llk. 87 Erstes Blatt 175. Jahrgang Mittwoch. 15. April 1925 Erscheint täglich, auher Stmru und Feiertags. Beilagen: «irhensFamilienblStter Heimat im DUd. maieü.Btir^sireis: 2®olbmark u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, and) bei Nichterscheinen t>o« einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernspre ch.Anschlüsse: Schriftleitung 112, Verlag undGeschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: LnzeiaerOteheN. Pckid>((t'tont6: Frankfurt a M. 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vruck und Verlag: vrühl'sche Universitäts-Buch- und Zteindruckerei R. Lange in Stehen. Schnftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7. Annahme ww Anzeigen fürMtTagesnnmm« bis jliun Nachmittag vorher ohne jedeDerdrndlichbei^ Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlichS, auswärts 10 Goldpfennig; für Ne« Nlame-Anzeigenv 70mm Breite 35 Doldpfennlg, Platzvorschrift 20’ ,Aus- schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr.Wilh Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: Hans 'Bed^ sämtlich in Gießen. Die polnischen Grenzen. Don Prof. Dr. M. L o ; y n s k y - Prag. 3m März hat fuf) Aum zweitenmal der Tag bejahrt, an dem die Botschafter konferenz ihre Ein cheidung über die Ostgrenze Polens getroffen bot. Der erste Präsident der polnischen 'Hepublit, P i i - iub|fi, soll einmal im Jahre 1919 gesagt haben: Pie West grenze haben wir als Liebesgabe »er Alliierte» erhalten, — die Ost grenze müssen mr uns aber mit dem Schwert erobern." lind so geschah es auch. Die Grenze zwischen Polen und den Sowjetrepubliken wurde als Folge des mit wechselndem Glück geführten Stricgeö im Rigaer .Znedensvertrag festgesetzt, diejenige zwischen Polen und Litauen durch den Streich des Generals Zeli- towski gezogen. Auf diese Weise eroberte Polen ein ukrainisches Gebiet von 130 000 Quadratkilometer mit ungefähr 8 Millionen Ukrainern, und ein weih-ruthenisch-litauisches Geriet von 100 000 Quadratkilometer mit 3 Millionen weihruthenischer und litauischer Bevölkerung. Diese Eroberung hat nun im erwähnten Beschlüsse ter Botschafterkonserenz nur eine nachträgliche Be- ßät'gung gesunden. Die letztere hat dabei nicht nur «Uv uwraltschen Erwägungen, sondern sogar auch fcic früheren Erklärungen der Alliierten selbst außer C d)t gelassen. Als im Jahre 1919 Polen mit Hilfe der Alliier- tm Ostgalizien im Kriege gegen die oslgalizische i krainische Armee erobert hatte, bcschloh der Oberste "•Hat der Alliierten am 25. Juni 1919, das Land nur y r o o i f or i | cf) unter polnischer Okkupation zu belassen, und erklärte dabei, daß der Bevölkerung in einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit gegeben Herben soll, das Selostbestimmungsrecht auszuüben. Am 8. Dezember 1919 hat der Oberste Rat dann eine provisorische Ostgrenze Polens festgesetzt die sich im allgemeinen mit der ethnographischen Grenze deckte. Und schließlich wurde in einem unter Vermittlung des Völkerbundes geschlossenen polnisch- l ttauischen Waffenstillstandsoertrage das W i l n a e r (Schiet, das nachher von Polen ganz ungeniert gestohlen wurde, Litauen zuerkannt. Schon diese wenigen Tatsachen beweisen, daß die Alliierten ur- jprünglich die jetzige übertriebene Ausdehnung des polnischen Staatsgebietes nach Osten nicht für ge- i echtfertigt hielten. Erst zum Schluß Haden sie den tLaffenersolg Polens sanktioniert und 11 Millionen Ukrainer, Weißrussen und Litauer der polnischen lerrschaft preisgegeben. Gegenwärtig, wo im Zusammenhany mit dem Rutschen Sicherheitsangebot die internationale Politik vor die Frage einer Revision der West - qrenze Polens gestellt wird, ist es an der Zeit, baran zu erinnern, daß nicht nur die Westgrenze, sondern auch die Ost grenze Polens revisions- isedürftig ist. Und zwar ist diese Foge einer Revision tetr polnischen Ostgrenze vom klaren politischen Standpunkt aus betrachtet, nicht weniger wichtig, rtn Polen hat man diese Gefahr nur zu deutlich erkennt, und so läßt man denn jetzt auch nichts un- wirsucht, um die nationale Entwicklung des ukrainischen Volles zu unterdrücken, seine nationale Widerstandskraft zu brechen, sein Land zu poloni- (neren. So wie die Dinge in den polnischen Ostgebieten liegen ist es ganz ausgeschlossen, daß r$ der Warschauer Regierung gelingen wird, das Holonisierungswerk durchzuführen. Man darf nicht »rgesfcn, daß außerhalb der Grenzen Polens bereits ein ukrainischerund weißrussischer Staat als Gliedstaaten des Bundes der Sowjet- c tpubliken und übrigens auch ein s e I b ft ä n ö i g e r I i t a u i f d) e r Staat bestehen. Acht Millionen Ukrainer, die sich unter der Herrschaft Polens bc- finden, sind aber eine Volksgemeinschaft, die an Ge- teict und Zahl manch einen europäischen Staat über- trifft. Dazu kommt, daß diese acht Millionen durch nationale Bande mit dem über 30 Millionen Ein- irohner zahlenden ukrainischen Staate und durch iln mit dem ganzen Bunde der Sowjetrepubliken wrbunben sind. Trotzdem das ukrainische Volk jahrhundertelang teird) Polen und Rußland unterdrückt wurde, war ter ukrainische nationale Gedanke bereits vor dem Leltkriege soweit erstarkt, daß er sich in Bestrebungen zur Schaffung eines sämtliche ukrainischen Gebiete umfassenden ukrainischen National, ftaates äußern konnte. Heute, wo ein ukrainischer Staat — obgleich nicht souverän und nidjt alle ukrainischen Gebiete umfaßend — bereits besteht, kann und wird dieses Streben nur von Tag zu Tag an Stärke zunehmen. Die Bedeutung, die die Ukraine für den Bund der Sowjetrepubliken besitzt, hat i-sher die internationale Politik der Moskauer Re- crerung bestimmt, daß bei jeder Gelegenheit gegen be Beherrschung ukrainischer Gebiete durch Polen protestiert wurde. Das geschah sogar in Riga, wo de Sowjetrepubliken sich genötigt sahen, ukrainische Gebiete an Polen abzutreten. Und das geschah ferner nid) anläßlich jenes Beschlusses der Botslhafterkonfe- rmj, mit dem die Rigaer Grenze sanktioniert wurde, und zuletzt in einer Erklärung Rakowskis während englisch-sowjetrussischen Verhandlungen in London. Heute hört die ganze Welt auf den deutschen Wuf nach einer Revision der Westgrenze Polens. Borgen wird sie dem Rufe der Ukrainer nad) einer Revision der Lstgrenze Polens Gehör idienten nrüffen. Und das gleiche gilt auch für die weißrulhe- tc fdjen und litauischen Gebiete, die sich gegenwärtig iriter der Herrschaft Polens befinden. Eine R c v i - fon der po l ni scheu Grenzen — im Westen «e im Osten — ist heute nur noch eine Trage der Z ei t. Sie wird kommen, und Polen ^>rd zu seinen natürlichen, d. h. zu seinen ethno- graphischen Grenzen zurückkehren müssen, den m unserer Zeit des Selbstbestimmungsrechtes ist in Europa für einen Staat, der fremde Völker unterdrückt, kein Platz, Dis französische Krisis. Briands Verzicht. — Painleve mit der Kabinettsbildung betraut. Herriot. Dicht ganz zehn Monate hat Herr Herriot sich an der Spitze des französischen Ministeriums gehalten. Das ist zwar an sich für romanische — heute könnte man ja beinahe schon sagen parlamentarische — Verhältnisse ziemlich viel, ist aber doch, verglichen mit den Hoffnungen, mit denen er sein Amt übernahm, recht wenig. Als er kam, da war er so stark, daß er sogar den Staatspräsidenten Millerand weg- beißen konnte, als er ging, war er so schwach, daß er über einen Strohhalm stolperte, der ihm im Senat hingehalten wurde; nebenbei bemerkt beinahe am selben Tage, an dem Herr M i l l e r a n d durch den Eintritt in den Senat seine politische Karriere wieder aufnahm. 3n diesen zehn Monaten hat Herr Herriot ein Kapital an Vertrauen vergeudet, wie es sollen einem seiner Vorgänger entgegengebracht wurde. Er war ein Mensch von einer ungewöhnlichen Popularität, überall, wohin er kam, wurde er mit Triumphgesängen empfangen, und heute, wo er seine Demission genommen hat, bleibt auch bei seinen Freunden nicht viel mehr als ein achtungsvolles Achselzucken für ihn. Vorläufig denkt kein Mensch daran, daß Herr Herriot noch einmal wiederkommen könnte, ja nicht einmal der Gedanke, daß er dem künftigen Kabinett der Linken angehören könnte, wird ventiliert, jedenfalls nicht solange, als noch die Möglichkeit besteht, daß die Reubildung der Regierung gleich von statten geht. Und dieser ganze Umschwung ist ausschließlich seine eigene Schuld Gewiß, er hatte eine schwere Erbschaft übernommen, das System Poincare war die Methode des Bankerotteurs, der nach außen hin den Glanz ausrecht erhalten will, um das Wurmstichige des inneren Hauses zu verbergen. Als das nicht mehr möglich war, erhielt Poincare von dem französischen Volke ein M i h t r a v e n 6 v o 11: in, das gleichzeitig ein Vertrauensvotum für die bisherigen Oppositionsparteien bedeutete, die nun daran gehen konnten, ihr Programm durchzuführen uni) in Herr i o t ihren besten Mann zur Verfügung stellten! ihren besten Mann jedenfalls insofern, als ihre tüchtigsten Leute E a i l l e a u r und Malvh durch die Derfolgungswut Poin- cares vorübergehend außer Gefecht gesetzt waren. Der Weg, den Herriot zu gehen hatte, war ihm also ganz klar vorgezeichnet, er hat aber nicht den Mut gehabt, ihn einfach zu verfolgen. Ein Stück Ideologe, ein Stück Bohemien und ein gut Stück Taktiker, das ist in schwierigen Zeiten eine ungesunde Eharaktennischung, zumal wenn dann noch dazu kommt, daß durch den ständigen Beifalt die Eitelkeit grohgezvgen wird. Indessen, seine Ideologie trieb ihn dazu, schon von Anfang an mit der Kriegserklärung an den Vatikan fein Kabinett mit einer schweren Hypothek zu belasten und den Ausgabenkreis etwas zu verschieben. Was das französische Volk von Herriot weggedrängt hatte, war die Erkenntnis, daß der Weg. den er ging, in einen neuen Krieg oder in den S t aa t s ban ke r o 11 hineinführte. Die Großmannssucht, mit der Poincare ein Rie- senheer dauernd beieinander haben wollte, ohne die finanziellen Aufwendungen durch die ©teuer- kraft des Landes zu decken und statt dessen darauf zu verweisen, daß Deutschland schließlich zahlen würde, hatte das ständige Sinken des Franken zur Folge gehabt. Darüber wurde der französische Rentner nervös und ließ Poincare fallen. Wenn fein Vachfolger es anders machen wollte, dann war es eigentlich ganz selbstverständlich, daß er mit dem Reparationsproblem im weitesten Sinne die Frage der Sicherheit, der Ruhrräumung und der interalliierten Schulden löste. Das Londoner Protokoll, das an die Stelle eines Diktats eine freiwillige Zustimmung Deutschlands setzte, schien den Beginn einer neuen Aera einzuleiten, indessen, es krankte auch schon daran, daß Herriot; den Mut der Konfeguenz nicht fand, sonderi; im letzten Augenblick z u s am men kn ick t e, als fLoucheur nach London kam und ihm die Pistole auf die Brust setzte. In London wurde Herrn Herriot das llüd- grat gebrochen; er erfocht zwar einen Sieg über Macdonald, an dem Macdonald selbst zugrunde ging, aber es war doch nur ein Pyrrhussieg. dem er jetzt sell»st mit seiner Minister- existenz bezahlen muß. Denn was er seitdem tat, war nichts als ein Ausweichen vor der Entscheidung. Der Herriot nach London sah nicht viel andes als ein Ueber-Poincarä aus, auch er wußte sich zuletzt leinen anderen Rat mehr, als auf Deutschland loszuschlagen, weil er es nicht wagte, dem französischen Volk die Meinung zu sagen und darauf hinzuweisen, daß jetzt auch der Augenblick gekommen ist, wo das siegreiche Frankreich sich einer internationalen Finanzkontrolle zu unterwerfen hatte. Deutschland kann Herrn Herriot in aller Ruhe scheiden sehen, die Versprechungen. die er machte, hat er nicht gehalten. er hat die Ruhr nicht geräumt, ja, er hat bis heute noch nicht einmal soviel Konfe- auen.z bewiesen, den Bericht der militärischen Kontrollkommission überhaupt zu verössentlichen. ilnb Köln ist immer noch besetzt. Damit ist das Urteil über ihn gesprochen. Briand lehnt ab. Paris, 15. April. (XU.) Briand begab sich gestern abend 7.30 Uhr zum Präsidenten der Republik und teilte ihm mit. daß er den Auftrag zur Kabinettsbildung definitiv a b l e h n e n müsse. Am 6 Ahr abends traf im Senat die Vachricht ein. daß Briand im Einverständnis mit S a rr a u t und zahlreichen Mitgliedern der radikal-sozialistischen Partei einen letzten Versuch zur Bildung des Kabinetts unternehmen werde. Wie verlautet, sollte sich dieses Kabinett an den größten ‘-Seit der Radikalsozialisten, der Linksradikalen sowie der sozialistischen Republikaner anlehnen und fast ausschließlich die Finanzsanierung anstreben. Trotz der Anterstüyung Sar- rauts und des Zuredens seiner Freunde hat Briand nun doch auf eine Kabinettsbildung verzichtet. Eine Sitzung des radikalsoziallstischen Ausschusses wurde in aller Elle abgesagt. Briand hat nach feiner Unterredung mit dem Präsidenten der Republik folgende Erklärung an die Presse abgegeben: Vach Besprechungen mit einzelnen Gruppen und nach der Antwort des sozialistischen Parteikongresses habe ich dem Präsidenten der Republik zu meinem großen Bedauern erklären müssen, daß es mir unmöglich ist, ein Kabinett entsprechend meinen Absichten zu bilden. Ich danke dem Präsidenten der Republik für das mir erwiesene Vertrauen. 3m übrigen bin ich nur Privatmann, der sich weder um Gruppen, noch um Ausschüsse zu lummem braucht. Meine Auffassung geht dahin, daß ein Kabinett nur unter aktiver Mit- wirkungdervier Mehrheitsgruppe in gebildet werden kann. Aus die Frage, ob er dem Präsidenten eine Persönlichkeit für die Bildung des Kabinetts empfohlen habe, gab Briand zur Antwort: Ich bin nach wie vor der Ansicht, daß Painleve für die Lösung der Krisis in Betracht kommt. Es gibt verkennbare Schwierigkeiten. doch bin ich der Meinung, daß Painleve sie leichter aus der Well räumen wird als ich. Auf jeden Fall muß die politische Situation s o schnell wie möglich geklärt werden. painkües Bemühungen. Die Möglichkeit eines Kabinetts Nenonlt. Paris, 15. April. (WTB. Funkspruch.) Der Präsident der Republik hat dann 9,15 Ahr abends Painleve zu sich gebeten und ihm erneut die Bildung des Kabinetts angc- tragen. Painleve erklärte, daß er dem Präsidenten bei der Lös ung der Krise helfen wolle. Er werde sich mit seinen Freunden besprechen und im Laufe des heutigen Dormlltags die Antwort überbringen. Painleve hat noch gestern abend mll dem Senator Maurice Sar« r ault verhandelt, der nach Beendigung der Anterredung erklärte, er habe Painleve sehr lebhaft gebeten, er möge die Kabinettsbildung übernehmen. Er habe ihm nicht verheimlicht, daß er gewisse Widerstände finden könne, aber er sei doch der Ansicht, daß er besonders geeignet sei. in diesem Augenblick ein Ergebnis zu erzielen. Hieraus verhandelte der Kammerpräsident mit Herriot, dem Senator Rene R e n o u l t, und mit dem Abgeordneten Benazet. Kurz nach Mitternacht verließ Herriot den Kammer- Präsidenten und erklärte den Journalisten, er habe die bestimmte Hoffnung, daß Painleve das Kabinett bilden könne. „Echo de Paris" glaubt berichten zu können, daß Painleve in der.Unterredung mit dem Senator Rene Renoult und mit Herriot den ersteren dazu zu bewegen suchte, die Kabinettsbildung zu übernehmen. Painleve stehe auf dem Standpunkte, daß angesichts der Abstimmung des Senates der Nachfolger Herrivts ein Senator sein müsse, der der demokratischen Linken ang-höre Diese Bedingung erfülle der ehemalige Iustiznxinister. und wenn er sich dazu entschließe, werde Herriot in seinem Kabinett Minister des Aeußern bleiben. Herriot habe Painleve in den Bemühungen unterstützt. Senator Rene Renoult habe sich offenbar Bedenkzeit aus» erbeten. Die wettere Entwicklung werde auch davon ab bangen, wie sich die Sozialisten zu dieser Kombination verhalten. Painleve werde heute vormittag mit Leon Blum verhandeln. Ein Teil der rechtsstehenden Presse wirft die Frage auf. ob ein Kabinett Painleve auf die Dauer lebensfähig sei. Die wiederholte Ablehnung der Kabinettsbildung begründete Pain- leve bekanntlich damit, er fei nicht der geeignete Mann, eine Entspannung zwischen Kammer und Senat herbeizuführen, und er werde denselben Schwierigkeiten begegnen wie Herriot. Es ist kaum anzunehmen, daß Painleve innerhalb 45 Stunden seine Auffassung völlig geändert hat, jedoch scheint er bei der Wahl seiner Mitarbeiter die Wünsche des Senats berücksichtigen zu wollen. So soll er sich, wie das Petit Journal", dgs Blatt Loucheurs. zu willen glaubt, mit dem Gedanken tragen, Briand das Ministeriurn des Auswärtigen anzu- bicteu, und es bestehe Grund zu der Annahme, daß Briand nicht ablehnen wird. De Monzie als Finanzminister werde dem Kabinett Pain- levc einen weiteren Hall im Senat verschallen. 3m übrigen darf Painleve auch auf die Unterstützung des Mehrheitsblocks und der Radikal- sozialisten sowie auf die Fortsetzung der sozialisti- scheu Unterstützungspolitik rechnen. Die Haltung der radikalen L o u ch e u r g r u p p e hängt von dem Programm und vornehmlich davon ab, so schreibt ..Echo de Paris", wie er sich zu den sozialistischen Forderungen stellen wird. Der Senat wird zunächst eine abwartende Haltung einnehmen. Die Finanzfrage steht noch immer im Vordergründe. Es ist an» zunehmen, daß sich im Senat eine Mehrheit für das Abkommen mit der Danque de France ergibt. wonach der Geldumlauf um 4 Milliarden erhöht wird und die Finanz-Operationen der Banque be France auf eine gesetzliche Grundlage gestellt toerben. Die Finanzvorlage dürfte zunächst in der Kammer zur Sprache fonunen und kann Hann dem (Senat unterbreitet werden. 3n der Kammerdebatte über den Geldumlauf sieht man gewisse Schwierigkeiten voraus, da die Finanz-Kommission der Kammer einen Zusatz- Artikel angenommen hat, wonach eine nationale Besteuerung noch vor dem 31. Juli 1925 durch besonderes Gesetz erfolgen müsse. Vie Haltung der Sozialisten. Tagung des Nationalrates der sozialistischen Partei. Paris, 14. April. (WTB.) Der *2Iat io na L- tat der Sozialistischen Partei ist beute vormittag zu einer außerordentlichen Tagung zusammengetreten Der Rat besteht auS den Mitgliedernr des Verwaltungsrates, den ‘.delegierten ber wirtschaftlichen Gruppen und achtzig Delegierten aus den Plovinzvereinigungen, ün ganzen zählt ct 104 Mitglieder. Die Beratung hatte zur Hauptaufgabe: 1. festzustellen, ob die Sozialistische Partei sich an einem Ministerium beteilige, also einen Anteil an der Verantwortung für bie Regierung übernehmen wolle. 2. im Falle diese Frage mit nein beantwortet, werde, festzustellen, ob die Partei gegenüber dem zukünftigen Ministerium die Anter st ü t - zungspolitik fortsetzen werde, die sie zugunsten des Ministeriums Herriot feit dem Monat Juni durchgeführt habe. Der Aba Leon Blum erklärt, Briand habe der Sozialistischen Partei die Beteiligung an feinem Kabinett angeboten. ,Man hätte nach seiner, Blums, Ansicht sofort mit nein anttoor- t c n tonnen. Aber es wäre doch besser, sich mit den Parteiinstanzen in Verbindung zu setzen. Rach seiner Meinung müsse man das Angebot ablehnen, und nachdem man das nein ausgesprochen Hable, über die einzunehmende Haltung diskutieren. Der Rationalrat hat hierauf einstimmig entschieden, das Angebot Briands mit ncir zu beantworten. Hierauf berichtet der Abg. Leon Blum über die mit Briand geführten Verhandlungen. Briand fei sehr diplomatisch gewesen. Sr habe erklärt, er wolle nicht mit der Anterstützun, der Soziallsten regieren, sondern er wolle ihre direkte Mitarbeit Aber gerade weil er uns gesagt hat, daß er in. aktivere Mitarbeit verlangen müsse, al- das Kabinett Herriot gehabt habe, haben mit ihm erklärt, daß wir den Rationalrat ein- berufen müssen. Ramens der Sozialistischen Vereinigung des Seinedepartements wurde eine Erklärung abgegeben, in der es heißt daß vor allem die ministerielle Zusammenarbeit mit Briand abgelehnt werden müsse, da die Partei seit langem seine politische Unbeständigkeit und seine Grundsätze kenne. Die Seinevereinigung warne aber auch vor jeder anderen Beteiligung, die im Lause der Krise verlangt werden könnte Sie siehe ihr feindlich gegenüb«:, da die soztall stische Beteiligung die Lage einer republikanischen Regierung nicht bellern könne. Jede Regierung könne auf die sozialistischen Stimmen zählen, toenr fic entschlossen sei, sich gegen die Macht oei Kapitals und gegen den Senat zu wenden. Der elsälllsche Sozialist Gr um dach erinnerte daran, daß in einigen Tagen in Deutschland, wie er hoffe, Hin denburg geschlagen werde durch den Kathollken Marx, dec acht Millionen sozialistische Stimmen erhallen werde. Damit werde die Sozialdemokratie wieder zur Regierung zurückkehre n. Das beweise den Vorteil b?r Koalition Die Partei könne nicht die mioistertelle Beteiligung im Romen verbrauchter Grundsätze ab, lehnen; sie müsse hn Gegenteil erklären >dah s» nicht ein Angebot annehme, sondern ihren Rechtsauteil an der Regierung fordere. Der Abgeordnete Paul Boncour erklärt sich als ein entschlossener Anhänger der Beteiligung an einem Ministerium. Die Politik der Unterstützung genüge nicht. Die sozialistische Partei habe sett einem Jahr große Vorteile erzielt. Ihrer loyalen Zusammenarbeit mit froh Aaövnett yttrtot MÜpe mau olc erzielten Fortschritte zuschreiben. Selbst her internationale sozialistische Kongreß hätte die mini- fteriefic Mitarbeit unter außergewöhnlichen Hm« ständen zuaelassen. 