tkr. 40 Erstes ölatt 115. Jahrgang Dienstag, p. zebruar 1925 Erscheint täglich, außer 5enru und Feiertags. Beilagen: BießenerFcmilienblütier Heimat im Bild. menatsiBeingsprels: 2 Goldmark u. 20 Gold- vsennig für Trägrrlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer «Leu-alt. Ferner« ch.Anschlüste: Schriftleiiung 112, Derlag undGeschästssielle 51. Anschrift für Drahtnachrichten AnzeigerOießeN. poßschrckionto: $renffurt a. M. 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drnrf und Verlag: vrühl'sche Universttülr-Vuch- und Steinörudcrei R. Lange in Liehen, ächristleitung und Seschiftrstelle: Zchnlltraße 7. Annahme von Anzeigen für die Tageonummer dis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerdinditchkett. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlidtS,auswärts 10 (Bolbpfenntg; für Ne- Klame-Anzeigen v 70 nm Brette 35 E»oldpsennig, Platzvorschrift 20 .Ausschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Or.Friedr. W>lh Lange; für den übrigen Ted: Ernst Dlumschetn; für den Anzeigenteil: HansBech sämtlich in Gießen. Die Ruhrentschädigungen. Die Denkschrift der Neichsregierung. Seit Wochen geht nun ein« hemmungslose Agitation durch die ganze linksstehende Prelle, worin der Regierung der Dorwurf gemacht wirb, daß fie Hunderte von Millionen zu Unrecht der Ruhrindustrie geschenkt habe. Der Zweck der Hebung war ja von vornherein klar, er lollte die Aufmerksamkeit ablenken von den ganzen Kor - r u p t i o n S l k o n b a l e n, die sich um die Hamen KutiSker und Darmat gruppieren, weil hier führende Drohen des neuen Deutschland schwer belastet werden. Gs wäre ja auch au schön gewesen, diese DestechungS- rsfären als eine Lappalie hinzustellen und dafür die Schwerkraft der Gegenpropaganda nach altbewährtem Rezept aus Kapital und Groh- industric abzulenken. Wenn das zum Teil gelungen ist. dann liegt die «Schuld daran oei der Regierung^ die aus ganz unbegreiflichen Gründen die Veröffentlichung des aktenmähigen Tatbestandes immer wieder hinausgezögert hat. Die Abwehr, die erfolgte, war eigentlich nur ein Kampf deS ehemaligen Reichskanzlers Dr. Stresemann gegen die Sozialdemokraten, worin er den schlüssigen Rachw.ns erbrachte, hab. solange er die Geschäfte deS Reiches führte, weder sachlich noch formell ein Der st oh vorgekommen ist, dah auch die sozialdemokratischen Mini st e r. die damals noch im Kabinett sahen, dem Prinzip der Rückgewährung der Mi- cum-Lasten an die westlichen Industrien z u g e - ff i m m t hätten. Aber dos war ja nur die eine Seite der Frage. Die andere war die, wie hoch denn nun eigentlich die Rückzahlungen gewesen sind und weshalb man nicht den offenen Weg ü*6cr den ReichS- tag gewählt hat. Jetzt endlich liegt die Denkschrift der Regierung darüber vor: wäre sie früher erfolgt, dann hätte mancherlei nicht geschrieben iverden können, was zur Vergiftung der öffentlichen Meinung inzwischen viel beigetragen hat. Denn wir erfahren jetzt, dah es stcy n.cht um sieben- ober achthundert Millionen gehandelt hat, sondern kaum um den dritten Teil der Summe und dah auherdem Im Wege des Der - gleich- der Industrie von den Forderungen, die fie geltend machte, mehr als zweihundert Millionen abgehandelt worden sind. Ihr etat-technische- Verfahren begründet die Regierung damit, dah zu der Zeit, wo die Rückzahlung erfolgte, der Reichstag aufgelöst war, die Möglichkeit einer gesetzlichen Sanktion also nicht vorlag. dah auf der anderen Seite aber Eile not tat. weil die Industrie sonst ihre Betriebe nicht hätte aufrecht erhalten können, dah eS aber von Anfang an beabsichtigt gewesen sei, im Reichstag um Indemnität nachzufuchen, wa- gleichzeitig mit der Denkschrift geschieht. Hier bleibt noch mancherlei unklar: es ist nicht recht zu verstehen, weshalb das Kabinett Marx, daS ja die ganze Derantwortung für den Dorsal! trägt, nicht von vornherein mit offenen» Karten gespielt hat, weshalb nicht der Antrag au* Indemnität bereits vyrlag, als der Reichstag zusammentrat und mit ihm gleichzeitig die Denkschrift, die alle erforderlichen Unterlagen bot. Denn die Sozialdemokraten werden den Kampf nicht aufgeben, fie werden die Verhandlungen im Reichstag zu neuen „fulminanten Anklagen" benutzen gegen dieses ungeheuerliche „Panama", bei dem Hunderte von Millionen der Schwerindustrie in den Rachen gejagt wurden. Und das alles nur, weil eine sachlich unanfechtbare Mahnahme formell denkbar ungeschickt durchgeführt wurde. Der Sachverhalt. Berlin. 16. Febr. (TU.) Die ausführliche Denkschrift über die Ruhrentschädigungen. Die heute dem Reichstage zugegangen ist, besaht sich in ihren wesentlichen Teilen mit dem Zestraum nach Der Ausgabe Des Ruhrkampses und umfaßt im besonderen die Reparationsleistungen. Die der Industrie der besetzten Gebiete an Stelle des Reiches durch die Micum-Verträge auferlegt worden sind und die diese aus eigenen Htit- teln an die Besatzung ausgeführt hat. DaS wichtigste Kapitel ist Die endgültige Sch u'''abrechnung und Abgeltung Der sich daraus ergebenden Reichs- Verpflichtungen in den Monaten Dezember und Januar. Dabei werden wichtige Au schlüsse über die Vorgänge gegeben, die in der Oeslentlichkeit vielfach eine völlig falsche Beurteilung gefunden haben. Zunächst ist festzustellen, dah die Zahlungen nicht nur an die Groh-Industrie-Gruppen deS Ruhrgebietes, sondern zleichzeitig auch an die große Anzahl kleiner und kleinster Gewerbegruppen »rfolgten. soweit sie gezwungen worden waren, für das Reich Reparationsleistungen zu übernehmen oder in anderer Weise durch Mahnahmen der Dcsatzungsbeyörde geschädigt worden sind. Bekanntlich erklärte nach Einstellung deS passiven Widerstandes die Reichsregierung grundsätzlich ihre Bereitwilligkeit. dieReparationSver- pslichtungen wieder aufzunehmen. Sie war aber dazu finanziell nicht in Der Lage. Die Besatzungsmächte bestanden indessen daraus, dah die Sachleistungen, insbesondere die Kohlen- lieferungen f ofort wieder ausgenommen würden. Aur unter dieser Bedingung konnte die W'.eder- ingangfetzung der Wirtschaft von denDesahungS- mächten wieder erkauft werden. Die Ordnung Der wirtschaftlichen Verhältnisse war aber unbedingt notwendig, um das Heer der Ar b e i t s l o s e n wieder zur Arbeit zurückzuführen und um angesichts der separatistischen Treibereien den völligen politischen Zusammenbruch und die Absonderung der besetzten Gebiete zu vermeiden. Unter diesen Umständen und in der Erwägung, daß die Gesamtregelung des Reparations- Problem- in naher Zeit zu erwarten stand und damit die Lieferungen alSbald ihr Ende erreicht haben wurden, entschloß sich die Ruhrkohlen- industrie, durch Anspannung ihres PridatkreditS die ReparationSlie erungen aufzunehmen und durchzuführen. Unter diesen Umständen entschloß sich die Reichsregierung, den Verhandlungen der Indust riellen-Vertreter durch die Sechser-Kommission unter Führung von Hugo Sünnes mit Der Micum zuzustimmen, die Aufrechnung der übernommenen Lasten auf gewisse Reich-steuern zu gestatten und für die Darüber hi nau-gehenden Lasten eine Verpflich - tu n g zur Rückvergütung des vorgelegten Betrages mit Der Maßgabe anzuerkennen, dah die Beträge den Zeichen zunächst gutgeschrieben und nach Ordnung Der Reichsfinanzen zunächst in Anleihen oder in anderer Weise vergütet werden. Die grundsätzliche Bereitwilligkeit Der Reichsregierung hierzu wurde auf Grund einer Kabinettssitzung vom 20. Oktober 1923 erteilt und die näheren Einzelheiten in Dem Schreiben des Reichskanzlers Dr. Stresemann an Hugo Stinnes vom 1. März unD 13. Rovern- bet nieDergelegt. Die Verpflichtung des Reiche- zur Rückzahlung ist also unbestreitbar, sie entspricht auch durchaus der Gerechtigkeit, weil es sich hierbei um die Bezahlung von Reparationslieferungen handelt, die dem Reiche zustanden, die aber daS Reich in seiner finanziellen Rvtlage nicht anSfüh^e:, tonnte. Die ZahlungSsorm war in Der früher einge- Jiangenen Verpflichtung des Reiches offen ge- affen worden, Die Verpflichtung lautete auf Z hlung von „Anleihen oder in anderer Weile". Eine Abfindung in Anleihen brachte Der Industrie keine wesentliche Hilfe. Es wäre auch für Die finanzielle und WährungSlage gefährlich gewesen, wenn große Mengen von Anleihen auf den Markt gebracht worden wären, andererseits war Die Kassenlage des Reiches in diesen Monaten für eine Barabl5- fung günstig. So waren z. B, abgesehen von den Steuereingängen im Dezember, vom Generalagenten bedeutende Rückzahlungen aus früheren Vorauszahlungen auf Die Dawes- Annuitäten geleistet worden. Die Regelung durch Vergleich erschien deshalb gerechtfertigt. Sie hat dazu geführt. Daß über 200 Millionen Reichsmark gegenüber dem Betrage erspart worden sind, der hätte aufgewendet werden müssen, um vollen Ersah der Lieferungen und Schäden zu gewähren. Rach Abzug Der bereits für zu einem großen Teil in E-Schahanweisungen geleisteten Abs blags-ahlun- gen und der seit Ro^ember 1923 erfolgten Steuer-Ausrechnung verblieb noch eine restliche Veraleichssumme von rund 222 Mill. Reichsmark. Auch von diesem Betrage sind 110 Millionen Reichsmark durch Uebemahme einer Kreditverpflichtung des Bergbaues bei der Reichsbank abgehackt worden, so daß eine Darabfindung von rund 112 Millionen Reichsmark verblieb. Diese Tatsache ist in Der Oefsentlich- keit bisher wenig bekannt geworden. Es wurde durchweg angenommen daß jetzt plötzlich rund 700 Millionen Mark in bar an Die Schwerindustrie Der Ruhr auSgeschütte! worden lind. Tatsache ist, daß es sih bei Der jetzigen Schluß- abfinbung um weniger a lS ein Drittel dieses Betrages gehandelt bat Der Weg Der nachträglichen Indemnitäts-Einholung war Deshalb geboten, weil D: r Reichstag früher nicht befragt werden konnte. Die De- handlung Dieser Ding' hätte bei Der Einstellung der Micum nur zu dicht dazu geführt, daß die Gegner alsdann ihrc Forderungen stark erhöht und noch größere Leistungen auS dem besetzten Gebiet'- herausgepreht hätten, als es ohnedies der Fall gewesen ist. Der Antrag auf Indemnität liegt jetzt vor. er ist Dem Reichstage zugleich mit »er Denkschrift zugegangen. Ium Fall ‘Barmat. Langc-Heqermanns Kamps nm das Mandat. — Die beschuldigten Rechts- «nwälte. Berlin, 17. Febr. fXil) Der Zentrums- abgcorDnete Lance-Hegermann ist durch den Untersuchung- ichter Dr. Hothmann in dem gegen Den Reichs-ostminister a. D. Dr. Hösle eingeleitete Derfairen sehr ausführlich als Zeuge oernon-men worden. Bekanntlich ist von der Staatsarwaltlchast auch gegen Gange- Hegermann ein Srmittl ung-verfahren vorbereitet. daS a>er erst dann zur Durchführung kommen kann, wem der Abgeordnete nicht mehr unter dem Schutz Der Immunität ftebt Inzwischen hat sich Die Staatsanwaltschaft mit den maßgebenden ZentrunrSabgeordncten in Verbindung gesetzt und Herr £ar.3c-5)c}crmann ist erneut ersucht worden, fein Mandat nie- derzulegen. Trotz alledem erklärt Der Abgeordnete auch jetzt noch, daß für ihn vorläufig höchsten- eine Erklärung in Frage komme, Die dahin lauten würde daß er f i ch deS Recht - der Immunität frei willig begeben wolle. Lange-Hegcrmann begründet feine Stellungnahme damit, daß dos Zentrum seine Rechtfertigung nicht habe anbbre;: wollen, sondern daß man von ihm lediglich verlangt habe, daß er zwei konkrete Fragen beantworte. Diese Fragestellung habe Lange-Hoger- mann abgelehnt, weil sich seiner Ansicht nach das Zentrum nur in seiner längeren, in die Details gehenden Darstellungen ein Bild Darüber machen könne, ob ihm Vorwürfe zu machen seien oder nicht. Er wolle aber am Dienstag freiwillig fein Mandat niederlegen. Rechtsanwalt Dr. Engelbert wird, sobald 500'0 Mk. Kaution in Wertpapieren bei Der Gerichtskasse hinterlegt worden sind, f r e i gelassen werden. Iustizrat Dr. Werthauer, Der in daS Verfahren gegen Kutisker als Mitbeschuldigter hineingezogen vor)en ist, hat bis zur Klärung Der gegen ihn gerichteten Anschuldigungen Die Verteidigung Iwan K u - tiSkers niedergelegt. 2ln seiner Stelle haben für KutiSker und Dessen Sohn Die Rechtsanwälte Dr. Herbert FuchS und T h e m a l Die VerteiDigung übernommen. Polizeipräsident Richter zur Ruhe gesetzt. Berlin. 