Nr. 215 Erster Blatt (L) 175. Jahrgang Kettag, U- September 1925 (E4^dnt täglich, oufcer Sinnt» und Feiertag«. Beilagen : 6 ie6encrtpamilienb litte 5ebnet bn Bild. Hoeats.Bejigmtels: 2 Doldmark u. 20 Gold» Pfennig für Träger lohn, auch bei Nichterscheinen uem einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsore ch.Anschlüss e: Schriftleitung 112, Der» lagundGefchäftsstellebl. Anschrift für Drahtnachrichten: LnzelgerSlehe«. postscheckfonto: franffurt a. M. 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Vberhefsen Dmd und Verlag: vrübl'sche UniverfilSts-Such- und Steinöniderei B. Lange in Sietzen. Schriftlettung und Seschäftrstelle: 5chnlftratze 7. Annahme von Anzeigen fürbtelageonummeibis zum Nachmittag vorher ohne jede'Verbindlichkeit. Prell für 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite 6rtlid)8, autmärts 10 ® ort'Pfennig; für Nett lame» Anzeigen o 70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzoorfchrift 20'. Aufschlag. - Verantwortlich für Politik ul Feuilleton: Dr. Friede Will). Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein;für den Anzeigenteil: $ ans Dedt, sämtlich in Gießen. Oesterreichs Sanierung. Etappenweise Aufhebung der Finanzkontrolle. Genf. 10. Sept. iWB.) Der Völkerbund hat sich heute nachmittag in öffentlicher Sitzung grundsätzlich für d i e endgültige Aufhebung der Finanzkontrolle des Völkerbundes in Oesterreich ausgesprochen. Der Abbau der Kontrolle soll in drei Stufen erfolgen. Ihre endgültige Aufhebung wird von der Erfüllung verschiedener Bedingungen abhängig gemacht. Sie kann jedoch nach der Auffassung deS Finanzkomitees deS Völkerbundes im 3 u n t 19 2 6 endgültig vom DölkerbundSrat ausgesprochen werden. Der Vorsitzende deS Fi- uanÄomiteeS, Dubois, Präsident der Schweizerischen Bankvereinigung, faßte in seinem Bericht die Lage folgendermaßen zusammen: Die Bedingungen für die erste Erleichterung der Kontrolle sind zum größten Teil erfüllt. Dieser ersten Stufe wird zum Jahresende 1925 die zweite Stufe folgen, nämlich die vorläufige Aufhebung der Kontrolle. Dor dem Beginn dieses zweiten Stadiums muß jedoch die österreichische Regierung mit dem Finanzkomitee deS Dölkerbunde genaue weitere Bereinbarun- ?en hinsichtlich der Verwendung der An - eihepfändcr und der Anleihcrcchte bzw. der neuen Beziehungen zwischen der österreichischen Regierung und den Staaten der Anleihe- aaranten treffen. Sind diese Bedingungen erfüllt und sind außerdem die gesetzgeberischen Maßnahmen getroffen, kraft deren sich das österreichische Parlament mit der Beibehaltung eines Beobachters bei der Oesterreichi- schen Aationalbank für die Dauer von drei 3 a h r e n mit der Möglichkeit der Wiederaufnahme der Finanzkontrolle während der nächsten zehn Jahre einverstanden erklärt, so beginnt dieses zweite Stadium der vorläufigen Aufhebung der Kontrolle, das nach Auffassung des Finanzkomitees im 3uni 1926 zu Ende gehen kann. Zuvor muh jedoch die Rechnungslegung für das Rechnungsjahr 1925 erfolgt und der Budgetvorschlag für 1926 innerhalb der vom Völkerbund gewünschten Grenze vom österreichischen Parlament angenommen sein. Dann wird der Völkerbund in der Lage sein, die endgültige Abschaffung der Finanzkontrolle zu erklären Oesterreich müsse an Stelle der heute vorwiegend kurstsristi- gen Auslandskredite unbedingt langfristige Kredite in Anleiheform erhalten, um seinen Wiederaufbau endgültig und erfolgreich durchzuführen. Die Vertreter Oesterreichs, Bundeskanzler R a m e k und Außenminister M a t a j a. erklä- len sich mit den Vorschlägen des Finanzkomitees einverstanden unter dem Vorbehalt, daß sie vom österreichischen Parlament genehmigt werde. Sowohl die Vertreter Oesterreichs wie auch die verschiedenen Ratsmitglieder nämlich Chamberlain, Briand, Scialoja, Denesch sowie Generalkommissar Zimmermann und Präsident Dubois, gaben ihrer großen Genugtuung über die gewaltigen Fortschritte des Sanierungswerks in Oesterreich Ausdruck, wobei die Vertreter Oesterreichs den ehemaligen Bundeskanzler Seipel als den Retter des Vaterlandes bezeichneten. der Oesterreich auf den richtigen Weg zum Wiederaufbau führte. Enttäuschung in Wien. Die Meldungen aus Genf über die Vorschläge be8 Finanzkornitees und über eine Verlängerung der Finanzkontrolle auf 3ahre hinaus, wenn auch in verschleierter Form unter gewissen Bedingungen, riefen in Wien gegenüber den Bisherigen meist optimistischen Erwartungen Enttäuschungen und Verstimmung hervor. So schreibt die »Reue Freie Presse": Der Döllerbund habe Oesterreich gegenüber ein 3a- nuSgesicht, eins das freundlich lächele und einS ohne jede Liebenswürdigkeit, denn wie sei «s sonst zu erklären, daß, nachdem die österreichischen Verhältnisse zum zehntenmale einer Prüfung unterzogen wurden, von neuem der Wunsch zutage trete, das Sanierungswerk zu verlängern itnb seine Losung zu komplizieren. Rach den Vorschlägen des Finanzkomitees würde Oesterreich unter dem Drucke stehen, daß jede etwaige Krise eine Erneuerung des alten Zustandes und eine Wiedereinmischung des Generalkommissars mit sich bringen würde. Die Forderungen des Finanzkomitees sind weitergehend als vermutet werden konnte. Oesterreich kommt in eine sehr ernste und peinliche Lage. 3n dem Wortlaut des Genfer Protokolls ist nirgends auch nur angedeutet, daß derartige Forderungen im letzten Augenblick der Sanierung erhoben werden dürsten. 3eht kommt wie ein Blitz aus heiterem Himmel dieser Brief. Es gibt nun außer dem Rücktritt der gegenwärtigen Regierung zwei Möglichkeiten: entweder dem Völkerbund jede Gefolgschaft zu verweigern oder den Wachtverhältnissen Rechnung zu tragen. Die Handlungsweise des Finanzkomi- tees hat zweifellos seinen Grund im 3ntereffe Oesterreichs an langfristigen Anleihen. Aber die Form war grob und der Gesamteindruck ist der einer Strafe. 3n der , Dcutsch-Oesterreichifchen Tageszeitung" heißt es, jetzt zeige sich gas ganze Doppelspiel des B ö l k e r b u n d e s . das mit Oesterreich in Genf getrieben wurde. Nachdem der Expertenbericht mit einer alle Kreise überraschenden Deutlichkeit die Lebensfähigkeit Oesterreichs aussprach, kommt der Völkerbund jetzt zu einer derartigen Entscheidung. Der Völkerbund erwies sich durch den überraschenden Ausgang seiner Herbsttagung als vertragsbrüchig ung unaufrichtig. Italien und der Sicherheitspakt. Der Verlauf der Londoner 3uristenbespre- chung ist zwar reichlich kommentiert toorben, über den eigentlichen 3nhalt uni) die zutage geförderten Ergebnisse herrscht dagegen noch Schweigen. Deutschlands Ziele bei der ganzen Besprechung waren von der Reichsregierung einwand- srei klargelegt: eS handelt sich für unS nur darum, den Standpunkt der Gegenpartei hinsichtlich der rechtlichen Beurteilung vorliegender Bindungen durch den Döllerbund oder die Son- derpakte kennen zu lernen, gleichzeitig 3nforma- tionSmaterial über die Frage zu gewinnen, wie man von feiten der Alliierten rechtsverbindliche Sicherheiten für das geplante Hauptsicherheitsabkommen sestzulegen gedachte. Darüber hinaus dürste für Deutschland aus der Londoner Besprechung keine Reugestaltung irgendwelcher Voraussetzungen, keine grundlegende Aenderung der deutscherseits gegebenen Anregungen sich ergeben haben 3nzwischen ist aber bei den Alliierten im Zusammenhang mit den Genfer Völlerbunds- besprechungen und der englisch-französischen Der- handlung in Aix-les-Bains ein neues Moment in den europäischen Gesichtskreis getreten. 