Ä. 186 Stiles Blatt Dienstag, U- August 1925 IZ5. Jahrgang GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Drud und Verlag: vrühl'sche Universtlätr Buch und Steinörudcrei R. Lange in Sietzen. 5chriftleitnng und Seschäflrftelle: 8chulftratze 7. (r’anffurt a. M. 11686. Kommunistenterror im Reichstag ..Herr Präsident? Tic haben die Unwahrheit ge Diek^ nimmt längere Zeil in Anspruch, da an. t, den ftom* den Saal munisten mit wieder und er! ..Lügner!' Tribünen einige Abgeordnete noch verspätet Eintreffen, die unter dem Beifall der Mehrheit zur Tribüne sagt!" Andere Kommunisten rufen: Aach etwa 5 Minuten werden die besucher wieder eingelassen Vizepräsident Gräf betritt, von Annahme von Anzeigen für die lagesnummctois zum Nachmittag vorher ohne jeüeVerbindlichNeit. preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlichS, auswärts 10 Goldpfennig; für Reklame-Anzeigen ü.70mm Brette 35 (Bolbpfennig, Platzvorschrist 20e/e Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: 1 )r. Friedr. Wilh. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein, für den An zeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen F L:scheütt täglich, anher oDnni und Feiertag». Beilagen: Liehe nerFamttiendlötter Heimat im Bild. ironati-Bezugsprets: I i Boldmark u. 20 Gold« | • sennig für Trägerlohn, | < id) bei Nichterscheinen | i m einzelnen Nummern »folge höherer Gewalt, zernsprech-Anschlüsse: 2d)riftkttiing 112, Der» n Viq undBe^häfts stelle 51. «nschrist für Drahtnad)- griedensunterhandlungen mit Abd el Krim? Pa ris, 11. Aug. (TU.) Amtlich wird mitge» teilt, daß Pain leve gestern abend ein Telegramm von Primo de Rivera erhalten hat, daß ein Unterhändler Abd el Krims den General aufgesucht und erklärt habe, Abd el Ärtm Pfuirufen empfangen klärt, er habe in der Zwischenzeit eilen und ihre Karten abgeben. Große Heiterkeit erregt es, als eine 'Abgeordnete mit Hut, Mantel und Aeisetasche zur Tribüne eilt, um ihre Karte abzugeben. Während die Stimmkarten auSgezählt werden, richtet sich Vizepräsident Gräf an die Kommunisten und fragt den Abg. Schutz: Oft es richtig, daß Sie hinaus- gerufen haben: „Sie alter Schiebe r?" Wit Zwischenrufen weist Abg. Dittmann (Soz.) darauf hin, daß vor der Feststellung der De- fchluhfähigkcit die Sitzung formell stattfinde. Das Ergebnis der Auszählung ist die Anwesenheit von 238 Abgeordneten. Das Haus ist also beschlußunfähig, da neun Wgeordnete an der Mehrheit fehlen. Vizepräsident Gräf beraumt darauf hin eine neue Sitzung auf 11 Tlhr an. Aach Wiedereröffnung der Sitzung fragt Vizepräsident Gräf, ob der Abg. Schütz (Komm.) sich zu dem Vorwurf äußern wolle. Es stellt sich heraus, daß Abg. Schütz nicht im Saale ist. Vizepräsident Gräf erklärt, die vom Abg. Schütz gegen den Präsidenten gerichtete Bc- schimpsung sei so grob, daß ein Ordnung s- ruf nicht eine ausreichende Sühne sei. Er schließe darum den Abg. Schütz für den Rest der Sitzung aus Abg. Schmidt (6.) wendet sich gegen die Agrarzölle, die den kleinen und mittleren Landwirten angesichts der durch den Zoll verteuerten Produktionsmittel keine Vorteile bringen könnten. Der Redner betonte dann zum Schluß, die Sozialdemokratie sei keineswegs landwirtschaftsfeindlich. Nach der Rede erklärte Vizepräsident Gräf, er habe bemerkt, daß der ausgewiefene Abg. Schütz den Saal wieder betreten habe Er fov dert Schütz zum Verlassen des Saales auf. Abg. Schütz kommt dieser Aufforderung nicht nach. Vizepräsident Gräf unterbricht daraufhin die Sitzung aus 10 Minuten. Nach Wiedereröffnung der Sitzung stellt Vizepräsident Gräf fest, daß der Abg. Schütz durch seine Weigerung, den Saal zu verlassen, sich automatisch auf acht Sitzungstage ausgeschlossen habe. Von den Kommunisten wird laut gerufen: Sie haben nicht einmal den Aeltestenrctt einberufen. Diese Rufe steigern sich, als Vizepräsident Gräf den Abg. Schütz auf« fordert, nunmehr den Saal zu verlassen. Er erklärte daraufhin, der Zeitpunkt für die Einberufeung des Aeltestenrats fei in das pflichtmäßige Ermessen des Präsidenten gestellt. Da Abg. Schütz wiederum der zweiten Aufforderung nicht Folge leistet, erklärt der Vizepräsident, er habe sich damit automatisch auf 20 Sitzungstage ausgeschlossen. Wir werden jetzt den Abg. Schütz gewaltsam aus dem Saal entfernen lassen. Nachdem auf Veranlassung des Präsidenten die Publlkumstribünen geräumt sind und die meisten Abgeordneten den Saal verlassen haben, betreten acht Polizeibeamte in Zivil den Saal, von den Kommunisten mit. Lärm empfangen. Sie treten auf den Abg. Schütz zu, der aus seinem Platze sitzt. Der Führer der Beamten redet auf ihn ein. Man beobachtet einen kurzen Wortwechsel, dann packen die Beamten den Abg. Schütz am Genick und zerren den sich Sträubenden aus dem Saal. (Ein anderer Beamte gerät ins Handgemenge mit anderen Kommunisten. Die Kommunisten begleiten diese Szene mit Pfuirufen. Als vizipräsident Gräf den Saal wieder betritt, rufen einige Kommunisten: Da kommt der Hausknecht? Abg. Stöcker (Komm.) protestiert in einer ge- schästsordnungsmäßigen Bemerkung gegen das Austreten der Beamten, die dem Abg. Schütz, der sich ihrer Aufforderung widersetzte, brutal und viehisch behandelt hätten. Offenbar hätten sie entsprechende Instruktionen erhalten. Die Kommunisten begleiten diese Ausführungen mit Entrüstungskundgebungen. Vizepräsident Gräf erteilt dem nächsten Redner zur Sache, dem Abg. Puh (Komm.), das Wort. Die Kommunisten weisen alsdann durch erregte Zwischenrufe darauf hin, daß die Tribünen noch immer geräumt sind. Der Vizepräsident erklärt, die Oessentlichkeit sei wicderherge stellt. Die Kommunisten be- ft retten dies mit lärmenden Zwischenrufen. Ein Kommunist ruft: „Schämen Sie sich Herr Präsident." Daraufhin weist der Präsident den Abg. Weber aus dem Saal und unterbricht, als Weber seiner Aufforderung nicht Folge leistet, die Sitzung. Als in der Pause der Vizepräsident auf einen Moment den Saal betritt, weist Abg. Reubauer (Komm.) auf die noch immer geschlossenen Tribünentüren hin und ruft: politisches Komplott im Saargebiet. Saarbrüden, 10. Aug (WTD.) Die Po- •.jebireftion teilt mit. daß sic einem politischen tvmplott auf die Spur gekommen ist. Durch ?tnrat war ihr bekannt geworden, daß am letzten rntagabend die Entführung des Her - es die Menschen Verzweiflung be- aches: das Feuer nden §etbflamme lenben Flammen, W von Tod xb Mrchen. Das tt, Wen. Solch ttbfeuet der Mensch- 41? o: Die neue Wissen- Ti Natur der Mer, k. Auerbach (Allgem. n Vorläufer der mo- ?fer italienische Phi- 'In Wer/ eine 3u- eifiw, wir Re vor 234 ib Recht. >r. Robert: Dom en. Unkrfudjungtz ilionefragen und h -- und Mhwut- !. Braun. Halb!. deutsche wissenschait' nMöllingen in Ifren stlichen Zusommen- lche Folgen die bi- rgen durch die em- i müssen, und zwar dern auch in den Mage feiner Theo- linqt es 'M Lies- bedintzuntzslofer Er- migen. 61 von den PoMern, i- und Drganllatior* die dretzehnie. U Jaturqeschichre o« er deutschm Soz>°l' IandeS -D-e Za nerlag W fcral® uns damit neu ge* SB«'s DerId,f£na^kIIcn ^nrc(bÄi lSv . das sa4- rt qearbeltetW .aefeoe y und . Prosts 925- üur d'/2u!- sbesti^nd' ring-' rkiabel'-e" bcr m her,?ls°/aeregelt« aussüb^r ^jgrnepet, unt^'sine IF ö 61 sei zu Friedensverhandlungen bereit, wenn die Unabhängigkeit des Rifgebiets im voraus garantiert werde.