2luch auf ein Problem der Außenpolitik müsse man Hinweisen. 3n dem Augenblick, in dem die Kandidatur Hindenburgs drohe, könnten die Sozialisten allein die Lösung dieser schwierigen Probleme durchführen. <$r bitte also den Rationalrat, nicht zu fordern, haß man Nein sage, wenn der Appell ergehe, gegenüber dem Land und der Well die Mitverantwortung für die Regierung zu übernehmen. Der Rationalrat hat dann seine Weiterberatung auf Mittwoch vormittag vertagt. Die Vertagung erfolgte im Hinblick auf die Weigerung VriandS, ein Kabinett zu bilden und in der Annahme, daß der Präsident der Republik vielleicht noch heute abend eine politische Persönlichkeit berufen werde, der er den Auftrag, ein Ministerium zu bilden, erteilen werde. Marx' Programmrede. Königsberg. 14. April. (WTB.) Der Kandidat des Vvltsblocks, Reichskanzler a. D. kllkar x, entwickelte heute abend vor einer zahl- lreichen Hörerschaft sein Programm au den wichtigsten Grundzügen und Problemen der deutschen Politik. Rach einigen Dankesworten an den ganzen deutschen Osten, der seines Deutschtums we- tgen so viel hat erdulden müssen, führte Marx u. a. aus: Bei Deutschlands geographischer Lage und insbesondere nach dem Verlust des Krieges muß die Außenpolitik in allen unseren politischen Entschließungen den Vorrang haben. Dennoch handeln viele so. als brauchten wir uns um Das Ausland sehr wenig zu kümmern. Wir sind in sehr wichtigen Beziehungen von der Einstellung ausländischer Machte abhängig. Diese Abhängigkeit wurde durch den Verlust des Krieges stark vergrößert und zum Seil erst verursacht. Bei aller durch unser ureigenstes Interesse gebotenen Rücksicht auf das Ausland müssen wir aber unsere nationale Ehre mnd Würde wahren. Hnferc nationale Ehre verlangt aber nicht, daß wir eine Macht Vortäuschen, die wir nicht besitzen. Es ist töricht, mit großen 'Worten, hinter denen keine Kraft steht, das argwöhnische Ausland immer wieder mißtrauisch zu machen. Richts ist falscher und schädlicher als ein Ses Pathos und große Gesten. Untere Vater- sliebe muß mit 'Klugheit gepaart sein. Darum muß unsere Auhenpolitck nach wie vor aus D e r - ständigung mit den früheren Gegnern gerichtet sein. Die Sicherung der Verständigungspolitik nruß auch der Leitgedanke her Präsidentenwahl fein, wenn anders nicht großer Schaden für das Gesamtwohl erwachsen soll. Das Ausland muß im Reichspräsidenten die Gewähr für die Fortführung her Verslänhigungs- politik erblicken können. Außenpolitische Experimente harf sich unser Volk nicht mehr erlauben, denn wir haben genug Lehrgeld gezahlt für die Erkenntnis, daß nur eine auf wirtschaftliche Verständigung abzielende Außenpolitik sich als erfolgreich für unseren nationalen und wirtschaftlichen Aufstieg bewährt. Die sicherste Gewähr für die regelmäßige und gesunde Fortentwicklung im Innern ist eine gesicherte Verfassung als Grundlage her staatlichen Ordnung. Rieinand wird die weimarische Verfassung als so vollkommen betrachten, daß sie nicht m einigen Punkten verbesserungsbedürftig erschiene Aber an diese Derbesserungsarbeit wollen wir fcerfl Herangehen, wenn wir unser Haus gesichert haben und unsere politischen und wirtschaftlichen ^Verhältnisse mehr gefestigt und beruhigt sind. Roch sind wir nicht so weit! Darum muß jeher -national denkende Mann sich entschlossen auf den Boden der Verfassung stellen und zur Verteidigung der Republik bereit sein. Der Redner ging dann kurz auf die Steuer - und Finanzgesetze ein, hie von echt sozialem Geiste getragen sein müssen, hamit hie Lasten her schwächeren Schullern möglichst erteiebtert unh das Maß her Leistungen her Tragfähigkeit der einzelnen angemessen werden. In her Frage her Aufwertung hat her Staat hie Verpflichtung, soweit es hie finanzielle Lage hes Staates irgendwie erlaubt und es ohne Gefährdung unserer Währungslage geschehen kann, arrsgleichend zu wirken unh die entstandenen Schäden zu beseitigen. Dr. Marx schloß seine 'Darlegungen mit dem Wunsche, daß die Entscheidung her Reichspräsi» hentenwahl so fallen möge, daß sie die Fortsetzung her bisherigen bewährten Außenpolitik der Verständigung und hie Befriedigung der Well verbürgt. Aus dem Finanzausschuh des Hessischen Landtags. Darmstadt. 14. April. (Sil.) Der Finanzausschuß des Hessischen Landtages erflärtc Me Vorstellungen des Deutschen Beamten- b u n h e s in her Frage hes Wohnungsgeldzu- schusses durch die Regierungsantwort, die für eine Herabsetzung der Wohnungsgeldklassen auf drei ist. für erledigt Rach Genehmigung einiger kleiner Vorlagen trat er in die Beratung des Voranschlages „Daukredite" ein. Es wurden u. a. genehmigt: Kanalbauwesen 281 422 Mk.. Weingüter 74 000 Mk.. Landestheater 9000 Mk., Landtag 3420 Mk.. auswärtige und Reiseverhältnisse 6300 Mk., Hochbauwesen lMinisterium des Innern) 443000 Ml., Kunststraßen 190 000 Mk.. Hochbauwesen lLandesamt für das Dildungswe^ fen) 443 336 Mk., Hochbauwesen (Ministerium für Arbeit und Wirtschaft) 36 840 Mk.. Hochbauwesen (Ministerium der Justiz) 296 200'Mk Hochbauwesen (Ministerium der Finanzen) 265 800 Mk., staatliche Dau- und Kunstdeickmäler 223000 Mk.. Fluß- und Dammbau 48 000 Ml. Das bayerische Konkordat. Rom, 14. April. (WTB.l Anläßlich der Ratifizierung des Konkordates zwischen dem päpstlichen Stuhl und Bayern gab Ministerpräsident H e l d den Kardinälen Dannutelli, Gaspa rri, Früh- wirlh und Ragonesi ein Frühstück, dem auch andere päpstliche Würdenträger beiwohnten. Ministerpräsident Held hielt eine kurze Rede, in der er erklärte, der Abschluß des Konkordates bestätige auf5 neue die bayerische Tradition gegenüber der kacholischen Kirche. Kardinal und Staatssekretär Gaspari betonte in seiner Antwort, daß das Kon kordat die Lage der bayerischen Kirche verbessert hätte und schloß mit einem Hoch auf die Zukunft Bayerns . Heute früh schenkte Ministerpräsident Held dem Papste die Reproduktion des Coder Aureus, der in der Münchener Staatsbibliothek ausbewahrten -Oondschrtst aus dem neunten Jahrhundert. Der Papst drückte seine Freude über das prächtige Geschenk aus und unterhielt sich herzlich mit dem bayerischen Ministerpräsidenten. Maßregelung zwischen Oesterreich und Deutschland. Wien, 15. April. (TU.) Hier ist ein Schreiben des deutschen Auswärtigen Amtes eingetroffen, das eine generelle Aufhebung der Sichtvermerke vorschlägt. Der P a ß z w a n g soll zunächst noch aufrecht erhalten werden, doch sollen auch andere amtliche Personalausweise als Paßersatz Geltung haben. In der österreichischen Bun- deskanzlei findet gegenwärtig eine interministerielle Konferenz statt, in der über die deutschen Vorschläge beraten wird. Man rechnet damit, daß die Aufhebung der Sichtvermerke noch in diesem Monat, spätestens ober vor Beginn der allgemeinen Reisezeit erfolgen wird. Die Deutschen in der Türkei. London, 14. April. (Sil.) Wie her diplomatische Korrespondent des „Da ly Telegraph" schreibt, ist man in türkischen Militärkreisen über das Mißlingen des Planes, den Hauptteil her kurdischen Rebellen auf ihrer Flucht in der Richtung V r persischen Grenze e i n z u k r e i s e n, enttäuscht. Man befürchtet, daß hie Rebellen von her kurhischen Bevölkerung, hie unter persischer Herrschaft lebt, Verstärkung erhalten könnten. Für hie Ergreifung unh Auslieferung des Rebellenführcrs Scheich Said ist eine hohe Belohnung ausgeschrieben. — Ferner bemerkt das Blatt, daß die Deutschen zur Zeit immer noch Die einzigen Ausländer seien, hie in der Sürtei willkommen seien, abgesehen von den ehemaligen Reutralem Deutsche Banken unh Schulen seien überall wieher eröffnet worden. Deutsche Gesellschaften oder neutrale Gesellschaften mit deutschem Kapital sowie Fachleute sicherten sich den größten Teil her Kontrakte und her Konzessionen im Derg- unh Brückenbau. Ein kommunistischer UeberfaH auf den König von Bulgarien. Paris, 15. April. (T. U.) Der „Matin" meldet aus Sofia, daß König Boris gestern vormittag, als er sich in einem Auwmobil auf der Jagd befand, in dem Engpaß von Iska bei Ara Konak von einer kommunistischen Räuberbande mit Gewehrschüssen empfangen wurde. Einer seiner Begleiter und sein Leibjäger wurden getötet, der Chauffeur schwer verletzt. Der König fuhr sofort zurück, stieß aber unterwegs gegen einen Baum, wobei das Auto umstürzte. Der König setzte seinen Weg zu Fuß fort und holte eine Abteilung Soldaten herbei, die die Verfolgung der Bande aufnahmen. Der König ist nach Sofia zurückgekehrt. Dänemarks Abrüstung. Die zukünftige dänische Streitmacht. Kopenhagen, 15. April. (SH.) Der Ausschuß des Folkething für die Abrüstungsvorschläge her Regierung hat ein umfangreiches Gutachten herausgegeben. Die Mehrheit des Ausschusses hat sich auf den Vorschlag her Radikalen, Heer unh Flotte zu einem Wachtkvrps und einer Staatsmarine zur Wahrnehmung von Dänemarks Aeutralität und BölkerbundSaufgaben umzuwandeln, geeinigt. Die rwch bestehenden Befestigungen werden abgebaut und hie Werkstätten her Marine werden zu gewöhnlichen Staatseinrichtungcn gemacht. Private Mllitärkorps werden verboten. In das Wachtkvrps sollen jährlich 1600 Mann eingestellt werden, die auch am Feldgeschütz auszubilden sind. Dem Wachtkvrps wird ein Fliegerkorps zugeteilt. Die bisherigen Gewehre werden beibehallen. Bei her maritimen Abrüstung kommt her Kommissionsvorschlag bei weitem nicht an den Regierungsvorschlag heran. An Stelle her drei kleinen Dewachungsfahrzeuge werden 24 vorgeschlagen, hierzu sollen die zur Verfügung steheirden Torpedo- unh Hnterseebvote vorgeschlagen werden. Das M i n e n w e s e n zur Sperrung des inneren Fahrwassers bleibt bestehen. Die Ausgaben werden für das Wachtkvrps auf 7,3 Mill. Kronen, für die Staatsmarine auf 10,4 Mill. Kronen veranschlagt. Durch Volksabstimmung soll entschieden werden, ob das Gesetz in Kraft tritt. Die belgische Kabinettskrise. Brüssel, 15. April. (T. U.) Der Führer der Sozialisten V a n d e r v e l d e hat den Auftrag des Königs zur Bildung eines Kabinetts übernommen und auch von seiner Partei die Vollmacht zur Führung der Besprechung mit den übrigen Parteien erhalten. Aus «Ker Welt. Neuer Erdrutsch auf Helgoland. Wie wir hören, sind am Ostersonntag auf Helgoland, etwa 100 Meter nördlich der letzten Absturzstelle, wieder etwa 3000 Kubik-- metex Seifen ins Meer gestürzt. Hinrichtung Haarmanns. Hannover, 15. April. (TA.) Heute früh v Ahr wurde der Sexual-Mörder Fritz Haar- mann, der durch Urteil des Schwurgerichts vom 19. Dezember 1924 wegen Mordes in 24 fällen 24mal zum Tode verurteilt ^urde, durch den Scharfrichter Gröpler aus Magdeburg auf dem Hofe des Gerichtsgefäng- msseL in Hannover hingerichtet. Die Hin- richtung erfolgte durch Fallbeil. Der Verurteilte machte einen^ gefaßten Eindruck und erklärte, haß er Die Taten bereue. Die Strafvollstreckung hat sich in wenigen Sekimdon vollzogen. Grohfeuer in Berlin. In einem Eckhause am Gothufer Tor brach ein ® achstuhlbrand aus, der mit derartiger Geschwindigkeit um sich griff, daß auch hie 5*- £arJ€n $dufer gefährdet wurden. M die Feuerwehr an der Branhstelle eintraf schlugen bereits hie Flammen aus allen Dach-» Luten an beiden Straßenfronten Heraus. Die Feuerwehr h< Brandes infolge Der Oualmes mit großen Vach /^stündiger Feuer auf seinen 65 Jahre alter M itte bei her Löschung vÄ großen Hitze unh des starten 1 ^toieTigfeiten zu kämpfen. Arbeit gelang es ihr, das Herd zu beschränken Ein ann wurde i« r~ixer tm vierten Stock gelegenen Wohnung be to u y l - los auf gefunden. Mit einer schweren Rauchvergiftung tour he er ins Krankenhaus gebracht. Der durch Das Feuer angerichtete Schaden ist groß. In den Dohenräumen lagerndes Möbelmaterial wurde hurch Den Brand vollständig vernichtet. Auch 'haben hie Wohnungen in den oberen Stockwerken unter dem Wasser stark gelitten. Feuersbrünste in pommerschen Dörfern. \ In Stresow bei Kammin wurden durch Feuer auf zwei GutShöfen acht Gebäude vernich tet. Reben großen Mengen an Futtervorräten und landwirtschaftlichen Maschinen verbrannten drei Pferde und 61 Rin- her. Auch in Gruncordshaaen im Kreise Franzburg wurden fünf Gebäude eingeäschert. Mord und Selbstmordversuch. Rach einer Blattermeldung aus Dessau e r * schlug am Ostersonntag in dem nahegelegenen Jonitz der 51 Jahre alte Kassenbote W i ed i ck e in einem Anfall von Geistesstörung seine 12jährige Tochter und seinen 5jährigen Sohn mit einem Gewehrkolben und verletzte ein drittes Kind schwer. Dann machte Wiedicke einen Selb st Mordversuch mit Leuchtgas. Der Täter und der schwer verletzte Knabe wurden besinnungslos in das Dessauer Kreiskranken- haus eingdicfert. Gefaßter Mörder. Vor kurzem wurde der Gutsbesitzer B u b h o f aus Heiliaenberg in her Bodenseegegend meuchlings erschossen. Der Staatsanwaltschaft K o n st a n z gelang es nunmehr, den Mörder in der Person des Landwirts Erich Maier aus Königsberg (Preußen) zu ermitteln. Maier, der zur Frau des Ermordeten feit Jahren Beziehungen unterhielt, wurde in Klagenfurt festgenommen und dürfte feiner Auslieferung an Deutschland entgegensehen. Aukoschwarzfahrt. Wir Horen aus Oppeln: Der Ehauffcur Alfred Tkocz aus Königlich Neudorf und fein Kollege Galgon verunglückten bei einer Autofahrt, die sie ohne Wißen des Autobesitzers unternahmen. Das Auto prallte in einer scharfen Kurve bei der Gogolin- Gorasdzer Zementfabrik an einen Baum und brach mitten durch. Tkocz ft a r b bald nach dem Unfall; (Saigon erlag seinen Verletzungen im Oppelner Krankenhaus. Autofallen. Wir hören aus Magdeburg: Auf her Landstraße Möckern-Zeddenick war eine Egge mit den Spitzen nach oben niedergelegt. Das Auto des Kreistierarztes fuhr in die Spitzen hinein. Drei Reifen wurden zerrissen. Am nächsten Abend wurde über dieselbe Landstraße ein D r a h s e i l gespannt. Ein Kutscher, der mit einem Fahrrade entlang kam, fuhr gegen das Hindernis unh verletzte sich Seinem Sturz ist es zu verdanken, daß ein kurz hinter ihm fahrender Kraftwagen halten und vor einem schweren Unfall bewahrt bleiben konnte. Die Täter wurden ermittelt; es sind zwei 17jährige Burschen, die die Absicht hatten, vernngttickte Kraftfahrer zu berauben. Anfall auf einer Rutschbahn. Auf einem Rummelplatz in Potsdam drang einem Studenten beim Hinabgleiten auf einer Rutschbahn ein großer Holzsplitter so tief in den Oberschenkel ein, daß die Spitze des Splitters an der Hüfte heraus- k a m. Der Verunglückte touroc bewußtlos ins Krankenhaus gebracht. Die Rutschbahn wurde sofort polizeilich geschlossen. Schwerer DootSunsall auf der Trabe. Lübeck, 14. März. (WTB. Funkspruch.) Am Ostersonntag ereignete sich auf der Trave ein schwerer Doots Unfall, dem 3 Menschenleben zum Opfer fielen. Der Maurermeister S ch l i e p e r hatte zu einer Fahrt auf einem Punt mit Außenbordmotor 12 Kinder eingelahen. Das überladene Fahrzeug kenterte bei her Ausfahrt auf dec Trave in den Glbe-Trave- Kanal infolge des Wellenschlages eines begegnenden Motorbootes. Schlieper, ein 14jähriges Mädchen und ein 8jähriger Knabe ertranken. Die übrigen Kinder konnten durch andere Boote gerettet werden. Die drei Leichen wurden geborgen. Zugunfallschronik. In Rußland ereigneten sich über Ostern vier Eisenbahnunfälle. Der Schnellzug Samara-Moskau entgleiste in her Rähe her Station Inza. Die Lokomotive unh zwei Wagen stürzten einen Abhang hinab. Drei Personen tour» hen getötet, hrei schwer unh drei leicht verletzt. Bei einem Zusammenstoß zweier Güterzüge in her Rähe einer Station auf her Strecke Kradnofetfti—Äafant—3c£aterinßburg tour- hen 23 mit Mehl unh schienen beladene Wagen zertrümmert. Menschenleben hat der Unfall nicht gefordert. Auf her Station Rerela in her Rahe von Charkow erlitt ein Güterzug einen Unfall, bei welchem 22 mit Kartoffeln beladene Wagen zertrümmert unh zwei Personen verletzt tourhen. Schließlich ist noch ein Güterzug in her Rähe von Tiflis verunglückt. Die Lokomotive unh neun Petroleumtankwagen tourhen zerstört, eine Person getötet unh vier verwundet. Wettervoraussage. Meist bedeckt, noch regnerisch, westliche bis südliche, zeitweise auffrischende Winde, mäßig warm. Der starke Rordmeerwirbel beherrscht heute morgen ganz Rord- unh Rorhwesteuropa. Seine Ausläufer sinh nach Mittelfrankreich vorgedrun- gen unh führen auch in unser Gebiet feuchte westliche Luft. Die allenthalben eingetretenen Regenfälle werben auch morgen noch anhalten, während hie Temperaturen sich zunächst nur wenig änhern dürften. Aus Stadt und Land. Gießen, hen 15. April 1925. Kann man der Grippe entgehen? Don Dr. meck. Grundmann. Die Grippe zieht wieher durchs Land. Unh es ist in solchen Jetten säst so. als ob jeder schon hie Krankheit in seinem Leibe verspürte unh gespannt darauf wartete, bis sie ihn oder seine Rächsten packt. Diese Furcht ist nicht berechtigt. Man kann durch richtige Lebensweise die Wahi> scheinlichkeit, von dieser Krankheit befallen zu : werden, sehr vermindern. Mindestens kann man durch solche Lebensweise die oft so gesährliche Wirkung dieser Krankheit abschwächen. Die Grippe ist eine Infektionskrankheit und wird durch besondere Bakterien von Körper zu Körper verbreitet. Das Eindringen her Krank- chettser reger geht dabei durch die Attnungsoraane vor sich. Diese haben also insgesamt den yin- teren Teil her Mundhöhle, hi(? Rachenhöhle, zu passieren. Hier ist es demnach möglich, einen großen Teil dieser Feinde des menschlichen Körpers unschädlich zu machen. Und zwar durch fleißiges Gurgeln mit Salz- oder Zitronenwasser. -Zu Zeiten oon Epidemien sollen besonders anfällige Personen und Kinder nach jeder Mahlzeit diese Mundausspülung unh dieses Gurgeln vornehmen. — Da es ferner meist die Hände sind, durch welche die Krankheitserreger in Den Mund gelangen, sollte fleißiges Händewaschen, besonders vor jeder Mahlzeit, zur Selbstverständlichkeit werden. Das Hineinstecken der Finger und von Gegenständen in den Mund mutz den Kindern abgewöhnt werden, und zwar auch bei der Rächt. — Daß man in Jetten von Grippeepidemien Räume mit Dielen Menschen meidet, ist gleichfalls ein kleines Opfer, das sich lohnt. Erfüllt man obige Forderungen der Mund» und Handpflege, die allmählich für jeden Kulturmenschen zur Selbstverständlichkeit werden folltcn. braucht man sich weiter um die Ansteckungsgefahr nicht zu sorgen und soll ruhig und furchtlos auch inmitten von Epidemien seinen TageS- geschäften naebgeben. Diel, viel wichtiger, alS sich vor der Ansteckung allzusehr in acht zu nehmen, ist cs, seinen gesamten Organismus in einem Zustande zu haben, daß ihm die „Ansteckung" überhaupt nicht viel anhaben kann! Denn es ist eine noch viel zu wenig in breiten Kreisen bekannte Tatsache, daß es erst die Beschaffenheit, die Disposition des Blutes in dem betreffenden Organismus ist, welches ihm gegenüber Infektionskrankheiten, also auch gegenüber Grippe mehr oder weniger anfällig macht. 