ar. 9 Erstes Blatt V5. Jahrgang Montag, ft Januar 1925 Erscheint täglich, auhec Bonns und Feiertags. Beilagen: ViebenerFamilienblätter Heimat im Bild. Monatr-.Vezngepreir: 2(P"T mark u. 20 Gold- für Trägerlohn, auQ) «ei Nichterscheinen von cmzclnen Nummern infolge höherer Gewalt. F-r 'Sprech-Anschlüsse: Llycn Icihing 112, IBer- Io<>»n^Geschästss1eNe51. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeiaerSietzen. Postscheckkonto: Zranftun a. M. 11686. SietzenerAn;eiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitäts-Such- und Steindruckerei H. Lanze in Sieben. Schriftleitung und Sefchäftrftelle: Schulftrabe ?. Annahme »an Lnzeiaen für di« lagesnummer vis zum Nachmittag vorher ohnejedeDerbindlichkeit Preis für 1 mm höbe für Anzeigen von 27 mm Breite Ürtlich8, auswärts 10 Doldpfennig; für Ne- Klame-Anzeigen v.70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20'/, Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr. Wilh. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein: für den Anzeigenteil: HansBeck, sämtlich in Gießen. Von Marx zu Luther. tag früh seine informatorischen Erörterungen mit dem Zentrum und den übrigen Fraktionen fortsehen. Das „Berliner Tageblatt" glaubt berichten zu können. Dr. Luther habe seiner Umgebung erklärt, daß er ohne Verständigung mit de mZentrum die neue Regierung nicht übernehmen werde. Seine Aussichten sind also zur Stunde nid)t gerade günstig. 3n parlamentarischen Kreisen zieht man bereits die Möglichkeit in Betracht, daß der Reichspräsident auf Gruird des Artikels 48 der Reichsoerfasfung eine Persönlichkeit ernennt unb ihr die Handhabe zu einer Regierung mit dem Parlament und der Ermächtigungsverordnung auch über dasselbe hinweg bieten könne. Erfolglose Schnüffelei. Berlin, 10. Ian. (WTB.) Die Durchsuchung der Fabrik im Borden von Berlin, auf deren Bestände an Kriegsmaterial General Rollet am 29. Dezember in der Kammer an- spielte, ist beendet. Infolge von Denunzia- tionen erstreckte sich die unangemeldete, Durchsuchung auf Schuppen, in denen fo 1- gendes Material lagerte: 126 000 ungebohrte Stahlstäbe. 10 000 fertige Pistolenläufe unS 5000 fertige Gewehrläufe, die aber bereits durch Verkürzung für militärische Zwecke unbrauchbar gemacht worden mären. Gewehre und Maschinengewehre befanden sich in den Schuppen nicht. Das Material stammt aus der Zeit des Krieges und war zum langsamen Verbrauch für die Produktion der Fabrik tat TTHWIHTTUWI! nrr tir'-TOWtt-.»« aamm7k.jign > i -ir'-rwx^aa an Friedensartikeln bestimmt. Daß Waffen für kriegerische Zwecke in der Fabrik nicht her- gesteUt wurden, Fann schon daraus ersehen weiden, daß die Fabrik seit 1920 1 2 9 ma 1 durch sucht worden ist, wobei ausdrücklich festgestellt wurde, daß jeder Kriegsbetrieb unmöglich sei. Das Material ruht feit 1919 in dem Schuppen auf dem Fabrikgrundstück. Rücktritt des Staatssekretärs Hughes. Washington. 11. Ian. (T.Tl.) Staatssekretär Hughes wird am 4. März zurück treten. An seine Stelle soll der amerikanische Botschafter in London K o l l o g treten. Die Rach- rrcht vom Rücktritt des Staatssekretärs traf spat abends in Reuyork ein und rief in politischen und Finanzkreisen allgemeine Lieber- r a s ch u n g hervor. Der Kurs der amerikanischen Politik wird durch den Rücktritts nicht einschneidend berührt, da Hughes, Kollog unD Houghton. der höchstwahrscheinlich am 4. März den Dotschafterposten in London übernimmt. die gleiche Politik der Verständigung zwischen Europa und Amerika vertreten. Dem Ausscheiden Houghes liegt kein politische rAnlah zugrunde. Er ist allein auf den Wunsch des Staatssekretärs zurückzuführen, seine Anwaltstätigkeit wieder aufzunehmen. Coo- libge und seine politischen Freunde haben lange versucht, Houghes von seinen Rücktrittsabsichten abz.bringen. In politischen Kreisen wird darauf hin gewiesen, daß die Bekanntgabe des Rücktritts am Samstag abend erfolgte, um den Ministerwechsel möglichst unauffällig zu gestalten. Der VertrcrgLlose Zustand mit Frankreich. Fortsetzung der Pari er Wirtschastsverhandlungen. Es hat eines sehr starken Druckes bedurft, UM Herrn Dr. Mark endlich zum Verzicht auf weitere hoffnungslose Versuche einer Kabinettsbildung zu bewegen, eines starken Druckes, der zuletzt von den eigenen Kollegen ausging, die ihm begreiflich machten, daß er doch auch noch einen politischen Rainen zu verlieren habe. Trotzdem ist Herr Dr. Mark so spät gegangen, daß er einen schweren Verlust feines persönlichen Ramens zu verzeichn enhat. Er hat sich geopfert. nicht nur für den Reichspräsidenten, der in der Persönlichkeit von Mar xvielleicht die beste Sicherheit für die Fortsetzung der Politik der Mitte sah, sondern geopfert auch für seine eigene Fraktion, die mit einem Reichskanzler Mar» um die Beantwortung der Frage zwischen rechts und links herumzukommen hoftte. Denn das ist doch die Schwierigkeit, an der h>ir seit Wochen gelitten haben, daß das Zentrum in sich selbst nicht den Streit austragen wollte, ob es nach rechts oder links drehen müßte, nur aus der Sorge, daß es darüber den inneren Zusammenhalt verlieren könnte. So kam es zu einer politischen Konstruktion, die jedem parlamentarischen Grundsatz widerspricht, daß es auf der einen Seite die Weimarer Koalition mit aller Entschiedenheit ablehnte, ebenso entschieden sich auch dem Zusammenarbeiten mit den Deutsch- nationalen versagte und jede Mehrheitsbildung unmöglich machte. Der einzige Ausweg, der dem Zentrum zweckmäßig erschien, war hie große Koalition, weil 'es hier in dem Zusammenarbeiten mit den Sozialdemokraten eine Rückendeckung bei der Deutschen Vvlt'spartei zu finden hoffte. Gerade da aber konnte die Deutsche Dolkspartei nicht mit tun; sie hat aus den Erfahrungen von 1923 noch genug, wo die stärkste parlamentarische Kombination, hie wir seit Iahr und Tag hatten. sich in drei Monaten zerrieb, weil die Sozialdemokraten die Politik ihrer KabinettsmitgUe- ber nicht decken wollten. Das Zentrum hat diese Lehre vergessen. Eine Regierungsgemeinschaft mit den Sozialdemokraten allein aber mühte bedeuten, daß der rechte Flügel, die ganze Bauerngruppe, abmarschiert, weil sie mit Recht als die Forderung des Tages die Verbindung mit den Deutschnationalen ansieht. Sicherlich nicht um der schönen Augen der Deutsch- nationalen willen, sondern weil die ganze Linie der Arbeiten, die vor uns liegen, den Weg nach rechts weist. Tas hat auch Herr Dr. Luther begriffen, tunö er tist vielleicht gerade um deswillen ein, so guter Kanzlerkandidat, weil er bei allen Parteieir sich ein starkes Maß persönlichen Vertrauens erworben hat. Zudem ist er der Mann der Steuerpolitik, und er weih, daß eine Steuerreform mit den Sozialdemokraten ebensowenig zu machen ist. wie die Lösung des Aufwertungs-Problems. Wenn also auch die Fäden, die ein Kabinett Luther zwischen den verschiedenen Parteien der Rechten knüpft, zunächst nur sehr locker sind, so ist hrö wohl die Hoffnung berechtigt, daß eben aus der gern eins a in en Zusammenarbeit ganz von selbst auch eine innere An nä her u n g her- ^uswachsen wird, die uns aus der Zeit der Änicn in eine Zeit stetiger Entwicklung hineinbringt und dann ganz von selbst die Folgerungen für Preußen in sich trägt. Luthers Verhandlungen. Ein ablehnender Beschlich des Zentrums. Berlin. 12. 3an. (TU.) Im Reichstag trat gestern nachmittag um 5 älhr die Zentrums- fraftion unter dem Vorsitz des Abgeordneten Fehrenbach zu einer Sitzung zusammen, die aber nur schwach besucht war. Zu gleicher Zeit weilte Reichsfinanzminister Dr. Luther int Reichstagsgebäude. um die Verhandlungen mit der Zen- tiumsfraltion Weilerzuführen. Während der Zen- trumssihung sand eine Besprechung zwischen dem Reichsfinanzminister Dl. Luther, dem Abgeordneten Fehrenbach und dem bisherigen Reichskanzler Di. Marx statt. Die Zentrums- sraktion faßte gegen 9- .■ Llhr einstimmig fol- aenden Beschluß: „Die den Dertcetern dcr Zentrumsfraktion trat N. Januar in den Verhandlungen mit bem ReichSfinan-ministcr Dr. Luther mckgeicilten Erklärungen ermöglichen es der Zentrumssral» tion nicht, sich an dem vorgesehenen Kabt» nett zu beteiligen." Bon anderer Seite erfährt die Telunion, daß es sich bei diesem Beschluß anscheinend nur um die Erklärung des Sonntags handelt und daß sich die Zentrumsfraktion zu weiteren Der- Handlungen b e r c i t f i nbc nn würde. Das Zentrum hat am Sonntag den D e u t s ch n a ' i o - na len einige Fragen zugehen lassen, u.a. über ihre Stellungnahme zur F taggensrage und bcui Der halten des deutschnationalen Vizepräsidenten beim Besuch des Reichs- tagsprasidiums beim Reichspräsidenten Ebert. In parlamentarischen Kreisen nimmt man an, daß die Deutschnatioir-alen den früheren Reichstagspräsidenten Wallraf als Reichsminister vorschlagen werden. Durch den Beschluß des Zentrums ist nun neue Situation geschaffen worden. Reichsfinanz- Minister Dr. Luther wird, wie das ..B. D." erfährt auf der Grundlage dieses Beschlusses, der in später Abendstunde gefaßt wurde, am Mon- Paris, 11. Ian. (2-ü.) Die deutsche WirtschafIsdelegatron teilt mit, daß Staatssekretär Drendelenburg dem Handelsmini ster R e y n a l d i die Stellungnahme der deutschen Regierung zu dem von Frankreich vorgeschlagenen modus vivendi und zu dem Problem der Handelsvertragsverhandlungen abgegeben hat. Das von Frankreich vorgeschlagene Provisorium wurde abgelehnt. Gegenvorschläge hat die deutsche Regierung nicht gemacht. Sie steht auf dem Standpunkts daß die Derharrdlungsichwieriakeiten nicht durch einen modus vivendi provisorisch gelöst, sondern nur überwunden werden können, wenn gleichzeitig die Grundlage für einen gün st igen Handelsvertrag gefunden wird. Der Gegensatz besteht darin, daß Frankreich au f ©r unb seiner erhöhten Zollsätze den Vertrag! abschließen too'lte, während Deutschland über die Zollsätze verhandeln will. Durch den vertragslosen Zustand tritt keine Aenderung in den Zollbeziehungen Deutschlands zu Frankreich ein. Ob sich die französische Regierung dabei zu dem notwendigen Entgegenkommen bereit finden wird, ist noch immer sehr fraglich, ülnadhängig davon gehen die Verhandlungen der Sachverständigen weiter. Die Vertreter der Schwerindustrie haben ihr Erscheinen in Paris bisher noch nicht angekündigt. Dagegen sollten gestern abend Vertreter der chemischen Industrie eintreffen, mit denen Frankreich ebenso Wie mit den Vertretern der deutschen Elektrotechnik Spezialabkommen zu treffen hat. Das Handelsprovisorium mit Italien. Rom, 11. Ian. (WB.) Die seit der Rückkehr der deutschen Delegation nach Rom im Gange befindlichen Wirtfchaftsberhandlungen führten, wie gemeldet, am Samstag zu einer sintgung über den Modus vivendi zwischen Deutschland und Italien. Dadurch werden die Haadelsde- ziehungcn zwischen Deutschland und Italien bis zum 31-März 1925 geregelt. Der ,.Messagero" freut sich über den Abschluß eines Modus vivendi mit Deutschland. Das Blatt spricht von den Folgen, die ein Wirtschaf tslr ieg zwischen Italien und Deutschland gehabt hätte für die italienische Landwirtschaft. Die italienische Landwirtschaft sei daher sehr besorgt für Frankreich, das lernen solchen Modus vivendi mit Deutschland habe abschliehen können. Es werde bald die schädlichen Folgen dieser Unterlassung kennenlernen. Der deutsch-italienische Modus vivendi beruhe auf der Meistbegü n st i g u n g mit zeitgemäßen Beschränkungen. Cs sei von entscheidender Bedeutung, daß durch diesen Modus vivendi eine politische und wirtschaftliche Herzlichkeit zwischen Italien und Deutschland geschaffen fei, welche es erlauben werde in Ruhe den endgültigen Vertrag abzuwarten, der die wirtschaftlichen Beziehungen und die politische Freundschaft der beiden Lander auf lange Zeit hinaus festlegen werden. Der Sianö der handekvertrags- verhcmdluügen am 10. Januar. Berlin, 10. 3ar. (S.11.) Wie die „Tele- graphen-llnion" erfährt, ist der Stand der Han- delsvertragsvcrhandlmulen mit den einzelnen Ländern am heutigen Tage folgender: Es ist zu erwarten, daß die Verhandlungen mit Frankreich noch heu'e in Poris in ein entscheidendes Stadium treten. Auch mit Italien ist stündlich eine Entscheidung zu erwarten. Die Aussichten sind günstiger, da sich die Italiener nicht der Rotwendigkeit verschließen, uns die volle Meistbegünstigung zu geben. Bei den Verhandlungen mit Delgüen kommt eine vorläufige Regelung nicht in Frage, da beide Länder von der Erwägung ausgehen, daß zur Wiederherstellung normaler Handelsbeziehungen nur ein endgültiges Abkommen geeignet ist. Die belgische Regierung scheint auch den Eindruck gewonnen zu haben, daß Deutschland ohne die Grundlage der Meistbegünstigung zu einem Der- handlungsabschluß nicht kommen kann. Bei den japanischen Verhandlungen, die von beiden Seiten auf her Grundlage der Gewährung dcr beiderseitigen Meistbegünstigung eingeleitet ist, sind insofern Schwierigkeiten ein» getreten, als Iapan versuchte, eine Differenzierung der deutschen chemischen Erzeugnisse durchzusehen, um seiner eignen jungen nab noch wenig leistungsfähigen chemischen Industrie den Inlandmarkt zu sichern. Die Verhandlungen mit Polen befind sich augenblicklich noch im Anfangsstadium, so daß sich darüber noch nichts sagen läßt. Im übrigen traten vom 10. Ianuar 1925 ab mit dem Fortfall der handelspolitischen Verpflichtungen Deutschlands aus dem Versailler Vertrag noch nach zwei Richtungen hin neue Bestimmungen in Kraft. Einmal werden die Waren derjenigen Lander, die die deutschen Waren schlechter behandeln als die Waren anderer Länder, auch von Deutschland nicht mehr meistbegünstigt behandelt. Alle in dieser Dienstanweisung nicht bezeichneten Länder, zu denen auch Frankreich, Belgien und Italien gehören, werden ihre Warrn nach den allgemein geltenden Zollsätzen einsühren können. Außerdem ist mit dem heutigen Sage die Frist abgelaufen, innerhalb derer die elsässisch-lothringischen Erzeugnisse zollfrei eingeführt werden formten. Von nun ab müssen alle elsässisch-lothringischen Erzeugnisse verzollt werden wie die französischen. Die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Amerika. Reuyork, 11. Ian. (DA.) Dos Washingtoner Handelsdcpancmenl ist der Ansicht, daß irgendwelche Schwierigleiten nach dem 10. Ianuar in den Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Amerika nicht entstehen werden, obgleich der Vertrag noch nicht ratifiziert sei. Cs sei einstweilen die Meistbegünstigung bis zum 4. März 1925 in Geltung. Bis dahin hoftt man auf Ratifikation des Vertrages. Die Pariser Finanzkonferenz. Das interalliierte Sehrrlderrabkomrncn. Paris, 12. Ian. (TU.) Zwischen den Finanzdelegierten ist in folgenden Punkten ein Einvernehmen herbeigeführt worden: 1. Berechnung der Ruhrgewinne. Die Kostenaufstellung der Sachverständigen beider Länder ist als gültig anerkannt worden, vorbehaltlich der Gutheißung durch die Rebgro tionslommission. Demnach sollen die militärischen Besayungskosten des Ruhrkmnpses auö den Daweseinnahmen gedeckt werden. Dine Ueberprüsuna der von den Besatzungsmächten erhaltenen Raturalleistungen — Frankreich 31S Millionen, Belgien 140 Millionen, Italien 00 Millionen — ist ausgegeben worden. 2 Belgische Priorität. Auf Grund der Verständigung über die Berechnung der Ruhrgewinne wird der Restbetrag dec belgischem Priorität auf 12 0 Millionen Goldmarl festgesetzt. Belgien wird auch weiterhin bis kw Zahlung dieses Saldos mit 8 Prozent an der Zdeutschen Zahlung beteiligt bleiben. Der Prozentsatz wird bann fortschreitend ermäßig', unb zum Schluß bet zweiten Iahresleistung aus die Hälfte herabgesetzt. Die übrigen 4 Prozent werden den anderen Verbündeten zugute kommen. 3. Militärische Desayungskosten. Die militärischen Drsahungskosten werden ein- schließlich der Leistungen (Eisenbahntransporte), die Deutschland bis zum 1. September unentgeltlich entrichtete, auf 160 Mill. Gold- mar f reduziert. 