'end esellschaft hilte I Unterteilung llmeister am >: die Herren ihake. MV , . Nicolai 3 6. Schreck . . Mozart . . Achadelt von L. Bloch . . Dvorack Gernsheim . Schumann Aendelssohn Othegraven . von S. Ochs DO irg liest rgundia“ setzte Musik! i/orstand, Spiel' ■JieGe- tequng- Lause, en das wahrte, f einem blende ßrogene" £ Nr. Erstes Blatt 175. Jahrgang Samstag, 16. Mai <925 Erschein» taglid), äuget Sonn- und feiertags. Beilagen: (BiebcnerJtaniiltD.blättet Heimo, itn Bild. Monatt-r ezugrvrei,: 2®olbinath u. 20 Gold« Pfennig für Träger lohn, auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsp rcch-Anschlüste: Schrifileiillng 112, Verlag itndVeschäftsstelleSl. Anschtist jur 'Dtühtnad)« richtens rl n,cigerchiehen. Postscheckkonto: Srantfnrl a. hl. 11686. GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drtid und Verlag: Vrühl'sche Umverfitälr Such- und Steinöruderci R. Lange in Stehen. Schriftleitung und Sefchäftrttelle: Schulltrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerbindlichKeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlichS, auswärts 10 Goldpfennig; für Re- Klame-2lnzeigen r 70mm Breite 35 Goldpfennig, 'Platzvorschrift 20“ .Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr Friedr. Will; Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: Han» Deck», sämtlich in Gießen. 3n hoc figno . . . Der tschechische Außenminister Lcnesch reist von Prag nach Warschau um in mehr ober minder geheunen Besprechungen dem Frieden (Europas zu dienen: dar entwaffnete Deutschland mit einer Mauer von starrenden Gewehren zu umgeben. In Frankreich und England arbeitet man fieberhaft an den endlichen Fertigstellung der Entwaffnungsnoten, eines „Dotuments »an hervorragender Bedeutung", eines Sotumcnies, das die Alliierten uns feit Monaten schuldig find, das die Antwort ist auf eine deutsche Feststellung in ganz einfachen Zohlen: Deutschland hat ein stehendes ijeer von 100 000 Mann, denkbar starr und unzweckmäßig unter fremdländischem Zwang organisiert, Deutschland hat eine verschwindend geringe Zahl von Waffen und Kriegsperäi, es ift — nicht nur zahlenmäßig, auch rein l fegstechnisch — dem kleinsten seiner Gegner, etwa Polen ober irgendeiner der neugeschaffenen füöüftlichen Reiche, von vornherein unterlegen. (Es wird schwer sein, auf diese einfachen, tatsächlichen Feststellungen erwidernd, die Notwendigkeit der Fortdauer der Besetzung der Kölner Zone aus Gründen der Sicherheit zu begründen. „Die Note werde ein sehr langes Dokument sein", schreibt man aus Poris . . . Willst du den Frieden, rüste den Krieg. — Ueberall in der Welt flirren die Hämmer auf Stahl und (Eifen; fie schmieden Waffen und rüsten den Krieg. Innerhalb der deutschen Grenzpfähle flattern Fahnen in festlichen Städten: Berlin, München und der ganze Westen, dem der Rheinstrom seit tausend Zähren lieben und Arbeit und Freude gab. Uns ist dos alte sieghafte Schwert des Krieges entrissen, nicht aber die Führerschaft; denn das Lebendig ■ siegt in der Welt. Im Reich des Geistes werden öu 1 ’. ibenben Schlachten geschlagen, und die Idee ist . die die (Entscheidung in sich trägt." Wohl hat unser Volk besiegt am Boden gelegen, zersetzt von Granaten und Bajonetten, aber damals lag auch das, was geistig war in unserem Bolls- körper, in schweren Fieberschauern darnieder. Wir waren zerrissen nicht nur von außen; viel mehr und schmerzlicher wühlte von innen her der Kamps. Doch wir sind langsam zur Höhe gekommen. Die Kämpfe, die heute noch immer wieder ausflackern, gehen nicht mehr um lebenswichtige Funktionen der geistigen Einstellung; bas Treiben der Parteien, die Streitigkeiten ber Lander und die Zwiste in den Gemeinden sind nebensächlicher Natur. (Es handelt sich nur mehr um. die Kleider, nicht mehr um das Herz. Das ki; Deutschlands aber beginnt zu schlagen. Nie fühlte man es nach dem Kriege deutlicher als gerade in diesem Jahre. (Eben ist Hindenburg in das Präsidentenpalais in ber Wilhelmstraße eingezogen, und von rechts bis links geht dieselbe erwärmende Welle von Achtung und Verehrung vor dem Generalseldinarschall durch bas Volk. Das hoben wir seit mehr als zehn Jahren nicht mehr erlebt! Das Herz Deutschlands beginnt zu schlagen: In München ist, auch tuicbcr in biesen Tagen, bei einer Teilnahme von Hunderttausenbeb, ein Denk- mal beutscher Kultur errichtet unb feierlich eröffnet worden, bas in der Welt seinesgleichen sucht. Das Deutsche Museum auf der Kohleninsel in ber Isar eröffnete am 7. Mai als bem Geburtstage seines Schöpfers, O s k a r v o n M i l l e r, zum ersten Male seine Psorren. Alles, was zwischen Maas und Memel, zwischen Etsch und Eider je geschaffen wurde, ist hier in ein riesiges lebendiges Buch eingeschrieben, das der ganzen Well ein Spiegel fein wird für Kulturtaten, die auf deutscher Scholle erwuchsen. Unb alle Federn, die über jene Tage schrieben, da die Frauentürme auf ein Meer von Fahnen herabschauten, sie schreiben wie von einer Hand gelenkt, wie ungeheuer groß das Gefühl von Zusammengehörigkeit unb der Bindung an das deutsche Volkgut gewesen sei. Wir Deutsche sind gern unb oft stolz, auch wo wir es nicht immer fein können; hier dürfen wir es, besonders im Hinblick darauf, daß das. was hier so eindringlich zu aller Welt spricht, ein Werk barfteU:, bas, vor bem Kriege im kaiserlichen Deutschland begonnen, die Stürme des Völkerringens unb bes Bruderkampfes überdauernd, langsam, aber ganz sicher gewachsen ist unb nun. da zum ersten Male wieder ein kräftiger Blut ström durch den gesamten deutschen Volkskörper geht, bem gesamten deutschen Volke unb mit ihm der Welt übergeben wird Don rocniqer weittragender Wirkung nach außen, wohl aber ein Zeichen pulsierenden Lebens von innen war die große Reichsreklame messe, die dieser Tage in 'Berlin ftatlfanb. In dem Zeichen „Reklame für die Reklame" war hier zusammengetragen, was von deutscher Arbeit und Leistungsfähigkeit zu sprechen berufen war. .Reklame für die Reklame" war ja schon einmal in üblem Sinne in Deutschland Trumpf, als in der Inflationszeit Konzerne und Scheinfirmen Trug, geschäfte mit trügerischem Gelb unb trügerischer Ware sich breitmachten. Heute ist Reklame der Ausbruch wirtschaftlichen Wollens und gefestigten Könnens. Der Wille z u in Wiederaufbau ist es, der sich mit diesen aalen mit Ausstellungsgegenständen, an diesen Wänden mit bunten Papierflächen, auf diesen Flächen mit feinen Kiosken »nd Aufbauten lunbtut, und auch diese Tat ist seit Nähren die erste, die die deutsche Geschäftswelt ge- ineinsam und an zentraler Stelle mit solcher Ein- Dringlichkeit unternimmt. Größer aber und wichtiger, nach innen unb außen von allergrößter Bebeutung. eine riesenhafte Geste von ungeheurer Wirkung, sinb die Feiern, bie ber Rhein heute erlebt. „TausenbJahrebeut. scher Rhein", dieses Wort bezeugt, in Aachen, Köln, Worms, Mainz unb Speyer von geschichtlichen (Erinnerungen und Denkmälern unterstützt, eindringlicher als alle Roten und diplomatischen Spiegel- fedtlereicn. eindringlicher, und wuchtiger selbst als feindliche Desatzungsarmeen, die Zugehörigkeit eni- rissener Landesteile und abgefperrter Volksgenossen Die Vertagung der Botschafterkonferenz. Meinungsverschiedenheiten in der (Entwaffnungsfrage. London, 15. Mai. (XU.) Die Verschiebung der für heute angesetzten Botschafterkonferenz auf die imchste Woche scheint, nach der Behandlung der Angelegenheit in der Presse zu schließen, doch infolge ernster Meinungsverschiedenheiten zwischen der französischen und der englischen Regierung erfolgt zu sein. Der französische Botsck>after hat gestern dem englischen Außenminister C-Hamberlain einen Besuch abgeplattet und wird heute einen zweiten Besuch machen. .Daily Teleg raph" meint, daß der Besuch wahrscheinlich mit Entwaffmingsbesprechun- gen und den deutschen Sicherheitsvorschlagen im Zusammenhang gestanden habe. Was die Cnt- wassinmg anbetrifft, so hakten auf der technischen Seite die französischen Sachverständigen in einigen Fällen deutsche Verfehlungen stark unterstrichen, die die englischen für zu wenig materiell hielten. Besonders treffe dies zuzüglich gewisser Vorwürfe gegen das deutsche Militär- personal zu. Deirn diese machten auf bie englischen Sachverständigen den Eindruck, daß fie lediglich auf Unterstellungen unb theoretische Schlußfolgerungen gegrünbet wären. Che diese Meinungsverschiedenheiten nicht beseitigt wären, könne die Dotschafterkonfevectz nicht zusammentreten. Die französischen Vorschläge auf Schaffung einer besonderen ZeitfestsAzung in einzelnen Stufen werden in London nicht für zweckmäßig gehalten. Die französische Rote wegen der deutschen Sicherheitsvorschläge sei, so schreibt der „Daily Telegraph" weiter, eine französische und eine interalliierte Angelegenheit Der Rotenentwurf sei verl>ällnismäßig kurz und sei in versöhnlicher Form gehalten. Aber in der Sache sei er unversöhnlich, indem er die Singe nicht weiter fördere. Die Bote in ber Abrüstungsfrage werde aus einer Tabelle mit einem Begleitschreiben bestehen. Die Tabelle werbe eine kommentarlose Auszählung der Verfehlungen enthalten. der das Gutachten des Militärsachverständigen- zum großen Deutschen Reiche, bas nicht allein burch Striche auf der Landkarte ober burch Besetzung von Brückenköpfen unb Kohlenzechen begrenzt wirb. Der Machtbereich beutschen Geistes bringt burch bie feindlichen Postenketten, er überspringt Zoll- unb Grenz- pfähle unb stellt sich wuchtig an bie Spitze, bie er leit Jahrhunderten innehatte. Das heilige römische Reich deutscher Ration stand hier am Rhein in vollster Blüte, seine Kaiser spiegelten sich in den Wellen bes deutschesten Stromes. Von hier aus brang Christentum unb Sitte unb mit ihnen Wissen unb Macht nach Westen unb Osten in bie Länder hinein. Unb noch einmal scheint es, als fei ber Rhein ber große Lichtbringer, er, ber einst bas Herz war jenes heimlichen Reiches ber Geister, als zwischen den Kirchturmspitzen von Coutances bis nach Rifchni- Rowgorod bie Baumeister ber Gotik sich in ebletn Wettbewerb bie Hände reichen. Unb noch einmal: Das Her; Deutschlands schlägt; cs beginnt mit mächtigen «chlägen das Blut durch die Adern zur jagen. Waffenlos steht das deutsche Volk, geschlagen von Feinden, die bis an die Zähne gerüstet sind, siegreich aber auf dem Weg an die Spitze ber Völker, an bem Platz, von bem Hölderlin spricht, wenn er sagt, „daß du wehrlos Rat gibst rings den Königen unb Völkern". Vom marokkanischen Kriegsschauplatz. Paris, 16. Mai. (£11.) lieber die Kämpfe in Marokko liegt ein zusammensassender Bericht vor, aus dem hervorgeht, daß die französischen Truppen 8um größten Teil nur mit irregu- lären Soldaten Abd el Krims zu tun hatten. 3n der Hauptsache waren die Angriffe des französischen Korps gegen die D j e b a l l a s und die Beni Z e r v. a k s gerichtet. Der Feind war ungefähr 3500 Mann start und setzte sich zum größten Teil aus Djeballas zusammen. Allerdings standen ihnen einige kleinere reguläre Aif- abtcUungen zur Seite. Das Kommando des Obersten Frendenberg griff bei Khonis die Beni Zeruats an, die an dieser Stelle 1600 Mann stark waren. Vach heftigen Kämpfen gelang es den Franzosen, die schwer befestigten Schützengräben der Gegner zu stürm en und den französischen . Posten bei Tanze; zu entsetzen. Vene Zusammenziehungen regulärer Riftruppen werden in der Gegend von Sakka und auch auf den Anhöhen von Kifsano gemeldet. Außerdem werden Gegenangriffe der Rifleute bei Amram erwartet. Mit dem Gros der regulären Truppen Abd el Krims hat kein Zusammenstoß stattgefunden. Der französische Fliegermajor Mezergue wurde während eines Erkundungsfluges über den feindlichen Stellungen von Maschinengewehr- higeln schwer verletzt Er ist tm Militär» spital von Fez seinen Verletzungen erlegen. Die englische Presse zur Lage in Marokko. London, 15. Mai. (T. U.) Die etthlijche Presse berichtet mit Zurückhaltung über bie Vorgänge in Marokko. „T i m e s" berichten aus Tanger, daß ber französische (Erfolg in ber Erstürmung von Bi- bano wahrscheinlich eine besänftigende Wirkung auf ausschusses von Versailles zugrunde liegt. Aus ber Tabelle werde unzweideut ig hervorgehen, was Deutschland noch A u tun habe, um die Bestimmungen des Versailler Vertrags zu erfüllen. Eine Verständigung sei an und für sich bereits erreicht, doch könne man mit der Möglichkeit rechnen, daß der Rotenentwurf jetzt wieder an das Militärkomitee von Versailles zurückverwiesen werde, da es sich um eine rein technische Ausarbeitung handle. Es bestehe Grund zu der Annahme, daß die Rote der Alliierten im Lause der nächst e n Woche Deutschland überreicht und tm Anschluß daran veröffentlicht werde. 3n der Zwischenzeit würden die Mächte ihre Entwürfe des Begleitschreibens berichtigen. Die Pariser Blätter beschäftigen sich ausführlich mit einer Londoner Meldung, daß die Dotschafterkonserenz vertagt worden sei, weil die Angleichung bei- französischen und der englischen Rotenentwürfe noch nicht zu Ende geführt werden konnte. 3n Londoner amtlichen Kreisen sei erklärt worden .daß von bet Einberufung einer deutsch-alliierten Konferenz vor der Klärung beS Sicherungspaktes nicht bie Rede sein könne. Der französische Antworientwurs auf das deutsche Garantieangebot ist nicht nur den alliierten Mächten, soitdern auch den Staaten, mit denen Frankreich Sonderabkommen getroffen hat, also der Tschechoslowakei und Polen, übermittelt worben. Die Blätter erwarten langwierige Verhandlungen, die erst nach der vorherigen Regelung der Abrüstungsfrage entschieden werden könnten. Es verlautet, daß Ehantberlain täglich mit dem französischen Dotschaster be Fleur iau Besprechungen über die endgültige Fassung der Abrüstungsnote an Deutschland hat. Don unterrichteter Veite verlautet, daß man sich bereits in den nächsten Tag en einigen werde. Der endgültige Entwurf werde dann der interalliierten Militärkommission in Versailles zur Prüfung übersandt, die ihn an die Botschaster- konferenz weitergeben werde. die Nachbarstämme Haden werde und gleichzeitig für verschiedene nivellierte französische Posten Er- leichterung bringen würde. „(5 v e n i n g News" kommentiert den Krieg in Marokko unb meint, daß d i e französischen Finanzen gegenwärtig einen großen Kolonialkrieg nicht auszuhalten imstande seien. Das Blatt befürchtet, daß auch den Franzosen die bösen Erfahrungen der Spanier nicht erspart bleiben würden, unb empfiehlt zur Regelung der gesamten Fragen die Anrufung des Völkerbundes. Dieser würde schon imstande sein, für das Freiheitsbedürfnis der maurischen Beoöllerung des Rifs eine entsprechende Lösung zu finden. Gemeinsames Vorgehen der Franzosen und Spanier in Marokko. Madrid, 16. Mai. (TU.) Don unterrichteter Seite verlautet, daß sich Frankreich und Spanien wegen eines gemeinsamen Vorgehens gegen Abd el Krim mit Großbritannien unb Italien verständigt haben. Die Reise M a l v y s nach Madrid wird von einem Teil der Pariser Presse mit der Absicht der sranzösischen Regierung in Zusammenhang gebracht, eine gemeinsame französisch-spanische Aktion in Marokko vorzubereiten. Malvy sei beauftragt, den spanischen Behörden verstärkte Maßnahmen gegen den Waffen- und Munitionsschmuggel zu empfehlen. Er sei vom Ministerrat mit weitgehenden Vollmachten ausgestattet. Der frühere Innenminister erschien zu einer offiziellen Mission besonders geeignet, da er währeird seiner langjährigen Verbannung zu allen Kreisen der spanischen Gesellschaft Beziehungen angeknüpft habe. Am Quai d'Orsay äußert man sich sehr zurückhaltend und behauptet, daß Malvy die Reise privatim angetreten habe, eine Darstellung, bie bei keinem Pariser Blatt Glauben findet. Kein Rücktritt Chamberlains. London, 15. Mai. (T. U.) In den Wandel tzängen des Unterhauses wurde heute bas Gerücht über einen Rücktritt des Außenmini st ers viel besprochen. Die Stimmung war teilweise erregt. Die verschiedensten Kombinationen wurden laut, so daß sich ber Premierminister zu der Erklärung veranlaßt sah, daß das Gerücht völlig unbegründet und närrisch sei. Wie in parlamcntari» schen Kreisen verlautet, ist das Gerücht dadurch entstanden, daß die Gegner Chamberlains im Kabinett während ber letzten Tage besonders scharf die Außenpolitik des Ministers angegriffen Haden. Lord Birkenhead, Amery und Churchill, die von dem einflußreichen kanadischen Zeitungsmagnaten Lord Beaoerdrock unterstützt werden, sind erklärte Gegner der sran^sensreundlichen Politik Chamber- Iains. Churchill ist der Ansicht, daß Frankreich feine Kräfte völlig verausgabt und seinen Wert als Bundesgenosse verloren habe. Seit Chamberlain aus Genf zurück ist, kam cs im Kabinett ständig zu Unstimmigkeiten, doch findet der Außenminister bei Baldwin weitgehende Unterstützung. Die Kölner Jahrtausend-Ausstellung. Köln, 15. Mai. (TU.) Die rheinische Metropole rüstete sich mit allen Kräften, um bie rheinische Iahrtausenbfcier würdig zu begeben* Den Auftakt zu ber Feier bildet die Eröffn uug ber I ahrtausend-Ausstellung ber Rheinlanbe, einer Schau über taufend Jahre r bei nisch-deutscher Kultur, bie am Samstag vormittag 11 Uhr in Anwesenheit der Vertreter ber Reichsregierung unb ber Staatsregierungen von Preußen. Bayern. Baben. Württemberg unb Hessen in feierlicher Weife erfolgt ist. Die Stabt Köln hat aus diesem Anlaß burch Beflaggen ihrer Verwaltungsgebäude, sowie durch Verschönerung der Gartenanlagen b.; Stabt unb burch eine Reihe von Blumenschmuck in ber Umgebung ber Ausstellungshalle ein Festkleid angelegt, oas bem Charakter bei Iahrtausendseier in jeber Weise gerecht wirb Die Kölner Bevölkerung hat im Hinblick auf bie historische unb kulturelle Bedeutung bei Iahrtausend-Ausstel- lung Fenstern unb Balkons durch reichen Bin- memchrnuck ein sreunbliches Aussehen gegeben und dafür gesorgt, daß am SamStag die ganze Stadt In vollem Fahnenschmuck steht unb so auch ben Fremden zeigt, wie stark das Bekenntnis des Rheinlandes zum Deutschen Reiche auch in Köln aufflammt. Rur so wird zum Ausdruck gebracht, daß die Iahrtausenbseier in der Tat keine Angelegenheit der Regierung, sondern des ganzen Volkes ist. Wie groß baß Interesse weitester Kreise an der Ausstellung ist. beleuchtet am besten bie Tatsache, baß bereits anfangs bi cf er Woche 25 000 Dauerkarten verkauft waren Die Ausstellungsleitung hat keine Mühe gescheut, um den interessiert Kreisen bie Besichtigung zu erleichtern Auch die Reichsba hn hat sich in ben Dienst der guk-rr Sache gestellt unb läßt Sonberzüge aus aUen Richtungen zum halben Preis nach Köln verkehren. Auf die Bedeutung der Feier sei an dieser Stelle nur mit wenigen Worten fyingcirnefcn. Jin Jahre 1925 sind tausend Jahre r*crf!offen. seit König Heinrich 1 die linksrheinisch?'! Gebiete mit ben übrigen deutschen Stämmen unter seinem Szepter vereinigte und damit bas Deutsche- Reich schuf, das alle deutschen Stämme umfaßte und zu bem keine Gebiete gehörten, bie nicht deutsch waren Stoss Jahr 925 ist somit das Geburtsjahr des Deutschen Reiches. Die Bedeutung ber Ereignisse von 925 liegt vor allem darin, daß durch die staatsrechtliche Vereinigung ber Rheinlande mit bem Reich König Heinrichs l. erst bas Deutsche Reich geschaffen wurde, in bem bie Rheinlands Jahrhunderte! hindurch die beherrschende Stellung einnahmen. Die Rheinlanbe wie das ganze deutsche Volk haben daher allen Anlaß, die tausendjähr ge Grinncrung an die Ereignisse des Jahres 925 festlich zu begehen. Die Iahrtausendfeier ist eine nationaldeutsche Feier im wahrsten Sinne des Wortes. Am Freitagmittag sand auf Entladung des Kölner Oberbürgermeisters Dr. Adenauer eine V or be s i ch t ig u ng der Ausstellung durch Pressevertreter statt. Der E "la- düng waren mehr als 200 Herren aus allen Teilen des Reiches, namentlich aus Rheinland unb Westffalen gefolgt Bürgermeister Meer- feld begrüßte in einer Ansprache bie Press?- Vertreter und dankte ihnen für ihr Zlhlretches Erscheinen. Er gedachte besonders ber Verdienste, die sich die Leiter ber Ausstellung. Museumsdirektor Dr. Ewald unb UniversitätSprosessor Dr. K u s k e um das Zustandekommen ber Ausstellung erworben hatten. Den Pressevertretern wurde darauf in einem zweistündigen Rundgang Gelegenheit geboten, sich davon zu überzeugen, welch gewaltiges Werk hier in kurzer Zeit geschaffen worden ist. Die Ausstellung gewährt einen lückenlosen Ueberblick über die kulturelle und gesch.chtliche Entwicklung, die tausend Jahre rheinisch- deutscher Zusammengehörigkeit hervo.gebracht haben. Der Bedeutung ber Rheinlanbe für das Kaisertum des alten Reiches entsprechend bildet bie Äaiferabteilung ben Mittelpunkt der Ausstellung. In ihr liegt alles vereint, was bie Beziehungen bei Mai’er zum Rheinland betrifft Den Kaisern folgen die Landesherren, zunächst die vier rheinischen Kurfürsten. In gleicher Weise ist der im Rheinland so zahlreiche Landadel vericeien. Man kann sich bie Rheinlande nicht vorstellen, ohne an die zahllosen Denkmäler zu denken. Die bedeutendsten Kirchen unb Klosteranlagen werden im Modell gezeigt, darunter auch der alte Kölner Dom. Der' kirchlichen Kunst ist ein hervorragender Platz eingeräumt worden. In der Malerei ist neben den Meisterwerken des Mittelalters auch die neue Zeit vertreten. In der Plastik wird die vielfach nicht genügend beachtete Grabmalplaftis stark betont. Beim Kunstgewerbe verdienen die Golbschm'erarbeiten besondere Beachtung Fast alle großen Reliquienschreine sind auf ter Ausstellung zu sehen, an der Spitze der Drei-Könige-Schrein aus bem Kölner Dom. ber zum erstenmal außerhalb des Doms gezeigt worden ist. Die Bebeutung ber Städte ist durch charakteristische Denkmäler ihrer Geschichte zum Ausdruck gebracht. Bon ben bürgerlichen Gewerben wirb besonders interessant bie Buchdrucke r- k u n st in ihrer geschichtlichen Entwicklung dar- gestellt. In weiteren Abteilungen ist vereint, was die Rheinlande in Wissenschaft, Kultur, Unterrichtswesen und Polttik ber deutschen Kultur und dem deutschen Staatsleben gegeben haben. Bon eigenartigem Reiz dürfte die grobe Abtei - hing für wissenschaftliche und soziale Entwicklung sein. Sie zeigt, daß die Gebiete zu beiden Seiten des Rheiirs von jeher eine besondere Stellung int deutschen Wirtschaftsleben eingenommen haken. Die Stadt Frankfurt ist mit einer besonders interessanten Abteilung vertreten, die viel "Beachtung sand. So bietet die Ausstellung eine Uebersichi über alle Aeußerungen des poli tischen, geistigen, kulturellen tytd wirtschaftlichen Lebens in einer Fülle und einem Reichtum wie vielleicht noch niemals eine Ausstellung vorher An den außerordentlich interessanten Rundgang schloß sich ein Frühstück, das den Pressevertretern im Hauptsaal des Messehofes von der Stadt Köln dargeboten wurde und an dem auch Oberbürgermeister Dr. Adenauer teilnahm. Kein FlaggverboL zur Kölner IahrlaufendaussteKung. Köln. 15. 2HaL (2BIB.) Wie von zuständiger Stelle mitgefeilt wird. Hot die englische 25c- sahungsbehörde gestattet, daß anlähllch der Eröffnung der hiesigen Iahrtausendaussfellung alle össentlichLN t-.nb privaten Gebäude in sämtlichen Farben, mit Ausnahme Schwarzweißrot flaggen dürfen. Die Reichsregierung führt nach Köln. Berlin, 15. Mai. (TU.) Freitag abend begaben sich Reichskanzler 2r. Luther, Reichsaußenminister Dr. Stresemann, Reichsjustizminister Dr. F r e n ck e n , der preußische Ministerpräsident Braun und der bayerische Minister- Präsident Held und eine Reihe anderer führender Regierungspersönlichkeiten nach Köln, um am Beginn der Tausendjahrfeier tellzunehmen. Schulfrei in Preußen. Das preußische Staats Ministerium hat, wie der Amtliche Preußische Pressedienst mit- teilt, angeordnet, daß am 20. Juni anläßlich der Tausendjahrfeier der Rheinlande der Schulunterricht im gesamten unbesetzten preußischen Gebiet a u s f ä l l t. Im besetzten Gebiet wird der Ausfall des Unterrichts nach Maßgabe der lokalen Festveranstaltungen geregelt. Die Vertreter der Länder beim Reichspräsidenten. Berlin, 15. Mai. Der Reichsprä.s ident empfing heute in seinem Hause in Anwesenheit des Reichskanzlers Dr. Luther, des Reichsminifters des Innern Schiele und des Staatssekretärs Dr. Meißner die Staats- und Ministerpräsidenten und andere Regierungschefs der deutschen Lander zur Vorlegung und Entgegennahme ihrer Glückwünsche. Der preußische M i n i st erst r ä s i d e n t richtete folgende Ansprache an den Reichspräsidenten. „Herr Reichspräsident! 