lieft aiii dem „'Bud) der Mm, Herr DarriL (vvn i singt Lieder 91t Saute, oeriünd'tquugSblatt. verlftndigung-blatt it enthält: KamewIMchet ing ton möblierten Zimm« Maul- und Älauenfai^e b huh von Eichhörnchen ufto. - siftungsvoranschläge für 1925. - Ofterferien 1925. - De« M hn Ämter. - Dassen- chnchten. )»Nachrichten. lsche StMbben. etnbe. ©otteib. i. Semwlöeh g, beo H. Samia. Xtnabb. 5.05 u. 5.45. Schaft. 6abbatWi,U.3m- jamilag to-rau S&, nach«. 5.45, Dochmgovesd. morg KsU-'tS f£.^*** Jan. jna«'3 bis & ^en. HsW '3,Ia‘a?®'J? bÜ?»' WitnÄ »4. Ä Ä Dm°n^ >iA. r«,. '• 2lckerbohnen 1# !? 20, SäM Programm ttct Tenders. ladiv-Umschau-.) 16. Iamiar: Slndbun8w- Hä Äftertocrfe bet •v^stk*.6« *^tto Frch. ,30 IHyr; NpercmtEü«, ZEKae: Vortrag «m ^ch°utt vom EiMsch^ e Kabinettplastif 15 ® * ®ie reftoechung ter r> 9,33 Hljr Äochnchten Gericht. 9.40 5: Sc bengrin". SL5 Uhr: &), Hr: Drei Minuten da ilftt iuug ieiut Z»i-°ke irh nidji nur ingendlicher, fo» 'ÄffiSg X;5Ä- 5 SreSTtSiM ZW e Qual freien Tie davon. 0 hohlen itauxme M 8^J2 den °°r. "e.s”'5 .SSjBsE ■•KÄW*** ies. waS M. Wtz Keitag, |6 Zmmar 1925 175. Jahrgang Nr. 13 Erstes Blatt Limatzme »m liylfeit für ble lagesnummer bis 3uwi Nachmittag vorher ohne jedeDerbindlichbeit. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm ‘Brette ödlid)8, auswärts 10 Goldpfennig; für Reklame-Anzeigen D.70mm Breite 35 ©olbpfenmc, Platzvorschrift 20" .Auf fchlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr Wilh Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumfchein; für den Anzeigenteil: hansBcch, sämtlich in Bietzen. Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Beilagen: BietzenerFam ilienb lätter Heimat im Bild. monatssBejr.gtpreto: 2 Goldmark u. 20 Gold- ofennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fern sprech,Anschlüsse: Schriftleitung 112, Der» lagundBefchäftsstellebl. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerSiehen. Postscheckkonto: Sranffutt a. M. il«S« SiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Bberhefien vntck und Verlag , vrühl'sche Univerfilätr-Vuch- und Sleindruäerei B. Lange in Stehen. Zchnstlettung und Geschäftzstelle: Zchulstrahe 7. Reichskanzler Dr. Luther. Letzte Schwierigkeiten. — Das neue Kabinett. 3tnen ganzen Tag hat es doch noch, nachdem man beftmhe schon einig schien, gedauert ins cherr Dr. Luther mit seiner Kabinettsblldung endgültig im Reinen war. Die Parteien haben ihm die Aufgabe wirklich nicht leicht gemacht, und trotzdem kann man ihnen nicht nachsagen, dah sie aus BoSheft ihm immer neue Steine in öen Weg geworfen hätten. Das Kennzeichen dieser neuen Konstellation ist eben vorläufig ein ins Anendliche gehendes Miß trauen, infolge« dessen fürchtet jede Fraftion, übers Ohr gehauen zu werden, jede will sich den Rückzug offen halten, aber gleichzeitig doch auch vermeiden, daff die neue Regierung schon nach wenigen Tagen mit einem Fiasko endet, bei dem ein Stück der Blamage auf den Parteien hängen bleiben würde, die mittelbar oder unmittelbar die Regierung unterstützt haben. Daher der Borstoff der D e u t s ch n a t i 0 n a- Icn, die im letzten Augenblick noch das Thema des Bertrauensvotums, das bereits ab« geschloffen schien, von neuem anschnitten und das Zentrum festlegen wollten. So stark nämlich die bürgerliche Mehrheit an sich ist. wenn die Demokraten abspringen, womit man rechnen muh, wenn außerdem der linke Flügel des Zentrums mit etwa zwanzig Mann Handlungsfreiheit hat, die unter Umständen auch gegen das Kabinett stimmen, dann könnte es geschehen, daff die Minderheit, die an sich gegen das Kabinett Luther ist. sich dank einer zufälligen Besetzung des Hauses in eine Mehrheit verwandelt, und die Regierung schon bei ihrer Antrittsvorstellung eine Riederlage erleidet. (Ls ist also nicht richtig, daff die Deutlch- nationalcn den Bersuch gemacht haben, auf üm= wegen wieder auf das parlamentarische Kabinett zurückzukommen, indem sie das Zentrum unter allen Umständen für das Kabinett fest legen wollten. Die Deutschnationalen lehnten es nur ab, ihren Fraltionsführer für ein Gintagskabinett herzugeben. Darüber haben sie wohl auch vom Zentrum die erwünschten Sicherheiten erhalten, so daff wenigstens eine ausgesprochene Gegnerschaft gegen das Kabinett von der Gruppe Wirth her nicht zu erwarten ist. Aus ähnlichen Gründen sind auch die Per- sonalfchwierigkeiten entstanden. Herr Schollen, der für das Justizministerium in Aussicht genommen war. hat es vorgezogen, auf seinem Amtssitz in Düsseldorf als Oberlandes- gerichtspräsident zu bleiben, anstatt sich in die Gefahren einer lürzeren oder längeren Ministerexistenz hineinzustürzen. Durch das Freiwerden eines einzelnen Postens sind naturgemäß Ehrgeize verschiedener Art wieder wach geworden, zumal, da die Bayerische B 0 l k s p a r t c i sich ohnehin schlecht behandelt glaubte und von neuem versuchte, ihren alten Kandidaten Emminger auf das Justizministerium zu sehen. Durch Liese Personalverschiebungen war den unterirdischen Quertreibereien, die keineswegs ganz beteiligt sind, von neuem der Weg geöffnet, das ganze kunstvolle Gebäude, was Dr. Luther errichtete, krachte bereits in seinen Fugen, aber im letzten Augenblick ist es doch noch gelungen, die Mauern wieder abzustühen, so daff das Kabinett sich am Freitag dem Reichstag vor st eil en lann. Und der Zwang zur gemeinsamen Arbeit auf der einen Seite, ine Angst vor einer neuen Krise auf der anderen Seite aber werden das Ihrige Lazu tun, um die Ent- stehungstranlheiten dieses Kabinetts vergessen zu machen, Damit wir jetzt endlich zu einer Stabilität unserer inneren Politik kommen, die für eine ruhige erfolgreiche parlamentarische Arbeit Voraussetzung ist. Das Kabinett Luther. Berlin, 15. 3an. (TU.) Der Reichspräsident hat den bisherigen Reichsfinanzminister Dr. Luther zum Reichskanzler und auf dessen Vorschlag die nachstehenden Herren zu Reichs Ministern ernannt: Reichsministcr des Auswärtigen: Dr. Strese» mann, M. d. R.» Reichsm'nster des Inneren: Martin Schiele, M.d.R.. Reichsmin'ster der Finanzen: Roch unbeftht. Reichswirt chaftsminister: Neuhaus, Mini» steriUdirektor a. D-, Reichsarbeitsminister: Dr. Brauns, M. d. R., ReichSwehrm'n'ster: Dr. Geßler, Rcichspostmin'ster- S t i n g l, Reichovertehrsmin'.ster: Noch unbesetzt, ReichSm'n.ster für Ernährung und Landwirtschaft. Gras von Kanih. Das R e i ch s j u ft i z m i n i st e r i u m ist dem Oberlandcsgerichtsrat Schumacher, Mitglied des ReichSrateS, angeboten worden, der auch gleichzeitig mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Reichsminftteriums für die besetzten Gebiete betraut werden soll. Die Verhandlungen sind jedoch noch nicht abgeschlossen worden. Die neuen Minister. Berlin. 16. 3an. (2.11.) Der Minister bes Innern Martin Schiele, der der Deutsch- nationalen Volkspartei angehört, ist 1870 geboren und evangelischer Konfession. Er hat seinen Wohnsitz als Rtttergutspächter und Fabrikant in Reuschvllen, Kreis Jerichow II. Seit 1914 ist er Mitglied des Reichstags. Seit Dezember v. 3. ist er mit Dem Vorsitz der Deutschnationalen Reichstagsfrcftnon betraut Postminister Stingl gehört der bayrischen Postverwaltung an. Als Oberpostdirektor trat er in Landshut tätig und wurde danach Staatssekretär und Leiter der Personalabteilung im bayrischen Verkehrsministerium. Rach Dem Uebergang der bayrischen Postverwaltung auf das Reich übernahm er die Leitung Der Zweigstelle München des Reichspostministeriums. 3m November 1922 wurde er in dem Kabinett Cuno mit dein Amt des Reichsvostminist--rs betraut. Er ist Mitglied der Bcchrischen Volkspartei, gehört aber nicht der Reichstagsfraktion an. Der neue Reichswirtschaftsminister Dr. Albert Neuhaus ist geboren am 19.3uli 1873, war zunächst im Gerichtsdienst als Referendar und Assessor beschäftigt und sodann als 3ustitiar bei der Regierung in Düsseldorf. 1906 wurde er als Assessor in Den allgemeinen Verwaltungsdienst übernommen. Seit 1. Oktober 1903 war er Hilfsarbeiter im preuffischen Ministerium für Handel und Gewerbe. 1909 wurde er zum Regierungsrat befördert und 1910 zum Geheimen Regierungsrat und Vortragenden Rat. 1914 erfolgte seine Ernennung zum Geheimen Oberregierungsrat, 1918 zum Wirklichen Geheimen Oberregierungsral und Ministerialdirektor. Am 1.3anuar 1920 schied Neuhaus aus dem Staatsdienst aus. Dr. Gehler zur Krisis. Berlin, 16. 