Ur. 160 Erstes Blatt 175. Jahrgang Samstag, st. Juli 1925 Erscheint täglich, allster Sornu und Feiertags. Beilagen: GiestenerFam lienblätter Heimat im Bild. Monatr-Lezuespreis: 2Goldmark u. 20 Bold» Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. F e r n s p r e ch-Anschlüsie: Schriftleitung 112, Verlag undGeschästsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten. Anzeiger Eiehen. Postscheckkonto: Srantfurt a. M. 11686. GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen vrvck und Verlag: vrühl'fche Univerfitälr-Vuch- und ZteindruSerel R. Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7. Annahutt von Anzeigen für die lagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jcdeVerbindlichkeit. preis für 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlichb, auswärts 10 Goldpfennig: für Ne- Mame»3n?ctqenD.70n-.ra Breite 35 Boldpfenmg, Playvorschrist20 > ,Auf- schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: 3. D.. Ehrhard Seers; für den übrigen Teil: Ernft Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Deck, sämtlich in Gießen. Der Aufmarsch der farbigen Franzosen. Don Dr. Arthur D i x. Die gegenwärtigen Kämpfe in Marokko sind für die Franzosen nicht nur aus Prestigegründen von so ungeheuer Bedeutung, sondern aus einer für Frankreich sehr wesentlichen militärpolitischen Entscheidung allgemeiner Art heraus. Eine endgültige Niederlage Frankreichs in Marokko würde einmal für die farbigen Franzosen in ganz Nordafrika ein im französischen Sinne höchst bedenkliches Vorbild zeiaen, und sie würde zum anderen eine dauernde Bedrohung Algeriens in seiner Westflanke be- deuten. Frankreichs oberstes Ziel bei dem Kamps um die Sicherung seiner nord- und nordwestasnkani- scheu Herrschaft ist es, in kürzester Zeit eine große Armee farbiger Soldaten auf europäische Kriegsschauplätze werfen zu können. Der französische Generalstab hat zu diesem Zweck den Bau eines großen nordafrikanischen Eisenbahnsystems geplant, auf dessen Linienführung und militärische Absichten gleich zurückzukommen sein wird. Zunächst einige Daten über den Umfang des geschlossenen Kolonialgebiets Frankreichs zwischen dem westlichen Mittelmeer, dem Atlantik, dem Golf von Guinea und dem Kongo: Kolonie Bevölkerung in Tausend 1000 qkm Europäer Eingeborene Algier 575 830 5 000 Tunis 125 156 1900 Marokko 420 71 5 400 Westafrika Aequatorial- 2 519 12 12 780 Afrika 2 256 2 2 850 6 895 1071 27 930 Die wirtschaftspolitische Bedeutung dieses nordafrikanischen Kolonialreiches geht aus folgenden Angaben über den Handel im letzten Jahr hervor: Kolonie Gesamteinfuhr davon aus Gesamteinfuhr davon nach Frankreich Frankreich (in Mill. Fr.) (in Mill. Fr.) Algier 2 794 1530 1990 973 Tunis 760 518 540 294 Marokko Franz.- West- 778 438 272 117 afrika Aequatorial- 543 236 446 261 Afrika 25 13 40 5 Summa: 4 900 2 735 3 283 1650 Trotz der weiten Wüstenfläche der Sahara ist das schwarze Frankreich an Umfang und Bevölkerung sowie als Absatzmarkt und vor allen Dingen für die Versorgung Frankreichs von sehr erheblicher Bedeutung, die durch die für Südfrankreich so bequeme Verkehrslage des westlichen Nordafrikas erhöht wird. Was aber die Franzosen am meisten interessiert, ist das Menschenmaterial, und zwar in erster Linie nicht aus wirtschaftlichen, sondern auch- militärpolitischen Gründen. Während Deutschland nach Kolonien verlangte und heute in gesteigertem Maße verlangen muß, weil es seine eigenen überschüssigen Menschen- kräste dort produktiv unterbringen will, verlangt Frankreich nach einem ausgedel)nten und sicher beherrschten Kolonialgebiet, um Menschenkräste für die Zwecke seiner Machtpolitik herauszuziehen. Nichts kennzeichnet diese Tatsache besser als die französische Eisenbahnpolitik in Nordwestafrika. Der oben erwähnte neueste Plan der französischen Militärbahnen in Afrika, die dazu dienen sollen, mit größtmöglichster Beschleunigung größtmögliche Menschenmassen für den französischen Waffendienst nach Europa zu führen, und der mit aller Beschleunigung durchgesührt werden soll, hat folgende Hauptrichtung: Sein Ausgangspunkt ist der Hafen Dran, der mit der Hauptstadt Algier bereits durch eine Eisenbahn verbunden ist Die Linienführung soll zunächst nach dem östlichen Marokko führen, von wo aus eine Kohlenversor- gung der Bahn möglich ist, und dann durch die Sahara bis zum N i g e r f n i e östlich von Timbuktu. Hauptsammelplatz der nach Europa zu über- führenden farbigen Soldaten ist Wagadugu, nördlich des britischen Goldküstengebiets. Von hier aus strahlt die Bahn in die westafrikanischen Kü- stengebiete der französischen Kolonien aus. Die Strecke von Dran bis Wagadugu beträgt 2500 Kilometer. Der Betrieb soll im Norden mit Hilfe marokkanischer Kohlengruben mit Kohlen, weiterhin mit Pflanzenöl vollzogen werden. Die Baukosten sind auf annähernd 1,5 Milliarden Franken veranschlagt, was die französischen Imperialisten auf Kosten der deutschen Steuerzahler gern zu leisten bereit sind. Da die Bahn vorwiegend militärischen Zwecken dienen soll, können die Tarife unter entsprechenden Zuschüssen des Staates niedrig genug gesetzt werden, um bei erheblicher Beschleunigung des Verkehrs eine Verbilligung gegenüber der Dampferfahrt nach dem Nigergebiet und südlich davon zu ermöglichen. Nach Fertigstellung der Transsaharabahn soll es durchführbar sein, nicht nur die ersten schwarzen Divisionen schon in wenigen Tagen auf dem europäischen Kriegsschauplatz erscheinen zu lassen, sondern innerhalb eines Diertelsahres nicht weniger als 400 000 Mann über den Sammelplatz Wagadugu nach Europa zu befördern Der Transport auf Der verhältnismäßig kurzen Mittelmeerstrecke Algier—Toulon ist unter gegenwärtigen Umständen heute natürlich ohne weiteres sicher, so lange sich der Aufmarsch lediglich gegen Deutschland richtet. Sofern freilich die Interesien Englands und anderer Mittelmeermächte von den imperialistischen Plänen Frankreichs betroffen werden, gibt die kürzere Querlinie von den Balearen nach Sardinien für ein Zesammenwirken maritimer Streit- Aufwertungsdebatte im Deutschen Reichstag. Berlin. 10. 3uh 1925. Präsident Lobe schlägt d?m Hause vor, die Fortsetzung der Beratung des Gesetzentwurfes über die Ausübung des Rechts zum Tragen der Militäruniform, die an erster Stelle auf der Tagesordnung steht, an den Schluß der Tagesordnung zu setzen, um in der Beratung der Aufwertungsgesehe keine Berzögerung eintreten zu lassen. Abg. Graefe (Bölkisch) erhebt hiergegen Einspruch. Gegen die Stimmen der Völkischen wird dieser Einspruch zurückgewiesen. Das Haus schließt sich also dem Vorschläge des Präsidenten Lobe an. Nachdem noch der Entwurf eines vorläufigen Handelsabkommens zwischen Deutschland und der belgisch-luxemburgischen Wirtschaftsunion an den auswärtigen und handelspolitischen Ausschuß überwiesen worden ist, tritt das Haus in die 2. Beratung des Gesetzes über die Aufwertung von Hypotheken. und anderen Ansprüchen ein. Abg. Keil (Soz.) betont, ba/ß beide Aufwertungsgesehe, das über die Hypotheken und das über die Anleihen, in beträchtlich veränderter Gestalt aus den Ausschüssen vor das Plenum komme. Soweit Verbesserungen erzielt seien, sei das auf das Wirken der Sozialdemokraten und des Abg. Dr. Best (Völk.) zurückzuführen. Sonst sei das Gesetz mit seinen vielen Verschlechterungen gegenüber der Regierungsvorlage nur der Ausdruck des Willens der Komprvmihparteien. Die Ungerechtigkeit sei in ihm nicht beseitigt. Die von den Sozialdemokraten gewünschte soziale Lösung des ganzen Problems sei an dem Widerstand der Kompromißparteien gescheitert, die alles auf den Vorteil der Schuldner zugeschnitten hätten. Der Redner verweist auf ein W a h l f lu g b l a t t vom 7. D^ember 1924, in dem die Deutschnatronalen die Sparer, die Aufwertungsgläubiger und Rentner aufforderten, deutschnational zu wählen, weil die Deutschnationalen alle Ansprüche der Sparer unter voller Berücksichtigung des Entwurfes erfüllen wollten. (Hört, hört!) Und war sei geschehen? Die Deutsch-nationalen hätten in unhöflichster Weise ihrem Aufwertungsfraktionsmitglied Dr. B e st den Stuhl vor die Türe des Auf wer- tungsausschusses gesetzt und seine Aufwertungsentwürfe abgelehnt. Das sei ein offener Wort- bruch. Die Stellung der Sozialdemokraten zur Aufwertungsfrage stehe prinzipiell fest. Das vorliegende Aufwertungslvmpromih habe zwar fein Verständnis für die Röte der betragenen Altbesitzer, aber um sv mehr für die Jnflationsgewinnler und Spekulanten. Der Redner fragt, warum man nicht den Reubesitz ganz streichen wolle._ Offenbar nur aus Angst vor den Danken und Börsen. Der Redner betont, daß die Sozialdemokraten die Streichung des Reubesihes sowie höhere Aufwer- tungssähe beantragen würden. Abg. Hergt (Dtschn.) wird von der ßinfen mit dem Zuruf empfangen: „Hier stehe ich, ich kann auch anders". (Heiter- heit.) Er erklärte, daß es ohne die Deutschnationalen heute überhaupt keine Aufwertung geben würde (Gelächter links!). Mit der anti- kapitalistischen Sozialdemokratie oder durch sie würde keine Aufwertung möglich sein. Bisher sei aber nur geredet worden, jetzt, wo die Deutsch- nationalen in der Regierung säßen, werde etwas geschafft. Das Volk habe Hochachtung vor dem, der etwas schaffe. Alle vorherigen Regierungen hätten an der Auswertungsfrage herumgedokterl. Wenn man die Höhe der Aufwertung bemängele, so solle man sich der warnenden Stimme des Reichsbankpräsidenten Schacht erinnern, der es nicht ausgeschlossen habe, daß die schweren Zeiten von 1923 wiederkommen würden. Der schwerste politische Fehler der letzten Jahre sei, daß die Aufwertungsfrage nicht schon vor dem Dawesabkommen von den Regierungen ohne die Deutschnationalen verfaßt und geregelt worden sei. Erst die Deutschnationalen hätten erzwungen, daß prinzipiell die Rotwendigkeit einer Aufwertung von der Regierung anerkannt wurde. Rirmals hätten die Deutschnationalen 100 Proz. Aufwertung versprochen. (Gelächter und Zwischenrufe!) Was darüber behauptet wird, sei Lüge. Auch bei den Bestschen Enwürfen hätten die Deutschnationalen Vorbehalte gemacht, aber es sei zuzugeben, daß die Deutschnationalen mehr erhofft, erwartet und erstrebt hätten, als erfüllbar war. Man könne sich eben der staatspolitischen 'Rotwendigkeit und den sich immer schwieriger gestaltenden Wirtschastsverhältnissen nicht verschließen. Die Deutschnationalen hätten auch ein Herz f ü r die kleinen Rentner (Gelächter links), zur Linken würden die Sparer und Rentner nie gehören. Was hätte es aber genützt, wenn man den Sparern und Gläubigern 50 Proz. bewilligt hätte und es wäre wieder eine Inflation gekommen? Wenn trotzdem hie und da etwas mehr für die Aufwertung hätte getan werden können, so sei es an dem Widerstand der Regierung gescheitert- Diesen Widerstand, der sachlich seine Begründung hätte, hätte man achten müssen. Die Stellung der Deutschnationalen zur Aufwertungsfrage sei das Ergebnis einer genauen Prüfung. Man hätte nicht diese Regierung stürzen können, weil die Koalition für Deutschlands Zukunft erforderlich sei. (Zuruf: Mit Strese» mann! Beifall rechts.) Es müsse die vornehmste Aufgabe der Regierung fein, der großen Rot der Aufwertungsgläubiger dadurch zu begegnen, daß sie bald Geld in die Hände bekämen. Wenn man auch mit den Ergebnissen des Aufwer- lungsgesehes nicht ganz zufrieden sein könne, so hätten die Kompromißparteien doch eine ganze Menge für die Gläubiger herausgeholt. Aber 78 Milliarden Anleihen zu 100 Prozent aufzuwerten und das deutsche Doll mit 78 Mil- liacben zu belasten, wäre Wahnsinn. (Lärm links.) Der Spatz in der Hand sei jedenfalls besser, als die Taube auf dem Dach. (Zischen links, Beifall rechts!) Das Kabinett ist in der Aufwertungsfrage vielfach Vater von Hemmnissen gewesen. Aber gerade wir Deutschnatronalen, well wir im parlamentarischen System sind, erkennen an, daß die Regierung selbständig sein muh, daß man mit der Regierung nicht wie mit einer Puppe umspringen famr (Lachen und stürmische Zurufe links.) Die Regierung hat die größte Verantwortung. Wir können nicht so handeln, wie die Herren von den Gläubigerverbänden wiederholt uns getrieben haben: Stürzt doch die Regierung. Scheidet doch aus. Richt um jeder Angelegenheit willen kann man eine Regierungskoalition aufgeben, wohl aber um der großen nationalen Güter und um großer nationaler Fragen willen. Die Deutsch- nationale Vvkksparlei würde sich selbst aufgeben, wenn sie in einem solchen Fall nicht die letzten Konsequenzen ziehen wollte. Sie Austsertung'ufcsge ist aber keine der großen nationale» Frage«, sie ist nur ein Ausschnitt eines großen Komplexes von anderen außenpolitischen und innerpolitischen Fragen. Deshalb mußten wir dem „Anannehmbar" der Regierung Rechnung tragen. Diese Regierung ist dc/ch unsere Zukunftshoffnung. (Lachen links.) Sie ist die Aufbauregierung. (Seßr richtig, rechts. Zuruf im Zentrum: Auch mit Stresemann?) Ich habe doch eben über ixe nationalen Fragen genug gesprochen. Herr Dr. Wirth. Wer Ohren hat zu hören, der höre!" Abg. Dr. Scheiter (g.) hebt hervor, daß die Darstellung des Abg. Hergt über die Vorgänge der Aufwertungsfrage der historischen Wahrheit nicht ganz entspräche. (Hört! Hört! Links.) Dr. Hergt solle die Geduld der Partei, die heute mit ihm die Regierung stütze, nicht auf eine zu große Probe stellen. (Zustimmung des Zentrums.) Die jetzt vorliegenden Aufwertungsgesetze seien ein Teil des Problems des Gesamtaufbaues. Dieser Aufbau solle keineswegs etwa auf alleinige Kosten der Gläubiger erfolgen. Die Wirtschaft brauche aber zu ihrem Ge- sundungsprozeh eine schnelle und llare Lösung der AufwertungSfrage, um wieder sicher kalkulieren zu können. Gegen das Anrecht der 3. Steuernotverordnung, die die Hypotheken nur zu 15 Prozent aufwerten wollte, müßte aber Front gemacht werden. Dieser unzulänglichen Bestimmung gegenüber bringe das vorliegende Gesetz eine erhebliche Verbesserung. Würde man 65 Milliarden Hypo- theken und 5 Milliarden Industrieobligationen auch nur zur Hälfte wiederherstellen, so hätte die Wirtschaft dafür bei 5Prozentiger Verzinsung jährlich 31/e Milliarden aufzubringen. Ansere Wirtschaft sei aber so geschwächt, daß sie derartige Saften in absehbarer Zeit nicht aufbringen könne. 