reif Partei 6790B ; sowie IPerben 'Nach Cöber eingoib [flrnolb in" von 0" pon örabert 6*Ä.. \VDnLwW „ ^isnthal. fe MW«. n 16, Juli 1925, von Ibt av, cerittlgere ich im ürstenstrake 16, wegen egen Bar»ab>un^ lerne SÄlaUtmuiet mit und Steil Svleaelschr-mk. er Stühle. 40 Tilche. icchS igue, Spiegel; Kleider-, n. und Ki'chenlchian/e, und Nachuilche, Betlkw Plüschgarnitur, 2 rcliet le, Lüster, MdjenWl -robeusiänder, Portmeii, ische, Dezimalwage, drei- •trüge mit Apparat, Gla» ein und Konserven, SW rd vieles andere IöwV eruttft bestimmt. ne Japke-Glan« Aad-Naubetm^TelW -SZ- -7ZL:" e^-^M.chabMnaen ,e aul Amirlch »'"2 Ä»'ln- 'ofler »hp * Drogerie. e(r. 29 ia-Dros- «rn Msf 'ogertk 61 SZS „ —''"''Ts«**’5 Äeitbl” -6000 M- - ugeld tfle unter«,Wb; nr. 163 Erstes Erscheint tägllch, auBct Sonn» und Fei erlag s Beilagen: GießenerFamll'enblStter Heimat im Bilb. monal$.Be$ng$prel$: 2 Goldmark u 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüsse: Schriftleitung 112, Verlag undGeschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten: AnzeiaerSiehen. pefifdfedTento: Frankfurt a M. 11686. Blatt 175. Jahrgang Mittwoch, 15. Juli 1925 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesien Drud und Verlag: Brühl'sche Universiläts-Buch- und Steinbruderei R. Lange in Sietzen. Schriftlettung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7. Annahme oou Anzeigen für bte lagesnummet bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlichö, auswärts 10 Goldpsennig; für Re» Klame-Anzergen d 70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrist 20' Zuschlag. - Verantwortlich üt Politik u. Feuilleton: )r. Friedr. Wilh Lange; ür den übrigen Teil: Ernst Diumschein; für den Anzeigenteil: Hans Deck, sämtlich in Gießen (teilten eine besondere Fürsorge ans (Beton Marokko abtransportiert. Die Mannschaften werden am Mittwoch die verlassen. nach letzten Pfalz düng mit den dissidentischen Rifkontingent en nord, westlich von Taza stehen. Das Kriegsministrrium hat beschlossen, letzt Freiwillige für Marokko anzunehmen. R e i ch s m i 11 e l n zu gewähren. Der Minister erklärte, daß es nicht angehe, noch eine besondere Fürsorgemaßnahme für bestimmte Gewerbe zu treffen, weil deren Konsequenzen unabsehbar wären. Der Vertreter Sachsens erklärte, daß die sächsische Regierung die Erhöhung der Ziga.eltenste ier von 40 auf 50 Proz. unmöglich holte. Die Vorlage wurde dann gegen die Stimmen der Korn- I mnniften, Sozialdemokraten und Demokraten in I erster Lesung angenommen. hat, die zu schwersten Bedenken gibt. Eine so schwierige Materie liegende kann nicht, wie es im schehen ist, im Eiltempo erledigt Das Gesetz bedarf einer neuen Juli eine 500 Mann starke Dissidentengruppe versucht, von Kais Bab und Kaid Zogcrne, zehn Kilometer nordwestlich von Tissa, vorzudrin» xg c n, doch wurde sie durch treue Eingeborenen» demente mit Unterftüßung von Jnsanteriedetache-- ments zum Stehen gebracht. Diese Gruppe suchte sich dann nach Westen einen Weg zu bahnen, wo sie auf den Widerstand anderer treuer einheimischer Truppen stich, so daß sie unter schweren Verlusten nach Norden zurückwei- ch e n nn.hte. Stärkere feindliche Kontingente sind in der Gegend von 2lin-Louh und Ain-Z« versammelt. Nördlich vom Curt-Zagh-Massiv bei Tsul und DraneS ist die Lage unverändert. Die Ghiata verhalten sich weiter abwartend, obwohl es sicher ist, dah sie in ständiger Verbrn- geelgnet, ein Entgegenkommen auf anderem biete zu empfangen. Die Lage an der Front. Keine Einmischung Englands in Marokko. London, 15. Juli. (111.) Wie der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" mitten t, werden von der französischen und spanischen Diplomatie neue Anstrengungen gemacht, um England von der Notwendigkeit und den vorteilen einer Intervention in Tanger zu überzeugen. Das englische Kabinett sei aber fest entschlossen, derartigen Anregungen n i ch t zu folgen. Außerdem sei die Haltung einiger Alliierten in Ostasien nicht wie die vor- Ausschuh geworden. Prüfung, Weitere Truppentransporte nach Marokko. arbeitslos und 21 n fl e • jeder 2Lrt, der zur -prozentige Aufwertung für Die Spekulanten auch noch zu streichen. Zusammenfassend nennt der Redner das Gesetz praktisch eine iln- Möglichkeit und finanziell eine unverantwortliche Leichtfertigkeit. Der Redner seht sich Dann noch für seine Anträge ein, außer der bereits erwähnten Zurückverweisung der Vorlage unter anderen den Neubesitz ganz zu streichen und eine Jnflations steuer cinaufübren, deren Erträgnis einer sozialeren Lösung der Oluf- wertungssrage zugute kommen soll. Namens der Demokratischen Partei gibt Abg. fest. (An späterer Stelle sieht das Gesetz eine Verdoppelung des Satzes für Altbesiher vor.) Abg. Dr. Best begründet seine Abänderungsanträge, die eine 20proz. Aufwertung für Anleihen fordern. Die Sozialdemokraten haben einen entsprechenden Antrag eingebracht. Während die Vorlage keine Verzinsung der Anleiheablösungsschuld vorsieht, sondern nur ein Auslosungsrecht und unter bestimmten wirtschaftlichen Voraussetzungen ein Recht auf Vorzugsrente schassen will, begründet Abg. Dr. Quessel (Soz.) einen Antrag, der die 5proz. Verzinsung der Ablösungsschuld fordert. Das Auslosungsrecht fei verwerflich, weil es das Vertragsrecht verletze. Die Paragraphen 18 bis 27 der Vorlage behandeln die Kapitel Vorzugs- und WMfahrtsrente. Ein Anleihegläubiger, der bedürftig ist, d. h., ein Jahreseinkommen von nicht mehr als 800 Mark hat, soll 80 Proz. des Nennwertes seines Auslosungsrechtes zugebilligt erhalten können. Mehr als 800 Mark darf diese Vorzugsrente aber nicht betragen. Abg. Ströbel (Soz.) will die Bedürftig- keitsrente erhöhen und Die Religionsgesellschaften von der Wohlfahrtsrente ausschließen. Abg. Mumm (Dntl.) erklärt, daß alle Angriffen auf die Bestimmungen, die den Religionsgesellschaften eine WvhlfahrtSrente zubilligen, seine Freude darüber nicht trüben können, daß schon in der ersten Lesung für diese Anwälte der Aermsten der Armen im Gesetz gesorgt worden sei. Gerade diese Wohlfahrtsanstalten hätten durch die Inflation den allergrößten Teil ihres Vermögens verloren und brauchten für ihre barmherzige Tätigkeit wenigstens einen Teil ihres Vermögens zurück. Der Redner begründet dann einen Aenderungs- antrag der Regierungsparteien, durch den der Jahresbetrag für die Woh'fahrtsrente von 5 auf 10 Millionen Mark erhöht wird. Es sollen auch Anstalten zur Förderung wissenschaftlicher Zwecke in den Genuß Der Wohlfahrtsrente gesetzt werden Die Rückverweisung der Aufwertungsgesehe an den Ausschuß wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. Gegen i'210 Uhr wurde der Gesetzentwurf über die Llblösung der öffentlichen Anleihen in zweiter Lesung z u Ende geführt. Sämtliche Abänderungsanträge der Opposttionsparteien werden abgelehnt. Aus den Reichstagsausschüssen. 211. Berlin, 14. Juli. Der Auswärtige Ausschuh des Reichstages trat heute vormittag unter dem Vorsitz des Abg. Hergt zusammen. Von der Reichsregierung waren Außmminister Dr. Stresemann, der Staatssekretär Dr. von Schubert und als Vertreter des ReichSernäh- rungsministeriums Ministerialdirektor Dr. Hoffmann, ferner Staatssekretär Trendelen- b u r g und zahlreiche Vertreter der beteiligten Ressorts anwesend. Auf der Tagesordnung stand heute nicht die Antwort auf die Briandnote. Der Ausschuß beschästigte sich vielmehr mit den Slaatsverträgen mit England, den Vereinigten Staaten von Amerika, der griechischen Republik, der belgisch-luxemb rg schon Wirtschaftsunion, mit Frankreich (Wirlschaftsverhandlungen und Begriffsbestimmungen für Luftfahrzeuge), mit Schweden und Finnland. Es wurde ein deutschnationaler Antrag angenommen, der die Regierung ersucht, vor Beginn der Beratungen des deutsch-englischen Handelsvertrages 'Dem handelspolitischen Ausschuß eine völlige Uebersicht über das System der Pre- ferenz-Zölle, die innerhalb des englischen Weltreiches in Gültigkeit sind, vorzulegen und den Mitgliedern des auswärtigen und handelspolitischen Ausschusses zur Verfügung zu stellen. Der Vorsitzende stellte fest, dah der Regierung nabe« gelegt werde, noch vor der Ratifizierung des deutsch-englischen Handelsabkommens, Verhandlungen mit England wegen Der Einbeziehung der Mandatsgebiete einzuleiten. Der Handelspolitische Ausschuh Des Reichstages trat heute in die Erörterung der Zollpositionen der eisenverarbeitenden Industrie ein. Er begann zunächst mit der Besprechung der Positionen für die Produkte der Kleineisenindu- st r ie. Der Regierungsvertreter wies vor allem darauf hin, daß sie das Ergebnis von Kompromißoer- Handlungen wären, da die Forderungen der Interessenten erheblich weiter gegangen wären, als das, was die Regierung bei den einzelnen Positionen zum Ausdruck bringt. In der Abstimmung wurden die Anträge auf Aenderung der Tarifposi. tionen mit einer durchschnittlichen Mehrheit von 14 gegen 12 Stimmen abgelehnt. Wie wir aus parlamentarischen Kreisen hören, ist die Behandlung der Zollfrage In ein kritisches Stadium getreten, da nunmehr auch die Gruppe Stegerwald im Zentrum sich gegen Mindestzölle ausgesprochen hat. Die Deutschnationalen werden aber kaum auf Mindestzölle verzichten. Es ist nun das Ergebnis der Agrarenquete abzuwarten, die sich voraussichtlich für Zölle entscheiden wird, nicht aber füc Mindestzölle. Die Landwirtschaft ist jedoch der Ansicht, daß ihr ohne diese nicht gedient ist, und daß gleitende Zölle keinen voll- wettigen Ersatz bedeuten. Das Ergebnis der Agrar- enquete wird demnächst im Handelsoertragsausschuß des Reichstags veröffentlicht werden, der sich heute noch mit Einzelsragen der Zolloorlage befaßt. Der Reichskanzler, der gestern aus Dresden nach Berlin zurückgekehrt ist, ist weiterhin bemüht, die Gegensätze zu überbrücken, zumal die parlamentarische Lage wegen dieser Differenzen in der Zollfrage als kritisch angesehen werden muß. Der Sleuerausschuh des Reichstages setzte Die Beratung der Tabaksteuer fort. Er wurde ein demokratischer Antrag «angebracht, der an die Stelle jenes Abschnittes gesetzt werden soll, der für Zigaretten im Kleinverkaufspreis die Steuer ändern will. Der neue Abschnitt soll danach lauten: „Tabak Der Abtransport der marokkanischen Divisionen vom Rhein nach N o r d a f r i k a wirft ein bezeichnendes Licht auf die Größe der französischen Marokkosorgen. Wäre die Lage an der Rif-Front weniger ernst, dann hätte Frankreich unter keinen Umständen das Rheinland von den schwarzen Truppen entblößt, es hätte auch nicht die zahlreichen farbigen Formationen aus Frankreich selbst herausgezogen, die es in der Hauptsache bisher dazu benutzte, um revolutionäre Strömungen, die unter Wirkung des Krieges und der Nachkriegszeit auch im französischen Bocke vorhanden sind, nicht zum Ausbruch gelangen zu lassen. Der schwarze Soldat in Frankreich war eben bisher nur eine Reserve für die Polizei, wenn auch die französische Regierung sich hütete, die Farbigen, die lediglich Jnfanteriedienst tun, an die schäoerep Waffen heranzulassen. Ob aber Frankrera) an oen nach Marokko zurückge.ehrten Divisionen viel Freude erleben wird, ist doch. recht zweifelhaft, zumal die Marokkaner als De- sahungstruppen im Rheinland unter Anleitung Frankreichs die weihe Rasse verachten lernten, was Frankreich jetzt am eigenen Leibe erfahren dürfte. Nur eine außerordentlich geschickte Behandlung der farbigen Truppen und eine entsprechende Gruppierung an der Front wird Den Ausbruch von ernsthaften Meutereien unmöglich machen. Die Kriegsmüdigkeit der Franzosen selbst — es sei hier an die kürzlichen Meutereien auf den zur Beschießung der Rif-Küste entsandten Kriegsschiffen erinnert — ist aber auch den farbigen Truppen bekannt, sie wissen sehr gut, daß von ihnen allein der Erfolg des marokkanischen Feldzuges abhängt. Abtransport der Marokkodivision aus der Pfalz. Paris, 14. Juli. (TU.) Wie aus Wiesbaden gemeldet wird, ist General Qlaulin gestern abend nach Paris zurückgeretst. Die marokkanische Division in der Pfalz, die in der Umgegend von Landau einquartiert ist, wird :: .jou und über das 'ouaryeoiet »oüitei I>aa) Deuricy- (anb eingeführt werden sollten. Das Scheitern dieser Verhandlungen machte dann das Saarabkommen notwendig, da die Zollforderungen der Ncichs- regierung eine Höhe erreicht hatten, die die saarländische Industrie zum Erliegen gebracht hatte. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Privatwirtschafts- Verhandlungen mit den offiziellen Verhandlungen nach der endgültigen Festsetzung der Zollkommis- sionen in beiden Ländern auf eine ganz neue Basis gestellt werden kann. Unabhängig davon gehen die Verhandlungen des internationalen Schienenkartells in Brüssel mit Aussicht aus baldigen Erfolg weiter. England und Rußland. Keine Aenderung der Lage. London. 