ar. 84 Erstes ölatt 175. Jahrgang Vonnersiag, y. April 1925 Erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags. Beilagen: TießenerFamilienblLtler Heimat Im Bild. Monatr'kezngspreir: 2(ßolbmarh u. 20 (Bolt)* Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. F e r n l p r e ch.Anschlüss« : Schriftleitung 112, Der« lagundGeschäftsstellebl. Anschrift für Drahtnach« richten: AnzeigerLiehe«. poHschecttonto: Sranllud a. M. 11886. Drod und Verlag- vrühl'fche Universttätr-Vuch- und Stetn&rudcrei R. Lange in Stehen. Zchnftleitung und Sefchäftzftelle: Schntttraße 7. GietzenerAnjeiger General-Anzeiger für Oberhessen Annahme von Anzeigen fürdielagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerdindlichlteit. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breit« örtlich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Re« Nlame-Anzeigen v 70.nm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorfchrist 20" , Auf* schlag. - Berantwörtlich ßt Politik u. Feuilleton: r Friede Will) Langt; für den übrigen Teil: Ernst für den Anzeigenteil: Hans Deck, sämtlich in Gießen. I Für Hindenburg! Endlich ist im LoebellauSschuß deS Reichs- | blockS Das erlösende Wort gefallen: Feldmar- chall von Hindenburg ist als Kandidat der gesamten Rechten für den zweiten Wahlgang um die ReichSpräsidentschast aufgestellt worben. Lange haben die Parteien gezögert, dem greisen Feldherrn ihre Bitte vorzuttagen, lange hat sich Hindenburg selbst besonnen, ob er dem Rufe folgen sollte, der ihn aus der Zu- »ückgezogenheit seines hannoverschen Ruhesitzes in hen Strudel des politischen Lebens Lurch einen erbitterten Wahlkampf an die Spitze des Reiches führen soll. Nur das Be- tvuhtsein, in seiner Person alle nationalem Kräfte des deutschen Bürgertums zu einen, nur das altpreußische „ich dien'" vermochte den Feldmarschall sich dieser von ihm unerhörte Opfer deö Körpers und des Gemüts heischenden Aufgabe zu unterziehen. Dieses hehren Beispiels soldattschen Pflichtgefühls, staatsbürgerlicher Treue zum deutschen Vaterland wird sich nun das deutsche Bürgertum am 26. April würdig zu erweisen haben. ES setzt sein Größtes ein, was es aus Schutt und Trümmern deS alten Reiches hinübergerettet hat in eine neue Welt innerer Wirren, des Parteizwistes und Partei- ImderS, den Namen, bei dessen Klang eines jehen Deutschen Herz, ob links ob rechts, vb hing ob alt, aufjubelt in Liebe und Stolz, dafz er unser ist. Der Retter der deutschen Ostmark, der Mann, dessen geniales Fcld- fienntum während des großen BölkerringenS deutsches Land vom Feinde frcihielt, der durch den Einsatz seiner ganzen Persönlichkeit, unerbittlich hart gegen sich selbst, in eiserner Pflichttreue gegen Staat und Boll, das Heer aus Feindesland zurückführte und den neuen Männern an der Spitze des Reiches die Mög- lichiett gab zur Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung, zur Anbahnung neuer, ver- | sassungsmähiger Verhältnisse, der Mann, der in den düsteren Novemberlagen des Jahres 1918 das Deutsche Reich zum zweiten Male vom Untergang rettete, unser Hindenburg stellt sich von neuem in die Bresche, roll frohen Pflichtbewuhtseins, mit der mutigen BerantwottungSfreudigkeit seines alten Soldatenherzens, um das träge, schlaffe, gleichgültige deutsche Bürgertum aufzurütteln zu gleicher Pflichttreue. Seit den Tagen des Alten im Sachsenwald ist dem deutschen Botte erst wieder in dem greifen Feldmarschall ein getreuer Eckhardt erstanden, gleich dem eisernen Kanzler rin steter Mahner zur nationalen Selbstbesinnung, zu emsigem Schaffen am Wiederaufbau des Reiches. Keine großen Worte, keine pctthe- iischen Reden hörte man, aber immer mehr wurde das Heim des Feldinarschalls in Hannover das Symbol deutscher Einigkeit. 3n frohen und bangen Stunden galt des deutschen Volles Gedenken seinem Heros, dem Marschall Hindenburg, vor dessen ehrwürdiger Persönlichkeit sich alle DolkSgenossen zusam- inenfanden in dankbarer Verehrung und Liebe. Welchem ehrlichen Deutschen legt sich nun aber nicht wenigstens für kurze Augenblicke ein Gefühl banger Wehmut ums Herz, wenn er des Feldmarschalls fast schon mythisch verklärte Gestalt, wenn er Den guten Geist des deutschen Volles von hoher Warte I herabsteigen sieht in das wilde Kampfgetümmel politischen Haders? Doch der Weg sühn hindurch zur höchsten Würde des Reiches, aber auch zum höchsten Amt, das das deutsche Voll in freier Wahl in die reinsten, lautersten Hande legen will. Und wer ragt höher empor über allem Parteigetriebe, wer ist erprobter in treuestem Dienst am Voll, freier von allen Bindungen, eine lautere große Persöirlrchkeit, vor der die Welt sich ehrfürchtig neigt? Wer mehr als Hindenburg? Die Zwiespältigkeit deutschen Wesens hat es verhindert, daß das deutsche Bott einmütig seinen größten Sohn zum Reichspräsidenten erkor. Nachdem Die Linke Die Präsidentschaftswahl zu einem Parteischacher degradierte, ist es Sache des nationalen Bürgertums, seinerseits gegen ein derartiges Gebaren FroiV ou machen. Das konnte nicht wirkungsvoller geschehen als durch die Schilderhebung Hindenburgs, in dessen Namen sich alles eint, was des Deutschen Reiches Oberhaupt nicht einem Parteillüngel ausliefern will, dem die Präsi- dentschastswahl gut genug war, seine eigennützigen Parteiziele zu erstreben. 3n opferfreudiger, dienstwilliger Selbst- entäußemng folgt Hindenburg erneut dem Rufe des Volkes und Dem Rufe Der Pflicht. Run ist es unsere Sache, ihm Treue mit Treue zu gelten und am Wahltag Den greisen Marschall mit Dem Ruf zu grüßen: 3n Deinem Lager ist^Deut schlau di Hindenburg Präsidentschaftskandidat Der Beschluß des Reichsblocks. Berlin, 8. April. (TU.) Wie wir schon in einem Teil der gestrigen Auflage melden konnten, hat der Reichsblock, nachdem die Bayerische DoltSPartei mitg-teilt hatte, daß sie einer Kandidatur Hindenbu.gS zustimmen würde, beschlossen, die Kandidatur dem General eldmar- schall von Hindenburg anznbieten. Dieser hat die Kandidat ir angenommen. Die Bayerisch- Volks Par tei, die Wirtschaftspartei, der Bayerische Bauernbund und die Deutschhannoversche Partei haben sich den im Reichsblock vereinigten Parteien und Derbänden angeschlossen und sind damit dem Reichsblock beigetreten. Die »Nationalpost" schreibt: Das nationale Deutschland atmet befreit auf, daß man endlich den Mut gefunden hat, durch Die Ausstellung eines solchen Kandidaten den klaren Willen zur Umkehr auszufprechen. daß man Schluß machen will mit den Folgen des No- vcmberverbrechens und Die Grundlage bauen will, für ein anständiges, sauberes, nationales Staatswesen. Die .Kreuzzeitung" schreibt: Wir erblicken in Hindenburg den besten und vertrauensvollsten Deutschen dieser Tage. Gefahr zu verdächtigen, bezeichnet d'.e Aufstel- Widerstand gegen d'.e den Grund g'legt hat. der Name Hindenburg stark in die Glieder ge- nun versuchen, Hinden- Hincinragend aus starker Vergangenheit in die Zeit wilden Wirbels, hinüberwersend in eine Zukunft, für die seine Tat im Weltkrieg, die allein den vierjährigen ganze Welt ermöglichte, Kein Wunder, daß den Organen der Linken fahren ist, und daß sie feldmarfchall von Hindenburg, die Kandidatur ha die Rcichspräsidentenwahl angenommen h.tt Machen Sie sich klar. waS daS für einen Mann von 7? Jahren bedeutet! Welche Opfer bringt di fer Mann feinem Daterlande! D.eser Offizier soll uns allen ein Vorbild sein, daß wir versuchen, es ihm gleich zu tun und jeder sein Opfer bringt. Bon Ihnen erwarte ich, daß Sie bis aufs äußerste dafür eintreten, daß Generalsetdinarschall von Hindenburg am 26. April auch tatsächlich g wählt Wird, damit Deutschland wieder ehrlich wird! Der Reichsblock erläßt einen Wahlausruf, in Dem es heißt: Deutsche Männer, deutsche Frauen, deutsche Jugend! Am 29. März haben sich 10’ Millionen Deutscher durch ihre S!imm- abgabe entschieden, an die Spitze des Reiches einen nationalen, christlichen und sozial- ernpfindenden Mann zu stellen. Für den 26. April steht Der zweite Wahlgang bevor. An diesem Tage Den Endsieg für den vaterländischen Gemeinschastsgedanlen zu erringen, ist das Ziel aller guten Deutscher, die das Vaterland über die Partei stellen. Diesem Gedanken folgend, haben die Bayerische Velkspartei. der Bayerische Bauernbund und Die Deutsch-Hannoversche Partei erklärt, sich aus Hindenburg als gemeinsamen Kandidaten mit Den in Den bis- I herigen Reichsblock zusammcngeschlossenen Parteien und Verbünden vereinigen zu wollen. Dr. Jarres folgend, hat die nunmehr so verstärkte Front des Reichsblocks beschlossen, dem deutschen Volke einen Mann für das Amt des Reichspräsidenten vorzuschlagen, dessen Name in aller Wett das Programm deutscher Ehre, Treue, Kraft und Festigkeit bedeutet: Generalfeldmarschall von Hindenburg! | Hindenburg hat als getreuer Eckehard des Dem» schon Volkes sich diesem Rufe nicht entzogen, son- I dem sich in stets bewährter Pflichterfüllung bereit erklärt, das große Opfer dieser Kandidatur zu bringen. Wir betrachten es als ganz selbstverständliche Pflicht aller Deutschen in Stadt und Land, ohne Unterschied des Standes und De- I kenntnisses, sich mit ganzer Kraft und Hingabe für unseren Hindenburg ei nzu sehen. Hindenburg war Euer Führer in großer und schwerer Zeit. Ihr seid ihm gefolgt; I Ihr habt ihn geliebt; er hat Euch nicht verlassen! Kämpft für ihn auch jetzt, wo er, der alte Führer, I treu wieder an Eure Spitze treten w ll, um seinem Vaterlande im Frieden dem Aufbau zu dienen. Unsre Losung lautet deshalb: M i t H i n- denburg zum Sieg! Für Einheit aller Deutschen! Für christliche Art und sozialen Fortschritt! Für des Vaterlandes Größe und Freiheit! Hindenburg der Retter der Zwietracht! Der Reichsblock. Die Berliner Presie zur Kandidatur Hindenburg. Berlin, 8. April. (DD.) Die Nachricht, daß der Reichsblock die Kandidatur Hindenburgs aufgestellt und daß Hindenburg die Kandidatur i angenommen hat, ist, da sie ziemlich spät be- I fannt wurde, nur von wenigen Berliner Abendblättern kommentiert worden. Die „Tägliche Rundschau" schreibt: Gerade das ungeheure Kapital persönlichen Vertrauens, das sich Hindenburg im Lande wie im Ausland erworben hat, wird ein starkes Aktiva m für die künftige deutsche Po- l i t i f Darstellen. Er wird ein Staatsoberhaupt sein, das sich nicht erst Anerkennung und Hochachtung zu erwerben braucht, sondern vom ersten Tage an besitzt, seine internationale I Geltung und Respekt auch des schlimmsten Feindes ins Amt mitbringt. Hindenburg ist der gc<* I bereue und bewährte Führer. SV D A. Z." sagt: Hindenburgs ehrwürdige Gestalt steht h o ch ü b e r d e n P a r t e i - u n d Klassengegensätzen, die unser Volk heute I so zerspalten wie je zuvor. Er ist der Repräsentant jenes in den letzten Jahren nur au sehr I in Den Hintergrund gedrängten Geistes, der sich ! zuerst als Deutscher und dann erst als I Parteiangehöriger fühlt, jenes Geistes, Der ernst Deutschlands ®rö6e geschaffen hat. Die Wahl Hindenburgs wird ein sinnfälliger Ausdruck der Erstarkung nationalen Wollens und der Selbstachtung des deutschen Volkes fein. Der „2 o t al an5 e ig er“ schreibt: Der I Name Hindenburg, durch Den Mann Jarres I einborg cf) eben und zur Losung gemacht, ist der I höch ste Einsatz, Der uns Deutschen in Dem Kampf um die Präsidentschaft bleibt. In Den I furchtbarsten Stunden Deutschlands wurde der I niame Hindenburgs der Name derRettung und des Trostes. , m Die „Deutsche Tagesztg." schreibt: Er ist in seinem hohen und edlen Menschentum, in seiner sittlichen Größe ein Fanal für alle, Denen reine Empfindungen noch nicht in Der Drust erstickt sind. And so hat Denn auch fein Olame seine selbstverständliche und natürliche Werbetrast über die Grenzen der Parteien un- Konfessivnen hinweg er= I neut bewährt habe. Das „Acht-Ahr-Abendblatt" nennt Die Kandidatur H ndenburg eine ausgesprochene Verlegenh?itska ndidatur und erinnert ebenso wie die „Germania" an ein Telegramm Hindenburgs, in Dem er sich als zu alt für Den Reichsprafi- Dentenposten bezeichnete iuiD die Möglichkeit zugab, Daß seine PräfiDentschaftslanddatur schwere außenpolitische Bedenken auslösen müsse. Der „Vorwärts" bemerkt. Die KandiDatur Hindenburgs sei eine außenpolitische Katastrophe, für Die das Blatt Die Reichsregierung verantwortlich machen will, peil eine eindringliche Vorstellung Der Reichsregierung an Hindenburg offenbar nicht ergangen sei. Das Blatt schreibt: Hindenburg ist für alle Welt das Symbol Des kriegerischen Kaiserreiches. Seine Proklamierung zum KandiDaten reißt alle Wunden des Weltkrieges aus. Außen, innen und draußen wird man jede Stimme. Die für Hindenburg abgegeben wird, als unzweideutiges Bekenntnis zur Monarchie und zum Revanchekrieg bettachten. Im Innern wird ein Wahltämpf geführt werden, wie ihn Deutschland noch nicht geführt hat, dessen Folgen unabsehbar sind. Die „D e 11 i n e r B ö r s e n z e i t u n g", die seit einigen Tagen mit aller Entschiedenheit für Die Kandidatur Hindenburg cingetrctcn war. begrüßte heute nachmittag im Voraus Die endgültige Aufstellung Der KanDiDatur. Die Spätabendausgabe des „T a g" bezeichnet Hindenburg als den kommenDen deutschen Führer. Dr Jarres habe immer erklärt, daß ihm an seiner Person nichts liege und daß er im Augenblick gern verzichten wolle wo es gelingen sollte, Den volkstümlichsten Deutschen, Den in guten und bösen Tagen bewährtesten Mann Der Ration zur Annahme des höch- I fielt Amtes zu bewegen. Hindenburg f w:tt l mehr als der Kandidat einiger Parteien und Verbände, er habe oft staatsmännischer gedacht und gehandelt, als die Leute, die sich allzu gern selbst als Führergen,es aus- gaben- Tirpitz zur Kandidatur Hindenburg. Hannover. 8. April. (Sil.) Großadmiral von Tirpitz ist heute nachmittag nach Berlin gereist. Kurz vor der Abfahrt hatte der Vertreter der „Telunion" eine ilnterteDung mit dem Großadmiral, in deren Verlauf sich Tirpitz über Die Kandidatur Hindenburgs u. a. folgendermaßen äußerte: Ich bin dankbar erfreut, daß Der Generalfeldmarschall dem Vaterlande das schwere Opfer bringen will, die Kandidatur anzunehmen, nachdem die Ergebnisse Der erften Wahs einen Erfolg für Dr. Jarres zweifelhaft erscheinen ließen. Der Wunsch. HinDenburg an der Spitze des Reiches zu sehen, ist aus dem elementaren Drang des deutschen Volkes nach Führung. Freiheit und K l arbeit geboten. Hindenburg ist eine Persönlichkeit der das Vaterland über Die Parteien geht, eine Persönlichkeit, Die mehr Sein als Scheinen will unD deren Lauterkeit erhaben ist. Die Rühe. Würde und abwägende Art des Feldmarschalls sollten auch dem Auslände Die Erkenntnis bringen, daß ein Deutschland unter seiner Leitung für Die stetig fortschreitende friedliche Lösung der europäischen Probleme Die denkbar beste Gewähr bietet. Ludsndorff für Hindenburg. München. 8. April. (WTD.) Zu Ehren Ludendorsfs anläßlich seines 60. Geburtstages veranstalteten am Mittwochabend eine Reche von völkischen Verbänden in München eine Kundgebung mit Fackelzug. Ludendorff>hielt hierbei eine Rede, in der er auch auf die Annahme Der ReichspräsidcmtschaftskanDidatur Durch Hindenburg zu sprechen kam. Er sagte u.a.. „Wir haben heute die Nachricht erhalten, daß oer beste Soldat Des alten Heeres. Gmeral- burg als außenpolitische Di« »Boss. Ztg." (ung Der Kandidatur als eine Niederlage der Deutschen Volkspartei und erklärt nach einem Hinweis auf Die Vorgänge innerhalb des Loebell- Ausschusses und Die wiederholte Ab'ehnung Der Kandidatur durch Hindenburg, daß trotz des schm baren Zuwachses. Den Die Bayer sch? Volls- partm und Die Deutsch Hannoveraner dem Reichß- block bringen, die Kand datur Hindenburg weit schlechtere Aussichten als Die Kcmd Datur Jarres Bayern hinter dem Feldmarfchall. München, 8. April. (BTB.) Die „B a y e * rische S t a a t s 3 c 11 u n g" schreibt zur 'Bereit- Willigkeit Hindenburgs, die Kandidatur zur Reichs, vräfidenlenwahl anzunehmen: Mit dieser Entschei Dung ist der schier unentwirrbare Knoten von Irrungen und Wirrungen der letzten Taae durch hauen. Die Verhandlungen in 'Berlin habe so ein Ende gesunden, daß jeder begrüßen muß. Hindenburg ist Kandidat für das höchste Amt. das das deutsche Volk nach der Weimarer Verfassung zu vergeben hat. Fast scheint es so, daß der greife deutsche Führer im Weltkriege dem deutschen Volk abermals ein Symbol ist in den Tagen, in denen es gilt, aus den politischen Wirren der Gegenwart Rettung zu finden. In diesem Zusammenhang ist der Wunsch verständlich, es möge dem opferbereiten Feldherrn aus Deutschlands großer Zeit gelingen, durch fein Handeln Deutschland ein Beispiel zu sein, es zu Verzicht bereiter Hingabe an das Ganze zu- erziehen; denn das allein hat ja dem aufwärtsstrebenden Deutschland die größten chindernisie bereitet, daß Der Wille Der Parteien nur allzu oft in den Vordergrund getreten ist und das einige Zusammenarbeiten saft unmöglich gemacht hat. Die „München-Augsburger „Abend*Zetlung schreibt u. a.: Mit der Annahme der Kandidatur durch Hindenburg wurde dem Feilschen und Handeln um Den nationalen PräsidentschaftskandiDaten ein En De gemacht. Wil hallen e» für das Richtigste, daß -aUc Erörterungen, die sich daran knüpfen tonnten, zurückgestellt werden. Wenn fiinbenburg sich' bereit erklärt, das höbe, s ,were Amt des Reichspräsidenten gegebenenfalls zu übernehmen, so wissen wir, daß dadurch alle Einwände, die sich auf das hohe Alter Des Generalfeldmarschalls beziehen konnten, hinfällig geworden sind. Wenn chm- Denburg ruft, wird ihm das deutsche Volk folgen. (Fr bet eines für sich, was kein anderer Kandidat beanspruchen kann: Eine wahrhaft überpar- t e i l i che S te 11 u n g und eine ungeheure ge- f chichtliche Leistung ! Aufruf der Wirtschaftspaktes. -Berlin. 9. April. (TU.) Der ParteivorstanD Der Wirtschaftspartei erläßt nachstehenDen Auf* ruf: ..Parteifreunde! Unfern heißen Bemühungen, im Sinne Des einmütig gefaßten Beschlusses Der am 7. April aus Dem ganzen Reich nach Berlin herbeigeeilten Parte' freunDe unD Vertrauensleute, eine KandiDatur HinDenburgs im Reichsblock Durchzusetzen. ist ein völliger Erfolg brschicben. Der Marschall ist aufgestellt unD hat Die Kandidatur angenommen. Das deutsche Volk wird dem Feldmarschall Dank wissen, daß er trotz seines hohen Alters auch in dieser schweren EchickfalsstunDe das Vaterland nicht int C - ich gelassen. Nun Dürfen auch wir Dem Heros unseres Volkes die Gefolgschaft nicht versagen. Parteifreunde! Die Parole lautet jetzt: Mit ganzer Kraft, mit ganzem Her- zen ans Werk! Der Sieg mu«ß unser fein. Es lebe unser Feldmarschall von HinDenburg" Die Banken zur Aufwertungsfrage Berlin, 8. April. (WTB.) In der vom Zen« traloerbanD des deutschen Bank- und Bankiersgc- werbes gefaßten Resolution zu dem Aufwertungs- gesetz, über die wir schon kurz berichteten, werden folgende Forderungen ausgestellt: 1. Zwischen altem und neuem Besitz Darf keine unterschiedliche Behandlung ftattflnben. 