9'1 'Ö' * -S0 N> E a ©5 ,C?ui a n r8jB ■ 0 Sn g 88 &5 «3 o 5 O 3 og-5 Ob o C 3Z O® I® ®Q> o- n E^ ffs q-5. w= ■ Ä>ft K) *©2 n - -Z »2 Oiffc n ZZ ti)o a S EP E r» v o 7Ü3 o cn <0 o «ft _K>' 6a ! C« - ■jj3 ’oQri üo: gl? S^Cö a(bS" <9 "* » (Otf 0 O ^ö, ~ o ’ 7*ro Gl &>g fsZ = E1^ LP ft2.E ??« e2 05 = a 2. a a e*o- o M" ’ Co ff 5.3 s? ■rs s RG) s 9* |S ß 2.6 : <9 Zs 2.E SS ®M£ »E = 5 m"3 a iä. 3 ti a-6> o-o ZK M Z* — 0»ö» 0:m E S 5t?s L-"^-Z H0. n" ‘ e o Gr QQ N--* -aa _ * a-.o' £aen O*o p 3 o qJ r" C Q ’“' v n n ä»S^a ■ S^E’ « h jo 5 Äs 2 0- E P M tTO» k, 2=0 ’rt ±<0 1 3 N) a-0?0 '•?w*b5> an« & « ES- 00 p 01 »10 ro? RE >02, 6> Z- p a o sp a ■ 3 "G to2 »62 Ls, *5 !°- s 0' E §© 2-6- ?5 <9 (p toef 11 Ä'S ßs> L- O »L~ o >-A =ti ftS II» > y §Ä U a ?• 3«? V to© - G* (9 ßz ZA o <9 » K> ’ 6 S5 cr'A 3Z ZL <9 - Lö- AS E E » typ s-K tODS.y Sn’ a P p 3 rA sM LZ-ß ■’iz 0^f 2.^2? IM LL 5 tjzßi Zs Oft DU » o -.•dP -kZ. F?Sa«g Q'iiii pB 2L-. gä?S?5'S&; S» !ft <7 «ö •i @- 5*ö -s rt "* E^ ?« A» ■•t f« 2S s,« 19 C n U'- @a |§ E 19 3 rt ?« ... p”-s62 5 »&;?-• S'' toZ -A-LA-kzs V-"^S-5o-^ 2 o 3g« g*jp go'Ü ' .,<7’ So ^ >■> >ff°»?rssk > 'L° S:tf° ^ä" ilr. h Erstes Blatt 175. Jahrgang Samstag, \I. Januar 1925 Erscheint täglich, aufeer Sonn- und Feiertags. Beilagen: GietzenerFamilienblLtter Heimat Im Bild. Uionats«Be$r4ipreis: 2 Goldmark u. 20 Gold- pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen non einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech'Anschlüss«: Schriftleitung 112, Der« lagundGeschäftsstellebl. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzelaerGietzeN. PotzschelNonto: giMtfurt e. «. um. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick und Verlag: vrühl'sche Unlversitätr-Vuch- und Steindruckerel H. Lange in Giehen. Zchriftleltung und Geschäftsstelle: Schulftraße 7. Unnahme von Anzeigen für die lageonummer vis zum Nachmittag vorher ohnejedeDerbindlichkeit. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich8, auswart« 10 Goldpfennig; für Re« klame-Anzeigen d 70 nm Breite 35 Doldpfennig, Platzvorschrift20" .Auf- fchlaq. - Derantworilicb für Politik u. Feuilleton' vr.Friedr.Wilh Lange: für den übrigen Teil. Ernst Dlumschein; für ben Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gieszen. Die Lösung. Der neue Reichskanzler, Herr Dr. Luther, satte geglaubt, fein Kabinett schon unter Dach enb Fach gebracht zu haben und gestern nachmittag schon mit seinem Programm vor den Reichstag treten hu können. Das war wieder einmal eine trügerische Hoffnung. Die Desehuna ! der noch freien Plätze in seinem Kabinett ergab reue Schwierigkeiten, die eine Vertagung der Regierungserklärung auf die kommende Woche nötig machten. DaS Hohe Haus wird sich also tix Geduld fassen müssen und die Sitzungstage ajeiter mit der Beratung mehr oder weniger nichtiger Anträge tx>r leeren Rsgierungsbanken dermnzubringen suchen, Inzwischen wird eS der Energie Dr. Luthers wohl gelingen, auch die letzten Personalsragen lösen, die sich hn wesentlichen um das Finanz Ministerium, das Justiz Ministerium und das Post Ministerium dreheit dürften. Für das J Letztere war bereits in der amtlichen Minister- Iffifte der ehemalige Postminister im Kabinett 'Smw, Ö t i n g l, genannt, der der Bayerischen LolkSpartei angehört. Diese hat aber geltend imiacbt. daß Herr Qttngl nicht Mitglied der rietchStagSfraktion fei, also auch nicht Vertrauensmann der Partei im Kabinett sein forme. Diese irehr als feinfühlige Unterscheidung sollte in Dahrhett Wohl bezwecken, neben Herrn Stingl ruch noch Herrn Emminger als Veichsjustiz- ninister durchzudrücken, Quertreibereien, die die Bayerische Vollspartei offenbar wieder ausgenommen hat, nachdem ihr Parteigenosse Stingl «um Minister ernannt war, das Justizministerium aber durch die Absage des Düsseldorfer Ober» 1 cmdesgeinchtspräsidenten Schollen für neue 'Bewerber frei wurde. Dr. Luther hatte es dem QberlandeegerichtSrat Schumacher angeboten, ixr die Äbeinprovinz im Reichsrat vertritt und iiH 0cm Zentrum zuzählt. Er sollte auch das Ministerium für die besetzten Gebiete übernehmen. Das bat die Bayerische Dolkspartei offenbar . I»em Kanzler verdacht und macht nun neue . Ambitionen geltend. Für das Finanzministerium, den bisherigen Tätigkeitsbereich des Kanzlers, war der Präsident des Oberrechnungshofes des Deutschen Aeicbes, Hämisch, in Aussicht genommen, der sicherlich der rechte Mann war, !>oS grobe Sanicrungs- und Kvnfol'Lie''ungs- wrrk Dr. Luthers fortzusehen. Leider glaubte «ich aber Herr Hämisch der Aufforderung des .'Kanzlers versagen zu müssen, so das) auch hier i noch eine empfindliche Lücke auf der Kabinetts- liste offensteht. Das gleiche gilt auch für das Derkehrsministerium, über dessen Besetzung ebenfalls zur Stunde noch Verhandlungen schweben. Das neue Kabinett der Verbindungsleute ind Fachmtnister trägt zu deutlich den Stempel s» der Verlegenheit an sich, als dah man es als Produkt einer mehr als fünfwöchigen Krisis mit besonderen Erwartungen begrüben könnte. Immerhin bietet seine Zusammensetzung Gewähr, dast endlich wieder auhen- und innenpolitisch y-ositive, staatserhaltende Aufbauarbeit geleistet orb, wenn ihm die Parteien die Hände frei g.cben. Und in dem Zusammenfinden der ihrer o«)litischen Einstellung nach immerhin recht verschiedenen Persönlichkeiten zu gesunderRealpolitik mnter Verzicht auf parteidogmatische Doktrinen tnnb ideologischer Spitzfindigkeit, liegt die beste . Gewähr für eine ruhige Fortentwicklung zu einem parlamentarischen Zusammenfchluh d«er Parteien, die heute nur gewillt sind, Herrn Luthers Kabinett zu „billigen" und sich im ’ (übrigen abwartend zu verhalten. Denn daS ist lDeisellos der schwache Punkt dieses sog. über- pMrteilid)cn Kabinetts, daß die Parteien, auf bereu Mitwirkung int Parlament es wesentlich R amfouinit. sich durch ihre „Verbindungsleute" keineswegs an das Kabinett gebunden fühlen, Indern ihm kühl bis ans Herz hinan gegenüber- j ‘Sehen. Andererseits gibt ihm gerade die verzweifelte Art seines Zustandekomn'.cns die einzige, aber Luch die größte Sicherheit für seine Existenz. Das Kabinett Luther in dieser Form ist eben zur Zeit die einzig mögliche Lösung der Krisis, irachdem das Zentrum sich weder für die Rückkehr pir Weimarer Koalition noch für den Anschluß Ml eine Rechtsregierung entschließen konnte. Die Partei, die cs unternehmen wollte, das Kabinett Luther zu stürzen, würde sich mit der Verantwortung für die Reubildung der Regierung bc= leben, die parlamentarisch nur ein Linkskabinett 'ein tonnte, für das sich in der augenblicklichen Lage im Reichstag keine Mehrheit fände. Eine ittue Krisis würde unter diesen ümkänben eine Parlaments-, ja eine Verfassungskrisis b (beuten, die den Staat in seinen Grundfesten erschüttern müßte. Zweifellos bas wichtigste Ergebnis der Krisis äip die Einbeziehung der Deutsch na- :-tonalen Dolkspartei in die Regierung. Damit werden endlich die großen Kreise des deutschen Volkes zur posttiven Mitarbeit am Staate f edergewonnen, die die Rovemberrevolution txä Zahres 1918 und mehr rnxh die verbohrt einseitige Politik eines Wirth in die Opposition || "ieß. 3n einem Augenblick, wo die Qlbtragiing i'er im Dawes-Gutachten übernommenen Ver- -slichtungen im Mittelpunkt unserer gesamten 'uZolitik steht, ist die Mitwirkung der hinter der , '-cutschnationalen Volkspartei stehenden Wirtschaftskräfte eine unbedingte Rotwendigkeit. Außenpolitisch bedeutet die Einbeziehung der Keutschnattonalen e:ne außerordentliche Stär- hmg der nationalen Abwehrfront, die die neue ' hsregicrung in ihrem Kampf um unser Recht ; ! u J dem Versailler Vertrag d.ingend benötigt. Die letzte Regierungskrisis war eine Krise s«s Zentrums und die „Löswrg Luch«" pe- Neue Schwierigkeiten. I Der Kamps um die freien Ministerien. — Die Regierungserklärung aus Montag vertagt. Berlin, 16. Jan. (Wolff.)Die für die heutige RelchstagSsihung vorgesehene Abgabe einer Erklärung der neuen Reichsregierung ist auf Montag abend 6 Ahr vertagt worden, da unerwarteterweise die Verhandlungen über die Defehuln wichtiger M.nisterien, insbesondere des Reichssinan»» und des Reichsjustizministeriums, noch nicht abgeschlossen werden konnten. Das Reichskabinett hielt um 4 Ahr nachmittags seine erste Beratung ab. in der die Regierungserklärung fest gelegt worden ist. Wie der „Tag" bemerkt, soll die Erklärung ganz kurz sein und die Ausgaben des Kabinetts in den kommenden Monaten nur an» deuten. Sie wird vor allem die Bedeutung de: auhenpolitifchen Ausgaben und damit die Rotwendigkelt unterstreichen, ein, wenn auch unvollständiges und nicht als Koalitionsministe'' rium an'prechendes Kabinett zu präsentieren, um außenpolitisch wieder arbeitsfähig zu werden. Weiter dürfte der neue Reichskanzler betonen, daß er trotz aller Widerstände, die sich ihm bei der Besetzung seines Kabinetts ihm ent- gcgengestellt haben, eine vertrauensvolle Mitwirkung aller Doliskreife erwartet, und er wird die Bitte aussprechen, das Kabinett erst nach seinen Taten zu beurteilen. Er werde sich ehrlich bemühen, den Frieden zu bewahren. 3n der Debatte dürfte auch der Reichsauhenminister Dr. Strese- mann zu der Kölner Frage, die übrigens auch in der Regierungserklärung natürlich eine geeignete Anterstreichung erfährt, das Wort ergreifen. Zu der Verschiebung der Regierungserklärung auf Montag metben die Blätter, bah Reichskanzler Dr. Luther dem früheren sächsischen Finanzmimster Reinhold bas Reichs- f i n a n z m in i st e r i u m angeboten habe. Die Berufung Reinholds, der Demokrat ist, sei jedoch an dem Widerstand der demokratischen Fraktion gescheitert. DaL .Berliner Tagebl." will wissen, daß Dr. Luther nunmehr beabsichtigt, den Ministerialdireltor im Reichsfinanzministerium P 0 pih an die Spitze des Ministeriums zu stellen. Mehrere Blätter verzeichnen Gerüchte, wonach nicht nur personelle Schwierigkeiten, seadern auch sachlicheDiffe- renzen über ben Inhalt der Regierungserklärung, insbesondere in der A r. f w e r t u n g s -- frage zu der Vertagung geführt hätten. Wie die Telegraphenunion von amtlicher Seite erfährt, hat die Verschiebung der Regierungserklärung ihren Grund in der Tatsache, daß Br. Luther, der ja bereits aus seiner Praxis als ein sehr vorsichtiger Politiker bekannt ist, mit feiner Reg erungserklärunz erst vor das Parlament treten will, wenn er iricht nur durch das jetzige Rumpf:abinett. sondern durch bas vollständige Kabinett gedeckt ist. Die Verhandlungen über die Besetzung der noch ausstehenden Posten sind noch im Gange. Der für das Justizministerium in Aussicht genommene Oberlaiw »Gerichtspräsident Schuhmacher hat die Kandidatur abgelehnt. Das Ministerium wird vorläufig der Staatssekretär Joel leiten. Der Reichspräsident hat ferner den Ministerialdirektor Dr. Kempner zwn Staatssekretär in der Reichskanzlei, den Ministerialrat Dr. Otto Kiep zum Mimstenal- direktor und Leiter der Presseabtei-- l u n g bei der Reichsregierung ernannt.. Reichskanzler Luther stattete dem bisherigen Reichskanzler Marx und dem Reichstagspräsidenten L ö b e einen Besuch ab. Die Redner der Parteien für die große politische Aussprache, die am Sonnabend ihren Anfang nimmt, sind noch nicht endgültig bestimmt. Für die Sozialdemokraten werden die Abgeordneten Dreitscheid und Hermann Müller sprechen, für die Deutschnationalen voraussichtlich Graf Westarp und H e r g t Die Deutsche Dolkspartei wird Dr. Scholz vorschicken, die Demokraten ben Abg. K 0 ch- Weser. Das Zentrum hat noch keine Entscheidung getroffen. Des Reichspräsidenten Dank an Dr. Marx. Berlin, 16. Jan. lWolff.) Der Reichspräsident richtete an den ehemaligen Reichskanzler Dr. Marx folgendes Schreiben: ..Hochverehrter Herr Reichskanzler! Mit aufrichtigem Bedauern habe ich in Genehmigung deutet eine Riederlage des Zentrums, insofern seine krampfhaften Bemühungen, an der Mitte festzuhalten, zu einem Mißerfolg geführt haben. Das Zentrum, das seit der Revolution das Heft in den Händen hatte, die Partei, ohne die bislang eine Regierung undenkbar schien, wird sich in Zukunft mit einer wesentlich bescheideneren Stellung begnügen müssen. Die Rolle des Mittlers ist schon an neuen Kabinett vom Zentrum auf die Deutsche Dolkspartei übergegangen, die zw.schen rechts und links toirb ausgleichen müssen und den geraden Kurs gewährleisten w.rd. Die Haltung der Demokraten ist noch einigermaßen undurchsichtig. Ganz so ablehnerid. wie es die Darstellungen linksdemokratischer Groh- stadtblätter wahr haben wollen, scheint die demo- tratische Reichstagsfraktton doch dem Kabmett Luther nicht gegenüberzustehen. Herr Dr. G e h - fcer, der sich erfreulicherweise auch der neuen Ohres Abschiedsgesuches mit dem beifolgenden Erlasse Sie von dem Amte des Reichskanzlers entbunden. Sai Oahr, während dessen Sie die Regierung des Reiches geleitet haben, war eine Zeit ernster wirtschaftlicher und politischer Krisen und harter sorgenvoller Arbeit. Aber diese Arbeit war nicht vergeblich. Sie brachte unserem Dolle auf seinem Leidenswege zum erstenmal Be kräng und Erfolge auf wirtscha tlichem wie politischem Gebiete. Wie ich Ihnen schon am Reujahrstage zum Ausdruck bringen konnte, haben Sie, Herr Reichskanzler, reichen Anteil an den erreichten Fortschritten. Mit ruhiger und sicherer Hand, gestutzt auf reiche politische Erfahrung und unter Einsehen Ihrer ganzen lauteren Persönlichkeit, haben Sie die Geschäfte des Reiches so geführt, daß Sie sich Anspruch auf den Dan51)es gesamten deutschen Dolles erwarben. Ich weih, daß Ihre schlichte Wesensart äußere Ehrungen und Dankesbeweise adlehnt und sich mit dem Gefühl der für das Dalerlqnd getanen Pflicht begnügt; es ist mir aber dennoch ein aufrichtiges Bedürfnis, Ihnen namens des Reiches für alles zu danken, was Sie in dieser Zeit geleistet und erreicht haben, und Sie zu bitten, stets meiner herzlichsten Wünsche versichert zu fein. Mit dem Ausdruck meiner ausgezeichnetesten Hochschähung bin ich Ihr sehr ergebener Eber t." Auch der bisherige Dizekanzler und Reichs- miniftcr des Innern, Dr. Jarres, und der ebenfalls auslcheidende Reichswirtschaftsminister Hamm erhielte:, warm gehaltene Dankschreiben des Reichspräsidenten. Noch keine Regierungserklärung im Reichstag. Berlin, 16. Ian. (T. A.) Die Tribünen und die Diplomatenloge sind in Erwartung der inzwischen abgesagten Regierungserklärung überfüllt. Präj. Löve eröffnet die Sitzung um 6.25 Ahr und teilt mit, da hder erste Punkt der Tagesordnung, die Entgegennahme einer Regierungserklärung, abgeseht werden müßte. (Große Anruhe bei den Kommunisten und Zwischenrufe des aus Wien wieder eingetroffenen kommunistischen Abg. Iwan Katz). Der Präsident erfiärt, daß der Reichskanzler ihn habe wissen lassen, daß seine Bemühungen um die Besetzung des Finanz- und Iustiz- ministeriums noch nicht zu Ende geführt werden konnten. Der Reichskanzler bat daher, die Regierungserklärung heute von der Tagesordnung abzusetzen und sie auf die Tagesordnung einer Sitzung zu bringen, die am M 0 n- tagnachmittag stattsinden soll. (Anruhe bei den Kommunisten und bei den Rationalsozialisten.) Abg. v. Gräfe (Rat.-Soz.) erklärt. Reichskanzler Dr. Luther solle dem Reichspräsidenten Vorschlägen, auf eine Regierungsbildung zu v c r- zichten, den Reichstag aufzulösen und R e u - wählen für eine Rationalversammlung auszuschreibcn, damit eine neue Der- fafiung geschaffen werden könne. (Heiterkeit.) Abg. Stoecker «Komm.) fordert sofortiges Eintreten in eine politische Aussprache. Er sei der Anschauung, daß man auch ohne Justiz- minister fertigwerden könne. (Zwischenruf: Das möchten sie wohl! Große Heit.erkeit.) Der Redner sagt dem neuen Kabinett schärfsten Kampf an. Der Antrag Stoecker wird gegen wenige Stimmen abgelehnt. Abg. Dittman n (Soz.) beantragt, die nächste Sitzung am Samstagnachmittag um 4 Ahr abzuhalten, um die erste Lesung des Gesetzentwurfes über ein Reichsschiedsamt vorzunehmen. Aus Dorfchlag der Abgg. Dr. Bell «Zentr.) und Schulz-Bromberg (Dnl.) wird der Gesetzentwurf sofort auf die Tagesordnung gesetzt, in erster Lesung erledigt und einem Ausschuß überwiesen. Das Haus vertagt sich bann. Zur hessischen Regierungsbildung. Darmstadt, 16. Ian. (WTB.s Zur hessischen Regierungsbildung hat heute die sozial- demokratische Fraktion beschlossen, den Antrag der Zentrumsfraktion zum Beitritt in die große Koalition abzulehnen. Das Zentrum wird sich in einer Sitzung am Montag mit der damit geschaffenen neuen Lage befassen. Regierung zur Verfügung gestellt hat, bestreitet jedenfalls auf das allerentschiedenste, ohne Fühlungnahme mit seiner Partei gehandelt zu haben. Die wenig schmeichelhaften Anzapfungen, die sich in letzter Zeit demokratisch - sozialistische Blätter vom Schlage der „Frankfurter Zeitung" gegen ihren Parteigenossen leisten, sprechen durchaus dafür, dah man in der Reichstagsfraktton über' manche Punkte wesentlich anders denkt als die von Verantwortung unbeschwerten Kritiker. So wird man mit einiger Ruhe der Regierungserklärung entgegensehen und die Stellungnahme der Parteien abwarten dürfen. Zu unliebsamen Aeberraschungen in letzter Stunde wird wohl angesichts der Dolksstimmung schwerlich eine Partei den Mut aufbringen, so dah das neue Kabinett, wenn erst das placet des Parlaments vorliegt, Mitte nächster Wvche an die Arbeit gehen ramu Ium 18. Januar. Von Dr. Richard Laqueur, 0. Professor der Geschichte. Der 18. Ianuav 1871 war ein Tag der Erfüllung! Dem Sehnen des deutschen Dolkes nach einem einheitlichen Reiche, der Erwartung, daß Friedrich Barbarossa aus dem Iang?n Schlafe erwachen und ein neues deutsches Kaisertum c. stehen möge, wurde nach langen Jahren schwersten Ringens endlich die Vollendung beschert. In wunderbarer Verkettung der Ereignisse war der Spiegelsaal im Schloß zu Versailles, von wo Frankreichs Könige einst die französ sche Politik auf die Eroberung des Rheins festgelegt haben, der Schauplatz der Reichsgründung und der Kaiserploklamation geworden. Gewiß halten vor- bem viele deutsche Patrioten eine andere 2tu» gestaltung des Reiches erträumt, aber sie alle haben sich doch letzten Endes hinter die Schöpfung Bismarcks gestellt, der alle Widerstände durch den mit dem glücklichen Kriegsverlauf verbundenen nationalen Aufschwung im deutschen Volke zu meistern verstand! Der Deutsche, den heute die Sch''itte nach Der sailles führen würden, könnte den errl:chen Saal nicht mehr mit den Gefühlen ehrfürchtiger . h. wir können sie als Phänomen beschreiben, aber in ihrem tiefsten Sinne nicht verstehen. Richt aus dem Wege einer «vernünftiaen" Verfassung, nicht durch eine mathematisch vollendete Wahlordnung wird unser Volk geeint und emporgehoben, sondern dadurch, dah die irrationalen, aber eben deshalb wirklichen Kräfte des Dolkserlebens ergriffen und ihnen Vollendung verhießen wird. Dieses dunkle Sehnen des deutschen Volkes, das auch durch Bismarcks Reichsgründung nicht erfüllt werden konnte, ist die Hoffnung, alle die, w^che deutschen Geistes sind, in einem großen Reiche zusammenzuschließen. Wir können alle großen Parteien befragen von der Linken bis zur Rechten, wir können uns aber auch an diejenigen wenden, welche sich müde von den Parteien und ihrem Streit abgewandt haben, sie alle sind tatsächlich geeint in dem einen grvßdeut« scheu Gedanken. Arbeiten wir auf dessen Erfüllung, so kämpfen wir auch im höheren Sinne für das Vermächtnis Bismarcks, der bei der damaligen Weltlage dem großdeutschen Sehnen feine Erfüllung zuteil werden lassen konnte. Hnö ist dies Ziel erreicht, dann wird auch der jetzige Kampf um Bismarcks Reich von selbst verftum-- men; denn es wird zu einer historis chen Größe geworden fein. Vis dahin aber erleben wir den 18. Januar in Ehrfurcht und Dankbarkeit, wir wenden den Blick zurück über das Versailles von 1919 hin- weg zu dem Versailles von 1871 und sehen vor uns die hehre Gestalt Kaiser Wilhelms I., auf dem die Ereignisse des 18. Januar als eine schwere Bürde lagen. Das was uni ihn geschah, entsprach nur zum Dell seinen Wünschen, und doch hat er dieses fein persönliches Wollen zurückgestellt, um dem Ganzen zu dienen. Möchte das deutsche Volk diesem edlen Vorbilde nach- eifern! kommunistischen Arbeiter der Verfolgung durch eine Rechtsregierung audliefcrn. Abg. Dr. Schmidt-Lichtenberg (Ztr.) erklärt, das Zentrum könne sich der von der Deutschen Dolkspartei gegebenen Auslegung des Ver- fassungsartikels 45 nicht anschließe n. Hieraus schlägt der Präsident die Vertagung bei- weiteren Aussprache auf Dienstag kommender Woche, 11 älhr vormittags, vor. DasbayerischeKonkordat Mit der am Donnerstag erfolgten Annahme des Konkordats durch den Bayerischen Landtag hat ein wochenlanger, überaus heftiger innenpolltischer Kampf, der auch über die Grenzen Bayerns hinausging, seinen Abschluß gesunden. Lieber die tatsächlichen A u s w i r t u n=> ge n dieses Vertrages mit dem Heiligen Stuhl kann natürlich jetzt noch nichts gesagt werden, Sahm betonte noch einmal, datz es sich hier nicht nur um die Briefkästen, sondern um den ganzen von Polen eingerichteten P o st b c t r i c b ihandelt. Er wies dabei erneut auf Ziffer 3 der Entscheidung des Oberkomncifsars vom 25. Mai 1922 hin, wonach der Verkehr des Post-, Teleg.aphcn- und Fernsprechbetriebes unmittelbar auf irgend- welchrn zwischen beiden Regierungen gemäß Artikels 150 deö Abkommens vom 24. Oktober 1921 vereinbarten Wegen von dem einen auf dem Danziger Gebiet gewählten Platz zu dem einen oder mehreren auf polnischem Gebiet gewählten Platz geführt werden muß und daß keine Post-, Telegraph- oder Fern'prechsendungrn oder Mitteilungen auf diesem Wege oder diesen Wegen angenommen ober ausgegcben werden dürfen. Dies bedeutet also das Verbot der polnischen Briefkasten und der polnischen Brief3 n Vorbereitung: Adreßbuch der Stadt Gießen 1925 mit GeschäftSVerzLichms und Anzeigen - Anhang Eine wirksame und andauernde Empsehlungs- gelegenheit für Handel, Industrie und Gewerbe Der preußische Verfassungskonflrkt. Die Erklärung des Ministerpräsidenten Brann.