14. Juli. (WB.) 3n amtlichen britischen Kreisen wird über die gestrige längere Unterredung zwischen Ehamber lainunö .Xa; kows ky Stillschweigen beobachtet. Wre ledock zuverlässig verlautet, bleibt die Lage genau so, wie sie vor der Abreise Rakowskys nach Moskau war. Es wird darauf bingewiesen. daß Chamver- lain noch gestern nachmittag im Hinterhaus erklärte, er könne nicht sagen, daß die Propaganda» klausel des englisch-russischen Handelsabkommens von der Sowjetregierung loyal auSgefuhrt wurde. Weiter wird in politischen Kreisen betont, daß die letzten Ereignisse in Ebina nicht dazu angetan seien, die brttische Regierung von dieser Auffassung abzubringen. Es sei daher im Gegensatz zu allen anders lautenden Meldungen a^u- nehmen. daß auch die gestrigen, von Rakowsky aus Grund seiner Moskauer Eindrücke gemachten Mitteilungen nichts an der bestehenden Lage zwischen England un dR u. h. la n o geändert hätten. Wie bekannt, gründet sich die Politik der brttischen Regierung gegenüber Rußland auf die beiden folgeirden Haupttorderungen: Einstellung der antibrttischen Propaganda der Sowjetregierung und Liquidierung der russischen Schulden an England. Kleine politische Nachrichten. Der Reichspräsident empfing das Präsidium der Kolonialen Reichsarbeitsgemeinschaft, Gouverneur a. D Seih (Deutsche Koloniab-Gesellschaft). Gen erat v. Epp (Deutscher Kolonial-Kriegerbund) Geheimrat v. Zastrow (Reichsverband der Kolonral- deutschen), sowie Gouverneur a. D. Meyer- Waldeck (Aktionsausschuß), und nahm deren Bericht über den unlängst erfolgten Zusammenschluß der Kolonialvereine usw. zur Kolonialen Reichsarbeitsgemeinschaft und die Ziele und Arbeit dieses Verbandes entgegen. Das Erscheinen der endgültigen Publikation des großen parlam en tarisch en LIntersuchungsauSschusses über die Ursachen deS deutschen militärischen Zusammenbruches im Herbst 1 9J 8 steht unmittelbar bevor. Rach sech-iähriger Arbeit hat der Untersuchungsausschuß seine Untersuchungen über die Ursachen des militärischen Zusammenbruches nunmehr beendet und wird in den nächsten Tagen das Ergebnis seiner Tätigkeit in drei stattlichen Bänden dem Reichstage vorlegen. 3m Bayerischen Landtag hat sich Ministerpräsident Held in einer grundsätzlichen Rede sehr scharf gegen die von der Reichsregierung vorgeschlagene Form des Finanzausgleichs zwischen Reich. Ländern und Gemeinden ausgesprochen, in der er den Beginn einer völligen politischen Entrechtung der Lander und ihre Herabdrückung zu Provinzen sieht. Rach einem Londoner Funkspruch fordert die britische Regierungsdeickschrift. die sich mit dem Flottenbauprogramm beschäftigt, den Dau von 40 neuen Kreuzern in den nächsten 6 Jahren. T- .u,Lö oervunr Die werden bei Wagner S Monate, bei Schöler 6 Monate und bei Wistow 7 Monate angerechne^ Die Kosten des Verfahrens fallen den 2IngeHagtcn zur Last. Rach Verkündung des Urteils, vor De. lesung der Begründung des Urteils, wurde die Oeffentlichkeit wegen Gefährdung der StaatS- icherhril wieder ausgeschlossen. Schwere Bluttat. Trier, 15. Juli. (WTB. Funkspruch.) 2n Steinberg bei Trier ereignete sich am Samstag- abend eine schwere Bluttat. Der 18 Jahre alte Arbeiter Peter Trampert erschlug seine T a n t e d u r ch B e i l h i e b e und verstümmelte die Leiche in furchtbarster Weise, indem er ihr den xopj abschlug und ihr ungefähr 40 Detthiebe belbrachte. Es soll sich um einen Racheakt handeln. Dor Jahren ist der Vater des jungen Trampert von dem Manne der jetzt Ermordeten erstochen worden. Der Täter wurde am anderen Morgen verhaftet. Leichenfund im Grünewald. Waldarbeiter entdeckten Dienstag vormittag im Grünewald in der Nähe der Spielplätze der Berliner Turngemeinde eine männliche ^.etche, deren Kopf vom Rumpfe getrennt war. Die Mordkommission nahm sofort die ersten Ermittlungen vor. Bis jetzt liegen noch keine Mitteilungen vor, ob es sich um einen Unglücksfall ober um ein neues Kapitalverbrechen handelt. Raubüberfall. Bei einer Klavierlehrerin in der Lehrter Straße in B e r l i n meldete sich ein junger Bursche und bat um Klavierunterricht. Im Laufe der Besprechungen Ching der Bursche die Lehrerin auf den Kopf, packte ie am Halse und riß sie zu Boden. Die Klavierehrerin setzte sich heftig zur Wehr, rief um Hilfe und biß den Burschen stark in den Finger. Der Räuber l ü ch t e t e, wurde jedoch von Hausbewohnern ergriffen und der Polizei übergeben. Er wurde als ein 22jähriger aus Warschau gebürtiger arbeitsloser Bursche namens Fransecki sestgestellt, der sich wohnungslos in Berlin urnhertneb. Bei ihm fand man eine geladene Pistole. Offenbar hatte er bte Absicht, bie Lehrerin zu berauben. Raubüberfall in Halle. Sonntag vormittag wurde auf einen von der Reichsbank kommenden Banklehrling in der Franckestraße ein Raubüberfall verübt. Dem jungen Manne wurde von dem unbekannten Täter die Aktentasche, die er unter dem Arm eingeklemmt trug und in der sich 15 000 Mk. befanden, von hin- ten weggerissen. Dadurch, daß ein zweiter Mann mit einem grob nachgefeilten Schlüssel den Täter vor verfolgenden Passanten in einem Torweg abschloß, ist der Täter durch einen zweiten Eingang entkommen. TyPhuSepibeurie in Pommern. Aus Anklam wird berichtet: Die Zahl der Thphuskranken Hal sich biS Samstag auf 150 erhöht. Bisher ist nur ein TvdeS- all zu verzeichnen. Man nimmt an, daß die Typhusbazillen durch Milch eingeschleppt worden ind, da die chemische Untersuchung deS Lei- tungSwassers auf TyPhuSerreger ergebnislos verlief. Don Berlin sind Hilfsmaßnahmen eingeleitet worden. Typhusepidemie in Solingen. In Solingen ist eine Typhusepidemie ausgebrochen. Bis jetzt sind bereits über 90 Erkrankungen festgestellt. Ein großer Teil der Erkrankten war von einem Wildhändler mit Wild beliefert worden. Das Geschäft des Wildhändlers wurde daraufhin polizeilich geschlossen. Bisher sind 6 Personen gefto rben. In Gräf- rath sind 9, in Wald 4 und in Hochscheid 1 Person erkrankt. Schwarze Pocken in Karlsruhe. Wie aus Karlsruhe gemeldet wird, sind nach einer Mitteilung des badischen Ministeriums des Inneren die schwarzen Pocken von Kehl nach Karlsruhe eingeschleppt worden. Auch für Mannheim soll Einschleppungsgefahr bestehen. Die „Standard Oil Company Rew Verseh" kündigt an, daß sie in ihren mittel- kontinentalen Oelfeldern den Achtstundentag einführen wolle. Gleichzeitig sollen die Löhne nach einer neuen Skala berechnet werden, wodurch den Arbeitern ein teilweiser Ersah für etwa entstehenden Lohnausfall gesichert werden soll. Seit den ersten Bohrungen im Jahre 1859 wurden 12 Stunden täglich gearbeitet. Aus aller Welt. Ein Gnadengesuch für Angerstcin. Limburg, 14. Juli. ($11.) Angerstein hat, wie berichtet, am Schlüsse der gestrigen Verhandlungen die Erllärung abgegeben, daß er die Strafe bedingungslos annehme. Die Verteidiger sind nun übereingekonnnen, für ihn ein Gnadengesuch einzureichen, dem Anger- stein mit Rücksicht auf seinen Bruder nur unter der Bedingung zustimmte, daß dabei betont werd«, daß er selbst gegen ein Gnadengesuch sei. Bier Todesurteile. Schwerin, 14. Juli. (WTB.) Das Schwurgericht sprach nach zehntägiger Verhandlung, die wegen Gefährdung der Staatssicherheit unter Aussichluh der Oeffentlichkeit stattfand, das Urteil in dem Prozeß wegen der Ermordung des Helmuth Holtz aus Berlin, der auf dem Gute Oberhof bei WiSmar in Mecklenburg auf Veranlassung des dort ange- stellten Landwirts L i c z k a im Jahre 1923 diese Stellung angetreten hatte. Holtz, bet Roßbach- Anhänger war. war im Dezember 1923 nicht mehr in der Gemeinschaft und wollte Oberho verlassen. Bald darauf war er unter Zurücklassung seiner Sachen verschwunden. Seine Leiche wurde im Juni 1924 in dem Wohlenberger Wieck bei Wismar auf einem Acker vergraben aufgefu nden. Tleber die Einzelheiten der Vorgänge bei der Ermordung ist nichts befarmt geworden. DaS Urteil lautete gegen den Maurer R o h o w und Oberleutnant a. D Kalla wegen gemeinschaftlichen Mordes auf Todesstrafe, gegen Oberleutnant a. D Schöler wegen Anstiftung zum Morde aus TodeS st rase und wegen Anstiftung zum Meineide auf drei Jahre Zuchthaus, gegen den Landwirt L i c z k a wegen Anstiftung zum Morde auf Todesstrafe, gegen den Verwaltungs- antoärter Wagner w->gen Richtanzeige eines schweren Verbrechens auf zwei Jahre Gefäng - n i s und gegen den Maurer Wistow wegen Meinendes a"f 1 3 - Ein neues Rvtorschiff. Wie wir hören, wird gegenwärtig auf der Weserwerft in Bremen ein zweites Rotor- schiff gebaut, das 3000 Tonnen groß sein wird, während die „Buckau", ein umgebauter Dreimast- segler. nur 600 Tonnen faßte. Gegenüber der Rotorhöhe der „Bukau" von 15,5 Metern und einem Durchmesser von 2,5 Metern wird der neue Rotor eine Höhe von 28 Metern und einen Durchmesser von 7 Metern haben. Die Konstruktion wird dabei besonders auf die Verwendung der Rotoren als Zusatzkräfte hinausgehen, um so bie größte Wirtschaftllchkei für Frachtschiffe zu erzielen. Amunbfrn bei Eckener. Wir hören, daß auf eine Anfrage Roald Amundsen Dr. Eckener brieflich sich bereit er- klärt habe, innerhalb der nächsten 14 Tage mit Amundsen und Ellsworth in einer norddeutschen Hafenstadt zufarnmenzutreffen. Damit werde der Plan eines Zeppelinbaus zur Erreichung des Pols einen wesentlichen Schritt vorwärts gekommen sein. von Rumänien nach Stralsund zu Pferde. Der schwedische Herrenreiter Ingenieur Rausch, der den abenteuerlichen Ritt des Schwedenkönigs Karl XII. vom Jahre 1714 von Piesci in Rumä- nien nach Stralsund wiederholen wollte, ist in Begleitung seiner Frau in Debreczin (Ungarn) angenommen. Rasch und seine Frau legten die Strecke von Debreczin bis Klausenburg über den Rothen- Turm-Paß in Siebenbürgen zu Pferde zurück. Von Klauscnburg mußten sie die Fahrt im Automobil bis Debreczin fortsetzen, weil ein Werd lahmte. Rasch und seine Frau Hetzen den Ritt über Budapest, Wien, Regensburg nach Stralsund fort. Autorennen der Berliner Schauspieler. Auf der Grunewolder Avusbahn veranstalteten am Sonntag die Berliner Schauspieler zum erstenmal ein Autorennen. Im Verlaufe fres Rennens überschlug sich auf dem Rückwege der Wagen des Schauspielers Harry Lambert-Paulsen, vermutlich infolge einer Reifenpanne. Lambert- Poulsen und fein Mitfahrer wurden hcrausge- schleudert und mußten bewußtlos ins Krankenhaus aebracht werden. Lambert-Paulsen bat Quetschungen, fein Mitfahrer einen Bluterguß davongetragen. Der Affenprozetz. Day ton, 14. Juli. (WB.) In der heutigen Gerichtsverhandlung gegen ScopeS herrschte wegen der Haltung des Verteidigers Darrow, der dagegen protestierte, daß die tägliche ®e- r»chtsverhaudlung mit einem Gebet et« ' der VoriryenDe Raul.iron i>ea ^e^>uyi entnahm, erklärte Darrow: Ich protestiere gegen die tag- ltchr Gepslc geahnt, in Anwesenheit des Gerichtshofes zu beten. Ich verweigere niemanden, als Privatmann zu beten, aber ich verwahre mich dagegen, daß dieser Gerichtshof in ein en GebetSsaal verwandelt wird. Hierauf sagte dec Verteidiger Malone: Als Mttglied der Verteidigung. daS nicht zu den Agnostikern gehört, schließe ich mich dem Protest gegen das tägliche Gebet an. Wir glauben, daß die Eröffnung der Verhandlungen mit einem Gebet den Interessen des Beklagten Eintrag tut, und wir ind der Ansicht, daß diese Gepflogenheit hier eine religiöse Atmosphäre hervorruft, die unserer Sache abträglich ist. — Staatsanwalt Stoward äußert hierzu: Dies hier ist eine gottesfürchtige Versammlung. Wir sind gewohnt, unsere Gebete hier zu sprechen. - Malone erwiderte, sie seien genau so gottesfürchtig, worauf Raulston betonte, er sei verantwortlich für die Leitung der Versammlung. Es sei seine Gepflogenheit, dre- elbe mit einem Gebet einzuleiten. Es sei kein Grund vorhanden, warum er dieser Sitte nicht treu bleiben sollte. Er habe Anwei- sungen erteilt, daß bie Prozeßsache selbst im Gebet keinerlei Erwähnung finden solle. Aus Stadt und Land. Gießen, den 15. Juli 1925. Iuftizrat Dr. h. c. ©rünetaalb t- Rach kurzer schwerer Krankheit ist gestern der Justizrat Dr. h. c. Wilhelm Grünewald verschieden. Wilhelm Grünewald war am 18. Juni 1859 in Babenhausen als Sohn des Ziegeleibesihers Wilhelm Grünewald geboten. Er besuchte zunächst die Realschule in Offenback, später das Gymnasium in Darmstadt, wo er 1878 das 2Ibi- turientenexamen bestand. In Gießen und Leipzig studierte er Rechtswissenschaft und absolvierte nach dem im Jahre 1881 bestandenen Fakultäts- ejamen seinen juristischen Vorbereitungsdienst beim Amtsgericht und Kreisamt Offenbach, sowie beim Landgericht Gießen. 1884 unterzog er sich dem Staatsexamen, mehrere Jahre war er als Hilfsarbeiter bei dem Rechtsanwalt Geh. Justizrat Dr. Gutfleisch tätig, um sich dann selbst im Jahre 1887 als Rechtsanwalt in Gießen niederzulassen. 1893 trat er in die Gießener Stadtverordnetenversammlung ein, der er zunächst bis 1901 angehörte, von 1908 bis 1912 war er erneut Mitglied des Stadtparlaments, in dem er der juristischen und der Verkehrskommission angehörte. Am 15. Februar 1912 wurde er zum unbesoldeten Beigeordneten auf die Dauer von sechs Jahren gewählt, am 23. Januar 1918 er- olgte seine Wiederwahl, die Amtszeit endete 1919 auf Grund der Abänderung der Städteordnung, der Reuwahlen folgten. Als unbesoldeter Beigeordneter führte er den Vorsitz im Marktausschuh, in der land- und forstwirtschaftlichen Deputation und im Theaterausschuh, außerdem den stellvertretenden Vorsitz im Der- kehrsaussckuh. Er wurde weiter in den Kreistag gewählt, ebenso in den Provinzialtag, dem er bis jetzt angehörte. 1910 trat er in die Zweite Ständekammer als Mitglied der Fortschrittlichen Dollspartei ein. Ferner war er Vorstandsmitglied der Hessischen Anwaltskammer, und über 20 Jahre Vorsitzender des Vereins für Krankenpflege. Im Jahre 1917 regte er die Gründung der Gießener- Hochschulgesellschaft an, deren Vorsitz er bis zu feinem Ableben führte. In Würdigung feiner Verdienste um unsere Landekuniversi- tät wurde er von der Medizinischen Fakultät zum Ehrendoktor ernannt. 