m. 60 Erstes Statt NS. Jahrgang Donnerstag, 12. März 1925 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnlck und Verlag: vriihl'sche Univerfitäls-Vuch- und Ztetndruckerei K Lange in Sietzen. Schriftleitung und Seschästrftelle: Schulftratze 7. Völkerbund und Garantiepakt Entwicklung und die Zeit bringen. die die W8W8 um Kaiserallee 45. chmdtt fepfyott 1248 oewer-Werke. -TrW^aS) strafe und 10 Jahren Aufenthaltsverbot verur< teilt. Lnnahme von Anzeigen für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerbindlichkeit Preis für l mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite Srtl>ch8, auswärt- 10 Goldpfcnnig; für Re» nlamc-Anzcigenv TOmm Breite 35 Eoldpfennig, Plahvorfchrist20^ ,Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friede Wilh. Lange; für den übrigen Teil. Ernst Blumschein,- für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen en 3oo Mach einer Meldung der „Agence Delge" verurteilte das Kriegsgericht von Brabant den Kommandeur des Reserve-Infanterieregiments Rr. 48, Oberst v. Bieber st ein, in Abwesenheit zu 20 Jahren Zuchthaus. Swm anbrik atist lülfer Neustadt 50. kauf iren Preis Tötung von acht Personen. Weitere Verzögerung des Fochschen Gutachtens. Paris, 12. März. (TU.) Das neue Gutachten über den Generalbericht der Kontrollkommission und die Maßnahmen zur Abrüstung Deutschlands wird, wie der „Petit Parisien" meldet, er st im Laufe der nächst en Woche erstattet. In französischen Kreisen scheint man neuerdings auf eine rasche Erstattung des Gutachtens keinen besonderen Wert mehr zu legen, solange sich die diplomatische Lage auf Grund der Genfer Besprechungen nicht geklärt hat. Außerdem wird die Botschafterkonse- renz erst nach der erneuten Besprechung zwischen Chamberlain und Herriot in der Lage sein, die Prüfung des General bericht s an Handneuer W e i s u n g e n vorzunehmen. betont nochmals mit größter Bestimmtheit. daß er nach seines ganzen persönlichen und politischen Einstellung während des Krieges auf dem Boden der Landes- ve rteidigung gestanden und in diesem Sinne gehandelt habe. Was den Ianuarstreik vom Jahre 1918 anbelange, so erkläre er nochmals, daß er mit seinem ganzen Wollen gegen ihn gewesen sei und mit seinem Ausbruch nicht das gering st e zu tun gehabt habe. Daß er einzelne Forderungen der Streikenden für berechtigt gehalten habe, beweise nicht, daß er auch den Streik gebilligt habe. Vielmehr sei das Gegenteil der Fall gewesen. Auf Beschluß des Parteivorstandes sei er in die Streikleitung eingetreten mit der einzigen bestimmten Absicht, den Streik möglichst schnell und so b e i z u - le gen, daß einem neuen Ausbruch vorgebeugl würde. Daß er dabei die Vorstellung gehabt habe, der Kriegsmacht des Deutschen Reiches Schaden zuzufügen, sei eine Unterstellung, die mit allen Tatsachen im Widerspruch stehe, und die er mit Entrüstung zurückweise. Er habe sich in seiner Rede in Treptow mit aller Bestimmtheit und Klarheit für die Landesverteidigung eingesetzt und die Arbeiterschaft auf die Pflicht hingewiesen, der Front Waffen zu liefern. Rach seiner Erinnerung sei es dagegen vollständig unmöglich, daß er in der Rede zum Ausharren im Streik ausgefordert hätte. Am Schluß der Rede habe er die Streikenden zur Ruhe und Besonnenheit etwa mit der Worten ermahnt: Verhaltet euch ruhig und bewahrt die Besonnenheit, wie die Arbeiter in anderen Städten es getan haben. Laßt euch nicht provozieren. Wenn der Zeuge L e h n h o f f ettocrö anderes gehört haben will, müsse er sich irren. Hierauf wird General G r ö n e r als Zeugr vernommen. Er sagt aus: Mir ist nicht bekannt, daß die Mehrheitssozialdemokratie unter Führung des Abg. Ebert jemals die Landesverteidigung geschädigt hätte. Ich habe dabei stets den Eindruck gewonnen, daß Ebert den Fragen der Landesverteidigung besonderes Interesse und aller st ärk st es Der- ständnis entgegenbrachte. Auf Fragen des Vorsitzenden über die Haltung des Dolks- beauftragten Ebert beim Abschluß deS Krieges und nach der Revolution erklärt Groner: Wir haben damals aufs eng st e mit Ebert zu- fammengearbeitet und täglich mit ihm verhandelt. Er hat in jeder Beziehung das vertreten und durchzusehen versucht, wenn es ihm auch nicht immer gelungen ist, was von uns im Interesse der Landesverteidigung und im Interesse der Erhaltung des Heeres gefordert worden ist. Er stellte sich restlos auf den Boden der Obersten Heeresleitung. Sodann kommt der schon aus der ersten Instanz bekannte Brief Hindenburgs an den Dolksbeauftragten Ebert zur Verlesung, in dem Hindenburg die Vaterlandsliebe Eberts rühmt und ihm darum bittet, weiterhin mit ihm zusammenzuarbeiten. Der sozialdemokratisch« Abg. Dr. David sagte sodann aus, im September 1916 habe sich Ebert im Parteiausschuß mit größter Schärfe gegen die Propagan- disten von Rüstungsstreiks gewandt. Diesen Standpunkt habe Ebert auch 1918 nach dem Ianuarstreik weiter eingenommen. In der Rachmittagssihung wird als erster Zeuge der frühere Kriegsminister General a. D. von Stein vernommen, der u. a. aus- sagt: Ich habe den allgemeinen Eindruck gehabt, daß uns die Arbeit durch die Partei Eberts nicht erleichtert wurde. Oberpräsident Roske erklärt, daß die Mehrheitssozialdemokratie sich immer gegen die Agitation gewandt habe, den Krieg durch Streik oder revolutionäre Akte zum Abschluß zu bringen. Der verstorbene Reichspräsident sei stets gewillt gewesen, alles zu tun, um die Riederlage von Deutschland abzuwehren. Er habe oft genug durch sein Wirken das Land vor der Gefckyr geschützt, in das Chaos zu versinken. Der ehemalige Direktor des Allgemeinen Kriegsdepartements, General von Wris- berg, bekundet, mit Ebert damals überhaupt nicht gesprochen zu haben. Er wisse auch nicht, ob und inwieweit dieser persönlich an all den Vorgängen beteiligt gewesen sei. Er habe keinen Anhaltspunkt dafür, daß der damalige Abgeordnete Eberl oder seine Partei eine weniger ablehnende Haltung gegen Streiks während des Krieges eingenommen hätten das Kriegsministerium. das in seinem Erlaß den Streik der Rüstungsarbeiter als Landesverrat bezeichnete. Rach einer kurzen Pause bekundet der als Zeuge vernommene Kaufmann F u r t e n b^ ch e r- Derlin, der während des K Zch::-.'.ed Mitteilung auSgegeben worden. Es wird jedoch versichert, daß zunächst der Entwurf der Antwort an Deutschland beraten wurde Ferner nahm der Rat den Bericht über die Mittel und Wege zur Sicherung der Kontrolltätigkeit der UntersuchungSkommissionen des Völkerbundes in Deutschland, Oesterreich. Ungarn und Bulgarien entgegen, den gestern eine gemischte Kommission juristischer und militärischer Sachverständiger dem Rat zugestellt hat. Die weitere Beratung, an der im übrigen auch der schwedische Außenminister U n den , dessen Kommen feit einigen Tagen angesagt ist. noch nicht teilnahm, galt der Frage, unter welcher Form die Einführung einer dauernden Kontrolle in der entmilitarisierten Rheinlanbzone möglich gemacht werden könne. Die zwischen England und Frankreich in dieser Frage bestehenden Meinungsverschiedenheiten scheinen noch nicht überbrückt zu sein, so daß in unterrichteten Kreisen mit der Möglichkeit einer weiteren Vertagung dieser Frage auf die Iumtagung des Rates gerechnet wird. Die Donnerstags- sitzung des Dölkerbundsrates bringt die mit großer Spannung erwartete Erklärung Chamberlains über dieVertagung desGenfer Protokolls, auf die Briand und die Vertreter der übrigen Ratsmächte, die bereits das Genfer Protokoll unterzeichnet haben, antworten werden. Rach einem Londoner Funkspruch berichtet „Times", daß Chamberlains Rede zu einer um- fassenden Erörterung und Äritif fuhren werde. Chamberlain werde kein endgültiges Gegenstück zum Protokoll, das Großbritannien verwerfe, Vorschlägen, sondern wahrscheinlich allgemein d i e Art von Alternativ-Plänen angeben, die die Regierung für durchführbar hält. Der Wortlaut der Erklärung Chamberlains werde in London unmittelbar nach ihrer Abgabe veröffentlicht werden. „Morning Post" betont, daß nach Meldungen aus Genf und Paris keine Anzeichen für eine freundschaftliche Vereinbarung zwischen Großbritannien und Frankreich in der Frage des ©enfer Protokolls vorhanden seien. Die Ansichten der beiden Re- gierungen in dieser Frage schienen einander vollkommen entgegengesetzt zu sein. Die Frage des Saargebiets. Genf, 12. März. (TU.) Die Vertreter des Saargebiets hoffen, daß die Entscheidung des Dölkerbundsrats nicht so ungünstig ausfallen wird, wie es in den ersten Tagen den Anschein hatte. Sollte der schwedische Antrag angenommen werden, daß die Mitglieder der Saarregierungskommission sich mit dem Vorsitz abwechseln, so wäre die Saar-Delegation bereit, sich während des ersten Jahres mit der Person des Franzosen Raoult al^ufinden. Andererseits hoffe sie, daß die französische Regierung sich bereit erklären werde, den restlosen Austausch der französischen Soldaten gegen örtliche Gendarmerie innerhalb eines Jahres oorzunehmen. Die Entscheidung des Gerichtshofes, die den deutschen Beamten des Saargebiets dieselben Gehälter zuspricht wie den französischen, hat große Aufmerksamkeit erregt. Man redynet damit, daß die letzte gerichtliche Instanz des Saargebiets, in der Ausländer nicht vertreten sind, diesen Beschluß der ersten Instanz bestätigen wird. Der Saarbrücker Spritskandal. Saarbrücken, 11. März. (WB.) Zu der von uns nach der „Saarbrücker Landeszeitung" wiedergegebenen Meldung über einen Spritskandal ttn Saargebiet, durch den auch das Reich um Millionen von Goldmark geschädigt sei, hat außer der hiesigen deutschen Handelskammer auch der Inhaber der Firma Alfons Schick, um deren Machenschaften es sich handelt, Klage gegen die Landeszeitung erhoben. Auch der von der Landeszeitung mit den Vorfällen in Verbindung gebrachte Vräsident der Regierungskommission R a u 11 läßt erklären, daß er in feiner Weise daran beteiligt ist. Die „Saarbrücker Landeszeitung" bleibt jedoch bei ihren Behauptungen. Auch die sozialistische „Volks- stimm e" erklärt, sie könne über einige in der Angelegenheit genannte Personen noch anderes Material beibringen. Die doppelt gegen die Landeszeitung erhobene Klage dürfte restlose Aufklärung der Angelegenheit bringen. Neue französische Kontumaz- urteile. AmienS, 11. März. (WB.) Das Kriegsgericht hat in contumaciam den deutschen Oberst Merker und den deutschen Major Berent zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilt. Die beiden Offiziere werden beschuldigt, junge französische Zivilisten zur Arbeit an der deutschen Front bei La Capelle im Jahre 1917 in der Feuerlinie herangezogen zu haben. Mehrere dieser Franzosen seien getötet oder verwundet worden. Das Kriegsgericht hat außerdem den Hauptmann Kretz dt, die Leutnants Rehdt und Duggelmeier, die Feldwebel Hoffmann und Riedel, die einer in Liesse Rationiert gewesenen Fliegerabteilung angehörten, zu 10 Jahren Zuchthaus und 20 Jahren Aufenthalksverbot in Frankreich wegen angeblicher Plünderung in contumaciam verurteilt. Es hat ferner den Soldaten August Kanicowski vom 117. Infanterie-Regiment wegen angeblicher Diebstähle in St. Quentin in contumaciam zu 5 Jahren Gefängnis, SOL .Franken Geld» Trotzdem das Projekt eines deutsch-franzö- ftsch-englüch-belgischen Garantiepakts weder auf der Tagesordnung des Völkerbundes noch sonstwie zu seinem Aufgabenkreis gehört, wird er doch in ständigen Unterredungen der in Genf anwesenden Diplomaten eingehend erörtert. Man kann wohl sagen, daß der Garantiepatt im Mittelpunkt der politischen Diskussion steht. Schon jetzt hak sich die politische Situation in Genf wesentlich geklärt, denn auf der einen Seite stehen die Verteidiger des Genfer Protokolls, auf der anderen unter Führung Englands seine Gegner Die ganze politische Auseinandersetzung spielt sich auch dieses Mal, wie meistens in den letzten Jahren, zwischen Frankreich und England ab. Chamberlain sieht in dem Garantiepakt einen Trostpreis für Frankreich wegen des endgültig gescheiterten Genfer Protokolls. Das Genfer Protokoll hätte Frankreich größere Sicherheiten geboten als der Garantiepakt, jedoch muhte England gerade wegen der zu großen Verpflichtungen, die ihm das Genfer Protokoll auf- erlegt hätte, cs ablehnen. Frankreich hat feinen Feldzug gegen die «englische These in Genf gut organisiert. Seine sämtlichen Vasallenstaaten sind durch ihre Außenminister und ein Soßes diplomatisches Aufgebot vertreten, jeden ugenblick bereit, die französische Auffassung zu vertreten und bis zum äußersten zu verteidigen. $bamberlain hat daher einen harten Kamps mit den Verteidigern des Genfer Protokolls zu bestehen. zumal Herriot und verschiedene andere Urheber des Genfer Protokolls noch immer glauben, durch einen Druck auf England die Annahme des Genfer Protokolls zu erreichen, wenn nicht in feiner ursprünglichen Form, fo vielleicht doch mit einigen Ausnahmebestimmungen für England In der Donnerstagsihung wird Chamberlain feine bedeutsamen Erklärungen über das Genfer Protokoll abgeben und in diesem Zusammenhang wird dann auch die Frage deS Garantiepakts erörtert werden. Reuer- dings haben sich für die Verwirklichung des Ga- rantiepakts neue Schwierigkeiten dadurch ergeben, daß Chan berl iin u"d die meisten Mitglieder des Völkerbundstats erklärt haben, daß Voraussetzung für die Einbeziehun gD e u t f d>- Lands in den Garantiepakt fein bedingungsloser Eintritt in den Völkerbund sei. In Völkerbundskreisen glaubt man, daß es unmög- sich sei. in den Verhandlungen über den Ga- •rantiepalt vorwärts zu kommen, solange Deutschland außerhalb des Völkerbundes stehe. Die gesamte Arbeit des Völkerbundes in der Dchieos- gerichlsfrage und allen Sicherheits- und 21 b- lüftungäfragcn seien durch das Fernblei- Len Deutschlands in Frage gestellt. Äm allgemeinen sind die deutschen Vorschläge zum Abschlüsse eines Garantiepakis in allen Dölker- Ibundstteisen recht günstig aufgenommen wor- Len und auch die Tschechoslowakei scheint im Gegensatz zu Polen nicht die Schwierigkeiten machen zu wollen, wie man ursprünglich annahm, ^besonders in Italien haben die deutschen Dorschläge große Beachtung und Zustimmung Gefunden. Dar Antwortschreiben desvölker- bnndes an Deutschland. Genf. 12. März. (TU.) Das Antwori- fdjreiben des Völkerbundes an Deutschland liegt «unmehr in feiner endgültigen Fassung vor. Sein Änhalt wird streng geheim gehalten. Das Schrei- Een trägt die Unterschrift Chamberlains als Ees Vorsitzenden des Völkerbundrats. Wie aus englischen Konferenzkreisen versichert wird, ist Das Schreiben in liebenswürdiger Form abgefaßt imb unterstreicht den Wunsch der Ratsmitgiieder. Deutschland im Völkerbund zu sehen. Es weist foeiter auf die Bedeutung hin, die Deutschlands Eintritt in den Völkerbund für den Frieden der Welt hat. Der Rat drückt sein Bedauern darüber ous. daß Deutschland keinerlei Vorrechte tei seinem Eintritt in den Völker» tunb gewährt werden können. In diesem offiziellen Schreiben wird der Anregung eines händigen Ratssitzes für Deutschland und 2es von'der Reichsregierung beanstandeten § 16 feincrlci Erwähnung getan. Gleichzeitig mit diesem offiziellen Schreiben wird ttr Rat einen diplo matifchen Schritt in Berlin unternehmen, indem er Deutschland einen ständigen Ra 1 ssih bei seinem bedingungslosen Eintritt in den Völkerbund zusichert. Der 16 wird gleichfalls Gegenstand einer diplomatischen Aussprache sein, wobei auf die Tatfiche verwiesen werden soll, daß § 16 des Paktes u seiner endgültigen Form noch nicht seststeht r-nd vier Llbänderungsanttäge zu ihm vorliegcn, vnb daß er erst von 18 oder 19 Staaten rati» । feiert werden müsse. Es sei daher nicht aus- g?schlossen..einen werteren Abänderungs° ani rag e'lnzubrmgcn, der Deutschlands Wün- shen gerecht werden könne, allerdings nur unter her Vorausleyung des bedingungslosen EinttittS Deutschlands in den Völkerbund, und daß es an dm Beratungen in Zukunft mitteilnimmt Las Schreiben soll am Donnerstag oder Freitag im Rat zur Verlesung kommen. Es wird dnn schwedischen Außenminister vorgelegt werden ttnb wenn es eine Billigung findet, keine Abänderungen mehr erfahren. Lieber die heute abgehaltene Geheim-- jjtzung des Rates ist wieder keine amtliche Die bürgerlichePräsi dent- fchastskandidatur. Berlin, 12. März. (Wolff.) lieber die Besprechungen des Ausschusses der Rechtsgruppen mit den Demokraten und dem Zentrum teilen mehrere Blätter noch mit, daß es zwischen dem Ausschuß und den Demokraten zu einem grundsätzlichen Einvernehmen darüber gekommen fei, daß die bürgerliche Gemeinschaftskandidatur, wie etwa die des Wehrministers Dr. Gehler, in den Vordergrund der Diskussion zu stellen wäre. Bei den Beratungen des Zentrum sparteiausschuss kam die Bereitwilligkeit zum Ausdruck, sich ar den Besprechungen über die bürgerliche Gemeinschaftskandidatur zu beteiligen, daß für das Zentrum jedoch Jarres als Sammelkandidat nicht in Frage komme und auch gegen Gehler gewisse Bedenken beflänoen. Das Zentrum würde als geeignete Persönlichkeit für die gemeinsame Kandidatur Dr. Marx Vorschlägen. In der Frage der Aufstellung eines bürgerlichen Sammelkandidaten dürfte heute die Entscheidung fallen. Die Meldung, wonach der Ausschuß der rechtsstehenden Gruppen, einstimmig, also auch mit Einschluß der Deutsch- nationalen und der Deutschen Dolkspariei, sich für eine Kandidatur Gehler ausgesprochen habe, wird von den Morgenblättern als unrichtig bezeichnet. Vorläufig habe nur die Wirtschaftspartei Dr. Gehler in Vorschlag gebracht. Der Zentrumsausschuh werde daher auch die Beantwortung folgender an den Ausschuß der rechtsstehenden Gruppen gerichteten Frage, ob die Deutschnationalen und die Deutsche Dolkspariei tatsächlich gewillt seien, unter allen Umständen eine Kandidatur Gehler zu unterstützen, abtoarien, bevor er heute zu einer Kandidatur Gehler endgültig Stellung nehmen werde. Wie die „Zeit" meldet, beabsichtigen völkische Kreise, für den Fall einer Aufstellung von Dr. Gehler als bürgerlichen Sammel- kandidaten mit einer S o nd e r k an di da t u r vorzugehen. Die Vertreter der Demokratischen Partei haben sich, wie die Telunion Höri, mit einer Kandidatur G ehlers einverstanden erklärt. In der Presse war als eventueller Kandidat auch der gegenwärtige stellvertretende Reichspräsident Dr. Simons genannt worden. Wie die Blätter dazu erfahren, beabsichtigt Dr. Simons nicht, eine ihm etwa angebotene Kandidatur anzunehmen, sondern ist gewillt, auf feinem Posten als ReichSgerichtspräsident zu verbleiben. Die Bayerische VoMspartei gegen Marx. München. 