4. Die Beteiligung Amerikas an den Iahreseistungen. Die amerikanische Forderung nach Rückerstattung der Desatzungskosten im Rheinland ist von sämtlichen Verbündeten anerkannt worden. Frankreich unbBelgien haben auch den amerikanischen Reparationsansprüchen zugestimmt, gegen die nur England Einspruch erhob. Churchill hat nun vorgestern die Einwendungen der eng- lischen Regierung zurückgezogen. Das getroffene älebereinkommen nimmt sich folgendermaßen aus: Die Rückerstattung der Besatzungskosten in Höhe von 250 Mill. Dollar erfolgt in 24 Iahresleistungen. Das Wedgeworth-Ao- kommen, das 12 Iahresleistungen vorsieht, wird annulliert, Jobalb die neue Iahresleistung ir Kraft tritt. Der 10. Januar. Rheinlandkundqebung in der Reichs kanzlei. Berlin, 10. Ian. (WTB.) Aus Anregung führender politischer unb wirtschaftlicher Kreise des besetzten Gebietes har heute vormittag der Reichskanzler im Beisein der- Mitglieder des Reichskabinetts und deS preußischen Staatsmini st eriums sowie der Vertreter der Lander eine große Anzahl namhafter Persönlichkeiten aus den besetzten Gebieten empfangen. Es waren erschienen die Vorstände der Ausschüsse der Wirtschaft, der Gewerkschaften, der Stadt- und Landkreise, der Presse ufto.; ferner die rheinischen Abgeordneten. Als Wortführer hielt Ober» bürgermelfter Adenauer (Köln) eine Ansprache, in dcr er der Enttäuschung des Rheinlandes über die Richträumung der nördlichen Zone am 10. Ianuar 1925 Ausdruck gab. Er betonte u. a.: Die Rote, die die Besatzungsmächte überreicht haben, ist reichlich unklar, und wenn sie uns auch nicht alle Hoffnung raubt, so ist sie doch geeignet, uns mit der schwersten Besorgnis zu erfüllen. Sie steht, so möchte ich auch hier nodjmald ausdrücklich betonen, nach der ganzen Art und Weise, wie sie sich ausdruckt, im schärfsten Gegensah zu her Loyalität, mit der das besetzte Rheinlandgebitft die ver». traasmähige Besetzung während her vergangenen Iahre ertragen hat. (Sehr richtig!) In unterer Rot, meine Herren, unb in unserer großen Bedrängnis kommen wir zu Ihnen, um von Ihnen zu hören, was die Reichsregierung zu tun gedenkt, welche Mittel sie hat, um dafür zu sorgen, bah die Stunde unserer Befreiung möglichst bald schlägt. Reichskanzler Marx ertoiberte u.a.: An sich bebeuter der Beschluß der Alliierten ein Unrecht, bad dem ganzen Deutschland angetan wird, das ganz Deutschland als solches empfindet. Die Folgen biefei Beschlusses der alliierten Regierungen sind außerordentlich schwer. Lasten, auch schwere La- fteiT sind zu tragen, wenn man weiß, daß des Druck nur in zeitlich begrenzter Spanne auf uns ruhen wird, daß wir jeden Tag der Befreiung näher kommen. Die älnhaltbarkeit bet Be» gtiinbunq, die die alliierten Regierungen ihrem Beschluß gegeben haben, ist in unterer Antwortnote nachgewiesen. Wir.müssen erwarten, daß die nachträgliche Räumung nicht ins Ungewisse gestellt wird, denn gerade eine solche älngewiß h e i t ist für die Bevölkerung in psychologischer Hinsicht ganz besonders drückend mb deprimierend. Seien Sie überzeugt, daß die Reichsregierung bei allem Hin und Her des Rotenwechsels nicht vergessen wird, daß eS sich bei diesem politischen Kamvf um das Schicksal von Millionen lebendiger Menschen unb treuen deutschen Patrioten handelt. Die Reichsregierung hat in ihrer Antwort' note trotz allem nochmals ihren Willen zur Verständigung betont unb der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die Meinungsver'chieden- heiten im Wege der Verhandlungen beigelegt werden, aber bei allem Verständigungswillen werden wir niemals vergessen, daß zu den vitalen Interessen Deutschlands die baldige Räumung der er st en Zone unb später die srfst- Zmähige Einhaltung der übrigen Räumungstermine in erster Linie gehört. Darauf ergriff Dr. Adenauer erneut das Wort und betonte, daß eine Verhandlung, nicht ein Diktat, absolut nötig erscheine. „Die Richt- räumung der Kölner Zone ist ein" Frage, die für das Schicksal ganz Deutschlands besttmmenL ist, Wir haben in den vergangenen Iahven nicht immer: das Gefühl gehabt, daß hie rheinische Frage auch ftir bo6 unbesetzte Deutschland bie entscheidende Frage ist. Wir. haben zu wiederholten Malen den Gindruck erhalten, datz im unbesetzten Deutschland die i n nerp o l i t i- scheu Streitigkeiten in erster Linie gestanden haben. Hub so nehmen Sie mir ein weiteres offenes Wort nicht übel: gehöre gewiß äu einer Partei, aber ich glaube, ich bin nicht ein so eingefleischter Parteipolitiker, daß ich alles durch die Partcibrille sehe, und so haben wir int besetzten Gebiet das traurige Schauspiel der letzten Wochen mit front größten ‘3c- 'Bedauern und der größten Bekümmernis wahr» genommen, daß es in Deutschland nicht mög l i ch war, in freu wichtigsten Wochen seit dem -Zusammenbruch eine verhandlungsfähige Regierung zu bilden. Meine Herren, wir sind free Auffassung, daß fr er 10. 3anuav 1925 wichtiger ist als der Dag. an dem das Londoner Abkommen unterzeichnet worden ist, daß der 10. Januar des Jahres 1925 die Probe auf das Exempel bringen mühte, ob auf der Gegenseite nunmehr endgültig mit dem alten Sy st em gebrocheti werden sollte, ob man wirklich fr en Weg der 3 er» ständigung in friedlicher Zusammenarbeit mit Deutschland einhalten wollte. Wir wissen nicht, wie die kommen de Reichsregierung zusammengesetzt sein wird, aber ich glaube der Erwartung und Heberzeugung Ausdruck geben zu sollen, fraß auch die neue Reichsregierung in außenpolitischer Hinsicht auf dem Wege wettergeht, den die Regierung des Reichskanzlers Marr gegangen ist." Der Kanzler betonte zum Schluß die unzertrennbare Zusammengehörigkeit des besetzten und unbesetzten Deutschland. Gegen den neuen Rechtsbmch. Einspruch beim Reichspräsidenten. ' Berlin, 11. Ian. (WTD.) Der Reichs- Präsident hat freute nachmittag eine Abordnung des Arbeitsausschusses deutscher Verbände, des Reichsverbandes der Rheinländer und des Deutschen Frauenausschusses zur Bekämpfung der Schuldlüge empfangen, um von ihr eine Protesterklärung gegen die weitere Besetzung der Kölner Zone entgegenzunehmen. In seiner Äittwoi-t wies der Reichspräsident auf das durch freit Aufschub der Räumung begangene Hnrechi bin und betonte, daß das im vergangenen Jahr aufgebaute Vertrauen in die Loyalität unserer Veitrags- gegner verloren gehen müsse, trenn diese die wenigen zu unseren Gunsten bestehenden Vertragsbedingungen nicht achteten. Der Protest Kölns. Köln, 11. Ian. (WLB.) Alle Parteien, von den Deutschnationalen bis zu den Sozialdemokraten, hatten Protestver» fammlungen chtberufen. die überall überfüllt waren und in denen Entschließungen angenommen wurden, die die Fortdauer der Besetzung als vertragswidrig und gefährlich für die gesunde Entwicklung der europäischen Zukunft bezeichnen. Droh der starken Beteiligung ist es zu Zwischenfällen nicht gekommen. Klarheit über Saarlouis. Saarlouis, 11. Ian. (WB.) Sämtliche Stadtverordnete der Stadt Saarlouis haben an den Ministerpräsidenten Herriot und zugleich an den Präsidenten frer Regierungslom- mission des Saargebietes Rault ein Schreiben gerichtet, in dem mit Genugtuung zur Kenntnis genommen wird, daß die seit Monaten imSaar» gebiet umlaufenden G erüchte von der Abtrennung free Stadt Saarlouis von Deutschland unrichtig seien. Da Ministerpräsident Herriot versichere, daß diese Gerüchte jeder Grundlage entbehrten, so dürfe man annc(;men, datz die früheren französischen Pläne von der Herstellung free Grenzen von 1814 endgültig aufgegeben worden finb. Diese Gerüchte, die immer wieder in Frankreich aufgetaucht seien, feien öS auch gewesen, die die <5tabtbororfrnetcn von Saarlouis zu ihren Eingaben an den Völkerbund, an den Reichskanzler Marx und an den Ministerpräsidenten Herriot veranlaßt hätten. In dem Schreiben werden eine Reihe von Aeuße» rungen privater und offizieller französischer .Persönlichkeiten angeführt, aus denen )iese französische Absicht hecvorgeht, so befanirk 'ich die Behauptung Tardieus von den 150 000 Saarfranzosen und verschiedene andere. Das Schreiben betont schließlrch, daß die Eingabe der Saarlouiser Stadtverordneten wenigstens das eine Gute gehabt hätte, datz sie nunmehr Klarheit und Beruhigung in dieser Angelegenheit geschaffen hätte. Der WarmaLKandal. Die KrediLrückzahlnlrg. — Schaffung einer TreuhandgescLLschaft? Berlin, 11. Jan. (T. XL) Die Frage der Rückzahlung der Kredite, die Barmat von der Reichspost und der Staatsbahn erhalten hat, beschäftigt die zuständigen staatlichen Stellen. Julius Barmat erklärte, daß er persönlich für die Kredite nicht haste, sondern vielmehr die Amexima, die durch Klentzke und zuletzt durch Kautz die Verhandlungen mit der Staats- baut geführt habe. Infolgedessen müsse auch ein Vergleich mit der Amexima angestrebt werden. Die Staatsbank vertritt demgegenüber den Standpunkt, datz die Amexima mit Wissen und auf Veranlassung Barmats alle Verhandlungen mit ihr geführt habe, und weiit auch darauf hin, baß Barmat persönlich mehrmals bei Geheimrat Rühe und Dr. Hellwig, einmal auch bei dem Staatsbankpräsidenten 'selbst ae- wesen ist. y Wie wir weiter erfahren, ist neben anderen so auch der Vorschlag gemacht worden, eine Lreuhandgesellschaft zu bilden, die ff* die Abdeckung der Kredite sorgen soll. Zunächst aber soll vorher die Streitfrage geklärt werden, die von der Verteidigung Brnnnats jetzt in den Dorfrergrund geschoben wird, wann nämlich die Kredite rückzahlbar find. Die Staatsbank icnnt baS Datum deS 25. Dezembers 1924 Barmat den 15. März 1925 und beruft sich darauf, datz die Staatsbank der Amexima schriftlich mitgetält habe, sie sei bereit, frte Kredite evtl, noch über den Zeitpunkt hinaus zu verlängern, wenn frte Reichspost zustimme Heber die Frage, ob die Reichspost im. Dezember 1924 erne Verlängerung der Kredite auf wek | tere v «'Konnte oder langer zustimmre, muh zwischen der Staatsbank und der Reichspost erst volle Klarheit geschaffen werden. Im Augenblick steht noch nicht einmal fest, ob Dr. Hoefle selbst diese Kreditverlängerung befürwortet hat oder ob einer der zuständigen Referenten frier eine folgenschwere Entscheidung auf eigene F aust getroffen hat. Der Barmatskanfral treibt c> schreckend giftige Blüten. diese Tatsache dürfte allmählich auch fronen klar geworden fein, die den verschiedenen tut Zusammenhänge mit dem Fall Barmat aufgetauchte.t sensationellen Meldungen über Kor- ruptionserschei'ning'N' übelster Art bad größte Mißtrauen entgegenbrachten. Die Amtsent- b infrung Dr. Hoefleö von seinen Funktionen als Reichspostminister und Minister der besetzten Gebiete, die gestern durch freit Reichspräsidenten erfolgte, obwohl Dr. Hoefle vorgestern bk vom ..Tag" erhobenen schweren Beschuldigungen über seine Kreditgewährung an die Barmais dementierte, ist jebensalls ein Sturmzeichen. Inwieweit die Beschuldigungen des „Tag", der sie gestern entgegen dem Hoesleschen Dementi ausrechterhielt, stichhaltig sind, wird ja die gerichtliche Untersuchung klarstcllen. Ebenso ist es dringend erforderlich, fratz die neuen Anschuldigungen des genannten Blattes sachlich genau nach geprüft werden. Es behauptet nämlich, datz die Holzindustrie A.-G., die mit front Exkanzler Wirth, dem bad. Staatsrat Dr. Haas und dem Zentrumsabgeordneten Lange-Hegermann in engsten Beziehungen stand, von Dr. Hoefle, dem Reichsmiuister, zwölf Millionen Golfrmari' als Kredit aus den Kassen der Reichs po st Verwaltung erhalten habe, um ihre Geschäfte zu betreiben, Hnb zwar sei diese Kreditgewährung in der Zeit der wildesten Inflation erfolgt. Die Meldungen über das enge Verhältnis des Berliner Polizeipräsidenten Richter und seines Sekretärs zu. den Barmats wirken gegenüber den obigen Mitteilungen beinahe uninter- cfrant, obwohl auch sie syinptomisch Tiirfr für gewisse Verhältnisse im neuen Deutschland. Verhältnisse, die mit her Staatsform als solcher nichts zu tun haben, an deren Ausrottung also alle anständigen Deutschen Las gleiche Interesse haben foulten. Reichspräsident und Barmatskandal. Eure amtliche RichLrgftelluug. Berlin, 10. Ian. lWTB.) Gegenüber den Meldungen einiger Blätter, die einen Zusammenhang der Brüder Barmat mit dem Reichspräsidenten zu konstruieren versuchen, wird amtlich festgesteltt. datz der Reichspräsident niemals die Ausstellung eines Visums für einen der Darmats oder einen ihrer Angehörigen veranlaßt oder ihnen seine Empfehlungsschreiben ausgestellt hat. Ebensowenig ist ein solches Visum oder eine solche Empfehlung durchs das Bureau des Reichspräsidenten erfolgt. Die Prüfung der Akten des Bureaus des Reichspräsidenten und des Auswärtigen Amtes ergab lediglich, fraß im Frühjahr 1919 ifrer damals im Bureau des Reichspräsidenten auf Privatdienstvertrag beschäftigte Landtagsabgeordnete Franz Krüger ohne Wissen unb Willen des Reichspräsidenten eigenmächtig und mißbräuchlich beim deutschen Generalkonsulät in Amsterdam für Angehörige der Familie Barmat ein P a tz o i s u m beantragt und ebenso eigenmächtig für diese eine Grenzempfehlung ausgestellt hat. Der Reichspräsident hat. als er kurz darauf davon Kenntnis erhielt, sofort diese Eigenmächtigkeiten ausweislich der Akten seines Bureaus schriftlich aufs schärfste gerügt und Vorkehrung getroffen, die eine Wiederholung derartiger oder ähnlicher Schritte verhinderten. Wie den Blättern ferner mitgeteilt wird, erinnert sich der Reichspräsident nicht, datz er jemals einem der Darmats eine Photographie gegeben habe. Es wurde scstgestellt, Latz im Dureau frer Darmats in Amsterdam eine Reproduktion des Dil- des EbertL gefunden wurde, auf welcher Darin at selbst geschrieben hatte: Mein Freund Ebert. Darmat. Die PostkrediLe im Auswärtigen Ausschuß. Berlin, 10. Jan. (TH.) In frer heutigen Sitzung des Auswärtigen Ausschusses im Reichstage gedachte der Dorsitzende. Abg. Hergt (Dtschntl.), der Bedeutung des 10. Januars. Dor Eintritt in die Tagesordnung richtete A g.D e r n- b u r g (Dem.) wegen der Presseveröffentlichungen über die Kreditgewährung an die Mv- loga -- Holsindustrie - A. ° G. und der Angriffe gegen die Abgeordneten Fahrenbach, Haas und Wirth eine Anfrage an den Reichs- autzenminister, ob er hierüber unterrichtet sei und eine Erklärung abgeben könnte. Reichsautzenminister Dr. Stresemann bejahte dies. Es habe damals eine Besprechung in Gegenwart des Reichskanzlers, des Auhenministers, des Post- ministers und des Dizepräsidenten des Reichs» bankbirektoriums stattgefunden, bei der an ihn die Frage gerichtet worden fei, ob im Interesse unserer östlichen Wirtschaftspolitik die Fortführung der Holzunternehmun- gen der Mologa-A.-G. in Rußland für notwendig gehalten würde. Er habe diese Frage in Heber» emstimmung mit bet Haltung, die das Auswärtige Amt in der östlichen Wirtschaftspvlrtik immer eingenommen habe, bejahen fönnen Darauf führte Abg. Dr. Wirth aus. daß es sich bei der Mologa um eine große, in Auswirkung des Rapallovertrages durchge^uhrte Wald- und Holzkonzessivn in Ruß- land handele. Mit Zustimmung aller übrigen ©teilen habe der ReichSpostminnister nicht der Mologa, sondern einem allerersten Berliner Bankhause einen kurzfristigen Kredit gewährt, der im übrigen längst restlos zurückgezahlt sei. Der Auswärtige Ausschuß seht dann feine Aussprache zur allgemeinen politischen Lage fort. Dor einem Berosrb^iLersLrSik in England. 2 o n fr d n . 12. Ian. (WT. Funkfpruch.) Der „Mormng Post" zufolge droht ein großer Koh- Lenarbeiterfrreif, da die D.rga-better von Derb- sh'.re das Angebot der Zechenbesitzer ablehn- 1 en-. Die Zahl bet unmittelbar bedrohten Berg- Arbeiter beträgt 20000. Der Sekretär des Berg- arbetterverbandeS, (Sou. erklärte, die Berg- rIt>vl1tGr JIU,LÖ?n C2r ernstesten Krise in der Ge-> schichtc ihrer Organisation gegenüber und gingen einem ernsten Kampfe cm gegen. Das Äbkvmm^« in ferner gegenwärtigen Gestalt, könne bei der jetzigen Steigerung der Lebenshaltungskosten nicht weiter bestehen. Hebet 100000 Bergarbeiter feien arbeitslos. Ein Schacht nach dem anderen schließe sich und täglich werde Hunderten von Arbeitern gekündigt. Planmähiges Turnen im Kindesalter. Don Medizinalrat Dr. Woltze, Stafrtfchularzt in Leipzig. Diele Eltern sehen noch nicht ein, Warum mit planmäßigem Turnen schon in möglichst frühem KmdeSalter begonnen werden muß: sie halten fros ungebundene freie Spiel für ausreichend zur Kräftigung. Dazu fei bemerkt, fraß das Kinb im freien Spiel nur diejenigen Bewegungen macht, hie ihm angenehm und bereits geläufig sind. 