3eher vernünftige Mensch sollte bezüglich des menfch- lichen Körpers stets das Bild von dem gut oder schlecht geputzten Ofen im Kopf haben. Ein gut geputzter Ofen brennt gut, ein mit Asche und Ruft verstopfter Ofen brennt schlecht. Ebenso funktioniert her gesamte Lebensprozeß im menschlichen Körper (her ja in der Hauptsache auch ein Verbrennungsprozeß ist) gut oder schlecht, je nachdem das Blut rein oder mit allerhand „Schlacken", zu denen besonders einige Säuren gehören, erfüllt ist. — Eine Rabrung also z. D.. die das Blut zu fäurereich macht, bewirkt, daß der Ofen des menschlichen Körpers schlecht zu „ziehen" beginnt. Sie schafft so die Voraussetzung, die Disposition für alle möglichen Krankheiten. Eine Grlältung, eine Ansteckung bringt dann den . großen Ausscheidungsprozeß der Giftstoffe zur Auslösung, den wir Menschen Krankheit nennen. Einen ungesunden Lieberschuß an Säure rufen aber im Blute hervor: Fleisch. Hülsenfrüchte, Eier. Gegenteilig, also entsäuernd, toirfe-n: Kartoffeln, Gemüse und Obst. Man bevorzuge also diese Rahrungsmittel. wenn man will, daß her Körper auch gegen die Grippe widerstandsfähig wird. Man handelt Daim ähnlich, als ob im Ofen eine gute Kohle brennt, die nicht so viel Ruß und Asche macht I — •Unb um weiter bei diesem Bilde des Ofens zu bleiben: Gin Ofen muß, unb sei hie Kohle auch noch so gut, gereinigt werben, täglich von der Asche, von Seit zu Jett vom Ruß! Run, beim menschlichen Körper ist das viel einfacher: her reinigt sich täglich unb stündlich selber von feiner Asche unb seinem Ruh. Der Darm, welcher die Knotenmassen (Asche der Rahrmrgl), die Rieron, welche den Harri, die Lungen, welche die Kohlensäure (das Derbrennungsgas des Körpers!), die Haut, welche eine Menge Säuren und andere Giftstoffe ununterbrochen ausscheiben, müssen gut funktionieren. Darum halte jeder auf täglichen, regelmäßigen Stuhlgang, schone seine Rieren durch mäßiges Trinken, gebe seinen Lungen Bewegung im Freien, durch gründliches Lüften seiner Wohnung viel, sehr viel Sauerstoff unb halte seine Haut durch eine tägliche Ganzwaschung mit nachfolgenbem Warmreiben des Körpers, womöglich auch durch tägliche Luftbäder, so sauber unb gesund, daß sie stets ausscheidungsfähig bleiben. Grundstückstausch zwischen der Stadt und dem Staat. -Zwischen der Stadt Gießen und dem hefsischenStaate ist einTaus chvertrag auf folgender Basis zu st anheg ekomm en: 1. Die Stadt Gießen übereignet dem Volks- staute Heften für Zwecke her L a n de s u n i ve r - fität, insbesondere für den Ausbau und die Unterbringung des Forst institutes, das ehemalige Garnifonlazarett in der Drau- gasse. 2. Als Kaufpreis wird die amtliche Taxe von 1911 mit 266 000 Mark zugrunde gelegt, woraus hie Staht zur Förderung her Landesuniversität einen Rachlab von 50 Prozent gewährt. 3. Den verbleibenden Rest von 133 000 Mk. entrichtet her Staat durch Ucbercignung fiskalischen Wiesengeländes an die Stadt. „ Tag Realer- WottöH Sn Sjä 'M? S? vielbew^ M ist bA W Ä v, die der Beifall W iM und bi «n angej :cifc, ohne 1 -anunenfem > jm ßamitag. ihcater. (Kein Ite gesetzt. ” Der M am 30 ttmtlung in i M wird Pema ** Auf, Sa die Straf ,3tgarrenfabrif tontet ftnb, tes GrdkauiM ** Gin; toten. Das lamtmachunz der Md)sbai aor dem 11. Aufruf umfai stelchsbonkno! auf Grund 6 abgegebenen mark' laute, M Lurchsühr 1924 bleiben üblfluf von ör< das Kchsbar mittel in her 1 Äeichrmort glc 5. 3uni 1924 Di kigenM als (ijjtr derselben bei allen Kasse, eher ht dem t ritt Mion M Mchsmark zu e rM Umtausch« Mtben % PfW bet M funn nicht gt »Interesse einer Noten mäglld anstatt zuzusü! zur Bersügun Pfennig ist, so 10 Warten durch 10 tclfba . " 5a. Msche 1-Re Wen Zett m m Decke rWmacht, a 'kleinen, Me Smnatfltehia falschen i HM unb (Bei ™‘ Ulb * irin an gn er icr leb- bält am _____ .ril feine ordentliche Hauptversammlung in Dießen ab. Direktor Da n f a • 2im- Sutzerheu sind bic -Irtxnrcr tw W ertoartcm Die Gemeinde Sich hat tu btt TMicx eine große Flutschleufe eingebaut und schon der der letzten i.1 cbcrf dbrncmmung die günWigcn 'Dir ■ hingen gespürt Do» Äulturbauamt Gießen plant außerdem die Anlage eine- Ltauwerkes Etting-hausen hat bereit- vor ' einigen Jahren seinen Dachlaus durch Grablegung reguliert. Sn wird also überall der Kamps gegen die Hochwassergefahren mit Energie geführt f e n will. Frankfurt a. M., 14. April. lWolff.) Der hiesige Arzt Prof. Dr. Demeter v. T a b o r a ist in der Nacht zum Ostersonntag mit seiner Frau durch Gift aus dem Leben geschieden. Prof. Demeter war seit langem unheilbar krank. *urg wird dakei einen Vortrag halten über bad Thema .Der Lahnkanal 1925". (Siehe heutige Anzeige.) ■’ Personalien. (Ernannt wurden Karl d« r.°d> «NZw * ,..nioct* #»*Ä* :arf emen 41 u 133OOO M eigens h Uebc i,lf elände» )eU‘ und Pflegeanstolt Gießen: die Forstreferen» tere Albert S) echler aus Alsbach, Martin Bäh- ri na er aus Billertshausen. Kreis Alsfeld, Adolf '® albe cf aus Alsfeld, Fritz Schneider aus Friedclhausen, Kreis Gießen, und Robert Grüne- «a ld aus Ehringshausen, Kreis Alsfeld, zu Forst- assesioren: Derwaltungsinspektor Heinrich Müller n Schotten zum geschäftsleitenden Verwaltungs- nspcktor bei dem Kreisamt Schotten: die Lehrer 0tz«rS1tel-Wettveioerv. In unserem Osteroätse!-Wettbewerb hat der rtcufcl dem Rätselonkel einen üblen Zn«tch gespielt. 3m Silbenrätsel mutz es heißen: _ bc — flam guÄ - hen < statt da — lX _ pam guv — her) Da- letzte Wort mutz | tatt .Roman" „Turnnchr" gelesen werden lüib nun frisch an die Arbeit! Di- Samstag fr noch Seit. Und viel Glück? F Der Rätselonkel Bornotizeu. — Tageskalender für Mittwoch. '5tabtti)caicr 7.30 „D,e heilige Johanna". — 2er- ,fa Dolkshochschule Gießen: 8.30 Uhr Studenten- h*n Mitgliederoersammlung. — Lichtspielhaus, j! Bahnhofstraße: „Aschermittwoch" - Das Äünftleifcft im otaöt- I t b e a t e r. Don dem Festkomitee wird uns gerieben: Seit 3obren ist es Heuer das erste 'Aal wieder, daß ein Dühnenfest stattfindet, und iioitbet im Heim Der Schauspielkunst, in unserem »iönai Theater. Vielfach und lebhaft ward der Wunsch darnach laut. Denn von jeher waren i nferc Dühnenfeste beliebt. Dir wollen auch I ixuer einen schönen Abend gemütlichen Zusan,- Knfetni aller Theaterbesucher mit uns bieten, »bei wir uns eine Freude daraus machen. ' "ic zu bedienen. Hoffentlich führt die endliche .Erfüllung des lang gehegten Dünsches, die ohne Ufer Verschulden so wett hinausgeschvben wer- c.tn muhte, zu recht zahlreicher Deteiligung! Ias Stück: ^Die vertagte Dacht", ein Schwank der vielberühmlen Schwankautoren Arnold und Zach, ist hier Reuheit und wird nur zu unserem leftc gegeben, die 3dee: .Sine Dacht in Pe- 'ng-, die dem Feste zugrunde liegt, wird sicher Act fall finden. Die Gintritt-Preise sind inäbifl und die Verkaufspreise unserer Düsen al- anaemeffen und keineswegs hochgeschraubt kekarmt. Eine Rächt in Venedig, ohne See- rcke, ohne Seekrankheit! Gin gemütliche- Zu- '.aunenfem mit den (Mebener Bühnenkünstlern ,im Samstag. 18. d«. Mts. ZV» Ubr im Stadt- ,Heater. (Kein Kvstümzwang, Desellichastsanzug.) Turnen, Sport und Spiel. Quer durch Ohm- und Lahntal. Das Straßenrennen über 180 Kilometer, dak auch durch untere Stadt führte, sah Zeihner Schweins urth in 6:2:58 vor Gekol - Frenzingen. G ö b e l - Wetzlar, Drix ins-Köln und 3a c o b - München siegreich. !b iland lc«ntgel)en, .M 1!?1 5U ^ngen die Äu W.' fttä“ b"ri> LH**« nft Mr ach btt $5® Dttddc- tntibet bfcv, bad sich der Mnd. £ Jj 1°den Mir- Mit teerten sollten " die 'll ruhig und such». Men fernen Tage-. sich vor der Qfo. iu nehmen, ist tfc iit einem Zusiante sttckmg" überhaupt ■ 8U Wenig in Steilen »h ei ctft bie btS 'Bbitrt in ban . welches ihm gegen - also auch gegenüber anfällig macht. Jeter bezüglich des mensch- ld hon tem gut oter ^>ps haben. Sin gut ein mit Asche imb nnt schlecht. Ebenso ensprvzeß im mensch- ■ Hauptsache auch ein jut ober schlchl. je ober mit allerhand nters einige Säuren : Qlabnmg also z.D. । macht, bewirkt, daß Körpers schicht tu so bic IorauSschung, ffjlidtcn filianfbciicn. mg bringt dann bei bet M •n RxxuW nennen ch an Säure rufen siÄsch. Menfrüchte. Üuernd. Wicken: jwr- Man bevorzuge also n man will, dab ter ippe witerstandstahiS 1 ähnlich, alS ob im nnt, Nc nicht so viel rfem 2tlöc des W । und sei die Kohle litten, täglich von der >m W Wm, bem i viel einfacher: ter ilich selber von sew« t Sann, welcher die ibrungO. tec vieren. weiche die Kohl-n' i des Kbrpcrslf, die Sauren und, andere scheiden, Msten-u S ti.SK rss®£ ? viel Sauerstoff und 'lc a ktirter so sauber ^aÄt*«** r&i-S eJntfn ntmarwn von elf Xon|ttnianöeu statt. 3m nächsten 3ahre sollen jedoch nach Deschluh des gesamten Kirchermorstande- rmb der Kirchen- gemeindevertrerung Prüfung und Konfirmation wie vor dem Kriege an zwei verschiedenen Tagen stattfindcn. Starkenburg und Rheinhessen. Darmstadt, 14. April Vektor unö Senat der Technischen Hochschule haben, Vie wir erfahren, nachdrücklichsten Einspruch gegen die von der Stadt geplante D u r ch s ü b - r u n g der elektrischen Stratzenbahn durch die Hochschul st ratze erhoben und in einem besonderen Schreiben an den Oberbürgermeister darauf hingewieien, bah der Etratzenbatzn- betrieb die Forschungsarbeiten der Vorstände des cleitrotechnischen unb physikalischen Institutes zum groben Teil lahmlegen würde. — Mit der La n d- w i r t s ch a f t s k a m m c r ist nunmehr wegen des Verkaufs deS Schlosse- zu Grvtz» Ll m st a d t eine Vereinbarung zustande gekommen. Der Kaufpreis beträgt 60 000 Mark. Die wir hören, bcabfichtigt die Landwirtlchaftskammer. die landw. HauShaltungsschule von Langen nach Ocoh-Umftabt zu verlegen. * Darmstadt. 14. Aprll. Der Arbeits- markt im Kreis Groß-Gerau bat sich wesentlich gebessert Rege Vachfrage herrscht in der Lairdwirtschaft, auch die Autoindustrie ist gut beschüstigt. — Das Da upr ogramm für 1925 steht in Qleu• 3fenburg die Errichtung von 40 Einfami l ienhäusern vor. Hessen-Nassau, 5t r. Laut er bad), die odjui a mlxnnDa rietmnen Etse 2) a m e r a u aus Spieße (Litauen) zur Lehrerin an der Dolkschule zu Lauterbach, Elisabeth ® a g - - - aus Darmstadt zur Lehrerin an der Volksschule zu Schlitz, Mr. Lauterbach. — Zurückgenommen wurde auf Rochsuchen des Försters Friedrich Benfe l zu Ulrichstein dessen Derjetzung in die Försterei Mittel- dick des Forstamrs Kelsterbach: die Ernennung des Derwoltungsinfpekiors Adolf Russe r aus Offenbach zum geschäftsleitenden Äerwaltungsinfpektor bei dem Kreisamt Schotten. )—( Ruppertsburg, 13. April. Gestern, am 1. Osterfeiertag, nachmittags von 4 bis 6 älhr, entluden sich über unserem Dorfe und seiner nächsten Umgebung mehrere ® ctoittcr, so ---o- । schwer, wie wir sie hier lange nicht erlebten. ... . Lehrer Zahlreiche äußerst heftige elektrische Entladungen flarl Keil zu Merkenfritz, Kreis Büdingen, und I erregten Furcht und Schrecken. Etwa acht Dlih- Ludwig Petri zu Beltershain, Kreis Gießen, zu schlage in Masten der Starkstromleitung, zwei Lehrern an der Volksschule zu Dieseck, Mrei» Gie- Pappeln, eine Eiche und ein Wohnhaus konnten ßcn: die Schulamtsanwärter Heinrich Schnegel- bis jetzt festgestellt werden. Drän de entstanden jerger aus Rudlos, Kreis Lauterbach, zum Lehrer erfreulicherweise nicht. (Sin w ölten b r u ch - an der Volksschule zu Heblos, Är. Lauterbach, Ernst artig ec Regen verwandelte die Grasgärten L e i ck e r aus Appenheim, Kr. Lingen, zum Lehrer Erblich des DorseS in einen Sce Roch eine an der Volksschule zu Frau-Rombach, Kreis Lauter- halbe Stunde nach dem Gewitter war das Loh ^ach, Karl Winter ans Nieder-Seemen, Kr. Schotten. ! nordwestlich des Ortes weih mit Hagel 6e- zmn Lehrer an der Dolkschule zu Lermuthshain, ' deckt. — Heute fand hier die Prüfung und Kon- HUM £>az Rs//ve z fpd. Frankfurt a. M, 14. 2lpril. 3m Lager einer Firma an der Hanauer Landstraße erfolgte heute früh gegen ' ,9 Uhr eine Explosion, durch die ein Arbeiter getötet und ein anderer schwer verletzt wurde. Die Firma verwertet u. a. Rohre, die zum Entladen von Sprengkörpern auf den MunitivnSzerle- gungswerkstütten Kelsterbach t>:rwen- det werden. Einige dieser Rohre waren offenbar nicht vorschriftsmäßig von Sprengstoff gereinigt, denn als in der Räye ein Arbeiter eine größere autogene Schweißung vomahm und Funken auf die Rohre flogen, explodierte die nicht entfernte Pulvermasse und riß die Rohre auseinander. —' 28er vielfach gesuchte Einbrecher Paul Schomburg konnte verhaftet werden. Schomburg war nach seiner letzten Verhaftung aus dem Krankenhaus entwichen. Er hat b:-~ und in Städten der Umgebung zahlreiche Dir stähle, Einbrüche, Detrügereien, ilrfunbenfäl- schungen und Llnterschlagungen begangen. - Ein Schwindler taucht in Wohnungen auf und gibt sich als Gas- oder Elettrizitätstontrollbeam- ter aus, während er dann plötzlich eine Waffe zieht und von den Hausfrauen Geld erpres- Oderhessischer Bienenzüchterverein. f Der Ober hessische Vienenzüchter^ verein hielt gestern in Gießen seine btc6iäbrigc Ausschuß sitzung ab. die von etwa 40 Dele gierten besucht war. Der Vorsitzende. Lehrer Du ß - Leibgestern, begrüßte die Anwesenden und erstattete den Rechenschaftsbericht über das abgelaufene 3abr 1924 Dieles Jahr brachte infolge der Rachwirkung der 3njlation einen kleinen Rückgang der Vlltgliederzahl von 2500 auf 2044. der sich aber in 1925 schon wieder gebessert hat Die Rechnungsablage durch Herrn Döring- Schlitz erstattet, ergab enre Einnahme von 8142.02 Mk. und eine Ausgabe von 6542.45 Ml so daß ein Lieberschuß von 1599,57 Mk. bleibi An rückständigen Veit ragen sind die Fweig vereine noch schuldig 934 Mk die dem lleberschuß zuzurechnen sind. Für die Ehrenmitglieder über nimmt der Hauptverein die Dettragszahlung Die Rechnung wurde von 2 Mitgliedern geprüft und für richtig befunden. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Der Voranschlag für 1925 be läuft sich in Einnahme und Ausgabe auf 9800 Mk Es finden in Hirzenhain knefes 3ahr zwei Lehrgänge für Dienenzucht statt unter Leitung von Redakteur Hensel Die Termine sind in der „Diene" Rr. 3 angekündigt. Die Rückvergütung für die Zweigperei ne beträgt in 1925 für das Mitglied 50 Pfennig. Sämtliche Mitglieder find gegen Haftpflicht versichert: der Verein bezahlt für das Mitglied 20 Pfennig. Der Honig preis beträgt für das Pfund 1 des Marktpreises der Vutter. Es wurde auf die Rot- Wendigkeit eines Einheitsglases und (Bin heitsetikeits für deutschen Honig, sowie auf die Rotwendigkeit eines Hon ia schütz» und Dienenseuchengefeyes ernstlich hin- gewiesen. Es wurde mit Dank begrüßt, daß das hiesige Versuchsgut Hardthof einer Dienen versucks st and einrichten will, aus dem sich hofsenilia) ein Dienenzucht lehrst a n d entwickeln wird Man beschloß, für dir Lehrgänge in Hirzenhain ein geeignetes Mikroskop anzufchaffen. Der Eintrag des Fweigvereins Dlitzenrod wegen Erlaß von Deiträgen tourte obgelehnt. Der Antrag Schlitz, für ieten xlweigverein nur einen Vertreter zur Aus schußsihuug zu senden tmb ihm für je 30 'Mit glieder eine Stimme zukommen zu lassen, tourte gleichfalls abgelehni. Für den im vorigen 3ahr leider allzu rasch verstorbenen zweiten Vorsitzen- den Lehrer Adam- Allendorf a. d. Lda. tourte Lehrer Runl - Okarben einstimmig gewählt. Der Versicherungsvertrag mit der Hagelversicherung ^EereS" wurde verlängert. Die neu ? Preis gerichtsordnung ist von dem hellifchenVer band einstimmig angenommen worden und damit für den Oberbesfischen Verein verbindlich Al- PreiSrichter für die 3ubiläums-Derbands-Aus stellung in Darmstadt wurden bestimmt Gärtnei Rie de l-Afsenheim, Lehrer R unk-Okarben alS Stellvertreter Lehrer Hildebrand-Rau heim und D ä ch t v l d - Heldenbergen. RDV Fahrpreisermätzigung für Gesellschaftssahrten. Außer der Herabsetzung der Teilnehmer-Mindestzahl für Sonder» züge ist nunmehr auch den Wünschen auf Wieder- cintührung der im Jahre 1908 abgeschafften Ermäßigung für Gesellschaftsreisen seitens der Reichsbahit entsprochen worden. Die ab 6. Aprll in Kraft tretende Ermäßigung beträgt 25 Proz. Gegenüber den normalen Preisen, bet einer Min- destteilnchmerzahl von 30 Personen und einer Mindestentfernung von 50 Km. Die Ermäßigung ist nur unwesentlich geringer alS die der Sonn- tagSkarlen mit 33 Proz., dafür ist jedoch die Dewegungsfreiheit größer als bei den nur nach bestimmten Stationen aufliegenden und nur über Sonn- und Feiertagen gültigen SonntagSkarten. Dei der Ermäßigung für Gesellschaft-reis en besteht die Möglichkelt, gemeinsame Fahnen von und nach allen Stationen auf Entfernungen über 50 Km ohne Dindung an bestimmte Wochentage und auch mit anderen als den nur für Svnntags- farten augelaffcncn Fügen zu unternehmen. Landkreis Gietzcn. t Grünberg, 14. April. Unser langjähriger Bürgermeister Ranft ist am Samstag g e - ftorben und gestern, am zweiten Feiertag, unter Teilnahme eines sehr großen Trauergefolges aus Grünberg und Umgegend zur letzten Ruhe bestattet worden. Pfarrer G r a u l i n g hielt die Trauerrede. Er hob ganz besonders hervor, was der Verstorbene der Stadt wahrend feiner Tätigkeit als Bürgermeister war, wie er dos Wohl der Stadt und jedes einzelnen Bürgers stets im Auge gehabt, wie er zuvorkommend jedemann behandelte und jedermann zu friedenstellen wollte, auch in der harten Feit des Kriege». Kaum hatte er sich etwas Erholung gc gönnt, als er vor einigen Jahren unter einem Schlag anfall zu leiden hatte, von dem er sich nie wieder ganz erholte. Beigeordneter Fulda t legte im Ra men der Stadt einen Kranz nieder und gedachte in dankbaren Worten der Taten und Leistungen des Verstorbenen, Herr Müller sprach unter Kranzniederlegung für das Amtsgericht, Oberstudiendirek tor Angelbcrger als Vorsitzender des Kriegervereins hob die Vcrdienflc des entschlafenen Kameraden hervor, die er sich in dem hiesigen Krieger- verein erworben hat, dem er 42 Jahre als Mitglied und lange Jahre als Vorsitzender angehörtc. Mit seinem Rate habe er stets den Verein unterstützt und zum Emporblühen oerholsen. Als Zeichen des Dankes legte der Sprecher einen Kranz an der Ruhestätte des Heimgegangenen nieder. Daraus sprach Dekan Schmidt im Namen des Kirchenvorslan- des und der Bezirkssparkasie. Er rühmte den edlen Charakter des Verstobenen und legte schließlich zwei Kränze als letztes Zeichen der Verehrung nieder. Im Namen des Bezirkskriegervereins widmete Lehrer Roth unter Kranzniederlegung dem Verblichenen einen herzlichen Nachruf. — Der Gesangverein „Sängerkra n z" hielt am zweiten Feiertag ein K o n ze r t in der Turnhalle ab. Die Chöre des Vereins und die Sologesänge von Frl. Gustel Pfaff aus Gießen erfreuten die Zuhörer in hohem Maße und fanden lebhaften Beifall. Abends würbe „Glaube und f)cimat" gegeben. Zu dieser Aufführung war der Saal dicht besetzt. Die Darstellung war sehr gut und fand allenthalben die wohlverdiente Anerkennung. Kreis Krievberg. * Dad-Aauheim, 14. April. Vom 1. 3anuav bis 9. Aprll betrug der Gesamtbosuch 2288 Personen, darunter 142 Ausländer. Anwesend 875 Personen. Kreis Büdingen. nö. Olibba. 13. Aprll. Die kirchlichen Feiern deS Osterfestes gestalteten sich für unser evangelisches Kirchspiel besonders feierlich. Am ersten Ostertag war im Vormittags- aotteSdienst die Kirche überfüllt. Pfarrer Köhler hielt auf Grund des 118. Psalms die Predigt über „Ofterjubel“. 