Nr. 265 Erstes Blatt Uhr „König Ricolo" (Ende nach 10 Ufa). — Reichszentrale für Heimatdienst: 7.30 Uhr, Reue Aula der Universität, Vortrag. — Mittelstands-Vereinigung: 8 Uhr, Turnhalle. Wahlversammlung. — Bund deutscher Militäranwärter. 8.30 Uhr, Vereinslokal, Monatsversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Karawane". — Der Mieterverein beruft in unserem heutigen Anzeigenteil eine öffentliche Mieterversammlung auf morgen abend in den Saalbau Sauer ein. Thema: Stadtverordnetenwahlen. Räheres in der Anzeige. — Die Vortragsvereinigung veranstaltet am morgigen Donnerstag einen Lichtbildervortrag über das Thema: „Erfindung und Entwicklung des Buchdruck s". Bei der Ansetzung dieses Vortragsabends ging die Vortragsvereinigung, wie man uns schreibt, von dem Gedanken aus, daß weiten Streifen unseres Volkes immer wieder Einblick in die für das Geistesleben aller Völker so wichtigen Kulturerrungenschaften, wie es doch die Schrift und das Buch darstellen, gegeben werden soll. 9n Wort und Bild wird der Besucher des Vortrags die Bedeutung des Buchdrucks und feinen raschen Entwicklungsgang kennen lernen. — Camera-Club Gießen 1920. Am Freitag, 13. Rov., abends 81/, Uhr, hält der 2. Vorsitzende des Camera-Clubs Gießen im Hörsaale des Physikalischen Instituts an Hand von ca. 60 naturfarbigen Lichtbildern einen Vortrag über „Die Farbenphotographie in der Praxis'- Hierzu teilt man uns mit: Rach einer kurzen Einführung in die praktische Anwendung der Farben-Photographie wird der Redner Aufnahmen von farbenprächtigen Stilleben, von Personen, von Landschaften und, was bisher wohl noch nirgends gezeigt wurde, von künstlerischen Ausnahmen aus unseren heimatlichen Wäldern Vorfahren. Gerade die Farbenphotographie vermag es. die Poesie des deutschen Waldes in stimmungsvoller Weise wiederzugeben, so das Erwachen des Frühlings im Walde, das Leben und Weben in den Sommermonaten und besonders den Farbenzauber des Laubwaldes im Herbst. Selbst die Farbenaufnahmen im Winter zeigen uns noch die vorhandenen Reize des Waldes, an denen viele Wanderer achtlos vorübergehen. Der Besuch des Vortrages kann allen Raturfreunden und Liebhabern der Lichtbildkunst aufs wärmste empfohlen werden. — Der Geflügel- und Vogelzuchtverein Gießen hält am 28. und 29. November gemeinsam mit dem Brieftaubenklub G i e = ß c n eine Lokalausstellung auf der Liebigshöhe ab. Damit ist, wie man uns mitteilt, ein Preisschießen nebst Tombola verbunden, wobei sich Gelegenheit bietet, schöne Tiere und Gebrauchsgegenstände zu gewinnen. Die Ausstellung wird mit erstklassigen Tieren, die teilweise auf den letzten größeren Schauen, wie Hannover und Frankfurt a.M., höchst- prämiiert wurden, beschickt. > Ein Presse-Prozetz in Gießen. Wegen Beleidigung durch die Presse hatten sich gestern in einer Prioatklage vor dem Amtsgericht in Gießen die Redakteure Dr. David von den „Deutschen Hotel-Nachrichten" in Hamburg, Schild- meier von der Zeitung „Das Gasthaus" in Berlin und Dr. Kirmse von der „Tageszeitung für Brauerei" in Berlin zu verantworten. Privatkläger war Prof. D. Hans Schmidt von hier. Die Privatbeklagten hatten in ihren Fachzeitungen einen Artikel des Generals von Kuhl abgedruckt, in dem zu der bekannten Schrift von Professor D. Hans Schmidt „Warum haben wir den Krieg verloren?" kritisch Stellung genommen wurde. In dieser Schrift wird bekanntlich gegen den Alkoholmißbrauch im Kriege scharf Front gemacht. Dem Abdruck des Kuhlschen Aufsatzes hatten die Privat- beklagten ein Einleitungswort vorangestellt, das schwere Beleidigungen für den Privatkläger enthielt, durch die sich dieser in seiner Ehre und in seinem öffentlichen Ansehen gekränkt fühlen mußte. Auf die Privatklage von Prof. D. H. Schmidt kam es gestern vor dem hiesigen Amtsgericht zur Verhandlung, zu der beide Parteien persönlich erschienen waren. Die Beklagten betonten, daß es sich auch in diesem Falle lediglich um einen Kampf zwischen der Abstinenzbewegung und ihren Gegnern gehandelt habe, daß sie bei der Niederschrift ihrer Zeilen den Prioatkläger gar nicht gekannt hätten, und daß sie bei der Stellungnahme gegen die Schmidtsche Schrift nur für ihre Uebcrzeugung ein- getreten seien; zugegeben wurde weiter, daß man allerdings in der Form dec Abwehr zu weit gegangen sei. Von der Seite des P r i v a t k l ä g e r s wurde heroorgehoben, daß sich die Klage lediglich gegen die ehrverletzende Form der Abwehr richte, den sachlichen Standpunkt der Beklagten aber völlig unangetastet lasse. Nach längerer Verhandlung boten die Beklagten durch ihren Rechtsbeistand einen Vergleich an in der Abgabe einer Erklärung, in der gesagt wird: Die Beklagten haben Prof. D. Hans Schmidt nicht beleidigen wollen, insbesondere wollen sie ihm nicht den guten Glauben absprechen, sie geben zu, daß sie bei ihrer Kritik in der Form zu weit gegangen sind, und deshalb nehmen sie die ausgesprochenen Beleidigungen zurück, während sie andererseits erklären, daß sie auch heute noch den Standpunkt vertreten, daß die Folgerungen des Privatklägers aus einzelnen Vorkommnissen von Alkoholmißbrauch an der Front zu weit gehen. Der Privat klüger erklärte nach Beratung mit seinem Rechtsbeistand, mit der Erklärung dec Beklagten zufriedengestellt zu sein. Die Erklärung bringen die Beklagten in ihren Zeitungen zum Abdruck, außerdem übernehmen sie die Kosten des Verfahrens einfchl. der Kosten des Anwalts des Privatklägers. Nach Erfüllung dieser Abmachungen gilt die Privatklage als zurückgezogen. Turnen. Sport und Spiel. Dom 5. Bezirk im Turngau Hessen. <£ Bad-Nauheim, 9. Noo. Unter Leitung der Bezirksturnwarte F. Hartmann (Bad-Nauheim) und W. Lang (Langgöns) fand gestern hier die erste L e z i r t s o o r t u r n e r ft u n ö e des 5. Bezirks im Gau Hessen im Arbeitsjahce 1925/26 statt. 46 Turnwarte und Vorturner nahmen daran teil Durchgeturnt und eingehend besprochen wurden die Freiübungen für die nächstjährigen Gauoeranstaltungen, ferner die an den Geräten vorgeschriebenen Hebungen. Daneben stand die Turnstunde in erster Linie im Dienste der Vorturneraus- bilbung. Die wichtigsten Grundübungen wurden in bezug auf Turnsprache und technische Ausführung behandelt, daneben waren der Aufbau der Hebungs- gruppen und des Riegenturnens der Vereine Gegenstand gründlicher Belehrung. In der sich an die sehr anregend verlaufene Turnstunde anschließenden Besprechung erstattete der Bezirksturnwart Bericht über die in Bezirk, Gau und Kreis im abgelaufenen Jahre stattgefundenen Veranstaltungen, dabei an manchen oteUen auch mit berechtigter Kritik nicht zurückhaltend. Am Gauturnfest in Friedberg war der Bezirk mit 16 Musterriegen beteiligt, zum Hermannslauf stellte der Bezirk 308 Läufer und 22 Begleitmannschaften. Zu den T u r n« feste n führte der Bezirksturnwart aus, daß sie immer noch mehr von besonderer Weihe getragen fein müßten. Das dahingehende Bestreben der D. T. müsse die Unterstützung aller Vereine finden; auch die Abendunterhaltungen mancher Vereine bedürfen vielfach einer Veredelung. Zum Gauturnfest 1926 in Nidda, das voraussichtlich am zweiten Sonntag im Juli stattfindet, will der Bezirk eine B e - zirksriege stellen, die Massenübungen vorführen wird. Bedauert wurde, daß sich von den 25 Bezirksvereinen bis jetzt nur vier an den Prüfungen für das Turn- und Sportabzeichen beteiligt haben. Es wird erwartet, daß sich zum nächsten Prüfungstermin, der nm kommenden Sonntag in Friedberg stattfindet, auch aus den Landvereinen mehr Bewerber einstellen. Die nächste Bezirksvorturnerstunde findet am 6. Dezember in Butzbach statt. Beschlossen wurde, außer den planmäßigen Bezirksvorturnerstunden weitere Turnstunden einzulegen, die dem besonderen Zweck der Vorturnerausbildung dienen sollen, ist un Vorturnerausbildung dienen sollen, ist und bleibt die Dorturnerschaft doch das Gerüst der Turnerschaft. Handball int Gau Hessen. Vaö-Rccuheim, 8. Rov. Das heute hier fällig gewesene Verbanösvorspiel zwischen Verein für Leibesübungen Marburg und Turnverein 1 860 Daö-Rauheim war das erste Spiel, das nach den neuen Regeln der D. T. für Handball durchgeführt wurde. Das Spiel nahm einen ruhigen, würdigen Verlauf. Aus beiden Seiten konnte sich jedoch infolge des schlechten Platzes und ungünstigen Witterung gute Arbeit im Sturm als auch in den übrigen Stellungen nicht entwickeln. Die Halbzeit endigte mit dem Ergebnis 3:1 für Dad-Rauheim. In der zweiten Halbzeit konnte Turnverein 1860 seinen Erfolg auf 4:1 erhöhen. Durch diesen Sieg rückt Tv. 1860 Dad-Rauheim mit 6 Punkten an die 2. Stelle im Gau Hessen. Hoffentlich gelingt es dem Verein, diesen Platz auch in den weiteren Spielen zu behaupten. Gerichtssaal. ' Darmft aö t, 10. Rov. Das Dezirks- schöffengericht verurteilte den Kaufmann Georg Kammeratb aus Berlin wegen Verrats militärischer Geheimnisse zu 4 Monaten Gefängnis. K. war mit einem französischen Offizier in Mainz in Verbindung getreten, der ihn mit viel Geld bestach, daß er in die Reichswehr eintreten sollte, um darin zu spionieren. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Büchertisch. — Alfred Dreßler: Zwei Wege. Sonnemann Verlag, Halle a. d. S. 621 Hessen-Rassauische Dücherei Bd. 13^ Gold- buft und blaue Berge. Ausgewählte Gedichte von Leo Sternberg (Heimatschollen-Verlag A. Bernecker, Melsungen). Preis 0,50 Mk. Eine volkstümliche Schulausgabe der Dersdichtu ng Sternbergs, der Stückrath einen wertvollen Beitrag zu dec schwierigen Frage der Poesieerklärung als Cinfahrung voranstellt. Die Sammlung erstreckt sich vom Kindergedicht bis zur Lyrik und Ballade hohen Stils, was sie zum ausgiebigsten Schulgebrauch geeignet macht. Das billige und mit Federzeichnungen von Dahlen geschmackvoll als Taschenformat ausgestattete Bändchen wird aber darüber hinaus allen Freunden zeitgenössischer Dichtung willkommen sein. 675 „Die japanische Pest". Roman von Ludwig A n t o n. Verlag Ernst Keil's Rachf. (August Scherl) G. m. b. H. Leipzig, Königstraße 33. Preis: Ganzleinen Mk- 5.—. Ein Roman dessen exotische, unheimliche Phantastik sich in allen Mysterien und seelischen Abgründen des östlichen Menschen bewegt und an Faszinationskraft nur mit den Erscheinungen jener Kultur selb stvergleichen werden faim, aus der er seine unergründlichen und seltsamen Motive schöpft. Die Jllusionskraft dieses Werkes gibt mehr als die bloße Vermittlung eines Racher- lebnisses. Man durchlebt es mit der ganzen Reizbarkeit und Empfindungsfähigkeit einer Hypnose, man sieht seine Ereignisse mit der Ueber- deutlichkeit einer Vision. 626 — Einen neuen Almanachtyp haben Delha - gen & Klasings Monatshefte mit ihrem Almanach für 1 926 geschaffen. Während sonst die Jahrbücher dieser Art Erzählungen, Bilder und Alifjätze in möglichster Mannigfaltigkeit aus allen erdenklichen Gebieten zusammenfugten, h..den die Herausgeber dem neuen Almanach den Charakter eines bestimmten Stils ausgeprägt. Es ist ein Ro- kckojahrbuch geworden, in dem sich die gesellschafi- sich glänzendste Höhe unserer Kultur auf ungewöhnlich reizvolle Weise spiegelt. Die Novellen von Hans Wolfram Geißler, Friedrich Freksa, Vicki Baum, Friede H. Kraze beschwören Gestalten und Stimmungen des 18. Jahrhunderts zu gegenwärtigem Leben, in künstlerisch geschliffenen Essay» schildern unsere besten Kulturhistoriker so bezeichnende Erscheinungen rote Rokokogenerale, Hofmaler und Hofpoeten, gehen dem Geist der Zeit in Park- und Gattenskulpturen, in höfischen Festen, in Musikinstrumenten, selbst in Schönheitspflästerchen nach. Professor Edmund Schaefer verdankt der Almanach den reichen farbigen Bilderschmuck. 