Nr. 135 Erstes Blatt 175. Jahrgang Zreitag, 12. Juni,925 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertag». Beilagen: GteßenerFamilienblLUer Heimat im Bild. Monat, «vezu-rpreir: 2 (Bolömark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernfprech'Anschlüsfe: Schriftleitung 112, Verlag undVeschäftastelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten LnjeiaerOieben. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vrnü und Verlag: vrühl'fche Univerfitüts-Vuch' und Steinörudcrei R. Lange in Liehen. 5chnftleitnng und Sefchästsstelle: Schulttrahe 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede'BerbindlichKeit. Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite orllich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Re» Klame-Anzcigen p 70ai ..De und Matschall Lyautey zusammen gea beste: und sind um 4 11 br im Auto nach Fez abgercjl. Freitag wird Painlevö dazu benutzen, um der Front einen Besuch abjuftatten. Am 2w.nd fährt et wieder nach Rabat zurück. Französische KonLrollkommisfionLMttgl c nach Marokko. Paris, 12. Juni. (T. U.) Die Mitglieder der oarlamentarischen K o n t r o 11 k o m m i s - sion für Marokko reifen beute nach M r stille ob von wo sie sich nach (TiyaManta eh., \n werden. Die Reise hin und zurück La,. : iir acht Tage. Ebenso lange wird der Aufenthalt in Marokko dauern. Das französisch-spanische Zusammengehen. Paris, 11. Juni. (WTB.) Nach einer Havas- Meldung aus Tetuan hat General Prim o d e Rivera einem Sonderberichterstatter l>: r spanischen Zeitung ,„El Liberal" erklärt, er befände sich seit einigen Monaten in ftänöiger Fühlung mit Marschall Lyautey. Die Verständigung, die aus der Madrider Konferenz erzielt werde, werde in keiner Weise die in .straft befindlichen Verträge ändern, sondern den Geist und den Buchstaben des Vertrages vom II Dezember sowie de,-, ißroti Algeciras-Konserenz achten. Da dir gegenwärtige Lage nur eine Episode des gesamten Planes c nes jeden der beiden Länder fei, habe England kein Interesse daran, in die Konferenz ein« zugretsen. Strenge Unterbind mg des Waffen* schmuggels, effektive und energische Blockade der auf» ständischen Stämme, eine ständige Akiion der Flieger, uni die Feldarbeit und das SOhasten von Handelsmärkten zu verhindern, fei das wirksamste und wahrscheinlich das einzige Mittel, das dazu führen könne, die Rifleute zu veranlassen, den Frieden anzunehmen, den man die Verpflichtung habe, ihnen aufzuerlegen. Franzosen und Spanier würden zwar in Uebereinstimmung, aber wahrscheinlich jeder unabhängig in ihrer eigenen Zone vorgehen. Englische Beunruhigung über die französische Niederlage in Marokko. London, 12. Juni. (TU.) Hier herrscht die Auffassung vor, daß die offenbare Niederlage der französischen Waffen notwendigerweise cme Rückwirkung auf die Haltung der gesamten Ein- geborenenbeoölferung Afrikas fjabe. Daraus ergebe sich die Notwendigkeit der Haltung Englands, das an einem Erfolg der großen nordafrikanischen Kolonialmacht in Marokko indirekt interessiert sei. „Daily Telegraph" schreibt an leitender Stelle, die nationale Bewegung, deren Führer Add el Krim ist, ist eine Angelegenheit ernster Beunruhigung für jede norbofri» konische Kolonialmacht. Seine Erfolge unb dos Scheitern seiner Bekämpfung haben jein Prestige sehr erhöht und ihn zu einem Helden und N a - tional. Heros gemacht überall dort, wo hammedaner im Streit mit der europäischen Zivilisation sind. Waffenhandel in Afrika und am Persischen Golf. Genf. 1L Juni. (TU.) Die allgemeine Kom- Mission der Waffenhandelskonferenz setzte hevte nachmittag die Grenzen derjenigen Gebiete fest, in denen der Waffenhandel nur unter besonders scharfen Ausnahmebestimmungen erlaubt fein soll. Es handelt sich hierbei um eine Reihe von Kolonien in Afrika, um Teile des 2ürtiüfwn verhaftet. als sehr ernst zu bezetchnen ist. Auch der Pilot ? t = alieder der Konferenz für ihn emtraten darunter die meisten Großmächte, während drei Staate dagegen stimmten und 26 sich der Stimme enthielten. Polen-Danzig in Genf. Gin polnisches Gymnasium. Danzig, 11. Juni. Heber die Behandlung von Danziger Fragen vor dem Rat des Dölkerbundes in Genf hören wir: Der Rat hat gestern in einer geheimen Sitzung über die Eingabe einiger Danziger Staatsangehöriger polnischer Nationalität vom 1. Juni 1924 verhandelt und sie dem Kommissar in Danzig zur weiteren Erledigung überwiesen. In der Eingabe wird verlangt, daß der Danziger Senat veranlaßt werden möge, die Kosten für die Unterhaltung eines polnischen Gymnasiums in Danzig zu tragen. Ferner wird darin eine Verletzung des Artikels 4 der Danziger Verfassung, der die Rechte der polnischen Minderheit hinsichtlich der öffentlichen Erziehung und des Gebrauchs der polnischen Sprache in der Verwaltung und den Gerichten behandelt, behauptet. Der Senat hat nach eingehender Prüfung der Angelegenheit dem Kommissar am 18. Oktober 1924 eine Gegenerklärung überericht, in der die polnischen Vorwürfe im einzelnen zurückgewiesen wurden. Der Kommissar hat die Weiterverfolgung der Angelegenheit abgelehnt und hat der Minderheit anheimgestellt, die Frage, wie alle anderen Minderheiten es tun, durch Unterrichtung eines Mitglieds des Rats gegebenenfalls weiter zu verhandeln. Ferner soll über die Frage des polnischen P o st d i e n st e s in Danzig, über die Vereinfachung des Verfahrens bei den Danzig-polnischen Streitfällen ferner über eine Abg renzung des Munitionsgeländes auf der Westerplatte verhandelt werden. Ein neuer Verhandlungsmodus I Genf, 11. Iuni. (WB.) Das vom Völkerbundsrat in seiner heutigen Schlußsitzung ge- | nehmigte neue Verfahren zur Behandlung von Streitfragen zwischen Danzig und Polen gibt dem Ober komm iss ar des Völkerbunds für Danzig die Möglichkeit zur rechtsgültigen Entscheidung zahlreicher Fragen, die seither regelmäßig die Ratstagung belasteten. Das neue Verfahren hält das Prinzip der direkten Verhandlungen zwischen den beiden Parteien unter Vermittlung des Ober- ' kommissars aufrecht. Dieser kann jede der beiden Parteien einzeln vder zusammen zur weiteren 1 Behandlung strittiger Fragen einberufen. ,. Durch Festsetzung bestimmter Fristen wird 1 die Möglichkeit der Verschleppung stark eingeschränkt. Werden diese Fristen nicht innegehalten, so erhält der Oberkommissar ohne weiteres das Recht, seine Entscheidung zu fällen. Hält er es für notwendig, so kann er sich durch den Generalsekretär an die technischen Organisationen des Völkerbundes zur Einholung von Gutachten vor Abgabe seiner Entscheidung wenden. Die in diesem Falle vorgesehene Völkerbundkommissionen sollen in der Regel ihr Gutachten von Genf aus abgeben und nur in Ausnahmefälle sich an Ort und Stelle zum Studium der vorgelegten Frage begeben. Berufung gegen Entscheidungen des Völkerbundskommissars sind nur innerhalb von 40 Tagen möglich. Rur in diesem Falle wird sich der Rat mit der Streitfrage zu befassen haben. China protestiert. Berlin, 12. Iuni Das chinesische auswärtige Amt lehnt in einer Rote an das diplomatische Korps den Emwand ab, daß die fremde Polizei in der Roiwchr gefdp^n hübe Die Rote fordert darüber yinaus die Aushebung des Belagerungszustandes Zurückziehung bet Matrosen, Entwaffnung der Freiwilligen und Befreiung aller chinesischen Ha,- ^'^Äeber die Tagesereignisse in b.m Aufstands- gfbiet hören wir aus H n r. k o n g : Die Polizei entfernte in chinesischer Sprache abgefaßte und an die Mauern ungeliebte Flugs ch*r t f 1t n , in denen die chinesische Bevölkerung aufgesordert wird, in den S Y m p a t hie st r e i t zugunsten der Streikenden in Schanghai einzutreten. Die Gewerkschaft der Seeleute von Schanghai fordert in einem Appell alle Seeleute auf, sich dem Streik anzuschließen. Rach einer Havasmeldung haben Soldaten der Puan-Armee auf ein M o - t o r b o o t, in dem sich vier Amerikaner befanden, die bei Schamameen den Hvnampuß zu überqueren versuchten, g e f e u er 11. Das Motorboot wurde von Kugeln durchlöchert und die Insassen durch Glassplitter verletzt. Auf der Insel Honam sind zum Schuhe Truppen gelandet worden. Russisches Vertragsangebot an die Punnansssn. Neu york, 11. Juni. (WTB.) Nach einer Meldung der Associated Preß aus K a n t o n hat der Befehlshaber der Yunnanefen, dang, dem Korrespondenten der Associated Preß die Mitteilung gemacht, daß S o w j e 1 r u ß l a n d denYunnanesen I ein Angebot von 10 Millionen Dollar und Lieferung von 60 000 Gewehren gemacht habe unter her Voraussetzung der Unterzeichnung eines bestimmten Abkommens.Nach Mitteilungen des ! Generals Pang ist dieses Angebot abgelehnt worden. Don dem General wurde über den Inhalt des vorgeschlagenen Vertrages nichts mitgeteiü. ** Bei der Volks-, Berufs - und Betriebszählung am 15. Juni findet auch eine ausführliche Erhebung über die landwirtschaftlichen Betriebe statt. Der Fragebogen entspricht den Forderungen des deutschen Landwirtschaftsrates. Da die Erhebung in erster Linie im Interesse der deutschen Landwirtschaft vorgenommen wird, muß es sich jeder Landwirt angelegen sein lassen, den Bogen sorgfältig auszufüllen. Es ist deshalb notwendig, daß sich die Landwirte alsbald mit dem Fragebogen vertraut machen und sich vor allem Rechenschaft darüber geben, wie groß die Fläche ist, die sie bewirtschaften, wieviel davon mit den einzelnen Anbaufrüchten be- tellt ist. Es ist wünschenswert, daß der Land- virt möglichst den Sonntag vor der Zählung renützt, um die umfangreichen Einträge in )en Landwirtschaftsbogen zu machen und daß er nicht erst in der letzten Stunde, wenn der Bogen von dem Zähler wieder abgeholt wird, an diese Arbeit herantritt. Dadurch wird das ohnedies müheselige Zählgeschäft unnötig er« chwert und der Zähler in der rechtzeitigen Abwicklung seiner Arbeit aufgehalten. Wenn riese große Zählung gelingen soll, dann muß jeder einzelne Mitarbeiten und muß durch gute Ausfüllung der Zählpapiere den Zählern seinen Dank dafür abstatten, daß sie sich in den Dienst des vaterländischen Werkes ge- tellt haben. X Der zweite Familientag der Familie Güngerich trat am Sonntag wiederum in Gießen, diesmal im Hotel «Prinz Karl", zusammen. 