12. März. (TU.) Die „Münche- ner Reuesten Rachrichten" schreiben zu der Rach- richt einer Präsidentschaftskandidatur Marx: Auf jeden Fall kann heute schon gesagt werden, daß eine Kandidatur aus dem linken Flügel des Zentrums in Bayern, gleichviel welche Wahlparole die Bayerische VolkSpariei auch ausgeben würde, die nationalen Stimmen nicht bekäme. Rach Aeuherungen aus der Bayerischen Dolkspariei ist an eine Wahlparole der Daher ischen Dolkspartei für Marx nicht zu denken. Die Reichswehr. Berlin, 11. März. (Wolff.) Im Haus- haltsausfchuh des Reichstags legte bei Beratung des Haushalts des Reichswehrministeriums Minis! er Dr. Gehler die Grundsätze dar, nach denen das Ministerium in seinen Mahnahmen verfahre. Die Reichswehr müsse nach allgemeiner Ansicht überparteilich auf gebaut werden: deshalb sei den Angehörigen der Wehrmacht jede politische Detättgung untersagt. Diese Linie sei absolut eingehalten worden, folange er Wehrminister sei. Die Reichswehr habe niemals auf die Itmett- oder Außenpolitik irgendwie Ein» :,dend=f MZL ” quäkndt HuÄ '»übt reichend; Erlohhii rm zu empfehl. K.R.Sdüj! «gehenden v^eiden' goldenen Engel“. München 38. M gadige »»*•«* gs* !>**’*■, Mrr-Mnd! ****** - Lnd (Daptmritnfter m einer Gescyützgretzerer m Spandau gearbeitet hat, er habe als Vorsitzender des Bundes der Militäranwärter zusammen mit dem späteren preußischen Handelsminister Siering, der Devoll- mächtigter des Militärarbeiterverbandes war, den General G r ö h n e r ständig darüber unterrichtet, ob Streikgefahr vorhanden gewesen sei. In den ersten Ianuartagen hätten sich nur wenige Spandauer Arbeiter an dem Streik beteiligt, Weir die meisten die Kommandierung ins Feld befürchteten. Als dann offiziell eine Streikleitung gebildet wurde, habe der Streik weit grohere Ausdehnung angenom- m c n. Der Sozialdemokrat Siering habe ihm erklärt: Wir haben solange den Streik verhindern können: nachdem aber jetzt eine Streikleitung eingesetzt ist. wird er nicht mehr aufzuhalten sein. Der Zeuge erklärt weiter, daß an dem Tage, «an dem bekannt geworden sei. daß eine Bestrafung wie in früheren Fällen nicht eintreten würde, auch die Arbeiter, die bis dahin standgehalten hätten, in den Streit eingetreten seien. Die Mitteilung, dah diesmal Streikende keine strafweise Einziehung zum Deere zu befürchten hätten, tei von den Besuchern der Treptower Bersamm- ;ung als Auskunft der Streikleitung mitgebracht werden. Sie habe sich wie ein Lauf- teuer verbreitet. Don der Aufforderung zur Aichtbefolgung der Gestellungsbefehle habe man in Treptow nichts gehört. In dec Versammlung fei nur gesagt worden, dah Gestellungsbefehle nicht mehr zu erwarten seien. Weitere Verhandlung morgen vormittag. Deutscher Reichstag. Berlin. 11. März. Am Regierungstisch: Reichsjustizminis! er Dr. Fr euren. Der Gesetzentwurf des Abg. B e st (Dntl.) über die Aufwertung alter Goldschulden üird dem Aufwertungsaus"6)uh überwiesen. Der Antrag Koch-Weser (Dem.) und Ditte mann (Soz.) über die Vorbe reit ungen zur Wahl de s Reichspräsiden le n steht als nächster Punkt auf der Tagesordnung. Es wird ein amtlicher Stimm ze ttel gefordert. Abg. S ch ulz-Bromberg (Dntl.) beanteagt Überweisung des Antrages an den RxchtZ- ausschuh. — Abg. D itlmann (Soz.) erklärt sich damit einverstanden. Der Gesetzentwurf wird in erster und zweiter Beratung erledigt und dann dem Rechtsausschuß überwiesen. Die zweite Beratung des Haushalts des Reichsjusttzministeriums wird fortgesetzt. Abg. Schulte-Breslau (Z.): Von der ast- gemeinen Zivil- und Strafprozehreform sollte mm nicht einen Schritt rückwärts durch über-- stürzte Einzelverordnungen verlangen. Erforderlich sei, dah der Strafgesetzentwurf gemeinsam mit Deutsch-Oesterreich geschaffen werde. Das Gesetz zum Schutze der Republik betrachte das Zentrum als ein aus der Rot geschaffenes Ausnahmegesetz. Wenn die Zeit gekommen sei, werde es der Aufhebung des Staats- gerichtshoses näher treten. Der Redner bedauert, dah in mehreren Prozessen der letzten Zeit der Eindruck entstanden sei, als liehen sich die Richter von einem einseitigen Standpunkt leiten. Der Reichstag sei aber nicht der geeignete Ort, die Haltung der Richter objektiv zu beurteilen. Es müsse alles getan werden, um das Vertrauen in die deutsche Rechtspflege wiederherzustellen. Die an sich berechtigte Kritik des Landgerichtsdirektors Kröhne sei über das Ziel hinausgeschossen. Gegen Entgleisunaen ihrer Kollegen soll en auch die Richter organis.ckionea euer kgisch Stellung nehmen Der Redner wendet sch dann gegen jede Erleichterung der Ehescheidung ^ünd der Abtreibung. Im letzten Jahre seien , ungefähr eine halbe Million Abtreibungen in r Deutschland erfolgt. Wenn das so weiter gehe, werden alle deutschen Zukunftshoffnungen zunichte werden. Abg. Dr. Kahl (D. Vp.) erklärt, es müsse alles getan werden, um die erschütterte Autorität des deutschen Richters int deutschen Volke wiederherzustellen. Das könne nicht durch G e - sehesreformen, sondern nur durch eine Gesinnungsreform geschehen. Er nehme keinen Mihgriss der Rechtsprechung in Schuh, aber gegen die einseitige Kritik und politische Ausschlachtung müsse er sich wenden. Die Achtung vor dem deutschen Richter- tum müsse wieder hergestellt werden. In der Amnestiefrage sei größte Zurückhaltung geboten. Der Redner begrüßt die Strafrechtsreform. Voraussetzung dafür sei. dah die Jugend in Ha u s und Werk st alte in vaterländischem Gei st e erzogen werde. Zu der Ehescheidungsfrage erklärte der Abgeordnete, dah eine gemäßigtere Reform nötig sei. Reichsjustizminister Dr. Franken wendet sich gegen die Teilreform auf dem Gebiete des Strafrechts. Er verurteilte es, wenn Festgenommene drei Wochm festgchaltcn würden vder durch folterartige Mahnahmen zu einem Geständnis gebracht worden sind Der Minister nimmt den Staatsgetichtshvf in Schutz, der zwar nach politischen Gesichtspunkten zusammengesetzt sei, aber seine Urteilssprüchr nach bestem Wissen fälle. Die Bestrebungen zur Erleichterung der Ehescheidungen könnten nicht gefördert werden. Das Haus vertagt sich auf Donnerstag. Gesetzentwurf über die Volkszählung, Antrag der Demokraten, Sozialdemokraten und des Zentrums über das Wahlverfahren bei der Präsidentenwahl und Iustizetat. Preußischer Landtag. Berlin, 11. März. Präsident Bartels eröffnet die Sitzung kurz nach 121 _• Uhr. Das Haus setzt dann die gemeinsame Beratung dec Uranträge und großen Anfragen betreffend das Grubenunglück auf der Zeche „Minister Stein" fort. Abg. Schwenck-Oberhausen (Wirt. Vgg.) Die schlechte Behandlung der Bergarbeiter, zumal der Aelteren, sei eine Ungehörigkeit. Mer auch hier werde aufs erste übertrieben. Abg. Kaiser-Anklam (Ratsoz.) bemängelt den geringen Lohn des Bergmannes, her in schwerer Arbeit täglich sein Leben einsehen müsse. Man betreibe Raubbau mit seiner Arbeitskraft. Den Kommunisten und den Sozialdemokraten spreche er das Recht ab, die Interessen dec Arbeiter deutschen Blutes zu vertreten. (AndaueriHc lärmende Unterbrechungen und Rufe Bei den Sozialdemokraten und Kommunist -1) Als der Red' c - in seinen weiteren Ausführungen es als ungehörig bezeichnet, daß sür das Begräbnis des Reichspräsidenten drei Millionen Reichsmark ausgegeben worden feien, setzt bei den Sozialdemokraten em nicht endenwollender EntrüstungSsturm ein. Sobald der Redner versucht weiter zu sprechen .wird er durch erneute Pfui- und Schlußrufe der Sozialdemokraten daran gehindert. Vizepräsident Dr. von KrieS erklärt die Sitzung für eine Viertelstunde unterbrochen. In der neuen Sitzung seht der Abgeord. Kaiser (Rat.-Soz.) seine Ausführungen fort. Er wiederholt, daß für die Opfer der Katastrophe von Dortmund und für die Hinterbliebenen nichts Ausreichendes geschehe. Damit könne man die Ausgaben für das Begräbnis Eberts nicht in Einklang bringen. Abg. Dr. von Waldhausen (D.-Ratl.): An tzen niedrigen Bezügen der Bergarbeiter seien nicht zuletzt die vielen Fe ierschichten schuld. (Zuruf rechts: Die Kredite sind an die Darmats gegangen!) Abg. Pinkerneil (D. Vp.): Erste Voraussetzung für die ruhige und geordnete Leitung eines Betriebes ist die Pflichterfüllung der Beamten. die doch alle aus den Rechen der Prak tischen Bergleute kommen. Wir treten durchaus dafür ein, daß der Bergmann keine Rah- rungssorgen hat, und darum sind wir auch für ausreichende Löhne. Wir schützen den Bergbau nicht um des Kapitals willen, sondern um des Volkes willen. (Lachen links.) Sämtliche Anfragen und Anträge zu den Grubenunglücken werden dem Ausschuß für Handel und Gewerbe überwiesen. Bei Festsetzung der nächsten Sitzung fordert Abg. Pieck (Kom.j. daß am Donnerstag der kommunistische Antrag auf Auflösung des Landtags als erster Punkt verhandelt werde. Die fortgesetzte Regierungs^läse zeige die 11 n= fähigkeit der Regierung. Ein neuer Volksentscheid sei nötig. Dec Antrag wird ad- gel e h n t. Rächste Sitzung Donnerstag. Entwurf über die Hinausschiebung der Wahlen zu den Pro- vinziollandtagen und Kreistagen, Rovclte zur Grundvecniögenssieuer, kommunistischer Urantrag über die Geschäftsführung des Präsidenten. Die PriDaLdahnen m Preuhen, Berlin. 11. März. (WTD.) Oit einer kleinen Anfrage im Preußischen Landtag wird das Staatsministeri'.im ersucht, fein Aufsicht!?- recht über die Privatbahnen dahin geltend zu machen, daß die vor dem 1. Oktober 1923 pensionierten Beamten mit den nach diesem Termin pensionierten gleichgestellt werden. Wie der amtliche Preußische Pressedienst der Antwort des preußischen Innenministers enl- nimmt, ist für die Ruhegehaltsbezüge der 2111= Pensionäre bei den Privatbahnen die P en - sionSkassefü r De amtedeutsche r Pritt ateisen bahnen maßgebend, die der Aufsicht des Ministers des Innern untersteht Die Bezüge der vor dem 1. Oktober 1923 pensionierten Angestellten der Privatbahnen wurden mit ministerieller Genehmigung im Dorjahre erhöht und sind auf durchschnittlich etwa 50 Prozent mehr des FriedenspensionSbetrageS bemessen worden. Dei weiterer günstiger Entwicklung wird eine weitere Erhöhung der Bezüge der Altpensionäre Gegenstand besonderer 2lufmerksamkeit der Aufsichtsbehörde sein. Eine Gleichstellung dieser Ruhegehaltsempfanger mit den Reupen'ionären kann mangels verfügbarer Mittel zur Zeit nicht in Aussicht gestellt werden. Der Streik der Eisenbahnarheiler. Berlin, 11. März. (WTD) Rach einer Mitteilung des Deutschen Eisen bahnerverbanbeS wurde in einer Konferenz der Gewerkschaften und der Spitzenverbände zum Eisenbahnerstreik eine Entschließung gefaßt, in der der Verl'cinös- beirat des Deutschen Eisenb.'chnerverbandeS die Haltung der Derhandlungscomm-ssion billigt. Ferner wird den im Kampfe befindlichen Kollegen die volle Sympathie ausgesprochen und erklärt, daß die Forderungen auf eine allgemeine Lohnerhöhung ab 1. März und auf Verkürzung der Arbeitszeit voll aufrecht - erhalten werden. Dei einer weiter ablehnenden Haltung der Reichsbahnverwaltung sei eine Verbreiterung der Kampfbasis vorzunehmen. Dem Vorstand wurde dazu jede Vollmacht erteilt. Auch wurde der Vorstand beauftragt, die vom Reichsarbeitsminister eingeleiteten Schlichtungsverhandlungen wahrzunehmen, um eine Verständigung auf der Dasis der gestellten Forderungen zu erzielen. Ersatz für Artikel 48. Die Reichsregierung hat einen Gesetzentwurf ausgearbeitet, nach dem der Reichsverfassung ein neuer Artikel 77 a eingesügt werden soll, der es in Zukunft ermöglichen wird, der. Reichsregierung eine Handhabe sür die Fortführung der gesetzgeberischen Arbeiten zu geben, auch wenn der Reichstag sich vertagt hat. Der Zweck dieses Artikels besteht darin, einen Ersatz sür den heißumskrittenen und häufig recht scharf angegriffenen § 48 zu geben, der bekanntlich den Reichspräsidenten ermächtigt, im Falle einer Gefährdung der. öffentlichen Ordnung und Sicherheit entsprechende Maßnahmen zu treffen. Dieser Artikel mußte bisher dazu Dienen, eine Dasis für wichtige Derordnungen der Reichsregierung abzugeben. Rach dem Artikel 77 a bedürfen in Zukunft derartige Verordnungen der Zustimmung des Reichsrates und des ständigen Reichstagsausschusses. Die Einbringung des Gesetzentwurfes ist insofern erforderlich, als der Reichstag sich in etlichen Wochen auf längere Zeit vertagen dürfte, während seiner Vertagung aber von der Reichsregierung doch wichtige ge- sehgebeiifchr Arbeiten vorzunehmen sind, die keinen Aufschub dulden. Der Tschekaprozeh. Leipzig, 11. März. (WTD.) In der Dormittagssitzung wird die Vernehmung des Zeugen Koppe nhoefer fortgesetzt. Rechtsanwalt Dr. Wolfs betonte, es sei merkwürdig, daß der Angeklagte König, der eines schweren Sprengstosfverbrechens angeklagt war, trotzdem Mitte Januar aus der Schuichaft entlassen wurde. Auch das milde Urteil in dieser Sache (ein Jahr Gefängnis, sei befrembenb. Weiter brückt Rechtsanwalt Wolff sein Erstaunen darüber aus, daß der Zeuge den Angeklagten erst am 10. März dem Untersuchungsrichter vorgeführt habe, obwohl die Vorführung unverzüglich hätte erfolgen müssen. Koppenhoefer bemerkt dazu, daß die Angelegenheit erst nach dem Geständnis Poeges vom 8 März genügend klar gewesen fei, dann habe er unverzüglich der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet. Auf die Frage, ob den Angehörigen der Angellagten kein Ersah der Reisekosten zum Besuch versprochen wurde, z. D. Frau Poege, verweigert der Zeuge die Aussage. Rechtsanwalt Wolfs beantragt, die Genehmigung zur Aussage einzufordern. Bei der Erörterung hierüber kommt es zu erregten Auseinandersetzungen und heftigen Zusammenstößen zwischen dem Vorsitzenden und dem Rechtsanwalt Dr. Löwenthal. In der Rachmittagssitzung verkündete dec Vorsitzende einen Gerichtsbeschluß, wonach der Antrag des Rechtsanwalts Wolff als unerheblich abgelehnt wird. Die Frage, ob auch Vertrauensleute der Polizei befragt wurden, ob Diener Rachrichten an die Polizei gegeben .habe, beantwortet der Zeuge Koppenhoefer nicht, da sie nicht unter die Aussagegenehmigung falle. Der Antrag des Rechtsanwalts Wolff, protokollarisch Widersprüche des Zeugen festzuLegen, der vielleicht einen Meineid, zumindest aber einen fahrlässigen Falscheid geleistet habe, wird ab= belehnt, da ein Widerspruch nicht bestehe. — Rächste Sitzung Freitag 9 Uhr. Zun-Hat-Zen London, 12. März. (WTD. Fuukspruch.) Reuter meldet au-5 Peking daß Sunhatsen gestern morgen'gestorben sek. Dr. Sunhatsen, der schon mehrmals totgesagte Präsident de r s ü d chi n c 1 i s ch e n R c p u - blik. stammt aus kleinen Verhältnissen, studierte in Hongkong Medizin und ließ sich 1892 in Makao als Arz: nieder, wo er Führer der revo- Ivtümaren jungchinesischen Partei wurde. Rach einem mißglückten .Putschversuch 1895 hielt er sich int Ausland auf. Rach Ausbruch der Revolution 1911 wurde er in Ranking von der Ra- tionalnerfammhing zum ersten Präsidenten der Republik China gewählt. Rach Qlböanfung der Mandschudynastie machte er Iüanschikai Platz und ging nach Japan. Als sich infolge des Streits zwischen der Militärpartei und dem Parlament die südlichen Provinzen von China trennten, wurde er 1913 zum Präsidenten von Südchina gewählt. In den letzten Kämpfen um Schanghai^ spielte er keine Rolle. Erst in den Einigungsbestrebüngen der letzten Monate, die ihn nach Peking geführt hatten, trat ct führend hervor. Das Frau-enLVahlrechL in Italien aLgelehnt. Rom, 12. März. (LH.) Zur Vorlage zum Frauenstimmrecht, die zur Zeit die bei'Oi-n Par- lamentsrcmmissionen beschäftigt, hat sich die Mehrbett dahin ausgesprochen, daß die italienischen Frauen nicht zur politischen Betätigung neigen und Vorgänge im Ausland durchaus nicht ohne weiteres vorbildlich für Italien feien. Die Kamme rminber- heit befürwortete dagegen die Annahme der Vorlage aus politischen und sozialen G'üiden. Es ist anzunehmen, daß die Regierung nicht auf der Vorlage bestehen wird. Aus aller Welt. Die deuLschc» Staatsrechtslehre? in Leipzig. Am 9. und 10. d. Mts. fand in Leipzig die diesjährige Versammlung der Vereinigung dm Deutschen Staatsrechtslehrer statt. Die Versammlung wurde im Lichtsoale des Kollegiums Iuridicum von ihrem derzeitigen Vorsitzenden. Geheimrat Pros. T r i e p e l-Berlin, im Beisein zahlreicher Qltitglieber der Leipziger Juristischen Fakultät und des Reichsgerichts mit einer Einsprache eröffnet. Die beiden Gegenstände der Tagesordnung waren der Schutz des öffentlichen Rechtes und die Organisation des Verwaltungsgei ichts. worüber Prof. Walter I e l l i n ck - Kiel und Gerhard L a s s a r - Berlin Bericht erstatteten, sowie die neueste Entwicklung des deutschen Gerneinde- rerfassungsrechts, über das Prok.S t i e r S o m lo°- Köln, Geheimrat H e l f r i h - Berlin und Staats- minister a. D. Köhler» Tübingen Vortrag hielten. Zum Schluß der Verhandlung wurde der bisherige Vorstand, bestehend aus Prof. T r i e - pel - Berlin, Anschütz- Heidelberg und Stier- S o m l v - Köln wiedergewählt. Das Ruhrgebiet als Jlugzeugzentrum. Die Luftverkehrsgesellschaft im Ruhrgebiet A. G. Lurag hat folgende Luftverkehrslinien in Vorbereitung: 1. Hamhurg-Dremen-Ruhrgebiet- Frankfurt-Zürich, 2. Leipzig-Ccfurt-Ruhrge'eiet, 3. Ruhrgebiet-H-Iland-Am Ierd.im, 4. Ruhrc>e- biet-Hannover-Berlin. Ferner sind für später die Linien: Ruhrgebiet-Brüssel und Amsterdam-Brüssel-Paris geplant. Für die Strecke Bremen- Ruhrgebiet-Frankfurt-Zürich h fft man den Verkehr schon am 20. April aufnehmen zu können. Schnelligkeitsrekord London—Köln. Das Flugzeug der englischen Flugzeug- linie London—Köln hat die 353 englische QKeiten lange Strecke in der Rekordzeit von 2Stunden 10 Minuten zurückgelegt. Amundsens Dordpolflugzeuge ferkiggestellt. Die beiden großen Wasserflugzeuge, welche in Marina di Pisa für den Ror d- polflug Amundsens gebaut wurden, werden auf dxn norwegischen Dampfer „Vaga" verladen. Amundsens Begleiter, welcher dem Dau der Wasserflugzeuge beigewohnt hat, erklärt in der italienischen Presse, daß auf Grund der Konstruktion das Gelingen des Unternehmens sicher wäre. Mit dem Auto in den Zug gefahren. Das Lastauto einer Kieselgur-A.-G. stieß nach einer Dlattermeldupg bei Müden an der Oerpe mit dem Zuge Münster—Veckendors zusammen. Die auf dem Führersitz befindliche Person wurde getötet, während ein mitfahrender Arbeiter schwer verletzt wurde. Die Schuld an dem Unglück dürfte allem Anschein nach den Führer des Lastkraftwagens treffen. 13 goldene Hochzeiten auf einmal. 3n der belgischen Gemeinde Ixelles konnten gestern 13 Ehepaare das Fest der Goldenen Hochzeit feiern. Der älteste Jubilar ist 83, die jüngste Jubilarin 67 Jahre alt. An der Feier nahmen 93 Kinder und Enkel teil. Italienischer Frühling. In der Po ebene, bei Bologna und in Flvrenz liegt reichlich Schnee. Heute nach- mütag hat es auch in R o m einige Minuten lang bei 5 ©raö Reaumur unter Rull leicht geschneit. Aus Stadt und Lano. Gießen, den 12. März 1925. Ein großer und ein kleiner Gartem (Ein lehrreiches Beispiel.) Als die beiden Sohne eines fleißigen Hand» werksmeisters nach seinem Tode die Hinterlassenschaft unter sich teilten, waren auch zwei Grundstücke vorhanden, über die man sich zu einigen hatte, von denen das eine um die Hälfte flehtet! war als das andere. Man hatte beide verkaufen und derr Erlös dann teilen können, aber wahrscheinlich wollte man vermeiden, daß das väterliche Erbe tn andere Hände kam und ließ darum das Los entscheiden. Auf diese Weise fiel das größere Grundstück dem Aelteren zu, wahrend das kleine dem anderen verblieb. Anstatt nun mit dem Schicksal verdrossen zu hadern, wie es vielleicht manch anderer getan haben würde, begab er sich ohne viel Besinnen! an die Arbeit, um seinem Eigentum einen höheren Wert zu verschaffen. 2lls die Bäume in den Gälten der Stadt zum zweiten Male grünten, war an die Stelle seines verwilderten Zwetschen- grundstückchens ein blühender, fest umzäuntet Garten entstanden, in welchem sauber gehaltene Kieswege zu einem schmucken, von-edlem Wein, Goisblatt und Schlingrosen berankten Garten- Häuschen führten. Auf den Blumenrabatten, die alle Wege umsäumten und die an den Wegkanten mit gleichmäßigen Feldsteinen eingefaßt waren, hingen bereits b'.e jungen Stachelbeerbäumchen voller Früchte, und die weißblühenden Erdbeerbeete versprachen eine reiche Ernte. An eine Hecke aus Quittensträuchern, hinter der sich ein ummauerter Komposthaufen verbarg, schloß sich ein Spargelbeet, einige rotstielige Rhabarber- stauben breiteten ihre großen Blätter der Sonne entgegen. UebcraU herrschte Sauberkeit, Ord nungssinn und fröhliches Wachstum, und daß es an Bodenbearbeitung, Düngung und Pflege nicht fehle, bewies der wohlbestellte ©arten, in welchem altes reichlich vorhanden war, was em junger Haushalt für die Küche, eine blumenliebende Frau fü' die Schmuck ihrer Wohnung und obsthungrige Kinder für ihre kleinen Schnäbel benötigten. Ja, cs blieb immer noch etwas übrig zu Aufmerksamkeiten für Verwandte und Kranke, denn der Garten wa r groß genug. Und der andere ©arten? Sein glücklicher Den her war in der Zwischenzeit nicht untätig gewesen Angeregt durch das Beispiel seines Bruders wollte er hinter diesem nicht zurückstehen und hat mit seiner Familie ebenso viel Fleis- auf den ©arten verwendet, zu dem er sein Grundstück geschaffen hatte und hat noch mehr gepflanzt und gesät. Wenn man aber nach bem Ergebnis der aufgewendeten Mühe und Arbeit gefragt und erwartet hätte, daß es bei Grüfte des Gartens entsprechend doppelt fohlet gjtoefen fei, fo Ware man in einem großen Irrtum. denn bn zur Verfügung stehende Dünger reichte nicht, um dem ausgehungerten Boden die nötige Rährstoffmenge zuzuführen. Weil der Garten groß war und man den Boden ausnühen wollte, wurde mehr angebaut, als man brauchte. Als das llnfraut emporschvft, waren nicht Hände genug da, um es zu beseitigen. Es unterdrückte die Pflanzen, wucherte zwischen den Beerensträuchern, die dadurch von -Ungeziefer und Krankheiten befallen wurden. Es verunstaltete die Wege und ging schließlich, was das Schlimmste war, in Samen. Dadurch bekam der Garten ein ungepflegtes Aussehen, das wie ein stiller Vorwurf die Freude an der Arbeit unterdrückte, die nie zur rechten Zeit fertig wurde, denn! der Garten war zu groß. D. Gießener WoMcrrm^rkLvreise am 12. März (Händlerpreise). Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 220, Matte 40, Käse 70, Wirsing 20, Weißkraut 15, Rotkraut 20, gelbe Rüben 12, rote Rüben 15, Spinat 50, Unter-Kohlrabi 10, Grünkohl 20 bis 25, Rosenkohl 60, Feldsalat 100, Tomaten 150, Zwiebeln 20 bis 25, Meerrettich 40 bis 100, Schwarzwurzeln 60 bis 70, Kartoffeln 5, Aepfel 10 bis 20, junge Hahnen 100, Suppenhühner 120, Endivien 100 Pfg. bas Pfund; Eicr 12, Blumenkohl 120 bis 150, Salat 50, Lauch 10 bis 20, Sellerie 30 bis 70 Pfg. das Stück. Wettervoraussage, Starker Rachtfrost, nördliche Winde, zeitweise aufheiternd, trocken. Die T'efdruckstörungen, die die Riederschläge der letzten Tage bewirkten, verlieren ihren Einfluß auf unsere Witterung. Wir kommen in baß Gebiet eines von den Pyrenäen bis nach Skandinavien reichenden Hochdruckrückens, so daß zunächst weiter nördliche kalte Winde cinftrömen. Ein nordwestlich dieses Gebietes liegendes neues Tief wird morgen unsere Witterung noch nicht beeinslussen. Bornotizeu — Lageskalender für Donnerstag. Stadttheater: 6% Uhr „Kater Lampe". — Deutscher Bund: 8 Uhr Iohannessaal Familien- abenb. — G. S. C. 1900: 81 Uhr bei Boller Monatsoersammlung. — Deutsch-Oesterreichischer Alpen-Verein: 83/i Uhr Minerateg.-Geolog. Institut Lichtbildervortrag. — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: „Quo vadis". — Astoria-Lichtspiele: „Hütet eure Töchter". — Die Vortrags-Vereinigung veranstaltet am nächsten Montag einen sehr aktuellen Vortragsabend, indem sie Professor Wempe aus Oldenburg zu einem Filmvvrtrag über den „Steinkohlenbergbau" gewonnen hat, Professor Wempe, der im Auftrage der deutschen Dergbaubehorde diesen Film eigens ausgenommen hat, wird über die Gewinnung und Förderung der Kohle, über den schweren Beruf des Bergmannes, die neuzeitlichen Fortschritte besonders in der Kohlenförderung und vor allem über die Vorsichtsmaßregeln gegen die heimtückischen Raturelemente wie gegen die Gleichgültigkeit der Bergleute, die die tägliche Gewöhnung naturgemäßerweise mit sich Bringt. Es darf ein sehr interessanter Vortrag erwartet werden, der die Beachtung weiter Kreise verdienen dürfte. (Siehe gestrige Anzeige.) — Ein Wohltätigkeits-Kinderfest veranstallet der Israelitische Frauenverein am kommenden Sonntagnachmittag auf der Lie- bigshöhe. Montag abend Vortrag. (Siehe Anzeige.) — Der 1. Gießener Billard-Club veranstaltet morgen abend in seinem Klubheim (Cafe Am end) einen Vortrag über die ©rundlehren d:s Dillardspiels. Ani Samstag sinden Klub-Wettspiele statt, für die man eine beson», dere Bereicherung durch das ivpiel des Billards Meisters Haubl erwartet. (Siehe Anzeige.) Sef-P £ 3e,1S> uns S eines ® stz« ÄS (W&e P> a^Sgcn Pr, te-r Kassel ufw ftp ®iniK für SfS* % Bä? der preußifW hobcn » 5 die abgeführt, 7« zur Zeit rofiön Ms!eld) 25 Zentimct« JefchafsenM der AU. ’ ®I0b2 Ä l gelsberg H ( Schnee gef* bis 40 Zentnneter " Straßer brud) ist die D flraße und MO Heiteres für M« verkehr gesperrt ü * Sie De bestattung f' gegend hielt, I Somtag m .,'ÄaJ Versammlung ab. . der Dvrsrhende ix Deretnigung burd der Dürgemetfte Dr.h-c. Gail e sich die Wglik hatten. Der Dm cinigung bereits daß der Dau ei: figer Stadt in 2l nung von Anter aus Dereinsmilt^ * werden soll. Die derwahl des bist zweier weiterer wurde auf 2 M nmg, für die in polizeilich oder i Aungsetflärunc uni) bitte in Teil lchloß die anregend fammlung, die d Fragen Dufschlch Kampf für die toi bestattung kegelst! " Der Ti hielt im Hotel K lung ab, in der i einen kurzen Ue Monaten geleiftel entnehmen dem M fein §auptai eines schwimm^ äu diesem Zweck bad zwei Menöe übernommen. teueren Sage, öie «icn des Sch jj* Mästung der !“?■ ist doch n M Lnkcmg eil flau; i auf Iohann ssaal S Minec^-9-^Zahn' 'n eingefaFT »ÄsS? Ä4„* KsL ' -Blatt« der 6omr Orb a^tum, M bah m tc ®arH In welchem was ein junger ' blumenliebende $raU Är11? odfthungrige Mbel benötigten. 6 übrig zu Äufmerl- und Kranke, Venn B genug. len? Sein glücklicher °Wit nicht untätig 'Beilviel seine« welem nicht lutud- Samrtit ebenso diel rrwrndrt, »u dm er batte und hat nvw Denn man aber na* Endeten Whe und ctet hätte, daß w d? irechrnd bobbeit soviel in einem grohen Jrr° igung stehende Dünger gehungerten "Loden die zuzuführen. Weil der ;n den Boden nusnilhen »aut, als man bmuchte hvh, waren nicht Hände itigen. Es unterdrücke nlchen den ‘Beetenfträu* ngeziefer mL Krankheit verunstaltete die Dege : das Schlimmste war, n tret ©arten ein un- tote ein ßitler Mr- Arbeit unterdrücke, fertig wurde, denn yrvh. , D. inw.arltvreise haMerpreise). heutigen Dochenmck: Käse ZO, Dickng 20. 20 gelbe Rüben 12, 50, Mer-Kohlrabi lv. mW 60, Feldsalat M 20 bis 25, Meerrettich tzeln 60 bis ZO, Äar* 20, junge Hchnen M, en WM das PW- ) bis 150. oafat 50, ric 30 bis Z0 M lussage, ördlchr Winde, zeit- i, die die TlietaW u verlieren ihren 6m - Mr kommen 'N bÄ M-w * ”a4J' «.s* Nm) ®at,e» wan tiZT1 Trund. Ä die hatte b»ijCne udte? Ji^ner, Raufen dahÄ^hr. und S Kerrie Dris^^wn T? " «L > °bne einend dre ^5un^ döheren Deilen ^q( ,n. den ^ildertw*K"ten- iber, ? Elchen, Cn’rb0T-CÖ[|Äm: a berankten „Zereinigung »aäÄ1* enberg ^lullrage bei ZA #£ ÄÖ er dem l^ ^rtschritte ’Ä«; rS-^ Ling Anzeige-).,-, gestrige ^Kinder . ttigke^ ^uenverei sraelitil^ der - v qlnbh^ :neL. seines., AW' eä über j*c W L »ie ®ti 9®* feÄ*1 •• Gefahrengemelnschaft in der Srwerbslosenfürsorgc Preußen - tzessen. Dom Landesamt für Arbeitsvermittlung wird uns geschrieben: Mit Wirkung vom 1. QHätfl ist für die Provinz Hessen-Rassau und den Staat Hessen die Gesahrcngemeinschaft in der Srwerbslosenfürsvrge Prcußen-Hefsen geschaffen worden. Diese einheitliche Behandlung eines wirtschaftlich so eng zusammenhängenden Gebietes bedeutet für alle Beteiligten, für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, sowie für die Ber- waltunasbehorden einen bedeutenden Fortschritt gegenüber der bisherigen Regelung. Die in benachbarten Bezirken oft sehr ungleichmäßige Belastung der Arbeitgeber- unb Arbeitnehmerschaft ist beseitigt, die Erhebung und Abführung der Beiträge erfolgt noch einheitlichen Grundsätzen und der Gesahrenausgleich ist nunmehr auch für Hessen auf einer breiten und leistungssähtgen Grundlage durch den Anschluß an die Landes- ausgleick^kasse Preußen ausgebaut. An Stelle der bisherigen provinziellen Ausgleichskassen tn Kassel und Wiesbaden und der Staatskasse des Ministeriums für Arbeit und Wirtschall in Darmstadt ist für die Provinz Hessen-Rassau und den Staat Hessen die gemeinsame Ausgleichskasse Hessen- Hessen-Rassau in Frankfurt a. M. errichtet worden, deren Geschäftsführung dem Landesamt für Arbeitsvermittlung übertragen ist. Gegenwärtig werden an Beiträgen innerhalb der preußisch-hessischen Gefahrengemeinschast erhoben insgesamt - , Prozent des Grundlohnes bet Krankenkassen, vavon wird »/. Prozent an die Ausgleichskasse bei dem Landesarbeitsamt abgcsuhrt, wahrend an die Landcsausgleichskasse zur Zeit keine Beiträge zu entrichten sind. *• Für d i c Wintersportler. Aus der Rhön (Gersfeld) wird uns gemeldet: Schneehöhe 25 Zentimeter, Pulverschnee, gleichmäßige Beschaffenheit der Schneedecke, sehr gutes Skigelände. Rodelbahn wird eingesahren, Gersfeld 4 Grad, Wasserlnppe, Dammersfeld 6 Grad Kälte, herrliche Winterlandchaft. — 3m Vogelsberg ist gestern nachmittag noch etwas Schnee gefallen. Schneehöhe heute morgen 30 bis 40 Antimeter, 9 Grad Kälte. Gute Skibahn. ' Straßensperre. Weyen Straßenausbruch ist die Wehsteingasse zwischen Walltor- slrahe und Wcysteinstraße von heute ab bis auf weiteres für jeglichen Fuhrwerks- und Radfahc- verkehr gesperrt worden. *• Die Vereinigung für Feuer- 6 e ft a 11 u n g für Gießen und Umgegend hielt, wie man uns berichtet, am Sonntag im „Rebstock" Hierselbst ihre Generalversammlung ab. Mit ehrenden Worten gedachte der Vorsitzende des schweren Verlustes, den die Vereinigung durch das Ableben ihrer Mitglieder Bürgermeister K r e n z i e n und Geheimrat Dr. h. c. Gail erlitten hat, zu deren Gedenken sich die Mitglieder von den Sitzen erhoben hatten. Der Vereinsbericht ergab, daß die Vereinigung bereits über 300 Mitglieder zählt, und daß der Dau eines Verbrennungsofens in hiesiger Stadt in Aussicht steht, zumal durch Zeichnung von Anteilscheinen und jährliche Zahlung aus Vercinsmitteln zur Dausumme beigetragen werden soll. Die Vorstandswahl ergab die Wiederwahl des bisherigen Vorstandes und Zuwahl zweier weiterer Mitglieder. Der Jahresbeitrag wurde auf 2 Mk. festgesetzt. Mit der Aufforderung, für die in Hessen gesetzlich vorgeschriebene polizeilich oder ortsgerichtlich beglaubigte An- vrdnungserklärung der Feuerbestattung zu sorgen und diese in Verwahr des Vereins zu bringens schloß die anregend verlaufene, gut besuchte Versammlung, die den Erschienenen über viele Fragen Aufschluß gab und sie zu weiterem Kampf für die wichtige Frage der Leichenfeuer- beftattung