— 3m Widerspruch hiermit bringen die Pariser Blätter eine andere, arischem nend ebenfalls offiziös beeinflußte Meldung, nach der es keine Möglichkeit mehr gebe, mit Abd el Krim in Friedensoerhandlungen einzutreten. Der Führer der R ute habe sich ständig geweigert, auf der Grundlage des fpanifch-französifchen Frie- densvorschlags zu verhandeln. Die französische Regierung habe daher Befehl erteilt, alle Maßnahmen zur Durchführung einer großen Offensive zu treffen, um den Marokkokrieg möglichst bald zu beendigen. Auch Abd el Krim hat umfangreiche Maßnahmen getroffen. Meldungen aus Casablanca besagen, daß der Führer der Rifleute durch Abgesandte große Massenaushebungen bei verichiedenen Stammen habe vornehmen lassen, besonders an der spanischen Zone. Alle nur irgend- wie verfügbaren Arbeitskräftc sind zum Bau von Stellungen herangezogen worden. feftgcftcllt, daß nicht Abg Weder, sondern der Abg. Tor gier (Komm., die Zurufe macht«. Mehrere Kommunisten rufen: ..Das habest Sie ja auch nicht einwandfrei sestgestelli Abg. Torgler (Komm.) ruft: „Sic Haden gelogen, als sie behaupteten, die Oessentlichkeit sei wieder hergestellt." Abg. Torgler bleibt im Saal und die Sitzung wird noch einmal unterbrochen. Rach Wiedereröffnung der Sitzung durch den Vizepräsidenten rufen die Kommunisten „Sic verletzen ja andauernd die Geschäftsordnung Vizepräsident Graf ruft: „Ich mache Sie darauf aufmerksam, daß ich, wenn Sie jetzt nicht Ruhe geben, nicht davor zurückschrcckcn werd,, unter Umständen d i e ganze kommunisti- schc Fraktion auszufchließcnl" Darauf antworteten die Kommunisten mit lebhaften Protestrufen. Der Vizepräsident weist die kommu- nistischen Abg. Münzenberg, Gcschkc, Reddermeyer und Creuhburg au« dem Saal. Die Abgeordneten bleiben im Saale. Die Kommunisten rufen Ereuhburg ist ja in Holland!". Rach der Antcrbrechung und Wiedereröffnung der Sitzung stellt Dizepräsidet Gras fest, daß die Abgeordneten Torgler, Münzenberg, Geschke und Reddermeyer noch im Saale sind und unterbricht noch einmal die Sitzung und läßt die Tribünen und die AuSgewieseneu gewaltsam auS dem Saale entfernen. Etwa 17 Polizeibeamte dollziehen den Ausschluß, ohne zu einer Gewaltanwendung genötigt zu sein. Die Kommunisten rufen: ..Wir weichen der Gewall! Das ist tue Zollpolitik der ßutfjer- regierung. Vizepräsident Gräf beobachtet diese Szene. Die Kommunisten rufen: „Der lacht noch dazu, der Henker?" Rach Wiedereröffnung der Sitzung teilMsize- präsident Gräf mit, daß er nunmehr den Aeltestenrat auf 3 Uhr einberufen habe unter der Voraussetzung, daß bis dahin die Zwischenfälle auf gehört haben. Rach Wi^ereröffnung der Sitzung betont zunächst Abg. v. Richthvfen (Dem.), daß die im Interesse der Landwirtschaft dringend erforderliche Bildung landwirtschaftlicher Produktionsmittel durch die in der Vorlage enthaltenen Futtermittelzölle geradezu unmöglich gemacht würde. Auch in ihren übrigen Teilen sei die Zollvorlage unannehmbar Abg. Frau Riebur (Soz.) bekämpft die Agrarzölle, deren Wirkung nicht eine Intensivierung der landwirtschaftlichen Produktion fei, sondern den Schuh der technisch zurückgebliebenen Betriebe bedeute. Die Römerin fordert die freie Einfuhr für Gefrierfleisch und lehnt die Kontingentierung ab. Abg. Wissell (Soz.) bekämpft die Pro- duttionszölle der Vorlage. Die Regierungsparteien hätten in ihrer Erklärung mit erfreulicher Offenheit zugegeben, daß sie selbst die Annahme der ^>llvorlage als einen Schritt ins Angewisse ansähen. Gewiß fei aber, daß die Zölle auf alle Waren verteuernd wirken und den inneren deutschen Markt noch mehr beschränken würden zum Schaden der deutschen Wirtschaft. Abg. fiemmer (Dem.) wendet sich vor allem gegen die Zölle auf Rohstoffe für die Fertigwarenindustrie. Mit den Eisenzöllen habe die Schwerindustrie einen Sieg über die für Deutschland besonders wichtige verarbeitende Industrie errungen und damit die deutsche Wirtschaft schwer geschädigt. Abg. Weber (Ztr.) betont, man dürfe den Zolltarif nicht allein vom Äonfumentenftanbpunlt aus betrachten, sondern müsse das Interesse der Gesamtwirtschafl im Auge behalten. Die Zollvorlage sei mit Ernst, Gerechtigkeit und Sachlichkeit so aufgebaut worden, daß auch die Der- draucher nicht übermäßig belastet werden. Dann wendet sich das Haus der Besprechung der Uebergangsvorfchristen des Ermächtigungsparagraphen und der sozialen Bestimmungen der Vorlage zu Abg. Frau Sender iSoz.» hält d.n Regierungsparteien vor, daß sie bei ihrer Steuerpolitik 80 Prozent der Lasten auf die Massen Oie Londoner dujammentunft. London, 11. Aug Briand und feine Bc- Lleiter trafen gestern mit halbstündiger Verspätung 'M dem Viktoriabahnhose ein. Die heutigen Be echungen im Foreign Office werden nur den ^nzofischen Antwortentwurf auf die letzte deutsche ii te zum Gegenstand haben. Vorher wird Brianb i m Honig in feierlicher Audienz ipsangen werden. Daß der Verlauf der Veredlungen streng geheim gehalten wird, uh in Londoner politischen Kreisen lebhaft heuert. Driand, der von Bertdelot, Froma- . o t und seinem Kabinettschef Leger begleitet I zeigte die beste Laune und war hinsichtlich des > c, seines kurzen Londoner Besuches recht ,-imislisch. Briand gewährte kein eigenlliches In- oicm, aber Reuter kann doch melden, es bestehe i -mnlassung zu der Hoffnung, daß ein bedeutender I attschritt durch eine ein- bis zweistündige Aus- I mache erzielt werden könne. Ein Beamter aus Umgebung erklärte es für widersinnig, davon । । sprechen, daß die Meinungsverschiedenheiten zwi- i hm Frankreich und England ernstlicher Art seien, pr.anb sei nicht nach London gekommen, weil etwa flmbeinc Stockung bei den Verhandlungen ein- relen sei. 'N ichts d e r g l e i d) e n liege vor. tusache sei, daß sich nicht nur die beiden Minister, i nöcrn auch die beiden Regierungen in Ueber- | niimmuna befänden über die Grundlinien, aber c Franzosen hofften durch ihren Besuch Zeit zu . iren. Sie müßten sehr gut, wie leicht sich durch ,v»iönliche Fühlungnahme zweier Staatsmänner t Schwierigkeiten aus dem Wege räumen ließen, icntreid) halte cs für wünschenswert, daß bezüg- *1 Deutschlands eine rasche befriedigende Regelung ihre weiteren Aufschub erzielt werde. Auch die Lon- । ter Sonderberichterstatter der Pariser Blätter i ben diese optimistische Stimmung der französi- )«i Unterhändler hervor. Der Berichterstatter des lAatin", bcr Briand im Zuge begleitet, ist der ".t derzeuguW, daß einige Stunden genügen wer- !" i um eine endgültige Einigung zu erzielen. In i’-riffem Gegensatz zu diesem voreiligen Optimis- steht die sachliche Darstellung der meisten Hatter, in der die noch vorhandenen englisch-fran- i ifchen Widersprüche zusammengestellt werden. » 1 e sich über das Datum und ben T a - iiangsort bcr Konferenz verständigen, zu 1 cdie Deutschen eingelaben werben sollen, tiefe Konferenz, bic noch im Laufe dieses Monats f>f-mmentritt, wirb nur von für ter Dauer fein, da ' ib über den Eintritt Deutschlands in den Völker- 'mb verhonbelt werden wirb. Auf bcr Konferenz Im auherbem bic Probleme der deutschen A b - lii ftung besprochen werden Danderveldes Reise-Disposttionen. vrussel, 11. Aug. (TU.) Der belgische Außen- i'iiftcr Vandervelde kehrt am Mittwoch aus tp»ia zurück, um den französischen Ant - rcr tentmurf zu prüfen. Ende bcr Woche bet' I sich der Außenminister zum Sozialistenkongreß ad Marseille und bann nach Lonbon, um n September mit Brianb unb Cham - trlain in Genfzusammenzutreffen. Ij rberoclbe hat ausdrücklich erklärt, daß er vor der bneife nach Marseille den Pressevertretern eine n ;erc Erklärung über seinen Standpunkt zur irierheitsfrage abgeben werde. Die Kommunisten haben sich anscheinend gemein- fam mit den Sozialdemokraten das Ziel gesteckt, das Reichstagsplenum nach allen Regelii der Kunst zu terrorisieren. 'Noch am Samstag herrschte großer Spektakel am Königsplatz, am Montag mußte wieder einmal die Polizei einschreiten, um die wild gewordenen Kommunisten zur Ruhe zu bringen. Ne Parteien des Reichstages sollten sich angesichts der fortgesetzten beschämenden Zwischenfälle, wie sie von den Kommunister hervorgerufen werden, endlich einmal darüber klar werden, daß eine gründliche Wahlreform nötig ist, um die Berufung von Leuten in die Volksvertretung ein für allemal unmöglich zu machen, die mit anderen nicht anders als in dem Tone verkehren können, der in den Kaschemmen üblich ist. Auch die Montagssitzung des Reichstages lieferte wieder etliche Proben kommunistischer Zügellosigkeit, wie wir sie seit der Hereinnahme der Kommu- nisten in das Parlament in immer stärkerem Maße erleben müssen. Don dem kommunistischen Abg. «ch ü tz wurde das Stichwort für die unerhörten Zwischenfälle und das spätere Eingreifen der Polizei gegeben. Auf die Aufforderung des Vizepräsidenten an den Abg. Schütz, den Saal zu verlassen, reagierte dieser nicht, er tat so, als fei er schwer- hörig, so daß sich schließlich Herr G r a e f veranlaßt sah, die Sitzung schon wieder zu unterbrechen. Auch in der dritten Sitzung blieb Herr Schütt im Saal, jo daß jetzt der Vizepräsident die Polizei auf- marschieren lassen mußte. Die Tribünen wurden geräumt, ebenso verließen die Abgeordneten den SihuargSsaal. 