16. Febr. (TA.) Wie Der Amt. liche Preußische Pressedienst mitteilt, hat das preußische EtaatSm nisterium durch Beschluß vom 14. d. M. Den Polizeipräsidenten Richter auf Grund Der Verordnung vom 26.2.1919 mit sofortiger Wirkung in Den einfttoci» -l'.Z'e a Ruhest anv verseht. Himmelsbach und die Reichsämter. Berlin, 17. Febr. (Priv. Tel.) Wie wir hören, ist der bekannte Holzgrvßh studier Dr.jur. h. c. Himmelsbach mündlich unD schriftlich beim Auswärtigen Amte vorstellig geworden, um unter Berufung auf das Londoner Amnestiieabkommen ein Einschreiten der Reichsregierung gegen feine angebliche Boykottierung durch die Reichsbahn, die ReichSpvstverwaltung und die LaadeSforstverwolu g nachzufuchen. Der Tschekaprozeß. Leipzig, 16. Febr. (Wolfs.) Der Angeklagte Reumann wird zunächst über Den Fall Etinnes vernommen. Rachdem man Die Ermordung des Generals v. Seeckt aufgegeben hatte, erhielt Reumann von Hellmuth den Austrag, de i Großindustriellen Stinnes zu erledigen. Da durch Deodachtungen festgestellt worden war, daß StinneS nicht in Berlin weilte, faßte Reumann Den Plan, nach Mülheim. Dem Wohnsth Stinnes, zu fahren. Er lieh sich durch den Leiter Der illegalen Paßstelle, Ernst, gefälschte Personalausweise mit Dem franz fischen Visum ausstellen, und zirrnr f ""ir sich Sz^n und Böge. Inzwischen g b Hellmuth en Bef hl e Angeleg n* heit StinneS abzuvrechen, Da Der Großindustrielle v. Dorsig in Tegel. Der Vorsitende Der Metallindustriellen, „cr'ebigt" werden müfne. Don Margies. Szon und Pöge wurde Die Villa Dorsig beobachtet. Der Metallarbeiterstreik brätelte jedoch ab und es war wenig Kampfstimmung unter den Arbeitern. Infolgedessen blies Hellmuth auch Den Fall Dorsig als zwecklos ab. Einige Tage später kam der Auftrag, einige Spitzel au erledigen, nämlich Rausch und Fräulein Anny Zehnpfund, Die Anneliese Gerber genannt und in der Viva. Vereinigung internationaler Derlagsansta'ton. als Sekretärin beschäftigt war. Die Gerber-Zehnpfund stand, wie zweifelsfrei festgestellt wurde, mit der politischen Polizei in Verbindung. Da sie aber erst 18 Jahre alt war. wollte Reumann, wie er erklärte, sie nicht erledigen, sondern nur verwarnen. Die übrigen Mitglieder Der Gruppe waren ebenfalls dieser Meinung. Meus, der sich mit ihr bekannt machte, erhielt den Eindruck, daß sie nicht ernst zu nehmen sei. Der M -Leiter iMilitärl.iter) von Südwest. Erich Wollenberg. mit Spitznamen Walter, teilte mit, ein Spitzel Wetzel in Stuttgart und Jauche in Heidelberg feien zu erledigen. Der erstere habe eine Sitzung der M-Leitung der Polizei verraten und Jauche eine Konferenz der Arbeit-lostnräte. In Frankfurt a. M sagte Wollenberg, außer Weyer und Jauche müßten Krinnnaloberwacht- mcifter Schlotter unD Der Minister Des Innern Volz erlcDigt toerDen. Schlotter sei Der größte K-mmunistenjäger unD Bolz Der größte Kommunistenfresser in Württemberg Auf ihn seien alle Schreckensurteile zurückzuführen. Er habe eine DersammlungSleitung in Stuttgart auffliegen lassen. Bei dieser Gelegenheit habe ein Genosse auf WoNenbergS Aufforderung einen Polizeibeamten n i ed er g e scho s f en worauf Die Teilnehmer geflüchtet seien. Dögc und Margies erhielten Den Auftrag, nach Heidelberg zu fahren, um Jauche zu erledigen, fall- sich Der Verdacht Der Spitzelet bestätige. Reumann erfuhr, daß Wetzel tatfächiich ein Spitzel, fein jetziger Aufenthalt aber nicht bekannt sei. Auch Der Kriminaloberwachtmeister Schlotter wurde beobachtet, nachdem Diener bestätigt hatte, dah Schlotter der größte Kom- munistenfresfer in Württemberg sei. Am 18. Februar berichtete König, daß Szon bei der Beobachtung Schlotters verhaftet worden sei. Reumann habe Verdacht geschöpft, daß König Den Szon mutwillig in Die Hände Schlotter- spielte. Die Untersuchung Königs hätte jedoch nicht- Belastende- ergeben, so daß er in Die Gruppe ausgenommen worden sei. Verzögerung des Kontrollberichts. Pari-, 17. Febr. ($11.) In amtlichen Pariser Kreisen legt man großes Gewicht auf Die Feststellung, daß die neueste Verzögerung in Der Erstattung DeS Schlußberichts Der Militär- kvntrollkommisfivn nicht aus MeinungS- schieDenheiten zwischen Den M tglieDern Der Kommission zurückzuführen sei, sonDern einzig unD allein auf technische ® r ü n D e. Mm welche technischen Gründe eS sich Dabei hanDelt, ist nicht zu ersehen. England soll für Die sofortige Räumung Der Kölner Zone nach Erstattung DeS SchluhberichtS eingetreten sein. Die Franzosen wollten Die Angelegenheit mit Dem Sicher ungSproblem verknüpfen, Die Engländer seien aber Dagegen. Der „TempS" betont erne'-t die Rotwendigkeit eine- eng- lisch-sranzösifchen Bündnisses, daS jedoch nicht der Form deS EntentebllnbnisseS entsprechen Dürfe, sondern eine stärkere Zusammenarbeit England-, Frankreich- und Belgien- in allen Fragen bedeuten müsse. In London werde angenommen, daß Deutschland geneigt sei, einen Garantiepakt einzugehen. Ser „Temps" zufolge stehe da« Foreign Office mil Der Wilhelmstraße in regen Verhandlungen. Deutschland und der Sicherheitspakl. London, 16. Febr. (Wolff.) Der Unter» ausfchuß des Reich SverteidigungS- k o m i t e e S, der mit Der Prüfung des Genfer Protokolls und der Vorbereitung von Abänderungsvorschlägen betraut war, erzielte beträchtliche Fortschritte. Ein vorläufiger Bericht von Lord Balfour sei fertiggestellt. Balfour weise darin auf Den unpraktischen Eharakter des Protokolls hin unD hebe die Gefahr hervor, die entstehen wurde, wenn man eS zulassen würde, daß ein isoliertes Deutschland seine Kräfte mit denen Rußlands verbinde. Hierbei werde Dem Charakter künftiger Kriege unD die Rolle, die Die Ehemie in ihnen spielen würde, genügend Aufmerksamkeit gezollt. Man halte Dafür, daß die Errichtung deutscher chemischer und anderer Fabriken in Rußland eine ernste Gefahr bedeuten würde. Di« Lage würde wesenllich anders sein, wenn Deutschland bei dem SicherheitS- plan mitwirke. Man halte es für wünschenswert, Europa als eine Einheit zu behandeln und keine großen europäischen Staaten von dieser Allgemeinregelung auSzuschließen. Reue Verhaftungen im besetzten Gebiet. Bochum. 16. Febr. (WB.) In Den letzten Tagen wurden in verschiedenen Städten, namentlich in Düsseldorf und Bochum, von den Franzosen Verhaftungen vorgenommen. Insgesamt dürfte es sich um rund 40 Personen handeln. Denen seitens Der Franzosen Be teilt g u n g an Rechtsorganisationen vorgeworfen wird. Rähere Mitteilungen finD nicht möglich, da sich Die Verhafteten in strenger SinAelhaft befinden. EL ist nicht einmal möglich. Die Romen Der Verhafteten anzugeben. da selbst den Vertretern Der Geistlichkeit und der charitativen Organe die größten Schwierigkeiten hinsichtlich des Besuches der Gefangenen gemacht werden. Die preußische Kobinettsbilöimg Tie Sozialdemokraten für Marx' Kleine Koalition. Berlin. 16. Febr. (T. 11.) DaS von der sozialdemokratischen Fraktion an Den Ministerpräsidenten Marx gerichtete Schreiben über Die Stellung der Fraktion, fommt zu folgendem Schluß: ^Das Schreiben Der Landtagsfraktion der Deutschnationalen Volkspr.rt.st vom 13. Februar enthält zwar nicht Die praktischen Vorschläge, zu Deren Erörterung wir uns bereit erklärten, wohl aber eine grundsätzlich. Ablehnung des Zusammengehens mit der Sozialdemokratie. Unter diesen Umständen hält bk sozialdemokratische Fraktion des Landtages weitere Verhandlungen über Die Bil» Dung einer Volksgemeinschaft für bei Wer auch eine nf Prozent kann Schlagende Wetter. Don H. Ribeaucourt. Das grauenvolle Unglück auf der Dortmunder Zeche mU seinen Massenopsern an Menschenleben und mit all seinen Derzweislungsszenen der beteiligten Bevölkerung weckt die Erinnerung noc& schrecklichere Berg" tDertgfataftcoVöen. Das entsetzlichste Gruben- Unglück der letzten Jahrzehnte war wobl das von Courrr res. wo am 10. März 1906 elshunbert F1 ÄenIc nichtend Einmal durch die furchtbare Gewalt der Explosion und dann durch die giftigen Gase, die in Massen erzeugt werden. Ja, es ist feft- gestellt worden, daß bei den meisten Gruben» katastrophen der größte Tell der Opfer den Tod Wie entsteht nun eine Schlagwetterexplosion? ‘®er^Jiann versteht unter sogenannten schlagenden Wettern schlechthin stde Mischung von Luft und Grubengas. Diese Mischung ist bei einem Gasgehalt von fünf bis vierzehn Prozent m höchstem Maße explosibel Aber auch eine ?^ö^"ermischung unter finf Prozent kann öurch Mitwirkung von Kohlennaub explosiv werden, wahrend die Mischungen über vierzehn Prozent hauptsächlich wegen ilreS Mangels an ©auerftoff dem Bergmann gefährlich werden. Das Grubengas, auch SumvschI oder Methan genannt, ist ein leichtes Kohlenwasserstosigas, das als Zersetzungsprodukt vettohlter Pflanzen- « "1C XÖtc- ? Zerstört. :[6el: Eine gro6t lMlagabend in I# Uhr fünf 1 tonten. Di, lit Shrvald unb öipihe |inb unter- lunftn. ustettin «folgt 1 den Klburgfee tounötn. 5oi toor mii ‘Kumtn hoch tonten. Lick it zu sehen. dbau erlangt der ÄWbank in ter Äetje et- amte soll sich bar er demnächst ab- i Land.- Februar 1925. >r Festhalle i. Derkehr-der« „^ofttener" eine tstände aller .sptechung der 6r- Festhalle au' fiijer bei arvher ichlung des Dockt- i LheaterS - k famen Angelegen- us allen jtitiien eilens der Stabt* adend schon In Zersammlnng zum Vereine sasl voll- 7 fü: die Stabt- itenjien bei- »rsvereins. StabW. einleitenden > hing mit den ms M Planes be- )ige Festdalle auf bs gegenüber der ,5-Kompagnte er- hi 3000 Person^ Ml« «en kann, oyetitrr ^ deit falten na- chtigl werden, «t euligenöMv^r beredet An der ^ipertodltung k* Mstne M L, ,« erwarten. Jttnleiü erschlesische^S' itterfrei g^nl Küss SS-** JtuBeng^J^ rd. durch : nur «Ur« iben njE der bc Mu5 > : allsK und s vr^^ke-.- jeder^chlag- ÄS) „mUNdkk u ftfle Wttbürger durch ®eU>btträge an dem du» San bekommen deS Vorhaben« beteiligen. Zur Verwirklichung deS Planes soll ein Verein in« Leben gerufen werden, ähnlich wie der Theater- bauverein. Dieser Herein soll Anteilscheine au8» geben, die eine jährliche Verzinsung gcnieben unb oon denen alljährlich eine bestimmte Stück, zahl zur Rückzahlung audgetoft werden soll Die Rentabilität deS Festhallc-Unternehmen« erscheint heute schon gesichert. Für den Vau erwartek man die (BegünTilgung der Stadt durch ßteferung btl» ligen 'Baumaterial« (Holz. Steine), wodurch die •Baute ft en verhältniSmähig niedrtg gehalten werden Rinnen. . Die rege Aussprache ergab Heberetnstlm- mung dahin, bah eine solche Feslhalle den Vereinen sehr erwünscht, ja bah sie für unfern ötalrt geradezu eine Rotwendigteit tn. Wetter wurde betont, dah hierbei die Stadt in er ft er l'inlc tatkräftig mit Geldmitteln aufzutreten habe, da dieser Dau eine Sache der piHgemeinbeit fei. Ferner wurde hervorgchoben. daß die Fenhalle ' sbstvc-rständsich allen Vereinen zur Verfügung steht, das) irgendwelche politischen ober sonstigen Momente bet der Vergebung der Halle nicht im geringsten mitzusprechen haben Es soll eben eine Halle für sämtliche Vereine und für samtl che 5reh.- Veranstaltungen (Sportfeste. DrtangSver- w. Krankenhäusern. Es hat sich im abgelaufenen Jahre herausgestellt, das; die der Kolonne zur Verfügung stehenden TranSportgeräte nicht ausreichen und es eine Hauptaufgabe der Kolonne sein muh. auf die Beschaffung weiterer Transpor geräte zu feiert Mitgliederstand am Ende deS Jahres 59. Inaktive Mitg'ieder zählt die Ko'onne jetzt 11. An Auszeichnungen wurden für 25 ähtige Dienstzeit vec.iehen: Dem 1. Bors h nd.m L n - aerichtSdirektor Wiener Eh enkvl innen üh ^r Heinrich Balser. Ko onne führe -3t. lvr t d r Konrad Graulich, den Zug ührern: He-nrich Kraushaar, Paul Hartmann, den G up- penführern: Otto Harig. Heinrich Pfeiffer. Aus Drschluh des Vorstandes deS Hessischen Landesvereins vom Roten Kreuz, vom 18. Aug. 1924 wurde Dr. med. Gros zum Inspekteur für die freiwilligen Sanitätskolonnen in Oberhellen ernannt. Die Tätigkeit der Kolonne im abgelaufenen Jahre stellt sich wie folgt dar: Es wurden eine Alarm-. 7 Hauvt- und eine Bahnübung (mit dem HilsSzug) aogeholten. 