ar. 8 Erstes Slatt (75. Jahrgang Samstag, (0. Januar (925 Irsch eint täglich, außer Sonn- und Feiertage. Beilagen: viehenerFamilienblütter Heimat im Bild. fflonal$:Be5HQSprel$: »®olbmarft u. 20 Gold» Pfennig für Trägerlohn, «uch bei Nichterscheinen :on einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. ^ernsprech'Anschlüsse: Lchristlettung 112, Der. IigundGeschästsstelleSl. Anschrift für Drahtnach» ,ichten:Lnreiaerrtetzen. psstscheäkonto: Aronkfurl a. M. 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger sür Oberhessen Druck und Verlag: Vrsthl'sche Universttäis-Vuck- und Steinöniderci R. Lange in Sleßen. Schristlettung und Geschäftsstelle: 8chulftraße 7. Annahme von Anzeigen für die Tagernummer'bis ;>um Nachmittag vorher ohne jedeDerbindlichKeit. Preis für l mm Höhe sür Anzeigen van 27 mm Brette örtiidjS, auswärts 10 (Bolbpjcnnig; für Ne» Klaine-Anzeigen o 70 nm Breite 35 Goldpfennig, Platzoorschnst20 ,Ausschlag. - Verantwortlich für Politik u. Femllelon: l)r Friedr.Will) Gange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein;sür den Anzeigentell: yansDeä«, sämtlich in (Bieljcn. Zentrum und Regierungskrisis. GS erscheint fast als übertriebene Deruss- i^licht des politischen Chronisten, Herrn Mar» tuf allen Kreuz- und Querwegen um das Ziel , ang", die das Blatt scheut, als sie in der Wei- mcrct Koalition nach links hin erfolgte, die . enlrumspartei doch leidlich überstanden hat. Und dah diese „einseitige Regierung" einen ,Hampfcharatter" gehabt hat, ohne den sich die „Germania" ein Rechts- oder Linkstabinett nicht denken kann, werden nicht zum Letzten die Herren Wirth und Fehrcnbach wohl schwerlich wahr haben wollen. Der Artikel der „Germania" ist deshalb I» lehrreich, weil er zugesteht, dah der Kampf uet die Regierungsbildung nichts anderes ist >118 die Erhaltug des Zetrums, und dah die Tragikomödie, die wir alle schaudernd über uns ergehen lassen, um des Zentrums willen angeführt wird, und zwar zu einer Stunde, die i>cß deutsche Volt im erbittertstem Kampfe um ixn letzten Rest seines Rechts sieht. Sehen wir von den taktischen Derlegenheits- lombinationen und Verschleierungsmanövern dieser Tage ab, so gibt es für die Dauer doch nur • öei parlamentarische Möglichkeit 1 «n, zu einer Mehrhcitsregierung zu gelangen. Sntineber dem Zentrum glückt es, Rachbarparteien Rechts- oder Linksblocks zu einer Kompromih- ‘ 'rliitik der Mitte zu sich herüberzuziehen, oder Zentrum schließt sich entsprechend den parla- amtarischen Gegebenheiten einmal mit Erlaubnis 'eines Wirthflügels als linke Zlügelpartei einer ÜcchtskoaU.ion an. oder es tritt mit stillschweigen- bn- Einwilligung seines rechten Flügels als rechte -Mgelgruppe zu einem Linksblock. 3in ougenblick- -iirtn Stadium der Krisis erscheint die erste Mög- l'hleit ausgeschlossen, bleibt also die Entscheidung teS Zentrums, ob Rechtsblock oder Weimarer Koalition. Innerhalb des Zentrums !«i>eint sich der Kampf, ob links oder rechts, nun ticr so zugespitzt zu Haven, dah eine klare Cnt- loieidung das Auseinanderfallen der Partei behütet. ilnö um diese Parteikrisis, die sich immer mehr als der eigentliche Kern unserer par- l-anentarischen Krisis yeraustristalkisien, um die- leä innere Dilemma des Zentrunrs zu verschleiern, b-iglückte uns Herr Marx mit Plänen von einem . iberparteilichen Kabinett" von Par- I-dienten, das, parlamentarisch gesehen, in Zen- tnum und Demokraten die denkbar schmälste Basis ! finbe. Wenn schon die Parteien ihren Bankrott er- ’ klaren wollen und mit dein parlamentarischen Sy° nichts anzufangen wissen, dann wird ein „Ka- b inett der Köpfe" gewiß nicht das schlechteste fein, Ur dem wir in unserer Lage greifen können. 'Aber d cnn auch fort mit den Parteien und ihren Beauf- Ixegten und Leute heran, die in ihren Entschlie- b mgen frei sind von Parteirücksichten und Par- kvitaktil und über das hohe Maß von sachlichem Wissen und politischem Können verfügen, das für ' öit Leiter des Staates, auch einer Republik, we- kDillicher ist als die Parteizugehörigkeit und die Tewihheit, möglichst vielen Parteien „genehm" »u sein. Soeben trifft die seit Wochen fällige Rachricht eu, dah Herr Dr. Marx sich cnblid) zu dem Barmatfkcmdal und Parlament. Minister Hoefle seines Amtes entbunden. — Beschuldigungen und Dementis- Die amtliche Dementiermaschine hat setzt keine ruhige Minute mehr, jeden Augenblick tauchen neue Rachrichten über d'e D-rbindungen hoher und höchster Persönlichke ten b:r Regierung und des Parlaments zu den Schiebern Barmat und Kutisker auf. Dah sich unter der Fülle dieser Mitteilungen auch zahlreiche befinden, die nicht hieb- und stichfest sind, liegt in der Ratur der Sache. Was aber biß heute auch von amtlicher Seite zugestanden toort-en ist, spottet doch jeder Beschreibung. Herr Höf le. seines Zeichen Reichspo'tminister und M tglied der Reichstagsfraktion d.-s Zentrums, gibt sich zwar noch immer den Anschein, als ob er mit dem ganzen Darmat-Skandal nicht das geringste zu tun hätte. Die Unter)udjungen feiner Parteifreunde haben aber doch so belastendes Material zutage g.fördert, dah das Zentralorg-an der 3cn- trumspartei heute feststellen muh, Herr Höfle werde vorerst sein Mandat ruhen lassen. So angenehm die Säuberungsak tionde» Zentrums berührt, so bertounberlief) erscheint es. dah die Sozialdemokratie, durch die doch die Darmat-Affäre erst zu einem politischen Skandal geworden ist, es nicht für nötig hält, ebenfalls im eigenen Lager aufzuräumen. Statt dessen muh man erleben, dah die am stärksten belasteten Persönlichkeiten nach wie vor bei der Partei in 21 mt und Wurden sitzen. Einen sehr komischen Eindruck hat bisher der Reichspräsident hervorgerufen, von dem der amtliche Dementierapparat der Oeffentlichkeit mitteilt. er könne sich weder auf bestimmte Briefe, die sich auf Barmat bezogen, noch auf ein Bild, das er Barmat mit eigenhändiger Unterschrift schenkt^, besinnen. Stellten bisher* Staat und Parlament die Haupt beteiligten an Liefern Skandal, so scheint nach der Mitteilung eines Berliner rechtsstehenden Blattes, jetzt auch noch der Berliner Oberbürgermeister Böh eine gewisse Rolle zu spielen, von dein behauptet wird, er hätte sich in eine Wohnungsschiebung zugunsten Kutiskers eingelassen und würde jetzt disziplinarisch verfolgt werden. Das Zentrum und der BarmaMandal. Berlin, 10. Cian. (Priv.-Tel. des Wolff- büros.) Tie deutschnationale Presse fährt fort, im Zusammenhang mit der Darmatafsäre schwere Beschuldigungen aegen den Reichspostminister Dr. Hoefle und den Zentrumsabg. Longe-Hegermann Entschluß durchgerungen hat, seinen Auftrag zur Kabinettsbildung in die Hände des Reichspräsidenten z u r u ck z u l e g e n. Damit ist die Situation geschaffen, die die Bildung eines „Kabi- nettsderPersönlichkeite n", das von den Parteien unabhängig ist, infolge seiner Zusammensetzung nach rein sachlichen Gründen, aber die Wahrscheinlichkeit in sich trägt, das Vertrauen aller bürgerlichen Parteien des Reichstags, möglicherweise auch eine neutrale Haltung der Sozialdemokraten zu finden. Als möglicher Führer eines solchen Kabinetts wird zur Stunde der seitherige Reichsfinanzminister Dr. Luther genannt, der seiner ganzen Einstellung nach hierfür durchaus die geeignete Persönlichkeit zu sein scheint. Dr. Luther Lanzlerkandidat. Dre Haltrruq der Deutschnationaleu. Berlin, 10. Jan. (TU.) Bon zuständiger Stelle wird der Telegraphenunion folgendes mit- geteilt: Die Feststellungen bei der Reichstags- fraltivn der Deutschen Dolkspartei haben ergeben, daß sie sowohl gegen ein durch Zentrum und Demokraten gebildetes Kabinett als auch gegen das durch Staatssekretäre ergänzte, bisherige Kabinett in schärfste Opposition treten wurde. Da Reichskanzler Marx unter diesen Umständen die Möglichkeit einer Regierungsbildung durch ihn nicht mehr gegeben sah. hat er gestern nachmittag den ihm erteilten Auftrag dem Reichspräsidenten zurückgegeben, nachdem auch die Bayrische Dolkspartei und die W ir t sch ast s Partei sich ablehnend Verhalten haben und endlich auch Jinanzmtnister Dr. Luther erklärte, dah er in einem durch Staatssekretäre ergänzten Kabinett nicht der- bleiben werde. Es wird nunmehr angenommen, daß Zinanzminister Dr. Luther mit der Kabinettsbildung beauftragt werden wird. Der Reichspräsident hat im Laufe des gestrigen Abends Reichsminister Stresemann, die Reichstagsabgeordneten Schiele, Hermann Müller und am späten Abend noch Reichs- sinanzminister Luther empfangen. 3n der Besprechung erklärte der Äeichspräsidenr, daß er die Absicht habe, den Reichsftnanzministrr Dr. Luther mit der Kabinettsbildung zu betrauen und fragte die Abgeordneten, wie sich ihre Fraktionen dazu stellen werden. Hermann M ü 11 e r behielt sich sein Urteil vor, bis er wisse, wie das Kabinett zusammengesetzt sein werde. Der Abgeordnete Schiele deutete an, daß die Deutschnationalen an sich mit D r. Luther einverstanden wären. Selbstverständlich müßte ihre Partei in einer entsprechenden Weise in dem Kabinett vertreten fein. Zu den gestrigen Besprechungen bemerken die Blätter, dah aller Voraussicht nach Dr. Luther, der keiner Partei angehört. jedoch dem vorzubringen. Die „Drutschc Zeitung" behauptet, dah Hoefle aus Restgeldern, die, wie das Blatt ertliir.e, dem wirtschaftlichen Wiederaufbau des Rhein - und Ruhrgebietes dienen sollten, seinem FraktionSgenofsen Lanae-Hegermann einen Kredit von 2 Millionen Goldmack eing*räumt habe, von denen Lange- Hegeimann 1,5 Mill.onen zum Ausbau einer Maschinenfabrik aufjertalb B rlins lür sich verwendete. Der Verbleib des Restes des Geldes konnte bisher nicht nachgewiesen weiden. Hoefle soll persönlich eine Provision von 60 000 Mk. bezogen haben. Der „Lag" (Rachtausgabe) klagt Hoefle an, im Vorjahre 12 Millionen Goldmark aus Geldern der Reichspostverwaltung der Holzindustrie 2L G. Mologa geliehen zu haben, die Holz- geschäste mit Sowjetruhland betreibe und in deren Aufsichtsrat sich der frühere Reichskanzler Wirth, her demokratische Relchstagsabgeord- nete Ludwig Haas, dec Zentrumsabgeordnete Lange-Hegermann und der frühere Reichskanzler Fehrenbach befänden. Ob die Angaben der beiden genannten Blätter den Tatsachen entsprechen, war bisher nicht festzustellen. Zu diesen Beschuldigungen der Rechtspresse gegen sührende Parlamentarier der Zentrumspartei nimmt die Germania" in längeren Ausführungen Stellung. Zu dem Vorstoß des „Tag" gegen bk Deutsch-russische Holzindustrie 21.®. Mologa erklärt das Zentruwsorgan u. a. dieses Organ wird gestützt und geführt von bekannten hcut- fchen großindustriellen Unternehmungen, wie Deutsch-Luxemburger, Gelsenkirchener 21.=®., Gebrüder Himmelsbach u. a. Um das Zustandekommen dieses größten deutschen Unternehmens in Rußland waren seinerzeit aus Veranlassung der beteiligten Industrie und unter dein Wissen und Unterstützung des Auswärtigen Amts die Herren Dr. Wirth und Dr. Ludwig Haas bemüht gewesen. Reben den genannten Herren, wobei Herr '5 ehren bad) überhaupt niemals an d em Unternehmen beteiligt gewesen ist, sitzen die prominentesten Vertreter der deuschen Industrie. Wir nennen heute nur den ehemaligen deutschnationalen Abgeordneten Generaldirektor V ö g e l e r , Generaldirektor Fehr mann vom Stinnes-Konzecn u. a. Alle Beziehungen, welche die Mologa mit dem Osten unterhalten hat, sind nicht nur dem Auswärtigen Amt und Dr Stresemann bekannt, sondern wir erfahren, daß Dr. Stresemann Dr. Wirth auf das lebhafteste unterstützte in feinen Bemühungen, diese gegenlc tigen m i- schaftlichen Bestehungen zu s ö r d e r n. Auch di. übr.gen Stellen her Reichsregierung haben bd) mit dieser Angelegenheit schon längst bef.häfi gl. Die Mologa selbst hat niemals in einem beia- ii= gen Kreditverhaltnis mit der Reichspost gestanden. Das Blatt betont, daß das Zentrum einmütig her Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Pru ung her gegen den Reichspostm.nister Dr. Höfle und d.n Zentrumsabgevrdneten Lange-Heg ermann erhobenen Dorwürfe jugeftimmt habe und den größten Wert darauf lege, daß die Angelegenheit völlig geklärt 3u den Vorgängen bei der Reichspost. Berlin, 10. Jan. (TU.) Rechtsanwalc Dr. 2llsberg bat in Beantwortung der ükröffen: - lichung der „Deutschen Zeitung" folgendes Schreiben an Lief es Blatt gerichtet. „3m Auftrage des Herrn Reichspostminisiers D/. Hösl- habe ich Ihnen folgendes mitzuteilen' Sie berichten in Ihrer Abendausgabe vom 9. Januar, daß Herr Dr. Höfle aus den Poftgeldern, die dem wirtschaftlichen Wiederaufbau des Rhein- und Ruhrgebietes dienen solltest, feinem Fcal- tionsgenoffen Lange-Hegermann einen Kredit in Höhe von 2 Millionen ®o[bmarf eingeräumt habe und daß Herr Dr. Höfle persönlich sür hiefetf Geschäft eine Kaution von 60 000 Mack bezogen habe. Diese Mitteilungen sind unwahr. Der Kredit ist von der Abteilung München der Reichspostverwaltung, die in der Verwaltung ihrer Gelder völlig selbständig ist, unter Einschaltung von zugelassenen Danken gewährt worden. Die Dehouptung, daß Herr Dr. Hosle irgendeine Vergütung direkt oder indirekt bezogen habe, stellt eine Verleumdung dar. Ich bin beauftragt, gegen die Urheber und ■Verbreiter der Rachrichten die notwendigen strafrecht- lichen Schritte einzuleilen. Reichspostminister Hoefle seines Amtes enthoben. Berlin, 9. 3an. (WB.) Der Reichspräsident hat Reichsminister Höfle auf dessen Antrag von dem Amt deS Reichspostministers und des AeichSministerS für die besetzten Gebiete entbunden. rechten Flügel her Deutschen Volks- Partei nahe st eh 1. mit der Kabinettsbildung beauftragt werden dürste. Laut .,Derl. Lokal- anz" durfte Dr. Luther feine Aufgabe darin erblicken, ein fraktionell nicht gebundenes Kabinett dec bürgerlichen Parteien zufrande zu bringen. Es fei hem gleichen Blatt zufolge anzunehmen, daß er drei Persönlichkeiten in das Kabinett aufnehmen werde, die den Deutschnationalen nahestehen. Reichsauhenminister Dr. Stresemann würde einem solchen Kabinett ebenfalls angehören und man rechne damit, daß vom Zentrum mindestens Rcichsarbeitsmrnister Brauns in der ütegierung verbleiben würde. Ob Dr. Luther die Bildung eines derartigen Kabinetts gelingen werde, kann allerdings noch als zweifelhaft angesehen werden, ha die deutsch- nationale Fraktion des Reichstages sich gestern in einem Beschluß für dir Bildung eines parlamentarischen Kabinetts ausgesprochen hat, in welchem sie selbst entsprechend ihrer Parteistärte durch vier Mini st er vertreten sein will. — Don den Dlättern wird noch eine zweite Möglichkeit her Regierungsbildung im Reiche erwähnt, nämlich hie Beaustragung des sozialdemokratischen Führers Hermann Müller mit der Kabinettsbildung, der bereit fein würde, die Herstellung her Weimarer Koalition (Zentrum. Demokraten, Sozialdemokraten) zu versuchen. Zu einem Kabinett Luther würden, wie das „Decl. Tagebl" und der „Vorwärts" betonen. die Demokraten und Sozialdemokraten in schärfster Opposition stehen. Die hessische Regierungsbildung. Darmstadt, 9. Jan. (Eigener Bericht.) Ueber den Verlauf der Reugestaltung her Regierung meldet unser Berichterstatter: „Der sozialdemokratische „Hessische Volksfreund" veröffentlicht einen längeren Artikel über die Regierungsbildung in Hessen, der sich hauvt- sächlich gegen die Deutsche Volkspartei und das Zentrum Wendel. Es finden sich aber auch darin die nachstehenden Sähe: „Kommt also die alte Koalition wieder, was nach dem bisherigen Gang der Verhandlungen angenommen werden darf, so wird auch wohl die Ressorwerleilung unter den Koalitionsparleicn hie gleiche bleiben. Wahrscheinlich wird das Justizministerium als Ministerium verschwinden und dem Ministerium des Innern angegliedert werden: vielleicht wird das Landesamt für das Dil- dungswefen eine andere Benennung erfahren. Im toefentließen aber werden etwaige Aenderungen eine Angelegenheit der inneren Organisation sein, die natürlich Gegenstand der Verhandlungen Ist." Der Preußenlandtag zum Vertragsbruch. Die Parteien des Preußischen Landtag.'S hatten eine Kundgebung gegen i>ie rechts widrigeDerläilgerungLerDesehuug der ersten Zone im altbesehteu Gebiet vereinbart, es war beschlossen, daß der Landtagspräsident in dieser Demonstration das Wort ergreifen sollte. Die Sozialdemokratie hat es aber fertig gebracht, diesen Protest zum Scheiteim zu bringen, so daß er vollkommen wirkungslos verpuffte. Der MinisterpräsiLent Braun wollte es sich nicht nehmen lassen, ebenfalls eine län gere Erklärung abzugeben, obwohl von dec Deutschen Dolkspartei vorher im Ael- testenausschuß angefünhigt worden war. daß sie die Regierung nicht als versasfungs- mäßig betrachte, er also von einer R e - gierungSer Uärung abf eben müsse. Trotzdem der Aeltestenausschuh in diesem Sinne beschloß, fühlte sich Herr (Braun doch bewogen, diesen (Beschluß zu sabotieren und das Wort zu ergreifen. Darauf verliehen natürlich die Deutsche Voltspartei ebenso wie die Deutsch- nationalen geschlossen den Sitzungssaal. Herrn (Braun trifft also die Schuld für das, was nun kommen wird. Daneben zeichnete sich aber die Freitagsihung des Preußischen Landtags noch durch wüste Lärmszenen der Kommunisten aus, die ebenso wie Herr Braun das ihrige dazu beitrugen, der Kundgebung für die Kölner Zone jede Wirkung zu nehmen. Der Kampf um die Kölner gone. Berlin, 9. Ian. (Wolff.) 3n der Sitzung des Auswärtigen Ausschusses des Reichstages gab Dr. Stresemann eine ausführliche Darstellung der politischen und handelspolitischen Lage und erläuterte im Zusammenhang damit die Frage her Räumung her Kölner Zone. Die Ausführungen des Ministers waren vertraulicher Ratur. Wie aus parlamentarischen Kreisen verlautet, betonte der Minister besonders hie Tatsache, daß die angeblichen deutschen Verfehlungen in der Entwafftcungsfrage von den Alliierten nur angedeutet worden seien. Der Minister wies auf das große Mißverhältnis hin, dah zwilchen her angeblichen Richterfüllung von Einzelheiten in der Entwaffnungssrage und dec daraus seitens der Entente gezogenen außerordentlich harten Folgerung her Richträumung her Kölner Zone festzulrelkn fee Angesichts tc unzweifelhaften Tatsache der durchgeführten Entwaffnung Deutschlands entspräche eine solche Handlungsweise keiner objektiven und loyalen Auslegung des Artikels 429 des Versailler Vertrages. Außenpolitische Umschau. Von Prof. Dr. Otto Hvetzsch. M. d.R. Die Räumungsnote der Alliierten ist am 6. Januar veröffentlicht, die d e u t f ch e Antwort darauf noch am selben Tage überreicht worden. Leide Dokumente sind nur provisorischer Art. Das der Alliierten verweist auf den endgültigen Schlußbericht der Kommission und die darauf aufzubauende Schlußnote. Die deutsche Rote kann lediglich gegen Den Rechtsstandpunkt oder vielmehr Anrechtsstandpunkt der Alliierten protestieren und muh im übrigen auch abwarten, bis Deutschland im einzelnen bestimmt und amtlich gesagt worden ist, was man ihm vorwirft. Denis das ist das Unerhörteste an diesem Rückfall in die Sanktionspolitik, dah, während PoincarS derartige Decstöhe jedesmal wie ein Advokat ausführlich begründete, dieses Mal eine Reihe ganz allgemeiner, ganz vager Behauptungen „beispielswei.se" herausgegriffen wird und das Urteil, die Straf-- mahnahme der Richträumung, ausgesprochen wird ohne Mitteilung des Tatbestandes an den Beklagten. Die Durchsicht der englischen Presse ergibt, dah es England dabei selbst nicht wohl ist. Man weist darauf hin. dah es notig sei. klipp und klar zu sagen, was man Deutschland vvrwirft, und hat ein Gefühl dabei, dah die Weltmeinung sich bei dieser Lage der Dinge gegen England wenden muh. Auf der Welt und bei uns hat niemand erwartet, dah Frankreich England antreiben würde, die 'Bestimmung Öc8 Art. 429 des Versailler Vertrages einzuhalten. Englands Pflicht war es, auf dem Recht zu bestehen und nicht, wie das jetzt geschieht, eine rechtswidrige Handlung, nämlich die Ruhrbesehung, durch eine zweite rechtswidrige Handlung, nämlich dieRicht- räumung der Kölner Zone zu bekräftigen. Es wird aber jetzt ganz llar. dah Herriot in den Vorbereitungen zur Londoner Konferenz ausdrücklich aussprach, er könne auf die Pfänderpolitik nur verzichten, wenn Frankreich seine Sicherheitsforderung befried'gt erhalte, und dah Macdonald das anerkannt hat. Unter der französischen Sicherheitsfvrderung verstand man damals das in Vorbereitung befindliche Genfer Protokoll, das im September angenommen wurde. Macdonald war bereit, dieses Protokoll zu ratifizieren, das neue engl.sche Kabinett der Konservativen sieht sich nicht in der Lage und sieht sich Frankreich gegenüber m der Rotte eines Genossen, der das Verhältnis mit dem bisherigen Genossen nicht nur festhalten, sondern eher noch enger ziehen möchte, und der doch dem anderen in dieser wichtigen Angelegenheit das Wort nicht gehalten hat. So ist Chamberlain F ankreich in der Räumungsfrage entgegengekommen und in d'efer Verquickung zwilchen Räumung und Sicherheitsfrage liegt das Bedrohliche und die Gefahr des Konfliktes in erster Linie, vor allem in der Richtung, dah damit der Kon- fiikt wahrscheinlich längere Zeit andauern wird. Denn die Forderung: Sicherheit Frankreichs ist leicht ausgesprochen, aber schwer beantwortet. Schon zwischen Engländern und Franzosen ist eine Verständigung darüber nicht leicht. Zwischen Deutschland einerseits und den Alliierten ist die eigentlich ausgeschlossen. Denn es gibt keine Lösung dieser Sicherheitsfrage in dem Sinne, wie er den Franzosen vorschwebt, die für Deutschland annehmbar sei. Wir wollen uns darüber klar sein, dah d i c Kölner Zone nicht geräumt tocrfrm wird, 'solange französische Truppen im Rubr- gebiet stehen und solange nicht die Sicherheitsfrage eine Lösung nach dem französisch-m Wunsch und der französischen Vorstellung gefunden hat. Man bemüht sich in England, die Lage zu meistern. Man fordert, dah Deutschland Zeit gegeben werde, einige Monate oder tote lange, damit es feine „Verfehlungen" in der Entwasf- nungsfrage wieder gutmache und dann würde, unter A Verkennung des deutschen Vertrags-echts, die Kölner Zone g-'räumt werden. W mt t bereits gesagt ist. dah dann auch die endgültige Räumung des Ruhrgebietes nach vorwärts gezogen würde und. womit wieder g.'sagt ist dah ü'»er die Sicherhellsfrage mindestens eine Art erster allgemeiner Verständigung erzielt sein mühte. Da in diese Sach? auch Die Angelegenheit der interalliierten Schulden eimgreift. die jetzt ii der am 7. begonnenen Min'sterkonfevenz in Pa>?is behandelt wird, so liegt auf der Hand, dah sich Deutschland und auch Europa auf eine Kr.sis von längerer Dauer einrichten muh. Das