75 Teilnehmer aller Generationen von Rah und Fern hatten sich unter dem Vorsitz des Aeltesten der Anwesenden, Landgerichtspräsidenten i. R. Geheimrat Dr. Güngerich-Gießen, versammelt. Sein Rückblick in ine Geschichte der Familie unterstrich die Bedeutung der früheren hie und da regelmäßig gehaltenen mennont- tischen Gottesdienst für den Zusammenhalt, ebenso wie die Gemeinsamkeit des Berufs als Landwirt. Ein ernster Wille, nachdem sich auf beid^A Gebieten wie sonst vieles geändert, den Familiensinn zum Aufbau des Vaterlandes zu pflegen, beseelte alle, und der nächste Familientag, in zwei Iahren wieder für Gießen geplant, wird hoffentlich zeigen, daß auch die verschiedenen mit dem Ausbau der Stammbaumarbeit für die einzelnen Zweige beauftragten Glieder fleißige Arbeit geleistet haben. Ein Vorläufer der geplanten gedruckten „Mitteilungen der Familie Güngerich" dürfte schon vorher ins Leben treten. Bisherige Forschungen ergaben, daß Güngerich und 3ünge- rich (so spricht der Volksmund in unserer Gegend) dasselbe und die Familie wohl aus der Schweiz eingewandert ist. — d. Städtische Heugrasverstei- gerung. Bei der gestrigen städtischen Heugrasversteigerung wurden folgende Preise im Durchschnitt pro Morgen erzielt: Von den Wiesen im Reustädter Feld und Hohleiche 90 bis 100 Mk.» von den Wiesen im Hegstrauch 80 bis 90 Mk., von den Wiesen im Wiesecktal und Fürstenbrunnen 100 bis 110 Mk. ** Abonnements-Konzerte auf der Liebigshöhe. Infolge eines bedauerlichen Druckfehlers ist das für gestern angesetzte Konzert bereits für Mittwoch angekündigt worden. Das zweite Konzert findet bestimmt am Donnerstag nächster Woche statt, wie auch alle folgenden Abonnementskonzerte auf den Donnerstag fallen. ** Familiennachmittag des N a ° turheilvereins. Am letzten Sonntag hielt die Jugendgruppe zusammen mit der Frauengruppe des Naturhciivereins einen schönen Familiennachmittag ab. Durch herrliches Wetter begünstigt, hatten kaum zugänglich. Waldbrand bei Belten. Ein Waldbrand, der meilenweit zu sehen war, wütete gestern in der Rahe von Velten, wo zur Zeit ein neuer Derbindungskanal zur Havel gebaut wird. Die Flammen fanden an den trockenen Waldbeständen so reiche Rahrung, daß eine Löschung ausgeschlossen war. Unbeschreibliche Hitze und mächtige Rauchwolken erschwerten die Annäherung an den Brandherd, der ständig, trotz aller Bemühungen zahlreicher Wehren aus Velten und den umliegenden Ortschaften an Ausdehnung gewann. Gegen Abend schien die Macht des Feuers gebrochen, aber immer von neuem loderte das Feuer an den verschiedenen Stellen wieder auf. Schließlich gelang die Einkreisung, doch ist das Feuer noch nicht vollständig gelöscht. Eine Gefahr besteht nicht mehr. Es sind mehrere hundert Morgen Waldbestand vernichtet. Ein Kinderballon als Drandursach«. In Heikendorf bei Kiel ließen mehrere Personen einen Kinderballon aufsteigen, an dem sie einen Behälter mit brennendem Benzin befestigten. Der Ballon explodierte und fiel auf das Strohdach einer Scheune, die sofort Feuer fing. Die Flammen ergriffen auch das Rebenhaus und sprangen auf einen 150 Meter entfernten Stall über, der Aus Stadt und Land. Gießen, den 12. Iuni 1925. 2 Der Provinz-Voranschlag für 1925. Dem Prooinzialtag der Provinz Ober- Hessen wird in seiner morgigen ordentlichen Tagung der Voranschlag der Provinzialverwaltung für 1925 oorgelegt. Der Haushaltsplan schließt m Einnahme und Ausgabe mit 1201 280 Mk. gegenüber 708 500 Mk. im Jahre 1924 ab. Der Voranschlag des Wasserwerks Inheiden für 1925 gleicht sich mit 754 000 Mk. (701000 Mk. in 1924) in der Betriebsrechnung, mit 438 000 Mk. (398 000 Mk.) in der Vermögensrechnung in Einnahme und Ausgabe aus. Die Abfchluhziffern des Ueberkandwerks Oberhessen sind mit 2 750 000 Mk. ausgewiesen. Gießener greife. I am 11. Juni (Händlerpreise). Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkte: Butter 160—170, Matte 40, Käse 65, Wirsing 35, gelbe Rüben (Päckchen) 30, Spinat 25, Römischkohl 10, Spargel 50—100, Erbsen 50, Mischgemüse 15, Tomaten 200, Zwiebeln 25, Rhabarber 25, Kartoffeln, alte 5, Kartoffeln, neue 15, Kirschen 80, Stachelbeeren 40, Erdbeeren 120, Honig 40, junge Hahnen 100, Suppenhühner 120 Pf. je Pfd., Eier 12, Blumenkohl 80—150, Salat 20, Salatgurken 50 bis 80, Ober-Kohlrabi 25, Lauch 5—10 Pf. je Stck., Rettich (Päckchen) 50, Radieschen (Bd.) 10 Pf. ebenfalls in kürzester Zeit dem Brande zum Opfer fiel. Dem glücklichen Umstande, daß verhältnismäßige Windstille herrschte, war es zu danken, daß das Dorf von einem größeren Brandunglück bewahrt blieb. Grohseuer in Mannheim. Aus unbekannter Ursache geriet der Fabrikationsraum der Seifenfabrik Schwörer in Brand. Bei Ankunft der Feuerwehr stand das Anwesen vollständig in Flammen. Die Fabrik ist bis auf die Umfassungsmauern aus» gebrannt. Der Materialschaden beträgt zirka 7000 Mark. Dallonexplosion in Koblenz. Bei dem in Koblenz liegenden französischen Feldartillerieregiment explodierte ein Fesselballon durch das unvorsichtige Rachfüllen bei der Verankerung. Zwei Soldaten wurden öabei getötet, drei schwer und vier leicht verletzt. Ein Augenzeuge von Amundsens Start. Der Direktor der Dornier-Werke, Heinrich Schultze, Frohlinde, der dem Start der Amundsen-Expedition beigewohnt hat und in Oslo wieder eingetroffen ist, erklärte, daß die Flugzeuge, die beim Start 3050 bzw. I 3100 Kilogramm zu tragen hatten, obwohl die Maximaltragfähigkeit nur 2500 Kilogramm betrage, ohne Schwierigkeiten und in spielend leichter Weise aufgeftiegen seien. Die beiden norwegischen Piloten seien ganz hervorragende Flieger, so daß jede Möglichkeit eines Fehlers beim Start oder während des Fluges ausgeschlossen sei, doch seien Landungen im Polargebiet mit so großen Schwierigkeiten verbunden, daß die Annahme eines Unfalles naheliege, ohne daß dieser jedoch der Expedition irgendwie verhängnisvoll werden könne. Ein löjähriger Grohkaufmann mit 15jähriger Galkin. Vor einiger Zeit fiel dem Fahndungsdienst der Berliner Kriminalpolizei in einem erstklassigen Berliner Hotel ein Großkausmann aus München und dessen Frau auf, die sehr jugendlich aussahen und sich durch große Geldausgaben verdächtig machten. Rückfragen in München er» gaben, daß dort ein Großkaufmann mit dem angegebenen Namen nicht bekannt sei. Als die Polizei zufassen wollte, war das Paar bereits verschwunden. Jetzt gelang es, den jungen Mann, der mit einer anderen „Frau" in das gleiche Hotel zu- rückgelehrt war, zu fassen. Es handelt sich um einen Ibjährigen Kaufrnannslehrling, der sich durch umfangreiche Unterschlagungen Geld verschafft hat und eine 15jährige Schülerin. Derhung-rte Flieger. Aus Kairo wird berichtet: In der Wüste zwischen Soltau und der Suva Oase wurden die Leichen von vier italienischen Fliegern gefunden, die Mitte Aprll abgestürzt sind. Sie sind anscheinend Hungers gestorben. Das Kriegsministerium wird eine Kommission von Offizieren hinschicken, um die Todesursache eab- gültig festzustellen. Die internationale Arbeitskonferenz. Die Tätigkeit der deutschen Delegation Genf. 11. Iuni. (WB) Die deutsche Delegation auf der internationalen Arbeit s-- konferenz frat heute Gens verlassen. Die deutsche Delegation hat sich, wie allgemein zu beobachten war, durch ihre maßgebende Mitwirkung an den Konferenzarbeiten Beachtung und Anerkennung erworben. Dieser Gewinn ist insbesondere auf die deutsche Mitarbeit bei den Beratungen über die Regelung der Sozialversicherung zurückzuführen. Desgleichen ist diesem Gegenstände, der bei den Verhandlungen der Arbeitskonferenz das größte Interesse beanspruchte, die Tatsache zu verdan- i fen, daß der Gebrauch der deutschen UlUS CtllCl -Wßlu Spra che bei der abgeschlossenen Konferenz ___ gegenüber früheren Konferenzen stark an Raum Schweres FiugzerigungiUM gewonnen hat. t« Scköneberg. Üeber das Ergebnis der Konferenz / , verlautet aus Kreisen der deutschen Delegation, Bei einem Reklameflug stürzte Don- daß die Ratifikation des Washingtoner Ab- nerstag vormittag kurz vor 8 ^hr in c>erRu- kommens über den Achtstundentag zwar nur bensstraße in Schöneberg der Doppeldecker D. 573 langsame Fortschritte mache. Dafür nähere sich der Fliegerschule Bornemann brennend ab, aber die Gesetzgebung der einzelnen Länder immer wobei der Führer und sein Begleiter schwer vermehr dem Inhalt des Washingtoner ücberein- letzt wurden.. kommens. Eine Förderung werde von einer et- I Das Flugzeug war mit seinem Führer Hans toaigen neuen Zusammenkunft der Arbeitsminister t> ö n der L i n d e und dem Monteur Beck m erwartet. Eine gewisse Verstimmung herrsche in | Tempel Hof zu einem Fluge nach Staaken aufge- ben Kreisen der Arbeiter, weil für den Schuh fliegen. Der Doppeldecker hatte kurz nach seinem der Glasarbeiter weder ein Uebeteinfom- Start bereits eine Höhe über fünfhundert men noch eine Entschließung zustande gekommen Meter erreicht, als sich ein Motor defekt ist. Einen Erfolg buchen dagegen die Arbeiter- bemerkbar machte. Cs enstand ein Dergaserbrand. Vertreter in der Regelung der Arbeitszeit Das Flugzeug geriet dadurch i n B ran d. in den Bäckereien, durch d e die Rachtarbeit I Der Führer versuchte im steilen ® I e i t f l u g für Arbeiter und Meister untersagt wird. zu landen und tarn dabei in ein Laubengelände Fruchtbringende Arbeit habe die Konferenz in der Rubensstraße in unmittelbarer Nähe des auf dem Gebiete der Sozialversicherung Auguste-Viktsria-Krankenhau es in Schöneberg, geleistet, auf dem die Entwürfe über die gleiche Hierbei überschlug sich der brennende Behandlung von Inländern und Ausländern bei Apparat, wodurch b?r Monteur Beck unter stlnfattentfchädigungen. ferner über die Entschä- den Motor zu liegen tarn. Augenzeugen des digung aus Arbeitsunfällen im allgemeinen und schweren ilnglüdöfnile:’. eilten b-' Ver n stückten über die Ausdehnung der Unfallent- Hilfe und befreiten diese aus ihrer schr cklichen schädigung aus gewerbliche Berufs- Lag- Beck hatte schwere innere Verletzungen krankheiten a. g.nrmmen wurden. Völlige | und Brandwunden erlitten, so daß sein Zustand ilebereinftimmung aller Gruppen sei im übrigen „ . . bei der Behandlung der Grrmdprobleme der So- Hans von der Linde hatte Brandw-n un Ohl. 6e. rm- Wt etfoo, ^N^O. mil ftoftn Khä» i£Bt «1Ä J. Märker? De- ^8 geltend 5 -> Land. 121 3uni 1925, j anschlag * ^ovinj Ober, orbentlidien tc- r Provinzial. Sklegi. fMuc. ""d Ausgabe mit 00 M. im Jahre ®a||»rwfr!» ch mit 754 0Ö) ®t. '. P^kiebrmhfMg, m der Vermögen-' usgabe aus. Djt idwerk, Ober. ■ ausgewiefen. unreife, f rpreise). i«n DoHrimarltr. i\t 65, Wichny 35, 'M 25, Mniich. |tn 50, MijchgemM 25, Vhadorber 25, ieue 15, Jhrj^en 80, 20, Honig 40, junge 20 Pf. je M, Eier i 20, Talaigurlen 50 h 5-10 Pf. je Kk, )«n (8b.) 10 « , Berus»- und n 15. Juni sindei rhebung über die e statt. Der Frage- gerungen des deut- Da Die Erhebung He der deichen en wirb, muh t» jen fein lassen, den en. Es ist deshalb dwirte alsbald mit rachen und sich vor - geben, wie groß Mischasten, wieviel Anbausrüchten be- oert, daß der Land- m vor der Zahlung -eichen Einträge in zu machen und datz Stunde, wenn der jeder abgeholt wmd. Dadurch wird das aeschäst unnötig er- in der rechMgen ausgehalten. Denn lflen soll, dann muß Tunt muß bM w# etthSlfc A bstatten, daß indischen Werkes tz amillcnUfl Jmg um eine mildere Bestrafung hetbeizuführen Sie hatten am Schöffengericht geleugnet. waren aber verurteilt word.n. tzaupl- sächlich weil fie, die nie am Tatort gewesen fein wollten zum Beweis dafür, bah es sich nicht um schweren, sonbern um einfachen Diebstahl banble. eine äuherft deweiSkrällige OrlskenntnrS an ben Tag gelegt hatten. Heule waren sie geständig. behaupteten aber, nicht eingeftiegvn zu fein, vielmehr fei es ein leichter ben Torriegel von außen zu öffnen Die im Auftrag der Staatsanwaltschaft durch die örtliche Genbormewe an- gestellten Ermittlungen bestätigten dieS. Somit lag nicht schwerer, sondern nur einfacher Diebstahl im Äückfatt vor. und die ©trafen wurden u m zwei Monate ermäßigt Die Ehrenstrase blieb bestehen 3n der Derus-verhandlung freigespro- chen wurde ein Mädchen au» Einartsbausen, dem zur Last gelegt wurde daß eS einen „Homöopathen" um Beseitigung de Schwangerschaft gegen Entgelt ersucht habe. Nach Anficht deS Gerichts konnte nicht zweifelsfrei festgestellt tver- ben, daß eS feinen Zustand gekannt habe. Die Veibandlung fand hinter verschlossenen Türen statt. Rundstlnk-Programm des ^t-ntiffnrtet SendcrS. (Au« brr „Nadio-^lmschou".) Samstag 13. 