3n der Landwirtschaft fei d i e Rentabilität der Betriebe vielfach aufgehoben. Der AuswertungSsahhätte deshalb nicht zu hoch getrieben werden dürfen. Die jetzige Lösung sei zwar unbefriedigend, aber es hätte nicht mehr herausgeholt werden können. (Beifall links.) 2lbg. Wunderlich (D. V. P.) betonte, daß es sein Bestreben gewesen sei, in der Aufwertungsfrage auszugleichen zwischen Wirtschaft und radikalen Aufwertungsverbänden und aufzubauen. Die Wirtschaft wollte einen dicken Strich unter die ganze Sache machen. Das halte er, der Redner, für ganz unmöglich, weil es dadurch unzweifelhaft zu einer Revolution gekommen wäre, die das deutsche Volk nicht ausgehalten hätte. (Sehr richtig! rechts.) Gegenüber dem Standpunkt der radikalen Aufwertungsfreunde, das Recht Recht bleiben müsse, betone er, daß man bei Fixierung den Quote, die der Schuldner heute dem Gläubiger zu zahlen habe, die tatsächlichen Verhältnisse berücksichtigen müsse. (Zustimmung recets.) Das gegenwärtige Aufwertungsgesetz sehe keine individuelle Aufwertung, wie sie der Befische Entwurf wollte, vor. Der Destsche Entwurf sei eine juristisch-logische aber praktisch unburchsührbate Vorlage. Schon deshalb, weil er die endgültige Festsetzung der Quote bis 1932 hinaussHiebcn will, was für die Wirtschaft untragbar sei. Außerdem kranke der Bestsche Entwurs daran, daß er die Tätigkeit der Gerichte außerordentlich überschätzt. Es sei den Gerichten praktisch unmöglich, in jedem einzelnen Falle eine Entscheidung herbelzuführcn. Ein anderer »och vorliegender Aufwertungsentwurf, der von dem Staatssekretär M ü g e l ausgearbeitet worden ist, wäre wohl der beste gewesen, scheiterte aber nicht zuletzt daran, daß die Regierung ihn gleich ablehnte. Das schließlich zustande gekommene Kompromiß setzte sich aber aus einer Fülle von Linzel- fompromiffen der Partei untereinander und mit der Regierung zusammen. Der Aufwertungssah von 25 Prozent sei eine Folge der vielen Kompromisse. Gr sei ja in einer Reihe von Fällen, die im § 10 festgelegt seien, wo es sich um Grundstücksüberlassungen handele, e.lastisch. Es würde zweifellos viele Fälle geben, in denen der Satz von 25 Proz. überschritten werden könnte, aber wahrscheinlich ebenso viele, in denen schon dieser 6al} zu hoch fei. Das kennzeichne allein die Schwierigkeiten der Fixierung der Quote. Der Richter werde Wohl viel Arbeit dadurch bekommen. Der Redner kommt dann auf die Frage der Aufwertung der Restkaufgelder zu sprechen. Rach dem Kompromiß sollen Restkaufgelder aus der Zeit von 1912 bis 1021 bis zu 100 Prozent ausgewertet werden. Für die Zeit nach 1921 hat das Gesetz keinen Satz festgelegt. Da solle eventuell die Möglichkeit bestehen, noch über 100 Prozent aufzuwerten. Der Redner hält das aber für bedenklich, weil das einen Eingriff in die Vertragskreiheit darstelle. Die im Gesetz vorgesehene Verzinsung bezeichnet der Redner als überaus unbillig. Eine höhere Verzinsung sei aber an der Hauszinssteuer gescheitert, die die Regierung unbedingt erhalten wolle. Daraus ersehe man. wie auch die Aufwertung mit der Frage der Wohnungszwangswirtschaft zusammen- hänge und wie notwendig es im Interesse der gesamten deutschen Wirtschaft sei, die Wohnungs» zwangSwirtschast abzubauen. (Lebhafte Zustnn- mung.) Bei Betrachtung der Frage der Aufwertung von 3nbuftricoMigerban6 in Kanton hat den Mannschaften der chinesischen Flu^amp^r^- fahlen. ihre Schiffe zu verlassen. Das w-veurer die vollständige Abschneidung Hongkongs von Kanton. Die russischen Handelskommissare in Japan. Tokio, 10 .Juli. (TU.) DaS Außeummi- sterium hat den Wunsch der Sv'wietregierung, 40 H a n d e l s k o m m i s s a r e u nter den Schuh dcw Botschaft in Japan emzustellen, abgeleynt, MU man eine ÄettW Propaganda be. fürchtet. Ernste Lage in Marokko. Paris. II. Juli. 8. Juli ist in Ain Aicha und m Dab Dazader 5-nn ruBia verlaufen. In der Gegend von «Sau na? sind die Dissidenten durch Rif-Kontingente verstärkt worden. In Taza bleibt die ^age zrem- lich ernst. Der abgefallene Tell der, Stcunme griff Die unterworfenen Aeile an U'^d steckte di Dörfer und die Ernte in Brand. 9er versuchte sich am Flusse festzusetzen, wu^de aber dK hestZe Gegenangriffe der Senegalesen zurückgeschlagen. Der polnische Zollkrieg. Verschiebung der Danziger Messe. Danzig, 10. Juli. (WTB.) Infolge der De^ schärfuna des deutsch-polnischen Zollkrieges hat sich der Aufsichtsrat der Danziger I n t e r n a 11 o- nalen Messe A.-G. entschloßen, die Danziger Internationale Messe, die vom 6. bis 9 August statt- stnden sollte, um einige Wochen auf die Tage vom 24 bis 27. September zu verlegen. Auch der Danziger Landwirtschaftliche Maschinenmarkt findet vom 24. bis 27. September statt, ferner die Sollet- tivau-fftellung des Bundes deutscher Gebrauchs- graphiker, die zu einer größeren Abteilung ,Mo- derner Reklame" auegebaut werden soll. Die Dan- ?iqcr Dolkskraftausstellung für Turnen und Sport wird durcl) die Messeverlegnng nicht berührt. Sie findet vom 26. Juli bis 9. August statt. mann. Mögen auch manche der erwähnten pro- zestualen Beeinträchtigungen im sowjerutssischen Strasprozeßrecht einen Rückhalt finden, so bleibt doch der Eindruck bestehen, daß man auf feiten des Gerichts es an dem für daS Gerechtigkeitsgefühl notwendigen Bestreben hat fehlen lassen, den Angeklagten die Beibringung von Entlastungsmaterial zu ermöglichen Es mag zugegeben werden, daß das Gericht das von der Botschaft herb igschaffte Entlastungsmaterial insofern berücksichtigt hat, als bei Begründung des Urteils von dem ehemaligen Reichskanzler Michaelis, vom Studentenwerk und deren angeblichen Beziehungen zur Organisation Consul nicht die Rede gewesen ist und auch die Beziehungen zum Polizeipräsidium Berlin nur insoweit berührt wurden, als daS Gericht für erwiesen erachtete, daß Kindermann ihm seine Dienste angeboten und von ihm eine Unterstützung zur Fortführung seiner Studien erhalten habe, so daß also in allen diesen Punkten daS Gericht den Verdächtigungen der Anllage nicht gefolgt ist. Damit fehlt dem Urteil aber die kausale Geschlossenheit der Anklageschrift, die bekanntlich davon ausging, daß daS Studentenwerk, dem die Angellagten angehören, ein Tell der Organisation Consul sei. Damit entfallen logischer- Zettcrvoraussage. Heiter bis wollig, Winde aus westlicher Richtung, tagsüber etwas wärmer, vorübergehend örtliche Rieberschläge. Der Dorübergang eines neuen Tiefdruckausläufers brachte uns gestern vereinzelt Regenfälle. Ein neue- Tief rückt von Islands heran und kann auch morgen örtliche Riederschläge bedingen. Bei vielfach Rarem Himmel erfolgt erneute Einstrahlung und tagsüber (Steigen der Temperaturen. Rachts kühler. 7 Ich halte ihn für einen ausgezeichneten Sachwalter des Großkapitals (Sehr gut! links), das - von den Grundsätzen deS ehrsamen Kaufmanns abgerückt ist. (Sehr richtig! links, Widerspruch rechts.) Die Regierung irre, wenn sie glaube, daß mit Ihrem Vorgehen die Ruhe im Volke hergestellt werde. Der Kampf werde erst beginnen, wenn diese Vorlage Gesetz wird. Der Kampf werde andauern, bis das Recht endlich zum Siege komme. (Beifall links.) Reichsjustizmlnister Frentzen: Ich muß auf das Tiefste bedauern, daß ein Mann, der einen der höchsten Posten im deutschen Rechtlichen eingenommen hat, sich zu so maßlosen Ausdrücken und ferneren Beleidigungen des Reichskanzlers des Deutschen Reiches hat hinreißen lassen. (Unruhe.) Er hat von dem Herrn Reichskanzler gesagt: Der Vernichter des deutschen Rechts sitze auf dem Stuhle des Gründers des Deutschen Reiches; er bat ihn Sachwalter des Großkapitals genannt. (Sehr richtig! links.) Er hat dem Reichskanzler Moral und Gerechtigkeitsgefühl abgesprochen. Man kann über die Sache denken, wie man will. Derartige Beleidigungen sind ungehörig. (Beifall rechts.) Abq. Dr. Korsch (Kom.) hält darauf den Deutschnationalen ihre Wahlflugblätter vor, mit denen die kleinen Sporer betrogen seien. Die Kommunisten wollten niemals, daß die kleinen Eigentümer enteignet würden, sondern nur die großen. (Gelächter rechts; Beifall links.) Damit ist die allgemeine Aussprache beendet. Rach persönlichen Bemerkungen vertagt sich das Haus gegen 11.30 Uhr auf Samstag mittag 1 Uhr. Abnahme des englischen Prestiges. Die Lage in China. London, 10. Juli. (Wolff.) Wie die „Times" aus Peking meldet, wird in amtlichen Kreisen bezüglich der Aktion des diplo- ma tischen Korps Sttllschweigen beobachtet. Es verlautet jedoch gerüchtweise, daß das Korps empfohlen habe, dem amerikanischen Vorsitzenden deS Stadtrates in Schanghai einen Verweis zu erteilen und den britischen Polizeichef der internationalen Riederlassung seines Amtes zu entheben. Die „Times' berichtet aus Tokio, der gemeldete Vorschlag des Pekinger diplomatiscycm Korps habe dort allgemeines Erstaunen her- voraerufen. Die Presse lasse sarkastisch durchblicken, daß das englische Prestige abnehme. Wie em Blatt aus Hongkong meldet, habe der Gouverneur Sir Reginald Stubbe in der Sitzung des gesetzgebenden Rates schroffere Maßnahmen zur Behandlung der Lage angekün- Grundschule in die höhere Schule übertreten lassen. Der Redner bringt dann auch v,n f.i- Seite eine Ebllärung zu dem Ausdruck „alter Käse"; er habe diesen nicht zitiert, um ten Ministerialrat persönlich zu kränken. Abg. Frau Heräus (Dntl.) verlangt Der- ’lärften weiblichen Einfluß in den M ü ö- chenschuIen, insbesondere Unterricht in den oberen Klassen durch Frauen. In allen Mädchen- chulen, auch in den Fortbildungsschulen, sollten! in erster Linie überhaupt Frauen unterrichten. Das Landesamt für das Bildungswesen habe einen Lehrer zum Rektor ernannt, der schwere ittliche Verfehlungen begangen hätte; aller Vor- fellungen von Frauenvereinen vor dieser Ernennung wären unberücksichtigt geblieben. Abg. Heinstadt (Ztr.) entgegnet dem Abg. Dr. Werner, und sucht durch Zitate aus Land- tagsberichten des Jahres 1912 den Rachweis zu uhren, daß das Zentrum auch früher die Kvn- essionsschule gefordert und somit seine Haltung nicht geändert habe. Abg. Dr. Werner (Dntl.) erklärt sich durch diese Beweisführung nicht befriedigt; aus praktischen Gründen habe damals der Zentrümsabge- ordnete Schmitt sich mit der Simultanschule einverstanden erklärt. Qlbg. Reiber (Dem.) erwidert dem Abg. Dr. Keller, sein Sohn wäre ein Jahr später aus der Schule gekommen, hätte allerdings nur drei Jahre die Grundschule besucht, aber bei feinen Fähigkeiten übertreten können. (Die Ausführungen des Redners werden von der Rechten mit dem R?ck „Bruch des Prinzips" aufgenommen, einer Auffassung, der Avg. Reiber entgegentritt) Es entsptnnt sich hierauf eine längere Debatte über das Thema Simultans chule und Zentrum, an der sich die Abg. Hein stabt (Ztr.), Felder (Ztr.) und Dr. Werner (Dntl.) beteiligen. Mini st ericlldirektor 11 r ft a b t bittet ben Antrag auf Abänderung seiner letzten Verfügung über die Ausnahme von Grunbschülern in die Sexta abzulehnen. Zu der Angelegenheit des Rektors bemerkt der Redner, daß alle Instanzen sich mit großer Mehrheit für die Ernennung zum Rektor ausgesprochen hätten. Der betreffende Lehrer habe sich seit acht Jahren bewährt Abg. Frau Heraus (Dntl.) stellt hierzu fest, daß bei allen diesen Entscheidungen keine Frau mitgewirkt hat. Es folgen jetzt Abstimmungen. Das llavilel 53 „Lcmdeeamt für das Vildungs- roefen" (2o5177 Alk. Ausgabe) wird gegen die Stimmen der Rechten angenommen. Die Abbauanträge des Bauernbundes werden ab- gelehnt, dagegen wird ein Antrag Glaser-Dr. Leucht- gcns über eine Statistik der Klassenstärken angenommen. Der bereits erwähnte Antrag von Abgeordneten der Rechtsparteien und des Zentrums wegen des Uebergangs von Schülern der Grundschule zur höheren Schule, d. h. die Abänderung der letzten Verfügung, wird mit 23 gegen 22 Stimmen der Linken angenommen. Kapitel 54 „Stellvertretungs-, Aushilfs- und sonstige Verwaltungskosten" (450 320 Mk. Ausgabe) wird gegen die Stimmen der Rechten angenommen, ebenso Kapitel 55 „Postgebühren" (15 000 Mark Ausgabe). Die Anträge des Bauernbundes sind damit ab gelehnt. Zu Kapitel 56 „Lehrer-Seminare, Lehrerinnen- Seminar" beantragt der Ausschuß, den Antrag der Abg. Heräus und Birnbaum zur Errichtung eines Internats der Regierung als Material zu überweisen, ferner die Annahme einer Entschließung Heinstadt, den Schülern und Schülerinnen der höheren Schulen in der gleichen Weise Stipendien zu geben, wie denen der 'Aufbauschulen und Seminare, sowie Annahme des Kap. 56 mit 14 526 Mk. Einnahme und 449 921 Mk. Ausgabe. — Alle 21 n - träge werden einstimmig angenommen. Bei Kap. 57 „Volksschulen" entsteht zwischen dem Vorsitzenden und dem 2lbg. Kaul eine Meinungsverschiedenheit über die Frage, ob ein Antrag rechtzeitig eingebracht und zur Debatte gestellt ist. Die Sozialdemokraten verlassen geschlossen den Saal und Abg. Kaul bezweifelt die Beschlußfähigkeit des Hauses. Der Präsident stellt fest, daß das Haus beschlußunfähig ist und bricht die Beratungen um 5i Uhr ab. Wenn der Vorsitzende des Obersten Gerichts nach Hierauf wird das Finanzgeseh gegen die einer Meldung der „Roten Fahne" angibt, daß ge- Stimmen der Rechtsparteien angenommen, wisses Entlastungsmateriol, das der Sowjetregie. Ferner stimmt das Haus den übrigen Aus- ""rde erst nach Derbandlungsschluß schußantrügen zu, damit sind die meisten der dem Gericht vorgelegt worden sei, so liegt dies m von ben Rechtsparteien gestellten Anträge ge- erster ßtnte an der bereits gerügten Kürze der Frist fallen. zwischen der Zustellung der Anklageschrift und dem Verhandlungstermin. Selbst bei Würdigung der in Moskau herrschenden psychologischen Atmosphäre so- Präsident Dr. von H e l m o 11 eröffnet die wie des von dem Verhandlungsleiter in der Sitzung um 3Vz üßr. Die Beratungen werden „Prawda" zugeaebenen Klaffenkampfcharakters der bei Kapitel 53 „Landesamt für bas Bil- sowiettussischen Justiz, und wenn auch die Ange- bungswesen" wieder aufgenommen. klagten sich gewißer Vergehen schuldig gemacht ha- Abg. Dr. Keller (D. Vpt.) eröffnet die ben, fo ist das Urteil doch als ein ausgesprochenes Aussprache mit einer Entgegnung auf Angriffe Fehlurteil zu betrachten. gegen seine Rede. Die Mehrheit der Direttoren Die deutsche Regierung wird daher unter Hin- höherer Lehranstalten habe sich an ben Aprilerlaß »ei. auf die ernste Belastungsprobe, die die des 0anbe zugunsten des Orchesterpensionsfonds gegeben. Die Abonnenten des Konzert- vereinS erhalten die Eintrittskarten gegen Rückgabe der Billette zum 2. Kirchenkonzerte unter Zuzahlung von 1 Mk. einschließlich der Rückfahrt- karte im Svnderzug bei Ernst FHallier von Montag. 