ist nicht im Sinne Rordamerikas. Die Annahme des Dawes-Planes hat die gute Folge, dah Rordamerika auch an d rlei Streitfragen wie der Kölner Ang rieten bet intere.'siert wird. Man rechnet, dah An?r ka seit vorigen Herbst rund l’A Milliarde G ldmark in Deutschland angelegt hat, und es sei daran erinnert, dah die Stützungsanleihe der Dank von Frankreich von Amerika konsolidiert worden ist. Man befürchtet drüben von einem solchen Konflikt, der ja ausschließlich von einem Rückfall in die Sank- tionspolitik auch noch weiter und zu noch weiteren. noch ernstlicheren Konsequenzen führen kann, eine Gefährdung der eigenen Anlagen. Und wenn auch die genannte Summe für den amerikanischen Wohlstand heute nicht groß ist, so will niemand in Rordamerika auch diese kleine Summe verlieren. Amerika fordert darum politische Ruhe in Europa, verlangt Entspannung in kurzer Frist, und da cs eben schon drin ist, ft> können wir sicher fein, dah es in Paris und London energisch feinen Standpunkt vertreten wird. Das ist ohne Zweifel ein Aktivum für uns und ein Weg, auf dem aus diesem Konflikt her- audgefommen werden kann. Ergibt sich in ihm für unS die Möglichkeit zu Verhandlungen, so ist dafür selbstverständlich Voraussetzung, dah Deutschland mitgeteilt wird, was man ihm vor- toirft. Weiter ist Voraussetzung für Verhandlungen. bah man unser Vertrags recht mit einer klaren Interpretation des Artikels 429 anerkennt und diese Verhandlungen unter absoluter Gleichberechtigung Deutschlands tufjrt. Ferner sollen wir uns Mat sein und von der anderen Seite Klarheit darüber fordern, was he sich unter jener Sicherheitsfrage Frankreichs denkt. Schließlich muh zwischen Sicherheitsfrage und Handelsvertragsver- handlungen die Drücke geschlagen werden, wie wir es schon längst gefordert tjahen. Jetzt hat man doch den Staatssekretär Trendelen- burg aus Paris zurückrufen müssen; die Verhandlungen find auf einen toten Punkt gekommen. Wird jetit nicht sinnfällig Mar, welch ein demütigender Widerspruch cs ist, in der einen Sache, wo Sturmzeichen im Reichstag dah nach mühseligen Verhandlungen Frankreich mit einem Tarif kommt, dessen Minimalzölle eine Abmachung ausschließen? Wäre es nicht richtiger und verständiger gewesen, den Vertrag mit England zunächst einmal zurückzulegen und mit Frankreich nach Weihnachten überhaupt nicht die Verhandlungen zu eröffnen? es Der anderen Seite patzt, als nicht gleichberechtigt behandelt und vergewaltigt zu werden, imb in der anderen Sache, well es der anderen Seite paht, als gleichberechtigt behandelt zu werden, nämlich berechtigt. Zugeständnisse zu machen, für die der andere so wenig wie möglich geben will. Was erreichte Deutschland im Vertrag mit England? Ost es nicht der reine Hohn, Der Fall Hoesje. —- 1 Während Herr Marr am Freitag den ganzen Tag wieder in vollendeter Hilflosigkeit zwischen dem Reichstag, der Reichskanzlei und der Wohnung des Reichspräsidenten hin und her pendelte, hielt das Parlament pro forma eine Sitzung ab, um irgendwie die Zeit tot- z u s ck l a g c n. Der Cxplosionsstoff. der sich aber allmählich zwischen allen Parteien aufsammelt, führte doch wiederholt zu Entladungen in Form stürmischer Auseinandersetzungen. Die Wiedererrichtung der Ausschüsse für Krcegs- beschädigtenfrage, für die besetzten Gebiete und für Aufwertung wurden zwar debattelos beschlossen; auch die K o m m u n i st e n konnten zufrieden sein, dah wenigstens zwei ihrer inhaftierten Abgeordneten auf Deschluh des Ausschusses. dem sich der Reichstag einstimmig an- schloh, der Haftentlassung zugesührt werden sollen, dagegen wurde die Einstellung des Strafverfahrens gegen Höllein abgelehnt. Wenn es hier nur zu gelegentlichen Tem- peramentsauSbruchen kam, so schloß sich daran bei der Beratung des Postgesetzes die erste richtige Skandalszene des Reichstages. 5>en Anlaß dazu gab 6er Abgeordnete Henning von den Rationalsozialisten, der mit einer gesunden Portion Bosheit verlangte, dah der Reichspostminister selb st, „falls er noch im Amte fein sollte", das neue Postgesetz zu vertreten habe, um gleichzeitig Rechenschaft abzulegen über die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Herr Ho es le hat es nämlich vorgezogen, sich durch seinen Staatssekretär vertreten $u lassen. Der Antrag fand zwar keine Mehrhell, die Rationalsozialisten erreichten aber praktisch doch ihr Ziel, da von ihrer Seite dauernd die Zwischenrufe ..Barmat-Schieber" kamen. Der Rationalsozialist Henning kündigte gleichzellig an, daß er der Staatsanwaltschaft Rkaterial übergeben würde und die Einleitung einer Unter» suchung gegen Hoesle beim Staats- gerichtshos beantragt habe. Das Zentrum wurde unter diesen heftigen Angriffen sichtlich nervös und schickte zuletzt seinen Vorsitzenden Fehrenbach vor. um sich einigermaßen aus der Klemme zu helfen. Eine undankbare Aufgabe, bei der Herr Fehrenbach durch ein ilebermafc von Pathos seine schwache Stellung zu verbergen suchte. Immerhin nannte er den Fall Hoefle eine traurige Angelegenheit, die noch nicht geklärt sei und sprach sein Bedauern aus, daß der Fall jetzt breit getreten werden sollte. Unter starker Bewegung des Hauses gab er dabei die Zusicherung, dah der Gerechtigkeit Genüge geschehen würde. Unter diesen Umstanden wurde der Gesetzentwurf von der Tagesordnung abge- seht. und man wandte sich den von ben Deutsch- nationalen, Sozialdemokraten und Äomnuiniften eingebrachten Am n e st ie v o r l a g e n zu, die zunächst an den Ausschuß gehen. Sitzungsbericht. Auf der Tagesordnung steht der Bericht des Geschäftsordnungsausschuss^s übcr die Ar- träge auf Haften lassung der kommunist scheu Ao- geordneten Rosenbaum und H ö l l e i n. Der Ausschuß hat einstimmig die Haftentlassung des Abg. Rosenbaum und die Einstellung >lles Verfahrens gegen ihn beschlossen. Im Falle Höllein ist die Haftentlassung. nicht aber die Emst Lung des Verfahrens beschlossen worden. Der Ausschuh richtet an die Regierung anläßlich des Vorgehens d s Untersuchungsrichters Vogt gegen den 215g. Höllein die Aufforderung, dafür zu forgen, dah Briefe, die von Abgeordneten aus der Untersuchungshaft an den Reichstag gorchtet werden, nicht zurückgehalten werden. Abg. Dr. von Freytag-Loringhv- ven (deutschnatl.) betont, die deuischnat ^nale Fraktion lehne es grundsätzlich- ab, die Abgeordneten als eine pr.vilegierte Menschen klasse zu behandeln und der Strafrechtspflege in den Arm zu fallen, wenn es sich um Abgeordnete handelt. Grundsätzlich muh auch daran festgehalten werden, daß die Kommunisten ihren ganzen Parteishstem nach den Hochverrat erstreben. Im Falle Höllein habe aber die Staatsanwaltschaft nicht ausreichend Material beigevracht. Es handele sich hier um eine tendenzchse Verfolgung und die Deutsch- nationalen würden deshalb für die Haftentlassung stimmen. Die Ablehnung des Haftentlassungsgesuches durch den StaatSgerichtShvf sei nicht maßgebend, weil die Deutschnationa'en diesen Staat^erichtshof nicht als ein unabhängiges ordentliches Gericht anerfemten formten. Der Redner verurteilte schließlich die Anklageerbe- bung gegen den Journalisten Adolf Stein, der unter dem Pseudonym „Rumpelstilzchen" schreibt. Abg Dittmann (Soz.) wendet sich gegen die von dem deutschnationalen Redner vorgetra- genen Gründe in der Immunitätssrage. Im Jahre 1920 hätten die Deutschnationalen eine andere Haltung eingenommen und die Einstellung des Verfahrens gegen ihr Fraktionsmikalied Dan den Kerckhoff wegen Steuerhinterziehung und Altenvernichtung beantragt. (Rufe rechts: Darmat!) Abg. Dr. Dell (Ztr.): Es müsse in jedem Falle geprüft werden, ob das Interesse an der Strafverfolgung überwiegt oder das Interesse des Reichstags an der Arbeitsmöglichkell seiner Mitglieder. Der gemeinen Verbrechen ober schweren Verbrechen des Hochverrats werde Im allgemeinen der Strafverfolgung nichts in den Weg gelegt. Wenn der deutschnationale Redner int Falle Höllein eine tendenziöse Verfolgung sieht, so hülle et auch für die Einstellung d e s D ersah r e n s stimmen müssen. Das Zentrum mache ocr Reichsanwallschaft den schweren Vorwurf der tendenziösen Verfolgung. Gr werde darum zwar für die Haftentlassung, nicht aber für die Einstellung des Verfahrens stimmen. Dr. Bell weist bann die Angriffe des deutschnationalen Redners gegen den Staatsgerichtshos zurück. Dieser sei keineswegs einseitig gegen rechts zusammengesetzt. Abg. v. Freytag-Loringhoven verweist darauf, daß der frühere sozialdemokratische Justizminifter Dr, Radoruch selbst den vokiti- Die Amnestieanträge- schen Charakter des Staatsgerichtshofes betont habe, der sich gegen bestimmte Parteien richtet. Der Fall Van ben Kerckhoff habe mit Freisprechung geendet. Der Qlntrag auf Einstellung des Verfahrens gegen den 2Tbg. Höllein wird gegen die Sozial- bemoltaten und Kommunisten abgelehnt. Der Ausschutzantrag auf Haftentlassung der Abgeordneten Rosenbaum und Höllein und auf die Einstellung des Verfahrens gegen Rosenbaum wird einstimmig angenommen. Es folgt die dritte Beratung der Novelle zum Postgeseh. 2lbg. Henning (Ratsoz.): Wir beantragen, den P o st rn i n i st e r herbeizurufen oder, wenn er inzwischen zurückgetreten ist, fernen Vertreter. — (Staatssekretär Sauter vorn Reichspostministe- rtum verbeugt sich lächelnd.) Präsident Lobe: Die Rechtslage ist so, daß Minister Dr. Hoefle fein Amt nieder gelegt hat, ebenso wie die übrigen Mitglieder des Kabinetts. Er war vom Reichspräsidenten mit der Fortführung des Amtes beauftragt worden und führt diesen Auftrag gegenwärtig nicht aus. Abg. Henning (Ratwz.): Wir beantragen dennoch die Herbeirufung des Herrn Dr. Höfle. Wenn er auch sein Anll niedergelegt hat, so wissen wir doch nicht, ob er nicht bald als Stehaufmännchen wieder auftaucht. Das wäre angesichts der Beteiligung dieses Herrn am Barmatfkandal unerträglich. Der Antrag auf Herbeirufung des Ministers Dr. Höfle wird gegen die Deutschnationalen, Kommunisten, Rotionalsozialisten und einige Sozialdemokraten abgelehnt. Abg. Henning (Ratsoz.): Wir beantragen nunmehr Absetzung des Gegenstandes von der Tagesordnung. Wir können nicht für die Post etwas bewilligen, solange die Gefahr besteht, daß Dr. Höfle sein Geld wieder Herrn Barmat zuführt. Dieser Mann, der in den Barmat- skandal verwickelt ist. muß vom Reichspräsidenten sofort seines Amtes enthoben werden, wenn er es nicht selbst niederlegen sollte. Wir haben weiteres Material in Händen und werden gegen Dr. Höfle eine Untersuchung beantragen. Abg. Fehrenbach (Ztr.) betont unter großer Anruhe der Rechten, das Postgesetz habe- gar nichts zu tun mit dem traurigen Fall, der bei änderet Gelegenheit geklärt werden müsse. Abg. Dr. Scholz (D. Dp.): Wir haben gegen die Herbeirufung des Ministers Dr. Hoefle gestimmt. Wenn aber eine Partei die Absetzung eines Gegenstandes von der Tagesordnung beantragt, weil sie darüber Auf- flärung von der Regierung verlangt, so müssen wir der Absetzung z u st i m m e n, solange wir eine verhandlungsiähige Regierung n.cht haben. Der Antrag Henning auf Absetzung derPost- novelle von der Tagesordnung wird gegen die Stimmen der Mitte a n g e n o m.M e n. Es folgt die Deratung der Amnestieanträge. Zur ersten Beratung kommen die von den Kommunisten, den Sozialdemokraten und.den Deutschnationalen vorgelegten Gesetzentwürfe auf Straffreiheit für polit.sche Straftaten (Amnestie- gefetz). Die Begründung des von den Kommunisten eingebrachten Entwurfes gibt Abg. Deichte (Komm.): Die Klassenjustiz, das einzige Macht- mittel der Reaktion gegenüber der 2lrbei.ec- klasse, tobt sich ungehindert aus. Die Sozialdemokraten, welche die Revolution einfach abgemeuchelt haben, betreiben einen Rachefeldzug gegen die Kommunisten, gegen die einzige Arbeiterpartei Deutschlands. 2lbg. Dr. Rosenfeld (Soz.) verlangt Straffreiheit für Straf aten, die begangen wurden 1. im Jahre 1919 un Zusammenhang mit den Unruhen in Bayern, 2. im Zusammenhang mit den März Unruhen oder mit dem , Einrücken der Reichswehr in Sachsen und Thüringen oder in bei Abwehr monarchistischer Bestrebungen, oder in Lohnkämpfen, 4. wegen Bekanntgabe des Bestehens verbotener Organisationen. Die Kommunisten hätten kein Recht zu ihren Angriffen, denn sie hätten durch ihren Kampf gegen das Lo iboner Abkommen die Amnestierung vieler politischer Gefangener verhindern wollen. 2lbg. Thälmann (Kom.) ruft: Gemeinei Schwindler! und wird deshalb vom Vizepräsidenten Gräf-Thüringen zur Ordnung gerufen. Abg. Lohmann lDeutschnatl.) begründet den Amnestiegesrtzentwurs der Deutschnationalen, in 2 em Straffreiheit verlangt wird für alle Beteiligten am Kapputsch, am Küstriner Putsch und für die Angehör-gen der Orgaiw sation Consul, sowie für diejenigen, die Versuche zur Befreiung von verurteilten KapPutsch- teilnehmern gemacht 1; ab eit. Der Redner erklärt, Kapitän Ehrhardt habe feinen Freunden versichert, er würde sich in dem g-gen ihn anhängigen Meineidöveifahren den deutschen Gerichten stellen, sobald ihm wegen der Hochverratsbeschuldigung Amnestie gewährt worden sei. Die drei Qlmnefti-'g-fcljenttoürfe wurden dem Rechtsausschuh überwiesen. Der Präsident schlagt Vertagung bis spätestens Mittwoch vor. Abg. Stöcker (Kom.) protestiert gegen eine Vertagung des Reichstags, der in dieser Zell, wo die K o r r u p t i o n s s k a n d a l e zum Himmel stinken, nicht auseinandergehen könne. 2kbg. Müller- Franken (Soz.) weist darauf bin, daß morgen die politische Aussprache Im Auswärtigen Ausschuß beginnen wird. Gleichzeitig könnten nicht Plenarverhandlungen statt- sinden. 2Ibg. Dittmann (Soz.) erklärt, daß in der deutschnationalen Presse behauptet werde, er, Dittmann, habe in Amsterdam mit 'Larmat verkehrt. Diese Behauptung ist glatt erlogen. (Hört, hört!) Auf Vorschlag des Präsideillen Lobe wird ■ sofort durch einstimmigen Beschluß der von den Deutschnationalen beantragte aus 18 Mitgliedern behebende darlamenr«cische Anter- E Neuen Bäue 2 £*ingi Vors unte : An-üfiöv81 M In- ii v«waltung vm Stellung v, Plitz. v.prg hk W k uchungsausschuy eingesetzt. Dec öfr Beziehungen Barmats zu den Reichsstellen Prüfer- soll. Im übrigen bleibt es bei der Der 1a-- gung nach dem Vorschläge des Präsidenten,' Das Ende der ZoAfreLhett. Berkin, 10. Jan. (£. 51.) Die „Vossische Zeitung" meldet aus Straßburg, daß alle Grenzübergänae zwischen Deutschland und Elsaß- Lothringen überfüllt sind von Elsässern, die in letzter Stunde vor bem heutigen Ablauf der Versailler Bestimmung über die freie Ausfuhr elsässischer Waren nach Deutschland profitieren wollen. Die Heberfüllung ist am schlimmsten an der Kehler Drücke, wo ein besonderer Polizei-Ordnungsdienst eingerichtet werden mußte. Eine bedeutende Persönkichkeü der lothringischen Industrie erklärte, daß die Unterbinbung der elsaß-lothringischen zollfreien Einfuhr nach Deutschland Frankreich große Sorgen bereiten würde. Die elsässisch-lothringische Industrie habe zwar noch für die nächsten Monate Deschäfigmrg, jedoch sei es nicht ausge, schlossen, daß schon nach einigen Wochen eint große Arbeitslosigkeit eintreten könnte. Aus Stadt und Land. Gießen, ben 10. Januar 1925. Anschluß vvn Wölfersheim att das Großkraftwerk Borken (Oderweserj A. G.? O Die Elektrizitätsversorgung von Hessen erfolgt z. Zt. in der Hauptsache durch scchL größere Unternehmungen: Hess. Eisenbcchn A.- G., Städü Elektrizitätswerk Offenbach, Elektr, Werk Rheinhessen A.-G., Stadl. GkektrizitätL-' werk Mainz, Ueberlanbanlage der Provinz Obere Hessen, Stadt. Elektrizitätswerk Gietzen, die je etn getrenntes Gebier ,üc sich mit Strom beliefern. Ein Zusammenschluh zwischen den einzelnen Unternehmungen besteht z. Zt nur in geringem Umfang. Eine gemeinschaftliche, ben Strom- austausch in großem Maße dienende, daS ganze Land durchziehende Leitung, an die die einzelnen Stromversorgungsgebiete angeschlossen wären, wie es in anderen Ländern ber Fall ist, ist nicht vvrhar.ben. Die Svraftquellen, aus denen die Stromversorgung der einzelnen Gebiete erfolgt, sind zum grössten Teil eigene Wärmekraftwerke (Oberhessen bezieht seinen Strom aus dem staatlichen Braunkohlenkraftwerk Wölfersheim). Daneben findet noch größerer Fremdstrombezug durch bic Heag und Offendach aus bem Kraftwerk der Gewerkschaft Gustav bei Dettingen und aus bat preußischen Moinstaustufen statt. Wie wir Horen, finden z. Zt. zwecks Anschlusses von Wölfersheim an das Großkraftwerk Borken Verhandlungm zwischen bem hessischen Staate und bei Provinz Oberhessen einerseits und her Oberweser A.-G. andererseits statt. Die Oberweser A.-G. wird, wenn ber Vertrag zustande kommt, ihre nach Frankfurt a. M. zv ziehende Freileitung durch die Provinz Oberhessen legen und unmittelbar an bem Kraftwerke Wölfersheim Odrübergeben lassen. Dorsoll bann vom hessischen Staate eine 100000- Voll-Umspannstation errichtet und mit dieser bic Verbindung mit der Oberweser A.-G. aufgenonv men werden. Durch diese Verbindung und daS dadurch geschaffene Stromausgleichsverfahren ist bann die Gefahr, im Falle bes «Äntcetens von Störungen in einem Werke lMaschinendefekkS, Streiks), bic Stromkieferung einschränken zu müssen, so aut wic behoben. Wettervoraussage. Zunehmend bewölkt, ».dweftliche Winöe Temperaturen wenig geändert, stellenlveisc Riebeifchläge oder Rebel. Ein neuer Hochdruckkern ist im Vorübergehea, währen vom Inland her ein neues starkes Falb gebiet heranruckt, dessen Ausläufer tm Laufe des morgigen Tages neue Störungen Hervorrufen werben. Die Wetterlage ist durch den Vor- ubergang einer ganzen Reihe von Tiefdruck-- aebieten im Rorden einer ständigen Schwankung unterworfen. Wechselnde Bewölkwig. vorübergehende Riederschläge und Rebelbildung sind die Folge. Voruolizen — LogeSka lend er für S amStag. Stenoaraphenverein „Stolze-Schrey": 8 Uhr Dw- fammlung im „Schipkapaß". — Geseklschaftsverein Gießen. 71/3 Ähr Musikalischer UnterhaltunaS- abenb. - D. B. K. D.: 8 Ähr „Hotel 6W Monatsversammlung. — Die Wanderer: 8 Hin „LiebigLhöhe" Stiftungsfest. — Gießener Ruder- gesellschafi: 8 Ahr Jahreshauptverfammlung. — Ruderklub „Hassia" 1906 : 8 Ahr Mitgliederversammlung. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Dir zehn Gebote". — Astoria-Lichtspiel „Boulevard- bkut". — Palast-Lichtspiele: „'Die Seeschlacht von Santiago". — Lageskalen der für Sonntag, Stadllheater: 31/3 Ahr „Nordische Heerfahrt". — 71/2 Ahr „Mein Vetter Eduard". — Verein fix Sterbeunterstützung: 3 Ahr nachmlltags Jahreshauptversammlung „Postkeller". — Gießener- Kon- zertverein: 4V2 Ahr Äniversitätsaula „DaS Wesi- beutsche Trio". — Bienenzüchterverein: 3 Ahr Versammlung und Vortrag bei Kraft, Frankfurt« Str. — V. H. C.: 2lbfahrt 8.20 vorm. n«ich Bieber. — Kirchenkonzert 8 Ahr Johanneskirche. — Lichtspielhäuser tote Samstag. — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Am nächsten Dienstag wird Millöckers klassische Operette „Der Det* telstudent" zum ersten Male gegeben werben. In der Aufführung wirken u. a. mll dc Herren von Schenk, Roller und Garciö von der Frankfurter Oper. — Der Goethe-Bund veranstaltet cm Sonntagabend einen Vortragsabend, an dem Hei* Grave 1 ius über seine Erlebnisse als Kriegsgefangener im Osten berichten wird. (Siehe heutige Anzeige^ — Der 2111 gem. Deutsche Frauen- verein häll am Montag nachmittag 41/3 Ab» im Hindenburg eine Mitgliederversammlung ab. in ber Prof. Dr. Lenz einen Vortrag übn „ Famllie, Gesellschaft, Staat" halten wird. (Sichl die Anzeige in unserem gestrigen Blatte.) — Die Bortragsvereinigung i)im für ihren nächsten Vortragsabend am Donnerstag. 15. Januar, den bekannten Reiseschriftsteller MÄ Rentwich aus Berlin zu einem Lichtbilder- Doctrag über den Harz gewonnen. Rentwich hti im Scmmer 1923 eine mehnnonatliche Reise iii 3# ""F zeiei - S$6r8*,t' tzietzener io, 3dm an jv- m kosteten^ &!**$*. rKÄ HO. A Ser die^ J (U15 dieser Sen, Schneegli heworsprohten. Su lrM meldete W 3anuar DraS gem lvmbr jshen ein 2ün|dnef mit 3ungm gckm yberen Orte M tt-iren hell und som »7 hiin Hafer gesät, lrinde in tzerche Mlföftc. " 2vm Hv! mdbd, bah noch 1 Echne^chuhlMf sei Mgüch, aürbingj xum Ftiedhos Do: Wappen reiten. 1 - Sie 2u scheinen. SaÄ für daS Kalenders scheine mit Ausn d.I-. lautenden i - Sie Tu kirche, die schvi gtgelüvärlig einer Sen, die ovrauSs men wird. " Sie Ink Stichtag vom L he/tdelSinde^ Le.chSamte- ist g 30, Lrjvnber (134,2 liegen. Sie RrichL hrltungSkofle sch gegenüber der 123,8. *' Dcrbind ben Eisenstei toieügen Verhaut Hetebibaning, zur »t llölvs ~ |7iHLU UV, V, «/LUIUUIJI »V, Xofenfobl 60. gtlbfaürt 100, Zwiebeln 15, Meer- Mich 30—80, Schwarzwurzeln 60—70, 2kpfcl Schlechte Verdauung Eröffnung von laufenden Rechnungen 8UhrUhr ;.Ä8Ä» * e. J Verwaltung von offenen u. geschlossenen Depots Eröffnung v. provisionsfreien Scheck-Rechnungen Annahme von Geldeinlagen Kathreiners Malzkaffes Butzbach 380D Vermietungen] Wirkfstr. 4 Telephon 119 382D Knauh 341D Asterweg 39 L 0..-0 An- und Verkauf von Wertpapieren an allen in- und ausländischen Börsen Ankauf von Wechseln auf Inland u. Ausland Vorschüsse auf Wertpapiere unter günstigen Bedingungen Ihr Herz und Ihre Nerven bleiben ruhig, wenn Sie Giehen, den 6. Januar 1925. Hessisches Polizeiamt. Düchler. schädigt Körper und Geist. Apotheker Rieh. Braedt’e Ausstellung von Kreditbriefen auf alle größeren Plätze des In- und Auslandes ?>lumenkohl 60—150, Endivien Psd. 100, Lauch rtück 10—15, Sellerie 10-50. Die Gemeinde Hcangenrvd beabsichtig einen abgekStten Simmentaler Buller und einen Eber auf dem Submission?' weg zu verlaufen. Angebote sind bis Mittwoch, den 14. d. M., vormittags 10 Llhr, versehen mit Dec Ar > schrill ,Faseldichverkaus“ auf derBürgermeisterei einzureichen, woselbst dann uni genannte Zeit in Gegenwart etwa erschienener Dieter die Eröffnung erfolgt. Die Bedingungen werden bei dem Termin belanntgegeben Hessische Bürgermeisterei Stangenrod. I I 20. Dirnen 10—12, Honig 75, junge Hahnen 100, Gänse HO, Misse 70—80, Eier Elct. 16-17. 3 Ml m. Küchenb., an b. Anlage v. alletnsi. Dame n. 15. o-ebr. 5- oerm. Borm. anzus. Huste« ist bäufifl daS erste Anzeichen besinnender Krankbelt. Versäumen Sie daher nicht, schon beim geringsten Husten die von Aerzten beitens emvlotilenen, (tatf desinsizterenden Eagilta Hnsien Bonbons in de- nächsten Avoibekc zu kaufen. Stets Vorrang: Univ. 2!votbeke »Zum goldenen Enget". 313®f Äeschlagnahmk- freic Wohnung s-rzNM gegen einen Bau- vorsckuß baldigst zu vermieten. Schrifll, Angeb. unter 0277 on den Gieß. Anz. erb. Bankgeschäft Neuen Baue 23 Gießen Tel. 1303 u. 1304 Johannisbeerwein wieder eingetroffen 363c J. M. Schulhof 1 MMstauen me L?