ür. 113 Erstes Blatt U5. Jahrgang 8reüag, 15. Mai 1925 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Orud und Verlag: vrühl'sche Umverfitötr-Vuch- und Stetndruckerei B. Lange in Sieben. Schristleitnng und Seschästsftelle: SchnIItrahe l. Annahme von Snzetgen fürbieTxigtsnummer bi-5 zum Nachmittag vorher ohne jcdc'Bcrdindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlid)S, auswärts 10 Goldpfennig; für Reklame-Anzeigen o.TOmra ‘Breite 35 (holbpfcnnig, 'platzvorschrist 20° , ’.'luf- schlag. - verantwortlich für Politik u. Feuilleton: l)r. Friede. Wllh Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschem; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen Erfcheint täglich, außer Sonne und feiertags. Beilagen: GießenerFamilienblätter Heimat im Bild. Monatr-Vezugrprels: 2 Goldmark u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen uon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsvrech'Anschlüsse: Schriftleltung 112, Ber- lagundGeschaftsslelleÜl. Anschrift für Drahtnachrichten BnzelaerSiehen. Postscheckkonto: $ranffurt a. M. 11686. Das Ränkespiel in der Räumungsfrage. Durch das französische Ränkespiel in der Räu- mungsirage, das zu einer neuen Verzögerung der itontroUnotc führte, ist natürlich neue Unruhe und Unsicherheit in die Kreise getragen worden, denen es mit der Befriedung Europas ernst ist. Sauerwein verkündete im „Motin" iogor, das, die Räumung Kölns kaum noch in die- sem Jahre erfolgen würde, weil Deutschland nicht imstande sei, die sogenannten Verstöße gegen die 'Abrüstungsbestimmungen im Verlaus weniger Monate abzustellen. Daraus scheint mindestens hervor- zugehcn, daß, s e l b st wenn die Konfroll - note In einigen Wochen übergeben wird, an eine Klärung der Räumungs- frage vorläufig nicht gedacht werden kann. Die ganze Angelegenheit wird sich in ihrer weiteren Entwicklung um so schwieriger gestalten, weil die endgültige Entscheidung darüber, ob Deutschland die Entwaffnungsbestimmnngen erfüllt hat oder nicht, nicht von einem unparteiischen Gremium ent schieden wird, sondern letzten Endes von Marschall Foch. Damit ist also die Räumung Kölns, obwohl eigentlich England am meisten an dieser Frage beteiligt ist, völlig in die Hände Frankreichs gespielt, das eine Gelegenheit hat, sie ganz im Juteresfe seiner Politik als Drudmittcl oder sonstwie zu benutzen. Die Verkoppelung der Sicherheitspaktfratze mit der Entwaffn ungs- und Räumungsfrage ist erfolgt, ganz hintenherum, und England wird nichts dagegen einwenden, wenn es auch immer betonte, daß es sich einer solchen Verquickung entschieden widersetzen mürbe. Dadurch, daß England in her Frage der Räumung Köln.- den französischen Wünschen und Sortierungen nachgegeben und auf die Festlegung be.. Räumungstermins schon in der Rote verzichtet Hai, hat es der französischen Willkür Tür und Tor geöffnet ■B r i a n b hatte gestern eine Besprechung mit ausländischen Pressevertretern über die schwebenden Fragen der französischen Außenpolitik, wobei natürlich auch die Räumungs- und Entwaffnungsfragen gestreift wurden. Die Auskünfte», die Briand dabei auf einzelne Fragen gab, sind n'i ch t geeignet, irgendwie die Auffassung über kommende Schwierigkeiten zu entkräften. Auch bas Dementi der Eingaben Sauerweins klingt aus dem J'hinbe Brian.. nicht sehr überzeugend, da er sich e eichzeitig hinter die Mitteilung verschanzt, ein bestimmtes Datum für die Räumung sei -noch nicht festgesetzt, da sie von der Durchführung der Entwasf- nungsklauseln durch Deutschland abhängig sei. Die Kontrollnote wird, wie Briand mitteilte, in etwa zwei Wochen abgeben. Bei dieser Angabe muß wohl vorausgesetzt werden, daß es innerhalb dieser Zeit gelingt, die trotz aller gegenteiligen Versicherungen zwischen England und Frankreich bestehenden Meinungsverschiedenheiten ausztigleichen. Dann endlich wird die beut|d)c Regierung lei in seiner Zone angegriffen worden, es müsse also die Rebellen zurLckweisen, jedoch habe es keine E r o b c r u n g ö a b j i d) t c r. Frankreich wolle die Verpflichtungen, die ihm die internationalen Verträge auferlegten getreu erfüllen. Deut'cher Reichstag. Annahme der internationalen Ar . its- abfonnncu. Berlin, 14. Mai. Nachdem Präsident Löbe des Ablebens des Abg. Siever «Dl. Harm. Part.) gedacht und die Abgcord.'.elen sich zu Ehren des Berstorbcnen von ihren Plätzen n hoben haben, tritt das Haus in die Beratung der internationalen Arbeitcrablom- m e n ein. Abg. Lambach IDrschntl.) erklärt, daß feine Fraktion dem Waihingtoner Abkommen über die Arbeitslosigkeit und Cent Genueser lieberemkom- men über die Stellenvermittlung für Seeleute zustimmcn werde, weil dadurch feine Aenderung der deutschen Gesetze hrrbsige'ührt werde. Bezüglich des Gesetzes über den Dervallungsrat des Internationalen Arbeitsamtes. in dem Deutschland noch nicht vrKlwertig vertreten sei. müsse die Regierung darauf dringen, daß auch die deutsche Sprache doit als Amtssprache gleichwertig anerkannt würde. Die deutsche Sprache würde ja nicht nur in Deutschland sondern auch in Oesterreich, Sandig, den Ostseeprovmzen usw. gesprochen. Der Redner setzt sich dann dafür ein, daß nicht nur bestimmte Gewerkschaften, sondern alle Arbeitnehmer und auch die Arbeitgeber im Verwaltung sra: vollwertig vertreten sein mühten. Seine Frattion würde dann auch diesem Gesetzentwurf zustimmen. Im übrigen könne bitfem Al kommen auhenpolitifc^ gar tcmc große I Bedeutung beigelegt werden. weil die soztal- poiiiischen Bestimmungen des Versackter Vrr- ,; agc5 von den 5 eindstaaten nicht ernst genommen würden, was sich auch daraus ergebe. daß noch nicht zehn Staaten die Entwürse ratifiziert hatten. Das deutsche Prestige würde «ich nur heben, weirn sich Denischland mit der Ratifizierung Nicht so sehr beeile. ’2Ibg. Rädel (Komm.) crtlart. daß, obwohl die Kommunisten einer internationalen Partei angehörten. lehnten sie das Internationale Arbeitsamt ab. weil es nur zur Täuschung der Arbeiterklasse bestimmt sei. Stufe Lendmz gehe schon daraiis hervor, daß im Ver- waltungsrat die Arbeitnehmer nur mit einem Viertel der Stimmen vertreten seien. Zum Washingtoner Aebereinlommen über die Arbeitslosigkeit gibt der Redner seine Zustimmung. Abg. Erkelenz (Dem.» befürwortet die vorliegenden internationalen Arbeiterubereinkom- men. ES sei bedauerlich, daß man deutscherseits nicht Dia früher an das Internationale Arbeitsamt herangetreten sei. Daraus erkläre sich auch, daß nunmehr die besten Plätze beseht seien. Deutschland komme leider immer zu spät. Das habe sich anderwärts, z. V. bei dem Kolonial- erwerb, gezeigt. Internationale sozialpolitische Debereinkoinmen und Kongresse, wie der demnächst in Genf stattfiridendc. müßten auch von Deutschland zu propagandistischen Zwecken aus- genuht werden. Abg. Lh iet (D. Vpt.) meint, daß der von Erkelenz vorgeschlagene Weg für Deutschland nicht gangbar sei, weil das Zurschaustellen denn deutschen Wesen widerspreche. Demgegenüber müsse Deutschland vor allen Dingen darauf dringen, daß es als gleichberechtigtes Land mit England und Frankreich behandelt wird. In der Abstimmung nimmt das Haus sämtliche vorliegenden internationalen älebereinkommen an, ebenso einige Entschließungen, die die Regierung auffordern, für die gleichberechtigte Behandlung Deutschlands energisch einzutreten. _ Abg. Keil (Soz.) beantragt, auf die Lages- ordnung der morgigen Sitzung den Antrag des Aufwertungsausschusses zu sehen, demzufolge die Regierung ersucht wird, baldigst einen Gesetzentwurf vorzulegen. der im Interesse der Aufwertung eine Sonderbesteuerung der neu entstandenen Vermögen sowie derjenigen Vermögen, die während der Inflation einen Zuwachs oder keine wesentliche Mmderung erfahren haben, festseht. Es entspinnt sich über diesen Antrag eine lebhafte Auseinandersetzung, in der der Abg. Schu lz-Vromberg (Dntl.) den Vorschlag macht, den Antrag auf Sonderbesteuerung morgen dem Steuerausschuß, der dafür zuständig sei, zu überweisen. Rach weiterer lärmender und lebhafter Geschäftsordnungsdebatte wird der Antrag Keil, den erwähnlen Antrag auf die Tagesordnung der morgigen Sitzung zu sehen, zur Abstimmung gebracht, deren Ergebnis zweifelhaft ist. Es folgt eine Abstimmung im Hammelsprung. Das Ergebnis ist: 148 Ja-Stimmen, 155 Rein-Stimmen. Der Antrag Keil ist also mit 7 Stimmen Mehrheit ab gelehnt worden. Preußischer Landtag. Berlin, 14. Mai. (£11.) Aus der Tagesordnung steht als erster Gegenstand die erste Beratung der Zentrumsanträge. Herold (Ztr.) fordert Annahme eines Entwurfs für eine P reust i sch e Städteordnung und einen solchen für eine preußische Landgemeindeordnung. Der Gegenstand hatte bereits em- »gehend den 22er-Ausschuh des aufgelösten Landtags beschäftigt. Ein Untersuchungsausschuß hatte >bie Beschlüsse redaktionell zu einem einheitlichen Ganzen zusammengefaßt. Der Zentrumsantrag »nimmt diese Arbeiten wieder auf, hat aber nicht ein einheitliches Gesetz, sondern zwei Sonderent- würse vorgelegt. In der Aussprache bedauert Abg. Haas (Soz.), daß die Zentrumsantrage den Gegenstand wieder auseinander gezogen haben. Der Redner wünscht ein Einkammersystem, spricht sich für die Burgermeistereiverfassung aus und lehnt die Magistratsverfassung ab. Er erklärt sich auch gegen das staatliche Bestätigungsrecht. — Abg. Freiherr v. Mirbach (Dntl.) erklärt, die Reform sei nicht eilig, wenn auch eine gewisse Revision nötig sei. Seine Fraktion wünsche, daß der Gegenstand im Ausschuß noch gründlich durchgeprüft wird. Die Bürgermeisterei einfach zu übernehmen, halte er nicht für angezeigt, da noch nicht genügend Klarheit vorhanden sei. Seine Fraktion lehne es auch ab, daß die beiden Entwürfe in ein Gesetz zusammengeschweiht würden. — Abg. Schüler (Ztr.) empfiehlt schnellste Derabschiedung, da der 22er-Ausschuß des früheren Landtags den Gegenstand aufs genaueste behandelt habe. Das Rheinland und Westfalen hungerten geradezu nach der Aeuordnung. Abg. von Eynern (D. Vp.) hält es nicht für zweckmäßig, daß das Zentrum die Beschlüsse des Ausschusses des vorigen Landtages einfach übernommen habe. Es zeigte sich ja. daß Deutschnationale und Sozialdemokraten sie ab= lehneii. 2Dg. Heym (Komm.) lehnt besonders das 2-Kammer-System und das Bestätigungsrecht ab. Abg. Dr. Preuß (Dem.) führt aus, es bleibe nichts anderes übrig, als die Derwal- tungsorganisationen im Ganzen anzusasseii. Die Regierung müffe ein Verwaltungsreformpro- gramm verlautbaren. Abg. Müller-Fran- t en (Wirtschaftl. Vg.) erklärt die Mitarbeitsbereitschaft seiner Fraktion. Abg. Biester (Deutschhann.) wendet sich iiisbesondere gegen das staatliche Bestätigung stecht. In ihm liege eine unberechtigte Beschränkung der Selbstver- waltung. Die Aitträge werden daraus zur Ausschuß- beratung überwiesen. Zum Schluß verabschiedet das Haus noch eine Rovelle zum Beamten- diensteinkommengeseh. wodurch die preuß. Bestimmungen mit den Reichsvorschriften in Hebereinstimmung gebracht werden. Hierauf vertagt sich das Haus auf Dienstag. 9. Juni. Aus dem Finanzausschuß des Hessischen Landtags. Darmstadt, 14. Mai. (Eigener Bericht.) Der Finanzausschuß des Hess. Landtags setzte heute seine Beratungen bei Kap. 114 (Landesanstalt für Wetter- und Gewässerkunde) fort, das genehmigt wurde: ebenso Kap. 115 (Privateisenbahnen u. Kraftwagen). Zu Kap. 116 (Stellvertretungs- und Aushilfskosten) stellte Abg. Dr. Leuchtgens den Antrag, den hierfür angesetzten Betrag um 50 Proz. zu kürzen. Der Antrag wurde gegen zwei Stimmen abgelehnt und das Kavitel gegen zwei Stirnen genehmigt. Das- Vor dem Aufwertungsksmpromitz. Die Richtlinien für die Beratung der Airfrvertungsgesetze. Berlin. 