3m nächsten Augenblick erschienen etwa zehn Kriminalbeamte, die kurzerhand den Abgeordneten Schütz aus dem Haufen feiner sich wie die Wilden gebärdenden Fraltionskollegen herausholteit und an die frische Luft setzten. Er wird also für die nächsten zwanzig Sitzungstage sich das Reichstagsgebäude von außen ansehen dürfen. 'Der Höhepunkt des Tumults trat aber erst ein, als sich Herr Graes schließlich gezwungen sah, den Ausschluß .der ganzen kommunistischen Fraktion anzudrohen, wenn diese ihren Lärm rncht exnftelle. Diese Drohung übte aber auf die Jünger Moskaus nicht den geringsten Einfluß aus, sie steigerten vielmehr ihre Schimpfkanonade zu tosendem Lärm, so daß die Abgeordneten Münzenberg. Red- dermayer und Geschke zunächst für die Sitzung, bann, als sie im Saat blieben, auf acht Tage und fchliehlich auf zwanzig Tage ausgeschlossen wurden. Wieder mußten die Tribünen geräumt werden, wieder rückte eine Kolonne Kriminalbeamter an, die ebenso, wie bie erste, von den Kommunisten angepöbelt wurde. Aber auch jetzt gelang es, die in Frage kommenden vier Abgeordneten aus dem Saal zu entfernen. Damit war dann der Höhepunkt des Kommu- nistenkrawalls überschritten, es konnte endlich in der nächsten Sitzung in die Weiterberatung der Zollvorlage eingetreten werden, zu der natürlich nur die Vertreter der Opposition sprachen. Die Debatte wurde schließlich geschlossen. Mit starker Spannung sah man bcr weiteren Entwicklung der Dinge entgegen, ba man wußte, daß die Mehrheit entschlossen war, den Obstruktionsversu- chen der Linken entschieden entgegenzutreten. Sie brachte auch sogleich einen Antrag ein, wonach über alle Abänderungsanträge zur Tagesordnung übergegangen und die Ausschußbeschlüsse angenommen werden sollten. Damit war das Urteil über die 50 kommunistischen Abänderungsanträge gesprochen. Die Linke erhob stürmischen Protest. Kommunisten und Sozialdemokraten verliehen den Saal. Die Regierungsparteien erklärten dann den Antrag auf gemeinsame Abstimmung für zulässig und nahmen ihn darauf an. Damit war die zweite Lesung der Zollvorlage erledigt, die Abstimmungen in wenigen Minuten vorgenommen, die sonst mehrere Tage gedauert hätten, ohne ein anderes Ergebnis gehabt zu haben. . Sitzungsbericht. Berlin, 10. Aug. Vizepräsident Gräf eröffnet die Sitzung um 10.20 illjr. Auf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der 2. Beratung der Zollvorlage. Abg. Stöcker (Komm.) beantragt Vertagung um zwei Stunden und bezweifelt die Beschlußfähigkeit des Haufe s. Die Sozialdemokraten und Kommunisten verlassen den Saal. Vizepräsident Gräf ordnet Auszählung sieben Verhafteten zum Teil dem Wehrwolf, zum Teil dem Bund Oberland und der 3ugenbg ruppe der D^utschnativna- len Dolkspartei an. Das meiste Belastungsmaterial ist bei Haussuchungen in St. Johann beschlagnahmt worden. Die Verhafteten geben an, im Auftrag eines Hauptmanns a. D Rudolf Oesterreicher aus München gehandelt und die Aufgabe gehabt zu haben, Dr. Schöttler nach München zu entführen, wo er vor ein Fehmegerichl gestellt werden sollte. den) neuen Saarkuriers. Dr. Schött - l e r. ftattfinben sollte. Daraufhin wurde an dem fraglichen Abend die Wohnung Dr. Schöttlers durch Kriminalbeamte überwacht. Um Ö1/» Uhr abends drangen fünf junge Leute in das Haus ein, unter dem Vorwand, ben Wohnungsinhaber in einer wichtigen Angelegenheit sprechen zu wollen. In dem Augenblick, als einer ber Männer gegen Dr. Schöttler tätlich vorgehen wollte, griffen die in der Wohnung Postierten Beamten ein und verhafteten bie Täter. Man fand bei ihnen verschiedene Handgranaten, zwei Bomben, eine Parabellumpistole unb Zünder: außerdem Lebensrnittel für bie Reife nach München. Die Entführung nach München sollte in dem Privatauto Dr. Schöttlers ftattfinben. Außer ben bereits verhafteten fünf jungen Leuten sind heute zwei weitere Der- haftungen Dorgenommen worden. Die Der hafteten stehen im Aller von 16 bis 24 Jahren. Rach den oorgeftrnbenen Papieren gehören bie gewälzt hätten und bei der Zollpolitik dasselbe Ziel verfolgten. Die Gesetzgebung sei zu einem Diktat der Mehrheit geworden. Das sei die Folge der Rechtsschwenkung der deutschen Wähler. die die Quittung durch eine Verteuerung aller Lebens- und Dedarssmittel erhalten würden. Unter dem Beifall der Sozialdemokraten wendet sich die Rednerin gegen den Ermächtigungsparagraphen. 2lenderungen könnten im Wege der Öffentlichen einfacheren Gesetzgebung erfolgen. Die in der Dorlage vorgesehene Verwendung von 50 Millionen Mark Zolleinnahmen für die Invalidenversicherung und kirchliche Einrichtungen lehnt die Rednerin ab, weil sie nur der Vorlage ein soziales Mäntelchen umhängen wollten. Abg. Meyer-Berlin (Dem.) teilt die rechtlichen Bedenken gegen den Ermächtigungs- Paragraphen und lehnt ihn ab. Ruch wirtschaftlich bestünden ernste Einwendungen gegen diese Ermächtigung, die im Effekt nichts anderes als die Einführung von Dereitschaftszöllen bedeute, obwohl die Rechtsparteien Dereitschaftszölle abgelehnt hätten. Der Redner begründet dann einen demokratischen Antrag, der die Gültigkeit der Vorlage auf ein Jahr bis zum 3 1. Juli 1 926 beschränken will, während die Vorlage eine Gültigkeit bis zum 31. Juli 1927 vorsieht. Präsident Lobe macht unter lebhaften Entrüstungskundgebungen der Linken Mitteilung von zwei Anträgen der Regierungsparteien. Der erste verlangt den Uebergang zur Tagesordnung über sämtliche Aenderungonträge zu den Paragraphen 1 bis 7. Der zweite Antrag will die gesamte ZoUtaris- vorlage in einer Abstimmung vornehmen lassen. Präsident Lobe erklärt dazu unter lebhaften Ent- entsprechenden Bestimmungen der Geschäftsordnung, daß er immer die Geschäftsordnungsbestimmungen so ausgelegt Hobe, daß unmöglich ein großer Gesetzentwurf in einer einzigen Abstimmung erledigt werden könne. Diese Auslegung Hobe auch Abg. Emminger der Geschäftsordnung im Aeltesten- rat gegeben, ohne bei irgendeiner Partei Wider- spruch zu finden. (Hört! Hört! links.) Ein Streit über die Auslegung werde aber heute durch eine juristische Rechtsbelehrung wahrscheinlich nicht entschieden werden, und es werde wohl zum Mehrheitsbeschluß kommen. Abg. Leicht (Dayr. Vpt.) legt die vom Präsidenten zitierten Geschäftsordnungsbestimmungen dahin aus, daß nach den Anträgen der Regierungsparteien verfahren werden könne. In ähnlichem Sinne sei auch bei dem Zolltarif von 1902 verfahren worden. (Ruf: Der Geist Kar» dorffs geht um!) Praktisch fei dieses Gebühren auch geboten, weil die Abstimmung über sämtliche vorliegenden Anträge noch eine halbe Woche in Anspruch nehmen würde. Der Reichstag befinde sich in einer Rot- lage. (Unruhe links.) Präsident Löbe erklärt, 1902 sei die Sachlage anders gewesen. Da sei nicht über das Gesetz im ganzen, sondern nur über die Anlage im ganzen abgestimmt worden. Gegen diese Gesamtabstimmung habe aber der damalige Präsident Dallestrem sehr ernste Bedenken geäußert. Abg. Müller-Franken (Soz.) bezeichnet .die Anträge der Regierungsparteien als einen schnöden Mißbrauch der Mehrheit, als eine Verletzung aller parlamentarischen Grundsätze, wie sie nooj niemals dagewesen sei. Liebergang zur Tagesordnung werde nur beantragt über die Anträge der Opposition, nicht über die der Regierungsparteien. (Rufe bei den Kommunisten: Was sagt Reichsbannerkamerad Marx dazu?) Abg. Koch-Weser (Dem.) hält gleichfalls die Anträge der Regierungsparteien für ganz unvereinbar mit der Geschäftsordnung. Es sei doch nicht zu viel verlangt, wenn über die Aende- rungsanträge ordnungsmäßig abgestimmt werde. Abg. Wels (Soz.) erklärt, das Verhalten der Regierungsparteien sei die vollkommene Verleugnung ter Demokratie und des Parlamentarismus. Die Bevölkerung werde es verstehen, wenn unter diesen Umständen die Sozialdemokraten sich an der Fertigstellung des Gesetzes nicht weiter beteiligten, sondern die Regierungsparteien vor aller Welt die Verantwortung allein tragen ließen. Rach dieser