— Der nenc Kurs. Berlin, 16. Jan. Der Aeltestenrat des Preußischen Landtags beschloß heute, m die große politische Aussprache einzutreten, um sodann sich bis zum Dienstag zu vertagen. Am Mittwoch muß die Aussprache abgeschlossen fein. Die Abstimmung über die zur Erledigung stehenden Anträge wird voraussichtlich erst am Freitag nächster Woche erfolgen. Im Landtag wird die Erklärung des Ministerpräsidenten besprochen. Abg. Cb er le in (Komm.) begründet das kommunistische Mißtrauensvotum gegen die Regierung. Abg. Dr. v. Campe (Dt. Dp.) begründet hieraus den gleichfalls mit der Besprechung verbundenen Antrag der Deutschen Vollspartei: Da gemäß Art. 45 der preußischen Verfassung bei Beginn der Tagung eines neugewählten Landtages der Ministerpräsident neu zu wählen ist, bestimmt der Landtag: Der weiteren Tätigkeit des Ministeriums Braun fehlt die verfassungsmäßige Grundlage. Wir haben drei Jahre lang aus voller lleberxcugung die Politik der großen K o a I i t i o n getrieben, well wir den Ausbau 4 des neuen Staates nicht allein den Kräften überlassen wollten, die die Revolution gemacht Ihaben; wir wollen jetzt auch die aufbauen- 6 en Kräfte in der Deutschnationa len 'Volkspartei heranzichen (Unruhe und Ruse links: Aeuhaus!) und zweifeln nicht daran, daß sie sich auf den Boden der gegebenen Tatsachen stellen werden. (Gelächter links.) Wir werden auch bei der Besetzung der Aemter nur nach der Fähigkeit und Eignung fragen. Da werden wir freilich mit eisernem D'sen reinigen. Wir erwarten, daß der Ministerpräsident die Vertrauensfrage fttllen und sich nicht mit einem abgelehnten Mißt rauensvotum begnügen wird. (Beifall rechts. Zischen bei den Sozialdemokraten.) Ministerpräsident Braun wendet sich gegen die staatsrechtlichen Ausführungen des Abg. v. Campe. Der Verfassungskonslikt brauche nicht durch eine Reuwahl des Minister- riwns gelöst zu werden, sondern für die Entscheidung solcher Fragen ist der Staatsgerichtshof zuständig. S'lange der Landtag der Regierung nicht das Vertrauen entzogen hat solange hat sie das verfassungsmäßig notwendige Vertrauen des Dlkes. Der A,g. v. Campe gehl in seiner Beweisführung zu sehr von monarchisti- j schen Gesichtspunkten aus. (Gelächter rechts.) | Zwischen dem Landtag als dem Ausdruck des g Dollswlllens und dem Monarchen als dem zu- 5 fälligen Ergebnis eines natürlichen Evegnisses । besteht schließlich doch ein Unterschied. (Sehr . gut! links.) Der Ministerpräsident geht dann auf die Vorgänge in der Äunbgebung gegen die Weiterbesehung der Kölner Zone ein und versichert, ihm sei der Beschluß des Aeltestenrates ! nicht mttgctcilt worden. (D weg ung und Rufe: Wo ist Präsident Dartels?) Die Deutsche Dvllspartei hat die Koalitions- Politik mitgemacht, solange sie ohne die Sv- zialdemotratie nicht regieren tonnt.?. Jetzt, wo sie glaubt, die Sozialdemokratie nicht mehr nötig zu haben, will sie mit den Deutsch- nationalen zusammen regieren. Diese Schwenkung wird oorgenommen, obwohl durch die Abstoßung der Arbeiterschaft nach Herrn v. Campes Eingeständnis dadurch der- Krieg Aller geß?/- Alle heraufbeschworen wird. W.r wollen dielen Krieg nicht. Wenn wir auf unserem Posten bleiben, so handeln wir im Interesse unseres Landes und Volles. (Lebhafter Beifall in der Mitte.) Abg. Hirsch (Soz.) verurteilt das Vorgehen der Deutschen Dollspartei bei der Kundgebung gegen die weitere Besetzung der Kölner Zone. Die von der Deutschen Dol^Partei für ihre Störung der nationalen Kundgebung gegebene Begründung sei nicht ernst zu nehmen. Wenn sie j in Preußen keine Erklärung eines Ge 1 schäftsministeriums zulassen wollte, fo N setze sie sich in Gegensatz zu ihrem Parteimitglied, s Stresemann, der im Reichstag dieses Recht' für die in Demission befindliche Reichsregierung 1 ausdrücklich in Anspruch genommen habe Er | stellte sich auf den Boden des ®utad>teu8 des ] Justizministers und lehnt die Anträge der 1 Kommunisten und der Deutschen Dv l ks partei ab. Wenn die Kommunisten mit ihrem $ Antrag Erfolg hätten, dann würden sie selbst dic Viertelseittge Anzeige 25 Mark Halbseitige Anzeige.. 45 Mark Ganzseitige Anzeige.. 80 Mark Besondere Vorteile: Die Adressen der Anzeigenbesteller werden in sämtlichen Verzeichnissen des Adreßbuches otzne besondere Kosten durch ausfälligen Fettdruck und unter Hinweis auf ihre Anzeigen hervorgehoben; außerdem erfolgt die kostenlose Einfügung unter zwei Gruppen des Geschäfts- Verzeichnisses. Diese Vorteile find nur den Anzeigenbestellern Vorbehalten. Bestellungen nimmt entgegen Vrühl'sche Universitäts-Buch- u. Ltsindruckrerei R. Lange Adreßbuchoerlag Schulstraße 7 Fernsprecher 51 sie werden sich in finanzieller und kultureller Hinsicht erst nach dem Ablauf einer Reihe von Monaten bemerkbar machen. Die bayerische Regierung hätte eine Mehrheit int Landtag sicherlich nicht gefunden, wenn nicht zu gleicher Zeit von ihr ein ähnlicher Vertrag mit der evangelischen bayerischen Landeskirche ausgearbeitet worden wäre. Allgemein legt man die Annahme des Konkordats als einen Erfolg des Vertreters des Vatikans bei der bayerischen Regierung, des Runtius Pacelli, aus, der in der nächsten Zeit übrigens München verläßt und nach Berlin übersiedelt. Danzigs RechtsstandpunKL. Ei»e Rede des SenatSpräfidenten Dr. Lahm. Genf, 16. Jan. (Wolff.) DaS Vorgehen der polnischen Regierung gegen Danzig und vor allem die drohenden Aeuherungrn in der Rede des Ministers Thugutt und die heftige Sprache der polnischen Presse gegen den Völkerbundskommissar haben den Kreisen des Völkerbundssekretariats beträchtliches Befremden hervvrgerufen. Obgleich man sich der größten Zurückhaltung in der Beurteilung der Vorgänge befleißigt, ist man sich über den Ernst der Lage klar, steht aber auf dem Standpunkt, daß das Döllerbundssekretariat zu den Ereignissen nicht Stellung zu nehmen habe, da die erste Instanz, die vorläufig allem zuständig ist, der Völkerbundsrat sei. Richtsdestoweniger verfolgt man im Völkerbundssekretariat, wo man laufend informiert wird, die Frage mit großer Aufmerksamkeit. Ebenso ist auch der Direktor der Verwaltungsabteilung des Sekretariats, C o l - ba n. dem die Danziger Fragen unterstehen, und der sich in diesen Tagen in Warschau aufhielt, auf Einladung des Vollerbundskom- missars in Danzig eingetroffen, um sich persönlich über den Konflikt zu informieren. Die Angelegenheit wird zweifellos e'n wichtiger Der- Handlungsgegenstand der Märztaiunq des Döller-- lundsrals werden. Das bei aller Festigkeit besonnene und ruhige Auftreten der Danziger Regierung machte in Genf bisher einen guten Eindruck. Im Danziger Volkstag gab gelegentlich der Einbringung des Haushaltsplanes Senatspräsident Dr. Sahm eine zusammenfassende Darlegung der auswärtigen Politik der freien Stadt Danzig. Sahm kam auf die Frage zu sprechen, die zur Zeit die Gemüter der Bevölkerung Danzigs gewaltig erregt hatte und noch erregt, nämlich die Frage der Einrichtung eines polnischen Postdienstes in Danzig. Sahm wiederholle die Erklärung des Senats, daß die Einrichtung des polnischen Poftdrenstes in Danzig innerhalb des Gesamtbereiches der Stadt in Widerspruch steht zu den bestehenden Vertragen und der rechtskräftigen Entscheidung des Oberkommiffars des Völkerbundes. träger. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, als ob die zum großen Teil unzweifelhaft in der polnischen Bevölkerung herrschende Erregung daraus zurückzusühren ist, dah dem polnischen Voll die eben angeführte Bestimmung der rechtslrästigen Entscheidung des Dölleibun- des nicht hinreichend bekannt cevorden ist. Der Senat wird sich in seiner ruhigen, besonnenen Haltung, welche ihren Ursprung in dem Glauben an das gute Recht und in dem Vertrauen zum Vällerbunde hat, auch nicht beirren lassen durch die kränkenden Aeußerungen, die der stellvertretende polnische Ministerpräsident Thugutt am Dienstag in feiner Rede getan hat. Dr. Sahm fuhr fort, es stehe dem Starken schlecht an, den Schwächeren, dem keine Machtmittel zur Verfügung stehen als das Vertrauen auf Gerechtigkeit, zu kränken. Es fei gerade kein Zeichen von Güte der eigenen Sache, wenn der Starke zu solchen Mitteln greife. Danzig könne nichts weiter tun, als vor dem Völlerbund dagegen Protest zu erheben. Der stellvertretende polnische Ministerpräsident habe davon gesprochen. daß diese Kleinigkeit, nämbch die Angelegenheit der Postkästen, eine Gin^e heil des großen Planes sei der ohne Wissen Polens und und zu seinem Schaden gefaßt worben sei. Das heiße jedoch, wirtlich die Dinge auf ben Kopf stellen. Sahm schloß seine Ausführungen mit folgenden Worten: Sie werden mir Recht geben, wenn ich davon spreche, was diese Dinge auf den Kopf stellen heißt. Es gewinnt doch immer mehr an Wahrscheinlichkeit, daß es sich nicht auf der Danziger Seite um die Einzelheit eines großen Planes handelte, sondern auf bet polnischen Seite, welches zur Erreichung ihres Zieles Danzig mit einem Heer polnischer Beamten durchdringen will. Der polnischen Eifenbahnbirektion folgt jetzt die polnische P o st d i r e k t i o n, wodurch immer mehr die Souveränitätsrechte des Staates angetastet werden. Dieser Grundgedanke kommt darin klar zum Ausdruck, daß jetzt zum ersten Male von offizieller polnischer Seite das Protektorat Polens über die freie Stadt in Anspruch genommen wird. -Der Volks- tag unb der Senat lehnt dieses Protektorat entschieden ab, denn es findet in dem Vertrag von Versailles keine Stütze. Aach diesem Vertrage steht Danzig allein unter dem Schuh des Dbl- kerbunbes. Die Stadt Danzig vertraut darauf, daß ber Völlerbund und in erster Linie der Oberkommisfar des Völkerbundes die freie Stabt in Schuh nehmen wirb gegen Angriffe, welche sich gegen ihre Selbständigkeit und ihre politische unb wirt- ichastliche Freiheit richten. Es handelt sich nach der Wendung, die die Dinge jetzt genommen haben, nicht nur um einen Kampf Polens gegen Danzig, sondern um noch viel mehr, um einen Kamps Polens gegen des Oberkvm- missar des Völlerbundes selbst. Danzig vertraut auf die Autorität des Völkerbundes und den Gerechtigkeitssinn der Miigüedstaaten, die den Schuh der Kleinen und Schwachen auf ihr im 80. Gieße Die Bi 2 Uhr Gott de bebe m mutter, N; schlief mutter, Fra jach lau Leiden aWVfi Lieh, c Dießem i'urS Uf w L c ic * MK .V.'-'y'V "'M: i Ätir ^7.roh Aus Ar SW schon öS Abrede, dah.dar habe Ser W. bestimmt, aus ste Momotivstchrer c fianal, sondern a He SinM m Jem lviderspl Signalanlage. 5« Döftenö. W ftrirfi, die schved daß der Sezmbe wärmste De? Jahre IT® gevri land gegeMll weit mehr an t erinnert, ist in liens streng' bimgen, die o troffen sind, ist < strenger Winter lies „Scrliner 5 bische Wüste mm mehreren < Irrung, die Tierl unter der Käste Sin nein Sic Stadtv! singfvrs nahm . zum Bau eine# i her co. 10 MiKo Nr Tttilbekemlt 3n diejm Ja Lludenlrusch einem früheren 1 Panier geschrieben haben. Danztg t>ertraut auf bas Recht unb die Gerechtigkeit. Die ruhig und sachlich gehaltene Rede bes Senatspräsidenten hinterließ im Volkstag einen tiefen Eindruck und würbe am Schluffe mit lebhaftem Beifall auf allen Seiten, mit Ausnahme der Polen, ausgenommen. Polen fordert die Abberufung Mae Donncls. Die Warschauer Presse meldet, daß die pol» nischen Minister in Gesprächen mit dem englischen Gesandten und ben Vertretern ber übrigen Ententemächte die Ab beruf ung des Danziger Dölkerbundkommisfars Mac Donnell gefordert haben. Die deutsch-französische Zollkrisis. Neue Schw eriqkciLen in den Pariser Wlrtfchaftsverhaudlungcn. Paris, 17. Jan. (LH.) Die ^eutsch-fran» tzösischen Wirtschaftsverhandlungen sind auf einem überaus kritischen Punkte angelegt Die französische Delegation mit Handelsminster Ray- naldi an der Spitze lehnte die von deutscher Seite vorgestern überreichten Vorschläge grund- sätzlich a b und erklärte, dah sie sich von ihrem zuletzt eingenommenen Standpunkt nicht entfernen könne. Danach wird Deutschland für eine lange älebergangszell, wahrscheinlich bis 1. Dezember bs. Js., in den französischen Zollsätzen unterschiedlich behandelt. Auf deutscher Seite wird dagegen geltend gemacht daß sich beide Parteien im ersten Stadium der Verhandlungen und namentlich in dem gemeinsam unterschriebenen Protokoll vom 12. Dezember v. Js. die gegenseitige Meistbegünsti- g ung oder zum mindesten eine der Meistbegünstigung nahe kommende Zollbehandlung zuge- sichert haben. Die französischen Vertreter erllä- ren jedoch, auf Grund ihrer Gesetzgebung dieses Versprechen zum mindesten für eine tangere älebcrgangszeit nicht halten zu können. Zum Schluß der gestrigen Aussprache ecfläctc Staatssekretär Trendekenburg, er müssche erst mit der neuen Regierung in Berlin m Fühlung treten, ehe er sich bindend äußern könne. Es wurde eine neue Zusammenkunft vorläufig nicht festgesetzt Die Blätter äußern sich über den AuSgang der Besprechungen wieder sehr hoffnungslos unb rechnen mit ei.rem nunmehr unvermeidba en Abbruch. Vom der gestrigen Sitzung geben die Morgenblätter übereinstimmend folgende Darstellung- Die französischen Llnterhändler seien ben deutschen bis an die äußerste Grenze mit Konzessionen entgegengekommen. Eine Einigung konnte nicht mehr erzielt werden, well die deutsche Delegation auf Grund des von französischer Seite bis zum 1.12. d. I. vovgeschlagene provisorische Abkommen die Einräumung des sranzöfi fchen Minbefttarifes für sämtliche deutsche Ausfuhrartikel beansprucht unter Vetcmuag ihres Wunsches, die Einräumung des Minbefttarifes auch gelegentlich der Erweiterung der getroffenen Abmachungen zu einem endgültigen H an d el s ve r t ra g aus rechtzuerhalten. Eine Annahme dieses Vorschlages würbe, wie das „Journal" hervorhebt, zur Erdrosselung gewisser französischer Industriezweige führen, die seit dem Kriege ihre frühere Selbständigkeit noch nicht zurückerhalten haben. Rah- naldi lehnte kategorisch ab und wieS aus die bedeutenden Konzessionen hin, die die französische Delegation seit drei Monaten zur Vermeidung des Wirtschaftskrieges ständig angeboten hat. Andererseits erklärt sich die deutsche Delegation damit einverstanden, gewisse elsaß-lothringische Kontingente nach Deutschland zuzulassen, unter der Voraussetzung jedoch, daß leine dritte Macht Einspruch erhebt. Mussolinis Kammersteg. Die Wahlrecht^vorlage. — Ucberwäl trgendes Vertrauensvotum für Mufsolini. Rom, 17. Jan. (LU.) In ber geftrtgen Kammersihung, an der Mussolini, sämtliche Minister und Sinterfl aatdf etretärc tellnahmen, herrschte von Anfang an eine höchst erregte Stimmung, als die Redner beider Richtungen für oder gegen die Regierung Partei nahmen. Einige Augenblicke schien es zu Tätlichkeiten kommen zu wollen.. Faszistische Abgeordnete drängten nach den Bänken ber Opposition, umringten Giolitti, ber seine sonst unerschütterliche Ruhe verlor und den Saal verlassen wollte. Mit Mühe konnte der PräsibeM die Ruh< wiel>orherstellen. Unter lautloser Stille wurde die Tagesordnurrg ber Opposition verlesen. Orlando ergriff zur Begründung bas Wort. Gr führte aus, daß die heutige Politik ber Regierung die Freiheit der Presse und der Versammlungen unterbinde unb daher die für ben Wahlkampf notwendige Freiherr nicht gewährleisten könne. Da deshalb Die Wahlen ein falsches DUb dov der Stimmung im Lande ergeben worden, mufft die Opposition aus politischen Erwägungen gegen die Wahlrechtsvorlage stimmen. Orlando sprach frei und lebhaft und erregte einen Entrüfttmgssturm bet den fasztstrfchen Ab, geordneten, die ihm eine schwächliche Außen' politii als Ministerpräsident unb feinen Verzicht auf Fiume vorwarfen. Während der Tumulte erschien, lebhaft begrüßt Der Finanzminister ©tefani. Stefani berichtete über ben Verlauf der Pariser Kon- ferenz, die die notwendige Unita creditorum bergcftclü habe unb auf der die italienischen Interessen tatkräftig und erfolgreich gewahrt worden seien. Seine Darlegungen wurden von ber Kammer mit großer Genugtuung ausgenommen. Aach ihm verteidigte der Innenminister Fc- berzoni die Presfepolitik der Regierung und vertrat die Ansicht, baß die Regierung die wirkliche Freiheit, die nicht bas Land benachteilige. achte, unb so würben bie Wahlen die bie Regierung ohne formale Debenkeu durchführen werde, ber Ausdruck des gefunden Elements im Lande sein. Die sehr geschickte Rede Federzonis erntete stürmischen Beifall, ber sich rn eine Kundgebung für das Heer verwandelte. Im weiteren Verlauf der Debatte ergriff G olitti das Wort und begründete -sein Dein bei der . kommenden Abstimmung abgesehen von den Grün» Stimmen angenommen. i»3 nicht sondern* Die trauernden Hinterbliebenen Wetzlar, den 15. Januar 1925 Gießen (Hammstraße), 2 Uhr nachmittags, statt 0507 0502 Vermiptnngen 0H3 Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag um 3 Uhr statt __ i Die Beerdigung findet 2 Uhr nachmittags, auf am Montag, dem 19. Januar, dem Neuen Friedhof statt aut dem Drachenfeks cmc Feier veranpi-. len. die ein Drougelöbtns zum Reich und zrnn Rhein darstellt. Aus aller Welt. Die Schuldfraqe von Herne. nonatlid) 70 u. wöchenMch 25 Pf. und ein Enkelkind. Lieh, den 16. Januar 1925. Münchholzhausen, Krofdorf, Nauborn, den 15. Januar 1925. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 18. Januar 1925, Tabletten In olleu Apochektn u. Ihrgerltn erfcdlKM’ für Farmer Foortskule/ Raucher eventuell auch Verpflegung. Schriftl. Angeb. unter 0531 an d. Gieh. Anz. Signalanlage. Frost hi Südeuropa Während, wie auS Stockholm berichtet h>crb. die schwedischen Meteorologen Mitteilen. der Dezember 1924 für Schweden der »ärmste Dezembermonat feit dem 3ibre 1789 gewesen sei, und auch in Deutsch- ZI u n b gegenwärtig eine Witterung herrscht, die L Leit mehr an den Aorll als an den Januar rinnert. ist in verschiedenen Gegenden Italiens strenge Kälte aufgetve'-cn. Rach Meldungen, die auS Mesopotamien etnge» troffen sind, ist auch über Arabien ein ungewohnt strenger Winter hereingebrochen. E.ner Meldung Hk- .'Berliner Dageblatts" zufolge ist die ara = bIsche WLft-e von einer Schneeschicht twn mehreren Zentimetern bedeckt. Die Bevöl- ferung, die Tierwelt und die Pflanzenwelt haben unter der Kälte fdjtoer zu leiden. Sin neuer Hafen in HelstngforS. Die Stadtverordnetenversammlung in Hel- gfingforä nahm den Vorschlag bees Magistrats um Bau einest neuen Hafen in Helsingsors an, i-cr cxl 10 Millionen Kronen kosten soll. ®te Treubekenntnis der Donner Studenten. 3n diesem Jahr wird die gesamte Donner Studentenschaft der beiden Hochschulen, •inem früheren Brauche folgend, am 18. Januar ■ ..ffS Ml" ■ Möbl. Zimmer an Dauermierer ;u vermieten 0519 Vleitvstraste I* L Kleines möbliert. Zimmer an rudigeb. anstand. Mädchen ». verm.»«, Kreuzviatt 6 III. Statt jeder besonderen Anzeige. Gott hat heute ganz unerwartet meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Meline Kutt geb. Leib im Altei- von 42 Jahren von allem Erdenleid befreit Im Namen der Trauernden: Karl Kutt, Hauptlehrer. Nach einem Leben treuester Pflichterfüllung entschlief sanft unsere liebe, herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Tante und Schwägerin Frau Karl Euler Witwe Elisabethe geb. Schwan im 80. Lebensjahre. I'.xiNtenr. oder hohn-; Nebeneink. dch.Priv.-Versand- jzi-sch., Heimarb.. Vcrtrctg.etc.Ganz n eueWege. Gratis- brosch. Kr. Lk von A dr.Sehle6lackl54 InBelflalberg, ' Hanpt eÄnverdienst Versand- und 2?cr- triebe'teste errichtet allerorlE. Tsteri P. Y. 1126 an Ale- 3«senxtela&Vegler Frei Klart I*oA ” €>all)?rftfiöter MWnstbrik sucht gut etngefiihrr. " Die 2ndr§Kiffern. Die auf den 14. Januar berechnete Grohhandelsindr-r-ifsc^ ist gegenüber dem Stande vom 7. 3'aitutDr (137,1) um 13 v. H. auf 138,9 gestiegen. Die Reichs- inde>8':ffer für die lrebcnshaltungskosten für beit 14. 3-amiar ist gegenüber der Vorwoche (123,8) mit 124.0 nahezu nnveräirdert geblieben. vu Ein neuer Reklameschwindel, von dem auch hiesige GesäKstsleute betroffen wurden, hat sich jetzt herausgestellt. 3m Eep-- iember tt. 3s. besuchte ein angeblicher Vertreter von Rudolf Mosse, Veriagsanstalt Erfurt, hiesige Geschäftsunternehmungen ti»2cte Erlangung von Anzeigen für ein Abrestbuch des KreiseS Giestetz und für Wetzlar. Dabet wurden entsprechende Vorschußzahlungen verlangt und merkwürdigerweise auch bezahlt. Die Quittungen wurden unter dem Ramen H. Günther er- Osterlen unter S.B. 100 a. Rudolf Mvne, Dnnoneen- Erped.,Halberstadt erbeten. fliess Wärterin z. t Fsbr. ges. i^D Provinztinl Pssegcanstalt. Todes-Anzeige. AP en Verwandten. Freunden und Bekannten die Bchmerzücbe Mitteilanc, daß imser.- einzigc. innigstgeliebtes Töchterchen und Enkelkind Erna nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 9' Monaten gestern nachmittag31« Lhr sanft entschlafen ist. — Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Braun IV. u. Fran FamVIe Heinrich Urann IL Familie Wilhelm Erb IL nebst allen Angehörigen. Daubringen, den Ist Januar 1925. nie Beerdigung findet Sonntag, den IS. Januar, Die beeraigu^^,^^ 4 6latt. Aus Stadt und Land. G ich en, 1Z. Januar 1925. Die Familiendroschke. Heute gibt es gar nicht mehr diese mächtigen Körbe non Kinderwagen, in denen zur Rot auch etn Erwachsener Platz hatte. Sie waren von einer bauchigen Geräumigkeit, als habe Vater sie erst mal zur Probe ausgeweitct. Wenn sich zwei von diesen praktischen DKöbcln auf dem Bürgersteig begegneten, bestand immer die Oc- fahr eines w t»5 LÄZU Uld threr “ mindesten für M hallen zu ™ Aussprache eettärte 6lZ nbürg, er mülfche erst mit m Berlin in M. 'l$ bindend äubecn könne » oufammentunfi Dorläufig Wohnungstausch) Ich tausche metne mob. Sim.- Wobu. mit Bad, Balkon, elektr. Licht, 2«eUer,gr.Speicher. eml. MädchenL. geg ah»! 5- od. K-Srm.- jyobnun». [0471 ©übnemann, Schiöeob. Weg 49 5>^hnnätteutin2?sEr. <)ctt Orlandos auch damit, dah bte MMchran- ita der Freiheit auf allen Gebieten der bürger- i±en 'Betätigung eine starke Srregung in den Veiten Massen Hervorrufen muffe, die umso ge- , hrUcher fein könne, als der Lrfolg der Wahlen Regierung ein unschädliches Dentrl )«rs chlie sten und leicht 9003 andere d r m e n annehmen tonne. Die Verantwortung L, tiefe Möglichkeit könne er durch Zustimmung ne Wahlrechtsvorlage nicht übernehmen. So derbe er trotz seiner grundsätzlichen Zustimmung Mehrheitswahlrecht dagegen stimmen Men. Die Kammerdebatte wurde dann ge- iLkosfen. Mussolini hat nicht gebrochen. ■Clgemcin peinlich berührte daL 5ctnbieten äalcnöifl«, der sich mit Ll,wahl«ykett : iischuldigte, trotzdem er nach Vereinbarung mtt k)iolitti und Orlando auch gegen bte ac« kbierunfl sprechen wollte. Die Sitzung wurde fhuf kurze Zeit unterbrochen. Man erwartet, oast BEie namentliche Abstimmung jebenfalte bte An- der Wahlrechtsvorlage bringen wird. Die Lagesordnung Farinacci und damit tie Vertrauensfrage wurde mit 307 gegen L^rnottzen. ^agcifalenbcr für Samstag. Artillerieverein. 