15. Mai > Die hinter der Regierung stehenden R e i ch s t a g s f r a 1t i o - n c n haben untereinander mit der Reichsregierung für die Beratung der Aufwertungsgesehe folgende Richtlinien vereinbart: 1. Der Aufwertungsbetrag (8 2 des Aufwertungsgesetzentwurfes) wird für alle Hypotheken und anderen dinglichen Rechte auf 25 Prozent erhöht. 2. Der Auswertungsbetrag von 25 Prozent ist ohne Unterschied von Aufwertung und Zusatzaufwertung einheitlich an der alten Rangstelle des Rechts einzutragen. Soweit der nach dem Verhältnis des berichtigten Wehrbeitragswertes zum gegenwärtigen Grundstücks- Wert herabzusetzende Goldmarkbetrag der ersten Hypothek deren Aufwertungsbetrag übersteigt, ist dem Eigentümer eine (Eigentümer-® r u n lisch u l d vorzubehalten. Der Rang t>cr_ncu eingetragenen Reichsmark Hypotheken, Feingold-, Roggerrrenten- und anderer wertbeständiger Hypotheken bleibt gewahrt. 3. Bezüglich der Verzinsung verbleibt es bei der Regierungsvorlage. 4. Der Rückwi rkungstermin wird bis zum 15. Juni 1922 zurückverlegt. Dabei ist die Härteklausel zweckentsprechend zu erweitere Bei der Rückwirkung findet die Aufwertung nicht nur zur Hälfte, sondern in voller Höhe des Aufwertungsbetrages statt. 5. Der Aufwertungssah der Industrie- obligativnen wird für Altbesiher, d. h. für Personen, die bereits am 1. Juli 1920 Inhaber der Obligationen waren, um 10 Proz. erhöht. Die Erhöhung des Aufwertungsbetrages um 10 Proz. wird in der Form von Genuß- scheinen gewahrt, die folgende Rechte haben: Rachdem vom ^eingetoinn zunächst ein Betrag von 6 Proz. an die Aktionäre als Dividende ausgeschüttet worden ist, wird der diesen Betrag übersteigende Reingewinn folgendermaßen ver- teilt: Bei jedem Prozent der Dividende auf die Aktie ntüssen 2 Proz. auf die Genußscheine verwandt werden bis zu einem Höchstbetrag von 6 Proz. des Betrages, auf den die Genußscheine lauten. Don den auf die Genußscheine entfallenden Beträgen werden Ausschüttungen auf die Genußscheine in Höhe der alten Zinssätze der Obligationen gemacht. Der verbleibende Rest wird zu Auslosungen zu pari verwandt, die mindestens jedes zweite Jahr erfolgen müssen. Die erhöhte Aufwertung kommt auch den Alt° besihern zugute, deren Obligationen nach dem 14. Februar 1924 eingelöst worden sind. Im übrigen findet eine Rückwirkung bei der Aufwertung von Indnstrieobligationen nicht statt. 6. Entsprechend der Höheraufwertung der Hypotheken auf 25 Prozent erhöht sich auch das in § 12 Absatz 1 des Entwurfs vorgesehene Maß für die Aufwertung anderer Derrn ö g e n s a n l a g e n auf 25 Prozent. 7. D i e Anleihen des Reichs werden durch eine neue Anleihe zum Sah von 5 Prozent abgelöst. Der Teil der Ablösungs- anleihe. welcher gegen Martanleihen alten Besitzes ausgegeben ist, wird durch Auslosung zum doppelten Nennbetrag (an Stelle des einfachen) zuzüglich 5 Prozent des Auslosungsbetrages für jedes Jahr feil dem Beginn der Auslosung getilgt. Diese Tilgung soll innerhalb 30 Jahren (statt 40 Jahren) durchgeführt werden, sofern ras Ergebnis der schwebenden Verhandlungen über die Steuerreform, den Finanzausgleich und den Reichshaushalt dies nicht unmöglich macht. Die in der Regierungsvorlage vorgesehene Anleiherente fällt fort. Die Vorzugsrechte für die bedürftigen Anleihebesiher bleibt bestehen. 8. Die Markanleihen E>_c r Gemeinden und Gemeindeverbände werden durch neue Anleihen zum Satze von 5 Prozent abgelöst. Der Teil der Ablösungsanleihen, der gegen Markanleihen alten Besitzes ausgegeben ist. wird durch Auslosung nicht zum einfachen, sondern zum zweieinhalbfachen Renn betrag zuzüglich 5 Prozent des Auslosungsbetrages für jedes Jahr seit dem Beginn der Auslosung getilgt. Die Ttlgungsdauer beträgt nach näherer Festsetzung der obersten Landesbehörde 20—30 Jahre. Die Gemeinde- aufsichtsbehörde kann einen Treuhänder zur Wahrnehmung der Interessen der Anleihegläubiger bestellen. Auf Antrag der Gemeinde ober eines Anleihegläubigers oder des Treuhänders ist der feste Rückzahlungsbetrag der abzulösenden Markanleihe zu erhöhen, sofern dies dem Anleiheschuldner nach seiner finanziellen Leistungs- sähigkeit und unter Berücksichtigung seiner öffentlichen Aufgaben zugemutet werden kann. Die Entscheidung über den Antrag erfolgt durch die von der obersten Landesbehörde zu bestimmenden Stelle. Gegen deren Entscheidung ist die Beschwerde an eine von der obersten Landesbehörde zu bestimmenden Beschlußbehörde innerhalb einer Frist von einem Monat zulässig. lieber die Unterscheidung zwischen Gemeindeanleihen alten und neuen Besitzes Bc- f!immungen zu treffen, bleibt den Ländern Vorbehalten. Zu den Richtlinien der Regierungsparteieit über die. weitere Behandlung der Aufwertungsfrage teilt die Pressestelle der Deutfchnationalen Volkspartei mit, daß sich die Parteien verpflichtet haben, diese Richtlinien im Ausschuß durchzusehen und bei Abstimmungen und Anträgen nicht von ihnen abzuweichen. Die Deutschnationale Reichstagsfraktion hat fick dem Kompromiß mit der damit verbundenen Verpflichtung angeschlossen. Damit scheint eine baldige Verabschiedung des Gesetzes sichergestellt zu sein. Das Kompromiß der Regierungsparteien in Iber Aufwertungsfrage ist noch gestern nachmittag dem Reichsrat zur Kenntnis gegeben worden. selbe geschah mit Kap. 117 (Postgebühren). Kap. 118 (Ausleihungen unö Staatsschuld) wurde angenom- men. Hierauf setzte der Ausschuß seine Beratungen bei Kap. 75 (Ministerium für Arbeit und Wirtschaft) fort; cs lag hierzu ein Antrag Dr. Werner vor, dieses Ministerium mit dem Ministerium des Innern und dem Justizministerium zu vereinigen. Ein Antrag Glaser- Dr. L e u ch t g e n s will die Verhältnisse der Vorkriegszeit wiederherstellen und verlangt die Streichung von 11 Stellen für akademische Beamte und 25 mittlere und Unterbeamten. Beide Anträge wurden gegen fünf Stimmen abgelehnt und das ganze Kapitel gegen fünf Stimmen angenommen. Kap. 76 (Stellvertretungs- und Aushilfskosten) und Kap. 77 (Postgebühren) wurden bewilligt; die hierzu gestellten Anträge Glaser-Dr. Leuchtgens, die festgesetzten Summen um 50 Proz. herabzusetzen, wurden abgelehnt. Genehmigt wurden ferner Kap. 78 (Hochbauwesen), Kap. 79 (Geologische Anstalt) und Kap. 80 (Kosten der Pachtungsämter). Zu Kap. 82 (Landwirtschaftliches Unlerrichts- wesen) lag ein Antrag Glaser und Dr. Leuchtgens vor, worin ausgeführt wird, daß sämtliche Beamte, die unter dieses Kapitel fallen, der Landwirtschafts- t'nmmcr unterstellt werden. Infolgedessen könnten 15 für das landwirtschaftliche Unterrichtswesen vorgesehene Assessoren entbehrt werden und die Kosten dafür seien beim Kap. Landwirtschaftskammer ein. zusetzen. Die Landwirtschaftskammer sei aufzufordern, Ersparnismaßnahmen für 1926 in Vorschlag zu bringen. Die Anträge wurden gegen 3 Stimmen und einer Stimmenthaltung abgklehnt und das Kapitel 82 genehmigt. Zu Kap. 83 (Bodenverbesse rung und Wasserversorgung) hat der Abg. I o st Anträge eingebrachl, worin der Wunsch ausgesprochen mar, daß die Beträge für Feldbereinigungen und Hutweiden erhöht werden. Der Ausschuß faßte einen Beschluß, worin die Regierung ermächtigt wird, falls die Beträge nicht ausreichen, sie selbständig zu erhöhen. Das Kap. wurde genehmigt. Ebenso wurde Kap. 84 (Förderung einzelner Zweige der Landwirtschaft) genehmigt. Die Beratungen wurden bei Kap. 85 (Landwirtschaftskammer abgebrochen; dieses Kapitel soll nicht in der morgigen Sitzung, sondern erst am' Montag in Angriff ge npmmen werden. Der HimmeSsbach-Ausschusi im Hessischen Landtag. Darmstadt, 14. Mai. (Eigen. Bericht.) Heute nachmittag trat ber Ausschuß zur Untersuchung des Hi m melsbach -Skandals im Landtag zusammen und wählte den Abgeord- ncten Schül zum Vorsitzenden. Es wurde beschlossen. zunächst das einschlägige Material zu sammeln imb in 14 Lagen in die Beratung cin- zutreten Kleine politische Nachrichten. Der internationale Gerichtshof im Haag wirb Samstag, den 16. OKai. in öffentlicher Sitzung sein Gutachten übet die Streitfrage der Danziger Briefkasten bekanntgeben. Aus Lyon wird gemeldet, daß Herriot eiliflimmig wieder zum Bürgermeister der Stadt Lyon gewählt wurde. Wie die Morgenblätter heute aus Prag melden, werden in dortigen politischen Kreisen lebhafte Zweifel gehegt, ob die wenig freundliche Kommentierung Der Ergebnisse der Budapester Konferenz in Oesterreich eine Reise Dr. Beneschs nach Wien opportun erscheinen lasse. Das .Kriegsgericht in Ramur verurteilte den General Roquo vom Hannoverschen Infanterie-Regiment Ar. 77 und den Major Gärtner vom 5. Garde-Grenadier-Reaiment wegen angeblicher Greueltaten in Llbwesenheit zum Lode. Wie Havae. aus Athen meldet, ist ein Teil des fr niizö fischen Mittelmeergeschwcv- ders im Hafen von P halervn eingetroffen. Aus aller Welt. Preisverteilung zum Baden-Badener Schachturnier. Baden-Baden, 14. Mai. (WB.) Heute fand die Preisverteilung auf dein internationalen Schachgroßmeisterturnier statt. Den 1. Preis erhielt Aljechin ° Frankreich in Höhe von 1500 Mark. Die weiteren Preisträger sind: als 2. Rubinstein-Polen, der allmählich wieder seine altelSpielstärke gewinnt. Dritter wurde der junge Berliner Meister Saemisch- Deutich- land, dem die deutsche Schachgeschichte ein neues Ruhmesblatt zu verbanken hat. Vierter wurde der in Lriberg ansässig gewordene Bogoljubow- Llkraine. In den fünften und sechsten Preis teilten sich Marshall-äl.S.A. unb Dr. Tarta- lower-Oesterreich, die eine respektable Seiftung hinterlassen haben. Den siebenten Preis erhielt ein Reuling auf Großmeisterturnieren, Rabino- witsch-Rußland. Den achten Preis errang der Wiener Theoretiker Grünfeld-Oesterreich. Den neunten Preis erhielt Riemzowitsch-Dänemark, und schließlich wurde letzter Preisträger der jugendliche Lorre-Me-iko. her auf diesem Turnier seine erste Feuerprobe bestand. Den Sonderpreis der „Zoppoter Zeitung" holte sich Colle-Belgien, der in den letzten Runden als Richt-Preisträger zwei Punkte gewonnen hat. Eisenbahnkatastrophe bei Moskau. Der Moskau-Rigaer 0-Zug ist in der Mittwochnacht unweit Moskau e n t g l e i st. Ein Wagen der 2. Klasse und ein Speisewagen wurden vollständig zertrümmert. Dabei wurden 10 Personen getötet, 30 verletzt, linier den Passagieren des Zuges sollen sich auch viele Reichsdeutsche befunden haben. Thomas Mann in Florenz. Im Rahmen der deutschen Kulturwoche hielt im Konferenzsaal der Internationalen Buchmesse in Florenz Thomas Mann, der vom deutschen Konsul vorgestellt wurde, einen Vortrag über Goethe und Tolstoi, der von den zahlreichen Gästen mit lebhaftem Interesse an» gehört und zum Schluß mit starkem Beifall ausgenommen wurde. Wettervoraussage. Vorwiegend heiter, tagsüber warm, Winde aus östlicher Richtung, trocken, (höchstens schwache Gewitterneigung). Das Tagesmittel der Temperaturen stieg gestern um 1—2 Grad an. Die Morgentemperaturen in Deutschland liegen heute durchweg höher als 15". Der hohe Luftdruck hat sich zwar etwas verflacht und zwischen Island und Irland zeigt sich ein neues Zollgebiet, das jedoch morgen unsere Wetterlage noch nicht beeinflussen wird. Aus Stadt und Lavb. Grehen, den 15. Wat 1925& Kommunistische Sprengstoff- Vorräte beschlagnahmt. Im Zusammenhang mit den Verhak» tungen hiesiger Kommunisten, übet die wir schon berichteten, haben die Behörden umfangreiche Rachfvrfchungen nach Belastungsmaterial angestellt, das zur vollkommenen Äeberführung der Angeschuldigten dienlich ist. Dabei ist es gestern nachmittag gelungen, eine größere Menge Sprengkörper und Pulver, die eingepackt im Walde vergraben waren, aufzufinden und auszugraben. Der Fund ist in behördlichem Gewahrsam sichergestellt. Die Linker- suchung der Angelegenheit geht weiter. Bornotizerr. — Lageskalender fü-r ^Freitag. 