Erklärung verlassen sämtliche sozialdemokratische Abgeordnete, soweit sie nicht dem Bureau angehören, den Saal. Abg. Fehrenbach (Ztr.) sucht nachzuweisen, daß die Geschäftsordnung doch das Verfahren der Regierungsparteien zulasse. Das sollten auch die Demokraten einsehen und im Saale bleiben. Abg. Koch-Weser (Dem.) bleibt dabei, daß dos Vorgehen der Regierungsparteien schon bei den Steuervorlagen und noch mehr bei der Zollvorlage mit wahrem Parlamentarismus nichts zu tun habe. Die Demokraten würden sich an der Abstimmung nicht beteiligen. Bei der Abstimmung über die Anträge erheben sich die Mitglieder der Regierungsparteien mit Ausnahme mehrerer Zentrumsabgeord- neten. Die gesamte Zollvorlage wird in der Gefamtabstimmung in zweiter Beratung angenommen. Hm V112 Uhr vertagt sich das Haus auf Mittwoch. Auf der Tagesordnung steht die dritte Beratung der Zollvorlage, die zweite und dritte Beratung der Amnestie - Vorlage und die Beratung verschiedener Handelsverträge. Der Aeltestenrat billigt Graess Geschäftsführung. Berlin, 10. Aug. (WTB.) In einer mehr als zweistündigen Sitzung beschäftigte sich der Aeltestenrat des Reichstags mit den Vorkommnissen zu Beginn der heutigen Montagssitzung. Die Mehrheit des Aeltestenrates vertrat den Standpunkt, daß der Vizepräsident Gräf korrekt aufgetreten sei. Er hätte bei der Haltung der Kommunisten nichtandershan- dein können. Es sei ihm allerdings bei einem Abgeordneten ein Irrtum unterlaufen, der aber angesichts des großen Lärms als verständlich b^eichnet wurde. Dank des Reichspräsidenten an die Reichsbeamtenfchaft. Berlin, 11. Aug. (TU.) Halbamtlich. Reichspräsident von Hindenburg empfing gestern auS Anlaß der Verabschiedung des Aufwertungs- und der Steuergesetze den Reichskanzler Dr. Luther, die Reichsminister Dr. von Schlieben und Dr. F r e n- k e n und die an der Vorbereitung und Durchführung dieser Gesetze beteiligten leitenden Beamten der Reichsressorts. Der Reichspräsident sprach den erschienenen Herren namens des Reichs Anerkennung und Dank aus für die große Arbeitsleistung pnd besondere Mühewaltung, mit der sie diese schwierigen und wichtigen Gesche bearbeitet hätten. Er betonte, daß diese umstrittenen Gesetze zwar nicht alle an sie geknüpften Wünsche erfüllen könnten, er sei aber überzeugt, daß sie einen Fortschritt für Reich und Volk darstellten. Der Reichskanzler dankte dem Reichspräsidenten und gab die Versicherung ab, daß die Beamtenschaft des Reichs stets i m alten Geiste vollster Pflichttreue und restloser Hingabe dem Wohle der Allgemeinheit zu dienen bestrebt sein werde. Der Reichspräsident hat ferner an den Reichsminister von Schlieben und an den Staatssekretär Pvpih persönliche Handschreiben gerichtet. Das Schreiben an den Reichsminister der Finalen hat folgenden Wortlaut: Hochgeehrter Herr Reichsminister! Nachdem die große Gesetzgebungsarbeit zur Reform unseres Steuerwesens, zur Regelung der viel- umstrittenen Aufwertungsfrage, zur Durchführung eines geordneten Reichshaushalts und zur Aenderung der Zolltarife im wesentlichen durchgeführt ist, ist es mir ein lebhaftes Bedürfnis, in erster Linie Ihnen, Herr Reichsminister für die schwere Arbeit, die Sie bewältigt, und den großen Dienst, den Sie damit unserem Dater- fanbe geleistet haben, namens des Reichs den herzlich st en Dank und aufrichtige Anerkennung auszusprechen. Ich verbinde damit den Wunsch, daß das Reich noch recht lange auf Ihre hingebende Arbeit und Ihre wertvollen Dienste möge rechnen können. Mit freundlichem Gruß Ihr ergebenster gez. v. Hindenburg. Auch den übrigen an diesem Gesetzgebungswerk beteiligten leitenden Beamten des Reichs» ftnanzministeriums hat der Reichspräsident in einem anerkennenden Schreiben den Dank des Reiches ausgesprochen. Deutsch-polnischer Notenwechsel zur Optantenfrage. Deutschland schlägt beiderseitigen Verzicht auf die Ausweisung vor. Danzig, 10. Aug. (TU.) Der polnische Gesandte in Berlin, Olszowski, hat dem deutschen Außenminister Dr. Stresemann im Auftrag der polnischen Regierung folgende Erklärung übergeben: Ein Teil der deutschen Optanten, die im Sinne des Wiener Abkommens ihren Wohnort aus Polen nach Deutschland spätestens am 1. August 1925 hätten verlegen müssen, hat sich nicht an die Bestimmungen gehalten und bis zu diesem Augenblick die Grenzen der Republik Polen noch nicht verlassen, während die polnischen Optanten in dem für sie gestellten Termin aus Deutschland entsprechend den ihnen von deutscher Seite erteilten Weisungen abgewandert sind. Die polnische Regierung wünscht mit allem Nachdruck festzustellen, daß die deutschen Optanten mit dem 1. August 1925 zu Ausländern geworden sind, deren Aufenthalt auf polnischem Gebiet n i ch t l o y a l ist und somit den polnischen Anordnungen unterworfen sind. Die Maßnahmen werden nach den internationalen Gepflogenheiten gegenüber den Personen angewandt, die sich in dem Gebiet eines anderen Staates widerrechtlich aufhalten. Die polnische Regierung macht die deutsche Regierung gleichzeitig auf den § 4 des Artikels 12 der Wiener Konvention aufmerksam, der besagt, daß die vertragsschließenden Parteien sich damit einverstanden erklären, daß die Optanten, die sich der Verpflichtung, ihren bisherigen Wohn- sih in der festgelegten Zeit zu verlassen, nicht anpaffen wollen, an d ie Grenze abg escho- ben und den deutschen Behörden übergeben werden. Der Zutritt nach Polen kann diesen Personen für immer verboten werden. Die polnische Regierung muh jede Verantwortung für Konsequenzen, die sich für die deutschen Optanten aus diesem Rechtszustand ergeben, von sich weisen. Nichtsdestoweniger ist die polnische Regierung bereit, tote bereits einmal festgestellt ist, weiterhin den deutschen Behörden jegliche Hilfe und Unterstützung zu gewähren, damit sich die Abreise der Personen, die in kürzester Zeit erfolgen muß, in den Formen vollzieht, die den Optanten bei der Abwanderung möglichst alle Unbequemlichkeiten ersparen. Der Relchsauhenminister hat der polnischen Gesandtschaft folgende Antwort zugehen lassen. Nach den Feststellungen des deutschen Generalkonsulats in Polen haben von den etwa 20 000 Personen, die als Optanten Polen am 1. August verlassen sollten, tatsächlich ungefähr 17 000 d i e Grenze überschritten. Den Rest von 3000 Personen bilden zum weitaus größten Teil solche, denen auf Grund der zwischen der deutschen Gesandtschaft in Warschau und dem polnischen Ministerium des Aeußern auf der Grundlage der gegenseitig getroffenen Vereinbarungen e i n Aufschub zugebilligt worden ist. Dagegen haben von den polnischen Optanten in Deutschland, deren Zahl zu Beginn des Jahres noch 14 000 bis 15 000 betrug, nur etwa 3500 das Reichsgebiet verlassen. An dieser zahlenmäßig geringen Abwanderung der polnischen Optanten aus Deutschland trifft die polnische Regierung insofern ein Verschulden, als die Aufstellung der Optantenlisten durch die polnischen Behörden den Bestimmungen des Wiener -Abkommens zum größten Teil nicht entsprochen hat. Dies hat nun zur Folge gehabt, daß den polnischen Optanten in Deutschland in vielen Fällen die Abwanderungsaufforderung nur mit Verspätung zugestellt werden kann. Die Rechtsgrundlage für die Abschiebung der zurückgebliebenen Optanten ist der deutschen Regierung bekannt und von ihr nicht bestritten worden. Das Auswärtige Amt weist jedoch darauf hin. daß die deutsche Gesandtschaft in Warschau wiederholt und bis in die letzte Zeit versucht hat, mit der polnischen Regierung zu einer Verständigung über einen beiderseitigen Verzicht auf die Ausweisung der Optanten zu gelangen, und daß die Reichsregierung alle Zwangsmaßnahmen gegen die polnischen Optanten in Deutschland nur angewandt hat und weiterhin nur anwenden wird, weil und insoweit die polnische Regierung mit entsprechenden Maßnahmen gegen die deutschen Optanten in Polen borge- gangen ist. Auch jetzt noch hat es in der Hand der polnischen Regierung gelegen, auf die Ausübung des ihr nach Artikel 12 § 4 des Wiener Abkommens zustehenden Rechts zu verzichten und die noch in Polen verbliebenen Optanten' dort zu belassen. Tatsächlich hat Polen jedoch am 5. August dem