Ur. m Erstes Blatt 175. Jahrgang Mittwoch, 15. Mai <925 Erschein täglich, außer Sonn- und Feiertags. Beilagen: Gießener Familien blätter Heimat Im Bild. Manats Bezug,preis:> 2 Goldmark u. 20 Gold- Pfennig für Träqerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-AnschlÜssc: Schristlcitung 112, Verlag undGeschaftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach richtemBiizeigerAiehen poßschecktonio: Frankfurt a. M. 11686. GießenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfikäts-Vuch- und 5teindruckerei R. Lange in Liehen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle! Schulftrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher ohne jcdeDerbindlichKeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich^, auswärtL 10 Goldpscnnig; für Reklame-Anzeigen v 70mn» Breite 35 Goldpsennig, platzoorschrist 20' , Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr. VZilh. Gange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Diesten. Die Vereidigung des Reichspräsidenten. Des Reichspräsidenten Fahrt zum Reichstag. Berlin, 12. Mai. (XU.) Schon in den frühen Morgenstunden waren graste Massen von Zuschauern in den Strasten um das Palais des Reichspräsidenten und das Reichstags- gebÜudc versammelt. Die Schutzpolizei hatte umfassende Absperrungs m astnah m en getroffen. Dor dem Haupteingange zum Reichs- tagSgebäude flatterten auf grasten Mafien die schwarzrotgoldenen Fahnen. Schon um zehn Uhr vormittags waren sämtliche Tribünen des Hanfes vollbesetzt. Die Präsidententribüne, wo die feierliche Vereidigung vor sich gehen sollte, war reich geschmückt und mit der Standarte des Reichspräsidenten versehen. Dor dem Palais des Reichskanzlers war eine dichte Schupokette angetreten. Die Straffen sind dicht besetzt. Dor dem Palais hielt e i n Auto mit der Standarte des Reichs- vräsidenten, ferner ein Auto, in der der Führer her Schutzpolizei, Überft Kaupifch, und Offiziere des Polizeipräsidiums Platz genommen hatten. Um 11.45 Uhr erscheint Reichspräsident von Hindenburg in Begleitung des Reichskanzlers Dr. Luther und nimmt im Auto Platz. Während die Schupo salutiert, fährt das Auto in langsamer Fahrt ab, begleitet von stür- riischen Deisalls- und Hurra-Rusen der Menge. Der Reichspräsident dankt, indem er den Zylinder tibnimml. Das Auto fährt dann in langsamer Fahrt an dem Gebäude der britischen Dolschast, auf dem die englische Flagge weht, nach dem Brandenburger Tor. Auf der französischen Bot- I schäft flattert die Trikolore. Um 11.50 Uhr passiert der Wagen des Reichspräsidenten das Brandenburger Lor Don weitem ertönen fl ü r m l f _>2 Uhr fuhren die Wagen i n den Vorgarten des Palais ein. Dec feierliche Akt der Vereidigung ist zu Ende. Die Amtsübernahme des Reichspräflbenten. Berlin. 12. Mai (£11.) Wittlich Der Reichspräsident von Hindenburg traf, vom Reichstage kommend, um 2.45 Uhr im Hause des Reichspräsidenten ein. Er wurde dort von dem bisherigen Stellvertreter des Reichspräsidenten, Reichsgerichtspräsident Dr. Simons, einpfangen. Dieser geleitete ihn in das Arbeitszimmer des Reichspräsidenten und übergab ihm dort die Geschäfte. Um y»2 Ilhr fand int Hause des Reichspräsidenten ein Frühstück statt, zu dem der bisherige Stellvertreter des Reichspräsidenten, Dr. Si- m o n s , den Reichspräsidenten, den Major von Hindenburg und Frau Gemahlin, den Reichskanzler und die Reichs Minister, den Präsidenten des Reichstags, den Chefpräsidenten des Rechnungshofes, die Chefs der Heeres- und der Marineleitung sowie die Staatssekretäre des Bureaus des Reichspräsidenten und der Reichskanzlei eingeladen hatte Während des Frühstücks hielt der bisherige Stellvertreter des Reichspräsidenten Dr. Simons. ente Ansprache, in der er ausführte Herr Reichspräsident! Daß Sie meiner Frau und mir die Ehre erwiesen haben, vor unserem Abschied aus diesen Räumen mit dem Reichskanzler und der Reichsregierung unser werter Gast zu fein, dafür danken wir Ihnen von Herzen. Sie zu bewirten, ist mein letztes Recht unb meine letzte Pflicht in diesem Hause. Amtshandlungen habe ich hier nicht mehr vorzunehmen. Tie Geschäfte der obersten Vertretung des deutschen Volles habe ich in Ihre Hände gelegt. Aber ich weiß, daß ich den ganz überwiegenden Teil des deutschen Volkes und auch den Dolks- teil, der Sie, Herr Reichspräsident, nicht gewühlt hat, noch jetzt vertrete, wenn ich Ihnen für Ihre Präsidentschaft die wärmstenGlückwünsche ausspreche. Richt leicht ist es Ihnen geworden, dieses Amt zu übernehmen. Ein langes Leben voll Pflichttreue. Hingabe, voll ruhmreicher Siege und schwerer Selbstüberwindung gab Ihnen den gerechtesten Anspruch auf einen ruhigen Lebensabend. Dennoch haben Sic sich dem deutschen Volke auch diesmal wieder selbstlos zur Verfügung gestellt, dem Volke, nicht der Partei. Daß diese Stelle bem Dolle ge ör unb nicht ber Partei, ist ja zu unseren Glück schon 2rabit’0n g worben. Möge das deutsche Volk Ihnen danken und der Segen Gottes auf Ihrer Präsidentschaft ruhen, damit unter ihr das deutsche Volk i n friedlicher Arbeit seinen angemessenen Platz unter den Völkern der Erde wieder ein» nehmen kann. Möchten Sie stets tüchtige und willige Berater finden, die Sie bei Ihrem Streben zu diesem Ziel erfolgte ch unterstützen. so daß die Zusammenarbeit sich so vertrauensvoll und ersprießlich gestalte, wie ich es aus meiner kurzen Amtszeit all den verehrten Mannern gegcnü cr bekunden darf, die ich heute an unfernt Tische versammelt sehe. Wir aber, hochverehrte Anwesende, wollen unfern Dani und unsere Wünsche mit dem Rufe zum Ausdruck bringen: Unser neuer Reichspräsident, G e n e r a l f c l d m a r s ch a l l von Hindenburg, er lebe hoch! , Reichsvräsident v. Hindenburg erwiderte hierauf folgendes: e Sehr geehrter Herr Präsident! Es ist mir ein herzliches Bedürfnis, in diesem Hanse, öas nunmehr die Stätte meiner verantwortungsvollen Arbeit werben soll, unb in bem ich heute noch Ihre unb Ihrer 5rau Gemahlin Gastfreundschaft genieße. Ihnen meinen wärm st en Dank zu sagen für die Aufnahme, die Sie mir bereiter haben, und für die Worte, die Sic soeben an mich zu richten die Güte hatten. Mit mir — io bin ich überzeugt — dankt Ihnen bas ganze deutsche Lolk für die hingehende Treue, mit der Sie sich dem Rufe der Volksvertretung zur Verfügung gestellt haben, als her plötzliche Tod des ersten Reichspräsidenten die vorübergehende Stellverttetung des Staatsoberhaupres notwendig machte. Während dieser Wochen haben Sie dem deutschen Volke mit dem gleichen Eifer unb der gleichen Treue gebient, die Sie an vielen hohen und verantwortungsvollen Posten bewiesen haben. Es ist nicht meines Amtes, bas Wirken meines durch einen unerwarteten Tob aus seiner Arbeit gerissenen Amtsoorgängers zu kennzeichnen unb zu werten. Diese Aufgabe hat Reichskanzler Dr. Luther an ber Bahre des Heimgegangenen erfüllt. Unbestritten ist fein «verdienst um die Wiederherstellung von Ruhe unb Orbnung in Deutschland nach bem Zusammenbruch unseres Volkes Da» wirb jederzeit dankbar im deutschen Volke, auch von seinen politischen Gegnern, anerkannt werben. Sein Streben war immer daraus gerichtet, bem beutschen Volke treu zu bienen. An anbercr Stelle habe ich wiederholt -um Ausdruck gebracht, von welchen Ueberzeugungen und Anschauungen ich mich bei meiner Amtsführung leiten lassen will. Unser heutiges geselliges Zusammensein ist am wenigsten der rechte Ort, um politische Programme zu entwickeln. Mein langes, arbeitsreiches Leben liegt offen vor aller Augen. Ich werbe mich auch in meinem neuen verantwortungsvollen Amte nur v on einem Gedanken leiten lassen. In treuester Pflichterfüllung unb unter Einsatz meiner besten Kräfte dem Volke und bem Dakcrlande zu dienen. Die Anschauungen, wie ich sie in der großen Schule ber Pslichl-- crfüllung im deutschen Heere gewonnen habe, sollen auch für meine Friedensarbeit von Ruhen fein. Sie gipfeln in dein Satze, daß Pflicht vor Recht geht, und daß jcDen zeit, besonders aber in den Tagen ber Rot. einer f ü r alle und alle s ü r einen stehen müssen. Das deutsche Voll hat in Zeiten schwerster Prüfung sein Schicksal in die eigene Hand genommen. Möge eö beweisen, daß cs dieser