'Rehmen Sie heute von den Regierungen der deutschen Länder die wärmsten Glückwünsche für Ihren Amtsantritt entgegen. Die Wahl des deutschen Volkes hat Sie an die Spitze der deutschen Republik gerufen. Wir, die Vertreter der Landesregierungen, treten Ihnen zur Seite, vertrauensvoll und willig zum gemeinsamen Dien st am deut sch en Volk. Das Wohl des Deutschen Reiches, dem Sie, Herr Reichspräsident. Ihre Kräfte zu widmen gelobt haben, ist das Wohl der deutschen Länder. Der Länder Nutzen und Schaden trifft Sie und das Reich gemeinsam. So ist Ihre Arbeit, Herr Reichspräsi- tvnt, auf das innigste mit unserer verbunden. haben es ui diesen Tagen als Ihre Aufgabe lKzeichnet, die berechtigte Eigenart der einzelnen deutschen Länder zu wahren und ihre Wünsche und Bedürfnisie nach Kräften' zu fördern. Dieses Wort hat freudigen Widerhall gefunden. Nichts kann das Bedürfnis der Länder zum Reiche mehr vertiefen und freudiger machen, als die gegenseitige Achtung vor den Rechten des anderen Teiles. Möge unsere gemeinsame Arbeit auf dieser Grundlage dem gesamten deutschen Volke, dem Reiche und den.Ländern zum Segen gereichen." Darauf erwiderte der Reichspräsident: „M eine Herren! Ich danke Ihnen für Ihren Besuch. Ich danke Ihnen für die freundlichen Glückwünsche, die Sie mir durch den Herrn preußischen Ministerpräsidenten soeben haben darbringen lassen. Auch heute möchte ich Ihnen versichern, daß ich es als eine meiner vornehmsten Aufgaben anfehen werde, das gute Einvernehmen des Reiches und der Länder zu pflegen und zu fördern; denn in der Die'lgestaltigkeit der deutschen Stämme, ihrer Eigenart und ihrem Eigenleben liegen die Wurzeln unseres Volkstums und unserer Volkskraft. Das Reich umschließt sie, umfaßt sie zur Einheit, so, Reich und Länder zu einer Schicksalsgemeinschaft verbindend, und hat sie in diesen Jahren gemeinsamer Not und Leidens mehr denn je zusammengeführt. Lassen Sie uns alle diese Einigkeit mit besten Kräften fördern. Wir wollen immer sein ein Volk und Reich. Das walte Gott." Nach dein Empfang gab der Reichspräsident ein F r ü h st ü ck , bei dem Frau von Hindenburg, die Schwiegertochter des Reichspräsidenten, die Stelle der Hausfrau einnahm, und an dem der Reichskanzler, fämlliche Reichsminister, die Staatsund Ministerpräsidenten, die Regierungschefs der Länder, die Staatssekretäre des Reiches, die Gesandten und führenden Reichsratsbevollmächtigten der Länder, der Reichsbankpräsident, der stellv. Generaldirektor der Reichsbahn, der Präsident des Oberrechnungshofes sowie der Sohn des Reichspräsidenten Major von Hindenburg teilnahmen. Keine Reisepläne des Reichspräsidenten. Berlin. 15. Mai_ (SU.) Zu den Nachrichten über Besuche des Reichspräsidenten außerhalb Berlins wird an zuständiger Stelle mit* geteilt, daß bisher noch keine Beschlüsse darüber gefaßt find, so auch nicht über einen Besuch des Reichspräsidenten in Münche n anläßlich der dortigen Derkehrsausstellung und auch nicht über einen Besuch im Rheinland anläßlich der Jahrtausendfeier. Sturz des neuen belgischen Kabinetts. Brussel, 16. Mai (TU.) Die Mitglieder des Kabinetts haben gestern ihre Aemter übernommen. Die nur sehr kurze Regierungserklärung gipfelt in der Feststellung, daß das Kabinett keine politische Regierung, sondern ausschließlich ein Geschäftsministerium sei. Wie verlautet, haben die Oppositionsparteien beschlossen, einen Mißtrauensantrag Um Die französischen Schulden, Unabhängigkeit von den deutschen Zahlungen. — Loyale Haltung Amerikas. Paris, 16. Mai. (Sil.) Das interalliierte Schuldenproblem steht im Vordergründe öcr politischen Erwägungen. „Journal" weist in einem längeren Leitartikel auf die m a - terielle ileberle.genheit Amerikas und die Zahlungsunfähigkeit Frankreichs hin. Der Wohlstand Amerikas habe nach offiziellen Feststellungen in der Zeit von 1912 bis 1922 um 72 Prozent Angenommen, während in demselben Zeitraum die Wohlhabenheit Frankreichs sich um 30 Prozent vermindert habe. Zn Amerika seien bedeutende Steuer-Erleichterungen und Ermäßigungen in Aussicht ge- nvmmen worden. Frankreich dagegen sei gezwungen, in einem einzigen Jahre 1 Milliarden Franken neue Steuern aufzulegen, deshalb habe Frankreich den größten Anspruch auf schonende Behandlung. Der Leitartikel der „Cre Rouvelle" enthält die Bemerkung, daß die Regelung der französischen Schulden nicht länger meh r von den deutschen Zahlungen abhängig gemacht werden solle. Dieser Standpunkt, den P o i n c a r e bereits vertreten habe, habe sehr zu der wachsenden Mißstimmung der Vereinigten (Staaten gegen Frankreich beigetragen. Englische Mahnungen. Die „Dimes" richten in Form eines Berichtes aus Washington eine erneute ernste Mahnung an Frankreich in Sachen der Schuldenverhandlungen. Es sei unter keinen Umständen möglich, die Schuldenrückzahlungen Frankreichs von den deutschen Zahlungen an Frankreich abhängig zu machen. Das wurde den Zusammenbruch der Verhandlungen bedeuten. Amerika zur Schuldensrage. In Washington ist man in Besorgnis wegen der Haltung, die England einnehmen wird, falls Frankreich bei der Schuldenregelung um eine Ermäßigung der Schulden bitten sollte. Die Mehrheit in Amerika begünstige eine loy - a l e Behandlung der Schuldenfrage und nach Auffassung Amerikas werde man sicher zu einer erfolgreichen Lösung kommen. Wenn einzubringen, da de Vyvisre nicht beabsichtigt, die Vertrauensfrage zu stellen. Das bedeutet den Sturz des Kabinetts. Bulgarischer Ueberfal! aus ein serbisches Dorf. Rach amtlichen Berichten aus R e g o t i n in Serbien überschritt gestern eine bulgarische Militärabteilung von dreißig Mann unter Führung eines Offiziers die serbisch-bulgarische Grenze und überfiel das ser - bische Dorf Cernoschaftze. Es kam zu einem mehrstündigen Kamps mit den Bauern, in dessen Verlauf die bulgarischen Soldaten mehrere Häuser durch Bomben in Brand setzten. Hierbei wurde ein serbischer Bauer schwer verwundet. Rach Eintritt der Dunkelheit zogen sich die bulgarischen Soldaten auf ihr Gebiet zurück. Die Rachricht von dem Ueberfall rief in Belgrad große Entrüstung hervor. Die Todesurteile gegen die bulgarischen Verschwörer aufgehoben. Sofia, 16. Mai. (121.) König Boris hat die Todesurteile gegen die 24 am Attentat auf die Kathedrale Beteiligten nicht unterzeichnet. Die Todesstrafen sollen in lebenslänglichen Kerker umgewandelt werden. vr. Höfles Selbstmord festgestellt. Berlin, 15. Mai. (Wolff.) Zur Feststellung der Todesursache Dr. Höfles erstatteten die Aerzte Dr. Straßmann, Dr. Kipper und Dr. Stornier ein Gutachten, in dem ausgeführt wird, daß die Art der Krankheitserscheinung von vornherein zu der Annahme geführt habe, daß es sich um eine Vergiftung durch narkotische Mittel handele. Eine solche erklärte die zunehmende Bewußtlosigkeit und die damit verbundenen Störungen in befriedigender Weise. Diese klinische Vermutung habe eine weitere Bestätigung durch das Ergebnis der chemischen Untersuchung gefunden, die verhältnismäßig erhebliche Mengen ßuminal im Urin und Pantopon in den Organen nachgewiesen hohe. Auch die anatomische Untersuchung habe sie insofern bestätigt, als sich andere Gründe für die beobachteten Krankheitserscheinungen und den unter ihnen eingetretenen Tod nicht hätten feststellen lassen. Die vorgefundene Lungenentzündung habe sich offenbar aus dem ursprünglich vorhandenen Bronchial- Katarrh, der seit 15. April festgestellt worden sei und unter dem Einfluß der Bewußtlosigkeit und Herzschwäche entwickelt, wie das unter ähnlichen Verhältnissen häufig geschehe. Es handele sich nicht um eine primäre sogenannte echte Lungenentzündung, sondern um eine sekundäre katarrhalische, wie auch der mikroskopische Befund dies feststellen lasse. Auch die Veränderungen am Herzen seien, wenn sie auch während des Lebens gewisse Störungen hätten Hervorrufen können, doch nicht schwerwiegender Art. Mtt Rücksicht auf die offenbar eingenommene große Menge Lumina! und Pantopon scheine keine andere Erklärung denkbar, als daß Hösle in der Absicht, sich das Leben zu nehmen, das Gift in sich cingesührt habe. Die langcutbauernbe, bei Hösle beobachtete seelische Depression mache eine solche Handlung psychologisch durchaus verständlich, selbst wenn sie seiner Denkweise und feiner religiösen Anschauung in gesunden Tagen widersprochen habe. Das Gutachten kommt daher zu dem Ergebnis, daß Dr. Höf le seinen Tod in selbstmörderischer Absicht durch Einnehmen größerer Mengen ßuminal und Pantopon gefunden habe. Zn einem Sonder- gutachten, das zu dem gleichen Ergebnis kommt I wie das Gutachten des Aerztekollegiums, erflärt Dr. Strohmann weiter, daß die ärztliche Dehand- 1 lung, die mit der Anwendung narkotischer Mittel Großbritannien protestieren sollte, so solle man daran erinnern, daß Lord Curzon gesagt habe, durch die Regelung der amerikanischen Schulden habe England 30 Prozent vom vollen Wert der Schulden bezahlt. Deshalb könnten die Vereinigten Staaten, ohne Schwierigkeiten durch England befürchten zu müssen, Frankreich einen Nachlaß von 1 Milliarde Dollar gewähren. Tagung der amerikanischen AkademiefürPolilikundSoziale Wissenschaft. Philadelphia. 16. Mai. (WTD. Funkspruch.) Heute begann die dreitägige Tagung der amerikanischen Akademie für Politik und Sozial-Wissenschaft. Die Haupt- puntte der Erörterungen bildeten der Dawes- plan, das Kriegsschuldenproblem und die Abrüstungsfrage. Mehrfach wurde betont, daß der Dawesplan nur einen Rotbehelf darf!eile. Pros. Kämmerer von der Winston- Universität befürwortete eine sofortige Herabsetzung der deutschen Reparationsllistungen um 82 Milliarden Goldmark. Die Summe von 132 Milliarden Goldmark sei unsinnig. Das deutsche Volk würde sofort Mut fassen und mit der systematischen Abarbeitung der verbleibenden 50 Milliarden Goldmark beginnen. Zum Kriegsschuldenproblem äußerte der frühere Schatzamtssekretär O. Crosby, er befürchte, daß die deutschen Zahlungen infolge der Armut des deutschen Volles und seiner ungünstigen Handelsbilanz den französischen Erwartungen nicht entsprechen würden, ferner befürchte er, daß das amerikanische Ansehen eine Einbuße erleide. Er trete für ein mehrjähriges Moratorium für Frankreich und die anderen Schuldner ein, bis die weitere Auswirkung des Dawesplanes zu übersehen sei. Der Dawesplan fei ein mit rotem Pfeffer bestreuter Umschlag auf mehrere Geschwüre, diese jedoch benötigten zur Heilung mehr als nur einen Umschlag. bereits mehrere Tage vor dem 18. April aufgehört habe, die tödliche Vergiftung nicht verursacht haben könne. Der Vorgang könne von gerichtsärztlicher Seite nicht anders ertlärt werden als durch eine absichtliche Selbstvergiftung Holfes. Aus dem Finanzausschuß des Hessischen Landtags. Darmstadt, 15. Mai. (Eigen. Bericht.) Der Finanzausschuß des Hess. Landtags genehmigte in seiner heutigen Sitzung Kap. 86 (Reichsversicherungsordnung). Zu Kap. 88 (Erwerbslosenfürsorge usw.) beantragte Abg. Delp, die Regierung zu ermächtigen, den 'Betrag von 100 000 Mk., wenn notwendig, auf 200 000 Mk. zu erhöhen. Zu Titel 3 wurde beantragt, die Kosten für eine Beratungsstelle, für die 2000 Mk. ausgesetzt waren, auf 5000 Mk. zu erhöhen. Das Kapitel wurde genehmigt. Ebenso wurden die folgenden Kapitel genehmigt: 89 (Landeskreditkasse), 90 (Bergbau), 91 (Förderung des kaufmännischen Unterrichtswesens). 93 (Gewerbeunterricht), 94 (Dampfkesselprüfung), 95 (Eichwesen). 96 (Zentralstelle für die Gewerbe). 97 (Chemische Prüfungsstation Darmstadt). Zu Kap. 98' (Gewerbliche Unterrichtsanstalten) lag ein Ersparungsantrag Dr. Leuchtgens vor, der gegen drei Stimmen bei einer Stimmenthaltung abgelehnt wurde. Dieses Kapitel wurde genehmigt, ebenso das folgende: 99 (Kunstgewerbliche Zwecke). Die Beratungen wandten sich hier auf dem Vermögensteil des Voranschlags zu und es wurden noch einige rückständige Kapitel erledigt. Angenommen wurden: Kap. 120 (Stiftungswesen), 125 (Ankauf und Verkauf von Staatsgütern), 126 (Reste aus früheren Jahren) und Kap. 148 (Ausleihungen und Staatsschulden). Rächste Sitzung Montag, den 18. Mai. Zusammentritt des Hessischen Landtags voraussichtlich Mitte Juni. Man hofft, daß der Finanzausschuß noch vor Pfingsten mit seinen Beratungen zu Ende kommt und daß auch die Berichte hierüber bald fertiggestellt sind, so daß Mitte Juni mit dem Zusammentritt des Landtags gerechnet werden kann. Reichsfinanzminister v.Schlieben über das KompromLsi im Ausurertungs-Ausschuh. Berlin, 15. Mar. (TU.) 3m Aufwertungs- Ausschuß des Reichstages betonte heute im weiteren Verlauf der Debatte Reichsfinanzminister v. Schlieben no.:unals die schwierigen Wirtschaf t l i ch e ir u n finanziellen Bedenken. die die Rrrchsregierung gegenüber dem Kompromiß geäußert habe. Trotzde m sei sie auf den Boden des Kompromisses getreten, damit das deutsche Wirtschaftsleben endlichzur Beruhigung komme. Ueber die in dem Kompromiß niedergelegten Richtlinien hinauszugehen, wäre die Reichsregierung jedoch keineswegs in der Lage gewesen. 3m Interesse der derckschen Wirtschaft und des deutschen Kredit- marttes mußten die Verhandlungen so beschleunigt werden, daß das Aufwertungsproblem in kürzester Zeit als gelöst gelten könne. Wettervoraussage. Zunächst noch vielfach heiter und warm, bei verstärkter Gewitterneigung und langsamer Trübung. Das die Wetterlage bedingende Hochdruckgebiet verzieht sich immer mehr nach Rordosten und liegt heute morgen mit seinem Zentrum an der ostskandinavischen Küste. Es wird an seiner südlichen und westlichen Seile stark bedroht. Der Rordmeerwirbel hat mit Ausläufern den Kontinent erreicht, und an der Westküste Frankreichs Regenfälle verursacht. Deutscher Reichstag. Berlin, 15. Mai. Das Haus nimmt nächst in allen drei Beratungen den Enttvurk eines Gesetzes über die Erhöhung der Gebühre» für die Tätigkeit des PreisaussichtS- amte« der Privcttversicherungen tm 3aficc 1923 an. Dann erfolgt die Wetterberatung des H auS- halts des Reichsministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, die mit einem Antrag Korell (Dem.) verbunden wird, einen Ausschuß von Sacherständigen zu berufen mit bem Zwecke der Erstattung eines Gutachtens über die wirtschaftliche Lage Deutschlands in ihrem Zusammenhang mit landwirtschaftlichen Zöllen und Handelsverträgen. 2lbg. Putz (Komm.) begründet eine Interpellation der Kommunisten, die sich mtt der Rot der Kleinbauern beschäftigt. Würden die Schutzzölle eingeführt, so hätte dies nur ein Preisdiktat durch die Großbauern zur Folge. Der Redner begründet dann noch 3ntervella- ttonen der Kommunisten, die sich für die Landarbeiter, deren Arbettszeit, Koalitionsrecht usw. einsetzen und von der Regierung ßinberimg des Steuerdrucks bei den Keinen Landwirten verlangen. Ministerialdirektor Zach führt aus. daß allen Landwirten in den landwirtschaftlichen Dotgebieten von feiten der Steuerbehörden Steuerstundungen auch auf die Einkommensteuer in weitestem Mäße gewährt wurden. Stundungen seien auch in der Vermögens- und Erbschaftssteuer und für Renten- bankzrnsen eingetreten. x Abg. Korell (Dem) erklärt, man dürfe das Bauerntum nicht mit bestimmten politischen 3nstittttio7ven verwechseln. Die Kluft zwischen Landmann und Landarbeiter sei so tief, daß sie kaum zu überbrücken sei. Der Redner begründet dann seinen Antrag, der die alsbaldige Einberufung einer Sachverständigenkonferenz verlangt, die sich mit der Forderung der Produktton und Steigerung des Verkaufs inländischen Getreides beschäftigen soll. Die ungeheure Mehl- einfuhr würde nicht nur den inlmrdischen ®e- treibemarft schädigen, sondern auch den Ruin der Mühlenindustrie herbeiführen. Zur Frage der Zölle für die Landwirtschaft führte der Redner u. a. aus: Sind die Schutzzölle ein Mittel um die gegenwärtige Rotlage der Landwirtschaft zu mttdem? Zur Beantwortung dieser und anderer Fragen über die Zweckmäßigkeit der Zölle will der Redner einen besonderen Sachder- stän di gen aus schuh eingesetzt wissen. Der Redner seht sich dann zum Schluß noä) für den Schutz des deutschen Weinhandels ein. Abg. Meyer- Hannover (Wirtschastl. Dg.) wendet sich gegen die massenhafte Einfuhr ausländischer Agrarprodukte und Wein. Wenn Deutschland seine Landwirtschaft nicht lebensfähig erhalle unb schütze, verheere dies die landwirtschaftliche Selbständigkett. Dann fordert der Redner Beseittgung des Restes der Zwangswirtschaft. 2Ibg. Oeraucr (Dayr. Dpt.) beklagt den starken Steuerdruck, der auf die bayerischen Kleinbauern geradezu vernichtend wirke. Die deutsche Landwirtschaft sei gefährdet durch die Konkurrenz der Getreideexportlän- der Canada und Argentinien. Agrarschutzzölle feien darum eine Rotwendsgkeft, um die deutsche Volksernährung zu sichern. Auch gegen die wachsende Fleifchoinfuhr müsse die deutsche Bauernschaft geschützt werden. Eine Förderung der heimischen Milchproduktion sei fcrin» gend notwendig. Reichsernährungsminister Graf Kanitz erklärt, die Hauptarbeit des Reichs Ministers für Ernährung imb Landwirtschaft müsse sich jetzt auf die Förderung der heimischen Produktion richten. Wir brauchten eine starke produzierende Landwirtschaft. Rach der Stabilisie-- fierung der deutschen Währung bereite die Ernährung des deutschen Volkes keine Schwierigkeiten mehr, aber der Konsum hätte noch nicht die Höhe der Vorkriegszeit erreicht. Die Reichsgetreidestelle könne jetzt aufgelöst werden. Der Reichstag würde demnächst über die Verwendung der Ueberschüsse zu beraten haben. Die Regierung würde einen Gesetzentwurf vorlegen, daß sie den Ueberfchuß auf dem Kreditwege zur Förderung der landwirtschaftlichen Produktion verwenden werde. Der Fleischverbrauch habe jetzt den Stand von 1900 erreicht. Die Versorgung mit Kartoffeln sei völlig ausreichend. Die Landwirtschaft habe sogar Absatzschwierigkeiten bei Kartoffeln und noch mehr beim Spiritus. Der Minister schilderte dann die schwierige Lage des Wein- und Gemüsebaues und erklärte, er werde sich bemühen, bei den schwebenden Handelsvertragsverhandlungen Schutzzölle für diese Zweige zu erreichen. Bei einer Steigerung der Rentabilität der Lairdwirtschaft und der Landarbeiterlohne wird auch die Abwanderung der Landarbeiter aus dem Often nach dem westlichen 3ndustriegebiet aufhören. Die Landarbetterfrage gehört zu den wichtigsten Problemen der Agrarproduktion. Die Kreditnot, die sich von Monat zu Monat steigert, hat für die Landwirtschaft einen bedrohlichen Charakter angenommen. Die hohen Zinsen können meist nur durch neue Verschuldung aufgebracht werden. Die Gründung der Rentenbant-Kreditanstalt eilt. Die Zollvorlage wird in den nächsten Wochen dem Reichsrat zu- gehen. Die Reichsregierung steht auf dem Standpunkt, daß die allsettig als notwendig anerkannten. Jnbustriezölle ohne das Korrelat toov. entsprechenden Agrarzvllen eine Handels- und wirtschaftspolitische Unmöglichkeit waren. 3ch bin kein Freund von Hochzöllen, man wird aber ohne Zölle nicht auskommen, solange die ganze Welt sich auf dem Zollgebiet so protektionistisch einstellt, wie heute. Die heimische Produktion muß auch gegen die Einfuhr aus Ländern geschützt werden, die wegen besserer klimatischer Bedingungen billiger produzieren können. Fünf Millionen sind in den Etat zur Förderung verschiedener Produttions- zweige neu eingestellt. Wir wollen dem kleinen Landwirt die Fortschritte der Technik durch gesteigerte Wirtschaftsberatung nutzbar machen. Die Agrarfrage werde in kürzester Zeit eine für die weitere Entwicklung der deutschen Gesamtwirtschaft überragende Bedeutung einnehmen. 3e kaufkräftiger die Landwirtschaft wird, desto aufnahmefähiger wird der Binnenmarkt für die deutsche Industrie. Aus aller Welt. Internationaler (Kfperaulokongresf. Di, international, Gfperxuitc Äoitf Wissenschaft lidic (BefeUidjaften au» 23 oerfchiedenen Staaten auf der Äonfercn *, vertreten. Sie Sektion, die sich mit der Anwendung der Itiprrantofprad), in Yianbel und Industrie beschäftigt, hat bie Berichte der Vertreter der graste, Hanbelsinessen aus Deutschland, Frank" reich, Spanten, Italien und Belgien entgegenge- nommen. Sie flonferenj erörterte u. a. die «trage her Schaffung von Schlüsseln in Esperanto, durch dic der Derkehr der Handelswelt erleichteN und vereinfacht werden soll. Li« Viferfvchtsdrama. In Niendorf erschoß der Prokurist Wegner aus Hamburg auf der Promenade den PosNnspektor W a r n d c aus Hamburg, dessen Tochter und dann sich selbst. Da man bei dem Mörder einen Qthlagcbricf Fräulein WarndeS fand, scheint die Annahme berechtigt, daß e» sich um ein Eifersuchtsdrama handelt. Faszistlfcher Angriff uerft werben Mehrkämpfe ausgefochten, bann folgen bie Einzelwettkämpfe in allen Schwimmarten, außerbem Streckentauchen, Wafferballweitwurf, Turmspringen, Vereins- unb (Bauftaffeln, als (Einlagen Figuren-Reigen, Schaufpringen der Sieger unb Siegerinnen unb eine Aufführung in Lebensrettung. Eine Mittelrheinstaffel, bestehend aus Läufern und Schwimmern, stellt eine neue Einrichtung der deutschen Turnerschaft dar. Der Musik- unb BergnügungS- Ausschuß hat für ausreichende, gute Musik unb einen guten Iu,platz gesorgt. In dem g c ft- zug werden 1 1 Musikkapellen marschieren, darunter 3 hiesige .Kapellen (Reichswehrkapelle un(cv Leitung von Obermusikmeister L o b e r. ferner die Kapelle Topp unb die Kapelle Melker). Die anderen Kapellen sind von auswärts (Offenbach. Marburg und Wetzlar». Die Gießener Kapellen werden an den Hauptfesttagen abwechselnd in der BolkShalle. auf dem Zeltplatz unb zu bat Freiübungen die Musik stellen, wozu heute schon ein ausgezeichnetes Programm zusammengestellt ist. Der Iuxplah wird links der Liebigshöhe liegen und ist in den Festplatz einbegriffen. Der Ausschuß hat nur erstklassige Schaustellungen verpflichtet Für die tanzlustige Jugend ist beftenS Dorsorge getroffen; 2 Tanzböden von je 200 Quadratmeter werden vorhanden feilt Reben ernster turnerischer Arbeit ist also auch für Unterhaltung genügend Dorsorge getroffen. Ganz besonders hervorgehvbon sei noch, daß sich auch die Gießener Gesang- und Radfahrvereine freudig zur Derfügung gestellt haben, um daS Fest durch Massenchöre und Fahrradreigen zu verschönen. Der PresseauSschuh hat den ersten 'Dogen des Festbuches in Druck gehen lassen, die übrigen 'Dogen werden rasch folgen, unb so ist damit zu rechnen, daß daS Festbuch in Bälde verausgabt werden lann Das Preisgericht für den Plakatwettbewerb hat seine Entscheidung gefällt und fünf Entwürfe mit Preisen ausgezeichnet. Unter den Preisträgern befindet sich auch ein Gießener Mitbürger. RähereS hierüber kann erst in den nächsten Tagen milgeteill werden. Gietzcncr ’-ätouKum«i unreife. ES kosteten auf dem heutigen Wochenmartt: Butter 200 bis 210. Blatte 30 bis 35. Kale 50 bis 65. Weißkraut 25. Rotlraut 40. rote Rüben 10, Spinat 15 bis 20. Romifchkohl 10, Spargel 60 bis 100. Sinter-Kohlrabi 6. Tomaten 200, Zwiebeln 25. Meerrettich 40. Rhabarber 25. Kartoffeln 5, Aepfel 50. Dörrobst 3?. Honig 35. junge Hahnen 100. Suppenhühner 120 Pf .das Pfund; Eier 10 bis 11. Blumenkohl 100 bis 150. Salat 20 bis 35. Salatgurken 120. Lauch 5 bis 10. Sellerie 30 bis 80 Pf. das Stück, gelbe Rüben 50. Rettich 50, Radieschen 10 Pf. das Päckchen Bornotizen. — TageSkalende r für SamStag. Oeffenlliche Derfammlung: 81 * * * ilbr Turnhalle Dort rag über .Alkohol und Dollswohl". — Geflügel- und Vogelzucht verein. 