81/.. Llhr Vortrag von Prof. Kalbfleisch int Physikalischen Institut: „ Friedrich Gottlieb Weicker, ein großer Forscher und ein deutscher Mann". — Lichtspielhaus Bahnhofstraße. „Der Demütige Imb die Sängerin". — Vom Lichtspielhaus Bah nh o s - st raße wird uns geschrieben: Der neue Spiel- plan bringt den Film „Der Demütige und die Sängerin", frei nach dem Roman von Felix Hollander. Die auswärttge Kritik schreibt darüber: „Der Film ist besser als der Roman, er ist weit stärker in seiner Wirkung als die Lektüre. Lil Dagover ist auch hier wieder mit der Hauptrolle betraut und rechtfertigt ihren Ruf als Schauspielerin von Rang aufs neue. Darin liegt überhaupt mit die Hauptstärke des Films, daß er getragen wird von echtem, schauspielerischem Können, wovon die Figuren Hans Mierendorffs und Margarete Kupfers berebteä Zeugnis ab« legen. Auch in den kleineren Rollen ist der Film vorzüglich beseht, so daß seine Vorführung ungeteilte Freude macht. * 2.11. Don der Landesuniversität. Die zweite und letzte feierliche Immatrikulation findet morgen, Scmrstag. 12 Uhr pünktlich, in der Kleinen Aula der Universität statt. ** Der Mörder Steul als Einbrecher. Der hier in Untersuchungshaft befind liche Mörder Adolf Stcul hat am 9. Oktober vorigen Jahres in Wiesbaden mit einem ge« wissen Heinrich Hoffmann einen Wohnungseinbruch verübt, wobei ihnen erhebliche Wettsachen in die Hände fielen. Nach der Tat begaben sie sich mit dem Diebesgut nach Frankfurt a. M., um es abzusetzen. Hierbei gerieten sie am 12. Oktober wegen des Erlöses in Streit. ** D i e Wasserwärme der Lahn heute vormittag 16 Grad Reaumur. ** Der „Deutsche Frauenbund für alkoholfreie Kultur" eröffnete am Dienstag die Werbewoche für das Gemeindebe stimmungsrecht, lieber die Vorträge wird uns berichtet: Frau Aenne Hepding zeigte in lebendiger Schilderung, wie die Alkoholschäden nm Mark unseres Volkes zehren, wie der Alkohol sich in Gestalt von Likörbonbons schon bis in die Kinderstuben geschlichen hat. Doch Kritik allein bringt uns nicht aus der Alkoholnot heraus, außer unermüdlicher Aufklärung nmß eine vernünftige Gasthausreform einsetzen. Wegweiser dafür sind die Schweizer Frauen, die unter Führung von Fron D r c 11 i • Zürich in allen größeren Stödten der Schweiz eine namhafte Anzahl alkoholfreier Gaststätten geschaffen haben, die sich auf rein wirtschaftlicher Grundlage mit verblüffendem Erfolg aus den bescheidensten Anfängen von einfachen Kaffeestuben zu erstklassigen Hotels entwickelt haben, ein zwingender Beweis, wie groß das Bedürfnis des Volkes danach ist. Die Soldatenheime der Kriegszeit wurden in alkoholfreie Fabrikkantinen umgewandelt, anfangs verhöhnt als ,,Weiberwirtschaft", heute riesig geschätzt, da der Arbeiter sieht, daß er für sein gutes Geld vollwertige Nahrungsmittel in freundlichen Lokalen erhält. od)on dehnt sich das Arbeitsgebiet der Schweizer Frauen auf das Land aus, wo das Wirtshaus weit mehr als in der Stadt Mittelpunkt des geselligen Lebens ist, man baut sog. Gemeindestuben, in denen alt und jung sich freudig zur Geselligkeit einsindet. In Deutschland sind die Anfänge zur Gasthausreform in einzelnen Städten vorhanden, und das Beispiel der Schweizer Frauen soll uns ein Zeichen fein, was zielbewußte Frauenarbeit erreichen kann. Der zweite Redner, Unioersi- tätsprofessor Dr. Frick, sprach zu dem eigenUichen Thema der Werbewoche „Gemeindebestimmungsrecht". Kurz streifte er die denkwürdige Reichstagssitzung vom 18. Februar d. Js., in der sich der Reichstag zum ersten Male entscheidend und ausführlich mit der Alkoholfrage befaßte, unb wo die Beratung des Entwurfes zum Reichsschankstcitten- gesetz abgelehnt wurde, weil angeblich das Gemeindebestimmungsrecht die Trockenlegung Deutschlands und damit eine Vergewaltigung des deutschen Volkes bezwecke. Die Begründung dieser Meinung ist durchaus hinfällig. Das Gemeindebestimmungsrecht will lediglich allen wahlberechtigten Deutschen die Möglichkeit geben, über die Konzessionierung der (schankstätten, also über eine öffentliche Angelegenheit von einschneidender Bedeutung, mitzuentscheiden. Jede Gemeinde hätte die Möglichkeit, die Zahl und Art ihrer Gaststätten selbst zu bestimmen. Wo steckt hier die Vergewaltigung? 9m Gegenteil, jeder einzelne hat ein weitaus größeres Recht als bisher. Der einzelne beugt sich fast stets der in unferm Volk geradezu allmächtigen Trinksitte, und so konnte der Bierkonsum im Jahre 1924 um ein Drittel steigen, verbrauchten wir in drei Monaten sechsmal mehr Spirituosen aus Frankreich als der Versailler Vertrag uns aufbüröet. Doch wer es wagt, dieser Sitte engegenzutreten, dem wird überall die Frage entgegenklingen: „Soll ich meines Bruders Hüter sein?" ** Der Gießener Schwi m m verein hielt gestern abend im Gasthaus Boller seine Monatsversammlung ab. In: Vordergrund der Verhandlungen stand das diesjährige rerbands- offene Schwimmfest, das auf den 28. Juni festgelegt ist. Wie alljährlich, werben wieder viele Vereine aus allen Gegenden Deutschlands tn der Müllerschen Badeanstalt, die mit zwei 50= Meter-Bahnen und einer 100-Meter-Bahn versehen ist. an den Start gehen. Am 24. Mai hält der Verein sein Anschwimmen ab. Der große Zuwachs an Iugendschwimmern, die durch das Wintettraining eine gute Ausbildung erhalten haben, wird schöne Kämpfe zeigen. Besonderer Wert wird auch auf Rettungsschwimmen gelegt werden, außerdem wird man die humoristischen Einlagen nutzt oergeflcn Seme trurb: br- 'chtolfen. das verbandSofjene Schwimmfc'k fces DlfeiibüCbcr SchwimmvercinS von 18^b am 13. unb 14 3uni mit einer größeren Mannschaft za besuchen. Frl. TÜly Arndt folgt an ber. gleufrrn Tagen einer Einladung des Alten Schwimm- verein- Dreslau ti>o sie wiederum im Sruft- schwimmen mit bet Deltrekordschwimierin Frl. Murray- L.i> zig und im Rückenschwimmen mit der deutschen Meister.n Frl. Aenne Nehborn- Bvchum zutammentriftt. Die Wanderungen des 'Scrcine insbviondrre der Zagend, werden wie bieder fortgesetzt. Die Uebungsstunden sind auf Dienstag, Donnerstag. Samstag und Scmntag teil gefegt -siede heutige Anzeige! Die Dersamm- lung schloß mit der Hoffnung auf einen erfolgreichen Sommer und eine gute 3ugendauSbildung. sowohl im Schwimmen al» auch Im Aettungs- wcsen •• 2 5 3 a b r e Damenverein „(Babels« berget" in (Biegen. Man berichtet uns: Am oamstag beging der hiesige Damenoerein „(Babels« berger", der älteste Damenstenoaraphenverein in unierem Hessen lande, die Feier seines 2djähri^en Bestehens in der Turnhalle. Nach einem von Jyri. Therese Schmal! schwungvoll oor^etragenen Vor« Iprud) ergriff die derzeitige 1. Vorsitzende des Vcr« em», Frl. Tilly 5 d) in a U . das Wort zu einer *Segrübungsanfprad)c und gab dabei einen kurzen Uebcrblid über die Vcreinsgeschichtc. Die Mitglieder« zahl des 23e rein» beträgt zur Zeit 130. Der erste Vorsitzende de» hessen-nassauischen 'Verbandes Ga« helsbergerfdKr Stenographen. Lehrer Schopp- Mainz, hielt folgenden Festvortrag: „Warum Reichsturzschrift?" Gleich zu 'Beginn seiner Rede gab der 'Redner daraus die stenographisch kurze, aber treffende Antwort: „Weil cs belfer ist . Nach eingehenden Betrachtungen fchlosi der Redner mit dem Wunsche, hofo die Reichskurzschrift zum Wohle des gesamten deutichen Wirtjchajis. und Staatslebens bald bk- meinem des deutschen Volkes werden möge. Rach dem Feftoortrag gab die I. Vorsitzende des Damen« ncreins einige Ehrungen bekannt. Die langjährige i rühere Vai sitzende und Mitbegründerin des 'Vereins, Frau Jluguftc Peter, wurde unter lieber- reichung einer Ehrenurlunbe zur Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt. Weitere Ehrungen wurden den Vorstandsmitgliedern des Stammoereins von 1861, den Herren H a n st e i n, Hasenkrug und 3 u (( m a n n , durch llcbergabe wertvoller Bilder mit entsprechender Widmung zuteil. Der derzeitige l. Vorsitzende des Vereins von 1861, staatlich gepr. Lehrer der Kurzschrift Franz H a n st e i n , übermittelte dem Damenverein die herzlichsten Glück- wünsche des Staminvereins und dankte gleichzeitig für die Ehrungen. 3n beredten Worten brachie der 1. Vorsitzende des Bezirks Gießen (Babelsbergcrscher Stenographen, ftaatl. gepr. Lehrer der Kurzschrift ft. H. ftuhI, die Glückwünsche des Bezirk» znm Ausdruck. Sud) die Stenographengesellfchaft „(Babelsberger' unb Damenabteilung übermittelten durch den 1. Vorsitzenden, Kaufmann Fidel Balken, unter Heb er reichung eines Bildes die besten Wünsche. Für den Kaufmännischen Verein sprach der erste Vorsitzende, ftaufmann Heinrich Erle, indem er auf den grufjen Nutzen der Kurzschrift gerade für die Geschäftswelt hinwies. 3m meieren Verlauf der Festfolge ourden allerlei gefeilige Dai - bfetungen ncbo!cn und mit reichem Beifall aus« gezeichnet. Das Ergebnis des Zubilaumswettschrei« bens wurde zum Schtusie nodj bekanntgegeben. Es erhielten Preise: 1. System (Babelsberger (200 Silben): 1. und Ehrenpreis Frl. Lina Wahl: 180 Silben: 1. und Ehrenpreis Frl. Therese S ch in a 11, 1. Preis Frl. Melitta E ha r a (; 160 Silben: 1. und Ehrenpreis Frl. Luise Rohrbach-, 120 Silben: 1. und Ehrenpreis Frl. Lisel Eckert .unb Frl Lucia Melcher, 1. Preis Frl. Emilie Prang unb Frl. Hilde 'Weltmann; 100 Silben: 1. unb Ehrenpreis Frl. Erna Eckharbi, 1. Preis Irl. Warta Müller, 2. Preis Frl. Anna Ben zier; 80 «Üben: 1. unb Ehrenpreis Frl. Elsa Martin, 1. Preis Frl. Elise A b e r t unb Frl. Käthe Zsegle r, 2. Preis Frl. Ria Schmal! unb Frl. Maria Bingmer; 60 Silben: 1. unb Ehrenpreis Frl. Sofie 'Wepler. 2. Reichskurzschrift (80 Silben): 1. unb Ehrenpreis Frl. Elly Rieh, 1. Preis Frl. Elisabeth Glabigow; flio Silben: 1. unb Ehrenpreis Frl. Meline S ch m i b i« Heuchelheim, 1. Pr.: Frl. Martha Nau unb Frl. Minna Eise. Ein Fest« ball hielt die Teilnehmer noch lange beisammen. Der Studentenhttfslag der Gießener Hochschulgesellschaft und (Siebener Studentenhilfe rückt näher. Die Dorbereitungen find, wie man uns schreibt, in vollem Dange. Eifrige Hände sind am Werk, die ernsten Räume unserer ilnüxroerfität zu frohem Feste vorzubereiten- Die Fülle des Gebotenen ist so reichhaltig, daß wir nur einen kurzen Ueberblick über das Programm zu geben imstande sind: Am Festsonntag. 17. Mai, wird zunächst vormittags von 11.15 biS 12.15 die Militärkapelle unter persönlicher Leitung des Obermusikmeisters Löber vor der ilni- versität ein Frühkonzert abhalten. Hm 4 Uhr eröffnet sodann der Aadioraum. in welchem rs Das Konzert des 40föpflfl4283 a. b. (stieb Anz. Zungercr Mietet (4971D gesucht. Wir suchen ständig guterbalteuc ^r. ftronmann Kastenfchranksabrik. 'Abgebauter, iung. Mann, w. 2 Fabre aus einem Lohnbüro iäthi war. und Han de IS sch. belucht bat. sucht Etellnng aut einem 93iiro.eutL auch als Lehrling gen- ner. Bergütung. Ön. u. Nr. 417 an Herso, M - A. - Erv. GieBeo 4993h Henkels Scheuerpulver Äomder erster Marken, nicht unter 2 P. S. A. ft. D-. Gieben, Liicrwcg 60. Tel 1646. (04299 Miäcta für vorrntttagS gef. 3u erfragen in der (steschäftSst.deSGien. ?lnietgerS. (04274 Tüchtiges Dienst- mäbchen für ben HanShatt sofort gesucht. uw. Gruft Mönnig LebenSmitielaelchän Laubach (Dberb.i. 1 Helfe! ber sich zum Benzin tanf eignet fofort au kaufen gesucht. '*'* Anto-Verkebr (ftörling, Wcular. Me Spargel! aQert Sortierung 0a m 8 t a g f tüb elntxeffenb lwc per Psd. 1 OJlk. fleh. Kalbfleisch Vtebfaftr.TLtel.tWfy Ich suche für ben 1. 