Nr. 215 Erster Blatt 09 erwidert wurde, wobei sie schwere Verluste erlitten. Die Operationen werden durch heftige Regenfälle, die seit heute morgen eingesetzt haben, wesentlich erschwert. Die Risleute bieten hartnäckig widerstand. Die linke Flanke der sranzösischen Linie ist etwa 160 Kilometer vom Ausgangspunkt uorgebrungen. Marschall vetain wird die größten Anstrengungen machen müssen, um die Offensive in den nächsten Tagen zu forcieren, da die Flüsse nach höchstens zwei bis drei Wochen, mit Beginn der eigentlichen Regenzeit unpassierbar werden und dadurch die Operationen bis zum nächsten Frühjahr verschoben werden mühten. (Eine Rede Tirards. Mainz, 13. Sept (Havas.) Auf dem hiesigen Friedhof fand die Einweihung des Denkmals zum Andenken an die im Rheinland verstorbenen französischen Soldatetr statt. Der französische Oberkommissar im Rheinland, Tirard. hielt die Weiherede, in der er u. a sagte: Es sei mir gestattet, daran zu erinnern, daß bei ‘Beginn der Besetzung die interalliierte Rhelnlandkommifsion einmütig dem Wunsche Ausdruck gegeben hat, daß die Desehung nur als ein Mittel angesehen werde, damit djeDolker sichbesser kennen lernen(l) und auf dem Wege der Arbeit, der Ordnung und des Friedens sich in Zukunft c ncr besseren Menschheit zu sichern. Cs ist meine Pflicht, zu betonen, daß die Rheinarmee und ihre bedeutenden Führer stets sich von diesem letzten Willen der Kämpfer habe leiten lassen. In keinem Augenblick, selbst damals nicht, als unsere Mann- Sozialdemokratischer Parteitag Heidelberg. 13. Sept. (WTD.) Rach ener Kranzniederlegung am Grabe Eberts trat beute abend die deutsche Sozialdemokratische Partei zur Eröffnung ihres diesjährigen Reichs- Parteitages hier zusammen. In seiner Erössnungs. tibc streifte der Parteiführer Wels die letzten politischen Ereignisse, besonders die Zollvor- l ige. die Millionen deutschen Arbeitern das Irrot verteuern werde. Außenpolitisch habe die Sozialdemokratie den größten Triumph er- lebt, der je einer Partei beschielten war. indem die sozialistische Außenpolitik von den sozia» ütenfeindlichen Parteien als die einzig mögliche ult größtem Eifer durchgeführt toetje. Das Halde Ichr^Reichsregierung gegen die 6?'Jalbemofratie 6n *r—‘? ';- Partei mit größtem Eifer das Ziel verfolgen, auch im Reich die politische Macht wieder zu erringen. Zur ^Tagesordnung wurde ein Antrag angenommen, wonach gegen die gegenwärtige deutsche Justiz in einer besonderen Entschließung Stellung genommen werden soll. Für die österreichische Sozialdemokratie erklärte Dr Renner, daß sich die österreichische Sozialdemokratie mit der deutschen eins fühle und daß sie die völlige staatliche und politische Einheit mit den deutschen ‘Brühern erstrebe. Dcr Vertreter der polnischen Sozialdemokratie betonte, daß es vor allem notwendig sei, den Haß zwischen Deutschland und Polen zu b: kämpfen. Weitere Ansprachen hielten il a. Vertreter aus Belgien, der ruffi- schon Menschewisten, der georgischen, tschechischen und ungarischen Sozialdemokratie. M^t großem Beifall wurde die Rede des bäni- w. '"»irii- 1 10* i seine W fassen ieoflen, btt / W cMb, itoti man ! bon-Staffel-mtnaL »on Staffel in IW» der Rasso! blebit «och iffoL Junge fytrlil nti munttr und tntoM mu auf btn9tavr- x aUetn aui ItbrM- d. Rasso! ha! krabt tat Fachkchü. e Inder 'am Mack), ftraunelmltftl. mär! I 'ort dntn j nacci, ein Schreiben an Mussolini, in dem er darauf hinweist, daß der Faschismus niemals so stark war wie heute. Gegenwärtig bestehen 9000 Faschistenverbände mit 700 000 Mitgliedern, 590 Frauenverbände mit 25 000 Mitgliedern, 16 Legionen der Vorhut mit • 90 000 Mitgliedern und 13 andere Legionen mit 70 000 Mitgliedern. Es heißt in dem Brief weiter: Täglich stoßen neue Männer und Jugendliche zu uns und bitten, in unserem Heere mitlämpfen zu dürfen. Reben dielen politischen OtreUlräftcn verfügen wir über 317 nationale Gewerkschaften mit 1800 000 Mitgliedern, ferner über einen aufblühenden Verband von Seeleuten, über 6317 Gemeindeverwaltungen. 63 Provinzialoerwaltungen und über den mächtigen Verband der faschistischen Eisenbahner mit 80 000 Mitgliedern, dank dem einer der wichtigsten öffentlichen Dienstzweige bewunderungswürdig arbeitet. Der Faschismus verfügt über ein mächtiges Heer, um sein Ziel, nämlich die Schaffung eines faschistifchen Staates, zu verwirklichen. Die preußische Finanzen. Berlin, 12. Sept. ($11.) Im Hauptaus- schuh des preußischen Landtages teilte bei der Beratung des Etats des Finanzministeriums Finanzminister Dr. Höpker-Aschoss mit, er habe wegen Gewährung einer einmaligen Beihilfe von 100 Mark an die Beamten mit dem Reiche verhandelt, dort aber eine glatte Ab- lehnung erfahren. Rach den neuesten Berech- mmgen muß man in Preußen mit einem Fehlbetrag von 221 Mi llionen Mark rech- nen. ‘Bei der Aus sühn ng der Personal- abbauverordnun f.ien die Beamten um 5.6 Proz. die Angestellten um 22.7 Pro/, und die Arbeiter um 14,4 Proz. vermindert worden. Es werde eine Ersparnis von 36 Millionen Mark erwartet. Die kurzfristigen Kredite an die Landwirtschaft müßten unbedingt surütf- Reubryndenburg. 13. Sept. ($11.) Am Sonnabend fanden die Mannöver in Mecklenburg ihren Abschluß. Vormittags beobachtete Reichspräsident Hindenburg General v. S e e k t. Admiral Zenker und Reichswehr- minifter Dr. Gehler von einer Höhe aus die Truppenbewegungen. Der Reichspräsident, in Feldmarschallsuniform beobachtete eingehend die Truppen durch das Scherenfernrohr und stellte häufig Fragen an den neben ihm .stehenden Divisionskommandeur, General v. Tschichwitz. Rach Beendigung der Hebungen hörte der Reichspräsident die Kritik an und dankte anschließend dem Ches der Heeresleitung für die guten Leistungen der Truppen. Ferner sprach er den Offizieren der zweiten Division seine volle und uneingeschränkte Anerkennung aus. Aus einem Stoppelfeld waren Unterdessen die Truppen der zweiten Division aufmarschiert. um im Parademarsch an dem Reichspräsidenten vorbeizuziehen. Rach Beendigung des Vorbeimarsches wandte sich Hindenburg nochmals an den Divisionskommandeur und sprach ihm feine vollste Anerkennung aus. Am Abend sand in dem alten Städtchen Heu- branden bürg ein Zapfenstreich sämtlicher Musikkapellen der 2. Division statt. Am Sonntag ist Reichspräsident v. Hindenburg auS dem Manövergelände bei Reu- Drandenburg in Schwerin eingetrvfsen. und auf dem Bahnhof durch den Ministerpräsidenten Freiherr» v Brandenstein, den Staatsministern und dem Mecklenburg-Schwerin» schen Gesandten in Berlin, Dr. Tischbein, ferner durch den Standortältesten, Generalmajor von dem Hagen, empfangen worden. Beim Heraustreten aus dem Bahnhof erklangen brausende Hochrufe, und die Menge fang die Rationalhymne. Sodann begab sich der Reichspräsident von der Bevölkerung durch lebhaften Jubel begrüßt, nach seinem Absteigequartier im Ministerhaus in der Königs!raße. Längs des Weges bildeten die militärischen Vereine, Innungem, Schühenzünste, Turnerschaften, Gesangvereine, studentische Verbindungen von der Rostocker Universität, plattdeutsche Vereine in Mriklenburgi- schen Trachten und andere Vereinigungen Spalier. Hm 11.45 Hhr fuhr der Reichspräsident zum Besuch der Mecklenburg-Schwerinschen Regierung in das Staatsmini st erium. Auf dem Wege wurde er vor dem Rathaus durch den Oberbürgermeister von Schwerin, den Rat und die Stadtverordnetenversammlung begrüßt. Der Reichspräsident dankte dem Oberbürgermeister für den freundlichen Empfang und gab in herzlichen Worten seinen Wünschen für ein weiteres Gedeihen der Landeshauptstadt Schwerin Ausdruck. Darauf fetzte er seine Fahrt zum Staatsministerium fort, wo er den Staatsministern seinen Besuch abstattete. Hm 12 Hhr fand im Archivsaal ein von der Mecklenburg-Schwerinschen Regierung gegebenes F r ü h st ü ck statt. Rach dem Frühstück erfolgte eine Dampferfahrt auf dem Schweriner See. bei der die Wassersportvereine dem Reichspräsidenten eine Huldigung darbrachten. Hm 3.30 sand im Regierungsgebäude ein Emvsang der Vertreter des Landtags, der Behörden und weitester Devölkerungskreise statt. Rach Beendigung der Vorstellung hielt Ministerpräsibent Freiherr v. Brandenstein folgende Ansprache an den Herrn Reichspräse- öenten: ..Hochzuverehrender Herr Reichspräsident! Mit Stolz und Freude begrüße ich Sie heute im Barnen der Mecklenburg-Schweriner Staatsregierung in den Mauern der Landeshauptstadt. Sie hörten gestern und heute viele Mecklenburger — alte und junge. Minner und Frquen Ihnen entgegen jubeln. Daß Sie. Herr Feldmarschall, gerade in unser Heimatland fuhren. um die Reichswehr zu besichtigen, daS lieh manches alten Soldaten Herz höher schlagen, in Sonderheit bei denen, welche unter Ihrer Führung im Weltkriege ihre Pflicht taten. Ich denke dabei besonders an die Mecklenburger Landwehrmänner, die in den Masurenschlachten ihr Bestes hergaden. Sie haben gerne ihrem alten Führer wieder einmal ins Auge geschaut. Heute erfüllt es uns aber mit besonderer Genugtuung, daß gerade Sie als oberster Hüter des Wohls des Vaterlands an der Spitze des Reiches stehen und als solcher unter uns weilen. Sie haben sich nicht gescheut, das schwere und verantwortungsvolle Amt des Reichspräsidenten zu Übernehmen, durchdrungen von dem Gefühle, daß Sie Ihr Bestes, in dieser schicksalsschweren )cha» Saalbau Sauer utßäulke > / Tel ............. irigen tkurse ■Rieten Unttf richt jederzeit ren «V«* ^rTage5Ä to 1925 hU"& ««fsftoffe, * 9 Wir: 3* PW-llatyntttags rt« litte ’ n8,W>r,: rieffnung " MW Hai. r»H9 tato, ta t /, Uhr: $er, ■ Nachmittag; von Nein und 1^, Mr-.vchimg Mittags Mhr: 836D i lii AM gezahlt werden. Die Unterbringung von Schatz- Wechseln und ösfentlichen Anleihen auf dem Markte sei im Interesse der Staatsfinanzen dringend erwünscht. Oeffentliche Anleihen für werbende Anlagen könnten nach der Ansicht des Handelsministeriums vielleicht im Auslande untergebracht werden. Abg. Dr. Rose (Dtsch. Vpt.) fordert größte Sparsamkeit der Verwaltung, insbesondere durch zweckmäßige Organisation des inneren Die n st - b e t r i e b e s. Vor Schaffung neuer Stellen müsse geprüft werden, ob nicht die Arbeitsleistung der vorhandenen Kräfte vergrößert werden könne. Das Verantwortungsgefühl müsse in den niederen und mittleren Behörden gestärkt werden. Der Redner verlangte schließlich die Konzentration der Hochbauverwaltung beim Finanzministerium, sowie auch die Verwaltung des fiskalischen Geländes im Interesse der planmäßigen Bodenpolitik und begründete die Anträge seiner Partei bezüglich Aufhebung, Einstufung und etatsmäßige Einstellung verschiedener Beamtengruppen. Verhaftung eines deutschen Führers in Der Tschecho?!o?L>akei I g l a u , 12, Sept. (TA.) Der 3gktuer Gauobmann des deutschen Kulturberbandes, Goth, wurde verhaftet. Die Anklage laufet auf Aebertretung des Schuhgesetzes der Republik durch Verbindung mit fremden Mächten, um einen Angriff a u f die Tschechoslowakei auszuführen. Glelchze t.g wurde die Arbeitsgemeinschaft für Heimatkunde für die 3gkniet Sprachinsel behördlich aufgelöst. Göth hatte die Heimatbewegung auf diesem Gebiete inZ Leben gerufen und für den Schutz der Heimatscholle Propaganda gemacht. Eine thüringisch« Reise, die er in den Ferien unternahm, wobei er Lichtbildervorträge über das bodenständige Iglauer Deutschtum hielt, benutzte man, ihn zu beseitigen. Ein Jubiläum der deutschen Aerzte. Am 13. September waren es 25 Jahre, daß in einer für die deutschen Aerzte besonders schweren Zeit, da ihnen durch cinfeitige Regelung der Krankenkassen mitunter „Honorare" von 6, 10. 12 und 16 Pfennigen gezahlt wurden, der »Verband der Aerzte Deutschlands" mit dem Sitz in Leipzig ins Leben gerufen wurde. Der Verband, oft auch nach seinem verdienten Gründer, dem vor zwei Jahren verstorbenen praktischen Arzt Dr. Hermann Hartmann, benannt, stellt heute die umfassendste Standesvertretung der deutschen Aerzteschaft dar. Sein Wesen beruht ganz auf Selbsthilfe, seine Ziele sind Sicherung der organisierten freien Arztwahl für Aerzte und Versicherte, Verhinderung einer Ausbeutung der Aerzte durch die Krankenkassen. Seine Kampfmittel find die vrgantsation der Aerzteschaft und die Ablehnung eines Vertrages bzw. die Verkündigung eines vertragslosen Zustandes, in denen der Krankenkassenpatient als Privatpattent weiterbehandelt wird. Letzteres ist irrtümlicherweise häufig falsch mit einer Arbeitsniederlegung verglichen worden. Der Verband hat toäljrenb seiner 25jährige,i Lebensdauer sich nicht nur mit Wirischaftsfragea der Aerzteschaft beschäftigt, sondern sich darüber hinaus auch sozialmedizinischen Problemen gewidmet. Das Jubiläum des „Hartmann-Bundes" wurde im Rahmen des 44. deutschen Arztctages im Festsaal des Leipziger Rathauses durch einen Festakt gefeiert. Der Vorsitzende des Hartmann- Bundes, Sanitatsrat Dr. Paul St ress er gab bekannt, daß der Hartmann-Dund die Aerzte Geheimrat Dr. Dippe (Leipzig) und Dr. D vhrenfurth (Breslau) zu Ehrenmitgliedern ernannt habe. Geheimrat Dr. Depve teilte mit, daß die Provürzial- und Länderverbändc des Deutschen Aerzteverein-Bundes dem Hartmann- Bunde eine Geldgabe als Grundstock für ein eigenes Heim gestiftet haben. — Der deutsche Aerztetag findet morgen mit einem Ausflüge nach Bad Berka zur Einweihung des neuerbauten Aerzteheimes und der Hartmann-Go dächtnishalle seinen Abschluß. Tagung der deutschen Dantegesellschaft. Weimar, 13. Sept. Die Tagung der neuen deutschen Dantegesellschaft, die gegeittvärtig ihr zehnjähriges Bestehen feiert, ührte heute ein großes, literarisch interessiertes Publikum im Fürstenhof zusammen. Das Erscheinen des italienischen Botschafters in Berlin wurde von der Versammlung, an her auch zahlreiche Vertreter des thüringischen Staatsministc- riums, der Stadt Weimar, von Behörden und literarischen Gesellschaften teilnahmen, beionders lebhaft begrüßt. Rach einer Begrüßungsansprach? des Präsidenten der Dantegesellschaft, der einen geschichtlichen Rückblick auf die vor 100 Jahren in Deutschland aufgenommene Dantepfleg^ unter besonderer Würdigung der Verdienste August Wilhelm Schlegels gab, hielt der Dante- forscher und Aeberseher Dr. Karl Federn den Festvortrag über das Thema: Dantes Vita Ru- ova im Spiegel unserer Zeit. Im weiteren Verlaufe der Tagung nahm auch der italienische Botschafter, Graf de Bosdari, das Wort zu einer Ansprache, in der er zunächst betonte, daß er es sich zur Ehre anrechne, in der Stadt zweier Dante so verwandter Dichter sprechen zu dürfen. Weiler erklärte er, der Eindruck, den er gestern bei seinem erstmaligen Besuche im Goethe- und Schillerhause empfangen habe, werde ein dauernder sein. Dante, dessen Werk diese Tagung gelte, gleiche dem gefesselten Prometheus. Wie dieser in der Mythologie der Antike das Cr-- lösungswerk vollbringe, so sei Dante der Verkünder deS christlichen Erlösungswerkes. Während von der Antike bis in die neuere Zeit (Klopstock, Milton u. a.) der Gottheit anthro- pomorphisch dargestellt worden sei, habe Dante als Erster die Gottheit geistig zu schauen und darzustellen vermocht. Graf de Bosdari erntete für seinen eindrucksvollen Vortrag lebhaften Beifall. 400 Jahrs Universität Marburg. Die Iubiläumsgabe für Pie Ani- versttät Marburg, die in der Errichtung rineS Institutes für die Pflege der gesamten Kunstwissenschaften aus Mitteln, die von der Provinz Hesfen-Rassau aufgebracht werden, besteht, ist Gegenstand einer lebhaften Auseinander- jetjung geworden. Wie Stadtrat Prof, Sautter mitteilte, soll nämlich die Ausführung des Baues einem Derwaltungsbeamten, der bisher in einem Berliner Ministerium tätig war, anvertraut werden. Prof. Sautter fordert zu heftigem Protest gegen die Ausführung dieses Planes auf, indem icr auf die Rotwendigkeit hinweist, daß eine derartige Aufgabe nur im ehrlichen Wettbewerb wirklich künstlerischer Kräfte gelöst wird. Die schaffende Architektenwelt müsse herangezogen werden. Die Ortsgruppe Kassel des „Bundes deutscher Architekten" hat sich diesem Protest angeschlosfen und fordert im Hinblick auf die Tatsache, daß das zu schaffende Gebäude für Jahrhunderte den künstlerisch-kulturellen Stand der Gegenwart zu vertreten habe, die Ausschreibung eines Wettbewerbes unter der gesamten deutschen Künstlerschaft, zum mindesten aber unter den Architekten der Provinz Hessen-Rassau. Aus aller Welt. Deutscher Apothekertag. Am letzten Verhandlungstage der 51. Hauptversammlung des Deutschen Apothekervereins wurde zuerst zu der Frage der Tarifverträge Stellung genommen, wozu verschiedene Gauanträge Vorlagen, die für die Kündigung des bestehenden Tarifvertrages eintreten und den Reuabfchluß eines Vertrages von einer Erhöhung der Arzneitaxe abhängig machen. Der Referent sprach sich jedoch gegen eine vorläufige Kündigung aus. Zur Frage der Ausbildung der Apotheker wurde der Antrag des Vorstandes angenommen, der sich für eine Q3 c r- längerung des pharmazeutischen Studiums auf sechs Semester ausspricht. Damit wurde die Tagung geschlossen. Schwerer Flugzeugunfall in München Bei der Flugveranstaltung des Internationalen Flugwettbewerbs auf dem Mu i chener Flugplatz in Schleißheim ereigneir- sich am Schluß des Flugweltbewerbs beim Kunstfliegen ein schweres Unglück. Der Flugzeugführer Cröhl au feiner Diedrich-Gobiet-Maschine, der die Herrschaft über sein Flugzeug beim Abtrudeln verloren hatte, stürzte aus etwa 100 Meter Höhe ab und sauste mit voller Wucht zu Boden. Infolge des starken Aufpralls geriet das Flugzeug in helle Flammen. Der Flieger verbrannte Das Flugzeug wurde vollständg zerstört Die verkohlte Leiche des Fliegers mußte auS dem Apparat herausgeschält werden. Absturz eines franwsifchen Flugzeuges im Höllental. Freiburg i. B, 13. Sept. (WB) Zwischen den Stationen Posthalte und Hirschsprung der Höttentalbahn ist im engen Höllental ein französisches Flugzeug abgestürzt. Das Flugzeug ging in Trümmer. Einer der Insassen wurde getötet. Der andere mußte mit erheblichen Verletzungen in das Freiburger Krankenhaus übergeführt werden. Das Flugzeug trug militärische Abzeichen. Die Insassen waren Privatleute. Eine amtliche Tlntersuchung ist eingeleitet. Ein Ebertdenkmal. Vor einer zahlreichen Menschenmenge erfolgte im Saarbrücker Stadtwald die Einweihung des Denkmals für den verstorbenen Reichspräsidenten Ebert, Der Standort des Denkmal-, war mit schwarz-rot-goldenen Fahnen und Bannern reich geschmückt. ReichStagSprasi- dent Lobe zeichnete den Werdegang des ersten Reichspräsidenten und wertete die Verdienste Eberis um die Erhaltung der Reichseinheit. Jetzt gelte es, das Andenken des Verstorbenen wach zu halten und der Rachwelt zu überliefern. Eine Ausstellung für Gewerbehygiene. Am Sonntagnachmittag wurde in Essen die Schau „Gesundheit und Arbeit. Ausstel- iung für Gewerbehygiene und Unfallversicherung", in Anwesenheit von Vertretern der Reichs- und Sänöcrregierimgen feierlich eröffnet. Thphusepidenne in Regensburg. München, 14. S?pt. lWTB. Funkspruch.) Vor einigen Saget wurde vom Direktor der Heil- und 8 f l e g e - A n st a l t Regensburg ein Fall von Ertränkung an Unterleibs-Typhus gemeldet. Bei der sofort eingcleitetenUntersuchung wurden in der Anstalt weitere 29 Personen als typhuskrank befunden. Von diesen insgesamt 30 Fällen sind bisher vier tödlich verlausen. Die ersorderlichen Vorsichtsmaßnahmen zur Bc- tämpfung der Seuche wurden sofort getroffen. Ueber die Ursache der Erkrankungen sind Sie Erhebungen noch nicht abgeschlossen. Der Breslauer Dvppelmord. Der steckbrieflich verfolgte und jetzt festgenommene Einbrecher hat nunmehr bei der Kriminalpolizei ,;u Protokoll gegeben, vor etwa zwei Jahren von der Hausdame Reumann den Auftrag erhalten zu haben, den Professor Rosen ans der Welt zu schaffen. Als Entlohnung wurde ihm ein Betrag !