'Beobachtet man Dabei die Kinder genauer, so sieht man, daß ihre Körperhaltung meist vornüber geneigt ist. ^lutc straffe, gerade Körperhaltung ist aber wichtig für ungestörte Entwicklung free inneren Organe, besonders der Lunge, des Herzens und frer Sinnesorgane (z.D. Augen). Planmäßiges Turnen im Kinfresaltcr hat also darauf ru achten, daß sich frer Brustkorb möglichst wettet, fraß die Wirbelsäule gerade gehalten und die besonbers auch für die Mädchen so wichtige Bauchmuskulatur gekräftigt wirb. Die wichtigsten Hebungen sind deshalb sog. Haltungs- und Atemübungen, ferner Gefchicklichkeitsübungcn, die dazu bienen, freu ganzen Körper harmonisch durch» zuvildcn, ihn gelenkig unb geschmeidig zu machen, waS auch aus die ganze Charakterbildung günstig einwirkt. Auf Kraftübungen ist kein Wert zu logen. Es kommt gar nicht darauf an, daß der eine oder andere Muskel — z. B. der große Armmuskel oder die Beinmuskeln — besonders kräftig werden. Wie bei jeder anderen Maschine kommt es nicht darauf an, datz ein oder mehrere Teile Hervorragendes leisten, sondern datz die ganze Maschine harmonisch arbeitet, d. h. alle Teile gleich gut. Harmonische Durchbildung des ganzen Körpers wird am besten erzielt durch geeignete Freiübungen unb Schwimmen. Hm beurteilen zu können, wie die Hebungen im einzelnen gestaltet werden müssen, um die einzelnen Muskelgruppen her Reihe nach frurchzu- üben, muß her Turnlehrer möglichst eingehende Kenntnisse von Dau unb Mechanik des kindlichen Körpers haben. Die Entwicklung des Kindes verläuft nicht in einer geraden Linie, sondern wellenförmig, schubweise. Dald wächst das eine Organ schneller als das andere, bald tritt ein Wachs- tumsstillstanfr ein. Jedes Kind macht seine eigene Entwicklung durch, oft um Monate oder Jahre von frer seiner gleichaltrigen Mitschüler abweichend. Diei Knaben entwickeln sich in einem wesentlich anderen Rhythmus als die Mädcherr Gemeinsames Tarnen derselben ist deshalb falsch. Jedes Geschlecht braucht seine eigenen Turnübungen, denn der Knabe soll zum kräftigen mutigen Manne, das Mädchen zur anmutigen Frau erzogen werben. Für fr io Auswahl geeigneter Leibesübungen ist nicht das Alter des Kindes maßgebend, sondern seine jeweilige Entwicklungsstufe. Das planmäßige Turnen im Kindesalter hat außer der gesundheitlichen noch eine hohe erzieherische Bedeutung. Kaum etwas ist gc« eignetet, im Kinde den Sinn für Ordnung, für selbstgewollte Hnterorönung, für Mut, Ausdauer, Gewandtheit, für Selbstbeherrschung und sonstige Willensübung zu wecken und zu kräftigen als ein möglichst frühzeitiges, planmäßiges Turnen zusammen mit gleichentwickelten Kindern. Am besten läßt man die Kinder in einer Badehose turnen, um jederzeit die Haltung der Wirbelsäule, das Spiel der Muskulatur und die Atmung kontrollieren zu können. Turnen im Freien ist wegen der gleichzeitigen Stosfwechselanregung der Haut durch das Tageslicht und wegen Einatmens frischer Luft dem Hallen- und Zimmerturnen vorzuziehen. Aus Mer Welt. 50 jähriges Jubiläum Les Vereins Frankfurter Presse. Frankfurt o. M, 11. Ian. lWTD.) Der Verein Frankfurter Presse beging heute das Fest seines fünfzigjährigen Bestehens, das durch eine akademische Feier im Kaisersaale LeS Römers eingeleitet wurde. Das Ansehen, das sich der Verein während fernes langjährigen Bestehens nicht nur in den Kreisen frer eigenen Berufsgenossen, sondern auch in der breiten Qeffentlichkeit erworben hat. kam überzeugend in den Ansprachen der Vertreter frer staatlichen und städtischen Behörden und der vielen Körperschaften zum Ausdruck, mit denen der Verein namentlich auf kultureklem Gebiete wirkungsvolle Arbeit geleistet hat. Besonders tiefen Eindruck hinterließen die Worte des Oberbürgermeisters Dr. Landmann, der namentlich auch auf die Aufgaben hinwies, die frer Presse in freu fom» menfren Jahren angesichts der schweren wirtschaftlichen und politischen Lage Deutschlands gestellt sind. Die Grüße des Reichsverbandes der Deutschen Presse überbrachte Direktor Richter (Berlin): auch die benachbarten Landesverbände des Reichsverbandes hatten Vertreter entsandt oder- ihre Glückwünsche telegraphisch' oder schriftlich zum Ausdruck gebracht. Den Abschluß der Feier bildete ein Fest - Offen im Frankfurter Hof, an dem neben den Leitern bei* hiesigen Kunstinstitute die hervorragendsten Vertreter der Oper, des Schauspielhauses, des Reuen Theaters und des bleuen Operettentheaters teilnahmcn, deren hohe künst- ler sche Darbietungen dem Abend ein besonderes Gepräge verliehen. Den Abschluß frer Veranstaltungen wird eine Festvorstellung im Opernhause am 1. Februar bieten, deren ErgBnis dar Hnterstützungs» faffc des Vereins zufliehen soll. Auch hier werden nicht nur die hervorragendsten Kräfte frer Oper, sondern aud) frer übrigen Kunstinstitute Mitwirken, um fr cm Abend zu einem vollen Erfolg zu verhelfen. KreditsHwiudler. Der Assessor bei der Staatsanwaltschaft beim Landgericht ll. Berlin Schott, gegen fron fett Zeit ein Ermittlungsverfahren wegen Kredtt-- fchwindels unb Scheckbetrugs schwebt, wurde gestern anschlietzend an eine eingehende Vernehmung durch den HntersuchungSrichter verhaftet. Dr. Schott operierte bet feinen Schwind beleien mit dem angeblichen großen Dermvgsn seiner Frau, bk von ausländischen Verwandten große Summen zu erwarten hätte. Auch soll Schott Angeklagte und Zeugen auf« gesucht unb unter Berufung auf seine Kreditwürdigkeit Kredite erbeten und erhalten haben. Krrchenräüber. In frer Heiliggeistkirche in Potsdam ist ein Einbruch verübt worden, bei dem die Einbrecher Abendmahlskel.che unb sonstiges Altargerät erbeutet haben. Die Täter sind unerkannt entkommen. Gefaßter Dick'. Auf dem Anhalter Bahnhof in Berlin wurde fror Oberposisekrctär Ernst Martschent aus Dortmund, fror seit Ende Rovembcr von fror Dortigen Polizei gesucht wird, verhaftet. Markiuienk hatte in seinem Amt im Laufe her Zeit 24 000 Mark veruntreut unb wurde vor einer Kassenrcvision flüchtig. Von dem Gelbe wurde nichts mehr bei ihm vorgefunbev Das Auto int Persouenzuge. Auf ber Chaussee Prenzlau—Pase- • walk fuhr zwischen Den Bahnhöfen Prenzlau und Prenzlau-Vorst ad l ein Personenauto in einen Personenzug zwischen Lokomotive und ersten Wagen, fror mit einer Achse entgleiste. Von freu fünf Insassen des Auto« wurde der Chausfeur lebensgefährlich, die übrigen Vier Personen leichter verlcüt. Der Personenzug führ mit einstündiger Verspätung weiter. Autofalle. Zwischen Könnern und Rauenfrorf bet Hal le war ein starkes Drahtseil quer über die Chaussee gespannt. Ein Radfahrer fuhr in der Dunkelheit dagegen und überschlug sich, wodurch er sich schwer verletzte. Durch diesen Hnfall wurde ein P ersonenauto gewarnt. fräs noch kurz vor freut Hindernis zum Halten gebracht werden konnte. Der Genbarmerie ist es gelungen, die T ät er in fror Person zweier Knechte aus Rauenfrorf zu ermitteln, die erklärten, aus Haß gegen die Automobile gehandelt zu haben. Lebensmüde. Rach einer Meldung aus Chemnitz hat ein infolge langer Krankheit schwermütig gewordener Fleischermeister sich selbst, seine 80- jährige Mutter und seinen 18jährigen Sohn durch Gas vergiftet. Derbrannt. Im städtischen Krankenhause zu Pforzheim verunglückte eine Kranken^ s chw e st e r dadurch tödlich, fraß sie bei dem Versuch, die über einem in Brand geratenen Decken stehenden Gefäße zu entfernen, Drandwunden erlitt, denen sie erlag. Massenmörder Denke und die edangelischc Kirche. Zu den Dlättermeldungen über frrie angebliche Stellung des Masscnmövdeis Denke zur evan- aelischei'. Kirche wird von freut evangelischen O r t s g e i st li che n in Münsterberg mitgeteilt, fraß Denke während der letzten 10 bis 15 Jahre sich niemals in ber Kirche blicken ließ. Der Orkpfarrer hat während seines Aufenthalts in Mün-- sterberg feit 1911 von der Existenz des Senf» nie etwas erfahren. Auch tin Opfer beß 6türme«. In Merxheim wollte ein achtjähriger Knabe eine Kmtne vom Ofen holen. Als er sie fort- nahm, fchlug infolge des herrschenben Windes eine Stichflamme heraus unb setzte feine Kleider in Brand. so daß er später seinen Wunden erlag. Mord. Der 38jährige Schlächtermeister Franz Kotz e l k a aus Budapest verschwand vor zwei Tagen. Er verließ seine Wohnung mit 100 Millionen Kronen, um einen Besuch bei dem ihm befreundeten Senfrarmerie-Oberleutnant Julius Lederer zu machen. Die Polizei nahm bei dem letzteren eine Haussuchung vor unb stellte fest, daß Lederer mit Hilfe seiner Frau seinen Gast erschoß, ihm seine Barschaft raubte und bann fernen Körper zerstückelte, um ihn im geeigneten Augenblick in die Donau zu werfen. Beide tourfren verhaftet. Anläßlich des polizeilichen Lokalaugenscheines in seiner Wohnung legte der Genbaruterie°Ober° leutncmt Lederer das Geständnis ab, fraß er den Schlächtermeister Kobelka mit vorbedachter Absicht ermordete und ausgeraubt habe. DrotwuHrr. Rach einer Dlättermeltzung wurde der Generaldirektor einer der größten Brotfabriken Wiens, namens Fries, unter dem ^cr- dacht des Bro tw uchers verhaftet. Reue Erdbeben in Japan. Reuhv rk. 10. Ian. <*!&** und tüchtige s 5 240 sllckt [0306 nicht unter *20 I., a'^tefftrtyaufe.l Bietzen, SchUlstkatzS 7 DereinsLollal. Sckriftl. Anaeb. unt. 0346 an d. Gieß. Anz. um- fett Kreis Büdingen. Nidda, 12. San. Sn der Kriegs ib bic cd-ngrlische ungen über bic angebliche ^rders Denke zur evan' ' von bem evangelischen Dünfterberg mllgMt, ' lchtcn 10 bis 15 Jahre je blicken ließ. Der Orti= res LufenthÄts in Mün° öcr Existenz des Senf» Ich suche zum baldigen (Eintritt eine rüchNg. ig. ßaiWnn vertraut mit allen Burearbetten, sucht i. sofort StcUung. Schr. Anaeb. u. 0353 an den ®icf$. Anz. nachttrche Icmrmum zwrschen minus 3 und 1, Eelsrus lag und zugleich starker Rauhreif auf« traf. Die westlichen ZTtefbruefftrömimgen haben zwar etwas an Raum gewonnen, aber auch morgen wird noch der Ernlluß dos Hochdruck-- gcbietes vorherrschen. nübe. >us Chemnitz hat ein schwermütig A lclbst. feine 80- löjahrigm Lohn durch rant. Mauk zu. Psdrz- e eine Rmlcn* ch.dch stebeidcm Der. Lrand geratenen Lecken ernen. Brandwunden erkür Schwitz- u- Entfettungskuren soeben ein getroffen und in Betrieb genommen. Besichtigung durch!nte>ei»enteu gestattet. Massage-Institut Bues staatlich geprüfter Heilgehilfe Walltor^traße 33 part»____ vielfach in ländlichen Orten nicht den Q-rivb* den man eigentlich w ihr erwartet hätte, mal spielte dabei der Geldmangel eite grob* Nolle Lehr öl' wußten die Ocutc auch gfl" mcht. wo» sic mit den Wohltat igleitsrnarken an fangen sollten, weil ihnen der Zusammenhang unflar blieb. So !am e-, daß von otden der Kauf von Marken mit der Begründung ob- gelehnt wurde, man schreibe keine Briefe und brauche darum auch keine Briefmarken. Dust c* sich dabei um Hilfsbereitschaf' großer Bot gegen über handelt, tarn Dielen nicht zum Bewußtsein. Sicherlich hatten zirkulierende Listen, wie sie im allgemeinen üblich find, v-icl gün ftigerc Resultate auf dem Lande ge zeitig: weil die Leute gewohnt sind, sich in her Höhe dee- der Wohltätigkeit äugewendcte.i (MDbrirag.' narb denen zu richten, die sich in gleicher Bei mögens läge befinde?.. Jedenfalls wär efc nicht nor gekommen, daß cm grober Teil der Brwohmi abseits stand und sich an dem Licbeswcrk über Haupt nicht beteiligte. Kreis Schotten. 21m 15. Januar 1525, ned) mittags 2.30 Uhr. findet Versteigerung folgender Gegenstände gegen Barzahlung im Gast- haus „Zum Löwen", Neuenweg statt: 3. Bestimmt: Ein großer Posten neues Schuhmachrrhandwerkszeug; -2. 3 Schreibmaschinen, 2 Kassenschränke, ein Klavier, 1 kleiner Leiterwagen, 1 Waschtisch, 1 Schreibtisch, 1 Rauchtisch, zwei Diwans, 1 Küchenschrank, 1 Bücherschrank, 1 Kleiderschrank, 1 Nähmaschine, 1 goldene Taschenuhr, 3 Weckeruhren, 1 elehtr. Motor, 2 Fast Kondenzfett und 2 alte Stainschlohwaffen. 385 RerneLe, Steuervollzieher. Guter Schlaf ist d. besteHeilmittel. Merallbett.i.Grosru, Klein. m.od.o.Zul'eb Lrahlmatr., a. Pr:v. BeouemeBering-tta- 31 N fr. BtsenmBballahrlb 5nb? nrb.tr«> vom Lande lucht Stellung für 1. 2. 25 »weckS fer lentunfl d. Kochettt- Schristl. Angebote unter 0346 an den Gieh. An;, erbeten. Das allerncueste 409D eäelkir-. Lichtbad Landkreis Gietzcn. cu. Grohen-Buseck. 10. San. Das Man. berjabr des V.H.E. Du fe ck e r t a l schloff heule mit der Dekorierungsfeier der eifrig ft en V.H.C.-Brüder durch Derleihung der ..Goldenen Nadel" ab. Els wackere Leute. B. H E -Brüder und -Schwestern erhielten Auszeichnungen. Musikalische Dortrüge sowie andere Darbietungen sorgten für angenehme Unterhaltung. Der D. I H. C. Buseckertal tritt nun in das 4. Berems- jahr ein. . Z\ Reiskirchen. 10. San. Aus dem I kirchlichen Sahres bericht unserer Gemeinde für 1 924 bringen wir nachstehende Mitteilungen: Es wurden 14 Kinder getauft. 12 konfirmiert. Getraut wurden 5 Paare, kirchlich beerdig'. 17 Semeindeglieder, darunter Atoci kleine Kinder. Zum Abendmahl gingen 498 männliche und 634 weibliche Personen, außerdem fan- Den 15 Krankenlommunioncn statt. An freiwillig Gaben und Kollekten gingen ein insgesamt 845 OKarf. - Don besonderen Veranstaltungen 'st zu erwähnen ein Kirchenkonzert, ausgesühri von Frau Kindt-Wieber aus Gießen und Konzertorganist Adolf Döieber aus Halle. Sm gerbst fand hier das Sahresfest des Dekanats Gießen für Smicrc Mission statt, über das wir seinerzeit ausführlich berichteten- Eine ordentliche Kirchen- Visitation wurde durch Geheimrat D. Petersen auß Darmstadt abgehalten. Es sanden noch statt ein Gemeiudeabend mit Lichtbildern nach Ludwig Richter und ein Konfirmandenelternabend. Za Beginn der Adventszeit wurde der Bethel-Film in zwei Vorführungen gezeigt. Am heiligen Abend wurde durch Konfirmanden und Schüler das Weihnachtsspiel „Freude" von Therese Kost- lin der Gemeinde bargeboten. Gleichzeitig wurvr Die neu eingerichtete elektrische Kirchenbeleuchtung zum erstenmal in Gebrauch genommen. Mit einem feierlichen Silveftergottesdienst unternst Christ- baum beschloß die Gemeinde das Sahr 1924. t Grünberg, 10. San. Wegen Unrentabilität ist die hiesige Landwirtschaft-' liche Bezugs- und Absahgenvssen-- schäft geschlossen worden. Kreis Friedberg. in Dauerstellung. A. Fangmann Nachfolger. Putzfrau üL Mädchen gesucht oju Golevvergstt. 25 v» Selbständige ältere Köchin mit nuten Zeug«, u. Emviehlunaen sucht Stelle in bstrgerl. HauSH. Tchrifil. Angebote unter (642 an den Gieh An,, erbeten. spd. Assenhe im (OBctterau). 