudsen ist mit seinen Begleitern in Spitzbergen eingetroffen. Er und seine Begleiter sind wohlauf. Am sie dam, 19. Juni. (TU.) Rach dem Sonderbericht.c,ratter der „Zentral Rews" er» Härte Amundsen nach seiner Ankunft in K i n g s b a y, die um 1 Uhr vormittags erfolgte. olgendeS: Am 15. Juni machten wir, ohne den Versuch gemacht zu haben, die Abfahrtsfläche zu erweitern, mit sehr verminderter Last Startver- u ch c. Fast die gesamte Ausrüstung wurde ab- geworfen und ein Mindestquantum von Breun- Ioffen wurde behalten, um den Rückweg zu ermöglichen. Rach einem aufregenden Flug, teilweise durch Revel, erreichten wir das Rordkap Rordostland nach einem Fluge von 8 Stunden 35 Minuten. Dort landeten wir, erwarteten günstigen Wind zur Fortsetzung des Fluges mit den restlichen 120 Litern Benzin, um nach einem Punkt innerhalb von Hobby beobachteten Gebietes zu gelangen. Infolge Rebels schätzten wir das auf der Rückfahrt überflogene Gebiet nur auf 60 Quadratkilometer. Sofort nach Landung passierte uns der norwegische Robbenfänger „Sjoeliv" aus Harresfjord in westlicher Richtung. Wir begaben uns sofort dorthin und tourben an Bord röhlich empfangen. Unfere Flugzeuge wurden in Schlepptau genommen. Gegen abend nahm der Wind an Stärke zu. Wir waren genötigt, Schuh an Land zu suchen, und zwar an der westlichen Seite der Lady-Franklin-Bay. wo wir während der Rächt blieben. Als sich das Wetter am 16. Juni nicht gebessert hatte, wurden die Flugzeuge auf dem Lande etwas über der Bucht gesichert und die Mitglieder der Expedition fuhren nach Kingsbay, um Benzin zu holen. Ein anderes Flugzeug, außer den unsrigen, hatte die Beanspruchung nicht überdauert. Ihre besondere Konstruktion machte sie für unsere Zwecke brauchbar. Die Rolls-Roys-Ma- chinen erwarben sich schon in den er- ten Stunden unser Vertrauen. Sie haben uns während des ganzen Fluges, auch ohne die Möglichkeit zu landen, keine Sorgen gemacht. Bei der Ankunft Amundsens in Kings-Bay spielte sich eine dramatische Szene ab. Es hatte sich eine großen Menschenmenge auf dem Quai versammelt, die eigentlich die Abfahrt der „Heimdal" beobachten wollten, als plötzlich durch den Nebel der norwegische Robbenfänger „Sjoe- liv" in den Hafen einfuhr. An Deck wurden viele Menschen beobachtet. Plötzlich rief jemand an Bord der Heimdal „Das ist Amundsen!“ Der Forscher wurde mitlebhaftenHurra- Rufen von Bord des Schiffes begrüßt. Amundsen erzählte, daß die Besatzung der beiden Flugzeuge lange Zeit voneinander getrennt waren. Während dieser Zeit hat Elle sw o rth Dietrich, sen und Ommal vom Tode des Ertrinkens gerettet, während Amundsen und seine Begleiter auf der anderen Seite der Straße im Eise lagen. zwar die Hilferufe vernahmen, jedoch mit dem Faltboot nicht hinübersetzen konnten. Amundsens Bericht. Berlin, 19. Juni. (TA.) Der erste Bericht Amun'.sns van B rd bet’ „Heimdal" aus Spitzenbergen über dm Flug lautet: Rach unsere: Fahrt am 2,1. Mai verließen wir mit den beiden Flugmaschinen Kingsbay um 5 Uhr nachmittags. Aus dem Wege nach den Amsterdam-Inseln erprobten wir die Festigkeit der beiden Flugzeuge und die Probe v.rlies befriedigend. Daher setzten wir planmäßig unsere Fahrt fort. Bei Sydgat kamen wir in einen Rebel, über den wir hinwegflogen, wobei wir auf 3100 Fuß empörstiegen und während der Rächt_ 2 Stunden nur mit Hilfe von Sonnen-Kompassen den Weg nehmen konnten. W'r flogen beständig oberhalb des Nebels, aus dem wir erst um 8 Ußr herauskamen. Während des übrigen Teiles der Flugreise war die Sicht ausgezeichnet. Hm 10 Uhr abends ergaben unsere Beobachtungen, daß wir übermäßig westlichen Kurs gmrmmen hatten. Wir nahmen nun unseren Kurs mchr nach Osten, bis wir um 1 Ußr früh am 22. Mai feststellten, daß wir die Halste unseres Benzinborrates verbraucht hatten. Daher entschlossen wir uns, den Versuch zur Landung zu machen, um endgültig unsere Lage festzustellen und die Aussichten für den weiteren Flug zu klären. Wir befanden uns gerade oberhalb einer großen Wasserrinne, der ersten von freier Größe, der wir begegneten. Wir ließen uns auf das Wasser herab. Unsere Befürchtungen wegen der Landung erwiesen sich nicht als unbegründet. Unmittelbar nach Landung wurde das Flugzeug Ellesworths zwischen den Eismassen eingeschlossen und während wir versuchten, den Apparat wieder frei zu bekommen, fror die Cisrlnne wieder zu. Ebenso erging es meinem Flugzeug. Unsere Beobachtungen während der Rächt stellten nun unsere Position mit 77° 44' nördlicher Breite und 10° 20' westlicher Länge fest, so daß die Entfernung, die wir während der 8 Stunden erreicht hatten, genau 1000 Kilometer betrug, unsere Durchschnittsgeschwindigkeit. war also 150 Stundenkilometer. Der Gegenwind hatte uns demnach um 200 Kilometer zurück- gebracht. Wir nahmen zwei Lotungen vor, die ergaben, baß das Meer unter uns eine Tiefe von 3750 Meter hatte. An den folgenden Tagen studierten wir nun die Einzelheiten der Strömung, beobachteten magnetische Abweichungen und stellten metereologische Untersuchungen an. Während des Fluges hatten wir nach Ror- ben hin ein Gebiet von 100 000 Quadratkilometern überschauen können, bas sich bis ungefähr 88°, 50’ nörblicher Breite erstreckt, ohne baß auch nur geringe Anzeichen für Land Vorgelegen hätten. In Anbetracht bet durch unsere Lotungen festgestellten Tiefe halten wir es für höchstwahrscheinlich, baß auf biefer europäischen Seite ' des arktischen Meeres auch weiter nördlichFich kein Land befinbet Es versteht sich endlich von selbst, baß Frankreich, wenn die Bereinigten Staaten von Amerika einem so verwirklichten Abkommen beitreten zu können glauben, die Beteiligung des großen amerikanischen Volkes an diesem Werke des allgemeinen Friedens und der Sicherheit nur begrüßen könnte. Das sind Hauptpunkte, hinsichtlich deren es notwendig schien, die Ansicht der deutschen Regierung genau kennen zu lernen. Die französische Regierung würde es begrüßen, hierauf eine Antwort zu erhalten, die es gestattet, in eine Verhandlung einzutreten, deren Ziel der Abschluß von Abkommen ist, die eine neue wirksame Friedensgarantie bilden. Ein französisches Blaubuch. Paris, 18. Juni. (WTD.) Die französische Regierung veröffentlicht heute abend ein Blaubuch, in dem sie neun Roten wiedergibt, fre seit dem 9. Februar zwischen der französischen und der deutschen Regierung einerseits und der französischen und der englischen Regierung andererseits ausgetauscht worden sind. Das erste Dokument ist das am 9. Februar von Botschafter v. Hvesch Ministerpräsident H e r r i o t überreichte Memorandum, in dem der deutsche Paktvorschlag erläutert wird. Das zweite ist die Empfangsbestätigung, die der damalige Minister für auswärtige Angelegenheiten am 20. Februar dem deutschen Botschafter in Paris zugestellt hat. Don da ab bis zum 12. Mai haben infolge der französischen Ministerkrise keine Verhandlungen mit der englischen Regierung statt- gefunden. Erst an diesem Tage hat Driand durch den französischen Botschafter in London ein Memorandum überreichen lassen, das den Entwurf einer Antwortnote auf das deutsche Memorandum darftellt. Keine Verhältniswahlen. Paris, 18. Juni. (WTD.) Die Kammer hat in ihrer heutigen Sitzung sich mit der Frage der Umgestaltung des Wahlrechtes beschäftigt. Nach einem Berichte des Abg. R e n a u d e l über den Beschluß des Gesetzgebungsausschusses hat die Kammer den Antrag, welcher lautet: „um ein System, begründet auf der Verhältniswahl, durchzuführen", mit 296 gegen 265 Stimmen abgelehnt. Damit dürfte dem radikalen Antrag auf Wiedereinführung der Arrondissementswahlen der Weg geebnet sein. Die Krise im ftanzösischen Linksblock. Paris, 18. Juni. (WTB.) Die sozialistische Kammerfraktion, die bereits gestern vormittag über ihre Stellungnahme zum Kabinett Painleve verhandelte, ist gestern abend um 9 Uhr wiederum zu einer Beratung zusammengetreten, an der auch 17 Mitglieder des Derwaltungsrates der Partei teil- nahmen. Einige Redner erklärten, man müsse einer Politik, die die Partei kompromittiere, ein Ende setzen, die, wenn fte aufrechterhalten wurde, unter den gegenwärtigen Umständen selbst die Existenz der ' Partei in Frage stellen werde. Andere Redner wieder erklärten, bevor man eine so ernste Entscheidung treffe, sei es notwendig, eine Vollsitzung der Mitglieder des Kartells der Linken einzuberufen, in deren Verlauf jede Partei ihre Ansichten kund- geben könne. Da noch 11 Redner zum Wort gemeldet waren, wurde Vertagung beschloßen. Nach dem „Mattn" scheint sich aus der Aussprache von heute zu er- geben, daß die Mehrheit der Fraktion nicht die Verantwortung für einen Bruch mit dem Kartell übernehmen will. Die Marokkokonferenz. Paris, 18. Ium. (WTB.) Wie Havas aus Madrid meldet, hat eine Sitzung der französisch-spanischen Marokkokonferenz gestern nachmittag stattgefunden. Nach dem ausgegebenen offiziellen CommuniquL hat General 3 o r= dana auf Vorschlag der französischen Delegation den V o r s i tz der Konferenz übernommen. Die erste Frage, die auf die Tagesordnung gesetzt wurde, ist die Ueberwachuna und Unterdrückung des Waffenschmuggels von der Seeseite her. Die chinesische Sphinx. Schanghai, 18. Juni. (Wolff.) Reuter. Der Pekinger Berichterstatter der halbamtlichen japanischen Nachrichtenagentur meldet, daß 16 Vertreter der führenden Organisationen heute im Kriegsmini- fterium folgende Forderungen vorgelegt haben: 1. Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Großbritannien, 2. Entsendung von chinesischen Truppen nach allen Handelshäfen zum Schutze der chinesischen Einwohner, 3. Kriegserklärung an Großbritannien. Der Minister erwiderte, die beste Politik würde fein, wenn man sich aus friedliche patriotische Betätigung beschränke und abwarte, bis die Ausländer zur Besinnung kommen würden. Aber wenn es zum schlimmsten komme, so werde die Regierung nicht gegen die Erwartungen des chinesischen Volkes handeln. Tschangtsolin auf dem Marsch nach Peking. Paris, 18. Juni. (WTB.) Eine im „Ma- tin" veröffentlichte Meldung aus Peking besagt, daß Tschangtsolin an der Spitze einer Armee von 13 000 Mann nach Peking marschiere, um die Stadt zu befreien. Seine Vortrupen seien gestern östlich von Feng-Tschao angefommen. Tschangtsolin Hobe angekündigt, fein Ziel sei, die Truppen Feng Ju-shiangs durch seine Truppe zu ersetzen, um die Ausländer, wie die Regierung es fordere, zu beschützen. Es sind Anzeichen vorhanden, daß die Derhand- lungen einen befriedigenden Verlauf nehmen, der selbst in der Beseitigung bedeutungsloser und anzüglicher Forderungen zum Ausdruck komme. Offenbar besteht nicht die Absicht, eine endgültige Vereinbarung zu erreichen, aber eine befriedigende Lösung scheine möglich, die der Zustimmung der chinesischen Regierung und der auswärtigen Mächte bedürfen würde. Verlobung im italienischen Königshaus?. Rom, 19. Juni. (TU.) Die „Tribuna" berichtet in einer Sonderausgabe, daß bei dem gestrigen Gartenfest in der königlichen Villa Savoya die Ver» lobung der Prinzessin M a l f a d a , der zweiten Tochter des Königs, mit dem Landgrafen Phi, lipp von Hessen bekanntgegeben wurde. Deutscher Reichstag. Berlin, 18. Juni. Das Haus fährt in der Beratung des Haushalts des Reichsmini- fteriums des Innern fort mit den Kapiteln Reichskommissariat für die öffentliche Ordnung, Polizei und Technische Nothilse. Mit der Beratung wird ein Antrag Müller-Franken verbunden, der sich mit dem bayerischen Ausnahmezustand beschäftigt. Abg Vogel (Soz.) wendet sich stark gegen d^n bayerischen Ausnahmezustand, der in überaus parteilicher Weise gehandhabt werde. Abg. Dr. v. D r y a n d e r (Dntl.) betont zu dem Etatkapttel Polizei, daß das Reich, abgesehen von dem Reichswssserschutz, keine eigene Exekutive habe. Man müsse fordern, daß die Reichsgewalt Einfluß auf die Handhabung der Polizeigewalt der Länder habe, schon um die erforderliche Einheitlichkeit auf diesem Gebiete herzustellen. Abg. Eichhorn (Komm.) fordert u. a. Entwaffnung der Schutzpolizei, Aufhebung der Kasernierung und Beseitigung des Schutzpolizeigesetzes. Abg. Berndt (Dntl.) erklärt unter lebhaften Zwischenrufen, daß die Ausführungen des kommunistischen Sprechers der Entente für ihre Entwaffnungsforderungen neue Anhaltspunkte gegeben hätten. Eine Beseitigung der Technischen Nothilfe könne nicht in Frage kommen, weil die Nothilfe keine Streikbrechergarde sei, als die sie oft bezeichnet würde. Die Technische Nochilse fei eine wirtschaftliche und politisch neutrale Einrichtung, die in großer Gefahr in nicht weniger als 4054 Fällen in lebenswichtigen Betrieben eingesetzt worden sei, wofür ihr der Dank der Nation gebühre. Staatssekretär Zweigert dankt dem Vorredner für seine warmen Worte für die Technische Not Hilfe und bittet, die im Reichshaushaltsausschuß vorgenommene Streichung eines Teils der Mittel für die Technische Nothilse nicht zu genehmigen. Zu dem sozialdemokratischen Antrag wegen des bayerischen Ausnahmezustandes erklärt der Redner, daß die Regierung noch nicht in der Lage gewesen sei, sich deswegen mit der bayerischen Regierung zu oerftänbigen. Die Regierung behalte sich daher ihre Stellungnahme zu dem Antrag noch vor. 2lbg. Kroß (Z.): Die Länderhoheit in den Fragen der Polizei dürfe nicht geschmälert werden Das Recht der Organisation sei den Polizeibeamten nicht zu nehmen. Die Bildung politischer Sonder- gruppen müsse aber unterbunden werden, damit die Neutralität der Polizei gewahrt werde. -- E Hessischer Landtag. Darmstadt, 18. Juni. (Eig. Bericht.) Zu Beginn der Sitzung ist das Haus schwach besucht. Am Regierungstische die Minister Henrich und Raab. Präsident Adelung eröffnet die Sitzung um 9£ Uhr. Zunächst stellt Abg. W e ck l e r eine Kleine Anfrage, in der Beschwerden gegen die Oberwefer A. G., die in Oberhessen eine Hochspannleitung legt, Dorgebradjt werden. Die Oberweser A. G. zwinge die Bewoyner verschiedener Gegenden zu Geländeabtretungen. Ein Regierungsoertreter erwidert, daß die Hochspannleitung gelegt wird, um eine Verbindung des Werkes von Wölfe rs heim mit dem preußischen Stromnetz der Oberweser A G herzu- stellen Diese habe kein Enteignungsrecht. Im Be- darfsfall könne jedoch zur Enteignung geschritten werden. Die Regierung wäre bereit, um Beteiligte vor Ueberoorteilung zu schützen. Das Haus tritt hierauf in die Beratung des Staatsvoranschlags ein. Abg. Blank (Z.) pflichtet in seiner Schilderung