3n diesem GotteS- I bienste wirkte auch der hiesige Arbeiterverein mit. Obgleich er erst zwei 3ahre besteht, trug er doch unter der tüchtigen Leitung des Musillehrers Ackermann aus Ortenberg das verhältnismäßig schwierige „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre" von Deechoven in sicherer Weise vor. Sin Schülerchor deS Lehrers Wolf von älnter-Schmitten sang zwei pastende Oflerlieder. Heute vormtttag fand die Konfirmation von 31 Knaben und 34 Mädchen au» dem Kirchspiel statt, wobei Pfarrer Laut die eindrucksvolle Konfirmakivnsrede hielt über das Schriftwort: Freuet euch, daß eure Damen Im Himmel geschrieben sind." Da auch viele auswärtige Gäste dieser Feier beiwohnten, konnte das Gotteshaus die große Zahl der Andächtigen kaum fassen. Miciö Schotten. Flutzregulierungen in Oberhessen. I*! Der Kamps gegen bic Hochwassergefahr hat jetzt seinen Höhepunkt erreicht, haben doch gerade der verflossene ©ommer und Herbst wahre äleberschweminungskatastrophen für Oberhessen, besonders für die fruchtbare Wetterau. gebracht. Der Rotschrei der Dauern ist verständlich, wenn man bedenkt, daß ihnen das Hochwasser die gesamte (Srummeternte. einen Teil der Kartoffelernte und einen bedeutenden Teil der Getreideernte vernichtet hat. 3a. nicht selten sind ganze Grasllächen vernichtet worden und muffen nun wieder neu ausgesät werden, andere Wiefengründe stehen in Gefahr, zu versauern, da die Süßgräser und G'würzkräuter infolge der Rässe zugrunde gehen. Vielfach f;cbt man in den Tälern schwarze Moräste, nächstes 3ahr werden hier Schilf. RiÄ> und Socken mannshoch gedeihen. Daß schleunigste Abhilfe im Interesse des Viehslandes nötig ist, haben Dehörden und Gemeinden erkannt, und allenthalben regt man sich nun. Man arbeitet nicht allein an großzügigen Regulierunasplänen. einzelne Gemeinden und Dehörden sind bereits zur Tat geschritten. Zwischen Orten berg und Effolderbach stand ein einziger See. Hier wird mm durch den Bahndamm ein tiefer Durchlaß gegraben, das Dett der Ridder soll tiefer gelegt und verbreitert werden. Diele Arbeiter sind am Durchstich beschäftigt, um bis zum Mai die Hochwassergefahr beseitigen zu kömren. Zwischen Ridda und Ranstadt ist man dabei, große Flutgräben durch das Riddatal au ziehen, hierdurch soll das obere Riddatal geschützt werden. Die Gemeinden zwischen Stockheim unb Heldenbergen, besonders Höchst, Oberau Altenstadt, sind dabei, innerhalb ihrer Gemarkungen Abzugsgräben durch den Talgrund zu führen, die beiden preußischen Dörfer Ostheim und Eichen haben eine Entwässerunas- genossenschaft gebildet und beschlossen, im Frühjahr dies Flußbett der Ridder vollständig zu regulieren. 3n dem gesamten Lauf von Swckheim bi- Heldenbergen ist beabsichtigt, das Flußbett zu vertiefen, die Döschungen zu erweitern und zu erhöhen und ein-elne besond-as herrnnende Krümmungen des Dettes geradezulegen. damit die Gewässer rasch und ungehindert abziehen können. Der Wohlstand der ©emeinbe Leidhecken beruht auf seinen ausgedehnten Wiesen in dem Flußdreieck Ridda und Horloff und seiner Viehhaltung. außerdem standen hier voriges 3ahr 50 Morgen bestes Ackerland wiederholt wochenlang unter Wasser, weil sich am Zusammenfluß beider Flüsse das Wasser staut. Ober- und Rieder-Florstadt leiden ebenfalls schwer. Es ist geplant, stromabwärts für rascheren Abfluß zu sorgen. An dem Projekt der Regulierung des Unterlaufe« der Ridda und Ridder arbeiten die Kulturbauämter Friedberg und Fulda, mit •• Auf aehobene Straßensperre $üx die Straßenarbeiten vor der Einfahrt der .'.tgarrenfabrlf der Firma Georg Phllapp Gail beendet find, hat das Poli^eiMnt die Sperrung k>e- Erdkaulerwegs wieder aufgehoben. •• Einziehung von Reichsbank- iivten. Das Reichsbankdirektorium hat eine Bekanntmachung über den Aufruf unb die Einziehung | der Reichsbanknoten, deren Ausfertigungsdatum (i o r dem 11. Oft ob er 1924 liegt, erlassen. Der iufruf umfaßt sämtliche auf „Ma r k" lautenden Leichsbanfnoten, da die vom 11. Oktober datierten, caf Grund des Bankgesetzes vom 30. Auguftl924 ^»gegebenen Rcichsbanknoten auf „Reichs- in a r f" lauten. Gemäß §1 der Ersten Verordnung 3iir Durchführung des Münzgesetzes vom 10. Oft. 1124 bleiben die aufzurufenden Noten bis zum Üblauf von drei Monaten nach ihrem Aufruf durch h« Reichsbanfdirekwrtum gesetzliches Zahlungs- nltttel in der Weise, daß eine Billion Mark einer Reichsmark gleichgesetzt wird. Mit dem Ablauf des 5. Juni 1924 verlieren die aufgerufenen Noten ihre Ligenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel. Die Be- t'tzer derselben können sic noch bis zum 5. Juli 1925 bei allen Kassen der Reichsbank in Zahlung geben 'ter In dem Dorgcfcbricbcnen Verhältnis, wonach eine Billion Mark bisheriger Ausgabe durch eine Neichsmark zu ersetzen ist, gegen gesetzliche Zahtungs- mittel Umtauschen. Mit Ablauf des 5. Juli 1925 merden die Noten kraftlos, und die Einlöfungs- i flicht ter Reichsbank ist erloschen. Eine Nachfrist tiinn nicht gewährt werden. Es liegt somit im Clntcrcffc eines seden Notcninhabers, die aufgerufenen ?tote:i möglichst bald der zuständigen Reichsbanf- iinstalt zuzuführen. Da das kleinste für den Umtausch zur Verfügung stehende Zahlungsmittel ein Reichs- Pfennig ist, so können die Noten in Abschnitten unter 10 Milliarden Mark nur in Gebinden und in einem durch 10 teilbaren Betrage eingereicht werten. " Falsche Rentenbankscheine. Falsche 1 -Rentenmark-Scheine tauchen in der letzten Zeit in Groß-Berlin unb in der Provinz viel im Verkehr auf. Sie sind im ganzen gut lachgemacht, an dem Wasserzeichen aber doch zu ütermen. Die Ringe und Kreuze in den echten Einmarkscheinen sind etwas verschwommen, in Xn falschen dagegen an den Rändern scharf chgeseht und sehen sich fettig an. Das fällt besonders auf. wenn man bic Scheine gegen das Licht Mit. Die Falschscheine tragen auf der 3orbcricite oben die Rummern D 0 141 791 oder F 01 471 028 ober ähnliche Zahlen hinter 014. — Die Rentenbank hat auf die Ermittlung von Falschgeldwerkstätten eine hohe Delohnung auS- aesetzt. *• Der Fulda-Lahn-Kanalvercln Rundfunk-Programm des Frankfurter Senders. (Aus der ,Radio-älmschaa".z Donner-tag, 16. April: 12 Ubr: Nachrichtendienst 3 und 4 Uljr! Wirtschaftsmeldungen. 4.20 Uhr: Rachrichten dienst. 4.30 bis 6 Uhr: Operetten-Rachmittag des Hausorchesters 1. Potp. a d. Operette „Schwarzwaldmädel". Fessel. 2. 3n lauschiger Rächt. Walzer. Ziehrer. 3. Polp. a. d. Operette „Frühlingsluft". Strauß-Reiter. 4. Walzer a. d Operette „Der Mckadv", Lehär. 5. Potp a. d Operette „Der Mikado", Sullivan. 6. „3a, so ein Frauenherz" a. d. Operette „Die Perkm der Cleopatra", O. Strauß. 7. Pariser Pflaster Marsch a. d. Operette „Eva". Lehär. 6 Uhr Wirtschattsmelbungen. t5 biS 6.30 Uhr Die Lese- stunde (Aus leinen Ländern): Aus den „Kall fornischen Erzählungen" von Drei Harte. 7 Albt Wirtschaft-Meldungen. 6.30 bi- 7 Uhr: Steno graphischer FoNbildungSkurfuS für alle Shstenif (Diktat von 80 Silben aufwärt-). 7.30 bi- 8 Uhr Diele Wege und Rom". Dortraa von Re- gierungsbaurat Rudolf Cuno. 8.30 bi- 9.30 Uhr Sinfonie-Konzert Sinfonie in ODur. Dchubei I 9 30 Uhr: Rachrichten, Wettermeldung, Sporl bericht. 10 bis 11 Uhr: Chorkonzert von Meyer- Dopp el- Q uartctL______________________________ plagt Sie Nheumatirmn; oder Gicht, so raten wir Ihnen, 60 Gramm echten Uroga- Ertralt zu laufen. Der echte Uroga-Ettratt enthäi Pflanzenau-züge und Stoße, welche die Schmerzer schnell beseitigen und die abgelagerten harnsaurei Salze aus dem Körper schaffen. Sich« «bältlick Universität--Apotheke „Zum goldenen Engel'. Di' Destandteile sind auf der Packung angegeben. SS 74 Marie Velten im 18. Lebensjahre 03257 Uhr statt, Alten-Buseck, Lollar, Heuchelheim, 14. April 1925. Die Beerdigung findet Donnerstagnachmittag 2: Eugen Wallenfels und Frau Marie geb. Spruck Gießen, den 15. April 1925. Am 2. Osterfeiertage verschied nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere innigstgeliebte Tochter, Schwester, Enkelin und Nichte Die Beerdigung findet Donnerstag, den 16. April, nachmittags 31/» Uhr statt. Die Einäscherung fand auf Wunsch des Entschlafenen in Darmstadt statt. Von Beileidsbesuchen bittet man absehen zu wollen In tiefer Trauer: Familie Ludwig Velten XII nebst Angehörigen. Großen-Linden, den 14. April 1925. Statt besonderer Anzeige. Dem allmächtigen Gott hat es gefallen, am 8. April d. Js. in Lorsch a. d. Bergstr. unseren lieben Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder und Onkel Herrn Wilhelm Wallenfels nach kurzem Leiden zu sich abzurufen. Für die trauernden Hinterbliebenen: Amtsgerichtsdirektor i.R. Geh. Justizrat Dr. Ludwig Fischer und Frau Emma geb. Wallenfels Todes-Anzeige. Am Dicnstagmorgen 7‘/a Uhr verschied sanft nach kurzem schwerem Leiden unsere gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Katharine Wagenbach Ww. geb. Klingelhöfer im Alter von 72 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Wagenbach II. - M'" Bekanntmachung Verpachtung der Wirtschaft „Zur LiebigsHöHe". 2Iuf Beschlus; der städtischen Baudeputation wird die Neuverpachtung der Wirtschaft hiermit öffentlich ausgeschrieben. Die Verpachtung erfolgt vom 1. November ds. 3s. ab auf zunächst 3 Jahre. Die Verpachtungsbedingungen nebst Plan und Inventarverzeichnis liegen im Stadthaus Bergstraße 20, Zimmer 28, zur Einsicht offen, Können auch gegen Erstattung der Selbstkosten in Höhe von 5 Rm. von der unterzeichneten Behörde bezogen werden. Die Bewerber müssen eine Sicherheit in Höhe des jährlichen Pachtpreises leisten können. Pachtangebote werden bis zum 1. Mai ds. Js. an die unterzeichnete Behörde erbeten. 3807 h Gießen, den 4. April 1925. Der Oberbürgermeister. I. D.: Di . Seid. Wpparäie bewährte Fabrikate in größter Auswahl Papiere, Platten, Rolb u.Packfilms stets frisch am Lager 3596D Photohaus Karn, «r Wer probt, der lobt meine frisch gebrannten «W-Wes zu billigsten Preisen. 3454c Prompter Versand in Stadt u. nach auswärts August Wallenfels Marktplatz 17, Telephon 1S62. Der femfchmecker iagh - * < Einfach tadellos! Quieta bereitet dem Kenner einen wirklichen Hochgenuß! Trinke Quieta! Zement la unter Synd.-Preis, I|06c sofort und billiget C. Rübsamen, Gießen b-j Fernsprecher 1659. MilWI&wkl in Herborn am Montag, dem 20. April findet statt. Todes-Anzeige. Nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden entschlief sanft gestern abend unsere liebe gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante Katharina Heger geb. Friedrich Witwe des verstorbenen Försters Wilhelm Heger im fast vollendeten 78. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen ; Familien Heger und Elisabeth Sersen Wwe. Gießen, Darmstadt, Mainz, Adieilgen, Hermannstein, den 14. April 1925. Beerdigung am Donnerstag, den 16. April, nachmittags 3 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofs. Von Beileidsbesuchen wird gebeten abzusehen. 3893D Familie Dr. L. Möser. Gießen, den 14. April 1925. 03251 Rödgen, den 14. April 1925. 03256 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres geliebten Mütterchens und für die vielen Kranzspenden sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schweren Verluste, für die reichen Kranzspenden, sowie dem Herrn Pfarrer für seine trostreichen Worte sagen wir auf diesem Wege allen unseren innigsten Dank. Heinrich Bellof I. nebst Kindern und allen Angehörigen. 1876SS T/ersueAen&fie die hervorragende neue: Waagen aller Art emvnehst u. werden eichfähig hergestellt. CSIS0 . Blumenkohl Crünkem. Krebs. 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Kornkaffee" betr. bei, welchen wir der Aufmerksamkeit unserer verehrten Leserinnen angeleaent« nchst empfehlen. 3873,5 Freitag. 17. April Gesellige Zusammenkunft bei Hovseld. AbschiedS- feier für einen scheidend. B.H.C.-Bruder SAMA 0.8. snöeliau „ SeeiMs „ (Bolöflorfö „ treffen Donnerstag und Freitag früh ein bei: Stadttheater Donnerstag. 16. Avril (außer Abonnements v-7' ,bis g .tOUbr: lleüef öle Aast. Schauspiel in zwei Auszug, v. Björmon. deutsch v. Passarge. De» vollkommenste und unschädlichste selbsttätige Waschmittel 8. Sonstiges (Anregungen, Anfragen, Mitteilungen usw.). Aach der Versammlung geselliges Beisammensein. Limburg, Walderdorffstrahe 1, Fernsprecher 98, den 14. April 1925. 3880D Der Vorstand. 3. 21.: C. Dansa. 2 mittelschwere Arbeitspferde 5« und lljährlg, und einige guterbaltene Kastenwagen billig zu verkaufen. 03255 müder & SMer Weular. 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Wenigstens lbiSher bat ihr erbitterter Kampf gegen das alte, fic vollständig unter die Botschaft des Mannes stellende Gesetz noch nicht zum vollen Siege geführt. Denn trotz des Eintretens einer 'Reihe aufgeflärtcr und einflußreicher Rkänncr für die sModerinsierung des Zamiliengefehes, zeigt ein neuer Gesetzentwurf, der bereits im Sommer »origen wahres der großen Aationalversamm lung zur Beratung überwiesen wurde, doch, wie schwer cs den maßgebenden Äreilen fällt, bei der ^Beurteilung der Ehe mit der Tradition zu brechen. Schon einmal, gleich nach der Diedcrcinfüh- rung her Derfafsung. wurde von den damaligen Machthabern der Anlauf genommen, eine den neuzeitlichen Ideen einigermaßen entsprechende Tie.form der Ehe durchzusetzen. Die 'grauen hatten aber fein Glück. Die resormsreundliche Regierung muhte ihre Macht an die Gegner ab- treten, die das neugeschaffene Gesetz mit einer Verbeugung vor der ergrimmten Geistlichkell fdjndl unterdrückten. Jetzt, da die Macht der Sofias und Lyodjas gebrochen ist. sind es g a n z andere Faktoren, die sich den Forderungen der modernen Türkin entgegensteilen. Das Dun- der auchl Die Dielehe, tote die Leichti giert der Scheidungen. sind ja so angenehme und bequeme Einrichtungen für den Mann, dah die meisten Männer gänzlich abgeneigt sind, sich solcher Privilegien leichten Kaufs entäuhern zu lassen. Selbst dann nubt. wenn sie ganz genau wissen, dah die Bo rbed i ng u n g en. auf denen sie beruhen, längst überlebt sind, und sie auch für die eigene Person keinerlei Gebrauch von ihnen zu machen gedenken. Die Schließung einer Ehe, wie die Ehescheidung, bedeuten für den Mann nur eine Bagatelle. Hur rechtskräftig gilt die Ehe schon, wem, der Mann vor zwei Zeugen zu der Frau sagt ..Ich heirate dich" und letztere antwortet: »Ich gebe mit dir Gebräuchlich, aber nicht unbedingt für die Gültigkeit der Ehe nötig ist die Anwesenheit eines 3mam, der die Eheschließung und dos vom Manne eingebrachte Heiratsgut registriert, ivelches im Scheidungsfalle der Geschiedenen überlassen werden muß. Die Anwesenheit eines Geistlichen ist nur erwünscht, weil er fest stellen soll, ob der Mann nicht bereits vier legitime Frauen hat, die ihm der Islam bewilligt. und die Frau nicht bereits schon verheiratet ist. Außerdem hat er für das Glück des jungen Paares zu beten. In gegenwärtiger Zeit kommt es jedoch zum Verdruß des Ehodjas nicht selten vor. daß ihm für das Gebet feine Zeit gelassen wird, und die anwesenden jungen Gäste sofort mit einem lustigen Fortrott beginnen. Die Scheidung stand bis jetzt mit wenigen Ausnahmen auch nur dem Manne zu. Will er mit einer Fran nicht mehr zusammen leben, so braucht er ihr nur den Scheidebrief zu schreiben trber zu ihr zu sagen: „Ich scheide mich von dir", und er ist von ihr befreit. Allerdings hat er sie für die Zeit von drei Monaten zu unterstützen und für die Kinde« zu sorgen, die bis zum achten Lebensjahr bei der Mutter bleiben dürfen. Das einzige Recht. das der Frau eingeräumt wurde, bestand in der freien Verfügung über ihr eigenes Vermögen. Eine Bestimmung, die selbstverständlich nur theoretischen Wert hat. Vergleicht man nun den n?uen Entwurf mit dem allen Gesetz, so wird man mit Staunen -erkennen, wie wenig elfterer von letzterem in den hauptsächlichsten Punkten abweicht. Wohl sollen die bisher gestatteten Kinder ehen aufhoren. ‘Senn das heiratsfähige Alter ist von dem zwölften Lebensjahr für den männlichen und dem neunten für den weiblichen Teil auf das achtzehnte und siebzehnte Lebensjahr heraufgesetzt worden. Bei der Heiratszerenwnie werden jetzt verlangt die beiden Derlobten oder deren Vertreter. zwei Zeugen, außerdem aber der Dezirks- richtei oder dessen Adjunkt, damit die Ehe amtlich registriert werde. Als zweites wichtiges Zugeständnis ist zu betrachten, daß die Braut ftch von dem Bräutigam bei dieser Amtshandlung das Versprechen geben lassen kann, keine weitere Ehe während ihres ehelichen Zusammenlebens einzugehen. Wird dieses 'Versprechen gebrechLn, dann kann eine der Frauen, sei es die erste oder zweite. U)tc Ehe als geschieden betrachten. Dieser Artikel ist ziemlich unflar und kann für die zweite Frau wohl nur dann in Betracht kommen, wenn sic von der bestehenden ersten Ehe bei ihrer Heirat nichts wußte. Hätte die ‘Regierung die in dem Gelehcntwuri in Vorschlag gebrachte Publikation der beabsichtigten Eheschließung vor der Vollziehung genehmigt, dann wäre es nicht möglich, daß sich der besprochene Fall so häufig wiederholt. Die Polygamie ist aufrechterhalten worden, ebenso wie das Gebot. daß der Mann jede seiner Frauen in gleicher Delle behandele. Das Verbot der Eheschließung zwischen einer Mohammedanerin und einem Andersgläubigen besteht ebenfalls weiter. Verboten wird dagegen die provisorische Ehe. Einer solchen hatte sich die Frau bisher zu unter» ziehen, wenn sich der Mann von ihr schon dreimal geschieden hatte, und sich das vierte Mal zu ehelicher Gemeinschaft mit ihr vereinigen wollte. In diesem Falle hatte sie zuerst eine Scheinehe mit einem andern Manne einzugehen, der sie jedoch schon nach der ersten Dacht wieder fort- schicken mußte. Zeigte es sich nach drei Monaten, daß diese provisorische Ehe ohne Folgen war, durfte sich die Frau mit dem ersten Ehemann wieder vermählen. Einer provisorischen Ehe mußten sich ferner alleinstehende Pilgerinnen unterziehen. da ihnen sonst das Betreten der heiligen Stätten nicht gestattet worden wäre. ilni> eine solche Ehe konnten die Männer eingehen, die längere Zeit der Heimat und ihrer Familie fern bleiben mußten. - Vielsagend für den Standpunkt, den die maßgebenden Stellen den Forderungen gegenüber einnehmen, welche den Frauen am meisten am Herzen liegen, ist die Streichung des Paragraphen in dem Gesetzentwurf, welcher die Veröffentlichung der beabsichtigten Eheschließung vor der Heiratszeremonie verlangt, wie die dem Manne erteilte Berechtigung, zu gleicher Zeit vier legitime Frauen zu ehelichen Daß diese sogenannte Reform des Famllien- gesetzes die gebildeten Türkinnen nicht befriedigen kann, ist begreiflich. Der Kampf, ben sie um die Stellung der Ehefrau und deren Rechte weiterführten. ist auf den Ausschuß, an den die Datio- nalversammlung die Regierungsvorlage überwiesen hatte, auch nicht ohne Einfluß geblieben. Er hat nun den Beschluß gefaßt, daß in Zukunft in der Türk ei grundsätzlich nur die Einehe gestattet werden soll, ilnö nur im Falle „höherer Gewalt" sollte der Richter befugt fein, dem Manne eine zweite Frau zu gleicher Zeit zu gestatten. Was unter „höherer Gewalt" gemeint war, ergab sich aus der Vorlage nicht. Dieser Beschluß des parlamentarischen Ausschusses ist aber bisher noch nicht von der Ra- tionalversammlung genehmigt worden. Die 'Abschaffung der Polygamie haben die lüilifchen Frauen bis jetzt also noch nicht erreicht. Die moderne Türkin hat sich wohl das Recht ertrotzt, unverschleiert und in moderner Kleidung die Straße zu betreten. Sie kann ihren Mann auf Spaziergängen, in die Theater und zu gesellschaftlichen Veranstaltungen begleiten. Sie darf jeden Sport treiben und als Wählerin an die Wahlurne treten. Die llni&erfität steht ihr bei genügende« Vorbildung offen, und sie darf unbehindert jeden Beruf ergreifen, für den sie qualifiziert ist. Der Herr Gemahl hat nichts dagegen, wenn sie mit einem Bubikopf erscheint und ihren Tango tanzt — aber, wenn der Herr Gemahl sich einmal ein biö zwei Wochen nicht sehen läßt, bann kann die Frau Doktorin und die Frau Professorin oder Advokatin iwch immer annehmen, daß er in einem stillen Winkel irgendwo seine Flitterwochen mit einer zweiten oder dritten Gemahlin verlebt. Wie lange dieses Damoklesschwert noch über ihren Häuptern schweben und ihre Seelenruhe stören wird, muß abgewartet werden. Staat und Mrche in Hessen. Die evangelische Kirche in Hessen bezieht zur Zeit von dem hessischen Staat einen Staats- zuschuh von 310 000 Mk. jährlich. Das ist der Betrag, wie er zuletzt vor dem Krieg bestanden hat. nicht aber, wie er bis vor der Inflationszeit gewährt wurde (nämlich 322 000 Mark). Dieser Beitrag ist aber durchaus ungenügend Der hessische Staat steht damit weit hinter der Fürsorge anderer Länder für ihre evangelische Kirche zurück. Der preußische Staat leistet zur Zeit u. a. für jede evangelische Psarr- stelle einen jährlichen Beitrag von 3000 Mk. In Württemberg sieht der Entwurf eines Dachtrags zum neuen vtaatsvoranschlag für jede Pfarr- stelle als Staatsleistung einen Grundgehalt von Schach-Ecke. Bearbeitet von W. O r b a dj. Alle für die Redatnon beftimmten Mitteilungen. Lösungen usw. sind zu richten an bte Schachrebaktivn des „Gießener Anzeigers". Problem Nr. 7. Don H. D. O. Bernard. Schwarz: ab c d e xf g h ab edef g h Weih: Weiß zieht und seht in 2 Zügen matt Weiß: 5 Steine. Kg3, Dh3, Lc8, Sb5, Sd7. Schwarz: 26teine. Ka8, Sc6. Die nachfolgende Partie wurde im Weihnachtsturnier zu Hastings im Dezember 1924 gespielt. Partie Nr. 2. Weiß: Przcpiorka. Schwarz: Dr. A. Seitz. 