2. Die zur Verfügung stehenden Mittel nach Abzug eines Sonderfonds für die Unter ft ü^u ng bedürftiger Zeichner müssen unter Den gleichen Bedingungen zugunsten sämtlicher Besitzer verwendet werden. Als Borteile für ein solches Verfahren werden angeführt: 1. Arbeit und K 0 st e n der Adlö- sungsgeschäfre werden auf einen kleinen B r u ch- t e i l des jetzt vorgesehenen enormen Bruchteils zu* rückgeführt. 2. Es entfällt die Gefahr der b c * trügerischen Schädi gung des Reiches und die Notwendigkeit, sich dagegen durch kostspielige Uederwachungsmaßnahmen zu sichern. 3. Die Rechte sämtlicher Ablösungsglau- biger werden endgültig festgelegt. 4. Für Die B e> ro e r t u n g Der Ablösungsschuld wird eine sichere Grundlage geschaffen. 5. Die Entrechtung der Altbesitzer unter 1000 M k. wird beseitigt. 6. Es erübrigt sich ein strafrechtliches Verbot der Austorderung zur Unterlassung Dee Umtausche, gegen welches rechtlich unD moralisch Die erheblichsten BeDenken bestehen. 7. Schließlich vor allem werben Die Gefahren oermte* Den .Die der künftigen börsenmäßigen Unterbringung von Anleihen des Reiches und Der Länder aus einer dem Mesen des Inhaberpapiers zuwider laufenden Handhabung erwachsen müssen, wie sie vorliegend beabsichtigt ist. Protestversammlung gegen den Auswertungsentwurs. Berlin, 9. April. (Wolff.) Gestern nbenD fand in Berlin eine Sparerversammlung statt, welche der Verband für Aufwertung von Staat- und Kommunal- onleihen gemeinsam mit anderen Verbänden einberufen hatte. 3m Laufe der Verhandlungen machte der Vorsitzende der Hypo- thekengläubiger und Sparerverbände die Mitteilung, dah sich gestern ein Kartell von 22 Sparerverbänden und sonstigen Onteressenverbänden gebildet habe, das gegen das Aufwertungsgesetz den Kampf aufnehmen werde. Eine von der Versammlung angenommene Entschließung, die in schärfster Weise gegen den Aufwertungsentwurf Stellung nimmt, fordert den Reichspräsidenten auf, sich der Sparer anzunehmen, wenn nötig durch Veranlassung eines Volksentscheids. Freispruch lm Senter Eisenbahnprozetz. Der Staatsanwall hält den Angeklagten 5) a • berkampfür schuldig, am 13. Januar mit seinem O°Zug das Haltesignal überfahren und im Bahnhof Herne ein Eisenbahnunglück verfchuldet zu haben. Er veantragt gegen den Angeklagten eine Gefängnis st rafe von neun Monaten. In anderthalbstündiger Verteidigungsrede tritt Rechtsanwall Frank- Dortmund für völlige Freisprechung des Angeklagten ein. Darauf wurde die Verhandlung auf 3 Uhr vertagt. Rach Wiedereröffnung der Sitzung heute nachmittag wurde sofort das Urteil verkündet. Der Angeklagte wurde freigesprochen. Bei der Urteilsverkündung bemerkte der Vorsitzende: Es wäre einwandfrei festgestellt, daß Signale nach dem Unglück auf Halt gestanden und die Einrichtung voffchristsmäßig in Ordnung gewesen sei. Die Stellwerksbeamten hätten unter Eid versichert, daß sie keine Manipulationen vorgenommen hätten. Andererseits sei der Angeklagte ein einwandfreier Mann, und seine Vorgesetzten stellten ihm das beste Zeugnis aus. Die Strecke sei so alltäglich, daß ein Mann, wie der Angeklagte, der sie durch Jahrzehnte besahren habe, die Orientierung nicht hätte verlieren können. Die eidlichen Angaben des Heizers gäben dem Angeklagten Recht. Wegen dieses unlösbaren Widerspruches sei der Gerichtshof nicht in der Lage, eine Entscheidung zu treffen, zumal aus dem Herner Bahnhof im Signaldienst Unregelmäßigkeiten vorgekommen seien. Da durch die unrichtige Meldung über die Abfahrt des Personenzuges 230 noch die Vermutung bestärkt würde, daß vielleicht doch unlautere Manipulationen nach dem Unglück von dem Stellwerkspersonal vorgenommen seien, könnte ^rotz des dringenden Verdachtes eine Verurteilung nicht erfolgen. Der Angeklagte wird daher kostenfrei jfr ei gesprochen. Anträge im Hessischen Landtag. Darmstadt, 8. April. Die Abg. H e r ä u s, Birnbaum und Hattemer haben im Landtag .'folgenden Antrag eingebracht Was hat die Regierung getan, um dem Antrag Hattemer gegen ^Schmutz und Schund zu entsprechen? — Zur Begründung wird angeführt, daß durch a n - vfi ößjge Kinodarstellungen in Worms, Darmstadt und Offenbach die Frauenehre und würde verletzt werde. In Darmstadt sei ein JVikn ongekündiat nach einem Roman der „Berliner'Illu- strierten Zeitung", einem Roman, gegen den 'weite Frauenkreise protestieren. Die gleichen Abg. haben ferner beantragt: Der Landtag möge beschließen, daß die Regierung beim Landesbildungsamt verstellig werde, damit dieses veranlasse, daß der Handarbeitsunterricht in den Mädchenschulen, wie seither, so auch im Schuljahre 1925—26 in dem zweiten Unterrichtsjahr beginne. Abg. Frau Hattemer hat folgenden Antrag im Landtag eingebracht! Der Landtag wolle beschließen, die Regierung möge die Wohltaten der Beomtenfiedl'ungs-Verordnung des Deutschen Reiches auch den hessischen abgebauten Beamten zugutekomen lassen, und entsprechende Verordnung erlassen. Patriarch Tichon gestorben. Moskau, 9. April. Der Patriarch Tichvn ist an einer Angina gestorben. Mit ihm ver-- schwindet aus dem revolutionären Sowjetstaat die letzte Figur der Zare.nzeit in offizieller Stellung. Tichvn hat mit der Sowjet-- regierung Konflikte gehabt, die zu seiner Verurteilung führten. Spater erfolgte eine Art Ausgleich. Sein Ginsuh auch gegenüber der orthodoxen Kirche war zuletzt sehr gering. Seine nach der Auffassung vieler kirchlich gesinnter Russen teils zu schroffe, teils zu nachsichtige Haltung ist oft kritisiert worden. England erkennt Ibn Saud an. Konstantinopel, 8. April. (TU.) Ibn Saud, das Haupt der Wahabiten, der heute über Mekka Herr ist, schloß mit England ein Abkommen, in dem sich die Wahabiten verpflichten, keine neuen Angriffe gegen Transjordanien zu unternehmen. Dagegen hat sich England verpflichtet, den König Ali von Hedschas weiterhin nicht mehr materiell zu unterstützen. Dieser Vertrag /ist gleichbedeutend mit der englischen Anerkennung des heutigen Machtbesitzes Ibn , Sauds. Die belgische Regierungskrisis. London, 9. April. (WTB. Funkspruch.l Ein Brüsseler Bericht der „Times" über die Aussichten der Kabinettsbildung in Belgien führt aus, die Lage .fei augenblicklich äußerst verwickelt. Eins sozialistische Regierung werde in der Außenpolitik keine wesentlichen Aen- derungen zur Folge haben. Danderoelde betrachte das Sicherheitsproblem von demselben Standpunkt wie das bisherige Ministerium. Er messe einer Garantie Großbritanniens den größten Wert bei. Möglicherweise werde eine isozialistffche Regierung eine gewisse Milderung des Regimes der militärischen Besetzung des Rheinlandes «ur Folge haben» doch feien weitere Mutmaßungen veffrüht. Das größte Problem, dem das komm-ende Kabinett gegenüberstehe, werde finanzieller Art sein. In dieser Hinsicht werde eine Aenderung der Politik nicht eintreten. Dor Herriots Sturz. Schärfste Opposition des Senats. Paris, 8. April. (TU.) Der Senat setzte die Beratung über das Budget des Unter» richtsministeriums fort. In der Rach- mittagssihung aber unternahm die Opposition einen neuen schweren Vorstoß gegen den Llnterrichtsminister Francois Albert, Der bereits gestern abend vom Senat mit 138 gegen 134 Stimmen in die Minderheit versetzt wurde, ohne jedoch die üblichen Konsequenzen aus diesem Abstimmungsergebnis zu ziehen. Heute nachmittag hat H e r r i o t in die Debatte persönlich einge- ariffen und die Vertrauensfrage gestellt. Es handelte sich um die von der Opposttionspresse heftig kritisierte Wiederein ftellung eines Volksschullehrers namens Le Bley, der unter dem Kabinett Clemenceau wegen Mitarbeit an dem deutschen Besatzungsorgan „Gazette des Acdennes" kriegsgerichtlich verurteilt wurde. Ein oppositioneller Senator verlangte unter stürmischem Beifall der M.tte und der Rechten Aufllärung über die Gründe der Wiedereinstellung dieses Lehrers. Der Anterrichtsminister verweigerte die Antwort mit der Erklärung, es widerspreche dem parlamentarischen Brauch, daß ein Minister im Parlament ohne vorherige Benachrichtigung nach einer Amtshandlung gefragt werde. Er habe die Akten über diesen Fall nicht mitgebracht und werde über die Frage deshalb aus dem dachtnis antworten müssen; er mißbillige persönlich die Mitarbeit dieses Lehrers an der „Gazette des Ardennes", man müsse ihm aber zuguthalten, daß ihm bald die Augen über die Bedenklichkeit seiner Mitarbeit an dem deutschen Organ aufgegangen sind, daß er jedes Honorar ablehnte. und die weitere Mitarbeit einstellte. Die Opposition schien sich damit zufrieden zu geben, verlangte aber die Streichung eines Kredites bei dem Tttel „Stipendien für Studenten". Ministerpräsident Herriot. der der Sitzung beiwohnte, stellte die Vertrauensfrage, woraus der Senat mit 142 gegen 140 Stimmen im Sinne des Antrages des Uti rrichtsmini ters beschlossen hat. Aach di ser Abstimmung habe7 zwei Senatoren ihre A b st i m m u n g berichtigt, so daß. wenn der Eerichtigungsantrag angenommen würde, der Antrag Herriots, für den er die Vertrauensfrage der Regierung ekngebracht hat, abgelehnt worden wäre. Als Ministerpräs drut Herriot vom Senat ins Ministerium für auswärtige Angelegenheiten zurückgekehrt war und von dieser Sachlage Kenntnis erhiell, beraumte er einen außerordentlichen Kabinettsrat an, in dem die Mehrzahl der Kabinettsmitglieder der Ansicht war, daß die Regierung die Durchführung ihrer politischen und sinanziälen Programms fort- setzen muß, solange eS nicht formell durch eine Abstimmung des Parlaments mißbilligt würde. Herriot hat nur auf das dringende Zureden des Führers des Linkskartells seinen Dffchluh, au? Grund der Senatsbestimmung zurückzu- treten, wieder fallen gelassen. Im Kabinettsrat wurde nach einer erregten Debatte beschlossen, daß Herriot im Parlament erklärt,, die Regierung ziehe sich vor einem Mißtrauensvotum des Senats nur in grundsätzlichen, nicht aber in unwichtigen Fragen zurück. Aach übereinstimmender Auffassung der Presse ist es der Regierung gelungen, ihr Bestehen um vielleicht 48 Stunden zu verlängern. Sie wird entweder bei der Aussprache über die Aufhebung der Gesandtschaft beim Vatikan oder bei der Debatte über das Finanz-Projekt im Senat unterliegen. Die Finanzkrrifis. Paris, 8. April. l'TA.) Der Widerstand gegen die Finanzpläne der Regierung nimmt immer mehr zu. Die Erklärungen de Monzies haben einen sehr ungünstigen Eindruck hervorgerufen. Die Regierung erleidet c;nen Mißerfolg nach dem anderen. Die Sozialisten haben trotz der bringenbften Vorstellungen des radikalen Kammer-Ausschusses beschlossen, an ihrem Gegenprojett einer zehnprozentigen Kapitalabgabe unter allen tilmständen festzritz alt en. Dazu kommt der schwere Konflikt zwischen der Regierung und der Danque de France. Es hat sich herausgestellt, daß die Geldumlaufgrenze von 41 Mi tiarden um mehr als 2200 Millionen Franken überschritten wurde und Atoar auf Grund der ständigen Vor -- s ch ü f f e, dre das Kabinett von der Banque de France seit Januar erzwungen hat. Seit gestern wird eine f ortschreitende Auflösung des Metzrheitsblvckes beobachtet. Die linksradikale Gruppe um L o u ch e u r, die gegen die Finanzpläne Stellung genommen hat, erhält fortwährend starken Zuzug. Sogar innerhalb der regierungstreuesten Gruppe, der Radikalsozia l i st e n, herrscht die größte Ratlosigkeit. Dreimal trat die Gruppe heute zusammen, ohne einen Beschluß fassen zu können. England erwartetHerriotsSturz London, 9. April. (WTB. Funkspruch.) Aach „Daily Telegraph" hat man in politischen britischen Kreisen gestern die Meinung vertreten, daß die Regierung Herriot wahrscheinlich von einem K abinett P a i n l e v e -- B r i- and abgelöst werde. Painleve werde im großen und ganzen die Außenpolitik Herriots fortführen, Briand soll den Wunsch haben, das Außenministerium zu übernehmen, um die Verhandlungen wegen des Paktes fortzuführen. Freisprechung Sabonis. Paris, 8. April. (WTB.) Das Kriegsgericht in Orleans hat heute gegen den ehemaligen Hauptmann Sadoul, der einer französischen Mission an Rußland ang'hörte und von dort nach Kriegsende nicht nach Frankreich zurückkehrte, sondern bei der Sowjetregierung Dienst genommen hat, weshalb er im Ao- vember 1919 wegen Desertion im Einverständnis mit dem Feinde in Abwesenheit zum Tode verurteilt wurde, im Wiederaufnahmeverfahren das Urteil gefallt Sadoul wurde der Desertion vor dem Feinde nicht für schuldig befunden und nach zehntägiger Verhandlung mit Stimmenmehrheit vom Kriegsgericht freigesprvchen. Frankreich am Schwarzen Meer. Der Drang Frankreich, sich im Orient ein großes Kolonialreich zu schaffen und den.Engländern nach Möglichkeit überall Hindernisse zu bereiten, hat in den letzten Ja Hern einen immer größeren Umfang angenommen und der Londoner Regierung mancherlei Kopfschmerzen verursacht. Richt genug, daß Frankreich jetzt wieder mit den Türken gemeinsame Sache gegen Großbritannien zu machen scheint, hat es auch plötzlich sein Auge auf das Schwarze Meer geworfen und sich von R u - m ä n i e n einen Vorschlag unterbreiten lassen, der dahin geht, aus dem Hafen von Kon st an za einenfranzöfischenFlottenstützvunkt zu machen. Die rumänischen Meldungen sprechen zwar von einer französisch-e nglischcn Marinebasis, doch handelt es sich hier wohl mehr um ein Wortspiel, um nicht die Gunst Englandszu verlieren. Frankreich dagegen ist sofort mit allerlei Begründungen zur Hand, die Rußland die Festsetzung an der rumänischen Schwarzmeerküfte plausibel machen sollen. So behauptet es, durch die Rückgabe der russischen Schwarzmeerflotte würde Frankreichs Sicherheit gefährdet, eine Behauptung, die ebenso unsinnig ist wie die von der angeblichen deutschen Gefahr. Jedes Kind weiß, daß aus der Wrangelflotte fein kampftüchtiges Geschwader mehr gemacht werden kann, daß wohl nichts anderes mehr übrig bleiben wird, als die Schiffe zum Abwracken zu verkaufen. Der franzöfifch-ru- münifche Schachzug zeigt aber doch wieder einmal, daß die französische Sicherheitspolitik nur dazu da ist, Frankreichs territorialen Besitz immer mehr auszudehnen. Hochfchulnachrichten. Das Frauenftudium in Deutschland. Die Zahl der in Deutschland studierenden Frauen ist von 8591 (Sommersemester 1923, gegen 4000 im Sommersemester 1914) auf 7474 zurück- gcgangen. Es wird weniger als bisher Medizin und Philologie bevorzugt, sondern daneben Aa- tionawkonomie und Rechtswissenschaften. Theologie, Aatur Wissenschaften und Pharmazie. Im Sommer 1924 studierten in Berlin 1367, München 896, Köln 502, Freiburg 375, Frankfurt 530, Leipzig 389, Hamburg 341, Heidelberg 256, Bonn 337. Breslau 369. Münster 250, Ma bürg 255, Göttingm 215. Jena 260, Tübingen 205. Würzburg 167, Königsberg 169, Kiel 175, Halle 172, Gießen 105, Greifswald 115, Rostock 106, Erlangen 78 Frauen. Aus aller Welt. Ein Schullgrständnis im Kutiskerflandal. Der russische Kaufmann H o l z m a n n, der ebenso wie der frühere Leiter des Berliner' Fremdenamtcs im Lazarett des Moabiter Laza- rettgefangnisses liegt, wollte gemeinsam mit seinen Mitgefangenen Kassiber in russischer Sprache durch einen dritten Gefangnen, der entlassen werden sollte, aus dem Lazarett heraus- bringen. Die Kassiber gelangten jedoch in die Hände der Llntersuchungsrichter. Die Mitteilung, aus der hervorgcht, daß sich beide tilntersuchungs- gefangene schuldig fühlen, wird für die An-, klagebetzörde von größter Wichtigkeit sein. Der Untersuchungsrichter hat sofort verfügt, daß Holtmann aus dem Lazarett nach dem Zellengesangms verbracht wird. Auch Kutisker wurde aus dem Lazarett wieder in das Untersuchungsgefängnis transportiert. Beisetzung der Opfer bon Karnap. De Opfer des Unglücks auf der Zeche „M a t - thias ©tinnes" in Karnap wurden Mittwoch mitag zur letzten Seilfahrt geleitet. An den Gräbern sprachen der eoangelsche Pfarrer Lenz--Karnap und der katholische Dechant W e n k e r - Horst Worte des Glaubens und Trostes. Generaldirektor Hold widmete den Heimgegangenen einen herzlichen Nachruf und sprach Den Hinterbliebenen namens der Zechenverwaltung sowie im Auftrage des Reichspräsidenten ihr herzliches Beileid aus. Land, rat Mertens, der zugleich im Auftrage des Regierungspräsidenten und des Oberpräsidenten der Rheinprovinz sowie des Oberpräsidenten der Provinz Westfalen sprach, gab dem Wunsche Ausdruck, daß die Opfer, die hier gebracht worden seien, nicht vergeblich sein möchten. Schwerer Anfall im Hamburger Rotverkehr. Aach einer Meldung aus Hamburg hat der dortige Verkehrsstreik einen schweren A n- f a l l zur Folge gehabt. Bei einem Lastauto- mobil, das eine große Anzahl Personen zur Beförderung aufgenvmmen hatte, versagte die Steuerung. Der Wagern raunte in eine große Ladenscheibe hinein und kippte u m. Mehrere Personen wurden verletzt, darunter drei so schwer, daß sie ins Krankenhaus gebracht werden muhten. Es wird eine weitere Ausdehnung des Verkehrs st reiks befürchtet. da nunmehr auch die Droschkenchauffeure mit der Arbeitsniederlegung drohen, um eine Lohnerhöhung zu erzwingen. Wenn eine Einigung mit den Arbeitgebern nicht zustande kommt, wirb zu Ostern der gesamte Straßenverkehr Hamburgs stlllgelegt. Iahrtausendfeier des Rheinlandes in Wien. Auf Anregung der Deutschen Kunftgemeinschaft in W i e n wird die Iahrtausendfeier des Rheinlandos auch in Deutschösterreich in mehrtägigen Festveranftaltungen begangen. In einer vom Festausschuß veröffentlichten Ankündigung heißt es, durch ein würdiges Begehen der aroß-n rheinischen Iahrtausendfeier werde den Deusschösterreicktern gerade im gegenwärtigen, politisch so verworrenen Zeitpunkte die notwendige Gelegenbeit gegeben, ihre unverbrüchliche Treue zum Gedanken eines künftigen großdeutschen Reiches und ihres Anschlusses an das deutsche Mutterland wiederum vor der ganzen Welt zu bekunden. Die Feiern finden in Wien am 22. April und vom 2. bis 4. Mai statt. Ihren Höhepunkt werden sie in einem Festakt am Sonntag, 3. Mai, erreichen. Rach einer Ansprache eines Mitgliedes der Regierung soll im großen Mu- sikvercinssaal eine Huldigung der Stände stattfinden. Den Abschluß der Feier bildet am 4. Mai eine Fest- oorftellung der „M e i ft e r f i n g c r" in der Staatsoper. 