Rest der dortigen deutschen Optanten die Aufforderung zugestellt, binnen 48 Stunden das Land zu verlassen und dadurch die deutsche Regierung zu den entsprechenden Gegenmaßnahmen gezwungen. Es liegt nur in der Hand der polnischen Regierung, der früheren deutschen Anregung auf einen beiderseitigen Verzicht der Ausweisung der Optanten noch für diejenigen Optanten stattzugeben, die am 1. November d. I. und am 1. Juli nächsten Jahres abzuwandern haben und damit der Welt das beschämende Schauspiel noch zweimal si chwiederholenderMassen - ausweisungen zu ersparen. Die moralische Verantwortung für die Folgen aller derartigen Zwangsmaßnahmen fällt daher lediglich der polnischen Regierung zu. Kleine politische Nachrichten. Wie verlautet, werden die Familiender Besatzung voraussichtlich zwischen dem 18. und 20. August Düsseldorf verlassen. Vom 21. August ab Beginnt die Räumung durch die Truppen, so daß am 28. August die Räumung beendet sein wird. Im Auswärtigen Amt wurde durch den Reichsauhenminister und den esthmschen Außenminister der deutsch-esthnische Schiedsgerichts- und Vergleichsvertrag unterzeichnet. Der Vertrag entspricht sowohl in seinem Aufbau als auch in allen wesentlichen Einzelbestimmungen den Schiedsverträgen, die von Deutschland in den letzten Jahren bereits mit anderen Staaten abgeschlossen wurden. Er sieht also für Konflikte rechtlicher Art ein Schiedsgerichtsverfahren, dagegen für Konflikte politischer Art ein Vergleichsverfahren vor. In Warschau verlautet, daß der polnische Botschafter in Washington. Wroblewski, von seinem Posten abberufen worden ist. Er soll namentlich bei den Verhandlungen über die polnische Anleihe in Amerika bestochen worden sein und sich dadurch ein großes Vermögen erworben haben. So hat er sich, wie die polnischen Blätter melden, in Biarritz eine palastartige Villa gekauft, ohne vorher ein Vermögen besessen zu haben. Aus aller Welt. Verleihung des Georg-Büchner-Preises. Die diesjährigen Preisträger des Georg-Büchner- Preises sind der Schriftsteller Wilhelm Michel in Darmstadt und der Schriftkünstler Rudolf Koch in Offenbach. Die Preisurkunden haben folgenden Text: „Das hessische Volk verleiht dem Schriftsteller Wilhelm Michel, dem feinsinnigen Denker und Mehrer deutschen Sprachguts, dem warmherzigen Künder deutschen Wesens den Georg- Büchner-Preis 1925." — „Der Schreiber Rudolf Koch hat in meisterlicher Weise die deutsche Schriftkunst erneuert und durch seine Schöpfungen bereichert, hierfür verleiht ihm das hessische Volk den Georg-Büchner-Preis 1925." Schwere Unwetterschäden in Nordwestdentschland. Ain Montagabend hat ein starkes Gewitter in Bremen und Umgegend großen schaden ange- richtet. Ein heftiger Sturm deckte zahlreiche Dächer ab und rief verschiedene kleine Brände hervor. Viele Starkstromleitungen sind zerrissen . Der Straßenbahnverkehr mußte einige Stunden eingestellt werden. Aus der Umgegend von Bremen wurden mehrere große Brände gemeldet. Schweres Unwetter wird auch aus Schleswig-Holstein gemeldet. Die Stadt Ueterf en nordwestlich Hamburgs wurde am Montagabend gegen 7 Uhr von einem schweren Zyklon heimgesucht, der mit Wolkenbruch und Hagelschlag verbunden war. Da« Un- roetter dauerte eine Viertelstunde. Viele Dächer wurden abqedeckt, tausende von Fensterscheiben zertrümmert. Zahlreiche Fabrikschornsteine stürzten ein. Die Fuhrwerke auf den Landstraßen wurden in die Wassergräben geworfen. Im benachbarten N e u e n d e i ch wurde von dem Wirbelsturm ein großes Bauernhaus zerstört. Nur der Schornstein steht noch. Das Wasser drang durch die zerfetzten Dächer in die Häuser der Stadt ein und richtete großen Schaden an. Die Stadt ist in Dunkel g e - h ü l l t, da die elektrischen Leitungen der Ueber- landzentrale zerstört sind. Verschiedene Personen "wurden durch die einstürzenden Schornsteine verletzt und dem Krankenhaus zugeführt. Der Schaden ist noch nicht zu übersehen. Die neue hihwelle. Der gestrige Montag brachte Berlin mit der Höchsttemperatur von 35 Grad den heißesten Tag des Jahres. In Magdeburg waren gestern sogar 36 Grad im Schatten zu verzeichnen. In hanno v e r maß man 33, in Hamburg 31, in Aachen 30 Grad. In Ostdeutschland waren die Temperaturen niedriger. In Berlin forderte die Hitze zwei Todesopfer. Der Chauffeur Bollenrath, der mit seinem Auto vor einem Hause der Großbeerenstraße hielt, wurde vom hihschlag getroffen und verstarb, ehe ihm ärztliche Hilfe gebracht werden konnte. In den Abendstunden erlag der 43jährige Arbeiter Witte kurz nach seiner Rückkehr von der Arbeit bei der Abendmahlzeit. Wettervoraussage. Bei wechselnder Bewölkung zeitweise heiter, etwas wärmer, vorwiegend trocken. Durch den Vorübergang einer Randbildung der nördlichen Störung ist das warme, trockene Sommerwetter von kühlerer Witterung abgelöst worden, und in unserem Bezirk gewitterhafter Regen niedergegangen. Zwar steigt das Barometer wieder an und ist zeitweise Aufbesserung zu erwarten, jedoch bleiben wir im allgemeinen unter westlicher bis nördlicher Luftzufuhr, so daß der Witterungscharakter veränderlich ist. Temperaturen: Maximum 29,2, Minimum 18,5. Niederschläge 1,6. Morgentemperatur 19,1. Aus Stadt und Lani). Gießen, Ben 11. Aug.I 1225. Gießener Wochenmarktprcise. Es kostete das Pfund: Butter 210 bis 222, Matte 35 bis 40, Käse 65, Wirsing 25, Weißkraut 15, Rotkraut 30, Roterüben 20. Gclbrriibe.i 20 bis 30, Erbsen 30 bis 35, Zwiebeln 20, To- maten 30, RömiscUohl 15 bis 20, Dohnen 20 bis 30, Spinat 40 bis 50, Rhabarber 30, Brom- beeren 80, Himbeeren 70, Johannisbeeren 40, Pfirsiche 130, Mirabellen 60 bis 90, Reineklauden 50 bis 60, Zivetschen 60. Pflaumen 40, Birnen 5 Obis 60. Frühäpfel 30 bis 50. Falläpfel 7 bis 8, Weintrauben 80; das Stück: Salatgurken 30 bis 60, Einmachgurren 3 bis 6, Blumenkohl 10 bis 120, Ober-Kohlrabi 15 bis 20, Salat 5 bis 15, Erer 14 bis 15; das Pack Radieschen 20 Pf. * Die Hihwelle, die seit Samstag über Mitteleuropa lag, ist einer kühleren Witterung gewichen. In den drei Tagen hat die Arbeit auf den Feldern tüchtige Fortschritte gemacht, und ein nicht unbeträchtlicher Teil der Ernte ist heimgebracht. Leider ist die erfolgte Ab- kühlung mit starken Niederschlägen verbunden gewesen, so daß die Körnerfrüchte wieder mehrere Tage lang draußen bleiben müssen, sehr zum Schaden unserer schwer'kämpfenden Landwirtschaft. ** Sonderzug zur Leipziger Herbst, messe. Anläßlich der Leipziger Herbstmesse wird auch ein Sonderzug mit 33z Prozent Fahr- Preisermäßigung von Koblenz—Mainz nach Leip. : zig verkehren, und zwar am 29. August. Ab. f a h r t z e i t des Zuges von Gießen 12.29 mit. tags, Ankunftzeit in Leipzig 7.58 Uhr abends. Auskunft, Meßabzeichen und Fahrkarten vermitteln der ehrenamtliche Vertreter des Meßamts für den Han« delskammerbezirk Gießen, Hermann Fuhr, i. Fa. I. h. Fuhr, Gießen, «onnenftraße 25, Fernsprecher Nr. 632, und das Derkehrsbureau des N. D. L., Th. Loos, Gießen, Am Kirchenplatz 13. ** Eine Krawatten-Aus ft elluno veranstaltet gegenwärtig die Firma Hermann; & Froitzheim in der Bahnhofstraße. Es ist hochinteressant zu sehen, wie die Mode, in der Aus druckssorm wechselnd, sachlich im Lause der Jahre doch immer die gleiche geblieben ist. Auch die Ära. matte wechselt mit den Kragenformen ihre Gestalt. So können wir über Schiller und Goethe zur Revolution im Jahre 1848 und von da über die Gründerjahre bis zum heutigen Tage mit offenen Tage „an den Kragen entlanggehend" ein Stück Kulturgeschichte schauen. e* „ünfere Fortbildungsschulen". In dem gleichnamigen Artikel unserer letzten Frauenbeilage muh es im letzten Satz der ersten Spalte richtig heißen: Die Tatsache, daß in diesem Jahre in manchen Landgemeinden der Unterricht während der Ernte nicht geschlossen wurde, beweist, daß die Mädchenfortbildungsschule auf dem Lande Fortschritte macht. Bornotizen. — Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 8.15 Uhr Verfafsungsfeier. — Bauer» scher Gesangverein E. V.: 8.30 Uhr Postkeller, Versammlung. — Bund deutscher Militäranwärter: 9 Uhr Stadt Lieh, Monatsversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Der Glöckner von Rotte Dame. Landkreis Gießen. !