begeisterte *• Der Gießener Schwimmverein hielt im Hotel Köhler seine Halbjahresversammlung ab. in der der sportliche Leiter. Dr. Jung, einen kurzen ilebeibhd über dir in den letzten Monaten geleistete Arbeit des Vereins gab. Wir entnehmen dem Bericht folgendes: Der Verein hat sein Hauptaugenmerk auf die Heranbildung eines schwimmerisch guten Rachwuchses gerichtet. Zu diesem Zweck wurden vom Stadt. Schwimmbad zwei Abende gegen Zahlung einer Pauscl>ale übernommen. Wenn auch durch die besonders teueren Sätze, die hier in Gießen von feiten der Direktion des Schwimmbades gefordert werden, die Delaslung der Vereinskasse eine sehr große war. so ist doch nicht zu verkennen, daß die soziale Wirkung eine große ist. Gegen ein verhältnismäßig geringes Entgelt wurde der getarnten Zugendmannschaft der Besuch des Schwimmbades ermöglicht. Die Desuchsziffer von 2500 während der Monate Rvvember br- Februar ist von feinem sonst den Schwimmsport in Gießen treibenden Verein auch nur zur Hälfte erreicht. Die Abende dienten nicht nur dem sport- lichcn Schwimmen, sondern es wurden auch eine Reihe von Mitgliedern im Schwimmen unterrichtet. Der Schwimmunterricht soll im nächsten Zahre noch mehr gepflegt werden: dies wird allerdings nur dann möglich sein, wenn die Leitung des Dolksbades. tote auch von ihr zugesagt worden ist. die Preise für die Schwimmstunden herunterseht und den Vereinen mehr entgegenkommt. Rach Weihnachten wurde eine dritte Schwimmstunde, und zwar Sonnabends nachmittags. eingerichtet, die besonders der Durchbildung der sportlich tätigen Mannschaft diente. Der Zusammenhalt im Verein wurde weiterhin durch eine Reihe geselliger Zusammenkünfte und durch Wanderungen gepflegt. Größere auswärtige Veranstaltungen wurden nicht besucht. Dagegen hatte die Mannschaft hervorragenden Anteil an den Erfolgen der Landesurriversität bei den Süddeutschen Hochschulmeisterschaften in Darmstadt. Zur Förderung der schwimmsportlichen Bewegung übernahm der Verein die Abhaltung deS Schülerschwimmfestes, dem ein voller Erfolg be- schieden war. Was im Winter geleistet worden ist. muß die kommende Zeit lehren: die erste Gelegenheit dazu ist der Klubwettkamps gegen Offenbach 96, der am 15. März stattfindet. " Eine Vereinigung ehemaliger Angehöriger des Gießener Realgymnasiums. Man berichtet uns: Am Sonntag fand im Singsaal des hiesigen Realgymnasiums die Versammlung einer großen Anzahl von Lehrern und früheren Schülern dieser Anstalt statt, die die Herbeiführung eines Zusammenschlusses aller ehemaligen Angehörigen des Realgymnasiums in der Form, wie sie schon an zahlreichen anderen Schulen besteht, erstreben. Es wurden in dieser Vorbesprechung eingehend Zweck und Ziele der Vereinigung bargelegt. Um ihre Bildung in die Wege zu leiten, wurde ein Ausschuß von mehreren Herren unter dem Vorsitz von Sanitätsrat Dr. Decker- Sprendlingen eingesetzt. der in kurzem alle ehemaligen Angehörigen des Realgymnasiums zu Gießen jn einem Ausruf einladen wird, zur Gründung des Vereins zu erscheinen, für die man den 16. Mar in Aussicht genommen hat. •• Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: Ochsen 8, Kühe 1, Kälber 1210, Schafe 433, Schweine 708. Turnen, Sport und Spiel. Städtckämpfc im Kunstturnen. dd. Die Städtemannschaften von Marburg. Koblenz, Gießen und Wetzlar trafen sich am Sonntag in Koblenz, um vor einem bis auf den letzten Platz gefüllten Haus einen Vier- städtekampf im Kunstturnen auszutragen. Ser Verlaus war überaus spannend, da Marburg und Koblenz säst gleichwertig waren. Schließlich siegte Marburg mit 1234 Punkten vor Koblenz mit 1232 Punkten, also nur mit einem Unterschied von zwei Punkten. Die kombinierte Mannschaft von Gießen-Wehlar erreichte 1059 Punkte und kam für den Sieg nicht in Frage. Marburg halte den gleichen Kampf schon einmal vor drei Zähren gewonnen. 5. Bczirks-Gerätewetturnen des 3. Bezirks im Turngau Hessen D. T. in Schotten. Der 3. Turnoezirk im Hessengau DT. eröffnete sein Arbeitsjahr 1925 mit dem ©erätetoett- turnen. Diesmal war es die geräumige Turnhalle des T. D. Schotten, in der die rund 200 Turner und Turnerinnen sich im Gerätekampf maßen Am Samstagabend ging ein in allen Teilen wvhlgelunaener „Deutscher Turnerabend" voraus, bei dem deutsches Lied und deutsches Turnen in schönster Eintracht zusammenwirkten. Bezirks- Vertreter, Turner W o If - Unter-Schmitten, richtete kernige, eindringliche Worte an Turner und Festgäste. Schottens Turner und Turnerinnen zeigten unter Dezirks-Turnwart Zeschkys Leitung die Schönheit des deutschen Turnens. Das Turnen selbst zeigte recht gute Leistungen. Besonders die Turnerinnen und Schüler fielen durch Straffheit, Schönheit und Fertigkeit der Hebungen auf. Von den kleineren Vereinen, die in ihrer Gesamtheit ein recht gutes Bild gaben, seien Gedern, Wallernbaus en. Hirzenhain, Geih-Ridda, Bettenhaus en, Langsdorf und (Bilfingen genannt. T. D. Hungen hatte ebenfalls sehr gute Erfolge in allen Stufen und zeigte sich turntechnisch von dec besten Seite, da er bei Schülern, Zugendturnern und Turnerinnen den Sieger stellte. Von den fast 200 Wettkämpfern wurden 154 Sieger. 50 davon entfallen allein auf den T. D. 1859 Ridda, gewiß der schönste Sieg des Tages. Auch seine Turner sind in großer Zahl unter den ersten Preisträgern zu finden. Besonders fällt hier, der überlegene Sieg des 17jährigen Zugendturners Eckhardt in der Turnerstufe auf, der es sogar noch fertig brachte, anschließend in der Sonderklasse der Gauober- fiufetumer außer Wettbewerb die höchste Punktzahl zu erreichen. 3m Erfolg des T. D. Ridda zeigt sich klar und deutlich das Ziel des deutschen Turners: Richt.die Züchtung und Höchstleistung Einzelner in Einzelgebieten, sondern die Ertüchtigung, Kräftigung und Erziehung möglichst vieler, aller, der Gesamtheit! Der Rachmittag war turnerfröhlichem Beisammensein gewidmet. Schottens Turnerinnen zeigten „Rhythnrische Freiübungen", Langsdorfs Zugendturner erfreuten durch ein schönes Dühnenspiel und Riddas Turnerinnen ernteten für schöne und feine Volkstänze reichen Beifall. Als Sieger konnten bekannt gegeben werden: Sonderklasse (Meisterturner): 1. Ehrenpreis Ad. Rathschlag, Tv. Ridda, 180 Punkte, 2. Ehrenpreis P. G. Hermann, Ridda. 179 P., 1. Sieg Herrn. Hofmann, Hungen, 165 Punkte, 2. Sieg Hch Haas. Schotten, 163 P., Alf Eckhardt, Ridda, a. W. 183 P. Turner: 1. Sieg Alfred Eckhardt, Ridda, 185 Punkte, 2. Sieg Fritz Holland, Ridda, 177 P., 3. Sieg Karl Roht-Langsborf und H. Scherer- Geih-Ridda. Zugend-Oberstufe: 1. Paul Reuter, Hungen, 156 Punkte, 2. Karl Paul, Dillingen, 3. Herrn. Werner, Ridda. Zugend-Unter stufe: 1. Gustav Bausch-Langsdorf und Wilh. Hofmann-Hungen 120 Punkte, 2. Wilh. Stühler, Hungen, 3. Otto Ztmmer-Villingen und Wilh. Freymann-Gedern. Turnerinnen: Ehrenpreis Clsb. Giser, Hungen, 137 P, 1. Sophie Rehberger, Schotten, 2. Ttlll) Hofmann, Hungen, 3. K. Stadler-Ridda und Lotte Zockel-Hungen. Schüler: 1. Ernst Emrich, Hungen. 132 Punkte, 2. Wilh. Herold, Hungen, 3. Hch. Stenzel-Gedern und W. Zube-Rikcha. Vom Schwimmsport Aeuer Weltrekord von Arne Borg. Zn Miami (Florida) verbesserte der Schwede Arne Borg den von dem Amerikaner Weißmüller mit 3:45 Min. gehaltenen Weltrekord im Freistilschwimmen über 300 Meter um 6,8 Sek. auf 3:38.2 Min. Deutsche Schwimmer im Ausland. Schwimmverein Göppingen gewinnt in St. Gallen (Schweiz) gegen Schwimmverein St. Gallen mit 43:22. Einer Einladung des Schwimmvereins St. Gallen Folge leistend, trugen die Göppinger im ©t Gal lener Hallenbad einen Deveinswettkampf aus. Die Schweizer waren sich von vornherein der Ueberlegenheit ihrer Gäste bewußt, stellten dennoch ihren vollen Mann. Ergebnisse (Dahnlänge 20 Meter, Startsprung, Drehwende). Bruststaffel 6x40 Meter: 1. S. V. Göppingen, 3:07,8 Min. 2. S. D. St. Gallen, 3; 17,8 Min. Freistilschwimmen 60 Meter: 1. Günther, Göppingen, 37 Sek. 2. Steinbrecher, St. Gallen. 40 Sek. Brustschwimmen 60 Meter. 1. Faust, Göppingen. 44 Sek. 2. Lieberherr. St. Gallen, 48.8 Sek. Tauchen 40 Meter: 1. Ostermayer, Göppingen, 29 Sek. 2. Schelling, St. Gallen, 29,8 Sek. Rückenschwimmen 60 Meter: 1. Hid- bing, Göppingen, 45,6 Sek. 2. Günther, Göppingen, 46,2 Sek. Lagenstaffel 6x40 Meter: 1. S. V. Göppingen 2:57.2 Min. 2. S. D. St. Gallen 3:02,8 Min. Springen: 1. Bischofs, St. Gallen. 2. Riederer. Et. Gallen. Freist il staffel: 6 >40 Meter: 1. S.D. Göppingen 2. 36,4 Min. 2. S.V. St. ®arten2:250,6 Minuten Wasserball: St. Gallen l—6.D. Göp- pingen I 0:2 (Halbzeit 0:0). E. D. RhenuS Köln schlägt den Kölner Schwimmklub Poseidon im Klubrückkamps. Rachdern der Kölner Schwimmklub „Poseidon" vor ca i Wochen den .S. D. RhenuS", Köln, im Klubrweitampf einwandfrei schlagen konnte, mußte fidj am Samstag der „Poseidon" im Klubrückkampf als geschlagen bekennen. Ergebnisse (Startsprung. Drehwende, Dahnlänge 25 Meter). Lagen st affel4xl00Meter: 1. .Rhenus". Köln 5:02.8 Min. 2. K. S. K. „Poseidon" 5:09.9 Min. Brust staffel 3X100 Meter: 1. .Rhenus". Köln 4:10,8 Min. 2 K. S. K. „Poseidon" 4:19 Min. Freistilstaffel 3x100 Meter: 1. „Rhenus". Köln 3:19,2 Min. 2. K S K .Poseidon" 3:21,1 Min. 3x200 Meter F r e i st il st a f f el: 1. K. S. K. ..Poseidon". 2. „Rhenus", Köln. Wasserball: „Rhenus" 1 gegen .Poseidon" l 3:3. Rundfunk-Programm des frankfurter Senders. (AuS der „Radio-Umschau*.) Freitag, 13. März: 11.55 Uhr: Zeitangabe. 12 Uhr: Rachrichten* dienst. 4 Uhr: Wirtschastsmeldungen. 4.20 Uhr: Rachrichtenbienst. 4,30—6 Uhr: Hausfrauen- Rachmittag, Programm u. a.: „Die körperliche Erziehung des Kindes bis zum Schulalter". Vortrag von Frl. Dr. Käthe Reumark. 6 Uhr: Wirtschaftsmelbungen 6—6,30 Uhr: Zuristen- funk. 6,30—7 Uhr: Die Lesestunde (Meisterwerke der Weltliteratur): Aus „Soll und Haben" von Gustav Freytag (Fortsetzung). 7-7,30 Uhr: Esperanto-Unterricht 7,30—8 Uhr: Funkhochschule. Vortrag von Prof. Dr. Schultz: „Dom Wesen deutscher Romanist' (nachgcholt). 8 Uhr: Die Besprechung (Theater und Kino). 8.30—9,30 Uhr: Tanzmusik von Zonnys Hawaiian-Band (Wiesbaden). 9.30 Uhr: Rachrichten, Wettermeldung. Sportbericht. 10—11 Uhr: Fasching: Lustige Lösung des Fastnachts-PrcisausschreibenS der .Besprechung" (Wiederholung). Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten find ohne Verbindlichkeit der Redaktion.) R. 03. in L. Wenden Sie sich an Zhren Bürgermeister, der in dieser Angelegenheit zuständig ist. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Zsr. ReliglonSgemelnde. Gottesd. i. d. Synagoge (Südanlage). Samstag, den 24. März. Vocabd. 6.15, morg. 9.00, Predigt, abbö. 6.35 u. 7.15. 3 fr. ReligronSgesellschast. Sabbatfeier, 14.März. Freitag abb. 5.55, Samstag Dorrn. 8.30, nachm. 3.30. Sabbatausgang 7.10. Wvchengottesbienst morg. 6.45, abenbs 6.00. 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Sinnen- bericht. 4 Entlastung des Vorstandes. 5. dteuwahl deö Vorstandes. 6. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wird ge- 1 wbCtftt« 1“ vu v« Israelitischer Zrauenverein MWUkltz-MeW „Liedigrhöhe" Sonntag, 15.März 1925, nachm. 2Ubr Montag, 16. März, abends 7'/, Uhr pünk-lich, im EasL Ernst Ludwig Dotttog non Stau Brot Gotosleto Darmstadt, über 3rotdt u. Ziele deß jiiii. Srauenbutibeö W77D Der Borstand. Sie ? Das heißt: Betreiben Sie systematische Fußpflege ? Hierzu gehören • 1 Packung Kukirol-Fußbad, 1 Dose / Kukirol - Streupuder und 1 Schachtel Kukirol - Hühner- • augen-Pflaster. > Mit diesen drei Präparaten, die zusammen nur 2 Mark xti kosten, können Sie eine richtiggehende Kukirol-Fußpflege- V Kur durchführen. l. . Ist Ihnen die Gesundheit Ihrer Füße diese Ausgabe \ j nicht wert? 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Sie waren zwar dem deutschen Verfassungsrechte auch trüher schon befannt. haben aber vor der Revolution bei uns kaum praktische Bedeutung ge- totnncn. »In weiten Kreisen hat man daher auch heute noch vieliach von chrem Wesen und ihrer Bedeutung keine richtige Dorstellung. Man redet meistens von einem „Spruch". den ein solcher Ausschuß zu fällen haben werde, beurteilt insbesondere gern die Dorgänge bei den ^Untersuchungen" nach strasprozeylichen Gesichtspunkten u. dgl. mehr. Daher scheint es angezeigt, über die Ratur und Ausgaben derartiger Ausschüsse Einiges au sagen. Ss ist ja erklärlich: „Untersuchungsausschuß", das klingt so nach Untersuchungsrichter. Staatsanwalt und Strafverfahren. Zum Uebersluh verordnen die Dersassunaen meistens ausdrücklich die ..sinngemäße Anwendung der Dorschriften der Strafprozessordnung". Was liegt daher naher als der (Gedanke an ein Tribunal, das über einen Anaeschuldigten zu Gericht sitzt und über .schuldigt oder .nichtschuldig" zu befanden hat? Indessen, nichts Ware verfehlter als eine solche Auffassung. Untersuchungsausschüsse sind weder erkennende noch aus bloß inquifatorische UntersuchungSg e r i ch t e, sondern sie sind n ch:s anderes, als andere parlcunentarische Ausschüsse auch, nämlich Hilfsorgane des Parlament- für die Erledigung seiner Aufgaben. Lte irrigen Dorstellungen, b.e hierüber vielfach bestehen, beruhen wohl darauf, daß man gewöhnlich glaubt, parlamentarische Untersuchungsausschüsse seien nur dazu da. Mißstände oder Derfehlungen bei der Regierung oder in der Derwaltung oder Rechtspflege auszudecken. Rach manchen Läirdcrversas- sungen ist daS ja auch in der Tat so. da können Untersuchungsausschüsse nur eingesetzt werden, wenn die Gesetzlichkeit und Lauterke t von Derwaltungsmaßnahmcn öffentlicher B hördm anaezweiielt" wird. Indessen ist das eine positivrechtliche Beschränkung des Wirkungsbereiches der Einrichtung, die w.lllürlich und keineswegs begreiflich und durch chre Wesenheit heutig! ist. Die Weimarer Reichsverfass ung z. B zieht in dieser Hinsicht überhaupt feine Schwanken, sondern gestattet Untersuchungsausschüsse für Erhebungen jeder Art einzusehen. (Art. 34.) Und daS ist das Ursprüngliche und Regelmäßige. So ist jedenfalls die Rechtsgestaltung in England, von wo wir die Einrichtung übernommen haben, unb so war sie auch schon in Preußen nach der Verfassung von 1850, nach der (Art. 82) jede der beiden Kammern des Landtags die Befugnis hatte, „behufs ihrer Information Kommissionen zur Untersuchung von Tatsachen zu ernennen". Im allgemeinen können also Untersuchungsausschüsse nicht nur zu Erhebungen über Mißstände ober Derfehlungen eingesetzt werden, sondern z. D. auch um Unterlagen für gesetzgeberische Reformen zu erlangen u. dgl. mehr. Der Reichstag z. B. könnte so etwa Untersuchungen über die soziale Lage der Heimarbeiter anfi eilen lassen, oder auch über die WohnungS- verhältnisse in den Großstädten und AehnlicheS, um sich so über die Rotwendigkeit gesetzlicher Maßnahmen auf diesen Gebieten zu unterrichten. In diesen Fällen kann nun selbstverständlich der Gedanke an Rechtsverfahren überhaupt nicht auftauchen. Es handelt sich offensichtlich einfach darum. Tatsachen zu sammeln, und zu sichten und so eine Entschließung de« Parlaments, insonderheit über ein gesetzgeberisches Borgehen, vorzubereiten. DieS und nichts anbere« ist aber der ausschließliche Zwecke dieser Ausschüsse auch in allen anderen Fällen. Das Rechts des Parlaments. Unlerfuchungsausschüsse zu bilden, kann natürlich nicht weiter reichen als seine eigene Zuständigkeit. Diese aber umfaßt auch auf dem Gebiete der Regierungs- und Derwallungskontrvlle niemals das Recht zu justiz- und verwaltungsmäßiger Entscheidung. Auch soweit Unter- suchungsausschüfse tätig werden, um „Verfeh- lungen* eine« Ministers oder seiner Beamten „seftzustellen". handell es sich demnach nicht um ein justizmähiges (straf- oder disziplinarrechtliches) Dorgehen, gegen die betreffenden (Beamten oder die (Vorbereitung eines solchen Dor- fichenS. sondern höchstens um die Derwirk- ichung der parlamentarischen (Minister-) Derontwortlichkeit, d. h. um die Klärung der Sachlage für eine Beschlußfassung des Parlaments darüber, ob Anlaß besteht, die Vertrauens- frage zu stellen ober auch (Minister-) Anklage bei dem Staatsgerichtshofe wegen (Verletzung bet Dersassung oder Gesetze zu erheben, also um eine rein parlamentarische Tätigkeit. Die urteilsmäßige Feftstellung. ob eine Der- fehlung wirklich begangen ist. ist allein Sache des Staatsgerichtshofs ober der ordentlichen Gerichte. Für deren Entscheidung aber haben die Ermittlungen der Untersuchungsaus- schüsfe keine, auch nur vorbereitende, prozessuale Bedeutung. Hiernach ist das einzige, wodurch sich die Untersuchungsausschüsse, abgesehen von ihrer besonderen Zweckbestimmung, von den gewöh «sichen Parlamentsausschüssen wesentlich unterfchciden, daß die befugt sind, selbständig Zeugen und Sachverständige zu vernehmen sowie sonstige Beweise zu erheben, sich des Zeugniszwangsverfahrens zu bedienen und insoweit auch Gerichte und andere Behörden um Rechtshilfe zu ersuchen. Indessen, das sind nur äußere Beigaben. dazu bestimmt, die Ausschüsse bei ihren Erhebungen von anderen Instanzen, namentlich von der Regierung, unabhängig zu machen. Ihr Wesen wird dadurch nicht berührt. Welche Folgerungen nun aus dieser Feststellung im einzelnen zu ziehen sind, kann hier nicht erörtert werden. Das wesen'lich? ist. daß es sich bei derartigen „Untersuchungen", um das noch einmal zu betonen, in jedem Falle nicht um ein Rechtsoerfahren handelt, sondern um eine Form parlamentarischer Geschäitsbehand- lung und somit um eine politische Aktion, bei der nur in beschränktem Maße einzelne Formen und Mittel seines RechtsversahrenS Der- wendung finden. Das wird man aber gut tun, sich immer vor Augen zu halten, wenn es gilt, einzelne (Vorgänge bei den Der Handlungen eines solchen Ausschusses oder deren Ergebnisse au würdigen. Im mazedonischen Uesküd (Don unserem Dallanberichterstatter.) S k o p l j e, F .