Montag, 16. März 1925 Ur. 63 Erstes Blatt 175. Jahrgang Völkerbund und Garantiepakt Aufmarsch zur Präsidentenwahl für Zeit mit eines Oberbürgermeister Dr. Jarres Duisburg, vormaligen Reichsminister de« Innern und Vizekanzler, zu empfahlen Dabei war für den Rechtsblock maßgebend, daß Herr Dr. IarreS ein Wann ist von großer Erfahrung auf allen Gebieten des offerttlichen Le» bens, ein lauterer Charakter, ein Mann des nationalen Fortschrittes von kerndeutscher christlicher Gesinnung, bewährt als Vorkämpfer deutscher Freiheit für Rhein und Ruhr. Herr Dv IarreS vereinigt in sich die Eigenschaften guter Der Ausruf des Reichsblockes Wei Möglichkeiten: den Abschluß rünf- oder eines Sieben-- lenabtnc von Bnjelgt* für ölt lagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jebe'Berbinblid)htit Preis für | mm höhe für Anzeigen von 27 mm 'Breite örtlid)8, auswärts 10 Goldpfennig; für Re» Klame-An zeigen v 70mm Breite 36 Goldpfennig, Plohvorfchrift 20" Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton; Dr. Friedr Will) Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: HonoBeiß sämtlich in Gießen. darin, daß Polen auf die Dauer einen Vorteil davon haben würde, wenn es Deutschland den polnischen Korridor und denjenigen Teil Oberschlesiens, der jetzt zu Polen gehört, zurückgeben würde. Wenn Polen den Preis bezahle, der allein den Sicher- heitspakt möglich mache, dann würde es unzweifelhaft eingeladen werden. Partner des Vertrages zu werden zusammen mit Frankreich, Deutschland, England, Italien, Belgien und der Tschechoslowakei. Deutschfeindliche DemonstraiioneninOberschlefien und Warschau. K a 11 o w i h. 16. März. (TU.) Am Sonntag fanden in Polnisch-Oberschlesien, vor allem in Ka11 owih, Kundgebungen gegen den deutschen Sicherheitsvorschlag statt. Don den frühen Morgenstunden rückten polnische Organisationen der Aufständ schen, der ehemaligen Haller-Truppen, des Westmarkenvereins und zahlreiche wirtschaftliche Verbände sowie die polnischen Deamtenorganisat:onen nach Kctttowih. Schon vvrmtttagS 10 Uhr begannen auf dem Ring die Ansprachen, an denen sich Redner aller Parteien beteiligten und die scharfe Angriffe gegen Deutschland und England entyteften. In Warschau verliefen die Demonstrationen gegen die deutschen Garantiepattvorschläge unter starker Beteiligung der Bevölkerung. Bemerkenswert war, daß die Demonstranten feindliche Ruse nicht nur gegen Deutschland, sondern auch gegen England ausstießen. In der Rähe der englischen Gesandtschaft mußte die Polizei energisch antienglische Demonstrationsversuche verhindern. Die Zugangsstraßen zu der englischen und der deutschen Gesandtschaft waren durch starkes Polizeiaufgebot gesperrt. Die Militärkontrolle des Völkerbundes. Genf. 15. März. (WTD.) Der Bericht, Oden die gemischte Komm ss.on militärische rund Qjuristischer Sachverständiger über das Kontrollrecht ausgearbeitet hat und dem der Völkerbunds» rat in der heutigen Schlußsitzung angenommen hat, zerfällt in zwei Kapitel. Das erste KKapitel umfaßt die Dollmachte n der Kontrollkommissionen, das zweite die Erleichterungen, die den Kontrollkommissionen eintre- tendensalls von Deutschland, Oesterreich, Ungarn oder Bulgarien gewährt werden müssen. Rach den Bestimmungen des ersten Kapitels haben die Krwrolikommissionen vor allem das Recht, alle Maßnahmen zu ergreifen, die sie für nötig halten, um feststellen zu können, daß die Rekrutierung, die Organisation, der Effektiv» bestand und oie Dewaftnung von Heer, Marine und Polizei und „allen anderen ähnlichen Organisationen" den Bestimmungen des Friedensvertrages entsprechen, ferner daß keine Verbreiterung für eine Mobilisation unternommen wurden, und da hauch keine Körperschaft und kein Derband sich mit militärischer Dorbereitung befaßt oder Beziehungen zum Kriegsministerium oder anderen militärischen Behörden hat. Sie. Kontrollkommission und ihre Unterfornmiffion haben das Recht, ihre Untersuchungen aus jeden Puntt des Gebietes des der Kontrolle junterzogenen Staates zu erstrecken. Auch können sie jedes Grundstück oder Gebäude, das dem Berit n, 14. März. (TU.) Der Reichsblock die Reichsvräsidentenwahl erläßt folgenden Ausruf an das deutsche Volk: „Zum erstenmal werden die deutschen Wähler und Wählerinnen am 29. März an die Wahlurne gerufen, um für sieben Jahre einen Reichspräsidenten zu wählen. An diesem historischen Tage müssen alle Grenzen der Partei, der Konfession und deS Standes fallen. Die Wähler sollen nur den besten und würdigsten Mann berufen. Deshalb haben sich die Vertreter derjenigen Parteien, die fast die Mehrhett aller deutschen Wähler hinter sich haben, gemeinsam mit Vertretern vaterländischer, wirtschaftlicher und kultureller Verbände zum Reichsblock ver- t>ereinigt. Sie hoben sich nach reichlicher Erwä- gung entschlossen, dem deutschen Dolle für die Wahl zum Reichspräsidenten Herrn deutscher Art und leistet Gewähr für eine sachliche, gerechte Führung der Geschäfte für die Reinheit der Derwaltung in allen Dingen. Er hat in schwerster Zett seine Person rücksichtslos für Staat und Doll eingesetzt, er hat als Staatsmann die Einhett des Reiches in vertrauensvoller gemeinsamer Arbeit mit den Regierungen aller deutschen Länder befestigt. Die vereinigten Parteien und Derbände fordern alle deutschen Frauen und Männer und die deutsche Jugend auf. für den Kandidaten des Reichsblockes zu werben, überall die Wahlausschüsse zu bild«: und Geld zu sammeln. Bei stärkster Anspannung aller Kräfte kann der Sieg schon im ersten Wahlgang errungen werden. Unsere Parole ist: Die Einheit der Deutschen, die Reinheit des öftentlichen Lebens, das Staatswohl über den Parteimann, ein Weg, ein Wille!" Der Aufruf trägt unter anderem die Unterschriften der Vorsitzenden des Zentralverbandes der Landarbeiter und des Jung deutsch! andbun- des, verschiedener Hochschulverbändc, der vereinigten vaterländischen Derbände Deutschlands, des Deutschen OftiziersbundeS, des Reichslandbundes, des Wehrwolfs. des Reichsverbandes deutscher Dollsschullehrerinnen, des preußischen Derüandes der Haus- und Grundbesitzervereine, des Deutschnationalen Handlungsgehllfenverban- des, des deutsch-evangelischen Frauenbundes, des Deutschen Handwerkerbundes. des Rationalver- bandes deutscher Offiziere, des Reichsoftiziers- bundes, des Generalfeldmarschalls von Hindenburg und tes ehemaligen Reichskaottzlers Dr. Michaelis. rnächteabkornmens, letzteres unter Ein - sch luß der Tschecheslowakei und Polens. Man betont in hiesigen diplomatischen Kreisen, daß die Stellungnahme Frankreichs in entscheidendem Maße von den Besprechungen beeinflußt wird, die Dr. D e n e s ch heute nachmittag unmittelbar nach dem Ausgang der Unterredung Chamberlain-Herrtot mit Herriot und dem polnischen Minister Grafen Skrzynski haben wird. Außer der Frage der militärischen Sonderabmachung und dem DeitrittDeutsch- lands zum Dölkerbund werden die dringendsten Fragen der Abrüstung Deutschlands, der Prüfung des Generalberichtes und der Räumung der Kölner Zone eine unmittelbare Lösung erhalten. Die Situation hat feit der letzten Besprechung zwischen Chamberlain und Herriot insofern eine Änderung erfahren, als sich die auswärtigen Kommissionen des Senats und der Kammer inzwischen einstimmig für dieFort- sehung der Besetzung Kölns bis zur Lösung des Sicherheits-Problems ausgesprochen haben und Herriot daher vermutlich auf der Verquickung der Sicherheitsfrage und des Kölner Problems bestehen wird. Alles läßt darauf schließen, daß eS zwischen den beiden Ministern in dieser Frage zu einer lebhaften Auseinandersetzung kommen wird. Die Blätter beftreiten zwar an und für sich die Richtigkeit der englischen Auffassung, nach der entsprechend Artikel 229 des Versailler Vertrages Köln nach Erfüllung der deutschen Verpflichtungen geräumt werden muh, geben aber unzweideutig zu verstehen, daß eS Frankreich für den Fall einer solchen baldigen Räumung bei den Entscheidungen in der Frage der allgemeinen Abrüstfttng Deutschlands und der Entmilitarisierung der Rheinlandzone an Ent gegenkommen fehlen lassen wird. Ueber die Pariser Zusammenkunft schreibt der diplomatische Korrespondent des .Obfer- Der“: Große Bedeutung wird in politischen englischen Kreisen der Tatsache zugemessen, daß schon vo rder Abreise Chamberlains aus London am Freitag vor einer Woche Herriot den deutschen Botschafter in Paris dahingehend unterrichtet hat. daß die franzosi- sche Regierung den deutschen Vorschlag als eine mögliche D i s k u s s i o n s b a s iS bezeichnet habe. Die Frage ist, ob Herriot sich an diese Andeutung hallen wird. Wenn ja, so sind die Aussichten sehr viel besser, denn die Grundsätze des deutschen Angebots und deS Pattvorschlags von Chamberlain hätten viel Gemeinsames. Ein Argument zugunsten dieses Planes, das Chamberlain heute benutzen wird, wenn die 2ttmosphäre sich als günstig erweist, besteht teilnehmen muh. Der Rat hätt es für seine P licht, offen seine Meinung dahin a'.iSzusprechm, daß jeder Vorbehalt in dieser Hin sicht geeignet wäre, die Grundlagen des Doll r- bu.des zu unterminieren. E> scheint dem Rat unmöglich, daß ein Mitglied des Völkerbundes and des Rates im Falle von Operationen gegen einen Staat, der den Pakt verletzt hat, eine Stellung behält, die seinen Staatsangehörigen die Freiheit lassen würde, sich den allgemeinen Pflichten, die der Patt auf et (egt. zu entziehen. Es ist kaum notwendig, darauf yinzuwei en. daß andere Länder, deren m li:ärt sch? Kräfte durch die Bestimmungen der bestehen) :n Vertrage ebenfalls eingeschränkt worden sind, b i ihrem Eintritt in den Völkerbund die Verpflichtungen deS Paktes ohne Vorbehalt übernommen haben. Der Rat hofft, daß diese Bemerkungen dazu beitragen werden, die Haltung seiner Mttglieder gegenüber den von der deutschen Regierung aufgeworfenen Fragen zu erftären. Die allgemeinen Bedingungen für die Aufnahme neuer Mttglieder sind in dem Artikel 1 des Dölkerbundspaktes niedergelegt, und die Entscheidung über die Frage steht kraft dieses Artikels Der Dölkerbundsversammlung zu, die bereits wiederholt ihren Wunsch nach üni&erfalität des Völkerbundes ausgesprochen hat. Allein durch eine aktive Mitarbeit an den Arbeiten des Völkerbundes als Mitgliedstaat kann ein Land seinen berechtigten Einfluß auf die Entscheidungen des Völkerbundes erlangen, Entscheidungen, die nie verfehlen, wichtige Folgen äu haben. Der Rat wünscht schließlich Deutschland gegenüber den aufrichtigen Wunsch auszusprechen, es an den Dölkerbundsarbetten beteiligt zu sehen, um so für die Organisierung des Friedens die Rolle zu spielen, die seiner Bedeutung in der Welt entspricht. Das Zusammentreffen ThamderlainsmitHerriot Polen und der Garantiepakt. Paris, 16. März. ($11.) Der heutigen Begegnung Chamberlains mit Herriot mißt man, nachdem die internationale Lage durch die Genfer Aussprache einigermaßen geklärt worden ist, weitgehendste Bedeutung bei. Die Aussprache wird sich in erster Linie auf die geplanten Sonderabkommen beziehen, die Chamberlain in seiner Genfer Rede wiederholl erwähnt hat. Die französische Oessentlichlett rechnet zur GietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnick find Verlag: vrljhl'sche Univerßtül5-Vvch und Steinbruderei R. Lange in Gießen. Zchriftleitung und Seschäftrstelle: Zchufttraße 7. Erscheint täglich, außer Semu und Feiertag». Beilagen: GiehenerFamiUenblLtter Heimat im Bild. menats-leirfspreis: 2Voldmark u. 20 Eold- pfennig für Träyertohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech'Anschlüsfe: Schriftleitung 112, Ber- lag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten AnzeigerEieße». Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 1188«. Deutschlands Eintritt in den Völkerbund. Das Antwortschreiben des Rats. Genf, 14. März (WB) Der Völkerbundsrat hat heute nachmittag debattelos beschlossen, folgendes, im wesentlichen von dem spanischen RatSmitglied Quinomes de Leon entworfenes Schreiben an die deutsche Regierung zu richten: ..Der VölkerbundSrat hat mit besonderer Aufmerksamkeit die Mitteilung der deutschen Regierung vom 12 Dezember 1924, betreffend den (Eintritt Deutschlands in den Dölkerknmd, geprüft. Der Rat hat mit Genugtuung von den am Beginn deS Briefe« stehenden Erklärungen Kenntnis genommen: „Die deutsche Regierung glaubt, daß die politische Entwicklung des letzten Jahres die Möglichkeit des Eintritts Deutschlands in den Dö lkerbun d eröffnet hat", sowie von der Absicht, die die deutsche Regierung in ihrer Denkschrift ausspricht, J)en baldigen Eintritt Deutschlands in den Völkerbund 'anzustreben". Die deutsche Regierung hat bereits die zehn im Rat vertretenen Regierungen befragt und von ihnen begründete Antworten erhallen. Der Rat, der sich au« den ‘Vertretern dieser nämlichen Regierungen »usammenseht, kann feine Bemerkung formulieren, Die mit diesen Antworten im Widerspruch stände. Daher freut es ihn zu hören, daß die der deutschen Regierung übergegebenen Antwort dieser als befriedigend erscheint. Der Rat bemerft, daß die deutsche Regierung hinsichtlich der Bedingungen, unter denen Deutschland in den Völkerbund einzutreten wünscht aus jede Absicht verzichtet, „besondere Vergünstigungen für Deutschland zu fordern", aber da« sie erwartet, daß dieser ©intritt s i ch auf dem Fuße der Gleichberechtigung vollziehen wird. Der Rat stellt fest, daß die zehn befragten Regierungen mit dieser Bedingung vollständig einverstanden sind. Auch hält er den Grundsatz der Gleichberechtigung, der sowohl gleiche Rechte wie auch gleiche Pflichten für alle bedingt, für eine« der wesentlichsten Elemente De« Völkerbünde«. Gleichzeitig glaubt er die Bemerkung machen zu müssen, daß dieser Grundsatz wichtige Folgen für die besonderen Fragen bedingt, die die deutsche Regierung in bezug auf Artikel 18 des Vö.kerbundspattes aufwirft. Deutschland verlangt lediglich im Hinblick auf diesen Artikel eine Ausnahmestellung; aber dieser Artikel ist von grundlegender Bedeutung ür die Verfassung deS Völkerbundes, denn er bestimmt zum größten Tell die „Garantien". die alle Dölkerbundsmitglieder genießen und die Verantwortlichkeiten, die sie übernehmen. Bei der Darlegung dieses Standpunktes zu dieser Frage lentt die deutsch: Regierung die