der wirtschafllichen Lage den vorgestrigen Ausführungen des Abg. Scholz bei. Die ßanbroirt- schaftskammer stehe vollständig unter dem Einfluß des Bauernbundes. Hierauf werden verschiedene Fragen des Weinbaus erörtert. Bei Besprechung des Fortbildungswesens auf dem Land erklärte der Redner, daß dies viel Mißstimmung erzeuge. Abg. Glaser (Bbd.) beschwert sich, daß Abg. Dr. Leuchtgens fortwährend von Ministern und Mitgliedern des Hauses.angegrifefn werde. Er erhebt ferner Einspruch gegen Zwischenrufe im Hause, daß die Bauernbundfraktion keine Bauern in ihren Reihen habe. Richtig sei, daß die Fraktton sechs praktische Landwirte zähle (Unruhe bei der Linken). Sagen Sie (zu den Sozial- demokraten gewendet), wieviele Arbeiter Sie in Ihren Reihen haben, wahrscheinlich nicht einmal zwei. (Verlegenes Schweigen.) Die weiteren Ausführungen des Redners werden durch lärmende Zwi- kchenru^e umerbrochen. Die weiteren Darlegungen des Redners beziehen sich auf die Ersparungsantrage des Bauernbundes. Um 11 Uhr tritt eine aPuse ein. Rach Wiederaufnahme der Verhandlungen fordert Abg. Frl. Virnbaum in einer Kleinen Anfrage, daß höhere Iustizbeamte zum 6tub" — der polizeitechnischen Ausstellung nach Karlsruhe gesandt würden. Don der Regierung wird erwidert, daß neun Staatsanwälte zu diesem Zweck Urlaub erhielten. Weitere Mittel ständen aber nicht zur Verfügung. In der Dann fortgesetzten Beratung des Staatshaushalts erklärt Abg. Schott (D. Dpt.), die Aussprache habe ergeben, daß sich die Parteien der Rechten und Linken bis jetzt noch nicht näher getreten sind . Der Minister habe, trotz früheren Ersuckens, den Voranschlag nicht recht- izeitig fertiggefteHt. Der hessische Landgemeindetag habe bereits erklärt, daß die Gemeinden nicht in der Lage seien, weitere Beiträge zum Staatshaushalt beizusteuern. Der Städtetag habe ebenfalls erklärt, Daß er zur MinDerung Des Desizits von acht Millionen nichts beitragen könne. Wenn wir jetzt gegen Den Etat stimmen, so tun wir es, um einem späteren Ruin vorzubeugen. Wettervoraussage. Bedeckt, kühl, vereinzelt Riederschläge, nördliche Winde. Die Lage ist auch heute wenig verändert. Das Tief ist im Abziehen begriffen. Bei nördlichen Winden hält die kalte Witterung vorläufig noch an. Siemens^ ilör> tot' eint Meint An- bit Dbenneftr hochsvann- . M Obemftr tyetenet Te-en- en. Ein %ft«‘ j)od)^annkitung ing des Werdern preufii' tfer A @ herzu- ngrrecht. 3m 9fr ignung gejdjniien bereit, um W ätzen. die Beratung der ! in seiner oW« . vorgestrigen Lus- et Die Landwlit- mter dem Emfiub * verschone t Bei Besprechung aus demLand [ Mstimmung er- oert sich,.d°b ovuMmlsttrnund efn werde. 6t « »&JJ ule ein. - 9*555 i6u5&vi i“nä tput^1' Staats x&s is trotz B-« S'recht' e Staats' rage l,Hn in kt it ben ©min‘- rne3uftonb b” Segen den Überaus patl Sf.a« dem ^"ttichken aus be" u. a. $n|, ,un(? der Seiet- ""ter lebjafun |ßn bes (onunu, r 'bre SntmaH. * ö-geben N'Ichen Not. n-weil die Not. 15 die sie ort be- fei eine >ch neutrale ahr in nicht tut- Hagen Betrieben 2ant der Nation 'anft dem Dor- ir die Technische urhattsauLschuh etls der Mittel genehmigen. Zu ie6en der daye- bet Redner, bafc age gewesen sei, n Regierung zu le sich daher ihre h vor. 'erhöhest in den schmälert werden 1 Polizeibeamten 'litischer Sonderwerden, damit rt werde. M Mag. ig. Bericht.) Zu > schwach besucht, r Henrich und iffnet die Sitzung Für die Reise 6123c 500 Briefmarken zu beteiligen. 6117c Wünschelrute [Empfehlungen] Kunsteis und nur 2 — M. Nachnahme L. HOP, Frankfurt e. ll. Kaiserstraße 70 sro»c AKTIEN-GESELLSCHAFT FOR GLASINDUSTRIE VORM.FRIEDR^IEMENS DRESDEN Gewerbetreibende in Gießen und Llmgegend 6120V alle verschieden Dismarckstr.il Kaiserallee 44 Aeuenweg 7 Dahnhofstr. 56 Sonnenstr. 25 Asterweg 29 Klinikstr. 10 IDalltorstr. 35 Goethestr. 23 Mühlstr. 3 Südanlage 23. Installateur Heinrich Appel, „ Wilhelm Affmann in jeder Wenge wird abgegeben werktäglich von 7 älhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags an Private Meeren frisch eintreffeni) mM bifliflü, euch z. Bintnodien W. Hankel 7 üitiien Bene 7 Teleph. 612. 05261 Sterte. tainreM Schulstraße neb. der Stadtpost im Schlachthof Preis für 1 Dlock (—Str.) Wk. 1- für 1 Dlock (=74 Str.) Wk. -.50 Instrumente und Zubehör taufen Sie out und billig bei üenrnl Kirchner muiKanenhaoölung Schiffenberg. WeglO Izwischen Berg- und Guienbergstr.i *-tiD Preikliste gratis. Alle Sorten Wein-, Kognak- u. Likörflaschen, Milchflaschen Bier- und Mineralwasserflaschen, Bügel-u.Hebel- Verschlüsse Korbflaschen, Demyohns, Ballons Konserven-, Honig-, Bonbongläser liefert in anerkannt vorzügl. Qualität | Japaniaschen Coypekofler Rßisekörhe * Räogemallen „ Heinrich Dalser, „ Friedrich Daumann, Ingenieur Heinrich Brinkmann, , Georg GanS, Installateur Oswald Wünnich, „ Friedrich Peil, , Rudolf Rüdiger, „ Wilhelm K. Schmidt, Heinrich Stroh, War Weiffbäcker, Für das Lieberlandgebiet: Bekanntmachung. Wir sehen uns gezwungen, nochmals darauf hinzuweisen, Sah nur die nachstehend aufgeführten, bei uns zugelaffenen Installateure zur Vornahme von Arbeiten an elektrischen Haus-Installationen berechtigt sind. Für das Stadtgebiet: Aktien - Gesellschaft für Glasindustrie vorm. Friedr. SIEMENS, Dresden. Zweigfabrik in Wirges (Westerwald). Vertreter: Moritz Roßmann, Gießen, Telephon Nr. 1252. 42140 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. Wir bitten unsere Mitglieder sich an der Miindgebimg Samstag, den 20. 6. abends 8^ Uhr im Oswaldsgarten möglichst zahlreich Zu dem am Sonntag und Montag, dem 21. und 22. Juni, siailsindenden Sängerfest verbunden mit Jabnenweibc und Wer- tungsnngen ladet freundlichst ein [6105D Gastwirt G. Fr. Seipp, Dorf-Gill. Für Sveise u. Getränke ist besten« gesorgt. Gemälde-Ausstelliing Hans Krauß, München Sam*tag, den 20. bis Ilion tag, den 22. Juni, von 11 bis 1 Uhr, Brandplatz 4II. °°^ Eintritt frei. Selleriepflanzen, pikiert, Blumenkohlpflanzen, echter Erfurter Zwerg, pikiert, sowie alle and. Spätgemüsepflanzen empfiehlt in la Qualität Gärtnerei Dönges Giehen, Marburger Str. 67 («287 Turnjacken Turnhosen Turngürtel empfiehlt 6i»a Julius Schulze Kreuzplatz. — Do m Lichtspielhaus Bah n hasst raste wird uns geschrieben: Im Lichtspielhaus komm! ab heute der Film „Wege zu Kraft und Schönheit" zur Aufführung. Selten hat sich ein Film eines io allgemeinen und unwidersprochenen Erfolges erfreuen dürfen. Das Werk wurde glanzend begutachtet. Nicht genug kann der Jugend der Wert eines harmonischen und gefunden Körpers vorgeführt werden. Unsere Zukunft als Volk und Staat hängt davon ab. In diesem Sinn zeigt der Film eine neue Lebensausfassung, er verkündet ein neues Ethos. Voraussichtlich bleibt der Film bis einschließlich nächsten Mittwoch auf dem Spielplan. beseitigt. Herr vr. med. S. in L. bat .mit Ob-rmeyer'S Herba-Kerfe bet unreinem TetntvrdchUge Erfolge erztett. DWg für (Gemeinden uuö jnöuifiien im ttotfenen Me 1925. (D6131 Der durch seine glänzenden Erfolge berühmte , geprüfte Wünschelrutenforscher, Oberstleutn. a. D. Heinemann aus Dad Homburg v. d. Höhe, Promenade 24 macht in Kürze wieder eine Reise durch Hessen. Er findet und verfolgt jede nie versiegbare Wafferader, gibt an: Stromrichtung, Breite, genauen Bohrpunkt, liefe; desgl. bei Bodenschätzen. Witterung gleichgültig. Glänzendste Referenzen, z. B. 6ber-. stadt (Oberhessen), Griesheim am Main. ar~ Bei Bedarf Anfrage erbeten. -ME Die vorgenannten Installateure (ausgenommen die Installateure Friedrich Daumann und Max Weihbäcker) sowie 1 Installateur Heinrich Dechtold, Klein-Linden b. (Sieben 2 Philipp Decker, Treis o. d. Lda. (Oberhesien) 3" ’ Arnold & Pfeiff, Londorf (Oberheffen) 4 Heinrich Döring I., Grohen-Duseck (Oberheffen) 5- “ Adolf Leib, Krofdorf (KreiS Wetzlar) 6 Wilhelm Löchel, Weitershain (Äreiä Giehen) 7* " Heinrich Olemotz Keffelbach (Oberheffen) g. ' Otto Pfeffer, Grünberg (Hessen) 9. * Georg Rühl. Grünberg (Hessen) 1q‘ " Karl Scherer, Wieseck bei Giehen 11" " Friedrich Schimmel, Klein-Linden bei Giehen 1£ " Georg Schmar.dt, Watzenborn bei Giehen 13. " August Schmitt, Wieseck bei Giehen 14. " Friedrich Schröder, Grünberg (Hessen) 15. , Georg Schulz, Homberg a. d. Ohm (Oberh.) 16. Schumanuwert Installattonssirma, Mittelstmühle b. Giehen 17. Installateur Friedrich Dogel, Rlten-Duseck bei Giehen 18. . Jakob Don-Siff, Grünberg (Hessen) 19. , Julius Don-Eiff, Grünberg (Hessen) 20. ., Karl Weil, Zkrofdorf (Kreis Wetzlar). Giehen, den 18. Juni 1925. Direktion des Elektrizitätswerks und der Ueberlandanlage der Stadt Giehen. I. D.: Kuntzemüller. 6129c Äitasfcl „Mignon“ gebr., zu uerL “*71 Mäusburg 17, ______Laden.______ Gebrauchte kleine Zruchtpresfe 2 gut erhalt. Leder- Handkoffer, 2 Anzüge, 1 Gummimantel, ICommer- valetot (f. mittlere Öiguri billig abzug Anzusehen SamS- tag. d. 20.6.. nachm. Wo? sagt die Haus j L.Rosenzweig I Gießen Settersweg 58, 1. Stock M B lEingana Ecke Dolköbad) kein Laden! kein Laden! W 1 Treppe! [05285 H gärtnrrri für dielen Zweck die Erde hilfsbereit und kostenlos zur Derfügung, damit auch der Minderbemittelte nicht zurück zu stehen braucht. Häufig wird noch gegen die Gesetze der Far- benharmonie verstoßen. Das grelle Rot oct Scharlachgrtanicn und da- stumpfe Blau der Petunien wirkt an dunkler Hauswand düster, wogegen weihe Petunien in weih gestrichenen Kästen an bellen Häuserwändeu ausdruckslos bleiben. So schön sic auch an sich sein mögen, so sollten sie doch hauptsächlich zur Aufhellung dunkler Zusammenstellungen benützt werden. Die dankbarste Pflanze für unseren Zweck ist und bleib! immer noch die Tfeugerartic Sie blüht immer und überall, ging besonders aber in e nem heihrn, sonn gen S'mm:r, wie der heurige sich bis jcht zeigte An schattigen Häuserfronten nehme men Fuchsien und zwar die we tzkorollism. Wo Töpfe aufgestellt werden, müssen sie zur Deimeiduni von älnglücksiällcn g'gcn daS Herabfallen gesichert werden. An sübltchen Fenstern, wo die Sonne dir Wurzeln in den Ge- fätzen durch Erhitzen schädigt, stelle man sie in einen zweiten, etwas größeren Topf und fülle den Zwischenraum mit Zeitungspapier oder Moos aus. Reicheres Dlühen wird die kleine Mühe lohnen. ES liegt viel Riedrrdrückendes hinter uns. Latzt uns auch äuherlich zum Ausdruck bringen, datz im Dolke der Sinn für Schönheit noch nicht erstorben ist, sondern nur geweckt zu werden braucht, um sich zur Freude für sich selbst und andere zu betätigen! A. Unser neuer Roman In unserer morgigen Rümmer beginnen wir mit dem Abdruck unsere- neuen Romans Fräulein Fob von Anders Gje. Er ist eine mit Grazie erzählte Geschichte eines Dankdirektors und „Fräulein Fob", die vom ersten Augenblick an fesselt und die, ohne die Spannung zu verlieven, bis zum Schluff die köstlichsten Geheimnisse aufbewahrt. Untere Leserinnen werden zweifellos diel Freude an der Lektüre haben. Giestener ti; e k ftp reif e. Es kostete auf dem gestrigen Wochenmarkt bas Pfund: Dutter 180 Pfennig, Matte 35, Käse 65, Wirsing 40, Römischkohl 10 bis 15. Spargel 40 bis 80, Erbsen 30 bis 50, Misch- gemüse 20, Tomaten 180, Zwiebeln 20, Rhabarber 30, Kartoffeln (alte) 5, Kartoffeln (neue) 12 bis 16 Dörrobst 30, Kirschen 60 bis 80, Stachel- beeren 35 bis 40, Erdbeeren 80 bis 120, Homg 40, junge Hahnen 100, Suppenhühner 120; das Stück: Eier 12, Blumenkohl 60 bis 120, Salat 10 bis 20, Salatgurken 60 bis 100, Oberlohlrabr 25. Lauch 5 bis 10, Rettich 20 bis 30; das Dund: Radieschen 20, gelbe Rüben 30 Pfennig. Bornotizen. — Lageskalender für Freitag. Dritter Welcker-Dortrag: 8', 2 Uhr Physikalisches Institut, Stephanstrahe. — Lichtspielhaus, Lofstraffe: „Wege zu Kraft und Schönheit". zwei Prozent wieder den Weg zu ihrem lieben, alten Batcrlande zurückgefunden haben. In hohen Ehren steht auch bei uns der vielbeliebte Hindenburg. An den« Tage, da er seinen Eid als zukünftiger Führer des Lottes abgelegt hatte, wurden auch bei uns zur Feier die Fahnen gehifft. Er hat das Heer im Kriege so siegreich geführt, warum foU er nicht Deutschland in dieser schweren Zeil über die Klippe Helsen können? Mit echt deutschem Gruhc E..... St.....* Folgendes Berschen stand darunter: „Deutsch ift die Saar, Deutsch immerdar, Unb deutsch ist unseres Flusses Strand. Und ewig deutsch mein Heimatland: die Saar." 0 Reue Bestimmungen für den Handel mit Tafelschokolade in Sicht. Das Reichsernährungsministerium hat, wie uns mitgetcilt wird, dem Reichsrate den Entwurf einer Verordnung über den Handel mit Tafelschokolade vorgelegt. Die Verordnung stützt sich auf den § 11 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb vom 7. Juni 1909 und sieht vor. dah Taselfchokolade nur in bestimmten Einheiten de» Gewichts gewerbsmäßig verkauft oder feilgehalten werden darf. Die Vorschrift gilt nicht für Stücke unter 25 Gramm und für den Verkauf von Teilen einer Tafel (Riegeln, Rippen), für die 'Abgabe durch Automaten und für Schokolade, die zugewogen verkauft wird. Zugelassen sind Tafeln mit einem Reingewicht von 500, 250, 200, 125, 100, 50 und 25 Gramm Das Gewicht darf bei Tafeln über 100 Gramm nicht um mehr als 2 Proz. und bei Tafeln von 100 Gramm und darunter nicht um mehr als 3 Proz. von den vorgeschriebenen Gewichten abweichen. Die Vorlage ist durch Miff- stände veranlaßt, die sich seit einiger Zeit mehr unb mehr im Handel mit Tafelschokolade gezeigt haben. Es wird insbesondere dariiber geklagt, daß Schoko- labetafeln in den verschiedensten Größen in den Verkehr gebracht werden, ohne daß die Preise der tatsächlichen Größe der Tafeln entsprechen. E, werden z. B. neben den üblichen Tafeln von 100 Gramm solche von 30, 35, 50, 60, 70, 80 und 90 Gramm hergestellt. Die Packungen werden vielfach irreführend ausgestattet. Ganz besonders schlimm haben sich die Zustande auf Messen und Märkten, sowie im Sttaßen- und Hausierhandel gestaltet, wo in großem Umfange mindergewichtige Tafeln in Ausstattungen, die den Anschein eines besonderen billigen Angebots erwecken, feilgehal- ten und angepriesen werden. Der Entwurf hat den beteiligten Kreisen der Industrie und des Handels oorgelegen und ist von ihnen gebilligt worden. do. Luft ft reckenkarte n. Im vergangenen Jahre schon wurden für den regelmäßigen Luftverkehr von der Junkers-Luftoerkehrs-A.