-bruar. Zwischen Belgrad und UeS'üd, das die Serben Skoplje nennen, ist die Kr.egszell bereits vergessen und Ekprehzüge. die tief aus dem Herzen drs westlicher Europas über Agram oder Budapest auch Belgrad und von da an weiter nach Sofia und Konstantinopel oder hinunter nach Uesküb und Athen brausen, können so ungefähr schon wieder die vorkriegSmäßige Schnelligkeit entwickeln. Die Drückenbauten, die beim Rückzug im Herbst des Jahres 1918 von den deutschen Truppen zerstört wurden, sind auf Wiedergutmachungsrechnung schon seit einiger Zeit wieder aufgebaut. In die Züge sind bequeme, moderne Wagen — auch Wiedcrgutmachungssieferungen — eingestellt, es gibt Speise- und Schlafwagen, — und wenn man nach zwölfstündiger Fahrt von Belgrad her durch das grüne gewundene Morawatal und durch die fast thüringischen Berge des südlichen Serbiens vor Uesfüb in die mazedonische Landschaft ds Wardars eintritt, fühlt man sich kaum erheblich angestrengt. Hier in dieser zentral gelegenen Stadt Makedoniens. von der sich nach allen Seiten Fluß- läufe erstrecken, und von der nach Belgrad, nach Saloniki, nach Ochr d. nach Mltrvwiha und nach Monastir (dem serbischen Bitolja) Eisenbahnen auSlausen, residierten in den Kriegsjahren die deutschen Generäle Mackensen, v. Gallwih und v. Scholh. Fast sechzig Stunden Eifenbahnfahrt von Berlin entfernt standen deutsche Truppen und arbeiteten deutsche Pioniere. Diele Spuren des würgenden Krieges sind ausgelöscht und viele Spuren deutscher technischer Aufbauarbeit sind geblieben. Mit neuen Eisenbahnlinien haben deutsche Ingenieure unzulängllche mazedonische Gebirge für immer erschlossen, mit neuen oder erneuten Straßen wurde der Derkehr in einem Lande erneuert oder belebt, daS vor dem Kriege noch als das unbekannteste Land Europas galt Diese aufbauende Arbeit der Deutschen ist hier unten nicht vergessen und wenn auch der Serbe natürlich den siegreichen deutschen Soldaten nicht | gerne auf feinem Grund und Boden sah, so erkennt er doch an, daß die Anwesenheit der Deutschen nicht nur Schaden, sondern auch Ruhen für dieses schwer zu kolonisierende Land gebracht hat. Hat man sich nach Ankunft in UeSküb glücklich durch das bunte Gewimmel der türkischen, albanischen und mazedonischen Hamals. dieser wie Schwcißlliegen auf den Reisenden^ zustürzenden zerrissenen und zersetzten Gepäckträger durchgewunden. so stößt man ghsich vor dem langgc- zogenen. sauber grau gestrichenen und rvtbezie- gcltcn Dahnhofgebäude über einen kleinen grünen Schmuckpiah hinweg auf eine deutsche Erinnerung au« der Kri-gszeit Der Platz zur rechten Seite, den im Rücken die Deinen zerfallenen Orient- lehmbuden mit ihren offenen Verkäuferin den säumen, ist mit einer Reihe von toc hgestrichenen niederen hüttenartigen Gebäuden bedeckt, in denen während d s Krieges die durchreisenden deutschen Soldaten sich aufhielten und nächtigten. Ein Teil dieser gefälligen Gebäude bient heute dem gleichen Zwecke und in ihnen wimmelt es immer von den durchreisenden grüngelb gekleideten Soldaten der südllawischen Truppenkörper, die hier unten in Mazedonien auf der Wacht gegen Bulgaren und Albaner stehen. Eines dieser Gebäude aber ist anderen Zwecken gewidmet. Während im Kriege in ihm die deutschen Soldaten mena- gierttn. trägt es heute vorn an dem turmartig hochgeschwungenen Eingang die Aufschrift: ..OfizierSki Dom", das h^'ht — Oftizierskas'mv An schönen Hm?bstab'nd-n sitzen vor ihm auf S ü^len di" südllawischen Offiziere an einzelnen Tischen und speisen oder zechen, und aus dem Innern tönt off mne harte Mil'tärblechmus k b't'u«. die tanzlustigen, jungen Offneren zum Kolo oder zum Tango und Jazzband aufsplllt. Die Skopljer Offiziere haben es seither noch nicht zu ein^m würdigen Kasino gebracht, und sie müssen vorläufig noch mit diesem Holz- oder Lehmprovisorinm vorlieb nehmen, durch dessen "rbrige Fenster or'ental sch" Hamals und Stiefelputzer neugierig hineinblicken. Düster leuchtet dazu armselige Skovljer Licht, ringsum weben die nicht lieblichen Düfte aus den Orientkneipen — und das Geschehen drinnen in den niedrigen Rä'nnen gl ich' eher dem eines Feldlagers, als dem i'i'cr F :e''e"«iamilon. Worte wie Vergnügen und Lustbarkeit, werden In Sro'-'lie gerade nicht groß g-fd) neben. Dlllen u-’b Bars kennt man hin noch nicht. In den Hot"lZ hoch man zwar jetzt ab und u chne gute Mozartmusik, ab-r aus dm kleinen serbischen und turllfch-n Kn-lpen bringt noch immer jene wilde R 'turburschenmullk ber Zigeuner. die bie Bilkanvolker so begeistert und bei Wein und Rakiza zu heftigen Gemütsemotionen bringt. In den Skopljer Kinos werden die Filme aus allen Weltteilen gezeigt. Ein Theater gibt es hier auch und In dem dumpfen, primitiven Raum müht sich eine Kapelle um Opern und plagt sich eine ganz passable Schauspielertruppe, unter ber es manchen einst beachteten russischen Künstler gibt, um die Wiedergabe von Dramen und Schwänken, Operetten und Vaudevilles. Damit sind aber auch die Zerstreuungsmöglichkelten Skopljes erschöpft, denn ein behagliches Bummeln auf Gassen und Plätzen, in Gärten und Parks verbietet im Sommer ber unerträgliche Staub unb Im Herbst unb Winter ein tiefer, ble ungepflasterten Gassen durchströmen- ber Schlamm. Das Leben In Skoplje ist noch gänzlich primitiv, man geht etwa die einzig gutgepflasterte König - Peterstrahe bis zu der Duschanbrücke entlang, man überschreitet diese große Steinbrücke, die einen schönen Blick auf die alte Zitadelle bietet und taucht dann unter in dem bunten Gewimmel de« türkischen Viertels, das sich an dem Hang eines niedrigen Hügels unb in die weite Skopljer Ebene hinzleht. Hier in dem Meer von armseligen türkischen Kaufhäusern, von hohen stattlichen Moscheen unb Minaretten und von tausend zerfallenen Erinnerungen aus dem historischen Glanz ber Vergangenheit liegt tausendfältige Farbe. Hier kann der Romantiker schwärmen und seine Sinne zu dem Kranz kahler Berge erheben, die rings Skoplje einrahmen unb in denen manches Kloster noch heute sich verbirgt, au« dem heraus bie christlichen Slawen sich gegen bie türkischen Eroberer wehrten. Aus der Provinz. Landkreis Gieften. U. Lollar. 11. März. Aus bei jüngste« ®emeinbctat«|itiung ist folgendes au berichten: Zu (Beginn bet Sitzung hielt Bürgermeister Schmidt eine kurze Ansprache zu Ehren bes verstorbenen Reichspräfi- den t cn Ebert, die stehend angehört wurde. — Der Plan der Errichtung eines Siebensamilicnwohnhaufes nimmt jetzt greifbare Gestalt an. So wurden in dieser Sitzung die Arbeiten für den Rohbau an bie Wenigst- nehmenden vergeben. Die durch Ausschreiben cin- gegangenen Angebote zeigten im allgemeinen keine großen Preisunterschiede, mit Ausnahme der beiden Angebote für Erd- unb Maurerarbeiten, bei denen eine Differenz von 1114 Mk. in Erscheinung trat. Rach den gemachten Angeboten werden sich die Kosten des Rohbaues auf 24 604 Mark beziffern. Es wäre nun zu wünschen, baß die Wohnungen recht bald zum Beziehen fertiggestellt werden, damit der dringendsten Wohnungsnot etwas Abbruch getan wird. — Zur Durch üirung der weiblichen Fortbildungsschule und nach einer Ver ügung der höheren Behörde wurde bie Anschaffung einer Kücheneinrichtung crfotbc.lid). Es wurde demgemäß beschlossen und die Beschaffung ber erforderlichen Sachen dem Rektor und ber betr. Lehrerin überlassen. Zu den Ausgaben stellt bie Rachbargemelirde Ruttershausen, die an diesem blillerricht interessiert ist. cm Drittel, di« beiden anderen Drittel der Kosten werden von bei Gemeinde Lollar getragen. — Durch die schichte wirtscha tlichc Lage während der Inflationszeit veranlaßt, beschloß damals der Ge- meinu-erat, für die Särge der verstorbenen Gemeindeangehörigen das Holz frei zur Der ügung zu stellen. Rach Derbrauch der vorhandenen Holzmenge mußte man sich jetzt wieder mit dieser Frage bcfdjäitigen; man beschloß, nach einem eingebrachten Antrag, diese Lieferung wieder fallen z u lassen. — Gin Gesuch betr. Errichtung einer Dapolin-Pump- a n l a g e wurde, da keine Bedenken bestehen, befürwortet. — Ein anderes Gesuch, die Errichtung einer Hallen-Derkaufsstelle betreffend. wurde, da der vorgesehene Platz al« zu Nein befunden wird, abgelehnt. Die nach- gefuchte Zustimmung zu einer Eingabe an Bie Eifenbahnverwaltung wurde erteilt. Hierbei handelt es sich um den Person e n z u g. der in f üHeren Jahren in Gießen abends 10.45 blhr abging unb bis Rieder-Wal- gern fuhr, feit längerer Zeit aber, angeblich wegen zu geringer Benutzung auf dem Rückweg, nicht mehr verkehrte. Alle früheren Eingaben traten bedauerlicher Weise ohne den gewünschten Erfolg. Es wäre dringend zu wünschen, daß endlich soviel Einsicht bei den maßgebenden Stellen zu finden wäre, daß hier einem großen Bedürfnis Rechnung zu tragen ist. )t Mainzlar, II. März. Dor einigen Tagen wurde hier schon ein neues Gold- ammernefl mit vier Eiern in einer Weißbornhecke gefunden. Die Ri st Plätze für unsere Heckenbrüter sind rar geworden. Durch die Feldbereinigung sind die meisten Hecken verschwunden. Als Ersah hat man ein (Vogelschutz g e h öl z angelegt, das jedoch als Rist- hätte ungeeignet ist. Es liegt auf einet zugigen Höhe und weitab vom Wasser. Die vor mehr als 10 Jahren angepflanzten Weih- börner haben sich bis jetzt noch nicht so entwickelt, daß sie ein sicheres und verstecktes Rist- Plätzchen bieten könnten. Die geeignetsten Brutstätten sind die noch wenigen Heckenraine, unb sie verdienen daher alle Schonung. Sehr traurig ist es. jedes Frühjahr sehen zu müssen, wie hier unb dort eine Hecke in Flammen aufgeht. Kein vernünftiger Lanbwirt zerstört diese Hecken. Es ist die u n v e r st ä n d i g e Jugend, die Sonntags aus ilebermut oder sonstigen Ursachen die Hecken abbrennt. Alle Belehrungen und Ermahnungen sind bis jetzt auf unfruchtbaren Boden gefallen. Es ist daher Pflicht bet ©cmeinbeDertoaltungen, mit aller Energie diesem unsinnigen Treiben Einhalt zu gebieten. * 2111 e n b o r f a. d. Lda., 11. März. Di« gell rige Holzversteigerung unserer Gemeinde erbrachte folgende Durchschnittspreise: Fichtenderbstangen 1. und 2. Kl. 45 Mk. je Fstm., Eichenscheiter 15 Mk., Duchenknüppel 15 Mk., Gießener Stadttheater. Ludwig Fulda: „Die verlorene Tochter". „Haben Sie Familie?" ..Ach ja!" (Unb was für welche!) Kann man es der kleinen Rellh verdenken, wenn sie mit ihren 23 Jahren durch- brennt, wenn auch mit der etwas backfischhaften Siebe zu ihrem Literaturlehrer Dr-. Lips? Zwar draußen in der großen Welt, im Wintersporthotcl, gehen ihr die Aeuglein auf: lief er ebendiesen Doktor Harald Lips (einen schlimmen Trottel!) über sich selbst und über noch jo manche andere Dinge dieser Welt. Doch der charmante Rechtsanwall ihres Onkels Alex, Kurt Weftfal. löst dabei (geschickt soufflierend) „bie Stimme des Herzens". Man wird — im Grunde — einig. Unb als die liebe Familie, trostlos über die „verlorene Tochter", in das Wintersporthotel nachkommt, um auf zwangsläufige Anerkennung der bestehenden Verhältnisse zu bringen, ba wird, allerdings ganz anber«, als vvrauszusehen. boch noch alles gut. Die Erbschaft und die Tochter, beide kommen in bie richtigen Hände. Die gestrige Aufführung war wohl die in allen Teilen abgerunbetfte der bisherigen (mir bekannten) Spielzeit. A conto Karl (Bold wäre zu buchen: Lebendiges Zusammenspiel, gute Aufteilung und Bewegung der Gruppen (zweller All fein!) unb, mit Unterstützung von Karl Löffler (Dekorationen) urrd Ludwig Keim (Beleuchtung) lebendige, in Plastik unb Farbe freundliche Dühnenbiwer. Felix Rorfo 1 k als Rechtsanwalt Weftfal bestach durch blendende Liebenswürdigkeit. Er spielte mit viel Wärme und Temperament und war die führende schauspielerische Leistung seiner männlichen Kollegen. — Der Landtagsabgeordnete Alex Kornemann, das würdige Oberhaupt der Familie, fand in Adolf Teleky einen ausgezeichneten Dertreter. Gut in ber Maske, vorzüglich im sprachlichen Ausdruck, gelang ihm eine sehr seine, persönliche Charakterstudie eines Mannes „von echtem Schrot und Korn" (wie sich solche Leute gerne nennen hören). — Die dritte Stelle des Aberrds, vielleicht dankbarer noch als bie ber Relly, ist Dr. Lips. Julius 23 a ft 6 war besonders im ersten (Akt sehr stark. 2lls die Literatur aufhört und bie Liebe anfängt, etwas unsicher, im dritten Akt zwischen Tur und Angel wieder durchaus überzeugend. _— Rudolf Goll erfreute durch angenehme Ratür- lichkeit im Spiel: sein Bernhard Äomemann war — al« Gatte wie als Vater — durchaus glaubhaft. Auguste M a r ck s war ihm eine würdige Gattin. Karl V o l ck, dessen Spiellellung schon oben gewürdigt wurde, sah sehr gut au« unb schuf mit feiner bescheibenen Rolle ein kleines Kabinettstück. Der Haupterfolg des Abends war jedoch Rita Andres „verlorene" Tochter (Relly). Das Heine, literaturbeflissene Gänschen wuchs sehr rasch über den Herrn Geheimrat Wolfgang Goethe und Herrn Doftor Harald Lips hinaus, als sie ihre schneeweißen Breeches trug und mit Rechtsanwalt Weftfal den ersten Tee nahm. Der rückkehrende Pseudogatte ftndet schon eine etwas sehr veränderte Seelenlage seines Fräulein Frau vor, und gar dem Landtagsabge- orbneten unb Ches dr Familiee wird mit erschreckender Deutlichkeit klar gemacht, daß im vierten Gebot nichts von Onkeln drinsteht. (Hier gab es starken unb langanhallenden Applaus auf offener Szene.) Die an sich dankbare Rolle hatte (Rita Andre mit ungemeiner Grazie und Frische durchlebt, und riß, nicht zuletzt auch wieder dank eines entzückenden Aussehens, das volle Haus zu wiederholten Beifallsstürmen hin. Die überaus freundliche Aufnahme dieses Lustspiels im Publikum läßt den Wunsch auf- ftehen, gelegentlich eines neuen Stückes dieser Art etwas Gleichwertiges vorgeführt zu bekommen Wie wäre es mit Leo Lenz. „Heimliche Drautsahrt"? Ein Stück, das Rollen hat, die unserem Solopersonal viel Freude machen werden unb das. bei einigermaßen guten Leistungen (wie sie durch den gestrigen Abend als möglich bewiesen wurden), auch den nötigen Erfolg verbürgt. e-s. Etwas vom Gehör. Derschiedene neuerfundene Apparate haben es ermöglicht, die Hörfähigkeit des Menschen genau festzustellen unb andererseits sie außerordentlich zu Reigern. Der Kegeltrichter, mit dessen Hilfe man alle Tongeräusche am besten unterschoben kann, ist sehr verbessert worden. Wenn man ihn an passenden Stellen anbrachte, so wurden Rahgeräusche, wie Pfeifen, Klingeln, Knarren. Flüstern, im Freien über Strecken von 10—200 Mtr. Entfernung nach Art, Richtung und Weite genau erkannt. Auch das Abhören, An- unb Abfliegen ber Flugzeuge zeigte eine so wesentliche Verbesserung, bau tiefe Töne, von 60 Schwingungen in der Sekunde an. 1' ?mal hohe Töne doppelt so gut und weit mit bloßem Ohr gehört wurden. Die R a ch 11 u f t unb große Wasserflä chen sind für bie Schalleitung bedeutend günstiger als Tagesluft unb trockener Boden. Die größte gemessene Re i ch w e i t e für bas bloße Ohr, die durchschnlltlich nur 3—7 Kim. beträgt, wurde mit 15 Kim., für den Trichter mit 25 Kim. festgestelll. Durch einen neuen Gehörprüfer, bei dem die Lichtbogen- methode der drahtlosen Telegraphie benutzt wurde, konnte die obere und untere Hör grenze beim Menschen bestimmt werven. Sie ist fast stets verschieden für das rechte und linke Ohr, sowie für Luft- und Knochenleitung. Eine Bevorzugung ber rechten oder linken Selle lieh sich nicht nachweisen: aber im Gegensatz zu der bisherigen Annahme bemerkte man ein bessere« Hören durch birefte Luftleitung. Die Jugend 5ört am besten. So lag bei einem 18jährigen Schüler die oberste Grenze rechts für Luftleitung bei 20 800, für Knochenleitung bei 18 800, links bet 20 400 bzw. 19100 Schwingungen: bei einem 77- jährigen Landwirt rechts bei 8600 bzw. 9000 Schwingungen in ber Sekunde. Schon vom 2 0. Lebensjahr an läßt bie Hörfähigkeit bedeutend nach unb hält sich vom 35. bis 45. Jahre auf annähernd gleicher Höhe. Die Abnahme beträgt vom 6. bis zum 47. Jahr etwa 7000 Schwingungen: die Tonhöhe im Apparat fällt dabei um eine volle Quinte, d. h. vom Di« in der 7. bis zum Gis in der 6. Oktave. Durch Gewohnheit und längere ilebang wird das Hören höchster Töne abgestumpft: aber ilntooblfein uni leichte Erkrankungen haben keinen Einfluß. Der neue Gehörprüfer, ber von Professor Gildemeister konstruiert wurde, ist auch fül bie Heilkunde von Wert. Roch wichtiger abir ist in dieser Hinsicht der von Professor H ö b e r er* funbenc Aktionsstromhörer. Durch diesen Apparat wird die Hörfähigkeit auf das Millionenfache gesteigert, so daß die sog. Aktionsströme des menschlichen und tierischen Körpers, bie elektrischer Ratur sind und sich bei jedem beliebigen Lebensvorgang, also fortwährend, bald lauter, bald leiser äußern, abgehört werden können. Die wahrnehmbare Stärke und Art diese« Aktionsstromes im Körper gibt einen direktem Maßstab für bie gesunde oder krankhafte Lebhaftigkeit und Dauer eines Gebensrrorgange«. Wenn z. B. die Versuchsperson ihre Waden- muskeln beim Wippen auf den Fußspitzen an- und abfpannt, so hört man das raschelnde Zu- und (Äbnahmegeräusch im ganzen Körper. 