llr. 42 erster Blatt 175. Jahrgang Donnerstag, <9. Februar 192? Erscheint täglich, außer Soniu und Feiertags. Beilagen: GießenerFamilienblötter Heimat im Bild. moeats-Ueincspreis: 2 Goldmark u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. F e r n s p r e ch-Anschlüsse: Schristleltung 112, Verlag undBeschästsstellebl. Anschrift für Drahtnachrichten: Lnzeigrr^ietze«. Postscheckkonto: Sranlfurt a. M. 11686. GieheilerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen vnlck und Verlag: Vrühl'fche Univerfitätr-vuch' und Lteindruckerei R. Lange in Gießest. 5chriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulftraße 7. Annahme »an Anzelaen für bie Tagesnummer di» zum Nachmittag vorher ohne jedeDerbtndlichkeit. Preis für [ mm höhe für Anzeigen von 27 nm* Brette ortllidti, auswärts 10 Goldpfennig; für Re« Klame-Anzeigen v 70mrt Brette 36 Goldpfenniq Plotzvorschrist20 A>n chlaa. - Derontworilich ür Politik u. Feuilleton )r. Friedr. Wilh liongc; ür den übrigen Teil: Ernst Dlumsäiein; für dei Anzeigenteil: Hans Beäi, sämtlich in Gießen. Das Kabinett Marx vor dem Landtag. Die Regierungserklärung. — Die Haltung der Oppolition. DaS Kabinett Marx hat sich am Mittwoch 6tm Preußischen Landtag Dorgcftellt und fein Regierungsprogramm in einer Erklärung formuliert, die Herr Marx in der bei ihm bclannten eintönigen Weise vorlas. Daß er darbei mit einem Rachrus für die Toten von D 0 rt- munt) begann, war eine Selbstverständlichkeit, daß die Kommunisten die Gelegenheit benutzten, auch hier parteipolitische Demonstrationen anzuhängen, war eine nicht mehr zu überbietende Geschmacklosigkeit. Die Kommunisten bemühten sich auch sonst, Herrn Marx aus der Fassung au bringen und ihn durch ununterbrochene Zwischenrufe zu ftöoen, wobei natürlich der Fall B a r m a t eine unerschöpfliche Fundgrube für immer neue Qluancen bildete. Die übrigen Parteien, auch soweit sie zur Opposition gehörten, ließen die Verlesung schweigend über sich ergehen, konnten daS auch um so eher, als der Standpunkt, den das Kabinett vertrat, eigentlich in allen Punkten unanfechtbar war. Man kann sagen, daß dieses Programm eine Aneinanderreihung von Gemeinplätzen gewesen wäre, aber das ist doch nicht unbedingt richtig, es stand schon allerlei darin, waS mehr als ein Gemeinplatz ist, so vornehmlich der Satz, daß die Schule den G ei st echten EhristentumS praktisch lebendig machen muh. daß deshalb auch die Slot- losung der sogenannten weltlichen Sammelklafsen möglichst bald durch das Reichsschulgesetz eine einwandfrei christliche Grundlage erhalten muß. Diese Einstellung zur Schule eittspricht den Forderungen deS Zentrums, ebenso wie denen der Deutschen Dolkspartei und der Deutschnationalen, die einzigen, die damit nicht einverstanden sind und nach ihrem Programm nicht einverstanden sein können, sind eigentlich die Sozialdemokraten. Um so unbegreiflicher ist es. daß ausgerechnet eine Regierung, die von dem Willen der Sozialdemo- nrafie abhängt, seine Schulpolitik auf dieser Grundlage aufbaut. Ander- herum gesehen, hätte eine bürgerliche Regierung ihr Programm kaum anders formulieren können, als das Kabinett Marx. Die Anerkennung von der Wichtigkeit deS landwirtschaftlichen Berufes, die Reform der kommunalen und staatlichen Verwaltung, die Fürsorge für den Mittelstand, der Abbau der WohnungSzwangswirtschaft, sobald irgendmöglich ist, die Aufrechterbaltung der staatlichen Auhe. Sicherheit und Ordnung, der Ausbau der Polizeigewalt, die Erziehung der Bevölkerung auf nationaler und staatsbürgerlicher Gesinnung, das alleS sind Dinge, die auch — nehmen wir den extrem st en Fall — Herr Hergt als preußischer Ministerpräsident nicht allzuviel artderS gesagt haben würde, nur, daß b?i Herrn Hergt die BÄonunq deS preußischen Partikularis- muS. tote sie auch Herr Marr für notwendig hielt, anders geklungen hätte. Denn es hat doch einen eigenartigen Beigeschmack, daß derselbe Mann, der als Reichskanzler den Finanzausgleich durchgeführt hat. jetzt als preußischer Ministerpräsident daS Recht VreuhenS auf finanzielle Selbständigkeit gegen das Reich betont. Bietet also daS Regierungsprogramm selbst den rechtsstehenden Oppositionsparteien an sich feinen Anlaß zur Opposition, so bleibt doch die Unterscheidung zwischen dem Programm und den Personen, die hinter dem Programm stehm. Tlnd hier kann die Zusammeitsetzung des Kabinetts. vor allem, solange Herr Severing das 3nncnmtnifterium beherrscht, die unüberwindlichen Bedenken nicht beseitigen. Das Liebes- tocrben um jede einzelne Stimme wird daher Herrn Marx kaum etwas helfen. Er ist darauf angewiesen, daß er eine Mehrheit bekommt. und wie er die bekommen will, wo er doch im günstigsten Falle nur 224:226 Stimmen aufbringen kann, das ist vorläufig noch ein Rätsel. Sitzungsbericht. Berlin, 18. Febr. 2 Uhr. Zunächst sprach Präsident Bartels die herzlichste Anteilnahme des Landtags zu dem erschütternden Unglücks- faH im Ruhrgebiet auS. (Die Mitglieder des Hauses hatten sich von den Plätzen erhoben.) Abg. Pieck (Korn.) beantragt, die Anträge zur Schlagwetterkatastrophe auf die heutige Tagesordnung zu setzen. Dies scheitert jedoch an dein Widerspruch der einzelnen Abgeordneten. Ohne Debatte werden die Anträge des Hauptausschusses auf Hilfeleistung für Ernteschäden in verschiedenen Provinzen angenommen. Sodann ergreift Ministerpräsident Marx das Wort, um dem Haus sein Programm vorzutragen. Rachdmt er sein Kabinett vorgestellt hatte, schloß er sich der Anteilnahme des Präsidenten an dem Dortmunder Grubenunglück namens der Regierung an und erklärte, daß die Staatsregierung der weiteren Verbesserung deS Grubenwesens und der iln- sallverhü t ung ihre größte Sorgfalt und Aufmerksamkeit zuwenden werde. Er sprach sodann dem früheren Kabinett, insbesondere dem Ministerpräsidenten Braun, den Dank des jetzigen Staatsministeriums aus und fuhr dann fort: Ein schweres Jahr hat das Kabinett Braun: durchlebt. Schwere Enttäuschungen brachte dann der Umftanb. daß trotz der bestehenden Bestimmungen des Versailler Friedensvertrages die Kölner Zone zum 10. Januar nicht fleräu m t wurde. Dir sind eins mit der Aus- faffung aller Parteien, daß alles darungefetzt werden muh. die Kölner Zone möglichst bald zu räumen. Allen Bewohnern der besetzten Gebiete entbiete ich den herzlichen Gruß der Preußischen Staatsregierung mit dem Gelöbnis, die unentwegte Treue der Bewohner mit unbegrenzter Dankbarkeit zu vergelten und tatkräftige Hilfe, soweit irgend möglich, zu leisten. Etwas Selbstverständliches für jeden national- denkendcn Deutschen ist die F e st i g u n g und Wahrung der deutschen Reichseinheit. Daneben müssen die Rechte der einzelnen Länder gcflärt und festgelegt werken. Die Staatsregierung wird mit Entschiedenheit dahin wirken, daß mögllchst bald diese Klärung zwischen dem Reich und den Ländern stattftndet. Selbstverständlich muh vor allen Dingen bie Ernährung der Bevölkerung sicherge- steltt werden. Der Landwirtschaft muß die ihr zukommende Förderung zuteil werden. Eine wesentliche Ausgabe der Regierung ist die Durchführung der Reform der kommunalen und staatlichen Verwaltung. Die Verhandlungen über den Finanzausgleich. der die Verhältnisse zwischen dem Reich, den Ländern und Gemeinden für die nächste Zett regeln soll, werden auch den Gemeinden wieder eigene Einnahmen schaffen müßen. Sollten diese zu einem positiven Ergebnis führen, fo werden die finanziellen Vorbedingungen für die weitere Der- waltungsreform gegeben fein. Die Lage der preußischen Finanzen erfüllt das Staatsministerium mit ernster Sorge. Die Steuereingänge und die Reichsüberweisungen erreichen die Voranschläge, aber die Ausgaben scheinen die Einnahmen zu über ft eigen und die De- triebsüberschüsse gehen zurück. Vor allem aber bedeuten diePlänederReichsregierung eine ernste Gefährdung der Finanzen, sowohl des preußischen Staates, als auch der preußischen Gemeinden. Das Staatsministerium ist dazu bereit, dem Reiche zu geben, waS des Reiches ist. Aber Preußen muh für sich und feine Gemeinden beansvruchen, nicht nur an dem Ertrag der Grundsteuer in stärkerem Umfange, als es die Reichsregierung plant, beteiligt zu werden, sondern auch einen großen Einfluß auf die Verwaltung dieser Steuer zu gewinnen. Die entscheidender Verhandlungen mit dem Reich stehen vor der Tür. 3a. Preußen ist vielleicht dadurch, daß ihm in den letzten Wochen eine verantwortliche Regierung fehlte, schon ins Hintertreffen geraten. Jedenfalls ist Gefahr im Verzüge. Es ist die be ondere Aufgabe des Staatsministeriums, darüber zu Wachen, daß infolge der aus der Inflation und ihrer Ueberwindung erwachsenen unnormalen Loge unterer Wirtschaft nicht wertvolle uni) notwendige Glieder der Wirtschaft in ihrer Erhaltung durch die Uebermacht öffentlicher und privater Kapitalzusammenballung behindert werden: insbesondere wird eS notwendig feto, den notleidenden Teilen der Landwirtschaft, des gewerblichen Mittelstandes und deS Handwerks durch Kredite zu helfen und der steuerlichen Hebet» laftung entgegenzuwirken. Hierzu gehört auch die Fürsorge für die Beamten aller Art. Leider ist unsere Finanzlage noch nicht derart, dah wir den an sich gerechtfertigten Wünschen der Beamtenschaft in vollem Umfange E sük ung in Aussicht stellen können. Aus gesundhettspolitischem Gebiet wird die Regierung die großen Linien drs vorigen Kabinetts innchallen. Dies g.lt auch insbesondere für die Stellung des Staates gegenüber den Kirchen, und den wesentlichen Fragen der Hochschul- und Kun st Politik. Die Reform deS höheren Schulwesens und die Reugestaltung derLehrerbildung sollen im Sinne der vom Landtag gutgeheißenen Maßnahmen durchgeführt werden. Die Schule muh den Geist echten Christentums praktisch lebendig machen. Die Loslösung der sogenannten Volkssammelklaffen muh möglichst bald durch Reichsgesey eine rechttich einwandfreie Grundlage erhalten. Die Schule soll einen freudigen Glauben an die deutsche Zukunft in die Herzen unserer Jugend pflanzen und sie zu verant- worlungsbcwußtet Tellnahme am Staa swesen der deutschen Republtt reif machen. Das Ziel der staatlichen Dohnungsvolitil muh dahin gehen, die noch bestehenden Bindungen in der D ohnungswirtfchaft möglichst bald zu beseitigen. Die Staatsregierung verfolgt mit besonderem Emst die Lage des Arbeits- Marktes. Eie sieht in der Arbeits beschaff un g die beste Form einer Erwerbslosenfürsorge. Die beschleunigte Einführung einer Arbeitslosenversicherung wttd die Staatsregierung auf das Nachdrücklichste unterstützen. Zur Gewährleistung der Ordnung bedarf cs in Anbetracht der politischen Zerrissenheit des Dolles, der wirtschaftlichen und sozialen Rot weiter Kreise, mit der die Gefahr verzweifetter wie verbrecherischer Unternehmungen verbunden ist, einer starken, allen Anforderungen gerade dieser Zeit gewachsenen Polizei, die unbedingt verfassungstreu. ein jederzeit zuverlässiges Instrument der Staatsregierung ist. Dabei sollen die seinerzeit c.ngegangcncn außenpolitischen Bindungen durchaus beachtet werden. Die Ruhe und Stetigkeit der Entwicklung unseres Staatswesens wird in erster Linie nur zu sichern sein auf Grund echter und tiefer nationaler und staatsbürgerlicher Gesinnung der gesamten De- döllerung. ilnfcr Staatswesen muh kusammenbrcchen. wenn nicht alle, bie ihr Doll und ihr Vaterland wahrhaft lieben, sich zusammenfinden mit dem ernsten Vorsatz, allen Streit und Hader über die Staatsform lurückzust eilen vor dem einen Ziel, auf d.-m Boden der bestehenden republikanischen Verfassung das allgemeine Wohl des Volles und deS Staates zu fördern. Mit tiefstem Schmerz muß jeden, sein Volk und fein Vaterland warm Liebenden die leider nicht abzuleuanenbe Tatsache durchdringen, daß seit einigen Monaten unser Voll in steigendem Maße bab'i ist. sich in inner- polttischen und Parleistreltigleiten zu zerfleischen. Ich würbe cs für eine Pflichtverletzung ansehen, wenn ich nicht auch von dieser Stelle aus mit aller Entschiedenheit an alle DollSkreise ohne Ausnahme bie dringende Dille richten würde, doch abzulassen von dem unseligen inneren Streit, ber namentlich verderblich zu einer Zeit ist. wo ein starkes und in sich einiges deutsches Doll nottoenbig wäre, um den Bedrängnissen von auswärts möglichst gcffem der Grubenkatastrophe dargebracht hat. Heber ihre grundsätzliche St-Ihr g zum neuen Kabinett wolle bie deutsch rationale Fraktion dem Ministerpräsidenten rein n Wein einschenken. (Ru e: Die ganze oder die halbe Fraktion?) Rach bem Rücktritt des Kabinetts Braun hat man in weiten Krellen des preußischen Dolles ertoartet. daß bei ber Reubildung d?r Regierung dem Ergebnis der letzten Wahlen Rechnung getragen wird. Man habe sich jedoch an Die Deutschnativialen nicht gewendet. sondern zur Regierungsbildung Dvtveter jenes Marxismus herangezogen, der so fünmer- lich versagt hatte. Das ist nicht eine Regierung der Volksgemeinschaft. wie wtt sie heute erstreben, einer Volksgemeinschaft der unverzüglichen nationalen und sozialen Gesundung. Wir bringen dieser Reg erunz M i ß- trauen entgegen und werden sie mit allen parlamentarischen Mitteln bekämpfen. Wir erstreben einen neuen Appell an die preußischen Wähler, bie in ihrer großen Mehrheit hinter uns stehen. Wir werden keine Regierung unterstützen, an der wir nicht den unS zukommenden Einfluß haben. (Beifall rechts. Zischen und Pfeifen links.) Abg. Waentig (Soz.) wendet sich scharf gegen die Haltung der Rechten in der letzten Regierungskrise und kritisiert einige Stellen der Regierungserklärung. Die Sozialdemokraten könnten nicht nach der Meinung des Minister- präsibcnten den Streit um die Staatsform zurückstellen. Dieser Streit existiere für sie überhaupt nicht. Er sei endgültig en.schieden im Sinne der republikanischen Staatsform. Etwaige Schutzzollpläne würden dcn geschlossenen Widerstand ber Sozialdemokraten finden. Im übrigen würden die Sozialdemokraten bie Regierung Marx im allgemeinen unterstützen, sich aber bie Stellung ttn einzelnen Vorbehalten. Abg. Dr. von Eampe ID Dpt.) erllärt, seine Fraktion könne ber Regierung Marx fein Vertrauen entgegenbringen. Die neue Regierung entspreche in feiner Weise bem Gedanken der Volksgemeinschaft. Der Ministerpräsident Marx habe bei ber Regierungsbildung die rechts vom Zentrum stehenden Parteien zurückgestoßen, ohne alle DerständigungSmögllchketten zu erschöpfen. Er habe dem Willensausdruck der Wähler bei den letzten Wahlen nicht Rechnung gcttragen, sondern daS System Severing aufrechterhalten, das die DolkSpartei immer bclämbt habe. «Diese Worte werden in ber Mitte und b > ben Sozialdemokraten mit stürmischem Ge'.