1919 wurde er als Kandidat der Demokratischen Partei in die verfassunggebende Rationalversammlung gewählt. Auch auf industriellem Gebiet war der Entschlafene in vielseitiger Weise tätig, sein besonderes Interesse galt hier dem Bergwesen und dem Bergrecht. Preisgekrönt wurde er mit einer Schrift über „Die Freizügigkeit der deutschen Rechtsanwälte". Rach alledem ist zu sagen, daß der Heimgegangene ein außergewöhnlich begabter und in selten vielseittger Weise tätiger Mann war, der bis zuletzt, bis Krankheit ihn erfaßte, mit regstem Eifer und starker Willenskraft seinen Pflichten oblag. IahrtausendseLer in Gietzen. Für die von dein Oberbürgermeister in Verbindung mit den politischen Parteien veranstaltete Jahrtausendfeier ist der Andrang so überaus start gewesen, daß sämtliche Plätze des Stadttheaters in kürzester Zeit vergeben waren. Um all den Vielen, die zu der heutigen Feier keine Karten mehr erhalten konnten, entgegenzukommen, wird die Feier mit genau dem gleichen Programm wie heute am kommenden Freitag, 17. Juli, imStadttheater wiederholt. Man beachte die heutige Anzeige. — Hier zeigt sich wieder mal recht überzeugend, wie notwendig für unsere Stadt ein auf Massenandrang eingerichteter Dau ist, und wie gut es wäre, wenn man die Volkshalle schon jetzt zur Verfügung hätte. Dann hätten zweifellos alle Ansprüche erfüllt werden können. Wer Bettlern Geld gibt- versündigt sich cm sernenMitmenschen! Bom städtischen Wohlfahrtsamt wird uns geschrieben: Die gewaltigen Wohlfahrtsanstalten in Bethel bei Bielefeld sind kürzlich auch hier im Film gezeigt worden. Ihr Gründer ist Pastor von Bodel- schwingh. Keiner kannte w:e er „die Brüder von der Landstraße" und ihr Wesen. Bodelschwingh sagt: „Kritikloses Almosengeben ist unbarmherzige Barmherzigkeit, ja die größte Grausamkeit." Wer Bettlerri Geld gibt, unterstützt in 9 von 10 Fällen die Arbeitsscheu, die Trunksucht und das Verbrechen. Der klug ist und sozial denkt, gibt daher Bettlern kein Geld, sondern Schecks des städtischen Wohlfahrtsamtsscheckdienstes, die allenthalben in der Stadt, wie auch beim Wohlfahrtsamt zu haben sind. Auf diesem Wege werden die wirklich Notleidenden ausreichend unterstützt, die Nichtstuer aber weggewiesen, so daß sie Gießen in schlechtem Angedenken behalten. Neueinlragung einer alten Hypothek. Die Gläubigerin einer im Jahre 1918 eingetragenen Hypothek vereinbarte, als im Jahre 1922 das belastete Grundstück auf einen neuen Eigentümer überging, mit diesem, daß hu ihren Gunsten an Stelle der alten Hypothek eine neue über den gleichen Betrag lautende Hypothek mit dem Range vor der alten Hypothek eingetragen toe.ru cn sollte, während bie letztere nunmehr an den Eigentümer des Grundstücks abzutreten fei. Es wurde streitig, ob die neu eingetragene Hypothek als eine vor dem 1. Januar 1918 erworbene im Sinne des § 2 Abs. II der dritten Steuecnotverordnung anzusehen sei. DaS Landgericht III Berlin bejahte diese Frage. Daß im Jahre 1922 formell eine neue Hypothek eingetragen, ja sogar eine neue Forderung tonn trutert worden sei, könne nicht entscheidend fein; Rur in Fällen, in welchen nicht nur formell, sondern auch wirtschaftlich betrachtet, neue, d. h. nach dem 1. Januar 1918 begründete Beziehung gen zwischen Gläubiger und Schuldner vorlägen, e» die geringere Aufwertung zuzubilligen. (Ur* teil vom 23. Juni 1924. 350. 66/24.) Hessischer Landgemeindelag. (Von unserer Darmstädter Redaktion.) Kürzlich hielt der Vorstand des Hes sichen Landgemeindetags in Darmstadt eine Dorstandssihung unter dem Vorsitz von Bürgermeister Alexander-Gonsenheim ab. Es wurde u. a. über den Finanzausgleich verhandelt, wobei von der Absicht gesprochen wurde, das Steuerprivileg für die Versorgungsbetriebe (Elekttizitäts-, Gas- und Wasserwerke) zu beseitigen, da man der Ansicht sei, daß in den meisten derartigen Betrieben, die nach gemischt-wirtschaftlichen oder ähnlichen Systemen arbeiteten, die ganze Geschastsleituna nach fauf- männischen Gesichtspunkten gehandhabt und auch erhebliche Gewinne erzielt würden. Es wurde deshalb auch nur als gerecht bezeichnet, toemt diese Betriebe zur Steuer herangezogen würden. Zu erwarten dürfe jedvch sein, daß die Wasserwerke künftighin weiter steuerfrei bleiben würden. Es wurde verlangt, daß den Gemeinden, den Wohngemeinden wie den Betriebsgemeinden, wieder ein Zuschlagsrecht zurCinkommensteuer gewährt werde. An- telle der Dezirksstenerausschülle müßten Bewertungsausschüsse treten, in denen der Gemeindeverwaltung Sitz und Stimme einzuräu- men sei. Zur Erledigung juristischer Fragen deS Landgemerndetages wurde ein juristischer Beirat, bestehend aus den Herren Alexander-Gonsenheim, Dr. V ö l s i n g - Alsfeld und Dr. Otte* poth- Schlitz gewählt. Der Vorstand konnte ich mit dem Anträge oberhessischer Landstädte an die Regierung, daß in allen Gemeinden und Städten bis zu 10 000 Einwohnern die Woh - nungsmangelvorschriften außer Kraft gesetzt werden möchten, nicht einverstanden erklären. Die allgemeine Aufhebung dieser Be- timmungen fei verfrüht: möblierte Zimmer und gewerbliche Räume könnten zuerst von der Woh- nungszwangswirtschast befreit werden. Zur Aufwertung der Kommunalanleihen sprach sich der Vorstand dahin aus, daß eine Differenzierung zwischen Obligattvns- und Schuld- anteihen nicht gemacht werden dürfe. Zum Schluß der Besprechung schloß sich der Vorstand dem Protest des Hessischen Stadtetage s, des Landgemeindetages und des Verbandes der hessischen Kreise und P rvvinzen gegen die Herabsetzung des Anteils der Gemeinden und Gemeindeverbände an der Reichseinkommen- und Körperschaftssteuer an. Gießener Wochenmarktpreise, am 14. Juli (Händlerpreise). Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkte: Butter 200—210, Matte 35-40, Käse 60, Wirsing 35, Weißkraut 35—40, gelbe Rüben 50, rote Rüben 20, Spinat 40, Römischkohl 20—25, Bohnen, grüne 60, Bohnen, gelbe 70, Erbsen 30—35, Mischgemüse 12 bis 20, Tomaten 60, Zwiebeln 20, Rhabarber 20, Kartoffeln, neue 10 bis 13, Frühäpfel 60, Birnen 70, Stachelbeeren 30 bis 45, Johannisbeeren 35, Himbeeren 60 bis 70, Aprikosen 100, Gänse 100 Pf. je Pfd., Eier 13—14, Blumenkohl 10—120, Salat Ist—15, Salat« gurken 30—60, Einmachgurken 6—10, Ober-Kohlrabi 10—25, Rettich 30—40 Pf. je Stück, Radieschen Bd. 20 Pf. Bornotizen — Lageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 8 ülhr Jahrtausendfeier der Rheinlande . — Eisenbahner-Drenustoffversorgung: 5Vz ÜIHr ülnterrichtszimmer »Oberhessischer Bahnhof" Hauptversammlung. Wettervoraussage. Zunehmende Bewölkung, wechselnde Winde, warm, nur strichweise Riederschläge. * ** Erhebung über Stellenlosigkeit der Angestellten. Am morgigen Donnerstag, 16. Juli, findet die vom Präsidenten der Reichsarbeitsoerwaltung angeordnete Zählung der stellenlosen Angestellten statt. Zu diesem Zweck müssen die Angestellten persönlich bei derjenigen Stelle, bei der sie als Arbeitsuchende gemeldet sind (öffentliche Arbeitsnachweise oder Angestett« tenverband) erscheinen. Ausweispapiere, die für die Beurteilung dcr Angestellteneigenfchaft erheblich sind, sind mitzubringen. Alle bei keiner der oorge- nannten Stellen als Arbeitsuchende gemeldeten Angestellten beiderlei Geschlechts müssen in ihrem eigenen Interesse gleichfalls unter Vorlage von Ausweispapieren über ihre Angestellteneigenschaft und ihre Stellenlosigkeit bei dem öffentlichen Arbeisnachweis ihres Wohnorts oder Aufenthaltsorts am 16. Juli den Fragebogen ausfüllen und dort wieder abliefern. ** Anlagenkonzert findet morgen, Donnerstag, nachmittags 6 Uhr, am Liebigdenkmal durch das Musikkorps des 1. (Hessischen) Bataillons, 15. Infanterie-Regiment unter Leitung von Ober- Musikmeister Löbcr statt. Dortragsfolge: 1 Fehr- beUiner Reitermarsch für Heroldtrompeten und Kes- selpauken von M. Meurion. 2. Ouvertüre zur Oper „Tannhäuser" von R. Wagner. 3. „Königstted" aus ,etchw. tS toüXrT -r^İ^"cht df ff teerte Li. JM« mühten 2e. Ä? kr ^Stimme dnxuriu. luristlschn Fragen ter «K juristischer Lander-Son. «lsfeld und Sr. A j ^r Dorstand tonnte mMch-r Landstädte altai Gemeinden und ntevhnern die Dvh. 'N ft en auhn foaU ncht einverstanden er. Aufhebung dieser > ndblierte Zimmer und ■ zuerst von ter Dvh. 'freit werden. Zur mmunalanleihm dahin auS, dah eine ligationS- und Schuld- verden dürfe. Zum M sich der Vorstand ssischen StLdte- meindetager und hessischen kreise n die tzerabschung deL unb Gemeindeverbände m° und Körperschaft- b-i '-»-'N L- »emV« ein. § 2 Tlii Qn'JOr ^achtet ^«‘"betag. ithcn )er für Äittteoch. irtaufenbfeicr derLhrm. er-DrcnustoffverfolZunz. er.OberhessischrrDahn- LV» ederstzlage. her Stellenlol'S' [en. Am morS'Sen L nnm Präsidenten der angeordnete Minna s 5 Zu diesem Zweck ' (s n f i d) bei btrienigen t 1 °Ai ,*»nbe aemeldel - ME 5Sfea*Äfi W&&-S u"d ert unter Le« ° t Fehr- Ü- ®orttflän und Syaicn, Mainz. Frankfurt a. W. unb anderen größeren Städten angetreten waren. Sportverein „Hessen"-Giehen. Am Sonntag fanden in Wetzlar im Stadion die diesjährigen Bezirkswettkämpfe statt. Infolge der vielen Beurlaubungen konn'.e sich der Verein nur mit wenigen Leuten daran beteiligen, die aber ganz ansehnliche Erfolge errangen. Jrn Weiterung für Anfänger erzielte Dffz.-Anwärter Heyer den 1. und Dbergren. Schäfer den 3. Preis. Letzterer konnte auch im 200-Meter-Lauf für Anfänger den 2. Platz belegen. Der schärfste und ipanncnbfie Komps war der 3000-Meter-Lauf. Die Gießener waren aus einen erbitterten Kampf zwischen dem Weilburger Gehrhardt unb dem Gießener Gefr. Wagner gefaßt. Wagner, von Sonntag zu Sonntag besser werdend, lief ein grobes, taktisch richtiges Rennen, in dem er sich die ganzen Runden von dem Weilburger führen ließ. Diesem immer dicht auf den Fersen bleibend, überholte er ihn 200 Meter vor dem Ziel, unter starkem Beifall der Zuschauer, und zerriß mit 2 Meter Dorsprung das Zielband. Nun hat auch Gehr- Hard im hiesiegen Bezirk feinen Bezwinger gesunden. Reit- und Fahrturnier in Friedberg. ss. Friedberg. 13. Juli. Das vom Wetterauer Reiterverein veranstaltete 9. Reit- unb gabrturnier, daS gestern hier auf der Seewiese abgehalten wurde, war auch in diesem Jahre von dem schönsten Wetter begünstigt und erfreute sich von nah und fern eines außerordentlich starken -Besuches. Eine vielhunderlköpfige Menge umsäumte den Sportplatz auf der städtischen Seewiese: zu Fuß, zu Wagen und natürlich auch mit Autos war die Bewohnerschast der Wetterau herbei- geströmt, um der beliebten Veranstaltung beizuwohnen. Und in der Tat wirkt sich die Veranstaltung immer mehr zu einem sportlichen Ereignis ersten Ranges aus, und mit Genugtuung kann man feststellen, über welch vorzügliches Pferdematerial die Wetterau verfügt. Aber die Veranstaltung soll ja in erster Linie nicht sportlichen Ansprüchen, sondern Bedürfnissen der Praxis dienen, und deshalb- wird auch bei der Beurteilung besonderer Wert auf eigene Zucht gelegt. Man kann feststellen, daß die Bemühungen des Vereins schon auf fruchtbarem Boden gefallen sind. Das Programm war mit 13 Rummern vielleicht etwas zu reichhaltig aus- gestattet. Da einzelne Rennen sehr reich beschickt waren, mußte etwas gekürzt werden. Das Rennen verlief ohne ernstliche Unfälle, obgleich einige Stürze vorkamen; nur in einem Falle, bei dem ein jugendlicher Reiter unter sein Pferd zu liegen kam, mußte die Hilfe der Sanitätskolonne in Anspruch genommen werden, doch stellte sich der Unfall glücklicherweise nur als ein leichter heraus. Rachstehend geben wir das Ergebnis der einzelnen Veranstaltungen in der Hauptsache. Eignungsprüfung für Reitpferde A. 1. Pr. Frl. Molnar-Frankfurt. 2. Pr. Frl. Fix-Fechenheim. Abt. B I. 1. Pr. Major Hertel. 2. Pr. Wachtmstr. Kreß. Abt. B II. Gräsl. Erbachsches Gestüt, 2 Preise. ArbeitSgespanne im Oelonomie- wagen (Zweispänner). 1. Pr. H. Reif, Dorheim. 1. Pr. Vrennemann, Ob.-Erlenbach. 2. Pr. Ern st Bieler, Gießen. Arbeitsgespanne im O e I o n o miete a g e n (Mehrspänner). Brennemann, Ober- Erlenbach. Eignungsprüfung für Reitpferde. 1. Pr. Gräsl. Erbachsches Gestüt. 2. P r. Fritz Schlüter, Gießen. 3. Pr. Gräfl. Erbachsches Gestüt. Eignungsprüfung für Reitpferde. 1. Pr. Frl. Molnar, Frankfurt. 2. Pr. Gräsl. Erbachsches Gestüt. 3. Pr. W. Drücke mann. Grohkarben. Eignungsprüfung für Wagenpferde (Einspänner). 1. Pr. E. Bieler, Giehen. 2. Pr. derselbe. 3. Pr. E. Lorberg. Wickstadt. 4. Pr. K. Kühn, Preungesheim. Eignungsprüfung für Zweispänner 1. Pr. E. Bieler, Gießen. 2. Pr. H. Pflug, Rieder-Wöllstadt. 3. Pr. Fr. Kaz, Okarben. 4. Pr. Ad. Bausch. Rieder- Wöllstadt. Eignungsprüfung für Zweispänner. 2 erste Preise E. Bieler- Giehen. Fr. Kaz, Okarben. Ermunterung- - Jagd - Springen. 1. Pr. Uhrig, Löwenhof. 2. Pr. C. Bieber, Okarben. 3. Pr. Ad. Moscherosch. Burggräfen- rode. 4. Pr. Fr. Walter. Petterweil. 5. Pr. W. Holler. Friedberg. Leichtes Jagdspringen. 1. Pr. Gg. Uhrig, Löwenhof. 2. Pr. derselbe. Leichte- Jagdspringen. 1. Pr. Th. Hetz. Dortelweil. 1. Pr. Oberltn. Hamann. 2. Pr. Obltn. Hosmann. 3. Dr. Gräsl. Erbachsche- Gestüt. 4. Pr. Hess. Schutzpolizei. Darmstadt. 5. Pr. dieselbe. 6. Gräsl. Erbachsches Gestüt. 7. Pr. dasselbe. 8. Pr. Paul Heil. Xrabf obren für Einspänner. 1. Pr. Fr. Walther. Petterweil. 2. Pr. Fritz Schlüter Gießen. 3. Pr. Fr. Krönet, Vilbel. Gruppenspringen. 1. Pr. Gg. Uhrig, Löwenhos. 1. Pr. Hess. Schutzpolizei. Darmstadt. 2. Pol. W. Abt. Friedberg. 3. Pr. Fr. Hege- fing. Dad-Rauheim. 4. W. Brückmann, Groß- karben. Schweres Jagdspringen. Ehrenpreis der Stadt Friedberg. Sieger Oberltn. Hamann. Jugendrennen. 1. Pr. A. Dietz. Rdr.- Weiscl. 2. K. Fischer. Homburg. 3. E. Lorberg. Wickstadt. Den Rennen voran ging die feierliche Ucber- reichung einer kunstvoll gestickten Standarte an die Retter-Abteilung des Vereins, welche unter Führung ihrer Reitlehrer Rapp und Ihle beachtenswerte Leistungen vorführte und ihren beiden Lehrern alle Ehre machte. Rundfunk-Programm des Frankfurter Senders. (Aus der „Radio-Umschau".) Donnerstag, 16. Juli: 12 Uhr: Nachrichtendienst. 3 Uhr: Wirtschasts- melbungcn. 4 Uhr: Wetterbericht der Gießener Wetterdienststelle. 4 Uhr: Wirlfchaflsmeldungen. 4.20 Uhr: Nachrichtendienst. 4.30—6 Uhr. Nachmittagskonzert des Hausorchesters: „Gaudeamus". 6 Uhr: Wirtfchaftsmeldungen. 6—6.30 Uhr: Die Lesestunde (Aus fernen Ländern): Aus dem Buch: Südamerika, die auffteigende Welt, von Colm Roß. 6.30—7 Uhr: Uebertragung von Kassel. — Bortrag des Ingenieurs Hans Holzhäuser: „Das gesprochene Wort als Beweismittel". 7—7Z0 Uhr: Stunde des Südwestdeutschen Radioklubs: Vortrag von O. Rottmann-Marbura: „Geaentaktverstär. kung in Niederfrequenzkreisen". 8.30—9.30 Uhr: Uebertragung von Kassel: Schlager-Abend. 