31 a » I i e n hatte anscheinend ursprünglich feine grundsätzliche Bereitwilligkeit erklärt, an den Paktoefprechungen teilzunehmen, wenn ihm im voraus eine bindende Zusicherung über die Einbeziehung italienischer Sicherheitsinteressen in das Haupt- abkommen gegeben werden würde. Chamberlain soll in llebereinftinunung mit dem britischen Kabinett gegen eine derartig freund^ schaftliche Berücksichtigung 3taliens nichts einzuwenden gehabt haben. Rachträglich sind aber anscheinend unter dem Einfluß des Zuredens von Briand und P a i n l e v 6 Bedenken bei dem britischen Außenminister zur Geltung gekommen, die sich, soweit man es bisher übersehen kann, nur daraus beziehen können, daß 3talienvon sich aus Dorschlägeüber- mittelt hat. deren 3nhalt und Formulierung mit den Grundlagen des bisherigen Paktentwurfes nicht übereinstimmen. Aeuherlich trat diese Meinungsverschiedenheit in einer reservierten Haltung hervor, die die italienische Presse auf einmal gegenüber dem Sicherheitsabkommen und den Genfer Derhandlungen emnahm. Mussolini ließ in offiziös beeinflußten Artikeln feiner Leiborgane durchblicken, daß einmal die Garantie voller Handlungsfreiheit 3talien gewährt werden mühte und daß andererseits 3ta- fien selbst wenig Lust bezeuge, irgendwelche Bürgschaftserklärungen in Beiträgen über Grenzficherheitsprobleme zu übernehmen, an denen es n i cf) t unmittelbar interessiert wäre. Wenn man annimmt, daß es 3talien mit dieser Erklärung Ernst ist und daß Mussolini prinzipiell daran festhalten will, erscheint eine Möglichkeit der Teilnahme 3ta* liens kaum gegeben zu sein. Allerdings konnte diese ganze Haltung auch nur eine Geste bedeuten, die seitens der italienischen Diplomatie verwendet wird, um bei einem späteren Cin- lenken möglichst große Dorteile herauszuholen. Die englische Haltung war bisher anscheinend von dem Bestreben Chamberlains bestimmt, Frankreich gegenüber weitgehendstes Entgegenkommen zu beweisen, sofern dadurch die englischen 3ntereffen im wesentlichen unberührt blieben. Auch in der italienischen Frage suchte Chamberlain mit Hilfe des italienischen Der- treters in Gens einen vermittelnden Standpunkt einzunehmen. Da aber das Ausweichen Mussolinis vor irgendeiner neuen Bindung immer klarer zutage trat, hat der englische Außenminister. wohl wiederum im Einverständnis mit den französischen Politikern, vom römischen Kabinett eine bündige und. wie es den Anschein hat, auch zeitlich befristete Erklärung verlangt, ob 3talien überhaupt noch gedenke, sich an den weiteren Derhandlungen zu beteiligen. Wenn in der Auffassung über 3taliens Mitgehen zwischen England und Frankreich anscheinend noch Hebereinftimmung geherrscht hat, so ist am Donnerstag in Genf bei einer anderen Gelegenheit der noch immer bestehende Gegensatz zwischen der englischen und der französischen Auffassung über die Methoden zur Sicherung des europäischen Friedens mit aller Schärfe wieder hervorgetreten. Diese Gelegenheit ergab sich bei der Wiederaufnahme der Derhandlungen über das im Dorjahr unter Macdonalds Mitwirkung gefertigte Genfer Protokoll. Chamberlain legte als das britische Ziel gegenüber der französischen Auffassung dar, daß es England bei allen Konfliktsfällen weniger darauf ankommen werde, den Angreifer festzu- stellen als den Angriff überhaupt zu verhindern Daher, erklärte Chamberlain, sehe er sich genötigt, für besondere Dereinbarungen über die Sicherheitsgarantien. Sch edsgericht und Entwaffnung einzutreten, die auf gegenteiliger Der- ftän&igung beruhen — dieses ganze Dorgehen ohne neue Allianzen, aber in enger Zusammenarbeit mit dem Döllerbund. Chamberlain verfolgt Die „Arbeiterzeitung" meldet: Die Nach» richten aus Genf feien geeignet, das größte Mißtrauen zu erwecken. Man werde mit dem endgültigen Urteil roarten jnüffen, bis der Text der Vereinbarung vorliegt. Die bisherigen Meldungen zeigten aber schon, wie sich die internationale Hochfinanz dagegen wehrt, uns aus der Schlinge zu lasten, welche sie dank Seipels fteundlicher Hilfe damit den Katen Weg. dem Döllerbund selbst kein 3nterventionSrecht einzuräumen und auch den an den Sonderattommen beteiligten Böllern feine vorn Döllerbund sanktionierte Garanten - stellung einzuräumen. Daß hiermit eine entschiedene Ablehnung der in Driands Vorschlägen geltend gemachten französischen Auffassung noch mehr hervvrtritt, als die bereits so oft betonte Abneigung Chamberlains gegen dis Genfer Protokoll, dürfte aus der Betrachtung dieser Zusammenhänge unzweifelhaft hervorgehen. Schließlich hat Painlev^s Dorschlag zu einer 3nitiative des Dötterbundes mit dem Ziel einer Abrüstungskonferenz ebenfalls noch ein neues Moment in die bisherigen Paktverhandlungen hereingebracht. 3m deutschen 3ntereffc liegt eS, bei den Sicherheitspaktverhandlungen die. Frage der europäischen Abrüstung grundsätzlich zu berühren. Don welcher Stelle die Anregungen zu einer Abrüstungskonferenz ausgeben mögen, bildet für uns eine Frage zweiter Ordnung. Wenn man Deutschlands Eintritt in den Döllerbund als Dorausseyung für den Sicherheitspakt ansehen will, so muß von unserer Seite die gleiche Doraussetzung für die Abrüstung gefordert werden. Beratungen in Nom. Genf. 10. Sept. (WTB.) Das Mitglied der italienischen Delegation bei der Döllerbunds- Versammlung Gandi, Unterftaatdfcfretär im Außenministerium, reift heute abend nach Rom ab. Der italienische Sachverständige P i l o 11 i ist bereits auf dem Wege nach Rom, um Mussolini über die Ergebnisse der Londoner 3uristenkonfe- renz und die späteren Genfer Besprechungen über den Sicherheitspakt zu berichten. 3n italienischen Kreisen glaubt man, daß über die von 3talien verlangte binden de Erklärung über seine Beteiligung ober Richtbeteiligung am Sicherheitspakt nicht vor Montag ober Dienstag in Rom entschieden werben kann, unb daß Mussolini vor bet endgültigen Entscheidung einen M i - n i ft e r r a t einberufen wirb. Der erste italienische Delogierte Scialoja, der an Mnsso- lini die Anfrage im Auftrage Chamberlains und Driands richtete, ob Mussolini bereit sei, an einer Ministerkonserenz mit Dr. Stresemann teilzunehmen. hat gestern eine Antwort Mussolinis erhalten. Wie vxplautet, soll die Antwort bejahend gewesen sein. Vie Lmladung an Deutschland. Gens, 10. Sept (2DIB.) von zuverlässiger Seile wirb zu verstehen gegeben, baß im Laufe des heutigen Nachmittags an ben deutschen Außenminister Dr. Stresemann ein von B r i a n b unterzeichneter Brief abgegangen sein soll, ber bie Einladung z u r Teilnahme an der geplanten Ministerkonserenz über die Sicherheilsfrage enthalte. In dem Brief sollen keine Angaben weder über den Zeitpunkt der ANnifier- konseren, noch über ben llonserenzorl enthalten sein. Ferner soll bie Frage ber Teilnahme Italiens an ben weiteren Verhandlungen offen gekästen sein. Die von ber englischen Delegation bem Vertreter ber Tekunion versichert wirb, ist bie Bote bereits nach Berlin abgegangen. Diese Bote fragt bei ber Reichsregierung an, wann sie bereit sei, an einer Ministerkonserenz teilzunehmen. Die Antwort wirb erst im Laufe ber nächsten Woche in Gens erwartet. Die Ministerkonferenz. Eine entmilitirifsierte Zone im Westen. London, 10. Sept. (Dolfs.) Der biploma- tische Berichterstatter des „Daily Telegraph" schreibt: Während das Verfahren, welches die letzten Stadien der Sicherheitsverhandlungen regulieren soll, in Aix-les-Bains erörtert und als Ergebnis dieser Besprechungen vielleicht eine private Mitteilung nach Berlin gesandt wurde, bildete sich in Londoner Kreisen der Eindruck, daß weder ber genaue Zeitpunkt noch bas g e n a u e P r o a r a m m der nächsten Zusammenkunft zwischen den Alliierten und Deutschland endgültig entschieden wurde. Es scheint Tatsache zu sein, daß die alliierten Staatsmänner als nächsten Schritt die Einberufung einer größeren Konferenz der Premier- und Außenminister einschließlich eines amerikanischen Beobachters unb vielleicht auch Vertreter Polens unb der Tschechoslowakei erwägen. Die Konferenz war ursprünglich nach einer kleinen Konferenz der Außenminister vorgesehen, auf jeden Fall wird aber die nächste Konferenz auf neutrale mBoden ftattfinben, damit die Delegierten soweit wie möglich von dem Druck der öffentlichen Meinung in ihren Ländern befreit seien. Vielleicht kann eine entmilitarisierte Zone nach dem Vorbild der Rheinlandzone auch an der deutsch-polnischen Grenze geschaffen werden. Dieser Vorschlag stammt von Briand. Dadurch würde sich die Ausgabe der Bestimmung des technischen Angreifers erleichtern. Allerdings ist eine solche Zone im Osten im Friedensvertrag nicht vorgesehen. Sie müßte daher durch eine freie Vereinbarung zwischen Deutschland und Polen geschaffen werden. Die Cö- Iung der Frage ist im Hinblick auf ben Korridor chwierig, weil durch bie Errichtung einer entmist- arifierttn Zone ber Korridor von Truppen frei gemacht werden