ächw. und mit dem Ruse aufgenommen: »Ihr hab« c., ja drei Jahre mitgemacht.") Der Redner schließ: mit der Erklärung, das Kabinett Marx in fach' lieber, aber scharfer Weife zu bekämpfen. Abg. S ch m i d t - Lichtenberg (Zentr.) weist den Vorwurf zurück, daß die tt-yigen Regierung > Parteien die Krise verschleppt hätten. Die Krlle sei vielmehr von der Derschen Dolkspartei herausbeschworen worden und zugleich hab»' bie Partei ihre Unfähigfeit zur RegierungSblldunk bewiesen. Die Deutsche Dolkspartei fei nicht zu- rückgeslvßen worden, sondern habe sich selbst ausgefchaltet. (Lebhafter Widerspruch rechts 1 Jetzt wäre doch die beste Gelegenheit, wirtschast liche und nationale Realpolitik zu betreiben. (Lebhafter Beifall in ber Mitte.) Wem, die Deutsche Dolkspartei dem Kabinett Marx ihre Unlcr- stützung versagt, fo versagt sie sie bem deutscher Volke unb stellt ben Parteifanatismus höher als die Liebe zum Dolle. (Lebhafter Beifall in ber Mitte.) Weiterberatung Donnerstag. Die Opposition gegen Marx. Wie die Blätter melden, haben die Lcinb- tagSftaiticnen der D e u t s ch n a t i 0 n a l e > unb der Deutschen Dolkspartei Im Verein mit den Nationalsozialisten beschlossen, heute im Landtag Mißtrau- enSanträgc gegen einzelne M in i- sle r des Kabinetts Marx, vor allem gegen den Innenminister Seve r sn g, einzubrinien. Auch bi WirtschafiSpa-lei soll angeblich gewillt fein, für bie.eMißirauenS- anträge zu stimmen. Sollte dieses Vorgehen der Opposition nicht &\ixn Erfolg führen, so ist damit zu rechnen, daß bie OppositionS- parteien versuchen werden, durch die Einbringung eines taktischen Vertrauensvotums eine Entscheidung herbeizuführen. Die Oppositionsparteien vertreten die juristische Ansicht, daß für ein Mißtrauensvotum gegen einzelne Minister bk einfache Mehrheit ausreiche im Gegen- satz zu der qualiftzierten Mehrheit, die verfassungsmäßig für ein MißtrauenSvotun gegen den Ministerpräsidenten unb das ganz* Kabinett nötig ist. Diese Auffassung wird jedoch innerhalb ber Parteien ber Weimarer Koali.ion nicht getellt. Die Entscheidung kann dann nur durch das Urteil des Staatsgerichts- Hofs erfolgen. Die neuen Männer. Berlin. 18. Febr. (Wolff.) Wie der Amr- llche Preußische Pressedienst mitteilt, ernannte Ministerpräsident Marx den StaatS- minlfter Dr. 21 m Zehnh 0 ff zum Justiz- m'n'ster, den Staatsminlster Severing zum M nister des Innern, den EtaatSminister Hirt- s i e f e r zuui M nister für Dvllstoohlfahrt, den Staatssekretär Bros. Dr. Decker zum StaatS- m'nister und Minister für Wissenschaft, Kunst und DoWbildung, OberlandeSgerichtSrat Dr. Höpker-Aschoff zum Staats- und Finanz- m n ster, RechtSawnall und R-tor Dr. Schreiber zum Staat^m n ster und M'nister für Handel un' Gewerbe und Generalsekretär der Landwirt- scha'tZkammer für die Provinz Hannover, Oeko- mmicrat Steiger zum Staatsminlster und M n'ster für Landtoirtschaft, Domänen und Forsten. Der neue Landwirtschaftsminister, Oekono- mierat Heinrich Steiger, gehört dem Zentrum an. Am 13. Mai 1832 in Schöna« im W elenthal in Baden geboren, besuchte er das katholische Lehrerseminar in Meersburg am D 'denfee und erhielt darauf Unterricht in der Larrdwirtschaft- lich"" Hochschule in Hohenheim bei Stuttgart, die er als dipl m erter Landwirt verlieh. Als Leh-er des landwirtschaftlichen Fachs nahm er später die Stellung des L mdwirtschaftllchen Direktors ber Landwirtschaftlichen Schule in Bassum ein und wurde dann von 1894 bis 1898 General- t fretär bor lanbwirtschaftlichen Genossenschaften, dir ihren Sih in Offenbach haben. Don 1899 an war crGeneralfekretärdevLandwirt- llchaftskammer der Provinz Hannover. Seit mehreren Jahren gehört er dem Dorstand Z>?r Preußischen Landesvartm des Zentrums an. Bei den Maiwahlen 1924 wurde er zum erstenmal in den Reichstag gewählt und dann in den Dezemberwahlen in den Reichstag wiedergewählt Die demokratische Fraktion deS Preu« ßifchen Landtags entsendet ihre beiden (Bor- sitzenden in daS Ministerium. Der neue Handelsminister Dr. Schrei ber (Halle) ist am 10 Juni 1834 geboren. Er ist Rechtsanwalt und Rotar und gehörte als Parlomerttarier zunächst bet Dcrsassunggebenden Oandesversammkung und dann dem ersten Landtag an. Der neue Finanzminister Dr. Höpker- Afchoss. am 31. Januar 1883 in Herford geboren, studierte Rechtswiffenlchaft in Jena. München und Dona, war später Richter am Landgericht in Bochum und seit April 1921 Oberland^gerichlsrat in Hamm. Die hessische Krisis. Darmstadt, 18. Febr. (Priv.-Tel.) Wie die „Darmstädter Zeitung^ mitteilt, werden sich die Demokraten, nachdem sie gestern einen ablehnenden Bescheid ber Sozialdemokraten, sich an der Großen Koalition in be» /eülgen, erhauen yaoen, an das Zentrum wenden mit der Anfrage, ob es unter diesen Umstanden einer Fortsetzung der seitherige» Koalition zustimmen wolle. Alloholdebatte im Reichstag. Keine Trockenlegung Deutschlands — Schutz den Jugendlichen — Verbesserung des Schanllonzes- sionsweseus. Präsident Lobe eröffnet die Sitzung um 2.20 Uljr und teilt mit, daß für den Abg. Hö f le der Abg. Huke (Ztr.) für den Wahlkreis 12 (Thüringen) in den Reichstag cintritt. Der ton der Regierung vorgelegte Gefeh- cnttourf über die Aufnahme von Auslands- krcditen durch Gemeinden und Gemeindeverbände wird dem Haushaltsausschuh überwiesen. In dritter Beratung angenommen wird der Gesetzentwurf über die Todeserklärung Kriegsverschollener. Als Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes wird der 1. März 1925 bestimmt. Es folgt die Beratung des Antrags Müller-Franken (Soz.) auf Vorlegung des Entwurfs eines Schankstätten- gefehes. Abg. Sollmann (Soz.) berichtet über die Ausschuhverhandlungen. Der Ausschuh empfehle, den Antrag zu übernehmen. Abg. ©traut) (Wirtsch. Bgg.) erklärt, seine Partei könne Die Rotwendigkeil eines Schankstättengesetzes absolut nicht anerkennen. Die Bestimmungen des Entwurfs von 1923 seien nur eine verschleierte Kommunalisierung des Gastwirtgewerbes. Mit einem Gesetz gegen die Gastwirte werde man nie die Trunksucht bekämpfen können. Inzwischen ist ein deutschnationaler Antrag Graf W e st a r p s eingegangen, der für den Fall der Ablehnung des Ausschuhantrages schleunigst einen Gesetzentwurf zum Schuh der Jugendlichen gegen die Gefahren des Alkoholis- mus und zur Verbesserung des Schankkonzessions- Wesens unter Ablehnung der Trockenlegung Deutschlands fordert. Abg. Dr. Strahmann (Dtntl.) erklärt, der Antrag diene nur dem Zweck, endlich Ordnung indas Gastwirtsgewerbe zu bringen. Auch Angehörige des Gastwirtsgewerbes hätten anerkannt, daß der Stand von ungeeigneten Elementen gereinigt werden müsse. II eß er die guten Wirkungen des Kampfes gegen den Al- koholmihbrauch in Amerika könne kein Zweifel sein. Von den deutschen Zeitungen werde allerdings darüber nichts gebracht. Eine große L.rör- sabrik hat einer Zeitung wegen eines solchen Artikels mit Entzug des Inserats gedroht. Die vollkommene Trockenlegung sei aber nicht das Ideal. Das sittliche Ideal sei die Freiheit. Wer die Erhaltung unserer Dolkskraft wolle, müsse der Bekämpfung des Alkohvlmihßrauchs 'sympathisch g genüberstehen. Abg. Rickes (Dt. Vpt.) unterstützt die Bestrebungen gegen den Alkoholismus und begrüßt es, dah endlich tirit der Entschuldigung von Straftaten durch Trunkenheit Schluß gemacht weiLe. Der Redner lehnt den sozialdemokratischen Antrag ab, da man nicht Heuchelei und Korruption fördern und ein berechtigtes Gewerbe nicht vernichten dürfe. Abg. Stöcker (Kom.) erklärt, die Kommunistische Partei führe den Kampf gegen den Alkoholismus in erster Linie als Kampf gegen den Kapitalismus. Die rücksichtslose Profitgier der Alkoh^linteressenten lasse diese jede Rücksicht auf Kultur und Moral vergessen. Abg. Rolte (Wirtsch. Dg.) betont, dah mäßiger Alkoholgenuß versöhnend wirke und Gegensätze ausgleiche. (Heiterkeit und Zurufe: Also her damit in den Reichstag!) Abg. S p a r r.e r (Dem ) führt aus, daß die ixmokratische Fraktion in ihrer Mehrheit gegen das Schank st ättengeseh sei. Ein kulturell hochstehendes Do^k, wie das deutsche, könne dem Alkohol nicht erliegen. Schieberei unb Schurkerei gebe es auch in trockengelegten Ländern. Gegen die Trunkenheit müsse man mit Erziehungsmaßnahmen vorgehen. Abg. Frau Weber (Ztr ) bedauert, dah die Sache im Reichstag vom Interessentenstandpunkt aus., behandelt werde. Das Volkswohl stehe hier höher. Ein Schankstättengesetz würde eine nationale Tat fein. Abg. Schirmer (Bahr. Vpt) erklärt, dah in Bayern das Bier ein Nahrungsmittel sei. Bayern werde sich das Bier nicht nehmen lassen. (Heiterkeit.) Abg. Frau Schröder (Soz.) erinnert daran, wie viele Familien durch die Trunks cht zerrüttet seien. Die Frauen hätten dis meiste Interesse am Kamp* gegen den Alkoholismus. — Abg. Frau Dr. Lüders (Dem.) tritt namens der Minderheit ibrer Fraktion für die Bekämpfung des Alkoholismus ein. Wirtschaftliche Schäden könnten daraus nicht entstehen. Deutschland habe einundvierzigmal soviel Getreide für die Alkoholherstellung verwendet, wie die Quäker uns an Lebensmitteln gespendet haben. Der Antrag des Ausschusses, der für die Annahme des sozialistischen Antrags ein tritt, wird darauf in namentlicher Abstimmung mit 200 gegen 168 Stimmen bei 16 Stimmenthaltungen abgelehnt. Darauf erfolgt Abstimmung über den deutsch- nationalen Eventualantrag, die ebenfalls namentlich ist. Der deut'chnational- Antrag zum Schutz der Jugend gegen die Gefahren des Alkoholismus und zur DerbeNerung des SchanNonzeffionsweftns unter der Ablehnung der Trockenlegung Deutschlands wird mit 309 gegen 53 Stimmen bei sechs Stimmenthaltungen angenommen. Darau° toir1' die Hau-!h-l^''-'-atung beim Reichs e k h geteilt: beschallt! 10 Pro; loaUung nicht üJ Mimst, 13. Feb vorn 9. ** band liche i Verletz furta. u.a. n nDer. Fassung des ös der R sollten, tei, ba1 den । in -es vagen geht. Erlvai Decke! ®ebie; Deckel bunge, Nissen gen. Dos Urteil lOeftörenbcn Lärms geb Schäfer, 63 Jahre alt, Friederike Kann, geb. 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Kälber 1208, Schafe 663 und Schweine 730. 63 Jahre alt, Liebigstraße 37; Philipp Karl Euler, Rentner, 84 Jahre alt, Marburger Strafte 30. 12.: Martin Habeth, Spengler. 65 Jahre alt, Reustadt 57. 13.: Wilhelmine Schwan. Schneiderin, 30 Jahre alt. Reuenweg 6; Heinrich Kurz, Eisenbahnsekreiär i. R., 70 Jahre alt. Landgrafen strafte 2; Johann Rudolf Wannenmacher, 3 Jahre alt, Marburger Strafte 49. 15.: Wolfgang Ruckstuhl, 1 Monat alt. Gnauthstrafte 22; Johann Jakob FrieS, ohne Beruf. 80 Jahre alt, Im übrigen aber beide Berufungen verworfen werden. Der Ziegelmeister R. auS Wetzlar ist vom hiesiyen Amtsgericht wegen Unterschlagung zu einer Gefängnisstrafe von einem Monat verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hat her Angeklagte Berufung eingelegt. Die Anklage legt ihm zur Last, seinem Arbeitgeber Ziegelsteine unterschlagen zu haben. Der Angeliogte bestreitet entschieden, sich skrasbar gemacht zu haben. Da noch BeweiSanträge gestellt werden, gelangt da- Gericht zur Vertagung. Unter her Anschuldigung her MilchVerfälschung haben sich in brei weiteren getrennten Derhanblungen im ganzen sechs Bauersleute zu verantworten. Diele Angeklagten sinh in erster Instanz teils freigesprochen, teil» zu Geldstrafen verurteilt worden. Keine her Verurteilten haben Berufung eingelegt. In allen Fällen hat hie Staatsanwaltscha't Berufung eingelegt, do nach ihrer Meinung hie Freisprechung zu Unrecht bzw. hie erkannten Gelbstrafen zu gering sind 3m ersten Falle sind zwei Frauen auS Kinzenbach angenagt. Die Milchverfälschung soll hier 10 und 19 Prozent betragen. DaS Urteil erster Instanz lautet gegen die eine Angeklagte aus Freisprechung, gegen die zweite auf 200 Mk. Geldstrafe. Das Urteil lautet auf Verwerfung der Berufung her Staatsanwaltschaft, ordnet aber die Veröffentlichung des Urteils an. 3m zweiten Falle sind zwei Gheleute nebst Schwiegertochter auS Lützellinden angeklagt. Der Vorderrichter hat auf Freisprechung erkannt. Hier beträgt der Wallerzusatz 16 Prvz. Die Angeklagten bestreiten, vorsätzlich gehandelt zu hoben und können sich nicht erklären, wie dos 'Wasser in die Milch gekommen ist. Antrag der Staatsanwaltschaft: Den Ehemann zu 300 Mk. Geldstrafe zu verurteilen und auf Urteilspublikation zu erkennen; die beiden Frauen aber freizusprechen. Urteil: Die beiden Frauen werden freigesprochen. Der Ehemann erhält ICO Mark Geldstrafe. Das Gericht hat bet ihm Fahr- lässtgkcit angenommen. 