Selb st Verantwortung gewachsen ist. Wir aber, meine Heroen, wollen uns i i bem heißen Bestreben zusammenfinden, treue Diener des Vaterlandes zu sein. In diesem Sinne: Vorwärts mit Gott! Hindenburg und die deutsche Iuaend. Bei seiner Ankunft aus dein Berliner Bohnhos Hecrstrahe wurde, wie schon kurz gemeldet, bei Reichspräsident von Traute Luther, dem 7och terdjen des Reichskanzlers, mit einem von ihrem Vater gereimten Gedichtchen begrüßt, das folgenden Wortlaut hatte: Die vielen deutschen Dirn' unb Jungen, Die ost des Helden Lob gesungen. Sie bitten dich aus Herzensgrund Durch eines deutschen Mädels Mund: Führ' uns aus sriedensvoller Bahn, Zu neuem Glücke nun bergan! Wir sind die Zukunft, find die vaat. Wir wollen wachsen stark unb grab, Sei uns ein guter Gärtnersmann! Dir helfe Gott, ber helfen kann! An bas beutfche Volk! Berlin, 13. Mai. (TU.) Der Reichspräsident hat an das deutsche Volk eine Kundgebung gerichtet, die wir in ihrem ersten Teil bereits in einem Teil ber gestrigen Auflage mitteilen konnten. Die Kundgebung hat folgenden Wortlaut: „Am 26. Apill 1925 hat mich das deutsche Voll zu seinem Reichspräsidenten gewählt. Am heutigen Tage habe ich das bedeutungsvolle Amt angetreten. Getreu dem von mir geleisteten Cid will ich alle meine Kräfte daran sehen, dem Wohle deS Volkes zu bienen, die Verfassung unb die Gesetze des Reiches zu wahren unb gegen jedermann Gerechtigkeit zu üben. In dieser feierlich-ernsten Stunde ru'e ich bas ganze beutfche Volk zur Mitarbeit auf. Mein Amt unb mein Streben gehört nicht einem einzelnen Stanbe, nicht einer Konfession, nicht einer Partei, fonbern be i gesamten, burch harte Schicksalsschläge verbundenen beutschen Dolle mit allen feinen Gliedern. Ich vertraue auf den Beistand des ewigen Gottes, der uns auch durch die schwere Rotzeit unserer Tage hinburchführen wirb, ich vertraue auf die glänzenden ruhmreich bewährten unsterblichen Lebenskräfte der deutschen Ration, ich vertraue auf den gerade in schwersten: Zeit immer wieder gezeigten Opferbereiten Lebenswillen unseres DolkcS und ich vertraue endlich auf den g ohen gnädigen und grechten (Sott, auf baß das d-utjcye Volk wieder einen toütb’gzn Platz in der Welt ein iehmen wird. Mein erster Gruß gilt allen denen, bic unterbot Rot unserer Zeit besonders leiden im harten Ringen unrs Dasein, er gilt dem ganzen arbeitenden deutschen Dolle, von dem die schwere Lage unserer Tage und unserer Wirtschaft de- sondere Leistungen fordert, er gilt allen Volksgenossen außerhalb des Deutschen Reiches. Die mit uns durch die große deutsche Kulturgemeinschaft unlöslich üerounben sind. Er gilt besonders den Alten und Kranken, bic voll Sorge einem trüben Lebensabend entgegensehen und er gilt endlich unserer Hoffnung: unserer deutschen Jugend! Dir wollen auch weiterhin gemeinsam streben, durch ehrliche friedliche Leistung unserem berechtigten Anspruch aus Achtung unb Anerkennung bei den anderen Völkern Geltung zu verschaffen unb ben deutschen Namen vor dem ungerechten Makel zu befreien, der heute noch auf ihm lastet. Durch eelbftcdjiung zur Achtung der Well! Durch Selbstvertrauen zum Vertrauen der anderen! Wir wollen danach trachren, in der Entwicklung der deutschen W i r t s ch a ' r unb des deutschen Gemeinschaftslebens jedem einzelnen Stande und Volksgenossen sein tägliches Brot, seinen Anteil am deutschen Kulturgut und seine wirtschaftliche Stellung in der Volksgemeinschaft 511 sichern. Dos Reichsoberhaupt verkörpert den Einig 11 n g s - willen der Nation. Darum reiche ich in dieser stunde jedem deutschen Bürger die Hand. 6> c m e i n f q m wollen wir um unserer treuen Toten, um unserer Kinder und Kmdeskinder willen ungebeugten Mutes den schweren Weg gehen, der uns durch wahren Frieden zur Freiheit geleiten soll." An die Wehrmacht. Berlin. 12. Mai. (Sil.) Reichspräsident von Hindenburg hat an die Wehrmacht folgenden Erlaß g'.richtet: „Das Vertrauen beS deutschen Dolles hat mich an die Spitze des Reiches berufen. Ich übernehme mit dem heutigen Tage nach der Verfassung den Oberbefehl über die Wehrmacht. Mit Stolz und Freude begrüße ich Heer und Marine. Ich habe den Werdegang der Wehrmacht in der Stille von Hannover beobachtet. Geradeaus und unbeirrt ist sie dem deutschen Volke den Weg vorangegangeu, auf dem allein der Wiederaufstieg liegt: Durch harte Zucht und Treue auch im lle nsten aufwärts und zum Erfolg. 3m alten Sinne für Pflicht und Opfer liegen ihre Wurzeln, Sie handelt aber in der Gegenwart und Zukunft im Dienst au Doll und Staat, getreu ihrem Eid und den Aufgaben, die ihr die Verfassung stellt. Mit ernster Zuversicht vertraue ich auf die deutsche Wehrmacht bei meiner Arbeit für des Vaterlandes Ruhe und Gedeihen. Berlin, 12. Mai 1925. Reichspräsident v. Hindenburg. Der Reichswehrminister: Dr. Geßler." Die Glückwünsche der fremden Souveräne. Derli n. 12. Mai. (WTD.) Beim Reichspräsidenten v. Hindenburg sind bereits eine große : Aruahl von Glückwunschtelegrammen aus dem 3'nlanLe und Auslande eingegangen. Der Bundespräsident der Republik Oe st erreich Harnisch telegraphierte. Anläßlich deS Antritts Ihres hohen verantwortungsvollen Amtes bitte ich Eure Exzellenz, meine wärmsten Glückwünsche cntgegenzunehmen. Der Kaiser von Japan telegraphierte: In dem Augenblick, in dem Eure Exzellenz das Amt des Präsidenten des Deutschen Reiches antreten, liegt mir daran. Ihnen die wärmsten Glückwünsche auszusprechen, womit ich zugleich die besten Wünsche für Ihr persönliches Wohlergehen wie auch für das Gedeihen Ihres Landes verbinde. Bofhito, Kaiser von Japan. Der König von Schweden sandte folgendes Telegramm: Zum Antritt Ihrer hohen verantwortlichen Stellung als Reichspräsident spreche ich Eurer Exzellenz aufrichtige, warmempfundene Glückwünsche aus. zugleich für das Wohlergehen des deutschen Bolles, gez. G u st a f. Der König von Dänemark telegraphierte.' Anläßlich Ihrer heute stattfindenden ilebernahme der Reichspräsidentschaft spreche ich Ihnen die aufrichtigen Glückwünsche für die Ausübung Ihres hohen Amtes zum Wohle Ihres Landes und Boltes aus. gez. Christian. Rex. Der Reichspräsident von Finnland telegraphierte: Im Augenblick, da Eure Exzellenz den höchsten Würdenposten bei- Deutschen Republik antreten, beehre ich mich, für das persönliche Wohlergehen Eurer Exzellenz sowie für die Zukunft Ihres Daterlandes die aufrichtigsten Glückwünsche auszusprechen. gez. Relander. Der Präsident von Argentinien sandte folgendes Telegranrm: Eurer Exzellenz spreche ich namens des argentinischen Dolles und seiner Regierung meine Glückwünsche dazu aus. daß Ihre Mitbürger Sie ausersehen haben, den Geschicken Ihres Vaterlandes vorzustehen, und möchte meine aufrichtigsten Wünsche für den Erfolg bei der Ausübung des so hohen Amtes zum Ausdruck bringen, gez. de Alvear, Präsident von Argentinien. Der ungarische Reichsverwesec Admiral Horthy Hal bereits vor mehreren Tagen dem Reichspräsidenten zur Wahl die herzlichste^ Glückwünsche ausg'sprochrm Der Reichspräsident und die deutschen Länder. Berlin, 12. Mai. (WB) Am Mittwoch teitb eine Abordnung des Reichsrats. >estehend aus dem Staatssekretär Weismann vo n preußischen Slaatsministerium, dem bayerischen Bevollmächt.giere von P reg c r und dem braunschweigischen Bevollmächtigten Bode n. dem Reichspräsidenten die Glückwünsche des R e i ch 2 r a t s überbringen. Staatssekretär Weis- mann wird dabei als Bertreter des größten i en sicher. Landes ein? kurze Begrüßungsansprache halten. Der Reichspräsident wird ferner am R itwoch 6en preußischen Minislerprä- identen Braun in Begleitung des Slaats- sekre ärs W e i s m a n n empfangen. Wie wir . eiter hören, ist vorgesehen, daß der R e i ch s p r ä s ident am Donnerstag nachmittag dem preußischen Mini st erp ras identen Braun einen Gegenbesuch im preußischen Staatsminifterium abstatten wird. Bei dieser Ge- legenheit wird der Reichspräsident auch gleich- eisig sämtliche stimmberechtigten Mitglieder des icichsrats begrüßen Frankfurts Einladuntz an den Rei spräfidenrsn. Frai..iurt a. M. 12. Mai. An den ,eia/spräfidenten v. Hindenburg sit anläßlich .incr Amtsübernahme seitens der Stadt nach- .igendes Telegramm