10 bis 11 Uhr: Kursus für Einbrecher mit praktischen Ucbungen I. tm Kopfwaschpulver oas allen Anforderungen gerecht wird, nach dem Urteil erster Fachärzte absolut unschädlich ifl, sich leicht löst, prächtigen milden Schaum ergibt und vorzüglich reinigt, ist das allseitig empfohlene Schanmpon mit dem schwarzen Stopf. Ein Paket 20 Pkg. Erhältlich in den Sorten: Veilchen, Eau de Cologne, Lavendel, r Kamille, Eigelb, Nadelholztcer, BrennesseßPerrltannin. Hersteller: Hans Schwarzstopf, Rerlin-Dahlem. Möbelfabrik Th.Brück Inhaber: Th. Weinen Brandpiatz Haltet teilt der gegenüber dem Alten Schloß V_> L L-fJ V! 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M. 6865A Persette Verschiedenes] 69008 wach Süd-Amerika (Brasilien, Argentinien, Westküste), Cuba-Mexico,W estindien, Afrika, Ostasien usw. inVerbin- dung mit anderen Linien im Alter von 66 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit durch einen sanften Tod entrissen. In unsäglichem Schmerz für die Hinterbliebenen Hermance Grünewald geb. Gatzert Komplette Betten Bekanntmachung. Die abschriftlich nachstehende Bekanntmachung wird hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht. Giehen, den 14. Juli 1925. Der Oberbürgermeister: Keller. Toilette-Artikel 3elserollen, Badehauben und Schuhe Kölnisches Wasser OrogerieWinterhoff K Krensplatz 10 A Heute vormittag 11 Uhr wurde uns mein heißgeliebter Gatte, unser treuer Vater, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Bezirksverein Gießen der Verbindung selbständiger Gärtner Heftens Kosten des Schuldners. Giehen. den 14. Juli 1925. Der Oberbürgermeister: Keller. Taschen-vramr Stammhaus Offenbach a. M. Sonntag, 19. Juli: WkMM mit Damen nach Steivfuckh. 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Bekanntmachung Die Mitglieder des unterzeichneten Vereins bitten die verehrliche (Ein wohnerschaft von Giehen, soweit sie anläßlich des Kreisturnfestes Gurrlanden, Kränze ufw. zu beziehen wünscht, diese bis zum 15. Juli in Auftrag geben zu wollen, da nur in diesen Falle für pünktliche Belieferung Gewähr geleistet werden kann. WüÄM finden vier Personen in einem schön gelegenen Luftkurort Thüringens. Bolle Pension tägl. 5.50. äh. t. d. GeschäftSst. s G. Anz. 68700 K»tat Art welcher ca. 5000 Gegenstände aller Warengattungen enthält, umsonst tmä portofiret. S8F* Quallt&tarware wie Im Frieden. C. Leisler Neuenweg 23. 64T. 16. b. 25. Juli? Angeb. u. Nr. 577 an Herso« Plockstr. 5. 6 83h mit höherer Schulbildung sofort in angenehme und gut bezahlte Stellung von größerem Geschästsunternehmen gesucht. Schriftliche Angebote unter 6884V an den Gießener Anzeiger. Bekanntmachung. Betr.: Die Gewerbesteuer der Gemeinden, Kreise und Provinzen im Rj. 1925. Der Kreistag des Kreises Giehen hat mit ministerieller Genehmigung die Erhebung eines Teils der Gewerbesteuer für das Rj. 1925 in Gestalt eines Zuschlags zu den Einkommensteuervorauszahlungen beschlossen, und zwar: von 3 Prozent in der Stadt Giehen und von 18 Prozent in den Landgemeinden. Die Steuer wird mit den Einkommen-' steuervorauszahlungen und der staatlichen Gewerbesteuer fällig und ist von den Gewerbesteuerpflichtigen gleichzeitig mit diesen Steuern an dem für deren Zahlung maßgebenden Termin bei der zuständigen Finanzkaffe bzw. der zuständigen Unter» erhebstelle zu entrichten. Bei nicht recht» zeitiger Zahlung erfolgt Mahnung und Beitreibung auf Kosten des Schuldners. Giehen, den 6. Juli 1925. s68998 Der Vorsitzende des Kreistags: Graef. Bekanntmachung Betreffend: Erhebung der Gewerbesteuer im Rj. 1925. Auf Beschluß der Stadtverordneten- Bersammlung und mit Genehmigung des Hessischen Ministeriums des Innern erfolgt im Rj. 1925 die Erhebung eines Teils der Gewerbesteuer in Form eines Zuschlags von 30% zu den Einkommen- und Körperschaftssteuer-Vorauszahlungen als Abschlagszahlung auf die später stattfindende Veranlagung des Gewerbeertrages. Die Steuer wird mit den Einkommen» unb Körperschaftssteuer-Vorauszahlungen und der staatlichen Gewerbesteuer fällig und ist von den Gewerbesteuerpflichtigen gleichzeitig mit diesen Steuern an dem für deren Zahlung maßgebenden Termin (erste Zahlung bis zum 10. Juli, Schon- ttist 1 Woche) an die Finanzkaffe Giehen zu entrichten. Bei nicht rechtzeitiger Zahlung erfolgt Mahnung und Beitreibung auf MM« nimmt noch Kunden anker dem Haufe an. iRtcaelviab 88 p. Villa geschlossen, evtl. 3-U. 4-311111.' MMW m. Aenttalbeun., z. 1. X. 25 beziehbar, gegen Hergabe von Darlehen zu vermieten. Lckn. An- icbote mit Angabe ). Darlehensfumme u. 05909 a b. G. An». 19 Mark auf erste Hypothek von Selbsfgeber gefacht. Schr. Ann. u. 6S73c an b. G. Anz. Postscheckkonto: Nr. 10198 Köln ^tr^tausali. wir bereitTiiiltst um oder zahlen den Betrog zurfick. 'abrlk-Marke. •z. Biegung. KL °"bstei>chjg^ Win 5tq»& oerverkauin. wip Müllrr, -Leleobon >57,V 816 nimmt nod, $lunbtn an fier btm^ule au. .jhenebiab 8»j, Villa" A »nie loeb ra9e 52a geschlossen' evtl. 3-01-M- leniaiin m. Bentralbeufl., >. L X. Li behebbar, gegen Hergabe von Dar,eben z« vcr- micteu. Lcki. An- - geböte mit Angode i. o. T’nrlebcnblumme „ u. 05909 a.b.@. Äni. litt' auf etile tw.be! / von Selbiigelicr ge- sucht. Schr. %tx\'V u. Ift-flSc. an b. ,4. Anj. WMlt Maui 5 bis 6 Monate i, gegen gute Eicher« >, heil und Zinsen zu * leiben gebubt i) Schristiiche Angebote unter W« an beit Gick Anieiner. (Beroerbebelrieb, 125 Arbeiter, jud)t sofort »L zur Erweiterung. Guter Jinsfutz. Schr. Ang, II. E an deii Giei^M Suche w*. SSjSS? S"O>»S LRR N?üdeuim""> -Knktnanö j“01 KK!!« cneun? angeb. u. 'ifiS .M m. (( 3 Zweites Blatt Giegener Anzeiger ».uiiwotQ, zo. lull (925 Hessischer Landtag. Darmstadt, 14. Juli. (Gig. Bericht.) Präfi- dent Adelung eröffnet die Sitzung um 9j Uhr. Die Beratungen werden bei Kap. 75" „M i nist e r i u m für Arbeit und Wirtschaft" ausgenommen. Zu diesem Kapitel hat der Abg. Dr. Werner einen Antrag eingebracht, das ganze Ministerium aufzuheben und anderen Ministerien zu übertragen. Die Abg. Glaser und Dr. L e u ch t- g e n s beantragen. 11 akademische Beamte sowie 25 mittlere und untere Beamte zu streichen. Der Aus- schuh beantragt, die Anträge abzulehnen und das Kapitel (11 175 Mk. Einnahme und 379 275 Mk. Ausgabe) zu genehmigen. — Ferner wird bei diesem Kapitel ein Antrag. 15 000 Mk. für die Reichs-Weinausstellung in Koblenz zu bewilligen, mitberaten. Aba. Dr. Leuchtgens er- stattet Bericht darüber. Der Ausschuß ist für Genehmigung dieser Summe. iir Abg. Mann (Soz.) macht allgemeine Aussuh- rutigen über die gegenwärtige wirtschaftliche Lage. Er wendet sich gegen die Eisenbahnve r w a l- tung, die viele Leute, die jahrelang bei ihr beschäftigt waren, rücksichtslos entlassen habe. Bon einer Beeinflussung der Regierung durch die Gewerkschaften könne man nicht reden, die Arbeitgeber hätten Vertretungen in der Landwirtschafts- fommer, der Handwerkskammer und den Handelskammern sowie in den Arbeitgeberverbänden, aber eine Arbeiterkammer gebe es nicht, diese sei zu fordern. Abg. Böhm (Dschn.) spricht von der Rot weiter Volksschichten, von den Kriegsbeschädigten, den Sozialrentnern und den Arbeitslosen. Der Redner spendet einer Reihe Drgani|ationen Lob für ihr soziales Wirken, darunter auch der Landwirtschafts, fammer. Die Fortführung der Sozialpolitik fei notwendig, aber auch Sparsamkeit. Die Unterstützung der Sozialrentner, der alten Leute, der Kriegshinterbliebenen und der Altoete- ranen müsse durchgeführt ober wieder eingeführt werden. Die Arbeitslosigkeit könne durch Fernhal- lung von ausländischen Arbeitskräften zum Teil behoben werden. Auch könnten Erwerbslose zur Kulivierung von Oedland verwendet werden. Der Redner wendet sich gegen das Dogma des Achtstundentages. 3m Wohnungswesen hat es die Regierung an Energie fehlen lassen; viele Menschen Hausen daher heute ganz erbärmlich. Das christliche Gewissen müsse aufgerufen werden; die Arbeitgeber mutzten der wirtschaftlich Schwachen gedenken und die Arbeitnehmer dürften sich nicht von der Volks- aemeinschaft trennen. Unser Ziel fei, auch das des Landtags müsse fein, eine soziale Versöhnung herbeizuführen. Der Redner streift u. a. den Ankauf des R i e r ft e i n e r Weingutes, das Zentrum sei zum Teil ja Gegner des Ankaufs dieses (Stiles gewesen. Bei Besprechung der Zollfrage erhärte der Redner, die Sozialdemokratie zeige hier viel Phari,uertum, zumal da die Sozialdemokratie zwei Prominente in ihren Reihen habe, den Staats- Präsidenten Ulrich und den Minister Raab, die ßochschutzzöllner seien. Die Zölle wären nicht allein zum Schuh des Wirtschaftslebens der Gegenwart notwendig, sondern auch im Interesse der kommenden Generationen. Wenn die Linke es wünsche, daß ,in Wahlkampf wegen der Zölle entbrenne, so wäre feine Partei mit fliegenden Fahnen dazu bereit, es mürbe sich wieber, wie bei den Präsidentenwahlen tine Einigung ber Rechtsparteien zeigen und viele Freihändler würden in diesem Kampfe, wie vom Blitz erschlagen werden. (Lebhafter Beifall.) Abg. W e ck l e r (Ztr.) macht Ausführungen über die Lage der Landwirtschaft und legt den Standpunkt seiner Partei zur Zollfrage dar; tr wendet sich gegen Hochschutzzoll und gegen Be- ceitschaftszölle und ist für einen mäßigen Schutzzoll. Die Mehleinfuyr müffe unterdrückt werden. Die Forderung, die Landwirlschaflsämter der Land- Wirtschaftskammer zu unterstellen, lehne seine Par tei ab. Rach Wiedereröffnung der Sitzung erhärt Abg. Dr. Müller (Bbd.), daß die Schöben ber Gegen wart nur burch eine gesunde Landwirtschaft geheilt werden können. Die Landwirtschaft habe jetzt im Gegensatz zu früher, außer einer Preiskrise, eine Krise zu überstehen, die durch steuerliche Belastung der Betriebe und durch eine Kreditnot hervorgerusen lei. Gerade die Kreditnot sei in Hessen bc^ sonders spürbar gewesen wegen der Unwetierschäden. Die kurzfristigen Kredite müßten in langfristige um- gewandelt werden Selbst bei der Sozialdemokratie sändcn sich heute manche Anhänger des Schutzzolls. Abg. Müller führt als Beweis hierfür eine Reihe von Aeußerungen führender Sozialdemokraten an. Der Redner erörtert hierauf Spezialfragen des Schutzzolls, wobei er wiederum für die Richtigkeit feiner Gründe sich auf Zeugnisse sozioldemo- gefragl, was für unser Schicksal maßgebend sei. Ich denke, gesunde Gedanken, denen richtige Taten folgen. Auch die Wirtschaft kann unser Schicksal fein, das lehn 1923. Wir müssen uns daran erinnern, daß es mit die Absicht unserer Gegner war, durch den Krieg unser Wirtschaftsleben zu zerstören und die Deutschen vom Weltmarkt zu verdrängen; leider ist ihnen das zum größten Teil gelungen. Wir sind auch weltwirtschaftliches Objekt. Um uns emporzu- führen, ist darum grundsätzlich eine Versöhnung der verschiedenen Volksschichten anzustreben und ber Klassenkampf zu beseitigen. Ar- bciigcber unb Arbeitnehmer gehören zusammen; die Gewerkschaften müssen sich als Produktionsorgani- jation betätigen. Dieses Kemeinsamkeits- gefühl ist um so notwendiger, als jetzt die Füh- lungnahmc zwifchenArbeitgedern und Arbeitnehmern, die Fühlungnahme von Mensch zu Mensch, durch die Organisation aufgehört Hot. Auch Konzerne haben Gefahren; es muß daher ein starker Staat sein, der diesen Gefahren entgegentritt. Konzerne 12 Expreßboten auf allen oberhessischen und benachbarten Bahnstrecken sowie 200eigeneVertriebsstellen sorgen täglich dafür, dah der Gießener Anzeiger auch in den abgelegenen Orten seines Verbreitungsgebietes noch am Erfcheinungstage pünktlich in die Hände der Leser gelangt. Für die zweite Halste des Monats Juli bestellt man den Gießener Anzeiger für 1 Mark und 10 Pfennig für Trägerlohn in Gießen bei der Gefchäftsstelleund bei den Trägerinnen,auswärts bei den Dertriebsstellen. kratischer Führer beruft: Namentlich wendet er sich aeaen die Behauptung, daß durch Schutzzölle die Lebenshaltung verteuert werbe. Abg. Freiherr v. H e y l (D. V.) knüpft mit feinen Ausführungen an eine Bemerkung bes Abg. Mann an, daß im Landtag zuviel geredet würbe; bas fei richtig. Darum empfehle er, baß zukünftig nur bie Fraktionsvorsitzenben tagten. Ferner habe Abg. Mann gesagt, man solle nur Sachoerstänbige reden lassen. Aber bann müßte erst untersucht werben, wer ein Sachverstänbiger sei. Der Rebner erklärt weiter, er wolle hier roeber bie Sachoerstänbigkeit für sich in Anspruch nehmen, noch als irgenbein Vertreter von Interessenten sprechen, fonbern er fühle sich als Vertreter des gesamten Volkes. Wenn alles redet, dürfen wir allein nicht schweigen, denn in einem demokratischen Staatswesen — seit den Vorfällen von gestern können wir das aber wohl nicht mehr so nennen — ist das leider die Hauptsache. Es wird viel gibt es auch bei den Arbeitnehmern: das sind z. B. die Konsumvereine, die auch keine Rücksicht auf die Handwerker nehmen. Im Ruhrgebiet tri- feit es bedenklich; wenn die Arbeitgeber zugrunde gehen, gehen die Arbeitnehmer dort mit. Wer zahlt denn die Löhne? Sind es die wenigen Leute in den Aktiengesellschaften, die die Löhne festfetzen? Die Ware ist cs, die die Löhne bezahlt; wenn sie nicht bezahlt wird, dann können auch keine Löhne bezahlt werden. Aehnlich, wie mit den Löhnen, ist es auch mit der Lohnsteuer. sie wird letzten Endes von der Wirtschaft g e - tragen. Die Lohnsteuer ist ein Vorschuß, den der Arbeitgeber leistet, und der durch die Wirtschaft wie- der einkommen muß. Eine Lohnerhöhung ist nur bann zu tragen, wenn eine Probuk - tionsfteigerung eintritt. Der Achtstunbentag könnte ausreichen, wenn auch wirklich während bie« Die Tragödie des Christian Holzwart. Ern Gegenstück znm Falle Angerstein. Nachdruck verboten. Don Zeit zu Zeit lesen wir immer wieder, bah da unb dort ein Mensch innerhalb kürzester Frist oder so oft sich ihm hierzu die Selegenheit bot, eine größere Anzahl seiner Mit- inenschen ums Leben gebracht hat. Gewiß sind eigentliche Räubertaten, zu denen sich Mehrere zur fortgesetzten Verübung von Verbrechen