>on 2000 Mk. versprochen. Ob sich der Einbrecher nur interessant zu machen beabsichtigt,, oder ob die Angaben der Wahrheit enttyredjyen, muß erst sestgestellt werden. 650jähriges Jubiläum der Stadl Amsterdam. Amsterdam. 14. Sept. (WTB. Funkspruch.) Die Stadt begeht heute das Jubiläum ihres 650= jährigen Bestehens. Im Laufe des Tages finden in ganz Amsterdam, das aus diesem Anlaß reichen Flaggen schmuck angelegt hat. zahlreiche Festveranstaltungen statt. Heute mittag wird die Königin hier zu einem eintägigen Besuche vorn Rat der Stadt erwartet. Den Stadt- und Gemeindebehörden sind ooh vielen Städten des In- und Auslandes Glückwunschtelegramme zugegangen. Wettervoraussage. Heiter bis halb bedeckt, vorwiegend westliche Winde, etwas wärmer, strichweise noch Riederschläge, Rebelbildung. Wir liegen zur Zeit in einem Hochdruck- gebiet, dem aber von Rordwesten her ein starkes ‘-Sief folgt. Von den britischen Inseln wird vielfach Fallen des Barometers gemeldet, ein Zeichen, daß das Fallgebiet auch nach Süden an Qiaum gewinnt. Dementsprechend ist nach vorübergehender Aufheiterung in den nächsten Tagen mit abermaliger Verschlechterung unserer Wetterlage zu rechnen. Gestrige Lagestemperaturen: Maximum 13,6 Grad Celsius, Minimum 2,7 Grad Celsius. Riederschläge 1,8 Millimeter. Heutige Morgentemperatur 4,6 Grad Celsius. Aus Stadt und Land. Gießen, den 14. September 1925. Kärnter-Abend. Am Samstagabend fand im Katholischen Vereinshaus der Kärntner-Abend seinen Abschluß, nachdem tags zuvor eine offizielle Begrüßung im „Hindenburg" stattgesunden hatte. Der Saal vermochte die Menge der Erschienenen kaum zu fassen, bis auf den letzten Stehplatz waren die Reihen gefüllt. Rach einer Begrüßungsansprache von Geheimrat König, die noch einmal für das starke Interesse Dank sagte, daß die Kärntner Leute und ihre Darbietungen in Gießen gesunden hätten, begannen die Darbietungen der Truppe. In ihren heimatlichen Trachten boten sic ein buntbewegtes, frohes Bild, kräftig feiner Heimat verbundenen Volkstums, das sich überall und immer freudig zu seiner Heimat bekennt. Aus dem reichhaltigen Programm wurden dann einige Proben gegeben: Ge- dichtoorträge, Lieder für gemischten Chor sowie Frauen- und Männerchöre, Gitarresoli und Darbietungen mit mehreren Instrumenten; besonders gefielen jedoch die Volkstänze, bei denen sich zu heimischer Musik die Buben und Mädeln im frohen Reigen bewegten. Am Schluß lohnte nicht endenwollender Beifall die kleine Schar, die hier in der Heimat für ihre bedrängten Brüder draußen wirbt. — Zu dem Begrüßungsabend im „Hindenburg" sei noch nachgetragen, daß der heimische Dichter Eg. Heß aus seinem in der Buchdruckerei Engel- Schotten erschienenen Büchlein „En Hesse- grüß" (Ernstes und Heiteres in Hüttenberger Mundart) einige Proben zum Vortrag brachte. Das Ausland auf der (Siebener Gustav-Adslf-Tayung. Die Vorbereitungen für die 7 0. Hauptversammlung des Evangelischen Vereins der Gu st av-Adolf°Stiftung sind in vollem Gange. Schon jetzt sind zahlreiche Anmeldungen aus allen Gebieten des evangelischen Auslanddeutschtums eingetroffen. In besonders großer Zahl werden Abgeordnete aus Polen erscheinen. Aber auch b:e Deutsch-Evangelischen in Estland. Lettland. Livland. Litauen, Rußland, Tschechoslowakei, .Ungarn, Bulgarien, Griechenland, Rumänien. Jugoslawien. Türkei, Deutsch-Oesterreich. Italien, Elsaß^Lothringen, Brasilien und Argentinien werden ihre Vertreter entsenden. Für die Besprechung der brennenden Fragen des evangelischen Auslanddeutschtums ist der 21. September in Aussicht genommen, wo Sondertagungen für die östlichen Abtretungsgebiete. für Rußland, für Ucberfce stottfinden und die Vereinigung Deutsch-Evangelisch im Ausland zusammentritt. itzieftener Wochenmarktpreise. am 12. September (Härdlerpreise). Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund' Butter 220 bis 230 Pfennig, Matte 40, Käse 70, Wirsing 10 bis 15, Weißkraut 8, Rotkraut 12 bis 15, rote Rüben 10, Spinat 20 bis 25, Römischkohl 10. Bohnen 20 bis 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, Mischgemüse 20, Feldsalat 40, Tomaten 20, Zwiebeln 15, Meerrettich 40, Rhabarber 20, Kürbis 6 bis 8, Pilze 40, Kartoffeln 4,5, Frühäpfel 10 bis 25, Fal'äpfel 4 bis 5. Birnen 20 bis 35, Zwetschen 1\ Honig 30, Rüsse 40, Pfirf che 130, Brombeeren 4> Weintrauben 50, Gänse 130; das Stück. Suppenhühner 120, junge Hahnen 100, (ric • 16 bis 17, Blumenkohl 40 bis 150 Salat 10 bis 15, Salatgurken 10 bis 15, E'mmachgurken 2 bis 4, En* divien 10 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 10 bis 20, Sellerie 10; das Bund: Radieschen 20, gelbe Rüben 15 Pfennig. * L. -U. Bon der L a i. d e s u n i v e r s i t ä t. Der ordentliche Professor der Landwirtschaft an der Landesuniversität Gießen. Geheimer Hof- rat Dr. Paul Gisevius ist unter Anerken- | nung seiner dem Staate grieisttten langjährigen Dienste mit Wirkung vom 1. Oktober 1^25 an in den Ruhestand versetzt worden. An Stelle des nach Leipzig berufenen Professors Dr. Korff ist der Privatdozent Dr. Karl Victor aus Frankfurt a. M. mit Wirkung vorn l. August 1925 an zum ordentlichen Professor für deutsche Philologie, insbesondere für neuere Literaturgeschichte an der Landesunioersität Gießen ernannt worden. " Der e c st e Schnee dieses Jahres für unsere Gegend fiel gestern nachmittag gegen 3 Uhr im Vogelsberg. In den tiefer gelegenen Gegenden begnügte sich der Himmel mit träftigen Regengüssen, vermischt mit leichtern Hagel, die von zahlreichen Spaziergängern recht unangenehm empfunden wurden. ** Eine Alarmübung der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz fand gestern früh gegen 9 Uhr an der Ecke Licher Straße (Schisfeaberger Weg» statt. Der Uebung lag folgende Idee zugrunde; „Ein mit einem Verein besetzter Lastkraftwagen fommt durch den Schisfenberger Weg und will Richtung Geräusch des Motors überhört der Fahrer das Moltkestraße die Straße überqueren. Durch das Klingelzeichen der elektrischen Straßenbahn, welche die Licher Straße herunterkommt. Der Lastwagen stößt mit der Elektrischen zusammen. Durch den Anprall wird der Lastwagen zur Seite geschleudert und dabei eine Anzahl Personen teils durch eine Benzinexplosion, teils durch das Herausschleudern aus dem Wagen mehr oder weniger schwer verletzt. Passanten melden dem in der Ratze wohnenden 1. Vorsitzenden den Unfall, dieser gibt durch Fernruf dem Kolonnensützrer die Meldung weiter. Letzterer ordnet die Alarmierung der Kolonne an.“ Der Alarm zeigte ein usriedenstellendes Ergebnis. Bereits 18 Minuten nach dem Alannzeichen war die erste Hilfe an Ort und Stelle, und in rascher Folge rückten dann weitere Mannschaften an. Insgesamt waren 18 Helfer am Uebunasplah,, während 6 auf der Wache als Bereitschaft verblieben. Die Uebungen der verschiedenen Gruppen fielen zur vollsten; Zufriedenheit der Leitung aus. Aufs neue hat sich bei dieser Gelegenheit gezeigt, daß die Gießener Einwohnerschaft in der Freiwilligen Scmi-- tätskoloime eine durchaus zuverlässige und rasche Hilfe in Unglücksfällen besitzt. !*! C i n schweres Unglück ereignete sich am Samstag in der Dampfziegelei von Gail. Der 23jährige Arbeiter Jung aus Watzenborn- Steinberg stürzte rücklings aus einer Höhe von zwei Meter auf eine eiserne Schiene und blieb mit gebrochener Wirbelsäule liegen. Man brachte ihn in die Klinik, wo er nach furchtbaren Schmerzan starb. ** D i e Hegezeit f ü r R e h nr i l d. Das hessische Ministerium des Innern hat bestimmt; Die Schußzeit für weibliches Rehwild wird im laufenden Jahr auf die Zeit vom 1. bis 30. Ra. oember beschränkt, die Hegezeit für männliches Reh wild beginnt in diesem Jahr mit dem 1. Dezember ** Ernannt wurden der Justizinspektor bei dem Amtsgericht Butzbach, Karl Eldrachcr, zvm Kasseinfpektor bei der Zellenstrafanstatt Butzbach mit Wirkung vom 1. September 1925; der Kanzle; gehilfe beim Forstamt Grebenhain, Heinrich Rudi zu Grebenhain, vom 1. Sept, ab zum Kanzlisten *• Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt; 534 Ochsen, 70 Bullen, 1275 Färsen und Kühe, 433 Kälber, 309 Schafe, 4250 Schweine Bornotizen. — Tageskalender für Montag. Vereinigung für Feuerbestattung: 8.30 Uhr im' „Rebstock" Monatsversammlung. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Sklaven der Liebe". - Asst. ria-Lichtspiele: „Das Geheimnis der Liebe". — Ein Konzert erblindeter Künst ler findet morgen, Dienstag, abend im Katt Vereinshaus statt. (Siehe heutige Anzeige.) Lanvkreis V Klein-Linden, 11. Sept. Der an dieser Stelle schon so oft geschilderte schlecht-. Zu st and der Frankfurter Straße ha, wohl eine Abänderung, aber. E £j n e Abhilfe erfahren. Wies die Straße vorher unzählig.- Löcher bis zu 15 Zentimeter Tiefe auf, fo sind die Löcher jetzt mit losem Kleinschlag zugefüllt worden. Jedes Kraftfahrzeug reißt nun die Steine wieder aus den Löchern und übersät die ganze Straße. Da- in Klein-Linden feine Gehsteige vorhanden sind, kommt es häufig vor, daß die zahlreichen Fußgänger durch bi* uinherttegenden Steine belästigt, ja sogar beschädigt werden. Auch für die Radfahrer besteh diese Gefahr; bei Dunkelheit kann man auch mit hellbrennender Laterne die Straße kaum befahren Fest täglich kommen einige Radfahrer zum <3turv Lallä nicht bald durchgreifende Abhilfe geschaffen, wird, werden sich die Beschwerden zweifellos zu Schadenersatzklagen verdichten. Die Steuerzahler dürsten wohl auch auf eine ordern, lichs Straße, die doch ein Allgemeingut barffefü, berechtigten Anspruch haben. t ©rünberg, 12. Sept. Die Wahl des Gemeinderats Keller zum Beigeordneten unserer Stadt hat die B e st ä t i g u n g des Krei-° amtes gesunden. Gestern sand in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung die Vereidigung des neuen Beigeordneten durch Oberregierunggrat Dr. Heß vom Kreisamt Gießen statt. Anschließend brachte der Musikverein dem Beigeordneten Keller ein Ständchen dar. — Die hiesige B ü r g e r m e i st e r w a h l, bei der Äar' Georg Iöckel gewählt wurde, war vom Kreis- ausschuß Gießen für ungültig erklärt worben Gegen diese Entscheidung hatte Herr Iöckc Einspruch beim ProvinzialauSschuh erhoben, bei er aber jetzt zurückzog. Damit ist das Hrki des Kreisausschusses rechtskräftig geworden. Mw. rechnet damit, daß schon in allernächster Zeit die Bürgermeisterwahl stattfindet. — Dci? Kärntnertag erbrachte hier einen Reinertrag vonüber500Mark. — Auf dem hie- sigen Bahnhof werden täglich mehrere Waggons Zwetschen verladen. Die Händler kaufen die Früchte selbst in der weiteren Umgebung auf und bringen sie hierher. Anfänglich wurden 10 Mark je Zentner bezahlt, in diesen Tagen ist der Preis bereits auf 7 Mail gesunken. Das Angebot ist sehr stark, die Rack- frage ober gering. ■ —■ Beltershain. 13. Sept. In un- fetem Dorfe wird es sehr unangenehm empfunden, daß die Straßen des Ortes abends nicht beleuchtet sind. Man hat zwar für die Finanzforgen der Gemeinde volles V.i- ständnis, meint aber doch, daß wenigstens an de • Hauptkreuzungspunkten der Straßen die Latcr.ee t einige Stunden brennen könnten. Utphe, 13. Sept. Bei den Landwirte herrscht vielfach die Gewohnheit, junge Fvh- len unangeschlrrt neben einem Gespann herlaufen zu lassen. Welch böse Folgen dies unter Umständen haben kann, beweist folgender Unfall, der leicht einen schlimmeren Ausgang hätte nehmen können. Ein hiesiger Landwitt ließ benn Futterholen, ein Fohlen lose nebci dem Wagen herlausen, als ein Motorrad r>on hinten sich näherte. Da^ junge Tier scheute unb sprang in das Rad hinein. Der 5ihrer stürzte samt dem Rad?, ohne jedoch glücklicherweise ernstlich Schaden zu nehmen. Man sollte auf den Landstraßen diese Art des Anler-nens junger Tiere heutzutage Untertanen. Bellersheim. 13. Sept. (Sin s chwc- r c r U n g lü ck s f a l l stieß einer hiesigen Kriege r S w i t we zu. Vor einiger Zeit hatte ft? den Treppenaufgang ihres Hanfes baulich beränhem lassen. An die Reuherrichtung noch- nicht gewöhn!, kam sie derart zu Fall, daß sie eine erhebliche Verletzung des rechten Ellenbogengelenkes bo- Dontrug. Cs trat Blutvergiftung hinzu, die fo weit um sich griff, daß der Frau jetzt der ganze rechte Arm bis zur Schulter abgenommen werden mußte. Die Frau ii um so bedauernswerter, als sie nun nicht mehr in der Lage ist, ein kleines Spezeveigeschält, das sie seither für ihren Lebensunterhalt betrieb, fortzuführen. Kreis Friedberg. s. f. Friedberg, 12. Sept. In den Saale I des P 0 l h t e chn i ku.m s sind zur Ze^ die infolge eines P re Waus schreibe ns für den Neubau eines Polytechnikums eingelaufenen Entwürfe ausgestellt und erregen natürlio allgemeines Interesse. Wie schon berichtet, bcS sich das Preisgericht bereits mit der Sache beschäftigt und zwei zweite, einen dritten und einen vierten Preis verliehen und einen Entwurf zum Ankauf empfohlen. Die beiden Preisträger de zweiten Preises sind ein Dozent und ein frithere Studierender der Anstalt. Als Bauplatz i,: das in der Rahe des Bahnhofes mxt der Bll marck- und Hürdenburgstraße und dem Schuhs-- verein begrenzte Gelände gedacht. Die bcigelegto Kostenberechnungen bewegen sich zwischen 9000OT Mark bis eine Million 800 000 Mark. Wenn m-a auch allseitig von der unbedingten Rotwendis» kett eines Reubaues überzeugt ist, so ist boCD noch nicht abzusehen, wie bei der zur Zeit hen- schenben schwierigen Geldbeschaffung die finanzielle Seite gelöst werden kann. Kreis Büdingen. )( O r t e n b e r g . 11. Sept. Als im Krieg leider auch die Glocken unserer Kirche abgelicfe: I werden muhten, kam von unseren Glocke« nur eine zur Ablieferung, die drei übrig« durften ihres Altertumswertes halber häng« bleiben. Trotzdem machte sich von Ansang er S a in>" , au! Patt Ä und d--l nN 'S) K r^riünöet eWe, d gehn, ®°’ nid)t vers tre Zü'v Aula est Wense 3i lonius 5C Rinker Linden Lchlogkrani und W'W zeichnet- wurde eder IS» "'M »en, he fa' Sie dritte Sloäe itt 1 MDCIXX>. Itaeflttn < die ^urgei Md her und t In Gotte Antoni fe sind zwisch Petrus un sehen eing' hat keine gleichen »i andern. I nach hier Ton mit Wmuni chen", Bei .-onfirmati unserer & Harne ftatr gtrte“ auch Manien. dS> 1 SeptenMi ehemalige: nuten we pilgerte, c cu? 'Brett legen Ges neglen. 2fj C'5 toar Spuren finl iach an öet - en gleichen Mn vk Haufen. 1 Ücher D .nhunderl Haden. Die und braun e-lreuliche; jä>: Sami ■ Stil erbau, len Mgeö< beiden Sei; k a. bevlü ' Ales sind c . Ahornboum oaum. 6äm aus mit el> Der Gasar dos gesellte wird gepst Gesangv Aach 6er , NM ver "ach hier, u genommen.' Men sich m «in massiver W in das «infugt. t Starte m*.2°rm; ^U-rst a der älnterseldwebel hartnäckig die Angabe seines Ramens verweigerte, forderte ihn der Wachtmeister zum Mitgehen aus die Polizeiwache auf. Daraufhin entspann sich zwischen beiden ein Wortwechsel, in dessen Verlauf der erstere die folgenden Aeuhirungen tat: „Tuch Kerle kennt man ja. 3hr haltet mehr zu den Schlammbeistcrn als zur Reichswehr. Sie kennen ja 3hre 3nstruktion nicht. waS Sie tagen, ist gelogen." Auch nannte er den Polizeibeamten einen „Lügner". Der llnterfelbtncbcl wurde teeren Beleidigung zu einer Geld st rase von 7 5 M k verurteilt, während dem Beleidigten die Befugnis zugesprochen wurde, den Urteilö- tenor auf Kosten des Beleidigers im ..Gießener Anzeiger" zu veröffentlichen. Die Privatklagc eines Zollsekretärs von hier gegen seine Vermieter wurde dahin verglichen, datz diese die ausgesprochene Beleidigung mit Bedauern zurücknehmen und alle Kosten zahlen. zu Gast. Etwa 4000 Zuschauer waren anwesend. Zu dem Treffen stellten Sie Kickers nur wenige Leute ihrer ersten Mannschaft, trotzdem lonnten sie aber das Spiel stets überlegen gestalten und in der ersten Halbzeit zwei Tore erzielen Rach der Pause kamen zwar die Franzosen einige Male vor das Tor der Kickers, konnten aber nichts erreichen. Dagegen schossen die Kickers noch drei weitere Tore. Bei den Franzosen gefielen der Torwart und der linke Verteidiger Chem. Reinigungswerke Laden: Marktplatz 8. Tel. 1459. _____________________________ 2DD Eingesandt. (Für Form und 3nhalt aller unter dieser Rubrik stehenden A : übernimmt die Deduktion dem Die Ernte im hohen Vogelsberg. Durch die Tageszeitungen geht soeben der ..Amtliche Saaten st andsberichl für Hessen", vom Anfang September, danach ist die Getreide- und Haferernte beendet und im allgemeinen zufriedenstellend gewesen. 3ch frage an: 1. 3ft cs. einer amtlichen Stelle tatsächlich unbekannt, daß im hohen Dog elsberg etwa Vs der Getreideernte, in höheren Lagen sogar mehr als ' noch nicht eiirgebracht ist? Weitz man an amtlicher Stelle wirklich nichts davon, datz dort Weizen. Hafer .und Gerste zunt Teil noch auf dem Halm stehen, oder noch auf dem Felde lagern, und datz in den höheren Lagen sogar noch Korn draußen ist? 2. Welche amtliche Stelle gibt diesen Saatenstandsbericht heraus? Der hohe Vogelsberg will gewitz seine Rot nicht „an die große Glocke hängen": waS er aber mit Recht verlangen kann, das ist, datz ein amtlicher Bericht die ErMeverhättnisse wirklich objektiv und zutreffend widergibt. Ein DogelSberg-Pfarrer. blocken teilweise von einem Glockengietzcr na- ftenÄ Rinker gegossen wurden, sicherlich einem Vorfahren der jetzigen 3nhaber der Glocken- Irma Die größte unserer Glocken hat folgende -Inschrift. ..3ch rufe alle an den Ort. wo man yrcbtgt Gottes Wort, wo man Buh und Heil trerkündct. und die HimmclSfchätzc findet, solche Schätze, die bestehn, wenn die Welt wird unter- gehn. Gott regiere alle Hertzen, datz sie solche richt verscherzen. Deo Opt. Mas. Trinuno Pa- t~e Filio et Spiritu Sankto Auspice 3terum Aula eft Haec Campana. Anno Ehristi 1686 Mense Julio 3n GotteS Ramen floh ich. An- , ■ rniuS Feii von Schönbach ilnb Johann 3akob I Rinker von Ahlar zu Orbenberck under der Linden eotz mich." Auherdem ist unten am Vie Herbstmanöver in Thüringen Rudolstadt. 