«mcye -voicsvurre-. unc ou ölt i> putsch nationale DolkspattLt am Sr-rrmag. 18.3a- sai. vormittag- im Ctabttteater. Die Festrede »Lt LIniversitätS-Prosessor Dr. K ü n h e l - Sranf- > rt a. CHL 3n unserem heutigen Anzeigenteil wird Bürgerschaft zu dieser Feier ein geladen. 123,8. •• Verbindlicher M anteltaris für den Eisen st einbergöau. Der nach lang- iv irrigen Berhandlungen, -um Teil durch freie Drreinbarung, zum Teil durch Schiedsspruch des Han -^x^utenLe «nÄiütchl,- b”r SÄ™*. L.zKK Stahlkammer mit Schrankfächern unter Selbstverschluß der Mieter iso Ausschreiben. Der Reisende Eduard fiöder, geb. am 18. 2. 1902 zu Düsseldorf ist nach Unterfrfilagtlng von Deschtiftsgeldern zum Dachteil der Deutschen Petroleum-Ver- kaufs-Vesellschafl in Dortmund flüchtig. Hm Fahndung, Festnahme, Zuführung an das nächste Amtsgericht und Nachricht im Ergebnisfalle wird ersucht. leeres Zimmer SUnterstellen von ein »um l.^ebr. gesucht. Schrillt. An» geböte unter 0800 an den (Stets. Anz. erb. £. Der diesmalige Winter scheint ocvtze Aehnlichkeit mit demjenigen der Jahre 1833/34 -u haben. Nach dem Berichte einer Zei° :ung aus dieser Zeit gab es damals biS zum Stbruar keinen Frost, Dtd Regen und um Neujahr furchtbare Stürme, so bah in manchen Segenden grobes Unglück durch äckeberschwem- jungen und an Gebäuden entstand. Die Temperatur war so mild, dah im 3anuar das Gras wuchs, die Stachelbeersträucher Laub trieben, Teilchen, Schneeglöckchen und andere Blumen bervorsprvhten. AuS Hammelbach im Odenwalde meldete die Zeitung, dab dasÄbft im Januar GraS gemäht wurde. 3n Büdingen wurde ein SperlingSnest mit 6 Eiern, im Daffau- ilchen ein Antselnest mit 5 Jungen und an einem mit Zungen gefunden. Die Tage im Februar anderen Orte das Best eines Rotschwänzchens waren hell und sonnig, die Dächte brachten elwaS Frost. Gegen Ende Februar fiel etwas Schnee, ter aber schnell wieder abging. Anfangs März baln Hafer gesät. Mitte März gab es statte wurde in Herchenhain und Hartmanns- Nachtfröste. •* Born Hoherodskopf wird unS gemeldet, daß noch etwas Schnee gefallen Ist. Der bchneeschuhlaus sei auf der Höhe und ün Wald möglich, allerdings müsse man von Schotten bis nun Friedhof von DveungeSheim auf Schusters ik appen retten. Temperatur 2 Grad unter Aull. *• D i e Busstellung von □Baffen» scheinen. Das Dvlizeiamt teilt mit, dab die für das Kalenderjahr 1924 ausgestellten Waffenscheine mit Ausnahme der bis zum 31. März d. Is. lautenden ihre Gültigkeit verloren haben. •• D ie Turmuhr an der Stadt« lirche, die schon mehrfach versagt hat, wird gegeMvättig einer gründlichen Reparatur unter» joaen, die voraussichtlich acht Tage in Anspruch negmen wird. •• D ie Indexziffern. Die auf den Stichtag vom Z. Januar berechnete Groh- bandel-indeKziffer des Stattstischen Äe'chsamteS ist gegenüber dem Stande vom 30. Dezember (134,3) um 1,6 v H auf 136,4 gc» Rieß en. Die ReichSircktexziffer für die Lebens- l> a l t u n g S k o st e n für den Z. Januar erhöhte sich gegenüber der Dorwoche um 0,7 v.H. auf Zwei möblierte ob. ein möbliertes und ein unmöbliertes Zimmer für Privatburean gegen gute Bezahlung zu mieten gesucht. Bahnhoftiahe bevorzugt. Sckr. ting. u. i*96D an den ©te&. Anz. je. :=e,.GtÄä"; m-« MUZI intmlunfi. , _ Aiehm^ ^uke Gießener WoAenrrrctrttprcise am 10. 3anuar 1925 (Händlerpreise). Gs kosteten: Butter Pfb. 150—170 Pf, Matte •0—35, Käse, 70, Wirsing 15, Weist kraut 10. vchllcytecs hir Hessen, RegterungSrat und Staats- lommiffar Dr. Bernheim, ausgestellte Mantel- lamf für den Eifensteinbergbau deS Lahn- und Sdlgcbtets sowie Obcrhessen wurde vom Reichs» atbct tÄmin ifterium für rechtsverbindlich erklärt. ** 5 r e i I a f J u n g von möblierten Zimmern vom Mieterschuh. Rach einer Bekanntmachung des hessischen Zusttzministettums und des hessischen 'Ministeriums für Arbeit und Wirlichast unterliegen möblierte Zimmer, tue von Einzelpersonen bewohnt werden, mit so» sorliger Wttung nicht mehr den 'Bestimmungen des MieterschuygesetzeS. Dieie Anordnung er» flccdt sich aber nicht auf möblierte Wohnungen tote Räume, die mit Küchenbenutzung über an Ehepaare oder einzelstehende Personen mit Kindern vermietet sind. Zur gänzlichen oder teilweisen Aushebung eines der- artigen Mietverhältniffes ist nach wie vor die Klage notwendig. Das Rundfunk-Programm können wir unseren Lesern heute nicht mitt eilen, da das Manuskript bis zum Redakttonsschlust nicht in unsere Hände gelangt ist. O Ter Schuldenstand der hessischen Provinzen, Kreise und Städte. Für die Frage der künftigen Auswertung der Kommunalanleihen ist es wohl von allgemeinem Znteresse, näheres über den Schuldenstand der hessischen Provinzen, Kreise und Städte zu erfahren. Wie wir hören, betragen die vor dem' 1. Januar 1918 kontrahierten Schulden (Darlehen pp.j etwa 197 800 000 AU. Zn der Zeit vom 1. Januar 1918 bis 31 Dezember 1922 wurden neu auf genommen; 1 181 309 000 Matt. Rach diesem Zeitpunkte traten an wertbeständigen Anleihen etwa 1600 000 AU. und an Papiermarkschulben etwa 920030 Dllionen hinzu. " Der Qllic cf rauenüer ein. Zweig- verein Giehen, berichtet uns: Zn früheren Jähret war cs üblich, bah das Rote Kreuz Ehrengaben an Hausangestellte verlieh, die eine längere Reihe von Jahren (20 Zähre) in derselben Familie treu gedient hatten. Run hat die Abt. 1 des Hess. Roten Kreuz in Anerkennung des Um- standes, dah es sich hier um Erfüllung einer so- ziale.r Ausgabe handelt, den Anträgen, die bereits vor längerer Zeit gestellt wurden, ihre Zustimmung erteilt und die Richtltmen gut» geheisten. welche bei der Verleihung mastgebend sein sollen. Die Ehrengabe besteht bei weiblichen Hausangestellten aus einer silbernen Brosche mit entsprechender Inschrift und einer Derleihungs» urkunde. Bei männlichen Hausangestellten wird eine gleichartige ähnliche Auszeichnung verliehen. *• Personalien. Ernannt wurden; Am 8.Dezember der Amtsgerichtsrat Wilhelm Krug in Gernsheim mit sofortiger Wirkung zum Richter bei dem Amtsgericht Ridda und ihm mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritte- die Dienstaufficht über das Amtsgericht Ridda unter Verleihung der Amtsbezeichnung Oberamts richtet übertragen; der Staatsanwalt Adolf Michael Steeg bei dem Amttsgericht Friedberg zum Staatsanwall bei dem Amtsgericht Offenbach: der Gerichtsaffeffor Affred Schneider in Homberg a. d. Ohm zum Staatsanwalt bei dem Amtsgericht F r i e d oe r g mit Wirkung vom 1. Januar ab; der Gerichtsassessor Rudolf Hornberger in Büdingen zum Arntsge- richtsrat bei dem Amtsgericht Lampertheim mit Wirkung vom 2. Januar ab; am 16. Dezember der OberamtSrichter Dr. Karl Fuhr in Bad- Rau he im zum Amtsgerichtsdirektor bei dem Amtsgericht Bad-Dauhetm; am 24. Dezember durch Entschließung des Gesamtministeriums vvm 18. Dezember; Landgerichtsrat Hans Küchler au Giehen. Amtsgerichtsrat Fr Zechprellereien in Uniform wa> en, das Ani-hen. «* DaS Polytechnikum Friedberg will jungen Leuten, die sich einem technischen Berufe widmen wollen, eine solche wissenschaftlich-allgemeine und technisch-höhere Ausbildung gewähren, daß sie als Ingenieure. Dau- ober Betriebsleiter in das Berufsleben eintreten können. Es umfaßt Abteilungen für Maschinenbau. Elektrotechnik, Dauingenieurwesen und Architektur. Auster den zum Fachstudium iwtwendigen Borlesungen werden kaufmännische, rechtSwiffen- schastliche und vollste rtschaflliche Dvtträge gehalten. Zur Aufnahme ist die Reife für Obrr- sekunda einer höheren Lehranstalt erforderlich. Dringend erwünscht ist eine praktische Tätigkeit vor Beginn des Studiums. Der Meldung zur Hauptpr-Üfung ist daS Zeugnis einer mindesteirS einjährigen praktischen Tätigkeit beizufügen. (Siehe heutige Anzeige.) Kleine Strafkammer. ' Giehen, 9. Januar. Zwei Viehhändler A M. und S M. aus Kirch-Gons waren vom Amtsgericht Butzbach mU Geldstrafen von 1500 Ml und 500 M. bestraft toorben, weil sie aus Preuhen Vieh eingefübrt und auf den Gießener Diehmattt gebracht hatten, ohne das Dieh bei der Polizeibehörde angemÄdet und in Quarantäne gestellt zu haben. Sie gaben an, das Dieh sei Scylachtvieh gewesen und hätte deshalb den betreffenben seuchenpolizelllchrnr Bcstimmungen nicht unterlegen. Rach dem Reichsotehseuchen- geseh ist jedoch Vieh, daS zu einem Ruh- und Zuchtviehmattt aufgetrteben wird, nicht als Schlachtvieh anzuseyen. Das Berufungsgericht setzte die Strafen auf 900 Mk. bezw. 300 ltquMn. aus benen die ötnmtbc .einzelnen Miete erfolgt, eigene Mrinelrafüverle (Ofc- ' '2e" Ltwm aus km flaMche tesweck Dölsersheim). DaM Dverer Fremdstwmdezug buuh d nenbach aus dm Ärafltoett k Sufta» bei Settingm uni) aus lainftauftufen statt. boten, finden z. 3t -vM 3t von Mvlfetsheim an dc ttoerf Borken DerhaMu-z! i hessischen Staate unb Jt Oberhessen einerseits und!t r A.-G. andererseits statt ■? lc®. wird, Venn der Vertrag y t, ihre nach Frankfurt a. M. ; ilestung durch die Provinz Obr und unncktelbar an dem Ärc11 rSheim vvckbergehen lassen. Stirn hessischen Staate eine 100 OX, nftation errichtet unb mit dieser bi mit ber Dbmocltr M. auffgavtr.* >fe Verbindung und das dadurch ji )mausgleichsdersahren ist bann k •ille des Eintretens von etöningt tte iMaschinendefelts, Streikst i> ig einschrLnkm zu müssen, so auit e notmnen unö eine reiche ’öamm- H ^^laar. x u»g von Aaturausnahmen mttgebrachr. So ist . des shtfLh^tc, oß dem Qtdbner möglich, seine Aus Rührungen IIQ^ durch etwa 130 sehr gut gelungene farbige Licht- in dO{(fye;r bckder wirkungsvoll zu unterstützen. Go steht au m (-> ,, erwart en. dah bem Dottragsaberrd. der in an» u 6trniy Die der» Städten gröbtes Zn.'eresse gefunden hat, °ch.in unserer Stabt gebührend Beachtung ge« M«,. !H°°Ü toirb. «Sieh- S^tigc Onseige.) brnJ* «ItoL*te - ®t->« 3to<»<9rünbune»feitt Un^Uing V- ' «ttmstalten die ^Denttche Vollspur«e-. und bic ’ an «2.U, i« M nl: («n X- Rotkraut 20, gelbe Rüben 15, rote Rüben 12, "ach etniton M auin, Spinat 50. alnter-Kohlrabi 8. Grünkohl 20. üs r . ,benl0. Oan^. A. G./ ^berweset " in * ber^S?!9 Don W ^hmngen; lech '^'zitätstveck 3 elfen A .H ötärtS; biet |üc st zahlm»y nach der städtischen Besoldungsordnung. Schriftliche Dewerbungsgesuche sind bis zum 17. ds. Mts. bei uns einzu- St8D05Faph6ö-tei0 „Slolze-Äy“ e. I Gießen. Heute abend 8 Uhr. Vsreins- verfammlung tm VerS'Nstokal Schipkapaß. Tagesordnung: 1. Verkündung deS Ergebnisses d.Vet« eiilshauptwet:- schreibensu.PreiS nertcUung. 2. Stif-urrgsfest. 3. Verschiedenes. Wir bitten um voll- zähliges Erscheinen. onc Der Vorstand. Bauführer Architekt Ingenieur durchaus selbständig, per 1. April 132 > für mein Baugeschäft gesnoht. "Nur ganz sichere Bewerber wollen schriftliche Angebote unter 363D an die Geschäftsstelle d. Gießeuer Anzeigers richten. Sreak zu verkaufen. 0286 K. Vogel Auto- u. Wagen- lackiererei. Ich suche zum baldigen Eintritt eine tüchtige i fett Montag, 12. Januar abends 8Va Uhr Blonäls- ozilflmiiimno bei Kamerad Divvd Das Kommando. Grstzhandlung sucht für sofort oder 1. April tüchtige Kraft für WWW «.NW (Wein- und Likörbranche bevorzugt) für dauernde Stellung. Schriftliche Angebote mit Zeugnisabschriften u. Gehaltsansprüchen unter 270D an den Gießener Anzeiger. Herrn. Äug. Christ Grünberg i. H. Holzversteigerung in den Fretherrlich von Dordep zur Rabenauschen Distrikten: Hörnes 12b, 1 la, 5a, 6a, 1, 2 u. 9 Freitag, den 16. Januar 1925. Versteigert werden: RuhscheiterRm.: Eiche 1,25 Mtr. lang: Scheiter Rm.: Buche 80, Eiche 1. Kl. 22, 2. Kl. 1; Knüppel A.: Buche L Kl. 189, 2. Kl. 7, Eiche 32, Kiefer 1. Kl. 2, 2. Kl. 1, Fichte 1. Kl. 2, 2. Kl. 21; Reisig Rm.: Buche 570, Eiche 74; Stöcke Rm.: Buche 60, Eiche 18, Kiefer 2, 4. Fichte 2. Kl. 4. Beginn der Versteigerung 9 Llhr vormittags Kreisstrahe Appenbvrn-Weiters- Hain am Abtrieb. Londorf, den 8. Januar 1925. Hessisches Forstamt Rabenau. Meister Bulle 17 Monate alt, erstklassig. eingetragen, zu verkaufen- 0224 Fellinasbauserr «Kreis Biedenkopf) Haus Nr. 94. Die Geschichte einer gr. Liebe Bildör aus einer modernen Seeschlacht 377c Großfilm in 6 Akten. — Ferner: Die neueste Wochenschau Außerdem: Die grolle Li&bs einer kleinen Tänzerin Groteske in 3 Akten h’nr noch faeote u. morgen; Boulevardblut 2. Teil 6 Akte mit BISKOB MEYER, dem besten Filmkomiker Ferner: Mutterherz Das Drama einer zerstörten Ehe in 4 Akten Astoria-Lichtspiele fscltorww«^- Hermann Hetz, Sckützeustr. 62. Tüchtiges, braves Mädchen für tagsüber zum 1. Februar gesucht, shäheres Schisfen- bcrgerWeg 161..,ai3 Suche für sofort, spätestens 1. ftebr. ein älteres, besseres Mädchen oöer einf. Stütze die selbständ. kochen kann, u. ein erfahr. WMVW das schon tn bess. Hause tätig war. Omi Fran Br. Wetzl. Liebigstr. 32. AeltereS, solides «Wen für sofort ges. [0M3 Bal,nbofstr. 54 II. Tüchtiges MWl für tagsüber gesucht. suchen ab Februar eine sehr znver- lässigr, ehrliche Fr-rrz 8d. ölt.WWli für einige Vormittagsstunden b. 2 Uhr. Gewünscht wird: Zubereitung d. Mittagessens und Instandhaltung d. Wohnung. Schristl. Angebote unter 235D an den Gietz. Anz. erbeten. Drehstrom motor „Sachsenwert", da zu schwach für Betrieb, zu verkaufen. Schr. Angeb. u. 336D an den Gietz. Anz. 30 ei Feldbaimgleis 600X55 verkäuflich. Schrift!. Ang. unter 366V a. d. Gieß. Anz. ldküStratzenanzug 1 ReichSwebruni- iorm Hauge Hole, Waffenrock», 1 Paar Offiz. - Reitstiefel, 1 Paar Tuchschube tt Zuaftiesel, Gr. 42 u. 43, billig abzu- geben. Anzuf. Montag 12-2 Uhr. Liebigstratze 67 p. WÄljz co. 5000 D-m, bei der „Schönen Aussicht" ungeteilt ffu nerfoufen. 0297 Schaumberger & Soho ^udwigstratze 30 I. gesucht. 331D Maschinenfabrik Gg. Schieferstein, Lich ^Hessens. ßgichrttWd Mi'ktreiseM verd. viel Geld durch Verk. eines in jedem HauSh. zu gebrauch. Artikels. Näh. k„ Seltersweg8:r Jl,r. Itcn6inifff9n9lög?r öfiffe. Nells bhü nieaäenföjeiöen zu verkamen [110D SÄulstratze 7. Gut erbalt. o?" Bett mit Patentmatratze u. Keil, sowie Kiu° derwaaenu.Klavp- stiiblchen zu verk. Votsstslug. 51 p. 4 Betten 1 Ofen wegenPlavmangels zu verk nfen "275 Ludwigttratzc 6. Grober Longstein» liacaelofen geeignet für große Räume, zu verk. A. E. G., Bahn- hosstrahe. QM 7 Gebrauchtes gut erhaltenes coosii Herrerod zu verkaufen. Anzusehen, Sonnt, den 1L L 1925, Krof- dorfer-Straße 131. Elndsr aragon bitt, zu verk. Zu erfr. L der GeschaftSst. d. G. A. ^llsufgeguohs \ Steinbruch oder Sandgrube nabe der Bahn ge- Tüchtige FIcherin nimmt noch Kunden an. Schr. Angeb. tu 0232 an den G. Anz. Elegante Strasten- Geseüschaftskleidcr Mäntel Kostüme und Kinderkleider werden prompt bei zeitgemäßer Berechnung anaefertigt. Schriftliche Angebote unter 0330 an den Gietz. Anzeiger. Klavrer- VermieLung! Stundenweise zum lieben. Näh. Herso, Plockstratze 5. 8tBn . 7 bigenienrscbule "acts.üuttiAitailsrgSa.-; i aM.(Sta&tekoram.j 3 | naStodlerenaerik--.*- fleuu-Beg. Apr.'j.Okt I Uns. Beamter aus leitender Stellung, gesund u. rüstig, in Buchführung, I Schriftwechsel und Eisenb. - Berkehrs- wesen gründltch erfahren, sucht entsvr. 'Nebenbeschäsitgung oder Bertrauens- vosten für halbe, evtl, auch ganze Tage. Schr. Ang. unt. 0296 m d. Gieh. Anz. erb. Junger,strebsamer, selbständiger Kaufmann übernimmt nebenbei Bertreter- od. Reisepoften in allen Branchen. Auch kann Kaution gestellt werden. Schriftliche Angeb. unter 365D an den Gietz. Anz. erbeten. Suche für meinen, 14 jähr. Sohn Lehrstelle a!s Kaufmann gleich welch.Branche Schristl. Ang. unt. 0283 an den Gietz. Anzeiger erbeten. GtbilS. gtäiiUiit sucht Stelle als tieHein zum 1. Februar. Schristl. Angebote unter 0315 an den Gietz. Anz. erbeten. Besseres Mädchen vom Lande, welch, nähen und Haushalt führen kann, sucht Stelle bei guter Herrschaft. Schristl. An geb. mit Lohnang. unter 0237 an den Gieh. Anzeig. B» v.Laii sucht Stellung zur gründ!. Erlernung d. Kochens b. kinderlosem Ehepaar oder alleinstehend. Dame. Taschengeld ernt. Eimritt jederzeit. Schristl. Angebote unter 0271 an den Gietz. Anz. erbeten. ; Verkäufe j Pferd ein- u. zweispättnig zugfest, preiswert zu verkaufen. 0317 Huhn, Ritiergasse. 1 Einlege fchwein 180 Psd., 2 Hand- wagen, 4rädrig, 1 Obstkelter, 50.«, 1 Meblmüble mit Schrotmühle und Grauvenschäl- avvarat für 150 .x. an oerlaufen. 0277 L. Kloos Steinbach. Staditheater Sonntag, ll. Ina. Lollsvorsiellullg non 3'/- bis 60. UH« Jlctöjftfjeöeecfaörf. Schauspiel in vier Aufzügen von Ibsen. Bon 7", bis O9/, Uhk Schwank in 3 Akten von Zriedmaml Frederichu.Noberts. Dienstag, l^.Jan., IZ.DiesisMg-Ad.-Vls!. y. 6‘ 4b. nach 90«Uhr' Der Benehitiöenf. Operette in 3 Alten von Millöcker. Mittwoch, 1 l.Iau. H.M'.ktiOOL-Ab.-lrril. uon?1/; bis 10' iUhr: Erstaufführung! Ser leüftisfSüler. Melodram in3Akten von Shaw. Donnerst. Ill.Jgu 14. Don.ierskrig' Adirmiemenk-vsilst von G’/i—9 Uhr: 8er meiflerüerer. Schivank in 3 Akten von Schwartz und Mathern. Freitag, IG. Jan.. 11 Milllg-AV.-M von 7‘/q l iö 9'/» Uhr melnBe»er($öuiiti Schwank in 3 Aki en von Friedmann» Ttrederichu.tti'oberll Conntaa, IS.Jgiu, von 3'/.- btd5J,4 Uhr: MeiüvetterüöUll Schwank in 3 Akten von Friedmann Fredertchu. Roberts Bon 7'/, bis 10 Uhr: IBIlDelm Teil. Schauwiel in fünf Aufzüg. (13 Bildern! von Schiller. welche bis zum is. O-Cbr. ds. IS. nicht abgeholt wer-- den, sind verfallen. s Bicnenkttb. cxcaogcosxgxxoa Gcfnnder kräftiger, 3 Wochen alter Knabe von guter Herkunft, als eigen abzugeb. Schr. Angeb. u. 0305 an den Gietz. Anz. 50 Mark zahle ich demjenigen, der mir mein Rad (Mars Rr. 3S5 513) wieder verschafft, tvelches mtrciiuMitt- woch im Hose des Wohlfahrtsamtes gestohlen tvorden ist. Aeifrnst H eil Bäckermeister MW sucht bessere Frau von Selbftgeber zu leiben. Schr. Ang. u. ODA a. d. G. Anz. 250 Mark geg.hoheZins n.gute Sicherb ges. Pünktl. Rückzahlung nach Uebereinkunft.Schr. Angebote unter 0328 an den Gietz. Anz. Wer leibt besi.Ww. 50 Gm.? Rückzahlg. 1—2Mou. Schr. Ang. unt 0319 an bett Gieh. Anz. Acker oder Garten hochwassersrei, zu pachten ober taufen gesucht. AuSsührl. schr. Angeb. u. 0246 an den Gietz. Anz. 2 Grabland- stücke mit je 567 qm, an der „Schonen Aus- sicht", zusammen ob. getrennt zu verpack len. Nätz. Laadgral- Phtl'.pp-PIat» 1» I."”1 QMroWtXKtiffiCÖGQ An geb. mit Grötzen- angabe u. Lage unt OSDanben Gietzener Llnzeiger erbetetu Schmiedeeiserner Kessel mit ober ohne Neuerung, für 3—50Ö Llr. Inhalt, zu kaufen gesucht. Schr. Angebote unter 0284 an den Gietz. Anzeiger. Mauser- Wen Kat 7.63, mit Kasten, kaust ständig °-88 Nobert Geller Frankfurter Str. 19. Altes Blei iBleiröhrem kaust BrühlfcheDruckerei J1,D Schulstr. 7/9. <3. Vertreten durch 381D Busch’s ätaüdMs, BieOsn Ecke Kirch- und Lindenplatz Fernruf 973 5SS- tfÄ Konkordat nach niit Oss-reich publiken geschi IefliMMNg-n Sie Äune ent nMcnübcv Her und Hinsicht^ gionslehn durch die 2Irt. maßgebender Lehrer, und zü Uschen Dol Iholischen Dot solche Lchrkrüf! sind, in verlas. ligionMre zu katholische Heber diese Ei sondern die nusttagten Vir Leitung des 1 dnn auch bai religws-sittlie wie auch ihr« Sasbü 'M *iltCr' °d KI fe-5 & be,4?M?e cinflusfungen beanstanden, zu entspreche: ein Lehrer fi: Äeligionsunte düng an kat Bestimmungen Die Kirch Bolksschullehn viel durchgreis Windhorft im Februar L Damals vertat kirchlich beanstc Religionsi gelassen werde kann ihm dag ziehung der $ schulen über im Rechnen, e mehr an ein "uif) also pe vielleicht für wenigen Welt heil bietet, i im Preußische nung einer 2 wen gegen die tvvrfen worden erklärte damali Zustand für p Staat die Leh religiösem Geb! erst das neue den, welches i\ blaatsschule a Lehckräsie abe ™'9'8 macht KnDvlkssä Art. 143. tarafcn: Iein '« Art « ™ » 3rt. 14 ÄX 3^?lmntunSen ! ^tzch erschein SÄ ,onNfo ™ 'ch Wen x bDr' 5^ncht d Stadttiieal taufmann vor mir elegante Erscheinung, Konkordats zugesagten Einkünstc auch für den Fall des Rückganges der landwirtschaftlichen Konjunktur in vollem Mähe gesichert sein sollen. Schon diese wenigen erwähnten Desttmmun- gen lassen die Annahme des auch sonst eine Reihe weitgehender staatlicher Zugeständnisse enthaltenden Konkordats recht bedenklich erscheinen. Der Hauptgefichtspunlt, der bei der Brur.eilung des Inhalts des Vertrages besonders beobachtet werden muh, ist aber- der, dah es sich bei der Annahme des Konkordats nicht um die Verabschiedung eines jederzeit durch Parlamentsbe- schluh im Dedarsssalle zu ändernden Gesetzes, sondern um einen völkerrechtlichen, für Jahrhunderte bestimmenden Vertrag handelt, der, einmal angenommen, die Weimarer Verfassung und die ichige bayrische Staatsverfassung voraussichtlich weit überdauern wird. Hunderten von Patronen in ihren bunten Gurten und vorsintflutlichen Schießprügeln bewaffnet zogen diese Komitatschibanden ständig durch die Straße. Des Rachts wurden fic ausgesandt, um in albanisches Gebiet ctnzufallen, zu brandschatzen und zu plündern. Vor dem Gasthaus Europa in Podgoriha, wo einer der berühmtesten Führer Luk L u k o i sein Quartier hatte, fand täglich eine Art Appell statt. Als ich Lukoi kennen lernte, glaubte ich nicht, einen albanischen Ausstands- sührer. sondern einen deutsch-böhmischen Groh- 'MaMtldci NM Müffle und nndkrlleider vromvt bei tlemaber Berechn ^"^kseriigt. Drilliche Ange: e mer M ön Anzeiger, Klavier- Ükrmietuug! undcnweise zum b->>Ah.Herso, nfitrQ&e 5. 3lih Hierin l-l-ebisrum Fxbr. de. 60. it nbgeholt wer I, sind Versalien, gitmiitei- fjimscö iSÄ^I 2te«rol Zrabland- stücke ! yteS )!'