ar. 38 Erstes Blatt 175. Jahrgang Samstag, h. scöniar 1925 Erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertag». Beilagen: DießenerFamllienblLtter Heimat Im Bild. monats-Beingspreis: 2 Voldmark u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech.Anschlüsse: Schriftleitung 112, Ber« lagundDeIchästsftelle51. Anschrift für Drahtnachrichten: LnzelaerOiesten. pohschrckkonto: Frankfurt a. M- IHM. GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen vnick und Verlag: vrühl'fche Univerntätr-Vuck' und 8leindruäerei R. Lange in Gießen. Sdfriftkitung und Geschäftrftelle: StbalHraHe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorder ohne jcbc'BerbinbltdikeiL Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlidjS, auswärt» 10 Doldpscnnig; für Ne» Klame-Anreigenv 70 nrr Brette 35 ibolbpfenniq, Platzoorschrist 20" Aus- schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: l)r. Friedr. 21Zilh Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumfckein; für den Anzeigenteil: Hans Beck. sämtlich in (Biegen. 1 -3 au< von Dollars waren damals ein Vermögen —. daß er in der russischen Botschaft vorübergehend Unterkommen gefunden hat, und in seiner Perlon den stärksten Beweis für die engen Zusammenhänge erbringt, die zwischm dem roten Kreml und den deutschen Kommunisten bestehen. Ebenso begreiflich freilich, daß die kleinen Gernegroße. die Pieck. Koensn, Hecker und wie sie alle heißen mögen, die als Haupt- oder Nebenfiguren auch schwer belastet werden, nicht das Format hatten, um den praktischen Bolschewismus russischer QIrt ausführen zu können. Sie sind letzten Eudes doch nur Spießbürger, die das Revelutionsspielen im November 1919 bei uns gelernt haben, aber versagen, sobald die Geschichte wirklich ernst wird. Sie brauchet eben die geistige Führung aus Rußland. 215:0 w i r brauchen sie nicht; im Gegenteil, wir nässen uns diesen Zuzug vom Osten auf das allerentschiedenfte verbitten. Lind da tritt die Außenpolitik in ihre Rechte. Verständlich. daß das Auswärtige Amt sich bisher noch nicht gerührt hat, wenn aber der Prozeß abgeschlossen ist. dann wird es doch allerhöchste Zeit, daß wir einmal amtlich bei den Russen versteht man. weshalb die Kommunisten ein so großes Interesse daran haben, den Mann für irrsinnig zu erklären. Sie wühlen in seiner Familiengeschichte herum, um Rachweise einer erblichen Belastung zu erbringen. Vergeblich. Wer auch nur eine Stunde Verhör beiwohnen konnte, wird den Eindruck mitnehmen, daß hier kein Verrückter spricht, sondern ein Mensch, der alle seine fünf Sinne beisammen hat und sogar sehr logisch zu denken versteht. Es kann darnach ich nicht der geringste Zweifel mehr daran bestehen, daß jener russische Geheimagent weitgehende Vollmachten von Moskau hatte, daß er über starke Geldmittel verfügte. — tausende Die deutsche Tscheka. Wir ersticken leider zur Zeit terartig in Sensationen daß ein normales menschliches Gehirn nicht mehr au-reicht. um die Zusammenhänge zu begreifen, und darunter auch die Ülnterschei- düng zwischen Wichtigem und Unwichtigem getrübt wird. Der D a r m a t - S k a n d a l samt ollem, was damit »usammenhängt, ist eine notwendige Rcinigungskur, die wir orauchen. toinn wir wieder daS Gefühl für Moral und Ethik auch in der Politik bekommen. Aber er darf doch nicht so stark in den Vordergrund geschoben werden, daß wir unsere Verbindung mit der übrigen Welt darüber vergessen. Deswegen ist es notwendig, die Aufmerksamkeit gewaltsam auf den Prozeß zu lenken, der gegenwärtig vor dem StaatSgerichtshof in Leipzig gegen einige Kommunisten geführt wird. Er hat seinen Ausgangspunkt genommen von der Ermordung eines Friseurs Rausch, der vor eineinhalb Jahren umgebracht wurde. Wie sich nachher herausstellte, weil ec den Kommunisten als Abtrünniger gefährlich schien. Die Polizei hat lange gebraucht, bis sie den Fäden dieses Verbrechens auf die Spur kam. Zuletzt aber ist es ihr gelungen, und was sich jetzt an DeweiSmaterial in Leipzig hervordrangt, ist doch wohl das Ungeheuerlichste von allem, was wir bisher erlebt haben. Auch in den schlimmsten Zeiten unserer eigenen llnrufjen hatten wir doch noch ein gewisses Gefühl der Genugtuung, daß wir russische Zustände bei weitem nicht erreicht hatten, daß wir sogar noch mit einem gewi'se" G een an hi' Qlrf henke- k unten, wie der Bolschewismus feine Experimente zur Verbesserung her Menschheit in Mostau und Ilmgegend durchführte. Alnb jetzt erfahren wir plötzlich, daß mancherlei geschehen ist, um diese Methoden auch aus Deutschland zu übertragen, es hat wirklich nicht allzu viel gefehlt, dann waren wir hoffnungslos hinter den Russen auf der schiefen Ebene abgerutscht. Die psychologischen 23orbebinqun* gen waren damals, im Sommer 1923, zweifellos gegeben, als unS bas Geld unter den Händen entwertet wurde, als alle festen Begriffe sich au losen begannen und dadurch eine Unzufriedenheit Platz griff, die nur auf den Funken wartete, der daS Pulverfaß zur Explosion brachte. Zum Glück gelang es noch rechtzeitig, den Funken auSzutreten, aber was geschehen wäre, falls nicht noch in zwölfter Stunde der Absturz verhindert wurde, da« wird unS jetzt in Leipzig vor Augen geführt. Wir erfahren da. daß nach rusfischem Muster und nach russischen Anweisungen M o r d- truppS gebildet waren, die nicht nur durch Masfenterror, sondern auch durch S i n z eiter r o r wirken, gleichzeitig von unten aufpeit- fchen und den Widerstand von oben her lähmen sollten. Eine genaue Kopie der bolschewistischen Dolksbeglückung. Der Kronzeuge Neumann, der Mörder jenes Friseurs, hat offenbar das Spiel verloren gegeben und erzählt nun mit einer geradezu brutalen Offenheit alleS, waS geplant war. Man wollte den General von 6 e e d t ermorden, man wollte StinneS und B o r f i g „erledigen ", man wollte mit Cholera bazillen arbeiten, kurz, es geschah alles, um daS ohnehin schwer erschütterte Gleichgewicht des deutschen Volkes völlig umzuwerfen. Damit aber nichts *t>ergeffen tourte, war mit her Gebrauchsanweisung gleichzeitig auch ein Führer aus Moskau mit» geschickt worden, ein Mann, der sich unter allerhand Decknamen hier in Berlin Herumgetrieben hat, dessen Laufbahn aber wohl allein hinreichend dadurch gekennzeichnet ist, daß er sich selbst als den Sieger von Kronstadt bezeichnete, also als den Maisenfchlächter, der durch asiatische Brutalität den Aufstand in Kronstadt nieber- ö C&enn man die Aussagen deS Zeugen liest, anfragen, wie sie ihre Zusage, daß sie sich jeder Agitation in Deutschland enthalten würden, mit den Ergebnissen dieser Beweisaufnahme in Einklang bringen wollen. Der Tschekaprozeh. Berlin. 13. Febr. (XU.) Die Vernehmung im Tscheka-Prozeß in Leipzig wandte sich dem A11 e n t a t s p l a n gegen General von Geeckt zu. Der Angeklagte Neumann erklärt. daß er kurz vor dem Attentat 1923 den Auftrag zur Erledigung SeecktS erhalten habe. Es wurde ermittelt, daß Geeckt immer morgend einen Spazierritt im Tiergarten unternahm. Seeckt wurde dann regelmäßig beobachtet, wenn er daS Reichswehrministerium verließ. ES war beabsichtigt, ihn durch netens tz'mgksaal eine Trauer- kundgebung abgehalten, bei der dec Ober- bürg^rnerster Dr. E i ch h o f f im Damen des Magistrats und der Strdtver^rdnetenvorftehec für die Btadtverordnetenversammlung kume Ansprachen hielten. Ferner hat der Stadtverordnetenvorstand beschlossen, dem M gistrat eine größere Summe zur Verfügung zu stellen, um die Beisetzung derOpferaufstädti- s ch e Kosten vorzunehmen und d»n Hinterbliebenen in weitestgehender Weise Hilfe cmgedeihen zu lassen. Beilekdskrundgebnngen. Wie die Morgenblätter melden, brachten aus Anlaß des schweren Unglücks auf der Kohlenzeche ..Minister Stein" bei Dortmund dec Apostolische Auntius sowie die Botschafter von Frankreich und Rußland, der italienische Geschäftsträger und der norwegische Gesandte den. Auswärtigen Amt ihre Teilnahme zum Ausdruck. Auch in der englischen Presse findet das älnglüct allgemeine Teilnahme, die auch in dem Beileidstelegramm der englischen Berga rbcitergewerksch ost zum Ausdruck kommt. Bei einer Sitzung des österreichischen Rationolrats gedachte der Präsident M i k l a s der furchtbaren Katastrophe in Dortmund. DieAbgeordnetenerhoben s i ch zum Zeichen der Trauer von ihren Sitten. Das Haus beschloß, das Beileid des österreichischen Parlaments auf telegraphischem Wege dem Präsidenten des Deutschen Reichstags zu übermitteln. Der Sächsische und der Bayerische Landtag sowie der Hamburger Senat, ebenso der R e i ch s a r b e i t s m i n i st e r , der Reichswirtschaftsminister und der fach fische Ministerpräsident und der Generaldirektor der Reichseisenbahngesellschaft Oeser. haben Telegramme gesandt. Außerdem laufen stündlich Beileidskunbgebunqen aus der Industrie ein. Auch der ehemalige Kaiser hat von Haus Doorn aus seine Teilnahme ausdrücken lassen. Hilfsaktionen. Die Reichsgeschäftsstelle der Deutschen Rothilfe, Berlin W 8. W lhrlmstrahe 62, hat auf dringendes Ersuchen des Regierungspräsidenten in Arnsberg im Einverständnis mit den maßgebenden Behörden eine Hilfsaktion für die notleidenden Hinterbliebenen eingeleitet. Spenden werden erbeten an die Zentrale der Deutschen Dank. Berlin, Konto Deutsche Rot- hilse. Dortmunder Grubenkatastrophe oder auf das Postscheckkonto der Deutschen Rothilfe, Berlin NW 7. Außerdem hat die Reichsgeschäftsstelle aus eigenen Beständen als erste Hilfe 10 000 M k. zur Verfügung gestellt. Auch das Preußische Staatsministerium hat anläßlich der Dortmunder Dergwerkskatastrophe als erste Hilfe zur Linderung der Rot der Hinterbliebene,: und a»l- Belohnung für die am Rettungswerk Beteiligten 100 0 0 0 Mark zur Verfügung gestellt. Aus der Chronik der Grubenkatastrophen. Das Bergwerksunglück auf der Zeche „Minister Stein", diese furchtbare Karastrcphe, ist wieder auf schlagende Wetter zurückzuführen. Anter schlagenden Wettern oder feurigen Schwaden versteht man Grubengas oder Kohlenstaub, der, wenn er in Berührung mit offener Flamme kommt, explodiert. Man schützt sich vor ihm durch geeignete Grubenlampen, z.D. die Fleißnersche Schlagwetterlampe, sowie durch Apparate, welche die Ansammlung von Grubengas anzeigen, nach Art der von Prof. Haber erfundenen Schlag- Wetterpfeife, welche auf der Verschiedenheil der von verschiedenen Gasen, Luft- und Grubengas, in gleich gestimmten Pfri en er- zengten Tönen b»ruht. Bon den Explosionen in deutschen Gcn >en, die als Massenunglücke zu bezeichnen sind und eine große Anzahl von Toten zur Folge hatten, sind nachstehende besonders zu erwähnen: Sm Iahre 1869 wurden auf der Zeche Reu-Zserlohn 81 und i i demselben Iahr aif der Zeche Burgrer Schächte 269 Bergleute getötet. Das 3apr 1376 forderte auf Reu- Iserlohn 33 Tote. Im Iah re 1879 kamen auf der Zeche Brückenberg-Schächie 89 Bergleute ums Leben. 1881 auf der Zeche Luise Tiefbau 17, 1885 auf der Zeche Eamphaasen 181 Bergleute, im Iahr 1893 auf der Zeche Kaiserstuhl und auf der Zeche General Blumenthal 20. 1895 fanden auf der Zeche Prinz von Preußen 37 Bergleute den Tod. 1896 gab es auf der KleophaZgrube 30 Tore, im Iahr 1897 fielen auf Kaiserstuhl II 20 Bergleute schlagenden Wettern zum Opfer. Die Explosionen im Iahre 1393 auf den Zechen Zollern und Karolinenglück forderten 165 Opfer, im Iahre 1909 kamen auf den Zechen König Ludwig und Konsolidcttion 28 Bergleute umS Leben und im Iahre 1907 fielen auf der Zeche Reeden 148 Bergleute schlagenden Wettern zum Opfer. Das äln- glück auf der Zeche Radbod am 16. Rooember 1908 schlug den Rekord in der Massenvernichtung von Bergleuten. In der Anglücksnacht waren 380 Arbeiter und 6 Beamte eingefahren. Das Anglück raffte 343 Bergleute hinweg. Das Anglück auf der Zeche Radbod wird aber noch übertroffen durch die entsetzliche Katastrophe in dem Bergwerk von CouriereS in Frankreich. Hier fielen 1100 Bergleute der Katastrophe zum Opfer. Französische Bergwerksbetriebe wurden dann noch einmal von einer großen Schlagwetterkatastrophe heimgesucht. Auf der Zeche Mont Cenis wurden fast 200 Tote geborgen. Die Regierungsbildung in Preußen. Berlin, 14. Febr. 3m Lause des gestrigen Rachmittags ist Ministerpräsident Dc. Marx zu der Aeberzeugung gelangt, daß die Dil- dung eines Kabinetts der Volksgemeinschaft nicht durchführbar ist. Dr. Marx wird deshalb versuchen, ein Kabinett der kleinen Koalition zu bilden. Die Koalttionsparteien sind das Zentrum die Demokraten und die S o z i a l d e m o - JrnaIen; den bisherigen Informationen soll die sozialdemokratische Fraktion durch Herrn Severing als Minister des Innern vertreten sein. Die beiden unbesetzten Ministersihe sollen dem Zentrum und den Sozialdemokraten anheimfallen. Rach der Bildung seines Kabinetts wird Dr. Marx dieVerbindungmit den anderen Parteien wieder aufnehmen um SU ermitteln, welche Stellung die übrigen Frakttonen zu einer solchen Regierung der kleinen Koalitton einnehmen werden- Die hessische Krisis. Die Demokraten zur Bildung der grossen Koalition entschlossen. Darmstadt, 13. Febr. (T. A.) Dl« Demokratische Laudtagsfraktion versendet eine Mitteilung, in dec es zum Schluß, nachdem der alten Koalition ein Rachruf gewidmet, die Abneigung des Zentrums ohne Rückendeckung nach rechts weiterhin in der kleinen Koalition zu bleiben, bedauert und der Aeberzeugung Ausdruck gegeben wurde, daß auch eine Deuwahl keine Lösung bringen werde, heißt: „Die Demokraten hallen es von ihrer staatspolitischen Auffassung aus und in Erkenntnis der Notwendigkeit, dem Lande unter allen Am- ständen eine arbeitsfähige Regierung zu geben, für richtig, diesen Weg nun zu versuchen, trotz aller inneren Abneigung gegen die ziffernmäßig nicht notwendige Heranziehung einer entschieden rechtsstehenden Partei zur Regierungsarbeit, die dadurch sicher nicht erleichtert wird. Dieser Weg stellt aber das kleinere Aebel dar. Darum hat sich die Fraktion der Demokratischen Partei sowohl an die Deutsche Volkspactei, wie auch an die Sozialdemokratische Partei mit dem Ersuchen um ein? Entscheidung darüber gewandt, ob sie g"uy)sähl.ch bereit sind, in Verhandlungen über eine aus S zialdemokraten, Demokraten, Zentrum und Deutschen Dollspartei bestehenden Regierung einzutreten. Die Demokratische Partei stellt damit, was bei ihrer politischen Einstellung als eine Selbstverständl-chiieit gellen muß, die Interessen des Landes über die der Partei. Es muß nun abgewartet werden, welches Ergebnis dieser Schritt zeitigen wird." Rach der Meldung einer Linkskerrefpondenz gilt eS als unwahrscheinlich, daß die Sozialdemokratie sich zur Teilnahme an her großen Koalition bereit finden werde. Deutscher Reichstag. Berlin, 13. Febr. Reu eingetreten in den Reichstag ist der Rachfolger des Abg. Dauer (Soz.). Abg. P e r l - Magdeburg (Soz). Die zweite Lesung des Haushaltplanes wird bei .,R e i ch s a r b e i t s m i n i st e r i u m" fortgesetzt. Abg. Koch-Düsseldorf (Dntl.) begründet einen Antrag, der die Reichsregierung ersucht, bei der Reichsbahnverwaltung dahin zu wirken, daß weitere Entlassungen von Arbeitern im besetzten Gebiet unterbleiben und daß die reichs- abgebauten Beamten, Angestellten und Arbeiter des besetzten Gebiets in weitem Amfange wieder eingestellt werden, ebenso daß die Stillegung oder Einschränkung von Hauptwerkstätten und anderen Betrieben in Betzdorf, Arnsberg, Fulda und Rottweil unterbleibe. Staatssekretär G e i b erllärt, daß wegen dieser Dinge schon mit der Reichsbahn Fühlung genommen worden sei. Die Forderung nach einem Anmeldezwang bei den Arbeitsnachweisen werde geprüft werden. Abg. Groh (Ztr.) wünscht vorbeugende Maßnahmen, damit die entfallenen Werkstätten- arbeiter nicht emfach den Gemeinden zur Last fallen. Es folgt die Besprechung des Kapitels Reichsversorgungsamt. Abg. Drüninghaus (Dt. Dpt.) bestreitet, daß beim Reichsversorgungsgericht aus politischen Rücksichten geurteitt werde. Der häufige Personenwechsel in den Senaten dieses Gerichts müßte wieder nach Möglichkeit vermieden werden. Abg. Schmidt-Hannover (Dtntl.) begrüßt es, daß durch die Entscheidung deS ReichSdersorgunaS- gerichts in der Frage der Offiziere endlich eine Rechtssicherheit geschaffen worden sei. Der dadurch entstehende Mehraufwand sei nicht so erheblich, wie er von der Linken dargestellt werde. Ministerialrat Kerchensteiner stellt in Aussicht, daß die rohen Beweiserhebungs • kosten beim Dcrsorgungsgericht sich im öaufe des Jahres erheblich verringern werden, weil mit einer erheblichen Zahl von Rekursen gerechnet werden könne. Das Gericht habe den Grundsatz ausgestellt, daß der umstrittene § 6, 3 des Offizierspensionsgesetzes auch heute noch gift Alle Senate des Reichsversorgungsgerichts müßten diesen Grundsatz bei ihrer Rechtsprechung anwenden, denn sonst wäre eine einheitliche Rechtsprechung nicht möglich. 12 Expreßboten aus allen oberhessischen und benachbarten Bahnstrecken, sowie 200eigeneVeririebssiellen sorgen täglich dafür, dast der Giehener Anzeiger auch in den abgelegenen Orten seines Verbreitungsgebietes noch amErscheirmngsiage pünktlich in die Hände der Leser gelangt. Für die zweite Hälfte des Monats Februar bestellt men den Giehever Anzeiger für 1 Mark und 10 Pfennig für Trägerlohn in Vietze v- bei der Geschäftsstelle und bei den Trägerinnen, auswärts bei den Vertriebsstellen. 2Ue zu diesem -riyema vorliegenden Anträge werden dem Ausschuß für Kriegsbeschädigtenfragen zur näheren Prüfung überwiesen. Bei den einmaligen Ausgaben für Sozialpolitik, Volkswirtschaft und Arbeitsschutz Wick vom Ausschuß Vorlegung eines Hausgehil- fengesehes gefordert. Abg. Frau Reitche (Soz.) hall es für unerhört, daß die Hausangestellten, eine der größten DerufSgruppen, immer noch kein Artz e i t s r e ch t besitzen. Die Angelegenheit werde vom Reichsrat verschleppt. Bis jetzt hätten die Hausangestellten nur Pflichten, aber feine Rechte. Die Entschließung Koch-Düsseldorf, die sich gegen die Arbeiterentlassungen und die Stillegungen richtet, wird angenommen. Damit ist die zweite Lesung des Haushalts des Reichsarbeitsministerium erledigt. Auf der Tagesordnung steht dann ein Antrag Dr. Decker- Hessen (Dt. Vpt.), wonach für die Weine des Jahrgangs 1925 die Zucke- rungsfrist bis zum 31. März 1925 erstreckt werden soll. Die gleiche Forderung stellt ein Antrag Korell (Dem.) Abg. Haag (Dtntl.) schildert die Rotlag, der Winzer, denen es bei der Kapitalnot und d-nn darniederliegenden Weingeschäft unmög- lich war. den Zucker einzukaufen. Die Anträge werden angenommen. *- Das Haus vertagt sich darauf aus Samstag Bsioldungsfragen und Fragen des besetzten ®c> bietes. Die französische Finanzkrisis. Sckuldenfroae und Sicherheitsproblem Paris. 