12 Radfahrer der Ko'onne bicl.cn eine Fc.h-tübung ab mit dem Ziele: Homberg a. d. O Jeden ersten Samstag im Monat kamen die Mitglieder zwanglos im De>ot zusammen. Zur Erledigung der Kolonnenar.gelegrn- heiten fanden 11 Borstandssidungen un i 3 Quit» glieöetDerfcmmlungcn statt. Bai Der Rei^ S ehr- wollwoche vom 7. bis 9 Juli war die Kolonne mit 6 Kameraden beteiligt. An der 3ubilaum8- sammlung des Deutschen Roten Kreuzes betätigten sich 8 Kameraden. A n 11. und 12. O toder fand der 6. h.ss she Kolonnentag ii Babe-.'ha.'sen statt. Die Kolonne war mit 14 Mitgliedern vertreten. Am 29 September Alarm durch die Sirenen, zugleich Schluhüdung der beiden freiw. Feuerwehren am Stadttheater. Da zu gleicher Zett eine weitere -Meldung ttoci einen Unfall ein- lief, entsandte der Kolonnenführer eine Trage nach dem Drandobjett. 2 weitere Tragen nach der älnfallstelle. Die übrigen Mitglieder blieben In Reserve im Depot zurück. Im Laufe bet Jahres, haupllächlich im Sommerhaltiahr. wurden an Sonn- und Feiertagen 30 Wachen im Depot in Bereitschaft gehalten. Bei die'en Wachen wurden 27 Hilfeleistungen, darunter 18 Kranken- tranSporte, au»ae'übirt Bei sonstigen Veranstaltungen wurden 16 Wachen verlangt und dabei in 52 Fällen erste Hilfe geleistet. In der Zeit vorn 21. Oktober bi« 26. Äovernber hielt unser Kolonnenarzt Dr ®ro« einen Ausbildungskursus in der ersten Hilfeleistung ab. An demselben beteiligten sich 9 Herren, die sich nach Beendigung de« KurfuS al« Mitglieder zur Kolonne meldeten. Die aktiven Mitglieder nahmen an dcm Kurlus ebenfalls teiL ES wäre dringend zu wünschen, wenn sich mehr wie seither Herren au« allen Kreisen der Bürgerschaft Giehen« der edlen Sache widmen wollten. An Hllfelcistungen sind zu verzeichnen 1650 (1500), darunter sind Krankentransporte 1236 (1076). mit dem Krankenkraftwagen auSgekührt 282 (173), mit der fahrbaren Trage 795 (903). mit dem Fahrstuhl 140. mit Privatkraftwagen 12. mit Droschke 2. mit dem Sanitätsschlitten 5. ES wurde gerufen von Aerzten oder Kliniken 765 (560). von der Feuerwache. Polizei. Dahn oder Privat 471 (516). Ss handelte sich um Knochen- brüche 85 91). innere Erkrankungen 533 (467). ansteckende Krankheiten 26 (10), Frauenkrankheiten 164 (150). Blinddarm und Bauchfell 174 (183), Rervenkranlheiten 81 (53). sonstige Verletzungen 167 (178). AuS unserer Derleihanstalt für Krankcn- pllcacgeräte wurden insgesamt 220 (190) Gegenstände auSgeliehen. Durch diese rege Inanspruchnahme der Derleihanstalt ist der Beweis erbracht, wie notwendig diese Einrichtung ist. (Die Zahlen in Klammern sind die deS vorigen Jahres.) Die Einrichtung einer ständigen Rettungswache. wie sie in vielen gleichgroßen Städten besteht. und welche al ein die sofortige Hi.feleistung ermöglicht, ist von un« schon lange vorgesehen, kann aber au« Mangel an Mitteln nicht au«- geführt werden. Pornotizen. — Tageskalender tiür Dienstag: Stadttheater: 6' i Uhr „Dotine und der Zufall". — G. D. 21. Morgm abend Vortrag von Hch. Thal- Berlin über ,Die sozialpolitischen Aufgaben im Jahre 1925“. "Jäheres im Anzeigenteil. f&jc; t e w o r nu e»q c. Fortdauer Der herrschenden Witterung. Die Luftdruckverteilung über Horb- und Mitteleuropa hat sich gestern wenig geändert. Der Kern des Rordsee-Tiefs ist nichts weiter vorgerückt, so dah wir heute noch nicht auf der Rückseite der Störungen Regen. Stärkere« Sinken der Temperaturen und durchgreifende Llufheiterung sind damit noch hinausAeschoben. Der Witterungscharakter bleibt unbeständig. • 0 D ie Festsetzung der März-Miete. Die hessische Verordnung über die Erhebung einer Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz gilt bekanntlich nur für das Rechnungsjahr 1924. Mtt Rücksicht hieraus und ferner auf die unerträgliche Arbeitsbelastung Der Finanzämter die sich für den letzten Monat deS Rechnungsjahres 1924 noch ergäbe, schlägt, wie wir hören, das Ministerium für Arbeit und Wtrtschaft vor, eS auch für fr?n Monat Marz bei dem seither festgesetzten Mietsaye zu belassen. *• Militärpersonalie. Hauptmann Lüders, der bisherige Ehef Der Maschinengewehr-Kompagnie unseres Bataillon«, wurde unter Beförderung xum Major zum S'abe des Infanterieführers VI nach Hannover verseht. —v. Der ocr geitngcn ortnnpoi> Versteigerung der Stadt Giehen wurden folgende Durchschnittspreise gelöst Buche- knüppel 13 Mk, Eichelnüppei 8.50 Mk.. Birte- knüppel 8 Wk., Aipeknüppel 8 Ml. je Rm, Ducherrtllg 40 Mk.. Sichereifig 30 Mk. Fichte- reisig 13 Mk. je 100 Dellen. Der Besuch der Versteigerung und die erhielten Preise übertrafen alle« bisher Da gewesene •• I m Doethebund skizzierte am Sonntagabend der DundeSwart ausfchnit-weiseGoetheS Verhältnis zur Antike: er behandelte besonders die Bedeutung der homerischen Welt für Goethe und. im Anschluh an den Sinn, den die O1- '"Ter gestalt gerade auf der Italiensahrt für ihn bat. deren vornehmstes Ergebnrs. die Hinwendung zur griechischen Plastik. Zur Mcktnlung curvl icr Elegien und einiger Stücke aus dem Qlau|i(MBc » L24Ü Mittwoch, den 18. Februar nachmittags 2 Uhr, versteigere ich Neuenweg 28 (im Löwen) zwangsweise gegen bar: I. 1 Schreibmaschine, 1 Herd, 1 Grudeherd, 1 Partie Emailletöpfe und Holztabletten, 1 Sofa, 1 Kommode, Ladenschränke, Ladentheken, Wagen, Stahlwaren, ein Pferd und Wagen. II. Bestimmt! 40 (Eimer Schmierseife, 9 Kannen Bohröl, 10 flamten Leinöl, 7 flamten Fuhbodenöl, 12 flamten (250 kg) Maschinenöl, 2 Fatz Aar- bollneum, 1 Sack Quellstärke. [1676D Junker. Gerichtsvollzieher Plockstrahe 4. Die besten Seifenfabrikate kaufen Sie bei Emil Rau Schulstraße 5 - ' Din unter Nr. 2408 an Das Fernsprechnetz angeschlossen MlsZlle. MMIgWksM Kaiserallee 36. f "I.T).— ■■T—"■ I | Hansa-Handels-Schule J.Kunzeimann Gießen, Bleichstraße 5 “"a Alleinig- Handelsschule a n Platze, deren Inhaber Scliull-tif er. Lehrer und Fachmann ist. Prospekt u. A sk frei Heee Eirse am 2L April ud 4. Hat i Anmeldung täglich. j Existenz bietet sich oerkaufSlllchtiaer Berfönllchkett mit Vertreter ab. 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Die Beerdigung dem 18. Februar, 2*/9 Uhr, findet am Mittwoch, le des von I686D 1861 1911 Kl. 5. 734 014R4 Der Vorstand. 1 Q D' im 81. Lebensjahre. Hausen (Kr. Gießen), den 14. Februar 1925. n 01401 Gießen (Schiffenberger Weg 30 G.), Braunschweig, 15. Februar 1925. Gelbflctschige Gießen (Ludwigstraße 37 II, 17. Februar 1925. D 11)91 D Ter Vorstand. Intelligenter, ßut= ScrubereS, ehrl. erzogener Junge als likla flefudit. 014? gesucht. 01437 kaufen gcs. Schrtstl. An geb. hl Preis u. I 01440 nn d. &. An», 1 2. 3. 4. 5a. 5b- 9,51 12,38 13,89 8,71 3 7 20 32 39 gebeten. 1677D Seit über 20 Jahren hat er seine ganze Arbeitskraft in den Dienst meiner Firma gestellt und war mir durch seine fachmännischen Kenntnisse und seine reiche Erfahrung ein schätzenswerter und treuer Mitarbeiter. Angestellten und Arbeitern war er in seinem nie ermüdenden Eifer verbunden mit einem stark ausgeprägten Pflichtgefühl in der langen Zeit ein nachahmenswertes Vorbild. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen meinen innigstgeliebten Gatten, unseren guten, treusorgenden Vater, Bruder, Schwager und Onkel Neuen Friedhofes statt. Zahlreiche wünscht? Gießen, Coblenz, Limburg, Hamburg, München, 16. Februar 1925. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 18. Februar, 3 Uhr nachmittags, auf dem Neuen Friedhof statt. Seelenamt: Donnerstag, den 19. Februar, vormittags 6% Uhr. Für die trauernden Hinterbliebenen: Regierungsrat Rudolf Kaul Alma Kaul Eise Kaul geb, Grimm Adolf Kaul. fr Z r Flaschenzüge Zahnstangenwinden Seilkloben Wandwinden Kabelwinden Bauwinden f. Riemen- und elektr. Antrieb in großer Auswahl auf Lager. sei So Stadttheater Mittwoch IR.ffcbr. 18.inittrooMD.'BriL von 71. bi»10*/4Ubf Grftnuffübrimfl! Jet fiteiöetrels. ©viel in fünf Akten nach dem Chinest» fchev vyn .Qlobuntk Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Conrad Wallbott Herrn Reohnungsrat August Kaul Eisenbahnobersekretära. D. Die Beerdigung findet von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus am Mittwoch, dem 18. Februar, um 2*/a Uhr nachmittags, statt. 16700 Ml. ZlMer au vermieten [01462 Neustadt 50. Prima Hannoveraner Ferkel au verkaufen 1680D Rodbeimer Str. 6, neben Mösers Del» inüble. Reichsbund der Zivildienstberochtigten. Wir setzen hiermit unsere Mitglieder von dem Ableben des lieben Kameraden 'JJlnrfcuAtnnretten, sucht bet Wirten usw. eingefübrte [1684ss Vertreter. Anvf. Offert, unter F. N. L. 829 nn Rnd. Hiesse, Frankfurt M. Die tieftrauemden Hinterbliebenen. I. d. N. Frau Carl Dehe. Firma Wilhelm Meyer, Zigarrenfabrik Inhaber Kurt Wilser. Altes Blei lBIeiröhrem kauft BrühlscheDruckerei n-D Schulst«. 7/9L Carl Dehe, Prokurist nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten im 64. Lebensjahre zu sich zu nehmen. W die D eine W dfstrielM landi aus Die vrürag vi wort von Dettbewe f(be fhihi Innigen Dank für alle Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste. Besonders dem Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte und dem Kriegerverein Gießen für die erwiesenen Ehrungen. Frau Paula ßarteky und Frau Lehramtsassessor Ella Müller Danksagung. Für die überaus zahlreichen und herzlichen Beweise wohltuender Anteilnahme bei dem Hinscheiden unserer teueren Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank Kiefern-Stämme: Al. 67 St. mit 22,05 Fstm. Papierholz zirka 80 Am. Kleines Grubenholz „ 50 „ (1,10 m L) Die Angebote sind verschlossen, mit der Aufschrift „Holzsubmission" getrennt nach Sortiment und Klassen, in Goldmark, bis Montag, den 23. Februar d. 2s., nachmittags 2 Uhr, auf der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, woselbst dann in Anwesenheit etwa erschienener Dieter die Eröffnung erfolgt. Die Bedingungen werden vor der Eröffnung bekannt gegeben. Es wird noch bemerkt, dah das Holz ohne Rinde gemessen, jedoch nicht geschält ist. Dos Papier, und Heine Grubenholz ist nur zum Teil gefällt. Stangenrod, den 14. Februar 1925. Hessische Bürgermeisterei K n aust-_______ 1682D werden auf Wunsch in einigen Stunden gereinigt u.umgefüllt Mm! Groou Fabrik und Laden Marburger Str. 4, Filiale Seltersw.25 Lelevb. 869. 01436 Unser hochgeschätztes Mitglied Herr Redinungsrat Kaul röt an den Folgen des am 5. Februar d. J. erlittenen Unfalls nach qualvollem Leiden am 15. d. M. verschieden. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 18. Februar 1925, nachmittags 2l/e Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. Holzsubmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Stangenrod, soll nachstehend verzeichnetes Holz auf dem Submissionsweg verkauft werden: Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unseren Alterskollegen den Heimgang des Alterskollegen Herrn Carl Deh£ anzuzeigen. Die Beerdigung findet Mittwoch, nachmittags 3 Uhr, statt. Um zahlreiche Beteiligung wird Statt besonderer Anzeige. Heute früh verschied nach schwerem Leiden unser lieber Vater, unser guter Großvater, Bruder, Schwager und Onkel fcctawjsrit a. 0. August Kaul ÜWMMMMÜ Wegen Geschäftsaufgabe abzugeben: 50 Herpen-Änzüge 50 Windjacken Anzüge 25-30Mk.,WindjackenMk.7.50 W. Huppert, Bad-Nauheim Parkstraße 50 01459 . Fichten.Stämme: Stuck mit 9,15 Fstm. Sah -allere vB . ie Äw Dr die Deut Jahr un verheb öas M Dorkämpi nerträger jj, obgleich? 161,8 Wll Der D tzrs interna Die Gemeinnutz. Baugcnossenfchaft e.G.m-b.H. Gr.-Linden hat ihre Auslösung beschlossen. Zu Liquidatoren sind die Unterzeichneten bestimmt. Gläubiger werden hiermit aufgesor» dert, ihre. Forderungen einzureichen. Gemeinnutz. Baugenossenschaft c. G.m. b. H. in Liquidation Gr.-Linden. Georg Pfeifer. Heinrich Wihner. 