11. San. Die gräfliche Verwaltung hat jetzt die im Schloff vorhandenen reichen Waffen-, Mineralien und naturwissenschaftlichen Sammlungen sowie das heimatgeschichtlich sehr wertvolle Archiv der Forschung frei- gegeben. Die mehrere tausend Bände fassende Bücherei steht alltn Kreisinsassen einigen Sagen zur Verfügung. M StiitmtS. ein achtjähriger Rnabt holen. W et sie fort- s henfchmdM Hmdes letaus Md fehle fern? o dah er später seinen t f r ü b- I .zeitig abgehalten werden können. Die erste Versteigerung in unserer Obcrforftcrci findet bereits am 13. d. 211. in Ulf a statt. Hessen-Nassau. Frankfurt a. M.. 10. San. (Wolff.) §er Reichspräsident hat auf die Kundgebung her oberen städtischen Behörden nachfolgendes Schreiben an Oberbürgermeister Dr. L a nd - I mann gelangen lassen: ..Dem Magist'at^unö der Stadtverordneten-Dersammlung der Sind' Franlsurt danke ick aufs herzlichste für ihre gemeinsame Kundgebung, öie nur eure lebhaft? Genugtuung bedeutet und mir eine besondere I Befriedigung gewährt. Sn Der Zurverfü gungftellung des Bun des Palais dar Darf ich ein Zeichen der engen geschieh'ltchen Bande sehen, die Frankfurt von jeher m-L 6c I SDce der Einheit aller Deutschen und nut bem I Deutschen Reiche verknüpft hat. und gletd^itig I eine Aeuherung der alten Tradition, welche tic Bewegung von 1848 mit unserer Gegenwart "DleDer sicher un gspslichtgrenze für Angestellte in der Krankenoer-- sicherung. Durch Vcr-vrdr'ung vom 10. Sanuar hat der RLichsarbeitsminister die Dersicherungs- pslichtgrenze für Angestellte usw. in Der Kranken^ Versicherung und die Einlommensgrenze für Den freiwilligen Beitritt zur Kran^nversicherung auf 2700 Reichsmark jährlich festgesetzt. Die 2>erord nung tritt am 12. Sanuar in Kraft. Die Meldefrist für solche Personen, die durch diese 2kr- ordnung der LZeriicherungspflicht neu unterstellt werden, wurde bis zum 1. Februar erstreckt. **" D i e l2>in Lieferung der Steuer- (arten und Steuer marken blätter für 192 4 betrifft eine Aufforderung. Die von Den Finanzämtern in unserem heutigen Anzeigenteil veröffentlicht wird. Wer Die rechtzeitige Abgabe versäumt, fetzt sich Bestrafungen aus. 0 $ i c Todeserklärung Kriegs- verschollener. Dem ReichSrat ist vom 2ieichsjuftizminifterium der Entwurf eines Gesetzes über die Todeserllärung KriegSverschol- Icner zur verfassungsmäffigen Beratung vorgelegt | worden. Wie wir hören, wurden bisher die I Auskünfte, die als Unterlage für Das gerichtliche Aufgebotsverfahren Dienten, von dem Zen tralnachweiseamt für Kriegerverluste und Krie- qergtäber als oberster Militärverwaltungs- behörde erteilt. Diese 2luskünfte machteir in den meisten Fällen umständliche und zeitraubende Cr- I mittlungcn notwendig. Es liegt im Sntercfic Der das Aufgebotsverfahren Betreibenden, zu einer Vereinfachung und Abkürzung des bisherigen Verfahrens zu gelangen. Dieses Ziel sucht der Entwurf dadurch zu erreichen, daff künftig in der Regel von Ermittllmgen abgesehen und als Todestag ein gesetzlich fest- gdegter Tag — Der 10. Sanuar 1920, der Lag des Friedensschlusses — angenommen toev- lichtet, welche vinx uno eieoe »um ucull- tritt in das VersicherunaSsach bat. Losortiae stlnstellung aeaeu festes Gedalt uud bobc Nebeubezüae. ^trenfl, sie Diskretion rugestchert, lo das; aus Ans- aabe von Referenzen zunächst verzichtet wird. Nur ganz aussübrlich gehaltene Offerten werden beachtet und 'md unter F. Z. L. 103 an Rudolf Mo«*e. Frankfurt a. Ä. erbeten. 396s5 • Plötzlicher Tod. Gestern abend kurz nach T Uf)r betrat ein hier wohnhafter, alleinstehender älterer Mann eine hiesige Wirtschaft und bestellte sich ein Glas Bier. Roch bevor er einen Schluck trinken konnte, entfiel das Glas feinen Händen unD er brach bewußtlos zusatn- men. 6m Herzschlag hatte seinem Leben ein schnelles Ende bereitet. Der Verstorbene galt als ordentlicher Mann, her 45 Jahre in England gelebt hatte und 1919 als nahezu 60jähriger nach längerer Internierungszeit von den Engländern ausgewiesen wurde. Nach Erledigung Der entsprechenden Formalitäten wurde die Leiche nach dem Friedhof verbracht. " Postkarten nach Ungarn. Ungarische Cutpfänger klagen Darüber, dah ihnen aus Deutschland häufig Die für den inneren deutschen Verkehr zugelassenen groben Postkarten zugeh en, für Die sie. Da die Karten von Den ungarischen Postaustalten als unzureichend fteigemachte Briefe behandelt werden, hohe Nachgebühren zu zahlen haben. Es wird deshalb Darauf hrngewiefen, dah Postkarten nach Ungarn nicht größer als 14mal 9 Ztm. fein dürfen. Zur Richtigstellung. Infolge eines bedauerlichen Druckfehlers in der Anzeige des staatl. geprüften Heilgehilfen Du es wurde derselbe als Heilkundiger bezeichnet. Der Irrtum wird im heutigen Anzeigenteil richtiggestellt. zur Erlernung bei Cbausteurberufes SchrtiiU Angebote nebst Bedingungeu unter 0337 an ben Gteh. An», erbeten. Inflationszeit war es vielen Gesanaver- e in en unmöglich, eine Fahne zu beschaffen. Dies änderte sich mit Den Zeitpunkt, in dem Die Rentenmark in Erscheinung trat und Die Notenpresse abgekurbelt wurde. Jas Jahr 1925 wird vielen Vereinen Gelegenheit geben, Versäumtes nachzuholen. Außer dem hiesigen Ar- beitergefangDerein Eintracht beabsichtigen die Männergesagvereine von älnter-Schmitten und Eichelsachsen in diesem Jahre das Fest der Fahnenweihe abzuhalten. — Die hiesige Ortsgruppe des Reichsbundes Der Kriegsbeschädigten veranstaltete am Samstag einen Wohltätigkeitsabend zugunsten bedürftiger Mitglieder. Unsere beiden Mannergesangvereine stellten sich gleichfalls in den Dienst Deti guten Sache, indem sie verschiedene Lieder zum Vortrag brachten. — Der Bethel-Film, eine Verherrlichung des Lebenswerkes Pastor von Bodelschwinghs, wird am Dienstag im Gam- brinussaale vorgeführt. <- Aus Dem NiDdatal, 11. San. Die Opferwoche für das Rote Kreuz hatte Den soll. . 0 Dutzends ahrscheinhefte Der Reichsbahn? Wie uns mitgetcilt wird, soll Der deutsche Ausschuß für Vorortsverkehrsfragen bei der Aeichsbahngesellfchaft Die Einführung von Duhendfahrscheinheften für 12 Doppelfahrten angeregt haben. Dieser Wunsch soll damit begründet worden fein, daß Wochen- und Monatskarten nur von solchen Reisenden aus^enuht werden könnten, die regelmäßig zur Arbeitsstätte fahren muffen, während für die Angehörigen eines Hausstandes die Zeitkarten infolge ihrer hohen Kosten und befchränlter Gültigkeitsdauer unrentabel feien. Durch Die Ausgabe von Dutzendfahrscheinen würde ferner ein Anreiz geschaffen, den Vorortverkehr öfter in Anspruch zu nehmen, so daß dadurch die Fahrpreisermäßigung wieder ausgeglichen würde. Die Hauptverwaltung derRLichs- dahngesellschaft hat, wie wir hören, alsbaldige Prüfung der Frage zugefagt. • Der Einbruchsdieb st ahl in Der Alicestrahe hat, wie Der Polizeibericht meldet, durch Die Kriminalpolizei seine Aufklärung gefunden. Als Täter wurden nachstehende Personen ermittelt: Adolf Falz, Schneider, geb. am 22. 11. 05 zu Pforzheim, z. Zt. ohne feften Wohnsitz, Bernhard Kampinski. Arbeiter, geboren 12. Januar 1903 zu Aosenow, Kreis Grandenz. Gin Teil Der gestohlenen Sachen wurde in Gießen ermittelt und Dem Eigentümer zugestellt. Einige Personen dürften sich in diesem Zusammenhang noch wegen Hehlerei zu beraub» Deutschen Bolksparre: nam tetyre ja Erweitern Mit diesem Wunsch land das aentrum bei Den Sozialdmnottaten teine Gegenliebe. was natürlich zu verstehen üt auf- fallenderweife crllärtcn sich aber auch dre Demokraten gegen eine Erweiterung "ach recht«, veil Dem 7. Dezember haben sich alin aud) in §encn 1n zieEch alle Möglichkeiten einer Bildung erschöpft, so daß man allmählich wtcDer mit hem Gedanken umgeht, noch einmal .Neuwahlen auszuschreibcn. Ein tragscchigcs ^unDament für die Rcgi-rungsbildung wurd^ sich allerdings ergeben, wenn das ^eutrum fich D bei Der Aufstellung des Voranschlages ubeiTrcllchendcr- wrile ein Defizit von 14 Mlllionen Gvldmark herauf Die zur Deckung des hohen Fehlbetrages notwendigen Steuern, besonders in der Form, wie sie vorn Finanzminister vorgeschlagen wurden, nlaubt das Zentrum nicht bewilligen zu können, ohne daß Die Koalition auf eine brci- | t Cr c Basis gestellt wird, ganz gleich, ob triefe Erweiterung her Koalition mit der Deut- fchen Bvlkspariei oder dem Bauernbund her- gesteift toirh. An diesem Standpunft halt das Zentrum fest. Aus dem Hessischen Landtag. Darmstadt, 11. San. lEigen. Bericht.) Sm chesf. Landtag ist nachstchender Antrag des Aba Schott-.Uffhofen würde sich empfehlen, für die Zukunft polizeiliche Maßnahmen zu ergreifen. verbindet." spd. Frankfurt a. M., 11. San. Zum Ge dächtnis kes großen Meisters Hans Thoma, mit Dem Frankfurt besonders eng verbunden ist. sand am Samstag im Kaisersaal eine vo.r her Stadt und den Künstlerverbänüen veranstaltete Gedenkfeier statt. Stadtrat Meckbach hielt Deut Genius Hans Thoma, dem großen Kunstlei und Meister und dem ehrwürdigen Menschen Die Festrede. Gleichzeitig wurde im Haus Löwen- stein im Rathaufe und in der EtaDtblbliothek eine bibliographisch-: Ausstellung zu Ehren des Meisters eröffnet. Die Die Schriften ^.homas, Die von ihm illustrierten Werke und Die Buchver öffentlichungen über ihn vereinigen. Heut: mittag wurde im Kunstverein die große Thoma-Ge dächtnisausstellung eröffnet.-Ser Monteur Haub aus Frankfurt hatte in den Höchster Farbwerken Drei Kilo Arsenik ge stöhlen und versuchte sie mit Dem bftährigeu Friseur Georg Hahn, dem 3Oiährlgen Koch Josef Schlegel und einem gewissen Manns- mann in Frankfurt in Den Handel zu bringen. Das außerordentlich schlecht verpackte G>ft wanderte tagelang bei >>en Hehlern von einer Hand in hie andere. Trotz aller Muhe konnte Die Gesellschaft keinen Käufer finden, selbst in Wieo- baöen fand sich kein Abnehmer. Snzwischen hatte aber Die Kriminalpolizei Kenntnis von der Sache bekommen. Sie lockte die Leuts in ein« Falle, indem sich zwei Beamte, die als Mufc’ auf traten, das Gift in einem Hotel anbietei ließen. Die Diebe gingen Darauf ein und tour Den in dem Gasthause festgen tata suoerlälug u. nüchtern, mit Führer^ schein, flelernter iutoschloffer, der bereits läneere Jahre gefahren, s. Personenwagen in dauernde Stellung für gleich ub. trätet gesucht. Lchriftl. r'ingeb. m. Zeugnisabschr. u. GehalrSansvr. unt 406D a. d. G. An«. Ilel-iaes. ehrli^es Mädchen per 15. 1. oder 1. 2. gesucht. 0335 Drau Walz, Neuen Baue 5. •’ Austrieb auf dem heutigen, Frankfurter Schlach tviehmarkt. 314 Ochsen. 61 Bullen. 882 Färsen unb Kühe. 408 | .Kälber, 359 Schafe. 4009 Schweine. Bornotrzcn. - Tugeskalender für Montag. F. G. 5.: 8.30 Llhr Monatsverfammlang bei Dippel. — Vereinigung für Feuerbestattung^ 9 llhr im Rebstock Vcrfainmlung. — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: „Die zehn Gebote". Aflor'a- Lichtspieie: „Ein Mann, ein Mädchen und ein Hund". Die Dortragsverciniguna veranstaltet am Donnerstagabend einen Lichtbilder Vortrag über Den Har > An Hand zahlreicher farbigci Lichtbilder wird Der Redner über das her, liche deutsche Mittelgebirge mit feinen Tiatur- schönheiten, architettonisch fo mannigfaltigen Städten, mit seinen reichen Schätzen an Erz und Kohle und Den fagenumfpnnnencn Statten berichten. (Siehe heutige Anzeige.) Die Volishvchschule Greffen ladt in unserem heutigen Anzeigenteil zu einem Ricarda Huch-Abend in Den großen Hörsaal Der llniDerfität ein. Näheres im heutigen Anzeigenteil. Aus Stadt und Land. Gießen, Den 12. Sanuar 1925. Barauszahlungen aus die Einkommen- und Körperschaftssteuer. , WTB. meldet' Mit Schonfrist bis zum 17 Sanuar sind die Vorauszahlungen auf Die Einkommensteuer und Körperschaftssteuer fällig. Vorauszahlungspflichtig sind: 1. alle Gewerbe- ; treibenden, und zwar: a) Monatszahler für Be- । tricbseinnahmen im Dezember 1924: b) Viertel- j iahrcszahler für Die Betriebseinnahmen tm Oktober, November und Dezember 1924; 2. Personen, Die vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1924 Einkommen bezogen a) aus Vermietung und Verpachtung, b) aus freiem Beruf anderer selbständiger Arbeiter, c) aus sonstigen Einnahmen; : Lohnsteuerpflichtige, wenn sie vom 1. Oktober vis -31. Dczbr. 1924 nut einen Arbeitslohn von über 2200 Reichsmark oder einen Arbeitslohn und Einkünfte her unter 2 bezeichneten Art von zusammen über 2000 Reichsmark bezogen Haven. Die Ziffern 1 und 2 gelten auch für Körperschaft-steuerpflichtige. Für die Vorauszahlungen gelten die Vorschriften Der zweiten Steuernotver- i ordnung und Der dazu erlassenen Durchführungsbestimmungen. Durch die zweite Verordnung des Reichspräfidentcn über die wirtschaftlich notwendigen ©tcuermilherungen vom 10. Aovbr. wurden Die nach Umsatz oder Vermögen bemessenen : Ginlommensteuervorauszahlungen Der Gewerbe- treibenden erstmalig für Dezember um cm Viertel ermäßigt; bei den Gewerbetreibenden. Die Die Vorauszahlungen nicht monatlich, sondern viertel- jährlich leisten, wurde die Vorauszahlung für das vierte Kalendervierteljahr 1924 um ein Drittel von einem Viertel, also um ein Zwölftel, ermäßigt. Wettervoraussage. Leichter Nachtfrost, tagsüber milder, zeitweise neblig, höchstens geringe Niederschläge. Sni Bereich des über unferm Gebiet lagernden Hochdruckrückcns hält das trockene, wenn auch vielfach nebelige Wetter an, tpährend Das sucht für dauernde Stellung Brühl'sche 379D Umversitäts-Druckerei Wucher. $;»**■ * s Tää» •g.syj&B* I Wct. Ä&s? 51 * !N MUR (Seit unfer^ Am ®’f*| Verbände |g,eclfr (irUptß r“ , m/p Innern & b SgÄ sfe TW Ort verleg!- är sMchen.E damit diese mus bannen. WL von TechmkundM bau Deutschlands hn her Tagung vollen Innern v. Drent arüßungsansprache Verbandes aufmeck hänfen der Selbsthil! vtlldentenschaft vero dentenschast sei m d und Beispiel aewcb bürgeimeister Sr. ö Hande für die Dahl' ■Ser Glaube an die Mittelalter die Anil und im Jahre 1810, Gründung der Der er habe auch jetzt neue Freistätten gese gen menschlicher Aot die unerschöpflichen und sittlichen Kultur- teren Begrühungsans treters der Dotgem schäften und der 5 erstattet-' Pros. Tr. € schäf tsbericht. ®r erinnerte dar, entstand, als die Pa: Hochschulen zu demächki schliessen, M die Dissenschast zu erhalt die Hvchschulresv gung der DichtMnar der Hochschulangelegei torenkonserenz allgemeine Fragen < beschlossen, eine stand die jederzeit aktions Organisation unterdr gelte, wohl für wir aber für die Hochs Schlagwort Geltung: dividualität. Ter De abgelchnt, was ihm Horde hätte geben kom Etadtetag, ein Iweckve nicht im Dienste einer E Ar Partei, und er Allenschast. In dieser d«r Redner die Dorc auf^'? Ergangene SL? ^°"kordat und Dahern f Livischen Staat äÄ b'erdurch wn Äto< .^chebung Jlwmikr in (S'flenEen^ eon sandten ft. 5 ^rg, tag bi'r,u‘ den. Erst Jfh MS1116 6ir d-S bewußte SB. brasse l. *3 Auffordsrung zur Einlieferung der SLeuLrkarten und Steuermarkenblätter für 1924. Die Arbeitnehmer, für die im Kalenderjahr 1924 Steuermarken verwendet worden sind, werden hiermit aufgefordcrt, inner, halb des Monats Januar 1925 ihre Steuerkarte mit den im Kalenderjahr 1924 mitStcuermarken verklebten Markcnblättern an das zuständige Finanzamt einzuliefern. Zuständig ist das Fmanzamt, in dessen Bezirk der Arbeitnehmer zur Zeit der Personenstandsaufnahme am 10. Oktober 1924 , seinen Wohnsitz oder in Ermangelung eines solchen seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte. Die Einsendung erfolgt am zweckmäßigsten durch die Post mittels Einschreibebriefs. Jur Vermeidung von Zeitverlust kann aber auch die Einlieferung betriebsweife durch die Arbeitgeber erfolgen. Die Arbeitgeber - auch soweit sie den Steuerabzug vom Arbeitslohn im Heben weisungsverfahren durchführen - sind verpflichtet, die Aufforderung zur (Einlieferung der Steuerkarten und Markenblätter für 1924 in den Arbeits- und Geschäftsräumen durch Anschlag öffentlich bekannt zu machen. Es ist unerlätzlich, daß jedes einzelne Steuermarkenblatt in allen seinen Teilen ordnungsmätzig ausgefüllt ist, insbesondere mutz sein Kopfvordruck mit der Kopfinschrift der Steuerkarte genau übereinstimmen. Bei Einlieferung der Steuerkarte und der Markenblätter für 1924 ist zugleich die Nummer der Steuerkarte für 1925 und di« Behörde, die diese Steuerkarte ausgestellt hat, anzugeben. Die Versäumnis der Einlieferungsvflicht ist mit den im § 377 A. O. vorgesehenen Strafen bedroht; außerdem kann die Einlieferung durch die im § 202 A. 0. vorgesehene Strafe erzwungen werden. Gießen, den 10. Januar 1925. Die Finanzämter 392c Gießen, Butzbach, Grünberg, Hungen HoßzversteigeWnß Montag, den 19. Januar werden im Fürstlichen Walddistrikt Mühlberg (Siedlungsabtrieb an die Gemarkung Älbach angrenzend) versteigert: Raummeter: Scheitholz Buche: 155, Eiche: 4; Knüppel Buche: 149, Eiche: 138. Birke: 2. Weichholz: 2, Fichte 4; StoÄ Holz Buche: 98, Eiche: 109, Fichte: 44; Reisholz Buche: 580, Siche: 470, Birke: 10, Fichte: 110. - Zahlungsbedingung: 30% Anzahlung, längere zins lose Stundung des Restes: bei barzahlung 10% Rabatt. — Zusammenkunft 9'-- Llhr vormittags auf der Straße Lich-Gießen, unweit des Albacher Hofes. Es empfiehlt sich vorherige Besichtigung des Holzes. Die rot unterstrichenen Rummern kommen ZMMlck! MW. Nähere Auskunft über Haus- AngeftellLen - Ehrungen wird erteilt 408D LudwigspLatz 10 H. WM WM) (2:1.60) 25 Mk., dkbl. Promenadewagen 48 Mk., nut erb-, ab- -uaeb. Näh. i, d. Ge- schäftsst. d. G.A.