14. Febr. (SU.) Der Vertreter der Telunion erfährt von unterrichteter Seite über den Stand der französisch-englischen Verhandlungen in der Sicherungsfrage und der Frage der Kriegsschulden folgendes: Die Siche- rungsverhandlungen werden sich wahrscheinlich noch lange hinziehen, so daß für die nächste Zeit kaum ein positives Er- gebnis zu erwarten ist. Ob der Kontrolltzerichl üb^r die Entwaffnung Deutschlands Einfluß haben wird, ist noch ungewiß. In der Frage der Kriegsschulden wird man die Verhandlungen auch nicht überstürzen. Die französische Regierung wird erst nach dem Meinungsaustausch aller in Betracht konfmenden technischen Sachverständigen, vermutlich gegen Ende nächster Woche, in der Lage sein, eine Antwortnote an England zu richten. Ob Herriol und Finanzminsiter Clementel nach London gehen, ist noch una-wiß. zumal die Budgetdebatte in der französischen Kammer die Aufmerksamkeit der beiden Minister auf das schärfste in Aw spruch nimmt. Die staats'faanzielle Lage Frankreichs stehl im Zeichen einer schweren Krise. Daß der Frank in den beiden letzten Tagen erneut ins Gleiten kam. ist nicht so bedenklich. wie die Zurückhaltung der gesamten französischen Finanzwelt gegenüber den einheimischen Werten, namentlich den Anleihen. Hält diese Zurückhaltung an, so ist mit einer unter Umständen bedenklichen Verschärfung der Krise zu rechnen, da »um nächsten Kündigungstermin, dem 1. Avril, Milliarden auf den Markt geworfen werden können. Diese unerquickliche Aussicht beschäftigt in -erster Linie das Interesse der französischen Regierung. In London herrscht starke Enttäuschung über die Wirkung der Schuldennote in Paris. Man sürch'et eine Einigung Frankreichs und Italiens in der Schuldenfrage. Es ist anzunehmen, daß die englische Regierung nicht zögern wird, sich sobald wie möglich mit der italienischen Regierung über die Rückzahlung der Kriegsschulden zu einigen. Der Haager Schiedsspruch im qriechisch-türkischen Konflikt. Athen, 14. Tebr. (Radio.) Der langer Schiedsgsrichtshvf hat die Frage der Rieder» lassung der Griechen in Konstantinopel und das damit verknüpfie griechisch-türkis'he Austausch. Abkommen in einem für Griechenlank günstigen Sinne entschieden. Weiter wird aus Sal-n'ki geemeldet. daß der ausgewie- sene Patriarch sich bereit erklärt hat. zu demissionieren, wenn die Besiegung des KonfliÜS dadurch erreicht werden kann. Aus aller Welt. Ein Auto in die Mosel gefahren. An der Moselfähre Mose4weih-a>ül- fuhr am Freitag das Auto des Dr. med. Käufer aus Moselweiß, das mit der Fähre über die Msiel sehen wellte, infolge eines falschen Hebelgriffs in die zurzeit hochgehende Mosel, wo es versank. 'Der Wagenführer rettete sich drirch Abspringen recht',etig. Die beiden Insassen des geschlossenen Wagens. Dr. Käufer und feine Frau, ertranken. Infolge der starken Strömung komtte das Auto noch nicht geborgen werden. Kohlenstaubexplosion auf der Rodder-Grube. Wie die „Köln. Dollsztg." aus Brühl meldet, ereigenete sich Freitag nachmittag infolge einer Kohlenstaub-Explosion auf Schacht III der Rodder-Grube ein schweres 11 nc glück, bei dem mehrere Arbeiter teUZ- sehr schwer, teils leichter verletzt wurden. Die Abfahrt der „Buckau" verzögert. Die bereits für Donnerstag vormittag vorgesehene Ausfahrt des Rotorschiffes „Buckau" aus dem Kieler Hafen muhte infolge eines Defektes verschoben werden. Das Schiff verlleß Freitag morgen um 7 Uhr den Kieler Hafen: es nahm in Holtenau einen Kanallotsen an Bord. Das nächste Ziel ist Cuxhaven, von wo die Ueberfahrt nach Schottland angetreten wird. 1000 Personen verhungert. Aus Tientsin kommt die Meldung, daß die Provinz Bunan von einer noch nie dagewese- nen Hungersnot heimgesucht ist. Während der vergangenen Woche sind allein in der 500)0 Einwohner zählenden Stadt Ehao-Tung-Fu 1000 Personen an Hunger zugrunde gegangen Boxkämpfe in Aorwegen verboten. Die Osloer Polizei hat dem Privaten Dox» llub die öfienlliche Vorführung von Derufs-B o x- kämpfen untersagt, da sie vom norwegischen Gesetz verboten sind. Aus Stadt und Land. ® schon letzt mit den Vorarbeiten für dieses Ereignis beschäftigt. TDerm man bedenkt, daß aus diesem Änlah etwa 20 bis 25 000 Turner unsere Stadt besuchen werden, so wird man zugeben müssen, dah es keine seichte Äufgabe ist. dir von den Ausschüssen bewältigt werden muh. AIS erstes sichtbares Zeichen der Vorderes- ungsarbeit kann man seit etwa 14 Tagen eine rege Tätigkeit aus dem Trieb beobachten. Dort sind die Ansangsarbeiten für die neue große Sportplatzanlage, die von den inler- . ''irrten Vereinen mit Veihilse der Stadt er- chrer wird, im Gange. Die Anlage, die bekanntlich für alle Sportvereine und von Dauer fein soll, wird mit dem KreiSturnfest eröffnet werden, il.genwärtig werden die Planierungsarbeiten oorgenommcn, die dem Trieb ein neues, besseres Besicht geben. Zur Ergänzung dieser Anlage wird auch die Errichtung einer Fe st Halle angestrebt. Hierüber dürfte wohl am Qttontagabenb in einer Versammlung der Dereinsvorstände. dir von dem Verkehrsoerem in den „Postkeller" einberufcn ist. eine bedeutsame Entscheidung zu erwarten fein. Daß eine dauernde, neuzeitliche Festhalle einem dringenden Erfordernis unserer Stadt ent» sprechen würde, karm nicht bezweifelt werden Für das KreiSturnfest hat wohl der Woh- nungsausschuh die schwierigste Aufgabe zu lösen. Er muh für di« vielen Lausende von Turnern und Turnerinnen Quartiere beschaff;n eine Pflicht, deren volle Erfüllung nur möglich sein wird, wenn die weitesten Kreise unserer Einwohnerschaft dabei helfend mitwirken Im Interesse der guten Sache und auch zur Wahrung des Ansehens unserer Stadt darf wohl erwartet werden, daß dem Ausschuß bei der Quartier» beschaffung von allen Vürgerkreisen in opferfreudigster Weise an die Hand gegangen wird. Anspruchsvolle Leute sind unsere Turner an solchen Tagen ja nicht, so daß es allen leicht fein toirb, bet dieser Gelegenheit einmal recht wacker mitzuhelsen. Wenn alle Kreise unserer Mitbürger so eifrig und hrngebend helfen, wie in den Ausschüssen die Vorarbeit geleistet wird, so darf man auf ein rtutei Gelingen deS KreiSturnfesteS rechnen. Vornotizen. — Tageskalender für Samstag. Aetchsveretingung ehemaliger Kr.egsqe cmgener: 8 Uhr .Stadt Lich' Versammlung. — Angel» sport-Vcrein 81 - Llhr Restaurant Sentier, Mo- natsversammlung. — Verband reisender Kaufleute Deutschland»: 8 Uhr Hotel Schütz Monats- verscwnnlung. — Gesang-Verein Eoncordia: 8,02 ..Karlsruhe" karneval. Abend-Anter Haltung. AllerSvereinigung 1870.1920 . 8'.« llhr Aaua- rtum Hauptversammlung. - Lewerllchaftsbund Angestellten: 8.11 Hotel .Prinz Sarl" Kap- Kchtspielhaus Vabnbosstrahe. wSÜf“ rbKÄmb " ^last-vichtspiele:: .Die Auchl au« dem Heere der Heimatlosen" — Astorta-Ltchtspiele: .Tot laut Oefcn". "■^a9CÄfaIenbcr für Sonntag: Stadttheater 31 . „Stein unter Stemen-. 7* , Uhr 3m weihen Röhl". — Bereinigte Vater- indische Verbände: 3 Uhr nachm. „Liebigs- , ^c^nr un& Ruhr-Kundgebung. — Reicbsbund der Zivildienftberechttgten: ? Uhr „Stadt Lich" Monatsverfammlung. — Lichtspielhäuser wie Samstag. , rT" Diestener Vereine und Fett- a ‘ _ ^<2n schreibt uns: Wegen Schaffung einer ständigen Festhalle auf dem Trieb findet am Montagabend im „«Poft feiler' eine Despre- Qung der Vertreter sämtlicher hiesiger Vereine statt. (Siebe heutige Anzeige ) Bei dem grohen Interesse, da» für die Errichtung einer ständigen tcsthalle besteht, darf wohl auf vollzähliges Erscheinen gerechnet werden. — 3n der Gesellschaft für Erd- unb Völkerkunde spricht am Montagabend in der Reuen Aula der Universität Paul Rohrbach über die Zerstörung der russischen Wi.tschaftsgrundlagea d^rch den Bolschewismus. Der Vortragende wird, so schreibt man unS. davon ausgehen, dah .Rustland". im Vorfrieas- finnc genommen, ethnographisch te ne Cin- beit, sondern eine Vielheit von Völkern bildet, die jetzt nach dem Krieg und der Revolution auf feinen Fall wieder dauernd zusammengeschwe ht werden können. Ferner dah geographisch sowohl die Vorstellung von der öimatifeben ®ig- nung großer Teile von Osteuropa zur Getreide- Produktion sowie der Glaube an die großen natürlichen Reichtümer Ruhlands gewisse Sin- schränkungen erfordern Von dieser erb- und völkerkundlichen Grundlage aus wird der Vortragende eine Veurte lung der jetzigen wirtscha't- lichen und politischen Lage in Sowjetruhland vornehmen. Rohrbach ist d.r Meinung, dah daS bolschewistische W rtschaftestzstem nich^ nur du ch die Schwierigkeiten, die es in sich selber trägt, sondern auch durch eine Unfähigkeit, mit den Schwierigkeiten des Raumes, btä KliinaS und der Rationalitäten fertig zu werden, zu dem Miherfolg verurteilt ist. dessen Oiseabarwerden nach Rohrbachs Ansicht nahe bevorsteht. — Man beachte die heutige Ai;e gr. — Die Technische Rothtlse. Bezirk Gicsten, veranstaltet am nächsten Donnerstagabend einen Dorlrags-Werbeabend. Hervorragende Führer der Rothilse werden fpred)en. Raheres im heutigen Anzeigenteil. Wctteivoraiioiaae. Wollig mit einzelnen Regenfällen, zeitweise schwächer bewölkt, milde, später geringe Abkühlung. Die Aufheiterung, die gestern auf der Vorderseite des von Irland ostwärts vord.-rngendm TeilwicbelS eingetreten ist, ist von erneuter Trübung abaelbft worden, da Ausläufer dieses Wirbels lief in den Kontinent eingedrungen find. Der Kern t«es Wirbels liegt heute morgen noch über den britischen Inseln und scheint nur schwer seine Lage zu verändern. • < Die Verwertung der oberbef• fischen Braunkohlen. Zu dem Zwecke. daS Studium der bestmöglichen. industriellen Verwertung der ober heischen Braunkohlen in technilcher u”b wirtschaftlicher Beziehung (Verschwelung. V rgafung. Brikettierung. Erzeugung von Elektrizität) zu betreiben, wurde vor kurzem zwischen boni DolkSstaate Hessen als Eigentümer der vberhefsischen Draunkohlengruben und deS Kraftwerkes WölserSbelm einerseits und der Frankfurter Gasgesellschaft. 21 G. in Frankfurt ein Vertrag geschlossen. Beide Der» tragskontrahenten ixn-binben sich zu einer De- fen’dxift deS bürgerlichen Rechtes. .Otubiengc- sellfchaft' genannt. ' Kreisscuerwehrtag. DaS KreiSamt Girtzen beabsichtigt, demnächst wieder einen KreiS- feuertoebrtag abzuhalten. Etwaige Anträge ober Anregungen sind von den Bürgermeistereien nach Rücksprache mit dem Feuerwehrkommandanten ihrcS Ortes bis spälestetrS 1. März schriftlich dem Kreisamt mitzuteilen. " Leumundszeugnisse. DaS Pollzei- amt Gi'tzen teilt mit. dah von nun an die Personen. welche Leumundszeugnisse benötigen, zuvor auf dem für sie zuständigen Polizeirevier entsprechenden Antrag zu stellen haben. ** 3 m Oberhesfischen Kunstver- e 1 n ist die Ausstellung deS Münchener Malers Dietz-Edward am Sonntag von 11—1 Uhr zum letzten Mal geöffnet. •• Stadttheater-Abonnement. Die Einlösung des vierten Abschnitts betri'ft eine Bekanntmachung in unserem heutigen Anzeigenteil. •• D i e Viehmärkte in Giehen am Dienstag und Mittwoch nächster Woche finden wegen S'uchenausbruchs nicht statt. Man beachte die heutige Bekanntmachung. •' VierteljahrStagung der Oberste ls i s ch e n Dolksmission. Der Ober» stessische Ausschuh für Volksmission lädt zu seiner Dierteliahrstagung für den 16. Februar nach Friedberg ein. U. a. w rd ein öffentlicher Vortrag gehalten über: „Vier Iahre Dolis- miskionsarbeit in Oberhessen '. Die kirchl cheDolkS» Mission in Oberhessen hat in 4 3abren über 120 Gvangelisationswocho:i und über ein halbes Taufend Einzclvorträge ha'tmt körnen. Sie arbeitet stets Hand in Hand mit den Pfarrämtern. •• Die neuen 1000-Rei chSm a r k- Ro ten. In den nächsten Tagen werden neue RcichSbanknoten zu 1000 Rm. in den Verkehr gegeben werben. Sie sind 95mal 190 Millimeter grob und auf weih em Papier gedruckt, bas auf dem rechten Teil der Vorderseite eine hellbraune Färbung aufweist. Ausgabetermin des Scheins 11. Oktober 1924. * Le ib und Seele im Sport, lieber dieses Thema sprach am Donnerstagabend aus Veranlassung des Ak ad. Ausschusses >ur Leibesübungen Dr. R W Schulte.Berlin in den Palast-Lichtspielen vor einer zahlreichen Zuhörerschaft Der Redner zeigte an Hand von entsprechenden Lichtbildern unb jünwor.übrun- gen. tpte auhervrdentllch weitgehend di« Wiffen- schäft in der Lage ist. Eignung und Lei-s ft u n g für Beruf und Sportleben durch entsprechende Apparate feftzustellcn. Wie wertvoll derartig« Feststellungen, insbesondere über die geistigen Fähig'e ten des Einzekmentchen. für unser Wirtscha!tSleben und unsere Kulturausgaben sind, kam in dem Gebotenen in berror- ragender Weise »um Ausdruck Interessant waren dabei die gezeigten 3t- aebntffe von Reaktionsmesfungen. die zum Teil durch Erperimente mit einer Versuchsperson bestätigt wurden. Die Filmbilder veranschaulichten in 8 über ft interessanter Weise, welche Bedeutung die psychischen Fähigkeiten neben körperlicher Gewandtheit. Kraft und Ausdauer im Sportleben staben, insbesondere Aufmerksamkeit. Intelligenz. GesüblSleben. Will en» k all. Geschicklichkeit usw. Die Filmaufnahmen boten auberbem einen hervorragenden Einblick in de Tätigkeit der Hochschulen für Leibesübungen in Derlm u. Svandau. Geheimrat Sommer dankte dem Referenlen unb machte einige interessante Mitteilungen über die Tätigkeit bei Akadem. Ausschusses für Le: beSübungen und die Bestrebungen deS Ausschusses. auch hier in Diesten in dem vom Vortragenden angeregten Sinne zu wirken. Zmr Schluff gab Hochschulturnlehrer Dr. Werner Mitteilung von bem Ergebnis der letzten, studentischen Wettkämpfe. k. Das echte Homburger 5alz Wer'S aebraurfjt, wird Dir's fönen — hilft bei Gifmnfunn von (flallr. Tarnt u.Magen, verlange nbi r new das Originalvroduk'. berneueilt aut1 dem bcriiümtcn (Elisabethen iBrunueu. Heil- guClleu G- in. b. -V-, iüuö ■üoiuuutq.Itiee Vciftunfl»fäbige rtltegenfänoerfnbrtf sucht tüt ben biefigen Platz dzw. Bezirk einen rührigen und tatkräftigen Vertreter (nur erste BerkaufSkrast) welcher bei Kurzwaren-, Qolonialroaten- und Drogenarostisten allerbeiten» ein- geführt ist. Slngebotc mit IHereretuan eb inner L. 8. 6576 an „A.a" laaiensteln t Vogl ir, Lelpilfl._______________________15öl»> Lehrling von hiesiger Grobhandlung für kaufmännisches Bureau zu Ostern gesucht. 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Heute früh entschlief sanft und Gottergeben unsere liebe Tochter und Schwester Wilhelmine Schwan im vollendeten 30. Lebensjahre. Familie Adolf Schwan Gießen (Neuenweg 6), den 13. Februar 1925. Beerdigung, Montag, den 16. Februar 1925, nachmittags 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof. 1375 Heute nacht verschied sanft unsere liebe Mutter und Großmutter Frau Katharina Knell geb. Zaun, j Mainz-Gießen, den 11. Februar 1925. 1588 d Prof. Dr. Knell und Familie. | Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme W während der Krankheit und beim Tode unserer A lieben Gattin, Mutter und Großmutter sagen wir H herzlichen Dank. gä Karl Schneider Otto Schneider und Fam. Lang-Göns, Hörnsheim, den 12. Februar 1925. ..... _________________________ 1569 D JE J6om Speisezimmer Herrenzimmer Küchen . 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Die Beerdigung findet Montag nachmittag, 3 Uhr, vom Neuen Friedhof aus statt. 01387 Hans im Alter von 3 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Danksagung. Für die vielen Beweise innigster Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Verstorbenen, für die überaus große Kranzspende und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrassistenten, sowie für die ehrenden Nachrufe der Herren Vorgesetzten und Kollegen, für die kameradschaftliche letzte Ehrung des-Kriegervereins, der Alters- Vereinigung 1875- 1925 und des Wandervogels Höhenflug sprechen hiermit ihren innigsten Dank aus. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Rosine Alker, geb. Schmidt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bei dem Heimgange meines lieben Gatten sage ich allen, die ihm die letzte Ehre erwiesen haben, meinen herzlichsten Dank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: 1. d. N.: Elisabeth Schott geb. Kaietsch. Gießen, Walltorstr. 24, den 14. Februar 1925. Todes-Anzeige. Heute morgen um 10’/, Uhr verschied nach schwerem Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Helin tag, tarseWri. B. im 55. Lebensjahre. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Ottilie Lang: geb. Lotz u. Kinder H. Lang Witwe. Hungen, den 12. Februar 1925. Die Beerdigung findet Sonntag, den 15. Februar, nachmittags 31/, Uhr, statt. __________ ______________ 01344 Ium Verkauf von LUmleriMsMea wird ein möglichst mit der Branche vertrauter UM gesucht. Schriftliche Angebote erbeten unter 1622D an den Giehener Anzeiger. I Für bereits bestens eingeführten Spezialartikel wird ein bei Großhändlern und Wiederverkäufern der bestens bekannter und rühriger Vertreter r von bedeutendem Unternehmen gesucht. 1616,3 r Ausführl. Anaed. u. F. L. D. 792 । an Rudolf Moste, Frankfurt a.M. bei Iigarrenfabriken gut eingeführt, von leistungesfäbiger Pack - Spezialfirma für Gießen u. s. w. gesucht. Es wird nur auf eine erste Kraft reflektiert. 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In be in Genf unb zir r^t gehen wer ao von dem < dm Bund zu lN-Jeutschlai^ vsnSüh D gibt f( welche des ^ hi Dementi." Zements gelten ??xtUm 'st biet »6.5» wesentlich (6er <$utn ^erl fein. ernff Fritz - 'N he. tnii ^U|Q,iir Sehalten ! , e,’net der 8.1eh ^dest.^"ei -auf den ^eufete^'ni e'"e «ne Ak JÄ z S e\Sn an ^der"Kdje 1 ^hne 5| Samstag, H. Februar 1925 Giehener AnMger (General-Anzeiger für Gberhessen) 4r.58 Zweites Statt Die Sicherheitsfrage wird, während die 200, Ml teuer Der aber reitS Feld Zeit sorgen. Gics;encr Wsür» n^tktvrcise Farbenkler, er subordiniert ihn dem Gesamteindruck sein.s Bildes, das er aufftcllt, beite-ifall« koordiniert er ihn, aber immer nur auf der Ebene der Malerei des Bühnenbildes. Der Maler auf der Bühne übersieht die körperlichen Bor- aussehungen und Möglichkeiten des Materials, das er zu behandeln hat. Ein Haus, ein Raum, ein Möbel, vor allem der Darsteller, all das sind körperliche Werte, deren, physikalisch gesprochen, Massen irgendwie auseinander abgestimmt werden müssen. Ein Erlöser erstand hier in dem Architekten. Der Raumkünstler saht das Problem von ganz anderer Seite an. Er gestaltet die Bühne dreidimensional. Er baut Treppen auf, Iaht Erhöhungen bis zur Rampe vorspringen oder weit zurückweichcn, schafft Höhenunterschiede, baut enge Winkel und weite Räume, je nachdem cs ihm notwendig und richtig erscheint. Bor allem aber eines ist dem Raumtünstler zu danken, die Grunddekoration. Gewiß, der eine oder andere Bühnenpraktiker mag die Grunddekoration als Kniff schon lange benutzt haben: organisch auf künstlerischer Basis entwickelt hat sie erst der Raumkünstler: Aus der einheitlichen Grundstimmung des Stückes heraus gilt eS einen feststehenden. in allen Bildern wiederkehrenden Grundstock (nicht einen Rahmen) der Dekoration zu schaffen, um den herum sich alles Beiwerk gliedert. Jedes Stück (abgesehen von manchen Produkten des thcatcrtötendcn Raturalismus) läßt sich sv auf irgendeine Grundformel aufbauen. Abgesehen von den rein technischen ^Erleichterungen bedeutet das einen starken künstlerischen Gewinn: Durch Wegfall von Reben- sächlichkeiten. die daS Auge vom Wesentlichen, dem Schau-Spieler, ablenken. wird eine Der- cinhcitlichung und somit Vertiefung des Gesamt- eindruckcs erreicht. Die Bühne wird nicht mehr rum botanischen Garten oder kulturgeschichtlichen Farbe und Raum, Erlebnis und Ausdruck, Requisit und Darsteller klingen im selben Grundakkord mit und werden GesamterlebniS. Doch das führt schon zu weit in die Bezirk« des Kapitels Regie, über das in Kürze Eingehendes gesagt werden soll. richteter Dinge zurück. Jetzt hat Polen wieder eine neue Möglichkeit entdeckt. Man höre und staune I Die Freistadt Danzig hat eS gewagt, die polnische Republik auf das schwerste zu beleidigen . Mm den verschiedenen polnischen Aemtern in Danzig eine direkte Pvstverbin- dung mit Polen zu ermöglichen und überdies die von Mebersec kommende Post direkt nach Polen weiterzuleiten, hat der englische Ober- kommissar Haking im Mai 1922 Polen die Einrichtung eines eigenen Post- dien st eS in Danzig gestattet. Dieser Postdienst darf sich jedoch lediglich innerhalb LeS polnischen Postgrundstückes abwickeln. Die Anlage irgendwelcher vosNechnisch?n Einrichtungen außerhalb deS GeoüudeS war ausdrücklich abgelehnt worden. 