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Deutschlands völlige Entwaffnung ist seit Iahr und Tag durchgeführt, die in Versailles verheißene Abrüstung unserer Feinde jedoch in daS gerade Gegenteil verkehrt. „Frankreich, einst der Gottesstreiter, heute Vorkämpfer der Menschlichkeit, künftighin Bannerträger der Ideale", wie Clömenceau am l l. Rovcmber 1918 in der französischen Kammer versicherte, verfügt heute trotz seinen nur 39,2 Millionen Einwohnern über'mehr Soldaten als die zehn europäischen Mächte Deutschland, Oesterreich. Ungarn. Bulgarien, Italien, Spanien, Riederlande, Schweden, Finnland und Litauen, obgleich diese Staaten eine Bevölkerung von 161,8 Millionen Menschen umfassen. Der Völkerbund ist lediglich ein Werkzeug des internationalen Großkapitals, um, mit Hilfe französischer Bajonette, die Lüae von der Allein- schuld Deutschlands am Weltkrieg auszuschlachten. Und die Verewigung der Militärkontrolle bietet eine glänzende Möglichkeit zu planmäßiger Industriespionage, d. h. zur Ausschaltung Deutsch- larrds auf dem Weltmarkt. Wie der Weltkrieg und der „FriedenS"- vertrag von Versailles, so soll jetzt das Schlagwort von der „deutschen Gefahr" den deutschen Wettbewerb, den deutschen Handel und die deutsche Industrie für immer erdrosseln. Vach dem „Manchester Guardian" vom 4. Vovember 1921 hat kein Geringerer als Voller selbst, ehedem Präsident der Kommis- ston für die Entwaffnung Deutschlands, erklärt, bah, nachdem 18 Monate hindurch jedes Loch und jede Ecke kreuz und quer nach Waffen ab- gefucht feien, „Deutschland wirklich und tatsächlich entwaffnet ist". Ferner schrieb General Allen, der Oberbefehlshaber der amerikanischen Besahungstrup- pen am Vhein, unter dem 29. April 1922 im «Rheinland-Tagebuch": — -'Heute kam Oberst Eoc (der amerikanische Milltarattachö) auS Berlin. Er bestätigt den Inhalt seines vor kurzem geschriebenen Brieses die französische Abteilung der Kontrollkommission unter Vorsitz deS Generals Voller erkenne an daß Deutschland entwaffnet ist, daß aber politische Gründe erfordern, die Auf sIn düng versteckter Waffen, seien sie auch noch so gering und unbedeutend, an die Oeffentlichkeit zu bringen." (!) Desgleichen erklärte General Allen unter dem 19. Mai 1922. „General Dingham bestätigt, waS viele von unS schon wissen, dah Deutschland entwaffnet und unfähig ist, einen Krieg zu führen, da es weder Mittel noch Geschütze hat. Er spricht damit auch in VolletS Vamen." (I) Ebenso versicherte der englische UnterstaatS- staatSsekretär Gut netz am 7. Mai 1922 Im Unterhaus: ,Unsere militärischen Berater sind vollkommen überzeugt, dah die Bestimmungen deS Der- trageS hinsichtlich der Uebergabe von Waffen und Munition in einem solchen AuSmaß erfüllt sind, dah fichergestellt ist. daß Deutschland gegenwärtig wirksam entwaffnet ist." Selbst General Fach, der frühere Höchst- kvlmnandierende der französischen Armee, gestand am 7. Vovember 1924 im .Temps": „2* Allemagne est, sanS aucun doute, matd- riellement dösarmöe": .Deutschland ist ohne jeden -Zweifel sachlich entwaffnet." Die führenden Sachverständigen unserer Feinde geben also biS zum 7. Vovember 1924 unumwunden zu. daß Deutschland, umkreist von waffenstarrenden Vationen. völlig wehrlos zu Boden liegt, .daß aber politische Gründe erfordern, die Auffindung versteckter Waffen, seien sie auch noch so gering und unbedeutend, an die Oeffentlichkeit zu bringen." Man kann also verstehen, bah den Ententemächten. den Vorkämpfern der heiligen Welt- demokratie und des wahren Dölkerfriedens. die Abfasfung des endgültigen Militürkontroll-De- richtcs wenig behogt. Denn er soll Deutschlands „bösen Willen. Deutschlands heimliche, die Wohlfahrt der edlen Menschbeit gefährdende Rüstungen vor aller Welt bloblcgen und die Verlängerung der völkerrechtswidrigen Ruhrbesetzung Eietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Dverheffen) und die Vichträumuna der Kölner Zone am 10- Januar d 3 rechtfertigen. nrnnäS. au$ der in diesen Tagen fällige Miluarkontrollberrcht der Entente noch so hahnebüchen mit der offenkundigen Wahrheit umspringt ~ 0" von perversem Pazifismus verseuchte deutsche Michel wird reuevoll in Sack und Asche Buße tun und weiter .erfüllen" in der Heber- dtugung. daß der Feind .unser DesteS" will. Herriot und die Sozialisten Der französische Sozialistenkongreh von Grenoble ist unter vielem Hin- und Her- reden zu En>e gegamen. DaS Ergebnis wurde m einer Entschließung zusammengesaßt. deren Redaktion zwar viel Kopfzerbrechen und Mühe machte, aber doch ein Kompromiß zwischen den verschiedenen Richtungen zutage förderte, das im allgemeinen der Kammergruppe ein weiteres, allerdings nicht ganz bedingungsloses F e st - halten an der Unterstützung-Politik empfiehlt. Im wef^tlichen ist die En schießung darauf zurückzußihren, dah die Sozialisten fürchten, wenn sie der Regierung die Unterstützung entzögen, damit der Sturz des Kabinett- Herriot herbeigeführt we den könnte. Daran kann ihnen natürlich nich'S liegen, weil an seine Stelle vielleicht nicht gerade Herr P o i n c a r 6 treten würde, aber immerhin eine Persönlichkeit, deren Politik sich nicht von der PiincareS unterscheidet. Sie sind sich bewuht, dah die antiklerikale Politik Herriots die Gegnerschaft hat anwachsen lassen und daß diese mit weiteren Zuzug rechnen kann. Allerdings hat der Kongreß auch die Gelegenheit wahrgenommen. Herrn Herriot die Leviten zu lesen. Besonderen Anlaß gab dazu seine bekannte Hetzrede gegen Deutschland, deren öffentlichen Anschlag die Kammergruppe auch noch mit beschlossen hatte. Daß Herriot damit den Gang einer friedlicheren Aera der Besprechungen, die durch die Londoner Konferenz angebahnt war, unterbrochen hat, ist ihnen vollkommen klar geworden und von den ausländischen Genossen auch in teilweise scharfen Worten nahegelegt worden. Wie weit sich Herriot danach richten wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist, daß ihm sein Erfolg bei der RechtSoppofition vorläufig die Lust zu solchen Attacken genommen hat. so sehr, daß er nicht einmal auf die Rede des Reichskanzlers vor den ausländischen Pressevertretern antwortete. Der Reichskanzler hat In seinen letzten Reden wiederholt die Der- handlungSbereitschaft der deutschen Regierung ?um AuSbruck gebracht und damit dem franzo- ischen Ministerpräsidenten Gelegenheit geboten, zur Methode der Verhandlungen zurück-.ukehren. Dessen alleinige Schuld ist es nun. wenn jetzt durch unfruchtbaren Rotenwechsel die Lage nicht geklärt, sondern durch Verzögerungen eher verschärft wird. Die Kontrollnote wird schon zeigen, wie weit die Regierung Herriot zu einer Verständigung bereu ist. Der Landkreistag zum Finanzausgleich. Der LlandkreiStag vertritt einen zwischen den Absichten des ReichsttnanzministeriumS und den Forderungen der Änderregierungen vermitteln- den Standpunkt. Die Lösung soll, ohne daS Reich zu beschweren, Länder und Gemeinden vor AuStällen schützen und doch daS bisherige Quoti- sierungslhstem beseitigen. Zwar wird auch der völlige Verzicht des Reiches auf Einnahmen aus der Einkommen- und Körperschaftssteuer gefordert, dagegen sollen Länder und Kommunen künftig nicht mehr an der Umsatzsteuer beteiligt werden. Besonders betont werden vom LandkreiStage die Belange der Wirtschaft, die vor Ueber- lastung zu schützen sei. Deshalb soll — gleichzeitig als starke Hervorkehrung der Reichseinheit — daS materielle wie das formelle Steuer- recht (also auch die Einkommensteuer und die Realsteuern) durch Reichsgesehe geregelt werden. Wenn auch die Verwaltung grundsätzliche Landeslache sei. fv wird doch zunächst nocb die Veranlagung der Einkommen- und KörperschaftSst euer den Reichsfinanzbehörden zu belassen, die Erhebung dagegen den Gemeinden zu übertragen fein; auch sollen die Gemeindevrgane in den SteuerauSschüfsen maßgebende Beteiligung finden. Die Einkommen- und Körperschaftssteuer würde mit Grundbeträgen, die aber in den einzelnen Ländern über einen festen Mindestbetrag erhöht werden können, den Ländern zustehen. Dazu werden aufs entschiedenste wie feit jeher vvm LandkreiStage die Gemeindezuschläge gefordert Höchstsätze hält« mit den Tarifen utw. daS Reich-recht au bestimmen. Die Ausfälle der Gemeinden auS der bisherigen Umsahsteuerbetei- ligung soll z. D. in Preußm der Verzicht deS GtaateS auf die Grundvermögens st euer ausgleichen. während daS Land statt dessen und statt seines Umfatzsteucranteils sich auS den Grundbeträgen der Einkommen- und Körperschaslssteuer schadlos hält. Verluste der Kreise bei dieser Regelung werden durch gerechtere Verteilung der HauSzinSsteuer ausgeglichen. Alle- in afiem soll der finanzielle Besitzstand im selben Verhältnis wie bisher bei Reich. Ländern und Gemeinden gewahrt bleiben; das Ziel ist nicht Korrektur, sondern Auflösung des bisherigen Finanzausgleichs, soweit er Sleuer- betctligung'n betrifft Die Gesamtreform soll am 1. April 1926 in Kraft treten. Aus der Provinz. Landkrcts toicßcn. & L i ch. 16. Febr. Der hiesige Turnverein. der größte Verein am Platze, hielt am Samstagabend Im .Holländischen Hof" seine 6 5. ordentliche Generalversammlung ab. Der Besuch war vorzüglich. Vachdem die Versammlung der im abgclauiencn Iahre verstorbenen Mitglieder (Ehrenmitglied W Schnabel, Karl VuolauS, Hch. Vogt III., Ehristian Schmidt und Ehrenmitglied W lh. LangSdors) ehrend gedacht hatte, erstattete der erste Sprecher. Reinhard Zimmer, den Geschäftsbericht, dem zu entnehmen war. daß ein wechselvolles und an turnerischer Tätigkeit sehr reges Iahr abgeschlossen worden ist. Die Mit- gliederzahl ist auf 335 angestiegen. Zur Erledigung der Geschälte fanden 10 DorstandSsitzungen und eine Mitgliederversammlung statt. Die Bezirks- und Dauveranstaltungen wurden rege besucht. Durch mehrere lokale Veranstaltungen konnte der Verein hier am Orte werbend für die deutsche Turnerei tätig sein. Die von den Turn- toarlen Christian Zimmer und K a r l L u d- w i g erstatteten Turn berichte konnten viel Erfreuliches mitteilen. Beim Männerturnen war ein UebungSabend durchschnittlich von 33 Turnern, beim Frauenturnen durchschnittlich von 13 Turnerinnen besucht In der Schülerstunds waren durchschnittlich 25 Teilnehmer anwesend. Bei auswärtigen turnerischen Veranstaltungen wurden zusammen 24 Siege an die Fahne deS Vereins gehestet, darunter ein Mustert igensieg auf dem Gauturnfest in Biedenkopf mit der Rote „gut“. Die von Kaufmann Paul Köhler gestifteten Wanderpreise wurden im DereinSwettkampf zu in dritten Male von dem Sumer Karl Volz und dem Iugendturner HanS Müller errungen und ginnen damit in den endgültigen Besitz der Sieger üoer. Die von dem Kassenwart H r ch. Vater sorgfältig geführte und von den Turnern H. H o h n e l und E. Buh geprüfte Rechnung schloß mit 1781 Mk. in Einnahme und 1709 Mk. in Ausgabe ab. Der Kassenwart .dem Entlastung erteilt wurde, erntete für seine mühevolle Arbeit den Dank der Versammlung. Die Verlesung der durch den langjährigen Schriftführer, Kaufmann Moritz Goldschmidt, sehr gewissenhaft aus- getertigten Verhandlungsschriften gab darauf nochmals einen interessanten Einblick in die Einzelheiten der vielseitigen Iahresarbeit Die Vorstandswahl hatte folgendes Ergebnis: Für den 1. Turnwart Chr. Zimmer, dem für seine Tättgkeit der Dank der Versammlung übermittelt wurde, wurde, da er eine Wiederwahl ablehnte, auf Vorschlag der Turner- schaft einstimmig Karl Volz gewählt. Turner Heinrich Volz wurde als erster Vorturner bestimmt. Die weiter ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt: 2. Schriftführer Chr. Vater. Kassenwart Hrch. Vater, 2. Beisitzer Fritz Schmidt Verschiedene verdiente Mitglieder konnten geehrt werden. Dem langjährigen Vorturner und Turnwart Fr. Schmidt wurde für 25jährige ununterbrochene aktive turnerische Tätigkeit eine kunstvolle Ehrenurkunde überreicht, während die Turner Karl Volz (Gärtner). Karl Ludwig Schmidt und Hermann Ihring zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden. Der wichtigste Punkt der Tagesordnung »Erweiterungsbau der Turnhalle" führte, nachdem Dauinspektor Hermann den von ihm entworfenen Plan erläutert, zu einer sehr regen Aussprache, deren Ergebnis die Wahl eines besonderes Ausschusses war. der mit dem Vorstand die ersten Vorbereitungen t-elfen wird, vor allem in der Frage der Geldbeschaffung gangbare Wege zeigen soll. Um 1 Uhr nachts formte der 1. Sprecher die von gutem Dienstag, (7. zevruar (925 Turnergeist bettelte Versammlung mit einem begeistert aufgenommenen .Gut Heil auf den Verein und die Deutsche Tumerfchatt schließen. ri L i ch. 16. Febr Gin bei den Turnern des ganzen Gaues Helsen bekannter und beliebter Mann. Turnlehrer Wilhelm Heinrict LangSdors. wurde gestern hier zu Grabt getragen. Die Kampfgenossen, »u denen er als Mitkämpfer im Kriege 1870 gehörte den er als Darmstädter Dragoner milgemacht hat. unk der Turnverein gaben ihm das Geleite: junge Turner trugen seinen Sarg zum Grabe. In dem .alten, lieben LangSdors' hat Lich einen Mann verloren der über 50 Iahre lang der Turnfache diente mit nimmermüder, idealer Begeisterung. Im Dienst an den hier untergebrachten Zöglingen deS Frankfurter Waisenhauses hat er sich ein halbes Iahrhundert lang als rechter Iugendfreund und Iugend- pfleger bewiesen, und als Turnlehrer und Bademeister an der Städtischen Schwimmanstalt war er bei jung und alt beliebt als ein rechtes Bild eines kernhaften. ausrichttgen und dabei anspruchslosen deutschen ManneS. Dem gaben Ausdruck die überaus zahlreichen Rachrufe und Kranzspenden an seinem Grabe. Rodheim a. d. Horloff. 