mühte. Ein f al (her Sicherheitspakt müßte durch ein ergänzendes diplomatisches Dokument getrennt von einem Rheinpakt nach diesem ober zu gleicher Zeit mit diesem abgeschlossen werden. Hierin sicht der Berichterstatter die Hauptschwierigkeit der beutfdpaUllertcn Der- Handlungen. Als Stresemann den Sicherhoitspakt zur Erörterung stellte, sei man im Weißen Hause Der Ansicht gewesen, daß die zweite Abrüstungskonferenz aufgefchoben werden müßte, bis sestftehe, ob der Sicherheitspakt abgc- schlossen werde oder nicht. Ueberraschungen tonnte es aber geben, wenn es zutreffe, daß die alliierten Staatsmänner, wie berichtet werde, keine vrak- tischen Aussichten für bie Verwirklichung der zweiten Abrüstungskonferenz sahen, bevor der Sicherheitspakt nicht zwei bis drei Jahre bestanden habe und die moralische Abrüstung vorgeschritten sei. Eine solche Der- zögerung würde einen trüben Ausblick für die Leute bteten, die mit einer curopäifthcn Abrüstung als baldige Folge eines jeden Sicherheitspaktes geregnet hatten. Chamberlain lehnt das Genfer Protokoll ab. Genf. 10. Sept. (WTB.) Die heutige Dormittagssitzung der DölkerbundSversammlung brachte, die mit großer Spannung erwartete Rede des englischen Außenministers Chamberlain, der beim Besteigen der Rednertribüne mit anhaltendem Beifall begrüßt wurde, an dem sich fcid ganze Haus betoürgte. Chamberlain betonte in seiner Rede zunächst, welch großes Vertrauen England und daS ganze britische Reich tn den Völkerbund habe und kam auf das Genfer. Protokoll zu sprechen, toobei er erklärte, er wolle die Gelegenheit benützen, um noch einmal darzulegen, weshalb England sich dem Dörfer Protokoll nicht anschließen konnte.Geftorn habe der Vertreter Dänemarks, Zahle, tnseiner Rede erklärt, daß der Völkerbund nicht den Angreifer strafen, sondern den Angriff leibst verhindern müsse. Dieser Auffassung schkteße sich feine Regierung an. Das Genfer Protokoll erwecke den Eindruck, daß feine Hauptaufgabe in der Organisierung eines Krieges bestehe. Das einzige Ziel der Arbeit deS Völkerbuirdss müsse aber die Verhinderung des Krieges sein. Rur wenn der Krieg verhindert werde, Bmnc das gemeinsame Ziel der Sicherheit, nach dem alle trachten, erreicht werden. Das Protokoll hätte dem nicht genügend Rechnung getragen. Bei der großen Derfchiedenheit der im Völkerbund vertretenen Volker lasse sich nicht jeber mögliche Kriegsfall vorausfehen. Kein Schneider könne für alle Mitglieder der Versammlung die gleichen Anzüge machen und dann erwarten, daß sie auch jedem gut passen. Die Ausgabe des Völkerbundes. wäre es, zu vermitteln. Das Protokoll würbe nur einer gewissen Art von Äonftlften gerecht und finde für eine größere Anzahl von Konflikten keine Losung. Der angelsächsische Geist scheue allgemeine Folgerungen rein logischer Art und verlange praitische Regelungen. England habe in den letzten 250 3ahren gewaltige Veränderungen durchlebt. England kenne keine Revolution, die in allgemeinen logischen Erwägungen ihren Urfprung hatte. Seine Fortschritte waren stets den Zeitbedürfnisfen angepaßt. England lehne alle allgemeinen Grundsätze ab, die für alle Fälle passen sollen. England wolle vor allem die Sicherheit der Völker in der ganzen Welt gewahrt sehen. ES wolle dieses Ziec oescheiden in Angriff nehmen und nicht mit einem Schlage mehr erreichen, als sich tatsächlich erreichen ließe. Die erste Bedingung sei, den Frieden zu erhalten, den Krieg zu verhindern oder den AuSbruch des Krieges wenigstens solange hinauszuzögern, bis Freunde vermitteln könnten und die Welt ihr Wort gesprochen hat. Die moralischen Sanktionen seien ebenso wichttg wie die kriegerischen und auf die Dauer am wirksamsten. Die Forderung müsse lauten: „Abrüstung durch Sicherheit, Sicherheit durch Schiedsgerichte!" Die moralische Abrüstung sei die Grundlage der Sicherheit. Die britische Ansicht sei, zunächst an dem uns am nächsten liegenden Gebiet die Sicherheit zu schaffen. indem die besonderen Vereinbarungen den besonderen Bedürfnissen der Völler und dem Geiste des Völkerbundes entsprechen. Daher sei England für eine Zusammenarbeit der am m ei ft en interessierten Mä chte, eS handele sich nicht um neue Bündnisse gegen andere Parteien, sondern um die Herbeiführung des allgemeinen Friedens durch Sondervereinbarungen. So hätte England am liebsten einen allgemeinen Frieden herbeigeführt. uns um ben Hals hat legen bürfen. Man tonne also von der gestrigen Vereinbarung nette Dinge erwarten. Die Ritter des feuecigen Kreuzes. Berlin, 10. Sept. (T. U.) Dizepolizeipräfibent Friebensburg nahm heute Gelegenheit, vor Bertretern der Presse Mitteilungen über bie Aufdeckung des Ordens der Ritter des feurigen Kreuzes zu machen. Zweck feiner Ausführungen war es nor allem, gegenüber den bisher oeröi'entlichtcT! Berichten eine authentische Darstellung zu geben. Die Ermittlungen ergaben folgendes Bild: 3n Berlin hatte sich eine Gcheiworganisation gebildet unter Führung von drei Amerikanern, b?n I 4 Herren Strohschein Vater und Sohn und einem Mr.G ra y. Die Amerikaner hatten vor zwei Jahren mit gewissen Kreisen Fühlung genommen, um eine Organisation nach Mu st er des amerikanischen Ku-Klux-Klan ,3u bilden. Die Kartothek ergab nachweislich eine Mitgliederzahl von 350—400 Personen. Wahrscheinlich sind aber mehr Personen an der Organisation beteiligt. Satzungen, Statuten und Organisationsformen des Ordens muten sehr p h a n t a st i s ch an. Der Orden soll satzungsgemäß aus Männern germanischen Blutes bestehen. § 11 fordert nicht Worte, sondern Taten. Der Eid ist sehr langatmig. Jedes Mitglied schwört unter religiösen Formeln, nichts von dem, was er gesehen und gehört habe, zu verraten. Es schwört Haß allen Feinden des Vaterlandes. Es verpflichtet sich ferner zu unbedingtem Gehorsam gegenüber dem Häuptling. Wenn das Mitglied einem Feind oder sonst irgend jemandem etwas verrät, sollen seine Knochen im Leibe langsam zerbrochen werden, seine Augen ausgestochen werden usw. Die Organisation hat fünf Grade, einen ersten, zweiten und dritten, den Senat oder Walhall, bestehend aus 14 Personen, und Asgard, der höchsten, unsichtbaren Macht, bestehend aus den drei Amerikanern. Diese hatten versucht, eine Verbindung mit den Ku-Klux- Klan zu schassen, haben aber dabei eine Abfuhr erlitten. Asgard wurde aufgelöst: die Leitung blieb bei dem Senat, dessen erstes Mitglied ein gewisser Brand, ein Angestellter bei Siemens, ist, der den Namen Wotan führte. Brand war nach seiner Angabe ehemals Reichstagskandidat der Deutschen Volkspartei gewesen und gegenwärtig Mitglied der Deutsch-sozialen Partei. Die Mitglieder des Bundes sind Kaufleute und Handwerker, meist der Deutschsozialen, teilweise der Völkischen und Deutschnationalen, noch Behauptung eines Mitgliedes aber auch einer republikanischen Partei zugehörig. Der Wiking-Bund ist nicht daran beteiligt. Hier lag eine Verwechslung vor. Die beiden Amerikaner Strohschein sind gestern in Kotzenau in Schlesien f e st - genommen worden. Sie werden voraussichtlich ausgewiesen werden. Von den im ganzen fest- genommenen 18 Personen sind acht bereits entlassen. Die Mehrzahl der übrigen wird voraussichtlich heute entlassen werden. Nach den Behauptungen eines Mitgliedes ist eine Gewalttat im Bunde verboten gewesen. Der Bund sollte seine Ziele durch Druck auf die Volksvertretung erreichen. Ein Terrorakt konnte bisher auch noch nicht nachgewiesen werden. Es ist auch unwahrscheinlich, daß diese am 21. Februar 1925 gegründete Organisation an den meisten im Jahre 1923 erfolgten Fememorden beteiligt ist. Eine Strafverfolgung ist aber durch den § 128 des Strafgesetzbuches wegen Geheimbündelei gegeben. Der Stand der deutschen Luftfahrt. Tagung der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Luftfahrt. München, 10. Sept. (Wolff.) Unter Beteiligung einer außerordentlich großen Zahl führender Persönlichkeiten der deutschen Luftfahrt begannen die wissenschaftlichen Vorträge im Nahmen der 14. ordentlichen Mitgliederversammlung der Wissenschaftlichen Gesell! schäft für die Luftfahrt mit einer Begrüßungsansprache des ersten Vorsitzenden Geheimrat Dr. Schütte, der die Vertreter der Reichs- und