gerichtet worden "* ..Die Stadt Frankfurt a. M. entbietet Ihnen, hochverehrter Herr Reichspräsident, zu, lieber* nähme IhreS hohen Amtes die aufrichtigsten Wmrsche. Mögen in* ter Ihrem Wirten an höchster Stelle des Reiches alle Glieder des in der jungen Republik geeinten deutschen Dolles sich zum Gan- ■n verbinden und kraftvoll danach trachten, die inigkeit zu festigen, die Wohlfahrt zu fördern md das Ansehen nach außen zu mehren. Hierbei wiederhole ich, entsprechend einem ,chvre früher geäußerten Wunsche von Magistrat und Stadtverordneten-Dersammlung die ergebenste Sitte, der Herr Reichspräsident möge, die Der-- bindung der Z e n t r a l rc g i e r u n g mit West und Süd immer fester zu fügen, alljährlich für bestimmte Zeiten Sih und Aufenthalt in d e n M a u e r n unserer Stadt nehmen, die 50 Jahre lang Sitz des Präsidiums des Deutschen Bundes war und damit zum Symbol der inneren Einheit aller deutschen Stämme geworden ist. gez.. Landman n, Oberbürgermeister '' Dr. Simons verläßt Berlin. Berlin, 12. Mai. (WTB.) Aus dem Bureau des Reichspräsidenten wird mitgeteilt: Der bisherige Stellvertreter des Reichspräsidenten Simons hat sich heute nachmilag 4 Uhr mit dem fahrplanmäßigen Zuge nach Leipzig zurückbegeben. Zur Verabschiedung am Zuge hatten sich der Reichs- f a n 31 e r, der Präsident des Reichstages Lobe, Reichswehrminister G e ß I e r , Staatssekretär 51 e m p n e r sowie der Chef und die Referenten des Bureaus des Reichspräsidenten eingefunden. Staatsf^retär Meißner überbrachte Dr. Simons herzliche A b f ch i e d s g r ü ß e Hindenburgs. Aus dem Finanzausschuß des Hessischen Landtags. Hessens (Glückwunsch sür Hindenburg. Darmstadt, 12. Mai. Der Finanzausschuß des Landtags erledigte in seinen heutigen Beratungen nur Kap. 108 (Finanzministerium). Hierzu lag ein Antrag Dr. Leuchtgens zu Tttel 1 des Kapitels vor. wonach von den in akademischer Stellung (Gehaltsgruppe 10 und höher) eingestuften Beamten (im ganzen 47) 11 Stellen zu streichen sind, da bei der Abteilung 1 (Steuerwesen), der wesentlichste Teil der Aufgaben auf das Reich übergegangen und in Abteilung 4 (Finanzwirtschaft und Eisenbahnwesen) gegenüber 1914 in Wegfall gekommen ist. Da 1914 die Verwaltung mit 34 akademischen Beamten in der Zentralverwaltung geführt worden ist. muh sie heute bei stark verringertem Umfang mit 36 in den akademischen Gehaltsgruppen auch zu bewälligen fein. An dieser Beweisführung beweist die Tatsache nichts/ daß 1925 unter den in akademischer Stellung befindlichen Beamten 13 ohne akademische Dor- bildung eingereiht worden sind. Es sind zu streichen: 2 Staatsräte. 4 Ministerialräte, 3 Bor- tragende Räte, 2 Oberrechnungsräte. Außerdem sind 11 mittlere und Unterbeamtenft eiten zu streichen. Die Aushilsslosten für 36 Kräfte in Höhe von 56 680 Ml. find um 50 Prozent herabzusetzen und die ^Zahl der 'Aushilfskräfte entsprechend zu vermindern Der Antrag wurde von dem Abg. Dr. Leuchtgens begründet; die Regierung wies ihm gegenüber auf die Steigerung der Arbeitslast hin. so daß kein Beamter entbehrt werden könne. Der Anttag Dr. Leucht- genä wurde sodann gegen 5 Stimmen abgelehnt und das ganze Kap. 108 gegen 5 Stimmen angenommen. Gegen Schluß der Sitzung hielt der Präsident des Ausschusses Abg. Delp (Soz.) nachstehende Ansprache: „Meine Herren! In der gegenwärtigen Stunde leistet der neugewählte Reichspräsident, Herr Generalfeldmarschall v ck n Hindenburg, in die Hand des Reichstagspräsidenten den Berfassungseid mit dem Gelöbnis, die Verfassung der Republll nicht nur anzuerkennen, sondern sie auch nach innen und außen zu verteidigen. Ich beglückwünsche den Herrn Reichspräsidenten zu seinem hoben und schweren Amt und verbinde den Glückwunsch mit der Hoffnung, daß es ihm in gemeinsamer Arbeit mit der Reichsregierung, dem Reichstag, den ßänberrcgicrungen und Landes- Parlamenten gelingen möge, die schweren Ausgaben. die der Zukunft harren, zum Wohle der Ration und des Dolles durchzuführen. Möge es ihm gelingen, den sozialen A.ü s g l e i ch herbeizufuhren, der notwendig ist, um die Einheit des Reiches zu wahren und ein gemeinsames Zusammenarbeiten aller Deutschen zum Wohl der Wirtschaft,, der sozialen Gerechtigkeit zu erreichen. Dies auszusprechen war mir. als dem Präsidenten des Finanzausschusses, ein Bedürfnis, zumal der Landtag zur Zett nicht versanunelt ist." Staatspräsident Ulrich „3m Rainen der Regierung schließe ich mich dem Glückwunsch und den weiteren Wünschen des Herrn Präsidenten des Finanzausschusses an und spreche die Hoffnung aus, daß alles, was er gesagt hat, in Erfüllung gehen möge." Präsident Delp: „Meine Herren! (Sie haben sich zu Ehren der weihevollen Stunde von Ihren Sitzen erhoben, ich danke Ihnen und schließe hiermit die Sitzung." Die Besprechung des preußischen Etats. In dcr DienstagZsitzur.g Landtags findet ber Zenttumsantrng, einen Betrag von 20 Mil- litnen Mark als Beihilfe: f ü 1 den Wohnungsbau für minderbemittelte, kinderreiche Familien zur Derf. gung su stellen, einstimmige Ann ahme, dazu eine Entschließung, daß für Wvhnungsbauten su ■ minderbemittelte Familien Schwei tttegsverlctzte.. insbesondere e.bi'ndeter Krieger die zu gewährende Hauszins ^nerbnpo- thet bis zu' 90 v. H. der Gesamttosten bzw. 100 v H. der reinen Baukosten betragen tann. Hierauf tritt das Haus in bre allgemeine politische Besprechung zum Haushaltetat ein. Abg. Dr. Waenting (Soz.1: In lieber- einstimmung mit allen Parteien halten auch wir die Hinzuziehung der Hauszins st euer zur Deckung allgemeiner Ausgaben der Staatsverwaltung sür ganz ungerechtfertigt und lehnen dies ab. Hinsichtlich der Gewerbesteuer wäre immerhin zu erwähnen, ob ein Teil dos Mehrectrags für den Staatssäckel reserviert wrri'nr tann. Was uns nottut. ist eine Ermäßigung der Reichssteuern. besonders der ttmtaysteuer. Abg. Hoesch (Dtschntt.): Der heutige Tag ist für uns ein einzigartiger (Sebenttag. Am heutigen Tage hat der Generalseldmarschall v. Hindenburg den Eid auf die Reichs- verfafsung abgelegt. (Ruf des Konununisten Eberlein: Massenmörder! Ordnungsruf des Vizepräsidenten v. Kries.) Wir wünschen, daß jetzt im Deuts cheu Reiche eine Zeit des Ausbaues und des Ausstieges b?g'nnen wird. (Beisall rechts.) Erfreulich ist, daß die Länder nach dem Steuergesehwerk des Reichskanzlers Luther das Zuschlagsrecht erhalten sollen. Die Einheit des Reiches war nie fester begründet * als zu der Zeit, als die Länder ihren Etat fest in der Hand hatten. Es muß alles daran gesetzt werden, um im Reich ein brauchbares Bewer- tungsgesch zustande zu bringen. Zur Deckung des Fehlbetrages scheint der Minister an neue preußische Steuern zu denken. Man hört, daß eine Inflationsgewinnsteuer erhoben wird. Eine solche wäre doch nur eine weitere Aufwertungssteuer und somit eine wettere Un< gerechtigleit. Der Minister wird im neuen Finanzjahr vom Mittel der Steuer st undung noch wett mehr Gebrauch machen müsien als im letzten, wenn die Wirtschaft nicht erliegen soll. Die Landwirtschaft bedarf des Kredites. Eine einheitliche Bewertung des Grundbesitzes zu steuerlichen Zwecken ist eine unumgängliche Äotwendigkeit. Die heutige Unstetig- kett der Taxen ist untragbar. Der Ertragswert ist gegenüber dem Dermögenswert auf den verschiedenen Böden um 20—50 Prozent zurückgegangen und das trifft besonders hart gerade die bäuerlichen Besitzungen. Die preußische Wirtschaft und auch die preußischen Rechte müssen beim Reich anders vertreten werden als bisher. (Beifall rechts.) Abg. Dr. Schmedding (Ztr.) begrüßt es, daß die Staatsschuld in Preußen verhältnismäßig gering ist, ebenso wie der Zinsend renst. Die Antelle der Länder an der Einkommensteuer sollen nach den Borschlägen der Reichsregierung herabgesetzt werden. Die Ausfälle hieraus müssen aufgebracht werden. Cs muß ein Weg dazu gefunden werden, ohne daß Grundsteuer und Hauszinssteuer allzu stark belastet werden. Die Entschädigungen Preußens durch das Reich könnte größere Summen erbringen, als veranschlagt wurde. Der Landtag solle endlich anfangen. sparsamer zu wirtschaften. Weniger Ausschußsitzungen wären ein geeignetes Mittel. Mittwoch Fortsetzung der Aussprache. Neue Vertuschungsversuche