ar. H5 Erster blatt 175. Jahrgang Mittwoch, 18. März 1925 Erscheint täglich, außer 5»niu unb Feiertags. Beilagen: Gieß en er Familien blätter Heimat im Bild. BI aitaU=Be$r.c »preis: 2®olbmark u.*20 ®olb- pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüsse: öchttstleitung 112, Verlag unbDeschäsl->slelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten. »nzeigerGiehen. Postscheckkonto: granffurt a. M. 1188«. GießenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen vnits und Verlag: vrühl'fche UnioerßtStr-vuch- und Stetnörudcrci H. tan;e in Stehen. Zchriftleitung und Gefchäftrftelle: Zchulstraße 7. Annahme oon ürjelgen füi die laqesnummer bis ^um Nachmitiag vorher ohne jedeDerbinbliä, keil. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 nim Brette örtlichS, auswärts 10 Goldpfennig; für Re- nlame-An;eigen o 70 • m Breite 35 Goldpfennig. Dlatzvorfchrifl20^ ,2Iuf. schlag. - Verantwortlich tur Politik u. Feuilleton: 0r.Friedr.Wilh Lange; für den übiigcn Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Be<^ sämtlich in Dießen. Rückkehr der Weimarer I Koalition in Hessen. Darmstadt, 18. März. (TU.) Gestern derhandellen die Sozialdemokraten, das Zentrum und die Demokraten über die Tkegierungsbilbund. Die Verhandlung hatte daS Ergebnis, daß die genannten früheren Koa'.i- tiovsparteien die Bildung des Kabinett- aus der seitherigen Basis übernehmen und die Geschäfte svrtführen werden. Der Inter- fraftlonelle Ausschuß teilte dem Landtagspräsi« behfen das Ergebnis mi tund bat ihn, die Wa hl deS Staatspräsidenten auf die Togesordnung der nächsten Sitzung au setzen, die voraussichtlich am 24. März ftattlinben wird. Das Kabinett wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach aus den bisherigen Ministern zusammensehen. Die Kabinettsbildung in Preußen. Die Rechtsparteien lehnen Verhandlungen mit Marx ab. Berlin, 17. März. (WTB.) Amtlich. Auf Grund der in den letzten Tagen mit allem Duch- druek fortgesetzten Verhandlungen, die sowohl mit den Parteien, wie mit einzelnen für die Kabinettsbildung in Betracht kommenden Persönlichkeiten geführt waren, bestand große Wahrscheinlichkeit, daß Ministerpräsident Dr. Marr am Mittwochnachmittag imstande sein werde, dem Landtag da S Kabinett vorzu st eilen, da- alle Aussicht hatte, die Mehrheit des Hauses zu finden. Dr. Marx hatte die Parteiführer auf Dienstag vormittag zur eingehenden Besprechung eingeladen, um über den Erfolg seiner bisherigen Bemühungen zu unterrichten. Gleich zu Beginn der Verhandlungen schufen die Oppositionsparteien eine neue Situation, indem sie erklärten, sie könnten mit dem Ministerpräsidenten, der gleichzeitig Kandidat für die Reichspräsident sch ast sei, nicht mehr verha ndeln. Infolgedessen mußte Minister- präsideui Dr. Marr zunächst von seinem Dorhaben a b s e h e n , am anderen Tage dem Landtag fehl Kabinett vorzustellen. Das Programm des Preußischen Landtags. Berlin. 18. Mär-. (Sil.) Der AcItesten- tat des preußischen Landtags beriet gestern abend über die Frage, ob am Mittwoch die Entgegennahme und die Besprechung der Grllä- rung des Ministerpräsidenten als erster Punkt in die Tagesordnung ausgenommen werden soll. Dltit der Besprechung soll der ilrantrag Winckler (Dnll.) über die Tätigkeit eines Geschäft s m i n i st e r i u m s verbunden werden. Aach dem Antrag dürfen Amtshandlungen eines solchen Ministeriums, ohne vorherige Zustimmung des Landtags nicht vorgenom- men werden. Als solche Amtshandlungen sind insbesondere anzusehen: Einbringung des Haushalts, die Anweisung von Ausgaben über die im Haushalt eingesetzten Summen hinaus, ferner Verletzungen und Ernennungen von höheren Beamten mit Ausnahme von Vorsehungen bei der Durchführung von Disirplinarverfahren. Es wurde beschlossen, der Entscheidung des Landtags anheim- Lzu stellen, ob der erste Purist der Tagesordnung beraten werden soll. 3m übrigen wird der Landlag am heutigen Mittwoch die erste Beratung des ProvinziallandtagS- und St r c i b» randtagsgesetzes und Anträge über die Deform des Schulgesetzes beraten. Die Reichsbahnyesettschast zum Schiedsspruch. Berlin. 17. März. (WTD.) Die Deutsche Aeichsbahngefelllchaft nimmt zu dem in dem Schlichtungsverfahren ergangenen Schiedsspruch folgende Stellung ein: Die Hauptverwaltung kann unter den gegenwärtigen wirtschaftlichen Verhältnissen die Empfehlung deS Schiedsspruches, den Arbeitslohn ab 15. März um 3 Pfennig pro Stunde zu erhöhen, von sich aus nur durchführen, wenn die Reichs - regier ung die zur Aufbringung der hierzu erforderlichen Mittel notwendige Erhöhung der Tarife genehmigt. Weiter stimmt die Hauptverwaltung der Einsetzung der von dem Ausschuß empfohlenen Schiedsrichter zur Prüfung von Härten in der Arbeitszeitbestimmung zu. die sie ohnehin in Aussicht nahm. Der Schiedsspruch verlangt, daß sämtliche am Streik Beteiligten bis zum 31. März wieder eingestellt sind, so daß den neueinge- steltten Ersahkrästen sofort bis zum 31. März «?efuni>igt werden mühte. Die Gesell'ch-aft ist be- rc^» ^"e Mehrzahl der am Streik Beteiligten mit den alten Rechten des Tarifvertrages wieder einzustellen und leine Maßregelung dieser Arbeiter vvrzunehmen. Sie ist aber nicht in der Lage, sämlliche Reueingestellten zu e n t - lasserr Die Deutsche Reichsbahngef^lfchaft lann nicht wie andere ilnternehmungen im Falle nneS Strelles ihren Betrieb schließen. Sie ist sm Gegentell aus volkswirtschaftlichen Gründen und nn Interesse der Allgemeinheit verpfllchtet, den Verkehr und den Betrieb a u f r e ch t z u erhalten, um die Güterversorgung nicht zu gefährden. Sie war daher nach dem Ausbruch des Streiks tn die Aollage versetzt, sich nach Helfern umzusehen und geeignete Ersatzkräfte einzustellen. Der Deutschen Reichsbahngesellschafl kann nicht zugemutet werden, die Helfer, die fjch bewährten, jetzt zugunsten der in den Streik Frankreich und der deutsche Vorschlag. Vor einem Stin m ingsroechsel in Paris. Paris, 18 März. (TU.) Die Stimmung ist sichtlich zugunsten einer gerechten Prüfung der deutschen Sicherheitsrertragsvorschläge umgeschlagen. „TempS" und „3ournal des De° bats' befürworten heute eine ernsthafte Prüfung der deutschen Vorschläge, „wenn auch Damit dem Ausland nur der Beweis des guten Willens Frankreichs erbracht werde". Der Grund für daS schwindende Mißtrauen der französischen Oeffenllichkeit den deutschen Anregungen gegenüber liegt offenbar darin, daß dec vorbehaltlose Eintritt Deutschlands in den Völkerbund, von dem die Verbündeten den Abschluß eines Garantiepaktes abhängig machen, erst jetzt in seiner vollen Tragwelle als erneute Bestätigung des Versailler Vertrags richtig begriffen wird. Zu den deutschen Einwendungen gegen den Artikel 19 des Völkerbundpaktes betont die Aoendpresse, daß eine Rachprüfung der Ost grenze der einmütigen Zustimmung sämtlicher Völkerbundstaaten bedarf, lieber den Dr Benesch zugeschriebenen Plan eines Zusammenschlusses der Oststaaten zu einer besonderen Mächtegruppe bewahren die Regierungskreise strengstes Stillschweigen. Das Vorhandensein des Planes wird aber nicht bestritten. Der „3ntranfigcant“ nennt den Plan ein ungeheures Unternehmen, dem Dr. Benesch nicht gewachsen fei. Spanien würde dem Bund »der Westmächte beit'eten, während Italien noch zwischen der Ost- und der Westgruppe schwanke. Aach Erzielung eines grundsätzlichen Einvernehmens auf diplomatischem Wege soll Deutschland zu den Besprechua- gen hinzugezogen werden. Ein Teil der Presse ist dec Ansicht, daß die Alliierten sich durch das dringente Gesuch an Deutschland, sobald wie möglich dein Völkerbund beizutreten, nur geschadet haben. Das „3ournal des Dickats" schreibt: Die britische Regierung will weder das Protokoll von Genf, noch einen eng- lisch-sranzösisch-belgischen Sicherheitspalt, noch einen Pol' an dem Polen und die Tschechoslowakei beteiligt würden. Eie will nur Verpflichtungen in einem ausschließlich für Westeuropa bestimmten Sicherheitspakt übernehmen, an dem Deutschland teilnimmt, denn sie ist der Ansicht, daß die Beteiligung Deutschlands die Gefahr beseitigen werde, die England zwingen könnte, militärisch au' dein Kontinent cin3ugrci.cn in einen f.anzösisch-dculschen Konflikt am Rhein. Deshalb empfehle die britische Regierung mit Nachdruck den Plan Stresemann-d'Abernon und erkläre, daß der Abschluß eines Sicherheitspaltes, in dem Frankreich und Deutschland Selle an Seile stehen, den Weltfrieden gewährleisten würde. England interessiere cd wenig, was sich im übrigen Teil Europas ereignet. Es würde gleichgültig Aendrrungen aufnehmen, die nicht den Status guo im Westen berühren. Das nennt das „Journal des Dcbats" eine kurzsichtigeAuf- fass ung, die nicht der französischen A.ffassung gleichkomme. Das französische Volk wolle, daß die Friedensverträge respektiert würden unb faßt eine zweite Unterschrift Deutschlands nicht als Sicherheitsgarantte auf. Das französische Volk sei solldarisch mit seinen Alliierten im Westen to ie im Osten. Es wolle das europäische Gleichgewicht und wolle keine Initiative, die es umflöße. Da man aber die Entente Eordiale mit England und den Status quo in Europa im Einverständnis mit