3n einem weiteren Schreiben des BölkerbundkornmissarS vom 6. Januar 1923 wird dieser Punkt noch einmal ausdrücklich betont. Po en glaubt nun aber, diese Beschränkung nicht sonderlich ernst nehmen zu müssen. Als am 5. Januar das polnische Postamt eröffnet wurde, v.rsäumts man nicht, auch zugleich 22 knallrote Briefkästen mit dem polnischen Adler an verschiedenen Stellen der Stadt anzubringen. Als einige dieser Briefkästen dann von unbekann- ten Händen schwarz und weih überstrichen wurden, war die Warschauer Regierung — beleidigt. Mnd jetzt beginnt sie sogar — trotz einer erfolgten Entschuldigung tes Danziger Senats und der Forderung teö, Danziger Böllerbundkommissars Mac Donnell.dte polnischen Briefkästen zu entfernen — mit Gewalt zu drohen. Die polnische Briefkastengeschichte ist zu dumm eingesädelt worden, als daß nicht alle Welt sofort sehen könnte, worum es sich hier handelt. Polen hall Danzig bereits für fturmreif. Danzig, der „polnische" Hafen, muh nach, Warschauer Auffassung möglichst bald an Polen kommen. So hätte man wenigstens das eine Meer, für die Besitzergreifung des anderen würde dann schon k. A l l e n d o r f a. d. Lumda, 13. Febr. Am Sonntag veranstaltete der hiesige Zweigverein des Evangelischen Bundes einen Familienabend, der sehr gut besucht war. Pfarrer Becker aus Giehen Danzig den polnischen Truppen nie einen ernsten militärischen Widerstand entgegensetzen könnte. Ein Eingreifen Deutschlands ist un- möglich. Mnd auf den Böllerbundkommissar scheint man neuerdings in Warschauer Regierungskreisen kein groheS Gewicht mehr zu legen. Da man sich in Polen über alle oiese Dinge seit langem klar ist, sucht man jetzt krampfhaft nach einer Handhabe, um — sagen toir eS ehrlich und deullich — den Raub des Danziger Gebietes vorzubereiten. Danzig war bereits einmal in groher Gefahr. Das war im Jahre 1923, als General Zeli- gowski, der „Held von Wilna" sein Aben- im deutschen Danzig wiederholen wollte, gewählte Zeitpunkt erwies sich dann als ungünstig und ZeligowSki, der be- nach Danzig gefahren war, um das zu „sondieren", kehrte wieder unver- die neue Londoner Konferenz vorbereitet wird, schon in Genf weiter getrieben. Dort ist am 5. Februar die ständige Militärkommifsion des Völkerbundes, ausgerechnet unter Vorsitz eineS brasilianischen Admirals. zusammengetreten. Das sind Vorgänge von groher Wichtigkeit für Deutschland. Die Kommission hat den Auftrag, gemäß dem Militäruntersuchungsplan des Völkerbundes vom 27. September 1921. die Anträge auSzuarbeiten. mit denen die Sicherheitsgarantien im Sinne Frankreichs und die Sige der entmilitarisierten Zonen in Genf be- cdelt werden sollen. Dort tritt ja im März Völkerbundsrat zusammen. Wie erinnerlich, nimmt dieser Milltärunter- fuchungSplan des Völkerbundes ein. wie der Rame sagt, Militärkontrvllrecht in Anspruch, und zwar mit einem erstaunlichen Widerspruch in sich selbst brr einen Teilnehmer des Völkerbundes gegenüber den anderen. Angeblich soll da alles gleichberechtigt sein, und trotzdem will die Gruppe der S’eger die Mili» tärkont rolle gegen die Besiegten fortsetzen. Was daS bedeutet, hat ein sehr begründeter und scharfer Protest Ungarns schon gezeigt, der gegen den Plan bereits in Kraft steht. Für Deutschland hat das noch die weitere erschwerende Bedeutung, daß damit eben die Angelegenheit der entmilitarisierten Zone verbunden wird. Praktisch bedeutet das in erster Linie die Rheinlandfrage. Und der Kern der ganzen Auseinandersetzung ist, dah für diese Militärkontrolle des Völkerbundes sogenannte „ständige Elemente" der Kontrollle in Aussicht genommen werden. Jene Kommission in Genf, die das für den Völkerbund vvrbereiten solll, steht ausschließlich unter den Gesichtspunkten der Militärs und besonders der französischen Mllitärs. Ständige Elemente der Kontrollle im Dienste des Völkerbundes, das heiht nichts anderes, als dah nach Beendigung des Ruhrkonfliktes und nach Aufhören ter Besahungsfristen im Rheinland — eine Okkupation dieses Rheinlandes durch die Alliierten auf eine unabsehbare Zeit festgestellt fein würde. Es bedarf keines Wortes, dah eine solche Lösung für Deutschland schlechterdings unannehmbar ist! Die andere Seite, soweit sie den Wunsch hat, Deutschland zum Eintritt in den Völkerbund zu bewegen, mag sich diese Sache einmal daraufhin anfeben. In ter Richtung, in der die Kommission in Genf und ziemlich sicher auch der Völkerbunds, rat gehen werden, geht der Weg immer weiter ab von dem Ziele. Deutschland zum Eintritt in den Bund zu gewinnen. Das kann keine Partei in Deutschland fordern und riskieren, den Einam 14. Februar. (Händlerpreise) Cs kostete das Pfund: Butter 190 bis Matte 30 bis 35. Käse 60 bis 65, Wirsing 20, Weißkraut 15, Rotkraut 20, gelbe Rüben 10. rote Rüben 15. Spinat 40, Unter-Kohlrabi 8, Grünkohl 20. Rosenkohl 60. Feldsalat 100, Tomaten 150, Zwiebeln 15. Meerrettich 70 bis 100, Schwarzwurzeln 70, Kartoffeln 5. Aepsel 15 bis 20. Birnen 12 bis 15. Dörrobst 30, Honig 30 bis 40 Suppenhühner 120, Endivien 100; das Stück: Eier 13 bis 14. Blumenkohl 70 bis 200. Salat 50, Lauch 5 bis 20. Sellerie 30 bis 100 Pf. gen Holzversteigerung im Staatswald der Försterei TreiS a. d. Lda wurden folgende Preise erzielt: Sichenschnllt- holz 3. Kl. 77,59 Mk., Eichenschnittholz 4 Kl. 6130 Mk., Eichenstammholz 4. Kl. 40,12 Mk., Ei'chenstammholz 5. Kl. 32.86 Mk. Eichenstammholz 6. Kl. 25.19 Mk., Eichenderbstangen 1. Kl. 60— Mk.. Ficht enter bstangen 1 Kl. 28.27 Mk., Fichtenterbstangen 2. Kl. 25,40 Mk., reisstangen 1. Kl. 23,68 Mk. je Fstm., Eichen- Ruyscheiter 17,31 Mk., Duchenscheiter 13,66 Mk., Eichenscheiter 8.67 Mk., Kiefernscheiter 7,06 Mk., Duchentnüppel 10,12 Mk., Eichenknüppel 5.31 Mk., Kiefernknüppel 4,88 Mk., Duchenretsig 1,43 Mk, Cichenreisig 0,65 Mk., Buchenstocke 4.47 All, Eichenstöcke 3,32 Mk.. Kiefemstöcke 4,— Mk. von Bühnen-Bild und -Raum. Von Chrhard Evers. „Es gibt kein Programm und keine Doktrin km Reiche des Theaters. Sein Reiz ist der Wechsel des Elements. Aber für die Beherrschung dieses Elements gelten immer die gleichen Gesetze. — Darum ist hier eine Diktatur notwendig: eines bildenden Künstlers mit Thcaterinstinkt, eines Regisseurs mit bildnerischer Kraft." So schrieb Oskar Fischel 1923 in seinem bei Ernst Wasmuth erschienenen Werke ..Das moderne Bühnenbild". Das Buch wurzelt wesentlich in Berlin; eine Unmenge Reinhardt- cher Dekorationen findet man wieder. Emil r I i f, Ernst Stern . Knina. Ludwig meiner. Hans Poelzig . Alfred Rolle r, Fritz Schumacher. Emil P i r ch a n . I. E. P i l l a r tz . Eesar Klein sind alles Ramen. tec in diesem Zusammenhang mit Berlin verknüpit sind, mit dem Deutschen Theater, mit bem Zirkus. mit Jeßner Staatstheater. Im Abstand findet sich München mit einigen Inszenierungen, dazu Gera, Dresden. Darmstadt, Mainz; das sind so die Wesentlichsten. Ratürlich ist vieles heute überholt. Reinhardt, noch vor wenig Jahren ein Problem, ist heute eine Episode, und kaum mehr das. Doch bleibt es immer interessant genug, solch einen Querschnitt einer kurzen Spanne im Bild fest- gehalten zu sehen; festzustellen, wie der Maler, wie der Architekt, wie der Tänzer die Bühne behandell. Der moderne Regisseur war die Reaktion auf den Maschinenmeister des Raturalismus. er bedeutete eine Abkehr von der toten Technik und eine Wendung zur lebendigen Kunst. Zunächst glaubte man an die Farbe. Aber sie allein brachte nicht die notwendige Lösung. Der Waler auf der Bühne benutzt den Schauspieler nur als Sowjetruhland die Ukraine erhallen soll, wenn I eS an dem Feldzug gegen die rote Armee I tcilnimmt Aber trotz alledem verhehlt man cs sich m Polen nicht, dah diese Plane vorläufig noch nicht zu verwirklichen sind. Dafür wachsen neuerdings die Gelüste nach der Ostsee ins Riesenhafte. Die Warschauer Danzigpolitik ist bekannt genug, als dah es lohnen würde, an dieser Stelle noch einmal Einzelhellen zu wiederholen. Polen weih nur zu gut, dah Don Meer zu Meer. Bon unserem Warschauer R. S.-Mitarbeller. R.S. Warschau im Februar. ES entspringt schon dem Wesen oer polnischen Bolkspsyche, dah immer, wenn oer Winter seinem Ende entgegengeht, plötzlich das Heldenblut der Ahnen in den Adern der hundertprozentigen Polen zu rebellieren beginnt. Die Wünsche und Erwartungen, die man jetzt wieder in Polen hegt, sind nun zwar nicht gerade neuesten Datums. GS handelt sich um den allen Traum von der Groh- machtstcllung, von einem Polen von Meer zu Meer. 3n Warschau glaubte man sich diesem Ziele schon einmal nahe. Das war im Jahre 1920, als Polen mit Sowjet r u h l a n d im Krieg lag und d i e Ukraine besetzt hatte. Pilsudski, der damals während ci.icr Inspektionsreise auch Kiew besuchte, sprach in einer Red' ganz offen seine Freude darüber au3, da') die polnische Republik auf dem besten Dege sei, in den Besitz der alten „historischen Grenzen" zu kommen. Die weitere Entwicklung Oed polnisch-russischen Krieges vernichtete diese Hoffnungen. Das rote Heer drängte die polnischen Truppen zurück und so siel das „Polen von Meer zu Meer" wieder einmal ins Wasser. Rcues Ocl wurde jetzt ins Feuer geworfen, als man vor kurzem den vor 900 Jahren gekrönten polnischen König Boleslaw Chrobry feierte. Diesem war eS nämlich gelungen, vorübergehend die Slawen unter polnischer Herrschaft zu einigen unD daS berüchtigte Polen „von Meer zu Meer" zu gründen. Boleslaw Ehrobrys Werk brach dann zusammen. Der Gedanke aber an eine Großmacht Polen' aber spukt seit jener Zeit in den polnischen Köpfen weiter herum. Und jetzt glaubt man in Warschau die Zeit wieder einmal gekommen, um den alten Plan zu verwirklichen. ES ist wahr, das Schwarze Meer ist von Polens überreichlich weitgesteckten Grenzen dlxb noch ein ganzes Stück entfernt. Aber das schadet nichts. In Warschau ist man fest davon überzeugt, dah auch hier noch der Tag kommen wird, an dem die polnische Regierung ihre Hand recht weit nach Südwestruhland wird ausstrecken können. Einneuer Krieg mll Sowjetruhland könnte dazu einen Anlaß geben oder auch ein Umsturz in Rußland selbst. ES wird schon jetzt viel davon geschwatzt, daß Polen bei der angeblich geplanten Intervention gegen Gießener Stadttheater. LShar: „Die lustige Witwe". Rach einer einleitenden Generalprobe dcS Vorspiels wurde gestern abenb wirklich die »Lustige Witwe" gegeben. Mit der musikalischen Leitung Kapellmeister Albert Mischels konnte man sich im ganzen einverstanden erklären; das Vorspiel zum zweiten Auszug lediglich hätte eine bessere Durcharbeitung im einzelnen und mehr Frische vertragen. Als Gast aus dem Frankfurter Opernhaus fang Willy ThuniS ten Eamille de Rofillon. für den sich Valencienne (Else Simon) gewiß nicht wegen seiner stimmlichen Vorzüge interessierte. Ernst Dadekow als Gras Danllo und Meta Liebermann als Hanna Glawari waren von erprobter Tüchtigkeit. Joseph M Schreiber (Baron Zeta) entledigte sich seiner Aufgabe nach bestem Können. Besonders hervorgehoben zu werden verdient die schauspielerische Leistung Karl Stadis als Kanzlist Rjegus. Die Spielleitung (Ernst B a d e k o w) hatte wieder für viel Leben und flottes Tempo im Spiel gesorgt, vor allem aber muß die lebendige (in Plastik und Farbe gleich erfreuliche) Arbeit des Bühnenbildners (Karl Löffler) anerkannt wertem Die »Lustige Witwe" hat ttotz ihres Alters auch heute noch viele Liebhaber. Der reiche Beifall nach ten Aktschlüssen bewies das von neuem. tritt m einen solchen Bund zu vollziehen, wo tatsächlich Sieger und Besiegte wieder nebeneinander stehen und wo tn einer anderen Form die bisherige Wirtschaft fortgesetzt wird. Um so verlogener, wenn man übet alles dieses dann die Soße deS Bundes der Völker zum Schutz ter Gerechtigkeit und Sicherheit gießt. Der Reichskanzler hat in seiner Rete vom 30. Januar erklärt und das auch wiederholt, dah Deutschland zu einer Erörterung ter Garantiefrage bereit fei. Die Rete hat im Ausland wenig Echo gefunden. Sehr begreiflich, well man das auf der anderen Seite gar nicht will. Keine Besprechung mit Deutschland, in ter dieleS gleichberechtigt fei und seine Lebensnotwendigkeiten vertreten könnte. Man will sich untereinander einigen und Deutschland feinen Willen aufzwingen, und das Abstoßende und Widerwärtige ist. dah dafür eine Organisation wie der Völkerbund eingefangen werden soll, der unter allgemeinen Gedanken und schönen Hoffnungen inS Leben gerufen worden ist. Daraus wird sich die deutsche Politll nicht einlaffen. Man halte sich in Deutschland diesen Zusammenhang vor Augen, an dem mit Milllär- kontrolle (die eben deshalb so endloS lange verschleppt wird). Räumung der Kölner Zone und deS Ruhrgebietes. Sicherheitsfrage. Rheinland- frage unzweifelhaft eine große außenpolitische Krisis heraufzieht. Es ist eine Zeit vorübergehender Ruhe jetzt, ganz bestimmt aber nicht eine Zeit, in der man sich in der Außenpolitik schlasen legen könnte. Im Gegenteil; gerate in diesen sehr wichtigen, zentral werdenden Fragen ist das jetzt die Stille vor dem Sturm! Aus der Provinz. Landkreis Gichcn. —fr— Gr ohen-Linden . 14 Febr Seinen 7 0. Geburtstag kann am nächsten Montag in körperlicher und geistiger Rüstigkeit unter Altbürgermeister Leun feiern, ter als langjähriges Mitglied deS früheren Hessischen Landtags auch in weiteren Kreisen bekannt geworden ist. Schon mit 29 Jahren wurde er zum Bürgermeister gewählt und hat dieses Amt länger alt ein Menschenalter bekleidet. Seine Tätigkeit fand ihren besonderen Ausdruck in einer bemerkenswerten räumlichen Ausdehnung und in einem reicheren inneren Ausbau der Gemeinte, insbesondere ihrer Wohlfahrtseinrichtungen. Die Entwicklung einer regen Bautätigkeit wurde durch die von ihm alS- bald eiwirkte .Haltestelle" an ter Main-Weser- bahn eingeleitet, und im Laufe der Zeit entstand unter seiner stets bereiten Mitwirkung ein umsangreicher neuer Ortsteil nach dem Bahnhof hin. Manche Sorge früherer Zeit ersparte er dadurch seiner Gemeinde, daß er die Rieterlal- Tung eines Arztes und einer Apotheke ernwg ■ lichte. Die tägliche Arbeit in HauS und Hof erleichterte er durch die Anlage einer Wasserleitung. deren weithin sichtbares Wahrzeichen, das sogenannte .WasserhauS". mit seinen drei bewohnten Stockwerken auf ter Höhe deS OrtS- einganges vorn Bahnhof her sofort jedem Fremden auffällt. In sinnreicher Verbindung mit cir.cm neuen Gemeindebackhaus schuf er eine Gemeinte- Bateanstalt. Wenn jetzt in absehbarer Zeit unsere Landwirte die großen Verkehrsannehmlichkeiten ter Feldbereinigung genießen können, so darf man nicht vergessen, dah es eine Zeit gab. wo viele Aecker so „mitten drinnen" lagen, daß die Besitzer nur mit Schaden und Aerger für die Anlieger auf ihr Eigentum gelangen konnten, und daß sie ihre Ernte mühsam auf den nächsten Feldweg heraustragen mußten; diesem Hebel- stand suchte ter Jubilar unter Heberwindung mancher Schwierigkeit durch Anlage klein, rer Feldwege wirksam abzuhelfen. Kirche und Schule fanden an ihm einen wirksamen Förderer, wenn es ihm neben ter Wiederherstellung unserer alt- ehrwürdigen Kirche auch nicht vergönnt war. unsere Kinder, deren Zahl inzwischen von zwei auf sieten Klassen herangewachsen ist, in einem ten Anforderungen ter Zeit entsprechenden Reubau zusammenzuführen. Vor einigen Jahren ernannte die Gemeinte ihren inzwischen vom Amte zurückgetretenen Bürgermeister zum Ehrenbürger, und gern wird mancher inner- und außerhalb der Gemarkung des nunmehr ©iebfrig- jährigen gedenken. * Heuchelheim. 13. Febr. Hier ist die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden. Die Gemarkung Heuchelheim ist Sperrbezirk. f Treis a.d. L.. 13. Febr. Infolge bet Feldtereinigung. aus Mangel an Brennstoff und erst recht durch den kalten Winter 23/24 sind in unserer Gemeinde viele Obst bäume beseitigt worden ober eingegangen, die zu ersehen jetzt höchste Zeit ist. Es werden deshalb jetzt viele neue Obstbaumanlagen gemacht, es fehlt aber vielfach an der rechten Geschicklichkeit zum Sehen der Bäume und der Auswahl der Obstsorten. Daher hat die Landwirtschasts- kammer auf Veranlassung der Bürgermeisterei die Abhaltung des bereits angekündigten Dor- trags durch Obstbauinspektor Wießner angeordnet. „ «T reisa. b. Lda., 13. Febr. Bei ter geftn- Uußenpolitische Umschau. Don Professor Dr. Otto H o e h s ch. M. d. R. Aeutzerlich ist eine Zeit ter außenpolitischen Ruhe. In Deutschland ist man mit dem Kampf um bestimmte Handelsverträge und ter Vorbereitung für die eigentlichen handelspolitischen Auseinandersetzungen beschäftigt. Zwischen England und Frankreich gehen die Vor- berettungen auf die neue Zusammenkunft^ zwischen Ehamterlain und Herriot. den nächsten Versuch einer Einigung über die Schulden frage. Dahinter steht und damit verbunden ist immer wieder, sicherlich in den nächsten un" Monaten nicht abreißend, die ganze Vicher- heitSfrage in ihrer vielgestaltigen Form. Die Kämpfe um die Vorlage des Vertrages mit Spanien sind Vorspiele des Kampfe«, ter in den nächsten Wochen und Monaten immer stärker werden wird. Roch liegt de Linie nicht zur Genüge fest, auf der die deutsche Handels- Politik gehalten werten soll. Roch find Entscheidungen nicht gefallen, ob das notwendige Schutzbedürfnis unserer nationalen Produktion auch feine Berücksichtigung finden und sich durch- setzen wird. Roch ist nicht ttar. wie Deutschland die Meistbegünstigung in den verschiedenen Fällen intoenten und verstehen soll. Hnsere leitenden Grundsätze bleiben immer die gleichen Kein Handelsvertrag, der nicht die Lebensnotwendig- Hten ter deutschen Wirtschaft, des Binnenmarktes. der nationalen Produktion, also auch der Landwirtschaft, voll berücks'.ch igt Kmn Han- delSvertraa. in dem Deutschland nicht vollständig gleichber«ytigt mit den anderen Vertragspartnern behandelt ist. Man prüfe nach diesen Grundsätzen, was bisher über ten deutsch^nglischen Handelsvertrag, die Regelung mit Frankreich, die Vorlage für Spanien usw. zur öffentlichen örörterung und zum Kampfe im Parlament gestellt ist! bleibt ihrem eigensten Berus treu: Der Kunst, in diesem Falle dem Schauspiel, $u dienen. Soweit ist unser Publikum un allgemeinen heute erzogen. Die Kämpfe, die sich jetzt im und um das Theater abspielen, führen noch etwas weiter voraus. Bisher gaU die Guckkastenbühne als Schauplatz der für das Theater gemachten Stücke. Hnd alle Bühnendichter haben seit den Klafsllern für diese Guckkastenbühne (die durch die Bekanntschaft mit der italienischen Oper nach Deutschland kam) geschrieben. Hans Sachs in Deutschland. Shakespeare in England, Sophokles in Griechenland hatten offene Räume, in denen sie spielten. Sie wußten nichts von dem „Gesetz ter vierten Wand". Ihre Zuschauer umstanden von allen Seiten (die Rückwand mit dem Hmfleiberaum ausgenommen) das Podium, auf dem gespielt wurde. Das große Schauspielhaus in Berlin ist zu solchen Aufführungen geschaffen. (Hnvergehlich bleibt ein Danton-Abend mit den Dollsszenen.) Die neue Bühnenform will in Erinnerung an die alte, theater- cdjtc Schauspielkunst hieran wieder anknüpfen und mit dem alten Guckkastensystem aufräumen. Freilich fehlen noch sehr die Stücke, die auf das neue Theater zugeschnllten sind. Denn man kann nicht nur und immer wieder die Griechen. Shakespeare, Grabbe. Büchner, Kleist und den Faust geben. Aber einen Weg z u dem neuen Theater glaube ich zu sehen: Den Tänzer-Regisseur. ES gibt.ihn schon, wenn auch vereinzelt. Ihm ist nicht Bild, nicht Plastik deS Raumes wesentlich; er konzentriert die Figuren feiner Meure in den Raum hinein. Di. Spannungslinten teS Stückes laufen parallel mit ten Dewegungslinien ter Darsteller. Richt allein Proportionen deS Räumlichen werden geschaffen, auch Rhythmus des Wimen schwingt in dem Raume ohne Dissonanz, zum botanischen warten ooer uuiurg.w^u.u^.. Hier ist die Yöchste^nteit der A^teuc^mog- Museum oder Weltpanorama erniedrigt, sondern ' llchketten erreicht: Stoffliches und Gedankliches, WIE BK EN Meisterstück MM ü /teil einen -tforttog über dke Arbeit veS Gustav-Adolf-Vereins. Er unterstützte feine Ausführungen durch eine große Anzahl sehr schöner, zum Teil bunter Lichtbilder. Umrahmt war der Vortrag von musikalischen * Darbietungen, die drei Marburger Studenten in ansprechender Weise zu Gehör brachten.