3m dritten Falle ist eine Landwirtsfrau aus Rieder kleen angeklagt. Hier beträgt der Dosserzusah 26 Proz. Antrag. 500 Mk. Geldstrafe und Urteilsvublikation. Die erstinstanzliche Strafe beträgt 300 Mk. Urteil: ES bleibt bei 300 Mk.; dagegen wird auf Urteilsvervsfent- lichung erkannt. Interessant ist die Bekundung des Milchpreises. haft von Öen Im Kreise Wetzlar entnommenen Milchproben zu 90 Proz. festgestellt werden muftte, haft die Milch verwässert war. Diesen Umstand hebt her Vorsitzende in seinen Urteilsbegründungen besonders hervor und betont, haft diesem verbrecherischen Treiben mit den strengsten Strafen entgegengetreten werden muß. Wegen verleumderischer Beleidigung des Gemeindepfarrers von Altenkirchen ist der Fleischbeschauer und Landwirt Sch. aus Oberlemp vom Amtsgericht Ehringshausen zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hat der Angeklagte Berufung eingelegt. Der Angeklagte bestreitet, die Absicht gehabt zu haben, den Pfarrer zu beleidigen; er Hobe im Gegenteil den Pfarrer nur aufflären wollen, damit dieser Gelegenheit habe, den unwahren Gerüchten enlgegenzutreten. DaS Urteil lautet auf 50 Mk. Geldstrafe. In zwei Fällen wurde dem Angeklagten der Schutz des § 193 StGB, zugebilligt. Wilhelm Vogler von Hungen wegen Lohnabtreibung und Beihilfe zur versuchten Abtreibung und gegen eine Reihe von Frauen wegen Abtreibung und versuchter Abtreibung, sowie gegen mehrere Ehemänner derselben wegen Beihilfe hierzu verhandelt . Die Urteilsbegründung ergab, haft das Gericht Vogler in einem Falle der Lohnabtreibung und in zwei Fallen her Beihilfe zur versuchten Abtreibung für überführt erachtete. Mit Rücksicht auf fein gemeingefährliches Treiben wurde er zu 3 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Die anderen Angeklagten erhielten Gefängnisstrafen von4un!d6Monaten, eine Angeklagte wurde freigesprochen. Eingesandt. (Für Form und Inhalt oller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerfe' Verantwortung.) Clo städtisches Leihamt. Dis vor P/s oder 2 Jahren gab eS in Gießen ein Leihhaus, daS manchem aus augenblicklicher, dringender Rot geholfen hat. Auch heute noch ober vielmehr heute erst recht würden es viele begrüßen, wenn ein derartiges Institut wieder ausgemacht würde. Denn in dieser gelbarmen unb krebitlosen Zeit ist jeder auf sich selbst und seinen oft „barlosen" Geldbeutel angewiesen, unb viele, sehr viele wissen oft nicht, wovon bie allerKleine Strafkammer Wetzlar. Q Wetzlar, 18. Febr. Der Fuhrunternehmer R. aus Siegen war wegen Verübung groben Unfugs, öffentlicher Beleibigung und Bedrohung vom Amtsgericht Dillenburg unter Freisprechung von der Anklage wegen Bedrohung zu einer Geldstrafe von 350 Mk. verurteilt worben. Gegen dieses Urteil haben sowohl der Angeklagte, als auch bie Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Der Angeklagte war am 31. August 1924 mit seinem Auto in Begleitung mehrerer Siegener Herren nach Manderbach gefahren. In einer Gastwirtscha t wurde ein Zechgelage veranstaltet. Als der Autoführer gegen 12 Uhr nachts das Auto zur Rückfahrt fertigmachen wollte, war dasselbe verschwunden. Dauernburschen, die offenbar über bie häufigen Zechgelage des Angeklagten in Manderbach erregt waren, hatten das Auto weggesahren und in einen Feldweg gestellt. Als der Angellagte sich mit feinen "Begleitern auf der Straße blicken ließ, wurden sie von einem Steinhagel empfangen. Hierüber erregt. schrie der Angeklagte, er werde alles nieber- Licher Strafte 74. •• Austrieb auf hem heuti ein treuer Helfer in her Mche. Schnell, einfach u. ohne besondere Umstünde ist ein Pudding gekocht und nach dem Erkalten mit Frucht-aft oder Schokoladen- Sauce aus Dr. Oetker's Suucenpulvcr auf den Tisch gebracht Solch ein appetitlichangi rich- teter Pudding wird am Schluß alle zufrieden- steilen und auch recht gut satt machen. Besonders empfehlenswert sind: Dr. Oetker's Puddingpulver nach hoUäaiischer Irl und zwar Mandelspeise — Hosinenspelse mit Mandelgeschmack—Mandelspeise m.Rosinen. Ein PHckchen VIk. 0.15. 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Vom öffentlichen Arbeitsnachweis für daS nördliche Oberhessen wird uns mit- gctcilt: Die Zuschläge, die bei Rotstandsarbeiten beschäftigte Erwerbslose erhielten, durften bisher 70 Prozent der Löhne der entsprechenden Ver- waltungSorbeiter im Orte der Rotstandsarbeit nicht übersteigen. Laut Verfügung des Hessischen Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft vom 13. Februar 1925 ist diese Grenze mit Wirkung vom 9 d. M auf 80 Prozent erhöht worden. •* Der hessische Verkehrsver- band fordert den Ausbau öffentlicher Kraftwagen! tnien: Der Hess. Verkehrsverband ftktt dieser Tage in Frankfurt O.Q3L eine DorstandSsitzung ab. ES wurde u.a. nachstehende Entschließung angenommen- „Der Hessische VerkehrSverband ist der Auffassung, daß auch in Hessen Kraftwagenlinien des öffentlichen Verkehrs grundsätzlich von der Reichsposwerwaltung betrieben werden sollten. Der Hessische VerkehrSverband erwartet, daft die Oberpostdirektion Darmstadt an den gegenüber anderen Gebieten bisher in Hessen vernachlässigten Ausbau von Kraft- ttxigenltnten nunmehr mit Rachdruck herangeht. Sollte die Reichsposwerwaltung wider Erlvarten sich der 'Rotwendigkeit tatkräftiger VcrkehrSförderung auf diesem so wichtigen Gebiete verschließen, so wird der Hessische VerkehrSverband alle anderweitigen Bestrebungen unterstützen, die einen den Bedürfnissen des Verkehrs gerechtwerdenden plannötigsten Bebürfnisfe des täglichen Lebens befriedigen. DaS Wenige, waS man aus den überstandenen schlimmen Tagen fterübergerettet hat. auch noch zu verkaufen, icheut man sich in der Hoffnung auf eine halb zu erwartende Einnahme. Unb zwingt hoch die Rot dazu, so steht der aus dem Verkauf erlöste Preis in keinem Verhältnis zu dem verkauften Gegenstand. Denn eS ist nun einmal so: Wir Armen warten biS zur letzten Minute mit dem Verkauf, immer in der törichten Hoffnung befangen, daß von irgendwelcher Seite Hilfe kommen müffe. Deshalb inserieren wir auch nicht in der Zeitung. So wird denn her Alt- händler ausgesucht, unb für wenige Groschen ist eine Sache unwiderbringlich dahin, die neben einem bedeutend höheren materiellen Wert einen oft unbezahlbaren ideellen Wert in sich schließt. Von den bitteren, demütigenden Versuchen unb Gängen au Freunden unb Bekannten' soll hier keine Rebe fein. Rur wer es am eigenen Leib« erfahren hat, kann hier mltrcben Dielen Hunderten unterer Einwohnerschaft wäre allo geholfen, wenn wir wieder die wohltätige Einrichtung eine» Pfandhauses hätten. In vielen Städten, bie kleiner sind als Gießen, cri- ftieren Leihhäuser, unb zwar „städtische" Leihhäuser oder Leihämter. Sollte daS nicht auch in Gießen möglich fein? Unfer Stadtparlament tut doch sonst in vorbildlicher und anerkennenswerter Weise so viel gegen soziale Qlllf^ianbe unb verborgenes Elend. Es würde sich den Dank vieler, sehr vieler Bedürftigen erwerben durch bie gewiß gemeinnützige Schaffung eines städti- schen Leihamts. -n. Geschäftliches. Die naturgemäße Haarpflege' Die Grundbedingung einer toirflid) naturgemäßen und zweckentsprechenden Haarpsleae ist die regelmäßige Kopfwäsche, die den Haarbod^n doh allen ünrcinlicbfcttcn befreit, eine gute Durchblutung der Kopfhaut bewirkt und dadurch das Haar gesund und kräftig erhält Ein ideales Kopfwaschmittel, daS allen Anforderungen in vollkommenster Weise gerecht wird, ist das ärztlich empfohlene „Schaumpon mit dem schwarzen Kopf". Schaumpon hält durch feilte antiseptische Wirkung den Haarboden frei von Bakterien, die den Haarwuchs schädlich beeinflussen, reguliert den Fettgehalt des Haares unb befreit von den lästigen Kopsfchuppen. Es erzeugt, nach Vorschrift angewandt, reichlichen weichen Schaum, ist aufterordentlich mild unb wird selbst von bet empfindlichsten Kopfhaut gut vertragen Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Jsr.ReNgionSgemeinde. Gotteid. i. d.Stznagoge lSüdanlage). Samstag, den 21. Februar. Vocavd. 5.46. morg. 9.00. Predigt, abds. 6.00 u. 6 40. NB. Von fetzt ab findet her Gottesdienst wieder regelmäßig in der Haupt-Sy nagoge statt. 3fr. ReligionSgesellschast. Sabbatfeier, 21. Febr Freitag abb. 5^25, SamStag vorm. 8.30, Predigt, nachm. 3.30, Sabba tauSgang6.4Q, Wochengottes dienst morg. 7.00, abends 5.30. mäßigen Ausbau des hessischen Kraftwagen- lmtenneyeS fördern." h. B e i her gestrigen Brennholz- Versteigerung her Stadt Gießen ergaben sich folgende Durchschnittspreise Äiefem- scheit er 10,50 Mk.. Kiefernknuppel 9 Ml. Kiefern- stöcke 7 Mk., Kiefernknüppelreisig 3 Mk. je Rm.. Aspenreisig 16 Mt., Ätefernrnflg 18 Mk. je 100 Wellen. ** Personalien. Ernannt wurden der Lehrer Alfred D e g g a u in Ober-Breidenbach zum Real lehr er am Landes zuchthaus Marien- schloß mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritts. der Poliieiwachtmeister aus Probe Ernst Schmidt auS Rieder-Ohmen. Kreis AlSseld. zum Polizeiwachtmeister mit Wirkung vom 1. März, der Lehrer Wilhelm Baum zu Ilbeshausen. KreiS Lauterbach, zum Lehrer an der Volksschule zu Watzenborn-Steinberg. ” Aus dem Gießener Standesamt S r c g t ft c r. Es verstarben in der Zeil vom 1. biS 15. Februar: 1. Febr August Weller. Kutscher, 22 Jahre alt, Walltorftrafte6. 2 Karl Franz, Kaufmann. 24 Jahre alt. Krvsdvrser Strafte 37; Eberhard Weyer. 2 Tage alt. Am Riegelpfad 108. 3.: Julie Brenne, geb Günge- rich, Krankenschwester, 42 Jahre alt, Lbeistrafte 12. 4.: Marie Schädel, ohne, Beruf. 38 Jahre alt, Sicher Strafte 74. 5.: Heinrich Schaefer, Gendarmerie-Wachtmeister i. R.. Steinstrafte 55; Oskar Otto Dürr. 1 Monat alt, Leihgestern er Weg 3; Johanna Urbanzke, geb. Brückner. Witwe. 70 Jahre alt, Licher Strafte 74. 7.: Lina Sngel- bad), geb. Hoffmann, Privatin, 77 Jahre alt, Gartenstraftv 14; Katharine Henze, geb. Weckert, Witwe, 77 Jahre alt, Licher Strafte 74. 8.: Heinrich Schott, ohne Berus, 53 Jahre alt, Wall- torftraftc 24; Julius Alker. Amtsgerichts-Oberassistent, 49 Jahre alt, Weser strafte 23. 9. Friedrich Karl Louis BarluSky, Rentner, 83 äahre alt, Ludwigstrafte 37. 10.: Margarete Lieselotte Lihinger, 4 Monate alt, Wetzsteingalle 43. 11.: Höri aal veS PhmUat JnstrtutS ivtepyanstr.). Dorträge. — Lichtspielhaus. Dahnhofstr.: „Die Liebe ist der Frauen Macht". — Astor,a-Lrcht- Jpiele: .Die Jagd um bie Welt in 18 Tagen". — Born Konzert verein wird uns geschrieben: Der wegen seines stimmgewaltigen Baritons und seiner kraftvollen Persönlichkeit hochgeschätzte Künstler Helge Lindb erg be- findet sich zur Zeit auf einer Reife durch Weft- eurvha. auf der er ua. in Berlin unb Parts mit beispiellosen Erfolgen konzertiert hat. Er wird auch in Frankfurt auftreten unb am © o n n- tag. 2 2. Februar, die Gießener Muslkfreunde mit feiner ungewöhnlich bedeutenden GesangS- kunst erfreuen. Lieber feinen Werd-yang berichtet ein Frankfurter Blatt anläßlich seine- doNtgen 2icberiEenb6: Lindberg ist von Geburt Finnländer Serne GefangSstudien begann er beiemem finnländllchen Meister Schcm in jungen Jahren bcaab fich Lindberg nach Deutschland und heft sich nach feiner Verheiratung mit einer Sranf- ‘urterin in Stuttgart nieder. Durch Zufall lernte bei Inhaber einer Frankfurter Konzertagentur den jungen Lindberg kennen, nahm fich seiner an unb führte ihn, nachdem em eigner Abend m Frankfurt daS gröfttc Aussehen erregt hatte, in d s Konzertleben ein. Helge L ndberg wurde schnell berühmt. Man anerfaimte nicht nur ha- hohe musikalische Empfinden in der Wiedergabe ber Kompositionen, sondern auch seine geradezu vollendete Technik, die er wie kein zweiter seit VkifchaertS Zeiten meisterte. Rach seinen Er- jnlgcn in Deutschland sand er in Wien begeisterte Aufnahme. Don da führte ihn sein Weg nach ollen Ländern Europas. Ueberall blieb ihm der Erfolg treu unb heute gilt der Künstler als der beste Interpret der alten Musik von Bach und Händel. Saft der grofte Sänger sich auch alS Bildhauer eine viel beachtete Stellung erworben hat und als Meister des — Boxsportes gilt, dürfte nicht ohne einen gewissen pikanten Reiz sein. — Der Turnverein von 1 846 veranstaltet. so schreibt mnn unS. am kommenden Sonntagnachmittag, 4 Uhr. in seiner Turnhalle ein groft-S karnevalistisches Konzert. Dor dem Kriege fanden diese beliebten Veranstaltungen außerordentlichen Zuspruch. Auch diesmal ist. den Rachiragen nach zu urteilen, vermutlich mit einem vollbesetzten Haus zu rechnen. Die Turnhalle wird schon eine Stunde vor Beginn geöffnet. Auch Richtmitgli^er haben Zutritt. (Siehe gestrige Anzeige). Gicftriicv ^uaicnnmrftbrciK am 19. Februar (Händlerpreise). Es kostete auf dem heutigen Wochenmarkt Vas Pfund: Butter 200. Matte 35. Käse 70, Wirsing 20, Weißkraut 15, Rotkraut 20, gelbe Rüben 10. rote Rüben 20. Spinat 40 bis 50, Unter-Kohlrabi 8. Grünkohl 20. Rosenkohl 60, Feldsalat 100. Endivien 100, Tomaten 150, Meerrettich 40 bis 100, Zwiebeln 15 biS 20, Schwarzwurzeln 70, Kartoffeln 5. Aepsel 12 bis 20, Birnen 10, Honig 40, Suppenhühner 120; daS Stück Eier 12. Blumenkohl 70 bi« 200, Salat 50, Lauch 5 bis 20, Sellerie 20 biS 70. spart Seife und Seifenpulver! nachmittags 2 Uhr, statt. 