16. Febr. An Sonntag hielt der hiesige Gesangverein Sänger kränz seinen diesjährigen Familienabend ab. Die theatralischen 'Darbietungen. die zur Vorstellung gelangten — Arbeitertreue. Der Fremdenlegionär. Die Kraniche des IbykuS — waren nicht nur gut au-gewählt, sondern auch gründlich durchgearbeitet und von den Darstellern sehr gut versaßt. Die Chöre des Vereins bewiesen auss neue, daß der Verein über gute Kräfte und einen fähigen Dirigmten verfügt. Das ganze Programm war in feiner Anordnung fein abgestimmt. Der Verein hat feine Schuldigkeit getan zur Freude unseres Dorfes. A Burkhardsfelden. 15. Febr. Am Freitag fand hier ein gut besuchter Gemeinde abend statt, auf dem Pfarrer Marguth- Winnerod einen fesselnden Vortrag hielt über den indischen Weisen Sadhu Sundar Singh. Der zweite Teil deS Abeirds brachte die Darbietung einer großen Reihe schöner Lichtbilder des Maler- Rudolf Schäfer durch den Ortspsar.er. unter dem Leitwort „Der Weg zu Gott". Gemeinsame Gesänge umrahmten die Vorträge. Eine Sam in- lung für den Wiederaufbau des durch Brand zerstörten Ulrichsteiner Kirch- t u r m 8 erbrachte einen schönen Betrag. • Lollar. 16. Febr. Am Samstag hielt unsere „Sängervereinigung" bei ihrem Dereinswirte Heinr. Heltche im Gasthaus .Zum Schwanen" ihren diesjährigen Familienabend für die aktiven Sänger ab. Wie alljährlich, so war auch diesmal ein reichl-altiges Programm zusammengestellt worden, da- für die Unterhaltung bestens sorgte. Vorzüglich gespielte Konzertstücke der verstärkten Haus kapelle Lhnker wechselten mit flotten Theaterstücken und gut vorgetragenen Couplets in bunter Reihenfolge ab, und wirkungsvolle Vorträge der Sänger verschönten die harmonisch! Feier. Ein Kaffeekränzchen beendete das offizielle Programm und ein gemütliches Tänzchen hielt die Teilnehmer bis in die frühen Morgen stunden zusammen. • Geil-Hausen. 16. Febr. Bei der heutigen Holzsubm ission auf unserer Bürger- meisteret ergaben sich folgende Höchstpreise: Fichtenstämme 1. Kl. 46 Mk., 2 Kl. 40.15 Ml.. 3. Kl 37,25 Mk.. 4. Kl. 32 Mk., 5a Kl. 32,20 Mk., 5b Kl. 23.10 Mk.; Kiefernstämme 1. Kl. 48 Mk.. 2 Kl 42 Mk.. 3. Kl. 38 Mk., 4 Kl 28,10 Mk., 5. Kl. 20 Mk. je Festmeter. * Harbach, 16. Febr. Der Gemeinde- rat verpachtete frei händig an den seitherigen Iagdpächter die hiesige Gemeindejagd zum Preise von 1103 Mark jährlich. Wie man hört, wird diese freihändige Verpachtung angefochten werden, oa ein Liebhaber der Iagd trotz seines Ersuchens, vor der Verpachtung rechtzeitig denachrich- ttgt zu werden, nicht benachrichtigt war. Ein * Prctestschreiben an den Gemeindevorstand ist bereits eingegangen und der Rekurs bei der übergeordneten Stelle wird wohl nicht verbleiben, zumal in einem analogen Fall die Verpachtung nicht genehmigt und eine neue öffentliche Verpachtung angeordnet wurde. Wenn unsere Gemeinde dabei, was zu erwarten ist. einen Mehrerlös erzielt, so wärc das im Interesse der Gemeindekasse wohl nur zu begrüßen. Klabunö: „Der KrciMrcis". Zur morgigen Aufführung im Etadttheater. .Der Klabund ist ein überaus farbiger Kugelkäfer, dem feine natürliche Buntheit noch nicht genügt. Wo immer er etwa- Farbiges findet, rollt er sich darin herum, so lange, bis er auf seinen kleinen Stacheln einiges davon aufgespießt hat. was ihn noch bunter erscheinen läßt, als er ist. Solches macht dem Klabunde Spaß." So schildert Franz Blei den Dichter des „Kreidekreises" in seinem „Großen Destarium der Literatur". Und so ist er in der Tat, der Apothekersfohn aus Crossen an der Oder: Wo er etwas BunteS sieht, rollt er sich darin herum. Hier fand er. nach Li-Tei°Pe und der chine- stschen Flöte, das alte Drama des Li-Hing-Tao. der um die Wende des 13. und 14. IahrhundertS lebte, den Kalkzirkel, Hoei-lan-ki (bei Re- cTam Rr. 768 von Wollheim da Fonseca bearbeitet), spießte ihn auf seine Feder und übergab ihn uns als ,5t r ei befrei s". Klabund ist von der Lyrik her an das Stück 5eran9cf°mmen. Diese Einstellung darf man auch im Theater nicht vergessen. Denn hier handelt es sich nicht um ein Drama im strengen Sinne. Ss ist ein Spiel, das .dem Klabunde Spaß" gemacht hat. Und mit demselben ernsten Eifer, mit dem sich da- Kind mit feinem Spiel beschäftigt, hat sich Klabund mit feinem Spiel abgegeben. Cs ist nichts absolut Reues das Thema. Schon das Alte Testament kennt die Geschichte von dem Urteil des Königs Salomo. Bei Klabund sieht es farbiger aus: Da wird ein Kreide- bet- gezogen. auS dem die streitenden Frauen t>a* Kind herauSreißen sollen. Dreimal müssen sie das bei Klabund tun, und dreimal läßt die Mutter den Arm deS Kindes der fremden Frau. Dann geht's aber weiter. DaS ist erst das Rohmaterial. Das Kind gehört seiner Mutter — aber da stellt sich heraus, dah sein Vater der Kaiserliche Herr selbst ist, der als Prinz Pao vor noch nicht IahreSfrist ein Tee- »Hausmädchen. die schone Tschang-Haitang kennen gelernt hatte. So haben wir den Kaiserpalast, so haben wir die Teehausstube, in _ denen sich der Klabundkäser kugelt. Die schone, reine Tschang-Haitang wurde nach ihrem nur eintägigen Teehausaufenthalt die Frau des bösen Herrn M a, eines reichen, sehr reichen ManneS. der eine böse, sehr böse Frau hat. Darm kommt wieder die bunte Geschichte: Der böse Herr Ma wird durch die schöne, gute Tschang-Haitang selbst schön und gut und edel, und seine böse, böse Frau wird ganz, ganz böse. Eie vergiftet sogar ihren Mann und schiebt die Tat der Rivalin Haitang zu. Und barai kommt das Gericht mit seinen Schergen und der Gnadenakt vor dem Kaiser. So etwa läuft die Handlung. Aber nun das Wichttaste. Die Sprache: Sie ist blumenreich. leicht beschwingt. voller Musik. Sie fordert heraus zu rhythmischem Unterstreichen. Alles bleibt Märchen (einige Härten ausgenommen, bie_ sich leicht streichen lassen). Der zarte Hauch östlicher Luft bleibt in der deutschen Sprache lebendig. Alles ist nicht plastisch, sondern flächig. alleS ist nicht gern schtfarbig. sondern stark einfarbig betont, febr bunt, sehr bestimmt. Richt- verschwimmt, alles hat flare Umrisse, nichts ist natürlich, sondern stilisiert. Alles. Menschen, Handlung, Sprache ist auf die Ebene der Wundererzählung projiziert, von der wir eS ablesen müssen. Richt also deutscher Märchenwald. keine Ge» bemrniffe, keine GemütStiefe, sondern östliche Klarheit, die alles Erleben in leichteste Form gießt, die den Schmetterllngsflügel unb den dunklen Drachen erdachte und die tausendarmige Gottheit. Und deshalb, um einer Wertung des Stückes nicht auS dem Wege zu gehen: Der „Ärcibe- kreis" ist kein Ausrufungszeichen, weder am Abschluß noch am Beginn einer Literaturepoche. Er ist aber ein Werk (wenn auch einer kleinen Eitelkeit deS Klabund-Käferleins entfbrungen), das geglückt ist. Ein Werk, an dem man nicht vorüberg-'hen sollte, ein Werk, das einen schonen, klaren, stillen, Hellen Ruhepunkt der gegenwärtigen Schaffensperiode Klabunds und des deutschen Theaters darstellt. e-s. Begegnung mit einem Kinde. Es war gegen Mittag, und ich schlenderte noch eine Weile ziellos auf und ab. ohne an etwas zu denken und nur die würzige Frühlingslust trinfenb. Die ©ernte schien warm und die roten Dächer von Wieleck grüßten leuchtend herüber zum Rande der Stadt. Ich ging ganz langsam die Hände auf dem Rücken. Die breite Krempe meines Kalabresers hielt aufdringliche Sonnenstrahlen fern. Alle Dinge liegen gleichsam .draußen", wenn man unter ihm in die Welt schaut. Man wird fo eigenartig mild und gut, ttx-il einem alles ein wenig entfernt liegt, ohne Anspruch auf persönliche Fühlung zu verlangen, die gerne mit Enttäuschung und oft mit Schmerz endet. Man kommt sich vor fast wie der liebe Gott. Alle Menfchen. die irgendwie künstlerisch schaffen, lieben diesen leichten Abstand. Den Dingen gegenüber und den Menschen. Man ertennt sie mitunter an ihrem Reicheren; immer an ihren Augen. Aber ich spreche von meinem Hut und wollte ja von etwas ganz anderem erzählen: Plötzlich kam eine Kinderstimme in mein Träumen. Mit einer jener kleinen Wichtigkeiten, die es unter Erwachsenen zu enfant terribfe machen. Ich mußte lächeln. Und wie ich aus- schaute, sah ich in zwei du alle Frauenaugen, die mein Lächeln Wiedergaben. Ich zog den Hut und grüßte. Unb bat Kind wollte auf einmal mit mir spazieren gehen. Es gab mir sein kleines Händchen. Aber bann war es schon wieder bet seinem Buch, einem Kalender von vergangenem Iahr, wie man ihn in Papiergeschäften geschenkt bekommt. ES schleppte wohl ein Drittel seines kleinen OebenS da in der Hand m:t herum. Und ich schaute, hinein und sah all die Tage, die es ausaefüllt hatte mit seinen kleinen Wichtigkeiten, Freuden und Leiden. Lachen und Weinen. So sprach ich ein paar Worte zu der Mutter. Richt zu jener Dame, die ich nicht kannte und wohl nie kennen gelernt hätte. Rur zu den Augen, die mir im Lächeln über einem Kind begegnet waren. Wir gingen wohl hundert Schritte so nebeneinander und plauderten gan, leicht, bis ich tief arüßenb heimwärts atng' noch einmal das Händchen des Kindes zwischen meinen Fingern fühlend. Da nahm ich meinen Hut ab und ließ mu die Sonne voll inS Gesicht scheinen. Denn daS war das Schöne gewesen: daß zwei erwachsene Menschen vor dem Kinde flein geworden waren, dah eine Maske gefallen war. die ach. so manchen sein Gesicht berufen läßt, daß Menschliches aufstand vor dem Kinde "nd für wenige Minuten hell lohte: Eine reine Flamme. e-S. Kreis Friedberg. * Butzbach. 16. Febr. Die Frist zur Ein- retchung der Bewerbungen um den hiesigen Dürgermeisterposten ist heute abgelaufen. Es sind insgesamt 2 02 Bewerbungen ein» gegangen. xx Butzbach, 16. Febr. Da nach neuerlichen Bestimmungen die Beigeordnetenwahl erst nach dem Dienstantritt des Bürgermeisters vorgenommen werden darf, so hat das Hessische Ministerium die früher eriolgte Wahl der hiesigen Beigeordneten sistiert. Sie wird erst dann wieder erfolgen, wenn der neue Bürgermeister die Leitung der Stadt übernommen hat. — Eine Abordnung des Stadtvorstan- des überbrachte dem durch das Abbaugesetz in den einstweiligen Ruhe st and versetzten seitherigen Rektor der Stadtschule, HerrnD t o r ch, eine kunstvoll ausgestattete, von Herrn Stadtbaumeister Scherrer entworfene Ehren-Llr- kunde mit dem Tert: „Die Stadt Butzbach verleiht hiermit ihrem langjährigen Lehrer und Rektor, dem unermüdlichen Förderer ihrer Schulen, Herrn August Storch, in dankbarer Anerkennung seiner Verdienste diese Ehrenurkund e“. — Kleber einer aufstrebenden Säule wird das neue, prächtige Stadtschuthaus sichtbar, um dessen Errichtung sich Rektor Storch viele Jahre erfolgreich bemüht hat. damit der Volksschule. der er seine besten Kräfte, feine ganze Liebe und Sorgfalt gewidmet hatte, auch in dieser fttabt eine würdige Stätte bereitet würde. ss. Fri e d ber g« 16. Febr. Der Verei n ehemaliger Artilleristen hatte auf gestern nachmittag zu einer Versammlung im „Deutschen Hause" eingelaöen; die Versammlung war aus dem ganzen Kreise stark besucht. Zum ersten Vorsitzenden wurde Polizeimafvr Hertel, zu seinem Stellvertreter Kreisdirektor Gebhardt gewählt; weitere Vorstandsmitglieder sind die Herren Gerboüe und Wolgast, 1. und 2. Schriftführer, Fourier und Dender,!, und 2. Rechner. Der Vereinsbeitrag wurde auf 2 Mk. für das Jahr festgesetzt. Alle drei Monate soll in einem geeigneten Orte des Kreises eine Zusammenkunft stattfinden, die nächste im Laufe des Monats Mai auf dem Waldschlöhchen bei Ober- Rosbach. Zu Vertretern auf dem nächsten Delegiertentage wurden der L Vorsitzende und der 1. Schriftführer bestimmt. △ Friedberg, 16. Febr. Dieser Tage sprach in der Aula deS Lehrerseminars und der Aufbauschule ein koreanischer Student, zur Zeit auf der Hochschule in Würzburg, über Ostasien. 