18 Häuser eiageaschert. Stettin^ 9. April, (Funkspruch.) Am Mittwochnachmtttag brach in Pommersdorf (Kreis Fantow) ein Feuer aus, das sich, durch den herrschenden Sturnr und die Strohbedachung der Häuser begünstigt, rasch ausbreitete. Achtzehn Gehöfte wurden ein Raub der Flammen, denen auch viel Vieh zum Opfer gefallen ist. Verurteilte Mörder. Das Schwurgericht in Kottbus hat den Grubenarbeiter Koszrnierzek und die Witwe des Grubenarbeiters Winkler aus Sedlitz bei Senftenberg in der Lausitz wegen gemeinschaftlichen Mordes zum Tode verurteilt. Kaszmierzek, der verheiratet war. erwürgte am zweiten Weihnachtsfeiertage den Ehegatten Winkler. Frau Winkler sorgte dafür, daß niemand die Stube betrat. Einige Wochen vorher hatten beide versucht, Winkler durch Gift umzubringen. Das Cxplosionsunglück von Spezia. Lieber das tilnglück an Bord des Kriegsschiffes „Duilio". das seit einigen Tagen außerhalb des Hafens von Spezia in der Rahe der Mole vor Anker liegt, um einige Probeschieß- übuiigen mit dem mtttleren Turm von 30.5= Zentimeter-Geschützen auszuführen. wird amtlich mitgeteilt, daß um 1.30 Ahr nachmittags die Ladung im Innern des Hauptaufzuges des Turmes Feuer fing. Die Zahl Der Toten beträgt sieben. Der Kommandant des Schiffes Netz das Munitionsdepot unter Wasser fefcen. damit nicht die ganze Munition explodiert. Dadurch wurde ein großer Brand verhindert. Der Schaden an dem Schiff selbst ist unbedeutend. Feuer im Kloster Ettal. Wie wir hören, brach in dem allen Klo» st e r Sttal bei Oberammergau Feuer aus, das schnell um sich griff. Das Hauptgebäude des Klosters konnte gerettet werden. Der durch den Brand verusachte Schaden wird auf mehrere hunderttausend Mark geschätzt. Eine amerikanische Munitionsfabrik in die Saft geflogen. Die Munitionsfabrik Der Aatwnal Fire Works Eompagny in Hanvver (Massachusetts) wurde durch mehrere Explosionen zerstört Annähernd 100 Gebäude wurden vernichtet. De» Riefenbrand konnte nur durch die Feuerwehren von sieben benachbarten Orten und nur mit größter Mühe gelöscht werden. Die Zahl der bei der Katastrophe ums Leben gekommener Menschen steht noch nicht fest, weil Die Arbeiter größtenteils Portugiesen und Litauer ohne Verwandte in Amerika sind. Es besteht noch immer die Gefahr, daß auch das Pulvermaga- z t n noch von dem Brande ergriffen wird. Araberüberfatt in Palästina. Wir hören aus Ierusalem: Mittwoch nad> mittag wurden 3 0 Touristen in der Rähe von Jerusalem von Arabern überfallen, wobei 6 Juden durch Steinwürfe und Messerstiche verwundet wurden. Polizei konnte die Angreifer vertreiben. Am selben Tage wurde Lord Balfour in Roch Pinatz friedlich von Den Arabern empfangen. Bei dem Empfang sand ein großer D e r b rü d e r u n g s- aft zwischen Arabern und Juden statt. Die jüdische Einwanderung nach Palästina belief sich im Monat März auf 3500 Köpfe. Talsperren und Hochwassergefahr. Der Qi u h e n der Talsperren hat sich nach Der Zeitschrift „Die Wasserkraft" bei dem letzten Hochwasser im Bergischen Land deutlich erwiesen. Daß eine Wasserkatastrophe, wie sie im Jahre 1860 eingetreten ist, vermieden wurde, Dürfte zum nicht geringen Telle den zahlreiches Talsperren zu verdanken sein. So hat u. a. die Dewertalsperre in jeder- Stunde etwa 50 000 Kubikmeter Wasser ausgenommen und diese Menge bis zur Höchstgrenze von ca. 3 300 000 Kubikmeter gestaut. Erst von diesem Augenblicke an rauschte das Wasser in mächtigen Kaskaden über die Mauer ins Tal hernieder. Die Solinger Talsperre hat etwa eine Million Kubikmeter Wasser zurückgehalten. Hätte diese Wassermenge ungehindert in das Wuppertal einfliehen tonne.i, so wäre zweifellos eine unübersehbare Katastrophe für das ganze Wuppertalgebiet eingetreten und ein unermeßlicher Sachschaden wäre die Folge gewesen. Ein neuer Funkturm in Königswusterhausett. In aller Stille ist vor bett Toren Berlins eine Großleistung deutscher Technik im Entstehen begriffen. Aus Dem Gelände Der Funkstelle Kö- nigswusterhausen, dem „Funkberg", soll ein gewaltiger Bau entstehen, deffen Ausmaße dem Eiffelturm nahekommen. Es wächst Dort ein Turm in Höhe r>on 255 Meter empor. Der vielleicht noch bis auf 280 Meter agsgebaut werden soll. Vorläusia ist allerdings erst das Untergestell fertig, aber schon dessen gewaltige Dimensionen geben nach den Aboildungem. die wir in der „Radio-Umschau" Frankfurt a. M. sehen, dem Beschauer eine Idee von der Größe des angefan- genen Werkes. Der Durchmesser des Fußgestells beträgt 52 Meter. Senkrecht auf diesem Gestell soll sich der Turm erheben, Der sich in 21 Etagen von je 10 Meter Ab st and bis auf 6 Meter verjüngen wird. Das Ganze soll eine Plattform mit Instrumentenhaus fronen. Line neue Eisenbahn zwischen Birma und Siam. Die Eisenbahnlinie zwischen Moulmein und Pc in Birma, die soeben eröffnet worden ist, bildet den ersten Schritt in der Verbindung des Eisenbahnnetzes von Birma mit Dem von Siam und den Vereinigten Mala»)cnstaaten. Die Linie, die 140 Km. lang ist, wurde in einem Gebiet angelegt, das einen jährlichen Regenfall von 367 Zoll hat und großen Uederschwemmungen ausgesetzt ist. Die Eisenbahn geht daher über 200 Brücken, für die das Material bei der vollständigen Abwesenheit von Wegen auf kleinen Booten herbeigeschafft werden mußte. Die Fortsetzung der Linie von Ve bis Tavoy ist fast vollendet, und sie wird in nächster Zeit bis Merguli ausgedehnt. Von dort wird die Eisenbahn über den Ialingapaß nach Siam geführt werden, und Siam hat nur eine Linie von 25 Km. zu bauen, um Die neue birmanifthe Eisenbahn mit der Haupt strecke von Dankok nach Penang zu verbinden. Dar Programm für das ganze neue birmanische Eisenbahnnetz umfaßt neue Schienenwege von etwa 1500 Kilometer. Wettervoraussage. Später stärker bewölkt, sonst wenig Aenderung des herrschenden Wetters. Ml GiSk ms WuMlsmus Mslele hören gern, daß der echte Uroga-Extrakt Die Schmerzen schnell lindert und die harnsauren Salze aus dem Körper schasst. Wir raten Ihnen, 60 Gramm echten Uroga-Sxtrakt zu kaufen, von dem Sie mehr, mals täglich 3 Kaffeelöffel voll nehmen. Sicher cr4 hältlich: Univerfitäts-Apothe „ Zum goldenen Engel"4 DieDestanDtoile sind auf der Packung angeaeb. ;9VZAI atT^axiA^örHb Gebräu, Anzüge ksnfen Sie am besten 3752a (Stellenangebote Allein-Verkauf Horn. 37541 nachts Kieser-Stämme Abt. 17 und Kiefer-Stämme Abt. 17 und Kie'er-Stämme Herren Burschen Knaben Kinder 3. Kl. 3. St. 2,28 Fstm 26 LvS 5 4. Kl., 6. 6L 3,60 Fstm. 26 Loos 6 5. Kl., 33 St. 12,70 Fstm bei «sofortiger ÄnibändlRiinK Ware gerne gestattet. Schwank „rie vertagte Nacht" von Arnold und Bach (für Gießen Erstaufführung), der bei dem Nauheimer Badepublikum m vielen Aufführungen Stürme von ijeiterfeit entfefselte und kolossalen Beifall fand. Das Werk wird incht wiederholt. Herren- und vamenfahrräder bei vorheriger Bestellung zu verleihen tos ^niflnn. Nen'tnd» 20. | •• Für die Stelle deS technischen Beigeordneten unserer Stadt haben sich 171 Bewerber gemeldet. Die Mckdcfrist ist am Montag abgelausen. Der Strahenbahnbetrieb wird Holzsnbmisston. Aus den Waldungen der Gemeinde Ar^'.vrod soll folgendes Holz auf dem Sub- missionsweg verkauft werden: Abt. 26 Los 1 Kiefer-Stämme 4. Kl., 2. St. 1,80 Fstm. Abt. 26 Los 2 Ki- 't-Stämme 4. Kl, 23 6t. 14,79 Fstm Abt. 26 Los 3 Kiefer-Stämme 5. Kl., 49 6t 19,60 Fstm. Abt. 17 und 26 Los 4 Zahrrader 36 verkaufe einen Pollen T*rt- u. 5pc Aial-SflbrräbeY ehm den neuen Äntprelg. Auherdein emvfehlc ich su billigsten Prei- len Torvedo- und CVel-fRribcr. ictl Zahlung gestattet Ph. Volkmann, ***** Heuchelheim. IiiliMz zu verkau'en 03122 Lelhseeterner Weg 21. Wohnungslausch Gieflen-Franklurl a.M. Biete 4 riimmer in Frankfurt, West- endlage, 4. Etage, Herrsch.-HauS. Frieden ^mtele G00 M k. jährlich. — Suche 3 bis 4 Zimmer in Glefeen. Schriftliche Angebote nnlerv313v an den Gieß. 21 na. Ebevaar mit 12jäbr. Töchterchen nimmt evang. Mädchen, 11 bl» 13 Jahre alt befi. Eltern auf dem Lande wohn. u. die eine höhere Töchterschule in Frankfurt a. Main besucht in Ml Erwünscht daß eigene» Kind in Ferien Ausnahme zur Er- bolnna lm Haufe d. ‘Beni, findet. Cffert. unter F. D. I. 855 n Rudolf Hoeee, Frankfurt am ^laln. 369*88 AM daö kochen lernen will, sofort gesucht. ?,uxerrranen in der Geschäftsstelle des Gien. An;. [03133 triebs nicht wieder eintreten wird. •• Der Botanische Garten hat zu Ostern fern Frühlingskleid angelegt. Die Rafcn- flächen unter den alten Bäumen sind ein einziger D.'ütcnteppich aus Anemonen und Lerchensporn. 3m Palmcnhause leuchten bic karminroten, großen Dlülensträuße eines 2llpenrvse.rbaumeS und g:ben einen Begriff von der Pracht ostasiatischer Gc- birgswälber. •• Da -Z Unteroffizier Korps unserer Garnison hat für den auf denr Trieb tödlich verunglückten Llnterfeldwebel Fung von gestern ab auf vier Wochen Trauer angelegt. Ten betixrn andern bei dem Hnglückssall zu Schaden gekommene» Soldaten geht es verhältnismäßig gut. '* Verstärkter Eisenbahnbetrieb. Die Aeichsbahndir ktion Frankfurt a.M teilt mit: ilm dem über die Osterfeiertage zu erwartenden stärkeren Verkehr zu entsprechen, werden vom 9 April bis einschließlich 14. Avril auf den Hauptstrecken die fahrplanmäßigen Züge verstärkt und zum Teil doppelt gefahren. Die gleiche Anordnung ist zur Bewältigung des Aus- flugverkehrs nach der näheren Umgebung Franl- furts, tote Taunus. Odenwald, Spessart und dem Rhein getroffen Die Sonntagsrückfahrkarten gelten vom Gründonn'-rstagmittag. 12 ilfjr, bis zum Ostermontag einschließlich. ** Arbeitsjubiläum. Sein 50jähriges Arbeitsjubiläum feiert am Freitag, 10. April (Karfreitag) der Schneider Wilhelm Huth- mann, wohnhaft in der Bahnhofstraße, bei der Firma Georg Leib & Sohn, Selterswcg, tätig. •’ D ie Öfter faxten. Zur Dermeidung von Weiterungen und Anzuträglichkeiten wird von zuständiger amtlicher Seite darauf hinge- wi seit, daß gedruckte Öfterfarten — sowohl unter Benito« Btanöl Neuen Baue 22 Wut möbt. Zimmer mit Verpflegung. Tel. 10Ä -,mD Reparaturwerkstatt für elektr. Heiz- iu Kock> Apparate. E Althofr. Elektro Vertrieb Gießen, Neuenweg 80. V t5-. Würmer sind Quälgeister für Erwachsene, erst recht aber für Kinder. Wit raten Ihnen. 125 Gramm flüssigen Ratroma-Ertrakt zu kaufen, mit dem Erwachsene und Kinder über 5 Jahre eine Kur unternehmen. Sicher erhältlich Universitäts-Apotheke »Zum goldenen Engel". Die TeflanNeile lind auf der Backrmg angegeben. Be? asthmatischen Beschwerden Beklemmung, Kurzatmigkeit untei welchen die Asthmatiker sehi zu leiden haben, werden die weltbekannten Astmol- Asthmacigaretten mit großem Erfolg angewendet, es tritt sofortige Linderung ein. Die Cigaretten werden wie jede andere Cigarette geraucht. Stlu angenehm in? Gebrauch. Preis */> Schachte Mk 2.50, */, Schachtel Mk. 1.30 zi haben in Apotheken und Drogerie« Galenits Chen. Industrie, G.m.b H. Frankfurt a.M Speichen treCe 4/5 B«towie fein Postscheck- und Bankkonto und sonstige geichäitiich< Mert- und Äcnntoorte) leine weiteren handtchr stlichen Aen- derungen und Zusähe enthalten dürfen. So würden z. B. Gliickwunschlarlen. die den Vordruck ^Herzlichen (Glückwunsch- tragen und außer den Mcndetangaben noch weitere ZniäNe vis zu 5 Dorten enthalten, wie ..sendet" ober „zum Osterfeste sendet mit Grüßen" u dgl. sowohl im OrtS-, als auch im Fernverkehr 5 Pf kosten, sofern sie im Briefumschlag versandt werde» Werden He bag qcn als offene Karten verschickt so unterliegen sie im Orlsbereich einer Debüh- von 3 Pf. im Fernverkehr einer Gebühr von 5 Ps Unzureichend froigen achte Sendungen ton- den mit Tla.dgebühr belastet. E» kann dabo den Versendern nut dringend geraten werden, dir Bestimmungen zu beachten. gliche für meinen 17täbrlg. Sohn, der im Hochbau vraktssch arbeiten soll, in nut bürgerlicher, national geiinnter F milie Nnterknnft üiUvsIlcrPtiisioil f. sofort nach Ostern. StbilfH Angebote unter 3727V an den Gieß. ?lnz. erbeten Znm 15. 4. wird Schlafstelle f- jung-Mann gesucht. Schnfil. Vbifleb. mit. 03157anb (.Mich.An,. Allenillebender 35c« amter sucht 2 leere Mm in gutem Hause für wohnliche Zwecke sevtl. mitetwaSKoch- a« legenbelkf. Sehr. Anneb. unter 03134 an den (Mich. Anz. ! Bestand eines I Mufterlagers sehr schöner Spielwaren abzugeb. Auch einzeln. 3724 D Noonstr. 24 I. Abt. 9 Los 7 Fichten-Stämme 3. Kl., 3 St. 3,57 Fstm Abt. 9 Los 8 Fichten-Stämme 4. Kl., !5St. 14,68 Fstm. Abt. 9 LvS 9 Fichten-Stämme 5a-Kl., 72 St. 43,17 Fstm Abt. 9 Los 10 Fichten-Stämme 5b Kl., 86 St. 28,70 Fstm Abt. 18 Los 11 Fichten-Stämme 5a-Kl., 3 St. 1,38 Fstm. Abt. 18 und 26 Los 12 Fichten-Stämme 5b-Kl., 19 St. 3,99 Fstm Saß Holz ist entrindet und ohne Rinde gemessen, der Kaufpreis ist pro Festmeter anzugeben. Die Gebote sind nach Losen und Klassen getrennt zu halten und müssen bis Donnerstag, den 16. April 1925, nachmittags 2 Llhr auf unterzeichneter Bürger meisteret eingereicht sein, wo in Gegenwart erschienener Bieter die Eröffnung stattfindet. Die Kaufbedingungen werden vor der Eröffnung bekanntgegeben, können auch vorher eingesehen werden. Annerod, am 9. April 1925. Bürgermeisterei Annerod öieflge Bin W- Bonoiung tot kaufm. Lehrling mit guter Schulbildung. Schrlstl. Angebote unter 3704D nn den Gieß. Anz. erbeten. 29egen Krankheit meines Fräuleins suche ick, Aum baldigen Eintritt elit älteres. einfaches, tüchtiaes Fräulein aus guter Familie aufmittelgrostesGut in der Wetterau. Dasselbe must im Kochen bewandert, forv. in all. Zweigen des Haushalts er- fahren fein. Nähen ertvünfcht. Gehalt nach Uebereinfunft bei vollständigem Familienanschlust. Stau öelnrlfl) Hammel Staden hi.D (in der Wetteraul. MgSmlttrhaM- .. hfit Loren 'Berti® ÄikimSntftch« der Funkstelle fr dessen 2lu-maS- v« enchnt. bet tn Tn ft K *5, Stagen i, der fijr r per- i< wordtr^ nstaateN-A einem « ü £ fall M ngen ,"r dic V Linie D°n?L Seil h* torl to,rD oerkcr ÄäsS 5 5^ Ifltflu’tö Aus Stabt und Land. Gießen, den 9. April 1925. Karfreitag. Dem Kreuzestode, einem Tobe der nicht nur voller Schrecken war, sondern auch als sehr schimpflich galt, hätte Jesus leicht entgehen tonnen. Hätte er im dritten Fahre feiner öffentlichen Wirksamkeit auf die gewohnte Öfter reife nach Jerusalem verachtet, fn wäre ihm fein Haar gekrümmt worden. In Jerusalem wohnten seine Gegner, dort hatte die rübtjAe Hierarchie ihren Sitz, dort wohnten die feLrstoewußicn, einflußreichcu Manner, die jeden unschädlich machten, der ihre Streife störte, dort war die römische Obrigkeit mit allen ihren Machtmitteln vertreten. In seinem Heimatlande Galiläa wäre Jesus durchaus sicher gewesen. Da, wo der See Genezorech in weitem Umfange von den weißen Häusern kleiner Dörfer unrnrahmt ward, wo der Mischer seine Netze auswarf und die Segel auf der sstut sich blühten, wo auf dein Ackerland der Land- mann saete und auf der Deidetrift die Herde gina, hatte er viele Freunde und Anhänger. Sie alle wären aufgestanden wie ein Mann, wenn ihn jemand angetastet hättet Es war eine göttliche Fügung, daß Jesus auf Golgatha sterben sollte, und er hat sich dem Willen Gottes untergeordnet Daß ihm das nicht leicht geworden ist, bezeugt der erschütternde Bericht von seinem Gebetstamps in Gethsemane. Daß sein Tod der Menschheit zugute kommen werde, hat Jesus schon vorher gewußt. „Es ist euch gut baß ich hin- gehe", hat er gesagt, und: „Der gute Hirte läßt sein Leden für die Schafe". Ein Erlöser, ein Heiland, der vor dem Tode fliehend in die Etnsamkeit des nordjüdischen Berglandes gegangen und dort vielleicht verschollen wäre, hätte nie Eindruck auf Men- jchenseelen, die sich nach einem Netter febnen, machen können. Aber wie gewaltig steigt der Mann vor uns auf, der mit dem Tode ringt, niemals war Jesus größer als in den sechs Stunden, da er am Kreuze hing. Er stirbt genau so, wie er gelebt hat, seine Worte werden durch sein Sterben bekräftigt. Auch in der bittersten Not ist ihm Gott noch sein 'ßater. Herrlich leuchtet am Kreuze feine Liebe zu den Menschen. Seiner verlassenen Mutter gibt er in Johannes den Sohn, diesem die Mutter. Dem wilden Mann, der neben ihm fein verruchtes Leben aushaucht, hilft er zum Frieden und zur Ergebung. Ein anderer hatte den Zorn und den Blitz des Himmels auf feine gefühllosen Peiniger herabgerufen, er betete für sie, er versteht sie: „Sie wissen nicht, was sie tun". Wer dos (Erbenleben Jesus in das Auge faßt, wer seine Worte auf sich wirken läßt und nun seine Treue und Lauterkeit im Tode sieht, der hat zu ihm unbegrenztes Vertrauen, der wird inne, daß sich tn Jesus ihm die Liebe Gottes zuneigt, daß hier das sonst Unfaßbare, Ueberroelt- liche. Ewige in bas Erdenleben hereinragt. Darum haben zu allen Zeiten kämpfende, leidende, sterbende, durch die Schuld, die aus vergangenen Tagen mit ihnen gina, geängstigte Menschen in dem getreu- vgten Heiland ihren Hott gesunden, und so oft sein Todestag, der Karfreitag, kommt, in allem Wandel der Zetten, kommen die Christen in ihren Kirchen zusammen und grüßen in tiefer Ehrfurcht das Haupt voll Blut und Wunden, das Lamm Gottes, bas der Welt künden trägt, den im Tode seine Lollendung crreiihenden Heiland. H. B. Lietzener -Sochcnmarktpreise. am 9. April 1925. (Hänblerpreise.) Es kosteten bas Pfunde Butter 220. Matte 40, Käte 70. Wirsing 40, Weißkraut 25, Rotkraut 35, gelbe Rüben 15, rote Rüben 15. Spinat 40, Unter-Kohlrabi 8. Mischgemüse 20, Grünkohl 20, Rosenkohl 70, Feldtaiat 100, Tomaten 130, Zwiebeln 30, Meerrettich 60 bis 100, Schwarzwurzeln 70, Kartoffeln 5, Aepfel 15 bis 30, Dirnen 12, Dörrobst 35, Honig 40. junge Hahnen 100, Suppenhühner 120 bis 140, Rüsse 80. Endivien 80; bad Stück; (Sier 12, Dlumenb>hl 50 bis 150, Salat 50 bis 60, Salalgurken 150, Lauch 5 bis 10. Vornotizen. — Tages kalender für Donners- tag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Großmutters Zunge". - Astoria-Llchtspiel«: „Lord Re- jjinalbd Derbyritt". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Am Sonntag (1. Ofterfeier- tag) geht Björnsons „lieber die Kraft", eine gewaltige, religiöse Tragödie voll großer Poesie, in Szene. Besonders die Aktschlüsse erheben sich zu auherordentticber, dramatischer Wirkung. Das Werk ist vom Spielleiter Sold sorgfältig vorbereitet; in den Hauptrollen sind beschäftigt die Herren Juhnke, Telcky, Bolck und Baum und die Domen Marcks und Bochfeld. — Am Ostermontag wird Fuldas reizendes und amüsantes Lustspiel „Die verlorene Tochter" gegeben, das bis jetzt in allen Vorstellungen eine überaus gute Aufnahme bei Publikum und Presse gefunden hat. Beide Vorstellungen beginnen um 7 Uhr. — Künstlerfest im Stabtthcater. Man schreibt uns: Am Samstag, 18. April, findet im Stadttheater ein Künstlerfest statt, das einen großen Beiz auf bas Publikum ausüben dürfte der originellen Idee wegen, die ihm zugunde liegt. Es betitelt sich: „Eine Nacht in Peking'. Herr Goll, der die künstlerische Leitung hat, wird als Oberrichter Go Go dafür sorgen, daß das Publikum sich vorzüglich unterhält. Der erste Teil des Festes besteht aus einer Vorstellung. Gegeben wird der ’S** Motorrad 'Boge, 2*1, P.SA gebraucht, vretswert zu verkaufen L-.IU vudtvigsplatz 3. Motorrad MW vorzüglich erhalten, vreisw. Schilling, Frank'. Sir. 23 7„P Nohtabake für die Zigarren- berstelluna billig zu verkaufen. Schriftl. Angebote unt 03153 an den GieK. An». morgen und an den beiben Oftcrtagcn bereits zu früher Bormittags stunde ausgenommen. (Siehe heutige Bekanntmachung.) Die Betriebsleituna erwarte^ daß von der Fahrgelegenheit rrichlich ____, gemacht wird, da andemfalls bei ungenügender Besetzung der Wagen künftighin in derartigen Fällen ein früherer Anfang des De- „Ardie"- Blotorrab 3-P. 8- Modell 1924, orima Bera'teiger. saft neu, bei leichten riabhingSbebinfl. äußern vrei-wertzu verkaufen. l»i- (?. Altboß-, Elektro- Pertrieb Gießen. Neuenweg 50. Wenig gebrauchte kleine Bentrifage rniü MnmsliBk abzugeben 03142 Norbanlagc 38 L Weg. Verheiratung meiner Mädchens suche per 1., evtl. 15. Mai ein tüchtiges u. erfahrenes UxsD mm b. kochen kann n. alle Hauöarb versteht. Frau Aug. Kilbinger, Seliersweg 79. ■ Hirsch ___I 22 Marktstraße 22 Schuh- Giessen Haus Rvldd Mäusburg 12 3737 D WelMiMml 5e!sen!e!ler Av heule großer - Bier« Abschlag solange Vorrat reicht großer Star Munch nerßackerdrä« dunkel 15 Pfennig Jos. Schwab. (Hut mödl. Zimmer mit 2 Betten u. v. Pension in ruhiger Lage per 1. Mai zu vermieten. Näh. Marktplatz 23. Möbl.Zimmer sofort oder später zu uermle en (03154 Guautüstr, 12ILr. | Mietgesuche | Thinge gebtlb. Tarne (berufötät.i sucht Mi!» mit oder ohne Pension in nntem Onuie. Schrlstl. rinaebote mit Preisana. unter 03129 a. d.Giest. «nz. Ein ant möbliertes Zimmer sucht in Kaufmann ver sofort. Schrifil Angel', unter n3l46 an den (Miefe. Anz. Stellengesuöhe| Zunaer [3734h Kaufmann mit allen Bureau- arbeiten verttaut, sucht Etelluna gleich welcher Art. Lothar Drawenz, Marbura- Crfereibaiifeu, i.Hanse5k.Diettnaun Für 14= jäbri gen Jungen wtrd Lehrstelle mit Kost und Wohnung bei ein.Schmie- de- oder Schlosser- mcift auf dem Lande gesucht. ES wird eötL eine Bergittung von uns gezadlt. r,'D ZireiSamt (fliehen tKrei-jugenda-iitt Für meine Tochter. 18 I, evgl., 2 Fabre tüchtig im HauShalt tätig gewesen, auch Schneiderkursus absolviert, suche ich Platz a!S s3746V Haustochter zum Mai ob. Juni in nur gutem Haufe, woMadch. geholt, w. Familienanschlust Bedingtina.Gesl.Off. erbiticlBeterinärrat vr. Bantea, Weilburg [ Verkäufe Wanderer 4llv 3-Gg.-Getr., mit ZllndlichtundBofch- horn etnnetroRen. Schill Ins. y AD Franks. L tr.23. lelirnftta achtbarer Fa- mtlie gesucht. s„,. pcpleihnnölURg 3ung Lelteroweg Ä- Znverlasnges Mdchen für kleinen HauShalt tagsüber nefnebt. Löberttr. 26 I. a. liebst. auS der Umgebung von (fliehen, f. tagsüber gef. («i« DiSmarckftr. 43 v. Tüchtiger Vertreter für ein ganzersikl.Bobner- wachs gegen höbe Provision gesucht. Derselbe mufe bei der Berbraucher- kundschaft bestens eingesührt sein. Off. (Gemische Fabrik Weiber & Waa§, Frankfurt a. M., «IlmSitr. ->0. mefjtne Berlreter a Mitnahme kleiner Schokoladenart. gef. P. Vock, Schokoladen- 11 Konfftüren- sabrik. Franllurt 8L, Gerbermüalnr. 34. Ein älterer Arbeiter als Vietzfiitterer gesucht- 3744D <>. (flottmnnii, Marburger Ätr. H5. Ein kräftiger ZwillinR*- Sitzllegewacen tu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote mit DreiSang. unter 03144 a. d. Giefe-An». ModernerTame« bnt und seidenes R eib (fnft neu) bin. zu verkaufen. Zu erfragen in der Ge- schältest, d. G. An». jVorsohfedanas n »240 kann sofort In die Lehre treten bei«77D 2 rtnniebemftr. Döll Birklar bei Lich- Lehrling mit guter Schul- bildung, ans achtbarer Familie, für kaitfmänn. Bureau gesucht. Schriftliche Angeb. unter 37451) an den (flieh. An^ •in t> , q •* 0«tt iotbtr, nCJ?Cn °de L .Dinr. ■öorb . «N» Mm »ettat ^labril in blt N Aotwnai Jjff )lLftonc" * wn vernichtv. fr , durch die arten Orten und ny E werden. Ar W 7 Leben gefommener '{’• dell bk Ärbestn b Litauer ohne Der. i besteht nvch immer 8 Pulvrrrnatzo- erMrn toitb. PaMoa. ilan: WiUvvch nach risten in der M Arabern übet« ?n durch Cteüttoürfe ndel wurden. Po. fer vertreiben. 2v dfour in Aoch Pin ad empfangen. Dei den Derbrüderungt' n und Juden statt ; nach Palästina Mit* 3500 Kpsc. htoalsngrsahr alfperren hat sich Merfraft“ bei der stschen Land deutlit Maskvph«, wie h iy, vemieär! touröc. Seile btn zahlrriä^ ein So hat u. a. lm Stunde etwa 5000? mornmen und diest vm ca. 3 30O0CC m diesem ÄugenM 1 mächtigen Ha-faden OTlM$le6«”«f Million Äubifmelc tie diese ODaflfW' zrtal cinsliehen ßnne.t unödersehbare M' gchpertalgebiet ctrtflt* ^Sachschaden W Todesanzeige. Am Dienstagabend verschied plötzlich und unerwartet an den Folgen eines Unglücksfalles nach schwerer Operation mein lieber, herzensguter Mann, meiner Kinder stets treusorgender Vater, unser lieber braver Sohn, Schwiegersohn, Bruder und Schwager Karl Jung Unterfeldwebel im Inf.-Regt 15, 4.M.-G.-K. im 30. Lebensjahre. In tiefem Schmerz: Frau Regina Jung geb. Schäfer und Kinder Familie Karl Schäfer Familie Ludwig Fehrmann, Butzbach Gießen, Hammstr. 16, Butzbach, den 9. April 1925. Die Beerdigung findet Samstag, den 11. April, vorm. 10V3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 03162 Heuchelheim, den 9. April 1925. 03137 Liebigstratze 46, Fernruf 275. 3728D Gut besetzte Musik. MtnWtr.-binrwezk. Velbert RnM. 03109 .L- SelWkeltcrlen prima naturreinen Die Beerdigung findet auf Wunsch des Verstorbenen in der Stille statt. Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. die zum „Einjährigen" vorbereitet werden möchten durch Abendkurse» wollen sich unverbindlich melden bei der Direktion des Gießener Pädagogiums, Gießen empfiehlt 02881 W. Unu Küferei 12 Neustadt 12. Statt jeder besonderen Anzeige. Am 7. Ifd. Mts. entschlief sanft nach kurzem Krankenlager mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater, Schwiegervater, Onkel und Schwager Banpllelirer L B. Friedrich üchoeider im fast vollendeten 82. Lebensjahr. Für die trauernden Hinterbliebenen: Marie Schneider geb. Christ. WWWS MWW Inhaber: G. Peil. Telephon 1423 Gießen. 1.MMWRUUWKW r.SWkiNU: MMWiM Am 7. April 1925 erlag der Unterfeldwebel Karl Jung 4. (M.-G.) Komp. 15 Inf.-Rgts. (Inhaber des E. K. II. KL, der H. T. M., des Verw.-Abz. i. Schwarz, des Verdienstkreuzes d. 12j. Dienstzeit), den bei einem Unglücksfall beim Werfen mit Handgranaten erlittenen schweren Wunden. In treuer Pflichterfüllung im Dienste für unser geliebtes Vaterland mußte er sein Leben lassen. Trauernd stehen wir an der Bahre eines lieben Kameraden, dessen plötzlicher Tod uns alle aufs schmerzlichste trifft. In unserer Erinnerung wird er weiterleben. Das Unteroffizier-Korps des Standortes Gießen. 3697D Eine Meukense Wee-SroßriWei sucht sür Oberhessen einen bei der in Frage kommenden Kundschaft eingeführten durchaus tüchtigen Vertreter siegen Provision, evll. auch Gehaltszu- schufi. Angebote mit Angabe von Referenzen unter B. J. 7090 an Anne Erv. Snvalidendank, Cassel erb. -nid AM WMMM gesucht gegen sofortige Vergütung. 8W8D Eduard Rieger Gartenbaubetrieb. s^QsaaaeHM^aHHHQa Zugkräftige Reklameneutzeit lLichtreklamel in Unterbezirken zu vor- geben. Mk. 1000-2500 je nach Gröhe erforderlich. Offerten unt. F. D. 71. 8584 anNudolsMoffe,Frankfurta.M. »rosss ZnrEinfübruna eines automatisch, patentiert. Schmieravvarates wird Bezirksvertreter sofort gesucht. Für geeignete Bewerber, die in derJndnfirie gu, eingefkihrt sind, lohnende Verdienstmönlichkeit. Off.unt.F.».».828anRudolsMoffe. Frankfurt a. M. 3Wlss Tüchtige Schreiner zum sofortigen Eintritt gesucht. m*eehln*n!abrlk ud Mflhlesbinaiietalt Hugo Greffenius Frankfurt a. M.. Mainze r Laudstr. 331. 3720c felbit. 3 Vereine ] Alten-Buseck, Dannenrod, den 9. April 1925. 03151 Die Beerdigung findet Freitagnachmittag 21/. Uhr statt. Pflicht. 3741c 03117 Sießjuor Radfahrer Kq SchulstraHe 7. D Saalbau Sauer 10. IV. ge- sc lossen. Saaibau Sauer öl 4. (M.-G.) Kompagnie, 15. Infanterie-Regiment. 3715D m.s.-v. Liedertafel. Karfreitag: Herrentour Vetzberg • Gleiberg- Gienen. Abmarsch 1 Uhr: Lahn brücke. 3693D Der Vorstand. tarier kesanMreinr.J. 1. StarfreitagStour noch Vld). Burkhard Melden, Ov- venrod, Endziel Grohen- Buseck. Abf 8.16 vorm. nach Lich. 2. 2. Ostcrseiertag Familienausflug nach Rödgen zu Mit'.liedBalher, Abmarsch 2 Uhr v. Pudwigsvlatz. Im Namen der Hinterbliebenen: Frau Anna Schaefer geb. Leonhard. Gießen, den 7. April 1925. riansa Handelsschule J. Kunzeimann Gießen, Bleichstr. 5 21. April und 4.Mai Beginn neuer Kurse. Todes-Anzeige. Am 7. April nachmittags starb unser Kamerad, der Unterfeldwebel Karl Jung Inhaber des E. K. II. KL, des H. K. E., der Hess. Tapfer- keits-Med., des Verw.-Abz. in Schwarz unerwartet in Ausübung seines Dienstes. Wir verlieren in dem Dahingeschiedenen einen äußerst pflichttreuen, zuverlässigen Kameraden, der sich im Weltkrieg durch seine Tapferkeit und Unerschrockenheit ausgezeichnet hat. Bei Vorgesetzten und Untergebenen war er durch seine vortrefflichen Eigenschaften gleich beliebt. Die Kompagnie wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beerdigung findet Samstag, 11. April, vorm. 101/, Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Verein Rudersport 1. Feiertag: Bootshaus geschloss. 2. Feiertag: Nackm. Familien zuiammeukunst da- Danksagung Für die zahlreichen Beweise inniger Teilnahme bei dem Heimgang unseres teuren Entschlafenen sagt herzlichen Dank. WMe Naafs Bäuschen Walltorstr. 34 empfiehlt zu den Feiertagen la frepfleffte Itiatnrwelne allererster Häuser. Vorzügliche Efiche wie folgt. Für Karlrgltaa: Miltagstisch Blnmonkohlsnppe Fisch mit Baller und Salat Zangenragoul und Nachtisch Jl 2 oaiss Gießener Vernicklungs- uud Emaillier-Anstalt SranksurterStraheA. Fernsprecher 311. Emaillieren und Vernickeln oon MWer«, WsWkMllkelit, Die trauernden Hinterbliebenen: Marie Wagner Wwe. Familie Ludwig Wagner II. Elise Klinkei Wwe. und Kind Familie Heinrich Wagner nebst allen Angehörigen. FRflRKFVRSGR M£SS€ i9.-5t.flPRIL 1945 5€CHRISCH€M€SSE vr» sBÄnne iMPßeien 1?.-22.MML1925 3000 Ml. gesucht zum Bauen auf ein Jahr. Schriftl. Angeb. unter 03132 an den Gieß. Anz. erb. M. I. Feiertag 11 Uhr: „Stadt Mainz" II. Feiertag 11 Uhr: S7O3D Casü Amend". US. MO. I. Feiertag: Vormittags: Cast Amend. Abends: Hindenburg. II. Feiertag: Vormittags: Saal au Sauer Abends: Klublokal Boller °3°*c Der Vorstand. Schriftsetzer gesucht. Brühl'sche Druckerei Zirka 1000 qm MeiM am Rodberg (Fried- hosswegl zu verv. Papierhdlg. Fung, Seltersmeg 33. 031« Mittwoch vormittag ll1/, Uhr verschied nach langem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Ludwig Wagner I im Alter von 75 Jahren. Verein 1885. Karfreitag: Fahrt nach Bieber. Bon dort Wanderung nach d. Dllns- berg. Abfahrt 9 Uhr „Hessischer Hof". 2. Osterfeiertag: Wanderfahrt zum Ziel vom „Grohen KometvreiS" Kirchhain Abfahrt 7 Uhr pünktlich „Hess. Hof". wc Der Fahrwart Kukirolen Sie schon?/ Das heißt: Betreiben Sie systematische Fußpflege? / Hierzu gehören • 1 Packung Kukirol-Fußbad. 1 Dose n I Kukirol-Streupuder und 1 Schachtel Kukirol - Hühner- augen-Pfläster. „„ , Mit diesen drei Präparaten, die zusammen nur 2 Mark \KV kosten, können Sie eine richtiggehende Kukirol-Fußpflege- Kur durchführen. v jez Ist ihnen die Gesundheit ihrer Füße diese Ausgabe nicht wert ? Sie erhalten alle drei zu einer Kur erforderlichen Kuklrol-Präparate in jeder Apotheke und wirklichen Fachdrogerie, bestimmt aber in den nachstehenden Drogerien: Adler-Drogerie, ( Seltersweg 39, Central-Drogerie E. Karn, Schulstraße, Kreuz-Drogerie, Bahnhofstr. 51, H. Noll,Neustadt28,DrogerieWinterhoff,Kreuzp1.9/10. Ruderklub „Bassia“ üeßefl 1906 e. V. SamStag, 11. ds. Mts., abds. 8 Llhr Mitgliederversammlung im Bootshaus. Das Erscheinen der ausübenden Ruderer ist für diele Versammlung besondere GesWmeln „Sellerlelt". Karfreitag: Ausflug nach GrotzewBuseck (Mitglied Waoner). Abm. 1 Uhr. Treffpunkt Ecke Moltke- str./Kaiserallee. M,SD Der Borftand. Gesangverein Concordia. Karfreitag: Ausflug nach Annerod (WallbotO. Treffpunkt vünktl. VeB U. Ecke Moltke- str./Kaiserallee. 031,7 Der Vorstand. Lieder kranz Karfreitag ßamiliengang Gleiberg. Abmarsch 2'/, Uhr Bahnbrücke. 3733c 1. Cftcrfcicrfdo- 11 U.: Friihschovven im Kainm Bereins- bauS, Nordanl. 8M,c Rads.verein Fortuna. Ziarfreitag: Vereinssabrt Bie» ber • Krosdorf-Wifi« mar. Treffpunkt 1'/, Uhr mittags Ver- einslokol(Po>tkeüerl. 03iS» Der Fahrwart o 2. Feiertag. Vormittags: Bootd» tour nach der Ba denburg. Abfahrt pünktlich 8'/, Ubr. Nachmittags 3 Uhr: Anrudcrn._____ $ertin ülmidtia. Karfreitagstour nach Älunerod. Ab« marsch 7 Uhr Lud- wigSplatz. 1. Feiertag: Frninchovvcu im Vereinslokal. 2. Feiertag: Frühschoppen bei Mitglied Stephan. Nachmittags 3 Uhr: Ausflug nach Heuchelheimer Mühle. Abm.3U.Lahnbrücke. Um rege Beteilt gung bittet 03150 der Vorstand. Bürger: gesellschast. Karfreitag. SerrelnoaolieriW Sletnberg, Leihge- stern, Grohen»Minden. Abmarsch 1 Uhr Ludwigsvlatz. y,,,D 'o D<* xP1 rot zu " ung auch t dick ^Predigt voir kfiaer Sülle tu Unb doch d ^möglich seW Wien dann tot Wen wollen. 5en, dah dtes aller Zeiten gev M-Hal s « Zolles geworb tag sommende chrn ihm die 2 bat er noch er sie an lein Cßi wolle, was 3 dürfen L seres Dolles k hMgl, ichm vl Desonders Ws Johannes geschrieben hat 3“1" rJSw.i " s-bL .„.4 jst in jed^ E» und Sn 8? t« Kte auch 'n ! ft Inhal Ausspl über l P Äi fürsorg hiermit 3ii Mbl die 3\ nuax längei 1 Betr Si oufgeh, G j Detr.: Kn die Uni IKmföt) gebener mulaig Fe ® Detr. Kn bei Die 'nacht, t "“ng n< oraudjei Kur geordnet Zu Bad- ?7 benc '°*gen t Z'en Qf wufem durch ßi .Die l-'cht a ft8 nu bt ,bt« Oh»' bie Mansa Dtf Sutui ^rzeich, Donnerstag, 9. April 1925 Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gveryessen) ür. 84 Swettes Slatt Besonders mag uns eins der tiefsten Worte, i das Johannes über das Aren- seines Meisters geschrieben hat, viel sagen. 3efu8 — urteilt er — sollte dazu sterben, daß er die zerstreuten Mittag- und Abendessen Fürstenberg-Bräu Gut gepflegte Weine Ium Karfreitag. Don LandeSbifchos D. 3 hmels, Dresden. 3n harter, entscheidungsvoller Zeit zieht mietet der stille Karfreitag herauf. Was hat er •Jrt6 in diesem Jahre zu sagen? Selbstverständlich, die Predigt des Äarfrei- ags ist in jedem 3ahr dieselbe: eine Predigt von Dericht und Gnade, eine Predigt von bem, der iär unS in Gottes Gericht ging, bah er uns wieder den Weg zu Gott bahne. Wie haben wir aetabe auch in diesem 3ahre soviel 2lnlah, diese Predigt ganz persönlich zu hören. 3e unruh- toller die Zeit ist, umso willkommener sei uns Zie heilige Stille unter dem stillen Kreuz. DaS Kreuz rede zu uns von unserer Sünde, aber es mache uns auch die Gewißheit groß, bah die Gnade viel mächtiger ist als alle Sünde und Dah dtefe Gnade Menschen — selig macht. 2In ter Predigt vom Kreuz genese unsere Seele zu seliger Stille in Gott. Unb doch darf eine rechte Karfreitagsfeier unmöglich selbstsüchtige Feier sein. Hat er, der am Kreuz starb, ganz sich selbst vergessen, wie dürsten dann mir unter seinem Kreuz nur an uns denken molken. Wie dürften mir vor allem vergessen, bah dieser Mann der größte Dolkssreund aller Zeiten gernesen ist. Doch aus dem Wege zum Kreuz hat er ein letztes Mal um die Seele seines Rolles gemorben. Schon muh er diesem Volk das kommende Gericht nachrneisen, und doch machen ihm die Tränen der frommen Frauen Mut, bah er noch einmal an sie sich wendet und durch -sie an sein Doll, ob eS nicht noch jetzt bedenken wolle, waS zu seinem Frieden diene. Wie ge- trvst dürfen mir diesem Manne alle Dole unseres Dolles bringen und alle Sorge, die uns betoegt, ihm befehlen. Vor und nach dem Theater kalte und warme Platten 972a Wunsch nach einer etwas fruberen Auszahlung der bicswochigen Dhne in zweckmässiger Weise berücksichtigt worden ist. 3m Anschluß hieran wird ein s o z i a l ö c - rnokratischcr Dringlichkeitsantrag beraten, nach dem den in der Fürsorge stehenden unb den ausgesteuerten Erwerbslosen zu Ostern eine Bei- Hilfe an Mehl und Bargeld gewährt mürben soll. Die Stadtverwaltung und der Finanzausschuß Ruder- ,, hort « L Vertag; d°°'sbausgrschi^ nehmen eine ablehnende Haltung ein. da, wie Beigeordneter Dr. Frey erklärt, die jetzige Hohe der Aeichsunlerstüyungsfätze so bemessen ist. daß sie nur knapp hinter dem tariflichen Lohnsatz cincS vollbeschäftigten, ungelernten staatlichen Arbeiters zurücksteht. Würden ntxf) Sondcrb ih.lsen bewilligt, so würde die Llnterstützung des Erwerbslosen höher ausfallen als der Lohn eines ungelernten staatlichen Arbeiters unb da» sei nicht angängig unb auch nicht erwünscht. Diese Erwägung habe zur 21 ilebnung gegenüber dem Antrag geführt, obwohl Einigkeit darüber bestehe. daß bei den heutigen Unterstützungssätzen das wirtschaftliche Durchkommen nur sehr schvxr möglich sei. Aach kurzer Aussprache tp.rb der sozialdemokratische Antrag gegen d e Stimmen der Sozialdemokraten und Kommunisten abgelehnt. Anlage einer Straßentreppe. An der Straße Sicher Straße Kaiseralle»., unterhalb der Gcorg-Philipp-Gail-Straße. soll zur Ueberminbung bes Höhenunterschiedes und zur Dermindcrung der Baukosten für die dort zu errichtenden Bauten eine Treppenanlage gc- chasfen werden, von der man Nch auch eint Berschönerung der Stadt verspricht Der Kredit in Höhe von 17 000 Mk. wird bewilligt. Der Waldsportplah des D. s.B. Die von dem Verein für Bewegungsspiele für Aotstandsarbeiten bei Herstellung des Waldportplatzes aufgcmcnbctcn unb noch aufzuwendenden Arbeilgeberprämicn werden von der Stadt übernommen. Für diesen Zweck wird ein Kredit bis zu 2000 Am. zur Verfügung gestellt. Dem Verein wird ferner zur Errichtung des Wald- sportplahes ein Darlehn in Höhe von 4000 Am., verzinslich zu 10 Prozent, rückzahlbar in zwei gleichen Aalen, fällig am 1. April 1926 unb 1. April 1927, gewährt. Der Zinssatz erhöht ober erniedrigt sich je nach dem von der Stadt für von ihr geliehene Gelder zu zahlenden Zinsfuß. Die Straße nach dem Philosophenwal b. Der Aufhebung der bestehenden unb der Festsetzung der neuen Baufluchtlinie der Straße nach dem Philosophenwald unter Herabsetzung der Vorgartenbreite von 8,50 auf 5 Meier wird zuge- ftimmt. Ein Mitglied der Fraktion der Deutschen Volkspartei regt bei dieser Gelegenheit an, das Wiesengelände nach dem Philosophenwald mit entsprechender Benutzung der Wieseck zu einem S t adtpark umzuwandeln, der auch den erholungsbedürftigen älteren Mitbürgern, die nicht weit geben können, eine gute Erquickungsstötte werden könnte. Wald. Wiese und Wasser lärmten träges. Freie Lernmittel an der Volks- und Fortbildungsschule. Einem 2lntrag der Schuldeputation entsprechend wird beschlossene Für die Gewährung freier Lernmittel an der Volks- und Fortbildungsschule für Kinder unbemittelter Geineindeeinwohner im Schuljahr 1925,26 wird die Eintommensgrenze bei einem Volks- ober fortbildungsschulpflichtigen Kind von 750 Mark auf jährlich 900 Arn. heraufgeseht. Für jedes weitere Kind unter 18 Jahren wird die Einkommensgrenze um 200 Am. erhöbr. Kinder mit eigenem Einkommen über 300 Am. jährlich bleiben bei der Kinderzahl unberücksichtigt. 