den anderen Alliierten Frankreichs aufrechterhalten wolle, fei man franzöfischerfeits bereit, alle Vorschläge anzuhören, die geeignet seien, dieses doppelte Ziel zu erreichen. Der „Temps" schreibt: Interalllierte Drr- banbtungen über eine annehmbare Formel hinsichtlich der Sichrrheitsgarantie, spätere Verhandlungen mit Deutschland, nachdem ein Abkommen unter den Alliierten erzielt worden sei. Eintritt Deutschlands in den Völkerbund unb endlich Abschluß eines SicherheitsPaktes, an dem das Deutsche Rerch lellnehmen könne, ohne daß btefer Palt irgendein Opfer in sich schl eßt. das scheinen jetzt die Etappen des langen Weges zu fein; von denen man hofft, daß sic zur Kon- solidierung des Fr edens führen werden. Gewisse Etappen sind befonberä schwierig, und die Verhandlungen werden heikel sc n. so müsse man 3. B. vorauSsehen, daß Deutschlan d anläßlich seines Eintritts in den Völkerbund einen Kuhhandel beg nnc, der nicht ohne Gefahr fei. Man habe zu laut den Wunsch ausgesprochen, daß es in Genf vertreten sein soll, auf daß es nicht in die Versuchung fallen toüib?, gewiss: Vorteile für sich zu verlangen. Erkläre man nicht schon jetzt, daß es. bevor es eintrete unb an einem Garant iepast teilnehmen würde, auf der Regelung ber Räumung ber Kölner Zone bestch-n werde? Das bedeutet ein Vertauschen der Rollen unb gestattet, den Weg zu messen, den man feit 1916 zurückgelegt habe. Nach Chamberlains Rückkehr. Pessimismus in (England. London, 18. März. (WTB. Funkspruch.) Chamberlain erttärte bei seiner Ankunft den tTCiKrmm<'lten Journalisten, er kö.rne dem, was er in Varis o/lagt habe, nichts binzusügen. ..Daily Aews" bezeichnet das Ergebnis der Befp.echun- gen in Gern und in Paris als einen „T r 1 umph der Grundsätze der Geheimdiploma- tie“. Großbritannien habe sich durch feinen Staatssekretär des Acußern endgültig gegen die Veröffentlichung des Berichtes der Interalliierten Militär-Kon- 10011-Kommission ausgesprochen. Die ursprünglich für diesen Monat geplante alliierte Konferenz in Brüssel sei auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Die britische Haltung in ber Frage des Sicherheits- Paktes werde wahrscheinlich eine Abänderung in Richtung einer größeren Anpass ung an die französischen Anschauungen erfahren. Dec diplomatische Berichterstatter des „Daily Telegraph" erwartet im Zusammenhang mit den letzten deutschen Pakt-Vorschlägen keine schnelle Entwickelung, zumal die Alliierten sechs Alonate Zell hätten, bevor Deutschland in den Völkerbund aufgenommen werden könne. Herri 0 t scheine dem Gedanken, Deutschland auf der Grundlage ber Gleichberechtigung zuzulassen, abgeneigt zu fein und wünsche, daß einseitige militärische Vorbereitung en gegen Deutschland getroffen würben, auch nachdem es seine wesllichen Grenzen garantiert habe. 3n Qonboncr Kreisen gewinne die lieber- zeugung immer mehr Boden, baß ohne den freundschaftlichen Rat unb die Hilfe ber Vereinigten Staaten keine Lösung des Sicherheitsproblems gefunden werben würde. Die deutsche Regierung und der Völkerbund. Berlin, 18. Rlärz. Die Rote des Völker- bunbsrclls auf das deutsch: Memorandum bildet, wie der „Lokalanz." erfährt, gegenwärtig noch Gegenstand von Ressortberatungen innerhalb des Auswärtigen Amts. Rach der Auffassung maß- gebenber Kreise ist entgegen anders lautenden Rachrichten durch diese Antwortnote die Situation noch nicht in bem Maße geklärt, daß bereits eine offizielle deutsche Stellungnahme dazu erfolgen tonnte. Vielmehr ist man in Berlin davon unterrichtet, daß innerhalb der alliierten Regierungen weitere Beratungen sowohl Über diesen Gegenstand als auch über die Sicherheitsfrage im Gange sind. Man erwartet infolgedessen in Berlin eine genaue Stellungnahme der Entente- Kabinette zu den bekannten deutschen Anregungen. Es find zunächst Besprechungen zwischen dcnn Kabinett und den Führern ber Regierungsparteien in dieser Angelegenheit geplant. getretenen (Sifenbaßnarbeiter sämtlich in kürzester Frist wieder zu entlassen. Die Reichsbahnaefell- schaft ist daher bereit, die am Streik Beteiligten wieder einzustellen, soweit ber Betrieb es ihr gestattet unb auf längere Zeit hinaus die freiwerdenden Stellen in erster Linie aus den Reihen der früher Beschäftigten! zu besetzen. Beamtensragen im Haushalts- ausschuh. Berlin, 17. März. (WTB.) 3m Haushallsausschuß des Reichstages wurde heute eine Entschließung angenommen, daß die vierteljährliche Gehaltszahlung mit tunlichster Beschleunigung spätestens aber bis 1. 10. eingeführt werden solle. Der Bettreter des Finanz- minifteriums erklärte, daß zur gleichmäßigen Verteilung der dem Reiche usw. hierdurch erwachsenden Lasten bei Wiedereinführung der oiertljähr- lichen Zahlung nicht alle Beamte ihre Bezüge am 1 des Kalenöeroietteljahres erhalten sollen, vielmehr an jedem Monatsersten einem anderen Drittel der Empfänger die Viertel- ja'rbezüge gezal.lt werden sollen. Sollte die Ge- samttage zwar noch nicht die Einführung der vietteljährlichen, wohl aber einer 2 m 0 n a 11 • gen Vorauszahlung gestatten, so soll zunächst diese etngefühn werden. Btt der Beratung des Entwurfs der vierten Aenderung des B e f 0 l d u n g s - sperrgesetzes betonte der Vertreter des Fi- non^ministeriums, daß die Regierung nicht beab- stcht'ge, die Wirksamkeit des Gesetzes über ein Jahr hinaus zu verlängern. Schließlich wurde ein Antrag angenommen, wonach das Besoldungssperrgesetz am 1. 4. 1926 außer Kraft treten soll. Wenn die Länder und Gemeinden bereits zum 1. 1. 1926 ober zu einem früheren Zeitpunkt durch Einführung des Zuschlagsrechtes zur Einkommensteuer unb zur Körperschaftssteuer eine größere Selbständigkeit in bezug auf die Ausnutzung dieser Steuern erhallen, so wird das Besoldungssperrgesetz schon mit jenem früheren Zeitpunkt außer Kraft treten. Lohnverhandlungen im Ruhrbergbau. Berlin. 18 März. (Wolft.) Die gestern in Essen abgehaltenen Verhandlungen zwischen den Zechen verbanden unb den vier Bergarbeiter verbänden endeten ergebnislos. Die Berg- arbellervettre er forbertm eine Lohn r' öhuna von 15 Prozent, die jedoch vom Zechenverband unter 'Berufung auf die Lage des Ruhrbergbaues abgelehnt wurde Daraufhin beantragten die B.rgarbe te ve:tr t.r das Schlichtungsverfahren. das voraussichtlich Anfang nächster Woche Ratiftnben wird Sturm in der französischen Kammer. Die elsasj-lothr nqischc Schulreform. Paris, 18. März. (XU.) Die gestrige Kammersitzung wurde zum größten Teil durch eine Rede des Abgeordneten Walter über die Schulreform in Clsah-Lothringcn ausgefüllt. Der Redner bemängelte in scharfen Ausdrücken die 1 igotofe Form, zu ber die Regierung übergegangen ist. Walter sprach über die Elsaß-Lothriugen wählend des Krieges und nach dem Kriege gemachten Versprechungen unb betonte, die Regierung müsse, wenn sie den gegebenen Versprechungen treu bleiben wolle, über die Einführung der Laien-Gesetze in Eliaß-Lothringen cir.e Abstimmung veranlassen. Au» den Bänken der Mehrheit verlangte man Schluß der Debatte. Mit 365 gegen 203 Stimmen wurde beschlossen, baß Waller seine Rede am nächsten Dienstag f 0 rtsetzt. Während der Debatte ist es zu aufsehenerregenden Zwischenfällen ge» tommen. Herr iot erklärte in Beantwortung eines Zwischenrufs, es dürfe nicht dahin kommen, bah Elsaß-Lothringen den Zankapfel der Parteien bilde. Der rechtsstehende Abgeordnete Du- plessy rief Herriot darauf zu. ..Sie sind ein Gatzke!" (Erregung auf der Linken). Auf die Ausforderung, die beschimpfende Aeußerung zu- rüctzunehmen, wiederholte Duplessy (zu den Bänken ber Mehrhell gewandt): „Sie alle sind es!" Darauf wurde die Zensur beantragt. Rach kurzer- erregter Debatte wurde bet Abgeordnete ausgeschlossen. AlS L c Xrocquer bann im Verlaufe ber Sitzung daS Wort für Duplessy ergreifen wollte, würbe er daran gehindert. Als er sich trotz ber Aufforderung des Präsidenten nicht setzte, schloß Painlevif' die Sitzung unter großem Lärm. Der Schulstreik im Elsah. Paris, 17. März. (WTB.) OBi-' HavaL aus Straßburg bettchtet, geben die katholischeTt Blätter über die Beteiligung am Streik folgendes Bild: Die Strellbeteiligung auf bem flachen Lande hat einen starken Prozentsatz erreicht. In gewissen Ottschafren her Bezirke Weißenburg und Zabern 80 bis 90 und sogar 100 Prozent mi Oxt (jAgenb von Hagenau rO Prozein Die durchschnittliche ©treifbetciligung ber kacholischen Bevölkerung hat 50 bis 60 Prozent betragen. In Straßburg ist die 'Beteiligung relativ schwach. Im ganzen, so fährt die Havasdepesche fort, gebe die Bewegung Zeugnis von dem beträchtlichen Einfluß der katholischen Behörden auf dem flachen Lande und in gewissen Städten. Die englischen Schifss- bestellungen in Deutschland. Berlin. 