1. d2-d4 d7-d5 2. c2-c4 c7-c5 Eine ungewöhnliche Ablehnung des Damen- gambits. welche sich auch in dieser Partie nicht bewährt, die jedoch Dr. Tarrasch für spielbar hält. 3. c4xd5 Dd8xd5 4. Sgl -f3 c5Xd4 5. Sbl -c3 Dd5-a5 6. Sf3xd4 St?8-f6 7. Sd4 - b3; diesen Zug empfliehlt Collins Lehrbuch 7...... Da5-c7 8. g2-g3 e7- e5 9. Lfl-g2 10. 0-0 LcS-15 Sb8-c6> 11. Sc3-b5 12 Sb5-d6 + 13. DdlXdb 14. Lg2xe4 15. Lcl-e3 hier war ab notwendig Dc7 - bo LfSxdb Sf6-c4 Lf5Xc4 Dbb-dS Endlich ist die Dame in ihre Heimat zurückgekehrt. aber zu hallen ist die Partie trotzdem nicht mehr. 16. Ddb-a3 Dd8-e7 17. Lc3 - c5 De7 -c6 18. Tf 1 —dl; die weihe Partie spielt sich nun von selbst 18..... f7-fb 19. Da3-a4 1x4-<2 20. Tdl-d6 De6-(5; auf Df7 folgt 21. Txc6, was jetzt an bxc6 22. Dxc6+ Kt7 scheitern würde. 21. Da4-c4 Sc6-d8, um das vernichtende TcO+ zu vermeiden. 22. Tal-cl Lc2-e4 23. Lc5-a3 Le4-c6 24. Sb3-c5" Df5-gO 25. Tel-dl b7-b5 Hierauf setzt Weiß in drei Zugen matt. 26. Td8+, Td8:, 27. De6 + , Kf8, 28. Sc5-d7++. Schwarz: 8 8 6 5 3 3 2 2 Stellung nach den 25. Zuge von Schwarz. g h d e k Weih: Lösung deS Problems Rr. 6. 1. Lh6. l.~ 2. Verschiedene Reichte Mattstellungen. durchschnittllch 4483 Mk. vor, abgesehen von den Erhöhungen der Staatsleistungen für die Kirchenleitung usw. In Baden ist der Staatszuschuß an die evangelische Landeskirche verdreifacht worden. Wenn der hessische Staat damll einigermaßen gleichen «Schritt halten will, dann ist der Staatszuschuh zur evangelischen Landeskirche abgerundet mindestens auf eine Million Reichsmark zu erhöhen. Solange dies nicht geschieht, muh Hessen sich sagen lassen, dah in keinem anderen deutschen Lande die staatliche Fürsorge für die evangelische Kirche so gering ist, wie in Hessen, obwohl es sich hier um eine Fürsorge handelt, die ein gemeinsames religiöses und kulturelles Bedürfnis von zwei Drilleilen der hessischen Landeslinder zum Gegenstand hat. Cs muß übrigens hierbei erwähnt werden, daß sämtliche in dem sogen. Staatszuschuß an die evangelische Landeskirche in Hessen enthaltenen Leistungen des hessischen Staates auf rechtlichen Titeln beruhen und diese auch des besonderen «Schutzes nach den Artikeln 138 und 173 der Reichsverfassung teilhaftig sind. Dabei hat der Reichsfinanzminister in einem «Schreiben an die einzelnen Landesregierungen von Anfang des Jahres 1924 schon sogar hinsichtlich des Falles, daß keine rechtliche Berpslichtung eines einzelnen Landes gegenüber seinen Kirchen bestehen sollte, gesagt: „Auch soweit eine Verbindlichkeit der Länder zu Leistungen an die Religionsgesellschaften auf Grund besonderer Rechtstitel nicht oder nicht mehr besteht, ist es doch m. E. Pflicht der Länder, ebenso wie sie sich die Erhallung der nichtstaatlichen kulturellen Unternehmungen angelegen sein lassen, auch für die Möglichkeit der Befriedigung der religiösen Bedürfnisse ihrer Bevölkerung durch Erhalten der bestehenden kirchlichen Einrichtungen besorgt zu fein.“ «Solange die evangelische Landeskirchenkasse durch den Mangel eines genügenden ötaatszuschuss s in Rot ist, müssen die Kirchensteuern in einem unerwünschten Blaße erhöht werden, was im kirchlichen Gemeindeleben zu unangenehmen Störungen führt An einer baldigen befriedigenden Lösung her Frage ist darum die gesamte evangelische Einwohnerschaft Hessens auf da« lebhafteste interessiert. Buntes Allerkei. Was leisten unsere größten Krane? Don Dipl.-Ing. A. W e i s k e. Wenn ein Arbeiter an der Handkurbel einer Winde dreht, fo rechnet man mit einer Armkraft von 15 Kilogramm und einer Geschwindigkeit von 0,6 Meter in der Sekunde. Seine Arbeitsleistung beträgt demnach 15 0.6---9 Meterkilogramm in der Sekunde: er würde das gleiche leisten, wenn er 9 Kilogramm in 1 Sekunde 1 Meter hoch oder 1 Kilogramm in 1 Sekunde 9 Meter hoch heben würde. Die Winde setzt aber nicht die ganzen 9 Meterkilogramm in Nutzbarkeit um, da in ihr mannigfache Wider- Korpulenz macht alt, verunstaltet die Körperformen und ist auch ungesund. Wir raten Korpulenten und allen zum Starkwerden Veranlagten, in derApotheke 60oder 30 Gramm echte Toluba-Äerne zu kaufen, die unschädliche Stoffe von settzehrender Wirkung enthalten. Sicher: Llniversttäts-Apoth. „Zum goldenen Engel". Die Ursachen des warmen Winters. (Bon unserem wiffenschaftlichen W.-Mitarbeiter.) Der Winter ist zu Ende gegangen, ohne daß er, wie man sagen darf, einer gewesen ist. Dem anormalen «Sommer von 1921 mit der monatelangen Kalte- und Regenperiode ist nun ein ebenso anormaler Winter gefolgt, und es ist durchaus verständlich, nad) den Ursachen dieser seltsamen Er- fcheinung zu forschen. Der Verlauf des Winters in den verschiedenen Jahren zeigt, wenn man die Temperaturfuroen vergleicht, ganz erhebliche Unterschiede. Wir haben schon oft schnee und froftreidje November und De- .iembermonate erlebt, obgleich in diesen beiden (fnb- monaten des Jahres Schnee unb 5iältc nur in kurzen Perioden auszutreten pflegen. Als die typischen Wintermonate gelten Januar und Februar. Nun hot es freilich auch in diesem Winter an Niederschlägen nicht gefehlt: indes war die Temperatur zu hoch, so daß'es statt der Schneefälle unerwünschten 'Kegen gab. Für die meteorologische Wissenschaft ist der diesjährige Winter begreiflidicrmeifc ein überaus interessantes Problem. Die Vermutung, daß die tiefere Urfache der anormalen Witterung der letzten Monate in großen Sonnenflecken zu suchen sein müsse, trifft nicht ^u, da z. Z. große Fleckenerscheinungen aus der Sonne nicht vorhanden sind. Die Sonnenstecke sind ungeheure Wirbelerfcheinun- gen, deren gewaltige Einflüsse auf unsere -Erde längst einwandfrei erwiesen sind. Sie treten in Perioden von lldreivieriel Jahren mit besonderer Heftigkeit auf, so daß man bei diesen Sonnen- stecken zwischen Minimum (geringste Fleckentätigkeit) und Marimum (stärkste Flockenbildung) zu unterscheiden hat. Das letzte Flecken-Minimum fiel auf den Sommer 1917, so daß das Marimum erst Ende 1928 und Anfang 1929 zu erwarten ist. Die Regen- und Kälte-Periode des letzten Sommers (das 'sogen. „Mars-Wetter") war, wie uns von der Meteorologischen Leobachtungsstation der Badischen Landessternwarte auf dem Königstuhl bei Heidelberg mitgeteilt wird, dadurch charakterisiert, daß der Hochdruck fid) fast ungeändert auf dem südlicheren Teil des Atlantischen Ozeans bei Spanien und den Azoren hielt, während meist auch hoher Druck im Osten Europas lagerte. So wurde Mitteleuropa andauernd zur otrafjc für die Regen- mirbel, die zwischen beiden £)od)s hinwanderten. So war bei uns Regenwetter — in Spanien Trockenheit — und Sommer und Herbst waren bei uns viel zu kühl. Jetzt dagegen herrscht meist wieder dieselbe Druckoerieilung. Die Wirkung ist aber bezüglich der Tempertur die entgegengesetzte, indem die feuchte, relativ warme Wirbelluft zu uns kommt und so den warmen Winter verursacht hat. Woher solche anhaltenden Druckoerteilungen in letzter Linie rühren, weiß man nicht. Es ist kein Zweifel, daß die Sonne die letzte Ursache ist; der Mechanismus ist aber zu kompliziert, um schon sicher gedeutet werden zu können. Die Temperatur des Masters im Atlantischen Ozean spielt jedenfalls, so erklärt die genannte Heidelberger Wetterstation, eine wesentliche Rolle dabei. Die Mechanik der Luftmengen ist ja nod; immer ein erst sehr wenig erforschtes Gebiet, und es ist daher auch ganz unmöglich, das Wetter für einen größeren Zeitraum als allenfalls für einen Tag voraus.zllbestiminen. Für einzelne Orte liegen zwar Beobachtungsreihen vor, die etwa 50—60 Jahre umfaßen. Aber dieser Zeillaum ist viel zu kurz, um allgemeingültige Gesetzmäßigkeiten abzuleiten. Die Schwierigkeit der zuverlässigen Wettervoraussage wird noch erhöht durch plötzlich auftretende unvorhergesehene Störungskräfte. Immerhin wird man auf Grund der bisherigen Erfahrungen vielleicht einmal zur Bestimmung größerer Wetterperioden übergehen können. Wir müssen uns den Luftmantel der Erde so DorfteUen, daß dec Luftring um den Aequator einen verhältnismäßig geringen Druck aufweist, der sich durch die hohe Temperatur erklärt. Etwa 20—40 Grad nördlich und südlich davon haben wir Hoch- brudgürtcl, während in den höheren Breiten der Luftdruck wieder abnimmt, um im Polargebiet an- zujchwellen, wett kalte Lust erfahrungsgemäß schwerer ist als warme. Durch die Sonnenstrahlung werden nun die Luftwaffen in Bewegung gesetzt. Die.kalte Luft der Polargebiete strebt unten in den Passaten dem Äquator entgegen, während die warmen Luftmassen des Aequators in den sogen. Antipastaten den Polen zuströmen. Infolge der Erdbewegung (Achsendrehung) gelangen die Antipasfaten nicht direkt zu den Polen, sondern flauen sich in den Hochdruckgürteln. In unserer nördlichen Hochdruckzone werden die nach Norden strömenden Lufttnasien durch die Erdbewegung nach Osten abgeleitet und so entstehen die in unserer Zone vorherrschenden Südwest, und Westwinde. Die nördliche gemäßigte Zone, in der wir leben, ist also ein Hochdruckgebiet, und zwar ein Gebiet, in dem falle und warme Luftströme sich treffen und gleichsam aufeinanderprallen. Es ist eine Kampfzone feindlicher Mächte. Vielleicht wird es fo verständlich, daß, während Polarzone und Aequator stabile Willerungsverhältnisse aufweisen (im Polgebiet ständige Kälte, am Aequator permanenter Sonnenschein) in ben gemäßigten Zonen Witterungsum- schläge geradezu an der Tagesordnung fein müssen, je nachdem die kalten oder warmen Lustmassen die Uebermacht gewinnen. In diesen gemäßigten Zonen unterliegt auch her Luftdruck, je nach den Luftströmungen, den größten Schwankungen. Der Wind ist nichts anderes als die Folge der Ltiftzirku- lation, er ist der Wellenschlag im Luftozean, der in ewiger Bewegung ist. Wie in einem Kessri sich Dampfmassen anjam mein, so kann es natürlich Vorkommen, daß an den Polargcdieten falte Luftmassen zujammengeballt werden, die plötzlich mit mächtigem Druck nach dem Aequator zu die sogen. Polarfront durchstoßen unb in der gemäßigten Zone einen plötzlichen Wetter, stürz verursachen. Die Druckwellen lösen fid) fortgesetzt ob. Hoch- unb Tiefdruckgebiet bieten ein ewiges Wellenspiel. Und auf dieser Erkenntnis ist eine Reihe von Wetterregeln begründet. Natürlich muß der Wetterdienst, wenn er seine Prognosen stellt, die ein -einen Ländern berücksichtigen. Denn es ist ganz klar, daß die Luftströmungen fid; in Norwegen gan- anders auswirken als beispielsweise in West- odei Süddeuischland. Man hat feftqeftdlt, daß die Vorstöße der Lust« massen aus der Aequator- oder Polarzone sich häufig in einem bestimmten Rhythmus vollziehen und man hat hierbei (nach A. Desant) Periodenlänger, von 5, 7, 9, 13 unb von 24—26 Tagen festgestellt. Jedoch werden diese Perioden zuweilen durchkreuzt, ohne daß man dafür einen befriedigenden Grünt anzugeben wüßte. Nur in ganz groben Umrissen kann hier auf die Fragen der Weiterbildung hingewiesen werden. Die meteorologische Wiffenschasl ist sich auch der außerordentlichen Schwierigkeitev, die sich ihr bei ihrer Arbeit entgegenftellen. wohl bewußt. Und so wird es verständlich, daß sie das Gebiet der Wetterprognose nur zögernd betritt. Die Meteorologie «ft noch immer Neuland. Aber daß sich dieser hochinteressanten Wissenschaft in emsagungsooller Arbeit immer wieder junge und suchende Kräfte widmen, darf uns mit der Gewißheit erfüllen, daß aud) dieses Gebiet menschlichen Wissens mit wachsendem Erfolg beackert wird. llänDc. bef anders Rervung. /ju übcrtotnöen smd. Rechnen wir mit einem Desamtverlust von 22 vom Hundert. |o würden von den 9 Meter-- kilognunm nur etwa 7 Meterkilogramm nutzbar gemacht. Ein Aiesen-Werjttcau s- B., den die Deutsche Maschinenfabrik A.-G. in Duisburg für die Werft von Blohm und Voß in Hamburg gebaut hat, hebt als Höchstleistung 250 Donnen -- 250 000 Kilog» anun in der Minute 1,6 Meter hoch, was 0.0267 Metel in dec Setunde entspricht. Die Ruhleistung dieses Kranes ist demnach 250 000• 0,0267 —6675 Meterkilogramm in der Sekunde. Da ein Mann 7 Meterkilogramm in der Sekunde leistet, so würden 6675.7 =953 Mann dazu gehören, eine gleiche Arbeitsleistung zu erreichen. Betrachter man vorstehende Zahlen .so kann man sich einen kleinen Begriff davon machen, wieviel Menschen und welche Zeit wohl dazu gehört haben mögen, die schweren Stcinblöcte beim Bau der Pyramiden auf Höhen bis zu 146 Meter zu heben. Denn Hebemaschinen waren damals noch nicht bekannt: vermutlich standen als einzige Hilfsmittel der Hebel und die schiefe Ebene zur Verfügung. Was uns heute die elektrische Energie leistet, das mutzte damals die Masse der Menschen schaffen. Mie gehen mit? Eine müßige Frage, das weiß doch jeder. Nun, so einfach, wie man denkt, ist die Sache doch nicht, das mag folgende Erwägung zeigen, die den wenigsten Lesern klar gewesen sein wird. Wir stehen nur dann fest, wenn unser Schwerpunkt über der Stützungsfläche (der Fußsohle) liegt. Bei der Fortbewegung muß sich dies also fortwährend ändern, da der Körper einmal über dem rechten, dann über dem linken Fuß ruht. Das vorgestellte „Standbein" liegt mit der ganzen Sohle auf und stützt den Körper; der rückwärts stehende Fuß wird vom Boden „abgewickelt", indem er von der Ferse her «mfangenb sich erhebt, zugleich wird das betreffende Bein im Kniegelenk gebeugt und nach vorn geschoben, ebenso auch der übrige Körper mit dem Schwerpunkt, bis er wieder über der nun aufgesetzten Fußsohle-liegt. Dann beginnt derselbe Vorgang mit dem anderen, bisher aufliegenden Fuß und dem entsprechenden Bein. Dies wiederholt sich andauernd. Der Schwerpunkt wird dabei also von der einen Seite zur anderen bewegt, wir ruhen beim Gehen stets auf einem Fuß und erheben gleichzeitig den anderen. Beim Laufen ist die Dauer der „Abwicklung" der Füße kürzer, aber es schwebt dabei der Körper auch für ganz kurze Zeit frei in der Luft, und es kommt auch vor, daß beide Füße für kurze Zeit auf dem Boden ruhen. Der „Beobachter am Blain" l Aschaffenburger Awzeiger) kann in diesem Jahre auf sein sechzigsähriges Erscheinen zurückblicken. Er wurde von dem Buchdrucker Zakob Wilh. Schipp-- -ner mit der Gründung einer neuen Druckerei i. 3. 1865 ins Leben gerufen. Aus kleinen unscheinbaren Anfängen ist der „Beobachter" zur führenden und einflußreichsten Zeitung des ganzen westlichen Llnterfranken mit der weitaus größten Abonnentenzahl emporgewachsen. Shakespeares „Heinrich IV.“ als Operntext. Die unsterblichen Gasthausszenen aus Shake- fpeaves „Heinrich IV.", deren Held Falstaff ist. Tvrib von einem englischen Komponisten zum Text •einer Oper verwendet worden. Aber die Falstaff- -Szenen sind nicht etwa, wie es bei dem Text zu AtkolcriS „Lustigen Weibern von Windsor" durch Mosenthal geschah, umgearbeitet worden, sondern Die Worte des Dichters wurden ohne jede Aende- rurfg als Text übernommen. Die Oper, die den Titel „3 m Eberkopf" führt, ist von Gustav Holst und wurde zum erstenmal in Manchester azlfgesührt. Sie wird von ihrem Schöpfer als „Musikalisches Zwischenspiel in einem Akt" bezeichnet und lehnt sich in ihrer Vertonung an alte englische Melodien an, wie sie im Zeitalter der Königin Elisabeth vom Volke gesungen wurden. Die Kritik vermißt eine gewisse dramatische Steigerung, aber der wundervolle Humor des „alten lustigen Englands", der in den Szenen des Dramas lebt, kommt auch in der Musik gut zum Ausdruck, und so wurde der eigenartige Versuch zu einem großen Erfolg. Wirtschaft. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Ein Hauptkennzeichen der Arbeitsmarktent- Wicklung der letzten Zeit sind außerordentliche Schwankungen. Während sonst in der Regel in Sommermonaten eine Belebung erfolgt, trat im vorigen 3ahre ein erheblicher Rückschlag ein, der die Zahl der Vollerwerbslosen binnen kurzer Zeit auf beinahe 600 000 brachte. Andererseits war aber entgegen allen sonstigen Beobachtungen im Herbst, der im allgemeinen einen Rückschlag zu bringen pflegt, eine beträchtliche Erhöhung der Arbeitsgelegenheit zu verzeichneic. die bis zum 15. Rovember 1924 die Zahl der Vollerwerbslosen auf ungefähr 427 000 herab- drückte. Von da an flieg die Zahl dann wieder dauernd bis zu 593 000 am 1. Februar, um Ende März wieder auf 515 000 zurückzugehen. Die Besserung findet ihre Bestätigung auch in anderen Statistiken: so ist z. D. nach den Berichten der Arbeiterverbände der Anteil der erwerbslosen Mitglieder gefallen von 8 Prozent Ende 3anuar auf 7,3 Prozent anfangs März: die männlichen Arbeitsgesuche gingen von 338 auf 100 freie Stellen im Dezember auf ungefähr 275 zur 3etztzeit zurück. Diese außerordentlich starken Schwankungen sind ein Spiegelbild der Llnruhe, die immer noch das Hauptkennzeichen des Wirtschaftslebens ist und die noch lange auf uns lasten wird. Erfreulich ist, daß die 'Besserung der letzten Zeit sich hauptsächlich auf die Betriebe erstreckt, die Produktions- bzw. Ausfuhrgüter Herstellen, während die 'Beschäftigung in den Gewerben' Deren Erzeugung Dem reuten Vermehr bient, zurückgegangen ist. Sehr klar kommt diese Tendenz, was die Produktionsgüter angeht, zum Ausdruck in der Landwirtschaft sowie im Kalibergbau: auch im Braunkohlenbergbau und in der Eisenindustrie ist die Beschäftigung noch einigermaßen günstig: sehr schlecht ist sie dagegen im Steinkohlenbergbau. Bei der eigentlichen Ausfuhr industrie kann man die Besserung des Grades der Deschäftigungsrnöglichkeit noch deutlicher erkennen: so ist z. D. nach den Berichten der Unternehmungen die Zahl der gut beschäftigten Betriebe in Der Metallindustrie gestiegen von 11 Prozent im August 1924 auf 22 Prozent im Februar 1925, während gleichzeitig die Ziffer der schlecht beschäftigen Betriebe gefallen ist von 51 Prozent auf 20 Prozent. Für die Maschinen- industrie gilt das gleiche: bei ihr ist die Zahl der schlecht beschäftigten Betriebe in derselben Zeit von 74 Prozent auf 46 Prozent zurück- gegangen. Auch im Baugewerbe ist der Beschäftigungsgrad verhältnismäßig befriedigend, wenngleich bisher alle Hoffnungen noch nicht verwirklicht worden sind. Was die Gewerbe angeht, die allein Verbrauchsgüter Herstellen, so ist besonders schlecht die Beschäftigung im Tabakgewerbe: dort geben die Arbeiterfachverbände an Arbeitslosen bzw. an Kurzarbeitern bis zu 35 Prozent aller Mitglieder an. Richt so scharf ausgeprägt ist die Tendenz im Rah- rungs- und Genußmittelgewerbe. wo Die Zahl der Arbeitslosen von 5,4 Prozent im 3anuar auf über 6 Prozent im März gestiegen ist, während Der Prozentsatz der Kurzarbeiter sogar von 8,5 Prozent auf über 12 Prozent sich erhöht hat. Eine Verschlechterung Der Arbeitsmarktlage weisen ebenfalls auf die Textilindustrie sowr: das Konfeltionsgewerbe. Abweichungen von den hier turz geschilderten Haupttendenzen auf Dem Arbeitsmarkt sind im besetzten Gebiet zu verzeichnen, wo die Zahl der Arbeitslosen Mitte März mit 150 000 prozentual viel höher ist als im unbesetzten Gebiet. Auch die Arbeitsmarktlage für Angestellte weist abweichende Tendenzen auf. Hier kann man sagen, daß beinahe für alle Berufe gleichmäßig die Verhältnisse außerordentlich schlecht liegen; das Angebot hat säst überall stark zugenommen, während die Rachfrage nach wie vor nur verhältnismäßig geringfügig ist. * D i e Wohnungsfürforgegesell- schaft für Hessen, gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Sih in Darmstadt, die vor kurzem gegründet wurde, ist jetzt gerichtlich eingetragen worden. Gegenstand des Llnter- nehmens ist die Förderung des Baues und der Einrichtung von Wohn- und Heimstätten in Klein- und Mittelhäusern, allgemeine Linker- stützung der Wohnungsbedürftigen. Der Zweck der Gesellschaft ist darauf gerichtet, der minderbemittelten Bevölkerung gesunde und zweckmäßig eingerichtete Wohnungen zu billigen Preisen zu verschaffen. Das Stammkapital beträgt 100 000 Reichsmark. Regierungsbaumeister Kurt Runge in Darmstadt ist zum Hauptgeschäftsführer bestellt worden. Der Hessische Fiskus als Gesellschafter bringt auf Stammeinlage in die Gesellschaft bewegliche Sachen im Werte von 40 000 Reichsmark ein. ' Die Kalkindustrie im März. Der verhältnismäßig günstige Geschäftsgang der Kalk- industrie im Februar hat im März nachgelassen. Maßgebend hierfür war in erster Linie der trt der Mitte des Berichtsmonats einsetzende Witterungsumschlag. Der Ausfuhrmarkt liegt, mit Ausnahme des holländischen, weiterhin schwach. N: Deutsche 3ndustriekonzessio« neu in der Türkei. Die englische Presse 6c« richtet aus Angora, datz zwischen der türkischen Regierung und einer deutschen Firma ein Vertrag abgeschlossen fei, wonach der Gesellschaft drei Fabriken (zwei in Konstantinvpel) ausge-- fhändigt toerDen sollen. Die Firma wird den Ramen „SoeiLt6 anonyme industrielle turque“ führen. Die Konzession ist für 30 Jahre erteilt, jnach deren Ablauf die Fabriken mit allen Maschinen Eigentum der türkischen Regierung werden. Die Gesellschaft wird hauptsächlich Material für Die Arsenale liefern, ferner landwirtschaftliche Maschinen und Eisenbahnmaterial. * Großkraftwerk Württemberg 2l. G. in Heilbronn. Die zum Lahmeyer- Konzern gehörige Gesellschaft legt ihren Geschäftsbericht für 1924 vor. Rach Rückstellung von 58 000 Rm. zur Kapitaltilgungs- und Crneue- rungsrücklage wird der Rest des Reingewinns auf neue Rechnung vorgetragen. 