8.45 Uhr im Pfalzer Hof Dersammlung mit Dortrag. — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: ..Der Demütige unb die Sängerin". TageStalcndcr für Sonntag. Gießener Hochlchulae'elNchoft und Gießener Chiuentenbük Gelelliger Abend". 4 Uhr Mär- chenstunde für Kinder Kleine Aula 5 llbr Konzert in der Reuen Aula. 7 Ahr geselliges Beisammensein im großen Hörsaal Gewerkschaft Hell Gemeinde-Beamten Dorm. 9 . Upr ..Schtpiapaß Generalversammlung Lichtspieltheater wie SamStag. *• D i e Ardettsmarktlagc i m Gebiet bes Arbetts Nachweises für bas n ö r b - 11 d) c Oberhessen, zu bem Gießen-Stabt unb -Land unb bie Streife Alsselb, Lauterbach unb Scholten gehören, bat sich seit Anfang April erfreu- ltcherwcijo erheblich gebessert. Zählte man am 1.4. noch 941 Bollerwerbslose unb 1696 Zuschlagsemp langer, io war bie>c Ziffer am 1. Mai auf 628 Vollerwerbslose unb 956 Zuschlagsempfanger gesunken. In der ersten X)äliic bec- Mai hat bie Besserung meuerc Fortschritte gemacht, abschließende Zistern hierüber liegen noch nicht vor. Die Besserung des Arbeitsmarktes ist auf bie Belebung im Baugewerbe unb auf vermehrte Arbeitsgelegenheit in der Landwirtschaft zurück Zufuhren. Auf ben übrigen Gebieten des Arbeitsmarktes besteht im allgemeinen gegen wattig edensalls eine erfreuliche Beschäftigungslage. •’ Cin Promenaden-Frühkonzert der Kapelle des 15. I n f. - R g t s. unter persönlicher Leitung des Obermusikmeisters Loder findet aus Anlaß des ctubentenkil'stages morgen Sonntag, vormittag von llf Uhr an. vor bem Univerfitätsgebäube statt. Musikfolge: 1. Armeemarsch II Nr. 198 „Fridericus Nex" von Nabek. 2. Ouvertüre zur Oper „Die lustigen Weiber von Winbsor' von Nikolai. 3. Große Fantasie au.- der Oper „Das Nheingolb" von 9L Wagner. 4. Stubentenlieber. Potpourri Nr. 1 von M. Kohl- mann. 5. Marsch ber Langen Kerls aus „Fri bericus fRcr" von Grawert. Im Interesie ber guten Sache tzat bie Kapelle ihre Dienste in anerkennen-.- werter Weise uneigennützig zur Berftigung gestellt. Man darf wohl annehmen, baß diese Veranstaltung sowohl, wie auch bie übrigen Darbietungen des Stubentenhilfsfestes im Laufe des morgigen Tages weitgehenden Zuspruch der Bürgerschaft sinben wird. ' Die Heere s-A n w a ltl ch« ft. Zweigstelle Gießen, ist mit CCBirfimg vom 15. Mai ah nach Weimar verlegt worb m. •• Einziehung der 50-Renten- mark-Scheine. Die Deutsche Rentenbank weist darauf hin, daß die Rentenbankscheine zu 50 Rentenmark mit dem Ausfertigungsdatum 1. November 1923 durch Bekanntmachung vom 20. März 1925 zur Einziehung aufgerufen worden find. Die aufgerufenen Scheine werden von den öffentlichen Kaisen nur noch bis zum 31. Mai 1925 als Zahlungsmittel angenommen, bei den Kassen ber Reichsbank aber bis 30. September 1925 gegen anderes Geld umgetauscht. Die Einziehung der 50-Mark-Scheinc geschieht um der vielen RachbildunHcn willen die gerade von diesem Wertablchnttt von Fälschern in Umlauf gesetzt werden. Die Rähe des Termins, von wo ab die Scheine nur noch bet den Kassen der Reichsbank umgetauscht werden, veranlaßt, wie das häufige Dorkommen von Fallchstücken in ben letzten Wochen zeigt, bie Derbrecher in der verbleibenden kurzen Frist noch möglichst viele Falschscheine im Privatpublikum abzusetzen Sei der Annahme der 50-Rentenmark-Scheine ist deshalb größte Dorsicht geboten. '■ Personalien. Ernannt wurden der Kreisveaerinärarzt des Kreisveterinäramts Büdingen Deterinärrat Dr. August Walther zum Kreisveterinärarzt des Kreisveterinäramts Friedberg unter Belassung seiner AmtSbezeichnung als Deterinärrat, der Kreisveterinärarzt Deterinärrat Dr. Georg S p a m c r in Reichels^im i. O. zum Kreisveterinärarzt deS Kreisveterinäramts Büdingen unter Belassung seiner Amtsbezeichnung als Deterinärrat. der Amtsveterinärarzt Dr. Gustav Martin in Mainz zum Amtsveterinärarzt in Grünberg mit der Amtsbezeichnung /Deterinärrat", sämtlich mit Wirkung vom 1. Juni. — In den Ruhestand verletzt wurde der Oberveterinärrat August Zinßer in Friedberg auf sein Rachsuchen mit Wirkung vom 1. Juni. rfl. Pflanzt auch Blumen. Wenn von zwei Menschen ber eine sein Wohnhaus mit Unordnung, Schmutz unb Unrat, ber aobere bas feine mit Grün unb Blumen umgibt, io ist ber letztere als ber geistig Höherstehende einzujchatzen, denn er beweist, baß ihm die seelische Straft nicht fehlt, feinem Schön- heitsbedurfnis. bas in jedem Menschen schlummert, Dlahring zu geben. Ein mit Blumenkresse, Winden unu Schlingrosen umranktes Häuschen, auf besten Fensterbrettern Geranien und Fuchsien blühen, hat etwas Freunblich-Anheimelndes, das soziale Gegen- fätze zu mildern vermag. Einen solchen Blumenschmuck aber vermag jeder, auch ber Acrmste, schließlich zu erschwingen. •• Brieftelegramme Im Derkehr mit der Tschechoslowakei. Dom 15. Mai an werden zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei Brieftelegramme ausgetauscht. Gebühr beträgt 50 Proz. des gewöhnlichen Telegramms. — Eine Iugendwohlfahrtstagung wird am 22 und 23. Mai in unserer Stadt abgehalten. Die Deranstaltung soll einen ileher- blick über den heutigen Stand der Iugendwohl- fahrt. ihre Probleme unb ihre Bedeutung für das öffentliche Leben geben und so daS Derständnis für die wichtigen Aufgaben der Wohifahrts- arbrit fordern helfen. Dorträge werden gehalten von Direktor Halfinger -Darmstadi. Prof. Dr. M e f s e r - Gießen. Prof. Dr Stern- Giehcn, Geheimrat Mi11crmaier - Gießen, AmtSgerrchtsrat Dr. R o t f ch i l d - Frankfurt d. M.. Prof. Dr. H u n t e m ü 11 e r - Gießen. - —— । 5rar 2tcfl«rungtrat 3noa Kelter» Darmstadi Prof. Dr. v. D ü r i n g - Frankfurt a M. Direktor St u m p f - Blftchach. Außerdem ist eine Besichtigung der Zellenstrafanstalt Butzbach geplant. • • Ob< r he f I if 4>c r ftunltpet ein. Don Sonntag. 17. Mai. an veranstaltet der Devein in feinem 2Li#Pefhmgsraum am Brandplatz eine Ausstellung von Aquarellen defftfcher Kunstdnck- mälcr. Di? Sammlung umfaßt etwa 250 Blätter Ktrch. n. Burgen und andere interessante Bauten Unb künstlerisch veranschaulicht Die Aquarelle find von Herrn ProfeUor Bronner-Mainz in jahrelanger Arbeit angefertigt und haben bereit- i.i Darmstadt unb Mainz große» Interesse erregt J4 ist zu hoffen, daß dies auch in unterer Stadt der Fall fein wird zumal die Provinz Oberhefsen in der Sammlung besonder- stark vertret eit ift. Herr Professor jronntr wird am obengenannten morgigen Sonntag, vvrm 1 1 1 2 11 b r pünktlich im AuFstetlungSraum einen einführ en ben 3 ortraa halten, bem ein reger Desuch zu a unschön ist. Die Ausstellung wird voraussichtlich nur 14 Tage geöffnet fein. Im übrigen wird auf da- Inserat in gestriger 'Hummer verwiesen. " LinnH-Feier 1925. Wie in den letzten Jahren, verxinstaltet daS Botanische Institut der Universität auch in diesem Jahre eine „Linnö-Feier". um mit ihr allen für Pflanzenkunde Interessierte» einen allgemein verständlichen Dortrag botanischen Inhalts zu bieten. Prof. Küster wird Dienstag, 19. Mai. 8* ilbr. im Botanischen Horsaal (Drandplatzl über Orchideen sprechen. (Siehe Anzeige i “ B e i m ttrcisscucrwc^rtag f u r ben Äreis «liehen, ber am morgigen Sonntag in L i ch ftatifuibci, wirb eine Feuerlöschprobe mit bem Stanborbieuerlöfchapparai „Total" (Trocken löscher) ftattrinben. Ferner werden eine Motorspritze von 700 Literleiftung in ber Minute unb eine kleine tragbare Motorspritze von 300 Literleiftung in ber Minute vor geführt werben. •’ Der Landesverband des hessischen Einzelhandels veranstaltet heute und morgen in Bad-Aauheim feine diesjährige ordentliche HauptverfanTmlung. Aus allen hessi- scheu Gauen werden die im Lande-verband zu- sammengefchlossenen Einzelhändler nach dem reizvollen Tagungsort eilen. • • Diebslahl. Der Polizetbericht melbel: Am 5 b. Mts. wurde aus einer Wohnung in ber Damm strahe dahier eine silberne Taschenuhr mit (Sold raub unb daran befindlicher fe-ngltedriger Uhrkette gestohlen. Aus dem Zifferblatt steht ba-^ Wort „Omas". Dor Ankauf ivirb gewarnt. Sachbienliche Mitteilimaen nimmt die Kriminalpolizei entgegen • * Wnsserwärme der Lahn heule vormittag 16' R. Spiclplatt dcr ^rontfiirtcr Thcalcr. Opernhaus Sonntag. 17. Mai; Die Meistersinger von Qiia-nberg. Montag, 18. Der Troubadour Dienstag 19. 3emifa. Mittwoch 20. Das Rkreingold. DonnevStag, 21. Aida. Frmtag. 22.: Figaroe, Hochzeit. Sanwlag. 23 SusarrnonS Geheimnis, hierauf: Tantzsuite Gou- perin-Strauß. zum Schluß Gianni Schicchi. Sana tag, 24 . Die Hugenotten Schauspielhaus Sonntag, 17. Mat: Der KreidekreiS. Montag, 18 : Sonkin unb der Haupttreffer. Im BollsblldungS- heini: Klaviertrio. Hieraus: Er ist an allem schuld. Dienstag, 19.: Louis FerZßnatrd. Prinz von Preußen Mittwoch. 20. oonftn und der Haupttreffer Donnerstag, 21. Der Kreidekreis Freitag, 22.: Die Andach' zum Kreuze. SamStag. 23.: Der verlorene Sohn. Sonntag. 24 : LvuiS Ferdinand, Prinz von Preußen. LonnlaaSdienft d. llerztc u. Apotheken am 17.5.25. Dr. W- >Fldn. Dr. Kivoer. Engelavotheke. Zahnarzt: Dr. Kotier deck, ^rankfutter Str. ßohnerwachs uoj anerkannte Mittel für ntfette Rutboden- und Mo b elpfle^e Qualitätserzeugnis der Erdalfabnk Zu haben in folgenden Geschäften: 19c Emil Fischbach. Neuenweg. Richard Grünewald, Bahnhofstraße. Geschäftliches. Die natürlichen Psianzenkräfte im älngarischen Walser Faßhauer kräftigen Rerven und Körper und heilen Migräne, Ischias unb Rheuma. *Z,S6 Auskunft: Llniv.-Apotheke zum goldenen Lngel. F ine f- ratiJa"ur»i^hiulreTnljBiifiknr" gegen unreineo lut, Iurunkcln. HautauSschlag. Hautjucken. Ptckeln. Schärfe deS BluteS, durch inife« cd) c WlrlBhoteaer EietrehdgenBiknr. Allein echn Wo r:.-do lener Naturhell, Elberfeld. ‘Jiteberi Generatdevoc u. l'licVerlage i. Gießen ‘Heformhaue Paul Scholz, «»testen. Ureuzvlatz.'». 5017c ..MAGGI« gute, »parsam> Küche" aus MAGGI5 Suppenwürfeln IgL. 1 Ohne langes Iurichten feine Suppen a’ToITor filT rt5 t* IO __ erhalten Sie IN 26 Sorten Blumenkohl, Ochsenschwanz. Eier-Stemchen. ll'JV r IM* Grünkern, Königin Erbs Erbs m.Speck. Reis, Pilz, Tomaten.Windsorusw Vermietungen \ Benflon Bmnöl Neuen 'Baue 22 Sonnige mobi.jini Gier Gute Verpflegung. Tel. 1085. tirötterer Lacerranni sowie Stallung iür zwei Pferde in der Nabe d. Gülerdahn- boseS sofort ober fväter au vermieten. Stör. Singe b. unter 04839 a. b. Greß. Anz. MöblierieS Wohn- und Schlafzimmer an 2 itutflc Herren zu vermieten- (-«*» Xammitr. 29. 2d)ön möbliertes Wohn unb Schlafzimmer los. ui vermieten. Roonstrahe 31 v. ,gRi Zimmer iofort z. vermiet. Babnboiftr. 22 IL Gut möbltertes Wohn- und Schlafzimmer au vermieten. Cm» Babnbo-ftr. 12 II. mmcamomoa^Dmag^ Schone Werkstatt io Ivie Lagerraum ob. Garage ab 1. Ium »u vermieren. Schr.Anacb. unter 04239 a. d. Gieß. An» 1 Zimmer mit 2 Betten cotL mit Kochgelegenhei bis 1. Juni zu vermieten. (04346 (fbelftr. 16 vart. HMMMHM Mietgesuche 1 Alletnsted. altere Frau lucht leeres Zimmer Schr.Angeb. unter oast a. o. <^,eß «nz. sucht Gießener Anzeiger möbl Zlmi idt. SchriftL Die Einäscherung des Herrn Oberstudiendirektors Prof. Dr. Friedrich Kraft findet in Darmstadt statt am Samstag, dem 16. Mai 1925. ______________________________ 5067D Wieseck, den 15. Mai 1925. 4997D Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und für die reichen Kranzspenden beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen Herrn Johannes Harnisch sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen* Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang meines lieben Entschlafenen, sowie für die überaus zahlreichen Kranzspenden, und allen denen, die ihm während seiner Krankheit so viel Gutes erwiesen haben, spreche ich auf diesem \\ ege meinen innigsten Dank aus. Im tarnen aller trauernden Hinterbliebenen: Julie Bepperlmg. Gießen, den la. Mai 192». 60—70 qm trockener und kühler Mmm Hl UM»«»» sofort zu mieten gesucht. Schriftliche Angebote unter 5036D an den Gießener Anzeiger erbeten. 8HnnMigtilM.WrikA.-8. sucht per sofort für ihre AnSMMmteii.AuWtzmli. 1 bei der Kundschaft bestens etngesührten gegen hohe Provision. Schrift!. Vinn, u. 5012ss an den Gieh. Anzeiger erb. hWiAgM für Feuer-, Einbruchdiebstahl-, Unfall-, Haftpflicht-, Transport-, Lebens-, Aussteuer-, Renten-, Automobil- und Fahrzeug- usw. Versicherungen mit ansehnlichem Inkasso zu vergeben. Herren, welche in der Lage sind, das bestehende Geschäft weiter aus- zpbauen, bietet sich Gelegenheit zur Schaffung bedeutender Aebeneinnahmen. Ausführliche Angebote unter Ar. LV. 45 an die Geschäftsstelle der Dill-Zeitung in Dillenburg. 5025D Existenz! Gut ein geführte Reisende von leistungs- fähiger Firma zum Berkaus von chem. rechn. Oden u. Fetten, Seifen u. Seifen vulver gesucht. Verlangt wird: Umsichtiger arbeitSsreud. Herr, der erfolgreichen Wirkungskreis nachweis, iann und über festen Kundenkreis verfügt. Geböten wird: Reifesves., Monatsgehalt, n. UmsatzbonuS also hohe ' Verdienstmöglichkett. Ausführliche Oss. m. Lebenslauf u. 5046D ntt den Giestener Anzeiger erbeten. Gut eingeführte flrohe Versicherungs- Gesellschaft mit allen gangbaren Zweigen, iucht für Cbevbeffen und angrenzende Gebiete Yezirkvettreter gegen Gewährung von hohen Provisionen, Tagegeldern und Zuschuff. Fachleute bevorzugt, doch werden auch Nichtfachleute mit guten Beziehungen berücksichtigt und eingeardestet. Schriftliche Angebote unter 04316 an den Gieffener Anzeiger erbeten. mir irnrhon für dauernde Beschäftigung IVIl lUUjcll Personen zur Ueberuabmc einer Siliale. Berus u. Wohnort Nebensache. Kenntnisse, Kapital oder Lager nicht erforderlich. Verdienst ca. 5—600Mk. monatL Ang. u. P. 401 a. d. Ann. Exp- d. Aachener Iiene-SeeeUnehnft, Aachen. D 1 Zchlkilitt 1 Tapezierer 1 HMursihe zum sofort. Eintritt gesucht. iDauerstell.) Möbelhaas J.Jttmann Inh: A. Brnmlik Bahnhofstr. 29 p-’-D Tüchtiger SWM für fournierte Möbel sofort geincht. A. IICNM Grabenstr. 11 Erwerbfuchende welche lohn. Hauptoder Nebenerwerb suchen, reelle Sache bei einem Verdienst von 50-75^0, bitten wir um Adressenangabe. 5031 bl lSebr. Schrick Besteck u. Solinger Stahlwarens. Wald b. Sol., Paulstr. 19. Einfach möbliertes Zimmer gesucht. Schr. Angeb. unter 04289 a. d. Gieh. Anz. 2 leere MM mit oder ohne Küche von ruhigem Mieter gegen gute Miete au mieten gesucht. Schr.Angeb. unter 0434 n. b. Gieff. Anz. Ab 5. Juni Uebernachlnngs- lokal für 6 Personen in nächster Nähe des Bahnhofs gesucht. Schr.Angeb. unter 04360 a. d. Giess. Anz. [Wohnungstausch] Wohnungstausch; Suche für sofort ob. baldmöglichst 5 = Jimmer- Wohnnng gegen gleiche. M3U Jes. W. WUrzbnrger Dammstr. 41 I. Wohnungstausch: Biete: netlc 4 • Zimmer - Wohnung Ostvtertel, Parterre Suche. 5- evlL 6- Zimmer-Wohnnng möglichst i. d. Nähe des BahnhosS. Umzug wird vergütet. Schr.Angeb. unter 04341 a. d. Gisst. Anz. [Stellenangebote] Einen in Anwaltschaft und Notariat erfahrenen 04203 Gehilfen sucht Rechtsanwalt Scheer Lauterbach. tatir ^Autoschlossers mit Führerschein, welcher schon länger gefahren, für Per- sonenamoin dauernde Stellung gesucht, m. Rosenthal Liebtgstraste 13. Junger Bäckergeselle sofort gesucht. [^ Bäckerei Weihei, Lang-Göns. Tapeziergehilfe sofort gesucht. 9<3ee t>. Lotz Neuen Baue 2. Selbständige Anstreicher sofort gesucht. 0M6 Jobs. Nicolai, Ebelstraste 34 H. WM Grost- il Kleinstückarbeiter fof. gesucht. Wilhelm bischer Inh.: Chr. Heberling Wetzlar. 4ewp Tüchtiger Küfer für Holzarbeit und Weinkelleret sofort gesucht. [5033D Braugasse 6. Ein jüngerer ehrlich. Mt welcher mit Vieh um- rugeh. versteht, kann ab 1. Juni eintreten bei Alfred Katz, Biehhandlung. M00D UUllöVL »1330 Knecht zu einem Pferd für Landwirtschaft ges. Näher, in der Ge- schästSst. des G. Anz. JüngeS, kräftiges Rrdcta wird gesucht. M3#3 Marktplatz Si, Lehrling gesucht. 5076D TchchlerscAegler Schilder-Malerei Marktstraffe Rittergqffe 17. Bäckrer- lehrling aus guter Familie sofort gesucht. W2ai Daniel Carlo Brot-u. Feinbäckerei Grünberg i. H. Braver Junge als Kochlehrling oder Kochlebrfräu- lein gesucht. [04311 Hotel Prinz Kod Gießen. Braver, kräftiger Schlosserlehrling für sof. gesucht, i, Schtossermeister Flett, TeuselSlnst. flürtrben 22.______ Schmiede- Lehrling gesucht. [04371 Schmiedemeister Otto Will Kinzenbach. Suche Mädchen für sofort für Geschäftshäuser. Hoher Lohn. [04373 St-trtu Herr Sonnenstr. G II. Anderer- %fämaisthei(bap Motorrad Verkäufe vernichtet verblüffend Tüchtiges, zuverläss. Stieß zugeben 04:369 bopytlfUzh^trKd)Iog, in Äpolhäirn J. Drog. Neuenweg 2. billigst 4893D Fränkel •.SeltersM-eQ W teilt 04183 | Vereine | Verschiedenes] Gesangverein Frohsinn 5053a. Tanz nach der Karlsruhe 04351 zugeben. SeltcrSweg 53. Zirka IV2 Uhr. 5040D abends. 04332 5042V wünscht. 6-80« N kaufen. 04333 Erbsen | Kaufgesuche j Generaloertr. Kar! Steinmetz, Stallen. v. L., sucht als Diener, W. Stühler. Lebnbeim. Der Vorstand des Dünsbe rgvereinS. 26 I., Stelle täglich frisch cin- trcffend, empsieblt Sonntag, 24 Mai, Abm. 7 Uhr von der Lahnbrücke od. Abs. 8.20 Uhr n. Bieber. RegeBeteiligunger» sür ins HauS gesucht. 5051c] Caiß Amen.i. Packer 0. f. zuverl. Posten, mit etwas Gartenarbeit angenehm. Schrift!. Angebote unter 04381 an den Gieff. Anz. erb. üiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiinD Einen noch sehr gut erhaltenen AbendsSpeisennach der Karte. Saal für alle Veranstalltung passend. Sol. Preise. EM MMM, vorher Hotel Lenz. Nonkfiiliel 9of. Empfehle gutbürgl. Metallbetten Siahlmatr^ Kinderbetten, dir. an Vriv. Kat.31 N frei. Elssn- möbellahr. Suhl l. Th. weißer Herd mit GaShcrd und elektrische Lampen zu verkaufen 04349 Wilbelmstrafte 7. Maschinen- hvbelspäne gibtunentgeltlich ab. 0lM' «trabenttr. 11. Erstklassiger Deutscher Schäfer huub, Rüde, 6 Monate alt, billig ab- Sonntag, 17. Mai, mittags 4 Ausflug auf */z Jahr zu leiben gesucht. Schr. Angebote nnt. 04313 an den Glest. Anz. Witwe Aus. 40er, statt!. Er- schetn., schönes Heim, wünscht dieBekannt- schait ein. fol. gebild. Herrn [Beamter,Ge- schästsm.1 zw. spät. Heirat. Verschwiegenheit: Ehrensache. Schr. Ang. unt 04365 an den Gieß. An». zu verkaufen. Zu erfrag. 1. d.Geschästs- stelle des G. A. Ol-27 Wkgzuzshslbkr verkause 10 Hübner 40 Jt, l kl. Milchzentri fuge 50 j<, eine Waschmaschine 30 .k, 1 doppel- schläsr. Bett 75 Ji, 1 doppeltür. Klei- verschränk 50 ", 1 Tisch 5 .//. Zu ersr. i. d Geschästsst. des G. Anz. 04281 zum 1 Juni gesucht. Licbigstr. 83 Laden. 1^4308 Hahn, ™ •$ Transport - Hüb- nerbans billigst zu verkaufen 04305 Liobigstrafte 91. Für bas hiesige Stabt. Krankenhaus wirb zum mögl. sofortigen Eintritt eine staatlich geprüfte den nach- Uhr, mit Neues Markeo-Dani^nrad billig zu verkaufen. Schsitzenstr. 7. *H8M PH. Groh. Anmeldungen: Mittwoch nachnu 1 bis 7 Uhr, Wetzstein- straste 36 I. 04183 Za verkanfen: Zwei Meter langer ^l|U| mit drei Etagen, für Aussteller bet Jahrmärkten gut zu gebrauchen. Ebenso 1 Ladenkaffe wenig gebraucht, ab- Gtaibnioidiiitt möglichst kleines Modell, gesucht. Schr. Ang. u. 04314 an den Gtest. Anz. CIS RemmWe fast neu, zu verkaufen. Teilzahlung gestattet. Näheres in der Geschäftsstelle des G. Anz. 04382 2 P. 8., fahrbereit, noch sehr out erhalten, bllL zu verk. P. Koslowski Sandkrasse. Televh. 1126. Hans hl Laden, allerbeste Lage, beziehbar, für Zigarrengeschäft sehr prsw. zu verk. Schr. Angeb. unter 04357 a. d. Gieh. Anz. Grotzer Tisch (L80X1.20) für Bureau geeignet, zu verkaufen 04309 Citonlaflc 35. Futter- kartosfelu 3—4 Ztr., zu verk. Woltstr. 21 p. Meiilyh taia 1888 n. I Samstag, 23. Mar 1925. abds. 8V Uhr Frühjahrs-Haript- pcriammlun^ T.-O. 1. Äittteiliing. 2. Bercinsbericht. 3. Bootstaufe. 4. Verschiedenes. 5043c Der Vorstand. Alter ölet tLierröhrem laufe Brühlsche Druckerei UID Schulitr. 719. Bersmiiiliiiig Montag, 8 c. t., Hotel Viktoria. Vünrberg Tag (eogl) für den Stationsbienft gesucht. Bewerbungen mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften, Lichtbilb unb Gehaltsansprüchen sofort erbeten. Wetzlar, ben 15. Mai 1925. Der Bürgermeister: Kühn. Dr. med. Alberts Astbmakur kann selbst veraltete Leiden dauernd heilen. Aerztl. Sprechst.inGieften,Bahnbossbotcl Leu.; jeden Montag 10—2. 767sl Ein leicht. Einspänw SflfkDwogtii billig zu verk. 0,8,0 Georg Schwan, Neustadt 75. , R stenun9en Orin9ende 43 Stunden Metier f Freiw. Feuerwehr Montag, 18. Mai. pünftl. 8 Uhr abdö.: Seillilübuiili DaS Kommando. 500 Mk. gegen auhergewöhn- lich hohe Zinsen bei prima Sicherheit gesucht. Schr. Ang. u. 04354 an d. G. Anz. Banäsämaschlnen für Landwirte auch zum Düngerstreuen geeign., Spottpreis Mk. 5.—, 1 gr. leeres Fast, 1 mal flebr., 5b. 6 Ztr. Inh., 1 kompl. Schleiferei-Einricht. mit 1 1^ 8.-Motor, Transmission, Nie- menscheiben und Riemen, diversen Schleifsteinen und Geräten, 1 groben Schleifstein 60 cm Durchm., 1 Kanne Schweihöl für 20 M. 1 Etsschrauk i. 2x0,9 XO,G 1 Blechkessel z. Einmauern, 50 Vite< St. 5 —, 1 Johns Waschmaschine ohne Untergest., 1 kleine Tabakfchneidmasch. 1 Obstkelter s. HauSH. 1 oebr. einschl. Bettstelle it. Bettsedern 1 kompl. gr. Kino Einricht, mit eignen Filmen u. sämtl. Zubehör bi(L zu verk. Zu belicht. Mühl straste IQbint.i.Hof. nwn z.kauf.gesucht. Albert Jakob Biökirchen Telephon 11. [50//D Sehr gut erhaltene ZMW «Ankers,^Stundenleistung zu verkauf. Wickeck 5064 O Siebener ©trabe 115 Tüchtlges Allein- Mädchen in Küche und Haushalt erfahr., gesucht. L -eP Westanlage 6. Zwei Prismengläser 6x32, neu, billig zu verkaufen. 04322 Konrad Sieber Ludwigstraste 14. (Illil!illlllllllll!llllllllllllllll GernhardtsGherZilher und Mandolinen-Chor e. V. Sonntag, 17. Mau Ausflug nach Annerod. Treffpunkt: ' 2- Uhr Moltkestr. - Kaiser« allee. 04361 OllllllllllllllIlllllllllllllllUI) parabellum <08> und Manier Pistolen, Kal 7,63, mit Kasten laust ständig 04315 Robert tieller («■Heften Frankfurter Sir. 19. EWIniDgcr! Sonntag, ben 17 Mai d. Ausflag nach Annerod» Treffpunkt Kaiser- allee-Licher Straste. Abmarsch pünktlich Groster, aebrauchter EissAaiik billig zu verk. 01325 Kaiierallee 50 p. la Mil« Vogelsberg., drittes Kalb, frischmelkend, sofort zu verkaufen. Zentrifuge und Vuttermafchine billig abzugeb. 6074D Toilnenttraste 6. MM Walitorstr. 36/38, früheres Cale Leib, zu verk. Anfrag, an Garal, Bad - Nauheim, °J Anneröfler Weg 36. W Forme Formen, m W iu»* Xrtsssr\1 l\tosato 1 1\ Figene S*a®a"»Jiode»en Ni 6,0 Or'9Wa.....innerhalb Damen- Fahrrad gebraucht, aber gut erhalten, zu kaufen gesucht. Schr.An .11 04348 a. d. Gieff. Anz. Gebranchter Eisschrank zu kaufen gesucht. w3fls Uhl. Wetzlarer Weg 77. llk. |H Ser T< . tvc kzlHer An d dlese da S !otma[ f *»$;• SS« S?: jl'inn vj. M bie 5..