Staatsbehörden, darunter den bayerischen Kultusminister Matt, den Handelsminister Ritter von Meine! und den Ehrenvorsitzenden der Gesellschaft. Prinz Heinrich von Preußen, ■ willkommen hieß. Rach Uebergabe des Ehren- vorsihes an den Prinzen Heinrich sprach zu- Mchst Dr. Dornier über die neuen Erfahrungen im Bau und Betrieb von Metallflugzeugen, t Besonders eingehend schilderte der Redner die Type „Wal", die bekanntlich auch von Amund- F sen bei dem Rordpolflug verwendet wurde, und eine große Anzahl Weltrekorde hält. Dornier wies darauf hin, daß der Versailler Vertrag die Fortführung der Arbeiten auf dem Gebiete des Riesenflugzeugbaus verhindert habe, wenigstens soweit der Bau selbst in Frage komme. Heute stelle das vieltausendpferdige Riesenflugzeug kein Problem mehr dar, sondern eine Aufgabe, für deren Lösung die wissenschaftlichen und technischen Voraussetzungen ge- schaffen sind, so daß mit dem Bau solcher Maschinen im Ausland begonnen werden kann. Dann werde man wissen, daß deutscher Geist die Flugzeuge geschaffen habe. Ministerialrat Brandenburg vom Reichsverkehrsministerium sprach über die Lage der deutschen Luftfahrt. Unsere ganze Luftfahrt beruht auf dem Luftverkehr, der für einige große Linien vom Reich und für die Zwischenverbindungen deS dichten innerdeutschen Rehes von den Städten usw. unterstützt wird. Wenn diese wirtschaftliche Stühe auch nicht sicher ist, so sind doch die Fortschritte und Erfolge des gemeinsamen Wetteifers erfreulich. Die Bodenorgarkisation wird ständig weiter entwickelt. Zur Zeit werden 42 Flugplätze regelmäßig angeslogen: 37 Wetterwarten und 17 Funkstellen dienen der Flugsicherung. Besonders bringend ist die Frage des Fliegernachwuchses. An der Verkehrsfliegerschule wird das Luftfahrtpersonal unserer friedlichen Handelsluftflotte gründlich ausgebildet, wobei besonders hervorzuheben ist, daß die Laufbahn des Flugzeugführers nicht die eines Chauffeur-, sondern die eines Kapitäns sein soll und daß unserer Luftfahrzeugindustrie, da wir keine Luftstreitkräfte besitzen dürfen, ein Absatzgebiet über den Luftverkehr und bescheidenen Sport und Schulbetrieb hinaus fehlt. Trotzdem darf sie in der jetzigen Zeit der Wirtschaftskrise nicht zugrunde gehen. Ihre Rot kann nicht besser demonstriert werden als dadurch, daß das Werk Zeppelins darauf angewiesen ist, sich durch Sammelpsennige eine Arbeitsmöglichkeit zu verschaffen. Die Ausgaben der Luftfahrttechnik sind vor allem die Erhöhung der Sicherheit, Weiterbildung des leichten Motors für Schule, Sport, Entwicklung des Schwerölmotors, Schaffung von Meßgeräten für das Fliegen und Landen ohne Bodensicht und Vermehrung der Seefestigkeit bei den Wasserflugzeugen. Zn der äußeren Politik i stder Druck der Botschafter-Konferenz hemmend. Die neue Luft- fahrt-Rote vom 24. Juni bietet keine Grundlagen für die Anbahnung des Luftverkehrs mit unseren Rachbarn Frankreich, Belgien, Tschechoslowakei und Polen, die an einer Verbindung über uns hinweg ein größeres Interesse haben als wir. Reben einem unerträglichen Druck der Baubeschrankungen lastet auf den Deutschen die Luftverkehrs-Verordnung 80 der Rheinlandkommission, die das lleberfliegen deutscher Flugzeuge über das besetzte Gebiet verbietet. Die Auslegung des Artikels 43 der Versailler Urkunde durch die alliierten und assoziierten Mächte, wonach die Flughäfen in der 50-Kilometer-Zone östlich des Rheines als „Qllo- bilmachungsvorbereitung" angesehen werden. Es besteht kein Zweifel, daß die unberechtigten und unverständlic^n Gewaltmaßnahmen ebenso wie die Begriffsbestimmungen mit dem Geiste eines etwaigen Sicherheitspakies nicht in Einklang stehen. Die spanische Offensive. Vor einer französischen Entsastnngs- aktiv». London, 11. Sept. (WTB. Zunkspruch.) „Daily Telegraph" berichtet aus Tanger, auf die dortigen Eingeborenen hat die Landung bei Alhucemas einen tiefen Eindruck gemacht. Die gelandeten spanischen Truppen werden auf ungefähr 12—16 000 Mann geschäht. Man nimm: an, daß sie in der Lage sind, Ajdir ein- zunchmen, das nur 6 Kilometer von der Landungsstelle entfernt liegt. Die Einwirkung d-er Landung auf die Stämme Abd el Krims könne «roch nicht abgeschätzt werden, aber es fönne schon jetzt eine unverzügliche Zurückziehung eines Teils der Riftruppen aus der Westfront erwartet werden, wodurch die französische Offensive erleichtert würde. Rach Mit- icilungen von der französischen Front sei eine Bewegung der Riftruppen nach Rorden festgestellt worden. Eine weitere Meldung besagt,, daß ein spanisches Kriegsschiff die Andjeraküste östlich von Tanger beschossen hat. ..Daily Rews" berichtet aus Tanger, daß der Andjeras-Stamm sich vorgestern offen zum Kampf gegen die Spanier gerichtet habe. Die Andjeras-Krieger sollen 8 Meilen von Tanger an der internationalen Zone versammelt sein. Ein Angriff der Andjeras- und Dscheballah- Krieger werde täglich erwartet, bei dessen Gelingen die Straße Tetuan abgeschnitten und die spanische Schlüsselstellung in Agaia stark. bedroht werden würde. Der „Chicago Tribüne" wird aus Madrid gemeldet, daß die Spanier eine zweite Truppenlandung in der Alhu» cemas-Ducht vorgenommen haben. Eine 5000 Mann starke Abteilung ist in der Rahe des Kap Quilatei am westlichen Vorsprung der Bucht an Land gesetzt worden. Die Spanier haben nunmehr beide Vorgebirge der Alhucemas-Ducht in Händen und sollen nun einen Vormarsch auf Abd elKrims Stellung bei Ajdir planen, die von 25 000 regulären Rifleuten mit beträchtlicher Artillerie verteidigt wird- Aus irgendwelchen Widerstand find die Spanier bei der Landung nicht gestoßen. Die wenigen dort anwesenden Rifleute schossen ihre Gewehre ab und flohen. Dagegen greifen die Rifleute Tetuan heftig an und versuchen es von allen Seiten außer der Seeseite abzuschneiden. Auf den Anhöhen in der Rahe der spanischen Hauptstadt Rordafrikas sei eine wilde Schlacht im Gange, die meist in einem Kampf ManngegenMann bestehe. Der Feind habe die Spailler von Den Harrikh vertrieben, einer Anhöhe, die die Stadt beherrsche. Spanische Flugzeuge haben die Stellungen des Feindes unaufhörlich beschossen. Es scheint zweifellos, daß die Situation an der Tetuanfront sehr ernst ist. Abd el Krims Bruder entwickelt gegen die spanischen Schuhllnien bei Tetuan eine Offensive, die gestern nachmittag in der Gegend von Denkarisch zu furchtbaren Kämpfen geführt hat. Westlich nach Larache haben die Rifleute die spanische Linie durchbrochen. Der Marsch auf Ajdir, von der Küste aus, ist zum Stillstand gebracht worden und General Primo de Rivera hat den Marschall P 6- tain gebeten, sofort mit der französischen Offensive zu beginnen, um eine Katastrophe an der spanischen Westfront zu verhindern. General Primd de Rivera wird solange in Tetuan bleiben, bis die Bedingungen für die militärische und politische Aktion in der ganzen spanischen Zone bis ins einzelne festgelegt sind. Der Leiter des spanischen Vaebindungsdienstes im Hauptquartier des Marschalls PZtain teilt mit, daß die französisch-en Truppen wahrscheinlich morgen einen heftigen Vorstoß im Mittelpunkt der Operationslinie und in einer anderen Zone unternehmen werden. Kleine politische Nachrichten, Reichspräsident von Hindenburg empfing heute den japanischen Botschafter, Exzellenz Honda, der einen längerer Heimatsurlaub antritt, ferner die deutschen Gesandten D o r e tz s ch in Lissabon. Frehtag in Bukarest und Ohlshausen in Belgrad. * Rach neueren Mitteilungen wird der M i - ni st er Präsident Braun sich an der Reife des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers nach dem Ruhrgebiet beteiligen. Der Ministerpräsident wird, wie auch der Reichspräsident und der Reichskanzler in Bochum eine Rede halten. Die Schlicht, ngsverhairdlungen zwischen den Vertretern der Arbeitnehmer und der Reichs- b a h n v e r w a l t u n g, die im Reichsarbeilsmini- sterium begonnen haben, haben bisher zu keinem Ergebnis geführt. Es ist eine Schlichtungskammer eingesetzt worden. * Der von der Schlichtungskammer zur Beilegung der Lohnstreitigkeiten der Arbeiter bei den Reich^verwaltungen gefällte Schiedsspruch sieht vor, daß die bis zum 31. Aug. bezahlten Grundlöhne mit Wirkung