Auftnerftamkett auf die militärische, durch den Vertrag von Versailles geschaffene Lage Deutschlands hin. Sie spricht die Befürchtung aus, daß in dem Falle, wo die im Artikel 56 vorgesehenen Malmahmen zum Ausbruch der Feindseligkeiten führen würden, Deutschland nicht in der Lage wäre, fein Gebiet gegen eine militärische Invasion zu schützen. Die deutsche Regierung fügt hinzu, daß nach ihrer Ansicht es nur einen Ausweg aus der schwierigen Lage gibt, in der sie sich befinden würde: »Man wird Deutschland für Den Fall von internationalen Konflikten Die Möglichkeit lassen. daS Ausmaß feiner attiven Teilnahme selbst zu bestimmen. An einer anderen Stelle opponiert die deutsche Regierung dagegen, daß Deutschland gezwungen wäre, ..auf die Neutralität zu verzichte n", wenn es in den Völkerbund eintritt. Der Rat hält es für angezeigt, in diesem Zusammenhang Darauf hinzuweisen, daß Art unb Bedeutung der effektiven Teilnahme der Dölker- bunDcftaafen bei militärischen, vom Völkerbund in Ausführung des Pattes unternommenen Operationen notwendigerweise mit ihrer miLi» tärischen Lage Barrieren. Kraft Der Bestimmungen Des Paktes hat Der Döl'erbunDsrat Die Pflicht, Die militärischen. Die man.i.r.cn unD Luststreitkräfle zu empfehlen, mit Denen Die VölkerbunDsmttglieder zur bewaffneten Macht beitragen werden, die Den Verpflichtungen des Völkerbundes Rachachtung verschaffen soll, und es wird Deutschland selbst zustehen zu sagen, bis zu welchem Grade es in Der Lage wäre, Den Empfehlungen des Rates zu entsprechen. Der Rat erinnert außerdem die deutsch.' Regierung Daran, Daß ein Mitglied des Völkerbundes und des Rates immer an den entsprechenden Entscheidungen über Die AnwenDung Der GrunDsätze des Paktes teilnehmen würde. Hinsichtlich Der wirtschaftlichen Maßnahmen bestimmen die DöllerbunDsstaaten selbst, getrennt oder unter vorheriger Verständigung, Die Prak- tischen Maßnahmen zur Durchführung der all. gemeinen Verpflichtung, Die sie übernommen haben. Immerhin lassen Die Bestimmungen des Patte« es nicht zu. Daß toeim eine Aktion kraft Art. 10 unternem nen wird, jeDcr einz llne Völkerbunds- staal getrennt Darüber entscheidet, ob er Daran Staat, Den örtlichen Behörden jeder Art oder Privatpersonen gehört, wie auch Schiffe aller Art sowie die Festunaen. sämtliche Verteidigungsanlagen und alle Beförderungsmittel untersuchen. Die Kontrollgänge werden erst kurz vor ihrer Ausführung angezeigt. Desgleichen können die Kontroll'ommisf oaen alle Bücher und Ödjriftftücfe über allen und jeden Frachtverkehr p ü en, wobei sich ihre Untersuchung insbesondere auf die Grenzstationen der Eisenbahnen und Wasserstraßen und auf die Flugplätze erstrecken wird Alle WttglieDer genießen Immunität und fämrliche Diplomatischen Vorrechte. und sind mit besonderen Pässen ausgestattet, Dit von Generalsekretär des Völkerbundes im Ramen des Rats ausgestellt werden. Außerdem haben sie das Recht auf Unterhinft in Hotels ersten Ranges und auf Eisenbahnfahrt 1 Klasse Auch müssen ihnen alle Erleichterungen zur Erreichung ihrer Reiseziele geboten werden. Kapitel 2 legt der Regierung, sobald ihr vom Rat die Durchführung einer Kontrolle notifiziert worden ist, die Verpflichtung auf. alle M a h» nahmen zur freien Durchführung der Kontrolle in ihrem vollen Umfange sicher- Äuftclfen, so daß die Kontrollkommission weder durch attive noch passive Resistenz Der Behörden oder der Bevölkerung bei Der Durchführung ihrer Aufgaben behindert werden. Die Regierung hat den Provinzialregierungen, den mllttarischen und maritimen Komm indos, den Di enbahn-, Ha en- und Flugplaybehorden usw. A.rweiju.gen zu geben, kraft Deren sie den Kontrollkommissionen jede Unterstützung und jeden Schutz zuteil werden lassen müssen. Die Abrüstungskonferenz Neue amerikanische Pläne. Reuhork, 16. März (Kabeldienst Der TU> Die gesamte Presse beschäftigt sich mit der Ab- i üstungssrage und weist Darauf hin, daß Die letzten Erklärungen im Weißen Haufe über die Einberufung einer allgemeinen Ab- rüstungSkonferenz von größter Wichttg- feit seien. Man nimmt an, daß ehre amerikanische Abrüstungskonferenz nach dem Scheitern des Genfer Proto kollS größte Aussicht auf Erfolg habe. Die Abrüstungsfrage sei in ein neues Stadium eingetreten und solle schon im Sommer oder im Frühherbst auf Der allgemeinen Abrüstungskonferenz beraten werden. In unterrichteten Kreisen erflärt man, daß Covlidge bereits mit Ke llogg die Frage erörterte, man habe beschlossen, Den Plan in Angriff zu nehmen, sobald die Beschlüsse Der Völkerbundstagung offiziell in Amerika vorlägen. Man werde zunächst bei den anderen Mächten anfragen, tote sie sich zu einer Abrüstungskonse- steilen würden. Daraus werde die öffentliche Gin- iaDung erfolgen. Die Konferenz werde sich hauptsächlich mil der Einschränkung der See- und Luft- streitkräfte beschäftigtigen, vor allem mit der Verringerung der leichten Kreuzer und der Unterseeboote. Amerika habe seit Beendigung des Krieges sein Landheer abgerüftet und habe daher kein direktes Interesse an Der Verstärkung der Landstreitkräfte anderer Staaten. Die Regierung der Vereinigten Staaten habe jedoch nicht die Absicht, einen Druck auf Frank- reich auszuüben. Im Weihen Hause ist man Der Ansicht, daß nach Der in Genf geschaffenen Lage Die Aussichten für Die amerikanischen Abrüst ungsv ort chläge günstig seien. Sollte Der Fall eintreten, daß Die eine oder andere Macht nicht an der Konferenz teilnimmt, -so soll sie trotzdem ftattfinDen. Die Hauptsache sei, daß einige große Seemächte an ihr teilnehmen würden. Ende der hessischen Krisis Rückkehr der ntteii Rcssierurtliskoalitiou Darmstadt. 14. März. (Sil.) Die Verhandlung _n zwischen Zentrum. Demokraten und Sczialdemolraten über die hessische Reg' ), milder, vielfach Taschenuhren Wecker G. GQ mb lein Jawelen, Qol& and Silbe'waren Neuen Baue 3. der hin, di- der Bemessung der Bezüge der obersten unO unteren Angehörigen der Reichsbahn betonte die sehr starken Anforderungen. Vom VolkSturnen im Turttqau Hessen (D. X.) scholl Ottenbach 96: Braun, Strack, Jünger, Gerhardt. Schröder. Damenfreistilstaffel: 3x4 Dohnen. 1. Ottenbach 96 2:44,4. 2. Diehen 3:00,1. Mannschaft Offenbach. Heck, Lindemann. Kraust. K n a b e n f r e i st i l st a ff e l. 3x2 Dahnen. 1. Giehen 1: 06.4; 2. Offenbach 1:0,3. Mann' schast Giehen Leich. Rauh, Schaum. bringen. ** Der Deutsche band. Ortsgruppe man uns mitteilt — am tteleuwpa lagernde ine fdfrnalc Tief' gen, fixierend b$4 den ganzen Aon« hvn übrr S&xxxb Lanfe des mvrgi- :ch Längs amr lern« erdingr zunehmen» in. Säuglingssterblichkeit immer mehr ab; sie betrud selbst in dem ungünstigen ersten Vierteljahr 1924 nur 1,12 auf 100 Lebendgeborene im gouai Reichsgebiet. Dabei ist seit 1922 stets ein Win- tergipfel der Säuglingssterblichkeit zu 6e^ obach^en. während der früher so gefürchtete Som« mergipfei seit dieser Zeit verschwunden ist. flHefe Abnahme der Sterblichkeit hat in Berlin früh« begonnen als im Reich, hier war 1917 zum letztenmal die höchste Sterblichkeit im Sommer» quartal, seit 1919 stets im Winterguartal. Zieht man nur das erste Lsbensvierteljahr in Betracht, bei dem die Gefährdung am höchsten ist, fe ergibt sich, wenn man die Sterblichkeit aller Säuglinge während der ganzen Zeit gleich 100 setzt, von 1914 bis 1922 für die Sommer Quartale 102,3, für dte Säuglinge im ersten Qebensviertel- jahr allein aber ist die entsprechende Ziffer 98L Wie Dr. Karl Freudenberg in der ..Klinischen Wochenschtift" ausführt, ist diese Bevorzugung der Allerkleinsten auf das Rähren der Mutter zurückzu führen. das durch das Stillgeld dm Reichshilfc gefordert wird. Dieser Segen des Stillens zeigt sich besonder» im Sommer und btt den All er kleinsten, aber auch bei der Gesamtheit der Säuglinge hat der Sommergipfel der Sterblichkeit seine Bedeutung verloren. 1. Giehen 3:30; 2. Offenbach 96 3:39. Giehener Mannschaft: Kraft, Heineck, Pascoe, Pirr. Knabenlagenstaffel: 4x2 Dahnen. 1 Offenbach 96 1:34,4; 2. Giehen 1:39. Mannschaft Offenbach: Weidtmann, Merz, Engelhardt, Gerhardt. Damenbrust schwell staffel: 2, 4. 6 Dahnen. 1. Giehen 3:00,4: 2. Offenbach 96 3:05.3. Mannschaft Giehen: Mandler. Schüler, Arndt. Iugendbrustschwell staffel: 2, 4,6 Dahnen. 1. Giehen 2: 43; 2. Offenbach 96 2:58. Mannschaft Giehen: Kraft, Zimmer, Schneider. Herrenfreistilstaffel: 5x4 Bahnen. Gewerkschaftshaus eine sehr stark besuchte auster- ordentliche Mitgti^>erversannnlung ab. in der zu der Bewegung der Eisenbahner Stellung genommen wurde. Die Dersammlung wies insbesondere auf das überaus krasse Mistverhältnis bei Der von der Verwaltung an die Arbeitskraft Ellenbahnarbeitec gestellt werden, und brachte Vornehme sichere Existenz mit hohem Jahreseinkommen durch die Uebernnhme »hier Generalvertretern^ eit Allele verheil für deu Bezirk. Branchfkenntnlsse nicht unbedingt erforderlich, da Anleitung vom Stammhaus erfolgt. Büro wird gestellt. Kapital und Altersanjrabe erwünscht Offerte unter F.T. 1765 an ALABaesesstiln ck Vegler, Fruklart a. 5L s27BA Die Gau- und DcAirkswarte für Doltstumen trafen in Marburg unter öeitung des Dauwarts für die volkstümlichen Hebungen Buntes Allerlei. Der Klub der Theutertiger. Der Londoner Klub der „Galerie-Pre- mierenbesucher" hat wieder sein jährliches Festmahl begangen, und wie stets, waren als Gäste die 13 Schauspieler und Schauspielerinnen diz beste £flx£An\ikkseÄ ^b-rarteßv«ll5c ßcml Kreee-Dree. Aigii*. Helt, P. 1. BlO'ie, Drej. (Here Wallentele, Drag. 0. WleterHel!. 4*3e r>ornoti;en. — Tageskalender für Montag. Vortragsvereinigung: 8* \ Uhr Reue Aula der Universität Filmvortrag ,DaS Steinkohlenbergwerk'. — Lichtspielhaus Dahnhofstrahe: „Quo vadis". — Ästoria-Lichtspiele: „Dr. GillenborgS doppeltes Gesicht". aetaven. ine nach der Hetnung dieses «MeÄW Theaterpublikums sich in der vergangenen S«t- fvn am meisten ausgezeichnet hatten. Da fahee tragische Helden und Primadonnen mit Ofw* rettendiven und beliebten Komikern zusammen, und es waren ebenso die Darsteller Der Heilig« Johanna" von Shaw, wie der erfolgreichsten 1» mieit vertreten. Vorsichtigerweise bot man sie aber nicht alle an einen und denselben Tisch gesetzt. Der Klub bei „Salerie-Premierenbesucher* besteht jetzt schon 28 Jahre und hat eine grobe Anzahl von Mitgliedern. ®r ist entstanden aut den Zusammenkünften von einem Dutzend Leuten, Die sich oegelmähtg bei den Londoner Premier«« auf der Galerie trafen, dadurch miteinander bekannt wurden, die verschiedenen Stücke unteretn« ander besprachen und so eine nähere Be^iehuna anbahnten. Don einem Mitglied des Klubs wirk behauptet, dah er bei jeder Londoner Premier« tn den letzten 34 Jahren anwesend war. Einig« andere der älteren Mitglieder zählen ihre Premierenbesuche nach vielen Hunderten. Die Mit» glicDer dieses Klubs der Premierentiger sind beim Vorverkauf für jede Erstaufführung in lang« Reihen vertreten, und zwar fordert di« Regel des Klubs von ihnen, hast He der Dorstellung aus der Galerie beiwohnen. Bei Theatern, di« keine Galerie haben, bevorzugen sie das Stehparkett. Für ihr Derhalten bei den Premieren gibt es leine bestimmten Gesetze. Es ist den einzeln«, freigestellt. Beifall zu klatschen, zu bfeifen, zu zischen und zu trampeln, oder sich stillschweigend zu verhalten, ganz nach dem Gindruck, den fU von dem Stück haben. Der gegenwärtige Prtz- sident des Klubs, Leslie Bloom, ist aller« Vings ein strenger Gegner des Zischens tm Theater. und er hat auf die andern Mttgli^er einer gewissen Einfluh. Es ist gar nicht so leicht, unter die Premier«' tiger auf Genommen zu werden. 3cDer Bewerber muh nachweisen, daß er bereits längere Zeit regelmähig bei Erstaufführungen die Galerien der verschiedensten Theater besucht hat, und be* er ein begeisterter Thea ter Verehrer ist. Dicjero- gen. die seine Aufnahme befürworten. toerbce einem längeren Kreuzverhör unterwvrs«, bis man den Eindruck gewinnt, dah ihre Paten würdige Mitglieder Des Premierenklubs werden Verden. 3m übrigen seht sich der Klub aus einte bunt zusammengewü festen Mitgliedschaft zusammen. Es befinden sich angesehene Kaufleute und Beamte Darunter, und andererseits junge Damen deren Begeisterung für die Bühne gröber ist als ihr Deldbruiel. und die die Galerie aus Spar- samkeilsglünden bevölkern, während für die wohlhabenden Klubmilglieder der Daleriebesuch Ehrensache ist. Lö der 3nla(l? ^u-glüd n. 5 er teer 6 a. *! Daum und da» ®eni(f, rrvvchvds. totttt bon Divis. W« zu bereut bett 1 der Eisbrecher. 30 Vrad. Der aber, bai too die PvllensaHay Malorka Achten llgecirar und iveiler bt,onbttt und Dämme find 1. Zahlreiche San* rt. Auch in Del. n angerichtei vor- Winterkur für Nervenkranke und Erholungsbedürfi^e Enrhaas nofhelm a.Tannia helWlesfcatL unter gllnitigen Bedingungen zu verkaufen. schriftliche Angebote unter 2718V an den Siebener Anzeiger erbeten. Amerikanischer Ofen (Tauerbrennet) BIEL zu verk. Schnlstr. 7. 38270 Quo vadis Historisches Gemälde aus d. römischen Kaiserzeit Nach dem berühmt. Roman von Henryk Sienkiewicz. — 10 Akte. In der Rolle des Kaiser Nero Emii Jannings Beginn der Aufführungen 3.30, 6 and 8.20 Chn Nur die Nachmittagsvorstellungen sichern Ihnen bestimmteinen Sitzplatz. Alle Vergünstigungen aufgehoben. Eintrittspreise: Bk. 1.88, LH, 2.09, 2,50 = Großes Orchester! ------ 2730c Dings konnte wenig dazu beitragen, ein gemeinsam bindendes Rattonalgefühl au schaffen. Erst die französische Revolution sollte Amtsgericht Giehen. " Giehen. 