Polens. Rach einer der „Danziger Allgemeinen Zeitung" aus durchaus zuverlässiger Quelle von aus; wärts zugehenden Meldung ist man in Polen feit den letzten Tagen besttebt, an der Strecke Marienburg — Schneide mühl, soweit sie durch polnisches Gebiet geht, die Beweise i h r e r Verna ch l ä s s i g u n g zu beseitigen. In den letz- t e 11 Rächten wurde fieberhaft daran gearbeitet, die schadhaften Schwellen auszuwechseln, um so unangenehme Feststellungen unmöglich zu machen. Es ist zu hoffen, daß die vom Schiedsgericht für den Durchgangsverkehr durch den Korridor angeordnete Untersuchung Klarheit schaffen und die Vernachlässigung der Strecke, durch die das Unglück bei Stargard ermöglicht wurde, vor aller Welt fest gestellt wird. Die französische Antwortnote. Keine Räumung Kölns? — Alliierte Besprechungen Paris, 13. Mai. (121.) Der „Biotin“ bringt in seiner zweiten Morgen-Sonderausgabe einen Aufsehen erregenden Artikel Sauerweins über die Tlotenentwürse der französischen Regierung. Sauerwein schreibt, Frankreich und England seien sich einig geworden, in der Kontroll-Note die minder wichtigen Verfehlungen Deutschlands beiseite zu lassen, um so größeres Gewicht auf die aus- schlaggebenden Verstöße zu legen. Da Deutschland längere Feit brauche, um alle verflöße abzustellen. feC es unwahrscheinlich, daß Köln noch in diesem Jahre geräumt werden könnte, es sei denn, daß die Reichsregierung ..einen ganz außergewöhnlich guten Dillen" an den Tag tege. In dem gestrigen M i n i ft e r r a t sind zwei Roten-Entwürfe über b i e Kontrollfrage und den Sicherheitspakt ein« stimmig gutgeheißen worden. DleMorgen- breife macht über den Inhalt der beiden Dokumente nachstehende Angaben. Das Schriftstück über die Abrüstung enthält drei Teile: 1. eine Darlegung des französischen Standpunktes. der dahin, geht, daß die Bestimmungen des Bcrsalller Vertrages und hie Verordnungen der Berliner Interalliierten Mllttär-Kontroll- Kommission absolut erfüllt werden müßten. 2. eine ausführliche und ins einzelne gehende Darstellung der Maßnahmen zur Au s fü h- r u n g der Dertragsbestttnniungen. 3. eine Aufste11ung der deutsch en Verfehlungen, wie sie durch die Interalliierte Kontroll-Kommission und nachträglich durch Marschall Foch feslgestcllt worden seien. Dem französischen Gegenentwurf lägen dieselben Gedanlengänge zugrunde, wie dem englischen Memorandum. Die bestehenden Meinungsverschiedenheiten bezögen sich nur auf den Gang des Verfahrens. das eingeschlagen tverdcn müßte, damit Deutschland sich endgültig den Vertragsbestimmungen anpasse. Dcr französische Gegenentwurf über die Kontrollfrage wurde bereits am Moittag dcr britischen Regierung überreicht und wird zur Zeit vom Frreign Office ausgearbeitet. Es sei bereits mifgeteilt worden, daß ein voMcin'ig'.s Einvernehmen in allen Punkten zustande kommen werde. Der französische E'.ttwurf wurde außerdem gestern abend sämtlichen Mitgliedern der Botschafter- Konferenz zugeste 1 . Die Botschafter-Konferenz werde sich unmittelbar nach Eintreffen der englisch:n Antwort am Freitag in einer offiziellen Vollversammlung damit besassen. Der Antwort-Entwurf auf das deutsche E icherhcils-Angebot ist nach den Blättern ein Dokument von hervorrageitder Bedeutung, Zwei Abschriften davon wurden gestern dem brttischen und dem belgischen Botschafter zur Kenntnisnahme überreicht. Die französische Antwort soll erst nach Herbeiführung eines vollständigen Einvernehmens zwischen den Alliierten über den Wortlaut nach Berlin abgesandt werden. Das französische Dolument sei in einem Geiste dcr Großzügig'eit und der Klarheit abgefaßt. Wett davon entfernt, den deutschen Sichrrheitsvorschlag als unzugänglich abzulehnen, bekunde Frankreich seinen ausdrücklichen Wunsch, mit dem ehemaligen Gegner gemeinsam jede Garantie für den Frieden ausfindig zu machen. Rach Ansicht der französischen Reg'erung sei das deusiche Angebot nur dann von Wert, wenn es die Klauseln der bestehenden Verträge wie auch Die Abmachungen des rheinischen Desatzungsabkommens nicht nur bekräftige, sondern auch ausdrücklich von neuem garantiere Der Abschluß des in Aussicht genommenen Sicherhettspaltes Dürfte selbstverständlich den Interessen Polens und der Tschechvflv-pxrkvr vtDW den geringsten Schaden verursache« Der Vertrag könne erst nach Auf nah«« Deutschlands in den ‘Bölfecbxtxfi unterzeichnet werden. / Ueberreid)ung der EnLwaffnungsnote in 10 Tagen. Paris, 13. Mai. (WLD. Funkspruch.) gewissen, der französischen Regierung uahchehe»- den Kreisen wird erklärt, daß die Aote der alliierten Regierungen über die EntwafftumgL- frage und Räumung der Kölner Zone «in sehr langes Dokument sein werde, das in etwa zehn Tagen in Berlin überreicht werde. Aankreichs Zinanzreform. Ca llaux' Bericht vor der Kammer. Paris, 12. Mai. (LU.) Caillaux hat heute der Finanz ko mm isiion der Kammer berichtet. Aus den ausführlichen Mitteilungen über die Verhandlungen geht hervor, daß derVe-sam t fehl- bet r a g für 1925 nahezu 4 Milliarden beträgt Davon waren 1.150 Mill. Franken von beni letzten Kabinett an Einnahmen zuviel berechnet. Caillaux ist der Ansicht, daß die Daweszahlungen ausschließlich der Wiederaufrichtung bei verwüsteten Gebiete und zur Amortisierung der interalliierten Schulden verwendet werden dürften. Wittere 1.240 Mill, hat die Regierung auf die Pension für d i c Kriegshinterbliebenen zu verwenden. Zur Umordnung des Postverlehrs wurden 244 Millionen Franken erbeten, die nach Ansicht des Finanzministers auch in das Budget auszunehmen sind. Das Schatzamt soll außerdem durch eine völlige Reuorgan isierung der Eisenbahn entlaftet werden. Die Regierung wird in allernächster Zeit mtt einer durch die deutschen Zahlungen garantierten Anleihe sämtliche noch ausstehenden Schadenersatzansprüche zu befriedigen versuchen. Zur Deckung des Defiztts für 1925 schlug der Finanzminister folgende Maßnahmen vor: Straffere Handhabung der allge-- meinen Einkommensteuer, ohne daß eine Erhöhung der Satze in Aussicht genommen sei, Heraufsetzung sämtlicher direkten Steuern, gewisse Berichtigungen der inbireften Steuern, Erhöhung der Tabaksteuer. Schaffung einer staatlichen Rückversicherungskafse, an der sich Die Versicherungsgesellschaften mit 50 Proz. beteiligen müssen. Die neuen Steuern werden 1925 noch feinen vollen Ertrag abwerfen. Das Schatzamt werde bis 30. Llovember für alle Verpflichtungen des Staates aufzukommen haben. , Aus Stabt und Land. Gießen, den 13. Mai 1925. Die hessische Schulpolitik und der 12. Mrn. - nut !««" ^'sic «rfi»1 L*»"01 Ätz «ch airrnes £ ■ itüttsindr^ i iude zuin - Preußens I >er langes ' -- $ e hi 3 weitet lflr. Li- °»rd ilie meiW* iÄn imvc "Zudc fall=. g ferner müp J. bis beute linsgeiabr be cchWer 2d. n W VÄ 0 Autr sül'ungen it tchMt granffi jidzu semrrdi L a. mit Llntra noid-Wseld Steeden ®i«n ^Mtlbach-^e! (gen. der t haus Hauptversammlung. D eutf chnat io reale i: sauren Salze aus dem Körper schaU. Der echt« ist Amt nah- Or.S verreh Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: 8 Uhr „Rose von Stambul". — Deutschnationale Dolkspartel: 8* , Uhr Gewerbe- sich noch verstärkt unb auf die brttischen Ins?ln ausgedehnt. Die Aordmeerstörung ist aber in Skandinavien auf Widerstand gestoßen und zieht nördlich ab, ohne Einfluß auf unsere Witterung Hairdlungsgehilfen--Verband: 8' Uhr Monats' Versammlung. I Leibwä. 