vom 1 Sept. ab wieder in Kraft treten. Dazu wird den Parteien aufgegeben, die O r t s l ö h n e demnächst nachzuprüfen und sie, wo es zwecks Angleichung an die von den privaten Llnterneh- mungen gezahlten Löhne erforderlich ist. mit Wirkung ab l.Sept. 1925 dementsprechend zu erhöhen. Die Parteien haben sich auf diesen Schiedsspruch bis Montag, 14. September, mittags 12 älhr, zu erklären. In Bozen hat der italienische Llnterprä- fekturkommissar verfügt, daß die städtische Haushaltungsschuleaufgelöst und dafür eine Mädchenvolksschule eingerichtet werden soll. Dem Gymnasium der Augustinerklosterherren in Drix en wurde mitgeteilt, daß die Weiterführung der ersten Klasse sofort und die der zweiten und dritten Klasse noch im Verlaufe dieses Jahres e i n z u st e l l e n ist. Aus Anlaß der französischen Manöver ist Euskirchen mit etwa 400 Mann neuer Besatzung belegt worden, wofür u. a. zwei Turnhallen und ein Tanzsaat beschlagnahmt worden sind. Dem Vernehmen nach wird bei Tonndorf ein neuer Flugplatz von 180 Morgen Fläche angelegt werden. Aus aller Well. 62. Deutscher Genossenschuftstag. Freudenstadt, 10. Sept. (TU.) Die erste Hauptversammlung des Deutschen Genossenschafts- verbanöes am Mittwoch war gemeinsamen An- gelsgeTcheiten aller Genossenschaften gewidmet. Das Hauptreferat hielt der Anwalt des Deutschen Genossenschaftsverbandes, Prof. Dr. S t e i n. Anfang September sei eine Verständigung der drei großen Genossenschaftsverbände mit den Sparkassen angebahnt worden. Soweit eine Schätzung möglich sei, tonne gesagt werden daß die Kriegsgenossenschasten im Durchschnitt weniger als 10 Prozent ihres Vermögens nach Umstellung auf Goldmari gerettet hätten. Die Genossenschaften hätten allgemein früher und umfassender ihren Wiederaufbau vollzogen als die anderen 1.!nternehmungsformer.. Die Gesamtsumme des Geschästsguthabens habe am 31. Dezember 1924 40,6 Millionen Mark betragen bei 1075 berechneten Genossenschaften gegen 198 Millionen bei 1493 Genossenschaften im Jahre 1913. Der Bankkredit liefere heute die Mittel zur Aufrechterhaltung und Führung des Betriebes. An den reinen Schulden gemessen, hätten die Genossenschaften sich wieder so in die Höhe gearbeitet, daß sie an die Ziffern des Jahres 1907 etwa wieder beranreichten. Für die Genossenschaften sei kaum Anlaß zu Pessimismus und älnruhe vorhanden, vielmehr hätten sie allen Grund, vertrauensvoll in die Zukunft zu schauen. Der deutsche Aerztetag. Der Leipziger Aerztetag faßte nach einem Referat über die Findelhausfrage von Dr. Nassauer-München eine Entschließung, worin die Aerzteschaft ihre Sympathie für die Schaffung von Findelhäusern zum Ausdruck bringt. Eine lebhafte Erörterung fand das Thema „Bekämpfung der Kurpfuscherei", worüber Medizmalrat Dr. Kanter-Warnsdorf als Arzt und Rechtsanwalt Dr. Fuhrmann-Berlin als Jurist referierten. In den angenommenen Leitsätzen bringt der Aerztetag zum Ausdruck, daß die Kurpfuscherei eine sehr schwere Schädigung der Volksgesundheit bedeute und daher zu bekämpfen fei. In der Aerzteschaft müsse es daher für eine sehr ernste Aufgabe betrachtet werden, gemeinsam mit der deutschen Wissenschaft zur Bekämpfung der Kurpfuscherei vorzugehen, bis die erwünschte Aufhebung der Kurpfuscherei erreicht sei. Schließlich gab der Aerztetag eine Erklärung ab, daß das herrschende Wohnungselend der Hauptgrund für die Ausbreitung der Volksfeuche sei. Die Regierungen und Kommunalverwaltungen müßten es daher als ihre wichllgste Aufgabe betrachten, hier Wandel zu schaffen. Deutscher Apothekertag. Stuttgart, 10. Sept. (WTB.) Die Verhandlungen des zweiten Tages der Apothekertagung befaßten sich mit dem Verhältnis zu den Krankenkassen. Dabei wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, in der die Wiederherstellung des § 375 Abs. 2 der Reichsversicherungsordnung zum Zwecke eines gerechten Ausgleichs zwischen Apotheken und Krankenkassen gefordert wird. Weiter wird die Laborprüfung der Richtlinien zur Anwendung eines friedlichen Verkehrs mit den Krankenkassen verlangt, da sich das interimistischr Abkommen mit den Krankenkassen vom Dezember 1924 nicht, wie erwartet auswirkte. Die Arzneiversorgung durch Selb st abgabe stellen der Kranken- k a s s e n gehöre nicht zu deren Aufgabe. ’ Sie sei daher zum Schutz der Krankenkassenpatienten selbst sowie im Interesse der Allgemeinheit, welche die Lebensfähigkeit der Apotheken nicht gefährdet wissen wollte, zu bekämpfen. „Die erstrebenswerte Regelung", erblickt die Versammlung in der Schaffung eines De- triebsrechtes, das frei veräußerlich und vererblich ist, wobei eine behördliche Ueberwa- chung der Apothekenverkäufe zur Verhinderung ungesunder Preise vorzusehen wäre. Heute hat sich aber die Schaffung eines Reichsgesehes auf dieser Grundlage als nicht erreichbar erwiesen. So kann nur ein System in Frage kommen, das wenigstens für alle bis zu einem bestimmten Zeitpunkt tatsächlich als übertragbar behandelten Apotheken das Recht der älebertragbarfeit weiterhin sichert. Die Personal konzession die dann für die übrigen Apotheken bestehen bliebe, wäre durch eine wesentliche Llmaestal- tung von ihren Mängeln soweit als möglich zu befreien. Tagung des Vereins für Gesundheitspflege in der Schule. Der deutsche Verein für Gesundheitspflege in der Schule hielt in B o n n seine 20. Jahresversammlung ab, in der Ministerialrat Dr. S t o l z e-Berlin die aus allen Deutschlands erschienenen Teilnehmer begrüßte. Ausführlich wurde in der Versammlung über die Gesundheitspflege der schulentlassenen Jugend gesprochen. Gewerbeschuldirektor G a u t ende r g - Duisburg sprach über die organisatorischen Forderungen. Stadtrat Dr. K e t t l' a n t- Berlin- Schöneberg hielt ein Referat über die Maßnahmen zur Ertüchtigung und zur Erholung der Jugendlichen, während.grau Dr. Else Szagunn - Berlin- Charlottenburg ! einen Vortrag über Maßnahmen zur planmäßigen Gesundheitsfürsorge hielt. Prof. Dr. K a n t o r o wi c z -Bonn behandelte das Problem der erzieherischen Wirkung auf die Jugend. Ein unbekannter Brief Richard Wagners. 3m vergangenen Monat wurde ein bisher unbekannter Brief Richard Wagners, der über das Verhältnis Richard Wagners zu dem damaligen König Ludwig 11. von Bayern und seinem Außenminister von der Pfordten Aufschluß gibt, von Professor Anton S r b a in Triest entdeckt. Der Brief ist vom 11. April 1866 in Luzern datiert und wird im Original und in Uebersetzung mit der Unterschrift WagnerS in der nächsten Zeit, und zwar zunächst in Prag veröffentlicht. Ein Opfer der Wissenschaft. In O l m ü tz ist nach langem, qualvollem Leiden der hervorragende Röntgenologe der dortigen Krankenanstalt, Dr. Rudolf Bacher, im 48. Lebensjahre gestorben. Er war der erste Arzt der Tschechoslowakei, der sich mit der Röntgenologie befaßte zu einer Zeit, als man die damit verbun- denen Gefahren noch nicht kannte. Seit 16 Jahren litt er an einer Erkrankung, die er sich da- mals zuzog und in deren Verlauf ihm die rechte Hand und der rechte Arm stückweise abgenommen werden mußten. Ein Millivnärssshn als Doppelmörder. Abermals wird Reuhork durch ein Mordverbrechen in Atem gehalten, das der g e i stes- gestörte Sohn eines Reuyorker Millionärs, der 20jährige Harrison Roel, begangen hat. Der junge Mann, der erst kürzlich aus einem Sanatorium entlasten worden war, das er wegen eines Rervenzusammenbruches aufsuchen mußte, ließ seinen Chauffeur in Montelair (Reuyersey) in eine einsame Gegend in der Rähe eines Waldes fahren, erschoß den Chauffeur während der Fahrt und warf feine Leiche in den nahen Fluß. Dann raubte er ein sechs- jähriges Mädchen namens Mary Dolh und ermordete es ebenfalls. Als er die Eltern- des ermordeten Kindes telephonisch antief und von ihnen die Hinterlegung einer großen Summe in einer Reuyorker Bank forderte, falls sie ilW Kind wieder haben wollten, wurden er verhaftet. Er gestand mit vollendetem Zynismus fein Verbrechen. Choleraepidemie in Japan.'" Tokio, 10. Sept. (WTB. Funkspruch.) Die Choleraepidemie greift in TZokohama und Tokio erschreckend um sich. Aus V->kohama werden 50 Cholerafälle gemeldet. Die Aerzte veröffentlichen Warnungsrufe. Wettervoraussage. Zunächst noch Riederschlagsneigung, dann Winde nach Rorden drehend und langsam auf- llärend. Wie erwartet, ist das Fallgebiet bereits etwas nach Südosten vorgerückt. Wir haben auf seiner Rückseite noch mit Regenfällen, später bei Herankommen des Hochs mit langsamer Aufklärung zu rechnen. Allerdings dürfte dem Hoch bereits ein neues Tief westlich von Irland her folgen, so daß die Aufheiterung unserer Witterung nur von kurzer Dauer sein wird. Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 14,8, Minimum 9,2 Grad Celsius. Riederschläge: 4,6 Millimeter. Heutige Morgentemperatur: 9,9 Grad Celsius. Aus Stadt und Land. Gießen, den 11. September 1925. Die Steierländer in Gießen. Liebe Gäste, kerndeutsche Schwestern und Brüder aus dem Steiererland, konnte man gestern abend im Stadttheater willkommen heißen. Cs handelte sich um die S te ire r g r up p e des Alpenländischen Verbandes der Kriegsteilne hmer 1914/18, die zur Zeit mit ihren Damen auf Einladung des Zentralverbandes deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegerhinterbliebener Deutschland besucht und dabei wertvolle Stücke heimatlichen Kulturgutes zu Gehör und zur Schau bringt. Der Ortsgruppe Gießen des Zentral- verbandes der Kriegsbeschädigten ist es zu danken, daß auch uns dieser bemerkenswerte Besuch, der der Vertiefung des deutsch-österreichischen Anschlußgedankens diente, zuteil wurde. Den geschätzten Gästen entbot Beigeordneter Dr. Selb namens der Stadt Gießen herzlichen Willkommengruh. Er betonte die DlutS- und Stammverwandtschaft, die die Bewohner beider Länder verbindet, wies auf das unverbrüchlich treue Zusammenstehen der Reichsdeutschen und der Deutschen Oesterreichs in den schweren Kriegsjahren hin, erinnerte an die schweren Vergewaltigungen und Leiden beider Länder durch die Friedensdiktate der rachsüchtigen Feinde, hob die Verweigerung unseres Selbstbestimmungsrechts durch die Gegner hervor,feierte die lebendige Kraft des Zusammenschlußgedankens und bat alle, ob hüben oder drüben der heute noch bestehenden Grenzpfähle, an diesem Gedanken sestzuhalten und nie rastend dem hohen Ziele der Vereinigung der beiden Länder Deutschland und Oesterreich zuzustreben: dann werbe auch der Tag kommen, wo alle deutschen Stämme ohne Ausnahme von einem einigen Großdeutschland umschlungen sein würden. In dieser Hoffnung galt der herzliche Gruß dens Gästen des Abends. Landesarchivar Dr. Karl Hafner, Graz, der Führet der Gäste, dankte in deren (Kamen für die freundliche Begrüßung, gab zu erkennen, daß die Steierer von demselben Gedanken und dem gleichen Geiste wie Wit beseelt sind, daß sie aus dieser Einstellung heraus an der wechselseitigen Unterstützung des deutsch- österreichischen Kinderhilfswerkes der beiden Ktiegskameraden-Vetbände tatkräftig Mitwirken und daß sie jetzt durch ihre Darbietungen aus dem reichen Schatze ihres kernhaften Dolls- tums werben wollen für die Vertiefung der Beziehungen der beiden Länder. Richt als Künstlet fernen sie, denn das seien sie alle nicht, sondern als schlichte Menschen aus dem Volle, die in einfacher, ungezwungener Weise durch Worte, Lieder und Bild erzählen wöllten von ihrer schönen Heimat und deren treudeutscher Gesinnung. Lebhafter Beifall nach beiden Ansprachen bewies, daß die Herzen der Zuhöret mitschwangen mit den Worten der Redner. Und nun machte man unter der Führung von Dr. Hafner in einem abwechslungsreichen Licht- bildervorttag einen interessanten Spaziergang durch das herrliche Steierland, wobei wohl be» vielen Besuchern der Wunsch entstanden fein mag, dieses schöne Land und feine Bewohnet an Ort und Stelle kennenlernen zu können. Volkslieder und schöne Vollstänze, die man vielen jungen Leuten bei uns als gutes Vorbild empfehlenkann, offenbarten im weiteren Verlause des Abends noch schärfer als die Vortragsworte die ausgezeichneten Charaktereigenschaften der Steierer. die der herzlichsten Sympathie aller noch nicht verbildeten Zeitgenossen sicher sein dürfen. Dazu gab es noch einige köstliche Proben auS Peter Roseggers Dialektdichtungen zu hören, die ebenso wie alle übrigen Darbietungen stürmischen Beifall auslösten. Den herzlichen Dank der Zuhörer faßte der Vorsitzende der Gießener Ortsgruppe des Zentralverbandes in Worte, denen als Abschluß und als gemeinsames va'erländisches Bekenntnis der Gäste und der Einheimischen der Gesang des Deutschlandliedes folgte. Mit lebhaften brüderlichen Heil-Rusen trennten sich Gäste und Zuhörer. Das war ein trefflichen volksgemeinschastlicher Abend, der bei uns in bester Erinnerung bleiben wird. 5i Hin1 i>E sieb und S )ii > Ä fffe uni >tal« Mjonall in M finci' [iciudiic, lifr del in der gii'1 großes Wcnge Muern t efftber sei«, 6,e. i*en D rung der Teilnahm Sonde' Werktag! So 1 Siehe treffend« nur nod 3.00 Uh Vie (fon Sever von La 1.15 An! Siehe abends Gelnhai bis Ni ßen 7.0. Vie Aeb ist tami: Don kehrt en hält, in ab 12.0! Hiebe Svnderz eintrifft zu dem verkehv der um fahren Die Äe Au wir- 6t cin/reffei Von laufen, d Siehrn e Ton der cs abhär oder un Streäe Qlbenby Dasl M Städten stertoc oft achse Messen anftaltun bewerbe. Gestoltui unbfoed Lchaufei beim n tungen Hchausei S ift 1 Winters, sensterlm ruher Karlsruk tewber e der Pre vchaus eigenes 1 wählen Gruppen Nehmer tt Elb §ön,c •Brüt SOW Vibrai und | em Berni ^ke st- Nim Hell Kärnten! ®in Gießener, der früher lange Zeit m Harnten tätig war, schreibt uns: Die ftörntner Gäste, die morgen abend uns betuchen, haben es verdient, von uns ganz besonders beachtet zu werden. 3m Kärntner Gebiet liegt die Gießener Hütte, die schon manchen Gießener und Hessen Selegenheit bot, Kärntner kennen zu lernen. Jeder aber, der es kennt, ist begeistert. Wie mächtig thronen im Norden die Tauern, wie andächtig kniet das Kirchlein von Heiligenblut vor der Majestät des Großglockners. Inmitten^ der Berge die tiefen Wälder und die reizenden Seen, der Wörtherfee, die Perle von ollen. Was ober den Besucher ganz besonders anzieht, das ist die Bewohnerschaft. Sie ist noch nicht vom Fremdenverkehr jo beeinflußt, wie etwa die Tirol-, auch hat der stete Kamps mit den begehrlichen slawischen u.ib italienischen Grenznachbarn einen begeisterten VMionalismus erzeugt, der jedem Deutschen aus dem Norden auffällt. Als ich vor vier Jahren mit r ner großen hessischen Wandertruppe das Land besuchie, war man erstaunt über die Kärntner Herz li/ deutsche Gastfreundlichkeit. Man veranstaltete in ür. Hauptstadt Klagenfurt ein großes Fest zu Cb ii der hessischen Gäste Treue um Treue! Sonderzüge anlählich der Gustav Adolf-Tagung. Gießen, ta5 in diesem Sommer anläßlich der großen Tagungen und Feste schon wiederholt eine Menge auswärtiger Fcstteilnchrner in seinen Mauern beherbergte, wird auch am 2 0. September das Ziel weiter Kreise Oberhessens sein, die an der nachmittags auf der LiebigS- höhe slattfindenden Volkskundgebung teilnehmen wollen. Um der evangelischen Bevölkerung der näheren und weiteren Umgebung die Teilnahme zu ermöglichen, sind eine Reihe von Sonderzügen eingelegt. Ferner werden viele WerktagSzüge auch am Sonntag gefahren. Do fährt auf der Strecke Gelnhausen— Gießen der 2.05 nachmittag- in Nidda ein» tressenbe Zug weiter biS Gießen. Er hält nur noch in L i ch (dort ab 2.42 Uhr) und trifft 3.00 Uhr in Gießen ein. An diesen Zug haben die (sonst nur Werktag-) laufenden Züge: von Gebern ab 12.58, von Schotten ab 12.55, von Laubach ab 1.56. von Grünberg ab 1.15 Anschluß Auf der Strecke D e l n h a u s e n— Gießen verkehrt außer dem planmäßig 6.42 Uhr abend- in Gießen abgehenden Zug, der bis Gelnhausen fährt, ein Sonderzug, der aber nur bi- Nidda durchgeführt wird. Abfahrt in Gießen 7.05, Ankunft in Nidda 8.09. Anschluß an die Nebenstrecken in Hungen, Lich und Grünberg ist damit geschaffen. Bon Schlitz ab 11.46 Uhr vormittags verkehrt ein Sonderzug, der auf allen Stationen hält, in Alsfeld von Grebenau her (dort ob 12.08 Uhr), in Burg-Gemünden von Rieder-Ofleiden her (dort ab 12.52 Uhr) Sonderzüge aufnimmt und 2.30 Uhr in Gießen eintrisst. In der Gegenrichtung wird ein Dorzug zu dem um 8.03 abendS von Gießen nach Fulda verkehrenden Zug bis Salzschlirf eingelegt, der um 7.50 