10. Mürz. 3n Wieseck wurde im Sommer vorigen Jahres erzähU, ein dortiger Landwirt habe das Geld, düs er bei Rücknahme seiner Kuh erhalten habe, durchgebracht. Derbreiter dieses Gerüchts sollte ein Handelsmann von da gewesen sein. Der Landwirt verllagte ihn deshalb wegen Beleidigung. In der heutigen Hauptverhandlung stellte sich heraus, dah an der ganzen Erzählung kein wa h r e s Wort war, und dah der Handelsmann auch nur nacherzählt hatte, was er vorher in der Bahn von einem andern Handelsmann gehört hatte. Die Parteien schlossen daraufhin einen Vergleich, wonach bei Handelsmann erklärte, niemals eine Aeherung. wie sie ihm in der Prioatllage zur Last gelegt werde, getan und auch keinen Anhaltspunkt Dafür zu haben, dah der Landwirt tatsächlich Geld durchgebracht habe. Die Privatllage wurde daraufhin zurückgenommen. In Burkhardsfelden war das Gerücht verbreitet, beim Verkauf des Gemeindebullen seien unlautere Manipulationen vorgekommen, der Ochsenhaller habe sich von dein Käufer 12 Pfd. Fleisch geben lassen unter Der Angabe, das sei die Entlohnung für das Wegbringen des Ochsen, Der Ochsenhaller Halle deshalb gegen einen dortigen Schreiner Privat- klage wegen Beleidigung erhoben. Auch in dieser Sache wurde durch die Beweisaufnahme fest» gestelll, dah das Gerücht auf LI nwah rheit beruhte, dah der Privatklager sich bei dem OJer- kauf deS Dullen völlig korrekt benommen habe, und dah nicht die geringsten unlauteren Manipulationen vorgekommen seien. Dementsprechend gebe der Angellagte eine Dahingehende Erklärung ab. bedauerte, in einer Wirtschaft mitz- verständliche Aeuhrrungen getan zu haben, nahm sie zurück und verpflichtete sich zur ilebernabm« dec gesetzlichen Kosten der Privatklage. Dies« wird nach Zahlung der Kosten zurückgenommen werden. JMifat - ^7 "> bic %., • "SÄ: SÄ': s&’fc «ÄS Turnen, Sport und Spiel. Klubzwcikampf vffenbachV6 — TchwimmvereinGiestcn Während im vorigen Herbst Offenbach diesen Klubkamps mit 11:3 Punkten gewinnen konnte, muhte es sich diesmal mit einem 9:7» Ergebnis begnügen. Giehen war wesentlich in Der Drustlage verbessert und konnte mll Ausnahme Der Knabenbrus!staffel und der Damen- bruslstaffel über 4x4-Dahnen alle Druststafseln über des Tages gewinnen. In den Freistil« staffeln domimerte Offenbach. Rur in der Knabenfreistilstafsel feierte Giehen einen ebenso knappen wie überraschenden Sieg über Offenbach, daS mit Ersatz antrat. In den Lagenstaffeln konnte Giehen nur Die Herrenlagenstaffel für sich entscheiden. Die Damenlagensl assel ging durch doS Fehlen der Handüberhandschwimmerm, die Knabenlagenstaffel durch das Derfagen des Rückenschwimmers verloren. Im Wasserballspiel. daS zuletzt fast zum Ringkampf ausartete, war Giehen sichtlich ule..-legen. Sein Sieg wäre bet gröberem Spielfeld und schärferem 3 2 greif en des Schiedsrichters sicher noch höher gewesen. Im ?anzen zeigten sowohl Offenbach wie auch Giern gegenüber Dem Herbst Fortschritte. Bei den Iugend- unD Knabenmannsch iften waren dieselben bei Giehen ga.iA außerordentliche. Im einzelnen verteilt n sich dte Siege folgendermahen: (Tahnlänge 16 Meter. Startsprung. Drehwende): Herrenlagen staffel: 4x4 Bahnen. 1. Giehen in 3.10; 2. Offenbach in 3:12,3; Mannschaft Giehen: Paseoe. ©achter. Eck. Iung. Damenbrust staffel : 4x4 B hnen. 2. Offenbach 96 3: 37,4, 2. Giehen 3: 45. Mannschaft Offenbach: Densel. Astheimer, Reufcher, Dorndran. Iugendbcu st staffel 1. Gieheit 2:48.1; 2. Offenbach 2: 53,1; Staffel wird durch Schneider- Giehen entschieden. Mannschaft Gießen: Fehn, Zimmer, Schneider. Herrenfreistilstaffek: 3x6 Bahnen. 1. Offenbach 96 3:37,4; 2. Giehen 3 45. Mannschaft Offenbach: Struck. Iünger. Gerhardt. Knabenbruststaffel: 3x2 Dahnen. 1. Offenbach 96 1:20,3; 2. Giehen 1:21. Mannschaft Offenbach: Weidtmann, Engelhardt, Senf- fert. Damenlagenstaffel: 4x4 Dahnen. 1. Offenbach 3:54; 2. Giehen 3:58. Mannschaft Offenbach: Densel, Lindemann, Dorndran. Kraus. Iugendfrei st il staffel: 3x4 Bahnen 1. Offenbach 96 2:33,4; 2 Giehen 2:40. Mannschaft Offenbach: Müller, Heuhler, Iünger. jfcrtew zrrcc ckhiuuyc emnaytung jeftantx-n, die sich sehr gut bewährt haben soll. *• Das Faselwesen im Kreis« Giehen. I« neuesten AmtsverkünDigungsblatt ---- - Der Der kleine Landstreicher Drama In 5 Akten. perlige giften Mlen GMn unö ^mihlßiien an und erbitte gefL Anfragen. Ferner empfehle mein Lager in Bündelholz 18|23 cm Dach- u. Spalierlatten Sl Skyler, SWott'n (Süklh.) ,:0,D Sägewerk und Aiftenfabrik, Gederner Strotze 13. Telephon 52. weist daS Kreis amt die Bürgermeistereien Landgemeinden des Kreises daraus hin. nach dem § 7 Der AussührungSanwetsung Faselwesengesetz zur dau'rnden Verwaltung Beaufsichtigung deS FafelwesenS besondere putationen oder wenigstens zum Ankauf Faselliere ständige KammiMonen zu bilden Bei der Wahl Der Mitglieder Dieter D putationen oder Kommissionen soll darauf gesehen werden. dah nur Den betreffenden Zweig Der Tierzucht praktisch ausübende Züchter gewählt werden. schliestlich in der Annahme einer scharfgehaltenkn Entschliehung Die Verbitterung unD Die Kampfbereitschaft auch der hiesigen Gisenbahnarbeiter zum AusDruck. Ferner wird in der Entfchliehung auf DaS entschiedenste Einspruch erhoben gegen Die Verschleppungstaltik Der Reichsbahnverwal- lung bei der Reuregelung Der Löhne, Gehälter und Der Arbeitszeit. ** Der Verein Hundesport für Giehen und Umgegend beg ht in Diesem Iahre sein 25jähriges Bestehrn und veranstaltet aus diesem A ilah Ende Aprtl auf Der ßiebigi- höhe eine internationale Aus telluag von Hun- Dcn aller Rassen. Die Arbeiten für Die Aus- stellung sind int vollen Gange. Der Ausstel- lungSleilung ist es gelungen, nachstehende Herren als Preisrich.er zu gewinnen: I. Berta. Diich- leben für Berithardiner. Reufuirdländer. Lon- berger, E.'llies. Komondore. Schweizer Senne- Hunde engl. DullD^ggen. Pudel. Zwergspaniel und Die übrigen H^us- und Zwerghunde; Ferd. Lefler, Wiesbaden hir Deutsche vchaserhun- binnen; Dr. med. Ferd. Sach». Darmstadt für deutsche Schäferhunde (Rüden); Fritz Decker. Frankfurt a. M. für Schottische Terriers und AireDale; Forstmeister Frietz. Merzalben (Pfalz) für Wachtelhunde; K. Höfler. Fürch für Borer; Major a. D. Emil Ilgner, Mannheim für Spaniel. Bracken. Deutsch Kurzhaar. Griffon und Stichelhaar; H. Iunior. Frankfurt a. M für Fox-Terrier; L. Klein, Weidenau a. d. S. für Rottweiler; F. Lindner, Frankfurt a. M. für Zwergpinscher und Afien- pinscher, Ioh. Mauer. Reu-Ilenburg. groh« und Heine Spitze; I RickmeYer. Rürnberg für Barsois und Windhunde; Hch. Schalter. Offen bad) für Dachshunde; K. Gchemann. Glberseld. grohc. mittel und kleine Schnauzer und mittel Pinscher, Freiherr Sche nck zu Schweinsberg. Pudclpointer; PH. Schnell, Dobermannpinscher; Karl Stroh, Frankfurt am Main. Deutsche Doggen und Franzosen. *• Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 322 Ochsen. 33 Dullen, 826 Färsen und Kühe, 417 Kälber, 145 Schafe. 3694 Schweine. id Land. 116. Marz 1925. isaintsinLich- mittags von 9 bii Lich ein Amlslag lnliegen der Ära#- orgärüd)! toerben. r Schornstein- 1 1. Marz ad neu Lhrenordnung M vorzuhebm. W rcn. iogcnannim zStvckvrrlswrtz- «MI.?«* SS& zttssi l .U u!w- lünr^ W das ife* bi’ S L 2 MM W -ann darf eren - Ae'chafls» in9?ntitoba* Stadl- ^dea»-Nitz' lies z bi- 1 ?flÄaiamcn- cht auf seiner EA WnS^tbUV •t*«1 'X ntrale der werden KM i’S’feS W-v •• Personalien Smannt wurden der Lehrer Adam Heldmann zu Trainseld. Kreis Lauterbach, zum Lehrer an Der Volksschule zu Langsdorf. Kreis Giehen; Der Schulamtsanwärter Henrich Welshaupt aus Wohnfeld. Kreis Schotten, zum Lehrer an Der Volksschule zu Oueckborn. Kreis Glehen. •• Republikanischer LehrerbuitD. In dem Vortragskursus des Republikanischen Lehrerbundes sprach am SamStag nachmittag Professor Hüter über DaS Thema . Fürst und Volk" Sr steckte seinen Ausführungen Das Ziel, Den Gedanken deS GlnheitsstaateS in Der deutschen Geschichte aufzusuchen. Wie er ausführte, ist dieser Gedanke erst int 19. Iahrhundert geschissen worden, vorher ging die politische Geschichte andere Bahnen. Mtt der Schlacht int Teutoburger Walde, mtt Der Die starke und einseitige Rornanisierung Der germanischen Stämme abbrach, beginnt durch Die feste Ginschnürung Der noch sehr beweglichen Völler- massen am Rhein unD an Der Donau Die Seh- hastigkell, der Ackerbau, und innerhalb Der Stämme wächst ein Verwaltungssystem auf nach römischem Vorbild. Grötzere Gruppen fliesten zu- sammeit, von diesen eine, Der Frankenstamm, erringt mit seinem Sohne Karl Dem Drohen Die Kaiserwürde. Karls Beamten st aat nach römischem Vorbild wird abgelöst durch ein übernationale- Kaisertum (DaS hl. römische Reich deutscher Ration) mit einem Feudal st aast Die Schichtung innerhalb Des Volkes war zu stark in sich gestaffelt, als dah Damals schon Der umfassende Gedanke des Ginheitsstaates hätte entstehen können. Als sich in Deutschland zwei Machtpole entwickeln. Der bodenständige Welfe und der übernationale, nach Süden gerichtete Reuhe, unterbricht Barbarossa seine Italien- polllik, um den Welfen zu Boden zu schlagen und mit ihm Den Keim zu einer vielleicht gesünderen deutschen Entwicklung. Den Feudalstaat löst da- Bürgertum mit seiner Städtekultur ab Geschlechter, Zünfte und Innungen herrschen hier nacheinander und schaffen Durch den vermehrten Umlaut von Geld und Wareit einen starken Zusammenfchlust der Stäntme und Bürger. Doch diese Ansätze eines Rationalstaates werden Durch die Entwicklung gehemmt. Die Die Fürstenstaatcn nahmen. Mit Luthers Reformation gewannen die protestantischen Fürsten an Geld und Mackst Durch die Einziehung Der Kirchen-- güter Die katholischen Fürsten bekamen im Iesuitenorden eine starke Stütze. Der erwachende Abioluti-muS brachte eine Knebelung der persönlichen Freiheit mit sich. In Preutzen lediglich schuf zuerst Der Drohe Kurfürst durch Beamten und Miliz ein zunächst preuhisches Rationalgefühl, daS auch Friedrich Der Drohe al- Der erste Diener seiner StaatsiDee zu pflegen wuhte. Die Rachahmung des voi soleil an Den kleinen süddeutschen Fürstenhöfen all er- Spiclplan der frankfurter Theater. Opernhaus. Dienstag. 17. März: Aida Mlltwoch. 18.: Da- Rheingold. Donnerstag, 19.. Die Hugenotten. Freitag. 20.: Garmen. SamStag. 21.: DaS Rheingold. Sonntag, y.: Die Zauber- flöte. — Schauspielhaus. Dienstag. 17.: Michael Kramer. Mittwoch. 18.: Wenn wir Tot«: erwachen. Donnerstag. 19 . LouiS Ferdinand. Prinz von Preutzen. Freitag. 20.: Wenn wir Toten «.wachen. Samstag. 21.: Der Kreidekreis. Sonntag. 22.: Louis Ferdinand. Prinz von Preutzen. Ougenoiagennanei: 4X4 Bahnen. 1. Offenbach 3:32.4. 2 Dietzen 3:32,4. Mannschaft Offenbach: Denfel. Iünger. Müller, Heusler. Herrenbrustschwellstafsel: 2, 4, 6. 8 Bahnen. 1. Giehen 4:42; 2. Offenbach 96 4:58. Mannschaft Giehen: Kraft. Heineck, Iung, PaScoe. Wasserball: 4:1 (4:0) für Giehen mit der Mannschaft Iung. Eck. Pascoe, Althoff, Kraft. zu einet Tagung zusammen. Die Freiübungen für Die Volksturner in 1925 wurden Durchgeturnt. Anschließend sanden Beratungen statt, die zu folgenden Beschlüssen sühnen: Der Dautag sür das Dollsturnen wird am 22. Mär» in Giehen stattfiirden. Ieder Gauverein mutz Dabei vertreten fein. — An Veranstaltungen auf dem Gebiete d?s Dollsturnens sind in 1925 vorgesehen: 15. März Frühjahrswaldlauf in sämtlichen 6 Bezirken; 31. Mai Ausscheidung-kämpse in dm Bezirken für die Gaumeisterschaften m Den troltetüml. Hebungen; 14. 3uni Gaumeisterschaften in Marburg, zualeich AusscheiDungskämpfe im DollSturnen für 5as KreiSturufest in Giehen; 15. und 16. August ^WUl-Stafsel" in VerbinDung mit Dem HermannSlauf der D. T.; 4. Oft Her bst- Waldlauf innerhalb der Bezirke! Bei letztgenannter Veranstaltung können an Dem 5000-Meter«- Öauf nur die 5 ersten Sieger vom FrühjahrS- waldlauf teilnehmen. Sehr zu begrühen ist Der folgende Deschluh Um J«tn kleinen Vereinen Die Möglichkell eines Erfolges bei Den Staffelläufen zu geben, wird eine Einteilung der Vereine in Klassen vor- genvmmen. Es lausen somit bei einer 4 00» Meier-Staffel in Der A-Klasse folgende Gauvereine: T.- u. Spo. Marburg, Tgm Marburg. Tv. 1846 Giehen. Tv. Wetzlar, Tv. ©rohen- Linden, Tv. 1860 Bad-Rauheim. Mtv. Bad- Rau heim. T.- u. Spv. Butzbach. Tgm. Friedberg. Alle übrigen Vereine des Gaue- gehören Der 8-Klasse an. Als vollstümliche Hebungen für die Gauveranstaltungen 1925 sind vom Turnaussuh des Gaues festgesetzt: Für DaS Gauturnfest: Oberstufe: Stabhochsprung. Kugelstohen 15 Kg.. Lausen 100 Meter; Mittel- und Unterflufe: Wellsprung. Kugelstohen 7*/< Kg.. Saufen 100 Meter. Für Die BezirkSturnseste: Well- fprung. Stabhochsprung. Kugelstohen, Lausen 100 Meier. Im Kugelstohen gellen folgende Gewichte: Turner 15 Kg.. 3ugenDtnrner: Oberstes« 7’/< Kg.. Iugendturner-älnterstufe 5 Kg., Schüler 4 Kg. 5i*i!. 5m» Wn frühe und späte. Wetterauer und aus nord» deutschem Sandboden, liefert fuhren- und waggonweise. - Kleinverkauf an jedem Markttage aus Dem Lrandplah. Karl Rühl, Lang-Göns Karloffel-GrohhonDIung. Leistungsfähige Importfirma für getr.Früchte,Teeu.Danille sucht bei der einschlSgisen Kundschaft gut etnnefübrien Bertreter. Angebote unter Angnbe von Reserenzei, un er D. !>. 1280 an „Tag", Deutsche Anzeigen Geiel schast. Köln. 2715da Bankbeamter einer Trohbanb, 22 Fahre alt sucht zu Opern, da bis dahin Abbau paffende Stelle. Sank, Fabrikkontor oder Bureau. Schrish liche Angebote uni. 02021 a. d. Sieh. Anz. Dr. Gvlleiitorgs doppeltes Gesicht Kriminal- und Abenteurerfilm in 6 Akten. 5240 Altes vlef BletrShrew tauft Q LrühlscheDlmckeret WD Schulltr. 7'i ach nachte himiiwh Die tieftrauernden Hinterbliebenen. und Wetzlar seriösen 2727 ss Seit 80 Jahren bestehende Likörfabrik u. Spirituosen- Grohhandlung sucht für den Bezirk Kreis Gießen Am 14. Märe, nachmittags 41/, Uhr, entschlief sanft nach kurzem, schweren Leiden unsere gute innigstgellebte Mutter, Tochter, Schwester, Frau Clara Bruchschmidt im 45. Lebensjahr. Gießen, Staffel, den 14. März 1925. Beerdigung findet Dienstag nachmittag 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. wou Vertreter Gefl- Offerten erbeten unter C T. 5241 an Rudolf Mosse, Koblenz. Für chemische Industrien! Mt eingeführte südd. Lack- u. Farben- fabrik beabsichtigt, ein mit D.B.P. geschützter Produkt, v. Behörden glänzend begutachtet, im Lizensenwege für einige Bezirke abzugeben oder 8721*A Generalvertretung mit Auslieferungslager aufzustellen. Auch für kleinere Betriebe ist die Fabrikation fallet ft lukrativ. Interessenten mit etwas Barkapital belieben Offerten zu richten unter 8. T. 837 an Ala- Haafenstein L Vogler, Stuttgart. 'Willi lliliw 'ul |"II ||R ZM mieten 02337 O-Mt MW Brantl Neuen Bäue 28 Gut möbl. Zimmer mit Vervfieauna. . Tel. 1085. WD KSbl. Zimmer rum L AyrU zu ver- •aoaoaaDDOöDnnDDODDDDDaaa S2. Mittelrheinisches Äreisturnfeft 1925 Gietzen Bett.: Bergetimg ter Biflattfflflfinie auf rem ZeWlatz. Vie Giehener Jigarrenhandler werden hiermit aufgefordert, Offerten für 4 Zigarrenstände abzugeben. Das Fest findet statt »am 31. 