■, zuianinreir oo. ircüiiU11 uevpaco fjippplilx ^jSXSöQSSSQ i i abend? b1,111 Bffi- ier iiilnii beiKameradTM xaö Kominas heil vermieden werken können. Man kennt an maßgebender etclk die Sisyphusarbeit der Judikatur und seht doch dort dem Fasse keinen Voden ein. Der Sachunkundige per steht, Waich meine und worauf ich hinzielc. Wie häufig wird auch in einem Gesetze auf ein anderes Bezug genommen, und zwar auf einen ganz bestimmten Paragraphen. Welcher Rechtsgelehrte, weicher Steuergelehrte, welcher Derwaltungsbeamte höheren oder niederen Grades wollte sich rühmen, ganze Geseyestexle auswendig zu willen? So schlägt er alfo den zitierten Paragraph auf. T u t c v c» a 11 c i n? Ach nein, mit ihm tun es im Laufe der Zeit Tausende, vielleicht Zehntausende von Ratsuchenden. Hal ein jeder sogleich das betreffende Geletz. die Verordnung usw. zur Hand? Rein, er muß es auf dem Büchergestell, in der Bibliothek ober wer weiß wo sonst erst suchen! llnb alle zeitraubende Mühe wäre erspart geblieben, wenn das Gesetz den angezogenen Paragraphen an der einschlägigen Stelle abgedruckt hätte. Aber dieses so unendlich einfach- Rezept anzuwenden, fallt dem „Gesetzgeber" häufig fo unendlich schwer. Ist das Papier wirklich so teuer? Kommt aber die Gesetzesvorlage an die Volksvertreter, die doch letzten Endes die Verantwortung für den guten Gang der Desehgebungsmaschine und den Wortlaut der Gesetze tragen, ja. darrn ist unter den vielen Köpfen keiner, der zu sagen wagt: Was da geschrieben steht, verstehe ich iricht. und das Boll draußen verstcht's ganz gewiß auch nicht, weil der Wortlaut des gellenden Rechts sich aus dem Gesetze nicht entnehmen läßt und erst noch in einer höchst überflüssigen Weise unter Zuhilfe- «rahme von anderen häufig recht schwer beschass- baren Gesetzesstellen zusammengctragen werden muß. Sollte solches geschehen dürfen? Roch ist eS aber nicht das Schlimmste Ich finde dieses darin, wenn am Ende irgendeines Gesetzes. einerVerord- nung usw. als letzter Paragraph der Weisheit höchster Schluß steht: „Mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes sind alle entaegenstehenden gesetzlichen Destimmungeo ausgehoben." Sollte mans wirklich glauben? Wer kennt ..alle" entgegenstehenden Bestimmungen? Hossent- sich doch derjenige, der den Entwurf des neuen Gesetzes in zeitraubender Arbeit verfaßt hat. Unk hätte er sich nicht die Mühe nehmen können, diese nunmehr außer Kraft tretenden Gesetze usw. im Lause der Zeil zusammenzustellen und in dem besagten letzten Paragraphen nunmehr einzeln aufzuführen? Ich las einmal - - die Richtigkeit der Angabe kann ich im Augenblick nicht nachprüfen —. daß in England leine Abänderung einer gesetzlichen Bestimmung stattfindet, ohne dah zugleich dör künftig geltende Wortlaut des ganzen Gesetzes neu veröffentlicht wird. 3m Einzelsalle mag diese Bestimmung überspannt sein und jedenfalls ir Deutschland den Staatssäckel mit Druckkosten allzu sehr belasten. Besteht aber die besagte englische Gesehgebungsgepflogenheit. fo tonn ihre weitgehende Rachübung ben Gesetzgebern im Reicht, in Öen Ländern und sonstigen maßgebenden Stellen nur eindringlichst empfohlen werden Sie werden dann vielen, sehr vielen Zeit. Arbeit und Geld ersparen. Rachdem uns die vorstebenden Ausführungen schon seit einiger Zeit übergeben waren, lesen wir soeben in einer Kundgebung des Präsidiums des Verbandes Mitteldeutscher Industrieller in Frankfurt a. M. folgenden Schlußsatz: „Wir wenden uns schließlich dagegen, daß Gesetze und Verordnungen in einer Form erlernen. die außer von dem Verfasser höchstens von solchen verstanden werden, die durch fortgesetztes Lesen amtlicher Anordnungen den Sinn für die Bedeutung der Sprache als Ausdrucks« mittel für Gedanken und Willensäußerungen der« Ihren haben. Dem wäre nichts hinzuzufügen. zu haben. Stattliche, saft l, blondes Haar, blaue Augen, Sonntag, u. l adüs.8i< il iaili Vffeliiiais: ßtytbiliier Vortrag MW MM'.' Gießen. ■ Heute adeiidS!'; Vereins: ■ versammle im Bew'.iS1o!ü! ' Schlpkapaß Taaesordnnug : 1. Verkündung !:l ■ Ergebnisses d.i?» emShaupMl' schrckbenSu.Pmi üertfifuiig. ed)O!,,p beherrscht er siießend die deutsche Sprache Wiener Dialekt. Er hat auch lange in Wien und Graz Philosophie studiert, bis er — wie alle Politik hineingerissen wurde. Bei dem Sommer- umsturz ist sein Besitztum in Slutari von den Gegnern ausgeplündert und völlig eingeäschert worden. Er selbst mußte siüchten. Man sieht, wer hier auf dem Balkan Politik treibt, muh nicht nur mit Hab und Gut, sondern auch mit Leib und Seele für seine Meinung einst ehen. Der Kampf ist daher ehrlicher aber auch leidenschaftlicher und blutiger. Mllte Dezember schlugen die Aufständischen unter Zoguls Führung überall an den Grenzen los, und drangen weit in Albanien vor. Das Ziel bildete die soeben eroberte Hauptstadt Tirana. Diese hat mit seinen 5—6000 Einwohnern die Residenzwürde erst seit bem Weltkrieg, und wohl auch nur deshalb, weil man sie den großen Städten mit 20—40 000 Bürgern nicht gönnen wollte. Sku- tari lieh Dalona, und Durazzo ließ Kortscha nicht den Vorrang. Die großen im Rorden, Süden. Osten und Westen des Landes hatten ja mächtig werden können, da einigten sie sich auf das kleine Rest mitten drin, nahe den hohen Bergen mit vielen Moscheen und nur einer Kirche. Die kleinste Hauptstadl Europas mit der schönsten Lage! Hier herrschte bisher die Regierung des früheren griechisch-orthodoken Bischofs Fan R o l i. der jetzt vor seinem Vorgänger und Rachfolger Zogul nach Italien geflohen ist, ein Mann von umfallenden Kenntnissen, der viel in Europa gereift ist und sich auch mehrere Monate 1922 in Berlin aufgehalten hat. Die meisten übrigen Minister sind Mohammedaner entsprechend den 75 Prozent mohammedanischer Albanesen. Sie gehören sämtlich der Partei der Radikal- Demokraten an. während sich die Anhänger Zo- guls meist als Rational-Demokraten bezeichnen. Ursprünglich waren für Dezember Parlaments-Reuwahlen angesetzt, d cfe find aber jetzt durch den Umsturz üb rfrussig geworden. Fan Roll und feine Minister standen, wie sie mir gegenüber häufig betonten, Deutschland außerordentlich freundschaftlich gegenüber Dies ist ohne weiteres erklärlich, weil man hier unten auf dem Balkan ganz genau weih, daß Deutschland — anders als die eigenen Rachbarn — keine politischen, sondern nur wirtschaftliche und kulturelle Interessen hat. „Gern würden wir diese noch enget gestalten", meinte Fan Roll. Aus diesem Grunde steht auch die Errichtung eines albanischen Konsulates in Berlin zur Erörterung und mühte auherordentllch begrüßt werden. Vorläufig beschränken sich die Beziehungen zu Deutschland auf das Vorhandensein des deutschen Geschäftsträgers in Tirana und die zeitweilige Anwesenheit deutscher Ingenieure. Rur in dem durch Ueberfällc berüchtigten Marmuraswald gibt es eine größere deutsche ©ie Ölung: die Deutsch-Danziger Holzverwertungsgesellschaft „Inag". Sie hat dort ihr Quartier aufgeschlagen, und mit einem ihrer Leiter, dem trefflichen Dr. Rücker — ich wünsche ihm, dah er nicht mehr allzu lange in dieser Einöde haust — konnte ich hier unten auf dem Balkan im europäischen Urwald ein Glas echtes Münchener auf Deutschlands Wohl trinken. Unsere Gesetzgebungstechmk. Don Amisgerichtsrat F. Gros, Mitherausgeber der Hessischen Gesetzessammlung. (Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Wer, wie der Verfasser dieser Zeilen, seit langen Jahren die Gesetze eines deutschen Landes bearbeitet und sie auf ihren noch geltenden Wortlaut hin überprüft, vermag dte auherordent- lichen Schwierigkeiten, die mit der 'Bearbeitung eines jeden Gesetzesstoffes verbunden sind, ausreichend zu würdigen. Der Laie, der einen Ge- setzesteft lieft, ahnt kaum die Fülle der Gesetzes- kenntnissc, die jener besitzen soll, der sich der Aufgabe unterzieht, werdendes Recht in endgültige Gesetzesform zu gießen. Der Gesetzgeber mutz in erster Linie rechtshistorisch gebildet sein, damit er nicht Bestimmungen zu Gesetzeskraft verhilft, deren Unwert oder praktische Unbrauchbarkeit sich in früheren Zeitläuften ausreichend erwiesen hat. Er mutz es vermeiden, das neue Gesetz mit irgendeiner anderen der sonstigen nach Tausenden zählenden gesetzlichen Bestimmungen des Reiches oder seines Landes in Widerspruch zu setzen, et muh oder soll den Grund, das Ziel und die Wirkung geradezu jedes Ernzelsatzes des neuen Gesetzes erkennen und voraussehen. Dabei soll sich der Gesetzgeber einer klaren, deutlichen Sprache befleißigen, er soll Dunkelheiten und Mehrdeutigkeiten vermeiden, so daß ein jeder — wenn irgend möglich ieöer Gebildete — Sinn und Ziel einer Gesetzesbestimmung erfassen kann, damit, wie es schon vor jetzt fast sieben Iahrhun- derten im Sachsenspiegel hieß, ein jeder wie in einem Spiegel das Recht erschauen kann. Ist das in der heutigen Gesetzgebung stets der Fall? Die Frage stellen, heißt sie bereits verneinen. Es ist weder Zweck noch Absicht, irgendein bestimmtes Gesetz herauszugreifen, um an feinem Wortlaut oder auch nur schon an seiner säst inv verständlichen ileberfrbrift zu mäkeln. Ich will von allgemeinen Dingen reden, deren Wirkung schon so mancher am eigenen Leibe und am eigenen Geldbeutel spüren muf *. Wie oft tauchen bereits bei der Entstehung eines Gesetzes Streitfragen aus. die der Gesetzgeber mit einem etnygen Satze hätte vermeiden können. Er unterläßt es aber. Die Folge ist. dah nunmehr an allen möglichen Behörden, Gerichten. Verwaltungsstellen aller Art, Zweifel auftauchen, bisher friedliche Menschen sich in die Haare geraten, Ströme von Tinte fliehen und unversiegbare Redebäche an deutschen grünen Tischen munter vorbeiplätschern Instanzenzüge aller Grade werden in Bewegung gesetzt, und darinnen sitzt das rechtsuchende Publikum. Das Fahrgeld wird am — Ende bezahlt, wenn die Kostenrechnung kommt. Und mit einem einzigen klaren Rechtssätze hätte das ganze Un- WeÄiS « 3S5513) Ilm6 ; yerfrfjnfr1' ÄS» ftoblcniüoi eil ,sVere5J »«'Äse ■sSs Zwei Sonntagsbriefe. Sehr geehrte Redakion. S'is nett ze glaube un doch woahr. nemlid), dah aich verzehmoal zou erntet Weihnachtsfeier ingeloade sei morn. Des woar c wing viel, awer mer hunns gepackt, nämlich aich un mei Kadrinche hunn uns in de Erwett getaalt. In siewe Weihnachtsfestlichkeite is mei Kadrinche ge- gange, in de atmete siewe aich un des Fritzi, woas unser Bub is, hott in de Klaakinnerschvul sei Chtihkmdche arieht, e Zibbelkapp. c paar Schtrimb un Ebbel un Riß. E Woch vor de Feier- tag Hotts aagefange, un c Woch dernach is nach noch e Festlichkeit uff de annere gefolgt, baal in de Tornhall, baal in Sauersch G^al. nachher uff de Liewigshee, im katolische Vereinshau« un umgekehrt, Kory un gut, mer hott vor lauter Zores nett gewißt, ob mer e Bub odder e Mädche is. Siewemool hott mei Kaddrinche des Weih- nachtslied „Schlitte Rächt heilge Rächt" im Chor mitgefunge un nochheer nachts devon geträumt un im Traam hott se noch gefunge: „Schia—af in himmlicher Ruh". Schloss not, hun aich aus ineim Bett enniwer gerufe, 's werd Zeit, aich mecht nemlich aach schloofe un mei Rouh hawe, do draa is awcr nett ze denke, solange du singst. Bei den ibliche Derloosunge bei de Weihnacht feiern hunn aich aach c boarmol gewönne, atoct lauter Krimskrams mit dem aich nix aafangc kann. Zum Beischbicl zou meine drei lange Tu- wackspeife noch e Kleebche, en helzerne Koch- lefsel. c Wickeftnibbche, unn c Packetche Sieglack. Ich will sehe, daß aich de Sache uff c aaschtännig Weis' Widder loos Wern. — Aich halt mer fest föi> genomme. aach in de Rädselwettbewerb vum Giesser Aazeiger inzetrete, ower erschtens woar mei Kobb vun bene viele Festlichkeite ganz dorch- ennamrer geroale un zom zweite reichte mei geografisch Kenntnisse nett wett über Lihel- sinne enaus, un Geschichte, Maddemahdtck, Füh- fil, Middelochie un wäi de fchee Wisseschafte all heiße, hunn mer mei Lebdag nett gepaßt. Un warum aach dene amtete, bat sich de Köbb mit Erfolg zerbroche hawe, däi schee Radselpteise wegschnabbe, des hält' aich aach nett fertig gebraucht. im Gegetaal, aich fveue mich mtt bene viele Bicher, Kubberschtich- un Theaterkoarte- getomner, bene hoffen blich werd der Wegk vun Waaldgirmes un Rod heim nett allzoulang bis uff ihre öchberrsitz im Teater wem. — Doah mei Freund Daalser in te Hondsgass aach en Preist krieht hott, freut mich noch gans befonnerschi. Er is nett domm un hott mer. mteh wäi aamool mei Schulussgab mach' Helle, wäi mer beim Kurschmann in bet Schoul gehockt bawwe, — chinderkla^igll, Wochen oller Kl* Dottsschullehrer und Volksschullehrerinnen eine viel durchgreisendere Macht, als sie der Antrag W i n d h v r st im Preußischen Abgeordnetenhaus im Februar 1889 der Kirche verschaffen wollte. Damals verlangte das Zentrunt nur, daß ein kirchlich beanstandeter Lehrer zur Erteilung des Religionsunterrichtes nicht weiter zugelassen werde. Rach dem bayrischen Konkordat kann ihm dagegen der Unterricht und die Erziehung der Kinder an ben katholischen Volksschulen überhaupt untersagt werden. Auch im Rechnen. Schreiben und Zeichnen darf er nicht mehr an einer solchen Schule unterrichten. Er muß also pensioniert werden, wenn sich nicht vielleicht für seine Verwendung an einer der wenigen weltlichen Schulen in Bayern Gelegenheit bietet. Der Antrag Windhorst ist seinerzeit im Preußischen Abgeordnetenhause. unter Ablehnung einer Ausschuhberatung, mit allen Stirn-, men gegen die des Zentrums und der Polen verworfen worden. Als Redner der Konservativen erklärte damals der Hofprediger Stöcker einen Zustand für praktisch unhaltbar, bet dem der Staat die Lehrer anstellt, aber die Kirche auf religiösem Gebiete sie absetzt. Wie würde Stöcker erst das neue bayrische Konkordat beurteilt haben. welches zwar die Volksschule theoretisch als Staatsschnle aufrechterhält, die Anstellung der Lehriräfte aber von kirchlicher Zustimmung abhängig macht und deren Entfernung aus katholischen Volksschulen auf kirchlichen Wunsch gewährleistet. Wie derartige Bestimmungen nut den Art. 143—149 der R ei chs ver f a s su n g vereinbar sein sollen, ist unersindltch. Wtrd doch im Art. 144 das gesamte Schulwesen der Staatsaufsicht unter st eilt und im Art. 149, der den Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach aufrechterhält, ein Zwang gegen den einzelnen Lehrer, biefen Unterricht zu erteilen, ausdrücklich abgelehnt. Außer auf dem Schulgebiet enthält das bayrische Konkordat noch auf einem anderen, besonders vollswirtschaftlich sehr wichtigen Gebtete Bestimmungen, die wohl mtt bem Wortlaut, aber schwerlich mit dem Geist der Reichsverfassung verträglich erscheinen. Um Deutschland von der Lebensmitteleinfuhr nwglichst unabhängig zu machen und zugleich dem Devollerungszuwachs bte Ansiedlung auf dem Lande zu erketchtem. bezeichnet die Reichsverfassung die Fo rde.r u ng der Siedlung als eine der Aufgaben des Reiches und schreibt die Auflösung aller £ibct- kommisse vor. Rach dem bayrischen Konkordat sollen dagegen die Orden und Kongre- «ationc K bciügli» d-s ®runt>=rtocrto t.on jeder staatlichen Beschränkung bc f re 11 werden. Wohl spricht der Art. 2 des ÄonforbateÄ nur von einer „besonderen staatlichen Beschränkung oder Aufsicht^ Aus der Begründung ergibt ncy aber, dah. wie die übrigen juristischen Personen in Bayern so auch die Orden in Zukunft keinerlei 'Beschränkwrg hinsichtlich des Grimderwerbsunter- l iezen sollen. Wie sehr etn solcher Verzicht auf jede Staatsgenehmigung den Grunderwem der toten Hand begünstigt, ist klar. Saniber htnaus nimmt aber der bayrische Staat noch eine D tierung der bischöfl t ch e n S tu h le und Domkapitel in Grundbesitz " Aussicht, obwohl die Regierung, solange war, Bedenken getragen hat. die gleiche, in bem Konkordat von 1817 enthaltene Vereinbarung zur Ausführung zu bringen. Angesichts der len dem Kriege außergewöhnlich stark schwmttenden landwirtschaftlichen Erträge wurde Dauern ländlichen Grundbesitz in großem Ausmaße der Kirche überto offen müssen, wenn ihr die m Art, 10 ocs Das bayrifcheKonkordat. Don Ministerialdircktor a. D. Dr. Fleischer. In den nächsten Wochen wird sich entscheiden, vb das von der bayrischen Regierung mit dem Papst vereinbarte Konkordat die Zustimn.ung oer Mehrheit des bayrischen Landtages findet. ES schweben in dieser Richtung dauernd Verhandlungen zwischen der- Regiening und der den Ausschlag gebenden Deutschnativnalen Volkspartei. Das Schicksal des Konkordates ist nicht nur für Bayern, sondern auch für das übrige Deutschland von weittragender Bedeutung. Ist das Konkordat doch der erste von einer deutschen Regierung fett der Revolution mit der Kurie über kirchen- und schulpolttische Fragen geschlossene Vertrag. Wie bereits die bayrische Regierung offiziös angekündigt hat. sott und wird sein Inhalt, mindestens kirchlicherseits, als Muster für ein gleiches von der Reichsregierung f ü r das ganze Reich in Aussicht genommenes Abkommen benutzt werden. Die meisten bis zum Beginn des vorigen Jahrhunderts in Kraft getretenen ftonforbata beschränken sich auf das k i rch enpolitische Gebiet. Das geltende bayrische vom 5. Juni 1817 erhält darüber hinaus nur die allgemeine Zusicherung (Art. V Abs. 4), daß die Bischöfe bei der Ausübung ihrer Pflicht, über die Glaubensund Sittenlehre zu wachen, auch in Bezug auf die öffentlichen Schulen nicht gehindert werden sotten. Dagegen sind in dem neuen Konkordat nach dem Muster der von Pius IX. mit Oesterreich und den mittelamerikanischen Republiken geschlossenen Konkordate eingreifende Bestimmungen über das Schulwesen getroffen. Die Kurie enthält nicht nur weitgehende Rechte gegenüber der Besetzung der theologischen Fakultäten an den staatlichen Universitäten und hinsichtlich der Auswahl der Reli-- gionslehrer an den höheren Lehranstalten: durch die Art. 5 und 8 wird der Kirche auch ein maßgebender Einfluß auf d.e Auswahl der Lehrer, und zwar aller Lehrer, an den katholischen Volksschulen cingeräumt. An katholischen Volksschulen dürfen fortan nur noch solche Lehrkräfte wirken, die .geeignet und bereit find, in verlas,iger W ife in der kathol schen Re- ligionskehre zu unterrichten und im Geiste des katholischen Glaubens zu erziehen." Heber diese Eignung entscheidet nicht der Staat, sondern die K i r ch e. Dem B schof und fernen Beauftragten wird nicht nur die Beaufsichtigung und Lettung des Resigionsunterrichts übertragen, sondern auch das Recht zugestanden ..Mißstände im religiös-sittlichen Leben der kathosischen Schüler wie auch ihre nachteiligen oder ungehörigen 'Beeinflussungen in der Schule" mit der Wirkung zu beanstanden, dah die staatliche Unterrihtsbehörde zu entsprechender Abhilfe verpflichtet ist. Wird ein Lehrer llrchsicherseits für ungeeignet für den Religionsunterricht erklärt, so ist feine Verwendung an katholischen Volksschulen nach diesen Bestimmüngen überhaupt ausgeschlossen. Die Kttche erhäll damit über die gesamten Albanien. Don Robert Kempner. (Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Durazzo, Ende Dezember 1924. In Anbetracht der nunmehr deutlich erfembaten Bestrebungen Italiens, Jugoslawiens u. Griechenlands, Albanien unter dem Vorwand. es vermöge nicht sich selbst zu verwalten, in drei untergeordnete Telle zu zerlegen, sind die nachstehenden Ausführungen von besonderem Interesse. — D. Red. Reuer Ausruhr, Regierungswechsel, Einfall von Komitatschibanden: kann's anders fein, hier unten in Albanien, wo Abendland und Morgenland ineinander übergehen, wo Christentum und Mohammedanismus um die Herrschaft ringen, wo Südslawen, Romanen, Griechen dieses un- kündbare Land von Belgiens Größe politisch und wirtschaftlich knechten wollen? Stets vulkanisch brodelnd, stets kochend In leidenschaftlicher Liebe zur Freiheit nach innen und außen: das ist Albanien, das war es, und das bleibt es. Vach dem Tode des größten Rationalhelden Georg Kastriota Skanderbeg (1467), dessen Bild auch heute noch bi der kleinsten Bauernkate wie im Arbeitszimmer des Mbiisters anzutresfen ist, kam das Land trotz heldenhafter Abwehrkämpfe unter türkische Herrschaft. Viereinhalb Jahrhunderte gelang es nicht, das Joch abzuschütteln, bis in den Dalkan- friegen die Stunde der Freihett schlug, und durch die Londoner Konferenz 1913 Albaniens U n- ahhängigkeit von den Mächten erklärt und garantiert wurde. Aber auch damit war dem Lande noch keine Ruhe geschenkt. Erst das positische Abenteuer des Prinzen Wied, der sich nur ein halbes Jahr in seinem Palast in Durazzo hallen konnte, ohne je das Innere seines Staates kennen zu lernen. Dann kam der Weltkrieg. Trotz seiner Reu- tralität wurde Albanien österreichisch-italienischer Kriegsschauplatz. Der Hafen von Dalona war ein besonders heitzumstrittener Puntt. So wurde die Konsolidation deS jungen Staatswesens verhindert. Rach dem Kriege sind es italienische und südslawische Macht- gelüfte, die ehrgeizigen Stammeshäuptlingen bei Aufständen im Innern moralisch und finanziell den Rücken stärkten. Auch bei den soeben ausgebrochenen Unruhen handelt es sich letzten Endes um die Frage, ob die Westküste des Adriatischen Meeres italienisches oder jugoslawisches Einfluhgebiet sein und werden soll. Bei einem reinen Agrarstaat auf primitiver Entwicklungsstufe wie Albanien spielen die Beziehungen zu den Rachbarstaaten die polttische Hauptrolle. Hinzu kommt, dah 800 000 Albanesen — also ebensoviel wie im Lande selbst — außerhalb der Staatsgrenzen wohnen, und zwar meist in Jugoslawien. Hier gibt es wette Gegenden mit vielen Dörfern, die fast ausschließlich von Albanern bewohnt werden. Von größter Wichtigkeit ist es ferner für die Auslandsbeziehungen, dah sämttiche telegraphischen R achr ich t en aus Albanien über Belgrad oder Rom gehen, so daß sie den dortigen Wünschen entsprechend gefärbt werden, und bas> übrige. Ausland meist ein falsches ober unvollständiges Bild über die inneralbanischen Verhältnisse hat. Bis zur Mitte dieses Jahres herrschte als Diktator der 29jährige serbenfreundllche Ministerpräsident Achmed Bey Zogul, der schon mtt 23 Jahren Innenminister war. Seine Macht stützte sich vornehmlich auf die Grundbesitzer, die reichen Bays. Mehrere Jahre konnte er sich halten, und mit großer Umsicht und weitschauendem Blick führte er manche (Steuerung, besonders auch Schulen im Lande ein. Aber lange wollten die freiheitsiebenden Beybewohner sein Regiment nicht tragen, und die grobe Anzahl von Hi«^ richtungen seiner politischen Feinde, die öffentlich auf ben Marktplätzen stattfanden, lieh die Empörung gegen ihn wachsen. Der von deutschen Einwanderern stammende 20jährige Student Bey Walter fasste den Entschluß, Zogul durch ein Attentat bei Selle zu schaffen. Seine Mordvorberettungen begann er damit, daß er sich für den Fall, bah er selbst umkäme, photographieren lieh, um fern Bild als Befreier bem Vaterland zu erhalten. Die rote albanische Rationalfahne mtt dem schwarzen Adler um die Brust gewunden, stürzte Walter ins Parlament, traf den Ministerpräsidenten am Eingang des Sitzungssaales und feuerte auf ihn eine Anzahl Schüsse ab. Zogul brach schwer, aber nicht tödlich verletzt zusammen. Walter wurde nach heftiger Gegenwehr und Verfeuerung seiner letzten Patronen im Abort des Parlaments überwältigt und ins Gefängnis geworfen Achmed Bey Zogul genas allmahsich, aber seine Stellung war erschüttert. Der Anstoß zur Revolution war gegeben und er mutzte zu seinen serb:schen Freunden außer Landes nach 'Belgrad flüchten. Doch fein Tatendrang und Ehrgeiz ließ ihm keine Ruhe. Er strebte von neuem nach seiner früheren Machtstellung tn Albanien und fand auch bei ferb.schen Politikern morallsche und geldliche Unterstützung. Eine immer größere Anzahl feiner Anhänger versammelte sich auf seinen Ruf im letzten halben Jahre an der serbisch-albanischen Grenze wid ihr 2Iufenthalt wurde von der jugoslawischen R^ gierung sellistverstündlich geduldet. Rördsich von Slutari bildete die alle türsisch-montenegri- nische Grenzstadt Podgoritza, im Offen beä Landes die Gegend um Dibra, das historische Amselfeld, den Sammelpuntt der Zogulisten. Mit rtrot#r> durch Fernruf 973 * uoiwiiew- tiorrB1/, bl» WWMW gdinufviel in M Schwank injjg von K'« ZsM W* M mE Nsr se? Ä SM .3. yeridifcöcMi. .