50 Stromschwingungen der gereizten Mittelnerven am Unterarm verursachten ein lautes Brummen, 100 einen celloartigen. 256 einen höheren, schon raschelnden. 512 einen stark rauschenden Ton, aus dem bei 850 Schwingungen ein unbefinier* bares Kratzen wurde. Bei Herzkrankheiten ist eS mit diesem Apparat dem in seiner KlinU weilenden Professor möglich, eine Fern Untersuchung des Patienten im Kreise feiner SUp benten vorzunehmen. FechtenstSSe 3 TCL je Rm., Duchenreifer 7 Mk., Fichtenreifer 6 Mk. je 5 2tm. * Dieder-Dessingen, 10. März. Am Sonntagvormittag hielt die hiesige Freiwillige Feuerwehr unter ihrem neuen Kommandanten, Kreisst rahenwart Otto Drück, und unter Mitwirkung der Freiwilligen Sani- tätslolonne Lich unter der Leitung des Kolonnenarztes Dr. med. Roth ihre erste außerordentliche Hebung ab, die in allen Teilen gut verlief. Am Stratzenkreuz beim Dackhaus leistete die Freiwillige Sanitätskolonne Lich den zahlreichen Schwerverletzten eines angenommenen Autounfalles die erste Hilfe, beteiligte sich musterhaft bei der Durchführung eines mit Rettung von Menschenleben verbundenen Drandangriffes, und Jegte den als verunglückt angenommenen Feuerwehrmännern die ersten Verbände an. Die Kritik wurde anschließend int „Gasthaus zum Löwen" von dem 2 Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Lich abgehalten, der besonders lobend die Schlagfertigkett und Gewandtheit unserer Freiwilligen Feuerwehr hervorhob. Der 1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Lich, Hch. F i n d t, sprach noch über daS moderne Feuerlöschwesen und lud die hiesige Feuerwehr zu einer am nächsten Sonntag in Lich statt- ttndenden Probevorführung der verschiedenen Feuerlöschap parate ein, df. Langsdorf, 10. März. Gestern abend sprach im Rathaussaal Dr. Stier-Gießen im Auftrag der Liga zum Schuhe der deutschen Kultur über das Dawes-Gutach-- t en. 3n einem gut durchdachten Dortrag führte er den Erschienenen, frei von jeder politischen Einstellung, aus, wie der Dawes-Plan entstand, welche Lasten er dem deutschen Volke auferlegt und wie sich dieselben auf die einzelnen Wirtschaftszweige verteilen. Wenn vielleicht auch durch den Dawes-Plan eine gewisse Ordnung in unsere Wirtschaft gekommen ist, so stehen uns doch noch schwere Lasten bevor, 3ahre, in denen wir einen großen Teil unserer Arbeit als Knechte des internationalen Kapitals verrichten müssen. Aus dem Vortrag ging hervor, daß wir erkennen müssen, daß es um Deutschlands Dasein geht, daß wir daher als eine Rotgemeinde zusammenstehen müssen, um das Vaterland durch Arbeit einer besseren Zukunft zuzuführen. Aach dem Vortrag führten uns eine Reihe von Lichtbildern vor Augen, wie die deutsche Wirtschaft fett Versailles geknebelt ist. Kreis Friedberg. vw. Duhbach, 11. März. Auf Einladung des Kriegervereins hielt Oberstleutnant a. D. von Hagen hier einen außerordentlich fesselnden Dortrag über die viertägige Schlacht am Aarocz-See östllch von Wilna. 2Iuf Grund eigenen Erlebens entwarf der Redner ein packendes Dild von dieser glorreichen Tat des Weltkrieges, die mit einem vollkommenen Siege der den Russen zahlenmäßig weit unterlegenen deutschen Truppen endete. Vortreffliche Lichtbilder bereicherten den Vortrag in bester Weife. Dem Vortragenden wurde mit herzlichstem Beifall gedankt. 4 Bad-Rauh eim, 10. März. Die heutige Sitzung der Stadtverordneten brachte vorwiegend nur Gegenstände von untergeordneter Bedeutung zur Verhandlung: sie verlief deshalb ohne größere Debatte in flottem Tempo. Einleitend gedachte der Bürgermeister mit ehrenden Worten, die von der Versammlung stehend angehört tourben, des toten Reichspräsidenten. — Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz bekommt für Ausrüstungszwecke 1700 Mk. bewilligt. Die dafür anzufchaffenden Gegenstände bleiben Eigentum der Stadt. — Für Erneuerung der Feue r- alarmanlaae werden 2000 Mk. bewilligt. — D?r Freiwilligen Feuerwehr wird der Betrag zur Anschaffung einer Anzahl neuer Dienst rocke bewilligt. — Das städtische Haus Dorngasse 1, wegen seiner Daufälligteit schon lange ein Stein des Anstoßes, soll auf Abbruch versteigert und an seiner Stelle eine städtische Wagenhalle errichtet werden. Der Voranschlag von 8000 Mk. findet Genehmigung. — An einigen Laternen, die jetzt schon zu Rellame- zwecken benutzt werden, sollen mit Zustimmung der seitherigen Pächter weitere Reklam.schilder angebracht werden. — 3n einigen Straßen der Altstadt finden sich noch vorspringende Treppenstufen, die für den Verkehr äußerst hinderlich sind. Mit der Beseitigung derselben soll zunächst in der Taunusstraße begonnen werden. Die 2Irbeiten geschehen aus städtische Kosten, 1300 Mk. werden vorerst dafür bewilligt. — Für Schaffung neuer Bleich platze hinter dem Äonitzky-Stift werden 1000 Mk. bewilligt. Unter „Besprechungen" wird angeregt, einen Bauplatz am Johannisberg von der Bebauung aus landschaftlichen Gründen auszuschlleßen, da- mit das Landfchaftsbild des 3ohannisberges nicht weiter verschandelt werde. Die Frage soll näher geprüft werden. Erneut wird aus der Versammlung auf die systematische Versetzung der älteren Polizei beamten hingewiesen. Der Bürgermeister wird beauftragt, beim Ministerium des 3nnern deswegen vorstellig zu werden. 3m 3nteresse des guten Einvernehmens, das zwischen den alten Beamten des Polizeiamtes und der Bürgerschaft bisher bestanden hat. wünscht die Versammlung. daß es bei der bisherigen Besetzung bleibe und nicht alle Augenblicke Aenderungen erfolgen. — 3n der nichtöffentlichen Sitzung wird u. a. der Ankauf von Grundstücken beschlossen. Kreis Schotten. Schotten, 11. März. Die weithin bekannte Gastwirtschaft „Zum Hessischen Haus" ging durch Kauf an den seitherigen Pächter C. Hufnagel über. * Eichelsdorf, 11. März. Unter Kriegerverein konnte in einer gut besuchten Monatsversammlung sechs Mttglleder — darunter zwei Veteranen von 1870/71 — für 40jährige und 12 Mitglieder für 25jährige treue Mitgliedschaft durch Heberreichung eines besonderen Hassiaabzeichens auszeichnen. Dann erzählte Pfr. Köhler aus A i d d a fast drei Stunden von seinen Erlebnissen als Feldgeistlicher an ber Oft» und Westfront. Der Vortragende, ein glänzender Redner, verstand es meisterhaft, seine Zuhörer bis zum letzten Augenblicke zu fesseln. Kreis Alsfeld. te* Alsfeld, 10. März. (St adtvor - st a n d sfitz u n g> Zu Beginn der Sitzung gedachte der Vorsitzende des Todes des Reichspräsidenten, wobei er den Gefühlen der Trauer des deutschen Volkes Ausdruck verlieh. Die Versammlung hatte sich dabei von ihren Sitzen erhoben. — Hrundstücks- verp achtungen: Die am 3. und 4. März ftattgefunbenen Verpachtungen von städtischen und Hofpitalgrundstücken wurden genehmigt. Es wurden im Durchschnitt pro Morgen 20 Mk. Pacht erlöst, wobei allerdings, wie der Vorsitzende bemerkte, zu berücksichtigen sei, daß darunter teilweise geringwertes Land sei- — Umbau „Deutsches Haus": Für den jetzt in Angriff genommenen ilmbau des von der Stadt erworbenen ehemaligen Hotels „Deutsches Haus", mit dem ein öaatbau verbunden werden soll, wurde ein Kredit bis zu 80 000 Mk- bewilligt. — Förderung der Wohnungsbautätigkeit im 3ahre 19 25: Hm der Bautätigkeit zwecks Linderung der immer schlimmer werdenden Wohnungsnot zu fördern, will die Stadt die private Wohnungsbautätjgkeit in weitgehendstem Maße unterstützen. Die Stadt gewährt zwei Möglichkeiten hierzu, entweder nach Form A durch Gewährung eines Baudarlehens bis zu % des Baulapitals, jedoch ins höchstens 10 000 Ml. für ein Haus zu 8 Prozent Zinsen und 1 Prozent Tilgung gegen erste Hypothek, oder Unterstützung der Bau- lustigen nach den Vorschriften über die öffentlichen Daudarlehen, d. h. bis zu 3000 Mark Staats- und Gemeiirdebaukostenzuschuß zu 4 Prvz. für eine Wohnung (Form B). Den Daulustigen steht es frei, welche der beiden Formen sie wählen wollen. Die darüber der Bürgermeisterei vorgelegten Richtlinien wurden nach längerer Aussprache genehmigt und hierfür ein Kredit bis z u 100 000 Mk. bewilligt. Wie der Vorsitzende mitteilte, liegen für beibe Formen der Unterstützung des Wohnungsbaues bereits 18 Daugefuche vor. Da auch eine Anzahl Gesuche für Einzelhäuser vorliegen, muß der Bebauungsplan für die Siedlungsanlage in der Rambach dahin abgeändert werden, daß dort auch Einzelhäuser neben den Doppelhäusern zu- gelassen werden. Cs soll entsprechender Antrag oct dem Ministerium gestellt werden. Das Gelände soll für 1 Mk. pro qm an Bauliebhaber abgegeben werden. — Der vorgelegte Voranschlag für den Prämienmarkt mit 11000 Mk. in Einnahme und Ausgabe wurde genehmigt. — Ein Gesuch der Kraft- stromabnehmer um Herabsetzung des Strompreises wurde nach dem Vorschlag der Elektrizitätswerlskommission abgelehnt, da der Kraftstrom nicht billiger als 19 Pf. pro Kilowattstunde abgegeben werden kann. — Ebenso wurde ein Gesuch des Hausbesitzervereins Alsfeld, wonach die Stadt das Wassergeld direkt von den Mietern erheben soll, abgelehnt, da dies zur Zeit im Hinblick auf die Bestimmungen des Reichsmietengesetzes nicht möglich ist. Den Mietern soll jedoch empfohlen werden, in Anbetracht der geringen Mietsätze das Wassergeld anteilmäßig den Hausbesitzern zu bezahlen. — Ein Gesuch der Gemeindehebammen um Erhöhung ihres Wartegeldes wurde nach dem Vorschlag der Finanzkommission abgelehnt, da ein" Anlaß zu einer solchen Erhöhung nicht für vorliegend erachtet wurde. — Die Anschaffung ejneS Kultivators, die das Stadtbauamt für Öen landwirtschaftlichen Betrieb der Stadt beantragt, wurde genehmigt. — Errichtung einer Autohalle für die Lastkraftwagen: Aachdem die Kraftwagenlinien Alsfeld—Reu- sladt, Alsfeld—Treysa, Alsfeld—Groß-Felda- Ehringshausen und Alsfeld—Kirtorf—Ehringshausen vom Reichspostministerium genehmigt worden sind, muh die Stadt eine Halle für fünf Kraftwagen nebst einer Werkstatt bauen. Rach mehrfachen Ortsbesichtigungen soll die Hatte auf dem städtischen Hofgelände hinter der „Herberge zur Heimat" in der Schellengasse errichtet werden, wofür noch das Einverständnis der Oberpostdirektion Darmstadt einzuholen ist. Sobald die Wagen geliefert sind, soll der Betrieb aufgenommen werden, was voraussichtlich noch im April d. 3. der Fall sein wird. — 3n nichtöffentlicher Sitzung wurde der Anstellungsvertrag des neuen Stadtobersekretärs Seippel genehmigt. Kreis Wetzlar. • Wetzlar, 12. März. Wie aus dem An- zeiaenteil des gestrigen „Gießener Anzeiger-" ersichtlich, sindet am 5. April in Wetzlar auf dem neuerbauten Stadion der Spilburg eine allgemein e Ausstellung von Hunden aller Rassen statt. Der veranstallende Verein ist bemüht, diese Ausstellung zu einem vornehm-sportlichen Hnternehmen zu gestalten. Vormittags ist die Prämiierung der ausgestellten Hunde, nachmittags findet ein großes Wind- Hundrennen statt. Räheres in der gestrigen Anzeige. ' Kinzenbach, 11. März. Bei der heutigen Holzversteigerung unserer Gemeinde wurden folgende Durchschnittspreise erzielt: Eichenstammc 3. und 4. Kl. 47 Mk., Fichte»» flämme 2. bis 4. Kl. 26 Mk. je Fstm. §§ Ebersgöns. 11. März. Bei der int Rathaus, bierfetbft ftattgefunbenen Ruhholz«- Dersteigerung der Gemeinden Ebers- göus, Oberkleen unb Riederkleen waren durchschnittlich folgende Preise erziell: Kiefernholz 2. Kl. 24 bis 25 Mk. pro Fstm., Kiefernholz 3. Kl. 22 bis 24 Mk. pro Fstm., Kiefernholz 4. Kl. 20 bis 22 Mk. pro Fstm., Fichtenstammholz, 4. Kl. 22 bis 24 Mk. pro Fstm... Cichenstammholz 1. KI. 170 bis 190 Mk. pro Fstm., Eichenstammholz 2. Kl. 70 bis 90 Mk. pro Fstm., Eichenstammholz 3. Kl. 60 bis 80 Mk. pro Fstm., Fichtenstangen 1. Kl. 1,50 bis 2,50 Mk. pro Stück, Fichtcnstangen 2. Kl. 1,20 bis 1,80 Mk. pro Stück. Für den Raummeter Eichen-Küferholz touröen' durchschnittlich 40 bis 45 Mk. gezahlt. Hessen-Nassau. fpd. Frankfurt a. M., 11. März. 3n bet Stadtverordnetenversammlung vom Dienstag legte der Magistrat das Wohnungsbauprogramm für 19 2 5/26 vor. Danach sollen bis zum Schluß des Etatsjahres wenigstens 1 500 Wohnungen fertiggestellt werden. Die Redner der linken Parteien^ erklärten das Programm für nicht weitgehend genug und forderten, indem sie auf Köln hinwiesen, den Bau von mindestens 2000 Wohnungen im Jahre, inäaefami 10 000 Wohnungen innerhalb fünf 3ahren. Einstimmig war man der Auffassung, daß das von der Stadt in Geltung stehende Erbbaurecht völlig veraltet sei und der Modernisierung dringend bedürfe. Wie vom Magistrat mit- geteUt wurde, beträgt die Zahl der Wohnungsuchenden in Frankfurt rund 100 0 0. — 3n Wiesbaden und Frankfurt hat die angebliche Krankenschwester Helene Guddat aus Ostpreußen unter Berufung auf hochstehende Personen. bei denen sie in Stellung fein wollte, große Schwindeleien begangen und daber erhebliche Geldbeträge und Waren erhalten Heute früh wurde der Schwindlerin das Handwerk gelegt. Offenbar hat die Guddat viele bisher gemufft bekannte Schwindeleien verübt. Kirche und Schule. Dorfkirchenvorsteher-Tagung. )—( CBiHingen, 9. März. Der Verein oberhessischer Dorf kirchenfreunde hält am Montag, 16. d Mts., dahier einen Dorfkirchenvorstehertag ab. Hm 10 Hhr findet ein Festgottesdienst statt, in dem Prälat D. Dr. Diehl predigen wird. 3n der Rach- mittag&jerfammlung im Saale des Gastwirts Strack wird 3ugendpfarrer Zentgraf über die Ausgabe der Kirchenvorsteher in der Jugendpflege sprechen. Vom Schulwesen in Hessen. Die höheren Schulen hatten im 3ahre 1924: 14 407 Schüler (14 538 im Vorjahre) und 8371 Schülerinnen (8418 im Vorjahre). Hessen hatte im Mai 1824 : 9 Gymnasien mit 2212 Schülern und 82 Schülerinnen, 2 Proghmnasien mit 162 Schülern und 3 Schülerinnen, 3 Realgymnasien mit 1842 Schülern, 13 Oberrealschulen, mit 5983 Schülern und 288 Schülerinnen, 15 Realschulen mit 2550 Schüler und 678 Schülerinnen, 13 Höhere Bürgerschulen (gemischt mit 725 Schülern und 392 Schülerinnen), 5 Höhere Bürgerschulen für Mädchen mit 519 Schülerinnen, 8 Höhere Mädchenschulen mit 4297 Schülerinnen, 2 Studien- onstalten und Lehrerinnenseminare mit 136 Schülerinnen, 4 Aufbauschulen mit 188 Schülern und 60 Schülerinnen, 4 Lehrer- und Lehreriirnensemi- nare mit 131 Schülern und 28 Schülerinnen und 1 Pädagogischer Kursus mit 33 Schülern. Rach dem Stand am 1. Dezember 1924 hatte Hessen: 961 Volksschulen mit 152 675 Schülern und Schülerinnen. Die Oderwälder. Roman von AlfredDock. 19. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) An der Hof reite des Peter Margolf vv rüber - schreitend, spähte er nach der Marie aus. Die war nicht zu erbllcken. 3n den letzten Wochen hatte sie das Wasser nicht mehr am Schulborn geholt. Seit sie die Werbung des Hannbast Selzer abschlägig beschißen, lieh sie ihr Vater nicht mehr aus den Augen. Dessenungeachtet war Weilandt hoffnungsfreudiger denn je. 3n wenigen Lagen kam im Landtag der Gesetzentwurf zur Beratung, der den Volksschullehrern die ersehnte Gehaltsaufbesserung bringen sollte. Ging alles nach Wunsch, würde er vor den Peter Margolf treten und die Marie zur Frau begehren. Ohne Heberhebung würde er sprechen, aber mit berechtigtem Selbstvertrauen. 