3uli bis 4. August 1925. Bedingung dabei ist eigene Herstellung der Verkaufs stände auf den vorgeschriebenen Plätzen. Zuschlag erfolgt an den Meist- metenden. 2720 D Die Offerten find spätestens bis 2. April 1925 verschlossen mit der Aufschrift Iigarren- ' stand an den Dorfitzenden des Musik- und ^Bergnügungsausschuffes Herrn Karl H o r e y f e (ft, Seltersweg 19 zu richten. oöoaaaaonoDaDDDDaaDaoaDDO Zwei möblierte Zimmer gesucht. Tchriftl. Angebote unter 2710V an den Giest. An». Smtze WM nt. gut. Zeugn. für sofort. Krau Herr, Sonnenstr. 6 II. SudwigSvl. 15 II. Mftbl. Zimmer NN soliden Herrn rn vermieten [02340 Vounenstrane 6 II. |Stellenanflebote| Aett.. sÄbständ. 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Die hervorragenden Eigenschaften dieser Instrumente zu spezifizieren, wäre nicht am Platze; jeder Pianist muß die unvergleichliche Spielart, den noblen Ton, die prächtige Kraft und Ausdauer und nebenbei die angenehme Weichheit bewundern. Ich spiele überall ausschließlich Herrn Bechsteins Instrumente, weil ich sie in jeder Beziehung für die vollkommensten der ganzen Welt halte. Niederlage: Pianohaus Robert Schönau Seltersweg 91 1129a Telephon 1269 „Proben Sie, dann loben Sie!“ In 1V ^/^eine Reinseife in körniger Form. Vollständig frei vonÖödauWdsSer. fr allen einschlägigen Geschäften erhältlich. Preis: Paket 45 Pfennig. '2738D Geschäfts-Uebernahme. Den verehrten Einwohnern von Gießen und Umgegend zur gefl. Kenntnis, daß ich die Firma Willi. Klee Nachf., Gießen, Marktstraße 2, Papier- und Schreibwarenhandlung und Papier- Großhandlung, übernommen habe und unter der Firma Wilh. Klee Nachf. Adolf Deibel weiterführe. — Ich halte mich für den Bezug von Papier- und Schreibwaren, Bureauartikeln, Geschäftsbüchern sowie Packpapieren und Düten im Klein- und Großverkauf bestens empfohlen. Prompte und gute Bedienung wird meine Kundschaft stets zufriedenstellen. Adolf Deibel. 3 hübsche braune Swergdackel umftönbeb.. St ä 50 (y.-JÖL, Steuer erleb, zu verkaufen. Sramola mit 33erstkl. Platten Caruso, Beethoven usw. 50°/0 billiger, säst neu, vrakusche Möbelstück« zu verkaufen. Schrift! Angeb. u. 2726 1 > an den (Liest. Der Vorstand. ISeiMNl'M RlltzholMKtMW in 8rl>ß-RkAtnbl!l-. 2lm Montag, dem 23. März 1925, von vormittags 10 Ahr ab, kommt in der Gastwirtschaft Schmidt zu Groh- Rechtenbach aus den nachbezeichneten Gemeindewaldungen folgendes Dutzholz öffentlich meistbietend zum Verkauf. 1. Gemeindewald Groh-Rechtem bach. (Auskunft Förster Schüler, 5orst- haus Finsterloh). 1 Sichenstamm ÄL B 2 «= 1,60 Fstm 7 Cichenstämme ÄI. B 3 = 5,36 Fstm 28 Eichenstämme Kl. B 4 — 17L0 Fstm. 15 Eichenstämme Kl. B 5 — 6,46 Fstm. (Sämtliches Holz ist von guter Qualität und eignet sich zu Glaser-, Schreiner- Wagner- und Bauholz.) 2. Gemeindewald HörnSheim. (Aus. kunst Förster Schüler, Forsthaus Sin« sterloh). 2 Eichenstämme Kl. A 2 — 1,77 Fstm. 1 Eichenstamm Kl. A 3 0,90 Fstm 1 Eichenstamm Kl. B 3 — 0,90 Fstm (Sämtliches Holz ist gut reif.) 3. Gemeindewald Klein-Rechtenbach. (Auskunft Forstgehilfe Meyer, Vollnkirchen.) 1 Sichenstamm Kl. 4 — 0,24 Fstm. 1 Fichtenstamm Kl. 3 — 0,52 Fstm. 39 Fichtenstämme Kl. 4 -- 8,82 Fstm. 43 Fichtenstangen Kl. 1 -- 3,87 Fstm. 3 Fichtenstangen Kl. 2 -- 0,18 Fstm. 10,5 Am. Kiesernnuhholz Kl. 2, 3 Meter lang. 2 Kiefernstämme Kl. 3 = 1,82 Fstm. 4. GemeindewaldDollnkirchen. (Aus, kunst Forstgehilfe Meyer, Vollnkirchen.) 5 Eichenstämme ÄL 1 = 9,07 Fstm. 4 Eichenstämme Kl. 2 = 4,71 Fstm. (Das Eichenholz ist erstklasstger Qualität und zu Fournierzwecken geeignet) 3 Kiefern- stämme Kl. 2 = 3,61 Fstm. 23 Kiesern- stämme KL 3 ----- 17,05 Fstm. 3 Kiefernstämme KL 4 — 1,26 Fstm. 1 Fichtenstamm Kl. 4 — 0,36 Fstm. (Das Kiefern- und Fichtenholz liegt an der Straße Vollnkirchen—Oberkleen.) 5. Gemeindewald DolhertShaLfen. (Auskunft Forstgehilfe Meyer, Dolln^ kirchen.) 3 Eichenstämme KL 2 ----- 3,42 Fstm. 3Eichenstämme KL 3 — 3,24 Fstm. 2 Eichenstämme Kl. 1 — 2,36 Fstm. 1 Eichenstamm KL 2 0,59 Fstm. 1 Sichenstamm Kl. 3 — 1,39 Fstm. (Sämtlich schöne Schneidestämme.) 6. Gemeindewald Weidenhausen. (Auskunft Forstgehilfe Meyer, Dolln« kirchen.) 3 Eichenstämme Kl. B 1 — 4,51 Fstm. (Schreinerholz). 2 Eichenstämme Kl. B 3 = 1,07 Fstm. (Schreinerholz). 3Rm. Sichen- nuhholz KL 2 (Küferyvlz 1 Meter lang). 1 Eichenstamm Kl. B 5 --- 0,46 Fstm. (Wagnerholz). Die näheren Bedingungen werden im Termin bekanntgegeben. Groß-Rechtenbach (Kreis Wetzlar), den 11. März 1925. Der Bürgermeister: Schneider. 2724D MmslM- Beftaniont. Vor und nach dem Theater warme und kalte Speisen 03ua Fürftenberg-Dräu (uiiiiiiiiiimnininiiiiiiiiiio Stadttheater Dienstag 17.März 22.Dlen6tafl-U0.-Drf!. v. 6 /4 b oeg. 9*/tUbr: Die luftige Witwe. Operette in 3 Akten von Franz Vöbar. üiiiiiiiiiiiiiiniiHiiuiiiiiiiiB I Aus Dr. Unblutigs Praxis. 7. FortMUung folgtl Aufheben t Sie, Heber Zeitgenosse, wiegen 185 »ss Pfund. Man sollte es Uue Stauben, aber man siehfs. Rechnen wir ■/? Pfund ab für Ihre Rlesea- ühneraugen, die wir mit dem ausgezeichneten Kukirol-Hühneraugen- Pflaster in einigen Tagen beseitigt haben werden, so bleiben immtf noch 186 Pfund. Diese respektable Last müssen Ihre Füße täglich treppauf, treppab, die Straßen kreuz und quer tragen, und dabei stecken sie in muffigen, von faulig zersetztem Schweiße feuchten und übelduftendea Lederfutteralen Ich bekomme täglich viele Füße zu sehen, und wenn auch die meisten zur Feier der Besichtigung frisch gewaschen sind, so sieht man es ihnen doch an. daß ihnen das vorher lange nicht widerfahren ist Wenn dann die mißhandelten Füße zu Hühneraugen-Plantagen werden, wenn diese liebenswürdigen Gebilde auf und zwischen den Zehen und auf den Sohlen wachsen wie die Spargel im Mai, wenn Sie nur noch mühselig humpeln können, dann kommen Sie endlich zu mir. Mehr Fußpflege, meine sehr geehrten Herrschaften, damit Sie einen elastischen Gang behalten, wenn Sie ein Wen sind, und einen graziös schwebenden, wenn Sie das Glück haben, dem schöneren Geschlecht* anzugehören. __ „ KMklrolen Siel Kukirolen heißt, richtige Fußpflege mit den richtigen Mitteln treibenl Nehmende vor allen Dingen jeden Abend das wohltuende Kuklrol Fußbad- Es löst die abgestorbene Haut, die sonst durch den Schweiß verwert und den niederträchtigen Geruch verursacht Es kräftigt Nerven, Sehnen und Gelenke und Sie haben in kurzer Zelt das Gefühl, als hatten Sie Sprungfedern eingesetzt bekommen Und jeden Morgen pudern Sie Ihre Füße mit Kukirol-Streupuder Bei dieser Behandlung bleiben sie auch trocken und warm, dehn wer an kalten Füßen und als Folge davon an chronischem Schnupfen leidet, hat stets Schweißfüße. Sie sparen auch viel Strümpfe und Schuhwerk, wenn Sie etwas Kukirol-Streupuder In Ihre Strümpfe und Schuhe hineinstreuen, denn der Schweiß zerfrißt dies«. Und gegen die Hühneraugen, wie gesagt, das vlelmlllloflenlach bewährte Kukirol-Hühneraugen-Pflasler. Kaufen Sie zur Fußpflege vor allen Dingen keine unbekannten Präparate, sondern achten Sie auf den Namen „Kukirol* und auf dl« Schutzmarke .Hahnenkopf mit Fuß*. Die ganze Kukirol-Kur (also alle drei Präparate zusammen In ein er Sonderpackung vereinigt) kostet nur 2 Mark und ist in allen Apotheken und Drogerien zu haben. Die 3 Präparate werden selbstverständlich aber auch einzeln abgegeben. Verlangen Sie noch heute unser neues, wichtiges Büchlein, betitelt .Kukirolen Sie- Dieses gibt Ihnen wichtige Aufklärungen Ober di» Notwendigkeit der Fußpflege und enthält u. a. auch einige Photographie« unserer Fabrik. Kukirol-Fabrik, Groß-Salze (Bad Eimen). U-s Zu dm LaM . Ml* die ®J.n unserer toSerrüd 6^ Kind« 3D°Ä dieser iÄstfsö SewiH H-Ml SiegenL> beul W4«,« wir 1 ober A/seuischK Lgchr-r natüf Hu kümmert im 2« Me finanzielle Se aber wenig dem Staate badW Dollen Vir we Kaiienselbsim ist Weiterung aegen büi ei DaS aber tut Genügendes, die Kaiserreich- 5^ aut alle Mise < rungen, durch Pi gtening ichcuü zi rüdgänge zu: teil der EinwoHnerza Entscheidende W all nur aus dem inneren Abwehr sinnt man sich erl hitzte -und ins C Lebensgenuß in i iah der Kino-, @ Mime! Phantom ngene Seim, das vinnt man audj latif ra'f e i» »Kd Säfte 5 ich 3 ft ff Entk dZAr fllontag, <6. März 1925 Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Ar. 63 Zweiter Blatt QU) hren klingen. in Dutzbgch Red.) lange der wissenschaftlichen Assistenten in den vor- chiedenen Hochschulländern des Reiches unb führte u neuen organisatoriichen Maßnahmen zum Zweck »es Ausbaues der bewährten Verknüpfung inner- halb der Süddeutschen Arbeitsgemeinschaft und des Deutschen Akademischen Assistentenverbandes. Tagung Der wissenschaftlichen A sistenten. Am 7. dis 9. März tagten Vertreter der wissenschaftlichen Assistenten aller süddeutschen einschließlich der hessischen Hochschulen in München unter Lesung des Vorsitzenden des Deutschen Akademischen Assistenten- Derkandes in Berlin. Veranlassung hierzu gab der Umstand, daß die Regierungen der süddeutschen Länder ihre Hochschul - a s s t st e n t en immer noch im Gegensätze zu den anderen Ländern in rechtlicher und materieller Hinsicht vernachlässigen. So fehlt noch immer die gesetzliche Regelung der Dienst- und B e s o l d u n g s v e c h ä l t - nisse. Die bisherige Festsetzung auf dem Wege einseitiger DerwaltungSvcrordnung muh allgemein als unzulänglich bezeichnet werden. Als schwerer Mißstand wird die sog. 6 t e 11 e n t e i - lung empfunden, die darin besteht, dah mit dem Gehalt erner Assistentenstelle mehrere vollbeschäftigten Assistenten b soldet werden. Ein derartiges Verfahren finden im gesamten Bereich des Staats- und Privatdienstes kein ®cq?nftücf. Cs wurde der Erwartung Ausdruck verliehen, dah bei der angestrebten gesetzlichen Regelung auch die vielfach noch unwürdige Besoldung der jüngeren Assistenten (insbesondere in Hessen und Thüringen) der norddeutschen Regelung restlos angeglichen wird. Sonst mühte befürchtet werden, dah nur mehr den Kreisen der Zugang zur akademischen Laufbahn Vorbehalten bleibt, die es verstanden haben, in und nach dem Kriege die nötigen Mittel sich zu sichern. Die Tagung ergab die völlige älebereinstimmung der De- ngtmgen werden im en. (Ärdi De-lari, in ei der. 2!24D ein«0 ad, I Statttheater Dieu»tag.l7.MSr, 22.WD5I0I« üX.McoßW M M Mi Lvereiie in 3 Äßen von Fran; Mar. Die Besteuerung der Kinderreichen. Don Stadtrat Dr. Merket. ,ig Millionen Deutsche sind zu viel Ml, dieses unbarmherzige Wort Ele- Zahl von Hörern haben wird, wie das abge« laufe ne. 2S Bad-Rauheim, 14. März Die hie» sige Bereinigung ehemaliger 116er veranstaltete einen sehr schön verlaufenen Ja» milienabend. der dadurch eine besonder« Rote erhielt, dah er im Zeichen der Tradition stand Der 116er Marsch wurde von Mitgliedern des Musikkorps des 1. Da tl. I n f Rg r 15 gespielt, außerdem wohnten 4 Kamercwen der 2. Komp Ins. Rgts. 15 aus Gießen, der Traditionslompagnie des ehemaligen Regiments 116. der Veranstaltung in Uniform bei. Der Vorsitzende. Sludienrat Dr.Knie- r i e m, widmete der Pflege der Tradition in seiner Begrüßungsansprache besondere Worte. Mil dem Lied „3d) halt' einen Kameraden" wurde der Gefallenen gedacht. Drei fleinert Theaterstücke militärisd-en Inhalts sorgten für gute Unterhaltung. Eine Ueberraschung brachte die Enthüllung einer T i s ch st a n d a r t e in den Farben und mit dem Ramenszug des Regiments. Dao Heine Kunstwerk ist von einem Kameraden gestiftet worden. vw. Butzbach. 14. März. Der Früh- jahrsmarkt muhte wegen Ausbruchs dei Maul- und Klauenseuche bis zum 14. Mai verschoben werden. Die Verlosung fand da- fpd. Ren.. Tagen wurde die verheiratete, aber wegen Rervenerkrankung bei ihren Eltern lebende Tochter des Landwirts Dommersheim im Iauchenpfuhl ertränkt aufgefunden. Die Leiche war mit einem Fuh an dem Pfuhlrand hängen geblieben, während der Körper in der 3 uche steckte. Da die junge, erst achtundzwanzigjährige Frau infolge ihres Leidens allein kaum gehen konnte, tauchte sofort das Gerücht im Dorfe auf. dah fie einen g e to a 11 f am enTod gefunden haben mühte. daS um so mehr, als sie. obwohl einzige Tochter, von ihren Ellern nicht gut behandät wurde. Die Gerüchte, daß womöglich der Vater als Morde r in Frage kommen kannte, vernichteten sich immer mehr. Die Staats inwallfcha t hat nunmehr den V a t e r, Landwirt D mmerSheim, als mutmahlichen Mörder feiner Tochter durch die Gendarmerie am Samstagv^rmittag verhaften und zu» nächst dem Vilbeler AmtsgerichtSgefängniS zu? führen lassen. (Von unterrichteter Seite wird uns noch mitgeteilt, dah nach dem Befund bet Aerzte weder in den Atmungsorganen, noch in der Lunge Spuren von Ammoniak (Bestandteile des Pfuhls) fest gestellt wurden, so dah sich bet Verdacht verstärkt, dah die junge Frau nicht durch Ertränken in der Pfuhlgrube, sondern schon vorher verstorben war. klebrigen» weist der Körper der Toten auch starke Spuren von Mißhandlungen auf, so z. D. eine schwere Schlagverletzung am Kopfe, die einen Bluterguß unter der Gehirnschwade zur Folge hatte. Die gegen jetzt ftatt ' Buhbach. 15. März. Die für den 12. Marz in Butzbach vorgesehene Zuchtviehauktivn dcs Landwirtsd)aftskarnmer-Ausschusses für Oberbetten wird jedenfalls am 2. April ebenfalls “ ' gehalten werden. bei, 15. März. Vor einigen k Ai»«, % 4 - ,7'f. R°l 5 = 6 « 9" J-Äfc r<)0'* * StftÜF, lang. Dvllnlüchm.', \z W Ifta. 3 W riim. (Dai 9®r Qualität unb Inet-) S Äiekrn, L. 23 Äietetn* SH 1 Achten. “• iLas Kiefern, der Straße Mn. 8ost>erlShauseiu Deher, DM« 2 = 3,42 Mn. ).24Atzn,2TichW. tm._ 1 Cichenstamn l Eichenslamm Kl. HM-Schnei-e, !> Deidenhausen. e Mehrt, 2vLn« LB 1 = 4,515fta chenstämme ÄL B 3 :holz). 