17. März. (WB.) Von unterrichteter Seite wird rnllgeteilt: Der Auftrag zum Bau von fünf Motorschiffen, den die Deutsche Werft in Hamburg von einer englischen Reederei erhielt, ist Gegenstand lebhafter Erörterungen in ber ausländischen Presse. Dabei sind mannigfache Irrtümer hervorgetreten. Eine inlänbilche Zeitung hat sogar einen Zusammenhang zwischen diesem Antrag unb ben Krediten der produktiven Erwerbslofenfürsorge, die ben deutschen Reedereien zur Erhallung des Schiffbeftandes unb zur Beschäftigung ber Werft- arbeitexfchast gegeben werden. Davon kann kein« Rede fein. Die bezeichneten Kredite find ausschließlich deutschen Reedereien für eigene Schiffsbauten zuge (offen. Irgendeine Erleichterung für deutsch: Schiffslieferungen nach bem Ausland findet dabei nicht statt, und steht dabei nicht im Gegensatz zu den För- berungsmaßnahmen anderer Länder. Der- englische Auftrag an die Deutsche Werst, der tir Rahmen ber sonst England gegenüber durchaus passiven Handelsbilanz besonders aufgefa len ist, beruht offenbar daraus, daß es sich um einen von der Deutschen Werft besonders vervollkommneten Schiffstyp handelt. Die Wirtschastspartei hinter Jarres. Berlin, 17. März. (Wolft.) Der Reichs- ausfchuß der Wirtschaftspartei des deuftchen Mittelstandes empsiehlt feinen Angehöttgen die Wahl des Kandidaten Dr. Jarres. Füi den zweiten Wahlgang behält sich die Wirtschastspattei ihre Stellungnahme vor. Der Bayerische Bauernbund hat noch keine Entscheidung getroffen. Eine nationalsozialistische Sonderkandidatur. München, 17. März. (WTB.) Wie die Deutschnationale Korrespondenz erföh t. entschloß sich Hitler, für die Reichspräfll)entenwahl eine nationalsozialistische Sonderkandidatur auf- zustellen. Diese Kandidatur soll nur die Bedeutung einer parteipolitischen Zählkan- b i Da t u r haben, um die Stimmenzahl zu prüfen, die der Partei für die enbgültige Entscheidung zur Verfügung stehen. Eine Rede Hellpachs. Frank'urf a. M, 17. März. (WB) Heute fp :cd) hier der dem lrttisch^ Kan'^i at für die Reich ßprä i en'schrt. Staat mini er D Hell» pach. Ec fühtte u. a. aus. da; den berukSständi- I kchen Organisationen ein gesetzlich feflgcl gter Ein'luh aus die Politik der Regierung ein geräumt werben muffe Mao hab» fick in Dev.llchi^np An atfaeünlnen »iti Der ^ejsubltf obgeTuttden. Der Stuntf gehe nur noch darum, ob sich bie Demo- trotie oder eine dem alten Obrigkeitsstaat ähnliche Republik durchsegelt werde. Sief :t Kampf Lnne sehr lange Dauern. Der Redner setzte sich sehr energisch für den grotzdeutschen Gebauten ein und legte dar. datz auf dem Wege über den .Völkerbund unsere politischen Ziele erreicht werden fönnten. Deutscher Reichstag. Berlin, 17. Mürz. Am Regierung-tische: Iuftizminister Sr- Freuten. Vor Eintritt in die Tagesordnung erhebt Abg. Könen (Komm.) Einspruch gegen die Vorgänge in Halle lunb Oleutälln, wo Arbeiterblut geflossen fei. Das sei eine ungeheuerliche Einleitung zum Pra- Hidentschaftstoahlkampf. Ser Redner fordert sofortige Behandlung eines Antrages, der die Wahlfreiheii sichert und die Regierung aufsor- Dcrt, die schuldigen Beamten ihres Dienstes zu entheben. Gegen die sofortige Behandlung dieses Antrages wird Widerspruch erhoben. Sie Genehmigung zur Straf Verfolgung der Aogg. Strasser (Rat.-Soz.). Duchmann (Komm.) und Henning (Rat.-Soz.) wird nicht erteilt t Ä c Es folgt die zweite Beratung des Geseh- entwurses über Zvsahstelgecung der Reuten der Angestelltendersicherung. Abg. Lambach (StL) lehnt die sozialdemo- ^kratischen Wünsche auf Beseitigung dieser Sonderversicherung ab. Sie Airgestelltenversicherung müsse ausrechterhalten werden. 3m April sei nadj den Erklärungen der Regierung eine Vorlage zur Revision des Angestelltenversicherunas- gesehes zu erwarten. Ser Reichstag soll daher zurückhaltend sein und die Onitiative der Regierung über l ässe n. Abg. Hoch (Soz.) will durch eine Verschmelzung der Angestellten- und 3nva- llLenversrcherung d e Qeiflungen 0erbeff m Abg. Schneider- Berlin (Sem.) stellt fest, Äah dre Rot der Rentner gebieterisch eine Er- höhuna der Renten verlange. Man könne ihnen schon jetzt helfen, ohne Inanspruchnahme von Reichsmitteln, wenn man den demokratischen Anträgen folge und u. a. auch die Versicherungsgrenze auf 6000 Mark erhöhen wird. Unter Anlehnung an die Abanderungs- anträge werden die Ausschußbeschlüsse in zweller und dritter Lllung bestätigt. Die Reichsregierung wird aufgefordert, dem Reichstag unverzüglich einen Gesetzentwurf vorzulegen, der neben einer Erhöhung der Versicherungspflichtgrenze in der Angestelltenvers chrrung eine entsprechende Erhöhung der Leistungen vvrsieht. Das Haus seht nunmehr die zweite Beratung des Reichshaushaltspla-es beim Reichsjustizministerium fort. Abg Brodaus (Sem.) verweist aus die Vergiftung der politischen Atmosphäre. Das zeige sich besonders in der ungeheuren Zahl von Beleidigungsprozessen. Geradezu erschütternd sei es gewesen, als im Rvthardtprozeh in Magdeburg ein Beamter des verstorbenen Reick s p rä sidentert m-tteilen muhte, daß dieser Prozeß der 143. Beleidigungsprozeh fei, D-m der Reichspräsident führen mußte. . Sie Aufhebung des Republikschutzaesetzes und des Staatsgerichtshofes sei noch nicht möglich. Sie Behauptung eines deutschnationalen Redners. der Eintritt in den republikanischen Richt er- Sünfc sei Gesinnungslumperei fei typisch für die Vergiftung der politischen Atmosphäre. Eine Reform des Ehescheidungsrechtes sei Unbedingt erforderlich. Abg. Sr. Pfleger (Bayr. Vp ) bittet, den deutschen Juristen die Möglichkeit zu bieten, durch Studienreisen im Auslande sich über ausländisches Recht zu unterrichten. Er bedauert die politische Verhetzung, durch die das deutsche Volk auseinandergerissen werde. Die Emmir.gersche Iustizverordnung war notwendig, um unsere Rechtspflege vor dem drohenden Zu' sammenbruch zu bewahren. Ser Redner warnt ferner vor einer Erleichterung der Ehefcheidungs- gesetze. Lebhaft zu begrüßen sei die gemein- same Arbeit beim Strafgesetzbuch mit Oesterreich. Dadurch werde eine Drücke zwischen den beiden Ländern g schlagen. Sie Aufwertung dürfe kein Almosen werden. Abg. Sr. Frick- München (Rat.-Soz.) führt Beschwerde über die Unterdrückung der deutsch-völkischen Bewegung durch den preußischen Minister Sevcring und die bayerische Regierung. Abg. Lohmann-Altona (Dtschntl.) bringt Gehallswünsche der Iustizbeamten vor. Erfreut ch fei die Zusammenarbeit mit Oesterreich beim Strafgesetzbuch. Hoffentlich führe das zu einem inneren Zusammenschluß Der beiden Staaten. Abg. Lucke (Wirtsch. Vgg.) bemängelt die äleberzahl der Gesetze unD Verordnungen, unter Denen sich niemand mehr zurechtfände. Der R o t e t a 1 wird dem Hausbaltsausfchrß itbertoiefen. Dos Haus vertagt sich auf Mittwoch mit der Tagesordnung: Kleine Vorlagen, Einzelberatung zum Zustizetat, kommunistische Anträge über Die Vorgänge in Halle. Der Nothardtprozetz. Magdeburg. 17. 2Narz. (Sil.) Zu Beginn des heutigen 7. Verhandlungstages im Rothardt- prozeß wird Freiherr v. Forstner, jetziger Geschäftsführer der Deutschnationalen in Hessen- Darmstadt, als Zeuge vernommen. Von Forstner 'bekundet, daß nach seiner Schätzung durch den 3anuarstreik die ünterfecbootfüb» rung um rund zwei Monate zurück- geworfen worden sei. Ihm sei damals mitgeteilt worden, daß Kieler Werftarbeiter auf Weisung der Berliner Sozialdemokratischen Parteileitung zur Beteiligung am Streik veranlaßt worden feien. Sie verstärkte Tätigkeit der Engländer, die durch den Streik hervorgerufen wurde, habe zu größeren Verlusten bei deutschen Minensuchbooten geführt Kapitän Mersmann, der seinerzeit Chef Der Zentralabteilung auf der Kriegswerft in Kiel 'war. bekundet: Der Streik in den Kieler Wersten ifei schon am 26. Januar ausgebrochen. Er ist iber Meinung, daß nach Dem 29. Hanuar die •Streifbeteiligung s chnell abgenommen habe Bei einer Besprechung mit den Führer «im 26. Januar hallen diese gesagt, die Gewerk- ,schäften wären nicht für den Streik. Es lei aber ,1ehr fraglich, ob sie den Streik hindern könnten. 5)et ehemalige Lerstoderinspektor Richnow bekundete, die Arbeiter, denen et Vorhaltungen gemacht habe, Hütten ihm geantwortet, die Weisungen für den Streik seien aus Berlin gekommen. Regierungsrat Oberländer, der 1918 Marinebaumeister in Wilhelmshaven war, macht die Mitteilung, daß dort der Streik infolge der scharfen Rede Stegerwalds schnell zusammengebrochen fei. Der Zeuge macht ferner Angaben über eine Reihe von Sabotageakten, die besonders auch in der Flugzeugwerkstatt vorgenommen wurden. An die Sozialdemokratische Partei seien Tätigketts- berichte geschickt worden, um zu zeigen, wann der geeignete Moment da sei. Ob die Berichte an die Sozialdemokratische Partei oder Llnab- hängige Sozialdemokratische Partei gegangen seien, weiß Der Zeuge nicht. 