12. Sept. (I. U.) Heute nahm der erste Gefechtstag der H e r b s m a n ö d e r bei 5. Reichswehrdivision (in deren Verband auch unsere Gießener Garnison mitwirkt. D. Red.) in Thüringen seinen Anfang. Bei einigem Wind und anhaltendem Regen zogen die Truppen vom srühesten Morgen an von Rudolstadt aus in die Stellung. In der Nähe von Stadtremda liegt die blaue Partei, die von bei von Osten kommenden roten Partei Angriffe zu gewärtigen hat. Nachmittags gegen 2 Uhr fand der erste Gefechlstag bereits jein Ende Das für die erste Nacht im Manvoergelände vorgesehene Biwak mutzte wegen neueinsetzeuden Regens a b g c b I o | e n und dafür Nachtquartiere bezogen werden. Etwa 10 000 Mann, dazu zwei Reiterregimenter, nahmen an den Kriegsspielen teil. Schwere 21 r tillerie, schwere Minenwerfer und die Fliegerei sind nicht vertreten. Nur leichte 'Artillerie sowie Pivniere vervollständigen die Truppe. Der zweite Gejechtstag begann schon drei Uhr morgens mit dem Abmarsch der Truppen aus ihren Quartieren in das Gefechtsseld zwischen 51 n bt i 1 m und Kranichfeld. Die blaue Partei besetzte ihre alten Stellungen südwestlich der Höhe Rittersdorf, mußte sich allerdings vor der roten Partei, die gegen 0 Uhr vorging, zurückziehen. Der Gegner wurde daraus energisch verfolgt. Die verfolgende Infanterie setzte auf Notbrücken und Kähnen über feftgeftent trorben. haft bei bei Möbeln nur etwa 5 Prozeu Quaktättoare, 35 Prozent hau delSübliche Marktware, dagegen 60 Prozen t geringe und minderwertige Ware sich befinden Ls sei ein glatter Volks betrug. baö diese Möbel aus Reichs mitte In Eröffnung der Sladion- Radrennbahn in Frankfurt. Frankfurt a. M. w. Sept. (TU.) Rach zehnjähriger Pause wurde dem Frankfurter Lportpublikum heute im herrlichen Waldstadivn die neue Radrennbahn durch Stadlrat Schmude übergeben. 19000 Personen umrahmten das Oval der neuen Zementbahn, auf der am Einweihung-tage von den „Kanonen" der Berufsfahrer spannende Kämpfe geliefert wurden. Die einzelnen Rennen Verliesen, abgesehen von einem glücklicherweise gut abgelaufcncn Sturz, ohne Zwischenfall. Aachstehend die Ergebnisse: 1. 1200 Meier Ermunterungsfahren: Erster S chre i b e r - Frankfurt a. M: 2. 1200 Meter Hauptfahren Erster Christmann - Frankfurt a. M.: 3 2000 Meter Zwetsitzerfabren Erster Strong-Mü Her- Frankfurt a. M.: 4. Öta- dion-Eröffnungspreis 100 Kilometer mit Motorschrittmacher in drei Läusen zu 20. 30 und 50 Kilometer: Erster Weitz- Frankfurt a. M.. Zweiter: Rosellen- Köln, Dritter: Dauer- Frankfurt a. M. Zweiter Lauf: W e i tz. D a u e r, R o se l l e n. Dritter Lauf: R o s e 11 c n, Weitz. Bauer. Sieger im Ocfamtflaffcment: Erster: Weih- Frankfurt a M. auf Opel. 100 Kilometer in 1:29:01’ , Stunden Zweiter: R osellen» Köln auf Opel, und Dritter Bauer- Frankfurt a. M. Die FutzbaUhochburg Nürnberg- Fürth besiegt. Frankfurt a. M.. 13.Sept. (TU.) 3m Mainbezirk sanden heute nur die Kreis- pokalspiele der A-, B- und S-Klasse. sowie tellweise der Kreisliga statt. Die Verbandsspiele sielen wegen der Einweihung der Sta- dionrennbahn auS. Dagegen sehen im im übrigen Süddeutschland die V e r b a n dsf P i e le mit aller Macht ein. Von besonderer Bedeutung ist. datz im Bezirk Bayern die Futzballhochburg Rürn- berg- Fürth verloren bat. Nürnberg unterlag mit 1:2 1860 München in München und Spielvereinigung Fürth muhte dem Aufstiegskandidaten der Kreisliga, Schwaben- AugSburg. ebenfalls mit 1:2 die beiden Punkte überlassen. Stuttgarter Kickers gegen Sportklub Bordeaux 5:0. Langer- Frankfurt, als Wahlkandidaten. Dr. Langer hat sich in seiner Frankfurter Amtstätigkeit als ein ausgezeichneter Finanzdezernent erwiesen, so dah an ihm die Stadt wahrlich nicht den schlechtesten Griff tun würde. Auherdem überragt er Bürgermeister Asch bei weitem in jeder Beziehung. Wie wir hören, hat die Zentrumspartei es ihren Mitgliedern freize stellt. wen sie wählen wollen 3n demokratischen Handels- und Handwerkskreisen wird gegen Asch gleichfalls lehr scharf Stellung genommen. — Um den Brotpr eis wird augenblicklich zur Freude der Hausfrauen ein ergötzlicher Kampf zwischen dem Konsumverein, den groben Bäckereien und der Bäckerinnung geführt. Rach dem Vorgehen der beiden ersten Gruppen muhte am Donnerstag die Däckerinnung die Brvtpreise um vier Pfennig herabsetzen. Kaum war das geschehen, als am Samstag die Großbäckereien den Brotpreis und damit auch den Preis der übrigen Backwaren mit Wirkung vom 14. Sept, abermals um zwei Pfennig, also auf 56 Pfennig, ermähiglen. Eine große Gaunerei. Auf eine Angelegenheit, die noch der Aufklärung bedarf, weist das in Berlin erscheinende Fachblatt »Die Holzindustrie" hin. Hiernach sind die seinerzeit vom Reich gelieferten Möbel nach Abzug der Besatzung frei geworden, und. soweit sie nicht an Ort und Stelle.untergebrach! werden konnten, in Sammellager gebracht, um dort nach Schätzung durch Fachleute öffentlich verkauft zu werden. 3m DarmstädterSam- mcllager, das von einem Vertreter des Landesfinanzamtes in Darmstadt, einem Berliner 3ndustrievertreier, je einem Vertreter des Möbel- Handels. der Polsterwarenindustrie und deS Bayerischen Tapeziergewerbes abgeschätzt wurde, sei wurden, als ihr landläufiger Preis tur Zeit des Einkaufs war Für Ministertifche (im Lieferungsverzeichnis so benannt) wären 600 Ml bezahl: worden, während diese Tische unter 100 Mark von Fabriken geliefert wurden Für Einrichtungen im Werte von 400 di» 550 Mk. wären bis zu 2400 MÜ bezahlt worden. Dte Lieserer der Möbel seien nicht mehr nachweisbar, da die entsvrechenden Akten fehlten. Do. Die Stuttgarter Kickers hatten Samstag den südwe st französischen Futzball meist er Sportklub Borde au k SM! "Wien. 'SnclE „ einQdau’u «regen nett- dl'. unörA,, ■ Di« IHv" ?! 5c.-' ite, einc^enlv' . Ä3»Ä Ä- Deshalb schon lange der Wunsch der Demeindc- gliedcr. die fehlende Glocke wieder zu ersetzen, leider liehen e» die Verhältnisse er ft jetzt zu. den Wunsch zu erfüllen. Die Wittel nutzten der schlechten finanziellen Lage der (Sein einbe wegen zum größten Teil durch eine Sammlung aufgebracht werden, die 820 Mk. ergab, auherdem stifteten in dankenswerter Weife ter Patron der Kirche. Fürst Ehriftoph Martin zu Stolberg-Rvhla. 200 Mk. mb die Ohmralwerke 100 Wk. Die Liese- wung der neuen Glocke, die ein Gewicht von etwa 450 Klg. und den Ton a erhält, wurde ter bekannten Glockengietzcrsirma F. W. R i n - ler in Sinn übertragen, die Einweihung wird lorauSsichtlrch zum Reformationsseft stattfinden Lnncn. 3nteressant ist. dah auch die alten Rundfunk-Programm des Frankfurter Tenders. (Aus der .Radio-Amschau".) DienStag, 15. September. 3ä1hr: Wirtschaftsmeldungen. 4Uhr Wetterbericht der Diehener Wetterdienststelle. 4 Uhr: Wirtschaftsmeldungen 4.20 Uhr: Rachrichten- dienst. 4.30 bis 6 Uhr: Rachmittagskonzert des HausorchesterS: Operetten. 6 bis 6.30 Uhr: Die Lesestunde: Aus „Don Quichote" von Cervantes. 7 bis 7.30 Uhr: Übertragung von Kassel: „Die Art der Betrachtung von Kunstwerken". Vortrag von Pros. Wilh. Fechner. lZur Einführung in die vom Kasseler Rundfunk veranstalteten Kasseler Museumsgänge.) 7.30 biS 8 Uhr: Vortragszyklus der 3ndustrie» und Handelskammer Frankfurt a. M.-Hanau „Die Prüfung der 3nbuftric- lehrlinge". Vortrag von Dr. Köbner 8 bis 8.30 Uhr: Schachstunde 8.30 Uhr: Konzert des Maerz'schen Madrigal-Ehvres. — Anfchliehend: Rachrichtendienst, Wettermeldung. ipd. Frankfurt a M.. 13 Sept Gegnerschaft gegen die Kandidatur__ sozialistischen Bürgermeisters Bruno Asch von September. Wer in den KriegSjahren von der Hemaligen Unteroffizierschule nur etwa 20 Mi- •i uten weiter die Frankfurter Strahe herauf- Dilgcrtc, gewahrte linker Hand einen ganzen Ort n Dretterbavacken, zwischen denen sich die fräf- ii Gestalten der Russen und Ukrainer be- 1 ni. glcn. Am Eingang stand ein Soldat als Posten I ch» war daS Gefangenenlager. Seine Mauren sind verwischt, und eS hat sich bald har» i\h an derselben Stelle ein Ort erhoben der I; uh gleichen Ramen trägt wie das in froheren >eiten verschwundene Dors: BÜblings - ' aus en. Heute ist Büblingshausen ein statt- 11 i ebe r Vorort Wetzlars, in dem nahezu nhundert Familien eine Heimstätte gefunden Iflbeii. Die niedrigen Häuser in ihren faugrünen litib l-raunen Farben bieten dem Auge ein recht ir.treuliches Bild Meist sind es Doppelhäuser. | jede Familie hat ein ganzes Haus für sich zur ^Nutzung. Der ganze Ort ist in einheitlichem ? 6 til erbaut. Die Häuser sind mit hübschen Gär- i-n umgeben. $tc Strahen sind breit und auf ’viöcn Seiten mit Ahorn- und Lindenbäumen |i a bepflanzt. Die Straßennamen dieses neuen i iteS sind ganz besonderer Art. z. B Unter dem Tbombaum. Am Rvsenbusch, Unter dem Kirsch- ff aum. Sämtliche Häuser werden von der Stadt lous mit elektrischem Licht und Wasser versorgt. |S-tr GaSanschluh ist noch nicht hergestellt. Auch s dci» gesellige Leben der 'Bewohner untereinander 1 öirb gepflegt ES ist Hierselbst bereits ein jsi esangverein von stattlicher (^ahl gebildet, j^ch der Stadt ist ein guter, trockener Weg. i?^alich verkehrt daS P o st auto von Wetzlar i ach hier, und eS wird auch reichlich in Anspruch genommen. Mehrere Kausläden verschiAener Art 6eben sich aufgetan. Den Eingang des Ortes giert ei» massiver, viereckiger, niedriger Turm, der sich Aid in das Gesamtbild deS neuen Stadtteiles Startciiburft urr Rsicinhe^cn. • Z) a r m ft a b t, 13. Sept. Auf dem Bahnhof Weiterstadt stürzten mehrere Eisenbahn- n i g e n um. Bei den Arbeiten zur Wieberaufrich- lit«g stürzte ein Wagen nochmals um: hierbei erlitt er Arbeiter einen Bruch der Wirbelsäule nb mutzte ins städtische Krankenhaus gebracht । erben. — Zn der Papierfabrik von Heil und c ebne geriet ein Heizer zwischen eine Trommel ab bas Mauerwerk. Daburch wurde ihm der ' opf eingedrückt. Der Tod trat auf der f lle ein. Höchst a. M zum Stadtkämmerer von Frankfurt, '.nächst in allen Kreisen der Bürgerschaft zusehends, besonders auch in den Kreisen. die den Demolraten und dem Zentrum nahe- stehen. Samstag in der Magistratswahlausschutz. Sitzung präsentierten die bürgerlichen Gruvvcn. die von vornherein Gegner von A'ch waren, um eine Wahl dieses Mannes unter allen Umstän- den zu verhüten, den seitherigen Mitarbeiter des Prof. Bleicher, Ören demokratischen Stadtrat Dr. b tr i, ’^lunn"9! Uh.' »" der heutig^ w, »■ Müäau "ksurter I’ aber tein6- ^9^ l riefen..^' »fern ÄleiniL®^- I» u us den Ä "un . atze. Da"in Ä"« t len link S Ä ^nuTU eS 2* für ble Df.t?0e" verbiß D?9l auch auf Z .2 2 ^Semejngu, haben. invr l ,U| ae» - un \ul’* vo" bre> i sehr gut Sonst aber war die Mannschaft nicht durchschlagSkräftig genug. Tennisländerkampf Deutschland-Holland. Am Freitag nahm in Köln der Tenntsiänder- kampf Deutschland Holland seinen Anfang Es konnten allerdings nur drei Spiele abgetragen werden, da der Regen enhauernd zu Unterbrechungen zwang Sämtliche Treffen sahen die deutschen Vertreter in Front. Moldenhauer schlug Br van 6:4. 6 1. 2:6. 4:6, 6.3. Froiy- beim fertigte van Lennep 6:3. 62. 4:6, b l ab, und Frau Fried leben war gegen Frau Stroingk 6:3. 61 Siegerin. Somit führt Deutschland 3.0 Pnktcn Bei schönstem Wetter wurde am Samstag der Kamp! fortgesetzt. Die Deutschen konnten sämtliche Einzelspiele gewinnen, verloren dagegen die Doppelsptele ziemlich hoch. Das interessanteste Tressen lieferten Froitzheim und der Holländer Diemer-Kool. Die Kämpfe hatten folgende Ergebnisse. Frau Repp ach—Frau Slroingk 6:3. 6:2. Frl. Doumann— Frau Friedleben 5:7, 2:6. Diemer-Kool — Froitzheim 4:6, 6:1, 1:6, 2:6. v. d. Feen — M o l d e n h a u e r 1:6, 7:5, 4 6. 3 6 von Len - ne> Lan dm ann 2:6, 3:6, 6 4, 7 S. Bryan — Eilers gegen Moldenhauer—Landman n 9:7. 1:6, 6:2. 1 6. 6:1. Frau Stringk — Bryan gegen Frau F r i e d le den — K r e u- icr 4:6, 12:10, 7:5. Fräulein Doumann — Bryan gegen Frau Reppach- Lüdtke 7:5, 6:4. Damit steht der Kampf 8:3 für Deutschland, ein Vorsprung, der nicht mehr einzuholen sein sollte. Deutschland hat den Länderkampf also bereits gewonnen. Flnqzeugwettbewerb auf dem Flugplatz Schleitzheim. München. 12. Sept. (WTD.) Der aus Anlatz der Deutschen Derkehrsaus- st e l l u n g vom Aero-Club von Deutschland und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung vcn Flugsport und Flugtechnil veranstaltete F1 u g id e 11 b cto c r b. an dem insgesamt 28 deutsche Flugzeuge teilnahmen laus dem Auslande waren Meldungen nicht erfolgt>. ntr und bringt mit Andacht Lob und Ehr... 3n Gottes Ramen floh ich Dilman Schmidt. Antoni sei von Aslar gosen mich." Autzerdem linb zwischen den Zeilen die Figuren der Apostel vetruS und PauluS mit ihren Abzeichen vergehen eingegossen. Die vierte und kleinste Glocke hat keine Inschrift, jedoch nach Form und der- pleichen zu urteilen, ist sie noch älter dis andern, sie soll aus dem Kloster Hirzenhain iVK, \X 2n -■ 8 drL Ottei abtnl | sind. Ttan hat M r :r Gemnndr vviid? | ioj), büh jcnigtei'u E ;n ber £ tragen öie wr E ten leimten. IM L.. Den 2ü7. Gevohnhci!, jungt. :rt neben einem S Welch böse Fvlgn ■ ben kann, bc^i't foijü ■ inen ichüirnneren Itk •n. Ein hielign 2ict g en ein Sohlen löse « | len, als ein Kolon, rte. ®ai junge Tm ► Rad hinein. 5er JT ab:, ohne jedoch >rn zu nehmen. W. » dick » W SH" itage unlerlaHein , im. 13. w I, ([ srieli einer hiengen lor einiger Zettele u es -tzauses «nichtuna noch . A-all, Mh sie e’ne/Jf x Sn Sllenbogenge^. gnf'. Irm bis zu Hesien-Nasiau. ? f. Frankfurt a. M., 10. Sept. In dem > meinbefaal der deutfch-evangelifch-rcformierten j-.ncinöc in Frankfurt fand gestern der elfte -'milientag der Familie Scriba, - bunben mit der ordentlichen Hauptverfamm- .g der 5 a m i l i e n ft i f t u n g, statt, welcher r.i ungefähr 120 Mitgliedern besucht war und en ^ehr schönen und angeregten Verlaus nahm Familie, die besonders in Hessen und angrenzenden Landesteilen verbreitet ist. leitet ihren Ursprung von einem Konrad ------vm -; roUSmund bat sie den Ramen ..Pfingstglöck- inertvahl, bet Len", weil sic früher nur an Pfingsten zur iu toutbe, toat 6om Konfirmation mitqeläutct wurde. Sine andere ungültig erklärt I unserer Glocken hietz die .,Weinglocke". Der hung hatte Herr C 1 Itamc stammt aus der Zeit, in der die ..Din- ......... auch in hiesiger Gemarkung noch in Blüte Die trauernden Hinterbliebenen Gießen (Schillerstraße 29), 14. Sept. 1925. Großen-Buseck, Kassel, den 12. September 1925. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 15. September, 2 Uhr nachmittags statt. 8578V Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Phil. Stumpf VII. Witwe. 8529D Reiskirchen, den 10. September 1925. Burkhardsfelden, den 13. September 1925. besuchen absehen zu wollen. 8590V im 82. Lebensjahre. 8595V Die Beerdigung fand in Hanau statt. Kontor. [8582D 07555 Aur Uebernahme einer mit gutem Ver- Gegr. 1879 Fernruf 1297 gesucht. 8598V J 1 Marburger Str. 65. Gardinen 86» ö % dienst und festem Gehalt verbundenen Tätigkeit in der Lebensversicherung mit kleinen MonatSbeiträgen. Auch vasscnd für Damen aus besseren Kreisen. Offerte unter F. R. W. 645 an Bndo'.t Heise, Frankfurt a. 01. erbeten. mit Motor- und Fußbetrieb für Haushalt und Gewerbe in altbekannter Güte v. Münchow'sche Univ.-Druckerei Otto Kindt. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, für die Kranzspenden und die trostreichen Worte am Grabe bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. i Die Beerdigung findet statt: Dienstag, 15. September, nachmittags 2l/2 Uhr. Es wird gebeten, von Beileids- Alleinverkauf für Gießen u. Umgebung H. Kraft,N euenweg 46 Klavier-Unterricht für Anfänger u. Fortgeschrittene Sprechzeit: Täglich von 2-4 Uhr. Ich praktiziere wieder Zahnarzt Dr.Wertheim Seht Euch vor! Die Beerdigung findet am 15. Sept. 1925, nachm. 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 07554 Eigene Reparaturwerkstätte Zubehörteile, auch für alle anderen Fabrikate Stopfapparate für alle Systeme passend Kraftbetriebs-Anlagen - Bequeme Teilzahlungen Gießen, Frankfurt, Hanau, Seeheim, Börnig, den 14. September 1925. Die trauernden Hinterbliebenen: Bernhard Berlin und Frau Frieda geb. Freimark Henle Hahn und Frau Bertha geb. Berlin Meier Berlin und Frau Regine geb. Schild Enkel und Urenkel. Bahnhofstr. 35 Telephon 2427 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen heben Mann, unseren lieben Vater, Bruder, Paten, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Willy Hinter, Land-lind Gastwirt nach schwerem Leiden im 43. Lebensjahr zu sich zu rufen. Die trauernden Hinterbliebenen. i. d. N.: Kath. Hinter. 5flU8 Ä auigeh. yUUD Backerei, in beit Geschäfts!., zu verk. Schr. Aug. u. 07544 an d. G Anz. Pfaff- Nähmaschinen Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Pabst Familie Heinrich Kreß Familie Georg Daube Familie Gustav Junker Plötzlich und unerwartet verschied unsere gute Mutter, Großmutter und Schwiegermutter Terese Seher geb. Lutz im Alter von 64 Jahren. MWelgemog Infolge beendeter Saison bringen wir am Donnerstag, dem 17. Sept., 11 Uhr vormittags, und Montag, dem 21. September, 11 Uhr vormittags, jedesmal einige GeWM Miete leichten, mittleren und schweren Schlages im Alter v. 4-7 Jahren, direkt aus der Arbeit kommend, im Hofe unserer Eisfabrik 86ysA Langestratze 23 meistbietend bei günstigen Zahlungsbedingungen zum Verkauf. Besichtigung von 9 Ahx vorm. ab. klMkle MM Gmvh Frankfurt a.M.. Langestrahe 23 Telephon: Hansa 416—418. aller Art in weiß und farbig, in Madras oder Tüll, als Uebervorhänge, als Scheibenschleier, als Stores werdet in allen Extra-Breiten und Längen angefertigt. Auf Wunsch Aufmachung aller bei uns gekauften Gardine’ für sofort bis nach- ,mittagS gef. muoD BleWr. 