“' 1 1° Qud> & seines K sa?a,iM a6nen T 6* fr« Mtzei Don P Der 2l feit bildltcyer belvuhtsetl politu dieser M Mfls öu- Politik aus ihn immer wirb- . Jetzt b Fragen De [and dann amcrila da s-hasters tr Deutschland Moment Unruhe reich- „ An 8 lischePrck zösischen tuns der Frankreich mng ist ' Geloist Pai bie infy bie Mchrhi Sas ist Mehrhei erneut 1 Iemokra die Erneue Wahlen öd nuar nächst bleibt der < zentration Sozialisten, die eigens das in der Mehrheit 1 sprach zu nister ans! tauj in Driand an baß 6 eineß Ä e c schetöungen aufbrechen. Gerade Deitersühr heitsfrage Abenteuer Einbruch fr von Mar Frankreich und das p Ein solcher beweisen, fa lange bauet 6t text stig wirken falls Aus land, Jta schon verst Zone gerä nun Md c onstrebt, ö< Zone übe mit eine frage toi sranzö[isch-f 1912, der i lannt. Und pfifch-spani nthrt, toenn verringert, ssstch einzuri i»e Eelbstäni toe Gebär vegvnnen toi And vvi Böen hat C «-dm S-m ^gebracht "ber ist ein ; Zander uni Frlich am ^0 unbeque Drian iu Äilitärkl Nr. U4 Zweites Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Samstag, 16. Mai 1925 Außenpolitische Umschau. Don Prof. Dr. Otto Hvehsch, M. d. R. Der Amtsantritt des neuen Reichspräsidenten liegt hinter uns. Ein Aufatmen gehl durch das Dolkl Richt als ob sich jetzt mit einem Male alles, alles loenden würde Aber was ist das doch für ein Fortschritt, daß jetzt ein Mann über den Parteien steht, zu dessen Wort und Festigkeit alles Vertrauen hat, ein Mann von vorbildlicher Pslichterfüllung und Deranlwortungs- bewußlscin Reichspräsident ist! Und zur Aus) en- Politik noch einmal, deren Grundlagen ändert dieser Wechsel nicht, aber der Rame des Marschalls bürgt dafür, das; nichts in der Außenpolitik gegen die LebenSinteressen unserer Ration geschieht, und das; der Kampf um die Auhcn- Politik aus dem Parteigezänk, in das die Linke ihn immer sofort umwandelte, herausgehoben wird. Jetzt drängen die großen außenpolitischen Fragen Westeuropas ^ur Entscheidung. Was England darin will, weist alle Welt. Wie Rord- amertka dazu steht, hat die Rede seines Botschafters in London am 4. Mai ausgesprochen. Deutschlands Haltung ist ebenfalls klar. Das Moment der Unsicherheit und der Unruhe bleibt nach wie vor Frankreich. An Frankreich ist die Reihe, ruft die englische Presse ihm zu, und auch ein Teil der französischen Presse hat Verständnis für die Bedeutung der heraufziehenden Entscheidungen. Aber Frankreichs innere Lage, die Lage seiner Regierung ist nach wie vor unsicher und schwankend. Gewiß haben die Gemeinderatswahlen, die in Frankreich rein politische Wahlen sind, die Mehrheit des 11. Mai 1924 erneut gebracht. Das ist moralisch von Bedeutung, weil die Mehrheit des französischen Volkes erneut den Willen zur friedlichen Demokratie ausgesproche.n hat. Aber die Erneuerung des Senates, für die diese Wahlen von Bedeutung sind, wird erst im Januar nächsten Jahres stattsinden, und bis dahin bleibt der Senat, was er ist. Er will eine Konzentration der bürgerlichen Parteien gegen die Sozialisten. Diese aber sind ein wesentlicher Teil, die eigentliche Stütze des Kartells der Linken, das in der Kammer die Mehrheit hat. Was diese Mehrheit aber will und wünscht, steht im Widerspruch zu dem. waS zwei der lvichtigsten Minister anstreben und wünschen. Sowohl Ea illau f in der Finanzreform wie noch mehr B r i a n d in der Außenpolitik sind, sobald es an das Sachliche geht, tatsächlich Vertreter eines Rechtskurses. Bei den praktischen Entscheidungen wird dieser Widerspruch Darm sofort aufbrechen Gerade nun. als die Vorbereitungen für die Weiterführung der Kontrollnote und Sicher- heitSfrage in Gang kam. hat für Frankreich ein Abenteuer begonnen. Mehr ist ja zunächst der Einbruch der Kabhlen in die französische Jone von Marokko nicht. Aber es ist nicht anderS: Frankreich hat dabei wieder Krieg zu führen, und bas paßt schlecht zu einer Friedenspolitik. Ein solcher Kolonialkrieg, wie böse Erfahrungen beweisen, kann unabsehbare Folgen haben, sehr lange dauern und vor allem sehr viel Geld kosten. Er wird in Amerika ganz gewiß nicht günstig wirken. Er bringt Verwicklungen oder jeden- salls Auseinandersetzungen mit Spanien. England. Italien mit sich Denn wenn Spanien schon verständigerweise einen ganzen Teil seiner Jone geräumt und preisgegeben hat. und wenn nun Abd cl Krim ein selbständiges Reich im Rif anstrebt, darin sogar, wie jetzt in die französische Jone übergreift, dann rollt sich ja mit einem Male die ganze Marokkofrage wieder auf. Abd el Krim hat den französisch-spanischen Protektoratsvertrag von 1912. der die Zonen abgrenzte, niemals anerkannt. Und dieser Vertrag ebenso wie der französisch-spanische von 1905 werden natürlich berührt, wenn Spanien selbst seinen Einflußbereich verringert. Es muß Frankreich naheliegen, danach einzurücken, und dabei stoßt es eben auf die Selbständigkeitsbewegung dieser Kabhlen. Das ganze Gebäude, das vor 20 Jahren aufzuführen begonnen wurde, gerät dabei ins Schwanken. Und vor allem nochmals: Das kostet Geld. Eben hat C a i l l a u x verlangt, daß 31 Milliarden Franken mehr zur Deckung des Budgets aufgebracht werden müssen. Ein Kolonialkrieg aber ist ein Faß ohne Boden. Das paßt nicht zueinander und so ist das ganze eine Ablenkung, die sicherlich am Quai d'Orsay als sehr unangenehm und unbequem empfunden wird. Driand zögert offensichtlich. Wie er steht zu Militärkontrolle und Sicherheitssrage. dies aber ist zu erkennen. Er will leinen festen Termin für die Räumung von Köln^ will die Möglichkeiten der Kontrolle so lange ir. möglich ausdehnen. ist deshalb iüc den englischen Vorschlag. der am 16. 8. mit Ler gar. i Sache Schluß machen will, nicht zu habe Er betont ferner, daß ein Vertrag wie der Sicherheitspakt vom Völkerbund nur registriert werden könnte für Staaten, die Mitglieder |j?n. Er fordert also, daß Deutschland im Völkerbund sei, bevor der Siäxrheitsvertrag in 2£: lang treten könn» Er erklärt sich nur zur gor.in ung bei Verhandlungen bereit, laßt fo gewissermaßen England zappeln und behält die Leitung der Diskussion in der Hand. So verschieden ist offensichtlich die ganze Grundlage der Verhandlungen. Ohne daß Sicherheit in der Militärkontr o l l- frage und der Räumungsfrage gegeben ist, kann Deutschland sich in die Fortsetzung der Sicherheitserörterung nicht ein lass en. Und daß es in den Völkerbund eintrete, bevor die Räumung und Kontrollfrage erledig ist, bevor die Sicherheitsdiskussion zum Abschluß gekommen ist. bevor Deutschlands Einwände gegen den Völkerbundseintritt berücksichtigt sind, das ist ausgeschlossen. In England und Amerika, vielleicht auch in Frankreich, hat man ein Gefühl dafür, was es bedeuten würde, wenn eine Verständigung, die eine dauernde Befriedung Europas herbei- führte, jetzt mit einem Deutschland gelange, an dessen Spitze der Marschall von Hindenburg steht und dessen Politik von den Bürgerlichen und Rechtskreisen bestimmt und gestützt wird. Aber wir vermissen noch die Einheit, daß dann eben den Lebensinteressen Deutschlands Rechnung getragen werden muß, dah es als gleichberechtigt in der ganzen Auseinandersetzung behandelt wird, daß Zugeständnisse, die man von ihn: beansprucht. auch von der anderen Seite gleichwertig und gleichmäßig gemacht werden. Und eine Verhandlung unter Gleichster echtig- ten i st e s eben nicht, wenn in dieser unwürdigen Weise, wie bisher, die Mili'äriomroll. note über Deutschland schwebt, wenn man diesem überhaupt nicht sagt, was man ihm vvrwirst, wenn man dieses Deutschland an- (lagt, den Wortlaut der Anklage ihm vor enthält und es zugleich vorder schon verurteilt, und auf diese Weite durch die ganze Welt hin Stimmung gegen Deutschland macht. Auf diesem Wege kommt ganz bestimmt die Verhandlung, die jetzt beginnt, nicht zu einem Ziele, wie es die englische Politik anstreb! und die amerikanische Politik wünscht. Wir sehen zu, wer von den beiden der gescheitere und zielbewußtere sein wird, B r i a n d oder E h a inst e r l a i n. Wir sehen mit gesteigertem Mißtrauen, wie England, wenn die Verhandlungen so sich zuspitzen, regelmäßig Frankreich zu Un- qunften von Deutschland nachgab. Ratürlib macht sich daS die englische Politik heute auch klar Von ihr hängt es ab, wie weit sie Frankreich vorwärts treibt, und zu Zugeständnissen bringt. Die Linie der deutschen Außenpolitik ist eindeutig gezogen und damit auch die Grenzen, über die die deutsche Politik nicht hinausgehen kann. Wird das nicht auf der anderen Seite anerkannt und berücksichtigt, so scheitert eben der ganze Plan, dessen Ausführung biS zum September sich die Herren Baldwin imb Ehamberlain vorgesetzt hatten! Heeresfachschulen im Dienste der Wirtschaft. (Rachdruck verboten.) Alljährlich wird eine Anzahl Freiwilliger nach Abschluß der zwölfjährigen Dienstzeit aus dem Heeresdienste entlassen, die nicht allein durch die strenge Pflichtschule des militärischen Dienstes gegangen, sondern auch für den erwählten Zivilberuf durch die Heeresfachschulen vortrefflich vorgebildet sind. Sie können daher besonders Anspruch auf das volle Vertrauen aller Arbeitgeber erheben. An ihrer Unterbringung im Zivilleben mitzuwirken, ist vaterländische Pflicht. Rur die Aussicht auf spätere günstige Unterbringung in Zivilstellen wird dem Reichsheere einen Ersatz schaffen, der es in die Lage setzt, gesicherte innere Verhältnisse zu gewährleisten und damit die Erstarkung von Reich und Wirtschaft zu sichern. Es werden vier verschiedene Heeresfachschulen unterschieden, die entsprechend der Berufswahl des Freiwilligen die Berufsausbildung durchführen: ..Heeresfachschule für Verwaltung und Wirtschaft". ..Heeresfachschule für Landwirtschaft", „Heeresfachschule für Gewerbe und Technik", „Heeresfachschule für Forstwirtschaft". Als fachmännische Leiter der Heeresfachschulen sind die Truppenunterrichtsleiter bestellt. Sie beraten die Kommandeure in Unterrichtsangelegenheiten und sind sowohl diesen, als auch allen vorgesetzten Stellen für den Geist und Erfolg des Unterrichts, sowie die richtige Zusammenarbeit aller Lehrer verantwortlich. Der Unterricht der Heeresfachschulen läßt sich in zwei Unterrichtszweige gliedern: a) den Fortbildungsunterricht, b) den zivilberuflichen Unterricht. Der Fortbildungsunterricht wird nur in der Unterstufe der Heeresfachschule für Verwaltung und Wirtschaft erteilt. Die Vorprüfung, der sich alle Mannschaften des 3. Dienstjahres zu unterziehen haben, entscheidet über die Einstufung in die Klassen der Unterstufe sowie über eine vollständige oder teilweise Befreiung vom Unterricht. Teilnahme ist Pflicht. Der Unterricht hat die Aufgabe, die von der Schule mitge- brachten Kenntnisse aufzufrischen und zu ergänzen. Er beginnt im 4. und endet im 6. Dienstjahre Leute, die das Jahresziel nicht erreichen, bleiben sitzen. Für sie verlängert sich der pslichtmäßige Unterricht entsprechend. Der zivilberufliche Unterricht beginnt im allgemeinen im 7. Dienst jahr. nachdem sich der Freiwillige — nach erfolgter Berufsberatung durch die Vorgesetzten — für die Beamtenlaufbahn, einen landwirtschaftlichen, gewerblich-technischen Beruf oder die Försterlaufbahn entschieden hat. Vorbedingung der Zulassung ist: a) Urteil des Komp.-Chefs ufto., daß die militärische Führung und Leistung des Freiwilligen genügt, b) Rach- weis der zum erfolgreichen Abschluß des Fortbildungsunterrichts erforderlichen Kenntnisse (Urteil der Lehrer). Teilnahme ist freiwillig. Wer am zivilberuflichen Unterricht nicht teilnehmen will, muß eine schriftliche Erklärung abgeben und allen Ansprüchen entsagen, die er etwa auf Grund weiter genommenen Unterrichts erheben könnte. Für das Unterkommen dieser Freiwilligen kann in Anbetracht ihres Verzichtes auf den zivilberuflichen Unterricht nach Dem Ausscheiden durch die Militärbehörde nicht gesorgt werden. Mangelhafte militärische Leistungen und Führungen können zur Zurückstellung oder zum sofortigen Ausscheiden aus dem Unterricht führen. Die Heeresfachschule für Verwaltung und Wirtschaft soll die Angehörigen der Wehrmacht aus die Tätigkeit als Beamter des öffentlichen Dienstes, als Privatbeamter oder als Kaufmann vorbereiten. Die Unterrichtsfächer der Beamten- antoärter sind: Deutsch, Rechnen. Geschichte. Geographie. Volkswirtschaftslehre, Gesetzeskunde, Fremdsprache. Staats- und Verwaltungskunde, Physik. Chemie. Kurzschrift und Maschinenschreiben. Der Lehrplan ist so gestaltet, daß er die befähigten Schüler bis zur Obcrfctunbareife führt. Im 11. Dienst jähre findet die Abschlußprüfung statt. Dem Prüfungsausschuß gehören auch die Vertreter der Anstellungsbehörden (Zoll, Bahn, Post, Steuer usw.) an. Rach den wissenschaftlichen Anforderungen wird eine Abschlußprüfung I und II unterschieden. In der Abschlußprüfung I werden die Kenntnisse verlangt, die zum Eintritt in die Besoldungsgruppe I—V (VI) befähigen. Die Abschlußprüfung II fordert den Rachweis der Allgemeinbildung für den Eintritt in die höheren Stufen des mittleren Deamtendienstes (Bes. Gruppe VII) ohne Vorprüfung, wie sie der Besuch der Heeresfachschule bis zum Abschuß vermittelt. Die Unterrichtsfächer der Anwärter für den Beruf als Kaufmann sind: Handelskunde und kaufmännischer Schriftverkehr, kaufmännisches Rechnen, Buchführung, Handschrift. Kurzschrift, Maschinenschreiben. Deutsch, Fremdsprache. Geschichte. Geographie, Volkswirtschaftslehre und Gesetzeskunde. Die Abschlußprüfung erfolgt ebenfalls im 11. Dienst fahr. Ein Vertreter der Handelskammer oder der örtlichen Vereinigung der Kaufleute nimmt an der Prüfung teil. Truppenunterrichtsleiter ist ein hauptamtlich an- gestellter Studienrat. Als Lehrkräfte stehen diesen nach Bedarf Haupt- oder nebenamtlich angestellte Elementar- oder akademische Lehrer zur Verfügung. In Gießen sind beispielsweise 11 Lehrer > meist Studienassessoren) für bcu Unterricht an der Schule verpflichtet. Die Heeresfachschule für Landwirtschaft soll diejenigen vraktischen Ke mtn sse und Fähigkeiten vermitteln, die ben Soldaten in den S and setzen. fid> als ein praktischer Landwirt oder la>u> wirlschaftllcher Beamter einen Lebensberuf zu schassen. Der Lehrplan ist im allgemeinen den Lebrplanen der bürgerlichen landwirtschaftlichen Schulen ungepaßt Der Unterricht gliedert sich in zw i Abschnitte landw rtschaf.l d>?r Fachunterricht vom 7. bis H. Dienstjahr, b) landwirtschaftlich- Sond rauobildung im 12. D enstjahre. Dom 4 bis 7 Dienst fahr b-sucht der Soldat, der zur landwirtschaftlich-n A sblldung zugriassen werden kann, die Unterstufe der Heeresfachschule für Verwaltung und Wirtschaft Um die Soldaten der Heeresfachschule für Landwirtschaft auch praktisch auszubilden und sie während b*r D enstzeit der landwirtschaftlichen Arbeit nicht zu ent* fremden, ist jed i Fachschule ein landwirtschaftlicher Betrieb ang-glicberi Die Tätigkeit in d esen Betrieben ist ebenfalls al; Dienst za betrachten. Am Schluß des 11 .Dienstj ihres findet vor einer s\ ng statt, worüber ein Zeugnis erteilt wird. Truppenunterrichtsleiter ist ein Landwirtschaftslehrer. Zusammensetzung der beigegebenen Lehrer wie in landwirtschaftlichm Sch-l m Leiter der HeereS- sachschule für Landwirtschaft in Gi ßen ist der Direktor des Landwirtschaftlichen Institut- der Universität. Die prakl.sehen landwirtschaftlichen Arbeiten werden auf dem Hardthof bei Gießen auögcsührt Die Heeresfachschule für Gewerbe und Technik hat die Ausbtldung von Handwerkern und Technikern zur Ausgabe. In Betracht kommen in erster Linie die Serufc doS Holz- und Metallgewerbes, Sattler und Stellmacher. Die praktische Ausbildung erfolgt im wefenllichen auf den Heereshandwerkerschulen und bet den technischen Truppen. Die praktische Ausbildung auf den Heereshandwerkerschulen beginnt bereits im 4. Dienstjahr und erfolgt durch Abkommandierung $u jährlich sich wiederholenden Lehrgängen von je 11 Wochen. Im letzten Dienstjahr umfaßt der Lehrgang V» Jahr. In den Werkstätten der H.-ere-uhandwerkerschuIen werden nur Arbeiten ausgeführt, die zur methodischen und praktischen Ausbildung der Reichswehr- angehörigen zu Gesellen bzw. Meistern dienen. Sie werden unter Aufsicht und Anleitung von handwerksmäßig vorgebildeten und anleit ungs- berechtigten Fachlehrern und Meistern angefertigt. Rach erlangter Befähigung wird die Gesellenprüfung unb späterhin die Meisterprüfung vor einem besonderen Prüfungsausschuß abgelegt. Hand in Hand mit der praktischen Ausbildung geht der Fachunterricht entspreche:!!) dem Lehrplan der Maschinenkxru- und Gewerbeschulen. Unterrichlsleiter ist ein Diplom-Ingenieur. Die Angehörigen des Standortes Gießen nehmen an dem Unterricht der Gewerbeschule teil. Die praktische Ausbildung erfolgt auf der Heereshand- werkerschule in Mim. ; Dl« Heeresfachschulen für Forstwirtschaft sind noch in Bildung begriffen. Sie werden irt der Regel bei den I, gerbataillonen eingerichtet. Die Ausblldung c ?ift sich vorläufig mir auf die Heranbildung non Privatförstern. Bisher sind vier Forstschulen ins Leben gerufen. Der Forstunterricht gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Ersterer beginnt im 7. und dauert bis zum 12. Dienstjahr. Dom 4. bis 7. Dienstjahr besucht der Soldat, der zur forstlichen Ausbildung zugelassen fein will, die Unterstufe der Heeresfachschule für Derwal- Hüfe gummiert und imprägniert für Damen, Herren und Kinder. Vorbildlich Der Tanz als Kulturfpiegd. Alles, was ist, steht in irgendeiner Beziehung zu seiner Umwelt, ungeachtet des Werturteils, das diese darüber fällt. So auch der Tanz. Das formal stark gebundene Menuett, der Tanz des ebenso stark mit tausend äußeren und inneren Dingen verknüpften Barock ist seiner Zeit ebenso innig verbunden wie fein Ballett: das architektonische Gefühl der Zeit, das sich Paläste in ungeheurer Raumverschwendung mit der umgebenden Landschaft verband, das durch einen Hauptbau mit zwei Flügeln einen kilometerlangen, schnurgeraden Parkweg mit beschnittenen Bäumen und symmetrisch gelagerten Teichen, einen Ring von Wirtschaftsgebäuden und ein geometrisches Epielwerk von Gartenflächen mit reizvoll sich ergänzenden Statuen und Pavillons schuf, kurz, das aus Ratur und Menschenwerk die Totalität des Kunstwerks zum alleinigen Zwecke tzes Lebensgenusses schuf, es behandelte so auch seine Menschen: Der durch tausend Kniffe seines Schneiders und Friseurs zurechtgestutzte Kavalier, die mit tausend Künsten wie für die Kristallglasvitrine in der Ausstellung bereitete Dame ordneten sich in reizvollem Zwang, der ihnen Lebenselement war, zu angenehmen Gruppen, die sich graziös lösten und fanden, einer durch den andern bedingt, einer nur durch den andern überhaupt erst wirkend, zum K o n t r e , zur Quadrille. Die französische Revolution zerbrach das, was im Rokoko veräußerlicht, keine Lebensberechtigung mehr hatte. Don Wien aus drangen die Klänge des Ländlers, später des Walzers auch nach Paris, und das befreit sich auf- richtende Bürgertum wirbelte durch die Zimmer des biedermeierlichen Heims im leichtbeschwingten Walzerschritt. Was sich an Grazie und Gefälligkeit, an Ton und Bewegung hier zeigte, war freier, losgelöster von der Gesamtheit der Umgebung, nicht die geschlossene Masse der Gruppen, nur mehr das Paar war Mittelpunll, und die großen, für das Zeitempfinden steif und zeremoniell wirkenden Hoftänze lösten sich auf in der loderen Atmosphäre des Bürgerhauses. Die Dynastie Strauß hat durch Generationen den Walzer in seiner ursprünglichen, prickelnd-lebendigen Art erhalten und gepflegt. Bis die große Auseinandersetzung der Völler und der Geister auch hier mit rauher Hand Wandel brachte. Unsere innere und äußere Haltung ist anders geworden. Die liebliche Eleganz des Biedermeiers ist der strafferen Grazie der modernen Toiletten gewichen. Der Zusammenklang von innen und außen der Tänze, der in der Zeit der Romantik so lebendig war, ist heute nicht mehr offenbar. Die starke Konzentration, die heule das Leben an jeden stellt, der irgendwie mit ihm in Berührung kommt, das ungeheure, fast diabolische Tempo des Tages kann keine offenliegenden Herzen mehr brauchen. Alles, was irgend persönlich ist, was zum Innenleben gehört, wird unter undurchdringlicher Maske von Rüchternheit und Sachlichle: geborgen. A-le_De- toegung seelischer Art wird nach innen gedrängt, weil sie, nach außen ausbrechend, zuviel Herzblut kosten würde. Da aber die Form, unter der wir uns verbergen, bewußt als notwendige Maske erkannt wird, beginnt ein Suchen und Tasten, bei dem überall Hilfe gesucht wird, wo sie sich bietet. Kindlichkeit, Primitivität machten Anleihen in der heißen Zone, wo die Kultur noch nicht von Der Zivilisation verdrängt wurde. Und so kam der Bruch mit dem formal gebundenen Tanz, der als öde und eintönig empfunden wurde, nachdem man ihn noch lange gepflegt hatte, ohne die innere Einstellung noch zu ihm zu haben. So kamen V i m m i und Jazz und brachten eine starke Reubelebung in die Tanz- fäle. Daß sich diese Umstellung gleichzeitig mit der nach dem Riederbruch erfolgten politischen Revolution zeigte, ist, schon rein zeitlich und äußerlich betrachtet, erklärlich, aus inneren Zusammenhängen heraus — und nur diese können ja stets ausschlaggebend sein — selbstverständlich. Das neue Zeitgefühl sucht neue Ausdruckssormen. Die Erlebnisse des Krieges, die Erlebnisse der Techstik, alle fortwährend neu und immer rascher auf uns anstürmenden Geschehnisse, die oft gar nicht schnell genug ersaßt und überwunden werden tonnen, schaffen den Sinn für Groteske, wecken die Sehnsucht nach Befreiung von all der tollen, spukhaften Aeußerlichkeit und bilden so den Rährboden für bisher unerhörte Klänge, Rhythmen und Bewegungen. So und nur auf diesem Wege ist das Eindringen in das Verständnis für den modernen Gesellschaftstanz möglich. Absellig davon hat sich der Kunsttanz entwickelt. Aus dem Ballett, das die große Oper in ihrer Blütezeit pflegte, hat sich der Einzeltanz entwickelt, der, als Kunsttanz weiter gepflegt und in Tanzschulen eine über das rein auf künstlerische Offenbarung gehende Richtung genommen hat, die die Harmonie von seelischer und körperlicher Bewegung anstrebt. Die Entdeckung des Körpergefühls schafft die bewußte Erweckung eines starken Indi - vidualitätsgefühlS, und von diesem Standpunkt aus rückschauend wird die gewaltige Kluft deutlich, d^e zwischen dem Spitzenballett des Rokoko und dem Körpertanz der Gegenwart klafft. Roch deutlicher wird diese Trennung durch die Erkenntnis, daß der moderne Kunsttanz durchaus nicht etwas von der Musik Abhängige- oder durch sie Bestimmtes ist. Er ist vielmehr — und die Entwicklung der letzten Jahre zeigt das immer deutlicher — weit enger mit der Ornamentik und Plastik verwandt. Die Atmosphäre der Werke Llnruhs, Kaisers, Werfels ist dieselbe wie die in den Tänzen der Mary W i g m a n n. Mit ihr stehen wir auf der Höhe und gleichzeitig am Scheidewege, von denen aus der Weg zum morgen führt. Valeska Gert ist die darstellende, schauspielerische Tänzerin, die Erlebnisse reproduziert: die W imann ist die Tänzerin aus sich, der Körpergefühl und seelische Bewegung allein Ausgangspunkt ihres Schaffen- ist. Ich glaube, daß hier der rechte Weg ist. der zum Ziele (das heißt vorwärts und nie an ein Ende) führt, wie ja auch die Sehnsucht unserer Zeil wieder ein neues ©efamterlebnüS fordert, das nicht irgendwie nachgeahmt werden kann, sondern das vom schöpferischen Führer gefunden und uns geschenkt werden muß. e—s, (?ine gemaßregelte QPerusängerin. Tie Opernsängerin Olszweska, die gelt ent während der Vorstellung im Wiener Operntheater im Verlaufe' einer Auseinandersetzung mehrere Mitglieder der Oper bei offener Szene in gröblicher Weise in- s u 11 i e r t e, wurde wegen Verletzung der Würde des Hauses und des Anstandes gegenüber den Opernmitgliedern und dem Publikum mit sofortiger Wirksamkeit aus dem Dienstverhältnis entlassen. tung und Wirtschaft. Zur Forstausbildung tonnen mir solche Soldaten zagelassen werden, die aus der Fdrsterlaufbahn hervorgegangen sind und möglichst die Forßgchilfenprüfung abgelegt Haden. Der praktische forstliche Unterricht beginnt im 4. Dienstjahr und dauert ebenfalls bis zum 12. Dienstjahr. Ts finden jährliche Lehrgänge von verschiedet-.er Dauer und zu verschiedenen Jahreszeiten statt, um den Erfordernissen der praktischen Forstwirtschaft gerecht zu werden. Die Stellenverringerung bei allen Behörden des staatlichen und städtischen Beamtentums und der Gemeinden zwingt dazu, auch die größte Anzahl der Deamtenanwärter vorläufig im freien Erwerbsleben unterzubringen. An alle arbeit- gebenden Kreise des Handels und der Industrie, der Land- und Forstwirtschaft, des Gewerbes und der Technik ergeht daher die Aufforderung, an der Unterbringung der Heeresangehörigen in dringendem vaterländischen Interesse mitzu- Wirken. Dann werden nicht allein wertvolle Arbeitskräfte der deutschen Wirtschaft zugeführt, sondern zugleich auch die Grundlagen für den sicheren Bestand von Heer und Heimat geschaffen. Turnen, Sport und Spiel Erfolgreicher Saisonbeginn der 19OOer Leichtathleten. Die Rationalen Wettkämpfe des F. C. Wehlar am 9. und 10. d. M., die den Abschluß der Jubiläums-Sportwoche bildeten, sahen auch die Leichtathleten des S. C. 19 0 0 am Start. Zu den am Samstagnachmittag stattgehabten Jugendwettkämpfen hatte die Abteilung ihr Aufgebot an Jugendlichen fast vollständig zur Stelle. Aber die Sportklub-Jungens dominierten nicht nur in der Masse, sondern waren auch beste Klasse. Der 9. Mai wird ein Ruhmestag der Jugendabteilung bleiben. Denn es ist gewiß nichts Alltägliches, daß man bei einer Beteiligung aus Kassel (Hess.