13. Juli. biS spätestens Mittwoch, 15. Juli, abends 7 Uhr. Der Sonderzug, zu dem diese Karte berechtigt, w rd noch vor 12 Uhr mitternachts am fübrupgitage von Rau heim abgehen, toäbrenb die H rfahri zwanglos ist. Rach Mr. i. i » jm.» dem Konzert geselliges Zusammensein auf her Kurterrasse ober tm Saale. Auch Richtgbon- nenten stehen Starten zum vollen Preise, und soweit der Vorrat reicht, zur Verfügung. An- mettnmgen hierfür bis spätestens Diendtag abend erbeten. Da es gegenwärtig äußerst schwer fällt, ja saft munk-atzch ist, einen größeren Orchester» rper zur Veranstaltung derartiger 6m- fonrefongerie nach Dießen zu bringen, dürfte die sich in Rauheim bietende ©etaienbeit allen Musikfreunden höchst wtkUonmren fein, zumcu da sie tn dem © euer akmusikdtrek to r Abendroth einen der größten Dirigenten der Jetzzeit kennen lernen werden. — Daldfefte deS Cvang. Bundes finden am 12. Juli in Treis am Abhang deS TotenkopfeS. am 19. Juli auf dem Schiffen- b e r g statt. Mitglieder des Evang. Arbeitervereins Gießen führen unter Leitung des Herrn D e ch ft e i n vom Stabttfjeater Brandenburg Schönhrrrs Drama »Glaube und Heimat" auf. Der Redner deS Bundes. Pfarrer Haupt, wird in seiner Festrede das Buirdesprogramm entwickeln. Außerdem wirken noch Mufikchöre und Kirchenchörs mit. (Sieh? Inserat.) — 3fraelitifd)er Frauenverein. Dienstag abend Vortrag von Dr. Sander. RahereS im heutigen Anzeigenteil. dem AmttzvcrküttdigungSblatt. • DaS AmtSverkündigungSblatt Rr. 55 vom 10. Juli enthält: Die vorläufige Unterbringung AuSgewiesener. — Die Gewerbesteuer der Gemeinden. Kreise und Provinzen. — Besetzung der Stelle deS Dezirksschornsteinfeger- meisters in Lich. — Maul- und Klauenseuche in den Gemeinden Ettingshausen, Geil-Hausen. Aldach, Langsdorf, Obbornhofen und DellerS- heim. — Berichtigung. — Anlage eines neuen Wehrs in Mainzlar — ReichSjugendwett- kämpfe 1925. — ReichsherbergSverzeichniS. — Aufnahme der taubstummen und Der blinden Kinder in die dafür besttmmten staatlichen Anstalten. — Gefunden, verloren. — Dlenstnach- richten. Rundfunk-Programm des frankfurter Senders. (Aus der .Radio-Umschau".) Sonntag, 12. Juli. 8 bis 9 Uhr: Morgenfe.er der Freireligiösen Gemeinde au Frankfurt am Main. 4 bis 5 Uhr: Kinderstunoe. 5 bis 6 Uhr: RachmittagSkonzert deS HauSorchesters: Beethoven. 6 bis 7 Uhr: „Klanageheimn.lse des modernen Orchester- IV: Die Schlagzeug mstrumente und das Klavier, Vortrag von Dr. Wilhelm Heinih, Hamburg. 7 biS 8 Uhr: Stunde des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung: ..Jugendpflege und Jugendbewegung", Vortrag von BezirkSjugend- pfleger August Müller. - Goethe über Erziehung, Lesungen. 8.30 Uhr: Drinnen und Draußen oder Das Lob der freien Statur, ein Halb- freiluftsenbespiel. — Anschließend: Rachrichten- dienst, Wettermeldung, SportFunkdienst. (7erdem Sie bei .Acrtxf nur diesen KINDERWAGEN NWh Mm urteil dar beste 6809D nicht erhitzt, in Flaschen ä 1 Ltr. (Originalfüllung), hygienisch einwandfrei, wie k iSaVäsv vom Juni 1908 bis November 19 6 geliefert, liefert vom 16. Juli ds. Js. ab wieder » » Hli-nSa.c-iH- täglich, von 6 Uhr vormittags ab, durch Auto direkt an den Verbraucher, zum w OliäTlfllwil Preise von 40 Pfg. für eine 1-Ltr.-Flasche. Bestellungen sind an Herrn Gerson Katz, Gießen, Ludwig- straße 45, Telephon 646, oder an uns direkt zu richten. Am Freitag morgen 2 Uhr entschief sanft nach langem,schwerem Leiden mein lieber, guter Mann, der treusorgende Vater seines Kindes, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder und Schwager Heinrich Cloos Elektromonteur im 25. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: v Mina Cloos und Kind. Heuchelheim, den 11. Juli 1925. Die Beerdigung findet Sonntag, den 12. Juli 1925, mittags 12 Uhr, vom Trauerhause, Bachstraße 5, aus statt. 6796D Vermietungen Mon Btanfi! Plenen Däne 22 5onnl|emööL5lmmei GntcVervstegunn. teL lOtiä Gut möbliertes wohn- und Schlafzimmer au vermieten («w» Lndwisstr. 57, Schönes, freund!. mödlierieS Zimmer ab 1. 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I —WMWW99W— ten imö umstä wohl vorhanl sernvsilicheit 2 AmerL wir- die 6Wt>[gi den Chinäm dntzarschast wie in dem seh Einnahmen ns Man Hal b als wem Dcjai «Msentlich vft man aber < Schulden und d »e 8 Sffi* R 1 wfe TZ was o» 1923 »ar. und feme - den naDen &SA ?» Zch braucht Desriedigung nUn9So6' lrUewFoe- boued*b und d-e Arv ttt$l ,®ie ' L Gierung gegen ftjßt heute „m aber 2a! ffleifi welche E Mn Deihältn land allein dc tonn, daß fr® zoll nW De eine dauernde HrSedingung aufbau ist, bt‘ diesen Dinger Amerila, hc tz^uDtza'Pvlri DM w sische St' Mcht nur, o Fernen Ostei wird, es gef England kon Politik nicht gewesen, auch keitswillen tx bet nach u’ Grundlage d dort ist. En lierung. Es zu einer gt lerritvrialija Aufgabe, be auch hier 1 vorwärts en QImeri Außen So« WerKb , Der Leu eine Äereinigur Estriellen ur erM wieder ja °'f>°hrige fand Ktr ii der 5 ®et fammlungsor gw 5069 «ui 2150 ii Ä Au. lüatsorbeit rojes. KlttdeMch . »Ml 7 »ix mehr b Miefen. 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Sie wissen doch, wie abgespannt und matt Sic stch am ganzen Leibe fühlen und wie unlustig Sie zu geistiger Arbeit find, wenn die Küße brennen und schmerzen, wenn ste ermüdet und angeschwollen stnd. wie matt und schleppend ist da die ganze Haltung, wie schlecht ist die Laune, wie sehnlich warten Sie da auf die nächste Kukirol-Reklame und wünschen, daß ste wieder so beschaffen sein möge, daß ste einem die Stiefel auozieht, wie es fa diesmal hoffentlich -er Kall ist. welche Wohltat ist da schon ein Lustfußbad, geschweige denn ein Nerven und Sehnen stärkendes, warmes und trotzdem wunderbar erfrischendes Kukirvl-Kußbad. And der Kukirol-Streupuder, der Wundwerden, Schweißgeruch und das lästige un- kostspielige Durchschwitzen -er feinen Sommerstrümpfe un- Lackschuhe verhütet, ist eine wettere Wohltat. 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Confection Hl'. 160 SlvLtieS ’biuV. uußener A.tzetgec (ioeneral-Auzelger für Gberhesjeuj Samstag, ft. jul: (925 ■im raMWil BBMK— Außenpolitische Umschau. Don Prof. Dr. Otto Hoetzsch, M. d. R Während die SicherheitsdiskuNion in der letzten Woche keine wesentlichen Schritte vorwärts gemacht hat. greifen in sie immer stärker die Probleme der Wcltpolitil im ganzen herein. Es ist jetzt kein Zweifel, daß der marol- k a n i! ch e Feldzug für Frankreich sehr viel gefährlicher und bedenklicher ist. als die fran- zösisckc Regierung cs Wort haben will. Man spricht von 100 000 Mann, die dort schon kämpfen. Rachschub bis auf 200 000 Mann wird in der Pariser Presse verlangt und beim fallen des Franken kann man sich ja vorstellen, was das koLet. Der Marokko-Feldzug von 192o tann für die französische Währung das bedeuten, was der Ruhreinsall für die deutsche Wahrung 1923 war. Roch hält Painlcvs sein Kabinett und seine Mehrheit zusammen, aber schon bei den nächsten Krediten kann es zum^vruch kommen und der eigentliche, an die Wurzeln gehende Kampf findet bann an der «Zlnanzreform von Ccnllaux statt. Auf innerpofttlsch sehr schwankendem Boden bewegt sich Driand, wenn er die Sicherheitssrage behandelt. Auch Frankreich braucht bitter notwendig eine dauernde Befriedigung Europas, um sich selber in Ordnung bringen zu können! Ebenso England, wo die Wirtschaftskrise in Form von Lohnbewegungen des Berg- baues und der Verkehrsgeioerbe zu Tage tritt und die Arbeitslosigkeit, die Absatzkrise nicht weicht. Die Arbeiterpartei läuft Sturm gegen die Regierung, wie voriges Jahr die Konservativen gegen die Regierung Macdonalds. Sie stürzt heute das Kabinett Baldwin sicher noch nicht, aber Daldwin, selbst ein Grobindustrieller weih, welche Schwierigkeiten in den wirtschaftlichen Verhältnissen liegen, und Weist, daß England allein dagegen nicht übermästig vier tun kann, dast z. D. auch der Liebergang zum Schutzzoll nichts Wesentliches nützt. Auch England hat eine dauernde Befriedung Europas, die ja die Vorbedingung für einen wirtschaftlichen Wiederaufbau ist, kntter nötig, und es blickt, selber in diesen Dingen mehr oder minder hilflos, nach Amerika, hofft auf dessen Beistand in der Europa-Politik. Dazu wird nun für England die chinesische Frage doch schwieriger und ernster. Richt nur, dast sein Handel, der der größte im Fernen Osten ist, damit erschwert oder bedroht wird, es geht auch um das englische Prestige. England kommt von der alten, festgehaltenen Politik nicht recht herunter. Zweckmäßiger wäre ?,etocfen, auch England hatte diesen Selbständig- eitswillen der Chinesen erkannt und anerkannt, der nach unserer Auffassung die eigentliche Grundlage der jetzigen Bewegung und Unruhe dort ist. England droht big Gefahr der Isolierung. Es Weitz noch nicht recht, wie es sich zu einer groben Konferenz, auf der die Exterritorialität, das hecht ihre Einschränkung ober Ausgabe, behandelt werden soll, stellen soll und auch hier wird von Amerika der Stoß nach vorwärts erwartet. Amerikas Grundsätze in der Chinapolitik liegen seit langem fest; die Integrität und Souveränität Chftias und die „Offene Tür'. Amerika wird sicy nicht bedenken, daraus auch die Schlußfolgerung zu ziehen, daß man eben den Chinesen sowohl in ihren Wünschen, von der Herrschaft der Fremden befreit zu werden, wie in dem sehr begreiflichen Wunsch, die eigenen Einnahmen erhöht zu sehen, entgegenkommen muß. Schon manchmal tburbe hier auf den entfernten und umständlichen Zusammenhang, der gleichwohl vorhanden ist, hingewiesen, in den die fernöstlichen Vorgänge und die europäischen Angelegenheiten gebracht werden formen. Stellt der Kreis der maßgebeiiden amerikanischen Politiker dergleichen Betrachtungen an, so münden sie doch so herum oder so herum irgendwie in die Ab» rüstungssrage und führen sie zu der Angelegenheit der interalliierten Schulden. Man hat den Eindruck, als wenn Frankreich, als wenn Briaick) das auch erkannt hat, als wenn er geflissentlich um die amerikanische Gunst würbe. Ist man aber auf dem Wege, die interalliierten Schulden und die Fragen der Brüsseler HandelsWerkbundtagung 1925. Der Deutsche Werkbund, bekanntlich eine Bereinigung von Künstlern, Kunstgewerblern, Industriellen und Handwerkern, marschiert wieder; er hält wieder jährlich seine Versammlungen ab. Die diesjährige fand in Bremen statt; trotz des etwas abseits in der Nordwcstecke Deutschlands gelegenen Versammlungsortes war die Tagung aber stark besucht, ich schätze die Teilnehmer auf etwa 400, während die Mitgliederzahl seit dem vorigen Jahre von 2069 aus 2150 in biefem Jahre gestiegen ist. Darin kommt zum Ausdruck, daß der Gedanke der Qualitätsarbeit wieder an Boden gewinnt. Und das ist außerordentlich wichtig, denn nach der wirtschaftlichen Lage, in der Deutschland sich heute befindet, sind wir mehr denn je auf qualitative Hochleistung angewiesen. Rohprodukte, deren Mehrzahl wir vom Auslande beziehen müssen, sind durch hohe Frachten und Zölle in Deutschland durchweg teurer als im Mutterlande. Deshalb unser schwerer Kampf aus dem Weltmärkte mit Fabrikaten, die viel Rohstoff benötigen, und deshalb die Notwendigkeit, daß wir hochwertige Produkte der Industrie und des Kunft- handwerks mit eigenem Gepräge erzeugen, die uns kein anderes Land nachmachen tann. Um diesen hohen Anforderungen entsprechen zu können, müssen wir großen Wert legen auf persönliche Ausbildung in fachlicher und geschmackvoller Beziehung. Der Vorsitzende des Werkbundes, Prof. Riern e r s ch m i d , erwähnte die Beteiligung Deutschlands an der kunstgewerblichen Ausstellung in Monza bei Mailand und teilte weiter mit, daß die Reicheregierung die Beteiligung an einer gleichen Ausstellung in Paris abgelehnt habe. Die nächstjährige Dersammlung soll in Essen stattfinden und für 1927 ist mit der Tagung eine Werkbundausstellung in Berlin vorgesehen. Man hoftt, daß diese Ausstellung den dreisachenUrnfang wie die heurige in Monza haben, sich also über etwa 24 Räume erstrecken wird. Dr. D. R i e z l e r , Museumsdirektor in Stettin, fungierte als Reichskommissar für die Ausstellung in Monza. Er berichtete über seine Eindrücke von der Pariser Ausstellung. Diese Aus- fteüung sei wahllos, nicht nach Qualität zusammen- geftellt. Die Architektur im schlechten alten Sinne der alten Ausstellungen