«"v f Kaufgesuche | Mauser- PistateB Kal. 7.63, mit Kasten, kauft ständig 0289 Nobert Geller Frankfurter Str. 19. Altes Blei «Bleiröhrem kauft Brühlsche Druckerei “T) Schulstr. 7/L Koffer grotz,gebraucht, kauft Bitte Preisangabe urrd Gröhe. 0347 Frankfurter Str. 25. Laufstsll für Kinder <;u kaufen gesucht 0332 Schi'lerstr. 13 II. Montag, 12. Januar 1925 Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheffen) Ar. 9 Zweiter Blatt Jugend und Hochschule Mitteln: was bicfec 2ofung des Ganzen 392t IBS ML erzwungen werden. 10. Januar 1925. e Finanzämter junge und alte Burschen waren der Einladung nach Elberfeld gefolgt, um den heiligen 'Billen zu einem wahrhaft völkischen und sozialen Groß- deutschland zu bekennen. Dr. Hoppmann (Deutsche Burschenschaft) gab alS Vorsitzender der Vaterländischen Vereinigung seiner Genugtuung über die unerwartet starke Beteiligung Ausdruck und forderte vor allem auch die jungen Studenten zu treuem Zu- sammenstehen im Ringen um Deutschlands Zukunft auf. damit dereinst die Geschichte über sie dasselbe Urteil fällen könne, wie sie es über die Kommilitonen von 110 Jahren getan hat. Besonders notwendig sei ein enges und inniges Zusammenwirken zwischen Jung und All und zur Stärkung der täglich rüstig vorwärtsschr^itenden völkischen Akademikcrbewegung. Bir deutschen Akademiker müssen unserem Volke ein Vorbild nicht der Zersplitterung sondern der Einigung sein! Der Redner wies hin auf das Vorbild der Bartburgjugend. die das alte Schwarz-Rot-Golo trug als Symbol ihres Kampfes gegen entmannenden Pazifismus und Internationalismus. Auch heute ift dieser Kampf der Mademiter nötig, wenn das Deutschtum erhalten und das völkische Grohdeutschland gestaltet werden soll. Als Redner war der bekannte farbenstudentische Führer Dr. Lindemann, Berlin (Deutsche Landsmannschaft» gewonnen worden. Der Redner stellte seinen Ausführungen über das Thema ..Deutliche Volksgemeinschaft und Atade- mikerschaft" ein Bort Zahns: „Ehe nicht cm Land die Behen kriegt, kann kein Volk geboren werden!" zum Geleit an die Spitze. Er wandte sich gegen die Selbstzerfleischung in unserm Doste und wies eindringlich darauf hin, daß Deutschland nur durch Deutschland gerettet werden kann. Unser Volk hat in seiner Gesamtheit sich em nationales Gedenken und nationales Wollen zu entgegenstche, müsse bekämpft werden. 'Dec Redner sprach sich gegen eine Vermehrung der Hochschulen auS und erörterte dann verschiedene Forderungen der Studierenden. Bei dieser Gelegenheit gab er feiner Freude Ausdruck. daß die Leibesübungen an den Hochschulen immer nwyr gepflegt würden. Die wirtschaftlich? Lage der Studierenden habe sich etwas gebessert, her Qkcbanb werde nicht ablafsen. weiter in dieser Hinsicht zu sorgen. Ehrendoktoren sollten nur auf Grund wissenschaftlicher Verdienste ernannt werden. Der gegenwärtige Hochschuttag werde sich auch mit "Cer Reform dec höheren Schulen beschäftigen. DicCim drücke über die Beziehungen zur ausländischrn Bissenfchaft seien vorwiegend schmerzlich. Zum Schlüsse seiner Ausführungen betonte der Redner nochmals die Rotwendigkeit deS Zusammenschlui- ses der deutschen Hochschulen, denn die Organisation schütze die Individualität. Professor Dr. Petersen- Darmstadt sprach über ..Probleme der Fernkraftübertragung". Der Redner schilderte kurz das Besen der Fernkraftübertragung: durch den an Ort und Stelle aus der Braunkohle erzeugten Strom werde Schwarzkohle für andere Zwecke frei und Transportkosten würden erspart. In Süddeutschland verwende man vorwiegend die Basserkraft, die „weiße Kohle". Benn es gelänge, zu bestimmten Zeiten, wenn Basserarmut oder Basserreich- tum im Süden Deutschlands herrscht, einen Ausgleich durch den Strom aus Rorddeutschland zu erzielen, so wäre damit ein großes wirtschaftliches Problem gelost. Der Redner wies darauf hin, daß jetzt noch der Kraftübertragung auf weite Strecken große Schwierigkeiten entgegen- stehen: er besprach im Anschluß hieran eure Reihe von Störungserscheinungen. Es folgte ein Vortrag von Prof. Dr. Rot h acker-Hei- delberg über „Das Verstehen in den Geisteswissenschafte n". Der Redner erörterte diese Fragen vorwiegend vom philosophischen Standpunkt aus und bemerkte u. a., daß die Geisteswissenschaften ihre Grundlage in der historisch-romantischen Epoche zu Beginn des vorigen Jahrhunderts empfangen hätten. In seinen Darlegungen ging der Redner hauptsächlich von Anschauungen der platonischen Philosophie aus. Die Feier schloß mit einer musikalischen Daroietung des Orchesters. In dec Geschäftssitzung erstattete zunächst Geh. Rat Prof. Dc. Brandt-- Göttingen den Bericht des Schulausschusses. Einstimmig wurde eine Resolution angenommen, die sich gc gen jede Verschlechterung der Lehrpläne der humanistischen Gymnasien sowie gegen die Überlastung der Mittelschullehrer richtet, die sich uv folge des Abbaues in erhöhter Stundenzahl und der Zusammenfassung der Schulklassen mit erhöhter Schülerzahl auswirkt. Der Hochschultag sieht darin eine große Gefahr für die Qualität der Vorbildung der Studierenden. Außerdem wurde der dringende Bunsch geäußert, daß Aenderungen in Schulfragen, nicht wie bisher auf dem Verordnungswege, sondern durch Gesetz geregelt werden sollten. Hierauf hielt der Vorsitzende der Deutschen Studentenschaft, Herr Dauer, ein eingehendes Referat über die Lage der deutschen Studentenschaft, in dem er über die wirtschaftliche Rot und die Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung, über die idealen Ausgaben der studentischen Organisationen und die Erfolge ihrer Auslandsarbeit berichtete. Der sympathisch aufgenommene Dortrag gipfelte in dem Bunsche einer engeren Zusammenarbeit der Professoren und Studenten in den wirtschaftlichen und idealen Studentenfragen. Ergänzend dazu berichtete Geh .RatProf. Dr. Schmidt- Leipzig über die segensreiche Tätigkeit der Dresdner Studentischen Birtschaftshilse. In einer anschließenden vertraulichen Sitzung berichtete dann Geh. Rat Prof. Dr. Franke- Berlin über die Tätigkeit des Auslandausschusses des Hochschulverbandes, wobei er auf die Bestrebungen der Franzosen und Belgier hinwies. die noch jetzt auf einen direkten Ausschluß der deutschen Gelehrten von internationaler wissenschaftlicher Zusammenarbeit hinwirken. Eine einstimmig gefaßte Resolution zu dieser Frage, die den Regierungen vorgelegt wurde, lautet: 1. Der Hochschulring will gegen eine Kodifizierung des geltenden Rechtes in Bezug auf die theologischen Fakultäten und der sogenanncigen gemacht. Darum tut es not, der blinden Masse den nationalen Gedanken vorzuleben. In den Mittelpunkt seiner Ausführungen stellte der Redner den Grundsatz der völkischen Akademikerbewegung: „.Unfer Beg ist die Pflicht!" Die alte Pflichtauffassung, der Geist von Potsdam, muß wieder uns selbst und unser ganzes Volt erfassen. Die gute Schule unseres alten Heeres mit seiner jeden treffenden Forderung „Du mußt der Allgemeinheit dienen!" und feinem Zwang zur Unterordnung unter das Ganze fehlt für unsere Volkserziehung sehr. Der Mangel wird sich bitter rächen. Machen wir Akademiker, zunächst in unseren Reihen, den Versuch, einen Ersah zu schaffen durch eine Einführung der allgemeinen Arbeitsdienstpflicht. Führer fein beißt: Vorleben! Deutscher Führerwille und byzantinischer Herrscherwille find Gegensätze. Bir brauchen den deutschen Führermenschen, der vorlebt und mit dem Volke innerlich verbunden, d. h. völkisch gerichtet ist. Mögen die Akademiker m allen diesen Fragen vorbildlich vorangehen, dann werden sie Begleiter und Träger der zu erstrebenden grohdeutschen Volksgemeinschaft. Hinein ins Volk, so rief unter dem Beifall der jungen und alten Burschen der Redner, zur Bieder- Herstellung der Volksgemeinschaft über Deutschlands politische Grenzen hinaus. Bir Geistigen sind verantwortlich für Riedergang oder Aufstieg unseres Volkes. . Begeistert begrüßt wurde dann Herr Fink vom 3entralDerbanb Auslanddeutscher Studierender, der die Grüße dieses Verbandes und des Bundes Deutscher Atademiker in Rumänien überbrachte. Als der Siebenbürger Sachse erklärte, daß feine Landsleute sich bereits 800 Jahre siegreich in ihrem völkischen Bestand behauptet hätten, und sich auch in den nächsten 800 Jahren tapfer zeigen würden, als . k<: „Bir tun unsere Pflicht, tut Ihr dte Eurige", Ä, D*"1 obnrcMM' 'NachM^ onöcnJÄ—' -Wrertkilt , E i heil, Emst und Schonhcii zum Siege verhelfen will. Jugend als Einfachheit, Einfalt. Reinheit. Heroismus ist ein unbedingter Bert. Bo ist er im Leben der Erwachsenen beherrschende Birk- lichkeit? Ist hier nicht viel Verstellung und Unechtheit, viel Bequemlichkeit. Feigheit. Häßlichkeit und dem slachcn Rützlichen zugewandter Sinn ? Solche Birklichkeit mußte die Jugend als wesensfeindlich empfindcli. Sie mußte wohl ihre hohen Absolutheiten reiten, indem fic ihnen un Kreis der Altersgenossen, wandernd, spielend, tanzend, denkend die Luft zu freiem Bachs- tum gab ■JKöcbten die Alten bedenken, daß sie nicht nur die Abkehr der Jungen zu verantworten haben, alles seelische Leid, das ihr voranging — nein, auch die Irrwege, die Jugend in der Jugendbewegung geht. Pietätlosigkeit ist ein Irren: mit ihr widerspricht Jugend sich selbst, die doch empfinden muß. daß sie mit maßloser Kritik an den Eltern sich irgendwie am Reiche objektiver Ideen vergreift, das sie ja gerade mehren sollte. Denn wahre Jugend ist Dienst in diesem Reiche, sie wird nicht glauben wollen, aus sich allein, ohne Hilfe des Bettgeisles, eine Belt des Geistes schaffen zu können. Bürzel der Pietätlosigkeit ist ein anderer Irrtum der Bewegung. der Intellektualismus, der sie in tpeitem Kreise beherZcht. Er ist nicht ursprünglich aus der Jugend selbst gekommen, vielmehr durch Führer und Anwälte der Bewegung in sie hineingebracht. Ratürlich. Jugend drängt zum Tun. zu irgendwelchen Synthesen, nicht zu gedanklicher Zergliederung des Lebens. Deshalb wird auch aus j einem großen Teil der Literatur der Jugendbewegung der Eindr-uck künstlichen Alters empfunden. Es wird theoretisiert, fern vom Leben. Mit dem Intellekt wird ergriffen und abgegriffen was im Heiligtum des Gefühls zu hegen wäre, dessen Stunde — so mutet es oft an — noch nicht einmal gekommen ist. Borte machen frühreif. Sie machen gemein. Zu viele Borte steigern subjektive Gefühle zu objektiver Bedeutung, sic machen kurzsichtig, während Schweigen und Tun Den weiten Blick bis zur Horizontlinie des | Lebens gibt. Das beste an der Jugendbewegung ist die Jugend: man vergesse das nicht, man fühle die Verantwortung. Die Jugend hat den absoluten Bert, die 'Bewegung den relativen. Glaubt die Bewegung, die Alten wären nicht einmal jung gewesen? Ach, diese brauchen ja nur in ihre Brust zu sehen, wo im Schimmer der Erinnerung I die alten, die ewigen Sterne leuchten. Ja, noch jetzt ist ihr Glanz wirksam. Jugend ist nicht an I die Jahre gebunden: das Reich des Geistes findet in den Alten wohl feine demüligst-heißen Dienet. Die Iugendjahre sind ungeduldig und fordern absolut, sie haben nicht Zeit und Sinn für die I Silberblicke im Leben der Alten. n>enn plötzlich aus Dunkel und Enge und Dumpfheit des Alltags reinste Jugend bricht. Bohl ist es große Schuld der Erwachsenen« I daß ihr Leben so wenig, so selten den Forderungen edler Jugend entspricht. Aber viel großer ist die andere Schuld, und die war es wohl auch am meisten, die die Jugend aufbrechen hieß: bic Schuld, daß sie nicht frei neben sich wachsen und blühen lassen wollen. Die Schuld, daß sie auffahrende Fittiche zur Erde herabziehen. Daß sie Adlersehnfucht nach der Sonne des Geistes toten. Daß sie das. das höher ist als sie. neiden! An die Mütter geht die Vorstellung: dient den Idealen eurer Kinder! Gebt das Beibliche, das Riedere, das Bequeme auf! Spannt Jugend nicht in euer Zweck da sein. Sorgt, daß alle Kinder des Volkes dieselbe lange, sorglose, aufnehmende Jugend haben! Ihr habt euch zu opfern, nicht dürft ihr es der Jugend auferlegen. Fast drei Jahrzehnte gibt es eine Jugendbewegung. All ihr Irren, wozu auch Eigcnarts- I dünkel. Ilnvcrbindlichteit des Besens gehören, überragt der sie treibende sittliche und geistige Ernst. In ihr sprach und spricht aufrüttelnö deutsches Kulturgewisfen. Gerade derjenige, welcher von dem Bert ihres Geschehens durchdrungen ist, welcher dantesvoll auf die Quell- frische und das hohe Menschlich: blickt, das I sie einer dumpfen und niedrigen Zeit offenbarte — muß annehmen, sie habe in einem vielleicht nicht allzu fernen Zeitpunkt ihre Mission erfüllt. Sie habe die Jugend in ben Alten wachgerüttelt. Es könnte dann die I Bewegung aufhören, und die Jugend, die bliebe, umblühte wieder mehr die ihr natürlich gegebenen | Alten, die Eltern. ES mag die Vorstellung an ten konfessionellen Professuren in den phiwsv phischen Fakultäten keine Bedenken erheben. 2 Er würde es beklagen, wenn durch eine Verschlechterung der gegenwärtigen Rechtslage die Stellung her theologischen Fakultäten an I den deutschen Hochschulen erschüttert würde, weil er ihre Erhaltung um der Universität wie um der Vol^gemeinschaft willen für un= I entbehrlich hält. 3. Er erwartet, daß bei Abschluß derartiger I -bertiägc die beteiligten Hochschulen und Fakultäten gutachtlich gehört wei den. In der Rachmittagssihung des Freitags wurden Mißstände in Titel- und Ernennungsfragen behandelt. Rach einem eingehenden Referat von Geh. Rat S c c b c rg ° Berlin erklärte sich der Hochschultag einstimmig bereit, I rücksichtslos gegen Mißstände bei der Erwerbung des D o k t o r t i t e l S vorzugehen. Prof. Dr. Laos- Eharlottenburg erstattete den Bericht des Ausschusses für Leibesübungen: die obligatorische Teilnahme an den Leibesübungen seht eine obligatorische ärztliche Unter» I fuebung der Studierenden voraus. Eine über- I toiegenbe Mehrheit entscheidet sich für zwangs- mähige Teilnahme an den Leibesübungen und für eine einmalige, aber eingehende Unter- I suchung jedes Studierenden. Hierauf beschloß der neue Vorsitzende I Prof. Scheel- Kiel den 4. Deutschen Hochschul- tag mit der festen Zuversicht, daß die deutschen Hochschulen auch weiter in den schweren Kämpfen um die Erhaltung und Befestigung des deutschen I Volkstums mit vornehmen geistigen Baffen i n I vorderster Linie kämpfen werden. Adolf von Strümpell f. I Geheimer Medizinalrat Dr. med. Adolf von Strümpell, Professor her speziellen Pathologie und Therapie, Senior der medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Direktor der medizinischen Universitätsklinik und des | Krankenhauses St. Jakob. Ehrendoktor der Universität Oslo, ist in der Rächt vom 9. zum 10. Januar im Alter von <1 Jahren an einer Lungenentzündung gestorben. Mit Strünrpell ist einer her bekanntesten deutschen Kliniker dahingeschi.den. Seit vier Jahrzehnten dürfte es kaum einen Arzt in Deutschland und in außerdeutschen Kulturstaaten geben. Der Strümpells klassisches Lehrbuch der speziellen Pathologie und Therapie der i n n c r e n Ä r a n fr I beiten nicht gelesen und studiert hätte. So > hervorragend Strümpell als Lehrer .der aka- , deinischen Jugend - zuletzt in Leipzig, vordem in Breslau — wirkte, so bedeutend war er auch als Forscher, besonders auf dem schwierigen Gebiete der R e r v e n k r a n k h e i t e n. Er war im Jahre 1853 zu Dorpat als Sohn eines bekannten Philosophen geboten und kam 1872 nach Leipzig, wo er