— Bei der Verpachtung der Fischerei in der Lumda wurden für einen Teil 200 Mark und für den anderen 195 Mark Jahres-- pacht erzielt. V Londorf, 13. Febr. 3n Of fenbach a. M. verstarb dieser Tage der Lehrer und Kantor i. P. Adolf Vogel im Alter von 77 Jahren. Der Entschlafene hat, bevor er nach Offenbach a. M. an die israelitische Gemeinde berufen wurde, in der hiesigen israelitischen Re» ligionsgemeinde über 16 Jahre als Lehrer und Kantor segensreich gewirkt. Auch war er jähre- lcmg Dirigent des früheren Gesangvereins „Konkordia", der es unter seiner Leitung zu hoher Blüte brachte. Besonders bekannt und beliebt war Vogel durch seine ersten Hilfeleistungen bei Krankheits- und Unglücksfallen. • Londorf, 13. Febr. Bei der heutigen Brennholz - Versteigerung des Forst- nmts Rabenau wurden folgende DurchschniUs- preise erzielt: Duchenscheiter 14,80 Mk.. Eichenscheiter 7,70 Mk., Duchenknüppel 10,95 Mk., Eichenknüppel 7,99 Mk., Kiefernknüppel 7,50 Mk., Fichtenknüppel 5 Mk., Duchenreisig 2,50 Mk., Fichtenreisig 1,20 Mk., Buchenstöcke 4,97 Mk., Eichenstöcke 3,20 Mk., Kiefernstöcke 2,92 Mk., Fichtenstöcke 1,10 Mk. je Raummeter. t Grünberg, 13. Febr. Die Freiwillige Feuerwehr hielt gestern abend im .Rappen" ihre Generalversammlung ab, die von über 100 Mitgliedern besucht war. Der erste Hauptmann erstattete zunächst den Jahresbericht, aus dem zu entnehmen war, daß die Wehr im verflossenen Jahre wieder ganz bedeutend an Mitgliedern zugenommen hat. Sie zählt zur Zeit 183 aktive Mi glieder. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Der Vorstand, die Obleute und die Zugführer wurden wiedergewählt. Hierauf wurden Auszeichnungen für 20-, 15- und lOjähriger Mitgliedschaft borge- nommen. Anschließend fanden eingehende Besprechungen über die Erbauung eines neuen Spritzenhauses, die Anschaffung einer neuen Spritze und von Schläuchen statt. Sehr begrübt wurde die Erbauung eines neuen Hochbehälters am QBartturm, durch die man nicht allein mit einer großen Wassermenge, sondern auch mit einem viel stärkeren Druck zu rechnen habe, was bei Feuersgefahr von großer Wichtigkeit sei. — Bei der gestrigen H o l z - Versteigerung im hiesigen Stadtwald wurden folgende Preise erzielt: Für 1 Meter Eichen- und Buchenreisig bis zu 1 Mk., für 1 Meter Fichtenknüpdel bis zu 7 Mk.. Hi’- 1 Meter Eichenknüppel 4 Mk., für 1 Mtter Cichenscheiter 6 Mk., für 1 Meter Kiefernscheiter 5 Mk.. für 1 Meter Eichenstöcke 8 Mk. und für 1 Meter Duchenknüppel 9 Mk. T Lauter. 13. Febr. Dis Gemeindevertretung beschloß einstimmig die Anschaffung einer neuen Turmuhr, da die alte schon eine ganze Reihe von Jahren unbrauchbar ist. Die Uhr soll in einer der größten Fabriken hergestellt werden. Die Lieferung wurde dem Llhrmachermeister Friedrich Jockel in Grünberg übertragen. * Oberbessingen, 14. Febr. Am nächsten Dienstag vormittag, 10 Uhr, beginnt in der hiesigen Gemarkung unter Teilnahme aus den umliegenden Ortschaften ein dreitägiger praktischer Obstbaum-Schnitt- und -Pflege-Kursus, veranstaltet vom Sant>- wntschaftskammer-Ausschuh für Oberhessen in Gießen durch Obstbauinspektor Wiesner. f df. Langsdorf, 12. Febr. Gestern abend fgnd hier der 3. Vortragsabend der Liga jVim Schuhe der deutschen Kultur statt. Ingenieur Ert e l- Gießen führte den Anwesenden mehrere Filme vor. darunter die Skagerrakschlacht. Rachdem der Aufmarsch und die Stellung der einzelnen Flotten sowie v'ele Aufnahmen von Schiffen, Arbeiten aus denselben, Klarmachen zum Gefecht u. v. a. im Bilde gezeigt waren, gab Herr Emil Walther noch einige Erläuterungen. Er hat die Seeschlacht auf dem Kreuzer „Lühow". der 23 Volltreffer und 2 Tor» pedofchüsfe erhielt, mitgemacht. Rachdem die „Lützow" gefechtsunsäbig war, wurde sie versenkt und die Mannschaft von Torpedoboten ausgenommen. — Am Mittwoch mittag fand eine Vorführung von Filmen für Kinder statt. Kreis Friedberg. sf. Friedberg, 13. Febr. Die im Ratskeller Hierselbst stattgehabte Versammlung des Obst- und Garte nbauvereins für den Kreis Friedberg war außerordentlich zahlreich aus den Gemeinden des Kreises besucht. An Stelle des seitherigen ersten Vorsitzenden, des als Provinzialdirektor nach Gießen versetzten seitherigen Kreisdirektors Gräf, wurde dessen Rnchfolger Gebhardt einstimmig gewählt. Den Geschäftsbericht gab Garteninspektor Rentsch von der Landwirtschafts schule in Friedberg. Der Verein zählt zur Zeit 1200 Mitglieder in 49 Gemeinden, 23 Gemeinden des Kreises sind noch nicht beigetreten. Die Tätigkeit des Vereins war sehr lebhaft. Die von Oberreallehrer Rings- Hausen vorgetragene Rechnung schließt mit einem Kassenbestande von 1624 Mk. ab. Für das Jahr 1925 sind Ausstellungen von Obst- und Gemüseerzeugnissen in den Ortsgruppen, sowie Vorträge und Gemarkungsrundgänge in den Gemeinden mit Verlosung von Obstbäumen geplant. Der Beitrag für Mitglieder wurde auf 2.50 Mk. für Gemeinden auf 15 Mk. festgesetzt. Als Beisitzer in den Vorstand wurden die Herren Maul, Bernhard und Schieß gewählt, außerdem gehören dem Vorstande noch alle Obmänner der mehr als 30 Mitglieder zählenden Ortsgruppen an. Rach Schluß der Versammlung fand für die Teilnehmer die Vorführung eines L e h r f i l m s im Zentraltheater statt. Die erste Vorführung zeigte die Bekämpfung der ObstbaumschLdttnge, besonders des Apfelblütenstechers, daran schloß sich die Darstellung des Betriebs größerer Gemüsekulturen auf Zuchtgütern, zum Schlüsse das Wachsen und die Entwicklung der Pflanzenblüten. 4 Dad-Rauheim, 13. Febr. Die jüngste Stadtverordnetensitzung zog sich in sehr regem Verlauf von 5 llhr nachmittags bis beinahe 9 ülhr abends hin. Da wichtige Fragen zur Verhandlung standen, nahmen etwa 80 Zuhörer daran teil, zumeist Arbeiter, Gastwirte, Landwirte und Angehörige des Turnvereins. Der Sitzungssaal hat sich für einen derartigen Massenbesuch als zu Hein erwiesen. Viele „Reugierige" muhten an der Türe wieder um» kehren, da der Raum im wahrsten Sinne des Wortes überfüllt war. Zur Vorbereitung des Gedenktages für die Opfer desWelt- krieges wurde ein viergliedriger Ausschuß mit dem Bürgermeister an der Spitze gewählt. — Da es mit der Erlangung von Auslandkrediten immer noch seine Schwierigkeiten hat, soll bei der Kommunalen Landesban k ein Darlehen von 200000 Mark zu einem Zinsfuß von 11 Prozent aufgenommen werden. Zunächst soll die Aufnahme nur für ein Vierteljahr gelten. — Für das im Dau befindliche Schwimmbad in der Rahe des großen Teiches (hinter dem Konihkystift) wurden weitere 9000 Mk. bewilligt, die für den Ankleideraum und weitere Hallenbauten Verwendung finden sollen. — Es ist bekannt und auch von uns schon berichtet worden, daß die Stadt das im Januar fällige 5. Ziel der städtischen Sonderst euer vom bebauten Grundbesitz seinerzeit erlassen hat, eine Tatsache, die überall im kommunalen Leben besondere Beachtung sand und auch anderorts Vorschläge zeitigte, die die Rachahmuna empfahlen. Man hat gehofft, daß nun auch das am 1. März fällige 6. Ziel dieser Sondersteuer ganz oder wenigstens teilweise erlassen werden könne. Stadtv. Krauß trat auch in heutiger Sitzung nochmals warm dafür ein, diesen Wunsch der Bevölkerung zu erfüllen. Rach Mitteilungen der Stadtverwaltung kann sie aber auf diese Einnahme nicht mehr verzichten. Beschlossen wurde aber, das 6. Ziel vorläufig bis April zu stunden. — Rachdem kürzlich Stadtv. Rößler einen 30prozentigcn Abschlag der Mieten für die neuen städtischen Gebäude beantragt hatte, legte der Dauausschuh nach nochmaliger Prüfung erneut seine Forderung vor, die an den von ihm ausgestellten Mieten festhält. Die Mietpreise bewegen sich für eine 3-Zimmerwohnung zwischen 540 und 660 Marr. Der Antrag des Bauaus- schusses wurde gegen die Stimmen der Linken angenommen. Deren Sprecher lehnten unter Hinweis darauf, daß die Friedensmiete für gleichwertige Wohnungen nur 360 bis 450 Mark betragen habe, mit der Begründung ab, daß 80 Prozent der in Frage kommenden Mieter die neuen Sätze nicht auf bringen könnten. — Der Verkehrskommissivn wurde zur ^Inter- Haltung des Verkehrsbureaus ein monatlicher Zuschuß von 200 Mark bewilligt, nachdem Beigeordneter Kissel die große Bedeutung des Verkehrsbureaus für die Allgemeinheit geschildert hatte. — Zur Behebung der Wohnungsnot ist unsere Stadtverwaltung in vorbildlicher Weise in den letzten Jahren tätig gewesen. Zwei Punkte der Tagesordnung beschäftigten sich wieder mit den so wichtigen sozialen Maßnahmen. Für die Instandsetzung eines Hauses in der Dismarckstrahe wurden 4400 Mark bewilligt; außerdem wird die Errichtung eines städtischen Reubaues mit Laden und vier Wohnungen, Ecke Mittel- und Forsthausstrahe, beschlossen. — Einem Gesuch der städtischen Arbeiter um eine 25prozentige Lohnerhöhung wurde einstimmig stattgegeben. Es soll zunächst versucht werden, die Einwilligung des Marburger Verbandes zu erwirken. Versagt dieser seine Zustimmung, so soll die Lohnerhöhung, rückwirkend vom 1. Januar ds. Js.» doch in Kraft treten. — Dem L am d w i r t - schastlichen Verein wurden bis auf weiteres jährlich 600 Mark als Zuschuß für die Faselhaltung bewilligt. — Vor liegt ein Gesuch der Gastwirte und der anderen Alkoholhändler um Aufhebung der Getränke» steuer. Da die letztere etwa 60 000 Mark ein- bringt und die Stadt auf diese Einnahmequelle nicht verzichten kann, wurde das Gesuch abgelehnt. Ein Antrag des Stadtv. Wiedermann, für die kleinen Gastwirte und Flaschenbierhändler die Steuer zu ermäßigen, soll nochmals geprüft werden. — Die Pachtgelder für die Kleingärten wurden nach den vorher mit den Interessenten getroffenen Vereinbarungen festgesetzt; sie belaufen sich insgesamt auf etwa 6000 Mark. — Für das Amtsgericht wurde die gesetzliche Friedensmiete auf 5491 Mark festgesetzt. — Bei Holzversteigerungen kann die Zahllmg bei sicherer Bürgschaft bis zum 1. Juli gestundet werden. — Ein Gesuch des Turnvereins 1 86 0, der monatlich um einen Zuschuß von 200 Mark bittet, damit er einen amtlichen Turn- und Sportlehrer anstellen kann, wurde nicht direkt ab- gelehnt. Es sollen vorerst weitere Verhandlungen mit dem Verein gepflogen werden. — Unter „Besprechungen" wurde aus der Versammlung heraus eine im der „Deutschen Allgem. Ztg." und in der „Bad-Rauh. Ztg." gebrachte Rotiz über Verlegung der Bürgermeisterei und des Polizeiamtes in andere Gebäude als irreführend b^eichnet. Der geforderten Berichtigung kann der Bürgermeister aber nicht zustimmen, da Pläne derart wirllich bestehen uno auch schon darüber verhandelt wird. (Die fragliche Rotiz ist übrigens zuerst im „Gieß. Anz." erschienen und von dort aus von den genannten und weiteren Blättern übernommen worden. Die Red.) Weiter wurde in allgemeiner Aussprache die Verdrängung der bewährten und mit den hiesigen Verhältnissen vertrauten alten Schutzleute und die zu starke Heranziehung von jungen Beamten kritisiert. Letztere zeigten eine Schneidigkeit, die von der Bürgerschaft schon mehr als Belästigung empfunden werde. Es wurde darauf hingewiesen, daß die Strafanzeigen sich gegen das Vorjahr beinahe verdreifacht hätten, indem die Zahl von 700 auf 2000 angewachsen sei. Der Bürgermeister versprach, sich mit dem Vorstand deS Polizeiamtes ins Benehmen zu setzen. — Don Stadtv. Hankel wurde über die Verschlechterung des Gases, bedingt durch die Entziehung wertvoller Bestandteile, die als Rebenprodutte ab- gesetzt werden, Klage geführt. — In der nichtöffentlichen Sitzung wurde über eine Reihe von Baugelände-Ankäufen Beschluß gefaßt, ferner die Gewährung von drei Bauhilfedarlehen in beträchtlicher Höhe beschlossen. Kreis tsajoiten. Schotten, 13. Febr. Rachdem die oberste Forst behörde die Gehaltsgrenze der Beamten für Losholzberechtigung auf 1450 Mk. ihres reinen Grundgehalts erhöht, haben eine große Zahl von Beamten Anspruch auf Zu t eilun g des verbilligten Losholzes. Wenn man bedenkt, daß tn den losholzberechtigten Gemeinden jedem Richt» staatsbeamten, ohne Rücksicht auf die Höhe seines Einkommens, Losholz zugeteilt wird, so darf man es als erfreulichen Fortschritt bezeichnen, daß wenigstens den m'mderbezahlten Gehaltsgruppen jetzt die gleiche Vergünstigung zuteil wird. Kreis Büdingen, ÜDüdingen, 13. Febr. liniere Gemeindevertretung hat int Oktober v. Js. beschlössen, einige Wohnhäuser z u erbauen, um die dringendste Wohnungsnot zu mildern. Die Baukommissivn, die sich hierauf mit der Angelegenheit befaßte, unterbreitete dem Gemeinderat verschiedene Vorschläge, die dieser zu Beschlüssen erhob. Als Bauart wurde das Gin-Fami- lienhaus mit ausgebautem Dach stock gewählt. Als Baugelände kommen verschiedene Plätze in Frage, so das Gebiet nordwestlich der Bruchwiese, und zwar von der Bahnhofstraße durch den Garten des Obst- und Gartenvereins bis auf die ebenfalls projettierte Straße Druno- straße—Reuer Weg. und diese Straßen von dem vorgenannten Schnittpunkt bis Reuer Weg. Weiter von der Bahnhofstraße an der Mölleret vorbei wieder bis zur projektierten Straße Bruno» straße—Reuer Weg. In diesem Frühjahr soll vorerst mit der Erbauung von 5—6 E i n - F a - milienbä ufern begonnen werden. Je zwei derselben sollen an die Düdelsheimerstrahe, dem verlängerten Steinweg und die verlängerte Straße an der Molkerei gestellt werden. „?" Geiß-Ridda, 13. Febr. Lehrer Lenh dahier ist jetzt 25 Jahre als Dirigent des Männergesangvereins „Orpheus" tätig. In dieser langen Zeit'vanne war es ihm vergönnt, dem strebsamen Verein ein zielbewußter Führer zu sein, der ihm auf gesang- wett st reitlich em Gebiete manchen schönen Sieg erringen half. Auch bei sonstigen Veranstaltungen standen die gesanglichen Leistungen des Vereins unter feiner Führung jederzeit auf beachtlicher Höhe. Lentz ist gleichzeitig Vorsitzender des Sängerbundes „.Umgebung von Ridda", dessen Interessen er mit gleicher Umsicht und Sachkenntnis leitet und fördert. Lange Jahre war er auch Dirigent des Männergesangvereins „Sä n g erkr a n z" zu Ridda, der ihm manchen gesanglichen Erfolg zu verdanken hat. Etarkcnburg und Nheinhessen. D a r m st a d t, 23. Febr. (Eigener Bericht.) Die Stadtverordnetenverfammlung bewilligte gestern für ein Wohngebäude, das 2-Znnmerwohnungen enthält, 140 000 Mk. Ferner wurden für die Gartenbauausstellung ein Garantiebetrag von 5000 Mk. und ein unverzinslicher Kostenvorschub von 20 000 Mk. bewilligt, sowie dem hiesigen Ortsverein der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossen- schäft für eine Ausstellung in diesem Sommer ein Zuschuß von 10 000 Mk. gewährt. Die Wohnungsluxussteuer wird mit Ablauf des 31.März außer Kraft gesetzt. Kreis Wetzlnr. ± Dutenhofen, 13. Febr. Einen schon lange gefaßten Plan, der aber immer an der heillen Geldfrage scheiterte, will unsere Gemeinde nun endlich doch ausführen. Die Wellergasse, die eine Verbindung der Bahnhofstraße mit der Hauptstraße Gießen— Wetzlar herstellt, ist in den letzten Jahren durch den lebhaften Auto- und Fuhrwerks- Verkehr und begünstigt durch das anhaltende Regenwetter in der letzten Zett sehr stark ausgefahren und in ein reines Schlammbad verwandelt worden, sodaß sie für den gesamten Fährverkehr, sowie auch für eine große Anzahl Arbeitern aus den Äachbardörfern, die von und nach der hiesigen Haltestelle diesen Weg zu benutzen gezwungen sind, fast unpassierbar geworden ist. Die Gasse soll nun in diesem Jahr vollständig ausgebaut und chaussiert werden, worauf sie vom Kreis übernommen wird. Die Kosten hierfür sind mit 9000 Mark veranschlagt. Gleichfalls ist der Ausbau des fast grundlosen Verbindung sweges nach Atz- bach vorgesehen. Die Gemeinde Atzbach hat in ihrer Gemarkung schon vor einigen Jahren eine schöne Sttaße angelegt, sodaß nach dem Ausbau der diesseitigen kurzen Sttecke von der Lahnbrücke bis an den Atzbacher Damm eine gute direkte Verbindung zwischen linker und rechter Lahnseite bestehen wird. Der Ausbau der beißen Wege, der für unsere Gemeinde einen großen Kostenaufwand darstellt, wird sicherlich allerseits dankbar begrüßt werden. E Wetzlar, 13. Febr. Der Kreistag des Kreises Wetzlar beschloß in seiner jüngsten Sitzung unter dem Dorfth des Landrats Dr. Sartorius u. a, den Haushaltsplan der Kreissparkasse für 1925 auf 47208 Mark festzusetzen, was gegenüber dem Vorjahre ein Mehr von 16000 Mk. bedeutet. Erne Wegevorausleistungsordnung. die zur Verbesserung des Kreis st raßennehes dienen soll, wurde gutgeheißen. Ein von der Klein» siedelungsgefellschaft in der Kaiserstraße in Wetzlar errichtetes Beamtenwoh n- Die tl flotten nicht etn[ MeiSslück vor ° gevwrfenholte! in diese"' SeAjescs 5 schoben, der w J® t-erfianö.. ■ Es war er> schied aus. & sicher keine > ihre Mite g sich« var.A m einer zuvörderst vor e sollte, M fkß totalinW WhtMen " ton Hachaus W fotie den Anstoß | paus wird auf den Kreis übernommen. Weaer beschloß man, die Bürgschaft für die aus Anlaß der Rotstandsaktion ausgegebenen und noch auszugebenden Kredite für Saat- gutbefchassung zu übernehmen und sich an den Beihilfen für die letzten Hochwasserschäden zu beteiligen. Rach den Mitteilungen des Vorsitzenden sind durch die Hochflut wchö- den in Höhe von rund 185 000 Mt. entstanden zu deren Deckung auch der Staat mit beiträgt Die Schularztgeschäf te und die Impf- g e s ch ä f t e wurden dem Kreisarzt bis auf weiteres übertragen. 3m nächsten Jahre soll in eine neue Prüfung der Anstellung eines beamteten Krciskommunalarztes eingetietcn werden. Schließlich faßte man den Beschluß, angesichts der jetzt noch bestehenden Anttarheit übei die Entwicklung der Steuergesetzgebung im Rechnungsjahre 1925 den Kreishaushaltsplan für 1924 zunächst auch für das Rechnungsjahr 1925 anzuwenden und die für das Rechnungsjahr 1924 beschlossenen Kreis - steuern für das Rechnungsjahr 1925 als D o r auszahlungen zu erheben. * Braunfels, 13. Febr. Heber die gelösten Durchschnittspreise bei den jüngsten Brenn Holzversteigerungen der Fürstlich S o l m s s ch e n B e r to a 11 u n g ist zu berichten: Fürstl. Forstrevier Hei st erber g, Kr Wetzlar: Duchenschetter 12,07 Mk.,-Buchenknüppel 9,70 Mk.. Duchenreifer 0,72 Mk. je Raummeter. Fürstl. Forstrevier Hungen (Oberh.): Buchen- scheiter 15.69 Mk.. Buchenknüppel 9,95 Mark, Buchenstöcke 8,40 Mk., Buchenreifer 2,30 Ml. je Raummeter. Hessen-Nassau. fpd. Frankfurt a. M., 13. Febr. Der Dezernent des Wohnungsamtes, Stadtrat Z i e l o w s k i, hat die Folgerungen aus den schweren Angriffen gegen feine Geschäftsführung gezogen und den Oberbürgermeister Dr. Land- mann ersucht, ihn für die Dauer der Unter» suchung von der Leitung des Wohnungsamtes zu entbinden. Der Oberbürgermeister hat der Bitte sofort stattgegeben. Die Staatsanwaltschaft hat gegen einige der ungetreuen Beamten des Wohnungsamtes bereis Anklage wegen passiver Bestechung und anderer Straftaten erhoben. Die Hauptangeschuldigten, Baurat Gresser. Kaufmann H o s ch und Abteilungsvorsteher Könemund, haben gegen ihre Haft Beschwerde eingelegt, der aber vom Oberlandesgericht nicht stattgegeben wurde. Rechtsanwalt Dr. Rhode, der als Stadtverordneter gegen das Wohnungsamt schwere Anklagen vorbrachte, wurde jetzt von der Staatsanwaltschaft vernommen und machte hier besonders belastende Aussagen. — Die Stadtverordnetenversammlung stimmte den Anträgen auf Wiedereinsetzung der Straßenbahner in das alte Angestelltenverhältnis zu. Sie bewilligte gegen die Stimmen der Kommunisten die Mittel für den Ausbau des Reb- stockgeländes zu einem internationalen Flughafen und stellte auch die jährlich zur Unterhaltung des Platzes erforderlichen Gelder von rund 90 000 Mk. bereit. Die Kommunisten lehnten die Bewilligung mit der Begründung ab, daß der Flugverkehr doch nur eine kapitalistische Einrichtung fei, und ließen sich auch durch den Hinweis, daß sie doch nicht kommunistischer als die Moskauer Zentrale, die starken Flugverkehr unterhalte, fein sollten, nicht abhalten, gegen die Vorlage zu stimmen. — Im Ost Hafengebiet wurden vor einigen Tagen in einem Schutthaufen drei menschliche Unterkiefer gefunden, über deren Herkunft in der Stadt die feltfamften Gerüchte umgehen Selbst die Ermittlungen der Polizei haben in der Angelegenheit noch keine Klarheit gebracht. Cs spricht vieles dafür, daß es sich bei dem Fund um wissenschaftliche Präparate handelt, anderer-» fetts ist der Umstand bemerkenswert, daß die Kiefer, wenn sie wissenschaftlichen Zwecken dienen sollten, nicht richtig präpariert waren. Man nimmt an, daß die Kiefer aus einem auswärtigen Institut stammten und wahrscheinlich von einem Studenten mitgenommen wurden. Es handelt sich um die Unterkiefer eines jüngerer und zweier älterer Männer. Das neue Modell K 24 der Komet-Freilaufnabe Ist die letzteErrungenschaft der Fahrradtechnik. KeinRad sollte ohne diesesPrazlsionsstück sein Stempel werk f rankfurl-M-SUd Aug. Ki Neuh sind eingetro DESHALB DERF Sei doch nicht Möd, Fahre »Komet«! .KOMET. Frellauf Ist der Beste nicht hO? 11,11 Jr fr'»« KZ ^Au>- n&c nicht tcnhagat Andern, fr.