42». durch erstklassigen Fachmann. Haus der Handarbeit, Seltersweg 81 Fleissiges, ehrliches MW Heute morgen ist im 81. Lebensjahre unsere liebe, herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante Frau Amalie Berlin geb. Nußbaum nach kurzem Leiden sanft entschlafen. Baldrianwein Biele Empfehlungen von Ärzten und Privaten liegen vor. Machen Sie e uen Versuch. Sie werden dankbar sein. 1 Flafcke M 2.50, Doppelst. M 4.50 Man hüte sich v Nacha'mungeu und achte auf die Schutzmarke Ottaand.NamenszngW. Ullrich Zu Haben in allen Apotheken und Drogerien, bestimmt. Central-Drogerie, Schulstr. Germania-Drog , Frist. Str. 29 Kaifer-Drogerie, Lindenvlatz 5 Kreuz-Drogerie, Bahnhosstr. 51 Löwen-Drogerie Ludnngsplatz-Drogerie [5264ss Neustadl-Drogerie Trog. Winierhofs, Kreuzvl. 9/10 H Teilzahlung gestattet! Damen- 8 Mäntel 18.50, 25.-, 35.. 3 in Sealplttaeh p 88.-. 95.-, 125.. I Bttmann M Kaplansgasseüj W eins Treppe. 86001 1 W gefuoöet SLlos ist die beste Kräftigung für Gesunde und Kranke. Leiden Sie an riervllsM. ötflroinöelaafiin^ Schloslosigf. fo nehmen Sie den tausendfach bewährten Avotbeker W. Ullrich's D-Rad neuestes Modell, 8 P. 8.. fabrikneu, zu verk. Znerfr.t.d.Ge- schäftsst.d. G.A. LchrtW erb. redegew. Herren b.Verk. v. Futterkalk an Biehhalter. Off. Jos. Kreuer, Düsseldorf, Bost, schliestfach 534. [o7S4fl MLMSWS.MW Dienstag, den 15. Sept., abends 8 Ahr Konzert erblindeter Künstler (Meyer - Konzert) Eintrittskarten an der Abendkasse ab 7 Ahr Am zahlreichen Besuch bitten die er Endeten Künstler. O74n, 6 Zimmer Küche, Bad ibeschlag- nabmefret) gegen Hypothek von mindestens 5000 Mk. zu vermieten durch Schleenbecker, Moltkestr. 9. £ele« vbon G33. I8592D Am 3. September, abends 7 Uhr, verstarb plötzlich infolge eines Herzschlags unsere liebe herzensgute Mutter, Großmutter, Urgroßmutter und Schwiegermutter Frau Maria Kreß Wwe. geb. Eberhard Glänzende Existenz bietet sich Firmen oder tüchb, strebsamem Platz oder Bezirks-Vertreter für den Vertrieb Patent Kalt-Emrahmer «Lanz Mannheims sowie sämtlicher Molkerei- Artikel, Gerätschaften. 8584A Offerte an Generalvertreter I. Ebert, Worms, Seidenbänderstraste 1 idealster Korsett- ersatz. Aerkauf jeden Mittwoch Wüt. Hl la weist und gclb- steischige SpeisekaM/n empfehlen 07536 Weise & toi Grabenftr.7.TelMZ milie für Ausfahren v. Flafchenmtlch ges. L»si H. Gottmann, 1 (^tr Beteiligung tätig und fi- ■ nanzlell von jungemKaus' mann an solidem Detailgeschäft in (Sieben xesucht Angebote u. H. BI. 4557 an Ru-tolimowa Ftanklarl *• I Malo.ZeillA erbeten. ** st |T riil1inüeeem™n*ltii/ nii " ’r ^171^117'111^ MW Zell Mtv llohovwno oinor mit nttfottt *0sC Küfer gesucht. 8541V Krause L 60., Virosten-Linden. Wir suchen zum 1. Oktober einen intelligenten Lehrling mit guter Schulbildung für unser schöne Lage, grober Garten, in gutem Zu stand, sehr preiswert unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Bet Kauf wird eine schöne 4--Ztmmer-Wobnnng, Mädchenzimmer u. Fremdenzimmer frei. Anfragen an Ludwig Stürz, Jmmo- btlienbüro, Offenbach a. M., Bismarckstrabe 133, Telephon 1377. 07540 PIMch 9 ihn Laden». Junges Mädchen für vorm ges 0>iM Marktplatz 21. MM QüUHoniuB werd, fachgemäß u. preiswert gestimmt u. repar. G.ESlllL'L Stehen, plvllMI Telephon 2403. Ankanl flbt. Stlav. u. Harmonium»: 1 naoer 10 P.S7 Drehslrom-Molöf 380 Volt, 1420 n, spottbillig zu vert auch auf Abzahluni Zu erfrag i d. Gr schäftsstelled Giei Anzeigers I Verschiedene^ ill kltßtll I Vermietungen} Hockberrschaftl. Dauerstellung. Eine der ältesten und grünten LebenS- versicherungsaesellschaften Deutschlands sucht für die Bezirke Westfalen und Hessen einen tüchtigen 8576A Autzenbeamten zurOrganisation ».Akquisition gegen hohe Bezüge an Gehalt, Provision und Neisespeseu. Direktionövertrag wird zugeüchert. Angebote u. K,L. 686 Z. an AlaHaascnstein 6 Vogler A.-G., Cassel Zerstergerung. Donnerstag,den 17.1.M., vorm.9Ahr, versteigere ich in der öffentlichen Niederlage des Hauptzollamts Giehen, Liebig, ftraße 8, zwangsweise, meistbietend und gegen Barzahlung: ca. 120000 Stück versteuerte u. unversteuerte .Zigaretten, zum Teil sehr guter Her- siellungssirmen ca. 40000 Stück versteuerte u. unversteuerte Zigarren ca. 1203 Päckchen ä 50 Gramm versteuerten v ^eifentaBat 150 sollen versteuerten Kautabak 15c ^Zäckchen versteuert. Zigaretlenpapier. Sie Abgabe erfolgt postenweise, auch unversteuert an Hersteller und Tabak- steuerlagerinhaber. Besichtigung d. Waren ist bei der Versteigerung möglich. U7MB DteDersteigerung findet bestimmt statt. Haberkorn, Vollziehungsbeamter. Herren u. Tamenkleider werden in einigen Tagen tadellos chemisch gereinigt u. gefärbt. Trauersachen innerhalb 24 Stunden Bettsedern werden tadellos gereinigt u. umgefüllt, auf Wunsch in einigen Stunden. 8597V Färberei C. F. Croon Fabrik und Laden: Marlungcr Straste 40 Filiale: Seltersweg 25. Teleph. 869. schnsten u. Gebalts- ansprüch. unt. 8538V an den Gtestener Anzeiger erbeten. Ordentliches Iichaiähibea für kleinenHaushal (2 Pers.« ge> 07538 Nordanlaae 1 L Suche für 1. Oktober 1 Mädchen das selbständ. lochen kann. Hausmädchen vorh. Bedingung' Gute Beugnisse oder Empfehlung [ff54i $t. Dr. Weol Llebinftraste 32. Ein ordentllches IieilßiiliidÄtil oöfr Aushilfe Johanna Vogt Goethestraße 32 II 0T401 Fr. Krogmann Kassenschrankfabrik Gießen 8281D AW. Mnm mit 2 Betten, evtl. 1 Bett, z. verm. „531 Bruchstraste 25 p. ZSZimmer mit Klavier inNähe der Schule zu verm. tauch für Lehrer». . Dammstr. 31 II. | Mietgesuche | Rechtsanwalt sucht SWeoräme in günstiger Lage. Schr. Angeb. unter 07551 a. d. Gisst. Anz. {Stellenangebote] Tüchtiger Chauffeur mit längerer Praxis, gel. Autoschlosser, in Dauerstellung für m.ynftrongenN.A.G. per sofort gesucht. Zu melden bet 18581V A. Kircher, Autö» mobile, (Siesten. Crfohtenesöeffms NNR das kochen kann, zum 1. Oft. oder früher gesucht. 8599D 3rnu Paula Schucharv Seltersweg 44 I. LeiirSiiij mit höherer Schul- vildungiEtnjäbriger) per 1. oder 15. Oft von einem hiesigen industriellen Werk gesucht. Schriftl. Angebote unter 85741) an den Giest. Anz. erbeten Junge aus achtbarer Fa- iü-iiowi als 1 Hypothek au । grösteren Landvm gesucht. Schrat 07558 an den G- «n» Ord., kinderliebes »W zum baldigen Gin« tritt gesucht. fSßOlD Beterinörncjf Wachfe Lanbach iCbcrb.). jStellengesuche ßflihmrtSioditcr 21 iZabre alt, sucht Stellung in Konditorei oder Bäckerei wo sie im Geschäft oder Haushalt tätig Sein kann. Offert. Postlagernd H. to. Weilburg I Verkäufe .ftnilfi m.Wirtschaft, 'LMU in gut. Lage, zu verkaufen. Schr. Ang. it. 07543 an den Giest. Anz. Asheizchn für grösteren fRaum, kaum'gebrancht, Lieiieilaljl mit Matratze, ungebraucht, z. verk. ":so süöGnloge 81. Schöner Schreibtisch für Kontor zu verk. " Selterslves85. Kaufgesuche"! Gebrauchte Schreibmaschine zu kaufen gesucht. Schr. Ang. u. 07539 an den Giest. Anz. Gebrauchte, gut ep haltene Wickelformen sofort zu kaufen ge sucht,Corona-Fasson rntttL, Gröste. Näh. in der Geschäftsstelle des G. Anz. 07550 Altes viel iBleiröhrem lauft BrühljcheLrulleret “P Schulftr. 7/9. Empfehlungen Schreinerlebrlinj gesucht. Zeugnisse erwünscht. [07557 Neustadt 50. HWe NlWkil! der Lebensmittelbranche für sofort oder später gesucht. Schriftl. Angeb. niU- Bild, Zengniöab- Im Namen der Angehörigen Geheimerat Dr. O. Behaghel. 8587D schweren Verluste sagen wir herz- Für alle uns bei unserem erwiesenen Freundlichkeiten liebsten Dank. Nr. 215 Zweites Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeigerfür Gberheffeiy Montag, H. September (925 Amerikanische Stimmen über Kriegsschuld, Völkerbund und Sicherheitspatt. Bon Professor Ferdinand Dreher (Friedberg). Mit dem 9. November 1918 hatte der Feindbund «auf der ganzen Linie gesiegt". Die Wehrlos- machung Deutschlands durch die Revolution gab der Entente die Möglichkeit, Wilsons „14 Punkte" hohnlachend in den Papierkorb zu werfen Nun konnte man in Versailles, entsprechend den bis 1913 zurückreichenden geheimen Abmachungen, Deutschland vollends entmannen und ausplündern und die Ehre des deutschen Volkes dadurch vor aller Welt schänden, daß man es im Art. 231 des „Frie- dens"ocrtrages und in der Mantelnote vom 16. Juni 1918 wider besseres Wissen als den alleinigen bös- willigen Kricgsbrandsti'ter verleumdete und als den Abschaum der Menschheit brandmarkte. Gestützt auf die Lüge von Deutschlands alleiniger Schuld am Weltkrieg und nut Hilfe französischer Bajonette zwang der Völkerbund, das Werkzeug des intcr- nationalen Grobkapitals, das entrechtete deutsche Volk für unabsehbare Zeit zu unmenschlichem Frondienst. Weiter Strecken deutschen Bodens, unserer Kolonien, unserer Rohstoffquellen und Absatzgebiete, unserer Handelsflotte, unseres Volksoer- mögens beraubt und unter willkürliche Militär- kontrolle gestellt, sind wir Deutsche nichts anderes mehr als Wild, dos von erbarmungslosen Treibern eingekreist ist. Wohin wir auch blicken, stehen längs der verstümmelten deutschen Grenzen Franzosen oder deren Vasallen im Anschlag, ermutigt durch das Gewinsel deutscher Pazifisten, die sich im Staub der Selbsterniedrigung wohl sühlcn. Der verblendete deutsche Michel erscheint unempfindlich gegen Fußtritte, Prügel und Beschimp- fung, träumt wie ein Kind vont ewigen Frieden auf Erden, von den Segnungen des sogenannten Völkerbundes und zermartert sich den >ämmerlich ver- beulten Kopf, wie ein Pakt geschloffen werden könnte zur dauernden Sicherheit — seines bis an die Zähne bewassneten Todfeindes Frankreich! Und das ausgerechnet zu einer Zeil, wo deutsche Frauen am deutschen Rhein von farbigen Franzosen ye- schündet werden und deutsche Fremdenlegionäre unter Frankreichs Fahnen mit ihrem Herzblut den Boden Marokkos düngen müssen. Was der Völkerbund und insbesondere Frankreich will, besagt dos Telegramm Iswolskis an Sakonow aus Bordeaux vom 30. September 1914, Nr. 497: .......Sodann besteht das hauptsächlich sie Ziel Frankreichs — und in dieser Hinsicht sind alle drei verbündeten Mächte (Frankreich, Rußland, England) durchaus solidarisch — darin, daß das Detitsche Reich vernichte t ... w i r b." „Die politische und ökonomische Kraft Deutschlands zu vernichten" sei Frankreichs notwendiger Wunsch. Seit Ludwig XIV. und den beiden Napoleons ist Deutschland das Opfer französischer Raubgelüste. Zunisch enthüllte Poincarö am 26. Juli 1922 Frankreichs Kulturaufgabe: „Ich für meinen Teil ziehe die Besetzung und die Eroberung dem Geldeinstreichen und Reparieren vor. Daher werden Sie es verstehen, warum wir eine starke Armee, einen wachen Patriotismus brauchen, und daß das einzige Mittel, den Versailler Vertrag zu retten, darin besteht, es so zu arrangieren, daß unsere Gegner, die Besiegten, ihn nicht einhalten können. Wenn Deutschland die in Versailles eingegangenen Verpflichtungen erfüllte, wäre es um die Macht unserer Armee getan. Dann müßte abgerüstet werden." Hier grinst uns zähnefletschend das wirkliche Antlitz Frankreichs entgegen. Aber seit der Oesf- nung der russischen Geheimarchive durch die Sowjetregierung und der Bekanntgabe des „diplomatischen Schriftwechsels Iswolskis 1911—1917” ist ein allmählicher Umschwung der Weltmeinung zugun- ften Deutschlands ersichtlich. Schritt für Schritt bricht sich die Wahrheit Bahn durch die giftigen Gase jahrelanger deutschfeindlicher Propaganda. Ein bedeutendes Ereignis in der Kriegsschuld- frage ist das soeben erschienene zweibändige Werk des Königlich britischen Rates John S. Ewart aus Ottawa in Kanada „Die Wurzeln und Ursachen der Kriege von 1914—1918" (Neuyork: G. H. Daran Company. 1925). Ewarts Quellenwerk, eine unerschöpfliche Fundgrube zum Verständnis des großen Dramas, ergibt, daß alle Gegner Deutschlands, auch Amerika, unter scheinheiligen Vorwänden lediglich aus selbstsüchtigen Beweggründen zu den Waffen griffen: „Im Unterschied au den anderen Kontinental- machten suckle Deutschland keine Gebietserweiie- rung in Europa. Für Deutschland gab es keine un- erlösten Gebiete — kein französisches Elsaß Lslh ringen, fein italienisches Trieft ober Treniino, fein serbisches Bosnien ober Herzegowina, fein rumänisches Bessarabien, Siebenbürgen und Bufowina, kein russisches Konstantinopel. Es waren Deutsch- lands 43 Friedensjahre, die ihm feine wunderbare Entwicklung ermöglichten. Sein wirtschaftliches Gedeihen konnte nicht durch Krieg erhöht werden. Abgesehen von der Erhaltung Oesterreich-Ungarns als eines wirksamen Bundesgenossen und abgesehen von dem Widerstand gegen russische Gewalttätigkeit hatte Deutschland keine Kriegsurfache. Die Amerikaner glaubten, daß sic für Freiheit lind Dolksherrschaft und für die Zivilisation kämpften, daß sie ihre Hilfe der (Erhaltung der Menschheit boten. Derartige Ausflüchte, um dem Wunsch der Menge willfährig zu sein, herrschten wahrend des Krieges." Nicht minder scharf als Ewart gehl die amerikanische Zeitschrift „The American Momhly" den im ,Böllerbunb" oei< ni ttn Leibe und bcirf Sicherheit spakt „Run, da Deutschland völlig in Ketten liegt, öffnet man ihm den Käfig des Völkerbundes. Es gibt deutsche Narren, die in ihm einen Schritt zum Humanitären Ideal erblicken Sehen denn diese Träumer nicht, daß dieser Völkerbund genau wie der Versailler Vertrag und das Dawcsabkommen zur Voraussetzung die dsutsche Sklaverei und die deutsche Kriegsschuld haben? Begreifen diese Narren nicht, daß jeder Vertrag mit den Alliierten, jeder Abrustungsplan nur eine List ist, um den „Status quo“ zu garantieren, um den Verlust der Glieder Deutschlands (Elsaß, Oberschlesien, Saar) zu verewigen?” Und ebenso kommt der amerikanische „New Statesman" zu dem Schluß: „Solange Deutschland als einzige Macht besetzt und entwaffnet ist, kann es praktisch keinen gleichberechtigten Platz in der Völkerbund-.Versammlung und noch sehr viel weniger im Dölkerbundsrat entnehmen." Wir haben dem nichts hinzuzufügen. Kriegs- schuld, Völkerbund und Sicherheitspakt find drei in sich verknüpfte, untrennbare Fragen. Deutschland und Deutschtum, deutsches Fühlen, Denken und Können versinken in bas Nichts, wenn der Kamps gegen die Kriegsschuld!'.:.' nur deshalb aufgegeben würde, um dem Völkerbund beizutreten. Die ehrliche Verständigung und Versöhnung der Völker hat zur Voraussetzung, daß der Fehlspruch von Versailles für ungültig erklärt wird: daß Deutschland nicht weiterhin als Verbrecher an der Menschheit dastehl, daß Frankreich abrüftet und den Rhein verläßt. — Auf Gewalt und Lüge läßt sich keine dauernde Weltordnung aufbauen. Das Ergebnis der deutschen Spitzbergen-Expedition! Don Dr. Max Grotewahl. Die deutsche Spitzbergen-Expedition, die sich infolge der ungünstigen Witterungsverhaltnisse in ernster Gefahr befand, ist, wie wir bereits berichteten, von dem deutschen Fischereischuhboot „Ziethen" glücklich geborgen worden. Der Leiter der Expedition, Dr. Grote- w a h l. sandte uns nun aus Tromsö den nachstehenden Bericht über die Forschungsergebnisse. D. Red. Tromsö, Anfang September 1925. Trotz teilweiser Erschwerung durch Wetter und Eisgang formte die deutsche Splhbergen- Expedition ihr Programm restlos durchführen. Reiches wissenschaftliches Material über die Zoologie, Botanik. Bereisung der dortigen Gegend, Vermessung, Kartenaufnahmen, Ozeanographie und Photographie, soweit alles im Rahmen der Expedition lag, konnte beigebracht werden. Das Gebiet, in dem die Expedition arbeitete, war vor allem die Magdalenenbricht und die Gegend nördlich davon btS zum Virgo Hafen und Smeerenburg Sund. Der innere Teil der Magdalenenbucht wurde mit den Faltbooten bis zu einer Tiefe von 138 Meter ausgelotet, Grundproben genommen, und hierbei wurde die Brauchbarkeit der inneren Bucht als Hasen erwiesen. Eine Gezeitenmessung konnte vollständig durchgeführt werden: d. h. die Feststellung, wann im nördlichen Eismeer Ebbe und Flut einsehen, wie groß der Unterschied zwischen Ebbe und Flut zu jeder Zeit ist (der Unterschied wechselt innerhalb 14 Tagen Sprengflut — Ribbflut). Angaben hierüber haben bisher im ganzen nördlichen Eismeer gefehlt. Diese Messungen, in Verbindung mit zahlreichen Küstenvermessungen und Lotungen, sowie einer Reihe von photographischen Küsten- ansjchten von See aus, dienen vor allem — außer ider Wissenschaft — dem Seemann, um sein Schiff sicherer in dortigen Gewässern zu führen. Ein sehr großer Erfolg war der einwandfreie Rachweis, der uns gelungen ist, daß die Vereisung zurückgeht. Vermessungen haben die Größe des Rückganges ergeben. Der zweite Hauptteil der Expedition war die Inlanodurchquerung. Er erfolgte mit Schi und Schlitten und führte in ein zum größten Teil unbekanntes Gletschergebiet. Leider war das Wetter sehr ungünstig Schnee- stürme und Rebel beeinträchtigten diele Unternehmung sehr. Trotzdem gelang es wie beabsichtigt — die Liesdebucht. die dritte Bucht der Rordküste. zu erreichen. Rordwestspihbergen ist nur einmal von Rord nach Sud vom norwegischen Rittmeister Isachfen durchquert worden. Der Expedition war es Vorbehalten, die Durch- querung von West nach Ost und zur ü ck durchzuführen. Don dem neuentdeckten Gebiet wurden trigonometrische und photogrammatisch: Aufnahmen gemacht. Faltboot. Schlitten und Zelt, d e Gegenstände, die eine Reukonstruktion waren, und zum ersten Male in der Arktis ausprobiert werden sollten, erwiesen sich als sehr gut und brauchbar. Kleine Aenderunqen wären allerdings zu treffen. Abgeholt wurden wir durch die Hilssex- pedition der deutschen Marine Als das Wetter dauernd sehr schlecht war. und es sehr fraglich war. ob der Dampfer .General San Martin", die letzte Möglichkeit der Rückkehr. die Magdalenenbucht zu finden und anzu- laufcn, entschloß sich die Marine sofort, eine Hilfstpedition auszusenden, um unbed.ngl sicher zu gehen, daß die vier Teilnehmer abgeholt wurden und einer Gefahr der Überwinterung entgingen. Diele Hitsserpedition. de mit dem Fischereikreuzer .Ziethen", Kommandant Kapitän- [cutnant Feldbausch. ausgcfühn und von dem bekannten Spitzbergenfahrer Kapitän Rit- scher geleitet wurde, hat ihre Ausgabe in glänzender Weise gelöst und die Erpedition an Bord genommen. Sie befindet sich jetzt auf dem Rückweg. Eine reiche Ausbeute an Photos und Film ist gelungen. Deutscher Ausschuß für wirtschaftliches Bauen. Tagung zu Dresden aut 8.u.0.2eptcmb. Die Tagung des vor 5 Jahren in Dresd^r gegründeten Ausschusses war von etwa 350 Teilnehmern aus allen Teilen des Reiches besucht. Da anschließend an die Tagung die Reichs- wohnungskonferenz abgehalten wurde, waren auch die Reichsregierung und alle Landesregierungen vertreten. Die Direktoren sämtlicher zu einem Reichsverband zu- fammengcfafjten Wohnungsfürsorgegesellschaften waren anwesend. Es war von besonderem Interesse, die in den letzten Jahren von Literatur und Interessenvertretungen viel erwartete und je nach der Einstellung der Dersechter verschieden beantwortete Frage, ob das Grohhaus — der Stockbau, oder das Kleinhaus — der Flachbau wirtschaftlicher sei, von Praktikern, wie dem Regierungsbaurat L ü b b e r t von der niedersächsischen und Dipl.