3an. (TU.) Reichswehrminister Dr. Gehler gewährte einem Pressevertreter eine Unterredung, in der er folgendes ausführte: Sie machen mich auf eine Reihe von Darstellungen aufmerksam, Die in Der Presse über meine persönliche Haltung in her Kabinettskrise in Umlauf sinD. 3ch kann Darauf nur erwidern, Last mir diese Darstellungen verwunderlich erscheinen, weil ich während Der ganzen Kabinettskrise mir größte Zurückhaltung auferlegte, stets i n e n g ft c r Fühlung mit dem Vorsitzenden Der Demokratischen Partei. Herrn Minister a. D. Koch, gestanden und mit Herrn Dr. Marx eine kurze Unterredung gehabt habe. Wenn in einer großen Zeitung davon gesprochen ist. ich hätte die Umbildung des Kabinetts Marx sabotiert und mich sogar gegen die Aufnahme führender Demokraten gewandt, so ist das eine Ersin düng. Mein Standpunkt während des ganzen Verlaufs der Krise ist der gewesen. daff ich aus persönlichen Gründen das größte Gewicht darauf gelegt habe, endlich einmal eine Zeit Der Ruhe für mich zu haben und deshalb auszuscheiden, daß ich jedenfalls nur in ein Kabinett eintreten tonnte. Dem die demokratische Fraktion mindestens Neutralität bewahrt. Wenn ich auch kein Mitglied der demokratischen Fraktion bin und deshalb auch meine Entschlüsse frei treffen kann, so bin ich doch Mitglied der Demokratischen Partei. 3d) habe allerdings als Patriot das dringende 3nter= esse empfunden, kein Hindernis zu bilden, daß Deutschland herauslommt aus Dem gegenwärtigen unhaltbaren Zustand, der eine schwere Diskreditierung Der demokratisch-parlamentarischen Staa tsf orm darstellt, und deshalb bin ich schließlich auch bereit gewesen, meinerseits Opfer zu bringen, die mich im Hinblick auf meine persönlichen Verhältnisse besonders bedrücken. Das Echo der Berliner Presse. Das Kabinett Luther wird von der deutsch- nationalen und der volksparteilichen Presse begrüßt, von Der erstere' allerdings mit Der Einschränkung, daß es lediglich eine Etappe zu Dem zu erstrebenden staatsbürgerlichen Kabinett sein müsse. Die „®ermania“, das Berliner Zentrumsorgan, w eherholt ihren bereits gestern Dargckgten Standpunkt, wonach die Haltung des Zentrums von den Taten des Kabinetts abhängen werde. Laut „Berliner Tageblatt" und „Vosssicher Zeitung" hat die demokratische Reichstagsfraktion gestern einstimmig einen Beschluß gefafft, demzufolge sie Dem Kabinett mit den schwer st en Bedenken gegenüberstehe und sich ihre Stellung zur Regierungsbildung Vorbehalte. 3n den Ausführungen des „Vorwärts" kommt noch einmal die scharfe oppositionelle Haltung Der Sozialdemokratie gegenüber Dem Kabinett zum Ausdruck. Mißbehagen in Paris. Paris, 15. 3an. (TU.) Obwohl amtliche französische Kreise mit ihrem Urteil über das künftige Kabinett Luther' im Augenblick noch z u rü ck h a l't en, ist ersichtlich, daff Mihbehhagen vorherrscht. Insbesondere befürchtet man neue Schwierigkeiten für den Fortgang der französische deutschen Wirtschaftsverhandlungen. Der Berliner Berichterstatter des „Temps" nennt Luther einen heftigen und beschränkten Politiker, der aber ein gewisses Verständnis für unmittelbare Realitäten habe. Reichstag und Regierung Besprechung der Negicrnngserklärung. Die Bildungsformel. Berlin. 15. 3an. iTU.) Der Ältestenrat des Reichslages beschloß, an der festgesetzten Tagesordnung mit der Erkläru ng der Regierung für Freit ag um s -chs Uhr festzuhalten. Rach der Regierungserklärung wird die Sitzung auf Samstag vertag: werden, wo mit I Der Äefvrechuns Der Regiermmserllärung sofort begonnen werden soll. Die Redezeit toirh eine Stunde betragen, damit alle größeren Parteien zum Worte kommen. Die weitere Aussprache wird am Montag ftattfinhen. Wie in den frühen Rachmittagsstunden im Reichstage verlautete, ist zwischen den Deutsch- nationalen und dem Zentrum eine Einigung über Die Billigungsformel über die Regierungserilärung erzielt worden. Ein ausgesprochenes Vertrauensvotum kommt n i ch t in Frage. Die Billigung der Regierungserklärung soll ausgesprochen werden, ohne daß, wie es die Deutschnationalen ursprünglich verlangten, aus Artikel 54 der Reichsverfassung Bezug genomme ntoirh. Deutscher Reichstag. Ncdeu ohne Echo. Der Reichstag hat auch am Donnerstag wieder vergeblich auf das Zustandekommen einer Regierung gewartet. Es ist für ihn ein unleidlicher Zustand, nach Hause fahren kann er nicht, weil wichtige Frattions- sitzungen unter Umständen die Präsens aller Mitglieder crforherlid) machen können, verhandeln aber kann er auch nicht, weil er doch als Gegenspieler eine Regierung braucht. Die Antworten geben kann. So hilft sich das hohe Haus denn sck)lecht und recht aus der Verlegenheit, indem es die Anträge her Parteien, die sich zu mehreren Dutzend angesammelt haben, auf die Tagesordnung setzt, über die Buhne gehen läßt, um später Dann in den Ausschüssen die Antworten der Regierung gewissermaßen nachzuholen. Ein etwas kompliziertes Verfahren, das nur Den Parteien Spaß macht, die ein unbezähmbares Redebedürfnis haben. 3n erster Linie natürlich den Kommunisten. Die fast allein das Feld beherrschen Man spricht zunächst zum Thema Arbeitsgerichte. wobei der Kommunist Rädel das kühne Wort prägte, daß alle Parteien den Arbeitern Sand in die Augen streuen, nur Die Kommu nisten meinten es ehrlich. Eine Redeblüte, die mit ungetrübter Heiterkeit vom ganzen Hause aufgenvmmen wird. Dieser Komplex Anträge geht Dann an Den Sozialpolitischen Ausschuß. Die nächste Gruppe handelt von Handwerker- und Mittelstandsfragen. Hier macht der Deutschvolksparteiler Havemann den Vorschlag, ein eigenes Staatssekretariat für das Handwerk zu schaffen. 3m Anschluß Daran werden Die Wünsche der Kriegsbeschädigten behandelt, und schließlich Fragen des Arbeiterschuhes wie der Sozialversick^rung. * Ditzungsberichl. Berlin, 15. 3an. Auf Der Tagesordnung stehen zunächst die Anträge verschiedener Fraktionen aus Vorlegung eines Gesetzentwurfes über die Errichtung von Arbeitsgerichten. Abg. Hülser (Dtschntl.) begründet den Antrag seiner Freunde. Bei den von ihnen verlangten Arbeitsgerichten solle ein Schlichtungsverfahren nicht ausgeschlossen sein. Die Arbeitsgerichte sollen Den ordentlichen Gerich - ten ungegliedert werden, aber alle Vorzüge Der Kaufmanns- und Gewerbegerichte behalten. Die Anträge werden dem sozialpolitischen Ausschuh überwiesen. Abg. Dudjuhn (Dtschntl.) begründet hierauf Anträge seiner Fraktion. Maßnahmen zum Schutze der Erhaltung und Förderung des gewerblichen und kaufmännischen Mittelstandes zu verlangen. Der neue Reichstag müsse mehr als Der frühere an her Verwirklichung Der Verfaffungsbestim- mungen arbeiten, die Dem Mittelstand den Schuh des Reiches verhieben. Abg. Havemann (D. Vp.) wünscht einen Staatssekretär für das Handwerk. Abg. Krätzig (Soz.) erwartet von Reichs- tagsdebatten keine Hilfe für Den Mittelstand, solange die treibhausmäßige Entwicklung Der Kartelle durch die Parteien Der Rechten gefördert werde. Abg. Frau Schröder (Soz.) bekämpft Die Anträge Der Rechten, mit Denen Den jugendlichen Gefangenen die Erlernung eines Handwerks im Gefängnis trnmöglich gemacht werden soll. Die Anträge werden Dem volkswirtschaftlichen und dem Finanzausschuß überwiesen. Es folgen Die Anträge zur Verbesserung der Renten Der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen. Abg. Rohmann (Soz.) verlangt eine wesentliche Erhöhung Der Renten. Kein Kriegsbeschädigter Dürfe schlechter gestellt sein als er es fein würde, wenn er nach Ögm altere Mannsckaftsversorgungsgesetz entschädigt worden wäre. Die Anträge werden dem zuständigen Ausschuß überwiesen. Hierauf kommen die Anträge über Sozialversicherung und Arbeiterschuh zur Beratung. Debatlelos werden ferner angenommen die Anträge. Die Die Regierung auffordern, schleunigst Gesetzentwürfe zur Bekämpfung her Geschlechtskrankheiten unb über Die Ausgaben her Reichsbahn vorzulegen. Der Schank st ättengesehentwurf wird dem Ausschuß zur Bevölkerungspolitik überwiesen. Freitag nachmittag 6 Uhr Die Entgegennahme einer Erklärung Der Reichsregierung. Die baltische Konferenz. DaS Fragezeichen, unter Dein d a fällige Hcl- singforfer Konferettz der baltischen Außenmin.