-Preuh.), Duhbach (D. f. R.), Marburg, Weilburg und Wehlar selbst von 13 ausgetragenen Wettbewerben 10 gewinnt und noch 4 zweite und 4 dritte Preise an feine Fahne heftet. Den Bogel schoß hier Völker (Jahrg. 09/10) mit 4 ersten Plätzen ab. Die Manier und Leichtigkeit, mit der er die 100 Mtr., 600 Mtr., den Weitsprung und das Kugelstoßen gewann, war verblüffend. Der Rächsterfolgreiche war L a i ch i n g e r, der über 60-Mtr.-Hürden und im Speerwerfen für Jahrg. 07/08 sicherer Sieger blieb. Auch G u p o t. der zum erstenmal den Gießener Löwen auf der Brust trug, ließ sich gut an und riß den Hochsprung mit 1,48 Meter für Jahrg. 07/08 an sich. Zweifellos eins der in jeder Hinsicht schönsten Rennen lief der 800-Mtr»Mann Depperling.Hessen-Preußen Kassel hatte über diese Strecke einen nahezu ebenbürtigen Mann im Rennen, den der vielversprechende Gießener erst nach hartem Kampf und taktisch hochstehendem Lauf mit 5 Mtr. hinter sich lassen konnte. Zeit 2,15 Min. Zum würdigen Abschluß der Reihe der „Ersten" seien die 4xlOO-Mtr.-Staffelsiege in der jüngsten (11 und jüngere) und letzten Jugendklasse genannt, letztere Staffel infolge guter DurchschnittSleistung gegen die aufstrebenden Butzbacher gewonnen. Die zweiten Plätze verteilten sich wie folgt: DiskuS (07/08): Depperling; Kugelstoßen (09/10): Rohrbach II; 100 Mtr. (11 und jüngere): Schütz; 4xlOO-Mtr.-Staffel (11 und jüngere) S. C. 1900 II. Mannschaft. Die dritten Plätze fielen zu: 60-Mtr.-Hürden (07/08): Hopfenmüller; Hochsprung (07/08): Laichinger; 600 Mtr. (09/10): Rohrbach II; 100 Mtr. (11 t und jüngere): Müller. Die Aktiven, die übrigens nicht vollständig I antreten konnten — man mußte z. B. auch noch auf R. Fischer verzichten —, waren am fol- ' genden Tag vor eine weit schwierigere Aufgabe gestellt. Denn Paulus hatte dank seiner guten Beziehungen eine Konkurrenz am Platze, die sich sehen lassen tonnte. Erwähnt sei nur der neue Rekord im beidarmigen Steinstohen durch den früheren deutschen Meister Söllinger (A.S.C. Darmstadt). Für die 1900er langte es diesmal nut für Plätze und Achtungserfolge, die aber wertvoller sein dürften als mancher Erste. Mit der Mannschaft Becker, Langloh, Bachmann wurde man im Mannschaftsspeerwerfen mit 113 Mtr. hinter A.S.C. Darmstadt Zweiter. Eine weit bessere Leistung als beim Mannschafts- Werfen bot Becker in der Ginzelkonkurrenz, wo er mit 43,75 Mtr. auf den 3. Platz kam. Die 4xlOO-Mtr.°Staftel wurde in neuer Besetzung (Langlotz, Dirken stock, Bachmann, Grün) durch unglückliche Wechsel weit zurück» geworfen, hielt sich aber trotzdem noch mit 46,8 S. hinter S. C. 1900 Koblenz und Phönir-Karlsruhe an 3. Stelle. Sehr gut aus der Affäre zog sich der junge Rohrbach über 1500 Mtr. offen. Bei 18 Mann starker Beteiligung wurde er in 4,28 Min. 20 Mtr. hinter dem ehemaligen deutschen 800-Mtr.-Meister Amberger, Karlsruhe, guter Vierter. Znm 52. Gauturnfest des Turngaues Hessen. <£ Friedberg, 14. Mai. Die Vorbereitungen zum 5 2. Gauturnfest des Turngaues Hessen (D. T.) sind in vollem Gange. Bei der hiesigen Turngemeinde liegen sie in guten Händen. Der festgebende Verein hat zahlreiche Ausschüsse gebildet, in denen alle Kreise der Bevölkerung vertreten und mit Begeisterung an der Arbeit sind. Vorbildlich hat sich der Wohnungsausschuß betätigt. Heute schon sind über 7 0 0 Freiquartiere für die Turner des Gaues gesichert, dabei ist der Stadtteil Fauerbach, der sich auch zur Uebernahme von Gästen bereit erklärt hat, noch nicht einbegriffen. So viel steht jetzt schon fest: Massen quartiere wird es beim diesjährigen Gauturn- f e st nicht geben. Für die Friedberger Dürger- j'chaft ist dieses schöne Zeichen der Gastfreundschaft eine beachtenswerte Leistung, die umso höher ein- zuschätzen ist, als auch hier große Wohnungsnot herrscht und die Studierenden an der polytechnischen Lehranstalt, die die meisten freien Zimmer gemietet haben, um die Zeit des Festes noch nicht in Ferien sind. In Vorbereitung tft ein Festbuch, das ti. a. eingehend die Geschichte der Turngemeinde schildern und damit auch einen wertvollen Beitrag zur Geschichte des Gaues Hessen liefern wird, denn die Turngemeinde, die 1845 gegründet wurde, also noch früher als der Gießener Turnverein, ist einer der ältesten Turnvereine Mitteldeutschlands, der in den ersten Jahren seines Bestehens von der „Turnsperre" betroffen wurde und schwer mit der Reaktion zu kämpfen hatte. Turuvereiu von 1860 Bad Nauheim <£ Bad-Nauheim, 12. Mai. Der Turnverein 18 6 0 gestaltete am Sonntag sein groß- angelegtes Anturnen zu einem rechten Schau- und Werbeturnen. Am Dormitag waren die „Volkstümlichen" vollzählig auf dem Plan und boten in Leistungsprüfungen einen schönen Sport. Der Nachmitag galt dem Spiel. Die Handball- abteilungen des Vereins standen den Unter-Liederbacher Turnfreunden gegenüber. Die gleichwertigen Mannschaften lieferten sich unentschiedene Spiele. Die 1. Mannschaften brachten es zu dem Torverhältnis 2:2, die Jugend schloß ab mit 0:0. Am Abend kam dann im vorzüglich besuchten Aer- einshause das eigentliche Turnen in seiner ganzen Vielgestaltigkeit zur Geltung. Die Veranstaltung diente einem ganz besonderen Zweck. Turnwarte und Vorturner wollten den Mitgliedern und Turnfreun- den zeigen, was sie in den abgelaufenen Monaten gearbeitet haben und was sie bei den Veranstaltungen im Gau und K/eis in nächster Zeit zu leisten beabsichtigen. Nach einer packenden Begrüßungsansprache des 2. Vorsitzenden Neallehrer S t a u = bad), die treffend die Hochziele der Deutschen Tur- nerschaft zeichnete, folgten in bunter Abwechslung turnerische Vorführungen, in die die Gesangsabteilung des Vereins unter Leitung von Lehrer W. Diehl als dankbar aufgenommene „Gaben für das Gemüt" noch fein abgestimmte Chöre vom deutschen Rhein einftreute. Alles was an Turnen geboten wurde, zeugte von anerkennenswertem Fleiß der Leiter und Ausübenden und verspricht dem Verein schöne auswärtige Erfolge in diesem Jahre. Einen ganz kleinen Vorgeschmack vom Kreis- turnfest in Gießen gaben die Sportfreiübungen der Volkstümlichen, die der Gau Hessen als Sondervorführung beim Kreisturnen plant, ferner die Freiübungen der Turner, die für Gau- und Kreisfest vorgeschrieben sind, sowie die Freiübungen der Turnerinnen für das Gau- und das Kreisturnen. Von großen Massen ausgeführt, wie dies in Gießen der Falt sein wird, müssen alle diese Hebungen von überwältigender Wirkung fein. Die Geräte tarnen durch Springen der Jugendturner am hochgestellten Bock, durch Turnen der Aktiven am hohen Reck und durch Vorführung der gut geschulten und beanlagtes Material zeigenden I u - gendturner-Riege zur Geltung, die in sauberer Ausführung, die für Gau- und Kreisfest ein» geübte Musteriege am Barren zeigte. Auch die Turnerinnen haben sich für das Gaufrauenturnen in Butzbach und das Kreisfest in Gießen eine Musterriege am Barren gekürt. In trefflicher Ausführung wurde sie oorgeturnt. Die sehr rührige Fechtabteilung des Vereins fehlte selbstverständlich nicht auf dem Plane. In Florett und leichtem Säbel wurden gute Klingen geführt. So hat der Verein einen reichen Tag der Arbeit, aber auch des allseits anerkannten Erfolges hinter sich. Die Idee der Veranstaltung, den Mitgliedern des Vereins und den sonstigen Tumfreunden der Stadt einmal zu zeigen, in welcher Weise und mit welchem Können Turner und Turnerinnen der Verein bei den kommenden Turnfesten vertreten wollen, muß als gut und auch als nachahmenswert für andere Vereine bezeichnet werden. Denn auf diese Weise kann nachhaltig für die turnerischen Veranstaltungen im Gau und Kreis selbst geworben werden, und die örtliche Vorführung ist bann mehr gewesen als eine bloße lokale Veranstaltung. — Einen schönen, anerkennenswerten Erfolg errangen die Dolksturner des Turnvereins 1860 bei den volkstümlichen Wettkämpfen, die der Turnverein Offenbach a. M. (gegr. 1824) veranstaltete. Aus 27 Vereinen des Mittelrheinkreises nahmen 224 Turner und Turnerinnen, z. T. bekannte Recken dec großen Städte am Main, teil. 43 Konkurrenzen tarnen zum Austrag. Der Turnverein 1860 hatte 20 Teilnehmer entsandt, von denen folgende Siege errungen wurden: In der Jugendt lasse 09/10: Kugelstoßen, 5 Kg.. 3. Sieger W. Roth mit 8,80 Meter; Kugelstoßern 24 Kg. :1. Sieger Bina Stoll. I u - gendklasse 07/08: Hochsprung: 2. Sieger H. Schröder, 1,50 Meter; Weitsprung: Gretel Wald- schmidt, 4,15 Meter. In der 4mal 100-Meter-Stafsel für Jugendturnerinnen belegte der Verein den zweiten Platz. In den A n f ä n g e r = Konkurrenzen blieb W. Altendorf im 400-Meter-Laiif sicherer 2. Sieger in 56,1 Set. Die 3mal 1000-Meter-Staffel wurde hinter dem Frankfurter Turnverein 18Qß ebenfalls mit dem 2. Platz belegt. In den offenen Wettkämpfen waren die Erfolge noch besser. Es wurden Sieger :Kugelstoßen, 71 Kg.: 2. Sieger A. Langsdorf, 10,50 Meter; Kugelstoßen, 5 Kg.: 2. Sieger Anna Mörler, 7,15 Meter; 100-Meter-Lauf: 1. Sieger St. Baumblatt, 11,4 Sek. Die Olympische Staffel gewann der Verein als erster in vier Minuten dreifünftel Sekunden und erhielt dafür die Siegerplakette. Alles in allem ein schöner Erfolg des Vereins und damit des von ihm würdig vertretenen Gaues Hessen, doppelt anerkennenswert bei der starken Konkurrenz großer städtischer Vereine. Amtsgericht Gießen. * Gießen, 14. Mai. Eine diebische Elster stand heute in Gestalt eines Dienstmädchens vor den Schranken des Gerichts. Sie befudjte eine Schulfreundin und nahm bei dieser Gelegenheit ein Kostüm und bei einem späteren Besuch einen Mantel mit. Bei einem vorübergehenden Aufenthalt bei der Frau eines hiesigen Fuhrmanns stahl sie dieser einen Hut und aus einem verschlossenen Kästchen, das sie mit Gewalt aufriß, einen Geldbetrag von 2 Mk. Wegen des Kostüms konnte eine Verurteilung nicht erfolgen, da die Angeklagte behauptete, ft—e habe es nur vorübergehend tragen wollen, und da sie es der Geschädigten auf deren Verlangen tatsächlich alsbald wieder zurückgegeben hat. Im übrigen erhielt sie eine Gesamtgc - fängnisftrafe von drei Monaten zwei Wochen. Ein Schuhmacher, ein Mechaniker und ein Kaufmann, die alle arbeitslos waren, vertilgten in der Wohnung des Erstgenannten größere Mengen Schnaps und Bier. Dann besuchten sie noch eine Wirtschaft und gerieten schließlich in der Frankfurter Straße, wo die beiden ersteren aus einem unverschlossenen Hofe gemeinschaftlich 2 Hasen und eine Gans entwendeten, die sie zusammen mit dem Kaufmann nach Hause brachten. Ein Einbruchsdiebstahl, wie die Anklage annahm, konnte nicht feftgeftellt werden, da die Behauptungen der Angeklagten, die Türe zum Hof und das Vorhängeschloß des Hasenstalles seien unverschlossen gewesen, nicht zu widerlegen waren. Der Kaufmann wurde Hegen Hehlerei zu 3 Wochen Gefängnis ver- urteilt. Dieselbe Strafe erhielten die beiden anderen wegen D i e b st a h l s. Schöffengericht Gießen. * Gießen, 13. Mai. Hinter verschlossenen Türen wurde gegen den Schuhmacher H. M. von Büdingen verhandelt. Aus der öffentlichen Urteilsverkündung ging hervor, daß er sich mit einem Mädchen unter vierzehn Jahren unsittlich vergangen hat. Die Strafe lautete unter Annahme mildernder Umstände auf neun Monate Gefängnis. Der Verurteilte und die Staatsanwaltschaft verzichteten auf Rechtsmittel. Gleichfalls unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde gegen eine Landwirtstochter und deren Mutter aus Einartshausen wegen Abtreibungsversuchs Aufforderung zur Begehung eines Verbrechens ver- verhandelt. Das Mädchen wurde mangels ausreichenden Beweises freigesprochen, die Mutter zu 30 Tagen Gefängnis verurteilt, an deren Stelle eine Geldstrafe von 75 Mark tritt. Amtsgericht Wetzlar. Q Wetzlar, 15. Mai. Der Bäckermeister Stephan E. von Wetzlar hatte wegen Der» gehens gegen das Arbeitszeitgeseh, weil er angeblich Gesellen und Lehrlinge seines Betriebes täglich über 8 Stunden beschäftigt haben sollte, einen amtsrichterlichen Strafbefehl über 100 Mk. Geldstrafe erhalten, wogegen er Einspruch erhob. In der heutigen Derhandlung erzielte er Freisprechung, da die Zeugenaussagen ergaben, daß die Gesellen und Lehrlinge an dem fraglichen Tage freiwillig früher angefangen hatten, um früher mit ihrer Arbeit fertig zu werden, da sie abends zu einer Festlichkeit wollten. — Der Kaufmann Albert St., früher in Wetzlar, jetzt in Bamberg, war wegen Diebstahls und Betrugs angellagt, weil er angeblich dem Kaufmann C. einen Tleber- zieher weggenommen haben soll, weiter soll er sich Waren unter dem Dersprechen baldiger Zahlung erschwindelt, jedoch bis heute noch keine Zahlung geleistet haben. In einem dritten Fall soll er, seiner Logiswirtin für Wohnung und Mittagessen eine Schuld von 137,50 Mk. zurücklassend, heimlich abgereist sein. Der Angellagte war heute vom Erscheinen in der Hauptverhandlung entbunden. Bei seiner kommissarischen Der» nehmung bestritt er jegliche strafbare Handlung. Bezüglich des Tieberziehers gab er an, diesen in einem Gießener Geschäft auf Teilzahlungen gekauft zu haben, und legte Post- abschnitte über geleistete Abschlagszahlungen vor. Bezüglich der entnommenen Waren gab er an, daß er die Waren entnommen babe„ zu einer Zeit, als er noch bei der Firma beschäftigt war und daß der Inhaber der Firma auch hiervon Kenntnis gehabt habe. Letzterer habe die Waren wieder zurückerhalten. Auch bezüglich der schuldigen Miete usw. bestritt er jede Detrugs- absicht, sondern will sofort seinen Gläubigern nach Wetzlar geschrieben und diesen seine Adresse mitgeteilt und auch schon Abschlagszahlungen geleistet haben. Das Gericht konnte keine strafbaren Handlungen im Sinne der Anllage feststellen und erkannte auf Freisprechung. — Dcr Hilfsarbeiter Philipp M. aus Dornholzhausen, der wegen Diebstahls angeklaat war, weil er dem Landwirt Sp. von Dornholzhausen aus einer Miete etwa 5 Zentner Dickwurz entwendet hatte, erhielt an Stelle von 2 Tagen Gefängnis 10 Mark Geldstrafe. — Die Arbeiter Ludwig St. und Biktor L. von W e tz - l a r wurden wegen Diebstahls von Kakteen jeder zu vier Tagen Gefängnis verurteilt, ferner wurde ihnen eine Bewährungsfrist: von 2 Jahren zugebilligt. gur Ruhegehaltsaufwertung. Bezüglich der Ruhegehaltsaufwertung ist ein sehr wichtiges Reichsgerichtsurteil ergangen. Die Klägerin stand seit 1896 im Dienste einer Verlagsanstalt. Sie sollte eine jährliche Pension von 2000 Mk. erhalten, falls sie sich verheiraten oder aus einem anderen Grunde ausscheiden würde. Jrn Juni 1922 wurde ihr gekündigt. Die Klägerin bestritt die Rechtmäßig- feit der Kündigung und uerlanate Aufwer- tung ihrer Pension. Landgericht und Kam- mergericht entschieden zuungunsten der Klägerin. Das Reichsgericht gab der Revision der Klägerin jedock) statt und verwies die Sache an das Kammergericht zurück mit folgender Begründung: „Die Zubilligung eines Ruhegehalts beruht auf dem Gedanken, dem Empfänger für die Zeit nach der Beendigung des Dienstverhältnisses ein bestimmtes, dem Geldwert entsprechendes Maß des zum Lebensunterhalt Erforderlichen zu verschaffen. Aendert sich der Geldwert nachträglich in hohem Maße, so wird durch die Zahlung des ursprünglichen Betrages nicht mehr das erreicht, was die Parteien gewollt haben, und eine entsprechende Erhöhung iift gerade im Sinne der richtig verstandenen Bewilligung n a d) Treu und Glauben unerläßlich. Die Frage der Aufwertung des Ruhegehalts ist daher im Gegensatz zum Kammergericht nach § 242 BGB. zu bejahen." st.-sa' JlbWaaBaMnntii wir -w————■ Hochschulnachrichten. Von der Landes-Universität (gießen. L. U. Dem Assistenten am Math:: tischen Sei minar unserer Landesuniversität Dr. Harald Geppert wurde die venia legendi bei der Philosophischen Fakultät, II. Abteilung, für das Fach der reinen und angewandten Mathematik erteilt. Ferner wurde dem Dr. phil. Hans Lorenz Stoltenberg die venia legendi bei der Philosophischen Fakultät, II. Abteilung, für das Fach dec Sozialpsychologie und der allgemeinen Soziologie erteilt. Don der Frankfurter Anidersität. fpd. Frankfurt a. M., 14. Mai. Im Sommersemester 1925 sind nach einer vorläufigen Tlebersicht an Studierenden eingeschrieben.Rechts- wisfenschaftliche Fakultät 471. medizinische Fakultät 226. philosophische Fakultät 292, naturwissenschaftliche Fakultät 437, Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fakultät 1460. Die Gesamtzahl der eingeschriebenen Studierenden beträgt mithin zur Zeit 2886. t- / ------ -jg Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. 1 Gießen. Sonntag, den 17. Mai. Rogate. Stadtkirche. 8: Pfr. Mahr. Zugl. Christenlehre für die Reukonsirmierten aus der Matthäusgemeinde. 9'/,: Pft. Becker. 11: Kinderkirche für die Markusgem. Pft. Becker. - Jvhanneskirche. 8: Pfr. Bechtols- heimer. Zugl. Christenlehre für die Reukonsirmierten a. d. Lulasgemeinde. 9'/,: Zugl. Militärgottesdienst. Pft. Ausfeld. 11: Kinderkirche für die Johannes» gemeinde. Pft. Ausfeld. — Kirchberg. 10. 11: Hl. Abendmahl für die Jugend von Daubringen. Kollekte. Daubringen nachm. l'/3. Lollar nachm. IV,. Watzenborn-Garbenteich. Watzenborn-Steinberg: 9: Deichte anschl. Gottesdienst u. Heiliges Abendmahl d. Jugend (Koll.). Garbentetch. 1. - Wieseck. 9: Beichte, 9'/,: im Anschluß letzte Feier des heil. Abendmahls. 11: Kinderkirche. Katholische Gemeinden. Dießen. Samstag, den 16. Mai. 41/, u. 7 Beichte. Sonntag, den 17. Mai. 5. Sonntag nach Ostern. 61/, Beichte, 7 Messe, Kom. der Jungft. u. Hausangest., 8 Kom., 9 Hochamt m. Predigt, 11 Messe m. Predigt, 2‘/t Sakrament. Bruderschaftsandacht, 3 Ausnahme neuer Mitglieder in die Jungftauen-Kongregation. Dienstag und Freitag abends 8 Maiandacht. — Grünberg, 91 /, Messe mit Predigt. - Lich. 10 Hochamt m. Pred. — Hungen. 8 Messe mit Predigt. - Laubach. 10 Messe mit Predigt. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum ge-? ■> ' " 'Ortung.) Eine Klage aus der Stephanftraße. In der Stephanstrahe, zwischen Goethe- und Bleichst raße sind zwecks Einrichtung von elektrischem Licht Kabel gelegt worden, und hierbei sind in der ganzen Breite der Straße Erdhaufen entstanden, die nicht nur eine direkte Verschandelung der Straße darstellen, sondern auch sehr leicht, besonders bei Rächt, für Fußgänger und Radfahrer nicht ohne ernstliche Gefahr sind. Sott dieser Zustand bleiben? Man könnte dies annehmen, denn im letzten Sommer kam am gleichen Platz dasselbe vor, und bis heute noch kann man diese „Erhöhung" sehen. Gleichzeitig möchte ich die Frage aufwerfen: Wer haftet für einen Unfall, der evtl, einem Radfahrer zu- stößt? Ich nehme an, daß es nur dieses Hinweises bedarf, um dem Tiebelstand abzuhelfen. Ein Bewohner der Stephanstrahe. Sommerfprofienbilbung im Hrühllng. Besteht bei Ihnen Reigung zur Sommerfprossen- bildung, so kaufen Sie in der Apotheke 25 Gramm weißes Citalbol-Wachs, um damit die befallenen Hautsiellen zu behandeln. Sicher erhältlich: ilnl- versitats-Apotheke zum goldenen Engel. 4860A HEITMANN Einfach • bequem • billig 5, Marke ,,Fuchskopf Im Stern“ Erhältlich In Drogerien, Apotheken usw. reinigt und färbt zugleich L- kalt-ohne Kochen alle Stoffe u. Kleldungs- stücke aus Wolle, Seide, '/>' GEGRÜNDET 1876 Bahnhofstr. 65b GIESSEN Telephon 1367 Steinway-Instrumente . in höchster Vollendung y 44 a Haselnüsse im Pudding sind etwas Neuartiges. Der herzhafte Geschmack der unter der Südsonne gereiften Haselnüsse gibt dieser bisher einzigartig dastehenden Puddingart einen eigenen Reiz. Jeder Puddingfreund und Feinschmecker schwört auf diesen 6IOMBÄMIN-FEIHKOST-PUBO1HS Feuer am Nordpol. Technischpolittscher «Roman aus der Gegenwart. Don Karl'Auguft von ßaffett 43. tfortkfiunfl tNachdruck verboten.) Auf meine Bitten unternahm Herr von (9ün- ther, der Leiter des hiesigen Stapelplatzes der Stom- pagnie. mit mir einen kurzen Rundgang durch alle von ihm geschaffenen Anlagen. Zunächst ging cj zur Flugzeughalle. Hier liegen vierzehn Maschinen fahrbereit, von denen zwei durch besonders große Abmessungen auffallen. Sie sind als provisorische Wohnschisse im Nordlande vorgesehen, und bieten Unterkunst für etwa 50 Beamte und Arbeiter. Außer Wohn- und Schlafräumen enthalten sie noch Bade- cinrichtungen, Küchen und Vorratskammern sowie das Bureau für die Leitung. Die Motoren werden nach Abmontierung der Propeller zum Betriebe einer Dynamomaschine verwandt, die eine Licht- und Hei- zungsanlogc mit Straft versorgt. Eine zweite, bisher noch leere Halle ist zur Auf- nähme der demnächst eintrcsfenden neuen Maschinen bestimmt, die eine doppelt so große Tragfähigkeit besitzen sollen wie die jetzt verwandten. Anschließend an die Flugzeughallen befinden sich die Reparaturwerkstätten und große unterirdische Benzintanks, die bereits jetzt den ganzen Iahresbedarf an Brenn- ftoffen enthalten. In den Gebäuden einer ehemaligen Transiederei sind die übrigen Vorräte und Materialien untergebracht. Es bestehen verschiedene Abteilungen, die jede einem Sektionschef unterstellt sind. Es gibt die Abteilung für Bergbau, für elektrische Anlagen, für Funkentelegraphie und Nachrichtenwesen, für Bekleidung und Ausrüstung, für Proviant und Ernährung, für Materialnachschub und schließlich sogar eine für Sport, Unterhaltung und Postwesen. Die ganze Organisation des Unternehmens ist derartig umfassend und großzügig angelegt, daß fein Gedanke an ein mögliches Mißlingen aufkommen kann. Hier hat deutscher Unternehmungsgeist wieder einmal etwas geschaffen, was die Bewunderung der Welt erregen muß. Ein Deutschland, das seine Strafte nicht in den Dienst der Zerstörung, sondern in den des Fortschritts der Zivilisation stellt, wird jeden vernünftigen Engländer auf seiner Seite sinden. 