3n Gegenwart der Kommission hatte der Kreisschulinspektor seine Methode und sein pädagogisches Geschick gerühmt. Er wollte gewiß sein Verdienst nicht übertreiben. Dennoch durfte er von sich sagen: er hatte auch sonst der Gemeinde seine Arbeit und Sorge gewidmet. Das hatten ihm vorhin noch des Pfarrers Worte bestätigt: .Mit 3hrer Spar- und Darlehnskasse haben Sie einen großen Erfolg gehabt.' Hnd der Peter Margolf saß im Aufsichtsrat. Dis in den Herbst hinein hatten die Großen und die Kleinen hüben und drüben eines hölzernen Stegs wegen sich in den Haaren gelegen, den sie über den Bach führen wollten. Der war nun auch endlich zustande gekommen. Aber wer bürgte dafür, daß ihn das nächste Hochwasser nicht zusammenrih? Er, Weilandt. hatte ihnen einen eisernen Steg gebaut, unsichtbar und doch sichtbar, fest gegründet für alle Zeiten. Während der Wintermonate beschäftigte Vi- sping vier Mann am Hornerhang, darunter den Heinen Kumpf, der früher in einem der Basalt- brüche an der Lumda gearbeitet hatte und sich bei der Freilegung des Gesteins besonders brauchbar erwies. Die Leute frühstückten und vesperten in einer eigens für sie gebauten Hütte. Hatten sie ihr Brot verzehrt .ließ der fleine Kumpf seiner Zunge freien Lauf. Er sprach von der Dumpfheit und Stumpfheit, in der die Arbeiterschaft im Vogelsberg lebte, und daß sie die beste Hilfe bei sich selbst suchen müßte. Was hier fehlte, sei die Organisation. Leider seien die meisten zu trage, sozialistische Gedanken aufzunehmen. Darum sei auch wenig Aussicht vorhanden, daß sich ihre Lage verbessere. Er habe lange genug drunten geschafft, um zu wissen, was das Volk von Freiheit und Rechten zu beanspruchen habe. Regelmäßig am Samstag erschien Herr Di- sping und zahlte die Löhne aus. Danach besuchte er den Krämerskarl und erzählte, welchen Fortgang seine Angelegenheiten nahmen. Die Maschinen waren in Buckau und Mannheim bestellt und sollten zu Anfang März geliefert werden. Auch die Feldbahn würde bis dahin betriebsfähig sein. Für die Pflastersteine waren in Berlin, für den Kleinschlag in Frankfurt Abnehmer gewonnen. Alles deutete darauf hin, daß man den richtigen Zeitpunkt gewählt hatte, das Bafaltwerk in die 3nöuftrie einzufühven. Seiner Pflicht gemäß begab sich der Krämerskarl jeden Morgen auf den Bruch. Er betrachtete sich nicht als Aufseher, sondern gleichsam als Teilhaber des Geschäfts. Ein Geldmann wie der Herr Disping würde sich nicht auf eine Unternehmung beschränken. Der fing über kurz oder lang noch etwas anderes an. Hnd er brauchte Leute, denen er fein Vertrauen schenkte, die er an sich fesselte. .Herr Rendant, würde er eines Tages sprechen, .Sie leisten mir gute Dienste. Hnd was die Hauptsache ist: der Bruch rentiert. 3d) gebe Ihnen ein Drittel vom Reingewinn. Glück auf! Er, der Krämerskarl, griff natürlich zu- Gesprächsweise hatte Disping die Iahresrente, die der Bruch abwerfen würde, auf fünfzehn- bis zwanzigtausend Mark geschaht. Er konnte also aus einen schönen Gewinnanteil rechnen. Er würde dann zu den Kapitalisten zählen. Das war keine Kleinigkeit. Wer viel besaß, hatte viel zu verwalten. 3e nun, je schwerer die Bürde, desto größer die Kraft. Hnd eine volle Geldtasche trug sich leichter als ein leeret Dettelsack. Sv berauschte er sich an feinen Hirngespinsten und sah in seinem Garten Goldblumen blühen. Eines Samstags blieb Herr Disping fort. Die Kipper kamen zum Krämerskarl. Der gab den Lohn her. Der Dauunternehmer war wohl verreist, und seine Rückkunft hatte sich verzögert. Acht Tage später wurde Disping wiederum vergeblich erwartet. „Wann he sein Geschäft so schlecht betreibt, wird er's net weit bringen,“ rafaunerte 5er kleine Kumpf, der als Wortführer seiner Kameraden beim Krämerskarl vorgetreten war. „3ch begreif's nicht," sagte der Karl ohne Arg, aber doch ein wenig be Kommen. „Entweder ist seiner Frau was passiert, oder er ist selbst schwer krank. 3hr dürft darunter nicht leiden. Ich leg das Geld noch einmal vor.“ 3ndes er die Münzen aufzählte, brachte die Pörtegritt einen Drief, den der Knecht des 3öckels Heinrich im Auftrag seines Herrn abgegeben hatte. „Sollen wir dann Montag weiter schaffen?“ fragte der kleine Kumpf, „'s mag sein, wie's will, he könnt doch wenigstens Rachricht geben. Am End is he bankrott." „Dumm'-s Zeug!" fuhr der Rechner auf. „Der Disping ist ein reicher Mann. Davon abgesehen ist er auch ein Ehrenmann. Hnd jagt sich lieber eine Kugel durch den Kops, als daß einer was an ihm verliert. Das hat er mir selbst gesagt. Alleweil weiht du Bescheid!“ Rachdem der kleine Kumpf abgefertigt war, nahm der Krämerskarl den Dries zur Hand, den ihm der 3öckelsheinrich geschickt hatte. Das Schriftstück kam vom Grundbuchamt in Dortmund und war an die Spar- und Darlehnskasse gerichtet. 3n der Zwangsvollstreckungssache des Dortmunder Bankvereins gegen den Ludwig Brinkmann wegen rückständiger Hypothekenzmsen, hieß es, werde auf Antrag der Gläubigerin Termin zur Zwangsversteigerung des Hauses Daroper Straße drei auf den zweiundzwanzigsten Januar artberaumt. Anderweitige Rechte seien glaubhaft zu machen, widrigenfalls der Derfteige- rungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes trete. Der Krämerskarl las das Schriftstück, las es mit wachsendem Befremden noch einmal. Der Sachverhalt lag klar zutage. Der Eigentümer des Hauses Daroper Straße drei konnte die Zinsen der ersten Hypothek nicht bezahlen, die zweite war der Spcu> und Darlehnskasse verpfändet. Wie hatte der Dauunternehmer gesprochen? 3ch habe mein Vermögen in guten Hypotheken angelegt. Hier war nur eine Möglichkeit: der Mann hatte sich gröblich täuschen lassen. Da sah man's wieder, auch der Klügste wurde einmal hinter Las Licht geführt. Die Zwangsversteigerung an sich bedeutete übrigens noch keinen Verlust. Wenn das Haus so wertvoll war, wie Disping versicherte, wurden die beiden Hypotheken gedeckt. 3n keinem Falle würde die Kasse Schaden erleiden. Disping blieb ihr verantwortlich. Das Richtige war, er nahm das Dokument zurück und sorgte für eine andere Sicherheit. Hm der Kasse und um seiner eignen Ehre willen muhte er, der Krämerskarl, die Angelegenheit sofort in Ordnung bringen. Denn er hatte Vorstand und AufsichtSrat bewogen, dem Disping das Darlehn zu gewähren. Der Iöckels- Heinrich hatte das Schriftstück überflogen. Vielleicht auch nicht. 3ebenfalls hatte er keine Ahnung, um was es sich handelte. 3hn aufzuklaren war Zeit genug, wenn man den Erfaß für die Hhpvt^I in Händen hatte. Der Rechner holte das Dokument herbei, steckte es in seine Tasche und schloß den Kassen- schräm ab. Es läutete fünf. Just fuhr der Anton Dlitt aus Lauterbach vorbei. Dem rief der Karl zu: „Anton, nehm mich mit!" Er warf seinen Mantel über und eilte hinaus. Der Anton half ihm auf den Dock, und die "Staunen zogen an. Cs ging eine scharfe Luft, aber unter warmen Decken spärte man nicht allzuviel davon. „Was willst du dann heut noch in Lauter» bach? fragte der Fuhrherr. „3ch hab was Pressantes," antwortete bet Karl. Der Anton bohrte ihn noch ein paarmal an, holte aber nichts aus ihm heraus. „Auch gut,“ dachte er und mar doppelt gesprächig. (Fortsetzung folgt) —. • -w • ▲ ■ «X,» ~ Sann ernähren Sie eösosort mitdemvon demberühmtenGelehrtenGeh. ©IC/ dUÖfdlll? ?dt p os.Or.A. 2untzgefundenen und von mehr als 20O0Aerz en des « VWW» UMVjMrn» Ln, und Auslandes glänzend begutachteten spez.fifchen Haarnährrmtiel umagsolan! dnmagsolan ist fa den einschlägige« Geschäften zu habe«, Bufittrevde Broschüre über Wesen und Dlrlung des Svmagsostm versenden auf Mmsch kostenlos und vostfrei die Zottinger.Werte A.^S,, Berlin TttSH, gesponnenes Drei DE t um diese Wiesen -a kSZ sich mS der } z §,e unterft' die Fo-agsl -ung so verstze und Rassen.de Fremden snw Masse, aber Kasten und solch« Unters. Mennig als1 Verflossen der in den -Kong von chnm Jon die Verbände c wieder die „Ä find mehr Pc „KvngsiS" meh haben. Mer all geheimnisvolle reichste aller oberste Organ überall ein w Teilen der 1 die geschlosst, China. Die, besten Chines von Kilvmele Selbst die Ric tiete des Oste Zu Shines te« sah der Org« Mitteln die 1 unlerMen 2 Aewanöten i s Derg< Vsanden Die Gewerisc „Gottessegen" tverkenversaim die Verpfänd 3toedc der ‘ schluß zu fass nere, im A geschrittene 3, AachlriegsM bau- und Sol genannten M besonders stack «wen Didkrsta ®Nmg tm Waimotü ^hlich eir nannten Tiefst ^ren balf n hinweg Verhältnis J® es nicht lassen toifi. « . Die । k.utsrefor fand 8 ÄP lvurd 2J2. 1924 - schule. r-Tagnag. rj. Der 'Bereift rrchensreunde m., dchier einen iß ob.ihn UM tt, in dem Prälat :b. In der Aach- ile des ©dfltoim Äentgras über ihn in der 3ugenb- in Heffkn. tten im Jahre 192V. Borjahre', und 8371 jähre). Hellen hM i mit 2212 Schülern vghrnnalien mit 162 m, 3 Tealghnmastm rralschulen mit 5983 men, 15 Äeallchulm »Herinnen, 13 Höhere 725 Schülern und M-gerlchll/en für m, 8 Höhere 2W- rinnen, 2 Studim- nare mit M SM.» 1 W SGiern unb nd Lehrerinnenlemi« 28 Schülerinnen und t 33 Schülern. Bach r 1924 hatte Hellen: > Schülern und Schü» ;8$" St Jj > h» ^le tour- Nn> ^ke- ■ pro Äte. .pro 5(3*'Rie- WL eps gezahlt.^ ^lcben itt. bet >vr ^°dau. töF““S! feÄ^tten «ÄW; stehende EZ. n5mtQ^erni,iei “ Egistrat mit- ^sDohnung- Nd 10000. . W öit angebliche aus Ofb ^vchliehrrche P«. luil9 Uht tooihe «Mgen Adabei ,En erhalten 'bsertn das Hand- die Guddat viel« tvindeleim verübt. 'tote MMva. Mvthelen gedeckt. Talle Schaden er- Ä £ Dolummt zurück ncherheit. 19 br nKDaCT. den- Biel’ ÄSSw*1 SÄHf* w Ktsn Blto */•?* * I® »L Mrl- ®R tfg, ma° ■* n°» » »* m,“ w rt*’**'* fft.*** tolgt-L , et konnte die Ansen bezahlen, die zweite chnskasse verpfmd^ mer gesprochen? Ich len Hypotheken an- lalichkeit: der Mann ifien. Da sah man'5 urdc rirnnaf hinter gut haben der Genossen gedeckt, teils aus neue Rechnung Vvrgelragen. Rach dem Geschäftsbericht wird der Verlust mit der schlechten Ston- junftur, Mißernte, verzögertem Personalabbau und mit der Finanzierung des "Reformbundes ter Gutshöfe", welche allein rund lOOOOO Itt. erforderte, begründet. Dorfrand und AuistchlSrat wurde Entlastung erteilt. Die LuSsichten des Unternehmens werden nach den vorliegenden Resultaten des neuen Jahres günstig beurteilt. Die Verselbständigung Les „RcformbundeS der Gutshöfc" und dte zum größten Teil durchgc- führte kaufmännische Reorganisation des Unternehmens dürften dies bestätigen Um den Belangen der Mitglieder auhcrhessischer Bezirke besser Rechnung zu tragen, wurde je eine drei- glicderige Kommission aus Kurhessen und llnter- franken gewählt. Eine aus dem Mitgliederkreis beantragte Kapitalerhöhung wurde einer späteren Generalversammlung Vorbehalten. Der Aufsichtsrat seht sich nach den Ergänzungs- Wahlen wie folgt zusammen: Baron von Wan° gcnheim (Vorsitzender», Domänenpächter Ruvff- Kvnradsdorf lstellvertr. Dors.), Domänenpächter Fendt-Burguffeln, Guts- und Brauereibesiher Heil Tückelhausen, Gutspächter t>. Hclmolt-Fauerbach, S. D. Fürst zu Isenburg-Dirstein, Dipl.- 3ng. Fritz Krany-Münchcn, Direktor Mager, Landesgenossenschaftsbank Darmstadt, Oekonomie- rat Dr. Meyer-Heilbronn, Oberamtmann Weber- Mechtildshausen. * Discontogesellschaft, Berlin. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, der auf den 31. März einzuberufenden Hauptversammlung die Derteilung einer Dividende von 10 Proz. vorzuschlagen. Es steht ein Reingewinn von 12 901 597 ML zur Verfügung, für den folgende Derteilung vorgeschlagen wird: 10 Prvz. Dividende gleich 9 150 000 Rm. (die im Dorjahr verkauften 8,5 Mill- Mk. Dorratsaktien nehmen bekanntlich erst ab 1. Januar 1925 an der Dividende teil). Gewinnbeteiligung des Aufsichtsrates 445 135 Rm, besondere Rücklage 1 Mill. Rm. und Dortrag auf neue Rechnung 177 848 Mk. ' Elektrische Licht- und Kraftanlagen A.-G, Berlin. 3n der Aufsichts- ratssitzung wurde der Abschluß für das Geschäftsjahr 1923—24, dessen Ileberschuh in der Goldbilanz verrechnet wird, und die Reichsmarkeröffnungsbilanz auf den 1. Oktober 1924 genehmigt. Der am 30. März stattfindenden Generalversammlung wird vorgeschlagen, die Um- stellung im Verhältnis 16-’ 3: 1 vorzunehmen, so daß jede 1000-Mark°Aktie auf 60 Rm. ab- gestempelt und der Rennwert des Aktienkapitals von 300 Mill. Pm. auf 18 Mill. Rm. herabgesetzt wird. Daneben wird ein Reservefonds von 20 Proz. gleich 3 600 000 Rm. gebildet. Die 5 000 000 Mk. Vorzugsaktien werden auf den eingezahlten Goldwert von 30 000 Rm. umgestellt. * I Frankfurter Abendbörse. F > ankfurt a. M.. 11. März. Auf bessere Beurteilung der innerpolitischen Lage war die Stimmung der Abendbörse zuversichtlich und fest. Die Kauflust war stark angeregt, und im Einklang damit nahm auch das Geschäft einen lebhaften und regen Verlauf. Die Derkäufe aus der Provinz sind völlig verschwunden unb an deren Stelle traten Meinungs- und Rückkäufe der Spekulation. Die andauernd günstige Lage des Geldmarktes war geeignet, die Unternehmungslust zu fördern und die freundliche Stimmung zu stützen. 3m Vordergründe standen Montan- und Chemie- aktien, die einer lebhaften Rachfrage begegneten. Auch der deutsche Rentenmarkt zeichnete sich durch lebhaftere Umsätze und ziemlich feste Haltung aus. Am Dankenmarkt setzten Berliner Handelsgesellschaft und Reichsbankanteile die Äufwartsbewe- gung kräftig fort. Die Börse schloß lebhaft und fest. Deutsche Anleihen: 5proz. Reichsanleihe 0.660. 4proz. Preußische Konsols 1010, Zi/rhroz. do. 1025. 4> 2prvz. Hamburger St.-Anleihen0.140. Ausländische Renten: Bagdad II 905. Türken von 1905 7, do von 1908 7.12. Bankaktien: Berliner Handelsgesellschaft 160, Commerzbank 6.12, Darmstädter Dank 13.75, Deutsche Dank 129.50, Diskontogesellfchaft 123.75, Metallbank 114, Mitteldeutsche Kreditbank 1.95, Reichsbank 149.75, Oefterreichische Kreditaktien 9.12. Montanaktien: Duderus 18.75, 3lse Dergbau 30.12, Mannesmann 65, Manstelder 4.70, Rheinische Draun- kohlen 49. Rheinstahl 55.75, Tellus 3.55, Kali Aschersleben 18.62, Westeregeln 22.75. Chemische Aktien: Dadische Anilin 29.50. Chemische Griesheim 25.37. Scheideanstalt 143.50, Elberfelder Farben 26.50, Th. Goldschmidt 22.87. Höchster Farben 26.60, Holzverkohlung 8.25. Elektroaktien: Accumulatoren 128. AEG. 11.75, Dergmann 18.25, Licht und Kraft 6.90, Felten 167, Lahmeher 84, Mainkraft 87, Siemens & Halske 76.50. Transportaktien: Hapag 88, Rordd. Lloyd 3.80, II. Anatolier 8.95. Sonstige 3ndustrieaktien: Kleyer 3.85, Aschaffenburger Zellstoff 106. Daimler 5.75, Dingwerke 3.90, Dycker hoff 4.50, Deutscher Eisenhandel 5.80, Spinnerei Hammerfen 20.75, Holzmann 5.85, Gebr. Iunghaus 12.40, Reckarsulmer 8.80, 3ulius Buntes Allerlei. Chinesische Geheimbünde. Aus den Vereinigten Staaten sind in letzter Zeit merkwürdig.' Rachrichten gekommen über die erbitterten Kämpfe, die hier von den chinesischen Geheimbünden untereinander ausgefochten werden Die o n g s", die Gesellschaften, in denen die reichen Chinesen zulammengeschlossen find, haben ganze Scharen von bewaffneten Raufbolden angeworben, die die Mitglieder der ..Kongsis", der Verbände der Arbeiterklassen, überfielen und in Schrecken setzten. Die ameri= lanische Polizei mußte Verhaftungen im großen Maßstab vornehmen, und jetzt sind die Rechte dieser geheimen Organisationen auf einer Konferenz in Reuhork geregelt toorben. So sonderbar uns das Vorhandensein solcher chinesischer Geheimbünde außerhalb des Reiches der Mitte anmutet, so besteht doch eine gewaltige Organisation die überall dahin verzweigt ist, '.'v es in der Welt Chinesen gibt. Dieses fein- flclponnenc Retzwerk der Geheimbünde sucht ein Kenner des fernen Ostens. Geoffrey Lucksted in einem Londoner 'Blatt ein wenig zu entwirren. Drei Dinge muß man sich vor Augen halten, um diese Derhältnisse zu -verstehen: 1. daß die Chinesen das am meisten in Parteien Der- splitterte Volk der Welt sind. 2. daß der Chinese, wo er sich auch immer befindet, nur schwer dem Einfluß dieser Gesellschaften entgegen kann und 3. Laß der einzelne Sohn des Himmels im Ausland nur ein einziges Verbindimgsglied zwischen lich und der Heimat finden kann, nämlich die Zugehörigkeit zu einem dieser Verbände Die unterste Klasse dieser Geheimbünde sind die „Kongsis", die in ihrer Zusammensetzung so verschieden sind, wie die Stände, "Berufe und Rassen des Himmlischen Reiches Für den Fremden sind die Chinesen eine einheitliche Masse, aber sie selbst unterscheiden zahllose Kasten und Gruppen, und nirgends gibt es mehr solcher Unterschiede und Gegensätze in der "Bevölkerung als in China Diese mannigfachen Sonderklassen der arbeitende,! Bevölkerung sind nun in den „KongsiS" zusammengefaßt und werden von ihnen kontrolliert, während die „Jong s", die Verbände der reichen und mächtigen Chinesen, wieder die „Kongsis" beherrschen. Die letzteren sind mehr politisch eingestellt, während die „KongsiS" mehr eine wirtschaftliche Grundlage haben. Ueber all diesen Bunden aber schwebt die geheimnisvolle „Triad", der mächligste und reichste aller chinesischen Geheimbünde Diese oberste Organisation mischt sich in alles, greift überall ein und erhält ihre Zuschüsse aus allen Tellen der Devöllerung: in ihr verkörpert sich die geschlossenste Machtentfaltung des heutigen China. Die „Kongsis sorgen für die ausgewan- Berten Chinesen, auch wenn sie Hunderttausends ron Kilometern von der Heimat entfernt sind. Selbst die Rickschah-Kulis. diese menschlichen Lasttiere des Ostens, zahlen den Geheimbünden ihren Tribut, und die Dienerschaft in den von Europäern bewohnten Städten des Ostens gibt selbst von den Trbrkgeldern einen bestimmten Prozentsatz der Organisation. Diese Gesellschaften vermitteln die Ausreise, sorgen für Beschäftigung, unterstützen Arbeitslose, geben Rachricht von den 'verwandten in China, ja sie finanzieren selbst L'ic Festlichkeiten, die den Chinesen im Ausland an die Sitten der Heimat gemahnen Wirtschaft. BergwerkS gewerk s chaf ten verpfänden ihr Bergwerkseigentum. Die Gewertschaften „Admiral" in Hörde und „Gottesfegen" in Dortmund berufen ihre Gewerkenversammlungen nach Berlin ein, um über die Verpfändung des Dergwerkseigentums zum Zwecke der Beschaffung von Geldmitteln Beschluß zu fassen. Es handelt sich um zwei kleinere, im "Abbau schon ziemlich well vorgeschrittene Zechen, die Hauptwerte der in der Nachkriegszeit begründeten Westfälischen "Bergbau- und Kohlen A.