3»nl. 12 Uhr: Nachrichtendienst 3 und 4 llhr Wirtschottsmeldungen 4.20 Uhr Nachrichtendienst. 4 30 bis 6 Uhr: Nachmit ag Konzert deS HausorchesterS: Neue Schlager b Uhr Wirt- fchastSrneldungen. 6 biS 6.30 Uhr: ..Zugendstunde" Aus dem Roman „Reife deS kleinen NilS Holgerffon mit den Wildgänfen" von Selma Lagerlol. 6.30 bis 6.45 Uhr: Der Briefkasten. 6.45 bis 7 Uhr AuS Historie und Phantasie (Anekdoten und Rätsel). 7 biS 7.30 Uhr Stunde des Südwestdeutschen Rabioklubs Dr. P. Michel: „Wirkungen des elektrischen Stromes". 7.30 biS 8 Uhr: Funkhochschule. Vortrag von Pros. Scl)ulh: „Eduard Mörikes Naturdichtung" (nach- geholt). 8 bis 8.30 Uhr Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung. Vortrag von Dr. Wulkcr ..Vom Sinnesleben der Schmetterlinge". 8.30 bis 9.30 Uhr Uebertrogung von Kassel: Zweiter Wilhelm Rinkens-Abend. Melodramatische Dichtungen: Goethe Heine. Dehmes. 10 bis 11 Uhr: „Kosmische Phantasien"_______ Sommersprossen sind häßlich! Wir raten Ihnen. 25 Gramm weihcS Eitalbol- WachS zu kaufen, um damit allabendlich die befallenen Stellen zu bestreichen. Eitalbol-WachS ist in den meisten Apotheken zu haben, sicher Universitäts-Apotheke Zum goldenen Engel. A,fl1ss Vertretung in dringenden Fällen Med.-Rat Wagner, Lieber Straße 106. JlS&HCÄ allo Größen a- eernd im V.oßehaus Salomen Familie Bürgermeister Heß. Leihgestern, den 11. Juni 1925. 05104 Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen sagen wir allen auf diesem Wege herzlichsten Dank. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß heute vormittag um 7 Uhr nach schwerem, mit großerueduld ertragenem Leiden mein herzensguter Mann, mein guter Vater, unser lieber Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Neffe und Enkel Herr Wilhelm Volzel IV., Mechaniker im 23. Lebensjahre sanft entschlafen ist. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen. Frau Mina Völzel geb. Kreiling und Kind Familie Wilhelm Völzel I. Familie Heinrich Kreiling. Wieseck, den 11. Juni 1925. Die Beerdigung findet Samstag, den 13. Juni, nachmittags 4 Uhr» vom Sterbehause Rabenauer Straße 44 au« statt 03096 Meine Praxis bleibt bis 15. Juli geschlossen Dr. Qerster Nervenarzt Prima Speise- Kartoffeln nelbü. u ireifeP.. 2 orten. emofiebli >1T D H. Trectsler, 2:em>tr. 73. Tel 1581 MkMltmeW!ll bedeut nordd. sucht für hiesigen Bezirk bestens eingeführten Vertreter evtl. Korn. Lager. Offerten unter E. D. 21563 an Rudolf Mvfle, Hannover. 5920ss tzür den hteiigen Platz mit Wetzlar einschl. der Rrciie Atsteld, Lauterbach, Weilburg und Dtllcndurq wird für Svar- und Sied- lungSgenvfsenschast an angefebeurn Archi- rekien oder Banlechniker. der einen um- ianarettiien Avvaral iiyeitretet-3utnno) aufiubanen und zu dirtgieren vermag — coli, nebenberusttch General Vertretung vergeben Ctierien mit th’efercnien unter F. T. -2533 a. »Iln ibaaienftein k Poglcr. otanfiurt a. M. erbeten. fwßA looS»$lag,iliii l3.fe8am$teg,il8ii2OJoiii eiisclilieilicli gewähre auf sämtliche Klelder-Sommerstotle, Manufaktur- und Weißwaren Herren- und Oamenwäsche, Tisch- und Beltwäsche 10% Rabatt! Etagengeschäft Sonneborn Alicestraße 11, neben Hess. Hof. Am Sonntag, dem 14. Juni 1925, vorm. 9 Uhr, im „Saalbau Sauer" am Oswaldsgarteu in Gietzen: Astze MMNVkrsSWW M WiUWemW M Amöriei. Es spricht Kollege E.-ö. i. R. Gebe aus Frankfurt am Main über: Der jetzige und kommende Personalabbau, die Entrechtung der Beamten und die Organisationsfrage. Freie Aussprache! WWMliWsiMWMGWy. jt ohnungssuchende Am Samstag, dem 13. Juni, abends 8.30 Uhr, ipridft im Saalbau Sauer der technische Leiter der Deutschen Bau-und Siedelungsgemeinschalt e. G. m b. Sy Herr Architekt L.Heilmann.Darmstadt, überdas Thema Wohnungsbau mit zinslo em Gelde und Deutscher Aufbau. Wohnungssuchende, Bau- und Handwerksmeister erscheint in Massen. (5051 Dentidie Bao u. Slesillim^emünsM e. 6.m. 5, S. 7>s>',L) Zur Ernte: Grasmäher Getreidemäher'-?LS" Bindmäher, Heuwender Kombinierte Schwadenrechen sämtliche Erfatzteile — gut eingerichtete Reparaturwerkstatt. tobe Raineisenbank 1.4. Filiale Frankiurl a. i. Lagerhaus Gießen, Hungeretenhüttenwegf. linMitr: &W*wwk.\MWtRMä geixt rxix. Bekannte gegen Es wollen sich nur tritt sofort 5912A fort am Mala txum u. Spesen. Ein tüchtige, erfahr. Herren mittleren Alters melden, die bet der in .t rage kommenden Groh- und Kleinhändlerkundschaft bestens einneiührt sind. Offert, unter M. M. L. 7458 an Ala- Eaaaeaateia L Voglar, Fraak- NMMlW-MZ (Nahrungsmittel) sucht für Giesten u. Umgebung O ’S Q | S'j |Stellengesuche| MpminMa Sonntag, 14. Juni 1925 SO.Stiftungs-Fssl 5931D Zeichen sind anzulegen Der Vorstand: Trümpert OberhesSiScher Konstvsrein j Einpfählungen | Freiii Mnin tau* Beller 5925c Abschlag! MWAWIlI W Fahrräder Gieren, Marktplatz 2 3 Pfund 30 Pfennig fein! Schade & Füllgrahe Filialen in allen Stadtteilen_______ Kostüme, erstklassig, für Wirte preiswert, empfiehlt 5897a Weilburger ApfelwemkelLerei Inh. Max Adler 5919D Soeben erschien: 5871H Berlin K. W. 6, Ludwigftrahe 26 Telephon 1639 Zeichner sehr preiswert 06 94 06105 871. IMerim gesucht. 5908D Neuheiten süvrung. Schreibgesucht. 5928D MceSr. 22 p 7 5899c Kukirolen Sie schon ? Das heißt: Betreiben Sie systematische Faßpflege ? Hierzu gehören • 1 Packung Kukkol-Fußbad, 1 Dose Kukirol - Streupuder und 1 Schachtel Kukirol-Hühner- i binden. 5850 D gesucht. 05062 Lndwif Scheid 1 Treppe! [(»088 Hotel Prinz Carl Büdingen (Oberh.), ©teftcn. । Neustadt 18. —9——99— I Telephon 224. Junger Mann oder Fräulein au» guter «Zamtlie, erfahren in Buch- 6917 a Verkaufe 60-80 hl naturreinen, la seldstgekelterten Aepfelwein auchtn kleineren Ge- föcbtnuditcv, gut erhaltener 99—99999—9 AI. §ouö- und Siwmrrmeihihen 3?uötr-ftluli öHa 19061. S. Samstag, l3.Juui abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung im Bootsbaus. u"'c Ter Vorstand. tHf: Supinator, das elastisch-federnde Schuheinlagen- System mit regulierbarer Spannung. 40 fache Anwendungsmdglichkelt. Verkauf von 4 bis Uhr. S. Katz, SelterSweg 81. Wartburg- Verein. Lonntag,14.Juni: Familien- Ausflug nach Annerod. Abmarsch 2 Uhr vom SchüvenhauS. ““T Der Borftand. Machen Sie sofort einen Versuch l St Ist Mr Sie unverbindlich. Schilling Gießen. Mk. 2000 bis 3000 von Firma gegen Sicherheit und gute Verzinsung sofort gesucht. Schriftliche An- geböte unt. Nr. 05089 an den Gießener Anzeiger. Laden IN. angr. 2 Zimmern i bester Lage ». verm. Schr. Angeb. unter 05095 a. d. Gien. Anz Treffpunkt zur Abfahrt nach 5894D Steinbach Sonntag, 14. VI.. 12 15 (nur f. Herren» am Ludwigsplatz. ziehb., zu verk. J. Baer, Ostanl. 29, Tel. f Mietgesuche ] Zwei ruhige Herren suchen ab 1. Juli 100.2 möDI.Slmmer. Sofortige schristl. Angeb. unter 05085 a. d. Gieß. Anz. erb. veam Branöl Neuen Baue 22 Sonnige mööLSimmer Gute Verpflegung. Tel. 1085. Drt.. Sektion fließen. Samstab. 13. Juni, abends 8V, übr: Monatsversammlung Hotel Schütz. 69,5D Windjacken, Röcke. Tpnnirhfl Läuferstoffe, Gar- lupplullu dinen, Stores, Bettdecken, Steppdecken usw. $itnhMtii gesucht. [5902c Frauenklinik. (Techniker», SV-jährige Bureau- und Werkitattpraris u. 3 Semester Volks- wirtschaft, sucht passende Stellung. Schrift! Angebote unter 05073 an den Giekr. Ana. erbeten. ia Handkoffer sehr billig 1603c Carl Schunck Zprengstoff-vertteiung! LeistungSfäb.Sprenastossgcsellschaft sucht in Verbraucherkretfen besten- eiWWrltii Wei Audfllhrl. Bewerbungen unter B. X. M.8703 a.Ala-HaafensteinL Vogler nut guter Handschrift für leichte Bureauarbeiten gesucht. 5907D Birkenstock & Schneider. Suche für meine Tochter, 20 I, alt. ev-, Ltelle als haurtochter in nur guter Familie, am liebsten in Oberhessen oder in der Wetterau. Beding, voller Famtlienan- schluß u. wo Dtensl- mndchen vorhanden. Schrml. Angebote unter 05098 an den Gieß. Anz. erbeten. Gartenschlauch ca. 22 Meter, zu verkaufen 05079 Moltkestr. 32 I. inftruntenie und Zubehör kauten Sie gut und billig bei Helfflül Kirehner MWHeMnüllW Schifsenberg. Weg 10 tzwischen Berg- und Guienbergstr.» 1212 D Preisliste gratis. Wenig gebrauchtes Fahrrad'' zu verkaufen, 70 M. Zu erfr. in der Ge» schaftsst. d. Gietz. Anz. Windjacken, Hosen,Gummi- und Regenmäntel. Wäsche Bettwäsche. Hansa Handelsschule Smemtz zu verkaufen. 05102 Frankfurterstr. 29, Hof rechts. Hildebrandt & Cie. Sonnenstraße 32 (Nähe Kreuzplatz. Gut erhaltener Brennabor- Liege-Wagen billig zu verk. 01985 Jehaineaitr. 15 III. Sauberes und kinderliebes Mädchen für 15. Juni gesucht. Kicchenvlatz 10, 05068 Laden. Bestellungen in Fässern und Flaschen erbeten an Albert Merlau, Bierhandlung Stifleattrtrtin liefert ix »t>erf Bahnhofstr. 51, H. Noll, Neustadt 28, Drogerie Winter hoff, Kreuzpl. 9/10. flosnon Anzüge, Sport- und Itampn Kleider, «blIvU Cutaway-Anztigo, uulllvü Mäntel, Regenmänt, Junger Landwirt 24 Jahre alt. sucht auf bald Stelle als Stütze deS CbefS. 