sei vorberrschend. Nicht die konferenz zu erörtern, fo läuft das einerseits eben auch wieder in die Sicherheitsfrage zusammen. Wie soll bann Europa produzieren und exportieren? Wie soll brr Dawes-Plan erfüllt werben ober ein ähnlicher Plan für Frankreich ernsthaft diskutiert werden, wenn immer und immer wieder in Europa Unruße herrscht? ilnb abgesehen von den Gegenden, in denen 11 n ruß en traditionell sind, also im Sudosten, der aber doch verhältnismäß g ruhig ist, ist immer und überall die französische Politik der Störenfried, auf den man stößt. Es ist für uns und unsere SteUungnahmc in diesen weltpolitischen Vorgängen das Wesentliche, wie sich allmählich ein Glied an das andere schließt und die Ilcherlegung dann immer auf die französische Europa-Politik abkommt. Daher ist auch unsere Ueberzeugung, baß Amerika, wie es im vorigen Jahre die wirtschaftliche Seite erfaßte, in einiger Zeit auch an die politischen Dinge rühren und auf sie einen Druck ausüben wird. In ber großen Rede, die Coolibge am 3. Juli in Washington gehalten hat, sehen wir derartige Anbeutungen, die wir deshalb in ihrer Bedeutung neben jene große Rebe von Hughes stellen, m ! der biefer bie „Dawes-Politik' eröffnete. Wenn nun bie Kabinette in Paris unb London sich die Sicherheitssrage weiter überlegen, so mögen sie an zwei recht brennende Punfte dabei denken und sich fragen, ob ihre Auffassung, ob insonderheit das System Driands eine Losung bringen kann. VZir denken an Polen unb Oesterreich. Die deutsch-polnischen Beziehungen münden nun in den Zollkrieg hinein. Es ist hier genau wie bei den französischen Verhandlungen; beide denken, daß Deutschland das Ausbeutungsobjekt fei, und beide können sich nicht vorstcllen, daß Deutschland dort gegenüber Frankreich seit dem 10. Januar 1925 die Arme handelspolitisch frei bekommen hat und hier gegenüber Polen seit dem 15. Juni desgleichen. Und diese Auseinandersetzung geigt vor allem, daß die Teilung Oberschlesiens ein Widersinn war, eine wirtschaftliche Einheit aus- cinanberriß, zeigt mit einem Wort an einem besonderen Punkt die Unmöglichkeit der deutschen Ostgrenze. D eu t s ch l a n d ist in diesem Konflikt der Stärkere, unb es muß daher in ihm die politischen Fragen durchsetzen, die uns am Herzen liegen. Es muß durchsetzen, daß Polen sich wie ein zivilisierter Rachbar benimmt, der Rach- bar eines anderen Staates ist und auf diesen angewiesen ist. Die Großmächte aber sollen sich bei der Betrachtung dieses Konfliktes fragen, ob es einen Sinn hat, ein Sicherheitsabkommen so starr auf die Unantastbarkeit der Pariser Friedensverträge zu stellen, wie es die Rote Driands tut. Da sind Reibungsflächen! Sieht man über diese hinweg, so bleiben sie doch, und eines schönen Tages schlagt bann trotz aller Schiedsgerichtsverträge und Sicherheitspakte aus ihnen die Flamme empor. Mit Oesterreich liegt es ebenso. Diesem Staate, der vielleicht als Staat, aber niemals als Volkswirtschaft lebensfähig ist, ist nur zu helfen, wenn man ihm den Anschluß an den national und wirtschaftlich gleichgestellten Rach- barn freigibt. Das will man nicht! Aber man hat auch feine Mittel, um den Staat auf die Dauer zu halten. Soviel Geld hat man nicht unb will man nicht ins bodenlose Faß werfen. Den Anschluß an Deutschland will man nicht, die Donauförderation will man nicht, den Aus- einanderfall auch nicht, der Anschluß an Italien ist eine Phantasie. Wenn man jetzt wirllich versucht. mit Vorzugszöllen der österreichischen Industrie zu helfen, glaubt jemand, daß damit der Staat lebensfähig wird? Die gleiche Frage wie bei Polen: Hat es einen Sinn, die Sicherheitserörterung so starr auf die Unantastbarkeit der Pariser Verträge abzustellen, wie Driand tut? Liegt es nicht in der Logik der Dinge, wenn man Europa zum Frieden bringen will, den Weg zu einer Revision bet Friedensverträge nicht zu versperren? Für Deutschland wäre ein Abschluß ohne diese Aussicht nicht möglich. Ebenso ist nicht möglich, daß Frankreich als Verbündeter unserer zweckmäßige Gestaltung der Ausstellungsräume sei maßgebend für die meisten Bauten, vielmehr fei die äußere Formgebung willkürlich gewählt, und in diese gegebene Umrahmung seien die Ausstellungsräume hineingezwängt. „Das moderne Dorf" fei das Schlimmste der Ausstellungen. Es fei nicht denkbar, daß ein zerstörtes Dorf in biefer Weise auf- gebaut werden könne. England habe einen grotesken Bau aufgeführt, der blamabel für das Land fei. Der englische Kommissar war ein verflossener Oberst, der sich an verkehrte Kräfte gewendet habe. Auch Italien habe schlecht abgeschnitten. Gute Pavillons haben Holland, Skandinavien, Rußland und die Tschechoslowakei errichtet. Der österreichische Bau zeichne sich durch schlichte Vornehmheit und zeitgemäße Gestaltung aus. Es gibt gute moderne Sachen, echt handwerkliche Betriebe wachsen empor. Einzelne Kunsthandwerkstätten sind stehen geblieben, z. B. Kopenhagen. Starke nationale Trennung ist nicht bemerkbar, z. B. ist kein starker Unterschied in der Form zwischen England, der Tschechoslowakei, Dänemark, Holland und anderen Säubern, höchstens im Ornament. Rußland geht durch den diktatorisch einheitlichen Willen am meisten eigene Wege. China wirkt am traurigsten. Frankreich befindet sich in schwieriger Sage, weil es am meisten Raum zu füllen hat. Es stellt aber auch gute Sachen aus, von einheitlichem Willen getragen, sogar Söores ist in zwei Pavillons mit neuen Formen vertreten und Baccarat ist mit schönem modernen Glasschliff vertreten. Kleinbetriebe sind auch hier am wichtigsten. Die ausge- stellten Möbel zeigen eigentlich keine Anlehnung an das Alte, viel näher stehen sie den deutschen. Frankreich ist offenbar das konservativste Sand. Die jetzige Form der französischen Möbel stellt wohl keine endgültige Sösung dar, sie ist von Deutschland und Oesterreich stark beeinflußt, namentlich von Bruno Paul und den Wienern, weniger von Riemer- schmid, der liegt ihnen zu fern. Der Referent ist der Ansicht, daß Frankreich in fünf Jahren zu einer vollendeten Form gelangen wird. Es macht Anstrengungen, um auch hierin wieder die Führung zu bekommen. . Amerika fehlt auf der Ausstellung wie auch Deutschland, das vor Anfang Dezember nicht eingeladen war. An dieses Referat schloß sich eine ziemlich scharfe und interessante Auseinandersetzung Gegner sich als Garant in diese Verträge ein- schiebt. Ebenso bleiben die Vorbehalte in Sachen des Völkerbünde^. Ist das eigentlich altes so schwierig, daß wir deshalb und dazu noch eine große außenpolitische Debatte im Reichstag brauchten? Schwierig und unklar werden diese Dinge erst, wenn man, wie es jetzt geschieht, die Innenpolitik mit der Außenpolitik vermischt, und wenn man. wie es die Linke will, mit ber Außenpolitik innenpolitische Erfolge erfechten will. Die weltpolitische Situation. in der sich die S i ch er he. t d-er ö rtcru nq abspielt, ist für Deutschland gar nicht so ungünstig Eie ausnutzcn und den verhältnismäßig einfachen vorgczcichncten Weg in der Si ^crßcitSfrage wi geben, erfordert nur ruhige Rerven. Takt. Sicherheit und Festigkeit. Die Rer^osität und Spannung aber, die aus der Hcberlaftung des Reichstages und den bekannten inncnpolitifd’.cn Gegemätzen begreiflich genug sind, führe., zu der schlechtesten Methode, mit der Außenpolitik überhaupt bestritten werden kann! Der Prozetz gegen Angerftein. Schlutz der Beweisaufnahme. (Eigner Bericht des „Gießener Anzeigers". — Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Quellenangabe gestattet.) • Limburg, 10. Juli 1925. 5. Derhandlungstag. Bei Beginn der Sitzung fehlt zunächst der Sachverständige Prof. Dr. H e r b e r tz. Die Verteidigung erklärt, daß der Sachverständige etwas unpäßlich fei und später erscheinen werde, sie erklärt sich damit einverstanden, daß in die Verhandlung eingetreten werde. 3m Laufe des Vormittags erschien dann Dr. Herbertz im Saale. Der erste Zeuge ist heute der Bürgermeister P i ck aus Haiger. Dieser bekundet, daß er zur Zeit der Tat noch nicht Bürgermeister von Haiger war. Es liefen in Haiger unkontrollierbare Gerüchte herum, daß Frau Angcrstein von dem Angeklagten vergiftet werden folltc, auch sagte man dem Angeklagten nach, in einer Drandversicherungsangelegenheit einen Meineid geleistet zu haben. Es handelte sich aber, wie gesagt, um unkontrollierbare Gerüchte. Der Kaufmann Fritz Otto von Dillenburg bekundet, daß Frau Angerstein sehr kinderlieb war und darüber klagte, daß sie ihres Leidens wegen keine Kinder beionrmc. Zeuge hat nicht beobachtet, daß der Angeklagte besonders erregt werden konnte. Frau Barth hat auf den Zeugen einen gedrückten Eindruck gemacht, als ob sie unter etwas leide. In feiner Gegenwart hat der Dngellagte Frau Barth auch manchmal scharf ungefaßten. Die Kauffrau Wagner aus Haiger war mit Frau Angerstein befreundet. Das letztemal hat sie Frau Angerstein am Samstag vor der Tat gefei)en, und zwar ist sie mit ihr nachmittags in bie Stadt gegangen. Frau Angerstein klagte damals, sie fei krank und könne kaum geben. Frau Angerftein wollte für ihre Schwester Ella Kuchen besorgen, da diese am Sonntag einen Ausslug machen wollte, ileber ilnßimmig- teiten in der Familie des Angeklagten ist der Zeugin nichts bekannt. Frau Angerstein habe sich ibr gegenüber über den Angeklagten nur lobend ausgesprochen. Die habe aber stets Angstgefühle gehabt und gelegentlich eines Brandes geäußert, in ihrer Mlla werde es wohl auch einmal brennen, auch sprach sie oft von Einbrechern. Bezüglich der Minna Stoll hat Frau Angerstein geäußert, diese sei sehr empfindlich und gleich beleidigt, wenn man ihr etwas sage. Der Angeklagte selbst war stets liebenswürdig und ordentlich. Die Kuh, die et getauft hatte, habe er, wie die Frau erzählte, nur deswegen angeschafft, damit Frau Angerftein genügend Milch bekomme. Frau Angerftein, die Methodistin war, klagte nur, daß es chr nicht gelinge, ihren Ehemann zu bekehren. Auch ber nächste Zeuge, kaufmännischer Direktor Orth aus Haiger, schilbert de» Angeklagten als einen liebenswürdigen, zuvorkommenden Mensen. Am Tage vor der Tat traf er mit dem Angeklagten, als dieser von der Post kam, zusammen. Der Angellagte erzählte dem Zeugen von der nächtlichen Schießerei, von ber Zeuge nichts gehört hatte, und sprach dann mit Direktor Müller. Zeuge sagt aus, ber An» geklagte war an diesem Tage so erregt, wie er chn vorher noch nie gesehen hat. Frau Wiesen aus Dillenburg kennt die Familie Angerftein feit dem Jahre 1920. Sie schildert den Angeklagten als stets Uebenswürdig an zwischen Geheimrat Sievers als Vertreter für das Ausstellungswefen in dem Reichs- Ministerium und Profefsor Bruno Paul, Direktor der Kunstakademie und Kunstgewerbeschule in Berlin-Charlottenburg. Bruno Paul war ursprüngllch vorgesehen als Reichskommifsar für die Ausstellung in Monza, lehnte diesen Auftrag aber ab, da er sich von einer Beteiligung in Monza (einer Kreisstadt von 45 000 Einwohnern), keinen besonderen Erfolg für das deutsche Wirtschaftsleben ner- sprach. Dagegen legte er großen Wert auf die Beschickung der Pariser kunstgewerblichen Ausstellung. Er war der Ansicht, daß wir auch im Dezember noch eine sehr gute Ausstellung für Paris hätten vorbereiten können. Aus seiner dreißigjährigen Kenntnis der Pariser Verhältnisse weiß er, welche Rolle Paris im Weltmärkte als Einkaufsplatz für die Geschäftswelt der meisten Sünder spielt. Auch ist ihm bekannt, daß Paris den Markt für das Kunstgewerbe ebenfalls wieder erobern will. Des- halb durfte Deutschland auf der diesjährigen Ausstellung in Paris nach feiner Ansicht unter keinen Umständen fehlen. 1914 war es dach fo, daß Frankreich eine Beteiligung an der Werkoundousstellung in Köln ab- lehnte, weil es keine modernen Sachen zur Schau stellen konnte. Diese Lücke bat es empfunden und der französische Staat schuf noch im Kriege eine staatliche Einrichtung, die unserem Werkbunde entspricht, mit dem Unterschied, daß letzterer privater Natur ist, völlig unabhängig vom Staat. Da Frankreich aus eigenem Können nicht fähig ist, neuzeitliche Sachen zu schaffen, hat es sich aus der Schweiz, aus Holland und den skandinavischen Ländern jüngere Kräfte aus den ersten Werkstätten kommen lassen, *9 daß Frankreich schon auf dieser Ausstellung nach den obigen Ausführungen mit Sachen in neuzeitlichem Geschmack vertreten ist. Aus diesen Gründen erhellt zur Genüge, welche Gefahr und welchen Schaden das Fehlen deutscher Qualitätsware für unser Kunstgewerbe und für unseren wirtschaftlichen Ruf bedeutet. Während Geheimrat Sievers bet Ansicht ist, daß mir in Monza den ersten Platz einnehmen und damit für deutsche Ware den alten guten Ruf befestigen und Gewinn erzielen, nach feinen (Ermittelungen in verschiedenen Werkstätten Paris nicht erfolgreich beschicken können, behauptet Bruno Paul nach feiner Kenntnis das Gegenteil. Trifft Pauls Ansicht zu, fo muß man unb zuvorkommend, ber einen guten Charakter hat unb fromm war, ba er vor jeder Mahlzeit mit feiner Frau betete. Die Frau Angerftein hat bie Zeugin 14 Tage vor ber Tat in Dillenburg gesprochen. Frau Angerftein, bie gut aus- sah, erzählte, es ginge ihr loieb.r bester. Sie hat stets darüber geklagt, baß sie keine Kindev habe. Einmal hat sie der Zeugin von einem! Streft zwischen dem Angellagtcn und seiner Schwiegermutter erzählt, ohne auf die Einzelheiten einzugehen. Frau Angerftein hatte stets Angstgefühle. Die Haustochter Sander bekundet, sie habe am Tage nach ber Tat von Frau Angcrstein einen Brief erhalten, in dem Frau Anger- slcin ihr mitteilte, baß eine Angelegenheit, bie sie in Wetzlar erledigen wollten, sich erledigt hätte. Den Bries hatte Frau Angerftein der Ella Barth, als diese den Ausflug machte, zur Liebergabe