3n zweistündiger, vortrefflich' r 2ie'e, unterstützt durch prächtige Lichtbil 'er, tourte der Redner fein Heimatland, das mit seinen 31 Millionen Einwohnern eine werdende Macht im fernen Osten darstellt, zu schildern. Gr wies besonders darauf hin, daß Japan in Korea mit allen dem Völkerrecht hohnsprechenden Mitteln vorgeht, wie die Franzosen im Ruhrgebiet. Ferner zeigte er, daß eine Auseinandersetzung zwischen Japan und Amerika zwangsläufig kommen müsse. Aus den Ausführungen des jungen Koreaners war deutlich der Stolz eines wachsenden Volkes zu verspüren, das von glühender Heimatliebe erfüllt, im Bunde mit den langsam erwachenden Chinesen das Wort „Oftafien den Ostasiaten" wahr machen dürfte. sf. Ockstadt b. Friedberg, 16. Febr. Mit der von der Nachbar stabt Friedberg geplante nEingemeindung beschäftigte sich eine Versammlung der Einwohner Ockstadts, welche überaus zahlreich besucht war und den großen Saal in der Gastwirtschaft Klingl bis zum letzten Platz füllte. Die überaus starke Beteiligung gab einen Beweis dafür, welches Interesse man auch hier diesem Gegenstände entgegenbringt. Der Referent des Abends, Finanzrat Dc. Kröninger, ist ein geborener Ockstädter. Er verstand es, internem zweistündigen, durchaus sachlich gehaltenen Referat, alle auf die schwebende Angelegenheit' sich beziehenden Fragen aufzurollen. Die Versorgung mit Das hält er für nicht so wichtig, da bei einem ländlichen Orte mit starker Viehhaltung der Kochpreis keine so große Rolle spiele, elektrisches Lrcht ist schon vorhanden. Zur Hebung des Verkehrs könne nur eine elektrische Dahn mit Lastbeförderung in Frage kommen, die Personenbeförderung spiele nur eine untergeordnete Rotte. Sodann berührte er noch den Feuerschutz, die Gelände- und Steuerverhältnisse. und kam am Schlüsse seiner Aus.ührungen zu dem Ergebnisse, daß die Oystadt gebotenen Vorteile zur Zeit es noch nicht als ersprießlich erscheinen liehen, deshalb s.ine bü.geditfje Selbständigkeit aufzuopfern und sich einem andern Gemeinwesen anzugliedern. Der Referent fand all- seitige Zustimmung: es herrschte allgemein die Ansicht, daß der Gedanke einer Eingemeindung noch verfrüht sei. Es wurde aber auch allgemein betont, daß nur sachliche Gründe für diese Entscheidung ausschlaggebend seien und dah diese Frage später, wenn auch vielleicht nach einer längeren Reihe von Jahren, wieder aufgegriffen würde. fpd. Vilbel, 16. Febr. 3m benachbarten Harheim wurden bei Rotstandsarbeiten an der Eschbach aus dem Schlamm 2 7 Geschosse pon Langrohrgeschützen herausgefischt. Der größte Teil der Geschosse wurde an Ort und Stelle durch Offiziere der Reichswehr unter erheblichen Detonationen zur Entladung gebracht. Der Rest wurde mit nach Darmstadt genommen, wo er gleichfalls entladen werden soll. Die Munition wurde aller Wahrscheinlichkeit nach von Artillerie, die sich auf dem Rückzüge im Dezember 1918 hier mehrere Tage aufhielt, in den Bach geworfen, wie das vielfach geschah. Krcis Büdingen. T Nidda, 16. Febr. Aus der jüngsten Gemeinderatssitzung ist zu berichten: Für das 3ahr 1924 wird ein Schafweioe -- gelt) in Höhe von 2 Mark für jedes zur Herde getriebenes Schaf oder Lamm erhoben. — Der städtische Steinbruch auf den Goldäckern soll demnächst öffentlich verpachtet werden, da eine Verpachtung auf Grund der vorliegenden Angebote nicht für zweckmäßig erachtet wurde. — Für 2 bezugfertige, bzw. im Laufe dieses Jahres bezugfertig werdenoe DZohnhausneubauten werden nachträglich 700 Mark Gemeindedarlehen unter den üblichen Bedingungen zur Verfügung gestellt. — Das Gesuch des Ludwig Lupp dahier um freihändige Verpachtung deZ Obstbau m st u ck e s bei f hem Anwesen wird abgelehnt und beschlossen, das Grundstück bei nächster Geleg.'nh it öffentlich zu verpachten. — Entgegen der in den Grund st ücksvor- pachtungsprotok.llen en halt ne D - diilgung wird von dec Z ua ü ck e r y e d u n g der Steuern und sonstigen auf den Grundstücken ruhenden Abgaben allgemein abgesehen. — Dem Gesuch der Herso^-Re- klam enGiehen um Lieberlas,ung des ehern. Rupp'schen Stalles und des Platzes gegenüber dem Postamt zur Anbringung von Pla- katanschlagtafeln wird nicht stattgegeben. — Von der aus Gesundheitsrücksichten erfolgten AmtSniederlegun g des GemeinderutS- mitgliedes Hermann Radtke wird KenniniS genommen und beschlossen, wegen E'.nfuhrung und Verpflichtung des Nachfolgers das Weitere alsbald zu veranlassen. — 3n unmittelbarer Nähe deS Eingangs zum HimmelSbach'schen Werk soll ein 2 Meter breiter Fußweg als Verbindung zwischen der Dauernheimerstraße uito der Abellstrahe angelegt und zu diesem Zweck mtt den Grundstücksbesitzern in Verbindung getreten werden. £. Blofeld, 16. Febr. Schon mehrmals wurde in der Presse auf die etwa 20 Minuten von hier im Dauernheimer Walde gelegene a l t- germanische Gericht sstätte „Der Wilden Frau Gestühl" hingewiesen. Die Forstbehörde hat das Gestrüpp, das die Richterbank mit den drei Sitzen, einen riesigen Basalt- block von etwa 2Vs Meter Länge, fast vollkommen bedeckte, entfernen lassen, den Platz etwas geebnet und mit Fichten umsäumen lassen. Ein herrlicher Ausblick nietet sich von hier aus dem Besucher ins Niddatal, nach den Dörfern Sauern- heim, Ober- und Nieder-Mockstadt. Es wäre nun eine dankbare Aufgabe des Vogelberger Höhen-Clubs, für eine Markierung, vielleicht von Blofeld und Dauernheim aus, nach diesem Platze zu sorgen, dort eine Tafel an einem Baume anzubringen und Sitzgelegenheit zu schassen. Vielfach wird der Ort im Sommer von 3ugendwandergruppen besucht; bis jetzt fehlt es an der nötigen Orientierung. Kreis Schotten )—( Ruppertsburg. 16. Febr. Bei der heutigen Holzversteigerung unserer Gemeinde wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: Brennholz: Duchenscheiter 12 bis 12.50 Mk.. Buchenknüppel 8,50 bis 9 Mk.. Duchen- stöcke 6.50 bis 7 Mt.. Duchenreisig 1.75 bis 2 Mk.. Eichenknüppel 5 bis 6 Mk. je Rm.; Nutzholz: Douglas-Derbstangen 17,50 Mk.. Douglas-Reis- ftangen 14,75 Mk., Weymouts'iefern-Derbstangen 18 Mk.. Fichtenderbstangen 25 bis 35 Mk.. Gichen- nuyknuppel 17,50 Mk. je Fstm. .. T Eichelsdorf. 16. Febr. Die Zahl der Hausierer. Händler. Kolporteure, Seiltänzer, Zigeuner und Bettler, die fast täglich das dörfliche Straßenbild beleben, wird eben noch vermehrt durch Musikantentrupps, die Märsche. Lieder und Ländler aufspielen und in den Häusern ihre Groschen sammeln. Man muh annehmen, daß auch diese Form musikalischer Betätigung imstande ist, die Betelligten immer noch gut zu versorgen. — Die Abfuhr des Los- und Steigerungsholzes aus den Waldungen, die in sonstigen Jahren sich fast um Monate verzögerte, ist jetzt in vollem Gange. So ist es dem Landwirt möglich, seinen Vorrat an Brennholz zu spalten und aufzuschichten, bevor dringende Feldarbeit seiner wartet. CtrtrfenbitrA uns Nbeinheffcn. 0 Mainz. 16. Febr. Wie wir hören, sind die seit 3ahren schwebenden und Ende November 1923 wegen der damaligen schlechten Finanzlage eingestellten Verhandlungen der Stadt Mainz mit der Reichsfinanzverwaltung über die Erbauung eines neuen Getreide- spei che r s in Mainz wieder ausgenommen worden. Der vorhandene Getreidespeicher ist in der Hauptsache immer noch von der französischen Desahungsbehorde beschlagnahmt, und es besteht noch keine Aussicht, dah diese das Lagerhaus räumt. Zur Zeit ist der Getreidespeicher vollständig requiriert, mit Ausnahme von zwei Silos, die vorübergehend freigegeben wurden mit der Maßgabe, daß der Elevator und die Maschineneinrichtung von Fall zu Fall nach Einholung der französischen Genehmigung verwandt werden dürfen. Schon jetzt kommt es häufig vor, dah Getreidesendungen, die in Mainz gelagert werden sollen, nicht angenommen werden können und andere Plätze aussuchen müssen. Wie sich der Getreideverkehr in den lebten Fahren entwickelt hat, zeigen folgende Zahlen, die die im Getreidespeicher verarbeiteten und umgeschlagenen Mengen darstellen: 1910: 265 430 Dz., 1911: 321 610 Dz., 1912 : 326 715 Dz.. 1913: 260 556 Dz.. 1914. 205 341 Dz., 1915: 61613 Dz., 1916: 82640 Dz., 1917: 38568 Dz., 1918: 91118 Dz., 1919: 304 017 Dz., 1920: 165 744 Dz.. 1921: 215 078 Dz.. 1922 279 763 D;.. 1923: 370 602 Dz., 1924 zirka 250 000 Dz. Aus diesen Ziffern geht hervor, dah der Getreideverkehr einer starken Entwicklung fähig ist, aber verkümmern muh. wenn nicht endlich ausreichende Räume zur Des» fügung gestellt werden. Hesscn-Nasfa«. dH. Rodheim a. d. B, 16. Febr. Ein schönes Bild von Einigkeit und Gemeinsinn zeigt« der am Samstagabend im Benderschen Saalbau veranstaltete Voltsabend. Die Veranlassung zu diesem Abend gab Pfarrer Schmidt aus Battenberg, der in einem Vortrag unsere engere unb weitere Heimat in geschichtlicher und kulturgeschichtlicher Hinsicht beleuchtete. Der zweite Teil des Vortrages war von vorzüglichen Lichtbildern begleitet, die in der Hauptsache Kulturwerte des Hinterlandes vorführten. Der Abend war umrahmt von Chören des Arbeitergefang- Vereins und des Gesangvereins Eintracht. 3n dankenswerter Weise stellte auch der Mandolinenklub seine Kräfte zur Verfügung. Aller Parteihader war vergessen, und die Anwesenden, die der große Saal kaum zu fassen vermochte, mögen alle den Eindruck gewonnen haben, dah Parteihader und Uneinig» Feit durchaus nicht in die Heimat und die Gemeinde passen. * Rodheim a.*b. Bieber, 16. Febr. Zu unserer Meldung vom 26. 3anuar (Gieh. Anz. Nr. 22 vom 27. 3an.), für den Kreis Biedenkopf seien aus Staatsmitteln 60 000 Mark für den Dau von drei Tu »nhallen bewilligt worden, auf die man auch für den hiesigen Turnhallenbau allerlei Hoffnungen setzte, wird uns jetzt von dem Kreisjugend- Pfleger mitgeteilt, jene Meldung eile den Tatsachen voraus. Die Mittel aus dem neuen Staatshaushaltsetat seien noch nicht auf die Bezirke verteilt, eine so hohe Summe komme auch nie in Frage. Die Unterlagen zu jener Meldung waren dem Berichterstatter von einem sonst als durchaus zuverlässig bekannten Sports- mann zugegangen. fpd. Frankfurt a. M., 16. Febr. Um die ausgeschriebenen Posten eines S t a d t r a t s bzw. Stadtkämmerers und eines Stadtrats für das Hochbauwesen haben sich zahlreiche Bewerber gemeldet, für den Stadtkämmerer rund 1 2 0 und für den Bauratsposten etwa 6 0. Unter den letzteren Bewerbern befinden sich, wie wir erfahren, ganz bedeutende Kräfte. — Die Zollbehörde verhaftete den Russen E w a d i Kaplan toe;en bedutender Kakaoschie» b u n g e n. Der Kakao hat, da es sich angeblich um Sendungen für Kinderspeisungen handelte, die deutsche Grenze zollfrei passiert und wurde dann waggonweise nach Berlin verschoben. Der Russe leitete von einem Wiesbadener Hotel aus die Schiebungen, nur hin und wieder kam er nach Frankfurt. Bei einer solchen Reise nach hier wurde er jetzt verhaftet. Nunmehr wird auch bekannt, dah der Leiter der Frankfurter Studentenhilfe mit in die aufsehenerregende Affäre verwickelt ist. Der Leiter bezog derartig große Mengen Kakao, daß es schließlich den Behörden auffiel. Er soll gleichfalls mit dem Kakao einen schwunghaften, lohnenden Handel betrieben haben. Gegen ihn wurde gleichfalls ein Verfahren eröffnet. Evangelischer Landeskirchentag * Darmstadt, 16. Februar. Präsident Freiherr v. Hehl eröffnet um 11.20 Uhr die Sitzung. Aus der Tagesordnung steht zunächst die Vorlage betr. die Allgemeine geistliche W i t w e n k a s s e. Die Kirchenregierung hat die Erhöhung des Pfarrwitwengeldes auf jährlich 2100 Mk., und des Waisengeldes auf 420 Mk. jährlich vorgesehen. Witwengeld und Waisen- gelb sollen wie bisher für alle Pfarrwitwen und Pfarrwaisen gleich sein. Die Kirchenregierung bittet um Ermäch igung, jeweils nach Anhörung des Finanzausschusses bei Desoldungsänderungea auch die Bezüge der Pfarrwitwen entsprechen! Die Oberwälder. Roman von AlfredDock I. Das Dorf liegt im hohen Vogelsberg. Es lehnt, sich an eine jener zahlreichen Kuppen, die in den wunderlichsten Formen den langgestreckten Bergrücken überragen. Von der Höhe bs Kegels schauen hier Basaltsäulen ins Land. Wenn d'e Sonne sie überglänzt, prangen sie m leuchtendem Blau, bei düsterem Himmel kleiden sie sich in drohend's Schwarz, dah die Kinder drunten ein Gruseln b-fällt. Das Dors, das an fiNbenbunbert Seelen zählt, ist uralt denn es wird schon im elften 3ahrhundert in einer Urkunde des Klosters zu Fulda genannt. Fern von den viel begangenen Dollerstraßen hat es doch der Gifthauch der großen Kriege berührt. Anno 1634 brach ein Trupp Kroaten ein und führte Hausrat und D'en manche T'ßjc' eine Leo.ns erneinsch ft ml; Sä gelleren. D.eo ist z.D bei der -Jj.jie und dem Wildschaf Der Fall. Die Dohle fitzt auf Dem Rücken des SchaseS und sucht sich leine 3nfettennajrung im Haar DeS Ziere3. DaS über diese Befreiung von lästigen Bewohnern sehr erfreut ist Abnahme Der Schwalben. Heber einen aus a lenden Rückgang Der Rauch- und Mehl'chwa.ben Lagt Dr. h. c. Hans Freiherr v Berlepsch im eben herausgegebenen 15 16. 