*! Klein-Linden, 10. Aug. Bei der gestrigen Beigeordnetenwahl wurde der Gärtner Friedrich Germer mit 241 Stimmen gewählt. Sein Gegenkandidat Wilhelm Rinn erhielt 156 Stimmen. Die Wahlbeteiligung war sehr gering. Während bei der Bürgermeisterwahl 1072 Personen an die Wahlurne traten, waren es gestern kaum 400. !*! Allendo rf a. d. Lahn, 10. Aug. Der seitherige Beigeordnete Ludwig Binz II. wurde gestern mit 2-56 Stimmen wiedergewählt. Der außerdem aufgestellte Ludwig Wagner erhielt 96 Stimmen. > ®rüningen, 10. Aug. Gestern sand tn unserem Dorfe die BeigeordnetenwaU statt. Wie bei der Bürgermeisterwahl, so war auch diesmal die Wahlbeteiligung außerordentlich ftarf. Ungefähr 95 Prozent der Wahlberechtigten machten von ihrem Stimmrecht Gebrauch: bei der Bürger meisterwahl waren es über 98 Prozent. Von 438 abgegebenen gültigen Stimmen entfielen auf Golk- fried'Engel 233, während Heinrich Hoffmann nur 205 auf sich vereinigen konnte. Gottfried Engel ist somit zum Beigeordneten gewählt. > Dorf-Gill, 10. Aug. Die gestrige B c i- geordnetenwahl verlief wie die letzte M- germeisterwahl ziemlich harmlos. Unser seitheriger Beigeordneter, Georg Kn öppe r. wurde ein stimmig wiedergewählt. Damit bleibt die Seitmtj unseres Dorfes in den alten Händen. > 'Holzheirn, 10. Aug. Nachdem unser Bnv qermeifter wiedergewählt worden war, war es hier allgemeiner Wunsch, daß auch unser seitheriger Beigeordneter Heinrich Martin Kuhl im Anid bliebe. Dieser lehnte aber eine Wiederwahl entschie den ab. Es kam deshalb zur Aufstellung zweier neuer Kandidaten, der Landwirte .Heinrich Grieb 1 und Wilh. Konr. Georg Ohly. Bei der Mbftynmu^ entfielen von 544 abgegebenen gültigen Stimm« auf öen ersteren 347, auf den letzteren 197 Stil?' inen. Heinrich Grieb I. ist demnach für die näto ten 6 Jahre zum Beigeordneten gewählt. > Oberhörgern, 10. Aug. Bei der geftr» gen Beigeordnetenwahl wurde unser seitheriger Bei.' 'geordneter Wilhelm Matthäus einstimmig w» dergewählt. Ungefähr 60 Proz. der Stimmderech tigten schritten zur Urne. v. Londorf, 9. Aug. Heute fand im gerschen Saale ein Liedertag der unter Lotung des Musikers Schomber aus Beuern stehen I den Gesangvereine — Arbeiter-Gesangverc'' ,.Union"»Londorf, _Teutonia"-Nordeck, „Polhyk nia"-Beuern und Gesangverein Bersrod — fa1- wozu als Gastvereine Gesangverein Kesselbau und „Frohsinn"-Londorf erschienen waren. Veranstaltung nahm einen schönen, anregend« Verlauf und waren die Gesangsleistungen d« Vereine sehr gut. Man konnte sehen, daß de Gesang in den Vereinen gute Fortschritte maw — Bei der heutigen Beigeordnetenwahl touö- der seitherige Beigeordnete SchuhmachermeiM Heinrich Wilhelm Hasse Ibach mit 199 Steffl; men einstimmig wiedergewählt, ein Beweis, d»'' sich derselbe allgemeiner Achtung und Belle» heit erfreut. . . !'! Harbach, 10. Aua. Bee der gestM hier stattgefundenen Beigeordnetenwahl entnehm von den 258 Stimmen 132 auf den Landwa Georg Bi eh. Der Gegenkandidat Hering Scheid erhielt 126 Stimmen. Wahlberech^ waren 261 Personen. C6 - 5 I bei dem S-" leitunl yerdc. ' ff; 0 1 ««uni . in I 1 >^7 ei" j Don LderM Sallungsi saiesenbuüen \ W9erW i lei Es wun bullen * w-A Ach» ; niien lojien. ß Ärun« MS- “nX । - hier rW mü 3 ron'JlW- •Ni st'"en- J Ick ixs er den ter btt einen . btt anbeten, u i durchaus W ; geeichte * bf. Lau hier die 2- Ser Gegenka am Freitags Person bon . men toieberge : zu, was nm vor kurzem < gestern sein ss. §r Kreisaus orönung die mcisterwa und Donstc ' acn vorgekom flirt, obgkk bah bet 2ür • war. Daaeg die vvrgevrc ausschusse n die Dahl f kuvert besä selben Äam Kreuzen vei tig erklärt. ! kmmiüion 0. Ser legten ! hot. wird fid Heil) nid)t 6ci ticherweise mx |- t'M sf. Fri< ■ Trelhovei Nachdem dies reife eine % k beehrte er h< feinem Besuö verdanken tt daß der Fül Hessen-Darmi gl jeder zum angehörcn, H borener Frie. grohzügige Li und der Qlad rrwvrben hgj T'Nvsang bui eigentliche, f kr Mch gi schule statt, geordneter £ chen Gch I Alice-Fr nn Aamen , 'v-udienrat g D-fchichtsdcrc Menden des 1 nD^)c namer L?ner Dl. .Wm°Darmsti 'fernes Ä® % ein U >b- unbi“ Ammerts fc toutbe & Ken Dreschmaschinen 98 Jahre litt ich an teicdiTi-aumauflaa- mit ficrha-^cifp Cbermcöcr 5 Medizinal U** 1 tr-icitc i-s rasche HeUung. Frau tzachmam» , W. Per St. M. —.Sb, 36°» verstärkt Di. i — jrr Nachde-andluna ist Herva-Creme de- jordecS au emvfevien. Au Vaden bi allen ipotOefen, Drogerien und Parfümerien eutge- der U v.i anderen, und bqß er an der Ausführung dieses nichaus richtigen Prinzips durch die Derwaltungs- .: 8,30 Uhr Postkelln, rr 6 ceu^fn versehen: beide Zettel wurden für gül- deutscher Thlitäranacrr rotsoersammlung. - 'tt : Der Glöckner von h einer Dlumenspende, dem Vorsitzenden des Jedes Quantum Zchlaäensantz Tel. 210 auch nachts fjerba-Seife >rr letzten Wa bat. Wird sich i der Kürze der zur Dersi fallen gelassen werden, es nj erklärt Auch die Zusammensetzung der Wahl- ' riimission wurde für richtig befunden. Da bei loüzen. oder jur Dimici 'Lersassungrseier. - te Wen-Darmstädter Vereins, Herrn Strauß, en silbernes Zigarettenetui mit Widmung über- ri-ht, im Qlamen des Geschichtsvereins jedem *< rein ein Führer durch Friedberg im Pracht- sirrbe und jedem Mitgliede eine Oberhesfen-i 2urmn€t der Zeitschrift „Q3oll und Scholle". Er- cherweise noch den ProvinzialauSschuß beschäs- ■)cn. Sf. Friedberg. 8.Aug. Besuch des kcethoven-Männerchores Reuhork. lachdem dieser Verein auf seiner Deutschland- ittle eine Reihe größerer Städte besucht hatte, S e^rte er heute auch das kleine Friedberg mit 'iinem Besuche: wie wir früher schon berichteten, ■xrbanfen wir diesen Vorzug dem llmftanbe Nifi der Führer der Reise und Vorsitzende des ^Hen-Darmstädter Dolksvereins, dessen QUit- i'i 6. Lohn, 10. M-^x Wg i öicbergemäl)ll. Der an Pig Wagner echeit IHptid)te gehindert worden sei. df. L a n g - d o r f, 10. Qlug. Gestern sand fieib nicht beruhigen und die Sache wird mög- nur noch kurze Zeit zur Besichtigung des Burg- und be3 Schloh- gartens Dann versammelte man sich im Hotel Trapp zu einem Mittagessen. b:i welchem Kanzel einen kurzen Vortray über die Bau- geschichre und die Sehe nswürdrg feit en der Kirche. Der geplante Besuch des Museums muhte wegen Uni) Lar,- ** " lu: • i " bis 90 -■ lfcfiaäÄ?fe 15- »itt: c- bit u A lnn ÄJWtag us Togen i-i ^"'cher r?.a-mach x ist birL^em,. 8* WL? lenplog 13. - mt tfirnw bttmev, :r 2°hnhoss,kahe. I - bie Mode, in btt!. Lause der» Mieden ist. Auch bitb nragenjonnen ihre M- Mer und Goethe y fr « unb von bo übt h mutigen Tage mit osse- entlanggehenb" ein et- riwet wurde die Feier durch eine gesangliche fo_rbictung des Friedberger Männcrquartetts ihl den Vortrag eines Streichquartetts, seitens kc amerikanischen Gäste sprachen die Vorsihen- km Strauß und Lenges den Dank für den lümswürlügen Empfang aus. Vach Beendigung V'E Feier ging es gemeinsam in unser herrliches h iteShaus, die Liebfraucnkirche, in welche unter tbilbungsschule? Iitlnung die Einwendungen gegen die Bürger- Artikel unterer lefiie »r «ist erwählen in Münster (bei Butzbach) 16 (4 im letzten C« Mik) B o n st a d t. Die erstere Wahl wurde wc- z heihent Die Tafacht li1-1» vorgekommencr Zechereien für ungültig cr- rnanchm CanbQemeinl* glitt, obgleich nicht fcstgestellt werden konnte. > ber tzmte nicht y der Bürgermeister damit im Einverständnis , dch he Döbchenip- rar- Daaegei, wurden in dem zweiten Falle Leiche ^vrüchrine |l'C vorgeorachten Beschwerden von dem Krcis- iu »schusse nicht als entscheidend angesehen und Allertshausen, 10. Aug Am gestrigen bomttag fanb hier die Deigeordneteruvahl statt. Bie die Bürgermeisterwahl lo stand auch diese n Zeichen der Einmütigkeit, ilnfcr fercheriger Seigeordneter 2ohS. Hillgärtner I wurde ,um zweitenmale mit 128 Stimmen einstimmig »edergewählt. Die Wahlbeteiligung betrug n? Prozent ’*! Inheiden. 9. Äug. Auf der Zungoiehweide le dem i)of Graß brach die Hochspannungs- ; ei t u n g. Der Droht siel in die dort grasende ?rde, dre> Kühe wurden getötet } Cid), 7. Aug. Aus der längsten Sitzung h ts otabtoorftanbes ist folgendes zu hetzten: Es wurde beschlossen, an den Ortspingängen „amunastafcln für Nraftsahrzeuge auszusteUen, die nee Geschwindigkeit von 15 flm. vorschreiben. — 1 >rner wurde dem Turnverein Lich zur Fertigstcl- iirig des Turnhallenerweiterungsbaus i! i auf eine Ncihe von Jahren unoerunsliches ? .