-G. in Münster, der sogenannten Webko darstellen. Die Zechen hatten besonders stark unter der Auswirkung des passiven Widerstandes zu leiden. Rach dessen De- -anöigung trat die schlechte Lage am Ruhrkohlenmarkt ein. der in seinen Absatzverhältnissen allmählich einen seit Jahrzehnten kaum bekannten Tiefstand erreicht hatte. 3n früheren 3obren half man sich mit Zubußen über schlechte Zeiten hinweg, ein Weg, der unter den jetzigen Verhältnissen kaum gangbar erscheint, so daß man es nicht einmal auf den Versuch ankommen lassen totll. * D i e Generalversammlung der Gutsreform e. G. m b. H. Bad-Rau- h e i m fand dieser Tage in Frankfurt statt. Die "Bitarn wurde genehmigt Der Verlust von 591 481,29 Mk. wurde teils durch das am 31. 12. 1924 zur Verfügung stehende Geschäfts- 2578» Ä HMMNIMstMckl Vahichofstr. 14 Unser Freitag-Angebot Mädchen-Schul-Hosen 0.95 2.65 1.30 2.95 Mk. 2.20 1.15 Mk. Mk. Lei- 1.60 1.15 feste Qual., in gr.Farbenausw., Mk. Ersatz, in mod. 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Mais (loko Berlin) 215, do. April 189 bl« 190. Tendenz: Fester. Raps 395 bis 400. Tendenz: Behauptet. Es notierten per 100 Kg.: Weizenmehl 34,50 bis 37. Tendenz: Ruhig. Roggenmehl 33,75 bis 36,25. Tendenz: Ruhig. Weizenkleie 14 bis 14,30. Tendenz: Ruhig. Roggen kiele 14 bis 14,30. Tendenz: Behauptet. Viltoriaerbsen 26 bis 31. kleine Erbsen 20 bis 22, Futtererbsen 19 bis 20, Peluschken 18 bis 19. Ackerbohneu 19 bis 20. Wicken 18,50 bis 20, Lupinen, blau 12,25 bis 13,50, do. gelb 14,50 bis 16, Serradelle neu 14,25 bis 16,50, Rapskuchen 16,80 bis 17 Leinkuchen 22 bis 22,50, Trockenschnihel 9,50 bis 9,60. Torfmelasse 9,30. Kartoftelflocken 19,20 bis 19,50 Mark. Devisenmarkt Berlin-Frankfurt cu M. (In Billionen Mart auSgedrück«. BuenoS Aire«, .*!unbon, Neu- Dorf. Ja-cm. Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien nnb Kudaveft für lOOOOO Ein beiten, aller übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung. ________________Darum: 9h Demiche RriivSanlrih, . <•/, Deulche 9ft(<65anlctbt . SV/. Tcurlch.- Ncich^anlrihe 9h Deukfche Reich»anlethe . Teuische 6 varvramienaulethe V* Preußische ÄonfoU . . . 4° A Hessen........... S' Hessen S6/» Hetzen........... Deutsche Send- Dollar-Ant. bto. T oll. - Schatz-Amreilllg.') <•/• riollturien......... 5®/o Solbrnrrifaner .... Berliner HandelSaesellschasl. Lononer;- und Prival-Baok. Tannst. und Naitonalbanf . Deutsche Bant......... Ternsche BeretnSbanf .... TiScomo Lomviandlt .... Metallbauf........... Mitteldeutsche Crebitbanf . . Oesrrrreichische lircbiianfinit. Writdank........... Bochumer Auh ...... Buder^S........... Laro ............. Deutsch Luxemburg ttelfentirchcncr Bergwerke. . Harpener Bergbau..... .sialuverke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln Laurabultc.......... Qberbedarf . . Phouic Bergbau....... Ryein'tahl Niebect Nwnian Tellus Bergbau Hamburg.Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd..... Lheramtsche Werke Albin .. Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann...... Snglo-Cont Guano . . ... Badische Anilin Chemische Mayer Aland» .. Goldschmidt.......... GrieS eimer Electron . ... Höchster Farbwerke öoljverkohlung . . Nütgers'.verke bcheideanstalt......... Allg. Elektrizitätr-Gesellschaft Bergmann........... Mainkrastwerfe........ Schucfert............ Siemens & HalSke...... Ndlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ...... Heylkgenstaedt Megutn............. Motorenwerke Mannheim . Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgeielllchaft Frankfurt. Pei. Union A.-10 0 S3O 0.815 1.10 1 1.195 1.09 0,420 — 0 15 0.45 0 930 1,01 0.94.5 U 955 1 — 0.9.5 1,05 1,03 — 1,15 1 30 — 1 0,85 94.75 14,7.5 Q.5 94.75 91,46 91,80 91 90 9L6i 10 9,95 S.8 — 38 39 44,75 154 16) 158 160 0.12 6,12 0.125 0,20 13.5 1 I 75 11 40 13,50 123,25 121', 5 1 9,75 129.50 0 41 0 1 — _ 123 123.75 123 123 5 113 5 1)1 — —- 1,93 1 91 ■3 9.29 9.1? 9 125 9 13 0,115 0,11.5 0 25 — — _ 81,5 86 18,35 18,75 18,1 17.03 H 10 8 11 25 11 1 77.74 kV,') 77 77 SO 61 9 84.4 R3/.-5 141 112 140 :41 62 16,62 18.62 18 25 18.40 Z2.5 22,7.5 22,5 13,63 7 7 7 7 3 10 10,5 10 5 10.75 60.13 61,25 60.25 61 25 54 55,75 tn 9) 31 42.90 42,25 43,25 3,55 3,55 —- — 87.75 81 87 86.75 3,75 3.80 3,75 3,75 90,75 90,50 — — 5,80 5,85 5.9 5,8 — — 146 5 145,5 28,75 2l« .5 145,5 145,5 0,48 0.485 —- 21,75 22 90 111 4 113,50 21,60 2.5.4 24 5 4,90 25.4 6 25,5 25,00 8.35 8 25 — — 17.20 17,3 17,25 17,25 142,5 113.5 —• - 11,30 11,75 11,60 11,70 17,75 18,25 18 18 90 37 — —• — 64,13 64.25 75 76,5 74 '.) 3 6) 3.85 3,75 3 40 5 70 5,75 6,70 5.8 3 3 3.3 — — 8,75 8,65 9 8,75 • - 99 98 0.6-5» 0,66 — 1,15 1.15 1,12 1,12 134 133,5 — - 2,225 2,2 2,2 2,25 3 75 3,95 3 6 4 2.675 2 75 2,7 2,7 11 50 11,6? 11 50 11,5 — 4,45 —- — 3,4 — 10. März 11. Marz Repart. % Amtliche (»flb stotteruni, Brief Slmtlich: 1 <»eld io-«r 11, rlr 10. 11. Amst -Non. 167.79 1’8.01 167.64 1'8.06 vo/lfboll Buen.-Aires 1.637 1.038 1,657 1,661 vollvoll Brst.-Antw 21,1 21.18 21,17 21.23 voll'voll Thriitiania. 63,97 f.4 13 54.02 64 18 voll voll .stopenbagcn 75,18 75.36 75,28 75.16 volljvoll Stockholm 113,03 113.31 113,02 113,36 voll voll HelstngforS 10,557 10,518 10.56 10,60 voll voll Italien. . 17,14 17.18 17.21 17.25 voll voll London. 20,00 20,05 20,027 20 077 voll voll Neuyork . . 4,195 4,20'. 4,195 4,2H'> voll.voll Pari» . . . 21,46 21,52 21.65 21.71 t oll voll Schweiz . . 80,75 80,9'. 60.80 M.C0 voll.voll Sparten . 59,48 59,62 68 48 59.62 Japan . . 1.6*8 1,694 1,701 1,70 > voll voll >stio de Fan Wien in T - 0,461 0,466 0,463 0,465 voll voll voll voll Lest, abgest 59,13 59,27 69,13 69,27 voll voll Prag .... 12,45 12,49 12,45 14,19 voll voll Pelzrad . . 6,73 6,75 0,75 6.77 voll 'oll Budapest. . 5.795 5,815 5,795 6,815 66h >011 Bul-'arien 3,055 3,66'. 8,055 8,065 voll.voll Lissabon 19,875 1 ,9-5 19,875 19,915 Ul Juli Danzig. . . 79.325 79,825 79,45 79 6 2,12 voll voll .stonst-.ntin. 2,215 2,212 2.11 voll voll Athen. . . 6,39 a 6 41 San kn 6,34 oten. 6.36 voll voll Berlin. 11. März. <"eTb rn>? Nevart. Garantie-Strumpf ßroOe Auswahl in Slrick-Walle Neu aufgenommen: Bley les gestrickte Sweater und Anzüge für den Schulanfang mit ^^nc^e^sdchL^SmM^nranti6 2587 < schlagsfrist 8 Tage. 2600c Raummeter REEMTSMA n CIGARETTEN Wellen 1 Weißtannenderbstg. 1. 4. IliYLES Jffltesser Reichhaltige Auswahl in modernen Formen und Farben für das Alter von 1—16 Jahren. 2568 a Franz Bette, MäusburglO ■ !■ V' iflcyte 1 1 Wir haben in unserem Berufe die Erfahrung gemacht daß trotz zunehmenden Verständnisses für Cigarettenqualitäten noch sehr viele Raucher bei einer Kritik die Möglichkeit einer Geschmacksermüdung außer acht lassen. Aus diesem Grunde halten wir es für zweckmäßig, immer wieder darauf hinzuweisen, daß auch die besten Cigaretten ohne Ermüdung des Geschmacks und Verringerung der Genußfreudigkeit nicht ununterbrochen geraucht werden dürfen. Es ist sehr zu empfehlen, ab und zu andere Fabrikate dazwischen zu rauchen. y 4 11,7 4 31 24,3 70,9 1 84,5 4,2 595 175 760 50 5,8 Wohnungs-Einrichtungen undsämtliche Einzelmöbel von einfachster!) isfeinster Ausführung = 2,41 =0,07 = 0,15 Eine tolle Eisenbahn- Geschichte. 21 Fichtenderbstangen 140 Fichtenreisstangen 1 Eichenderbstangen Angebote sind, nach Klassen getrennt, pro Festmeter bis zum 17. Mä^ L I.» nachmittags 2 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei einzureichen. Angebote mit zusammengezogenen Klassen oder Vorbehalten bleiben unberücksichtigt. Die Derkaufs- bedingungen können auf hiesiger Bürgermeisterei eingesehen werden und werden im Termin nochmals bekannt gegeben. Staufenberg, den 10. März 1925. Hess. Bürgermeisterei Staufenberg. Meyer. dank Ihrer, ich möchte behaupten Wundermittel, eine geradezu verblüffende Besserung erzielt. DaS sicherste Mittel ist ohne Zweifel die Aok-Seesanb. Mandelkleie. M. P.» — Aok-Seesand-Mandelkleie 1,— u. 2,50, Probe 0,20. gn allen Fachgeschäften erhältlich. Erterikultur G. m. b. H.» Ostseebad Kolberg. 3. Freitag, den 20. März 1925, vormittags 9'/, Uhr beginnend, Bezirk des Försters Arft, Abt. 88 und 128 (Stadtwald): Bremiholz- Verfteigerimgen. Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen folgende Restbestände versteigert werden: 1. Montag, den 16. März 1925, vor- „Bei meinem unangenehmen tzautleiden in Gestalt von Pusteln, Finnen und Mitessern habe ich. Zusammenkunft: Grünberger Straße (am Bahnübergang der Oberh. Eisenbahn). 2. Mittwoch, den 18. März 1925, vorm. 9'/, Uhr beginnend, Bezirk des Försters Geisel, Äbt. 58, 116 und verschiedene (Stadtwald): Vergebung Für das Landgerichtsgefängnis zu Gießen soll für die Zeit vom 1. April 1925 biS 31. Mürz 1926, die Lieferung der erforderlichen Verzehrungs» und Der- brauchsgegenständc:alsBrot,Ochsenfleisch, Schweinefleisch. Margarine, Kokosfett, gebrannter Fruchtkaffee, Bohnen, Erbsen, Linsen, Gerste, Reis, Grieß, Hafergrütze, Gemüfenudeln, Salz, Lorbeerblätter, Pfeffer, Aelken, Kümmel, Muskatnuß, -Essig, Seife, Schmierseife, Soda und Wichse im Verdingungswege vergeben werden. Weiter werden an den Meistbietenden die in dieser Anstalt abfallenden Küchenabfälle vergeben. Versiegelte Angebote sind kostenfrei bis zum Eröffnungstermin: Donnerstag. den 19. März 1925, vormittags 10 Uhr, auf dem Sekretariat der Staatsanwaltschaft dahier, altes Justizgebäude, Zimmer Ar 9, Erdgeschoß niederzulegen. Die Vergebung erfolgt unter den in Anlage A zu dem Ministerialerlah vom 16. Juni 1893, das Verdingungswesen betr., enthaltenen allgemeinen und den von dem Unterzeichneten aufgestellten besonderen Dedingungen, welche auf dem Sekretariat eingesehen und gegenErstattung der Schreibgebühren bezogen werden können. 2584D DerZuschlag bleibt 3 Tage Vorbehalten. Gießen, den 9. März 1925. Der Oberstaatsanwalt am Landgericht der Provinz Oberheffen. H o o s. 1 Fichtenderbstangel Kl.—0,18Fstm. Zusammenkunft: Wannschneise — Schneise. Bekanntmachung. Vei der Kreisbauverwaltung Gießen, Landgras-Philipp-Plah 3, Zimmer Ar. 18 liegen die Verdingungsunterlagen über Vergebung von Erd-, Maurer-, Steinmetz-, Zimmerarbeiten, Dachdecker-, Spengler- und Schmiede- und Eisenarbeiten zum Neubau eines Deamtendoppelwohn- Hauses in Daubringen offen. Angebotsvordrucke sind, so lange der Vorrat reicht für den Selbstkostenpreis daselbst zu erhalten. Verdingungstermin Montag. 6 en 23. März 1925, vormittags 10 Llhr. Gießen, den 9. März 1925. Kreisbauverwaltung Gießen. Cellarius. 2530t Man überzeuge sich von meiner Leistungsfähigkeit durch Besichtigung meiner großen Ausstellungsräume von meiner Kulanz durch Nachfrage nach meinen Zahlungsbedingungen Vergebung. Für das Rechnungsjahr 1925 soll di« Lieferung des Bedarfs an Fleisch- und Wurstwaren, Backwaren, sowie Milch. Butter und (Eis: 1. für die medizinische Klinik, Frauenklinik und Hautklinik, 2. chirurgische Klinik und Ohrenklinik, 3. Augenklinik und Kinderklinik, 4. Klinik fürpsych.u. nerv.Krankheiten vergeben werden. Für die unter 1. und 3. genannten Kliniken ist außerdem die Abgabe des Gespüls, und für die Kliniken unter 1. bis 3. die Entleerung der Müllgruben zu vergeben. Die Lieferungsbedingungen können bei der Verwaltung jeder Klinik nachmittags von 3-5 Uhr eingesehen werden. Angebote, verschlossen und mit ent, sprechender Aufschrift versehen, sind an di« Zuständigen Verwaltungen bis zum Tröfft nungstermin Donnerstag, den 19. Mär- 1925, vormittags 11 Uhr, einzureichen. Zu. Fichtenscheiter Kiefernscheiter Eichenknüppel Kiefernknüppel Fichtenknüppel Lindenknüppel Fichtenstöcke Kiefernstöcke Eichenreisig Kiefernreisig Fichtenreisig Lindenreisig Eichennutzknüppel 1. Kl. =2,70 Fstm. WIM für Handbetriebbillig zu verkaufen. Höhe 6,40 m.r Förderkorb 14OX 115X85 cm. 2542V Näheres Schulstrahe 7. Ab morgen bl« elnschl. Sonntag: Bahn frei! 6 Akte aus den Bergriesen Kaliforniens. Ferner: Die Expreß- Heirat! Heute bi« einschL Sonntag: Bltotoer Modernes Sittendrama in 5 Akten Ferner: Mit Knrbel- kamera und Büchse durch Afrika. Hochinteressanter Jagd- filtn in 4 Akten. Nutz- imh Blmhch-BttstkimiW Nr. 1. Montag, den 16. März ab 1 Uhr nachmittags, werden in der Gastwirtschaft »Frankfurter Hof" in Göbelnrod aus den Forstorten Vettenwald, Koppe, Zuhaag, Grauwinkel, KlösgeSrod, Breite- loh, Aiederholz, Pfaffenloch und Krummstrauch der Försterei Harbach versteigert: Nutzholz Frftmeter. Stämme: Eichen 4. 2,20, 5. 6,94, 6. 3,38, Buchen 2. 1,99, 3. 1,40, 4.2,35; Eschen 5. 0,58, 6. 0,92; Ahorn 6. 0,48 ; Fichten 1. 12,48, 2. 18,52, 3. 26,59, 4. 37,52, 5a. 45,86, 5b. 27,46; Kiefern 1 0,98, 3. 5,32, 4. 1,03, 5. 2,25: Lärchen 5. 0,31. Derbstangen: Fichten 0,89. Reisstangen: 'Fichten 18. Brennholz Raummeter. Scheiter: Buchen 96, Eichen 6, Kiefern 4, Fichten 16. Knüppel: Buchen 60, Eichen 26, Eschen2, Kiefern 6, Fichten 47. Reisig: Sichen 28, Fichten 10. Stöcke: Buchen 8, Eiche 4. Fichte 68. Die blau unterstrichenen Aummern kommen nicht zum Ausgebot. Es emv- siehlt sich, das Holz vorher einzusehe", da spätere Beanstandungen nicht berüd- sichtigt werden. Auskunft durch Herrn Förster Kinkel in Harbach. Grünberg (Hessen), den 6. März 1925. Hessisches Forstamt Grünberg. 2571D mittags fl1/, Uhr beginnend, Bezirk des Försters Brück, Abt. 27a, 28b, 29b, 30a und b, 32a und verschiedene (Stadtwald): Eichenscheiter at. oi •yr: wSJS 2®° •ftat Trag' ÄS SKÄ Gute Raffe- u. Leabiibner. aer kflb. Ställe, Zuchtgeräte liefert Gefliiaelbof in Mergentheim G 26. — Katalog frei. [549id Heute bl« elnschl. Donnerstag, den 19. Mürz: Quovadis Historisches Gemälde aus d. römischen Kaiserzeit Nach dem berühmt. Roman von Henryk Sienkiewicz. — 10 Akte. In der Rolle des Kaiser Nero EmiMannmgs Beginn der Aufführungen 3.30, 6 und 8.20 Ihr: Nur die Nachmittagsvorstellungen sichern Ihnen bestimmteren Sitzplatz. Alle Vergünstigungen aufgehoben. Eintrittspreise: Kk. 1.33, 1.56, 2.00, 2.50 == Großes Orchester! ------ WlÄpiele Kirchenplate Lichtspielhaus Bahnhofetraße = 19,09 „ = 36,72 = 111,86 Die Prä? Tret bütfl»: Iarrti der H • 7 am e«, Ms ffÄg Mnchmen tonn nähme et lud kommenden bürge stützen jWw11 Die bellts« hat -en badischen pach als Kandid loahl ausgestellt. Partei ist der . eines eigenen de Vorstand und d- wältigrndn Dehi wehminisirt 5)v. von seiner Daraushin haben schuh in llebtreii stimmig den demokratischen Ä ri gibt über die 2 über dte Präsid eine gemeinsame gehende Darstell Punkten folgend mittag nahm bei von den Der Hand Die Deutschnatio die DirffchafUIch PvllSpartei halt« die üanbiba. au