3n einzelnem besonders ungültigen Fällen sind die Aeltoren nach eingehender Prü'ung der Q3er» hältnisse ermächtigt, über die festg.setzte Ein- kommensgrenze hinauszugehen. Es werden alle Lernmittel gewährt. Für die Beschaffung der Lernmittel wird im Voranschlag für 1925 ein Kredit in Höhe von 6000 Am. bereitgestellt. Volkshochschule. Der Volkshochschule wird für das Rech- nungsjahr 1924/25 außer dein bereits bewlllig- ten Zuschuß von 500 Am. ein weiterer Zuschuß von 700 Am. gewährt. 116er-Gefallenendenkmal. Zu den Kosten eines Denkmals für die gc falfencn 116er wird einstimmig ein städtischer Zuschuß von 2000 Am. bewilligt. AnschaffungenfürdenSchlachthof. Für die Beschaffung eines weiteren Eiserzeugers wird ein Kredit von 24 000 Mk. bereit- gestellt. Zur Aeubeschaffung einer Wage für lebendes Vieh werden 3000 Mk. bewilligt. Für die Einrichtung einer Schweinesalle — System Wittmann — werden 1500 Mk. aus- getoorfen. Städtisches Elektrizitätswerk. Der für die Strömerzeugungs-Anlagen im Haushalt 1924 vorgesehene Kredit war nicht ausreichend. Es toerben deshalb weitere 200 000 Am. bewilligt. Für die Verstärkung des Stromversorgungs- nehes wird ein Betrag von 85 000 Am. zur Verfügung gestellt. Die Kabellieserung wird dem Mindsstfordemden übertragen. Die Lieferung der zur Ergänzung der Akku- mulatorenbatterie erforderlichen Elemente im Betrage von 26 000 Am. wird der Firma Gottfried Hagen. Köln-Kalk, übertragen. Die Errichtung einer ülmspannungsstation in der Aähe der Hcyligenstaedtschen Fabrll und die Verwendung der erforderlichen Mittel in Höhe von 60 000 Am wird genehmigt unter der Voraussetzung, daß die Firma Poppe & Co. sich zur Stromabnahme verpflichtet. Für die Gleisanlage der Straßenbahn vor dem Stadttheater wird die Beschaffung einer neuen Ausweiche zum Preise von 2000 Am. cinschl. Fracht bemilliqL Die Lieferung wird dem Mindesifordernben, Firma »Phönix" Duisburg, übertragen. Bei der Beratung dieser Vorlage weist der Führer der Deutschen Volkspartei au die Straßenbahnwünsche der Bahnhofstraße hin. Er fragt die Verwaltung insbesondere, ob die in der Stadt kolportierten. Gerüchte wahr seien, daß die Bahnhofstraße künftig weniger Wagen haben solle als der Seltersweg. Beigeordneter Dr. Seid antwortet: Seitens der Stadtverwaltung ist beabsichtigt, den Betrieb in der Bahnhofstraße in der gleichen Weise wie früher wieder aufzunehmen. Die Stadtverwaltung hofft, daß diesem Standpunkt auch in den Ausschüssen zugestimmt wird. Löhne der städtischen Arbeiter. Für die Lohnerhöhung ab 22. Februar 1925 wird bis zum Schluffe des Rj. 1924 ein Kredit in Hohe von rund 3900 Am bewllligt. Ein kommunistischer R'dner bringt bei dieser Gelegenheit verschiedene Wünsche der auf dem Trieb beschäftigten Arbeiter zur Sprache, zu denen von dem Dezernenten. Beigeordneten Dr Frey. Stellung genommen wird. Aus feinen Erklärungen geht hervor, daß die Verwaltung nach Lage der Dinge nicht anders handeln konnte, als jetzt geschehen, ferner ist ersichtlich, daß der Universitäts-Restaurant Plockstraße 5 Inh.: F. C. Günther Fernsprecher 198 Saal und Räume für private und gesellschaftliche Veranstaltungen Stadtviertel zugleich in Angriff genommen werden konnten, ist verständlich, aber ebenso selbstredend ist auch, daß ein erledigter Erschließungs- abschnitt ohne ülnterbrechung die 3nan- griffnahme des andern nach sich ziehen muß, damit unsere Stadt endlich mal gründlich aus der Daulandnot herausgebracht wird. Hoffentlich wird die Arbeit der Stadtverwaltung auf diesem Gebiet durch rege 3nanspruchnahme von Bauplätzen seitens der Bürgerschaft kräftig und dauernd gefördert. 3n die heutige Beratung spielten auch die Frage eines neuen und großen Bebauungsplanes und die eines Wettbewerbs zur Erlangung solcher Entwürfe hinein. Der Oberbürgermeister stellte für die nächste Sitzung der Stadtverordneten eine diesbezügliche Mitteilung der Stadtverwaltung in Aussicht, der man mit dem besonders großen Intel esse entgegensehen muß. das allen in die künftigen Jahrzehnte städtischer Entwicklung hin- einreichenden Angelegenheiten ohne weiteres gebührt. Den Anwohnern der Bahnhofstraße wurde hinsichtlich ihrer Straßenbahnwünsche eine Osterfreude bereitet; sie dürfen, wenn der Wille der Stadtverwaltung durchdringt, gewiß sein, daß ihre Wünsche voll erfüllt werden. Wir möchten auch in diesem Zusammenhänge der Betriebsdeputation und dem Finanzausschuß noch einmal empfehlen, die berechtigten Forderungen der Mitbürger in der Bahnhofstraße zu erfüllen. Der Verschönerung unseres Städtebildes galten zwei wertvolle Anregungen, denen wir wünschen, daß sie zur Werktat werden mögen. Sitzungsbericht. Anwesend Oberbürgermeister Keller, die Beigeordneten Dr. Seid, Dr. Frey, Kommerzienrat K l i n g s P o r und 37 Stadtverordnete. Errichtung einer Studienanstalt. Der Berichterstatter weist auf die frühere Beratung der Frage des Ausbaues der Höheren Mädchenschule durch Errichtung einer Studienanstalt hin und empfiehlt namens des Finanzausschusses die Annahme des folgenden Antrages: „Man ist damit einverstanden, daß eine Klasse (Obersekunda) der städtischen Studienanstalt errichtet wird und stellt die erforderlichen Mittel zur Verfügung." Diesen Antrag hat der Finanzausschuß einstimmig angenommen. 3n der Aussprache betont der sozialdemokratische Sprecher die Bereitwilligkeit seiner Fraktion, dieser Vorlage zuzustimmen. ferner macht er Wünsche hinsichtlich des Ausbaues unseres Volksschulwesens geltend. Beigeordneter Dr. S e i b bemerkt zu diesen Wünschen, daß nach dieser Richtung schon ab Ostern 1925 mancherlei zur Tat werden soll. Cs ent- spinnt sich dann eine längere, regelrechte Schul- bebatte, in der Vertreter aller großen Parteien das Wort ergreifen; die Aussprache schweift völlig vom Deratungsgegenstand ab, sie dreht sich um das Volksschulwesen, das von den verschiedensten Gesichtspunkten aus beleuchtet wird. Schließlich wird der Antrag des Finanzausschusses in der oben mitgeteilten Fassung einstimmig angenommen. Der Ausbau von neuen Straßen. Ein Antrag der Daudeputation und des Finanzausschusses empfiehlt folgende Beschlußfassung: Der Ausbau der Straßenzuge: a) Wartweg zwischen der Friedrichstraße und dem b)ter^letz'ten Querstraße zwischen Liebig- und Wilhelmstraße parallel zum Aulweg, c) Aulweg zwischen Liebig- und Wilhelmstraße, cl) Parallelstraße zur Geota-PhllipP-Gail-Strahe zwischen Kaiserallee und Licher Straße; efGaffkystrnße zwischen der Lupushellstatte und der Frankfurter Straße und f) die Kanalarbeiten in vorgenannten Stra^n- strecken und in der Licher Straße zwischen „Am Kugelberg' und der Zufuhrsrraße zur Kaserne wird genehmigt und ein Kredit in Höhe von 140 000 Am. bewilligt." Der Berichterstatter hebt hervor, in unserer Stadt trete dauernd ein Mangel an Baugelände das Gericht des Sterbens hineiiizieht. er selbst jedenfalls durch Sterben hindurch zu neuem Geben führen möchte. Unser Doll hat in der Geschichte immer wieder davon etwas erfahren. Wagen wir zu glauben, zu beten und äu arbeiten, daß es auch heute noch für unser Volk zu einem neuen Ostern komme. Sitzung der 5>adrverordneten. Gießen, 8. 2lpril 1925. Mehrere Beschlüsse und einige Anregungen von weittragender Bedeutung waren das besondere Kennzeichen der heutigen Sitzung des Stadt- Parlaments. Zuerst sprach sich das Haus nach einer Erörterung, die weit abseits von dem Gegenstand der Beratung führte, einstimmig für die Errichtung einer Studienanstalt an der Höheren Mädchensch ule aus. Dieser Beschluß ist sehr zu begrüßen, wenn man dabei allerdings auch sagen muß, daß er in der jetzigen Art der Aegelung schon vor ein paar Monaten hätte gefaßt werden können. Die Stadt stellt zunächst die erforderlichen Geldmittel zur Verfügung. Diese Lösung wird man aber wohl kaum als das letzte Wort in der Frage der Kostendeckung anzusehen haben, man wird vielmehr annehmen und auch entschieden fordern müssen, daß der Staat nach einer gewissen Zeitspanne sich ebenfalls an den Kosten beteiligt oder irgendeine andere Lösung gefunden wird, die unsere Stadt zum mindesten mit Darmstadt und QKairu gleichstellt, die diese Kosten bekanntlich auch nicht allein tragen. Die schon längst fällige großzügige Erschließung v o n Baugelände dürste mit dem heutigen Auftakt wohl in Fluß gekommen fein. Daß bei diesem ersten Schritt nicht alle auf. ihn dem entgegenzuwirken, fei es notwendig geworden, Baugelände zu erschließen. 3m Ausschuß habe die Frage des StraßenausbaueS im Aordostviertel eine Rolle gespielt. Dec Ausschuß sei sich darin einig gewesen, daß in absehbarer Zeit daran gegangen werden müsse, auch für diesen Stadtteil etwas zu tun. Zunächst gelte eS aber, der heutigen Vorlage zuzustimmen. Von dem Sprech.r der Deutschen Volkspartei wird dem nordöstlichen Gladttcll gleichfalls die Erschließung von Baugelände in Aussicht gestellt. Der Redner bittet den Dauausschuß, dafür zu sorgen, daß die Bebauungsfrage so rasch wie möglich gelöst wird. Ferner fragt er die Stadt- Verwaltung, ob sie sich mit dein Antrag betr. die Ausschreibung eines großen Wettbewerbs zur Erlangung eines neuen Bebauungsplanes in großem Maßstab beschäftigt und welche Stillung sie dazu eingenommen habe. Die Ausarbeitung eines solchen Planes sollte nicht einem einzigen Mitglied der Verwaltung aufgegeben werden, weil diese Kraft dann überlastet würde. Unter allen ilmftänöcn sollte ein großer Wettbewerb als begrüßenswerte Lösung im Auge behalten werden. Oberbürgermeister Keller antwortet, auf die Frage eines Be- bauungswettbe^e.bs werde die Stadtverwaltung in der nächsten Stadtverocdnetensihung zurück- kommen, da sie hierzu mancherlei zu lagen habe. Ein kommunistischer Redner regt an, die Herrichtung des Wiesecktals zur städtebaulichen Verschönerung (Schaffung eines Parkteichs, Ausbau der Wiesenstraße bis zum Philosophenwald in Gestalt einer schönen Allee) ins Auge zll fassen. Die hierauf folgende Abstimmung ergibt die einstimmige Annahme des obenstehenden An- Kinder Gottes zusammenbringe. Dabei geht der Blick weit über das eigene Voll hinaus, und i>rs soll uns hernach noch bedeutsam werden. Zu- | erst aber erinnere uns das Wort auch im Blick I auf das eigene Doll daran, daß das Kreuz die | Stätte ist, da man zusammenkommt. Wir wissen, daß die entsetzliche Zerrissenheit unseres Volks- Gebens der schwerste Schaden ist. der ein neues Aufkommen hindern will. Es ist geradezu die ; Zukunftsfrage für unser Doll: Wie kommen wir wieder zusammen? 2lls Christen können wir nur urteilen: Unter dem Kreuz kommt man zusammen. Unter dem Kreuz verlernen wir, andere zu I richten und ihnen die Schuld zuzuschieben: wir ‘inb es selbst, die das Kreuz richtet. Umgekehrt: wo wir aus dem Setbstgericht unter dem Kreuz den Weg zu dem Gvttfinden, der hier offenbar wird, da wissen wir auch, bah in dem Hause dieses Gottes für alle Raum ist, die durch Christentum zu ihm kommen wollen. Da verschwindeii alle sozialen Unterschiede und politischen Gegensätze; an der Tür des Vaterhauses fragt man nicht nach einem Parteiprogramnr. Rur der heilige Wetteifer blerbt übrig, unserem Volk, so gut wir eS verstehen und vermögen, zu dienen. Man braucht ja nur ernsthaft die Möglichkeit ins Auge zu faffen, bah unser Voll sich wirllich unter bem Kreuz begegnete: wir empfinden ganz unmittelbar, bah uns bann geholfen wäre. Das Wort des Evangelisten greift viel toei- I ter. Er sieht im Kreuz die Stätte, da man i aus allen Völkern und von allen Enden der Erde :v zusammenlommt. Gerade heute erleben wir mit besonderer Kraft etwas von der Erfüllung dieses i Wortes. Es gehört zu den Ruhmestiteln des ä Christentums, bah mitten in einer Zeit schmerz- ' lichster Zerrissenheit der Döllerwelt die 3ünger ■ Jesu den Mut getoinnen, auf mancherlei Weise unter dem Kreuz zusammenzukommen und vom Kreuz aus Verständigung zu suchen. Man mag im einzelnen über diese Versuche urteilen, wie man will, die Tatsache selbst entspricht dem Willen des Herrn. Gewih haben wir alle Ursache, über den Erfolg dieser Bemühungen sehr, sehr nüchtern zu benfen, aber das eine ist sicher, daß man jedenfalls nur auf diese Weise zu einer inneren Annäherung kommt. International unb übernational — das sind Worte, die für nüchterne Beurteiler der Gegenwart stark an Kurswert eingebüht haben. Jedenfalls scheinen sie nur Aufgaben zu bedeuten, unb die Frage bleibt, wie diese Aufgaben gelöst werben sollen. Soweit die Menschen sich wirklich unter dem Kreuz 3efu zusammenfinden, bahnt sich eine Gemeinschaft an, die auch vor ben nationalen Schranken feinen Halt macht. Richt als dürften oder wollten wir jemals aufhören, unser Doll mit der Glut eines deutschen Herzens zu lieben und ihm mit der ganzen Kraft unseres Wesens zu dienen. Aber wenn zuletzt doch auch ein Volk nichts ist ohne das andere unb auch die Sehnsucht nach einer Menschhells- zemeinde zum unaufgebbaren Erbteil des Menschen gehört, bann weist das Kreuz den Weg. tote jene Sehnsucht allein gestillt werden kann. Roch einmal: die Zeit ist viel zu ernst, als daß toir Utopien nachjageu dürften, ilnb vollends wir Deutschen müssen aufhören zu träümcn. Aber hier handelt es sich um mehr als einen Traum. Das Kreuz bildet tatsächlich schon einen Einheits- Punkt und es ist uns zugleich Bürgschaft, daß eine Menfchheitsgemeinde das göttliche Ziel der Entwickluna ist. Wer freilich dies Ziel mit 'Mitteln menschlicher Politik meint erreichen zu können, der irrt sehr. Das muß auch am Karfreitag scharf ausgesprochen sein. Um so fröhlicher dürfen wir dann bem vertrauen, was das Kreuz selbst vermag. Und noch eins sage es zum Trosts Auf Karfreitag folgt Ostern. Seitdem gilt es für das ganze Reich Jesu, daß es durch Sterben zum Leben geht. Auf die Geschichte der Völker wie der Einzelnen darf man davon wieder gewiß nicht ohne weiteres eine Anwendung machen. Aber wahr ist doch, bah Gott gerade bann, toenn er ein Volk ober auch einen Menschen in hier in guter Weise dem schönen Zweck dienstbar gemacht werden. Es geschehe so vieles, was die Rot der Zeit gebiete, es müsse aber auch auf- gebaut werden in der Verschönerung der Stadt. Aus der anschließender kurzen Aussprache geht hervor, daß ein ähnliches Projekt bereits im Jahre 1912 ausgearbeitet wurde, über das der Oberbürgermeister in einer nichtöffentlichen Sitzung des Hauses mal näheren Aufschluß geben will. Herstellung von Schlackensteinen. Die Wiederaufnahme der Steinfabrikation zur Anfertigung von Schlackensteinen wird genehmigt; ein Beschaffungskrelüt von 7000 Rm. und ein Be- triebskrcdit von 10 000 Rm. werden bewllligt. Schiffenberger Weg. Für die Durchführung der ÄanallettungeiT durch den Bahndamm im Zuge des Schiffenberger Weges wird dem Kredll von 17 000 Rm. zugestimmt. Kleinere Vorlagen Einer Reuregelung der Fürsorge-Ordnung für die städtischen Arbeiter unb deren Hinterbliebenen stimmt bas Haus einstimmig zu. Für die Durchführung der Reichspräsidenten- wähl am 29. März unb 26. April wird ein vorläufiger Kredll von 2400 Mk. bewilligt. Die Rechnungsabschlüsse des städt. Brenn« stoffamtes und des städtischen Lebensmittelamtes für 1923, sowie die Rechnung der Plock- fchen Stiftung für 1923, in denen die unheimlichen Zahlengebllde der Inflationszeit Wiedel auftauchen, werden schnell genehmigt. Eine Reihe von Baugesuchen wird antrags» gemäß erledigt. Mll einer neuen Gebührenordnung für btc Dienstmänner erklärt man sich einverstanden. Der Anschluß von zwei Weckern der Sanitätskolonne an die Ringleitung der Feuerwehr' wird genehmigt, der Kredit von 450 Mk. wird bewllligt. ______ RundfuiMProgramm des Frankfurter Senders. (Aus der _Radio-Amfchau" ) Freitag, 10. April: 8.30 Uhr Morgenfeier, veranstaltet vom ®art= burgoerein mit Ansprache von Pfarrer Sielmann vor der Lukasgemeinde. 11—1 Uhr: Passionsfeier Stabat-Mater für achtstimmigen Chor a capella von Pierluigi da Palestrina: Historia des Leidens und Sterbens unseres Herrn und Heilands Jesu Christi, für Chor — Soli — Orgel von Heinrich Schütz. 5 Uhr: Uefrertraaung aus dem Frankfurter Opern; haus: „Parsifal .______________________ . Schlank fein heißt jung fein! ileberrnäftige Körperfülle macht alt und seht das Wohlbefinden herab. Wir taten Ihnen, in der Apotheke 60 ober 30 Gramm echte Toluba-Ketne zu kaufen, die unschädliche Stoffe von fettzehrender Wirkung enthalten. Sicher: Universitäts-Apotheke „3um goldenen Engel". 2992^ 2. 2 C*) STrnn'hirf t. M Datum: 3°/ Bauknoten, Ueoerall 4% *°U V SV,'/» Tabletten für Songer, «ebner, Raucher 5*/- DrnUchr NetchSantrihr <”/o Dcu'schr Jictchsanlcihe 3‘/,°a, Deutsche Neich.gnleihe ~ 'che Reichs inleide . -parpramienanleth, rikche Konsuls . . . i........... len 3% Hessen........... Deutsche Wcrkb. Dollar-Änl. dto- Doll. Schatz-Anweting.') <»/o .Hontürfcn......... y*lo Goldmerikaner .... verlincr Handelsgesellschaft. Commerz- und Privatbank Darmii. und Waitonalbanf . Deutsche Bank......... Deutsche LercinZbaut . . . . Tiscouto Commandit . .. . Metalldauk........... Mitteldeutsche Kreditbank. . Cefic reichliche Creditaustalt Weltbank .......... Lochumer Guß ...... Buder.