670 — Hans Leip: Godekes Knecht (bei Grechlein & Co. in Leipzig).' Von Seeräubern, Non- nen und Hanseaten wird erzählt. Hinter wildem Freiheitsdrang und erfahrener Besonnenheit erhebt sich der Schatten Störtebekers, dessen Name noch heute die Herzen erbeben läßt. Und mitten in die Handlung hineingestellt ist die machtvolle Gestalt des noch bedeutenderen Seeräuberhauptmanns Go bete Michels. — Es sind die großen Erlebnisse und Taten des Magisters Wikbold, des urkundlich beglaubigten Unterführers, dessen ungestilltes Dasein gleichsam über die Zeiten hinweg lebendig geblieben ist. Die wilde Handlung aus ferner Zeit wird geradezu ein Mantel für unsere Gegenwart, für den deutschen Menschen in seinen Besonderheiten und Zielen, die in nichts geändert sind seit damals. 579 — Das wahre Gesicht der Hohenzol- lern. Aus fünf Jahrhunderten ihrer Familiengeschichte. Von Dr. Graßhoff. Verlag Gust. Ziemfen, Berlin-Lankwik. 192 S. Oktav, steif broschiert 3 Mk. 596 Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden QLu.vi übernimmt die Redaktion dem Publikum ' '•‘norfung ) Bei der Kritik der Ausführung der „Braut von Messina" hat das Publikum schlecht abgeschnitten, weil es durch Abwesenheit glänzte. Der Rüffel war gewiß berechtigt, aber man darf fragen, ob der Herr Referent sich auch die Gründe für den mangelhaften Besuch ausreichend klar gemacht hat. Hat er bedacht, daß das theaterliebende Publikum an vier Abenden in der Woche bereits in Anspruch genommen wird, daß man also annehmen darf, daß jeder, der am Theater Interesse nimmt, schon für einen Abend festgelegt ist? Kann man da Wittlich er- harten, daß sich außerhalb des Abonnements noch genügend Schaulustige finden, um den Raum zu füllen oder auch nur gähnende Leere zu verhindern? Wenn die Aufführung der „Braut" mit soviel Liebe und Verständnis vorbereitet und durchgeführt war, wie der Sachverständige rühmt, warum, so darf man fragen, wird sie dann nicht in den Spielplan ausgenommen? Weil die Leute das Stück „kennen"? Ach, du lieber Gott, wer „kennt" denn heute die „Braut von Messina"? Es hätte keinem Abonnenten geschadet, wenn er sich an Schillers Pathos und Ethos hätte erheben dürfen, auch auf die Gefahr hin, daß mancher Besucher, der eines andersartigen Reizes bedarf, sich dabei — streckenweise — gelangweilt hätte. Eine Sonderausführung wie die am Montag aber ist ein Schlag ins Wasser. Einer, der auch nicht da war. Anmerkung der Redaktion: Wenn wir recht unterrichtet sind, hat die Intendanz in srühren Iahren wohl Klassiker im Rahmen des Abonnements zur Aufführung gebracht, leider nur mit dem Ergebnis, daß zahlreiche Abonnenten ihre für den Klassikerabend gültigen Karten in Gutscheine für andere Aufführungen umtauschen, und auf diese Weise das Haus nicht einmal, sondern viermal leer stand. Es scheint uns also doch das pessimistische Urteil des Referenten nicht ganz unberechtigt zu sein! Rundfunk-Programm des frankfurter Senders. (Aus der „Radio-Umschau".) Donnerstag, 12. November. 3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Iugend: Herzige Geschichten von heiligen Pflichten, vorgetragen von Mittelschullehrer W. Klöppel. Gute Kameradschaft: Bruderzwist (für Kinder vom siebenten Iahre ab). 4.30 bis 6 Uhr: Rach» mittagskonzert des Hausorchesters: Alexander Borodin. 6 bis 6.30 Uhr: Die Lefestunde: Aus dem Buch: Unter Indianern Südamerikas, von Prof. Dr. Max Schmidt-Berlin. 6.30 bis 7 Uhr: Vortragszyklus der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M.-Hanau: „Die neue Straßenverkehrsordnung". Vortrag von Syndikus Dr. Schmalz. 7 bis 7.30 Uhr: Uebertragung von Kassel: Intendant Paul Bekker spricht zur bevorstehenden Aufführung im Staatstheater über Glucks „Armida". 7.30 bis 8 Uhr: Funkhochschule Frankfurt. „Goethes Weltanschauungsgedichte". Vortrag von Dozent Pfarrer Taesler. — Fünfter Abend: Goethes weltanschauliche Spruchweisheit (Parabcfa, Epirrhema, Ante- pirrhema, Allerdings, Ultimatum; Aus den Spruchreihen). 8.30 bis 9.30 Uhr: Übertragung von Kassel: Gluck-Feier. 10 bis 11 Uhr: Reu- Oesterreichische Opern. Sie sind andauernd verstopft, wechalb wtrJhnen raten, in derAvotheke t"Gratnin Herber-Kerne zu taufen, die auch bet längerem Gebrauch unschädlich, habet stets wirksam sind. Bestandteile auf der Packung. 9188ss Räucherapparate in la doppelt verzinkt. erstkl.AuSft'ihrung liefern eine hervorragend, wohlschmeckende Dauerware! Eign, sich vorzüglich zum Lüften u. Aus- bewahren, auch im Sommer! 104!3D in all. Großen zu niedrigsten Preisen und denkbar giinstiakten Zahlungö dedingungen sofort lieferbar bei Gg. Scbieferstein, Masch.-Fabr., ticii (flirt.) Fernspr. Nr. 17. Fernspr. Nr. 17. Hansa Handelsschule /. Kunzeimann Gießen, Bahnhotstr. 60 vorm. Hermes Neue Kurst täglich A njnähme ■BBBBBB Tel. 802 Autofahrten Tag und Naci|t. HBBBBBB AUFWERTUNG Auf vielseitigen Wunsch haben wir eine Auskunftstelle für Aufwertungsfragen eingerichtet. Unsere Mitglieder und Geschäftsfreunde erhalten kostenlosen Rat. Sprechstunden Montag und Donnerstag nachmittag von 3—5 Uhr. Handels-und Gewerbebank e. G. m. b. H. Gießen, Ostanlage 35. 10669D Raupenleim I SM - niemand, Mäuobura 17. Tel. 240 auch nacht« Verschiedene Sorten Wein noch abzugeben zu billigsten Tagespreisen sowie MW und lu,l9D WWW. Mheiimstr.li. Mufti ES und Sand aus dem Lahnfluh liefert prompt und billig C.Rübsamen,Gießen Fernsprecher 1659.________1860c Bilanzlehre, brieflich 10G30SS Vorzügliche Ausbildung »>. Kodier. Iranksurt a. Janobolsir. 10. Bilanz- sackw.'rständiger mit Bojäbr. Praris. Rat tu schwierigen Geschästs-Aitgelegenhetten. Intelligenter Kaufmann, 29 Jahre, evgl.» an gutem Unternehmen beteiligt, wünscht mit Dame entsprechenden Alters in Verkehr zu treten zwecks Heirat. Einige Mille Vermögen erwünscht. Diskretion Ehrensache. Vermittler derbeten. Schrift!. Angeb. u. 106990 a. d. Gieh.Anz, aniiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiii) BtnfiOB BtORÖl llVerschiedenes) Neuen Baue 22 ßlllillllüllllllllllllilllllllllD 1O747Ü lausen. Neuen Baue 15 I. - 10734ss ttgunfl. gesucht. 09119 an der Abendkasse. 10732c Telephon 1581. Steinstraße 73. Preir-Lbschlag Grohe Auswahl in Konserven Lichtspielhaus Aus Wunsch Lieferung frei Haus: 10742D Nur noch diese Woche! 10750c 0.31 0.39 0.42 0,08 0.25 0.24 2.30 91. Peitzig, Magdeburg, 5latbannenstr. 10. SGefliig. \ und Drucksachen al lerArt liefert In jeder gewünschten Ausstattung stilrein und preiswert die Brühl’sche Univ.-Druckerei. R. lange. ' Bauer Tuchhandlung . Moltkestrafle 22, Wir bieten .... Pfd. 0.33 im Alter von 21 Jahren. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Margarete Kaiser Ww. und Kinder. Es-Dur (Köchel 428). Eintrittskarten Mk. 5.—, 4.—, 3.— und Steuer bei Ernst Challier (Fernruf 671) an der Kasse. Studentenkarten Mk. L— Verwalter der Universität. Wieseck, Schotten, Geilshausen und Kappel, den 11. November 1925. Provisionsvertreter f. Immobilien uiiu., keine Nebenbeichäs- H.-finzugslolfß, la in farbig und blau, von Mk. 3.5) an und höher 2— einschl. und abends beim Haus- lCC3tc Zucker, sein..... Kristallzucker..... H-Palelolslolle, la in verschiedenen Mustern, von Mk. 6 — an 10 gewaltige Akte. Deutsche Bauern gründen in Amerika eine neue Heimat. Ein herrlicher Film, den niemand versäumen sollte. Schauspiel nach Goethe und historischen Motiven. 6 Akte und ein Vorspiel. Mitwirkende nur erste Kräfte, darunter.- Luzie Höflich Erna Mo reu a Geirrud Welker Grete Reinewald Eugen Klöpfer Leon, v Ledebour Paul Hartmann Hans l'rausewetter Albert Steinrück Theodor Loos usw. Der ATA-Cngel ist vergnügt, Weil seine Arbeit-nur so fliegt. Jn heller Freude ruft er aus:< ÄTA gehört in jedes Haus! ATA und altes! V/iU verkaufen: Weis; emaillierter WensWik Bettstelle mit Ma' tratzc, eiserner Ztiichen Herdn Füll- oscn sowie dunkler Herrenmantcl und ein Herrenanzug, fast neu. 09n61 Weserstr. 19 v. D.-Manlelslolie mit Bordüren von Mk, 5.50 an und höher Ml». Zimmei au vermieten Grabenstrane 9. Zuoerl., besseres Mädchen von 8 bis 5 Uhr Gabardine ralue Wolle, 140cm br.. ä Mk. 4.85 per Meter Die Beerdigung findet Donnerstag, den 12. Nov., nachmittags 2 Uhr, in Wieseck vom Sterbehaus, Grabenstraße 3, aus statt. 10759D Vertreter für den dortigen Regierungsbezirk für großartigen, erstklassigen täglichen Gebrauchsartikel, d. in keinem Vnbeu au baben ist, aciucht. Beeilen Sie sich: die Hansi'rau wartet darauf Ang. unter K. L. 831 v. iui Ala- Haasonstoin & V ogler A.-fl., Cassel. [.,7mA Würfelzucker........ „ Puderzucker.......... „ Kandiszucker, dunkel „ Auszuamebl in 5- und 1« -Pfund-Beuteln . „ Blntenmebl 09 ,. 10 Pfund billigst an: Ploch.-Pslaumeu i.P., Pfd. 0.85 Bosn. Pslanincu, lose „ 0.60 Aprikosen, kalif, la „ 1.50 Palmin..........Psd. 0,88 Kokosfett in Tafeln „ 0.78 Echt am. Schweineschmalz 1.15 Salatöl, erste Qualität, Vtr. 1.30 Backöl, la Kaltschl.-Oel „ 1.20 AßW. Jeden Donnerstag abend frische Leberund Blutwurst mit Kraut und Kartoffelbrei. Spezial-Ausschank Münchner Löwenbräu Hell und Dunkel. 09127 Emil Freund. Ab morgen: Voraufführung für ganz Süddeutschland Götz von Berlichingen Sämtliches Brennmaterial Kohlen, Briketts Koks, Holz -> in nur besten Qualitäten liefert M° Treclisle r 3- u. 4,-Zimmer* Wohnung tNeub., Billenotert.i, m. ^entralheizg« bei 120(i, bzm. 3500 Mk. Miet Vorauszahlung sofort zu vermieten. Näheres [09085 Eredneritr. 16 I. 2 evtl. 3 MÄM mtl Zubeh. t. b. Lage zu vermieten. W33 Kcvl erste. 1 i. Mist zu verkaufen. C9l-’l> Eüdanlage 10. zucht- Vere'n f.GießeDU.Ümg.l897e.V. Annieldebogen zur tfofnlfdmu am 28 u. 29. 9toubr. auf der „Vlebigshöhe" fvöic» stenö bis zum 15. d. Mts. an Herrn Eraor Font, Gießen, Bergwerk einsend. lO74OD Heute und morgen erhalte frische w zu billigsten Preisen. 10748c lugusIMgitt 17 Marktvlav 17 Telephon 1662. Sehr. MSnnche / Gießen Kolonialwaren • Delikatessen • Drogen Fernruf 1320 Ecke Liebig und Wilionstrakc Fernruf 1320 Jeder Zoll ein Kavalier — von der Krone bis zu den spiegelblanken Schuhen. Womit die Schuhe so glänzend geworden sind, können Sie sich ja denken: Selbstverständlich mit Erdal! Erdal DieNomia/dose schwarz 25 Pfg. Altes Blei tBleiröhrem laust BrühlscheDruckeret D'1 Schulstr. 