8 lli>r Lurnhalle Oswalds-' garten: Winterfest. — Radiahrer-Verein .. Fortuna-: 81 _■ Ubr Monatsversammlung. — Lichtspielhaus. Dahnbofstraste: „Zwilchen Abend und Morgen". — Alwria-Lichtspiele: ^Vvulevard- blut". — Palast-Lichtspiele: ^Die entfesselte Menschheit". — Tagcskalender für Sonntag. Deulsthe VoUspartei und Deutschnationale Volks- Partei: 11 ilbr vorm.. Stadtl Heater. Reichs- gründungsfeier. — Stadttheater 3* : übr ..Mein Vetter Eduard": 712 ilbr ..Wilhelm 5dl“. — Drud.'rschafl des ,.3ung>eutfd>cn Ordens": 7 LIHt Durnhalle Oswalbsgarten Reichsaründtntgsfeier. — Wartburgverein: 8 Ußr L.chtbilderabend im Mavlussackl. — Deutsch-Oesterreichifcher Alpen- verein: Wanderung. — Lichtspielhäuser tote Santstag. — Aus d em Stadtt heaterb urcau wird uns geschrieben: Es sei auch an btefer Stelle auf die Aufführung von Schillers ^Wilhelm Teil“ am morgigen Sonntag, abends 71 Uhr, brngetoiefax. Unter der Spielleitung des Intendanten werden sich unter Verwendung von Vorder- und Hinterbühne die 13 Bilder in etwa 21 '■> Stunden abspielen: auch in ]cbcr anderen Hinsicht ist die Reueinstudierung auf das sorgfältigste vorbereitet. — Der Gustav-Abolf-Derein, dessen grohes Fest im Herbst in Diesten statt- findet, veranstaltet heute abenb einen Lichtbilder- vvrtrag in der Stadtkirche. der in die Arbett des Vustav-Abvlf-Dereins ein führt, besonders auch von seiner groben Bedeutung für bas Ausland- Leutschlanb einen tiefen Eindruck geben wird. Lläheres im heutigen Anzeigenteil. — Volkshochschule Diesten. Wir möchten an dieser Stelle noch einmal darauf Hinweisen, daß beute. Samstag, abends 81 1 älhr, I im groben Hörsaal der Hniheriität ein Ricarda- Huch-21bend mit Vortrag von Illniversitätspoo- sesfor Dr. K 0 rsf -Diesten und Rezitation von Fräulein Meline Müller- Wetzlar stattfmdet. (Siehe Anzeige.) — 3 m Obst- und Garten dauverein spricht heute abenb bei Hopfeld Gartaninspektor Renksch von der Obstbauschule in Friedberg über „Beerenobst". Da der Redner vielen Obst- unb Gartensreunben als e n erfahrener Fachmann bekannt dürste der Besuch dieser Versammlung zu empfehlen fein. Wctter»orc»u->saqe. Südliche bis westliche Winde, tagsüber meist bedeckt, milder, Reizung zu Rieberschlägen. lern sich über dm Au-yang Dicber sehr hMmqkvr unb unmehr unbermeidde en 2 b- SeltiiQcn Sitzurrft geben die remftimmenb svigende Dar- höfischen Unterhändler seien an die äußerste Grenze mit .gengelommen. Eine Einigung erzielt werden, weil die bem-- s Gründ des von sran-ösischce 12. b. 3. vorgelchlagmc provi- n die Einräumung des Mindesilarises fü- Aussubrartikck beansprucht res Dünsches, die Einräumung i auch gckegentlich der Ervei Fernen Abmachungen zu einen Handelsvertrag au* t Annahme öicses Jockchlag« fournai" -ervorhebt, zur Sr- franzesischec IndusläeMigc n Stiege ihre frühere Mfc- )l znrüderhaltm haben. Aah- nfi ab unb Vies auf die be- itmen hin. die die sranzMch: td Mnaten zur Dcrineüung ivges ständig angeboten bat Ä sich die deutsche Sd^ahar en. gewisse elsah'l°lhttn° lgcnte nach DeutsA^ l£t Dorausseyung sedoch, M5 I Einspruch erhebt ^mmersieg. ^vorfage. — Urberöfll BrrtrauensvotnM Musiolm'. „ ( 511) In der »ssyyss >ic iE I*1™, Eu» ühge«»"* len. .Wfti w n Danken der ^^sMer. *sSS$Ä ■ää'55""' Dahle" W 9e9e* «rf» Ite 161 •■Sef*?* -n teilt tyte ganze Sache erweist sich jetzt alfl et», glatter Schwindel, mit dem die bekannte 2lr ■ zetgen"Dermittlungsstelle Rudolf Moste nicht d-ns Geringste zu tun bat. H Günther ist mzwischen in Düsseldorf verhaftet worden. SS wird den. Geschädigten empfohlen. Strafanzeige grgei ihr, zu erstatten bei dem Polizei^Präfidium Berlin Q 25. Dienststelle B ll 2 Abt. 4. Der Vorgang beweist erneut. Vast gegen die sablreidrr.i Re^tme-Agenten. die inuncr toiebrr von aut wärtS nach Giehen kommen und ihre Opfer suchen unb finden, die allergröstte Vorsicht am Platze ist. Eine einfache Rückfrage bei den one* eingesessenen unb allgemein bekannten Zeitmrgo- Unternehmungen bürltc in allen Fällen vor Schädigungen schützen. " Erwischte Fahrraddiebe. Seine Aufllärung fand her Eiiibruchsdiebstahl. der im Mai v. 3s. bei cinan hiesigen Fahrradhändler ausgefübrt wurde und wobei den Dieben drei komplette Herrenfahrräder in die Hände fielen. Als Diner wurden der Schloffer Rudolf Elbe r t aus Sossenheim. Hilfsarbeiter Theodor H 0 s mann unb Former Georg Schwab aus Ried a. M. ermittelt. r* Wichtig für Besucher deutscher Kriegergräber in Frankreich. ärmlicher Mitteilung sind die französischen ,(xr;: fuln in Deutschland angewiesen, für Rei'en zu in Besuch deutscher Kriegergräber in Frankreich nur bann ein Pastvisum zu erteilen, wenn her An tragfteller eine amtliche franzbsifchL Deschemi gung über die augenblickliche Lage des zu besuchenden Grabes vorlegt. Derartige Deschemi- gunqcn werden auf Antrag vom Aentralna.^ tocj'eamt für Kriegerverluste j.nb Kriegergräb.r in Spandau. Schmibt-5^nobelsdorsstraste, bei bv hierfür allein zuständigen französischen Stelle in Paris beschafft. "* Die Heimschaffung hcutftfci Gefallener. Zur Vermeidung von ilnan- nebmlid;feiten wird daraus aufmerksam gemocht, dast lic Heimschasfung deutscher Kriegerleichen aus dem Auslande nur nach vorherige' Genehmigung durch den in Frage TonunenDcr. Baab. Frankfnrt nm 3!ain ________gittoriaatlcc ü->a8D Biele alleinstehender gediegener Frau oder Fräulein, welche einfache 4- Zimmerwohnung in Tausch geben kann «Oft!* -m«'ä? Ä *°xnen Die von der Seneraldirektion der Deut- | e n Reichsbahn eingeleitete Unter» lidjung über die Ursache der Schulbsrage des ■■yruer Gifenbahnuaglücks ergab, dast der Lv- !vmotivsührer des v-Fuges das Haltesig- 11 al überfuhr. Gs ist festgestellt worden, i>atj auherordentlich dichter Rebel bas Wahr» cbmen des Signals erschwerte. Der Lokomotiv- -ilhrer unb der Heizer des V-Luges stellten tu Abrede, bah bas Signal auf Halt gestanden bebe. Der Heizer behauptet, bah das Vorsignal »eacciei ato. 1 ^stimmt aus freie Fahrt aeftanben habe. Der ietoebuna K Lokomotivführer gibt an. bah nicht nur bas Dor- r ebte 3 fifinal, sondern auch das Hauptsignal dem Zuge tortnrn Tm l-ie Ginfahrt In den Bahnhof freigegeben habe, tviderspricht jedoch der Befund der Ml. Dm Nahe DntinLof. »um 1. oder 15. ftebniöt gesucht. Lchrtftl Angebote unter 0466 an den Gteü An», erb. Einfach mbbtktL Zimmer für zwei Herren sofort au mieten ges. Astor weg 23 L - — Generalvertretung für Henscn-^'iMsan, He*«en-I>arniNtadt, Nordbaden und Unlerfranken Frankfurt am Main, Poetstraße 8a, Fernruf Jlatnsau 3408. 'W4^5- M •> :< > > 'M 1 ? zu verk. evtl, gegen leichten Einspänu.- Äuhwagen »tausch. Alten-Buserk Danbringer Str.19 M-EIW 30. XII. 24 K. H. War verreist, bitte nochmals Nach- richt. D. P. Honigkuchen. Leistungsfähige Svezialfabrik sucht ersten Vertreter nachiveiSlich bestens eingeführt bet Delikatessen-, Konfitüren - Geschäften. Konoitoreien und Bäckereien zum Verkauf von Qualitäts- Honigkuchen, Nürnberger Spezialitäten, Bonbon usw. 57133 Gute Berbienstmöglichketten. Angebot erster Kräfte mit Angabe B von Referenzen erbeten unter BÜ K. H. 3488 an Radelt 810886, Köln. Zefitriftigen auf Teilzahlung Altbewährte Fabrik lief, allo Größen in erstkluss. Ansführg, auch an Landwirte dir. zu bill. Preisen. Lieferung auf Probe bereitwilligst Anfragen erbeten an HERSO, Gießen 74. [583h | Vereine Braves, kinderliebes Mädchen nicht unter 17 Zähren, in einen besseren Srünberg,Hessen. MW Tüchtiger Schwein 0461 verkaufen 0527 Gelernte Former gesucht. 0425 Mtz-ökÜNtkk für erstklassige gröbere | Kaufgesuche | Reisender Fettes weingroßhan-lung gegen hohe Bezüge sofort gesucht Meister Empfehlungen gefacht. 598V Regierungöbau- nieiitcr Schneider Senckenbergstr. 11. Alte braune TausendMarll- scheine zu verk. Schr. Angeb. u. 0433 an bett Gieh. Anz. Durchaus tüchtiger, bei der Kundschaft Oberhessens bestens eingeführter Itanemlfflonsiaget Wie, Melle und ElemenKheiöeo zu verkamen [110D Schulstratze 7. Fahrrad zu verkaufen. Auch Tausch gegen fettes Besseres Mädchen 21 I., sucht Stellung zu älterem Ellevaar ob. einzelner Dame. Schrift!. Angeb. unt. 515 a. b. Gieh. An». Zwei Anzüge einNeberzielrer zu verkaufen 0501 Frankfurt.Str. 00. Drucksachen allerArt liefert in jeder gewünschten Ausstattung stilrein und preiswert die Brühl’eche Univ.-Druckerei. R. Lange. Altes Blei Bleiröhrem kauft Brühlsche Druckerei ll,D Schulstr. 7/a Schriftliche Angebote mit Lebenslauf und Zeugnisabschriften unter 446 D an den Gießener Anzeiger. RWl»M aller Art werd, billigst auSge- fübrt. Schr.Ang. unt. 0541 a. d. Gieh. An». 91ur befähigte Herren, die bei erster Privat- ktundschaft und Hotels usw. gut eingeführt sind, wollen schriftl. Angebote unt. 586 D an die Geschäftsstelle des Gieh. Anzeig, senden. Gelr. Herren- und Damenmäntel, Stiefel u. Schuhe zu verkaufen 0533 Kaiserall e 24 I. mit Wasserkraft und 3232 qm Gelände, in Oberhcssen, Bahnstation, geeignet fär industriellen Betrieb, zu verkaufen. Schiiftliche Angebote unter 559D an den Giessener Anzeiger erbeten. Für unseren Betrieb von ca. 25 bis 30 Mann (Dreherei, Schlosserei, Blech- bearbeitung,Metallgießerei) suchen wir Zum 15. März oder 1. April einen Zuverlässigen, selbständigen mit Werkzeug, findet einige Wochen Arbeit. Schriftliche Angeb. unt. 0494 an den Gieh Anz. erb. Tüchtiges Mädchen das perfekt kochen kann, in einen kl. Haushalt von vier Personell QcfurtiL Ort: Landstädtchen des Kreises Gienen: GefchäftShauöhall. Bedingung: fleihig und ehrlich. Lohn nach llebereintunft. Antritt sofort. Schr. An ieb. unt. 471c an beit Gies;. Anz. erb. Chauffeur nüchterner- sehr gut empfohlener, mehrjähriger Fahrer. der in Giehen wohnhaft ist, für Geschäftswagen sofort gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 4630 a. d. Gieh. Anz. Fleischräischerapparate Back-Kochherde Sparbacköfen sind die besten für den Hausgebrauch. Verl. Sie sofort nusf. Beschreibung von: Ofenfabrik Trltsfchler in Aschalienbarg, Bayern, und Kroalagan, Baden. LchliWWge FÄ-Wriü für t getr. Früchte, Tee u. Vanille sucht bei der einschlägigen Kundschaft gut f emgeführten Dber Generalvertreter, erste Ver- haufsbrast, von altangesehener, äußerst leistungsfähiger MM 8 P. 8., N. 8. U.. mit Bosch • Zün d licht an- agesucht r u. Bosch- Horn, mit IV. 8. U.- Seitenwaaen mit Verdeck, wenig gefahren, vorteilhaft abzugeben. 5991) Ernst Loh Cftbcim b.Butzbach. Haushalt nach Darmstadt sofort gesucht. Nähere Auskunft gibt: Zcicob Nepp U.,Grimberg, Subedöff. Lauf Mädchen od. Iran f. tagt. 2—3Stunden gesucht. Zu erfr. in der GeschäftSst. des Gieß. Anz. (0508 SrhtiiiL Wdilien für meinen Haush. «Kinder 2 u. 5 Jahre ßlt) gesucht. 0504 Frau Stndicnrat ft reutier, Bad-Raul,cim. ForfihauSstraße 5 I. Villa sofort beziehbar, zu verk. Schr. Ang. u. 0529 a. b. Giest. Anz. Tüchtiges, NeihigeS Mädchen auö guter Familie sofort gesucht. [M,o FrlluAoolyelecSonlk. yZeuen Baue 27. 2te tücht. Arbeiterin, gelnüit Offerten mit Lohn- anfprüchen an o&s? Kcau Ellese Baum Friedberg i. H. [ Verkäufe j Ein erstkl., 18 Mon. alter, >>ekör:er Simmentaler Gelbfcheck- M WsW ZüIfllriSsroWlülSlWg wird per 1. März gesucht: Selbständige Buchbalterin, auch in Stenogr. und Maschinenschr. selbständig, 1 Lehrmädchen für Bureau, 1 junger Mann, «.Packen erfahren, sowie 1 Lehrling für Bureau und Lager. Schriftliche Angebote mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften tu Gehaltsansprüchen unter 0493 an den Giest. Anzeiger erbeten. MARGARINE unä SCHMALZ SLetterc, konzernfreie Margarinefabrik mit besonderer Spezialmarke, sowie auch ansprechenden ErtraguaUtäten in Schmal u. Speisefetten, sucht für hiesigen Bezirk eine VERTRETERFIRMA tvelche bereits Erfolge in der Margarine- Branche aufzuweisen vermag und über Lager und Gespann verfügt. Schriftliche Angebote unter 590 D an den Gieh. Anz. Diskretion zugesichert. Tüchtiges älteres MW solid u. zuverlässig, das auch Gartenarbeit versteht, möglichst sofort gesucht. 0443 Wenzel, Bergstrage 9II. Neustadt 10 III. Ä. Bett mit Patentmatratze u. Keil, sowie Kinderwagen u. ft irr- dcrrlavvttiihlchen au verkaufen 0518 Wertster g. 31 v. Tüchnges, ehrliches Mädchen berf.: An Stößer 4.501., 16cu> hoch eine gute Bettstelle. 2 Trüben, 3 noch gute Holzfenster. Treis o. d. Lnntda, Hauvtstraste 54. 5,6D 066999000X8X80000 SÜltil gesucht. Gebe Möbel in Zahlung. [603D Krewinkel LlsSso,Nlegelpfad52 PdElaaona-Padsr reinigt und entfettet das Haar auf trockonom Wege, macht es locker und leicht zu frisieren, verleiht feinen Duft. Zu haben in Friseurgeschäften. Parfüme- rien, Drogerien u. Apotheken. Suche zum 1. Febr. tüchtiges, ehrliches und kinderliebes Mädtisa nicht unter 17 I., mit nur gutenEmp- feblunqen bei guter Behändig, n. gutem Lolin. Wo ? sagt die Geschäftsstelle des Gieh. Anz. (0539 WÄtMe-ZM bei äuherst hoher Verdienstmöglichkeit gesucht. Herren, die bei Stadt- und Land- kundfchaft eingeführt sind, wollen unter Angabe ihrer bereits bearbeiteten Bezirke Offerte einreichen unter U. 3229 an Annonceu- mayer, Frankfurt a. M. [547m MM mit Lager, Laden u. gr Garten zu verk. Schr. Angeb. u. 0496 an den Gies;. Anz. Schneider- lehrlmg gesucht. 0470 Cbr. Fleischmann, Kaiserallee 10. oocEODaxsaaofloocDt) toönenöcrBerölenft durch Errichtung eines * ss RcstersicichäfteS. Laden nicht nötig, für Waren 200-600 'Mk. erforderlich. Off. u. D. C. 7535 nn Rnflcl! aosse, Dresdea. Gut erhaltener AssMSW nuffb. pol., f. 10 bis 12 Pers., zu kamen gesucht. Schr. Ang. mit Preisangabe u. 0522 nn den G. Anz. Mauser- PWolen Kal. 7.63, mit Kasten kauft ständig 0520 Robert Geller Frankfurter Str. 19. Sine MMüe unier dreien die Wahl, zu verkaufen. Ernst Valentin Krofdorfer Str. 20 Tcleph. 830. 0437 Brtete au verkaufen E)14 K. Bogel Aiilo- u, Wagen- lackicrerer Dammstraste. WlW für öffentliche Kaffe in Gietzen gesucht. Schriftl. Angebote mit Lebenslauf und Zeugnis unter 5751) nn den Gieh. Anz. erbeten. Itf andelsHch nie AflymOG0 Gießen,BahnkoIstr.GO »»l/ttl'lc“ 8 12. Juniiar 1925 Beginn neuer *"* Kurse in allen Handclsfüchern Prospekt und Auskunft durch die Schulleit. Dipl.-Handelsl. Uhleman > Junges WW fortbildungsschulfrei, für leichte Arbeit in unseremBuch- blnbereibetdeb ges. Brflljl'Me Brufferei Echulstraste 7. Vertretei* von leistungsfäh. herrenlleiöerfadrik Afchafienburgs bei höchster provifion sofort gesucht. Schriftliche Eilangebote mit Angabe über seitherige Tätigkeit unter 561D an den Giestener Anzeiger erbeten. Mühlenanwesen ft". T-.-tsKeiande KOKuctat mit prima Katerlal, nahe Bahnstat., Ana- Infe 8. K., Schicht- höhen,Gröffeu.PreiS usw. unter F. W. T. 237 nn Bari, mässe, FraaklnrS a. W. 507ss Gut erhaltenes, mchbattm poliertes Büfett u kaufen gesucht. Schr. Angeb. u. 0505 nn den Giess. Anz. Allen- Buseck Daubringer Str. 4. Ein starker dtzW Bulle zu verkauf, bei 0500 Karl Schön II. Ruttcrsbaufcn.St. Lollar, Kr. Giehen. ^©rtreter Angebote unter Angabe von Referenzen unt. D. 1.1280 an „Dag" Daufscbe An- zeigea-eesallaohait, Eölo. [5941 >a Al. Betitelet für Gießen von alter Feuer°Ver- sicherungs-Gesellschaft geg. aushömm- liche Bezüge gesucht. Schr. Angebote unt. 0408 a.d. Gießener Anzeiger erb. |$tellengesuche| Fräaleiü mit höherer Schulbildung, vier Jahre Bureaupraxis, sucht Stellung ans Bureau. Schriftl. Angebote unter 499D an den Gieff. Anz. erbeten. ^rau sucht Befchäf' tfgung f. vormittags. Zu erfr. («en Marktplatz 13, AeltercS, besseres Fräulein sucht Stellung als Stütze oder HauS- bnlterin tagsüber. Schriftl. Angeb. unt. 0518 a. d. G'eg. Anz. niiiiiiiiüiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiü Reiner Deutscher ta-teg ist ein vorzügliches Nährmittel nicht nur für Kranke u.Kinder, sondern für jeden Menschen. In 1-Psd.- Gläfern zu haben im KeformhuaM 0487 Kreuzplatz 5. OIIIIIIIIIIIIHIilllllllülilllllÖ Zu melden Babn- bosstraffe 12. Wilhelm Zimmer G. m. b.H., Gietzen. Oflttnetgeöiiie unter 30 Jahren, der in Tovfvflanzenkul- tur undLandschasts- gärtnerei firm ist, alsbald gefacht. Schriftliche Meldungen unter Beifügung von Zeugnisabschriften u. 534D a. d. Gieh. Anz. erb. WM oder 0472 KlmWiMkr stellt ein Heinrich Loos sicher Straße 31. Ein erstklassiges Vogelsberger Rind kalb. Gnbe Februar, au verknusen. 0536 Jellingshausen bet Giehen, Hauö Nr. 2. Braver 'S junge in die Lehre gesucht. Bäckerei u. Konditorei Sommer Bismarckstraße 26. ör«ber, kräftiger prnge Sohn achtbarer Eltern, in die Lehre gesucht. 0526 Garl Fielt. __Schiossermeister. Putzfrau gesucht. , [0512 Landgrafcnstr. 7 i. ßfftffßyttift oft ichon in 14 Tag. durch 911111Lril !Felt,e vorzgl. Methode befett. Giänz.Danlbriese v.Aerzten, Lehrern usw., u. amtl. Gmacht. War früher selbst schw. Stotterer. Jeder kann sich selbst von d UebeL befreien. Geben Sie kein Geld für wert!. Kurie and, sond. verlang. Sie sof. kostenlos mein Büchlein. L. Warnecke, Hannover, Schliehfach 163.«2,8 8—10 Zentner Tragkraft, noch out erhalten, zu verkaufen Georg Bender ftirchvers Nr. 03 iKr. Marburg«. 0613 Gebrauchtes Bett komplett, billig su Gießener 8 «EienvVüN^ 9 r l6?l "4 Ts 2- s I s s Z Sietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Vverheßen) Kr.U Awetter Blatt Die hessische Regierungs- krisis. Don RudvlfKindt.M. d. L.' Wir geben die Ausführungen des Landtagsabgevrdneten Kind: wieder, lrvhdem sie in manchen Punkten von unserer Auffassung abweichen, weil sie uns für die Entwicklung der Krisis bemerkenswert erscheinen. D. Red. Die hessische Sozialdemokratie hatte diesmal in ihren kühnsten Traumen nicht auf soviel LandtagSsihe gerechnet, wie sie infolge ihrer außerordentlich geschickten und vorzüglich organisierten Wahlagitation schließt ch erhielt. Kein Wunder, daß ftc der unerwartete Erfolg etwas benahm, HnD verständlich, daß in einer Sitzung der neuen Fraktion mit 17 gegen 7 Stimmen der Kopf des Innenministers des Koalitions- freundes v. Brentano gefordert wurde, damit der vorsichtigste aller hessischen Sozialdemokraten, Herr Leuschner, beraten vom Juristen Sturmsels, die sella curulis zur Rechten des Herrn Staatspräsidenten im Landtag besteigen tonne. Die Stimmen der toamenDen wirklichen geistigen Führer, der Herren Hlrich. Adelung. Strecker blieoen bei der Abstimmung in der Minderheit I Ob man bann außerdem an Stelle deS £>errn U r ft a b t, den Genossen Strecker, an Stelle des Klassenkampf-Dete- rancn Ulrich Herrn Adelung zu intrvnisie- ren beschloß, tut nicht- zur Sache' auch nichts, ob man wirklich Herrn Raab die wohlverdiente Pension erwirken wollte, um Arbeit und Wirtschaft Herrn Leuschner ebenfalls zu unterstellen. Man kann mit einigem Recht vermuten, daß diese kühnen, ach so seligen Träume, die nur in einem so milden Winter zu erblühen ver- mochten, bald vom Rauhreif der koalition-freundlichen —„freundlichen!" — Ansichten vernichtet worden sind. Denn nur so ist es zu erklären, daß sogar im offiziellen „Aegierungsorgan"Mnes TageS au lesen stand, die Koalitionspcn^ien hätten sich über wichtige Punkte bereits verständigt und dann in vorgerückter Stunde die Beratungen vertagt, um sie später wieder aufou- nehmen. Oder will jemand annehmen, das Zentrum habe ernsthaft je eingewilligt, seinen Exponenten im Ministerium des roten Erfolges willen aM Iustizminister zum hilflosen Zuschauer eines wilden roten Rausches zu machen? Rein, so töricht ist die Zentrumspolitik noch nie gewesen. Da- „bo ut des" versteht sie Wohl gründlich, nicht aber das Geben ohne das Rehmen. Man war sich immerhin einig, vielleicht in Hinsicht auf die Personenfragen und die Besetzung der einzelnen wichtigen Posten. Es mag auch noch eine weitere Sitzung stattgefunden haben. Aber irgendwo irgendwann rollte der Apfel der Eris unter die Streitenden. Ach, es war vielleicht auch nur, daß die schwere 'Frage. n*2Bie sagen wir s dem hessischen Volke?", deren Beantwortung nicht allen Tellnehmern an der Partie einfach und möglich schien. Das Zentrum ist klug. Die Last neuer Steuern, zur Deckung der finanziellen 'Bedürfnisse deS kommenden Jahres und zur Abdeckung eines anscheinend befremdlich ansehnlichen Fehlbeträge- aus dem laufenden HauShaltjahre kann das Zentrum als einzige christliche Partei im interkonfessionellen Konzern der Koalitionsparteien nicht tragen — wenn nicht von rechts Hnterstühung kommt. Man behauptete es ja — wer? Run das amlliche Organ in einer Polemik gegen die Do lks- Partei, daß diese sich bemüht habe, an der Seite des Zentrums und auf zentrumlichen Wunsch hin in die bisherige hessische Regie« rungs-G. m. b. H. zu gelangen. Ich glaube e s nicht ganz, will es nicht glauben! Rach der Stellung der Partei im Reiche und in Preußen, wo sie scharf mit uns Deutschnationalen Fühlung hält, kann sie in Hessen nicht den Versuch einer Weltanschauungskoalition von Dingeldeh bi- Kaul und Frau Steinhäuser machen. Ein Versuch, der im Reich und in Preußen — ich sagte es im Saalbau einst voraus, als die große Reichskoalllivn dort zur deutschen Erlösung von allem Hebet erhoben wurde. — Wie es nun auch gekommen ist, zweifellos nimmt die KrisiS infolge der verständlichen Haltung des Zentrums jetzt ernste Formen an. Die bisherige Regierungs-Kombination scheint nicht mehr leimbar zu sein. And was wird nun? Das Abenleurerbuch. Don Will Kleinmcmn. Erschienen bei Fredebeul & Ko enen (Essen), geb. 3.50 M. Aus diesem fesselnd geschriebenen Skizzenband eines rheinischen Jungen in Amerika, voll abenteuerlicher Erlebnisse in Reu- York, in mexikanischen Schenken an Bord von Trampdampfern und bei Farmern unD Cowboys. Reuhork. Eine Stadt, wie es deren hüben und drüben wohl ein Dutzend gibt. Hnb doch — eben Reuhork: die Unruhe, die zwischen den Wollenkratzem schwebt, verläßt einen keinen Augenblick. Immer lebt man in dem Gefühl: jetzt schlägt s ein, jetzt gibt es eine Katastrophe. Des persönlichen ober allgemeinen Lebens. Man atmet fortwährend in tausend A engst en, Millionen Erwartungen, in hundert wilden Sehnsüchten. Ist es die fabelhafte Großzügigkeit des amerikanischen Stadtbildes? Der schwindelerregende Verkehr? Das rasende Tempo des geschäftlichen LebenS? Die schreiende Reklame? Die wahnsinnige Lichtverschwendung bei Rächt? Sinds die unheimlich kühnen Hochbauten? Die Fieberhetze jebcS einzelnen Menschen? Gerd dachte: Rein, ich glaube es nicht. Der Grund liegt wo ganz anders. Rämlich in den Begriffen „amerikanisch" und „europäisch". Dieses Gefühl ist es, was einen nicht zur Ruhe kommen läßt. Die Kluft zwischen unferm alten Kontinent und den ^Bereinigten Staaten wird ewig unüberbrückbar bleiben. Denn, dem Rordamerikaner ist die Psychologie des Europäers ebenso fremd wie diesem, — na, sagen wir. da- Innenleben eines Kongonegers. Man versteht sich nicht, well man sich mit dem Herzen nicht näherkvmmt. Der Europäer erfaßt wohl mit dem Derstand die Formen des dortigen Lebens, aber nie wird er begreifen können, wie natürlich umgekehrt auch. Im Artikel 37 der Hessischen Verfassung heißt es. „Der Staatspräsident wird von jedem neu- gewählten Landtag aus der Zahl der zum Landtag wählbaren Staatsangehörigen in ös- fentlicher Sitzung mit absoluter Stimmenmehrheit gewählt." Es ist kein Trost, daß auch jemand, der nicht Landbote ist, gewählt werden kann. Jemand muß mit absoluter Mehrheit gewählt werden. Richt mit der absoluten Mehrheit etwa der in der Sitzung anwesenden Landboten. sondern mit der Mehrheit aller stimm- berechtigten Abgeordneten. Die Mehrheit beträgt bei 70 Sitzen 36 Stimmen! Die Sozialdemokratie verfügt über 28 Sitze, die Demokratie über deren 6. beide zusammen können 34 Stimmen in die Wagschale werfen. Sehr schön, doch nicht genug, wenn die Zentrumsstimmen fortfallen. Da in Hessen eine Koalition der Lmken einschließlich der Kommunisten kaum denkbar ist. wird sich die Sozialdemokratie wohl den Kopf darüber vergeblich zerbrechen, w e sie ohne das Zentrum ihre Regierung in den Sattel zu heben vermag. Auf der anderen Seite? Und wenn man eine klassenkampffreie Regierung bilden wollte, wäre dies ohne die Demokraten