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Regierung unter dem sozialdemokratisch":i ch'.inister- präsidentcn Braun uim dem^ den-.e^ .sch 'n Kultusminister Becker für alle Schulen P r c_u - ßens angeordnet, daß der derawürdige Tag schulfrei sei. aber in den Schulen Feiern ftattzusinden hatten, in denen die Schüler über die große B:Deutung dieses Ereignisses für das Vaterland zu unterrichten seien. Bei uns in Hessen war das natürlich nicht nötig. Unsere Jungen und Wädel sind ja so tlug und weise und geistig so ausgezeichnet auf die wichtigen Vorgänge im Deutschen Reiche eingestellt, daß es sich erübrigte, Schüler und Lehrerschaft am gestrigen Tage auch noch zu Schulfeiern zusamrnenzuführen. So dachte offenbar die hessische Regierung, als sie anordnete, daß der Schulunterricht am 12. Mai ausfalle, von Schulfeiern, auf die sich manche Schulen nach Bclanntwerden des preußischen Beispiels schon gerüstet hatten, aber kein Wor! sagte. Wir wissen nicht, ob das Wort „Schulfeier" bei bestimmten Gelegenheiten auch im Sprachschatz bet hessischen Regierung zu finden ist. Oder vielleicht sagten sich die Darmstädter Stellen, die Iugent müsse doch auch mal gründlich Gelegenheit hc^en das schöne Maiwetter voll und ganz in Frechett zu genießen, und dazu sei der gestrige Tag am geeignetsten. Wer nun meint, die Unterlassung der Schulfeiern am gestrigen Lage sei doch aber nicht zu vereinbaren mit der Anordnung derselben Regierung anläßlich des Hinscheidens des früheren Reichspräsidenten, dessen Andenken si< ganz richtig in Schulfeiern ehren ließ, der hat eben gar leinen Dunst von der unübertreft- sichen politischen Klughett, die im Darmstädter Ministerium waltet. Wie tann so ein Zeitgenossi verlangen, daß stets mit gleichem Maß gemessen wird? Wenn er die Unterscheidung nicht Der* steht, über die er jetzt verstimmt ist. dann ist das nattirlich seine Sache, darum braucht man sich doch in Darmstadt nicht zu kümmern. Ss ein bißchen „Heute Io, morgen fo' ist jetzt eben modern. Die politische Kleinllchkett -"iß ihr Da« fein doch auch mal bekunden. Und damit mag sich Plagt Sie Rheuma oder Gicht, so ist Ihnen der Gebrauch von Uroga-Exttakl anzuraten, der die Schmerzen lindert und die Harn- Dr. Oetker's Nur 4 Pfennig kostet MA6GI Fleisclibrüh-WBrfel A ,,MAGGI« goto, sparsame Küche” 4XHI) Empfehlungen 4887a Seltersweg c.1 Mäßige Preise. Lagerbesuch erbeten. FreundLBedienung. «is 4898D gesucht. Tel. 240 auch nachts Großes jStellenän geböte] { Mietgesuche~| <*-d gefntbi. 5 ist frei. finb will- behandelt ben ani Grün* welch, i. Fein backeret bewandert ist, sofort mnVai'chotatzt.Per fonen- u. Lastwagen zu veruiieien. Lchrilli. Angebote unter 47630 an den Gießener Anzeiger. Mann". Der Eintritt fomnicn. Der Dortrag I auch 2 Zimmer einfach möblier, von jungem Kaufmann ge>- Lchr. Anaeb. il 04225 a. d. Gieß. Anz. Dr. Steinreich verreist am 16. 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Der besseren Bahnverbindung wegen wurde die Dandcrstrecke umgekehrt, wie sonst Üblich, begangen, und so begann von Münch- Haufen au6 der ziemlich kräftige Tlussticg aus den Berg, der noch deutlich Spuren ehemaliger Befestigung zeigt. Leider war die sonst so herr- Iid)c ^lusticht von der Höhe durch den herrschenden Debet stark beeinträchtigt. Äachdem noch teilweise dem alten Kirchlein eine gebührende Besichtigung zuteil wurde, erfolgte der Meiter- marsch durch den im schönsten Maiengrün prangenden Burgwald über den Sattelten! und die Geicrshöhe zur Stirnhelle. In bösem Zustande waren unterwegs die Waldwege, die durch den vorher niedergcgangenen Degen sehr ausgeweicht waren, und mancher der Teilnehmer machte in fünftem Gleitflug intimere Bekanntschaft mit dem Boden als ihm lieb war. Da inzEtschen die liebe Dr. Oetker’s Vaniile-Sauccnpulver. Dr. Oetker's Rote Grütze ist überall zum Preise von 12 Pfg. für das Pickchen ze haben. 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Klaffe 2,2 Pf. für das Kilometer Für die ganze Zugstrccke find mindestens 330 Mt. zu entrichten. 3n der C-effent» lichkeit ist vielfach die Meinung verbreitet, bah von der Srhöhuvg deS Fahrpreises für Iu end- fahrlarten auch die Fahnen zu wissenfchastlichen und belehrenden amilie sucht (Stellung al» Sutsicfrttiirin lAboangszeugniS o. i'nzeumv und bet •'oberen Handelsschule vorhanden» Schr-Angest unter 04230 a.b. (Sielt. flnA- UMAllWUMg! Sceitafl, den 15. Mai. nach«. 2 LIHr, dersteigere ich Mrchenplatz 15, im Laden tue Ladenthekc mit Vlasaufsah und eine • S c r Zapfenstreich des 1 Ball. 15 3nf. -Agls , der heute. Mmwoch. abend A Ehren des von hier scheidcitden Oberst Fett trünfiallel wird, bricht um 9' < Uhr von der Icucn Kaserne auf und zieht durch die Licher 3trafy ? Aaiferallee Ludwigsplat, (Aart enft raste, tote BSue. Schulstraste. Walltorslraste. Ostanlage och dem Landgraf-PhiliPP-Plah IZeughaue- I'Gerne> Bei der am Landgras-Philipp-Plah ’ .iltfindenden Serenade kommen folgende Musi.'- j' iidc )um Vortrag 1. Armeemarsch II, 240 Fuufjcn« Gloria' von ©. Piefke. 2 ^Prinz gen der edle Aitler" von 2L Hllge. 3. Marsch / tr langen Äerte aus . Fridericus Rer" von Th. I 5raa crL 4 Der große Zapfenstreich der Jnfan- rric und .stavallerle von ®. Äohberg • Medizinische Filmwochen an der andesuniversitör. Die chesstsche Bildstelle i «reuet im Einvernehmen mit dem Dekanat der 'Medizinischen Fakultät in Giesten die Einführung nudizinischer Filmwochen an der Landesunioersität L0r. sie wird in Verbindung mit der Aer.ztefchaft !t"« medizinischen Filmwochen aud) in den anderen i.ctabtdn und Landbczirkcn che^sens cinrichteu. " Zu der Bluttat in der Kaplans- >j a I f e, über die Wit am Montag berichteten, "t ferner milzuleilen bah die schwerverletzte Frau ?i. bis heute noch bewusttlos bamiet:erliegt. 2c- I orsgesahr besteht nach wie vor. Der Täter, der echlostcr 2ldam Färber, wurde gestern abend i’t Kassel verhallet ■ O Anträge auf Fahrplan-Verbesserungen in Oberstes fen. Der Landes-Eisen- । ihn rat Frankfurt a. M. tritt am 19. Mai in Frank- futt zu feiner dritten Tagung zusammen. Er hat sich u. a. mit Anträgen des Lommerztenrats Grüne- -j a I b • Alsfeld auf Fahrplanverbesterungen auf den trecken Giesten — Fulda, Giehen—Marburg, mlerbad)—Gebern, chersfeld—2llsfeld zu befd)äf- tijm. Sie erhalten dort uu langfristigen Zahlungen den Verhältnissen und Wünschen des Käufers anpassende Herren-Anzüge, Paletots iu allen Stoffarten, auch nach Maß Damen-Kostüme, Kleider. Kasaks Mäntel, Blusen und Modellen Ladenraste gegen bar. Lerfteigerung bestimmt. Viedea, den 13. Mai 1925. 4S96D Heller, Steuervollzieher, ituffenpferö sRappwallachs lllttschgefchirr mit Zügeln Zederpritschenwagen '"-Ä"1' id 1*2 Zen tu. Tragkraft, verk. preiswert W Schreiner „D i'anback, (Cfcerb.) HnndelSge>ck)äst. 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Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Kameraden Georg Keilig geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, dem 14. Mai, nachmittags 3‘/a Uhr, auf dem Neuen Friedhof und bitten wir um zahlreiche Beteiligung. __ 4910c -r ■ ■ ; ■?. ...'A Die tiefbetrübten Eltern und Geschwister. Klein-Linden, Gießen, Kirch-Göns, den 12. Mai 1925. im 30. Lebensjahr von seinem schweren Leiden durch einen sanften Tod erlöst. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 14. Mai, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehaus, Dammstraße 4, aus statt. 04224 Heute nacht um 1 Uhr verschied unser lieber, guter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Herr Wilhelm Bien Für das Kind Lackspansenschühel 18-20 20-22 6.00 Haferlschuhe 20-22 23-24 Franz Neumeier Fernruf Nr. 1212 4916a Gießen Sonnenstraße Nr. 20 5.00 5.60 25-26 27-30 31-35 3.75 23-24 5.70 -MM) 25-26 5.60 7.00 7.25 Statt Karten Ihre Vermählung geben bekannt Bietzen (Weserstratze 14), den 13. Mai 1925 Ihre Vermählung geben bekannt Gießen (Marburger Straße 74), den 12. Mai 1925. Gießen, den 13. Mai 1925. unterirö Verkäufe mentaler 01213 Lei/naS' kmb, ui bekleide den an Maschinen- hodelspäne gibt unentgeltlich ab. 61238 Grabenür. II. wrW I* i» Anton Balzer- Anna Balzer geb. Kasper- Hermann Fritz und Frau Louise geb. Schuchhardt 2?atiom mit tief Das fir daß sich nicht me Lord C Im Namen der trauernd Hinterbliebenen zeigt dies im tiefsten Schmerz an: Julie Bepperling. m. Dicht L,sollte Welt in ©ießene: Sthroimmorpio. Am Donner, tag, dem 14. Mai, abends 81/, Uhr: Monal^- versamml tng Reltaurat. Boller, Bahnhofitratze. Tagesordnung: L Schwimmsesr, 2. Anschwimmen, 3. Berschte denes- Erscheinen sämtlich- Mitglied, erwünscht- Der Verstau« Ein erstklassiger, sprungfähiger, 16 Monate alter, Sim- el.ll Gießen. Die Seriengewtnne auf Lose, deren Ar. durch 3 teilbar ist. sind bis zum 23.' ni bei C. Fali<- . Marktpl., erbal l.ch. Zetzt ist es Seit eine Blutreinigungskur zu machen! 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Mai 1925. Die Beerdigung findet Donnerstag, 14. Mai, 27,. UÜtstatt. ; _______ 04241 Altersvereinigung 1869—1919. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Alterskollegen Herrn Georg Keilig geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet statt: Donnerstag, den 14. Mai 1925, nachmittags 37a Uhr auf dem Neuen Friedhof und bitten wir um zahlreiche Beteiligung. Gießen den 12. Mai 1925. Der Vorstand. __ 04228 Alex. Weh alle ft™ IchWen das euti reich gebäre Fü ml ein Wachsend [,e geisti den. 3n aus.Lev Volk iff vergleiche FRANKFURT A.M. fertigen seit Jahrzehnten als Spezialität: LADEN-EINRICHTUNGEN Umbauten, Ergänzungsteile Glasaufsätze, Vitrinen usw. Vertreter für den Bezirk Gießen: Franz Brück, Gießen, Schiffenberger Weg 51 I., Telephon 906. Aeußerst billig! - Verlangen Sie Kataloge! 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Bisher Halle der indische Rationalismus die von Englsnd durch die Montagu-EhelmsforD- Gesehaeb.ulg 1919 notgedrungen bewilligten Zuges! ändnii sc an das Selbstverwaltungsbegehren — s w a r a i — rundweg abgelehnt, teils als un- genügend, teils gefühlsmäßig in der Erregung > der das Blutbad von Amritsar, wo der General 'S-Dir eine Harm- und wehrlose Volksvrrfamm- lunfl mit Maschinengewehren hatte zusammen- schiessen lassen Der Widerstand gegen die englische Herrschaft machte sich schließlich in drei Graden gellend. Mahatma Gandhi, der allgemein verehrte Rationalheiliae. predigte völligen Boykott. non-cooperation, leynte also auch die Teilnahme «in den Wahlen zu den neugeschaffenen Selbstverwaltungskörperschaften ab. Im Gegensatz dazu vertrat sein Freund C. R. Das. Bürgermeister'von Kalkutta, die Obstruktion auf parlamentarischem Boden. Eine dritte Richtung suchte durch Terror nach bolschewistischem Rezept eine revolutionäre Diktatur vorzubereiten. Vermutlich bestehen zwischen allen drei Gruppen unterirdische Verkündungen Die englische Regierung half sich gegenüber der parlamentarischen Obstruktion mk Verwaltungsverfügungen und begegnete den Attentaten mit drakonischen Der- schärsungen des Straf- und Strasprozehrechts. Dor kurzem nun ist zwischen den Swarajisten und der Unabhängigleitspartei, die sonst stets al- nationalistischer Oppositionsblock vereint gegen die Regierung standen, eine Spaltung eingetreten, so daß zum ersten Male ein Budget aus normal gesetzliche Weise das Licht der Welt erblickt chat, anstatt vom Dizekönig oktroyiert zu werden. Ferner erließ Das ein Manifest, in dem er vor allem Iungbengalen ermahnte, terroristische Gewaltakte zu unterlassen, und zwar auch dje Gewaltsamkeit der dagegen gerichteten Unterdrückungsmaßregeln beklagte, aber doch zu erkennen gab, daß die Ziele seiner Partei über Gleichstellung Indiens mit den Dominien, also im Rahmen des britischen Weltreichs, nicht hinaussingen. Auf diese Absage an die Revolution yat der Staatssekretär für Indien Lord Birkenhead im Oberhause das außerordentliche Derwaltungsstrafverfahren mit dem gefährlichen Charakter der politischen Derbrechen gc- rechtfertigt, die Swaraj-Partei jedoch aufgefordert. aus dem anscheinend beschrittenen Wege sortzufahren. dTrnüt zuerst Ordnung und Sicherheit wkederhergestellt würder. Gandhi hat auf Befragen etwas orakelhaft geantworte, alle Parteien könnten sich an dem Reformwerk „unter ehrenvollen Bedingungen" beteiligen. Wie weit es die indische Intellektualität in der westlichen Kultur gebracht hat, erhellt aus einer Einzelheit, die einer gewissen Pikanterie nicht entbehrt. Als die erwähnte Rede Birkenheads durch die Presse in Indien bekannt wurde, antwortete Das öffentlich darauf, indem er aus Daco von Derulams Essay „Bon Aufständen und Unruhen" folgende Stelle zitierte: „Der sicherste Weg, Aufstände zu verhindern, besteht darin, daß man ihre Ursachen beseitigt: die Ursachen sind von zweierlei Art, große Armut und große Unzufriedenheit!" Der grlehrte Baco war unter Jakob I. Lordkanzler von England, und auch Birkenhead hat einmal dies Amt bekleidet. Das hat also einen Lordkanzler gegen den anderen auSgespielt, und feine Replik kennzeichnet zugleich treffend die Dersehlungen, die England in Indien zur Last fallen. Die indische Äationalbewegv.ng verfügt über viele Personen mit tiefg ünuiger Bildung. Gandhi, Tagore und Das sind keine Ausnahmen. Es ist begreiflich, daß sich ein solches Dolk nach den alten Methoden nicht mehr regieren läßt. Der kürzlich verstorbene Lord Curzon, von 1899 bis 1905 Dizekönig von Indien, wäre dort heute ein Anachronismus In anglo-indischen Kreisen i'l man nicht allzu optimistisch gestimmi. erwartet aber doch mit Spannung den Ausgang dieser politischen Zwiesprache zwischen Kalkutta und London. ä>er Anregung, Gandhi und Da zur persönlichen Der- handlung nach London einzuladen, wird voraussichtlich wenigstens vorläufig nicht stattgegeben werden, aus Etikettegründen. da der B i z e • könig Lord Reading dieser Tag. urlaubsweise in London eingetroffen ist. Er soll zunächst die wichtigsten Probleme mn der Zrntralregie- rung erörtern, darunter auch die Beamtensrage Der Indian Civil Service leidet an Personalmangel. Indien ist heutzutage kein verlockender Ausenthalt, das Leben kostspielig, und in England scheint unter der Hand die Meinung zu bestehen, daß die Kolonie über kurz oder lang doch verloren gehen werde. Dazu hat das Buch des pseudonymen Verfassers Carthill „The lost Dominion" viel beigetragen. Die Weiterentwicklung hängt jetzt von den Entschließungen der englischen Regierung, sowie davon ab, ob Das, seine Aufrichtigkeit vorausgesetzt, imstande sein wird, sich beim indischen Dolke durchzusehen. Darüber wird der Ausfall der bevorstehenden Reuwahlen in Indien Aufschluß geben Der Umflanö, daß der Swarajisten- sührer kürzlich zur Wahl von internierten Kandidaten aufgcsordert Hal. wird nicht ohne weiteres als eine Absage an die englische Regierung auszufassen fein. Für Europa haben diese fernliegenden Ereignisse eine nicht zu unterschätzende Bedeutung. Wäre in der Tat eine neu: Aera in Indien in Sicht, so würde England dadurch einer großen Sorge ledig werden und in der europäischen Politik freiere Hand bekommen. Das östliche Gegengewicht In Bukarest hat in den letzten Tagen dir fällige Konferenz der Kleinen Entente stattgefunden, die, will man den ersten Informationen glauben, eine Reihe recht eigentümlicher Vereinbarungen getroffen hat. Dem Charakter der Entente entsprechend, hat etwas anderes freilich auch nicht erwartet werden können. Bisher aber mußte jeder Beschluß oder jedes Ue&crcinlommen der llein-ententistischen Minister als befohlener, unselbständiger Schachzug im Interesse der gesamten Alliierten aufgefaßt werden. In den letzten Rio» naten dagegen tritt auf dem Balkan ein stilles Ringen Englands und Frankreichs miteinander um die vorherrschende Beeinflussung der Staaten im Osten auf. Wie dieses Ringen ausgehen wird, wissen selbst die Pariser und Londoner Götter nicht. Man darf sich darin auch nicht von Zufälligkeiten, so zielbewuht sie auch fein mögen, irreführen lassen, andernfalls die Ergebnisse der Bukarester Beratung als im Interesse Frankreichs liegend und somit als französischer Sieg bewertet werden müßten. Auf der Tagesordnung der Konferenz standen die Abrüstung Ungarn« und vorgeschobene Bestrebungen der Budapester Regierung. allmählich wieder zum Angriff gegen seine Rachbarn zum Zweck der Wiedererlangung geraubter Gebiete überzugehen. Dec Beschluß der alliierten Minister soll nun in einer Warnung an die Budapester Regierung gipfeln, sich die Konsequenzen eines solchen (doch nur von den Alliierten geträumten) Vorstoßes von vornherein klar zu machen. Das ist wahrscheinlich nicht ohne scheelen Blick auf die zeitweilige Verstärkung der bulgarischen Armee angesichts der Dolschewistengefahr geschehen, denn nichts ist den Alliierten ein so großer Dorn im Auge, wie die bloße Möglichkeit einer mih- tärischen Erholung feindlicher Staaten. Daher auch die geteilte Meinung über die Größe jener Bolschewistengefayr, die nach Deneschs und Schach-Ecke. Bearbeitet von W. Orbach Problem Nr. 11. Don 9). Keidansli in Berlin. Schwarz: »decket g h »deckel g h 8 6 5 5 3 2 2 Weiß: Matt in zwei Zügen. Weih: 7 Steine. Ka8, Dd8, Te4, Sd7, Bb5, Bc3, Bg2. Schwarz: 5 Steine. Kd5, Lc2, Ld6, Sc5, Sg4. Partie Nr. 4 gespielt zu Baden-Baden am 19. April 1925. Italienische Partie. Weih: Dr. Tarrasch (Deutschland). Schwarz: Aljechin (Frankreich). 