*». °^,'K 1 lrb«rg, (k. >1 S«L ^ler 2,30 W kebr. Der-e- Stabt. UnQ6K aui htn »Ä " ®>. w. «btt Slitt«. । der Doh. en- Drr 06er. Dtl Itattgeaeber. gen einige der nungSomtes 6e- r ^Jechung n' Die Haupt- cr ( Kaufmann S o n e m u n 6 * eingelegt, bei i)t (tattgegeben vde, bet als DvhmmKMt rde ietzt von der Md machte hier - Die Stadl- ng stimmte den der Slrahe». lenverhältnis zu. ten bet Somoni- baudeSLeb- internatio- te auch Die säht- B ersorderlichrn :eit Sie Äonunu- g mit bet De- ehr buch nut eine b liehen sich auch >ch nicht fommu- trale, Sie starken fiten, nid>t ab• hnmen. - 2m einigen Tagen menschliche : beten tzrriunst erächte mngchen lizei haben in der heit gebracht. Er ch bei dem Fund handelt, anderer- initiiert, bah die n Zwecken dienen rt waten. Man aus einem aui- id wahtlchemlich men wurden. Cs c eines jüngerer blöd, Txx. in den ‘Acrttn ’ ' ,' ■ für s&milidie Industrie- und Gewerbezweige errietl der MWM benz-DI ESELMOTOR ohne Kompressor lAachdrud verboten) 67. Fortsetzung dein Glück Ich weift blieb Gert der Büchse. Der Äleint »Ich will die Wahrheit wissen." „Und wenn du sic hörst, wird sie nicht stören?" „Freye. ich könnte wieder gehen, jetzt: der Dries traf ein. Und nun streitet, ihn je erhalten zu haben, aber ich sah den Beweis für daS Gegenteil vor mir. Dor mir! Er hat mich belogen — er hätte sonst Theda nicht heiraten können Aber warum logst d u mit? Warum schwiegst auch du?" (Schluß folgt.) Die rote Kafchgar Äonen von Fedor von Zobeltitz. ein «infamer Bod. Llnwillkürlich stehen, und feine Hand griff nach Aber er belieft sie aus der Schulter. - Paß auf einen zweiten richtete ich an Hcllmut. Er be tegungSloS in Momenten, die kluge lladttenf- lichkeit erfordern Hätten Hellmut und Alerc Mch 'feg? l>«rteidigen können angesichts dieses Gert versuchte, ü^r den Sturm ün Herzen hinauszukvmmen. Doch es war nicht so leicht sich »u e.ner Klarheit des Denkens durchzu- kämpfen. Er fragte sich, was geschehen wäre, wenn die beiden ihre Schuld eingestanden hätten. ArchtS - es wäre alles ,o grblieben. wie es war denn er hatte ganz bestimmt keinen Sin- ®eflen die zweite Ehe Lhedas erhoben, selbst wenn er gesetzlich dazu berechtigt gewesen 'SL " bätte .das Tischtuch zerschnitten" zwischen sich und den beiden, weil er der Be- trrvgene nicht kein wollte. Er dachte nicht moralisch tn höherem Sinne, er war ein le cht» sinniger Mensch — nur etwas Pin verwerfliches lebte in ihm. immer noch ein Ertrag von einst, vielleicht der Rasse und der Erziehung, die inneres Fühlen auf Aeußerlichkciten überträgt, aber am Unbedingten festhält Anstand der Sc- sinnung. Unb auch Alere hatte ihn betrogen, die sein Weib werden wollte War ihre Liebe nicht gleichfalls Detrug? — ..Lumpenpad." sprach Gert in die Rächt bin- ein und beschloß, alles, was noch an Leidenschaft für das Weib in ihm sich regte. herauSzureiften — herauszureiften und mit Füßen zu treten. ..Lumpenpack!" schrie er in ausquellendem Ekel. Morgcngrau dämmerte durch die Fenster. Die Spatzen regten sich im wilden Wein des Wandspaliers draußen. Er ging früh in den Wald, das Gewehr über der Schulter. Es sollte heute noch zur entscheidenden Aussprache mit Alere kommen. Vielleicht leugnete sie alles, was bann? 11 nb wie er so durch das raschelnde Herbstlaub schritt, kam ihm auch die Antwort auf diese Frage. Er wollte nach Kappietfch zu Freye — sie mußte ihn annehmen, er wollle bei ihr cinbringcn und sie zur Rede stellen. Sie über den Verbleib seines Driefes an sie befragen. Denn war der Dries an Hellmut eingetroffen, warum nicht auch der zur selben Stunde abgefanbte? Und hatte sie ihn erhalten, warum war sie nicht trium- phicrcnd nach Groft-Pvnar und der Wesenburg . . . Doch Gert dachte nicht so. Er schlief in ,dieser Rächt feine Stunde Er wog die Tatsachen zueinander ab, ähnlich wie Alere. doch minder erklügelt. Er war betrogen worden, daS schien ihm seftzustehen. Und es stand auch feft, bah in diesem Detrug ein Ruhen für ihn lag. Er hatte ihm die Freiheit über sich selbst zurück- gegeben und ihn Alete gewinnen helfen. Aber gegen dieses Erkennen des Tatsächlichen bäumte sich sein Mannesstolz ES war alles in al km doch ein schändliches Spiel, weil eine feile Berechnung voranging Man hgtle eine Zwangslage geschaffen, um ihn in der Hand zu haben. Man hatte ihn matt gesetzt, um das lebendige Subjekt in ein tvteS Objekt zu verwandeln, Mensch. Wesen und PersönlichKit einen Degensland, eine Sache. Man war bei AuSspin- nung des Planes nur den eigensten Dorteilen gefolgt und hatte ihn rücksichtslos beiseite geschoben, der doch auch noch da war und von dem man nicht wissen konnte, ob die Trennung von Theda seinen Wünschen und Absichten ent- Iprach. Das erfuhr man erst nachträglich, als QUefc bat OH!erinnerte auS ihm herauszuholen verstand . . . ES war ein Branden der Gedanken. Theda schied aus. Das kleine dumme Kerlchen hatte sicher keine Ahnung von dem Intrigenspiel, das ihre zweite Ehe eingeleitet hatte. Aber ebenso sicher war, daß Alere mit ihrem Bruder sich zu einer Ideengemeinschaft gefunden, die ihn zuvörderst vor eine vollendete Tatsache stellen sollte. Dann war sie ihm entgegengereift. Ratür- ltch, das lag in der geschaffenen Linie. Alcxe war die Vermittlerin — und sie fing ihn ein. Mißtrauen durch hämmerte sein Herz. ES kam durchaus folgerichtig. Die .rote Kaschgar" hatte den Anstoß gegeben — und eS grimmte Gert, daß er den Karton mit den verräterischen Marlen nicht einfach an sich genommen unb als Beweisstück vor den Geschwistern auf den Tisch geworfen hatte! Aber man ist häufig übergefahren und hatte verkündet Gert lebt noch, Gott sei Dank — hier der Beweis!"? — Kräftiger schritt Gert aus. aeredter, bewußter dessen. waS er zu tun hatte. Klarheit wollte er haben. Klarheit unb Wahrheit! Freye war unfähig einer Lüge, auch einer (Verschleierung Unb hatte sein Brief sie getroffen, so konnte sie nicht geschwiegen haben — es war ganz unmöglich. Sie nicht! — Am WaMaum führte der Weg ein« Diertel- Ostunbe lang an den Wielen vorüber- Da äste da drüben halte schon die Stangen abgeworfen, unb man erlegt keinen Bod ohne Krone. Sr war nicht blutdürstig. Rein — er war auch nicht rachgierig. Der Gedanke der Rächt. Hellmut vor die Pistole zu fordern, war längst verflogen. Theda sollte ihren Mann behalten — mochten fic glücklich bleiben! Aber Aufklärung wollte er haben — unb bann den ungeheuren Ekel von sich abfchütteln — unb bann — ? Das wußte er nicht. Wieder in die Welt ziehen, wieder in die Fremde, wieder fort aus der Heimat? Er wußte eS nicht. Der Wald wurde lichter, die Erika am Gra- bensaum trug schon verblichene Farben, um die wilden Brombeeren schnürte sich ein Spinnennetz weißer Fäden voll naßschillernder Tropfen. Friedlich dehnte unten int Tale das Herrnhuter- dorf sich auS. Ein großer gebedter Transport- wagen, mit vier dicken Gäulen bespannt, fuhr langsam die Strafte hinab. Unb da lag bas Haus auf der Höhe Gert schlug den kleinen Feldweg ein, den Freye zu wählen pflegte, wenn sie in den Wald ging. Er sah im Hofe der Villa übereinandergestellte Kisten. Küchengeräte, allerhand alteS Rlobilar. und sagte sich: Man rüstet schon zum Ausbruch, ich komme gerade noch zur rechten Zeit . . . Zwei Mägde schleppten eine Kommode aus dem Haufe. „3ft das gnädige Fräulein daheim?" fragte Gert. ..Schwester Freye" konnte man doch nicht mehr sagen. Da flirrte ein Fenster, unb Freye rief: ,3a, Gert — komm herein!" ©te war dl ast und schrnavvangtg .Ich fad dich schon In der Ferne", tagt« fit, .und ahnt« wohl, daß du au mir wolltest. Du mußt die llnorbnunfl entschuldig««, die bei mir herrsch! — es geht morgen fort.“ .So ganz ohne Lebewohl?“ fragte er. Sie errötete .Ich hielt es für besser, stillschweigend zu verschwinden. Es ist auch di« Ansicht Austiens." .Do ist er?“ .In Braunschweig. zu einer letzten Besorgung. Aber setz dich doch. Gert.“ 3m Wohnstübchen war es noch leidlich be* haglich. Gert stellte das Gewehr in «ine Ede unb nahm in dem Lehnsessel am Fenster Platz .Also weSbalb ich hier bin?“ begann er von neuem. »Ich wollte dich fragen, ob du nicht meinen Brief aus Kafchgar berommen hast *$>crt ünüßte so etwa Mitte Juni gewesen fern. Ei- War ein Brief, in dem ich dir kurz von meinen Grlebnillen berichtet« unb bir mitteilte, daß ich demnächst die Heimreife antreten würde." Freye hatte sich steif in die Sofamitte gesetzt Sic sah Gert nicht an. sie sah starr geradeaus, und ihr Atem ging schwer „Rirnm diese Frage zurück", entgegnete sie .Ich will sie nicht beantworten . . Unb mit einem kleinen Seufzer fuhr sie fast klagend fort: „®ert. warum kamst du noch zu mir? Ich hatte vor deinen Fragen Angst — und deshalb hoffte ich. wir würden un» nicht Wiedersehen Ist es nicht auch gleichgültig, ob ich den Brief erhielt oder nicht? Du bist ja jetzt glüdlich. was willst du noch!“ Statt Karten. Lich, 14. Februar 1925 Statt Karten. Londorf Bieber (Neehmühle) 4W1 Gießen, Nordanlage 29 1374D Uerdinaen a. Niederrhein, 13. Februar 1925 Weilersttatze 8 350c liefert Gleimenhain Oberhefsen i Gießen, Lbelstr. 13 Ober-Ofleiden Räucher- Sägemehl trocken ab Laaer Ihre Verlobung geben bekannt Gretchen Witzner Wilhelm Reeh Ihre Verlobung geben bekannt Lina Albach Ludwig Fischer Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Mathilde Dietz Heinrich Preitz Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Dr. Wilhelm Muhl und Frau Lina geb. Ziegler Carl Haas |r„ Frankfurt. Str. 59, Telephon 1682. Ihre Vermählung zeigen an Walther Hatzfeld Hauptmann u. Kompagniechef im 15.1.»R. Elfriede Hatzfeld geb. Ampach Wohnungseinrichtungen Einzelmöbel Jg ERNST RA Um.oz'y$ WALLTORSTRASS I 7 Up. : 1597a . ^Ihr Michael Kreidekreis. 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Die Flecht aus dem Beere der Heimatlosen der einzige Aufklärungsfilm gegen die Legion gibt inWort u Bild Einblick in das leidenvolle Dasein der Fremdenlegionäre. Stimmungsvolle Legionslieder gesungen von einem ehemaligen Legionär in Legionsuniform begleiten diesen Film durch 5 spannende Akte. Der Film muß von jedem gesehen werden, er ist ein Mahnruf an Deutschlands Söhne, denn alljährlich fallen tausende deutsche Volksgenossen den Vorspiegelungen und Versprechungen der Werber zum Opfer. Dazu: Stolze Frauen 6 Akte nach dem Roman von Anny Wothe: .Hallig Hooge". Eintrittspreise: von 0.70 bis 2.- Mk. nr. 38 Drittes Blatt Auf Besuch bei der Technischen Nothilfe. Don Eduard Schreiber-Stoltz«. Auf Veranlassung der Hessischen Regierung in Darmstadt wurde die TechnischeRot- Hilfe am 26. Januar 1925 mit 150 Wann auf der Grube Braunkohlenschwele» rei Wessel bei Darmstadt eingesetzt. Der Großeinsatz der Rothtlfe dauert nun 14 Lage an Die Technische Rochille hatte der Presse de« näheren Bereiche« Gelegenheit zur Besichtigung der Rotstandsarbeiten gegeben Am 26 Januar hatte die nahezu 700 Köpfe zählende Belegschaft der bei Darmstadt gele- genen Grube und Braunkohlenfchwe» lerei Messel Lohndifferenzen wegen plötzlich die Arbeit niedergelegt. Alle« Paktieren bliob verlorene Lrebe-nrüh". Damit geriet der ganze Betrieb, d h. Millionenwerte, in höchste Gefahr Da« „Herz" diese« Unternehmen« bilden die 24 Schwelöfen — alle« andere dient mehr oder weniger dazu, diese« „Herz" in Gang zu halten. Sehen diese Oefen. von denen ein jeder einen Wert von 84 000 Mark besitzt, zu Bruch, so ist das Werk vorläufig, d. h. auf nahezu zwei Jahre, produktionS- unfähig. die Arbeiterschaft liegt auf der Straße, die Volkswirtschaft büßt wertvollste Produktions- werte ein Die Oefen müssen aber zu Grunde gehen, werden sie nicht dauernd auf einer bestimmten Hihtemperatur gehalten. Diese Rot- ftanMarbeit im ureigensten Interesse zu leisten, war die Belegschaft leider nicht bereit und so blieb der hessischen Regierung nicht« andere« übrig, al« im Interesse der Sicherstellung grober volkswirtschaftlicher Werte und vor allem auch um der Arbeiterschaft selbst willen die schon oft geliehene Unterstützung der Technischen Rot- Hilfe anzurufen. . . . Run find die freiwilligen Helfer — 150 an der Zahl — Ingenieure. technische Hoch- fchüler, Handwerker und Dergfchüler seit dem Tage de« Streifbegirme« — also 14 Tage im W^ke. Sie muhten rasch herbeteilen, sozusagen mit .Feuerwehrgeschwind'gkmt", wie Betriebsdirektor Rasche den Pressevertretern auseinandersetzte, denn der Steikbeginn war so gelegt worden, daß in den Kohlenbunkern gähnende Leere war. und damit mangels möglicher Koh- lenbeschickung ein beschleunigtes Erkalten der Schwelkolofle in Gefahr stand Mit berechtigtem Stoh erzählte un« der Leiter der Technischen Rothilfe de« dortigen Bereiche«. Reg.-Daumeister H i l« d o r f, wie es trotz der Rotwendigkeit eine« äußerst schnellen Einsetzen« der Rothelfer mustergültig gelang, den Verfall der Oefen rechtzeitig abzuwehren. llcberaH stand der rechte Mann am rechten Platz, ilnb daß die« möglich war — und bei mannigfaltigen ganz ander« gearteten Betrieben stet« möglich fein muh — ist die Frucht gewissenhafter DorbereitungSarbeiten, Erkundung der Werke. Werbung der Kräfte in den — „Frisdenszeiten" der Technischen Rothilfe. Wir durchschreiten da« weite, imposante Gebäude de« zum StinneSkonzern gehörenden Betriebe«. UeberaH herrscht emsige Arbeit. Die Rothelser tragen einheitliche Kleidung, blaue« Zeug, da« ihnen für den Einsatz zur Verfügung gestalt wird. Einige Schuvobeamte patrouillieren im Interesse der Sicherheit der Freiwilligen. Doch muh gesagt werden, daß sich die Ausständigen einer Haltung gegenüber den Helfern befleißigen. die zu keinerlei Beanstandung Devan- lafsung gibt. Drunten im „Abraum" fördern die Blaublusigen — schwarz wie die Raben, aber emsig wie die Bienen — Braunkohle, bedienen die Baggermaschinen, al« ob'S ihnen alltägliche Arbeit wäre, und ununterbrochen sausen die ksohlebeladenen Loren — die Speise für die Schwelöfen enthaltend — dem Rachen des sogenannten Brechwerke« zu, die in verkleinertem Zustande schließlich al« Rahrung für die 24 Schwelöfen dient. Dieses Drechwerk ist ein äußerst komplizierter Apparat, und man muh sich wundern, mit welcher Geschicklichkeit die „Rovizen" des Schwelbetriebs ihn meistern. An den Schwelöfen! Mit befriedigendem Lächeln konstatiert Direktor Rasche, daß an diesen „kostbaren Dingern" alleS in Ordnung ist — genau so wie in streiklosen Zeiten. Die Rot- Helfer müssen hier besonders schwer an die Ar- bett, dazu kommt der die Arbeit gerade nicht versüßende Duft von Ausdünstungen aller Art al« Folgeerscheinung des Produktionsprozesses. Wir treten an einen jungen, geschwärzten und bebrifTten Helfer heran, der sich als Angehöriger der Technischen Hochschule in Darmstadt entpuppte. .Ob ihm die Arbeit Svaß machte?" „Spaiß gerade nicht, aber zum Svah find wir ja auch nicht hier!" Dieser herrsiche Roihelfer- geist. diele Gesinnung des im bedingten Muh im Interesse allgemeiner Belange erfüllt sie alle, die man hier trifft Hab darum schreitet auch die Arbeit so munter fort! Es drängen sich Vergleich« auf: Dieter Geist, der hier lebendig, und jene Schmutzgesinnung von Auch-Deutschen im Kreise derer um Darmat.... Lernt von den Rothelfern l Unter Mentor erklärt un«, daß selbstver- ftänNLC, die freiwilligen Helfer, wie daS bei allen Einsätzen der Rothilfe der Fall ist. ledig- lich das unumgänglich Rotwendige lei- ft en. nicht mehr und nicht weniger. Denn das Streikrecht der Arbeiter darf in dem zulässigen Rahmen nicht verletzt werden. Rothtlfe nimmt keine Parteisteslung. sie schützt lediglich die Gesamtbelange. Darum wird auch das gewonnene Teeröl nicht versandt, f ortbern nur auf gestapelt. Darum sind auch statt der etwa 702 Arbeiter des RormalbetriebeS nur 150 Rothelfer tätig. .Wer arbeitet, muh auch elfen ..." — Die Verpflegung der .Helfer in der Rot" liegt bei der Schutzpolizei in besten Händen. Der Gulalch- tanonenbetrieb erinnert an Kriegszeiten: die Kost aber ist fo friedensmähig wie nur denkbar. Gern folgten die Vertreter der Presse der Aufforderung zur Kostprobe. Sie nahmen die Gewih- heit mit. daß für die tapferen, fleißigen Rot- Helfer In kulinarischer Beziehung bestens gesorgt ist. Zum Schluß taten wir einen Dftck in die Schlalräume Federbetten und Daunenkissen sind's freilich nicht, aber wohlgefüllte Strohsäcke, auf denen sich nach harter Arbeit genau so gut wie auf Seidenpfühlen ruhen läßt. DaS laut- vernehmliche Schnarchen der Rachtschicht beweist e« . . . . Wie lange der Rot betrieb noch erforderlich sein wird, ist ungewiß. Aber sicher ist: Die frei- Siebener Anzeiger sSenerai-Anzeiger für Gvethessen) artnigen ^rifer werden ihre Pflicht tun bi« an« ®nbe. Und dennoch möchte die« Ende bald kommen und beide Teile - Arbeitgeber und . ~ wieder zusammen Ähren zu friedlich em Schaffen im Interesse deutscher Wirt- schäft^ die sich den LuruS der Produkt Ion«ruhe wahrlich heute nicht gestatten kann. Ium griechisch-türkischen Konflikt. Zwischen Faszisten und Fafziften ist kein großer Unterschied. Ob sie sich nun in Rom be- tatigen, ob zur Abwechslung in Angora oder m Konstantinopel: Immer und überall gilt für sie die Losung: Gewalt geht vor Recht I Betrachtet man unter diesem Gesichtspunkte die jüngst erfolgte Ausweisung des ökumenischen Patriarchen aus Konstantinopel, die nach dem Wortlaut des Lausanner Friedens zwar formell zulässig, aber seinem Sinn nach vollkommen widersprechend war. so muh man zu der Ueberzeugung gelangen, dah kein Völkerbund der Welt, keine noch so vollkommene zwischenstaatliche Organisation tatsächlich in der Lage ist, derartige Ereignisse zu verhindern oder auch nur die Schuldtragenoen zur Verantwortung zu ziehen. CQIm muh gar nicht erst auf den italienisch-griechischen Zwischenfall — diese aufgelegte Völker» bundblamage — Hinweisen, um einzusehen, dah Paragraphen, und seien sie zahlreich wie der Sand am Meer, nicht ausreichen, um den aufge- häuften Konfliktstoff aus der Welt zu schaffen, den die Gesamtheit der Friedensverträge in so liberaler Weise Europa und Asien beschert hat. Man muh sich eigentlich wundern, dah im Grunde nicht viel mehr geschieht. Wir Bewohner Mitteleuropa« und Westeuropa- schauen immer noch mit mitleidigem Lächeln auf einen richtigen Balkanbewohner hinab, und wenn gar von einem Asiaten die Rede ist, kennt unsere Ueberhebung kaum mehr die Grenzen. Das wenige, was wir auS dem Badecker über Helles- pont und die Hagia Sophia herau-gelesen, und wenn es hoch geht durch eine Schilderung Konstantinopels bei Claude Farr er e ober Loti ergänzt haben, genügt uns vollständig, um in allen Balkan fragen unser Urteil ein für allemal fertig und parat au« der Tasche zu ziehen. Man täte gut, sich ab und zu daran zu erinnern, dah der Weltkreig auf dem Balkan begonnen hat. und dah von Belgrad au« der Funke in das Pulverfaß geflogen ist, an dem Europas Eintracht zerschellen sollle. Hätte man in den Kabinetten von Wien und Berlin rechtzeitig über die Gefahren nachgedacht, die eine unvorsichtige Politik auf dem Balkan im Gefolge haben mußte, so wäre manches unterblieben, das letzten Endes zu der großen Katastrophe geführt hat. Was man aber seinerzeit in Wien und Berlin übersehen zu können meinte, das übersieht man heute — au« anderen Gründen — In Paris, Rom und London. Die Ausweisung de« ökumenischen Patriarchen Konstantin durch die Angvra-Regierung ist nur ein Anfang. Die Türken wollen zunächst einmal unter s i ch fein —, und zwar nicht nur in Angora, wo sie niemand hindert, sondern Haupt» sächlich und in erster L'nie In Konstantino- pel. Die Tatsache, dah die türkische Regierung durch die Erhebung Angoras zur Hauptstadt die Vertreter der Groß- und