3 Rm. Sichen« )vlj 1 Meter lang). B 5 = 0,46 3fim KreiS Schotten. Schotten, 14. März. Um unserem Stadtbilde ein freundliches unb gefälliges Aussehen zu geben, hat der Gemeinderat einen Wettbewerb f ü r häuslichen Blume n t ch m u ck ausgeschrieben. Die Häuser, die an Pfingsten den reichsten, schönsten unb geschmackvollsten Blumenschmuck tragen, sollen Hit besonderen Prämien bedacht werden. Di ser Entschluß ist sehr begrüßenswert, und verdient Rachahmung. Er ist geeignet, den Sinn für das Schöne zu wecken und zu fördern, und duftige Blumengrüße an den Häusern werden -am blühenden Willkomm für jeden Besucher wer- den. Gleichzeitig hat sich das Dau amt bereit erklärt, bei dem Bau neuer und der Instand- fe ung alter Häuser sachverständigen R a t zu erteilen, damit nicht etwa Geschmacklosigkeit daS Stadtbild verschandeln könnte. O Schotten, 14. März. Heute vormittag 71/« 11 br entgleisten auf dem hiesigen Dahn- h o f beim Rangieren eines Güterzuges einige Wagen. Auf zwei entgleisten Wagen befanden sich Möbelwagen. Ein Güterpackwagen schob sich dabei auf einen andern. Personen tarnen nicht zu Schaden, der Materialschaden ist gering. [j iß a u b a (b, 14. März. Der sta rke Frost hat der Entwicklung des ObsteS sehr geschadet Besonders die Birnen, vornehmlich die ferneren Spalierobstsorten, hatten schon kräftig« Blütenknospen getrieben. Ein Glück für die Winterfrucht ist die starke Schneedecke. Auch ber Klee, der ganz hervorragend geraten ist, wirb durch den Schnee genügend geschützt. — Das Bettelunwesen und Stromert um Hal wieder sehr überhand genommen. Man sieht dieselben Stromer regelmäßig alle 3—4 Woche« wiederkehren. w?“ Eichelsdorf, 14.März. Die Schneedecke, die seit einigen Tagen nhberg gangen ist, gibt ben H o l ; f u h r b a u t e n willkommene Gelegenheit, die im Walde lagernden Stämme an die Ab uhrwege zu schleifen. Die glatt» Schnee läche erleichtert ungern in bas Abschleifen und fördert die an sich mühsame Arbeit. Don der Strecke Ridda — Schotten, 14. März. Die verschiedensten Versuche, die Eifenbahnverwaltung zur Einlegung eines Abend- und eines weiteren Sonntagszuges zu bewegen, scheiterten an dem Widerstand der Dahnbehörde. 3m Hinblick auf die bedeutende Verkehrssteigerung im Sommer, durch die Touristen bedingt, soll jetzt von Schot- t e n aus erneut versucht werden, ein Entgegenkommen der Dahnbehörde diesen berechtigten Wünschen gegenüber zu erreichen. 3m Interesse sämtlicher Bewohner der Strecke möchte man wünschen, dah endlich langgenährte Hoffnungen in Erfüllung gehen. menceaus sollte uns stets in ben Gewiß ist die Angst der Franzosen seit unseren Siegen 1870/71 hauptsächlich wegen des raschen Wachstums der deutschen Bevölkerung gestiegen, aber wollen wir selbst dafür sorgen, daß in 50 Jahren Deutschland auch nur 45 Millionen Einwohner wie Frankreich hat? Wir sind auf dem besten Wege dazu, denn der GVeburtemüd- gang in Deutschland zeigt seit dem Kriegsende erschreckend hohe Ziffern. 3n Derlin war der Zuwachs an Geburten 1914 noch 27 Lebendgeborene auf 1000 Einwohner. 1923 dagegen nur ein Drittel davon, nämlich 9,4. Paris, die Haupt- floßt des angeblich kinderarmen Frankreichs. die Stadt deS Zweillndersystems. kann fast die b p- pelte Zahl auftoeifen, unb in Petersburg ist die Ziffer gar 29, in London 20,2. Diese Zahlen reden eine eindringliche Sprache, und wenn auch Berlin nicht Deutschland ist, wenn auch auf bem Lande die Furcht vor dem Kinde noch Aus der Provinz«. Landkreis Wietzen. t Grünberg , 14. März. Die Hauptversammlung des hiesigen Schützenvereins and gestern im „Hessischen Hof" statt. AuS dem Bericht des SchühenmeisterS war zu entnehmen, dah die Mitgliede^zahl im Jahre 1924 bedeutend zugenommen hat unb baß hiefige Schützenbrüder an den Preisschiehen in Alsfeld, Laubach und Gießen tellgenommen haben. Rach der Erstattung des Rechnungsberichts wurde bem Rechner Entlastung erteilt. Hieraus wurde die Angelegenheit der Schießhalle unb der Schiehständebe- fprvchen. Der Verein hat den fchönften Schieh- stand aufzuweifen, mit einem Scheibenstanb auf 175 Meter mit 5 Scheiben, ebenso einen für die Iungschützen mit 4 Scheiben für Kleinkaliber. Eingehende Besprechung fand über den in diesem Jahre geplanten Reu bau einer Schieß- halle statt, auch das Preis schießen soll ebenso betrieben werden, wie vor dem Kriege. Eine Zeichnung bei den Mitgliedern zum Zweck des Baues der Schicßhalle ergab eine sehr stattliche Summe: diese soll den Grundstock für die Baukosten bilden. Der langgehegte Wunsch, einen Wildstand zu erbauen, soll ebenfalls erfüllt werden. Die Herren älhrmacher Iöckel, Stadt rat Hch Schmidt II.. Gerichtsvollzieher Köni g. Karl Möller und Karl Schott wurden als Vorstandsmitglieder gewählt. Außerdem wurden noch verschiedene Wunsche über den Dau der Halle geäußert n Stockhausen, 14. März. Außer der Grube Hoffnung bei unserem Dorfe ist nunmehr auch die Grube Ilsdorf im nahen Ilsdorf (im Besitz des Hüttenwerks „Haigerer Hütte") wieder im Betrieb. Es haben hierdurch wieder 160 Arbeiter Beschäftigung gefunden. Kreis Friedberg. sf. Friedberg. 14. März. Die letzten Tage brachten der Bevölkerung unserer Stadt etne A zahl Veranstaltungen, die allgemeine Beachtung sanden. Am Dienstag fand in der Aula der Augustinerschule das siebente der von Professor Du Karl Schmidt veranlaßt"n Schüler- kon zerre statt, we'ches am A end ür ein größeres Publikum wiederholt wurde. Für den Mittwochabend hatte der Hessische Jagd- kl ut zu einem Vortrag eingeladen. Kapitän a. D. S e n d e n wußte hier in einem dreistündigen durch zahlreiche Lichtbilder belebten Vortrag über seine Erlebnisse zur Dee und seine Gefangenschaft in Afrika lebensvoll zu erzählen. Don ganz besonderem Interesse aber war ein Vortrag den die hiesige Ortsgruppe vom Roten Kreuz veranstaltete, und bei dem der in weiten Kreisen als mcLizinifcher Schriftsteller bekannte Dr. Haeberlin von Bad-Rauheim über „Rrkvtin- und Alkoholschädigungen" sprach. Er führt xt a. aus. daß alle Genuhgiste, mögen sie nun Opium. Kokain. Morphium übet Alkohol und Rikotin heißen, den Menschen in einen gewissen Rauschzustand versetzen, der schließlich schädigend und zerrüttend auf das Retvensystem wirke. Besonders sei dies bei dem Alkohol der Fall, dessen Verbrauch in den letzten Jahren, besonders feit sich die Großindustrie mit seiner Herstellung besaßt. in furchtbarer Weife zugenommen habe. An einer Anzahl von statistischen Wandtafeln nab der Redner ein einwandfreies Bild von dem Anteile, den der Mißbrauch des Alkohols an der Gesundheitsschädigung, der Zunahme der Verbrechen, der ArbeitsVerminderung und dem Zerfall des Familienlebens habe. Zum Schluffe seines Vortrages besprach er die Mittel, welche sowohl der Einzelne wie auch die Gesetzgebung benutzen könne, um diesem Mißbrauche entgegenzuwirken, und wies dabei auf das Beispiel Nordamerikas hin. Der Vortrag wurde mit großem Beifall ausgenommen und ist hoffentllch auch auf fruchtbaren Boden gefallen. — An hiesigen Museum finden zur Zeit eine Anzahl sog. Museums- kurse statt, welche den Zweck haben. Lehrer der Umgegenb in die Vorgeschichte un - s erer Heimat und ihre Verwertung im Unterrichte ei^zn'ü'ren und somit zur Vertiefung des Gefchichisunlerriches beizutragen. Richt weniger als hundert Vollsschullehrer haben sich zur Tellnahme angemeldet, und es finden deshalb vier Kurse mit je zirka 25 Teilnehmern statt. Drei Kurse haben bereits stattgesunden, der vierte wird jetzt beginnen; die Dauer derselben ist aus je sechs Woc^n berechnet unb erstreckt sich aus zwei Stunden jede Woche. Professor Dr. Blecher von der hieligen Augustinerfchule, der sich in uneigennütziger Weise in den Dienst dieser Sache gestellt hat, und mit Hilfe der reichen Schätze, die unser Museum birgt, diese Unterrichtsstunden erteilt, hat sich dadurch gewiß den Dank weiter Kreise verdient. — Die Loge Ludwig zu den drei Sternen veranstaltet im Laufe des Winters eine Reihe von Vorträgen, welche auch weiteren Kreisen zugängllch sind. Am Freitag sprach Professor Dr. Driesch von Leipzig über das Thema „Leib und Seele". Der Redner gab eine historische Einführung in das Problem „Leib und Seele" an der Hand berühmter Philosophen, wie Spinoza, Descartes, unb verstand es, burch lebhafte und verständliche Darstellung des an unb für sich nicht leichte Thema den Hörern verständlich zu machen und deren Aufmerksamkeit zu fesseln. — Am Freitag fand am hiesigen P r e d i g e r sernin a r die feierliche Entlassung von zehn abgehenden Kandidaten statt, zwei werden noch in dem Seminar bleiben. Die Zahl der neu ein tretenden wird wahrscheinlich zehn bis zwölf betragen, so daß also das neue Semester ungefähr dieselbe Sie ” ’m-»*/- Praxis» u ,ib.h;ns!od. *‘E 40h«t,lT.,de3Z,nw Oann ernähren Sie es sofort mit dem von dem berühm !en Gelehrten Geh. X" ' of.Or.R.Zimh gefundenen und von mehr als 20(X)Aerz en des «OvihVIIviI V»/vlr/ VUpiVV* w und Auslandes glänzend begutachteten spezifischen Haarnohrm.t.el^^^ »umaBsolan; «MW» -- N»«. 3r»W" -»« ®af Heiratsalter rückt ständig Wetter hinauf, der Konkurrenzkampf zwischen Mann und Frau im Erwerbsleben hall viele Frauen von der Erfüllung ihrer natürlichen Bestimmung fern, die Wohnungsnot und die schlechten EinkommenS- verhällnisse vollenden den Jammer, wir sind in Deutschland nicht erst beim Zweikinbcrsystem angelangt, sondern schon beim Ein- unb Kein- Kindershslem. Am ehesten heiratet noch der Proletarier, ihn kümmert im Ter trauen auf den Vater Staat die finanzielle Seite der Sache, woniaer; er schafft aber wenigstens Rach wuchs und dient dem Staate dadurch besser, als es andere nut bloß' desselben ihrem 1 Den heranwa der Selbst beherrsc Herzen liegen. J v.gen Tatsache, bc in diesen Singen i fach abhanden gefc der feine Gefühle nicht für jedermann Älar mb entschied dem Verspielen uri teerte in verfrüht entgegenarbeiten, i sich selbst zu betoc ivegzutoersen? Ci schon unsere her o'ich hingeben" ui 5 Der Mangel Unzuverlässigkeit sahrenheit unserer an bestimmter §1 juschreiben. daß ö Unzuverlässigkeit Man muh ihnen , °>e unbedingte Zu des Charakter Aben die GruM gegen das ob< I Nu die Mädchen Ä*«1 Dein 1)0" Datur die D *Nen. mutz Awmgen. Aur Pingabe toitb jje , So urteilt ein von Lilin jun*« ä ??be\mÖ9en b & -Mc ihn Wem: ^Elähtum Berliner Dorfe. (Eigener Drahtbericht deS „Gießener Anzeigers".) Berlin. 14.2Närz. Die heutige Börse stand unter dem Eindruck des unverändert leichten Geldmarktes. Es stehen nach wie vor flüssige kurzfristige Mittel in reichlichemLlrn- fangezur Verfügung, und zwar zu den gestrigen ermäßigten Sätzen. Die Spekulation fand dadurch Gelegenheit, die Aufwärtsbewegung für Anleihen weiter sprunghaft fortzufetzen. Das allgemeine Interesse wandte sich sofort bei Beginn des Verkehrs dem Anleihemärkte zu. an dem 5prozentige Kriegsanleihe mit 0,700 bis 0,705 einsetzten und innerhalb kurzer Frist aus 0,735 fjinaufgingen. Zu diesem Kurs kam noch wenig Material heraus, so daß bei Anhalten der Stimmung mit Kreis Büomgen. △ Kohden, 14. März. Heute vormittag y312 ülhr stieß hier ein Lastauto mit An- hängewag en mit einem aus der Richtung Schotten kommenden Güterzug zusammen. 3n dem Auto und Anhänger befanden sich 24 Schupo- leute aus Friedberg, die auf den Hohe- rodskopf zu Schneeschuhübungen wollten. Das Auto wurde von der Lokomotive erfaßt und sehr stark beschädigt. Der Anhängewagen wurde gegen die Scheune des Schmiedes Karl Schäfer gedrückt, wobei die Wand der Scheuer eingedrückt wurde. Es war ein Glück, daß die Wand aus Fachwerk und nicht aus Stein bestand, sonst wären die 19 Insassen des Wagens zerdrückt worden. Die Llntersuchung des Llnglücks wurde heute nachmittag von einem im Auto aus Friedberg gekommenen Offizier ein» geleitet. Der Schaden an dem Auto und an der Scheuer ist r ech t beträchtlich: ebenso ist die Lokomotive stark beschädigt. Der Vorfall beweist wieder, wie gefährlich die Bahnanlage durch Kohden ist. Mitten durch den Ort fahren die Züge auf der Hauptstraße, so daß zwischen dem Geleise und den Gebäuden kaum für einen einfachen Dauernwagen Platz bleibt. Dazu hält der Zug nicht mehr an der Haltestelle Kohden, wodurch die Gefahr gegen früher noch vermehrt wird. Alle Beschwerden und sogar eine Eingabe des Ortsvorstandes an den Hess. Landtag waren bis jetzt ohne jeden Erfolg. Es wird wohl nicht eher Abhilfe geschaffen, bis ein größeres Änglück vor- gekommen ist. Kreis Alsfeld. Ob* Alsfeld. 14. März. Am Freitagabend hielt auf Veranlassung dec hiesigen Dürer- gesell schäft, die unter der Leitung des Studienrates ©racher steht, im dicht besetzten Phy- siksaale der Oberrealschule Geh. Rat Prof. D e h a g e l v c..- Landesuniverl ität Gieße einen volkskundlichen Dortrag über die Entstehung von Sitte und Brauch. In fesselnden Ausführungen wußte der Vortragende an Hand vieler Beispiele das Wesen der Begriffe „Sitte" und „Brauch" ir-rer Entstehung nach allgemein verständlich zu erläutern, wobei er begrifflich davon ausging, daß Sitte und Brauch nachgeahmte, zweckmäßige Handlwrgen seien. Die Zuhörerschaft folgte den geistvollen Ausführungen des Redners mit gespannter Aufmerksamkeit und dankte dem Vortragenden am Schlüsse seiner Ausführungen Gemarkungen Aßlar, K l. - A l t en st ä d t e n und Dreitenbach kam nur für den letztgenannten Ort ein Erfolg zustande. Für die 332 Hektar (davon rund 80 Hektar Wald) große Jagd von Aßlar gab Herr Cl 0 vs - Wetzlar das Höchstgebot mit 1170 Mk. jährlich ab. für die 295 Hektar (davon rund 81 Hektar Wald) große 3ago von Kl. -Altenstädten war Dr. Höhmann- Kl.-Altenstädten mit 3)0 M?. jährlich Meistbiet en- der. In beiden Fällen hielten die Iagdvorsteh^w die Gebote nicht für angemessen, weshalb der Zuschlag nicht erteilt wurde. Die 384 Hektar (davon rund 237 Hektar Wald) große Jagd der Gemeinde Dreitenbach tourbe auf 9 Jahre an den Fabrikanten Schnitzler-Elberfeld zu- geschlageir. Pachtpreis jährlich 1310 ML Hessen-Nassau. Fulda, 16 März. (WTD.) Der Eisenbahnkriminalpolizei ist es gelungen, in Reuhvf bei Fulda eine organisierte Diebesbande auszuheben, die systematisch Güterzüge ausge raubt hat. Del den Verhafteten, die sämtlich in Reuhof wohnen, wurden große Massen geraubter Güter gefunden, hauptsächlich Stoffe, Lederwaren usw. Eine ähnliche Räuberbande ist kürzlich bereits in Steinau bet Schlüchtern dingfest gemacht worden. bl. Dillenburg, 14. März. Die Wirt- fchaftliche Desserung unter den Fabrikbetrieben des Dillkveises hält im Durchschnitt an. Die zahlreichen Werke des Wester- Waldes, Diehhölz- und Scheldetales arbeiten fast mit voller Belegschaft. Vornehmlich ist es die Ofen- und Herdindustrie, die reichlich zu tun haben soll. Dementsprechend farm man in den letzten Wochen wrederum ein weitere- Fa l- gen Abendbörfe fre undlich gestimmt. Die an dem Börsengeschäft intereffierten Kreise zeigten sich wieder etwas unternehmungslustig und nahmen, durch den erleichterten Geldmarkt angeregt, vereinzelt Rückkä uf e vor, die zu neuen leichten Kursbesserungen führten. Das Geschäft war aber für Aktienwerte überaus ruhig, da sich das Interesse auf den heimischen Anleihemarkt konzentrierte, für dessen Werte sich verstärkte R a dj f 1 a g e einfiellte. 