unmöglich, sogar wenn die fünf Deutschnationalen mittun würden. Es kämm nur 34 Stimmen im besten Falle dabei heraus. Also auch hier langt es nicht. Ein verblüffender ..Erfolg" der Sozialdemokratie und ein verblüffendes Ergebnis der Wahlen! Also: was nun? Zunächst muh nach Artikel 38 der Verfassung das bisherige Gesamtministerium die StaatSgefchäfte solange fortführen, bis der Landtag den Staatspräsidenten neu gewählt hat. Das bedeutet ein Provisorium, in dem wir uns jetzt bereits befinden. Doch das kann nicht immer dauern, wenn nicht die Verfassung zum Gespött der Straße werden soll, Heberdies kann der Landtag durch einen ausdrücklichen Beschluß dem Oefamtminifterium das Vertrauen entziehen, falls etwa das Zentrum seinen Vertreter. Herrn von Brentano zurückziehen, und man einen Sozialdemokraten oder Demokraten Vorschlägen sollte — der zudem vom Landtag „bestätigt", also gewählt werden muß. nachdem ihn der Staatspräsident ernannt hat. Rach Artikel 22 der Verfassung tritt der Landtag traft eigenen Rechtes am 18. Tage nach der Wahl zusammen. Das geschah, der Form ist genügt. Er muh aber unverzüglich berufen werden, wenn ein Drittel der Mitglieder dies fordert. Run ist zwar über die Dauer des Provisoriums nur gesagt, was Artikel 38 bestimmt und vorhin angeführt wurde, der Landtag wird aber eine Regierung nicht ganz unbefragt lassen, bie das Provisorium etwa beliebig ausdehnen wollte, weil man sich über die Wahl eines Staatspräsidenten nicht einigen kann. Was aber geschieht, wenn der Landtag wirllich keinen Ausweg findet? Wenn er den nach der Verfassung neuzuwählenden Staatspräsidenten nicht zu wählen vermag? Die Verfassung hat hier keine Antwort!! Daran haben ihre Väter offenbar nicht gedacht, eine solche seltsame Lage nicht vorgesehen! Ein Ausweg wäre die Auflösung des Landtages und die Vornahme von Reuwahlen. Er kann nach Artikel 24 vor Ablauf seiner Dauer nur durch Volksabstimmung aufgelöst werden. Der geht das „Volksbegehren" voraus oder ein Beschluß des Gesamtministeriums. Die Reuwahlen müssen spätestens am 60. Tage nach der Auflösung stattsinden. Wenn man daher die Krise auf dem Weg über Volksbegehren, Volksabstimmung und Reuwahl lösen wollte, könnten drei Abstimmungen der Wähler notwendig werden und könnte es Monate dauern, bis das Provisorium in einem verfassungsmäßigen Zustand zurückgeführt wird. Ein mühseliger, weiter Weg. voller Ausregungen und — Kosten! Das ist ein Beispiel, wohin uns parteisüchtige Deutsche daL parlamentarische Snstem führen kann! ES ist nicht meine Sache, zu untersuchen, ob die Wahl eines Präsidenten auf verfassungsmäßigem Wege deniroch möglich ist. Entscheidend dafür sind Zentrum und Demokraten! Diese beiden Parteien toerDen zu irgend einer klaren Stellungnahme kommen müssen. und zwar baldigst, denn das Provisorium ist auf die Dauer unerträglich! Landwirtschaft und Gartenbau. Die Ernährungsansprüche von Gerste und Hafer. i. Die Ansprüche, welche ein Pflanze bezüglich ihrer Ernährung an die Außenwelt stellt, taffen sich im wesentlichen dadurch ermitteln, daß man sie chemisch untersucht, d. h. in ihre Grundstoffe, aus denen sie zusammengesetzt ist, zerlegt. Alles das, waS in ihr gesunden wird, muß ihr zugänglich gemacht werden, damit sie sich naturgemäß entwickeln kann. Außerdem ist aber auch noch die Gegenwart von Stoffen notwendig, welche nur mittelbar zum Pflanzenwachstum beitragen und somit als indirekte Rährstoffe bezeichnet werden können. Betrachten wir die G e r st e, so finden wir in ihr an Trockensubstanz Eiweiß. Fett, Kohlehydrate, Holzfaser und Asche. Sic Asche besteht ihrerseits aus Kali, Ratron, Kalk, Magnesia, Eisen, Phosphorsäure, Schwefelsäure, Kieselsäure und Chlor. Ist durch chemische Dodenuntersu- chung sestgestellt, welche von den genannten Rähr- stossen bereits von Ratur aus in der Ackerkrume in genügender Menge vorhanden sind, so braucht nur noch das in Form von Dünger hinzugegeben zu werden, was ganz fehlt, oder was in den vorhandenen Mengen nicht ausreicht. Hm der Gerste als Landwirt gerecht werden zu können, soll zunächst auf ihre spezielle Ratur etwas näher eingegangen werden. Die Wurzel der Gerste ist unter den vier Haupthalmfrüchten am wenigsten stark ausgebildet. Ihr Wurzelsystem breitet sich noch flacher aus, als dasjenige des Sommerweizens. Auch die in die Tiefe gehenden Wurzeln zeigen ein geringeres Längenwachstum als bei den anderen Halmfrüchten. Die Gerstenwurzel ist ferner, besonders was die Sommergerste anlangt, sehr fein. Bei der Vorbereitung des Saatbettes ist daher großer Wert darauf zu legen, daß der Boden gut durchgearbeitet wird, damit die Durchlüftung der Krume genügende Gare hervorruft. Bekanntermaßen haben die Wurzeln der Pflanzen nicht nur die Aufgabe, vermittels ihrer feinen Wurzelhaare die Rährstoffe aus dem Boden aufzunehmen, soweit sie in aufnehmbarer Form vorhanden sind, sondern die Wurzelhaare scheiden ihrerseits Wurzelsäuren aus, welche dafür Sorge tragen, daß schwerlösliche Dodennährstosfe in aufnehmbare Form gebracht werden. Da das Wurzelbildungsvermögen der Gerste aber ein verhältnismäßig geringes ist, so ist auch die Ausscheidung von Wurzelsäuren auf ein entsprechend geringes Maß herabgedrückt. Die Folge davon ist, daß die Gerstenwurzel gegenüber den Wurzeln der anderen Getreidearten in doppelter Weise zurücksteht. Wir können somit die Gerste als einen schlechten Futterverwerter" bezeichnen. Was den oberirdischen Teil der Pflanze anbe- trifft, so ist auch dieser als zart und fein anzusprechen. Die halmfestigenden Bestandteile, wie Rohfaser und Kieselsäure, sind derhältnismähig gering vertreten, woraus es sich erklärt, daß die Gerste, besonders die Sommergerste, zum Lagern neigt. Wenn den individuellen Ansprüchen der Gerste im allgemeinen durch entsprechende Kul- turmaßnahmen Genüge geleistet werden soll, so muß zunächst noch zwischen Futtergerste und Braugerste ein Hnterschied gemacht werden. Der Brauer verlangt, wie bekannt, ein Korn, welches möglichst eiweißarm und stärkereich ist, weil von der Menge der Stärke die Bildung von Zucker und Alkohol abhängt. Hmgekehrt soll die Futter- gerfte möglichst viel Eiweiß und wenig Stärke enthalten, weil eiweißreiche Rahrung bei den Tieren fleischbildend wirkt. Daraus ergibt sich, daß die unterschiedliche Behandlung von Drau- und Futtergerste in Bezug auf die Ernährung vorwiegend eine Frage der Vorfrucht und der Stickstoffdüngung ist. Wie bereits betont wurde, verlangt Gerste einen Acker in hoher Kultur. Daher ist eine gedüngte Hackfrucht die beste Vorfrucht. Soll aber eiweißhaltige Futtergerste gebaut werden, so wird meist die Hackfrucht keinen großen Stickstoffvorrat hinterlafsen, so daß an künstlichem Dünger nicht gespart werden kann. Andererseits kommt noch hinzu, daß im allgemeinen als Futtergerste die Wintergerste bevorzugt wird, so daß der Hackfruchtacker höchstens für die Win- Während diese Gedanken Gerds Hirn durchschossen. flogen seine Füße nach dem ersten besten Zeitungsgebäude. „Ich wünsche den Chefredakteur zu sprechen, und zwar sofort!" Der Torhüter schaute ihn erwartend an. „Mensch, ich habe keine Zeit, hier sind fünf Dollars, hurry up!" (schnell!) Der liebe Gott in Gestalt des lustig knisternden Scheins half sofort. „10. Stock, Zimmer 98.“ In den List. Sss-t, rat „Rechts halten, mein Herr, da ist die Rümmer." Gerd schmiß dem Jungen einen Dollar in den Auszug, packte einen zweiten, der ihm in die Arme lief, am HandgÄenk: „Chefredakteur?“ Hnd stand zwei Minuten später Majestät gegenüber. Gleich beim Eintritt fielen Gerds Augen auf mächtige Riesenbuchstaben an der Wand: Remember, lime iS moneh! (Man bedenke, daß Zeit Geld ist.) Gerd legte also los: „Man nennt mich Bitt Ich kann beobachten und kann schreiben, was ich gesehen habe. Wünschen Sie Schilderungen nicht alltäglicher Art? Ich bin bereit. Ihre Leserschar wird sich in einigen Wochen um das Doppelte vermehrt haben, 3 bet you, schief? (Wetten?)“ Majestät lachte, deutete auf den Klubsessel, schob Gerd eine Zigarrenkiste hin: „Go on, Help your seif“ (Ditte. Helsen Sie sich selbst!) Gerd lief} sich das nicht zweimal sagen, blinzelte keck zur Sekretärin hinüber, die gerade dabei war, einen „chewing gum“ (Kaugummi) zwischen die Goldzähne zu schieben. Der Chef steckte sich eine Brasil in den linken Mundwinkel und lächelle: „Selbstverständlich, my boy, vor allen Dingen Kopfreklame. Der Tstel muß ins Auge springen, muß in das Hirn des Lesers einschlagen wie ein Donnerkeil.“ Dabei griff er in die Tasche, zog ein Spiel Karten heraus. „Können Sie pokern? Famos! Also den Gegner blüffen — die Kardinalregel. So auch bei uns!" Der fabelhaft elegante Mann erhob sich, reichte ihm die Hand: „See you again, Sir (Hoffe, Sie wiederzusehen.)“ Hnd ehe Gerd wußte, wie ihm geschah, sauste er per Expreß in die Ttese, der Wolkenkratzer spie ihn aus, taumelnd vor blödsinnigem Glück fegte Gerd in des Wortes wahrster Dedeutung durch die toogenben Menschenmassen. Amerikanischer Journalist! — . . . Hnd dann kam doch der Tag, da er der Zeitung Lebewohl sagte. Ein neuer Rausch hatte sich seiner bemächtigt. Der Glanz des Journalismus war verblichen. Was war er denn? Ein Heiner winziger Reporter. Hnd was konnte er werden? Ein Hobo, ein amerikanischer Abenteurer! Werde es! — ... Station. Darackenlager. Arbeiter beim Dahnbau. „Kinder, na, was lagt ihr zu dem Sport? Mal ’n bißchen die Schaufel und die Pickel in die Hand nehmen? Das gibt Kraft und gesunden Appetit. So was macht Spaß!" Marschall blinzelte mit seinen Augenlidern. Da lachten sie hell auf und sagten nicht nein. Abwechslung muh ins Leben, hast recht, alter Sportgeselle! Eie sprangen ab und nahmen Stellung. Als Rottenarbeiter. Tom, der Vormann, lachte sich in die Fäuste: „Die Freude! (Snblid) mal wieder Menschen. Ich bin ja bald an Gehirnlähmung zugrunde gegangen bei meinen italienischen Orgeldrehern. Sobald lasse ich euch nicht mehr los." Da lernte Gerd den Hammer schwingen, da- Stoßeisen meistem, Bäume fällen, Dalken schleppen. Aus anfänglichen Schmerzen und Glieder- fiebem entwickelte sich geschmeidige Muskelelasti- zität. Hart wurden sie wie Stahl. Die weichen Hände überzogen sich mit rissiger Hornhaut. Die Rägel kappten. Rach Feierabend lernte er. wie man in alten Kesseln über Lagerfeuern aus nichts das köstlichste Mahl bereitete. Aus gebrauchten Konservenbüchsen wurde alles hergestellt: Tassen, Messer, Pfannen. Teller. Pfeifenreiniger. Schuhabkratzer. Auf hartem Lehmboden schlief er wie ein junger Gott. Richt mal das Liebkosen huschender Rattenschwänze spürte er. Des Sonntaas spielten -rg, 17. Januar 1925 tergerste frei wird, toacn er Frühkartoffeln trug. Cs ist daher ratsamer, die Futtergerste nach einer Hülsen frucht oder Klee anzubauen, welche beide einen fast ausreichenden Vorrat an Stickstoss gewährleisten. Gedüngte Hackfrucht dagegen wird als Vorfrucht für Braugerste am zweckmäßigsten fein. Aus der Wahl der Vorfrucht ergibt sich dann schon ohne weiteres, ob noch Stickstoff in Form von Kunstdünger gegeben werden muß. Aach Hülsenfrucht wird man mit Zugabe von Stickstoff vorsichtig verfahren muffen, dami! nicht Lager eintritt. Anders ist es nach Hackfrucht. Hier wird eine (nicht zu hohe) St.ditoffqabc nötig. Es ist bekannt, daß in der ersten Entwicklungszeit bis zum Schoßen einschlieslich der Hauptverbrauch an Rährstoffen bei den Halmfrüchten vor sich geht. Da nun die Gerste, wie erwähnt, leichtlösliche Dünger besser ausnüyt. so wird man ihr solche zur Verfügung stellen Die salpeterhaltigen Dünger stehen darunter an erster- Stelle. Salpeter beschleunigt die Jugend- entwicklung der Pflanzen sehr erheblich, so daß in späteren Entwicklungsstadien natürlich i) c 211- spräche an die anderen Rährstoffe entsprechend steigen. Aus genügendes Vorhandensein derselben, besonders audb von Wasser, ist deswegen Rüchicht zu nehmen. Ammoniak wird zu Gcrfie ebenfalls mit Erfolg angewendet, wenn sich auch der Ammoniakstickstoff im Boden erst in Salpetcrstickstoff umfetzen muh. Will man Kalk- stickstoff geben, so muß man ihn so frühzeuig streuen, daß die einige Zett erfordernde Umwandlung in Salpeterform im Boden betritt vor sich gegangen ist. wenn die Körner bi den Boden kommen, damit die jungen Pflanzen keinen Stickstoffhunger leiden. Bezüglich der Phosphorsäuredüngung gilt Aehnliches, wie eS zu Stickstoff dargelegt ist. Besonders für die leichtlösliche Phosphorsäure les Superphosphals ist die Gerste aus den oben angeführten Gründen dankbar, während Thomasmehl bedeutend weniger wirksam ist und die noch schwerer löslichen Formen, wie Knochenmehl zum Beispiel, in der kurzen Degctationszett der Gerste überhaupt kaum zur Wirkung gelangen. Die Phosphorsäuredüngung zu Gerste kann sich überall dort, wo sie auch zu anderen Früchten regelmäßig angewendet wird unD dadurch eine gewisse Anreicherung de- Boden- an Phosphorsäure vorhanden ist, in bescheidenen Grenzen halten. Sie muh von dem Gesichtspunkte aus betrachtet werden, dah sie die Pflanzen nicht mästet, sondern ihnen nur ein gesünderes und kräftigeres Wachstum verleiht, welches sie vornehmlich auch vor Krankheitsanfälligkeit schützt. Anders verhält es sich Dagegen mit Kali. Die Gerste ist eine kaliliebendc Pflanze. Daher darf gerade dann, wenn die anderen Dünger in reichlichem Maße gegeben werden, an Kali nicht gespart werden. Rach herrschender Ansicht ist unter den Kalidüngern das Kainit den konzentrierten Kalisalzen vorzuziehen, weil die Gerste auf die im Kainit befindlichen Reben salze, wie Chlormagnesium und Chlornatrium, gut reagiert. Rur da, wo starke Verkrustung des Bodens zu befürchten ist, ist 4vprozentiges Kali zu bevorzugen. Richt zu vergeben ist al- vierter Hauptnahr- stoss der Kalk. Ohne einen genügenden Kalkvorrat sind Höchstemten von Gerste nicht zu erzielen. Der Kall hat bekannterweise nicht nut ernährende Funktionen im Ackerboden zu verrichten, sondern ist auch indirekt wirksam, indem er den Boden lockert und krümelt und dadurch gleichzeitig günstige Lebensbedingungen für die Kleinlebewesen der Krume schafft. Infolge seiner ausschliehenden Tätigkeit mobilisiert er die anderen im Boden vorhandenen Rährstoffe und macht sie für die Pflanze verfügbar. Höchste Bodenkultur kann nur durch Beigabe von Kall erreicht werden. Weiter kommt hinzu, daß Kalk besonders im Zusammenwirken Imit Magnesia anregend auf das Wachstum der Wurzeln und speziell der Wurzelhaare wirkt. Somit befördert er also die Aufnahmefähigkeit der Gerste für sämtliche dargereichten Rährstoffe. Hnd schliehlich ist noch eine weitere wesentliche Bedeutung der Kalkdüngung unter den beschrieb denen Verhältnissen hervorzuheben insofern, als die vermehrte Anwendung von Kalisalzen die Entkalkung der Böden beschleunigt. Kalk verhindert demgemäß die Zunahme der Boden- säure. Es sei noch weiter angefügt, daß der Reigung zum Lagern ebenfalls durch Kalk vor» gebeugt wjrd. Die Kultur der Gerste bedarf einer gründlichen Vorbereitung und sorgsamer Heberlegung in Bezug auf die vorzunehmende Düngung. Rrn Italiener zum Tanze auf, die Polen polterten Den Krakowiak. Blau von Musik und Alkohol, inszenierten sie beim Mondschein die interessantesten Boxwettkämpfe. Während Gerd in irgendeiner Ecke lag und Sportberichte vom Schienenstrang an seinen Freund Macghie schrieb, dah ihm die Finger knackten. Mitten in der Arbeit geschah e6. Ein Pfiff des Vormannes. Die Arbetter spritzten zur Seite. Mit halber Kraft Durchfuhr der Illinois Central" die Strecke. Gerd fing einen Blick Sait Lake Freds auf. Da gab eS einen Knacks in feinem Herzen. Lichterloh flammte eine wahnsinnige Sehnsucht auf: Fort, fort aus diesem öden täglichen (Einerlei. Wie konnte er nur! Der Sprung — Gerd sauste mit Fred dahin-- „Hallo, bvys, viel Glück!“ Tom winkte mit der Hand. Er verstand sie. Sie pfiffen auf Den noch ausstehenden Lohn, auf Die Habseligkeiten in der Baracke. _ Sie jagten Dahin im Glück-taumel. Tage und Rächte. Tranken kaum, aßen noch weniger. Ihr Leben bestand in Springen, Träumen und aus Tabak- genuh. Es war, als litten sie an Verfolgungswahn, und waren selig dabei wie Die Kinder. Was lag daran, wenn sie öfter die Richtung verloren! Ihr Ziel ging ins Grenzenlose. Sie hatten ja Zeit, kostbare, herrliche, freie Zeit. Auf kleinen Stationen liehen sie sich Karten aushändigen, legten sich im Sonnenschein auf Den Bauch, studierten die Karten mit einer Inbrunst, die eines Generalstäblers würdig gewesen wäre. Maßen die Entfernung, suchten die besten Verbindungen, rechneten die Meilen aus, punktierten chie Wasserstationen, um schließlich im tollen Hebermute gerade die entgegengesetzte Richtung zu nehmen. Rur, weil es ihnen Svah machte. Fuhren zwei Tage im Düffelwagen, drehten sich, wenn Die Zigaretten alle waren, neu« aus getrocknetem Diehmist und altem Zettungs- papier. Schloteten wie kleine Fabrikschornsteine „Ist daS nicht märchenhaft, Fred?" xDerat allen Ansprüchen genügt wirv, kann man sich vvr Mißerfolgen sichern. Dr. CH. Das Auftreten einer bösartigen Krankheit bei Ziegen. (Nachdruck verboten.) In den letzten Wochen wird aus mehreren Gemeinden über das Auftreten von bisher unbekannten Erkrankungen bei Ziegen berichtet, die meist tödlich verlaufen und schon recht beträchtliche Opfer gekostet haben. Untersuchungen, welche in der Gemeinde W i e s e ck angestellt wurden, haben folgendes Krankheitsbild ergeben: Die Tiere magern bei zunächst noch ungestörter Futteraufnahme stetig ab. Später wird aber auch die Futteraufnahme mangelhaft. Zuweilen werden auch Verdauungsstörungen (Aufblähen, Durchfall) beobachtet. Das Haarkleid w:rd glanzlos und struppig, der Kopf erscheint dadurch unförmig dick. Untersucht man in diesem Stadium der Erkrankung die Augen- lidbindehaut, so zeigt sie eine ausgesprochene blasse, leicht gelbliche Farbe. Der Nährzustand wird immer schlechter, der Kräfteverfall immer auffälliger. Schließlich verenden die Tiere in vollkommener Erschöpfung. Zuweilen tritt der Lod auch rasch und überraschend auf. Fast alle erkrankten Tiere erliegen der Erkrankung. Die Krankheitsdauer ist sehr verschieden. Die Sektion mehrerer, an Kraßheit eingegangener Ziegen aus Wieseck ergab, daß es sich um die Leberegelkrankheit handelt. Der Leberegel (Distomum hepaticum und Distern um laaceolatum) ist ein tierischer Schmarotzer, der nach einem sehr komplizierten Entwicklungsgang in dem Darmkanal von Schafen, Rindern und Ziegen kommt und von da in die Leber wandert. In der Lieber richtet der Schmarotzer große Verheerungen an, vernichtet große Teile des Organs, veranlaßt eine schwere Entzündung desselben und ruft eine Gelbsucht hervor, die allmählich zur Wassersucht und damit zur vollkommenen Entkräftung (Kachexie) der befallenen Tiere führt. 'Besonders Schafe und Ziegen er- liegsn der Erkrankung sehr oft; bei Schafen ist sie vielfach unter dem Namen der „Fäule" bekannt. Der „Leberfäule" erliegen zuweilen ganze Herden. Fortgesetzt feuchte Witterung sind der Entwicklung des Leberegels sehr forderlich. Man sieht deshalb die Krankheit besonders in feuchten Jahren auftreren. Das Jahr 1924 war der Entwicklung dieser und ähnlicher Schmarotzerkrankheiren sehr günstig. Besonders Herden, die in solchen Jahren in feuchten Gründen gehütet wurden, werden Hart betroffen. Die Aufnahme der Parasiten erfolgt besonders durch Wasser und durch Futter, das mit dem die Schmarotzerbrut enthalten' en Wasser befeuchtet wurde. ES erkranken deshalb besonders leicht solche Tiere, die geweidet wurden. Ausfällig ist. daß die erkrankten Ziegen zumeist keinen Werdegang batten. Die Aufnahme der Schmarotzer muh also bei ihnen ausschließlich durch das im Laufe des Sommers und Herbstes verabfolgte Grünfutter, vielleicht auch durch Heu erfolgt sein. Dah Leitungs- und Brunnenwasser die Schmarotzer verbreitet, ist nicht anzunehmen. In früheren Jahren stand man der Erkrankung machtlos gegenüber. Man konnte nur vorbeugend wirken, indem man die Tiere von feuchten Weiden möglichst fernhielt. Diese Dorbeuge ist auch jetzt noch von größter Bedeutung. Nachdem man in den letzten Jahren dm Entwicklungsgang des Schmarotzers genauer kennen gelernt hat, weih man auch, wie man eine Sanierung verseuchter Weiden bewirken kann. Man hat aber auch M ttel kennen gelernt, mit denen man die Krankheit bei bereits erkrankten Tieren, sofern die Krankheit nreyt schon allzuweit vorgeschritten ist, mit Erfolg behandeln kann. Die einmal in der Leber entstandenen Veränderungen kann man zwar nicht mehr f ort bringen. Man kann aber die schad gendm Schmarotzer abtöten, dadurch die Weiterentwicklung der Krankheit aufhalten und die vorhandene Schädigung der Gesundheit beseitigen. Das Mittel ist aus Substanzen her- gestellt, von drnm man schon lange we.h, daß sie die Eing>we d.schmarotzer vertreiben, und ist durch eine besondere Präparierung gerade für diesen Zweck brauchbar gemacht (Distol). In Rücksicht auf die bisherigen günstigen Erfolge lohnt es sich unbedingt, nicht die Hände in dm Schoß zu legen und die Verluste als etwas älnvermeidbares hinzunehmen, sondern jetzt, nachdem die Äriache des anscheinend rät'elhaften Ziegensterbens festgestellt ist, unter Mithilfe eines Tierarztes die Bekämpfung der Krankheit energisch aufzunehmen. K. Dom Obstbau. (Nachdruck verboten.) Als man vor einigen Jahrzehnten den Obstbau von oben herab zu fördern begann, wurde jedem Obstzüchter nahegelegt, mitzuarbeiten am Derschwindm des Sortenmischmasches. Es wurde immer wieder geraten, nach amerikanischem Vorbilde nur ganz toenige, dauerhafte, für die Gegend besonders geeignete ©orten von schönem Ansehen und diese in so großer Menge zu bauen, daß die Händler eine reine, gleichmäßige Ware für Waggonladuntzen fänden, die besser bezahlt, günsttg auf dre ganze Preisbewegung einwirken würde. Die Verwaltungen der Staatsstraßen gingen, wenn die Baumschulen dazu in der Lage waren, darin nicht nur mit gutem Beispiel voran, sondern Überboten sich hin und wieder soweit, daß manche Ehausseen auf meilenweite Entfernungen nur eine einzige Apfelsorte aufzu- weism hattm. Solange die Baume jung waren, konnte ein soldatisch geschultes Auge ferne Helle Freude an dem gleichmäßig schönen Wuchs haben. Als sie ober tragbar wurden, war die Enttäuschung groß, denn der Ertrag entsprach, in keiner Weise dem Blütenreichtum, und als man endlich der Sache näher trat, stellte sich heraus, daß es zahlreiche Obstsorten gibt, welche mit eignem Blütenstaub bestäubt, unfruchtbar bleiben. Diese Beobachtung fand auch Bestätigung durch den Ämstand, daß überall in der Nähe von Ortschaften, wo die Bienen Gelegenheit gehabt hatten, fremden Pollen auf die Straßenbäume zu übertragen, der Fruchtansatz befriedigend war. Es blieb schließlich nichts übrig,_ als die in ihrem Werte überschätzte Gleichmäßigkeit zu stören, indem man in gewissen Abständen Bäume mit ^anderen Sorten umpfropfte. Fragekasten. Frage 