der anderen Mächte einfach zwingt — und zwar sehr wider ihren Willen zwingt —. ihre Botschaften und Gesandtschaften vom Bosporus weg narift lesen wir im .Zei- tung--D rlag" die nachstehenden beachtenswerten Ausführungen: In der Inflationszeit sind zahlreiche wertvolle. aber noch viel mehr Zeitschriftenunternehmungen verfchwunden. die absolut keine Daseinsberechtigung hatten. Und nun schoßen die Reugründungen wieder wie Pilze aus der Erde. ES ist für den Fachmann nicht unintereffant. di« Rainen in allen nur möglichen Variationen zu studieren, die b’efc Zeitschriften prunkvoll zur Schau tragen. Vielfach find sie auch nut Wort- umbilbungnen bereits bestehender Unternehmen Man sollte annehmen. daß jede neugegrünbetc Zeitschrift wenigstens ein Programm aufweifen ober sich an irgendeine Interessengruppe wenden müsse, um dadurch ihre Daseinsberechtigung zu dokumentieren. DaS Beste an diesen Reuerfchei- nungen ist oft nur die äußere — Aufmachung. Die Umfchlagfeiten beuten kräftig an. baß daS Unternehmen wenigsten- in der Propaganda- abteilung einen tüchtigen Angestellten besitzt, der die Reugründung .fchmifsig" — daS neue Schlagwort unserer Zeit — .aufzieht", so dah fie dem — Laien leicht in die Augen springt. Der Kenner freilich stellt schnell fest, daß e« sich nur um einen Bettler im geliehenen Prunkgewande handelt. Der Fachmann Ist ober aus eigenen Erfahrungen überrascht, daß solche neuen Zeitschriften mit einer beträchtlichen Anzahl von Inseraten aufwarten können. Richts einfacher alS das. Zum Kundenfang dient der hochtönende Rame. die nervenkihelnde Aufmachung. Und dann werden Akquisiteure auf die p p. Geschäftswelt lo-gelafsen, die betreffs des Derbreitungs- gebiete« u. a. m. den Mund sehr voll nehmen. Merkwürdigerweise haben sie auch Glück. Während die alten, reellen Unternehmen auch heute noch um ihre Eristenz zu kämpfen haben, lassen sich selbst angesehene Geschäftsleute von solchen Eintagsfliegen düpieren, immer wieder düpieren. Und das Verbreitungsgebiet dieser Unternehmungen?! Einige Exemplare gehen an Hotels. Friseure, ferner an die Inserenten. Damit ist aber auch Schluß. Vergeblich fragt sich angesichts dieser Tatsachen der Fachmann: Welchen Zweck haben diese Gründungen, die ebenso schnell wieder vom Markte verschwinden, wie sie gekommen sind? Die sehr ernste Seite dieser Gründungen und ihrer Auswüchse ist die Auspowerung der Geschäftsleute durch Inseratenwerbung. Erst kürzlich wurden die Ladeninhaber von Stettin, Landsberg usw. durch die sogenannte Hansa- Filmgesellschaft in Dresden arg getäuscht, die vorgab, Aufnahmen für einen großzügig auf gemachten Städtefilm zu machen. Die Innen- und Außen aufnahm en kosteten je — 80 Mk.: die Hälfte diese« Betrages war sofort zu bezahlen, die Gegenleistung für diese Zahlung blieb jedocy aus. Es wurde durch Rachforschungen in Dresden einwandfrei festgestellt, dah der tatsächliche Besitzer dieser angeblichen Gesellschaft ein gewisser Freund fet. der in einem MietShause im dritten Stockwerk ein sehr bescheidenes Zimmer bewohnte, das auch gleichzeitig Bureau war. Der geschästs- kundige F. hatte sein Unternehmen weder handel-gerichtlich eintragen taffen, noch dasvewerbe angemeldet. Die „Herren Vertreter", zwei sehr junge Kaufleute, lebten in Hotels 1. Ranges einen guten Tag. Da die „Firma" keine Spesen In der notwendigen Höhe sandte, begnügten sich die „lebensfrohen" Akquisiteure damit, die erhaltenen Anzahlungen der heimgesuchten Geschäftsleute und — Stadtverwaltungen als Fundament für ihre vornehmen Lebensgewohnheiten zu benutzen. Evangelischer Landeskirchenlag ♦ Darmstadt, 13. Febr. Präsident Dr. Frhr. v. Hehl eröffnet um 9.20 Uhr die Sitzung und bittet, im Gebet der vom Dortmunder Grubenunglück Betroffenen zu gedenken. Auf der Tagesordnung steht zunächst das neue GehaltSgesetz. Abg. Stroh berichtet als Sprecher des Finanzausschuffes. Er schlägt vor. die Pfarrgehälter den Gehältern der Studienräte gleichzustellen, statt des Wohnungs- geldzuschuffes wird freie Dienstwohnung gewährt. Abg. D. I a u dt - Planig als Berichterstatter des GelehgebungsausschusseS schlägt die Annahme des Gehaltsgesetzes vor. Das Haus stimmt dem Entwurf in erster Lesung zu. Den Antrag Lehrvikariat begründet Abg. Georgi- Ermenrod. Er betont ein Lehr- vitariat in Stadt und Land als Ergänzung, nicht Ersah der Ausbildung im Predtgerfeminar. Er bittet die Kirchenregierung, eine Klärung der Frage anzuregen. Der Antrag wird einstimmig angenommen, ebenso der Antrag betr. Errichtung eines Kandldatenyeims. ES folgt das neue Pfarrstellenbeset- zungsgesetz. Danach werden die Ramen der Bewerber dem Kirchenvvrstand mitgeteilt. Der Kirchenvorstand bekommt ein klar umschriebenes Mitwirkungsrecht. Die von der Kirchenregierung mitgeteilte Dewerberliste enthält nut Ramen geeigneter (bis zu 6) Bewerber. Kirchenregierung und Kirchenvorstand haben abwechselnd daS Borschtagsrecht. bamü die Kirchenregierung Gelegenheit hat. Wünsche mancher Geistlicher, denen es bisher nicht gelang, eine Stelle zu erlangen, zu erfüllen. Hoben sich weniger als sechs odeü niemand gemeldet, fo kann die Kirchenregierung geeignete Bewerber zur Meldung auffordern und chre Ramen auf die Dewerberliste fetzen. Die Vorlage wird nach längerer Aussprache einstimmig angenommen. Aus dem Amtsvcrkünviaunqsblatt. • DaS AmtSverkündigungSblatt 5t r. 12 vom 13 Februar enthält: Ausführung der LandeSfeuerlöschordnung: Abhaltung von Kreisfeuerwehrtagen: Wiesenrundgänge. Maul- und Klauenseuche in Heuchelheim: Gewährung öffentlicher Baußarlehen: Fvrtbildungsfchulunter- richt. Samstag, 14. zedniar 1925 Turnen, Sport und Spiel. Die Ziele brr Lvirlbewegunq in der D. T- Heber die Ziele der Surnfoiotbctnequrg äußert sich der Spielau-tchuß der D. T folgen!». • maßen: Träger der Turnfvielbewegunq ist und m ist bleiben der Wetlkampigedanta Er befriedigt Freude am Kampf und erzieht zum Wut und uir Tatkraft Die wertvollste Be r ebsar' sind t" c Smelreiben, denn erst bureb (ie werden große Massen der Turner und Turnerinneu. namentlich jugendlicher, ins Freie geführt zu getaner anregender Leibesübung. Durch die S nelreihen werden auch gesteigerte Leistungen erzielt. Diesen Vorzügen ft eben unv'rk'nnb.ire Rachteile gegenüber, trenn der Wettkamvioeiz Überspannt wird. Immer muß darauf qead)*et werden, daß der tätige Gemeinschaftsgedanke der Deutschen Turnerschaft sich auch im Kamvfesei'er durch vornehme Gesinnung und anftänfriq' Solei- weife au-wirkt. Um die wertvollen Ziele der Svielbewegung zu erreichen, ist es auch nötig, die Zahl der Pflichtspiele auf ein erträgliche Maß zurückzutahren. Die Deutsche Turnerschaft braucht den an sich gefunden und fruchtbaren Detrneb ber Sviel- reiben für alle Altersklassen und für beide Geschlechter, um die Svielbewegung lückenlos von Jugend auf zu entwickeln und zu verbreiten. Freundschaftsspiele sollen die Pllichtspiele ergänzen. Die Lehrweise der Kamvftviele ist vom Leichten zum Schwierigen zu vermitteln Wesentliche« Ziel de« Lehrwefens ist. Spielrichter au«- und weiterzubilden. Die vaterländ schen und vo'kstümlichen Ziele der Deutschen Turnerschaft. die ihr daS Gepräge einer brüderlichen Gemeinschaft geben, sind auch die Ziele ihrer Turnfpielbewegung find eir fließender Jungbrunnen der Frische. Freude un' Gesundung. Der Grundsatz heißt nicht ..Wa? nützt mir meine bessere Leistung?" sondern er heißt: „Wie diene ich dem Ganzen?" Tagung derÄemker für Leibesübungen der Deutschen Studentenschaft. Im Anschluß an das Hnllenturn- und Sport» fest der Berliner Studentenschaft fand in Berlin eine Tagung der Aemter für Leibesübungen der Deutschen Studentenschaft statt. Zum erstenmal hatte der Leiter des Hauptamtes für Ccib( - Übungen der Deutschen Studentenschaft, cand. ing. Wortelmann- Hannover, die Vertreter d:r einzelnen Aemter für Leibesübungen an den deutschen Hochschulen zusammenberuf,m um in gemeinsamem Gedankenaustausch Richtlinien für ihre Tätigkeit festzulegen. An der Tagung nahmen auch die nichtstudentischen Mitglieder des Deutschen Hochschulamtes für Leibesübungen teil. Herr Wortelmann berichtete über die Stc!- Lung der Aemter für Leibesübungen an den einzelnen Hochschulen, die Aufgabengebiete der Kreisämter für Leibesübungen und die 'Tätigkeit de- Amtes für Leibesübungen der Deutschen Studentenschaft im Rahmen des Deutschen Hochschulamtes für Leibesübungen. In diesem ist das Amt für Leibesübungen der Deutschen S'udentenschaft in allen wesentlichen Aus'chn^en vertreten. Die Ausschreibungen von Meisterschaften geschehen vom Amt für Leibesübungen der Deutschen Studentenschaft im Einverstßn'nis mit dem Fachausschuß für Turnen und Sport des Dehofl. Zur Frage der Meisterschaften wurde beschlossen, daß in diesem Jahr noch die bereits ausgeschriebenen Spielmeisterschaften sowie dic in der Leichtathletik und im Schwimmen aus- getragen werden sollen. Dagegen sott das nächste Jahr von Meisterschaften frei bleiben, um sich vollkommen der Vorbereitung für das Akademische Olympia 1927 widmen zu können. ES wurde dann noch über die Stellung zu den Turn- und Sportverbänden des D. R. A gesprochen und betont, dah örtlich bereits vielfach mit diesen Verbänden zusammengearbeitet wird und daß eine solche Zusammenarbeit überall an- zustreben sei. Die nächste Tagung der Aemter für Leibesübungen foll im kommenden Sommer stattfinden und hauptfächlich dem Austausch der gemachten Erfahrungen dienen. Scbvtz vor Ansfättbern. Do. Der Deutsche Fußballbund hat auf seiner Sitzung in Hannover, wie jetzt nachträglich bekannt wird, auch noch einige wichtige Beschlüsse gefaßt, die wohl in erster Linie als Schntzbefttm- mungen vor dem Eindringen des Professionalismus nach Deutschlarrd gedacht sind. So wurde beschlossen, dah die Spiele ausländischer Vereine in Deutschland auf ein möglichst geringes Maß eingeschränkt werden sollen, und ferner, daß nach Deutschland zuziehende Ausländer zukünftig grundsätzlich zwei Jahre für erste Mannschaften zu sperren sind. Für untere Mannschaften und Gesellschaftsspiele können vom Gesamtvorstand des DFB. beschränkte Ausnahmeri zugelassen werden. (tzeqen bas Jnqenb-^portabzeichen. Ebenso wie kürzlich ber Württembergische Philologenverband lehnt auch der Banerilche Lehrerverein ein Turn- und Sportabzeichen für die Jugend ab. Er hat diese Stellungnahme dem Bayerischen Unterrichtsministerium mitgeteilt und begründet die ablehnende Haltung damit, dah durch ein solches Abzeichen bei der Jugend eine falsche Einstellung zu den Leibesübungen geweckt werde. Die gleiche Anschauung haben, wie erinnerlich, auch der Bayerische Turnerbund und der Deutsche Turnerbund vertreten. Spielplan der frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag. 15. Febr.. b Uhr: Die Hugenotten. Montag, 16., 61 Ubr: 2er Schatzgräber DienStag, 17.. 71 : übr: R.goletto. Mittwoch. 18., 61/« U^r: Figaros Hochzerr. Donnerstag. 19.. 6*/2 ilbr: Die Hugenotten Freitag. 20., 6Ve ilbr: Der Rosenkavalier. Samstag. 21., 7 ilbr: Der Evangelimann. Sonntag, 22., 6 ilbr- Lobengrin. Schauspielhaus. Sonntag. 15. Februar, nachm. 3 ilbr: Wilhelm Teil: abends 8 ilbr: Sechs Personen suchen einen Autor. Montag. 16., Z1/« ühr: Iphigenie auf Tauris. Dienstag. 17., 7 Ühr: Troilus und Cressida. Mittwoch. 18., 7 ilbr: Wilhelm Dell. Donnerstag. 19.. 7 il.hr: Troilus und Erefsida. Freitag. 2C 7' ilpr: Dummelstudentien. Samstag. 21 , 7 Uta Ällchael Kramer. Sonntag, 22., 71 , Uhr: Der Kreidekreis. Wirtschaft. VSrse «nd Geldmarkt. Mag mich die Entwicklung der Börse m den letzten Wochen große Kreise enttäuscht haben, so kann doch der Eingeweihte von ihr nicht überrascht sein. Wenn man allein den Montanaktien- markt betrachtet, so ist festzustellen, daß die Hausse ein derartiges Ausmaß genommen hatte, vor allem, waS die Schnelligkeit anbelangt, daß diese Bewegung nicht mehr als gesund betrachtet werden konnte: haben sich doch die führenden Werte innerhalb etwa eines halben Jahres im Kurse verdrei» und vervierfacht. Dies ist dadurch möglich geworden, daß das Dunkel, das über der Ilmstellung lag, Gelegenheit bot, allerlei Gerüchte in Umlauf zu setzen. Es mögen gerade in der Montanindustrie auch andere Gründe hinzugekommen sein, so das Bestreben der Konzerne, einen möglichst großen Posten ihrer eigenen Aktien in die Hand zu erhalten, und auch daS Interesse, das das Ausland angesichts der niedrigen Kurse an den deutschen Börsen für deutsche Werte bekundet, wobei es naturgemäß die Werte bevorzugt, die international bekannt waren. Wir haben bereits früher darauf hingewiesen, daß es nicht nur das anlagesuchende Ausland war, das sich an den deutschen Börsen betätigte, sondern daß ein großer TeU der ausländischen Käufe auf spekulativer Grundlage beruht. Der Verlauf des Ultimo Januar hat unS hierin Recht gegeben, denn die Schwierigkeiten, die österreichische und tschechische Spekulanten bei der Abgabe ihrer per Ultimo Januar gekündigten Stücke hatten, haben einen großen Anteil an der jetzigen rücklaufenden Bewegung. Es mußte ohne weiteres llar fein, daß angesichts der übertriebenen Kurssteigerungen, die die Folge des Zusammenwirkens der verschiedenen erwähnten Momente waren, die Spekulation den gegebenen Moment abwartete. um sich zu drehen. Dieser war gegeben, nachdem die Umstellungen zum größten Teil bekannt waren, und die Entwickelung des Geldmarktes hatte die Schwenkung erleichtert. Begünstigt wurde sie auch dadurch, daß die Großbanken das Interesse an einer weiteren Heraufsetzung der Kurse verloren haben. Es herrscht auch hier die Ansicht vor, daß, abgesehen von der ganzen deutschen Wirtschaftslage, auch aus währungspolitischen Gründen die überstürzte Heraufsetzung der Kurse nicht als gesund empfunden werden kann. Auch die Entwickelung am Geldmarkt ist bedingt durch das Zusammenwirken einer ganzen Reihe von Momenten. Zunächst hat die Ausdehnung des Börsengeschäftes einen großen Teil des dem Markt zur Verfügung stehenden Materials absorbiert. Alsdann konnten die Enthüllungen über die Verwendung öffentlicher Gelder nicht ohne Einfluß sein: sie haben sicherlich das Gute gebracht, daß diese flüssigen Gelder in der Zukunft durch die sachverständige Mitwirkung der Reichsbank in diejenigen Kanäle fließen, die ein berechtigtes Anrecht darauf haben, und wo sie für die Allgemeinheit am fruchtbarsten wirken (ömten. Schließlich läßt die Zurückziehung der Rentenbank-Gelder, wenn sie auch sukzessive erfolgt, doch eine Lücke. Letzten Endes hat auch ein Xeil der bisher dem offenen Gc. -markt zur Verfügung stehenden Mittel bei dem Anreiz, der in der höheren Verzinsung liegt, zu Wirtschaftskrediten Verwendung gefunden. Wenn auch zur Zeit die Anspannung am Geldmarft zunächst überwunden scheint, so wird man doch gut tun, diese Lage nicht allzu optimistisch zu beurteilen. Die Einschränkung, die das Börsengeschäft in der letzten Zeit gefunden hat, hat naturgemäß kurzfristige Gelder fteigemacht. Es liegt jedoch Grund zur Annahme vor, daß diese Erscheinung nur vorübergehender Ratur ist, es sei denn, daß die Abschlüsse von Auslandkrediten in dem bisherigen Maße fortschreitet. Das Hereinströmen von, Devisen in Verbindung mit diesen Krediten wird auch immer wieder Mittel schaffen, die vorübergehend Anlage suchen. Man muß aber befurchten, daß der Ultimo Februar noch wesentlich-schwieriger werden wird, als es der Ultimo ^anuar gewesen ist. *DieZnbexziffern. Die auf den Stichtag vom 11. Februar berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamts ist gegenüber dem Stande vom 4. Februar (135,7) um 0,5 v. H. auf 136.0 zurückgeg rngen. — Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten für den 11. Februar veränderte sich mit 125,1 gegenüber der Vorwoche (124,8) nur wenig. • Amerikas Anleiheprogramm 19 2 5. 3n den Vereinigten Staaten schätzt man, daß für dieses Jahr zwei Milliarden Dollar für Handelskredite und Anleihen an daS Ausland zur Verfügung stehen werden. Die Reuyorker Börse hat bestimmt, daß ausländische Obligationen den "Bestimmungen entsprechen müssen, die für die Zulassung in Wall Street festgelegt find. Vor Bewilligung von Auslandanleihen werden deshalb umfangreiche Fragebogen seitens der 2ln- leihebegehrenden und ihrer Regierungen auszu- füllen sein, ehe die Bewilligung erfolgen kann. Frankfurter Abendborse. Frankfurt a. M, 13. Febr. Die Abend» borfe verkehrte bei ziemlich lebhaften Umsätzen in fester Haltung. 3m Anschluß an den festeren Verlauf der Rachbörse waren neue Steigerungen, teilweise in ansehnlichem Umfange, zu verzeichnen. Das 3nteresse und die Kauflust, die Fortschritte zeigte, wandte sich besonders den Werten des Montan- und Chemiemarktes zu. aber auch auf den anderen Märkten zeigten sich einzelne Werte gut beachtet. Am Montanmarkt erzielten Harpener ein Plus von 3‘/a Pro-. Deutsch- Luxemburg li£ Proz. Am Dankenmarkt war die Rachfrage für Reichsbankanteile rege, was zu einer neuen Kurssteigerung von ca. 3 Proz. führte. Am Elektromarkt lagen Schuckert etwas schwächer. Der Anleihemarkt war unverändert. Die Börse schloß in ruhiger, fester Haltung. Deutsche Anleihen: 5proz. Reichsanleihe 0,750, 4Vzproz. Parischätze 0,655. Bankaktien: Allgem. Deutsche Kreditanstalt 3,62. Bank für Brau- industrie 2,10. Bayer. Hypotheken- und Wechselbank 4,20, Berliner Hande^gesellschast 163,50, Commerzbank 6,62, Darmstädter Dank 13. Deutsche Dank 126, Discontogesellschaft 122, Dresdner Dank 115, Metallbank 17,80, Mitteldeutsche Cre- ditbank 1,95, Reichs bank 79, Rheinische Kreditbank 3,45, Oesterreichische Kred t 9,62. Montanaktien: Deutsch-Luxemburg 85,50, Harpener 146,50, Rheinische Draunkohlen 50.50, Rheinstahl 58,50, Stinnes-Riebeck 48, Laurahütte 8,12, Kali Aschersleben 19 25, Weste ezeln 21,50. Chemische Werte: Dadische Anilin 31. Scheideanstalt 21,50, Elberfelder Farben 26,62, Th. Goldschmidt 23,50, Höchster Farben 26,37, Holzverkohlung 9,35, Rüt- gerswerke 18,25. Elektroaktien: AEG 12.30, Licht und Kraft 8,12, Felten 45,75, Schuckert 71. Transportwerte: Rordd. Lloyd 3,80. Sonstige 3ndustrieaktien: Aschaffenburger Zellstoff 32, Kleyer 4,10. Dyckerhoff 4,60, Hirsch Kupfer 20,60, Holzmann 5,60, Gebr. ZmrghauS 12,80, Kemp- Stettin 0,58, Lechwerke 20,50, Rheinisches Metall 11,37, 3uliuS Sichel 2,55, Voigt urtb Häffner 2.10, Wayß und Freytag 3,75, Zellstoff Waldhof 12,62, Stuttgarter Zucker 4. Dönen korke« 3°/ 3K sche Reichs mleilie . sparpromienau leihe ußische Konsols . . . en en 5°/ Deutsche ReichSanleihe 4*7o Deutsche ReichSanleihe B'/t’/o Deutsche Rktchsauleihe Deu Wertb. Dollar-Änk bfo- .-Schatz-Amrei mg.' 4% Zolltürken........ 5% Vvldmerilaner ... . Berliner Handelsacsellschaft Lommerj. und Privat-Bank Darmst. und Na.tonalvaok Deutiche Bank........ Deutsche BeretnSbank . . . Tisconto Coinmanvit Metalldank.......... Mutcldeut'che Creditbank Oesle.rrichtsche Creditanstalt Westdank Bochumer (Suh ...... vndrr.S........... Taro ............ »-Luxemburg..... irchener Bergwerke. Harpener Bergbau..... Kaliwerke Aschersleben. . . Kaliwerk Westeregeln. . . . Laurahütte.......... Oberbedarf Phönix Bergbau Rdeimtabl.......... Riedeck Montan....... TelluS Bergbau....... Homburg-Amerika Paket. . Norddeutscher Llovo .... Eheramtsche Werke Albi» . Zementwerk Heidelberg . . Philipp Hötzmaiin..... Anglo-Tont Guano .... Dadische Anilin Chemische Muyer Akapin . Goldi.. midr Gries ebner Electron . . . Höchster s^ar werke .... Holzverkohlung....... Rütgersirxrke...... . Cchcideanstakt ...... 2lllg. ElektrizikätS-Gesellschaft Bergmann ........ Mamkraitwcrke....... Cchuciert.......... Siemens 4 Halske Adlerwrrke Kleyer ..... Daimler Motoren...... Henligenftaedk eguiu Motorenwerke Mannheim yranlfurter Armaturen . Konservenfabrik Braun . . Metallgesell chaft ffrankfurt Per Union A.-G. .... Schuh'abrtk He»; . . Sichel Zellsto ' Waldhof Zinker-abrik Frankenthal . Zuckerfabrik Waghäusel . . Frr"n Schlich» fli.rs 1 Schlich K. Itibenö» 53 fc SAIufi. ftu.» ISd'tufctt i9J ittae« i l- rle 13. 2. 18 3. 14. 