- fter Monate gestanden hat. ist beseitigt und an seine Stelle tritt in Diesem Augenblick ein poU tisches Ausrufezeichen, helfen Bedeutung über Die Randstaaten hinausgeht. Mit Der beute in Hel singsors beginnenden Außenministerkonfereitz versucht Polen seinen dünkelhaften Großmacht- Phrasen einen weiteren festen Unterbau zu schaffen. Zwar liegt die 3nitiative zur Ginberuf ui.' Der Konferenz ebensowohl in den baltischen Staaten wie in Warschau, aber Der yochfahrige Ton polnischer Minister seit der ilmbcncnnu..! auSländ scher Gesandtschaften in Botschaften, fest dem abschlägigen Bescheid des Völlerbundes an Litauen in Der Wilnafrage und nicht zuleht T h u- gutta fäbelraffelnhe Pädagogik gegenüber Danzig zeigt, mit tocld)en Hoffnungen und Anmaßung cm der polnische Außen minister Skrcynski sich nach Helsingsors begeben hat. Man könnte Derlei Phrasen, mit denen Warschau sich immer wieder in Erinnerung bringt jedoch auf das Konto slawischen Etrohfeuer-ntui- schreiben, wenn nicht gerade die Wilnaangc- l e g e n h e i t und die Ansprüche Polens auf sechs lettgallische Gemeinden bet 3lluxt den Beweis dafür lieferten, daß Pylen nach wie voi seine politischen Ziele von .M c e r 4 u Mee r", von der Ostsee zum Schwarzen Meer, insgeheim und öffentlich verfolgt. Diese Einleitung, zu der die ehrgeizige Briefkastenafsäre polnischer Fabrikatior in Danzig Farbe liefert, ist notwendig, um Die politischen Schliche, mit denen Polen die Hel- singforser Konferenz zu beeinflussen sucht, von vornherein wenigstens anzudeuten. Cs besteht die Gefahr, daß Helsingsors, die saubere Stadt des friedlichen Finnlands, sich in ge- wiffcn Sinne zu einem Paris oder Rom des Dezember 1924 verwandelt, wenn nicht die Außenminister Lettlands. Estlands und Finnlands es vermögen, den Hintertreppenkünsten her Polen das eigentliche Programm der Tagunp wirksam entgegenzustellen. Polen ist in Wirllich feit ententistische Großmacht geworden nimmt es doch an der Kottferenz, die dem friedlichen Zusammenschlutz der Randstaaten Dienen soll, mit dem verhaltenen Bewußtsein teil, feine Minderheiten z u unterdrücken, Danzig zu vergewaltigen. Litauen zu knebeln und Lettland aufs Glatteis zu führen, alles in allem aber: Die eis zu führen, alles in allem aber: Dic in der Politik noch unbekannten Embryo, ar sich zu reißen. Sachlich ist zu Der Konferenz zu bemerken, daß sie zunächst Der näheren Festlegung h^r schon früher begonnenen Schiehsgerichts- verfahren zwischen Den Randstaaten dienen soll. 3n Verbindung Damit Dürfte man vorsichtig auch an Die Beratung Der weiteren Voraussetzungen zu Dem genannten Bund herantreten, doch machen sich schon jetzt in Den eigentlich baltischen Staaten ernste Stimmen hörbar, Die Konferenz werde schon einen guten Ausgang haben, wenn die Schiedsgerichtsfrage endgültig geklärt werden sollte. Denn abgesehen davon, daß Lettland in keiner Weise für ein 3lluxt- Kompromiß zu haben ist, das Litauen sich an Konferenzen, auf denen Polen erscheint, grundsätzlich nicht beteiligt, läge es doch nur im Charakter her polnischen Politik, einen Baltischen Bund als Trumpf gegen Rußland und gegen Deutschland auszuspielen. Die Staaten nördlich Polens sind ab ei keineswegs gewillt, sich zum Spielball ehrgeiziger Polenpläne zu machen und sich womöglich um Polens 3ntereffen willen in Kriege verwickeln zu lassen. Schließlich darf als Hintergrund des Gemäldes nicht der französische Einfluß in Polen und der englische in Den übrigere Randstaaten vergessen werden. Finnland hat ja schon 1923 durch die Ablehnung eines Bundes- entwurfes deutlich zu verstehen gegeben, daff ihm eine deutsch-feindliche Politik zuwider läuft Und wenn man im allgemeinen auch nicht von einer Deutschfreundlichkeit der baltischen Ministerien, insbesondere Der Rigaschen, sprechen kann, so sehen Dic Regierungen dort doch in dem Schick^ fal anderer Heiner Staaten, wie z. B Albaniens, sezierende Hände walten, deren Messer sich gelegenllich auch nach anderer Richtung hir wenden können. Gelingt es Polen aber, die baltischen Staaten in seine Kreisc zu bannen, fr haben wir mit einer Konstellation zu rechnen, deren weiterer Ausbau sich nur an das Militärbündnis zwischen Letlland und Estland anzu- gliedern orauchte. Damit wäre dann nicht nur cie Schließung der aggressiven anti- boltchewistischen Front von Athen bis Reval vollzogen, sondern es würde sich auch dic sranzösische Kontinentalmacht aus- dehnen. Gleichzeitig hätte der- Entente- Imperialismus Fortschritte geinacht und folglid) auch die internen baltischen Angelegen heften Der Weltpolitft unterworfen. Naturgemäß nimmt auch die Sowjet- Regierung, Deren Revaler Abenteuer her Konferenz einen bestimmteren Charakter verliehen haben, zu den Beratungen in Helsingsors Stellung. Politisch vermag sic Den Gang der Verhandlungen ebenso wenig zu beeinfluße 1, wie militärisch deshalb reicht sie Den Randstaaten Lockspeisen, Die aber kaum verfangen Dürften. Freilich versöhnt sie her Umstand, daß die Konferenz in Finnland stattfindet, das von russ scher Sefte angeblich, wie die Moskauer Presse schrc bt, nichts zu befürchten habe. Aber gerade die Möglichkeit des wittschafllichen Zusammengehens Der Randstaaten ja gelegentlich auch eine 2££w /$rtnkimg Rüßkcknbs von Dtchttgen GschSfen zur Krlge haben fönnte. beunruhigt die russische Ro- gierung. —» Sv kann Helsingfors nur Friedens- «tappe sein, wenn es sich treu bleibt. Polnische Kriegsdrohungen. Sanktionen gegen Danzig. Warschau, 15. * Ian. (T. 11.) Der stellvertretende Ministerpräsident Thugutt berief gestern abend 11 Uhr die polnischen Pressevertreter von neuem zu sich, denen er eine ungewöhnlich scharfe Rede hielt, die Drohungen an die 2ldresse des Hohen Kommissars des Völkerbundes in Danzig darstellen. Minister L h u g u t t führte u. a. aus: „Wenn Sie die aus der Oeffentlichkeit dringenden Stimmen beurteilen, so scheint eS mir, Laß eine große Mehrheit unserer Bürger die von. unü eingenommene Haftung für richtig hält. Ich sehr, daß einige Organe in meiner gestern ausgesprochenen Äede die Worte „daß man un- legalr Handlungen mit Gewalt zurückhalten müßte", dah n auslegen, als hätte ich einen bewaffneten Konflikt in Aussicht gestellt. Eine derartige Auslegung ist nicht völlig genau. Polen wünscht jedr bewaffnete Handlung so lange zu vermeiden, wie dies nur möglich fei. Ganz £far gesprochen, Polen wünscht die allerletzten Mittel enzuwenden, ehe auch nur ein einziger Tropfen polnischen Blutes in diesem Streit vergossen werde. Außerdem stehen zur Verfügung der polnischen Regierung auch noch eine gan;e Reihe von Sanktionen, die sehr empfindlich find." Diese Rede des polnischen Vizepräsidenten dürste nicht verfehlen, im Auslände darüber Verwunderung zu erregen, denn sie stellt nichts anderes dar, als eine Drohung oder ein Spiel mit dem Kriege. Die heutige Morgenpressc führt ebenso tote die gestrige mit Ausnahme eines sozialistischen Blattes, das sich indifferent verhält, eine drohende Sprache. Die Blätter spicken ihre Erklärungen mit Ausfällen gegen den Döller- bundslommissar Mac D o n n e l, dessen Abberufung „wegen seiner parteilichen Haltung" vielfach höchst nachdrücklich verlangt wird. Eine von der Regierungserklärung abweichende Haltung nimmt der „Kurier Poranny" ein, der den Gedanken wirtschaftlicher Zwangsmaßnahmen gegen Danzig für absurd erklärt, da man nicht die ganze Bevölkerung „für die Ausfälle einiger preußischer Agenten" strafen dürfe. Heber die Stellungnahme des polnischen Ministerrates zur Darziger 'Briefkasten-Affäre gibt die Polnische Telegraphenagentur folgenden Bericht heraus: „Gestern nachmittag 6 Hhr fand in den Privaträumen des Präsidenten der Republik im Belvedere eine Sitzung des politischen Ausschusses Les Ministerrates stattt, in der der Ministerpräsident über den im Laufe des Nachmittags vom Generalkommissar der Republik Polen in Danzig, Minister Straßburger, ‘ erhaltenen Bericht über den Streit um die Briefkästen referierte. Der Ministerpräsident entwickelte den für jede Eventualität, insbesondere den für den Fall vorgesehenen A k t i o n s - plan der Regierung, daß, falls seitens der Freien Stadt Danzig Schritte unternommen werden sollten, die den rechtlichen Besitzstand und das Prestige des polnischen Staates verletzten." Rach anberen Informationen sollen in dieser Sitzung Sanktionen gegen Danzig beschossen toorben sein, die sowohl wirtschaftlicher als auch finanzieller Ratur sind. Heber die Art biae> Mädchen hat nach anfänglichem Leugnen gestanden, daß sie das Kind heimlich geboren und c6 kurz nach der Geburt in den Klingelbach geworfen hat, von wo aus die Leiche in die Wieiecl gelangte. Rach den Feststellungen der Obduttion hat das Kind gelebt. Die unnatürliche Mutter wurde dein Untersuchungsgefängnis zugcsuhrt. ,e Steuermilderung. Bei den bisherigen Einlommensteuervorauszahlungen war auf die leistungsschwachen Personen dadurch Rücksicht genommen worden, daß bei ihnen regelmäßig Vorauszahlungen nicht erhoben wurden, wenn die Zahreseinnahmen nicht mehr als 600 Reichsmark (also im Vierteljahr nicht mehr als 150 Reichsmark) betrugen. Wenn das Einkommen über diesen Betrag hinausging, waren Vorauszahlungen vom vollen Einkommen zu erheben. Zur Milderung der darin liegenden Härten ordnete der Reichsfinanzminister an, daß bei derartigen Steuerpflichtigen, deren Einkommen zwar im Kalenderjahr 1924 600 Reichsmark überstieg aber nicht über 900 Reichsmark hinausging, auf Antrag für das vierte Kalendervierteljahr, also bei der am 10. Januar fälligen Vorauszahlung Heft 2 der „Deutschen Flamme" berichtet, ist in Wetzlar „die Erbauung eines Krematoriums von den städtischen Behörden beschlossen worden". Die Zahl her Krematorien in Deutschland nimmt, nachdem die Inflation überwunden und die ökonomischen Vorteile einer Derbren- nungsanlage für die städtischen Gemeinden immer einleuchtender werden, außerordentlich rasch zu. 3m Bau begriffen oder projektiert sind Krematorien in Stettin, Selb in Bayern, Llpolda, Schwenningen, Tuttlingen, Aschersleben, Bernburg. Freidel. Meißen und Weißenfels. Während im Jahre 1900 die Feuerbestattung nur in sechs deutschen Staaten mit sechs Krematorien offiziell anerkannt und gesetzlich zugelassen war. waren es zehn Jahre später bereits 13 Staaten mit 24 Krematorien. Zur Zeit find 61 Krematorien erbaut, in denen jährlich etwa 18 000 Einäicherungen stattfinden. 