|,pn A«Un bitten nm vc. »Ker oaer i . Garten l«nc Ter Doriio? iwasjeistei. tu bien ober lauten Mi. Auviubri. c. Ängeb. u. 0246 ben Gieh- Anz. narfnnitt ®tt& j antpenbunat ®uien besuch rr! “«tut Xfl t bessere tzrau Teldsigeder zu i?n. Schr. Ang. Ma-b.G.«n». WMark a-bobe Zins u.gute idterb gef. Pünkll. Zahlung nach chereinkunsi.Schr. lgebole unter 0L8 den Sieh. An». er leibt beff.Ww. iO Sm.? kzablgfl-2Mon. r. mit. 0319 bett Sieg. An». Samstag, 10. Januar 1925 Nr. 8 Zweites Blatt Giehener Anzeiger (seneral-Anzeiger für Vderhesfen) Llch oüux io Leim Ltehver Jeurf^mimt sonst nett fchläächt aagefchriewc, un wenn aich mei Schvulufsgab nett richdig gemoacht hatt, hott er manchmal e Aag zougedrickl, weil eich em immer geholfe hoab, wann er däi Digget in de Aalag gefiltert hott irn Winter, sich alaab, wenn er noch lewe tat, wär aich schoo längst Ghremitt- glteh oum Dielschutzverein un Hütt e tounn-re- jchee Dibblvom krieht föc mei goni Schtnb. — Mei Bitt an däi Gießer Siwohaerschast, in Dc Aeu- jabrsnacht nett ze schäiße. iS ins geroadc Gege- Seil um^schloage. cs hott nett schleecht geblaut, doch muß aich sahn, daß es in de Dreihäußelgah nor aamool geknallt hott un des wo ar nett nun em Dreihäuß«:gäffer. denn däi wisse, woas Aa° schtand haaßt. — Les gieht schoo do deraus hervor, daß vier c Dreihäußergä sfer. aich glaub, 's woar mei Aoachhar Edeword e grüß Reu- joahrschsreud mit em Laane Gvldschtickelche ge- moach-t hott, das er mer mit em schre HchveirveS geschickt hott: so e Nachbarschaft Läßt mer sich gefalle in etc Zeit wo däi GoldschLickelcher so fette sei. wäi e Lewwerworscht in errer Hondshütt. Le kenne sich mei Freud denke, wenn bei alle Leut' des Aerrjvahr so gut aagefange hott wär bei mir, hätte däi Beamte uffen Wohls oohrtsamt des ganze Zoahr Ferien. Aich winscht nor, daß däi Goldfchtiyfelcher jede Laag so pünktlich et= treffe, wäi de Geschaht itn Gießer Aazeiaer. wo immer brunner schtieht: „ Fortsetzung folgt." — Aich hun des Goldfchticttelche richtig verwend toäi es sich gebeert un hunn Poft Festung, wäi be Ladeiner seggt, uff gute Aachbarschaft aller Dreihäufergäfser am pierigte Eunntag en kräftige Schluck gelaa, Prost Aschber Ebeward, womit aich recht schee gricfic JUnfil Schvsch in bc Drcihäusergah. Liewer guder Zeidunqsonkel. Leh iß bet emol die gans zeih her e Hubbel- wedder gewese um die schee nLujahrschzeid erumrn. wo nur sich doch uff alles annere gsfaßd gemachd unn auch gesreud hol, unn nor nett uff Seh fiele regenwaster. Di tr-iffig mächd Widder in alle gär de Besuch unn die mauß hawwe Ui irc schiupplvchcr nit ze lache. Wenn mer sich doch etzend nor e bihche mit schnecbäll schmeiße könnd, wieS forigd johr, wo mer dene hunnsgässee die schduwwe soll geworfe hawwe, weil so gekrische howwe, fc wärn mehr ath di zotzelsgäher unn wo uns di (trmegäffcr daderbei geholfe hawwe. So kahld wis forigd johr brauchd's jo nett Wern umt mer bra uch de auch nett grob wrge so em bihche rohdele Lrowwe an dere Akziebrauerei gleich uffgeschriwwe ze wrrrn. denn ka menschs- treffet unn la innbrechet sinn mer nett unn wanns schnee geww-e duhd, dann iß es doch uff de eule- kopp ze weid unn uff omol werd ahm dotd daß fohre auch noch, ferkoöde weil der eulekopp doch c naduhrdenkmal fei toll unn drnewig di ahle hühnergräwer liche. Also ich sein sor die rohdel unn sor di schneebäll awwer ohnig en schdei brinn uttn habet gege. doh msr gleich Wege nix uzr lchrer hott mit gelachd unn hott gefagb, fritzch; eh iß gud, bvß de fein wasser kopp hosb unn be tannfb jo fom diese wägk in bi neue bäu ziehe, unn do hawwe mer aach »och emol herzlich gelachd, nor fon wege'm umziehe könne hc:ud,zedag. Unn weil der Herr Lehrer so gab uffgelegd wohr hob ich gefragd, ob et meine vadber nett e anner toonung wißd. Unn do Hot er gefogb, bub Hot er gefegb, bu konnsd ja mit Heiner odrograsie noch launsch- bach ober vmtsrbach ziehe. Unn do hawwe alle buwe gekrische, mer bleibe all bord, wo mer wohne, umt deß kallche bleibt erfchd rschd aach in der zohelsgaß, unn in dem aagehlick - Hot der schuldiener gebimmeld unn mer (bin Haarn ge- lasse. Liewer guder zeidungsonkel, ehend schreib ich noch en onnern brief, an be pedrus, mer hätte rege gemmgk gehobd uttn er solid anner toebber schicke. Dri kallche auß der Zotzelsgaß. Oberheskischer Kunstverein. Man ichreistt uns: „3m Lurmhaus am Brand befindet sich zur Zeit eine Kollektivausstellung von Dietz-Sdzard, München, ein in Gießen noch unbekannter Künstler, welcher sich aber in den letzten Jahren in den Kunstzentren Amste-cdam, München, Hamburg, Brem-rr, Wiesbaden, Haag. Rom, Köln, Mannheim ufto. einen guten Äamen erwarb. Dietz-Edzard geht eigene Wege und ist wohl keiner modernen Kunstrichtuig ernzureihen. Man sagt von ibm, daß er nur Mar en- und C-hristuS- bllder malen könne. Und eS scheint wirllich so. Wan sehe sich feine Frauenblldn'.sse an; es sind Madonnen, ebenso wie jene 'Bildnisse, welche seelisches Leiden darstellm, den LÄdraden Gott- menschen Ehristus verkörpern. Man tonn dies in fast allen DemäLden, deren eine reiche 2(1-.»- wähl auSsesteilt sind, verfolgen. Bon der großen Anzahl Rädierungen. welche vorhanden find. interefHercn den Liebhaber wohl am meisten die Zustandsdrucke der Illustrationen zu Dostojewskis ,,Karamafosf" dessen Monumentalausgabe int Frühjahr erscheint. Die von Dtetz-Edzard mit Graphiken versehenen Werke: Gogol „Wij" Dostojewski „Schwaches Herz" Garaschin „Rott Blume" und ,,2llte Marienliedet" in f/uxusausgabeu, welche im AuLftellungLiramu aufgelegt sind, vervollständigen die Ausstellung, die in ihrer Reich- baltigteit Gelegenheit bietet, sich in das gesamte Schassen cineö Künstlers zu vertiefen." Aus der Provinz. Landkreis Gießen. T Grün berg, 9. San. 3m Laufe des 3ahreS 1924 hat unfer tu einberat 41mal getagi. 3n diesen Dagungen hat er sehr viel geleistet und in jeder Beziehung den an ihn gestellten Anforderungen in gerechter Weise entsprochen. Ganz besonders muffen die Haupt- Mulle, die dem <3«neinberat zur Begutachtung tmb Entscheidung vorgelegen haben, horvorge- hoben werden: Errichtung der Unterprima bei der hiesig«! Realschule. Anfertigung eines Rachtrages zum Ortsbaustatut. Dau des Bermes- sungsamtcS, Ausbau dos 9tebengd>äntLcS beim städtischen Wasserwerk zu 'Wohnzwecken, Räumung des Gscher^bochrs und der Bruirnenberg- teiche, Erneuerung bzw. Umbau des städtischen Wasserwerks, w-elches dadurch eine so grobe C® aff «menge liefert, daß der Motor entbehrlich ist, Anlegen der Dheo-Koch-Stratze, Ausbesserung der 1. Lehrerwohnrmg und bauliche Aendcrungen in der Realschule. KreiS Kr iedberg. .5 Bad A a u h c i m, 9.3an. 3m Kurhaufe sprach gestern abend c^if Berantassung des Dvr- t r a g S - und M u s i t v e r e i u s vor Kahlreicher Zuhörer-schast Prof. Dr. Hvlm über «Sibirien einst und jey t“. Der RÄf-ner-, der als Verbannter Sibirien selbst tennen lernte, schildert? das schwere Los der Verbannten unter der zaristischen Herrschaft und entroIUc Bilder, die das Schicksal dieser ^Unglücklichen in den grauenhaftesten Stuben zeigten. Reu war den meifteiB Hörern, daß auch das bolschetoisttsche Rußland von heute auf dem Gebiete Der Verbannung noch mit oenselben grausamen Mitteln arbeitet wie die früheren Legier ungen. Lichtbilder erläuterten den Vortrag, her viele Hörer insofern etwas enttäuschte, als sic etwas über die wirtschaftlichen Verhältnisse des Zukunftslandes Sibirien zu hören er»arteten. 4- Friedberg, 9. San. Wic in früheren Scchren, so veranstattet der hiesige Geschichts- u n h Altert umsv er ein in den nächsten Wochen wieder Vortraaskursc für Lehrer unter Leitung her Professoren Blecher unb1 Dreher. Es gilt vor allem in Die V o f geschichte unferer engeren Heimat «nzuführen. Deshalb finden die Vorträge im Museum statt, das durch feine reiche Sammlungen vorzüglich geeignet ist, die Vorträge anschaulich zu erläutern. s.s. Friedberg, S. San. Die hiefigeLvge «Ludwig zu den drei Sternen^ veranlaßt in diesem Winter eine Reihe von Vorlesungen, die allerdings nur für Mitglieder und geladene Gäste bestimmt sind. Don besonderer Bedeutung war der gestrige Vortrag von 5)r. Häberlein übet „Goethe und die Ratur- wisfenschaften". Don hoher Warte uiib in großzügiger Weife zeigte der Redner, wie Goethe auch in feinen Beziehungen zur Raturwiffenschaft als der große und überragende Geist zu betrachten fei. Es ist zu bedauern, daß der vorzügliche Vortrag nur vor einer verhältnismäßig so kleinen. Zuhörerschaft gehalten und einem größeren Publikum nicht zugä-.igllch war. Kreis Schotten. E Laubach, 10. San. Das hiesige Gymnasium blickt in diesem Sahre auf ein 5 0 = jähriges Be sieben zurück. Graf Friedrich zu Sol.ns-Laubach (f 1900) begründete es i8Z5 und fegte hierdurch den Grund zu einer gedeihlichen Entwicklung der Stadt. Das Gymnasium hatte einen Vorläufer in der Lateinschule, die von Friedrich magnus. dem Halbbruder Philipps des GrvßnMigen, 1555 begründet worden war, aber Anfang des 19. Sahrhundects einging. Kreis Alsfeld. E Alsfeld, 10. San. Hnfere mittelalterliche Stadt, die 1922 ihr 700jähriges Stadtjubiläum beging, kann in diesem Sahre ihr 400- jühriAes Aeforrnationsjubiläum feiern. Die Reformation fand hier 1525 allgemein Eingang. Schon 1521 soll Luther im Gasthaus Mm Schwan übernachtet und in D. Tielmann den Resormatsr von Alsfeld gefunden haben. 1525 samrrrelle auch Philipp der Großmütige in Alsfeld ein Aufgebot von Rittern, Ständen und Landschaft. Ltttrtenbttrg und Rheirchefsen. O Darmstadt, 9. San. Wie wir hören, findet noch im Laufe dieses M mats auf Einladung des Ministeriums VA Innern eine Besprechung übet die Frage der Einrichtung einer Kraftpsstverbindung Darmstadt-- Groß-Gerau — Oppenheim — Berggemeinden statt. Der Plan auf Einrichtung einer Krastpostlime nach Oppenheim geht in dtt Sahre ISA 22 zurück, mußtt aber damals wegen der gesteigerten BttriebLkosten aufgegeben werben. — Der Verkeh rSauss chuß de- Berg- straße hat, wie uns mitgeteut wird, der Regierung eine jüngst gefaßte RcsEivn folgenden Inhalts zugehen lassen: „Der B.-rkehrSausschuß stellt fest, daß die nach d-rm ilrleil her Sachverständigen unabweisbar n.twend ge Ri'dertt;U g des Bergfrieds der Ruine Starkenburg bei Heppenheim in allen Kreisen her 'Bevölkerung des Hessenlandes und des benachbarten Landes Baden wie in weitesten Kreisen unseres deutschen Vaterlandes ausrichllgstes Bedauern hervorgerufen Hat. Die Versammlung ist dec einhelligen Lieberzeugung, daß es Ehrenpsl.cht des Smvolkes, wie auch seiner Vertretung in Land- und Regierung ist. ein Aaturdenkmal, das nur der größten Provinz des Hessenlandes leinen Ramen gegeben Hat, an das sich vielmehr eine reiche G-schj^e von den Zeiten des Klosters Lorsch Her knüpft, sobald als möglich in feiner bisHerigen Gestalt wiedrr-- herzu st eklen. Der Ausschuß spricht die Hoffnung aus, daß insbesondere die hessische Regio- rung und der Landtag es sich angel gen fe n mögen, dem Wiederaufbau des Bergfrieds mit allen Mitteln sacht^chnisch und finanziell zu fördern »mb zu betreib«!. An diese Steifen, dene« die Pflege der kulturMen Snt treffen und der '^caturschonbettat rntTcrcr Bergirraße am Herzen liegt, ergeht der eindringlichL und warme Rus, baß Werk des Wiederaufbaus des Burgsrieds so energisch und so schnell als möglich! zu betreiben.^ Hefsen-NaffLU. db. R^dhcim a.b. Bieber. 8. San. Dtt Landstraße v»n Rodheim XL d. Bieber nach Gießen befindet sich in einem kaum denkbar schlechten Zustand, lleberall find tief aus- gesahrene Stellen, die bei schlechtem Wetter ^ro^e schmutzige Wasserlachen bilden. Für Fußgänger und 2'tabsahrer, die gozwunaen sind, diesen Weg nach und von ihrer Arbeitsstelle zu benutzen, bchcut.cn solche WegeverHäLtnisfe wohl die größten Mißstände. Was aber diesen Mißstand noch verschlimmert, das find die rücksichtslosen Fahrer der Personen - und La st Iras t- toagen. die von ihrem trockenen Sitze aius feinetfei Rücksichten auf Strahenpasfantea nehmen. Sn schärfstem Tempo fahren sie darauf los, unbekünnnert darum, daß sie durch ihre Ruck- fichtsfef gkeit ihre lieben Mitmenschen, denen ein Ausweichen nicht möglich ist. von oben bis unten mit Schmutz besudeln. Bei einigem guten Willen seitens des Kraftwagenführers tonnte durch seitliches Ausbiegen und Beringerung der Geschwindigkeit manches Aergcrnis verhü.et werden. Aber das Richtige wäre, alle rücksichtslosen Fahrer, welche scheinbar ihre Freude daran finden, jedem Fußgänger eine Schmutzdusche zu verabfolgen, wegen Sachbeichädiguns zur Anzeige zu bringen. Auf diese Art und Weife toüröe auch sicher mancher Kraftwagenbesitzer feinen Wagenlenker einmal etwas genauer kennen lernen. bl. Dillenburg, 8. San. Die Sugend- pflege findet im hiesigen Kreis tatfräftige Förderung. Das vergangene Sahr hat nun drei ehrenamtliche KreisiugendPflegerstÄfen gebracht. Man konnte sie etnteilen in einen Sugenbbffeger für die geistige Pflege, für die körperliche Ertüchtigung und eine Sugenbpf leger in für vornehmlich weibliche Aufgaben. So Hot man jedem Gebiet fein Augenmerk zugewandt. — Die im vergangenen Jahr schon im großen Maßstäbe durch- gesuhrten Meliorationen der Viehweiden in unserem Kreise sollen auch tn diesem Sahre weitgehendste Förderung erfahren. Man hofft, txch bei Abschluß des Sahres der größtt Lett der Weiden meltorifieti ist. Vor allem gedenkt man das Oedland beß WesterwctldcS urbar machen zu können. Frankfurt a.M.. 9. San. (Wolff.) Bei der Frankfurter Brückenbaulotterie ist der Hauptgewinn heule auf die Stummer 315 001, der zweite auf Ar. 2Z8 743. der brüte auf Ar. 257 848 und der vierte auf Ar. 612 137 gefatien. spt. Frankfurt a. M., 9. San. Wie ^toir gestern mdbeten, wurde im Staedel-Mu- feum ein wertvolles Gemälde des Franzosen C-luoet g e st o h l e n. Da als Täter nur ein guter Kenner in Frage kommen konnte, wurde die Aussicht verschäi-ft mtt dem Erfolge, daß am nächsten Morgen der Dieb, der biß dahm unbekannt war, in das Aiuseum zurückkehrte. Man beobachtete ihn unauffällig und sah. tote er in einen: Saal ein Bild abhängtt und unter dem Mantel verbarg. Ehe man die Direktion verständigte, hatte der Mann schon ein zweites Bild — einen Eranach — abgehängt und versteckt. Bei seiner Festnahme leistete er überaus heftigen Widerstand und konntt nur mit großer Muhe dem nächsten Revier zugeführt werden. Bei der Feststellung der Personalien stellte es sich heraus, daß es sich um den Kunstmaler Seel aus Wiesbaden, Kaiser Friedrich-Ring 44, handelte. Sn der Wohnung des Seel in Wiesbaden fand man das tags zuvor gestohlene Bild an der Wand Höngen. Seel war früher ein Schüler der Staedelschen Kunstschule. Er wurde dem Gerichtsgefängnis zugeführt. fvd. Bebra . 9. San. Die rö ub er isch e n Llebersölle auf den Landstraßen der Llm- gebung nehmen einen beängstigendsn Umfang an. Sn wenigen Tagen wurden zwischen Ober» fühl und Gerstungen drei Personen überfallen, mißhandelt und ihrer Wertfachen beraubt. Sn einem Fall wurde einer Dame her kostbare Pelz entrissen. Die Polizei verhaftete jetzt in Gerstungen eine f echsköpsige Einbrecherbande, deren Mitglieder sämtllch Sugend- liche find. Die Verhafteten haben allerlei Schwindeleien und Zechprellereien verübt und gehören anscheinend auch einer berüchtigten Einbrecherbande an, die das Werratal ttnsichec machte. Sn einzelnen Dörfern wird ernstlich hie Einführung der Einwohner wach en erwogen Amtsgericht. Gießen. 6. San. Gin Angehöriger des hiesigen R e ichs web rbatail lo ns entfernte fick Ende Äovcmder von feiner Kompagnie und btteo ihr etwa 12 Tage fern. Als Grund für feine unerlaubte Entfernung gab er an. daß verschiedene Wirtshausrochmungen für ihn bei der Ko.npagnie eingelaufen seien, die er nicht habe bezahlen tonnen. Er habe sich das Geld ander- weit verschaffen und dann wieder zurücktehren wollen. Als ihm dies nicht gelungen war, ging er in die Wohnung eines h^er wohnenden Kameraden, der feine Abholung durch die Truppe Veranlaßte. Er war wegen Fahnenflucht ange- llaat, allein das Gericht hielt einen Aachweis dafür, daß er sich feiner Truppe dauernd fernhalten wollte, nicht für erbracht und per- urteÜte ibn lediglich wegen unerlaubter Entfernung über sieben Tage zu vier Monaten Gefängnis. Don der Anllage her Unterschlagung von militärischen Bekleidungs- und Mlsrüstungsstücken wurde mangels ausreichenden Beweises freigefprochen. Ein Kompagnieschreiber war beauftragt worden, von feinen Kameraden die Ve- träge für Woll- und Zigaretttnfendungen an sie einzufammeln und an die betreffenden Firmen abzulfefern. Er vereinncchmte auch insgesamt nahezu 400 Mt, schickte das Geld jedoch nicht ab. sondern verausgabte es für feuie eigenen Zwecke. Heine Behauptung, er habe das Geld offen auf seinem Tische liegen lassen, und dabei seien ihm 120 Mk. a^arihcn gekommen, wurde ihm nicht geglaubt. Wegen militärischer Unterfchlagung wurde er mit drei Monaten Gefä ngnis bestraft. Mit Rücksicht darauf, daß er sich feit bet sehr gut geführt, und daß ihm von feinen Vorgesetzten in jeder Beziehung das beste Zeugnis ausgestellt wurde, sah das Gericht davon ab, auf Dienstentlassung zu erkennen, um ihm Gelegenheit zu geben, seine •-car Dttr<$) besonders gute yllyrung menet gui g». machen und den Schaden nach und nach zu er» fetzen. Rätsel-Ecke. Hahlen-Rätsel. 1. 1. 2. 3, 3. 4. 5. 4. 2. 6, 7. 1. 4, 8, 4, 9. 6, 3, 3. 4. 5, 10. 2, 11, 12, 10, 4. 13, 4. 14, 12, 13. 12. 15. 2. 1. 16, 12, S, 13, 5. 3, H. 17. P. 14, 14, 6, 18. 6. 6, 5. 18. 6, 18, 7. 4, 3. 15. 6. 5. 6. ss. 6. 2. 5, 4, 7, 3, Die Zahlen ftnb durch Buchstaben zu ersetzen, wobei sich die cinjeüien Zahl«! immer auf den gleichen Buchstaben beziehen. Die entstehenden Worte haben folgende Bedeutung: 1. Komponist, 2. griechischer Duhter. 3. kirchliche Bezeichnung eines Sonntages, 4. Aaturerscheinrmg, 5. deut scher Dichter, 6. biblische Gestalt, 7. Aame eines Vlanetoiden, 8. Vorrichtung zum Wessen. Die Anfangs- und Endbuchstaben von oben nach unten gelesen ergeben ein Zitat aus einem Shakespeareschon KvnigSdrama. Tauschrätsel. Wan suche 6 Wörter von der Bedeutung unter s. Von jedem dieser Wörter ist durch Ilm- tausch eines Buchstabens an beliebiger Stelle ein neues Wort zu bilden, dessen Bedeutung unter b angegeben ist. Die Hierbei neu eingefügten Buchstaben müssen im Zusammenhang einen Zeitabschnitt bezeichnen. a b 1. Werkzeug — Kleidungsstück 2. Haustier — Körperteil 3. Gebäude — Vorname 4. Himmelskörper — Teil des Gesichts 5. Gewand — Raubvogel i —e — ei — ge — ge — ger — So — be: — i — in — in — fab — hm — lall — li — Itn — Io — (du — ma — me — mei — nu — mo — mon — na — na — na — ne -— ne — nc — neu — nen — nec — non — o — vn Pa — pe — Po — ran — re — ret — cet — tüt-- fa — schich — fe — feln — sen — si — so — per — sti — len — ii — Her — tin — io — to v— ixo — u — ri. — wehr — wi — zar — ze — -e — zert. Aus diesen 79 Silben fmd 15 Wörter zu bilden von folgender Bedeutung: 1. australische Sn* selgruppe: 2. beliebte Knabenlektüre; 3. amerikanischer Staat: 4. künstlerische Veranstaltung: 5. the- banischer Feldherr: 6. afrikanisches Doll: 7. italie- nischLr Maler: 8. Verkehrsbehörde: 9. Wafse: 10. Südfrucht: 11. militärischer- Grad: 12. babylonischer König: 13. männlicher Vorname: 14. erfrischendes Getränk: 15. Balkanlandschast: — Sind die richtigen Wörter gefunden, benennen die *(n* fangsbuchstaben ein beliebtes Getränk. Nameu-Umbildungs-Ausgabe. Aus den nachstehende! 12 Aamen sollen durch Zusamlnenstellen neue Aamen gebildet werden. Die Zusammenstellung muh in der Weife erfolgen, daß stets eine End- und eine Anfangssilbe der angeführten Aamcn einen weiteren Aamen ergeben. 'Bertram, Siebter, Friedrich, Gerald, Hero, Hubert, Leo, Martin, Aoah, Ruben, Traugott, Winfried. Gleichklang. 2llS Hammer schlag ich dir die Frucht der Erde, Doch ma^e ich zuweilen andre Streiche: Dann mutz ich furchten, daß ich Amboß werde Lind muh der Prügel straft, dem ich sonst gleiche. Kreuz-Scharade. l 3 "7JT So wie Pier Zahlen man sieht hier, So denk' gruppiert vier Silben dir: 1—4, das an die Ostsee grenzt. Von Rußland ift's ein kleiner Teil; Was in 2—3 beschlossen wird, Gereichen foll's Der Stadt zum Hell; Die Staatsgewalt vertritt 4—2; Beweglich Gut stellt 3—2 bar; Wer krank — 3—1, nicht 1—3 wählt, Erspart ein nettes Sümmchen bar; Wer Luftveränderung nur bedarf Llnd sich in 4—3 mietet ein, Sm Freien wandert viel umher — Dem wirb die 4—1 dienlich fetnl * Auflösungen aus Nr. Rätsel. Guter Zug — Güterzug. Lauschrätfel. Frost - Frist. Arithmogriph. Graz, Irma, Ebon, Sole, Saul, Emil, Aewa, — Gießen, Zanella. HUbrnratfel. 1. Äeiberg. 2- Andromache. 3. Sultan. 4. Tahiti. 5. Dogge. 6. Übertretung. <. Drohne. 8. Sfaat. 9. Elba. 10. Syrien. 11. Orion. 12. Rauhfrost. Hast du die Sorge nie gekannt? Rätsel. Der Schornsteinfeger. Scherzfrsgell. 1. Beide müssen rühren können. 2. Die Fensterscheibe. Aus dem Awt4verküudiKungsblatt. - Das Amtsverründigungsblatt Ar. 3 vom 9. Januar enthält: Ruhrschäden — Pfleaegelder im Alicestift bei Darmstadt. — Die vorläufige Linierbringung Ausg 'totefener — Die Bildung einer öffentlichen Wasiergenosfeaschaft zu Burkhardsfelden. -- Schafräude in Wuschen- heim. — Wrrlös Liederschatz. — Sn Preußen wohnende, in Hessen beschäftigte Fortbildm'gs- schüler. Briefkasten der Redaktton. K. W. W. O weh, o wchf 2llcht geeignet. Dach Aid da. Anonyme Emscndungen wandern bet uns in den Papierkorb 38. Sortteöung. (Tladjbnuf verboten.) tr a die noch ziemlich überflüssig bin, ein haMvses An hängsel. etil fünftes 2UÖ - spricht endlich die glückliche Zufülligkeit meiner Betanrttfchoft mit Kordon Murray. Ich erwähnte ihn schon. ®v einer jener ich mich aufrichtig Ich kann nur sagen, bah - Äh auf bic Leise freue. G» ift zwar richtig, bah uiu> immerhin bo zu übertünchen ist. uc » - 31nc Laaer. Zahlungs- VHerrnanft ftinscnbadn Neujahrsglück! stattfindenden Preisverteilung welche unter Aufsicht einer Preisverteiiungskommission und eines Notars Preise verteilen sich wie folgt: Die Bekanntmachung Sternolwerk Gießen 1925. 1 IG 2 6 50 SO 2 5000 ilben-Ratsel. 3. 4. 5. 