2 [ 13 2 0,765 0.750 0,76 0,740 — 1 0.98 1.01 1 1 0,97 1,36 1.3 1.40 1,27 —- 0,525 0,53 0,53 1,175 1.15 1,175 1,17 1.30 1,25 1,36 — 1.40 — 1.4 1,40 1.32 1 22 94,75 94,75 94.75 01 75 90 5 90.75 00.50 90.75 10 75 10,55 | 10.5 10,5 40.5 40,75 | 46 46 161 163,5 160 IM 90 6.40 6.62 6.50 6,60 13 13 12 9 13 12.6 126 12.40 127 5 0,41 0.43 — 18 12' 17.80 121,75 17 17 8 —— —— 1.95 1 9 2 *> 9 75 9 62 9 62 9,75 0,121 0,121 0,ü 0,25 —- 86. »0 — 18 95 19,2.5 18 90 19 1? 50 12 40 12,6 12.90 8-3,25 85 50 82,5 8t 50 91 02 75 90 75 92 2.5 144 146 5 140 5 14.3.9 18,9 19,25 18.80 19.25 23,50 24 50 23.40 24 30 8 8.1? 7.75 7.9 12.62 12,9 12,60 12 50 63.4 63 7 62,25 63.75 57 58,50 56 .50 57.50 47,4 48 46,80 47,5 — 3 70 —— 28 13 28,75 27 75 28 3,70 3.8 3.70 3,62 — — 97.25 97,85 — 5,40 5,60 5.8 5 8 — 158 160 '0,2 ?! 20.90 30.4 0,5.5 0.575 22 62 23 5-i 22 50 22,9 24 75 25.40 4 80 5 25 80 26.40 25 6J 26.20 9 9 .<5 —— 18 18.25 17,5 18 21,25 21 50 — 12 25 12 30 12 12.30 18 62 18 9 18.30 19 13 75 13.75 70 71 69 L5 70 1 63,5 82,5 >0,75 81 6 4 4,101 4 4,1 5 85 6 5,9 6 3.8 0 65 — —» 10 15 10 5 — —* — — 96,75 0,63 0,625 11 1 1 M 1,1 15 15.75 2,425 2,45 2,4 -- • 4 4;>. 4.1 ♦ 2 60 x 55 2 5 2,65 13 . iO 12,6 > 12,25 U 4.50 4 5 — 4 3,975 — —- Derttner Dorfe. (Eigener Drahtbericht des .Gießener Anzeiger-".) Berlin, 13. Febr. Der verhältnismäßig gute Verlauf der Frankfurter Abendbörse veranlaßte die Spekulation, heute auch ihre Dockungen fortzusehen. Infolgedessen gestaltete sich die Dörsenstimmung wesentlich freundlicher. Auch sotten vereinzelt wieder Kaufaufträge in Montanaktien, besonders in Harpener, Vorgelegen haben, immerhin bleibt im allgemeinen das Geschäft recht begrenzt. Nur auf einzelnen Märkten herrschte größere Lebhaftigkeit: so vor allem am Markt der Kaliwerte, wo die andauernd günstigen Berichte über die Lage des Kolimarktes allmählich auf daS Kursniveau Einfluß gewinnen. Bevorzugt waren einzelne Kali-Werte des Freiverkehrs, so Heldburger, die mit 54 bis 54Vz und Krügershall, die mit U3/* bis 12 lebhaft gehandelt wurden. Die Einzelheiten des Abschlusses von Berliner Handelsgesellschaft haben einen günstigen Eindruck gemacht, das Kursniveau konnte sich wesentlich bessern, doch blieben die übrigen Dankenwerte unbeeinflußt. Der erste Soldkurs für Disconto betrug 121. Zu erwähnen ist noch die Festigkeit von Schutt- heiß auf unkontrollierbare Gerüchte von Entschädigungen hin. Stärkeres 3nteresse herrschte für Türkenwerte, besonders Zo111ürken. Die Mitteilungen, daß die Danken sich für eine soziale Aufwertung zur Verfügung gestellt hätten, ttnrfte deprimierend auf den heimischen Rentenmarkt. Kriegsanleihe, die vorbörslich mit 0,77 gehandelt wurden, gingen gegen Mittag auf 0,745 zurück. Der Geldmarkt liegt unverändert leicht. Tägliches Geld 9 bis 12 Prozent, Monatsgeld 10 bis 13 Proz. p. a. Privatdiskont zu 8 Prozent gesucht. Am internationalen Devisenmarkt hat sich der ftanzösische Franken auf 89,55 gegen London abgeschwächt. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (Sn Billtonen Mark auSaedrückt. BuenoS-Aires, London, Neu- york, Japan. Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alleS übrige für ICO Einheiten.) Lelegrap hijche Auszahlung, ___________________(Ohne _>err-ahr.)____________ Danknoten. (Ohne 12. Februir 11 Februar Siepark. h. ;n Nmtliche ‘.Koltent’Ti ?itiitu tsielö io -r i k - x -f Orlo ! Brt^^ ÄM'l-ÄoN. 168,89 169, il 168.87 169,27 oi.svoll Brss.-Äntw 21,44 21.47 21, »45 21,103 all voll dhriftinnfa. 64,07 64.2.3 64,07 64,23 olilboU ■tovznbagzn 74,73 74.91 74,76 74,94 "-'OllOOll ©todbolnt . 113.05 113,33 113,01 113,32 OHiOOtl oflrooll 6c1itnofor8. 10,555 10,595 10 555 10,595 Italien. . . London. . . 17,10 17,14 17.35 17 ;« t oll voll 20.055 20,105 20,0'6 20 09t> rotljuoU Weunort . . Baris.... 4,195 4,205 4,19.5 4,20.5 l Oll L’OÜ 22.51 80.87 22.57 81.07 22,295 22.3.5.5 DülllVOd 1Ä: • Wien In D-- 81,0.5 59,77 l v. uoll 59.58 59,72 59,63 ,0U,D0U Ceft. aboeft 5,90$ 5,928 5,908 5,928 0fi|U0a Braa 12,385 12,425 12, O» 12,44? ■ Oll UOll Duoap st . . 5,81 5,83 5 8«8 5.8<8 .olh'ood - OU UOd Bucn -AlreS M 1,641 1.664 1.648 1.652 Bul arten Japan . . . 3,065 1.647 3,055 1,6.38 3,065 1.642 OilhiOli -vu! Oll H. 743D 1570c 3. 4. Kiefern 3. Horn. 1615V iiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimmi MWMWWW iiniuiiiiiiiiiiii 2. 3. 5. 6. 4. 5. 15 10 10 5 4 1 1 15 52 62 . 2 „ ■ 2 , . 7 „ ,99, I ÄL 1,20 0,58 9,80 29,02 22,92 Wir fabrizieren u. liefern v. Vorrat: Mulden- u. Plattform wagen Weichen, Drehscheiben Lokomotiven, Feldbahngleise AnschluOgleise, Ersatzteile Vereinigte Werke für Bahn- material A.G.,Butzbach/Hess. — WOHNZIMMER - — SPEISEZIMMER - — HERRENZIMMER - — SCHLAFZIMMER — u. EINZELMÖBEL einzurr-ichen sind. Zuschlagssrist 14 Tage. Dietzen, den 10. Februar 1925. Hessisches Kulturbauamt. Steinbach, Reg..Baurat. 1 'Jim. Scheiter, 25 Knüppel, 120 Rm. 2. Kl. 2 'Km. Scheiter, 34 Knüppel, 300 Rm. 3. Kl. -2,01 -1,66 -3,20 = 21,03 Cloos&Damm Gießen, Wilsonstr 10:. Tel. 2404 biiiiiihiiiiUiii • . Weichholz, 5 Rm. Knüppel, 10 Rm. Reis 3. Kl. . - Ficht., 1 Rm. Knüppel. 1566V Holzsubinissiou. Die Gemeinde Döbelnrod, Kr. Dietzen, verkauft auf dem Wege schriftlichen Angebots folgende Holzarten: 1. Lerchen 2. Kl. 1 Sluck 1,74 Fstm. Londorf, den 13. Februar 1925. Hessisches Forstarnt Rabenau. Löb er. Kompletter Innenausbau. — POLSTERMÖBEL — — DEKORATIONEN — — TEPPICHE — - kunstgewerbl. — GEGENSTÄNDE An-und Verkauf von Immobilien jeder Art Bekanntmachung Ltadttheater-Abonnement. Die Einlösung des vierten Abschnitts der Abonnements für Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Fr« tag hat am Diens ag, den 17. und Mittwoch, den 18. F«br. 1925 in der Zelt von 3 bis 5 Uhr nachmittags an der Kass« in der Dorhalle de» Stadt- theater» zu erfolgen. Die zu zahlend« eierte Rate beträgt für : urtD Brennholzversteigerung. Donnerstag, den 19. Februar I. 3., ll tthr, werden in der Dollschen Gastwirtschaft zu Ulfa aus oen StaatSwalddistrikten Alteberg 4. Ulf acr Rerperts 2 und 3, Langeloh 8, Dteis» Wiesenkopf 1 und 6 der Försterei Ulfa. KltznersrotSkopf 1 und 4 und LindcS 3 und 4 der Försterei StornfeiS versteigen: Brennholz: Scheiter Rm.: 38 Rüchen 1. Kl.. 42 2. KI., 95 Eichen. Knüppel 148 Buchen 1. Kl., 118 2. Kl, 4 Eschen. 522 Sichen 1. Kl., 208 2. Kl.. 2 Dirken, 4 Obstbäume, 16 Aspen, 23 Erlen 1. Kl.. 109 2. Kl-, 4 Rutzbäume, 4 Weiden. 24 Kiefern, 13 Lärchen, 112 Fichten 1 Kl., 36 2. Kl. Knüppelreifig Rm.: 16 Srlen. Reisig Rm.: 334 Buchen. 2210 Sichen. 12 Rutzbäume, 40 Weichholz, 60 Kiefern, 384 Fichten. Stöcke 2im.: 77 Buchen, 107 Eichen, 106 Fichten. Das Holz beliebe man sich vorher an- zusehen. Die blau unterstrichenen Nummern kommen zum AuSgebot. Nähere Auskunft durch die Herren Förster Reeg in Ulfa, Jacob in StornfelS und die unterzeichnete Stelle. Eichelsdorf, den 12. Februar 1925. Hessisches Forstamt TichelSdcrf. Zagdverpachtung. Montag, den 23. Februar 1925, mittag- 12 Uhr, soll die der Mark vellerSheim zustehende Waldjagd lzirka 125 ha Wald» auf dem Rathause zu Bellersheim öffentlich, meistbietend auf 6 Jahre verpachtet werden. Das Jagdgebiet ist in einer */, Stunde vom Bahn- Hof Obbornhofen-Bellersheim (Hungen — Friedberg) oder vom Bahnhof TreiS- Lkünzenberg (Butzbach—Lichj zu erreichen. Bellersheim iKr. Dietzen), 10. Februar! 325. Der Markmeister: Hahn. 1501V 94 5t*. Derbstangen vi. 600 Rm. Nutzreisig (9- 15 m lang) in ganzer Lang«, geeignet zu Gerüststangen, Leiter- bäumen, Dohnenstangen und bergt mehr. Zusammenkunft norm. 9“ Uhr am (Ein* ylUlksWllMM nfleroöDf!5?en AvssllMullg Irtlreln u-orelsroert öle Brüljildie UDlo.-DrudereL H. einige. (Biegen. Sfljniftr. 7. 60: Eichen, Rm. ReiS , Buchen, Rm. Reis Husten Sie? «0 versfiumcn Siu keine Minute n. kfiufenSle-Uevon Müiion.rAgl.ff<'br. Zucht- und Nutzviehmärkte in Darmstadt von altersher als gut eingeführt bekannt, werden jetzt wieder regelmätzig am 1. und 3. Mittwoch eines jeden Monats abgehalten. Rächster Markt: Mittwoch,den 19. Februar. vormittags 10 Uhr, auf dem städt. Biehmarktplah, Ecke Frankfurter Strotze undBlumenthalstrahe. GünstigeBahnver- bindungen, Anfch utzgleis. AbfertigungS- statton auf dem Biehmarktplah Darmstadt, den 12. Februar 1925. Der Oberbürgermeister. 1561D Empfehle täglich frische la Germania- Zwiebäcke hergestellt im eigenen Geschäft 1035D Fritz Llhrk!llkr,Liliötlip!atzi gang oorm Wald an der 5pitalswiese. Händler und Auswärtige sind zugelaffen (Brünberg, 12. Februar 1925 Sürgcrmelftcret (Brünberg 3. D.: Fulbert. 1587V , Rückplah.....4 * Nur bei voller Einlösung des Abonnements wird ein Recht auf den innegehabten Platz im nächsten Spieljahr anerkannt. Dietzen, den 14. Februar 1925. Der Oberbürgermeister. Theaterbauoerein ®. m. b. H. Giehen. Wir Übernehmen alle vorkommenden Neu-u.Umbauten loivie Oletrnratnreu im Ood)-, Tief und (Viitnbeionbnu bei nlebrhViPr rechnung und fachnemasrer Äu^iilvrun«. Untere nnverbindlichen .Qo'tejt» Voranschläge bitten wir clniubolcu. Pfaff L Comp. Hoch-, Tief- und Betonbau EbelstraDe 391. 50V Prozeniumsloge, Rangloge und Dorderplatz . . . . I. Sperrsitz und I. Rang Mitte . IL Rückplatz . ül ■ , II., Dorderplatz II Rang mitte...... Bekanntmachung. Detr.: Die Diehmärkl« in (Sieben Dnfolge ausgebrochener Seuche, können die für Dienstag, den 17 und Mittwoch, den 18. Februar 1925 vorgesehenen Vieh- Märkte nicht stattfinden. 16996 Die Wiedereröffnung der Märkte wird rechtzeitig bekanntgegeben werden. Bietzen, den 13. Februar 1925. Der Oberbürgermeister : 3 D. Klingfpor. Holzversteigerung in den Freiherrlich von Nordeck zur Ra- benau'schen Diftrihten Eichwald 3a und b, 4a und b, 5, 6a, 9, 10 und 11. Freitag, den 20. Februar 1925. Versteigert werden: Derbftangen, Festm.: E'che 1 Klaff« 29 Stck. 1,01. Ficht« 1. KI. 93 Stck. 8,56, 2. Kl. 65 Stck. 2,79, Scheiter, Rm.: Eich« 44,5, Fichte 2; Knüppel, Rm.: Buche 1. KI. 212, 2. Kl. 2, Hambuch« 2, Eiche 132, Dirke 2,5, Aspe 12, Lärche 10, Kiefer 29,5, Fichte 1. Kl 21,5, 2. Kl. 11,5; Reisig, Rm.: Buch« 596, Eiche 566, Aspe 6, Fichie 16; S öcke, Rm Buche 44, Eiche 9, Fichte 1. Kl 22, 2. Kl. 12. Zusammenkunft um 9 Uhr vormittags an der Abzweigung der Eichwaldchaussee von der Strotze Allertshausen - Beuern. ZmnMrßtilskruiljs. Ulenslog, Oen 17.Seörnnc 1925, nachmittags 2 Llhr, versteigere ich im (Bafthaus „Zum Löwen" dahier gegen Barzahlung 1 bestimmt: 1 goldene Taschenuhr, einen Kaffeebrenner für Geschäfte und einen Posten Aluminiumgeschirr und Haus. Haltwagen mit Gewichten; 2.1 Waschtisch, 1 Kleiderschrank, ein Schreibsekretär, 1 Nähmaschine, eine Adler-Schreibmaschine und 1 Kallen- schrank an Ort und Stelle. 15671 Reinecke, Sleuervollzieher. rsUtihona-Puder reinigt und entfettet des Haar auf trockenem Wege, macht es locker und leicht zu frisieren, verleiht feinen Duft. Zu haben . in Priseurgeschiften. Parfüme- : rien, Drogerien n. Apotheken. Holzsnbunssion Die Gemeinde Nieder-Dessingen verkauft durch schriftliches Angebot nachverzeichnetes Holz: Eichenstämme: 3 Stück 3. Kl —1,99 Fstm., 22 Stück 4. Kl =16,54 Fstm., 48 Stück 5. Kl. = 24,38 Fstm., 196 Stück 6. Kl 49,16 Fstm. Lindenstämme: 5 Stück 4 Kl.=2,94 Fstm., 16 Stück 5 Kl =7,33 Fstm., 39 Stück 6. Kl 12,54 Fstm. Hainbuchenstämme: 2 St. 4. Kl.=l,13 Fstm , 5 Stück 5 Kl. = 1,53 Fstm., 38 Stück 6 K' =6,84 Fstm. Fichtenstämme: 1 Stück 5a Kl =0,70 Fstm., 130 Stück 5b fil. =25,59 Fstm Fichtendcrbstangen: 1. Kl. = 41,76 Fstm., 2. Kl =27,41 Fstm. Fichtenreisstangen: 60 Stück =0,52 Fstm. aus 1924er (Ernte. Fichtenstämme: 4. Kl. 4 5t. = 4,78 Fstm., 5a Kl. 3 Stück = 2,02 Fstm., 5j Klaffe 5 Stück=2,05 Fstm Das Holz ist mit Rinde gemessen. Angebote sind getrennt nach Sortiment und Klassen pro Fstm., verschlossen mit der Aufschrift „Holzsubmission" bis spätestens Donnerstag, den 19. Februar, mittags 1 Uhr, bei der Bürgermeisterei einzu- reichen, woselbst alsdann die Eröffnung der Gebote erfolgt Die Bedingungen liegen auf der Bürgermeisterei offen und werden im Term n bekannt gegeben. Nieder-Deffingen, den 12. Februar 1925. 1571V Bürgermeisterei. Steuernagel. Lllllini,,l,l|llllllllllll|l(|||||f||||[||l|n||||||||||||||||||||[||||||| . V. „ 6 „ =1,94 „ 5 Rm. Eiche Nutzscheit — 1,25 m lang Kiefern Stamm V.Kl IStck —0,50Fstm. F'cht« Stämme III. „ , IV. „ . Va. „ . Vb. WWW WlüMiMlW 8SWWZM» häufen Sie am billigsten bei uns Fr. Linker & Sohn Ludwigftr. 16. 1608V Brnet-<'ara- mellen! 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März 1925, nachmittags 3 110c, wird die Zagd der Gemarkung Liesenbach, grob 1075 ha, darunter 358 ha Wald in meinem Schreib- zimmer zu Tiefenbach öffentlich meistbietend verpachtet werden. Tiefenbach lieg! etwa 1 . Stunde vom Bahnhof Stockhausen der Lahnbahn und etwa 40 Minuten vom Dahnhaf Braunfels (Lahnbahn» entfernt. Tiefenbach (Kr. Wetzlar), ll.Febr. 1925. Der Zagdvorstcher. 1589V Korh. Herrenzimmer Speisezimmer Haus - Standuhren liefert unter trünstiaren «p Zahluntrs Be-iincunuciL Krewinkel, GieSen, Biegelplad 52 Gelegenheit! Verkauf von 2 Auto-Omntbuffen und einem Personenkraftwagen. 1 ) Zwei gut erhaltene neu lackierte Auto- Omnibuffe (Daimler 18 35 P.S. und Opel 20 45 P S., für ein^urichtende Personenkraftwagenlinien sehr geeignet, mit 22-25 bezw. 16-20 Sitzplatzen versehen. (Earbtd bezw deftr. Lichtanlage. 2. 1 gebrauchter Reckarfulmer Personenkraftwagen (Landaulet) 13 35 P 5., 6 sihig, ^cderpolsterung, 6 fache Bereifung (Earbid beleuchtung). Die Wagen stehen im Marstallgebäude Mathildenplah) und können dort nach vorheriger Meldung bei unserem Sekretariate iZimmer 48) bis zum 20. Februar besichtigt werden. 158ö D Darmstadt, den 3. Februar 1925. Ministerium der Finanzen. Arbeitsvergebung. Für bit Gemeinde Annerod sollen Montag, den 23. Februar 1925, vor. mittags 10 Uhr, aus dem Rathaus zu Annerod Fuhrleistungen veranschlagt zu 640.- Mit. Drainagearbeiten „ „3050. - „ Derleien von Zementröhren „ 62.50 „ Entwäfferungsgräben „ 532. - „ Liefern von Pflöcken „ 50 - „ In einzelnen Losen vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Hessischer Bürgermeisterei offen, wohin die Angebote in Prozenten des Voranschlags verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei bis zum (Eröffnungstermin Holzverfteigernng in der Staat!. Oberförsterei Krofdorf gegen Barzahlung im Termin. Montag, den 23. Februar, vormittags von 10 Llhr ab, werden zu Odenhaufen a. d. L. bei Älinkel nachstehende Hölzer öffentlich meistbietend versteigert: Dutzholz: Distrikt 60: 3 Sichen-Stämme 4. 5 Kl. mit 1,11 Fstm. 1 Birken-Siamm 5. KI. mit 0,16 Fstm. Hainbuchen 2 Rm. Rollen. Brennholz: Distrikt 57a-1 ^0 Arn. Eichen. 1000 Rm. 76b- Buchen-Reifer auf d. Schreite " 0 * (In 72 Losen. . 76b: 6 Rm. Cichen-Knüppel, 4 Rm. Fichten-Knüppel. Nutz-undBrennhoiz- Dersteigerung. Donnerstag, den 19. Februar von vormittags 9 Ähr an, werden in der Willfchen Wirtschaft zu TreiS a. d. Lda. aus dem DtaatSwald, Abteilung Buchwald 17, Zipfenwald 19, Todenberg 27 und Scheid 4 der Försterei TreiS a. d. Lda. versteigett: a) Nutzholz. Schnittholz: Eichen 1. 5U. 1 6t = 1,20 Fstm.. 2. Kl. 3 St. = 1,85 Fstm.; 3. ÄI. 2 St 1,44 Fstm. Stammholz. Fichte 5b»ÄI. 6 St. = 1.36 Fstm. Der bst an gen: Eichel.Äl.2Si.F ich t en: 1. ÄI. 244 St. = 20 Fstm.; 2. ÄI. 660 6L = 25 Fstm.; Rutzscheiier: Tichen 22 Rm. (zum Teil 2,5 Mlr. lange Gartenpfosten). b) Brennholz. Scheiter Rm.: 110 Buchen. 54 Sichen; Knüppel Rm.: 213 Buchen, 92 Sichen, 5 Kiefern, 2 Fichten; Stammreisig Rm.: 219 Buchen, 30 Fichten; Rst. reisig Rm.: 220 Buchen, 184 Sichen; Stöcke Rm.: 30 Buchen. 38 Eichen. Das Brennholz kommt von 'JO tthr an zum Rusgebot. Die mit Kalk bespritzten Rummern im Buchwald werden nicht versteigert. Auskunft durch Her-m Förster Ding zu TreiS a. d.Lda. und das Forstamt. Sieben, den 12 Februar 1925. HeisijcheS Forstamt Dietzen. 1580V Holzversteigerung. Donnerstag, den 19. Februar 1925, vormittags 9' , Uhr, sollen im Anneröder Gemeindewald nachverzeichnetes Holz Der» steigert werden: 44 Rm. Kiefem-Scheid, 117 Rm. Kiefern- Knüppel, 6,5 Rm. Fichten-Knüppel, 1210 5t. K efern-Wellen, 50 Stück Fichten.Wellen, 32,7 Rm. Kiefern-Stock, 1 Rm Fichte-Stock, 30 St. Fichten-Derbftangen 1 Kl. 2,77 Fstm., 58SL Fichten-Derbstangen 2. Kl. 2,58Fstm. Derhaufsbebingungeu werden vor der Versteigerung bekannt gegeben. Zusammenkunft auf der (Brünberger Strotze am Pfarrweg. Annerod, am 13. Februar 1925. Hess. Bürgermeisterei Annerod. Angebote sind nach Ä affen getrennt mit her Aufschrift .Holzsubmifsion" bis längstens Mittwoch, den 18. Februar, nachmittags 1< Uhr, auf unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, woselbst auch dieBedingungen eingesehen werden können. Das Holz ist mit Rinde gemessen. Göbelnrod, den 10 Februar 1925. Hessische Bürgermeisterei. ____________Weber._______1565V Am DienStag, dem 16. Februar, mittags 12 Uhr, soll in der Gemeinde Hachborn. Är. Marburg, ein fetter Simmentaler Dulle (zirka 15 Zentner schwer , öffentlich meistbietend versteigett werden. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt Vorbehalten. Hachborn, den 11. Februar 1925. Bürgermeisterei: Damm 1547V Möbelhaus J. Jttmann Inh. Brumlik - Gießen I Bahnhofstraße 29 Mk, 1.25 bi Beete Verarbeitung Kiesenbezüge, mit Hohleaum und Stickerei, Doppelknopfldcher Mk. 2.80 Deckbettbezüge mit Stickerei Bettücher, starktfidiges Maustuch 150/210 Bettücher, Halbleinen 100/220. , . , , . 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Kneges w auch nm heure §rbn aus dem - in ein Krieges w Fragen um MNN am meisten den allem st scheidet, so h jungen höchstens dr hie anderen organisch lei verlangte oc Lösung des tutioneUen Problems, nelle Probl lösen suchen vornehmste nale, d. h. ßtaateß fchl noch früher sammenhang 6er Einheit und also an drängende, d lonfiitutionel ,1ml) aus ®n stinks heranx infolge ihrer nale zusamn Angriff nehi kriegen voll versuchie es tische Bürge Staat mit stimmte der tjarlamenta erhalten so Dievie mehr erstre . land ohne Katholozis demolratiso narchlfche ö erijob fidj Das Verfass endgültig ge' Heich von der nativna Und tr litischen ur bildeten un ziake Prob! im Innern matisch hjr kapitalismu lismus uni glänzenden riesigen Ai die Aot, öc der großen halb fo heil der star. un Laufe dei ™tt anenie1 Wl Und Wen widl Nhr bekämpften griffen nicht U starten Burger sch Schichten ar Ineges sjchx deutsche Ar und der soz Aber n °av un 19. 3ii)ilifa Lerblichei 2 Wissen MM ffitofe Der M von i Gersten 6d vc äderen i hQuf einer 7» ebenfalls "ng beruht -t- Mnd, auf .7 5ulis M>e. Die toat bna V W W Nr. 38 Vierter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für tvberhefien) Samstag, H. 8eoruar (925 —--■ | 1_—Jl—————~ IM ■ ■ Ml UM— Die Zersetzung der Nation. Don Dr. OB. Echübler. Professor an der Llniverfität Rostock Die Feier der Reichsgründung mit ihren Reden und Aussätzen und anderseits die Ablehnung. die sie durch einen beträchtlichen Teil unseres DolkeS erfahren hat, haben wieder einmal mit erschreckender Deutlichkeit gezeigt, dah ein abgrundtiefer Rih durch Deutschland geht, dah die eine Hälfte geistig und politisch eine Sprache spricht, die von der anderen gar nicht verstanden wird. 3a. wenn man die Parteiwut sich äuhern hört, dann denkt man an die schrecklichen Worte, die der Herausgeber der .Süddeutschen Monats- hefte" einmal schrieb: Dah die Deutschen das Volk der Fernstenliebc. aber deS Dächstenhasses seien. Dicht, als ob diese Zerklüftung des deutschen Volkes etwa nur die Filge des verlorenen Krieges toärc; auch im Falle des Sieges oder auch nur der Vehauptung hätte uns dte ungeheure Erbmasse der ungelösten, zum groben Teil aus dem 13. Jahrhundert stammenden Probleme in ein Chaos gestürzt. Aber der Verlust des Krieges durch den Zusammmenbruch hat alle Fragen unendlich verschärft. Wenn man fragt, was und denn eigentlich am meisten in unserer neuesten Geschichte von den alten, festgefügten westlichen Dationen unterscheidet. so ist die Antwort: Dah wir Deutschen gc- ' zwangen waren, in der kurzen Zeit von zwei bi- höchstens drei Menschenaltern zu schaffen. waS die anderen Völker in viel längeren Zeiträumen organisch leisten und aufbauen konnten. Was verlangte das 19. Jahrhundert von und? Die Lösung des nationalen Problems, der konstitutionellen Frage (Verfassung), des sozialen Problems. Und dazu muhten wir das konfessionelle Problem im Einklang mit den andern zu lösen suchen. Während die anderen Völker da- vornehmste der genannten Probleme, das nationale, d. h. die Gründung eines nationalen Staate- schon im 17. und 18. 