3n allernächster Zeil werden mit den projektierten Bauten 72 Ein- äscherungsofen im Betrieb fein. Damit ist Deutschland an die Spitze der Feuerbestattungsbewegung getreten, denn selbst in Amerika sind nur einige 50, in 3lalien 32, in England 16 Krematorien vorhanden. Die Erkenntnis ringt sich immer mehr durch, daß mit der neuen Bestattungsform durchaus keine Verletzung des religiösen Gefühls verbunden ist, und ihre ästheti- fchen, hygienischen und ökonomischen Vorzüge sie zu einem segensreichen Kulturfortschritt der letzten Jahrzehnte stempeln. (Wie wir vor einigen Ta- S berichteten, soll jetzt auch in Gießen auf Reuen Fri^hof eine Einäscherungsanlage errichtet werden. Der Dau wird voraussichtlich in den nächsten Monaten in Angriff genommen, D. Red.) ** Ein schwerer 3unge. Einer der Einbrecher von der Aliceftrahe, dey sich fälschlich Adolf Falz aas Pforzheim nannte, wurde als der Schneiderlehrling Johann Karl Heinrich Scherer, geb. am 15. 1. 1908 zu Marburg, festgestellt. Er dürfte sich nun auch wegen intellektueller Urkundenfälschung zu verantworten haben. Außerdem hat Scherer in letzter Zeit in Marburg zwei unh in Dernsdvrf (Thüringen) einen schweren Ginbruchsdiebstahl sowie noch einen Fahrraddiebstahl ausgesührt. 3n Marburg wurden bei einem Diebstahl ungefähr 2000 Zigaretten gestohlen und zum größten Teil in Gießen verkauft. Es wird nochmals darauf hin- getoiefen, daß die Personen, die von diesem Diebesgut kauften, die Zigaretten auf der Kriminalpolizei abzuliefern haben. ” Der Herr 3ngcnieur. Festgenom- men und dem Gericht zugeführt wurde ein anI Mietgesuche | Gesucht per sofort gut möbl. Wohn- uni) £6Iaijimnier mit elekir. 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Mit Rachdruck weist der frühere Oberverwaltungsgerichtsrat von Synern. Mitglied des preußischen Landtages, im Januarheft der Deutschen Juristenzeitung darauf hin, daß hier eine grundlegende Aenderung erfolgen muh. Bei Prüfung polizeUicher Zustände nrüsse die parteipolitische Einstellung ausgeschaltet werden. Bei der Be- sehung der leitenden Stellen, insbesondere der Polizeipräsidenten dürfe es nicht mehr an- kommen auf die Arithmethil der Aemtervertci- lung, durch die die einzelnen an der Regierung beteiligten Parteien ihren politischen Ginfluh zu sichern suchten. Auch für den Polizeileiter sei eine sachliche Vorbildung unerläßlich; die Ablegung der 2. grohen Staatsprüfung, sei es als Jurist, sei es als Verwaltungsbeamter, sollte die selbstverständliche Voraussetzung bilden. Daneben ist eine zum mindesten informatorische Beschäftigung bei der Staatsanwaltschaft und eine längere Betätigung bei einer gröheren Polizeibehörde, insbesondere auch.Bekanntschaft mit den wichtigsten Zweigen des Kriminaldienstes, notwendig. Die Kämpfe um die politische Seele des Exekutivbecunten der Polizei, wie sie von den verschiedenen Organisationen geführt werden, sind für die Aufrechterhaltung der Disziplin innerhalb des Polizeikörpers sehr nachteilig gewesen. Es kommt darauf an, gerade in den Polizeimann- schäften das Gefühl großzuziehen, dah sie zum Dienst am Vaterland bestimmt sind, und dah eine parteipolitische Betätigung, sei es des einzelnen, sei es der Verbände, die Schutzpolizei als solche in die Gefahr bringt, an dem ihr notwendigen Rufe der Unparteilichkeit und Sachlichkeit einzubühen. M. Schnupfen - Bekämpfung. Don Frauenärztin Dr. Cordes, Berlin. lRachdruck verboten.) Aus Amerika, dem Land des Fortschritts, dringt die Freudenkunde: das Mittel zur Schnupfenbelämpfung ist gesunden! — Heil uns! — Wer so einen richtigen Cascadenschnupfen sein eigen nennt, weih, was das bedeutet, so ec es nicht we h, lese er bei LH. Vischer „Auch Einer" nach. Also Scherz beiseite, wir wollen ernsthaft darüber plaudern. Die Amerikaner behandeln durch Aufstellung bestimmter Sä^regemsche nicht nur den Schnupfen, auch andere Erkältungskrankheiten und haben bei dieser Behandlungsmethode immer sie gende Erfolge besonders da, wo diese Mahnahmen prophylaktisch, d. h. vorbeugend ang wandt werden. Säuren, in starkem Mähe inhaliert, resp. eingeatmet, verursachen starke Beschwerden. Man denke an das llnglüd, wenn in einem technischen Betrieb ein Säureballon platzt! Die Arbeiter werden schwer beschädigt, ja sogar manchmal getötet; und nun wollen die Herren 2ün:r kaner in t eben diesen gefährlichen Dingen Erkältungskrankheiten verhüten, unseren Todfeind, den Schnupfen, töten, ja mehr noch: günstige Erfolge bei der Behandlung der Langenschw ndsucht hab.n Ein Deutscher, Chemiker Prof. Dr. v. Kopfs, sand eines Tages bei einer Visitation der ihm unterstellten Betriebe — es handeUe sich um die Herstellung von Kunstwolle — während der Arbeitspause trotz des schönen Wetters die Arbeiter in dem einen Arbeitsraum versammelt, der, chem.schen Zwecken d c iend. stark mit Säurendämpfen ang:füLt war. Seinem Erstaunen Ausdruck gebend, wurde ihm die Mitteilung, dah die Luft dieses Raumes bei den Leuten als gesundheitsfördernd galt, mehr noch, dah Lungen- und Erkältungskranke anderer Abteilungen um Versetzung in diesen Teil der Werke baten. Diesen Widerspruch zwischen der Ansicht der Wissenschaft ünd der Wirklichkeit lieh den deutschen Forschergeist nicht ruhen, unb alsbald begab sich v. Kopfs an die Rachprüfung dieser volksmedizinischen Annahmen. Da er selbst als Richt- Mediziner so schwere Verantwortung, als gefährlich geltende D:nge auszuprobieren, nicht auf sich nehmen wellte und konnte, suchte er, nachdem sich die Tatsache, dah der Schnupfen beim Schlaf in angesäucrten Schlafräumen alsbald verminderte Heftigkeit zeigte, ja. das Crkältungskranke hciten seltener bei den in solchen Räumen im Gegensatz zu denen in ungesäuerten Räumen Schlafenden auftmten. Es setzten nun in der Folgezeit Untersuchun- gen in großem Mahstabe ein. Krankenhäuser, Kliniken. Schulen wurden in den llnterfuchungs- bereich bezogen. Fachleute, ärztliche Spezi.listen, gaben ihr Urteil ob. die wissenschaftliche Grundlage wurde studiert und einheitlich festgelegt, dah ein gewisser, nicht allzu hoher Gehalt der Atmungslust nicht nur den Schnupfen verhütet, sondern auch den ausgebrochencn abkürzt, ferner auch die infolge verbrauchter Luft aufreienden geistigen Ermüdungserscheinung^ hintanhält. Die Säuerung der 2ufr w cd auss einfachste erzielt, indem in dem einzurichtenden Raum flache, mit den entsprechenden Säuremengen gefüllte Glasschalen ausgestellt werden. Zum Füllen der Schalen werden je nachdem Salzsäure, Essigsäure usw. benutzt. Die Säure in der Lust muh eben als leichtes Stechen bean Atmen bemerkbar sein. Als besten Gehalt der 2uft ergaben sich 0,2—0.3 Prozent pro Kubikzentimeter Atmungsluft. Die Schaler w räen je nach Große im Raum verteilt. Selbstverständlich muh Sorge getragen werden, dah die konzentrierten Säuren nicht umgeschüttet werden fönnen. von Kopfs Marseille 900 Kilometer! Wie sollen da die saarländischen Erzeugnisse in älebersee konkurrieren können, zumal die altfranzösische und lothringische Eisenindustrie die Preise ohnedies schon stark herabgedrückt hat. Was nicht minder wichtig ist. die Saarindustrie ist so eng mit der Entwicklung der deutschen Industrie verbunden. dah sie völlig auf deren Rormen ein- gestellt ist. Sie kann ihre Werkzeugmaschinen und Teile nicht aus Frankreich beziehen, sondern braucht die deutschen Erzeugnisse, was Frankreich mit allen Mitteln zu verhindern sucht. Deutschland wird und kann das Saargebiet nicht im Stich lassen. Unb die Fortsetzung aller WirtschaftsverhanLlungen muh davon abhängig sein und bleiben, dah das Saargebiet aus dem ihm fremden französischen