7/9. Wegen Umbau meines Ladens Bahnhofstraße gewähre ich von heute ab auf alle Uhren, Gold- und Silberwaren 20 Prozent Rabatt Günstige Gelegenheit für Geschenke jeden Standes, insbesondere für Vereine usw. Auch schon für das bevorstehende Weihnachts-Fest sehr zu empfehlen Emil Otto Uhren- und Goldwarenhaus, Gießen, Bahnhofstraße 49 haben Siezu jeder TasseKafsee, wenn Sie statt Bohnenkaffee Quieta trinken. Eine Tasse reinen Bohnenkaffees kostet 4 Pfg., eine Tasse Quieta mit 25% Bohnenkaffee nur 1 Pst). Niemand wird im Geschmack einen Unterschied merken. Jn Vz Pfund- Paketen 80 Pfg., niemals lose! Kaufe den feinen Lesflug - Lebkuchen! gesucht von älterem Herrn. Schriftliche Slnoeb. unt. 09104 an den Gies;. Anz. erb. Aeltereö, zuverläss., sauberes (09121 »W für zwei Personen für sofort gesucht. Balser, Kaiferallee 66. Vortrags-Vereinigung Donnerstag, den 12. November 1925. abends 8 Ehr. in der Neuen Aula, der tniversität Liehtbilder-Vortrag des Herrn Fr. W. Poll in* Aschersleben: Eriiiiöig». EnlwiekEiing te BiicMmte Eintrittskarten in der Musikalienhandlung Challier und Wild. Dulcin kinderlieb u.musikal., im g. Hausm. u. in gut blirgerl. Küche oollk. erf, sucht vafs. Stelle. Sehr nuic Zeugnisse. Schrift l. Angeb. unter 10739D an d. Gteff. Anz. erb. möödien vom Lange wünscht zur Erlern, aller hauSl. Arbeiten den Winter über An- schlun in bess. Hause der Stadt. Schrift! Angeb. unter 09128 a. d. Gieß. Anz. erb. Gestern abend ll1/, Uhr verschied nach langem, schwerem, mit großer Geduld getragenem Leiden meine liebe Tochter, unsere gute Schwester Minna Suchen ZUM Besuch von Behörden u. Industrie röhrige Vertreter bei yoher Provission oamc VklhWUgWlUhlik K.K.H.H. Tel. 1227 Giehen Nordanlage 7. Winternothilse Gießen 1923. Der bevorstehende Winter wird unter dem Drucke der Wirtschaftslage und der weit verbreiteten Arbeits- und Stellenlosigkeit wiederum für viele hart und schwer werden. Trotzdem will die Winternothilfe vorerst von einer Sammlung für ihre eigenen Zwecke absehen. Sie möchte nicht die Sammlungen gefährden, die in den nächsten Tagen durch hiesige Vereinigungen der freien Wohlfahrtspflege, der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen, der Arbeitsinvaliden v. a. eingeleitet werden, um den Kindern notleidender Familien eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Es ist aber in den letzten Jahren vielerseits, vor allem unter der hiesigen Geschäftswelt, unliebsam empfunden worden, dah sehr zahlreiche Vereine gesammelt haben und daß es dem einzelnen nicht möglich gewesen ist zu übersehn, welche Vereinigung mehr, welche weniger für ihn in Betracht kam, und welche Ansprüche insgesamt noch an ihn gestellt werden würden. Es sind auch wilde Sammlungen ohne Genehmigung des Polizeiamtes zu recht dunkeln und oft eigennützigen Zwecken vorgekommen. Die Geschäftsstelle derWinter- nothilfs, Gartenstraße 2, Obergeschoß, Zimmer Nr. 17, erklärt sich deshalb bereit, allen denen die eine Weihnachtsspende geben wollen, kostenlos ein Verzeichnis derjenigen Vereinigungen zuzusenden, die polizeiliche Erlaubnis erhalten haben und deren Berücksichligun« von der Winternothilfe und vock städt. Wohlfahrtsamt empföhlet werden kann. Das Verzeichnis wird auch den Zeck der Sammlung, die Zahl der zu bedenkenden Personen und die Namen der Leiter enthalten. Die Winlernothilfe ist ferner bereit, Gaben ent- gegenzunehmen. Der Spender hätte dabei anzugeben, welchen Vereinigungen er etwas zuwenden will und wieviel. Er erhält dann eine Bescheinigung, daß er bereits für Weihnachten gegeben hat und kann bei ihm vorsprechende Sammler hierauf verweisen. Die Spende wird bestimmungsgemäß an die betreffenden Vereinigungen verteilt. Die Ausgabe der Verzeichniffe erfolgt, sobald sich übersehen läßt, welche Vereinigungen sammeln werden. Der Vorsitzende: Dr. Frey, Beigeordneter. 10753D Heute letzter Tag: Die Karawane Frische See- und Flußfische empfehle anS täglich eintreffenden Sen- dunacn zum billigsten Tagespreis. 10,6,c Hamburger Fischhandlung A. Koeh Nachtolgar, Schulstr.10 Tel.1612. Glatthaarige vor 14 Tagen ent laufen. Name „Alina", Kcitenhals- band Wiederbrtnaer Belohnung. 16121 Schisfenberger "Weg 1S, Tel. 935. Gießener Konzertverein Sonntag, den 15. November 1925, nachmittags 5 Uhr, in der Universitäts-Aula Zweites Konzert Oas Amar-Ouar tett Casella: Concerto f. Streichquartett. — Reger op. 141 B Streichtrio. — Mozart Quartett Kernseife, weiß, ' ,Psd.-St. 0.25 (5icr, la, durchleuchtet, St 0.19 „ gelb, 200-x.Stiilk o.20 10 Stück 1.80 5 Stück 0.95 Zitronen, neue Ernte, St. o.io Borax Lan.-Feinieife, St. 0.30 ~ 10 Stück 0.90 im Karton, 3 Stück.......o.85 Datteln, Grönüffe, 5ti)oroi..goiifitüren | la Gebrannte Kaffees Pfd. 3.20.3.69,4.00,4.40,4.801 Reiche Auswahl in englischen, Ronnescldt- und Mcßmer-Tees ff. Weine und Liköre Fischbestell. werden zur prompten Lieferung cntgegengenommen Aus vielseitigen Wunsch demnächst la LANDBROT Außerdem 2% Rabatt auf alle übr. Lebensmittel Frau ö. W Südanlage 17 p. MtiiMk« sofort gesucht. ,,».D Hotel Lenz. Buchen-, Eichen-, Tannen- Brennholz sowie Hausspahne abziigeben 01102 J. Wellhöfer. Marburger Straffe Glas« auf saiz 115 X 53 X 20, nur Theke mir 2 ausziehbaren Klappen, neu, preiswert zu ver- 5onmgeniööi.3tmmer Glitte Verpflegung. ret. 1085. j MietgesBche | 1 ob. 2 möblierte oder unmöblierte Zimmer evtl m.Kochgelegenheit, gesucht. Schr. Angeb. unter 0912!) a. d. Gieß. Anz. erb. Einfach möbliertes Zimmer von Danerinieter sofort gesucht. Schrtfil. Angebote mit Preisangabe unter 107381) an den Gteff. Anz. Frische Fische heute ein «reffend SANA große, o. St., per Pfund 40 Pf. «eijsn 0. St., v. Pid. 35 lif. Wki!»uss!tze!ißsltze per Psd. 35 Pf. Landbrot täglich frisch, unerreicht in Qualität. 4-Pf).-Laib GO Pf. Hch. WM Liebigstratze 71, Televh. 168.. 10749c Räucher- sägernehl trocken ab Lager liefert 10 die auf das feinste durchgeführte Arbeitsteilung im Dienenstaat festzustellen. Wenn die frisch geschlüpfte Diene die Beste der Puppenhaut von ihrem Körper abgeputzt hat, dann beginnt sie ihre soziale Tätigkeit stets als „Zellenputzerin": sie kriecht in leere Druüellen hinein und macht sie sauber, damit sie Die von der Königin gelegten Eier aufnehmen können. Hat die Zellen- puherin mehrere Zellen besucht, dann sitzt sie stundenlang ruhig da, aber immer nur auf Drut- zellen, und zwar ist dann ihre Ausgabe, tue Drut zu wärmen, wie ein über die Zelle gelegtes Federbettchen. In dieser ersten Lebenszeit läßt sich die junge Diene noch von älteren Genossinnen füttern. Erst vom dritten Lebenstage an holt sie Pollen und Honig aus den Dorratszellen und beginnt nach der indirekten mit der direkten Brutpflege, indem sie den mindestens 4 Tage alten, also fast erwachsenen Larven Pollen und Honig in ihre Zelle hineingibt. Die „Futterdrüse" ist zu dieser Zeit noch nicht funktionsfähig, aber da biere Diene ein gut Teil der Vorräte für sich zur Aahrung behält, reift die Futterdrüse bald heran, und vom 6. Lebenslage an vermag sie. aus dieser Drüse zu sezer- nieren. Darauf geht sie sofort dazu über, jugendliche Larven mit dem Futterdrüsensaft ’,u füttern. Alle Larven erhalten so von den mindestens etägigen Arbeiterinnen Drüsensaft, die älteren auch noch von den jüngsten Dienen Pollen und Honig. Dis zum 15. Lebenstage etwa ist die junge Diene beim Füttern der Brut beschäftigt, dann bildet sich ihre Futterdrüse zurück. Gleichzeitig ändert sich das Denehmen Der jungen Diene vollständig. Sie nimmt jetzt Intereste an den Werbetänzen der beladen heimkehrcnden Feldbienen, von denen sie vorher „wie erschreckt geflohen"; wenn sie einmal an einem schönen sonnigen Tage dem Flugloch zu nahe kommt, so wird sie in den allgemeinen Wirbel mit hineingerissen und verläßt zum erstenmal den Stock. Dom „Innendienst" geht sie so allmählich zum „Außendienst" über. Die ersten Flüge dienen jedoch nur Der Orientierung, ohne daß sie selbst noch sammelt. Dickmehr liegt ihr Hauptbetätigungsgebiet nach wie vor im Stock; sie beginnt nun den heimkehrenden Sammlerinnen Den Rektor abzunehmen, um ihn teils an Stockgenossen zu verfüttern, teils in die Dorratszellen zu tragen. Außerdem Diese Vorgänge verschmelzen völlig miteinander, wie unser Bild 3 lehrt, das eine Ansicht der Spiegelsektoren von oben in vier verschiedenen Stellungen — a bis d — gibt. Im Bild 3a ist ein Filmbild gerade in der Mitte des Fensters. Unten und oben ist je ein Spiegel voll im Strahlengang. Bei einer geringen Drehung der Scheibe wird bereits das nächste Bild mitbeleuchtet — Bild 3b — und an die gleiche Stelle der Leinwand geworfen. Seme Helligkeit ist aber noch schwach. Das erste Bild nimmt nun aber genau um soviel an Helligkeit ab, wie das zweite zunimmt, so daß die Gesamthelligkeit dauernd gleich bleibt. Im Bild 3c hat jedes Bild gleiche, aber halbe Beleuchtung, und im Bild 3d ist das erste Bild schon fast verschwunden. Der Eindruck, den man auf der Leinwand hat, ist verblüffend. Die Bilder kommen gleichsam eins aus dem andern hervor, und die bewegten Gegenstände erscheinen fast körperlich. Das Auge spürt nicht die geringste Ermüdiing, da jeder Helligkeitswechsel tatsächlich vermieden ist. Der Film wird, da er völlig gleichmäßig bewegt wird, äußerst gering beansprucht. Die Vorführgeschwindigkeit ist beliebig. Werden gewöhnliche Filme ganz langsam gedreht, z B. mit etwa vier Dildwechseln in der Sekunde, so scheint man Zeitlupenaufnahmen vor sich zu haben. Der Wechsel von einem Bild zum andern erinnert an die bekannte Darstellung von Traum- erscheinungen im Film, wo das Traumbild allmählich in anderen erscheint und dann wieder lang- —EnsacBscawzaM i i IMUI III»! ii 11 ai1 ct ist sie als „Pollenstampferin" tätig. Wenn nämlich die heimkehrenden Poklensammler ihre Höschen in den Dorratszellen abstreifen, Dann stampft unsere Stcckbiene die Pollenlugeln zu einer festen Masse zusammen. Endlich entfernt sie Fremdkörper aus Dem Stock, nagt die Drut- zcllenränder glatt unD erleichtert durch Auf- b.itzen der Wachsdeckelchen den 3ungbienen das Ausschlüpfen. Gegen Ende dieser zweiten Periode im Stock, Die ungefähr bis zum 20. Lebenstage Dauert, versieht sie Den Wächterdienst, hält sich dauernd in unmittelbarer Bähe des Zkuglochrs. kontrolliert die heimlehrenden Dienen. wehrt zudringliche Wespen ab und sorgt für Ordnung. Erst dann wird sie aus der ..Hausbiene" zur Feldbiene. Dienten ihre Flüge bis dahin dazu, sich Die Ortskenntnis in der Umgebung zu verschaffen, so kehrt sie plötzlich eines Tages mit Fracht beladen heim und entledigt sich derselben im Stock genau so wie die erfahrenen Sammlerinnen. Dur tanzt sie zunächst noch nicht; sie „spricht" weder, noch „versteht" sie Die Dienensprache. Erst ganz allmählich nimmt sie an den Werbetänzen teil. Im „Hofstaat" der Königin findet man Dienen aller Lebensalter, die sich in diesem Dienst beständig abwechseln. So herrscht eine aufs feinste abgewogene Harmonie im Leben und in der Arbeit des Bienenvolkes. Das Lebensalter der Sommerbienen wurde mit etwa 37 bis 48 Tagen festgestellt; die älteste Diene wurde mit 55 Tagen zum letzten Mal im Stock gesehen. Von der WolkenphotograMe. Wie viele Amateurphotographen versuchen sich, von der künstlerischen Wirkung angezogen, am Wolkenphotographieren und wie wenig wirklich gute Resultate werden dabei erzielt. Die Technik der Wolkenphotographie ist allerdings auch sehr schwierig. Um diese Schwierigkeiten zu überwinden, muh man erstens die sam verschwindet. Ganz besonders missallend ist über die vollkommene Gera. ^.uosigtc.t Der Vorführung, denn das gewohme Mchrtzinengewehrknat- tern, das eine unvermeidbare Begleitmusik bei unseren jetzigen Vorführungen bilde«, füllt natürlich weg, da cs von Der ruckartigen Bewegung Des Films in Den bisherigen Vorführur.gsapparaten stammt. llt .. Unser Bild 4 gibt eine Ansicht Des vollständigen Apparates. Das Lampengehäuse 19 und Die -irom= mel 20 mit den bewegten Spiegeln ruhen auf einem Fuß 18. Im Teil 23, Der zum Einlegen des Films um die Achse 21 nach unten gekippt werden tonn, befinden sich das Prisma Iß und Die Linsen 15. 