10: Wann sät man Sellerie ? Antwort: Die Aussaat der Sellerie soll Möglichst früh erfolgen, spätestens vom 1. bis i 5. März in das Mistbeet. Vj Gramm Samen reicht für ein ganzes Fenster und gibt ca. 1000 Pflanzen. Nach ca. 3 Wochen keimt der Same. Die Pflänz- dien werden dann zwischen ca. 15. und 20 April in 4 Ztm. Ab st and auf fette reine Mistbeeterde verschult. Es gibt dies ca. 800 Pflanzer: auf das Fenster. Beste Derpflanzzeit ist Mitte bis Ende Mai. Früher verpflanzter Sellerie kann noch leicht Frost bekommen, später gepflanzter bleibt oft sehr klein. Frage 11: Was ist Zitratlöslichkeit des Thomasmehls? Antwort: Die Nährstoffe der künstlichen Düngemittel können von den Pflanzenwurzeln nur aufgenommen werden, wenn sie denselben in löslicher Form zur Verfügung stehen. Die Phosphorsäure des Thomasmehls ist nun nicht in diesem Düngemittel, wie im EuperphoSphat, in wasserlöslicher Form enthalten Sie ist nach neueren Äntersuchungen ein Tetrakalzipmphosphat, wird aber, wenn auch nicht direkt ourch Wasser, so doch schon durch ganz verdünnte schwache Sauren, wie z. D. durch verdünnte Zitronensäure, in Lösung gebracht. Ursprünglich handelte man das Thomasmehl nicht nach der in ihm befindlichen löslichen, d. h. leicht aufnehmbaren Phosphorsäure, sondern nach Gesamtphosphvrsäure und Feinmehlgehalt, d. h. nach dem Grade der Feinheit der Mahlung, denn je seiner die Mahlung, desto leichter aufnehmbar ist dieser P lanzen- nährstofs. Später wurde auf Vorschlag des früheren verdienten Leiters der landwirtschaftlichen Versuchsstation Darmstadt, Geh. Rat Pros. Dr. Paul Wagner, nach hem Löslichkeitsgrad der Thomasmehlphosphorsäure in zitiwnensaurem Ammoniak nach sogenannter Zitratlöslichkeit und seit 1898 nach dem Lösungsgrad in 2pro,;entiger Zitronensäure nach Zitronensäurelöslich leit gehandelt. Die Bezahlung nach Zitronensäurelöslichkeit ist heute allgemein üblich, Denn sie gibt uns, wie auch zuerst Paul Wagner durch Versuche feststellte, einen besonders guten Ausdruck für den Wirkungswert des Thomasmehls. Wenn Sie also ein Thomasmehl mit 18proz. zitronen- säurelöslicher Phosphorsäure kaufen, so h.iht das, daß von der Gesamtphosphorsäure dieses Thomasmehls 18 Proz. in 2proz. Zitronensäure löslich find urrd der Pflanze als leicht aufnehmbare Nahrung zur Verfügung stehen. Der Gehalt an Gesamtvhosphorsäure an sich gibt keinen brauchbaren Ausdruck für die Wirksamkeit der Thomasmehle. Frage 12 : Kann ich einen Acker (1200 Quadratmeter) welchen ich im vorigen Jahre mit 22 Zentner Kalt gedüngt habe, in diesem Jahre mit Kartoffeln bepflanzen, ohne zu befurchten, daß sie „grindig" werden? Antwort: Es ist aus ihrer Frage nicht zu erfahren, mit welchem Kalke sie gedü: gt haben und wieviel Prozent Kalk das angewendete Kalidüngemittel enthalten hat. Bei größerem Prozentgehalt ist jedenfalls die Kalkung recht kräftig. Kalk und Mergel rufen bei Kartoffel Schorf hervor, aber am wenigsten, wenn die Kalkung unmittelbar vor dem Pflanzen erfolgt oder im zeitige:: Frühjahr. Da Sie nun den Acker, voriges Jahr, wie aus ihrer Frage hervvr- geht. gekalkt haben, und die Kalkung, wie aus dem Gesagten hervorgeht, wahrscheinlich recht stark war, so besteht die Gefahr, daß sich Schorf einstellen wird und wäre ihnen in diesem Falle von einem Bepflanzen des betreffenden Ackers mit Kartoffel abzuraten. Im klebrigen sind die Beziehungen zwischen Kalkung und Schorf wissenschaftlich noch sehr wenig geklärt. Aus der Provinz. Landkreis ttzictzen. )) Lieh, 15. Jan. Aus der ersten Sitzung des Gemeinderates im neuen Jahr ist folgendes zu berichten: Ein Nachtrag zur Dan- polizeiordnung der Stadt Lich üaet d:e Anbringung von Firmenschildern senkrecht zur Straßenfront erhiel. noch folgende Ergänzung: Die Firmenschilder dürfen n.cht miß- ständig in die Erscheinung treten, die Unter» kante muh mindestens 2,50 Meter über der Strahenfläche liegen und die Ausladung darf nicht mehr als 1 Meter betragen. — A s Beisitzer für Mietgericht und Mieteinigungsamt werden dieselben Personen, wie im Vorjahre bestellt. — Dem Handelsmann Ludwig S o m - mer zu Lich wurde unter Würdigung des Umstandes, daß et die Allgemeinheit und insbesondere die Landwirtschaft durch die sofortige Abschlachtung seines an Maul- und Klauenseuche erkrankten Viehbestandes vor Nachteilen bewahrt hat, ein Zuschuß von 150 ML. zu dem ihm erwachsenen Schaden bewilligt. Die Auszahlung dieses Betrages soll nicht vor dem 1. Februar ds. Is. stattfinden und nur dann erfolgen, wenn bis dahin kein neuer Seuchenfall eingetreten ist. Weiterhin wurde betont, daß diese Bewilligung eine Festlegung für zukünftige Fälle nicht bedeute. — Den Feld geschworenen wurde für ihre Tätigkeit eine Stundenvergütung von 50 Pf. bewilligt. — Auf ein Gesuch der Deutsch-Amerikanischen Petroleum-Gesellschaft um Erlaubnis zur Aufstellung einer Denzinstraßenpuinpe wurde beschlossen, die Strahenpurnpe an die westliche Sette des Geschäftshauses des Ferdinand Zimmer zu stellen. An die Genehmigung sollen die gleichen Bedingungen geknüpft werden, wie fie bezüglich des Gesuches der Firma Hugo Stinnes- Riebeck gestellt worden sind. Außerdem wurde verlangt, daß die Kraftfahrzeuge, die gefüllt werden, in der Sackgasse halten müssen, damit der Fußgängerverkehr auf dem Fußsteig der Oberstadt in keiner Weife gehindert wird. Sollten trotzdem Kraftfahrzeuge auf dem Straßen- gelände der Oberstadt gefüllt werden, bann soll die Genehmigung sofort zurückgezogen werden. — Der Gemeinderat genehmigte zum Zwecke der Verbreiterung der Ziegelgafsa den Erwerb des in die Straße einbezogenen privaten Geländes unter Zugrundelegung der ortsgerichtlichen Abschätzung im Gesamtbeträge von 2220,55 Ml. Gleichzeitig wurden die am 1. Mai v. Is. seitens des Bürgermeisters mit den Anliegern getroffenen Abmachungen über das Versehen der Einzäunungen pp. genehmigt. Für zukünftige Fälle dieser Art wird eine einheitliche vrtsstatutarische Regelung vorgesehen. — Hebet eine Anzahl eingelaufener Steuernach- lahgesuche soll in einer demnächstigen Sitzung in geheimer Beratung Beschluß gefaßt werde.i. ~ Der Bürgermeister legte die Rechnung der Stadtkassc Lich für das Rechnungsjahr 192 3 vor und erklärte, daß die Erstattung eines Rechenschaftsberichtes nicht möglich sei, da der Doranschlag unter ganz anderen Geldverhältnissen als die Rechnung aufgestellt foi. Die DetriebSrechnung weist folgenden M-- fchluß auf: Einnahme 68 443 990 30? 473 340,93 Mark, Ausgabe 58 604 614 066 887 385,— Mark, bleiben 9 839 376 240 585 955,93 Mark. Hiervon wurden in der Dermögensrechnung verwendet 250958 053 337 090,- Mark, verbleibt ein Kassevorrat von 9 588 418 187 248 865,93 Papiermart oder 9588,41 Goldmark. Dieser Vorrat besteht in bar mit 8228,52 Mk. und in liquidierten Ausständen mit 1359,89 Mk. Die Rechnung wurde seitens des Gemeinderates nicht beanstandet.— Die Miete für die Landgestütsstativn Lich, die in einem städtischen Gebäude untergebracht ist, wird für die diesjährige Deckperiode auf 100 Mk. festgesetzt. — Weiterhin fanben verschiedene Dangesuche unb Heinere Vorlagen ihre Erlebigung. < Grunb crg, 16. Ian. Der Geschäftsverkehr bei der hiesigen Bezirks sparfaffe hat im Jahre 1924 eine recht günstige Entwicklung genommen. Besonders erfreulich ist der Zuwachs an Spareinlagen. Zeigt sich doch gerade hierdurch, daß das Vertrauen der Bevölkerung wiederkehrt unb der Sparsinn nicht erloschen ist. Der Zugang an Spareinlagei: betrug nach Abzug der Rückzahlungen rund 120 000 Rm. Im Kontokorrent-, Scheck- mtö Heberweisungsver- kehr erreichte der Jahresumsatz die Höhe von 3 Millionen Rm. Der Stand der ausgeliehenen Kapitalien betrug am Jahresende 280 000 R:n. Trotzdem die Einlagen unb Scheckgelder zur De- friebigitng des Kreditbebürfnisses be weitem n cht auSreichten, konnte die Kasse alle Kreditansprüche befriedigen, da die Hessische Girozentrale in Darmstadt die fehlenden Mittel zur Verfügung stellte. Die Sollzinsen konnten mit Wirkung vom 1, Januar d. I. ab wieder um 3 bis 4 Prozent ermaß gt werden ; dagegen wurden die Haben- zinsen für Spareinlage nar um 2 Prozent herabgesetzt, während der Sah für tägliches Geld vorläufig unverändert blieb. Die Kasse ist nach w e vor bestrebt, den Zinssatz für Einlagen so günstig wie möglich zu halten, um einen Anreiz zum Sparen zu bieten. Eine weitere Förderung des Einlagegeschäfts bedeuten die vom Hessischen Sparkassen- und Giroverband zur Verfügung gestellten Sparprämien, welche auf Weihnachten unter diejenigen Sparer verlost werden, b-e über gewisse Mindest-Einlagen verfügen. Lim in ber Heranwachsenden Jugend dm Sinn für das Sparen zu wecken, richtet die Kasse S ch u l s Paria f s e n ein und stellt die hierzu nötigen Materialien kostenlos zur Verfügung. Es wäre sehr zu wünschen, wenn diese Neu-Einrichtung, welche ohne Änterstühung durch die Lehrerschaft des Bezirks nicht durchzuführen ist, die zur Ausführung nötige Unterstützung fände. Kreis Friedberg. t Butzbach, 15. Ian. Heute tagte im Bahnhofsgebäude der Butzbach —Licher Eisenbahn die von Medizinalrat Dr. Voigt zu- sammenberufene Fahr Plankommission. Es handelte sich um die Verbesserung des Fahrplanes auf der Strecke Lich — Buh- b a ch bziv. Bad-Nauheim, für die die Wiebereinlegung der Abendzüge erstrebt wirb. Auch der Fahrplan auf der Strecke L i ch— Grünberg soll bessergestaltel werben. Es wird erstrebt, den Nachmittagszug 2,44 Ähr ab Lich wieder einzulegen unb den Gegenzug erst nach Eintreffen ber von Gießen bzw. Fulba in Grünberg anEommenben Züge abzulafsen, wodurch die Strecke Lich—Grünberg eine Spat - Verbindung nach Gießen bzw. Frankfurt erhielte. Die eigentliche Beschlußfassung wurde ausgesetzt, bis Rücksprache mit der Regierung genommen fein wird. KrciS Schotten. „ ?" Aus dem Niddatal, 16. Jan. Bekanntlich ,uhrt der Schienenstrang ber Eisenbahn Nibba — Schotten burch die Ortsstraßen sämtlicher daran liegenden Bahnstationen. Ein in der Vorkriegszeit unternommener Versuch, den Schienenweg un: die Dörfer herumzuführen, scheiterte an starten Widerstanden. Für die Folgezeit wird mit einer Verlegung nicht gerechnet werben bürfen. Ganz abgesehen von den erhöhten Gefahren, die ber Zugverkehr in einer Dors- strahe mit sich bringt, leiben die Straßen ungemein unter ber starken Erschütterung. Schon nach Jahresfrist ist bas Werk ber Dampfwalze vernichtet, ber Oberbau ber Straße gelodert unb zur Zeit der Nässe watet man in Schlamm und Schmutz. Die Erschütterung ist so start, dah nicht nur in den angrenzenden, sondern auch in entfernteren Häusern sich immer wieder. die elektrischen Dirnen lockern, wie fest fit auch angedreht sein mögen. * Schotten, 16. Ian. Die Herstel - tung von Pflastersteinen in den D üchen der Firma Albert st e i g er t sich von Tag zu Tag. Die für bas Änternehmen tätigen Achr- leute sind nicht mehr in der Lage, bas fertige Material an die Dahn zu bringen. Deshalb wird demnächst ein Motorlastzug in “Betrieb genommen, um einen rascheren ■ Versand der Steine möglich zu machen. * Eichelsdorf, 16. Ian. Dor etwa einem Jahre wurde unsere Gemeindejagb in zwei Teilen — die Nidda war die Grenzlinie — an zwei Frankfurter Jäger verpachtet. Der eine von ihnen, ein Inflationsgewinnler, ist heute nicht mehr in der Lage, eine Jagd zu bezahlen. Der Pächter des Teils östlich ber Nibba, Ingenieur Henh, hat baher die gesamte Jagd übernommen. „?“ Ulfa, 16. Jan. Die L-anbwirt - schaftskammer Darmstabt läßt hier Kratt _J™e ''ch als zu klein n^uten WfaitocrS S?*™» te »lrieb<. L k clne 2ui°mvbib D,tD' darin untrrgedrM run9 k-Mn im Interesse fet Jn9 nut begM werden. ’ und Kheinhesfen. ' t8' 3an- lbigener Ichcht) rdnetenversamniliing Mi für Dohnboracken : untergebrM werden fallen’ igsarbühren wirden auf heimische und auf 60 Matt tgeseht (Früher betrugen sie >. Ferner wurde dm Ersah über die Dvhlsahrir- der Stadt Damstadl -u- :uf der Debatte gab der 2vr- M-arteikl'chen Fraktion die r gegen Me Sridjtung eines kellert fei, folange noch sieht. Mit dieser Erklärung vorläufig etlebiat fein. - ge Daugenvffenfchast will dir Juli 2b Dvh nun« Lnndesbaugenossen- rters'-ühung von Reichsgeldern ngen bauen, wem die Se- Doden stellen und die Miels- ,i(I. 'Ser Gemeinderat wird Angebot entscheiden. icn-Naffarr. z.Ian. Dem „Dehlarcr 2n> bjc Personenstandr- dezember v. Is. für Mer, Erzähl von IMV* 15952 im Oftober m rfl 16. S-m. S-e Dasolt« >es’gesamten Kreises Krise allmählich , Brüche Men bemtS Arbeitern ein. San. * 3 *«192 ■ etaht eme lebhafte Ä 3* 'M eu'-e un D o m oberbürgx begrub Vvv- Sprache Unfeiner Mnnschaft äeners mw I gdenct [-igunLerfff^ freundlich« ^^JinlfurtS Derdienße b dabei W Der WW* „ j.tf M namens d^ M.^ frie icenml SUÜberreichem $erän6 3i»3®3u11 irt« ®,?* etl6l««.un; richöbanl flUfgM AM SsHs 6a S? ^ Altstadt h vrLr einem M *5*6:5 L Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag. 18. Januar, nach- mittaas 3 Uhr: Das Waldmännlein. Abends 61/., Uhr: Carmen. Montag. 19. Januar, abends 7 Uhr: Piaue Dame. Dienstag, 20 Januar, abends 7 Uhr: Der Gvangelimann. Mittwoch, 21. S'anucr. nachmittags 3 Uhr: Das Waldmännlein. Abends 7 Uhr: Fidelio. Donnerstag, 22. Januar, abends 7 Uhr: Der sü;e Kavalier. Freitag, 23. Januar, abends 7 Uhr: Die Jüdin. Samstag. 24. Januar, abends 6 Uhr: Die Frau ohne Schatten. Sonntag, 25. (Januar, nachmittags 3 Uhr: Das Waldmännlein. Abends 7 Uhr: Mignon. Schauspielhaus. Sonntag, 18. 3anuar, abends 7J ■'.» Uhr: Der KreidekreiS. Montag, 19. Canuar’ abends 7t-) Uhr: Das Apvstelspiel. Hierauf: Cr ist an allem schuld. Dienstag, 20. Januar, abends 7y2 Uhr: Die Frau Rat. Mittwoch. 21. Januar, abends 7«,2 Uhr: Bummel- studenten. Donnerstag, 22. Januar, abenbs 7V» Uhr: Der Kreidetreis. Freitag. 23. Januar, abends 7V2 Uhr: Der Dotaier. Samstag, 24. Za- nuar, abends 71/2 Uhr: Der Kreidelreis. Sonntag, 25. 3anuar, nachmittags 3 Uhr. Rathan der Weise. Abends 7i» Uhr: Dummelstudenten. Erelgerungs Rätsel. 1. 'ne Wunde ist'S, das Messer war der Held: Gesteigert kannst zur Srntezeil du S sehen auf dem Feld. 2. Der Schneider nimmt's, der Kellner bringt's, was könnte das wohl fein? Gesteigert zeigt eS dir der Baum, auch kann s 'ne Krankheit sein. 3. Wer nennt die Rllterseste, auS alter Zeit bekannt? Gesteigert hat cs jede Stadt, doch nimmer hat's das Land. Sikben-Rätsel. al be der dar de dro e c d esch gc Hard i ,me ner pert rein tau sche send vi we wei Aus diesen Silben find Wörter von folgender Bedeutung zu bilden: 1. Dcrgstadt in Böhmen 2. Fluh 3 männl. Vorname 4. Winterkurort in Italien 5. Stadt im Reg.-Bez. Kasse» 6. Vorbild 7. Lasttier 8 Daum 9. Zahl. Die A sangsbuchstaben der Wörter, von oben nach unten, und die Endbuchstaben, von unten nach oben gelesen, ergeben cor Sprichwort. L. Rbg. Geographisches Namenrätscl. der | und ei- 1 men dl ne riit nk we mu 6Ä Kprtgg- HD I ** Ar Drogen - _ •>- Äm seit langem auf der Spur, ohne day man 8ner habhaft werden konnte. Donnerstag spürte nan die Verbrecher in einer Mansarde der Alt- stadt auf und versuchte sie heute früh auszuheben. Der eine der Burschen, der 2-5iährige Monteur Krwin Ernst, flüchtete, als die Beamten in die Mansarde traten, im Hemd auf die Dächer per Rachbarhäuser und wurde hier verfolgt. Schliehlich stellt man ihn: die Festnahme konnte aber erst vor sich gehen, als die Beamten mit der Schuhwaffe drohten. 3n der Mansarde sand man ein groheS Lager von Likören und vielen anderen Diebs'achen. Die beiden anderen Helfershelfer, em Frauenzimmer und ein älterer Kellner, wurden in der Mansarde ohne Widerstand feftgenommen. - Sn der Altstadt mehren sich die K 0 l l i d i e b st 2 h l e in schlimmer Weise. Kein Vag vergeht, an dem nicht Kutschern von den Wagen wertvolles Gut gestohlen wird. Bisher gelang es noch nicht, der anscheinend gut organisierten Bande auf die Spur zu kommen. [ HerSfeld, 16. Jan. Die Reichswehr häll gegenwärtig m gröberem Verbände im Knullgebket eine Hebung ab. Die Truppen haben vorübergehend in den umliegenden Orten Quartier bezogen und werden überall von der Bevölkerung freudig begrübt. Mus demGiehenerDereinsleben. •• „Die Wanderer", (Siebener Radfahrer-Gesellschaft von 1896. feierten am SamStag auf der Liebigshöhe ihr 29jähriges Bestehen. Der im Saalsport noch sehr junge Verein hatte sich, wie man uns berichtet, zur Vervollkommnung seines Sportprogramnrs seinen Patenverein, den Darmstädter Dicycle Club von 1883, eingeladen. D« von diesem vorgesührten 8cr-5)amenreigen und 8er-Schmuckreigen bildeten in sportlicher Hinsicht den Glanzpunkt deS Festes. Aber auch die von dem eigenen Verein gefahrenen Reigen waren einwandfrei und konnten recht gut gefallen; insbesondere bet 6er»3u= genbreigen. Die Leistungen gaben (tzugnis davon, dab es der Derein in kurzer Zeit verstau den Hal, den Saalsport auf eine beachtenswerte Höhe zu bringen. Besonders ist noch hervorzuheben die unter Leitung des Herrn Vogl von Herren der Aegimentsmusik im Verein mit bei Wandererkapelle auigefüjrte Konzeitmusik. Sehr gut gefielen die DiolinsoliS des Herrn Vogl, der sich infolgedessen zu einigen Zugaben verstehen muhte. Auch die beiden musikalischen Humoristen wurden mit grobem Beifall ausgenommen. •' Eine Altersvereinigung 1 875 — 1925 hat sich, wie man uns berichtet, auch in diesem Jahre gebildet, um das Jubeljahr der Fünfziger zu begehen. Bis jetzt haben zwei Sitzungen stattgefunden. von denen die zweite von über 103 Alterskollegen aus allen Schichten der Bevölkerung besucht war. Am Samstag fand im Saalbau Sauer eine große Sitzung statt, in der Fabrikant Ä reu ter zum ersten und Metall- warensabrikant Wilhelm Zimmer zum zweiten Vorsitzenden gewählt wurden. 3n dieser Sitzung wurde ferner beschlossen, hauptsächlich die Wohltätigkett zu Worte tvmmen zu lassen, indem unbemittdte Alterst. Hegen in allen Lagen unterstützt werden sollen. 3m übrigen wird das Jubeljahr in ähnlicher Weife wie bei den früheren Jahrgängen gefeiert werden. Schöffengericht. • (Sieben, 14. San. Der schon vielfach, Darunter auch mit Zuchthaus, vorbestrafte „Arbeiter" Wilhelm Weber von Klein-Linden hatte einer armen W ttoc in Alsfeld vorgeschwindelt, er wolle für sie zwecks Erlangung einer Rente (ein Sohn war im Kriege verschollen) an das Schweizer Rote Kreuz und an das Oester- reich'sche Konsulat in F .anffurt a. M schreiben, fow-e ihr Scheitholz besorgen. Aachdem er den vereinbarten Geldbetrag erhalten hatte, ließ er nichts mehr von sich hören: er hatte weder die Briefe g schrieben, noch das Holz besorgt. Strafe: 1 Suhr Zuchthaus wegen wiederholten Rück-- fallbetrugs. Don Ende Aovember bis Mitte Dezember 1924 trieb sich in Bad-Rauheün in der Rühe des Iudensriedhoss ein Mann herum und belästigte die dort vorbeigehenden Mädchen in einer nicht wiederzugcbenden Weise. Der Bildhauer Johann Hackenschmid von Wien, wohnhaft zu Bad-Äauheim. wurde als des Vergehens gegen § 103 StGB, dringend verdächtig angellagt. 3n der heutigen Hauptverhandlung bestritt er auf das entschiedenste, der Täter zu sein. Das Gericht hielt ihn aber in 2 Fällen für überfahrt und verurteilte ihn z" ^Monaten Gefängnis. tob 1 im als gaben } len ben folge, so dah man von links nach rechts ein ~ ~ " Pb 4) Gewichtsbezeichnung, 5) Afrikanisches Vorgebirge. 6) Weiblicher Vorname, 7) Musikstück, 8) Titelheldin eines Goetheschen Dramas, Göttinnen, 10) Fluh in Deutschland, 11) Englische Stadl, 12) Farbe, 13) Französischer Schriftsteller, 14) Mab, 15) Englischer Mathemmiker, 16) Süd- amerikanischer Indianerftamm, 17) Deutscher Philologe. Die Anfangsbuchstaben und die vor -letzten Buchstaben iebcä Wortes von oben nach unten gelesen ergeben ein Zitat au8 .Maria Stuart". Auslösungen. Silbenrätsel. Salomonmfcln, Indianergefchichten, Louisiana, Dtolinkonzert, Epaminvndas. Somalineger, Tintoretlo, Eisenbahndirekkion. Repetiergewehr, Pomeranze, Ulanenrittmeister, Rebukadnezar, Sebastian, Eitronenlimonade, Herzegowina. Silvesterpunsch. W ti' < ?/ tll PW M Doktor Jack kommt nach Giessen! Umwälzende Heilmethoden eines jungen amerik. Arztes Dr. .Jack ist bedeutender als Steinach! Dr. Jack verschreibt Ihnen keine Arzneien! Dr. Jack kommt direkt v. Amerika n. Gießen! Alien nilhere Uber Dr. Jack am Montag. 60 ID _________ gematz Ksr interallnc qesordnung kl nach nur, tcoi bezeichne! fin tehung unter der Mn, t werben. amerikas ( bereits oncrk angemeldete - KrieMädcn- lyng: 2iach ix die Konseren 31. August 19 Mark eingcm für die Seh sollen. Es i ZOO Millio walligen 3er| ousgepeeht Deutschland ir Ltaatsangehöi guten mutz, be muh. Endgültig nichts crlcMgt Ici/ung von fo l'idjt gcnonnnme flimmung Aordl erkaimt sind, unter den Mi essieren, soweit in Frage koni finanziellen Sa schlingt. 3m übrige lationen aus? diese Zwecke Deutschlands, werden. Ist i nehmen das zi daß das auch Forderungen < und bleiben ül fehung für wegung 'Jaiif heute ihrer Ei Die de oeUbcrtrt nach dem M Mumungssrol >1 Ser Wer 3°n , ■L Arrsw ' PiC lan6’ \r dch S»-! räumt und c sietes ger Sowie n anfaht, ergi fischen SMN fand und EN Äsung oer Wünsche best nehmbar 'M im Ernst" militärisches' England E oder ind-rett- Zrankre'ch Prt dieser W heitsausrebe,' versoM On dieser Stelle l ist mö kommen, die e Finanzaui den Alllie der Finanzmn zu Ende geg Die r Aoman ot 44 Svrkschun . Natürlich ®tnc 'Nachricht Lder alte Hoffnung, der Knngung ein Erben , ^"er großen' o>e endliche^ ^"efung fejnr ?2fc; nun a jngelrCU(fn h wer quS nlle'n übe, ,^0^urf £ PW6u” die r,k c WH suSs sL-M, & KLs vehöröNche Anzeigen 570c Rm. Schomber. 555B 21 48 47 16,48 26,40 23,46 22 95 1 2 2 4. 5a= 5a» Los 1. 5b-£1.21,79 Los 2. 5b-M.29,15 aufgenommen wird. Gießen, den 15. Januar 1925, Direktion der Straßenbahn. Stolte Zusammenkunft bei der Ludwigsburg. Wieseck, den 15. Januar 1925. Hessische Bürgermeisterei Wieseck. Betrifft: Strahenbahnbetrieb. Bekanntmachung. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß der Strahenbahnbetrieb nach dem Friedhof bei in der Zeit vor Aufnahme des fahrplanmäßigen Verkehrs stattfindenden Beerdigungen entsprechend früher holzversteigenmg. Freitag, den 23. Januar 1925, vormittags 10 Ähr beginnend, soll aus den Waldungen der Gemeinde Wieseck, Distrikt Hegwald, nachstehendes Stamm- und Brennholz versteigert werden: Eichenstämme 4.Kl. 4Stück — 2,16Zstm. = 8,48 = 26,43 --- 0,42 = 0,89 — 0,63 13,8 ' = 109,3 = 62,5 = 2,8 = 140 = 27,8 Mrbeitsvergebung. Die Arbeiten zur Herstellung von ÄOO m Wasserleitung und 1000 m Kanali- sgtion in verschiedenen Straßen der Stadt Sich sollen öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen können bei uns, Landgraf-Philipp- Plah Ar. 3, Zimmer 22, eingesehen werden. Die Angebote auf dortselbst erhältlichen Unterlagen sind bis Samstag, den 24. ds. Mts., vormittags 10 Llhr, hier einzureichen, woselbst die Eröffnung öffentlich erfolgt. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 12. Januar 1925. [455c Kreisbauverwaltung. Cellarius. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B wurde eingetragen: Am 7. Januar 1925 a) bei der Firma Julius Aattmann, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen: Durch Beschluß der Gesellschaftecversammlung vom 27. Aovember 1924 ist das Eigen- fapital auf 100 000 Reichsmark umgestellt. $ 4 u. 12 des Gesellschaftsvertrags ist geändert. b) Bei der Firma Buchhandlung her Pilgermission, Gesellschaft mit beschränkter Haftung inGießen: Buchhändler Wilhelyi Schmitz in Gießen ist zum weiteren Geschäftsführer bestellt. Dem Buchhändler Otto Schmidt in Gießen ist Prokura erteilt. Durch Beschluß der Gesellschafter- Versammlung vom 17. Dezember 1924 ist das Eigenkapital auf 20 500 Reichsmark umgestellt. § 3 des Gesellschaftsvertrags 4ft geändert, ebenso § 5, jeder Geschäftsführer ist zur selbständigen Vertretung der Gesellschaft ermächtigt. Am 13. Januar 1925 bei der Firma Gesellschaft zur Errichtung von Wohnhäusern mit beschränkter Haftung in Lollar: Durch Beschluß der Gesellschafterversammlung ist das Eigenkapital auf 50 000 Reichsmark umgestellt. Gießen, den 14. Januar 1925. 554c Hessisches Amtsgericht. Der Plan über die Herstellung von unterirdischenTelegraphenlinieninGiehen i Bahnhofstraße. Westanlage, Kirchenplatz, Braugaffe, Landgrafenstraße und Kaiserallee) liegt bei dem Telegraphenamt in Gießen von heule ab 4 Wochen aus. Gießen, den 17. Januar 1925. Telegraphenbauamt. 591D Der Plan über die Herstellung einer unterirdischen Telegraphenlinie (Zement- kanal) vom Marktplatz bis zum Kirchen- plah liegt bei dem Telegraphenamt in Gießen von heute ab 4 Wochen aus. Gießen, den 17. Januar 1925. Telegraphenbauamt. 592 D 29^ichlederbst.l. „ 3,01 ,, D.'. Holz ist entrindet und ohne Rirrde gemeßen, der Kaufpreis ist nach Sortiment und Klassen pro Festmeter anzugeben. Die Offerten sind mit paffender A "• schrift bis Dienstag, den 20. Jen ar, nachmittags 2 Uhr, auf unterzeichn^ er Bürgermeisterei einzureichen, wo in Gegen, wart erschienener Bieter die Eröffnung statt- findet. Die Verkaufsbedingungen werden vor der Eröffnung bekanntgegeben. Annerod, den 13. Januar 1925. Hessische Bürgermeisterei Annerod. Horn 502D holz-Submissionsverkaus. Aus den Waldungen der Gemeinde Annerod soll folgendes Holz auf dem Sub- Betr.: Einstellung der Erhebung einer vorläusigen Gewerbesteuer für den Kreis Gießen für das Rj. 1924. Bekanntmachung. Für den Kreis Gießen sindet die Er- Hebung einer vorläufigen Gewerbesteuer für den Rest deS Rechnungsjahres 1924 nicht mehr statt. Dies gilt auch für die am 10. d. M. fällig gewordene Rate. Gießen, den 15. Januar 1925. Der Kreisausschuh. I. D.: Br. Merck. 568D rnissionsweg verkauft werden: 1 Kiefernstamm 3. Kl. 1,22 Fm. Schnittholz 3 Fichtestämme 3. „ 4,40 „ „ 5. , „ 6. , Kiefernstämme 3. , . 4. , Eiche- Nuhknüppel Eiche-Scheit Eiche-Knüppel Kiefer-Knüppel Eiche-Reisig Eiche-Stock Boulevardblut III. Teil mit dem unverwüstlichen BISKOT BIETER Ferner Lm©^ Dora ine die bekannte Filmschönheit, in: Die fünftes: raße Schauspiel in 6 Akten. Anfang: Wochentags 4 Uhr Sonntags 3 Uhr Zwischen Abend und Morgen Schauspiel in 6 Akten. Hauptdarsteller: WernerKranß, Gertrud Welker Agnes Straub Ferner: Die neueste Wochenschau diesmal sehr interessant durch die Aufnahmen: Riesentanks brechen Straßen durch einen Urwald. Außerdem: »1111. sei ein Haun! Lustspiel in 3 Akten. Ariaeg Woeheatags i ühr, Sonntags 3 Uhr Großes Orchester. 602c Die entfesselte Menschheit Monumentalfilm in 6 Akten mit Eugen Klöpfer Carl de Vogt und Paul Hartmann Ferner: Um Krone u. Reich Schauspiel in 6 Akten nach dem Boman von Hanns Heinz Ewers. Anfang: Wochentags 4 Uhr Sonntags 3 Uhr Spielfolgen bis einschließlich Sonntag, den 18. Januar 1925: Lichtspielhaus Bahnhofstraße Palast- Lichtspiele Kirchenplatz, Astorlallchtsplele Seltersweg Wegen Platzmangel tialge mohtne Men- (MMei C"®*) sehr preiswert abzugeben. 0511 Schreinerei Ederstratze 4 BRSP AR Sonntag, den 18. Januar, 11 Uhr vormittags Bach Die 509c 103D der Universität 576c Jos. Schwab. 593D Ausweis Mk. 0.50. 574c Eintritt frei! Eintritt frei! 604c Eintrittspreis 50 Pf. Empfehle täglich frische la Germania MttWsiÄ Zwiebäcke erhalten Sie im 0530 lSte3 531D hergestellt im eigenen Geschäft Fritz Amntt,LilldtllKtz4 Eintrittskarten sind im Vorverkauf bei E. Challier und am Sonntag von 10!/o Uhr vormittags ab an der Theaterkasse Vortrag: Univ.-ProfessorDr.Korff,Gießen Rezitation: Fräulein Meline Müller,Wetzlar Karten zu Mk. 1.— bei Challier und an der Abendkasse; für Mitglieder des Vereins und für Hörer gegen Ächtung! Gnt bürgerlichen Muoit Stier Crcdnerstraße 34 t. Nähe d. Kliniken. 2. Dorspruch, verfaßt von Frau Sophie Kindt-Wieber gesprochen von Herrn Schauspieler Juhnke 3. Niederländisches Dankgebet 4. Festrede. Redner: Herr Professor Dr. Küntzel- Frankfrrrt am Main # 5. Fridericusrex-Marsch. gesamte Bürgerschaft ist freundlichst eingeladen Bullenverkauf. Die Gemeinde Burkhardsfelden verkauft auf dem Wege schrift.icher Gebote einen fetten Dullen. Angebote auf Lebendgewicht sind bis zum Donnerstag, dem 22. d. MtS., nadjtn. 2 Ahr, auf der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, wo in Gegenwart etwa erschienener Bieter die Eröffnung stattfindet. Verkaufsbedingungen werden vor der Eröffnung bekanntgegeben. Der Ankauf eines jungen sprungfähigen Simmentaler Bullens wird von der Gemeinde beabsichtigt und können schriftliche Angebote hierfür sofort bei uns eingereicht werben. 595 D Burkhardsfelden, den 16. Januar 1925. Hessische Bürgermeisterei. Albach. MMe ° werd, sachgemäß u. preiswert gestimmt ii. repar. Oettssr; Gießen, Vlültslr.11 Ankauf nbr.SHau. u. Harmoniums. im Stadttheater 1. Iubelouvertüre....... und gewährleistet wird Meldungen im Stadthaus, Zimmer 12 Stadtverwaltung. (607 B Jederzeit betriebsbereiterMotorfürDauerarbeit Brennstoffverbrauch ca. 2‘A Pf. pro P.S.-Stunde (also 4 Pf. pro KW-Stunde) Motoren-Werke Mannheim Ä.-G. vorm. Benz, Abt. stationärer Motorenbau Verkaufsbüro Gießen: Schanzenitr.16,Tel.928 Hölzverfteigerung in dem Freiherrlich von Dvrdeck zur Dabenauschen Distrikt Ampel, Freitag, den 23. Januar 1925. Versteigert werden :Rutzscheit e rRm.: Linde 2 (3 Mir. lang): Ruhknüppel Rm.: Fichte 3 (3 Mir. lang): Scheiter Rm.: Buche 1. Kl. 118, 2. Kl. 2. Eiche 24, Fichte 4; Knüppel Rm.: Buche 131, Hainbuche 12, Eiche 64, Kirschbaum 1, Erle 24, Linde 2, Aspe 3, Fichte I. Kl. 7, 2. Kl. 6; Reisig Ain.: Buche 187, Eiche 158, Erle 50, Stöcke Rm.: Buche 64, Eiche 31, Fichte 21. Zusammenkunft auf der Kreisstrahe Rüddingshaufen - Deckenbach, Waldeingang um 9 Uhr vormittags. Londorf, den 16. Januar 1925. Hessisches Forsiamt Rabenau. Löber. 573V für sämtliche Industrie- und Gcwtrkmlfe er «leit der MWM BENZ-DIESELMOTOR ohne Kompressor ' Zagdverpachiung. Die Jagd der Gemeinde Stockhausen, Kreis Gießen, soll am Samstag, dem 24. Januar 1925, nachmittags 2 Llhr, auf hiesiger Bürgermeisterei auf 6 Jahre verpachtet werden. Stockhausen, den 16. Januar 1925. Bürgermeisterei Stockhausen. Jochim.5670 Das Abladen von Schutt auf mein. Grundstück Bahnhofstraße ist streng verboien.616D Carl Schnnck. Bläser-Quintett Martin Geisler (Flöte) — Ernst Schaefer (Oboe) Fritz Heynau (Klarinette) — Äug. Jaud (Hom) Emil Wischer! (Fagott) — am Klavier: Gusti Beck Quintett Es-dur v. Beethoven — Sonate H-moll v. Bach — Sextett B-dur v. Thuille Eintrittskarten: Mk. 5.-, 4.-, 3.- und 2.- bei Ernst Challier und abends an der Kasse. Studentenkarten Mk. 1.- nur im Vorverkauf beim Hausverwalter Brennholzversteigerung im Lichcr Stadtwaldc. In dem Distrikt Eisenkaute werden Donnerstag, den 22. Januar dS. Js.» vormittags 10 Llhr, nach vorheriger Zusammenkunft am Kreuzungspunkt desBurk- hardsfelder Wegs und Rieder-Bessinger schneise, Anfang bei Rr. 284, versteigert: ScheiterRm.: Buchen 661 .Eichen 13, Hainbuchen 3; KnüppelRm.: Buchen 85, Eichen 5; Reisig, Wellen: Buchen 5540, Eichen 295; Stöcke Rm.: Buchen 315, Eichen 9. Günstige Zahlungsbedingungen. Lich-, den 16. Januar 1925. Hessische Bürgermeisterei Lich- Völker. 589D Lichtbildervortrag von Pfarrer Storck-Langen: „Dom Gustav-Adolf-Derein u. seiner Arbeit". Eintritt frei. Die Kirche ist geheizt. Alle Evangelischen sind herzlich -ingeiad-n. 8et GuW-MHHerein. Ehemalige Angehörige des Inf.-Rgt.174 werden gebeten, ihre Anschrift mitzuteilen aN 0497 Dr, Wagner, Gießen Friedrichstraße 6. Berkau Sltelle Bre° merGroßbandlnng empfiehlt Kaffee Tee Kakao Preisverzeichnisse verabfolg: und Be- stellungen nimmt entgegen 0516 Fran N. Wertens Kaisern! lee 3II. la Doppelfalzziegel ia Biberschwanzziegel la rhein. Schwemmsteine la Lahn-, Brau- und Weitzstück-Kalke sowie alle sonstigen Baumaterialien liefert zu den günstigsten Tagespreisen H.GWmLM Gießen ö7?d Frankfurter Straße 21 — Telephon 835 Cafe Astoria Montag, den 19. Januar, abends 8 Uhr einmaliges Gastspiel des bekannten FraeitfurtgrLokallüimorlsteii Emil Kopp Eigenes Repertoire Gießener Konzertverein Sonntag, den 25. Januar 1925, nachmittags 47a Uhr in der Universitätsaula SECHSTES KONZERT Das Darmstädter Die Abonnenten werden gebeten, die 2. Rate desAbonnements bei ErnstChallier abzuholen roSöcSschule BieSen Samstag, 17. Januar, abends 81/» Uhr, im großen Hörsaal der Universität: Ricarda-Hnch-Abend Bier-Patel JadtrtriT Heute abond Sonntag * Uhr und Montag großes Bockbierfest mit „Arri“, die kleine Kanone u. das übrige Stimmungsprogramm. Cesaog • "limsong - Homor ■ Gaudi Morgen Sonntag nachmittag 4 tthv am Reichzgründungztag 4. ßlltzkS MMNZkkl mit verschiedenen Soli-Einlagen Leitung: Herr Obermusikmeister Löber im Saalbau Sauer zu haben. Wiße WWklei. ‘ ’ Bekanntmachung. ICXfziMMrrho Der Theaterzettel soll zu eigenen H- AV- Mr Empfehlungszwecken an e i n angesehenes 17 q- Qr fl5cnhs o Hhr Geschäftsunternehmen tn der Weise ver-1 Januar, Ovenos v uyr geben werden, daß die Lieferung in tadelloser Ausstattung von dem Pächter gestellt 0509 Eintrittspreis 50 Pf. flOTOR Verarbeit *■ ^••Stunde e) orenbau r'16,Tel,928 ^5^w!_J03p nzertverein ’5, nachmittags 41', Uhr rsitatsaula KONZERT tädter Quintett Emst Schauer (Oboe) ) - Kug. Jaud (Hom) am Klavier : Gusti Beck oven - Sonate H-moll tß-dur v.Thuille •, 4.-, 3.- und 2.- bei ds an der Kasse. Studentenverkauf beim Hausverwalter iversität 516c ;n gebeten, die 2. Rate •nstChallierabzuholen Irnle e/M .abends 8lk Uhr, 1 der Universität; ssorDr.Korff .Gießen lelineMüller,Wetzlar ballier und an der Abendreinsund für Hörer gegen nachmittag 4 Uhr ünMM WB n So»-E>nl«gen Mchw-ü'-r i5hel MSauer ie"M H16»reri »‘«" VOI1 °”4 :,“raiH»rtn,a K(WW°-Bs KM" Ift. H Drittes Blatt Außenpolitische Umschau. Ion Prof. Dr. Otto Hoetzsch Hi. D. 2t Der Räumungskonflikt ist da: die Kölner Zone ist am 10. Januar nicht geräumt. i5tnc KrisiS ist damit von den Alliierten wieder cingeleitet worden^die länger dauern wird, als die längste RegierungSkrislS Deutschlands, und protze Gefahren in sich bergen kann. Denn allzu leicht wird jetzt bei uns übersehen, daß der Hintergrund dieses Konfliktes ja nicht die Frage die deutschen Entwaffnung ist, sondern die Sicherheitsfrage, in der Frankreich ferne Wünsche erfüllt sehen will, bevor es die Ruhr räumt und bevor die erste Zone des altbesetzten Gebietes geräumt wird. Sowie man aber diele Licherheitssrage fest anfafjt, ergibt sich, datz eine Lösung im französischen Sinne für beide Teile, nämlich Deutschland und England unmöglich ist. Es gibt leine Lösung der Sicherheitsfrage, die Frankreichs Wunsche befriedigt und die für Deutschland annehmbar ist Aber ist denn auch für England im Ernst möglich. Frankreich und Belgien ein militärisches Schutzbündnis zuzugestehen? Ist für England möglich, in irgend einer Form direkt oder indirekt das linke Rheinufer, das Rheinland. Frankreich prerSzugeben? Was aus England zu dieser Frage vorgeschlagen wird, ist Verlegen- heitSauSrede. das dem alten, wirklichen und stets verfolgten Interesse der englischen Politik an dieser Stelle Europas schlechterdings nicht standhält. Es ist möglich, daß England, um weiter zu kommen, die Sicherheitsfrage auch in die große Finanzauseinandersehung zwischen den Alliierten hineinzieht. Die Konferenz der Finanzminister in Paris ist merkwürdig rasch zu Ende gegangen. Sie hat nur gerade eine Woche gebauert. Das war möglich dadurch, daß gemäß Aufforderung Amerikas die Behandlung Der interalliierten Schulden nicht auf die Tagesordnung kam. Die Konferenz behandelte da-, nach nur, womit auch schon ungeheure Ausgaben bezeichnet sind, die Verrechnung der Ruhrbe- letzung unter den Alliierten und die Verteilung der Zahlen, die aus dem Dawes-Platt erwartet werden. Dazu kommt der Anspruch Roxd- amerikas aus seine Besahungsauslagen, der bereits anerkannt war, und der weitere jetzt angemelbcte Anspruch Amerikas, auch an der Kr iegsschädenerfahrechnung beteiligt zu werden. Aus dem Zahlenmaterial nur die Mitteilung: Rach deut franzosisch-belg'schen Bericht für die Konferenz sind vom 11. Januar 1923 bis 31. August 1924 aus dem Ruhrgebiet 971 Mill. Rkark eingenommen worden, während 184 Mill, für die Besahungskosten darauf gegangen sein sollen. Es ist also die unsinnige Summe von 700 Millionen Gold >nark doch unter gewaltigen Zerstörungen deutschen Eigentums her- ausgepreßt worden! Selbstverstäitdlich, daß Deutschland in irgendeiner Form, da es ja seinen Staatsangehörigen die entstandenen Schäden vergüten mutz, bei der Berechnung zugezogen werden muh. Endgültig ist von diesen Dingen in Paris nichts erledigt. Man hat vorläufig eine Verteilung von so und soviel Jahresraten in Aussicht genommmen, unter Beteiligung und Zustimmung Rordamerikas, dessen Ansprüche anerkannt sind. Das sind Auseinandersetzungen unter den Alliierten, die Deutschland nur interessieren, soweit die Verrechnung der Ruhrkosten in Frage kommt, und wenn sich mit diesen finanziellen Sachen eben die Sicherheitsfrage verschlingt. 3m übrigen: die andere Seite macht Kalkulationen auf Jahrzehnte hinaus, verteilt für alle diese Zwecke und Ansprüche die Zahlungen Deutschlands, die aus dem Dawes-Plan erwartet werden. 3 st denn das möglich? Run, wir nehmen das zur Kenntnis und denken uns dabei, daß das auch anders kommen kann. Denn die Forderungen an Deutschland aus dem Plan sind und bleiben übermäßig groß und die Voraussetzung für ihn. die vollkommen freie Bewegung Deutschlands in der Hairdelspolitik, ist heute ihrer Erfüllung weiter als je entfernt. Die deutsch-französischen Handelsvertragsverhandlungen sollten nach dem Willen der Regierung nicht nut der Räumungsfrage in Zusammenhang gebracht wer- Die rote Kaschgar. Roman von Fedvr von Zobeltitz. 44. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Ratürlich hoffte man daheim immer noch auf eine 'Rachricht von dem Verschollenen, und besonders der alte Geisbach Hämmerte sich an diese Hoffnung, der Gerl nicht nur eine aufrichtige Zuneigung entgegenbrachte, sondern in ihm auch seinen Erben und den Rachfolger in der Leitung feinet groben Betriebe sah. Er war glücklich über Aic endliche und völlige und eigentlich unerwartete Genesung feiner Tochter. Aber Himmeldonnerwetter. nun lag doch die Sache so, datz die arme Dheda' Monat für Monat vergeblich auf den ihr Angetrauten baute, dem sie nun zeigen konnte, datz sie ein blühendes Weib geworden war, den sie umarmen, dem sie Liebe spenden und Krnder schenken wollte! Ach Golt ja, das Vaterherz spürte schon, was in seiner Tochter vorging. Wenn er mit ihr allein war. sprach zuwellen ein stummer Vorwurf aus ihren Augen, eine Klage über ihre Gebundenheit. Der Klatsch, der über dc.l Leichtsinn Gerts erzählt wurde, und alle die übertriebenen und aufgebauschten Gerüchte über lein Verhältnis zu der Savary erbitterten sie. Mnt> wenn er schon unter dem Zwang der Uniftänte den Abschied genommen hatte so wäre es unbedingt seine Pflicht gewesen, zunächst nach Deutschland und zu seiner Frau zurüctzu- khicii, statt sich einer phantastischen Expedition in das Ungewisse anzuschüietzen. Denn. alles das, was er zu feiner Entschuldigung darüber tu set- nent hundertmal gelesenen letzten Briefe vort'rächte, waren doch nur halllose Redensarleit! Er hatte Scheu vor der Heirat und eocheu vor der Ehe. Seine ungebändigte Aatur litt es nicht in der Enge Dann aber hätte er sich auch der Heirat widersetzten muffen... Geisbach fühlte recht wohl, datz in Theda auch das lange zurückgedämmte Blut eine beredte Sprache führte. Sie war Frau und war es doch nicht. Sie war eine Iürmakulata und sehnte sich nach Mutterschaf!. Er gab riesige Gelder aus, um sich Gewißheit über Has Schicksal Gerts zu verschaffen, lieh die russischen Agenten in Buchara Samstag, (7. )anuarJ925 Gietzener Anzeiger (Seneral-Anzelger für Dverhessen) den. Die Haltung Frankreichs hat den Zusammenhang doch hergestellt. Die Kölner Zone ist am 10. Januar nicht geräumt worden, am gleichen Tage in der Zollkarnps zwischen Deutschland und Frankreich sowie Belgien entbrannt. Dieser jetzige Zustand kann nicht dauern. Er wird in den offenen Zollkrieg übergehen müssen, wenn man nicht in den Verhandlungen weiter kommt und wenn nicht in den Verhandlungen die Franzosen den Lebe ns Notwendigkeiten der deutschen Wirtschaft gerecht werden. Run ist es Zeit datz sich unsere Wirtschaftsgruppen, unsere nationalen Parteien und die deutsche Regierung mit dem Rüstzeug und den Waffen versehen, bic Deutschland in all diesen zahllosen Handelsvertragsverhandlungen so empfindlich fehlten! Wir haben keilten modernen Zolltarif. Wir haben keine Klarheit über die Meistbegünstigung. Wir haben noch nicht den Ausgleich zwischen Industrie und Landwirtschaft, überhaupt zwischen den WirtschastSgruppen. Es wird jetzt aber höchste Zeit! Denn es ist Gefahr im Verzug! Die Gefahr nämlich, daß wir aus Bequemlichkeit und bestimmter Abficht wieder in das System der Caprivischen Verträge zurückverfallen: Einfache Meistbegünstigung und dann Zollsätze, gerade wie es trifft, und die jeweils nicht beteiligten Interessen als Ausgleichs- vbjekte. nicht zum mindesten dann dafür die Landwirtschaft! Räumung und Sicherheitsfrage. Völkerbunds- srage, die mit der deutschen Rote vom 11. Dezember nicht erledigt ist, Handelsvertragsver- handlungen. das sind die nächsten Ausgaben einer deutschen Regierung, die nun endlich zustande gekommen ist. Kostbarste Zell ist verloren, hofsent- lich nicht unwiderbringlich! Höchste Zeit wird es, nun fest und entschlossen an die deutsche Außenpolitik zu gehen, unter den maßgebenden Ge- sich nicht unwiederbringlich! Höchste Zeit wird es, sichtspunkten der nationalen Eyre und der Le- bensnvkwendigleiten von Staat und Wirtschaft! Finnland. Von unserem OKorrespondenten. (Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Helf ingfors, Januar 1925. Rirgendwo kann. der Deutsche, der einmal wieder über die Grenzen feines Vaterlandes hinauskommt, besser erkennen, wie anders sich die 'Dinge von draußen änsehen. als in Finnland. Wir Deutschen glauben, Finnland sei deutschfreundlich und damit steht unser Urteil über dies Land, das da irgendwo jenseits der Ostsee, wahrscheinlich in Eis und Schnee liegt, fest. So ist man überrascht. Wenn man .statt der erwarteten etwas „östlichen" Verhältnisse ein Volk auf höchster Kulturstufe vorsindqt. Man kann cs kaum begreifen, datz diese Leute unter russischer Herrschaft gestanden haben und dah ihnen dieselbe Bewegung zu staatlicher Selbständigkeit verhalf, die die anderen neustaatlichen Wirrnisse an der Ostseeküste schuf. Roch kurz vor der Einreise in den Hafen von Heksingfors macht man sich auf alle möglichen Abenteuer gefaßt, weil bekannt wird, daß man wegen der vom Kriege her immer noch bestehenden Mmengesahr nur am Tage unter größten Vorsichtsmaßregeln in den Hasen einlaufen darf. Die Minengefahr ist besonders nach den Stürmen der letzten Zeit wieder einmal sehr groß, und jeder Schisfs- kapitän ist verpflichtet, eine Flinte bei sich zu haben, um ankommende Minen unschädlich machen zu können. Ist man aber erst einmal durch diese Gefahrenzone hindurch, dann bietet sich das überraschende Bild eines äußerst lebhaften und geordneten Verkehrs. Schwer beladene Handelsschiffe. Dampfer. Segel- und Motorboote füllen die halbkreisförmige Bucht, durch die toir an zahlreichen kleinen Inselchen vorbei, zur Hauptstadt Finnlands gelangen. 3m klaren Wi.ller- sonnenschein bietet die Stadt, aus der als Hauptmerkmal die russische griechisch-katholische Kirche emporragt, einen reizenden Anblick. Blitzsauber leuchten bic Häuser rot und weiß und man glaubt nicht, soweit von mitteleuropäischer Kultur entfernt zu sein. Der lebhafte Verkehr, die zahlreichen Autos, die sauberen Elektrischen überraschen Typisch find die zweirädeeigen Karren der Lastfuhrleute, die von und Ehiwa und die englischen in Kabul beauftragen, mit allen Mitteln Erkundigungen einzuziehen, und schickte von Indien aus einen amerikanischen Detektiv nach Iarkent, um dort die Spuren weiter zu verfolgen. Inzwischen warf er sich daheim mit wütender Rastlosigkeit in die Arbeit. An der fogenaimlcn Halde war der Thri)a- Schacht niedergebracht worden und wurde nun weiter erschlossen. Die Arbeitsstadt wuchs Die grotzen Gebäude standen lchon, über dem Schacht das Riesen Haus für die Fördermaschinen, daneben das Kesselhaus unD die gewaltigen Speicher, weiter in das Gelände hinein das Mahlwerk und seitwärts die kleineren Baulichkeiten zur Herstellung der komprimierten Luft und der Kristalli-' fierung, die Vorratsräume, das Laboratorium - es war ähnlich wie bei Schacht Vier in Schwi- chelde, nur das; man hier mit allen neuen Errungenschaften der Technik zu Werke gegangen war. llnd dann geschah eines Tages das ilnglüd. Es war einer jener gewaltsamen, außerhalb jeder Berechnung liegenden Vorstöße des Zufalls, die um so unbegreiflicher erscheinen, weil man doch auch in allen großen Arbeitsbelrieben die Gefahr böser Zufälligkeiten in Anschlag zu bringen pflegt und ihnen vorzubeugen sucht. 3m Theda-Schachl waren an einem Frühlingstage, an dem überall aus der Erde ein neues Leben keimte, die üblichen Sprengungen vorgenommen worden. Man war durch Bohrmaschinen in die entfernteren Salzlager eingebrochen und halte vorfchristsgemäh die Sprengladung mit einer langen Zündschnur in Verbindung gebracht. Das Zeichen zum Verlassen deL Werks war längst gegeben, die Explosion erfolgte wie vorgesehen, es war alles in Ordnung. Geisbach traf am Schacht ein, als die ersten Arbeiter schon wieder einfuhren, um mit der Forträumung der eingebrochenen Salzstücke zu beginnen, und da dem Kommerzienrat daran lag, die frische Salzwand zu besichtigen, ehe man neue Bohrungen vornahm, so fuhr er mit ein und begab sich, nur von einem Obersteiger begleitet, durch einen der Querschläge in den Abbauraum, UnD in dem Augenblick, da er ihn betrat, löste sich in der Höhe ein gelockerter schalenähnlicher Block von der oberen Salzfirste, stürzte herab und zerschmetterte ihm den Schädel. wohlgenährten Finnengäulen flink die bergigen Straßen hinauf- und fast 1 len »gefährlich rasch wieder hinabgleiten celbfl im Winter geben die zahlreichen großen Gartcnanlagen ein Bild von der Großzügigkeit, mit der diese Stadt angelegt wurde Die Esplanade ist die Haupt verkehrsstrahe. und auf dem Platz voi ihr zwischen dem Hafenkai und dem großen Springbrunnen spielt sich alltäglich ein buntes Markt-- leben ab. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, datz die Menschen hier in Finnland irgendwie sauberer, ordentlicher und — bei näherem Zusehen auch ehrlicher find, als wir das so gctoobni sind. Es ist eine alle Bürger- unb Bauernkultur, die man hier sindet, und tatsächlich ist zum Beispiel eine Badestube durchaus fein besonderer Vorzug der Stadt: man findet sie fast überall, auch draußen im Land. Der Eindruck der Sauberkeit erhält sich auch im Hotel und im Familienkreis. Selten sieht man so viel schneeweißes Linnen. Das Volk ist rassenmäßig nicht einheitlich. Die Finnen sind mongolischer Abstammung, die zahlreichen Schweden, die die geistige Oberschicht bilden, sind Germanen. Die Schweden sind selbstverständlich deutschfreundlich, und die Finnen waren es, weil sie dem deutschen Heere unter General v. d. Goltz ihre Freiheit verdankten. Ein Denkmal zeugt von dieser Dankesschuld. Aber diese verschlossenen, nordischen Menschen werden sich sofort zurückziehen, wenn du vom deutschen Soldaten und seinem Defreiungswerk sprichst, während sie sicher anerkennende Worte aussprechen. wenn du den Gegenstand nicht zur Sprache bringst. Leider hat nun aber der Deutsche sich diese Sympathien nicht z u erhalten gewußt. Ferienkinder und Studenten haben - man muß das leider aussprechen, weil man hieraus nur lernen kann — sich das Vertrauen durch gesellschaftliche Unmöglichkeiten und sogar durch Eigentumsvergehen verscherzt. Selbstverständlich wird auch das kleinste Vergehen gerade letzterer Art im Volke herumgesprochen und feine Erinnerung bleibt hasten. Dazu kommen die Anstrengungen, die besonders Frankreich macht, um den deutschen Einfluß zu verdi-ängen. Von Seifen und Parfüms bis zum wissenschaftlichen Buch u'ivft Frankreich die Erzeugnisse seiner Kultur auf den Markt Finnlands. Den Winter über hält ein Professor der Sorbonne Vorlesungen über französische Literaturg schichte. Frankreich tat in diesem Herbst eine 15 003 Bände starke Bibliothek feiner Romanschriftsteller des 19. Jahrhunderts der hiesigen Llnlversitätsb bliothck gcili.tel. Richt zu unterschätzen ist auch die Auswirkung der Tatsache, dah die hohendeutschenBücher- preise in Finnland kaum erschwinglich sind. Roch ist nichts verloren, aber die Gefahr für den deutschen Einfluß besteht zweifellos. Die deutsche Schule, die sich aus dem kleinen Aiv fang des Unterrichts an 35 Kinder entwickelte, zählt jetzt 250 Schüler 14 verschiedener Rationalitäten. oie wird sowohl vom deutschen als auch vom finnischen Staat unterstützt und bereitet zum Eintritt in die Universität vor. Schon aber besteht die Gefahr einer französischen Schulgründung, wie sie sich in Reval bereits verwicllicht hat. Roch sind die deutschen Erzeugnisse nicht vom Markte verdrängt. Aber der Deutsche, der nach Finnland tommt, muh sich schon wieder selbst seine Position erobern, denn er wird nicht einfach als Reichsdeutscher willkommen geheißen. Die Anknüpfung zu diesen Menschen und den Weg zu ihren, Vertrauen findet man nicht durch historische Gespräche und Erwähnung von Dankespflichtcn, sondern nur durch d en Beweis einer guten Kultur und des Besitzes deutschen Geistes und deutscher Wissenschaft. Das Gespräch hiervon aber fällt stets auf guten Boden, weil sich hierzulande auch der Bauer sein gutes Buch kauft. Ein Schatten liegt über der wohltuenden Ordnung finnländischer Verhältnisse: die Alkoholfrage. Auch F nnland steht, wie Amerika, im Zeichen des Aikoholverbots und deshalb des Schmuggels. Cs ist bezeichnend, dah Fische in dics.m Küstenland fast selten geworden sind, weil sich die Fischer viel cinlrägltcher statt init dem Fischfang mit dem Schmuggel beschäftigen. Aus Motorbooten neuester Konstruktion Gaisbach brach zusammen und war auf der Stelle tot. In der deutschen Industrie erregte der Uiu glücksfall allgemeine Anteilnahme, um so mehr, als die Kartellbewegung auf dem Kalirnarlt regsamer zu werden begann, die Zeitungen brachten lange rühmende Rachrufe, die illustrierten Blätter vielfach das Bild des Verstorbenen, mit dem gewaltigen Kopf voll lurzgeschorener weißer Haare, dem breitocrlaufenbcn Gesicht, das dem eines behäbigen Weinhändlers ähnelte, und mit dem Buschwerk über einem Augenpaar, aus dem jeder Blick ein Fassen und Zugreifen war. In den Betrieben selbst änderte der Tod Geisbachs vorläufig nichts. Theda war für Schwichelde die Gesamterbin und für Groß-Ponar die Vertreterin ihres Mannes. Sie betrauerte ihren Vater ehrlich, aber in dem Zufluß an neuen Lebenströmen, den ihr die Genesung brachte, fand eine in sich versinkende Rührseligkeit keinen Raum. Die Gesundheit bedeutete zugleich den Durchbruch ihrer Ratur. Sie war so wenig sentimental wie ihr Vater, hatte auch seinen praktischen Blick und eine gewisse Rücksichtslosigkeit im Empfinden, wenn sie die eigenen Interessen beeinträchtigt sah, aber nichts von feiner geistigen Gröhe und seiner Macht über die Menschen. Alexe beurteilte sie falsch, wenn sie die Kusine gelegentlich ein „liebes dickes Dummchen" nannte. Ihre geistige Trägheit war mehr ein Hang zur Bequemlichkeit, sie ließ sich gern gehen, trainierte sich wohl körperlich, well sie eine schreckliche Angst vor zunehmender Rundlichkeit hatte, griff aber selten zu einem Buche. Hm die Hofwirtschaft fümmerte sie sich gar nicht, die ging an der leitenden Hand Hellmuts wie am Schnürchen, und die cochloßwiri- schatt nahm sie nicht allzu sehr in Anspruch, schützte sie jedenfalls nicht vor der Langeweile. Es war nut natürlich, dah sie nach dem Tode ihres Vaters Hellmak zu ihrem Generalbevollmächtigten ernannte. Es war erstaunlich, wie rasch er Grotz-Ponar in die Höhe gebracht halle, er war ein überaus tüchtiger Landwirt, eine unermüdliche Arbeitskraft, ein Mensch von unleugbarer organisatorischer Begabung. Auch in seinem neuen 2hni bewies er eine kluge Umsicht, mischte sich nicht in die rein technischen Fragen, in denen er der Zuverlässigkeit der Direktoren vertrauen fahren fie auf die hohe Seo, um von den Danipsern meist leider deutschen! — den kostbaren Sprit abzuholen. Die schlechten Motor boote der Schllfspvlkzci fangen nur zu feiten einen solch flinken Schmuggler UnD hat man ihn einmal, dann ist es sogar mit der Bestrafung nicht allzu schl.mm. Die Boote werden beschlag nahmt und öffentlich versteigert, so dah gar oft bei frühere Besitzer fein Boot selbst Wiedei laufen tarnt, um dann, von der Erfahrung .p witzt. den Handel von neuem erfolgreich zu betreiben. Auch aus dem Inneren d^s Landes kommt viel Sprit, well fast jeder Bauer Kor» brennt. War ö.i der Ehauffeur eures finnischen Würdenträgers, der leinen Herrn tätlich vom Landhaus zur Stadt brachte. Er kündigte eines schönen ages mit der Begründung, daß er sich nun selbst ein Auto laufen wolle Auf eine Frage antwortete er freimütig, daß er tagluh unter dem Sih seines Herrn Sprit zur Stadt gebracht habe. An dieser Stelle lonntc aller- dings die finnische Polizei nichts Unerlaubtes vermuten! Das finnische Militär ist gut diszipliniert unb feine Uniform, ein Mittelding zwischen ruffi scher Uniform und deutschem Feldgrau, wirt' sympathisch. Die Konimandosprach? ist bemerkens werterweise nur die finnische, während bei B- Hörden unb im Verkehr das Schwedische gleichberechtigt hinzutritt. Finnland ist ein Staat musterhafter Orb» nung und unverdorbener Kultur und Volkslrast. Seine Zuneigung sollte uns wertvoll sein. Es ist besonders schlimm, daß der deutsche Anteil gerade beim A.toholschmuggel als fast der einzigen Krankheitserscheinung dort so groß ist. Hüten wir uns vor Taktlosigkeiten und seien wir besonders vorsichtig mit der Auswahl der Leute, bie wir als Repräsentanten des Deutschtums aus dem öffentlichen und dem privaten Leben dorthin schicken! Vie Erweiterung der Siegeltet höheren Mädchenschule zu einet Studienanstalt. Von Pros. Dr. R. Herzog. Das Gießener Stadtparlament steht vor schwerwiegenden Entscheidungen auf dem Gebiete leinen Schulwesens. Pläne für die Erwellernnas imb Reubauten einer Reihe von städtllchen Schulen waren schon vor Beginn des Krieges drin geab und spruchreif. Sie mußten seither zurück - aeiteUt werden, und die Rot der Schulen ist inzwischen in solchem Maße gewachsen, daß ein weiteres Zusehen einem Verbrechen an der Ge sundheit und der Erziehung unserer Jugend .ckeichkäme. Diese Baupläne werden den Stakst - fackel schwer belasten, aber fie sollen unserem köstlichsten Gut dienen und muffen deshalb so schnell als möglich durchgeführt werden. Reben diesen Bauten ist ein Ausbauproblem immer dringender geworden, dessen Lösung zum Glück leine kostspieligen Bauten, sonder nur im Verhältnis zu jenen Bedürfnissen ganz gering tügige Personaltosten erfordert. Das ist die Er' Weiterung unserer Höheren Mädchenscyule zu einer ötuDicnanftalt. Sie schließt bis jetzt ab mit der Untersekunda (Hb), deren Abgangszeugnis dem früheren „Einjährigenzeugnis" entspricht. Durch Aufbau von drei weiteren Klassen (Ha. Ib. la), also jährlich einer bis 1927, Joll sie zu einer Studienanstalt werden, dem Typus der Mädchenschule, dessen Reifezeugnis dem der neun» llassigen höheren Knabenschulen entspricht. Die Elternschaft der Höheren Mädchenschul« hat diesen Wunsch schon feit Jahren in Eltern- Versammlungen einmütig ausgesprochen und den beteiligten Behörden, der Stadtverwaltung und dem Landesamt für das Bildungswesen, eindringlich vorgetragen. Bei beiden hak fie dafür Verständnis gesunden, aber die Rot der Rach- Iriegsjahre und vollends Der Inflationszeit zwang bisher zur Zurückstellung auch dieses Planes Ruumehr ist aber durch die Stabilisierung Der Finanzen und durch eine Reihe von günstigen Umständen der Moment cingctretcn, wo der Plan im Kreise der Behörden als dringende Rotwen- digkett anerkannt wird und zugleich am glattesten verwirklicht werden lann. konnte, und bereitete in Den Sommermonaten Den Ucbcraang der Schwichelder Werte in die Form einer Aktiengesellschaft vor. DaS war schon Gels- bachs Plan gewesen. Der sich auch mit Dem Gedanken einer Angliederung von Groß-Ponor trug, um schließlich die bevorzugten Majoritäten beider Gesellschaften in einer Hand zu vereinigen. Die Rot Wendigkeit einer stärkeren geschätt- lichen Annäherung führte unwillkürlich zu einem häufigeren persönlichen Begegnen zwischen Theda und Hellmut. Er fiedelte auf ihren Wmllch in Das Schloß über, bezog ein paar hübsche Zimmer im zweiten Stoawert und speiste von nun ab gc- meinfam mit ihr. ES wurde viel in der älmgegcnb Darüber geredet, man hielt dies nahe Deisam» menfein fiir unschicklich, obwohl eS im Grunde genommen kaum anders war als früher, denn Die alte Inspektorwohnung. in Der nun die beiden Volontäre untergebracht wurden, lag auch nut wenige Schritte vom Schlöffe entfernt. Im übrigen machten die beiden sich nicht viel aus dem Gerede, fie unterhielten sowieso wenig Verkehr mit Der Rachbarschaft. Theda vor allem ertrug das ewige Fragen nach Gert nicht mehr und zog sich schon deshalb zurüct. Das Verhältnis zwischen ihnen war zunächst ein rein freundschaftliches. sinnlich übte Theda keinerlei Reiz auf Hellmut auf, sie war nicht sein Geschmack, aber sie halle doch auch etwas Gutmütiges in ihrem Wesen und die bequeme Rachgieoigkeit träger Raturen. Es war mit ihr auszukommen. Während des eommerß und zur Erntezeit begleitete fie ihn oft zu Pferde auf die Felder uird bis an Die Halde, sie machten zuweilen weile Rilke, auch auf schwichelder Gebiet, und unwillkürlich steigerte sich Dabei die gegenseitige Vertrautheit. Lind dann kant wieder der Winrer, und Theda wurden Die Tage lang, da suchte fie sich denn für das Rechnungswesen und Die Buchkuhrung zu interessieren und wohnte Den zahllosen Verhandlungen mit Den Inspektoren und den Konferenzen mit Den Direktoren der Werte bei, und um auch die freien Abende auszufüllen, begann sie eine lebhafte Anteilnahme für die Briefmarkensammlung Hellmuts zu entwickeln. Der noch immer fein? wenigen Mußestunden gehörten. (Fortsetzung folgt) Die Raumfrage uni) damit Das schwerste Hindernis ist dadurch gelost, daß die Erweiterte Mädchenschule im Qtbbau begriffen ist, wodurch die nötiger Schulräume für die weiteren Klassen der Studienanstalt frei werden. Zugleich wird die Errichtung von Studienanstalten in Hessen ein allgemeines Bedürfnis durch den Abbau der staatlichen Lehrer innen- Seminare. Ader nicht nur die bisher darin vor- gebildeten BolkLschullchrerinnen sind in Zukunft für ihre Vorbildung auf die Studienanstalten und ihre 'Reifezeugnisse angewiesen, sondern dresc Reise fol: auch für die Turn-. Sing-. Zeichen- und Handarbeitslehrerinnen und ähnliche Berufe zur Bedingung gemacht werden, und auch bei der Bewerbung um priüatc Anstellungen wird dieses Zeugnis vielfach eine Rolle spielen. Die Gießener Familien werden also ihre Töchter, denen sic eine Berufsausbildung zu Teil werden lassen, drei Jahre länger zu Haus behalten können, trenn eine Studienanstalt am Ort errichtet wird. Dabei hebt das .Universitätsstudium als Zweck des Reifezeugnisses durchaus in zweiter Linie. Für die Volkswohlfahrt ist zu wünschen, Dati nur soviel Mädchen zu Bcrufszwecken auf der Hniversilät studieren, als der Staat und die Volkswirtschaft studierte Frauen braucht, und nur solche, die starker Drang und ausgesprochene Befähigung auf diesen Weg treibt. Ebenso wichtig ist es aber für das Vvlkswohl, das) möglichst viele Mädchen ftd) durch eine abgerundetere Bildung als bisher auf die besonderen Frauenberufe oder auf die Anforderungen des häuslichen Lebens vorbereiten. Die Studienanstalt ermöglicht es, die engere Berufswahl bis zum 19. Lebensjahr hmauszuschiebcil, während ohne Studienanstalt in Gießen nach den neuen Lehrplänen die Entscheidung für das Hnipersitäts- studium einer Tochter schon im 10. Lcbensiahrc ihren Uebertritt in eine der Gießener höheren £ebranftalten für Knaben erfordern würde. Bei einer so verfrühten Entscheidung wären Rückschläge und verlorene Jahre in vielen Fällen zu befürchten. Studienanstalten bestehen in Hessen seit 1913 in Darmstadt und Main z, Ostern 1924 hat Offenbach mit der Errichtung begonnen und im Herbst 1924 Worms den Antrag darauf beim Landesamt gestellt. Starkenburg und Rheinhessen werden also zu Ostern 1925 über je zwei Studienanstalten verfügen, und Oberhessen hat noch keine einzige. Xlnb dabei ist Gefahr im Verzug. Denn die Abschaffung der staatlichen Leh- ' erinnen-Seminare im Zusammenhang mit der Forderung des Reifezeugnisses für alle Lehrerinnen- und andere Frauenberufe wird den Staat in wenigen Jahren dazu zwingen, die bestehenden Studienanstalten nach dem Vorgang der höheren Knabenschulen zu verstaatlichen. Dann aber Wird er sich wohl auf die bis dahrn auägcbautcn beschränken und die Provinzialhauptstadt Gießen tonnte das Rachsehen haben, wenn ihr inzwischen andere Städte Oberhessens zuvorkämen. Als das Problem des Ausbaus unserer Höheren Mädchenschule in früheren Jahren erörtert wurde, machten sich manche Stimmen für eine Frauenschule neben einer Studienanstalt geltend. Dieser Gedanke ist jetzt bei den 'Behörden wie tn den Eltern Versammlungen aufgegeben worden. Eine Frauenschulc würde große Erweiterungsbauten, kostspielige Einrichtungen und Malena- lien erfordern. Zudem besitzen wir eine solche schon in der trefflichen Aliceschule. Auch ist klar, daß der Lehrplan einer Studien anstatt, die ausdrücklich für Mädchen bestimmt wird, den An forderungeu der weiblichen Betätigung in Haus und Berus viel besser angepaht sein wird als der einer höheren Knabenschule. Daß nach wie Vvt die oberste Klasse der bisherigen Höheren Mädchenschule als Abschluß einer Mädchenbildung. als mittlere Reife in Geltung bleiben wird, ist^ebenso selbstverständlich. 5>ic- Höhere Mädchenschule wird zur Hälfte von der Stadt Gießen, zur Hälfte vom Staat unterhalten, und dementsprechend werden auch die Einnahmen an Schulgeld zwischen Staat und Stadt geteilt. Der Staat beteiligt sich in der gleichen Meise an den Studienanstalten der Pro» pinzialhauvtstädte Darmstadt und Mainz, so daß nach der Billigkeit dasselbe für die dritte Provinzialhauptstadt zu erwarten ist. Da von feiten des Landesamts die grundsätzliche Zustimmung $ur Errichtung einer Studienanstalt gesichert ist, 1d wäre nur noch die Ausbringung der Kosten zwischen Staat und Stadt zu regeln, die sich wie oben erwähnt, auf die Bezahlung der er- sorderlichrn Lehrkräfte beschränken. Ihre Schätzung ist auf Grund der dem Elternausschuß «ur Verfügung gestellten Unterlagen nur in Grenzwerten möglich, da sie von dem jeweiligen 'Dienstalter der Lehrer abhängig ist. ES ergeben sich darnach an Ausgaben rund 7000 bis 10000 Mk. im ersten Jahr (Ha), rund 12 000 bis 16000 im zweiten Jahr (Ha 4- Ib), rund 20000 bis 25 000 Mk. vom dritten Jahr ab (Ha-t-lb-j-Ia). Davon sind abzurechnen die Einnahmen an Schulgeld, die nach den geltenden Sätzen bei sehr niedrig angenommenen Besuchszlfsern geschäht sind auf 15 Schülerinnen (Ha) im ersten Jahr -- rund 2700 Mk.. 33—35 Schülerinnen ,(Ha-Mb) im zweiten Jahr — rund 6300 Mk., 51—53 Schülerinnen (Ha-i-Ib-^Iä) vom dritten 'Jahr ab — rund 9300 Mk. Dadurch vermindern sich die Kosten auf rund 4500 bis 7500 Mk im ersten Jahr (1925), rund 6000 bis 10 000 Mk im zweiten Jahr (1926), rund 1! 000 bis 16 000 Mk. vom dritten Jahr ab (1927 und folgende). Menn der Staat die Hälfte der Kosten auch für diese drei Klassen übernimmt, so bleiben die Kosten im Iahreshaushalt der Stadt rund ,2250 bis 3750 für 1925. rund 3000 bis 5000 Mk. für 1926, rund 5500 bis 8000 Mk. für 1927 und folgende Jahre. Tas sind Beträge, bei denen die Stadt sicher kein Risiko übernimmt. Jeder, der mit den Zahlen des städtischen Iah res Haus Halts und der Schuluvterhaltungskosten in ihm einigermaßen vertraut ist, wird erstaunt sein, mit wie geringen Kosten hier ein großer Fortschritt erzielt werden kann. Menn die Stadtverwaltung mit einigem Vertrauen der Entwicklung der Studien anstatt cnigegensieht, so darf sie die Ernnohmen steifend wesentlich höher einsehen und dadurch ötc Kosten auch dann niedriger, wenn dcr Stacr, sich nicht peieutgtc, da dann die Stadt auch über die ganzen Einnahmen verfügen würde. Sobald die Studienanstalt errichtet fein wird, dürfte sich ihre werbende Kraft auf weitere Kreise erweisen, fo daß man bald aus Klassen von 20- 30 Schülerinnen wird rechnen können. Denn wie schon bisher die Höhere Töchterschule nicht nur von Gießener Töchtern besucht wurde, sondern auch aus der obcrhessischen Umgebung, ja auch aus der Gegend von Wetzlar und weiter im Lahn- und Dilltal, fo wird dieser Besuch sich bei der Studienanstalt noch steigern, da Wetzlar zwar ein Lyzeum, aber kein der Studienanstalt entsprechendes Ober-* lyzeum besitzt. So kann die Stadtverwaltung auch im ungünstigsten Falle den Ausbau in Angriff nehmen tn dem Bewußtsein, aus eigener Kraft eine Einrichtung zu schaffen, die bem Wohl weiter Bevölkerungskreise dient. Handelt cs sich doch- nicht etwa um eine Stcmdesfchnlc. sondern um eine Anstalt, die der ganzen Bürgerschaft zugute kommt. Der Eltern- ausschuß hat sich eine Statistik über die Berufsstände der Eltern der Schülerinnen der Höheren Mädchenschule aufstellen lassen. Diese ergibt, daß über 75 Prozent der Eltern den Berufen der mittleren und unteren Beamten, Landwirte. Handwerker. Angestellten und Arbeiter angeboren. Diese Statistik wird in lebendiger Welle bestätigt durch die Folgen dos Abbaus der Erweiterten Mädchenschule. Dieser hat nämlich in weit überwiegender Menge zum Heber» tritt nicht in die Volksschule, sondern in die Höhere Mädchenschule geführt. ES tritt darin der für die Zukunft unseres Volkes so hoffnungsreiche Zug zutage, daß die Eltern darnach streben, ihren Kindern nach Möglichkeit und Befähigung eine Bildung zu verschaffen, die ihnen den Aufstieg frei macht. Die Stadt Gießen wird echten Bürgersinn und vaterländischen Geist beweisen, wenn sie diesen Bestrebungen cntgegcntomml und über der drängenden Daunot der asten Schulen nicht den Ausbau dieser neuen versäumt, die bei geringen Kosten große Werte zu schaffen berufen ist. Die Zeit drängt, denn der Anfang des ersten Schuljahrs für die Studienanstalt ist nicht mehr ferne. Die Elternschaft der Höheren Mädchenschule wird ihr für die Tat danken, und dieser Dank wird immer weitere Kreise umfassen, je mehr sich ihr Segen für unsere weibliche Jugend entfaltet. Wirtschaft. Börse und Geldmarkt, Die Börse hat sich in bemerkenswerter Weise von den politischen Wolken, die seit Beginn des Jahres den deutschen Himmel verdüstern, frei- gemacht. Sie sagt sich nicht mit Unrecht, daß schließlich einmal auch die deutsche Regierungskrise vorübergeheu muß und bleibt bezüglich der deutsch - französischen WirtschaftsverhaiMungen Lptimrstisch. Unterstützt wird sie hierbei allerdings auch dadurch, daß das Ausland erneut in den schweren Eisen- und Kvhlenwerten zu Käufen übergegangen ist, und namentlich der Umstand, daß eS französische Wirtschaftskreise find, die als Käufer aufgetreten sein sollen, sprechen dafür, daß man auch auf der anderen Seite an eine schließliche Verständigung glaubt. Denn wie die Dinge liegen, ist es in erster Linse Frankreich, baS wwohl unter dem Scheitern der deutsch- französischen Handelsvertragsverhandlungen, wie auch der privaten Wirtschaftsverhandlungen leiden würde. Cs entspricht durchaus der deutschen Kapitalverfassung, daß die aufstrebende Linie an der Börse immer wieder leichte Unterbrechungen erfährt, well der Kapitalmangel sowohl die Spekulation, wie auch das Publikum zwingt, seine Gewinne häufig sicherzusteuen. Die in der vorigen Woche ausgesprochene Vermutung, daß dem amerikanischen Kredit für Krupp bald andere folgen würden, ist mittlerweile bereits zur Tatsache geworden. Auf Krupp folgte Thyssen, auf diesen Spaniel; jetzt schweben Verhandlungen mit Siemens, überdies sind die Verhandlungen in der Kaliindustrie bekannt. Da es sich durchweg um langfristige Anleihen bandelt, kann man diese Transaktionen nur außerordentlich begrüßen, sowohl im Interesse der Befruchtung des deutschen Wirtschaftslebens, wie auch im Interesse unserer Währung und des Ausgleichs unserer Handelsbilanz. Diese Anleihen in Verbindung mit den seinerzeitigen Ausführungen von Dr. Schacht über die Devisenbestände der Reichsbank dürften die Befürchtungen, die an die vielen kurzfristigen ausländischen Anleihen geknüpft worden sind, zu schänden machen. Angesichts unserer chronischen Kapitalsarmut ist es als eine Anomalie anzusehen, daß der deutsche Geldmarkt von einer nahezu übergroßen Flüssigkeit ist. Diese Flüssigkeit führt zu recht ungesunden Verhältnissen. Die Banken können ihre täglichen Gelder nur mit Berlust unter» bringen, und dieser Verluft hindert sie baran, tm Konto-Korrentverkehr ihre Zinssätze herabzusetzen, denn sie suchen hier einen Ausgleich für die Berluste. Es kann aber auf die Dauer unmöglich eine Marge von etwa 10 Prozent zwischen Soll- und Habenzinsen aufrecht erhalten werden. Die Reichsbank scheint zwar ernstlich mit dem Gedanken an eine Diskontermäßigung umzugeheu. Diese hat aber, solange die Reichs- bank gleichzeitig ihre Kreditrestriktionen aufrecht erhält, nur einen problematischen Wert. Diese Kreditrestriktionen sind es auch, die sowohl der Derbreiternng des Warenwechselumlaufs, wie auch der gesunden Bildung eines Privatdiskonts im Wege stehen. 