Zoll- und Wirtschaftssystem wieder herausgenommen wird. Das Gesangenenproblem und die Lüge vom schuldhaft geführten Kriege. Der Fall Rathusius hat die Aufmerksamkeit wieder darauf gelenkt, dah zwischen Deutschland und Frankreich auch die „Ehrenpunkte" noch ungelöst sind, die die beiden Völker trennen, und ohne deren Lösung ein wahrer ehrenhafter Friede nicht möglich ist. Die Gesamtheit der Probleme, die in dieser Beziehung noch bestehen, wird von Rechtsanwalt Dr. Grimm, Essen, der sich besonders im Ruhrkampf um die Verteidigung deutscher Angeklagter vor den französischen Gerichten grvhe Verdienste erworben hat, in der Deutschen Juristenzeitung eingehend beleuchtet. Gegen die Haßpropaaanda, gegen die Lüge des schuldhaft geführten Krieges kann jeder einzelne mit ankämpfen; jeder hat Kriegserinnerungen, mit denen er diese Lüge widerlegen kann. Die Presse ist dafür da, solche Aufklärungen zu bringen. Wer sich nicht wehrt, darf sich auch nicht beklagen, als Paria behandelt zu werden. lieber- griffe einzelner währeird einer jahrelangen Mobilisation sind unvermeidbar. Aber gegen alle solche Ausschreitungen sind die deutschen Behörden mit Energie eingeschritten. Grimm gibt Beispiele: Im Zuchthaus in Verden saß während des Krieges ein Major und Graf, der bei einer Durchsuchung eines spionageverdächtigen Frauenklosters den Rönnen gegenüber die Grenze der Sitte überschritten hatte. Im Zuchthaus zu Münster sahen zwei Soldaten, die sich sonst tadellos geführt hatten, aber bei einein Gefangenen- Zollkrieg oder Vertrag? Die Reichsregierung hat in Paris erklären lassen, dah der französische Entwurf eines Heber- gangsvertrages für Deutschland unannehm- bar sei. Das bedeutet allerdings noch nicht den Beginn eines Zollkrieges, denn dieser wird in der Regel mit ganz anderen Waffen geführt, als nur mit dem einfachen Zolltarif. Unter normalen Verhältnissen hätte Frankreich alles Interesse daran, einen Zollkrieg zu vermeiden, denn Deutschland konnte die französische Wirtschaft viel empfindlicher treffen, als umgekehrt. Wer die Auhenhandelsstatistit mit Frankreich nach Warengattungen durchgeht, dem fallen sofort die außerordentlichen Verschiebungen und Um» schichtungen aus. 3m ersten Halbjahr 1924 führte Frankreich in den Dorkriegsgrenzen Waren im Wert von 89,3 Millionen Goldmari gegen 583 Millionen im Jahre 1913 aus. Die Ausfuhr Deutschlands nach Frankreich hatte im ersten Halbjahr 1.924 einen Wert von 39,7 Mlllionen gegen 790 Millionen im Jahre 1913. Dieser ganz außerordentliche R u d g a n g erklärt sich zum Teil daraus, dah Frankreich die Kohlen- unb Kokslieferungen nicht zu bezahlen braucht, während der Wert dieser Lieferungen 1913 über 110 Millionen Mark betrug. Heute ist allerdings der Wert der Zwangskohlenlieferungen um ein Vielfaches hoher, wobei diese Liefe- aen den Kosten nach ganz zu Lasten Deutsch- 8 gehen. Was dem deutsch-französischen Handel das bestimmte Gevräge gibt, das ist. dah er sich fast nur mit den durch den Versailler Vertrag w e g * genommenen Geb ieten abspielt. Während im ersten Halbjahr 1924 aus Frankreich selbst nur für 89,5 Millionen Mark Waren nach Deutschland ausgeführt wurden, kamen aus Elsah-Loth ringen für 244,5 Millionen unb aus Luxemburg für 14 Millionen Goldmark Waren herein. Deutschland führte dagegen nach Elsah-Lothringen nur für 5,2 und nach Luxemburg für 3,5 Millionen Mark ein. Aus diesen Ziffern erhellt schon, welch außerordentliches Interesse Frankreich an der Aufrechterhaltung bet zollfreien- elsaß-lothringifchen Kontin- Jientc hat. Die Dinge liegen nicht so. daß Deullch- and unbedingt auf die elsaß-lothringischen Erzeugnisse angewiesen ist. nicht einmal auf das Schwermut, daS wir im Qlotfall auch aus anderen Ländern, aus Schweden und Spanien, beziehen können. Frankreich muß aber unter allen Umständen versuchen, die Eisenerzeugung Lothringens und des Saargebiets glatt abzusehen. Im altfranzösischen Gebiet tourben vor dem Kriege 4.6 Mlllionen Tonnen schmiedbares Eisen unb Stahl erzeugt Diese Mengen deckten ungefähr den französischen Eigenverbrauch, ja es war noch ein geringer Ausfuhrüberschuß vorhanden. der hauptsächlich nach Belgien ging. Run hat aber Frankreich einen Zuwachs an Eisen- und Stahlerzeugung in den lothringischen jnb saarländischen Gebieten in Höhe von 4,3 Millionen Tonnen erhalten, dessen Unterbringung in Frankreich schlechterdings unmöglich ist. Deutschland hat im ersten Halbjahr 1924 aus Elsah-Lothringen unb dem Saargebiet über 250 000 Tonnen Roheisen unb Halbzeug bezogen, was tm Jahr über 500 bis 600 000 Tonnen aus- macht. Das ist freilich nicht die gesamte Erzeugung. aber ein so erheblicher Teil davon, dah ihn Elsah-Lothringen nicht missen kann. Dte französische Eisenindustrie schleudert heute auf allen Auslandmärkten, da sie unter allen Umständen versuchen muh, die gewaltige äleberprvduktion abzusehen. Französisches oder lothringisches Halbzeug wird zu den Gestehungskosten verkauft, ein Verfahren, das sich nicht unbegrenzt fortsehen läßt. Die zollpolitische Abriegelung des Saargebietes gegenüber Deutschland bedeutet überdies eine weitere Belastung des innerfranzösischen Marktes. Schon verkehrsgeographisch ist die Wirtschaft des Saargebtetes aus die deutschen Absatzmärkte und auf das deutsche Hinterland angewiesen. Die französischen Interessenten haben ihre Regierung schon wiederholt daraus aufmerksam gemacht, ohne einen Erfolg zu erzielen. Dor allem fürchtet die französische keramische Industrie, die brsher über eine Art Monopol verfügte, den überlegenen Wettbewerb der technisch hochentwickelten keramischen Werke im Saargebiet. Um der saarländischen Eisenindustrie Ersah für den deutschen Markt zu bieten, hat die französische Regierung die Eisenbahntarife von Saargemünd nach den französischen Häfen ermäßigt. Es ist aber zu beachten, dah ganz außerordentlich lange Anmarschwege in Frage kommen, denn beispielsweise beträgt die Entfernung Saargemünd— transport sich soweit vergessen hatten, dah sie die Gefangenen, die nicht schnell gingen, mit den Füßen getreten hatten. 'Dieses Material mühte einmal in bei Gesamtheit zusammen gestellt werden. Auch unsere Militärjustiz in Belgien unb Frankreich braucht die Äritif nicht zu scheuen, wie Grimm ebenfalls an Beispielen nachroeist. Frankreich gegenüber muß vor allem gesordert werden, daß die zahlreichen Kontumazialürteile wegen sogenannter Kriegsverbrechen aufgehoben werden. Kontumazialurlecke sind eines modernen Rechtsstaates nicht würdig. Sie sind es erst recht nicht, wenn sie zu einem politischen System mißbraucht werden. Vor allem aber ist es für ein gesundes stolzes Volk ein unerträglcher Gedanke, die eigenen Staatsangehörigen, mögen sie fonv pathisch sein ober nicht, in Gefängnissen der gegnerischen Macht zu wissen. Dom deutschen Standpunkt aus ist zu fordern, dah auch uns heute alle Gefangenen restlos übergeben werden. Aus der Provinz. Landkreis Gictzen. Gdert. Beuern, 15. Jan. (Zuschrift.! Die Mitteilung aus Beuern im „©.ebener Anzeiger" vom Dienstag. 6. Januar, über die Einstellung des Disziplinarverfahrens gegen Bürgernreister Walther erweckt den Anschein, als vo sich der Gemeinde rat durch Parteinahme für die mit dem Bürgermeister verfeindeten Verwandten desselben dazu habe drängen lassen, aus Partei- lichkeit und Parteigegensah heraus Anllage gegen ihn wegen dienstlicher Verfehlungur zu erheben. Das ist durchaus unzutreffend. Rur das Wohl der Gemeinde, zu dessen Wahrung er pflichtgemäß berufen ist, hat den Gemeinderat zu seinem Vorgehen veranlaßt. Allerdings hat der — wie man es mild bezeichnet hat — sogenannte „verwandtschaftliche Streit“ mit dazu beigetragen, dah der ©emeinberat bas Vertrauen zu seinem Bürgermeister verloren hat. 3m übrigen ist in dieser Sache noch nicht das letzte Wort gesprochen. V. Londorf. 