17 ist ein auswechselbares Teleobjektiv zur Einstellung Der BilDvergrößerung. Die Filmtrommeln 21 unb 22 sinD liegend ongeorDr.et, was ebenfalls außerorDentlich zur Filmschonung beiträgt. Der Apparat kann o'.ich für unbewegte Lichtbilder benutzt werden. JDer neue WanDelbildwcrfer ist ein Meisterwerk allerersten Ranges, und er kann Dem Planetarium von Zeiß als ebenbürtig on Die Seite gestellt werben. Die deutsche optische Industrie hat Damit wie- Derum bewiesen, Daß sie des Rufes als Der ersten in Der Welt Durchaus würdig ist. Auf Dem Wegs zur Steppe. DieDernichtung unserer Moore. Von Max Schneider. Niemand bszw7 feit, daß die K.Iti- Vierung und Des cdrlung von Oedlän're- rcicn ein nationales und j d r Förderung würdiges Werk, ist. Immerhin l egen in einer einseitig übertriebenen Meliora- tion he mailichen Bodens Gefahren, d e vielleicht nicht genügeno beachtet werden und auf die im folgenden ein Fachmann Die Öffentlichkeit hinweist. In die'en Tagen brachlen D e Tageszeitungen Die Rachricht, daß Die Deutsche Oedlandkultur- gesellschaft m. b. H. nun Darangehen will, auch das Havelluch zu kultivieren. Doch in d.esem Jahr sollen von dem über 100 000 Morgen in Frage kommenden Revier 6000 Morgen urbar und saat- fertig gemacht werden. Dieser, wie es heißt, bis jetzt minderwertige Boden wird bald in bestes Wiesen- und Weideland umgewandelt fein, auf Dem 40 000 Stück Großvieh gehalten werden können, von dem täglich 300 000 L.ter M.Ich und jährlich 100 000 Zentner Fle sch für D e Großstadt zu erwarten sind. Berlin hat sich darum auch sofort bereit erklärt, der D.Oe.K.G. ein Darlehen von 800 000 Mark zu gewähren. Als ich vor mehr als zehn Jahren nie:ne Studien in diesem Gebiet begann, war das ganze Luch von Bauen bis Rhinow, abgesehen von einzelnen in das Tal hine.ngestrichelten In- landsdi'menzügen und Talsandhorsten ein e nziges grünes Wiesenmeer, an dessen Rand D.ehkoppeln vor den Ortschaften lagen und ganz selten einmal ein kleiner anderer Farbfleck a tf den schüchternen Versuch des Anbaus einer Feldfrucht hindeutete. Wer damals cs gewagt hätte, in Der Zeit von Anfang September bis Mitte Juni diese grünen Weiten zu durchqueren, ohne die sicheren Wege genau zu kennen, wäre bald im Moor stecken geblieben. Heut ist das ganz anders. Das Luch ist durchweg den größten Teil des Jahres glatt passierbar. Seine eigenartige Tierwelt ist fast völlig verschwunden. Aus dem einst unruhigen Moorboden mit schlechten Gräsern waren fast überall schöne glatte Wiesen geworden, deren Edelheu für Stallfütterung stark begehrt wird. Aber das meliorierte Luch hat den Viehbestand des Havellandes selbst nur wenig vermehrt und Die Milchlieferung Der Städte in erster ßinie nur durch die besseren Transportmöglichkeiten (Oluto) gesteigert. Ein großer Teil des Heus ist Darum HandelsproDukt geworden. . Inzwischen hat daneben noch eine bedeutungsvollere Wirtschaftsbewegung eingesetzt. Wer einmal mit der Dahn von Friesack bis Rauen fährt, kann sich schon vom Zuge aus davon überführen. Wo sich noch vor wenigen Jahren nichts als weite Grasslächen ausdehnten, tauchen anfangs als kleinere dann immer größere Inseln Lupinen-, Ruben-, Kartoffelfelder auf; Roggen-- unD Haseräcker nehmen ständig zu. bis von Paulinenaue über Dergerdamm nach Rauen dos ganze frühere weite Luch in ein einziges Riesenackerfeld übergeht, auf dem nun in umgekehrter Dlauwirkung Der die photographische Platte trefsende:i Strahlen zurückhalten, zweitens mutz die Platte durch einen der Emulsion zugesehten Farbstotz für Gelb und Grün empsindlich gemacht werden. Tim das Blau zu dämpfen, schaltet man vor oder hinter das Objekt eine monochromatische Gelbscheibe ein. Drei Gelbscheiben von verschiedener Dichte werden für die meisten Zwecke genügen. Die hellste Gelbscheibe benützt man zur Aufnahme stark glänzender Wollen bei blauem Himmel, während man die dunkelste für ganz feine Wolken bei blauem Himmel verwendet. Da durch das Filter das Blau des Himmels gedämpft ist und die grünen weniger brechbaren Strahlen in größerer Menge eintreten, mutz man eine Platte verwenden, Die auch für die grünen Strahlen empsindlich ist. Die gewöhnlichen Trockenplatten sind nicht für Gelb empfindlich, aus diesem Grunde mutz man oriochromatische Platten verwenden. Heber die Delichtungszeit lassen fid) sehr schwer nähere Angaben machen; denn selbst bei großer Er-, lahrung wird man sich oft über die Helligkeit Der Wolken täuschen. Will man Wolken ohne Halbtöne, (Sirren, photographieren, so arbeitet man vorteilhaft mit einer kleinen Blende und belichtet kurz. Die Platten sind dann nach Der Entwicklung zu verstärken, wozu man sie für einige Minuten in eine einhalbprozentige Sublimatlösung bringt, dann auswäscht und sie fo lange in einer zweipro.-entigen Lösung von Schlipp- schem Salz läßt, bis Die Gelatine von Der Lösung Durchdrungen ist. Zu Den technisch schwierigsten Aufnahmen gehören die Ausnahmen ganz zarter Cirren in ihrer Entwicklung und Umformung oder auch bei ihrer Auflösung. Sehr zweckmäßig für Wolkenaufnahmen sind Weitwinkelobjektive zu verwenden, da man durch sie einen guten Ueberblid über die Gesamtheit Dec Erscheinung erhält. Folge nur ganz selten ein paar kleine Wiesen versprengt eingegliedert liegen. Lind in dem von der letzten Melioration noch unberührten Gelände. im Rhinluch, zwischen Friesack und Rhinow, hat dieser Prozeß auch schon mit sprunghaften Schritten begonnen. Dadurch ist der Werdegang der Moorkultivie- rung in ganz andere Bahnen gedrängt worden, in solche, die zwar zunächst nicht ungünstig, aber doch nicht diejenigen sind, die beabsichtigt worden waren. Vermehrung der Milch- und Fleischprodultion war das Ziel, und Kartoffel-, Rüben- und Getreideanbau das Resultat der Melioration. Wie konnte cs aber geschehen, daß die Dinge sich so ganz anders entwickelt haben oder, wie ich meine, sich unbedingt entwickeln muhten? Es ist bekannt, daß die Gletscher der Eiszeit mit ihren Moränenablagerungen undSchmelz- wassern das Antlitz der Mark modelliert haben. Die Abflußgebiete der Gletscherwasser waren die großen Urstromtäler, wie das Warschau-Berliner, in denen mcilenlange Stauseen ruhten. An diesen großen Talseen erschienen vor etwa 9000 bis 10 000 Jahren die ersten Jäger und Fischer, deren Sicdlungsreste von mir aus dem Rhinluch bei Friesack ausgegraben worden sind. Sie befinden sich jetzt im Saal 1 der Vorgeschichtlichen Abteilung der Staats-Museen, Prinz-Albrccht- Straße. Aber schon zur selben Zeit, also in,der' sogenannten Ancylusperiode, begann die langsame Vermoorung dieser Seen, die bis in die Reuzeit hineindauerte. Die Seen vertorften, verschwanden. Rur im Westen haben sich noch einige halten können. Lieber den Talgrund, über seine Seen und Hügel wuchs das Moor, ein Riesenschlamm, aber das große Wasserreservoir für das ganze Havelland. Mit der ersten Melioration im für die Somstagsnummer können nur bis Freitag vormittags verbindlich angenommen werden. Zwecks wirksamer Satzausstattung erfolgen Bestellungen zweckmäßig bereits im Laufe des Donnerstags IMSkSKWmLMlS 9818D 18. Jahrhundert brachte der Mensch diese Entwicklung zum Stillstand. Das Moor wurde trockener, sackte zusammen, 1 bis 2 Meter wurden als Brennstoff abgetragen, und immer neue Gräben vollendeten die gewaltsame Austrocknung des ganzen Luchs. Mit diesem Zeitpunkt beginnt es das Schicksal dec iiefgelagerten Gelände und Seen in der Limgebung von Berlin zu teilen, das schon zu so vielen Rotrusen Anlaß gegeben hat. Wie viele Pfühie, Teiche sind auf den Hochflächen um Berlin, wie viele Fenne und Seen in den Tälern und Grunewaldrinnen im Laufe der letzten Jahrzehnte verschwunden! Der Franzosenpfuhl auf dem Tempeihoser Felde, der Vierstückenpfuhl und der Riemeister°See bei Zehlendorf, der Schö- nower See bei Teltow, der Milmersdorfer See existieren nicht mehr. Die Krumme Lanke und der Schlachtensee werden nur durch tägliches Auf- pumpcn noch künstlich am Leben erhalten, und itdie Ver''andungszone an den Havelufern wird jährlich breiter, u. s. f. Es hilft kein Verschleiern *met)r: Was dem aufmerksamen Veobachter längst ^tlar war, was der Geograph Halbfuß auf Grund eines großen, eindrucksvollen Ma'erials erwiesen hat, ist richtig: Rorddeutschland trocknet aus! Die Abholzungen der Wälder, die Regulierung und damit der schnelle Abfluß der Ströme, die Meliorationen der Moore jagen das Wasser aus dem Lande ins Meer, und der Riesenverbrauch der Großstädte an Wasser im Haushalt und in der Industrie saugt den letzten Tropfen aus dem Boden Von Jahr zu Jahr sinkt, wenn nicht ganz besondere klimaiische Verhältnisse auf kurze Zeit diese unheilvolle Entwicklung durchbrechen, der Grundwasserspiegel. Schon klagt man allerorten, abgesehen von den diesjährigen außergewöhnlichen Llmständen, in Rorddeutschland über eine Abnahme des Ertrages trotz sorg'ältiger Düngung. Fremdartige Krankheiten be a .en plötzlich Wald, Obstbäume, Sträucher, Feldsrüchte. Von diesen Raturumwälzungen ist auch das Luch mit betroffen. Denn die Wasserhältnisse Groß-Berlins sind wie ein weitverzweigtes Adersystem mit der Spree an die Havel, Elbe und Rordsee angeschlossen. Größere Ader ässe im Zentralgebiet, als das Berlin anzusehen ist, müssen sich unbedingt auch im Havelland auswirken und dort bei vermehrten Abflußmöglichkeiten stärker in Erscheinung treten, und desto deutlicher, je näher dem Zentraigebiet. Der Landwirt merkt davon zunächst nichts oder macht sich wenig Gedanken da.über. Rur plötzlich fällt ihm auf, daß ein Teil feiner Wiesen so trocken wird, daß sie wenig Heu liefern. Lind er baut Rüben, Kartoffeln, Getreide darauf und ist glücklich über den guten Gedanken, der ihm bessere Ernten und höheren Gewinn bringt. Denn der in dieser Beziehung noch jungfräuliche Boden liefert bei richtiger Behandlung wirklich gute Erträge, im Ansaig na ürlich. Lind so verschwindet allmählich das Luch und wird zum Ackerfeld. Freilich muß fleißig mit Kainit und Thomasmehl gedüngt und die schwere Motorwa^e den Moorboden zu- sammenpre sen, sonst jagt der Wind ihn in die Weite. Bis auch dies nicht mehr hilft, bis die Austrocknung so weit vorschreitet, daß das Luch auch als Ackerboden ferne Rolle aus gespielt hat. Denn das Have^ländische Rhinluch ist ja gar kein Moorgebiet mehr wie die nordwestdeutschen Moore. Die Bohrkac en der CeosogUchen Landesanstalt und meine eigenen Bohrungen im Frie- ■acfec Rhinluch haben erwiesen, daß die post- glazialen Stauseen nur sehr flach, meist nur 1,50 bis 2,25 Meter tief waren und in einem recht unruhigen Gelände lagen. Daraus konnten nicht sehr mächtige Moore entstehen, und von diesem späleren Hochmoor ist früher schon die Oberhälfte abgetragen worden und der Rest stark '.usainmengesackt. In dem weitaus größten Luch- eil lagert nur eine vAhältnismäßig dünne humose Oberkrume über dem sterilen Talsand. Selbst genügende Riederschiäge würden zu ihrer Befruchtung nicht ausreichen, wenn der Grundwasserspiegel zu tief liegt. - Bei dem Tempo, in dem die Austrocknung und damit das Enlwiesen und Vecackern des Luchs in dem letzten Jahrzehnt vor sich gegangen ist, wird nach weiteren zehn Jahren dort wohl alles unter den Pflug genommen worden sein, doch nach anderen 20 bis 30 Jahren dürften auch da die wogenden Kornfelder zu den Seltenheiten gehören. Die Landwirtschaft nicht nur im Havellande wird darum wohl daran denken müssen, sich im Laufe des nächsten Menschenalters gründlichst umzustellen und mehr vom Ausland zu beziehen, als der Volkswirtschaft zuträglich ist, wenn sie nicht bald auf Abhilfe sinnt. D;e Verschwörung gegen den faszistischeu Staat. Von unserem römschien C.