an die Zeugin ausgehändigt. Diese hat ihn bann einer brüten Person übertragen. Die Zeugin bekundet weiter, Frau Angcrstein habe ein Darmleiben gehabt, sie habe immer vom Sterben gesprochen unb den Wunsch geäußert, sie wolle bod) gern leben unb gesund werben, um ihrem Ehemanne etwas zu fein. Frau Angerftein habe an Sachen immer das beste gekauft. Unstimmigkeiten in ber Ehe hat Zeugin nicht wahrgenommen. Die Büglerin K a e t ch c aus Haiger war von April 1923 bis Februar 1924 Dienstmädchen bei Angersteins. Die Familienverhältnisse dort waren im allgemeinen gut. Zwistigkeiten kamen wohl ab und zu vor, doch weift Zeugin nicht, welcher Art diese waren, da es AngersteinS stets vermieden, in Gegenwart der Zeugin zu streiten. Die Eheleute Slngerftcin lebten glücklich miteinander und der Angellagte habe seiner Frau oft etwas gekauft, unt ihr eine Freude zu bereiten. Zur Zeit der Heuernte 1923 sei eS allerdings einmal zu Streitigkeiten gekommen. Frau Barth, die das Essen zubereitete, hatte den Reisbrei für Frau Angerftein anbrennen lassen. Es kam dieserhaLb zum Streit unb Frau Barth entfernte sich am Rachmittag aus der Wohnung. Als Frau Ange-chein dies erfuhr, ging auch sie weg. Als ber ÄnaeklagtÄ am Abend seine Frau nicht vorfand, holte er aus seinem Zimmer einen Revokder, steckte diesen ein, unb entfernte sich, um seine Frau zu suchen, unb äußerte, er schieße seine Schwiegermutter nieder, wenn er seine Frau nicht wiedersände; er war hierbei äußerlich ganz ruhig. Frau Barth sei bann zurückgekehrt unb hinterher auch Anger- ftein nebst Frau. Der Prediger E ck e r b t aus Dillenburg hat von dem Angeklagten einen ruhigen Eindruck gehabt, nur der unruhige Blick fei ihm aiifge-- fallen. In der Kirche habe der Angcklagte indifferent dagesesfen, wie es Zeuge bei keinem anderen Kirchenbesucher beobachtet haben will. Der Schwager des Angeklagten, Elektriker Gottlieb Barth aus Wetzlar, bezeichnet die Ehelichen Verhältnisse der Eheleute Angerftein als führ gut Zwischen Angcrstein unb feiner Schwiegermutter sei es allerdings öfters zu Streitigkeiten gekommen, die aber nicht erheblicher Ratur waren. Der Zeuge will von Angerstein namhafte Unterstützungen an Geld und Lebensrnitteln in der Inflationszeit erhalten haben. Der Dries, der am Sonntag aus Wetzlar bei seiner Mutter ein» lief und biefe in Erregung gebracht habe, ist nach Angabe des Zeugen nicht von einem Glieds feiner Familie geschrieben worden, Zeuge habe „I ■■■■»■Illi !■■■■■■■■ III. .....III II ■HUW 1.1. .Lil ITT ihm auch beipflichten, daß die Nichtbeschickung der Pariser kunstgewerblichen Schau ein großer Fehler war. Da Herr Sievers bei der Entschließung der Regierung nach seinen Ausführungen nicht mitgewirkt hat, sind die Beweggründe für diese Maßnahme nicht bekannt. Hoffentlich wird die Werkbundausstellung 1927 in Berlin die neuzeitliche deutsche Arbeit in gutem Lichte zeigen. Die Möglichkeit, fremde Länder heranzuziehen, besteht. Schon bei Beginn der Tagung hatten die Teilnehmer Gelegenheit zu einem gemeinsamen Ausflüge nach Worpswede. Der uns aus Bildern, Radierungen und Zeichnungen vertrauter Namen bekannte Charakter der Moorlandschaft tritt uns überall entgegen. Die Ausstellungen in Worpswede dagegen waren nur eine Enttäuschung, die Künstler-Kolonie ist von ihrer Höhe herabgestiegen, sie ist eine kunstgewerbliche Kolonie geworden. Stimmungsvoll und ergreifend ist das Monument von Prof. Hötzel auf dem Grabe Paula Moderfons, ihre liegende Figur mit aufgestütztem Haupt darstellend. Bremen ist es zu danken, daß es in feiner Kunsthalle die besten Bilder der zuerst in Worpswede wirkenden Künstler vereinigt hat. Die alle Hansastadt mit ihren prächtigen Renaissancebauten -wetteiferte in Bewirtung und Darbietung von Kunstgenüsien mit Städten der Umgebung wie Bremerhaven, Vegesack und Oldenburg, so daß man von der westniederdeutschen Land- schäft unb Kunst einen Gcsamteindruck gewinnen konnte. Aber auch Handel und Wandel wurden den Teilnehmern vorgeführt. Die Läden in Bremen prangten in geschmackvollen Auslagen, Rund- cänge waren vorgesehen nickt nur durch Kunst- Hätten, sondern auch in Schiffswerften, modernen Großschlächtcreien, durch Fisckereianlagen; Theater und Oper boten vorzügliche Darstellungen und der Inhaber des Kaffee-HAG., Generalkonsul Dr. Ro- selius, Obmann der Bremer Gruppe, bot in Worpswede unb Vegesack Proben feines Produktes dar. So kehrte man mit einem Strauß von den mannigfaltigsten Eindrücken in das Heim zurück mit dem Wunsche, daß die Werkbundidee zu Deutschlands Segen immer mehr an Boden gewinnnen möge. L. ! feiner politlschen Einstellung (Kommu- aift) soviel Feinde, daß ihn ein anderer bei seiner Mutter vielleicht anschwärzen wollte. Der Deminaroberlehrer Holweiner aus Dillenburg erklärt, der Angeklagte sei auf der Schicke ein mittelbegabter Schüler gewesen, der zuverlässig war und nie Anlaß zum Strafen gab. nur sei er auch etwas träumerisch veranlagt gewesen. Der Vater der ermordeten Stoll, Polizeiwachtmeister a. D. Stoll aus Haiger, erklärte, seine Tochter sei bei Angerstein zur Zeit der Ermordung neun Monate in Stellung gewesen. Von ihrer Herrschaft sprach sie nur lobend und meinte, Angerstem trage seine Frau auf Händen und erfülle ihr jeden Wmrsch- Einmal hat seine Tochter an einem Samstage gehört, wie Frau Angerstein äußerte, das Mädchen sei unzuverlässig. Seine Tochter bezog diese Aeußerung auf sich, schrieb einen Zettel, legte ihn aus den (Futterkasten und kehrte nach Hause zurück. Am anderen Morgen war Frau Angerstern schon in aller Frühe bei dem Zeugen und bat weinend seine Tochter, doch wieder zurückzukehren, was diese auch tat. Am Lage der Lat ist Zeuge zum Tatorte gelaufen. Unterttxgd hörte er von dem Staub* überfall erzählen. Auf dem Brandplah habe Zeuge die Leiche seiner Tochter nicht u^gen sehen. Da er annahm, daß seine Tochter vielleicht zur ärztlichen Behandlung nach Dillenburg gefahren war, fragte er telephonisch bei dem de- tresferchen Arzte an, ob seine Tochter am Rach- mittag bei ihm gewesen sei. Der Arzt oernetnte dies. Als Zeuge weder auf den Brandplah kam, hatte man die Leiche seiner Tochter bereits aus der brennenden Billa geholt. Auch drei weitere Zeugen bekunden von dem Leiden der Frau und von ihrer religiösen Veranlagung. Der Prediger Huxoll aus Heidelberg war 1914 Prediger in der Methodistengemeinde in Dillenburg. Die Frau Angerstein war Mitglied dieser Gemeinde: Frau Barth und Tochter Ella traten später auch bei, Angerstein stand abseits der Gemeinde. Frau Angerstein war sehr freundlich und hilfsbereit, war leidend und neigte dieser- halb zur Melancholie. Der Angeklagte war um seine Frau äußerst besorgt. Frau Angerstein betonte öfters, daß ihr Ehemann auch für ihre Mutter und Schwester treu sorge. Die Frau Anger- ftein war von der Wahnidee befallen, ihr Ehemann werde innerhalb eines Jahres sterben und litt seelisch schwer unter diesem Wahn, ihr Zustand besserte sich aber wieder, als das Jahr herum war und Angerstein immer noch lebte. Dor ber lieber* siedelung nach Haiger hatte Frau Angerstein eine gewisse Furcht Doch auch von hier aus hat sie stets lobend über ihren Ehemann sich ausgelassen. Im Oktober 1924 hielt sich Zeuge einmal eine Nacht in Haiger auf und logierte bei Angerstein. Hier lud Frau Angerstein die Ehefrau des Zeugen zum Besuch ein und erzählte, ihr Ehemann habe ihr eine Kuh gekauft. Der Angeklagte selbst gab einmal bei der Ausführung eines Baues von zwei Kapellen für die Methodistengemeinde leihweise 50 000 Mk. her. Da inzwischen Geldentwertung eintrat verlangte Angerstein das Geld nicht mehr zurück Der Kaufmann Birk aus Dillenburg bekundet, seine Frau sei vor 3 Jahren an Darm tuberkulöse verstorben. Ob der Zeuge das Leiden seiner Fron dem ^(ngeflagten, dellen Ehefrau angeblich dasselbe Leiden hatte, geschildert hat, weiß er heute nicht mehr, halte dies aber für möglich. Etwa 3 Wochen vor der Tat hat der Zeuge dem Angeklagten noch eine Jagdausrustung verkauft Es werden hieraus die tpfwier Otto Theiß und Koch von Z>?* Landesheilanstalt in Marburg a. b L. vernommen. Diese Sengen hatten den Angeklagten während seines Aufenthalts in der Heilanstalt in Marburg zu bewachen. . Theiß bekundet, der Angeklagte habe einmal zu ihm geäußert, er (Angerstein) sei nicht wert, l daß er so gut behandelt werde, da er nicht einmal Empfindungen Über die Tat habe, jetzt < fei die Tat geschehen und er werde sich benehmen wie ein Mann. 3n der Rächt horten die Zeugen * den Angeklagten in abgebrochenen Sätzen oft im Traume sprechen. Er stammelte u. a.: „ Frau soll zur Mutter gehen, bo-t bill-ger leben, im Sch-reiblFch liegen noch 2000 M?, Fehlgeburt usw." Die Zs'.'aen hatten be'de den Eindruck, daß der Angeklagte tatsächlich im Schlafe gesprochen und nicht simuliert habe. Es wird nurnnehr das Protokoll über die Vernehmung des Dr. Lübben- Haiger h~rTefen, der durch den Berichterstatter des Gerichts, Landgerichtsrat Jung, gestern in Haigen in Gegenwart der Vertreter der Staatsanwaltschaft und deS einen Verteidigers des Angeklagten vernommen worden ist. Aus der verlegenen Aussage deS Arztes, der damals den Angeklagten operiert hatte, geht u. a. hervor, daß der Arzt der Ansicht ist, daß der Angeklagte sich den Stich in den Magen in der Weise beigebracht hat, daß er gegen den feftgelegten Hirschfänger seinen Körper gestemmt bat, mchernfalls mußte der Angeklagte den Hirschfänger mit voller Gewalt in seinen Leib hineingestvßen haben, um sich eine derartig schwere Verletzung beizubrin- gen. Der Arzt hält es auch nicht für ausgeschlossen. daß der Angeklagte mit dieser Verwundung über den Gartenzaun kriechen konnte. Als dem Qlngcflagten die Tat auf den Kopf zu- gefaat wurde, rief er ohne Rührung: „Oh, welcher Verdacht!" Er sagte noch, er forme ruhig sterben, nur könne er seinen RachibarSsöhnen nicht verzeihen, die durch Schießerei in der Aacht seine Frau erschreckt haben. Hierauf wird der Unioersttötspröfesior Dr. S o e t» beer aus Gießen als Sachverständiger vernommen. Ec hat Frau Angerstein im Mai 1922 behandelt. Sie litt an einem chronischen nervösen Darmkatarrh, war sehr abgemagert und schwach. Die Erkrankung war keine organische. Es traten immer wieder Verschlimmerungen ein, ohne daß eine-Erklärung dafür zu finden war. Frau Angerstein kam nunmehr zur Behandlung in die Klinik. Die Beobachtung ergab, daß auch noch andere Krankheiten vorhanden waren. Der Sachverständige berichtet nun über einige Fragen, die er an die Eheleute Angerstein aus ihrem sexuellen Leben gerichtet hatte. Die eine Antwort, die er von dem Angeklagten hierauf erhielt, erregte in dem Sachverständigen plötzlich den Verdacht, daß der Angeklagte mit feiner bisher geübten Sorge um feine Frau und der Liebe zu dieser nut der Marke eines Heuchlers versehen war. Der Sachverständige gibt auch heute noch als seine rein private Meinung zu, daß er das h,er verhandelte Verbrechen für das Werk eines Geisteskranken hält. Der Angeklagte gibt die Erklärung ab, d«ß er früher, vor seiner Verhaftung, wenn er erst einmal nachts aus dem Schlafe geweckt worden war, nicht wieder einschlafen konnte. Seit seiner Verhaftung kann er nicht genug Schlaf finden. Er habe einen regen Appetit. Es tritt hierauf eine eineinhalbstündige Pause ein. Nach Wiedereröffnung der Sitzung wird mit der Vernehmung der medizinischen Sachverständigen begonnen , . ,, , " fZ erster Sachverständiger berichtet Kreisarzt Medizinalrat Dr. Tenbaum aus Limburg. zweiter Sachverständiger ist Umversitats- professor Dr. Fahrmärker, Direktor der Heil- und Pflegeanstalt Marburg, der letzte medizinische Sachverständige ist der Prof. Dr. Raecke aus Frankfurt a. M. Dr. Tenbaum bekundet, er habe den Angeklagten auf seinen Geisteszustand untersucht und den Angeklagten zu diesem Zwecke öfters im Gefängnis besucht. Der Sachverständige erstattet fein Gutachten in drei einzelnen Abschnitten. Der erste Abschnitt behandelt das Leben des Angellagten bis zur Tat, der zweite Abschmtt die Vor- bereitung zur Tat und die Tat selbst, der dritte Abschnitt das Verhalten des Angellagten nach der Tat. In allen drei Abschnitten, zu denen der Sachverständige längere Ausführungen macht, lommt er zu der Schlußfolgerung, daß der Angeklagte ein kluger Mensch sei, und von einer Unzurechnungsfähigkeit gar keine Aede ist: auch kann man nicht vom Vorliegen von Sadismus sprechen. Zu demselben Gutachten kommt Prof. Zahrmärker, der den Angeklagten in der Heilanstalt mehrere Wochen beobachtet hat. Auch der dritte Sachverständige Dr. Aaecke kommt zu dem Schluß, daß dem Angeklagten der Schuh des § 51 des Strafgesetzbuches nicht zuzubilligen ist. Unter allgemeiner Spannung wird nun der Universitätsprofessor Dr. Herberts vernommen. Dieser Sachverständige erklärt, daß er ein alles umfassendes Gutachten nicht abgeben könne, da ihm das Gericht nicht die Möglichkeit gegeben habe, den Angellagten in seiner Zelle zu beobachten. Es stehe ihm daher nur das Ergebnis der bisherigen Verhandlung für das Gutachten zur Verfügung. Der Sachverständige erstattet nun ein Gutachten in psychologischer Beleuchtung und stellt dem Gerichtshof die Frage anheim, zu prüfen, ob nicht der Angeklagte die Tat doch in einem Dämmerzustand begangen hat. Aach Abgabe dieses Gutachtens kommt es noch zu einer Auseinandersetzung zwischen den psychiatrischen und den psychologischen Gutachtern. Staatsanwalt, Verteidiger und der Angeklagte erklären, daß sie weitere Beweisanträge nicht mehr zu stellen hätten. Der Vorsitzende schließt hiermit die Beweisaufnahme und will die Fortsetzung der Verhandlung auf morgen vertagen. Rechtsanwalt Dr. H e r z f e l d protestiert dagegen, da er erst gestern bis nachts zwölf Uhr in