01 MO 01585 Dr Frey. 1630V 01519 01522 billig 1747a MWWN diese Woche billigst bei 16490 Mttzgcmsir. Aulmann, Marktstraßc ff ff Wcitershain, Lumda, Atzenhain, den 18. Februar 1925. Die Beerdigung findet Freitagnachmittag 2 Uhr in Wcitershain statt. 4-6 Uhr 01516 Abends 17530 Geboten wirft: a) b) Verlangt wird: Rudolf Rosse, Frankfurt am Main. 173539 1763c stunden gegen Langd b. Hungen, 18. Februar 1925. Die Beerdigung findet Freitag, den 20. Februar, Schreibtifcbe Sdireibfeflel auf Teilzahlung! Krug, Marktplatz Meister, AllersW Stadttheater Freitag, 2O.Fcbr., Nachmittags geschloffene Schülervorstellung Wilhelm len. 19. Neikog-M.-vrff. von 71', btd 10'/« Uhr: Der Xeufelsfdiüler. Melodram inAAkien t5 Bildern) v.Shaw. Fachleuten: Feste Bezüge, hoho Prov., Reisospesen und Tagegeld. Nichtfachleuten: Kostenlose Einnrbeitg. durch erfahrene Praktiker, hohe Prov. und evtl, feste Zuschüsse. Bei zufriedenstellend. Leistung, bald, feste Anstelle. Zielbewußtcs Arbeiten, gewandt. Auftreten, einwandfreier Leumund. ÖF Vertreter allerort* cewucht. *VS Schriftliche Angebote erbeten unter F. D. Z. 687 an M U A Ziu-Zitsu- llurse sürvamen! Schr. Anfragen unt 01515 an den Gie- kzener Anzeiger. In tiefer Trauer: Familie Ludwig Wagner III. nebst Angehörigen. Lollar, den 19. Februar 1925. Die Beerdigung findet Freitag, den 20. Februar, nachmittags 3 Uhr, statt. Gestern nacht entschlief nach langer, schwerer Krankheit in der Medizinischen Klinik zu Gießen unser lieber, unvergeßlicher Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Herr August Wagner im 26. Lebensjahre. Gießen, den 14. Februar 1925. Deutsche Nothilfe (Winterhilfe 1923) Heute entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden unsere liebe Mutter, Tochter und Schwester Elise Appel Witwe geb. Theis im 34. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Adolf und Erna Appel Familie Otto Theis. azo. II. 7 ühr pänktl. Bef. In III.g'/iVortr.Br.W. Existenz bietet sich verkaufSiüchtiger Persönlichkeit mit Bertrcter"ab. Zum Vertrieb meiner begehrten und lcichtverkäusl. Fabrikate an Private. Gröhe Derdienstmöglichkeit Zur Lagerllbernabme sind ML250 etforbL Anträgen an F. Heinrich Lambertz, Aachen, Marienvlatr 1. 1674D Große Fasching-Redoute unter Mitwirkung der berühmten Jazz-Band-Kapelle Hu-La-Hu Helle« Zimmer siir Bureau geeignet, au vermieten Zu erfragen KavlanS- nasse 14 I. [01532 Todes-Anzeige. 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Es i(t nicht da- erstemal, dah wir das groteske und doch so beschämend-c Schauspiel erlebten, dah gerade in Zetten wichtigster politischer Entscheidungen die Geschäfte von einem Kabinett geführt wurden, dah das Vertrauen des Reichstages^ nicht mehr genieht, dah ein parlamentarischer Führer nach dem anderen sich vergeblich bemüht, elf Männer zur Besetzung der Ministerftühlc zusammenzusuchen, bis es endlich gelingt, das Äom- promih zu finden, auf Grund dessen sich mehrere Parteien zur Bildung einer Regierung vereinigen tonnen. 3m Reichstag gibt cS unglücklicherweise feine klare Majorität. Weder der Block der Rechten, noch der der Witte oder der Linken besitzt sie. und jede Partei, die die Last der Regierung zu übernehmen bereit ist. muh sich mit anderen Gruppen zu sammentun. die in mehr oder weniger wichtigen Fragen nicht mit ihr übereinstimmen. Wan braucht deshalb nicht das parlamentarische System als solches zu verwerfen, zumal da es. zum mindesten im Augenblick, die einzig mögliche RegierungSfvrm in Deutschland ist, aber ebenso sicher ist es. dah die Maschine bei uns nicht funktioniert. Mnb daS ist die Folge deS Wahlrechts. Dah es ein Mihgrifs war. schon die Zwanzigjährigen beiderlei Geschlechts, also Leute ohne jede Lebenserfahrung als vollwertige Wähler einzuschreiben, ist heute allgemein an- erkannt, aber daS ist noch nicht der schlimmste Fehler dieses Wahlrechts. Seine Schöpfer waren mit peinlicher Gewissenhaftigkeit darauf bedacht, dah nicht eine Stimme, und wenn sie dem bescheidensten und politisch unbeüeutcnstden Grüppchen zuteil toirb, verloren gehe. Mit allen fünften der höheren Mathematik haben sie für den Schutz der Minoritäten gesorgt und dabei völlig übersehen, dah sie mit dieser Methode den Grundsätzen des parlamentarisch regierten Staates ins Gesicht schlagen, ja eine Parlament s r e g i e r u n g praktisch unmöglich machten. Soll das Parlament nicht, wie ehemals, nur eine kritisierende und bewilligenoe Versammlung sein, sondern selber durch beauftragte Minister die Herrschaft ausübcn. so muh das Wahlrecht derartig zugeschnitten sein, dah es zunächst für die Majorität und nicht für die Minorität forgt. Es muh nicht mit allen, selbst den ausgeklügelsten Mitteln die Minderheiten schützen, sondern in erster Linie eine leistungsfähige Mehrheit schaffen. Denn die Mehrheit muh regieren, und das kann sie um so besser, je stärker sie ist, selbst auf Kosten der Minorität. Man kann die Klasse der Wähler in zwei große Klassen einteilen, in eine bewegliche und eine unbewegliche. Die letzteren sind durch irgendwelche Beziehungen, sei es als eingeschriebene Mitglieder, sei es durch Stellung, Interesse, Religion oder Tradition oder sei es durch die jeden Menschen innewohnende Trägheit, so fest an eine Partei gebunden, dah sie ihr chre Stimme geben, selbst wenn sie mit ihren Leistungen nicht zufrieden sind. Die bewegliche Klasse dagegen umfaht die Wähler, die ohne eine derartige Bindung sich von der jeweiligen Tendenz der Zeil und den augenblicklichen politischen Botwendigkeiten in der Ausübung ihres Stimmrechts bccinfluffcn lassen. Es gehören schon umwälzende politische Ereig- niffc dazu, um das grohe Heer der unbeweglichen Wähler aufzurütteln und der gewohnten Partei abtrünnig zu machen. 3n der Regel beschränkt sich der Stimmungsumschwung auf die Verhältnis- , mäßig kleine Zahl der beweglichen Wähler. ! Das Wahlsystem im parlamentarisch regierten Staat muh daher so gestaltet sein, daß diese ! im Gegensatz zu der kompakten Masse der unbeweglichen Wähler den Ausschlag geben und einem cingctrelcncn Wechsel der Anschauung zum Durchbruch verhelfen können. 3hr Liebertritt von einer Partei zur anderen muh genügen, um i dieser eine sichere starke Mehrheit und damit für die nächste Zeit die parlamentarische Herrschaft zu verschafsen. Sehen wir nach England, wo doch die varlamentarische Maschinerie noch am besten arbeitet. Die Konservativen haben dort eine Zweidrittelmehrheit im Unterhaus; eine verhältnismäßig geringe Verschiebung in der Gießener Stadttheater. Älabunb: „Dcr Krcidekrcis". Erftauffulirnnf. Wenn in der kurzen Einführung zu diesem Spiel (.Gieß. Anz." Br. 40 vom 17 d. M) des Ganges im Schneesturm nicht gedacht wurde, so geschah es mit Absicht. Da rollt sich der Klabundkäsor recht hilflos im Schnee umher und räfonnicrt, weil ihm niemand auf die Beine Hilst. 3hm und dem ganzen Stück wäre viel geholfen, wenn man das Räsonnement und den vierten Akt stark beschneiden wollte l Das Ganze ist ein Spiel, ein Märchen, ganz jenseits aller Wirklichkeit (wenn man es eben in dieser Form bearbeitet), und Sprache und Geste stehen im Vordergrund. Der Spielleiter -muß seine Helle Freude daran haben — und hat sie auch, wenn er von seinen Darstellern willig unterstützt wird. Vorher ein Wort zu den Dekorationen (Karl I Löffler). Richt allein der Fleiß muß an- i erkannt werden, mit dem die ganze Ausstattung I hergestellt worden war. wichtig ist zu sagen, dah | in allen Bildern eine zierliche Leichtigkeit vor- i herrschte, die das Unwirkliche des Geschehens betonte, dah eine Fertigkeit herrschte, die das märchenhafte Kunterbunt der Handlung unterstrich, und dah in dein Schwarz der abschliehen- den Gardine ein feiner Zug lag: Das unbestimmte, für alle Möglichkeiten offene Milieu des Teehaufes festzuhalten. Der ereignisschwangc- i ren Atmosphäre des OrteS hätte es noch gedient, I wenn der Raum niedriger gehalten worden wäre. Dah man den Mut sand, Gönne und Mond und | auch den Kreidekreis zu Beginn in übernaiür- i liehen Proportionen und bewuht starken, absolut | unnaturalistischen Farben auf den Horizont zu projizieren, verdient Beifall. Ludwig Keim, der für die Beleuchtung zeichnete, darf sich das als Plus anrechnen. Wählerschaft hat dazu ausgereicht, denn wenn man die bei den letzten Wahlen abgegebenen Stimmen zählt, so übertreffen die der regierenden Partei die der vereinigten Opposition nut in unbedeutender Weise Das ist btc Folge eines Wahlrechts, das die Entscheidung nicht in die Hände der unbeweglichen. e n t a g S am 16. Februar wurde von der Kirchenregierung eine Erklärung abgegeben, die nachstehenden Wortlaut hat: Durch das Edikt vom IS. Mär- 1820. die landständifchc Vcrfaffung de- Großherzogtums betreffend, fowie durch die DcrfaffungSurkundc vom 22. Dezember 1820 war der Evangclifchen Landeskirche in Helfen eine ständige Vertretung in der 1. Kammer fichcrgestellt. Die neue Staat#- verfalfung vom 12. Dezember 1919 kennt eine Vertretung Der EvanaeUfchcn Landeskirche im Landtag nicht. Der Evangelischen Landeskirche ist es dadurch unmöglich gemacht, auf die Land- to.g-verhandlungcn und Landtagsbcschlüsfc irgendeinen direkten Einfluß auszuüben. Sic kann weder in ihren eigenen Angelegenheiten, noch in den allgemein öffentlichen Angelegenheiten im Landtag ihre Stimme erheben. Dic'cr Zustand ist bei der Bedeutung der Evangelischen Landeskirche für das ösicntliche Leben fehr zu bedauern. Sine Aendcrung der StaatSvcrfaffung erscheint für absehbare Zeit ausgeschlossen. Deshalb sind andere Wege cinzuschlagen. damit die Evangelische Landeskirche im Landtag zu Wort kommt. Reben kirchlich gesinnten Männern und Frauen der Der- Ick.ebensten politischen Parteien muß auch solchen Kirchenmännern der Eintritt in den Landtag ermöglicht werden, die als sachkundig in allen die Evangelische Landes.'irche berührenden Fragen gelten können. Als solche kommen in erster Linie Persönlichkeiten in Frage, die der Kirchenregierung oder dem Landeskirchcnamt angehören. Wenn solche Persönlichkeiten daS Opfer bringen und fich auf die Listen politischer Parteien setzen lassen, und wenn von ihnen oder für He im Wahlkampf gearbeitet wird, ja, wenn hierdurch die Kirchenlettung in den unbegründeten Verdacht einseitiger Parteinahme für diese oder jene Partei kommt, so liegt dies in den gegenwärtigen Verhältnissen begründet und muß als eine bedauerliche Folge dieser Verhältnisse hingenommen werden. Die Kirchenleitung alS solche legt Gewicht auf die Feststellung der Tatsache, daß sie wie die Kirche selbst über den politischen Parteien steht. Um so mehr erwartet sic von dem Evangelischen Landeskirchentag und der evangelischen Bevölkerung, einerlei welcher politischen Partei der einzelne sich zurcchnet, daß Tic in gerechter Würdigung der Lage der Landeskirche es ertragen, wenn Vertreter der Kirchenregierung oder des Landeskirchenamtes aus Grund ihrer Mitgliedschaft zu einer politischen Partei in ben Landtag cinziehen. Aus der Provinz. Landkreis (tiieftat. * Großen-Linden, 17. Febr. Am SamSiag veranstaltete der Turnverein in feiner geräumigen Turn hall: fein diesjährige- Wintervergnügen. 3n einer kurzen Ansprache begrüßte der 1. Dorfiyende di: zahlreich Erschienenen und wies auf die hohe Bedeutung des Turnens für die Ausbildung deS Körpers hin. Eine besondere Ehre wurde dem Vereine durch den Besuch des Gauvber- turnwarts Will zuteil. Die prächtigen turnerischen Vorführungen der einzelnen Riegen, sowie der Damenabteilung zelten erfreuliche Fortschritte bei den Turnern und Turnerinnen. Besonders hervorgehoben sei das komische Turnen am Reck, bei dem vor allem die große Gewandtheit und Sicherheit, sowie herrliche Leistungen zur Geltung tarnen. Drei flott zu dessen Stusen, im Angesicht des KrcidckreiscS, zwei Menschen fitzen. Der am Schluß spontan ausbrechendc Beifall mag den Darstellern wie besonders dem Intendanten gezeigt haben, wie verständnisvoll und dankbar man ihrem Bestreben nachzukommen gewußt hat. Dieser Ausführung ist noch manche- volle Haus zu wünschen. e-s Kunst und Wissenschaft. Darmstädter K'.rnstleben. Darmstadt, 10. Februar. In her,K u n st unb Keramik" ist gegenwärtig eine Ausstellung von Wormser Künstlern zu sehen, bic hier »umcift bekannt sind. Behringer bietet Stuhienköpfe: von besonbrrrr Eigenart ist sein St. Bernhard. S ch r ä g l e s Hafenbild ist eine der besten Leistungen dieser Vilverfchau. Don Heydt ist namentlich eine Rheinlandschatt zu erwähnen unb von Bertha Strauß eine Parklandschaft sowie ein Odenwaldhaus. Wegen seiner Stimmung unb interessanten Farkwir- kungen fesselt unter ben Bilbern K a e g e s bic Darstellung von abzioh^nden Regenwollrn. Schmitt widmet sich heimatlichen Motiven: eine AUrheinlandschaft, das Rheinuser bei Worms unb Odenwald la ndschasten find fchöne Ergebnisse feiner Stud.en. Don Hecker find Frauen- barstellungen und Tierbild (Tiger) zu erwähnen, die aus bem übrigen Rahmen der Ausstellung heraustrcten. W i c g e l s bietet einig? vortreffliche Hochgcbirgslanbfcha'ten unb Margit Manz in Alzey hat ein? Reihe von ausgezeichneten Handdrücken (Holzschnitten- ausgestellt. D. Stehr in Kopenhagen. — Hermann Stehr, hoffen gesamtes dichterisches Schaffen nunmehr in einer neunbänbigen Gesamtausgabe vorliegt, wirb auf Einladung bedeut schon Gesandten am dänischen Hose am 6. Män im Deutschen Klub in Kopenhagen au* feinen Werken kfen 2. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) sich allge- (Fortsetzung folgt.) Bi und Moselliedern, die unter feiner Leitung bie Schulkinder und der hiesige Männer» g e s a n.g v e r e i n zum Vortrag brachten. 3n einer Ansprache über die heutige Lage am Rhein wies der Ortsgeistliche auf die Pflicht hin, den treuen Brüdern am Rhein die Treue zu halten. Als nächster Lichtbilderabend ist für den 1. März eine Gedächtnisfeier für unsere Gefallenen in der Kirche geplant. Kreis Wetzlar. xx Niederkleen, 18. Febr. Die hiesige Gemeinde hat dem Turnverein geeignete Plätze für Sportübungen und für die T u r n h a l l e zur Verfügung gestellt, auch wird sie zum Bau der Turnhalle das Holz liefern. 3n der Nähe des Forsthauses soll noch in diesem Fahre der Bau von 22 Meter Länge und 18 Meter Breite erstehen. Die Baukosten sind auf 12000 Mark veranschlagt. Es soll eia ähnlicher Bau werden, wie derjenige von Dornholzhausen. Die Turngeräte sind bereits vorhanden. Man hofft, einen besonderen StaatS- zuschutz zu erhalten. Der Turnverein, der 1920 gegründet wurde, zählt über 90 Mitglieder. '-Sev Xtämermarft war etwas stärker besucht als in den letzten Jahren. Namentlich machten die Nusrufer gute Geschäfte. „?“ Nidda, 17. Febr. Die abnorme Milde dieses Winters hat wohl die Holzschuppen nicht leer, aber auch die Eiskeller nicht voll gemacht. Das empfinden die Geschäftsleute, die während der heißen Zeit auf die Benutzung von Kühlanlagen angewiesen sind, doppelt unangenehm. Dierverleger und Metzgereien von hier und auch an vielen andern Plätzen der Provinz sahen sich gezwungen, Eismaschinen anzuschaffen, um ihre Eis- ieller mit Kunsteis füllen zu können. Da anzunehmen ist, daß die kommenden Winter mit normalem Verlauf wieder imstande sind, den Eisbedarf zu decken, erwachsen den kleineren Betrieben durch Beschaffung von Eismaschinen und Herstellung von Kunsteis Unkosten, die vielfach wohl schwerlich von den diesjährigen Geschäftsgewinnen gedeckt werden können. h. Fauerbach b. Nidda, 18. Febr. Im Herbste v. Fs. reiste ein junger Mann von 21 Jahren hier weg, um sich in der Frankfurter Gegend eine passende Stelle zu suchen. Lange vernahmen seine Angehörigen nichts von ihm und seinem Aufenthalt. Da erhielten sie vor einiger Zeit eine kurze Mitteilung von ihm aus Port Said am Suezkanal, daß er noch gesund sei und hoffe, sie alle nach fünf Fahren wiederzusehen. Sofort stieg der Verdacht auf, daß der junge Mann französischen Werbern in die Hände gefallen fei. dies aber nicht habe schreiben dürfen. Diese Vermutung hat sich nun bestätigt. Eine zweite Nachricht von dem Vermißten enthält die Angabe, daß er sich in der französischen Fremdenlegion befinde und sechs Fahre bleiben müsse. Kreis Schotten. <> Schotten, 18. Febr. Die Maul- und Klauenseuche nimmt im Kreis Schotten immer mehr ab. Es sind z. Zt. nur noch die Gemeinden Cichelsdors und Klein-Eichen verseucht. — Bei der letzten Fahresversammlung der Freiw. Feuerwehr Schotten hat der Vertreter des Kreisamts Schotten dem Feuerwehrmann Karl Christian Kromm das vom Ministerium des Fnnern verliehene Ehrenzeichen für 40jährige Dienstzeit überreicht. Der Freiw. Feuerwehr sind bei Fahres- beginn 20 neue aktive Männer beigetreten. Die Vorbereitungen für den diesjährigen Ober- hessischen Feuerwehrt.ag in Schotten find in vollem Gange. O- lrichstein, 18. Febr. Der im vorigen Fahre abgebrannte Kirchturm soll jetzt wieder her gestellt werden. Zur Zeit ist man mit der Aufstellung eines Kostenvoranschlags beschäftigt. Wie man hört, sollen die Reparaturarbeiten 10 000 Mk. kosten, durch freiwillige Beiträge wurden bis jetzt 1000 Mk. aufgebracht. <> Betzenrod, 18. Febr. Fn der Nacht zum Mittwoch, gegen 1 Llhr. entstand in der Hofreite des August Lotz Feuer, das leicht größere Folgen hätte haben können. Es gelang, den Brand auf seinen Herd zu beschränken. Ein Stall, der noch Heu und Stroh enthielt, konnte nicht mehr gerettet werden. B. Burkhards, 18. Febr. Ein Gemein d e a b e n d , der der deutschen Westmark gewidmet war, machte am Sonntag zahlreiche Zuhörer in Bild, Wort und Gesang mit den deutschen Gauen an der westlichen Grenzmark, dem besetzten Gebiet, bekannt. Zumeist farbige Lichtbilder zeigten das Landschaftsbild einer Rheinreise von Mainz bis Köln und eine Dampferfahrt durch das herrliche Moseltal. Lehrer Loos, der die Bilder in gleichzeitigem Vortrag erläuterte, umrahmte die Vorführung mit Rhein- noch nicht ausgebrütet. Einstweilen, schätz' ich, bleibt s beim alten: drüben die Großen, hüben die Kleinen." Wer die unter einen Hut brächte, meinte der Lehrer, hätte sein Meisterstück gemacht. Das Schlimmste wäre, daß gerade die Dermög- lichen allem Neuen mißtrauten und sich nicht entschließen könnten, den alten Schlendrian fahren zu lassen. Die Herren in Darmstadt hätten den besten Willen, dem oberen Vogelsberg auf- zuhelfen. Mit der Feldbereinigung war der Anfang gemacht. Nun wollte man die Hutweiden verbessern, wollte kahle Höhen auf- forsten und weite Strecken des Landes dem Ackerbau und der Viehzucht erschließen. Dazu brauchte man Arbeiter in Menge. Waren es die geringen Leiite, die zuerst bei dem Unternehmen verdienten, hatten die Grundbesitzer später den größten Vorteil davon. Das legte der Lehrer umständlich dar und redete sich ordentlich ins F'uer hinein. Fhm, dem Krämerskarl, leuchtete alW ein. Hoben sich Wohlstand und Verkehr, nabm die Kaufkraft der Bevölkerung zu. Er stkbst zog seinen Nutzen daraus. Das Geschäft lich sich im Handumdrehen vergrößern. Er stellte ein schönes Lagerhaus hin. Er schaffte sich Waaen und Pferde an. Dann stand der ganze Kreis ihm offen. Nicht, daß er den Großhändler spielte, er wollte es auch sein. Und tat allen wohl fnrmit, denn regnete es auf die Großen, so tröpfelte es auch auf die Kleinen. Fmmer, wenn er Luftschlösser baute und sich an dem Ueberfluß weidete, den ihm seine Einbildungskraft in den Schoß warf, suchten seine Gedanken die Fserlohnerm. die ihn treulos verlassen. Der Glaube hatte sich in ihm befestigt, sie war übers große Wasser gegangen. Ob^' ibr geglückt war, sich warm zu setzen? Er hegte starken Zw"ifel. Konnte man's doch jeden Tag in d-r Zeitung lesen, wie Handel und Wandel in Amerika darnied"rlagen. Tausende. die aus- ä5wandert waren, kehrten grausam enttäuscht zurück. Auch seine Frau. Dessen war er gewiß. Draußen hatte der Wind sich aufgemacht und lärmte durch die Gassen. Der Krämerskarl öffnete das Fenster. Nebenan beim Dölbels- Heinrich brüllte imaufbörlich eine Kuh, der man bas Kalb genommen.hatte. Aus der Wohnung des Nachbars Moll drang ein Heller Lichtschein Zwischen Merten D schachtete ma zu errichten. Men. Sen hier ein m® das einst mt einporaeragt hmaWrte. N (Sfrerli Zeitung" beri Mel auf, ergründet. ” der letzten 3 überaus rei oder schon < einer der © fin'. lömiei Testaments Porlrätdars weihe Sunil sie nach dc schassen sei wieder ist fall zu sei schon von i stellung des das erste sehen wolle, litf,en Gral Fresken schü und Mfei lauf auf btn üjnbfdjaft, b mahn!. Liese zeichneten und da und sind Malerei von reiche Tamm sonst nirgenl zur Erilärui und altgriei Tuch Hiob sprechen von Aurelia, uni Kopfende gi leicht lag h f QTnrnIuno3ß( Sekte, die i stellllngen ui Arve D W ist - Banner befvi daben, und i M Löhne i dem Later wisse Drstä zungsdei gemacht tDc dem Huhn a man es doc dah bei der alle Söhne i ter die des ' Henne, die e Ubraun ist Hähnchen Li erfreute er Fm Dorf . meiner Achtung. Seine Waren bezog er von einem Großhändler aus Lauterbach. Wenn dessen Reisender ihn besuchte, war er wie umgewandelt. Auf seinen hageren Backen brannten rote Flämm- chen, und er schwätzte wie ein Advokat. ..Herr Schneider, was sagen Sie dazu? Brasilien verlangt horrende Preise. Fragt sich nur, ob es fte aufrecht erhalten kann. Fch glaube aber doch, der Kaffee wird teuer. Fetzt müßte man spekulieren!" Die Weisheit tarn aus seiner Zeitung, deren Handelsberichte er eifrig studierte. Der Reisende lachte: „Krämerskarl, wer spekuliert, der sucht, was fliegt, und nicht, was vor der Nase liegt ... und dann: zum Spekulieren gehört Geld und noch em al Geld. Fch mein’, hie £aar Sack Kaffee, die Sie brauchen, kaufen S'e nach Bedarf." Der Kopf des Krämerskarl sank tief herab. Pläne hatte er so viele, sein Gärtchen dreimal zu bepflanzen. Wer aber Kohl essen wollte, brauchte auch Sdeck. Die Bitteren Wabr- Herten, die er hörte, führten ihm das zu Gemüt War nun das Geschäft erledigt, ließ er sich's nicht nehmen, den Reisenden bis an die Grenze her Gemarkung zu begleiten. Denn er betrachtete wn als Boten aus der großen Welt, deren CBrairfen noch immer in seinen Ohren klang. Die Schatten der Nacht senkten sich herab Das Rauschen des Daches erfüllte die Luft Am Himmel trieb schweres Reaengewölk. Fm Halbdunkel blickten die Basalttürme auf der K''vvc wie ungeschlachte Riesen zu Tal. Der Rühlsadam, der auf Walpurgis geboren war und jetzt noch als Achtziger mit Behagen sein Kännchen Branntwein trank, hatte vor vielen Fahren einmal nächtens die Höh'' erstiegen, einem fernen Feaersck "in nachz-f üron. Da gewahrte er zu seinem Erstaunen, daß die zackigen Felten verschwunden waren. Statt ihrer wandelten vier Manner mit langen weißen Bärten hin und her -Und eine kriminalgroße Höhle hatte sich aufgetan Daraus rasselte es wie bon Gold und Silber Während der Rühtsedam Augen und Maul auf- so J r oiuf H 7°°! ÄeatteM Hjlllonime Auftrag b wurde. Kunsttuk Zivils surt o. einsmanM gen, an den beteiligen- - Frankfurt z im HMdr eigentlichen herüber. Die junge Frau stand schon im Leibchen. Auch der Mann war dabei, sich zu entlleiden Es ging auf zehn. Der Krämerskarl spürte keine Müdigkeit Er schloß das Fenster. Lind sah noch lange. And grübelte vor sich hin. 11. Untoeit der alten Fachwerkkirche erhob sich das neue Schulhaus, ein nüchterner Dau. der erst vor einigen Wochen seiner Destimmung übergeben worden war. Die Einw?ihungsfeier bedeutete das Ende jahrelanger erbitterter Kämpfe, Benn die Großen wie die Kleinen hatten den Neubau für ihr Gebiet in Anspruch genommen Die Sache gelangte unerwartet zum Abschluß als der Föckelsheinrich, der in kinderloser Eh< lebte, Grund und Doden unentgeltlich zur Verfügung stellte. 3m Erdgeschoß des Hauses befand sich außer dem Vorplatz der saalartige llnterrichtsraum, im oberen Stock die Wohnung des Lehrers. Ob der Baracke, in der er gehaust, hatten die Schulmeister des Kreises ihren Kollegen Weilandt „Hans vrn der Luft" getauft. Das war nun mit einem Male anders gewordsn. Vier schöne Zimmer von mittlerer Größe boten Sem jungen Lehrer ein, wie er meinte, fürst - l'ches Quartier. Daß die Ausstattung gar dürftig war, focht ihn weiter nicht an. Weilandt entflammte einer alten Lehrer» famUie. Noch sein Großvater war neben dem Schulamt verpflichtet, die Glocken zu läuten, das Taufbecken zu tragen und den Leichenbitter zu spielen. Fn seinem Nachlaß befanden sich Auszeichnungen, die der Enkel als Vermächtnis bewahrte. Eine Stelle darin lautete: ..Fch habe mich in meinem langen, mit Mühsal beladenen Leben über jeden Sonnenblick gefreut. Gemüts- freudigkeit ist die Quelle meines Wohlbefindens. Vom ersten Tage an, da ich in mein Lehramt trat, habe ich mir vorgestellt, daß Fröhlichkeit der Grundton ist. auf den die Seele des Kindes gestimmt sein soll. Dem Dildner der Fugend, der sie nicht kennt und nährt, fehlt das Beste zu feinem Berufe." Turnen, Sport und Spiel Ein vorbildlicher turnerischer Werbeabend. i Rockenberg, 17. Febr. Der hiesige Turn- und Sportverein, der dem Turngau Hessen der D. T. angehört, reranflaügle am Samstag einen turne r i f ■ n Weroe- abend, der in feiner Vortrag?folge einen Verruf nahm, wie er für alle ähnlichen Veranstaltungen vorbildlich sein farm. Einem Dor- spruch und einer Begrüßungsansprache des 1. Vorsitzenden Seip schlossen sich in wohldurchdachter Abwechslung turnerische Vorführungen und weiter noch Darbietungen an, die ganz auf die Pflege des turnerischen Geisteslebens eingestellt waren und die Fahnschen Fdeen lebendig werden ließen. Die Zöglingsabteilung des hiesigen Vereins zeigte in gewandter Ausführung die von den Verbänden der D. T. für dieses Fahr vorgeschriebenen Freiübungen. Fm übrigen wurde der turnerische Teil völlig von der 1. Riege des Turnvereins Nidda, die als Gast anwesend war, bestritten. Mit dem bekannten Gaumeister Nies an der Spitze, zeigten die Niddaer Turner an Reck, Darren und Pferd deutsches Geräteturnen in einer Vollendung, die Staunen und Dswunderung bei den zahlreichen Zuschauern hervorrief und immer wieder stürmischen Deisall auslöste. Das Gebotene war wirkliches Kunstturnen, das den zahlreich anwesenden Vertretrn benachbarter Turnvereine eine Fülle neuer Anregungen gab und für die schöne deutsche Turnkunst in allen Kreisen unserer Bevölkerung stärker geworben hat, als