-Korrespondenteu. In dem Dome, der auf Michelangelos Geheiß aus den Trümmern der Dioklethiansthermen herauswuchs, liegt das Volk auf den Knien. Auf dem Kapitol wehen die Fahnen, sie wehen von Türmen und Zinnen, flattern auf Baikonen und Straßenbahnen. Rachts flammt das Lik- torenbündel am Bahnhof auf, an den Ministerien, den Staatsgebäuden. Die Menschen gehen dahin wie unter dem Zwang eines schicksalhaften Geschehens. Berge von Telegrammen wandern aus aller Welt nach Rom. Blumen schließen sich an, auf ihrem Zuge nach dem Herzen der Stadt, wo in einem arbeitsfrohen Raume eines aten IPalazzo das in eines einzigen Menschen Brust gelegte Herz des Volkes schlägt: Mussolini. Was ist geschehen? Run. nichts Besonderes, nichts, was nicht auch schon in anderen Ländern passiert wäre. Aber nun multipliziere man mit dem südlichen Temperament! Wenn der Palazzo Chigi nicht so fest im antiken Schutt des Montecitorio wurzeln würde, das aufgewühlte Meer eines Volkes hätte ihn fortgc- schwemrnt und erdrückt. Wer diesen Abend nicht miterlebt hat, als Mussolini von dem Schick- salsbaikon herunter, auf dem er abgeschossen werden sollte wie eine Gipspfeife in der Schießbude, die Brandung beschwichtigte und ihr feinen Willen aufzwang, ihr streng untersagte, auch nur mit einer Welle gegen seine Feinde zu lecken, der sollte niemals feil e Schreibtischmeinung, das italienische Volk stände nicht hinter dem Duce, laut werden lassen. Dieses Volk erkannte, mochte es politisch noch so weit ab vom Faschismus stehen, die eminente Wahrheit in dem Worte des todgeweihten Mannes: „Wenn mich der Schuß niedergeknallt hätte, so wäre nicht ein Tyrann gefallen, sondern der Diener des italienischen Volkes." Der Schuß, er ging nach hinten los Tausende und Abertausende, die ihr Vaterland mehr gefühlsmäßig als nach Vorschrift der Partei lieben, die bisher das Gesicht abwandten, weil sie es als gute Demokraten nicht verwinden können, nur einen Teil des Volkes regieren zu sehen, jubeln ihrem Mussolini zu — was noch nicht heißen will: dem Faschismus. Hier stößt man auf die Achse, um die das Geschehen in Italien seit Jahren kreist und noch auf Jahre hinaus kreisen wird. Mit einer unerbittlichen Logik, mit einer grausamen Zwangsläufigkeit entwickeln sich die Dinge, verwickelt sich der Knoten. Bis ihn nur noch ein G e w a l t st r e i ch lösen farm. Gewalt — was bleibt der Opposition anders übrig? Die Möglichkeiten demokratischer oder parlamentarischer Staaten sind unerschöpft. Aber die Gewalt wiederum verursacht einen Rückst o ß, der den Faschismus vorwärts treibt. Sulla oder Catilina — welche Rolle spielt Mussolini? Ich glaube, keine von beiden. Der niemals aus den Pennälerschuhen herausgekommene Schreibmaschinenpolitiker mag jetzt fein Quousque tandem zitieren: Wie lange gedenkst du noch unsere Geduld zu mißbrauchen? Aber wenn überhaupt, so spielte diese eatilinarische Verschwörung mit vertauschten Rollen insofern, als sie die Ciceroworte an den Diktator richtete, während gerade ihre Drahtzieher nichts zu verlieren hatten. Rein, wenn ein Bild aus der Antike paßt, so nur das tragische eines Julius Cäsar. I nstinktiv, vielleicht aus dunkler Verbundenheit und Ahnung heraus fühlte sich Mussolini von jeher jenem Diktator und Alleinherrscher verwandt, der als Opfer einer Verschwörung fiel. Seit dem Marsche auf Rom legt Mussolini jedes Jahr auf der Stelle auf dem Forum, wo Cäsars Leichnam verbrannt wurde, einen Kranz nieder. An Cäsars, des Tyrannen Leichnam — sein Leben war in dem Augenblicke verwirkt, wo er über den Jmpera- torentitel hinaus zur Kaiserwürde strebte oder getrieben wurde — entzündete sich das Volk, wandte sich in raschem Llmschwung gegen die Mörder. Genau an diesem Punkt stehen wir nun, das mißglückte Attentat hat es gezeigt, im heutigen Rom Die andern, die auch einmal ans Ruder kommen wollen und die Alleinherrschaft des Diktators und seine Ausrufung zum Imperator fürchteten, holten zum tödlichen Schlage aus. Aber es bedurfte nicht einmal der Vollendung, um dem Volk die Augen zu öffnen. Alles, was Mussolini vielleicht noch fehlte zum Volkshelden, alles das hat ihm der fehlgegangene Schuß besorgt. Der König umarmte ihn, der Papst segnet ihn, niemand, der widerspräche, wenn man nun liest, feine Person fei heilig und unantastbar. Was wäre geschehen, wenn es anders gekommen wäre? Man stelle sich das Bild vor: Ganz Italien lebte in dem Zeichen des 4. Ro-- vember, dem alljährlichen Siegesrausch. Den Corso entlang ziehen die endlosen Scharen der Patrioten zum Altar des Vaterlandes, unter dem der unbekannte Soldat schläft und wacht, vorbei an dem Palazzo Chigi, auf dessen historischen Eckbalkon Mussolini steht und nicht müde wird, den römischen Gruß zu erwidern. Plötzlich fällt er zusammen wie ein leerer Sack, dec Zug stockt, die Revolver der als Schwartz- Hemden maskierten Verschwörer knattern, um Lern Mörder die Flucht zu erleichtern. Wer der Mörder ist? Llnendlich gleichgültig. Wer der Ermordete? Mussolini? Rein, die Ration, das Volk, Italien! Aufruhr. Ein Gemetzel, gegen das die Bartholomäusnacht verblassen würde, das sind keine Phantasien, das ist das Gesicht der furchtbaren Wirklichkeit, wie sie in dem Telegramm Farinaccis zum Ausdruck kam: Wir gehorchen deinem Befehl, o Duce, aber wenn es nach uns ginge, würden sämtliche Anhänger und Mitläufer jenes Zaniboni massa- £ eiert werden. Aber die Tragik Italiens ballt sich nicht nur um den einen Mann. Schließlich ist ja auch ein .Mussolini sterblich und die Zeit muß über sein Grab hinwegschreiten. Eines Tages vollendet sich also doch das Drama. Sehen wir daher den Dingen ruhig ins Gesicht. Im Gegensatz zu Sulla, der auf der Hohe feiner Macht zurücktrat, um den Weg für die natürliche Entwicklung freizugeben, ist weder Mussolini noch der Faschismus gewillt, auch nur um Haaresbreite zu weichen. Auf der anderen Seite stehen die Li u g e d u l d i g e u, denen die Zeit zu langsam läuft, die deshalb als deus ex machina in das Drama eingreifen möchten. Mit einem einfachen Schuß aus einem Mausergewehr mit Zielfernrohr ist es nicht getan, denn der Faschismus ruht nicht mehr, wie bis zum vorigen Jahre, bloß auf zwer Augen, er ist eine Armee geworden, ein Prätorianerheer geblieben in dem Sinne, daß jeden Tag ein neuer Jmpergtor aus seinem ehernen Schoße erwachsen kann. Folglich muß der Mord so organisiert werden wie jener in Serajewo, wo die Kugel nur den Zweck hatte, die Lawine auszulösen. Verbrechen? -Untere Zeit kennt nur Helden. Jenem Prinzip wurde ein Denkmal errichtet. Hinter Zaniboni steht ein Haufen von Anwärtern, die es ihm gleichfalls danken werden. Die Fäden laufen nach faschistischer Darstellung in Frankreich zusammen, das „Kartell" sei mitschuldig. Alle italienischen Emigranten, die vor der faschistischen Verfolgung flüchteten, haben sich, ähnlich wie die Auslandrussen, zu- sammcngetan, um das verhaßte Regime zu kurzen. Roch ist das Verhältnis gc. Unsere K i r ch e wurde in den letzten Wochen einer gründlichen Erneuerung unterzogen. Gestern fand in Anwesenheit von Dekan S ch ä f e r (Büdingen) durch einen Festgottesdienst die feierliche Einweihung statt, an der die ganze Gemeinde teilnahm. Die 9nnenausmalung würde, soviel bekannt, durch Kirchenmaler Belte oorgenommen, auch die Orgel wurde, soweit nölig, erneuert. Sämtliche Arbeiten wurden unter der Leitung des Hochbauamts Büdingen ausgeführt. th. L e i d h eck en, 10. Rov. Zu der bevorstehenden Gemeinderatswahl wurden in unserem Orte drei Listen eingereicht. Die erste Liste stammt vom Bauernbund, die zweite ist eine Arbeiterlistr, die dritte (Liste Karl Hof) kann gleichfalls als Dauernliste bezeichnet werden. Kreis Schotten. Schotten, 10. Rov. Bei den jetzt vorgenommenen Wahlen zur Industrie- und Handwerkskammer Friedberg wurde« für den hiesigen Bezirk Wilhelm Kromm- daher und Fabrikdirektor Schanz-Oder-Schimitten gewählt. [g. Gedern. 10. Rov. Am ersten Kirche weihtag ereignete sich hier ein bedauernswerter Vorfall. Die annähernd 17jährige Emmy Knauf), Tochter des hiesigen Dahnbeamten Knauh, fiel während der Fahrt aus einer Schaukel des K e t t e n f l i e g e r k a r u s - s e l s. Der Sturz war so heftig, daß das Mädchen Verletzungen ernsterer Art davontrug, die ihre sofortige Hebersührung ins hiesige Krankenhaus erforderlich machte. Die Verunglückte hatte die Schließung der Si^erheitLkette a.i dem Kettenslieger unterlassen. 2m übrigen reihte sich die diesjährige Kirchweihe ihren Vorgängerinnen in früheren Jahren würdig an. Altem Herkommen gemäß erfreuten die Musik.apellen am Kirchweih- giontag die Einwohnerschaft mit Ständchen. Die Schulkinder hatten am Montag einen schulfreien Tag, da der zweite Kirchweihtag nebst dem Hagelfeiertag in unserer Gemeinde als lokaler Feiertag gilt. — An die Stelle des am 15. Oktober von hier nach Heppenheim a. d. Vergftrahe versetzten Gendarmeriewachtmeisters Rau trat Wachtmeister Kinkel, seither verwandt beider Schutzpolizei in Darmstadt. Sir ei© Mssetd. m. Alsfeld, 10. Rov. Es dürfte wohl noch wenig bekannt sein, daß die breite L a n d- st r a"h e, die mitten durch den Kreis Alsfeld führt, schon vor mehr als 100 Jahren erbaut wurde. Ihre Entstehung fällt in die Zeit der französischen Knechtschaft, als alles deutsches Land westlich der Elbe, somit auch unser Hessenland, unter französischer Herrschaft stand. Da ließ der allgewaltige Kaiser Rapo- leon die genannte Straße in den Jahren 1806 bis 1812 für seinen geplanten Feldzug nach Rußland errichten. Sie führte deshalb in früheren Jahren in hiesiger Gegend den Rainen ..Etappenstraße", und liegt in der geraden Richtung Paris—Verlin. Sie kommt von Gießen, tritt zwischen Grünberg und Mücke in den Kreis Alsfeld ein, berührt Mücke, Ruppertenrod, Ermenrod, Romrod, Alsfeld und führt von hier weiter nach Hersfeld. Die gerade Richtung der Straße war auch die Ursache, daß keine Berge umgangen wurden. So führt sie zwischen Mücke und Ruppertenrod und auch zwischen Ruperten- rod und Ermenrod über steile Anhöhen, von denen sich die Truppen leicht Zeichen geben konnten. Die Straße wurde von den Bewohnern der in ihrer Rähe liegenden Ortschaften in Fronarbeiten erbaut. Auffallend ist, daß diese Leute ziemlich entfernt von ihrem Wohnort arbeiteten, so die Bewohner von Flensungen bei Reiskirchen, während die Arbeiter aus Engelrod wieder in der Rähe von Flensungen beschäftigt waren. m. Mücke, 9. Rov. Wie schon vor einigen Wochen berichtet, sollten ab 1. Oktober die hiesigen Gruben still stehen. Dies galt aber nur für die Erzgewinnungsarbeiten. Das Abräumen — darunter versteht man das Abheben der oberen Schicht, um an die Erzlager heranzu- lommen — dos hier mittels Baggers vorgenvm- men wird, wurde fortgesetzt. Seit 1. Rovember ruht aber auch diese Arbeit. So sind also mit dieser Zeit die hiesigen Gruben Antonie, Emil, Mücke und Reugrünende Hoffnung, die zur Gewerkschaft Luise mit dem Sih in Ritter-Ohmen gehören, ganz außer Betrieb. Biele Bergleute von Merlau, Ilsdorf, Flensungen. Stockhausen, Lehnheim und Weickartshain werden von dieser Maßnahme, die ihre Ursache in Absatzschwierigkeiten hat schwer betroffen. — Im großen Saal des Bibelheims Flensunger H o f "werden gegenwärtig größere Umbau« arbeiten vorgenommen, da sich der Schwamm im Gebälk vorfindet. Starkenburg. WEN. Darmstadt. 11. Nov. Eine anläßlich der Kommunalwahlen einberufene völkische Versammlung, in der Abg. Strasser sprechen sollte, wurde verboten. WSN. Dieburg, 10. Nov. Die Polizei ist in 'Dl ü n ft e r (Kreis Dieburg) einer Einbrecher« bände auf die Spur gekommen, die das Diebeshandwerk als Hauptberuf betrieb und alles stahl, was nicht niet- und nagelfest war. Das Geschäft girig solange ganz gut, bis die Herren Diebe unter sich in Differenzen gerieten und einer dann den anderen verraten hat. Die Untersuchung ist im Gange. Rheinhessen. Mainz. 