Uhr nachmittags von Gießen abfahren und 10.06 in Salzschlirf eintreffen wirb. Die Nebenstrecken haben Anschluß. Auf der Strecke L o n b o r f—G rün be r g wird her um 9.15 Uhr nachmittag- in Londorf eintrcsfcnde Zug bi- Grünberg burchgesührt. Don Dilbel-Norb wird ein Sonderzug laufen, der 1.15 Uhr abgeht und 2.51 Uhr in Gießen eintrifft. Gr hält auf allen Stationen. Don der Beteiligung aus der Weiterau wird cS abhängen, ob auch von Friedberg nach Nidda oder umgekehrt ein MittagSzug und auf der Strecke Friedberg—Hungen oder umgekehrt $in Abendzug eingelegt wird Das Schaufenster im Wettbewerb Als vor wenigen Monaten in zahlreichen Städten die Veranstaltungen von Schau fen- ster Wettbewerben sich häuften, sprach man oft achselzuckend von einer „Mode". Wie wenig zutreffend diese Charakterisierung solcher Der- anftaüungen war. bewiesen die Erfolge der Wettbewerbe. Sie zeigten dem Äaufnumn die reiche Gestaltungsmöglichkeit der Schaufensterreklame, und weckten das Interesse des Publikum- für die Schaufensterauslage. Es ist nicht zuviel gesagt, wenn man behauptet, daß erst diese Veranstaltungen daS Publikum vielfach dazu erzogen, da- Schaufenster mit Aufmerksamkeit zu betrachten. GS ist daher zu begrüßen, daß die beginnende Wintersaison wieder mit einer Reihe von Schaufensterwettbewerben aufwartet. Der Karlsruher Einzelhandel wird im Rahmen der Karlsruher Herbstwvche vom 12. biS 20. September einen Wettbewerb m Szene sehen unter ter Preisfrage: „Wer hat das schönste Schaufen st e r?“ IedeS Schaufenster soll ein eigene- Motto haben, da- sich jede Firma selbst wählen kann. Sämtliche Branchen sind nach Gruppen eingeteilt. Die Verzeichnisse der Teilnehmer werden m einer größeren Anzahl von Geschäfte» kostenlos an daS Publikum abgegeben. Für die Preisverteilung an das Publikum sind 1000 Mk. bereit gestellt. Zur selben Zeit wird auch Spandau mit einer Schaufenster ton kurrenz hervvrtreten. Als Veranstalter zeichnet die Arbeitsgemeinschaft des Einzelhandels und der Verlag für Schaufensterreklame und DekorationSkunsi Berlin. Dom 10. biS 17. September wird auch Mühlhausen seine Schaulenster -um Wett- bewerbe schmücken. Auch hier fungiert daS Publikum als Preisrichter. Bornotizen. — Der Hess. Polizei- und Schutz» bunbeoerein 1914 veranstaltet am Sonntag. 13. September, eine Vorführung von Polizei» und Schutzbünden. Die Spurenarbcn beginnt norm. 7i Uhr auf dem Hinteren Triebgeländc, die übrigen Leistungen werden von 2j Uhr nachmittags an im Philosophenwald gezeigt. Der Zutritt ist frei. (E. Anzeige.) •* Der Reiseverkehr mit Oesterreich. Die im August erfolgte Aufhebung des SichtverrnerkSzwanges im Verhältnis zu Deutsch- Oesterreich wurde nach den gemachten Erfahrungen von zahlreichen deutschen Reifenden dahin verstanden, daß im Reiseverkehr mit Oesterreich auch die Mitsührung eineS Paffes entbehrlich geworden sei. Diese Annahme trifft nicht zu. Lediglich für einen kurzfristigen Besuch d?S sogenannten österreichischen AusflugsgebieteS an der bayerischen Grenze, und zwar nur deS Dun- deSlandeS Salzburg. nicht auch des Salzkammergutes, genügt die Ausslugsklaufel, die auf Grund einem mit einem Lichtbild versehenen amtlichen Äusweispapieres ausschließlich von den Beziris- ämtcrn in DerchteSgaden. Laufen. Traunstein und Rosercheim. sowie von der DezirkSamtauhen- stelle in Reichenhall und den Stadträten in Rosenheim und Traunstein ausgestellt wird. •• Arbeitsjubiläum. Der Lackierermeister LouiS Echardt aus Hausen bei Gießen konnte gestern sein 25jähriges Iubiläum bei der Kassenschrankfabrik Fr. Ärogmann in Gießen feiern. Dem Iubilar wurden von feiten der Firma und der Arbeiter besondere Ehrungen zuteil. •• Das Festspiel „General Bork', das am Samstaa endgültig zum lehtenMale in der Dolkshalle zur Aufführung gelangt, hat die Konvention von Tauroggen zu seinem Hintergrund. Der Held des Stückes, General Bork, steht in Rußland auf dem Marsch in das Innere des Riesenreiches bei der Armee des Marschalls Macdonald. Plötzlich trifft die Meldung ein, daß die große Armee vernichtend geschlagen ist. Macdonald befiehlt den Rückzug, Bork mit seinen Preußen soll die Nachhut bilden. Hin- und her- gerissen zwischen Soldatenpflicht und Vaterlandsliebe. schwankend zwischen den Befehlen des machtlosen Macdonald und der bei ihm aus- und eingehenden russischen Unterhändler steht das Bild Borks vor uns, bis er sich nach langen inneren Kämpfen zu der Tat entscheidet, die Preußens Befreiung einleiten sollte: dem Bündnis mit Rußland. fpd. Der begeisterte Sänger. Ein Sänger aus Zechau bei Bebra hatte bei einem Gesang-Wettstreit den Mund zu weit aufgemacht. SS gelang ihm nicht, ihn wieder zu schließen. Auch die SangeSbrüder tonnten nicht helfen. ES mußte erst ein Arzt geholt werden, der dann auch glücklich des Sangers Mund wieder schloß. Welche Stimme der hingebungsvolle Mann gesungen hat, wird leider nicht berichtet. Verband mitteldeutscher Rottnehzüchter. !*I Auf dem städtischen Diehmarltplatz an der Margarethenhütte zu Gießen fand am Mittwoch die 5. AuSstel (u ng u n d Zucht- Vie h v e r st e i g e rung für rotes Höhenvieh unter sehr starker Beteiligung der Züchter und Käufer statt. Sämtliche Hallen waren besetzt. Don den ell Unterverbänden, die sich in dem Mitteldeutschen Rotvieh verband zusammengeschlossen haben, waren vertreten: Vogelsberg, Odenwald, Biedenkopf, Wetzlar, Kurhessen, Westfalen, Waldeck und Bayern. Wahre Prachtexemplare von Dullen, Kühen und Rindern waren zur Stelle. Infolgedessen entwickelte sich bald ein reger Geschäftsbetrieb. Zahlreiche Gemeinden auS der nahen und weiteren Umgebung benutzten die Gelegenheit, ihre Diehbestände durch vorzügliche Tiere zu ergänzen. Die Leitung der Auktion hatten Gutspächter Dr. R i t g c n auS Wormeln und Direktor Ebbinghaus aus Paderborn, Prof. Dr. K n e 11 - Gießen führte die veterinärpolizeiliche Aufsicht. Bei den Kühen waren die Kontrvllergebnisse der Milchleistung dem Katalog beigefügt, die Höchstleistung zeigte der bekannte Tierzüchter Friedrich Brand aus Strothe in Westfalen, dessen Milchkühe Iahres- leistunaen von 4000 bis 5266 Liter bei einem gettgebalt von 4 Prvz. im Durchschnitt auf- weisen. Die Preise für die Zuchtbullen waren Gcschästli^cs. Im September beginnen die Hausfrauen wieder ihre Bretterbvden und Treppen tn Stand zu sehen. Die fortschrittliche und praktische HauS- fiau verwendet dabei nur daS naß wischbare färbenbe GlanAwachs ..Büffel-Beiz e“. Diese Glanzwachsbetze gibt alten und neuen Bretterböden und Treppen, besonders auch seither geölten sowie abgenutzten gestrichenen Böden wunderschöne warme Farben und einen wundervollen parkettariigen Hochgstuy. So angenehm wie möglich müssen Sie Ihr Leben gestalten! Und so angenehm wie möglich müssen Vic sich darum auch eine Arbeit wie Stiefelputzen machen DaS ist fßr Sie möglich, wenn Sie nur „Bü d o"-Schuhputzmittel verwen^ den. Sie sind etwas Hervorragendes. Beachten Sie die laufenden „D Ü d o"-Anzeigen tn diese- Zeitung und denken Sie daran: ES gibt nichts Besseres für Ihre Schuhe als ,Büdo"l GEGRÜNDET 1878 Bahnhofstr. 65 b GIESSEN Fernruf 1367 Pianohaus Filiale: Lich (Oberhessen) Lj ioIiiüh S lpMiM Flügel und Pianos recht hoch. Guts Pächter Fischer auS Zw«- fallen bei Schonen erreichte mit eenem einjährigen Bullen bester Abstammung und wunderbaren Formen den Höchstpreis von 18 10 Mark, der Landwirts chaftSkammer- ausschuß Gießen blieb Käufer. DaS zweitbeste Tier verkaufte Friedrich Brand- Strothe für 1340 Mark an Dr. R i t g e n - Wormeln, das Tier ist erst 11 Monate alt. Die D u rch- schn ittSpreise für alte Bullen waren 910 Mark, für junge Bullen (1 biS l’,s Iahre all) 823 Mark, für Kühe 700 Mark, für Rinder 600 Mark. Die Versteigerung hatte folgendes Ergebnis: Gruppe I. Dullen Besitzer Karl Runz- Heimer-Kadlnbach, Käufer ©emeinbe Erda, PreiS 1000 Hch Lotz-Wommelöd^ulen. an Gemeinde TreiS a. d. Lumda für 850 HIT.: W. Aff- lerbach-Berge an Landwirtlchaftskammer Gießen für 900 Mk.. H Feuring-Feudingerhütte an Gemeinde HohensolmS für 900 Mk.: Witwe Dartb- WeipoldShausen an Gemeinde MuderSbqch für 430 Mk.: Hch Münster-Hattenrod an Gomeinde Groß-Rechtenbach für 750 Mk.: Hch Stein VII.