2 Semester Winterschule besucht und mehrere Jahre Praxis. Schriftliche Angeb. inner 5827D an d. Gieh.Anz. erb. MM Frau 31 Jahre, ohne Anhang, vers. in allen Hausarb., wünscht frauenlosen Haushalt zu führen. Bei gegenfeit'aer Zuneigung spatere Heirat nicht auSgefchl. Schrtiil Angebote unter 05090 an den Gtefr. Anz. erbeten. MMMMMW anwesend. Sie prüft in federn Talle gewissenhaft, ob es sich um eine Stellungs- oder §ormverän-erun< Putzes, um einen leichten Fall der Sufcübtrlafhmg oder vorgeschrittenen Senkfuft handelt, damit auch die geeignetste Zorm des Supinator-Systems und diese wieder in der richtigen graduellen Einstellung angewendet werden kann. beseitigt wirklich' und nachhaltig rNüdigkeit und Schmerzen in Füßen, Stnien, Waden und Hüften. Supinator erhdht die Leistungs- fähiakeit der Füße. Der Gang wird durch Supinator leichter, elastischer und sicherer. maschine u. Stenographie, per sofort od. für spät. Eintritt gesucht. Schriftliche Angeb. unter 05074 an den Gies». An». Wisst, Älterer Wem n. Mtoienr in Dauerstellung bei Hächstlohn gesucht. Volskermöbel- unö DelorullollswerlMke Georg Daum Wetzlar. ,„,d ifilötrlger Zunge xdUt----- Mut VonDonnerstagbisSamstag (11. bis 13. Juni) ist die Supinator • Orthopädie - Schwester Marie von der Frankfurter Zentrale im Supinatorium der Firma Ur. (55 Zweites Blatt Das Rätser von Gens. Den Diplomaten soll nach einem Worte von lallehranb die Sprache gegeben sein, damit sie ihre Gedanken — sosern sic welche haben — verbergen können. Das ist ein aller Grundsatz, bei geradezu zu jeder diplomatischen Hausapotheke gehört. Daher die gestelzten Redensarten, die bet AUnislerzusammenküns.'en immer gebraucht werden, damit selbst, wenn wirklich nichts zu verbergen war. der großen Oeffentlichkeit der Schauer des Geheimnisvollen über den Rücken laust. An sich ist eS also kein Wunder, Daß, wenn wirklich einmal was geschehen ist, dann ein noch lehr viel gröberer Aufwand -u Verbergen der Tatsachen aufgewandt wird. Ader trotzdem, was wir jetzt als Rachwirkung der Aussprache zwischen vriand und Ehamberlaiu in Gens erleben, schlägt doch sämtliche bisher aufgestellten Rekorde, obwohl e« ja nichts ganz ReueS ist. daß die englischen und französischen Staatsmänner, nachdem He sich mündlich geeinigt haben, nachträglich ncrken, wieweit sie tatsächlich in ihrer Meinung noch auseinander wären. Man braucht nur au die Zusammenkunft von EhecquerS zu erinnern, um die Zusammenhänge dcS groben Mihver- tehenS wieder vor Augen zu Habern. Aber ist es auch diesmal nichts anderes? Man wird sein Urteil noch etwas zurückstellen müssen, so sehr auch gegenwärtig der Eindruck überwiegt, bafi ber englische Außenminister vor seinem französischen Kollegen kapituliert bat. Das wäre an sich widersinnig, nachdem vor wenig mehr «IS einer Woche die englische Ro'.e in Paris ein- lief, die ganz genau die ®reinen anqab,innerhalb deren England zu einem Eicherheitsvertrag bereit war: und die barm auch den Erfolg hatte, baß Frankreich alle toeitergebenben Pläne aufgab. um sich dem englischen Diktat zu fügen. Damals konnte man fast annehmen, bah ber europäische Sicherheit-Vertrag so gut wie unter Dach imb Fach sei, währenb man nach den französischen Melbungen aus Genf mit derselben Bestimmtheit annehmen müßte, daß er endgültig gescheitert sei. Und gescheitert nur deshalb, weil ' Herr Driand es verstanden hat. auf allerbanb Umwegen trotz der scheinbaren Nachgiebigkeit gegenüber England die Wunsche, die von ber , französischen Politik feit sechs Jahren mit unverminderter Zähigkeit verfolgt werden, durch- K* en Glaubt man den Franzosen, dann ist die achung von Genf eine Wiederauflage des I englisch-amerikanischen S cherheitSvaktes von 1919, i ber damals wohl versprochen, aber nicht gehalten war. und eine Neuauflage des in Tannes durch Tnnland anfl'bitenen Garanti'wertrageS mi' de" Ergänzung, daß die Si^erheüen, die Frankreich erhält, noch a's Verstärkung einiger Besti nmunge" des Versailler Vertrages anzusehen sind, daß Frankreich also freie Hand bekommen hat. Das Rheinland als Militär s.ches A fmcrf, z". eiter Vorf.tzender und Schri twa .t bei ,.Fn A a i “ Lehrer Karl Link, Ruding. ain, 2 ai er Stadtrechner Glock, Schot en, £?.» , ; er Fortbildungsschullehrer Hitz, 2. oi.e.i, Ob. ..an des Jung-V.H.E. Professor Gg. Bender, Frankfurt. Als Ort der 45. 5)au: tce.-'a .mluag um De Alsfeld bestimmt, 1927 fr.-bet be vorn V t- lich in Kassel statt, Cd)'- : lern ist r Ort des Die 5 übrigen Her bst an.- j cS c i v. < en« tember, dagegen erhält Den Herbstaus!lug 1 26 der Zweigverein Hüttenberg, i\r ihn auf dem Schi ffenberg abhalten will. Ein V e r ke h r s a u s s ch u ß to'u? U u.nnt, veranlaßt durch Den Antrag Her - -!, b-, i er eine beste.e Zugverbindung auf Der Do e * erg- bahu lorDert. Dem Antrag lüLdc,, ucr eine Früherlegung des Hoherodskopfsestes wünscht, wird ftattgegeben. Bei Der 0 'enbe/jn* Dircftion Frankfurt so l ein So il tragt werden, Der die Gäste um 6 rihr in Schotten landen läßt und sie abeni1 7 Ahr ab wieder nach Haufe befördert. Der Cc> . ig soll ab Frankfurt ober Gieß n gehe des 50jährigen Gedenktage» Der Errichtung des Hermannsdenkmals auf Dem Teutoburgerwald findet im September eine V. H. C.-ZugenDwanderung zum deutschen Ouaendtreffen nach dem Denkmal statt, Hühn, Gelnhausen, wird zum Führer bestimmt. Mit einem Festessen schloß Die Tagung. Hierbei hielt Bürgermeister Walz namens dec Stadt eine Begrüßungsansprache. Nachmittags bewegte sich noch ein F e st z u g durch die Staat nach ber Turnhalle. Für die auotoärtigm Gäste aber hieß es scheiden von Dem gastlichen Tagungsorte Lauterbach. Der Heerr, der, über allen Wipfeln, an die Fensterscheibe trommelt, glaubt in diesem Zustand alle^ unbesehn und ungehört. Er bringt mit ein paar Noten, die er ins Notizbuch haut. Das Kalb — den springenden Sonatenpunkt zur Welt. Er klappt das Büchlein zu. Er steckt Den Stift ein. Er lehnt sich zurück. Glückselig. Er gewahrt auch endlich seine Nachbarin. Er nickt ihr freundlich zu: ,^)eiß ist's heute, liebe Frau, heiß . . Das Weiblein strahlt, und fröhlich plätschernd geht's dahin . . . Als sie aussteigt, meint sie, mütterlich vertraulich ihm die Schulter klopfend: „Hab eabna alleweil studiert, Heerr, glei wie i eingstiegn Din, hab mir denkt: Hat er kei Geld? — naa: is er krank? naa; spinnt er? — naa; a Kintschler werd er fei, a Kintschler!" Ein neu entdecktes Selbstbildnis Michelangelos. Eine sehr interessante Arbeit hat Dr. La C a v a, Professor für Tropenkrankheiten an der Universität Rom, zu einem Thema veröffentlicht, das seinen Fachstudien fern liegt, das er aber mit feiner Intuition behandelt. Auf dem ,V ü n g ft e n Gericht", Michelangelos Meisterwerk, in der Siftinia, sitzt auf einer Wolke dicht unter den Füßen des richtenden Christus unter den anderen Märtyrern, S. Bartolomeo, eine vollkräftige nackte Männerfigur. In der rechten Hand hält der Heilige bas Mester, mit Dem ihm Die Haut vom Körper abgelöst würbe, und in der linken Hand, wie ein Fell zusammengerafft, seine Haut. In Den Falten Der Haut sieht man ein Gesicht, Das man bisher als eine WieDergabe Des Antlitzes S. Bartolomeos angesprochen hat. La Cava vergleicht Den kahlen, von einem wallenDen Bart umranDeten Kopf Des Heiligen, mit Der glatten Stirn unD einer scharfen gutgeformten Nase mit den Zügen, Die Das Bild auf Der Haut zeigt, und kommt zum Schluß, daß Dieses ein Selb ft porträt Michelangelos ist. Wenn man dieses Detail des „3üngften Gerichtes", am besten in einer größeren Photographie, vergleicht mit dem Bildnis Michelangelos, das Jacopo del Conto gemalt hat (UUäzien, Florenz), so fällt sofort eine frappante Aehnlichkeit in der Liniatur, vor allem aber in Der psychologischen Auffassung auf. Auch dieses wie nur angebeutete Bildnis auf Dem .Längsten Gericht" zeigt das kurzgejchorene schwarze Haupthaar, die Ansätze zum schwarzen Bollbart, wie das Porträt Jacooo Del Eontes. Die Stirn ist zerfurcht, hat über den Augen die charakteristischen Ausbachmngen, unb ber Aus- brutf ber Züge ist gramvoll, verbittert, so wie der Meister war. Jedenfalls ist gar nicht die Rede davon, daß bas aus Den Falten der Haut her- vorschauenDe Gesicht Das des Heiligen Bartolomeo sein konnte. Psychologisch sehr fein ist Die weitere Argumentation La Caoas, daß dieses gramdurch- furchte Bildnis gerade aus der Zeit Der tragischen Kämpfe Michelangelos mit großen unD kleinen WiDersachern stammt. Wie verbittert er war, wie oft er sich mit Selbstmordgedanken getragen hat, geht aus seinen Briefen und Sonnetten aus dieser Zeit hervor. Durchaus nicht verwunderlich, wenn Der Zürnende feiner Verbitterung in einer Porträtskizze Ausdruck gab, unb diese in die Falte der Haut des geschwundenen Heiligen einfügte. Die Antipathie Michelangelos gegen Porträtmalerei, wenn sie sich nicht zugleich mit ber Liebergabe einer vollenbeten Schönheit paarte, ist sattsam bekannt. Aus bemselben Oirunbe des Widerwillens, mit dem er von sich selbst ein Porträt anfertigen ließ. Die Entdeckung ßa Cavas würde somit das einzige authentische von Michelangelo gemalte Selbftbilbnis sein, bas wir kennen. Es ist erstaunlich, baß von ben vielen Gelehrten, bie das «Längste Gericht" in allen Einzelheiten studiert haben, die Aehnlichkeit dieses Kopfes mit ben Zügen Michelangelos nicht ausgefallen ist. Aus der Provinz. ^uykrcitz Grcuen. f Grünberg, 11. Juni. 3n einer Versprech ung einzelner Lehrer sowie der Vorsitzenden der Vereinigungen in Grünberg wurde beschlossen, eine 'R h e i n l n n d f e i e r, verbunden mit einem Jugendfest, am 5. Juli abzuhalten. Es i;t geplant, am Samstag. 4. Juli, abends, in ge- meinsaMem -Zuge vom Marktplatz nach dem Wecthossturm zu marschieren, daselbst spielt die Musik, gemeinschaftlicher Gesang der beiden Gesangvereine wird überleiten zu einer Ansprache des Dekans Schmidt. Daran anschließen soll sich das Abbrennen eines Holzstoßes, Verbrennen eines Kranzes zum Gedächtnis der Toten, Spielen der Musikkapellen. Hieraus soll sich ein Fackelzug nach der Turnhalle bewegen. Am Sonntagnachmittag soll sich ein Festzug, bestehend aus den Schülern der Oberrealschule und der Volksschule sowie sämtlichen Vereinen Grünbergs und zwei Musillapellen nach dem Festplatz (Lehmkaute) bewegen, woselbst Jugendspiele aller Art, Schau- und Wctturnen der Turner stattfinden werden. In ortsüblicher Weise werden an diesem Tage Vrezeln an die Jugend verteilt. — Die Freiwillige Feuerwehr hat beschlossen, an dem Provinz'. al°Feuerwehrtag in Schotten am 18., 19. und 20. Juni teilzunehmen, und zwar wird eine Äbordnung schon am Samstag an der Hauplsitzung teilnehmen. Kreis Büdingen. —, — Aus dem Aiddertal. 11. Juni. Das anhaltende Wetter hat das Wachstum und die Feldarbeit mit Ausnahme des Pslanzensetzcns außerordentlich gefördert. Das prachtvoll stehende Korn Hal eine rasche und schöne Blüte gehabt, jetzt hat die Heuernte in vollem ä-lmfange begonnen. Das Heu steht gut und gibt besonders bezug auf die Güte eine vorzügliche Mittel ernte. Die ersten größeren Grasversteigerungen haben bereits stattgefunden. so die immer große Anziehungskraft ausübende Ortenberg er Versteigerung. Die Preise haben die vergangenen Jahre nicht erreicht, der Durchschnitt li.egt bei 35 Mark pro Morgen, während er in früheren Jahren 40 bis 45 Mark erreichte. Die Obsternte wird vielfach das nicht halten, was eine ausgezeichnete Blüte versprochen hat, die Einzahl der in diesem Jahr ausgetretenen Schädlinge hat viel vernichtet. Die einzige essbare Ernte ist nur in Aepfeln zu erwarten, und auch hier nur in einzelnen Lagen und bei einzelnen Sorten. Der Ohst- und Gartenbauverein Büdingen hat mit vollem Recht seine Aufmerksamkeit wieder der Pflege der Meisen und anderer natürlichen Feinde der Insekten zugcwandt, ein voller Erfolg wird jedoch nur beschieden sein, wenn die Einzelgemeinden zur Anschaffung größerer Obstbaumspritzen und zur Ausführung der Schädlingsbekämpfung angehalten Wörden und auch in der Einschränkung der Katzen, der gröstten Feindin der nützlichen kleinen Vögel, etwas Durchgreifendes geschieht. Kreis -llsfelv CO Kirtorf, 11. Juni. In dem nahen A r n s h e i m , bekannt durch die Apfelweinfabrikation de- Gastwirts Seng, stürzte der etwa 30jährige Landwirt H a s e n p f l u g beim Heuabladen von seiner Scheune in die Terme, so daß man anfänglich das Schlimmste befürchtete. Nach dem ärzlichen Befund sollen die Verletzungen nicht lebensgefährlich sein, denn Hasenpflug ist auf dem Wege der Besserung. Kreis Schotten. O La ubach. 