-riehen von 5000 Mark bewilligt. Die An- und .H|d)affung verschiedener Foseltiere wurde qeneh- i.gt 3m Zusammenhang mit der letzteren orage ite der Bürgermeister mit, daß die von ihm in der larwaltungsstreetjache wegen der Haltung eines mesenbullen eingelegte Revision von dem dermal- i rgsgerichtshoi kostenpflichtig abgewiesen worden »l Es wurde daraufhin beschlossen, den Friesen- -Uen obzuschafsen. Man ist jedoch allgemein der daß die derzeitige Bewegung in der Dich. , icht sich durch derartige behördliche Hemmungen, j r die das Bolk keinerlei Verständnis hat, nicht auf- -»len lassen wird, und daß man den Züchtern von llßederungsvieh das gleiche Recht und die gleiche a5ls^' fcjfungsfeier wird, wie iches 3ahr, am Mon- togabenb in den Fürstenhoflälen ftattfinben. — Das Herb st schießen ber Tübinger cdiunengejeU- (djaft wirb in althergebrachter Weise am Sonntag, 30.. unb Montag, 31. August, abgehalten. Die Vor- bereitungen unb Maßnahmen lassen em wohlge- lungenes Fest erwarten. — Die Erwerbslosen- Ziffer in unserem Krei'e dürste zur Zeit oor bilbluh dastehen. V^ährenb noch voriges 3afar oft über 100 Erwerbslose vorhanden waren, belauft sich bie Erwerbsloienzahl heute auf einen Mann. Auch dieser eine dürste noch in kommender Woche uniergebradjt werben, so daß ber Kreis bann feine Erwerbslose mehr Hot. Besonders begehrt sind im Augenblick die Arbeitskräfte für die Landwirtschaft. nd. Nibba, 8. Aug. Gestern fanb hier am Amtsgericht eine umfangreiche Verhandlung gegen fünf nanbwerkslehrlinge von hier im Alter non 15 bis 17 Jahren statt, die sich an Schulmädchen sittlich vergangen hatten. Alle Angeschuldigten würben bestraft, bie zwei Hauptschuldigen erhielten Gesäng. nisftrafen von einer Woche und einem Monat, doch wurde ihnen bedingter Strataufschub auf 3 Fahre zuerkannt, aber strenge Beaufsichtigung für diele Zeit angedroht L Nidda, 9. Aug. Auf Anregung der hiesigen Bürgermeisterei, der Dereinsvorftände unb der Ver- treter der verschiedenen Behörden hier fanb heute vormittag auf ber Gansweibe die Feier bes Verfassungstags statt. Bürgermeister Ringshausen begrüßte bie Versammlung mit herzlichen Worten. Rachbem bie Feuerwehrkapelle einen flotten Marsch gespielt hatte, hielt Studienrat Braunewell die Festrede unb schloß mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland. Die Gesangvereine Sangerkranz unb Eintracht trugen Lieber von Vaterland unb Rhein vor. Kreis Schotten. 1—( Ruppertsburg, 9. Aug. Vom schönsten Wetter begünstigt, feierte heute dte hiesige Ortsgruppe deS Landjugendbundes ihre Wimpelweihe Vormittags fand ein Festgottesdienst statt, an dem sich auch die *2Rit- glieder der Stahlhelmgruppe Ruppertsburg fast vollzählig beteiligten Herr Pfarrer Dr. Fritsch zeigte in seiner Predigt. waS die deutsche Jugend ihrem Vaterland schuldet. Gegen 3 Ufor nachmittags bewegte sich ein schöner Festzug von der Kirche zum prächtig gelegenen Feftplatz, dem nahen Warthügel. Der hiesige Posauncnchor stellte die Festmufik. 3m Zuge erblickte man auch die Drudervereine von Laubach. Gonterskirchen und Wetterfeld sowie die vtahlhelmgruppen Laubach und Ruppertsburg. Eine stattliche F c ft- versammlung fgnd sich auf dem schattigen Warthügel ein. Die Feier wurde mit dem von Fräulein Emma Diehl schön vorgetragenen Prologe über die Bedeutung dec Wimpel ein- geleitet. Der Vorsitzende des sestgebenden Vereins, Herr Karl Reede, begrüßte mit ernsten, klar durchdachten Worten die Erschienenen. Darauf bestieg der Bundesvorsihende R. Schmidt von Steinheim das Rednerpult, um in längerer, begeisterter Rede die Landbevöllerung zum Zusammenschluß gegen den Drachen der Gleichgültigkeit in nationalen Dingen zu ermahnen. Hierauf hielt Herr Pfarrer Dr Fritsch die Weiherede, in der et den Wimpel als Zeichen der Einigkeit, der deutschen Treue und des Kampfes schilderte. Hierauf erfolgte die Enthüllung unb die Liebergabe durch den Bundes- Vorsitzenden an den Wimpelträger Georg Stehl Zum Schlüsse folgte noch eine schöne Deklamation durch den Malermeister Schmaus von Wetterfeld. Der Gesang deS Deutschlandliedes beendete die Feier auf dem Warthügel. 3n geschlossenem Zuge begaben sich die Vereine zur Gedächt- nishalle auf dem nahen Friedhöfe, an der der Ortsgeistliche der GefaNenen gedachte, zu deren Ehren Herr R e e b e im Ramen des Landjugendbundes einen Kranz niederlegte. Mit dem Gesang des Liedes „Ich halt' einen Kameraden" schloß die eiitdrucksvolle Feier. B. Herchenhain, 8. Aug. Am 16. August wirb ber Zweigverein Schotten ber hessischen G u • st av-Abols-Stiftung hier sein 3a h res- f c ft halten. Als Festprebiger würbe Pfarrer Nebel von Laubach gewonnen. Das Fest wirb mit einem Feftgottesbienst am Nachmittag eröffnet. Bei günstiger Witterung verspricht man sich einen guten Besuch auswärtiger Teilnehmer aus ben umhegen- ben Vogelsberg-Dörfern. Hrcis Alsfeld. !*! Alsfelb, 9. Aug. Nach ber Volkszählung beträgt bie Einwohnerzahl unseres Kreises 38 009, baoon finb 18 335 männlichen unb 19 674 weiblichen Geschlechts. Die Stabt Alsfelb zählt 5096 Einwohner: es entfallen ferner auf Homberg 1414, Nieber-Ohmen 1322, Groß-Felba 1026, Stabt Kirtorf 816, Stabt Romrob 832 unb Stabt Grebenau 687. Das kleinste Dorf, Unter-Sorg, zählt nur 69 Einwohner. * Angenrod, 10. Aug. Bei ber gestrigen Bei- georbnetenwahl wurde ber seitherige Beigeorbnete Wilhelm Hahn 11. mit 228 Stimmen zum brüten Male wiebergewählt. Sein Oegenfanbibat ßauns- pach erhielt 108 Stimmen. Starkenburg und Rheinheffcn. ' Darmstabt, 10. Aua. 3n Arheilgen bei Darmstadt versuchte sich eine an epileptischen Anfällen leibende Frau von einem Fuhrwerk überfahren zu lassen. Nachdem ihr Vorhaben vereitelt worden war, brachte sie sich später durch Axthiebe schwere Verletzungen am Kopfe bei. * Darmstadt, 10. Aug. 3n H 0 f h e i m im Ried ist bei einigen Schulkindern Typhus ausge« brachen. Wenn die Krankheit sich weiter oerbrcitet, sollen bie Schulen geschloßen werben. — Der Hess. Lanbesverein vom Roten Kreuz, ber Alicesrauen- oerein und bie Freiw. Sanitätskolonne veranstaltet am 14. Juni einen Straßenverkauf unb in ber barauholgenben Woche eine Haussamm - l u n g. Der Stroßenverkaus ergab einen ll rlös von 3323 Mk., die Haussammlung einen solchen von 4343 Mk., also einen Gesamterlös von 7669 Mark. Heffen--raffau. bl. Herborn 8. Aug. Das vorjährige Hochwasser richtete in unserer Stabt, vornehmlich an Privateigentum, recht beträchtltchen Schaden an. Dank der Bemühungen von feiten ber Stadtverwaltung hat der Staat au den Instandsetzungskosten von ca. 2400 MI den größten Teil mit 1600 Wk. übernommen. 800 Mk. wird alsdann die Stadt im Wege eine- Darlehens aufbringen bl. Dillenburg. 8. Aug. Die Königin Wilhelmine der Riederlande sandte aus bas HuldigungStelearamm deS Hist. Vereins und des Holländischen Komitee- anläßlich des Heimatfestes nachfolgendes Dankschreiben: „pljrc Majestät die Königin ist sehr dankbar für das ihr von den in Dillenburg versammelten Rassauern und Riederländern zugesandte Telegramm und für die darin darniedergelegte Huld- bezeugung Ihre Majestät beauftragt mich, Ihnen allen dafür ihren aufrichtigsten Dank zu überbringen, van fflecn, Sekretär ber Königin". bl. Dillenburg. 