1. e2-e4 Tn7-e5 2. Sgl — f3 2. Sb8-c6 3. Lil — c4 3. Lf8 — c5 4. c2-c3 4. Lc5-b6 5. d2 —d4 5. Dd8-e7 Dies ist eine alte Variante der italienischen Partie, welche sehr wohl anwendbar ist. 6. 0-0 6. Sg8-f6 7. Tfl-el 7. D7-d6 8. a2-a4? 8. al -ab 9. 112-h3. Dieser Zug, dec Läufer g4 verhindern soll, bildet eine Marke für den späteren Angriff. Q 9 0-0 10. Lei - g5 Besser war liier Sa3, Lc2, e3! mit hervorragender Epringerpoßtion. 10 10. 1.7-dH 11. Lg5 — c3 11. De7-d8! 12. Lc4-d3 12 Tf8 —c8 13. Sbl — d2 13. Lb6-a7 Interessant gespielt. Schwarz vermeidet den Zug Sc4, die weihen Figuren stehen sich selbst im Wege. 14. Ddl-c2? 14. e5xd4 15. Sf3xd4 15. Sc6-e5 16. L.d3 — f 1 ? 16. d6-d5! 17. Tal-dl 17. c7-c5 18. Sd4-b3 18. Dd8 - c7 19. Le3-f4 19. rinnen an leibe 0,60 0,57 U.,'675 0.57 u.71 0,78 0.72 0,7-35 0,33 0.32 0,33 0.31 «•/. Preußische lonfoW . . . II,CI 1.63 0.617 11.62 <*. Hessen ....... 0,75 0.75 0.72 0,74 3'/?.. 6t(len........ «•/» Hessen.......... 0.70 — — (1,705 0,706 0,73 0,70 Ternsche -ä'ertb- Tollar-Anl. •.•4.75 94,75 91,75 94.75 ch'v Toll -Lchan.LurreiIng.ri 92.4 02.45 92, M 92,5 <•/, Zolllütten......... 9,-10 9,4 9.5 L°t (Sctbmetifaner . - - 38 — Perllnet Handelsgesellschaft kommen- und Prival-Bank — 137 137.5 13«,75 102,25 102.25 102.25 102,2-'. TarmiL und Nauonaldank . 126.25 125,25 126,25 126,50 Deutsche Bank ..... 125 125 135,25 125,50 Teuische Veretnsbank .... so __ — TtScomo tiommanbü 114.25 114,50 114.50 114.75 Metallbank......... 103.75 103,75 Mitteldeutsche Creditbank . 100 99.75 100 99,5 Lesierreichische CredtknoslaU x 7.9 1 * Gesldank ......... 0.11 0,11 0.225 Bochumer Guß ...... — — 72,5 73 70 70 69.2.5 69,25 Caro .......... . — 72.5 74 73 Deutsch lurembnrg ..... 92 95,75 94.11 95,50 (»ellenlircheiier Bergwette. . 73,5 76 73.5 75 50 Harpener Bergbau...... ÄQHrocttc ÄIcberBleben. . . . 124,25 15. <10 126 16,1 124.75 15,90 126.9 16 «al,wert «Defttregeln..... 10,75 19,78 19.70 19,75 ünurabuffc ...... . 68.25 67 67,50 67.25 Oberdedars .......... 8 7,75 7.KO 7.9 $UÖnu Berg da»....... Rdeinstabl........... Wie beet Montan........ 111 95 91.25 118.25 97,5 94.5 111 94.9 94,9 118,5 96.62 95 TelluS Bergbau. ...... 3,2 3,2 Homburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Vloüb . . . 67.5 70 67,13 71 67.40 70,50 68 70,1 Lheramlsche Werke «(bin . . _ Zementwerk Heidelberg . . . 75.25 75,50 — Philipp Holzmann...... 74,75 74 73,75 74 SlngloHom -tSuone ..... Badische Anilin........ * _ 127,75 125,5 136,50 13K 131,75 136,75 Chemische Maver «lavtzl . . — 0,45 — —* ' Lmkdt ....... 101,50 100,25 102 101 (ürielbemier Electron .... 128 187,62 126,75 127 Höchster Farbwerte...... 127.25 128,75 127,40 127,50 volzverkoblung........ 6.0 7 NülgerSwerke......... — 86 13,6 13,90 k cheideanstoU ........ 120 120 — »Mg. Llekkrijikütr-Sefellschaft 107 107,75 107 'K:S V'-.rgmann ......... 84 85.5 85.75 •Uminfrnfttoerfe ........ 01.25 91,25 — — Cchuckert......... , SO,5 80,75 79,90 81 Siemens & HalSK...... 66,5 68 66.75 68 «blertoertc fllcöet ...... 8 3.10 3 3.10 Taimlcr Motoren. ...... 1,95 4,95 4.90 4.9 tzenllgenstaedt......... 46 46,5 — — u ................ 7 6,6 6.7 6,8 Wlolorenroerft Mannheim — — 101 100,75 frankfurter «rmatoren . . . Konservenfabrik Braun . . . 0,48 1.02 0,5 1.12 1 — 1 Melallgesell'chaft ffrankfutt. kchublabrik Herz ....... Sichet.............. 120 120 — 2,175 2,175 2,2 2.12 3 53 8 53 3.2 52 S.2 62 Zellstoss waldbof...... 12 12 11,SO 11.75 Zuckerfabrik Frankenthal .. tiuderiabnf Wagbäulel - . . 3.90 2,05 4,05 2,975 — 3,1 Kriegsanleihen fehlen die AufwärtSbewegung fort. Die Börse schloß in ruhiger fest er Haltung. Deutsche Anleihen. 5proz. Reichsanl:ihen 0.581. Bankaktien Commerzbank 102,25, Darmstädter Bank 125.25. Deutsche Dereinsbank 80. Disconto- gesellschast 114,50, Dresdner Bank 10525, Mitteldeutsche Creditbank 99.75. Reichsbank 133.50, Oesterrcichische Kreditaknen 7.90. Montanaktien: Deutsch-Lurembnrg 95,75. Harpen er 123. Rbein- stahl 97.50, Kali Aschersleben 16,10, Westeregeln 19,75. Chemische Aktien: Badische Anilin 138. Chemische Griesheun 127,62, Höchster Farbwerke 128.75. Holzverkohlung 7. Rütgerswerke 86 3n- dustrieakt.en: Adlerwerke Kleher 3,10. Aschaffenburger Zellstoss 91. ASG. 107,75. Dyckerhoff u. Widmann 61,75, Cßlinger Maschinen 63. Spinnerei Hammersen 27.12, Hanf Füßen 85, 3nag 1,12, Lahmeyer 75,75. Rheinmetall 7,53, Wanst u. Freytag 90,50, Zellstoss Waldhof 12, Badischer Zucker 2,975, Frankenthalzucker 4,05. Devisenmarkt ctlin—Srantfuri a. M. On Billionen Mott eiitgebriüft. Buenos ?!fit». London. Reu- dort. Japan. Nio de Janeiro für eine Etndeu. Men und Bubapc: für 100000 Einheiten, alle« übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung. 11 Mat 1,'. Mai Amtliche Noti rung Äiiuliche Notierung (»eft Vricf Acld Brief Hmli.-iHon. 168.69 169,11 169,09 Bueii Aircö 1.655 1,659 1.653 1,657 Br» 'Intw- 21,18 21,24 21,21 21.27 Gbrifiianld • 70,81 70,99 70,33 70,51 Mojjenbagcn 79.15 79,35 79,05 79,25 eiodbolm . 112.18 112,46 112,16 112,46 HelniigforS. stlalien. . . London. . 10,565 17.225 10,605 17.2-5 10.565 17.23 10.605 17,27 20,347 20.397 20,367 20,37 Vkunort . . 4.195 4.205 4.195 4.205 Paris.... 21.Kl 21.07 21.91 21.97 Schweiz . . 81 175 81.375 81.175 81,375 Spanien . . 60.99 61,15 60.60 70.76 Japan - . - Rio de ynn. 1.76! 1.767 1.42« 1.758 1,762 0 426 0.419 0.421 Wien ln D-. Ceft. Qbgcfl. 59.055 59,195 69,055 59,195 Prag .... 12.4) 12.47 12.426 12,476 Belgrad . . 6.785 5 885 6,805 6.81 6,83 Budapest. . 3,905 5.HS7 5,907 Bulgarien . 3.05 3,05 3,057 3,01 7 Lissabon 20 375 20,425 20.875 20.425 Danüg. . ■ Konstantia. 60 85 60,95 SO,75 80.95 2 265 2.275 l, 287 2.297 Utbcn. . 7 89 7.91 7.89 7.91 Banknoten. Berlin, 12. Mat. s^eld Brief rimerikanlkche R»le» ..... Belgische Noten . ....... DanUcke Noten........ Englische Noten. ....... Französische Noten ...... Holländische Noten ...... Italienische Noten . . . . Norwegische Noten...... Deutsch Qesterr , Ä100 Krone» Rumänische Noten..... Schwedische Noten ...... Schwerer Noten....... Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . ... 4,178 21,15 78,75 20,327 2i,89 188,28 17,23 70,17 69,04 111,92 si ,09 60,50 w 1.87 4,198 79,25 20,427 21,99 169,14 17,31 69,34 112,48 81,49 60,80 5.89 Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers Berlin. 12. April. Die heutige Börse brachte für Kriegsanleihen eine Steigerung auf 0,67. Während die übrigen heimischen Anleihen in diese Besserung hineingezogen wurden, hatte es den Anschein, als wenn auch für die Effektenmärkte hiervon eine gewisse Anregung auSgmg. Daneben lagen einige weitere anregende Momente vor, die geeignet waren, einer freundlicheren Haltung die Wege zu ebnen. Während aus der Eisen-3ndustrie Berichte über eine leichte Besserung vor lagen, wurden auch auS anderen Branchen ähnlich lautende Meldungen bekannt. Auch die allgemeine Arbeitslage hat nach den vorliegenden Berichten eine Entlastung einer Erkrankung wären. Bereits in früheren Iah- ren bäte er in großen Kohlengebieten an Unluft- gefühlcn gelitten, die sich zeitweise zu krankhaften Störungen steigerten. Er habe daher nach Möglichkeit alle Kohlengebiete gemieden. Mit den Jahre n sei wohl seine nervöse Uebereupfindlichkeit zugleich mit seiner Nutentätigkeit gestiegen und habe den jetzigen Anfall verursacht. Als der Chefarzt von den bewußten Leichen- flecken Hörle, erklärte er, daß ein längeres Verweilen von nur wenigen Stunden in Gelsenkirchen feinen sicheren Tod verursacht hätte. Er behauptete, vor einem ärzlichen Novum zu stehen, das er auf dem nächsten Aerzekongreß vortragen würde. Nach weiteren zwölf Stunden fühlte Sanders sich so weit hergestellt, daß der Arzt eine lieber- führung nach Kifjingen gestattete. Professor von Dapper ist ein alter Freund von Sanders, dem er bereits mehrfach bei nervösen Störungen geholfen hat. Er stellte eine nervöse Erregung des Herz- muskels fest sowie eine allgemeine Schwächung des Organismus und will ihn