11. Juni. Die Vorbereitungen für das alte Laubacher Rationalfest, den sog. Ausschuß, sind in vollem Gange. Die —...............................Tiiwmi m Festhallen werden errichtet, die Schaubudcnbesitzer treffen ein. mit der Anfertigung der berühmten „Laubacher Würstchen" uiu dem Backen der Kuchen wird begonnen. Das Fest wird schon seit vier Jahrhunderten gefeiert und findet sich in keinem Gebiete des Deutschen Reiches mehr m gleicher Form. Es verbindet die Gegenwart mit den Erinnerungen an das alte Deutsche Reich und gemahnt an den alten germanischen Heerbann,' hervorgegangen ist es aus einer Verschmelzung der Schießübungen der reichsgräflichen Solms-Laubacher Miliz mit »dem Preisschießen der alten Laubacher Schützengilde. Das Fest be- .ginnt am zweiten Sonntag vor Johanni mit Volksbelustigungen (Karussell, Schießbuden usw.). Der Montag ist der H a u p t f e st t a g. Die „Ausschußgesellschaft" zieht in Stärke von 13 Sektionen von 25 bis 30 Mann unter Musik und Trommelschlag zum Schlosse. Hier begrüßt der Ausschuhhauptmann den Grafen mit einer längeren Anrede imd ladet die gräfliche Familie zum Feste ein. Der Graf stiftet einen Hammel, der den ersten Preis darstellt, die Gräfin ein schwarzes Kleid für den zweitbesten Schuß. Am Dienstagmorgen findet ein von weither besuchter Markt, am Rachmittag wieder Volksbelustigung statt (Hahnenschlag, Wettlauf usw.). Wer einmal ein unverfälschtes Volksfest der guten, alten Zeit sehen will, der gehe vom 14. bis 16. Juni zum Laubacher Ausschuß. Erfreulich ist zu sehen, wie die einzelnen Stände mit dem entsprechenden Anstand, aber zwanglos' und mit Achtung vor dem Berus des Rächsten miteinander verkehren, im Gegensatz zu den Aufmachungen anderer sog. „Volksfeste" mit ihrem häufig unwahren, künstlich aufgeputzten Wesen. Mit dem diesjährigen „Ausschuß" soll ein Blumentag zum Besten des Ehr ende ntmals für die gefallenen Heldensöhne unserer Stadt verbunden werden. Der Krieger- und Militärver- e t n hat hierzu herzlichst eingeladen und die weibliche Jugend gebeten, den Verkauf der Blumen zu übernehmen. — Das trockene Wetter hat die Bautätigkeit sehr begünstigt. Die verschiedenen Reubauten in der Kaiser- st r a h e und Sicher Straße sind im Rohbau fast fertiggestellt. Auch der Anbau am Johann-Friedrich-Stift ist bis zum ersten Stockwerk fertig. !*! Herchenhain, 10. Juni. Der Vogelsberger Höhenclub erbaut gegenwärtig auf der Her- chenhainer Höhe ein Jugendheim und errichtet unmittelbar daneben ein Ehrenmal für die gefallenen 23.5). C.-B rüder. Dieses wird das höchste Gefallenen-Denkmal im Hessenlande sein. Hier wird die wandernde 23. y). C.-Jugend den im Weltkrieg gefallenen 23. H. C.- Brüdern ein stilles Gedenken widmen können. Vor den Augen der Besucher wird sich ein herrlicher Rundblick über Vogelsberg, Spessart und Rhön darbieten. Die Rohbauarbeiten sind zur Zeit im Gang, man rechnet für Ende August mit der Fertigstellung, so daß im Septem der die Einweihung stattfinden soll. Der Bauplatz des Jugendheims liegt 200 Meter über dem Dorfe Herchenhain an einer nach Nordosten offenen Fichtenpflanzung. Mit Wasser wird das Heim aus einer 125 Meter höher gelegenen Quelle versorgt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 25 00 OMark. Die Zentralstelle für Heimatpflege in Darmstadt hat bereits 2000 Mk. gespendet, zu erwarten sind für 1925 weitere 2000 Mark. Etwa 10 000 Mk. hofft man bei der kürzlich veranstalteten Lotterie zu lösen. Von feiten vieler Städte, Kreise und Behörden sind bereits namhafte Beträge eingegangen, außerdem erwartet man von der Industrie Unterstützungen. Durch Aufführung des Heimatspiels „Der Schelm von Bergen" hat die Frankfurter 23. H. C.-Jugendgruppe Ueberschiisse erzielt und ebenfalls dem Heim überwiesen. Die Anregung zur Errichtung des Jugendheims gab der rührige V. H. C.-Bruder Professor Georg Bender- Frankfurt, der Führer der 23. H. C.-Jugend. Das Heim wird nach den Plänen des Architekten Deutschmann-Frankfurt ausgefiihrt. Die Gesamtanlage enthält Herbergsräume mit 65 Betten, auch hat man eine Wohnung für den Hausverwalter und Stallung vorgesehen. Für beiderlei Geschlechter werden im Kellergeschoß Waschräume eingerichtet werden. Anstatt der zuerst geplanten Wandstärke von 25 Zentimeter sollen die Wände des Heims eine Dicke von 40 Zentimeter erhalten, da die Witterungsverhältnisse im Vogelsberg dies erfordern. Starkenburg und Rheinhessen. Darmstadt, 11. Juni. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordnetenversa mm- lung wurde die Festsetzung deö Steuerbedarfs und der RusschlagszifferN des Voranschlags für 1925 beraten. Es sind Mittel in Höhe von 7 277 000 Mk. aufzubringen. Es wurde deshalb vorgeschlageir .bereitzuftellen aus der Einkommen- und der Körperschaftsstruer 1 520 000 Mk., aus der Umsatzsteuer 150 000 Mk. Gemeindegrundsteuer 1 255 000 Mk., Gewerbesteuer 915 000 Mk., Son der st euer 2 477 000 Mk.: außerdem als rückzahlbare Vorlage aus Ver- mögens(Anlcihe-) Mitteln 960 000 Mk. Die Grundsteuer soll deshalb von 2 0 auf 32 Pfennig erhöht werden. Aus dem Ertrag der Gewerbesteuer werden durch einen Aufschlag von 40 Prozent aus die Ein- kommensteucr-Vorauszahlungefi weitere 466 000 Mark herausgeholt und die Son der steuer soll von 60 auf 70 Pfennig für je 100 Mk. Steuerwerk erhöht werden.' Rach längerer Aussprache wurden diese Sähe angenommen. Zur Linderung der Wohnungsnot bewilligten die Stadtverordneten einen Kredit von 40 000 Mk., der dem Ertrag der Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz entnommen werden sott. Die Summe soll zum Freimachen von Wohnungen verwandt werden. Auch wurden 35 000 Mark bewilligt zur Errichtung von drei weiteren Wohnbarackrn mit je vier Wohnungen. Die Stadt Darmstadt wird eine Waldschule errichten: die Kosten hierfür im Betrage von 150 000 Rkk. wurden von der Stadtverordnetenversammlung bewilligt. Hessen-Nassau. fpd. Frankfurt a. M., 11. Juni. Steht da an einer Straßenecke inmitten des starken Verkehrs ein angeblich Schwerkriegsbeschädigter und heischt bei den Vorübergehenden um eine Gabe, sehr kärglich fließen die Spenden. Plötzlich nähert sich ein Paar, ein Herr mit einer Dame am Arm. Der Herr beobachtet einige Augenblicke SH Vorgänge und sagt dann zu den Umstehenden: „Das ist ein Skandal, das man die armen Kriegsbeschädigten auf die Straße schickt. Wir müssen helfen. Hier, Kamerad, .haben Sie fünf Mark. Wer folgt?" und im Handumdrehen füllen sich die Hände des „Kriegsbeschädigte^" mit Schemen und Geldmünzen. Mehreremale struß er die Hande leeren. Dann verzieht sich die Menge allmählich. Der Herr und die Dame gehen langsam weiter. Auch der Kriegsbeschädigte verläßt die Ecke und stellt sich an einer anderen Ecke auf, und wie.von ungefähr erscheint das Paar wieder. Der Vorgang wiederholt sich. Das Trio arbeitet glänzend zusammen, denn alle drei sind Schwindler und leben nur von der Dummheit bzw. Rührseligkeit der Mitmenschen. — Die Stadion-De- triebsgesellschaft wird den Sonntag, an dem die deutsche Fußballmeisterschaft im Stadion zum Austrag kam, in bleibendem Andenken behalten. Denn die Tausende von Besuchern haben wie die Vandalen gehaust. Alle jungen Bäume wurden niedergetreten, schwere Vermauerungen zertrümmert, ein Teil der Tribünen zerstört, der Rasen pöttig vernichtet. Der Schaden ist derart groß, daß Tage vergehen, ehe das Stadion wieder hergerichtet ist. Wie man hört, sollen am Sonntag erheblich mehr Karten ausgegeben worden sein, als statthaft war. Der Stadion bleibt vorerst geschlossen. — Die Staatsanwaltschaft ließ den hiesigen Juwrlenhänblec Adolf Rieß verhaften. Er hat durch Zeitungsanzeigen Besitzer von Juwelen zur Hergabe derselben veranlaßt, die Stücke in eine Kassette gelegt und dann in einem unbewachten Augenblick blitzschnell mit einer anderen Kassette vertauscht und diese den Besitzern bis angeblich zum nächsten Tage mitgegeben. Mit den Brillanten ging Rieh flüchtig, er wurde aber jetzt in Mannheim ermittelt und festgenommen. An dem neuartigen Trick sotten sich auch der Schwiegersohn des Rieß imd eine noch nicht ermittelte Frauensperson beteiligt haben. — In der Obermainanlage stürzte heute mittag das zwei- einhalbjährige Töchterchen der Eheleute Moog aus dem fünften Stock des Hauses, verfing frch zunächst in dem Drahtgewirr einer Antenne und siel dann in die Tiefe. Das Kind verstarb kurz nach 'feiner Einlieferung in das Heiliggeifthvspital. Das Unglück geschah dadurch. daß die Mutter B e tt g.n aus dem Fen st er gelegt hatte, das Kind kletterte an den Betten empor, rutschte aus und stürzte ab. Die Familie hatte erst vor drei Tagen ein Kind durch den Tod verloren. Wirtschaft. DiedeutscheAutzenhandelsbilanz im April, ein Warnungszeichen! Die Entwicklung des deutschen Außenhandels im April hat denjenigen Recht gegeben, die eine Aktivierung unserer Handelsbilanz im Verlauf der Verminderung des Einfuhrüberschusses im Februar und März ohne durchgreifende wirtschaftspolitische Maßnahmen für unmöglich halten. Der Einfuhrüberschuß ist von 328 auf 337 Millionen Mark gestiegen, das Defizit unserer Handelsbilanz in den ersten vier Monaten des Jahres 1925 beträgt 1687 Millionen Mark, was einem Jahresdefizit von etwa 5 Milliarden entsprechen würde. Gibt schon diese Tatsache allein angesichts der Belastung unserer Zahlungsbilanz durch die Reparationsannuitäten und durch die Verzinsung und Amortisation der Auslandkredite zu den schwersten Besorgnissen Anlaß, so stimmt doch bedenklicher die Gliederung der deutschen Einfuhr nach Gruppen. Man kann dieser Entwicklung auf die Dauer nicht tatenlos zusehen und hoffen, daß der deutsche Außenhandel „von selber" wieder ins Gleichgewicht kommen werde. Die Gefahren, die eine fortdauernd in diesem Platze passive deutsche Zahlungsbilanz für die Stabilität unserer Währung in sich birgt, sind zu groß. In erster Linie muß endlich der