9. Aug. Der Magistrat erhielt von der Reichsbahndirektion die auS- gearbeiteten Pläne über den Erweiterungsbau deS Bahnhofs zur eingehenden Stellungnahme. Man gedenkt in etwa 4 Wochen die Arbeiten aufnehmen zu können. Das (5m- fangsgebäude wird vollständig renoviert und vor allem wesentlich vergrößert werden. In Verbindung hiermit stehen die Tunnelarbeiten und die Anlage einer Bahnhofstraße quer in die Stadt. Lange wartet man hier auf einen geschmackvolleren Bahnhof: nunmehr scheint endlich die Tat zu folgen. — Zwei öffentliche Gebäude sind im Bau begriffen Der Staat errichtet ein neues Finanzamt, während die Rass. Handelsbank Wiesbaden für ihre hiesige Zweigstelle ein neues Handelsbankgebäude baut. Beide Stellen befanden sich seither in räumlich sehr begrenzten Gebäuden, weshalb ein Reubau unerläßlich war. — DaS hiesige Lehrerseminar schließt im kommenden Herbst nach öOjährigem Bestehen die Tore. Das umfangreiche Gebäude wird nach ordentlicher Renovierung mit Verwaltungen der Stadt belegt. Außerdem gedenkt man noch einige Wohnungen Herrichten zu können. Frankfurt a. TL, 10. Aug. (WTB.) 3n Tieberurfel bei Frankfurt stieß gestern abend bas Auto eines Stuttgarter Fabrikanten mit bem Motorrad bes Stabtbaumeiftncrs Daab zusammen Baurat Daab wurde in hoffnungslosem Zu- stand dem Krankenhause zugesührt. spd. Griesheim a. M. 10. Aug. Bei verhältnismäßig geringer Beteiligung (62 Proz.) sanden am Sonntag die Reuwahlen für die durch den Minister des Innern aufgelöste bisherige G e- meinbcDertretcroerfammlung statt. Die seitherige s ozi ald em 0 k r a t i fche Mehrheit wurde gebrochen. Es wurden gewählt: 3 Demokraten, 3 Zentrum, 5 Dolksgemeinschastler. zusammen 11 bürgerliche gegen die Minderheit von 8 Sozialdemokraten und 2 Kommunisten. Dieses Ergebnis ist vor allem wegen seiner Wirkung bei der künftigen Eingemeindung Griesheims zu Frankfurt bedeutungsvoll. fpd. Bad Homburg n. b. H., 9. Aug. Am 31. Oktober 1917 wurde der Forstmeister Birken a u e r aus Usingen in seinem Revier crsch 0 s - sen aufgefunden. Obwohl sofort umfangreiche Untersuchungen und Nachforschungen nach den Tätern angestellt wurden, kam man doch zu keinem greifbaren Ergebnis. Personen, die man der Täter schäft verdächtigte und deshalb feftnahm, mußten wieder entlassen werden. Allem Anschein nach hatte der tüchtige Beamte seinen Tob burch bie Hanb eines Wilberers gefunben. Jetzt, nach nahezu acht Jahren, scheint nun boch Licht in bas Dunkel, bas bisher über ber Tat lastete, zu kommen. Wir erfahren barüber folgcnbe Einzelheiten: Vor einigen lagen fanb in Dab Homburg v. b. H. zwischen zwei Parteien ein Sühnetennin vor dem Schiebs- richter statt. Währenb ber Verhanblungen rief plötzlich eine ber beteiligten Personen bem mit anwcsen ben fjänblcr Christian Wehrheim aus Mir- borf bei Homburg zu: „Du warst ja bamals auch mit Forstmeister Birkenauer babei!“ Der Schiebs- richter griff diese Aeußerung auf unb teilte sie ber Frankfurter Staatsanwaltschaft mit. Am Freitag- vormittag traf nun hier ync Kommission ber Staatsanwaltschaft unb ber Frankfurter Kriminalpolizei ein, bie in bem hiesigen Polizeiamt ftunbenlange eingehenbe Vernehmungen mit zahlreichen Personen vornahm. Das Ergebnis mar, baß ber Hänbler Christian Wehrheim als mutmaßlicher Mürber bes Forftrneifters vorläufig in Haft genommen würbe. Es ist nicht unwahrscheinlich, baß an der Angelegenheit noch mehr Personen beteiligt sind, und daß nunmehr nach acht Lahren der Mord an dem beliebten Beamten seine restlose Aufklärung unb Sühne findet. Die Untersuchungen werden, soweit wir unterrichtet finb, nach verschiedenen Seiten hin betrieben. Verantwortlich für ben totalen lei*: i. V. Ehrhard Evers. DAME iTRlOy H Ersatzteile T Nadeln / ÄeiOöei -er Lam Srtrag. §152 Ml Ertragsloe normalere Drlvirtscho haben kar Ertragslei tragS^ Die ( dm "Lod bemofrati iages bei leine Zu (3 Den 1 lenbjeiet -Deui^ei 3ft doch deutscheste nusgehl, i unb in di iie/en Can einer töftl !.m besetzte fallen w, deutschen 3 aN feinen wlur und Hm de wutunft d " d-n Sch Manischen y.fol 7 Illngei n«nn im i "°n Kodier ^Italien b die y Sorte F ^iotpetl Die Ar MAdi heute c üunbe tjQl J" fiän ,ü.nb auch Urzeit, die ar*6*' vei^ einer ft LaE W®.2 einander SnSe zu grundlag tragsveri Mi'IS, keitrogso sichtige», haben en insbeson! 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Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem unerwarteten Heimgange unseres teuren Entschlafenen, für die letzte Ehrung durch die städt. Wohlfahrtsdeputation, die Herren Kollegen des Reichseisenbahn-Betriebsamts, den Bund der Zivildienstberechtigten, den Bund ehemaliger Unteroffizierschüler, insbesondere für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers sowie für die überaus reichen Kranzspenden sagen wir auf diesem Wege allen unseren tiefempfundenen Dank. Jm Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Bertha Compter Wwe. SW rn Gesundheit ist Lebenslust und Schaffensfreude. Wer in der heutigen, die Nerven zerrüttenden Zeit schon ihre Folgen spürt, soll sofort eine Kräftigungskur mit »Doppelherz« machen. Doppelherz Üt das berühmte Mittel für die schwachen Nerven und diese sind die Grundursachen für die melften Krankheiten wie Neura- fthenie und sonstige Nervenleiden, nervöse Kopfschmerzen. 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Zu den Ltcuergeseyen. die im besonderen QUafic die Landwirtschaft interessieren, gehört das Reichsbcwertungsgeseh. mit dessen Verabschiedung wenigstens tn seinen Grunbgedanken einer schon lange ausgesprochenen Forderung der Landwirtschaft entgegengekommen wird, Aufgabe dieses Gesetzes soll es sein, dem völligen Durcheinander auf dem Gebiet der Bewertung ein Ende zu machen Die Vielheit der Bewertungs- giundlagen ut> bärs« Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpeuer Bergbau...... Kalmrerle Aschersleben. . . . .Kaliwerk Westeregeln .... Laurahätle Oberbedarf. . ....... Phönix Berg da» ...... Rhetäftahl........... Nie deck Montau........ Tellus Bergbau. ...... Hamburg-Amerika Pater. . . Norddeutscher Llovd .... ü-heramische Werke Albt» . . Zementwerk Heidelberg .. . Pbilivv Holzmann Anglo-Tom-Guauo .... Badische Anilin ...... Chemische Mader Alavt» *. Goldschmidt Griest,etmer (Flectrea .... Höchster Farbwerte ..... Holzverkohlung ....... stisttgerLwerke . ....... Ccheideaustalt Mg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann ....... Mainkraftwerft . ...... Schuckert Siemens & Halske ..... '.Idlerwerke Kicher ...... Daimler Motoren. ..... Hchligenstaedl ....... Mrgoin............ Motorenwerke Mannheim . frankfurter Armaturen . . . Lonserveukobrik Braun . . . Mktallgesellichaft Frankfurt. 'Bet Union A.°G........ Schuhfabrik Herz . Allstvfi Äaldbof ...... Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Waghäusel • . . „Nein, ich habe aber einen Brief erhalten, ] der gleich viel wert ist, wie der persönliche Augenschein. Sie bittet mich darin, sie morgen in ihrer Wohnung zu besuchen." „Aber der Grund? Meine Phantasie kann, 40 38.5 57,9 49 5 91,25 120 19.75 23.5 38 67,62 53.13 73 0.20 0,253 0.14 0 151 0.202 0,62 0.26 89.75 94,6 6,4 32,5 127.5 93.50 112 115,13 103 77 93,5 7.70 0,065 60 42 37 58.5 50 92.75 120 130 34,25 42 67,25 54,25 5% Deutsche RekchScmIelbr <% Deutsche NeichScm leihe • 3'/t% Deutsche Reich-anleihe 3% Deutsche Rcichsanlctb« . Deutsche Sparvrcumenan leihe <% Preußische «ouwls • ■ . 4% Hessen • ■ ...... 3*/,% Hessen.......... 3% Hellen .... Deutsche Wertb. Dollar-Aul. dto. Doll.-Schatz-Auwei sng.'i 4°/o Zolltstrken 5°/o Goldmextkauer Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Pttvat-Bank Darmst. und Nationalüauk . Deutsche Bank......... Deutsch- DcretoSbank • • . . DiSconto Commandit Metallbank........... Mitteldeptiche Kreditbank. . Ocsterreichische Creditanstalt. Wvftbauk ......... Bochumer Goß . ...... 7 August 10. August Amtliche Noti rung Amtliche Notierung 6k (b I Brief Keld Priel nmiL'iHott. 168.64 169,06 168.79 169.21 Bw-n.-Aires 1.60.3 1.697 1.69. 1.70'1 Brss.-Antw. 19 03 19.07 18,95 18,99 ^Kristiania. 77,32 77.51 77,00 77,20 Ztop-nKagen 95,58 95,82 95,55 95,79 Siodbolm . 112.76 113,0-1 112,81 113.09 HclsingforS. Italien. . . 10.577 ' 10,617 10.175 10,615' 15.26 15.07 15,11 London. . 20,375 20.425 20,377 20,429 Ncuiwrk . - 4.195 4.205 4,195 4,205 Paris.... 19,bi 19.71 19,62 19.'6 Schweiz . . 81.47 81,67 81,47 81,67 Spanien. . 60.37 60,63 60,67 60,63 Japan . . . 1,733 1,737 1,727 1,731 Nio de Jan. Wien in D-- 0 492 1.494 0.496 0.498 69,18 Oest. abgest. 59,04 59,18 69,04 Prag .... 12.42 12,46 12.475 12.495 Belgrad . . 7.49 7,51 7.51 7,63 Dudapc» . . Bulgarien . 5.895 3.03 5.915 3.04 5,895 3.03 5,915 3.04 Lissabon 20 775 20,825 20,775 20,825 Danzig. . . Konstantin» 80.77 80.97 80,77 80,97 2.425 2,435 2,46 2,47 Athen. . 6 64 6.66 ■5,52 6.56 1 < t 5 § c < r < A < $