noch etwa vier Wochen in feiner Obhut behalten. Ich reife morgen nach Kalmikowfkaja, wo meine Anwesenheit dringend erforderlich ist, denn unser Projekt wird jetzt spruchreif und bedarf angestrengtester Tätigkeit. Ich bin, hochverehrte Fürstin, Ihr aufrichtig ergebener , Georg Nagel. Telegramm an Professor von Dapper in Kissingen. Ich bitte, mir vom 23. ab Zimmer mit Salon und Bad zu reservieren. Fürstin Linda Lahory. Vierter Teil. 1. Paul von Gunther hatte als junger (General- slabsoffizier im Weltkriege der Obersten Hereslei- tung angehört und hier sein.angeborenes Organisationslust vervollkommnet. !)a das stark verkleinerte deutsche Heer seinem Ehrgeiz nicht mehr genügte, suchte er eine Anstellung in der Industrie. Zwei Jahre arbeitete er hart und unbeachtet in untergeordneten Stellungen, zuletzt in der Martensschen Flugzeugfabrik in Gotha. Ein Zufall brachte ihn mit seinem Ehef in nähere Berührung, der alsbald seine Begabung erkannte. Jetzt ging es Schritt für Schritt auswärts, und kurz vor der Verhaftung von Martens erhielt er die Stellung als stellvertretender Direktor. Einige Zeit später wurde er durch Vermittlung von Hagen beauftragt, die Fabrik in Gotha allmählich aufzulösen und mit allem Personal nach Kalmikowskaja überzusiedeln. Hier traf er den glücklich befreiten Martens wieder, auf dessen Empfehlung ihm die Einrichtung der Operationsbasis in Archangelsk übertragen wurde. Mit einem Stabe von Gehilfen, der sich aus Technikern, Ingenieuren, Kaufleuten und ehemaligen Offizieren zusammensetzte, trat er seinen neuen Posten an. Auch eine Anzahl sachverständiger und ortskundiger Nüssen teilte Stratosf ihm zu. Nun folgte ein halbes Jahr angestrengtester Tätigkeit. Mitte Juni des nächsten Jahres waren bann alle Vorbereitungen vollendet, und auf eine dringende und ungeduldige Anfrage Nagels schickte Günther folgendes Telegramm nach Urals?: „Ausgänge des Weißen Meeres immer noch von starker Eisbarriere verschlossen. Durchbruch mittels Eisbrechers nicht vor vier Wochen aussichtsreich. Schlage vor, das Nowaja-Semlja-Projekt fallen zu lassen." Drei Tage später trafen Nagel und Stratosf in Archangelsk ein. In den weitläufigen Gebäuden der ehemaligen Arktik-Walfischfang-Gesellschaft war der Etappenhauptort der germano-russischen Nordlandkompagnie untergebracht. Einige gut eingerichtete Fremdenzimmer standen den Leitern der Gesellschaft zur Verfügung, während Günthers Köchin ausreichend für Verpflegung sorgte. Günther holte die Gäste im Auto von der Bahn. Eine Stunde später saßen die drei Herren in einem größeren Zimmer und betrachteten eine detaillierte Karte des Nordpolgebiets. ,^aft dreitausend Kilometer von hier bis Pla- tinia", sagte Stratosf. Es war der gewählte Name für die Fundstelle des edlen Metalls. Die im Delgebiet anzu- legende Jabrikstadt sollte Petrolea heißen, während das gesamte Neuland die Bezeichnung Nova Thule erhielt. „Das bedeutet für unsere Flugzeuge eine fast fünf Stunden längere Fahrzeit als von Nowaja fahren 3m allgemeinen war bic Stimmung cm her Börse freundlich. Der Geldmarkt tnai weiter leicht. Am internationalen Devisen« markt waren keine nennenswerten Veränderung gen zu verzeichnen Paris waren gegen das englische P^und leicht gebeffert. Die Mark notierte in Zürich 123, in Pari» 4.55, in London 20.37. in Amsterdam 59.22',«. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzciger«*.1 Frankfurt a M. 12. Mai. Es wurden notiert: Weizen. »Wetterauer 21,75 bis 24. Roggen, inländischer 20 biS 23,75, Sommergerste für Brauzwecke 21 bis 26, Hafer, inländischer 18 bis 23, Mais (gelb) 20,75 bis 22,75. Weizenmehl, inländische« lSpezial 0) 37,25 bi« 38.75, Roggenmehl 30,75 bis 32,25. Weizenkleie 13,50 bis 13,75, Roggenkleie 14,50 biS 14,75. Tendenz: ruhig. Berliner Produktenbörse. Berlin. 12. Mai Am Produften markt schwächten sich die Preise nur mäßig ab. da das Meblgeschäst weiter schleppend ist. 3n Gerste und Hafer ist daS Geschäst rubtg geworden. Cs notierten je 1000 Kg Weizen (mätk.) 260 bi« 262. Weizen (Mail 264 bis 265, Weizen (3u£l) 260 bis 260.50, Roggen (märt) 223 bi« 227, Roggen (Mai) 225 bi« 224.50. Roggen (3uÜ) 221 bis 222.50, Gerste (märt) 224 bis 240, Futtergerste 198 bis 212. Has er (märt) 214 biS 222. Hafer (Mai) 199 bis 200.50. Hafer (3uli) 199 bis 189. Mais (frei Hamburg) 198. MatS (loko Berlin) 205 bis 209; für je 100 Kg.: Weizenmehl 33.00 bi« 36.50, Roggenmehl 3025 bis 32.75, Weizenkleie 14.80 bi« 15.25, Roggen- flcie 16.20 bi« 16.30, Diktonaerbsen 22.00 bi« 27.00, kleine Crbsen 20.00 bi« 22.00, Futter- erbfen 18.00 bis 20.00, Peluschken 18.50 bis 20.00, Ackerbohnen 19.00 bis 20.00, Wicken 19.00 bi« 21.00. Lupinen (blau) 10.00 bi« 11.50, Lupinen (gelb) 11.25 bis 13.50, ©eiTabellc 14.00 bis 15 30, Rapskuchen 15.20 bis 15.60, Leinkuchen 22.40 bi« 22.80. Trockenschnitzel 10.40 biS 10.60. Torf» mclaffe 9.20. Kartoffelslocken 19.80 bi« 20.20. Zucker 17.60 bi« 17.80. Rundfunk-Programm des frankfurter Senders. (AuS der »Radio-Umschau".) Donnerstag, 14. Mai: 12 Ahr: Rachrichtendienst. 3 und 4 ilfjrj WirtschastSmeldungen. 4,20 Uhr: Nachrichtendienst. 4.30 bi« 6 llbr: Rachmittags konz erck de« Hausorchesters: .Operetten". 6 Ahr: Wirtschafts- Meldungen. 6 bis 6.30 Ahr: Die Lesestunde (Aus lernen Ländern): Aus den „Kalifornischen Erzählungen" von Drei Harte. 6.30 bis 7 ilbn Stenographischer Fortbildungskursus für alle 6 t) ft eine (Diktat von 150 Silben aufwärts). 7 llbr: WirtschastSmeldungen. 7 Ahr. ilcbcrtra- gung aus dem Frankfurter Opernhaus: »Die lustigen Weiber von Windsor". Anschließend; Rachrichtendienst, Wettermeldung, Sportbericht. Darüber herrscht kein Zweifel, daß das Kind vor dem Schulgang unbedingt einer kräftigenden Nahrung bedarf. Geben Sie Ihrem Kinde Kuteke's „Kubeka“, es schmeckt ausgezeichnet, Ist sehr nahrhaft, regt an und Ist leicht verdaulich Schulärzte habe* „Kubeka“ erprobt und bezeichnen es als das wertvollste FrOhstOcksgetrflnk. Holen Sie aus der nächsten Apotheke oder Drogerie ein Päckchen „Kubeka“ Der Versuch führt zum dauernden Gebrauch. Semlja aus", jagte Nagel. „Bis Petrolea sind cs sogar 3600 Kilometer, also gegen 18 Stunden. Eine starke Leistung, die ich unseren Flugzeugführern gern erspart hätte." „Sie werden es machen", meinte Güntbec. „Andererseits haben wir hier das ganze Jahr hindurch die gesicherte rückwärtige Verbindung durch die Eisenbahn, während der in Nowaja Semlja an- zulegendc Etappenhauptort neun Monate lang zu Schiff nicht erreicht werden kann." „Wie dachten Sie sich den ersten Verlauf, falls wir die Expedition von hier aus beginnen?" fragte Stratoff. „Sechzehn Flugzeuge liegen fahrbereit", faßte Günther. _,,'2ßir find uns ja einig, daß aus Gründen der Sicherheit immer nur paarweise geflogen werden soll. Es beginnen zwei Aufklärungsmaschinen als Staffel eins, die Platma aufsuchen und die Stelle der anzulegenden Plattngrube genau festlegen. Sie nehmen nur Benzinvorräte mit. Am nächsten Tage folgt Staffel zwei, die wieder Benzin und außerdem Lebensmittel ladet. Sobald sie in Platina eintrifft, fährt Staffel eins .zurück und bringt Meldung hierher. Dann erst fliegt Staffel drei, bestehend aus den beiden großen Wohnschiffen mit auserwählten Ingenieuren und Arbeitern. Nu» kann Tag für Tag eine weitere Staffel folgen, die abwechselnd Maschinen, Arbeitsgerät, Proviant und Benzin lodet. Auf diese Weise fährt jedes Flugzeug alle sechs Tage hin und zurück, und ich behalte für unvorhergesehene Fälle immer noch zwei Fahrzeuge in Reserve. Wir schasse also täglich zwei Tonnen nach Platina, so daß alles für diesen Platz vorgesehene Material in drei Wochen dort sein wird, einschließlich der großen Funkenstation, die nach ihrer Aufstellung einen direkten Verkehr hierher ermöglicht. Wollten wir dagegen warten, bis das Fahrwasser nach Nowaja Semlja frei wird, so können noch sechs Wochen vergehen, bevor die erste Staffel abgeht. Da nehmen wir lieber den etwaigen Verlust einiger Maschinen mit in Sauf, der bei der großen Strecke von fünfzehn Stunden Flugzeit natürlich viel eher zu gewärtigen ist.- (Fortsetzung folgt) k k * ür. med. A. 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