10. Rov. (WSR.) Die Vereinigung der Metallindustriellen hat, nachdem der Deutsche Metallarbriterverband in Mainz und Wiesbaden ihrer Aufforderung, die Spengler- und Jnstalla- teuregesellen zur Wiederaufnahme der Arbeit am 9. di.ses Monats zu veranlassen, nicht Folge gegeben hat, beschlossen, sämtliche Metallarbeiter des Bezirks Mainz. Wiesbaden, Rheingau und Umgebung vom 16. Ro- vember ab auszusperren. Don dieser Aussperrung werden etwa 15 000 Arbeiter betroffen. — In Gonsenheim bei Mainz ist eine ganze Familie nach dem Genuß gebackener Fijchkoteletts erkran kt. Eine Llnlersuchung ist eingeleitet. WSR. Worms, 10. Rov. Auf dem hiesigen Friedhof hat hier in Anwesenheit von Vertretern der städtischen und staatlichen Behörden, des Stadtverordnetenkollegiums ufw. die feierliche Enthüllung eines Denkmals für den im vorigen Jahre verstorbenen langjährigen Oberbürgermeister Köhler stattgefunden. — Bei einer hier abgehaltenen Revision wurde bei zahlreichen Milchhändlern, hauptsächlich aus der Pfalz und dem Kreis Worms, festgestellt, dah die Milch mit einem Wasserzusah bis zu 38 Proz. verfälscht war. Gegen die M:lch- pantscher wird strafrechtlich vorgegangen werden. Preußen. Streik Wetzlar. XX W eh la r. 10. Rov. Auf Einladung der Biologischen Vereinigung von H e f- s e n fand am Samstag in der hiesigen Franziskanerschule eine Zusammenkunft von R a t u r - freunden des Kreises Wetzlar statt, die sehr gut besucht war. Der Vorsitzende der Biologischen Vereinigung, Werner S unk el von Marburg, hielt einen Vortrag über „Raturschuh und heimatliche Raturforschung". Seine Ausführungen fanden allgemeinen Beifall. Es wurde beschlossen, auch hier im Sinne der Biologischen Vereinigung Vogelforschung, pflanzen- und tier- kundliche Beobachtungen und Raturschutz derart anzustreben, daß der Kreis Wetzlar mit einem Reh von Beobachtungsstellen überzogen wird. XX Kinzenbach. 10. Rov Die am Sonn- | tag erfolgte Haussammlung für ein zu errichtendes Ehrenmal der im Weltkrieg gefallenen Söhne unseres Dorfes hatte ein ansehnliches Ergebnis, so daß nach Anschaffung der neuen Glocken auch dieser Wunsch ber Gemeinde erfüllt werden kann. z. Riederkleen. 10. Rov. Die Legung der Zuleitung für unsere W a s s e r le i° t u n g von der Quelle bis zum Hochbehälter ist in vollem Gange. Es werden eine Anzahl hiesiger und auswärtiger Arbeiter beschäftigt, denen diese Arbeit sehr willkommen ist. weil sie vor kurzem in der Butzbacher Industrie zur Entlassung gekommen sind. Augenblicklich ist man in der Rähe der Schäfer'schen Mühle auf Fels gestoßen. der durch Sprengungen beseitigt wird. Die Arbeit wird voraussichtlich noch einige Zeit dauern. b. Dornholzhausen. 10. Rov. Die im Kriege abgelieferteil Orgelpfeife n waren bisher noch nicht wieder durch neue erseht. Run- mehr hat sich die bürgerliche Gemeinde in dankenswerter Weise bereit erklärt, der K i r- chen gemeinde die zur Beschaffung der Er- sahpfeifen erforderlichen Mittel aus der Gemeindekasse zur Verfügung zu stellen. Die Lieferung der Pfeifen ist dem Orgelbauer Eichhorn zu Weilmünster übertragen. — Die Wildschweine, die im letzten Winter f bei Schneefall in der hiesigen und in Rachbargegen- den wiederholt „eingekreist" werden konnten, scheinen sich hier als Standwild behaupten zu wollen. Stets spürt man sie frisch im Walde und auf den angrenzenden Feldern. Rennenswerten Schaden haben sie bis jetzt nicht ange- richtct. Ein hiesiger Jäger traf vor kurzem im Distrikt „Brand" des hiesigen Gemeindewaldes mit einer Rotte von etwa 10 Stück zusammen, ohne aus sie zum Schuß zu kommen. In den letzten Tagen hat man sie sogar auch in dem zwischen Langgöns und Kirchgöns belogenen Wald, sowie im „Mühlberg" bei R i e- derkleen und am „Rotlaub" bei Hochelheim gespürt. Bevor nicht Schnee fällt und die Schwarzkittel eingekreist werden können, ist die Jagd auf sie kaum -erfolgversprechend. Dillkreis. bl. Dillenburg, 10. Rov. Als ein Zeichen der fortschreitenden privaten Baulust mag die Tatsache gelten, daß in diesem Jahre im Dillkreis etwa 800 Wohnungsneubou- abnahmen vorzunehmen waren. bl. Herborn, 10. Rov. Die hiesige Landwirtschaftliche Schule wird in diesem Wintersemester von 31 Schülern besucht. Zur Zeit wird auch wieder ein Haushaltungstur sus eröffnet, an dem 24 Mädchen teil« nehmen. Mainqarr. WSR. Höchst a. M., 10. Rov. Unter der Anklage des betrügerischenBankerotts ist gestern ein hiesiger Lederfabrikant verhaftet und in das Landgerichtsgcfängnis in Wiesbaden eingeliefert worden. — In der vergangenen Rächt ist es hier zu einem wüsten F a m i l i e n st r e i t gekommen, wobei der 19jährige Sohn seinen 60jährigen Vater derartig mit dem Messer bearbeitete, daß dieser in lebensgefährlich verletztem Zu - stände ins Krankenhaus gebracht werden muhte. Der Täter wurde verhaftet. WSN. Hanau, 10. Nov. Im Werk „Wolfgang" der Deutschen Werke A.-G. ist ein überaus schwerer Einbruchsdiebstahl verübt worden. Die Einbrecher erbrachen einen Kassen« schrank und raubten Hinterlegungsscheine im Werte von 100 000 Mark, ein auf 3000 Mark lautendes Sparkassenbuch und 560 Mark in bar. Sir ei * Fulda. WSN. Fulda, 10. Nov. Die Stadtverordnetenversammlung stimmte der Aufnahme einer Auslandanleihe in Höhe von li Million Mark zu. Das Geld soll zu produktiven Zwecken, hauptsächlich für den Ausbau des Gas- und Wasser« wertes und des Kanalnetzes, Verwendung finden. Wirtschaft. Die Ausschaltung Europas aus dem Welthandel. Im Jahre 1924 hat der Welthandel feinem Umfang nach wieder 95 Prozent der Vorkriegsmenge erreicht. Von diesem Aufschwung ist Europa jedoch ausgeschlossen geblieben: im Gegenteil hat sich sein Anteil am Welthandel ganz erheblich verringert. An Vorkriegswerten gemessen ist der europäische Umsatz gesunken von 99,8 Milliarden Mark im Jahr 1913 auf 81,5 Milliarden Mark im Jahr 1924. Während der europäische Handel im Jahr 1913 64,4 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachte, betrug er im Jahr 1924 nur 55,6 Proz. Wenn man die Ziffern von 1913 — 100 fetzt, hat der europäische Handel erst 82 der Vorkriegsmenge erreicht. Damit steht Europa weitaus an letzter Stelle hinter Asien mit 126, Amerika mit 118, Australien mit 109, Afrika mit 94. Zu erwähnen ist noch, daß alle anderen Erdteile ihren Anteil am Welthandel von 1913 auf 1924 steigern konnten: nur Europa blieb hinter der Vorkriegszeit zurück. Zu einem noch schlimmeren Ergebnis kommt man, wenn man den Umsatz in Ein- und Ausfuhrziffern teilt. Dann ergibt sich, daß gegenüber dem Vorjahre die Einfuhr nach Europa gestiegen ist um 11 Milliarden Mark, die Ausfuhr dagegen nur um 6,8 Milliarden Mark. Auch mit dieser Ziffer steht Europa bei weitem am ungünstigsten da, da alle anderen Erdteile ihre Ausfuhr viel stärker steigern konnten als die Einfuhr. Was von Europa gesagt ist, trifft in noch stärkerem Maße auf Deutschland zu. Deutschland hat von allen Ländern die stärkste Steigerung feiner Einfuhr und die kleinste Steigerung feiner Ausfuhr, während z. B. bei Frankreich genau die entgegengesetzte Tendenz zu beobachten ist. Das kapitalärmste Land Europas (vielleicht der ganzen Welt) hat die bedeutendste Verschlechterung seines Außenhandels zu verzeichnen. Fragt man nach den Gründen für diese Erscheinung, so ist die Hauptursache darin zu erblicken, daß Europa nicht mehr den Einfluß auf seine überseeischen Interessensphären (Kolonien.Mandate ufw.) hat wie in der Vorkriegszeit. Die überseeischen Völker wollen sich von dem europäischen Einfluß mehr befreien; sie haben vielfach eigene Industrien gegründet: teils haben sie ihre Bezugsquellen auf andere Länder verlegt, von denen sie besser und billiger bedient zu werden hoffen als von Europa, teils haben sie aus politischen Gründen mit Europa den Verkehr abgebrochen. So wie heute die Stimmung bei den meisten überseeischen Völkern beurteilt wer« । den kann, wird diese Entwicklung eher sich verstärken 1 als abschwächen. Es ergibt sich daraus, daß die Aus- Banknoten. Dem DHD daß die Ge° A.-G. erklärt, 77 118* 57,6 117* 57.9* 90 5 55 21.5 2 63 19,5 50,5 44 62 Devisenmarkt Berlin—Frankfurt tu M. Telegraphische Auszahlung " Bismarckhütte wird von Verwaltungsseite 118,4* 58 117.7* 117.9* 45 57.5* 75,5 91.75* 70* 66,5 63 5' 80 5* 28 25 25 20 91 75* 70* 64 25* 8i,5* 27.75 25.25 Ä I 1-7.5 sichten für Europa, in absehbarer Zeit wieder den früheren Anteil am Welthandel zu bekommen, sehr gering sind. Daraus entsteht aber auch die weitere Schlußfolgerung, daß die ganze europäische Politik der letzten Zeit, die doch nur darauf hinausläuft, auf dem Umwege über die Befriedung der Wirtschaft und der Politik wieder Europa die Vorkriegsbedeu- tung zu verschaffen, der Idee nach sehlschlagen muß. Leider trifft Europa an diesen verfahrenen Verhältnissen selbst die größte Schuld, da es in seiner Zerrissenheit und in seinem Gegeneinanderarbeiten den anderen Völkern erst die Möglichkeit des Ausstieges gegeben hat. Ehe hier nicht ein grundlegender Wandel vor sich gegangen ist, ist stärkster Pessimismus für die weitere Entwicklung Europas am Platz. Börsenkurse. 28 25 20 26 55 20,6 1.5 79.4 50 5 56 1^5 78 75 50.5 44 91.25* 70* 63.5* 8-) 75* 26 8 24.25 26 27,5 34 90 5 55 20,5 2.5 <9,1 51 44,62 I 73 118,7* 8.4 117 7* 118,5* | 58* rüchte über Verkaufsverhandlungen der Bismarck- Hütte völlig aus der Lust gegriffen seien. Der Beschäftigungsgrad entspreche der Gesamtlage, da die Bismarckhütte größtenteils den betreffenden Syndikaten angehört. Die Finanzschulden betragen etwa 1,6 bis 1,7 Millionen Dollar. ’ Phönix A.-G. für Bergbau und Hüttenbetrieb. Rach kurzfristiger Hinauszögerung der bereits einmal feftgetegten Stilllegungstermine wird das Grubenwalzwerk des Hörder Vereins infolge Auftragmangels auf unbestimmte Zeit stillgelegt. Für die etwa 250 Mann starke Belegschaft werden Feierschichten eingelegt. ' Mannesmann - Röhrenwerke, Düsseldorf. Die Mannesmann-Röhrenwerke in Düsseldorf haben einen Auftrag über 6000 Tonnen Röhren ton dem Pe!ro eum-Unternehmen des Argentinischen Staates erhalten. * Hannoversche Maschinenbau A.-G. vormals Georg Egestorfs (Hanomag). Für das abgelausene Geschäftsjahr wird die Gesellschaft eine Dividende nicht verteilen. Dis Bilanzsihung findet in nächster Zeit statt. Änglo-lfont-Kuano . . ... Badische Anilin ....... Chemische Mayer Alapln . . Goldschmidt Gries eimer Electron .... Höchster Farbwerke...... Holzverkohlung Nütgerswerke Lcheideanstalr Mg. EleklrtzttSts-Gesellschakt Bergmann ....... Mainkraftwerke.....t. . Schucken . , Siemens & Halske Adlcrwerkc Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenftaedt Meguin. . . Motorenwerke Mannheim Frankfurter Armaturen Konservenfabrik Braun Metattgklell 'chaft ftranffuti • Pet. Union A.«G Schuhfabrik Hcrz Sichel. . , Wellston Saldhof Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel 57 5 116* 41,5 57* 76,75 91.75* 66,5 62,75* Frankfurt a.M. Berlin Schtuh. Nur» Schhißti. Abknd» 'Brie Schluss. Nur» Sd>lu6* JJltttaq b-rli Datum: 9. IL 1 10. 11. | 9. 11. | 10 11. 5% Deutsche RcichSanletl-r 0.205 0.215 J 200 0,205 4% Deutsche Rcichsanlcihe — — — — 3'.,°/° Deutsche Rcrchsanlctde 8% Deutsche Reichsanleihe Deutsche svarprämicnanleihe '».225 0.235 0.235 0,235 0.225 0 32 J.3175 0,315 — 0.139 0 125 3.1125 4°,. Vreuhische KonsolS • . ■ 0.225 0.24 0 215 ..175 4°/n Hessen.......... - —. 0 21 0 23 S'/,°/o Hessen........ - 0.25 0.23 0.22 3% Hessen........... —— — 0.'. 0.2 Deutsche Werrb. Dotlar-Anl. 90.25 91 75 91 .5 bfo. Doll.