-Ingenieur Graf von der Sächsischen Wohnungsfürsorgegesellschaft erörtert zu hören. Rach den Ausführungen des letztgenannten Redners können die Kosten des Kleinhauses denen des Großhauses zum mindesten gleichgestellt werden, wenn die günstigsten Maßen- und Raumdispositionen in Lageplan, Grundstücksbildung und Daukörper getroffen werden. Auf Grund gesetzmäßig verlaufender Bedingungen für jeden Grundrihtyp lasse sich die günstigste Grundrißfvrm hinsichtlich Breite und Länge ermitteln. An Hand präziser Untersuchungen, die für den Interessenten ebenso wie die übrigen Dorträge, demnächst im Druck erscheinen werden, wußte der Redner zu überzeugen, daß durch Wirtschaftlichkeit des Grundrisses und des räumlichen Aufbaus das Kleinhaus so gestaltet werden kann, daß es dem Großhaus gegenüber in jeder Beziehung wettbewerbsfähig ist. Unbedingt abgelebt müsse werden, den hohen Grundstücks- Preis als Argument für die Rotwendigkeit des Großhausbaues anzuführen, da ja der Bewohner des Mietshauses letzten Endes nicht in den Genuß der augenblicklich billigeren Baukosten des Großhauses komme, sondern diesen vielmehr in die Tasche bet jetzigen oder früheren Grundstücksbesitzer als unbegründeten Gewinn fliehen Retzicrungsbaurai L ü b b c r : führte den RachweiS für t ie w.rtschafttiche Gleich, e .chtigung des Kleinhausee. indem er für . v und dasiclbe Gebäude 6 verschiedene Austrilungsarten und Bebauungen, vom ögeschossig -:i Berliner M.cls- haus bis zur offenen Bauweite mit zwcigeichosfi- ger Randbebanung und 1> ,g fcholsiger Innenbe- Lauung annaLni Dabei wurden die Gelamtkosten für die Aufschließung des Geländes und für die Ausführung der Bauten für jeden Baukall errechnet und aus den jeweiligen Gesamtlosten die Kosten je Wolmraum bestimmt Er zeigte dabei, wie lieb beim Kleinhausbau durch wirtlchaftl chere Gestaltung des Grundrisses und des Ausbau- der unproduktive Bauaufwand deS Massenmiet- bauses vermeiden lasse. Dabei ergaben lich für je einen Wohn raum an Stubifmctcr umbauten Raum und Baupreisen. 5geschoss. 125,32 cbm umb. Raum 3922M. Baukosten 4 . 100,51 . „ . 3080 „ 3 . 107,43 „ . . 3590 .. 2 . 73,82 , „ „ 2279 . (2geschvssige Reihenhäuser als Einfamilienhäuser) Flachbau Linfamilienreihenhäuser am Rand und offene Bauweise im Innen. 71,42 Kubikmeter umb. R. 2238 Mark Baukosten. Welch erhebliche wirtschaftliche Dorteile sich aus dem Typen- und Serienbau im Wohnungswesen ergeben, wußte Regie.ungsbau- rat Stegemann überzeugend darzustellen. Er ging davon aus, wie unbegründet eS fei. diesem Gedanken etwa als einer neuen Erfindung skeptisch gegenüberzustehen. Der Umstand, daß 85 Pro- unserer Bevölkerung in Kleinwohnungen wohnten, habe zwangsläufig bestimmte Wohnungstypen von selbst her- ausgebildet. Man habe diese Tatsache nur inS Bewußtsein gehoben, die Typen systematisch dar- gcfiellt und Wohnungs'ürsocgegesellschasten und Handwerk hätten die Möglichkeit, im engen Zusammengehen dep Wohnungsbau gewissermaßen zu industriealisieren und auf völlig neue Grundlage zu stellen. Dabei konnten die Typen, die im Gegensatz zur Aorm etwas Bewegliches seien, durch Verwendung bodenständigen Materials durchaus den örtlichen Derhältnissen angepaßt werden. Dielfach wird eingewandt, Siedlung und Flachbau feien Utopien, weil hierfür gar nicht das nötige Land zur Verfügung stehe und daü uferlose Anwachsen der Städte eine Unmöglichkeit fei. Demgegenüber ergab die Tagung, daß Vs Prozent des deutschen Bodens genügt, um die Hälfte aller Deutschen im Flachbau anzusiedeln. Den zweiten Einwand suchte Regierungsbaumeister Riemeyer zu entkrästen, der in feinem Dortrag über Regional- und Flächenausteilungs- plane den jetzt oft empfohlenen Weg der Trabantenstädte zeigte: Statt Vergrößerung der Städte Anlage neuer Städte von nicht mehr als 50 000 Einwohnern mit Schaffung von Arbeitsmöglichkeit an Ort und Stelle durch Dezentralisierung der Industrie. Die bautechnischen Dorträge wurden ergänzt durch Dorträge von Dr. med. R e u b c r t, Dresden, über „Grohhaus und Kleinhaus vom hygienischen Standpunlt" und Privatdozent Dr. Braunsfeld, Darmstadt, über Arbeits- psychologie und Bauwirtschaft und aufs wertvollste illustriert durch die DreSdne* Iahresschau für Wohnung und Siedlung. Reg.-Rat Dr. R i n d f u ß , Friedberg. 25 Jahre Mehener Sport-Club von 1900 Der Pionier der Gießener Sportbewegung, der Gießener Sportclub von 1 900, beging am Samstag und am gestrigen Sonntag in schlichter Weise die Feier seines 2 5 jähri - gen Bestehens. Arn Samstagabend bereinigte ein Kommers im Gasthaus Hindenburg die Mitglieder des Clubs mit zahlreichen g ladenen Gästen von hier und Angehörigen befreundeter auswärtiger Vereine. Die Beteiligung an dieser Veranstaltung war außerordentlich stark: sie offenbarte den vortrefflichen sportkameradschaftlichen Geist im Club und die hohe Wertschätzung, die diesem Verein allenthalben zuteil wird. Der Clubvorsihende Albert Döh entbot herzlichen Willkommen, sein besonderer Gruß galt den Gästen von hier und von auswärts. Die Festrede hielt das Clubmitglied Hans Kümmel, der dabei interessante Angaben aus der Vereinsgeschichte zur öffentlichen Kenntnis brachte. Danach führt der Club sein Entstehen auf eine Zusammenkunft von neun Fußballsreudigen im August 1900 zurück, die sich damals zu einer monatlichen Deitragsleistung von 1 Mark zwecks Anschaffung eines Fußballs verpflichteten. Allem Spott und aller Abneigung der Bevölkerung trotzend und ungeachtet des mangelnden Verständnisses. das damals die Behörden gegenüber dem Fußball noch an den Tag legten, ging die kleine Schar der Fuhballkämpen allsonntäglich ihren Hebungen nach. Allmählich ging es dann mit dem Verein voran. 1903 trat er zum ersten Kampf an, und zwar hier auf dem Trieb gegen den Siegener Fußballklub. 1:1 war das Ergebnis. 1904 und 1905 zeigte er sich den Frankfurtern und Offenbachern gegenüber durchweg überlegen, nur dem Hanauer F. C 1393. mit dem schon damals engere Beziehungen geknüpft wurden, mußte er sich beugen. 1907 errangen die Gießener 1900er bereits einen glänzenden Sieg über Kickers-Frankfurt, der sich auf dem eigenen Platz 7:1 geschlagen sah. An diese Siege reihte sich bann' im Lause der Jahre eine sehr große Anzahl weiterer Erfolge an. die ja auch durch die vielen wertvollen Siegespreise des Vereins zur Genüge bewiesen wurden. 1910 weihte der Club seine Sportanlage auf der Hardt ein, wobei der e.rg befreundete Hanauer F. C. 1S93 als Gast und Spiclg gner hier weilte. Durch den Krieg hat der Club schwere Einbußen erlitten. 63 Mitglieder sind den Heldentod gestorben, ein schwerer Verlust für die SportauS- übung im Club. Diesen tapferen Helden, wie auch den übrigen Toten des Clubs galt ein stilles Gedenken der Versammlung. Der Sport erlitt in den Kriegsjahren schweren Abbruch, erst nach der Heimkehr der Krieger aus dem Felde ging es sportlich wieder aufwärts. Als besonders verdiente Wegbereiter für diesen Aufbau nannte der Redner die Sportler Paulus, jetzt Leiter des Etadtamtcs für Leibesübungen in Wetzlar. Rudi Fischer und Aug. Wallenfels. Seit etwa Jahresfrist ist der Club eifrig um die Schaffung der neuen Sportplatzanlage auf dem Trieb bemüht. hierbei haben sich die Mitglieder Müller und Schmidt besonders verdient gemacht. Hoffnungsfreudig und tatfrof) blickt der Club in die Zukunft, er ist bereit, alle fe:ne Kräfte ein- zusehen für die Ertüchtigung unserer Jugend, für den Wiederaufbau des Vaterlandes, damit auch aus seinen R ihen kraftvolle, nationalstolze Männer heranwachsen. die mit dazu beitragen, daß unserem Daterlande wieder die Sonne lacht. (Langanhalt oder lebhafter Beikall.) Die lange Reihe der (Hlrickninlisch--Attsprache.r eröffnete Beigeordneter Dr. Seib im Ramerr der Stadtverwaltung. Er sprach zunächst die Oie Lichiwirischaft behandelt Wirtschastsfragen vom Standpunkt ber Beleuchtung. Sie bekämpft den Irrglauben vom Luxus der elektnschen Beleuchtung und fordert von jedem die Nutzbarmachung der dem Licht innewohnenden wirtschaftlichen und kulturellen Kräfte. Unfere Anzeigenfolge wird sich mit Fragen befassen, die sich hieraus für Sondergebiete ergeben. 1 Herzlichen Glückwünsche der Stadtverwaltung au- und betonte dann, der Sport-Club 1900 könne für sich den Ruhm in Anspruch nehmen, daß er der erste in Giehen war, der die große Beideutung deS Sports und der körperlichen Hebungen für unser Volk erkannte und tatkräftig unterstützte. Wenn auch früher die Pflege des Sports nicht genügend gewürdigt wurde, so sei das jetzt erfreulicherweise doch ganz anders, der Sport- gedanke sei auf dem Marsche. Mit Befriedigung könne er hier feststellen. daß wir auch in Gießen in der Pflege des Sports und ebenso in der Schaffung von Sportplatzanlagen durch die Schöpfung auf dem Trieb erheblich vorangekommen seien. Bei der Schaffung dieser Anlagen habe der Sport-Club 1900 mit an erster Stelle gestanden und sich auch dadurch sehr verdient gemacht. Die Stadt Gießen sei dem Club für seine Tätigkeit zu großem Danke verpflichtet, er dürfe mit Stolz auf seine Vergangenheit zurückblicken. Ramens der Stadt wünschte er dem Klub von ganzem Herzen, daß ihm auch weiterhin eine glanzvolle Aufwärtsentwickelung beschieden sein möge. Weitere Glückwunschansprachen hielten ein Vertreter des Wetzlarer F. C. Ob, der dem Jubelverein zugleich ein Bild der Stadt Wetzlar als Geschenk überreichte, Redakteur Dlum- schein für den „Gießener Anzeiger". Hofmann als Vertreter dcs Gaues Hessen-Hannover. Pros. Geyer für die Gießener Ruder- Gesellschast 18Z7, der zugleich ein Diplom übergab. Kraushaar für die Spielvereinigung 1904, er überreichte als Jubiläumsgeschenk eine Bcwle, Prof. K n e l l für den Reit- und Fahrtlub. Gießen, Wehn für den 1. Hanauer F. C. 1893, als Geschenk überbrachte er eine Plakette, Kaltenbach im Auftrage der Alten Herren vom 1. Hanauer F. C. 93, der zugleich einen silbernen Becher stiftete, Schäfer für den Gesellschaftsverein Union, Roll für den Gießener Schwimmverein und D e m u t h für den Gesellschaftsverein Bavaria. Die Ehrung von Mitgliedern für langjährige treue Arbeit im Club nahm der 2. Vorsitzende Adolf Münker vor. Zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt: Albert B ö h , Willi Schwan und Karl Demuth. Die silberne Ehrennadel erhielten: A. Botz, Willi Schwan, K. Demuth, Dr. Lrumm- kitz, E. Seyfferth, G. Schmidt, L. Köh - linger, L. Hof, O. Wasser, K. Müller, Fr. Bieler, W. Plank, Dr. Schütz. H. Roll, Dr. Sack, Fr. R e n n st i e l, D. Rubin. £?. V o g t. Fr. Lösch, Th. Weber. Fr. Kühn, E. Schmidt. F. Kehr, G. S p oerh ase: aktive Fußballspieler: E. Böh, W. Luft, H. Bieler. Walter Jung, Albert Jung: aktive Leichtathleten: A. Wallenfels. R. Fischer. Als Freundschaftszeichen wurden den Gästen vom 1. F. E. 1893 Hanau die Vereinsnadeln des Gießener Sport-Clubs 1900 verliehen. Bei frohem Wort und flotter Musik verlebte man einige recht genußreiche Stunden, die den Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben werden. Am Sonntag vormittag ging die Rundfahrt der Gäste des Klubs durch die Stadt vor sich, am Rachmittag folgten die sportlichen Kämpfe auf dem alten Spielplatz an der Hardt. Ein Ball am Abend im $>oufe des Gesellschaftsvereins schloß die Feier in harmonischer Weise ab. Kleber die Spiele ist zu berichten: Jugend 1900—03. f. S. Frankfurt. 2:1. > Das Spiel brachte gleichwertige Mannschaften, die eine ausgeglichene Kombination zeigten, t (Bei der Halbzeit führte 1900 2:0, Frankfurt - holte dann 1 Tor auf. 1. §. C. Hanau 93, Alte Herren—1900 Alte r Herren 3:0. Hier zeigte besonders die Hanauer Stürmerlinie ein raumgreifendes, sich ergänzendes Spiel, während 1900 im Sturm ziemlich zerfahren spielte. Die Deckung war bei beiden Vereinen gleichwertig. Bei 1900 war der Mittelstürmer durch den nassen glatten Rasen infolge körperlicher Schwere gehindert. Bei Halbzeit fielen 2, gegen Schluß das 3. Tor. I. F. C. Hanau 93—1900 Ligamannschaften. 4:1, Halbzeit 3:0. Vor der Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel, nach Halbzeit eine leichte lleberlegenheit von 1900, die sich auch in dem Ehrentore ausdrückte. Bei den Gästen sah man Ballbehandlung. Abspiel und Stellungsvermögen in sehr schönem Maße, dagegen sind bei 1900 erst die Anfänge vorhanden, doch hat sich die 1900er Mannschaft gut geschlagen. Es war ein Wille in der Elf, und das ist unbedingt ein Fortschritt. Wie in den vorhergehenden Spielen, bot auch die erste Elf der 93er ein faires Spiel. Gießen konnte an dem Spiel der Gäste lernen. Bei Hanau ist der linke Verteidiger, Schlett, besonders zu erwähnen. Gießens Stühe war der rechte Verteidiger. gut die beiden Torhüter. Stillauf der Leichtathleten. 'Bei Halbzeit der 1. Mannschaft führt die 1900er Leichtathletikabteilung einen sehr gut ausgefallenen Stillauf vor, der helle Freude bei allen hervorrief. Es war eine Lust, die junge Schar zu sehen: der kleine Bannerträger voran, zeigten die Leichtathleten ein Bild guter Körperhcrrmonie. Man muß die jugendlichen Gestalten gesehen haben, und darf dann sagen, wenn ein Verein sich den Rachwuchs so heran- zieht, dann geht es aufwärts. Hier sah man ein Beispiel, wie man gesunde, kräftige Menschen heranbildet, zum Wohle ihrer selbst und zum Besten unseres deutschen Vaterlandes, denn nur im gesunden Körper wohnt der gesunde Geist. Vom hessische« Landestheater Darmstadt. In die Reihe der Städte, die mit der Generaldirektion des Landestheaters Verhandlungen wegen Gastspielen angeknüpst haben, sind jetzt auch Bensheim und Alsfeld getreten. — Die nächsten Schauspielaufführungen des Hess. Landestheaters bringen Luigi Pirandellos Schauspiel „Jeder nach seiner Art", Schillers „Räuber". Kalidasas „Sakuntala" in der Bearbeitung von Paul Kornfeld, Sternheims „Die Marquise von Arcis". Max Halbes .Jugend" (zum 60. Geburtstag des Dichters) und Molieres Posse „Der Herr von Pourceau- guac“ in der Bearbeitung von Otto Stockhausen- Darmstadt und mit der von Dr. Friedrich Roack- Darmstadt besorgten Bearbeitung Lullyscher Musik. Wirtschaft. Die Reichsregierung gegen Kartellauswüchse. Im Zusammenhang mit der Ankündigung der Reichsregierung, die Karrellverordnung im Interesse des Preisabbaues schärfer als bisher zu handhaben, hat sich die Reichsregierung bereits mit einer ganzen Reihe von Kartellen in Verbindung gesetzt und erreicht, daß Bestimmungen, die geeignet sind, verteuernd zu wirken, aus den Satzungen gestrichen worden sind. Gegenüber sechs Verbänden der Textil- branche hat der Reichswirtschaftsminister von dem ihm im § 10 der Kartell- Verordnung gegebenen Recht Gebrauch gemacht und beim Kartellgericht den Antrag gestellt, auszusprechen, daß die benachteiligten Der- tragsteile von allen Verträgen zurücktret e u können. Es handelt sich um den Verein Deutscher Wollkämmer- und Kammgarnspinnereien, den Verein der Sächsisch-Thüringischen Webereien in Greiz, den Verband Deutscher Herrenwäschefabriken in Berlin, den Verein Deutscher Kleidersiosfgrossisten in Berlin, den Verband der Großhändler bunter Webstosf- und Leinenwaren in Berlin und den Verband Rord- und Westdeutscher Baumwollwarenausrüster in Berlin. Diese Verbände haben immer noch die Valutaklausel in ihren Bestimmungen und bauen ihre Preiskalkulationen hieraus aus. d. h. sie rechnen immer noch in ihre Kalkulationen eine R i s i k o p r ä m i e ein. die, so klein sie auch sein mag, doch, da es sich im wesentlichen um Rohstoffe handelt, in ihre Einwirkung auf das Fertigerzeugnis ein erheblich verteuerndes Moment darstellt. Die Verbände begründen ihr Vorgehen teilweise damit, daß es zum Schutze der Valuta diene, daß sie selbst im Ausland kaufen müssen und auf ausländischen Kredit angewiesen sind und daß sie ihre Ein- und Verkäufe in Einklang bringen müssen. Die Reichsregierung steht demgegenüber auf dem Standpunkt, daß, abgesehen von der preisverteuernden Wirkung der Einkalkulierung einer Risikoprämie die Valutaklausel gerade das Gegenteil Hervorrufe. Sie drücke ein Mißtrauen gegen die Stabilisierung unserer Währung aus und müsse infolgedessen auch das Ausland gegenüber der Stabilität der deutschen Währung mißtrauisch machen. Der Schutz der deutschen Währung fei der einzig hierfür maßgebenden Stelle der Reichskank zu überlassen, und die Reichsregierung könne daher die Argumentation 6er Verbände nicht anerkennen. Was die mit den Banken schwebenden eindringlichen Verhandlungen über die Zinssätze anbetrifft. so ist die Entscheidung der Kartellgerichte bedeutsam, nach der die Berliner Stempelvereinigung nicht als Kartell zu betrachten ist. Analog dem § 4 der Kartellverordnung, durch den zwingende Bindungen an Preisabschlüsse verhindert werden sollen, führt das Reichswirtschastsministerium Verhandlungen über die Gestaltung der Kohlenpreise mit den hierfür in Frage kommenden Stellen, z. B. mit 6em Braunkohlenshndikat. Aufhebung der Geschäftscrufsicht Amtlich wird mitgeteilt: In Ausführung des Kabinettbeschlusses betreffend Aufhebung den G e s ch ä f t s a u f s i ch t hat das Reichsjustizministerium einen entsprechenden Gesetzentwurf im Benehmen mit dem Reichswirtschaftsministerium inzwischen ausgearbeitet. Reben einer völligen Aufhebung der Verordnung vom 14. Dezember 1916, 8. Februar und 14. Juni 1924 betr. Geschäftsaufsicht sieht die Verordnung eine E r • Weiterung der Konkursordnung vor. Durch neue Vorschriften soll nämlich in den Fällen, in denen die Gläubigerschaft zu einem vergleichsweisen Abkommen mit einem in Schwierigkeiten geratenen Schuldner bereit erscheint, eine Vermeidung des Konkurses und unter Wahrung der Interessen der Gläubiger eine beschleunigte Abwicklung der Verbindlichkeiten und Verwertung der Bestände erreicht werden. Besserung im Ruhrbergbcru. Der Absatz im Ruhrbergbau hat sich im Monat August im Vergleich zu den Vormonaten um ungefähr 4 bis 5 Proz. gebessert. Diese Besserung rührte daher, daß in Erwartung des englischen Bergarbciterstreiks vom Ausland größere Aufträge nach Deutschland gelegt wurden und daß mit Ende August die billigen Sommerpreise des Kohlenshndikats abliefen. Letzthin hat sich der (allerdings sehr verlustbringende) Ausland- absah. der zeitweise ein Drittel des Inland» absahes einschließlich der Reparationslieferungen betrug, wieder verschlechtert. Dafür hat sich die Rachfrage aus dem Inland gebessert, wobei wesentlich ist, daß gerade solche