3. Sander» und Nagel standen in der Zentrale des Flugzeuges la und hatten gerade eine Ausnahme der Sonnenhöhe gemacht. Dann wurden die Uhren verglichen, um aus der Tabelle die genaue Orientierung abzulesen. „Einen Strich mehr links!" rief Nagel in das zum Führerstand gehende Sprachrohr. „Wir sind von unserem Längengrade um zwei Minuten ab- gewichen." ,M,75 Breite", sagte «anders. „Noch 10 Grad- Minuten, und wir haben die ungefähre Stelle von Platina erreicht, vorausgesetzt, daß die von Mr. Cook im vorigen Jahre gemachten Messungen richtig waren." Nagel hatte ununterbrochen auf das Chrono- meter geblickt. Jetzt rief er ins Sprachrohr „Niedergehen und dicht über dem Erdboden kreuzen." In langfamen Spiralen fchraubte das Flugzeug bergab. In den tieferen Schichten war es dunstig, und die Sonne bekam einen rötlichen Hof. Allmählich tauchten die Konturen des Gebirges auf, das sie in großer Höhe überflogen hatten. Bald vermochte man auch die Umrisse der Erdobersläche zu unterscheiden. „Es stimmt genau!" rief Lage! froh. ,Lch erkenne unser Tal vom vorigen Jahr wieder. Nur bedeutend mehr Schnee liegt noch. Immerhin sind bereits einige grüne und schwarze Flecke sichtbar." Fünf Minuten später kreisten sie dicht über dem Boden, während Flugzeug Ib sich noch etwas höher hielt. „Wollen Sie es jetzt nicht mit der Rute versuchen?" bat Nagel. „Es ist zwecklos", sagte Sanders. „Bitte, drängen Sie mich nicht. Ich sagte Ihnen bereits mehrfach vor der Abfahrt, daß ich Ihnen in meinem augenblicklichen Zustande nicht zu helfen vermöchte. Aber Sie wollten ja von keinem Aufschub wissen und bestanden auf meiner Mitreise. „Hindernisse sind dazu da, um überwunden zu werden!" rief Nagel. „Wozu ich mich entschloßen habe, das geve ich so leicht nicht auf/ Mit scharfen, aufmerksamen Augen musterte er die ihm bekannt vorkommende Gegend. „Landen!" schrie er plötzlich scharf ins Sprach- rohr. Gleich darauf rutschte das Flugzeug auf einer dalten Schneehalde entlang und stand unversehrt. Gin heftiger Bodenwind zwang den Führer, die Propeller mit mäßiger Fahrt weilertui.se» ,zu lassen, um die Maschine fcstzuhaltcn, bi» sie verankert war. Eine Minute später landete auch hi dicht daneben Die Begleitmannschaften sprangen heraus. Halteseile wurden gespannt, die Tragflächen cinge- zogen, woraus auch das Surren der Motoren verstummte. Nagel streckte seinen Kopf in» Freie. „Donnerwetter, ist das verflucht kalt hier!" rief er luftig. „Rasch Lederwesten und Pelzzeug anziehen." Nach fünf Minuten war alles dem nordischen Klima entsprechend bekleidet. Nagel verlieh als erster das Flugzeug. Er trug eine gewickelte Rolle, der er die deutsche Flagge entnahm. Raschen Schrittes eilte er zu einem aufragenden Felsblock, wo er die Flagge zwischen zwei Steinen einklemmte. Dann winkle er alle Männer herbei. „Liebe Kameraden und Mitarbeiter", begann er. „Feierliche Worte liegen mir nicht. Und doch hat dieser Augenblick eine gewiße Bedeutung. Ich nehme hiermit dieses Neuland, das den Namen Nova Thule erhält, für unser Vaterland, für Deutschland in Besitz. Da nach dem Völkerrecht eine solche Besitzergreifung nur bann zulässig ist, wenn wir eine dauernde Niederlassung hier errichten, so teile ich Ihnen mit, daß ich mit denjenigen Männern, die sich freiwillig bereit erklären, zunächst den kommenden Winter hierbleiben werde, bis es sich heraus- gestellt hat, ob diese» Neuland tatsächlich den hohen Wert besitzt, den wir von ihm erhossen. Und nun: Ein dreimaliges Hoch auf unser altes, unvergängliche» Deutschland!" Hell klang der starke Ruf der Männer durch das weltvergessene Nordlandtal. „Jetzt an die Arbeit!" rief Nagel frisch. „Ein- geteilt ist bereits. Also Nachsehen der Maschinen, Trinkwasser suchen, während der Rest die nähere Umgebung auskundschaftet. Falls Sie jagdbare Tiere sehen, suchen Sie etwas zu erlegen. Herr Sanders und ich werden werden die Platinader wiederfinden. In drei Stunden treffen wir uns hier." Als die Mannschaft sich zerstreut hatte, sagte Sanders: „Dtr werden bk Platinader nicht finben* A Warten wir ab" meinte Nagel srohgemut. „Ich werbe Ihr Erinnerungsvermögen ein wenig unterstützen. Vielleicht kommt Ihnen an Ort und Stelle die verlorene Fähigkeit zurück." Sander» schüttelte den Kopf. Dann fragte er: „Das werden unsere russischen Freunde zu bef Besitzergreifung für Deutschland lagen?" Ich wollte ein fait accomplt schaffen. Natürlich gibt e» Schwierigkeiten. Aber denen werde ich zu begegnen wißen. Nun aber zu unserer Arbeit!" Während Sanders in trüber Verzweiflung vor sich binftarrte, ergriff Nagel ein scharfes Zeißglas und durchmusterte aufmerksam die ganze Umgebung. Plötzlich setzte er e» ab und ging raschen Schrittes zum Rande de» Schneefeldes, wo eine^ichk grüne Fläche die ersten Gräser des nordischen Som- mertnges hervorzauberte. Langsam folgte Sander». Nagel machte an einem kleinen Steinhügel halt. „Nehmen Sie die Rute", befahl er. Mechanisch jog Sanders die Silberschlingc au» der Tasche. „Und nun gehen Sie hier vorwärts." Sanders machte ein paar Schritte in der an« gegebenen Richtung. Auf einmal durchfuhr es ihn. Die Silberfchlinge drehte. .„Bei Gott, hier ist es", murmelte er. „Ich fühle es genau trotz der schwachen Wirkung. Allein hätte ich die Stelle nie wiedergefunden." Erschöpft ließ er die Rute sinken. „Woher wußten Sie e»?" fragte er fast ängstlich. Nagel lachte. „Sehen Sie sich, bitte, diese beiden Steinpyramiden an. Die errichtete ich voriges Jahr zur Sicherheit schnell an den Endstellen des von Ihnen gefundenen Plattnlagers. Ich gehe gern sicher und wollte nicht alles auf eine Karte setzen. Es konnte Ihnen etwas zustoßen. Schließlich sind wir alle sterblich." „Ich bewundere Sie", sagte Sander». „Nun lassen Sie uns die Anlage der örube überlegen", meinte Nagel. „Morgen, wenn bie Wohnschiffe mit der Arbeüokonne eintreffen, müße» wir sofort die richtigen Anweisungen geben. Ja etwa 10 Meter Tiefe liegt doch die Ader?" „So stellte ich vorige» Jahr sest. Mr können also im Tagebau arbeiten." (Fortsetzung folgt.) . <—■^hin*r*iiyn iiü^ Endlich gefunden das seit über 30 Jahren bewährte Gold-Rad 4684 d Das Solideste, sowohl in Qualität und Aufmachung wie auch im Preis. Günstigste Zahlungsbedingungen. Außcrd. Stoewers Greif und andere Marken. A. RUHL, Klein-Linden Telephon 670 und 1170 Amt Gießen. Treibriemen Große» Lager In la bavr. Kernleder - Treibriemen, Kamelhaar Balata,Bccher- werksgurte, waßerdtchle Decken und Planen. «km H. Jentzen, Gießen, Neustadt 3L Tel. 644. Hafer, in und ausländischer, Häcksel, Heu und Stroh (wieder auf Lager) Melasse, Kleie, Kokoskuchen gute, gesunde, gelbfleischige Speisekartoffeln auS östl. Sandbodengegend. Waggonweise und av Lager. 5057D Hermann Sauer Wallt orttr. 30 H. Telephon 1154 rwri Flaschenbier UM! Syphons Stak UlMeim SvsleMgo bell, dunkel, Märzen und Tovvclspnteu Woblbckömmlich D“* liefert frei Hnud dotlBnröenne, LnrniWler Sans Walltorstraße 6 Fernsprecher 1169 Für Brennabor moderne Muster billigste PrSsc August Kilbinger Mler-ukiMlkMiniill empfehle Petunien in reinen Farben. Ferner offeriere starke Tomatenpstanzen (frübretfenb) mitTopsballen, sowie pikierte Knollensellerie- und Lauchpfianzen. Gärtnerei T. Volk Licker Strafte 7. 0-1306 GelWsn.ElMii-Wser,Wen M öeilehöare einfam.-öönfer Die erstklassigen «31D WANDERERFAHRRÄDER bei F. Schilling,Gießen, Fkf. Str. 23. Holzsubmission. Die Gemeinde Freiens een verkauft auf dem Submissionswege: So« 1, Distrikt Pfingstweide: Fichten-Stämme 2. Kl. 1,25 Fstm. 3. . 78,89 „ 4. „ 158,55 . 5a- . 107,79 , " 5b- . 24,94 , Kiefern-Stämme 3. , 1,39 „ So« 2, Distrikt Geisestrulh: Fichten-Stämme 2. Kl. 7,62 „ 3. . 92,45 . ’ 4. , 120,16 , * 5a- . 78,15 . 5b- . 14,43 . So« 3, Distritt Heffenhain u. Kaff usw. Fichien-Stämme 1. SU. 2,04 Fstm. 2. . 1,13 . . 3. . 13,74 . . 4. . 43,09 . . 5a- , 64,49 „ . 5b.. 54,03 . Kiefern-Stämme 3. „ 1,05 , . 5. . 4,93 . Zellulosehvlz (Fichte, Distr. Verschieb.: Scheiter, gespalten 18,7 Rm. Knüppel, 1. Kl. 9,8 „ - 2. „ 15,5 . . 3. . 8,2 . gemischt 13,6 . Das Stammholz ist mit Rinde ge- meßen: jedoch entrindet. Das Zelluloseholz ohne Rinde eingesetzt. Innor.halb 14 Lagen nach Erteilung des Zuschlags smd 30 pLt. der Kauf- summe zu entrichten, für den Rest wird bei Sicherheitsleistung Zahlungsfrist bis 1. Oktober 1925 gewährt. Gebote stnd bis zum 26. Wat 1925, vormittag« 11 Llhr, bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen, woselbst sofort die Eröffnung der Gebote erfolgt. Zuschlagsfrist 8 Tage. Freienseen, den 5. Mai 1925. Hessische Bürgermeisterei Freienseen. 3mmeIL 4974V Pallabona Puder Waschemir iLuhns Bekanntmachung. Detr.: Die Ausübung der Leseholznutzung im Gießener Stadtwald Rach einer Bekanntmachung der hessischen Ministerien des Innern und der Finanzen vom 30. April Ifd. Is. ist die in den letzten Jahren erteilte Erlaubnis, die Leseholznutzung auch in den Monaten Mai und Inni auSzuüben, zurückgezogen worden. Die Ausübung der Leseholznutzung in den Monaten Mai und Juni ist daher nicht mehr gestattet. Gießen, den 13. Mai 1925. Der Oberbürgermeister. 5050B_________I. D.: Dr. Rotenberg. Bekanntmachung. Mit Rücksicht auf die bei trockener Witterung bestehende Gefahr der Entstehung von Waldbränden mache ich darauf aufmerksam, daß jegliche« Feueranzünden im Walde und in deffen Räh«, sowie daS Wegwerfen von glimmenden Streichhölzern, Zigarren-. Zigarettenresten usw. sehr gefährlich und streng verboten ist. Gießen, den 13. Mai 1925. Der Oberbürgermeister. 50498_________3. 2.: Dr. Rosenberg. Der Plan über bie Herstellung einer unterirdischen llelegraphensinie durch die Stadt Gießen über Heuchelheim nach der Landesgrenze gegen Preußen an der Straße Heuchelheim-Atzbach liegt bei dem Postamt und Telegraphenamt in Gießen, je für ihren Bereich, von heute ab 4 Wochen aus. Gießen, den 16. Mai 1925. Telegraphenbauaml. 6*"D Krätzurgan beteiligt schnell, »■aber, tnUd, an- »ehädl. Jacken u. tast alle Hantleid. 1000000 f. dem. Pack. 1.59. Drog. Kern, Schulstr. unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. 5020D Otto Scheel Telephon 381. Muhlstratze 24. Bitte lesen! Ich komme Mitte nächster Woche von auswärts wkaufe beß. abgelegte Herrenkleider aller Art. Zahle wegen dringenden Bedarf hohe Preise. Schriftliche Angeb. unt 5011A an d. Gieß. Anz. Wir sind ab heute unter Nr. 2455 an das lelephonnetz Gießen angeschloßen. Geb. Bernhardt Baugeschaft Klein-Linden. Bekanntmachung. Am 20. Wat M. I«. wird der Berkaus von tanloWU'Meinen auf unserer Grube Wölfersheim falte Grube) eröffnet. — Fahrtage: Montag, Mittwoch und Donnerstag bis 2 Uhr nachmittags. Sommerpreis ntr 1000Stück (20 Ztr.) = gegen Barzahlung — 16 RM. bei dreimonatl. Kreditgewährung gegen Hinterlegung eines Bürgscheins —17 RM. Der erhöhte Winterpreis tritt am 1. Ott. in Kraft. 5060D Hcß. Bergwerks- i.Srgstwerksdjrekt. Wölfersheim (Oberhessen). Spar-Brand llesselösen 1 Schmiedeeisen» in allen Größen, mit und ohne Kuvser- kessel, äußerst preiswert. 04338 Paul Ehbrecht, Landmaschinen, Gießen. StaHeraflee Nr. 33, Telenb. 964. Für den ' HauSvutz x Schwämme Fensterleder Billigste Preise x Drog. liDlerboll J Seidelund Naumann Germania Fahrräder preiswert Ahmann & Schneider Kailerallee 45. Telephon 1248. ana Karl Schäler Installation-mitr. Neueuwe» 4*2 Gießen. Tel. 2440. Neuanlagen sowie Reparaturen werden sachgemäß auSge führt. 04347 Nr. 10 an Stelle des teuren Bohnenkaffees — und Sie sparen und bleiben gesund dabei. Der Gehalt macht'«! — 1 Pfund nur 50 Pfg. — imtrumeme und Zubehör kaufen Sie gut und billig bei Helmut Kirchner Mtallenhaiölong Schinenberg. Weg 16 (zwischen Berg- und Gulenberastr.« n"D BreiSliste gratis. ÄHünnsr yggS Rleeengttnsc. Bnten etc. Re Wi 'die Bedienung. UluBtr. Katalog gratia. Hefner, Oeflfl"dpttk Hainstadt R 3 Baden. Butzbach Sehr geräumiges, in bester Lage Butzbachs,nahe am Markt gelegenes 6tWH5-£0l«l ist zu vorteilhaften Bedingungen zu vermieten. Günstige Gelegenheit für Firmen, die sich in Butzbach zu etablieren beabsichtigen. Schriftliche Angebote unter 5018D an den Gießener Anzeiger erbeten. la Handkoffer »ehr billig 1606c Carl Schunck Bohnenstangen auf Laaer billigst 0,’w Löbcrstr. 3 p. Lebenttexialenz! finden in Stadt und Land Herren «auch Tarnen» durch Berkaus der rin- »iflaritgen Soezialartikel unter, eig. wein. Fabr. a. Private. Kein Kapital nötig. Monail. Verd. ML 150 bis 400. Senden Sie sofort Ihre Adr. aus starte an LUdd. Setfenverfand- boitci, Maunbeim, Kirchenstr.7. Tel. 3108, 9655, 3864, 9803, 9083. 5 32A (Brüllten, Hamberg- Billige Beförderung, vorzügHd) Abfahi Dienst STADTTHEATER GIESSEN 5066c Vernickeln von 476t 8- Statt Karten m£NK65 Verkaufsbureau: Gießen, Sebanzenstr. 16, Tel. 928 Dr. Frey. 5023 D Gesangverein „Cäcilia“ Lieh Dr. phil. Jakob Lutz. Großen-Linden Mai 04364 Statt Karten Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Gießen, den 16. Mai 1925 Frankfurter Straße 31II Löberstraße 5II 04336 kocht McS Kaufmann Emil Buß. 5044D Ihre Vermählung geben bekannt Unne-Feier 1925 F Gießen, am 16. Mai 1925 04318 Freier Eintritt. 5024D Vermählte Gießen Braunschweig 04320 geicfytit.Cy Eintritt frei! Eintritt frei I 5022D 16. Mai 1925 04310 5070D E» ladet ein der Vorstand Vermählte Mainz (Hotel Karpfen), 16. Mai 1925 c--» 1128c Straße 59. Telephon 1682. KRAFT und. dwdi Dienstag, 19. Mai, 8.30 Uhr abends im Botanischen Hörsaal, Brandplatz 4 Dipl.-Ong. Karl Haarmann Ilse Haarmann geb. Stephan Lina Borchers (Emil Knecht Das ist doch wirklich ein überwältigender Beweis seiner Güte. In der Tat, jede Hausfrau, die es einmal versucht hat. ist voll des Lobes und wünscht nichts anderes mehrl Zögern Sie nicht, einen Versuch zu machen. Sie werden es erfahren: Mit Persil — halbe Arbeit, billiges Waschen und eine unvergleichlich schöne Wäsche! Die Verlobung unserer Tochter Gisela mit Herrn Dr.phil. Iokob Lutz beehren wir uns anzuzeigen. Q 8 Bad Wildungen Fürst Friedrichstraße Rektor Bach und Frau Elise, geb. Atzmutz. Wetzlar Albinistraße 10 DIESEL MOTOREN Hassenroth i.Odw. Großen-Linden 1925 Meine Verlobung mit Fräulein Gisela Bach, dipl. agr. zeige ich ergebenst an. Hartgrieß- Eier-Teigwaren Cloos&Damm Gießen, Wilsonstr. 10 u Tel. 2404 Heinrich Dechert Anna Dechert geb. Ranft Za haben in Drogerien. Samen- nnd Blumenbandlungen, sowie sonstigen einschtäg. Geschäften ^gllss Henko, Henkel'» Wasch- g. ßlekh-Soda, de» EinweichmiheL UnQbertrolIen für Wische und HauspuUl Ein kleines Wunder! SleSlhretvmaslylllesUrZglN. 1 Jahr Garantie. 6Durch- schläge. SichtbareSchrist. Kein Svietreua. Norma l- walzenlänge. An! Wunsch bequeme Bateniabluug! Prosp.u.Schrtftpr.0.50M. Vertriebssteil, w. vergeb. F. Danziger, Berlin NW 21 Turmstr. 19/69 Postscheckkonto 78029 Karten von 0.75 bis 4.00 Mk. bei E. Challier, Neuenweg, und an der Abendkasse. Wem seine ffiamen Heb sind, dünge nur mit foilmagefs Otto Dinslage Lisbeth Dinslage geb. Weis Vorverkaufspreise: Sperrsitz 2.- Mk., 1. Platz 1.50 Mk., 2. Platz 1.— Mk. Sperrsitz und 1. Platz sind numeriert. Saalkasse pro Platz 20 Pfennig mehr. Vorverkauf bei Herrn Friseur Georg Lotz und Herrn Tänzer: H. E. STEINBACH THEO DUSEBERG MARIA KÜBEL An-und Verkauf von Immobilien jeder Art nr pr pt Ihre Vermählung geben bekannt Hans Plank und Frau Hilde geb. Paulus Reste ganz besonders billig. L. Bernard Bismarckstraße 6. KLEIN-LINDEN Wirtschaft zur Burg Waschstoffe in sehr großer Auswahl zu ganz besonders niedrigen Preisen. Am 19. Mai 1925, abends 8 Uhr: Tanzspiel „Aufriß in 13 Tänzen von Hans Erwin Steinbach lä^Erbsenreiser, Bohnenstangen, Reiserbefen, Buchenscheiter u. Fichten- Anmachholz, Kohlen, Koks, Briketts im Grob- und Kleinvertauf ab Lager und frei Hans 5058V Hermann Sauer Walltorstr. 36 H. Telephon 1154 Grau- und weitzstücklall sowie Aetzkall und kohlensauren Kalt zum Düngen stets prompt und billigst bet Carl Haas jun., Gießen, Frankfurter MMMlenle Das Liefern und Aufstellen einer Sängertribüne, der Tanzböden, sowie die Einzäumung des Festplatzes zu dem am 5. u. 6. Juli d. I. stattfindenden Sängerfest des Gesangvereins „Eintracht" Klein-Linden soll vergeben werden. Interessenten hierfür wollen umgehend die näheren Bedingungen bei dem Vorsitzenden des Vereins einsehen. 5059D Persil. erßin Deutscher Schäferhunde S.-V. OrlsgrnppQ Gießen und Umgegend Sonntag, 17. Mai 1925, vorm. 8 Ubr, MmM mit öunöen M follar Treffpunkt J7<8 Uhr, Ecke Nordanlage— Marburger Straße. Von jetzt ab findet unsere Dressur wieder regelmäßig Dienstags und Freitags, abends */28 Ubr, bis auf Weiteres auf dem vorderen Trieb statt. Zahlreiche Beteiligung erbeten.5035D Am 23. und 24. Mai findet in Wetzlar in Verbindung mit einem Jugendtreffen ie Weihe der neuen Jucendherberge att, wozu unsere Mitglieder und Freunde herzlich eingeladen sind. Näheres über die Veranstaltung: Gartenstraße 2, Zimmer 10. SeiiWeZiMiMerbeiM S.G.Mm 46.Stiftungsfest des Gesellschaftsvereins „Burgnndia“ Ab 4 Uhr Tanz im Freien! Gut besetzte Musik HiMoMWliol Täglich erstkl.Künstler-Konzert iiiiuiiiiiiuniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiniiii Amends Eis-Spezialitäten Täglich frisch gefroren Alle Sorten feinst. Rahm-Eis: Schlemmerbecher Punsch Romain Fürst Pückler Granit Weiße Dame Peche Melba Eis mit Früchten Sorbets Eis-Baisers 5053c Lichtbilder-Vortrag des Prof. Dr. E. Küster über die Orchideen Weinstube Naas's Häuschen empfiehlt ihren vorzüglichen Mittags- tisch, la gepflegte Weine allererster Häuser zu soliden Preisen. 04342 Walltorttrabe 34 Telephon 1520. motoren-werke MANNHEIM A.-G. VORM. BENZ ATT. 1TAT1OHXRER MOTORENBAU \ Koh- Eier- } , Anthrazit] ,en Unionbriketts Buchen- ( Brepn Fichten- i holz Anmachholz liefert bill. frei Haus. Car1 Haas />., Frankfurter Str. 59. Telephon 1682. 4167c Sonntag, den 24. Mai 1925 nachm. 4 Uhr in Steins Saalban zn Lieh KONZERT unter der Leitung des Herrn Lehrer Stein. Mitwirkende: Fräulein Marx, Hanau, Alt Herr Schättler, Gießen, Violine Fräulein Zehner, Hanau, und Herr St e i n, Lieh, Klavier. Zum Vortrag kommen Werke von Beethoven, Brahms, Kreutzer, Kromer, Lachner, Schubert, Schwartz, Silcher, Trunk, Tratini, Ullrich, Wilhelm und Wieniawski. Llebigshöhe Telephon 1579 Eigene Konditorei ............................................. iiiiiiii Sonntag, nachmittags 4-7 Uhr Großes Konzert ehemaliger Militärmusiker iHiiiiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiimiHiiiiiHiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimini Maschinen-Industrie Wilhelm Jung M Klein-Linden — Gieße: Gegründet 1904 SrQttetdich ‘Vertief! Weilburga.d.kahn der ideale »»d Pfingttausflug Drucksachen aller Att stattung stilrein unb^prctowerl bie vrühl'sche Univerfitats-Drnckerei. R. Lange, Gießen. Schulstr. 7. Rapp und Roll und „Lebewohl“ sqioh t Achtung! Verkaufe täglich große Sendungen frischen Spargel, neuen Blumenkohl, neue Kartoffeln, Gurken, Tomaten, Salat. Apfelsinen, Zitronen, neuen Knoblauch und Zwiebeln zu konkurrenzlosen billigen Preisen. 04352 Fra»Frosch,NeustMS, 1.6t Telephon 1051. Schnelle Bälle lieben beide. Rupp und Roll beweisen dann Wie das „Lebewohl“ den Füßen Kraft und Frische halten kann. 8785a Gemeint ist natürlich das berühmte, von vielen Aerzten empfohlene Hühner- aiigee-Lcbewohl für die Zehen und Lebewohl-Ballenacheibcn für die Fnßsohte. Blechdose 8 Pflaster 75 Pf., erhälttidi in Apotheken nnd Drogerien. Autoteilen Juoto r ahrräder Vernickelungswerk Kaiserallec l Emaillieren Fahrräder/ Nähmaschinen Milchzentrifugen Waschmaschinen % Ur. U4 Drittes Blatt Frankreichs Außenpotiti Tast bie Nachfolgeregierung des Herrn Her- tiot im groben und ganzen daS bisherige System teliubcbullen geben!!, soweit außenpolitische 011p- mente dabei in Frage kommen, geht ouS allen bisherigen Q2taf)naUrnen deS Pariser Äabmctte hervor. Die Sozialisten haben mit den um* wälzenden Böa L n kes 11. ÖKai 1923 eine er» heb liehe Stärkung ihre» Einflußes tn den Demeinbevertrelungen erhalten und dürsten auch auf (i-runb dieser Erfolge die Politik de» Ma- binctts Briund-Caillaur vor allem im Senat erfolgreich Innen. Las Problem ßaillaui bleibt in der französischen Innenpolitik wohl das beifjcfle Eisen Sachlich und persönlich ergeben sich Reibungeslackn i! genug, um in einer 2kra billiger innerpolitischer Auseinandersetzungen die Geister in Bewegung zu halten 2lbcr diese innerpvlltischen Momente werden für die Gestaltung der frarzösllchen Aust en Politik kehten EndeS nur in zweiter Linie von Ein- fluß sein Die ulten Illusionen des französischen 3m- pcrialiS.nr « Hub noch durchaus nicht ausgegeben, und der Zeitpunkt, an dem Frankreich zu wirt- schastlichei und finanzieller Dernunst zurückkehren wird, liegt noa> in weiter Ferne Auch wenn man die schwerwiegenden realen Zusammenhänge, welche zwischen der .reinen Politik und den Machten der Finanzen und der UMrtfdxift bestehen. entsprechend berücksichtigt, so bietet augenblicklich die europäische Gesamtlage für Frankreich eine unverändert günstige Machtstellung, an der feil st erhebliche innerpolitisch: Meinungskämpfe wirtschaftliche Unebenheiten und der Gegendruck der gröhten Wirtschasts- und Geldmäch-c der Welt, England und Amerika, zunächst noch nichts zu ändern vermögen. Gerade England gegenüber bieten sich für Frankreich in Afrika und Asien immer noch gröfjte Möglichkeiten zu weltpolitischen Kompensa- tivnsgcschasten. während in Amerika trotz merklicher Abkühlung in der Aeuyorker össent- lichen jllcinunq genügend ©timmung, besonders in den suluendc.i Schichten, dafür übrig bleibt, um die 2)01 liebe für französische Kultur, damit ater auch den Ruhm der französischen Nation zu verkünd ein Hun wird die Regelung der inner- sranzösischen Finanzlage vielleicht in einer Art und Weise erfolgen, bei der einerseits dem Inland größere Steuerlasten aufgebürdet werden, anderseits aber gewisse Gelder frei' gemacht werden könnten, die dann für die 21 ü cf - Zahlung der französischen Kriegsschuld. wenn auch in beschränktem Umfange, 'n Frag, kämen Vielleicht wird auch mit Hilfe ber Sozialisten die Kredithergabe für militärische Rüstungen einigermaßen cingeschränlt. Letzteres aber wurde m Neuyork zum mindesten die Stim- mung für Frankreich wieder verbessern, woraus es besonders Herr» Briand im Augenblick stark antommen dürste. Auch ix der Sicher- heitSsrage versuchen die französischen Poli- ttler England gegenüber ein Entgegenkommen vorzubereiten. Zur politischen Berrchigung nicht Landes, sondern von ganz Europa lassen die französischen Politiker über diesen mit England zu vereinbarenden Grund- tert eine. S> , e. abkommens ihre Gedanken- gänge der öffentlichen Meinung langsam und in ganz kleinen Dv'e.r zulvmmen. Vorläufig allerdings ist man über die Ausgestaltung des Ga- rantiepakts selbst gegenüber England noch nicht zu praktischen Ergebnissen gelangt. Es herrscht in Frankreich unbedingt eine gewisse Unsicher- beit, trotzdem, wie schon hervorgehoben, die bisherige Linie der Außenpolitik sortgefetzt werden soll. güt daran 'n den Fragen de-> ■ . 1 m trolle der Ahein- ' 5 n einen als richtig erkannten Kurs w e i t e r z u st e u e r n. Wir müssen unter allen Umständen und vor weiteren Verträgen und Bindungen hüten.- bei denen wir erneut in eine Zwangslage hineinkommen könnten. wie wir sie leider durch irrige Beurteilung der Realitäten des Völleriebens seitens unserer fühlenden Politiker so oft bereits haben auf uns nehmen muf'cu. In dem großen Ringen um ung um bet beut- am toi tschaftlichen Wiederaufbau 21 ‘f chtc n trotz bei unbedingt . ä igigieit von fremden Finanz- und Wirlschastsmächten durchaus nicht fo schlecht. 11 Hute.i vor dem Verkennen der nächstliegenden wirtschaftlichen Notwendig- fciicn. wie es ia leider gerade zur Zeit des 21b- schlusses be-> London ee Abkommens der Fall war. Heute ber-ts tritt die Undurchfuhr- b ar feit de Dawesplanes nur allzu er- fciinlit in n 1 <.t Wirtschaftsbilanzen hervor. Und auch das Ausland beginnt sich mit dem Gedanke!' ’iertraut . machen da st Deutschland kaum d-i: H. ! te irr im Dawesplan vorgesehenen Zah- lungeu werbe leisten können. Derlraulichc Ve- Ag-'i'i . .evuration - ■' ungen Parker ^ilbcri. ;n London und va. ö vorliegen. Da st die fra.'.zöfisck? 21h ■ enpolitit Deutschland gegen- übet keine Rücksichtnahme gelten lassen wird, ist ^var do.lauf anlcanm;die Well von ber Un- cifülltar'eit her Deweslasten eines TageS mit - 'lern . ..G liurt u überzeugen im übrigen aber mit ? - 'ftei: Entschluß in der uns gewährten 1 . darauf einzurichten, dast unsere eigene Wirtschaft zunächst einmal ' o I i b t wieder aufgebaut wird. Die Rück- ” onsverpfljchtung«» ’-r 11 ' i Ji.i:-,öitfd)?n An»landfchulden und den l, u*1 ' ; • a^limgsverpflichtungen besteht zur i! fc:i x'.usanim^nbang und Darf auch kein solcher bestehen. Kunst und Wissenschaft. Grogdeutf he Kunstausstellung Dnrrnstadt 1925. Di: diesjährige KuustaussteUnng auf b.r Mathildrnhohe fuhrt ihren Rainen .Großdeul'che' deshalb, weil sie nicht nur Kunfiwer.'e aus allen deutsch: » otien zeigt, sond:r.i auch Werke von Auslandr rutschen, von Künstlern a-as Böhmen nnd Oesterreich. Die b:ntig: Kunst Wiens wird durch einige ihrer stärksten Meister vertreten sein. Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) So wird di: „Grohdeutsche Kunstausstellung" dieSmal ein fesselndes Bild von der Vielseitigkeit und Straft deutschen Kunstschaffens bieten, denn neben sehr zahlreichen neuen Namen noch wenig bekannter und junger Äünfiler wurden die anerkannten Meister nicht vergessen. Der I u r n der Ausstellung gehören folgend: Künstler an: Bildhauer Professor Robert Lauer. Prof Albin- müller. Architekt. Maler Professor Adolf Dever. Maler Professor Heinrich Getrost, Maler Prosessor Albert Hartmann. Bildhauer Prosessor Heinrich Jobst, Maler und Graphiker Professor Friedrich Wilhelm Kleu- k e n s. Maler Professor HanS v. Dolkmann- KarlSruhe. Aus der Provinz. Landkreis wirken. -I llvieseck, 16. Mai. Wegen Milchpa n t s ch e r c i wurde ein junges Mädchen von hier mit 60 M k Geldstrafe bestraft, an Deren Stelle im UneinbringlichkeitssaUe 12 Tage Gefängnis treten sollen. Außerdem wurden der Derurteilten sämtliche Kosten des Verfahrens auserlegt und bestimmt. Da6 das Urteil 8 Tage lang an der Ortstafel anzuschlagen ist. Sie war beschuldigt, Milch in der Weise gefälscht zu haben, daß sie 100 Teilen Milch 28 Seile Wasser znsetzte. Der Wunsch nach einem .Nebenverdienst" wird wohl die treibende Kraft zu diesem verwerflichen Tun gewesen fein. Die vielfach geäußerte Meinung ist sehr begreiflich, daß derartige Sünder nicht hart genug angefaßt werden können. 'Lich. 16. Mai. Der in ©ängerlrcifcn wohlbekannte Gesangverein ,Cäcilja" - Lich veranstaltet am Sonntag. 24. Mai. ein größeres Konzert, zu dem der Verein hervorragende Solokräfte gewonnen hat. Näheres ist aus dem heutigen Anzeigenteil erfichtlich. ch. Lich, 14. Mai. Das Rheinland rüstet sich eben in seinen größeren Städten zur Tausendjahrfeier und will damit seine Zugehörigkeit zum Deutschen Reich kräftig unterstreichen. Neben Erzeugnissen deutschen ©etoerbc- sleistes werden auf Den verschiedenen Ausstellungen auch zahlreiche Werke alter und neuer Kunst vertreten sein. Auch unser H e s s e n l a n d soll dabei nicht fehlen. Einem Doppelgrab- st e i n unserer altehrwürdigen Marien st ifts- k i r ch e aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts wird seines Alters und besonders seines Kunst- wertes wegen auf der Kölner Ausstellung ein bevorzugter Platz eingeräumt werden. Er zeigt den Dynasten Euno II. von Falkenstein und dessen Gemahlin Anna von Nassau, beide 1333 gestorben, den Sohn und Die Schwiegertochter Philipps III. von Falkenstein, des Gründers der Stadt Lich und ihres Wohlstandes. Beide sind in Lebcnsgröste und schlichter Kleidung dargestellt und nach Ansicht von Kunsthistorikern hervorragende Werke gotischer Htein- mehkunst. Beauftragte Künstler haben vor einigen Tagen ausgezeichnete Gips Nachbildungen dieser Denkmäler in unserer Kirche geschaffen, die dann wohlverpackt an ihren Bestimmungsort abgingen. Sie werden ein wirkungsvolles Schmuckstück der Ausstellung bilden. Mrcie Schotten. Schotten, 15. Mai. Seit einigen Tagen stehen die Ob st bäume in voller Blüte. Wenn nicht eine falte Nacht der zarten Blütenpracht verderblich wird, darf man mit einem guten Obstjahr rechnen Die Zwetschen- bäume. die schon verblüht haben, zeigen keinen übermäßig reichlichen, aber gleichmäßig guten Fruchtansatz. Giche Isdorf, 15.Mai. Die Kirch e n st e u e r z e 11 e l, die in diesen Tagen auf den Tisch der Steuerzahler flatterten, erregen etwas öie Gemüter. Man vermag sich schwer Daran zu gewöhnen, einen wesentlich höheren Steuersatz, wie er in der Vorkriegszeit üblich war. mit Gelassenheit hinzunehmen. Allgemeine und örtliche Kirchensteuer betragen zusammen 25 v. H. der zu entrichtenden Einkommensteuer. Ureis Büdingen. X Ortenberg, 15. Mai. Das auf den 14. Juni angesetzte Derbandssest der evang. Kirchengefangvereine des südöstlichen Oberhessens mußte leider wegen der wahrscheinlich an diesem Tage im ganzen Hessenland stattfindenden Bürger- m e ist erwählen und aus anderen Gründen auf den 12. Juli verlegt werden. Es nehmen Daran 8 Vereine mit etwa 300 bis 400 Sängern und Sängerinnen teil. Die Massenchöre werden unter der Leitung von Pfarrer Lic. Stumpf- Eschenrod stehen. Zum Vorsitzenden des Verbandes wurde Pfarrer Bock- Ober-Mockstadt gewähll. )( Aus dem Niddertal, 15. Mai. Unfer herrliches Tcllchen gleicht zur Zeit einem einzigen Blütengarten. Nachdem Dirnen und Steinobst bereits verblüht find, stehen die Apfelbäume nun in voller Blüte da. Wer einmal nn Mai unsere schon gelegenen Dörfer und Städtchen umgeben von diesem Blüten kränz gesehen hat, oder etwa von Listberg kommend unter Den ganz besonders schön blühenden Goldparmänen bis Ortenberg hergegangen ist, wird diesen Anblick lange nicht vergessen Die Apfelbäume blühen in diesem Jahre reicher, wie sonst, öelbft Die gefürchteten Eisheiligen haben sich scheinbar in diesem Jahr erweichen lassen und sind an Der Dlüte gnädig vorübergegangen, so daß, wenn nicht unvorhergesehene Rückfälle ober sonstig: Schäden eintreten, wohl wieder einmal mit einer guten Apselernte gerechnet werden kann. Die Birnen, die voriges Jahr reich geblüht und getragen batten, versprechen nur eine ganz geringe ©rntc. dagegen haben Kirschen stellenweise sehr angefetzt: Inder find die Sauerkirschewieder sehr stark von der Monilia gefallen. Das schöne Detter Der letzten Tage hat Die Arbeiten in (XclD und Gärten sehr gefördert, es ist nur zu wünschen, daß Der Wonnemonat Mai uns auch weiterhin lauter Wonne und Segen bringt Kreis Wetzlar. 21. Str of Dorf, 14. Mai. Die hiesige epar- und Kredit kaffe ist laut Beschluß Der General- Versammlung aus dem ,,Verband der ryeinpreußi- schen landwirtschaftlichen Genossenschaften und der Hauptgenosienschastskasie für Rheinpreußen, e. G. m. b. $)„ beide zu Bonn, ausgetreten und dem Verband der nassauisch-landwirt^ s ch as tt ich en Genossenschaften e.D. in Wiesbaden, beiaetreten. Im Interesse einer schnellen I 21bwicklun^ der Geschäfte ist dieser Schritt zu begrüßen. txemrr wurde ein sechstes Ain'sichtsrats- Mitglied gewählt. B. Krofdorf. 15. Mai. Die B a u t ä t i g - keil scheint nunmehr auch hier wieder in Fluß zu lammen. Bor unserem One. an der Straße nach Gießen werden an vier Stellen Backsteine geformt Leider kann die Gemeinde infolge ungünstiger finan Zieller Verhältnisse die Baulusl-gen nicht genügend unterstützen (Holz und Bauholz stellt die Gemeinde, sonst würde noch weit mehr gebaut werden. Die (He nieinde selbst hat im Dorigen Jahr cm lldnlamilicn- Haus fertig,tellen lassen. Dieses ist seit November bewohnt Geplant sind noch weitere Gemeindehäuser. D. Lützellinden. 15 Mat. Die Frage Der Neuverpachtung Der hiesigen Ge- rneindejagD. Die infolge Ablaufes Des bisherigen Pachtvertrages mit Dem 1. April D. I. pachtfrei geworden ist, ist noch immer nicht abschließend geregelt. Es ist beabsichtigt. Die Jagd in 3 Bezirke einzuteilen und diese zunächst zusammen und dann einzeln auszubitten. Gegen diese Art der Verpachtung hat ein Iagdgenolse Einspruch bei dem Kreisausschuß zu Wetzlar erhoben, über den noch nicht entschieDen ist. Der Vertrag über die Verpachtung der aus hessischem Gebiete belegcnen Markwaldjagd ist ebenfalls am 31. März ds. Is. abgelaufen. Diese Jagd soll zusammen mit der Gemeindejagd jedoch getrennt, zur Neuverpachtung gelangen. In einem bei dem Pachteinigungsamt zu Limburg anhängig gemachten Verfahren wegen a n - derweiter Festsetzung der Iagdpacht für das Rechnungsjahr 1924 erzielte die hiesige Gemeinde rund 65 ProzentderFriedens- pacht. Außerdem müssen Die Pächter Die Pacht- summe vom 1. April 1924 ab bis zum Tage der Zahlung mit 12 Prozent verzinsen. Die Pächter wollten freiwillig nur 40 Prozent der Friedens pacht bezahlen. Die benachbarten Gemeinden Groß-Rechtenbach und Reiskirchen erzielten ähnliche Ergebnisse. D. Niederkleen. 15. Mai. Mil Dem augenblicklich im Gange befindlichen Ausbau Der Straßenach Oberkleen vollendet Die hiesige Gemeinde den Rest des straßenmäßigen Ausbaues ihrer Wege, die Dann vom Kreise in Dessen Unterhaltung übernommen werden sollen. d. Groß. Rechtenbach, 15. Mai. Die G e. samteinwohnerzahl der Bürgermei. Jtcrei Rechtenbach beträgt nach der letzten öcftfteUung 7925. Hiervon entfallen auf Dornholz, taufen 468, Ebersgöns 433, Groß-Rechtenbach 599, Hochelheim 913, Hörnsheim 675, stleinrechtenbach 332, Lützellinden 1169, Münchholzhausen 918, Niederkleen 551, Oberkleen 573, Reiskirchen 111, Vollnkirchen 254, Volpertshausen 341 und Weidenhausen 23s Einwohner. — Beider für verschiedene Gemeinden der hiesigen Bürgermeisterei abgehaltenen Eiche nlohrinden-Submission wurden Gebote bis zu 5,20 Mk. je Zentner abgegeben. Die Gemeinden haben zum Teil die Submission nicht genehmigt und die Lohrinde aus freier Hand zu 5/40 Mk. je Zentner verkauft. Die Forderungen für das Schalen, Aufbinden, Verwiegen und Ab- fahren der Lohe bewegen sich zwischen 3 und 3,50 Mark je Zentner. — Bei der gestrigen Nutzholz- s u b in i s j i o n für die Gemeinden Vollnkirchen und Volpertshausen wurden geboten: für fiicfcrnffämme 2. SM. bis zu 40 Mk., 3. Kl. bis zu 29 Mk. und 4. SU. dis zu 26,50 Mk. je Fest- meter. Auf Fichlenstämme wurden geboten: für 1 Kl. bis zu 36 Mk., 2. Kl. bis zu 32,60 Mk., 3. Kl. bis zu 30 Mk. und 4. Kl. bis zu 2-5,60 Mk. je Festmeter. Starkenburg und Rheinhessen. * Darmstadt. 15. Mai. Die Veranstaltungen des Darmstädter Sommers 1925 beginnen am Sonntag mit der Eröffnung der Kunstausstellung Der Freien Vereinigung Darmstädter Künstler in Der Kunsthallc am Rheintor. Die Mitglieder dieser Vereinigung sind geborene Hessen oder in Hessen anfällig. Die für Den 16. Mai vorgesehene Eröffnung der Groß- deutschen Kunstausstellung auf der Mathildenhöhe kann nicht flattfinben, sondern erst am Mittwoch. 27. Mai. vor sich geben. — 3m Dialonissenhaus Elisabethen st ist werden ani Sonntag 10 Schwestern zum Diako- nissenaml eingesegnet. Das Elisabethen- stift ist das Mutterhaus der evangelischen Ge- mcindeschwestern in Hessen. — Nach einer Vereinbarung zwischen Vertretern Der Landwirtschaft und des Milchhandels beträgt der Verkaufspreis für Milch vorn 1b. Mai ab in der Stadt Darmstadt 32 Pf. das Liter (früher 35 Pfennig). " Babenhaufen 15 UlaL Hier brannte gestern die Z e 11 u l o i d s a b r i k des Daurates Schöberl «Mannheim) nieder. Die Feuerwehr und Die Schutzpolizei bekämpften den Brand, und es gelang, öie Wohnhäuser Der Umgebung vor dem Feuer zu bewahren. Außer großen Zelluloid Vorräten und dem größten Teil der Fabrik wurde auch die Wohnung eines Ingenieurs ein R a u b d e r Stammen; gerettet werden konnte nur das Presse- Haus und das Maschinenbaus. Der Betrieb kann, wie die Fabrik mitteilt, fortgeführt werden Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Hessen-Nassau. * Königsberg, Kr. Biedenkopf. 15. Mai. Der, Gesangverein Liederfreund feiert am ersten und zweiten Pfingsttage sein 50- jähriges Bestehen. Die Festvorbereitungen find in vollem Gange. Die herrliche Lage dcs Festplatzes beim Kirschen Wäldchen, seine Größe und der Umstand, daß auch die Festgebäude in ihn mit ein bezog en werden können, ermöglichen eine großzügige und geschlossene Einrahmung durch Festschmuck. 15 Vereine haben bis jetzt ihr Kommen zugesagt. DaS Wettsingen beginnt am zweiten Psingstseiertag vormittags, mittags findet ein Festakt statt. Falls Petrus ungnädig ist. ist eine gedeckte Frsthalle mit Bühne und Tanzboden vorgesehen. f pd. Frankfurt a. M., 15. Mai. An Der Arbeiter-OlympiaDe, Die Ende Juli im hiesigen Stadion abgehalten wird, beteiligen sich mehrere hunderttausend Arbeiter, für deren Her- anbeförDerung allein über 100 Sonderzüge aus allen Tellen Deutschlands erforderlich sind. Die Ausgaben dieser bisher größten deutschen Sportveranstaltung toerben auf rund 1,25 Millionen Mark beziffert. — Der Kassenbote Ries hatte aus Offenbach von einem dortigen Dankhaufe 3 00 0 Mark geholt und hielt das Geld, während er auf Den I Samstag, 16. Mai (925 Rade heimsuhr, in einer Aktenmappe unter Dem Arm geborgtil Auf Der Mainbrücke hohe ibn rin Radfahrer ein der ihm die Mappe entriß und in wenigen Augenblicken verschwunden war. Die sofort mitgenommene Verfolgung des Räubers hatte keinen Erfolg. -------- i Der Verband der mittleren Verwaltungsbeamtcn in Hessen hielt feine diesjährige Hauptversammlung am vorigen Samstag und Sonntag in Mainz >u- $>ei ©an gewidmet - u a. sand eine herrlich verlaufene Dampseitahrt auf Dem Rdein statt Am Sonntag widmete man sich Den geschäftlichen Verhandlungen. Die im Gutenbein- Kasino ihren Platz hatten )lach Verlesung de» Tätig-- leitsberichtes durch Den ersten Vorsitzenden v o ii - £ i I f Wurde in ,ine lebh ift getreten, an der sich vor allem Regierungsrat Schneider, Die Inspektoren Ritz- Osfenbach, Schmidt, OberversicherungsanU, ufto. beteiligten. Nach Der Bekanntgabe des Kassenberichtes, der zu verschiedenen Veaiistandung^en QInlafi gab, wurde dem Rechner Entlastung erteilt Bei dem Punkt ,.M o n a t s bl ä 11 e r sü r 03 e r- toaltungSp rafft«" wurde von allen bean- ftanbet, daß die Mitglieder des Verbandr'S sich viel zu wenig an Der Mitarbeit beteiligten. AIS Ort Der nächsten Hauptversammlung wurde einstimmig BenSheim bestimmt. Ein sehr schwieriger Punkt war die V o r st a n d « w a h I, Da Die meisten Vorstandsmitglieder, vor allem die beiden Vorsitzenden von-E iss und Ge- t r o st, eine IDicbertoabl ablehnten. Nach langen Debatten wurden Die beiden Vorsitzenden jedoch einstimmig toicbergctoäblt. AuS Dem Vorstand schied vor allem Der Rechner Inspektor Wa g n e r - Dü Di n g e n aus. Nenge- wählt tourDen Inspektor SchmiDt - Obervcr- sicherungsamt und Bntvaltungspraktikant Degen-Gießen, als Vertreter Der jüngeren Kollegen. Erörtert wurde vor allen Dingen noch Der Vorbereitungsdienst der Anwärter, dem mehr Beachtung geschenkt werden müße; auch wurde beantragt. Die beabsichtigten Neuerungen bei den Justiz- und F i n a n z b e a m - t en bei unS gleichzeitig einzuführen, lieber Die Einsührung der Reifeprüfung einer neunklassigen höheren Lehranstalt als Vorbedingung zum Vorbereitungsdienst war man verschiedener Auffassung. Don den jüngeren Kollegen wurde jedoch gerade das Streben der Lehrerschaft und die hierdurch entstehende (SefaIn* eines Zurückbleibens gerade der Derwaltungs- bcamten angeführt. Nach mehreren Anregungen und Anträgen, Die Dci Vorstand zur Kenntnis nahm, wurde die anregend verlaufene Versammlung um 3 Uhr geschlossen. Ein gemeinsames Mittagsmahl vereinte dann die Kollegen i och längere Zeit. Bei verschiedenen Reden wurde vor allem des Ehrenvorsitzenden des Verbandes, Regierungsrat Schneider, und seiner zahlreichen Verdienste um den Derbarrd gedacht und ihm erneut wieder der herzlichste Datck ausgesprochen. Der Nachmittag war noch einem gemütlichen .Zusammensein im Stadtpark gewidmet. !! Buntes Allerlei. Der Siegesmarsch der Ameisenheere. Die englische Effpedition, die Die im UrrnalD begrabene Stadt Gubaatun, den einstigen S.tz der Maya-Kultur in Mittelamerika, erforschen und auegraben will, ist jetzt nach einer abenteuerreichen Reise durch den ilrtoalD an Ort und Stelle angekommen. Einer der Teilnehmer, Der bekannte Reisende F. A. Mitchell H o d g e s, schildert ihre Erlebnisse und beschreibt auch einen lieberfall ihrer Hütte durch ein Riefen he ec marschierender Ameisen: „Als wir vor einigen Tag ir vom Fluß zurückkehrt en, ermattet von der glühenden Hitze, drang plötzlich ein andauerndes dumpfes Rauschen an unfer Ohr. Dann sahen wir auf dem Boden Drei schwarze Linien, die aus dem Urwald hervorbrachen und sich auf unsere Lager zu bewegten. Wir rannten, so schnell wir konnten, um alles Eßbare au bedecken Zn militärischer Ordnung Drangen Die L»n en vorwärts. Es waren zahllose Millionen Der „mar- schierenDen Heer-Ameisen' Sie haben Generale unD Hauptleute: alle Nachzügler unD Versprengten werden sofort wieder in Reih und Glied getrieben. In vollendeter Ordnung marschierten sie in u.rlcre Wohnung, während Der rechte und Der linke Flügel, von der Seite angreifend, zu Dem Dach emporklettertcn. Wir liefen heraus, denn wenn wir Drin geblieben wären, so wären wir innerhalb weniger Minuten von einer schwarzen schwärmenDen Masse bedeckt woroen. Diese Riesenheere lassen kaum je etwas Lebendiges zurück, wenn sie vorbeigezogen sind. Das Palmdach der Hütte, in Der wir wohnten, hatte Wehl jahrelang zahllose Skorpione. Tarantel- Spinnen. Eidechsen und anderes Ungeziefer bc- herbevat. Als wir draußen toa mn der Kampf. Da stürzte ein Storpion herunter, von Ameisen bedeckt, und in Sekunden war ec verzehrt. Ein beständiges Rauschen und Brausen in der Hülle erzählt uns von dem Blutbad, das hier angerichtet wurde. In Wahnsinn ger Hast huschten zahlreiche Eidechsen heraus, aber sie Df THOMPSON'S Tei. 240 nucl) nachts waren sofort Don Millionen von Ameisen überdeckt, die aus dem HrtoaEb marschierten. Mehr als 2 Stunden blieben die Ameisen überdeckt, die aus dem Urwald marschierten. Mehr als 2 Stunden blieben die Ameisen, dann schien es. wie wenn |ic sich, wie auf ein gegebenes Signal, wieder zu langen Linien ordneten und ihren Marsch sortschten. Als sie verschwunden waren, fühlten wir Dankbarkeit gegen sie. dem: sie hatten uns zweifellos von allem Ungeziefer befreit. Kampfergkwinnnng unter Kopfjägern. Es gtbt wenige Beschäftigungen, die gefä^/' licher sind, als die Gewinnung des für die Weltwirtschaft so wertvollen Kampfers. Formosa, das die ganze Welt mit Kampfer versorgt, wird von einem Volk höchst gefährlicher Kopfjäger bewohnt, deren unbezähmbare Wildheit noch heute wütet und auf Erden nicht ihresgleichen findet. Roch heute bezahlen Tausende von Kampfersammlern, hauptsächlich Ehinesen, ihre Beute mit dem Tode. Das Kampferöl wird aus dem Holz der Kampferbäume gewonnen, die ge° fällt, in kleine Stücke gehauen und dann einer Destillierung mit Wasser unterworfen werden. Berstreut auf der ganzen Insel gibt es etwa 8000 solcher primitiven Destillierwerke, die von kleinen Arbeitergemeinschaften betrieben und von japanischen Truppen beschützt werden. Aber diese Schuhmahnahmen genügen nicht, denn die Kopfjäger durchstreifen die Wälder, fallen über die Siedlungen her und vernichten sie, um Köpfe zu erbeuten. Formosa ist das einzige Land in der Welt, wo es noch grohe Wälder von Kampferbäumen gibt. Man tann sich von den ungeheuren Reichtümern, die in diesen Waldungen schlum- inern, einen Begriff machen, wenn man erfährt, daß von einem einzigen Baum, der an der Wurzel einen Umfang von 12 Fuh hat, Kampfer im Werte von 20 000 Mark destilliert werden kann. Die japanische Regierung strebt mit aller Macht danach, dies wertvolle Monopol auszu- nutzen, und sie wird sich öann von den seltsamen Bräuchen der Eingeborenen nicht behindern lassen. Sie hat nicht nur die Summe von 20 Millionen ausgeworfen, um die Kampferindustrie auf Formosa auf breitere Grundlage zu stellen, sondern sie wirft auch jedes Jahr mehr Truppen nach der Insel, und wenn sich die Kopfjäger nicht bald zu einem gesitteteren Benehmen bequemen, werden sie wohl ausgerottet werden. Aus Dem -tnrtsvcrkündiMngsb!ati. - Das Amtsvertündigungsblatt Ar. 3 9 vom 15. Mai enthält folgende Bekanntmachungen: Leseholznutzungen. Volks-. Berufsund Betriebszählung am 16. Juni 1925. Feld- bereinigung Grohen-Linden. Wirtschaft. Börse und Geldmarkt. In der Lage des Börsengeldmarktes hat sich in den letzten Tagen ein bemerkenswerter ihn* schwum« vollzogen. Aachdem nach üeberwindung des iritimos die Ge.'dsätze nur ganz allmählich eine Entspannung erfuhren, namentlich infolge vermehrten Bedarfes der Landwirtschaft an kurzfristigen Mitteln, zeigt sich seit Beginn dieser Woche eine entschiedene Erleichterung der Zinssätze für tägliches Geld. Die Hauptumsätze bewegten sich noch vor einer Woche über 8 Proz., seit dieser Woche um 8 Proz. und darunter. Einzelne erste Firmen erhielten bereits Leihgelder zu 6V> Proz. Wenn zunächst diese Erschernung eile Folge des an sich geringen Börsengeschäftes und der dadurch schwachen Inanspruchnahme des (Mdmarktes war, so tritt jetzt als neuer Faktor hter zu, dah von feiten der mahgebenden Geld- ausleiher in -der Tat reichliche Mittel an den Markt gelangen, die durchaus nicht leicht unterzubringen sind. So ist z. B. eines der mahgebenden groben Berliner Kreditinstitute gegenwärtig nicht in der Lage, für die ihr zur Verfügung stehenden Summen äknterkommen zu finden. Man darf diese Erscheinung nun nicht etwa mit einer allgemeinen Gelderleichterung auch am Kapitalmarkt verwechseln. Langfristige Gelder sind vielmehr nach wie vor knapp, wenn auch nicht in der Weise, wie noch vor Wochen. Immerhin spricht man in Börsen kreisen gegenwärtig auch hier txm allerhand Vermutungen, so von der, dah die Golddiskontbank die Absicht haben soll, ihren Zinssatz herunterzusehen. Offizielle Bestätigungen hierüber liegen nicht vor. Bei der kürzlich auf 77;8 Proz. heruntergegangenen Aotiz für Privatdiskonten mit langet Laufzeit Wäre ein solches Vorgehen jedoch verständlich, in jedem satte natürlich für die private Wirtschaft, namentlich den Außenhandel, begrühenswert. Die Börse selbst hat vor allem auf Anregung der flüssigen Geldverhältnisse ihren Geschäfts- umfang jetzt etwas erweitern können. Wenn man dies feststellt, muh gleichzeitig darauf hingewiesen werden, dah den Hauptanteil an den Umsätzen Weiter die Maklerschaft und die Banken in Anspruch nehmen. Berschiedentliche Auslandkäufe und Provinzaufträge, namentlich des Rheinlan- des, gelangen zwar an den Markt, im groben und ganzen aber doch in verhältnismähig geringem Umfang. Die festen Votierungen der letzten Tage sind dccher in erster Linie das Werk der Groß- bank-Interventionen, die ihre Stützungsbasis erweitert und die für den äuhersten Fall zur Verfügung stehenden Mittel erhöht haben. Dah in absehbarer Zeit eine allgemeine Beteiligung des Publikums am Effektengeschäft eintreten werde, erscheint auch jetzt bei den erhöhten Votierungen und der lebhafteren Tätigkett der Dürfe selbst nicht wahrscheinlich: die ganze finanzielle Veu- ordnung in Deutschland ist noch nicht soweit vorgeschritten, datz die hierfür erforderlichen Mittel zur Verfügung ständen. Frankfurt a.M. Berlin 14. 5. 1 15 5. 0,25 72,75 ine 8: 102 Berliner Börse. Banknoten. Frankfurter Abendbörse. essen internationalen Devisenmarkt blieb auf- I das Geschäft vormittags gering, Kursänderungen 78 25 76 25 ,75 70,25 3,175 5,1 47,5 *1,9 121 100 88 01 !,75 124 188,50 »03,1 127,0 128,30 90 0.48 1.15 119,5 2,3 3 54 11.8 4,20 <6 i 3,25 52 11,00 3 75,75 138.25 08, 78 71.12 73,40 cotts (Smulfion (Deutsches Fabrikat) erfreut sich seii 5 Jahrzehnten In allen Kulturländern der Well der ungeteilten Anerkennung der Herren Acrzte. 97 78,5 130,25 16,75 21 68 S 115 99,25 im Iahre 1 92 4. Die Kraftwagenerzeugung Englands erhöhte sich im vorigen Iahre uni ,eugc gegenüber dem Iahre Frankfurt a. M., 15. Mai. An der heutigen Abendbörse war festzustellen, daß das unter dem Einfluß der Auswertung stark gesteigerte Geschäft am Pfandbriefmarkt sich bereits müde gelaufen hat. Die Vachfrage hat erheblich nachgelassen und die Kurse bröckelten infolgedessen leicht ab. Für Anleihen bewirkten neu c1 I 0.59 1 0,505 j 0.682 0,75 , 0,39 0.64 ! 0.735 ! 0,72 I 0,67 | 94,75 : 92,4 1 2,3 3,6 53 11,75 *3 79 I 115,25 ! 103; 99.82 ! 7.9 I 0,11 108,25 87.75 83.62 70,5 3,20 5,12 6.9 101.25 0.582 0.57 0,70 0,375 0,66 0,75 0.70 94,75 92.45 9.425 37 137 102,25 126 125 79 111.9 102,75 99,90 7.90 0,11 129,25 16.5 20,25 68,75 8.25 115 98,625 96 3,2 70,10 Mrs uMc I 76,7 |138,50 — 102,75 1128.90 ] 128.9 j 88,75 i108.60 l 87,6 ö3,50 I 70.75 I 3,20 4,9 I 71.9 I 77 I 98.12 78,20 130.90 1 16,80 | 20,5 ! 68 I 8.20 ; 115,90 ! 99 1 96 25 1138,90 102.25 1126,40 125,50 i — ! 115 100 7,9 0,2 (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers'^ Berlin. 