-G. Versuche mit Orientierungskarten der regelmäßig beflogenen Strecken angestellt. Die Einrichtung dieser Strecken- [erteil ift so vorgenommen worden, daß der Flug- gast nur auf das hingewiesen wurde, was er wäb- renb der kurzen Zeit des Fluges und in Anbetracht der schnellen Bewegung des Flugzeuges über die Erdoberfläche wahrnehmen konnte. Diese Flug- streckentarlen haben sich im Publikum '0 gut ein- geführt, daß sie in diesem Jahre für alle mit Jun- ters-Flugzeugen beflogenen Strecken vorgesehen sind. Tel. 240 auch nacktS ia Handkoffer sehr billig 1606c Carl Schunck zu verkaufen. 14:97 Cbr. Inderthal. Diezstraße 14. 16 eiserne TmSMMcr co. 400 Lt. Inhalt u. 25 frisch entleerte Oxhofte zu verkamen. Chr. Inderthal, Dtezstratze 14. 1 * Langsamfahrt über die Lahn- brücke. Dom Polizciamt Gießen wird uns mitgeteilt: Während der Dauer der InstandsehungS- arbeiten an dem Echienenstrang der Diebertal- bahn aus der Lahnbrücke dürfen Fuhrwerke nur im Schritt, Radfahrer und Kraftfahrzeuge jeder Art mit entsprechender Geschwindigkeit über diese Drücke fahren. ** Wegsperre. Anläßlich der am 21. Juni stattfindenden Ruderregatta wird der Feldweg am Bahndamm vom Bootshause der Gießener Ruder- gesellschast bis an den Durchgang nach der Eder- ftraße (Bahnüberführung) am 21. Juni für die Zeit von 12—7 Uhr nachmittags für den Durch- gangsverkehr gesperrt. " Kinder an die See. Dom Zentralverband deutscher Kriegsbeschädigter und Krlegcr- hinterbliebener, Landesverband Oberhessen, in Gießen wird uns geschrieben: Auch in diesem Iahre hat der Zentralvrrband eine große Anzahl Kinder aus feinen M tgliederkreisen zu einem vierwöchigen, unentgeltlichen Aufenthalt in seinen Erholungsheimen auf der Insel Wangerooge in der Rordsee ausgenommen. Sämtliche Kinder waren nchch Iben vorgelegten ärztlichen Attesten zum Seeaufenthalt disponiert. Dri dem in diesen Tagen erfolgten Rücktransport konnte man an dem frischen, gesunden Aus eben den Erfolg des Seeaufenthalts feststellen. Die Gewichtszunahmen bewegten sich durchschnittlich zwischen 3 und 9 Pfund. ** Der Prozeß Angerstein. Nachdem das Hauptverfahren gegen den Mörder Angerftein eröffnet worden ist, wird der Prozeß am 6. Juli vor dem Schwurgericht in Limburg beginnen. Den Vorsitz führt Landaerichtsrat Roth; es sind 153 Zeugen geladen. Für den Prozeß werden acht Tage in Aussicht genommen. !*! Eine Stimme aus de rn Saargebiet. Vor einigen Wochen fand ein Einwohner von Klein-Linden ' bei Dutenhofen einen Kinderluftballon mit anhängender Postkarte, die er an die angegebene Adresse sandte. Jetzt traf folgendes Antwortschreiben ein: „Sehr geehrter Herr! Ihren Brief mit der Nachricht von dem Aufsinden meines ab» gelassenen Ballons habe ich erhalten, und ich spreche Ihnen meinen besten Dank aus. Ihre Frage, ob man hier im Saargebiet deutsch oder französisch sei, kann ich Ihnen nur dahin beantworten, daß 98 Pro- zent Deutsche und nur 2 Prozent der Einwohner- schäft französische Gesinnung haben. Wir hoffen aber, daß im Jahre 1935 bei der Abstimmung die Mtmin- Oünöin wach lam, la Stamm» bäum, zu verkauf. Mäusburg 17, 05279 Laden. Ei« Wurf Deutsche HHonte (8 Wochen alt), mit Stammbaum, preiswert zu öevt Zu erfrag. L d.GekchäitS- fteile d. G. A. 05280 Ein Deutscher ZUserhilnd (Rüde), reinrassig, mit Stammbaum, l1, Jahr olt, sehr wachsam und scharf, au öert Zu ertrag in d. Geschäftsstelle des G. Anz. 05281 Häm tu. Laden, Nebengebäude, Werkstatt, ar.Hos,be»iebb., f. Metzgerei ob. jed. and Geschäft vaff., unter aünft Beding, zu verkaufen. 0KSa J. Baer, Ostanl. 29, TeÜ 871. Ein gut erhaltener Landauer und ein Landwagen SOFahnenstangen billig zu verk. «m« Kraft, Frankfurter Str. 83. Heugras u. Grummet Aum Abernten. Näh 1’*jn Neuenweg 22. Kaufgesuche ' Alles Blei «Bletröhrew laust BrühlscheTrackerct UID Schulstr. 7 9. MW beite C-ualitöt sehr preiswert. Revar. il Neubezieben in eig. Werkst, m. eleltr. Betrieb. Fe*. P. Sack 17 Neuen Baue 17 Frische Knideier 10 Stück 95 Bk 012ea A. -teinrelch, Lindengaffe 2. Bekanntes und bedeutendes UkkMkWk« mit eigenen Fabriken sucht geeignetes tfliemiii in bester Geschäftslage zu mieten. Schriftl. Angebote unter J. V. 1862 60971d an den Gießener Anzeiger. W Fahrräder K N D fein! E R £ Schilling “ Gießen. Statt Karten 1925 1900 Sonnt To v v. 6133c 05270 gesucht. teiltnung. 'c Der Vorstand. SauOeres, etzrlWes danken herzlichst für die ihnen zu ihrer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten -um sofortigen Eintritt gesucht. [6067D Linket & Co.» Biedenkopf. Samstag, 20 Juni, abends 8l/i UUi un Bootsbaus: Zwangloser veisammensein mit ö. aurwär- tigen Gästen. KonzertderKavelle Alfred Kohlhase und Frau Brunhilds geb. Philippi verbunden mit Fahnenweihe. Programm: Samstag, den 20., abends 87, Llhr, großer Fackelzug der Gesangvereine Heuchelheims sowie der Freien Turnerschaft Aach Ankunft auf dem Festplah Begrüßung, Das einzige Un&eziefermittel, das fchnett u. fieber bei Menfch u.Uer Ungeziefer alter Art samt der End (Kiffe,Eier) mü einem Sdda^e tötet. Zu haben 'm Apotheken u Drogerien. ; MiN-GMMÄSeWW Samstag, den 20. und Sonntag, den 21. Juni für tagsüber oder für ganz sofort gesucht. 05286 3rau matte meist Walltorstr. 46. Hilfsarbeiter von 14—18 Jahren Uilslein-Sclinitle alle Größen lagernd im 846a Modehaus Salomon. D. H. V. Geschäftsstelle ne» 21: iStag (23/6)7-8 U. lwoch (24/6)7-8 „ ^sumSlag <27/6)3-5 „ Ab Mittwoch, den L Juli, wieder usjy3 täglich. lie Deutsche Lebens - taiciiemg öf Wehrmachtangehörige n. Beamte Körperschaft des öffentlichen Rechts, Bundesanstalt des Deutschen Be- amtenwirtschastsbundes hat ihr BCsaMroBem Sie schon? Das heißt: Betreiben Sie systematische Fußpflege ? / Hierzu gehören • 1 Packung Kukirol-Fußbad, 1 Dose n I Kukirol - Streupuder und 1 Schachtel Kuklrol - Hühner- , augen-Pflaster. JvTT’ Mit diesen drei Präparaten, die zusammen nur 2 Mark \ kosten, können Sie eine richtiggehende Kukirol-Fußpff ege- <2 - Kur durchführen. . \ ____ Ist Ihnen die Gesundheit Ihrer Füße diese Ausgabe \ nicht wert? A Sie erhalten alle drei zu einer Kur erforderlichen Kukirol-Präparate in jeder Apotheke und wirklichen Fachdrogerie, fl ~ bestimmt aber in den nachstehenden Drogerien: Adler-Drogerie, h [ Seltersweg 39, Central-Drogerie E. Kam, Schulstraße, Kreuz-Drogerie, «- Bahnhofstr. 51, H. Noll, Neustadt 28, Drogerie Winterhof f, Kreuzpl.9/10. Gesangsvorträge und Konzert. lag, den 21., mittags ab 12 Llhr, Empfang der auswärtigen Vereine, anschließend Festzug. Aach Ankunft MMge Wem und SIMM stellen ein [6128D Steffi & BöB G.m b.H. Wetzlar. für Gießen, Marburg und größere Umgebung, für Schokolade und Zuckerwaren gegen festes Gehalt und Provision per sofort oder später gesucht. Schriftliche Angebote unter 61O2D an den Gieß. Anz. Junger, tüchtiger I Sauberes. ebrliAs | Vereine Schützenverein Gießen. Zur Saar-Kundgebung, 20. Juni, 8l/o Uhr. in d. Turnhalle. OswaldSgar- ten, find unsere Mitglieder eingeladen. Wir bitten um rege Beteiligung. ciase Der Vorstand. mx Mte auf dem Festplah Begrüßung, Gesangsvorträge der Gastvereine, Tanz und Volksbelustigung. 6l21D Die Musik wird ausgeführt von der gesamten Kapelle Pauli, Marburg. — Es laden freundlichst ein: Gastwirt Hermann Greilich. Der Vorstand. Zwei bis drei möblierte' MWWkW.MMlkS Mr öeuW mann unö jede Wt Jim erscheine am Samstag, dem 20. Juni, abends 8l/2 Uhr 3"r Saarkundgebung die die unterzeichneten Verbände unter Mitwirkung der Kapelle Topp in der Turnhalle am Oswaldsgarten veranstalten. Es sprechen: ^VWUliMkl,LWWelUksRM.,JM/U Rektor Vögel, V.MS „Saat-Betein“, Berlin MM öle Wen Brfiöer an öer Saatniöit! ßefiitejet Bnietläoöilteer Blöd, Bejltlsoertanö (Biegen: Saar-Verein. Ostmarkcn-Verein. Vereinigung der vertriebenen Elsaß lothringer, Ortsgruppe Gießen. All- deutscher Verband. Hessischer Landjugendbund. Hoch schulring deutscher Art. Jördercrkreis des Hochschul- ringS deutscher Art. Deutscher Orden. Der Stahlhelm. Bund Wiking. Bund der Frontsoldaten. Deutscher Ofsiziersbund. Nationalperband deutscher Offiziere. Ofsizicrsvcreinigung 116. Hessischer Vaterländischer Block: 6119D Gruppe Busecker-Tal. Gruppe Hüttenberg. Eintritt30Pf. Reservierte Plätze Mk. 1.- bei C b a l l t e r .Neuen" weg, u. Jugenschrifkenvert. Herbert Ko st orz. Bahnhofstr. 33 I- Abfahrt zu dem Artilleristen-Tag zu Frankfurt m. Sonn» tagskarlenSonniag, den 21. 6., morn. 6U. ,137c Der Borstand. IciiGiialimlile BohsPclkl. Der Bund „Laar- Verein", l rtsgrup» ve Gießen, lädt unsere Mitglieder zu der morgen Samstag, 20. Juni. abds. 8'/, Uhr. tn b. Turnhalle (Oswaldsgarten) statlfindenden SöK- ww ein. Wir bitten um recht zahlreiche Be- Verschiedenes^ Prima Speise- Kartoffeln gelbfl. u. meißst. Sorten. empfiehlt 6467D H. Trechsler, Stetnstr.73.Tel.1581 Wilhelm ßinunec Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Bahilhofstr. 12 Gartenmädchen sofort gesucht. 01373 Wegen Erkrankung meines jetzigen suche gut empfohl-, erf. MW z. soforttaen Eintritt. Zlllll Dr. Kläger, ä Vorzustellen Süd- an lagelTILLw, mit dem Sitz in Gießen zu besetzen. Bewerbungen von nur ersten Fach- leuten bzw. von höheren u. mittleren abgebauten Beamten werden erbeten an die Bejittsoertreinng iüt helfet! inWtabf,magl)olenen|ttfl8e8 sBeamtenbanK,. bl36A kräftiger I SAoftrlehrliiig wird noch eingestellt. Biebertalbahn. Dorzust. bet Werk- stättenvorsteher Vopp Junges Mädchen f. tagsüber in Haushalt gesucht Gl3‘D Roonstraße 18 II Vertpauensstdlang. Alleinst. Frau ob. Fräulein v. Vande, weiche die Führung eines srauenl-Hans- Halls mit Wirtschaft und Kolonialwaren- Handlung a.b. Laude übernehmen u. alle einschläg. Arbeiten nebst Gartenarbeit felbftänb. verrichten kann, sofort gesucht. (Dauerstellung. »„,.D Heinrich Wenzel, Gastwirtschaft, Bergheim, Bost Ortenberg lOberb.). Unterricht in Näb- und Hand arbeit,Weißnäben Kleideransertnebst Zuschneiden w. er» teilt von akademisch gebild Dame °‘860 Stepbanstr. 43 I. Doktoranden- Arbeitagemalnaehalt gesucht f. LtaatSw., Philosophie, Psychologie (auch einzeln). Schr. Ann. u. 6101D an den Gieß. Anz. Hansa Handelsschule I J. Kunzeimann I Gießen., Bahnhofstr. 601 vorm. Hermes ^^JProspek^ret^^^ Zimmer zu Vureauzwecken 6iosh sofort gesucht. Off. unter Nr. 496 an Herso, Plockstraße 5. Remscheider Werkzeug-Srotzhandiung sucht zum sofortigen Eintritt rührigen, tüchtigen Vertreter für Gießen und umliegende Gebiete für den Berkaus von Schremerwerkzeugen und Maschinen, gegen hohe Provision, zahlbar nach ?yeritafteüuno der Aufträge. Nur Herren, die auf dem Gebiete durchaus bewandert sind und auf Dauerstellung reflektieren, wollen sich melden. Angebote unter V X 6528 an die Annouc. Gxp. Karl Aua. Kochcnratb, Remscheid.______________________6016D Tüchtiger eingeführter IWer oder Wer 31/, Uhr, auf dem Neuen Friedhöfe statt. 05292 Todes-Anzeige. Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, meinen lieben Mann, unser en lieben Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herrn Friedrich Jordan unerwartet nach eintägigem Krankenlager im fast vollendeten 60. Lebensjahre zu sich abzurufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Jordan geb. Ruckstuhl. Gießen, den 18.Juni 1925. Moltkestraße 26 p Die Beerdigung findet Samstag, den 20. Juni 1925, nachmittags (Stellenangebote zur Aushilfe gesucht. 6112c Junger Kaufmann sucht zum 1. Juli möbliertes Zimmer Schriftl. Angebote mit Preisangabe n. 05291 an den Gieß. Anzeiger erbeten. 1-2 leere Zimmer mit Telephon oder Mitbenutzung sür Bureauzwecke mit sev. Etng. (ruhig, da keine Laufkundsch.» per sof. z. mieten ges. Off. u. 495 anHerso, Plockstr. 5. (6109h Leerer, trockener Raum zum Unterstellen von Möbeln sofort für längere Zeit gesucht. Schriftl. Angebote unter 05282 an den Gieß. Anz. Gießen und Umgegend einen bei den Deiaillisten gut eingesührlen Vertreter fürnnsereArlikel gebr. Kaffee und Tee. 6100D 56üne& Warnten Import u.Kaffee- Groh-Rösterei Bremen gegr. 1903. Vostschließs. 840. »l. MM zu vermieien ntan Kaiscrallce 50 I. I Mietgesuche 'ßefSiognahmefreie 3-5-Zimmer Wohnung auch tn Neubau, sofort gesucht. Schriftl. Angebote mit Preisang. unter 6126D an den Gieß. Anzeiger erbeten. EhepaarohneKtnder sucht 2—3 Zimmer, möbliert od.unmöbl., bei hoher Zahlung. Schriftl. Angeb. unt 05290 a. d Gieß. Anz. 11 Wbol Marktstraste 4. ^Existenz. Gene-^ rat-Bertrelerfür dort.Bez.-8-iltale ges. Hoher Berd. Ort. u. Beruf gl. Dttzzeldor* kW. Behring & Co Elektro- Monteure Einige tüchtige, zuverlässige Elcktro- Mnnteure gesucht- Es kommen nurBc- werbermit langjäbr. Erfahrungen in Jrage. Schriftliche Angeb. mit Zeugnts- abschristen u. 6103D an den Gießener An- zetger erbeten. Jüngerer [6136D Arbeiter für dauernd gesucht. Babnhosstr. 65. Bl. Zimmer von Dauermieter gesucht. Schriftl. Angeb. mit PretS unter 6130D an Gieß. Anzeiger erbeten. Fünfziger-Vereinigung 1865—1915. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem plötzlichen Hinscheiden unseres Alterskollegen und Vorstandsmitglieds Herrn Friedrich Jordan geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Samstag, den 20. Juni 1925, nachmittags 37,Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Wir bitten um allseitige Beteiligung. Der Vorstand. 05295 _____________________ Die Beerdigung unseres lieben Kameraden Friedrich Jordan findet Samstagnachmittag 31/2 Uhr statt. zahlreiche Beteiligung bittet 6124D der Vorstand. sollten Sie im Bilde festhalten Photogr. Apparate, Platten Films, Papiere usw. kaufen sie bestens im Photo Haus Winterhoff 6iua Kreuzplatz 9 Ter Vorstand. Köstlicher Geschmack! Feines Aroma! Kräftig! Ausgiebig! sind die allgemein anerkannten Vorzüge meiner stets frisch gebrannten Kaffees Spezialmischung I edler Sorten, Pfd. M. 4- Weitere Sorten Mk 3.60, 4.40, 4.80 A Wem-Meln Gießen. Die Beerdigung unse- res guten Kameraden MW WM findet SamStag, 20. Juni, nachm. 3Va Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Rege Beteiligung Ehrensache Heinrich Driesch Seltersweg 70 6122a 2 große Lager auch zur Werkstatt geeignet, zu verm. Zu erfragen tn der Geschäftsstelle des Gieß. Anz. [05266 I Vermietungen Mn Brand Neuen Baue 22 Sonnige mödi.Mmer GuteVervstcgung. Tel. 1085. 