3m Geschäftsbericht wird die Pachtung der Wasserkrastanlage Kochendorf von der Reckar A G. und die Gründung der Vorarlberger 3llwerke G. in. b. H., Bregenz, mit 2 Mill. Schweizer Franken Kapital erwähnt, woran die Gesellschaft mit 42 V® Proz. interessiert ist. Die zukünftige Stromversorgung Württembergs soll durch Ausbau dieser Wasserkräfte sichergestellt werden. An den Gemeindeverband Äeberlandwerk Hohenlohe-Oehringen und an die Kraftwerke Altwürttemberg A. G. erfolgte die Energielieferung aus dem Dampfkraftwerk Heilbronn. Der Energiebedarf der beiden Werke war infolge des sehr wasserreichen 3ahres geringer als in normalen Jahren. Die Lieferung an die württembergische Sammel schienen A. G. dürfte im Lause dieses Sommers ausgenommen werden. Frankfurter Abenbbörse. Frankfu rt a. M, 14. April. Die Abend- oorse verlief ohne Anregung in unverändert lustloser Haltung, ülmsätze wurden nur in ganz geringem Umfange getätigt. Die Stimmung ist ^fofern als etwas gebessert zu bezeichnen, als die Abgaben zum Stillstand kamen und die wenigen zur Rotierung gelangenden Papiere mit behaupteten Kursen aus dem Verkehr hervorgingen. Deutsche Anleihen vernachlässigt. 3m freien Ver- Danknoten. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (In Billionen Mark avSgedrückt. BueuoS-AircS, London, Heu- York, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest, für 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheiten») Telegraphische Auszahlung. kehr gingen bprozentige Reichsanleche zu 0,650 um Die Abendbörse schloß still in behaupteter Haltung. Deutsche Anleihen: 1923er K.-Schätze 0,640. Bankaktien: Commerzbant 109,25, Darmstädter Bank 137, Deutsche Bank 135, Disconto- gesellschaft 116,25, Dresdner Bank 107,75, Mc- tallbanf 114, Oesterveichische Ärebitaftien 8,30. Montanaktien: Deutsch-Luxemburger 70,75, Kali Westeregeln 21,87. Chemische Aktien: Scheide- anstalt 137, Th. Goldschmidt 108, Höchster 133. 3ndustrieaktien: Adlerwerke Kleyer 3,50, Dycker-- hoff und Widmann 4,35. Fuchs Waggon 1,30, Gebr. Iunghans 12, Lechwerte 85, Metallgesellschaft 129, Thüringer Lieferungsgesellschaft-Gotha 87,50, Zucker Heilbronn 3,30, 4’. prozentige Lingam von 1924 8,50. ________________Börsenkurse. ____________ _______________Datum: 5”fo Deutsche NclchZankelhr . 4% Deutsche Ncichvanlcihe . S‘/»% Deutsche ReichSanlcihe 3% Deutsche Ncichsanleihe . Deutsche Sparprännenanlcihe 4% Preußische Kousols . . . 4% Hessen........... ÄW“:::::::::: Deutsche Wertb. Dollar-Anl. dto. Doll.-Schatz-Awretsng..) 4% Zolltür'en ..... Wo Goldmeritaner Berliner Handelsgesellschaft. Commcrj- und Pnvat-Bank. Darinst. und Nationalbank . Deutsche Bank......... Deutsche Bereiusbank .... Discouto Commandit .... Melallbank........... Mitteldeutsche Cceditbank. . Oesterreichiiche Credttan stakt. Weltbank Bochumer Goß ....... Buderus........ ... . Caro . Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. . Harveuer Bergbau..... Kaliwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln .... Laura Hütte Oberbedarf Phönix Bergbau . Roeinstahl........... Ricdeck Montan ....... TelluS Bergbau Hamburg-Amerika Paket. .. Norddeutscher Llovd..... Cheramische Werke Albin .. Zementwerk Heidelberg . .. Philipp Holzmann...... Anglo-Cont-Guano .... Badische Anilin....... Chemische Mäher Alechin .. Goldschmidt .... ..... . GricS> eimer Electron . . . . Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung ....... Rütgersiverke Schcideanstalt Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann Mainkraftwerke ....... Schuckcrt............ Siemens & Halske ..... Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Hehliaenstaedt Megutn........ Motorenwerke Mannheim . Frankfurter Armaturen . .. Konservenfabrik Braun . . . Mctattgescll^aft Frankfurt. Schuhfabrik Herz . . .' » * * Sichel Zellstoff Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal •. Zuckerfabrik Waghäusel • .. ftranTfurti. M. Berlin Schluß. Sdjlußfc. Abend, hörte Schluß. Nur» Schluß Mittag b freie 0. 4. 11 1. 9. 4. 14 4. 0.667 0.650 C.665 0,655 ü .11 0,70 _ 0,715 0,695 0,69 0,685 0,680 —- 0 78'. 0,775 0,38» 0,-180 0.36 0 36 0,730 0,7.0 0,735 0,73 — — 0,75 0,75 -— 0,71 0,89 0 (id 0.72 0,65 84.75 94,75 fil,75 95 01 55 1'1,55 01,7.5 91 75 10,13 9,9 9,9 10 — - — 42 5 116,5 115 146,5 145,25 109,5 109/4.5 109,50 109,50 137 137 137 137 135 135 135 135 0,36 91 —- —— 116.75 116,2. 117 116,75 114.5 114 — 99,75 99,75 100 103 8 33 8 3 8,5 8 4) 0.12 0,11 0,225 0,2 79,5 —— 79 — 81,9 82 16.25 16 9.75 9,6 10,2.5 10 73 70,75 72 4 70.8 8175 78 89,63 io — 133 7> 135,25 133,1 17 16.75 17,25 17 21.!) 21,9 22,25 23 77 73.50 75,25 75 9.625 8,875 9,62 59.50 9,20 59,8 58 57 62 51 49,62 50.5 48,8 102,75 102,25 103,60 103 3,55 3 55 — 80.13 79,25 81,10 fo 83,75 82 81 83,75 99,5 89,75 —’ —- 88 62 87,15 88 85,75 —- — 138 134 139,90 138.90 M 139,50 138 löT 109 108 26,5 "133 20,62 26 40 133.5 133,90 132,50 7,80 7,69 —• —w 15,5 14,75 15 50 15 136,5 137 — — 11,15 91,75 10 95 11,30 11 91,62 92,5 91,75 91 90 — 61 62,3 61 60 73 72,5 72,75 71,75 3,55 3 50 3.50 3,40 5.4 5,30 5.5 6,30 3.05 3,1 —— —• 7 7,25 8 7,24 —- — HO 107 0,67 0,66 —- 1.2 1,19 1,3 1 128 129 — 2,2 2,5 2,12 2.2 3 6 3,5 3,62 3,62 64 61 2.15 2,45 13 13 13 13,2 13.25 4,70 4,8 ■— — 3,1 3,45 3,4 3,4 8. April 9. April vmtlich, Notierung Anikiich: Nokiernni (Leid Brief (Leid •Brief Vmft-Ron. *167.59 168.01 167.41 167.86 8uen.»AtreS 1,603 1,6)7 1,597 1.601 Brss.-Antw. 21.14 21 20 ?1,13 21,19 Christiania. 67,17 57 33 67.11 67,28 Kopenhagen 77.20 77.40 77,16 77,36 Stockholm . 113,030 113,31 113,0 4 113,32 Hclssngfors. 10,565 10,605 10,563 10,603 Italien. . . London. . . 17,255 17,2)5 17.20 1724 20.075 20,125 20,065 20 115 'Jlcutjor! . . 4,195 4,202 4,195 4,205 Paris.... 21.54 21,60 21,55 21,61 Schweiz . . 81,05 61,25 bl 04 61,24 Spanien. . 09.73 59,87 59.68 59.82 Japan - . . sstto de Jan- 1,738 0,451 1,742 0,453 1,748 0.449 1,752 0,451 Wien in D-- Öest. abgest. 59,06 69.30 69.06 69,20 Prag .... Belzrad .. 12,435 12,47» 12,43.5 12,475 6 78 6,80 6,775 6,795 Budapest. . 5,815 5,835 5.815 6,835 Bulgarien . k,»6 6,07 6,06 8,07 Lissabon . 25.425 20,475 20,275 20,325 Danzig. . . 79,65 79,85 79,65 79 85 Konst^nti» 2,18 2,19 2 185 2.195 Alden. . . 6,90 7.01 7,29 7,31 Berlin. U. April. (Setb Briv Amerikanische Noten ..... 4.178 4.198 Belgische Noten ........ Dänische Noten........ 21 07 76,9) 21.17 77 34 Englische Noten ...... 20.01 20,14 Framösischc Noten ...... 1 52 21 61 Holländische Noten...... 167 17 ItS 03 Italienische Noten...... 17,20 17,28 Norwegische Noten...... Deutsch-Ocstcrr-, ä 100 Aron« 16 93 67,25 68,95 69,25 Rumänische Noten...... — —— Schwedische Noten...... 112 79 113,39 Schweizer Noten....... 89,95 81,35 Svanische Noten....... 59,50 U 495 59,80 Tschechoslowakische Slot« . . 12.465 Ungarische Noten..... 5,78 5,80 Berliner Dorfe. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Berlin, 14. April. Nach der mehrtägigen Um terbrechung des Verkehrs läßt fich das Geschäft heute autzcrordcntnch zogerno an. Die Geschäfts» stille, die fid) dabei ausprägte, kann kaum noch übertroffen werden. An Marktgebieten, die sonst zu ben bevorzugten Spekulationsobjekten gehörten, fanden überhaupt keine Umsätze statt. Eine ausgesprochene Tendenz konnte sich unter diesen Umständen nicht entwickeln. Immerhin hat es den Anschein, als wenn am Montan markt stärkeres Angebot heroortrat, das auf die Kurse einen Druck ausübte. Die ersten Notierungen mußten viel- fad) aus dem Grunde ausgelassen werden, weil noch nicht das notwendige Mindest in jedem Papiere umgegangen war. Am Geldmarkt zeigte sich infolge des geringen Geldbestandes ein leichtes Anziehen der Sätze. Man hörte tägliches Geld mit 7—9 Proz., Monatsgeld mit 9einhalb bis 11 Proz. Arn Devisenmarkt fand die Bewegung des französischen Franken infolge der derzeitigen Vorgänge in Paris allgemeine Beachtung. Der Pariser Franken unterlag in den Vormittagsstunden international mehreren Schwankungen und wurde gegen mittag gegen London mit 93,5 genannt. Lon don-Brüssel hielt fid) auf 95,9. Etwas ermäßigt war das englische Pfund mit 4,78einachtel gegen Neuyork. Frankfurter Getreidebörse- (Eigener Drahtbericht deS „Gießener Anzeigers".? Frankfurt a. M., 14. April. Es wurden notiert: Weizen. Wetteraüer 20,50 bis 24,50, Roggen, inländischer 19,50 bis 23,50, Sommefc gerste für Brauzwecke 20 bis 28, Hafer, inländischer, 17 bis 21, Mais (gelb) 19,50 bis 19,75, Weizenmehl, inländisches (Spezial 0) 36,50 bis bis 39, Roggenmehl 31,50 bis 33,50, Weizen- kleie 13,25 bis 13,50, Roggenkleie 14,50, Erbsen 25 bis 30, Linsen 40 bis 45, Heu, süddeutsches» gut, trocken, 9,50 bis 10, Weizen- und Roggen- stroh 5,50 bis 6, Treber, getrocknet 17,50 bis 18 Mk. Tendenz: befestigt. Frankfurter Schlachtdiehmarkt. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Fr an l für t a. M., 14. April. Auftrieb: Rinder 663 Stück: darunter 228 Ochsen. 18 Dullen, 417 Färsen und Kühe. 249 Kälber. 39 Schafe, 1949 Schweine. Preis pro 50 kg Lebendgew. Ochsen, vollfleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 55 bis 62, junge, fleischige, nicht auägemäfteto und ältere ausgemästele 46 bis 54, mäßig genährte ältere 35 bis 45. Bullen: vollfleischige ansgernästete Färsen höchsten Schlachtwects 48 bis 52, vollsteifähige jüngere 42 bis 47. Färse n u n d Kühe: vollflcischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 55 bis 62, vollsleischige ausgemästete Kühe höchsten eochlachtwerts, bis zu 7 Jahren. 46 bis 52, wenig gut entwickelte Färsen 45 bis 54, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 32 bis 40, mäßig genährte Kühe und Färsen 20 bis 30. gering genährte Kühe und Färsen 14 bis 20. Kälber, feinste Mastkälbcr 85 bis 90, mittlere Mast- und beste Saugkälber 78 bis 84, geringere Mast- und gute Saugkälber 65 bis 75, geringere Saugkälber 55 bis 65. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 48 bis 50. Schweine, vollfleischige von 80 bis 100 Kg. 66 bis 68, unter 8 0Kg. 60 bis 65, von 100 bis 120 Kg. und von 120 bis 150 Kg. 66 bis 68, unreine Sauen und geschnittene Eber 56 bis 60. Marktverlauf: Rinder und Schweine werden bei ruhigem Handel langsam geräumt. Kleinvieh bei lebhaftem Handel ausverkauft. Rächster Schweinemarkt Dvn nerstag, den 16. April, nächster Kleinviehmarkt Freitag, den 17. April 1925. Berliner Produttenbörse. Berlin, 14. April. Der Produktenmartt hatte kleines Geschäft bei anfangs schwächerer, spater aber befestigter Tendenz. Gerste still, Hafer bei weiterer Frage des Konsums und Polens fest. Mehl ruhig, ebenso Futter- artifel. Es notierten je 1000 Kg.: Weizen (mark.) 247 bis 250. Weizen (Mai) 258 bis 259.50, Weizen (Juli) 258 bis 259.50. Roggen (mark.) 230 bis 232. Weizen (Mai) 226 bis 227, Weizen (Juli) 226 bis 227. Gerste (märf.) 210 bis 230, Futtergerste 185 bis 205, Hafer (märf.) 190 bis 199, Hafer (Mai) 183, Mais (Mai) 175, Raps 390. Leinsaat 380 bis 385: für je 100 Kg.: Weizenmehl 32.75 bis 34.75, Roggen mehl 31.00 bis 14.50, Viktoriaerbsen 23.00 bis 29.00. kleine bis 32.75, Weizenkleie 14.00, Roggenkleie 14.40 Erbsen 19.00 bis 21.00, Futtererbsen 18.00 bis 19.00, Peluschken 19.00 bis 20.00. Ackerbohnen 18.50 bis 20.00, Wicken 19.00 bis 20.00, Lupinen (blau) 10.00 bis 11.50, Lupinen (gelb) 12.00 bis 14.00, Serradelle 13.00 bis 15.00. Rapskuchen 15.20 bis 15.50. Leinluchcn 21.30 bis 21.60, Trockenschnitzel 9.90 bis 10.20, Torfmelasse 9.20, Kartoffelflocken 19.10 bis 19.50, Zucker 17.50 bis 18.50. MMN Her Mk Wen 1925 Vom alphabetischen Einwohner- und Firmenverzeichnis liegen die Buchstaben N bis einschließlich Z vom Donnerstag, 16. April, an drei Tag- lang zu jedermanns Einsichtnahme offen. Wir bitten dringend um Nachprüfung auf Richtigkeit und Vollständigkeit der Einträge und um Einzeichnung etwa er« forderlicher Aenderungen und Ergänzungen GeMtsWe des MreWAeMges Schulstrahe 7 s HdV. I r meum^eo”bcnrn Engell A.H^ri?Äark vla^ Bauer,Frankfurter Str.4: Viktoria-Drogerie. Apotheker E-Guth, Marktstr.5. Universität- AvotbeVe 8 ' V Eentral-Trogerte ©mH Karn, Schulstr.; Kreuz-Drogerie August Stoll, Bahubofstr. 51; Ncustcidt-Trogerie Hans Noll, Neustadt 28, Feuer am Nordpol. Technisch-politischer Nomon aus der Gegenwart. Don Karl-August von Lassert. 17. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Die Verproviantierung der Flugzeuge hatte Martens übernommen. Er ernannte einen Kommandanten für jedes Fahrzeug, dem noch drei Begleiter zugeteilt wurden. Alle Teilnehmer waren auf Manneswort und Handschlag zu unverbrüchlichem -Schwelgen verpflichtet, worauf sie Ziel und Zweck der Unternehmung erfuhren. Die Begeisterung der jungen Leute war groß, ländlich bot sich wieder eine Tat, die Gefahr, ober auch Ehre und Gewinn versprach, würdig deutscher Unternehmungslust. Nagel benutzte die ihm in Berlin zur Aer- fugung stehende Zeit zum Einkauf verschiedener missenschastlichcr Instrumente und zur Deroollstän- biflunq der Ausrüstung. Schließlich entschloß er sich auch zu einem Besuch bei einem der Vorstands. Mitglieder der Geographischen Gesellschaft. Der kleine Professor, eine Leuchte der Erd künde. empfing ihn sehr zuvorkommend. Nagels Plan, ebenso wie Amundsen den Pol zu überfliegen, erregte fein höchstes Interesse. Besonders begeb fiert war er, als der junge Ingenieur erklärte, feinerfei Gcldunterstützung seitens der Gesellschaft zu erbitten. Geld war knapp im verarmten Deutschland. „Ich werde Ihnen einen detaillierten Frage- bogen mitgeben", sagte er. ..Die wissenschaftlichen Eintragungen bitte ich möglichst sorgfältig oorzu- nehmen. Bon besonderer Wichtigkeit sind Fragen der Wetterkunde, astronomische Beobachtungen und, wenn möglich, geologische Feststellungen. Daß viele photographische 'Ausnahmen aus der Höhe gemacht werden, ist wohl selbstverständlich." 'Nagel versprach, alles nach Möglichkeit auszuführen. „Gestalten Sie mir noch eine Frage", fuhr der Professor fort. „Besitzen Sie aus diesen Gebieten auch genügende Vorkenntnisse?" „Als Tiesbamngenieur bin ich mit der Geologie ziemlich vertraut. Gerade hierin erhoffen wir bc- fnnber wichtige Ergebnisse. Herr Sanders, einer der bekanntesten Rutengänger, wird an der Expe- dition teilnehmen. Er behauptet, in der Lage zu vom aus die aevwgt scheu Verhall- niffe. auch der von Ei» und Wasser bedeckten Ge- biete seststellen zu können " Die Stirn des Gelehrten verdüsterte sich. „Glauben Sie etwa an die Erfolge der Wünschelrute, soweit, nicht nur ziemlich unter der Erdoberfläche fließendes Wasser betrifft?" Ich selber war Zeuge der überraschenden (Erfolge des Herrn Sanders bei Dclmutungen in großer Tiefe." Der Professor schüttelte den Kopf. „Immer wieder dieser Wahn, gegen den wir Manner der exakten Wissenschaft ankämpsen muffen.' In dieser Hinsicht werden wir von Ihrer Expe. dition wohl keine Resultate zu erwarten haben. Nun, immerhin! Wie steht es dann aber mit den meteorologischen und astronomischen Kenntnissen?" „Auch auf diesen Gebieten besitze ich einige Erfahrung", sagte Nagel. „Ich war ein Jahr lang Mitarbeiter des bekannten Wiener Ingenieurs Hanns Hörbiger —" „Doch nicht des Erfinders der Welteislehre?" unterbrach der Gelehrte fragend. „Oder der Kos,notechnik, wie sie jetzt neuerdings genannt wird." Die Falte auf der Stirn des Professors wurde drohend. „Auch eine betrübliche Erscheinung der jetzigen unbotmäßigen Zeit", sagte er bitter. „Da taucht irgendein unbekannter Ingenieur auf, der sich zu seiner Unterhaltung einmal mit Astronomie beschäftigt hat. Dieser Mann kommt auf die merkwürdige Idee, nid) nur die meteorologischen Phänomene, sondern auch die Bewegungen der Gestirne, ja sogar die Entstehung und Weiterentwicklung des Weltalls nach technischen Gesetzen erklären zu wollen .Er wirst alle Erfahrungen, alle geistreichen Sck)lüsse einer lahrhundertealten Wissenschaft über den Haufen und behauptet, daß die Gesetze einer überhitzten Dampfmaschine auch auf den Kosmos zuträfen. Er wirft Eisstücke in geschmolzene Me- tallmassen und erklärt aus der bann folgenden Explosion nicht nur die Protuberanzen der Sonne, die wieder unser Wetter beeinflussen sollen, son- dem sogar die Schöpfungsgeschichte der Erde und des ganzen Planetensystems einschließlich der Milchstraße. Fürwahr, ein verworrener und überhitzter Geist!" „Sie vergessen, Herr Professor, daß die geistreichen Schlüsse der jahrhundertealten Wissenschaft bisher zu feiner etnmanötreien THkone des ae- samten Weltgeschehens führten, lieberen klaffen Lücken. Widerspruche, Fehler. Nichts dergleichen bei genialer Theorie. Freilich mages für jeden Wann der Wissenschaft nichts Schwereres geben, als die Ideen eines sogenannten Outsiders anzunehmen." Er wandle sich zum Gehen. Der Gelehrte verschluckte die biucrcn Bemer kungen, die er noch auf der Zunge hatte. Seine angeborene Gutmütigkeit siegte. „Reisen Sie mit Gott und kehren Sie gesund wieder", sagte er. „Wenn Sie auch noch nicht die richtigen Ansichten haben, so entschuldigt Ihre Jugend manches. Und auf die genaue Ausfüllung meiner Fragebogen, die ich Ihnen zusenden werde, darf ich doch rechnen? Die wissenschaftlichen Grund lagen besitze Sie ja jedenfalls." .Ich verspreche, mein möglichstes zu tun, Herr Professor." „Na, bann also Arm- unb Beinbruch", sagte der alte Herr- denn er war nicht nur ein etwas ver knöcherter Gelehrter, sondern auch ein leidenschast- licher Jäger. 