15. Jan. Bei der am Sonntag von dem Geflügelzuchtverein Londorf und Umgegend veranstalteten Ausstellung waren nicht 200 Tiere, sondern 200 Hummern, annähernd 400 Tiere, ausgestellt. Die Ehren- und Siegerpreise bestanden aus wert- und geschmackvollen praktischen Gegenständen. Außerdem wurde jedem Preisträger ein kunstvolles Diplom zugeteilt. Man beachte den heutigen Anzeigenteil, in dem b're Preisliste enthalten ist. :i: lltphe, 15. Jan. Rahezu U/2 Jahr stand unsere D 0 r f u h r, die sich auf dem Schulhaus befindet, stille, da sie schadhaft geworden war. Rachdem sich in dieser Zeitspanne schon verschiedene auswärtige Mechaniker daran versucht hatten, ist es vor einiger Zeit unserem Müller Adolf Krauh gelungen, sie toieber instand- zuietzen. Seine handwerkliche Geschicklichkeit ist in der ganzen Gegend durch selbstgefertigte Anlagen in seiner Mühle bekannt. Das Uhrwerk selbst ist schon sehr alt. Es stammt von Laubach, wo es vorher schon in Verwendung war. — Auch in unserem Kirchspiel Trais-lltphe-Jnheiden wurde am Montag der Bethelfilm vvrge- führt, und zwar im Hahnschen Saale zu Trais- Horloff, wo nachmittags die Schulkinder und abends die erwachsenen Glieder der drei Gemeinden sich in beträchtlicher Anzahl versammelt hatten. Cs muß als ein äußerst glücklicher Gedanke bezeichnet werden, auf diese Weise die Anstalten und ihre Ziele anschaulich vorzuführen und populär zu machen. — Wie an anderen Orten, hat es sich auch hier gezeigt, dah die Aufbringung von Mitteln für die Rothilfe durch den Vertrieb von Wohlfahrtsmarken ein schlecht gewählter Weg war. Insgesamt wurden Marken für 26,60 Mark verkauft, während bei der sonst üblichen Auflegung von Listen bedeutend höhere Beträge erzielt wurden. Es haben tatsächlich viele geringe Leute gar keine Verwendung für die Marken, bei manchen scheint auch ein gewisses Mihtrauen vorhanden zu fein. Kreis Friedberg. sHoch Weisel, 14. Jan. „Stadt und Land, Hand in Hand". Unter diesem Leitspruch stand eine Volksunterhaltungsveranstal- t u n g , die am Sonntagnachmittag - und abends hier stattsand. Die Gesangsabteilung des Turnvereins 1860 zu Bad-Rauheim und der aus jugendlichen Turnerinnen bestehende Mädchenchor, beide unter Leitung von Lehrer W. Diehl, eines geborenen Hochweiselers. waren hier zu Gast und boten gemeinsam mit dem hiesigen „Vereinigten Männerchor", den Musiker Mohr leitet, ein abwechslungsreiches Unter- Hat die gefammeüen Erfahrungen über die „Säuretherapie" in einem Duchniedergelegt. Man verspricht sich noch mannigfache aünftige Heilwirkungen von der Entdeckung. Schon sind sogenannte Trockeninhalatoren entstanden. Die Amerikaner verdanken allo den so marktschreierisch angetünbigten Schnupfentob deutscher Forschung, nur daß sie an Stelle der weit harmloseren Salzsäure usw. Chlorgase antoenben, von denen wir wissen, dah sie schon in geringer Konzentration gesundheitsgefährlich sind. Auch der Körper- unb Schönheitspflege kann die Säurebehanblung d enstbar gemocht werben. Die menschliche Haut hat mannigfache 2lufgaben zu erfüllen. Sie soll nicht nur durch ihre Straffheit und Frische entzücken, sie sott vor allem auch der Atmung Unterstützung leihen. Dies alles vermögen abendliche Abreibungen mit ungesäuertem Waschwasser zu erreichen, die die auf der Haut befindlichen Krankheitskeime abtöten, diese fr sch und elastisch machen. Wählt man allo ein Toilettenwasser, so sei es ein saures. Auch für die Haarpflege ist Gewicht auf Säuregehalt zu legen. Philipp Zorn. Ter bekannte Staatsrechtslehrer emerit orb. Professor an der Bonner Universität. Geh. Justizrat Prof. Dr. Philipp Zorn in Ansbach feierte am 13. Januar feinen 7 5. Geburtstag. Geh. Rat Zorn gehört in die vorderste Reche der grohen Staatsrechtslehrer, die durch chre tief einbringenden Unters uchungen das Staatsrecht des neugegrüibeten Deutschen Reiches in den ersten drei Jahrzehnten auf e ne hohe wi.senfchaftliche Stufe emporhvben. Als wissenschaftlicher Delegierter des Deutschen Reiches nahm Zorn sowohl an der ersten als auch an der zweiten Friedenskonferenz im Haag teil. gretiag, 16. Januar 1925 Haltungsprogramm, das den zahlreichen Besuchern Anlaß zu dankbarem Beifall gab Die Dab- Rauheimer Sänger und Sängerinnen cif reut en mit mehreren wohlgelungenen Choren Unsere hiesigen Sänger standen mit ihren Leistungen nicht zurück. Sie durften sich als gleichwertig an die Seite der Sangesbrüker aus der Stadt stellen und sanden bann vollste Anerkennung Tafür, dah auch die Heiterkeit zu ihrem Rechte kam. wurde durch Gedichtvorträge in Wetten- auer Mundart und durch zwei Theaterstückchen gesorgt, welche letzteres von Bad-Rauheirner Turnerinnen in einer Vollendung toieber^egeben wurde, die allseits Bewunderung sand. So verlebten Stadt und Land bei bester Unterhaltung einige angeregte Stunden. Die Ansprachen, die Lehrer Breidenbach von hier und Turner F. Gries von Bad-Rauheim wechselten, gaben dem Gedanken der Einigkeit aller Vtllsichichtcn lebhaften . Ausdruck und schlossen mit dem Wunsche, des öfteren solche Zusammenkünfte zu pflegen. Friedberg, 14 Jan. In Anwesenheit von Direktor H a s s i n g e r Darmstadt, Kreis- schulrat Feuerbach und Stadtarchivar Prof Dreher wurde beute im hiesigen Museum ein Vortragslursus zur Einführung in die Heimatgeschichte eröffnet. Da rund 100 Anmeldungen aus der Lehrerschaft des Kreises dazu vorlagen, muhten mehrere neben» einanderlausende Kurse eingerichtet werden, um im kleinen Kreise von Arbeitsgemeinschaften die Arbeit fruchtbar gestalten zu können. Pros. Dr. Blecher, der Konservator am hiesigen Museum, leitete die Veranstaltung mit Be- grühungsworten ein. die sich über den Zweck der Kurse verbreiteten, und ging dann zu ben- ersten Vortrag über. Der Redner wirb an etwa sechs bis acht Rachmittagcn die Vorgeschichte unserer Heimat behandeln und seine Ausführungen jeweils durch die reichhaltigen Sammlungen des Museums erläutern. So lernt die Lehrerschaft des Kreises die Schätze dieser heimatlichen Bildungszentrale kennen und ist dann in der Lage, sie unterrichtlich ausnützen zu können. Im Anschluß ckn die Museumslurse wird dann Pros. Dreher voraussichtlich in die Benutzung des Archivs und der in jedem Orte vorhandenen geschriebenen Geschichtsquellen einsühren. Es ist erfreulich und dankenswert, daß solche Kurse hier eingeführt werden. Sie können wesentlich dazu beitragen, den heimatkundlichen Unterricht zu vertiefen und zu fordern. Kreis «motten. „?" Schotten. 15. Jan. Für die Bewohner der hoher gelogenen Teile unseres Vogelsberges, die infolge des Fehlens jeglicher Schie n e n st r ä n g e buchstäblich von her Welt abgeschnitten sind und oft Stunden wandern müssen, bis sie die nächste Bahnstation erreichen, macht sich immer mehr das Bedürfnis geltend, wenigstens durch regelmäßige Kraft- wagenfahrten einigen Ersah zu haben. Die Autolinie Schotten—11 l r ich st ei n—Lau- t erbach die schon seit einiger Zeit im Betrieb ist und den Vogelsberg in nord-südlicher Richtung durchguert. erfreut sich regsten Interesses. Jetzt sind einige neue Kraftwagenlinien geplant, die wohl den beledigten Gemeinden finanzielle Beihilfen auf erlegen, um die ‘Rentabilität zu garantieren, aber wichtige Gebiete dem Verkehr erschließen. Dor baldiger Eröffnung steht die Linie G reben au — M 0 0 f er g r un b — Freiensteinau — Steinau — mit Anschluß an die Bahnlinie Franks urt-Fu Ida, ebenso die Linie Bü d ing e n—K efe n r 0 d- Ober-Seeme n—G ebern. Von Ehringshausen sott eine Autolinie über Ermenrod nach Groß-Felda bei lllrichstein führen. Die Eröffnung t iefer Kraftwagenlinien dürfte manche Klage verstummen lassen unb auch dem Wunsch nach rascherer Driefpostzustellung Rechnung tragen. Sind doch zur Zeit die postalischen Verhältnisse für viele entlegene Orte des Vogelsberges recht trübe und reformbedürftig. Schotten. 14. Jan. Seit zwei Jahren ist hier ein Ausschuß für Handarbeits- Hilfe tätig, der zahlreichen notleidenden Frauen des Mittelstandes durch lieber Weisung von Handarbeiten Derdienstmöglichleit gab und somit großen Segen stiftete. Leider stockt jetzt, wie überall im geschäftlichen Leben, der Absatz der fertigen Waren (Jacken. Kinderkleidchen. Schals usw.), so daß mangelndes Betriebskapital die Fortführung dieses Liebeswerkes in Frage stellt. Der Ausschuß hat nun die Genehmigung zu einer Verlos ung der fertigen Handarbeiten erhalten. So ist zu hoffen, dah die eingehenden Geldmittel den Ausschuß für Handarbeitshilfe in die Lage versetzen, das begonnene L'.ebeswerk (tüte Professur für Innenarchitektur Ein Lehrstuhl für Innenarchitektur unb Innendekoration ist an der Reuyorker Universität geschaffen worden. Das Studium der Innenarchitektur dauert acht Semester. Verbunden ist mit dieser Professur eia Institut, in dem praktisch tätige Innenarchitekten unb Raumkünstler unterrichten und Kaufleuten und Verkäufern eine berufliche Ausbildung geben. Das seltenste Buch des letzten Jahrhunderts. Zu den größten Seltenheiten der neueren Literatur gehört der geniale Erstlingsroman von DickenS, feine „Pickwick Papers". Die 6rfb ausgabe dieses berühmten Buches ist wohl zweifellos das teuerste Buch des letzten Jahrhunderts, denn es sind für ein Exemplar schon 20 000 Mark gezahlt worden, ein Preis, den sonst nur die bedeutendsten Wiegendrucke oder Werke, wie die erste Shakespeare-Folio, erreichen. Man kennt gegenwärtig kaum ein Duheno vollständiger Exemplare. Der Grund für diese