6. Die rote Kaschgar Roman von Fodor von Zvboltitz. beschränkter Haftung in Gießen: Durch Beschluß der Ge'ellsckaftervLrsammlung vom 27. September 1924 ist das Stammkapital auf 125000 Reichsmark um, gestellt, tz 4, 5 u. 6 der Satzungen sind aber es liegt Loch nun so, das) wir mit dem nahenden Frieden wieder in das tSalonllcib schlüpfen und mit der alten charmanten Liebeus- toürbiglcit neu beginnen muffen. Und siehst Du, davor graue ich mich. Ich habe die liebcuswür- dige Schablone so bis zum Halse satt, daß ich die ersten wilden oder halbwilden Stämme als Befreier aus konventioneller Heuchelei begrüßen deutscher Landwirte u tandw, forscher um gestellt. 3. Bei der Firma Wilhelm Möser, Tabak- Jtoifenloie Ratidüitc zur richtigen DüntfunJ crtatit Landwirtschaftliche Auskunflsslelle des Deutschen Kalisyndikials G.m_b.H. Däimsladl, Elisabclhenstrasse 9 6 20 Äga-Automobil Radioapparate mit 4 Kopfhörern Pianos in guter Ausführung Zimmereinrichtungen (Wohn- o. Schlafzimmer n. Wunsch) Mähmaschinen, gutes Fabrikat Fahrräder, gutes Fabrikat (nach Wahl Damen- o. Herrenrad) Schreibmaschinen, gutes Fabrikat tret Sich. 332V zähen Briten, die Halo Globrirottor aus Passion sind, halb Forschungsreisende. Pvurist und Gc^ lehrier in einer Person, alles in allem ein prachtvoller ‘JlZcnfd). gar nicht alltäglich, voll ®deu und Kanten in feinem Wesen, aber auch voller Humor und von einem göttlichrn Leichtsinn gegen Lebensgefahr. Gr kam völlig ausgeplünder i von den Bvrern hier an, ist aber jetzt schon wieder dabei, eine neue kleine Expedition zusanmienzu^ stellen, der ich mich anfchlietzeu will. Aus diesem Grunde erbat ich mir auch von Hellmut die riebcrweisung einer größeren Summe an die Deutfch-2lsiatischc Bank. Die gleiche Summe schießt Murrap d«, wir haben also ein Kapital zur Hand, doppelt so groh als jenes, dessen Sven Hedin vor )Leben Jahren für eine Reise von 23000 Kilometern bedurfte Linser Spaziergang wird uns quer durch ganz Asien führen: über Aord-Tibet und Süd-" Turkestan nach Pamir, dann weiter durch Buchara und Chiwa, zurück entweder durch Persien oder nordwärts durch Llralsk über Rußland. Solange wir uns im chinesischen Aufstandsgebiet befinben, schließen wir uns den alliierten Truppen an, die mit Zxni Boxern vermutlich nur noch wenig Schwierigkeiten haben werden. Linser Gepäck "wird nicht groß Irin. Die meterevlogischen Instrumente und was sonst iwch notwendig ist. Peking nicht ui Europa liegt. wies der Doreraufstand, daß asiatische Eigenart nicht ohne weiteres europäisch ; • :ri Rübenschneider, Brockclmüblcn. Echnittclmüblen, chra.idwaaeu, Pflug- und Hand' wageuachien nuS ciaener Herstellung. Ferner: Ccfcu, Herde, Zeutrisu aeu, Waschmaichi neu.Butterma chi- »en, Kuvfcrkcsscl, Jauckevumven zu billigsten Preisen ab Zur Einführung unserer aus besten Rohstoffen hergestellten Stemol-Fabrikate schreiben wir folgenden Kunden-Wettbewerb aus. Sie erhalten bei Einsendung von Gm. 1.50 unsere 3 Sorten Sternol- Fabrikate, und zwar: 1. eine Streudose Sternol-Aluminiumputz 2. ein Paket SternoS-Scheuerpylver 3. ein Paket Sternol-Seife (selbsttätiges Waschmittel) Die Einsendung der Gm. 1.50 berechtigt Sic auch, an der am 15. 3.1925 ligmlabita Rollbretter Weißbuchen, Hirnholz, Birnbaum Langholz liefert in la Qualität W. Sttamel Dieses „d aus 600 Reich «mark umgestellt. Am 2. Januar 1925 a) bei der Firma Bereinigte Weinbrennerei und Likör- sabrike«, Gesellschaft mit beschrankter Haf. tung in Gießen: Durch Beschluß der ®o sellschafterversammlung vom 8. Dezember 1924 ist das Eigenkapital auf 2000 Reichsmart umgestellt, b) Bei der Firma B. Buhn, Aktiengesellschaft in Lollar: Durch De-! erletchtcrung. »»»isäiluh der Generalversammlung vom 77,A/VX)J BTmSI Hfseff I 19, Juni 1924 ist das Stammkapital aü • fl&CJUUr &mil nan j 150000Aeichsmark,eingeleiltin 500Aktien , — zu se 100 Reichsmark und 200 Aktien zu 1 je 500 Reichsmark, herabgesetzt worden- Die Umstellung ist durchgeführt. Gießen, den 6. Januar 1925. 323b Hessisches Amtsgericht._________ in Gießen bestellt. Gießen, den 8. Januar 1925. 325B Hessisches Amtsgericht to®5* Da wir aller Dermutung noch auf der ge planten Promenade über btZuutlc Wrge launi htnausgelangea dürsten, so liest für Euch dohrim keine 'Ikuecitiaffung vor, Euch meinetwegen zu "ngstigen. Ach gehöre ja fowiesv w ben Leuten, •ic in bet Gefahr am ungefährdetste» find. Jenseits v>n Zibxi werde ich Mich wieder in dec Lage Irin, ttuäi Brvfe zulcmnnen zu taffen, obwohl Ahr natürlich auf pünMuHes Gutt rasten nicht rech mm tonnt. Daran feO Ahr in ben letzten Motorrad 2'/« P.S.-Viertaktmotor Kickstarter, guter Bergsteiger, vollständig neuwertig, Umstände halber zu günstigem Preis u. Zahlungsbedingungen zu verkaufen. VorfÄhrung bereitwilligst. Dieckmann, Ludwigetr. 60 Tel ephoa 1150.10325 Das klingt ernsthafter, als Du sonst von mir zu hören aewöhrtt bist. Aber nimm meinet hat- ben an, ich habe nur die Lust verloren. noch weiter in Frack und Lackschuhen Ansichten vertreten, die meinem inne.stca Gmpsinden ent- gegengefeht sind — es genügt schon. Du Lcnnft mich ja. Etncn Augenblick habe vi) überlegt, ob ich nicht am besten täte, schleunigst heün-ukefr tcn. Dagegen spricht unsre Abmachung, auch das Gefühl, dach ich bei Luch da. drüben immer - um - net - non - o _ 7-seln-sen-ki^so-ftcr ti - her - iin - fo p - Vch - Li - zu Bekanntmachung. An unser Handelsregister Abt. B wurde, eingetragen: Am 19. Dezember 1924 bei der Vriruia Gießener Stohlenhandel, Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen: Durch Beschluß der Gesellschafterversammlung vom 21. Aovember 1924 ist § 3 des Ge- sellschaftsvertrags dahin geändert, daß bas Stammkapital jetzt 5000 Deichsmark beträgt. Am 29, Dezember 1924 bei der Firma Ludwig Wick & Co., Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Gießen: Durch Beschluß der Eesellschafterversammlung vom 28. Aovember 1924 ist das Eigenkapital Demi tn diesem tückischen Jtttana sengte £nc Haut in der Mittagsonne, und ein Dutzend Schritt»- weiter, am Felsenhang, erschauerte man vor grimmiger Jtolte. Langsam trottete die Zkarawane über den weglosen Schnee. 66 waren noch dieseiben Leute, die man in Aarkent an Stelle der entlassenen Chinesen angetoorben hatte. Kvajsischc Führer. denen man Glauben schenkte, dan sie die ein solcher Duran hatte bic Karawane auf der Paßhöhe, von der mau nach Der Behaupt»mg Rlasarbais in das Mai-Tat h^osteigen sollte. mi> unvor hergesehener Plötzlichkeit überrasch- Dabei hatte der Sturm den Gaul, iui die Packfättcl mit den 5torlcn und den Empfehl ungsschreibea an einige kirgisische Hauptriagc und an die rum leben und chinesischen eidient-i?c'> i?e; Gr< i^iommairdos trug, umgeriHcn, und Da» arme Tier war den Abhang t)tnabgcrc4(t und in der Tiefe im Sdno-e versunken. 3eDc 'Jlcttuug war ausgridüMfcn Aach wenigen Minuten schon lag Da» Pferd in einer dicken Eisschicht, die aurzubrechen eine Lin Möglichkeit - ■ - - r baeseben davort, dost rin Eindringen in furchte t #■ Schlucht sicheren (S^tifegueg folgt.) " «ötitt ho», b erfolgt, teilzunehmen. • In der Ihnen zugesandten Ware befindet sich ein Gutschein, welcher Ihnen besagt was Sie erhalten, ohne daß Sie hierfür noch unnütze Gelder her- sreben' denn auf diesem Gutschein ist angezeigt, wie Sie ihre Auswahl der Preise gleich nach Empfang des Gutscheins und des Pakets treffen können. Zonalen lowiriv gewöhnt morden. Aach unlt€t Schatzung wird bic Aerse bis Ehrwa etwa -ehn Blonatc in An>ch weiß es nicht, ich kann nur Hossen wie Du, daß es Theda bic Genesung bringen wird Das Schreiben ist rrnisangreich geworden, es giU ®ud) allen, und da wir wieder Dorbinduuz mit Tientfiu Haven, so wird cs auch in ®ure Hände gelangen TDohin ich mir von Euch Aach^ richte« erbitte, tonn ich Euch crU mitteilen. w«rn untere Ao nie in allen tzinzclheiten fest steht. Das soll von fcalpan aus geschehen, wohin wir von General Litnrtschcff Empfehlungen an einen russischen Großtaufmann haben, der Aord-Tibet öfters bereist hat und der uns wohl auch einen sprachkundigen Dolmetsch stellen wird. Folgende abgangrge Saseltiere, ein Eber, rin Schafbock und rin Ziegenbock werden tm Hose des hwstg^ SW* I abzugeben. , J Bürgermristerer Allertshausen. Reinhardt. 328D Bekaittrrnmchttng. In unser Handelsregister Abt. B wurde heute eingetragen: 1. Bei der Firma Apparatebau-Aktrei'- , gesellschast G.ehen: Durch Beschluß der Generalversammlung vorn 6. Juni 1924 ist 8 5 der Satzungen dahin geändert.! daß basGrundfapital aus 80000Reichs- [ mark, eingeteilt in 1600 Aktien zum Nennbetrag von je 20 Reichsmark und 240 Aktien zum Nennbetrag von je 200 Reichsmark, herabgesetzt worden ist. 2. Bei der Firma E-ießener Trerchand- l gesellschast mit beschränkter Haftung in Gießen: Durch Beschluß der Gesell- schafter vom 11. Dezember 1924 ist der 1 tz tz der Satzungen geändert und das Stantmkapital auf 1000 «Reichsmark tatacliÄ «nm Akanchern und Aufbewabren von Säuen und heisch» zucieu, mit nandtger Isiifdiluhiufuörunfl, befiet 2Lutz «egen UnneUefer, liefert preieroert autbgeaen Teilzahtunsen «Bc- schrecrnunneter zwanzlg Grad Stolle. Ser Schneefall halte um die Mittagszeit etwas nachgelassen, so baß die Leine Karawane weiterziehen konnte, aber es war ein mühseliger Marsch. Man war jetzt mitten im Hochgebirge und wußte doch nicht, auf welchem Punkt der Erde man sich befand. Steil fielen die Felsmassen -um Salgrunbc ab, und über die Geröllkegel ftogc.1 unablässig lockere Schneewirbel, in ständiger Bewegung wie das Schaumgeträufel des Meeres. Oben hing eine feine durchsichtige wechc Dvlkcuschicht. ein Schleier, durch den der blaue Hrmmct leucht etc, unten in der Mulde tat ein Flußbett sich auf. , _ . , War es ein Fluß? Gert freit bic Srler gefunden, benennen die Surin beliebtes ßctranf. lmbildun^Avsqabe. gehenden 12 ‘Samen sollen durch neue Aaiven gebildet Verden. Ihrag muh in der Deise erfolgen, =nb» und eine Anlüngssllbe der mcn einen toeiieuti Kamen «• lithter, Friedrich, ®twfb, Here, lattin. Loch, Ma, Traugott, Gleichkiang. Ufi ich dir die Frucht^ Erde, )Mrilen andre Streiche; ürchlcki, daß ich Amboh Verde .rüget straf-, dem ich loch gleiche. ;re«z-2charade. l i 2 4 /zEine D unaärig n Kain i'f p. Mrg. hatte depfFfotg, deß die En de vonl Wisp.Hafep aJf'1 Wisp,35chefEelgehieigerf wurde Dabeiha^- fe dep Hafer oh ne Kali vohflefatl aeh^en. d der ^ir^ai t ge d u n gt e L 1 + 25 Belr.: Geschäftsaufstcht über das Der- mögen des Lucian Becht, Schneider in Gießen, Brandgasse 5. Beschluß. Kr er. '2.1$ 2 • * mSmS? ä m^piert v-er ©tmen o«. Gewalt vertritt M- «sssäf AW*fttt< «l. _ OlerM rfi- . 8, M aella- »■“S'Sji* Md- Miofegri' •Ä** •*> iWt *r — -- ---- - - - n , . lieber das Vermögen des Schneiders waren-Grohhandlung. i^fellfchaft mit Lucian Becht in Gießen wirb auf dessen tn cm*»« ■ ®Hrd> Antrag die Gefchäftsaufstcht angeorbnet. Sie beginnt am 8. Januar 1925, 12 Ufr mittags. Als Gefchäftsaufstchtsperson wird unter Btohrung der Rechte der Beteiligten aus § 22 derV -O. Kaufmann Louis Althoff Herrenzimmer Speisezimmer Haus-Standuhren liefert unter günstigen 864D Zahlung»- Bedingungen Krewinkel, kieWriWM Troritpreäse. Die Preise werden am 15. März 1925 unter Aufsicht^ wie oben angegeben, verteitunc wird von uns unter Mitwirkung der Kommission toe P&re sind einer Versendung von je 100000 Paketen vorgenommen. Di ,,crdines weniger Pakete als 100000 zum Versand Preise prozentual im Verhältnis zum Versand reduziert. Horzverfteigerung Montag, den 19. Januar werden tm Fürstlichen Walddistrikt Mühlberg lSied. lungsabtrieb an die Gemarkung Akhach angrenzend) versteigert: Raummeter: Scheicholz Buche: 155, Eiche: 4; Rnüppel Buche: 149, Eiche: 138, Birke: 2. Weichholz: 2, Fichte 4; Stock- Holz Buche: 98, Siche: 109, Fichte: 44; Aeishol; Buche: 580. Eiche: 470, Birke: 10, Fichte: 110. - Zahlungsbcdingung: 30'0 Anzahlung, längere zinslose Stundung des Lestes; bei borzahlung 10° „ ^Rabatt. - Zusammentonft 9h Ufr vor- mittags auf der Straße Lich - Gießen, un- weit des Albacher HofeS. Es empfiehtt fich vorherige Befichtigung des Hol-eS. Die rot unterstrichenen Dummern kommen nicht -um Ausgebot.370D Eberverkauf. geändert. 4. Bei der Firma Aaaf & Funk, Gesellschaft mit beschränkter Haftung m Gießen: Die Gesellschaft ift durch Be- schluß der Gesellschafter vom 15. Dezember 1924 aufgelöst- Heinrich Aaas von Gießen ist jutn Ligurdator bestellt. Gießen, den 6. Fanuar 1925. 3248 ________Hessisches Amtsgericht._________ Jagd-Verpachtung. Die der Gemeinde Dieder-Vemünden lOberhefien' zustehend« Jagd von 580 Hektar Feld- und 16 A-ktor Waldiagd soll am Samstag, dem 1c. Aanuar 19Z5, nachmittags 2 Uhr, auf dec Burger- meisterei inAieder-Gemünden auf 6 Fahre, vom 15. Februar 1925 bis 14. Februar 1931. neu verpachtet werden 2lähere Auskunft erteilt disoBürgermetsterel^ Dieder-Genründen 7. Januar 1925. Bürgermeisterei Aieder-Gemünden Becke r.333D Wenn irgendwelche Zweifel über die Brauchbarkeit des Süßstoffs als Süßmitte' und sie sind meines noch vorhanden sein sollten Wissens noch verbreitet - so wird ein Versuch jeden Argwohn und jede Voreingenommenheit beseitigen. Geh. Medizinal-Rat Professor Dr. med. et phil. R. 0. Neumann im Teriin. Gemeindeblatt am 5.12. 23. Ueberail zu haben. J»1D aller praktischen Hausfrauen zum „Franck"* berühr darauf, daß er der beste, würzigste und gehaltreichste Raffer-Zusatz ist. * Hlit Bet Kaffeemühle STs Schutzmarke. IHgPWlIHTliiHWWWUW1 miiiinminmriiiiwniiwiiiiii'iwwi Ultra Polysol Das allein euesto 2;>7D eiektr. Lichtbad für Schwitz- u. Entfettungskuren soeben ein getroffen und in Betrieb genommen. Besichtigung durch Interessanten gestattet. Massage-Institut Bues staatlich geprüfter Heilkundiger Walliorntradc 38 pari, Jt ir übernehmen alle vorkommenden Neu-».Umbauten sowie Reparaturen im Hoch-. Ties, und Eisenbctonban bei niedrigster Berechnung und sachgeinaher Ausführung, Unsere unverbindlichen Kostenvoranschläge bitten wir einzuholen. Pfaff & Comp. Hoch-, Tic?- und Betonbau EbelstraOe 391. 50D M.W.M Kompressorlose Dieselmotoren Jederzeit betriebsbereit Unbedingt betriebssicher bei garantiert gefahrlosem Betrieb | Konkurrenzlos rationell in Brennstoff- und Schmieröl verbrauch j (2,/a Pfennig pro P. S. und Stunde) sind in allen Betriebsverhältnissen Ortefeet macht der M.W.M.-Motor unabhängig von fremden Kraftquellen (K.-W.-Stunde 4—6 Pfennig) als Schiffoinotor eignet er sich für alle Schiffszwecke bis 500 P. 8. nie Traktor zieht er in der Ebene bis 8000 kg. "x>'v ä^ntoren-Werke Mannheim Ä.6. vorm. Benz, Abt. stationärer Motorenbau Verkaufsbureau Gießen: Schanzenstr. 16, Tel.928 Steinkohlen riketts Platzhandel. 847A empfiehlt 344D I 1 3lontifl,12.3an., abends 7 11 br, eröffnen wir in der — Bezirksschule — Westanlage unter Leitung eines BcrusSlehrerseinen Anfä nger-Lehrgang in der Reichskurzachrlft für Damen und Herren. UnierrichkSgeld 10 Mk. Anmeld, an n . »• -verfdjtebenea entnerbund, MO« WWitMta, fft ÄÄ™*' JpSSSiR “AConirl V6r,Allf 3inuntt er überrenlidjiiic. Den ißeixaa >ic abgezahl! »nuubnnaen. ____________Ter Voritanb. gffgg AQiä,6ießen MS"' --S'Ä'S «en0 Samrtag, Zanuar 1925 solches Lnrecht wagte man nicht vor der Welt zu begehen, vielleicht fand inner halb der Feindbund- machte auch ein allzu starkes Polen an und vor allem in Der Ostsee nicht die gleiche Sympalhi» aller beteiligten Staaten. Danzig durchlebte in jener Zeit Wochen Dcx ^Ingewißhett und Der Debrvhung, wie sie nur Der ganz kennt unD versteht, der sie miterlebte. Alle Kreise Der Beoöllerung schlossen sich zu macht- vollen ÄunDgebungen zusammen, eS gab keinen Gegensatz der Parteien unD der Meinung, in allen war nur ein Gedanke: Wir wollen das bleiben, was wir sind, woS unsere Väter waren: Deutsche im deutschen Dalerlande." Ader alle Kundgebungen, alle Prvlesto Vorbehalten. das Schicttal war nicht mehr abzu- wenden. Das Diktat von Versailles erfüllte sich und das Furchtbare wurde Gewihheil. Die letzten Regimenter Der Danziger Garnison zogen fort, englische unD französische Truppen rüdten In Die StaDt ein unD rings um Danzig schlugen Die Polen, Die Den größten Teil des alten West- Preußen erhielten, ihre toc 15roten Gxenzpsähle. Rur bei Marienburg blieb ein schmalei Strcik-n, wo Danzig unD das zur Kolonie gewordene Ostpreußen aneinandergrenzen. So stand Danzig vor fünf Jahren neuen Tatsachen, neuen Verhältnissen gegenüber, wurden ihm Aufgaben zuteil, die unlösbar sch men. Ein Staatswesen mit kaum 400 000 Menlchen, einem flachen Lande, das zur Ernährung seiner großen städtischen Bevölkerung nie ausreichen kann, ohne finanzielle Mittel, nur mit Schulden belastet, hilf- und wehrlos von einem für Danzig übermächtigen Feinde umgeben, au- jeder Verwaltung herausgeriffen, ein Chaos und weiter nichts. Manch einer, der diese Lage sah, pro- phezette dem neuen Staate eine schnelle und unabwendbare Heberflutung durch Polen, einen sicheren staatlichen und nationalen Tod. Wer das aber tat, der kannte eines nicht: Der kannte nicht die Danziger Bevölkerung, ihren Geist und ihren unerschütterlichen nationalen Lebenswillen. Rot lehrt beten und Rot lehrt arbeiten. Unb in Danzig hat sie es gelehrt, wenn nicht schon seit Jahrhunderten der Geist der Dmtschbei-ren, der Geist des Ritterordens in der Ostmark lebte. Der ewige Kamps gegen das vordringende ökp Dcntum, der Kampf gegen Herbheit und Ungunst Der Rcttur. die nur schwer sich die Fruchtbarkeit des Bodens abringen läßt, haben im Osten ein besondere- Geschlecht geschaffen, ein Geschlecht, das aus allen deutschen Stämmen zusammenwuchs, Die in Der OrdenSzeit nach Osten wanDerten. Dieses Geschlecht gibt er- strittenen und ererbten Boden nicht preis, es ist mit ihm eins und halt zu ihm und zu sich mit zäher Entschlossenheit In jenen bangen Tagen unb Monden Der Abtrennung wurde dieser Ostlmibgeist eherne Krast Die neugegrünbetc Freie Stabt Danzig gab sich in harter unb schwerer Arbeit die Grundlage ihrer Existenz, die Sicherheit not tonaler unb staatlicher Selbstänbigkeit. Fünf Jahre sind seitbem vergangen unb wer heute einen Vergleich zieht, ber muß e8 bekennen. Danzig hat sein Deutschtum bewahrt und es steht nun in jeder Beziehung vor aller Welt frei unb unabhängig; es hat c8 verstanden. sich Geltung zu verschaffen, und beule durfte es niemand wogen, wie eS die Litauer mit Memel getan, mit Gewalt die Freie Stadt an sich zu bringen. Auf polnischer Seite hat man da- lange erkannt unb nun ist man zu einer anberenj Taktik übergegangen unb versucht still unb un- ablässig ben polnischen Einfluß in Danzig zu erweitern. Man gründet in Danzig polnische Vereine, zieht in Danzig eine deutschsprachige Presse auf, die vollkommen polnisch orientier. ist, um dadurch in der Welt unter falscher Flagge die Meinung gegen Danzig zu beeinflussen, und scheut ferne Mittel, langsam unb allmählich der Stabt ben deutschen Charakter zu nehmen. Aber auch diese Arbeit ist erfolglos, unb geschlossen steht bie Danziger Bevölkerung gegen alle diese Bestrebungen. Sie ist ehrlich bemüht, mit Polen in Frieden zu leben unb Der kleinen polnischen MinDerheit in Danzig. Die etwa 5 Prozent beträgt, alle ihr zu- stHenden Rechte zu gewähren, sie wird aber mit aller Schärse und aller Entschiedenheit Dan« unb der Schnee bei der Schneegrubenbaude vier bis fünf Zentimeter hoch lag. Mitte Mai 1922 gab c8 bei ber Wiesenbaude noch ein regelrechte? Mai-Skirennen, 1924 noch letzten Reu- schnee am 19. Juni. Seit etwa fechs biS freben Jahren Ist unser Hochgebirgswetter überhaupt reich an Sonderbarkeiten, Als Anfang Januar im Hirschberger Tale bis zu — 30 Grad Celsius waren, zeigte das Themometer auf ben Kammbauden nur 10 bis 12 Grab. Im Schneefrühjahr 1917 lagen Die Schneemassen bei Der Kirche Wang Mttie April bis zu Drei Meter aufgetürmt. Die Sportbahnen waren total verweht l Mitte Rovember 1919 war Die Schneehöhe auf dem Kamm etwa 1,20 Meter, hn Tale 0,60 Meter. Eine solche Schneehöhe hatte man um Diese Jahreszeit schon seit Jahren nicht mehr. Denn der schneereichste Monat ist bei uns immer der Februar. Weihnachten 1919 brachte Schneestürme von riesiger Gewalt; Gebirgsbesteigungen und Kammwanderungen waren lebensgefährlich; der Orkan hatte Schneewände bis zu vier Meter zusammengeweht. Ende 1923 brachte Dem Gebirge Regengüsse; Silvester 1923 und am Reujahrstag 1924 war im Tale bei 9 Grab Wärme frühlingSartiges Tauwetter; auf den stark vereisten Sportoahnen gab es viele Unfälle. Wenige Tage darauf gab es heftigen Föhn, der so gewallige Schneefälle brachte, bah z. B. in Hinter-Schreiberhau bie Häuser bis ans Dach Der* schneit waren unb das Wild des Hochgebirges bis in die Gehöfte der Gebirgsdörfer Farn Auch der „Rosenmonat" 1923 brachte Rübezahls Reich Schneefälle; am 26. Juni fiel der Schnce den ganzen Tag über; abends betrug die Schneehöhe schon bei 1200 Meter nicht weniger als fünf Zentimeter, Weihnachten 1923 brachte dann dem gesamten 3far= und Aiesengebirge enorme Schnee fälle und folche Verkehrsstörungen, daß in verschiedenen Wiitterfportplätzen die angesehten Sportveranstallungen bis in die ersten Tage des Januar ausfallen mußten. Bei Der Wiesenbaude wurden — 32 Grad Kälte gemessen, und in der Baude befanden sich 14 Personen mit gefrorenen Gliedern. Dies nur eine kleine Reihe herausgezupster Blüten auS einem großen Strauße Wctterkurio^a. 661'« gute sparsame Knc/ie' ■WWW MAGGI5 FleisthEru^j - ."