5prozentige Reichsanleihe zogen auf 0,735 an; auch die anderen deutschen Anleihen hatten Kursgewinne zu verzeichnen. Der Aktien-Handel nahm einen trägen und s chl eppenden Verlauf, trotzdem waren teilweise ansehnliche Kursbesserungen zu veiAeichnen. Der Montanmarkt eröffnete mit Kursgewi nnen bis zu 0,5 Proz. Don Chemiewerten erzielten Anilin- Derlin eine neue Kursdesserung von 0,75 Proz Der Elektro markt lag ruhig bei kaum veränderten Kursen. Am Dankenmarkt zeichneten sich ^Berliner Handel durch eine neue Kursavance von 2 Prozent aus, auch Reichsbank wurden um 2 Prozent höher, Deutsche Bank hatten einen Gewinn von 1,25 Prozent. Schiffahrtsaktien lagen fest. Auto-, Maschinen- und Zuckeraktien hatten ruhiges Geschäft bei unwesentlichen Kursveränderungen. Der Kassa- markt der Industriepopiere verkehrte in fester ruhigerHaltung. Ausländische Ren- t e n lagen vernachlässi g t. Der F r e i- verkehr hatte nur geringfügige Umsätze. Api 1,4, Beckerstahl 1,35, Deckerkohle 7,2, Denz 4, Growag 0,140, KrüZershall 12,12, Ufa 12,75. Im weiteren Verlaufe konnte sich die zuversichtliche Stimmung noch etwas heben, das Geschäft blieb aber ruhig und behielt nut am Anleihemark t einen lebhaften Charakter. Der Geldm arkt ist unverändert, doch beginnt sich eine leichte Versteifung für Monatsgeld bemerkbar zu machen. Vom Devisenmarkt ist ein neues Anziehen des englischen Pfundes zu berichten, dessen Dollar-Gegenwert sich aus 4,783/i bis 4,787/s stellte. Auch Paris ist mit 82,85 gegen London und mit 19,40 gegen Dollar leicht befestigt. Die Mark ist unverändert bei einer Dollar-Parität von 4,199. Börsenkurse. (Ohne Gewähr.) Bnfl j Ai Ihre Garderobe (Herren-, Damen- u. Kinder- VIA Kleider), Decken, woll. und seid. Vorhänge, i । Ph»! Jv'P Gardinen, Federn, Handschuhe etc. etc. g ||g BSl Die meisten Gegenstände lassen sich durch 111V U1U chemisches Reinigen oder Färben sicher wieder a wie neu herstellen. Trauersachen in 1-2 Tagen. 20D Wirtschaft. DieGrohhandelsindexziffer. Die auf den Strchtag des 11. Marz berechnete Großhandelsinderziffer ist gegenüber dem Stande vom 5. Olkärz (136,7) um 0,3 Proz. auf 136,3 zurückgegangen. Riedciger lagen vor allem die Preife für Roggen, Gerste, Kartoffeln, Speck, Kakao, Treibriemenleder, Schwingflachs und einige Richt- eifenmetalle. Gestiegen find die Preife für Weizen, Hafer, Dutt er. Schmalz, Zucker, Jute und die meisten Tertilhalbstoffe. Von den Hauptgruppen haben die Lebensrnittel von 135,0 auf 134,5 oder um 0,4 Prvz. nachgegeben. Die Industrieftoffe blieben mit 139,9 (Vorwoche 139,7) nahezu unverändert. O Ein Protest der Tabakindustrie. Der Deutsche Tabakverein als Spihenorganisativn der Tabakindustrie und deS Roh'.abakhcmdels hat in einer Eingabe an den Reichstag und die Länderregierungen scharfen Protest gegen die Regierungsvorlage über Erhöhung der Tabak- abgaben erhoben. ■' Hessische KommunalbaWE» Frankfurt a. M. Wie der „D. H. S.*" aus Frank- fut a. M. erfährt, bestehen Bestrebungen auf eine Vereinigung der Zweigstelle Frankfurt a. M. der Landesbank Wiesbaden und der Zweigitelle Frankfurt a. M. der Deutschen Girozentrale. Aus dieser Vereinigung soll die Hessische Kommunalbank Frankfurt a. M. hervorgehen. * Zehn Millionen Reichsmark für Darlehen an F i f ch d a m p f e r - R e e • der ei en. Bei dem Reichstag ist ein Antrag eingegangen, einen Hochs ees ischdampf er-Erneu e. rungsfonds von insgesamt 10 Mill. Rm. zur Verfügung zu stellen, aus dessen Mitteln den Fischdampserreedereien Darlehen zu einem möglichst niedrigen Zinssatz zu gewähren sind, mit deren Hilfe die unerläßlich gewordene Erneuerung ihrer Fischdampferflotte vollzogen werden kann. * H ols atia - Werke in Altona- Ottensen. Der Auffichtscat beschloß, der H.- V. die Ermäßigung des Aktienkapitals unter gleichzeiliger Einziehung der Vorzugsaktten von 50 Mill. Pm. auf 1 Mill. Rm. in Vorschlag zu bringen. Der gesetzlichen Rücklage sollen 600 000 Rm. überwiesen werden. * Bei der „Reuen Stuttgarter" Lebensversicherungsbank Aktienge- s e l l s ch a s t sind im Jahre 1924 insgesamt 23 592 Versicherungen über eine Versicherungssumme von rund 161,5 Millionen Goldmrrk beantragt worden. Der Zugang an Kapit ^Versicherungen beläuft sich auf 20 462 Policen über 128,6 Mill. Gol^mark Versicherungssumme mit einet Jahres- Prämie von rund 6.5 Millionen Goldmarck. Recht günstig wird sich das finanzielle Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres gestalten. 13. Mär, 14. März Umtlfdjt Rotierunq Llnitltche Rotier,1, «.»eld i Briet (Sei» H-.f Ämit.-Rott. 16t.- 168, a; 167,79 168,21 Bueri.-Aires 1,656 1,660 1,66 1,664 Brss.-Antw. 21,22 21.28 21. 1 21,27 (Sbrifttania . F4.42 64 48 64,37 64 51 flovenhagen 75,66 76,01 75,71 75,89 Stockholm . 113,04 113,32 113.06 113.34 HelsingforS. 10.558 10,598 10,565 10 605 Italien. . . 17 02 17.14 17,0.55 17. 15 London. . . 20,095 20 14 > 20,0’27 20,127 'Jieuhort . . 4,195 4.205 4,195 4,207 Daris. . . 21,58 21.64 21,63 21.69 Schweiz . . 80.91 81 11 80,93 81,13 Spanien. b'J 58 59,72 69.18 69,63 Japan .. . 1,713 1,717 1.719 1,723 'HIo de Jan 0,462 0,464 0,463 0,465 Wien in D-- Ceft. abgest. 69,105 69,244 69,12.5 69,265 Prag . . . . 12,152 ’ 12,492 12,448 12,488 Belgrad . . 6 74 6.76 6.74 6,76 Budapest. . 6,815 6,835 6,815 6,835 Bulgarien. 8,06 8,07 9,065 8,075 Lissabon 20,075 20,125 30,075 20.1-5 Danzig. . . 79,70 79,90 79,65 79,85 flonst-mtin. 2,11 2,15 2,13 2,16 Athen. . . 6,34 6,36 6,34 6.36 Berlin, 14. Mär^ Meld Brie' Amerikanische Noten . . . Belgische Noten...... Tciniiche Noten ...... Englische Noten...... Französische Noten .... Holländische Noten.... Italienische Noten .... Norwegische Noten.... Deutsch-Ocsterr, ä 100 Ären Rumänische Noten .... Schwedische Noten .... Schweizer Noten..... Spanische Noten..... Tschechoslowakische Noten Ungarische Noten ... . en 4,174 21 17 75 61 20 051 21 61 167.38 17 11 14 14 68,97 112.79 80,77 69 3) 12,415 6.80 4.194 21,27 75 93 20.151 21 71 168 24 17,19 64,46 69,27 118.35 81,17 69,60 12,475 6,82 IVrnnTfnrti. M Berlin Schlufch. Abenü» börie Schlutz. Kur, SMuh». *DUttag» b^rle 13. 3. 14 3. 13. 3. 14 3 0 700 0,750 r.7 0.735 0,900 — 0.895 0,91 0,-75 0.93 0 90 » 0.91 1.155 1,2 1.19 1.16 0,4.15 0,5 0.47 0,465 1/25 1.025 1 1 .10 — 1,15 1,25 1,20 — 1,16 1.25 1,02 — 1 1,1 94,75 94,75 94,75 94,7. 91.80 91,70 91,75 92 75 16,25 10,35 10 10 25 39 39 45,5 45,75 160 1«2 159.5 163 6.25 6.50 6,30 6,50 13 5 13,4 13,50 13 55 132 130,50 131,5 0.39 0 88 —— 124 62 124.7 124,25 124,75 118 118.5 1 98 1 2 2 9,6 0,115 9.7 S 40 9.50 0,115 0 225 0,3 88,63 86,75 18.25 18,75 18.20 19 11 75 11,5 11 4 11,25 78 78 77,63 78 86 1 87 <6.-5 87,5 144.25 145 42 90 141,4 18.75 19,12 18.62 18,90 23.12. 23,25 -2,90 22.90 7,2 7 4 7,25 7 3 12.5 12,25 11 90 12 63.40 64 62 53 63,50 66,50 57,5 56,20 57,1 107,5 43,5 43 42,75 3,55 3,55 —* — 00,50 94,75 90,80 94 3,90 4,15 4 4,2 — —— 92 93.5 — — 6,10 6,3 6 6.3 — —- 147,0 152 39 30.60 148,6 150,50 — 0 19 ■—. — 23 62 24 25 116 13 26,25 27 -5,75 27 1 27 8 -6,62 27,50 8 4 8,60 —- — 17 5 18.15 17,40 18 143 143 — 11,90 12 11 80 12 18 50 18,95 18,4 18,63 90 90 — —— 65 67 65,6 66.13 76 78,5 75 75 76,6 3.95 3 95 3,9 4 5,9 — 5,9 6 3,45 3.475 — — 9 8,8 8.9 8 9 — 105 96,75 0,67 0.67 — 1.15 1.15 1,12 1,12 1 4.9 134 —— 2 4 2,425 2.3 2,4 3,95 —■» 3 8 3,8 2 75 3,775 2 7 2,7 11,62 2 11,9 12.13 4.50 4 45 ** 3,475 3,5 — ZjS MS| 75.» m.u NM n. u ».127 4.M". 71.69 ei.n m.u 1.7» «•■Mi *46'> ü<8* iS l&i 1.075 ».115 n,s» 2,16 6,85 Der PrrLuVeMack schwach, bei sehr fe> i sür Drvlgelreik* ähiger, der PreisrüL eutmd. Doggen ftatl Hafer. Mess billiger im greife nach. « aUeytn. märt. 2« 3uü 282, tontetu L 232, ba Mx 21 , <3wc^t. mixt 235 \ 223, Xrobeiq: lei- Lenden-: leicht, M : leicht, W 390 bü 103 Kilo: Deizenmch leicht, Doggeninehl I Deizenkleie 13,80 bif Meie 14 bis 1120 isen 26 bis 300. klein, rbsen 19 bis 20, > men 19 bis 20, TBidff t 12,25 bis 13,50, de Ma, neu 14,25 ba >is 16.80, Lelnkuchsi gM bis 9,605. Son' 19 bis 19,20. i-ogramm Tenders. -Mscha^-l Mr»' &)'; - «7L ^•‘(W .■ '5 c“ (^cV(Äon eite .G^nda A. ifefnadeÄ J L' ^Ade r&W ©ottoiö tiöilbr-.Sortrafli- Z.H/k Aolchd i’%ÄaU,3c"‘ C,Sortrag^tet non =? * r>r!„ Tw- V.N TS 9) 2» Ul n Ti «8 24 17.19 Ul» #47 m.K ti.li K.60 12.475 5.V ft ftSl bei »;n- »Hnfl*«: M bellen in ftt en drin 9rund V'lüber 5 d°ch dL Um- ivrtag°^'ich lches M Wen- u h°be?A n/ ar daaen»» «bnt 8 E ettoai Ütjti Der »Ich, S“' Hd> E3fehs* «iüO1 3F^7r |7-~n _ Btn> | 4,174 - ‘ 2117 ’S 6t 20 (ßl 2161 167.38 1711 UH U,V7 112.79 a,n SO 3) 12,115 5,80 lttenbörse. 21, 1 M.37 75,71 113.06 10.565 17.055 20,037 1,195 21.63 ».91 66.16 ».711 0.163 59,125 12,148 6.74 6,815 0,065 30.075 79.65 2.15 146 in. Aus dem Reiche der Frau. gur Psychologie der jungen Mädchen. Bon Prof. Dr. Anna Freund. ö« wird soviel darüber geklagt, dav die Segen fr von heute verwilderte Sitten zeige, und leider bezieht 'ich das nicht nur aut die bereits triminaliäUig gewordenen Iugendausschreitungen, ti bezieht sich auch nicht nur au' den fünszeyn- jährigen „jungen Mann", der mit der Zigarette im Mund und dem Dämlein im Ar in der Strohe tum Aergernis wird —, es bezieht sich leider oft mit Recht auch auf die weibliche SugenD. Auch dos unter sorgfältiger Hut ausgewachsene ^nge Mädchen au« guter Familie erliegt heute m in den Kreisen der Äugend herrschenden Yon; eS wird oft ohne, ja gegen seinen Dillen hineingezogen in die „modernen Anschauungen"', die die Grenzen guter Sitte mißachten. Dennoch leb! in unfern deutschen Mädchen, und das ist ein grober Trost, soviel gerader Sinn und rich- tiged Gefühl, doh die meisten sich allmählich 2Ulechtfinden, und was sie an Kraftzuwachs er° sch reu durch die innere und äuhere Selbständig- teit, die neue Lebensformen ihnen bieten, das vollen wir als Gewinn buchen. Zarter als je muh die Erziehung diese schon 'ruh so selbständig empfindenden jungen Menschenkinder anfassen, und doch ist Erziehung und Borbild der Jugend nie nötiger gewesen. Uni) lein Alter braucht beides nötiger, als das Alter te» llcbcrgangä von der Kindheit zur Zugendreife. gerade jene« Alter, das sich jeder Zucht entwachsen dünkt und entziehen möchte. Zugleich mit der Üppigen Lenzentfaltung schiehen auch die bösen Schöhlinge ins Kraut. Als Fehler dieses Alters — 14—18 Jahre - erscheinen bei den Mädchen im allgemeinen -er Mangel an Herrschaft über das Aaturell, das Sich-regieren-lafsen von Gefühlen, die aus dem Triebleben auf st eigen, die überspannte "Dichtigkeit. die das eigene Ich beansprucht dazu -fcmtmt heute als Zeichen der Zeit ein Mangel ,fch.,noch zu klein. -Hansi weih nicht, was das ist -älter“, er hat leine Argumente, aber er hat Kraft. Unb er Tann brüllen. Dann werden ihm oft Zugeständnisse gemacht, damit das Gebrüll auf hort. Dies neifj er, und versäumt nicht, das wirksame Mittel znzuwenden. Lenchen geht gern zum Tor hinaus, denn auf der anderen Seite der Strahe wohnt das Rach- 1 barfinb und hat Spielsachen. Spielsachen hat lenchen auch, aber feine P Uppen küchc Das llachbarlottchen hat eine, und was für eine! Mit Kochtöpfen, Pfannen, Schüsseln und einer tich- iigen kleinen Köchin Du kanns immer kommen un mit der Puppen- iüche spielen und schenks mir dann ein Apfel aber Hansi nisch Der is zu klein. Er macht alles kaputt. Lenchen versucht, ihm das klar zu machen; Du dleibs hier un ich geh zum Tor raus und ich schenk dir auch ein Apfel, mein süher, süher Hansi. Dein, sagt Hansi, isch geb mit. And Aepfel iriea isch allein genug. Lenchen schleppt all seine Bilderbücher an und sagt. Och die olle Puppen- fache, bleib man lieber hier Aber er erwidert: Rein, isch geh mit Fäuste und möchten irgendetwas zertrümmern. — Denn die aber wiederkommt na warte! schluchzt er. Denn aber Lenchen wiederkommt. wird sein Zorn längst verflogen fein. Sie wird lustig ins Zimmer springen und ihm etwas lachend erzählen, von einem Schmetterling, dem sie nachgelaufen ist. ober sonstwas, die Frauen sind darin erfinderisch. Dann hält sie ihm den Rest eines halb ausgelutschten Bonbons hin und sagt: Sieh mal. was ich dir Schönes mitgebracht habe! Freust du dich nicht? Mein Sohn, vergiß nicht, wie es dir in deiner Kindheit ergangen ist. Lah dich nicht darauf ein. mit Mädchen "Verstellens zu spielen. Dor allen Dingen nickt, wenn deine Srau dies versuchen sollte Uno wenn du es doch tust, bann, um Gotteswillen, lah dich nicht in die Ecke stellen. Sie verspricht dir heilig, sie wird hu-hu rufen, aber du weiht, sie tut es nicht. Es ist nur ein Vorwand, um dich loszuwerden. Gläubig stehst du da. hältst dir die Augen zu und wartest. Aber fie ist längst über alle Berge und spielt mit fremden Puppenküchen. Du bist stärker als sie. du bist klüger, du konntest dich rächen, aber es hat keinen Zweck. Aachdem du stundenlang gewartet hast, kommt sie lachend hereingetänzelt und Hal dir etwas Wunderhübsches mitgebracht, im Wert eines halb- aufgelutschten Bonbons. Wenn du dich nicht freust, bist du ein herzloser, roher Wenfch und nicht wert, eine solche Frau zu haben. Unb es war alles ein Irrtum Unb du hast überhaupt keine Ahnung, wie der Mann sich gegen die Frau zu benehmen hat. Schließlich entschuldigst du dich und glaubst, du hättest dich ’c’v ‘ rie Ecke gestellt Die Frau, die ewig fragt. Mit der OTeugierbe, die man nun ein«- mal für eine bei Frauen besonders oft anzu treffende Eigenschaft hält, hängt bas viele Fra gen zusammen, das manch: Vertreterinnen des weiblichen Geschlechtes an sich haben Aber sc gern und so viel dic Frau fragt, so ungern antwortet in der Regel der Mann. Aus biefem Gegensatz ist schon viel (Streit, manche Aufhebung der Verlobung und manche Eheschei bung entstanden. Der Mann haht nichts mehr als das beständige Kreuzfeuer von Fragen, bav manche Frauen gegen ihn richten Er fühlt sich beständig wie ein Angeklagter, der einem Der hör unterworfen wird, und das empört ihn um so heftiger, je unschuldiger er sich kühlt