Seltenheit liegt hauptsächlich in dem Umstand, daß der Roman des damals noch ganz unbekannten „Doz" — wie sich Dickens nannte — in Lieferungen erschien, die erste am 31. Marz 1836. Die ersten drei der monatlich erscheinenden Lieferungen wurden nur in 400 Stück gedruckt, unb für jede dieser drei ersten Lieferungen sind in letzter Zeit Summen von hundert Pfund für das Stück geaalt worden. Den höchsten Preis erreichte bas Buch im April 1916, wo ein ganz hervorragendes Exemplar, dem eine Seite des Origrnalmanu- skriptes beilag. auf einer amerikanischen Versteigerung 20 000 Mark erzielte. Heutzutage kann man die „Pickwickier" als das seltenste und wertvollste Buch des letzten Jahrhunderts bezeichnen. icgen urtO eyrlicy itrebexwett Sroueri des Mtttclstotxbes weiterhin Not und z«-vende Sorge fernzuhalten. D. Burkhards, 15. San. Aus Anlaß des Misfiönssonnlags sprach am Der« gangenen Sonntag der Kameruner Missionar 311 m a n n , zur Zeit in Mittel-Secmexx, in beiden Gottesdiensten über die Notwendigkeit der Miffiousarbeit in der Gegenwart. - Am Montagabend veranstaltete der hiesige Zweigverciix des Evangelischen Dm n des einen gut besuchten Vortragsabend mit Lichtbildern. in dem der Wanderredner des Dundes, Psr. Haupt- Gießen, das Thema behandeltem „3ft ein Fort- leben nach dem Tode denkbar?" Der Vortrag, au den sich eine Aussprache anschloß, ging von den Ergebnissen wissenschaftlicher Forschungen aus neuester Zeit aus, zerstörte die landläufige Meinung: „Was ich nicht sehe, gibt es nicht", und wies das eigne Leben der' Seele nach, dessen Fortbestehen nach dem Tode sehr wohl denkbar sei. Das Schluß- und zugleich das Dankeswort für die Ausführungen des Redners sprach der Ortsgeistliche. Kreis Lauterbach. Schlitz, 11. San. Gin schöner Zug der Bevölkerung des Schlitzerlandes ist die stark ausgeprägte H e i m Z«qspW^ ÖÄ^ »ach öen b» W Hamburger D», , t * efe»«Jl fc m« frei ßpi 2* ««ÄS> WS «ZL te.x% UT1 -WS .^nnoDCT unb die Erkner Polylechnt. lapparat. schäft. ch-spattische ibfoinmcn. anbelllQtnmtt lüt ma hat eM ritmtiantc dr^Nch-fdanischc ;"MÄ, M 1924 her- Mch am 1. August 1924 Straft getreten, aber von )' «tMM worben Ist. tblgung der beiderseitig essen und der 6:immungcn Ährt die Sammet zu fol= w: besonderer Dichtigkeit bei über die RotisiKtzvn des ind bk bei einer Metz« 'n zu crIMtttnben Folgen östlicher Art in» Auge zu die pMsche Seite ckncS i Derkraycr üribctiifft, so sich KeMfiand dadurch würde, die ihm die Mo- handlungen mit Spanien machen wirb, ober W groben Aysern unb > sM. M deutsch: Aegle« LLchlcht aus die für die st unb Ihren Wiederaufbau i Interessen bzr deutsche" iahten bemüht,HjxmlmM nnmens zu betoegen. Dvw n durch F, Äicher Ailligung der Mi tSnMcrn S^S* 2£ ftnrf erschütte.t sein. 4 d-- W*"*1® Ttat'wä*5»" ab das «»üb jy^rtn, 12^1 auch der W,° Da blc Staa/e »- ™* $ cbij«” ^,DDr?Jnfid) südl-E ic Skpc?^" '^chtkinic M t eurvE^c ' nttc un Tarun- St Ui CßS2t 3" die- gesichert D^mzsfc aut ^rnemr"'^sjschen SÄ “? Ker ch'ncs'^ r eine . überwinter"^ CrS« ’s $Sä: fctb^A ver^t^a' -ZM lien usw. auö dem Vorstadium in bas Gebiet entscheidende! Der Handlungen eintreten wird, kann es nicht ausbleiben, daß eine 2lblehnung der Ratifikation des deutsch-spanischen Handelsabkommens in ungünstigster Weise auch bei dreien nun eintreten den Verhandlungen sich tmüm rfcn ^Rach Lage der allgemeinen Derhäftnisse in Spanien und insbesondere infolge des sehr starten Widerstandes der spanischen Industrie gegen daS Handelsabkommen mit Deutschland steht außer Frage, das; nach Ablehnung der Ratt- fikativn deutscherseits, unverzüglich von der spanischen Regierung der vertragslose Zustand zwischen Deutschland und Spanien in Kraft gesetzt werden würde! das bedeutet praktisch für den Import deutscher Waren die absolute Unmöglichkeit jeglichen Absatzes in Spanien, denn bei einem vertragslosen Zustand tritt automatisch und sofort in Spanien der Maximaltarif tn Kraft, dessen Sähe durchschnittlich zwei- biS dreimal höher sind, als die des spanischen Mc- nimaltarifes. beffen Sätze durch ihre protektionistische Tendenz an und für sich schon hoch sind. Spanien würde dann auch keinen Augenblick zögern, auf die deutschen Waren wieder den Dalutozuschlag von 80 Prozent (wie er heute noch z. D. für Oesterreich. Tschechoslowakei, Portugal «sw. besteht) einzusühren und die Folge wäre eine vollständige und lückenlose Unterbindung jeglicher Einfuhr deutscher Waren. Ob und wann Spanien dann erneut zu Verhandlungen mit Deutschland bereit fein wird, ist bei den Erfahrungen, die auf diesem Gebiete »orliegen. gar nicht abzusehen: im günstigsten Falle würde ein solcher vertragsloser Zustand mindestens f'I biS 2 Jahre dauern und inzwischen würde nicht nur her spanische Markt der d«itfchen Industrie für die Dauer vollständig verloren gegangen, fonbern auch daS wirtschaftliche Schicksal fast aller Deutschen in Spanien dadurch besiegelt fein. Der Träger der kulturellen Destoebungen des Deutschtums in Spanien ist der deutsche Kaufmann. Durch seine freiwillig gebrachten Opfer entstanden deutsche Kirche, Schule. Handelskammer, Krankenhilfe, Unterstützungsvereine usw.: ihr Weiterbestehen wird aufs schwerste gefährdet, wenn dem deutschen Kaufmann in Spanien die Daleinsgrund- läge entzogen ist. England und Amerika, denen die unerschütterliche Arbeitskraft und Vertrauenswürdigkeit des deutschen Auslandkaufmanns wohl bekannt ist. werden nicht verfehlen, die brach- qelegten Eigenschaften des deutschen Kaufmanns für ihre Zwecke sich nutzbar zu machen, indem sie ihn mit dem Vertrieb amerrkanischer und enalisther Waren in Spanien betrauen. Der Selbsterhaltungstrieb des deutschen Kaufmanns wird ihn nötigen, für andere Rationen als Importeur oder Vertreter zu arbeiten, wenn ihn sein eigenes Land im Stiche gelassen hat. Im Interesse bet deutschen Industrie und des Hontels, die in ihrer schweren wirtschaft- lichen Rotlage der Jetztzeit einen Markt wie den spanischen unter keinen Umstünden entbehren können, liegt es. daß die Ratifikatrvn des Abkommens von deutscher Seite erfolgt, wenn anders nicht bei Reichstag die Verantwortung für schwere wirtschaftliche unabsehbare Folgen aus dem Scheitern dieses Vertrages auf sich nehmen will." Rcichskredit bei Schiffs-Reubauten. Zw.schen dem Verbände Deutscher Reeder und der Reichsregerung ist ein Abkommen getroffen worden nach welchem auf den in Frage kommenden Werften zunächst von jeder in letzter Zeit bewährten Type ein Schiff gebaut werden soll. An den Vaukosten hat die das Schiff bestellende Reederei die Hälfte zu bezahlen, die andere Hälfte stellt das Reich in Form eines Reichskredites zur Verfügung, für den im ersten Jahre 4 Prozent, im zweiten und dritten Jahre 5 Proz. und im vierten und fünften Jahre 6 Proz. Zinsen zu zahlen sind. Mit diesem Ueberein- kommen ist die drohende Gefahr, dah die Werften infolge A^flra^mange s C .1 as.ungin in große.em Umfange vornehmen müssen, vermieden worden. * Sin Vund bei Zuckerfabriken. Eine Reihe von Zuckerfabriken Mitteldeutschlands mit dem S.he in Thüringen. Braunschwe.g. Anhalt und Sachsen, haben sich zu einem Vrrnde zusammengeschlossen. der seine Mitglieder in w rt- ichastlicher Hinsicht schützen und fördern will. Der Sih des Bundes ist Magdeburg. • Roggen renten bank A. G Berlin. Die Roggcnrentenbant hatte durch ein Konsortium unter Führung der Preußischen Staatsbank einen größeren Betrag ihrer neuen öprozentigen Goldrentenbriefe zu 82 Proz zum Verkauf gestellt. T er Verkauf dieser Doldrentenbriese ist infolge Ueberzeichnung eingestellt worden. - Zunahme des deutsch-amerikanischen Kapitalverkehrs. Wie der „Deutsche Handelsdrenst" aus Reuyvrk meldet, ist seit den letzten Monaten deS vergangenen Jahres ein vermehrter Rückfluß an baren Geldern aus Deutschland nach Amerika eingetreten. Während im Jahre 1924 bis zum I. Dovember 51 379 000 Dollar von Deutschland nach Amerika gingen, betrug der Rückfluß in der Zeit vom l.Rovember bis jetzt bereits 15 Millionen Dollar. Wie bekannt, finb andererseits die amerikanischen Goldverschifsunaen in der letzten Zeit in ihrem überwiegenden Teil nach Deutschland gegangen. * Konkursnachricht. Ueber das Vermögen des Kaufmanns Theodor Lohrber zu Offenbach. Alleininhaber der Firma Metall- schrauber.sabrik uitö Fassandre Herei. Metallwaren und eleftrische Fabrik wurde das Konkursverfahren eröffnet Forderungen sind bis zum 4. Februar beim Amtsgericht Offenbach anzumelden. • Ausdehnung der Blohm & Voß A. G. Gerüchtweise verlautet, dah die Dlohm & Voß A G Hamburg die staatliche Werft am Rhein-Herne-Kanal in der Rahe von Herne in ihren Besitz gebracht hat. * • Gold Umstellungen im Salzdetfurth-Konzern. In den AuflichtSratsihun- gen wurde beschlossen, die Stammaktien von Salz- detfurth von 1000 Pm. auf 160 Rm.. von Westeregeln von 1000 Pur. auf 150 Rm., von Aschersleben von 1000 Pin. aus 140 Rm.. der Hannoverschen Kaliwerke von 1000 Pm. auf 150 Rm. umzustellen. Börsenkurse. tPfrnn ftuts bflrle T«*nnr M» 11 19,40 18.4 20,7b 11.25 t?J5 E7 TW M!