3n Der Rachmittagssitzung wurde Der Reichskanzler a. D. Dauer vernommen, Der im Jahre 1913 Vorsitzender der freien G to e 11 schäften war. Liebet Die Stellungnahme Der Sozial emolratie zur 2anDe3bertei.ig.ing machte er Die gleichen Angaben wie die vor iym vernommenen sozialdemoktat,scheu Führer. D.t entschi- denste Vertreter Der LandesverteiDioung sei Ebert gewesen. Er habe mit Ebert sehr oft über Das Thema ^Strafgestellungs- befehle" gespr chen. Ebert habe immer den Standpunkt vertreten, Daß es töricht und verbrecherisch sei. diesen Befehlen nicht zu folgen. Auf eine Frage des Gener llstaa-anwalts entgegnete Der Zeuge, daß Frau Ebert ganz gebrochen gewesen sei, als zwei ihrer Söhne kurz nacheinander gefallen waten. Sie 1 wat besorgt um das Schicksal ihres Dritten Sohnes, der an Der Front war. unD machte ihrem Mann Den Vorschlag, von Der militärischen Bestimmung Gebrauch zu machen, daß in solchen Füllen Der dritte Sohn von Der Front zutückzu nehmen sei. @ -ert habe Den Vorschlag abgelehnt. CB uer fei dann ohne Eberts Wissen zum General v. Braun gegangen, Der verfügte, Daß Der Dritte Sohn zunäch l von Der Front zurückgenommen werde. Er kam später noch einmal an Die Front, Die Verhandlung wurde Dann auf Mittwoch vertagt. Der preußische Varmat- ausschuß. D'e Vernehmung Roberts Schmidts. Berlin , 17. März. (TA.) Ser Preußische Llntersuchungsausschuß für Die Darmat- Kutisker-Affäre trat heute in Die Vernehmung des früheren ReichSwirtschaf!sministersR ob e r t Schmidt ein, Der bereits am Samstag im Reichstagsausschuß eingchonde D EunDungm gemacht hat. Der Zeuge soll aussagen, ob Di- Gebrüder Barmat innerhalb der Sozialdemokratie bei einer Gesch äftsverbindung von Reichsstellen besonders bevorzugt worden seien. Der Minister wiederholt seine Darlegungen im Reichs- tagsausschuh und bestreitet eine solche Bevorzugung. Et habe niemals an Barmats lukullischen Mahlen im Hotel Bristol teilgenommen. Er könne unter Eid aussagen, daß et niemals mit CBarmat irgendwo ober irgend-- wie zusammengetroffen sei — außer dreimal in seinem Bureau im Reichswirtschafts- mmifterium. Eine Untersuchung über Die Zuverlässigkeit Darmats habe Der Zeuge, auch nachdem Die Oesfentlichkeit sich mit Der Angelegenheit beschäftigte, nicht angestellt. Gr habe keinerlei offizielle Anweisungen an irgendwelche Stellen wegen Barmat erlassen. Ser Zeuge bestreitet die Aussagen des 3 ugm Staudinger, daß er ungeordnet habe, daß Barmat nicht von vornherein die Tür verschlossen finden sollte und daß er nicht besser und nicht schlechter behandelt werden solle als jeder anbere Bewerber. Gr wurde von keinem Der im Revisionsaussckuh sitzenDen Leiter der Reichsstelle jemals ausgef ordert, sich mit Der Sache Barmat zu befaßen. Er könne im einzelnen nicht sagen, ob ihm ein' Vortrag über Die Beschwerden gehalten wurde, er könne nicht unter seinem Eid aussagen, ob H e i l m a n n wegen Barmat zu ihm gekommen sei. Wegen B e r s ch i e b u n g e n , Die in Der Angelegenheit Der Altlederverwectungsstelle vorgekommen sind, habe er eine Untersuchung an* geordnet. Der ausführliche Bericht Darüber sei vorhanDen. Zu Der Frage der Großhandelser- l a u b n i s an Barmat erklärte Schmidt, es könne möglich sein. Daß er damals angeordnet habe, die polizeiliche Genehmigung sei in Diesem Falle nicht notwendig. Er glaube, daß nicht er, sondern Ministerialbeamte Die Ausfuhrgenehmigung für Die Papierlieferung angewiesen haben. Er könne sich nicht entsinnen, ob er je vor Barmat gewarnt worden fei. Direktor Pritschow, der früher Vorsitzender Der Devisenbeschatfungs- stelle und Mitglied des Devisenbeirates war, erklärte, daß es sich bei den Kreditgeschäften mit Barmat um etwa 30 Mill. GolDmarl gehandelt habe. Weder freundschaftliche Beziehungen, noch materielle Möglichkcilen oder AbhängigkÄt hatten ihn gezwungen, Barmat anders zu behandeln als irgend einen anderen Kaufmann. Durch Der- milllung Darmats habe das Reich keine Valutakredite erhalten. Die Frage des Dor- ftheirden, ob die Geschäftsverbindung mit Barmat fortgesetzt worden fei, als es sich herausstellte, daß von den 2800 Kisten Speck nur 800 und davon 600 in verdorbenem Zustande geliefert worden waren, bejaht Der Zeuge, doch sei dies unter Minister Hermes geschehen. Sie Verhandlungen wurden Dann abgebrochen. Der Termin für die nächste Sitzung soll noch bekanntgegeben werden. Der Tschekaprozetz. Leipzig. 17. März. (Sil.) Der heutige Derhandlungstag im Tschekaprozeß brachte Die Vernehmung Der ilntersuchungs- richter. Gleich bei Der Vernehmung Des Landgerichts rates Sr. Bühner tarn es zu einem Zwischenfall. Sie Angeklagten Margis und Po ege führten lebhafte Beschwerde über die Behandlung in Der Untersuchungshaft. Der Zeuge wies diese Beschwerden zurück. Er hüll besonders Margis für einen gefährlichen Verbrecher. Aus Anlaß Der Beantwortung einer Frage über Die Bewegungsfreiheit Der Angeklagten springt Der Angeklagte Hallop erregt auf und schlägt mit den Fäusten auf Den Tisch bzto Den Rand Der Barriere und schreit: .Hoch Der Staatsgerichtshof! Da lammt einem ja das Kotzen anI“ 3m DerhanD- lunqslnal rief Dieser Zwischenfall große Unruhe hervor, hinter weiteren erregten Rufen: „Das ist >a ein Skandal! Zum Donnerwetter! Anerhört!" läßt Der Vorsitzende Den Angeklagten auS Dem Saal fuhren. Hievauf wurde ein Gerichtsbeschluß verkündet, wonach Der Angeklagte Hallop wegen Ungebühr vor Gericht während Der Vernehmung Des Zeugen Bühner nicht zu- gelafsen wird. Daran schlossen sich längere Erörterungen und noch eine Anzahl von Anträgen Der DerteiDigung und Gerichtsbeschlüsse. Der Antrag der DerteiDigung verfiel aber Der Ablehnung. Dem Rechtsanwalt Sr. ©ainter tourDe das Wort entzogen, als er Darauf Hinweisen wollte, daß Der Zweck der Verhandlung Der fei, einer Partei, hinter Der Millionen stehen, etwas anzuhängen. Regierungsrat Lupf er, der Vorsteher des Gerichtsgefängnisses in Stuttgart, äußert sich insbesondere zu Der von Der Verteidigung angefochtenen Unterbringung Der Angeklagten Siehrn und König in einer Zelle. 3m weiteren Verlauf Der Verhandlung mußte Der Vorsitzende Der Verteidigung wiederholt das Wort entziehen, was zu scharfen Zusammenstößen führt. Der Vorsitzende sah sich veranlaßt, scharfe Maßnahmen anzudrohen, falls die Der Handlungen auch weiterhin durch der- tatige Obstruktion Der Verteidigung gestört werden sollten. Gr wies die Aufsichtsbeamten an, Störungen im Zuschauerraum sofort durch Hinausweisen zu bestrafen. Rach Derneh- mung weiterer Zeugen wird die Derhandlung auf 'Mittwoch vertatst. Aus aller Welt. Zu Wassermanns Tod. Der Stellvertreter des Reichspräsidenten richtete an Die Witwe des Professors Geh.-Rat v. Wassermann nachstehendes Schreiben: Sehr verehrte gnädige Frau! An D?m schmerzlichen Verluste, der Sie durch den Tod 3hres Herrn ®em il)B betroffen hat, nehme ich au'richtig Anteil. Deutschland betrauert in Dem Dahingelchie''enen einen erfolg- ichen Forsch:r. der sich um die medizinische Wisse ischaft unD die leidende Menschheit große Verdiente erworben hat. Das Reich und Preußen verlieren in Der Fürsorge für die VolksgesunDheit durch seinen Tod einen verständnisvollen Mitarbeiter und tatkräftigen Förderer. Sein Andenken wird in hohen Ehren weiterlebm. Mit Der Versicherung meiner vorzüglichsten Wertschätzung g^z. Sr. Simons, St Übertreter Des R ichspräsidenten. Tausend Jahre Rheinland. Sie Stadt Duisburg hat am Montag als erste Stadt des Rheinlandes dir 3ahr- taufen Dfeier mit einer Ausstellung Niederrheinischer Kunst e ö'fret. Rc ch einer Ansprache des Museumsleiters, drr auf Die Bedeutung Der rheinischen Kunst und Baudenkmäler hinwies, hielt der Ober mr g r meist er eine längere Rede. 3n der Ausst rllung wird die niederrheinische Malern und Plastik bis in Das 19. Jahrhundert gezeigt. Bestrafte Eisenbahndiebe Vor dem Großen Schöffengericht Kaiserslautern fand Die Verhandlung gegen eine sechzehnköpfige Diebesbande, die es in Der Hauptsache auf plombierte Eisenbahnwagen abgesehen Halle und Deren Beraubung sich auf Die Zell vom Herbst 1923 bis Spätjahr 1924 erstreckte, statt. Sie Drei Rädelsführer dieser Bande sind Der 3igarrenfabritänt und Wirt Friedrich Schuster, Der 30jährige Arbeiter Karl Höhn und Der ehemalige Eisenbahnschaffner Johannes Walther, sämtlich in Kaiserslautern wohnhaft. Schuster wurde wegen zweier Vergehen des einfachen Diebstahls und sieben Verbrechen des schweren Diebstahls zu fünf Jahren, Höhn toegen sechs Verbrechen des schweren Diebstahls zu fünf Jahren Zuchthaus und Walther wegen Hehlerei und zwei Verbrechen des schweren Diebstahls zu einer Zuchthausstrafe von Drei 3ahren. ferner Drei weitere Angeklagte zu zwei, drei unD vier Jahren Zuchthaus, sowie drei An- geflagte zu zwei, einem und einem 3ahr drei Monaten Gefängnis verurteilt. Den vorgenannten neun Angell.g.en tour en Die bürgerlichen Ehrenrechte auf je Drei 3ahre aberkannt. Die übrigen sechs Angeklagten Der Bande tourDen mit Gefängnisstrafen von einer Woche bis zu einem 3ahr belegt. Ein Angeklagter wurde freigesprocheir, Dom Zuge getötet. Beim Aeberschrellen des Bahngeleises auf Der Strecke Aebecach—Oberroden wurde ein Mädchen von Dem Frankfurter Abcndzuge erfaßt unD getötet. Bergroerfßunglütf in Amerika. Neuyork, 18 März. (WTB. Funkspruch.) Aus F a i r m o u n t (Virgina) wird gemeldet, daß durch eine Explosion in einem Kohlenbergwerk der Bethlehem-Mines-Eorporation etwa 50 Bergleute verschüttet worden sind. In einem Umkreise von 3 Meilen wurden Die Gebäude erschüttert. Aus Stadt und Land. Gießen. Den 18. März 1925. Das Kanapee. Einer meiner Freunde behauptet immer, im Kriege und an der Front habe es vielen nur deshalb nicht gefallen, well dort die Kanapees gefehlt hätten. Wenn diese Behauptung richtig fein sollte, — was ich leider nicht weiß —, so wäre es in der Tat ein wenig kurzsichtig gewesen, das Kanapee für jeden Krieger in Den Bersorgungsplan für die Truppen nicht mit einzustellen und