3ahrhundert oder noch früher, und zwar meist in engstem Zusammenhang mit dem konfessionellen — im Sinne 6er Einheit auf diesem Gebiete — gelöst hatten und also an das feit der französischen Devolution drängende, da- 19. 3ahrhundert charakterisierende konstitutionelle und Versassungsproblem in Duhe ,unb auf Grund de- erworbenen nationalen 3n- stinkS Herangehen konnten, muhten die Deutschen infolge ihrer wirrenreichen Geschichte das nationale zusammen mit dem Verfassungsprnblem in Angriff nehmen. Die Führer in den Befreiungskriegen wollten schon den deutschen Staat, 1848 versuchte eS das deutsche liberale und demokratische Bürgertum. 1866 und 1870 kam der deutsche Staat mit Waffengewalt zustande, und es bestimmte der Sieger — Bismarck . wieviel an parlamentarischen Rechten das deutsche Volk erhalten sollte. Wieviel Feindschaft aller Derjenigen, die 1848 mehr erstrebt hatten, oder Derer, Die ein Deutsch- . land ohne Oesterreich und den österreichischen Katholozismus nicht wollten, oder Der neuen Demokratischen Arbeitermassen, Die Dieses monarchische Deutsche Deich Bismarcks verleugneten, erhob sich gegen Den neuen Deutschen (Staat I Das Verfassungsproblem war noch nicht für alle endgültig gelöst, ebensowenig wie das kleindeutsche Deich von 1871 allen als der wahre Ausdruck der nationalen Einheit galt. ilnö während Die Parteien nach diesen politischen und konfessionellen Gesichtspunkten sich bildeten und bekämpften, erhob sich das grobe soziale Problem. Deutschland wurde, so ungefestigt im Innern, so manchem seiner Bürger problematisch hineingerissen in die Welt des Hoch- kapitaliSmus, Der Weltwirtschaft. Des Imperialismus unD erlebte sofort Die Kehrseite Dieses glänzenden Aufstieges: Das soziale Elend, die riesigen Arbeitermassen, DaS Wohnungselend, die Dot, das Ernährungsproblem, Die Bildung Der groben sozialdemokratischen Partei, Die deshalb so leicht Der Internationale anheimfiel, weil Der starke nationale Staat, Der seine Bürger im Laufe Der Jahrhunderte Den nationalen Instinkt anerzieht, ja in DeutschlanD eben erst ent- standk UnD diese groben sozialdemokratischen Massen widerstrebten der Monarchie, Der politischen Führung Der sozial mächtigen Schichten, bekämpften Die nationale Machtpolitik und begriffen nicht Die tiefe unD sittliche Berechtigung des starken und geachteten Staates, Der seine Bürger schützt und auch geraDc Den unteren Schichten am besten die Möglichkeit sozialen Aufstieges sichert. So wurden deutscher Staat und deutsche Arbeiterschaft gegeneinander geschleudert, und Der soziale AbgrunD tat sich auf. Aber nicht Das war DaS Schlimmste. fonDern das) im, 19. Jahrhundert die Kultur vollständig der Zivllisation gewichen war und dah mit einer verderblichen Erneuerung Der Aufklärung — Daturwisfenschaft, Zusammenbruch Der iDealifti- schen Philosophie — auf der einen Seite die völlige religiöse Verwilderung und Kirchenfeindschaft ein- setzte, von Der Die Sozialdemokratie zu ihrem schwersten Schaden auch heute nicht läßt, und auf Der anDercn Seite jene Vergottung des Staates, Die auf einer Vergröberung Hegelfcher Gedanken und ebenfalls auf materialistischer Weltanschauung beruht. Die grobe Kulturkrisis ist der Hintergrund, auf Dem Die Lösung des nationalen, des konstitutionellen, des sozialen Problems versucht wurde. In jeder Beziehung unfertig — so ging Deutschland in den gröbten Kamps seiner Geschichte. Die Gleichzeitigkeit aller dieser Probleme war das Verhängnis im Zusammenhang mit der Kulturkrisis: und die Erbitterung unserer heutigen Kämpfe erklärt sich zum Teil daraus, dab allo Parteien diese Probleme lösen wollen und gerade im Bewusstsein ihrer ungeheuren Bedeutung für das Schicksal des deutschen Volkes je nach ihrem Standpunkt und ihrer geistigen Herkunft ihre Cofung für die allein richtig halten und gerade angesichts der furchtbaren deutschen Dot ihr Aeuberstes daran sehen, um ihre Gegner zu besiegen. weil diese in der augenblicklichen Lage ja zugleich als Feinde der — Dation erscheinen! So kommt es, dab das deutsche Volk über das Problem des nationalen Staates, über seine Verfassung und über DaS soziale Problem mit allen leinen politischen, wirtschaftlichen und ethischen Konseguenzen uneinbeitlidhr denkt als jemals. Gedankenmassen der verschiedensten Herkunst: deutscher, westeuropäischer, ru'stscher Art kreuzen sich Dazu — kämpfen Pazifisten und Machtpolitiker. Dealisten und Schwärmer, Heiden. Juden und Christen, alle mit verichiedenen Idealen unt> verschiedenen Göttern, hciben sie nun BiS- martf. Wilson oder Lenin und Mars. Was aber Den Parteikamp* am meisten verbittert. ist der Streit um die .Schuld" an unserem Schicksal. In immer neuen Wendungen wird von den einen das .fluchwürdige alte Regime" für unser ilnglüd verantwortlich gemacht, während von den anderen auf den „Dotchstob" in den Dücken der Kämpfenden hingew'elen wird. Ja die Lieberzeugung, dab »die anderen' in ihrer Verbohrtheit undDiedertracht an allem schuld sind, treibt Die Erbitterung dcS Parteikampfes zur SieDehitze. Diese gegenseitige Verbitterung unD VerfeinDung geht bis in Die Familien, in Die Gesellschaft, vergiftet Die einfachsten menschlichen Beziehungen unD Droht zu einem allgemeinen Chaos zu führen. Ja. man kann behaupten. Dab augenblicklich von allen Volkern Der Welt Die Deutschen am wenigsten Den Damen einer Dation DerDicncn. Denn Dation heibt ein Volk Dann, wenn eS im Innersten von dem Bewusstsein durchdrungen ist. dab der Dächste der Bruder ist. daß gegenüber dem AuSlande aller Zwist zu schweigen hat. Dab über Die Frage des nationalen Staates eine allgemeine Liebereinstimmung herrscht, wenn die Geschichte eine- DolkeS gemeinsamer, stolz gepflegter Besitz aller ist. wenn ein Volk zu denselben Heiligen betet Statt dessen sehen wir bei unS das Chaos. Dicht einmal der fürchterliche Druck des Auslandes hat die Deutschen in ihrem Dächstenhab gemildert. Lind das Schlimmste ist: Es handelt sich um eine Erscheinung, die von Hoch und Die- drig, Deich unD Arm. Gebildet und Lingeb'ldet gilt, und eS gibt keine Partei, die nicht ihr Mab von Schuld an der immer weiteren Verhetzung und Zersetzung trüge. Als Dabindranat Tagore in Deutschland war, erklärte er. in Europa keinen Linterschied zwischen den einzelnen Volkern machen zu können: Aussen, Engländer. Franzosen, Deutsche. Italiener, es sei alles dasselbe Europa, nämlich .organisierte Selbstsucht". Diese ist es gewesen, die mit Hilfe der modernen, irdischen Dreieinigkeit: Dativnalismus, Kapitalismus, Militarismus unseren alten Erdteil in ein Trümmerfeld verwandelt hat: aller KosmoS ist infolge des hemmungslosen Ausrasens Der entfesselten Kräfte in ein gänzlich hoffnungsloses Chaos verwandelt worden. Jetzt droht den Völkern im Innern dasselbe, wenn — nicht in letzter Stunde ein Held ersteht, der Den Stürmen Halt gebieten und mit starker Hand das zerberstende Schiff aus der Brandung retten kann. Die Gegenkräfte find in Europa noch da: damit sie Den Sieg erringen können, muh aber erst Der letzte Grund aller Zersetzung beseitigt und muh Die Aufklärung überwunden werden und ein neues Zeitalter der Bejahung, Der Religion beginnen. Lind sei es auch Die Zeit der .späten Frömmigkeit", wir wollen sie begrüßen. Vielleicht, dah spätere Geschlechter Dann einmal diese zu erhoffende Zeit als den eigentlichen Beginn des Christentums betrachten. Ober ist diese Zersetzung der Staaten und Rationen weiter nichts al- der Anfang des von Spengler sogenannten ,Fel- lachen-Zeitalter-". wo die groben Bevölkerungsmassen, Der ewigen Kämpfe müde. Dem ersten besten Eroberer und Söldnerführer zur Beute werden — also der Beginn der Barbarei? 3m tiefsten Innern sträubt sich etwas gegen diese Annahme, wie überhaupt gegen jeden Fatalismus Die leuchtenden Sterne unserer Zeit sind noch nicht verblichen, und an uns ist eS. sie im Dunkel dieser Dacht nicht aus den Augen und dem Herzen zu verlieren: Gott, Freiheit. Vaterland, die, so hoffen wir. einer groben, geläuterten, einigen deutschen Dation trotz allem und allem noch einmal Den Weg ins Freie weisen! Buntes Allerlei. Die Geschichte von den tausend Affen. Man könnte diese tragikomische Geschichte, die sich vor kurzem auf hoher See an Bord eines Dampfers, der eine Ladung von mehr als tausend Affen nach Europa brachte, zugetragen hat, mit schönen Linterüberschriften nach amerikanischer Zeitungsarl versehen, wie etwa: Das sidele Schiff. — Der Kapitän schiebt, die Matrosen haben Assen. — Vier Tage Affenjagd auf Deck. — Der Gorilla als Schupomann usw. Die Sache war Die: Das Schiff strich Durch Die Wellen, und es kam an Bord fast täglich zu Konflikten zwischen Dem Kapitän unD Den Matrosen. Der Kapitän hatte Die Boxwut unD ruhte nicht eher, als bis er icgenDeinen von Der Mannschaft f. o. geschlagen hatte. Als man fast am Ende Der Fahrt war, geschah es eines Dachmittags. Dab Der Kapitän Durch einen groben Lärm auf Deck aus Dem Schlafe gestört wurde, woraus er sofort hinaufeilte, um Ordnung zu schaffen. D. h. irgenD jemand zu verprügeln. Sein erstes Opfer war ein Heizer, der nach wenigen Sekunden niedergeboxt und besinnungslos auf der Erde lag. Es trat Dann sofort Ruhe ein. Der Heizer aber sann auf Rache und öffnete im Dunkel Der Dacht Die Käfige, in Denen sich die mehr als tausend Affen befanden und an Europa dachten. Als es Tag wurde, sah man die Bescherung: Wohin man auch blickte, überall standen, sprangen, kletterten, lausten sich Scharen von Affen. Etliche Affen sprangen in ihrem Liebermut ins Wasser und machten während des ganzen Tages Schwimmkunftstückc. Der Kapitän war in solcher Wut, dab er einen Revolver nahm und blinb darauflosschob, was mehreren Affen das Leben kostete. Plötzlich aber fiel von oben herab ein schweres Ding auf feinen Kopf und schlug ihm fast Den Schädel ein: Einer der Affen war auf einen Ma st bäum gc- Rätsel-Lcke. Kreuzworträtsel. Kreuzworträtsel sind nicht nur in Amerika Die grobe Mode, auch bei und haben fie schnell viele Liebhaber gefunden. Der Rätselonkel. stets um Den Ausbau Der Rätselecke bemüht, bringt freut« seinen Freunden zum cr|l ^Male ein (er gesteht: mit vielem Schwech zusammengeleimtes) Koeuz- worträtsel. Möge cd allen Rätsellösern viel Freude machen. Frisch an Die Arbeit( 38 27 30 3 23 32 36 37 8,28 10 9 12 11 33 13,24 26 15 39 18 17 20 19 21 ES bcDeuten: Auflösungen. a) die Wörter von linkS nach recht-: 1. Dichter, 2. Heldengestalt aus den Dibelun- gen, 3. Blume, 4. Mundwasser, 5. Wasserstand, 6. Tier, 7. Vorort von Berlin, 8. Verbum, 9. Feder, 10. Liebhaber, 11. Besitz, 12. Raubtier. 13. männlicher Vorname. 44. Gewürz. 15. Präposition. 16. Teil eines Dramas, 17. Fett, 18. Lei- tungSmittel, 19. griech. Gott, 20. Wein, 21. Dichter, 22. Hunnenkönig: b) die Wörter von oben nach unten. 23. GewichtSmah, 24. Muse, 25. Vereinigung. 26. Indianerstamm, 27. Farbe, 28. himmlische Erscheinung, 29. Charakter, 30. Philosoph, 31. Baum. 32. Wurffpieb. 33. Wild. 34. biblischen Berg, 35. Hülsensrucht, 36. Heiligenerzählung, 37. Funkstation, 38. Werk von Gerhart Hauptmann, 39. musillaisches Zeichen. 40 weiblichen Vornamen. 41. Hotelangestellter, 42. Wasserpflanzen, 43. Staatsmann. Schieberätsel. Die Wörter sind ohne Veränderung ihrer Reihenfolge seitlich Derart zu verschieben, Dab zwei nebeneinanDet stehende senkrechte Buchstabenreihen, von oben nach unten gelesen, eine AnkünDigung für RaDiofreunde ergeben. Silben-Rätsel. al — an — bro — cö — do — dro — e — ge — Hy — i — le — mo — nat — nau — nie — now — path — ra — fit — ta — the — ti — Wörth — zi. Aus den vorstehenden Silben sind neun Wörter von folgender Bedeutung zu bilden: 1. Zeitabschnitt, 2. Gebirgszüge in Asien, 3. weiblicher Vorname, 4. Wasserarzt, 5. berühmter Maler, 6. Stadt in Bayern, 7. Fluh in Spanien, 8. Stadt in der Mark, 9. schöpferische Geisteskraft. Die Anfangsbuchstaben der Wörter von oben nach unten, und die Endbuchstaben, von unten nach oben gelesen, bezeichnen die stärkste Kraft im Menschenleben. Scharade. Karpathen Potpourri Stenographie Edgar Nauhfrost Ecuador Rentenmark Kubikmeter Das eine fällt dir schwer zu tragen, Sonst müht' es schon das andere sein. Wer nicht recht toeifr, ob ja, ob nein, Der wird vielleicht das ganze sagen. Magisches Zahletiquadrat. Denn aufeinander folgende Zahlen sind so auf die Felder des Quadrats zu verteilen, dah in die vier Eck- selber nur ungerade Zahlen, in die übrigen Felder nur gerade kommen und sich als Summe jeder wagerechten, senkrechten und Querreihe die Zahl 144 ergibt Entzisserung-ausgafre. Emilie Heimwall), Waldheim. Silbenkapselrätsel. ..Dord, Ost, Süd, West, daheim ist da- beff." Magi QuabraträtfeL che- Dreieck. F A S s A D E 0 E L L E R H7 Q A B R I E L C H O R S T H A M B u R G O T T O K A R G E N E V E R Silbenrätsel. 1. Monopol. 2. Amanda. 3 Stativ 4. Kamille. 5. Erwin. 6. Dotar. 7. Barbara. 8. Arrak. 9. Lavendel. Maskenball — Karneval, Die Narrenkappe. Splitter unD Sparren vom Redaktion-lisch »Mensch, Du kannst doch Den Frack nicht anziehen: der stammt ja von deinem Urgrofr« Vater." — „Allerdings! Aber Du glaubst doch nicht etwa, Dab jemand auf Dem Fest ihn seinerzeit Darin gesehen hat?" „2a. meine Herrschaften, in China hat Dad ßeben Des einzelnen nur wenig Weick. Wenn ein reicher Chinese zum ToDe verurteilt wird, kann er sich leicht für Geld einen Vertreter beschaffen. 3n Der Tat verdienen viele fich ihren Lebensunterhalt auf Diese Weise." Der kranke Trinker. Arzt: „Da- Dierlrinken muh ich Ihnen ganz verbieten!"— Patient: „Herr Doktor. Sie scheinen heute ganz schlechter Laune zu sein, ich komme in Drei Tagen wieDerl" klettert unD hatte von Dort eine eiserne (Stange heruntergeworfen. Der Kapitän war so schwer verwunDet, Dab er das Kommando nicht mehr übernehmen konnte und auch noch bei der Landung Des Schiffes in bedenklichem Zustand im Bett lag. Das Wiedereinfangen der losgelassenen Affen war mit groben Schwierigkeiten verbunden unD nahm fast vier Tage in Anspruch: „hilfreiche Hand" legte hierbei ein Gorilla an: Er trat als eine An Schutzpolizist auf unD fing mit grober Energie Die renitenten Kollegen ein, wobei er nach rechts unD links Ohrfeigen verteilte, für jeDen Der gefangenen Affen erhielt er ein Biskuit als Belohnung unD Das spornte feinen Diensteifer mächtig an. Der letzte Affe, Der gefangen wurde, war ein Mandrill. Der drei Tage lang auf Dem höchsten Mast fab unD auf Die Llnt en stehenden herunterspuckte. Etwa fünfzig Affen fanden Den ToD im Wasser. Einige Matrosen mubten sich bei Der Landung sofort in ärztliche Behandlung begeben, Da sie nicht unerhebliche Bibwrnden Daoongetragen hatten. Die St.-PaulS-KatheDrale. Ein Ausschub von BausachverslänDigen hat an Die Korporation Der Londoner City einen Bericht erstattet, in Dem die Verstärkung der acht Pseiler. Die Die Kuppel Der St-Pauls-Ka- tfjcDrale stützen, empfohlen wirD. Die Kosten würden ungefähr 130 000 Pfund Sterling (rund 2 600 000 Mark) betragen. Freilich würde die- angesichts Der Schäden. Die sich an dem Bauwerk herausgestellt haben, nur eine vorläufige Mabnahme sein. Die völlige Erneuerung der Kuppel soll im Hinblick auf Die groben Kosten. Die sie verursachen toürDe, späteren Zeiten Vorbehalten bleiben. Die Korporation der Londoner City hat indes im Interesse Der Sicherheit Des Publikums weitgehenDe ForDerungen gestellt, zu Deren Durchführung eine halbe Million Pfund erforDerlich wären.__ C "X Bei Katarrhen und Grippe mildert Selters-Sprudel Augusta Victoria - allein oder mit heißer Milch vermischt - den Hustenreiz, erleichtert die Absonderung des Schleimes u.fördert die Heilung der Schleimhäute Zu beziehen durch: x*’ss Jean Weisel, Gießen, Sonnenstraße 6, Tel. 88. 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März 1925 bei einer der nachstehenden Stellen einzureichen: in Frankfurt am Main bei der Mitteldeutschen Creditbank, in Berlin bei der Mitteldeutschen Creditbank, in Augsburg, Baden-Baden. Düsseldorf, Essen, Gießen, Hamburg, Hanau, Hannover, Köln,Königsberg, Leipzig,Magdeburg, Mainz, Mannheim, München, Nürnberg, Wiesbaden bei den Filialen der Mitteldeutschen Creditbank, in Meiningen bei der Bank für Thüringen vormals B. M. Strupp Aktiengesellschaft, in Stuttgart bei der Firma Doertenbach & Cie., sowie bei den sämtlichen übrigen Niederlassungen der Mitteldeutschen Creditbank- Von den Aktien über 100 Taler (gleich 300 Mark) sind die Mäntel nebst Gewinnanteilscheinen und Emeuerungsschein, von den übrigen Aktien nur die Mäntel einzureichen. Die Umstellung bzw. Abstempelung geschieht in folgender Weise: 1, Die Aktien über 1000 Mark werden auf 20 Reichsmark abgestempelt, 2. D-e Global-Aktien über 3000 Mark werden auf 60 Reichsmark, die Global-Aktien über 6000 Mark auf 120 Reichsmark abgestempelt. 3. Die Aktien über 1200 Mark werden auf 20 Reichsmark abgestempelt unter Aushändigung je eines Anteilscheines über 4 Reichsmark. 4- Die Aktien über 100 Taler (gleich 300 Mark) werden gegen Anteilscheine über je 6 Reichsmark umgetauscht. Gegen Anteilscheine im Betrage von insgesamt 20 Reichsmark und dem Vielfachen hiervon werden auf Antrag Aktien in entsprechenden Nennbeträgen ausgehändigt. Bei der Einreichung der Aktien wird das eine der beiden eingereichten Nummernverzeichnisse mit Empfangsbescheinigung zurückgegeben. Die Rückgabe der abgestempelten Aktien sowie die Ausreichung der Anteilscheine bzw. der dagegen eingetauschten Aktien erfolgt gegen Rückgabe der von der Einreichungsstelle ausgestellten Empfangsbescheinigung sobald als möglich. Die Einreichung stellen sind berechtigt, aber nicht verpflichtet, die Legitimation des Vorzeigers der Empfangsbescheinigung zu prüfen. Die Einreichungsstellen sind auf Wunsch bereit, Aktien über 100 Taler (gleich 300 Mark) und 1200 Mark in die entsprechenden Nominalbeträge von Aktien über 1000, 3000 oder 6000 Mark umzutauschen, sodaß bei der Umstellung die Ausgabe von Anteilscheinen unterbleibt. Die Abstempelung sowie die Aushändigung von Aktien und Anteilscheinen erfolgt bei der Mitteldeutschen Creditbank und ihren Niederlassungen, sowie an den Schaltern der übrigen Einreichungsstellen kostenfrei. Die letzteren Stellen berechnen die üblichen Gebühren, falls die Abstempelung im Wege des Schriftwechsels erfolgt. Aktionäre, die ihre Aktien nicht innerhalb der angegebenen Frist einreichen, haben die hierdurch enstehenden besonderen Kosten zu tragen. Voraussichtlich fünf Börsen tage vor Ablauf der obengenannten Frist wird die Einstellung der Börsennotiz für die Papiermark-Aktien erfolgen, sodaß nach diesem Zeitpunkt nur noch die auf Reichsmark abgestempelten Stücke lieferbar sein werden. Frankfurt a. M., 12. Februar 1925. i554ss Mitteldeutsche Creditbank. Lindenplalz 1 798D Schußwaffen aller Art 1440a Prima Vollrindleder mit 2 Schlössern u. Griff, per Stück Mk. S>- Auto-Börse An- und Verkauf von Fahrrädern, Motorrädern Luxus-, Last-Autos ufw. (neu und gebraucht) jeden 3. Donnerstag im Monat, erttmal- am 19. Februar 1926, 9—1 Ubr vormitt., auf dem Gelände Landwirtschaftliche Halle - Ostendslrahe - Frankfurt am Main. i^Ssa Tanz - Unterricht! Freitag, den 27. Februar beginnt ein neuer TANZKURSUS für Anfänger MODERNE TÄNZE Gefl. Anmeldungen hierzu werden gerne entgegen• genommen. Privatunterricht zu jeder Tageszeit. Tanzlehr-Institut Th. Bäulke Wolfstraße 21 (Ecke Licher Straße). 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