*| 100,25 33,90 22,10 21,25 10.9 1.2 2,75 8.9E 19 2,65 0, 25 1,365 3,62 13,6 104 6,50 70.25 89,30 12,75 22,10 5,62 10,3 2 11 3,05 13,70 91,5 23 5 85 4,6:5 61.7 57,74 6,62 142.» 34 14,62 13,40 1,195 1,17 100 1«, 0 145 62 25 57.7» 53,'3 3,85 5,6 i 11,62 13,60 18,M 21 1,95 11,80 12.9 22 7 27,*5 2 62 28, 0 75,5 89,5 3 9 5,60 162.74 1*8.2 18,24 28,98 7 62 14,1« 66, S frb.ö» 50,4 8,6 140 40 1,2 2,75 27 23 9b 28,40 11 21 17 66 12,90 22 30,40 4 19 8 2,6 3,29 1 97 25 1 3 2» 143,73 ! 17,8 > 22,-0 7,1 14,7' 13,7 L.84 • 1,16 1.1/5 1,47« 0 »8 2 11.50 0.226 95,5 n, o 13,7 75.50 53, > | 4 5,50; Schluhk. 5**h6‘ -JTittog. 98 22.2 137 9.8 64,25 I 18.20 27.4 2 '• ,8C 11,40 28 27.60 12,95 27,-.0 26, 0 18,10 16 1,46 94,2 > 90,4 18.73 45,1 170 7 14,25 13,62 ::::::: NntieS Montan ..... LelluS Bergbau...... . Hamburg-Amerika Pake». . . vlorddcutlcher Llovd..... Cheramische Werke Albin . . Sementwerk Heidelberg .. bilipp Holjmann ...... Angls-Toni -c»«ano .... Bodilchr Anilin ä bnulfctx Mad« Aiapin .. Goldschmidt . . . ErieS eimer Electron .... Höchster Farbwerke ..... Hol»vcrtoolung . . ..... viütgerSiocrke Echeideanstalt ........ Aila. s i.rn^uLrL-Scsrllschast Brremtuin .......... Mointraftwerle ..... kchucker« . ........ eiantuO A (kitttt...... kidlerwerke flietxt ...... Daimler Motoren. ..... Henligenftaedt..... Meguin....... g ram Mr ter Armaturen fionfrnimfebrff Braun . Metallclksell'chast ^tanlfurt ^<1 Union A -G lebrif Hcrj...... lellstv" »eivbof liirtfr'obrtf Frankenthal . . iuderfabrü Wogbäulel . . . »U Denttchr SlelchSanIeld, <•/. Deutsche Sirichsanleihe . SV/,« Lrutsche Ütelchsanleth« 9*;. Deutsche NeichOmteib« . Deutsche Lt-arpramieilanieih» <•/. Preußische «onsolS . . . S .7 I I 30,70 3*/.•/. He fier».......... Vk Hessen Deutsche Wertb- Dallar-AnL drv D»S -Schatz-Amvetsug. 4»/. jtolltürken 5% öotomtrifmw..... Berliner HondelOaesellschatt Eomoier»- unb Prsvat-Bank kannst, und yadonalbanf - Deutsche Bank......... Ternsche veremSbcmk . . . . li*cünto Commandtt . . . Metalldank........... Miitcldeukichc Ercdttdauk. Ctftr'.TTirQiiQe Eredttansiatt Dcslvmü........... vochmuer duB ...... Buder «S ......... Koro ..... Deutsch siuremdnrg ..... »elsenArchenrr Bergweck» . . Bergbau...... trle AschcrSleb«. . . . fichnKrf Wrsteregeül..... tzanradirtt,. ........ - 1.59 - 1,47 - 94,25 - 90,6 > 10,95 I 1 ’,13 I 45,5 171,6? ^rnnTfnrti- M e. r. Abend- flurs ; börte Frankfurter Abendbörse. Frankfurt a. M., 15. Ian. Der Verkehr an der heutigen Abendbörsc mar im Einklang mit der unsicheren Haltung der Nachbörse weiter lnst^ Io». Im allgemeinen hielt die Mgabeneigung an und die Kurse bröckelten mit geringen Ausnahmen bei sehr ruhigem Geschäft weiter ab. Interesse bestand nur für einige wenige Sveziali> täten, so für Elektrische Lnfcrungsgesellschaft, Hans Füssen. Der Änleihemarkt war gänzlich vernachiafftgt. Nennenswerte Umsätze kamen nicht zustande, ^ll^ländische Anleihen lagen ruhig. Gut beachtet waren weiterhin meritaniicbc Werte. Am Montanmarkt setzten sich die Abgaben fori und führten zu neuen Kurstüikgängen Auch am chemischen Markt bröckelten die Shme weiter ab. Arn Elektromarkt waren die Rückgänge minimal. Der Bankaktlemnarkt lag still bet wenig veränderten Kursen Rcichsbankantcilc zogen um 1 Proz. an. Die Börse schloß in unsicherer, schwacher Hal^ tuna. Deutsche Anleihen: öprot. Relchsanteihe 0,93, 3' .-proz. Preußische Konsol» 1,4. Ausländische Renten: öproz. äußere GoldmcLikaner ,ab- gcstemvelt> 38,75, 4'/-proz. Irriga Anleihen iDtlrrmti Cf lo u^rter NmN.-Ron Vrg- ?Intw Chrtttiania. Kovendna--» 6toÄl»1m Bonbon. . i Neubor? . . Par«. . . . Ceft- adgest Prag »udavett. • Burn-AtteS Bulgarien Japan - Rio be 9an Belgrad . L'lladou . 1.9, * 169,76 16J.34 1.9.76 oll voll 20 94 21.0, 21 04 41.10 ’Oll voll er«, 64,6- 14 07 V4F3 14,8s von voll .4,53 4,76 ■4 68 von voll ' 2,41 118,19 llt,93 n ,26 > o. voU 1u,5S W, 9 »,>S H.A l Oll »oll V,4C 17,44 7.19 17, 3 rou ddH 1M4 19,19 20,075 10,12- von voll 4,1 li rz.*) 4,195 4,30 -i te,56 von voll von voll 80,62 ti.ot «ASt fcl.Of voi voll ry*8 »9 27 I vl. voll 8,909 8323 8,911 6,931 von voll 12.59 U.63 U.69 12,63 doll voll 6,78^ 6,665 8.81 4.83 voll voll 1,666 1,670 1,676 1,683 voll voll a.02. . W 8,035 1,612 jou uoll 1^08 1^-19 1,bOd voll joU 1,49) 4^01 6^*6 MS 8 uou voll 6,87 6 89 6 835 6,8'5 voll voll HM 13,92 18,98 vu voll Banknotem. *5. Januar. »ev, 1 Priel "Jitpa °/. flmctlfanlfilie N»kr» . . , . . 4,'7 4,192 roll »elgische Noten ....... 11,0 21 1 roll Danilche Noten ....... 74 56 74,9 t voll Englische Noten........ Framösischr Note« ...... Holländische Noten...... 20,04 22,14 169,08 rc.14 2 66 69.82 voll voll voll 5N, 276, 484, 383, 101, 167, 51, 790, 327, 421, 4(6, 1A 380, 397, 521, 84, 124, 249, 506, 113, 2/9, 77, 654, 12, 584, 702, 492. 194.ISl/v (Neubau) April 1925 beziehbar 5 Zimmer, Bad und 2 Bodenzimmer mit Gas- und dchtr. Anlagen, evtl, mit Zentralheizung, sowie mit kleinem Garten zu verkaufen. Schriftliche Angebote unter 0481 an den Gießener Anzeiger. AQUMA, der nece Gersten- KAFFEE Dtatsehes Reicht-Paten! 337168 in allen tinsdil&glgen Geschäften eihähhdL »■ SA Drucksachen aller Art die vrühl'sche Univerfitätr-Druckerei, R. Lange, Giehen, Lchulftr. r. •»HHWmi LetztesAngebotunsereslnventur-Ausverkaufes Krawatten Herren - Wäsche Herren-Kragen letit 3 Stück Mk. jetst 3 Stück Mk. leist Hemden-Einsätze weiß Pikee letzt 2 Stück Mk. jetzt Mk guter Gummi jetit Mk. Kunstseide j'txl Stück Mk. Bahnhofstraße 14 Sportkragen weiß Pikee. . Sportkragen farbig..... 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Gießen, den 14. Januar 1925. Der Oberbürgermeister. I. B.: vr. Rosenberg. 5208 Tätige Beteiligung an rentablem, auSdehnunnssähigem Betrieb, oder Handelsunternehmen, jucht erfahrener Kaufmann mir einigen tausend Mark Einlage. Schriftliche Angebote unt. 99D an den Gießener Anzeiger erbeten. Mein Inventur-Ausverkauf iiiiMiiiiiiiiiiiiiiim dauert nur noch bis Samstag, 17. Januar Benutzen Sie die äußerst günstige Kaufgelegenheit von^Qualitäts-Schuhwaren, ehe es zu spät ist! SchuhhausW. Herbert GIESZEN, Marktplatz 2, neben der Engelapotheke 530a Wir teilen den Freunden unserer Marke hierdurch mit, daß wir unsere Vertretung und den Alleinverkauf unserer Bechstein Flügel und Pianinos Herrn Robert Schönau, Gießen, Seltersweg 91 übertragen haben. Unsere neue Vertretung wird ständig eine Auswahl in unseren Instrumenten vorrätig halten Berlin, irn Januar 1925 C. Bechstein, Pianofortefabrik, A.-G. 514a ZWUWkMMlW Das im Grundbuche für Gießen dem Kaufmann Rudolf Wagener in Birkelbach bei Erndtebrück zugeschriebene Anwesen, Lessingstrahe 18, Fl. 4Ar.!357^'/,g<, — 296 qm Hofreite, wird Freitag, den 27. Februar 1925, vormittags 9 Llhr im Amtsgerichtsgebäude dahier, Sitzungssaal, Zimmer Ar. 101, zwangsweise versteigert. Die amtsgerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, zur Einsicht angeschlagen. Gießen, den 14. Januar 1925. Hessisches Ortsgericht. 3. A.: L e o. 523l) Holzversteigernng des GWWn Mskairils zu touüodi Montag, den 19. d«. Mts , 107, Ahr. vormittags, im Gasthaus „Zur Traube" zu Laubach aus den Distrikten: Lenzes, berg 1, 3, 4, Hubberg 3a, 3b, Hirschrot 1, Glashau 1 des Reviers Ruppertsburg, Scheiter Am.: 570 Buche 1. u. 2. Kl-, 4 Eiche, Birke: Knüppel Rm.: 376 Buche 1. u. 2. Kl., 29 Eiche, Dirke, 5 Erle. 100 Am. Buchenstöcke: Buche Rm.: 100 Stammreiser, abständig mit etwas Erle gemischt, 1020 Zopfreiser. Aus Distrikt Hubberg 3b werden nur Stöcke und Reiser ausgeboten. Auskunft erteilen Förster Koch, Ruppertsburg und Fvrstgehilfe Becker, Laubach. 518D g 240 Mtf| uch nachts Alter Blei Bleirührem lauft Brühlsche Druckerei 1,1 D Schulstr. 7/8L Empfehle täglich frische la Germania- Zwiebäcke hergestellt int eigenen Geschäft 531D W S ffirri ■ er, j in öcnpl Qj 4 Zigarrenhalls (Klein- — Grotzverkauf) bestgehendes am Platze, in zukunftsreicher Stadt, direkt an der Hauptdurchgangsstraße gelegen, mit noch sehr gut eingeführten Nebenartikeln, wegen Uebergang zur Fabrikation zu verkaufen. la Lagervorräte nur Marken, durchweg gesunde Ware neuester Ausgabe. Glänz. Existenz, hohes Einkommen. Haus mit Wohnung wird sofort geräumt. 2chr. Angeb. unt. 0377 a. d. Gießener Anzeiger. _