Kohlenverbraucher größere Bestellungen aufgeben, die direkt oder indirekt für die Landwirtschaft tätig sind. Man rechnet in Anbetracht des kommenden Winters damit, daß die Beschäftigung zum mindesten nicht zurückgehen wird. Sehr auf den Markt drücken noch immer die hohen Lagerbestände, die nur unwesentlich vermindert werden konnten. Die Stillegungen im Ruhrbergbau können im großen und ganzen als beendigt angesehen wer6en. Man kann rechnen, daß anfangs September die Belegschaftsziffer im Ruhrbergbau etwas mehr als 400 000 b trug; damit war sie ungefähr 25 000 Köpfe geringer als im Frieden und ungefähr 160 000 niedriger als die Höchst- zifser aus dem Jahre 1922. Der Rückgang der Förderung ist jedoch verhältnismäßig stärker als die Dermin6erung der Belegschaftsziffer: man kann mit einer durchschnittlichen arbeitstäglichen Förderung von 325 000 Tonnen gegen 380 000 Tonnen im Durchschnitt des Jahres 1913 rechnen. Man sieht also, 6aß die Airpassung der Förderung an den verringerten Bedarf bereits weitgehend durchgeführt worden ist. Zwar werden noch manche Feierschichten eingelegt (durchschnittlich zur Zeit 50 bis 60 000 in der Woche); diese Tatsache erklärt sich jedoch daraus, daß die hohen Lagerbestände allmählich in den Verbrauch übergeführt werden müssen. Der finanzielle Stand der Zechen hat eine Entspannung insofern erfahren. als von den unrentablen Betrieben wegen ihrer Stillegung die Selbstkosten der Werke nicht mehr belastet werden. Von eigentlichen Gewinnen kann jedoch auch jetzt bei der überwiegenden Mehrzahl der Zechen noch keine Rede sein. Immerhin ist vielfach die Ansicht verbreitet, daß auch im Ruhrbergbau der Tiefstand überwunden sei und daß die Linie der Entwicklung wieder langsam nach oben geht. Voraussetzung ist natürlich, daß keine Störungen politischer, wirtschaftlicher oder sozialer Art der anfteigenöen Kurve wieder einen Knick nach unten geben. In einem solchen Falle wäre eine Gesundung des Ruhrbergbaues um lange Zeit zurückgeworfen. Die Kohlenproduktion in Hessen. Die monatliche Statistik der Kohlenprodkutron des Volksstaates Hessen weist für den Monat August 1925 folgende Zahlen nach: An Rohbraunkohlen wurden gefördert 34 404 Tonnen, verkauft wurden davon 15 377 Tonnen; der größte Teil der Rohkohle wurde weiter verarbeitet oder war zur weiteren Verarbeitung bestimmt. Aus den derarbeiteten Rohkohlen wurden neben Schwelereiprodukten erzeugt: 398 Tonnen Braunkohlenbriketts, 738 Tonnen Rahprehsteine. Außerdem wurden in Hessen erzeugt eine Anzahl Tonnen Steinpreßkohlen. Unter Berücksichtigung der aus Vormonaten übernommenen Bestände, sowie des Absatzes und Selbstverbrauchs verblieben am Monatsschluß absatzfähig: 9973 Tonnen Rohkohlen, 312 Tonnen Briketts, 1973 Tonnen Raßpreßsteine, zusammen 12 258 Tonnen Braunkohlen und Braunkohlen- produkte im Gesamtwert von 67 675 Rm. * Die Frankfurter Bankwelt am Privatdiskontmarkt. Die Sonderstellung, welche in der Angelegenheit der Primabankdiskonten von der Reichsbank für die Akzepte der Mitglieder der Berliner Stempelvereinigung zugestanden worden ist, hat sich, wie die „Frankfurter Zeitung" erfährt, das Reichsbankdirektorium entschlossen, auch den Akzepten einer Reihe von Frankfurter Bankfirmen einzuräumen, unter der Voraussetzung, daß die Firmen die bekannten Verpflichtungen einzugehen bereit sind. Es handelt sich dabei um folgende Frankfurter Firmen: Baß und Herz, Gebrüder Bethmann, Deutsche Effekten- und Wechselbank, Grunelius & Co., Georg Hauck & Sohn, Ladenburg. B. Metzler seel. Sohn & Eons., Lincoln Menny Oppenheimer, Lazard Speyer-Ellissen, Jak. S. H. Stern, Gebr. Sulzbach, Ernst Wertheimber & Co. und L. R. Wertheimber. * Adlerwerke vormals Heinrich Kleyer, A.-G. in Frankfurt a. M. Die allgemeine Geldknappheit hat, wie die Verwaltung mitteilt, bei den Adlerwerken, wie allgemein in der Automobilindustrie, ein Nachlassen des Ariftrags- eingangs zur Folge gehabt, was eine Einschränkung der Belegschaft erforderlich macht. Die entsprechenden Anträge unterliegen zur Zeit der behördlichen Prüfung. * Ausscheiden der Brüder Stin- nes aus der Rhein-Elbe-Llnion. Die Trennung des Stinneskonzerns von der Rhein- Elbe-älnion, die schon durch den Verlaus der im Besitze des Stinneslonzerirs befindlichen Aktien zur Tatsache geworden ist, wird nunmehr auch nach auf) en hin durch eine Mitteilung im Reichsanzeiger dotqmentiert, wonach neben Dr. Edmund Stinnes auch Hugo Sttnnes jr. aus dem Aufsichtsrat der Gelsenkirchner Bergwerks A.-G. ausgeschieden sind. Es ist anzunehmen, bah auch das Ausscheiden aus den anderen Konzemgeseli- schasten erfolgt. Börsenkurse. Frankfurt a.M- Berlin cirWiifc iSdjlufeh. Schluß Nur, SJtIu&ö Mittag börfe Datum: 11. 9. | 12 9. 11. S. 13 9. 5% Deutsche RcichSanlttbe - 4% Deutsche NrichSanleiye . 3V2% Deutsche Reichüanleihe 3% Deutsche NcichSanleihe . Deutsche Svarprämicnanleihe ■ 4% Preußische Konsuls . . . 4% Hessen Deutsche Derlb. Dollar-Anl. bto- Doll.-Schatz-Antrcilng.tt 4% Zolltürken 5% Goldnicrikancr .... Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank Tarmst. und Nationalbank . Deutsche Bank......... Deutsche Bereinsbank .... Tisconto Commandit . . . Metallbau!........... Mitteldeutsche Kreditbank. . Ocsterreichische Kreditanstalt. Weltbank ........... Bochumer Guß . ...... BudcruL Caro Deutsch Luxemburg Gelserstircheuer Bergwerke. . Harpener Bergbau...... Kaliwerke Aschersleben.... .ttaliiDcrf Westeregeln rsaurahütle......... . Obcrbedars Phönix Bergbau Ryeinstahl . Ricbeck Montan........ TclluS Bergbau Homburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd..... Cheramtsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann...... Anglo-Cont -Guano . . . . Badiscke Anilin....... Cbeniilchc Mayer Alapin . . Goldschmidt Gries'cimer Electron . . .. Höchster Farbwerke Holzverkohlung Nütgerswcrkc . Scheideanstalt Alla- Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann .......... Mainkrastwerke ...... Schlickert . . ........ Siemens & Halske ..... Adlerwerke.lllcyer ..... Daimler Motoren Heyligenstaedt......... Mcguin Motorenwerke Mannbeim frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgescll'chaft Frankfurt. Pet. Union A.-G........ Schuhfabrik Her; . . . . . . Sichel........... . . Zellstoss Waldhos ...... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . . o.245 : 0.2575 2325 | 0.25 _ 1 — 0.33 i 0.325 0 300 ! 0,290 0,3075 | 0,315 0.5 ’ 0,500 0.5225 0,525 0.130 — 0.15 0.145 U 280 0,270 0,275 0.2775 — 1 — 0 99 0,20 — 0,260 0,29 0,26 — 0.280 0,265 0.26 89,8 — 91 75 91,7.5 '4,0 94.75 1:4,55 94.55 7,35 7,4 7,35 7 6 — '.7 4 — — 128 129 129 130 9« 46 !)j 95 110.5 110 110.25 111 111.5 111 111 111 60.5 — — — 103- 75 103 5 103,75 104.25 7!» 71 93,5 93,5 7,8 93.6 94.5 • .25 7,62 7.62 0,03 0.03 - — 61,12 69 46.5 <9.5 46,7i 49.9 40 5 43.fi 41 25 43 69 71 67,5 70.1 52,5 54 25 52 5 54.3 102.5 10.' 102 106 124 124 122 122,25 129 133.5 19,25 19,6 38 43 44 44.5 57 55 53 54.75 73 73,25 71.6 73.62 62 5 u4 75 62 65 78 77.5 74,25 77,25 52 53 — 58.5 60,5 59 62 63 65 63 5 66,5 65.75 65 75 _ 57.75 57 55,5 59.5 — — 95 96 125,75 125 123 62 122 71 5 71.4 71 75 . c 1 6.25 120 118 120.75 119.5 120.4 116,62 120 54 56 — 73 75.5 74 74,25 96 97.75 ' 96 96,2 95 95,8 75 76 75,6 75 —— — 63 — 0 63.25 <8 80 78 82 47 4 i 46 75 46,62 - 43 42.5 43.9 43,1 25 2 — - ■56.5 36 35 35 — — 55 55 0,35 0.37 — 0,8 — — — 100 wo — — 63,5 62.5 61,75 62 38 38 — 4,4 4 4 4 8.8 9.1 9,75 a 63.75 u3 — * 56 56,5 58 57 Frankfurter Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 12. Sept. Tendenz: Befestigt. — Die Verstimmung, die die Börse seit einer Reihe von Tagen beeinflußte, dürfte völlig als überwunden anzusehen fein. Das scharfe Angebot ist zum Stillstand gekommen und der Markt war infolgedessen wesentlich entlastet. Die Haltung war zuversichtlich, und die im gestrigen Abendverkehr hervorgetretene Erholung der Kurse konnte weitere Fortschritte machen. Das Geschäft verlief aber ohne jede Anregung, und es kamen nur bescheidene Umsätze zustande, da immer noch eine gewisse Zurückhaltung vorherrschte. Die ungünstigen Wirtschaftsverhältnisse sind geeignet, die Kauflust wesentlich zu beeinträchtigen, und so konnte es nur in einigen führenden Werten zu geringen Umsätzen kommen. Am Montan- markt wurden Buderus um 2 Prozent höher, während sich die übrigen Werte nur wenig veränderten. Für chemische Werte stellte sich Interesse ein, das aber zu Kursveränderungen keinen Anlaß gab. Elektrowerte waren leicht befestigt. Bankaktien lagen ruhig und zum Teil nachgebend. Sehr fest verkehrten dagegen Schiffahrtswerte bei Kursbefse- rungen bis zu 2 Proz. Autoaktien unverändert. Am Kassamarkt waren die Kursbewegungen äußerst gering. In Rentenwerten traten keine wesentlichen Veränderungen ein. Kriegsanleihe 0,247, Schutzgebiet niedriger 6100. Der Freiver kehr war umsatzlos, die Kurse bewegten sich auf dem gestrigen Stande. Der weitere Verlauf brachte zwar noch neue kleine Erholungen, aber das Geschäft schrumpfte noch mehr zusammen. Die Börse schloß die Woche in ruhiger befestigter Haltung. Die Geldverhältnis s e der Börse blieben weiter leicht. Tagesgeld dürfte sich auf 81/-. Proz. stellen. Auch Monatsgeld ist leicht erhältlich. Erste Adressen zahlen 91/.- Proz., zweite Adressen 10V2 bis 11 Proz. Im Devisenverkehr blieb Mailand gegen London mit 118,75 bis 119,25 weiter schwach. Paris war mit 103,25 613 103,40 unverändert. Das englische Pfund stellte sich auf einen Gegenwert von 4,833,4. Die Reichsmark liegt unverändert. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. :n6aocn 102,92 103,28 103,17 103,38 Stockholm • 112,4' 112,71 112,51 112,79 Helsingfors. 10.58 10,62 (0,58 10,62 Jtalteit. . 17.25 17.29 17.18 17,22 London. ■ '0.334 '0,385 .0.332 •-'0,382 'Jicuhorf . . 4.195 4.205 1.195 4.215 PortS. . . 19,71 19,75 19.71 19,7. Schwei; . . SO 96 -<1,60 -0,96 81,16 Spanien . 60.32 61,84 00.97 61.13 Japan . . . 1,705 1,709 t.704 1,708 ?Hio de Jan Wien in D-- 1 572 1,574 >565 , 0.568 Oell. abgcst. 59.18 59,32 o,18 59,32 Prag .... 12,4.31 12,441 1X425 12.465 Belgrad . . 7.475 i, 495 ;,47 . 7,49 Bndap.'si. . ..,89 1,91 ..89 '.91 Bulgarien 3,065 3,075 1,055 1,065 Lissabon 21 135 d ,175 20.925 0,975 Dattjig. . . 80 65 80.85 80,65 80 85 Konstantin. 2,385 2,395 2.385 2.395 Athen. . . 6.09 5 11 6.09 6 11 i Canada. . . 4,195 4,205 4.195 4.205 Uruguay . . 4,20 0,21 4,20 4,21 Banknoten. Berlin, 12 Septbr. Geld Brief * Amerikanische Violen..... >.221 4.241 Belgische Noten........ Dänische Noten . ....... 18,40 102 84 18,50 103,36 Englische Noten........ 20,30-' .0,402 Fran;öiischc 'Noten ...... 19.74 19 81 Holländische Noten...... 168,27 169.11 Italienische Noten...... 17,28 17,36 Norwegische Noten...... 88.62 89,06 Ten" ' ' . csterr , 5 ioo Kronen 59,00 59,30 Run- die Noten...... — — Sch-v. >id)c Noten...... 112,22 112,78 Schwerzer Noten....... 8O,8u 81,20 Svanische Noten..... . 60.75 61.05 Tschechoslowakische Noten . . 12,392 12.452 Ungarische Noten....... 5.84 5.88 Berliner Börse. Berlin, 12. Sept. Die letzte Börse der Woche begann bei stillem Geschäft zu den Kursen der gestrigen Rachbörse, die bekanntlich auf die Rachrichten über die Besserung des Absahes im Ruhrbergbau eine Erholung aufzuweism hatten. Die offiziellen ersten Rotierungen hielten fid/ auf dieser etwas gebesserten Grundlage. Da der Orders-Eingang infolge des frühzeitigen Beginns der Börse recht schleppend war, zeigte auch die Spekulation eine gewisse Zurückhaltung. Teilweise wurden wieder Blanko-Abgaben vorgenommen. die im Verlaufe der ersten Stunde die Dörsenhaltung ungünstig beeinflußten. Besonders Interesse bestand für Anilin-Werte auf die Meldung hin, daß die Beratungen über die Fusionsbestrebungen im Anilin-Konzern, die gestern in Frankfurt a. M. begannen, heute fortgesetzt werden. Entsprechend dem ruhigen Geschäft an den Aktienmärkten hielten sich die Llmsähe in engen Grenzen. Am Geldmarkt waren die offiziellen Sähe unverändert. Tägliches Geld 8 bis 9 Prozent, Monatsgeld 10 bis 11 • _> Proz. Darlehenswechsel wurden schon unter 8; i ausgenommen. Auch am Diskont-Markts stehen reichliche Mittel zur Verfügung, doch fehlte es hier an Material. Der Devisenmarkt hatte keine nennenswerten Veränderungen aufzuweisen. Die Reichsmark notierte in London 20,35. Paris 5,07, Amsterdam 59.21. Berit:'.?: Pro'-vl e:.börse. Berlin, 12. Sept. Der Produktenmarkt verlief heute in etwas freundlicherer Stimmung. Das Angebot ist sehr zurückhaltend geworden. Es notierten für 1000 Kilo: Weizen, mark. 215 bis 220, Roggen, matt. 166 bis 170, Gerste, märf. 210 bis 243, Futtergerste 178 bis 183, Hafer, märf. 176 bis 184, Mais, loko Berlin 214 bis 218, Raps 355; für 100 Kilo: Weizenmehl 30,50 bis 33,75, Roggenmehl 24,25 bis 26,25, Weizen- fiele 12, Roggenkleie 11, Viktoriaerbsen 26 bis 31. Futtererbsen 21 bis 24, Wicken 25 bis 28, Lupinen, blau 12,75 bis 14, Rapskuchen 16 bis 16,20, Leinkuchen 22,60 bis 22,90, Trocken schnitzel 12, Kartoffelflocken 18, Zucker 21. 7$hr eigener AWoHfäfer Msind Sie, wenn Sie zur k Schonung Ihrer Nerven 1 Jr und zum Besten Ihres I v Geldbeutels Conti ne n- tal-Absätze tragen. Vor- 7? ziiglich in Qualität, billiger und dauerhafter v als'Leder, gereichen sie ledern Schuh zur Zierde. Verlangen Sie von Ihrem Schuhmacher daher ausdrücklich - 2 grau, schwarz oder braun. So gut wie Continental-Reifen. Dll m dMg fr «M seinen »euger, der t Leisten Mi ♦ttüfkom fot La N? 0ri/cn her L li* werden. Erne durch die Luft t|(d( T’ unk Uslhst Ul Bl ebenso wie 6 Stützen ge Weier vom während bti nahe beieina m 128 TM QtnbaMM und das Mn rechter Entsei Jedes b durch schwere einem e 35 000 Äilogi nm, was es Gelände bis Gas Zugseil über eine 2 det, ist eben 2,8 Centime! bafrtfof au# gen nach Bure teil verbunden, ausgleich zweck ein 1,9 JeM net, das abe nur bei dem schlossenen 1 treten soll. Die bei) 20 FahrMe Wagen laust an derm Ac so Sah sie st herum gewöh Müflete 5 Dogen bis z 5er Betrieb v nm laufenden Wagen berga in der Mit« gi* sich ( ftack beseht V eine dw ffjr den ift bahn verstz Moder L der mens ch te '.S S.36 <.!4 11,7» ",1b 61.13 W.S '.91 ’.OÜ '1.915 ■•'.395 Hl 1.» 1.881 18,50 «.!!) 33,17 12.51 10,58 11.18 1.33! .195 9.11 ».91 1,7« )56i 'J.I8 0.125 Ml .,89 !,'« 10.925 80.65 .'.V5 4.195 4.20 en *ie9n^ !tlt*urä*Ä -KL y*11 *3. W 2 w( alt Niet M I» äi äftlfiS A.fiJauf ,te Aeichzinar, fort a. x £?• Mob, ^7, »io m ’L! 100 tinWim) obiu>{|. 12*2^7 ' M__M? öi nrr Ü1 ,w 81 ,11 21 28 C 0 IM um ie.u 11.3* 89.« 58.30 K.Sl Ü.ttl 5.» tijlt "Lvck ixt ift zu bin fcu> j bekanntlich ti ung bei Ma» ung auszaweir Dtierunge.i hielt n Grundlage. $ frühzeitigenfr > mar, zeigte ®4 uid&altung.M' Abgaben Dorgt* ersten Stunde die stluhten. Del°-' .nilin-Dertt Beratungen über rtilin-ÄDiyetn, w anncn, Wg* n ruhigen WgJ «ich die IW ldmarkt °>°re- ■l. Tägliches 10 bis H’.’R1 i unter &u aul' rknnt-Marl" fügung. doch H}[ Sevil-’im-rk änfcerungen * e in London 20,35. 'jot|e- l[DbuItcnmür[l W‘ S*»!SS KL S2I,5 KrL Ö#1 = Aus Natur und Technik. Die Iugspitzbahn. Don M a f Fischer. mf. •tnefl der gewaltigsten Ingen ieurwerkc öfter Zeiten geht seiner Vollendung entgegen Die Dahn auf die Zugspitze. Lange schon bat man daran gedacht, diesen höchsten deutschen Berggipfel — 2964 Meter Über dem Meere — auch denen zugänglich zu machen, denen daS Ersteigen unmöglich ist, um auch ihnen die Scrr- richketten der Bergwelt zu erschlichen. Wohl wird eS immer Leute geben, die in solchen Dahnen eine Verunstaltung der Ratur erblicken - aber mit diesem Einwand läht sich säst jeder technische Fortschritt bekämpfen. Und ergeben nicht gerade die sich durch Gebirgstäler schlängelnden ®ifcn- l ahnen. kühn geschwungene Drücken und andere Menschen werte oft gerade einen eigenen -Retz? Auch auf die Zugspitze hat man zuerst eine Standbahn, eine Dahn auf Schienen geplant, eine Zahnradbahn natürlich, wie sie etwa auf bcn Rigi klimmt. Schon vor dem Kriege wären jedoch die Kosten dafür kaum aufzubringen gewesen, nun aber gehört der Dau einer solchen Dahn zu den Unmöglichkeiten. Man ist deshalb dabei, einen Plan der Firma Dleichert und Eo. in Leipzig auszuführen, nämlich den einer Seilbahn. wie wir sie ja von den Bergwerken und Fabriken her kennen, bei der die Wagen nicht auf Schienen fahren, sondern auf Seilen, an denen sie hängen, und auch von Seilen gezogen werden. Dine solche Dahn sährt gewissermaßen durch die Luft und ist von den Geländeschwiertg- keilen fast unabhängig. Und doch ist der Dau der Zugspiybabn eine gewaltige Leistung der Technikl Dom. Talbahnhof ObermooS. der 1224 Meter Über dem Meere liegt, hat die Dahn biS zu dem auf 2805 Meter ftöbc liegenden Dergbahnbof eine Höhe von 1581 Meter zu Überwinden und eine wagerechte Gnt- {ernung von 2975 Meter zurückzulegen. Die Ge- amtlänge der Dahn beträgt 3380 Meter. Die die beiden Wagen tragenden Drahtseile werden ebenso wie die Zug- und Hilssseile von nur 6 Stützen getragen, von denen die unterste 126 Meter vom Talbahnhos wagerecht entfernt ist. während die oberste dicht beim Dergbahnbof steht: nur 26 Meter Abstand hat sie von ihm. Die beiden mittleren Stützen stehen ebenfalls nahe beieinander, nämlich in einer Entfernung von 128 Meter. Die größten Spannweiten zeigen das zweite Feld von oben mit 916 Meter und daS zweite von unten mit 1006 Meter wage- rechter Entfernung der Stützen. Jedes der beiden 4,8 Zentimeter starken, durch schwere Gewichte gespannten Tragseile ist auS einem einzigen Stück gefertigt und wiegt 35 OOO Kilogramm. Diese Angaben lassen erkennen. was es heiht, die Seile Über das unwegsame Gelände bis zum Bergbahnhof hinauszuziehenI Das Zugseil, daS die beiden Wagen (Kabinen) über eine Rolle auf dem Dergbahnhof verbindet. ist ebenfalls auS einem Stück gefertigt und 2,8 Zentimeter stark. Da der Antrieb vom Tal- bahnhof auS erfolgen muh. sind die beiden Wagen noch durch ein 2,5 Zentimeter starkes Unterfeil verbunden, daS Übrigens schon zum Gewichts- ausgleich zweckmäßig ist. Zur Sicherheit ist noch ein 1,9 Zentimeter starke- HilfSzugfeil angeordnet, das aber für gewöhnlich stillsteht, da eS nur bei dem aller Voraussicht nach ganz ausgeschlossenen Versagen deS Zugseils in Tätigkeit treten soll. Die beiden, einschließlich des Führers je 20 Fahrgäste fallenden, bequem ausgestatteten Wagen laufen auf dem Tragseil mit je 8 Rollen, an deren Rahmen sie pendelnd aufgehängt sind, so dah sie stetS senkrecht hängen. Fenster rings herum gewähren freien Ausblick über die wild zerllüftete Vergwelt. über die der