zu übersehen, daß die braven Reservisten, Landwehrmänner und Landslürmer mitten aus Dem behaglichen Friedensleben heraus, sozusagen vom Kanapee weg, zu den Waffen geeilt waren. In meiner Jugend gab es ein Lied vom Kanapee: es hatte einen hübschen Kehrreim und wurde gern gesunaen. Unsere Mütter haben mit Wonne darnach getanzt, wenn ich nicht irre, Polka. Das Lied ist vergessen, die Vorliebe für das Kanapee aber ist geblieben. In manchen Familien wird cs Den ganzen Tag nicht leer. Wenn einer Platz gemacht hat, schwigt sich behende ein anderer Drauf und tut, als ob er vor Behaglichkeit den Geist aufgeben wolle, gähnt und streckt sich und ist für Die Mitwelt im Augenblick verloren. Wer Denkt nicht mit Freuden der schönen Stunden in der Sofaecke, wenn er an stillen Sonntag- Nachmittagen, wo Die anderen ins Grüne ausgeflogen waren, sich in Die Märchenwell von Tausend und eine Nacht vertiefte und weit, weit mit seinen Gedanken fort war, während er in Den Kissen Des alten Familienkanapees ruhte. Biele Familien sind o'ne. Kanapee gar nicht zu Denken. Da sitzt Der Besuch, Da machen Die Kinder ihre ersten Schritte, dorthin werden bie leichteren Kranken gebettet, wenn Die Krankheit nicht gerade zum Tode ist, im Krankenzimmer wolle« kranke Kinder bei Erkällung nicht liegen, es ist ihnen zu einsam, so packt man sie aufs Kanapee und gibt ihnen Fliedertee ufro. usw. Man kann die Gemütlichkeit eines Heimes mitunter beinahe an Der Größe des Kanapees abnicffen. Diese zwei bis Drei Meter langen Ungetüme, auf dis zur Not die ganze Familte flüchten kann, wenn einmal eine Maus im Zimmer ist, müssen jedem Mann gefallen. Er denkt Da nitl Genugtuung an die herrlichen Mittagsschläfchen und achtet auch nicht der ausgefeffenen Stellen, we die Sprungfedern knacken: dafür hat man Kissen. Im Kanapee verkörpert sich ein Stück trauten Familienlebens und stiller behaglicher Ruhe. Ich mag die modernen Dinger non heute nhfy leiden, auf denen man nur sitzen und nicht liegen kann. Männer, die eine Frau mit solchem Kanapee heiraten, werden es sicherlich bereuen: man sollte im Reichstag beschließen, daß diesen ,,Ru'estühlen" der ehrliche Name „Kanapee" abgesprochen wird. Glücklicherweise wollen sie ja gar keine Kanapees sein. Mögeni manche lachen, ich tobe mir mein gutes, altes Kanapee! M. M. Glefnner Woiii,enm"rktft^eise am 17. März (Händlerpreise). Es kosteten auf Dem heutigen Wochenmarkt: Buller 220. Matte 40, Käse (10 ©Hid) 70, Wirsing 20, Weißkraut. 20, Rotkraut 25, gelbe Rüben 10, rote Rüben 10, Spinat 55, Sinter-Kohlrabi 8, Grünkohl 25, Rosenkohl 50. Feldsalat 100. Endivien 100, Zwiebeln 25, Meerrettich 40 bis 100. Schwarzwurzeln 70, Kartoffeln 5, Aepfel 15 bis 20, Birnen 12, Dörrobst 40, Honig 40, jungs Hahnen 100, Suppenhühner 120 Pf. das Pfuno: Eier 12, Blumenkohl 120 bis 160, Salat 33. Lauch 10 bis 20, Sellerie 20 bis 70 Pf. das Stück. Bornotizen. — Tageskalender für Mittwoch. Stadllheater: 7.30 älhr ..Kater Lampe". — SchneiDer-Ztoangsinnung: 8.15 Ahr bei Hopfew Monatsversammlung. — Der Dauersche Gesangverein veranstaltet am Sonntag, 22. Marz, nachmittags 4 Hbr (nicht 4.30 llhr wie früher angegeben), in der Aula Der Universität ein Konzert. Man schreibt uns hierzu: Der Vortragssolge liegt als Leitgedanke Gott — Heimat — Vaterland zugrunde. Zur Mitwirkung ist die durch ihr früheres Auftreten in bester Erinnerung stehende jugendliche Geigerin Sri. Anni Delp aus Darmstadt gewonnen. Sie hat sich inztoischeii noch in ihrer Kunst vervollkommnet, so daß wir einen hohen künstlerischen Genuß erwarten Dürfen. Außerdem wird Mitglied Kurt Richter Lieder für Tenor zu Gehör bringen. Wechselnd bewölkt, Winde vielfach aus östlicher Richtung, kalt, noch vereinzelt Riederschläge. Rach Vorübergang des nördlichen Tiefdruckausläufers nach Süden hat sich heute das Hoch in breitester Front über Den Kontinent ergossen, während es von ücorDen und Süden her von zwei Gebieten niedrigeren Druckes flankiert wird. Das südliche Fallgebiet Dürfte zunächst für unsere Witterung ausschlaggebend fern. Mit östlichen Winden strömt Kälte in unser Gebiet ein, während Bedeckung und Riederschläge nrehr und mehr schwinden toeroen. Heber die Sauer dieser Kälte- Periode läßt sich bei unserem start schwankenden! Witterungscharakter nichts näheres angeben. *i: Die Wählerlisten zur Reichs» Präsidentenwahl liegen vom Freitag bis einschließlich Montag, 23. März, im Stadthause, Bergstraße. Zimmer 14, zur Einsicht offen. Rähe° res in der heutigen Bekanntmachung - Einschränkung Der Desuchsz ei- ten auf dem Kreisamt. Wie das Kreisamt Gießen im neuesten Amtsverkündigungsblatt bekanntgibt, hat die Anzahl Der Besucher des Kreisamtes. Die täglich durch mündliches Vorsprechen ihre Angelegelcheiten glauben fördern zu können, in letzter Zeit eine Derartige Höhe erreicht, daß die Beamten des Kreisamts für die ordnungsmäßige und rechtzeitige Srledigmrg ihrer sonstigen Arbeiten nicht mehr genügen# Zeit haben, ilm diesem unerwünschten Zustand abzuhelfen, ersucht das Kreisamt Die Bevölkerung dringlichst, sich für Besuche in erster Linie nur Der Amtstage zu bedienen. Äas Streläamt hat, um dies zu erntöglichen, neben Dem D i e n s- tag-Vormittag jeder Woche, noch Den Freitag-Vormittag jeder Woche als A m t s t a g bestimmt. 3m übrigen ersucht es. nur in solchen Fallen auf Dem Amt porzuspre- chen, die so dringend sind, daß Der nächste Amtstag nicht abgewartet werden tann. An Den Dienstag- und Freitag-Rachmittagen, sowie an Den übrigen Wochentagen wird von jetzt ab das Amt. soweit nicht Fälle DringenDftcr Ratur vorliegen, für das Publikum geschlossen sein, so daß Personen, Die außerhalb Der Amtstage vorsprechen, auf Abfertigung nicht rechnen können. " Vorsicht gegenüber unbekannten Adrehbuchwerbringen! 3n Stadt und Land wird wiederum für Adreßbücher geworben, deren Ausstattung und Auflage unbekannt sind. 3n einem Fall wird überhaupt keinerlei Eintragung kostenlos zugestanden, sondern jegliche 3nanspruchnahme Des Buches kostet 2,50 bis 600 Mk. Es lieg'' auf der Hand, Daß ein solches Adreßbuch in seinem Wert schon Dadurch stark herabgemindert wird, weil erfahrene Geschäftsleute sich mit keinerlei Eintrag beteiligen. Derartige Unternehmungen — und es sink zweifellos die besten — enthält also dieses Rach> schlagewerk Werhaupt nicht. Für Den angestrebten Festhallebau sind 25 Bauentwürfe eingereicht worden, Die nun vom Preisgericht einer eingehenDen Prüfung zu unterziehen sind. Der Wettbewerb erstreckte sich bekanntlich nur auf Gießener Architekten. ' Zur Zahlung auf getoc cteter Hypotheken vor 1932. 3m Gegensatz zum Oberlandesgericht Hamm und anderen Ober- landesgerichten hat das Preuß Kammergericht Berlin — Entscheidung vom 13. 2. 25 — entschieden, Daß Der Hyvothekengläubiger zur Annahme der aufgetoerteten Hypothekensumme vor 1932 nicht verpflichtet ist. RDV. älebertragbarkeitderEisen- bahnfahrkarten. Eine auf Den Rainen einer bestimmten Person lautende Fahrkarte Darf nur von dieser Person benutzt werden. Eine Fahrkarte, mit der eine Fahrpreisermäßigung oder sonstige Vergünstigimg verbunDen ist, hat nur für Die Person Gültigkeit, die Damit die Reise begonnen hat. Daraus folgt, daß beispielsweise Sonntagsfahrkarten nicht übertragbar sind. Daß dagegen gewöhnliche Fahrkarten! übertragen werden können, soycv- noch nach öuniißj Jt Er btnff LWUr SS S* fon Ken»- _l, ?nÄ eSc*n C nZ-'non sollte Kn «*■ eine ^onoptts *"9r Weife -reife). 'Maunarfi; Tiizfien io »fÄoWraBi * alat loo, sn.' KL bis loo, ?evsel 15 bis Jß 40, jungt ?• > PsuL, L). W da- 6tüd. c ®itttoo4, r Lampe". - Hr bei tzvpselk .sangveret» ly, nachmittags her angegeben), Konzert. QHait isfolge liegt aß 'Batcrlanh iy« >urch ihr frühe- ng stehende \u« :t|) aus Dann» inzwischm noch »bah toii einen hatten hülfen, dichter Lieder tnf, vielfach aus btt* zelt ÄicdeisWgr. blichen DiefbnuL > heute das Hoch ontinent ergvW, Süden her von Ee» flankiert tvick machst für mfere n. Äit Wchm Teöict ein, je mehr und mehr tua dieser Kälte, irt schvan/enden tres angeben Reichs» vm Freitag bii bn Stadthause, nficht offen. Äähe- achmg. r Dcsuchszci' Die das Anns- rerlündlgung-blatt der 'Besucher de- mündliches Dor« glauben fördern ’ derartige Höhe j Kreis am ts für eilige Srledigung mehr genttgcnd itnfchten Zaltanö ml die '3e* c In erster Lini Zas Areisaml brndemDieni' jtigen ersucht «> i Am' vorzufp«' dah der naW werden lann. achmittagen. so^ wird von leül iringendster W Jüf&Ä ,e' r$e- .■'»we :As« ■ins^n r^- 13. 2. 25 la- * riife«' WSZ SO «*$> Litt txd Fahri, 6e ^ayrtuntervreryung ooer aus sonstigem Aniah. RDV. Rettungßmiktel in den Zü- 5en. Mit Rücksicht auf die geänderten Verhältnisse und zur Erhöhung der Sicherheit in den Zügen bei etwaigen Unfällen werden, wie die Deutsche Reichßbahn-Gäsellfchaft mitteilt, in den Seitengängen der V-Zugwagen wie früher wieder ein Veil und eine Säge in einem besonderen Schränkchen mitgeführt. Auch die Frage der DteterauSrüstuna von Personenwagen mit Feuerlöfchapparaten wird zur Zeit geprüft. •• 2u- dem Siebener Standes- amtsregisler. EL verstürben In der Zeit vom 1. M 15. Utor^: 1. Mols Schad. Seh Poftrat a. D, 70 Jahre alt. Bleichst r 26. Dorothea Rassauer, geb Kurz, Rentnerin. 