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Mit seltenem Eifer gingen sie nun ju Werl. bei» Millen in die Tal umzusetzen Sie erwarben iauflid. ein 1 ’ _■ Morgen grobes Wiesen stück, bauten sich aus Brettern eine sogen. Bauhntte. vrrschinierten die Riden ui'd Zuglöcher mit Leh n unh siedelten am 1. April in ib’." neues S)cim über. Dessen 3iut Bodenständigkeit, der Sinn für die Schon) n! der Ratur unb der Wille zu wahrhafte»' Let-cns- geflaltung locttc sie. aus einem vergessenen Fleckchen des Bogelsbergs den G» und st ein -,u Heim und Herd zu legen. Das Verhältnis de. Siedle.- untereinander ist ein äußerst harmonisches unh auf den Grunbtoi» gemeinsamen und gcgeiifcili gen Verstehens gestimmt. Sie vertreten leine Parteirichtung und keine Konfession und w V n nur Deutsche fein, die ihr 'Vaterland und echt • Parteirichtung und keine Konfession und wollen deutsches Wesen über all eß schätzen und lieben. Don b-'v Welt woll. n sie ' ।d> Aber deren sogenannte Genüsse verabscheuen sie. weil sie nicht geeignet feien. Lebensfreude zu Wecken. Zweifel an der Beständigkeit ihrer augenblicklichen Lebensausfassung suchen die jungen Siedler allen Ernstes zu entfrüften. Immerhin darf man begierig fein, ob ein Fleckchen Wcsi abgeschiedenheit auf hie Dauer den Huuge» nach de»n Leben stillt, oder nb fie doch eines Tages das Bedürfnis fühlen, wieder auß der Enge ihres Wiesentals herauszukommen. Hl Laubach, 13. Mai. Jetzt besichtig > Geh Daurat Walde- Darmstadt die für das Ehren t> e n f m a f btt gefallenen Heldensöhne unserer Stadt vorg^schlagenen Plätze. Er empfahl in erster Linie die Ostseite des vorderen Ram de» zo. und zwar die Anlage einer Terrasse bei den beiden gewaltigen Buchen (der sog. „‘Staut u:b Bräutigam") am dortigen Fußpfad A:ßcr cm ist noch an die Westseite des Schloß za «lens (unweit der Unterbfort?) und an den Pla', vor der Friedhofskapelle gemacht worden. Di? A titelten Schmidt und Rühl sind mit der Anfertigung von Skizzen der verschiedenen Plätze beauftragt worden. Alsdann soll zu einem Wettbewerb um Entwürfe deS Denkmals eingeladen toerben. — Am Samstag toiro hier eine Aufführung des ,. Fridcric»rs Rer" statt- finden. 3m ersten Teil wird Obertoci'Marti von Hagen einen Vortrag mit Lichtbild rn über die Schlacht bei Leulhen halten, im zwei:en Teil wird der Dortcogskün stier Richard Hellborn aus den Werten des großen König; ein- zrlnes vortragen. 3m dritten Teil wird ber'c.bc Künstler Ernstes und Heiteres, historische 0c- Statistischen Reichsamt. s.ühec erschienen als in früheren Jahren. Sie ergab bei einer im 6;t ag stehenden Rebflache von 74 342 Hektar einen Most ertrag von 1 803 954 Hektoliter, d I). einen Durchschnitts-Hektarertrag von 24.3 Hel oliter. Preußen war dabei mit 538 183 Hektoliter. Bayern mit 534 768. Baden mit 253,559. Hessen mit 406 442. Württemberg mit 65 596 und das übrige Deutschland mit 2401 Hektoliter beteiligt. Rach dieser Statistik übersteigt die deutsche Weinernte des letzten 3ahres. wie Direktor Dr. K. Müller des Badischen Weinbauinstitutes in der Zeitschrift „Weinbau und Kellerwirtschaft" ausführt, an Menge und an Wert die vorjährige um mehr al» das Doppelte. Die Reb- fläche selbst ist um 334 Hektar zurückgegangen, offenbar im Zusammenhang mit der schon anfangs des Vorjahres einsctzenden Weinkrisis. D c höchsten Hektarcrträge hatten die Weinbaugrb c.e in Preußen. Hessen und Bayern. 31 Bayern ist der Hektoliter H^siar-Eriiag deshalb geringer als in Hessen und Preußen, weil Franken eine vollkommene Mißernte erlitten hat. Auch Württemberg hatte eine Mißernte, denn es produzierte vom Hektar noch nicht einmal den Teil von dem, was in Preußen geerntet wurde. Bader» mit 20,2 Hektoliter Hei.ar schnitt noch sehr günstig ab, wenn man bedeutl, daß im Taubergrund ähnlich wie in Franken fast alles erfroren ist, baß im südlichen Teil des Landes die Blatt - falllranlheit schon während der Rebblüte, begünstigt durch das regenreiche Wetter, geradezu katastrophal auftrat, während sie in der Pfalz, in Hessen und in Preußen damals überhaupt noch nicht auf getreten war und auch vom August ab nur in sehr geringem Umfang, so daß der Stauben ertrag von ihr in einigermaßen richtig behandelten Rebstöcken kaum wesentlich beeinflußt werden konnte. Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für ibimije^!; und Torsi» und wir neuerdings zwischen» konservativen Unionisten und der Arbeiterpartei jenes - - man mochte beinahe sagen I n n o e n t i o n c 11 geordnete — Q.ir.g.u um die Slaa.sgewalt einfetzcn wie es in parlamentarischen Staaten »■ .crläßlich ist. Dann wird b:r potiiische Kampf in Bahnen gebracht die einheillich über die Cbene gleicher gegen! eilig er Achtung laufen. Daß man sich auch auf dec Linken mit solchen G - banfengängen bekräftigt, die auf eine Verständigung hinzielen, ist immerhin bereits ein erfreuliches .reichen, das wir vor ihrer praktischen Auswirkung zwar nicht überschätzen, aber auch nicht überleben wollen. Der Weg ;u diesem Ziel »ft noch weil' er ist noch übersät mit unzähligen Steinen und Schwierigkeiten. Und die größte dieser Schwierigkeiten. die erste, zu beru» Beseitigung wir als Voraussetzung alles anderen romme.i inüffen, ist die leidige Flaggenfrage. 3m ®ninbe genommen ist sie cs. die die Spaltung unseres Volkes so lief getrieben und so sichtbar und schärf herausgestellt hat Roch weiß wohl niemand einen Ausweg, bet eine wirkliche Verständigung bedeuten würde. Aber, daß man sich auf beiden Seiten bereite mit dem Problem ernstlich beschäl tigt. ist ein Anfang, an dem der neue Reichspräsident wird tneitcrbaucn müssen. Gr ist der einzige, der es vermochte, über dic'e Kluft die Brücll zu schlagen, die notwendig ist. um die Zeichen der Er.tfpannung zu einer wirtlichen Beruhigung der Geister und zu einheitlicher Mitarbeit aller staatsbejahenden Kräfte am deutschen Wiederaufbau zu führen. Musik und Politik in England. Von unserem ständigen W. v. K.-Berichterstotter. (Vachdruck. auch mit Quellenangabe, verboten.) London, den 11. Mai 1925. Bolt) nach der Ankunft der Storche und Schwalben in England findet sich auch der seltenste und am schönsten gefiederte Wandervogel ein, nämlich die Oper. In London gibt es feine Oper, gibt es nicht einmal ein ständiges Opernhaus. In dein schmutzigsten Viertel des allen Londoner Westens, zwischen kohl und Spargel, Aepfeln und Drangen, Artischocken und Schnittlauch, zwischen Blumenkohl und Bananen, erhebt sich gegenüber der mürrischen Polizeistation in Bowstreel ein schmieriger Theaterbau, genannt Covent Garden. Er ist das ganze Jahr über bis in den Mai das architektonische Zentrum des Londoner Obst- und Gemüsemarktes. Während der Wintermonate ist es ein Tanzpalast, manchmal ist das Gebäude überhaupt unbenutzt. Aber, wie gesagt, während der Saison wird es von dem Eovent-Garden Dpern-Syndikat in ein Opernhau . umgewandelt und Sterne aus allen musikalischen Ländern machen ihn zu einem Aunfttempcl. In den nächsten Wochen beginnt wiederum die Dpernsaison. 2a wird Wagner gegeben, bei welchen Vorführungen sich die Londoner gute Gesellschaft in zweiter Garnitur zeigt. Wir werden Purem! hören, Carmen, kurzum das altbekannte Dpcrnprogramm. Und wenn eine große italienische Primadonna erscheint, werden die Londoner Damen ihren schönsten Brillant- und Perlen- schmuck anlegen, soweit er nicht von den Fassadenkletterern gebaut ist. Auch deutsche Opernsänger werden in zahlreichen Meiigen erscheinen. Das versteht sich. Um diese Jahreszeit erscheinen dann zugleich mit den ersten Erdbeeren auf dem Gemüsemarkt die üblichen Ieremiaden in der englischen Presse, daß es doch »echt schön märe, wenn London, die größte Stadt der Welt, sich^ endlich eine Oper H u l e g t c. Es wäre eine Schande, heißt es, daß dies immer noch nicht der Fall wäre. Aber in England gedeiht die Oper nicht. Ein Versuch der Gründung einer Londoner Oper ist schon vor Jahren verkracht. Diese Oper ist heute ein Kientopp. Das Opernprogramm gehört in England in die gleiche Kalecwrie wie die Seeschlange oder der Kanaltunnel. Alljährlich dient sie verschiedenen mufft« begeisterten Scribenten als Turnstange, woran sie ihren musikalischen Sinn probieren Aber es geschieht nichts. Maa fein, daß die nationale Eitel- feit in absehbarer Zeit eine Wandlung hervorbringt. Das Bedürfnis nach guter Musik wird ganz bestimmt nicht hierfür verantwortlich sein Der Engländer versteht sich besser auf politische Musik. Diese liegt ihm. Das zeigte sich vor turzem gelegentlich der Wahl Hindenburgs, da wurde das presto furioso der Befürchtungen in meisterhaftem Ucbergange in ein Adagio Eon Moto verwandelt und das Publikum laufcht dem neuen Thema ebenso andächtig wie dem allen. Wir finden auch Dissonanzen, aber sie stammen nicht aus dem deutschen Orchester. Es ist C h u r d) i 11, der entsprossen ist Die Lehren Buddhas, die nicht nur das Geben des Tieres, sondern alles Gewordene und Gewachsen- für heckig erklärten, machten auch die Blumen zum Gegenstand frommer Verehrung, die vor den Allären aufgestellt wurden und deren Pflege die Priester übernahmen. So ist denn auch die Kunst der Blumenanordnung zuerst von Priestern ausgeübt worden. und später war es eine Lieblingsbeschäk- tigunq der bedeutendsten Geister, der Gelehtcken und Dichter, den Blüten und Zweigen ihre höchste Echönheck zu entlocken. Auch heute noch ift Japan das einzige Land, in dem die Anordnung von Dlütenzweigen in einer Vase oder Schale, in einem Bambusrohr oder Korb als hohe Kunst an Schulen gelehrt wird, und diese Blum en - schulen, die jetzt größtenteils von Mädchen und Frauen besucht werden, pflegen eine 3ahr- hunderte alte lieberlüferung. Es gibt eine ganze Wissenschaft der Dlumenanordnung. in der die verschiedensten Richtungen vertreten sind und xabllofe Regeln und Gesetze ausgestellt wurden. Eine Grundregel ist es. nur Blumen zu verwenden, die der betreffenden 3ahreszeit angehören. Wer als Zierde in Rippon Blüten benutzen würde, die nicht in diesem Monat blühen, der würde so beutteUt werden wie bei uns jemand, der im kalten Winter mit dem Stroh- Hut spazieren geht. Auch der Standort der Pflanze wird bei dem Arrangement berücksich- tigt. und es ist von entscheidender Bedeutung, ob sie auf einem Fels oder im Wasser wächst. Seltene, dem Volke weniger belamtie Gewächse werden nicht benutzt, da in der genauesten Kenntnis der Pflanzen das Geheimnis des Genusses und der rechten Würdigung gesucht wird. Der Künstler steht zu den Blumen, die er arrangiert, in engster seelischer Beziehung. Bei Fesllich- keiten und freudigen Ereignissen dürfen nur Blumen verwendet werden, die Glück bringen. mi. feinem neuen Staatshaushaltsplan eine überraschend lebhafte Kontrooer e bcraujbefduuorcn hau Goldstandard und Soziulversicheronq. Uir aina« Zölle und Erbich stsavgabe, Seidenzoll und Eintoii». menfteucr. Alles in allem wird der englische ötcucr Zahler in» kämmenden Jahre mehr zu .ahlcii haben als im vergangenen. Wenn er übe» in Voriahic feine Steuern mehr aus der Westentafche bizahlte oder dem Porteinonnoei, so wird er in uiejcin den Inhall des Fainilienfparftrumpses angreifen muffen, in mehr als einem Sinne. Die 0 rbschafts- steuer belastet das fundierte Familienvermögen, die Seidensleuer neben anderem auch de.» häuslichen Strumpfetat. Da das Londoner Mod chen wie die verheiratete Frau gegenwärtig nicht fuß-, sondern hiicfrei durch die Gegend tändelt, sind gestopfte Strümpfe einfach unmöglich unb. oh Jammer, sie werden teuerer werden, obwohl schon die Mode eine Erhöhung der Beinbekleidungskosten ber- uergerufen hat. Die »übrige Seidensteuer wird sich wohl ertragen laßen, denn der gewandte Ehurchlll hat offenbar die Verküraing de. Kleider, die wnl, reiid des vergangenen Finanzjahres eingetreten ist, für das englische Subgei einkcckkulicrt. Auch die Öonnermafrfihie wird in dem Presse» orchester zur Zeit oeruienbet, wie bemerkt zu werden verdient. 