-Schar«-An lreilng.*! 97,1 97.1 97,35 97.4 4®/o Zolltnrken........ 7.7 7 6 7,6 7.4 5% Toldmcrikaner ... . 42 25 41.5 45.5 Berliner HandelSaelcllschaft Commerz- und Pnvat-Bank 130* 94.25 130.5* 94* 150 7* 94 25* 131,7* 94 25* Darmst. und Nationalbank 03* 103 7* 103.5* 103.5* Deutsche Bank......... 104* 1'5* 105* 105* Deutsche Dereinsbank .... — 6i — — DiSconto Commandit Metallbank.......... 101.5* 101,5* 101,5* 101,5* 73 25 73.25 — — Mitteldeutsche tLrcdilbank . 9 * 90 — Lcstcrreichische Creditanstalt 6,90 6.90 < 6.9 Weltbank - ...... 0.03 0.03 — i. 03 y ort)inner Gus....... —»w —* 68’ 69 25* BuderuS ......... 35.25 35,2 34 75 35.5 Taro ............ Deutsck-Luxembarg...... Gelsenkirchener Bergwerke. * — • 92, 5* 33.25* 66,5* 67.62* 67,25* 74.62* 8* '5.75* Harvener Bergbau..... Kaliwerke AschcrSleben.... 10'* 101.7* 10.3.7* 106 107.5 103,5 105.62 Kaliwerk Westeregeln .... 106 li» 106 • 10,5 L'aurnbütte ........ 14 36 34.13 37.25 Obcrbedars .......... Phönix Bergbau ...... Rheinstahl ....... 41‘ 41 5* 42* 44* 65.ü* 67 25* 16 5* 67.2 * 53.25* 56* 54 75* 55.75* Riebeck Montan....... 65,25 65.5 65,5 66 Tclluö Bergbau. ..... 44 45 Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd . . . 66.9* 74* 67,25* 74.13 67* 73.75* 67,5* 73 75* Theramische Werte AlbM . . j - Zementwerk Heidelberg . . 56,5 I 54,5 — — Philivv Holzmann .... | 44,25 45 43.5 44 75 9 Novbr. 10 Nov r. Amtliche Not: runq Amtliche Notierung (Selb Brie' Geld Bries ÄMU - WOti 168 81 169.24 168 83 169,25 Buen. Airrr 1.738 1.742 1.741 1.45 Brss. 'NNW 19 03 19,07 19.02 19.06 Christi.nia - 85,24 85 4* 84 89 85.11 Atov.-iihflom 104 49 1'14.75 101,117 104,33 Stockholm 112.22 112,50 Hi.18 112,46 HclstngforS 10 5 • 10.59 10 562 10.59 fftalien. . 16 59 16."3 16 63 16.60^ London. -0.33 20,38 20.33 20.3 Neunork . 1.195 4,20 1.195 4.2,5 Parts. . . 16.64 6.68 Ui. 74 16.78 Schweiz . '0 84 <1,1)4 •iO 83 fl .03 Spainrn • 59. 9 60. 3 54,83 59.9 Javan . . 1.776 1.790 .763 1.767 Klo de Inn > 634 ' 636 > 634 0.636 Wien in D- t est. abgest >9.12 59.26 59,12 59,26 't rag - . . 12.42 12.4- 12,42 12.4 Belgrad . . 7.43 .45 7.43 7.45 Vuvaprst. 5.875 3,895 i,8 5 5,895 Bulgarien 3,04 3.05 1.035 1.015 r'ckiabon 21 225 2 ’ .27.5 21.225 0,275 Danzig - - 80 65 80.85 SO 65 80.85 Konst ntin- 2, 9 2.40 '.38 2.39 Alben 5 59 5 71 5 69 5 71 Canada. . 4,197 4,207 4.197 «.207 Nruguat) 4,315 4 325 4,325 4,33 Berlin. 10 Novbr Geld Briet Amerikanische Note«..... «.187 4.2'7 Belgische Noten ....... 18/.7 19,07 Dänische Noten ....... 103.79 104.39 Englische Noten...... , 20,285 20.38. Franwnsche Noten ...... 16,72 16 80 Holländische Noten ...... 158,42 169,26 italienische Noten...... 16,70 l • .78 Norwegische Noten..... 84,66 85 08 Deutsch Ocsterr .ä 100 Kronen ,8.95 59.25 Rumänische Noten ...... _ — Schwedische Noten..... 111.99 112,55 Schweizer Noten...... 80,65 81.05 svanische Noten ...... 59.62 59 92 Tschechoslowakische Noten . . 12.387 12.547 Ungarische Noten . . , 5.84 5.88 Frankfurter Abendbörfa. Frankfurt a. M . 10. Rov. Die Abend» börse batte das übliche kleine Geschäft bei mä* jigen Kursbesserungen für einige im Terminhaw* del bevorzugten Werte, für die sich neue Mei* nungskäuse bemerkbar machten Bevorzugt waren von Montanwerten Phönix, Rheinstahl, von chemischen Werten Badische Anilin und Höch- ter, sowL Schiffahrtsaktien. Hapag gingen im reien Verkehr zu 6<3 ., Rordd. Lloyd zu 74 um. Auch deutsche Anleihen wurden zu festen Kursen gehandelt. Die Abendbörse schloß in ruhiger fester Haltung. Deutsche Anleihen: 5°/o Reichsanleihen 0,251, Ausländische Renten: Ungarische Staatsrenten v. 1910, 10,40, Bankaktien . Bank für Bauindustrie 85,50. Eommerz- bank 94, Darmstädter Bank Medio 103,75, Deutsche Bank 105, Discvntogesellschaft Medio 101,50, Dresdner Ban! 100, Milteld- Credit 90, Reichs- vank 134,25, Oefterr. Creditaktien 6,90. Montanaktien : Deutsch-Luxemburg Medio 67,62, Phönix 67,25. Rheinstahl Medio 56. Laurahütte 36. Kali Aschersleben 107,50, Kali Westeregeln 110. Sch.f- fahrtsaktien. Hapag 67,25. Jndustrieaktien: Adlerwerke Kleyer 28,25. AEG 91,75, Elektrisch Licht und Kraft 90, Eßlinger Maschinen 34, 3nag 0,30, Gebr. Junghans 62,50. Höchster Farben Medio 117,87, Rheinmetall 18,50, Julius Sichel 2,62, Wahß und Frehtag 63,50, Offsteinzucker 45. Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger-".) Berlin, 10. Rov. Die freundliche Tendenz des gestrigen Tages wurde heute vormittag von einer neu eins ehenden Verstimmung abgelöst. Die von Bureau zu Bureau gesprochenen Kurse zeigten durchweg Ermäßigungen von IProz. und mehr gegenüber dem Vortage. An der Börse stellten sich jedoch bei stillem Geschäft vielfach kleine Gewinne ein. Trotz der zuversichtlichen Grundstimmung zeigten die Altienkurse keine einheitliche Entwicklung, insbesondere nicht an den Rebenmärkten, die unter einer außerordentlichen Geschäftsunlust zu leiden hatten. Der Auftragseingang hielt sich in engsten Grenzen, so daß die Umsätze vor allem auf daS zum bevorstehenden Medio-Termin vorliegende Deckungsbedürfnis der Spekulation zurückzuführen waren. Freundlich ausgenommen wurden von der Börse die von der Preußischen Staatsbank gewährten Rückzahlungserleichterungen für de in diesem Monat fällig werdenden Kredite der Landwirtschaft. Die ungarischen Prioritäten lagen heute wieder vernachlässigt, doch trat der heimische Rentenmarkt mehr in den Vordergrund. Der Geldmarkt ist weiter sehs leicht. Tägliches Geld ist für erste Adressen zu 71Proz. zu haben, im ü&r’gen zu 8 bis 9'/,Proz. Der Devisenmarkt hatte keine nennenswerten Veränderungen aufzuweilen. Paris notierte gegen London unverändert 122. Die Reichsmark wurde gegen Mittag gemeldet: London 20,36, Amsterdam 59,15*/,, Zürich 123,57* '2. Rindbichmarkt in Gießen. h. Gießen, 10. Rov. Der heutige Rindviehmarkt war mit 965 Stück Großvieh und Kälbern beschickt. Der Handel War am Vormarkt, wie am Hauptmarkttag gedrückt. Bezahlt wurde für Kühe 1. Qualität 400 vis 500 Mk., 2. Qualität 300 bis 400 Mk., Schlachtkühe 120 bis 130 Mark das Stück. Kälber kosteten bis 60 Pf. das Pfund Lebendgewicht. frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des „®icßener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 10. Nov. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 23 Brief, Roggen, inländischer 17,25, Sommergerste für Brauzwecke 21,50 bis 23,50, Hafer, inländischer 18,50 bis 21, Mais, gelb 18,50, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 38 bis 38,50, Roggenmehl 24,50 bis 24,75, Weizenkleie 9,75 bis 10, Roggenkleie 10 bis 10,25. Tendenz: Ge° fchäftslos. Berliner Produktenbörse. Berlin, 10. Rov. Der Produktenmarkt war erneut befestigt, besonders für Weizen, Rogg:n war dagegen eher etwas gedrückt. Gerste ruhig, Hafer behauptet, Mehl schleppend, Futterartilel still. Es notierten pro 1000 Kg.: Weizen (märt) 219 bis 222, Weizen (Dezember) 235, Weizen (März) 237.50, Weizen (Mai) 243, Roggen (märt) 133 bis 136, Roggen (Dezember) 154 bis 155, Roggen (März) 165 bis 166, Roggen (Mai) 170 bis 171, Gerste (märt) 184 bis 208, Futter- gerfte 148 bis 160, Hafer (märt) 157 bis 166, Hafer (Dezember) 172 bis 173, Haler (März) 178; für je 100 Kg.: Weizenmehl 27 bis 31.25, Roggenmehl 20 bis 22.25, Weizenkleie 11.20 bis 11.30. Roggenkleie 9 bis 9.20, Viktoriaerbsen 23 bis 31.50, kleine Speiseerbsen 22 bis 24, Futtererbsen 18 bis 20, Peluschken 16 bis 18, Acker- bohnen 19 bis 22, Wicken 20 bis 25, Lupinen (blau) 11.50 bis 12.50, Rapskuchen 13.80 bis 14, Leinkuchen 21, Trockenschnihel 7.60 bis 7.80, Torfmelasse 9.20 bis 9.50, Kartoffelflocken 12.70 bis 12.90, Soya-Schrot 19.20 bis 19.40. Asthma sofort gelindert! fein bekannter Arzt will dies allen Leidenden in Gießen beweinen. ,lch wünsche, daß jeder Asthmatiker hier- selbst sowohl, wie überhaupt in ganz Deutschland, mein Mittel Asthmador-Zigaretten (tabakfrei) gänzlich kostenlos auspiobiert“, so gibt Dr. Schiffmann allen Asthma-Leidenden bek. nnt. Er sagt: „Ganz gleich, wie heftig auch der Anfall sein map, wie hartnäckig der Fall o.icr von wie langer Dauer das Leiden, Asthma dor-Zigaretten geben sofort Linderung, gewöhnlich schon in 10—15 Sekunden, stets jedoch in ebensoviel Minuten ** Er weiß, was sein Mittel für Tausende von Asthmatikern getan hat, und um nun auch diejenigen zu überzeugen, die es noch nicht ausprobiert haben, hat er diesmal besondere Vorsorge getroffen, alle Apotheken hier&elbst, wie überhaupt in ganz Deutschland mit Gratis-Proben zu versorgen, so daß es jedem Leidenden möglich ist, ein spezie les Probe-Päckchen bei seinem Apotheker zu erhalten, wenn er innerhalb der nächsten drei Tage (solange Vorrat) dieserhalb dort vorspricht Es bleibt sich dabei gleich, ob jemand an einem kleinen Orte oder in der Stadt wohnt, er wird in jeder Apotheke die betreffende Probe erhalten können. Solch ein tatsächlicher Versuch wird den überzeugendsten Beweis für Dr. Schiffmann's Behauptung erbringen, und er bietet in der Tat den einzigen Weg, das Vorurteil Tausender von Asthmatikern zu überwinden, die bisher Linderung suchten. Auch denjenigen, die zu weit entfernt von einer Apotheke wohnen, oder sonst aus irgendeinem Grunde keine Probe erhalten konnten, wird eine solche umgehend per Post zugesandt werden, wenn sie ihren Namen und genaue Adresse, nebst 10 Pf. in Briefmarken, der Victoria-Apotheke, Berlin SW 48, Friedrichstraße 19, einsenden. Original-Packungen in allen Apotheken erhältlich, Preis 2.25 M. 10737A Der gefesselte Strom. Roman von Hermann Stegemann. 60. Fortsetzung (Nachdruck verboten ) (Fortsetzung folgt.) Der grelle Pfiff aus Hanns Ingolds Signalpfeife durchschnitt die Luft, aber die beiden Gendarmen waren in der Menschenflut untergetaucht, und schon spritzte die Sperrstange, von unten her mit geschicktem Griff aus der Klammer geschlagen, in die Höhe, und ehe Hermann Ingold, von dem Ge- ivaltakt übermannt, mutzte, was geschehen war, wälzte sich die Menge herein. Quer über die Hyazinthen stampfte ihre Wut. Er sprang nach der Tür. Hanns! Sie wollten an ihn. In milder Angst stemmte er sich ihnen entgegen. „Hanns!" schrie er und warf den ersten zurück. Ein Mädcl:engesicht — „La Golosa!" —, ein Fluch, eine Faust, ein Mester, und plötzlich brach er mit einem schrillen Schrei vornüber. Und in den^ Schrei schmetterte wie Riesenpeitschenknall ein Schutz. Dann ein Kreischen, ein Fall, ein Rennen und Flüchten, Glas knirschte, schrille Rufe, und aus der Ferne der dumpfe Gesang der abziehenden Kolonnen, die von dem tollen Wesen hinter sich nichts mutzten. Joseph Hotz kommt Inngjam, wie betrunken über die Scherbcu gestolpert, sein altes Gewehr am Riemen nachschleisend, und schließt mechanisch das Gittertor. Er hatte das Ehassepot von der Wand genommen und obgebrüdt — er weitz selbst nicht wie. Hanns Ingold und Doktor Engelhardt waren zugleich zur Stelle. Hermann lag vorniibergefallen in den zertretenen Hyazinthen. Nicht weit von ihm lag ein Italiener auf dem Rücken. „Gestochen", sagte Hanns heiser, als im Schein eines elektrischen Taschenlichts das entfärbte Gesicht lind die Blutlache sichtbar wurden. Auf langen Reißbrettern trugen sie die beiden ins Kloster hinüber. Der junge Assistent verlor die Fassung, als erden Stich sah. Bon unten nach oben war er in den Leib gedrungen. Dem braunen Burschen war die Kugel quer durch die Schulter geschlagen. Er hatte das Be- ivußtsein verloren. Sie trugen Hermann Ingold ins Operationszimmer. Engelhardt ging mit. Er hatte