63 Jahre alt. Aeuenweg 15. 2. Elisabeth Weihbäcker. geb. Marr, 50 3obre alt, Südanlage 23. 3. (3oa Müller Schneiderin. 51 Jahre all. Goelheftr. 42. 5. Frtrchrich Rumpf, Kaufmann, 43 3ahre alt. vZozeWgasse 9. Hermann Bender. Polizei-Ober- Wachtmeister 1 R.. 46 Jahre all, Goeihestr. 61. 7. Ludwig Wacker. Werkmeister, 55 3ahre all, Übelftraße 9 8. Pauline Hahn, ohne Berus, 14 Jahre all. Druchstra.be 18. 10. Maria Lenz, geb. Schneider. Witwe. 63 3ahre alt. Ludw g° strafte 62. Theodor Spillmann, 4 Jahre alt, Kaplansgasfe 13. 11 Kathanne Hübner, ohne B ruf. 52 Jahre alt. Hillebrands!ratze 7. Hernr-ch Schunt. Steuer-Assistent. 36 Jahre all, Kaiser- Allee 33. 14. Klara Bruchschmidt. geb. Diels, Witwe. 44 Jahre all, Gbelstratze 32 •* For st ^Personalien Ernannt wurden dec Förster Peter Becker zu Hausen zum Förster der Försterei Rieder-Weisel. Forstanll Butzbach: der Förster Bernhard Jakob zu Ober-Mörlen zum Forster der Försterei Ober- Mörlen, Forstamt BateRauheim: der Forster Wilhelm Kalberlab II. zu RüddingShausen zum Förster der Försterei Rübdingshausen, Forst- amt Rabenau: der Förster Philipp Keil zu Ellingshausen zum Förster der Försterei Ettingshausen, Forstamt Lich: der Förster Daniel Keller zu Freienseen zum Forster der Försterei Laubach 1, Forstanll Laubach: der Förster 3atob Lautenbach zu Hochweisel zum Förster der Försterei Hochweise!, Forstamt Butzbach: der Förster Heinrich Reifschneider zu Bind- sachsen, zum Forster der- Försterei Bindfachsen. Forstanll Büdingen: der Förster Heinrich Detter zu Höchst a. d Ridder zum Förster der Försterei Höchst a. d. Ridder. Foistamt Düdelsheim, sämtlich vorn l.Wärz 1925 ab. Kirche und Schule, Gvang. Dorfkirchrnvorsteher-Taqunq. )( Di 11 Ingen, 16. Ulan. Die heute hier zusammen- tretens Dorskirche n vor st ehe r- tagung war noch viel stärker besucht. als die- ientge, die vor einigen Wochen in Reichelsheim flattgcf unten hatte. Fast 300 Kirchenvorsteher ballen sich von allen Seiten e'niefuntenj und wurden von den Bewohnern unseres Dorfes, daS zu Ehren feiner Gäste Fahnenschmuck angelegt hatte, herzlich ausgenommen. Die Tagung wurde e'ngelc'tet durch e.ncn tdmen Gottesdienst in ter sinnig geschmückten Dorf irche. Prälat D. Dr. Diehl- Darmstadt hielt auf Grund des Testes aus der Offe:.b ivung Ioha nes Kap. 3, Ders 1—3 eine ernste und eindringliche Predigt von ..der Rot dec Zeit und der Derant- xnortung dec Kirchenvorstehei, und aller ernster Christen'. Der Gollesd'enst wurde umrahmt von Orgelvorspiel. Gcmcind 'gelang unb zwei schön qefunaenen Chören der Schulkinder unter Le'tung von Lehrer Bolz. Schlutzgebet und CBaterunfer und Segen sprach der OrtSgeistliche. Rach dem Gottesdienst begannen sofort die Berhand- l u n g c n im geraum gen Strackschen Saal. Der Di^'prästdent der Hels. eving. Landeskirche, Geh Oberkonsistorialrat Dr. Bernbeck-Da instadt, sprach über »Die Aufgaben der Kirchsnvorstehec in bezug aut die IlnanVcllc Lage der Einzel- gemei"de und ter Land slirchs". Zn Karen und prallischeu Ausführungen zeigte der Redner den aufmerksam zuhöccnden Kirchenvorstehern ihre Aufgabe, „treu und gewisfenhgst zu verwalten. waS der Kirche und der Psarrci an irdischem Gut und B sih gehört, und dafür besorgt zu fein, bast die tirchluyen Gebäude in gutem Stand erhallen Werder, und das Gotteshaus feiner Bestimmung gemäß schön und würdig dastehe". Der Vortrag gab Gelegenheit, manche Frage zu be- cuyren. Io auch otc Hrage Oer Kirchensteuer für 1925. Rach langen und schwierigen Verhandlungen. die durch das Fehlen einer regel- mähigen Einkommensteuerveranlagung bedingt wurden, scheint eS gelungen zu se'n. eme gerecht« Grundlage für die Veranlagung der K rchensteuer zu linden. Die Bearbeitung von etwaigen Re- tlamationen haben glücklicherweise wieder die Steuerbehörden übernommen. Eine rege Aussprache setzte nach dem Bortcage ein. in der von dem Redner und Prälat D. Dr. Diehl noch manche Frage beantwortet wurde. Rach der Mittagspause, in der die Teilnehmer auf- freundlichste und reichlichste in den gastfreien Häusern der Gemeinde verpflegt wurden, beginnen ab't- malS die Verhandlungen, die einen Dortrag des Hess, evang. Landestugendpfarrers Zentgraf über ,Me Aufgaben der Kirchenvorsteher an der Jugend feiner Gemeinde" brachten, der in ge- willenschärfenden A 'S ührungen den Dersammel- ten diese Aufgaben vor Seele und Gew'ssen rückte: auch hier fchlotz lich eine rege Aussprache an. Mll herzlichen DankeSworten konnte der verdienstvolle Let'r, Dekan Scriba. de wohlgelungene und eirrdrucksvolle Tagung schlieften, um deren Zustandekommen sich der Ortsaeistliche und die örtlichen ki-chlichen Dehörden große Der- dienste erworben hrb'n. 3n dankenswerter Weise waren auch d.iS K r e i s a m t und die Bürgermeisterei vertr"ten und am Anfang der Tagung schon begrüht worden. Schöffengericht. (Sieben, 16 März. Der Dienstknecht W. S. von Beuern hatte am 24. Januar 1925 in der Rähe von Kestrich ein Mädchen zu vergewaltigen versucht. Strafe. 1 3aihr 6 Monate Gefängnis Der Händler G H auS Reumark (Kreis Kulmbach) ist bereits 20mal. darunter 13mal wegen Betrugs, vorbestraft. Am Z. Sept. 1924 aus der ZeNenstrafanstalt entlassen, beging er sofort wieder einige Zechprellereien. Das Gericht erkannte auf 2 3ahre Zuchthaus und dreimal 150 Mk. Geldstrafe. Der Artist H. O. aus Güttingen legte im Rovember 1924 einem hiesigen Kaufmann e:nen Dertrag mit einem Hotelbesitzer aus e nem Rachbarorte vor. nach dem er sich vervstichlet hatte, in duffen Saale Rmg- und Borkämvfe zu veranstalten und dafür für den Abend 250 Mk. ®nt- schädigung erh'elt. 3m Be-tcauen auf b!e Richtigkeit dieses Vertrages häad gte ihm der betr. Kaufmann nach und nach über 150 Mk ein. Der Vertrag war jedoch gt. O. wurde wegen schwerer Llickundensälschung in Tateinh'it mit Dllrug zu Z Monaten Gesäng nis verurteilt Die Wetzlarer Plünderungen vor Gericht Große Ltrafkamtner Wetzlar. - Wetzlar. 1Z. März Bei Beginn der heutigen Verhandlung bemerkt der Vorsitzende, ihm sei nritgeteUt worden, datz bei der gestrigen Derhandlung sich Pertonen als Zuhörer im Sitzungssaal befunden hätten, die in diesem Verfahren noch als Zeugen aufzutreten haben. Da dies gefei)li unzulässig ist, gibt et der Wache strenge Anweisung, nur solche Personen zuzulassen, die sich im Besitze einer Eintrittskarte befinden. Rachdem die Angeklagten R i ck 1 i und Frau Berghäuser mit Rückficht darauf, datz ihre Fälle heute doch nicht zur Derhandlung lonunen, ferner mit Rückficht auf ihren Gesundheitszustand beurlaubt wurden, wird in die Beweisaufnahme eingetreten. Als erster Zeuge wird Bürgermeister Dr. Kühn vernommen. Der Zeuge erklärt, datz ihm schon einige Wochen vor der Plünderung Andeutungen darüber gemacht worden seien, datz in Wetzlar in nächster Zell etwas vorgehen würde. Er will aber diese Redereien nicht ernsthaft genommen haben. Am ersten Plünderungsabend habe er selbst auf dem Eisenmartt gestanden und vectucht, beruhigend auf die erregte Menge ein- yutoitten, zumal er auch eingefehen habe, datz er mit 10 Polizeibeamten, von denen 3 noch durch Verwundung ausschieden, nicht viel ausrichten könne Ec will ben Eindruck gewonnen haben, datz er mit seinem Zureden auch einigen Erfolg traten hat, unb begatt T»d) zum Larpaus zurück. Hier wurde ihm nun mitgeteilt, datz auch ra der BahnhofSgegend Plünderungen emfeht«. Seine Derbandlungen mit dem hiesigen Landrat, Schupo zum Schutze anzufordem, stieben auf Widerstand, unb erst am nächsten Tage konnte solche herbeigerufen werden. Als diese in Wehlac ein» getrosten war, wurde sie zunächst m das Rathaus zurückgezogen. Dor diesem hatte sich eine ungeheure Menschenmenge angefammelt, die den Abzug der Schupo verlangte. Dec Zeuge gibt an, datz sich unter den Leuten vor dem RathauS besonders der Angeklagte KlaS hervortat, der u. a. von , Hälseablchneiden" usw. redete. Er selbst habe KlaS nicht gekannt, sondern wurde nur von dem Zeugen H a n u s ch auf bloten aufmerksam gemacht Die Schupo bahnte sich dann einen Weg nach bet Spllburg. Den Eindruck, datz Klas sinnlos betrunken war, hat er nicht gehabt. Aul die Frage deS StaatsanwaltlchallS- rats Dr Schmidt, ob lich Zeuge auf dem Eisenmarkt der Menge gegenüber in dec Weise etwa geäutzert hat. er toetbe dafür sorgen unb seinen Einslutz dahin gellend machen, datz die Geschäftsleute Bedürftigen Waren schenken sollten oder in ähnlichem Ginne, erklärt der Zeuge, keine Aeuherungen in diesem Sinne getan zu haben. Lieber ben Umfang deS angerichteten Schadens befragt, erklärt der Zeuge, datz der Gesamtschaben, soweit er zur Anmeldung gelangt ist, sich auf 40000 bis 50 000 Mark belaufe, datz dieser Betrag aber nur einen Bruchteil barst eile, ba verschiedene Geschäftsleute ihren Schaden gar nicht angemeldet haben, lieber die Motive zu den Plünderungen befragt, äutzert der Zeuge, datz nach seiner Meinmtg unmittelbare Rot am wenigsten der Grund war. ES sollte eben zur Zell der allgemeinen Unruhen im Reich auch in Wetzlar etwa- geschehen. Rach seiner Meinung ist gerade in Wetzlar in bezug auf Wohlfahrtstätigkeit mehr geschehen, aW