vollbesetzte Wagen biS zu 120 Meter hoch hinwegschwebt. Der Detrieb vollzieht sich wie bei einer auf Schienen laufenden Drahtseilbergbahn: Wenn der eine Wagen bergauf fährt, fährt der andere bergab: in der Mitte begegnen sie sich: die Gewichte gleichen sich allo aus, wenn beide Wagen gleich stark besetzt sind. Infolgedessen genügen hundert Dferdekrästc. die ein Gleichstrommotor liefert, zur Bewegung der Wagen. Dieser Gleichstrommotor erhält seinen Strom von einem Gleichstromer- zeuger, der von einem mit 220 Volk Drehstrom gespeisten Motor getrieben wird: diese 220 Volt Drehstrom kommen über einen Spannungswandler Haut und Gesundheit. r Don SanitätSrat Dr. ‘Bergmann, Berlin. Unsere Haut ist in erster Reihe dazu bestimmt, unserem Organismus als Hülle zu dienen. Sie bildet die Oberfläche unseres Leibes, die sich, soweit sie nicht von der Kleidung bedeckt ist, den Blicken der Umwelt unmittelbar darbtetet. und es ist daher verständlich, dah die Haut in der K o s - m e t i k oder der Lehre vom schönheillichen Aussehen der menschlichen Persönlichkeit und in der Schönheitspflege eine allbeherrschende Rolle spielt. lieber dieser letzteren wird aber nur allzu oft vergessen, dah rmsere &aut_ unS keineswegs allein dazu gegeben ist, einem ästhetischen Zweck zu dienen und durch ihre Glätte sowie durch ihre Farbenfrische unserem Aeuheren einen gefälligen Eindruck zu sichern, sondern sie hat weit darüber hinaus auch lebenswichtige Funktionen zu erfüllen. die für unsere Gesundheit die sicherste Stütze hüben und ohne welche selbst die jugendfrischesten Wangen, ,die wie Milch unb Purpur prangen", gar bald erblassen und verblühen mühten. Die Aufgabe der Haut im Haushalt unseres Organismus ist eine vierfache. Einmal nämlich verrichtet sie mittels der in ihr eingebetteten Dlutgefähe. die sich bei Kälte zusammenziehen, hingegen bei heihcr Auhenluft erweitern, die so ungemein notwendige Wärmeregulierung, welcher allein wir eS zu verdanken haben, daß unser Körper, mag um unS glutvolle Hitze oder bitterste Källe herrschen, in seinem Innern und im Dlute stets den ihm allein zuträglichen Temperaturgrad von etwa 37 Grad Telsius behält. Wie sehr unser Leben und unsere Gesundheit von dieser wärmeregulierenden Tätigkeit der Haut abhängt, ist durch zahlreiche Tierversuche auher allen Zweifel gesetzt worden. Es wurden nämlich Pferde. Hunde und Schweine an ihrer Körpervberf lache mit undurchdringlichem Lack überzogen, und dieses Ueberfirnillen ihrer Haut hatte zur unmittelbaren Folge, dah sie erkrankten, abmagerten, und nach wenigen Tagen eingingen. Qtt8 Ursache ihreS Endes lieh sich - feststellen, mit 8500 Volt aus dem Elektrizitätswerk Rcutte (Reutte). Wenn der Fernstrvm kurze Zeit ausbleibt. so kann der Gleichstrom-Antriebsmowr auS einer Sammler datierte gespeist werten, die in den DetriebSpausen geladen wird: sollte der Fernstrvm längere Zell auSbleiben. so kann der Gleichstromerzeuger statt von feinem Drehstrommotor von einem hundertpferdigen Oelmotor an- getrieben werden. Es ist also für alle Fälle vorgesorgt. Wenn eS vorkommt, dah der zu Tat gehende Wagen voll besetzt, der aufwärts gehende aber teer ist, so zieht der abwärtS gehende Wagen den aufwärts gehenden in die Höhe, ja eS werden sogar bis zu fünfzig Pferdekräften frei. Damit man diese nicht durch Bremsung vernichten muh, ist die Einrichtung so getroffen. dah man mit ihnen Elektrizität erzeugt, die enttoefcer als Gleichstrom m die Sammler geladen oder als Drehstrvm in das FernleitungS- neh zurückg^iefert werden kann. Für das HüfSzugseil ist ein besonderer An- trieb vorhanden, der aber auch zum Bewegen des eigentlichen Zugseils benutzt werden, allo eingreifen kann, wenn der eigenlliche Zugmotor gestört fein sollte. Auch sonst sind alle erdenklichen Sicherheitsmaßnahmen getroffen: Sollte je daS Zugseil reihen. waS aber nach menschlicher Voraussicht ausgeschlollen ist, so klemmt sich der Wagen am Tragseil fest. Die beiden Wagenführer stehen über die Selle mit den Bahnhöfen und unter sich m Fernsprechverbindung und können die Wagen durch Drücken eines Druckknopfes, durch ba8 sie den Antrieb stillfetzen, jederzeit sofort anhalten. Auch der Maschinist kann durch Drücken eineS KnopseS sofort jede Bewegung zum Aufhören bringen. Drei Bremsen stehen ihm zur Verfügung. Sollte er nicht aufpassen oder sich nicht an seinem Platz befinden, so bleiben die Wagen vor der Einfahrt in die Bahnhöfe stehen. Sonst macht ihn ein Klingelzeichen auf die Annäherung der Wagen aufmerFfam, und ein Schütz zwingt ihn, die Fahrgeschwindigkeit herabzusehen. Ausschalter am Ende der Fahrbahnen verhindern auch dann noch das Auffahren der Wagen, falls sie der Maschinist zu spät oder gar nicht anhalten sollte. Mit 3.5 Meter Fahrgeschwindigkeit ina der Sekunde werden bald die ersten Fahrgäste auf die ZuSspihe hinaufschweben, so dah sie die ganze Strecke in 16 Minuten zurücklegen werden. Herrliche Ausblicke werden sich ihnen eröffnen, ohne das) sie die Gefahren eines Fluges über die Ge- birgswelt zu wagen brauchen: 3n der Zugspitzenbahn werden sie so sicher sein wie in Abrahams Schob. Dafür bürgt der Ruf der die Dahn erbauenden Firma. Die Worte, die sie an den Schluß ihrer Beschreibung gesetzt hat, sind keine leere Reklame, sondern — wie jedem Techniken bekannt ist — der Ausdruck eines berechtigten Stolzes auf tatsächliche Leistungen: sie lauten: Mit der Zugspitzbahn ist zweifellos eine Verkehrsanlage im Werden, die sich den in allen Landern der Erde zu Weltruf gelangten Dtei- chertschen Drahtseilbahnen würdig anreiht. Reben den vielen Hunderten von Fördermitteln, die Amerikas Erze. Afrikas Holz. Asiens Kohle und Australiens Goldschätze erschließen halfen, zu den vielen Tausenden von Anlagen, die jährlich Millionen Tonnen von Europas Bodenschätzen menschlicher Bewirtschaftung zugänglich machen, tritt nunmehr auch in größtem Matz stabe die Entwicklung der Drahtseiwahnen als Per- sonen-Schwebebahnen. Auch auf diesem Sondergebiet ist es der Firma Bleichert als zwingende Folge fünfzigjähriger rastloser Arbeit und Erfahrung gelungen, der Technik neue Dege zu weisen." Zwischen den Jupiterlampen. Irgendwo vor der Stadt liegt das Atelier der R-R-Filmgesellschaft. Reges Leben herrscht in den weiten Räumen. 3m Maschinenraum knattert die Lichtmaschine mit ohrenbetäubendem Lärm. Kabel laufen durch das Haus und verzweigen sich zehn- und zwanzigfach, um die vielen großen und Reinen 3upiterlampen mit Strom zu versorgen. Der Dekorateur läuft aufgeregt durch den Saal. Schreit einen Hamen. Der Rus wird aufgenommen. weitergegeben, bis der Gesuchte erscheint. Tische werden aneinandergerückt, mit militärischem Blick gerichtet. Dann fliegt ein Tischtuch darüber. Zwanzig Hände stellen daS Geschirr auf die Tafel. Andere reichen zu. Eine Kiste voll Gläser ist im Augenblick verteilt. Eine Stimme schreit: Blumen. Schon eilen flinke Füße mit Korben voll bunten Zweigen und Blüten herein. 3m Augenblick wird der Tisch zum Garten . 3n wenig Minuten ist alles bereit. Drüben im Rebenzimmer arbeitet der Friseur. ES riecht nach Puder. Theaterluft. Die Augenbrauen werden stark rot nachgezogcn, das Haar gepudert, meist auch das Gesicht. 3e nach der Rolle. Toiletten rauschen umeinander. Schmeichelnder Zederkopfschmuck tanzt verlührerisch um die Schläfen schöner Frauen. Rackte Arme. Dekol- lett6. Die Herren im Frack. Der Operateur Im weihen Mantel steht am Aufnahmeapparat. Stellt Entfernungen ein, wie eS der Amateurphotograph auch meist — nicht tut! Vr behütet mit furchtbarer Eifersucht feinen 2ll?parat und durchbohrt jeden mit todbringendem Blick, der eS wagen wollte, in die Rahe feines gläsernen AugeS zu kommen. Zwischen den Gruppen steht, läuft, spricht, scherzt, schimpft, instruiert, fragt, tobt, besänftigt der Regisseur Vr ist die Seele des Ganzen. Er gibt den künstlerischen 3mpuls, er lenkt die Gruppen, er dirigiert die Bewegungen, er kommandiert die Solisten, er gibt daS Stichwort, er schreit in das Tacken des Aufnahmeapparates hinein und übertönt das halblaute Gemurmel der spielenden Menge. Er hat jeden einzelnen in der Hand. Vr reimt sie alle. Er ist daS Uhrwerk deS gespielten StückeS. 3etzt sind die technischen Vorbereitungen beendet. Eine Stimme wie des Engels am jüngsten Tage brüllt: Licht!!!---- Aufflammt der Saal Gin Knistern und Rauschen und Zischen. Hinter den Reflektoren zittert die heiße Lust. Alle Augen sind einen Augenblick lang geblendet. Puder und Schminke glänzen bläulichrvt auf. Die Farben schillern. — Der Regisseur hebt groß die Hände. Dann kommt sein Kommanda: Los! Das Spiel beginnt. 3rgenbeinc Szene auS dem Film: Ort: Dorraum zum Speisesaal. Einige Gesten, halblaut gemurmelte Worte, eine Vorstellung. Man schreitet Arm in Arm zur Tafel. — Roch einmal zurück! Und nun läuft das Filmband hinter der Linse im leisen Ticken des Unterbrechers, die Aufnahme ist gemacht. Rasch folgt noch eine zweite, kürzer in der Entfernung, großformatig im Ausmaß. Dann ist alles zu Ende. Die Vorarbeiten von Tagen, an denen hundert Hände tätig waren, haben ihre Ausgabe in wenig Sekunden erfüllt 3n einigen Tagen steht ein neues Bild, und die Aufnahme läuft weiter. Es ist eine langwierige, dornige, oft schier unüberwindbar scheinende Arbeit, solch einen Film entstehen zu lassen. Die einzelnen zusammen- ?;eflebten Streifen, die, auf ein neues Band opiert, im Kino laufen, lassen in ihrer selbstverständlichen glatten Folge nicht im entferntesten ahnen, welch tage- und wochenlange sauere Arbeit dahinter tätig war. Und doch ist es schon, für den Film zu arbeiten. Der Schauspieler auf der Bühne schafft immer nur einmal Vergänglichstes Hier wird Vergängliches erhalten und kann jederzeit auf unseren Befehl Wiedererstehen zu neuem Leben. Doch vergessen wir. wenn wir im Kino uns an dem herrlichen Film freuen, niemals, daß der unsichtbare Held des Stückes, und vor allen anderen der erste, stets nur der Regisseur ist. Sein ist die Arbeit, fein die Mühe: fein sei auch der Erfolg, sein sei unser Lob. e—S. Dom Leuchtgas. Das Leuchtgas ist mindestens feit dem großen englischen Chemiker Boyle bekannt, der am Ende des 17. Jahrhunderts lebte und die „brennbare Lust" durch Vergasung von Kohlen herstellte. Aber damas erkannte man die Tragweite dieser Erfindung noch nicht. Erst im Jahre 1786 wurde das — merkwürdigerweife aus Knochen hergeftellle — Leuchtgas zum erstenmal zur Beleuchtung verwendet. und zwar in der Universität Würzburg. Die dah unter dem Lacküberzuge sich die Blutgefäße ihrer Haut aufS äußerste erweitert hatten, schließlich gelähmt wurden und daher nicht mehr im Stande waren, die fortschreitende Abkühlung des Blutes im Korperinnern zu verhüten. Eine weitere Obliegenheit der Haut besteht darin, äußere Krankheitskeime vom Eintritt in das 3nnerc unseres Organismus abzuhalten. Die Krankheitserreger vermögen uns bekanntlich von verschiedenen Eingangspforten her, besonders von der Mund- und Rasenhöhle aus, zu überfallen. Don der Haut aus jedoch vermögen sie in unser 3nnereS nicht einzudringen, so lange sie gänzlich unversehrt ist. Erst wenn sie an irgend einer Stelle, wenn auch in noch so geringem Umfange, verletzt ist, erst dann gelingt es den Erregern von Entzündung und Eiterung, von Masern. Scharlach. Rose, Hundswut, Starrkrampf und anderen Krankheiten durch die in unserem Hautharnisch entstandene, wenn auch noch so Reine, ja oft kaum sichtbare Lücke bin- durchzuschlüpsen und die ihnen entsprechende Ent- zündungssorm hervorzurufen. Das dritte Amt der Haut ist von einer Art. die von Laien schwerlich vermutet wird. Sie hat nämlich auch die Aufgabe, die ßungentätig- teit zu ergänzen und als Atmungsorgan zu dienen. Freilich verrichtet sie daS At- mungSgeschLll. ohne sich wie die Brust, in rhyth- mischem Wechsel zu heben und zu fünfen, sondern sie verbleibt vielmehr in anhaltender Ruhe, und dennoch atmet sie unablässig in ganz gleichem Sinne wie die Lungen: denn ganz ebenso wie diese nimmt sie aus der atmosphärischen Lust Sauerstoff in sich auf. um ihn dem Blute zuzu- führen und gleicher Matzen wird von ihr Kohlensäure an die uns umgebende Lust abgeführt. Aber nicht bloh für die Luft, sondern auch für das Licht ist die Haut durchgängig, und sie ist daher nicht bloh im Stande, das Blut sauerstoffreicher au machen, sondern sie vermag ihm auch die im Licht enthaltenen feinstofflichen Substanzen von chemischer Art zuzuleiten, und auf dieser letzteren Eigenschaft beruhen die oll so erstaunlichen Heilwirkungen, welche die moderne Medizin nicht bkotz bei Hautleiden sondern auch bei dielen inneren Krankheiten durch die planmäßige Anwendung von natürlichem Sonnenlicht oder mittels künstlicher Strahlen, besonders durch daS ultraviolette Licht der Höhensonne, zu erzielen vermag. Endlich gehört es noch zu den Obliegenheiten der Haut, unser Blut von allen sich in ihm an- sammelnden schädlichen Stoffwechselresten und Gewebsschlacken zu befreien. Diese beständige Entgiftung des Blutes vollzieht sich vorzugsweise durch die Schweißdrüsen der Haut, welche nicht etwa bloh in den Augenblicken deS Schwitzens in Aktion treten, sondern welche vielmehr durch unablässige Ausscheidungstätigkeit an der Reinigung unserer gesamten Säftemasse arbeiten. Dem Unkundigen konnte es scheinen, als befinde sich die Haut im Gegensatz zu den unter ihr liegenden Gebilden, besonders zu den allezeit rasch beweglichen Muskeln und Rerven, in unveränderlichem Ruhezustände. Unsere kurze 'Betrachtung ihrer vierfachen Ausgabe im Organismus hat uns jedoch gezeigt, daß sie nicht bloß die Schuhdecke unseres Körpers bildet, sondern dah sie auch ohne Unterlaß zu seinem Wohle arbeitet Diese ihre Tätigkeit aber, die für unsere Gesundheit von so hoher Bedeutung ist. kann sich nur dann störungslos abwickeln, wenn der Haut eine rationelle Pflege zuteil wird, dazu gehört vor allem, daß ihr Lust und Licht nicht vorenthalten wird. Wir Menschen sind Geschöpfe, deren eigentliches Lebenselement die sauerstoffreiche und lichtdurchflutete Luft ist. Ihr dürfen wir den Zugang zu unterer Haut ebenso wenig wie zu unseren Lungen verwehren, und darum darf unsere Kleidung, soweit sie unS nicht etwa zum Schuhe gegen Rässe zu dienen hat. nicht auS Leder, Gummi und anderen luftdichten Stoffen bestehen, sondern sie muh aus Wolle, Baumwolle, aus Leinen, 3ute. Hans oder Seide, kurz aus solchen Gewerbsarten hergestellt fein, die porös sind und die daher durch die Zwischenräume ihrer Fasern einen ungehemmten Luftwechsel gestalten Aber damit nicht genug, können wir unserer Haut keine größere Wohltat erweisen. alS da- MP.--— _ verleiht roiigei, jugendfrlichee ■ Bllwin*Antlitz u. ein rein.urterTelnt. S Sto tie ■ • Allee die* erzeugt die echte r Xi. KßVeeeiMBSra.'SSRn die beete Ulienmllchscifc fdSafilUHiÄEBeM v.Bergmenn »Co.. Radebeul. ” 0berall zu haben Kreu-Drog. Aiguat Moll, Henladt-Drog. Hm» Noll, P. J. Eöbi, Seifenfabrik, Germania-Drog. C. Seibel, Adler-Drogerie W. Waldachmldt. Drogerie Georg Wallenfels. Drogerie Otto Winterhof!. 46c erste Stabt in Amerika, die Gasbeleuchtung halle, war Lincoln im Jahre 1801. Das Gas wurde aus Lignit, einer Braunkohlenabart, erzeugt. Die erste Ctraßenbeleuchtuna mit Leuchtgas in Deutschland wurde im Jahre 1811 von Lampadius in Freiberg in Sachsen eingerichtet. Nach im Jahre 1819 bc kämpfte die „Kölnische Zeitung" mit sieben gcroidi tigen Gründen die Einführung des Gaslichts. Im Maikäferjadr 1847 wurden vielfach Maikäfer zu Gas veraroeitet. Der anfangs langsamen Entwicklung folgte in der letzten Hälfte des vorigen Jahrhunderts der allgemeine Siegeslauf des Gases für die Beleuchtung der größeren Städte, für große öffentliche Gebäude wie Theater, Konzertfäle und der gleichen und für die Wohnungen selbst. Im Jahre 1859 wurden in Deutschland rund 441 Millionen Kubikmeter Gas verbraucht, im Jahre 19CiD rund li Milliarde. Don da an macht sich der Wettbeweri' der Eelektrizität schon sehr geltend, dafür beginnt dann aber der Gasverbrauch zu Kochzwecken zuzunehmen, bis auch hier die elektrifche Küche das Gas einstmals verdrängen wird. Diele Jahrzehnte lang war der einfache Schlitz brennet die einzige Art der Gasverwertung zu Leuchtzwecken. Die älteren tiefer tnefer Zeilen werden sich noch alle an die offenen, flachen, fifch- fchlvanzähnlichen Flammen erinnern, die man sowohl in den Straßenlaternen wie im Theater und in den Kontoren der Geschäftshäuser sah. Dann kam als Derbesserung der Argandbrenner, ein Rund- brennet mit Glaszylinder, der zwar mehr Helligkeit gab, aber dem glücklichen Besitzer diese Freude durch allzuhäufiges Springen der' Glaszylinder wesentlich beeinträchtigte. Diese beiden Arten der Gasbrenner hatten den großen Nachteil erhebliche' Wärmeentwicklung. Wer sich als junger Mann mit viel Liebe zur Kunst und schmalem Wechsel die Et zeugnisie unserer großen Dichter und Musiker voin „Olymp" aus anzusehen pflegte, weiß noch gut, daß ein Shakespeare-Drama gut unb gern ein Dampf bad ersetzte. Der Grund liegt in folgendem: Die schweren Kohlenwasserstoffe des Gases zerfallen bei hoher Erwärmuna und scheiden Kohlenstoff (Nuß) aus; dieser verglüht — daher auch das Leuchten Für 100 Kerzenstärken brauchte der Schlitzbrenner 11 bis 2 Kubikmeter, ein Argandbrenner 0,8 bis 1 Kubikmeter Gas in der Stunde. Nimmt man dazu die Feuergefährlichkeit der offenen Flamme, die nicht zu vermeidende Rußbildung bei unvollkommener Derbrennung und die meist unerwünschte Hitze, so war diese Art der Beleuchtung weder gut noch billig. Die Elektrizität schien im ersten Ansturm auf der ganzen Linie siegen zu sollen, da brachte Auer von Welsbach 1902 einen großen Umschwung. Er hatte entdeckt, daß die Oxyd der Edelmetalle Thorium und Cer beim Erhitzen sehr hell leuchten. Er verwandte nun das Gas nur noch dazu, einen mit diesen Stoffen getränkten Strumpf durch die Verbrennung des Gases zu erhitzen und so zum Glühen, also zum Leuchten zu bringen, unb wir sehen unser Glühlicht, wie es sich allen Anstürmen ber Elektrizität zum Trotz bis heute erhalten hat. Für 100 Kerzen Lichtstärke braucht stehenbes Licht nur noch 0,17 Kubikmeter, hängenbes sogar nur 0,09 Kubikmeter Gas in ber Stunde. Nehmen wir einen Gaspreis von 18 Pf. für einen Kubikmeter Gas und einen Strompreis von 36 Pf. für die Kilowattstunde an, Jo kosten alfo 100 Kerzen stündlich im stehenden Auerlicht 0,17 mal 18 — 3,06 Pfennig, tm hängenden 0,09 mal 18 — 1,62 Pfennig, in der Metallfadenglühlampe 3,6 Pf. unb in ber gasgefüUten elektrischen Glüh lampe etwa 1,8 Pf. Man sieht, baß auch die Tage bes Gasglühlichtes gezählt sinb; nur die Kasten ber Verlegung von Kabeln unb Leitungen verhindern ein zu schnelles Verdrängen des Gaslichtes. So hat in etwa 125 Jahren das Gas als Leuchtstoff feine Rolle begonnen unb ausgespielt, währenb seine Der- brängung für Koch- unb Heizzwecke burch bie Elektrizität soeben erst beginnt. durch, daß wir sie zeitweise bei gänzlich entkleidetem Körper von frischer Luft umspielen lassen. Dieses Cuftbab Fann im Zimmer oder im Freien genommen werden unb soll anfänglich nur einige Minuten dauern, um schließlich nach erlangter Abhäriuna, besonders in der warmen Jahreszeit auf eine halbe Stunde und darüber ausgedehnt zu werben. Einen so tiefen und wohltuenden Einfluß die Luft auf unser Hautgewebe ausübt. so ist doch das wichtigste und ganz unentbehrliche Wittel zu seiner Pflege daS Wasser. Ohne häufig« Bäder oder zum mindesten ohne tägliche Waschungen kann die Haut ihre Lebensfrische auf die Dauer nicht bewahren. Mikroskopisch betrachtet besteht nämlich chre äußerste Oberfläche aus einer Lage von Zellen, die von kurzlebiger Art sind, sich von der Haut von selbst ablösen und durch ein auS der tieferen Schicht des Hautgewebes rrachrückende Zelkenkage immer wieder erseht werben. Diese oberflächlichen Hautzellen sinb dazu bestimmt, die aus dem Mrperinnern mittels der Hautdrüsen abgeschiedenen Stoffe in sich aufzunehmen und erfüllen sich außerdem mit den zahlreichen auS der Außenwelt stammenden verunreinigten Substanzen aller Art. Durch die regetmähige Abstoßung und Erneuerung dieser oberflächlichen Zellenschicht vollbringt die Haut eine Art von ©efbftretniaung. Aber dieser natürliche Vorgang muß durch Waschungen, am besten mit Seifen wasser, welches die Zellen erweicht und zum Aufquellen bringt, ergänzt und beschleunigt werden, weil sich sonst die Poren der Haut verstopfen und. abgesehen von ihren übrigen Funktionen, gairz besonders ihre AusscheidungS< tätigfeit beeinträchtigt wird. Kein Wunder daher, wenn sie bei mangelnder Reinlichkeit nicht bloß verschmutzt, sondern wenn schädliche Auswurfstoffe im Körper zurückbleiben und teils auf der Hau! decke Pickel, Wimmerln. Flechten und andere unschön wirkenden Erscheinungen Hervorruf:n oder sogar Entzündungen von inneren Organen zur Folge haben. Tel. '44V auch nackts Wanzen UchtspieShaus In den 8586c Sperrplatten Honig eines Zuschlages) beträgt einschließlich der Steuer: Proszeniumsloge, Rangloge u. I. RangDorderplah 1. Sperrsitz und 1. Rang Mitte ...... 