4. Am nächsten Morgen wurde 'Nagel von Mar- tens aus Gotha angerufen. „9ft 'was Wichtiges passiert?" Nimm den Schnellzug mittags ein Uhr. Heute nacht müßt ihr abfahren, sonst ist alles verloren." „Was ist geschehen?" „Das kann ich telephonisch nicht sagen. Es droht Untersuchung des Werkes." „Aber unsere Ausrüstung?" „Vorräte und Instrumente sind da. Werden heute nacht verstaut. Die nötige Kleidung müßt ihr euch dort verschaffen." „Die Pöfse sind nod) nicht fertig." „Versuche, sie zu bekommen, sonst fahre ohne sie ab. Ich erwarte dich also." „Ich komme.' „Gut. Schluß!" Ein Auto brachte den Ingenieur zur Sowjet- botfchast. „Wollen Sie Geld?" fragte der Kalmücke. „Nein. Aber möglichst sofort meine Pässe." „Müssen Sie denn unter allen Umständen heute reisen?" „Mit ober ohne Pässe, ich fahre!" Dann werbe ich vU)nen euren prowjoc Ausweis verschaffen. Die Passe schicken tptt nach Kalmikowskaja." „Haden Sie vielen Dank!" .Können wir Ihnen sonst noch helfen?" .Ein Teil meiner hier bestellten Ausrüstung wird erst in zwei Tagen fertig sein." „Die sollen Sie auch erhallen. Wir schicken einen Kurier. Weisen Eie die Geschäfte nur an, alles hier abzugeben." Zehn Minuten später hatte Nagel seinen Au» weis erhalten und schüttelte dem Kalmücken bü Hand. 5. Abends traf der junge Ingenieur in Gotha ein.. Marlens holle ihn im Auto von der Bahn ab „Hast du die Päsie?" fragte er. „Provisorische Ausweise Die Päsje und den Rest meiner bestellten Ausrüstung schickt uns die rulsilche Botsck-aft durch Kurier nach." „Woher nehmen die Sowjet, ein derartige, Interesse an unserem Unternehmen?" „Es muß der Einfluß Slratofss sein." „Traust du ihm?" Keineswegs. Aber ich will mit ihm arbeiten * „Es bleibt auch nichts anderes übrig." „Was hat sich heute ereignet, daß wir st überstürzt abfahren müssen?" „Eine französische Kontrollkommission wollte meine Fabril durchsuchen. Sie hatte einen 'Ausweis der thüringischen ^Regierung bei sich. Schon gab ich alles verloren, versuchte aber nod) zu partamen tieren und verlangte direkte 'Befehle der Seich»- regicrung. Der französische Major bestand auf sofortiger Untersuchung unb wurde höchst unoer schämt. Unterdessen hatten sid) aber die Arbeiter in großen Mengen versammelt und nahmen eine drohende Haltung an. Ich schlug dem Franzosen vor, er möge zur Verhinderung eines etwaigen Blutbades die Entsendung von Reichswehr veranlaßen Erst nach langen Schwierigkeiten ließ er sich daraus ein. verlangte aber, daß seine Soldaten die Ausgänge der Fabrik besetzt hielten, damit kein Material entfernt werden könne. Es gelang mir bann, die Arbeiter zu beruhigen, bod) bleiben starke Trupps von ihnen nadsts in den Werken, um keinem Fran zosen das Einbringen zu gestatten, bevor die Reichs- wehr da ist." (Fortsetzung folgt) Man verlange ausdrücklich [Gießener Brauhaus-Pilsener) | Alexander Statt Karten Die Geburt eines gesunden Dfterjungen 1 zeigen an Erich Fatz und Frau Iossy geb. (Engel t Würzburg (z Zt Rote Kreuz-Kliniß), den 12. April 1925 : l.........................-I Grotrian Steinweg Klavier Ein ist kein Luxusgegenstand. Die einmal!geAusgabe lohnt sich, da Wohlklang und Tonfülle stets von neuem, aufs höchste gesteigerten musikalischen Genuß bereiten, wozu ihre Bauart volle Gewahr für unbegrenzte Haltbarkeit gibt. Druckschrift G S kostenlos Vertreter: August Förster • Gießen Bahnhofstraße 65 B Fernruf Nr. 1367 44c ^niiiiiiiiiiiiiiiiiiniHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii..................iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniini| I Hessisches Lyzeum Giessen I — «,,,,,,»»»<>>>>>> >ii,............................. — Nachdem die Stadtverordnetenversammlung die Errichtung der ersten Klasse der Studienanstalt beschlossen hat, werden Anmeldungen zur Obersekunda täglich entgegengenommen. 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B.: Ich kann es nicht unterlassen. meinen herzlichen Dank auszusprechen. Och bekam einen doppelten Leistenbruch, aber gleich so schlimm, daß beiderseitig die Wunden 7 cm lang waren, ich habe verschiedene 2andagen- Häuser ausgesucht, um mir Hilfe zu verschaffen, aber leider wurde mein Leiden immer schlimmer, zuletzt kam ich soweit gar nicht mehr .als Leben zu können, denn kein QSanb konnte mir die Bruche zurückhalten, ich war in Erfurt, Dresden, Halle, Stuttgart und Berlin, um Hilfe zu finden, alles vergeblich Zur Operation konnte ich mich nicht entschließen, da ich im 62. Lebensjahre bin. Im Tlovember 1920 laS ich Ihren Aufruf in der Thüringer Tageszeitung. Ich hatte mich ent- schlossen, noch einen letzten Versuch zu machen, meldete mich bei Ihnen an und trat im Dezember in Ihre Behandlung. Es trat eine langsame vollständige Heilung ein und bin heute vollständig geheilt und trotzdem in meinem Schmiedeberufe immer weiter tätig. Das hätte ich nie geglaubt, daß ich je wieder geheilt werden könnte. Ich sage Ihnen meinen herz- lichsten Dank. Berlstedt bei Heumar!, ÄreiS Weimar. 3773D P. U., Schmiedemeister. Vaillants Gas-Badeöfen zu beziehen durch alle ,MSss InstaHationsgeschäfte. Illustr. Katalog Ausgabe 17 U kostenlos. Joh.Vaillant Remscheid. IfänÖe, bclonOer» '.ÄeiDung. />u übertotnöen ItnD. Rechnen wir mit einem Gesamtverlust von 22 vom Hundert. |o würben von den 9 Meterkilogramm nur etwa 7 Meterkilogramm nutzbar gemacht. Ein Rlesen°Werjttian z. D., den die Deutsche Maschinenfabrik A.-G. in Duisburg für die Weift von Blohm und Botz in Hamburg gebaut bat, bebt als Höchstleistung 250 Donnen 250 000 Äilcgiamin in der Minute 1,6 Meter hoch, was 0.0267 Meter in der Setunde entspricht. Die Ruhleistung dieses Kranes ist demnach 250 000 • 0,0267^-6675 Meterkilogramm in der Sekunde. Da ein Mann 7 Meterkilogramm in der Se^ künde leistet, so würden 6675:7 =953 Mann dazu gehören, eine gleiche Arbeitsleistung zu erreichen. Betrachtet man vorstehende Zahlen ,so kann man sich einen kleinen Begriff davon machen. Wie- viel Menschen und welche Zeil wohl dazu gehört haben mögen die schweren Steinblöcke beim Bau der Pyramiden auf Höhen bis zu 146 Bieter zu heben. Denn Hebemaschinen waren damals noch nicht bekannt: vermutlich standen als einzige Hilfsmittel der Hebel und die schiefe Ebene zur Verfügung. Was uns heute die elektrische Energie leistet, das mutzte damals die Masse der Menschen schassen. Wie gehen wir? Eine müßige Frage, das weis; doch jeder. Nun, so einfach, wie man denkt, ist die Sache doch nicht, das mag folgende Erwägung zeigen, die den wenigsten liefern klar gewesen sein wird. Wir stehen nur dann fest, wenn unser Schwerpunkt über der Stüßungssläche (der Fußsohle) liegt. Lei der Fortbewegung muß sich dies also fortwährend ändern, da der Körper einmal über dem rechten, dann über dem linken Fuß ruht. Das vorgestellte „Standbein" liegt mit der ganzen Sohle auf und stützt den Mörpcr; der rückwärts stehende Fuß wirb vom Loden „abgewickelt", indem er von der Ferse her ansangend sich erhebt, zugleich wird das betreffende Lein im Kniegelenk gebeugt und nach vorn geschoben, ebenso auch der übrige Körper mit dem Schwerpunkt, bis er wieder über der nun aufgesetzten Fußsohle-liegt. Dann beginnt derselbe Dorgang mit dem anderen, bisher aufliegenden Fuß und dem entsprechenden Bein. Dies wiederholt sich andauernd. Der ^Schwerpunkt wird dabei also von der einen Breite zur anderen bewegt, wir ruhen beim Gehen stets auf einem Fuß und erheben gleichzeitig den unberen. Beim Lausen ist die Dauer der „Abwicklung" der Füße kurzer, aber es schwebt dabei der Körper auch für ganz kurze Zeit frei in der Lust, unb es kommt auch vor, daß beide Füße für kurze Zeit auf dem Boden ruhen. Der „Beobachter am Blain" l Aschaffen- bürget- Anzeiger) kann in diesem Fahre auf sein sechzig) ähriges Erscheinen zurückblicken. Er wurde von dem Buchdrucker Jakob Wilh. Schipp- ner mit der Gründung einer neuen Druckerei i. 3. 1865 ins Leben gerufen. Aus kleinen unscheinbaren Anfängen ist der „Beobachter" zur füJyccnbcn und einflußreichsten Zeitung des ganzen westlichen llnterfranfcn mit der weitaus größten Abonnentenzahl emporgewachsen. Shakespeares „Heinrich IV.“ als Operntext. Die mrsterchlichen Gasthausszenen aus Shakespeares „Heinrich IV.“. deren Held Falstaff ist. 3ud> von entern englischen Komponisten zum Text •einer Oper verwendet worden. Aber die Falstafs- >Szenen find nicht etwa, Wie es bei dem Text zu AikolaiS „Dusligen Weibern von Windsor" durch 'Mvsenthal geschah, umgearbeitet worden, sondern ldi-e Worte deS Dichters Wurden ohne jede Aende-- rung als Text übernommen. Die Oper, die den Ditel „3m Eberkopf" führt, ist von Gustav Holst und Wurde zum erstenmal in Manchester •ufgefübrt. Sie Wird von ihrem Schöpfer als „Musikcckisches Zwischenspiel in einem Akt" bezeichnet und lehnt sich in ihrer Vertonung an alte englische Blelodien an. Wie sie im Zeitalter der Königin Elisabeth vom Volke gesungen wurden. Die Kritik vermißt eine gewisse dramatische Steigerung, aber der Wundervolle Humor des „alten lustigen Englands", der in den Szenen des Dramas lebt, kommt auch in der Musik gut zum Ausdruck, und so Wurde der eigenartige Versuch zu einem großen Erfolg. Wirtschaft. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Ein Hauptkennzeichen der Arbeitsmarktent- kdicklung der letzten Zeit sind außerordentliche Schwankungen. Während sonst in der Regel in Sommermonaten eine Belebung erfolgt, trat im vorigen 3ahre ein erheblicher Rückschlag ein, der die Zahl der Vollerwerbslosen binnen kurzer Zeit auf beinahe 600 000 brachte. Andererseits War aber entgegen allen sonstigen Beobachtungen im Herbst, der im allgemeinen einen Rückschlag zu bringen pflegt, eine beträchtliche Erhöhung der Arbeitsgelegenheit zu verzeichnen, die bis zum 15. Rovember 1924 die Zahl der Vollerwerbslosen auf ungefähr 427 000 herab- drückte. Von da an stieg die Zahl dann wieder dauernd bis zu 593 000 am 1. Februar, um Ende März wieder aus 515 000 zurückzugehen. Die Besserung findet ihre Bestätigung auch in anderen Statistiken: so ist z. D. nach den Berichten der Arbeiterverbände der Anteil der erwerbslosen Mitglieder gefallen von 8 Prozent Ende 3anuar auf 7,3 Prozent anfangs März: die männlichen Arbeitsgesuche gingen von 338 auf 100 freie Stellen im Dezember auf ungefähr 275 zur 3etztzeit zurück. Diese außerordentlich starken Schwankungen sind ein Spiegelbild der Unruhe, die immer noch das Hauptkennzeichen des Wirtschaftslebens ist und die noch lange auf uns lasten wird. Erfreulich ist, daß die 'Besserung der letzten Zeit sich hauptsächlich auf die Betriebe erstreckt, die Produktions- bzw. Ausfuhrgüter Herstellen, während die 'Beschäftigung in den Gewerben, oeten Erzeugung dem reinen Verzehr dient, zu- rüdgegangen ist. Sehr klar kommt diese Tendenz. Was die Produltionsgüter angeht, zum Ausdruck in der Landwirtschaft sowie im Kalibergbau: auch im Braunkohlenbergbau und in der Eisenindustrie ist die Beschäftigung noch einigermaßen günstig: sehr schlecht ist sie dagegen im Steinkohlenbergbau. Bei der eigentlichen Ausfuhrindustrie kann man die Besserung des Grades der Deschäftigungsmöglichkeit noch deutlicher erkennen- so ist z. D. nach den Berichten der ünternebmungen die Zahl der gut beschäftigten Betriebe in der Metallindustrie gestiegen von 11 Prozent im August 1924 auf 22 Prozent im Februar 1925, Während gleichzeitig die Ziffer der schlecht beschäftigen Betriebe gefallen ist von 51 Prozent auf 20 Prozent. Für die Maschinenindustrie gilt das gleiche: bei ihr ist die Zahl der schlecht beschäftigten Betriebe in derselben Zeit von 74 Prozent auf 46 Prozent zurück- gegangen. Auch im Baugewerbe ist der Beschäftigungsgrad verhältnismäßig befriedigend, wenngleich bisher alle Hoffnungen noch nicht verwirklicht worden sind. Was die Gewerbe angeht, die allein Verbrauchsgüter Herstellen, so ist besonders schlecht die Beschäftigung im SabafgcWerbe; dort geben die Arbeiterfachverbände an Arbeitslosen bzw. an Kurzarbeitern bis zu 35 Prozent aller Mitglieder an. Richt so scharf ausgeprägt ist die Tendenz im Rah- rungs- und Genußmittelgewerbe, wo die Zahl der Arbeitslosen von 5,4 Prozent im 3anuar auf über 6 Prozent im März gestiegen ist, während der Prozentsatz der Kurzarbeiter so^ar von 8,5 Prozent auf über 12 Prozent sich erhöht hat. Eine Verschlechterung der ArbeitS'Narkttage weisen ebenfalls auf die Textilindustrie sowri das Konfeltionsgewerbe. Abweichungen von den hier kurz geschilderten Haupttendenzen auf dem Arbeitsmarkt sind im besetzten Gebiet zu verzeichnen, Wo die Zahl der Arbeitslosen Mitte März mit 150 000 prozentual viel höher ist als im unbesetzten Gebiet. Auch die Arbeitsmarktlage für Angestellte Weist abweichende Tendenzen auf. Hier kann man sagen, daß beinahe für alle Berufe gleichmäßig die Verhältnisse außerordentlich schlecht liegen; das Angebot hat säst überall stark zugenommen, während die Rachfrage nach tote vor nur verhältnismäßig geringfügig ist. * D i e Wohnungsfürsorgegesellschaft für Hessen, gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Sitz in Darmstadt, die vor kurzem gegründet wurde, ist jetzt gerichtlich eingetragen worden. Gegenstand des Unter- nehmens ist die Förderung des Baues und der Einrichtung von Wohn- und Heimstätten in Klein- und Mittelhäusern, allgemeine Unterstützung der Wohnungsbedürftigen. Der Zweck der Gesellschaft ist darauf gerichtet, der minderbemittelten Bevölkerung gesunde und zweckmäßig eingerichtete Wohnungen zu billigen Preisen zu verschaffen. Das Stammkapital beträgt 100 000 Reichsmark. Regierungsbaumeister Kurt Runge in Darmstadt ist zum Hauptgeschäftsführer bestellt Worden. Der Hessische Fiskus als Gesellschafter bringt auf Stammeinlage in die Gesellschaft bewegliche Sachen im Werte von 40 000 Reichsmark ein. ' Die Kalkindustrie im März. Der verhältnismäßig günstige Geschäftsgang der Kalk- industrie im Februar hat im März nachgelassen. Maßgebend hierfür War in erster Linie der id der Mitte des Berichtsmonats einsetzende Witte- rungsumschlag. Der Ausfuhrmarkt liegt, mit Ausnahme des holländischen, Weiterhin schwach. * Deutsche 3ndustriekonzessio« neu in der Surfet. Die englische Presse berichtet aus Angora, daß zwischen der türkischen Regierung und einer deutschen Firma ein Vertrag abgeschlossen sei, wonach der Gesellschaft drei Fabriken (zwei in Konstantinopel) ausge- fhändigt werden sollen. Die Firma wird den Ramen „Soci4t6 anonyme industrielle turque“ führen. Die Konzession ist für 30 Jahre erteilt, jnach deren Ablauf die Fabriken mit allen Maschinen Eigentum der türkischen Regierung Werden. Die Gesellschaft Wird hauptsächlich Material für Die Arsenale liefern, ferner landwirtschaftliche Maschinen und Eisenbahnmaterial. * Großkraftwerk Württemberg A.G. in Heilbronn. Die zum Lahmeyer- Konzern gehörige Gesellschaft legt ihren Geschäftsbericht für 1924 vor. Rach Rückstellung von 58 000 Rm. zur Kapitaltilgungs- und Crneue- rungsrücklage Wird der Rest des Reingewinns auf neue Rechnung vorgetragen. 3m Geschäftsbericht Wirb die Pachtung der Wasserkraftanlage Kochendorf von der Reckar A. G. und die Gründung der Vorarlberger 3llWerfc G. m. b. H.. Bregenz, mit 2 Mill. Schweizer Franken Kapital erwähnt. Woran die Gesellschaft mit 42Vs Proz. interessiert ist. Die zukünftige Stromversorgung Württembergs soll durch Ausbau dieser Wasserkräfte sichergestellt Werden. An den Gemeindeverband Ueberlandwerk Hohenlohe-Oehringen und an die Krastwerke Altwürttemberg A. G. erfolgte die Energielieferung auS dem Dampfkraftwerk Heilbronn. Der Energiebedarf der beiden Werke war infolge des sehr wasserreichen 3ahres geringer als in normalen Fahren. Die Lieferung an die württembergifdbe Sammelschienen QL G. dürfte im Laufe dieses Sommers ausgenommen Werden. Frankfurter Abendbörse. Franksu rt a. M., 14. April. Die Abendbörse verlief ohne Anregung in unverändert lustloser Haltung. Umsätze wurden nur in ganz geringem Umfange getätigt. Die Stimmung ist insofern als etwas gebessert zu bezeichnen, als die Abgaben zum Stillstand kamen und die wenigen zur Rotierung gelangenden Papiere mit behaupteten Kursen aus dem Verkehr hervorgingen. Deutsche Anleihen vernachlässigt. 3m freien VerDalum: 57» Tcnrfflje Nclch?ankelbr . 4% Deutsche Neichvanleihe . SVa% Deutsche ReichSonlcihe 3% Deutsche Ne iHScm leihe . Deutsche Eparprännenanleihe 4°/o Preußische KousolS . . . 4% Hessen........... Hessen 3% Hessen Deutsche Dertb. Dollar-Anl. dto- Doll.-Schatz-Amreisng.ü <% Zolltürkcn .... 5% Goldrnerilaner Berliner Haudclsacsellschast. Commerz» und Privat-Bank. Darmst. und Nationalbank . Deutsche Bank......... Deutsche BcreiuSbänk .... DiScouto Commandit .... Metallbank........... Mitteldeutsche Eredilbank. . Oesterreichische Kreditanstalt. Wcstbank............ Bochumer Guß ....... BudcruS ....... Caro.............. Deutsch-Luxemburg blelsenkirchcncr Bergwerke. . Harpeucr Bergbau..... Kaliwerke Aschersleben. . .. Kaliwerk Westeregeln .... Laura butte Oberbedarf . .. Pyöuir Bergbau . RdetMlabl Riedcck Montan TelluS Bergbau........ Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd..... Eheramische Wer/e Albin . . Zementwerk Heidelberg .. . Pbiltpv Holzmann...... Anglo-Cont -lInano . . . . . Badische Anilin........ Ebemilchc Mayer Alavstr .. Goldschmidt..... .... Gries, eimer Electron .... Höchster Farbwerke ..... Holzverkohlung RütgcrSlverke ........ Echcideaustalt......... Alla. Elektrizitäts-Gesellschaft B-ngmann........... Mainkraftwerke Schlickert Siemens L Halske...... Adlerwerke Kleber ..... Daimler Motor«. ...... Hepli^uistaedt ........ Motorenwene Mannheim * Frankfurter Armaturen . .. Konservenfabrik Braun . . . Mctallgesell^ast Franksart - Schuhfabrik He« . . * * 2 * * Sichel..... Zellstoff Daldhof Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Wagdäuiel • . . kehr gingen dprozerckige Reichsanleihe zu 0,650 um. Die Abendbörse schloß füll in behaupteter Haltung. Deutsche Anleihen: 1923er K.-Schätze 0,640. Bankaktien: Commerzbant 109,25, Darmstädter Bant 137, Deutsche Dank 135, Disconto- gesellschaft 116,25, Dresdner Dank 107,75, Metallbank 114, Oesterreichische Strebttaftien 8,30. Montanaktien: Deutsch-Luxemburger 70,75, Kali Westeregeln 21,87. Chemische Aktien: Scheideanstalt '137, Th. Goldschmidt 108, Höchster 133. 3ndustrieaktien: Adlerwerke Kleyer 3,50, Dycker- hoff und Widmann 4,35, Fuchs Waggon 1,30, Gebr. Zunghans 12, Lechwerke 85, Metallgesett- schaft 129, Thüringer Lieferungsgesellschaft-Gotha 87,50, Zucker Heilbronn 3,30, 4> ..prozeittige Ungarn von 1924 8,50. ________________Börsenkurse. _____________ IVranTfurti. M. Berlin 2chtutz. Schluhb. Abend, börfe Schluß. 5hire S-bluhk Mittag bfrle 0. 4. 11 1. 9. 4. 14 1. 0.667 0.6.10 C.665 0,655 ü .72 0,70 — 0,715 0,69) 0,69 0,685 0,680 -— _ 0 78» 0.775 0 36 0,381) 0,3,80 0.36 U.730 0,7 0 0,77.5 0,73 — — 0.75 0,75 — 0,71 0,80 — 0 63 0.72 0,65 94.75 94,75 64,75 95 91 55 1'1,55 01,75 91 75 10,13 9,9 9,9 10 — — - 42 5 116,5 115 146,5 145,2.5 109,5 109,25 109.50 137 109,50 137 137 137 135 135 135 135 0,36 91 —• 116.75 116,.'. 