an Leib und Leben zusammen taten, in unserer Zeit immerhin gesteigerter und verbesserter Verkehrssicherheit fast verschwunden, wenigstens hierzulande. Banden, wie sie Johannes Bückler, der am 21. Rovember 1803 in Mainz enthauptete .SchinderhanneS", organisierte — bie bei ihm angewendete Guillotine wird in Hessen heute noch verwendet — Banden, die Monate oder Jahre lang eine Gegend oder ganze Landstriche in größter Erregung und Furcht hielten, gibt es nicht mehr, wenn auch gewiß ein Hölz mit seinem Anhang noch in unsere Zeit gehört, der seinen räuberischen Erpressungen ein politi- sches Mäntelchen umzuhängen suchte und dabei auf die Gefolgschaft und den Anhang derer rechnete, die nicht alle werden. „Massenmörder." Ein jeder gibt ohne Zweifel allen, die mit ihm nach seiner Tat amtlich befaßt sind, vor allem jenen, denen die harte Pflicht obliegt, über seine „Schuld" — d. h. hier über Leben und Tod — zu Gericht zu sitzen, eine unendliche Fülle von Rätseln auf. Der Beweggrund des Einzelmörders, z. B der des Mörders an seinem Auswucherer, des Mörders am De- kiher eines Wertgegenstandes, des Mörders an einer Frauensperson, liegt oft klar zu Tage. Anders ist es beim „Massenmörder". Wer mochte sich wie z. B. im Falle Angerstein vermessen, von vornherein zu sagen: Dieser und kein anderer Beweggrund ist die Ursache seiner Untat! Und können ihre letzten Grunde wirklich jemals restlos geklärt werden? Jeder Mensch ist sich selbst so oft ein Rätsel, Denn er erst beginnen will, sich selbst zu enträtseln. Zwar ist nach des berühmten Rabbi Ausspruch „Alles schon dagewesen". Richtig — und falsch. Die inneren Beweggründe allen schon dagewesenen äußeren Geschehens werden doch stets andere fein. So wie die Fingerabdrücke aller Menschen ganz gewiß bestimmt von einander verschieden sind, ebenso handeln die Menschen stets in anderen Lebenslagen, unter anderen äußeren Umständen und deshalb, das darf mit Bestimmtheit gefolgert werden, auch unter verschiedenem Denken. In diesem Sinne ist zu sagen: Alles ist nicht schon einmal dagewesen. Und: Wenn zwei dasselbe tun, so ist es nicht dasselbe. Jakob Wassermann hat als Erzähler im Rikola-Verlage eine größere Anzahl lesenswerter Begebenheiten geschildert und Charaktere zu entschleiern versucht. Unter seinen Erzählungen findet sich auch die dem „Reuen Pitaval" entnommene Schicksalsschilderung eines „Mörders" seiner Familie, Christian Holzwart, der unter ähnlichen Umständen, wie jetzt Angerstein, zunächst einen räuberischen Ueberfall und Brandstiftung als die Ursache seiner Verwundung und des Todes seiner Familie angab. Hören wir den gekürzten Bericht: Es war am 29. Dezember 1845 in der Frühe, als Holzwart blutüberströmt und mit verkohltem Barte von der Sudenburg, einer Vorstadt Magdeburgs, außerhalb der Ringmauern, bei dem Magdeburger Wundarzt Koch ankam, von Flammen sprach, und daß seine Familie wohl erstickt sei. Inzwischen hatte man in der Sudenburg bereits sechs Leichen aus dem Schutt des ausgebrannten Holzwartschen Hauses geschafft! Alsbald fteUte sich auch bei dem Wundarzt die Kriminaldepu- tation ein, um von Holzwart Auskunft zu verlangen. Er antwortete unzusammenhängend wie ein Fiebernder, er sei in seinem Laden von einem Unbekannten überfallen und gestochen worden, habe diesen verfolgt, sei dann umgekehrt und habe fein Haus in Flammen stehend vorgefunden. Im Hause waren die Frau, der Sohn und vier Töchter ermordet worden. Daran bestand kein Zweifel. Selbst die Christgeschenke waren mit Blut bespritzt. Aber die Kleidungsstücke, die Holzwart trug, waren unversehrt und die Schnitte an seinem Halse ließen nur einen Selbstmordversuch vermuten. So wars sich bald von selbst die Frage auf — man denke an Angerstein — sollte Holzwart selbst der Mörder dieser seiner wohlgeratenen Kinder und seiner Frau fein? Aus Haß? Aus Habsucht? Aus Rot? Alle waren arm, hatten nichts besessen und nichts zu erben! Das Volk sah — mit Recht — in ihm den Mörder und fluchte ihm! Aber man höre sein Schicksal, die Angabe seiner Beweggründe. Erst nach einer Woche war Holzwart vernehmungsfähig. „Ja, ich bin schuldig, sagte er; es ist aber mein Verbrechen nicht das Werk eines augenblicklichen Einfalls. Jahrelang, |o fuhr er fort, habe ein Unstern über ihm und seiner Familie geschwebt. Diese Ueberzeugung habe ihn die Hand gegen seine Familie erheben lassen. Kein anderer Grund als die Liebe habe ihn zu seiner schrecklichen Tat veranlaßt. Deshalb habe er die Seinen auf die schnellste und schmerzloseste Weise aus der Welt geschafft. Unbewußt und froh hätten alle die letzten Augenblicke ihres Daseins herannahen sehen. Trotz schwerer Schicksalsschläge in seinen Geschäften sei er nie zu niedrigen Handlungen herabge- sunken. Aber als es um ihn so schlecht gestanden habe, daß er nur von Wohltaten und Almosen fein und seiner Familie Dasein habe fristen können, als er habe befürchten müssen, daß die Seinen der Armut, der Gemeinheit, dem Laster verfaUen könnten, da fei er zum Letzten geschritten. Und Holzwart schilderte seine unselige Tat in allen ihren Einzelheiten. „Den Tod erwarte ich, antwortete er auf die Frage des Richters, mit Freude erwarte ich ihn, ich wollte ihn mir selbst geben, aber es ist mir leider nicht geglückt." „Sein Gesicht war voll Ruhe, fein Blick frei, sprechend und sanft" heißt es im Bericht. Die Stimmen, die die Liebe Holzwarts zu den Seinen in Zweifel zogen, wurden widerlegt. Er war ein religiöser und reeller Mensch; seine Lieblingsbeschäftigung war das Schachspielen. Aber zwischen ihm und seinem Vater sei es oft zu wilden Szenen gekommen. „Einmal bei einem Streit habe sein Vater ihm geflucht, und von diesem Augenblicke an fei fein Glücksstern untergegangen.“ Der beschränkte Raum einer Zeitung verbietet die eingehende Schilderung seines bewegten Lebens. Welchem Erwerbszweige er sich auch zuwenden mochte, in einem jeden hatte er trotz Fleißes und Eifers nur Mißerfolge. So trat allmählich der Gedanke an ihn heran, mit feiner Familie schmerzlos aus dem Leben zu gehen. „Ich war außerstande, die Meinen vor dem Untergang zu retten. „Rach feiner Meinung war er fer Zeit intensiv gearbeitet wird. In Amerika, bas UNS als Vorbild oorgeführt wird, paßt sich der Arbeitstag ber Marktlage an. Bei uns ist mehr sozialer Sinn als in irgendeinem andern Land der Welt, sonst würden z. B. ganz andere Arbciterentlasjungen im Jahre 1923 im besetzten Gebiet ftattgeümbcn haben. Ein Auioiyp, der in Amerika und Deutfchlanb hergestellt wirb, erfordert bei uns soviel mehr Arbeitsstunden, baß selbst bei dem höheren Arbeitslohn in Amerika, die Autos in Deutschland teurer find. In Amerika wird eben bedeutend mehr gearbeitet, allerdings find auch dort die Arbeiter viel schneller verbraucht. Wer weniger leistet mu ß auch weniger verdienen. Amerika kann 80 Proz. seiner Produktion ganz gut im eigenen Lande verkaufen und kann 20 Proz. zu sehr geringen Preisen auf den Auslandmarkt werfen. Der Abgeordnete Mann hat behauptet, die Arbeitgeber seien für Beseitigung aller sozialen Leistungen; das ist grundfalsch. die deutsche Industrie ist immer noch führend auf sozialem Gebiete. Andere Länder haben ja vielfach die sozialen Einrichtungen noch nicht, die wir besitzen. Zwischen sozial und sozialistisch ist ein Unterschied. Die Gesunderhaltung der Wirtschast ist die Hauptsache, dann erst kann die Sozialpolitik durchgeführt werden. Wir sind ein armes Volk unb müssen daher auf sozialpolitischem Gebiete manches Wünschenswerte zurückstellen. Der Abg. Mann hat selbst den Kapitalmangel als bestehend anerkannt; die Reubilbung von Kapital wurde von Dr. Schacht gefordert, schon allein wegen des Dawes-Abkommens. Die Bilanzen der Aktiengesellschaften müßten demnach ganz anders aussehen wie jetzt; jeder Heine ilcber- schuh muh aber, wie Dr. Schacht sagte, in den Produktionsprozeß hineingesteckt werden, sowohl bei der Industrie, wie bei der Landwirtschaft. (Beifall.) Die Arbeitnehmer sollten daher, statt zu schimpfen, sich freuen, wenn bet der Industrie gebaut wird, denn dieses Gelb ist gut angelegt vom Arbeitnehmerstandpunkt aus, weil neue Arbeitsgelegenheiten geschaffen werden. (Zustimmung.) Bei der Zollfrage ist zu berücksichtigen, baß die lateinischen Staaten Amerikas während des Krieges eine gewaltige Entwickelung durchgemacht haben unb eine große Gefahr für uns geworden sind, wegen ihrer geringeren Löhne und geringeren Produktionskosten. Wenn wir unsere Wirtschaft schutzlos lassen, dann begehen wir wieder denselben Fehler wie 1918, als wir bie Wasien wegwarfen: dann wird Deutschland wieder der Tummelplatz des Auslandes sein. Der ehemalige Sozialist Calwer betont die Rotwenbigleit von Zöllen allein schon als Kampfmittel. Die Landwirtschaft braucht unbedingt vernünftige Zölle; ihre Interessen gehen da mit der Industrie völlig einig. (Beifall.) Merkwürdig ist, daß Reichsbankpräsident Schacht Schuh der Landwirtschaft verlangt, gleichzeitig aber Zölle ablehnt und sie damit schutzlos läßt. Die Verbesserung ber Produktionsmittel der Landwirtschaft ist notwendig, aber auch Verbesserung des Grund und Bodens. (Zustimmung.) Der Landtag hat ja auf Veranlassung von Dr. Dehlinger das Projekt zur Entwässerung des Rieds angenommen. Bei dem linksrheinischen Bezirk Eich-Gimbsheim kommen etwa 4000 Hektar Land für die Meliorisation in Betracht. Die Umsatzsteuer ist eine der unglücklichsten Steuern, weil sie bezahlt werden muh, ohne dah man weih, ob das Geschäft mit einem Verlust abschlicht; da sie oft mehrfach erhoben wird, so wird die Ware verteuert. Wenn wir für freie Wohnwirtschaft sind, so sind wir nicht für Aufhebung des Mieterschutzes von heute auf morgen. Den Ausspruch niemand auf der Erde eine Auskunft zu geben verpflichtet, und seine Tat muhte vor Gott allein verantwortet werden. Der fürchterliche Irrtum, eine Familie verloren zu glauben, wenn die Hilfsquellen der Existenz versiegen, beruhte hier auf Charakterfehlern nicht allein, fonbern auf Gemütsanlagen, die mit tragischer Siebe Bande bes Blutes als unauflöslich betrachten. Die älteste Tochter war schön, vorzeitig entwickelt, blühend in Gesundheit und reizend durch freundliches Betragen. „Sie würde ihre Käufer schon gefunden haben", warf Holzwart im Gespräche mit bitterem Hohne hin, „aber ich habe ihre Unschuld bewahrt und gerettet“. Im Dezember 1846 wurde Holzwart zum Tode durch das Rad verurteilt. Ein Gnadengesuch reichte er nicht ein. Er wollte den Verzug des Verdikts nicht verzögern. Seinem Willen entgegen bat das Gericht den König um Gnade für ihn. Er schrieb Gedichte — Tagebuchblätter. Die Strafe des Räderns wurde in die der Enthauptung umgewandelt. Im Jahre 1848 scheute sich bie Behörbe, eine Hinrichtung vollziehen zu lassen. „Sobann wurde bas Todesurteil in lebenswierige Zuchthausstrafe verwandelt. Ungeheurer Schrecken erfaßte ihn bei der Verkündung dieses neuen Urteils. Er schrieb nieder: „Gezüchtigt durch Zuchthaus für eine solche Tat! Es kann nicht fein, es darf nicht fein.“ Man kannte bie Selbstmordversuche Holzwarts, man widmete ihm gesteigerte Aufmerksamkeit. Er verscheuchte durch fein ruhiges Wesen fast jeden Verdacht. Um fo unerwarteter wirkte in Magdeburg die amtliche Rachricht auS ber Strafanstalt in Halle: Der von dem Kreis- unb Stadtgericht hier eingelieferte Christian Holzwart aus Magdeburg stürzte sich am Sonntag, dem 28. Januar 1850, nachmittags um 3 Uhr, beim Ausgang auS ber Kirche von der Derbindungsbrücke des Flügels B unb blieb aus der Stelle tot liegen, indem er sich den Hirnschädel gespalten und fast alle Glieder zerschmettert hatte." Soweit der Racherzähler. Welche menschliche Tragödie! Holzwart war wie er ein „Massenmörder". Ohne Zweifel. Im äußeren Geschehen sind ihre Taten unb ihre ersten Handlungen nach der Tat fast bie gleichen, wenn auch Angerstein Richtfamilienmitglieber getötet hat. Aber ihre Beweggründe? — Wenn zwei dasselbe tun. fo ist es nicht dasfelbe! F. G. Sic beseitigen schmerzlos Verstopfung und Stuhlträgheit, regeln die Darmtätigkeit und wirken blutreinigend. Was Großeltern und Eltern geholfen hat, hilft auch heute. | In all. Apothek. erhältlich, die Schacht Rm. 2*1 6fcfuväzcrjiitlen Extr. Selin. piL 1,5. Extr. Achill, mosch. — Alo« — Abrynth. u 1.0. Extr. Trif. — Gent- u 05. Puh. ud. Gent. — Trif «x q. i. f. piL 50, Seit 50 Jahren bekannt und beliebt in fast jeder deutsch. 