noch kein Wort gesprochen. Die Reflektoren brannten, der weiße Raum war taghell. „Sie müssen sofort anfangen, sofort", sagte Engelhardt plötzlich zum Arzt. „Sobald der Bezirksarzt da ist", entgegnete der Assistent und versuchte die Wunde zu komprimieren. Hanns wandte sich an Engelhardt. Sein Gesicht mar starrer als das des Ohnmächtigen. „Der Bezirksarzt ist in Waldshut." Die Worte fielen tonlos aus seinem Munde. Engelhardt blickte ihn an, als habe er nicht recht gehört, warf einen zweiten Blick auf das Gesicht Hermanns, das schon ganz verfallen war, und ritz auf einmal den Rock herunter. „Gehen Sic, Ingold! Sic sind hier zttviel!" Hanns Ingold ging. Mit Gemalt riß er sich auf, draußen wartete sein Werk. „Vorwärts, Kollege, Sie assistieren!" Das war nicht mehr der Kräuterdoltor, der schrullige alte Herr, ein anderer wuchs plötzlich aus ihm heraus und griff in die klirrenden Messer und Scheren auf dem gläsernen Tisch. Eine Stunde später lag Hermann Ingold im ersten Verband, lind "Dr. Engelhardt ging langsam wie im Traum den langen Gang hinunter und hinüber in sein Studierzimmer, stellte sich vor das Del= bild feiner Frau, nahm dann die Photographie seiner Tochter in die Hände, betrachtete sie lange und spürte sein Herz nicht, trotzdem es in ungleichen todjlägen, bald rasch, bald erschreckend langsam an seine Rippen schlug. Mitten in der Nacht, als die Verhöre und die Verhandlungen vorüber waren und Joseph Hotz von dem Hyazinthenbeet weg, wo er mit der Laterne die zertretenen Blumen zusammenlas, in die Untersuchungshaft abgeführt worden war, kam Hanns Ingold und setzte sich in eine Ecke des Vorraumes von Hermanns Krankenzimmer. Er konnte das weihe Bett sehen, an dem der Diakon wachte. Die Nacht war totenstill. Zuweilen ein Seufzer, ein Wimmern — sonst nichts. Hanns Ingold war nicht mehr imstande, feine Gedanken in Ordnung zu halten, »ein ganzes Leben lag durcheinander geschüttet. Erinnerungen kamen und gingen. Einsam war er, und nebenan lag Hermann, und um ihn schlich der Tod. Er dachte an Ruth, an Ruth Engelhardt, wie sie im Kahn gefahren waren, und wie sie Abschied genommen hatten, als er nach Aegypten ging, und wie er vor ihr niedergekniet war und sie zu ihm gehalten und an ihn geglaubt hatte, als niemand zu ihm stand, niemand als sie und der Junge mit dem schwärmenden Herzen, der jetzt dort drüben im Dämmerschlaf seine leisen Seufzer hauchte. Einmal schlich er sich hin. „Fräulein Ruth", tarn es wie eine Klage, kaum vernehmbar von den trockenen Lippen des Kranken, und seine heißen Hände irrten suchend über die Decke. Da schlich er sich zurück und vergrub das Gesicht in den Händen und konnte es nicht hindern, daß es zwischen den Fingern seucht hindurchsickerte. Gegen Morgen kam Engelhardt, um nach dem Kranken zu sehen. Als wäre er nie aus der Klinik herausgewesen, stand er im weißen Schurz als ein ganz anderer neben dem Belt. Nicht mehr mit der erzwungenen Ruhe und der nervösen Gespanntheit, die er bisher nötig gehabt hatte, sondern wirklich ruhig und ausgeglichen. In seinem Gesicht lagen die Züge festgegossen. , Hanns war sitzen geblieben. Engelhardt ging mit ernstem, sorgenvollem Ausdruck im Gesicht an ihm vorbei zur Tür. Mühsam raffte er sich auf und folgte ihm. „Wir wollen das Beste hoffen, Ingold", sagte Engelhardt kurz. Hanns Ingold trat in den kommenden Tag. Jn- fanterieposten standen vom Bahnhof bis zum Werkplatz. Die Kompagnie war in der Nacht angekommen. Um sieben Uhr hielt das Automobil mit dem Chirurgen der Basler Klinik vor St. Joseph. Als Hanns ihn um neun Uhr vor der Rückfahrt begrüßte, erklärte der Professor, er hätte nichts mehr zu tun gefunden und könnte nur sagen, daß ohne das rasche, kühne und zweckmäßige Vorgehen Dr. Engelhardts der Verwundete jetzt schon nicht mehr lebte. Hanns wollte Engelhardt danken, aber er brachte den Dank kaum zustande. Lange saßen sie stumm, bis Engelhardt leise sagte: „Ruth hat geschrieben." Es war das erstemal, daß er den Namen vor Hanns in den Mund nahm. Da schrie in Hanns Ingold, in dem alles auf« gewühlt mar, die innere Stimme nach Ruth, und in ihm und um ihn war Einsamkeit und Kälte: erstorbene Sehnsucht reckte die Flügel, ungelebtes Leben schrie um Sonne, Arme sehnten sich nach Annen, sein fieberndes Haupt nach dem Ruheplatz in ihrem Schoß und seine von Gedanken zerschlagene Stirn nach ihren kühlen Händen. Doch das war inwendig. Aenßerlich blieb er stark und ruhig und antwortete: „Morgen wird die Arbeit wieder ausgenommen!" Hermann Ingold lag auf der Terrasse von Sankt Joseph unter der alten Muskatellerrebe, deren Trauben sich schon klärten. Er war der einzige Kranke. Neben ihm saß sein Arzt. «eit die «tadt das neue Krankenhaus gebaut hatte, wurden die Kranken des Werkes dort untergebracht, und der linke Flügel des wurde als Bureau benutzt für die Ingenieure der .Tylan- derschen Werkstätten. Das Schachbrett stand verlassen zwischen Hermanns Liegestuhl und Engelhardts Sessel. Hermann hatte fein Schreibheft und den Bleistift in den Händen. Professor Engelhardt schlief. Das wiederfuhr ihm in der letzten Zeit häufig. Kaum hatten sie die ersten Züge getan, erschlaffte seine Aufmerksamkeit, und wenn Hermann mit den mageren Fingern die Königin ins Feld führte, traf er auf keinen Gegner mehr. Anfangs hatte er Engelhardt geweckt, jetzt ließ er ihn schlummern. Dr. Baum hatte ihm gesagt, das sei ein Symptom der zunehmenden Herzschwäche. Die Mittagspause war längst vorüber, aber Hall und Widerhall der Arbeit weckten Engelhardt nicht auf. Das Werk war gewaltig in die Höhe geschossen. Hermann Ingold hatte das Leben behalten, die Wunde war endlich ausgeheilt. Aber er mar sehr schwach. Ebenso plötzlich, wie er einschlief, pflegte Engelhardt aufzuwachen. • 7 'iifctnma tolgt.) Oessentliche MelmWmiW Donnerstag, den 12. November, abends 8'/j Uhr, im Saalbau Sauer Thema: AeMMMMiiiKUketa- MMMMMMlWM Baulustige, Wohnungslose und Mieter, erscheint in Massen! Der Vorstand -er Wetervereinr. DielHittentands« Vereinigung ist der Zusammenschluß von Kreisen des Handwerks, der Kaufmannschaft und derGewerbelretbenden, der Industrie, des HauS- und Grundbesitzes und der freien Berufe. Die Mittelstandsvereinigung ist unabhängig von politischen und konfessionellen Parteiprogrammen. Die Mittelstandsvereinigung verfolgt im Sladlparlament Kreistag und Provinzialtag ausschließlich Wirtschaftspolitik (als beste Bürgschaft für das Wohl der Allgemeinheit'. Die Mittelstandsvereinigung bringt als Kandidaten nur Manner der verschiedensten Wirtschaftsgruppen in Bor- ichlag, die die Bot des Mittelstandes aus persönlicher Erfahrung kennen. Die Vorschlagsliste der Mittelstandsvereinigung trägt die Br. 14 mit folgenden Bamen: a) für die Stadtverordnetenwahl: 1. Philipp Bicolaus, Architekt, 2. Heinrich Launspach, Malermeister, 3. Alexander Ringel, Kaufmann, 4. Albert Rahneseld, Gastwirt, 5. Adolf Kurz, Oberingenieur, 6. August Balzer, Weinhändler, 7. Max Weihbäcker, Elektrotechniker, 8. Philipp Bausch, Oberpostsekretär i. 2t., 9. Heinrich Blum, Spenglermeister, 10. Carl Seibel, Drogist, 11. Johannes Müller, Bäckermeister, 12. Karl Herbert, Kaufmann, 13. Hans Götz, Friseurobermeister, 14. Ernst Bücking, Oberlandmesser: b) für die Äreistagswahl: 1. Johann Joseph Sauer, Kaufmann, Gießen, 2. Heinrich Weimer, Bauunternehmer, Gießen 3. Carl Seibel, Drogist, Gießen, 4. Georg Schnell, Schuhmachermeister, Lollar, 5. August Balzer, Weinhändler, Gießen: c) für die Provinzialtagswahl: 1. Alexander Ringel, Kaufmann, Gießen, 2. Christian Sleuernagel, Bauunternehmer, Bad-Bauheim, 3. Karl Moh II., Rangiermeister, Lollar, 4. Dr. Walzer, Arzt, Bad-Bauheim, 5. Johann Joseph Sauer, Kaufmann, Gießen. Diese Kandidaten bürgen für die Durchführung strengster Sparsamkeit auf allen Gebieten und Ablehnung jeder weiteren steuerlichen Belastung. Der Wahlausschuß. Wir möchten nochmals auf die heute abend 8 Llhr in der Turnhalle am OSwaldsgatten stattsindende Wahlversammlung Hinweisen. 10746D ÄMHeater Donnerstag, ö. 12. rimiM aöenos Vh M ... ,= „Bet MM W* WM-SevIMs MslletliWlek Ha W Freitag, den 13. November 1925, 8‘/4 Uhr abends im Hörsaal des Physikalischen Instituts, Stephanstr. 24 DieFarbenphotographie in der Praxis Vortrag des 2. Vorsitzenden an Hand naturfarbiger Aufnahmen unsererMitglieder. Gäste willkommen. Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintrittsgeld von 0,50 Mk. erhoben. 10744D Donnerstag, den 12. November Schlachtfest Brandgasse 8 Konzert 00,2i Verlängerung HANS KRATZ Mk M 10741a i. 28 ' 26 28 .> 32.) 26 S 46 ' Bratschettfisrtze, per Pfd. Schellfische, mitlcl „ b" nblinn . per „ do. im Ausschnitt „ Noibarsch per „ ff. Biickinae „ „ Konsum-Verein Gießen miil Umg. e. G. ut. b. SoinittN, 8tn 12. 'Jioök. 1052 nachmittags 2 Uhr sollen im „Löwen", Beuenweg dahier, zwangsweise gegen Barzahlung versteigert werden: 10755c 1 Kassenschrank, 2 Herde, 1 Klavier, 2 Büfetts, 1 Küchenbüfett, 3 Schreibtische, 1 Regulator, 1 Plüschgarnitur, 1 Bähmaschine, 2 Sosas, 6 Kinderwagen, 1 Bertiko, 1 Faß Lack, 1 Faß Talg, 65 Hoboks. Borausstchtlich bestimmt: 5 Kisten Wein, 350 Flaschen. Sern, Gerichtsvollzieher in Gießen Steinstraße 13. SchöneGeschenkesind zmd 10768c Kinos Vorrätig in allen Preislagen. Photohaus Karn, Schuistr. ZVßAH drevollweriiHe Omn^igarerfe von zar/em^romaisr üi iiebtr ötziehüna eine IWloe reötgero. Sem« z. Besuch v. Geschäften für konknrretnlose Sache gesucht. Hohes steig. Einkommen. Off. unt. F. V. A. 5768 an Rudolf Momo. Gießen. 10725ss Jetzt ist die teil für den Frühlingsflor Ihrer Gartenbeete u. Grabstätten mit Hyazinthen, Tulpen, eint, und gefüllten Narzissen, Schneeglöckchen, Crocus Große Auswahl bei vorteilhaften Preisen finden Sie darin im Man: Heinrieh Dahn Bahnhofstraße 101Mc Telephon 1403 Bekanntmachung betr. die Wahlen der Stadtverordneten-, Kreis- und Provinzialtagsmitglieder am IS.Nov. 1925. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß für folgende Straßen eine Änderung hinsichtlich der Wahllokale eingetreten ist: 1. für ,,5chottstrahe" ist jetzt das zuständige Wahllokal im Gewerbehaus Kirchstratze 16 2. für „An den Bahnhöfen" ist jetzt das zuständige Wahllokal im Schulhaus Westanlage 43 3. für „Ihering- und Wilsonstratze" ist jetzt das zuständige Wahllokal im Stadthaus Bergstraße 20 4. für „Eichweg und Eichgärten" istjetzt das zuständige Wahllokal in der Oberrealschule Stephanstr.12. Gießen, den 11. November 1925. Der Oberbürgermeister. 3. D.: Dr. Sctb. [10733B Student erteilt Nachhilfe an Gymnaf. unt. Kl. (VT—III). Schr.Ang u. 09108 n d. G. Anz. MHWWWH Sicheres Geschäft sucht 09026 stillen Teilhaber. Schr. Angeb. unter 09026 a. d. Gieß. An». WMMMOHH Schneiderin nimmt Kunden an. Zu erfrag. L d. Ge- iiiiiimiii !ll> -Die 2 WS MeE ssernftft' Schliß lag und ® Must angM Erst o: loirö E Sr.W'ci Austritt gier Tagen fla’ Rückvtt jenigen T eintret voraaSsich ich heute darüber t unvollstän Ich fam bei 6tm Locarno Der-l g llhr. !al Jeretni dustriei neben" den nmgsmcm Reichstage Mmsterp Mer 5r Minister - Sie Reich- politischen Ausgabe b "Leides sin VarteipM Gesamt Voltes gobendeis recht burd forme! ut Mich bei Sn beiden von Pun Regiert, solcher Art lichen Tech lenS. Ungc führung der M Linie zt wie die 3n die Preist wtchnabu um ^vch immk ber Gryw groß Q &en ehyel Erwerösstt viegenb b Erwerbssta ^egieru -ncchen, R AN Elchen St SS/ rs Bonbon i Knggch Ä y-nes । deck dv ..Dun js M bet h ?lno vc &N i 5 SS l»nc< k^l^chr - & ÄUf 9öe> «fes Sx\ S«s