später die medizinische Uni» versttätspoliklimk leitete. Von da wurde er nach Erlangen berufen; dann folgten Breslau, Bien und Leipzig. Hier war er eine stadtbekannte Persönlichkeit und besonders als Konsiliarius geschätzt. Kürzlich erschienen seine meisterhaft geschriebenen Erinnerungen unter dem Titel „Aus dem Leben eines deutschen Klinikers" im Leipziger Verlag von F. E. B. Vogel. Die Alten und die Jungen. Von Dr. Hanna Gräfin v. P e sta l o z z a. Mit der Frage „Brauchte Jugendbewegung zu fein?" soll nicht die metaphysische Rotwendig- keit ihres Geschehens in Zweifel gezogen werden. Der Maßstab engen Moralisierens darf nicht an sie herangebracht werden, denn sie ist sein Recht in sich tragendes Leben: sie ist Leben und wirkt Leben. Vielmehr gilt die Frage der Vorgeschichte der Jugendbewegung, der Quelle, aus welcher der Emanzipationskampf der Jungen entsprang. Und diese Quelle ist: Schuld der Erwachsenen. Von hier aus darf gefragt werden: Brauchte der Kampf zu fein? Beil seine Quelle vielleicht noch immer gespeist wird, weil feine Vorgeschichte vielleicht noch heute in Kinderstuben lebt, mag die in der Frage liegende Vorstellung an uns Alte berechtigt, notwendig erscheinen. Der Protest der Jugend gegen das Leben Der Erwachsenen muß erhärtet werden, sofern es dem Besen der Jugend widerspricht. Jugend als Inbrunst zur Freiheit, die einem Leben in Bahr» da erhob sich eine auS aller Herzen kommende begeisterte Zustimmung. Beiter konnten auch Vertreter aus Oesterreich, des Bundes Deutscher Akademiker in Hamburg, des Deutschen Hochschulrings, der Hamburger Vereinigung Alter Landsmannschaft ter usw. begrüßt werden. Diese große und glänzerrd verlaufene Heerschau der völkischen Akodenrikerschaft in der bedrohten Bestmart ist weit über die Grenzen des Rheinlandes hinaus von demostrativer und symptomatischer Bedeutung. In den anschließenden Beratungen und Besprechungen zeigte sich, daß man sich nicht mehr wie bisher ausschließlich auf gutgemeinte Reden beschränkt, sondern daß man sich zu einem stärkeren Aktivismus durchgerungen hatte. Es wurden Fragen inner’ organisatorischer Art besprochen und Probleme erörtert, die im Januar und später zur Erörterung auf den Tagungen gestellt werden sollen. Verschiedentlich wurde mit Rachdruck die mißverständliche Auffassung bekämpft, daß die völkische Akademikerbewegung parteimäßig eingestellt sei oder sich an eine politische Partei anlehne. Dies ift ebensowenig Tatsache, wie die Behauptung, daß der völkische Gedanke nur die Riederknüppelung des Judentums bezwecke. Vorgesehen wurden Referate über praktische soziale Arbeit, über deutsche Kunstpolitik und die Entwicklung des weit in die Zeit der älrburfchen- schaft zurückreichenden völlischeu Gedankens. Benn die Verhandlungen auch leine Entschließungen und Beschlüsse ergeben, so waren fic doch insofern wichtig und von Bedeutung, als daraus hervorging. daß der Geist der Potsdamer Tagung lebendig fortwirkt und auch in absehbarer Zeit, dank der aufopfernden Arbeit besonders her Akademiker im Buppcrkal, positive Ergebnisse zeitigen wird. Tagung des Verbandes Deutscher Hochschulen. (Don unserer Darmstadter Redaktion.) Am Donnerstag wurde die Tagung des DerbandeS der deutschen Hochschulen mit einem Akademischen Festakt tm Kleinen Hause des Hess. La n d eS t he a t e rS zu Darmstadt eröffnet. Zu Beginn der &icx bot das Streichorchester der städt. Akademie für -«.on fünft und des Instrumentalvereins unter Leitung von Musikdirektor B. Schmit t-Handels Concerto grofso in Q-Moll. Der Vorsitzende des Verbandes Prof Dr. Schenck-Munster begrüßte $ic Gäste, vor allem die Vertreter der Regierung insbesondere den Minister drs Innern v Brentano, ferner den Ober- bürgermeifter der Stadt Darmstadt sowie die Vertreter her Darmstädter Technischen Hochschule, besonders deren Rektor Prof. Dr. S ch 1 i n k Dieser erinnerte in feiner Begrüßungsansprache an die Tatsache, daß der Verband der Deutschen Hochschulen zum ersten Male am Sih einer Technischen Hochschule tagt. Der Verband fei in der Zeit der Rot gegründet worden und baher war es möglich, daß Universitäten und Technische Hochschulen sich zu gemeinsamer Arbeit zusammenfanden. Die gegenwärtige Tagung sollte eigentlich schon vor 2 Jahren in Darmstadt stattfinden, sie wurde aber wegen der Rähc der Besatzungsgrenze nach einem andern Ort verlegt. Der Redner wieS auf die Pflege der sittlichen, geistigen und religiösen Kräfte hin, damit diese die Schattenseiten des Materialismus bannen. Ferner wies er auf die Bedeutung von Technik und Bissenfchaft für den Biederaufbau Deutschlands hin und wünschte den Arbeiten der Tagung vollen Erfolg. Der Minister deS Innern v. Brentano machte in feiner 'Begrüßungsansprache u. a. auf die Erfolge des Verbandes aufmerksam; dieser habe den Gedanken der Selbsthilfe in schwerer Zeit unter der Studentenschaft verbreitet. Die Darmstädter Studentenschaft sei in dessen Verwirklichung Muster und Beispiel gewesen. Der Darmstädter Oberbürgermeister Dr. Glässing dankte dem Verbände für die Bahl Darmstadts als Kongreßstadt. Der Glaube an die Macht des Geistes habe im Mittelalter die Universitäten ins Leben gerufen und im Jahre 1810, in einer Zeit der Rot, zur Gründung der Berliner Unincrfität geführt, er habe auch jetzt der deutschen Bissenschaft neue Freistätten geschaffen. Trotz der Versuchungen menschlicher Rot möchten die Hochschulen als die unerschöpflichen Freistätten unserer geistigen und sittlichen Kultur erhalten bleiben. Rach! weiteren Begrüßungsansprachen, darunter eines Vertreters der Rotgemeinschaft Deutscher Bissen- schaften und der Darmstädter Handelskammer erstattete Prof. Dr. Schenck-Münster den Geschäftsbericht. Er erinnerte daran, daß 1919 der Gedanke entstand, als die Parteiherrschaft sich auch der Hochschulen zu bemächtigen drohte, sich zusammen- zuschliehen, um die Pflegestätten der deutschen Bissenfchaft zu erhalten. Der Redner erwähnte bic Hochschulreform, d. h. die Mitbeteiligung der Richtordinariate an der Mitverwaltung der Hochschulangelegenheiten. 1920 trat die Rektorenkonferenz zusammen, auf der große allgemeine Fragen erörtert wurden; es wurde beschlossen. eine ständige Organisation zu schaffen, die jederzeit aktionsbereit fei. Man sage zwar Organisation unterdrücke die Individualität, das gelte wohl für wirtschaftliche Verbände, nicht aber für die Hochschulen. Für sie habe das Schlagwort Geltung: Organisation schützt die Individualität. Der Verband habe deshalb alles abgelehnt, was ihm den Charakter einer De- hörde hätte geben können; er ist ähnlich, wie der Städtetag. ein Zweckverband. Der Verband stehe nicht im Dienste einer bestimmten Beltanschauung ober Partei, und er schütze die Freiheit der Bissenschaft. In diesem Zusammenhang besprach her Redner die Vorgänge an der ilniberfität Jena im vergangenen Jahr. Ferner wies er auf die Konkordatsverhandlungen in Preußen und Bayern hin, sowie auf die Verhandlungen zwischen Staat und ev. Kirche in denselben Ländern: hierdurch würden wichtige Belange her Hochschulen berührt und die Tagung des Verbandes werde sich jetzt mit dieser Frage beschäftigen. Nachdrücklich warnte der Redner vor einseitigen Beltanschauungen; die Hochschulen hätten bic Pflicht und die Möglichkeit, volle Erkenntnis Kundgebung der völkischen Akademiker in der Mestmark. (Eigenbericht von unserem nach Elberfeld entsandten K. 5.-Mitarbeiter.) Mitte April vergangenen Jahres war in Potsdam auf dem Ersten Deutschen Akcchrnntter- tag die bedeutsame Einigung der auf völkischem Boden stehenden Alt-Akademikervcrbande des deutschen Sprachgebietes vollzogen wordetr Mit dein weiteren Ausbau dieses Zusammenschlusses war damals die ..Vaterländische Vereinigung Alter Akademiker des Buppertales" beauftragt worden, deren straffe Organisation und ziel- bewußte Arbeit die beste Gewähr für den weiteren inneren und äußeren Ausbau bieten tonnte. Der Vorort Elberfeld-Barmen hat ganz im Stillen im Sinne her bei der Potsdamer Tagung feftgetegten Grundsätze weitergearbeitet und wird zu einer neuen Tagung nach Elbcr-- feld für den 17. Januar dieses Jahres cin= laden. Als Auftakt dazu hatte die Vaterländische Vereinigung zu einem deutschen Abend auf gerufen. der sich zu einem wahrhaft imposanten Kundgebung der jungen und alten Akademiker des Rheinlandes gestaltete. Es war das erste Mal nach langer Zeit, daß auch die Kommilitonen des besetzten Rheinlandes, vom Feinde unbe- bindert, auf feindlichem Gebiet sich versammeln konnten. In Sonderzügen aus Bonn und Köln, aus Aachen und Münster rückten die aktiven Der- binhungen der westhochdeutschen Hochschulen geschlossen an. und es war für die Textilstadt ein nie erlebtes Schauspiel, die akademische Jugend im bunten Schmuck der Farben durch den geschäftlichen Lärm der engen Straßen des Buppertäles wandem zu sehen. Heber anderthalb tausend ZKtzv ÄS “ Scenes.' Wung r-jsES 15 Januar iqV- * i« »Ti ÄS# tarn «ta Sn ei’C i*4 d-n s„b2?J°^n ,m Ucker. Durchfuhren - sind Der« ,Vr Einlieferung unb Mackenblätter für nu-^^^östsräumen Mich bekannt zu machen, »ch. daß jedes einzelne : .allen (einen Teilen usgeplüt ist, insbesondere Mui mit der koMchrist Mu übereinstimmen. wg der Steuerbarte und r für IM ist zugleich die uerharte für 1925 und di, qt Steuerwarte ausgestellt nis der Ein!ieferungsvflich> § 377 21. 0. vorgesehenen :; außerdem kann die Iruv die im § 202 21. 0. vor- Mbltock b- gEKestanl.' s** mit ■rt. »' 6» "e,’> ach, (Brünberg, Hungen rsteigervng n 19. Januar voröen im öistrikl Mühlberg (SicS- die Gmarlmg Mach irigeri: SchriM 'buche: 155, Tuche: 149, Eiche: 138 M- 2, Sichte 4; 6too' z Eiche: 109, Fichte: 4t, ü: 580, Eiche: 470, Dirk 0. - Zahlungsbedingung. ;g, längere zinslose 6tun* X3' bei barzahlung 10 > ämmenbmst 9t Uhr vor- Straße Lich-Meßer^ jer Hofes. Es empfiehn öesichtigung des Holzes. chenenDMlncrn ko« ebDt______ ergermg. -16. Januar 1925, nach« versteigert die Gemeinde m feto”®** 1 * * unil ck im Zaseihos. den 9. Januar 1925. leisterei Grumngen. n. unD Ioha n n St raust den sofort wieder eingezogi der Postmeister so wütend f i lii die der andre Pfänderverwältungen erledigt. Das die Ordonnanzen fragen langt, so hat die Rheinlandkommission zwar i der Postmeister so wütend, datz er seinen 'Abschied nahm. Einige Exemplare der braunen S-Cent-Connell-Marke sind aber doch in Umlauf geblieben und gehören heute zu den größten Seltenheiten. Auf den ReufunDlanD-Marken von mehr bezahlt wird. Dieser Postmeister veranlaßte auf eigene Faust den Druck der 'Marken von Sonwerordonnanzen aufgehoben, aber nicht alle Ordonnanzen, die die Wirtschaftliche und fiskalische Einheit beeinträchtigen/ So bestehen, wie wir hören, noch Ordonnanzen über den Postverkehr, über die Privilegien der ausländischen Versicherungsgesellschaften, über den Preiswucher und über die Filme. Auch sind Die Ordonnanzen, die zum Schuhe der Separatisten dienten, unseres Dissens bis jetzt nicht geändert worden. Buntes Allerlei. Die PortrLLgallerie auf der Briefmarke. Reubraunschweig mit seinem Bildnis, das er an die Stelle der Königin Viktoria setzte. AIS diese eigenmächtige Handlung bekannt wurde, waren die Marken schon zum Leit ausgegeben; sie wurden sofort wieder eingezogen, und darüber war Mozart, Beet die Zungen nicht unnötig erscheinen: Unersetzliches geht euch verloren durch eure Abkehr, eure Gemütsbindung an eure Zukunft, an euer Alter. Ihr fühlt euch souverän, aber einst werden auch euch nicht Stunden erspart bleiben — wäre es der Fall, daß sie nicht für euch kämen, um so schlimmer für euch Enge. Selbstgerechte! wo ihr die Rotwendigkeit fühlt des Reiches der Gnade. Ihr pocht auf das Recht eurer von ästhe- lischen Reizen so prachtvoll umrahmten Jugend. Es soll euch werden. Aber wie soll aus dieser Jugend die zweite Fugend reifen, die des Alters, der weihen Haare, wenn sie nicht schon die Elemente dieser, d. i. Selbstvergessenheit, Selbstauf- gäbe, in sich ausgenommen hat? Ihr pocht auf euren Intellekt, vergöttert ihn saft. Er ist eine herrliche Gabe. Aber der ungleiche Besitz dieser Gabe trennt die Volksgenossen vielleicht mehr als die ökonomischen Unterschiede. Andererseits wird gerade der Intellekt befähigt sein, den alle versöhnenden Standpunkt, welcher der Primat der praktischen Gesittung ist, zu finden. Rimmt euer Intellekt die Richtung zu diesem wichtigen, reifen Ziel? Gr nimmt sie nicht, wenn er das nächstliegende Gebiet praktischer Gesittung, das Elternhaus mit feinen sozialen Bedingungen, übersieht. Ihr pocht auf eure Ehrlichkeit, die es euch verbiete, alte Formen der Religion, der Sitte zu erfüllen. Ihr überschätzt eure neuen Formen, die ihr entleert von köstlichstem, feinstem Inhalt; was tragt ihr unter ihnen? Rur euch. Ihr Armen. Womit wollt ihr einst euer Alter füllen? Mit Äaturwissenschaft? Zwei kurze Geschichten will ich euch erzählen und über sie das Wort sehen: ..Herz". Das Herz, meine ich, kann allein das Alter füllen; aber in der Jugend muß es gebildet sein: Eine Mutter und ihr Kind sprachen wieder einmal von Maria und dem Sohne. Die Mutter saß auf dem Vettrande, pries Marias Lieblichkeit und die Erhabenheit Jesu. ..Jesus war größer als seine Mutter", sagte sie. Da sah sie das Kind, daS vor ihr in den Kissen lag. ungläubig an. „Der Sobn größer als die Mutter? Die Mutter ist doch das Größte!" Die Schule. Im Verlage der Deutschen Privatschulen A.»G. in Bad Pyrmont erscheint eine neue Monatszeitschrift „Die Schule", Die der ilni- versitätsprofessor Dr. Messer (Gießen), ein bekannter Philosoph und Pädagoge, herausgibt. DaS neue Blatt erscheint in der hohen Auslage von einer halben Million und gelangt in weiteste Kreise unseres Volkes. Dadurch kann es seine in Ar. 1 mitgeteilte Ausgabe, ein Sprachrohr für Fachmann und Laien in allen pädagogischen Fragen zu sein, bestens erfüllen. Etwa 100 unserer ersten deutschen Fachleute «Minister, Staatsiekrc- täte, Vniverlitätsprosessoren, Oberstudiendirekto- rcn, Wirtschaftsführer aus Handel und Industrie u. a. m.) haben ihre Mitarbeit fest zugesagt. Heft Rr. 1 enthält u. a. bemerkenswerte Aufsätze von Minister Dr. Boe 1 ih und Geheimrat Dr. Kersch e n st e i n e r. Völkische Akadcmikertagung in Clberfcld. Die Arbeitsgemeinschaft der völkischen Aka- demikecverbände des deutschen Sprachgebietes hat die ihm angeschlossenen Verbände zu einer Vertretertagung eingeladen, die am 17. und 18. Januar 1925 im Elberfelder Rathaus statt- finden soll. Die Tagung dient hauptsächlich der Vorbereitung des zweiten deutschen Akademikertages, der bekanntlich in der Woche nach Ostern zusammen mit der Tausendjahrfeier der Rheinlande stattfindet. Deutsche Akademie der Naturforscher. Tte im Jahre 1652 gegründete und durch Leopolds, und Karl Vl. bestätigte ..Kaiserliche Leopolbin. Carolinische Deutsche Academie der R a t u r f o r s ch e r" hält seit diesem Semester zu Halle regelmäßige wissenschaftliche Sitzungen ab und wird demnächst auch ihre Sitzungsberichte unter dem Rainen „Leopoldina" wieder veröffentlichen. Zum Präsidenten wurde der Prof, der Geologie Dr. Johannes Walther, zum Vizepräsidenten der Professor der Chemie Dr. Daniel Vorländer erwählt. Pfänderverwaltung abgeschlossenen Vertrüge mit Privaten. Die finanzielle Auseinandersetzung bezüglich der Forstverwaltung wurde durch Zahlnirg einer Abfindungssumme seitens Lairdwl Wn M Turnen Vom M neue ein Auderj dcnden. Wette nach der .sthr fufjtyi ein fyjppet, $ane i fijj 5Vwn Gramer, unb e kcast, 6tod=5d Levermann, vv 20 Meter Ents schwuiiben. Qla- aus der Dade iviedcr dem A sollen solche Z die sicher als sehen werden i Cviclhlan . 