-•Würfel,! fc islbl. GÜer Örtern Karl 1 hier gehl das Iaht sich Danzig nie nehmen, solange der Landrmrtfchaft und Gartenbau reichlich tragen als die gewöhnliche. R. tragen. R. Fragekasten. (Die Beantwortung der Anfragen erfolgt kostenlos.) Frage 6: Wie weit muß man bei Obstbaumpflanzungen von dem Rachbargrundstück entfernt bleiben, 1. auf freiem Fell>e, 2. rin Garten, bei Hoch- und RiÄderstämmen? Antwort: Streitigkeiten mit den Nachbarn werden am besten vermieden, wenn man bei Aepsel-, Dirn- und Süßkirschbäumen 1 bis 5 Meter, bei Sauerkirschen, Pflaumen, Zwet- schen, Mirabellen usw. 3 Meter von der Grenze entfernt bleibt. Dies gilt bei Höch- und Mittä- stämmen für Feld und Garten. Bei Zwergbäumen, die man jederzeit durch Schnitt in der Gewalt hat,- kann der Abstand vom Nachbargrundstuck etwas kleiner gewählt werden, doch auch in diesem Falle sollte er mindestens 2 Meter be- gewaltige Turm von oankt Marien über der Stadt sticht und deutsche Menschen zu ihm deten. Dieses freudige und entschlossene Bekenntnis zum ewigen deutschen Charakter der Stadt und chrer Bürger legte auch der Senat, die Regierung DanzigS, offen und frei ab, als er vom Dolkstag zum ersten Male gewählt wurde. Die Danziger Bevölkerung hat ihrer Regierung und vor allem ihrem Präsidenten Dr. S a h m dieses Bekennt-' nis nicht vergessen, und sie hat den Dank für die einmütige Arbeit von Bevölkerung und Regierung dem Senat nach Ablauf seiner ersten Amtszeit durch unveränderte Wiederwahl bewiesen. schastliche Versuchsstation in Darmstadt. Rheinstraße 91, eine zweite an die vom Lieferanten in Streitfällen aufzugebende Adresse zu senden. Die dritte Probe behält zur Sicherheit der Empfänger der Ware. Für Sttperphosphatc, Thomasmehl, Kalisalze und Kalk bestehen besondere, etwas abweichende Vorschriften, über die die ooengenannte Versuchsstation jederzeit Auskunft erteilt. Welche großen Vorteile eine gewissenhafte Kontrolle und Nachuntersuchung der bezogenen Düngemittel hat, zeigt folgende, von der Landwirtschaftlichen Versuchsstation Darmstadt zu- sammengcstälte Tabelle, in der die Beträge der zu vergütenden Mindergehalte und die Kosten für dix Rachuntersuchung gegenübergestellt sind. zigs Selbständigkeit und nationale Freiheit verteidigen. Hier gibt es kein Wemr und Aber, ">t es um Leben und Lebensrecht, und ist. die Verluste tn der Viehhaltung an wert-- vollen Pslanzennährstoffen (Stickstoff) erheblich einzuschränken und dadurch große Düngerwerte, die ohne Benutzung von Torfstreu heute noch überall zum Schaden der Gartenkulturen und der produktiven Lebensmittelerzeugung verloren gehen, zu erhalten. Hierbei empfiehlt es sich, die mit Jauche durchtränkte Lorsstreu wie Düngerhaufen aufzusehen und ntöglichst mit strohigem Dünger zu vermischen, um von beiden eine gleichmäßige Düngerwirtung zu erzielen. Schließlich sei noch erwähnt, daß Torfstreu auch als Kälteschutz- und Isoliermittel in der Wärmewirtschaft vorteilhaft benutzt werden kann. Wird z. D. der Standplatz frostempfindlicher Pflanzen damit eingestreut, so vermag der Frost nicht in den Boden einzudringen und den Wurzeln zu schaden. Pflanzt wieder Wallnutzdäume, (Rachdruck verboten.) 3m Laufe der Kriegsjahre sind die Bestände der Walnußbäume allenthalben derart angegriffen worden, daß man in vielen Gegenden von einem Aussterben dieses Baumes sprechen kann. Dazu kommt noch der cklmstand, daß unter dem Schatten des Walnußbaumes keinerlei Winterfrucht gedeiht und seine Tragbarkeit erst im späteren Alter voll einsetzt und nicht regelmäßig ist. Andere Obstbäume rentieren besser. Die damals gefällten und verkauften Bäume find daher in den meisten Fällen nicht wieder ersetzt worden. Trotz alledem sollte man Walnußbäume überall da wieder anpflanzen, wo man Obstbaume wegen der Näscherei nicht dulden kann, aber doch schattenspendenden Baumwuchs liebt, wie das in der Nähe von Gebäuden der Fall ist. Ein großer Ruhbaum ist da gleichzeitig der beste Blitzableiter und verschönt, da er wie kein anderer Daum das Angenehme mit dem Nützlichen verbindet die Umgebung. Und wenn auch der Ertrag Durch Maifrvste bisweilen beeinträchtigt toirb, so bietet dafür das wertvolle Nutzholz einen vollen Ersah. Der Walnußbaum gedeiht sowohl in der Niederung, wenn der Grundwasserspiegel nicht zu hoch ist, wie auch im sonnigen Hügelgelände, allgemeinen liebt er die warmen Fluhtäler, ist anspruchslos an den Boden und wird 200 bis 300 Jahre alt. Man kennt frühreifende dünnschalige und in Trauben tragende Sorten. Die grohfrüchtigste heißt Pferdenuh. Auch gibt es Formen mit zierlich zerschlitztem Laube, die ebenso Edelreiser müssen geschnitten werden, bevor der Saft in Bewegung kommt, Kirichen im Januar, andere Obstarten im Januar und Februar, allerspätestens noch in den ersten Tagen des März. Man schlagt sie, gleichmäßig gebündelt und mit Sortenbezeichnung versehen, an geschützter Stelle im Freien in feuchten Sand ein und überdeckt sie zum Schutz gegen die warme Frühjahrssonne mit Matten oder Tannenreisig. Wenn nun tn diesen Lagen deS Gedenkens art die bittere Zeit vor fünf 3ahren das Sehnen Danzigs herübergeht über Grenzen, die wider Recht und Glauben sind, so weih die deutsche Heimat, daß Menschen in Danzig und darüber hinaus int ganzen Ostland unverbrüchlich tn Liebe zu ihr ballen, daß sie hoffen und harren auf eine deutsche Zukunft, die ntemals fterben kann. Von der alten Heimat aus soll ein Strom der Liebe in das verlorene Land im Osten geben imb alle umschließen, die ihrem ßanbe Treue hallen. Gemeinsamkeit der Seelen soll hüben und drüben fein. Gemeinsamkeit des Denkens und des Glaubens. Sie brauchen beide einanber. die deutsche Heimat und das verlorene Land, wenn sie dereinst wieder sein wpl- len, was sie waren: Deutschland. Nervenzucken Zurückbehalten, und zwar wenn öl steht, im rechten Vorderbein, wenn er liegt, im Körper. 3st dieS heilbar unb wodurch kann Abhilfe erfolgen? Antwort: Nervenzucken als Lleberbleibsel einer nervösen Staupe ist in der Regel unheilbar. Besserung ist nur zuweilen zu erwarten durch möglichst intensive Ernährung des Tieres und, Verabfolgung von etwas A^en. Die Arsenkur ntuß nach Anleitung eines Tierarztes vorgenommen toeröen. Frage 9: Die Gemeinde will das neue Stück des Friedhofes mt einer Fichtenhecke emfviebtgcn Wie weit muß sie dabei von der Grenze des Rachbargrundstüctes entfernt bleiben? Antwort: Diese Frage ist in den §§ 905, 910 und 921 des Bürgerlichen Gesetzbuches geregelt. Nach dieser Regelung kann dec Michbar die Beseitigung der Hecke verlangen, wenn sie Über die Grenze hinüber wächst und den Nutzwert seines Grundstückes dadurch beeinträchtigt. Um das zu vermeiden, müssen Sie mit der künftigen Breite der Fichtenhecke rechnen. Nimmt man diese in höherem Aller mit anderthalb Meter an, dann muß die Pflanzung 75 Zentimeter von der Grenze entfernt fein. Stage 7: 3m Sommer vorigen Jahres habe ich Iohannisbeerwein nach folgendem Rezept her- gestellt: 1 Liter Wasser, 1A Liter Safi und 1 Pfund Zucker. Der Wein hat jetzt einen süßen Geschmack, Er ist anscheinend nicht ausgegvren. Wie ist der Wein zu behandeln, damll er beq zur Haltbarkeit notwendigen Allohol bekommt? Antwort: Infolge des kalten Auguft- wetters hat die Gärung des Iohannisbeerweines, wie in vielen, so auch in Ihrem Falle nicht energisch genug eingesetzt. Der Wein muß darum so bald wie möglrch in folgender Weise nochmals vergoren werden: Man zieht ihn vermittels eines Hebers vom Bodensatz ab in ein andercÄ, sauberes Gesäß, das man gegen die Einwirkung der äußeren Luft verschlossen halt. Die Halste des Weines wird abgekocht und gleichzeitig Sauersche Weinhefe, sog. Edelhefe, wie man fte in jeder Drogerie zu kaufen bekommt, in einem kleinen, mit Zuckerlösung gefülltem Arzneifläschchen an- gesetzt. Dieses Fläschchen wird unverschlossen mit Leinwand überbunben und dann umgekehrt in ein größeres Fläschchen mit erkaltetem, abgekochten Fruchtwein gestellt. Das Ganze wird warmgestellt. Sowie die Hefe zu keimen beginnt, entwickelt sie Kohlensäure, die in Bläschen nach oben steigt, und da sie nicht entweichen kann, nunmehr die Hefeflüssigkell aus dem kleinen Gefäß in den Fruchtsast des größeren treibt, der nun ebenfalls in Gärung übergeht und bann in den zu vergärenden Wein gegeben wird, von welchem man zuvor den abgekochten Teil mit dem ungekochten zusammengeschüllet hatte. Die Gärung wird bann bei Zimmertemperatur rasch ein tret en. Wenn die Bildung des weißen Schaumes nach- läßt, wird ein Gärspund aufgesetzt und der Wein in der üblichen Weise behandelt. R. Frage 8: Ich habe einen deutscher Schäferhund, 4 Jahre all. Dieser hat von. der Staupe Die Torsstreu. (Nachdruck verboten.) Der Nutzwert der Torsstreu besteht einmal in ihrer physikalischen d. h. bodenerschließenden. bodenerwärmcnden und bodenlockernden, zweitens in ihrer düngenden und drittens in ihrer falte» schützenden, wärmenden und die Dewurzelußg fördernden Eigenschaft. Im Herstellungszustande der Torsstreu ist die düngende Wirkung allerdings nicht in dem Maße vorhanden, wie vielfach angenommen wird. Diese Eigenschaft erlangt sie erst bann, wenn sie als Einstreumittel durch Rinder- und Pferdeställe oder Ställe der Kleinviehhaltung gegangen ist und hier Jauche und den sich bildenden Ammoniak als wertvolle Stickstoffdünger in sich ausgenommen hat ober mit strohigen Ginstreumitteln vermischt worden ift. In dieser Beschaffenheit besitzt dann Torsstreu allerdings bei allen Obst- und Gartenfrüchten eine ausgezeichnete Düngerwirkung und zwar sowohl aus leichten als auch auf schweren Bodenarten. Es ist bekannt, daß auf toarmem, lockerem und durchlässigem Boden, der zumeist auch noch trocken ist. dis darauf wachsenden Kulturpflanzen eine bessere Bewurzelung zeigen als auf schweren, feuchten, festgeschichteten und stark gebüig en Anbauslächen. 3c wärmer und lockerer deshalb das Erdreich ist. um so fleißiger können btc Kulturpflanzen nach Nahrung suchen und um so leichter und schneller vermögen ihre seinen Wurzeln in die tieferen und zumeist nährretchcn Erdschichten einzudringen. Als bestes Förderungsmittel bieriür hat sich nach o eien und gründlichen Versuchen Torsstreu erwiesen, namentlich bann, wenn es sich um solche handelt, die als Streumittel benutzt wurde. Aus dieser Erkenntnis hat sich der Brauch herausgeblldet. Torsstreu namenllich bei Obstpflanzungen und älrbarmachung von feuchten und festgelagerten Obstländereien als bodenlockernde Suostanz zu verwenden und sie andererseits auch leichten Bodenarten als seuchtig'eitsbindenden unb feuch- tigkeitsregulierenden organischen Stoff betzumischen. In beiden Fällen ersetzt Torfmull die sonst hierfür als Zweckrnlltel benutzten lockernden Substanzen, wie beispielsweise Sand.Komvosterde, Kvmpostdünger, Sägemehl, feinen Mauerffchutt, Humuserde usw., wenn er in ausreichender Menge unb in richtiger Beschaffenheit verwendet wird. Als Mengenverhältnis rechnet man bei Baumgruben unb sonstigen Pslanzenlöchern etwa 15 Psd. auf den Inhalt eines Zäcbitmeters, bei freien Flächen etwa 5 Pfund auf den Quadratmeter. In seiner richtigen Beschaffenheit muß Torfmull (Torfstreu) gut zerkleinert sein: er darf weder größere Klumpet: enthalten noch staubfein sein, well er sonst nicht bie genügende Elastizität und Saugfähigfell bescht. Besonders bewährt hat sich Torsstreu beim Kartoffelanbau. Bei mit Torsstreu beschickten Flächen erhöhte sich der (Ernteertrag auf durchschnittlich 25 Zentner für den Morgen. Dasselbe gilt von Wurzelgemüsen, namentlich von Runkelrüben unb verschiedenen Körnerfrüchten. Jedenfalls stehl fest, daß Torsstreu bas einfachste und bllligste Mittel Hessische Landwirtschaftliche Woche (Don unserer Darmstädter Redaktion) Darmstadt, 9.Januar. 2lm Donnerstag sprach Regierungspräsident a. D. Kutscher vom Deutschen Landwirtschafts- rat über: „Die handelspolitische Loge und die Reparationslasten der deutschen Landwirtschaft". Gr legte den gegentoarttgen zollpolitffchen Zustand Dar, daß die Industrie Schutzzölle, sogar erhöhte Schutzzölle hat, die Landwirtschaft aber mit ihren wichtigsten Produkten schutzlos der Auslandskonkurrenz preisgegeben ist. Alle ausländischen Staaten erhöhten ihre Zölle, um die deutsche Konkurrenz fernzuhalten. Das Dawes- Gutachten lege auch der deutschen Landwirtschaft ganz ungeheuere Lasten auf. Notwendig sei in erster Linie eine Steigerung der Aufnahmefähig-- keit des heimischen Marktes, erst dann komme eine Steigerung der Ausfuhr tn Frage. Es müsse, wie der Redner unter dem Beifall der Versammlung ausführte, ein lückenloser Zolltarif geschaffen werden, der die heimische Arbeit schützt. Es folgte em Vortrag von Kommerzienrat S i 11 m a n n (Wiesbaden), dem Vorsitzenden des Hessischen Weinbauverbandes, in dem die geschichtliche Entwicklung des Weinbaues von der ällesten Zeit bis zur Gegenwart geschildert wurde. Im Anschluß an den mit lebhafter Zustimmung auf genommenen Vortrag wurde auf Vorschlag des Redners die Absendung eines Telegramms an das Reichstagspräsidium beschlossen, in dem bie Ablehnung des deutsch-spanischen Handelsvertrags gefordert wird, die mll der Herstellung eines lückenlosen Zolltarifs Hand in Hand gehen müsse. Professor Dr. K r a e m e c von der Universität Gießen sprach am heutigen Vormittag über „Die Bedeutung der Knochenstärke für die Leistungsfähigkeit der Pferde". Der Redner erklärte, daß er kein Freund von schematischen Messungen sei: er warnte auch, bei der Betrachtung der Knochen, die Masse der Stärke gleichzusehen. In fesselnden Ausführungen zeigte bet Redner an Hand von Lichtbildern, wie die schwere Form des Pferdes sich sell grauer Vorzeit aus dem Waldpferd entwickell hat und bie leichte Form aus dem italienischen Steppenpferd. Bei den Fllmvorführun« gen würben sehr interessante historische Darstellungen gezeigt und erläutert Prof. Dr. Zwick von der Universität Gießer berichtete über den „heutigen Stand der Forschung zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche, ber ansteckenden Anämie unb der Domaschen Krankheit". Der Redner wies auf die außerordentlich leichte Weiterverbrellung bet Maul- und Klauenseuche hin und machte auf die Dauerträger der Krankhell aufmerksam. 'Roch »rach Monaten der Heilung seien mitunter die Ansteckungsstoffe vorhanden. Er schilderte eingehend die schwierigen Forschungen auf diesen: Gebiete, die schließlich wohl zu gewissen Feststellungen über ben Krankheitserreger führten, aber noch nicht einwandfreie Ergebnisse zeitigten. Die vielgenannten Forschungen von Frosch und Dcchmen würden noch nachgeprüft. Dcs jetzt gewähre eine Impfung mll Blutserum nur einen kurzfristigen Seuchenschutz, womit aber dem Landwirt nicht gedient fei Immerhin könnten bei rechtzeitiger Impfung. Todesfälle verhrndert werden: damit sei wenigstens zu erreichen, daß für gewisse Fälle der wirtschaftliche Schaden verringert werden könne. Die ansteckende Blutarmut (Anämie) der Pferde war, nach den Ausführungen des Redners, früher in Deutschland kaum bekannt: sie wurde während und nach dem Kriege verbreitet. Der Erreger der Seuche ist noch nicht festgestellt: er wird hauptsächlich durch Insekten verbreitet. Eine sichere Heilung gibt eö noch nicht. Die Bornasche Krankhell rst in den letzten Monaten unter den Pferden Oberhessen ausgetreten: sie ist eine ansteckende Gehirn- und RüctenmarkS- kranlheit unb tritt fast nur in landwirtschaftlichen Betrieben auf, nicht bei städtischen oder Militär- Pferden. Der Äcbtrci gab eine ausführliche Schilderung des Krankheitsbildes und bemerkte dazu, daß der Erreger, der in bat meisten Fällen löblich verlaufenden Krankhell noch nicht bekannt sei und eS auch noch kein zuverlässiges Heilmittel gebe. Der Vortrag war durch zahlreiche Lichtbilder er« lautert und wurde ebenso, wie ber vorangehende, mll starkem Beifall ausgenommen. ES folgte eine Aussprache. Heute nachmittag fanden mehrere Bersarnm- Lungen von Fachverbänden statt, in denen gleich falls Vorträge gehalten wurden. BanDwirte, prüft den Gehalt eurer Düngemittel nach. (Nachdruck verboten.) 3eber einigermaßen in der Dünger lehre bewanderte ßanbtoirt weih, daß man bie künstlichen Düngemittel nicht nach Menge und Gewicht, sondern vor allem unter Berücksichtigung ihres ProzentgehalteS ausstreut. Senn der Prozent- gehalt ist die Zahl, die angibt, wieviel wirklich für die Pflanze aufnehmbare und verwertbare Nährstoffe in dem betreffenden Düngemittel vor- banben finb. Es ist deshalb auch im Düngemittel- Handel üblich, die Dünger am höchsten zu bewerten, deren Nährstoffe für bie PflanzenwuiHel direkt aufnehmbar, d. h. wasser- oder bodenlos- lich sind. Als Beispiel hierfür seien der leicht aufnehmbare Salpeterstickstoff unb bie wasserlösliche Phosphorsäure deS SuperphosphatS angeführt. Wir finben auch in allen Preisnotierungen unb Süngcrangeboten die Preise für das Kiloprozent bcö betreffenden Nährstoffes angegeben, d. h. den Preis, ber für I Kilogramm des betreffenden reinen Pflanzennährstoffes $u zahlen ist, aus dem sich bann der Zentnerprns des betreffenden Düngers ergibt. Lesen wir z.D., daß der Ammoniakstickstoff tm schwefelsauren Ammoniak das Kilogramm 1,10 Mk. kostet und wissen wir. daß das schwefelsaure Ammoniak 20 Prozent Stickstoff hat, so ergibt sich hieraus, daß in einem Zentner schwefelsaurem Ammoniat 20 Pfund ober 10 Kilogramm reiner Stickstoff sind, von Denen jedes Kilogramm 1,10 Ml. kostet. Hieraus läßt sich bann ohne weiteres der Zentnerpreis berechnen. Der Prvzentgehalt ist also der Gehalt an reinem Pflanz nnährstoff, also b e eigentlich wirksame Substanz, er ist das. was der Landwirt in Dem betreffenden Düngern.ttel bezahlt. Ein Beispiel mag bie Sache noch näher erläutern: Die verschiedenen heute im Handel befindlichen Stickstoffdünger weisen einen ganz versch'eden- artigen Prozents halt auf. wobei hier bie Unter» schiede zw sehen rascher wirkendem Salpeter- und etwas langfamer, aber nachhaltiger wirkendem Ammoniakstickstoss außer acht bleiben sollen. Schweselsaures Ammoniak hat z.D. 20,5 Prozent Stickstoff, Natronsalpeter 16 Prozent, salzsaures Ammoniak 25 Prozent, Leuna- oder Ammon- sulftllsalpeter 27 Prozent, Harnstoff 45—48 Prozent unb Kaliammvnsalpeter 16 Prozent Stickstoff ünb 27 Prozent Kali. Wollen wir also mü bzn übrigen stickstoffhaltigen Düngemitteln dieselbe W rkung erzielen, wie m't ein m Zentner Natron- ober Eh l salpeter, ber ja auch 16 Prozent Stick- lstoff enthält, so benötigen wir nur 78 Pfund iHwefelsaures unb 64 Pfund salzsaures Ammo- von zwei 2ugen vom Empfänger ober dessen Beauftragten am Emp.angsorte .ntwedec im DL-.- sein en-s Vertreters des Liefrm-en ober einer unparteckschen mll den Deit.mmungen bekannt- zumachen den Person zu erfolgen. Don jeder Menge unter 100 Doppelzentner pnb aus dem Innern eines jeden fünften, bei 100 Doppelzentner unb mehr aus jedem zehnten Sack, möglichst mit Probestech r Muster zu nehmen. Beschädigte und natzgewordene Säcke sind auszunehmen. Diese gezogenen Muster werden g-ern sbt und aus dieser Mffchung werden drei Durchschnlltsmuster von je wenigstens 250 Gramm genommen. Diese müssen in trockene, reine Glas- oder Tvngefäße verpackt, luftdicht, am besten mit Kork7 abgeschlossen, gemeinschaftlich mll dem Zeugen ver- siegell und mit Inhaltsangabe sowie Datum unb Waaennummer versehen werden. Ferner ift eine B.fchein'gung auszufertigen, in ber ber Fabrckant, die Wagennummer, Inhalt, Sackzahl, Gewicht unb Geh iltsgara-ntie angegeben fi.rb und gemeinsam unt rschrieben ist. Eine b.cicr Proben ist sofort an die für Hessen zuständige landwirt- GS betragen die Kosten für einen vom Lieferanten zu vergütenden Minder- gebalt (auf einen 300-Ztr.« Waggon berechnet) für bie Rach- Untersuchung der Lieferung aber nur J6 von 1% J6 »onO.5% Jt Thomasmehl . . . 42.- 21.- 4.- Superphosphat. . 67.50 33.75 3.- Rhenaniaphosphat 45.- 22.50 4.- Kainit....... 12.25 6.15 1.20 40%iqe8 Kalisalz 23 65 11.85 1.20 Kalkstickstoff .... 144.- 72.- 4.80 schwefels.Ammoniak 159.- 79.50 4.80 Natronsalpeter . . 177.- 88.50 4.80 Origin, 9 Der Pr( in 6iei 35F 3Hc Die Maggi-GeaellschaH hat ihre ErzMignibt der KontroUe des Direktors des, Magienisc-.an tostlfte der Ualvhrsmt aertln, Ocheiarat Professor Dr. Martin Hahn, untersieilt. Einfach mit koche ndem Wasser übergossen, ergibt der Würfel kräftige Fleischbrühe zum Trinken und Kochen, zum Verbessern oder Verlängern von Suppen und Soßen aller Art. beginnt Montag, den 12. Januar 0% Rabatt GebrüderImheuserMarktplatz 9-10 c»6) 322a Hansa-Handels-Schule 365a « I--i I !>>'■» 5 fc>f« 0242 SW* Ätin Laden 348A ießen, Goethestr.32 ZiWMMUM VOgtSeßen Auf Kleiderstoffe und dem Ausverkauf nicht unterstellte Artikel gewähren wir Eine vollständige Räumung unserer Lager in Damenkleidung und Kindermänteln ist Zweck und Ziel dieses Inventur-Ausverkaufs. Keine für den Ausverkauf extra hergestellten minderwertigen Artikel gelangen zum Verkauf, sondern wir bieten unserer Kundschaft Gelegenheit, ausschließlich gute Qualitätsware sich zu außerordentlich niedrigen Preisen zu beschaffen einzeln und kombiniert aller Art empfiehlt und werden eichfähig hergestellt. [0304 Karl Schmidt • Neuenweg 42. reht Ueberfee Ril in hervorragend guten Qualitäten 8,12, 15, 20, 25 Pf-, 100 er Tabak SO Pf. jrj. F. tRcffouer Nchf.. Trenenweg 15 Stunde Montag I I Rechnen Allgemeine Rentenanstalt in Stuttgart Lebens- und ftoaten-Verelcherungs-Akt.-ßes., gegründet 1833 Dtrmachen unfere®erfldievten darauf aufmerksam, dab die alten Verelchemngen nur noch bis »um 31 Jan. 1925 »u den bisberigen eflnftfgdit Bedingungen umgestellt werden können. Anfragen beantwortet « Emst Naumann, Gießen, Asterweg 16a II. Bezirksagentur für die Provinz Oberhessen llandeleachule ftOkNlpk" OleBoa.BahQhoIi’r.Se «,1/tUUCy - 1*2. Januar 1025 Beginn neuer Kurse in allen Hanaelsfächi-tn Prospekt und An kunft durch die SchulleiL DlpL-Uandeist Uhleman y von J. Kunzeimann, Diplom-Handelslehrer, Gießen Bleichstraße 5, Telephon 821 Stundenplan für die am 12. Januar beginnenden Kurse. Zu vorstehendem Stundenplan treten auf Wunsch der Teilnehmer noch Fremdsprachen. Auskunft und Anmeldung täglich Bleichstraße * Prospekt frei. Zur Beachtung! Die Hansa-Schule ist die alleinige Privat-Handelsschule am Plut-e, deren Inhaber Lehrer und Fachmann ist und daher die Befähigung und Berechtigung besitzt die Schulleitung selbst zu übernehmen. Ziehung 15.,16. u.173Änear 1925 Wohlfahrts ccidtottcrte »weite SWW aus bestem Satin und Trikot von ... . Mb. 24.00 an aus bestem Satin und weiher Wollfüllung von Mk. 45.00 an Daunendecken werden mit Einschütte oder daunendichtem Zanella angesertigt. Anferttaen und Aufarbeiten von Stepp, und Daunendecken in kürzester Zeit. E. Schott, Walltorstr. 24 "Östliche Woche 1 > Ö&JteMMnteü ä Luger aller Wasch- und Toiletten - Gegenstände agsr bei M Rudo»Rödiger | Walltorstraßc 35 Beziehen Sie Benzin aus unseren automatischen Stellin Straßenpumpen die Ihnen Originalware geeichtes Maß bequemes und schnelles Tanken gewährleisten. Der Preis beträgt ab unseren Pumpen in Gießen Frankfurter Straße 58 (Peter Jäger) SSPfennigproLiter bis auf weiteres. Mineralölwerke Rhenanla A.G. Düsseldorf Vertreter und Lager: OTTO RÖMER. Sieden Kaiserallee 12 Unser diesjähriger Inventur-Ausverkauf leflenharti enö dreisgngeben ift S? . ten ichöhten ihre M« J Ausfuhr m Stugc. 2Mner witer bein DeiM bet 3?. c« lückenloser ZA ta die heimische Ä in Dortrag ton Äommmimoi iieebaden), dem Dvrsrtzeudw des bauverbandeS, in dem die gc- ickiunz des Deindaues von der M Gegenwart geschildert tourte n den mit lebhafter Suftiranuno Dvrttag wurde aus Dorschlag des »fendung eines Telegramms an dos dimn beschlossen, in tean die Ab- eutsch'spanischen Handelsvertrags , die mit der Herstellung eines tarifs Hand in Hand gehen müsse dr. Kraemer von der Universi« ach am heuüzen Domittag über j der Knochenstärkc für die Leiser Pferde". Äer Redner erklärte, und von schematischen Mssungen uch, bei der Detrachtrmg der Ar? der Stärke gleichzusehen. 