Haiger war und ihm die Zeit bis morgen zur Zusammenstellung des umfangreichen Materials für feine Verteidigung zu furx fet Das Gericht zieht sich zur Beratung zurück und verkündet ien Gerichtsbeschluß, daß d.e Fortsetzung der Verhandlung am Montag, vormittags 9^ Uhr, ftattfinbe. Der Waldsporlplatz des Vereins für Bewegungsspiele. Man schreibt uns: Wenn der Gießener Bürger bei seinem Spaziergang durch den Stadtwald die Schneise, die vom Anneröder Weg durch die Scktcß- tände zum Trieb führt, durchschreitet, so ervlickt t inmitten herrlicher Waldbeftände die neu er« tanbene Sportplatzanlage des D. f. B. Gießen. Als im Mai v. I. die Sportplatzanlage auf dem Trieb dem Militärfiskus zurückgegeben werden mußte, gelang es durch Entgegenkommen der Stadt, dieses für eine Sportplatzanlage vorziig- lid) geeignete Gelände zu pachten. Nach über ein« ayriger Tätigkeit find die Arbeiten unter größten monziellen Opfern der Mitglieder und Gönner des Vereins soweit fortgeschritten, daß die Einweihung des Platzes auf den 9. August festgelegt werden konnte. Hierbei soll nickt vergessen werden, daß die Gießener Stadtverwaltung durch Gewährung eines Darlehens und unter persönlicher Mitarbeit des Beigeordneten Dr. S e i b und des Stadt- baudirektors Braubach das fast unmöglich er- chsinendeWerk unterstützten und dadurch msthalfen, eine Anlage zu schaffen, die in bezug auf landschaftliche Schönheit und Zweckdienlichkeit in weitester Umgebung ihresgleichen suchen dürfte. Betritt man durch einen der beiden Eingänge die Anlage, so fällt das Auge auf das frische Grün des jungen Rasens, dessen weitere Erhaltung durch eine etwa 20 Zentimeter hohe aufgetragene Schicht guter Muttererde gewährleistet ist, ein Wertfaktor, der mancherlei Vorzüge, wie Vermeidung von Staub, Abgabe sauerstoffreicher Luft und Verhütung von Unfällen bietet. Die gesamte Anlage wirb zweimal von einer fachmännisch angnlegten Drainage durchschnitten, die den ursprünglich feuckten Platz trocken hält und deren tadelloses Funktionieren Zeugnis gibt von der ausgezeichneten Arbeit ihres Erbauers, des Kulturinspektors Breit- wieser, der in liebenswürdiger Weise seine freie Zeit dafür opferte. Die beiden nach neuester Erfahrung gebauten Tore erhöhen durcy ihren weißen Anstrich den hübschen Anblick des Spielfeldes. Dieses ist von einer breiten Laufbahn umgeben, die den größten und verwöhntesten Ansprüchen großer leichtathletischer Wettkänwfe voll und ganz gerecht wird. Einen besonderen Vorzug bietet sie darin, daß sie infolge ihrer geschützten Lage die Teilnehmer keinerlei widrigen Windverhältnissen aussetzt. In der nach den Schreßständen zuneigenden Seite ist eine gärtnerische Anlage geschaffen worden, in deren Mitte ein Gedenkstein für die im Weltkrieg gefallenen Mitglieder errichtet ist. Auf der entgegengesetzten Seite, die an die städtischen Tennisplätze grenzt, befinden sich die Sportanlagen für Wurf- und Sprungkonkurrenzen. In der äußersten Ecke ist ein Sandbad angelegt, das den Mitgliedern die beste Gelegenheit bietet, die Allmacht Natur in mannigfaltiger Art auf sich einwirken zu [offen. In der Erkenntnis, daß der Sport oder die Benutzung des Sandbades ohne nachfolgende Waschung wertlos und unästhetisch ist, hat man bereits ein Planschbecken angelegt, das mit einer Tusche versehen ist. Späterhin werden hier noch Umkleideräume errichtet, die ebenfalls mit allen oesundheits- technischen Einrichtungen versehen weroen. Für die Zuschauer ist weitestgehend Sorge getragen. Auf der einen Seite bietet die vierfach überhöhte Terrasse gut 2000 Zuschauer die beste Sicht auf das ganze Spielfeld. Der gegenüberliegende Zusckauerraum liegt im Schatten hoher Bäume, und ist wie ersterer mit einer Schicht Fein- schocke gedeckt, ein vorbeugendes Mittel gegen kalte und nasse Füße. Im ganzen dürfte der Platz bequem 5000 Zuschauer fassen, so daß späterhin auch größere Veranstaltungen abgehalten werden können. Schließlich wäre noch zu erwähnen, daß die Anlage infolge ihrer günftigen Sage keinerlei »ihrigen Einflüßen, wie Staubentwicklung durch oor- betfahrenbe Autos oder Fuhrwerke, ausgesetzt ist 1 und somit auch den Zuschauern eine Stätte Oer Erholung bietet, zumal der Platz von der Endstation der elektrischen Straßenbahn (rote Linie) in zwei Minuten bequem zu erreichen ist. Zum Schluß ist es Ehrenpflicht, auch hier der rührigen Tätigkeit des Platzausschusies unter Leitung feines Obmanns, des Telegraphenfekretärs Karl P l o ch , zu gedenken. Möge der Zweck der hier geschaffenen Anlagen, eine gesunde, durch Kamps und Spiel gestählte Jugend heranzuziehen, voll erfüllt und damit zur Erstarkung unseres Vaterlandes beigetragen werden. Aus der Provinz. Landkreis C'i' ücit. 7 Grünberg, 10. Juli. Die Entwicklung der hiesigen Bezirksfparkasse hat im abgelaufenen ersten Halbjahr 1925 weiter recht gute Fortschritte gemacht. Die Spareinlagen, die Ende 1924 126 246 Rrn. betrugen, haben sich auf 222 898 Rm. erhöht, also fast verdoppelt, die Scheckeinlagen sind von 40 702 Rrn. Ende 1924 auf 143 123 Rrn. gestiegen und haben sich verdreieinhalbfacht. Die Zahl der Spar- und Sckeckeinlagen ist von 770 auf 1034 gewachsen. Diese Ziffern sind ein recht erfreuliches Zeichen dafür, daß die Spartätigkeit allgemein wieder eingesetzt hat, und damit ein Grundstein zum Wiederaufbau unserer Wirtschaft gelegt wirb. Daß ber Sparsinn auch in der Jugend auflebt, beweist bie günstige Entwicklung der Anfang d. I. mit Unterstützung der Lehrerschaft eingerichteten Schulspar- Kreis Friedberg. 4 Dad ° Aauheim. 10. Juli. Die Zeit der Schulausflüge führt jetzt täglich tvieder Schulllassen in unsere Badestadt, wo infolge des Entgegenkommens der Bade- und Kurverwaltung die Anlagen und — wenn die zeitige Anmeldung erfolgt — auch die technischen Betriebe, vor allem die Saline, besichtigt werden können. Aicht nur aus Hessen, auch aus benachbarten und entfernteren preußischen Landesteilen kommen die Schülerbesuche Besonders gern gesehen und von den Kurgästen bewundert werden die Schulllassen, die in ihrer schönen hessischen Tracht hier erscheinen.. So weilte dieser Tage eine Schule aus der Marburger Gegend hier, die in ihrer schmucken Landestracht die besondere Aufmerksamkeit der Kurgäste auf sich zog. Einige Ausländer fanden soviel Gefallen an den Hessenländern, daß sie mehrere photographische Aufnahmen von ihnen herstellten und sie außerdem im Caf6 an der Trinkkuranlage hochher.ig bewirten ließen. — In einer sehr engen Straße der Altstadt, die trotz wiederholten Einsp-ua-s oer Anwohner besonders häufig von Kraftfahrzeugen durchfahren wird, oft sogar in unerlaubt rasendem Tempo, ereignete sich heute nachmittag ein s ch were r U n g l ü ck s f a l l-. Wieder durchfuhr ein auswärtiges Lastauto die Straße. Ein 1 0 jäh -- rtger Zunge kam mit einem Handwagen von der entgegengesetzten Richtung. Zum Ausweichen tft in der engen Straße kein Platz. Als der Zunge versuchte, sein Handgefährl in Sicherheit zu bringen, wurde er zwischen Lastauto und Handwagen geklemmt und dabei an den Deinen s o schwer verletzt, daß er sofort ins Krankenhaus überführt werben mußte. Der Vorfall beweist wieder, wie nötig es ist, die engen Straßen der Altstadt für den Autoverkehr zu sperren. : : Kirch-Göns, 9. Zuli. Bei der letzten Volkszählung wurden in unserem Orte 789 Personen (gegen 735 in 1914) gezählt .davon 376 männliche und 413 weibliche [gegen 352 resp. 384 in 1914). Es sind 146 Wohnhäuser rwrhanden, sieben davon unbewohnt (Reubauten). △ Reichelsheim, 10. Juli. Der von der Landwirtschaftskammer veranstaltete Fohlenmarkt war von Interessenten gut besucht, die Preise sehr gebrückt. Etwa 60 Fohlen, meist unter einem Jahre, ftanben zum Verkauf. Es wurde nur j, vornehmlich Stutenfohlen, verkauft. △ Aus ber südlichen ffietterau, 10. Juli. Zur Zeit werben hier die ersten Frühkartoffeln geerntet und auf den verschiedenen Bahnstationen zum Versand gebracht. Die Erträge sind zufriedenstellend. Die von Händlern gezahlten Preise bewegen sich zwischen 6 und 7 Mk. pro Zentner. Kreis Schotten. n*sa Schotten. 9. Zuli. Aus der G e - meinderatssihung. Vor Eintritt in die Tagesordnung dankten Bürgermeister und Beigeordneter für das ihnen bei den Wiederwahlen von der Bürgerschaft in so reichem Maß erwiesene starke Vertrauen und geben das Versprechen ab, auch weiterhin mit allen Kräften für das Wohl der Stadt zu wirken. Von der Einladung zum Oberhesf. Feuerwehrtag vom 18. bis 20. Zuli wird Kenntnis gegeben: der Gemeinderat wird sich geschlossen beteiligen. Einstimmig wird der sofortige Dau eines Dier- familienwohnhauses in der Vogelsberg- straße beschlossen. Architekt von der Schmitt soll die ^Bauleitung erhalten. Weitere Bauprojekte werden noch besprochen, verschiedenem Gelänbe- austausch zugestinmrt. Mehreren Bauherren, die an der neuen Straße Bauten errichtet haben, werden 1000 Mark Zuschuß gewährt unter der Bedi igung, daß sie eine Mietwohnung in ihren neuen Häusern Herstellen und vermieten. Als wirksamstes Mittel zur Verminderung der Staubplage hält der (Semeinberat die Herstellung von Kleinpflaster. Die G^ah- lungen, die andere Gemeinden mit Sprengwagen und Vialit (Teer-Asphaltmischung) gemacht fjaben, sollen gesammelt werden. Ein Teil der Stadtbach soll ausbetoniert werden, um Schmutzansamm- lung zu verhindern. Drei Morgen Land werden mit Kirschbäumen bepflanzt. Die diesjährige Kirschenernte hatte für die Stadt ein gutes Ergebnis. Auch die Aepfel- und Zwetschenemte fällt gut aus. Virnen sind weniger vorhanden. A G onterSkirchen. 10. Zuli. Heute ber» Stellt Pfarrer Hohgräfe aus unferer Gemeinde nach seinem neuen Wirkungskreise, nach Assenheim. Er hat hier zwei Jahrzehnte segensreich gewirkt und sich die allgemeine Liebe und Verehrung erworben. Unsere besten Wünsche begleit en den treuen Seelsorger in die neue Heimat. Kreis Alsfeld. m. Fl ensungen, 9. Zuli. Aus der hiesigen Deigeordnetenwahl am vergangenen Sonntag, an der sich die Wähler nur schwach beteiligten, ging der von den Arbeitern auf gefrönte Grubenarbeiter Wilhelm Eckhardt mit 126 Stimmen als Sieger hervor, während sein bürgerlicher Gegenkandidat, der Land- und Gastwirt Otto Decker nut 41 Stimmen erhielt. Der hiesige Musikveroin ehrte sowohl den seitherigen Beigeordneten Dräuntng. als auch den neu« Beigeordneten Eckhardt abends durch ein Ständchen. Bürgerineisterwahl fand hier in diesem Zahr nicht statt, weil der frühere Bürgermeister Dräuning im vorigen Zahr sein Amt auS Gesundheitsrücksichten niedergelegt hatte und bamald Landwirt und Metzger Erb zum Bürgermeister gewählt wurde. m. Rieder-Ohmen, 10. Zuli. Rächst« Mittwoch beginnt im hiesigen SchulhauS ein Lehrgang für Handarbeitslehrerinnen i n Fortbildungsschulen, um diese mit dem neuen Lehrplan vertraut zu machen, der beianntlich u. a. auch Maschinen- und Weißzeugnähen, Anfertigen von Tisch-, Bett-, Leib- und Kinderwäsche, Wäschezeichnen, Kleideranfertigen, Umarbeitung gebrauchter Wäsche- und Kleidungsstücke vorschreibt, den Fortbildungs- schülerinncm also Gelegenheit geboten wird, diese Handarbeiten in Zukunft unentgeltlich zu lernen. Aus diesem Grunde wird wohl unsere Landbevölkerung der Mädchenfortbildungsschule mit der Zeit mehr Sympathie entgegenbringen, als seither. Kreis Lauterbach. A Lauterbach, 10. Juli. Die am 16. Juni ftaitgefunbene Volkszählung hat für Lauterbach eine endgültige Einwohnerzahl von 4787 ergeben, und zwar 2249 männliche und 2538 weibliche Personen. Selbständig?- Haushaltungen sind 1185, bewohnte Häuser 768 vorhanden. Die GesamteinwohnerznhI im Jahre 1919 betrug 4418, so daß Lauterbach seit diesem Zeitpunkt um 369 Personen zugenommen hat. Kreis We^^.r. V Wetzlar, 10. Juli. Auf der Sophien- Hütte ist Streik ausgebrochen. Die Ursache ist darin zu suchen, daß der Betriebsrat Schü - f e r fristlos entlassen worden ist. Da die Sophien- hütte Wetzlar und feine nähere Umgebung mit elektrischem Strom versorgt, so haben versch-iedene Betriebe ganz ober teilweise ihre Arbeiten ein» stellen müssen. Der Strom zur Aufrechterhaltung ber lebenswichtigen Betriebe wirb von ben Kraftwerken der Umgegend bezogen. Die Verhandlungen ber maßgebenden Körperschaften haben bis jetzt noch nicht zu einem einigenden Ergebnis führen können. Hessrrr-Nafsau. bl. Dillenburg, 10. Zuli. Zm nahen Uckersdorf entstand am Freitagvormittag ein Brand, der in kurzer Zeit ein Wohnhaus, zwei Scheunen und zwei Stalle in Schutt und Asche legte. Immobilien wie Vieh konnten gerettet werden: nur ein Teil des Heuvorrates wurde ein Raub der Flammen. Zum Teil ist der Schaden durch Versicherung gedeckt. Die Entstehungsursache ist noch unbekannt. fpd. Frankfurt a. M.. 10. Zuli. Zm Köln- Frankfurter O-Zug stahl während des Aufenthaltes auf dem Wiesbadener Bahnhof einer der vielgesuchten internationalen O-Zug- diebe einem Herrn bie Brieftasche mit einem erheblichen Geldbeträge. Der Dieb hatte, wie üblich, ein künstliches Gedränge verursacht unb babei die Tat ausgeführt. Der Bestohlene merkte ben Diebstahl während der Fahrt nach Frankfurt unb ließ sofort unauffällig Rach- f orschungen an stellen. Es gelang nun tatsächlich, ben Dieb auf dem Höch ster B ahn h o f zu ermitteln un^ f e IM " " r> •” - ** ^>er Bursche, ein Pole unb Mitglie. einer interna io a'en Barke, hatte das gestohlene i_> bei sich in der Tasche — trotzdem leugnete er Stein und Dein. Wenige Tage vorher hatte man schon auf dem Wiesoadener Bahnhof zwei wsitere O-Zugdiebe verhaftet. — Obwohl die Kontrolle der and dem unbesetzten Gebiet einreisenden Personen an den Grenzstationen des besetzten Gebietes wesentliche Verschärfung erfuhr und die Reisenden täglich durch die Veröffentlichung ber Ab- fchreckenSurteile gewitzigt fein sollten, konnten bie Franzosen biefer Tage doch abermals mit einem Schlage sechsundneunzig Personen ohne Ausweis ermitteln. Die Leute wurden ausnahmslos zu empfindlichen Geldstrafen verurteilt. Falschgeld in Frankfurt. fpd. Gefälschte 50» unb 100-Markscheine tauchen seit einigen Tagen in Frankfurt a. M. im Verkehr auf. Bei ben 50°Markscßeinen han- belt es sich um ursprünglich echte 50 000-Mark- noien. Durch entspre ' ende Hnterdebung wurden die Roten in Falschnoten zu 50 Mark umgewandelt. Bei den 100-Markscheinen handelt es sich um ursprünglich echte 100-Markscheine der Badischen Bank in Mannheim. Durch entsprechendes Untergeben wurden auch diese Scheine gefälscht. Größte Vorsicht ist geboten, da bie Täuschung sehr geschickt gemacht ist. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 12. Zuli: Die große Unbekannte. Montag, 13.: Die große Unbekannte. Dienstag, 14. ms Donnerstag, 16.: Auf Befehl der Kaiserin. Freitag, 17.: Die große Unbekannte. SamStag, 18. und Sonntag, 19.: Auf Befehl der Kaiserin. Schauspielhaus. Sonntag, 12. Zuli, nachm. 4 Uhr: Totentanz: abends 7VZ Uhr: Einer von unsere Leut. Montag, 13.: Ernst. Dienstag, 14.: Der goldene Schnitt. Mittwoch, 15.: Die drei Zwillinge. Donnerstag, 16.: Ernst. Freitag, 17.: Der Kreide- kreiL. Samstag, 18.: Bürger Schippel. Sonntag, 19.: AU-FrcmHurt. « Xometlfradiujf UWHMMW Zu hoben in Drogerien, Parfümerien und Friseur- geschäften. Witwe Plank; Rettlekuren mit Mafsagebehandluna bei E. Koch, Seltersweg 75, O. Gath, Bahnhofstraße 61. 6330D Ke Serge jener ^ysfriü ist es haltbar, wohlschmeckend u. gut bekömmlich einiukoch. Unerreicht hiertn als Einmach- und Dvelse-Esstg ist der selbst Magenkranken ttrztf. empfehl. Homburger Citrovln-Esslg. Verlangen Tie daher nicht Essig, sondern ausdrücklich CUro via- Bselg. 656788 die «BL v fnternätäon&lc Arbeiter- Olympiade im ITOIOM zu Frankfurt a.§Ä. 24. bis 28. Juli Statt Karten Verlobte Ria Becker Albert Rinn Gießen Tderstratze 14 Heuchelheim Gietzen, Bismarckstrahe 14 Astorla-Llchtspisls Lichtspielhaus Xnr noch heute! Die Mädchenhändler von New York Ab morgen Sonntag: Tom Mix in Der Herr der Steppe Wildwestfilm in 6 Akten. - Dazu Bügelfalten auf Pump Dodo als Hundefänger 6797c Des großen Erfolges wegen ist der Film Die lädehenhändler von Dow York bis einschl. Montag verlängert - Dazu Er als Lebensretter ...........***• An meinem 70. Geburtstage wurden mir so viele Aufmerksam« ketten und Geschenke überbracht, daß ich nur auf diesem Wege allen BeleMgten meinen herzlichen Dank ausspeechen kann. Otto Müller Wagenwerkmeister i. 9L 05835 Statt Karten (üau-V ommerfest S” Bellersheim Juli 057fc f 5277D 05773 Meine 6665D An sämtl.Festtagen Konzert, Tanz und Volksbelustigungen Korbflaschen VERTEILUNGSSTELLE GIESSEN 05874 Statt Karlen Der Vorstand. Gilbert. Gietzen (Bahnhosstratze 60), den 11. Juli 1925 Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Londorf ™ jsrac:*- Cöusnclfla 6782 D Kollekte! Eintritt frei! 05848 t Zltza-MUch'Nuß Ctiusnelüa^rt Der Vorstand. 6763D statt. bis 10. August 10 2 Die Stellung der Frau im Judentum Montag, den 13. Juli Uhr: Frühschoppenkonzert Uhr: Festzug und jugendfest. Wilhelm Rüspeler Frau Emilie geb. Kirsch Die Verlobung meiner Tochter Luise mit Herrn Pfarrvikar Gottfried Holzhausen beehre ich mich anguzeigen Frau Pfarrer König geb. Diesenbach Dietzen-Stuttgart, 11. Juli 1925 Stephanftr. 34 I. Dr. Szubinski verreist Sonntag, den 12. Juli Ab 6 Uhr: Weckruf V,7 Uhr : Saalkonkurrenzen 1 Uhr: Großer Preis- u. Schmuckkorso Uebergabe des Gaubanners. zahlreiches Erscheinen. 05876 Beton- Mischer ck>cch Frankfurt Schuhfabrik Her; Sichel Zellstoff Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal . Zuckerfabrik Waghäusel • . H "'M' ^ann-pt Wirtschaft. Börse und Geldmarkt. Rach dem leichten Aufflackern in der Vorwoche ist die Börse jetzt wieder in ihre Lethargie zurückverfallen. Der zunehmende Pessimismus in der Beurteilung der allgemein-wirtschaftlichen Lage und die handelspolitischen Schwierigkeiten können ja auch alles andere denn anregend wirken. Daß unter diesen Umständen die Der- dienstmöglichkeiten der an der Börse sich betätigenden Makler gering sind, bedarf keiner besonderen Betonung. Trotzdem hat man ihren Versuch, durch Erhöhung der Courtage diesen Verdienst zu vergrößern, nicht überall verstanden. Verwunderlich ist, daß sich die Makler gerade jetzt hierzu entschlossen haben, wo die Erörterung der Ermäßigung der Börsenumsatzsteuer in aller Berlin, 10. Juli. Der Produktenmarkt hatte bei kleinen Umsätzen wenig veränderte Preise. Rachfrage zeigte sich besonders für Weizen. Roggen in alter Ware mehr angeboten, aber nur in Lokoware gefragt. In Wintergerste, Hafer und Mehl blieb die Geschäftslage unverändert. Es notierten für je 1000 Kilo: -yuuniuc «num ...... Themisrhe Maver fllatfa Goldschmidt . . Griesbetmrr Electron . < Höchster Farbwerke . . .. volzverkohlmtg...... noch weitere Wasserkräfte auszubauen. Sie ist dadurch in der Lage, einen Teil des in ihrem Gebiet verbrauchten Stromes selbst zu erzeugen. Dementsprechend vermindert sich ihre Stromabnahme von ^Wölfersheim und damit dessen Absatzmöglichkeit. Die Provinz hat in diesem Falle, offenbar aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus, ihre eigenen Interessen verfolgt, ohne sich durch dre gegenteiligen des Staates beeinflußen zu lassen; nach im letzten Provinzialtag gemachten Mitteilungen hat sich der Staat hiermit abfinden müssen. Man wird daher auch der Stadt keinen Vorwurf machen können, wenn sie bei dem Abschluß des Stromlieferungsver- trags nicht den Interessen der Provinz entscheidenden Einfluß einräumte, sondern das tat, was sie Ak üe 'Vmittt bet^ni ZV M®1 der Abendbörse war fest. Etwas Deckungsbedürfnis, das erneut für Chemie- und Kaliwerte hervortrat, begünstigten auch die weiteren zur Notiz gekommenen Werte. Das Geschäft blieb aber klein und die Umsätze waren bescheiden. Von Elektrowerten waren AEG. weiter gesteigert. Am Bankenmarkt erzielten Reichsbankanleihe einen kleinen Gewinn. Oesterreichische Banken zogen weiter an. Am Aufwertungsmarkt herrschte fast völlige Umsatzlosigkeit. Kriegsanleihen erzielten zunächst eine Steigerung auf 0,297$, wurden aber zum Schluß im freien Verkehr wieder mit 0,290 B. niedriger gesprochen. Die Abendbörse schloß in befestigter Haltung. Ausländische Renten: Zolltürken 6,90. Bankaktien: Berliner Handelsgesellschaft 120,50, Commerzbank 97,25, Darmstädter Bank 118, Dis- contogesellschaft 108, Dresdner Bank 101,75, Mitteldeutsche Kreditbank 96, Reichsbank 124,50/ Rheinische Kreditbank 90, Oesterreichische Kreditaktien 8,50, Wiener Bankverein 6. Montanaktien: Gelsenkirchen 56,75, Kali Aschersleben 116,50, Kali Westeregeln 128. Chemische Aktien: Badische Anilin 125, Elberfelder Farben 114,87, Th. Goldschmidt 82,50, Höchster Farben 114,87, Holzverkohlung 5,90. Schiffahrtsaktien: Nordd. Lloyd 56,25. Jndustrieaktien: AEG. 94,50, Dyckenhoff 40,12, Lah- meyer 71,75, Wayß & Freytag 72,50. Brief 4.196 19,45 86,62 20,455 19,74 168.62 15,60 73,99 59,33 112.88 81.85 61.00 12,45 5,88 5% DcMlchc MciH'anleN,- . 4»/n Deutsche NcichScmlcihe . 8'/?/<> D-ustche Rcichöanlethe S% Deutsche NeichScnleiiie ■ Deuliche Sparvramienculeihe 1% Breußtsche KonlolS • . • 4% Hessen.......... 8’/t’/o Hessen ...... 8% H-ffru ........... Deutsche Wend. Dollar-Ank. bto. Doll -Schatz-Antreiing.') <*/o Zolltürten 5% Goldmexikanrr ..... Berliner HandclSacsellschaft. Commerz- und Privat-Bank Danust. und Nanonaldank . Deutsche Bank......... Deutsche Vereinsbank . . . . Dtsconro Eommandit Metallbank.......... Mitteldeutsche Crcditbank. . Oesterreichische CrcdttanstaU- Westbank Bochumer Guß ....... Buderus .. . . Coro ........ Deolsch-Luremburg . . . .. Gelsenkirchener Bergwerk« . . Harpeuer Bergbau ttaltwcrke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln. . . . . Laurahiiltr Phönix Bergbau ..**.*. Ricbcck Montan I * Tellos Bergbau Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd . . . . Ctzrramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Pbilivv Holzmann...... * Einfuhr ausländischer Kohle im Juni. Nach vorläufigen Schätzungen wurden, wie wir einem Bericht des „Industrie-Kurier" entnehmen, im Juni folgend« Kohlenmengen aus nachstehenden Ursprungsländern eingeführt: England etwa 226 000 Tonnen (hierin sind etwa 20 000 Tonnen Bunkerkohle enthalten), Saargebiet etwa 80 000 Tonnen, Holland, Belgien, Lothringen insgesamt mit etwa 20 000 Tonnen. Die zollfreie Lieferung aus Polnisch-Oberschlesien betrug 250 000 Tonnen. Die englische Kohleneinfuhr hat im Juni gegenüber dem Vormonat um etwa 60 000 Tonnen abgenommen. Die Gesamteinfuhr an Steinkohlen nach Deutschland belief sich im Derichtsmonal auf etwa 560 000 Tonnen. Die Einfuhr böhmischer Braunkohlen erreichte das für die Tschechoslowakei zustehende Kontingent von monatlich 160 000 Tonnen. Berliner Börse. Berlin, 10. Juli. Wenn auch in dem Ge- chäftsumfang der Börse gegenwärtig die charakteristische Stille der Ferienzeit zum Ausdruck kommt, so konnte doch die Tendenz heute eine etwas zuversichtlichere Richtung einschlagen. Die ersten Notierungen hoben sich durchweg über das gestrige Kursniveau. Eine Ausnahme hierin machten nur heimische Staatsanleihen, die bekanntlich nicht mehr offiziell gehandelt werden, ändern nur im Freiverkehr innerhalb der Börse selbst umgehen. Kriegsanleihe, die gestern nachmittag recht fest lagen, gaben auf 0,315 nach. Dafür wurden heute Jndustrieaktien mehr bevorzugt. Eine freundliche Aufnahme fand die Tatsache, daß innerhalb der Rechtsparteien voraussichtlich in nächster Zeit eine Verständi- aung über die G e t r e i d e z ö l le zu erwarten sein wird, die im Falle einer nicht erfolgten Einigung zweifellos zu lebhaften Auseir^ andersehungen im Reichstage geführt hätte. Auch der günstige Abschluß der Rheinischen Braun- kohlen-A. G. förderte die freundliche Grund- timmung. Gesucht waren heute in erster Di nie Anilin- und Kaliaktien. Es hat überhaupt den Anschein, als ob der unnotierte Kalimarkt jetzt mehr in den Vordergrund der Bank von Frankreich, die im Jn- gerückt wird. Die D i s k o n t e r m-ä ß i g u n g teresse der Währungsstühung hätte unterbleiben ollen, wurde in Kreisen der Devisen-Arbitrage recht skeptisch ausgenommen. Die Diskont- Ermäßigung zielt anscheinend nur darauf ab, den Geldmarkt für die bevorstehende französische Konversions-Anleihe zu erleichtern, wozu schon vor ihrer Auflegung mehrere Milliarden Franken gezeichnet sein sollen. Paris zeigte bei 103,62Vs gegen London eine gewisse Wider- tandssähigk'eit. Auch Mailand war mit 131,75 gegen London etwas erholt, da die italienische Devisen-Dilanz nach der bevorstehenden Beendigung der wichtigsten Rohstoff-Einkäufe im Ausland« und dem im nächsten Monat beginnenden Einströmen des Erlöses der Seiden-Aus- uhr Italiens in absehbarer Zeit eine Besserung erfahren dürfte. Die nordischen Devisen lagen dagegen matt. Die Reichsmark notierte in London 20,42, Amsterdam 59,40, Zürich 122.52V,. Der Geldmarkt ist leichter geworden, tägliches Geld ist zu 9—10 Prozent angeboten, Monatsgeld nominell IO1/,—H1/» Prozent. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M.. 10. Juli. Es wurden notiert: Hafer, inländ. 19,50 bis 22, Mais (gelb) 20,50 bis 21, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 37 bis 37,50, Roggenmehl 30 bis 32, Weizen- kleie 11,75 bis 12, Roggenkleie 12,50 bis 12,75. Tendenz fest, effektive Ware stark gesucht. Berliner Produktenbörse. Lmst-.Ron. Boen-.AtreS Brff.-Antw. Christicinia. Kop-nbag-n Stockholm . LelstngforS. Htaltcn. . . London. . Neuyork .. Paris.... Schweiz .. Spanten. . Japan ... Rio de Jan. Wien in D " Oest. abgest. Prag .... Belgrad .. Budapest.. Bulgarien. Lissabon . Danzig. . . Konstantin. Athen. . - Eil fast hk UMN mit Kalibeiwagen preiswert zu verkauf. Anfrage an Adolf Knoth, Oberndorf, Poft Braunfels. Drucksachen allerArt liefert In jeder gewünschten Ausstattung stilrein und preiswert die BrQhl’sche Unlv.-Druekercl, R. Lange* J für KrankeHwäfche Krankenwäsche muß desinfiziert werden. Krankheitsabertragung durch Kleidung und Wäschestücke ist keine Seltenheit. Persä tötet schon in handwarmer Lauge jeden Krankheilskeim» Berlin, 10. Fuli. Amerikanische Note» . » . » < Belgische Noten Dänische Noten Englische Noten. Französische Noten ..... Holländische Noten ..... Italienische Noten ...... Norwegische Noten...... Deutsch-Oestcrr., ä 100 Kron« Rumänische Noten ...... Schwedische Noten..... Schweizer Noten • Spanische Noten Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noten . . . . . Strom liefern; er hat sich also seinerzeit selbst die I ^^nft ern pel wird^j totere /mit al/ ein Hande gebunden. Die Provinz hat ungeachtet ihres Arsnstempe^ !