Staat der deutschen Wirtschaft den Kampf um den Weltmarkt erleichtern, in dem er die außerordentliche Belastung der Produktion mit öffentlichen Abgaben vermindert. Die letzte Nummer der „Deutschen Wirtschafts- Zeitung", des Organs des Deutschen Industrie- und Handelstages, brachte Ausführungen über die Belastung der deutschen Wirtschaft durch Steuern, Zinsen, Eisenbahnfrachten und Sozialversicherungsbeiträge, die angesichts der unbefriedigenden Entwicklung unseres Außenhandels besondere Beachtung verdienen. Danach ist die steuerliche Belastung tipn 4886,9 Äkillionen Mark gleich 11,2 Proz. des Volks- oermögens im Rechnungsjahr 1913 auf 12,3 Mill. Mark gleich 33j—50 Proz. des deutschen Volkseinkommens (über dessen gegenwärtige Höhe die Berechnungen zwischen 22 und 36 Milliarden schwan- ken) im Rechnungsjahr 1924/25 gestiegen. Die Belastung durch Eisenbahnfrachten stieg in der gleichen Zeit von 3058 auf 4439 Millionen Mark, ihr Anteil am Volkseinkommen betrug 1913 6,7 Proz., 1924/25 je nach der Schätzung des Volkseinkommens 12,5—20 Proz.; die durchschnittliche Belastung fe Tonne Versand gegebener Güter kostet uns gegenwärtig 1,6.5 Milliarden Mart, 50 Prozent mehr als vor dem ftrieg, und Regierung und Reichstag be- 0EÜ3 5513a Spezialität: Rahmeis in Portionen • Schlemmerbecher Lieferung von Torteft und Gebäck außer dem Hause Universitäts-Cafe mit eigener erstklassiger Konditorei Universitäts-Restaurant Plockstraße 5 Inh.: F. C. Günther Fernsprecher 198 Saal und Räume für private und gesellschaftliche Veranstaltungen Mittag- u. Abendessen Fürstenberg-Bräu Gut gepflegte Weine Feuer am Nordpol. Technisch-politischer Roman aus der Gegenwart. Don Karl-August von Lafsert. 64 Forlietzung (Nachdruck verboten.) „Meldung von Stand 2, daß ein weiteres unübersehbares Fliegergeschwader von Südwesten heranfliegt. Einer unserer Kampfflieger schreitet zur Landung, anscheinend beschädigt." „Bald werden sie es noch schwerer haben", sagte Kersten. „Aber es hilft nichts, erst müssen genug der Feinde in der Mausefalle fein." „Meldung von Stand 3: Eine vor drei Minuten gemachte Fernphotographie zeigt 117 feindliche Flugzeuge, von denen drei im Absturze begriffen waren." Kersten foanbic sich an den Ersten Offizier: „Sind die Batterien intakt?" „Alle sind kampffähig. Materialverluste an verschiedenen Stellen, Mannschaftsverluste bisher nur zwei." Der Lautsprecher der Zentrale meldete: „Verbindung mit Stand 5 unterbrochen." „Anfrage bei 1 und 4, ob sie etwas wissen", befahl Kersten. Ein Klirren dicht art seinem Kopfe ließ ihn unwillkürlich beiseitefahren. Das Glasfenster war zerbrochen. Rasch blickte er sich um. Sanders hielt die Hand an die rechte Backe, die stark blutete. „Es ist unbedeutend", sagte er beruhigend. „Verirrter Maschinengewehrschuß", erklärte der Erste Offizier und rief durch ein Sprachrohr zum Verbandraume hinauf. „Kümmern Siesich um Gottes willen nicht um mich!" bat Sanders und schritt selber zur Tür, durch die im gleichen Augenblick Linda hereinge- flogen kam. „Sie sind verwundet?" schrie sie ihm zu. „Still, wir dürfen nicht stören", bat Sanders. „Es hat nicht das geringste zu sagen." Aber er taumelte doch etwas, als Linda ihm stützend zur Türe half. Der Erste Offizier meldete: „Drei weitere Kampfflieger mußten niedergehen. Dom Gegner '■ ‘ ’ v-ri™* schon dreißig außer Gefecht. Es Zeit, sonst wird auch der Rest unserer Flugzeuge vernichtet." „Wo bleiben die Meldungen über das zweite feindliche Geschwader?" fragte Kersten. Der Zweite Offizier winkte durch Zeichen, daß er gerade spräche. Gleich darauf meldete er: „Stand 4 teilt mit, daß Stand 5 durch Bombentreffer beschädigt ist. Stand 3,meldet, daß nach seiner Ansicht fast alle feindlichen Flugzeuge im Innern des Verteidigungsringes feien." „Kampfflieger geben Blinklicht," rief der Erste Offizier, „sie wollen durchbrechen." Kersten sprang an den Schalttisch. Ein Blick überzeugte ihn, daß nur wenige rote Störungslämpchen brannten. Er bog die Schalter der Batterien 40 bns 50 und 80 bis 90 nach links, um diese Stellen für den Durchbruch der Kampfflieger feuerfrei au halten, die übrigen nach rechts. Gleichzeitig hatte der Erste Offizier die Schutzschilde heruntergelassen Und nun setzte es ein wie ein schweres Hagelwetter, prasselnd, rauschend, knatternd, polternd; ein höllisches Gerase und Getobe der entfesselten menschlichen Zerstörungswerkzeuge. Kersten schrie dem Ersten Offizier in die Ohren: „Nachrichtenzentrale soll wichtige Meldungen durch Lichtschreiber geben." Unverwandt blickte er auf den Schalttisch. Die Mehrzahl der grünen Lämpchen gaben Blinklicht als Zeichen, daß die dazugehörigen Batterien feuerten. „Karnpfflieger sind durch!" meldete der Erste Offizier. Kersten drehte den Rest der Hebel nach rechts, worauf alle grünen Lämpchen blinkten. Oberhalb des Schalttisches erschien ein hellbeleuchteter Papierftreifen, der aus einem Fernschreiber hervorkam. Der Zweite Offizier machte Kersten aufmerksam. Dieser las die Worte: „Stand 4 meldet etwa dreißig feindliche Flieger außerhalb des Verteidigungsringes. Seit Beginn des Feuers gelang es keinem französischen Flugzeuge, die Sperrzölle zu durchstiegen." Kersten schrie dem Zweiten Offizier zu: „Befehl für Kampfflieger, den außen befind- Feind ”• " Dieser gab den Befehl durch Drücken d^ Tasten des Fernschreibers an die Zentrale, da der nervenzerreißende Lärm sich noch gesteigert hatte. Der Erste Offizier, der durch eingebaute Sehrohre den Horizont gemustert hatte, ging zu Kersten heran und rief ihm zu „Sperrfeuer wirkt vortrefflich. Jeder Versuch einzelner Flieger, die Feuerzone zu durchbrechen, führt zum Abschuß. Wir müssen jetztSchluß machen. In fünf Almuten ist die Munition verschössen.' „Was macht der Gegner?^ „Er irrt in dichten Haufen im inneren Ringe umher. Alle bleiben weit vom Sperrfeuer entfernt." Kerst-m drückte auf einen Schalthebel, worauf sofort Totenstille eintrat. „Melden Sie, sobald ein Flugzeug sich fc-cr Sperrzone nähert", sagte er dem Ersten Offizier. Dann rief er der Zentrale zu: „Rufen Sie Geoucr durch Funkspruch an: Wir bieten Kapitulation, sonst volle Vernichtung." „Feind versucht Durchbruch in großer Höhe!" rief der Erste Offizier. Kersten drückte aufs neue den Feuerhebel, und wieder begann das entsetzliche Gelobe. „Ein Gegner nach außen entronnen, zehn stürzen ab, der Rest famelt sich wieder in der Mitte", meldete der Erste Offizier. Eine neue Feuerpause trat ein Diesmal versuchten die eingeschüchterten Franzosen keinen Durchbruch. Mit etwa 4000 Meter Höhe war ihre äußerste Steigefahigkeit erreicht, aber auch dort blieben sie von den Explosivgeschossen der Ma- fchinengeschütze nicht verschont. Die Zentrale meldete: „Verständigung mit dem Gegner wurde ausgenommen. Er verweigert die Kapitulation und verlangt freien Abzug. Kampfflieger melden die Vernichtung der außerhalb befindlichen feindlichen Flugzeuge." „Dann also auf zum letzten Streit!" sagte Kersten hart. Er und der Erste Offizier rückten die Hebel des Schatttisches, die Den Batterien entsprachen, ein Ende nach der Mitte zusammen. „Jetzt ist der Umfang des Ringes nur noch zwei Kilometer groß", sagte Kersten. Abermals setzte das schreckliche Prasseln und Knattern ein. Langsam wurden die Hebel immer weiter der Mitte zugerückt, und immer enger schnürte sich die verderbliche Feuerzone. Schon nach einer Minute meldete der Zweite Offizier: „Eine Menge der Gegner stürzt ab. Der Rest drängt sich eng in der Mitte zusammen. Kersten unterbrach daS Feuer, richtete aber zur Sicherheit die Batteriehebel wieder auf die ursprüngliche Lage, so daß der große Ring auf£ neue hergestellt war. Die Zentrale meldete nach kurzer Zeit: „Feind nimmt bedingungslose Unterwerfung an." „Alle feindlichen Flugzeuge sollen sofort landen!" befahl Kersten. „Und zwar in einem Umkreise, der nicht weiter als 500 Meter von der zerstörten Flugzeughalle entfernt ist. — Befehl für die Kampfflieger: Sobald der Gegner gelandet ist, oberhalb desselben kreuzen, um jeden Fluchtversuch zu unterbinden. — Befehl an die erste Kompagnie: Entwaffnung und Gefangennahme der Feinde. — Befehl an zweite und dritte Kompagnie: Absuchen des Kampffeldes nach Verwundeten. — Befehl an vierte Kompagnie: Aufräumungsarbeiten. — Mitteilung an alle Kommandostellen: Der Feind hat kapituliert." 9. Schreiben des französischen Botschafter s. in Berlin an den deutschen Minister des Auswärtigen. Euer Exzellenz erlaube ich mir im Auftrage der Regierung Frankreichs folgendes zu unterbreiten: Am 17. Mai fielen mehrere französische Flugzeuggeschwader in der Nähe des Ortes Platinia im Nordlande Nova Thule einem heimtückischen UeberfaU zum Opfer. Der Usurpator jenes Landes ist ein Deutscher namens Sanders. Ebenso besteht seine sogenannte Schutztrupp? fast ausschließlich aus Deutschen, die die ahnungslosen französischen Flieger mit Kampfflugzeugen bekämpften, die nach deutschen Modellen in einer m Rußland errichtetest deutschen Fabrik hergestellt wurden. (Fortsetzung folgt.) e Nirn "§ L v- «ns$ö^ die Ä h ’S wSÄ $äV 2e< ftr* f(tt,(" schrnklicht W^ “2 mrben die -W ft, und immer eng« he' gcutrjont. nute meldete *r nach kurzer Ztü SngsM« sxESD °"s 'ki «KKiL Annahme htr ,xCj|biu»rn $$* ’,ini last. Handelsbilanz 'Nungszeichen! Ä^n Außenhandel; -dchi gegeben, die eine Ää ^ Millionen Mark w. Handelsbilanz in 'JCn PJrt®faH ton elva h» « w ’i|on diese mx ^Eiastung unfern NnralionMmitiiHlfri unb amorfifnHön bn ÄFtL°r* Sn. her die Miederuna der ?p- 'ulung auf die Dauer Wb, daß der deuiiche °'eder ins A«i^«ichi en, die eine fotlbevtrnb W Zahlungsbilanz lür inmg in sich birgt, sind atz endlich der Äaat der impf um den Deltwrkt ußerordentlicheVelasrunq ltchen Abgaben wnrn. r „Deutschen Achchalts- Deutschen 3nbufiri( und mhrunatn über die Vt- irtfchast durch xitwrt und Tvzialoersichening' r unbefriedigenden tknt- delS besondere Veochtung stuerliche Vklastuna opn ich 11,2 Praz. der Soll?' chr 1913 aus 12.3 M bcs deutschen Volf'kt.7' nwärtiae höhe bit Ae- > M MlliaM Mm- 24’25 flWii- rlle Archen stieg in der gsti- 39 Millionen Mrl, ihr betmtz 1918 6,1 Pwz, \o des Mreinkommenr Mttliche Belastung ft Güter kostet unr gegen art, 50 Prozent mehr ak eninfl und Brichrlag he- 5513* el merbecher Hause • .suchen 8°l* anM' ' v . ^tgiertm« 5^ ■öfle der fesf® ÄrS ,(lt rvvrdtm Tntimr tungsanträge genehmigt, Stimmrecht der Vorzugsaktie! !ticn vom zehn- auf Kurs^ gcftaltung an der Abendbörse war weiter günstig beeinflußt durch die mittags bereits cingetretenen Möbelfabrik Th. Brück MIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIM Zirka 1300 Quadratmeter großes iirha 1300 Quadratmeter großes fiffl ytM A Grundstück JSK febt vree-wert. tHevar. n. Rcndezieben m eig. jt'erfü. m eleftr. Strich. '"D Fr. P. Sack 