6 Lebhafte rKaliabsayirn Januar. In den ersten 10 Tagen des laufenden Monats belief sich der Llbsatz an Reinkali auf rund 360 000 Doppelzentner, so daß die Schätzung des Absatzes für den ganzen Monat — laut Vossischer Zeitung — vom Kalisyndilat inzwischen auf V\ Mill. Doppelzentner erhöht worden ist. In den ersten 14 Tagen sind Aufträge in Höhe von 870 000 Doppelzentner an die Syndikats Mitglieder ausgegeben worden. M Aufsichtsratsverändcrung beim Steinkohlenbergwerk Becker 21.-0». u.Sd I 0,92 1035 > ’M 4.1 i 104 ! 6,SO | 72,4 17,5 20,76 11,26 60 £6 75 61, 0 139 $1 >2* 14,€2 13.40 3.33 6,65 12.9 227 75^5 89,5 39 5,60 10,9 30,70 r.1 96 22,25 13,75 6.3 6,62 142,5 24 27,25 2 62 28, 0 21,25 102,50 8,8 33,90 27 28,40 11 21 17.60 12,80 2L IC 27 7.7j 61,7» 57,75 3,80 5,4 7 14,7 j 13 18 19,60 2 11 20,5 13,40 95,6 ZS 14 97,25 1 32, 143.71 17,9 22,50 7.7 5 14 4 6 ,7 58,25 13.5 11 02 92.25 21 13,80 9» 10' 130 17 21,62 7 2> 13, 0 60,21 56,75 62,75 26 28 27,13 10, >0 22 26 12,70 6,4 136 25 82,SO 65,76 16,76 2? 22 1.2 2,76 4.5 3,62 '.3,9 29.90 3,6 0,, 1,17 1,12 1,435 0,576 1,33 1,47 94,75 6V5 10,5 4 ,5 108,75 6,9 14.62 13,30 18,9 0,84. 1,18 1,1?- '.,476 Ä 1,5 1,6 1,46 94,2 > 90.4 10,75 45,5 170 7 14,25 13,62 183 2 11 19 2,55 3,1 5,95 4,7 । 1,3 2,6 4,6 3 12,90 j 12,75 | 22,-0 ! 72,60 | 60,90 : 3,7 I 5,50 i 10,5 Der nächsten a. o. H. V. des Steinkohlenbergwerkes A.-G. Becker wird eine vollständige Neubesetzung des Aufsichtsrates vorgeschlagen werden. Es sollen sowohl die Vertreter oev schweizerischen Interefsett, wie auch die Angehörigen der Familie Decker ihre Mandate niederlegen zu Gunsten neu zu wählender Persönlichkeiten aus dem Lothringen-Konzern, in dessen Besitz bekanntlich die Mehrheit der Aktien des Steinkohlenbergwerkes Becker A.-G übergegangen ist. " M o t v r e u f a b r i k Darmstadt 21. (8. In her GeneralvcrsanunLung ist die Papiermg.rk- bilanz genehmigt worden, wonach der Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen ift; eine Dividende kommt demnach nicht zur Verteilung. Der Antrag des Vorstandes und deS Aufsichtsrates über die Goldmartbilanz, wonach die Stammaktien im Rennbetrag von 140 Gm. und die Vorzugsaktien im Qlenntielrag von 40 Gm. abgestempelt werden sollen, fand ebenfalls die Genehmigung. Die Verwaltung gibt bekannt, daß die Abteilungen voll beschäftigt sind und auch für die nächsteii Monate genügend Aufträge vorliegen. * Konkursnachricht. Heber das Vermögen de« Kaufmanns Max Kolb in Darmstadt ist bas Konkursverfahren eröffnet worden. Forderungen sind bis zum 16. Februar beim Amtsgericht I in Darmstadt anzumelden. DöNenkurfe. Frankfurter Adendbörse. Frankfurt a. M., 16. Jan. Die Tendenz ber Abendbörse neigte weiter zum Rach geben der Kurse, zumal auch das Ausland mit Ver- 5% »cnrlche 5Tet6)9mtfetbe <7o Deutsche Vieichranleih« . ßV/Zi. Deutsche Reichsanleid, 3°/" Deutsche ReichSanleihr . Druische Gvarvrümienanlei-, 4u/r Preußische LonsotS . . . 6°/« fcefien ......... 8V?/. S-ttLU ........... 8»/e ycJTcn........... Deutsche Werlb. Dollar-«»!, bto Doll -Schatz-Lmretsag. <•/. Hontärim......... 6°/« Äoldmertlaner .... Berliner Handelsgesellschaft Commerz- und Privot-Bauk Darrnft. und Naiionalbane . Deutsche Bank Deutsche BeretnSban? .... DtSconto Lommaudtt . .. MctaUbank........... Mitteldeutsche Lreditdank. Oksterreichische Sretitonftolt Weltbank. .......... Bochumer <3uB ...... BuderiiL............ Laro ......... Deutsch-Luxemburg...... Gelsenkirchener Bergwerk.. ßetpener Bergbau Kaliwerke AschcrSlebert. . . . Kaliwerk Westeregel«. . . . Laucabütte Oberbcdarf . Phölitz Bergbau Moeinitabl........... Mcbrck Montan ....... Tellus Bergbau........ Lamburg-Lmerika Yakei... Norddeutscher Llovd Ld-ramische Werke Sllbtu .. Zementwerk Heidelberg .. Philips Holzmanu..... Anglo-Tsnt -Guano . . ... Badische «nflin Lbcmllche Mader «icürta . . Koldschmidt DrirS>etmer Electron Höchster Farbwerke...... Holtverkobluoa . . - Rütgersiverke ....... ^cheideaullalt kill-, LlektrizitStS^Sekellfchaft veraniann MainkruMverkr ...... Schuckert . Siemens 4 Halkü ..... «dicrwerke Klerer ..... Daimler Motore«. ..... Henltgenftaedt......... Meguin - .......... Frankfurter Annatnre» . , Koiisernensabrir Braun . , M-rmlgrseil-ckaft Frankfurt. Pet Union II..®........ Schuhfabrik <>tt3 . . , , , . Sichel . Zellstoit Waldbof...... . Zuckerfabrik Frankenthal . , Zuckeriabrik ÖBnabäiiftl . . . kSedksenmartt Berlin—FrankftrrL a. M. (9n Billionen Mark ausaedrüttt- BnenoS-2irrS. London. Neu» York. Japan. Rio de Janeiro für eine ikwbeir, Wien und Budapest für 100000 Eiiiöriteu. oBt»! Sbrige für 100 Einhettrn-i Telegraphische Auszahlung. Jranklurk a M. 2'trrht Rura börs. -^-Mittag. Fu,s börk 1.1. | 1 ■. . 5. 1. 6 1, 15. Januar H. Qannat Nrpan. Vmrllch» Notierung (Veld 1 Brief ;ou:r i i! «Sei» f 15 ;iß nmn.^iRott 18^,34 1.9,76 1-9, 8 103,80 »oll voll Brkl.-Antw 21 04 ci.lÜ 21, 4 11,.0 voll voll Cbristfania. r 4,07 64.43 64,U2 64.-0 vollivoll Äoptiihngen 54,68 74,86 7 5,01 75,'9 ooll voll 6tor?.)o(m . ■12,93 113,>8 1 2,96 113,26 von voll HelsiiialorS 10,55 Iv.se 10,55 10, 9 voll voll Italien. . . '7,19 17,23 17,68 17.10 voll voll London. . . 20,975 10,125 20,061 20,111 voll voll Weutjor! . . 4,195 42,5, 4,20, 4,1)1 4,205 voll voll Varis.... Schwetj . . »2.70 76 voll voll 60,82 41.0? 60,75 80,0 vov voll Spanien. Wien in D-- 4-9,61 19.27 **.33 60,47 üoU'üoU voll voll Ceft. abyest 8,811 8,831 8,91) 7,981 Prag ■ . . . Budapest. . 12,59 14,83 12,59 17,63 voll'voll 8.81 ».88 6,815 6,835 voll voll Tuen -Air«< 1^76 1.88-1 ',581 1,685 voll,voll Bnlciarien r,085 8,635 8,045 8,08 voll voll Japan - . . ^lo de Jan 1,60d 1.612 1,158 1,008 1,612 ÜOlllvoU 1.4 6 (,497 c^s voll voll Belgrad . 6,833 6,8' F, 6,77 6,79 voll DüU Lissabon -0.98 40,02 19.93 20.02 oll voll ®enl noteq, .l-xi 1 Fern«. 16. Januar. fftVb | Brte» Neva AmerNanlsche Note» . 4,17* 4,192 21.1 Lrn tKrlgiftbe Noten . . . 21,07 toll Dänische Noten . . . . 74 81 75.19 voll Englische Noten. . . . £0,01 S 22,7! IC,115 rod Nsranröstschr Note« .. 2 83 voll Holländische Noten .. 169,08 69.92 voll Italienische Noten .. 17,09 17,1 voll Noeweatfche Maten. . 63,81 - 1.16 voll DkUtsch.Oefterr-, i 100 Stoait* 6,921 8.19 6.94 2,21 voll Noten . . voll Schwedische tiloten . . Schwefrer Noten . . . • • « « 112,72 40,7 19,10 113,70 11,15 voll voll Spanische Noten . . . (0,40 voll Tschechoslowarisch« Retz* . . 18, <7 12,88 voll uogarlsche Moteu • e • £ 79 0,81 voll tanfgaufttägen beit Markt beernfLufote. Irmnev- hin zeigte die Haltung etwas mehr Widerstandsfähigkeit infofern, als die Einbußen hn großen ganzen kein größeres Ausmaß annahmen. Das Geschäft verlief bei größerer Lustlosigkeit und stark verminderter Umsahtätigkcit sehr ruhig. Deutsche Anleihen waren bei stillem Geschäft niedriger angeboten. Am Moiüanmarkt setzten sich die Rückgänge überwiegend fort. Am Markte der chemischen Papiere toar die Stimmung etwas freundlicher. die Kurse gehalten, zum 'Teil leicht gebelfert Das gleiche Bild wies der Elektro markt auf. Rur Schuckert gingen weiter mäßig zurück. Der Banlaitienmarkt hatte ruhiges Geschäft bei uneinheitlicher Haltung. Ausländische Renten vernachlässigt Die Börse schloß ruhig in uneinheitlicher Haltung. Deutsch? Anleihen: bproz. Aeichsanleihe 0.935 bis 0,925, Zproz. Preußische Konsols 1.35, 1' -proz. Schatzanweisungen (Agio) 0.74. bto. von 1924 0,69, Zl -.proz. Bayern 1,6. i Ausländische Renten: Zollllirken 10,50. 'Bankaktien: Bayerische Hypotheken- und Wechselbanl 3.90. Kommerzbank 7, Darmstädter Baill 14,79, Deutsche Banl 13, Diäkontogesellschaft 19, Dresdner Bank 9,4. Metcrllbank 19,5, Mitteldeutsche Kreditbanl 2, Reichsbaick' ?3,-'Rhelnifche Kreditbank 3.60. Ocfterrctd)if Inbustrieattien: Kleyer 3.80. Aschaffenburger. Zellstoff A4.75 dis 34.50, Zement Heidelberg, 10250. Daimler 5,40, Dyckerhofs und Widmam^ 5.10, Holzmann 6.30. Inag 2,30, Gebe. Iunghans 13,20, Hirsch Kupfer 23,25. Metallgesellschaft 17,62 bis 17,50, Aheliimetall 12.X>, Heilbroim- - zucker 4,35. Berliner Börse. ^Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzetgers".) Berlin, 16. 3an. Die gestrige Abschwächung an der Börse nahm heute ihren Fortgang. Bon dem Zustandekommen des Kabinetts Luther wird an der Börse angenommen, daß das Ausland große Absagen vornehmen toirb,' weiterhin aber weist man der sozialdemokratischen Opposition dem neuen Kabinett gegen über eine ernste Bedeutung zu. Die Börsen- Tendenz bewegte sich im allgemeinen nach unten , was besonders klar nm 'Montanaktien^ markt in Erscheinung trat. So verloren Har«, pener gegenüber dem gestrigen Schluhkurs V/> Prozent. Deutsch-Luremburg und Mannesmann, die nach dem Hmstellungsvcrhältnis bereits übev pari stehen, verloren etwa 1> . Prozent. Der. Markt der Oprit-Aktien hielt sich auf dem gc ftrigen Stande. Am Markt der heimischeiH Renten zeigte sich etwas Interesse, doch waren die Kurse durchweg abgeschwächt Der Geldmarkt lag ziemlich unveränbrrl. Tages-' gelb ist mit 8 bis 12 Prozent angeboten. Mo-^ natsgeld notierte 9—12 Prozent. Privat-Dis- kont 8 Prozent. Die Lage am D e v i s e n ma r ft ist ausgeglichen. Das englische Pfund liegt fest, Frsrrkfurter GekrskSebörfe. Frankfurt a. M., 16. Jan. (Gig. Drahts bericht des „Gießener Anzeigers". ' Es wurden notiert. Weizen, Wetterauer 21,50 bis 24,75, Roggen, inländischer 22 bis 24.25, Sommergerste für Brauzwecke 25,50 bis 33, Hafer, inländischer 18 bis 22,50. Mais (gelb) 22 bis 23,25, Weizen-- mehl, inländisches (Spezial 0) 40 bis 42. Roggenmehl 35 bis 38,50, Weizenkleie 14,40 bis 14,60» Rrggenkleie 14 bis 14,25 Mk. Tendenz: stetig. Berliner Produktenbörse. Berlin. 16. Jan. Die am gestrigen Pro» buitenmarft schon hervorgetretene Tendenz einer Lösung von Amerika durch Bewahrung der Festigkeit bei Ermattung der amerikanischen Preise wurde heute deutlicher. Die inländischen Produzenten übten Zurückhaltung, obwohl man noch reichliche Vorräte in ihren Händen ver» mutet. Der Terminrncuckt lag 2 bis 3 Marü über gestern. Es notierten: Weizen, märt'. 251 bis 257. bto. März 277 bis 276, dto. Mai 286 bis 287. Roggen, märl. 241 bis 247, dto. März 269 bis 270. dto. Mai 277 bis 278, Gerste, mark. 295 bis 310, dto. neue 215 bis 240, Hafer, mätf, 190 bis 200, dto. pomm. ISO bis 189, dto. Mai 222 bis 223, Mais (La Plata) 227 bis 230, dto. Mai 218, Ravs 405, Leinsaat 410 bis 420; per 100 Kilo: Weizenmehl 33,75 bis 36,25, Roggenmehl 33,50 bis 36, Weizenkleie 16,20. Roggenkleie 16 bis 16,25, Viktoriaerbsen 30 bis 35, kleine Erbsen 20 bis 23, Futtererbsen 19 bis 20, Peluschken 17 bis 17,50, Ackerbohnen 18 bis 20, Wicken 16 bis 18, Lupinen blau 12 vis 13, gelb 16 bis 16,50, Seradelle, neu 16 bis 18, Rapskuchen 18.50 bis 18,75, Leinkuchen 26, Trocken» schnitzel 9,60 bis 9,80, Torsmelasse 9,60 bis 10, Kartoffelflvücn 19,80 bis 20,30. Fahrräder Warten Ste mit Ihren Einkäufen meinen am 24. Januar 1925 beginnenden Schwarze MM und WM große Auswahl beste Qualitäten sehr preiswert Bismarckstr. 6. 321c Wunsch). WWllNWS Mk.4000 Mk.4800 Mk. 5600 Mk. 4200 Heinrich Hochstätter Erke Schlotzgafse Brandplatz 1 .„a 2) | WM M kurz geschnitten und gehackt. W. & 6. Neumann. 0424 und gehackt, fn rSf r Waschkommoden mit Marmor mit Holzplatten Nachtschränkchen mit Marmor mit Holzplatten auf Teilzahlung! a G. ni. b. H. -'"’a F, C. Wei3 Landmaschinen Handlung Gründers, Hessen. J.Jttmann 61iB»n,Bahnko!itrtJe3t BeeSihetten Steppdecken Gardinen u. Decken gut und billig TeUxeblase gestattet H Der 4-P.S.-Opelwagen 2-Sitzer mit Ballonreifen, komplett u fahrbereit, mit allen Schikanen aus- geatattet, zum Preise von.......................... Der 4-P.S.-Opelwagen 3-Sitzer mit Ballonreifen zum Preise von..................... Die 4-P.S.-Opel-Limousine mit Ballonreifen zum Preise von..................... Der 4-P.S.-Opel-Lieferwagen mit Ballonbereifung zum Preise von................... für die neu begonn. Kurse noch | bis Endo Jut» möglich. Prosp L kosienl.d-d-ßchulleit. Dr. Rsakaa! ab Meine Verkaufsanzeige mit überraschend billigen Preisen erscheint nächste Woche (Neubau) L April 1925 beziehbar 5 Zimmer, Bad und 2 Bodenzimmer mit Gas- und elektr. Anlagen, evtl, mit Zentralheizung, sowie mit kleinem Garten zu verkaufen. Schriftliche Angebote unter 580D an den Siehener Anzeiger. Entweder Kathreiners Malzkaffee oder gar keinen! 3d) lalle mich nicht täuschen! 3d? kenne den echten Kathreiners Malzkaffee nicht nur am geschlossenen Paket mit Kneipp.Äild, sondern auch on seinem Wohlgeschmack und würzigen Aroma, Der Gehalt macht'ck! Vorlagen und Decken wegen Ausverkauf äußerst preiswert Erfinder — Vorwärts inebenbe gute Verdienstmoglichkeir ! Aufklärung und Anregung ged. Broschüre „Ein neuer Gel*t'e «nattö durch: Grdmann & Co., Berlin. KSniggratzcr Strakr 71. [54881 iviiite Nasse- u. Vcßbübiiev, -er- legb. Ställe, .^uchlgeräle liefert Geslügeldos tu Mergcn.Heini G 26. Statnlofl frei [a4:)id ÜRkdMLdsÄK tum Rauchern und Änfbewabren von Itiutlt uitb yleiich' waren, mil ständiger J-rischlnftzusiibrung, beiter Schulz gegen Ungettefer, liefert vretsroert anchgenen Teil^ablungen «Beschreibung aus ASMch üüö SKtzSue liefert biülgft (3S7D 3. wellhöser. tyerttfor. 743. 1 PIANOS , - TIÜCEL 1 auch für Kunflfpiei, w. ARNOLD A.-G. ASCHAFFENBURG Mein Angebot in Küchen ist konkurrenzlos Besichtigung ohne Kaufzwang im eigensten Interesse empfehlenswert Günstigste Zahlunysweise Ernst Rau. Möbethandtung Gießen, Walltorstraße 37 jycy* Beachten Sie bitte meine Schaufenster 511* MtzSklM immimiiiitiiiitimmmmiimiiHHiii sämtlicher Apparate und Llnzeltelle! Verlangen Sie unsere Preisliste gratis. TMiWfULSW Frankfurt a. M. Versand nur TaunuSür. 12 Bergerstr.A 35td Hendl Lindenplatz 1. Wir haben in Gießen den Alleinverkauf unserer untenstehenden Artikel Frau Heinrich Hengst Walltorstraße 73 übertragen. Jederzeit finden Sie da ein reichhaltiges Lager in Korsetten, Büstenhaltern, Hüfthaltern, Damenunterwäsche, Taschentüchern, Handschuhen, Damen- und Kinderstrümpfen, L-amen - Strickwesten in Wolle und Seide in allen Preislagen, von der einfachsten bis besten Ausführung. Ferner empfehlen wir uns in Anfertigung von Korsetten nach Maß; auch übernehmen wir Reparatur undRelnigung von Korsetten usw.anderer Fabrikate. Zur Konfirmation empfehlen wir: Backfischleibchen und Unterwäsche in allen Preislagen. Indem wir bitten, unser Lager zu besichtigen, zeichnen wir mit vorzüglicher Hochachtung Berliner Korsett-Fabrik n £ Gemeinnützige Möbel- H31RPH1 Versorgung f.d. Rhein-, llßliul (II Main- und Lahngcbitt Vertreten durch 384D Bsseh’s WMM, UM« Ecke Kirch- und Lindenplatz Fernruf 973 Teppiche in allen Größen und Qualitäten M.G.6rode Frankfurter Str, 19, neben dem Kath. Vereinshaus 5fiOD tioötsshe eieBan.eo3thostr.82 Aufnahme Gegen bequeme Teilzahlung. Sämtliche Wagen sind mit allen neuzeitlichen Einrichtungen ausgestattet Generalvertreter: P. Jäger, Gielen Teiephon 1013 :: Frankfurter Straße 52 :: Telephon 1013 3400 Durch gleichmäßige Temperaturen dauernde Gesundheltl Kostenlose Beratung, Projekte und Ingenieurbesuche Gg. Appel Zentralheizungen Gießen idbiÄ GiEn^' ÜBWSZSflB in der Kleinwohnungs-Heizung durch Etigenkelzung Inhflpkndpn S^ing u in wenigen Jah- oülülju&Udluli ren durch Brennmaterial- § ersparnis herausgewirtschaftet! Unnlflilr - Behagl.Wärme in all. Räumen, lUriunu. Bedienung nur eines Ofens, staubfreie Zimmer. Räumungsverkauf vom 19, Januar bis 31. Januar 107° Rabatt auf sämtL Waren außer Wolle 20% Rabatt auf Herren-, Damen- und Kinderwesten r 1— rÖPFdi I W ■ ■ , •' ■ M ■■■■■■■ ' tr”n . k idos yollendeteWo ÄSSß Es wird getanzt 135.00 R.-M. liefert zu günstigen Teilzahlungen nichts 250.00 360.00 Schreibmaschinen Mlllllillllllll Orga-Privat Rofa. . . . Odoma . . Geschäftszimmer: Biamarckatr. 491. Fernsprecher 3124. Meine Schaufenster geben hierzu eine kleine Orientierung! Kurt Schmiedeknecht Handelsbüro GIESSEN, Abt: Bürobedarf Ludwigsplatz 4 An-unMauf von Immobilien (speziell Güter) jeder Art vermitteln streng reell Cloos Tamm, Gietzen Wilsonstrasie 10 pari. 564d Erscheint in alter Güte, aber dem Zeitgeschmack entsprechend in neuem Kleide Die Firma J. Pfeffer Marktplatz 6 bietet hierzu die beste Gelegenheit in bezug auf sehr reichhaltige Auswahl in geschmackvollen Formen, Stoffarten und Farbenstellungen in anerkannt prima Qualitäten und Verarbeitung zu sehr mäOigen Preisen! Ich habe mich in Darmstadt als Rechtsanwalt niedergelassen. Dr. Fritz Freund. Hansa Handels schule J. Kunzeimann DiplonuKcufniann Dipl.- Hanaelslehr Gießen, Bleichstr. 5 A lletnigellandclsschule um Platze, deren Inhaber Schulleiter, Lehrer und Fachmann Ist. Täglich Anmeldung für die neuen Kurse. Auskunft und Prospekt frei. " Mucherk Sagemehl trocken ab Laaer liefert 350c Carl Haas jr„ Frankfurt.Str.5S. Televdou 1082. ■ $240 Zentrifugen Buttermaschinen und Waschmaschinen liefert zu günstigsten Zahlungsbedingungen MSchmiedeknecht Handelsbüro 32a Gietzen, Ludwigsplatz 4 IHallestelle der Straßenbahn). \HteNBtkimZ Fahrräder // ^VMilchzentrifugei^^* Wasch' // ^Smaschiney^ Z\/¥ I Maachinen-Industrie Wilhelm Jung VIII. Klein -Llmden — Gioßen Vertreter gesucht. l,c Stahldrahtmatratzen Äirflagematrafzen in allen Qualitäten und Preislagen kaufen Sie am Vorteilhaftesten bei äe,a Eimt Rau, Möbelhandlung i Gießen, Walltorstraße 37 Egg. Fabrikation. Günstigste Zahlungsweise Liköre halb so teuer wenn Sie.wie schon Obre Ellern and Grob. «Ikern es taten, sich ihre SchnSps« mll den echten Reichel-Eflenzen selbst brauen, öic können sich bann jeden.auch den kofiborflen Siliftr leisten und in vollen Zügen genießen Wacher,Sie deine neuen risdankenDersuche beheben Sie auf „Reldiel - Essenzen", Sie altberüdnlle Warl.e, die vollwertige Sualitill und gutes Gelingen verbürgt. GrdaMich In Drogerien und Apotheken. vr-DeichelsRezeptbüchlein daselbst timfonQ ober kvSensret durch Otto Reldiel, Berlin fld. 80* WU#ebe*»D-*tr<>c 4 Keicbel » Cssenzcv ---- Die CDarke vor fteneer. Ät.lS ® SjJjfiJlroi AS SMnffurt o- ® -es Lusder^ her SrMA »cn St» » Serien S*. ter 8 geein’B*1 Diemen auS & belaßen brauch^ immer M p borium, das dw nurM diener Angdegenhen- porherem evng Mer diesn den ÄeiÄchen 1 sondern es M man ihnen bm und darüber dr Differenzen zu den KumP-meie lung des &W Staaten verl fünften aus den nber ihre gute iugcstchen, einnt Dersalllcs nicht — was wohl di ner Anteil an müssen, wenn wollte. Sann abei sonders Heiller rund eine 31' und Belgien 6, revier gema len die Einbrec England ha nicht nritgemad gestanden, Tont Tugend gehüllt lich erklärt. Uni dem abnehmm, Wngeliity# jufair unb jufammenge) England hat den gezogen und hat Frankreichs tn Kölner Zon^ gischen Einbrech 3fr' habt, sagte zösisch-belgischrn aus dem deuts-i geholt. Dar Ge besten, also he Das waren zu schlichten gg Geldbeutel die man verstehen: bagliche Angele dah den Mjie Einigung in teilen in Auci wohl ist. Die s'ch verteilt 3ümg sein. Ob nollen größer । urchts an -er müssen bis z wmien wir -id) uv jen an dem gesichert hat. ^uhlgend ist |ü Was den ( verursacht, ist feit dem Frie $ "ner Konsc ^nommen har i!r?.en Ichönen Alliierten und Das ist frs;;: 'M* LO 'crten 2 Txx lagt D>s, ^lirzü das ö^ftec ’-tiifrov, ,w>sen, nen auheL-en^ J6er\b Mb. feS’Ä.1 ;** $ T3ir übernehmen alle vor kommenden Neu-»Umbauten sowie Revaratnren im Hoch-, Ties mtb EiienbeLonbau bei niedrigster Be- rechnung und fachgemäßer Auösübrung- Unsere unverbindlichen Koiten- voranschläge bitten wir einzuholen. Pfaff L ©@mpe Moch=j Tief=> und Betonbau EbeSstraße 391. 50D LudwigstraOe 16 560D 11/40 P. S. Sechszylinder. Mk. 8000 NC II Motorwagen ■ W» Vb 5/15 P.S. 8/24P.S. W/50 P.S. Sämtliche Modelle sofort lieferbar Fr. Linker & Sohn Ämerlk. UdsaiHH 2 P. S. 4 P. S. 6 P. S. Kik. 1200 Mk. 1800 Mk. 2200 AKTIENGESELLSCHAFT VORN. SEIDEL & NAUMANN DRESDEN Alleinvertrieb: Ernst Balser, Gießen Haus für Bürobedarf 317a Günstige Zahlungsbedingungen Klein 8 Hel Fulda G. L Hiebe Maschinen für Schreiner, Wagner Anfertigung nach eignen und gegebenen Entwürfen — Vorteilhafte Preise u Zahlungserleichterung a X. Kein Laden y Reichhaltiges Lager in: Speise-, Herren-, Schlafzimmer Küchen, Büromöbei, Einzelmöbel Innenausbau r Möbelfabrik Karl Kato, 6Hu LöberstraSe 17 4624D Moderne Einrichtung Langjährige Tätigkeit Zur Ausführung von Massagen, Schwitzbädern (Elektr. Licht, Dampf und Heißluft), elektr. Anwendungen (Galvanisieren und Faradisieren, Zwei- und Vierzellenbäder), Bestrahlungen (Höhensonne, Solux, Blau- und Rotlicht), niedikomechanischen Behandlungen, Fangopackungen, med. Bädern Fichtennadel, Sauerstoff, Kohlensäure) sowie allen sonstigen ärztlichen Verordnungen in der Kranken- und Körperpflege empfehlen sich L. Kratz und Frau ärztlich und staatlich geprüft Tel. 1354 Schulstraße 11 (Stadtpost) An alle Asthmaleidende! Hörcu Sic das Urteil Ihrer Leidensgefährten: „Der Nymphosan-Syrup leistet mir ganz vorzügliche Dienste in dtf Asthmabekämphmg.“ M. P. in Ch., KreisauMchußobersckretär. „Bin sehr erstaunt über die Wirkung Ihres vortrefflichen^ Baisanis. So und ähnlich lauten die tast täglich bei uns eingehenden Dankschreiben. Best: Bals Myr. cps. 3%, Na. br. T'O1 Malt. 24°/. Sach. 16°/o, f. emuls. Preis pro Flasche Mk. 3.—. Zu haben in der Apotheke zum goldenen Engel. 15ss Alleinhersteller: Nymphosan A.-G., München 38 L 14. Bekanntmachung. Für die Lieferung des Kohlen , Koks- und Brikettbedarfs an die hessischen Staatsbehörden, -betriebe und -anstalten im Rechnungsjahr 1925/26 wird hiermit zur Abgabe von Preis- und Lieferangeboten aufgefordert. Die für die einzelnen Dienststellen und Orte erforderlichen Sorten und Mengen sowie die Lieferbedingungen sind unter Beifügung von 50 Pfg. je Ort bei der unterzeichneten Stelle bis spätestens 1. Februar 1925 schriftlich zu erfragen, wobei anzugeben ist, für welchen Ort bezw. Orte die Unterlagen gewünscht werden. Angebote müssen bei dem unterzeichneten Amt portofrei bis spätestens 14. Februar d. Js. eingegangen sein. Nach dem 1. bezw. 14. Februar eingehende Anfragen ober Angebote können nicht mehr berücksichtigt werden. Wölfersheim, den 15. Januar 1925. 5631) WWZeWM'MkrMMs-MMS.