3R41D Rr.m Zweites Blatt Danzig und -er Völkerbund. Genf und die polnische (Gewaltpolitik. Don Werner Schulz, Oliva DaS Diktat von Versailles hat den Völkerbund zum Schirmhrrrn Dcrnz:gs gemacht. Was Danzig aber in den Jahren seines Bestehens als eigener Staat erfahren, was ec erleiden muhte, hat diese Schirmherrlichkeit Genfs nicht bestätigt, wohl aber nur zu ost widerlegen können. D'e letzte Genfer Entscheidung hat klar und eindeutig bewiesen, daß dem Hohen Rat von Genf nicht das geringste an einem Schutz der Lebens- bcdingunarn des kleinen Danz ger Staatswesens gelegen ist Unzählige Male ist Danzig im De- wuhtsein seines guten Rechtes nach Genf gegangen, unzählige Male ist es zurückgekommen, enttäuscht und Derbittert, und wenn man die ganzen Jahre Danziger Leidens überschaut, so w r) diese neue Genfer Entscheidung eigentlich gar keine tlebberraschung sein. Sie ist eben letzten Endes nichts anderes alS die folgerichtige Fortsetzung der Entschluhlosigkeit des Völkerbundes gegenüber der polnischen Gewaltpolit k. Jahrelang ist es so gegangen und vielleicht geht es noch Jahre sang so, bis ein Stück nach dem anderen aus dem StaatSgesüge Danzigs herauSgrrissen, ein Recht nach dem anbeten dec Freien Stadt geraubt worden ist unter stillschweigendem GetÄhren- lassen deS Völkerbundes Die Rechtslage in der Frage des Danzig- polnischen Postkonf.'iktes, der nunmehr schon zum zweiten Male zur Beratung stand, war bereits durch rechtskräftige Entscheidungen des Völker- bundSkommissars in Danzig einwandfrei festgestellt und das Gutachten des Haager Schiedsgerichtes. das rein Don formalistischen Erwägungen auigtnq, stand zu diesen Entscheidungen in vollem Widerspruch, stand im Gegensatz zu den selbstverständlichsten Lebensinteressen DmzigS. die in den verschiedenen Abkommen garantiert sind. Trotzdem nahm der Völkerbundsrat dieses Gutachten an, daS die Berechtigung eines polnischen Postdien- steS im Hafen anerkennt. Ebenso aber wie das Haager Gericht den räumlichen Begriff deS Ha- fenS offen gelassen hatte, so konnte auch der VöSerbundsrat nicht den Entschluß zu einer klaren Entscheidung aufbringen. Er erkannte Wohl, sogar einschließlich des französischen Vertreters, an, baft der Begriff „Hafen" nicht die Stadt Dcmzig umfassen könne, setzte aber zur Prüfung der Angelegenheit eine Kommission ein. die an Ort und Stelle die Frage prüfen soll. Eine solche Prüfung wäre an und für sich durchaus im Interesse Danzigs, wenn damit nicht eines verbunden wäre, waS für den Völkerbundsrat vielleicht d'e Hauptsache war. und das ist die Tatsache, dah nunmehr die Regelung dieser Frage auf ungewisse Zeit verschoben ist Die polnischen D"ief- ro^-nt bür’'n i^z^ischen ttriter bin-'-n' der pol- nif b? To bi n weit r u ftühon. auf der ^nde^ea S'ite tt f r Tert ag Das flns bi' Gru-dsä c de Te't- gerechti"! it die Danzig; Schicks il bedeuten! Improvisationen im Juni Don Herbert Hammer. AmadeuS Pfannenstiel war ein Dichter, so glaubte er wenigstens Ec war Lyriker in Reinkultur und machte in hochprozentigen Stimmungsbildern. Der Frühling war feine Saison, und im Mai vor alten Dingen litt Amadeus direkt an äleberproduktion. Mit einer seltenen Arbeitswut sah er, zerkaute ein halbes Dutzend Federhalter und schrieb drei Gedichte, die von Lebensglück Weltschmerz. Liebe und Entsagung derartig geloben waren, bah er selbst davon ergriffen wird. Taufende von reinen, Abertausende von unreinen Reimen wurden in solchen Weihestunden geboten. Unzählige Dersfühe drasch unser Dichter lahm und lieh gewissenlos zum Lobe der edlen Kunst und des Götterjünglings „Frühling" so und soviele Mädchenhmzen ihre letzten Seufzer aushauchen. Wie gesagt, das war im Mai. Wenn bet Juni aber gekommen war, dann stockte der dichterische Quell in seiner Brust. Ihm fehlten die Eindrücke, wie Amadeus Pfannenstiel behauptete. Dem Redakteur der Zeitung dagegen, die Amadeus zu seinem Leiborgan und Verkünder seines Ruhmes erwählt hatte, fehlten barm immer die Ausdrücke größter Freude, dah endlich sein Schreibtisch nicht mehr von diesem Frühlingspoeten attackiert wurde, und die Reinemachefrau brauchte den Redaktionspapierkorb nur noch einmal täglich zu entleeren. Amadeus aber wollte Honorar einstreichen und druckste daher Tag und Rächt an einem Gedicht übet den Juni. Dis zur Mitte des Monats war er schon umhergelaufen und hatte alle möglichen Reimkombinationen geschossen, nur auf „Juni" konnte er nichts finden. „Du nie“ paßte so schlecht in den Sinn! Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhefsen) Sreitag, 19. Juni (925 Das ist nur ein Beispiel, es gibt noch viele andere, und wenn man sich die Beamten des Dölkerbundssekrctaliats ansicht, weih man, woher Polen seinen Einfluh in Genf hat. Tausend geheime Fäden gehen zwischen Warschau und Genf und Danzig ist machtlos, ist rechtlos, wie diese „Entscheidung" im Postlorflikt beweist. Es wäre vielleicht besser gewesen, die Danziger'Regierung hätte zusammen mit ihrem Protest über Den polnischen Postputsch sofort nach dec nächtlichen Anbringung der polnischen Briefkasten auch genau wie die Polen eine „action birectc" angewandt und die Kasten durch die Polizei entfernen lassen. Ein solcher gewagter, aber energischer Schritt hätte vielleicht auf den polnischen Gröhenwahn ernüchtecno gewirkt. An dem weiteren Resultat von Gens ist nur noch von Bedeutung, dah eine Reuregelung der rein geschäflsmähigen Erledigung aller Danzig- polnischen Streitfälle beschlos en wurde, die sicher von Danziger Seite nur begrüht werden kann und eine Vereinfachung der b'.sh origen, ost beispiellos umständlichen und Iingto e igen Methoden bedeutet — ob Polen sich allerdings danach sehr richten wird, bie bt abzuwarten Inzwischen sind Danz'g und seiner Bevölkerung durch eine Reuregelung und Erhöhung der polnischen Einfuhrzölle weitere, fast unüberwindliche Schwier gleiten erwachsen. Ohne vorherige Anmeldung, ohne jede Verständigung welcher Art hat Polm für eine greh? Reihe von E nsuhrwaren seine Zölle bis um das Sechs- und Achtfache erhöht. Da Danzig zum polnischen Zollgebiet gehört, müffen ihm daraus die schwersten Schädi- gimgen entstehen, und bi diese Zollerh'h «gen sich hauptsächlich gegen Deutsch! nd richten, muh da ch eine solche Maßnahme die Einfuhr ceulscher Waren nach Danzig fast unterbunden werden, wenn es nicht gelingt biefe Maß n hm: rückgängig zu machm Eine Abschnürung Dan;igs vom deutschen Warenmarkt würde zugleich auch eine Um- stelluna der ganzen Lebens Unterhaltung der Danziger Bevölkerung auf andere Warenmärkte bedeuten und rein materiell und ideel die Verbindung mit der deutschen Kultur stack beeinträchtigen. Reben allen di sen auhenpvlit scheu Gefahren Danzigs ist noch eine rein innenpolitische Krise aufgetreten, die natürlich bei der ganzen Struktur und Lage Danzigs sich nach außen hin sehr unangenehm auS^irfen kann. B i dec Te-atung des Etats haben sich Gegensätze herausgestettt, die solche Entwickelung genommen haben dah man mit einem Rücktritt der Regierung rechnen kann, der sich hoffentlich noch im Interesse des deutschen Gedankens, im Interesse der nationalen Selbständigkeit Danz'gs vermeiden läßt. So muh man heute mit banger Sorge in Dcmzia in die Zukunft sehen, trotzdem oder gerade deshalb darf und wird fein falscher Pessimismus auf komm en. Die Danziger Bevöllerung e-fennt den Emst der Lage, und sie hat zu ihrer Regierung volles Vertrauen. Rach dem alten Dater- lande aber hinüber richtet s'-e den Ruf: „Vergeht uns nicht, jetzt ganz besonders nicht, denn wir haben es verteufelt notig, nicht vergessen zu werden. Roch immer weih man in Deutschland nicht genug, worum es in Danz'g. warum es im Osten überhaupt g'ht. Möge das gmv 'etzt e wachende Interesse fü- b'n Osten feil oberflächliches S‘vb- feuer bi' Aufrollung ber K-rrid-r^age nicht mir vorübergehend f'in D's ist in allem Danzigs Hoffnung, Danzigs Glauben. Das Strahenbahnprosekt Gießen-Wieleck gescheitert Aus den Kreisen des Wiesecker Gemeinderats geht uns die nachstehende Zuschrift zu, die wir zunächst referierend zur Kenntnis unserer Leser bringen. Man darf wohl annehmen, daß auch die Gießener Stadtoerwaltung zu dieser Angelegenheit noch etwas zu sagen haben wird. Wir selbst werden auf diese neueste, höchst bedauerliche Wendung der Dinge noch zurückkommen. D. Red. Mit großen Hoffnungen und mit dem ehrlichen Willen, das nun fast 15 Jahre alte Projekt der Straßenbahn Gießen — Wieseck endlich der Verwirklichung nahe zu bringen, ging der W t e- secker Gemeinderat an diese wichtige Angelegenheit. Wenn nun auch für diese Körperschaft in allererster Linie ganz selbstverständlicherweise die Interessen der von ihr vertretenen Gemeinde maßgebend waren, so wird wohl niemand bestreiten können, daß die Weiterführung der Bahn nach Wicsctt in gleicher Weise für Gießen vorteilhaft Da endlich sorgte bas Schicksal bafür, bah bas Dichtergenie Amadeus Pfannenstiel doch noch seine Ruhe fand. Ec verfaßte ein Gedicht, das ihm so viel eintrug, dah er bis an sein Lebensende versorgt ist. Er schrieb nämlich einen herrlichen Rackruf in Versen auf den Verblichenen einer „mittelalterlichen" Dame, der Frau Vleiglanz, Zigarren en gros und en detail, mit so wunderbaren Gemütsti fen in zwölf Versen, bah sich Frau Bleiglanz zu diesem lorbeer- umcauschten Poeten hingezogen fühlte und ihn ehelichte. Jetzt steht Amadeus Pfannenstiel hinter dem Ladentisch und verkauft als Reuvermähller Zigarren an die Laufkundschaft Einen guten Reim auf Juni hat er freilich bislang noch nicht gefunden, aber er kommt langsam selber zu der Einsicht, dah diese Lösung gar nicht so ungereimt war. Hans-Krautz-Ausstellung. Frau Professor K l u t e bittet uns um die Veröffentlichung einer kurzen Würdigung des Lebens und Werkes von Hans K r a u h , der wir gern Raum geben, zumal die Verfasserin den Künstler seit Jahren kennt und so wohl am ehesten eine Einführung in feine Arbeit zu geben imstande ist. Don Samstag dieser Woche ab werden in den oberen Räumen des Botanischen Instituts, Drandplatz 4. Bilder von Krauh ausgestellt werden. Hans K r a u h ist am 27. Juni 1865 in Stuttgart geboren. Seine ersten Lehrer daselbst waren Grünenwald und Fr. Keller, später ging er nach München und lebte von 1896 n-iirüc Alle die Momente, die für eine solche Erweiterung der Linienführung sprechen, sind schon wiederholt an dieser Stelle erörtert worden: dem soll hier »ichts hinzugefügt werden. Nach monatelangen Verhandlungen ist man nun dahin gelangt, was Pessimisten voraussagten: Es muß unter alles ein dicker Strich gezogen werden — es gibt für Wieseck keine Frage „Elektrische Bahn Gießen—Wie- seck" mehr. Die Entscheidung ist in Wieseck gefallen. 2n seiner letzten außerordentlichen Sitzung beschäftigte sich der Wiesecker Gemeinderat eingehend mit dieser Frage und vor allem damit, ob es den Interessen Wiesecks dienlich sei, noch länger tatenlos zu- sehen zu müssen, bis Gießen wieder einmal einen zögernden Schritt in der Angelegenheit tun will, tvür Wieseck ist die Frage viel zu ernst, um sie zum Handelsobjekt zu machen, wie cs allem Anschein nach von Gießen versucht wird, soweit überhaupt etwas Ernsthaftes unternommen wurde. Oer ganze Verlauf der Verhandlungen ist unnötigerweise hinausgezogen worden, so daß man an den ernstlichen Willen seitens der Stadt, die Bahn zu bauen, starke Zweifel setzen muß. Klipp und klar hat die Gemeinde Wieseck ein Angebot gemacht, wie es weitgehender in gleicher Angelegenheit wohl selten eine Gemeinde unternimmt. Hervorragende Verwaltungspraktiker haben den Mut Wiesecks bewundert, mit der es an die Angelegenheeit herantritt. Und heute darf auch gesagt werden, daß manche andere Stadtverwaltung in solcher Lage bei weniger günstigen Angeboten mit beiden Händen zugegriffen hätte. Aber alle schönen Worte haben jetzt keinen Zweck mehr: Genau so einstimmig, wie das Angebot gemacht wurde, beschloß der Gemeinderat, dasselbe als aussichtslos zurückzuziehen. Diese Tatsache wird weit über die Grenzen Gießens und Wiesecks ein gewisses Aufsehen erregen. Gießen darf die „Straßenbahn Gießen— Wieseck" bei den „verpaßten Gelegenheiten" buchen — und Wieseck geht nunmehr seine eigenen Wege. Bei dem Interesse, das dieser ganze Plan in der Oeffentlichkeit hervorgerufen hatte, ist es nunmehr notwendig, die letzte Verhandlungsphase in aller Oeffentlichkeit klarzulegen. Am 25. April wurde der Gießener Stadtverwaltung der in der Sitzung des Wiesecker Gemeinderats vom 21. April einstimmig gefaßte Beschluß mit folgendem Schreiben mitgeteilt: „Nachdem die ermächtigte Kommission über die gepflogenen Verhandlungen mit der engeren Kommission der Stadt Gießen bezüglich der Straßenbahn Gießen—Wieseck dem Gemeinderat genügend Bericht erstattet hatte, beschließt derselbe, die Rentabilität genannter Linie zu garantieren. Unter dieser Voraussetzung werden folgende Vorschläge bezüglich der Fahrpreise gemacht: Wochenkarte (täglich zwei Fahrten) 1,50 Mk., Einzelfahrt 30 Pf., Fahrscheinheft für 12 Fahrten 3 Mk. Von diesen Einnahmen erhält die Stadt für Benutzung der städtischen Linien 20 Prozent." Mit dem Datum vom 8. Mai lief bei der Bürgermeisterei Wieseck folgendes Schreiben ein: Auf die gefl. Zuschrift vom 25. v. M. und den mit dieser mitgeteilten Gerneinderatsbeschluß vom 21. v. M. teile ich ergebens! folgendes mit: Es dürfte Aussicht bestehen, daß die Stadt Gießen sich mit der Einführung einheitlicher Ar- beiterwochenkarten (täglich zwei Fahrten) für das alte städtische Netz sowie für die neue Strecke Wieseck—Wiesecker Weg einverstanden erklärt. Auch gegen den Fahrpreis und dessen Teilung mit 80 Prozent zugunsten der neuen Strecke und von 20 Proz. zugunsten des alten Netzes dürften unüberwindbare Schwierigkeiten nicht bestehen. Dagegen erscheint es ausgeschlossen, daß einheitliche Einzelfahrscheine sowie Fahrscheinhefte und evtl. Monatsabonnements eingeführt werden. Es wird voraussichtlich darauf bestanden werden, daß für die neue Strecke besondere Einzelfahrscheine sowie Fahrscheinhefte und evtl. Monatsabonnements gelöst werden. Für die Einzelfahrt werden 10 Pf. und für Fahrscheinheft (12 Fahrten) 1 Mk. in Vorschlag gebracht Der Erlös würde der Rech- nuny für die Strecke Wieseck—Wiesecker Weg voll gutgebracht werden. Die Durchführung des geplanten Projekts dürfte sich nur dann ermöglichen lassen, wenn eine auf dieser Grundlage aufgebaute getrennte Rechnung für das alte Netz und die neue Strecke geführt werden kann. Für gefl. umgehende Stellungnahme bis Dienstag nächster Woche (12. Mai) wäre ich Ihnen sehr zu Dank verbunden." Unterschrift. Dieser Vorschlag warf die ganzen Berechnungen Wiesecks über Den Haufen und würde sich in der Praxis so auswirken, daß die