3ahresbericht feiner staatlich anerkannten Versuchs- und Mufterstation für Voge»'chutz in Burg Seebach (Kreis Langensalza). Die Abnahme Der Schwachen ist wohl hauptsächlich auf den zügellosen Fang in Südeuropa zurückzuführen, vfroar trägt die innere und äußere Gestaltung der ländlichen Gebäude dazu bei. Datz diese Vögel aus manchen Gegenden saft vollständig vec chwunden sind, aber auch Die noch gute R.ststellen b.e.enDen Baulichkeiten sind Doch nur zu geringen Teilen von Schwalben besetzt. Plakatunwesen in alter Zeit. Sehr bald nach Erfindung Der Buchdrucker- funft zeigten sich auch die Anfänge des Plakats, und sogar Auswüchse im Plakatwesen machten sich bald bemerfbar. Ende des 16 Jahrhunderts bildete sich die Sitte heraus, dah Gläubiger ihre Schuldner, die nicht bezahlen konnten oder wollten. zu öffentlichem Anschlag brachten, ölnt kurze Mitteilung in Flugblattsorm wurde aebrudt und genau so wie heute an Zäunen und HauSmauem angeHebt. Sehr bald blieb eS aber nicht bei der bleben Mitteilung, datz der oder jener nicht bezahlt habe, sondern man fügte allerhand Schmatz unaen und Beleidigungen hinzu, und man verband damit sehr oft noch ein Spotlbild oder eine Karikatur. Der Schuldner wurde beispielsweise dargestellt, wie er am Galgen zappelte, ober in sonst einer wenig schmeichelhaften Situation. DaS nahm schlichlich so überhand, datz im Jahre 1577 eine Reich-pollzeiverordnung erschien, die eS verbot, „ben Schuldner oder Bürgen. D.r nicht bezahlt, mit schändlichen Gemälden oder Driesen öffenllich anzuschlagen, zu schelten, zu beschreien und zu berufen". Die Laqe und Aussichten aus dem (^ifemnarft. (Don unserem Offener Mitarbeiter.) Abrufe und Anfragen geben nach wie vor flott ein. Wenn die Kauflust in den letzten Tagen etwas nachgelassen hat. so ist das kein bedenklicher Umstand. Diele Erscheinung ist auf eine geringe Senkung der Prelle zurück'uführen die etwa zwei oder drei Werke fett etwa acht Tagen wahrscheinlich infolge Der für 3anuar und F-bruar seitens der Robstahlaemeinfchaft bc- schsvssenen geringeren Einschränkung der Roh» stahlerzeugung (statt 20 Prozent im Dezember nur je 16 Prozent im 3anuar und Februar) t'orgenommrn haben DaS Auftreten billiam-er Pr it? DHbi fc:n G henmn'S: so etwas wird vielfach sehr sch-ell bekannt und macht den Käufer stutzig. ES mag weiter binvfomm*m. datz einige Hands"r. die au) billige Abschluh-este mit ihren Spezifik^llonen im Rückstand waren, für wenige Tage billiger als D!c Werke angeboten haben, um die Abschl"breste nicht verloren geben zu kaffen Der Preis für Stabeisen hatte Ve Höhe von 137,50 Mk. ab Ob'rbaufen. teilweise sornir von 140 Mk. per Tome erreicht, er senkte sich durch die oben geschilderten Vorgänge wieder auf 135 Mk. per Tonne. Die Rachsraae und Kauslust ist abnr nach wie vor gut. und man kann heute stellenweise schon wieder 138 Mk. brr Tonne erzielen bei vollen Abmess ungSaut» preisen. lieber die weitere Entwicklung des Marktes ist infnfg" Nur immer noch febr unHarm Gage mit Slcherörit kein Urteil abvia^bm. A'6 Der Tatsache ab*r. daß Der allerarätzt-» Tril der a-’fmften Meraen direkt Dem Verbrauch zuge» führt würd', ist zu schli'ch'n. datz d'efe- B'r» bäll"iS auch bri den kommenden Ää'tfrn arh>',M f^nn. umtomebr, D° man vor Dem Früst- fabrsallchäft steht und vielfach der Anficht ist. D-.H hi* D^ntätiakeit u"d dadurch mancher anders Br*riebS*trx'ia f'ch beleben wird ist zu bn’f-'n. datz die deutsche R-ichS-ifenbabn. die mit B-st "Hungen auf Sifenbabnoberbaumaterial (S-bimen ufto.) im voriaen 3nbre f<*br »"rück» achnlten hat. im taufen Den 3abre mit grnstrn-en Austräoen bervortreten tofrä: die ersten Ansätze dazu lind D-TrifS gemacht. Wesentlich ist auch. d"tz Di" M^rkttane in der weitem"rarbe'tenhen ft"D*!flri<‘ sich insofern gebessert bat. alS mehr A"frna>sknn7men und diele Anfragm auch rimsthnster auszufallen find atS bisher, wo <-S llch m"istenS nur um Vmiekte von lana"r S'cht DnnD-Tte. Dii' KunDschnft geht frute eher >ur V"st-H"na über zumal sie b'fürdiM nächstes bnb~re nnf»gcn zu müllen Die zu erzie- srndm Vr^ilr sind zwar hötzm alS in letzten Wnchen nbor kwsbnsh immer noch r»jcht a^winnhri -imid Du die V7ntersason<»ife ««• ,wsich"r, tnrf<»ntlifb ft"rfer ?nen fHb und Df-* ©fDer '■nDif-'rS/ihyreife n'cht voll nitf D~« V'rka-sSvr^^r aufrreWaA-m werben M -<3~r Ervvri D*r Eifenverarbmt'ma 'st f»!Der immrn" wvb «»-mzos dr'rch Die bobm Dio ffir DaS Mnter-at g"v^st w-rben müllen. foDnm nbm- auch w<ül Frachten. Zölle. 5!Tnf-'#’f»-"-rr und -inKv-p U-r~'"' r P"'»» mt-D »in» n'cht mstn-^D^nd» Wirkung D A ^lau^nnarkteS Hn, dell-n (5.18. 6 Vfd S^rling je Tome Stabeisen) noch oob'-ückt sind E'n'^nrrm"tz"n a>>S» ns-ich""d h)irr* bser Der lgDbrniffche B>^rf Der K»n totbriraN^.lurmnb"-g'schen W’’" Durch die ^oll^r"nz" Dm bemfi*,f,i'imr VreiAs^llung her *"-»schen W"r*» »um n-Df^-m Tmt verso-en n<>D»n 'tn di"te^ Be,'"h""a to’e fiberbnnht. m«rD h6-t outen A sqnng d"r Variier m>l-rs^-f»<4r^rDa"dtz«nnen aDhä -n'm. Dr"b" Ge- h"st"ht {n der Qnbn- und ArheitS»"-llrnn- Di". wenn Pe woll»r -^nen 'mm"stmen Bo-so"f —Dm en füllte, für die 3nd"stri» kotastrovbns tnirfon wst-de. Schon fetzt mncht sich e'n» gew'sfe Della» So^kunn d»r «ti'tffrnff V-r Mark bemerk- Dnr die in 5rfrtem Matze b"r* Die han- -r-rden P^hnfn-hm-uhgen und Lohnsteigerungen bervorgerufen wird. Frankfurter Abevdbörse. Frankfurt. 16. Febr. Die Abendbörse verli?f ä'-tzerst still. Der Mangel an Anregung prägt" sich in dem lustlosen und zurückhaltenden Geschäft stark auS. Die Umsätze waren recht geringfügiger Art und die Kurse bewegten sich überwiegend auf dem Stands der Mittagsbörse. Für einzelne Montan- und Ehemiewerle kam "S erneut zu etwas Angebot und schwächeren Kursen. Dagegen blieben Bankaktien gehalten. Am Rmtenmarkt kamen Umsätze kaum zustande. Die Schwankungen waren lehr gering. Die Börse fchloh in stiller und luftlofcr Haltung. Deutsche Renten: Sprozenlige Reichsanleihe 753, 5prv-en- tige Schatzanweriungen vom 1923 02. Bankaktien: Allgemeine Deutsche Creditanstalt 3.70 Berliner Handelsgesellschaft 161, Evmmerzdank 6.62. Darmstädter Dank 13.60, Deutsche Dank 13.12, Disco nwgesellschaft 123. Mitteldeutsche 6rcMtbanl 2. Oesterre»ch»fche Kreditatrien 9.75. Montanaltien Bochumer 92. Harpen er 148.75. ManSseld 5.05. Phönix 63.62, Rheinische Braunkohlen 50.75, Rheinstahl 58. Kali Aschersleben 19 35. Kali Westeregeln 24.50. Thernische Aktien: Badische Anilin 30.50, Ehern ifche Griesheim 25.37, Scheideanstalt 2220. Elberielder Farben 26.50, Th. Goldschmidt 23.80, Höchster Farben 26.25, Holzverkohlung 9.10, Rütgerswerke 18.25. Elektroaktien: AEG 12.30, Licht und Krall 8.23. Felten 46. flabmeher 13 Transportaktien: Ha- pag 29.12. Rordd. Llotzd 3.85. Sebantungbabn 4.80. Sonstige 3nbuftricaltien: Kicher 4.10. Daimler 610. Deutsche Eisen 6.37. Dyckerholl 4.50. Holzmann 5 75. Gebr. 3unghanS 12.90. Kemp- Stettin 058. Rheinmetall 13.12. PeterS Union 2.425. 3ulius Sichel 2.75. Badischer Zucker 3 95. fBörlenhtrle. S-dluh- 0,753 I II n i 25 1 91,73 5 123,25 123 18.75 18.75 6,2 10 1,2 1 1 3.96 08.875 5,75 94 91 3,82 > 10,-5 12,5 19.62 70 8 83 Ubentt« b' le 10 98 24-4 25.8 26.62 12.30 19,1 1J8 I 21 94 75 91 25 10 6 48,8 3 70 29 13 3.85 8 90 3.75 9 75 0.13 92 19 95 13 87 96 25 152 20.4 25.75 8 40 12,70 63 60 10 48,50 0.750 0 93 0.95 1.35 31.50 0 59 i» 4>: 25. (M «\ 0,695 1.19 1« 25 2.4^ 4 2 75 12.75 163 6,50 13,75 131 84.75 93 0 148 7 5 19.35 14,5 8 0 .5 12,875 63.65 2 9 6» 0,22.5 94.75 0.75 0 95 0 97 1.13 0.595 1.155 2,5 4 2 6 13 U 98 5,80 *>» 8,90 78 84 4,26 6,25 6.70 162 31.25 94,75 90.90 I 10,50 47 166 | 6.60 13 25 1» ! 10 75 40 1651 6.62 1 13 11! 0,43 122,2.5 1 9 1 95 9 70 ; 0.125 | 9.1.5 20 50 13 86 96 .5 151 5 20 2-5 , 25,75 8 40 13 5 66 60 49 8.7 | V. 5 3,90 0,625 1.12 15.4 2.475 4.2 2 60 12.95 4 80 9 tu I 0 2 5 90 9 20 12.50 84 50 93 149.2-5 19 30 24 82 8.2 12 75 64 4 58 SO 18.9 8.9 165.5 31 L ivaq 6 rl« 0.95 1.36 0.515 10 70 39.5 161 6 6-2 13 6 13 1.3 0.435 123 17.9 F0.5 0 6 23 80 25.40 26 25 9 10 18 25 22 20 12 30 19.25 18 72 4 84,25 4 10 24 40 25,90 27 0.755 0.Ä5O 0.975 1.70 0.510 1.175 I 1.23 23,25 I 12.50 1 19 50 14 72 75 87 I 4-3 | 6 2 3 85 I 10,5 I 9! Tentftbr fltrltOfnn'rP* . 4•/- IcuttAe iHcldlSaiiftUx . 8‘ utftbt 'Jtae.aitklbe 3* Trntfdx 9ttiC64uilettx Teutfäie öDarprouuenanletbf 4*/« l'rcufi'.fdx Konlol» . . . 4°c ©eilm .......... 3',/... eefien.......... y'o erfien.......... Xeutläe -Serrb. ToHar-flnl. bro. ioU ©nniburoea:d6r.) Sanin ot en. (Obne ®enxibr. ■ 14. Fcbr-i'r h ffebruar 'Jlepart. Unnllfbr J.oilfmn <* ■ '1 ti• • 1 1! 1 ’ 4 r. .-»MN rtion 108.74 169.116 1 fix.51 169,01 K V*rff. inm. 21.01 21.0; ri.'O 21 2'. oll dbnQt.'tii.i. 63.9 j 64 OS 63.97 64.1 1 Oll 'f. rt ?lm,rfkanff3< wohl aus ffnt* schädiaungStzollnungm zurückzusutzren ist Den ausländischen Renten waren Bosnier bei gesteigerter Rackisrage sehr fetz Schwach lag Der deutsche Rentenmarkt Di' Lage am Geldmärkte ist unverändert. Täilich'S G^d 10 Prozent, Monntsgeld 10 bis 12 Prozent Privatdisfvnt zu 8 Prvient gesucht Am i n t e i nationalen Devisenmarkt liegt der Franken weiter schwächer. Aranksur.'er Gcireideborse (Eigener D-n' '^-i-tit >eS .G-'tz'-er Auzelger^,) Frankfurt a M., 16. Febr ES wurden notiert: Weizen. Wttterauer 21,25 biS 25,50, Roggen, inländischer 22 biS 25,25. Somir.e'-gersle für Brauzwecke 24 bis 31, Hafer, inländischer 17.50 biS 22,75. Mais (gell'. 22.50 bis 22,75. Weizenmehl, inländisches. Spezial 0 41,50 biS 41.75. Roggenmehl 36 bis 39.25 Wei.zenkleie 14.25 bis 14.75,. Roggenllele 14.75 biS ' Erbsen 32 biS 40, Linken 48 biS 55, Heu, füDDeut’dicgi. gut. trocken 10, Weizen- unD Roggenftroh 6 611 6.50. Treber, getrocknet 21 bis 21,50. Tendenz: Fester. — Epeisekart^ssel . Industrie" aus 'iesiger Gegend 3 80 biS 4.20, „weitzschalige' aus hiesiger Gegend 3,30 biS 3,75. Tendenz: Ruhig. Frankfurter Eckilachtviedmarkt Frankfurt a. M. 16 Febr Auftrieb! 1304 Rinder, Darunter 423 Ochlen. 39 Bullen, 8'5 Färsen und Kühe. 286 Kalber. 