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Sie begann sofort ein peinliches Verhör, das Papa! Fili gleich am Anfang nicht bestand. Er konnte auf keine Weise sein unbefriedigendes Aussehen rechtfertigen, und zum Schluß hatte er die Kühnheit, Fobs Beobachtungsvermögen in Zweifel zu ziehen. „Scham dich, in deinem Alter noch zu schwindeln," sagte Fob, „sei jetzt lieb und antworte ehrlich und aufrichtig auf alle meine Fragen. Willst du das versprechen?" Zum Zeichen seiner Unterwerfung legte Exzellenz beide Hände nebeneinander auf den Derandatisch, so wie es brave Schuljungen zu tun pflegen. Fob runzelte die Augenbrauen.. „Hast du Unannehmlich ei e o c. Ae . er ich- leiten gehabt, seit wir uns das letztemal gesehen haben?" „Nein." „Hast du Geld verloren?" „3m Gegenteil." „Hat der König dich gebeten, wieder Fmanz- mmister zu werden?" Exzellenz schüttelte lächelnd den Kopf. „Die Geschäfte des Staa>es blühen." „Und die Konzession für die Ost-Küsten- bahn?" „Wird in den nächsten Wochen bewilligt. „Weiter im Text. Die Einladungen?" (Fortsetzung folgt.) weiterhin seine ganz« Kraft für da« Wohl d«r ®ü meinde einzusetzen. ZJ Nieder-Florstadt, 13. Juli. Bei ber gestrigen Bürgermei st erwähl machten von 1104 Wahlberechtigten 1003 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Es wurden 538 Stimmen für Bürgermeister Schmiege! und 459 Stimmen für den Kandidaten der SPD., Weißbinder Koch abgegeben, 6 Stimmen waren ungültig. Außerdem fand man bet der Zählung ein Gedicht, das in Der. sen zur Wahl Stellung nahm. Bürgermeister Schmiege! ist also wiedergewäylt. Der Ausgang der Wahl wurde allgemein mit großer Spannung erwartet. Kreis Schotten. Ulfa, 14. Juli. Das große Kulturwerk der Feldbereinigung, deren Arbeiten sich bereits ins dritte Jahr erstrecken, geht jetzt in hiesiger Gemeinde seiner Vollendung entgegen. Erst die nachfolgende Generation, die nicht im Streit der Meinungen steht, wird imstande sein, das bedeutsame Werk der Neuordnung unserer Feldmark richtig zu schätzen und zu würdigen. Die Lebenden kleben an dem ererbten und erworbenen Besitz, trennen sich schwer davon und sind zu leicht geneigt, ihn hinsichtlich seiner Güte zu überschätzen, so daß Unzufriedenheit und Mißmut den klaren Blick trüben und dem Gesamtwerk nicht die Gerechtigkeit widerfahren lassen, die ihm gebührt. Im kommenden Herbst wird die Zusammenlegung der Grundstücke im Wege gegenseitigen Austausches erfolgen. Man hofft, daß auch diese Episode, jedenfalls die kritischste im ganzen Kulturwerke, weil es sich um das Mein und Dein handelt, ohne überhitzte Auseinandersetzungen und Kämpfe vorübergehen wird. Läßt sich jeder Beteiligte von dem Gedanken leiten, daß in einem solchen großen Werk Sonderinteressen keine Heimstatt haben dürfen, so wird das in harter Mühsal Geschaffene vollendet werden, ohne daß ein Stachel zurückbleibt. Die Regulierung unseres Bachbettes, die gleichfalls im Rahmen der Feldbereinigung vorge- nommen wurde, ist beinahe beendet. Das Bachbett ist stark verbreitert, die Uferränder sind mit Rasenstücken befestigt, Krümmungen, die den Lauf des Wassers hemmten, beseitiat. Man muß sich wundern, wieviel Wasser der Ulfabach, der sonst in trockner Jahreszeit im Sumpf der Wiesen und Gewirre der Wasserpflanzen stecken blieb, jetzt in munterem Lauf zu Tal rollt. Betonbrücken als Zu- gange zum Wiesengrund und Schleusen zu seiner Bewässerung sind im Bau begriffen, ein Netz neuer Wege zum Teil vollendet, zum Teil noch in Arbeit. So sehr auch vom wirtschaftlichen Standpunkt das Werk der Feldbereinigung zu begrüßen ist. ddm Naturfreund, der der Heimat Pfade geht, legt sie einen Schatten auf den Weg. So manche Idylle ist aus der Feldmark verschwunden. Weg sind die Hecken am Wegrand, die Niststätten unserer Vogel! Weg der Feldrain, bunt von blühenden Blumen! Weg die verschwiegenen Fußpfade quer durch Feld und Wiesen, wo keine Staubwolke eines rasenden Autos dir den Atem nahm, sondern die Frische und Ruhe des hohen Halmenmeers dich umgab. Noch schreitet ein Storchenpaar langsam und bedächtig durch das Grün unseres Wiesengrundes. Ob es nach Jahren noch wiederkehren wird, wenn der entsumpfte Grund den Frosch vertrieben? Kreis Alsfeld. C Lehrbach, 14.3uli. 3n der Försterei Niederklein brannten gestern 60 Morgen Kiefernwald ab. Der Schaden ist sehr groß. 'Die Ursache ist bis jetzt noch unbekannt. Per Rad, auf Wagen des Hofgut und zu Fuß eilten die Einwohner von Lehrbach und llmgegenb zur Brandstelle. Auch die Fori- bildungsschüler unter Leitung des Lehrers spd. Wetz Streit der um einen 3> 6d)*(S 's?S mein*,?6 i MB" ati nisse n*1® ?n 4 w> * ’ in st«ri i” der Fre ^Bürger (finrid)ty9 werben '8ütgcrhei|cn u teste A-lche' einen ersolgvm lung. ; Ärofbot uni zahlreicher Hundes- u errangen bein fitoiborjbe darf den 2. s Linden den dem sich nnch Ziskirchen betei Werg, 2. P 3. Breis (frbe UM, 5. Breis Krofdorf 7. Pr Schmid!, Krosdo, Staab?, Mitt Krvsdars, 12. Pi erhielt Herrn. ' Sein Qlufttalien 2luftrallen f>att tyuni) Sterlinn niete für 38 oaren für 22 (XX fit 17000, Eher für 11000. Porz M Pfund Ster $ra Srantfur Wft setzten | üinntealifationei Wcheren Ans! sich im aügemeir traten bei den Decken empsjndl Farben und Phi Pwz. nach. M sch auch ar S. ^Nan s. Laren c Wbgcbietäanb schlvs ^merhen: tzch^ Commerzbank Deutsche Dank S Witte "A t)efterrei Een: Zeutsch- Wfeßet 63 W 68 25, Ka! ft ? Cöe &0’ ^mifch * 116,50, loo, Ä 14 d°ristand to«tte burl^ SV W Äen^^d w dtpoten schnell Mnge^ 8BZ. nDll V' Stelle -E, yenbung ,jr,j mente- , „Mne - siE f.-fliite ■„ JOl/ö 2 156-50 we Z diesem 3eü Sn hat- (Nachdruck verboten.) 21. Fortsetzung. Da Es war so vor und sie ich erinnere mich, wie du es hören?" „Bitte." Fob hatte Mühe, aber sie sprach doch, machte Fob plötzlich eine Entdeckung, etwas mit Papa Fili geschehen. Wie er ihr stand, nur einige Schritte entfernt ansah, merkte sie auf einmal, wie er war. Daß sie das niemals früher ge- das Lachen zu verhalten, als ob sie ganz fliehend g an ' aas was des Abgeordneten Mann: „Keinen Pfennig den Hausbesitzern!" werden sich die Hausbesitzer merken. Wir fordern freie Wirtschaft, freies Spiel der Kräfte und freie Bahn dem Tüchtigen. Warum lassen Sie die begabten Kinder nicht hochkommen und klagen darüber, oaß so viele begabte Kinder in Darmstadt vorhanden sind, die nach drei Jahren zur Sexta kamen, anstatt sich darüber zu freuen?! (Sehr richtig ) Ford ist der beste Beweis, daß sich Tüchtige durchsetzen. Jeder hat einmal klein angefangen. Wir fordern eine starke Staatsgewalt gegen Auswüchse, aber wir wünschen keine dauernden Angriffe ins Wirtschaftsleben von oben her. Der Staat soll zu vielerlei Pflichten erfüllen und macht dadurch die Länder, Gemeinden und Em- zelpersonen zu unselbständig. Wenn der Staat zahlt, so ist es doch in Wirklichkeit der Steuerzahler. Wir fordern größte Spa r fa m k er t und aus diesen ganzen Erwägungen, Abbau des Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft. x>d) begreife wohl die Schwierigkeiten des Ministers Raab als Sozialist, da ein echter Sozialdemokrat fein Verständnis für die Belange der Wirtschaft haben kann, zumal er als solcher für den Klassenkampf eintreten muh, der uns völlig in einen Abgrund führen wird. Wir aber wollen gegenseitige Verständigung der Berufe, gegenseitige Achtung, nicht agitatorische Beschimpfung. Nur Einigkeit, Recht und Freiheit sind das Unterpfand unseres Glückes. (Lebhafter Beifall.) Abg Kindt (Dntl.) bemerkt zu den Ausführungen des Abg. Mann über die schlechte Lage der Eisenbahner, dah in erster Linie die Sozialdemokratte daran schuld sei, weil sie hauptsächlich für die Annahme des Dawesgutachtens eingetreten wäre. Gegen zwei Ahr werden die Beratungen abgebrochen. Nächste Sitzung Mittwoch 9 Ähr. Fräulein Fob Roman von Anders Sje. lese: . „Herrn Bankdirektor H. Fellips usw. Mein Herr! Ihr Geehrtes von gestern erhalten, erlaube ich mir mitzuteilen, dah ich auf Fragliches nicht reflektiere, weder jetzt, noch künftig, und bitte Sie, so freundlich zu sein, vom geplanten Unternehmen gänzlich abzusehen, da dasselbe Sie unfehlbar in neue ungemütliche oder lächerliche Situationen verwickeln würde, hochachtungsvoll Fräulein Fob, Villa Carolyi, am so und sovielten. Das Wort „neue“ habe ich der Sicherheit halber doppelt unterstrichen. Ich dachte mir, es könnte nicht schaden, wenn Herr Fellips ein wen---- seine Sterblichkeit erinnert werde, — auch die Fvr sehung betrifft. Nun, Papa F:'' meinst du?" Exzellenz zog es vor, auf die öragc nicht direkt zu antworten. Er nahm Fobs eine Hand zwischen seine dicken Pfoten und streichelte sie zärtlich. __ r n(< „Warum willst du nicht heiraten, övb? fragte er mit warmer Stimme. „Deswegen, weil ich den, den ich haben will, nicht bekommen kann," antwortete das Mädchen still, aber aus ihren Augen wich nicht das Lächeln. „Unö wer ist das, den du haben willst? Fob entzog ihm die Hand. „Ach," sagte sie verdrießlich, „das ist ein ganz schrecklicher Mensch, anspruchsvoll und eigensinnig, ein Egoist reinsten Wassers, der nur in seinen dummen Projekten und Unter" nehmungen aufgeht." „Kann man den Kerl nicht zur Vernunft bevorsteht, vertraut zu machen ..... D ie Veränderung, die mir bevorsteht ..... Hast du schon etwas Frecheres gehört? Das ist beinahe, als ob ich selbst schon daraus gewartet hätte." „Hast du ihm das geschrieben?" „Ein solcher Narr," lachte Fob. Ich formulierte meine Antwort, wie sie der Tochter eines gewesenen Finanzministers entspricht, absolut ge- schäftsmähig. Das Konzept habe ich verlegt, aber es ungefähr war. Willst gealtert ----- — . . sehen hatte! Das breite kräftige Gesicht wav „Herr Fellips ist vierzig Jahre alt,"„ begann er langsam, „vierzig Jahre, nicht wahr?" „Fünfunddceihig, glaube ich." Papa Fili nickte, — fuhr aber fort, feine Daumen zu drehen. „Nicht übel. Fünfunddreißig Jahre und Präsident des Banksyndikats. Schon diese zwei Tatsachen sagen uns eine ganze Menge über den Mann, nicht wahr, mein Kind? Summieren wir einmal: ein guter Kopf, Kaltblütigkeit, Energie, Menschenkenntnis.....“ Fräulein Fob zählte an den Fingern weiter. „Rücksichtslosigkeit, Machtgelüst, Geld- Hunger." . „And Arbeitskraft. Das äußere Bild deines Freiers ist also befriedigend, vollkommen befriedigend. Was dagegen das innere betrifft, müssen wir, wie ich fürchte, mit Hypothesen rechnen." „Schrecklich unsichere Hypothesen sogar. Herrn Fellips' privater Ruf ist nicht der beste." Exzellenz zuckte die Achseln: „Gebrochene Herzen ..... und so weiter. Mein liebes Kind, was das betrifft, ist es besser, wenn ein Wann seine Seitensprünge bei der Verheiratung hinter sich hat, als vor sich." Fob ließ ihre Hände fallen. „Du denkst wohl nicht, daß ich das Geschehene bereuen soll?" fragte sie und richtete die Augen fest auf Papa. Exzellenz hielt mit dem Daumendrehen inne. „Du hast also nein gesagt?" Fob nickte nicht einmal, sondern öfter. „Unwiderruflich. And ohne das mindeste Zögern, Papa Fili. Obwohl — eigentlich dachte ich gar nicht so schlecht über seinen Brief." Der Brief des Bankdirektors lag noch immer auf dem Verandatisch, wohin chn Exzellenz gelegt hatte. Fob nahm die Blätter und sah den letzten Bogen durch. Dann zitterte sie laut: „Ich möchte Ihnen indessen Vorschlägen, sich schon bei dem jetzigen Stand der Dinge mit dem Gedanken an die Veränderung, die Ihnen bringen?“ fragte Papa Fili und machte den gänzlich mißlungenen Versuch, das Mädchen auf feine Knie zu ziehen. Fräulein Fob schüttelte sehr energisch den ist ganz ausgeschlossen. Alles in allem ist es übrigens vielleicht das Beste, ihn zu nehmen, wie er ist, und froh zu sein, daß er nicht noch schlimmer ist." Dann schlug das Mädchen die Arme um den Hals des Papas. , r . „Warum in aller Welt soll ich heiraten, wenn ich dich habe?" Auf diese dumme Frage antwortete Exzellenz Thorben nichts. Teils hatte er es nämlich schwer, unter Fobs Umarmung zu atmen, und teils war sein altes Herz so voll, daß er sich nicht auf seine Stimme verlassen konnte. Aebrigens wußte er nicht, was er hätte sagen sollen. Fob für den Vorschlag des Herrn Fellips geneigt zu stimmen, was das letzte, das Papa Fili em- sallen konnte — da der Bankier ihm entschieden unsympathisch war — und bis auf weiteres gab es keinen Kandidaten, über den zu diskutieren gewesen wäre. , „Weißt du jetzt, in wen ich so unglücklich verliebt bin?“ fragte Fob und befreite Fili von ihrer Umarmung. „Aber Kleine," sagte Papa Fili mitleidig, „es ist entsetzlich, was du da für eine Geschichte angestiftet hast. Aber so ist es ja gewöhnlich, bei den Mädchen, die an unglücklicher Liebe leiden." Fob strahlte wie die Gesundheit selbst, wie sie da barhaupt mitten im Licht stand. Die Sonnenbräune der Wangen und des Halses, der Glanz des vollen Haares, der flare Schimmer der Augen mit einer Iris, die bald to e Teilchen, bald wie Stahl funkelte, — dies alles floh zu einem reizvollen Bild von Jugend und Schönheit zusammen. Papa Fili weidete sich mit großem Genuß an diesem Anblick. dieser Tage neu hergerichtet und uer|a)ont. Sie Anregung hierzu gab der zur Zeit in der Heimat weilende Herr Johannes Siebent o p f, der nach Amerika übergesiedelt ist. Seine Anhänglichkeit an die alte Heimat bekundete er dadurch, daß er durch reiche Geldspenden die Beschaffung der nötigen Materialien ermöglichte, um bie Ibege neu zu decken und einzufassen. Auch zu den Kosten, die die Verlegung der Wasserleitung auf den Friedhof erforderte, trug derselbe gütige Spender reichlich bei. Zugleich sind aber auch die Neuanlagen ein schönes Zeichen bürgerlichen Oe- m e i n s i n n e s. Alle Arbeiten und Fuhren wurden von den Ortsbürgern kostenlos aus- gerichtet, so daß die Gemeindekasie nicht in Unspruch genommen werden mußte oi Rodheim a. d. Horloff .14. -öuh. Am Sonntag hielten die Schulen der drei Kirchen- snielsdörfer Rodheim, Steinheim und Rabertshausen bei Forsthaus Glaubzahl ihr diesfahnges Inge n d f e st ab. Da unsere Landleute einen ausge= prägten Sinn für das Bildhafte und anschaulich Dargestellte haben, ist das Jugendfest der Schulen rasch zu einem allgemeinen Soltsfeft geworden. Das zeigte Heuer so stark wie noch kein mal die Beteiligung und die Art der Beteiligung. Man sah es an den vielen Hunderten von Teil- nebmern, es wurde dargetan durch die Teilnahme aller Vereine mit Fahnen und sonstigen Abzeichen an dem farbenfreudigen Feftzua. Man erkannte es an der Freude, mit der die Zuschauer den zahlreichen Darbietungen der Schüler folgten, die bald herzliches Lachen, bald inniges Entzücken hervorriefen, wie der ungemein graziöse Reigen der Zung- mädchen. Daß die Menge in dem Geist des Festes eingestimmt war, zeigte sich auch an dem erfreulichen Ergebnis einer Sammlung für Das Deutschtum im Ausland, dessen nationale Bedeutung der Festredner, Lehrer Bepp- l e r - Steinheim, in starken Worten betont hatte. Das ganze Fest hat gezeigt: Wer unserem Land- oolke die idealen Güter in anschaulicher Volkstümlichkeit darstellt, hat es am Herzen gepackt. Kreis Friedberg. -^Friedberg, 13. Juli. Der T u r n k u r s u s, den auf Veranlassung des Landesamts für das Bildungswesen Oberreallehrer Klöh kettete, ging nach dreiwöchiger Dauer jetzt zu Ende. Die Teilnehmer, Volksschullehrer und akademische Lehrer, bildeten eine harmonische