2pernh< 1 ilf)r: Migno, «las Waldman Ans DeihnacI 6rou ohne Sc < llhr Pique 1 °Nra; öam -Waldmännlein, Polnische Drohungen gegen Danzig. Die polnische Regierung, Die nichts unversucht läßt, um dem rein deutschen Danzig Den Charakter einer polnischen Stadt zu geben, hat dieser Läge Dittd) die Anbringung von polnischen Briefkästen in 'Danzig mit Dem Freistaat einen Konflikt vorn Zaun gebrochen, Den er jetzt benutzt, um in Polen die Erregung lünstlich zu steigern imD im Auslände den Anschein zu erwecken, als habe Danzig sich einer Vertragsverletzung schuldig gemacht. In Wirklichkeit liegen aber die Dinge so, daß die Warschauer Regierung sich glatt ü 6 er Die Hoheitsrechte Danzigs hinweg- gesetzt hat. Es liegt natürlich ganz in der Linie der Warschauer Politik gegenüber Dem Freistaat, wenn jetzt die polnische Presse den Rotenwechsel zwischen Danzig und Polen benutzt. für die Anwendung von Gewaltmitteln Propaganda zu machen. Qllan fordert energisch von der Regierung, sie solle mit eigenen Kräften für die Achtung der Rechte Polens in Danzig sorgen. Das bedeutet nichts anderes als eine verschleierte Aufforderung zur Anne r i o n Danzigs, mit der man in Polen noch immer rechnet. Es erscheint notwendig, Dem Streitfall die größte Aufmerksamkeit entgegen* zubringen, da man polnischerseits anscheinend ernstlich mit dem Plan umgeht, die erste beste Gelegenheit zu benutzen. Danzig dem polnischen Staate gänzlich einzuverleiben. Wahlvorbereitungen in Aegypten. Seinen vorläufigen Ausgang sand der englisch-ägyptische Konflikt vor einigen Wochen bekanntlich in Der Zustimmung des neuen ägyptischen Kabinetts zu den englischen Vorschlägen. Zum Teil handelte es sich um recht! i che und finanzielle Maßnahmen, zum 'Teil um wirtschaftliche, deren Ziel die weitere Verankerung des englischen Einflusses insbesondere im Sudan war. Die ersten Forderungen Londons wurden gegen den Protest der Anhänger Zaglul Paschas angenommen, über die letzteren wird zur Zeit noch beraten, da es selbst dem neuen Kabinett als für Aegypten überaus schwer tragbar erscheint, das Gebiet am unteren Ril ganz in Abhängigkeit zu bringen von den wirtschaftlichen Interessen Englands am Oberlauf des heiligen Flusses. Mit der Auflösung des Parlaments hatte der König von Aegypten ebenso wie Chamberlain die Hoffnung verknüpft, die antienglische Zaglul - Bewegung l a h m z u l e g e n , wenn nicht ganz unterbinden zu können. Das ist bis heute wenigstens aber n ich t gelungen. Rach Meldungen aus Kairo sind in den 246 ägyptischen Wahlkreisen nun die Kandidaten für das neue Parlament ausgestellt worden. Rach den Vorberichten aus 211 Kreisen sind von insgesamt 453 Kandidaten 3Ö7 Mitglieder der auf Seiten Zaglul stehenden Margarete Behm zum Ghrendoktve ernannt. Die medizinische Fakultät der Universität Greifswald hat Fräulein Margarete Behm, M. d. R, wegen ihrer Verdienste um die Hebung Der rechtlichen und sozialen, und damit auch der gesundheitlichen Lage der Heimarbeiterinnen zum Dr. med. hon. causa ernannt. Die nunmehr Fünfundsechzigjährige wurde unweit Merseburg in Lehndorf als Tochter des dortigen Gutspächters geboren. Als Lehrerin hat sie lange Jahre hindurch mit liebevoller Hingebung zarte Kinderseelen zu Gottes- und Staatsbürgern herangebilbet. bis Dann ihr starkes Wollen zu einer sozialen Tat wurde, Die ihr Leben ausfüllte. Ihn die Wende des Jahrhunderts schuf sie, zusammen mit der leider allzu früh verstorbenen Therese De la Croix, Den Gewerkverein der Heimarbeiterinnen, der ein wertvolles Glied Der christlichen Gewerkschaftsbewegung wurde. Schwere und mühevolle Tage mußte sie im Dienste ihrer Bewegung Durchkämpfen, ober Der endliche Erfolg war überreicher Lohn. Bei Kriegsende wurde sie in die verfassunggebende Ratiornllvcr ammlung gewählt, und ist bis heute Mitglied des Reichstages geblieben. ßtode mj öA-halb b aßctiiiA m Dier Montan Zvrtfehun, , . Tert und P* hohen Fl wan- voran P den hochbe' Ausbruch g» nur noch ausdauea lang am bortoä l‘r he luphnr Öcn keuche «Mte Las @( L^chreien ' 'WlJn Len * ZS S”. 3* feen Sm» AK •*Äi Ä ft k, Ö Sch, «l»ü tzch"MÄ, ■Sic Scfij Lm'E führt, m'l **; der starkem $rlK* erläutert« «« Deutung W mittel darW 5’ierftellunö,w am meisten-" wigshatz-5 un8 Wfflt len Ä>000 Ar ^phnrdferiol * ^brauch'mrdl fit lehrreich^ Psimren bei - qct Md ohne i M^rscheinun Blüten und gegneten UH starkem &ifd Sr. Kaman sprach der 2 Dank dafür rle Hochschularchiv Der Deutschen Studenten- Jdjaft findet jetzt seine Aufstellung in den Räumen Der Hauptgeschäftsstelle der Deutschen Studentenschaft in Charlottenburg. Die Leitung ßal Herr Referendar Schwarz- Berlin übernommen. Das noch recht lückenhafte Archiv soll weitergeführt werden, und die Deutsche Studentenschaft wendet sich an alle Körperschaften, CBerbänbe und Verlage mit Der Bitte, Dem Hoch- schul arch iv (Charlottenburg), Berliner Str. lÄ ZI) das einschlägige Material und etwaige Reuerscheinungen auf Dem Gebiet Der Hochschul- tun De zur Verfügung zu ftellen. Ein HaLcn-Turn- und Sportfest der Berliucr Studentenschaft. Zum ersten Male werden die Stubierendeni aller Berliner Hochschulen am Samstag, 7. Februar 1925 ein studentisches Turn- und Sportfest im Berliner Sportpalast abhalten. 1910 befinden sich Die Bilder des Entdecker?; der Insel Jean Cabot. Der beiden englischen Könige HeinrichVlll. und Jakobi., Die Die Insel mit Privilegien ausstatteten, und des John Guy Der Die erste dauernde Kolonie hier grünbete. Sogar eine biblische Figur hat auf einer Marke Platz gefunden, nämlich St. Paulus auf Der 10-Schillmg-Marke von Malta, auf Der sein Schiffbruch an Der Insel und Der Angriff Durch die Schlange Datgeftdlt ist. Rodeln ein altes Vergnügen. Schon im 16. Jahrhundert war das Rodeln bekannt. Ein Züricher Bericht aus dem Jahre 1555 sagt folgendes Darüber: „Im Winter ist es eine fast allgemeine Belustigung erwachsener Junggesellen und junger Ehemänner und Frauen, zu Rächt an stellen Gassen auf kleinen Schlitten zu fahren, welche mit Schellen und vielen eisernen Ringen behängt, ein lautes Getös-' machen, das durch Lachen und Jauchzen oft bis zum tobenden Lärm steigt und bis nach Mit-- ternacht Dauert. Weil aber ältere ruhigere Per sonen durch das Geräusch im Schlafe ge-- stört wurden und sich besagten, so ward Diese nächtliche Belustigung Dahin beschränkt, daß nach 9 ilfyr abends niemand mehr auf der Straße Schlitten fahren soll." Eine Srilschwebebahn auf den Brocken. Es sind umfangreiche Vorarbeiten im Gang, um eine Seilschwebebahn von Bad Harzburg über Molkenhaus auf DenBr 0 cken zu errichten. Die Talstation soll tn die Gegend Der Haltental wiese kommen, Die Zwischenstation etwa auf Den Hasselkopf am Molkenhause und Die Endstation 3*1 Fortsetzung (Nachdruck verboten.) Verlag der Vrühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei • R. Lange, Gietzen mit Gefchäftsverzeichnis und Anzeigen - Anhang In Vorbereitung «uf Bert Bracken i ic Errichtung dreier Dahn vuSre deshalb besonders wünschenswert und ent- -räche einem Bedürfnis. weil die jetzt bestehende Wernigerö?'i Gleisbrvckenbahn im Winter nicht ihrbat und weil für den Wintersport infolge- iiclfen keine Drocken-Derbindung vorhanden ist. Die rote Kafchgar Roman von Fedor von Zvbeltih. wartigen Verbrauch wird man mit rund 11 Mill. So. veranschlagen können. Diesem 'Beibrauch steht gegenüber eine Produktion von rund.13.0 Mill. Io. abzüglich Reparationskohlen 1,1 Mill. Da., somit für Deckung des inländischen Verbrauchs 11.9 Mill. So., also 900 000 So. mehr als der inländische Verbrauch ausmacht. Rein mengen- mähig wurde Deutschland eine Einfuhr zur Zeit also nicht nötig haben. Für die Deurteilung dieser Frage ist indessen die Menge nicht allein entscheidend, sondern es sind noch zu berücksichtigen Qualität und Preis. Bezüglich der Eortensrage werden die Produktionsverhältnisse im Inland unter dem Zwana der Marktlage immer gün» stiger werden, während die Preisfrage noch sehr große Schwierigkeiten bereiten dürfte, zumal die hohe englische und französische Förderung immer stärker auf den deutschen Markt drücken wird. Sollte eine Belebung der Wirtschaft und damit ein Mehrverbrauch von Brennstoffen eintreten, so wird den erhöhten inländischen Anforderungen durch Wegfall der derzeitigen Fördereinschränkungen zunächst Rechnung getragen werden können. Eine starke allgemeine Ex- porttätigkeit und damit eine volle Beschäftigung der deutschen Industrie würde aber vielleicht sofort die notwendige inländische Kohlenerzeugung noch nicht vorfinden, zumal die Anforderungen an Reparationskohlen mengen- und sortenmäßig immer bann am höchsten zu werden pflegen, wenn die deutsche Wirtschaft die Kohlen am notwendigsten braucht. Diese volle Adreßbuch der Stadt Bietzen 1925 len, wozu auch der größte 2,611 der Vlagerkohlen zu rechnen ist, für absehbare Jeu nicht mehr vorhanden ift; bisher war er eigentlich mir deshalb vorhanden, weil eS an guten Kohlen mangelte. Auch kann eine gröbere Anzahl von Zechen infolge zu hoher Selbstkosten heute nicht mehr wirtschaftlich arbeiten; sie werden der Frage der Stillegung näher treten müssen, zumal wenn Leistung und Lohn, wie jetzt, nicht in Einklang zu bringen sind. Der Hauptgrund der Absatzschwierigkeiten der Kohlen ist in der mangelnden Aufnahmesähigkeit deS Inlandes zu suchen. Errechnet man aus der Eesamtsörderung ^Braunkohle in Steinkohle um- gerechnet) sowie der Ein- und Aussuhr den Inlandsverbrauch Deutschlands, so kommt man für den Dulchfchniti Januar-Juli zu einem Derbrauch von 10,43 Mill. To. monatlich. Den gegen- oonntag. 15., nachm. 3 Llhr: Das Waldmanntem, abends 6\-> Uhr: Garmen. Schauspielhaus. Dienstag, 13. Jan., abenbe V ■? Uhr: KreidekreiS: Mittwoch, 14., abends 7’ Uhr: Die Frau Rat: Donnerstag. 15., abends 7’. Uhr Der Kreidekreis: Freitag, le., abends 7>« Uhr: Der Tokaier: SamS- tag, 17., abenoS 71 •_< Uhr: Das Apostelspiel. Hierauf: Er ist an allem schuld: Sonntag, 16., abends 71 _• Uhr: Der Kreidekreis. Wirtschaft. Die Laqe und die Zukunft der deutschen Kohlenwirtschaft. Die deutsche Kohlenlage stellt sich, im weltwirtschaftlichen Rahmen betrachtet, wie folgt dar: 5 derlei ganeti„ n_i !fntatitc,au'bet diese duttn'^ fQuen imrfbcn tonbem auch einmal mit einem ganzen Rudel aufräumen können. Aber nein, Furchtgefühl kannte auch der alte Kirgise nicht. Die Wolfsspuren deuteten Wichtiges an. Die Biester witterten Schafherden, also konnte ein Aul nicht weit sein, eine Zu- sannnensassung von kirgisischen Jurten zu einer Art Dorf, das man zur Weidezeit abbrach, um weiterzuziehen. Murray nickte. Gut. meinte er, aber wie tommt man zu diesem Aul? Hier hatte im Augenblick die Welt ein Ende, auf den Schieferfelsen konnte man nicht hinauf- und in die gähnende Schlucht nicht hinabklettern. Kehrt machen, erklärte Masarbai, eine halbe Tagereise zurück und dann über den Patz in das „Trotze Tal". Es war klar, datz er mit dem Patz den Tengiskamm und mit dem groben Tal das Alai-Tal meinte, und damit gestand er selbst zu, datz er sich verirrt hatte. Schimpfen half nichts. Das Schimpfen überlieh man den Pferdeknechten, die unter unaufhörlichem Geschnatter beteuerten, sie hätten längst gewußt, datz man in falscher Richtung war, und die mit Auskneisen drohten. Aun fuhr Gert sie an und drohte zurück mit Strafen des Himmels und der Erde, indes Murray mit Masarbai verhandelte, der sehr kleinlaut geworden war. Der Schneesturm hatte ihn in der Tat verwirrt. Man war vermutlich auf den Kisilartpah gekommen statt auf den Tengispah, aber d^s lieh sich wieder gutmachen. Die Wölfe kamen aus dem Alai-Tal. Da lagen die großen Aulen, und von da hatte man sie vertrieben. Man muhte also wieder zurück, auf derselben Straße, über Glatteis und fliehenden Schnee, bis die Sonne in einem Purpursee hinter dan Derghöhen versank und die todmüden Gäule nicht weiter konnten. Am Felscnhang wurde der Schnee fortgeschaufelt und ein Lager bezogen. Feueo wurden entzünd?!, die Pferde in Decken gehüllt und angepflöckt, die Leute erhielten ihren Kumys und ihre Portion Schafileisch, und Masarbai spielte im Zelte der beiden Herren den Koch, bereitete den Tee, öffnete ein paar Konservenbüchsen und breitete die Schlafsacke aus. Aber die Rächt war so kalt, daß man auch die Kirgisen nicht im Freien lassen konnte. In ihren Pelzen hüpfte freil-ch das LIngeziefer, doch daran hatte man sich schon gewöhnt Abwechselnd muhte je einer draußen das Wachfeuer hüten, um die Auf der einen Seite besteht das Bestreben des Bergbaues, die Zechen möglichst vollkommen auszunutzen, durch steigende Förderung und Leistung die Gestehungskosten der Kohlen herabzudrücken, dadurch dem dauernd notwendigen Preisabbau gerecht zu werden und trotzdem sinanziell befriedigend zu arbeiten. Auf der anderen Seite besteht die Unmöglichkeit, im Inlande die Förderung untetflubringen, während die Möglichkeit einer Verstärkung der Ausfuhr begrenzt ist. Cs totrh dahec nobrenbig, solange die l)eimifche Wirtschaft Mc Kohlenprodukte nicht ht höherem Maße ausnehmen tann, die Förderung einzuschränken, ohne Latz aber die Forderung äußerster Wirt-» schaftlichteit verletzt wird. Diese letztere Bedingung kann aber nicht durch eine Fördereinschränkung und Arbeitszeitverkürzung auf allen Zechen gleichmäßig erfüllt werden. Es bleibt nur übrig, diejenigen Betriebe, die bei den durch den Zwang der Marktlage gesenkten Preisen nicht mehr wirtschaftlich sind, aus dem Produkt io ns prozeh aus- zuschalten. Diese Entwicklung hat denn auch bereits begonnen. Viele kleine Bergwerke, z. B. die Steinkohlenzechen am Südharz und bei Ibbenbüren. deren Betrieb nur bei dem großen Kohlenmangel der letzten Jahre möglich war und die auch erst in dieser Zeit entstanden sind, wurden bereits wieder stillgelegt. Besonders ungünstig liege.n die Verhältnisse im Ruhrbezirk. Cs muh hier' eine Produktionsumstellung mit Rücksicht auf erhöhte Sottenanfprüche vorgenommen werden, da ein Markt für die minderwertigen Koh-> Turnen, Sport und Spiel. Vom Verein Rudersport. Das neue Rudcrjahr hat gestern im D e r - (sn Rudersport trotz deS nicht sehr einla- landen. Wetters mit einer Wanderfahrt »ach der B a d e n b u r g begonnen. Um 2.30 yr fuhren ein Achter, besetzt mit den Ruderern .''isppel. Han« Schmoll. Mönnig, Dechert, Diet- i H, gen, Jüngst, Helmut Schrnall, am Steuer Gramer, und ein Vierer mit der Mannschaft .'traft, Stock-Schraer, Derg, Storck, am Steuer Ueoermann, vorn Bootshause ab. Rach kaum £0 Meter Entfernung waren sie im Rebel verschwunden. Rach einer kurzen, gemütlichen Rast i.-if der Badenburg ging es in flotter Fahrt kicher dem Ausgangspunkte zu. Für die Folge I-llen selche Fahrten öfter unternommen werden, be sicher als das beste Wintertraining angesehen werden müssen. Spiclplan der frankfurter Theater. Opernhaus. Dienstag, 13. Jan., abends > Uhr: Mignon: Mittwoch, 14., nachm. 2' •_> Uhr: lüas Waldmännlein oder Fritzchens und Liesel- Stens Weihnachtserlebnisse, abends 6 Uhr: Die ;n:au ohne Schatten: Donnerstag, 15.. abends r.’ Uhr: Pique Dame: Freitag, 16., abends 7 Uhr: Lalahra: Samstag, 17.. nachm. 