Gemeindekasse und damit die Wiesecker Steuerzahler ungemein stark belastet würden, während andererseits Gießen durch die vielen Hunderte von Fahrgästen, die die Stra- ßenbahn jetzt nicht benutzen, dann in der Lage wäre seinen städtischen Straßenbahnetat zu balancieren, allerdings auf Kosten Wiesecks. Die Rentabilität der neuen Strecke trägt ja Wieseck, Gießen schlagt also zwei Fliegen mit einer Klappe. In seiner Sitzung vom 11. Mai beschäftigte sich der Gemeinderat in Wieseck mit diesem Schreiben und teilte als Ergebnis der Stadtverwaltung folgendes mit. „Die Gemeinde Wieseck erhielt Ihr geehrtes Schreiben vom 8. Mai und teilt nach eingehender Beratung der dadurch geschaffenen Sachlage folgendes der Stadt Gießen mit: Zunächst das Angebot der Gemeinde Wieseck: Die Gemeinde Wieseck übernimmt die Garantie der Rentabilität für die Linie Gießen—Wieseck unter der Bedingung, daß die Stadt Gießen von den Einnahmen dieser Linie für die Mitbenutzung der Stadtlinie, nicht mehr als 20 Proz. beansprucht. Der Berechnung, auf welcher das Ga- rantie-Anaebot beruht, liegt der der Stadt Gießen vorgefchlagene Fahrpreisplan sowie genannter Einnahmeverteilungsmodus zugrunde. Der Umstand nun, daß die Stadt auf der Basis unserer Vorschläge das Projekt nicht weiter zu bringen glaubt, macht unsere Berechnung illusorisch, worauf sich unser Angebot stutzte. Die Konsequenz kann nur fein, daß die Stadt unseren Vorschlägen beitritt, oder unser Garantieangebot ist hinfällig. Die Annahme des Vorschlags der Stadt Gießen laut ihrem Schreiben vom 8. Mai bedeutet für die Gemeinde Wieseck natürlich ein noch viel größeres Risiko als das Risiko, welches unser gegebenes Garantieangebot mit auf der Basis der damit gemachten Vorschläge schon in sich birgt. Der (9e- meinderat Wiesecks glaubt in ein größeres Risiko zur Zeit nicht eingehen zu können. Im Vergleich ,ui einem der Gemeinde Wieseck vom Autowerk Büssing-Hannover gemachten Angebot mit beigefügten Rentabilitätsberechnungen einer Autolinie Wieseck—Gießen ist die Frage zu prüfen, ob je ein Gerncindcrat bzw. Bürgermeister der Gemeinde Wieseck die Verantwortung für die lieber- nähme eines größeren Risikos zu üvernehmen bereit fein würde. Die Berechnung der Firma Büssing schließt ab mit einem Fahrpreis von 1,9 Pf. pro Person und Kilometer bei z Besetzung. Die Gemeindevertretung glaubte, die Sachlage so wie sie vom Standpunkt der Gemeinde Wieseck zu beurteilen ist, der Stadt Gießen hiermit nochmals vorzutragen und bittet dieselbe, das ernstgemeinte und selbst nach den Urteilen bekannter Verhol- tungsmänner sehr weitgehende Angebot nochmals unter Berücksichtigung aUe! Umstände prüfen und uns das Ergebnis umgehend mitteilen zu wollen." Unterschrift. Auf dieses Schreiben vom 12. Mai war bis zum 16. Juni keinerlei Aeußerung seitens der Stadt ein- getroffen. In der am gleichen Tage stattgehabten Sitzung wurde die eingang angeführte Stellung- nähme feftgeftellt und beschlossen, der Stadt Gießen folgendes Schreiben zu übermitteln : „Wiederum ist ein Monat verstrichen, ohne daß die Verwaltung der Stadt Gießen unser schreiben vom 12. $at der am Schlüsse Des Schreibens erbetenen Antwort gewürdigt hat. So befindet sich das Projekt seit Monaten in Der Schwebe unb greifbare Fortschritte sind seitens der Stadt Gießen bis auf den heutigen Tag nicht zu erkennen. Als wir in Verfolg unseres Entschlusses, ein Verkehrsmittel für unsere Gemeinde zu schaffen, an die Stadt Gießen herantraten, da herrschte unsererseits Einstimmigkeit darüber, daß der Stadt Gießen kein Risiko zugemutet werden sollte. Deshalb, und um das Projekt auch baldigst durchgeführt zu sehen, folgte im Zeichen einmütigen Beschlusses unser weitgehendes und ernstgemeintes Angebot. In unserer Hoffnung, die wir damals an das Angebot knüpften, daß nunmehr auch seitens ber Stabt bezüglich einer beschleunigten Verwirklichung bes Proiekles alles geschehe, sehen wir heute leiber sehr enttäuscht. Wenngleich biefe Einstimmigkeit — betreffenb Projekt unb Angebot — bie Bürgerschaft Wiesecks auch nicht im gleichen Maße beherrscht, so waren es berer bie unsere Entschcibunqen ab- lehnenb beurteilten, Doch sehr wenige, so baß eine übermiegenbe Majorität ber Wiesecker Bevölkerung hinter ber Oemeinbeoertretung in ber ganzen Sache ftanb. Die nebensächliche unb hinhaltenbe Behanblung, bie bie Angelegenheit selbst noch nach unserem Angebot, bie Garantie für bie Rentabilität ber Linie zu übernehmen, seitens ber Stabt erfahren hat, hat aUerbings inzwischen ganz allgemeine Mißstimmung in unserer Gemeinde ausgelöst. v Verschiedene Projekte, wie z. B. Festhallenbau, Flugplatzerrichtung, an deren schnellen Durchführung die Beteiligung ber Stabt Gießen bekannt ist, unb bei beren Verwirklichung die chkeit des beschleunigten Arbeitens ganz offenbar zur Schau tritt, lassen auch ohne mei- an in Italien, zuerst in Floren; später in Rom. Dort blieb er bis 1905. In Florenz befreundete er sich mit Hildebrand und dessen Kreis: Isolde Kurz und Sattler. Durch Hildebrand erhielt er auch den Auftrag, die einzigen Fresken Marees in der zoologischen Station in Reapel zu restaurieren. Es war dies eine ehrenvolle, aber schon rein handwerklich äußerst mühevolle Aufgabe: daß sie gelang, verdankte Krauß dem jahrelangen Studium der alten Meister. Beim Kopieren derselben hatte er sich große Fertigkeit in allen technischen Fragen angeeignet, die ihm nun zugute kamen. — Er blieb von 1901 bis 1905 in Rom und kehrte nach einem Besuch in England nach München zurück, wo er noch lebt. Ausschlaggebend für die Entwicklung des Künstlers ist der Aufenthalt in Italien und das Studium der alten Meister gewesen, auf deren Kunst sich all sein späteres Schaffen aufbaut. Krauß ist einem großen Kreis Gießnern aus hiesigen Privatsammlungen bekannt. Zweck der Ausstellung im Botanischen Institut ist es, allen Kunstfreunden Gelegenheit zu geben, Arbeiten von ihm in Ruhe zu betrachten. Leider war es dem Künstler nur möglich, einen kleinen Teil feiner weit verstreuten Bilder hierher zu bringen, doch lernt man ihn schon in diesen besser kennen als etwa in einer großen Ausstellung unter anderen. Denn das Schaffen des Künstlers hat zunächst nichts Dleberwältigendes, ins Auge Stechendes im Kreis der heutigen sensationellen Schar. Wer nur das Reue, Aufregende, oder das technische Experiment sucht, wird an Krauß vorübergehen. Wer aber in des Tages Vielerlei sich sehnt nach ein erStunde inneren Erlebens, wer sich die Fähigkeft erhalten hat, dem Klang im Worte eines stillen Mannes zu lauschen, der wird ganz sicher vor den Bildern von Krauß seine Feierstunde haben. Der Kunstverständige sieht, wie sich hier ein feines unb sicheres Empfinden für Komposition und Farbe paart, und her mehr psychologisch Eingestellte wird die Fähigkeit des Künstlers, eine Persönlichkeit zu erfassen, bewundern. Auch dem schlichtesten Betrachter wird das Warme und tief innerlich Empfundene aus den Bildern entgegentreten. Des Künstlers Stärk?, das Hineinstellen der Figuren in eine Landschaft, — selbst im Porträt — zeigt das Bild der drei Kinder von Professor Küster. Wie sie das alles scheinbar so mühelos entstanden, wie leicht, frei und natürlich im Aufbau. Dabei ist das Eharakteristische der Kinder in Ausdruck und Haltung durchaus gewahrt. Zur geschlossnen Wirkung trägt bei, dah der Künstler ganz hinter seinem Werk zurücktritt, nirgends zeigt sich eine Spur von Eitelkeit, von Spielen mit technischen Dingen, die Mittel zum Zweck fein sollten und heute immer wieder die Augen auf sich ziehen und die einheitliche Wirkung des Werkes verhindern. Krauß's Porträts stehen fast durchweg in hellster Landschaft, das zwingt zur Vermeidung aller Reflexe im Gesicht und bringt die ruhige, altmeisterliche Wirkung hervor. Wie wohltuend ist eS, die Figuren frei vor der offenen Landschaft zu sehen und nicht als Fläche auf eine Fläche genagelt. Rur die innigste Vertiefung des Künstlers in die Persönlichkeit des Darzustellenden macht es möglich, dah wir diesen wieder als solche erfassen können. Das Porträt wird Erlebnis und hat nicht nur Wert für die Angehörigen. Als ich Gießen das erstemal auf seine Schönheit hin betrachtete, schrieb ich in mein Tagebuch: „Einziges wesentliches Erlebnis in Gießen Porträt des Prof. Küster." Für mein Gefühl ist dies das Meisterhafteste der hier ausgestellten Bilder, weil seine Fassung einen so unverwischbaren Eindruck hinterläßt wie etwa ein gewisser „Mann mit der Relke" oder ein „Fürst Lichnowsky". . Elisabeth Älut^ teres erkennen, daß die Stadt das nötige Interesse für den Bau der elektrischen Bahn nach Wieseck leider vermissen läßt. Der Gcineinderat, der im Laufe seiner heutigen Beratung die Sachlage wie vorstehend geschildert feststellte, glaubte daraus seine Konsequenzen ziehen zu sollen und sich einer anderen Lösung der -trage zuzuwenden. In diesem Sinn handelnd, beschloß derselbe eine Automobillinie baldmöglichst in Betrieb zu setzen und sein Angebot an die Stadt Gießen vom 21. April 1925 znrnckzuziehen In Ausführung vorstehenden Beschlusses möchte ich den Herrn Oberbürgermeister der Stadt Gießen höflichst bitten, die Zurücknahme des Angebots der Gemeinde Wieseck vom 21. April 1925 hiermit gefl. zur Kenntnis nehmen zu wollen." Unterschrift. Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde die Errichtung einer Automobillinie Wiese ck — Gi e ß e n einstimmig beschlossen und der Bürgermeister beauftragt, von einer Reihe führender Firmen eingehende Angebote einzuholen Damit dürfte, der Traum einer Straßenbahnverbindung der zwei Nachbargemeinden endgültig ausgeträumt sein — nicht zum Schoden Wiesecks, dos den ehrlichen Willen zur Durchführung des Projektes an den Tag gelegt hat. Aus der Provinz. Landkreis Gießen. * H euch elheim, 19. 3uni. Der hiesige Arbeitergesangverein feiert am nächsten Sonntag sein 25jähriges Bestehen nebst Fahnenweihe. Der Verein hat bis zum Eintritt des Krieges als selbständige Gesangsabteilung innerhalb des damaligen Arbeiter- bildungsvereins gestanden, unter der Leitung von F. St ein müll er, der heute noch aktiv denr Verein angey . Vach dem Kriege wurde der Verein selbständig und hat sich seit dieser Zeit unter Leitung seines bewährten Dirigenten Heinrich Rikolei - Grohen-Duseck hervorragend entwickelt. Mit einer stattlichen Sängerschar versucht er, das Veste in gesanglicher Hin-, sicht zu leisten. Das Programm des Festes ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. Der Verein hofft, den Einwohnern von Heuchelheim sowie den vielen angemeldeten auswärtigen Gästen einige frohe und genußreiche Stunden bereiten zu können. Das Fest findet auf dem von der Gemeinde Heuchelheim neu hergerichteten Festplahe statt, dem im Volksmund genannten Geißberg. !*! Leihgestern, 18. Juni. Ein großes T u r n f e st, verbunden mit Wetturnen, veranstaltet am nächsten Samstag und Sonntag der Lahn- Düns.berg-Turnerbund. Es werden etwa 500 Turner und Turnerinnen erwartet. !) Lich, 18. Juni. Aus der jüngsten Sitzung des Stadtvorstandes ist folgendes zu berichten: Um ein Lleberhandnehmen der Felddiebstähle zu verhüten, beschloß der Stadtvorstand den Erlaß einer feldpolizeilichen Anordnung über die nächtliche Sperrung dec Feldgemarkung Lich während der Sommer- und Herbstmonate und setzte folgende Sperr- zeiten fest: Juni, Juli und August von abenDs 9 Llhr bis morgens 5 üfjr, September und Oktober von abends 8 bis morgens 6 iUjr — Auf eine Anregung hin wurde die Badezeit in Her städtischen Badeanstalt versuchsweise neu geregelt. Die Reuregelung, die sofort kn Kraft tritt, sieht nunmehr folgende Badezeiten vor: Für Herren Montag. Mittwoch und Freitag vormittags und bis 4 üj>r nachmittags, von da ab für Damen bis abends 8 Llhr. Dienstag, Donnerstag und Samstag vormittags und bis 4 Uf>r nachmittags für Damen und von da ab für Herren bis abends 8 Llhr. Außerdem ist noch der Sonntagvormittag als Badezeit für männliche Personen bestimmt. — Einer Vorstellung der n e-u a p o st o l i s ch e n Gemeinde um Lieberlassung eines Versammlungsraumes wurde durch Lieberweisung eines Schulsaales in der landwirtschaftlichen Schule entsprochen. — Von einem Angebot zum Abschluß einer W a l d - brandversicherung wurde Abstand genommen. — Als Vertreter der Stadt Lich zu der Mitgliederversammlung der Bezirkssparkasse Gießen wählte der Stadworstand die folgmden Herren: Bürgermeister Völker, Bn- geordneter D ö r m e r, Lehrer und Stadtvorst cmdsmitglied Karl Christian Dörmer und Landwirt und Stadtvorstandsmitglied Ludwig Fischer. — Während der letzten Wochen sind infolge des durch die Trockenheit sehr gesteigerten Wasserverbrauchs aus verschiedenen Straßen Klagen über mangelhafte Zuführung von Wasser laut getoorDen. Außerdem hat die Brauerei Jhring-Melchior dahier um Abgabe einer größeren Wassermenge als bisher nachgrsucht. Alm in beiden Fällen den gestellten Ansprüchen gerecht zu werden, wurde beschlossen, die sogenannte Kleienbergquelle der städtischen Wasserversorgung zuzu- führen. Das Kreisbauamt Gießen wird außerdem Llntersuchungen darüber anstellen. ob es möglich ist, das im Albacher Quellengebiet noch überschüssige Wafer wenigstens zum Teil der städtischen Wasserversorgung nutzbar zu machen. - Infolge Reueinteilung der Förstereibezirke ist im Vorjahre die Försterei Lich H ausgehoben und zum Teil der Försterei Lich I und § um Teil der Försterei Langsdorf zugeteilt worden. Die letztere Försterei steht vor der Neubesetzung, wozu eine Stellungnahme des Stadtvorstandes gewünscht wird. Der Stadtvorstand verzichtete daraus, einen Vorschlag für d e Neubesetzung dieser Försterei zu machen und beantragte, Wredererrichtung und Wiederbesetzung der F ör st erei Lick H, was in Anbetracht der hohen Beiträge, die Die Stadt Lich zu den Kosten der Forstverwaltung zaylt, keine unbillige Forderung sei, und man es auch nicht verstehen könne, warum für die Folge der Licher Stadtwald weniger gut bedient werden soll, als es früher der Fall war zu der Zeit, als die Förster noch Gemeindebeamte waren. Kreis Büdingen. II Büdingen, 18. Juni. (Gemeinderat s si h u n g.) Als erster Punkt der Tagesordnung stand eine Anregung des Ministeriums zur Verhandlung, wonach eine Erhöhung der Gewerbeabgaben und eine entsprechende Erniedrigung der landwirtschaftlichen Abgaben vorgeschlagen wurde. Der Vorschlag wurde abgelehnt. — Für die städtischen Schutzleute wurde eine einmalige Beihilfe zur Anschaffung von leichteren Uniformen genehmigt. — Weiter wurde beschlossen, 500 Quadratmeter Gelände am Erlen- tippel unentgeltlich zur Erbauung einer größeren Försterwohnung zur Verfügung zu stellen. — Zu den schärfsten Auseinandersetzungen führte die von der Rechts-- und Verwaltungskommission ausgearbeitete Orts- sahung zur demnächstigen Anstellung des besoldeten Derufsbürgermeisters. Es war ein Antrag eingegangen, der die Streichung des geforderten Befähigungsnachweises durch Examen für die mittlere Beamtenlaufbahn oder als Bürgermeister gleichartiger Städte und Gemeinden verlangte. Der Antrag wurde abgelehnt. Die Pensionierung wurde entsprechend den Vorschriften der Staatsbeamten festgesetzt. Angenommen wurde noch ein Antrag, wonach bet Nichtwiederwahl nach 9 Jahren eine Pension von 40 Prozent festgesetzt wurde. !! Burgbracht, 18. Juni. Hier wurde nicht, wie irrtümlich berichtet, der seitherige Bürger- meister Scherpf wiedergewählt, sondern der Landwirt Wilhelm Michel n e u g e w ä h l t. Bürgermeister Scherpf stand der Gemeinde seit 1903 als Ortsoberhaupt vor und hat sich große Verdienste um die so ungünstig gelegene Gemeinde erworben. Sein Ausscheiden wird daher allenthalben sehr bedauert. Kreis Friedberg. !! Heldenbergen, 18. Juni. Am Sonntag fand hier ein" großer Sängerwett st reit statt, der aus der ganzen Umgebung sehr gut besucht war. Aus unserem Kreis erhielt der Männergesangverein Bodenbach unter Leitung von Lehrer Mühlbach von Engelthal in scharfer Konkurrenz in der C.