Arbeitsgemeinschaft, die freudig sich den Anordnungen des erfahrenen Kur- susleiters unterstellte. Besonderer Wert wurde auch auf die Pflege des T u r n s p i e l s gelegt. Eine gemeinsame Fahrt nach Frankfurt a. M. diente der Besichtigung des dortigen Stadions, während man hier auf der Seemiefe und in Butzbach an je einem Nachmittag Handballwettspielen von Schülermannschaften beiwohnte. Ein Abschiedskommers beschloß die anregend und fruchtbringend verlaufene Tagung. — Der Im Jahre 1835 gegründete Gesangoer- ein ßieöer frans, der älteste Verein unserer Stadt, begeht in den Tagen vom 1. bis 3. August die Feier seines 9 0 jährigen Bestehens. Zahlreiche Gesangvereine des Hessischen Sängerbundes werden zu dem Feste erwartet. Man rechnet mit einem Besuche von 700 Sängern. Direktor Holsinger von der Zentralstelle für Volksbildung tn Darmstadt wird als Festredner sprechen. < Bad-Nauheim, 12. Juli. Die heute erfolgten Bürgermeisterwahlen hatten für den Amtsgerichtsbezirk Bad-Nauheim nachstehende Ergebnisse .Nieder-Mörlen Wiederwahl des seitherigen Büraermeisters Möbs mit Stimmenmehrheit: Steinfurth: Wiederwahl des bishettgen Bürgermeisters Falk mit Mehrheit: Wisselsheim: Wiederwahl des seitherigen Bürgermeisters Berg: Rödgen: Wiederwahl des bisherigen Bürgermeisters Hensel; Lan- Aus der Provinz. Landkreis Gieren. sch. H e u ch e I h e i m, 14. Juli. Anser Bürgermeister Georg Kreiling stiftete anläßlich ferner Wiederwahl zum Bürgermeister einen größeren Geldbetrag zu gemeinnützigen Zwecken. Dabei mag der beachtenswerte Grundsatz maßgebend gewesen sein, daß nicht durch die vielfach übliche Stiftung von Freibier, sondern durch Schaffung und Förderung kultureller und sozialer Einrichtungen dem Wohl der Gemeinde am besten gedient sei. k. Allen d o rf a. d. Lda., 14. Juli. Bürgermeister Rein steht nun im 36. Ia h r e an de r Spitze unseres Städtchens. Bereits 43 Jahre seines Ledens sind dem Gemeindedienst gewidmet: denn von 1883—1890, wo er zum erstenmal Bürgermeister wurde, war er Beigeordneter. Seit 1890 ist er ununterbrochen Bürgermeister. Er dürfte wohl der Dienstälteste unter seinen Amtskollegen im Kreise Gießen, wenn nicht in ganz Oberhessen, sein. is. ©teinbad), 14. Juli. Nach der letzten Volkszählung beträgt die Einwohnerzahl unserer Gemeinde 1122 Personen, darunter 579 männliche und 543 weibliche. An Wohnhäusern sind 214 gezählt mit 235 Haushaltungen, land- und forstwirtschaftliche Betriebe 214, Gewerbebetriebe 78. — Die Wohnungsnot ist hier bald behoben, da innerhalb eines Jahres 12 neue Wohnhäuser erstanden sind. Gegenwärtig ist nur noch für eine siebenköpfige Familie keine paßende Wohnung zu beschaffen. Auch hier dürste die Eigenhilfe durch Neubau am schnellsten zum Ziele führen. * Münster, 14. Juli. Der hiesige Friedhof, an den sich der E h r e n f r i e d h o f mit dem Denkmal für unsere Gefallenen anschließt, wurde gen Hain- Ziegenberg: Wiederwahl des bisherigen Bürgermeisters Rumpf. In Ober- Mörlen erlangte der seitherige Bürgermeister G e i b e l mit 335 Stimmen nicht die Mehrheit, bei weitere Kandidaten erhielten zusammen 975 Stimmen, wovon 458 auf den Landwirt A. Schmidt entfielen. Es findet Stichwahl zwischen Geibel und Schmidt statt. <£ Bad - Nanheim, 14. Juli. Dieser Tage hatte unsere Stadt wieder Besuch, der sich mit den Einrichtungen des Bades vertraut machen wollte. Marburger Dozenten und Medizinstudenten hatten eine Studienfahrt nach hier unternommen. In der Trinkkuranlage wurden die Gäste von Dber= baurat Berck im Auftrage der Bade- und Kurverwaltung, von Dr. .Langsdorf namens der Vereinigung Bad-Nauheimer Aerzte begrüßt. In mehrstündiger, umfassender Besichtigung lernten die Besucher dann die Einrichtungen des Bades und des medizinisch-wissenschaftlichen Instituts gründlich kennen. Oberbaurat B e r ck und Pros. Weber gaben bei den Führungen die sachkundigen Erläuterungen. 4 Dad-Nauheim, 14. Juli. In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten die in flottem Tempo ohne größere Aussprachen verlief, standen nur wenige Pmrkte von allgemeinem Interesse zur Verhandlung Es wurde u. a. beschlossen: Der Derfassungstag soll am 11. August durch eine städtische Feier in der Turnhalle begangen werden, bei per Die Mitwirkung der Vereine erwartet wird. Für die Instandsetzung der S pr u d e l a po t heke wurden 6000 M. bewilligt. - Der Deren „Freundinnen junger Mädchen soll durch einen Geldbetrag unterstützt werden. Von verschiedenen Stadtverordneten wurde darauf hm- aewiesen, daß die Stadt die Verpflichtung habe, sich der obdach- und stellenlosen Mädchen anzunehmen. — Der voraelegte Waldwirtschaftsplan für den Staotwald wurde gutgeheihen. — Genehmigung fanden verschiedene Mietverträge, außerdem wurde der Mitgliedsbeitrag für den Fulda-Lahn-Kanal-Verein bewilligt. Unter Besprechungen wurde von dem Stadtv. Rosenthal angeregt, bei der Einziehung der Steuern möglichst liberal zu verfahren, was von Bürgermeister Dr. Kayser zugesagt wurde. — In der nichtöffentlichen Sitzung wurden 6 Gesuchstellern Daubei- hilfedarlehen bewilllgt, ferner fand ein Grundstückskauf Genehmigung. X Pohl-Göns, 14. Juli. Unser Turnverein „Frisch Auf" besteht in diesem Jahre bereits 20 Jahre. Er hat in dieser Zeit schon segensreiche Arbeit geleistet, die wiederholt reife Früchte durch schöne Erfolge bei turnerischen Veranstaltungen der verschiedensten Art getragen. In Verbindung mit der Feier des 20jährigen Bestehens wurde unserem Turnverein nun die Abhal- tuno des diesjährigen Bezirksturnfestes vom 1. Bezirk des Turngaus Wetterau übertragen. Das Fest, an dessen Vorbereitung die gesamte Bevölkerung regen Anteil nimmt, wird am 1 6. A u - gust abgehalten. > Gambach, 13. Juli. Nach äußerlt regem Wahlkampfe wurde bei der gestrigen Bürgermeister w a h l unser seitheriger Bürgermeister A u g u st B o ck mit einer Mehrheit von 75 Stimmen wieder gewählt. Auf seine Person entfielen 494 Stimmen, während sein Gegenkandidat Heinr. Buß IX. 419 Stimmen auf sich vereinigen konnte. Die Spannung unter der Wählerschaft war sehr groß, weil beide Parteien ziemlich gleich stark vertreten waren. Gleich nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses wurde der übliche Baum geholt und ein Ständchen gebracht. Bürgermeister Bock dankte anschließend für das Vertrauen und versprach, auch 5^ Ä * w S3 D°n lÜMtn d AU Minder für UNMjg " Oiedich, As vtten. f »'Sm!' d« «, H, ’S«>. S ; 'nung unfe n'> bt. Jnb erttorben^ lnbtn und h AM ftl-Z WZ Ss’-ft '2*1. > X“ D?L5 MWene vollend«, Äöh * nab“"’?''"91'"9 “* nahe beendet. fi. el-bie NMt {inb ; Längen, die den prb m! l?'JKlln mu& M >« Ulfabach, der sonst in *i"Pf der Wiesen und m «^n -lieb, jetzt In Ut Betonbrutfen als Au. und.schleusen zu seiner begriffen, ein Netz neuer ; zum Teil noch in ‘Ur. irtschastlichen 2tandpu. lt Jn9 Zu begrüßen ist, den, not Pfade gehl, legt st, öeg. So manche Idylle Iwunden. Weg sind die Watten unserer Sögel! ion blühenden Blumen! >Kpiode quer durch Feld lubmoite eines rasenden im, sondern die arische .imenmeers dich umgab, inpaar langsam und be« unseres Wiesengrunde», wiedertehren wird, wenn n Frosch vertrieben? Nsfcld. M In der For« t brannten gestern toalb ab Ser Scha» rsache ist bi« \*>\ N as Wagen des Hofqut iinwvhner vvn Lehrbach Melle. Auch die Fort- Leitung des Lehrers rfurcht, das Faltenspie! d die Äafentvurzcl hatte die Haut eingegraben, ce Funken zu dm tiefen, Exzellenz schlug. Das oar aber der Ausdruck was Müdes und Kaltes nach innen SetvandteS, h nie gefunden. i spiegelten sich j” ; 618 5)0»« M S»» i?“ fragte er hastig- ölte Fod, ,ja. das mochtz j ferne alle DAslaubt, Ä“> mgsvemogen m b, meine lüfrichllg «J ß versprech"^ . b i«r 0.1 «> Augenbrauen- . „Ich' AL'--' loten?“ h gebeten ion für bic . -)-willrgl. JUTIO g'IUI igell 5toll waren mit Harten und Schlag reisern vergehen schnell zur Stelle. Nach vierstündigem gelang es, den Dckano Aum Stillstand »u bringen Besonders lobend sei hrer bic Feuer- wehr von Lehcbnch erwähnt, die sich der Forst- beyörde unter ihrem Kommandanten Stroh rasch zur Verfügung stellte. Rittergutsbesitzer Oppermann lieh an einer besonders gefährlichen Stelle ei Ln 'einer Feuerlöscher Radikal zur Anwendung bringen. Grade an der hessischen Grenz- schncise gelang es noch, Herr des rasenden Elementes zu werden. chrreis Lauterbach. A Lauterbach, 14. Juli. Die am 16. Juni stattgefundene Volkszählung hat für den ft t e i $ Lauterbach eine Einwohnerzahl von 3U178 ergeben, und zwar 11528 männliche und 15 650 weibliche Pertonen. Die Einwohner- zahl im Jahre 1919 betrug 28 913, so daß der Kreis leit diesem Zeitpunkt um 1265 Personen zugenom- men hat. Äreis Wetzlar. spd. Wetzlar, 13. Juli. Der achttägige streik der Belegschaft der Sophienhütte um einen zu Recht entlassenen Arbeiter wurde durch Vereinbarung zwischen dem zuständigen Schlichter und den Vertretern der Arbeiterschaft b e- enbet. Die Arbeit wurde heute früh wieder auf- genommen, der Arbeiter jedoch nicht wieder einge- Itellt. Der entlassene Arbeiter soll von seiner bis- herigen Firmen bei der Wiedererlangung einer indcren Arbeitsstelle unterstützt werden. £ Krofdorf, 15 Juli. Wie in anderen Ge- neinwesrn, die weitab vom großen Verkehr liegen, -rängen auch hier die Derkehrsverhält- a i s s e nach einer Entscheidung. Um auch in Krof- üorj diese nicht nur für unfere Gemeinde wichtige Angelegenheit m Fluß zu bringen, findet heute, Mittwoch, abend auf Einladung der Bürgermei- icrei in der Freundschen Wirtschaft eine öffent - i d) e Bürgerversommlung statt, in der die ktnrichtltng einer Autolinie besprochen uerben soll. Der Angelegenheit wird in hiesigen Sürgerkreisen und denen der Umgegend das wei- efte Interesse entgegengebracht, und man hofft auf jinen erfolgversprechenden Verlauf der Versamm- ung. : Krofdorf, 13. Juli. Bei schönstem Wetter mb zahlreicher Beteiligung sand gestern hier das Sundes« und Preisschiehen statt. Es rrangen beim Bundesschießen: Schützenoerein Zrofdors den 1. Preis, Schützenoerein Stein- )o rf den 2. Preis und Schützenverein Großen- Minden den 3. Preis. Bei dem Preisschießen, an •cm sich auch die Schützenvereine Löhnberg und 3isfird)en beteiligten erhielt den 1 Preis: ch i e f, .vhnberg, 2. Preis Wilh. Wagner fr., Krofdorf, Preis Erbe Löhnberg, 4. Preis Bauns, Bis- llirchm, 5. Preis Heiland. Steindorf, 6. Preis Fries, :-rofborf, 7. Preis Volk, Biskirchen, 8. Preis K. Schmidt, Krofdorf 9. D. Betfer. Krofdorf, 10. Preis • slaobe, Bislirchen, 11. Preis W. Wagner fen., rofborf, 12. Preis Jost, Steindors. Den Ehrenpreis . rhielt Herrn. Nied er galt, Krofdorf. Wirtschaft. ' Deutschlands Ausfuhr nach Australien. Dio deutsche Ausfuhr nach 'Australien hatte im April einen Wert von 183 000 ^fund Sterling, darunter waren enthalten Kla- »iore für 38 000, Kleidung für 30 000, Metall- i?aren für 22 000. Schmuck für 17 000, Maschinen Hür 17 000, Ehemikalien für 12 000, Textilwaren Vr 11 000, Porzellan für 5000 und Papier für rOOO Pfund Sterling. Frankfurter Abendbörle. Frankfurt a. M.. 14. 3uli. Bei lustlosem vefchäft fehlen sich an der Mondbörse die ®e- fainnrealifationen fort, wodurch der Markt einen schwächeren Anstrich erhielt. Die Rückgänge, die sich im allgemeinen in engem Rahmen bewegten, traten bei den im Kurse stärker gestiegenen Werten empfindlicher: so verloren AEG.. Höchster Barben und Phonir je 1 Proz. Kaliaktien gaben 05 Proz. nach Die schwächere Stimmung über- tzrug sich auch auf den Anleihe- und Pfandbrief- marlt. Kriegsanleihen hörte man zu 0,260 bis 0,262'waren aber schließlich auf Q.26V/?. erholt. 2chuhgebiotsanleihe lagen gleichfalls niedriger. 3>te Börse schloß in schwächerer Haltung. Deutsche Anleihen: Echutzgobietsanleihe 4,600. Bankaktien: Kommerzbank 97'/,, Darmstädter Bank 118, 2>eutfche Dank 120, Dresdner Dank 101,75, Metall- lanf 91, Mstteldoutscho 96, Rheinische Kreditbank S9.75, Oestorroich scho Krodiiatt^en 8,75. Montan- oeftien: Deutsch-Luremburg 65, Mannesmann 76'/^. ManSfolder 63, Otavi 27,25, Phönix 85,50. Rhein- sfahl 68.25, Kali Aschersleben 123, Kali Wester- Gaelr 139. Chemische Aktien: Badische Anilin 126,50, Chemische Griesheim 116,50, Elberfelder Darben 116,50, Th. Goldschmidt 83,75, Höchster Karben 116,75, Holzverkohlung 6. Industrieaktien: AEG. 100. Borgmann 76, (drnghans 69.62, Pokorny & Wittekind 42, Mainkraft 84. Berliner Dorfe. Berlin, 14. Juli. An der heutigen Börse Imltcn wiederum einige Spezialwerte die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich. Die bisherigen ^'pekulationsmärkte, nämlich der Montan - und Anleihemarkt. scheinen demgegenüber, we- rigftens gegenwärtig, in den Hintergrund zu treten. Die Aussicht auf die Hereinnahme großer Bauaufträge für die Stadt Berlin zeittgte für 2L E G. naturgemäß stärkere Rachfrage, zumal !kei dieser Firma im Gegensatz zu den Montan- werten die Aussicht auf Ausschüttung einer Dividende bestehen dürfte. Der Kurs für A G. G. i-berschritt bei Beginn dos Verkehrs bereits den Yaristand. Daneben zeichneten sich A n i linderte durch anhaltende Festigkeit aus, wobei ausländische (schweizerische) Käufer eine Rolle ' sielen sollen. Es verlautet auch, daß Anfang Olugust die Verhandlungen über eine Fusion sämtlicher Anilinworke wieder auf genommen werden sollen, nachdem diese lange Zeit geruht haben. Don der freundlichen Verfassung -er heute im Vordergründe stehenden Märkte Sing eine Anregung auf die übrigen Gebiete 2As, zumal die Erleichterung des Geldmarktes sich fortsetzte. Tägliches Geld ist Hüssiger geworden, der Zinssatz beträgt 8V2 bis Proz., auch Monatsgrtd ermäßigte sich etwas 10 bis 11 Vs Proz. Etwas Interesse bestand Aießlich noch im Zusanrmenhang mit den augenblicklichen Reichstagsberatungen für deutsche '^orkriegspfandbriefe, die sich etwas befestigten, während heimische Staats- "leihen keine Veränderungen aufwiesen. 