<3 ....... . . . Caro Tcuttch Vurcmburfl Gelsenkirchener Bergwerke. . 6'irpc. er Bcrab:u...... fialiwcrkc Alcherslcben. . . . Auilüncrt Westeregeln ycrt Heidelberg .. . Philipp Holzmann...... Anglo-Cont Guano . , ... Badische Anilin ' «bemische Mayer Älaptn .. «Loldichinkdt Gries einur Elccirou . ‘ Höchster Farblvrrke ..... Ho/;v<'rloblunS ........ »lüfufrfciuirft......... Cchcldeanstalt W CiektriLttätS-Geseüschaft Btrpmaiin ....... Mamkrastwrrke........ Schuckert . Siemens & HalSke ..... Adlerwerke filetier ..... Daimler Motoren. ..... Hemigenstacdt " cquiii.......... . Motorenwerke Mannheim . tz-rarilfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . Nietallgeicll chaft Frankfurt • Bei Union L -G. .... Schvh'abrik Herz Sichel. . . Zellstoi- Waldhof ..... Zuckersabril Frankenthal .. Zuckerfabrik Waghäusel - . . über Oer 2beuysmarkerofwungsbilanz um 8 UKtiu Am. Stammgktien und 250 000 Rm. Vorzugsaktien erhöht worden und beträgt jetzt 40 Mill. Am. Stammaktien und 1,25 Mill. Am. Vorzugsaktien. 0 Olea-Werke A. G. für Mineral- ölindustrie, Halle a. d. S. Die Verwaltung beruft auf den 24. April eine außerordentliche Hauptversammlung, die über heu bekannten Verschmelzungsvertrag der Aktiengesellschaft der Petroleumindustrie zu Berlin Beschluß zu fassen haben wird. Zur Durchführung des Vertrages soll das Grundkapital der Gesellschaft um nominell 2 666 600 Am. durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien erhöht werden. Außer dieser wird eine weitere Erhöhung des Grundkapitals um bis nominell 7 133 400 Am. neue Stammaktien unter Ausschluß des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre vorgeschlagen. Die Firma der Gesellschaft wird in „Hugo-Stinncs-Riebeck-Oel-A-G" geändert: der Sitz der Gesellschaft Ipirb von Halle a. d. S. nach Berlin verlegt werden. Als letzter Punkt steht auf der Tagesordnung die Zustimmung zu der Aufhebung des Pachtvertrags mit der Hugo- Stinnes-Riebeck-Montan- und Oelwerke A.-G. zu Halle a. d. S. Börsenkurse. Aus oer Provinz. Landkreis Gießen. X. W i e s e rf, 7. April. Eine Lichtbilder- Passionsandacht in der Kirche am Abend des Palmsonntags war für eine zahlreich versammelte Gemeinde eine erhebende Weihestunde. Zu 33 meist bunten Lichtbildern von Werken der christlichen Kunst mit Darstellungen des Lebens und Leidens Jesu und Ausnahmen aus dem Heiligen Lande verlas Pfarrassistent Hertel- Gießen entsprechende SchriftsteUen und gab Erklärungen. Ab und zu gab Orgelspiel und Gemeindegesang den Bildern das Geleite: als Höhepunkte wurden empfunden Leonardo da Vincis „Abendmahl", wozu Organist Müller leise das Abendmahllied der Gemeinde „Schmücke dich, o liebe Seele" spielte und Dürers Ehristushaupt, das die Gemeinde mit Paul Gerhardts „O Haupt voll Blut und Wunden" grüßte. Die Gesangsabteilung des Wartburgvereins trug mit 5 Chören zur Verschönerung des Abends bei. Das Vaterunser sprach die Gemeinde laut mit dem in einem Gruß- und Schlußwort auf die Bedeutung solcher gottesdienstlicher Formen hinweisenden Ortsgeistlichen gemeinsam, und zum Spruch des Segens breitete ein segnender Christus im Bilde die Hände.- Der '.Reinertrag des aus freiwilligen Spenden bestrittenen Abends kam unserer in ihrem Wert immer mehr erkannten kirchlichen Jugendarbeit zugute. t Grunberg, ?. April. In der gestrigen Gemeinderatssihung wurde die Verteilung der Grabstücke durch den Geländeausausschuß, sowie der Ankauf des Ackers auf der Warte von Frau Christine I ö ck e l genehmigt. Das vor 14 Tagen zurückgestcllte Gesuch des Schützenvereins um Abgabe von 15 Festmeter Holz zur Erbauung einer Schüt- z e n h a l k e verursachte eine längere Aussprache. Der in Betracht kommende Platz am Walde wurde nach mehrmaliger Abstimmung mit sieben gegen drei Stimmen dem Verein für eine jährliche Anerkennungsgebuhr von 2 Mk. auf Widerruf überlassen. Von den 15 Festmcter Holz sollen 5 Festmeter unentgeltlich und 10 Festmeter üum Tarifpreis abgegeben werden. Ein Gesuch der Herren Jäger und B o ck, Russen- st e i n e auf der Lehmkaute zu brennen, wurde der Geländekommission uberwie'en. Dem Maurermeister D o ck wurde in der Gartenstrahe unter folgenden Bedingungen ein Bauplatz zugesprochen: Von d»m Gelände kostet das Meter 1,20 Mk., wenn das gebaute Haus einem Grünberger. der am 6. April in Grünberg wohnt, oder einem Beamten, der von auswärts von seiner Verwaltung nach Grünberg verseht ist, verkauft oder vermietet wird. Sollte das Haus später, nach drei Jahren, durch Bock einem Auswärtigen verkauft oder vermietet werden, so ist eine Zusatzsumme von 700 Mk. an die Stadt zu zahlen: ferner wird verlangt, daß das Haus bis Ende d. I. im Rohbau fertig sein muß, andernfalls ist eine Konventionalstrafe von 200 Mk. zu zahlen. Das Gesuch des Lehrers L a u b e r , Steine im städtischen Steinbruch zu brechen, wurde genehmigt, dagegen -wurde das Gesuch des Hch. Robert, in dem seiner Druckerei anzugliedernden Verlag das Grünberger Wappen fuhren zu dürfen, und das Gesuch des Karl Rühl um Heberlaffung von Gelände zwecks Einfahrt in seinen Hof zuruckgestellt. Den Holz haue r n wurde auf ihren Antrag hin je 2 Meter Brennholz zum Tarifpreis zu- gefprochen. An die Erledigung einiger kleinerer Angelegenheiten schloß sich eine längere Aus- ^sprache über die am 13. Oktober 1924 dem Bürgermeister Ranft zuerkannten, monatlich zu Zahlenden 50 Mk. bis zum 31. Dezember 1925. ^Man verlangte zu wissen, wann vom Kreisamt Mae diesbezügliche Antwort eingegangen ist, und warum der Stadtrat keine Kenntnis davon erhalten habe. In der nächsten Sitzung soll darüber weiterverhandelt werden. — Gestern nachmittag fand eine Hebung der Freiwilligen Feuerwehr statt. Als Brandobjekt war die Fabrik der Firma Hch. Schmidt l. unter der Annahme ausgewählt worden, daß infolge einer Kesselexplosion die Fabrik in Flammen stehe und das Wohn- und Lagerhaus zu retten sei. Die Hebung verlies in oUen Teilen durchaus zu- friedenstelleird. 2m Anschluß dargn überreichte der Hauptmann den Feuerwehrleuten Anton K re über und Karl I öckel VI. für 40jäh- rige Dienstzeit mit einer Ansprache das Neuerwehrabzeicken. Die Feuerwehrkapelle trug zur Verschönerung dieses feierlichen Aktes bei. Kreis Friedberg. Dad - Nauheim, 8. XmL Die heutige Stadtverordnetensitzung verhandelte nur wenige Punkte, die zumeist nicht vol allgemeinem Interesse waren. Die Waldwirtschaft, besonders für Kurgäste ein beliebter Ausflugsort, wurde an den seitherigen Pächter Wilhelm Friedrich zum Preise von 1800 Mk. vermietet. Die Stadtverordnetenversammlung legt jedoch Wert daraus, daß die Htadt die Preise ab und zu kontrolliert, wie es jm alten Pachtvertrag vereinbart ist. Bnter Besprechungen bemängelte Stadtv. Rosenthal die zu hohen Eis preise ds staatüchea Eiswerk s. während Stadtv. Röhler den Ladenpreis für Schweinefleisch ll.20 Mt.) zu hoch findet im Verhältnis zum Lebendgewichtspreis (55 Pf.). 3n der nichtössentlichen Sitzung wurden einige Wohnungen vermietet, ferner wurde der An- laufeinesgrößerenKomplexesBau- g e la n d e in der Rahe des Hotels Metropvl beschlossen. Kreis Büdingen. , „ "Büdingen. 8. April. Wie verlautet, soll die Fertig st ellung des neuen ? , e a 5 9 c b ä u b c d so gefördert werden, daß die Amtsräume noch im Herb7t bezogen werden können. Die Privatwohnung des Kreis- dtrektors soll noch zu einem früheren Zeitpunkt sertiggestelll fern. Man hofft, daß der Staat die erforderlichen Mittel zur Verfügung stellt — Am Sonntagnachmittag sahen Spaziergänger eine 40 Quadratmeter große Bodenfläche, die mit dichtem Gestrüpp und Gras bewachsen war und Devisenmarkt Berlin—Frankfurt 146 75 HO 109 50 9.75 *1 9,50 137 137 1 137 135 1J> 135 135 0,::6 0 28 —-e —. 117 117 25 17,13 117 114.5 114,- 9 . '5 99.75 1U1 M 8 3 8 3 8 50 8 5D 0,11 0 11 0,3 — — — 80 50 79 5 85 85 6 8' 15.70 9,6 10/5 9 3 10 73.i 12,75 5 62 73 5 81 7 «0,62 81,10 *-0 70 13:1.4 — 1'6,13 134,8 1.' 12 17 17 3) 17 22 13 21,9 2!, 4 .’ 13 77 76 75.z 75 25 9 80 9,8 0 6) 9 5 i0 59 62 9 75 59 40 2 51 51,6 0,8 104,25 101 105 164,5 3. -0 35 —• —• H SO 5 «1,40 C1 10 83 82,75 13 50 83,25 - —e _ 90,25 _ _ 83 76 88,20 87 13 87,4 — — 112 63 140 140,30 110,27 149,13 149 — — - - 133,6| 109 09 50 109,25 2.7,62 | 28,25 aß, 62 6 60 1.11 25 1 in* 14'4 133/5 '.8> 7.8> 15,5 15 15 70 5,13 1JG *«. 137,25 I 25 11 13 I/O 11 13 91,75 — 93,?5 93,13 87 5 9t 63,9 63 63, 5 62 25 — 72 50 72,9 71,75 3 55 •3 50 3.50 3,50 5 6 5 55 5,59 5,50 3,05 3,07 - 7 7i 7 1 7,75 | — — 110 1 110 0 69 I 0,675 1 1 2 1 1.19 1,12 1,12 128 25 128 2,2 * .2.1 3 5 2,13 3 5 3 !» 2 45 3,62 2 525 2,45 13,8 3,15 13 75 1 13 —— 13 4 ti) 4 4 — , 3 4). 3, 9 3,-1 3,4 7. April S. April Amtiichr OfID Ilotierunz S'i-le/ Rnitlich: chela liotier t,, " l Stolt. 117 74 P-8. 6 167.59 168,61 Bueu >?lirrS 1.9 8 1.573 1,593 1.597 Brss. Antw. 21 16 21 22 ?1 16 21 ?» Christillnta. 67 12 17 :8 67 00 67 16 fiopeuhagkn 77 27 77 17 77 20 77 40 Stockholm - 113,03 113/1 113,03 118,31. Hellingfors- 10,512 10,602 10,564 10.604 ytolten . . 17.17 17 21 17 2 t 17 27 London. . . Neuhork . . Paris - - . Schwerz . . 20 08 4,195 &B 20,073 4,195 20 U3 4,20.5 11 55 60.985 21.645 11 0 2i rro M 21 Spanten. 69 58 69,72 69 63 59 77 Japan - . . wfo de Fan Wien in D-- 1,711 1,752 1,738 1,742 6,449 9,451 6.419 6,451 Oest. abgest 59,06 69 20 09,075 69,215 Prag .... 12,435 12.477 6,81 6,83 12,435 12,175 Belzrad .. Budapest. . Bulgarien. Lissabon . 6 79 6,81 5,06 19,971 -ß 19,975 Ä 20 025 Danzig. . . fionftantin. Athen. . . 79 75 2,173 79 95 ü,185 79,65 2 18 79 85 2 1!) 6,84 6 86 7,04 7,06 Berlin, 8. April. «ekd IHrttl Amerikanische Note» ..... 4,178 4,198 Belaische Noten. ....... 21.10 ?! 20 Dan Ische Note» ........ 77 06 77 41 Eupiilche Noten........ französische Noten ...... 20 04. 20.145 ■ 1 72 11 82 Holländische Note» ...... 1(7 25 168 11 Italienische Noten ...... Norwegische Noten...... Deutsch^)esterr. u 100 firom« 17 2 ". 17,33 16 92 19.eo 67 26 69,30 NumanlscheNoieuV7VVV7 Schwedische Noten...... 112 77 113,37 Schweizer Note»....... 89,95 8t, 3# Svanisthe Noten..... . Tschechoslowakische Woltn . . ti 40 12 46 Ungarische Noten . . # 5.785 5.805 .kuppen. Tonten, Breien, zu kalten und warmen Süsspeisen, zu Ruthen, Torten und Kleingebäck, zu Gemüsen und Fleischgerichten brauchen Sie Mondamin, das unübertreffliche, nahrhafte Küchenhilfsmittel. Wenn Sie es in semen verschiedenen Aqwendungsnwglkhkeiten geprüft haben, dann werden Sie begeistert sagen: Es gibt nur ein MONDAMIN s** MM beieii Iinit>d) meii S Betest W ben yi bringen, her L tat er nur, ?;ügel dagegen irotzie dem IQ1 vcüMN,Qn c Der junge Ich tat i lebens", lagt« ’ „Für mid ;1e< ttllätlt (tannen. M b-« | meinte der Sui finbunfl her « fionwwniflen l)i >b doch still, ohne eine_ ««er wg Bon ghre fteur Doch tib kurzer Jen Mßnat i'E.ga lehnt [mmerl Zu Osl 3Ä6D Hantiaräe Frl, Li Mueideu de ctickereieu iedp Aende Beginn des Steinv Vertret l Nachdruck verboten.) 14. Fortsetzung. jungen Ingenieur. zur WWWW WWW ‘Illein Mäusburg 10, 3722a l Ste® Seltersweg 52 ’a Neuenweg 40 03148 Kostüme Lindenplatz 1 in ßüdnnlage 7 Südanlfige 7 Verlobte Weserstratze 27 Rodheimer Strotze 30 Gietzen, Ostern 1925 ö 4LL 2? Stolberg (Harz), den 4. April 1925. Steinway-Flügel und Pianos Druckschrift GT kostenlos Möbel aller Art ■üü Vertreter: Au gust Förster, Gießen Bahnhofstraße 65 B Carl Schunck Roli Herrmann Willy Schneider r de 9 oorln* Nüsse den r r i r Die Geburt ihrer Tochter 3ngtib zeigen in herzlicher Freude an Emmerlcher Waren-Expedttion Zu Ostern Luise Balser Gustav Hang Verlobte Fernruf 1367 44c .Ich halle beides nicht für ganz ungefährlich , lächle Linda. ..Und gerade darum reizt mich beides. Dürfen wir also auf Ihre pekuniäre Unter- geringe« '®a(t i ge eaugtälber 50 bu unb Masihämmü 4» !l ich W 4(M fischige von 80—19 60 Sa. 50-56. ooffll vollsl. von 120—1? Dr. R. Sundheim und Frau Elisabeth geb Bausch Gießen, Ostern 1925 Ärofborfer Straße 24 „Anderthalb Millionen Dollar." ..Davon stellte ich bereu» eine Halde Million Verfügung!" rief Linda. „Die anderthalb Millionen Dollar gebe ich Feuer am Nordpol Technisch-politischer Roman aus der Gegenwart. Don Karl-August von Lassert. UnlerrichtinallenweiblichenHandarbeiten ZuschnL'idcu der Wüsche — Hand- und Maschinennäben, Stickereien jeder Art — Filet — Klöppeln — Occhi usw. Acnderung von Wäsche uud Kleidern. «^D Beginn des Unterrichts Donnerstag, den 16. April. Öster^ngebot in Taschentüchern 3 Stück Bildertaschentücher für Kinder................ 70, 50, 35 Pf. 3 Stück weiße Taschentücher für Damen und Herren.......... 80, 60 Pf. 3 Stück weiße Taschentücher mit buntem Rand, 1.45, 1.20, 1.00 Mk, 90 Pf. Gemeinnützige Möbelversorgung für das Rhein-, Main- u. Lahngebiet —■■ 1 —i 6. m. b. H. . . — Gießen a. L. ✓ Lindenplatzl FW*1"*» W 2 "'M H s,lt> t;( 'IMfkn $orjtellunn0 tonnen. Eiiu 19 mar bie Lose br. '« W Zeit och noi . Aussehen hat uni >'5 6 Pkvz. und Mo 'Ml wird, so furrfdK Verhältnisse am ®eR lßMn krisle Slorheii Omarkt wird sein, vt 'Lunten ausgelititiur etroge prolongiert. & 9 ober zur Zeit burd »Mass lehr stock ir die Aussichten für ein, ''le zummdch Misrl «nnurtt trat lehn ien ist die leichte?t ndrs. chtdiehmM 8. April. Web: l, 5 Süllen, 36 W ftützung rechnend" „Stönntcn 6ie nicht den ersten Teil des Um ternehmcns den Männern überlassen und unter dessen den Erfolg bei mir in Mirgifla abwarten " „3d) werde nur zu Ihnen kommen um von bon aus mi! Herrn Landers und wrm Nagel den 5ic 3h re Eränlraldas Haus rlänncl derModen iroiniwinniwiniwnw^^ WMMMWMMW 7rang Gute Raffe u. Lcabühner, Act- Handkoffer leab. etälfc, Sucbtßcraie liefert Ia naiiuivuiici lSeflügelboi in Atergen'beim . — ^formen ünd m feschen ---- llebchtand. ireidebötse. z. April. iLraHtberiÄ ltbcn notiert. ,*M» aüflcii, inländischer li r Lrauzweäc 22 W bü 21, Mais y hl inländisches lvpt- roggenmehl 30,50 bu ggenkseie 14,50- 2a' Mbötfe ende" auslondG^ Sic [. 247 bis 250, d°- > V&W16- i’Jiü »»■ «Sm 14»^' 11 Ai® » m N Ä 19 M Langfristige Zahlungsbedingungen 37l3a tflug gen Norden anzutreten. Lagen Unterstützung zu?" .Wie hoc!) schätzen Sie die Mofitn reitenden Unternehmens?" fragte der SonimerfP’0^"' ■ft' ..61* »“’S IfniltlK” LS allein", sagte Stralofs. „Ich meist nicht, ww ich Ihnen bauten soll!" rief Nagel begeistert. ..Danken Sie nichi zu früh, junger Freund Ich stelle meine Bedingungen." „Welche sind das?" fragte Sanders. „Es find mehrere", jagte der Nüsse. „Zunächst bringen Sie mir Ihr Flugzeug nach Kalnukow skaja. Patz und Einreiseerlaubnis werde ich Ihnen von meiner Negierung besorgen. Bon Deutschland können Se den Flug ja doch nicht antreten, well Ihre lieben freunde, die Franzosen, Ihnen einen Strich öurdi die Rechnung machen würden. Sodann verlange ich einen ununterbrod)enen Probeflug von mindestens 4-Vio Kilometer. Sonst rann ich meine verehrte Freundin, die Frau Für siin, 3i)*n nicht anvcrrrauen. Au diesem Zwecke schlage ich die Strecke längs der sibirischen Bahn, etwa bis Tomsk, vor. Im Falle einer Panne haben wir dann die Dahn in der Nähe. Die Verproviantierung, Ausrüstung und der gleichen überlasse ich Ihnen. Die übrigen Vordere, tungen dagegen, vor allem die Einlage von Den zindepots in Spitzbergen und Alaska, wünsche id) 3U iibemehmen. Der Staat Kirgisia unterhalt auv rcidjenbe Geschäftsverbindungen sowohl mit Mr wegen wie mit Nordamerika. (Fortsetzung folgt.) ; SS Dani li? « k» MW . *enl61 3of|. Jö ifc. lung. 58enu®“rii £?'Äl siMr inn x |Ur aus irlenm"11' ^PtfUi tnmtne Wi» ' "»m „Woher kennen Sie biefcn Hermaioff?" fragte er anscheinend völlig unbefangen. „Ich machte kürzlich seine Bekanntschaf». Da durch erfuhr ich einiges über Sie, woraus ich entnahm, dah Eie nichts ohne vollste Berechnung tun. Da ich nun weiß, daß ich sowohl wie die beiden deutschen Herren Ihnen von ungeheurem Vorteil sein können, so bin ich sicher daß wir ohne die gc ringflc Gefahr in Ihr bolschewistisches Rutzland reisen werden, um auf Ihrem Besitze die nötigen Grundlagen unseres geplanten Unternehmens zu oe- sprechen." Stratoff brach in ein unbändiges Gelachter aus. „Großartig, Frau Fürstin, ausgezeichnet!" rief er. Stefanescu legte sich protestierend ins Miuel. „Das ist ausgeschlossen, Fürstin. Wir werden cs niemals gestatten, daß Sie fid) den völlig unberechenbaren Gefahren eines revolutionären L'anbes aussetzen. Außerdem bietet meine Gesellschaft Herrn Sanbers eine derart günstige Anstellung, lute sie ihm Herr Stratoff wohl kaum verschaffen kann." „Und ich versichere Sie, datz der Staat Shr- gifta in der Lage ist, Herrn Sanders ganz andere Anerbietungen zu machen ab Ihre Gesellschaft!" rief Stratosf. „Dorausgesetzt natürlich, daß die mir noch unbekannten Vorschläge danach sind." ,Jhr Wille zur Macht wird völlig auf seine Kosten kommen", sagte Linda. „Aber ich denke, wir verschieben die geschästlichen Besprechungen für später." Damit hob sie die Tafel auf. 14. Nagel hatte bie Denkschrift seiner Denschrift beendet. Anschlietzend gab er noch eine kurze Er- flärung über die oorbereitenbe Expedition, bei der er auf die Mitwirkung von Herrn Sanders hoffe, weil man durch bie Wünschelrute am schnellsten fest» stellen könne, ob bas ganze Unternehmen überhaupt möglich unb aussichtsreich sei. „Und einer derartigen Utopie wollen oic Ihre Unterstützung leihen?" fragte Stratosf bie Fürstin. „3d) werbe sogar den oorbereitenben Flug zum Nordpol miimarhen", erklärte Linda. „Allerhand Achtung vor Ihrem Mut! Dazu gehört noch mehr als zu einem Besuch bei mir in Kalmitowskaja." _______________ ----Tasten F°rmen in denunndeStottarte^_. Sanders verbeugte sich dankend und erwiderte: „Ihre freundlichen Worte sind sehr ehrenvoll für mich. Doch mutz ich einen großen Teil meiner heutigen Erfolge auf eine Neihe glücklicher Umstände zurückführen. Nach meiner Ansicht ist Herr Iorga der Held des Tages, dem es gelang, in so überraschend kurzer Zeit durch feine vorzüglich durch, dachten Matznahmen den Brand der Oelquelle zu löschen." Iorga lehnte geschmeichelt ab. „Wir find durch derartige schalle durch die neuesten Löschvorrichtungen vorbereitet", erklärte er. „Unsere Rettungskolonne, bie mit Aspestanzügen unb Sauerstoffatmungsapparaten ausgerüstet »ft, war rasch beisammen unb folgte mir in mufter» gültigem unb aufopferungsvollem Mute, so batz wir durch Anwendung von Stickstoffbomben den Brand zu bekämpfen