- Llnter-Seibertenrod an Gemeinde Katzenfurth für 800 Mk.: K Adolf I.-Sichenhau'en an Gemeinde Salzböden für 650 Mk.: Hch Kalctich-Niederwald an Gemeinde Werdorf 600 Mk.: Otto Lenz-Hof Haina für 470 Mk.: Ferdinand Engel-HörnS- heim an Gemeinde DurkardSfelden für 550 Mk.: K Guntrum-Reiskirchen an Gemeinde Boben- hausen für 450 Mk.: Hch Schmidt ll.-Oberbinten an Gemeinde Großen-Linden für 1310 Mk.: Th. Fischer-Hof Zwiesalten an Gemeinde Lollar für 1200 Mk. Iakob Seibel-Breidenbach an Gemeinde Allendorf für 1030 Mk.: K Belten I.- Göbelnrod an Gemeinde WermerShausen für 870 Mk. Bürgermeister Reih-Kleingladenbach an Gemeinde Bonbaden für 810 Mk: Ehr Gehner- Ober-Weidbach an Gemeinde Laufdvrf für 690 Mark: Freiherr v. Wendt-Gevellnghausen an Gemeinde Leihgestern für 1110 Mk: Theodor Fischer-Hof Zwiefalten an LandwirtschaftS- kammer-Ausschuß für Ober Hessen für 1810 Mk., Freiherr v. Wendt-Gevelinghausen an Landwirt Däumer-Garbenheim für 530 i Mk.: Theodor Fischer-Hos Zwiefalten an Gemeinde Queckbom für 860 Mk: Fr. Brand-Strothe an Dr. Ritgen-Wormeln für 1340 Mk: Hch Wagner- Großen-Duseck an Herdbuchqesellschaft Biedenkopf für 400 Mk: Hch Pfeiffer-Wiesenbach an Landwirt Ruth-Nicder-Walgem für 620 Ml. Gruppe II. Kühe: Ivh. Mangel IV.- Reiskirchen für 500 Mk.: W Seibel-Willsbach an Landwirt Fischer-Schreck für 560 Mk: K. Feiling- Dorlar an Lenz-Lützellinden für 500 Mk: Ludw. Wenzel-Burkhards an Gebr. Hebel-Adorf im Vogtland für 500 Mk.: Theodor EettariuS-Schot- ten an Direktor Selk-Hohemark im TaunuS für 1060 Mk Gruppe III, Rinder: Fr. Brand-Strothe an Znchtvichhos Richberg im Kr Wetzlar für 800 N7k: ba« Rind ist 2 Iahre alt und Tochter von einer Kuh. die 1924/25 eine Milchleistung von 5266 Liter im Iahre hat: Dorsteher Salten - berger-Griedelbach an Landwirt Knöth-BiS- kirchen für 480 Mk: Bürgermeister Heinze-Dohl verkaufte ein Zuchttier für 830 Mk. an Zuchtviehhof Richberg. Kreis Wetzlar. pellen von Frank und Horst Wots'.am Geißler stehen. Pros. Dr. Fritz Wichert geht in einem verständnisvollen Aussatz dem Schassen Mar SlevogtS nach Professor Dr. Edmund Re- nard, der ausgezeichnet« Kenner rheinischer Geschichte und Kunst, entwirft an der Hnnd von vielen, auch farbigen AbbikduTtgen ein Bild des Kurfürsten ElernenS August von Köln und seines für die Rokokokunst Rheinlands und Westfalens fruchtbaren Mäzenatentums. — ,D i e Kunst" (OBerlaa F. Bruckmann A.-G. München) schließt mit Dem reichhaltigen und aufschlußreichen Sevternberheft ihren 26. Iahrgang ab. Die Malerei und Plastik Württemberg-. wie sie sich seit dem 3abrc 1800 bis in den Anfang des 19. IahrhundertS hinein entfaltete. veranschaulicht ein reich illustrierter Bericht über die Ausstellung schwäbischer .thinft in Stuttgart. Dem in Dresden lebenden Graphiker 3ofcf Hegenbarth widmet Paul Schumann einen liebevollen Aufsatz, der mit zahlreichen Bildbri- gaben die impulsive Kunst diele- Zeichner« unb Radierer- enthüllt. Verdienstvoll ist Walter Eohen« Hinweis auf die Lebensarbeit deS nun bald achtzigjährigen Düsseldorfer Landschaftsmalers Georg Oeoer Im Teil der angewandten Kunst projiziert Günther von Pechmann die Sr- gebnille der bebeutfamen AuSstelllurg .Bayerisches Kunsthandwerk' auf den größeren Sntwick- lungsgang der deutschen 'Derkkunst. Ein hübsche« Landhaus im Osthavelland. erbaut von Prosellvr Büning-Berlin, wird im Aeuheren wie im Inneren schaubar gemacht. Auch tn diesem Iahre hat .Die Kunst" ihre Tradition als führende deutsche Kunstzeitschrift hochgehalten und ver- tiest. Wer dauernd nicht nur über die aktuellen Kunstereignisse gut unterrichtet fein Jotll. sondern auch wertvolles ältere- Kunstgut in angenehmer und anregender Weise dargeboten wünscht, muß .Die Kunst" lesen. Kirchliche Nachrichten. Israelitisch: Gemeinden. Isr.ReIlgionSgemelnde. Gott»«d.i. b. Synagoge (Südanlagc). SamStaq, den 12. Septbr.Dorabd. 6.30 morg. 8.30, abd«. 6.55 u. 7.35. Gottesdienst der isr. ReligionSgesellschasl. Sabbatseier den 12. Septbr. 1925. Freitag abend 6.20, Samstag norm. 8 00, nachm. 4.30, Sabbatausgang 7.35, Wochengottesdicnst Sonntag u. Freitag morg. 5.00, an den übrigen Tagen 5.30, abendS 6.30. Bücherttsch. - Das Septemberheft der Zeitwende hat als durchgehenden Orgelpunkt das Deutsche. Der deutsche Begriff des Helligen wird in von Tim Klein Anknüpfung an Shaws »Heilige Iohanna" in geistvoller, dem Engländer ebenbürtiger Dialektik der angelsächsischen Auffassung entgegen- ?csetzt. Hans Psihnc bietet bedeutende fultur- ritische Bemerkungen zu Marschners Opern, die als echte, auf deutschem Boden gewachsene Volkskunst auf allen deutschen Bühnen gespielt werden sollten. Germanische Religiosität wird von dem bekannten Religionshistoriker Helmut de Door behandelt, unb es wird gezeigt, wie wirllichkeitssem alle Versuche einer Wiederbelebung altgermanischen Glaubens, des Wodanskultes. für unsere Zeit sind. In kerniges deutsch- österreichischeS Bauerntum führt uns der österreichische Dichter I. F. Perkonig in seiner Erzählung „Der verlorene Sohn". Tinen ungedruckten Moltkebries bringen u. a. die „ Randbemerkungen". (Verlag C. H. Deck m München.) — Delhagen & Klasings Monatshefte beginnen mit dem eben erschienenen Septemberheft ihren 40. Iahrgang Don Aw- beginn waren sie bestrebt, in Inhalt und Ausstattung nur daS Beste zu bieten. Mit Glück und Tatkraft haben sie diesen Grundgedanken verwirklicht und zeichnen sich deshalb auch heute durch die Mannigfaltigkeit ihreS Inhalt-, durch die künstlerische Bedeutung ihres Diiberschmucks, durch die jugendfrische Beweglichkeit, mit der sie dem gegenwärtigen Leben folgen, vor allen anderen Zeitschriften aus. Das erste Heft bietet eine Fülle anregender Lin ter Haltung in gewähltester Form? Heft und Iahrgang eröffnet ein neuer Roman von Emst Zahn, neben dem Ro- Hsrrei- nid Damen- '/i Friseiraeeebllt // & 8407c WoÄ tot «Ä** ieren älnib^Ältnifen, Gießen. 8467D (Erbs, Eier-Nudeln, Königin, Blumenkohl, Grünkern, Tomaten, Tapioka echt Gier-Sternchen, Pilz, Spargel, Windsor, Reis, Erbs mit Reis, und andere zum 1. bzw. 15. Oktober 1925 gesucht. Gehaltsgruppe 4 bzw. 3 bet Besold ungs- orbnung Kost unb Wohnung im Hause. 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Die Beisetzung findet in aller Stille statt Wir bitten, von Beileidsbesuchen freundlichst absehen zu wollen. Deutscher Zugendbund Bismard. Sonntag, 13. September 1925: Ausflug der BiSmarckjugend mit Angehörigen nach Weilburg bei jeglicher Witte- Gießen i Fernsprecher 210 Bekanntmachung. Der Ziehungstermin für die Wertlotterie des DolkShallenvereinS e. D. Giehen ist mit behördlicher Genehmigung nunmehr auf den 15. Ottür. 1925 oerlegt wotoen Gießen, den 10. September 1925. BieneoMterm. Wenu. UW. Die für Sonntag, 13. d. DL ausgeschriebene Versammlung wird auf den 20. ds. Mts. WerWt iinö MiMIMMellW Samstagabend 8l/, Ubr: Anlählich der Anwesenheit des Offenbacher RüdervereinS Kommers im Bootshaus Sonntagnachmittag 3V« Ubr: Abrudern. iJnterne Vereinsregatta u.^reundschafts- achterrennen zwischen dem Offenbacher Ruderverein und dem Verein Versteigerung. SamStag, den 12. ds. Mts., vorm 10 Ubr werden auf dem Trieb (Sestplatz) ea. 500 Stück Pfosten und Derbstangen Um recht zahlreiche Beteiligung bittet der Vorstand. Abends 8 Ubr: Samllltüfeiet mit Im Booteöons. GabelSberger Ste> nogr.« Verein von 1861 und Damen- verein „GabclS- berger". Feier des 60jäbr. Bestehens Samstag, d. 12. ds., abds. 8 Uhr: KommcrS im Kaufmann. Ver- einShauS. Sonntag, d. 13. dS., nm. 4 Ubr: Sluöflug nach der Karlsruhe. Der Herbst * Bezirkstag mit 'Mett- schreiben ftnbei am Sonntag, d. 20. September t. Bad-Nau- beim statt. Absabrt für die Wellschreiber 6.42 vm. Anmeldg. bis zum 14. ds. a. d. Vorsitzenden. *9‘c Drucksachen aller Art Udert In jeder gewünschtem Ausstattung stilrein und preiswert die Brühl’sche Üalv.-Druckerel. R. Ung» SomenWtm mit gebogenem Sil- bergrlff iTulasilber» stehen geblieben. Ab- zuholen bet 07432 J. Pfeffer, Marktplatz. Gediegene Lebens-Existenz! Wir suchen für alle Bezirke des Freistaates Hessen je einen intelligenten, stetstigen Herrn mit kaufm. 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