^gfügigen Umsätze bezeichnet, aus chließlichen Bezugsrechts das Kraftwerk Ltßberg Gr I - . ...” Argumentation vor den gebaut und beabsichtigt nach. Zeitungsnutttilungen | wenn man gleichzeitig auch einerseits dazu beiträgt, diese Umsätze zu verteuern. Hatte man sich an der Börse nach und nach damit abge sunden, daß die Unterscheidung zwischen A.t- und Neubesih bei den aufzuwertenden Anleiher oum Gesetz werden würde, so wirkte doch der neuer liche Beschluß der Kompromiß-Parteien, den Neu besitz neben der Zinslosigkeit auch now dadurch zu benachteiligen, daß fern Anleihebesitz nur auf 2,5 Prozent aufgewertet werden soll, wie eine platzende Bombe auf die Börse so daß der Börsenvorstand sicherlich mehr aus Protest, als aus der Befürchtung einer Deroute beschloß, die Börsentätigkeit für einen Tag emzustellen. l,s ist früher an dieser Stelle häufig ausgesuhrt worden, daß die -Unterscheidung zwischen 2Ut und Neubesih gegen Treu und Glauben verstoßt und infolgedessen nicht gebilligt werden lann. Diese Meinung kann angesichts des neuen° Kom promisses, worin man (ebighd) eine ^heugung vor den kapital- und börsenfeindlichen Tendenzen politischer Parteien zu erblicken vermag, nur noch unterstrichen werden, tteberhaupt keine Aufwe tung und lediglich Entschädigung, nach sozialen Gesichtspunkten wäre sicherlich eine gerechtere Lösung gewesen. Es hatte wohl auch andere Wege gegeben, der mißlichen Anlecheaufwer- tungsfrage aus dem Wege $u gehen. Wenn z. B. die Negierung Anfang vorigen Wahres die niedrigen Börsenkurse aeschickt ausgenuht hatte, um die Anleihe zum allergrößten Teile apfzukaufen, hätte sie sicherlich hinterher auch bei den gesetzgebenden Körperschaften Indemnität gefunden. Viktoriaerbsen 28 bis 34, kleine Erbsen 25 bis 26,50, Futtererbsen 22 bis 26 Peluschken 23 bis 26, Wicken 25 bis 27, Lupinen, blau 12 bis 13, do. gelb 15 bis 16,50, Rapskuchen 15,40 bis 15,60, Leinkuchen 22,40 bis 22,60, Trockenschnitzel 10,60 bis 11, Torfmelasse 9,50, Kartoffelflocken 23,90 bis 24,10, Weizenmehl 33,50 bis 36, Roggenmehl 31 bis 33,25, Weizenkleie 12,70 bis 12,80. Roggenkleie 13,30 bis 13,40. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Gießen. Sonntag, den 12. Juli. 5. n. Trinitatis. Skadtkirche. 8: Pfr. Decker. Zugl. Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Markusgemeinde. 9l/a: Pfarrass. Hertel. 11: Kinderkirche f. d. Matthäus- gemeinde Pfarrass. Hertel. - JohanneSkirche. 8: Pfr. Ausfeld. Zugl. Christenlehre für d. Neukonfirm. aus der Johannesgemeinde. 9'/,: Pfr. Bechtols- heimer. Beichte und heiliges Abendmahl für Lukas- und Johannesgemeinde. 11*/.: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfr. Bechtolsheimer. — Kirchberg. 10. 11: Christenlehre für die weibliche Jugend. - Wieseck. 97,; 10'7: Kinderkirche. — Watzenborn- Garbenteich. Watzenborn-Steinberg: 97,: Gottesdienst auf dem Kirchplah (Schülerchor), anschließend Christenlehre in der Kirche. Garbenteich: 1. Katholische Gemeinden. Gießen. Samstag, den 11. Juli. 47, u. 7 Beichte. Sonntag, 12.Zuli. 6. Sonntag n. Pfingsten. 67,Deichte, 7 Messe, Kom. der Jünglinge, 8 Kom., 9 Hochamt m. Predigt, 11 Messe mit Predigt, 2 Andacht. — Grünberg. 97, Messe m. Predigt. — Hungen. 97, Hochamt mit Predigt. - Lich. 77, Messe mit Pred. Sonntagsdienst d.Aerzte u. Apotheken am 12.7.25 Dr. S. Klein. Dr. Stuhl. Pelikanavotheke. Zahnarzt: Dr. Zager, Frankfurter Straße. Haarpflege- oöer Haarwuchsmittel. Daß das Einfachste und Natürlichste immer das beste ist, kann man an folgendem erkennen: Mir fiel neulich das geradezu köstliche, volle, lockere und seidenglänzende Haar mehrerer Schwestern auf. Deren Mutter, meine liebenswürdige Reisegefährtin, sagte mir, daß sie allwöchentlich das Haar ihrer Töchter selbst bade. Sie kaufe für jede ihrer Töchter für 30 Pfennig Lavaren-Salz, löse dies in einem viertel Liter warmen Wassers, reibe mit dieser Lösung das Haar und vor allen Dingen die Kopfhaut tüchtig ein und spüle das Haar dann solange mit klarem Wasser nach, bis es klar bleibt! Dann wird das Haar mit Tüchern abgetrocknet und muß hängend ganz trocknen, bis es ausgekämmt wird. I Dieses Auskämmen nimmt dann nur einige Augenblicke in Anspruch, da das Haar gar nicht verfilzt ober zerzaust. 6802A Ich meine, dieses einfache Mittel könnte jede 10. Juli Amtliche Notierung Geld l Brief Geld 4.176 19,35 86.18 20,355 19.64 167,«8 15,52 73.61 59,03 112,32 81.45 60,70 12.39 5,84 für wirtschaftlich richtig hielt. Es mag richtig sein, daß die Provinz der Stadt bis zur Grenze des Möglichen, wie im Provinzial- tag gesagt wurde, entgegengekommen ist. Die Grenze des Möglichen sind eben der Provinz enger gezogen gewesen als den leistungsfähigeren Ober- weser-Kraftwerken. Es trifft zu, daß die Provinz wiederholt mündlich und schriftlich erklärt hat, daß sie in jedes Angebot von Oberweser eintrete. Ihr ist jedoch jedesmal erwidert worden, daß sie gebeten werde, ihr g ü n st i g st e s Angebot a l s - bald einzureichen. Es mag dazu gesagt sein, daß es entsprechend gesunden kaufmännischen Anschauungen bei den städtischen Ausschreibungen feststehender Brauch ist, solche Angebote, die in die günstigste Offerte einzutreten sich bereit erklären, grundsätzlich überhaupt nicht zu berücksichtigen. Wenn man hier das nicht getan hat, so geschah aeoenuen — es nur aus Rücksichtnahme auf die Provinz. Es ist verständlich ist, daß der Börsenvorstand sich enb- in der Provinzialtagsverhandlung davon ge- entschlossen hat, die Kursfestsetzung für bie sprachen worden, es sei unerträglich, wenn cm betroffenen Papiere zu verhindern, bis eine end- Fremdling in das Gebiet der Provinz Oberhessen ÜIH Klarstellung vorliegt. Hätte er sich schon hereinkomme. Dazu ist doch immerhin zu sagen, daß trüher dazu entschlossen, so wäre den die Provinz selbst diesen Fremdling, nämlich eben pörsenseindlichen Elementen manche Gelegenheit, die Oberweser-Kraftwerke, hereingelassen hat, in- n oxe verhaßte Spekulation vom Leber zu dem sie ihm gestattet hat, eine Leitung durch das ziehen, genommen worben. Auf bie Börsen- Provinzgebiet zu legen; sie hat sogar selbst einen Besucher selbst scheint jeboch ber Beschluß bes Anschluß in Wölfersheim an die Oberweser-Krast- Qjor(tanbe£ nicht viel Eindruck gemacht zu haben, werke genommen, da sie dies für vorteilhaft und &enn> »btvohl in Konsequenz dieses Beschlusses wirtschaftlich zweckmäßig gehalten hat. Zu Beginn ^anfen Abschlüsse in Anleihen ablehnen, der Ueberlandversorgung hat die Provinz selbst die qe^t &er Handel unter den Maklern lustig weiter. Versorgung der Kreise Alsfeld und Lauterbach der Entwicklung des Geldmarktes hat der Ver- Rheinischen Elektrizitäts-Gesellschaft in Mannheim mutung, daß auch diesesmal der .Ultimo schnell vertraglich zugesichert; man fand also früher offen- überwunden werden würde, bisher nicht recht bar darin keine Bedenken. Ferner mag bemerkt gegeben. Der wesentliche Grund für bie bauernbe werden, daß ein weiterer Fremdling, nämlich die Verknappung dürfte in den Devisenabzügen von Buderusschen Eisenwerke in Wetzlar, ja schon seit ßcr Reichsbant liegen. Es ist aber anzunehmen, Jahren Strom an die Stadt Gießen liefern, ohne öa$, wenn die jetzt zum Abschluß gebrachten daß die Provinz Anstoß genommen hat. Wenn Auslandanleihen der Städte einen neuen De- behauptet worden ist. daß die Stadt immer visenzustrom nach Deutschland bringen, auch von • das größte Entgegenkommen bei der Provinz ge- derselben Seite eine Erleichterung kommen wird, funben habe, so soll dies im großen ganzen an- »V. öö Weiter wurden beispielsweise der Stadt Gießen tautet Der Rest wird üorgetragen. im Monat April 1924 für die Kilowattstunde 13,5 * Konsolidierte Alkaliwerke We- Ps berechnet, während andere Abnehmer, die aller- ste regeln .Die o. H. V. genehmigte den Abdings Verträge mit der Provinz hatten, nur 8,8 schluß. Aus 164 331 Mk. Reingewinn werden sechs Pf für die K'ilowattstunde bezahlten. Es mag rich- Proz. satzungsgemaße Dividende auf die V. A. ver- tig ein, daß eine etwas ungünstigere Behandlung teilt und 155 331 Rm. vorgetragen. Die Preise lieber Stadt mit Rücksicht darauf, daß kein Vertrags- gen 25 Proz. unter den Friedenspre.fen. 75 Proz. Verhältnis vorlag, zu rechtfertigen ist, jedenfalls I des Absatzes entfallen auf das Inland. Das Aus- aber nicht in der vorliegenden Höhe. Schließlich ist I land liegt erst in der zweiten Hälfte des Jahres festzustellen, daß an mich persönlich das Verlangen mit größeren Aufträgen vor. Man erwartet einen nicht gestellt worden ist, daß noch einmal darüber Absatz von 1 Mill. Doppelzentner Reinkali. Dorrate • gesprochen werden sollte, wenn Schwierigkeiten sind nirgends mehr vorhanden. Die Gesellschaft entstünden, und daß eine Einsicht in das Gutachten I arbeitet z. Z. nur noch mit 4 Werken mit tfabrifen. des Sachverständigen gegeben werden solle. Ich Die Produktion minderprozentiger Salze wurde würde darauf aufmerksam gemacht haben, daß ich aufgegeben. Bei weiterer günstiger Entwicklung er- mir einen Erfolg davon nicht versprechen könne, hofft man ein erfreuliches Ergebnis. Denn bei der Beschlußfassung einer größeren Kör- ♦ Kaliwerke Aschersleben. Die H. V. perschast kann nicht im voraus gesagt werden, wie genehmigte den dividendenlosen Abschluß und be- der Beschluß ausfällt. Nachdem jedoch die Stadiver- schloß nach Zahlung der satzungsgemäßen Divi- ordneten-Versammlung den Beschluß gefaßt hatte, dende auf die Vorzugsaktien 133 281 Rm. vorzu- mit Oberweser abzuschliehen, darf es «ohl als aus- tragen. Die Sanierung in der Kaliindustrie ist so- geschlossen gelten, daß sie von dieser ixuh sorgfäl- weit durchgeführt, daß beim Aschersleben-Konzern tiger Prüfung getroffenen Entscheidung R stand ge- von 240 Schächten nur noch 80 in Betrieb find, die nommen hätte. Es ist richtig, daß der Provinz, jedoch mit Gewinn arbeiten. Jrn ersten Halbjahr -' nachdem die Entscheidung ber Stadtverordneten- 1925 betrug der Absatz 7,3 Mill. Doppelzentner Versammlung gefallen war, eine kurze Mitteilung Reinkali, gegen 3 Mill, im ersten Halbjahr 1924, darüber zuging, daß von dem Vertragsangebot ber und 5,2 Mill, im ersten Halbjahr 1913. Man hofft, Provinz Oberhessen kein Gebrauch gemacht werben öas einjährige Abkommen mit ber elsässischen Jn- fönne. Es kann nicht anerkannt werden, daß die dustrie verlängern zu können. Die Bankschulden Stadt irgendeine Verpflichtung gehabt hat, die konnten bis auf minimale Beträge .abgezahtt Stellungnahme ber Stadtverorbneten-Versammluna werden. gegenüber der Provinz zu rechtfertigen. Es ist doch * @aii merte Salzdetfurth A.-G., zu selbswerständlich, daß die Entscheldung für Ober- B a b S a lzb e t f u r t h. Die 0. H. D genehmigte we,er nur deswegen gefallen ist, weil deren Ver- b(?n Abschluß und beschloß, satzungsgemäß 6 Proz. tragsungebot als bas gunsttgere erschien, und nicht Dividende auf die Vorzugsaktien zu verteilen, und deswegen weil man absichtstch d'e Provinz zurück- 153453 Rm. vorzutragen Die Stammaktien bleiben letzen wollte. Gmer bh ^rrf c.5 dividendenlos. Der Absatz betrug ca. 300 000 Dov- d°ch wohl kaum. Das Verfahren der Stadtverwal- pelzentner im ersten Halbjahr 1925 gegen 290 OÖO tung und der Stadtverordneten-Versammlung de- Doooel^entner im oanxen Jahre 1924 wegte sich durchaus in korrekten Formen. Die im -U0PPeldenmer im ganzen oayre 1^. Provinzialtag erhobenen Dorwurfe müssen als un° Die S 11 n nes v e r ka ulf e ’tn J am« begründet ganz entschieden zurückgewiesen werden. b u E.9 e r ° V " 9 eIa nb e. ^a^^ längeren^cr> Bon einer „Schuld der Stadt Gießen", daß der Der- ^ndttingen hat ber Hamburger Staat b e 2lf en trag mit ber Provinz nicht zustande gekommen ist, der Gesellschaft für Erwerb und Verwertung von Fann keine Rede sein. Industrie« und Hafenaelanbe zu Neuhof erworben. Die betreffende Gesellschaft besitzt ein baureifes Gelände von 500 000 Quadratmeter in Wilhelmsburg. Schluß« Rurs Sd)luhh. Tlbenö» Schluß, flurs Schluhk OJHHag h?rl« 9.7. 10 7. 9. 7. 10 7. _ — — — — — 1 —— — — —— — .— - 1 — — — — 1 — — — — J —— — — — — — — — —— — — 89,75 89.75 91,75 ! 91,7.5 93.75 93,9 93.6 93,55 6.75 6.9 6.8 34.9 — — 37 120,5 120,5 120 120,62 97.13 97.25 97 97 118 IIS 118 118 119,7 119.8 119.5 119 G? 63 — — 107,75 108 tos 108 90 90 — — 96 96 96 96 8,13 8.8 8.13 8,40 0,05 0,1 0.1 72 75.5 72,2 > 50.1 51,50 50,2.5 52 51 — 49 49 68,25 68.5 66,75 67,75 67 56,75 56 56,25 108.90 107..50 108.75 119 116.5 110 117.5 127 128 19,50 19,25 50 51,2 > - 49.75 50.5 52 5 53 54.5 86 13 86,13 8.5,50 86.25 67.375 68.75 67,90 68,50 72,25 73.5 73 73,13 2,25 2,20 52 52,20 52,62 53,62 56 56.25 57 57,50 - — — 79 72.5 — — 57.25 59 58,1 59,62 _ — 100 96,25 124,13 125 122,50 124.25 0,44 0.1', 81.13 82.5 82.75 81,90 112,50 113,75 112 113,25 114.40 114.9 112,50 114 5,80 5 9 — 68.25 70.5 69,30 69,1 103,5 105 — - 92,75 94,50 93 94 71,62 — — 73 83.5 82,5 — — 59 60 58.90 59,75 74,25 75 74,5 74 57.5 57,75 59.25 57,62 53.5 53 53.4 54,5 43 1 43 — — 47,5 50 47,9 51 1 — 66,5 66,75 0,41 0,41 — 0,82 0,78 0,8 0,8 101,5 101,5 — — 67 67,5 2.1 —— 2.8 — 2.8 2,62 38,25 | 38,25 36 37 9,40 9,50 9.70 9,4 77 75 — 66,75 67 67,5 67,5 168,10 168,52 168.12 168,54 1,693 1,697 1,693 1,697 19,40 19,14 19 415 19,455 74,26 74,44 73,71 73,89 86,36 86,58 86,29 86,51 112,59 112,87 112,60 112,88 10,562 10.602 10,562 10,602 15,41 15,48 15,50 15,54 20,390 20,442 20,390 20,442 4,195 4,205 4,195 4,205 19,695 19.735 19,71 19,75 81,47 81,67 81.46 81,66 60,92 61,08 60,92 61,08 1,716 1,720 1,716 1,720 0,459 0.461 0.461 0.4f3 59,057 59,191 59,055 69,195 12,43 12,47 12.426 12,468 7,36 7,40 7.37 7,39 3,895 5,915 ' 5,895 5,915 3,025 3,035 3,025 3,035 20,825 20,875 20 925 20,975 80,84 81.04 80 83 81.03 2.295 2.305 2,312 2,322 6.99 7.01 6.99 7.01 tofmttti! 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IS., nachmittags 2 Mhr, wird der zweite Teil der Ktrschenernte von den Bäumen auf dem Trieb in zirka 36 Losen möglichst baumweise öffentlich meistbietend ver- steigert. Zusammenkunft an der Kaiserallee bei ___ Man verlange ausdrücklich u । „ um । ■ , , I Gießener Brauhaus-PilsenerI WI il —MBaLa: 05827 Arbeitsüergebnng7 Tie Erneuerung vou r6. s50 I schlachtens versteigert werden. Darmstadt, den 9. Quli 1925. Hessische Landge stuts-Direktion. Scho rke. 67620 Jucht- und Nutzvieh- märkteinDarmstadt. Wegen der in Grafenhausen bei Darmstadt ausgebrochenen Maul- und Klauenseuche können Veterinärpolizei- sicher Anordnung zufolge die Darmstädter Zucht- u. Auhviehmärkte bis auf weiteres nicht ftattfinden. Darmstadt, den 9. Juli 1925. Der Oberbürgermeister. 67610 °*D Eigene Werkstätte mit Motorenbetrieb. 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