vermochten. Jetzt ist die Rohrleitung bereits an bas Bohrloch angeschlossen, unb in der Minute laufen 1000 Liter Petroleum in unsere Tanks. „Nach meiner Meinung ist Herr Nagel der Helb des Tages", sagte die Prinzessin. „Herr San- bers leistete Staunenswertes. Aber er tat es, um uns den Beweis feiner wunderbaren Befähigung zu bringen. Herr Iorga war unermüdlich unb tapfer, doch tat er nur, was thm feine Stellung gebot Herr Nagel dagegen fetzte fein Leben aufs Spiel unb trotzte bem fast sicheren Tode, um ein Unglück zu verhüten, an dem er selber völlig unschuldig war." Der junge Deutsche errötete wie ein Kind. „Ich tat nur meine Pflicht, unb ich tat sie vergebens", sagte er leise. _ „Für mich ist Herr Stratosf der Held des la» ges", erklärte Linda plötzlich zum allgemeinen Er- n minen. „Ick, bin mir keiner derartigen Tat bewußt", meinte der Russe spöttisch. „Heldentum ist eine Er- finbung der Kapitalisten unb Nationalisten. Wir Kommunisten haben anbere Ibeale." „Unb boch finb Sie ein Helb", sagte die Für» uin, ohne eine Miene zu verziehen. „Sie hatten UMMkSjeW imffliMiHiiiHiiiMiiiniiiiiiiHiiiiiiiiiiiHiiiiHiiiiiimiiiiiiiHiiiiiiiiniiiiiiiiii Die in Lich eingerichteten Kassentage finden nunmehr im Hause des Herrn Bürgermeisters i. R. Dörmer, Braugasse 19, statt, und zwar vorläufig jeden Dienstag und Freitag, vormittags von 9—121/» Uhr. Bezirkssparkasse Giehen. ferne Befähigung nachzuweisen, S»e hauen keine Pflicht und töteten doch ohne Besinnen einen Menschen aus Cöurtoisie gegen eine Dame — gegen mich." Stratosf lachte. „Ich richtete einen pflichtvergessenen Schurken nach den Gesetzen meines Landes." „Prachtvolle Gesetze", höhnte die Brinzessin. „Sie richteten, ohne die Verteidigung des Angeschul- bigten zu hören." „Wenn wir in Rußlanb auf jebc Entschuldigung eines Angeklagten hören wollten, bann würden alle jene Uebeltäter noch leben, bie jetzt zum Besten un» feres Landes vernichtet sind. „Ein wunderbares Land", sagte Linda. „Ja, cs ist tatsächlich wunderbar I" rief Strawff. „Meine Damen unb Herren, ich wiederhole meine Einladung von gestern, auch für Hern Iorga und Herrn Nagel. Seien Sie für einige Zeit meine Gäste in KalmNowskaja. Sie werden unvergeßliche Eindrücke mit sich nehmen." „Falls wir überhaupt wieder zurückkämen", meinte die Prinzessin. „Ich garantiere, baß Ihnen fein Haar gekrümmt wirb." „Daß Sic die Macht dazu haben, glaube ich", meinte bie Prinzessin „Wer aber garantiert für Sie?" Stratosf überlegte einen Augenblick. Er schien weber überrascht noch beleibigt. Da fiel Linda ein: „Ich garantiere für Herrn Stratosf und nehme als erste seine Einladung an. Und von Herrn Sanders und Herrn Nagel glaube ich, daß Sie sich ebenfalls anschließen werden." Ueberrascht blickte Stratosf auf die beiden Genannten, die mit keinem Zeichen ihre Zustimmung verrieten. Dann wandte er sich an Linda: „9br Vertrauen ehrt mich ungeheuer, Fürstin. Immerhin würde cs mich interessieren, weshalb Sie den Worten eines Bolschewisten, also eines in Ihren Augen zu allen Schandtaten fähigen Menschen, Vertrauen schenken?" „Iwan ttermaloff lehne mich. Sie richtig ein» Zuschüßen." Nur die scharfen Augen von Sanders bemerkten eine geringfügige Bewegung des Russen, als er den Namen des von ihm getöteten Kirgisen vernahm. Ein guter Flügel ist ebenso wichtig wie ein tüchtiger Lehrer. Klangsinn undTechnik können sich nur an einem vollendeten Instrument entwickeln. GröSte Sicherheit hierfür bieten 3605 D Handarbeitsschule und Pensionat von Frl. Landmann, Gießen sehr billig 3610c -- S,ößte A^Nahl_ ---- erstkl. vF°rra7beitun9_______ »Ääntel^=5=^-| rawsenu}^--- Eigene Maßanfertigung nach Original-Modellen Dringende Bestellungen innerhalb 48 Stunden * Sonntags-Sonder-Ausstellungen Neustadt 20 [o31«l Führendes Spezialhaus 3702c Lieferant der Hessischen Bade- u. Kurverwaltung Bad-Nauheim. 3725h werden darf. Für die Osterfeiertage 3705V (von ganz Heller Farbe) aus der MainzerAktien-Vrauerei, Mainz WlSWISW Telephon 83 Biergrohhandlung Telephon 83 Soeben eingetroffen!! ster ange- 37388 EmmericherWaren-Expedition Bahnhof 7.22 Lindenplatz 1 3729V ©tolle. 3726V WWW Mitglied der Edeka ÜÄ Herso - Mitteldeutsche Annon- een-Expedition, Giehen, Plockstr. 5 Gießen den 8 April 1925. Die Direktion der Straßenbahn. nester auf Kosten der Säumigen ordnet werden. Gießen den 6. April 1925. Der Oberbürgermeister. (5. V.: Dr. Rosenberg. Hier bekommen Sie zwar nichts geschenkt, dafür aber gute Ware preiswert geliefert. Der Voranschlag der Gemeinde Climbach für das Rj. 1925 liegt vom SamS-- tag, dem 11. April an, eine Woche lang auf der Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeit vorgebracht werden. Climbach, den 7. April 1925. Hessische Bürgermeisterei: Stein. 3700V Bekanntmachung. Der Strahenbahnbetrieb wird am Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag bereits vormittags ausgenommen. Die ersten Wagen fahren: ab Schühenhous 7.05 Llhr n Wiesecker Weg 7.07 „ IIIIIIIUIIIIIIHIUIIIIIIILil.lllllhllllllllll.llllllllll Bekanntmachung. Betr.: Die Vertilgung der Raupennester. Die Garten- und Feldbesitzer der Ge- markung Gießen werden hiermit aufgefordert, bis zum 15. Mai 1925 ihre Väume, Sträucher und Hecken von den Raupennestern zu reinigen. Diejenigen, welche dieser Aufforderung nicht Folge leisten, verfallen in die im § 368 des Reichsstrafgesetzbuches bestimmte Geld- oder Haftstrafe. Außerdem wird die Vertilgung der vorhandenen Raupen- Arbeitsvergebung. Die nachstehenden Arbeiten zum Erweiterungsbau der Lupusheilstätte dahier sollen öffentlich vergeben werden. 1. Lieferung von ca. 30 000 Kilo Eisenträger 2. Schlosserarbeiten. Die Unterlagen liegen im Bureau des Architekten Baurat Meher, Westanlage 6, offen. Die Angebote sind bis zum Freitag, dem 17. ds. Mts., vormittags 11 Uhr, verschloßen und mit entsprechender Auf. schrist versehen an die Lupusheilstätte abzugeben, woselbst auch die Eröffnung der Angebote erfolgt. Gießen, den 8. April 1925. 3710V für Hessen. Zugaben kosten Geld! Ein großer Irrtum ist es, wenn Hausfrauen glauben, der Kaufmann verschenkt etwas. Kostenlose Zugaben werden in die Ware einberechnet, sie erwecken, ebenso wie beim Anbieten besonders billiger Waren (Lockvögel), nur den Anschein eines vorteilhaften Einkaufes. Deshalb decken kluge Hausfrauen ihren Bedarf nur in den Geschäften, welche erkenntlich sind durch das Schild Bekanntmachung. Nutzholzversteigerungen vom 2. und 3. April 1925 auf der Liebigshöhe. Die Ruhholzversteigerungen vom 2. und 3. d. Mts. wurden genehmigt. Vom 15. d. Mts. ab können die Abfuhrscheine beim Rechnungsamt, Stadthaus Bergstraße, Zimmer 18, in Empfang genommen werden. 37408 Gießen, den 6. April 1925. Der Oberbürgermeister. I. V.: Vr. Rosenberg. Pralinen Hasen Eier Schokoladen Bekanntmachung. Sperrzeit für Tauben. Die Besitzer von Tauben werden aufgefordert, ihre Tauben während der Saatzeit vorn 10. April bis 10. Mai 1925 einzuhalten, andernfalls die Taubenhalter zu gewärtigen haben, daß sie bestraft und die Tauben von dem Feldschuhpersonal abgeschossen werden. 37398 Gießen, den 6. April 1925. Der Oberbürgermeister. I. D.: Dr. Rosenberg. 35881)1 ..................................................................... Jcößnnis-Bräu lllllllllllllllllllllilllllllllllllllllilllliillllllllllllillllllllllllllllllllllillllllllllllll Bekanntmachung. Der für den 14. April dS. IS. vorgesehene Schweinemarkt muß infolge Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in einer benachbarten Gemeinde ausfallen. Lich, den 7. April 1925. Hessische Bürgermeisterei Lich. Völker 3694V leilMMMlW (Deutsches Reichsmusterschuh) das seit vielen Jahren in tausenden Betrieben unentbehrlich geworden, ist neu erschienen. Solange Vorrat pro Exemplar 1 Mk. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß derselbe nur mit unserer Genehmigung herausgegeben und vertrieben Das ist AuiA Holzverkauf. Die Gemeinde Gedern verkauft im Wege des schriftlichen Angebots 400 Fstm. Fichtenstammholz 3.—5 b Klasse eingeteilt in 5 Lose, 2 ä 50 Fstm. und 3 a 100 Fstm. Es kann auf jedes Los allein oder insgesamt geboten werden. Das Holz ist mit Rinde gemessen und geschält. Angebote sind verschlossen mit der Aufschrift Holzverkauf bis spätestens Donnerstag, den 16. April 1925, mittags 1 Uhr der unterzeichneten Bürgermeisterei einzusenden. Zuschlagsfrist 3 Tage. Die Ver- kaufsbedingungen der Gemeinde werden durch Einreichen von Geboten anerkannt. Auskunft erteilt nach vorheriger Benachrichtigung der Gemeindeförster Diehl. Gedern, den 6. April 1925. 8fl8rD Hess. Bürgermeisterei: Müller. la Fahrräder Anker, Brennabor, Exelfior usw. zu billigsten Preisen Hans Abmann Um meiner geschätzten Kundschaft Gelegenheit zu geben, sich ohne besondere Mühe von der Reichhaltigkeit meines Lagers zu überzeugen, werde ich von morgen ab jeden Sonntag in meinen Schaufenstern in der Schulstraße, jedesmal in einem anderen Artikel, eine Sonderausstellung veranstalten. Die Ausstellung bleibt bis abends 11 Uhr voll beleuchtet. Versäumen Sie nicht die günstige Gelegenheit, sich auf Ihrem Sonntagsspaziergang Anregung zur Ausgestaltung Ihres Heims und Einrichtung Ihres Haushaltes zu holen. Ich beginne am Karfreitag mit einer Sonder-Ausstellung in Liegestühlen für Haus, Veranda und Garten, für Kranke, Genesende und Gesunde. Oberh. Korbwarenhaus Heinr. Heß B.-Chevr.-D.-Halbscliulie gute Qualität, durchaus g| Lederverarbeitung. . . U B.-Chßir.-D.-Ballisch»lie m Lackkappe, runde Form I Braune Boxk.-D.-Halb- M schuhe bewä&ta 1U Lack-,2-KnopI-u.GilteF-1975 spangensch> Formen 1U Mhm-SpangeDSCli. ngj schöneForm, sehr preis- g| wert...........U brann.R.-Chevr.-Spang.- Q75 Schuhe moderne Form U braun. Chevr.-Spaugeo- W SChUhe ^Fabrikat 10 Echt Boxk.-D.-Spangen- nphnho Rahmenarbeit ubUUllu runde Form Sie finden bei uns außerdem: Die neuesten Modelle erstklassiger Lackschuhe Die schönsten Farben brauner Straßenschuhe Die elegantesten Neuheiten des Frühjahrs Beachten Sie unsere 8 Osterfensterl 37361 uwwyTiTwmiiiiiiiH!iiiujiiJiiiiim.imiiiniinii.i.ijnmiinnihi.n..nrnniii!iiiiimmHTii'iiiiiiiiiii!Ujiiiiiii|jij|H||niniQ | We-WmRl,3it MWle' MM | rmni.niiiiiiiiiiiiiiiiiininiiiiiiiiriniiüirmiiiiiriiiiiiiiiiiiriiiimiitHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinniiniiiiuiiiiiiiiiiiiii, 1 : Eröffnung der renovierten Raume am Samstag, den 11. April 1925 Als gemütlicher Aufenthalt l bei Gesellschaftsausflügen l besonders geeignet iiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiutiuiiiiiiiiiiniiHiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiimuuiiiuiimiiiiii.i.i.i......... - Konzert an Sonn- und Feiertagen sowie Mittwochs jeder Woche, sonst aus Wunsch i 3721V ....................................................................... Lichtspielhaus Bahnhofstraße Bis einschließlich Sonntag: IW* Der große Erfolg "VI Harold Loyd der uierrelohte Groteskdarsteller in Großmutters Junge Schauspiel in 5 Akten. Ferner: Der Sumpf Drama aus dem Leben der Großstadt, mit dem berühmten japa- nischenSchauspieLfleasnoHayawaka. 6 spannende Akte. Astorla-Llchtsplele Selterswec Ab heute bis einschließlich Sonntag: Lord Reginalds Derbyritt Schauspiel aus dem Leben dos Turfs und der Gesellschaft. Ferner: Das Dingende Gespenst Schauspiel In 5 Akten. 3731o Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Eber- stabt für 1925 Rj. liegt vom Samstag, dem 11. April 1925 bis einschließlich Freitag, dem 17. April 1925, auf unserem Bureau zur Einsichtnahme offen. Innerhalb dieser Frist können bei uns Einwendungen gegen den Inhalt des Voranschlags schriftlich oder mündlich zu Protokoll vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. 3732D Eberstadt, den 8. April 1925. Hessische Bürgermeisterei Gberstaöt. Görlach. SeffeoklW BeteWnng. Der öffentliche Weg von Salzböden nach Wißmar durch den Wald, der zur Holzabfuhr aus dem Staatswald, Distrikt Beuerstädt und aus dem Gemetndewald von Wißmar benutzt wird, wird infolge Reubaues einer Brücke über den Wiß- marer Bach für die Zeit vom 15. April bis 21. Mai einschließlich für jedes Fuhrwerk gesperrt. Krofdorf, den 7. April 1925. Die Wegepolizeibehörde. Der Bürgermeister. ___________3. V.: gez. Leib. 3723P Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung stilrein und yttiswert die Brß’el’scb? Uc'” p Ur. 84 Drittes Blatt Glrtzener Anzeiger iGeueral-Anzrfgrr s!lr Gbcchesseil) Vonnerslag, 9. Lprü 1925 - . ... —-twM3Ä3e*rr"^ «~fi auch nicht entjchuldigl hatte, wurde ihre Privat- klage für yirüdgenoinmcn erklärt. hat zur er beantwortete leine bewahrte ein voll- Verteidigung bean- Welchc Fragen der Richter an den Angeklagten stellte, mehr, sagte nichts mehr, kommenes Schweigen. zu äußern, führte er gewiß unter vollständiger ■JJerfennung der Oertlichkeit, wo ei- sich befand, mit einer ruhigen, etwas leisen, gleichfalls sehr angenehmen Stimme, wie halb unbewußt, Folgendes aus, oder sprach sich, wie ich's ausdrücken möchte, ohne jede Rücksicht und doch ohne jede weitere Absicht, gleich! am als spräche er das, was er sagte, bloß so zu sich selbst, vor aller Welt hin. . ™ „Es gibt sehr viele und unterschiedliche Beweggründe. auch Ursachen zu Verbrechen, u.ro sie werden vom Gesetz dementsprechend beurteilt und abgeurteilt. Aus notwendigen und auch deshalb gerechtfertigten Gründen, daß sie als solche so gut wie cüles andere vorhanden sind, niemals nicht vorhanden gewesen sind und stets vorhanden sein werden. Aber dadurch ist das Derbrecheii selbst doch niemals aus der Welt geschafft worden: auch das Verbrechen hat von Uranfang bestanden unb wird in alle Zukunft weiterbestehen. Das Verbrechen ist etwas, das außer unD über der Macht des Gesetzes steht. Wir können nicht wissen, was das Derbrecheii ist. Es ist: die Erklärungen reichen nicht aus." Die Beisitzer hoben den Kopf und wandten dem Angeklagten eine besondere Aufmerksamkeit zu. In unserer 2kähe lieh jemand von den Zuhörern ein kurzes, ironisches Lachen vernehmen und sagte halblaut: „Aha, Schlaumeier!" Der Richter aber unterbrach den Angeklagten mit der Frage: ..Wenn ich recht verstehe, wollen Sie sagen, daß Sie sich darüber Gedanken ge- >nacht. daß sich das in Ihnen versetzt und Sie zu Sem, was Sie getan, getrieben hat, sozusagen mit so einer Art von Besessenheit?" Der Angeklagte, der, während er gesprochen, vor sich niedergesehen hatte, hob das Gesicht und sah den Richter an. Er nahm sich aus, als ob er sich unterbrochen fühlte, aus dem Zufam-- meiihang gekommen sei. Dann aber senkte er das Gesicht wieder, schwieg einige Sekunden und fuhr in derselben Weise, wie er bisher gesprochen hatte, also immer in derselben leisen, stillen Weise fort: „Bei dem angestrengtesten, wirklich ernsthaftesten Streben, sich sittlich zu vervollkommnen und den religiösen Anforderungen zu entsprechen, gelangt man zu einem Punkt, wo, wenn man sich einen äußersten Zustand von sittlicher Vollkommenheiten vorstellt, davor erschreckt, weil er von allen Verbrechen vollkommen losgelöst er» scheint, daß es doch ewig gibt und niemals nicht geben kann. Das Streben nach sittlicher Vollkommenheit kann also als ein bloßes Fsiehen vor dem Verbrechen erscheinen, das doch als solches ewig unvermeidlich. Ein Fliehen, weil man alles AMM öer Stadt Men 1925 Vom alphqdetischen Einwohner- und Firmenverzeichnis liegen die Buchstaben I bis einschließlich M vom Mittwoch, dem 8. April, an drei Tage lang zu jedermanns Einsichtnahme osten. Wir bitten dringend um Nachprüfung auf Nichttgkeit und Vollständigkeit der Einträge und um Einzeichnung etwa er- forderlicherAenderungenund Ergänzungen GeMWelle öes MeWAerlWs Schulstrahe 7 sittlich schön haben will, ober weil man sich vor den schlimmen Folgen des Verbrechens, der Reue, den Gewissensbissen, dem Herausgerissensem aus seinem gewohnten bürgerlichen Leben mit den Bequemlichkeiten, die es bietet, oder vor der Strafe, die das Gesetz verhängt, fürchtet. Aber das wäre Feigheit und darum gerade wieder unsittlich. Da ja das Verbrechen aber mit allem anderen Weltzustand zusammenhangt, in ihm ein» beschlossen ist, wie aus ihm ausgeschaltet werden kann, wird der Gedanke unvermeidlich, daß gerade der Zustand höchster sittlicher Vollkommenheit irgendwo wieder in das Verbrechen umschlägt. ilebrigenä weiß man nicht, ob ein sittlich reiner Lebenswandel und das Streben nach immer höherer sittlicher Vollkommenheit nicht bloß eine ererbte, mechanische Funktion ist, bei welcher gar kein eigentlicher persönlicher Verdienst ist. Außerdem kann man ja gar nicht beurteilen, was der höchste Zustand von Vollkommenheit ist: und um den höchsten handelt es sich, den höchsten, allein er ist maßgebend. Vielleicht bestimmt sie sich gar nicht so einseitig nach dem hin, was unter Sittlichkeit verstanden wird." Er schwieg einen Augenblick, dann fuhr er Ich habe stets einen sittlich einwandfreien, unbescholtenen Lebenswandel geführt, habe auch stets aus all meinem Vermögen nach sittlicher Vollkommenheit gestrebt. Aber dann kam der Dag. wo ich von einer ilnrufje, einer Angst befallen wurde: wo ich davor, wie ich so dahrn- lebte. und wie mein Leben verlief, erschrak Ich zweifelte, ob ich wirllich ein Lebendiger wäre, ob ich Gott hätte, ob ich mich nicht von ihm entfernt hätte: anstatt, wie ich glaubte, ihm immer näher zu kommen. Mir war, als ob rcy erst erwachsen, zu mir kommen, im wirklichen Sinne lebendig werden müßte: und als ob ich etwas, das meiner Ralur. so wie sie ist, gänzlich zuwider, ein solches Verbrechen begehen mußte, um auszuwachen, lebendig zu werden, zu Golt zu kommen. Aus diesem Grunde Hao ich das Geld genommen.