5391c 17 3kucn Baue 17 Jmmalin N * Lagerhalter ausgestellt Verteiiungsstellen. mit freiem Wohn- und Nebenbaus, an Hauptstraße in Gießen, für Industrie geeignet, günstig zu verkaufen. Schr- Angeb. u. (605> an d. Gieß Anz Alles Nähere in den DER VORSTAND. * Der Grobhandelsinder. Die Groß- handelsindekziffer (Stichtag am 10. Juni) ist gegenüber dem Stande vom 3. Juni (133,0) um 1,0 v. H. auf 134,3 gestiegen. Zur gell Beachtung iOr unsere verehrt. Mitglieder! Am 30. Juni 1925 schließt unser 24 Geschäftsjahr und müssen deshalb bis dahin die kleinen Rabattmarken gegen solche von 20 Mk. in den Verteilungsstellen umgetauscht werden. — Markenbeutel und Marken karten sind in allenVerteilungsstellen zu haben Nur in der Zeit vom 1. bis 15. Juli werden die Markenkarten (volle und auch zum Teil beklebte) unter Beifügung der neuen Anteilkarte abgeliefert, und zwar von jedem Mitglied in der Verteilungsstelle, in welcher es seine Einkäufe tätigt — Quittung über Ablieferung wird vom die u. a. das Haltestelle der elektrischen; Sonncastraße Prof. Immal: Ich bringe Ihnen non zunächst einige Zengen aus der Praxis So. Herr Nudelstrunk, nun erzählen Sie uns einmal aus Ihrer Dienstzeit Echoo, was soll’ch Ihn1 aach’n. — Ich bin keen enz’ges Mal mlt’n Schuhputz uffgefall’u! Ich war anderthalb Johre Bursche bein Herr Major. Da hab’ch jeden Doch 23 Poor Sticheln gepatzt, von ihn. sie, fünf Kinder, das Freilein, die Köchin, die Marie und mir. Und die sind immer blitzeblank geworden, weil die gnäd’che Frau immer drauf hielt: „Nudelstrunk, nur mit Immalfn!" und das war eine Freude zu putzen! Ich «ach Ihn Nur Man überzeuge steh von meinet Leistungsfähigkeit durch Besichtigung meiner großen Ausstellungsräume von meinet Kulanz durch Nachfrage nach meinen Zahlungsbedingungen aller tu w----- bergei'tellt. v*n Karl Schmidt • Neuenweg 42 Inhaber: Th. Wetnerl Gießen l Frankfurter Abendbörse. Frankfurt a. M., 11. Juni. Die 5% TtnrTdJe THÄBcnTröe <*A T-ty''6n 9?ril)8^n(etbe . vißl» Deutsche Nctch'anletde s*/. Trpii^? Neid'.1 nteti,e . Itnrltbe e pc rvrmn« ii anleth« 4*le frfUVtltbt ÄoxrioL» . . 4* t vcflrn ...... Lesi« . Heneo......... Äertd. Dollar-Aul. blo- Doll 'Schaff-Tnkvetsog.^ Mofftftrfcn........ &!, Soibmertf'ton ... . Wohnungs-Einrichtungen I undsämtlicheEinzelmöbel von einfachster!) is feinster Ausführung Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Isr. Religionsgemeinde. DotteSd. i. d. Synagoge (Südanlage). Samstag, den 13. Juni. Dorabd. 7.45, morg. 8.30, abdS. 8.55 u. 9.35. Ichiiesten fröhlich Gesetze, die allein in der Ange- ftflhen- und Unfallversicherung Mehrkosten von etwa 125 Millionen Mart bedeuten. Es ist klar, daß wir unsere vollkommen dar- nieberliegeudc Wirtschaft nicht auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig machen können, solange mir uns den L'njrus leisten, das am teuersten verwaltete Land der Welt zu fein, und solange wir die Kosten dafür rücksichtslos der Wirtschaft ausbürden. Es ist ferner klar, fcafo die Reichsbahn nicht bei allgemein zurück- gegangener Leistung mit Unkosten arbeiten darf, die um nahezu 50 Pro; aesnegen sind. E» ift endlich klar, daß die Sozialpolitik, so notwendig sie unter normalen Umstanden lein mag, nicht aueperedjnet in Zeiten schwerster wirtschaftlicher Depression aus- gebaut und erweitert werden darf, denn eine Sozialpolitik, die die Wirtschaft erdrückt, ist recht un- jotial. Sache von Reich und Landern ist es, in allen öffentlichen Ausgaben endlich die unserer wirtschaft- lichen Notlage entsprechende Sparsamkeit walten zu lasten und an die Stelle der seinerzeit im Reichs- finanzministerium mit so erobern Stolz verkündeten „brutalen Steuerpolitik' den Grundsatz der „brutalen Sparsamkeit" zu fetten. Erst wenn die unsinnige Belastung der Wirtschaft mit unproduktiven Ausgaben gemildert wird, kann die deutsche Industrie wieder in größerem Umfang ihre Erzeug- nstse im Wettbewerb mit hem Ausland auf dem Weltmarkt absetzen. Buderus'sche Eisenwerke A.-G., Wetzlar. 3n bet Hauptversammlung, btc am Dienstag in Wetzlar stattfand, wurden nach einigen Bemängelungen von Aktionärseile die Derwal- Rttbed Montau ....... TelluS Bergbau . ...... Hamburg.Amerika Paket. . . VlorbbeutWber Lkovd LVrramische Serke Albtn . . Banennoert Hetbeldera . . . vdilivv Holjmmin Haglo-ttout -Ouauo . . ... Vadlscke Änilta........ TdemUctze Mover Slavüi , . ütoldschmthi . ..... »rltil ebner eicctren . . . . Höchster Hard werke ..... voUverkoblmig ...... RütgerSwerfe Scheldeanstal« Nlla E,ekkrt,ttLt«.«efellIchaf» Bergmann ......... Ma in kra-«werke . ....... etemtn« A Raffle* kldlerwerke Kleiner ..... Daimler Motoren. ..... HevUgenftaedt......... Megirii!............ Motorenwerke MannbeNn Rranffurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . . Me'.llgelell^Lafi ffranfhut. ®et Union U.-Öl. .... t^^tabrif Her; Stnnofi chaldhot . L I * t * Buderfabrtf Jnrnkeuth»! .. Buderfabrtt ©agbäufel . . . Berliner Börse. (Gigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers" s Berlin, 11. Juni. Die Börse stand noch völlig unter dem Eindruck der Vorgänge des gestrigen MWI _LL rWHMIHnWI tammeri- mid Prldak- Bank. D-annst. und Raflcnülbant . Deutsche Bank........ De ursche BereinSbank . . . . DtScouto «cmnnmidli Metallbank ....... Miikrldeatsche Lredltbaiik . Oesterretchlsche VrebttanflaU. Weltbank ......... Bochumer ®u| . ...... BuderuS........ . . . Karo .......... . Deuts cbLuremdnrg...... Gelsenkirchener ferawerk» . Harvener Bergbau ...... Äeluoerfe Mcherüteben. .. . Kaliwerk Westeregeln pauradüttr . , das fünffache cinschränken. Die Derwaltung äußerte sich auf Anfrage über den Grund der Dividendenlofigkelt dahin, daß diese in den gegenwärtigen schwierigen Wirtschaftsver- hältniffen, namentlich der Schwerindustrie, zu suchen seien. Die Steuerbelastungen erforderten einen Betrag, der zur Verteilung einer Dividende von 8 Prozent ausgereicht hätte, sofern sich die Steuersätze in der Höhe der Vorkriegszeit bewegten. Die Aeubtldung des KohlenshndikateS habe dos Kohlengeschäft noch nicht gefestigt, do namentlich der Stein- koblenbetgbau unter dem ausländischen Wettbewerb leide. Die Gesellschaft hätte erst vor kurzem von ihren 14 Gruben 8 wieder in Betrieb genommen, nachdem alle bis auf 2 ftillgelegt waren. Die Produktion der Ge- sellfchaft betrage gegenwärtig etwa 70 Prozent der Vorkriegszeit. Die Kreditrestriktionen der AeichS- bank gegenüber den Gruben verschärfen daS Dilemma, In dem sich diese ohnehin durch die allgemeine Geldknappheit befänden. Heber das Konto Beteiligungen wurde mitgeteilt, daß sich diese aus nicht marktgängigen Werten zufammen- sehen, namentlich der Buderus Handelsgesellschaft, den Portlandzementwerstm Wetzlar, der Hugo Buderus G. m. b. H. .Unter Wertpapieren fei il a eine 50prozeutige Beteiligung an den Stahlwerken Röchling-BuderuS A. G. und eins SOprozentige Beteiligung bei der Vlafchinen- und Armaturenfabrik 21. G Brauer in Höchst am Main enthalten. Zu den Börsengerüchten über erhebliche Differenzen der Gesellschaft in der Angelegenheit der Auhrentschädiaung wurde milgcteilt ,dah sich die ganze Differenz auf 3800 M. beliefe. Es handle sich um eine Klagefache Röchling-Buderus gegen den Fiskus. Der Kursrückgang an der Börse stehe zu dieser unbedeutenden Angelegenheit überhaupt in keinem Verhältnis vieraurschans viisetk Metallabdeckung 8ierausschank-5au!en Ausführungen Sier-Armaturen etc. Poli-ieiverordnnnqen speÄ« 3flfoä flies, Mart c. B, 13 ßangertr. 35. Fachmännischer Rat und Besuch kostenlos. S,t4ss Anläßlich der Großen Fachausstellung für das Hotel- und Gast« wirtsgewerbe vom 2.-7. Mai 1925 zu Offenbach a. M. wurde mir für hervorragende Leistungen die Goldene Medaille und der Ehrenpreis der Stadt Offenbach a. M. zuerbannt Tages. Das Angebot war jedoch nicht mehr dringend. da in einigen führenden Montanwerten Rairf- auf träge oergenommen wurden. Do hieraus r*ful- tieronde Berfastung der stark ermäßigten Vortags» kurje rov.r anfangs immerhin nicht jo bedeutend, daß fic die Verluste wettgemacht hätten. Es ftimu- Herten heute Gerüchte, daß stch der Börsenvorftand an offi;ielle Stellen wenden malte, um diese zu einem irgendwie gearteten Eingn'f d. h. zu Hilfsmaßnahmen für die Börse zu veranlassen Au» Reellen des Börsenvorstandes werden jedoch diese Berftanen als völlig tmyi treff enb bezeichnet. Lebhaft beachtet waren anfangs hef milche Staatsanleihen, wo Kriegsanleihen gegen 11 Uhr noch mit 0,315 umgingen, um eine Stunde fpätcr mit 6,35 gehandelt zu werden. Auch Schutz- 30 bis 36. Schweine: vollfleifchige von 80 bis 100 Krlo 70 bis 72, vollfleischige unter 80 Kilo 65 bis 70, vvllfleischige von 100 bis 120 Kilo und voll- sleischige von 120 bis 150 Kilo 68 bis 72. Fettschweine über 150 Kilo 58 bis 63. Markl- verlauf. Kleinvieh bei reaem Handel geräumt, Schweine hinterlassen b« gedrücktem Geschäft ^leberstand. Berliner Prodnkieubürse. Berlin. 11. 3uni. Der Produktenmarkt war auf gute kanadische Grnteau-sichten abge- schwächt. Gerste nur in feinsten Draus orten verkäuflich Hafer schwächte sich nur wenig ab. Mehl und Fuiterartiket batten weiter stilles Geschäft. Es notierten je 1000 Kg Weizen (mark.) 267 bis 270, Weizen (Juli) 269 bis 269.50, Roggen (märt) 216 bis 221. Roggen (Sufi) 214.50 bis 215, Gerste (märt) 226 bis 242. Futteraerste 200 bis 218. Hafer (mär!.) 237 bis 245. Hafer (Juli) 199 bis 199.50. Mais (loko Berlin) 209 bis 212; für je 100 Kg. Weizenmehl 34 biS 36.75. Aoggenmehl 29.50 bis 31.75, Weizenklele 13.80. Roggenkleie 14.20, Viktoriaerbsen 24 btS 29. kleine Erbsen 24 bis 26. Futtererbsen 21 bi» 23. Peluschken 20 bis 21. Ackerbohnen 20 bis 21. Wicken 21. bis 24, 52upinen (blau) 10 biS 11, Lupmen (gelb) 13.50 biS 14. Rapskuchen 15.20 biS 15.60. Leinkuchen 22.40 bis 22.80, Trockenschnihel 10 brs 10.10, Torsmelasse 10. Kartoffelflocken 19.30 bis 19.40. Rückläufe der Sptkulation di« abend» zu nenen lebhaften Hmfäher. <übrien. Starker begünstigt waren die Werte des Mon»anmarkteS, wo Dcustch- Luremburger 3* «. Gelsenkirchen 2,4, Harpener 2 t. ManneSmann 3’ t. Mansfelder 1. Phönir IV« und Rheinstahl 2' Proz erneut anzogen. Von .Ma " er en na.c . Westeregeln um 2Pro- ge ■ besten Bon chemische,'. P«rpierer.. die sich weniger kewegllch geigten, wurden Scheibeanstalt im Kurie 3 Pro-, höher Slekirowert? lagen fest, be- sonders Licht und Kraft Der Brnkaktienmarkt lag ruhig und bi um verändert. Reichsbankanteile fliegen um 21 • Proz. Don Schiflahrtsaktien traten Hapag 2 ■ Pro» gebessert Lebhaft waren die Umsätze in 5proz Reichsanleiben, die aber in- Kurse »emg Veränderung zeigten Das Papier schloß in Frei verkehr mit 0,382* ,. Der Dsandbriefmarki lag fester. Die Börse schloß lebhaft und fest mit Neigung zu weiteren Steigerungen. Deuilche Anleihen: Schutzgebietsanleihen 4,975. ÄuSlandilche Renten Jvlltürken 7,10, 5proz. Tehuantepec abgestempelt) 1350. Bankaktien : Commerzbank 100, Dgrmslädtcr Bank 122.25. Deutsche Ban! 121 Disconwgesellschafr 109, Dresdner Bank 103, Meiallbank 89 50, Mit- teldeuifchc- Creditbanl 99. Reichsbank 122,50 Rheinische Kreditbank 94 25, Oester-reichische Kreditaktien 7,37. Montanaktien: Buderus 51, Dtfch- Luremburger 75,75. Gelsenkirchen 61. Harpener 110,75 Ilse Bergbau 90 Mannesmann 83, Mans- felder 61.50. Phönik 93, Rheinstahl 76. Kali Aschersleben 12,50, Kali Westeregeln 95. Chemische Aktien Badische Anilin 113. Scheideanstalt 105 Do Goldschmidt 82,50, Höchster Farben 105.50 Holzve^ohlung 6. Jndustrieaktien: AGG. 91.50. Daimler 55.75. Dhckerbofs 39, JuliuS Sichel 40 50, Voigt u. Hafsndr 74. DevifrnrnarN Berlin—Frankfurt uörlt S<61n> flu’» DUtUg •d« in. e 11 6. 