in aoberen Stabten, lieber den Angeklagten Gollwitzer lagt der Zeuge, bah chm bieier schon vorher als gewalttätiger Mensch bekannt war. G sei etwa 14 Tage vor der Plünderung einmal an ihm vorbeigegangen und habe gesagt: „Guten Tag Kühn." Er habe sich diese Art des GruheS verbeten, und ba habe G. eine drohenbe Haltung eingenommen. Dec nächste Zeuge, Bauunternehmer H a- n u s ch . äutzert sich bezüglich deS Angeklagten Klas bahin, bah er auch nicht ben Eindruck gehabt habe, dah dieser sinnlos betrunken war. Es folgt nunmehr die Erörterung deS Falle- Gollwitz er. die mehrere Stunden in Anspruch nimmt. In den Rachmü tags stunden wird der Fall Ehefrau Gollwiher erörtert. Diese Angeklagte Hal, wie aus der Beweisaufnahme hervorgeht, bereits einige Stunden vordem Beginn der Plünderungen zu dem Zeugen Petri geäutzert, heute werde etwas geschehen, wo- Wetzlar noch nicht gesehen habe, es sei alles gut organisiert, morgen liege Wetzlar in Trümmern. Die Angeklagte bestrellet, eine derartige Aeutzerung getan zu haben, unb bezeichnet die Aussagen des Zeugen als einen Racheakt Zu erwähnen wäre noch, bah der bereits gestern erwähnte Zeuge M o o y. ber aus ber llntersuchungShaft vorgesührt wird, seine Auslage verweigerte. Die Derhandlung würbe dann auf morgen vertagt. Man hofft, morgen mit ber Beweisaufnahme zu Ende zu kommen, so bah am Donnerstag baß Urteil zu erwarten ist. Hochfchulnachrichten. Von der Marburger Universität. j( Marburg, 16. März. Dem Leiter ber Stadtschule zu Wanfried, Rektor Karl PeterS und dem Studiendirektor Christian Herwig zu Oldendorf wurden von ber philosophischen Fakultät der hiesigen Universität die Doktortiiel verliehen. Die gleiche Auszeichnung erhielt seitens der theologischen Fakultät der Professor der Philologie am Haverlord College in den Derein. Staaten von Rocdamerika RufuS M. 3ones, der auch durch die Quäferfürforge bek mnt ist. Ferner erneuerte die m-bizinische Fakultät dem Dr. Julius Brand au in Kassel-Wilhelmshöhe das diesem vor 63 Jahren verliehene Dr.-Diplom, sowie dem Prozessor Dr. Albert S i p p e l und dem Geh. Med.-Rat Prosessor Dr. Ludwig Rehn, beide in Frank'urt, und dem Geh. Sani- täterat Dr. 3ultuß Dithmarin Wiesbaden die diesen vor 50 3ahren verliehenen Dr.-Diplome. Bü»ert1sch. Europäisch« Gespräch«. Hamburger MrmatShelle für auswärtig« Politik, herauSge- Sben von A Mendelssohn-Bartholdy. (Deut- e Derlags-Anstalt, Stuttgart. Vrlln und Leip zig.) 3. Jahrgang, Heft 2. Februar 1925 3m Augenblick, da im Schvhe den Entente wiederum die Frage der Sicherheit Frankreichs so cin- gebenb erörtert wird, liefern die .Europäischen Gespräche " hierzu einen höchst aktuellen und wert- vollen Beitrag in dem Aussah des Grasen Mont gelaS über die bisherigen .Derbandlungen über die Sicherheit Frankreichs", ber klar herausstelll wie lehr feit ben ersten Friedensoerbandlungen die Bedingungen sür diese sog Sicherheit zunehmend Derftarh und verschärst worden sind, und der, bei aller Anerkennung der im Genfer- Protokoll erreichten Fortfch^alte, die bedenklichen Puntte in den letzten Dölkerbund-Dorschlägen hervorhebl. Daneben crfcheinen, als neue Rubrik. Dekenntnifsc unb Begeben heilen, die „aus dem Rvtizbuch des Herausgeber-" dokumentarisch und lehrhaft erörternd diejenigen autzenpolitischen Vorgänge resümieren, die die Zeitschrift aut Raummangel nicht eingehender behandeln kann — »Daß Theater" (Berlin W9). bringt auf dem ersten März-Heft ein lustiges Bild von Werner Krautz als Charleyß Tante" in bet Ausführ-ung des Berliner Staatstheaters. Da» 3nnerc beß Haufe- repräsentiert sich im wesentlichen in boppelter Hinsicht als Spezialhest. SU ersten Seiten sind anlätzlich des großen Berliner Dühncnballs der Genossenschast Deutscher Büh- nenangehörigen gewidmet. Um eine Reihe über auß witziger Karikaturen ber führenden Persönlichkeiten der Genossenschast gruppieren sich hei tere und ernste Beiträge von Ludwig Fulda, Heinrich Eduard Jacob, Hanß Brennert. Paul Morgan u. a. Dazu kommen Bilder auß der Geschichte unb von ben Wohlfahrtßcincichlungen bei Genoffenschaft. Ein weiterer beträchtlicher Teil des Heftes ist dem Deutschen Schauspielhaus in Hamburg gewidmet. „Das Theater" nimmt damit wieder ferne alten Bemühungen auf, von Zeit zu Zeil Gesamtdarstellungen der Arbeit grober deutscher Bühnen zu bringen. Auß dem allgemeinen Teil deß Hefteß werden ganz deson- dereß Interesse die beiten Spezialaufnahmen er wecken, die „Das Theater" auf dem kürzlich in Berlin ftattgchabten Bankett der Preffe hat Herstellen lassen. Der bekamlle technische Derlag Dieck & Co.. Stuttgart, gibt ein Wert heraus, das für jeden Schlosser, Duuschlosser und Maschinenschlosser, für Anschläger, Schmiede, Mechaniker, Schweitzer, Monteure, für Werkmeister, Betriebsleiter unb namentlich solche, die es werden wollen, ein geradezu erschöpfender Ratgeber ist. Dec .Bau und Maschinenschlosser" von Reaie- rungßbaumeistcr H. ®nant ist als Leitfaden für die gewerblich-technischen Schulen und für bk Vortercltungsfurfc auf die Meister prüf , ng bestens geeignet. Der Deriafser hat feine eigenen langjährigen Erfahrungen, beraten von erprobten Werkmeistern. Betriebsleitern unb Ingenieuren in dem Buche niedergelcgt. hat also aus ter lebendigen P.ariß gefchöpst, so dah es auch toieixr der Praxis zugute kommt. 82 Rundfunk-Programm -es Frankfurter Senders. (Aus der „Radio-Llmschau".) Donnerstag, 19. März: 11.55 illjr: Zeitangabe. 12 Llhr Rachrichbea* dienst 4 Uf)r: Wirtschaftsmeldungen. •! .20 LIHr Rachcichtendienst. 4.30 biß 6 Uhr: Schlager- Rachmlttag deß Hausorchesters (Piogramm: Die neuesten Schlager). 6 Uhr Wirtschastßmeldungen. 6 bis 6.30 Uhr: Die Lefestunte (Aus fernen Ländern). Auß der „Italienischen Reise" von Goethe. 6.30 bis 1 Uhr Esperanto - Unter richt 1 bis 7.30 Uhr: „Oscar Wilde". Vortrag und Vorlesung von Intendant Dr. Carl Hagemann- Wießbaten. 7.30 biß 8 Uhr: Die Besprechung (Theater und Kino). 8.30 biß 9.30 Uhr: Stella, Gin Spiel für Liebende von Goethe In den Hauptrollen: Erna Reigbert vom Reuen Theater, Leontine Sagan vom Schauspielhauß unb Gerd Fricke. 9.30 Uhr: Rachrichten, Wettermeldung Sportbericht. 10 biß 11 Uhr Zeitgenössische Kammermulck. 1. Stücke sür Klarinette von Stra vinsktz. 2. Sextett für Streicher, Klarinette und Klavier von Pethrek. ^Üoraichl? beim Einkauf-vorv • Ls ^erxierv AM^ojdtv IXax^XÄhmurtgerv mrvüG aKnluhz kUrvg ervaAnz ^cuLmXnz irujjr ed’tb,zrwnn/ cu-cf cLezrv Stik&tic/ cLe**Tlaznj&<%szu-Q ! [Vermietungen - veüsios'LrÄSI Neuen Baue *'4 Gut möbl. Zimmer mit Verpfleaun.,. Tel. f tfietqesuche , Jung LllademllLr (Sbevanr such, für ba:- Sommer -Lem. *niii 1. 5. iwel möbl. RXamonu Küche b.^w. Kochgelegeich. Eil- aitaabcn ucnStnfdir. zwecks milnbl. Vereinbar, erb. a.ltiüa, K«s»el. Malier ü!. , . [Stellenangebote Für kleiner Ver« kaiiisgeschait hier nnt Vlaye wird solider Mann gesucht, ©eelnueifür Krieasbrschäd'a'cn als 'Jiebenerroeib. Srtjtlftl Slngebo c unter 02378 an den Giesser Anzesger. SlBÜen-ingetct. Luche zum baldigen (Sintriit gut empfohlenen, lüchiig., brauche kundigen IsrHer ferner Aiim Ein- tritt nach Ostern einen l27b4D Lehrling ans gut Familie. RicbardGninewelil Kolonialwaren Feinkost aafsee-Röster-ei. B.wnhof ür tze 27 Feralvr. 1031. IM-awnk. Wücttantl. 1 erd. Lie d. Vlaren- i'iltelnvertr.Ia Sache lCpistenz». Walter Eaaien, !»kvi 73. Ziiditigrr SleinWMeitn auf Werkstatt per sofort gesucht. 7«D Carl Frensdorf. Lulirliög von Grotzbandlnng au sofort oder 1. 4. gesucht. Lchrinl. Angeln te unter 2397 an den Gies; Anz. erbet CvbentL, zuverläff. MM für alsbald oder später gesucht. Gitte Zkimnlsfe f rforöetl etbiffcabergcr 27b,0 2'." en S T. SienitmäiidicB gesucht. 02404 Lichtheilstätte für Lupus kranke. Best eres Mädchen (nicht uiuer 20 3-t nut guten Zeugn., in kleinen Haushalt für tngoüber auf 1. Avril gesucht. Vor- zuftelleii u. 5—7 Uhr .-4 ,<9 oct beste. 67I I. Suche mehrere tititine MMrn mit guten Zeuaniffen ver L 4. und zfvei Mädchen sofort für tagsüber. [02407 Frau Herr. Sonnenstrane 6 II. flll»llll»IIIUII!»llllilll!ll!B Weg. Verheiratung meines Mädchens suche Aum 1. oder 15. Avril ein [2805V Mädchen für Küche u. HauS. Architekt Nikolaus. Südanlage, an der ZobanneSkirche 5. fflyuiiiiwBiiiwiiiiiMiini Din tüchtige- Mädchen oder Aiishilse sofort gesucht 01411 Hotel Lenz. [Stellengesuche! Jnniicr Wann mit höherer Schul' btlbuns ittcht Stelle als Dolontär in kautmänntichem Betriebe. Branche gleich. Lchrintiche Angeb. unter 02392 a. d. (Sieg. Art», erb. »>ür Sohn achtbarer Eltern wird gute £?Wlt gesucht. mdqL mit •yenflmt Schriftliche Anaeb. u-*ter 02410 an den Gtest Anzeiger erbeten- tz-nskii'ßehilfk 23 Jahre, fucht Stellung zum L 4. 25. Schriiik. Angebote unter 2700V an den Gien Anz. erbeten. 