es selbst die zündendsten Worte vermögen. Man kann es verstehen und nachfühlen, daß ein Vorstandsmitglied des hiesigen Vereins, als er den Gästen den Dank Rockenbergs übermitteln wollte, dies fast zu Tränen gerührt tun muhte. Höhepunkte des Abends bildeten weiter die der Pflege des Turnergeistes dienenden Programmpunkte. Bei „Heldendank" mit Vorspruch, dem gemeinsamen Lied „Fch halt' einen Kameraden?' und abschließendem lebendem Bild „Heldengrab" blieb kein Auge tränenleer, „llnferm Turnvater Fahn" galt ebenfalls ein Vorspruch, eine kernige Ansprache des Niddaer Turners Lehrer Wolf (Kohden) und anschließend eine Huldigung der Turner. Das Turnerspiel „Die T u rn s a h rt" meisten Opfer gefordert. An der von yter nach Leidhecken führenden Straße (etwa ein Kilometer Länge) sind gegenlOOBäume, meist Aepfelbäume im ertragsfähigsten Alter, dürr geworden und wurden von der Kreisstraßenvertoaltung zum Fällen verkauft. Die Steigerer haben gesunde Stämme an Holzhändler zu annehmbaren Preisen weiter veräußert. — Die Basalt st eint n du st rie der näheren und weiteren Umgebung hat sich seit FahreSfrist ganz bedeutend gehoben. Meist werden Decksteine auf die Straßen des angrenzenden Kreises Friedberg geklopft und per Wagen abgefahren. Infolge des riesig zunehmenden Autoverkehrs leiden die Straßen ungemein und müssen weit mehr Ausbesserungen gegen früher vorgenommen werden. Zt Aus der Wetterau, 18. Februar. Dos gelinde Wetter der letzten Wochen hat den Pflanzenwuchs ungemein gefördert. Die mit Korn und Weizen bestellten Aecker zeigen ein prächtiges Aussehen, ebenso die Kleeäcker. Der Klee steht geschloffen und ist bis jetzt nicht im geringsten ausgewintert: sein schnelles Wachstum läßt einen früheren Schnitt als sonst erhoffen. Infolgedessen find die Heupreise etwas gedrückt. Händler bieten pro Zentner 3,50—4 Mark, unberegnetes gutes Wiesenheu wurde dieser Tage mit 4,50 Mark bezahlt. Die tief gelegenen Wiesen des Horloff- und Nid data les stehen vielfach noch unter Wasser und leidet die Grasnarbe ungemein, so daß im Sommer saure Gräser uno Schllf die Heuernte beeinttächtigen dürften. )( Ortenberg, 18. Febr. Eine Generalversammlung des Turnvereins beschäftigte sich am Samstagabend mit dem Plan der Errichtung einer Turnhalle. Grundsätzlich herrschte völlige Einigkeit darüber, daß eine Turnhalle errichtet werden müßte. Eine günstige Gelegenheit bietet sich, den nächstens voraussichtlich freiwerdenden früheren Mauergarten zu erwerben, in de sich die Metallwerke Niddertal befinden, doch muh zunächst die Niddag über den Verkauf entscheiden. — Um der Wohnungsnot zu steuern, hat der Gemeinderat beschlossen, ein Vierfamilienhaus z u erbauen. Der Bau soll so gefördert werden, daß er bis im Herbst beendet ist. — Durch die immer größer werdende Zahl elektrischer Anschlüsse, besonders von Motoren, reichte die eine Transformator e n st at i o n schon lange nicht mehr aus. Es soll daher eine zweite Station an der Straße nach Selters zu errichtet werden, an die jedenfalls auch das Bad Selters mit feinen erweiterten Anlagen angefchlossen werden wird. Der Hotelbau des Bades macht gute Fortschritte: nachdem der Rohbau bereits unter Dach steht, wird augenblicklich eifrig an dem inneren Ausbau gearbeitet, der nach dem Stande der modernsten Hotel- und Dädertechnik erfolgt. Ä Nidda, 18. Febr. Auf dem heutigen Schweinemarkt war der Auftrieb von Ferkeln stark, dagegen von Läufern und Einlege- chweinen mäßig. Auch hatten sich viele Kauflustige eingefunden. Der Handel ging aber langsam. ein Zeichen der Geldknappheit. Die Preise waren trotzdem verhältnismäßig hoch. Es wurden bezahlt für ein Paar Ferkel, 6 Wochen alt, 50 Mk., für ein Paar, 9 Wochen alt, 70 Mk. Läufer wurden das Paar mit 75 Mk. und Cinlegeschweine das Paar zu 116 Mk. verkauft. Nicht alle feilgebotenen Tiere fanden Wsatz. sperrte, kam einer der Alten auf ihn zu und hob drohend die Hand. Dabei schlug ihm das rote Feuer aus dem Mund. Dem Adam fiel das Herz in die Schuhe, er rannte wie besessen heim und kroch zitternd in fern Bett. Ändern Dags schwur er Stein und Dein, daß alles sich so zugetragen. Der Krämerskarl schritt die Wassergasse hinunter und bog dann in den Kirchweg ein, wo fein Häuschen lag, ein altertümlicher Fachwerkbau. der im Sommer, wenn die Stadtleute kamen, manchen Blick auf sich zog. An der Tür stand die Pörtegritt, die ihm den Haushalt führte und in feiner Abwesenheit den Laden versah. „No, was hat's gegeben?“ fragte er. ,.®ar wink," versetzte die Frau. Fhr zahnloser Mund machte sie älter, als sie in Wirklichkeit war. ..Die Walkmüllern hat ein' Schoppen Rüböl geholt und der alt' Zecher ein Päckchen Deutsche")."" Der Krämerskarl ging durch den Laden in bas Hinterstübchen. Dorthin brachte ihm die Pörtegritt die Erbsensuppe, die vom Mittagessen übrig g blieben war. Er nahm ein paar Löffel, fetzte ein Schälchen Kaffee darauf und zündete feine Pfeife an. Das Geschäft hatte in den letzten Tagen wenig eingebracht. Man mußte es nehmen, w-e es war. Er hatte im vergangenen Fahr für nahezu zwölftausend Mark Waren verkauft und hoffte, künftig mehr abzufetzen. Die Leute wußten daß er ihnen nicht Mausdreck für Pfeffer auf- fchwähte, und daß er sie redlich bediente. Etliche die gewohnt waren, sich in der Stadt zu versorgen, deckten jetzt ihren Bedarf bei ihm. Freilich hatte er auch Schuldner. Das waren meistens Lohnarbeiter, die von der Sand in den Mund lebten, bei denen, zumal im W'nter, Schmalhans Küchenmeister war. Doch gaben sie sich alle Müh?, die Rückstände zu tilgen, so daß er selten etwas verlor. Letzt hatte der Lehrer Weilandt gesagt: „Krämerskarl, 's müßt' so weit kommen, daß wir im Dors keinen Armen mehr hätten." „Herr Lehrer." war feine Rede gewesen, „das Ei ist *) Zichorienkaffee. gefpteue LyearerftUckchen weckten । türmt] ege Heiterkeit. Es war in allen Teilen ein wohlgelungener Llnterhaltungsabend. Es wäre zu wünschen, daß sich die Heranwachsende Fugend in eigenem Fnteresse der turnerischen Ausbildung in größerer Zahl zuwende. t Grünberg, 18. Febr. Bei der ge- sttigen Nutzholzversteigerung im hiesigen Stadtwalöe wurden im Durchschnitt folgende Preise erzielt: Derbstangen 20 Mark, Fichten-Nutzreisig (Schichthaufen) 18 Mark, Fichtenstangen Va 6,50 Mark, Vb 6 Mark, IV 17 Mark, Eichenstämme II Schnittholz 70 Mark, III 100 Mark, für Bauholz IV 47 Mark und V 33 Mark je Festmeter. — Der Mann ergesangverein wählte in seiner jüngsten Generalversammlung den alten Vorstand wieder und erweiterte den Vorstand in Anbetracht der hohen Mitglieder- zahl des Vereines noch durch zwei Beisitzer. Es ist beabsichtigt, für den Verein ein Klavier anzu schaffen; ein Teil des Kaufpreises ist durch den günstigen Abschluß des 90. Stiftungsfestes bereits vorhanden. ton. Weickartshain, 18. Febr. Am Sonntag veranstaltete der hiesige Landjugendbund im Saale des Gastwirt Hock eine vaterländische Abendunterhaltung. Amrahmt war der Abend durch Vorträge vaterländischer Gedichte und Vorführung von zwei Theaterstücken. Dec gemütliche Teil des Abends wurde durch Tanz ausgefüllt und hielt die Anwesenden noch lang in fröhlicher Stimmung zusammen. Am Samstagabend wurden die Aufführungen den geladenen Vereinen, Gesang- und Kriegecver- ein, sowie den Ortseinwohnern vorgeführt, wobei der Gesangverein unter Leitung des Lehrers A ch a r d durch Dortvag mehr;rer Lieder zur Verschönerung des Abends beitrug. Auch hier hielt ein gemütliches Beisammensein die Anwesenden noch recht lange zusammen. Beide Veranstaltungen waren stark besucht. Kreis Friedberg. '4 Bad-Nauheim, 17. Febr. Trotzdem bte Wogen des Faschings hier schon so hoch gehen wie nie in einem Fahre zuvor, gibt es doch in allen Bevölkerungskreisen noch Leute genug, die selbst in dieser Zeit noch Sinn für andere Veranstaltungen haben. So konnte sich gestern der 4.Vortragsabend des Bildungsvereins im Kurhause eines regen Besuchs erfreuen. Reallehrer Staubach sprach in sehr fesselnder Weise über das Thema „Am Lebe nsquell der Sprache". Die Ausfüh- rungen ließen einen Blick tun in Wesen und Wandel und in das reiche Leben unserer Muttersprache. An einer Reihe von Wörtern und Redensarten wurde gezeigt, wie sich deren ursprünglich frische Bedeutung im Laufe der Fahr» Hunderte gewandell hat, wie sich Bedeutungsumfang und -inhalt verschieben, wie Wörter m ihrem Werte sinken und steigen und der Sinn m mannigfacher Weise übertragen wird Die anschaulich entwickelten „Wortgeschichten" trugen dazu bei. die Schönheit unserer Muttersprache erleben zu lassen. Der Redner erntete dankbaren Beifall. Kreis Büdingen. △ Bingenheim, 17. Febr. Der kalke . Winter 1923/24 hat wohl in hiesiger Gegend unter den Kern- und Steknobstbäurnen die t ’ Die Oberroälder. Roman von AlfredDock. meinen fort und führ- altienmarft verstimmt, bc Berliner dem 9,625 88,3) 19,1 30,13 Bepart. 1,25 13,13 Frankfurter Dbendbörfe. Stirn- Die Packung angegeben. 53ss begrenzt. Das geringe Interesse, das die Spc- Für Knaben fjermannaxfroibhtim Q (Sitten : balintiof|tva^e14 2i^e- 1.20 3.50 1.25 3.25 2.25 50 10 Da nkn ot en. (Ohne ©eiräbrJ i cn »oll roll doll roll voll voll id:i voll voll toll voll voll and schon im Leibchen ei, sich zu entkleiden rtc keine Aiidizleil. Inö sah noch lange. 98 5,8V 28 90 3,9V Manschetten 4-fach Mako Glace-Lederhandschuhe, schönes weiches Leder, schwarz Stoffhandschuhe, schwarz, feine Hor-Qualität Hemden, gute Trikot-Qualität mit weißen Rips-Einsätzen . . Unterhosen, makofarbig, solide Qualität .... Größe 1 Weiße Oberhemden, elsäss. Rcnforce,Pikee-Faltenbr.,!aQu. Schleifchen, schwarz, f. 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'i 3,95 12,25 19 69,62 4,13 6 10,25 98,62 Manschetten knöpfe Kragenspangen Kragennadeln -—in großer Auswahl ===== 6,05 8.75 10,2 0.91O 0 930 1.34 0,515 0,63 1,15 16,25 0.65 1,2 16,4 2,4 4,5 2 75 13.4 4.525 3,9 2,90 13 4,6' 3,90 4,3 2,7 13,13 0,725 0.905 0.91 1.30 0.51 1.05 1,15. 1,30 94.75 91.10 11,13 Korpulenz macht alt, verunstaltet die Körperformen und ist auch ungesund. Wir raten korpulenten und allen zum Stark- toerbert Veranlagten, in der Apotheke 60 oder 30 Gramm echte Toluba-Kerne zu kaufen, die unschädliche Stosse von fettzehrender TDirhmg enthalten. Sicher erhältlich: Universität-- Apotheke ,Zum goldenen Engel". Die Bestandteile sind auf der 5 75 160 20,13 23,62 25 26,10 17,9 124.25 17,6 2,1 9,H 0,131 Rundfunk-Programm des Frankfurter LenderS. (Aus der Aadto-Umschau".> Freitag, 20. Februar: 11,55 Uhr: Zeitangabe. 12 Uhr Rachrichtendienst 4 Uhr: Wirtschaft-Meldungen. 4.15 Uhr Rachrichten der Industrie- und Handelskammer Frankfurt n M.-Hanau. 4,30 bis 6 Uhr: Haus- siauen-Rachmillag. Dortrag von Frau Marie Lüttke. „Hausftau und Wohnungsfragen". 6 Uhr: Wir'schastsm ldungen. 6 bis 6.33 Uhr: Die Lese- stunde lMeisterwcrke der Weltliteratur) AuS ..Soll und Haben" von Gustav Freytag (Fort- setzung). 6,30 bis T Uhr. „Der Hausherr von Shinghai". Roman von Rorberl IacaueS (Besprechung und Vorlesung). 1 bis 7,3? Uhr: Espe ranto-Unterricht. 7,30 Uhr: Funkhochschule, Pros. Äü z'l: »Aus der Geschichte des deutschen Unternehmertums" (1. Vortrag). 8 Uhr: Die Besprechung (Theater und Kino: 8,30 Uhr. Was ist denn los? 9,30 Uh» Rachrichten. Wettermeldung. Sportbericht. 10 bis 11 Uhr: Tanzmusik der Haus» Jazz-Band. 80.40 0.59 23.8 25 40 9 1 18.05 22 12.20 19 125 13 KO 70 20 dl 12,13 18,80 69 13 80,62 4,1.3 6,1 9,5 101 0.92 0 965 । 1,25 1,15 1.21 94,75 91,50 10,60 ein-mannlchaftskamps an den Geräten ausaetra- gen, an dem sich alle Gruppen und Altersklassen beteiligen. In diesem Jahr kommt der Kampf in Frankfurt zum AuStrag. und zwar am 15. Würz im Hippodrom. Sin DegrübungSabend geht * eigentlichen Wettkampf voraus. Frankfurt a. M., 18. Febr. mung an der Abendbörse war weiter schwach, auch die Umsaytätigkeit wieder außerordentlich 124,50 17.90 2 1 9 70 0,124 90 19,95 82.5 148.5 1» 2.3,9 7 8 12.25 63,4 58 47... 3,7 3,9 fut Unp \.Xn Want lUt. *• 18. g«. "«■ 3n k "'n- «ienij, L?1* w- i6k 157.5 »..60 13,75 132 111,85 I 9 50 0,225 19 12,13 82 91.51 147.75 18.75 23.50 12*10 63.2.» .■»7.40 48,75 Jungen Hennen das Goldbraun des Vaters. Da diele Farbenverlchiedenhetten schon bei den srisch- ausgebrüteten Hühnern deutlich hervvrtreten, so ist es dem Züchter möglich, die Geschlechter auf- zusondern, wenn sie auskriechen, ohne dast ein Fehler möglich ist. Das ist für die Hühnerzucht sehr wichtig, denn die männlichen Hühner sind viel weniger nutzbringend «US die weiolichen. und der Züchter kann daher feine ganze Aufmerksamkeit aus die Auszucht der weiblichen Hühner verwenden. Merkwürdigerweise wirkt dieleS KreuzungSgescy nur in einer Richtung. Wenn silberfarbene Hähne mit goldfarbigen Hennen gekreuzt werden, so ergeben sie eine Brut von gewöhnlicher Art. Ss ist aber hier eine geheimnisvolle Beziehung zwischen Mutter und Sohn aufgewiesen, die dem Begriff deS .Muttersöhnchens" eine neue Beleuchtung verleiht. Hoesch und Köln-Reuessen tn diesen Papieren eine sehr scharte Baissebewegung au-gelöst, die auch alle übrigen Montanwerte unter Druck hielt. Bei der ersten Rolierung verloren Hoefch 7' , Proz. und Äoln-Ticueffen 5 . Proz. Auch Geilenkirchen liegen schwächet ebenso Deutsch- 2uf. Regere Rachfrage bestand nach Harpener. die ihren Kurs verbe'lern konnten. ObedchlctUcbc Werte lagen uneinbeit ich. Am Schiffahrt-. • markte konnte sich ein leichte Auioxiri^oewe» gung durchsetzen, die angeregt wurde durch die Zulal'ung deutscher Schiffahrlswerte an den au-->- ländilchen Börsen Dagegen i?.g der ‘ an!