7 Uhr: Das Waldmännlein, abends 7 Uhr: Der Freischütz: vSäS SÄ« 1 ab ff*- no fetnblf^ Hessische Landwirtschaftliche Woche Bon unserer Darmstädter Redaktion. Darmstadt, 10. Ian. Vie Hessische Landwirtschaftliche Woche er« rcich'c mit dem heutigen Tage ihr Ende. Bei außerordentlich ftarFem Besuch wurde im städt. Xoafbau ein Film der Badischen Anilin- nnd Sodafabrik, und zwar ihrer land- ^i'tlchastliche.i Abteilung Ludwigshafen, vorge- tubrt. mit dem Titel: „Da« Wachsen und Blühen 7.er Pflanzen'. Dipl. agt. 3. Geber hielt al« Vertreter der 'Badischen Anilin- und Sodafabrik odneu einführenden Vortrag, in bem er die Ge- nnnnurtg des Ammoniaks aus dem Stickstoff der ’.'uft und au« Wasserstoff unter hoher Hitze und starkem Druck in Gegenwart von Katalysatoren i läuterte und dann die volkswirtschaftliche Beirut unq frei Stickstoffverbindungen als Dünge- - littet darlegte. Das Verfahren zur künstlichen :)erftcliung von schwefelsaurem Ammoniak, das ,mt meisten in den Werken m Oppau (bei Ludwigshafen) der Badikchen Anilin- und Soba- > ibri' imb im Leuncr-Wcri hergestellt wird, hat • ns vom Ausland (6-hilcfaIbetcr) freigemacht: > uuerbem kommt in 'Betracht, datz in diesen Wer- len 30 000 Arbeiter beschäftigt und ständig viel Rohmaterial uitd 'Maschinen aus Deutschland gebraucht werden. Die Filme waren autzervrdent- i ch lehrreich, ste zeigten das Wachstum von glanzen, bei Verwendung von künstlichem Dün- ,.e> mrd ohne diesen, ferner verschiedene Wachs- r nnSerscheinungen, sowie das Sichössnen von Müten und Blumen. Die Vorführungen begegneten lebhaftem Interesse und wurden mit tarlem Beifall ausgenommen. Generaldirektor )r. Hamann von der Landwirtschaftskammer -orad) der Arischen Anilrn- und Sodafabrik >ant dafür aus, daß sie diese Filme, ein hcr- orragendeS Lehrmittel, zur Verfügung gestellt 1 labe. Mil DankeSworten deS Vorsihendeir der landwirtschaftskammer. Sekonomierat Hensel- '^ohelrod, wurde hieraus die Landwirtschaftliche Vvcde geschloffen. Als Abschluß sand noch eine Besichtigung r?r Hengste deS Landesgestüts im Marstall statt. )ierbet waren Hunderte von Teilnehmern der aiidwirtschastlicheir Woche anwesend. Die pracht- 3lten Tiere wurden vorgeführt, eS waren dar- i nter einige Hengste aus Belgien, zumeist aber ' lammten sie auS hessischen, namentlich aus ober- Iicf fischen Zuchten. 'S-yyä: "i «4» «’-A ; i tb^rn ?n Mülischkn .^urchler, Der lich öic Man' Em gewöhnlicher raunflyweig Gbarlc» t$on. * auf einet «2 heule ui den größten mit 2000 Mark uni "esn Pvstmcher veranlaftii en '5)tud der ‘^Harfen Jin Tiftoria setzte, W W befannt mürbe, martn int Teil auggeaeben, fit mut- wgezsaen, unt Mriibtt mar toülenö, Sah er feinen 'Ab- je Ekemplare der braunen ie sind aber dvch in Umlauf irm heute w den Whten en AeusundlaiAMarlen von die Bilder des SitfbedeK abot. der beiden englische uni) Jakob /., i>ic die Jnfel arteten, unD des John -ich he Äofortic hier grtnbeif. Figur Hal auf einer Mrd Niich Di. Paulus auf bet von Malta, auf der fein W\ und der Angriff durch iteUt ist. altes Vergnügen. lahrhmdert war da- Bvdetii her Berich! aus dem 3nN | darüber: > Dinier ift eine Belustigung erwachsener SÄÄ &en md auMfe« O n steigt und bis nach M il aber ältere ni 'gere^ eräusch im Schlafe je. S Klagten, to tvard W °uf * etrtt6< V W auf de" DM« »reiche n»■ bahn von Dad H ^ten. uf den Brocken zr Jildungrz'el d 5etäUSÄ6ic ersreullche Sei» » Die Deal chu i fuC ?c des N^-enbirdtor verricht von .^^ragender ÄÄ SÄ V- -.MW 'Mrbc- unP, r Mise beten in gle^cr « I ^«Arift: Der , r9)t eine SH Hei>na"^ rrrs thevÄ gelch auf rfW Cä-Sä -iorden." Gerls Schulterzucken sah man kaum unter Bet fchweren Pelzhüllc. ..Ich kann's nicht , iindern". erwiderte er gleichmütig. „Masarbai 'l wurde uns gut empfohlen Ich glaube auch nicht, j lab er uns absichtlich in die Irre führt, um uns |i *ürch räuberische Stammesgenosten gelegentlich Q -.usplündem zu lassen. Der Trottel findet sich | »nfach nicht mehr zurecht. Ich nehme an, datz r e: in den Schneewirbeln des Burnn vom Wege 1 -ögewichen ist Was ist da zu machen?" „Gar nichts. Wir müssen weiter und vor- tiufig am Ufer des Flusses bleiben. Die Winter- Gert und Riurray ritten in dicken Pelzen itird hohen Filzstiefeln mit Masarbai der Kara- toane voran. Zwei Pferdeknechte folgten zu Fuß rrit den hochbepackten Fourage-zäulen. Es waren Heim Aufbruch in Iarkent sieben gewesen, nun .iber nur noch fünf. Auf dem Glatteis tarnen Sie ausdauernden kleinen Gebirgspferde nur dingfam vorwärts. Sie rutschten und glitten in 3;r sie uw.dunstenden Damvfwolke und blieben Sitoeilcn keuchend stehen. Ost genug mutzten die ncchte das Gepäck neu ordnen, und dann hallte ihr Schreien und Schimpseir in verdoppeltem Scho von den Felswänden zurück. Sonst war es fast lautlos in der Ratur. Masarbai ritt auf feinem zottigen Pony wenige schritte hinter Gert und Murray. Auf feinem »trfälteltcn Ledergeficht lag eine absolute Aus- Z'.uckslosigleil. Aber unter den Lidern der Schlitz augcn spritzte der Blick unruhig umher und suchte iinb suchte. „Dir haben den Weg verloren", sagte Murray in seinem kantigen Deutsch. „5>ad ba unten ist im Leben nicht der Kisilsu-Fluß, w.e Mesarbai behauptet. Wir haben die Karten nicht >'ehr, aber ich hab' sie im Kopf. Wär' es der "tifilfu, so mützte es jetzt abwärts gehen, und wir Zeigen an. Lind noch eins, Gert. Ich glaube uuch nickt, datz der Paß, auf dem uns der □aut verloren ging, der Tengis war. Mein Kom- Itib ist noch unverletzt. Wir haben uns im Kreise aedreht. Wir marschieren nach Westen statt nach lager der Kirgisen liegen gewöhnlich in Fluhnähe. Stotzen wir auf ihre Jurten, so werden wir auch wissen, wo wir uns befinden. Im Alai- Tal sicher noch nicht. Denn da soll eine bequemere Verkehrsstratzc nach Buchara führen, die von Pilgern häufig für ihre Reisen nach den heiligen Stätten benützt wird." „Ra schön", sagte Gert. „Wenn uns nicht wieder ein Stürmchen überrascht, können wir es ja aushalten. Lebensmittel find noch zur Genüge vorhanden, vielleicht können wir auch ein paar Schneehühner schießen oder eine Wildziege, oder ein gefälliger Vak kommt uns in die Quere. Grund zur Verzweiflung liegt nicht vor." „Rein, der liegt nicht vor. Mir selbst ift es auch ziemlich gleichgültig, auf welchen Wegen wir durch lies gelobte Land der Forfch- beiten durch die bunte Welt unb wollten kina Rast finben. Es gab ja auch für ihn eine ferne Heimat jenseits Der Schneebetge, der Wüllen unb großen Meere, aber c3 war sehr merftoürbig. bah er ihrer laum gedachtc, fonfcei n daß die eilfertige Phantasie ihn immer toitber aus die Geschehnisse bev letzt vergangenen Monate zuruck- fühne, btc einen bestimmten Ausgangspunkt bat ten. jene Rächt, ba Clomence Savary unter den auffliegenbcn Minen der Chinelen ihren Tod fand. Das tragische Vorkommnis bilbete einen Ab> schnitt in seinem Leben. Die Savary war mit dem Leichtsinn seiner Iugenb verknüpst und war die äußere Llrlache gewesen, baß er sich genötigt gefühlt hatte, ben biplomatifchen Dienst auf zugeben. Das bereute er keinen Augenblick, es war auch kein Anlaß, über ben munteren Reigen seiner Torheiten nachzugrübeln, es gab nut hen Anstoß, sich einmal ernsthafter mit seinen Zukunstsmöglichkeiten zu befchästigen. Sie lagen in einem eigentümlichen Helldunkel, ober sie hingen schließlich boch nicht vom Tob und Lebe.i ber Keinen Theba ab. Ihr Tob ober ihre Genc fung war gewissermaßen ein Kommando für ihn. Es sollte ihn Aurüdrulen zu neuen Zielen, bic eine ganz interessante Tätigkeit versprachen, unb jebe veränderte Arbeit galt ihm als Abwechslung. Vorläufig trat eine Spanne bei Leere ein, die ausgefüllt werden mußte. Die Reife mit Gordvn Murray war dies Füllsel, zugleich ein Abschied von langweilig gewordener Kultur und noch mehr: ein dicker fetter Strich unter das bisherige Konto feines Daseins. Er konnte in feinem Solt- buch nun eine neue Seite aufschlagen, unb er dachte die Randbemerkungen sich besonders hübsch. lForlseduna Mai.) einigten otaaen wid Ruhkuro, Die früher sehr viele Maschinen abnabmen. jetzt kaum noch Aufträge nach Deutschland geben. Auch die Bestell- pvlltik den Reichsbahn wird sehr tritifierl. Trotz dem auf den bisher von der Regte betriebenen Strecken große Ausbesserungsarbcitcir notwendig sind, wurden von der Reichsbahn Aufträge fast überhaupt nicht erteilt. * Der Reichskoh lonrat und die Kohlenpreise. Der ReichZkehlcnrat hak b«> schlossen, die Bruttopreise unverändert. ;u lassen, so daß die. am 1. Januar in Kraft tretende Herabsetzung der Umsatzsteuer um 1 Prozent unberücksichtigt bleiben soll. Hiergegen hat, roie der ^D.H.L." erfährt, das Reichswirtschoftsministc- riunt Einspruch erhoben. Eine endgültige Entscheidung des Reichswirtschaftsmi.usteriums ist in ettoa 14 Tagen zu erwarten. Ciir Antrag des Aachener 'Bezirks, die Kohlenpreise mit Rücklicht auf die Lohnerhöhungen um 10 Proz. zu erhöhen, wurde abgelehnt, lediglich der Zeche „Karl Alexander" wurde eine geringfügige Preiserhöhung zugestanden, mit Rücksicht aus die besonderen Schwierigkeiten bei dieser Zeche. Ein Antrag Mitteldeutschlands auf Erhöhung der Brikettpreise wurde zurückgezogen. Dem Mitteldeutschen Syndikat wurden Durchlchnittshöchst- vreise zugestanden, der für mitteldeutsche Briketts 11.55 Ml. und für Robkohle 3,25 Mk. beträgt. Bayerische Pechkohle wurde um 50 Pf. je Tonne erhöht. • Ein Kohlenverflüssigungs v ersah re n bei der Badischen Anilin- sabrik. In Fachkreisen tritt mit größter Bestimmtheit das Gerücht auf. daß die Badische Anilin-Gruppe nun ebenfalls ein Verfahren zur Gewinnung von flüssigem Brennstoff aus Kohle bzw. zur Veredelung von Kohlenwasserstoffen bearbeitet, wobei ein technischer oder physikalischer Zusammenhang mit den bekannten Methoden zur Gewinnurrg von Stickstoff bestehen soll. Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzetgers".) Berlin. 10. Ian. An der heutigen Börse, die bekanntlich eine Stunde früher beginnt vermochte sich wohl in erster Linie aus diesem Grunde das Geschäft nur zögernd zu entwickeln. Es wird dies darauf zurückgeführt, das; bei Beginn der Börse die zweite Post noch nicht verarbeitet ist. Im übrigen fehlte es auch an jedes Anregung nach der einen oder anderen Seite hin. Das Kursniveau hielt sich infolgedessen ziemlich auf der Höhe der gestrigen Schlußkurse. Auch weiterhin lag das Geschäft bei äußer ft kleinen Umfaßen sehr still. Arn Kali- aftienmarft kam im Frei verkehr etwas Material heraus auf Gewinnsicherungen hin, obwohl man die Entwicklung des deutschen Kali- morktes nicht ungünstig beurteilt. Im übrigen blieb das Interesse für einzelne Kolonial- werte bestehen. In Reu-Guinea macht sich andauernd Materialknappheit bemerkbar. Erwähnenswert ist das andauernde Interesse für Gold-Pfandbriefe, wobei in erster Linie die fünf- und sechsprozentigen gesucht werden. Die Gerüchte über eine demnächstige Ermäßigung des Reichsbankdiskontsatzes dürften hier eine Rolle spielen. Am Markt der heimischen Renten dürften die Meldungen über den Verlauf der gestrigen Sitzung im Reichsfinanzministerium wenig Einfluß ausgeübt haben. Die Börse a—wu'«Tiirr beginnt sich nut dem Dedanten vertraut zu machen, daß die Ausschaltung der Spekulation bei einer evtl. Aufwertung der Anleihen doch irgendwie durchgcführt wird. Der Geldmarkt bleibt bei unverändert schwacher Haltung weiter leicht. Am Devisenmarkt waren die Umsätze gering, der holländische Gulden ist leicht abgeschwächt. Am Mon- tan-Aktienmarkt waren die Veränderungen gegen gestern nur gcringfüg g:r Ratur, oberschlcsische Werte telwelse leicht abgefchwächt. Kaliwerke waren eher etwas gebessert. Am Elektromarkt waren Schuckert leicht befestigt, Elektrische Lie- serungsgcsellschaft hatten dagegen eine Kürseinbutze von minus 3 , Prozent. Schiffahrts- und Banka, tien im allgemeinen kaum veränderst Reichsbankanteile waren gesucht. Dahn-Aktien waren erholt. Maschinenaktien durchweg leicht befestigt. Ausländische Renten waren int Verlaufe der ersten Börsenstunde bei belebtem Verkehr im Kurse erhöht. Frankfurter Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gietzener Anzeigers".) Frankfurt a. M.. 10. Ian. Tendenz: Weiter uneinheitlich. — Die Börse behielt auch am Wochenende die unsichere, schwan - keitde und nit einheitliche Haltung bei, die in der Hauptsache in der Verzögerung der Regierungsbildung begründet ist. Einige anregende Momente, so die als günstiger geschilderte Wirtschaftslage und die andauernd« Flüssigkeit des Geldmarktes, kamen nur insofern zur Auswirkung, als sie in dem nun schon seit Tagen anhaltenden Abbröckelungsprozetz dem Markte nur eine Stühe zu bieten vermochten. Im übrigen hatte die Börse einen selten st i l - len Tag, die Umsätze gingen über den bescheidenen Umfang der gestrigen Abendbörse kaum hinaus. Etwas lebhafter war das Geschäft in Pfandbriefen und Städteanleihen. Am Montan markt war die Haltung weiter geteilt. Höher waren Deutsch-Luxemburg und Gelsenkirchen, die anderen Werte neigten weiter zum Rachgeben. Auch Kaliwerte gingen im Kurfs weiter zurück. Von chemischen Aktien konnten sich die Werte des Anilin-Konzerns auf geringe Meinungskäufe hin etwas befestigen. Die Werte des Elektromarttes bröckelten leicht ab. Am Banienmarkt war das übliche ruhige Geschäft bei wenig veränderten Kursen. Berliner Handelsgesellschaft hatten eine neue Einbutze von 3 Prozent zu verzeichnen. Am Schiffahrtsmarkt gingen Hapag zurück, während Lloyd unverändert blieben. Auto- und Maschinenaktien haben sich nur wenig verändert. Am Zuckermarkt stellten sich minimale Kurs-Rückgänge ein. Am Einheitsmarkt der Industriepa- Piere war das Geschäft sehr still. Die Papiere verkehrten zumeist auf gestrigem Kursstände. Am Anleihemarkt waren einige Werte auf die bisher noch resultatlos verlaufene Besprechung der Sachverständigen im Reichsfinanzministerium etwas gesucht. Die Kurse zogen leicht an Im Freiverkehr gingen die Kurse bei sehr stillem Geschäft etwas zurück. Api 2, Drown Boveri 1,1, Krügershall 1, Ufa 13,25. Ausländische Renten lagen ruhig und unverändert. Der weitere Verlauf brachte, von einzelnen Ausnahmen abgesehen, keine wesentlichen Veränderungen der Tendenz. Die Dörse schloß die Woche mit behauptetem Unterton. Der Geldmarkt liegt Preis 50 Pfennig das Halbpfund in der bekannten Packung. am L >,v & Wir bitten, beim Einkauf von „Schwan im Blauband“ das farbig » illastr. Familienblatt „Die Blauband-Woche“ gratis za verlangen. Siey der Wissenschaft ' Durch das besondere Kirnverfahren und die Verwendung feinster Rohstoffe ist es gelungen, in „Schwan im Blayband“ eine wirkliche Feinkostmargarine herzustellen, welche höchste Ansprüche befriedigt. Meine Frau war üv« in 3 Wochen beseitigt. Diese Seife ist Tausende wert. E. W." Dazu Zuckooh- kreme (nicht fettend und setthalttg). In allen Apotheken, Drogerien und Parfümerien erhältlich. 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Helsenkirchcncr Bergwerke. . — 92,r 97.5 fiarucMcv Bergbau...... — 1'0 62 132,7 20,50 13J.9 Kaliwerke Äschcrsleben. . . . S2 2J. ü 29.9 Kaluverk 2ücsteregela..... 24 23 65 25,25 7 25 13,6 2 i,-0 Laurahüne.......... 7.2h 135 7.'55 Eberbcharf .......... Phöuis Bergbau ...... mijehiitahl .......... — 13.75 57,25 8 59,25 5/,75 53 61.5 54,40 62 Riedeck Montan........ Tellus Bergbau...... 47 7i 3,1 £8 7 49 47,75 Homburg-Amerika Pake». . . 29.25 29,10 Viorddeutschcr Llovd..... 3,90 - 3,9 — • Lderamische Werke Albt» . . ■ei Zemeiiilverk Hetdelbera . . 27,EG 29 —- — Philipp Holjmann ...... 6,3) 6.2* 12 90 6 25 Anglo-Toiit-Guano ..... v?. Badische Anilin...... 32 32,3? 31,90 32,4 Tbc,ntlche Mayer Siapht . . 0.82 Noldschmidt......... 26/0 26 9u 2 .62 27 Gricsbeimer Electron .... 2 ,7 2 2'5,50 25 7 6 Höchster starbwerke...... 27,12 27,5« 7,25 27.2i Holzverkohlung ....... 10,30 103 — — s)!iikgerslv-'rke ......... 2i !»c> 21,13 21 75 EchLideanftalt ........ 24.80 25 Alla. Eieilriältüt».Grlells4afi 12.30 12.'° 12,40 12,1 20,90 Bergmann ......... slliainkrailwerk ...... 20,5 20/2 21,10 i?,2 6 . _— Schuckert ...... . , . 65 65 65 Siemens & Halöke ...... 80,7. 81 80,50 kldlerwerke Kleyer ...... 3 0> 3 20 3 3 1 Daimler Motoren. 4 4,62 ?,93 10,1 4 4,3 9,62 Heyligenstaedt......... Ul.'cguin........... 10,1 yrankfurtcr Nrmatnren . . . * 0,95 — •W Konservenfabrik Braun . . . 1,15 1,2 1,1 Metallgesellichaft Frankfurt. Pct. Union A.-G........ 2,40 19 2,4 > 2.3 Schubsabri! Herz . . .... * 3,2 3,675 4 Lichel. . . .......... 3,12 1 ',1 > 3.2 ?,1 jjcllstoss Walvbof. ...... 13,25 13 fiuderfabrif Frankenthal . . Zuckerfabrik t?Onabäu(el - • 5,6". 5,'S 4,40 4.4 — Devisenmarkt Berlin-Jttwkstirl tt W» Dan knote«. Ort Billionen Mart au-gedrückt. Boenot-LtreS. Sonde«. Nee» dort. Japan, Rio de Sandro für eine Etnbett. ölen tnt> vudapeü für 100000 Einheit«, alle» übrige für 100 EiLhetttL» Lelearaphtsche Auszahlung. v. Januar 10. Januar Repart. % 9. !10. 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