1 Bulle Simmentaler Han? 16 Monate alt, ne(jt Anin Verkauf bei Heinrich Rotb IV. ^angSdork. .12402 Gute w au verkaufen bei H. Gottmann rT,D iUnrburfler Str. 65 Lebensmitrel- yeschäst prima Vage, sichere (erbten;, sofort au Vet fnnten durch hehl een her li er. liloLfeütane 8- TeleohaLßD. «nuz 8 schöne Ferkel zu verkaufen. Inot Heinrich Törr. Neinbardsbain. Gutgehende wirtschaft mit grobem Garten. nabegrönererStadt, febr schöne Vnne. bet aröstererMiiAkibluna oder Au^Aabluna billigst AN verkanf. ^christliche 2lnge> bot« unter <»2308 an den »liefe. Anzeiger. Herrenrad „Marke Torpedo", säst neu, für 00 Mk. au verk uken. ®o? saatd.GefchiistSsteae des <9iest Anz. 02406 I Divan. I Aiikiud l«ch, I Kahlkorb, I U Inder« a«en. H leid. o. Schuhe mlUo *u verkaufen. et«6 Snchenplatz 15. D. Sahilirkud-RMi flero. 21. 4. 1921 mit St am mb. u. Eintrag, Etchenburg, Krimi» naloolhei. Soll unb Starkenburablut, 65 ern hoch. 76 cm lang, an 5tinber. 31m meru.Qetteocrodbnt bewährter Deckrüde mit kräft. Gebäude, einwaudfreter Rute, dunkelmolsöfarbig. unbestechlich. Schutzbund m. unerfchrock. Schärle, umständeh. biNig z. verk.Borzüg» lichgeeig.f.Villen-od. Fabrikbewachung. Stevbanftr. 89. mmmmmh Wagenplau neu, 6x6 w, ru verkaufen. Anzusehen und Abgabe von Angebot Kaserne I, Zimmer 214, von 9 bis 12 Uhr Dornt ,WD 15 Jnf.-Degt MHSHWCM FrischeFische (Srüoe gertuae Bid. 18 Seelachs ohne fionf ver 'Jfb. 30 Vreitzelveeren ver Vsd. 80 üliraöeaen 1 Dose 90 5 Cröüeermarmelaöe -2-Vf.-EimerM.2.60 Aorilosenmarmelove 2-Pf.-Ci.uerM. 2.40 PfitfKfimonnetaoe 2-Vs..EimerM.2.40 Clmöatger Löse Pfd. 75 >> ®onöo Safe Der Mo. M. 1.20 Sfflroeüet gute Pfd. At. 2.20 Tee neuer Ernte, das 3«lnft«, was es gibt, Pf. ti)(. 8 00, 6.00, 5.20, 4.80 AL MMW, Vtebigftr.71 Telephon 1685 Lm»c Getragene Hleite kauft zu höchsten Prellen 0254:« L. Bo*enzweljc Gießen SellerSmeg 5& Ein noch gut erhalt, SöisAi 4 .vnrtiroer?, mit IgFalzAieln, nut Abbruchzu verkauf. M iemeck N07V Giefeener 3traüe 31 Ein fast neuer Eisenbahner- mantel ist zu verkaufen Grofeen-Lindeau .n» Bahnhofftr. 73. | Kaufgesuche \ 54 Id Die Beerdigungfindet Donnerstag, den 19. März 1925^ nachmittags 3 Uhr statt. 2797D Leipzig. 27-8« r 8 1 i l iS I »o Hotel-Restaurant Hindenburg Bückinge Uakao garantiert rein . . . Pfd. 0.70 preiswerte Konserven im Ausschnitt Pfund 0.36 Eelegenheitskaus! M etiüt. ECHN ISCHE MIT/ÖNDERGRUPPE WÄRMEWIRT/CHAF1 UND BAUME//E ALLGEMEINE 22:27.MXRZ »/»Dose 0.80 »/»Dose (.00 Plockwurst Holsteiner. . . . Pfund 240 Zervelatwurst Holsteiner, Pfund 2.30 Salamiföfe itaL Weichkäse, Pfund t.ZO Emmentaler Uase.... Pfund 2.20 Pfuttd 0.72 Pfund t 00 Pfund 1.50 MM Büdo-TerpentinSlkreme Immer für die Schube nehme. pflaUMeN mit Stein Heidelbeeren.... Altes Blei iBleiröhrem lauft Brühlsche Druckerei n'D Schul,tr. 7/81 Sofort ober spater ohne Tausch zu mieten gesucht 4 oder mehrbeschlagnahmefrete, geräumig« heizbare Ihre in Schevenmgen (Holland) vollzogene Vermählung beehren sich anzuzeigen Bastiaan van Opstal und Frau Elise geb. Bollmann Heute frisch von der See: £dbliciu o. Kopf... Pfund 0.32 Die trauernden Hinterbliebenen: Balthaser Keller nebst Angehörigen, Wieseck, Gießen, Büdingen, den 17. März 1925. Limburger ttäse. Romatourkäse »•/. Romatonrkäse« Waschemir Luhns WlverfllSt;- Heiiaiitdöl Dor und nach dem Theater warme und kalt« Speise« wa Fürstenberg-DrÄr Die Hausfrau fagt: Niemand merkt es, daß [tertt reinen Bohnenkaffees der gute und billige Quieks auf den Tifch kommt. _Trinke Quietat Pel, iBlaufuchö) ver« lösen aus deut Wege Sicher Str.— Smherberg — Sried- bof. Abzugeben geg. hohe Belohnung an das Polizetamt. Wetdengaffe. Gröhe Fett- .........Pfund 0.28 Stadttheater Donnerstag, 19. März, 22,. 0oirersha- ifljonnements-Kotft von 6 /4 bt^ 9l/4 1164 5(*DDh0. TrauerspielinvAust zi'gen v Grillparzer. 1800 qm -zx Land hinter der Schwarz- lach zu verpachten. Babnbofstr. 64 I. harten auch für Gärtnerei geeignet, in der Gntenbergstraste zu verpachten. [TP4O8 Gont. MUtoniksius, Mäusbiirg r.i. OOQOQOQOOGC jOOQOQQ 'w-' M preitzeibeeren i°,°.... Pfund 0.75 dto. 2'Psund-Eimer . . 1.60 Schnittbohnen.............1.05 Hräulem mit kaufmännischer Bildung für die Kasse des Lichtspielhauses Bahnhofstraße, gesucht. Dorzustellen heute an der Kasse, nach 4 Uhr. 2796c Am 17. Marz entschlief sanft nach kurzem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Sch wester, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter KatharineKellergeb.Rau im 79. Lebensjahr. Wahn- oder" im Erdgeschok oder 1. Stock eines guten möglichst nn Zentrum gelegenen HauseS Elektrizität und Wasferanschlnh benötigt Off. unt. L.m.5891 an Rudolf Mosse, MW M Mmm Gietzen. Neuenweg 32 2809D i2r3I.MÄRZ MM Verschiedenes! jiollralim. Wer beherrscht diese Sprache in Wort und Schrift? Schriktl. Angebote uut»r 2/oOD an den Gies?. Anz erbeten. Schade & Füllgrabe Bahnhofstraße 26, Ludwigstrahe 20, Walltorstratze 24, Frankfurter Straße 89. ätfiri zu kaufe gesucht. «schriftliche Angebote un er 02395 an den Gietz. Anzeiger. Prima nahgestreckte ttiltitt-Ittiititifli alle gangbaren Breiten auf Lager 4-Sitzcr. 522 P. 8., sabrikrteu. 2rrf)t und Anlasser und alle Chitonen. la Däuser u. Bergsteiger zu 4SOO 2>tt. sofort zu verlausen. Ansicht ohne Kaufzwang. (0:3d4 A.li.V.«en.'-^.k Mitil in Geschäft wird lüch tigem jllngerem Herrn geboten. Bin seit 2 Jahren Witwe und wünsche baldigst wieder zu heiratet,. Schr Ang. u. 2801V n. d. Giest Anzeiger frür Verwandte, Mj. evgl. Rbeinlandmä- del, grobe, statt!. Erscheinung, äub. tüchb inGeschästu. HauSh.. früh!., off. Wesen, o. gut. eZaut. tGcschäft), nicht unvermögend, suche ich vorläufig o ihr Wissen, mit nur sol. Herrn, am liebst tücht. Geschäftsmann zwecks späterer Heirat in Verbindung zu treten. Da in kath. Gegend, fehlt hierzu vassenoe Gelegen beit. Streng reell, Zuschr. möflL m.Bild unter 28001) an den Gieb. Anzeiger erb. Bauerscher Gesangverein e.V. gegründet 1864. Seiltag, deu 22. Hirz 1925, nachmittag« 4 Uhr, ia der Aula der Universität »ZONZEBT Leitung: Herr Otto Qlrlach. Mitwirken de: Fiäulein Aiii Delp aus Dareistadt (Violine) Herr Kurt Richter (Tenor), Mitglied. Leitgedanke: Gott — Heimat — Vaterland. Chöre von Schubert. Wiesner, Schwarz, Sllcher. Sonnet. Kirchl, Mendelssohn und Straeßer. Violinsoli von Scbultheß und Mozart Lieder für Tenor von Mendelssohn und R. Wagner. Eintrittskarten 'M Vorverkauf bei Herrn Emst .....■ ■ 7-7 Cha liier. Neuen weg, und nachmittags an der Kasse. — Eintrittspreise: 1. Platz M. 2.50, 2. Platz M. 2.00, 3. Platz M. 150. Für das am Samstag. 2L März, abends 8V« Uhr, stattfindende Mitglieder-Konzert ist noch eine Anzahl Eintrittskarten an der Kasse erhältlich. Vaillants Gas-Badeöfen zu beziehen durch alle 1M0ss Installationsgeschäfte. Illustr. Katalog Ausgabe 17 U kostenlos. Joh.Valliant» Remschei d. 00411 Donnerstage den 19. März 1925 Metzelsuppe Mimie Gelbjuieleder mit Inhalt auf d. Wege Gienen-Dutenhofen verloren. 0239c Gegen Belohnung abzuaeben bet Obr, Wetzlarer Weg 55M Vereine Gießener Lesehalle-Verein. Tonnerötag. 19. März 1925, abends 6V* Ubr^ Mitglieder- Versammlung in derUniverntät- bibliot'.ek. ■w Der Vorito« Bubi fällt überall auf durch seine blitzblank geputzten Stiefel. Er verwendet eben den guten Derventtnöl-Dchuhputz Büdo »uelcher im Augenblick schönsten Hochglanz erzeugt. Machen Sie selbst einen Versuch und merken Die sich vubi- Letblvruch: Aeßßk GWlllll stellt zu Ostern 1 oött 2 MW mtthöbererSchulbildungein.Schrlstl. Angeboie mit Abschrift des letzten Schulzeugnisses vermittelt u. 2795 D der Glestener Anzeiger. Außerdem wird ein- perf. Stenotypistin zum baldmöglichsten Eintritt gesucht. Schrif l. Angcboie mit Zeugmsab- fchrii en unter 27951) an den Gteh. Anzeiger. Preiswerter Käse Scheveningen Gietzen Keizerstraat 18 Bruchstratze 23 18. Marz 1925 4-500IL zu leiben gesucht Gute Sicherheit, mo- natlicheNückzahlung Schriftliche Angebote unter 02414 an den Gieb. Anzeiger 2-3000 Mk? an solo. Geschäftsmann kurzfristig auszuleihen. Schr. Ang. u. 2634V an den Gieb. Anz. Die Beerdigung findet Freitag, den 20. März, nachmittags 3V2 Uhr in Butzbach vom Sterbehause, Waldstr. 13, aus statt. " 23020 Heute vormittag IO1/, Uhr verstarb nach kurzer Krankheit mein lieber, treusorgender Gatte, unser guter Vater Herr Friedrich Amend Rentner im 73, Jahre seines arbeitsreichen Lebens. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Luise Amend geb. Loh Pfarrer W. Dö!1 und Frau Käthe Friedrich Amend und Frau Dr. Fr. W. Amend Carl Amend und Frau Walter Jansen und Frau Luise und 13 Enkelkinder. Butzbach, Rendel, Großen-Linden, Wirberg, Soldau (Hann.), Allendorf (Dillkr.), den 17. März 1925. 1 derb' Arp $drisM ZiÄU -rrvaltit tcc rch MSk in Aesamtnün'fl WS©5W' SjUfl Whrrige ®tflJ tziedergeloa Lbrr baS Aot Datier drs stimmt lver-ri, na Fioaitzausllt Vie verlaut Eingang für fdr lefllitton die E r ttitsür kath! «rktailschai flersitat schen hvchsch haben. Die bei solleu dev zu ta Erhaltu tzatschultll. '"Gfür'Drci 3“ 81 5,lW' vei'.aSt? ajehenttt^" " gennat W sA sK» 3m .Jinan. *Svrlaae über t Äauyeimer licheParte nahm der 2lu hon Sr. Leu« Regierung erfu ftic Deaml S'egejL Ferne otimmcn 6 ivurf über die 1 Die pr Ter ^lan DerUn, Zur Frage de melden die 21 Sestrigen intet Plan eines ft l/dialich Ql den Parteien ten bis 31 "aheslehe. Die ^icht zu einem ' iortaeseht 1 wird sich laut „ an die »kr fein Wand Präsidenten zur Mlger" nennt öNtaeti knien Tinge ^"Minifler tz nrhesiehrnde 9a Svrivn. S >m 5< ®r5«6ung iun«»sr ^anzminjflex 1 AM- M IfcÄ«! «k. Me6 k 6|= 1 1