267 Schafe, 3060 Schweine. Rinder: Ochsen, vollfleisch'-ge ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 50 bis 57, junge, fleischige, nicht ausgemästete unD ältere auSgemäste'e <2 biS 49. mätzig genährte junge und gut genährte ältere 30 bl* 40; Dullen vollll. auSgemästete Färsen höchsten Schlacht- Werts 45 biS 50. vollfl. jüngere 38 bis 44; Färsen und Kühe vollsl. ausgemästete Färsen höchsten SchlachtwertS 50 biS 56. vollfl. auS- aemästete Kühe höchsten SchlachtwertS b'S zu 7 Jahren 3Q biß 48. wenig gut entwickelt? Färsen 40 biß 49. ältere auSgemästete Kühe unD wenig gut entwickelte jüngere Kühe 32 bis 40. mänig genährte Kühe unD Färsen 21 biS 30. gering genährte Kühe unD Färsen 10 biS 20. Kälber: feinste Mastkälber 63 biS 73. mittlere Mast- und beste Saugkälber 58 bis 66. geringere Ostast- und gute Saugkälber 50 bi» 57. geringe Saugkälber 40 bis 4v. Schafe: Mastlammer und Most- hämmcl 42 biS 48. geringere Mafthämmel und Schafe 33 bis 41, mätzig genährte Himmel und Schafe (Merzschafe) 16 bis 30. Schweine: vollfl. von 80 bis 100 Kg. 70 biS 73 unter 80 Kg 65 bis 70. von 100 bis 120 Kg 71 bis 73. von 120 bis 150 Kg. und Fettschweine über 150 Kg. 71 biS 73. unreine Sauen unD geschnittene Sber 60 biS 67. Marktverlaus: OtinDer ruhig Kälber und Schafe lebhaft. Schweine anfangs rege, zum Schluß bei abflauenbem Handel etwa! lleberstand. Berliner Prodtikienbörse Berlin, 16. Febr. Der Produktenmark' war gut behauptet, die höher genannten Preis», konnten sich aber zum Schluh nicht behaupten. Da Realisationen und Abgaben für Rechnung der Reichsgetreidestelle erfolgten. Inlandangebot war vorhanden, aber geforderten Preise alS zu hoch erachtet. Hafer behauptet, Mehl weite, ruhig. Es notierten je 1000 Kg: Weizen (märt) 250 biS 256. Wrizen (März) 274. Wc:;en lMai) 283 bis 239, Roggen (märt) 250 b:-3 255. Rog^gen (März) 266. Roggen (April) 275 bis 276. Rog;en (Mai) 248.50 bis 235 bis 233.50. Gerste (märt) 255 bis 275. Futtergerste 215 biS 240. Hafer (märt) 187 biS 195. Haler (März) 213. Hafer (Mai) 221.50 bis 221. Mail (lokv Berlin) 224 Mais (Mai) 204. Raps 390; für je 100 Kg. Weizenmehl 34.50 bis 37.00, Roggen mehl 34.50 bis 37.00. Weizenkleie 15.60 biS 15.70, Viktoria- erbfen 27.00 bis 34.00, kleine Erbsen 21.03 bis 22.00, Futtererbsen 19.00 biS 21.00, Peluschken 18.00 bis 19.00, Ackerbohnen 20.00 bis 21.00, Wicken 19.00 biS 20.00, Lupinen (blau) 1250 bis 14.00. Lupinen (gelb) 15.00 bis 16.53. Serradelle (neu) 15.00 bis 17.00, Rapskuchen 18 25 bis 13.50. Leinkuchen 24.50 bis 25 00, Trvckenschnitzel 930 biS 9.50. Torimelasse 930 bis 9.60. Kartoffel flccken 20.10 bis 20.40. Briefkasten der Redaktion. D. rn 2. Druden Sie sich doch mal an die Hessische Staatsregierung Viellei^t kann Ihnen auch Der ReichSauSschuh für Leibesübungen in Berlin oder die Deutsche Turnerschaft zur Seit« stehen. bei kiusten, ficiferftit/ Äalarrf) Kinderzeitung Der kleine Coco“ gratis Kinderzeitung .Der kleine Coco“ gratis buttetgleidi Neu aufgenommen: ^amen^Summililäntel in modernen Farben und eleganten Formen, Erzeugnisse allererster Firmen :: Preislagen: Mk. 38.00 bis Mk, 65.00 :: 167', habe meine Fragts nach 35 VatzntzoMraße 35 verlegt 2abnant vr.wcrtheim Cclcpbon 2427. 1667D Ein urteil über BECHSTEIN Klaviere und Flügel Teresa Carrefio: Die Vollkommenheit der Bechsteinschen Instrumente ist eine solche, daß ich nicht weiß, was am meisten bewundern - ob den schönen, warmen, poetischen, ausdrucksvollen Ton, welcher dem Spieler immer von neuem Freude macht und seine größte Hilfe ist, in dem was er auszudrücken vermag - oder den vollendeten Mechanismus und die Spielart. Alles in den Bechsteins ist so unaussprechlich schön, daß, wer sie kennt, wie ich, sie mehr und mehr bewundert und ihnen für die große Freude, die sie dem Künstler bereiten, die tiefste Dankbarkeit entgegenbringt,was ich von ganzemHerzen tue Niederlage: Robert Schönau Seltersweg 91 1129a Telephon 1269 Gewerkschastsbund der Angestellten (G.D.A.) Ortsgruppe Sietzen Ayr Mittwoch, dem 18. Februar, abends 8 Uhr, im Hessischen Hof, Franks. Strohe spricht Kollege Herr Hch. Thal-Berlin Mitglied dcS Bundesvorstandes über: IichzichMWnAchiibeii im Jahre M 16Mc Wir laden zu dieser Versammlung unsere Mitglieder nochmals ein Gäste und Nicht- Mitglieder können eingeführt werden. tarnten Gieüen Mittwoch, 18.Febr. •--ffiy abends 8 Hbt WKW General- imamlng ■ bei Sauer -------- Vollzäblichcö Erscheinen erforderlich. 16710 Der Vorstand. (früher Taunus), Brandgasse 8 Mittwoch, 18. Februar 1925: hier „Doppelrad", Ausschreiben! Spezial-Ausschank: Mainzer Aktien^ Am 11., 12. und 13. Juli d I. wird in Lollar das Radfahrer-Gau- fest des Gaues 73 (Lahn) des Bundes Deutscher Radfahrer stattfinden. Besitzer von Karussells, Schießbuden und Iuckerständen wollen sofort Angebote an den 1 Vorsitzenden Herrn Georg Schnell einreichen. Zuschlag erfolgt bis spätestens 18. März. 168lD Radfahrer-Verein, Lollar. Umwälzung in der Kleinwohnungs-Heizung durch Etagffltelzuni Änhnpkfidpn £erinS u-in wenigen Jah- flUluyuiiuoluö ren durch Brennmaterialersparnis horausgewirtschaftetl Vnplßllp' Bchagl. Wärme in all. Räumen, lUllüllu, Bedienung nur eines Ofens, staubfreie Zimmer. Durch gleichmäßige Temperaturen dauernde Gesundheit! Kostenlose Beratung, Projekte und Ingenieurbesuche Gg. Appel Zentralheizungen Gießen _____________________ __________231D eteiti. Förster 1675 Eiche: Buche: Fichte: Rm. 4 264 Rm. 12 176 27 Rm. 65 1200 Am. 6 12 9 Holzversteigernng Donnerstag, den 19. Februar 1925, von morgens 10 Uhr ab, sollen in dem Jntereffentenwald Rordcck-Winnen folgende Hölzer versteigert werden: Nutzholz: 1120 6t Fichten Bohnenstangen Brennholz: Scheit: Knüppel: Stöcke: Reiser: Zusammenkunft bei Gastwirt Stelzenbach, Rordeck, wo auch bei ungünstiger Witterung der Berkaus stattfindet. Bekanntmachung In unser Handelsregister Abt. B wurde eingetragen: Am 26. Januar 1925 a) bei der Firma Kohlen-, Koks- und Brikett-Bertrieb, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen: Durch Beschluß der Gesellschaf- terversammlung vom 5. Januar 1925 ist das Eigenkapital auf 3000 Rm. umgestellt, § 5 der Satzung entsprechend geändert. b) Bei der Firma Gesellschaft Heimstättenbau, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, in Gießen: Das Stammkapital ist durch Beschluß der Gesellschafter vom 9. Januar 1925 auf Reichsmark im seitherigen Betrag umgestellt worden. Am 11. Februar 1925 bei der Firma HauSgesellschaft der Arbeitgeber zu Gießen, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen: Durch Beschluß der Gesellschafter vom 18. Rovember 1924 ist das Stammkapital auf 122 500 Rm. umgestellt worden, § 5 und 14 der Satzung sind geändert. Am 12. Februar 1925 a) bei der Firma Hessische Feinmechanik. Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Klein- Linden: Durch Beschluß der Gesellschafterversammlung vom 22. Dezember 1924 und 13. Januar 1925 ist das Eigen- kapital auf 5700 Rm. umgestellt und der Gefellschaftsvertrag dementsprechend geändert worden, b) Bei der Firma Sieg-Lahn Bergbau-Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen: Durch Beschluß der Gesellschafterversammlung vom 10. Januar 1925 ist das Stammkapital auf 6 Millionen Reichsmark umgestellt. c) Bei der Direction der Dis- conto-Gesellschaft, Zweigstelle Gießen: Dr. Walther Reichardt in Berlin ist infolge anderweiter Verwendung aus den Diensten der Zweigniederlassung Gießen ausgeschieden. 1662B Gießen, den 14. Februar 1925. Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bei der Firma Bauhütte für die Kreise Gießen—Wetzlar soziale Ballgesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen folgendes eingetragen: Durch Beschluß der Gesellschafterversammlungen vom 27. August 1923 und 14. Juli 1924 sind die Satzungen geändert und neu gefaßt. Danach ist der Gegenstand des Unternehmens jetzt 1. die Ausführung von Dauarbeiten jeder Art und Uebernahme ganzer Bauaufträge auf Bestellung, bie vorzugsweise den Zwecken der Kleinwohnungsfürsorge zur Förderung der minderbemittelten Volkskreise durch Verbilligung der Bauweise dienen, sowie 2. die Uebernahme von und die Beteiligung an Betrieben, die mit der Durchführung dieses Zweckes in Verbindung stehen. Die Gesellschaft soll sich die Bekämpfung der Wohnungsnot, die Hebung der Wohnungskultur und die Förderung des Baugewerbes nach den vom Dau- Hütt enb et r iebsv erband Hessen und Hessen-Rassau, G. m. b. H., aufgestellten Richtlinien und Grundsätzen zum Ziel setzen. Insbesondere soll sie dieses Ziel durch Erprobung und Vervollkommnung der verschiedenen Bauweisen und Arbeitsarten, durch planmäßige Ausbildung der beruflichen Fähigkeiten und durch Hebung der Arbeitsfreudigkeit ihrer Angestellten und Arbeiter zu erreichen streben. Maßgebend soll der Grundsatz fein, für die Allgemeinheit möglichst billige und gute Bauten als Treuhänder her Auftraggeber zu erstellen. Die Gesellschaft beschränkt sich gemäß dem Gesellschastszwecke auf eine ausschließlich gemeinnützige Tätigkeit: sie soll aber nach kaufmännischen Grundsätzen, insbesondere dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit, geführt werden und auf eine angemessene (für gemeinnützige Unternehmen zugelassene) Verzinsung des Gesellschaftskapitals Bedacht nehmen. Die Gesellschaft ist zur Vornahme aller mit dem angegebenen Gegenstand oder Zweck mittelbar oder unmittelbar in Verbindung stehenden Hilfs» und Rebengeschäfte befugt. Das Stammkapital ist auf 7000 Reichsmark umgestellt. 1663B Gießen, den 6. Februar 1925. Hessisches Amtsgericht. Technische Nothilfe Bezirksgruppe Gießen Vortrags- und Werbeabend am Donnerstag,dem19. Februar, abends 8 Uhr,im großen Hörsaal des physikalischen Instituts (Eingang von der Stephanstraße) Redner: Volkswirt R. D. V. Reg.-Bmstr. Hilsdorf Schreiber-Stoltze (Cassel): Frankfurt a. M.: „Fön, J.h.« Im Ciensle des Volkes“ mit Lichtbildern Alle Nothelfer, Nothelferinnen und solche, die es werden wollen, sind herzlich willkommen! wwd DIE LEITUNG DER BEZIRKSGRUPPE GIESSEN Theater-Cafe „Ernst Ludwig“ Heute DienStag, den 17. Februar 1925, ab 8 Ubr: SM lmnMM UM Gastspiel des bekannten 16680 Herrn Heinz Länger besten rheinischen Grotesk-Komikers und Tanz-Parodisten MM Welle! Tanz MMkle Welle! Nutzholz-Submission Die Stadt Lich verkauft auf dem Sub- missionswege. Eichen-Stämme 4. Kl. 50 Fstm. n 5. „ 70 „ 6. „ 80 „ Buchen-Stämme2. .19 „ - 3. „ 58 „ „ 4. . 29 Kiefern-Stämme3. „21 „ „ 4. „ 25 5. . 19 „ Fichten-Stämme 2. „ 3 „ . 3. „ 66 „ . 4. . 40 „ „ 5a# „ 76 „ 5b,. 175 „ Fichten-Derbstangen 1. Kl. 156 Fstm. 2. , 170 „ „ Ruhreisig 407 Rm. „ Bohnenstangen 4475 Stück- Die Derkaufsbedingungen können bei uns eingefehen werden. Das Holz ist mit Rinde gemessen. Zahlung bei hinreichender Sicherheitsleistung je zur Hälfte am 1. Juli und 1. Oktober ds. Zs. Bei Barzahlung innerhalb 14 Tagen 5% Rachlab. Mit der Aufschrift „Holzsubmission" versehene Angebote sind bis zum Witt# woch. den 25. Februar 1925, vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen. 3u den Abendunterhaftungs und Arbeitsstunden laden wir alle jungen Mädchen herzlichst ein. Anmeldung Lonystr. 2 l. ••(>e®e®e®®®e®eeeeee®6*eeee Nutzholzversteigerung im Licher Stadtwalde. In den Distrikten Sisenkaute, Fichtenkopf und Maurerkafparskopf werden nach vorheriger Zusammenkunft am Waldein- gang der Kreisstraße Lich—Hattenrod am Donnerstag, dem 26. Februar 1925, vormittags 10 Uhr versteigert. Eichen-Stämme: 2. Kl. 7 Fstm., 3. Kl. 15 Fstm., 4. Kl. 9 Fstm., 5. Kl. 10 Fstm., 6. Kl. 12 Fstm. Duchen-Stämme: 2 Kl. 3 Fstm., 3. Kl. 14 Fstm., 4. Kl. 2 Fstm. Kiefern-Stämme: 2. Kl. 7 Fstm., 3. Kl 14 Fstm., 4. Kl. 25 Fstm. Fichten-Stämme: 3. Kl. 12 Fstm., 4. Kl. 32 Fstm., 5a-Kl. 23 Fstm., 5h.ÄL 1 Fstm Lich, den 13. Februar 1925. Hessische Bürgermeisterei Lich. _______________Völker. 1660V Bekanntmachung DerVoranschlag der Gemeinde Oppenrod für Rj. 1925 liegt vom 19. d. M an eine Woche lang auf hiesiger Bürger- meisteret offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Oppenrod, den 16. Februar 1925. Bürgermeisterei Oppenrod. ___________Balser._______1687V Gründlichen (01452 Unterricht loWMechÄuMMkllMlM und sonstigen Handarbeiten erteilt Frau Felber, Frankf. Str. 31II. AM, anerkannte Fachmann und Berater für Schuhpflege. Sie geben mir doch recht, wenn Ich sage: Vor zehn Jahren gab es nicht so viel schlecht aussehende u. zerrissene Schuhe wie heute. Und warum? Früher putzte jeder mit Pilo Schuh und Leder. PILO ist jetzt wieder In derselben Qualität wie vor dem Kriege zu haben Das Nächst em al