15. Mai. Das heute bekanntgegebene A u f W e r t u n g ß -11 e b e r e i n £ o m • men der Regierungsparteien kam für die Börsen-Spekulation etwas überraschend, nachdem diese noch gestern Erwartungen hegte daß die Trennung zwischen altem und neuem 'Besitz vermieden würde. Trotz dieser Enttäuschung war das hervorkommende Angebot durchaus nicht dringend, so daß der Kurs für bpr ozen- tige Reichsanleihe lediglich den gestrigen Gewinnzuschlag wieder hergab und mit 0,585 eröffnete. Die Kurse der übrigen Staatsanleihen lagen gleichfalls stärker ermäßigt. An den Industrieaktienmärkten stellte sich, nachdem der gestrige Kurs erhöht War, heute allgemein eine geringe Senkung der Votierungen ein, ohne daß hierfür ein besonderer Grund vorhanden war. Die neue Vertagung der auf heute einberufenen Botschasterkonferenz blieb wirkungslos, da man in dieser Frage nach den bisherigen Ei-fahrungen mit etwas anderem nicht gerechnet hatte. Das einzige Marktgebiet, an dem sich die freundlichere Stimmung erhielt, War das der Vorkriegs-Pfandbriefe. Bekanntlich schneiden diese bei der Abänderung des bisherigen Aufwertungseniwurfes sehr günstig ab Die flüssige Lage des Geldmarktes hielt an. Am Markt standen reichlich kurzfristige Mittel zur Verfügung, die durchaus nicht abgefordert wurden. Der Sah für tägliches Geld erfuhr dadurch eine neue Erleichterung auf 7—9 Prozent und stellte sich für erste Adressen noch darunter. Monatsgeld 9‘2—ll1,.. Prozent. Am Kräftige Knochen bekommen die Kinder bei regelmäßigem Einnehmen von Scott s Emulsion. Ständig laufen neue Bestätigungen hierfür ein. Scott's Emulsion enthält die zum Aufbau der Knochen wichtigsten Bestandteile, besitzt hohe N&hrkraft und wird aüdi vom Säugling leicht aulgenommen. Scott*s Emulsion dient zur Stärkung für Kinder und Erwachsene und enthält den besten norwegischen Lebertran In feinster Verarbeitung mit knochenbildenden Kalksalzen und den sehr wirksamen Hypophosphiten. Scott*s Emulsion ist unentbehrlich als Kräftigungsmittel bei Skrofulose, englischer Krankheit, Blutarmut, Lungenlelden und Unterernährung. Scott* s Emulsion wird auch tm Sommer gern und mit bestem Erfolg genommen. Man hüte sich vor Nachahmungen, da diese oft an Stelle des Originalpräparates empfohlen werden. - Scott*s Emulsion ist in allen Apotheken und Drogerien zu haben. Niederlagen Central-Drogerie Karn, Schulslraße. Germania-Drogerie Seibel, I rankfurter Slr.uy. Kreuz-Drogerie Noll, Bahnhofstraße 51. NeustadbDrogerie Noll, Neustadt 28. 4261ss 139 0.5 103,25 127,75 129.12 90,25 Rundfunk-Programm des frankfurter Senders. (Aus der „Radio-Umschau".) Sonntag, 17. Mai. 4—5 Uhr: Kinderstunde, veranstaltet von Frl. Thessa Klinkhammer und Frl. Liliane Müller (beide vom Frankfurter Schauspielhaus). 5—6 Uhr: Nachmittaaskonzert des Hausorchesters: Die Oper der Woche. 1. Quintett aus „Meistersinger (Wagner): 2. Fantasie aus „Troubadour" (Verdi), 3. Einzug der Götter in Walhall aus „Rheingold" (Wagner): 4. Phantasie aus „Aida" (Verdi): 5. Ouvertüre zum „Figaro" (Mozart): 6. Fantasie aus Giovanni Schichi" (Puccini): 7. Ouvertüre z. „Die Hugenotten (Menerbeer). 6—7 Uhr: Stunde des Rhein-Maini- (dien Verbandes für Volksbildung: Leo Sternberg, Vortrag aus eigenenWerken (Novelle,Lyrik,Drama). 7—7.30 Uhr: Uedertragung von Kassel: Vortrag von Dr Paulmann, Direktor des Stadt. Untersuchungsamtes: „Behandlung der Milch bis zum Verbraucher". 7.30—8 Uhr: Anläßlich des Hl. Jahres „Sprachliche und praktische Hinweise für Italien- reisende". Lehrer: Herr Uzielli. 8.30—9.30 Uhr: Italienische Romantik. 1. Duo. z. Op. „Vespri Sicihani (Verdi; 2. Arie aus der Oper „Simone Bocca- nagra": II lacrato spirito (Verdi); 3 Arie aus der Oper I. „Vespri Siciliani" O zu Palermo (Verdi): 4. Ballettmusik aus I. Vespri Sicüiam „Die vier Jahreszeiten" (Verdi); 5. Lieder aus dem „Italienischen Liederbuch" (H. Wolf): 6. Italienische Serenade (H. Wolf). Ausführende: Julius Schuller (Baß) das Kraus-Lanae-Ouartett und ein Kammer- orcheft'er. Am Flügel: Herr Kohlhöfer. Anschließend: Nachrichtendienst, Wettermeldung, Sportberiäji. Das Programm ist in der Radiohallc air dein Gießener Studentenhilssfest zu hören. Um 4 und um 7 Uhr wird die Sendestation die Gießener Gäste beim Studentenhilfsscst besonn ders begrüßen. traten kaum hervor. Die Mark notierte in London 20,4, in Paris 4,56, in Zürich 123,25, m Amsterdam 59,21. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger«*.? Frankfurt a. M., 15. Mai. Es Wurden notiert- Weizen. Wetterauer 22 bis 24, Roggen, inländischer 20 bis 23,75, Sommergerste für Drau- zwecke 21,50 bis 26,50, Hafer, inländ. 18 bis 23. Mais (gelb) 21 bis 22,75, Weizenmehl, inländ., Spez 0 37,50 bis 39, Roggenmehl 30,75 bis 32,50, Weizenlleie 13,25 bis 13,50, Roggenklei« 14,50. Tendenz: Etwas fester. Berliner Produktenbörse. Berlin, 15. Mai. Der Produktenmaickt lag für Iuligetreide bei geringem Handel fest, infolge von Deckungen. Roggen still bei Wenig veränderten Preisen. Gerste und Hafer hatten Weiter ruhiges Geschäft. Für Mehl bestand etwas Vachfrage. Es notierten für 1000 Kilo. Weizen, mark. 263 bis 265, do. Mai 271,50, do. Iuli 263,50. Roggen, märt. 221 bis 224, do. Mai-22?.50 bis 224, do. Iuli 219, Gerste, märt 226 ms 240. Futtergerste 200 bis 216, Hafer, märt. 216 bis 224 do. pornm. 208 bis 220, do. Iuli 199, Mais (fr. Hamburg) 199 bis 203; für 100 Kilo: W-izen- mehl 33,75 bis 36,25, Roggenmehl 30,50 bis 32.75, Weizenlleie 14.60, Roggenlleie 16, D ktoria- etbfen 22 bis 28, kleine Erbsen 21 bis 24, Futter- erbten 18 bis 20, Peluschken 18,50 bis 20, Wicken 19 bis 21, Lupinen, blau 10 bis 11.50, gelb 11.25 bis 13,50, Serradelle 14 bis 15,50, Rapskuchen 15 20 bis 15,60, Leinkuchen 22,40 bis 22,80. Trockenschnihel 9,80 bis 10,30, Torsmelasse 9,75, Kartoffelflocken 19,80 dis 20 Mi. 0,595 | 0.595 0,75 ! 0,355 । 0.64 I 0,73 ! 0,66 I 94.75 । 92,6 I 9,3 139,50 । 102,25 126,40 125,25 — \ 115,10 I 100 ■ 7,9 0,2 | 75,9 | 72,25 I 77 I 97,75 78-50 129.5 16,80 20,60 67,62 8,25 115 98.75 1923. Die Gesamtzahl betrug 133 598. wovon 31 350 auf Geschäfts wagen entfielen. In Lastkraftwagen sicherte sich die englische Industrie 55 Proz. des Iahresbedarfs, ein Mehr von 5 Proz. gegen 1923, in Personenwagen 67 Proz. gegen 61 Proz. im Iahre vorher. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (c*n Billionen Mark aitflgebtüdt. Buenos-AireS, London. Neu- York, Japan, Rio dc Janeiro für eine Einhcch Wnm und Bodavestmr 100000 Tm heilen, alle» ubriße für 100 Einheitrn-I Telegraphische AuszahIun g. 0,51 102,75 । 127,50 I 128,13 | 7,15 88 | 121,25 | 108,75 I 91,25 । 81.5 ! 72,75 i 3.20 i 5 i 46,5 I 6,8 I 0,47, 1.1 119 ! 2,45 i 3>1 | 53,50 11,75 1,15 3 Als Lpezialgel^e: hat sich die SptUulatton dieser Tage wieder- den Anleihemarkt erkoren. Im Innersten glaubt man zwar nicht an wirklich zu erwartende neue und günstigere Aufwertungsvorschläge, nach Außen benutzt man aber dre gegenwärtig in Fluß befindliche Diskussion auf diesem Gebiet dazu, ein neues Strvhseuer in der Kriegsanleihespekulation anzufachen. Begünstigt wirb dies anscheinend durch größere Käufe in Kriegsanleihe seitens führender Berliner Bankinstitute, hinter denen offizielle Aufträge stehen sollen. * * Farbwerke vorm. Meister Lucius und Brüning, Höchst a. M. Der Aufsichtsrat beschloß, der auf den 8. Inni em- berufenen Hauptversammlung aus dem Reingewinn von 14 709 861 Mk. eine Dividende von 8 Proz. auf die Stammaktien und 3' , Proz. auf die Vorzugsaktien vorzuschlagen. Der verbleibende Rest von 306 261 Mk. sott auf neue Rechnung vorgetragen werden. * Wayh & Freytag AG., Frankfurt a. M. Vach der Gewinn- und Derlustrechnung ergibt sich für 1924 ein Reingewinn von 1 046 972 Rm., aus dem 10 Proz. Dividende auf die Stammaktien, 6 Proz. auf die Vorzugsaktien verteilt, 250 000 Mk. der Arbeiter- und Beamtenunterstützungskaffe zugeführt und 193 832 Mark vorgetragen Werden. Aus dem verflossenen Geschäftsjahr Wurde ein nicht unbeträchtlicher Auftragsbestand übernommen, der mit den inzwischen auch bei den Tochtergesellschaften eingegangenen und in sicherer Aussicht stehenden Aufträgen eine ausreichende Beschäftigung gewährleistet. n „ Maschinenfabrik Moenus A.-G. i n Franksurt a. M. In der Aufsichtsratssitzung lag der Geschäftsbericht für 1924 vor. Es wurde beschlossen, einer demnächst einzuberufenden H. V. die Aus- schüttung einer Dividende von 6 Proz. und die tteber- weisung von 100 000 Rm. auf das Delcredere-Konto in Vorschlag zu bringen. * Badische Anilin-undSodafabrik A.-G. in Ludwigshafen. In der Aufsichisrats fitzung wurde der 'Abschluß für das Geschäftsjahr 1924'oorgelcgt, der nod) Abzug der erforderlichen Abschreibungen einen Reingewinn von 14,88 Millionen Rm. ausweist. Der H. V. soll die Ansschitt- tung einer Dividende von 8 Proz. in Vorschlag gebracht werden. ' Endgültige Bildung des Ober- schlesischen Steinkohlenfyndikats. Vach einer GleiWitzer Meldung des ..Industme- kvuriers" ist der Stznditatsvertrag zwilchen den oberschlesischen Steinkohlengruben, Kokereien und Diikettfabriken von alle-i Verwaltungen mit Ausnahme der Verwaltung der Heinihgrube unterschrieben worden, so daß der neue Syndikatsvertrag vom 15. Mai dieses Iahres ab läuft. Das ReichsWirtschaftsministerium Wird, falls die Heinihgrube nicht doch noch beitritt, das gebildete Syndikat' zum Zwangssyndikat erklären. Der Kraftwag enoau Englands tretende R-alijationcn cm? weitere Senkung. Im Freiverkehr gingen Kriegsanleihen auf 0,582 zurück, Für die Äkrienwerte. die weiter nachgaben, setzten sich die Gewinnsicherungen fort. Bei ruhigem Geschäft waren die Kursveränderungen im allgemeinen gering. Von TransportWertenge- wannen Baltimore 1 Proz.. während am Ma- sckinenmartt Etzlinger Maschinen 2—3 Prozent einbüßten. Die Börse schloß ruhig mit Veigung zum Vachgeben. Bankattien: Eoinmerzbank 102,25, Darmstädter Bant 126, Deutsche Dank 125, contvgetellschaft 114.87, Dresdner Dank 105,25, MitteldeutscheEreditbant99,87, Reichsban,. 1352o, Oesterreichische Kreditbank 7.93. Montanaktien: Harpencr 129,25, Mansselder 74,50, Kali Aschers- leben 16,50, Westeregeln 20,25. Chemische Aktien: Badisck»e Anilin 138,25, Th. Goldschmidt 102,75, Holzverkohlung 7.15. Tr - u s Port Wer te. Daltnnor e 61 Industrieaktien: Kleyer 3,20, AEG. 108,75, Aschaffenburger Zellstoff 94, Dyckerhofs 61,75 Eßlinger Maschinen 65, Inag 1,1, Licht und Kraft 6,30, Rheinisches Metall 53,50, Peters Union 2,45. Voigt & Häffner 88,50, Zucker Frankenthal 4,15. Börsenkurse. ___________ __________Dalum: 5% 3)enfTd)e NclchSanrelhe 4e/0 Dcutzche Neichöanleihe Deutsche Reichsanlethe 3% Deutsche Rcichßanleibe Deutsche -sparpramienanleth« 4% Preußische Kousols • . . 4° o Hessen 3VA Hessen 3°/o Hessen ....... - ... Deutzche Wertb. Dollar-Anl. dto- Doll -Schatz-Anweisng.'l 4e/0 Zolltürkeu • (i°/e Goldmertkaner ... • Berliner Handelsgesellschaft Commerz- und Privat-Bank Dannst. und Nationaldank Deutsche Bank • • Deutsche Lereinsbank .... Disconto Coukmandit Metallbank.......... Mitteldeutsche Crcditbank. . Ocstcrr-ichische Creditanslaft. Weftbank ......... Bochumer Glltz ....... Buderus • . ...... Karo Deutsch-Luxemburg ..... itzclsenkirchcncr Berawecke. . Harpencr Bergbau . . Kaliwerke AscherSleden.... Kaltwerk Westeregeln Laurahüttc ...... Oberbedarf Phönir Bergbau . Rheiintahl........... Ricdcck Montan ...... Tellus Bergbau Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llodd Lheramtsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Hotzmano...... Analo-Lmn-Guano . ... Badische, Anilin........ Chemische Mader Slaptu . . Goldschmidt . Griesbeimer Electrou .... Höchster Farbwerke Holzverkohlung ....... Rülgcröwcrke ........ Scheideauftaft . ...... All«. Elcktrtzitätr. Gesellschaft Beramann ....... Mainkrastwerke ....... Schuckert • . • Siemens & Halske Adlerwerkc Kleyer .«».•« Daimler Motoren. ...... Hcliligcnftttcdt......... Meyuin . Motorenlverke Mannbetm . ffrcmffurtcr Armamren . . Konservenfabrik Braun . . MeiaNaeseU'chast Frankfurt. Pet. Union A.-G Schuhfabrik Hcrz Sichel..... ►jeUftoff Waldhof ...... Zuckerfabrik Frankenthal •. Zuckerfabrik Waghttuftl • .. 14.5. I 0.610 | 0,66 0,74 ! 0,34 j 0,63 | 0,75 0.725 0,70 94,75 92,4 1 9,4 I 37,5 | 137 I 102.50 14 Mai LS. Mat Amtliche 9ioti ruiia Amtliche Notierung Meld Brief Geld Briet »utzl.-Non. 168.61 169.09 168 69 160,11 Buen.-Aires 1,666 1,670 1.666 1,67 t Brss.-Antw, 21.215 21,275 21 21 21,27 Thristiania. 70,71 70,89 70,16 70,64 Kopenhagen 78,95 79,15 78.81 79,01 Stockholm . 112,15 112,45 112.18 112,46 HelfingforS. Italien . . 10,667 17,20 10,607 17.24 10 567 17,175 10,607 17,215 London. . 20,368 20.408 20,863 20,413 Neuvork . . 4.195 4.205 ■1,195 4.205 Paris. . . 21,90 21,96 21.88 21,91 Schweiz . . 81,19 81,39 81 19 81,39 Spanten. 60.87 61,03 60.74 60,90 Japan . . . 1,768 1,772 1.766 1,770 istio de Jan. 0.419 0,421 0.419 1.421 Wien in D-- Oest. obgeft 59,055 69,195 50,055 39,195 Prag .... 12,43 (2.46 12,432 12,472 Belgrad . . 6,81 6.82 6,80 6,82 Budapest. . Bulgarien Lissabon 5.887 3,055 5,907 3,01-5 5.89 :t,0.i5 5,91 3,065 .11.375 20.425 20 375 20,425 Danzig. . 80,77 80,97 80 77 SO,97 Konstantin. 1,27 2.28 2 262 2,271 Athen. . • 7.79 7.81 784 7,86 Berlin, 15. Mai. Geld Brios Amerikanische Note» ..... Belgische Noten ....... Dänische Noten ....... Englische Noten........ Französische Noten ...... Holländische Noten...... Italienische Noten...... Norwegische Noten...... Deutsch-Ocsterr., ä 100 Kronen Rumänische Noten ...... Schwedische Noten...... Schweizer Noten....... Spanische Noten....... TlchechoUowakische Noten • . Ungarische Noten . . . , . 4,195 21,17 78,60 20,338 21,85 168,33 17,19 70,27 59,05 111,92 81,15 60,57 12,441 i,87 4,205 21,27 79,00 20,438 21,95 169, r. 17,27 70,6 ! 60,35 112,48 81,55 60.87 12,504 5.89 spart lirbeif, < S FIFENPULVER Dr. Thompsons Seifenpulver (Marke Schwan) das Paket 30 Pf, 1104D filflolete Z i AlMWW i werd, fadincnmü r ii. preiswert ge- t stimmt u. revav. j G.EdllkmL ©ieöen. JJlotfitc-ll | Telephon 2103. f Ankanlabr. Silan, i u. Harmoniums. ? Während der Zeit des Umbaus aut Herren-Anzüge teils 10%, teils 20%, teils 30% Rabatt! Knaben-Wasch-Anzöge und -Blusen Teilzahlung gestattet! Früher 78 Jetzt 52 Einige Beispiele aus unserem Sonderangebot: MOHa 00 00 Mk. Mk. HERRENBEKLEIDUNGSHAUS MIPQCM 22 Marktstraße 22 (im Umbau begriffen) B U V BW ■ Kumann-Fahrrader c Titan-Nähmaschinen Personenwagen 5/2o P.S. Zwei-, Drei- und Viersitzer Kurzfristig lieferbar. <7fi6D Ernst Faber-Automobiie*Gießen-Südanlage7-Fernruf1341 Lieferung LtJ Generalvertretung und Fabriklager: 8ritz Schebaum, Gießen, ®ofltotflL33 finden Sic in unbegrenzter Auswahl in wirklich erstklassigen Erzeugnissen, was Qualität und Eleganz anbelangt, zu billigen Preisen. Notare allerbeste Fabrikate. in allen GröUen alierbilligst. 1CO5<- Carl Schunck. ittekind-Fahrräder und Rahmen 4 Modernes lusliliii iür Heilgymnastik n eiu öbnlt tbe Winnen hlder von 8 Uhr vorn«, bid 9 Ubr abend» sowie 2onn- raaS von 8 6lt 1 uui vormittags. 51D Ang. Bues staatLgeprllfterHeti nebilfc Walltorstr. 88 vart. Jedermann wird »Ich unwillkürlich »agen: „Da» kann nicht »ein“. — — Die billigen Preise machen wir nur, um unseren Kondenatamm zu vergrößern und nnwere LeletungeftthiKkcit zn beweisen! Herrenanzüge keine Partieware. 07®® Herrenanzüge crutc Paßform. Stoffe, für dessen Tragen wir Garantie über- f ff wirklich tragfühige Stoße, tadellos verarbeitet, nehmen, allerdings nur gedeckte Muater . . . ■ ■ Mk. nur in den Größen 44, 4«. 48 und 50...... Herrenanzüge helle il dunkle Farben. Qß1 Hosen mit Aufschlag, hohlkantig, dankbare* Tragen, nnr so lange Vorrat..........Ww Hochelegante Anzüge Mäntel Sommerkleider vollkommenster Ersatz für Maß aus den allerbesten Stoffen in Gabardin und Covercoat Loden und Gummi, nui wie Joppen. Lüstersakkos, Waschanzüge, Windjacken für den verwöhntesten Geschmack erstklassige Qualitäten leichte Hosen in denkbar großer Auswahl nur an anerkannte Händler Ständig großes Lager Il Tvj1___ --- aller Art emoncblt ffilei c -u. werden ctchsähtlt bergestellt. Karl Schmidt • Neuenweg 42. •eeeeeeeeeee wm 500010g, liflioiDj. bei Landwirt Klös Gietzen, Hammstrahe MM WlnelWe öoö ttagenöe 8ö6e zum Verkauf. «»v MWOOWöoU.NIkbOIS •eeeeeeeeeee Kakao Höchste Geschmacksvollendung Gebrüder Nolting, Herford Schokoladen- und Kakaofabriken 4776D Lichtspielhaus, Bahnhofstraße Der Demtige und Die Sängerin Hauptrolle: LILDAGOVER. ; Dieses herrliche deutsche Werk müssen Sie gesehen haben. Schokoladen Mandelmilch -Tops t DKW Neues Modell 1925 2-Gang-ZahnradQetriebe, Leerlauf, Kupplung, Kickstarter, großerTank, 2'."-Bereifung, langer Rahmen, neuer starker Motor, 2 Personen, erschwing!. Preis, Leistung verblüff. Vorbestellung empfohlen I ^eTetungF. Schilling F,.n®‘es?,% Expreß- und Eildampferverbindunoen mit Holland Verfrachtungen von und nach allen Ländern - Speditionen aller Art - I-as twagenverkehr mD Durchfrachten auf Anfrage Eckstein 6 Simon, Spediteure Oberlahnstein Rheinwerft Telephon 31 Erbsenreiser Bohnenstangen Staketenlatten liefert ab Lager Carl Haas jr., (Liehen frankfurter Str. 59. ^ ,c Telephon 1882. Sperrholz Wniflhlb adoon, Erle und Liefer 3—25 mm h. u bnnt. V03elbretter. inmir ?.oo- •* U1W11U111 in Gadoow schweb, u bavr. ^ooelbrener. sowie Sva- Eugen Dürr & Co., Giehen C. Rübsamen. Telephon 149. frisch gebrannt am Lager Iterlatren Breuer unb Dielen in allen Störten, ebenso (rieben. Buchen unb «Licheoschnutware liefern in allen stärken franko jeder Station. 2196c Televh. 1659. Selleriepflanzen pikiert, Tomatenpflanzen m.Topf- ballen, Valllonbetnnien, sowie Blumen für Hauö- unb Garten- schmuck empfiehlt in prima Qualität unb nur erprobten Sorten Gärtnerei Dönges Giehen, Marburger Str. 67. M I ■<( Wäsche cm. ML 1.65 3^ftt 80 cm breit, beste Ware Mk. 6.75, 5.50, 5.25 Beinkleider Vollvoile weife, 115 cm breit Mk. 2.60 an an . . Mk. 4.55 Kinderbadetücher iooxiäunlität' für starke Damen Taghemden.....Mk. 6.70,5.00, 4.45 Preiswerte Sonder-Angebote Sommerstoffe (Voiles, Frottes, Batiste) wegen Aufgabe dieses Artikels bedeutend ermäßigt. Tupfenmull U5-*20 cra 6teü- 2.25 Delkenftoff torbt6,130 cm brett' Jndanthrenfarben Halbleinen ®taellu*quaU?8lro 1Ba.u”&l604.c™ 3.80 beste deutsche Fabrikate, in allen o on Daoerucyer Gröfeen ... ML 15.75, 14.60, O.öU Frottierstoffe1,5 cm breiL olIen 12.50 Bademäntel 21.50 Badevorlagen ®tcSualUä‘cn' 7.50 Forma-Badeanzüge MSSSS einfachsten bis zur feinsten Ausführung Blusen in Voile u. Seide, wegen Ausgabe dieses Artikels über 50% ermäßigt. Die im letzten Vierteljahr entstandenen Reste kommen billigst zum Verkauf. Nachthemden .... Mr. 9.75,9.50, 8 00 . Stückware ^emdentuch SO cm breit, haltbare Qualität, ML 0.75 Hemdentuch ÄÄr&nÄ’iÄ 1-15 Maccotuch80 cm 6rcih ,üt fcine l&TÄt 195 Perkal ftir 5ÖIufen unb Oberhen^n,^ Qualität, 0.98 Damentaghemden. . . . m 2.75,2.50,1.95 Damenbeinkleider . . . Mr. 3.40,2.55,2.40,1.95 Damennächthemden.....ML 5.90,5.00, 3.95 Hemdhosen .........ML 8.75,7.40, 6.75 Prinzetzröcke........ML 9.90,8.50, 6.90 Herrennachthemden . . Mr. 9.75,8.50,8.25, 6.75 ExLraweite Damenwäsche 3efir elegante Macco-Qualttaten . . von ML 2.25 an Schürzenzeug120 cm 6reit fd)roere 2.10,1.95 Damast in be'l°n Qualitäten, 130 cm^it,^ 2.95 Tischwäsche prima Reinleinen und Halbleinen, n nt ^gcylucyer 130x160 cm, ML 11.50, < *2.0 130X220 cm, ML 15.75, 9.25 160X160 cm . ML 9.90 CxOYVrtoWtyn Ia Reinleinen und Halbleinen, -i qe zjecoieiien eoxeo cm.......ML 1.95, i.oo Toonohorbo 130X160 cm, mit 6 Servietten, q 7c ^eegeueme Jndanthreniarbeu . . . von ML o. i 9 an Griffoohorbt»» schwere doppelseitige Qualität., 11 OK JidJieeOeCRen 13OX16O ern u. 150x180cm, ML li-oD Wäschefabrik und (ytlQ JlOWUUl Ausstattungshaus 5055a Badewäsche Frottierhandtücher 1.65 Qn" Tennis-Schläger erstklassige Marken Tennis-Schuhe echte Keds, mit Crepe-Sohlen Tennis-Bälle Harburg - Wien und Continental Reparaturen Neubesaiten schnell und gut. 47,tD Größte Auswahl, billigste Preise. August Kilbinger. Geschäftsverlegung Vom 18. Mai ab befindet sich mein Geschäft in meinem Hause Lindenplatz 8 (frühere Filiale der Molkerei Gebr. Grieb) L. PETER BINGEL Buch-, Papier- und Schreibwarenhandlung iiMiMiimiiiiiiHiiiiieiiiiiiiiiiieniiMuimiitmiiimiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiminiimeiiiii NB. Vom gleichen Tage ab befindet sich die Abhol- stelle des „Gießener Anzeigers“ auch Lindenplatz 8 5019D^ VIII. Sonder-Ausstellung Sonntag, den 17. Mai 1925 Für die Reisezeit Reisekörbe, Postkörbe, Koffer, Japantasch. usw. Oberhessisches Korbwarenhaus Schulstraße (n. d. Stadtpost) 505^ Drucksachen allerArt die VrühNche UniverfitStr-Drvckerd, B. fange, Giehen, Schulstr. 7. Mehrzähler- Kellnerkassen Scheckdrucker Quittungsdrucker sm- öie besten u.bMgsten ihrer Art Nichts Gleichwertiges zu gleichen Preisen steht ihnen gegenüber. Anfragen erbittet KRUPP REGISTRIER KASSEN GESELLSCHAFT m.bH BERUNW. 9. Vertreter: Erich Knelsel, Frankfurt a. M. 4504A Musterlager: Braubachstraße 2—6. Fernruf: Taunus 510. Wer sich zum bevorstehenden großen Turnfest Betten Matratzen Federbetten Kolter, Strohsäcke ' Bettwäsche jeder Art anschaffen will, gebe diese möglichst schon jetzt bei uns in Auftrag, damit rechtzeitige Lieferung gewährleistet ist C.Röhr&Co. Bahnhofstraße 44 ♦ Haltestelle der elektr. Straßenbahn giiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiis | wegen Geschäftsaufgabe | IMl-WSMWl | ZU bedeutend herabgesetzten preisen | | Sport- u. Iackenwolle in über svOZarben g Strickwolle ejtra billig in allen (Qualitäten g und Farben • Damen u. Herren-Strickwesten g Jumper, gestrickte Kleider, Strümpfe und | g Zocken • Damen- u. Herrenwäsche, Stickereien g W Erstlingswäsche und Druckzeug W = = — ..................... — = = Daselbst unter günstigsten Bedingungen g I Ml W lermietei l mit vollständiger Einrichtung, Lagerraum und Celephonanschlutz 04351 g | Sophie Dülfer | Z Neustadt 50 Bietzen Neustadt 50 ■iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiia lS»kMgeli.Mes j Gr. Harionlagen! Penfion van 5.50 Mark an Telephon Nr. 9 Bahnlinie Friedberg I. H. — Nidda: von Frankfurt a. M. in 2 Std., von Gießen in 1 Std., von Gelnhausen inl Std. zu erreichen. Solbad in staatlicher Verwaltung. Solquellen mit schwachem Kohlensäuregehalt, Lithium-Stahl. Schwefelquellen, Inhalatorium, Höhensonne, Sonnenbad mit Soldusche. Herrlicher gr. Park und Wald. Ruhige Lage. Arzt. Hessische Badedirektion. 50270 Bad Salzhausenf. Nurhans Michelstadt i.O. Lustturort l2«u 50 beh. Fremdenzimmer Die «e Äkt« Cßoi edcheme K? 22 Arians. 3wif brüchiger sich fangi ilnabhän Qlugenblb Isolation" schluh an ersirebte, Aevisic land das den Jahv schastlichen land abi «ff durch die besten zu Dündnis > wichtige- der pold machl- 3n - 22-25 l Mittel tastens 7 bis 12 der Tu dar «%* s's durch eine zu Fall andere M auch Zwcif Zaren i unternomiu Frankrc das in i strebende Diese Grundl, ernstlich l Zweibund lichen Abh reich besas Abhängigk Ausbaues schrn Fest Aufmarsch Fürsten r DerKim öie Abh gewaltige und inur beichaltni lien) beri dah Enal stellte." ' Otaliener. des engl immer -ü Suöin i klärt: „Ei ^eihe unfi ^rhältnis d'ste nemc Kränkende . Die ß, ,>r>ege wm M) in die ergab sich Politik, en das) man nijt 3u sc S wögi ^'kerenzpl Bleichen, daraus em .. Die bI ««Uli um Derbes J* gleich k Eeutfd RI Nr. 114 viertes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefstn) Samstag, K. mal 1925 „Die Isolierung der Mittelmächte". Die neuen Bände der Diplomatischen Akten des Auswärtigen Amtes. Don Bernhard Schwertfeger. 5X303. Noch vor Pfingsten wird die zweite Hülste der Gierten Gruppe der Drohen Akten- publikation des Auswärtigen Amtes .Die Drohe Politik der Europäischen Kabinette 1871—1914"*) erscheinen. Damit wird durch die Deutsche 2< Remscheid. nsw. einzeln und kombiniert Bandsägen ßobel- uiaschinen Vertreter: Otto Schmidt, Gießen, Bahnhofstraße 48, Telephon 1560 7CHOKOLADEN SIND bevorzugt 7A