3W ■imgen zeigte der Dedurr an Hand , wie die schwere Form des Pscr- uer Dvveit aus dem Daldpscid id die leichte Form aus dm ita- envferd. Del den Filmvorsührun- interessante historische Sarfiel- und erläutert. Zwick von der llniversitat DiÄci 1 den „heutigen Stand da M- sämbfung der Maul- und «aua- leckenden Anämie und der Dorna- ü- Set Reimer wies aus Ju , leichte MitcroerbreM, da ’duen&c hin und machte auf Mt S Sranlheit ausmeckam. M Ü seien müunter die -ssM-L ient vs-mdett lpfung To^M^ fr 'v^Äsattllche Sch^ P* her wrrtMUM i^rmut M früher bcin W ‘-SfeWä! rÄsßSssä steckende landto^i LASsZ *?•»** »eifaH 2erirtit DU* R«4d»tL Berti» Hd. 50. Ebenbihaiir. * lungenTArchttektur Semesterbeginn: An- TÄMÄHnÄ lö/j fang April u, Oktober __ Prospekte durch das Sekretariat --------«v «»MdemÄsM ist das billigste und thcnlflc Pflegemittel fü neue und alte Tanueubitden. Sie verleiht dem Hol» durch ihren hoben Wache gebalt einen föienclartinen Glanz, der de», Auhboöcn dav AuSfedon eines Parkett- oder Vtnoleum-BodenS gibt, 47s drhaltlich in 1 tmb 2-Psnnd-Dosen tu den Sarden Gelb Bronn und Not bet Gustav Geisse, Gießen, Gebrauchsanweisung hebt aut jeder Dose. | Meller Emil Biblcr, cbem. Fabrik, Gei81iBBen/Stg ’KleinS Stiefel jeder Art s»a ■ - — Großes |WLoseX..S33M.| Zu haben bei den trtnafl. I.ot- terie-Einnehmern nnd beiden durch Plnkato kenntlichen YorkanfaMellen. ,id Ufflwfllzong in der Kleinwohnungs-Heizung durch Etagenheizung Anlagekosten ren durch BrennMaterialersparnis herausgewirtschaftet! Tfnpln-10' Behagl.Wärmein all Raumen, Vullullbi Bedienung nur eines Ofens, staubfreie Zimmer. Durch gleichmäßige Temperaturen dauernde Gesundheit! Kostenlose Beratung, Projekte und Ingenieurbesuche Gg. Appel Zentralheizungen Gießen Qrfel Yflf- n Handelsbetriebslehre Handnls- Briefwechsel m Buchführung Buchführung IV Kurzschrift Kurzschrift V Masch.-8chr. Schönschreib. Masch.-Schr. Schönecta-eib. 1 rrr.s Hl von MK. 0.65 an 2.95, 1.90, 1.30 1.25 352a Handelsbüro 32a 362a Beachten Sie meine Schaufenster! bei 5^40 Ebkl Vem ä WW 95 N trocken ab Laaer liefert 350c nur neue Sachen in Kariert und gestreift Oheriahnstein Rheinwerft Telephon 31 351a JLUberstraße 19 0290 ifi= Taghemden, nur Taghemden, aus von von von von Frottierhandtücher, gute Qualitäten . . » Tischtücher, in größter Auswahl, 130x160 cm 1.35 an 2.15 2.95 2.95 1.95 Giehen, Ludwigsplatz 4 (Haltestelle der Straßenbahn). I, f l I I Taghemden, aus feinem Maccotuch mit besten Stickereien. . . Beinkleider, in vielen Ausführungen Damennachthemden in größter Auswahl Elegante Wäsche, handgestickt und mit Hand-Hohlsäumen (eigene Emst Rau, Äeltadiung Gießen, Walltorstraße 37 Big. Fabrikation. Günstigste Zahlungsweise Abteilung Leibwäsche haltbare Stoffe.......... unserem besten Hemdentuch mit Stickerei. 86ia wie es in der nung ausgeleg amerikan^chen worden iS- ® Wi Raas jr.. Dranksurt.Str. 59, Televhon 1682. . . von MK. . . von MK. ZumScknrideu von Sbft- und Seerenfträucher sowie iu allen gärtnerischen Ausführungen empfiehlt sich os» fieinricä Jungermann Landschaftsgärtnerei wohnunaWeserstr.lv MK. 1.95 an MK. 4.25 MK. 3.85 MK. 1.95 an MK. 3.95 an M. Batt, 29 große Preisnachlässe Versäumen Sie nicht diese günstige Gelegenheit zum Einkauf von Schuhwaren aller Art zu benutzen. Abteilung Schürzen: Iumperschürzen, in Satin, dretonne und Siamosen .... MK. Ein Poften Satinschürzen, Iumperform, la Satin, Abteilung Stückwaren Hemdentuche, nur erpropte Qualitäten Maccotuche, garantiert rein Macco ...... Nessel, doppelbreit für Bettücher ....... Cretonne, 160 cm breit, für Bettücher . . , Halbleinen, doppelbreit, für Bettücher ..... Linon, 130 cm breit, für Bettbezüge 1.20 1.55 an 4.90 an Abteilung Wirtschastswäsche: Wischtücher, gute Qualitäten, in Reinleinen, Halbleinen und Baumwolle.................MK. 0.98, 0.80, 0.50 MK. MK. MK. MK. MK. Anfertigung) weit unter Preis Herrennachthemden, aus nur la Stoffen von MK. 5.95 an Winterwafche, aus bestem Flockköper, zu billigsten Preisen Mein Angebot in Küchen ist konkurrenzlos Besichtigung ohne Kaufzwang im eigensten Interesse empfehlenswert Günstigste Zahlungsweise Ernst Rau, Möbelhandlung Gießen, Walltorstraße 37 Beachten Sie bitte meine Schaufenster ?An meinen Schneiderkursen iTatres- und Abendkurse) können noch einige Damen teilnehmen. Frieda Mäurer Atelier u. Fachschule f. mod. Schneiderei Zentrifugen Buttermaschinen und Waschmaschinen liefert zu günstigsten Zahlungsbedingungen KurtSchmiedeknecht (bisher MK. 12.- bis MK. 15.-) jetzt MK. 5.75 Kafakschürzen, die große Mode, in vielen Formen und Mustern Küchenhandtücher» 45X100 cm, in prima Halbleinen oder Reinleinen...................MK. 1.45, Weihe Handtücher, in Halbleinen und Reinleinen, Drell oder Gerstenkorn - . . MK. 1.95, 1.35, die engen W amerikanischen starken C&unbes besonderen 5>« Anleihen werd vorausgesetzt, not'ge E.nW haben, untere gestalten und rang des 2Ii ist der Optün Aus anderen Abteilungen: Ein Posten Kaffeedecken, 130x160 cm und 150x180 cm, schwere Qualitäten................ MK. 11.85, 7.85 Kaffeedecken, Reinleinen mit Hohlsaum MK. 18.75,17.25 Künstlerdecken, großer Posten feinster Handdruckdecken 2O°/o ermäßigt Wollene DettKoltern, wegen vorgeschrittener Saison bis ca. 40% ermäßigt gfö tfc k->l'Ä ■«,11 d>e tu' ZAZ cm11 (nf[ zu trrfW trotznt> e völlig Xn Industl^ s<; s9g fonnnen 'st t,n hoben tn t> anfänglichen 3' Mestreist. und ^bisherigen Miger Müur, helfen tonnen, ' Eine < des Recht Die Industrie am Main hat zen eine Sing ‘Berbenenmgei fachen verlang gen die Bersch lang. die die 1 bracht haben, der Rechtsmitk fteunvorauszak ftändigkeü unb schärsung der und Dvrausza verfahrens er weiter dageg streitversahrei und fordert des preuhil Weiter wird Aechtsficherhe fähigkeit der vvllmächtigten langt. Die 3 ter lieberzeug! pflichtigen zur und zur Zuvei entscheidende q -lteuaufbau bei W. dah wich mhrdet werde^ "kchtsunsicherb Dichtigkeit di. Achtungen de, Mehrbelastung Ele sdielen. . * Sie U Aktien ^ark hat di lehr inst Ilebersichl der ■ «e mit jh ^ndenerträgnir neuen @oi 3hi^r ^lam, kostLLg ft £2? Ä »ttei Ä B’hitcai, «'M, 'tvfs-ÄM'ederr Stahldrahtmstralzin Mlagematratzen in allen Qualitäten und Preislagen kaufen Sie am Vorteilhaftesten Maechinen-Indcstrle Wilhelm Juno VIII. Klein -Linden —Gießen Vertreter gesucht. x,c Expreß- wi Eildampferverlilndiiiigen mit Holland Verfrachtungen von und nach allen Ländern - Speditionen aller Art - Lastwagenverkehr oroD Durchfrachten auf Anfrage Abteilung Bettwäsche: Kissenbezüge, nur beste Stoffe von MK. 1.95 an Bettücher, vollgroß, in Halbleinen, Cretonne oder Reffel. . MK. 7.60, 6.85, 4.80 Bettbezüge, 130x180 cm, in Damast oder Linon . . . MK. 13.20, 10,50, 7.90 Die während des letzten Halbjahres entstandenen sind im Erdgeschoß ausgelegt und werden weit unter Tagespreis verkauft Fritz Nowack * Metzen Wäschefabrik und Ausftattrmgshmrs beginnt Samstag, den 10. Januar Während dieses Ausverkaufs auf alle Schuh wären SMWUW-M NähmaschinenX Fahrräder Milchzentrifugen Wasch- 7/ maschiueoz^ Mittwoch, den 14. dieses Monats, nachmittags l1'. Uhr, läßt der Schweinezucht- vereln Lang-Göns im Hofe des Gasthauses „3um Schwanen,, einen gut genährten (Eber versteigern. 0231 Der Borstand. Inventur-Ausverkauf Nur noch drei Tage! Schuhhaus Meyer. Gleiten BahnhofstiraBe ZÄ (neben Schade L FüBigrabe). 340a WWW-WSÄ Plockstraße 5 Telephon 198 Vornehmes Familien-Reftaurant Mittag- und Abendessen sowie reichhaltige Speisekarte auch vor und nach dem Theater MWe WWtOifo _______367e ___________ ’Z\ Nr. 8 Viertes Blatt Samstag, JO. Januar 1925 Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Vverhefsen) J 8 d u,91 8d 11,40 10,62 29,5 27/G 65 2,40 89,50 130,5 13,5 57,5 23 21 137- 13 18,13 -0 1,9 10,40 von rc(l toll toll voll vod teil > oll voll voll voll voll voll voll voll 3,0' 4 22 ,3 32 13,43 ihm und als der feine mark. 174,5 6,00 1 7' 13,4 3,10 4,0 j 92 26/0 2 ,75 27,1- 10,30 24 80 ' 4 5,6 4,40 CO,«- 74.96 20,05 12. 4 119,1 17,68 64,11 I/O 2,1 = 117,72 61,3 i 69,3 12.-7 5.79 10 75 0 275 91,75 22.13 I2 80 92,i. 97.5 132,7 20,50 25,25 7,25 13,5 59,25 54,40 49 0, 0 1,10= 1,01 1,48 0. 6 1,23 1. -8 1 6 1 94.75 9J,> 10,4 170 0.9 14 13 18,25 6,21 1290 31,90 2 62 25,50 .7,25 21,13 12,40 21,10 65 81 3 4 10,1 1,2 21 3,675 3.2 13,25 6,2 31 32,50 95/0 26 25 27,0 21,25 j,56 1,26 1. b 1.6 1 4, V' 90,4 10,4 73,5 7 14,2 13,25 16,40 4,192 20 9 74. 4 1C.15 2 66 7U.3 .7,76 14,43 5,91 2,1 119,79 11 78 9 6 5,815 57,26 63 19,80 1.99 10.10 21,40 67 82,25 3,1 4 10,2 29 25 3,9 war der Erbe von Norwegen, Schweden und Dänemark, aber er ftatb scheu als Knabe 1387. und feine kluge Mutier wußte Me Herrschaft über die drei Rordländer dem Surften Erik von Pommern zu verschaffen, der mit Philippa, der Tochter König Heinrichs IV. von England, vermählt war. Da er keine Kinder hatte, folgte Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die vernachlässigte Alicestrafte. Es wäre wünschenswert, dah sich die zuständige Stelle der Stadtverwaltung des Äbends nach eingetretener Dunkelheit die Beleuchtung der Alicestrafte einmal näher ansehen würde. 3n der ganzen Strafte, von Frankfurter- bis Lud- wigstrafte, befindet sich eine einzige Lampe. (Die kleine am Eingang des Weges an der Wieseck entlang brennt nämlich die meiste Zeit nicht.) Wenn die Lampe bei dem Hessischen Hof in der Frankfurter Strafte einige Meter näher nach der Drücke zu hängen würde, würde sie auch in die Alicestrafte hineinleuchten, aber so wie dieselbe jetzt aufgehängt ist. kann sie das nicht. Das gleiche ist auch in der oberen Alicestrafte am Eingang von der Dahnbosstrafte aus der Fall. Die Einbrüche, welche in dieser Strafte schon häufig vorgekommen sind, so auch wieder diese Woche in der Rächt von Dienstag aus Mittwoch, sind auch hauptsächlich der mangelhaften Beleuchtung zuzuschreiben. Es wohnen viele Gewerbetreibende in dieser Strafte, welche man des Abends gar nicht habet, aber ihre Gewerbesteuer muffen die selben genau so bezahlen, wie solche in gut bp= leuchteten Straften. Um Abhilfe wird gebeten. Ein Anwohner der Alicestrafte im (Hamen vieler. 10,5 0,25 89,25 21,25 12 60 51 25 95 60 131 20,40 >3 9 7 4 18.40 57,1 ‘2,1 47 2= 3,25 4.05 | 27,875 6,15 | — I 31,9 | 21 50 | 21 I '6,93 j 10 0 ' .0,62 28, 0 : 12 25 20, > 66 | 1 Tabletten ■LK/CÄKM&tAA in entfl«Peseten u. QTVaVyti 1 y Drogerie» cchLltlich bei fiuflth/ fjtiferftib Katarrh 194 2,10 3,40 6,SO , 4,53 . sein Resse Christoph 1439 in Dänemark Schweden, 1442 in (Norwegen, und er 1448 kinderlos starb, wurde Fürst Christian von Oldenburg, der Witwe heiratete, zum König von Däne- von Rorwegen und Schweden gewählt. Tägliches Geld nannte man mit 8 -12 Proz. p. a., Monatsgeld 11—14 Proz. p. a. Privatdiskont 8 4. Am internationalen Devisenmarkt setzte sich die Aufwärtsbewegung des englischen Pfundes fort. Kabel gegen Pfund 4,76. Auch der Gulden liegt fest. »ebifenmartt Derlia—Frankfurt N), «*/o Deinlche NelchSoulelhe 6'/,*/« Deutsche 9tcid)?on(tllx 3°/- Deutsch, 3teidj8an(eibt Deutsch, 2varvr»mirnanütb« 1’/o Preußische ilonfol» *•« Hessen 8Vie/t Hessen ........ s*7o Hellen............ Deutsche Gertb. Dollar-Snt bfo Doll ‘©SciB-XliurtUn» <•/• Hoatärfrn...... . . I 5% wolbmerüancr ... I Berliner HandelSaciellschatt Kammer»- und Privatbank lärm ft und Naitonatvauk Deutlche Bant....... Deutsche BeretnSbank .... TiSconto Lommandit . - . Mrtalldank.......... Mlileldeuciche Lredltbank. Oesterreichtsche LreditanstalL Weftbank............ Bochumer Saß .*««**«. BudernS . . . . Lara ............ Deutsch-Luxemburg ..... Selsenttrchencr Bergwerk». . harpener Bergbau ...... finltiüerfe Aschcreleben. . . . Kaliwerk Westeregeln. .... Lauradutie Cbcrbchavf. ......... Pdonil Bergbau ...... Koetnnahl........... Siebert -Dtontan ... DelluS Bergbau - -..... Hamburg.Amerika Pake«. . . viordbeutfcher Llovd..... Ldcramische Werke fliDtn . Zementwerk Heidelberg . . Pbtlipp Holzmann...... Vnato-Tont -Guano . . . . . Badische Anilin........ identische Mayer Slaptn . . Goldschmidt GrieS eimer Electron .... Höchster Farbwerke ..... Hol,verkoblung . . .... SlütgerSlverke......... bcheideanstalt . - Sllg- ElektrijttLlS.Sesellschakk Bergmann ......... Mamkrastwerke ....... Schultert . . . ........ Siemens prozentige Preutz. Konsols 1412. Bankaktien: Kommerzbank 6.87, Darmstädter Dank 13,75. Deutsche Bank 13. Dis- kontogesellfchast 18.12. Metallbank 20. Mittel- deutsche Kreditbank 1.95. Reich-dank 64,87, Oester- reichische Kreditaktien 10,40. Montanaktien: Mansfelder 5,10. Phönix 57.37- 57.25, Rhein- stahl 53. Kali Aschersleben 20. Westeregeln 24. Chemische Werte: Badische Anilin 32. Chemische Griesheim 25.75. Scheideanstalt 24,80. Elberfelder Farben 27,25. Th. Goldschmidt 26,50. Höchster Farben 27,12, Holzverkohlung 10,30. Elektroaktien: AEG. 12,30. Bergmann 20,50, Licht und Kraft 8.50. Reiniger 3.25. Schuckert 65. Sonstige Industrieaktien: Kleyer 3,05, Daimler 4. Dyckerhoff und Widmann 3,85. Hammersen Spinnerei 23,12, Gcbr. Iunghans 12,62, Ryeinmetall 11.90, Doigt und Häffner 2, Waggon Fuchs 1,85, Zement Heidelberg 27,50, Peters Union 2.40, Badischer Zucker 4,40, Frankenthalzucker 5.65, Heilbronnzucker 4,10, Osssteinzucker 4,35. Ausländische Renten: Zolltürken 10,62. 1905er Türken 7,37, Ungarische Goldrente 9,80, 4> .prozentige Ungarn von 1923 7,90, do. von 1924 7,90. 4prozentige Ungarische Staatsrente von 1910 7,50, Reue Lombarden 8,50. (Börlenhitfe. &flCoßIi88O flm-rirantfit« tRette * , * , , vtkaische Noten ....... Tärdftbc Noten..... ttnniildif Noten. ..... Franiosjsche Noten ...... Hollänbifche Noten ..... ^toltenstcke Noten ...... Norwealfche Noeen Deutsch rrfUrr . A100 Äronni Rumänische Noten...... Schwedische Noten ..... Schwei-er Noten ...... Spanische Noten Uch^choNowakilcht Noten . . Unaani±r Noten . . . DerNner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzergers".) Berlin, 9. Ian. Rach der gestrigen, ziem- lich starken Abschwächung zeigte sich heute die Börse recht widerstandsfähig, uird eine große -Reihe von Werten konnte einen Teil der gestrigen Verluste wieder einholen. Die gestrige Abschwächung erweist sich wieder einmal als ein Vorstoß der Spekulation, wobei unkontrollierbare Gerüchte, die sich mittlerweile zum größten Teil als falsch erwiesen, herhalten mutzten. Trotz der ungünstigen innen- und auhenpolitischen Lage läht sich das Publikum nicht aus der Fassung bringen. 2m allgemeinen nahm das Geschäft keinen großen Umfang an. Die in den letzten Tagen favorisiseten Werte waren auch heute wieder gesucht und fest, so ^berkols und Goldschmidt. Für Reu-Guinea kam mangels Angebot keine (Kotierung zustande. Ruch am R e n t c n m a r f t hat sich das Geschäft wieder belebt, namentlich bleiben weiterhin Städtanleihen und Pfandbriefe gesucht. Man rechnet damft, datz beim Zustandekommen einer Regierung die ^uswertungsfrage doch eine Lösung finden wird. Am G e l d m a r r t bleibt tägliches Geld weiterhin leicht und findet nicht genügend Llbfatz. Die Meldungen, daß die Rentenbank einen grotzen Teil ihrer kurzfristigen Kredite gekündigt habe, erweisen sich als fatsch. Wie der „Deutsche Handelsdiensf bereits früher dazu gemeldet hat, wird die Zurückziehung nur allmählich erfolgen, um den Markt nicht zu stören. Das Haus Oldenburg verlor Schweden 1521. aber die Union zwischen Rorwegen und Dänemark blieb bis 1814 bestehen. AIS die Reformation in den nordischen Ländern ihren Eiiizug hielt, da wurden die herrlichen Gotteshäuser des Oslo von den Bilderstürmern zerstört. Unter Christian III. wurden die Kirchen und Klöster von der Krone konsisziert. der prächtige Bischofs» palast in Oslo wurde 1539 den Burgern alS Steinbruch überlassen, und die Stadt wurde während des Krieges mit den Schweden öfters durch Feuer schwer heimgesucht. Da Oslo un- beteiligt war, wünschten die Könige die Stadt dichter unter die Kanonen der Festung AkershuS zu rüden, die etwa l1 Kilometer weiter westlich lag. Als ein großes Feuer im August 1624 den größeren Teil vo.i Oslo vernichtete, besah! König Christian IV. den Bewohnern, sich unter den Mauern Ak. rshus wieder anzusiedeln, und schus eine neue S'.adt, die er nach sich Christiania nannte. Aber seitdem das norwegische Rational» gesühl wieder zu erwachen begann, hat man auch den alten (Kamen Oslo wieder aufsrischen wollen. Zuerst trat dasür der große norwegische Historiker P. A. Munch ein, und seitdem ist diese Forderung nicht mehr verstummt, bis sie nunmehr zur Freude des ganzen Volkes erfüllt wurde. «. Januar 9. Januar Rrparr rtmtltch, Notteran, Amina: .*h>ti:r 11; O'rlb ’-f'rter «Leid rfnet R ' 0 17,,es •70.71 170,3i 170,76 nofl Dort 20/ 8 ti.'M 20,63 20,94 60(1 voll (4,u2 (4,13 74,27 74.4- uq(1 voll 14, 1 :4.6) rs.H ■ 5,29 voll voll •13,04 11. 113,01 113,29 voll voll ,0.141 10,385 16,51 W. 9 l Oll voll "7,73 17.; 7 17,67 17,71 voll voll 20,52 iq.v7 20,077 20,12 voll voll 4,195 4^0, 4.1 H 4,20.1 voll voll 12,63 12,7» »2.51 12,57 vvl. voll bl, 72 81,92 bl,33 11, 8 LOL voll U9.38 19.62 M#.6J ‘9.82 voll voll r,997 f,917 k,SL7 F.9I7 Loli voll l:.M 11,68 12,61 11,6 voll voll 6.80 f *82 6,82 t,H voll voll 1.17 < 1^82 ‘,674 Ißl 8 voll voll S,u5 S,G7 S.C6 r,«7 . 0.1 .Oll 1,t13 1.61." 1,608 Vi? voll oll t,4£4 1,486 C,48) t.^91 von,voll i,94 l,9J 7,4? 7. 1 uOll'uOll 19.88 *-e,v2 18.83 19,92 oll,voll (Dantnotta Januar. ff.en» pri,i ‘Hci.il- Frankfurt i m Bert'n 6Ä‘ H"r* bö.fe * Mittag. RU * bnrle 'T'ntnnr*. 4.1. | • 1. 8. 1. 1. KSW-MlMdudk M WMkMMlkI 95 95 ?> 5> Heinrich Hochstätter liefert zu günstigen Teilzahlungen Brandplatz 1 33a bestimmt bei 0270 343D BUidistr. 4H■ Gebr. Seelbach Südanlage 20 I Mk. 4000 Mk.4600 Mk. 5600 Mk.4200 ElegenteHerren-Halbicbuhe Br.Boxkalf-D.-Halbecbahe Rehmen gedoppelt, Restposten Herren-SporUederstielel Schreibmaschinen iiiiMiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiw Elegante braune Damen-Halb* und Spangenschuhe Schwarze Boxk.-Dam.- und Herren-Halbschuhe Damen-und Herrenstiefel Vorlagen und Decken wegen Ausverkauf Sicherst preiswert Dopgelsohlea-Stiefel für Damen und Herren in graten Qual, sehr preiswert Total-Ausverkauf unseres für Gießen cm gut eingeführte Firma zu vergeben. Anfragen erbeten unter F. T. 1040 an Ala-Haaseirftein L Vogler, Frankfurt a. M. gesamten M öbellagers infolge Geschäftsumstellung Trotz enormer Geldersparnisse, kurzfristige Teilzahlungen gestattet Kurt Schmiedeknecht Handelsbüro GIESSEN, Abt: Bürobedarf Ludwigsplatz 4 Ecke Schlotzgaffe 342a Alleinverkaufsrecht für neuartigen, überall verwendbaren le I « n II ■ i 312A Der 4-P.S.-Opelwagen 2-Sitzer mit Ballonreifen, komplett u. fahrbereit, mit allen Schikanen aus- yestattet, zum Preise von........... . ............ Der 4-P. S.- Opeiwagen 3-Sitzer mit Ballonreifen zum Preise von........... . . . Die 4-P.S.-Opel-Limousine mit Ballonreifen zum Preise von..................... Der 4-P.S.-Opel-Lieferwagen mit Ballonbereifunfl zum Preise von................... Boxt-D.-Spangenschuhe Vnohfin moderne Form MlflllBll Ul58lBI Größe 36/39 Dam.-Ud(-SMrschiihe Größe 35/37 Braune OMschuhe?”^ Filz- und KaiHimMe in großer Auswahl O.-Spangenschuh8Gr3537 O.-Halbschuhe Restposten Rindleder-Schulstiefel Größe 31/35, kräftige Qualität Rindl.'Feldhalbschuhe3?42 Rindbox-Bergstiefel 31/35 D. Halb ».Spangenschuhe in verschiedenen Ausführungen Braune Halb- und SmensMe Größe 27/30, moderne Formen preiswerte Böte und Ken sucht, der findet ErUrjlMg von dauernder Cuctl ist das ärztlich empfohlene ^.Svraurband^, Deutiches ReichSvatent, für alle Arie« von Brüchen. Kem Gummiband. ohne Feder, ohne Schenkeiriemen, trotzdem unbedingt »uverläNig. Tag und Nacht tragbar, bsv der viele natürliche Heilungen. Lchriftl. Garantie, auch in den ichwierigfte« Fällen. Aerztl. Gutachten sowie überzeugende ShterZennuunen werden vorgclegt. Absolut konkurrenzlos.' Svrcchitunden tauch für Frauen und ändert rn Gtehen: Babubofbotel Lenz, Dienstag, den 13. Januar, 11—6 Ubr: ferner am nächsten Tage in Marburg: Babnbofhotel von 10-4 Uhr. 327V Bandagenhan» Juliua Schreiber. Darmstadt. Teppiche in allen Größen und Qualitäten Orga-Privat. . 135.00 R.-M. R.&M. Oberlies das Richtige! Beachten Sie bitte unsere Schaufenster Selterswelg und Goethestrassenecke spitz BlndL-Frauen-Fßldstlefel Rlndl. Herr. Arbeitsstiefel Mannheimer Versicherungsgesellschaft Konzern EDER & WEBER Wolfstrasse 16 Unverbindliche Beratung und Vermittlung Vers.-Abschlflsse aller Art, bes. Leben bei billigster Prämie Vertreter allerorts gesucht 43273 Bestpesten Mmenware HerreHerbysiiefel “ K Damen-Halbschuhe 'erfuchen Sie unfere hoch wertigenS Rf Marken: (Vollmilch. "und „Spezial" Eft-und Trin k-Schpkolcicfert, ‘Pralinen und ß> ärenkakao S : Eudierraftinerie VCoUand m. 6. cK., N ; TV erd eilten, VI6t. Schokoladen- una : T.uc£erwaren-Vaßrtfc, 3)effa u-Eliten ^Vertreter: Otto Scfjmidt, ßießen OSafinfiofstreße 48 ^’A 'Celepfion 1560 Rofa ..... 250.00 Odoma .... 360.00 Springmanns ‘S?' Preise trotz bekannter Billigkeit bei einer großen Menge Schuhwaren bedeutend herabgesetzt! Gegen bequeme Teilzahlung. Sämtliche Wagen sind mit allen neuzeitlichen Einrichtungen ausgestattet Gsaeralnitreter: P. Jäger, Sieben Telephon 1013 Frankfurter Straße 52 :: Telephon 1013 _____________________________________________349D An alle Bals- nnd Lungenleidende! Höres Sie das Urteil ihrer Leidensgefährten: Teile Ihnen hierdurch voller Freude mit, daß es mit meiner Frau besser geht, sie hat jetzt keinen Husten mehr, hat stets Appetit und hat schon über 20 Pfund zugenommen Heute ließ ich meine Frau nochmals vom Arzt untersuchen und er teilte mir' mit, daß die Lunge wieder »an? Eresuud ist und jede Gefahr vorüber. Deshalb habe ich schon manchem Lungenkranken ihren NYMPHOSAN-SIRUP empfohlen. P. K in O. So und ähnlich lauten die fast täglich bei uns eingehenden Dankschreiben. Best.; Bals Myr. cps. 3%, Na. br. 2»/0, Malt. 34%. Sacch. 16°r, f. etnuh-. Preis pro Flasche Mk. 3—. Zu haben in der Apotheke zum goldenen Engel. AHeinnerstdlerj Nymphosan A.-G.t München 38 L 14. 8458s: iSchertaendoktor! I ist der be te Porzellan- und Glaskitt, selbst in kochendem Wasser nicht lösbar. loeD E. Karn,Central-Drogerie, Schulstraße Tätige Beteiligung an rentablem, auddehuungsfähtgem trieb, oder Hlmdelsunternehmen, lucht erfahrener Soufutanu mir einigen tflufenb Atart Einlage. Lchrtirliche Angebote unt. SSO ari den Gietzerier Anzeiger erbeten.