21 b b e I Krim s neuer Krieg gegen dieFranzosen erfordert Londoner Begleitmusik, die nur mit diesem Instrument hervorgebracht werden kann. Vor drei Monaten >chrieben wir, daß die in der englischen öffentlichen Meinung angcst'mmten Lobeshymnen auf Abd el Krim wahrscheinlich einen politischen Zweck hätten, nämlich den, ihn vor französischer Beeinflussung zu bewahren, im Interesse seiner Seldstänbigkei:. Schneller als zu erwarten war, hat sich diese 2lnsich> bestätigt. Abd el Krim iämpft um den Bestand seines Landes, kämpft um feine Freiheit. Neuerdings steigt die englische Anteilnahme an diesem Kriege recht auffallend. Wie sich die Dingt entwickeln werben, steht dahin. Aber wie auch immer der ungleiche Kampf ausgehen mag. es ist gewiß, daß England bei irgendwelchen Aenberungen der politischen Ber- hällnisse am Ausgange des Millelmeeres nicht gleichgültig fein kann. Unb vielleicht schon in den Wochen, wenn der Londoner Musikfe^ in andächtiger Ergrifenheit gleichsam mit bei» Ohren schnalzend importierten Kunstgenüssen sich widmet, wird Pas große politische Orchester die Ouvertüre eines weltpolitischen Dramas anstimmen. Aus der Provinz. Landkreis G^.sjen. Lollar. 15. Mai. Am Sonntag, 17. Mai. begehen hier die Eheleute Andreas Heuser das Fest der goldenen Hochzeit. Beide erreichen in Kürze ihr 74. Lebensjahr bei zufriedenstellender körperlicher unb geistiger Frische, st! G r o he n - L i n d en, 14. Mai. Einen Ausflug nach Darmstadt, an dem sich nahezu 1000 Personen beteiligten, unternahm der hiesige Eifenbahnverein. In der Landeshauptstadt tourben die Sehenswürdigkeiten, tote Schloß. Museum. Herrngarten. .Künstlerkolonie, Hochzeitsturm ufto. besichtigt. Um 10 Uhr abends traf der Sonderzug wieder in der Heimat ein. T Grünberg, 14. Mai. Zu dem heutigen Schweinemarki waren 592 Ferkel, davon 64 Stück von Händlern, autactrieben. Folgende Preise pro Stück wurden bezahlt: Bis zu 6 Wochen 30, 7 Wochen 35, 8 Wochen 40, 9 Wochen 45, 10 Wochen 47 und für Läufer 50—55 Mark Der Handel ging recht lebhaft, die Ware war durchweg sehr schön, nur ein sehr geringer Ueberftanö verblieb. Der Krämermarkt war ursprünglich schwach, später, um die Mittagszeit, hatten sich eine Menge Krämerstände eingefunöcn, so daß denn auch hier das Geschäft recht gut wurde. Die Hoffnung, die man im Frühjahr auf Klee und Heugras gesetzt hat, scheint sich kaum zu verwirklichen. In den Wiesen ist das Gras durch die Trockenheit in feinem Wachstum aufgehallen worden, und die weißen Blumen, die dem Bauer ein spärliches Futterjahr verkünden sollen, wogen wie ein Meer. In tiefer gelegenen Wiesen wird schon nächste Woche mit der Heuernte begonnen. hi reis Fricdbcrq. !*! Bad-Rauheim, 14. Mai. Die von der Kurdir ftion eingerichteten Autofahrten erfreuen sich unter den K irgäften eines sehr lebhaften Anklangs so daß die Wagen, die von der Reichspost gestellt werden, sehr aut besetzt sind. Man hofft durch die Fahrtei» auch den Fremdenverkehr zu heben. .hzreis Lchoiten. Schotten. 14. Mai. An dem Läuns- b a ch e. der, vom Vogelsberg kommend, sich zwi- äleberha»»pt spiell der Aberglaube eine Rolle, und alle giftigen Pflanzen gelten für unheilbringend. Die mystische Vertiefung in das Dlumenwesen sieht in den Farben und Formen Simrbilder der großen Grundgesetze des Daseins. So gilt die Oberseite eines Blalles als mäixn- lich, die llntcrfcite als weiblich; rot und purpur sind männlich, blau, weiß und gelb weibliche Farben. Der höchste Rang wird der Weißen Blume eingeräumt: bei einzelnen Arten wird die eine Farbe höher geschützt als die andere ufto. 3n einer Blume ns chule, deren als Dlumenkünstler hoch angesehener Leiter 'Takeda das Können seiner Schülerinnen zeigte, hatte jede eine bestimmte Aufgabe zu lösen, und zwar ein individuelles Arrangement mit einem bestimmten Behälter und beftimmten Pflanzen durchzusühren. Es dauerte bis zu l1 . Stunde, bevor jede Schülerin ihr Thema vollendet hatte. Als ihre Kunsltoertc lchlleßlich in vollendeter Zierlichkeit dastanden, verneigtm sich alle ehr- turchtsvoll vor ihren CBlumcnflüden. Diese respektvolle Verbeugung vor den Blumen überrascht den Europäer, wenn ihm das Verhältnis des japanischen Volkes zur Ratur und besonders zur Pflanzenwelt nicht belaunt ist. Die Pflanze ist dem 3apaner belebtes und beseeltes Objell, und erst von diesem Standpunkt aus wird die Liebe, die man der Pflanze im Lande der ausgehenden Sorme entgegcnbringl. recht verständlich, und man kann es begreifen, wenn der 3a- paner. sobald der Kirschbaum sich im Frühling mit Tausenden von Blüten schnckickt, in feiner Begeisterung sogar ein Gedicht macht und cd auf einem Zweige befestigt. Deutschlands Weinernte 1924. Erfreulicherweife ist diesmal die Statistik über die deutsche Weinernte, bearbeitet im Ur. \ 3 Zweites Blatt i oen ouniin UDiejcnuor deich fevohner Rippons schon frühzeitig tir geschmückten Daumztoeige als 3 die mit Dlü- ! 2 AN iötMtM. m 8.A trüb tiebdbairen. 18? Vonland. tag, 17. Mi: lestour 18.16. M 15 8 nur. lterskollegen ligler. Ul®!« >r Vorikand, ,660 - . Hal , tuvA) Hunt* eiivMluuin. am Ludwig 159 üD „ . , „ __Blumenschmuck ketoenbet und statt des im Westen üblichen flrmenstraußes die andächtige Bewunderung des 3imeinen schönen Dlütenzweiges auf das reinste Das ganze 3oGr hindurch hat der 3apaner kre Lieblinge, denen er Pflege und Verehrung t’tmct. Schon um Reujahr herum werden von l r Blumenhändlern zwergige Pflaumenbäume «geboten, die ihre Blüten eben citifalicn. »mb kein bann Ende März ungezählte Kirschbäume le Hochzeitskleid anlegen und mit ihren reizen- ln.i Blüten ganz Japan in einen Par ad leses- U-ten verwandeln, dann wandert das blumen- k'fenbe Volk ins Freie und schwelgt in» Ratur- |:nuß. Da Japan keine Wiesen u»it> daher auch idtt den bunten Wiesenslor bescht. hoben die iDani)«« jener N"df.- i. v. kd!>6. jr Zameta«, 6, Mai außc Abcndiabtt ichJacMlvy' Duienvo'kn, , ^ufammen- mit oeridiieo- neu d pünfiL 8 llbr. es 1 4 5‘ s« "o < CD > o n ' 5 " Ne Blumenkunst Japans Wenn der Frühling in unseren Garten wie- Sc seinen Einzug hält, dann stehen auch wir yH Entzücken vor den lieblichen Wundern der Tlrnncntoelt, die die Ratur vor uns entfaltet. 116er unsere Vlmnenliebe steht noch an Dertie- ing und Verbreitung weit hinter dem Kult ttüd, den der Japaner den Kindern Flo- irti toibmci Wir können in dieser Hinsicht txb so manches von den 3apanern lernen, dir i|t»bl überhaupt b i c größten Dluinenver- |ltb r e r bet Welt finb. besonders wenn wir *1^ die Feinheiten ihres Geschmackes und ihrer Mfaffung vom Dlumenleben eindringen. tSgebin>ct. Sogar der »lichtblühende Zweig, so Hkren- und Bambussprotz, spicckt in der Kunst •t spanischen Dlumenanordnung eine große Koie. Die Blumenoc^hrung 3apans erhält ihren blinderen Charakt-r dadurch, daß sie augen- '^cinlich aus religiösen Vorstellungen liisfiW iM» Der An,ang. Die Einholungs- und Vereid gungsfeierllch- 'eilen für den Reichsprüsidemen i nö vorübe., me Reih 7 vo Empfangen leitet scho.» in das Hebick der Arb^i und der Ausgaben hinüber xe der Reichspräsident zu erfüllen hat. Roch inige Tag-, unb dann wirb es »venigstens naa> lußei' hm um bu» Haus des Reichspräsidenten «jeder fiiller weiden Aber, wie die Dinge liegen, cird das. was sich jetzt ereignet hat. bod) raun» yne eine Auswirkung bleiben, der wahrscheinlich te allergrößte innere Bedeutung Uontmt. Diese 2tavtoirtungen i»nö nun allerbings nicht di» de» Art, wie manche Leute sie erwartet beben oder zu erwarten vorgaben Welche Be sickchtungen und Aengste waren nicht an die Aufhellung Hindenburgs gehängt worben, »in Auslande mir Lei der Linken daheim. Ob diele künstliche Züchtung .icurasthenifcher 'Dcfchwerden 1 trabe ein Ausdruck politischer Klugheit war oder 11' sie uns nicht viel mehr Schaden zugefügt I«U. als ihre Urheber im Innern vielleicht leibst (croaiiclcn, das mag heute dahingestellt bleiben Es foll heute auch gar nicht mehr von der Dei toerslichkeit der Method gesprochen werden, die in» innerpolilischen Rutz.us willen nac) dem 7luslande bin nngc.oand' wurde. Eine solche Politik hat sich selb. gerichtet, sie »st klein und läßlich geworden, als die große 'Persönlichkell siindenburgs in den Dor berg, und trat 3hre Auswtrlungen fr ckich fp. Im im Aus l.nbe noch jetzt herum Des zeigt sich in einem I eil des Echos do, r Einzug und die Der- tigung des neuen Präsidenten draußen gefunden Hal Daß sich die franz ösische Bresse ■ i runbcrlid) Die Fronzofen haben ihre politische Drille in den letzten sechs 3ahren noch nicht ein ,'lüziges Mal geputzt, unb wir haben uns in d der Zeil langsam barqi^ gewöhnen müssen, dlß ton über en liong. bas Staun b« Einbrull dieser großen Persörckichkeik auch bi > it r ü d halt u n q .ilcrkfl*, Richt au? eigenem Triebe, aber all ‘ i». was der neue Präsident des Deutschen Stiches gesagt Hal. »st so ruhig, klar und ver- - instia getocien, daß co häßlichen Widersachern beim besten Willen kein? Gelegenheit bot, Ko- »ital bataud .n > hlagen rten peinlich unb "i»ügt ibn. Er,oy b i Mätzchen zu suchen, bie c Well nicht gerade aus den Angeln heben. ?aü übrige A> sland ist zuin Teil reserviert ab- 'artend, aber in den Respekt, der seine Kund- ibungen erlüllt. mischt sich doch auch schon tit warme» Unterton. de» etwas ganz auderes ii als das. was die Linie prophezeit Halle hc den Fall, daß das bculsche Volk sich unter- eben würde, ihren Kandidaten durchfallen zu e'sen. Llltcr. Iaffen wir die Vergangenheit lassen r sie um fo mehr, als inner politisch ,'reits jetzt eine außeriewöhnlich große Aus titfung bei n'uen Präsid. ntschaft zu spüren ist. ton ber sich .»llerbings noch zeigen muß. ob sie mr eine gefühlsmäßige Aufwallung unter dem tri'ten Eindruck oder von wertvoller Sauer I n wird Dos ift das was ber Historiker Fried- i k> Mein ecke als die große Aufgabe Hinden- lurg« bezeichnet ha» Frieden zu stiften zwi- fben den beiden entfremdeten Volkshälftcn. ßinbenburq feibft hat in den letzten Tagen ver- tledentlich gesagt, daß er dies ebenfalls als > et. unb es scheint, lis habe ber in feiner Schlichtheit so über- altigcnbe Ein brück feines ersten Auftreteirs iEcitei genügt, ben Grundstein z u einer wissen Entspannung zu legen. Auf ber einen Seile finb allein burd) den linnen Hinbenburgs ganz zweifellos Millionen. ie dem neuen Staat mit innerlick.er Verbitterung logenüberstanden, in ein ganz anderes Der- sirltnis zu diesem Staat gekommen. Das i'l dasselbe, was vernünftige Demokraten/von Dürrn Standpunkt aus gesehen, den größten iieg der Republik genannt haben. »csbst schein! etwas vorzugehen. was^ nicht vcabc eine Wandlung ist. aber zu einer größeren Möglichkeit ber Versöhnung der beiden großen •^citomungen in unseren» Dolle beitragen könnte. Alluch Georg Bernhard gibt in ber ..Voss. ■M“ die Möglichkeit zu, daß nun unser Partei- Rwkitischer Kampf andere Formen gewinnen kann. jBä allen Weltauffassungsunterschieben, meint er, Jörne nun, wie in ©nglanb zwischen de.» Whigs» vr. HJleü,, ln9 andere. Wann. 4)1 jxtrtt 01920 aeu Qbenb 'glose 3u; uenkunst Wbnlidj bei orium "«o l^otftflnb. ' ■ dd>? u. dgl. des „Alten Fritz" zum Dortrag I Lingen — Am Sonntag wird ferner Rechts- iintoalt Lind- Grünberg einen Dortrag über die „Aufwertung" batten — Die Rehböcke daben hier infolge der guten Aefung im verflossenen Winter sehr gut ausgesetzt. Auch sind sie recht zahlreich. Außergewöhnlich gering aber ist ?cr Bestand der Hasen. Eie haben den schlimmen Winter 1923 24. der ihren Bestand so sehr minderte, noch nicht überwunden. Ebenso sind die Füchse ihrem Destand nach sehr zurückgegangen. Man sieht kaum noch solche. Das unbeschränkte Abschießen in den letzten Jahren, infolge der teuren Pelze, hat dieses schöne Wild sehr ge° mindert. Man kann tatsächlich befürchten, das) der Fuchs allmählich ausstirbt. Dicht besser wird es dein Rotwild gehen. Auch der Dachs hat im Bestand sehr gelitten. Aus dem Vogelsberg, 14. Mai. Seitdem P f l a st e r st e i n e und Schotter R e- parationsgut geworden sind und gute Preise dafür bezahlt werden, stürzt sich das Untere nehmertum mit wahrem Heißhunger auf den Basaltreichtum des Vogelsbergs. Die früher unrentablen BasaUsteinbrüche werden wieder in Betrieb gesetzt, neue werden aufgemacht, und wo irgend günstige Abfuhrmöglichkeil vorhanden, schlägt man Löcher in den Riesenleib der Berge, sprengt, bricht, richtet und hämmert mit einem durch Akkordlöhne gesteigerten Eifer. Die sogenannten St eint richt er sitzen in Dretter- hütten, damit die frisch gebrochenen Steine nicht von der Sonne beschienen werden; denn die Ba- sattsteine können nur in erdfeuchtem Zustande bebauen werden. Gewandte Steinrichter vermögen bis zu 1000 Pflastersteinen täglich zu richten und bringen es bei einem Aktvrdsatz von 2 Pf. pro Stück zu Tageslöhnen von 15 bis 20 M k. Das natürlich bei mehr als achtstündiger Arbeitszeit. Die Gemeinden erhalten für die älebcrlässung der Steinbrüche eine Der- güLung, die sich nach der Zahl der abrollenden Waggons richtet. Infolge des Zuzugs fremder Arbeitskräfte reichen vielfach in den von der Dasaltindustric begünstigten Orten die Wohnungen nicht aus, die Dachfrage zu befriedigen. Atrcie Alsfeld. H Alsfeld. 14. Mai. Gestern sand die festlich begangene Eröffnung der neuen Kraftpostlinien im Krei.se Alsfeld statt. Cs handelt sich um die Strecken Alsfeld-Deustadt lMain-Weser-Bahn), Alsfeld-Treysa ( Main- Weser-Bahn) und Alsfeld-Groß-Felda-Ehringshausen und Kirtorf-Alsfeld. Die neuen Wagen holten am Vormittag auf den einzelnen Strecken die zur Eröffnungsfeier geladenen Vertreter der einzelnen Gemeinden ab. In Treysa fand eine kleine Feier statt, bei welcher der Landrat des Kreises Ziegenhain des Ereignisses und seiner Wirkungen in trefflichen Worten gedachte, woraus Kreisdirektor Dr. Stammle r-Alsfeld namens der hessischen Gemeinden dankte. Die Wagen fuhren dann nach Alsfeld, woselbst in dem Gasthaus „Zur Erholung" ein gemeinsames Essen, bei welchem die städtische Kapelle konzertierte. stattfand. Ansprachen der Vertreter der Kreise Alsfeld und Ziegenhain, der Post- ucvtoaltung und mehrerer anderer Redner würdigten die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der Einführung der Kraftpostlinien für die Allgemeinheit, Abends um 6 Ubr fuhren die Wagen der einzelnen Strecken in Alsfeld ab und brachten die Gäste an ihren Bestimmungsort zurück. Die neuen Wogen machen einen vorzüglichen Eindruck, sind auherordent- lich stabil gebaut und mit alle Errungenschaften der neuesten Technik des Automobilbaues versehen. Hreis Büdingen. ^.Blofeld, 10. Mai. Der heutige Sonntag Kantate brachte uns in unserem fast neuen, schmucken Kirchlein, das zur Zeit in einem Kranze blühender Obstbäume steht, einen Kun st- genust seltener Art. Musikdirektor Mül- l e r (Orgel), Friedberg, Frau Müller- Ar- mendinger (Sopran), Frankfurt a. M. und Frau Pfuhl - Flüring (Violine). Darmstadt, gaben ein Konzert, das in allen Teilen als gelungen bezeichnet werden kann und bei den zahlreichen Zuhörern einen tiefen Eindruck hinterliest. Musikdirektor Müller spielte auf unserer schon ziemlich gut ansprechenden Orgel Fugen von F. Mendelssohn-Bartholdy, Ioh. Seb. Bach, das „große Halleluja" aus „Messias" von Gg. Fr. Händel. Frau Müller-Armendinger fang mit glockenreiner Stimme eine Anzahl Lieder älterer Meister, u. a. das zwar alle, aber ewig neue „Die Himmel rühmen" von L. van Beethoven. Frau Pfuhl- Flöring entlodte ihrem Instrumente herrliche, weiche Töne und brachte mehrere Stücke von G. Fr. Händel, P. Martini, I. Ph. Rameau, G. Tortini zum Dortrage. Musikdirektor Müller begleitete mit geschickter Registrierung der Orgel Sologesänge und Violinstücke. Hessen-Nassau. ][ Marburg, 12. Mai. Anläßlich der Einführung des Reichspräsidenten in sein Amt veranstaltete die gesamte Marburger Studentenschaft gestern abend einen Fackelzug, der sich von der Bahnhofstraße aus durch die im Flaggenschmuck prangende Stadt nach dem Kämpfrasen bewegte. Inmitten einer großen Menschenmenge nahmen die Studenten dort in einem großen Kreise Aufstellung, worauf der Rektor der Llniversität, Kons.-Rat Pros. D. Dornhäuser, eine Ansprache hielt, die mit einem Hoch auf Hindenburg endete. Die Feier wurde umrahmt von dem machtvollen Gesang der Lieder „Burschen heraus" und „Deutschland über alles". bl. Dillenburg, 14. Mai. Das hiesige Lehrerseminar wird zum Herbst geschlossen. Die letzte Klasse besucht derzell die Anstalt und wird im Oktober aus der Anstalt austreten. In das umfangreiche Gebäude sollen Behörden der Stadt untergebracht'werden. Ferner gedenkt man einigen Familien Wohnung zu verschaffen. Die Räume erfahren eine dementsprechende ilmänterung. Jahrzehntelang hat das hiesige Seminar im Dienste der Lehrerbildung gestanden und bn vorigen Jahre konnte es noch auf ein 50jähriges Bestehen blicken. Mittag- und Abendessen Fürstenberg-Bräu Gut gepflegte Weine fpd. Frankfurt a. M.. 14. Mai. Der von Bergen nach Seckbach führende Weg bildet in dem oberen Dorfteil eine g c f ä h r - lichc S-Kurve, die heute zwei Radfahrern zum Unheil wurde. Ein junges M ä d ch : n stürzte, da es sich auf dem Rade nicht halten konnte, ab und trug dabc.i lebensgefährliche Derlehungen davon. Darin raunte ein Radfahrer gegen ein Pferdefuhrwerk, wurde überfahren und ) e h r e r - he bl ich verwundet, so daß er bewußtlos dem Krankenhause zugeführt werden mußte. fpd. Höchst a. M_. 14. Mai. Die im 'Besitz von Joses Hattemer befindliche Urbans- Mühle in Hattersheim wurde heute vormittag durch eine Riesenfeuersbrun st zerstört. Dos Feuer brach vormittags gegen 9 ilbr in dem alten Oelmühlenbau aus und breitete sich, da es an den öldurchtränkten Maschinen, den reichen Vorräten und dem Holzgebälk überreiche Dahrung fand, mit rasender Schnelligkeit auf das ganze Gebäude aus, griff dann auf den Deubau über, setzte diesen in Brand und lohte schließlich an dem fünfstöckigen Speicher mit seinen bedeutenden Getreide- und Mehl Vorräten empor. Da die Hattersheimer. Okrifteler und Höchster Farbwerks- und Freiw'.llige Feuerwehr das Flammenmehr nicht einzudämmen vermochten, alarmierte man die Frankfurter Wehr unter Branddirektor S chä n kers Leitung zur Hilfeleistung Diesen vereinten Kräften gelang es dann schließlich, gegen 2 älhr nachmittags den Brandherd zu lokalisieren. Es war auch möglich, den Silo, der bereits Feuer gefaßt hatte, zu retten. Dagegen wurden die alte und b i e neue Oe-lmühle, der Getreidespeicher, die meisten Wirtschaftsgebäude und ein Teil des Wohnhauses ein Raub der S lammen. Außerordentlich schlimm gestaltete sich die Gage für die unmittelbar angrenzenden Schokoladenwerke von Otto u. Quantz (Sitz Frankfurt). Diese Werke fingen wiederholt Feuer, da die brennenden Ge- treidekörncr und Mehlvorräte in ungeheuren Garben über das Dorf flogen und überall auf die Dächer niederprasselten. Unter Anwendung aller erdenklichen Abwehrmaßnahmen konnte schließlich die Gefahr der Einäscherung beseitigt werden. Kurz nach 2 älhr konnten die Wehren von Frankfurt abrücken. Die übrigen Wehren blieben als Brairdwachen an den rauchenden Trümmern zurück.. Der Brandschaden ist außerordentlich groß und wird von Fachleuten auf rund eine Million Mark geschätzt. Die Ursache des Brandes scheint nod) nicht geklärt zu fein. Es ist möglich, daß das Feuer durch das Heißlaufen einer Welle entstand. Das riesige Flammenmeer und die gewaltigen Rauchwolken waren weithin in der Main- ebene und den nahen Gebirgen sichtbar. Wirtschaft. * Sie Preußische Staatsbank im Jahre 1 92 4. Die Preußische Staatsbank (See- handlung) legt nunmehr ihren Rechnungsabschluß für 1924 vor. Im allgemeinen Teil, der diesmal besonders interessieren dürfte, wird einleitend die eigentümliche Situation des Jahres 1924 besprochen, die bei beträchtlicher Geldflussigleit und starkem Ansteigen der fremden Gelder die sichere Anlage dieser Gelder mehr und mehr erschwerte. Man versuchte mit umfangreichen unmittelbaren Kreditbewilligungen an Industrie-' und Handelspreise der Wirtschaft zu helfen. Der Bericht gesteht sodann die „schweren und verlustbringenden Mißgriffe" zu und betont, daß die Schuld daran neben Mängeln der sonst bewährten Geschäftsführung vor allem nicht geeigneten Persönlichkeiten zur Last zu legen ist. Fest steht, daß der aus dem Verkehr mit zweifelhaften Schuldnern erwachsene Verlust höher fein wird als der Reinertrag 1924; bei normalem Fortgang hofft man die Verluste aus den Erträgnissen der nächsten Jahre zu begleichen; eine Kapitalansammlung war daher unmöglich. — Im übrigen bemühte sich die Staatsbank im Berichtsjahr, durch Getreide- und Mühlenkredite in bester volkswirtschaftlicher Hinsicht zu wirken; der Landwirtschaft wurden 200 Millionen Einbringungskredite zur Ernte bewilligt, von dem Angebot guter Warenwechsel wurde im zweiten Halbjahr reger Gebrauch gemacht. Das Börsen-, Anleihe- und Konsortialgeschäft bewegte sich in engsten Grenzen. Das Personal wurde von 1135 auf 768 vermindert. Gegenüber der Goldmarkbilanz ist mit Ausnahme des Grundstückskontos ein Anschwellen aller Positionen zu erkennen. Die Gesamteinnahmen von 8 473 786 Rm. resultieren aus den Zinsen mit 5 780 885 Rm., den Provisionen mit 2 449 651 Rm., den Gewinnen aus Gemeinschaftsgeschäften und Wertpapieren mit 227 095 Rm., während Verwaltungseinnahmen 16 154 Rm. erbrachten. Demgegenüber erforderten Verwaltungskosten 3 332 049 Am., Geschäftsspesen 183 792 Am., Abschreibungen 159 690 Rm., der verbleibende Lieberschutz von 4 793 253 Rm. wird als „Rückstellung für Kreditverluste" verwandt. Die fremden Gelder werden durch die ersten vier Positionen der Aktiven zuzüglich der Lombarddarlehen zu rund 67 Prozent gedeckt. Unter Aktiven erscheinen: Wechsel mit 190 519 331 Rrn., Lombarddarlehen mit 83 103 397 Rm., Schuldner mit 85 619 481 Rm., Kassenbestände mit zusammen 32 108 663 Rm., Rostroguthaben mit 12 441 605 Reichsmark als hauptsächlichste Poften, denen unter Passiven Gläubiger mit 402 950 288 Rm. gegenüberstehen. Der erhöhte Bestand an Wertpapieren mit 8 034 986 Rm. soll im laufenden Jahre durch gewinnbringende Verkäufe langsam vermindert werden. v Der Großhandelsindex. Die auf den Stichtag des 13. Mai berechnete Groß- handelsinderzisfer des Statistischen Reichsamts gegenüber dem Stande vom 6. Mai ist um 0,3 v. H. auf 131 zurückgegangen. Frankfurter Abendbörse. Frankfurt a. 0H., 14. Mai. An der Abendbörse war die Stimmung für Aktienwerte freundlich und weiter nach oben tendierend. Das Geschäft war ruhig. Die Rotizen am Montan- und Ehemiemarkt ließen neue Steigerungen vereinzelt bis zu 1 Prozent erkennen. Recht lebhaft verlief dagegen das Geschäft am Anleihen- und Pfairdbriefmartte, für derer. Werte Kaufinteresse anhielt und neue Kurssteigerungen zu vcrzmä.ncn waren. Kriegsanleihen gaben zum Schluß auf 0,607' nach. Die Börse schloß in fester Haltung. Deutsch.' Anleihen: bprozentige Kriegsanleihen 0,612—0,610, 4prozentige Preuß. Konsuls 0,645 Bankaktien: Commerzbant 102,50, Darmstädter Dank 126,12, Deutsche Bank 125,25, Deutsche Effekten- und Wechselbant 98,25, Deutsche Vereinsbant 79, Diskontogesellschaft 115,25, Dresdner Dank 105, Mitteldeutsche Kreditbank 99,82. Reichsbant 136,50 Rheinische Kreditbank 89, Oesterreichische Kreditaktien 7,90. QHontan» afticn: Gelsenkirchen 78,50, Klöcknerwerke 99, Mausseider 75, Caro 75,50, Rheinstahl 99,25, Kali Aschersleben 16,75, Westeregeln 21. Chemische Werke: Badische AnUin 139, Elberfelder Farben 129, Ty. Goldschmidt 103,25, Höchster Farben 129,12. Schifsahrtsaktien: Rordd. Lloyd 73. Indust nealtien: AEG. 109. Aschaffenburger Zellstoff 94, Dyckerhofs 62, Eßlinger Maschinen 63. Hanfwerk Füssen 85,50, Holzmann 76, Inag 1,05. Gebe. Iunghans 12. Licht und Kraft 6,60, Julius Sichel 54, Wayh und Freytag 93,87. Börsenkurse. Datum: B a n l n o t e n. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (In Billionen Mark auSgtbrürft. Buenot-AirrS, London, Neu» üort, Japan, 91 io de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alle« übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung. Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".! Berlin, 14. Mai. Die in den letzten Tagen leichte Lage des Dörsengeldmarktes mfebect Montau ....... TelluS Bergbau Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutsrher Llovd . . , Lhcramilche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Hostmanu...... Anglo-Tonl.-Guano . . . . . Badische Anilin........ Lhemilche Mayer rklapür .. Goldschmidt . . Gricsl.ciinec Electron .... Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung RütgerSwerke ...... Echetdeauftalt ........ Allg. Elektri-ilLIL-Gesellschatt '•öugmonn Mamkrastwerke . ..... Schustert..... Siemens 4, Halske . . . . . . ALI-rwerke ökleyer ...... Daimler Motoren. ...... Hepligenstaedt...... Megutn........... . Motorenwerke Mannbetm . Frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . . Mctattgeselltchaft fftanffart. Pet. Union A..G Schuhfabrik Her» . . . . . . < Sichel Zellstoff Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Waghäusel . . . 5% Deutsche llkctchSantetdr <% Deutsche Reichsanleihe . Deutsche ReichSanlethe 3% Deutsche Reichsan leibe . Deutsche Sparpramienanleih« «1% Preußische KonsolS ■ ■ . 4% Hessen .... ..... 3>/»% Hessen 3°/o Hessen Deutsche Wertb. Dollar-Ank. dto. Doll °Schatz->Antrcisna.') 4% Zolltürken 5°/e Goldmerikaner ■ • • - Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank Darmst. und Nationalbank . Deutsche Bank . ..... Deutsche Bereinsbank . . . . Disconto Commandit Metallbank Mitteldeutsche Crcditbank. . Ocsterreichiscoe Creditanstalt. Westbank ......... Bochumer Guß ....... BuderuS ..... . . . . Caro »-Luxemburg ..... irchener Bergwerke. . Harpener Bergbau Kaliwerke Aschersleben. . .. Kaliwerk Westeregeln. . . .. Laurahüttc ....... Oberbedarf .. Pbönir Bergbau Frarüsult a.M. Berlin Schuch. Kur» Schlichs«. Nt-en0. uBric Schluy. flut» Schluß» Mittag 13. 5. 14 5. 13. 5. 14 5 0.584 0.610 0.5825 0.595 — 0.6 — U.6075 0,60 0.5925 0,595 0,73 0,74 0,34 0.740 0,75 0,302 0.30 0,355 0,02 0,63 0,64 0.64 0,75 0,75 0.72 0.7.! 0,75 0.725 — — 0,70 0,70 0,68 0,66 94,75 94,75 94,75 94.75 92.5 92,4 92.4 92.6 9,4 9,4 9,3 9,3 37,5 37,5 40 1.37 137 139.5 139,50 102.40 102.50 102.25 102,25 126 126,12 126.40 126.40 125,4 125,25 125,25 125,25 79 79 — — 115 115,25 115,10 115,10 103,50 103 — 99,90 99.82 100 100 7,95 7,9 7.9 7,9 0.11 0.11 0,2 0,2 — — 74,5 75.9 71,25 71.25 71.5 72,25 — 75.5 75 77 95,50 97 96 97,75 75,75 78,5 76,13 78.50 128 130,25 128,13 129.5 16,62 16,75 16,75 16,80 20,50 21 20.50 20.60 68 68 67,25 67,62 8 8 8.25 8.25 113 115 113,70 115 97 99,25 97 40 98.75 _ — 96 96,25 3,2 3.2 — 69,50 70,25 70,25 71.12 71,50 73 72 73,40 7ö,5O 76 _ 74 76 74,25 <0,40 -— —— 125,5 121 137,75 139 137.62 138,50 0,47 0.5 — — 102,62 103.25 103 103,1 127,9 127,75 127,75 127,62 128.10 129.12 128.40 128,30 7.2 7,2 — 88 90,25 14,25 90 121 121 — --- 107,75 109 107,25 108,25 87,75 SS 87,6 87,75 91,12 91 — — —— 82,75 81,50 83.62 68,5 70,25 68.75 70,5 3.1 3,175 3,2 3.20 5,025 5,1 5,5 5,12 49 47,5 — — 6,7 6.9 7 6.9 r— — 100,75 101,25 0,5 0.48 -- 1.0», 1,15 1,2 I 120 119,5 — 2,25 2,3 •i.2 81,5 2.25 — 3 3,25 53,75 54 53,5 52 11,75 11.8 11,90 11,90 4,05 4,20 — 3 3,1 — 3 13 Mai 1 i. Mai Amtliche Noti runa ckmtlichc Notierung Geld Brief Geld Briet !lmst-Nvtl. 168.69 169,11 168,67 169,09 Buen.-AtreS 1.676 1,681 1,666 1,670 Bril.-Antw. 21 145 21,245 21.215 21,275 Lhristiania - 70.21 ai,39 70.71 70,89 Kopenhagen 78.85 79,05 78.95 79,15 Stockholm . 112.16 113,44 112,15 112,45 HclsingsorS. 10 567 10,607 10,567 10,607 (Italien. . 17.23 17,27 17.20 17,24 London. . 20.35 20,40 20,358 29,408 Weubort . . 4.195 4,205 4,195 4,205 Paris. . . 21.83 21.89 21,90 21,96 Schweiz . - 81 185 81.185 81,19 81,39 Spanien • 60.45 60,61 60,87 61,03 Japan . . . 1,758 1,762 1,768 0.419 1,772 nio de Jan- Wien tnD-- 0 419 1.421 0.421 Oest. abgest 59.055 19,195 59.055 59,195 Prag ... 12,43 12,47 12,43 12,4h Belgrad . . 6.81 6,83 6,81 6,82 Budapest. - Bulaarlen 5.887 1,055 5,907 3,065 5,887 3,055 5,907 3,015 Lissabon 20 375 20,425 20,375 20,425 Danzig. . Ikoustantin. 89 75 SO, 95 80,77 80.97 2,28 2,29 -.27 2,28 Athen. . 7 84 7.86 7.79 7.81 Berlin, 14. Mai. Geld Brief Amerikanische Noten . . . ». 4,170 4.199 Belgische Noten ....... 21,16 31,26 Dänische Noten ....... 78.75 79.15 20,327 20,4'7 sk-ranjösische 'Noten ...... 21,88 21,98 Holländische Noten ..... Italienische Noten ...... 168,33 17,21 169,19 17,2'.- Norwegische Noten...... 70,62 70,98 Deutsch.Oestcrr-, 5 löO Kronen 59,05 60.35 Rumänische Noten...... — Schwedische Noten...... 111,87 112,43 Schweiler Noten - ...... 81,12 81,62 «Lvanische Noten....... 60 80 Tschechoslowakische Notar . . 12,441 12,504 Ungarische Nolev. . ... • .865 5.885 U niversitäts-Restau rant Plockstraße 5 Inh,: F. C. Günther Fernsprecher 198 Saal und Räume für private und gesellschaftliche Veranstaltungen hielt heute weiter an. Sie erfuhr sogar eine wettere Fortsetzung. Dies kam darin zum Ausdruck, daß erste Firmen tägliches Geld bereits mit 63/1 Prozent, angeblich vereinzelt noch darunter, erhielten. Der allgemeine Satz für kurzfristige Ausleihungen bewegte sich zwischen 71/2 bts 9 Prozent, während Monatsgeld unverändert mit 91/2 bis 114 2 Prozent genannt wurde. Diese Verfassung des Geldmarktes war es vor allem, die der heutigen Börse eine Stütze bat Der allgemeine Verkehr vollzog sich daher bei Beginn angeregt und f e ft. Den Hauptteil des Geschäftes bildeten aber unverändert die Umsätze unter der Maklerschaft selbst, da die bisherigen Decouverts sicher noch nicht völlig abgelebt sind, und das Publikum ebenso wie das Ausland und die Rheinprovinz sich noch stärker zurückhielten. Der feste Verlauf des gestrigen Kassamarktes bot für Rebenwerte Anregung, die heute etwas lebhafter als sonst beachtet toaren. Am Kali- Aktienmarkt wirkten insbesondere die Ausführungen in der Gesellschafter- Versammlung des Kali-Syndikats anregend, und am Markte der chemischen Aktien wurden die günstigen Ertragsziffern der -Höchster Farbwerke freundlich auf genommen. Als Spezialgebiet der Spekulation trat heute der Anleihemarkt stärker hervor. Die Rachrichten über Verhandlungen zwischen der Rsichsregierung und den Parteien für eine Annäherung der Auffassungen in der Aufwertungsfrage führten zu einem Herauftreiben der Kriegsanleihen auf 0,6. Auf Gewinnficherungen hin trat jedoch später hier wieder ein Rückgang ein. Im internationalen Devisen verkehr unterlag der französische Franken leichten Schwankungen. London gegen Paris 93,05. Rordische Devisen waren verhältnismäßig gut gehalten. Die Mark notierte in London 20,37, in Paris 4,56, in Zürich 123.021 '2, in Amsterdam 59,23. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 14. Mai. Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 22 bis 24, Roggen (inländischer) 20 bis 23.75, Sommergerste für Drauzwecke 21.50 bis 26.50, Hafer (inländischerf 18 bis 23, Mais (gelb) 21 bis 22.75, Weizenmehl (inländisches. Spezial 0) 37.25 bis 38.75, Roggenmehl 30.50 bis 32.50. Weizenlleie 1325 bis 13.50. Roggenkleie 14.50 bis 14.75. Tendenz: Ruhig. Frankfurter SchkaMtviehmarkt. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M. 14. Mai. Auftrieb: 3 Ochsen, 9 Färsen und Kühe, 1364 Kälber, 355 Schafe, 1939 Schweine. Es wurden bezahlt für 100 Pfd. Lebendgewicht: Kälber: Feinste Mastkälber 72 bis 80, mittlere Mast- und beste Saugkälber 62 bis 70, geringere Mast- und gute Saugkälber 52 bis 60, geringe Saugkälber 42 bis 50 Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 45 bis 50, geringere Masthämmel und Schafe 36 bis 44, mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 30 bis 35. Schweine, vollsleischige von 80 bis 100 Kg. 70 bis 74, unter 80 Kg. 65 bis 70. von 100 bis 120 Kg. 70 bis 73, von 120 bis 150 Kg. 70 bis 73, unreine Sauen und geschnittene Eber 60 bis 64. Marktverkauf: Kleinvieh bei lebhaftem Handel geräumt, Schweine hinterlassen bei langsamem Geschäft ileberftanb. Berliner Produktenbörse. Berlin, 14. Mai. Der Produttenmartt hatte heute ein sehr ruhiges Geschäft. Die schwachen Auslandmeldungen wirkten hier etwas preis» drückend. Bei wenig älmsähen waren Gerste lustlos, Hafer ruhig, Mehl still, ebenso Futterartikel. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märt 261 bis 263, do. Mai 267 bis 266,50, do. Juli 260,50 bis 260, Roggen, märt. 221 bis 224, do. Mai 222,50 bis 222, do. Juli 219 bis 218, Gerste, märt 226 bis 240, Futtergerste 200 bis 214, Hafer, märt 216 bis 224, do. pornm. 208 bis 220, do. Mai 202, Mais (loko Berlin) 199 bis 203, do. Mai 196; für je 100 Kilo: Weizenmehl 33,50 bis 36, Roggenmehl 3025 bis 32,50, Weizenkleie 14,60, Roggenkleie 16, Viktoriaerbsen 22 bis 28. kleine Erbsen 21 bis 24. Futtererbsen 18 bis 20, Peluschken 18,50 bis 20, Ackerbohnen 19 bis 20. Wicken 19 bis 21, Lupinen, blau 10 bis 11,50, do. gelb 11,25 bis 13,50, Serradelle 14 bis 15,50. Rapskuchen 15,20 bis 15,60, Leinkuchen 22,40 bis 22,80, Trockenschnitzel 9,80 bis 10,30, Torsmelasse 9.75, Kartoffelflocken 19,80 bis 20. ------------ A (In einem Teil der Auflage wiederholt.) ß Schwerer Auiounfall bei Frankfurt. Frankfurt ,a. M., 14. Mai. Im Vorort Preungesheim, rannte dec Kraftwagen- fj^hrer G. Schneider, der mit vier Personen eine sogenannte „Schwarzfahrt" nach Hamburg unternommen hatte, mit dem Kraftwagen gegen einen eisernen Masd der Straßenbahn, rannte diesen um unb sauste dann gegen einen Baum, wobei das Au to- mobil vollständig zerschellte. Dabck wprde die Ehefrau Böckler aus Frankfurt sofort getötet, der Führer Schneider uni» die übrigen drei Insassen trugen Arm- und- Beinbrüche sowie s ch w e re innere Verletzungen davon und wurden in hoff« nun gslosem Zustande in das Heiliggeist' Spital eingeliefert. Rach den bisherigen amt' lieben Feststellungen befanden sich die Auw- Insassen samt dem Führer in sehr angeheitertem Zustande. Kennen heißt verwenden! Kufeke's „XubekaM kennen heißt verwenden. 15 g „Kubeka“ — Kostenpunkt 7^ Pfennig — liefert ein Getränk so wohlschmeckend, durststillend und zugleich nährend, wie es noch nicht dagewesen. Zum Frühstück, auf dem Ausflug zu Fuß, zu Wasser oder mit dem Auto, überall zeigt „Kubeka“ seine Ueberlegenhelt. Das Urteil der berufenen Sportärzte über „Kuboka** als erfrischendes und schnell Energie ersetzendes Getränk ist einmütig glänzend. In Apoth. u. Drog. erhältl. Vor und nach dem Theater kalte und warme Platten 3842c 'M ■s& !tÄte LtzZ •*ib* K»°ZL «IV* 2Srtw IT2«*!? 