-Klasse mit 160 Punkten den 2. Klassenpreis. Der Erfolg ist um so erfreulicher, da der erst im Jahre 1922 gegründete Verein das erstemal an einem Wettstreite teilnahm. Kreis Schotten. Schotten, 17. Juni. Gestern tagte auf dem Haus Luginsland, das in schöner Weise neu hergerichtet und mit elektrischem Licht versehen ist, der hier bestehende Der kehrsausschuß unter Leitung des Bürgermeisters. Es wurde allgemein bedauert, daß Die Reichsbahn unserem Vogelsberg sehr wenig Entgegenkommen zeigt, ihn etwas stiefmütterlich behandelt und, wie die neuesten Fahrplanänderungen beweisen, eher bestrebt ist, den Verkehr vom Land in die Stadt zu lenken, als gerade umgekehrt den Großstädtern Gelegenheit zu geben, die Schönheiten unseres Vogelsberges kennen zu lernen. Es soll weiterhin versucht toerben, Verbesserungen in der Zug ver bi n düng zu erzielen. Auch soll erstrebt werden, daß einige Sonderzüge an Sonntagen eingelegt werden. Mit Freude wurde es begrüßt, daß die A u t o v e r 6 i n - Dung Schotten-Lllrichstein von jetzt ab täglich zweimal und auch an Sonntagen verkehrt. Die Schaffung weiterer Autolinien wurde beraten. Mit großem Interesse wird der Ausbau des Flugverkehrs in Der Provinz Ober Hessen und besonders in Gießen verfolgt. Die Stadt Schotten stellt gern für Einrichtung eines Flughafens das erforderliche Gelände, das genügend vorhanden ist, zur Verfügung. In der Umgebung der Stadt sind an herrlichen Plätzen 3 0 solide Bänke zur großen Freude der Spaziergänger aufgestellt worden. In die Stadt zieht immer mehr Farbe ein. d. h. die vielen renovierten Häuser bekamen alle einen farbenfrohen Puh, und es verschwindet immer mehr das alte Einerlei, das Gran in Grau Das Schwimmbad ist ebenfalls in schöner Weise neu hergestellt worden und wird von jung und alt eifrigst benutzt. Es wurde angeregt, daß Zuschüsse an Hauseigentümer, die ihre verputzten Häuser für Fachwerk freilegen, gewährt werden. Mittel und Wege zur Verminderung der Staubplage wurden besprochen. Ein kleiner Führer von Schotten und Umgebung mit Angabe der Ausflüge wird herausgegeben. Schotten, 18. Juni. Infolge derHeu- ernte nimmt in der dörflichen Bevölkerung das Zählgeschäft einen sehr langsamen Fortgang. Die Zähler klopfen meistens an verschlossene Türen und sind gezwungen, mehrmals in demselben Haus vorzusprechen. Vielfach ist es mir möglich, in den späten Abendstunden die Leute anzutreffen. Die Uebermudung der mit Der Heuernte Beschäftigten bringt es natürlich mit sich, daß nur vereinzelte den Versuch machen, ihre Zählbogen auszufüllen, während alle übrigen es Dem Zähler überlassen, sämtliche Einträge zu machen. wg. Gedern, 18. Juni. Infolge Der bisher sehr günstigen Witterung ist die Heuernte schon weit vorgeschritten. Sie verspricht nach Quantität und Qualität einen Ausfall, wie er seit vielen Jahren nicht zu verzeichnen gewesen ist. Für das übrige Wachstum, namentlich für Die Sommer frucht und das Setzen Der Dick- Wurzpflanzen, das bis jetzt wegen der anhaltenden Trockenheit noch nicht hat vorgenommen werden können, ist jedoch ein durchdringender Regen unbedingt erforderlich. Leider haben die Obst bäume durch das starke Auftreten Der Apfelgespinstmotte großen Schaden erlitten, so daß die Obsternte nicht sehr ergiebig ausfallen Dürfte. — Der Zweigverein vom Roten Kreuz ließ am Sonntag anläßlich des diesjährigen Rotkreuztages eine HauSsammlung vornehmen, welche nahezu 180 Mk. erbrachte. — Die Beigeordnetenwahl findet hi er am 28. Juni statt. Bis jetzt ist noch nichts darüber bekannt, wer sich um diesen Posten bew rbt. !*! Vom Hoherodskopf. 18. Juni. An den Klubhäusern des D. H. C. werden gegenwärtig bedeutsame (Neuerungen vorgenommen. Die Häuser erhalten in diesen Tagen elektrisches Licht. Der Anschluß an das Lieberlandwerk Oberhessen ist in der Vollendung begriffen. In den Llebernachtungsräumen finden neue Betten Aufstellung, Die Dächer Der beiden Häuser sollen neu gedeckt werden. In Der Llmgebung werden zahlreiche Ruhebänke ausgestellt. Einen guten Besuch hat die neue Jugendherberge zu verzeichnen, die etwa 200 Meter von den Klubhäusern steht. Kreis Alsfeld. -D Groß-Felda, 17. Juni. Am Sonntag hielt der hiesige Kriegerverein sein erstes diesjähriges Scheibenschieße n. Bei einigermaßen günstiger Witterung entfaltete sich ein sehr reger Schießbetrieb, zumal den. Schützen äußerst wertvolle Preise winkten. Den ersten Preis, ein erstklassiges Sofa, errang Gastwirt F i g g e von hier. Im übrigen nahm das Schießen einen sehr schönen und ruhigen Verlauf. — Der Gemischte Chor des an Groß-Felda stoßenden Kestrich beteiligte sich am Sonntag an dem großen Gesangswettstreit in Lauterbach und errang unter der bewährten Leitung seines Dirigenten, Lehrers R o t h, zwei erste Preise im Klassen- und Ehrensingen. — Infolge der außerordentlich günstigen Witterung ist die Heuernte in unserer Gegend schon zum größten Teil eingebracht. Die Ernte ist in Qualität und Quantität seit Jahren zum ersten Male wieder ganz hervorragend. Nur noch einige Tage müßte die Witterung anhalten und man wäre, wie man hier zu sagen pflegt, „miätt dem H«a geschäre". Kreis Lauterbach. & Lauterbach, 18. Juni. Aus der jüngsten Stadtverordnetensitzung ist zu berichten: Als erster Punkt der Tagesordnung gelangte der Wirtschaftsplan des Waldes für 1926 zur Beratung; er wurde nach kurzer Aussprache genehmigt. Hiernach werden in 1926 etwa 500 Festmeter Holz gefällt. — Einem Gesuch der Firma Krömmelbein II. um pachtweise Lieberlassung eines Bauplatzes am Schühenplatz wurde gegen Ausstellung eines Reverses und Entrichtung einer jährlichen Pacht von 20 Rm. stattgegeben. Die Pachtzeit beginnt am 1. Juli. Der Gesuchsteller beabsichtigt, auf diesem Platz ein Holzha us für einen seiner Beamten zu errichten, und ist bereit, dasselbe zu entfernen, sobald das Gelände von der Stadt anderweitig benötigt wird. — Weiter wurde beschlossen, den mit Linden bepflanzten Schützen platz als Kinderspielplatz freizugeben. Bei dieser Gelegenheit regte Bürgermeister Walz die Anschaffung einigerDänkean, um diese in der Llmgebung der Stadt zur Ausstellung zu bringen, und rügte hierbei außerordentlich, daß Die meisten in der Llmgegend ausgestellten Sitzgelegenheiten durch rohe Dubenhände beschmutzt, beschädigt oder gänzlich zerstört wurden. Lim Die gemeine Handlungsweise Derartiger Leute auch stadtseitig zu bekämpfen, wurde beschlossen, jedem eine Belohnung von 20 Rm. auszuhändigen, Der Personen namhaft machen kann, Die wegen Derartigen Llnfugs gerichtlich belangt werden können. 3m übrigen wurde der Vorschlag des Bürgermeisters zum Beschluß erhoben. — Die Gesuche der hiesigen Gastwirte und Salzschlirfer Kurlichtspiele um Erlaß oder Ermäßigung der Getränke- bzw. Vergnügungssteuer werden abgelehnt, da Der ordnungsgemäß offen- gelegene Voranschlag für 1925 bereits vor einigen Wochen abgeschlossen und somit eine Aenderung Der Steuersätze nicht mehr vorgenommen werden kann. Außerdem würde eine Derartige AenDerung einen bedeutenden Ausfall an Steuern bedeuten, auf Die die Stadt unter Berücksichtigung ihrer finanziellen Verpflichtungen keinesfalls verzichten kann. — Die Dreschwaschinen- gesellschaft ist abermals an die Stadt heran- getreten mit der Bitte um pachtweise Lieberlassung eines Bauplatzes für eine Dreschhalle. Der Stadtvorstand beschloß, einen Platz an Der Rim- loser Straße zur Verfügung zu stellen unter Der Bedingung, daß Die zu errichtende Halle nur zur Unterstellung der Maschine benötigt wird. — Der Antrag der hiesigen Fleischerinnung auf Anstellung eines Schlachthaustierarztes wurde unter der DeDingung befürwortet, daß Der derzeitige Fleischbeschauer Faust weiter in seinem Amte verbleibt. — Im weiteren Verlauf Der Sitzung beschäftigte sich der StaDt» Vorstand mit Verpachtung der Schaf- weide. Rach allgemeiner Aussprache soll dieselbe für 1925 für 300 Rin. an Die Schäferei- gesellschast verpachtet werden. Sollte die Gesellschaft die noch weiter von Der Stadt gestellten Bedingungen, wonach mindestens 100 Schafe bei Weggang des Schäfers Böck im Besitz der einzelnen Schafhalter bleiben müßten, nicht einhalten, so ist sie verpflichtet, außerdem noch 50 Proz. des Lleberfchusses an Die Stadt abzuführen. Starkenburg und Rheinhessen. Mainz, 17. Juni. (WB.) Anläßlich der I ah r ta uf e n D f e i e r Der Rheinlande veranstaltet die Stadt Mainz vom 5. bis 19. Juli eine Rheinische Fest Woche, in deren Rahmen neben Symphoniekonzerten und Liederabenden ein Kraftwagenblumenkorso mit Dlumenschlacht, eine Dampferfahrt auf dem Rhein und außerdem verschiedene Aufführungen des Theaterballets, der Turnerschaft und Der Wassersportvereine geplant sind. Während Der Festwoche findet hier auch Der Kongreß des „Deutschen Vereins Der RosensreunDe" statt. fpd. Höchst a. M., 18. Juni. Der von mehreren Behörden wegen umfangreicher Scheckfälschungen gesuchte Diplomingenieur Höckel wurde hier ermittelt und fe ft genommen. Höckel hatte zahlreiche Banken durch die gefälschten Schecks um erhebliche Summen geschädigt. * Oppenheim, 16. Juni. Die Mittel- rheinische Gesellschaft zur Pflege alter und neuer Kunst besuchte am Samstag Oppenheim. Zur Besichtigung Der Katha - rinenkirche hatten sich neben Den zahlreich erschienenen Mil gliedern und Oppenheimern auch Die MitglieDer Der Historischen Kommission für Hessen eingefunDen. Rach einem einleitenDen Orgelspiel, Der „Toccata in phrygischer Tonart" von Claudio Merulo, vorgetragen von Dr. Meißner, Biebrich, sprach Der VorsitzenDe Der Mittelrheinischen Gesellschaft, Regierungsbaumeister Zichner, WiesbaDen, über Die Geschichte Der StaDt Oppenheim unD Die Baugeschichte Der Katharine n k i r ch e. HinweisenD auf Die gelegentlich bei Ausgrabungen gemachten Fun De aus palaio- lithischer unD römischer Zeit, erinnerte Der Redner an Die Glanzzeit Der Frankenkönige, von Denen uns das RibelungenlieD unD Die Ramen Der benai)barien Ortschaften erzählen. Die erste urkunDliche Erwähnung Oppenheims sei gelegentlich Der Einweihung Des Klosters Lorsch Durch Karl Den Großen nachweisbar, Der am 2. September 774 Die em Kloster las Königsdorf Oppenheim mit Kirche und Landgut schenkte. Diese hier erwähnte Kirche war Der Vorgänger Der 865 geweihten St. Sebastianskirche. RachDem unter Heinrich II. Oppenheim Marktrecht erhalten hatte, entwickelte sich Der Ort beDeutend, KonraD II., Der OrünDcr Des KaiserDomes zu Speyer, Heinrich IV. unD FrieDrich II., alle forDerten Das Emporblühen Oppenheims, das 1220 bereits so mächtig war. Daß es von Worms unD Mainz für bünDnissähig gehalten toarD; jenes erste Drei-Städte-Bündnis, aus Dem sich später Der „Rheinische StäDtebunD“ unD in weiterer Folge Die „Hansa" entwickelte. RachDem Dann am 14. Juni 1226 Der Kaiser Friedrich II. zu Bingen Die stäDtische Bannmeile Dem kürzlich zur StaDt erhobenen Oppenheim bestätigt hatte, begann für Oppenheim seine größte Glanzzeit: mit Der StaDtbefeftigunq unD Der Burg Cwurde auch d?sRathaus unD D e Ka harinenk.rche erbaut, 1240 etwa vollendet. Der Grundstein zur Erweiterung Der Kirche, zu Querhaus unD Chor wurde am 24. Sept. 1262 gelegt in Anwesenheit des Königs Richard von Cornvallis. Lind als nach Beendigung der schweren Zeit des Interregnums die Kirche zum Kollegiatstift erhoben wurde, erfolgte Der Umbau Des alten Langhauses von 1317 bis 1320, unD toicDerum 80 Jahre später tourDe mit Dem Bau Des hohen einschiffigen Westchores begonnen, eines Der großartiasten gotischen Kirchenräume am Rhein, Dessen Wölbung 1439 DollenDet tourDe. Der Dreißigjährige Krieg brachte Oppenheim Die schweren Tage der Spanier unter Spinola 1620, Der SchweDen unter Gustav ADolf 1631, Der Kaiserlichen 1634, Denen Bayern, Franzosen unD Spanier bis 1637 ab* wechseln!) folgten, unD 1689, am Dritten Pfingsttag, am 31. Mai, Die gänzliche Zerstörung Durch Die Franzosen unter Melac. Mit Der Glanzzeit Oppenheims war es Dahin; notDürftige Ausbesserungen erlaubten seit 1698 wieder Gottes- Dienst abzuhalten; Durch Den Rystohker Frieden tourDe Die Katharinenkirche Den Reformierten zugesprochen. JeDoch toarD erst nach Der 1792 beginnenDen, fast ein VierteljahrhunDert Dauern- Den Franzosenzeit — seit 8. Juli 1816 ist Oppenheim hessisch — mit einer grünDlichen Renovierung Der sehr schaDhaften Kirche begonnen, nachDern 1873 Der Kirchenbauverein gegründet worden war, Der fein Streben nach 16jähriger Tätigkeit gekrönt sah. Seit 1889 hat Die Kirche Die Gestalt, wie wir sie heute noch sehen. — Lim Den Zuhörern Die Raumwirkung zu vertiefen, fang Frau DureuilAlzen, WiesbaDen, HänDels „Arioso" aus „Israel in Aegypten" unD Dworaks Biblisches LieD: „Höre Gott mein Flehen". Voll unD wuchtig tönte Die tiefe Altstimme, sich Dem Raume harmonisch anschmiegenD, Durch Die vom Sonnenglanz durchflutete Halle. RachDem Dr. Meißner noch ein