3m ^evisenverkehr trat heute eine Ab- khtvächung des Lira°Kurses ein. Die Mailänder ^stmdparttät stieg auf 132'-V 3m übrigen traten 6.9 107.75 108 0.06 62.25 5,8 । 67,5 "0,50 0,8 0.8 <7,5 68,5 68.5 Franksurl a. M. Banknoten. Berlin. 14. Juli. 112,42 112,98 97.25 72,1 50 64,5 120 V7 118 118 126,5 0,45 <3.75 58.25 74 58 54,10 55,25 59 81.90 115.25 115 60.70 12.395 5,83 101 76,75 50 65 114.50 116.5 116.90 116.75 76.25 59 55 61.00 12.455 5.87 118 120 64 107.75 91 96 8.75 0.065 70 53.50 48 65 5..50 109.5 123 139 47.5 57 85.5 68,2.'. 74.50 2.2 55 58.4 (Eigener Dcahtberichl des .Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 14. 3uli. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 23,50 bis 24,50, Roggen, inlänb. 19,50 bis 21,50, Hafer, inländ. 19,50 bis 22,50, MaiS (gelb) 21 bis 21,25, Weizenmehl, inlänb., Spezial 0 37,25 bis 38, Roggenmehl 31 bis 32, Weizenkleie 11,90 bis 12,10, Roggenlleie 12,50 bis 12,75. Tendenz fest. 53.5 58 iellftofi Snlböot • • . nderfabrif Strantaute! »tferiabril Waedäulel S'LVts leirte nennenswerten Veränderungen ein. Dio deutsche Reichsmark notierte in London 20,42. Amsterdam 59 39' ., Zürich 132,613 L Dörsenturie 7,13 33.5 119,75 7 36 <120,40 F 91 118.25 118,25 83.75 116,50 117,25 0.41 0.78 102 2.75 35,5 9.50 77,5 68 2.1 2.5 35 '.40 55,5 108 119.75 10.90 46.50 53.5 85 '17.62 72,50 105,5 I 96.50 72 82.25 60.5 I 75 ! 58.5 53.5 : 43 48| 118 121 64.5 107.75 90 96,25 2,1 2,62 35 9,62 51 47.5 66 56.5 108.1 120.5 135 49 "2.5 85 75 68 72.75 2.2 <2,75 58 72,75 1 60 0,41 0.78 101,5 67 2,9 87 9.50 6 70.5 106 5 100 76 84 »1.5 77 59.5 54.75 42.5 49 7.13 ?4,5 122 60.5 98 127,75 96 8.75 0,1 68.75 51,5 48. On Billionen Wart an£oebrfixft. BaenoL-SireS, London, Neu- hort. Japan. Rio de Janeiro für eine Ein heil, Dien und Budapest für 100000 EruheUeu. olle» übrige für 100 flrtitbeti») Telegraphische Auszahlung. !6 8.90 0.1 I 71.40 52,25 49 65.75 55.2.5 110.50 124.5 21 48.25 54 87.1 68.90 */• -sollkürten......... »U Äofbmrritann . . . verlwn HandelkaelelllchaN iemmen- und Svivak-Äant ZannfL und Naiionaldaut Denvchk Bant . . DemiLk BtrrtnSbanl . . . LiSconko tonmianbü Melalldank MukcldeursL, LredUlxmt Oesr-rrnchUkde ttrtbitanrtaU. Wrftbant ...... Lochumer ®us . . Buderus . . ....... too ...... .. Deukich-Luxemburg ..... äkllcntmtiaur ^ergwert, . . Harpener Bergdaii . . . Äoluotrtt AlcherSleben. . . . Ralirotr! Wefterrgelo . . .. üanrabütti ..... Dtxrtxbarf ....... Bbönir 'dcroboB . ...... 127,13 0,45 83 58.1 98 126.23 AmcrUanUchr Roke» . . , , . Belgische Noken ....... Dänische Noken ...... Englische Noken ....... Bioiiftfie Noken ..... ndischo Noten .... enischc Noken ...... Norwegische Noken . . . , , Deutsch-L)esterr, ä 100 Krone» Rumänische Noten Schwedische Noten ..... Schweüer Note» ...... Spanische Noten Tschechoslowakische Rolca .. Ungarische Noten . . . Bries 4.196 19.52 87,44 20,455 19 70 168.57 15,52 75,6? 59.37 Nie deck Mcman . ...... TelluS Bergbau. ...... öamburg-amerito Pater. . . Norddeutscher Llovd . . . 6-vcramttche Aerle H(bül . . Zcmenkwert Heidelberg . . Pbilivv Holzmann .... 7Iraio«i£tmi.-i9uane • ... Badische Anilin Edemischr Maver Slanta . . ÄoldiLmidi ..... Kries! eimek Electron .... Höchster Farbwerte...... HolzverkobUmg ..... RütgerS werte s-chcidcaukali ........ MQq Elekkrrzirärr-Peseaschaft B-rpmann 'JJratntraiQDerte SchuLen ........ Siemens L Halst» ..... ^dlerwerte Kleqer ..... Daimler Motoren. ..... Hevligenstaedi . ....... •Wegntn....... . .. Motorenwerle Mann beim . frankfurter Armaturen Qonkn>enfabrft Braun . , Melallgesell^chaft Frankfurt. Pei. Union Schuhfabrik vtSlnwetlng.'» — 93,55 93.55 93.55 13 Inli 14 Juli Amtliche Noti run» Amtliche Notierung Okto Brie, ®c(b Briet $8uen-8Urt$ 168,12 16-,.54 168.16 168.57 1.693 1,697 1.693 1.697 Brft-Anlw 19,5 19,59 19 49 19,53 Christianla 73,51 73,69 86,33 75.13 75.31 Ropcnbagcn 86,11 87,11 87,33 etorfbolm U2.71 112.99 112,74 113.01 hrlftngforS 10,562 10,602 10.665 10,605 Akallen. . 15.81 15,85 15.40 15.44 London. .'0,390 41.442 20,390 20.442 Neu York . • 4.195 4.205 4.195 4.205 Bnrtt. • . 19,75 19.79 19.6.5 19.69 Schweiz . . SL44 51,61 81 46 81,66 Spanien. 60,82 60,98 60.77 60,9 Japan • . wo de Ian .,723 1.467 1,727 0.469 1.733 0 467 1,737 ».459 Wien In D - Ceft- abgeft »9,057 a9,19. 59.059 59.199 &.:: 12,435 12.475 12.43 12,47 7,37 7,39 7.38 7.40 Budapest. BulpantH »,b‘5 3,02.5 6,915 3,035 ».895 1.025 »,915 8,035 L'ftabon 20,925 20.975 20 825 •0,875 Dansig. . 80,83 81.03 80 83 11.03 flomtunrtn. 2.323 2.332 2.325 2,33.5 Utbcn 71.99 77.01 6 99 7.01 Schach-Ecke. Bearbeitet von W. Orbach. Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen. Lösungen usw. sind zu richten an die Schach redalt ion des .Gießener Anzeigers". Problem Nr. LV. Don Josef Fritzsche in Prag. Schwarz. a b c d e t eh Weih: 1 Steine. KcB, Del, Td5, Lc7, Lg8, Sc3, Bb4. Schwarz: 7 Steine. Ke4, Th5, Bb3, Bb5, Be6, Bg5, Bh3. Weih. Watt in drei Zügen. Partie Nr. 12. Aachsolgende wichtige Partie wurde in der letzten Runde des Darmstädter Jubiläumsturniers gespielt. Damenbauernspiel. Weiß: Orbach. Schwarz: Dleutgen. i. d2-d4 2. Sgl-f3 1. Sg8-f6 2. d7 — d5 3. c2-c4 3. e7-e6 4. Sbl -c3 4. Lf8-e7 5. Lei — g5 5. Sb8^J7 6. e2-e3 6. 0-0 7. Ddl -c2 7. b7-b6 Dieser Zug, der veraltet ist. dürfte nickt empfehlenswert sein; besser ist jedenfalls c6. 8. c4xd5 8. e6xd5 9. Lfl-d3 9. Lc8-b7 10. 0-0 10. Ta8-c8? Diesen Zug weist Weih als Fehler nach, derselbe muß im 13. Zuge wieder nach a8 zurück. 11. Ld3-f5! 11. h7-h6 12. Lg5-b4 12. c7-c5 - 13. Sf3-e5 13. Tc8-a8 14. 12-14 14. Sd7xe5 Schwarz will Weiß die dominierende Springerstellung auf e5 nicht überlassen, aber der Dauer auf e5 ist auch nicht gerade angenehm. 15. I4xe5 15. Sf6-e8 16. Lh4xe7 17. Tf 1 — f3 18. Tal -fl 19. Dc2-f2 20. Tf3-g3 21. Tg3-f3 22. TB-f4 16. Dd8xe7 17. Se8 — c7 18. Sc7-e6 19. Ta8-d8 20. Kg8-h8 21. Se6-g5 22. Lb7-a6 23. Tfl-cl 24. e5xf6! 25. H2-b4! 26. Lf5xe6 27. Tf4xfö 23. H-f6 24. Tf8xf6 25. Sg5-e6 26. De7xe6 27. De6xf6 28. Df2xf6 28. g7xf6 Weiß hat zielbewuht auf Abtausch gespielt, weil in dem mm folgenden Endspiel die Ehancen aus seiner Seite sind. Erstens, sind die Bauern 16. ho schwach; zweitens bildet der Bauer d5 ein ständiges Angriffsobjekt von Weiß und muß daher immer von einer schwarten Figur gedeckt bleiben, drittens ist in solchen Fällen der Springer dem Läufer überlegen, weil er die weihen sowie schwarzen Bauern angreifen kann. Das nun folgende Schlltßspiel tolrb von hier an biS zum entscheidenden Siege von Weiß folgerichtig durchgeführt. 29. Kgl-f2 29. Kh8-g7 30. Kf2-f3 30. Kg7-g6 31. Kf3-f4 31. hO-h5! Um g4 zu verhindern, waS aber später doch folgt. 32. Tel-hl 33. Thl-dl 34. Tdl —d2 35. g2 —g3 36. Kf4-f3 37. Kf3-f4 38. e3 — e4' 32. La6-c8! 33. Lc8-g4 34. U4-e6 35. Kp6-R 36. Le6-g4-{- 37. Lg4-e6 Ein elegantes Gewinn erzwingt. 38 39. d4-d5! DurchbruchSmanöver, das den 38. d5Xe4 39. Kf7-e7 40. Kf4xe4 41. Kt4-f5 42. Kf5 - f4 43. Td2-e2+ 44. Te2-d2 45. g3-g4! 46. Kf4Xg4 47 Td2-d4! 48. Kg4-f4 49. a2 —a3 50. Sc3-e4 51. d5-d6+! 52. d6-d7! 40. Le6-f7 41. Lf7-c6+ 42. Le6-g8 43. Ke7-f7 44. Lg8-h7 45. h5xg4 46. c5-c4 47. Lh7-d3 48. a7-a6 49. Kf7-e7 50. Td8 - h8 51. Ke7-e6 52. Th8-d8 Auf Th4++ würde Kf3!, der einzige Zug, Le4++, Te4++ sofort zugunsten von Weiß entscheiden, oder: Te4: d8D; oder Th8, d8D und gewinnt. 53. h4-h5 53. b6-b5 54. h5-h6 54. Ld3Xe4 55. Td4xe4+ 55. Ke7-f7 56. h6 —h7! Aufgegeben, da Te8 sofort entscheidet. Lösung deS Problems Ar. 19. 1. Tf3, Kd5 2. Lb5, .... 3. Lc6 ober Lc4 + +- Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom AedakttonSttsch Der Enthaltsame. „Run, wollen wir einS trinken?" fragte der Wirt seinen Besucher. „Die müssen wissen." antwortete der andere ernsthaft, .ich habe eS mir zum Prinzip gemacht, nur bei zwei Gelegenheiten zu trinken." „ilnb daS wäre?" .Werm eß regnet und wenn es nicht regnet“ Die falsche Kummer. Er hatte eine Telephonistin geheiratet, und nach 2 Jahren beschenkte sie ihn mit Dttllnigen. „Du gibst noch immer die falsche Nummer,“ sagte er vorwurfsvoll. mit 'nem bischen „Weit" Creme ist der Glanz gleich dal v Berliner Prodnklenvör'e. Berlin, 14. Juli. Der Produktenmarkt war durch die Befestigung der Weltmarktpreise ebenfalls fest, besonders für Weizen und Roggen. Wintergerste stark angeboten. Mais, Mehl und Futterartikel bei stillem Geschäft überwiegend fest. Der Beginn des Handels in Herbstgetreide und die amtlichen Dotierungen hierfür an der Berliner Börse sind für die nächsten Tage in Aussicht genommen. Es notierten je 1000 Kg.: Weizen (3uli) 263.50 bis 264, Roggen (märi.) 225 bis 228, Roggen (Juli) 222 bis 221, Wintergerste 194 bis 198, Futtergerste 200 bis 215, Hafer (märt.) 233 bis 243, Hafer (Juli) 191,50 bis 190.50, Mais (loko Berlin) 214 biS 215, Raps 340 bis 355: für je 100 Kg: Weizenmehl 33.50 bis 36.00. Roggenmehl 31.00 bis 33.25. Weizenkleie 12.70 bis 12.80. Roggenlleie 13.30 bis 13.40. Diktoriaerb^n 28.00 biS 34.00, kleine Erbsen 25.00 bis 26.50, Futtererbsen 22.00 bis bis 26.00. Peluschken 23.00 bis 26.50, Ackerbohnen 24.00 bis 26.00. Wicken 26.00 bis 27.50, Lupinen (blau) 12.00 bis 13.00, Lupinen (gelb) 15.00 bis 16.50, Ravskuchen 15.50 bis 15.70. Leinkuchen 21.80 bis 22.00, Trockenschnihel 10.20 bis 11.20, Torfmelasse 9.40 bis 950. Kartoffelflocken 24.20 bis 24.40, Zucker 17,00 bis 19,00. M 1 ’ilil p mrr - SCHUH-CREME ■ - • • 6. Musik: „einzug Der Götter in Talball“ aus Rbeingolb [Tlrnolb von Richard Wagner [örabert Y. Deutschlandlied f-infritt fr/76 i^doch nur gegen Karten, die am Donnerstag, dem 16. Juli, von 11—1 und von 5—7 Uhr, sowie VlmlHl Jive am Freitag, dem 17. Juli, von abends 7 Uhr ab, an der Iheaterkasse ausgegeben werden B 68938 ............................. 1. Musik: „Siegfried--Jdgll" von Richard Wagner 2. Ansprache: Oberbürgermeifter Keller 3. Chor: „Heimat" von Wiesner 4. festrede: Stubienrat Dr. König 5. Chor: „Rheintreue" von Sonnet 7. Chor: „Bleib deutsch,du herrlich Cant) am Rhein"von 8. Musik: „Preußens Gloria, Hrmeemarfd) 11, 240" von Der Oberbürgermeister Deutsche Demokratische Partei Deutsche Dolkspartei Deutschnationale Dolkspartei Sozialbemokratifche Partei 3entrumspartei Jahrtaulenbfeier zurerinncrunganbie1000jäbrige3ugehörigkeit berRheinlanbe zum Deutschen Reiche am Freitag, 17. Juli, abenbs 8 Uhr, im Stabttbeater unter Mitwirkung des Bauer'fdien Gesangvereins unter Leitung seines Chorrneisters IJerm Otto Görlach und der Kapelle des 1. Hess. Bataillons 15. Jnfanterie-Regts. unter Ceitungbes beim Obermusikmeisters Cöber Reit- u. Fahrklub Gietzen u. Umgebung. 6863D Vorverkäufe finden statt in Gießen: L. Scharmann, Jigarrengeschäft, Lindenplah 3; E. Challier, Musikalienhandlung, Neuenweg 9; E. Greb, Modewarengeschäft, am Bahnhof. In Friedberg: Ludwig Stern, Kaiserstr. In Butzbach: W. Moeser, Jigarrengeschäft. In Bad-Nauheim: W. Moeser, Iigarrengesch. In Marburg: W. Moeser, Figarrengesch. Eintrittspreise: Tribüne Mk. 5.—; Num. Sitzplatz Mk. 3.—: Sattelplatz Mk. 1.50; Stehplatz Mk. 0.50. — Vorverkauf: Tribüne Mk. 5.—; Num. Sitzplatz Mk. 2 —; Sattelplatz Mk. 1.—. Wagen einschließlich Fahrer Mk. 5.—, jede weitere Person Mk. 1.—. ---- Nachmittags von \.\5 Uhr ab Fahrgelegenheit, pro Person 50 Pf., ab Gswalbsgarten nach dem Turnierplatz. M, W- nnö SMVMa« fionwrt aufdem Turnierplatz. - (Eignungsprüfungen für Reit-, Wagen- und Arbeitspferde. Borreiten, Borfahren, Jagdspringen, (Bruppenfpringen. Dressurprüfungen. - Borprüfungen Samstag ab 3 Uhr auf dem Turnierplatz. Eintrittskarten berechtigen zum Besuch. LIEBI6SHÖHE Donnerstag, 16. Juli, abends 8 Uhr: 5. Abonnementskonzert ausgeführt v. d. ehern. Militär-Musikern u. Leitung d. Musikmstr. a. D. Herrn Topp. Bei schlechter Witterung findet das Konzert im Saale statt Nach Beendigung des Konzerts stehen elektrische Q Wagen zur Rückfahrt bereit. £ Achtung! Sonderpreise! 4 Getreidemäher Handablagen sowie sämtliche landwirtscliaftl. Maschinen z« anderst günstigen gahiungsbedingungen cmMMiMMMU l B. SIMM Grotzen-Buseck essso Fernruf 33. Ersatzteillager und Reparaturanstalt. Eichene Schlafzimmer Speisezimmer Herrenzimmer auf Teilzahlung billig und gntl J. Jttmann Inhaber A. Brumlik Bahn ho Tetr. 29 I. Internationale Arbeiter Olympiade im Stadion hankfisrt a. ML 24. bis 28. Juli 80 000 Mitwirkende aus 19 Staaten Zwei grosse Festzüge Wettkämpfe und Spiele aller Art Ruderregatta und Lampionschwimmen Massenreigen von 1200 Radfahrern Lebendes Schachspiel in historischen Kostümen Festspiel im Stadion, 1000 Mit wirkende Trommelschlag von 4000 Spielleuten Entscheidungs-Fussballspiel über die OBympiade Meisterschaft MAIN-BELEUCHTUNG Cafe Amend Heute abend 8 Uhr 26. Sonder-KGnzerl _________________________________6898c 1 gebrauchter Bre^nabor- Waspen 8/24 P. S. gibt im Auftrage preiswert ab. Abmann & Schneider Automobile Kaiserallee 45 6832V Telephon 1248. H. Gottmann Marburger Strotze. Telephon 1404. 6869D MZW-UM Ab heute gebe ich Dorzugs-Milch in Flaschen- Abfüllung pro Liter 40 Pf. frei Haus ab. Die Milch wird nur von auf Tuberkulose untersuchten und unverdächtig befundenen Kühen gewonnen, die in einem besonderen, nach Vorschrift hergerichteten Stall stehen. Sie wird sofort nach dem Melken filtriert, gekühlt und auf Flaschen gefüllt und ist deshalb keimarm. Sie eignet sich besonders zum Rohtrinken. Bestellungen werden ab heute entgegengenommen. KAYSER das hochwertige Markenrad PfälzischeNähmasch.u.Fahrr.-FabrikGeflr.l864 vorn. Gebr. Kayser, Kaiserslautern. Vertreter für Gießen und Umgegend: Albert Wagner, ESTK N. B. Durch Uebernahme obengenannter Vertretung bin ich in der Lage, ein erstklassiges Markenrad in Qualität und Ausstattung zu liefern und bitte um unverbindliche Besichtigung. Des ferneren halte ich an Lager: Stöwers Greif, Kuxmann usw. 05937 Erleichterte Zahlungsbedingungen.