Durch dieses Gefrage machen die Frauen bisweilen ihre Männer zu hartnäckigen Lügnern, ohne dah die Lügen irgendeinen besonderen Grund hätten Der Mann will nicht über jede Kleinigkeit in seinem Leben der Frau Rechenschaft geben, mtc wenn sie ihn stets mit Fragen bombardiert, wo er gewesen ist. wen er getroffen hat usw. dann nimmt er seine Zuflucht, zur Unwahrheit, nur weil ihn die Fragen ärgern, nicht weil er seine. Frau etwas verbergen will Frauen, bte klug sind, kennen diese Eigenari und — toenn man will — Schwäche der Männer und vermeiden das allzu viele Fragen, stellen jedenfalls die Fragen nicht bireft, sondern mehr gelegentlich und nebenbei. Die klügste Frau aber fragt überhaupt nicht und - hört dann alles. Eine Dame die nach dem Grunde ihrer so überaus glücklichen Ehe gefragt wurd?. gab zui Antwort: „Ich frage meinen Mann niemals etwas, und infolgedessen erzählt er mir alles." und den Segen eines intensiven Fraueneinflusses auf die Heranwachsenden jungen Mädchen ahnen Wie sagt sie doch? „Wir müssen sorgen, das) unsere Mädchen es lernen, ftitle zu werden vor stillen Dingen, bei sich selber zuhause zu sein, damit auch Feines und Zartes aus dem unbewußten Untergrund ihres Wesens aufblühen kann. So kann nur eine Frau ihr Erzieheramt empfinden. Dah zu diesem Amt nicht nur die wissenschaftliche Kenntnis psychologischer Funltionalzusammenhange, sondern eben auch die Gabe fein il er Einfühlung gehört, das wird jedem, der in ihrem Büchlein beides so schön vereinigt findet, tlar werden. Jiu-Jitsu. Jiu-Jitsu als Sportzweig bürgert sich mehr und mehr in Deutschland ein. Auch die Frauenwelt nimmt, namentlich in Berlin, regen Anteil an diesem Sport, bei dem es weniger auf körperliche Kraft sondern auf Gewandtheit ankommt. Der Deutsche Meister im Jiu-Jitsu, Erich Rahn, der in Berlin Kurse für Frauen und Männer leitet, erzählt vom Jiu-Jitsu in „Vobachs Familienheften" als einer von den Japanern übernommenen Seibslverteidigungsmethode. deren Kenntnis einen körperlich schwachen Menschen befähigt, einen ihm an Körperkraft überlegenen Gegner nicht nur mit Erfolg abzuwehren, sondern, wenn cs der Augenblick erfordert, auch unschädlich zu machen. Genaueste Kenntnis des menschlichen Körpers, besonders aber aller gegen Druck und Schlag empfindlichen Stellen haben ein System von Griffen zusammenstellen lassen, das für jeden erdenklichen Angriff eine Abwehr kennt. Die Erlernung deS Jiu-Jitsu verlangt Geschicklichkeit, stellt dagegen nicht die geringsten Anforderungen an die Körperkraft des Lernenden und ist aus diesem Grund ein idealer Sport für die Frau Durch eine wohldurchdachte Körperkultur wird der Körper gehörig voibereitet, spielend leichte Beweglichkeit aller Gliedmasten und nicht zuletzt sicheres Zugreifen müssen erlernt werden. Erst bann wird der Zögling mit dem Jiu-Jitsu selbst vertraut gemacht, und zwar mit den für die Selbstverteidigung notwendigen Griffen. Gr wird zunächst lernen müssen, sich aus Umklammerungen zu befreien, um dann mit den gegen Stoll- und Meslerangrisfe anzuwendenden Abwehrmethoden, die schon Kaltblütigkeit und Ruhe vorausfehen, bekannt gemacht zu werden. Die Methode verbindet demnach alle Vorzüge des Sportes mit dem Ruhen einer Selbstverteidigung. Mehr denn je ist heute die Frau, besonders wenn fie beruflich tätig ist. auf sich selbst angewiesen, in weit grösterem Maste als in früheren Zeiten aber auch dadurch Gefahren ausgesetzt, denen sie vielfach durch entschlossenes Handeln entgegentreten kann. Entschlossenheit und Geistesgegenwart können aber anerzogen werden, und dazu wird in elfter Linie der Jiu-Jitfu-Sport berufen fein. Die ältesten Stickereien. Stickereien find vergängliche Gegenstände, und es ist daher fast ein Wunder, dast sich überhaupt solche feinen Gebilde aus uralten Zeiten erhalten haben. Es gibt aber in den Museen Stücke, die auf ein Alter oon vielen Jahrtausenden zurück- bliden können, wie Frieda Pollack-Sorer Im ., Sammlerkabinett" ausführt. Als die älteste Stickerei hat eine chinesische bunte Federnft ickerei zu gelten, die aus vorgeschichtlicher Zeit stammt. Ihr kommen im Alter am nächsten einige Leinenstickereien aus einem Grabe bei ©affarain Aeahpten, das dem alten Reich angehört. Diesem in feinem Kreuzstich ausgeführtem Radelwerk hat man eine Dauer von wenigstens 6000 Jahren zugebrlligt. Die beiden alten Stickereien stellen zugleich die beiden ersten Techniken der Stickerei bar: die Flachst ickerei. die sich aus der Fedeinstickerei entwickel! hat, und die Kreuzstickerei, die jünger sein muh, da sie erst nach der Erfindung der einfachsten Gewebe auf der Textur des Gewebes ausgeführt werden tonnte. Bei den Aegyptern war der Kreuzstich, neben Apvlikationsarbeiten auf Leder und Stoff, für Stickereien in Verwendung; dagegen Haven die Assyrer ihre Stickereien in Plattstich ausgesührt. der bis auf den heutigen Tag in Indien und China vorherrschend ist. Bei den Griechen, die dasselbe Wort für Sticken und Wekien gebrauchten, finden sich beide Techniken vereint; doch wurden auch Goldfäden, Flitter. Stäbchen und getriebene Rosetten auf- genäht, wie es schon die Aegypter gemacht hatten. Besonders berühmt waren die Arbeiten der Phrygier, die den Kreazstich bevorzugt haben sollen, während die Römer Flachstich und Krestzstich verwendeten. Aus dem ersten nachchristlichen Jahrtausend sind in Europa keine Stickereien erhalten. Doch dürfte um die Mitte des 11. Jahrhunderts, als man den Chinesen daS bis dahin ängstlich gehütete Geheimnis der Seidenraupe entrissen hatte, ein neuer Aufschwung in die Stickereien des Abendlandes gekommen sein. Die höchste Kunstfertigkeit im Sticken entwickelten fürstliche Frauen und Rönnen, daneben aber auch Mönche deren Stickereileistungen im 12. Jahrhundert gerühmt wurden. Das älteste Denkmal mittelalterlicher Stickkunst ist der „ungarische Krönungsmante l". den die Gemahlin Stefans des Heiligen. Gisela. auf Purpurseide mit Goldfäden ums Jahr 1031 anfertigte. In England wurde um diese Zeit die Flachstickerei eingeführt, und die Gattin Wilhelms I. von England. Mathilde, stickte mit ihren Damen ums Jahr 1100 einen Teppich in Flachstich, der auf einer Leinenfläche von 63 Metern Länge und 46 Zentimetern Höhe die Eroberung Englands durch Wilhelm den Eroberer barftellt. Dreier Teppich das wichtigste Zeugnis der mittelalterlichen Stickkunst. wurde erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts von dem Archäologen Montfancon in der Stadtbibliothek von Bayeux wieder aufgefunden und ist als der „Teppich von Bayeux" berühmt geworden. Die englischen Stickereien wurden damals besonders geschaht und übertrafen in der ersten Hälfte deS 14. Jahrhunderts weit die deutschen, französischen und italienischen Arbeiten. Erst als die einfacheren Woll- und Weihstickereien auch oei den Bürgerfrauen beliebt wurden, gewann die Stick- kunst eine weitere Ausdehnung. Die Pulszahl des Kindes. Don Dr. W. SchweiSheimer, München. Die Mutter fühlt zufällig am Handgelenk den Puls ihres kleinen Kindes. Erschreckt merkt sie. wie auherordcntlich rasch der Puls hier schlägt, — viel rascher noch als neulich bei dem Fieber anfall ihres Mannes. Dabei sieht das Kind ganz gesund aus. spielt luftig rind ist vergnügt. man sollte wirklich nicht denken, dah ihm etwas fehlt. Aber der Puls jagt geradezu! Sie must doch einmal genau zählen, wieviel Schläge das in der Minute sind, ilnö bei einem Vergleich mit ihrem eigenen Pulsfchlay must fie sLststellen. dast die Schlagzahl des kindlichen Pulses nahezu die doppelte ist als bei ihr selbst. Das i a n n doch nicht normal sein, das m uff doch krankhaft sein! And doch ist dieser rasche Puls des Kindes vrlllommcn normal, hat mit Krankheit gar nichts zu tun! Ein Befund von 120 Pulsschlägen in der Minute ist beim etwa zweijährigen Kinde durchaus in der Ordnung. Es ist eine verbreitete, aber unrichtige Vorstellung, aus der hohen Pulszahl eines kleinen Kindes allein auf das Vorhanden- fein von Fieber schliehen zu wollen. Fieber, krankhaft erhöhte Körpertemperatur, geht allerdings in der Regel mit beschleunigter Herztätigkeit einher. Der Puls ist die Fortleitung der Herzbewegung in das Schlagader-(Arterien-) System. An einer oberflächlich gelegenen Arterie lästt sich daher unmittelbar die Anzahl der Herz- zufammenziehungen in einem bestimmten Zeitraum feststellen. Aus der Anzahl der Herzschläge find Rückschlüsse auf die Herztätigkeit möglich und ebenso auf andere körperliche und seelische Zustände. Denn ein Körper im Fieber sucht durch Beschleunigung feiner Herztätigkeit rascher und mehr Blut an die erkrankten Stellen zu bringen und dadurch den Verlauf der Heilung zu begün- fligen. Ebenso rufen andere Zustände eine Be- chleunigung oder Verlangsamung des Pulses hervor. Aber — und das ist sehr wichtig zu wissen — auch beim ganz gesunden Menschen ist die Anzahl der Pulsschläge unter gewöhnlichen Verhältnissen verschieden. Eine Einheitszahl gibt es nicht. Jedenfalls muh man bei dem Versuch einer Krankheitserkennung aus der Pulszahl sehr vorsichtig sein. Trugschlüsse sind sonst unausbleiblich. Die durchschnittliche Pulszahl des Erwachsenen beträgt 60 bis 80 Schläge in der Minute. Auch mehr oder weniger Schläge können bei vollkommener Gesuirdheit auftreten. Jeder Mensch ist verschieden, und bei den hier angegebenen Zahlen handelt eS sich lediglich um Durchschnittszahlen. Sie stellen das Mittel aus einer groben Anzahl von Zählungen dar. die als solche einen gewissen Anhaltspunkt für die Beurteilung liefern, aber keineswegs für jeden verbindlich fein können. Beim neugeborenen Kinde ist die Pulszahl ungefähr doppelt so grob, nämlich 130 vis 150 Schläge in der Minute. Sie sinkt dann allmählich ab, beträgt im ersten Lebensjahr etwa 130. im zweiten Lebensjahr 120. im vierten 110 Schläge in der Minute. Im siebenten Lebensjahr wird mit 80 Schlägen die Durchschnittszahl der Erwachsenen schon fast erreicht. Die Anzahl 60 bis 70 bleibt dann ungefähr während des Lebens erhalten. und steigt erst im hohen Alter wieder ein bi heben an. Chn einzelnen paht sich der den Kreislauf treibende Motor, das Herz, den <$r foibcrniffcn des Augenblicks mit größter Fein heil an. ohne dabei den Gesichtspunkt dauernder Leistrmgsfähigkeit jemals zu vernachlässigen. Ein Grund zu irgendeiner Seunrubigung wenn die Pulszahl der Äinber weit höher als die der Erwachsenen ist. bestehl daher nicht. Man darf ja auch sonst die Verhältnisse beim Erwach lenen und die beim Kinde nicht unmittelbar m Vergleich miteinander bringen Beim wachsenden Organismus ist vieles anders zu beurteilen als beim ausgereiften, auf der Hohe feiner Leistung? fäbigteit befindlichen. So ist eS beim Kinde auch viel weniger emft zu nehmen, wenn beispielsweise eine Erkrankung gleich mit sehr hohem Fieber einhergehl. 5>er kindliche Körper reagiert viel rascher und heftiger auf die eingedrungene Schädlichkeit als der an solche Vorgänge schon eher gewöhnte Körper deS Erwachsenen Solche heftige Reaktion dient iogai gerade dazu, die Schad' lichkeit rascher unschädlich zu machen und aus dem Körper wieder zu entfernen. Im übrigen st gerade bei kleinen Kindern der Puls ost nick, leicht zu fühlen. Auch das muh man wissen, um sich vor ungerechtfertigter Bestürzung zu hüten. Die Arterie an der ge wohnlichen plnterfuchungsstelle (am Handgelenk am Speichenknochen, in der Verlängerung des Daumens) ist beim Kind noch sehr klein und daher schlecht zu fühlen Ein etwas dickeres Fettpolster an dieser Stelle läht zuweilen kaum etwas walv nehmen. Jedenfalls darf eine Mutter, die bei ihrem kleinen Kind den ihr sonst auffindbaren Puls nicht finden kann, keineswegs daraus auf eine „Herzschwäche" beim Kind schliehen. Das kommt aber gar nicht selten vor. und solcher Irrtum verseht die Mutter in heftigen Kummer, ohne allerdings das Kind in seinem Gesundheits gefrthl zu beirren. Praktische Winke. Herdplatten z u reinigen. Vernachlässigte, verrostete oder durch lieberlaufen der Speisen verunreinigte eiserne Herdplatten reinigt man am besten, wenn man sie, so lange sie noch warm sind, mit heihem Sodawasser bc giesst und mit Harzseife einreibt Einige Mi nuten läht man dies ziehen, reibt dann mit feinem Puhstein oder Sand kräftig nach und nimmt, wenn dic Platte gar zu sehr verdvrbeir ist, noch einmal Soda und Seife zu Hilfe. Zum Schlust bürstet man tüchtig, fegt mit Papier nach und reibt mit einem wollenen Lappen trocken. Die Hausfrau wird ihre Freude daran haben, wie blitzblank und neu die Herdplatte sich wieder präsentiert. — Schonung vonDügeleifen Bügel eisen reibe man nach jebem Gebrauch mit etwas Oel ein und hülle sie in einen wollenen Bezug Dadurch wird das Rosten und Rauhwerden des Eisens vermieden. — Strickj allen nicht aufhängen! Strickjacken darf man niemals hängend aufbewah ren, wenn sic ihre Form in Schultern und Rücken behalten sollen. Man falte sie auf, indem man au der ausgebreiteten Jacke die Vorderteile richtig legt und die Aermel umfaltet, lege sie dann in dec Hälfte zusammen und bewahre fie in Schieb labe, Schrankbrett ober Truhe Sie ziehen sich bann jedesmal wieder ein wenig zusammen und bleiben bedeutend ansehnlicher. Marnie Fußböden Tie Hausfrauen können für den Winter nicht genug Mittel erfinden, um die Zimmer warm zu halten und doch möglichst viel an Feuerung zu sparen. Besonders wer eine Wohnung zu ebener Erde inne hat, hat unter den kalten Futzböden zu leiden. Aber auch ht den oberen Stockwerken macht es sich bemerkbar, dah in den meisten Wohnungen heute nicht alle Zimmer geheizt werden, und die kluge Hausfrau sucht möglichst ein solches zum allgemeinen Winterwohnraum aus, das auch im unteren Stockwerk geheizt wird. Em vorzügliches Mittel, um die Kälte der Fußböden zu mildern, ist Papier. Man lege darum unter die Teppiche 5- dis 6-fache Lagen von altem Zeitungspapier, das ab und zu erneuert werden muß. Richt nur werden dadurch die Teppiche sehr geschont und die Mottengefahr sehr verringert, sondern der Fußboden wird bedeutend wärmer erhalten. Auch die Bastmatten, die jetzt in so reizvollen Mustern und Farben hergestellt werden, sind eine vorzügliche, wärmehaltende Unterlage. Unb wie sie kurz entschlossen die Treppe hinunter läuft, rennt er hinterher, brüllt unb hält sie fest. Lenchen fängt an zu weinen. Die Puvpen- kuche ist unerreichbar. Je ferner sie versinkt, um so lockender schwebt sie durch Leirchens Träume. Vielleicht hat Hansi morgen vergessen! Er hat nicht vergessen. Im Gegenteil. Auch in feiner Seele wächst der Wunsch nach der Pupvenküche ins riesenhafte. Allein kann et nicht hin. er kann auch nicht allem das Tor aufmachen Aber Lenchen wird sicher von neuem versuchen, zu entwischen. Unb er Laßt auf. hält sich in ihrer Rähe. läßt bas Tor nicht aus dem Auge. Lenchen wird immer hoffnungsloser. Plötzlich kommt ihr ein Gedanke Es muß ein sehr guter Gedanke sein, denn sie wird auf einmal ganz luftig. Wandert im Zimmer umher und fagt so über die Schulter weg. ganz beiläufig: Komm, wir spicken Versteckens. Ach ja. Hansi ist glücklich. Dersteckens spielt et gern. Also pah mal auf, nu geht s los! Du stells dich da in die Ecke und häls die Hände vors Gesicht. So! Aber nich umgucken. Un nu verstell ich mich. Aber du darss noch nich kommen. Du muh warten, bis ich hu°hu rufe Haust stellt sich also in die Ecke, hält die Hände vors Gesicht und guckt sich nicht um, denn er ist ein ehrlicher Mensch und Lenchen trampelt quasi im Zimmer umher, nähert sich vorsichtig der Tür und läuft leise die Treppe hinunter, heidi über den Hof zum Tor hinaus. Indessen steht Hansi in der Elle und wartet. Er wartet gläubigen Hetzens, bis Lenchen hu-hu ruft. Aber da kann er lange warten. Ein schrecklicher Zorn fahr ihn an. wie er ben Betru' merkt. Seine kleinen Hä-de -?rben Die Oberwülder. Roman von AlfreDBöck. 22. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Als ihnen die Pörtegritt eröffnete, der Karl liege sterbenskrank danieder, stürmten sie zum Direktor und verlangten ihr Geld zurück. Der IöckelShernrich wies sie mit den Worten ab, alle stünden unter dem Gesetz. Daran dürfe niemand rütteln. Es werde ein Revisor aus Darmstadt kommen. Ehe der gesprochen, gebe er nichts heraus. Ob sie auch tobten wie die Wilden, sie muhten sich schließlich fügen. Etliche von den Männern beschlossen, ihren Drast in Schnaps und Bier zu ertränken. Dor dem „Ritter" trafen sie mit dem Lehrer zusammen. Dreser hatte nachmittags einer Konferenz in Herbstein beigewohnt. Dorthin war von Darmstadt «eine Depesche gelangt, der Landtag habe den Vollsschullehrern die Gehaltszulage bewilligt. Frvhgestimmt hatte Weilandt den Heimweg angetreten. Alles wandte sich Hum Guten, und er sah sich nahe am Ziel. Obgleich er den Wind im Gesicht hatte, legte er die beträchtliche Strecke rascher zurück denn je. In der Siebenhäusergasse ereilte ihn die Schreckensbotschaft vom Zusammenbruch der Spar- und Darlehnskasse. Er konnte das Ungeheuerliche nicht fassen. Die er befragte, antworteten widerspruchsvoll und verworren. Im „Ritter", wo alles zufammenströmte, hoffte er die unverfälschte Wahrheit zu hören. Die Gaststube war gestopft voll. Eben hatte der kleine Kumpf das Wort. Datz er für den Disping, den Halunken, gearbeitet hatte, fuchste rhn gewaltig. So ein Ausbeuter muhte gevierteilt werden. Run fuhr er in der Welt herum und ver- schlemmte das Geld, Vas ihm die Herren vom Dorstand und Aufsichtsrat in den Rachen geworfen hatten. Da sahen sie mit ihren Holz- apselgefichtern, die Herren vom Vorstand und Aufsichtsrat! Sie bissen keine Ofenschrauben ab und fraßen auch keine Radnägel. Qlber dumm waren sie und hachig dabei. Mehr hachig wie Dumm. Denn die hohen Zinsen hatten sie verführt, dem Disping in die Schlinge zu gehen. Die Spar- und Darlehnskassen waren überhaupt ein .Unglück für daS Dolk. Die armen Leute trugen ihre Pfennige htn, &amtt die Kapitalisten sich mästeten, 's war immer das alte ßieD: die Knechtung der Arbeit durch das Kapital. Wenn jetzt die Mitglieder, ihrer Haftpflicht zu aenügen, In den Sack greifen muhten, die Reichen würden es leichtlich verwinden, die Armen hatten ihr Leben lang daran zu würgen- Das nannte man Gerechtigkeit! Die Unterdrückung der besitzlosen Klasse hörte nicht eher auf, bis die Arbeiterschaft die Führung des Dolks übernahm, früher oder später kam die Erlösung von der sozialen Revolution. „Zu was dann die Weitseligkeit?" griff der Volenschmied in die Debatte ein. „'S hilft uns ja doch keins aus der Scher'. Wir müssen berappen. Daß der Krämerskarl so neben dem Herz her war, das hätt ich ihm net zugetraut. He hat das letzte Heu auf der Rauf. Da soll man ihn net mehr vermakeln. He hat uns den Brei auch gar net angerührt. Ich will emal auf den Kloben schwätzen. Wer hat uns dann das Maul lang gemacht nach dar Kass'? Wer hat dann Versammlungen über Dersammlungen abgehalten? Wer hat dann geschmust bis Dort enaus? Wer is dann von Haus zu Haus gelaufen und hat auf die Kass' getrieben? Meinem Behalt nach der Herr Lehrer. He allein is an dem schrecklichen Unglück schuld!" „Krach auch, der Lehrer!" kam es aus dem Hintergrund. Der Pvlenschmied stellte sich in seiner ganzen Länge auf. „Ja, der Herr Lehrer! Gelle, etz schnappen euch die Augen auf! He hat mit der Kass ein Kunststückchen machen wollen, weil's ihm in sein' Kram gepatzt hat. He is mir ein schöner Künstler! He hat mit unserm Vermögen und unsrer Ehr' gespielt. Wie nun die Kass' gegründ't war, sagt' he. er wär zu hingelig*), he könnt kein Amt übernehmen. Wahrscherns hat he schon wieder andere Grvtzheiten im Kopf gehabt. Und hat gedacht: .Ihr dummen Hefter tönnt mir den Buckel herunterrutschen!' Und hat sich um nix mehr gekümmert. Das nemi ich teufelhaft, hundsgemein! Don Rechts wegen mützt he jetzt bluten. Aber rupft ihr Haar auS, wo keine sein, 's is ein Schulmeister, das sagt alleS!" e) Zu wenig anstellig. Er spuckte aus und setzte sich Weilandt, der im Gedränge hat an der Türe stand, war zuerst wie vom Donner gerührt. Dann strömte ihm alles Blut nach dem Kopf, und er war von der Empfindung beherrscht, er müsse den Menschen in Stücke schlagen, der ihm die Schmach angetan. Seine Dordermänner beiseite stotzend, bahnte er sich eine Gasse. In der schlecht beleuchteten, dunstigen Stube wurden die meisten jetzt erst gewahr, datz der Lehrer zugegen war. Ein Hagel von Schimpsworten prasselte auf ihn nieder. Unwillkürlich fentte er das Haupt. Dem Polenschmied hätte er's heimgezahlt, der allgemeinen Derläste- rung stand er wehrlos gegenüber, und die Kehle ttxu. ihm wie zugeschnürt. Es fehlte nicht viel, datz er tätlich mißhandelt wurde. Da schob sich der Lipps Menz an ihn heran, einer der wenigen, die ihre Besonnenheit nicht verloren hatten, und raunte ihm zu: „Machen Sie sich net unglücklich. Gehn Sie heim!" Bei diesen Worten ergriff er Weilcmdts Hand und brachte ihn glücklich hinaus. Run die Luft rein war. erreichte der Skandal seinen Höhepunkt. Gut. datz der Schubiak nicht versucht hatte, sich weih zu waschen, er hätte seine Knochen im Sacktuch heimtragen können. Man muhte ihn stäupen. Schulmeister gab's wie Sand am Meer. Da war's schon schwerer, einen Säu- hirt zu kriegen. Der PolenschmiÄ> lachte höhnisch. „Wann ihr euch einbild't. daß he di Platt' putzt, seid ihr schief gewickelt. Dem is hier so wohl wie dem Pfannkuchen in der Butter. He kennt's ven der Schul: Fett schwimmt oben. He steht in Derlobschaft mit der Margvlfsmarie." Wie von der Tarantel gestochen schotz der Margolfspeter in die Höhe. „Infamer Mensch, du lügst!" „Ich weih, was ich weih." „Ich sein der Dater über mein Kind. Ehnder ich sie dem schuftigen Schulmeister geb, dreh ich ihr das Genick herum!" Diele waren der Meinung, Weilandt sei zu glimpflich behandelt worden, man müsse ihm noch eins auswischen. Ein paar Hauptkrakeeler steckten die Köpfe zusammen, Boten wurden fortgeschlckt. Die kamen zurück und taten geheimnisvoll. Allmählich wurde die Gaststube leer. D« Ritterschorsch sah seine Kasse gefüllt und lachte sich ins Fäustchen. Es hietz, das halbe Dorf sei kaputt. Er scherte sich den Teufel drum. Wem» nur sein Weizen blühte! Draußen tutete der Rachtwächter in fein Horn und rief: „Els Llhr ist es an Der Zeit, Lobet Gott in Ewigkett!" Ein paar Hunde schlugen an. Dann war tiefe Stille. Um Mitternacht bewegte sich ein seltfamer Zug dem Schulhause zu. Meist waren es jüngere Leute. Die sich mit Kroppendeckeln. Gießkannen. Kuchenblechen und Trillerpfeifchen bewaffnet hatten. Ihre Taschen waren mit Steinen gefüllt. Dor Dem Schulhaus traten sie in eine Reihe, und eine ohrzerreihende Musik hob an. Dazwischen hörte man Peitschenknallen. Daß das Katzenkonzert vollständig sei, wurden auch Tier« stimmen nachgeahmt. Gegen das Hoftor schlug der erste Stein, worauf ein regelrechtes Bombardement des Schul« Hauses begann. Der Lehrer, von dem Höllenlärm auf' geschreckt, öffnete das Fenster feines Arbeits« zimmers. Im selben Augenblick traf ihn ein Stein an Die Stirn, datz er fast ohnmächtig' rücklings fiel. Eine Frau aus der Nachbarschaft war zum Bürgermeister gelaufen. Der erschien mit Dem Ortsdiener auf dem Platz Don der Dunkelheit begünstigt, gelang's den meisten, zu entwischen Fünf wurden gefaßt und gingen ihrer Straft entgegen. X. Der Margolfspeter hatte sich an der Katzen musik nicht beteiligt, hatte zunächst gar nichts davon erfahren. Er war vielmehr gleich, nachdem er am Wirtstisch erklärt hatte, wie er über Das angebliche Verlöbnis seiner Tochter mit dem Lehrer dachte, von einer wilden Erregung getrieben. nach Hause geeilt. Die Marie kam ihm mit verweintem Gesicht entgegen. Die Buckelhanne Die im „Ritter" Die Gläser spülte, hatte ihr brühwarm zugettagen, wie übel ihrem Liebsten mitgespiett worden war. (Fortsetzung folgt.) M'N Wir bitten, beim Einkauf von „Schwan im Blauband“ das jarbig illustrierte Familienblatt „Die Blauband-Woche“gratis za verlangen. wird die Feinkostmargarine „Schwan im Blauband“ geliefert; achten Sie hierauf beim Einkauf! „Schwan im Blauband“ ist der voll- endetste Butterersatz, und jeder, der einen Versuch damit gemacht hat, wird gewiss, niemals etwas Aehnliches gekostet zu haben. Preis 50 Pf. das Halbpfund in der bekannten Packung. 2717D 2226V Klappwagen mit Verdeck . . . M. 38.00 Kinderwagen 22971 von M. 45.00an Brennabor- und Naether-Fabrikate allerbeste deutsche Qualitäten ffCeinricf) ZKrevert Telephon 1323 (gießen &>locßftraße 7 &eine Sfferren- undQamenjcfjneiderei Elegante moderne Zftusfüfjrung großes £ager in deutfdjen und englifdjen Stoffen la Qualitäten Aug. Kilbinger, Gießen Die Geburt eines Töchterchens Charlotte zeigen in Freude an Dr. Friedrich List und Frau Cornelie geb. Goeres Darmstadt Gießen Wilhelminenstraße 22 Universitäts-Frauenklinik Privatstat.Prof.v. Iaschke 13. März 1925. Holzversteigerung. Freitag, den 20. d. M.» vormittags 9 Llhr. werden aus Dem Staatswald- distrikt Fuchsbau 9 der Försterei Großen» Linden versteigert: Derbstangen Fichten: 34 Stück — 2,51 Fstrn. 1. Kl.: 55 Stück = 2,94 Fstrn. 2. Kl.: Rutzknüppel Fichten: 7.4 Rm. l3Mtr. lang): Ruhreisig Fichten: 35Rm.; Scheiter Rm.: 87,2 Kiefern, 1 Fichte: Knüppel Rm.: 1.2 Eichen, 77,4 Kiefern, 1,2 Fichten: Reisig 100 Wellen: 20.9 Kielern, 8 8 Fichten; Stöcke Rin.: 38,6 Kiefern, 6,8 Fichten. Das Holz wird nicht vorgezeigt und wird deshalb vorherige Besichtigung empfohlen Die blau durch- strichenen Rummern kommen nicht zum Ausgebot. Zusammenkunft im Distritt Fuchsbau, Kreuzpunkt Torf- und Ranzen- shneise. Auskun t durch Herrn Förster Seipp, Forsthaus Hüttenberg beiGroßen- Linden und die unterzeichnete Stelle. Gießen, den 14. März 1925. 2714V Hessisches Forstamt Schiffenberg. Der durchberatene Voranschlag der Gemeinde Lindc-nstruth für Rechnungsjahr 1925 liegt vom 17. lfd, Mts. ab 1 Woche lang auf unserem Bureau zur Einsicht der 3nter= eflenten und Erhebung von Einwendungen offen. Es ist die Erhebung eine Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. 2736 D Lindenstruth, 15. März 1925. Bürgermeisterei Lindenstruth: Fatum. Mstttibung cincö MMmrdS! Jur Aufstellung eines umfaßenden Orts- bebauungsplanes für die Gemeinde Nod- heim a.d. Bieber. An Preise werden ausgesetzt: als erster 600 Mk., als zweiter 300 Mk., als dritter 200 Mk. Unterlagen, wie Orts- und Gemarkungskarten sind auf der Bürgermeisterei einzusehen. Be- dingung: Fertigstellung der Pläne bis 1 August 1925 in Bleizeichnung. „S6D Leicht Bürgermeister. Für die Dame: Halb- und Spangenschuhe in entzückenden Modellen, in Lackleder, schwarzem Leder und in den neuen braunen Farbtönen. Rassige Formen, unerreicht in Qualität undVoll- kommenheit, in niedrigster volkstümlicher Preisstellung. Preislagen: 750 850 950 und höher Franz Neumeier Gießen, Sonnenstr. 20 2738a Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat beratene Voranschlag der Gemeinde Rüddingshausen für 1925 Rj. liegt vom Montag,l 6.März 1925 an, 1 Woche lang auf der Bürgermeisterei zur E.nsicht offen. Einwendungen gegen seinen Inhalt können von Beteiligtest innerhalb der Offenlegungsfrist schriftlich oder zu Protokoll erhoben werden. Es ist eine Umlage beschloffen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Rüddingshausen, den 15. März 1925. Bürgermeisterei Rüddingshausen. ____________(gez.) Müßig. [2735D Nutzholzversteigerung Donnerstag, den 19. d. M., kommen aus dem Stadtwald aus verschiedenen Forstorten zur Versteigerung: Kiefern-Schnittholz 2. Kl. 5 St. —4,11 Fstm. „ 3. „ 2 „ = 1,68 „ 42 Rm. Tichen-Rutzscheit, 3 Mtr. lang, 20 „ Fichten-Rutzreisig in ganzer Länge, zu Gerüststangen, Leiterbäume und bergt Zusammenkunft vormittags 10 Uhr an der Steinmüyle. Händler und Auswärtige sind zunelaffen. 2732c Grünberg, den 13 März 1925. Bürgermeisterei Grünberg ____________3. D. Fulda 1.____________ Drucksachen al ler Art Ifef-rt fn jeder gewünschten Ausstattung stilrein und Btdswert die BrihFache Dalv.-Drucherd. R. Lange. Mitesser, Blüten verschwinden sehr schnell. wenn man abends den Schaum von Zucker's Patent- Medizinal - Seife ein- ttocknen läßt. Schaum erst morgens ab- waschen u.mitZuckooh.Creme nachstreichen. Großartige Wirkung, von Tausenden bestätigt. In allen Apotheken, Drogerien, Parfümerie-u. Friseurgeschästen erhältlich O.W>nterboff,Med.-Troa..Z.Kreuzvlak" 91. Noll, Kreuz-Drogerie, Bahnhositr. 51 W.Kilbinaer,Lö>vemDrog.,Seller5w.79a Eduard (tfutb, Bikioria-Dron., Marklstr.5 Herrn. Plank, Parfümerie. Seltersweg 8 P. Jos. 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