117 116,75 111.5 114 —- 99,75 99,75 ISO 109 8 3) 8.3 8,5 8 4) 0 13 0,11 0,225 0,3 79,5 _ 79 — 81,9 83 16.2'» 16 9.75 9,6 10,25 10 <3 70,75 72 4 70.8 8175 78 89,62 79 — 133 7 > 135,25 433,1 17 16.75 17,25 17 21.9 21,9 22,35 23 77 73.50 75,25 75 9.625 8,875 9,62 9,20 59,8 58 59.50 57 62 c! 49,62 50.5 48,8 102,73 102,25 103,60 103 3,55 3 55 — —* 80,13 79,25 81,10 ’O 83,75 83 84 83,75 90,5 89,75 — •— 88 62 87,15 88 85,75 — 138 134 139,90 138.90 139,50 138 — 0,4 _ - - 109 108 109 108 26,5 133.5 26,3 26,62 26 40 133 133,90 133,50 7,80 7,60 — 15,5 11,75 15 50 15 136,5 137 - - 11,15 10 95 11,30 11 91,75 91,62 92,5 91,75 91 90 —* — 61 62,2 61 60 73 72,5 72,75 71,75 3.55 3 50 3.50 3,40 5.4 5.30 5.5 5,30 3,05 3.1 —— —• 7 7,25 s 7,2* — — 110 107 0,67 0,66 — — 1.3 1,19 1,3 1 1.38 129 — — 2,2 3,5 3,5 3,12 3^63 3 6 3,62 64 61 2.45 2,45 13 13 13 13,3 13.25 4,70 4,8 —* 3,1 3,45 3,4 3,4 Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (In Billionen Mark aaSgedrückt. BuenoS-AirrS, London, Neu« hort, Japan, Rio de Janeiro für eine Einbeit. Wien und Budapest für 100000 Ern beiten, olles übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung. 8. April 9. April vmtUchi Notierung C'clb Brief SlmtlKi): ’totirriM) ■Brief Äcld Vmü-Rott. 1-37.59 168.Ul 167.41 16/.86 öucn-Atres 1,603 1.6'7 1,597 1.601 Vrfs.-Antw. Christiania. 21.14 21 20 PL 13 21,19 67,17 f 7 33 67,11 67,28 Kopcnbogcn 77.20 77.40 77,16 77,96 Stockholm - 113,030 113.31 113,04 113,32 HclüngforS- Italien. . . 10,565 17,215 10,605 17,2)5 10,56.3 17.20 10,603 17.24 London. . . 20.075 20,125 20,065 20 115 Okutjort . . 4,195 4,202 4,195 4,205 Paris.... 11 54 21.69 21,55 21.61 Scbwcij . . 61,05 61,25 bl 04 61-24 Spanien. . 09.73 69,87 59.68 59.82 Japan - . . 1,738 1,742 1,748 1,753 Nio de Jan. Wien in D-» 0,451 0,453 IU49 0.451 Ceft. abgest. 59,06 69.20 69.06 69,20 Prag .... Belzrad .. 12,435 12.475 12,435 12,475 6 78 6,80 6,775 6.795 Budapest. . 5.815 6,835 5,815 Bulgarien . F.06 E.07 1,06 L'ssabon . 29.42» 20,475 20.275 20.325 Danckg. . . flonfLntüt 79,65 79.85 79,65 79 8.5 2,18 2,19 2 185 2-195 ittdcn. . . 6.99 7.01 7,29 7,31 Banknoten. Berlin, 14. April. (StP) Briet Amcrikanislve Noten ..... 4.178 4,198 Beloische Noten ........ •21 07 21.17 Dänische Noten ........ 76 91 77 34 Englische Noten........ Französische Noten ...... 20.01 20,14 1 52 21 61 Holländische Noten...... 167 17 US 03 ^tlilienische Noten ...... 17.20 17,28 Norwegische Noten...... Deutsch Ocstcrr , ä 100 Krone» '6 93 67 25 18.95 69,25 Rumänische 'Noten...... — — Schwedische Noten...... 112 79 113,39 Schweizer Noten....... Ft, 95 81.35 Svanilche Noten....... 59,50 59,80 Tschechoslowalische Note» • - U 405 12.465 Ungarische Noten. . ... 5,78 5,80 Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Berlin, 14. April. Nach der mehrtägigen Un« terbrechung des Verkehrs läßt sich das Geschäft heute auBcrottcntiid) zogerno an. Die Geschäfts« ft i 11 c , die sich dabei ausprögte, kann kaum noch übertroffen werden. An Marktgebieten, die sonst zu den beoorzugten Spekulationsobjekten gehörten, sanden überhaupt keine Umsätze statt. Eine ausgesprochene Tendenz konnte sich unter diese» Umständen nicht entwickeln. Immerhin hat es den 'Anschein, als wenn am Montan markt stärkeres Angebot heroortrat, das auf die Kurse einen Druck ausübte. Die ersten Notierungen mußten viel- fad) aus dem Grunde ausgelassen werden, weil noch nicht das notwendige Mindest in jedem Papiere umgegangen war. Am Geldmarkt zeigte sich infolge des geringen Geldbestandes ein leichtes An ziehen der Sätze. Man hörte tägliches Geld mil 7—9 Proz., Monatsgeld mit 9cinhalb bis 11 Proz. Am Devisenmarkt sand die Bewegung des französischen Franken infolge der derzeitigen Dor- gängc in Paris allgemeine Beachtung. Der Pariser Franken unterlag in den Vormittagsstunden international mehreren Schwankungen und wurde gegen mittag gegen London mit 93,5 genannt. London-Brüssel hielt sich auf 95,9. Etwas ermäßigt war das englische Pfund mit 4,78einachtel gegen Neuyork. " Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht deS „Gießener Anzeiger-'.1 Frankfurt a. M., 14. April. Es Wurden notiert: Weizen, Wetteraüer 20,50 bis 24,50, Roggen, inländischer 19,50 bis 23,50, Sommes gerfte für Brauzwecke 20 bis 28, Hafer, inländischer, 17 bis 21, Mais (gelb) 19,50 bis 19,75, Weizenmehl, inländisches (Spezial 0) 36,50 bis bis 39, Roggenmehl 31,50 bis 33,50, Weizenkleie 13,25 bis 13,50, Roggenlleie 14,50, Erbsen 25 bis 30, Linsen 40 bis 45, Heu, süddeutsches, gut, trocken, 9,50 bis 10, Weizen- und Roggenstroh 5,50 bis 6. Treber, getrocknet 17,50 bis 18 Mk. Tendenz: befestigt. Frankfurter Schlachtviehmarkt. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger-".) Fr an 1 für t a. M., 14. April. Auftrieb: Rinder 663 Stück: darunter 228 Ochsen. 18 Butten, 417 Färsen und Kühe. 249 Kälber. 39 Schafe, 1949 Schweine. Preis pro 50 kg Lebendgew. Ochsen, vollfleischige ausgewachsene höchsten SchlachtWeris 55 bis 62, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästele 46 bis 54, mäßig genährte ältere 35 bis 45. Bullen: vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachttoeits 48 bis 52, vottslcischige jüngere 42 bis 47. Färse n u n d K ü h e: vollfleischige ausgemästele Färsen höchsten Schlachtwerts 55 bis 62, vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachttoerts, bis zu 7 Jahren. 46 bis 52. wenig gut entwickelte Färsen 45 bis 54, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 32 bis 40, mäßig genährte Kühe und Färsen 20 bis 30, gering genährte Kühe und Färsen 14 bis 20. Kälber, seinste Mastkälber 85 bis 90, mittlere Mast- und beste Saugkälber 78 bis 84, geringere Mast- und gute Saugkälber 65 bis 75, geringere Saugkälber 55 bis 65. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 48 bis 50. Schweine, vollfleischige von 80 bis 100 Kg 66 bis 68, unter 8 0Kg. 60 bis 65, von 100 bis 120 Kg. und von 120 bis 150 Kg. 66 bis 68, unreine Sauen und geschnittene Ebrn: 56 bis 60. Marktverlauf: Rinder und Schweine werden bei ruhigem Handel langsam geräumt. Kleinvieh bei lebhaftem Handel ausverkaust. Rächster Schweinemarkt Dvn nerstag, den 16. April, nächster Kleinviehmarkt Freitag, den 17. April 1925. Berliner Produktenbörse. Berlin, 14. April. Der Produktenmark hatte kleines Geschäft bei anfangs schwächerer, später aber befestigter Tendenz. Gerste still, Hafer bei weiterer Frage des Konsums und Polens sest. Mehl ruhig, ebenso Futter- artikcl. Es notierten je 1000 Kg.: Weizen (märk.) 247 bis 250. Wetzen (Mai) 258 bis 259.50, Weizen (Juki) 258 bis 259.50. Roggen (märt.) 230 bis 232. Weizen (Mai) 226 bis 227. Weizen (3uli) 226 bis 227. Gerste (märk.) 210 bis 230, Futtergerste 185 bis 205. Hafer (märk.) 190 bis 199. Hafer (Mai) 183. Mais (Mai) 175. Raps 390. Leinsaat 380 bis 385; für je 100 Kg.: Weizenmehl 32.75 bis 34.75, Roggenmehl 31.00 bis 14.50, Biktoriaerbsen 23.00 bis 29.00, kleine bis 32.75. Weizenkleie 14.00. Roggenlleie 14.40 Erbsen 19.00 bis 21.00. Futtererbsen 18.00 bis 19.00, Peluschken 19.00 bis 20.00. Ackerbohnen 18.50 bis 20.00. Wicken 19.00 bis 20.00, Lupinen (blau) 10.00 bis 11.50, Lupinen (gelb) 12.00 bis 14.00, Serradelle 13.00 bis 15.00. Rapskuchen 15.20 bis 15.50. Leiniuchel 4 Po., S. m. U Boriin JO. 13. «letetlaseu bei; »to<6 Mootbete. Sri» «oucr, Sranffutier Ctr.4; Siftotia^tüBerie. llbolbeter <5.®ulb. Markt«,.lliuvetfiufS Moothele win eolbencn Engel. iLM-ttf. Markwla»; GenitoLTrooene Emil Karn, Schul«,.; fltcusSroaeric August Noll. Babudoiftr. 51: NcuNadt Drogrric »nu# «oll. Neustadl s" Tel. 240 auch nachtL RRENNABQR ■i- Mach 3Qd-Amerika (Brasilien, Argentinien, Westküste), Cuba-Me* xico,W estin dien, Afrika, Ostasien usw. inVerbin- dung mit anderen Linien MachHordeAeeerlka u Cenade. 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Auftrieb. «Ochsen. 18 Aullen. ibcr. 39 Schafe, 1949 'bcnbg?tD. ödjkn 'chsten öchlachlwettr nicht auegcinofiele b's 54, mähtg II« n; vollfleischtge 1 Echlachllveitt 48 42 bi« 47. 5är- 1« auSgemäbete fixh- bi« 62, vvlUeMe Schlachllven«, big oenig gut cnlttiddit ausgemästele Rübe iünaerc Kühe .32 bt« und Färsen 20 bi« nd Färsen 14 bi« 20. r 85 bis 90. mitiltre ' 78 bis 84, geringere 65 bis 75, geringere chase: Malllämmer ). Schweine, völlig. 66 bis 68, unter bis 120 Kg. und von ;, unreine Sauen und , ‘Mtbalauf: M- bei ruhigem Handel > her lebhaftem Han ed)öcincmarfl Don fjftcr ftfmtitfrnarft Feuer am Nordpol. Tdchnisch-polilijcher Nomon aus der Gegenwart. Bon Karl-August von Lassert. 17. Sortierung. (Nachdruck verboten.) Die Verproviantierung der Flugzeuge hatte Mortens übernommen.. Er ernannte einen fiom- ntnnbanfcn für jedes Fahrzeug, dem noch drei ®c» gleite r zu geteilt wurden. Alle Teilnehmer waren auf Manneswort und Handschlag zu unverbrüchlichem -Schweigen verpflichtet, worauf sie Ziel und Zweck der Unternehmung erfuhren. Die Begeisterung der jungen Leute war groß. Endlich bot sich wieder eine Tat, die Gefahr, ober auch Ehre und Gewinn versprach, würdig deutscher Unternehmungslust. Nagel benutzte die ihm in Berlin zur 23er» fugung stehende Zeit zum Einkauf verschiedener wissenschaftlicher Instrumente und zur Vervollständigung der Ausrüstung. schließlich entschloß er sich auch zu einem Besuch bei einem der Vorstands» Mitglieder der Geographischen Gesellschaft. Der kleine Professor, eine Leuchte der Erd» künde, empfing ihn sehr zuvorkommend. Nagels Plan, ebenso wie Amundsen den Pol zu überfliegen, erregte fein höchstes Interesse. Besonders begeifert war er, als der junge Ingenieur erklärte, keinerlei Geldunterstützung seitens der Gesellschaft tu erbitten. Geld war knapp im verarmten Deutschland. „Ich werde Ihnen einen detaillierten Fragebogen mitgeben", sagte er. „Die wissenschaftlichen Eintragungen bitte ich möglichst sorgfältig vorzu- nehmen. Bon besonderer Wichtigkeit sind Fragen der Wetterkundc, astronomische Beobachtungen und, wenn möglich, geologische Feststellungen. Daß viele photographische Ausnahmen aus der Höhe gemacht werden, ist wohl selbstverständlich." Nogel versprach, alles nach Möglichkeit auszuführen. „Gestalten Sie mir noch eine Frage", fuhr der Professor fort. „Besitzen Sie auf diesen Gebieten cud) genügende Vorkenntnisse?" „Als Tiesbauinoenieur bin ich mit der Geologie ziemlich vertraut. Gerade hierin erhoffen wir 6c- fander, wichtige Ergebnisse. Herr «anders, einer der bekanntesten Nutengänger, wird an der Expedition teilnehmen. Er behauptet, in der Lage zu I£rn. 00m (jwgjtug aus die geologischen Vertzatt- nrsse, auch der von Ei» und Dosier bedeckten Ge- biete feststellen zu können " Die Stirn des Gelehrten verdüsterte sich. „Glauben Sie etwa an die Erfolge der Wünschelrute, fomeit, nicht nur ziemlich unter der Erdoberfläche fließendes Wasser betrifft?" „Ich selber war Zeuge der überraschenden Gefolge des Herrn Sanders bei Oclmutungen in großer Tiefe." Der Professor schüttelte den Kopf. „Immer wieder dieser Wahn, gegen den wir Männer der exakten Wissenschaft ankämpsen muffen! In dieser Hinsicht werden wir von Ihrer Expe- bition wohl keine Resultate zu erwarten haben. Nun, immerhin! Wie steht es dann aber mit den meteorologischen und astronomischen Kenntniffcn?" „Auch auf diesen Gebieten besitze ich einige Erfahrung", sagte Nagel. „Ich war ein Jahr lang Mitarbeiter des bekannten Wiener Ingenieurs Hanns Hörbiger —" „Doch nicht des Erfinders der Welteislehre?" unterbrach der Gelehrte fragend. „Oder der Kosmolechnik, wie sie jetzt neuer» dings genannt wird." Die Falte auf der Stirn des Professors wtirde drohend. „Auch eine betrübliche Erscheinung der jetzigen unbotmäßigen Zeit", sagte er bitter. „Da taucht irgendein unbekannter Ingenieur auf, der sich zu seiner Unterhaltung einmal mit Astronomie beschäftigt hat. Dieser Mann kommt aut die merkwürdige Idee, nid) nur die meteorologischen Phänomene, sondern auch die Bewegungen der Gestirne, ja sogar die Entstehung und Weiterentwicklung des Weltalls nach technischen Gesetzen erklären zu wollen .Er wirst alle Erfahrungen, alle geistreichen Schlüsse einer jahrhundertealten Wissenschaft über den Haufen und behauptet, daß die Gesetze einer überhitzten Dampfmaschine auch auf den Kosmos zuträfen. Er wirft Eisstücke in geschmolzene Mc» tallmassen und erklärt aus der dann folgenden Explosion nicht nur die Protuberanzen der Sonne, die wieder unser Wetter beeinflussen sollen, sondern sogar die Schöpfungsgeschichte der Erde und des ganzen Planetensystems einsd)ließlid) der Milchstraße. Fürwahr, ein verworrener und überhitzter Geist!" „Sie vergessen, Herr Professor, daß die geistreichen Schlüsse der jahrhundertealten Wissenschaft bshcr zu keiner emwandtreien Tffkorte des ae- samten Weltgeschehens führten. HeberaH klaffen Lücken, Widersprüche, Fehler. Nichts dergleichen bei genialer Theorie. Freilich moges für jeden Mann der Wissenschaft nichts Schwerere-.' geben, als die Ideen eines sogenannten Outsiders anzunehmen." Er wandte sich zum Gehen. Der Gelehrte verschluckte die bitteren Berner kungen, die er noch auf der Zunge hatte. Seine angeborene Gutmütigkeit siegte. „Reisen Sie mit Gott und kehren Sie gesund wieder", sagte er. „Wenn Sie auch noch nicht die richtigen Ansichten haben, so entschuldigt Ihre Jugend manches. Und auf die genaue Ausfüllung meiner Fragebogen, die ich Ihnen zusenden werde, darf ich doch rechnen ? Die wissenschaftlichen Grund lagen besitze Sie ja jedenfalls." .Ich verspreche, mein möglichstes zu tun, Herr Professor." „Na, dann also Ann» und Beinbruch", sagte der alte Herr- denn er war nicht nur ein etwas verknöcherter Gelehrter, sondern auch ein leidenschaftlicher Jäger. 4. Am nächsten Morgen wurde Nagel von Martens aus Gotha angerufen. ,J3ft 'was Wichtiges passiert?" Nimm den -schnellzug mittags ein Uhr. Heute nacht müßt ihr abfahren, sonst ist alles verloren." „Was ist geschehen?" „Das kann ich telephonisch nicht sagen. Es droht Untersuchung des Werkes." „Aber unsere Ausrüstung?" „Vorräte und Instrumente sind da. Werden heute nacht verstaut. Die nötige Kleidung müßt ihr euch dort verschaffen." „Die Pässe sind nod) nicht fertig." „Versuche, sie zu bekommen, sonst fahre ohne sie ab. Ich erwarte dich also." „Ich komme." „Gut. Schluß!" Ein Auto brachte den Ingenieur zur Sowjet- botfdjaft. „Wollen Sie Geld?" fragte der Kalmücke. „Nein. Aber möglichst sofort meine Pässe." „Müssen Sie denn unter allen Umständen heute reisen?" „Mil ober ohne Pässe, ich fahre!" Dann mertv Ich ;U)wn einen pronfocAdXK Ausweis verschaffen. Die Passe schicken wir nach Kalmikowskaja." schaben Sie vielen Dank!" „Können wir Ihnen sonst noch helfen?" .Ein Teil meiner hier bestellten Ausrüstung wird erst in zwei Tagen fertig sein." „Die sollen Sie auch erhalten. Wir schicken einen Kuner. Weisen Eie die Geschäfte nur an. alles hier abzugeben." Zehn Minuten später hatte Nagel seinen Aus weis erhalten und schüttelte dem Kalmücken bü Hanb. 5. Abends traf der junge Ingenieur in Gotha ein. Martens holte ihn im Auto von der Bahn ab ,4)aft du die Pässe?" fragte er. „Provisorische Ausweise Die Pässe und den Nest meiner bestellten Ausrüstung schickt uns die rulsilche Botschaft durch Kurier nad)." „Woher nehmen die Sowjet- ein derartige» Interesse an unserem Unternehmen?" „Cs muß der Einfluß Stratoffs fein.* „Traust du ihm?" Keineswegs. Aber ich will mit ihm arbeiten * „Es bleibt auch nichts anderes übrig." „Was hat sich heute ereignet, daß wir fi überstürzt abfahren müssen?" „Eine französische ftontroUtommiffion wollte meine Fabrik durch«uchen. Sie hatte einen Ausweis der thüringischen Regierung bei sich. Schon gab ich alles verloren, versuchte ober nod) ju parlamen- ticren und verlangte direkte Befehle der tieitfas- regierung. Der französische Motor bestand auf sofortiger Untersuchung imb wurde höchst unoer jdjämt. Unterdessen hatten sich aber die Arbeiter in großen Mengen versammelt und nahmen eine drohende Haltung an. Id) schlug dem Franzosen vor, er möge zur Verhinderung eines etwaigen Blutbades die Entsendung von Reichswehr veranlassen Erst nach langen Schwierigkeiten ließ er sich daraus ein. verlangte ober, daß feine Soldaten die Ausgänge der Fabrik besetzt hielten, damit kein Material entfernt werden könne. Es gelang mir bann, die Arbeiter zu beruhigen, bod) bleiben starke Trupps von ihnen nachts in den Werken, um keinem Fran zofen das Eindringen zu gestatten, bevor die Reichswehr da ist." (Fortsetzung folgt) ,n $htn*er; gen die -lieblich * April, m »rei * cr, SW ic7 ' -*■************ Man verlange ausdrücklich I1HWW■ । I Gießener Brauhaus-Pilsener ■■BMMiwMMnBiiiMMMMMnnMWMWinTinrMWFirmiWTmTmmni11 ■■ i— ii i iiwii ithiviiinn*gwi«ii imm Umwälzung in der Klei.iwohnungs-Heizung durch Etagenheizung inlanpfcfitlpn sering u. in wenigen Jah flUluyuiUdluU ren durch Brennmaterial erspamis herausgewirtschaftet I VfirfPilP* Behagl.Wärme in all. Räumen, lUriullui Bedienung nur eines Ofens, staubfreie Zimmer. Durch gleichmäßige Temperaturen dauernde Gesundheitl „ Kostenlose Beratung, Projekte und Ingenieurbesuche Gg. Appel Zentralheizungen Gießen ______ ____ ________________231D________________________________ Alexander 1 Statt Karten Die Geburt eines gesunden Ostersungen zeigen an Erich Fatz und Frau Iossy geb. Engel Würzburg (3 ZI Rote-Kreuz.klinllc), den 12. 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Ich bekam einen doppelten Leistenbruch, aber gleich so schlimm, daß beiderseitig die Wunden 7 cm lang waren, ich habe verschiedene 'Banöagem Häuser ausgesucht, um mir Hilfe zu verschaffen, aber leibet wurde mein Leiden immer schlimmer, zuletzt kam ich soweit gar nicht mehr als Leben zu können, denn kein 2anb formte mir die Bruche zurückhalten, ich war in Erfurt, Dresden, Halle, Stuttgart und Berlin, um Hilfe zu finden, alles vergeblich Zur Operation konnte ich mich nicht entschließen, da ich im 62. Lebensjahre bin. Zm November 1920 laS ich Ihren Lus- ruf in der Thüringer Tageszeitung. Ich hatte mich ent- schloffen, noch einen letzten Versuch zu machen, meldete mich bei Ihnen an und trat im Dezember in Ihre Behandlung. Es trat eine langsame vollständige Heilung ein und bin heule vollständig gepellt und trotzdem in meinem Schmiedeberufe immer weiter tätig. Das hätte ich nie geglaubt, daß ich je wieder geheilt werden konnte. Ich sage Ihnen meinen herz- lichsten Dank. Berlstedt bei Heumar!, ÄrciÄ Weimar. 3773D P. 1L, Schmiedemeister. Vaillants Gas-Badeöfen zu beziehen durch alle "««55 Installationsgeschäfte. Jllustr. Katalog Ausgabe 17 U kostenlos. Joh.Vaillanto Remscheid. ist kein Luxusgegenstand. DieeinmaligeAusgabelohnt sich, da Wohlklang und Tonfülle stets von neuem, aufs höchste gesteigerten musikalischen Genuß bereiten, wozu ihre Bauart volle Gewähr für unbegrenzte Haltbarkeit gibt. Nachdem die Stadtverordnetenversammlung die Errichtung der ersten Klasse der Studienanstalt beschlossen hat, werden Anmeldungen zur Obersekunda täglich entgegengenommen. (Dammstraße 26) Die Direktion. f Die grosse preussische Offiaierstragödie in 8 Akten von M. Luise Droop Ascherm ittwoch Karneval Fasching Täglich 4, 6, 8,15 Uhr W Großes verstärktes Orchester "W 3864c In allererster Besetzung u. a. Eduard v. Winterstein als Oberst v. Harrach, Olga Engi, Karl Beckersachs als Leutnant Jochen, Cläre Rommer, Lia Eibenschütz, Bernd Aldor, Ernst Rückert, Wilhelm Diegelmann als etatsmäßiger Feldwebel, Mayer II. als Rekrut, Karl Auen u. a. m. Wegen des zu erwartenden großen Andrangs zu den Abendvorstellungen bitten wir höflichst, die Nachmittagsvorstellungei. zu besuchen. Zu den Nachmittagsvorstellungen haben Studierende und Schüler ermäßigten Eintritt. Preise der Plätze; Loge 2,58 Mk., I, Platz 2,— Mk., II, Platz 1,50 Mk., III, Platz 1,20 Mk Ab heute Mittwoch W ■ „ S M | |L Ä ■ ■ ä Ab heute Mittwoch Premiere ILlCllTSpiClilclUS Premiere Rheinische leii-HrolliaDilliiiig, Jahrzehnten Qm M52 Wetzsteingasse S p. L. Zimmer zu vermieten [03s« Marktplatz 8. »1. Simmet sofort zu verm. O.M4- Lndwigöplatr 15II lüööL Simmet zu vermieten [03258 Licher Str. 155. Möbl. Zimmer mit Klavier zu vermieten 03269 Bleichstraße 33 y, Jiing.anständ.J-räu- lein, d. sich viell. in d.Aubildg. b.befind., k. geg. etw.Mitb. im Haush. i. nut. 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