4 ,'önfi JJ"j 1 l^nb? «ML ,^end. ud, jÜ?" n.let6emarlt >T ^Oanhl unb öti ^o"ung( i Jjfafa auf o j ■“ th4 lwc fok ,nt«f _"br inner|Q, ? »‘toanlunoen Steile* 'Hn. Sic iw Ä™‘ ‘* ■> 'borst. ■ncc ^njeiflttt*,) % tourben ! bl3 24, 'pmmetfltrfte für ikt (inldnbifikr) 2.Z5, Desirn mch iä 38.25, 'XoflgcEi V3-25 bis 1353. Tendenz i Dchig ebmart:. euer NeidttT.1 THai. Auftrieb 1364 Äolbcr. 38 atben brzahli fc «er: HeinUeM. ' und brstr Caiifl. |t» und galt Saug. glölber 42 Mi 50 ’altbömmel 45 bei öckift 36 bii 44 choft (Mrzschat c schigr von 80 bll Ag. «5 b \i II 13, vvn 120 M m undgefchnftlm iuf: Kleinvieh 6- hweme hinterlass» rftanb. nbörle. obuttenmarfl HM x\\. Die !d)tro k< ier ctoai t>vtU| Daten Derste lukW enfo Suttcrarilltl o: Weizen, märJe j 266,50. bo 3lI 221 bis 224. ■ 219 bis 218. Serin I 200 bis 214, M’ 208 bis 220. S- > 199 bis 20- Wesienmj! H*« 32..5O, acrblcn 22 W Ji terbfen 18 M» X «■ » “5 )lau 10 bii 1.J Me 14 bi» 1MJ L’hnluäX1' «♦ b bis 10,30, J* 19,80 bis 20. ;h dern S^M -wende"1 h,l?1Tw»nÄ .-Äxr Jasser ! selM ?.Ä :Ä ge wiederholt-) I oursall jurt. Mi. 3m Dow- ■w KraftE mit vier N* r>C, Ä hafte. mllJa eiserne" A°' nie bi«" i, w°be> ^ Mi en trugen. »e-tc -n«" Xirbe« rn ho' j । bishengen^U Feuer am Nordpol- Technisch poliiisä)er Roman atu der Gegenwart. Bon Karl-August von Caf f e rL 42 Foriietzuug (Nachdruck verboten.) Brief derPrinzejjin Llirbcyan Linda Lahors. Pons, den 1. Juni. Meine liebe Linoo! Eigentlich wollten wir bereits in dieser Woche noch Bukarest zurückkehren, aber plötzlich hat dec Prinz den Entfchluft gefotzt. noch einige Zeil hier zubleiben, obgleich die ooilon völlig vorüber ist. Nun, mir soll es recht lein. Poris ist auch jetzt noch schon, jedensoUs tausendmal schöner als unsere jämmerliche Hauptstadt, die sich einbildet, ein Klein- Paris zu sein. Mein Mann hat sich ollem Anschein nach eine neue Geliebte zugclegt — daher der Grund, weshalb er noch nicht odreisen will —, und bis die ihm langweilig wird, pflegen immer etwa vierzehn Tage zu »ergehen. Da ich Dich somit für» erste nicht wieder- >ehe. Io möchte ich eine Angelegenheit mit Dir besprechen, die ich lieber persönlich erledigt hätte. Das gesprochene Wort klingt immer eindringlicher als dos geschriebene, das pudern so leicht verlegend wirkt. Mir bleibt aber keine Wahl, denn, was ich mit Dir besprechen möchte, duldet keinen Aufschub. Du erinnerst Dich, das, ich Deinen deutschen freund, der jetzt bereits viele Monate bei Dir zu Gast ist. in Sara tu kennenlernte. Und ich finde es voll begreiflich, dafz man sich in seine die meisten anderen Manner weit überragende Persönlichkeit verlieben kann Was ich ober nicht verstehe, ist die Undesorgi beit, mit der Du Dir Deinen guten Rus verdirbst. Sei mir, bitte, nicht böse, liebste Lindo, aber man redet jetzt schon mehr über Dich, als nötig ist. Und wozu dos? Nimm Dir so viele freunde, wie Du magst, aber wahre ein wenig die formen, die man nun einmal in der guten Gesellschaft verlangt. Du willst doch eines Tages wieder heiraten, und Deiner Schönheit und Deinem Reichtum nach kannst Du eine ganz erstklassige Partie machen. rahrft Du aber fort. Dich derartig zu kompromu- i'cren, dann sinken Deine Chancen gewaltig. Die Männer sind nun einmal so, daß diejenigen trauen cm höchsten bei ihnen im Preise stehen, die von vielen begehn werden und denen dock» niemand etwa» nochsagesi kann. Darum vergrabt Ihr Euch allein in earani, ohne jemals andere Menschen zu iehen - Die 0Utter- wachen Eurer Freundschaft sollten doch demnächst zu Ende lein. Ich linde, man verlebt gerade die köstlichsten Augenblicke, wenn man sich in Gesellichoft fast srernd und kühl gegenubersteht, um in beim lichen Stunden alles nachzuholeu, was nun einmal der Oesfentlichkeit verborgen bleiben mutz. Ich will Dich also um Gottes willen nicht etwa dazu veranlassen. Deinen freund auszugeben oder auch nur sortzuschicken. Dos wird eines Tages ganz von selber kommen. Aber labe Dir Gäste ins Haus, «orge dafür, dah auch andere Courmacher Dich umschwärmen. Sei vor den Menschen freunblich gegen c-anber», aber behonble ihn stets so, batz man in ihm einen Deiner bevorzugten Angestellten erblich, ober nicht mehr. Wenn Du gelegenllich noch durch- suhlen läßt, batz Du die Absicht hättest, Dich roicber zu verheiraten, so wirb das besonbers wirken Bald werben bie Klatschmäuler verstummen, bic mit ihrem Gerede über uns Weltdamen häufig ja ,iicht ganz unrecht haben, unb Du wirst Deine — leider mutz ich es sagen — augenblicklich etwas heikle Positton binnen kurzem miederherstellen. Und das ist eine grotze Hauptsache im Leben. Was helfen uns alle Eroberungen, alle heimlichen Leidenschaften. wenn wir nicht gleichzeitig eine von allen beneidete Stellung innehaben. Wir dürfen uns eben nicht kompromittieren. Ich kann meiner seligen Mutter nicht dankbar genug dafür sein, batz sie mir, als ich erwachsen war, folgende Lebensweisheit einprägte: „Fahre niemals mit einem Herrn allein im Wagen, denn bas untergräbt deinen guten Ruf. Was ihr dagegen unter vier Augen tut, ist deine Sache, denn das braucht niemand zu erfahren." Also, meine geliebte Linda, ich bitte dich nochmals, sei vorsichtig unb klug. Fahre nicht mit Herrn Sonders im Wagen, ober, was dasselbe ist, bleibe nicht allein mit ihm in Soratu. Für Euer Zusammensein unter vier Augen wünsche ich Dir neidlos bas schönste Glück. Der Prinz Iaht sich Dir zu Mützen legen. Ich umarme unb küsse Dich zärtlichst, ctets Deine 23xh? Telegramm an germano.russische Norbland-Kompagme Archangelsk. Eintresic in brei Tagen. Abfahrt kann bann so'vrt ftohhnben. Sanders. • Berich des „I e m p über die Sitzung der französischen Auwimer am 5. Ium. Gleich zu Begin aber heutigen Äammeesttzung wurde von dem Deputierten Duchanel folgende Anfrage an die Regierung gerichtet. „Ist es dem Herrn Minister des Aeuhern be- könnt, bah die sogenannte germano-ruffische Nord- pol-Gelellschalt in den nächsten Tagen zu einem Schlage ausholt, der geeignet ist, die Interessen Frankreichs in bedrohlichem Matze zu gefährden, unb welche Motznahmen gedenkt bie Regierung dagegen zu ergreifen?" Zur Begründung seines Antrages führte Herr Duchanel aus: „Deutschland stellte entgegen den mit uns getroffenen Abmachungen im vergangenen Jahre heimlich in einer Fabrik in Gocha Flugzeuge her, bic sowohl ihrer Gröhe wie ihrem Akiionsrabius nach als gefährliche Kriegswerkzeuge zu betrachten sind. Die ersten erbauten Fahrzeuge entzogen sich unserem Zugriff burch die Flucht nach Rußland. Dagegen gelang es bei Wachsamkeit unserer unübertrefflichen Kontrollkommission, den Besitzer jener Fabrik zu verhaften. Er sollte feine Felonie mit langjähriger Zuchthausstrafe bühen. Wie wir aus sicherer Quelle erfuhren, gelang es jenem Deutschen vor einiger Zeit, aus bem Gewahrsam aus der Zitadelle von Dijon zu entrinnen. -celbftDerftänblid) ermöglichte die über bie ganze Welt verbreitete deutsche Spionage seine Flucht. Er gelangte nach Rußland, wohin ihm allmählich, na« türlich unter heimlicher Unterstützung der deutschen Regierung, der größte Teil seiner ehemaligen Arbeiter unb Angestellten folgte. Dort schmiedeten deutsche Rachsucht unb bolschewistisches Gift ein Unternehmen. bas unter harmloser Maske seine aggressiven TendenzQU gegen bas ahnungslose Frankreich zu uertergen bemüht ist. In der NSHc des '.Qnrb voles soll ein Platinlaoer von unerhörter Rem. paltigfeH entdeckt sein. Dieses will die neugegru:. bete Gese0choft atubeuten. Deutschland und Rutz- land, bie sich hn «Heimen gegen uns verschworen haben, gelangen Damit in den Besch ungeheurer Hllfoquemllen die sie natürNch gegen doe tast mehr lose Frankreich verwenden werben. Können wir das ruhigen Blute-, mttmnehen '' Sollen wir bic Zukunft Frankreichs, das Gluck un tercr Kinder sorchvs aufs Spiel setzen?! Dollen wir es uns gefallen taffen, daß Deutschland in der neuen Nordiandkolonie eine Waste schmiedet, die sich unfehlbar eines Tages gegen uns kehren wird'" Ich sollte denken, der glorreiche Friedensi'ei trag zu Bersaillcs gibt uns genug Handhaben, jeden deutschen Besitz zu beschlag« hm en, der in derart cllatonttr Weise nicht nur den Frieden Frankreichs. sondern den der ganzen Well bedroht. — Die Regierung hat das Wort Sie hat genug bei Milde gegen Deutschland walten lassen. Jetzt Iaht uns Talen sehen!" Der Miniftcr des Aeuhern erhob sich soson. dankte dem Interpellanten für seine Sorge um Frankreich und erklärte sich bereit, im geheimen Ausschuß die Anfrage betaiInert zu beantworten. Telegramm der „Timea* aus Archangelsk Heute nochmitag drei Uhr fand die Abfahrt ber ersten beiden Flugzeuge der aermano-nissischen Nordland Kompagnie nach Nova Thule statt, jenem sagenhaften norbifd>en Kontinent, den bie Leiter der Kompagnie im vergangenen Jahre entdeckten Täglich sollen zwei weitere Flugzeuge folgen, bereu Anzahl durch ständigen Nachbau neuer Maschinen noch erheblich gesteigert werden wird. Sanders unb Dingel, deren Nomen |o in aller Welt bekannt find, leiteten wiederum den ersten Flug in die Gebiete des Nordpols. Auch Stratofs. bei industrielle und - - wie es heißt der Geldgeber des ganzen Unternehmens, sowie bic rumänische Fürstin Linda Lahory waren zugegen, blieben ober in Archangelsk zurück. Sie wollen erfi in einigen Wochen folgen, wenn bic Arbeiten in Novo Thule weiter vorgeschritten sind. (Fortsetzung folgt.) MMMMM Oberhessischer Kunstverein H. Bischoff. Tasse! 4WSS 4987D Ucberzeugen Sie sich. 49863 Jmmalin llllIHlllli «rüt F Hauövuß! 2ämil. Harden,' Lieke LaeM.Pioi. iDreg. Wieterhonj k Rrcu»plaö1<' 1 M (Der Küche Schatz L Der Hausfrau Glück! Da s^£O.ße^Bu tter^M e isfer stuck! Alles berböreni Die Hochschule für Sebubpoti und Leder- behAndlunc Ul erülfnoll Die Lcitong hat der berühmte Schuhputtiolore Immai aus Mettmann übernommen. Spozlalisten des In- und Auslandes haben ihre Mitwirkung zuifesagt. Immatriknlalktn für jedermann, der Schuhe, Stiefel und sonstiges Lederzeug trägt. Ea beginnt Professor Iminnl mit seiner Antrittsvorlesung. (Fortsetzung folgt.) V» Pfd. nur 50 Pfg.t ('XlnderzclfvnQ „Der kleine Coco” flraüls. Drucksachen allerArt liefert in jeder gewünschten Ausstattung stilrein und I preiswert die BriibfKbc OwteeOnKksrcl« K. Lesge» X\W Neu erschieneni „Fips Lachzeitung für liebe kleine Kinder.“ Sonntag, den 17. Mai, vorm. II1/, Uhr pünktlich, im Turmhaus am Brandplatz: MMcr Vortrag m Bern Professor Bronner. Die Ausstellung ist vom genannten Tage an zu den üblichen Zeiten geöffnet; für die Mitglieder der Gesellschaft Gießener Kunstfreunde ist der Besuch dieser Ausstellung gleichfalls frei. *XSL MWwberg Frankfurt a. M. Fahrgasse 91-93 Stiftstraße 29-33 3003c] (gegenüber dem Postscheckamt). pro Stück, solange Vorrat reicht. Abteilung II- Gebrauchte Anzüge a ML 12.— an, noch lehr nut erhalten, wie »rod', Lmokinn-, Gehrock- u. butawananzSoe. scbr vreiSw. <*kbrauchte Holen i.allen Preislagen ■ fyr. M. s.- (yrotj. Bolt Zevbir u. Perkai iKäfei eOter soroeljer ♦ ßöinner dlefter Hoanetort Camembert Gmmentbater j vbnc Rinde X Brie z BomaöGüt ♦ flmöuroer ♦ ♦ stets frisch in ♦ X besten Quali- : ♦ täten ♦ empfiehlt 46e,a J 'Heinrich: Driesch: rSelkersmeglO; Beamte, Kaufleute, Landwirte. 5ür unsere bei der Landwirtschaft nachweisbar gut eingeführten Fabrikate haben wir unter vorteilhaften Bedingungen unsere Vertretung gegen hohe Provision an vertrauenswürdige, arbeitsfreudige Herren abzugeben. 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