PostluDium von OttentoälDer gespielt hatte, dankte Der Vorsitzen De Der Mittelrheinischen Gesellschaft zur Pflege alter unD neuer Kunst, Den von RorDen unD SüDen (Mannheim) hergekommenen Mit- glieDem für ihr Erscheinen unD luD sie zu Denn Vortrag Der „Historischen Kommission" von Dr. Maurer, Gießen, über „Die Erforschung Der hessischen MunDarten unD Das hessische Wörterbuch" ein. WährenD ein Teil sich hinauf zur LanDskron zum Vortrag begab, nahm Der anDere Teil an Dem RunDgang Durch Die Kirche, Die mit ihren zahlreichen GrabDenkmälern viel Sehenswertes bietet, teil; auch Die von Pfarrer Schäfer vorgesehenen Rebenräume für Das neuzugründenDe Ortsmuseum tourDen ein- gefjenD besichtigt unD Diesem glücklichen Plan Der beste (Erfolg gewünscht, würde doch so Die umfangreiche Ausstellung alter Stiche unD Bücher, Die Pfarrer Schäfer eigens in Der Kirche aufgestellt hatte, jeDem Besucher DauernD zugänglich fein, und so beitragen zu weitestem Bekanntwerden Der großen Geschichte Oppenheims. Hessen-Nassau. # Königsberg, 17. Juni. Wie begehrt DaK HeugraS Der hiesigen Gemeinde ist, zeigte Die gestern abgehaltene Gras-Versteigerung. Es hatten sich viele auswärtige Käufer eingefunden, so Daß die Versteigerung bei hohen Preisen flott vonstatt-en ging. Der Morgen wurde im Durchschnitt mit 75 bis 80 Mk. bezahlt. Die Gemeinde konnte einen Gesamter lös von 2700 Mk. verbuchen. bl. Herborn, 17. Juni. Die hiesige Landes-Heil- und Pflegeanstalt nimmt in jüngster Zeit eine große Ausdehnung an. Durch die lleberweisung von Kranken aus anderen aufgelösten Anstalten und die hierdurch bedingte Vermehrung des Pflegepersonals mußten Neubauten errichtet werden, so daß heute zirka 20 Gebäude die Anstalt umfassen. Neu entstand ein eigenes Elektrizitätswerk, das noch Strom an verschiedene Orte abgibt. Die Anstalt gleicht in ihrer Art einem eigenen Stadtteil. bl. Dillenburg, 18. Juni. Die günstige Entwicklung in der Basalt st einindu ft r,e schreitet vorwärts. Die Steinbrüche des Westerwal- des und des Dillgebietes arbeiten mit Hochdruck und können gar nicht genug fördern. Die Nachfrage nach Brüchen ist üoeraus groß. In Anbetracht der übergroßen Nachfrage steigen die Kaufpreise ins Unermeßliche. Es wird behauptet, daß die Basalt- steinindustrie noch niemals eine solche Blütezeit gehabt habe. In den basaltreichen Ortschaften ist na- turgemäß fein Erwerbsloser mehr. mit weißem Cilatbol-Wachs und Eitalbol-Seife. Zu haben in Den meisten Apotheken, sicher Llnlo- Apotheke zum goldenen Engel. 5862ss Giehener Ruder-Gesellschaft 1877«.®. Sonntag, den 21. Juni 1925, nachmittags 2/-Uhr: 21. Ruder-Regatta i^MMWWWMWWWWWWWWWWWWWWMWWWWWWWAWMlWWWWSWWWSWWWW Vorrennen: Samstag, den 20. Juni, von 3‘/, Uhr nachmittags ab Während der Regatta: Konzert, ausgeführt von der Kapelle Topp Preise der Plätze: 3m Vorverkauf bei Herrn L. Scharmann, Lindenplatz 3, Fritz A. Nennstiel, Seltersroeg 81 und Cafe Ainend: Terrasse Mk. 4.50, numerierter Platz Mk. 3.50, 1. Platz Mk 2.50, Schürz'sche Bleiche Mk. 1.-; an der Kasse: Terrasse Mk. 5.-, numerierter Platz Mk. 4 1. Platz Mk. 3.-, Schürz'sche Bleiche Mk. 1 Für Mit. glieber nur im Vorverkauf bei Herrn (Ern ft C ballt er, Neuenweg: Numerierter Platz Mk. 2.50, 1. Platz Mk. 1.50. Die zur Regatta gelösten Eintrittskarten berechtigen auch zum Besuch der Dorrennen. Schluß des Vorverkaufes: 20. Juni, mittags 12 Uhr. 5938c L tpirflu; paraü Deul!< nicir.g« tackst wird belrac auffiä W auf d> der i1 rei«W vo'grr, W1 . Wszi gang u: gWsl nehmlio dullicru deuW gunfl i guten einige Erzeug rate) rechne: ferner Jütten: ihrer Auch die D relativ ebenso mobilin den tim Vie gesamt zahl von est Dieser - derMt aus Ar dm ®l eine fd düng l einer! nähme hallig rose C auch sc Ito&en, bares ( es Den diesen ( Gesellst gen die dit- uni insbesoi stcmdes. auch ir Ferner im Geg Mien« besitz nid besitz bet den Gese Wniffe drachi ' wecken, Testilui Meli daß d« einer schäften eine D, halb 'Di auf den handM ist flege; um 0,7 Wirts Handel, sollen b Zinssatz ichen Ausfuh des 1924 Q ? 937 581 nach Se auf 140 drei Tic Lchähun wickelt ö 8m Mei0, "ch die eungür Maltun Ö leichte Markt in gedrückt n SL- Mi m- 5 mürbe W 22 102 saal Mitt Nische Kreditbank Gnt- lvenn auch natürlich durch den in frranburt o.T? Berlin Erhebungen in den 18 Turnkreisen Universitäts-Restaurant 5513a Plockstraße 5 mit eigener erstklassiger Konditorei Inh.; F. C. Günther Fernsprecher 198 die Gini- einer auch Am die 3n der Saal und Räume für private und gesellschaftliche Veranstaltungen Mittag- u. Abendessen Fürstenberg-Bräu Gut gepflegte Weine Sic Wicklung parallel. auf genauen der 5>. T. Deutschland herrschenden Kapital- und Kredit- mangel, sowie durch die hohen Steuern, Bahn- tarifc usw. die Absahkrlsis Weiler verschärft wird Für die derzeitigen Schwierigkeilen ift die beträchtliche Anzahl der Konkurse und GefchäflS- aussichten ein bedenkliches Zeichen. Besonders haben sich die Konkurse in der letzten Zeit auch auf diejenigen Branchen erstreckt, die auf Grund der zu Beginn des Jahres durch die damals reichlich fliehenden Auslandlredite künstlich ber- vorgeriifene Konjunktur mit einer gleichbleiben- den oder sogar wachsenden Aufnahmefähigkeit des Publikums gerechnet haben: so sehen wir Schwierigkeiten im Textilhandel in der Tabak- branche . sw. Nur verhältnismäßig wenig Wirt- ' schaftSzweigc können einen lebhaften Geschäfts- Rundfunk-Programm des frankfurter Senders. (Aus der „Radio-Umschau".) Samstag, 20. Juni. 12 Ahr: Nachrichtendienst. 3 und 4 Ahr: Wirtschaftsmeldungen. 4.20 Ahr: Nachrichtendienst. 4.30 bis 6 Ahr: Nachmittagskonzert deS Hausorchesters: Schlager. 6 Ahr: WirtschastS- meldungen. 6 bis 6.30 Ahr: Jugendstunde: Aus dem Roman „Reise deS kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen" von Selma Lagerlöi. 6.30 bis 6.45 Ahr: Der Briefkasten. 6.45 bis 7 Ahr: Aus Historie und Phantasie (Anekdoten und Rätsel). 7 Ahr: Aebertragung aus dem Frant- furter Opernhaus „Amelia oder Ein Maskenball". Oper in fünf Akten von Giuseppe Drrdi. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Ifr. Religionsgemeinde. GotteSd.i. d. Synagoge (Südanlage). SamStag, den 20. Juni. Dorabd. 7.45, morg. 8.30, abds. 9.00 u. 9.40. Wirtschaft. Grundsätzliches zur Wirtschaftslage. Spezialität: Rahmeis in Portionen • Schlemrrerbecher । Lieferung von Torten und Gebäck außer dem Haus6 Turnen, Sport und Spiel. lieber 4000 Handballmannschaften in der D. T. vo Wie stark das seit wenigen Jahren betriebene, gewöhnlich schnell verbreitete Handballspiel m der D. T. zugenommen hat, zeigt die soeben beendete Erhebung des Jahres 1925. Danach beträgt die Gesamtzahl der Mannschaften 4 093 gegenüber 3 406 im Vorjahre. Davon sind 2 479 Mannschaften der Männer, 1 413 der Jugend und 201 der Frauen. Die Zahlen beruhen Schach. Schachmeisterschaft von Hessen, vierten Runde des Darmstädter Gerichtssaal. verurteilte Taschendiebe. D a c m st a d t, 18. Juni. (TA.) Dor dem hiesigen Bezirksschöffengericht standen drei internationale Taschendiebe, der Kürschner Felix Geier aus Krakau, der Dackergehilfe Josef Thau, der sich auch Fleißig nennt, aus Salatow (Bukowina) und der Maler Josef Kolm aus Berlin, die sich wegen fortgesetzten Straßenraubs. Taschendiebstahls und gewerbs- mäßigen Glückspiels zu verantworten hatten. Thau und Kolm wurden zu drei Jahren Zuchthaus und 1000 Mark Geldstrafe. Geier zu zwei Jahren Zuchthaus und 1000 Mk. Geldstrafe verurteilt. Sämtliche Angeklagte werden nach Derbühung der Strafe unter Polizeiaufsicht gestellt. Geschäftliches. Auszeichnung für hervorragende Leistung. Die Schokoladenfabrik ,Ravia" in Dessau-Alten wurde auf der 5. Provinzialen Koch-, Fach- und Gewerbeausstellung in Gelsenkirchen durch Verleihung einer goldenen Medaille ausgezeichnet. Dies ist die zweite goldene Medaille, die die Firma innerhalb eines Geschäftsjahres erhalten hat. Schutzgbrei und Kolonialwerte erheblich gebrüdt Die gestern noch bestehenden AuiwertungS- hoffnurg:n aus dem Gebiete der öffentlichen Anleihen scheinen sich schnell verflüchtigt zu haben. Don Li fer Haftung der immerhin noch lebhaft bearbeiteten Anleihen ging für die übrigen Mark g:biete eine gewisse Verstimmung auS, die jedoch lursmäßig ihrm N'ederschlag in nur wenigen Werten fand Befestigen konnten sich sogar Kaliwerte, namentlich die des Freiverk.brs und weitere Spezialwerle Anreg nd wirkte der an die Reichsbahn gewährte amerikanische Kredit und die Aussichten ans weitere Auslandkredite für Zwecke der- Landwirtschaft Am Kolonial- markt hat d->s Interesse für Süd'ee (45) etwas nachgelassen. Am Devisenmarkt trat eine neuerlich bedeutende Abschwächung des italienischen Lire ein. daS trotz des freute offiziell um ein weiteres Prozent erhöhten Dis- kon s hes g g n London auf 133 zurü lging Auch Paris lag weiter gedrückt. Der Geldmarkt blieb unverändert. nehmlich um solche Gewerbe, die eine Art dukticnsmonopol genießen, wie z. D. deutsche Kaliindustrie, die sich jetzt nach gung mit den elsässischen Kaliwerken in guten Position befindet. Hierzu gehören gang und vor allem ein befried gen des Exportgeschäft verzeichnen. ES handelt sich hierbei vor- - - - --- - ib 6l! llnlD' eien. W1 5862ss Lage in Deuischland geht der in den meisten anderen Ländern 7,37. Äontanaktien: Buderus 57,25, Deutfch-Lurem bürg 73,50, Harpener 111, Mannesmann 83, Mans« selber 63,25. Phönir 94,25, Rheinische Braunkohlen 120,50. Chemische Aktien: Badische Anilin 119,75, Scheideanstalt 109, Clbcrselder Farben 111, Höchster Farben 110,75. Schisfahrtsakkien Hapag 78,50, Nordd. Lloyd 60. Jndustrieaktien: Adlerwerie Kleyer 61, AEG- 95„ Fuchs Waggon 0,8, Elektrisch Licht und Kraft 98, Lahmeyer 68, Lechwerte 83, Rhein- mctoll 39, Sichel 38,62, Schuckert 6137, Franken- chalzucker 3,85. Dörseaknrf-. (Ohne Gewähr.! Oester reichiiche firebitu 9h Tenntte SirtcüScmtrtDe f*in Teu'iche 9 Allerlei. Die Ursache von Unfällen. Gewöhnlich macht man den Zufall für Un- gluckssalle verantwortlich oder spricht von den Gefahren. die unser Maschinenzeitaltcr mit sich bringt. 21bcr die größte Zahl aller Unfälle muß auf persönliche Eigenschaften der Betroffenen zurückgeführt werden, wie der Sachverständige der Berliner 6tra- [enbabn Tramm in einem Aufsatz der Frankfurter Wochenschrift .Llmschau' auSsuhrt. Nach der Statistik sind an den gesamten Unfällen Betriebseinrichtungen und Maschinen mit 43 Prozent, menschliche Willenleistungen mit 14,5 Prozent und menschliche Eigenschaften mit 37,5 Prozent beteiligt. Die Zahl der durch Maschinen hervorgerufenen Unfälle beträgt 20 Prozent. Schon auS diesen Ziffern geht hervor, daß der Mensch selbst als Hauptursache der Unfälle zu betrachten ist. Ebenso weist eine Statistik über öic bei Unfällen verletzten Körperteile auf menschliche Ursachen hin. Die Abnahme der Leistungsfähigkeit in den späten Dor- und Nachmittagsstunden, daS sog. Montagsgefühl, Ermüdungserscheinungen in d n Sommermonaten und im kritischen Lebensalter laRen sich deutlich als llnlallSursachen erkennen. Nach Erhebungen der amerikanischen Straßenbahnen nimmt die Zahl der Unfälle mit dem zunehmenden Dienstalter ständig ab. Während sie im ersten Beschäftigungsjahr am höchsten ist, beträgt sie nach 3 Jahren nur noch die Hälfte und erreicht bei 6-7 Dienstjahren den niedrigsten Stand. Tramm aber hat zwischen dem 25 und 30 Dienstjahr eine starke Zunahme der ilnfäflc beobachtet, die auf Einflüsse des Alters zurückzuführen sind. Bei seinen Untersuchungen erkannte er, daß es in den weitaus meisten Fällen menschliche Eigenschaften sind, die die Unfälle Hervorrufen, und zwar haben persönliche Sorgen einen besonders starken Einfluß. Als Eigenschaften und Fähigkeiten, die da« Entstehen von Unfällen begünstigen, bezeichnet er: Sorglosigkeit und Leichtsinn, persönliche Mißver- hältniffc, Trunksucht, Fallsucht, Ohnmacht und Schwindelansälle, nervöfe Erregtheit, Schreckhaftigkeit, ungenügende Aufmerksamkeit, geistige Schwäche und Schwerfälligkeit, ungenügende Bewegungsgeschicklichkeit, ungenügendes Gesicht und Gehör Die notwendigen Fähigkeiten, durch die Unfälle verhütet werden, sind etwa folgende: Gesicht, Gehör, genügende Begabung, Geistesgegenwart, Ausmerk- samkert, Bewegungsgeschicklichkeit. Anlernfähigkeit und Llebungsfähigkeit, Wille zur Sicherheit und Gesundheit. In den deutschen gewerblichen Betrieben ereignen sich jährlich etwa 10 000 tödliche Unfälle, 35 000 Unfälle mit dauernder, 58 000 Unfälle mit vorübergehender Erwerbsunfähigkeit, 575 000 gemeldete Unfälle, und daraus ergibt sich für unsere DolkS- wirtschast ein Kapitalverlust, den man mit 2,8 Milliarden Goldmark beziffert hat. Es ist daher von größter Wichtigkeit, in gefährlichen Betrieben die Arbeiter bei Einstellung und in Zeitabständen daraufhin zu untersuchen, ob die unfälleverhütenden Fähigkeiten bei ihnen vorhanden sind. WaS man im Fallschirm empfindet. Trotz der Unglücke, die sich noch hie und da beim Abspringen aus Flugzeugen mit Fallschirm ereignen, bürgert sich der Fallschirm doch immer mehr als Rettungsmittel aus großen Höhen ein. Eine anschauliche Schilderung der Empfindungen, die man beim Sturz durch den Raum empfindet, gibt ein englischer Militärflieger. Bei den englischen Luststreitkräften ist der Fallschirm eingeführt, damit sie sich bei Katastrophen retten können. »Das einzig Unangenehme sind die ersten 150 Fuß," schreibt er. Man fällt nämlich 150 Fuß herunter, bevor der Fallschirm sich öffnet, und nachdem man etwa 50 Fuß gefallen ist, glaubt man, man wäre bereits die ganzen 150 Fuß herabgestürzt und bekommt Angst, daß der Fallschirm nicht funttioniert. Dann aber erfolgt ein kräftiger Zug an der Leine, öie um den Leib befestigt ist, und nun erkennt man mit großer Erleichterung, daß man sich im Schutze des Fallschirms befindet. Don nun an hat man ein wundervolles Gefühl. Man hat garnicht den Eindruck, als ob man fiele, sondern meint eher, dec Boden stiege langsam zu einem herauf, je mehr man sich ihm nähert. Der rotweiße Fallschirm über dem Kopf gibt ein beruhigendes Gefühl der Sicherheit. Dann kommt ein plötzliches Schießen durch die Luft, ein Niedertauchen, und man steht auf festem Boden." MZ Universitäts-Cafe üb SLIu'-. fu..> SJ-4U' ?icn). 1 Me S225 2,235 7.04 7.06 6 89 6.91 Banknoten. (Ohne Gewähr.) Berlin, 18. Juni. Geld Brief DmerttanIlLe SRotee . . , . , 4,18 1,20 Belgische Noten ....... 19,42 1.1.52 Dänische Noten ....... 79,50 80,20 Englische Noten........ straruöfifche Noten ...... Holländische Noten...... 20.355 20.455 19,70 19,80 168,13 168,97 Italienische Noten...... 15,51 15,59 Norwegische Noten...... Deuksch.Oesterr, ä 100 Kronen 70,77 71,13 59,09 59.39 Rumänische Noten...... — — Schwedische Noten . . ... 111.97 113,53 81,89 Schmetter Noten....... 81,49 Spanische Noten....... 60,90 61,20 Tschechoslowakische Roten . . 12,425 12,485 Ungarische Noten . . ... 5.87 5,91 ROMEO Schuh-A.-G. 6110a 5cb'*21?r^/ Absicht sranzvsischen schr breiten Feuer am Nordpol. Techntsch-politischer Roman aus der Gegenwart. Don Karl-August von Laffert. (Schluß.) Sanders und Nagel, die am wenigsten gelitten hatten, wollten nichts von der ihnen befohlenen Ruhe wissen, sondern verlangten vor allem eine genaue Darstellung aller Vorgänge. Linda setzte es wenigstens durch, daß die beiden sich in der Wohnung von Sanders auf bequemen Lagern ausstreckten, während Kersten und Liebhard berichteten. Nach der Entwaffnung der russischen Mannschaften in Platinia waren Linda, Kersten und Liebhard sofort nach Petrolea geflogen. Ein von ihnen aufgegebener fingierter Funkspruch Krasnins versetzte Stratoff in den Glauben, daß der Anschlag voll gegiuut sei. Dadurch verlies die Wiedereroberung Petroleas verhältnismäßig einfach. Als die vier Kampfflieger und die sie begleitenden Transportschiffe in Sprechweite von Petrolea kamen, rief Linda ihren Mann an, der dadurch in volle Sicherheit gewiegt wurde. Mit einem Teil seiner Mannschaften stand er an der Flugzeughalle bereit. Zu seinem großen Erstaunen entquollen den landenden Maschinen eine Anzahl deutscher Soldaten, die er alle entwaffnet glaubte. Rasch waren seine wenigen Leute umringt. Keinen Augenblick verlor Stratoff die Fassung. Er schritt auf Linda zu und sagte: Sie haben niederträchtig, aber elegant gespielt. Frau Fürstin. Ich darf wohl nach diesem kleinen Intermezzo. Sie nicht mehr als meine Frau betrachten." „Wo ist Sanders?" rief Linda. Stratoff zuckte vielsagend mit den Achseln. „Gib Antwort!" schrie Linda. „Oder ich lasse dich erschießen." „Warum so gewalttätig, schöne Frau?" meinte der Russe boshaft. „Ihr Geliebter ist doch nicht mehr zu retten. Er und Nagel liegen erfroren in ihrem eigenen Werk." „Lassen Sie ihn festsetzen", wandte sich Linda an Kersten. „Und wenn ihn nur der Hauch einer schuld am Tode der deutschen Führer trifft, soll er es büßen." ,Ich empfehle in diesem Falle die Einmauerung in einen Eisblock", höhnte Stratoff. „Das wäre eine neue und hier am Nordpol sehr angebrachte Erfindung." Der Russe wurde festgenommen und abgeführt. Alle übrigen begaben sich eilends in die Räume der Untereisstadt. Die an den Maschinenanlagen stationierten Russen wurden ohne Kampf entwaffnet, die gefangenen deutschen Ingenieure befreit. Alles ging rasch, aber für Lindas Ungeduld viel zu langsam. Zusammen mit Liebhard und fünf deutschen Mannschaften eilte sie zur Eistunnelstation. Auch hier standen Russen, die nicht Bescheid wußten oder die Auskunft verweigerten. Endlich gelang es, die ebenfalls eingesperrten Ingenieure der Tunnelbahn aufzufinden. Rasch teilten sie das Nötigste mit. Bei der Besetzung der Kraftstation durch die Russen war die große Dynamomaschine in die Luft geflogen. Wahrscheinlich ein vorbereitetes Attentat. Erst viele Stunden später machten die Russen den Versuch, die Tunnelbahn durch Anschluß an eine der anderen Dynamomaschinen wieder in Betrieb zu setzen. Während dieser Zeit war aber der unterwegs steckengebliebene Wagen mit den deutschen Führern derart festgefroren, daß der pneumatische Antrieb versagte. Offfenbar hatten die Russen das vorhergesehen und beabsichtigt. Wie Stratofs den Ingenieuren später erzählte, schickte er nun sofort einen Hilfszug mit eigenem mechanischen Antrieb zur Unfallstelle, der aber zu spät kam, da alle Insassen bereits den Tod durch Erfrieren gesunden hatten. „Wo sind die Verunglückten?" schrie Linda die Russen an. „Wir wissen von nichts", antwortete ein russischer Ingenieur. Linda zog einenBrowning hervor und hielt ihn dem Russen vors Gesicht. „Berichte sofort, was du weißt", sagte sie leise, doch mit unbeugsamer Energie. Der Ingenieur erblaßte, aber sagte nichts. Linda senkte die Waffe und schoß den Russen in den Oberschenkel. Der Mann taumelte, blieb aber stehen. „Den nächsten Schuß erhältst du in den Leib, wenn du nicht reden willst." Liebhard und die übrigen Deutschen standen starr und wagten nicht, einzuschreiten. Linda zielte auf den Unterleib des Russen. Jetzt war dessen Mut zu Ende. „Ich will alles erzählen", sagte er schnell. Unbehaglich stand Linda da, den Browning ständig auf chn gerichtet. Rasch und stoßweise gingen ihre Fragen, tonlos, aber ohne Zögern antwortete der Russe. Der Rettungszug war nur eine Strecke weit gefahren, um dann anscheinend unverrichteter Sache wieder umzukehren. Stratoff hatte es so befohlen. „Wo befindet sich der Rettungszug jetzt?" fragte Linda. dem Rangiergleis hinter der Halle." In diesem Augenblick kam der Zug, der wieder von deutschem Personal besetzt war, vorgefahren. Liebhard sprang herzu und warf einen Blick ins Innere. „Alles in Ordnung!" rief er. „Nur der Arzt fehlt." „Wir fahren ohne ihn!" rief Linda. Doch Liebhard stand bereits an einem Fernsprecher und rief die nächste Rettungsstation an. „In fünf Minuten find Arzt und Schwester hier", sagte er zu Linda. „Die kleine Verzögerung bedeutet weniger als die erste wichtige Hilfe, falls überhaupt noch etwas zu retten ist." Bald darauf setzte sich der Hilfszug in Bewegung, aber noch eine lange qualvolle Stunde verging, bis das Rettungswerk gelang. „Hieltest du mich für tot?" fragte Sanders. „Ich fühlte es, daß du lebtest", sagte Linda leise. „Du mußtest ja am Leben bleiben für dein Werk." „Und vor allem für dich", sagte Sanders und küßte ihre Hände. Ein Angestellter trat ein und überreichte eine Meldung der Funkenstation. Sanders warf einen Blick auf das umfangreiche Telegramm und sagte: „Die letzten Nachrichten seit heute morgen. Ich werde sie vorlesen." Linda nahm ihm das Papier aus den Händen und bat, daß sie es tun dürfe. Dann las sie: Moskau. Die Vernichtung der französischen Flotte durch England im Hasen von Brest verursachte in ganz Deutschland eine ungeheure Erregung, der die Regierung durch Verhängung des Belagerungszustandes Herr zu werden hofft. Seit gestern abend ist jede, auch die funkentelegraphische, Verbindung mit Deutschland unterbrochen. Wir glauben nicht fehlzugehen, wenn wir annehmen, daß das ganze Land sich in der Erhebung gegen den verhaßten Erbfeind befindet Rußlands Wünsche begrüßen die deutschen Brüder zu dieser Tat. Möge es ihnen gelingen, Frankreich, diese Hochburg des wildesten Kapitalismus, endgültig zu zerstören! Wien. Die Staaten der Kleinen Entente ordneten nach gegenseitiger Uebereinkunft die sofortige Mobilmachung an. Bukarest. Nachrichten aus Athen besagen, daß die italienische Regieruna ein kurzbesristetes Ultimatum an Griechenland gestellt hat, in welchem die Herausgabe aller griechischen Inseln in der Adria verlangt wird. Die Erregung in Athen ist ungeheuer. K o n st a n t i n o p e l. Die türkische Regierung erklärte alle ihr im Frieden zu Lausanne aufgezwungenen Abmachung für null und nichtig. Sie verlangt volle Wiederherstellung des Ottomanischen Reiches, wie es vor dem großen Kriege war. Wladiwostock. Japan veröffentlicht den Inhalt eines Geheimabkommens mit China, wonach beide Staaten sich zur Aufstellung einer Art von asiatischer Monroedoktrin verpflichten. Der Leitsatz heißt: Asien den Asiaten. Alle fremdländischen Kolonien in Asien sollen den Landesbewohnern zurück- gegeben werden. Japan fordert Indien außsich dieser Abmachung anzuschließen. F u n ch a l. Heute morgen traf ein amerikanisches Luftgeschwader, bestehend aus 50 der neuesten Kampfflieger, hier ein. Die Flugzeuge gingen auf der Reede vor Anker. Der Kommandant erklärt, über die Absichten des Geschwaders keine Auskunft geben zu können Sayville. Der bevorstehende Ausbruch eines neuen Weltkrieges, der diesmal die Vernichtung jeg* licher Kultur bedeuten würde, versetzt die Regierung zu Washington in lebhafte Unruhe. Da die Feindseligkeiten zwischen England und Frankreich bereits begonnen haben, abgesehen von Frankreichs Differenzen mit Nova Thule, so erscheint die Möglichkeit einer friedlichen Intervention mit den gewöhnlichen diplomatischen Mitteln nicht mehr angebracht. Die Union ist aber nicht gewillt, ein neues unabsehbares Unglück über die Welt hereinbrechen zu lassen, ohne ihrersetts das Menschenmögliche getan zu haben, dieses Unheil zu verhüten. Darin sind sich Regierung und Kongreß einig. Die außergewöhnliche und bereits überspannte Lage fordert auch außergewöhnliche Mittel. Und ein solches Mittel glaubt die Regierung in der Hand zu haben. Bereits vor längerer Zeit schlossen die United States einen Geheimvertrag mit Nova Thule dessen wichtigste Bestimmung die Auslieferung des Konstruktionsgeheimnisses der neuen Kampfflieger war. Im Laufe des Winters wurden über fünfzig dieser Kriegswerkzeuge erbaut, nicht etwa in de»Absicht, die neue furchtbare Waffe zu Angriffszwecken zu benutzen, sondern um sie in den Dienst des Friedens zu stellen. Da bekanntlich nur zehn dieser Flugzeuge erfolgreich gegen die fünfzehnmal so große franzö- fische Uebermacht den Kampf bestanden, so kann es als erwiesen gelten, daß etwa fünfzig Kampfflieger dieser Art den Luftflotten der ganzen Welt gewachsen sind. In Erkenntnis dieser unserer unbesiegbaren Beherrschung der Luft, die in einem modernen Kriege die Vorbedingung eines endgültigen Erfolges ist, stellen wir an die kriegführenden Staaten folgendes Ersuchen: 1. Sofortiges Einstellen aller Feindseligkeiten. 2. Beschickung eines Friedenskongresses unter Vorsitz der Vereinigten Staaten. Der leitende Gesichtspunkt auf diesem Kongreß wird das unzweifelhafte und unantastbare Selbstbestimmungsrecht eines jeden Volkes sein. Auch die nicht im Kriege befindlichen Nationen oder Minoritäten sollen dort gehört werden. Für die exakte Durchführung aller Beschlüsse übernimmt die Union volle Garantie. 3. Wir lassen den kriegführenden Mächten eine Frist von 36 Stunden, ihre Bereitwilligkeit mit diesen Vorschlägen zu erklären. 4. Derjenige Staat, der unsere wohlmeinenden Anerbietungen ablehnt, gilt als im Kriege mit uns befindlich. Allein schon durch die unwiderstehliche Uebermacht unserer Luftstreitkräfte wird dieser Krieg so schnell entschieden sein, daß dadurch größeres Unheil vermieden wird. Diese Botschaft gilt der ganzen Welt. Die Regierung der United States. gegen c mußte fid weis begnüger aller Schwien Desriedung Ei laimt, md 2t( seiner Düsselk Dereitwjlligkeik Gerade aus l öie Verpflicht 'n die komm "agen, die von and) der Veg Antwort zu v und Verhanc UndeutliWt' einer bis zu einem! wechsel belli tron über die seht auch der 3m allgemein Standpunkt, d fischen Antwoi Handlunge -uspinnen, Absicht der stai Andererseils v kreisen nicht i langen. die \v Asche Hole einander verq ischen Pr rollt. Frankreiä Umwege alle | einzigen Lösur kands in den Destgrenzen u nis Deutschlan grenze Deutsch Entente verda Es ist ja nicht werden Srio Sie W Memorandum E15 übergroßer Deratungen, die Ueberard Amu a, Aa-H M ZMundsen Norwegische < « fofc in bi 'ehren, um ev 8U organisier _ Kleber kir Pressevertreteri geglaubt i n.sie in diese, choglichwä W» solche Kk lei die UEisverhäl Ttä; orbia Äderung fr M hätte flj?'" S-schv 111 e9er wj, 5«oc Wj, h Jtan' der sollte. Hussein । uberrpirf/ ™°t Su »er?'°St Öle, «etöait d'e sie der Ä auf §?f>en ne;i 1 s ch Ein Wort an die gesamte Bevölkerung! Unser Riesen-Umsatz in unseren 67 Verkaufsstellen gibt uns täglich den neuen Beweis, daß unsere Preise enorm billig sind, und bitten wir unsere verehrt Kundschaft, von diesem Angebot weitgehendst Gebrauch zu machen. Unsere Preise sind teilweise herab- bis zu Ow /O gesetzt! Fräulein Trautchen Mückenfett, Hausangestellte (silberne Brosche für 25jährige treue Dienste): Liebe Herrschaften! Was der Herr Professor I m m a l Ihnen gesagt hat, kann ich Sie nur empfehlen. Was Schuhe putzen heißt, weiß ich Bescheid. Das schönste Schuhputzen geht aber mit Immalln. weil es feinste Terpentinware ist und die Schuhe glänzen schon nach ein paar Bürsten- strichen, als ob es Lackschuhe wären. Ich komme mit einer Dose immer sehr lange aus, weil Sie nur hauchdünn aufzutragen brauchen, auch färbt es nicht ab, womit ihre Kleider nicht beschmutzt werden. Das wollte ich Ihnen nur sagen. Verkaufsstelle: Gießen, Seltersweg 31, früher Emanuel littr Kastenwagen und Bollwagen zu kaufen gesucht. 6093D Sebr. Nicolaus Baudekorationsgeschc ft Schiffenberger Weg 2 p. Bekanntmachung. Das Hessische Ministerium des Innern hat unterm 26. Mai 1925 eine Bekanntmachung über die Neufestsetzung der Gebühren für die Schornsteinreinigung erlassen. Auf den Aushang in den Anschlag, kästen wird verwiesen. Gießen, den 11. Juni 1925. Der Oberbürgermeister. I. V.: vr. Frey. 60968 WepHriÄiH Ein Filmwerk, das Ewigkeitswert besitzt Anfang 4, 6 u. 8.15 Uhr. Jugendliche haben Zutritt &VT** tJt. Lichtspielhaus Heute: Möbelfabrik Th. Brück 6134V Hessische Bürgermeisterei. «Lang. Wohnungs-Einrichtungen undsämthcheEinzelmöbel von eint achs terb is feinster Ausführung Eberversteigerung. Dienstag, den 23. lsd. Mts., nachmittags 2 Uhr, soll bei dem hiesigen Fasclstall ein wegen Inzucht, aber zur Zucht noch tauglicher Eber versteigert werden. Grvßen-Linden, den 18. Juni 1925. Bekanntmachung. Die Lieferung der im Rechnungsjahr 1925 erforderlichen Sielbaumaterialien, und zwar: Los I Traß und Zement „ II Iementrohre „ III Steinzeugrohre soll öffentlich vergeben werden. Angebote auf Vordruck sind verschloffen und mtt entsprechender Aufschrift versehen spätestens am Samstag, dem 27. ds. Mt<„, vormittags 11 Uhr, an das Stadtbauamr, Asterweg 9, abzugeben. Daselbst sind Vordrucke erhältlich. Iuschlagssrist 3 Wochen. 6127V Gießen, den 12. Juni 1925. Stadtbauamt. I. D. Grade. Man überzeuge sich von meiner Leistungsfähigkeit durch Besichtigung meiner großen Ausstellungsräume von meiner Kulanz durch Nachträge nach meinen Zahlungsbedingungen Inhaber. Th. Weinert Brandplatz (f 1 pffoVl Haltestelle der gegenüber dem Alten Schloß x_> L V-JJ L/ L Elektrischem Sonnenstraße Jmmalin Wasche m i t Luhns