10. 8. 11 6 0.328 ij e 0.315 0.365 — — 0.34 0.36 — 0.36 0,295 * • - 33.'» U.ttT- u.47 0,435 0.4875 0.2(1 0.20 0.195 0,21 0.33.", 0.355 0.305 0,36 — — ■— 0.5 — — — — 0.35 0.35 0.43 0.1 r9.75 Ml. 75 91,75 01,7.5 92,4 92,5 92,75 92.75 rr 7.1 6.5 6,6 — 37 — — 118.5 121 120 119 tou 100 100 100 183 122.25 123 122 121 121 122 122 7*» 72 — 1011 109 100 108.75 88,2.'. 8J.5 — 99 98 98 T.37 7.375 7,37 7,8/ 0,10 0,10 — — — — 52 54 48.5 51 18.5 49 — — .58 :>R 71 75,75 71 72 56.5 61 58 58,75 Ito 110.75 105 108 11 12 5 11.37 11.37 — 95 13.8 16.5 45 .39 40 42 5.875 5.5 5.5 5.25 -<6,.W 9.3 90.5 70 76 73 71 73 74,50 2.4 73.5 76 2.45 — — 50.25 53 — 87!!? e? 54,25 56 55.25 — — 70 69,75 — — 5> Go «1,5 60.5 —- — 98 95 107,25 113 107.75 110.5 — 0,4.5 80,13 80 81,37 106.50 99 Iftl 100.25 105.50 100.5 101,75 5.6 6 — — 52,37 — 52.25 54.5 100 105 — - SO. 75 91,50 90 91, & — 66 64 64,75 79,5 76 — 57,.>0 .15 "5 .'8.25 78 77 77.75 77.25 54,5 60 57.10 58.50 53 55,75 52,5 54 40.5 38 — Mi 41 13,75 40 — — «8 62 0,45 0.45 — — 0,75 0.8 0,9 0,9 103 103 — — 2.1 2.15 2,13 2 2,8 2,7 2,62 <0 <0,5 39 38 8.5 9.25 8,8 9,3 8.30 3,3 — — 56 54 54,25 52 Telegraphische Auszahlung. 10 Juni 11. Juni Amtliche N Geld oti rann Briet Amtliche Nockerung ficlb Brief IcITtn. arrte Bns.-Aniw- ThnMania - flopenbaoen Ekockholm • ßelfinflfort. »fallen . . . London. . eicnbort . . !&•:. Spanten - stavan . . • iHic de Jan- ©len In D-- Cefl. abgeft Prag . . . t’cljrab . . Snbnpcft . - arten L'iffabon Damtg - • • ÄonOanti» Ätben. 168,59 ! 169,01 1.677 1,681 20 39 20,45 70.51 70,69 78.95 i 79,15 112,28 112,56 10.573 10,613 16.65 16.69 20.390 20.442 4,195 4.520- 20.625 20.085 81 42 81,62 61.37 61.53 1,710 1.714 0 457 f.459 59,057 59,197 12.431 12,471 7.11 1 7.L< 5.CT5 5,915 8,«B ::.O65 20 475 20.525 80 87 -51.07 .'.-55 2,265 7 h 7.1h Banknote 168,59 1.677 20,25 70,76 79,18 112,26 10.3* 16,835 20.389 4,195 20,455 31,32 1,698 0.454 59,057 12,425 7,20 5.H t.oto 20,525 80,87 *,Z5 7.14 Ü. töMi i.fel 79.18 118,M 10.61 16,675 20,441 4,205 20,550 81.655 st.48 1.702 0.436 59,197 । 12.46.5 7.22 5.915 3.665 20,575 1 81.07 7.18 Berlin, 11. Juni. fielt» Briet PlnterffanlM ^etgifdje 9? DanliZe 9? Englische N Französisch.' COfic: Italirnische Norwegische Deursch'Ocs Rumänische Schwedische Cchweizer 8 Evanische «T Tschechoslon Ungarische tt Rote» . , , krn . ... t «i 4,176 20,19 78.96 20,318 20.39 168.16 16,67 70.67 59.09 112,08 81,49 hl. 15 12.4.3 5.85 4,196 20,29 79,36 20,448 20,49 109.02 59.39 81,89 61,45 12,49 6.87 ten ... »t Dien ...... • • Noten » . . • Noten . ... Noten . ... Roten . . . . • - UT.AlOOSto’ Noten . . . . nee Noten . . . Ofen..... akische Boten Roten . . . bestimmt am l9.Jum 1925 injol Unser Prinzip! Statt Karten! Kleiner Nutzen — Großer Umsatz! Jahrelang? *3 Dobersberg (Prov. Brandenburg), im Juni 1925. Verkaufsstelle: Gießen, Seltersweg 31, früher Emanuel Gießen, Dammstraße 19. ROMEO Neuen ISftue 12 / Ecke Weidengasse/'. jLCKe vv eiuengassez , m, - Parfümerie und Toiletteartikel W UMWMH Schuh A.-6 5914a ab Rodheim hält am Festplatz. 59131) 5895DI Emmericher Lindenplatz 1 04890 Pralinen, seine V. Pfund 0.23 500 Briefmarken Tel. 240 auch nacktS 0 gitronendrops '/« Pfund 0.20 Kremeschokoladestangen,3 ®t.0.25 4 5893c Ferner in allen unseren Filialen Dr. Frey. 5924c Salatöl, la Liter 1,20 Päckchen 0.15 Gala-Pudding. Vollreis, la Pfund 0.24 Taselreis, feinster, Pfd. 0.40 und 0.32 $r r> Weizengries Pfund 0.28 reinschmeckend 2.80, 3.00 sein 3.80 «WWWWWM Nv," Mörgenau, den 11. Juni 1925 z. ßt Gießen, Goethestraße 68 II. gibt uns den Beweis, daß Tausende von Kunden bei uns gekauft haben! Likörbohnen Kokosflocken . . '/. Pfund 0.40 .. V« Pfund 0.23 Puddingpulver in reicher Auswahl Himbeer-Pudding... Päckchen 0.10 Vanille-Pudding... . Päckchen 0.10 wochsundSamstags frische Waffeln u. verschiedene Kuchen in bekannt. Güte Autogaragen-Telephon Nr. 29 Geschwister Heimberger-Fullriede nur 2.— M. Nachnahme L. HOF, Frankfurt a. HL Kaiserstraße 70 5R9ic alle verschieden Pralinen, feinste, */♦ Pfund von 0.35 an Fondantmischung .. */< Pfund 0.23 Kokosflocken mit Schoko!, '/.Pfd. 0.33 Melange-Bonbons . v. Pfund 0.15 Ht. Lrsch Sonn 0it6' Wir haben unsere Preise teilweise bis zu $ lung mit r< riffm 6eiy ij Erhösti- Seufzt 3ottta’ ben, t Im t M8b gen dann auch aufge der : dustri Stiehl tigern Hoi 2 S° ytol lag1 Ans ri Eisenacher eldlotterie Schokoladenspeise... Päckchen 0.20 MakronewPudding, Päckchen 0.30 Himbeer-Sirup in bekannter Güte V, Flasche 1.90, '/, Flasche 1.05 WWW Stadt Kurhaus Dillenburg Hotel und Pension in reizvoller, waldreicher Gegend, bietet Erholungsbedürftigen angenehmen Aufenthalt bei sorglicher Verpflegung und anerkannt guter Küche. Dlgßlge Preise. Auch Touristen u größeren Gesellschaften bestens empfohl. Mitt- Die glückliche Geburt eines gesunden Jungen zeigen in dankbarer Freude an Lehrer Karl Obermann und Frau Ottilie geb. Ritter Bekanntmachung. Erholungsaufenthalt für Kinder an der See! Die zweite Kur für Selbstzahler in Brunshaupten.Arendsee (Mecklenburg) beginnt am 3. August 1925 und endet am 14. September 1925. Anmeldungen hierfür sind bis spätestens 20. Juni 1925, mittags 12 Uhr, auf dem Jugendamt, Bartenstraße 2, Obergeschoß, Zimmer 17, anzubringen. Spätere Anmeldungen können nicht berücksichtigt werden. Gießen, den 11. 3uni 1925. Der Oberbürgermeister. Wohlfahrtsamt, Abt. Jugendamt. Damenfrisieren, Shampoonieren sowie elektr. Vibrat.-Massage und Maniküre empfiehlt e,6D Bernh. Dosch Herren- und Eamon-// Friseuruesohäfi •> Dr. meci. Friedrich Jiilch,prakt.Ärzl und Frau Hildegard geb. Lange zeigen ihre in Erfurt statigefundene Vermählung hierdurch an. Tafelöl, feines . . Liter 1.44 und 1.64 Tafelöl, feinstes in Flaschen Vi Flasche 1.60, V, Flasche 0.85 Sl-r! 2 handle Staats im 2k Amateure. AllePboto-Arbeuen Entwickeln und Anfertigung der Bilder schnell und gut im Tchulstrake. [536D Speiseschokolade, ... 3 Tafeln 0.70 Schmelzschokolade, ia, 3 Tafeln 0.85 Schmelzschokolade, seine, 3 Taf. 1.00 Milchschokolade, feinste,3 Tafeln 1.00 Blockschokolade... 5oo-g-Block 1.00 Blockschokolade ... iw-g-Tafei 0.22 Hiller Milchnuh... 300-g.Tafel 1.40 Hiller Eistrüffelschokol.,3Si. 0.25 Schokoladeplätzchen,1«Pfund 0.30 Schmelzschokoladeplähch., */, 0.45 öa ai Sähe a lich n gung feigen schul solcher Willen 2 Proi auch e ^och j liege oingun 2rgrn< Was di nnslliä M- De ^uclgrc lands, genüge lreideba S. slai ”kigen Wrt. einen 7 ’n UeßC] S iel ^.abrr Martha Appel Hellmuth Müller Verlobte folgern D Gi Mist nuimi' Doch Dissc erschti erschei Wer Weit kurz b D vor bi erster muß e Dolksr wirtsch steigcr bebint gtiche Äiiik' für t recht! die entbc biefti genon QIu| stew Di! eint Sei Mru angeb als m D CURREX einzig und »Hein VcSW schnell u sicher Ungeziefer aller Art samt Bruf(NissaEier) bei Mensch und Tier. Zu haben in 4pefhek«n end OrogerleA- extra sein 4.60 hochfein 4.20 herabgesetzt! Jetzt bietet sich die Gelegenheit, bei uns enorm billig zu kaufen. kWrraSsAsil.VtttiniWß thm.HkWrde-Iriigmr23 Hauptgruppe Gießen ist am 7. Juni neugegründet worden, Anmeldungen erbeten bet dem 1. Schrift, führer, Kamerad Vollmöller, Gießen, Schlohgasse 16 11; ebenso für Teilnahme zur Standartenweihe in Darmstadt am 21. Juni, hierzu Anmeldeschluh 15. Juni. Auskunft und Vereinsabzeichen auch bei Kamerad Vollmöller. Der 1. Vorsitzende. gez. K. Frhr. Roeder von Diersburg. Rittmeister a. D. 5901D für Metzger billig zu verkaufen. Wilhelm Hartmann 5906v Stockheim iOberheffen». Telephon 27. Gießen, Juni 1925 Liebigstraße 84 Goethestraße 52. --<* 9eLntats*'ar®--- 2822 Gewinne zus. Mark 35 000 Haupt- ® 000 gewinne A 000 ^ö^id Lose s 1 Bk. 30P?gÄe Generalvertreter für Hessen: A. Dinkelmann, Lotterie-Einn., Worms. Zu haben in Gießen bei: Lott - Einn. Fritz Reuter; H- Götz, Friseur: L. Joost, Lott.• Geschäft: W. Semmler, Seltersweg, und in all durch Plakate kennt! Geschäften. vave ich durch Gebrauch finrha-Cnifo o-Ootrmcöcr’8 vreoizinal U*1 l/daDei|V beseitigt, nachdem 0 S dahin alle anderen an ;eiDun* len Mittel versagten. Do stoss DtuD. Per ®t. M. -.65, 80°/° verstürtt M. L- Zur Nachbehandlung istSerba-Cre.ue besondere zu emvlehlen. Zu naben m allen »ivothcken, ! B Drogerien uud Parfümerien g Aus unserer eigenen A& aromatisch und Grotzrösterei D W ausgiebig Einladung zu dem am Sonntag, dem 14. Juni 1925, auf dem Waldsportplatz stattfindenden Beremssest der Im- m SmmeM UWm 0. s. toter Mittags 2 Uhr: Festzug durch den Ort zum Festplatz. Turnerhche Vorführungen der Turner und Turnerinnen, Reigen und Freiübungen Abends: Pyramiden und Feuerwerk. Tanz. Der 1. Vorsitzende: Deuker. Der Zug der Biebertalbahn nachmittags 3.20 Uhr ab Gießen und abends 8.40 Uhr Für die anläßlich unserer silbernen und grünen Hochzeit erwiesenen zahlreichen Aufmerksamkeiten sagen wir auf diesem Wege unfern herzlichsten Dank. LudwigSchmidtu.FrauMariegeb.Höring Karl Wendelin Rothermel und Frau Marianne geb. Schmidt Gießen (Klinikstraße 21), int Juni 1925. 05066 Unser ?iesenumsatz Reinhard Am 9. Juni ist ein gesunder Stammhalter angekommen. Heinrich R. Pröschold und Frau Elsa geb. Rebelsky Schade&Füllgrabe Aus der Konfitürenabteilung unserer Filiale Mäusburg 1 empfehlen wir: Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Anschluß- arbeiten ist die 6 romlieferung im Stadt- netz (Gleichstrom 220 Volt) am Sonntag, dem 14. Juni b. <$., von vormittag- 4-7 Uhr, unterbrochen. Gießen, den 11. Juni 1925. [5910c Direktion der Elektrizitätswerke und Straßenbahn der Stadt Gießen. VullenverKauf. Die Gemeinde Wieseck beabsichtigt einen etwa 20 Zentner schweren Simmentaler Bullen auf dem Submissionswege zu verkaufen. Offerten pro Zentner Lebendgewicht sind bis zum Sam-tag, dem 18. d. M., vormittags 10 Uhr, einzureichen. Wieseck, den 10. Juni 1925. Hessische Bürgermeisterei Wieseck. Schvmber. 5887D tieite Qualnat. in DsademtUzen EBadefechuhen ans erst vreißro. Drog.WlaterhoH Qccu:n[. 9/10