“ . Er schwieg. Im Saal herrschte eine tiefe Stille. Iene Stille, die verrät, daß man sich etwas gänzlich Unverständlichem gegenüber fühlt, und jene Stockung, aus der dann sofort em jeder wieder zu feinem Standpunkt der Sache gegenüber zurückkehrt: also zu dem in solchem 3aile gewohnten und gewöhnlichen, wie er durch die allgemeinen Anschauungen gegeben ist. „Sie sind," sagte der Richter endlich, „mit dem ilmcrfdjlagenen ins Ausland, nach Frankreich. Paris gegangen, und haben dort eine io ansehnliche Summe, hundertrausend Mark, in ganz kurzer Zeit mit liederlichen Weibern durch- Amtsgericht Wetzlar. £* Wetzlar, 6. Aprrl Der Eisenbahn' Ingenieur a D.. jetzt Hilfsarbeiter Georg B. aus Frankfur' a. M. war wegen Betrugs an- geklagt. Er hatte sich von dem Kaufmann s. in Wetzlar ein Darlehn von 15 Bll. unter Vorspiegelung falscher Tatsachen erschwindelt, indem er vorgab, diesen Betrug kurz nachher wieder zurück zuzahlen, was er aber nicht tat Der Angeklagte, der vom Erscheinen in der heutigen Verhandlung entbunden war. bestritt bei seiner kommissarischen Vernehmung, die Absicht Deä Betrugs gehabt zu haben, sondern er will der Ansicht gewesen sein, ein Herr I.. für den er damals tätig gewesen sei, werde diesen Betrag bezahlen. Das Gericht erkannte wegen Betrugs auf 2 Wochen Gefängnis. - Wegen Entziehung elektrischer Kraft waren angeklagt: Der Wagner Konrad R. von Ried er wetz und der Installateur Konrad W. von Wetzlar. Ersterer soll eine Lichtleitung auf seinem Anwesen haben anlegen lassen, die nicht durch den Zähler ging, während letzterer diese Leitung gelegt haben soll. Der Angeklagte R. behauptete, aus dieser Leitung fei kein Strom entnommen worden und W. bestritt, diese Lichtanlage gemacht zu haben. Das Gericht sah die Angeklagten als des- Vergehens überführt und diktierte jedem 15 Mark Geld st r a^e zu.^ des Telephonisten Wilhelm I. von Kassel stand heute ein raffinierter, schon mehrfach vorbestrafter Betrüger vor Gericht. Ihm wurden verschiedene Be trüge:eien zur Last gelegt. Erstens bat er den Kaufmann Karl S. von Leun um 20 Mk., dessen Vater den Metzger Karl S., ebenfalls um 20 Ml. und Den Anstreichermeister Wilhelm R. von Wetzlar um 15 Mk. geschädigt. Diesen schwindelte er vor, er sei Besitzer eines Delikatessen geschäftes in Kassel und sei auf der Reise im Zuge bestohlen worden und daher momentan m Geldverlegenheit. Sofort werde er sich telegraphisch Geld schicken lassen und dann die B:- träge zurückerstatten. Um die gleiche Zelt hat er in Weilburg einen Wirt um eine Zeche von 28 Mk. geprellt und den Wirt bei fernem Fortgehen. als er nicht zahlen formte, in ähnlicher Weise beschwindelt, Am schliminsteir durch die Betrügereien des Angeklagten betroffen wurde jedoch der Phvtograpy H. von Weilburg, bzw. dessen Tochter Elise H.. die heute als Zeugen anwesend waren. Zu diesen kam der An geklagte, der ihnen schon von frühe, bekannt war, am 19. 2. 1925 in Weilburg in die Wohnung und gab vor, er fei von feiner Frau geschieden — in Wirklichkeit ist er noch verheiratet . und zum Beweis legte er ein Schriftstück ähnlichen Inhalts vor. Er erflärte ebenfalls, daß er Besitzer eines Lebensmittelgeschäftes m Kassel fei. dieses aber nicht allein bewirtschaften könne und daher unbedingt eine Frau haben müsse. Er komme in der Absicht, die Tochter Elise H. später zu heiraten, diese Heirat müsse aber mit Rücksicht darauf, daß er unbedingt eine Stütze in seinem Geschäft brauche, schon recht bald stattfinden. Die Verlobung fand denn auch an einem der nächsten Tage statt. Der Angetlagte „Vermullich wird die _ tragen, daß er auf seinen Geisteszustand hin untersucht wird." wandte sich mein Freund in tiefer innerer Beteiligung an mich. „Aber ob man ihn wieder in dieselbe Dank aufnehmen würde — du verstehst: es wäre nichts aus geschlossener. als daß er das, was er getan oder sonst ein Verbrechen zum zweiten Male täte - es wäre ganz das Gleiche. Beachte seine vollkommene Ruhe. Er ist nicht mehr in Oet CEBelt; er ist in der anderen Dimension. Vielleicht' siebt er toirCnh — Folge, daß die Privatklägerin auch die Kosten zu tragen hat. Zwei Ehefrauen von A 11 c n - B ti s c ck haben sich gegenseitig wegen Beleidigung verklagt, auch soll eine von ihnen die andere mißhandelt haben. Sie vergleichen sich dahin, daß sie ihre 'Beleb bigungen zurücknehmen. daß diejenige, dic die andere Niißhandeft haben soll, an die andere zur Abfindung aller ihrer Ansprüche 3U Mk. zahlte, und daß jede die auf ihrer Seite erwachfenen Moftcn und die entsprechenden Gerichtskoften übernahni. Er schwieg. Rach einer abermaligen sekundenlangen Stille erhob sich in der Zuhörerschaft ein unwilliges Gemurmel, ein paar halblaute Ausrufe, ein entrüstetes Lachen wurden laut, man sah fich an. aber auch noch werter gebracht, sind danach ziellos, ohne jedwede Dar- mittel, mnhergeschweist, bis Sie aufgegriffen wurden." In diesem Augenblick brach in der Zuhörerschaft ein dicker Herr mit Glotzaugen und einem roten Gesicht in lautes Lachen aus. Die Aufmerksamkeit aller Zuhörer aber war auf den Angeklagten gerichtet: auch einige andere hatten ein Lächeln. Der Angeklagte fah diesmal nicht auf, sondern fuhr, immer in der gleichen Weife, ohne auf die Zwischenfrage des Richters zu achten, fort: „Was ich getan habe, ist ganz gegen mein Wesen, gegen meine Ratur gescheh rn Richts unbewußt, ober, sondern durchaus mit meinem bewußten Willen und Entschluß. Als ich mir das Geld aneignete, und als ich mich noch in derselben Rächt nach dem Bahnhof begab, um ins Ausland zu reifen, fühlte ich mich mit einem gewaltigen Ruck aus meinem Leben heraus in eine andere Welt geriffen. In eine innere Anschauung, einen Wirbel, den ich gewollt hatte. So ist auch die Art und Weise zu erllären, wie ich das Geld vertan. So auch, daß ich nachher was galt Denn, was war Geld !— ohne jedes Bargeld ziellos im Ausland herumge- wandeit bin. Ich habe keine Reue gefühlt, auch keine Furcht vor «Strafe; oder insoweit doch, so war das ein Zustand, den ich nicht als einen dahin fich Bestimmenden empfand. Es war alles gleichgiltig. was ich getan, oder jetzt tat. von jetzt ab tat, ob ich Dieb und ausschweifend gewesen, oder jetzt Landstreicher war. Ich bin nun nicht mehr in der gewohnten Welt: ich bin in einer anderen Dimension. Ich habe Gott." Die andere Dimension. Von IohanneS Schlaf. Ein Freund hattg mich eingelaben. mit ihm eine» Gerichtsverhandlung beizuwvhnen, der er aus persönlichen Gründen eine besondere Anteilnahme entgegenbrachte. Cs Handelle sich um einen Bankangestellten, der mit einer bedeutenden Summe durchgegangen und nach Ablauf geraumer Zeit im Ausland ausgegiiffen worden war. „Der Fall," äußerte mein Freund, „muß ja menschlich und psychologisch gerade dich interessieren. Ich kenne Den Mann, hab öfters mit ihm auf der Bank zu tun gehabt. Er ist bislang immer für einen absolut zuverlässigen Beamten gehalten worden: außerdem für einen, wenn auch etwas eigenartigen, so doch außergewöhnlich sympathischen Menschen. Sein Le- venswandel war ein vollkommen unbescholtener, er war ein bescheidener, liebenswürdiger, von seinen Mitkollegen geachteter zuvorkommender Kollege Die Scnhe ist mir durchaus ein Rätsel. Ich brenne auf die Verhandlung." Ich folgte der Einladung unb sollte etwas erleben, was wohl selbst vor Gericht nicht allzu oft vorkommt. ... Vor den Schranken sah ich einen Mann. Der wie seine Personalien auswiesen, eben das 30. Lebensjahr überschritten hatte und unverheiratet war. Gleich auf den ersten Blick war es mir vollständig unbegreiflich, daß er em derartiges schweres Verbrechen halte begeben können. Er war so ganz und gar nicht Der Typ danach. Seine Gestatt bot gerade nichts besonders Anziehendes. oder in einem gewissen Sinne in die Welt Passendes. Er war ein langer schmächtiger. lichtblonder, barllojer Mensch, der einen eher ungelenken steifen, vielleicht nüchternen, im übrigen stillen Eindruck machte. Angezogen aber fühlte ich mich auf der Stelle von feinem Gesicht. Er hielt es beständig etwas nach vorn gewandt in einer Haltung, als suche er mü angespannter Aufmerksamkeit einen Befehl zu vernehmen, der von irgendwoher an ihn gerichtet würde. Dies war der Ausdruck seiner lichtblauen, sehr sym- pathischen Augen unter einer hohen Intelligenz und rechnerisch mathematische Begabung verratenden Stirn, über der Die sorgfättig, aber schlicht gescheitelten Haare eine schöne Welle bildeten. Seine bleichen Wangen zeigten eine angenehme Linie: auch das Kinn, eine ganz ungewöhnlich angenehme. Die Rase war groß, gerade, hatte feine Rüstern. Der Mund, sehr schon und an genehm, geschlossen, hatte einen bescheiden ernsten Zug. Im Laufe Der Verhandtting auf gefordert, fl» über den Beweggrund seines Verbrechens Uußenpollttfche Umschau. Bon tkvf. Dr. Otto Hoetzsch, M. d. R. DlcDs Mal gilt auch für die außenpolitische Umschau ausnahmsweise, daß die Innenpolitik vor der Außenpolitik stehen muß. Deutschland steht in dem zweiten und noch schär- treu Wahlkampf, der auf sieben Iahre über Per- ön und Politik seines Reich-Präsidenten enschei- )ct. Nicht nur, daß das selbstverständlich alle Auf- nerksamkeit und Kraft bei uns in Anspruch nimmt, vir meinen damit auch, daß sich das Ausland, will □gen die Weiterführung Der schwebenden außenpolitischen Geschäfte sich danach ebenso zu richten Jabcn, wie wir, die deutsche '.Regierung und die deutsche Außenpolitik selbst. Mit anderen Worten: In der Sicherheits- ijskussion, die ja das weitaus wichtigste Pro Mcm der Außenpolitik darf teilt, kann und darf jetzt n diesen Wochen, bis zur Erledigung der Prösi- lentenwahl, nichts geschehen. Es wird eine Note i»on der alliierten Seite erwartet, von der noch nicht jeftsleht, ob sie von ihnen allen gemeinsam ergebt (»Der ob sie nur von Frankreich kommt, unter Dil ligunn und Zustimmung der anderen. Es heißt, daß diese Note verlangen würde, Deutschland solle ieinc bekannten Anregungen in dem Memorandum erläutern und auf Sonderfragen Antworten geben. Unter diesen Sonderftagen meint man die Frage he» östlichen Grenze, des Eintritts in den Völker hunh. aes Anschlusses Oesterreichs, auch der Ören jen Belgeins und Italiens, die im deutschen IHt Ttnranbum nicht erwähnt find. Nebenbei: Deutsch and hat gar keine Grenze mit Italien. Wie kann ks sich in einem Pakt, der die Vertragsgrenzcn für Deutschland garantieren soll ober der durch Deutschland garantiert werden soll, um die italienische Grenze handeln? Irgendwie bindende und entscheidende Ant- tnorten auf diese Anfragen der anderen Seite kann die deutsche Negierung während des Wahlkampfes ii i d)t erteilen. Sie würde damit selbst eine schwere Ärifiö herausbejchworen. Man sieht auch nicht, woher irgendetwas kommen sollte, das eine sofortige Lntscheidung Deutschlands erforderte. Man sieht das umso weniger, als auch Fran k- re i d) und die Regierung in ihrer Aktionfähigkeit lehr stark beeinträchtigt ist. Die Krise, die für dos Kabinett Herriot in der letzten Woche, am 2. April ifut wurde, mußte ja kommen. Zum ersten Mal [eit 1919, hat ein französisches Kabinett den Ver lud) begonnen, die wundeste Stelle der französischen siolitik, nämlich die Finanzen anzufassen und ia nieten zu wollen. Das Budget, dos jetzt um- kompft wird, das vom Senat umgestaltet ist und aus bem der Äonflirt hervorging, ist das erste seit 1919, das auf die Illusion, besser gesagt, den Betrug nerzichtet. Denn es war ein Betrug, dem fron lösische» Volke oorzuschwindeln, daß seine Einnahmen und Ausgaben im Gleichgewicht seien, unb daß die Lasten aus dem Kriege abgedeckt würden und abgedeckt feiyi durch em besonderes Konto, dos qesichrt wurde, wie es Der Finanzminister Klotz '.eichnetc „le boche payera toutl" Der Dawes-Plan hat durch dieses Schwindelkonto einen dicken Strich gemacht. Man versucht auf der neuen Grundlage imb indem man den Dingen ins Auge sieht, das -Rubgct auf feste Füße zu stellen, und bamit brechen die Wunden auf, entsteht die Krisis. Der Franken ist alles andere als fest. Die .Finanzen sind nicht in Ordnung, man rechnet das Defizit, das da ist, tünftlid) zum Fenster heraus and über alledem schwebt die Last der interalliierten Verschuldung an England unb Norbamerika, die auf den Franken schwer brückt. Man will eine Stabilisierung, nachdem der Franken auf etwa ein Viertel ober ein Fünftel bes Friebenswertes gesunken ist. Herriot will durch eine scharfe Budget- unb Steuerpolitik die Sanierung herbeifüh- reu. Das bedeutet Steuern unb kaum ein Bolk mif ber Erbe ist so scheu gegen birefieSteuern wie die Franzosen. Inbem man auf biesem Wege, ben wir beinahe als natürlich unb selbstverstänblich unb zwangsläufig empfinden, die Entwicklung zur Knappheit an Zahlungsmitteln, zur Kapitalflucht unb Steuerhinterziehung, zur j)amfterung von Banknoten geführt hat, wein man im Augenblick nicht weiter, als daß man den Umlauf der Noten erhöht. Das soll keme Inflation fein. Aber es ist unb bleibt eine! Denn man gibt Papiergeld mehr aus, ohne die zureichende Deckung, und man schafft zusätzliche Kaufkraft, ohne daß man die Produktion hebt. Den gleichen Lauf kennen wir. Den haben erst Oesterreich. Polen, Rußland durchgemacht, und haben wir 1923 bis zum letzten durchgemacht. Vor dieser Aussicht steht heute bas französische Volk. Daher bann sofort bic nervöse Erregung, bic Panik, bic begreiflicherweise das Rentnervolk befonbers ergreift unb hoher bic Krisis. Ob sie Herriot besteht ober nicht, ob als Nach folger Briand ober Loucheur. Milleranb unb Poin- car6 »der Joseph Eailleaux bas Kabinett bilben, das bedeutet .zugleich aud) einen Schritt weiter auf dem Wege, auf dem bic Entscheidung gefunkten werben muß. Zurück zu Poincar« ober vorwärts in eine wirkliche Serftänbigung unb Befriedung Europas, bic freilich sowohl in ber Frage ber interalliierten Schulben, wie nod) mehr in der Sicherheit, Militarkonttollc unb Herrfchafts ansprüchc in Europa Zugeständnisse unb Einsichten voraussetzt, bic sich wohl Herriot selbst nod) gar nicht klar gemacht hat, die vielleicht für Eail- Icaujr klar unb zwingend finb, für bic aber heute nicht einmal in der sozialistifchen Linken der französischen Kammer schon bas Verständnis bn ist! Wie sich das aud) meitercntroirfelt, für bas Laufenbe bebcutet bic Krise Frankreichs hier, ber Wahtkatnpf Dcutfchlanbs b o r t, daß die Erörterung um bic Sicherheitsfrage verlangsamt wird. Ehe nicht in Deutschland ber Präsident gewählt ist, wird es nur platonisches Gespräch sein, wenn man heute schon diese Frage auf einer großen internationalen Konferenz erörtert sehen will. Soweit sind die Dinge noch lange nicht! Denn es fehlt ja in ihnen auf ber anberen Seite an jeder Vereinbarung, unb in bezug auf uns unb für uns an der Anerkennung ber wirklichen Gleichberechtigung unb Lebensnotwenbigkeiten Deutschlands, ohne bic für uns eine Diskussion gar nicht möglich ist. Amtsgericht Gießen. * Gießen, 7. April. Aud) in ber heutigen Sitzung kamen wicberum saft nur Beleibigungs- flagen zur Verhandlung, bic auf Streitigkeiten zwischen Vermietern unb Mietern ober zwischen Mietsparteien besselben Hauses zurückzusühren sinb. Die Frau eines Eisenbahners aus Lang- Göns vermißte an einem Tag im Januar ihre Zeitung unb befdjulbigtc eine in dem gleichen Hause wohnenbe Witwe, die mehr als 20 Jahre älter ist als sie, bas Blatt weggenommen zu haben. Trotzdem diese das in ruhiger Weise in Abrede stellte, wiederholte die Angeklagte dieselbe Beschuldigung nod) einmal unb fügte noch hizu, bic Witwe lasse nichts liegen als glühendes Eisen unb Mühlsteine, und überhäufte sie mit einer Fülle von unflätigsten Beschimpfungen und bekannten Einladungen. Ihre Behauptung, die Witwe, die Privatklägerin, habe sic ebenfalls beschimpft und einen Eimer voll Wasser in ihre Stube geschüttet, wurde durch die Beweis- ausnahme nicht bestätigt. Mit Rücksicht auf die Gemeinheit ber gebrauchten Schimpfworte unb bie Schwere ber Beleidigung erhielt bic Angeklagte eine Geldstrafe von fünfzig Mark. Außerbem würbe ber Privatklägerin das Recht zugesprochen, bas Urteil auf Kosten ber Angeklagten burch Anschlag am Gemeinbehaus in Lang-Göns öffentlich bekannt zu machen. Eine Frau aus Alten-Bufeck hatte eine aiiberc Frau von da wegen Beleibigung verklagt. Da sie heute trotz ordnungsmäßiger Ladung nicht erschienen und nicht vertreten war, ihr Ausbleiben veranlaßte nun Dic Elise H.. ihren Beruf als Friseuse auszugeven und mit ihm eine Reise nach Koblenz zu machen, um ihr sein Geschäft zu zeigen. Bei Der Abreise von Weilburg ver- stanD et es so einzurichten, daß der Zug nach Koblenz oerfäumt wurde, und so wurde denn zuerst die Reise nach Kassel angetreten. In Gicßcn angelommeii. überredete er dann die H., die Fahrt zu unterbrechen und am nächsten Morgen weiterzusahren, angeblich, um nicht nachts nach Kassel zu kommen. Der Angeklagte mietete dann im Hotel Lenz Zimmer. Insolge einer Auseinandersetzung, Die sie hier hatten, erregte sich bic Zeugin H. derart, daß sie Herzkrämpse bekam. Diesen Anlaß benutzte der Angeklagte, um unter Dem Vor geben, et wolle zu einem Ar zt und in die Apotheke gehen, auf Rimmerwiedersehen zu verduften. Zuvor hatte er jedoch noch verschiedene Gegenstände der Zeugin, wie einen fei Denen Schal, eine Hutnadel und der Personalausweis der Zeugin mitgehen beißen. Die Zeugin saß nun mittellos unb ohne jegliche Hilfe da. Ietzt mcrltc sie. daß sie einem Betrüger schlimmster Sorte in die Hände gefallen war. Erst durch die Hilse von Bekannten gelang ihr Die Heimreise. Auch der Vater bei Zeugin ist durch den Qlngctlagten in Bedrängnis geraten, denn er nerfaufte auf Veranlassung des Angeklagten. Der angab, er VVJJVIV Elektrischen; Sonnenstraßc ISM-NtSuMEV JüllerMel 3718V ia tzllsek, in- nnö Wimmer fiSSsel, ia fies M Stroö, rvaggonweise, billigst und zu günstigen Bedingungen und ab Lager,Walltorstr.36H. Hermann Sauer Televb. 1154 Gieften Tßlevb. 1154» 5 Ostet Mn Proftsto Das Osterfest m besonderen der lin t'n Äelig>on< Dillen.des fchA Die geisM W Zusgaben beruft. Jatur und Deutlich vonemani men, m sicherer Srscheinungeu e andere angewles Zrühlings fteuei Lust begrüben, ’ dem Frühling e, in der Natur Auch im geüt'i Mchmen des 1 sich aus dem scheinungen kehr Aussteigen tnuo Aber es ist n’d folge, welche de herrscht und darf es eines u dringens, einer Illmmens, hier Zeiten nicht ur flechten und in hat alles Gros fordert eine Ur liches Lebensges Gegenwart eine, Menschen über innere Zusammen Sic Natur u heitsgeseh, gemäs vorgesundenen 6 bcherren, bis vo tintriit, die gcisi Io fort ins Süden käst an sie gesel vrmvgen sich die und erhalt Den Tristes, sie tr geistloser tzeWr Alles Ausstrebm nur gegen die fr ficit, sondern a Im Menschen sel In fortwährende Unsicherheit un wachsen, sind m berdcn der See! ein geistiges Wr der Strom an si, deutliche Richtw immer neu geboi ölen Hemmungc jung, ja gegenüi ocDad es eines Die Möglichkeit einzelnen Steller an reine Anfang Dnulenden cmti Versetzung . Ost genug «W wirren u 'chassenden Leb sekundliche neue Höhe zu J® derworrer K-mngliches ?'ebe eröffnet 1 sogen. a , Diese Den rostig gehe 5 von dl "'beiAnL £ c.neuetnöcn x°b- $US‘, ^*5 'ungg^^e ‘Qtraft? w Die nötin^ Ich binnen ^tai N yut eh fMen ^enbQfe