2. Sperrsitz und 1. Rang Rückplatz..... 3. Sperrsitz und 2. Rang Dorderplah .... 2. Rang Mitte............. 2. Rang Rückplah ........... von 3-30 mm Stärke in allen Größen 100 R.-M. 78 „ 64 w 42 „ 28 „ 21 „ Die Ausgabe und Bezahlung der Abonnementskarten erfolgt in sechs Raten. Anmeldungen zum Abonnement sind bis zum 20. September nur schriftlich an die Stadtverwaltung Gießen — Bergstraße, Zimmer Rr. 12 — unter Angabe des AbonnementstageS und der Aufschrift .Theater-Abonnement" zu richten. Die lehtjährigen Abonnenten haben Anspruch auf Beibehaltung ihrer Plätze an ihrem Abonnementstage, wenn sie diesen bis zum 17. September 1925 geltend machen. Giehen, den 12. September 1925. Der Oberbürgermeister. I. B.: Klingspor. 85368 Bahnhofstraße 34 * Heute bis einschl. Mittwoch: garant. rein, 10-Md. Bücbse franko Mk. 10 50, etwas dunkler Ml. 10.-. halbe Mk 6—. Nachnahme 50 Pf- mehr. Ftscher- Vebretd/n., Oberneu- land76,Kr. Bremen. Lebende Bienen laut Preisliste. 7934es Leopold Rosenthal, Holzhandlung, Wetzlar, Teleph. 100 „„v in Buche \ Erle Gaboon Kiefern | nur beste Fabrikate Eiche prompt ab Lager lieferbar Stadttheater Giehen Abonnementz-EinlaKung 3n der Spielzeit 1925/26, die vom 9. Oktober 1925 bis Ende April 1926 dauert, werden an den Tagen Dienstag, Mittwoch, Freitag und Sonntag je 28 Abonnements-Bor- stellungen stattfinden, die Vorstellungen beginnen an den Werktagen um 71/, Ahr, am Sonntag um 7 Ahr. Die Abonnementskarten sind gegenüber den Tageskarten wesentlich billiger; bei Richtbenutzung der Abonnementskarten können, wie bisher, Gutscheine gegen Entrichtung einer Gebühr gelöst werden, die für die gesamte Spielzeit, auch für die Sonntagsvorstellungen, Gültigkeit haben. Der Preis für die 28 Vorstellungen einschließlich der Operetten- und Opern-Gastspiele (für Letztere unter Zahlung Astoria - Lichtspielen ab heute bis einschl. Mittwoch: DasGeheimnisderLiebe Schauspiel in 6 Akten Sowie: Larry Semon und die Gelbe Gefahr SltlavsiwMe ß Akte nach dem bekannten Drama ..Die Hochzeit von Valeni“, von Ludwig Ganshofer. Das Drama einer Liebe, die an ihrem Uebermaß von ungezügelter Leidenschaft selbst zerbrechen muß. Aufflammende Leidenschaft und züg- Uoses Begehren im Gegensatz zur reinen, opferbereiten Liebe — In den Hauptrollen: Ellen Kür'.i, Albert Stelnrück, Charles Willy Kayser, Cläre Lotto. Olga Engi, Leopold von Ledebour. Ferner ein erstklassiges Beiprogramm. Ab Donnerstag: Lucy Doraine 10. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) als das von Rhein her dreifüßiges Stangen in sephs-Acker Stäbe durch glitzernder Streifen der Rhein. Der Hauch schlug an die Scheiben, Engelhardt sagte: „Ja, ja, eine Rönne und' ein Weib, sein Bestes nicht geben kann! Ich fühle es Ackerbürgern gehörte. Als die Männer in Ruths Gesichtsfeld traten, erwachte sie aus ihren Träumen und erblickte den, um den sie sich sorgte. Er kam näher, bis zum Markstein, wo das Klostergut, das nur noch wenige Schritte über die Mauern hinausreichte, an fremden Acker stieß. Hart am Stein stießen sie die letzte Stange ein, und Hanns bückte sich wieder über das Visier. Solange hatte Ruth regungslos gesessen. Jetzt hob sie sich in jähem Trotz von ihrem versteckten Sitz. Doch da kam auch schon der alte Hotz in Hemd und Hosen, mit nackten, schlenkernden Armen über die Matte, stellte den Schuh auf den Grenzstein und sagte so laut, daß sie es hören konnte: „Einen Schritt zum Stehen, tiefer geht mir keiner ins Gras." Meßinstrument auf und ließ die den Boden stecken. Vom St.-Jo- her lief eine Zeile dieser bunten Wiesland und Korn, das Rheinauer Einer der beiden Techniker erwiderte lachend ein paar leichte Worte, doch starrköpfig bestand der Alte auf seinem Verbot. „Richts ist, hier ist kein Platz für einen fremden Schuh ohne die Erlaubnis des Fräu- leins oder des Herrn Doktor." Ruth stieg vom Hügel auf die Mauer, die hier kaum mannshdch war, und sprang hinab. Als Hanns sich selbst an Joseph wandte, sah er sie über die geschorene Matte auf sich zukommen. Mit flinkem, behendem Schritt. Das Straffe und Herbe ihrer Gestalt war chm noch nie so ins Bewußtsein gefallen. Kaum hatte der Gärtner das Fräulein erblickt, so sagte er zu den Technikern, die auf ihn einreden wollten: „Richts ist — lassen wir's die beiden miteinander ausmachen, wohin ihr eure Spieße tragen dürft." Dabei zwinkerte er mit den Augen und riß den Stab heraus. Hanns Ingold zog den Hut und stieg die grüne Schwelle hinan, auf der Ruth ihn erwartete. Stolz und frei erschien ihre Haltung, wie sie so am Grenzrain in der hellen Sonne stand. Er wußte nicht, ob er sie mit ihrem Vornamen anreden durfte, und begnügte sich, chr eine leichte Verbeugung zu machen. »Hotz fürchtet offenbar Flurschaden, aber es ist nicht so schlimm. Ich wollte von hier aus nur noch einmal das Gefälle kontrollieren. Darf ich das?" „Darf ich fragen, wozu, Herr Ingold?" Der kalte, sachliche Ton chrer Frage machte ihn stutzen. Dann ging ein Zucken der Angeduld über seine Züge. „Fragen Sie aus Freundschaft oder offiziell, Fräulein Engelhardt!" „Ich frage, weil ich ein Recht zu dieser Frage zu haben glaube." „Ein Recht?" „Ich stehe hier auf meinem, auf unserem Grund und Boden und will wissen, was vorgeht." Er lächelte. In sein Gesicht trat helle Sonne. (Fortsetzung folgt.) Tag zu Tag mehr, daß es nicht so weitergehen kann. And kann es doch nicht ändern. Wir stecken hier mit unserer ganzen Existenz verwachsen im Boden. Reih mich aus, und ich bin wurzellos und du mit." „Von allem dem, was du da sagst, ist nur das letzte wahr. Wir sind hier zu Hause." Ein freudiger Klang war in chrer Stimme. Erstaunt wandte Engelhardt sich um, da war ste schon gegangen. Mit schlagendem Puls durchmaß Ruth Engelhardt den Kreuzgang. Es war noch früh am Tage. Eine halbe Stunde konnte sie chm stehlen. Frau von Rothammer ging gerade an chrem Krückstock zum Pfirsichspalier, wo die Sonne am wärmsten schien, und blieb erstaunt stehen, als Ruth mit einem hastigen Gruß an ihr vorbeischritt. ohne ein paar freundliche Worte an sie zu richten. Der gefesselte Strom Roman von Hermann Stegemann. Männern, die rot-weiße Stangen trugen, vom über die Watten. Er stellte ein Ruth hatte es eilig. Sie wollte ungestört sein. Zwischen den Gemüsebeeten lief sie zum Hügel, der in einer Ecke des MauergevierteS aufgeschüttet war und, von wilden Brombeeren und Haselnüssen umwuchert, niemand lockte. Ein alter Steintisch mit einer Sonnenuhr, auf der noch die Klosterfrauen die Zeit gelesen hatten, stand verwachsen und zerschunden im Resselkraut unter dem bitterduftenden Holunderbaum, der wie ein kauernder Waldgeist oben hockte und mit seinen dunklen Blättern und weihen Blütendolden die Ahr verschattete. Der Ahrzeiger war abgebrochen. Ruch schwang sich auf den Tisch. Hier hatte sie einst Hanns Ingolds -Liebesbriefe gelesen. Heuduft schwoll zu ihr empor, sie sah Josephs Sense blitzen und den Rhein in weißer sprudelnder Fülle aus dem Lauffen stürzen. Sie hatte gelogen, keine schlechte Rächt gehabt. nur eine schlaflose. Der Mond und das Rauschen des Rheines waren um sie her gewesen in ihrer Stube, eine köstliche Leichtigkeit hatte alle ihre Glieder belebt. Ruth atmete tief, lieh die Augen noch einmal über die Sommerlandschaft wandern, über die Wiesen mit den regungslos stehenden Bäumen. über den Strom und das Städtchen bis zu dem schwarzen Wald, der seine Tannen zu den hohen Bergen trug. Dann begann sie zu lesen. „Ein Kraftwerk zu Rheinau unterm Lauffen" lautete die Aeberschrift der Broschüre, und darunter stand der Rame Hanns Ingold. Ruth las mit schärfster Anspannung chrer Sinne. Sie hatte gelernt, in wissenschaftlichen Schriften zu lesen, und folgte Ingolds Ausführungen mit voller Hingabe an die Sache. Sie sah und hörte ihn sprechen. In der knappen hartgeschliffenen Darstellung trat er lebendig vor sie hin, wie er heute war. And dann erschrak sie plötzlich. Was hier vorgeschlagen und ins Werk gesetzt wurde, war nichts anderes als die Sprengung der Stromschnellen, die Zerstörung des Lauffen. Es stand nicht mit diesen Worten zu lesen, war in fachwissenschaftliche Ausdrücke gefaßt, doch der Plan lief auf die Beseitigung 5k. e-^.,7s 5°nrL ! 2 HÄ L Sh Vriand Don 5 HerrSnc Ariern >[ xs LrckedenHer Senken, dah d man gewöhn den" in.lM lall nnsbncht Mfhington V der mit Mg Mn ha Impcrialism nicht zur D ist Frankreich mal schnöde Driand sagt Ruch hatte die Drucksachen durchgesehen und hielt ein Heft in der Hand, von dem sie keinen Blick wandte. „Du horst ja gar nicht zu, Ruch. Das ist doch keine Kleinigkeit, wenn Laßmann uns — na, was hast du denn, Mädel? Du bist ja ganz blaß und verstört!" „Richts — ein bißchen benommen, ich habe eine schlechte Rächt gehabt. Verzech', wenn ich dich jetzt allein lasse. Ich will die Korrespondenzen einheften und die Krankenberichte ins reine schreiben." Engechardt war ans Fenster getreten und lehnte die Stirn an die kalte Scheibe. Der Garten stand im Juniflor. Die Rosen blühten, die Bäume hatten ihr frischestes Grün aufgesteckt, und goldene Sonnenkringel spielten auf den Wegen. In der Ferne wellte als silbergrüner des Sturzes hinaus, der tausend Schritte lang zwischen den engen Wänden von Schwelle zu Schwelle und Felsen zu Felsen sprang. Es war noch mehr. Wo jetzt der Rhein zwischen den grünen Duschwäldern im natürlichen Bette lief, würden gemauerte Aferdämme, Stauwehre und Schleusentore entstehen und gewaltige Fabrikbauten sich erheben. Doch Ruths Schrecken wich bald dem unwiderstehlichen Zwange, den Hanns Ingolds Wesen auf sie auszuüben begann. Als gälte ihr diese Schrift, ihr dieses Werk, als müßte sie leben und sterben mit chm, so riß es sie hin. Sie sprang über die technischen Berech- nungen hinweg, las noch das Schlußwort, in dem Ingold in einem einzigen Sah zusammengedrängt den Gedanken aussprach: „Dieses Kraftwerk wird ein Werk der Kraft werden" und ließ dann das Heft in den Schoß gleiten. Die Hände um das Knie geschlungen, schaute sie abwesenden Blickes in die grüne Landschaft. Eine schöne weihe Wolke stand über dem Schwarzwald im blauen Himmel. Da kam Hanns Ingold mit zwei jungen Frieden, lom gegeben. Die Einige Duhi worden, das hatte sich 5 London vecp Desonderes, t halt? Offene Augen, und 1 nur beistinimei ansühren, wo gehalten hat. Aber Her tth i lassen, nut er macht besetzte ©ebi< ebensowenig Deutschlands, die Berichtig Das sind ab reden möchte, liegt, noch ein diesmal angel wii' ßUafr’ßoi MalmedH öen lassen mck ifjtw einen recht er Herr Driand für derartigef leist Wg Verla Eih im Tölle timbdrat Vie beiden erlauc die geschlosst jvrisiert weck An Heri wir nicht zw jederzeit fiere eine Verstand den ungestört andern in fr sollte Herr 1 gungen aufrid reich hat ja kühnsten Trö wieder Elsaß- Zur Wehrlos vinaus tribu Kette feindlic /lnteroffiziere französischen 1 politische Kon -or nicht lvüns dort die Veli wmier so bliel ,, Freilich ei ’oflet Geld, t ungeheure Ar W muh die jfeL1®o man ?l°mallriege AHang auch ÄS ober dere w ZN so nt der rAbe iS« Ur !taÄ? y scheu (inh ? lind Ja aus h. der Ä. Ao sichtigen soll auf dem Wege der Submission Mitt- 8549D Referenzen. Ferdinand Wolfsheimer, Würzburg. Telefon 620. Hie W-Verßeigeruiig öes Schutz Sßimrai) findet Mersing, öenn.OJ. 8 W MWlliW stall. .„D vergeben werden. Meldungen sind bis zum 20. September bei der Stadtverwaltung. Bergstraße, Zimmer 12, einzureichen, woselbst auch die Bedingungen einzusehen sind 85798 Gießen, den 12. September 1925. Der Oberbürgermeister. J.D.: Klingspor. Mostäpfel Ich bin waggonweise Käufer für große Mengen Mostäpfel, zahlbar bei Verladung und bitte zuverlässige Lieferanten um Angebote unter Beifügung von woch, den 16. Hs. MtS., nachmittags 4‘/a Ahr, auf hiesiger Bürgermeisterei vergeben werden. Angebote sind auf Lebendgewicht einzureichen. Bedingungen werden dort bekanntgegeben. Bürgermeisterei Kesselbach. Weber. 8588D IEM,lst.M.MeMMls Bekanntmachung. «-rr _..c x— em— x— « Der Theaterzettel soll zu Empfehlungs- zwecken an ein Geschäftsunternehmen Wer sie aus den Vorkriegszeit kennt wird begeistert feststellen : Die gute alle SLEIPNER VOLLES FORMAT VORNEHME BLECHPACKUNG 3 PFENNIG 12. September 1925 Osnabrück, den 8577D Salomon, Schulstraße 8573a Die Verlobung ihrer Tochter Ellen mit dem Oberoeterinär Herrn Dr. med. vet. Walter Welsch beehren sich anzuzeigen Meine Verlobung mit Fräulein Ellen Peter, Tochter des Fabrikanten Herrn Otto Peter und seiner Frau Gemahlin Marie geb. Ottemeyer beehre ich mich bekanntzugeben Dr. med. vet. Walter Welsch Oberveterinär im Stabe der 2. Kavallerie-Division Breslau Otto Peter und Frau Marie geb. Ottemeyer i • erhalten Sie bei uns, wenn Sie Stoff zum Kleid kaufen Gratis den passenden Ullstein - Schnitt • od. das neueste von Alhlim monatlich uns herausgegebene 1V1UUL"/AluU111 erscheint. Landgestüts 8580V der 07533 wesend. Mach Süd-Amerika (Brasilien, Argentinien, Westküste), Cuba-Mexico,Westindien, Afrika, Ostasien usw. inVerbin- dung mit anderen Linien NachHord-Amerika u. Canada« Hamburg - New York ca. wöchentl. Abfahrten. Gemeinsam. Dienst mit United American Lines Aufschrift „Lieferung für die Zellenstraf, anftalt* versehene Angebote werden bis zum Gröffnungstermtn: Donnerstag, den 1. Oktober 1925, vormittags 10 Ahr. erbeten. P. Kreutz, Sommerlager, Greffen, Ederirrane 14 pari Hansa Handelsschule /. Kunzeimann Qteßen, Hahnho/str. 60 vorn. Hermes Neue Kurse 12. Oktober. Freitag, den 18. September 1925, vormittags 11.30 Uhr, auf dem Hose des Natten Mäuse sowie jedes HauS-, Stall- und Garten- ungeziefer vertilgt unier (Garantie und Verschwiegenheit. Starte aenünt. Stur schriftliche Austräqe können mit Sicherheit berücksichtigt werden, weil geschäftlich immer nb- Die Kartoffeln sind im Angebot mit der Sorte näher zu bezeichnen. Etwa 1200'Zentner sind Ende Februar, Anfang März nächsten Jahres zu liefern. Teillieferungen, jedoch nicht unter 20 Dz., find zulässig. Die Bedingungen liegen während der Dienststunden dahier offen, können auch gegen Zahlung von 70 Pfennig abschrift-1 lich bezogen werden. Ebenso die Ange- r fco* wrmulare zum Preise von 10 Pfennig. Iuschlagsfrist: 7 Tage. 857ID Butzbach, den 26. August 1925. Die Direktion Hessischer Zellenstrafanstalt. Vergebung. Die Lieferung von ungefähr 4000 Zentner Kartoffeln soll vergeben werden. Kostenfreie, mit Gießen, den 14. September 1925. Der örtliche Bauleiter. 8593V Billige Beförderung, vorzügliche Verpflegung. Aukflnf.e and Drwkwehen Ober Fahrpreise end Bet8rderungem6gllchkelt dareh HAMBURG - AMERIKA LINSE HAMBURG. Aleterdemm 25 and deren Vertreter an allen grtDeren Flitzen. In : Gießen sally l oeb Bahnhofstraße 52a IMW.sWmröelgin.kMreull' und 1VMMMk.MentzW.8MeM Beide eingefahren. Darmstadt, den 10. September 1925. Hessische Landgestüts-Direktion. genommen. S394c Hamburger Fischhdlg. A. Kooh Nachfolger, Schulstr. 10, Tel. 1612 Donnerstag u Freitag dieser Woche treffen außer MW Karpfen Hechte Schleien Blaufelchen und Salm ein. VorauLbestel- lungen hierfür werden sofort entgegen- Ullsieio-üeboille alle Größen ,a- Ablehnung sämtlicher Angebote vorbehalten. Frist für die Zuschlagserteilung 30 Tage. . crernd im ^46a Modehaus Salomon. Die Tischler. (Türen, ^ßlasabschlüsse, Abortwände usw.) und Schlosserarbeilen (Anschlagarbeiten) zum Neubau des Telegraphenamtes in Gießen sollen im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden. Zeichnungen und Preisoerzeichniffe liegen im Postbauamt in Gießen, Bahnhofstr. 85, Hofgebäude, während der Dienststunden zur Einsicht aus und können daselbst solange Vorrat reicht, mit Ausnahme der Zeichnungen, zum Preise von L80 Mk. bezogen werden. Die Angebote sind verschlossen und mit einer den Inhalt kennzeichnenden Aufschrift versehen bis zum 24. September 1925, vormittags 11 Uhr, an das Postbauamt postfrei einzusenden. Die Eröffnung der Angebote erfolgt in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter. Falls keins der Angebote für annehmbar befunden wird, bleibt die BATSCHARI