- “SM '...«iidi« II0. ?>'..% einen Der- Tktanfa- JQmv Anw Tk)t, rische Dvrssch^' n^en Trift,-, und die Ichischen 1 D>c Zögling-ablei- ^'9‘c 'N gewandter Mnhcn öer T L für n $reiü6imgen. 3m Teil völlig von Aidda. die blutten. M b«n an bet Spihe, zeig, n "Saum und en in einer Men- irwmdening bei den >rnes und immer tok- M<. Daj Gebotene l das den zahlreich achbartec Turnöereinc R gab und für die allen Kreisen unserer >en hat, als cs selbst flögen. Man tonn cs dah ein Vorstands, ns. als er den Vasten ermitteln wollte, bi« n muhte. Höhepunkte r öle der Wege des IrDßrammjnmtte. lei Y bem gememfamtn merabnr und ab- „Hrldmtzrcck" Wtf cm Turnvater Jahn' ch, eine kernige Än- ners Lehrer Dolf eine Hiüdigung ber .Die Turnsahrk Schlupfhosen, weiß, mit ver- 4 TC stärktem Schritt Liu Glac<-Handschuhe, weich, n Qf) Leder,weiß, m.2Druckknöpfen U.llU Strümpfe für Konfirmanden gute Qualität, gestrickt, weiß 4 4 C und schwarz LI U Strümpfe für Konfirmanden Seidenflor, Doppelsoyle, Hoch- 4 f)C ferse, verst. Siptze, weiß, 1.75, LtU toerflirefce erhob sich hterner Dau. der erst r Bestimmung über- Nnw.'ihungssein fr1 ■r erbitterter Äämbfc Kleinen hallen den Anspruch genommen artet zum Abschluß t in kinderloser 8d< mentgeltlich iur ®CT’ ufes befand fick auhci ,me IlnterrichtslvM » ei6rerf er er gehaust. W Lust" getauit Kf le anders getooM nittlcrerW^ Die er mtinie Ausstattung (F 5u chl an. . ,,„r, läuten- Veichenbitterru i-lfjCäbcfinbw6| tncs "T 2-brami llt. daß Ai„des ie °ec fugend. von H. Rtfch und daS Hans Sachssche Spiel ,D c r fahren de Schüler ins Paradies", pahten trefflich in den Rahmen der ganzen Veranstaltung. die mit Gewandthei:ssreiübungen der Rlddacr Gäste und dem gemeinsam gesungenen Deutschlandlied einen erhebenden Abschluh sand. Ter übliche Tanz pahte nicht in den Rahmen des Abend-, an feine Stelle trat ein grmeinlame- Beilammenfein, das bei froher Turnerrede und frischem Turnersang noch unter dem Eindruck der Dortrag-folgc stand. S o sollen turnerische Werbeveranstaltungen verlaufen! Rur so werden sie die noch abseits stehenden Volkskreise für die Turnsache gewinnen. Um den Abend hat sich der von hier gebürtige Lehrer Franz Beck iRiddai besondere Verdienste erworben. — Aus ihrer Rückreise waren die Riddaer Turner am Sonntag auf einige Stunden Gäste des Turnverein- 1 860 Bad-Rau he im. Reallehrer Staubach entbot ihnen herzlichen WUlkommensgruh. der von Lehrer Wolf im Auftrag der Riddaer ebenso herzlich erwidert wurde. 5iunftturn - Ttädtekampf in Frankfurt. Zwischen Mannheim. Darmstadt und Frank- surt o. W. wird feil mehreren Jahren ein Der- Buntes Allerlei. Auffindung eines wertvollen antiken Grabes. Zwischen den Mietkasernen in dem übervölkerten Viertel vor dem Lateran in Rom schachtete man die Grde auS. um ein neues Hans »u errichten. alS die Spaten plötzlich inS Leere ffiehen. Dem Blick deS KennerS enthüllte sich hier ein mächtige- antike - Trabgebäude, da- einst mehrere Stockwerke über dem Grdboden emporgeragt hatte und jetzt tief in die (3rbe hinabführte. Der wichtige Fund, von dem Gustav W. G b e r l e i n in der Leipziger „Illustrierten Zeitung" berichtet, gibt b?n Gelehrten ein schweres Rätsel auf. und sein Geheimnis ist noch nicht rrgründet. Wie bei verschiedenen Ausgrabungen der letzten Jahre weist man nicht einmal, ob der überaus reiche Wandschmuck noch heidnisch oder schon christlich ist. Die elf Männer, die in einer der Grabkammern so lebensvoll dargestellt üni . können ebenso gut Propheten des alten Testaments oder Apostel sein, vielleicht aber auch Porträtdarstellungen von Römern: sie tragen die weihe Tunika und haben so sprechende Züge, dah sie nach damals lebenden Persönlichkeiten ge- sä,affen sein müssen. In anderen Gemächern wieder ist die Geschichte vom Sünden- falI zu sehen, Adam und Gva im Paradiese, schon von der Schlange bedroht. In der Darstellung des guten Hirten haben einige Gelehrte das erste authentische Bild Ghristi sehen wollen. Mit dieser Annahme eines christlichen Grabgebäudes lassen sich aber andere Fresken schwer vereinen, die Massendarsiellungen und Volksszenen enthalten, darunter einen Auslauf aus dem Forum. Dahinter breitet sich eine Landschaft, die an die römische Eampagna gemahnt. Diese mit unerhörter Meisterschaft gezeichneten und gemalten Werke stehen ganz einzig va und sind für die Geschichte der römischen Malerei von unschätzbarem Wert. Auch eine so reiche Sammlung von Fresken Porträts fiirbct sich sonst nirgends in der klassischen Kunst. Man hat zur Erklärung dieser Darstellungen auf biblische und altgriechische Vorbilder geraten, auf das Bud? Hiob und die Odyssee. Einige Inschriften frwcd:cn von der Destatiungsgruft der Familie Aurclia. und man hat Sarge gesunden, die da- Kopfende gegen Süden gerichtet haben. Vielleicht lag hier tief unter der Erde das Der» sammlunashauS einer geheimen vorchristlichen Gelte, die von verschiedenen Religionen Vorstellungen und Bilder annahm. Heue Versuche zur DererbungStheoric. GS ist oft behauptet worden, dah groste Männer besondere Aehnlichkeit mit ihrer Mutter Haben, und überhaupt herrscht die Anschauung. Last Söhne nach der Mutter und Töchter nach iem Vater geraten. Dieser Glaube erhält gewisse Bestätigung durch interessante Kreuzung ö v e r s u ch e, die in England an Hühnern ziemachl worden sind. Ohne den Menschen mit lern Huhn aus eine Stufe stellen zu wollen, wird man es doch als auffällige Erscheinung buchen, -ast bei der Kreuzung bestimmter Hühnerrassen eile Söhne die Merkmale der Mutter, alle Töchter die des Vaters aufweisen. Wenn eine Sussex- Henne, die ein fast siiberweistes ®'fieber bat mit einem Rhode-ISland-Hahn. dessen Federkleid goldbraun ist, gekreuzt wird, so hauen al.e jungen Hähnchen die Silbersärbung der Mutter, alle Berliner Börse. lEigener Drahtbericht des ,Gießener Anzeigers".) Berlin, 18. Febr. Die heutige Börse eröffnete zögernd und lustlos, doch konnte sich die Tendenz zunächst nicht einheitlich gestalten: im allgemeinen überwogen wohl die Abschwächungen. Die Lage am Geldmarkt ist für Monatsgeld nach wie vor gespannt, und so fehlte es von dieser Seite an jeglicher Anregung. Am W o n t a n m a r k t hat die Zusammenlegung von Wirtschaft. ' Zur Drei-regelung der lanb- wirtschastlichen Erzeugnisse. Im AuSichust für Ernährung und Landwirtschaft des vorläufigen ReichswirtschaftSrats wurde gestern beschlossen, ähnlich wie über die Ledcrwirlschast al-bald auch zwei Enqueten über die Erzeugerund Verkaufspreise von Fleisch und Häuten und über die Getreide». Mehl» und Drotpieise durch» zusühren. um die Berechtigung der letzigen Kal- kulation-methode der Erzeuger und Verkäufer nachzuprüen. • Die Branntweinerzeugung im Januar. Rach der jetzt veröffentlichten Mo- natSübersicht des Reichsmonopolamtes wurden im Januar an Branntwein zusammen 295 863 Hektoliter Weingeist hergestellt. Der Gesamtabgang betrug 169 374 Hektoliter, so dah sich die Bestände der ReichSmonopoloerwaltung an unverarbeitetem Branntwein von 1 219 509 Hektolitern am Beginn des Monats auf 1 336 861 Hektoliter am Dchluh des Monates erhöhten. Tie unterschiedliche Ansanasziffer gegenüber der im Vormonat veröfsentlichlen Endzahl ist auf nachträgliche Ablieferungen und Absatz des Transport». LagerungS- und RcinigungsbundeS für das Detriebsjahr 1923 24 zurückzuführen. • Deutsche Stahlgemeinschaft in der Tschechoslowakei. In Verfolg der Bestrebungen. innerhalb der deutschen Skahlgrmein- schaft zu weiteren hinterverbänden zu kommen, sind laut D.H D. ersolareiche Verhandlungen ein- geleitet worden, um Die Tochtergesellschaft der Mannesmannröhrenwecke in Komotau und die Witkowitzer Eisenwerke in den Verband einzu- beziehen. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (In Btlltoncn Mott anfcjebrüdt. Buenos BtreS. London, Neu» Sorf, Japan. Rio de yanrtro für eine Stndeli, Wien und labapeft für 100000 Ein betten, alleö übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gerr-ähr.) Für Mädchen: Taghemden, gute Qualität, 4 ßC mit Festons Luu Beinkleider, gute Qualität, 4 QC mit schöner Stickerei Lud Hemdhosen, gewebt, solide Q TC Qualität............U» I U Korsett»Schoner, gewebt, A 7C mit Trägem .......U. I U HondelSgclcllschast layen im Angebot Im Zu'am- mcnhang mit der Dividendenverteilung bei der Mittcldeutfeden Kreditbank. Ehe m i sch e A k t ien konnten ihren Kursstand bchaupien Äalt» werte lagen abgeschwächt, a h die Freiverkehrskaliwerte Von Dahnaltien lagen Schantung abgcfd'tt'ädbt. In ausländischen Renten war das Geschäft ruhig, Bosnier waren rückgängig. Ohne Interesse liegt auch her Markt her heimischen Renten, die sich allgemein Abschwächungen gefallen laßen muhten. Die Lage am G e l d m a r k! ist unverändert. Das Interesse richtet der fran- »Asische Franken durch die . . franzöf.schen Regierung leicht bessern. Dasselbe gilt für den belgischen Franken. Die Reichsmark .liegt in London leicht erholt Franksurler Gekreidebörse (Eigener Dvahtberich'. des .G.«.bene Anzeigers".) F r a n k su r t a. M.. 18. Febr. Es wurden notiert: Weizen, Wette rauer 21,25 biS 25,50, Roggen, inländischer 22 biS 25,25. Sommergerste für Vrauzwecke 24 biS 31, Hafer, inländischer 17,50 biS 22,75, Mais (gelb) 22.50, Weizenmehl, inländisches. Spezial 0 41 bis 14.25, ^oggenmehl 35,50 bis 39, Weizenkleie 14,25 bis 14,50. Roggen» rieie 14,50 biS 14,75. Tendenz Ruhig. Berliner Produktenbörse. Berlin. 18 Febr. Der Produklenmarkt hatte stilles Geschäft. Anlasi zur Zurückhaltung gab die stetige amerikanische Tendenz. DaS Geschäft in Gerste. Hafer, und Futterartikeln blieb ruhig. Es notierte die Tonne Weizen (märf.) 250 biS 256, Weizen lMärz) 267. Weizen 283 bis 282,50. Roggen (märf) 250 biS 253. Roggen »März) 263 bis 262. Roggen (April! 270, Roggen (Mai) 279 bis 278. Gerste (märf.) 255 bis 270. Futtergerste 215 bis 240. Haser (märt) 187 bis 195. Hafer (Mai) 219. Mais (loko Beilint 224. Mais (Mait 199 bis 201. Raps 390; der Doppelzenter Weizenmehl 34,50 bis 36.75. Roggenmehl 34.50 bis 36,75, Weizenkleie 15,50, Roggenkleie 15,50. Diltoriaerbsen 27 bis 34. kleine (?rbfen 21 bis 22. Futtererbsen. 19 bis 21. Peluschken IS bis 19, Ackerbohnen.' 20 bis 21. Wicken 19 bis 20, Lupinen (blau) 12,25 bis 13,75. Lupinen «gelb) 15 bis 16,25. Serradelle (neu) 15 bis 16.50, Rapskuchen 18 bis 18.30. Leinkuchen 24,50 bis 25. Trocken- schnitzel 9.30 biS 9.50. Tvrfmelafte 9,50, Kartoffel- flocken 20 bis 20,20. FA DcuULc MctLSaiNrihe . 4% Trusts ‘Jic1cf)-5an(rthe . 3’,'j*/» Tcutfdjc ^cnLSanlkthe ♦U Tcuischc RctlbSmteidc . Icui'äje Lparpramienanteihe 4#/0 'Urkutztsive «onsots . . . 4°, Heften S*Ifli Hetzen.......... 3% Hetzen Deutsche Wcrtb. Dollar-Anl. bio. Doll -Lkbay-Anwetsna') 4®/e ^olltütten 5% Tvldmerikaner ..... Berliner HandelSqesrllschast. Commerj- und Prival-Bank. Darmst. und Ncnionalvank . Deutsche Bank......... Deutsche BerctnSbank .... Diaconto Lomniandit .... Metall bank........... Mitteldeutsche Kreditbank. . Leiter reichliche Kreditanstalt. Westdonk............ Bochumer Guß ....... BuderaS............ Caro Deutsch Vuremburfl 0»elsentirchener Bcrawette. . Harpener Bergbau...... Kaliwerke Ascherüleben. . . . Kaliwerk Wetzrregeln Laurabüttc Lberdedarf Pyönir Bergbau Rhcintzahl........... Riebect Montau DelluS Bergbau Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd Cheramische Werke Akbtn . . Zementwerk Heidelberg . . . Pvilivp HoUmann...... Anglo Tont -Guano..... Badische Anilin....... Chemische Mayer Alapta . . Goldschmidt.......... GricS cimcr Electron .... Höch'tcr ^.irdwerke Holzverkohlung Nütgerswerke Scheideanstalk ., Allg- ElektrtzitätS.Gesellschast Bcramann .......... Mamkra'twette Schuckert............ Siemens L Halske Adlerwette Klener ...... Daimler Motoren....... Henliaenstaedt " eguin............. Motorenwerke Mannheim . Frankfurter Armaturen . . . itouseroentabrik Braun . . . MetalMelell chaft Frankfutt. Pct Union A.-itz. ..... Schuh'abrik Her; Sichel.............. Zellsw ' Malddos Zucter abrik Frankenthal . . Mucker,abrik Waghäulel . . . 4.176 21.2! 71 46 19 9f.7 22 20 167 13 17 29 C.3,69 6,91 112.77 80.67 59 41 12 425 5.77 scharfen Druck. Danken waren zumeist gehalten. Am Markte der ausländischen Renten traten türkische Werte etwas hervor. Die ’Xbgabcnei- gung hielt bis zum Lchluste an. io dasi die Börse in schwacher lustloser Haltung sch'.osi. Deutsche Anlethen 5prozentige Reichsauleihc 0,678. 3> .prozennge Preuhische Konsols 1052. 3prozen» tiqc do. 1002. 1923er K Schätze 1.80. Ausländische Renten Bagdad II 10.57. Zolltürken 11.25, dürfen von 1928 8. Lanlaltien: Berliner Handelsgesellschaft 157.50, Kommerzbank 6.70, Darmstädter Bank 13.62. Deutsche Bank 13.25. Dts- contogesellschaft 124.25 Dresdner Bank 115.75, Metaklbanl 17.60. Oesterreichische Creditaklien 9.60. Montanaktien: Harpener 146. Mansselder 5. Phönix 62.50. Tellus 3,50. Kali Westeregeln 23,50. Chemische Aktien: Badische Anilin 30,10, Sch. deanstalt 21,50, Elberfelder Färber 26. Th. Goldschmidt 23.70. Höchster Farben 25,87. Hokz» vcrlohlung 9. Rutgerswerlc 17,75. Eleltrowerte: AEG. 12. Elektrische Licht und Krast 8. Fellen 46.12. Siemens u. Halske 82. Transportaktien: Rordd. Llotzd 3.95. Schantungbahn 4,75, Baltimore 65. Monastir 13.75. III. Anatolier §.25. Sonstige Industrieaktien: Kleyer 4,10, Deut ich es Erdöl 60,75, Dyckerhoss 4,40. Gebr Iunghans 12.80. Kemp»Stettin 0.56. Rheinmetall 10,5, 3uL Sichel 2,90. Frankenthalzucker 4.62. Börsenkurse. (Ohne Gewähr.) Zur onfirmatlon und Kommunion! 4,196 21,32 74 7H 20 1167 ?2 82 1<8 79 17,37 64,31 6,93 113 93 Kl 07 59.71 12.485 6,79 18 Februar. -lmerikanilche Noten . , ,., belgische Noten...... . Danilchc Noten . Englische Noten ,, arnniöfUtbe Noten...... .pouändische Noten ..... Ut lienische Noten i.'orwegischk Violen Deutsch Lestcrr. A100 Kronen Rumänische Noten ...... Schwedische Noten...... Schweicer Noten Spanische Noten Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . . . . tzran"nr»i *DI Berk'', Lchluh« Ai.r* Schlichk. At-eno. bihft s.4’u*- ™?«‘; 11 u 5 bett. 17. 2. 18 2. 17. r. 18 2 17. Februar 8. Februar Repar». VmMch, Notierun-, ?lintit 0: io" r 11 Veld Wrkt i'itl» 0 •! 17 M Ämit>Nott IM. 59 I Ol 168.31 168,73 Voll 1'0(1 Buen.-Slire- 1,657 1.661 1.653 1.657 voll voll Brtz.-Antw 21,21 21.37 ■21.29 21.35 '. Pli voll tzbttstiania 63,97 64 13 63,84 61,09 voll voll tzonenbagen 71.71 74.«9 74.64 74,82 voll voll Sloctbolm 113,Oi 118,80 113,02 113,30 voll 0011 Helsingsorü 10,56 10,60 10 56 10,69 voll.voll irtalien. . 17,2 i 17,30 17.24 17. 8 vowvoil London. . 20,025 20,095 19,992 20 012 voll voll Neunork . . 4,195 4,205 4.195 4,20.5 DCU'ÜOU ^nrid. . . 21,915 22.04 22,21 22,27 tot voll bO.75 80.95 80,73 80,93 voUcholl Spanten . 59.51 69,67 59,53 59,67 1.63 5 1,633 1,632 1,633 voll voll \io de 5an 04,71 0,476 0,471 0,473 voll voll Vien tn D-. voll voll Ctfl. abgest 5,90)5 5,928 5,908 5,9’8 vou voll l’vao - . 12,455 12.495 12, 55 12,495 .'01. voll Belgrad . . 6.H4 6.86 6,81 6 83 LOu oll Budapest. 5, »07 5,827 5.79 5,81 Mul.'.iüll Bul arten 3,045 3,055 3,045 3,055 VühlJUU V'fTobon 19,98 20.U2 19.98 •zO.tr' T anjig. . . «9,45 79,65 79.30 79,50 voll voll stonst.nrin 2,205 2.215 2 205 2..15 voll voll Athen. . . 6.6J 6,71 6,49 6,51 voll voll Wir wollen unsere wollen unsere ¥ B Tollwaren jetzt räumen r V ollwaren nicht bis zum Winter auf heben Wir geben unsere Wollwaren jetzt halb geschenkt 1. Wollene Westen C?»»"*"*. r"S« 10°° 2. Wollene Jumper 5°° 3. Wollene Strickjacken 7% 4. Blusenschoner 5°° 5. Kinder-Mäntelchen iS&S&SBE® 5°j 6. Kinder-Kleidchen 5"? Verkauf im ersten Stock! Diese Waren sind nicht ausgestellt! Modehaus Salomon Gießen, Schulstraße 3 Ai,S JntttchntciikceiM «. kleine Kapitali n aucbüb.y.Ut 100000 au mäfe. Zinssatz L Jndiiiirie, Hond> l u. VAe- werbe, a. nur städl. u. lant>L Grundbesitz. Schr. Ang. »nt. 1738V a. d. Gieß. Anzeiger. Bekanntmachung. Über das Vermögen der Firma Mowag G. m. b. Sj. Gießen wiid auf deren An- trag die Geschäftsaufsicht angeordnet. Sic beginnt am 16. Februar 1925, 4 Uhr nachmittags. Als Gejchäftsaussichtsperson wird unter Wahrung der Rechte der Beteiligten aus § 22 der Verordnung, Kaufmann Reiber in Gießen bestellt. Gießen, den 16. Februar 1925. Hessisches Amtsgericht. 17436 Arbeitsvcrgebung. In der Gemeinde Deckenbach, Krs. Alsfeld, ist die Herstellung einer Entwässerungsleitung auszuführen. Es sind zu vergeben: Los 1: Die Lieferung von 25 und 30 cm I. W. Zementröhren, zusammen 430 m, nebst 80 cm I. W. Schachtringen. Los 2: Fuhrleistungen etwa 1100 Zentner. Los 3: Kanalgräben etwa 900 cbm und die Rohrverlegung. Pläne und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote, nur auf den bei uns und bei der. Bürgermeisterei Deckenbach zu Mb. 1.- für Los 1 und 2 und Mk. 1.50 für Los 3 erhältlichen Angebotsvordrucken sind zum Eröffnungs. termin Dienstag, den 24. ds. M., vormittags 10Uhr,aufunsercmBureau, Frankfurter Straße 29 (Seitenbau', einzureichen. Iuschlagsfrist 3 Wochen, freie Auswahl- unter den Bietern bleibt Vorbehalten. Gießen, den 16. Februar 1925. Hessisches Kulturbauamt. 1749V H. Steinbach, Reg.-Baurat. Aufforderung. Das Einlagebuch der Bezirkssparkaffe Gießen Nr. 2858, lautend auf den Namen Frauenverein der Markusgemeinde Gießen, ist abhanden gekommen. Der Inhaber des genannten Buches wird hiermit aufge- fordert, seine Ansprüche an dieses binnen drei Monaten vom Erscheinen dieser De- lmnntmachung an bei uns geltend zu machen, andernfalls die Kraftloserklärung des Spar« Ibudjes erfolgen wird. Gießen, den 17. Februar 1925. Der Vorstand der Bezirkssparkasse Gießen. '•_________________Zacheis.___________1741V holz-Submissions-verkaus Aus den Waldungen der Gemeinde Annerod soll folgendes Holz auf dem Submissionsweg verkauft werden: Abt. 4, Los 1: Kiesernstämme 3. Kl. 6 Stück, --- 3,46 Fstm. Schnittholz „ 4 und 9, Los 2: Kiesernstämme 3. Kl. 6 Stuck, 3,56 Fstm. Schnittholz „ 4.9,23, Los 3: Kiefernstämme 3. Kl. 14 Stück, 9,73 Fstm. Bauholz „ 4, Los 4: Kiefernstämme 4. Kl. 29 Stück, 18,54 Fstm. Bauholz „ 8,9. 23, Los 5: Kiesernstämme 4. Kl. 20 Stück, 12,47 Fstm. Bauholz * 4, Los 6: Kieferns!ämme5.Kl. 29Stück, 13,50 Fstm. Bauholz „ 9, Los 7: Kiesernstämme 5. Kl. 72 Stück, 30,52 Fstm. Bauholz „16,23, Los 8: Kiefernstämme 5. Kl. 15 Stück, 5,94 Fstm. Bauholz „ 9, Los 9: Lärchenstämme 5.Kl. 1 Stück, 0,72 Fstm. Bauholz „ 1, Los 10: Fichtenstämme 3. Kl. 2 Stück, 2,26 Fstm. Bauholz „ 9a Los 11 :Fichienstämme3.Kl. 2Stück, 3,58 Fstm., Ar. 596, 629 Bauholz „ 9c Los 12: Fichtenstämme 3. Kl. 3 Stück, 5,63 Fstm.,Ar. 690,719,732Bauholz „ 9und 15, Los 13: Fichtenstämme 4. Kl. 13 Stück, 11,33 Fstm. Bauholz „1,2, 3, 9, Los 14: Fichtenstämme 5a-Kl. 73 Stück, 46,40 Fstm. Bauholz „15und 22, Los 15: Fichtenstämme 5a-Kl- 14 Stück, 9,23 Fstm. Bauholz „1,2, 3 und 9. LvS 16: Fichtenstämme 5b-Kl.l48Stück,47,15Fstm.Bauholz „ 15 und 21, Los 17: Fichtenstämme 5b-Kl. 52 Stück, 16,65 Fstm. Bauholz „ 1, Los 18: Weißtannen 3. und 4. Kl. 2 Stück, 1,96 Fstm. Bauholz „ 15 Los 19: Eichenstamms 5. und 6. Kl. 21 Stück, 4,75 Fstm. Bauholz. Das Holz ist entrindet und ohne Rinde gemeffen- Der Kaufpreis ist pro Festmeter anzugeben. Die Gebote sind nach Losen und Klaffen getrennt zu halten und müffen bis zum Donnerstag, dem 26. Februar 1925, nachmittags 2 Ähr, auf unterzeichneter Bürgermeisterei eingereicht sein, wo in Gegenwart erschienener Dieter die Eröffnung stattffndet. Die Kaufbedingungen werden vor der Eröffnung bekanntgegeben, können auch vorher eingesehen werden. Annerod, den 18. Februar 1925. Hessische Bürgermeisterei Annerod. Horn. 174LV Technische Beihilfe Bezirksgruppe Gießen Vortrags- und Werbeabend am Donnerstag,dem 19. Februar, abends 8 Uhr,im großen Hörsaal des physikalischen Instituts (Eingang von der Stephanstraße) Redner: Volkswirt R. D.V. Schreiber-Stoltze (Cassel): „Fünf Jahre im Dienste des Volkes“ Reg.-Bmstr. Hilsdorf Frankfurt a. M.: „Einsatztätigkeit derTeno im vergangenen Jahre“ mit Lichtbildern Alle Nothelfer, Nothelferinnen und solche, die es werden wollen, sind herzlich willkommen I i&i3D D8E LEITUNG DER BEZIRKSGRUPPE GIESSEN Spielvereinigung 04 Sonntag, den 22. Februar 1925, abends 7.59 Uhr, Großer WM in sämtlichen Räumen der „Liebigshöhe" Einlaßkarten bei Iigarrenhaus Ianz, Markt 1, Eickmeyer & Loeb, Kreuzplatz 11. 1657D Vertreter: August Förster - GieBen Bahnhofstraße 65 B Fernruf 1367 Drei Eigenschaften sind es vor allem, die den Pianinos und Flügeln des Hauses Steinway & Sons den .Weg zum Erfolg in allen Erdteilen geebnet haben: Vollendeter Anschlag unnachahmliche Tonfülle unübertreffliche Dauerhaftigkeit Wo auch immer in der alten wie in der neuen Welt von Klavieren die Rede ist, überall ist dem musikalisch Gebildeten der Name Steinway vertraut als der Inbegriff der Vollendung in der Klavierbaukunst aller Zeiten. Ich übe meine Praxis wie bisher Seltersweg 70 aus, jedoch nicht mehr in Gemeinschaft mit Herrn Dr. Wertheim Dr. Baum, Zahnarzt Telephon nur 1273 1763D Ledensmittelverdingung. Am 3. März 1925, 10 Ahr vormittags, werden die Küchenbedürsniffe des l. Batls. 15. Z.-A. hinsichtlich der Liefe, rung von Kolonialwaren und Gemüse für bte Zeit vom 1. April bis 30. Juni 1925 in Kaserne II, Zimmer 119 verdungen. Die Lieferungsbedingungen liegen vom 20. Februar bis 2. März 1935 einschl. in der Zeit von 9-12 Ahr vormittags und 3-6 Uhr nachmittags bei der Küchenverwaltung des Bataillons zur Einsicht aus. Sie können auch gegen eine Gebühr von 50 Pf. von der Küchenverwaltung bezogen werden. Angebote mit der Aufschrift: „Angebot aus Lebensmittel für 1. April bis 30. Juni 1925“ sind bis zum 2. März 1925, 5 Uhr nachmittags, an die Küchenverwaltung einzureichen. 1752V Küchenverwaltung deS I. (Hess.) DatlS. 15. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Inheiden für das Rj. 1925 liegt vom 20 d. Mts an eine Woche lang auf der unterzeichneten Bürgermeisterei offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Inheiden, den 17. Febr. 1925. 1750D Bürgermeisterei Inheiden. Reih. Bekanntmachung. In der Generalversammlung vom 19. Dezember 1924 wurde mit 12 gegen 2 Stimmen beschlossen, die Genossenschaft in eine solche mit beschränkter Haftpflicht umzuwandeln. Die Gläubiger werden aufgefordert, sich innerhalb eines Jahres zu melden. Watzenborn-Steinberg, 6. Februar 1925. Landwirtschaftlicher Konsumverein e. G. m. u. H.. Watzenborn-Steinberg. Der Direktor: Der Rechner: Sommer VII. ie98D Kar l Hirz II. Holzversteigerung aus Gräflichem Revier Arnsburg Mittwoch, den 25. Februar, 10‘/4 Uhr vormittags beginnend, im Thörner. sch en Saale zu Arnsburg aus den Distrikten Hard, Hain, Colnbäuserkopf, Muckenwäldchen, Aordecke, Lauterbachs- Wäldchen, (Seife, Deckelborn und Feuer- stätt. Am.: Scheiter 264 Buchen, 10Eichen, 4 Aadeln: Knüppel 115 Buchen, 155 Eichen, 41 Aadeln und Weichholz-, Stöcke 128 Buchen, 37 Eichen, 47 Aadeln; Stamm- reifer 30 Buchen, 424 Eichen, 309 Aadeln und Weichholz: Astreiser 655 Buchen, 160 Eichen, 35 Aadeln und Weichholz. Auskunft erteilt Herr Förster Melchior zu Arnsburg. Derselbe ist Sonntag und Montag von 9 Uhr vormittags zur Führung bereit. Blau unterstrichene Aummern werden nicht ausgeboten. 1762V Holzsnbmission. Dienstag, den 24. d. Mts., kommt aus dem Privatwald des Unterzeichneten folgendes Kiefernstammholz auf dem 5ub- m ssionswege zum Verkauf: 128 SW 5. Msse mH 23,59 M. Die Zahlung kann gegen Bürgschaft gestundet werden und ist in diesem Falle in zwei Raten zinslos zahlbar. 1. Rate am 1. Juli, 2. Rate am 1. November 1925. Bei Ueberschreitung der Termine werden 15°/0 Verzugszinsen angerechnet. Bei Barzahlung bis zum 1. April 1925 werden 5% Rabatt gewährt. Die Angebote sind verschlossen bis zum Dienstag, nachmittags 2 Uhr, auf der Bürgermeisterei abzugeben, woselbst in An- Wesenheit der erschienenen Bieter die Eröffnung erfolgt. Das Holz liegt im Distrikt Merloh und ist ohne Rinde gemeffen. Bezüglich näherer Auskunft bittet man sich an Herrn Förster Büttner-Langd zu wenden. 1745V Rabertshausen, den 18. Februar 1925. Wilhelm Reichhardt. Am 4., 5. und 6. Juli 1925 feiert der Gemmen „MM" Klein-Linden seinSO.Stistungsfestverbunden mit Gesangswettstreit. Besitzer von Karuffells, Schaubuden, Lustschaukeln, Juckerständen usw. wollen ihre Angebote bis zum 25. März an den Vorsitzenden des Vereins richten. Iuschlagsfrist am 1. April. 1764V Klein-Linden, 18 Februar 1925. Fr. Jung, Vorsitzender. Restaurant 0154 bayerischer hos Bahnhofstraße 43 Morgen, den 20. Febr Ml WM. WerlsMern? Wer Ist auf dein Weltmarkt anerkannt? 01531 Das 8;nd dia HstiOftalkassen! Stahlgehäuse, Mahagoni, mit Totaladdition und doppelseitiger Anzeige von Mk. 300.- an in allen Preislagen Segen Teilzahlung; LOdermann SeHersweg 812/10 I- Freitag und Samstag 3 Psund 1 Mark Freitag und Samstag Gulasch ml« Salat 35 Pfennig Oi5k Fritz Kstzler. ^Hansa-Handels-Schule^ j.Kunzeimann Gießen, Bleichstraße 5 1857a Alleinige Handelsschule am Platze, deren Inhaber Schulleiter, Lehrerund I-'achmann ist. Prospekt u. Ausk frei. Nene Kurse am 21. April mid 4. ClaL % Anmeldung tüfflich. Wfmt©fihaHanrielsschll,e UUMLvHL GieBen,Goethest32 Beginn des 12. SchuljaiirDS 20. April in dem neuarbauton Schulgebäude. Halbjahres-, Jahres-, Zweijahreski assen Höhere Handelsklassen (‘ ... und 1 Jahr). Prospekte und Anmeldungen durch die Schulleitung: Dr. Renk auf Dipl.-Kfm., I ipl.-HandelsL 1754 HolzsubmWon. Die Gemeinde Aödgen verkauft im Wege schriftlicher Gebote nachstehendes Holz: 1. Eichen-Stämme: 3. Klaffe = 4,61 Fstm.. 4. „ = 2,76 „ 5. „ -- 0,74 „ 6. „ -- 0,97 „ 2. Kiefern»Stä mme: 3. Klaffe - 1,16 Fstm. 4. „ = 13,01 „ 5. „ - 26,58 „ 3. Fichten- S tämme : 2. Klaffe = 2.88 Fstm. 3. = 29,00 „ 4. „ = 25,26 „ 5’* „ --- 28,75 „ 5b- „ = 25,50 „ Angebote sind verschlossen mit Aufschrift „Holzsubmission" getrennt nach Sortiment und Klaffe in Goldmark bis Dienstag, den 24. d. MtS., nachm. 2 Uhr, bei dem Unterzeichneten, wo die Eröffnung erfolgt, einzureichen. Besichtigung vorher erwünscht, da spätere Ac- klamattonen nicht berücksichtigt werden. Das Holz ist geschält und ohne Rinde gemeffen. Weitere Bedingungen werden vor der Eröffnung bekanntgegeben. Aödgen, den 18. Februar 1925. Hessische Bürgermeisterei Aödgen. Kraushaar. 1768V A £240 u t • uch nachts Altes Blei iBielröbrem kauft Brühlfche Druckerei ’"D Schulstr. 7/3. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiyiiifl