llr. 33 Erster Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Beilagen: EiehenerFvm lieti blätter Heimat im Bild. meitats-lejr.cspreU: 2 Goldmark u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernspre ch.Anschlüsse: Schriftleitung 112, Verlag undGeschästsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: LnzelgerGlehen. Postscheckkonto: grantfurt a. M. 11886. Blatt 175. Jahrgang Montag, y. Zedruor 1925 GiehemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dnid und Verlag: VrLhl'sche Univerfitätr-Vuch- und Lteindruckerei TL Lange in Giehen. Schristleitung und Seschäftsftelle: Zchulltraße 7. Unnahmr MW iNzelgen fit die Tagesnummer bi# ium Nachmittag vorher ohne jedeDerdindlichkeit. Preis fir l mm hohe für Anzeigen von 27 mm Brette Lrtlich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Reklame-Anzeigen v 70mm Breite 35 Doidpfennig, Platzvorschrift 20” , Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feullletoir vr.Friedr Wilh Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein;fürden Anzeigenteil Hans Deck, sämtlich in Gießen. Herriots Dreifontenkrieg. Der französische Ministerpräsident Herriot hat mit seinem damaligen scharfen Auftreten gegen Deutschland augenscheinlich verschiedene Vorbilder aus der Geschichte seines Landes nachgeahmt. Er hat auf den bewährten Prügeljungen Frankreichs, das Deutsche Reich, losgeschlagen, um bei der bevorstehenden Behandlung inner- politischer Probleme eine bessereoffent- liche Meinung zu erhalten. Zuerst hatte es den Anschein. alS sei ihm dies gelungen; denn die Opposition der Rechten lobte Herriots mannhafte- und patriotische« Auftreten. Wenige Tage darauf gab eS jedoch neue Konflikte zwischen Herriot und der sehr rührigen Parlamentsoppo- sltion. Die Deputiertenkammer hat in einer Racht- sihung vom 7. zum 8. Februar einen von der Regierung vorgelegten Gesetzentwurf über die Brotversorgung Frankreich- verabschiedet. Der Ministerpräsident forderte von der Kammer die Genehmigung zur Veranstaltung einer D e - standSaufnahme von Brotgetreide und verlangte einen Kredit von hundert Millionen Franken für Ankäufe von Getreide. Die Mehrheit, mit der die Deputiertenkammer dem Gesetzentwurf zustimmte, hat sich gegenüber den letzten Tagen etwas vergröbert; sie betrug 332223 Stimmen. Die Kammeropposition spürte augenscheinlich, dab Herriot bereits heute die Möglichkeit einer Drotversorgung in- Auge gefaht hat. Dieser Sorge entsprach wohl auch ein dem Gesetzentwurf hinzugesügter neuer Paragraph, in welchem der 15. August 1925 als Termin für das Außerkrafttreten des Gesetze- festgelegt wurde. Der Frankenkur« bröckelt wieder einmal langsam ab; vor vierzehn Tagen betrug er noch 22.8 Reichsmark für 100 Franken, am Sonnabend nur noch 22.6 Reichsmark. Frankreich hat in seiner Finanzpolitik immer noch die Allüren des Siegerstaate- und kann sich nicht an den Gedanken gewöhnen, dab es den Auswand einschränken und die öffentlichen La st en verstärken muh. Herriot hat in der erwähnten Rachtsihung temperamentvoll auSgerufen, daS Land verlange von Regierung und Parlament, dah sie ihr Möglichste« tun, um eine neue Verteuerung von Brot und Brotgetreide zu vermeiden. Die Oppositwn tmrö ihm hierbei natürlich nicht behilflich sein, ihm dann aber ein etwaige- Mißlingen der Aktion als ein schwere- Versagen auf das Konto sehen. Herriot führt zur Zeit einen Dreifrontenkrieg. Er hat nie eine sehr sichere Mehrheit hinter sich gehabt und muh seinen Sturz gewärtigen, wenn die Gruppe Loucheur vollzählig zur Opposition übergehen sollte und ein paar unzufriedene Sozialisten sich der Stimme enthalten. DaS Auftrumpfen gegen Deutschland ist vielleicht fürs Erste noch geeignet. die Stohkrast der Opposition abzuschwächen; ob dieS immer der Fall sein wird, ist zum mindesten zweifelhaft. Der Kampf gegen die Opposition und die Wiederaufnahme der hochfahrenden Politik gegen Deutschland würde genügen, Herriot voll in Anspruch zu nehmen; der französische Kabinettschef muh sich aber auch noch gegen das Drängen Amerikas und Englands in der Schuldenfrage wehren. Vor Beginn der Kammersihung vom 7. Februar hat Herriot in den vereinigten Kammerausschüssen für Außen- Politik und Finanzen Erklärungen über die weitere Behandlung des Scbu denproblems abgegeben. Er widersprach den Wünschen der Abgeordneten Klotz und Lautier, die einen Sonderausschuß für die Behandlung der Echuldenfrage einsetzen wollten. Herriot, der sich so gern einen modernen Politiker nennen läßt, ist entschieden gegen die öffentliche Behandlung dieser Frage und glaubt durch vert raulichc Verhandlungen mit den Gläubigerstaaten Amerika und England bessere Ergebnisse zu erzielen. Ende der Woche hieß es. Herriot und der Finanzminister seines Kabinetts C l e m e n t e l würden schon sehr bald nach London reisen, um mit den engliscken Kollegen unmittelbar zu verhandeln. Die Reise wird voraussichtlich erst erfolgen, trenn die Antwort des britischen Kabinetts auf das Sckmlden-Memorandum Clementels eingetroffen sein wirb. Man ist in Paris der Meinung, daß die englische Antwortnote den Wunsch ausdrücken wird, Frankreich möchte formulierte Vorschläge ü6t di? Abtragung der 6d)ulben machen. Durch die Erfahrungen mit Amerika dürfte der Finanzmrnister Clementel soweit gewitzigt sein, daß er nicht wiedn: offenbar unbillige Vorschläge macht. Vor Mona s rist hatte Elemente! der amerikanischen Regierung angeboten, nach einer zehnjährigen Schonfrist tn die Verzinsung -und Tilgung der Anleihe ei-zutreten. Der A nort.sationsvlan s llte achtzig Annuitäten umfassen, so daß also erst im Jahre 2015 die Darlehen die Frankreich während des Weltkrieges bei Aner ka ausgenommen hot. getilgt worden wären. Wenn Frankreich England gegenüber Ve sprechur.gm auf eine erheblich frühere Abtragung der Schulden abgeben sollte, so wäre das ein offenkundiges Luftversprechen und würde d?r französischen Regie mg die Verpflichtung auc erlegen, in ganz ande em Tempo und mit ganz anderer Energie als bisher die Sanierung der Staatsfinanzen zu betreiben Bei sinkender Währung, bei offenkundigen Dersorgung'schwierg'ei-en und vor allem bei dem in weiten Kreisen Frankreichs bestehenden Siegesk'her ist es fest" unwahrscheinlich dah d es Werk gelingen wirk Die Kölner gone und das Sicherheilsproblem. Dor einer alliierten Konferenz in London. Paris. 8. Febr. (WB.) Das .Petit Journal" will erfahren haben, daß Ende Februar oder wahrscheinlich in den ersten Tagen des März unmittelbar vor der Reise Chamber - Iain -zur Tagung des Völkerbunds rateS, die am 6. März in Genf beginnen soll, sich Herriot und T h e u n i « nach London begeben werden, um mit Stanley Baldwin über die Frage der Räumung der Kölner Zone zu verhandeln. Inzwischen werde wohl tn der Mitte der kommenden Woche der Generalbericht der Kontrollkommission vorliegen, für dessen Studium da- interalliierte Militärkomitee in Versailles etwa acht bi- zehn Tage benötigen wird. Das .Petit Journal" glaubt, es sei sicher, dah die englische Regierung verlangen werde, den Zeitpunft der Räumung der Kölner Zone festzusehen. oder besser gejagt, eine Art Kalender für die deutsche Entwaffnung auszuarbeften. Deutschland werde aufgefordert, sich seiner Verpflichtungen zu gewissen, auf einige Monate verteilten Zeitpunkten zu entledigen und die Alliierten andererseits würden sich verpflichten, am letzten Stichtag die Kölner Zone zu räumen.wenn Deutschland die vorgeschriebenen Bedingungen pünktlich erfüllte. Das Blatt fügt dieser Mitteilung folgende Betrachtung hinzu- Das bedeutet also, daß sich unsere englischen Alliierten an die rein juristische Seite des Problems halten wollen und dah sie wenig geneigt scheinen, eine Verbindung zwischen der Räumung der Kölner Zone und unserer Sicherheit herzustellen, die nach ihrer Ansicht durch die Bestimmungen des FriedenSvettrages von Versailles. 6er Dentstand die Entwasfaungsk auseln auferlegte, garantiert fft Wenn allerdings unsere Alliierten es für opportun halten, Frankreichs Sicherheit durch neue Abm achungen zu garantieren, so fei das eine andere Angelegenheit. die nichts mit der Räumung der Kölner Zone zu tun habe und die Deutschland nichts angehe. Das sei die These, die die offiziöser eng» ltschen Bläser feit einigen Tagen vertreten, ©te könne sehr gefährlich werden, wenn die englische Regierung sie bis zur letzten Konseguenz an- nehme. Allerdings hänge ja von den Schluß - folgerungen des Interalliierten M Lidrrate« in V^sailleS und von den Bedingungen, die man der deutschen Regierung notifizieren werde, alles ab. Diese Bedingungen könnten streng genug sein, um die Gefahren auf ein Minimum herabzubrücken. Die Frage habe noch eine andere Seite. Die Räumung Kölns sei m i l i t ä r i s ch mit der Räumung des Ruhrgebiets verbunden, für die in Lo ndon das Datum festgesetzt sei. Das Blatt schreibt: Die Räumung der Ruhr sollte einem Deutschland gewährt werden, das un s er Vertrauen verdient. Haben wir jetzt nicht doppelten Grund, die vollkommene Defrie- Das deutsche Volk hat keinen Grund, für HerriotS Regierungssorgen Mitaefühl zu hegen. Der Mann der pazifistischen Suada hat auf seiner staatsmännischen Orgel 6ie mannigfaltigsten Register. Er bat auf der erwähnten Sitzung der Kammerausschüsse geäußert, er wolle die Schuldenfrage nicht „mit großem Orchester" behandeln. In vertraulichen Gesprächen mit Baldwin, Chamberlain und Churchill hofft er augenscheinlich, das immer drohender aufsteigende Schuldenproblem dilatorisch behandeln zu können, ohne dafür von der Kammer zur Rechenschaft gezogen zu werden. Er würde damit in dasselbe Fahrwasser einlenken, in dem schon so mancher mittelmäßige französische Staatsmann gesegelt ist: in die Taktik des Zeitgewinnen-. Marokko. Abdel Krims Frirdensbedinaunqen. Paris. 8. Febr. (WTB.) Die .Chicago Tribüne" veröffentlicht folgende S klärunaen Abd el Krims: Wenn Spanien geneigt ist. sein sog. Protektorat aufzuneben. sind wir bereit, unter folgenden Bedingung?» Frieden zu schließen: Die Unabhängigkeit und nationale Souveränität des R l f 0 muß ausdrücklich anerkannt werden. Ferner muh das ganze Gebiet von Mel lla bis nach der Zone von Ceuta und nach der Küste hin dem Rif z u g e t e i 11 werden. Dann sind wir auch .bCTett- irgendeine Vereinbarung zu treffen hinsichtlich der zukünftigen Regierung der Küstenzone von Tanger bis zu der französischen Grenze. Wir verlangen über dieses Gebiet nicht die Souveränität, obwohl sich gegenwärtig unsere Souveränität tn der Tat über dieses Gebiet erstreckt. R i e m a l s werden wir mit dem svani- schen Protektorat über irgendeinen Teil von Marokko einverstanden sein. Wir sind bere.t. über die Internationalisierung der Küstenzone zu verhandeln. Für unser Volk eignet sich am besten die absolu t e Monarchie. Eventual! beabsicht gen wir s.e in eine konstitutionelle Monarchie aus breiter liberaler Grundlag' umzuwan^eln. Der Rame „Rilrevublik" ist durchaus falsch, da totr unter Republik noch kleinere Ein.«eilen, wie Vö'kerstämme verstehen Die Souveränität des Sultans Mulay Vusfof über Mar 8o ist eine Fabel, denn wir wissen, daß Pussos der bigung in der Si cherheitSfrage zu fordern, bevor wir an die beiden Räumungen denken? Keine Ablieferung ausländischer Wertpapiere mehr. Berlin, 8. Febr. (TU.). Rach Blätter- Meldungen ist mit der Reparationskommission ein Übereinkommen dahin getroffen worden, daß von einer Durchführung des über die Auslegung deS Art. 260 des Versailler Vertrages ergangenen Schiedsspruches abgesehen wird und weitere Ablieferungen von Wertpapieren auf Grund der genannten Bestimmungen nicht mehr stattfinden. Die britische 5chuldennote. Paris, 8. Febr. (WB.) Die Rote der englischen Regierung an die französische Regierung hinsichtlich der Regelung der französischen Kriegsschulden erklärt. daß der Grund- s a tz der Rote Balfours angenommen werde, daß also England Zahlungen erhalten müsse, die denen gleichkommen, die es an die Vereinigten Staaten zu leisten habe. Die Regierung kann keine Lage annehmen, in der dieser Grundsatz nur auf der Grundlage des vollen normalen Ertrags der Dawesannui- täten erfüllt wird ober die Schulden nach ihrem anscheinenden Wert geschätzt werden, die a l S sichere Aktivposten in der Gegenwart nicht behandelt werden können. Die Regierung hat bereits ihr Einverständnis erllärt, nicht nur ihre Ansprüche an die Alliierten auf einen Betrag herabzusehen, der notwendig ist, um ihre eigenen Zahlungen betreffs der britischen Kriegsschuld an die Regierung der Vereinigten Staaten zu decken, sondern auch die Gesamtheit der britischen Anteile an den deutschen Reparationszahlungen tatsächlich diesem Zwecke zuzuführen. Dies bedeutet, baß Großbritannien nicht nur zu seiner eigenen Schuldenlast seine gesamten Krieg-Verluste, sondern auch 800 Millionen Pfund auswärtiger Sicherheitslei st ungen, die es um der gemeinsamen Sache willen hingegeben halte, bevor die Vereinigten Staaten in den Krieg ein- traten, hinzufügt. In Anwendung der Balsour- note auf die gegenwärtige Lage war die Regierung eingedenk dessen, daß die Kriegsschulden unter den Alliierten in einer gemeinsamen Sache ausgenommen wurden, bereit, Vorschläge zu erwägen, wie die bestehende Schuld Frankreichs an Großbritannien herabgesetzt werben konnte, vorausgesetzt, daß der Grundsatz einer endgültigen Zahlung durch Frankreich aus feinen eigenen nationalen Mitteln mit gebührender Rücksicht auf feinen relativen Wohlstand und seiner Steuerkraft ohne Rücksicht auf die Reparationen gewährleistet ist. Gefangene der Franzosen ist, der im eigenen Rainen nicht handeln kann noch will. Wir beabsichtigen nicht, die Souveränität irgendeines Gefangenen, mag er auch Sultan sein, anzuerkennen. Abd el Krim erhärte ferner, dah oie jetzige Grenze mit dem französischen Teil von Marokko von ihm nicht anerkannt sei und werde. Sie wurde 1904 von den Diplomaten gezogen. Die Rifleute würden diese Grenzlinie memals annehmen, da sie durch den Besitz ihrer Stämme gehe. Er verlange natürliche und praktische Grenzlinien. Um das Kalifat. Paris, 7. Febr. (WB.) Der „Information" wird aus Konstantinopel gemeldet, daß der Scheich der Senusi Ahmed au- Tripolis in vertraulicher Mission in Mekka ein getroffen sei. Er sei der von Mustafa Kemal Pascha bestimmte Kandidat. Ahmed habe I b n • Said ein Empfehlungsschreiben Kemal Paschas und der hauptsächlichsten muselmanischen Führer Algeciras und Indien- überreicht. Der Scheich habe vorgeschlagen, das Ka lifat anstatt in Konstantinopel in Mekka zu errichten und gefordert, zum ständigen Präsidenten von Hedscha- ernannt zu werden. Die Wahlen in Süd'lawien. Agram, 8. Februar (TU.) Heute findet in Kroatien die Wahl für die Skuptfchina statt. Die Regierung hat die Grenze gesperrt. Die frei? Wahlbeteiligung wird schon letzt dadurch erschwert, dah Die oppositionellen Versammlungen verboten und vielfach m i t Gewalt auseinandergetrieben werden. , Der Wahltag ist nach den bis 11 Uhr abends hier eingelaufenen Meldungen verhältnismäßig ruhig verlaufen, was wohl auf die Sicherheitsmaßnahmen der Regierung zurückzuführen ist. Rach Kroatien teeren vier Infanterie-Regimenter geschickt worden. Die Wahlbeteiligung war sehr groß. Trotz der fieberhaften Agitation aller Parteien werden nur Plänkeleien zwischen Agitatoren, jedoch keine ernsthaften Zu- sammenstöhe gemelbet. In Belgrad wurde Pasitsch mit rund 10000 Stimmen gewählt, während seine letzte Wahl mit 7000 Stimmen erfolgte. Der Führer der Opposition Da vido- witsch der bei der letzten Wahl 4000 Stimmen Rach Ansicht der Regierung dürste eS in- dessen angemessen erscheinen, dah die französischen Zahlungen geteilt werden a) in bestimmten Jahres zahlung en Frankreichs ohne Rücksicht auf die gegenwärtigen Einnahmen auS den DaweSannuttäten, b) eine weitere Iahreszahlung aus dem französischen Anteil an den DaweS- annuitäten. DieS würde natürlich bedeuten: 1. dah alle Geaenansprüche Frankreich- an Großbritannien aufgehoben würden. 2. dah, wenn und sobald die von Großbritannien aus den europäischen Kriegsschulden und Reparationen geschöpften Zahlungen hinreichend wären, um eine volle Entlastung Der britischen Schuldverpflichtungen gegenüber den Vereinigten Staaten über die ganze Lauffrist solcher Verpflichtungen hinaus einschließlich der bereit- geleisteten Zahlungen sicherzustellen, jeder Ueb er schuß dazu verwendet werden würde, die auf den Alliierten Großbritanniens ruhenden Lasten zu verringern Die Regierung gibt sich der Hoffnung hin. dah, wenn die französische Regierung bereit wäre, auf Grund der in Dorstehendern unterbreiteten Richtlinien Vorschläge zu machen, eine beide Länder befriedigende Regelung erreicht werden dürfte. Der Ausbau der englischen Luftflotte. Die Verlegung des Schwerpunkte- der englischen Marinestreitträfte von der Rordsce nach dem Mittelmeer, die eine deutliche Spitze gegen Frankreich zeigte, haben die Franzosen mit einem starken Au-bau ihrer Luft- streltkräfte und mit der Anlegung eine« Flughafens in der Rähe von Cherbourg, der der größte der Welt werden soll, gleichzeitig aber auch ein hervorragender Stützpunkt im Fallc eines englisch-französischen Waffcnaanges für die französischen Kampfluftgeschwader sein wird, beantwortet, so dah sich nun wieder England gezwungen sieht, an die Kette der gegenfettigen Rüstungen ein neue« Glied anzufügen und ebenfalls seiner Luftwaffe das größte Augenmerk zuzuwe irden. Für die Erweiterung der Luftflotte des Heimatgebietes hat jetzt das Luftministerium ein Bauprogramm beschlossen, DaS den Etat noch um 21/; Millionen Pfund Überschreitet. weil gleichzeitig die Indienststellung neuer Geschwader vorgesehen ist. DaS Wettrüsten hat natürllch auch seine Grenzen, wie alle anderen Dinge, eS kommt aber lediglich darauf an, wer amlängften durchzuhalten vermag». Daß hier England der finanziell kräftigere und leistungsfähigere Staat ist, liegt aus der Hand, wenn auch Frankreich heute die Stärk- der englischen Luftflotte wett hinter sich läßt. erhielt, wurde mit 6000 Stimmen gewählt. In Agram wurden die oppositionellen Führer Stephan Raditsch und Dr. T rum bi t sch mit grober Mehrheit gewählt, ebenso in Laibach Dr. Anton Korosee. Hervorzuheben ist der große Stimmenzuwachs der Oppositionsparteien. Sin llare- Bild über den Ausfall der Wahlen wird man sich kaum vor Dienstag machen können, da die Resultate aus Bosnien, der Herzegowina und aus Dalmatien laum vor Montag eintreffen werden. Kommuniften^utscye in Bulgarien. Sofia, 7. Febr. (Wolff.) Kommunisten griffen den Ort Dodetsch. 12 Kilometer von der jugoslawisch-bulgarischen Grenze entfernt, an und töteten zwei Zivilisten und einen Polizei beamten und verletzten weitere Polizeibeamte schwer. Die ilnterbräfeftur wurde geplündert. Den Behörden gelang es. die Angreifer zu umzingeln. Sechs wurden getötet und fünf gefangen genommen. In dem Dorfe Metkowo in Der Rähe von Tschirpan wurde von der Kriminalpolizei eine neue kommunistische Verschwörung entdeckt, die weitere Gewalttaten in Bulgarien zum Ziel hatte. Mehrere Kommunisten wurden verhaftet, sowie da- Geheimarchiv beschlagnahmt. da- wichtige Briefe und Instruktionen au- Mv-kau enthielt, in denen Anhänger de- bulgarischen Kommunismus angewiesen tour- den.nach den Methoden der russischen Oktoberrevolution vorzugehen. ‘DieitalienifiieSoaialbemofcratte Rom, 8. Febr lWolfl.) Die marimalistisch- sozialistische Parteileitung beendete gestern in Mailand ihre Beratungen Rach Dlättermeldung ist der linke Flügel, welcher den Austritt aus dem OpPvsitionSblock und die Rückkehr in die Kammer forderte, in der M i nderheit. während die Richtung M i d i g l i a n o , welche m dem Oppofttions- block bleibt, aber sich volle Handlungsfreiheit für die Wahlen Vorbehalten will, mit 6 gegen 3 Stimmen den Sieg davontrug. Die dritte Richtung, der auch Della und Renni vom „Avanti" an gehören, wünscht ein Zusammengehen, mit de» Ovvosi- rechtzeitig in hat sich ein Die beiden Aus aller Welt. Grohfeuer in Landsberg a. d. W. Lawinenunglück. 3m Vorarlberg -Gebiet Lawinen-Hnglück ereignet. Brüder G a v e n e s ch wurden voll Schuhmacyer runt Polnische Juden, die im dortigen Flüchtlingslager untergebracht waren, ermordet hat. Ein tschechischer Massenmörder. _ Trebllsch verschwanden im Frühjahr 1919 die Brüder Porich. Jetzt wurde der Schuhmacher Dvoracek verhaftet, der im Rausch ausplauderte, er habe die beiden Brüder ermordet und beraubt. Dvoracek gestand "'lßerdem, daß er rm Verein mit einem andern 3n der Ostdeutschen Maschinenbauanstalt brach ein Grohfeuer aus. das die Haupthalle. das Kesselhaus, die Monteurhalle, die Schlosserei und die Schmiede vernichtete. Die Arbeiter konnten sich noch Sicherheit bringen. . einer Lawine in die Tiefe gerissen, wobei der eine getötet der andere schwer verletzt wurde. 3m Appach^ tale wurde der Münchener Ingenieur Link tot aus einer Lawine gezogen, seine Fvcvu tarn mit schweren Verletzungen davon. " ..Ausgesteuerte Erwerbslose". Vom städtischen Wohlfahrtsamt wird uns gc--' schrieben: Es sind in der Stadt übertriebene Vorstellungen von der -Zahl derjenigen verbreitet, die aus der Erwerbslosenfürsorge infolge Ablaufs der zulässigen Zeit ausgeschieden sind und in Fürsorge des Wohlfahrtsamts stehen. Es sind dies nicht 120 oder 100, sondern nur 53. Die Zahl derjenigen, die beim Wohlfahrtsamt mit Pflichtarbeit beschäftigt werden, hat in der letzten Zeit 75 nicht überschritten. Darunter befinden sich auch Personen, die nie in der Erwerbslosenfürsorge waren. Die Beschäftigung Erwerbsloser mit Rotstandsarbeiten ermöglicht übrigens die Verlängerung dieser Fürsorge auf insgesamt 52 Wochen, während sie ohne Rotstandsarbeit nur 39 Wochen betrüge. *• Arbeiten an elektrischen Haus- Installationen. Die Direktion des Elektrizitätswerkes schreibt uns: In letzter Zeit sind wiederum Arbeiten an elektrischen Haus-Installationen durch nicht zugelassene Installateure vorgenommen worden. Es ist selbstverständlich, dgh eine Arbeit an einer elektrischen Anlage, von nicht sachgcmäher Hand auszeführt, eine wesentliche Gefahrenquelle darstellt, die zu einer Gefährdung durch Brandgefahr, unter Hmständen auch zu einer direkten Lebensgefahr führen kann. Es sei hier ausdrücklich daraus hingewiesen, dah auch anscheinend einfache Arbeiten, wie das Auf- Hängen oder Auswechseln von Beleuchtungskörpern. durchaus sachgemäß ausgeführt werden müssen, da auch hier bei unsachgemäßer Ausführung eine Gefahrenquelle gebildet werden kann. Deshalb wird seitens der Städt. Elektrizitätswerke die erlassene Vorschrift wiederum in Erinnerung gebracht und gleichzeitig darauf hingewiesen, Daß sich auch die Abnehmer, die derartige Arbeiten durch nicht zugelassene Im ftaltateure vornehmen lassen, außer der Gefahr auch einer empfindlichen Bestrafung aussehen. In diesem Zusammenhang sei auch auf einen Mißstand hingewiesen, der in der letzten Zeit besonders überhand genommen hat, dah nämlich die Abnehmer von hausierenden 5jänDIcrn irgendwelche Sicherungspatronen oder ähnliche Erzeugnisse kaufen, die meist nicht zulässig sind und teilweise überhaupt nicht verwendet werden können. Es dürfte sich in allen Fällen empfehlen, bei irgendwelchem Bedarf nicht von hausierenden Händlern zu laufen, sondorn sich ay di- zu» -tv^sparteten auch in den Wahlen ®er bisher noch nicht veröffentlichte B e schluh erklärt sich für daS Verbleiben im Oppofitivns- block auf die Dauer der Legislaturperiode und spricht sich gleichfalls für die volle Selb - ständigkeit der Partei für die Dauer der Reuwahlen aus. Der deutsch-siamesische Vertrag. Eine Rede Stresemanns im Reichstag. Berlin, 7. Febr. Auf der Tagesordnung steht zunächst das Wirtschaftsabkommen mit Siam. Abg. Dauch (DDP) berichtet über die Verhandlungen des Auswärtigen Ausschusses und empfi hlt die Annahme des Vertrages. Abg. Freiherr von Freytag-Loring- h o f e n (D. Rat.) meint, daß der Vertrag der Würde und dem Ansehen des Deutschen Reiches widerspreche. Abg. Dr. Haas (Dem.) wendet sich gegen diese Aeusierung und beantragt. Reichsauhen- Minister Di. Stresemann herbeizurufen, damit er auf diese Aeußeruna erwidere. Abg. Kube (Rat. Soz.) bezweifelt die Be- schliitzfähigkeit des Hauses. Die Abst'm» mung ergibt, dah nur 242 Abgeordnete anwesend sind, während zur Beschlußfähigkeit 247 Abgeordnete erforderlich sind. Präsident Lobe schließt daher um 2 Hhr nachm. die Sitzung. -ihn 21/? ilfjr eröffnet Präsident Lobe die nächste Sitzung In Fortsetzung des Etats des Reichs- a r b e i t s m i n i st e r i u m s spricht sodann Abg. Rädel (Kom.) Rädel meint, daß aus der Tätigkeit des internationalen Arbeitsamtes für die deutschen Arbeiter noch nichts herausge- komrnen sei und auch nichts herauskommen könne, weil in Deutschland jetzt die letzte Etappe der Reaktion erreicht sei. Abg. Frau Dohm-Schuch (Soz.) wünscht Vorlage der Berichte der Gewerbeanfsichtsbeam- ten. so rechtzeitig, dah die Gewerkschaften dazu Stellung nehmen können. Auch müssen aus den Kreisen der Arbeitnehmer Aufsichtsbeamte herangebildet werden. Abg. Bi en er (D. Rat.) verlangt größeres Verständnis für die Bedürfnisse des Hand- w e r k s. An dem Wesen der Handwerkerlehre dürfe nicht gerüttelt werden. An sozialer Fürsorge für die Lehrlinge habe es das Handwerk nie fehlen lassen. lWiderspruch bei den Sozialisten.) Einer gesetzlichen Reuregelung des Lehrlingswesens würden sich die Deutschnatio» nalen nicht widersetzen, aber das Lehrlingsverhältnis dürfe nicht als ein gewerbliches Arbeitsverhältnis betrachtet werden. Abg. Schneider (Den,.) ist in vielen Punkten nicht mit dem Vorredner einverstanden. Er meint, dah jetzt schon von vielen Meistern das Lehrlingsverhältnis als gesetzliches Arbeitsver- bältnis behandelt würde. Bei der kommenden geschlichen Regelung müßten auch die besonderen Verhältnisse der Angestelltenlehre gebührende Berücksichtigung finden. Abg. Behthien (D. Dp.) bestreitet entschieden, dah die Ausbildung des gewerblichen Rachwuchses sich verschlechtert habe. Die Ausbildung des Handwerkes stehe vielmehr in Deutschland auf ganz besonderer Höhe. Abg. Pe hold (W. Dg.) wendet sich gegen eine schematische Gleichbehandlung der ße&rtinge in den verschiedenen Berufszweigen. Von einer Lehrlingszüchterei im Handwerk könne feine Rede fein. • Abg. Thiel (D. Vp.): Dem Etatsvosten für die Ratifizierung des Washingtoner Abkommens Amme die Deutsche Volkspartei zu. Der Ein- iKtt Deutschlands in das internationale Arbcits- afyit könne nur bei voller Gleichberechtigung und irach Erfüllung für Deutschland notwendiger Voraussetzungen erfolgen. Hierüber müsse noch eine Besprechung des Reichsarbeitsministers mit den in Frage kommenden Ausschüssen stattfinden. Die vorher abgebrochene zweite Beratung des Deutsch-siamesischen vorläufigen Wirtschaftsabkommens wird fortgesetzt. die Verhütung des Verfalls ermöglicht, bleibt es noch die Aufgabe der Gemeinden, den Reubau und die Erhaltung von Wohnungen m i t Hilfe öffentlicher Mittel zu fördern. Hm diese Aufgabe planmäßig und we.tsichtig zu lösen, ist es erforderlich, den Gemeinden eine Mietzinsabgabe in Höhe von 20°b der Friedens miete auf zunächst 5 Iahre durch ein Gesetz zuzuweisen, ohne dabei die den Gemeinden für allgemeine Zwecke zustehenden Einnahmen zu kürzen. Gewerbliche und landwirtschaftliche Detriebsräume dürften von der Steuer nicht ausgenommen werden können. Die Barmatuntersuchung. Berlin, 7. Febr. (Wolff.) Im Unter- suchungsausschuh des preußischen Landtages über die Kreditgewährung der Seehandlung kam es bei der heutigen Sitzung zu Zusammenstößen zwischen dem stellvertretenden Vorsitzenden, dem deutschnationalen Abg. Dr. Deerberg einerseits und dem Zeugen Ministerialdirektor Falk und den sozialdemokratischen Aus- schuhmitgliedern andererseits bei verschiedenen Fragestellungen. Von der Linken wurde schließlich ein Antrag eingebracht, der die Geschäftsführung des stellvertretenden Vorsitzenden mißbilligt, worauf dieser fein Amt sofort niederlegte. Die Sitzung wurde hierauf unterbrochen. Bis zur Wiederaufnahme der Sitzung konnte jedoch die Wahl eines neuen stellvertretenden Vorsitzenden nicht oorgenommen werden. Mit der Weiterführung des Vorsitzes wurde der volksparteiliche Abg. Pinkerneil betraut. Der Ausschuß trat dann in die Vernehmung des ehemaligen Reichswirtschaftsministers W i s - s e l ein, der auf die Bekundungen des Kriminaloberinspektors Klinghammer brieflich um sofortige Vernehmung und Gegenüberstellung mit Klinghammer bat. Wissel erklärte, daß er während feiner Amtszeit als Wirtschaftsminister niemals Ausfuhr- und Einfuhrbewilligungen für Druckpapier oder andere Waren erteilte, da hier ür ein Ausfuhrkommissar zuständig gewesen sei. Klinghammer verwechselte möglicherweise die von ihm ausgestellte Befürwortung der Einfuhr von Lumpen durch die Firma Darmat mit der Einfuhrbewilligung auf Antrag des Abg. M u f ch k e. Dann wird die in der letzten Sitzung abgebrochene Vernehmung K l i n g h a m m e r s fortgesetzt. Auf die Frage des Verhandlungsleiters, ob er sich genau erinnere, eine Einfuhrbewilligung beschlagnahmt zu haben, erklärt der Zeuge, es habe sich nicht um eine formularmäßige Bewilligung, sondern um ein Schreiben mit der Unterschrift des Wirtschaftsmini st e rs gehandelt, in dem von der Einfuhrerlaubnis die Rede war. Ministerialdirektor Falk kommt nochmals auf die Angelegenheit des verschwundenen Aktenstückes zu sprechen und erklärt dazu, daß nach Ansicht der Oberstaatsanwallschaft das Vorgehen des Kriminalkommissars Klinghammer durchaus unzulässig gewesen sei. Strafverfahren gegen Sofie? Berlin. 8. Februar. (TH.) Man rechnet, Wie die „Vossische Zeitung" mitteilt, in parlamentarischen Kreisen damit, daß dem Reichstag schon in den nächsten 48 Stunden von oer Staatsanwalt ein Antrag auf Aufhebung der Immunität für den Abg. Höfle zugehen wird. Es erscheint nicht ausgeschlossen, dah die Hntersuchung der Staatsanwaltschaft auch auf den Zentrumsabgeordneten Lange-Hegermann ausgedehnt wird. Schlägerei zwischen Kommunisten und Reichsbanner Berlin, 7. Febr. (TH.) Der Hauptausschuh des Deutschen Städtetages faßte nahezu einstimmig folgende Entschließung. Als unvermeidbare Hilfsmaschine im Kampfe gegen die Wohnungsnot kann die Wohnungs- z w a ngsioirtschaft erst mit dieser völlig fallen. Eine voreil ge Abschüttelung des lästigen Zwanges würde gemeinschädliche Fügen haben. Die Beseitigung der Zwangswirtschaft auf dem Wege der allmählichen Lockerung und des schrittweisen Abbaues bleibt jedoch das Ziel. Schon jetzt ist das ZwangSrecht insoweit aufzuheben, als es sich entweder als schädliche Heberspannung erwiesen hat oder teilweise eine Milderung der Raumnot bereits eingetreten ist. Eine Beseitigung der Wohnungsnot ist nur möglich durch Reu Herstellung von Wohnungen bei gleichzeitiger Verhütung des Verfalls alter Wohnungen. Hierzu haben Arbeitgeber in Stadt und Land für ihre Arbeitnehmer, insbesondere Reich und Länder für ihr 'Jkrfonal, mitzuwrrken. Solange aber noch die Mieten nicht wieder in einer Höhe erhoben werden können, die den Reubau von Wohnungen rentabel macht itnA Berlin, 9. Febr. (Wolff.) Die Berliner Leitung der Kommunistischen Partei hatte am Sonntag ihre Anhänger zu Provinzdemonstrationen aufgerufen, die in Velten, Für- tenwalde. Strauhbcrg und Bernau stattfanden. Die Beteiligung war nicht übermäßig start. Die in Bernau versammelten Kommunisten fuhren auf drei Lastwagen nach dem benachbarten Zepernick, wo eine Gründungsfeier des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold stattfand, um diese zu sprengen. Von Bernau aus war, jedoch bereits eine Abteilung Schutzpolizei nach Zepernick geeilt. Kaum waren die Kommunisten in Zepernick, als der Rote Iungsturm in das Lokal einzudringen versuchte. Die Reichsbannerleute setzten sich zur Wehr, und in wenigen Augenblicken war eine große Schlägerei im Gange. Die Polizei versuchte vergeblich die Kämpfenden zu trennen. Als die Kommunisten auch auf die Polizei losgingen, feuerte diese einige Schreckschüsse in die Luft ab. Darauf ergriffen die Kommunisten die Flucht. Parlamentarisches aus Hessen. Darmstadt, 8. Febr. (Eig. Bericht.) Die Deuts chnationale Volkspartei hat im Landtag einen Antrag eingebracht, worin die hessische Regierung ersucht wird, sich für die Aufklärung des Barmatskandals einzusehen, sowie der anderen Skandalfälle. Ein weiterer Antrag ersucht, dafür zu sorgen, daß Reichs mittel zu erträglichen Zinssätzen zur Verfügung gestellt werden, um der K r e d i t n o t von Landwirtschaft und Gewerbe sowie dem Wo hnungsmangel abzuhelfen. Ferner wird die Regierung ersucht, für eine Verbesserung der P 0 st v e 1 h ä l t ni sse einzutreten. kommen, der Regierung vorzuwerfen, sie habe mit diesem Vertrag die Ehre und das Ansehen Deutschlands geschädigt. Das sagt ein Vertreter der stärksten Regierungspartei. Die Ausführungen des Außenministers waren nicht die angemessene Verwahrung der Reichsregierung gegen solche unerhörte Vorwürfe: sie glichen vielmehr wie ein mildes und freundliches Plädoyer. Es ist doch ein ganz unmöglicher Zustand, dah die Deutschnationalen im Ausschuß und im Plenum nur im Interesse ihrer Agitation die Regierungsvorlagen bekämpfen, in der Zuversicht, daß die übrigen Parteien die Annahme sichern werden. Wir lassen uns nicht eine Verteilung in der Weise gefallen, daß ein Teil des Reichstags die Macht ausübt und der andere Teil ihm diese Macht durch die Bewilligung der Regierungsvorlagen sichert. Wir unterstützen nicht die deutschnationale Politik des Halb und Halb. Wir werden mit Rücksicht darauf, dah das Abkommen von einer Regierung vorgelegt wird, in öer vier Deutschnationale sitzen, ihm zunächst in der zweiten Lesung zustimmen. Für die dritte Lesung behalten wir uns volle Freiheit vor. Wir werden sehen, ob dann die Deutschnationalen von der Kritik des Abg. von Frey tag abrücken. Abg.Graf Westarp (Dtntl.) betonte dem Vorredner gegenüber, es sei doch auch bei früheren Koalitionskabinetten vvt- gekommen, dah ein Teil einer Regierungspartei scharfe Kritik an einer Vorlage geübt habe. Abg. Müller (Soz.) Da die stärkste Regierungspartei in dem Vertrag eine Schädigung des Ansehens und der Würde sieht, können wir nicht für diesen Antrag stimmen. Vor der Abstimmung — es fehlen viele Abgeordnete der Rechten — stellt Präsident ßöbe Beschluhunsähigkeit des Hauses fest und beraumt die nächste Sitzung auf Montag 2 Hhr nachmittags an. Die Iustizreform. Eine Programmrede des Reichsjustiz- minifters. $ er! i n, 7. Febr. (WB) Im Haushaltsausschuh des Reichstages bezeichnete Reichsjustizminister F r e n k e n die Schaffung eines auf den modernen Rechtsanschauungen aufgebauten, in NH geschlossenen Prozehrechts als eine der Hauptaufgaben der nächsten Zeit. Wichtige Vorarbeiten seien von einer beim Reichsjustizministerium gebildeten Zivilprozehkommission bereits geleistet worden. Den Wünschen weiter Kreise nach Beseitigung des Zwanges zum Mahnverfahren ist für den Hrkunden- und Wechselprozeh durch eine Verordnung vom 11. Dezember Rechnung getragen worden. Die Frage der völligen Abschaffung des Obligatoriums wird im Benehmen mit den Landesjustizverwaltungen geprüft. Die Frage der Abschaffung der Gerichtsferien wird mit den Ländern er- neut erörtert werden. Die alsbaldige ersahlose Aushebung der En tlastungsvervrdnung vom 15. Ianuar würde die Zivilsenate und das Reichsgericht in eine Geschäftslage bringen, für bte das Reichsjustizministerium eine Verantwortung nicht übernehmen könnte. Den Bestrebungen der unteren und mittleren Iustizbeamten auf Aenderungen der Amtsbezeichnungen in den Iustizgesehen bringe er volles Verständnis entgegen. Der Entwurf des Gesetzes über die unehelichen Kinder und die Annahme an Kindesstatt enthält tiefgreifende Aenderungen des Bürgerlichen Gesetzbuches. Gr werde dafür eintreten, dah der Entwurf sobald als möglich im Kabinett zur Beratung gelangt Eine Stellungnahme zu der Frage der Erleichterung der Ehescheidung wird der Beratung des Antrags der Abg. Frau Lüders und Genossen Vorbehalten bleiben dürfen. Eine zeitgemäße Regelung des ehelichen G ü t e r r e ch t e s bildet den Gegenstand eines lebhaften Meinunasaus- tausches. Die künftige Gestaltung des Wohnungs - und Mietwesens wird ebenfalls eine b?r Hauptaufgaben des Reichsjustizministeriums fein. Inwieweit sich bei Berücksichtigung der noch vorhandenen Wohnungstnappheit eine Lockerung Der in jenem Gesetz enthaltenen Zwangsvoischritten ermöglichen läht. darüber ist das Reichsjustizministerium schon vor einiger Zeit mit den Ländern in Erörterungen eingetreten, Die noch nicht abgeschlossen sind. Das Reichsjustizministerium ist auch in eine erneute Prüfung der gesamten Frage des Vergleichsverfahrens zur Abwendung des Konkurses einge- treten. Ferner soll eine Zentralstelle zur Wahrung der Einheitlichkeit in der Rechtsprechung beim Reichspatentamt geschaffen werden. Eine allgemeine Revision des Patentgesehes, des Warenzeichengesetzes und des Gebrauchsmuster- gesehes ist noch in der Schwebe. Der Entwurf eines allgemeinen deutschen (Straf- g e s etzbuches wird etwa in einem Iahre dem Reichstag zugeleitet werden können. Das Strafrecht soll auf völlig neue Grundlagen, insbesondere nach der Richtung einer besseren Sicherung gegen das Gewohnheitsverbrechertum, gestellt werden. Seit dem Handelsgesetzbuch und der Wechselordnung ist dieses Werk erstmalig in gemeinsamer Arbeit mit Oesterreich herqe- stellt worden. Rahe vor dem Abschluh stehen die Erörterungen über die Einführung einer besonderen Strafvollzugsstatistik. Der Städtetag zur Wohnungsfrage. Außenminister Dr. Stresemann wendet sich gegen die Kritik, die der deutsch- nationale Abg. Freiherr Dr. von Frehtag- Loringhoven an dem Abkommen geübt hat. Es liege durchaus kein Zeugnis deutscher Schwäche darin, wenn die Verhandlungen in Berlin geführt wurden. Cs liege vielmehr im deutschen Interesse. Hnberechtigt sei auch die Kritik darüber, daß der Tert des Abkommens in englischer Sprache ab= gefaßt sei. Eine Abfassung in dieser Sprache sei für die deutschen Kaufleute zweifellos praktischer, als wenn man sich auf die wenig bekannte siamesische Sprache stützen mühte. Das Abkommen sei dringend notwendig gewesen, denn nach dem bisher geltenden Recht war es deutschen Kaufleuten verboten, siamesischen Boden zu betreten. Der für Deutschland außerordentlich schädliche Artikel 18 des Versailler Vertrages, der die Beschlagnahme deutschen Eigentums zuläht, ist vertraglich ausgeschaltet nicht nur für Siam, sondern auch für England Volgien, Italien, Iugoslawien, die Tschechoslowakei, Portugal, Iapan, Peru und Kanada. Der Abg. von Frehtag bemängelte weiter, daß wir die siamesische Gerichtsbarkeit anerkennen. Gerade Deutschland müsse es vermeiden, als eine Macht angesehen zu werden, die zwar selbst Gleichberechtigung für sich verlange, aber Die anderen Völker haben gerade jene europäischen Völler verleugnet, die im Weltkriege außereuropäische Staatsangehörige als gleichberechtigte KriegStellnehmer verwendeten. Dr. Stresemann bedauert zum Schluß die Wendung des Abg. v. Frehtag. daß der Vertragsabschluß Die Würde und das Ansehen des Deutschen Reiches geschädigt haben. Subjektiv könne dieser Vorwurf nicht gemeint gewesen fein, Denn Der Redner setzte gleich hinzu, daß ein Teil seiner Freunde für den Vertrag stimmen werde. (Heiterkeit links und in der Mitte.) Objccktiv müsse zugegeben werden, dah die Lage Deutschlands nach dem verlorenen Kriege eine Außenpolitik bedingt, die sehr oft der Würde und dem Ansehen des Deutschen Reiches wenig entspricht. Wir sind ja eigentlich kein souveräner Staat mehr. Es ist aber Unrecht, Der Regierung aus Den Folgen Dieter Zwangslage Vorwürfe zu machen. Wir sollten doch nicht immer davon sprechen, was gewesen ist, sondern von Dem, was uns geblieben ist und was wir wahren wollen. (Beifall links und in der Mitte.) Abg. Meyer-Berlin (Dem.): Der deutsch- nationale Abg. von Freytag hat es fertig ge- Aus Stadt und Land. Gießen, den 9. Februar 1925. Schulfiichse. Roch ist nicht Ostern, aber die Schulfüchse rühren sich schon. Sie haben längst ausspioniert, wo der Ort ihrer künftigen geistigen Tätigkeit ist. fragen viel nach Lehrer und Einmaleins und sind wesentlich beruhigt Darüber, daß sie schon bis 10 zählen können und willen, daß 2x2 4 ist. Einige haben auch schon Schreib- verfuche gemacht und das eine ober- andere Gedicht auswendig gelernt, das nachweislich jedes erste Iahr „branfommt“. Ein neuer Horizont tut sich auf. Manches Söhnchen, das sehr verwöhnt war und gar nichts bnn Gehorsam willen wollte, wird schon bei dem Gedanken „Lehrer" ein wciq sfll und achtsam und läßt sich Schaueraeschichten von Rohrst öcken und Ohrzwicken erzählen. Das ist etwas ganz Reues: Eine fremde Gewalt greift ein, ein unbetannter Wille, dem man unterworfen ist, t>Dne daß man sich Dagegen wehre n^kann. Das Kind versteht oder fühlt das schon fepr fliit, besser jedenfalls als mancher Er- wachsener denkt: es benimmt sich Dabei oft auch geschickter als die Eltern, de wahrhaftig manchmal recht hilflos und ungeschickt sind. I eben falls ist es grundverkebrt, wenn Vater - ?2u^CVi Bewußtsein ihrer eigenen erzieherischen Ohnmacht, m't dem Lehrer „drohen" und ihn als Schreckgespenst abmalen, das ein ö'einb Der Kinder ist. Wirkung tut das wohl, aber e£ birgt die große Gefahr in sich, daß Die KlnDesseele dem Lehrer entfremdet ist, noch ehe sie die Möglichkeit hatte, ihm nabezukom- men. Die Folge ist Scheu und Verschüchterung, unfreies Verhalten und ein Anhausen von inneren Hemmungen, die der Lehrer erst wieder beseitigen muß. Wenn man mit den Kindern von dem zukünftigen Lehrer spricht, Dann tue man Da£ in jenem freundlichen, aber doch sehr bc- ftimmtem Ton, der fein Ausweichen möglich "fächt und Den ganzen Ernst der Lage erkennen laßt. Der Lehrer wird gerade für diese Art Der „Einschulung" sehr dankbar fein. Run wird langsam die Schiefertafel gekauft, wenn sie nicht schon Der Weihnachtsmann gebracht hat, der Tornister dazu, ein Schieferrasten, Federhalter und was derlei Herrlichkeiten alles find. Das ganze Haus nimmt an diesen kleinen Freuden und Sorgen teil, und für manches Kind ist die Schule tatsächllch von allergrößter Bedeutung, nicht nur deshalb, weil da der junge Geist zum erstenmal zu geregelter Arbeit, angehalten wird, sondern auch well bas Kind in Der Grundschule mit allen Bevölkerungskreisen in Berührung kommt. Wie heilsam kann das fein, aber auch wie gefährlich! Aber nur keine Angst, ihr kleinen Schulfüchse! Gießener Wockteum^rktvreise am 7. Februar (Händlerpreise). Gs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkte: Butter 200, Matte 40, Käse 70, Wirsing 15. Weißkraut 15, Rotkraut 20, gelbe Rüben 10, rote Rüben 15. Spinat 50, Hnter-Kohlrabi 8, Grünkohl 20. Rosenkohl 50, Feldsalat 100, Endivien 100, Tomaten 150, Zwiebeln 15, Meerrettich 40 bis 80, Schwarzwurzeln 70, Kartoffeln 5, Aepfel 12 bis 20, Dirnen 15, Dörrobst 30, Honig 40, junge Hahnen 100 bis 110, Suppenhühner 120 Pf. das Pfund. Eier 15. Blumenkohl 120 bis 200, Lauch 5 bis 20, Sellerie 20 bis 70 Pf. das Stück. Wettervoraussage. Zunächst wenig kühler, wechselnde Bewölkung, dann stärkere Bewölkung, zunehmende Temperaturen, einzelne Regenfälle. Der Witterungscharakter der letzten Sagt zeigte ein unruhiges, schnell wechselndes Bild das durch das nördliche Vorüberziehen von Teilwirbeln einer großen Depression bedingt ist. Die heute morgen eingetretene Aufbesserung ist wiederum nur von kurzer Dauer, Da die Einwirkung der nördlichen Störungen auf unser Gebiet andauert. Tüchtige erfahrene und zu- verlässige Reisekräfte nicht über 30 Jahre, zum Vertrieb eine» erstklassigen zukunftsreichen elektrotechn. HauShaltungSartikelS bei hoher Provision für Dietzen unb Umgebung wollen schriftliche Meldungen unter 01186 an den Viebener Anzeiger einreichrv. Metallbetten Dtahlmcnr., Kinderbetten. dir. an Brio. Sat31 N tret. Ellen- ■ Bballabr. Buhlt. Th. 240 utO uch nachts 0UIIII1MIII1UIIIIIUI!1 lierunj Vorst Die als ein Volks- Zu beziehen durch Blüten deshalb der billigste u.zugleich DER FEINSTE TEE IM VERBRAUCH Jean Weisel, Gießen, Sonnenstraße 6, Tel. 88. Bei Katarrhen und Grippe mildert Selters-Sprudel Augusta Victoria - allein oder mit heißer Milch vermischt - den Hustenreiz, erleichtert die Absonderung des Schleimes u.fördert die Heilung der Schleimhäute Äelerei'uen a. B. Eberstadt (CbcrUefien), Griesheta, b. Frankfurt a.M. Bei Bedarf Anfrage erbeten. laOD Kreis Vüdingen. Unter-Schmitten, 8. Febr. Vortrag wurde im 9. Am Vormittag war gelogen, alles zu billigem Preise haben konnte. Dabei ist statistisch nachgewiesen. datz unsre Stadt zu den teuersten Plätzen in Hessen gehört, und zwar war dies schon in der Vorkriegszeit so, Wie aus den früher veröftentlichten Mittei- lu'ngen des Statistischen Amtes hervorging. Wesentlich zu dieser Teuerung mag die unmittelbare Aähe der beiden großen Badeorte Rauheim billiges Landstädtchen zu betrachten, in man, als in der fruchtbaren Wetterau Wünschelrute! Wichtig für (Äcmeinbett uudIuduftrien Bon fltoüev Iorschung-reise auS Meriko zurück,ekebr, macht demnächst der durch seine glänzend. Eriolge berühmte, gevriftte WünscheirutensorscherOberstteulnant a.D. HelaemeGi ti Bad vomburo, LromenadeLI eine voddiurnercife d >rch Oberbessen Er findet und verkolat jede nie versiegbare Wanorador gidi on:Liromrichtuug.Breite. schule Am Abend ergriff nach den emle-tendm Worten des Schulrats Lorentz über Aufgabe und Ziel des V. f A der Vortragende das Wort zu seinen überaus fesselnden, von echt deutschem Geiste und deutscher Bruderliebe getragenen Aus- starb. Die Leiche wurde in die Heimat überführt Die Anteilnahme cm dem Schicksal der tiefgebeugten Familie ist allgemein. Dr. Strautz galt als ein glänzend begabter Mediziner. Kreis Lauterbach. hml. Lauterbach, 8 Febr. Der Verein für Ausland de utschtum hatte für Frettagabend zu einem Lichtbilderv^rtrag des Herrn Dr. Dell-Kassel über das Thema Von der Donau zum Schwarzen Meer bet deutschen Bürgern und Bauern" eingeladen. Der id^ncn -U>0rW. Olv uvr l l uqx.ii w uv*, i landdoutschtum und deutschem Geist zu den Au Hörern sprach Da» Hchlutzwort mit der Bule um Mitarbeit bei der Arbeit des V.f.A sprach Schulrat Lorentz. Hesien-Rasiau. Frankfurt a. M.. 7. Fbr. (tDplfl.) Der 25jäh ige Schneidergeselle Huppels bet gauS Elberfeld der kürzlich den 62jährigen Schneidermeister D i l l c m u t h in seiner Wohnung m Der Schloicrmacherft raste ermordet und beraubt hatte, konnte gestern von der .Kriminalpolizei m Dorarlbe rg (Oesterreichs verhaftet toCll^b. Frankfurt a. M., 8 Febr (Sin blutige« Drama trug sich in der Rächtzum Sonntag in Der Familie do« Sisendrehors Hans Arend« im Stadtteil Sachsenhausen zu Arend«, der mit seiner au« Frau und drei erwachsenen Söhnen bestehenden Familie im Hause Kleme Rittergasie 16 wohnte, hatte seine Angehörigen schon oft mit Totschlag bedroht. Heute nacht gingen die Söhne o.u« Angst vor rohen Ausschreitungen des Vaters nicht zu Bett. Gegen zwei Uhr drang der Vater mit einem schweren Schrubber in das Zimmer der Sohne ein und bedrohte sie mit dem Leben. In der höchsten Rot griff der älteste Sohn nach einer Schuhwafse und tötete den Vater durch einen Schuh in den Kopf. Der Täter wurde zunächst in Schutzhaft genommen. — Für den Besuch der Stadtverordnetenversammlung er hält jede Fraktion nach ihrer Starte eine bestimmte Zahl von Eintrittskarten. Diese Karten müssen am Ausgang zum ©ihungtfaa abg^eben werden. E« hat sich jetzt herausgestellt, daß eine grotze Anzahl von Personen bisher mit gefälschten Karten Gintritt in den Zuhörer- raum gefunden hat. Man wundert sich nun auch in den Stadtverordnetenkreisen nicht mehr darüber dast die Zahl der berufsmastigen Radau mach'er die Kopfstärke einer gewissen Partei um ein Vielfaches übertraf. Sa6, V?-1 Wohnungsbauprogramm sah für 1924 die Errichtung von 1200 Wohnungen vor. von denen rund 1000 noch herzustellen sind Das Dauprogramm für 1925 rechnet mit der H«- stellung von 1500 Wohnungen. Von diesen 1500 Wohnungen sollen 600 von Genossenschaften und Privatgesellschaften. 500 vom städtischen Hochbau- amt unb 400 von der Aktiengesellschaft für kleine Wohnungen erbaut werden. Als erste Finanz auelle für diese Bauten kommt die HauSzins steuer in Betracht, die übrigen Mittel werden durch die Stadt und zum Teil durch Interessenten aufgebracht. Der Magistrat beschlost ferner, eine Million Mark für Hl) pv t h e t e n ba tr- r eße n bereitzustellen und an Erbauer von Wohnungen mit höchstens fünf Zimmern zu vergeben. fpd. Aus der Rhön. 8. Febr. Ein heftiger Schneesturm fegte Samstag über die Höhen der Rhön Teilweise liegt der Schnee 25 Zentimeter hoch. Die Skibahnen befinden sich in bester OtCmung.________________ Das prachtvollste Schneeweiß *i kann lausend zu böäntctt Taaecvrenen und überbieic jedes Angebot mit 5 iht- Hermann Becker relevhon 1658 Gießen iclepuon 1G8 iy,D Stniferallee 10.____________ Apfelsinenu.Gemüse kauft man selbstverständlich [< Fahrpreisermässigung eine Erl ichterung cnabnm. Fadi karten zu diesem Zuge sind keinesfalls beim Wetzamt zu bestellen, sondern beim Lloyd- passagebureau Koblenz. Hotel Traube, Rheinstr. Auherdem verkehren Rück-Sonderzuge am 4.. 5. und 6. März. ** Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter S ch l a ch t v i eh m a r k t: 330 Och'en, 41 Dullen. 892 Fäisen und Kühe. 383 Kälber, 167 Schafe. 4049 Schweine. BornoNzcn. — Tageskalender für Montaa: Deutschnattonale Volkspartei. 8l/< älhr ^Post- keller" Hauptversammlung. — VerkehrS-Vercin Dietzen: 8 Uhr „Restaurant Hindenburg" Gene- ialversammlung — Sanitäts-Verein: 8 Uftr Stadt Kassel^ ordentliche Generalversammlung. — F. G. Z. und G. F. F-: B1/« Uhr .Schipkapatz' Vortrag. — Lichtspielhaus Dahnhofstr.: .Die Ribelungen". — Astoria-Lichtspiele: „EirruS Diva". . . — Die Bortragsvereini gung veranstaltet am nächsten Donnerstag einen sehr lehrreichen Vortragsabend, indem sie Hofrat Meister au« Bad Homburg zu einem Lichtbilder- üortrag über das ,Dadeleben in alter und neuer Ze i t" eingeladen hat. Ernstes und Heiteres geschickt verbindend, so schreibt man uns. bringt der Redner etwa hundert Lichtbilder zur öi Läuterung seiner AuSsuhrung^i. 11. a. wird er zeigen. hast kein Land der Erde einen so vielseitigen Schah an Heilquellen besitzt wie gerade Deutschland. (Siehe heutige Anzeige.) Landkreis Wieftcn. Auguste Schneider und Fräulein Marie Lenz. 3m Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein sehr beifällig aufgenommener tiefgründiger Vortrag der Frau Dr. Koenig über Schubert« Leben und W?rke. Aus der Reichhaltigkeit der Vorträge feien besonders erwähnt der von den vier zuletzt genannten Damrn bestrittene vierstimmige Gesangsvortrag .Psalm 23" und das dreistimmig vorgetrcgnie Doiksl eO .Röslein auf der Heide . Besonderen Beifall erntete Fräulein Brandt für ein meisterhaft vorgetragenes Klaviersolo, auch die vierhändigen Klaviervor- träge von Frl. Jäger und F.au Dr. König seien lobend hervorgehoben. Mit dem aemeinsamen Lied .Röslein auf der Heide" schloß der wohl- gelungene Abend. (.) DerSrod. 7. Febr Gestern abend fand in dem Saale de« Gastwirts Becker ein landwirtschaftlicher Vortrag statt. Der Redner. Dipl.-Landwirt 3 f e l b von der Auskunftsstelle des Kalisyndikat« Darmstadt, sprach über .Die künstlichen Düngemittel ihre Anwendu.ig und Wirkungen auf die Pflanzen". Sodann führte er im Lichtbilde den Betrieb eines Kalibergwerks. Gewinnung der Kalisalze und ihre Verarbeitung zu landwirlfchafttichen Zwecken sowie einige Düngungsversuche von Getreidearten. Gemüse und Blltmen vor. t Gründer g, 8. Febr. Die W o h n u n g s- l not ist auch in unserer Stadt autzerordentlich drückend. Vielfach müssen 4—6 Personen, alt und jung, in einem Raume wohnen und darin zum Teil auch noch Heimarbeit verrichten. Für die Beamten werden Wohnungen von 3 bi« 4 Zimmern dringend benötigt. Den Weg der SeLsthilfe können nur wenige beschreiten, denn die Ersparnisse aus besseren Zeiten sind dahin, und was heute verdient wird, ist für die dringend- 1 ft en Lebensbedürfnisse gerade ausreichend. Manche andere Stadt hat in anerkennenswerter Weise Baudarlehen zur Erstellung von I Wohnungen gegeben und auf diesem Wege sehr segensreich gewirkt. Es würde auch hier mit Freude begrüßt werden, wenn die Stadtverwaltung zu den gleichen Mahnahmen greifen und dadurch die verheerende Wohnungsnot lindem würde. — Der hiesige Geflügelzuchtverein hielt dieser Tage feine Haupt- I Versammlung ab. Es wurde beschlossen, im Ro- vember d. 3. eine grotze GeflügelauSstel- lung zu veranstalten. Der 1. Vorsitzende, Uhrmacher Iöckel, der dem Verein seit 28 Jahren vorsteht, legte den Vorsitz nieder und wurde in dankbarer Anerkennung seiner Verdienste em« | stimmig unter lebhaftem Beifall zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zum 1. Vorsitzenden wählte mon Conrad Ruhl, zum 2. Vorsitzenden Reitz- Stockhausen. Kreis Alsfeld. die beste Kinderseife Kreni-Dron. Atgnii Nell, P. J. Ml'is, Drag. 9eer| Wallaatels, Prag- 6 Wlatsrhslt.______4de gelassenen Jnitollateine ozw». an vaS 'Derk direkt ^wenden. Man beachte die heutige Dekannt- Eichamt bleibt wegen dienstlicher Abwesenheit der beiden Eichmeister von «letzen am kommenden Donnerstag, 12. d. W.. " Vom Frankfurter Postscheck- amt. Rachdem die Verkehrsschwierigkeilen beim Postscheckamt Frankfurt a. M. behoben find M d.- Duchun.SIchluI, für T> Lich. 7. Febr. Die kürzlich im ..Giehener Anzeiger" aus. ührlich gebrachte Entscheidung des Prövinzialausfchusses, bie der Stadt Lich die Haltung eines Friesenbullen untersagt. ist noch keine endgültige. Der Gemeinderat unserer Stadt Hal in feiner letzten Sitzung beschiessen. Revision gegen das Urteil bei demHefsischenVerwaltungsgerichts- hof zu verfolgen. Allseitig sieht man mit Spannung dem Ausgange des Streitverfahrens entgegen. bai nicht nur für die Viehzüchter unserer Stadt, sondern für weite landwirtschaftliche Kreise von grotzem Interesse ist. — Die Zahl bet hiesigen Erwerbslos e n ist stetig im Steigen begriffen. Zur Zeit werden unterstützt 27 Vollerwerbslose und 62 Zufchlagsemp- fänger. ° Lich. 7. Febr. Der hiesige Verein für Volksbildung veranstaltete in der Turnhalle einen S ch u b e r t - 21 b e n b. Die musikalische Leitung hatte Lehrer Stein übernommen. Außerdem wirkten mit Frau Dr. Koenig. Fräulein Marie 3äger. -Fräulein Gabriele Brandt, Frau Dr. Burger, Fräulein und Homburg beitragen. Die 9ti>en«mittclbrcifc und besonders die Preise auf dem Markte sind z. V. wesentlich höher als in der Drvtzstadt Frankfurt. Datz darüber in den Beamtenkreifen eine liefe Verstimmung herrscht, ist begreiflich. In einer Versammlung des Arbeitsau« - fchusfes de« hiesigen Beamtenvereins, welche unter Vorsitz des Postmfpektors 3 u n g staltsand und sehr zahlreich besucht war, wurde dieser Mitzstimmung auch unverhohlen Ausdruck gegeben. Es sollen nochmals alle Schrille unternommen werden, um In dieser Beziehung eine gleichmätziqe und gerechte Regelung zu erreichen. — Auf dem Rathaufe liegen die vom hiefigen Hochbauamle entworfenen Bebauungspläne offen, die bereit« in der letz en nichtöffentlichen 3t-ibtocrorbnetenoerfamm- [ung erläutert und genehmigt wurden. Der eine Plan ist in dem Stadtteile F a uerbach. Der andere am Taubenrain in Friedberg und der dritte, bedeutendste in dem Gelände welches von der Land st ratze nach Bad- Rauheim (der Giehener Strahe) und dem Damme der Main-Weser-Dahn und der Ufa begrenzt ist. In dieser Gemarkiing besitzt die Stadt refp. der ArmensondS den größten Teil des Geländes und ist somit in her Lage, die Wünsche von Daulustigen zu beftiedigen. Die ganze Anlage ist al« eine ©artenftobt gedacht und bietet Plal, für etwa 75 Anfiedlungen mit entfprechend-m Gartengelände. Zur näheren, besonders für die SchuMnder gefahrloseren Verbindung mit der Stadt ist die Errichtung e»nes Steges über die Ufa gedacht. Allerdings mutzten noch einige U edel stände nach Möglichkeit vermindert werden, fo die Staubplage der vielen die Strafte nach Bad-Rauheim fahrenden Autos und die üblen, der vorüberfliehenden Ufa entströmenden Gerüche Letzterem Uebelstande würde durch die Ausführung des schon sett Iahren beschlossenen Ka nalifationSprojektS von Friedberg undBad-Rauheimein Ende bereitet werden können und dadurch zugleich eine schon lange empfundene schwere Schädigung der ganzen Gegend endlich beseitigt werden. ss. Friedberg. 7. Febr. Die rührige Frauenaruppe der Deutschen DolkS- Partei hielt geftem abend im Gasthaus zum Deutschen Haus eine Sitzung ab. welche sich eines ganz auhergewöhnlich starken Besuches erfreute. Untre Landtagsabgeordnete. Fräulein Birnbaum. war erschienen und gab in einem nahezu anderthalbstündigen glänzenden Referate einen Bericht über die SchulungSwoche des Deutschen Frauenausschusses zur Bekämpfung der Schuldfrage, welche Ende Ianuar unter Vorsitz von Frau Elava Mende in Darmstadt stattgefunden hat. Die Ausführungen der Rednerin, in welchen sie em klares Bild von dem jetzigen Stande dieser so wichtigen Frage entwickelte und der Hoffnung Ausdruck gab. datz der Sieg der Wahrheit immer mehr im Fvrtschreiten fei, fanden den lebhaftesten Beifall. Rachdem die Referentm noch mehrere Anfragen aus der Versammlung beantwortet hatte, sprach die Vorsitzende. Frau Professor Kloos, der Rednerin in einem Schluy- toorte den herzlichsten Dank der Gruppe aus. Sf. Friedberg. 8. Febr. Während sämt- llche in der Umgebung liegenden Städte, wie Giehen. Dad-Rauheirn. Bad Hornburg. Hanau und die Vororte von Frankfurt bei der Orts- klasseneinteilung in Gruppe A emgereiht wurden, befiinbet sich Friedberg immer noch in Gruppe B; die Stadt Frankfurt selbst hat noch eine höhere Klasse für sich. Man scheint 5 rieb- hiesige Feldjagd wurde zum Preise von 703 Mark von den seitherigen Pächtern L a h r - Frankfurt und Grauer-Haubenmühle wieder- aefteigert. — Der Männergesangverein, Mitglied des RiddatalsängerbundeS, begeht in diesem Iahre das Fest seiner F a h - n e n w e i h e. Der Bund beteiligt sich gefchlo'fen an dieser Feier und wird dabei mehrere Masfen- chöre zum Vortrag bringen. Kreis Friedberg. H AlSfeld. 8 Febr. Der Bau der neuen Festhalle auf dem Fest- unb Sport- plitz in ber verlängerten Iahnstratze schreitet rüstig fort. Infolge deS für die Bautätigkeit außerordentlich günstigen Wetters, war es möglich die Eisenbetonfunbamente ber Halle bereits fertigzustellen. Umfangreiche Erdbewegungen waren notwendig zur Auffüllung des Unter- gründe», die zum größten Teile beendigt sind. Im Frühjahr wird mit dem Aufschlagen ber eigentlichen Halle begonnen, bie auS starken Holzbinden errichtet wirb. Dis zu dem am 6. Iuli ftattfinbenben großen Pferbe- und Fohle nm arkt. dem sogenannten Prämienmarkt, hofft man bie Halle, bie in ihrer Einteilung unb Geräumigkeit mustergültig werben wird, fertig zu haben Die Bauleitung liegt in den Händen des Stadtbaumeisters Saner. — Sin tragisches, schweres Schicksal traf bie hiesige Kausmanns- familie Markus Strautz I. Deren einiger Sohn. Dr. meb. Daniel Strauß in Hamburg, ber im 25. Lebensjahr ftanb. unterzog sich einer Schildbrüfenoperation. an beten Folgen er per- imSpanischenßirlen, Bahnholstr.43. InSIeich- und vrehstrom- hochfpannunzs - Anlagen vollständig erfahrener älterer Elektriker gesucht. Schriftliche Angebote mit Angabe der seitherigen Tätigkeit unter 13670 and. Gießener Anzeiger. wieder auf 10 Uhr vormittag« •• Derf onalien. Ernannt mürben Oie Ilm an ber Fortbildungefchule zu Wies eck. ^reis Gie- ften der Kunzleigchilfe Ludwig Volp e r t aus Gießen zum Kanzleiaffistenten bei der llnwerfi- lätskasie tn Dietzen mit Wirkung mom L 3a- nuat 1925 ab; bie Slubienreferenbare Sr Martin n r 11 n f f au Mainz und Wilhelm <^raut» mnnn au ®iehen »u Studienassessoren: der Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Butzbach ^'talf Scllheim zum Amtsgerichtsdirektor ?ei biet™ Ar ObctaffTftent k b-r SlaaLnwaltf^H au ® le f) en Otto ®u tiabr 4UTn 3uftiAfefretar; ber Kanzlist bei der Zellen» ktrafanstalt Butzbach Philipp ^öder zum Kanzleiaffistenten: der Kanzleigehilfe Fri^nch Hof zum Kanzlisten bei dem Amtsgericht Gle. ßen und der Kanzleigehilfe Heinrich Vater »um'Kanzlisten bei dem Amtsgericht Lich. Re- ngSrat Hermann May in Hungen zum eher des Finanzamts daselbst. ' GefellschaftS-Sonderzug mit au» rpreiser Mäßigung zur Leipziger Messe. Der Besuch der Leipziger 5nib- jahrSmesse vom 1. bis 7. März lL^echnifche V!e e vom 1. bi» 11 Märzl wirb durch einen Gefell- fchaftS-Sonderzug am 2 8. JebruatabÄ blenz mit Zusteigemöglichkeit in Gießen mit S3».,°° hlorungm. Er führt« im Gettt« t>m W deutschen Stammesbrüdern in Groß-Rumänien, auf Straften unb an Stätten vorüber, die einst unsere Feldgrauen unter Fallendayn« Fühi'ung auf ihiem Siegeszug Iahen unb wo sie Deutsche von der Mosel unb dem Rhein, au« Hessen und au« Schwaben hie deutsche MutteHprache reden hörten. Wir berten von Menschen, hie zu un« gehören und die auch zu uns gehören wollen, weil deutsche Art und deutscher Dein in ihnen lebt. Sine Fülle hochinteressanter Aue führungen nahm die Aufmerksamkeit bei Anwesenden bi« zuletzt in Anspruch und hat zweifellos der Sache des V. f A gedient Die bärge* botenen Lichtbilder belebten unb vertieften die Eröffnung von laufenden Rechnungen Redner: Die Herren Professor Dr. Küntzel, Frankfurt a.M Verwaltung von offenen u. geschlossenen Depots und Oberst a. D. Immanuel, Marburg 1880V Eintrittskarten zu 50 Pf. und 1 Mk. (numeriert), Vortragsfolgen zu 10 Pf., im Vorverkauf bei Ernst Challier, Neuenweg. Eröffnung v. provisionsfreien Scheck-Rechnungen Annahme von Geldeinlagen Gießen, den 9. Februar 1925. 01199 cr sucht. 13770 Babnbofstrahe (>5. (Stellengesuche 7.Buchen-Stämme2. Besseres, selbständ. 10. Eschen-Stämme 3. 22. Ficht.-Stämme 3. 'ss Winterkur für *ss Haasenstein & Vogler, HI «anheim. 1364A 1362C Dender. U366ss Vorschüsse auf Wertpapiere unter günstigen Bedingungen Ankauf von Wechseln auf Inland u. Ausland 19. 20. 21. 8. 9. 3. 4. 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Dte Orte geschichtlichen Deschrhen» wandern, toie t*t Doller von weltgefchlchttlcher Do Deutung gewandert sind und sich gewandoll haben War in der Qtntifie und noch im Mittelalter das e u r o- päische Mittelmeer der Schwerpunkt ae- schichtlicher Handlungen, so verschob srch feine Rolle auf den Atlantischen Ozean nach dem Gmporkommen Englands, nach der Entdeckung der neuen CEBelt und nach der Kolonial- epoche der iberischen Lander. Run sinkt der Atlantisch- Ozean aus den Stand eines Mittelmeeres seit drr Verschiebung des politischen Schwerpunkts drr Welt nach den Vereinigten Staaten von Rordamerika. Der alte Plan des Columbus, über den Atlantic nach Indien vorzuftoßen geht gewissermaßen in Erfüllung durch das Austauchrn d-s Pazifik- Problems und die Einstellung des Haupt- lebens der Vereinigten Staaten nach dem Westen. Der Pazifik ist kein .Stiller" Ozean mehr. Unendlich viel Leben spielt sich auf seinen weiten Wogen und an den von ihnen bespülten Küste» ab Die gelbe Welt ist erwacht Japan hat sich beispiellos rasch auf die europäischen Länder umgestellt, und es ist auffallend schnell in den Vordergrund deS politischen Interesses gerückt. Vor dem Weltkrieg toaren di- europäischen Völker die Herrscher der Welt. Der Erdball ging einer Europäisierung entgegen, einem Vorgang, dessen Motor jetzt die Vereinigten Staaten ge° «vorden sind, nachdem Deutschland rühmlos erstickt wurde und nachdem die Kraft Europas erlahmte. Die rote Kaschgar Roman von Fedor von Zobeltih ^«Die^ große Front gegen Amerika besteht, wenn vielleicht auch noch zum Teil unbewußt, in Japan, das aus den Philippinen mit den Philippin os paktiert, das daran d-nkt. diesen Bund nach Indien, ja sogar «nach Sud- nfrifa und auf die Reger der V-relNigt-n erklärte Gert: „Ich habe noch Tropensieber Das muh ich erst ausheilen. Lexe. du bist mein Arzt, halt bei mir aus. bis ich wieder gesund bin . . • Unb sie hielt aus. Sie hielt ihn auch fest. Er hing schon an der Angel. Der Versuch ferner Herzensverjüngung gelang. Es floh vieles Zusammen. 'Jahrelang hatte er lenseus aller Bedürfnisse nach Schöpferfreuden gelebt ^id auch den besten Teil der Illussionen d-s Lebens begraben. Unfreitoinig war er zum Asketen geworden. Lind das rasche Aufzucken einer un- wiberstehlichen Freude am Dasein nach seiner Befreiung aus der Einsamkeit war bald wier^r erloschen in der Schwermutsstimmung, die ibn mit tiefhängendem Grau umfing, wenn er der ilngetoiftftät seiner Zukunft gedachte und seiner Abhängigkeit von einem gefühllosen Chevertrag. Denn in der Stille der kalten Rächte war mu dem „Rachdenken" auch sein Gefühlsleben starker geworden und verlor sich in büstereN—Ahnungen und quälenden 2Vänftigungen. wie Fesseln von Seide, die nachgiebig, aber unzerreibbar sind Lind hätte er diese Fesseln mit nach Hause genommen, so würde in den geistigen Zweifeln und dem Mibtrauen. das ihn beseelte, wahrscheinlich das LInerwariete zu einem neuen herben Konflikt geworden sein. Run aber floh ihm in Alexe ein Glanzlicht jener Welt entgegen, die für ihn weit hinter der Gegenwart lag. und d.e mit ihren Farben. Tönen und Düften neue Reize in feine Stimmung trug. Er trat gewissermaßen aus dem Dunkel absperrender Mauern in die Helle des Cebend. durch die alle Genien der Freude tanzten und d-r mutwillige Schwarm der Jugend nach Leidenschaften der Möglichkeit haschte. Es war wie ein Wiedererwachen aus Anast träumen, eine Reugeburt, ein Aufstieg zu sonniger Gipfelhöhe hoch über !^e Wolken deo Trübseligkeit Uill» er hatte wahrhaftig in diesem Wiedererwachen eines plötzlichen Glückshungcws das Empfinden, als gelte alle Helle und alle Freude nur ihm — unb als verkörpere sich das ^Er^hatt^lle einmal sehr geliebt, unb auch ?>ie Erinnerung wurde ihm gefahrl-ch weil he cüSr poetischen Auffrischung führte und in -eillichen Interessen sich sorts-tzte. Das aber go was ihn vergessen lieh, warum er sen Bund nach Indien, ja sogar -nach afrita unb aus die Reger der D^.etnigton Staaten zu erweitern unb dem es dadurch birett zugute kommt, wenn Europa int W-ltkrieg so töricht war. Farbige mit den -Baffen leiner Kultur auszurüsten. Auch Mexiko steht in der groben Front. Rach einem Vertrag darf Japan in einem Kriegsfall beliebig viele gruppen in Mexiko landen. Mexiko öffnet der,apa° Nischen Einwanderung Tür und ^cr Grotze japanische Siedlungen weiden dort angelegt, oo kitmen sich langfam Md-n stottern getfcn Gegner der Staaten und seinem lateiiiamerita- nischen Widersacher. Das ist ein gefährlicher Ring, auch wenn Amerika durch Revo'.uuonsan- stiftung die einzelnen Völker oft genug—zur damals mit ihr gebrochen hatte. Die Erinnerung an Frehe hatte die Sicherheit der Wirklichke.» verloren, in. Alexe stand die Wirklichkeit vor ihm und umwebte ihn mit einem Rausch, in dem jedes Gefühl, jede Stimmung durch die Kraft der Teilhastigkeit höhere Bedeutung erhielt. 5rct)e war für ihn nur noch ein halb wehmütiges Zurückschauen, Alexe ein tägliches Reuerlebnis, ein Verjüngen beä Herzens, war Handlung der Liebe. r Sie hatte mit einem Spiel der Eroberung begonnen, ohne zu ahnen, dah fie dabei sich selbst entzündete. Sie ging anfänglich wie ein kluger Feldherr zu Werke, der sich auf die ikaktik der Umzingelung versteht unb 'nicht gleich alle Minen auf einmal springen läßt Aber sie fühlte eines Tages mit Schrecken, dah sie bie Macht über sich verlor, unb bah die Flammen, die sie in ihm zum Lodern bringen wollte, den eigenen Dlutstrom erhitzten. Sie hatten ehren langen Spaziergang unternommen, durch bas Val Rervia nach Dolceagua. dem verfallenen Stammschlosse der Genueser Doria. Sie waren frrhen Muts an diesem köstlichen Herbsttag unb schritten wacker aus, fie wieder in ihrem kurzen graublauen Cheviotrock und festen gelben Stiefeln, einen Stock in der Hand, ein Hütchen aus Sämifchleber auf bem Haar. Wie sie so ging, Anmut auch in der Raschheit der Bewegung unb geschwellte Kraft in ben ©fiebern, da erschien fie ihm zum erstenmal lo begehrenswert, baff über bie SinneSfreube hinaus der Wunsch nach ihrem festen Delitz in ihm rege wurde. Es war einmal eine Zeit gewesen, da hatte er fie als Gattin verschmäht, weil er in ihr nur bie Geliebte sah. Run sollte die Geliebte die Gattin.werden, weil er philosophischer denken gelernt hatte und in ihr auch einen Halt für sein 2-ben sah. der die Stürme der D-idenschaft überdauerte. Denn sie war ja viel mehr als bas verführerische Weib seines erotischen Schwärmens. Sie war klug, lebens erfahren, wellläufig, fie hatte Geist .unb jenen lockeren Dildungsschliff. ber nie in das Langwellige verfiel, und war ein fanwfer Kamerad. Alex- wußte nicht, wie nahe fie dem Ziele war Aber aus diesem Spaziergang durch Gliben» Wälder unb Haine von Dattelpalmen, durch ein Denn bah die oben erhofften belferen ptiten so gar bald eintreten werden, wagt im Ernste doch niemand zu hoffen. Jedenfalls aber darf man solch eine Annahme nicht als Posten tn den Voranschlag einstellen. Wenn die Denkschrift die unbedingte Rolwendigkeit der Verlegung md Anträgen ihrer Grunde behauptet, so kann man ruhig zugeben, bah diele Gründe recht gut aus- gewählt unb verwandt werden. Aber fie 1UW immerhin noch auf ihre Stichhaltigkeit den zu prüfen. Auch die Gegengrunde sind von Den KirchentagSabgeordnelen nicht leicht zu nehmen. GS kamen Briefe von Theda und Hellmut Gert. Sie begrühten in herzlicher Weise bie glückliche Heimkehr bes Verschollenen unb sprachen ihm in guten Worten ihren Dank Mfur aus bah er ihrem jungen Glück keinen Stern in den Weg legen wollte. ..Wir haben uns nach untrer Heirat freundschaftlich actr^rmt . torieb Theda. ..unb die Freundschaft soll bleibem Sie ist jetzt erst reif geworben, sie ist nun auch ehrlich Dorzuwerfen hat keiner etwas dem anheim. Im ganzen Umkreise herrscht „natürlich ein gewaltiges Halloh. Es ift. ald Vesuv ins Meer gefallen. Wir lassen die Leute reden - ich denke mir, Du wirst ihnen schon vaS Mundwerk stopfen ..." . Lind Hellmut wiederum schrieb: ..Ich erwarte Deine Rachricht. wann mir aus Arvß^Ponar Auszug halten sollen. Es kann natürlich leben Dag geschehen, denn bie Villa in Schwtchelbe steht leer. Aber mir liegt doch baran. . ®cl" nen Besitz mit einer gewissen Feierlichkeit zu übergeben. Ich hoffe. Du wirst Freude daran haben. Gestern traf übrigens noch ein Gruy aus der D-rgangeicheit ein. Die ®eutfd>-af tätliche Dank ersuchte um Begleichung ber Akzepte, die Du dem russischen Generallonsul in als ilnteriagc für ein Darlehen gegeben hast. Ich habe die Angelegenheit sofort geordnet. Reues vmn Platze ist nicht zu melden. Alexe wird Dir überdies schon alles Wissenswerte erzählt haben. Die Heine Fveye traf ich gestern im Walde. Sie wohnt immer noch in Kappietsch und sieht recht aut aus . „C©o bleibt Austien zum Donnerwetter?" fragte Gert, als er Alere diesen Brief Passus vorlas. ..Er ist durch Rußlanb zurückgereist, aber vielleicht hat man ihn in Ssarepta noch auf- gehalten — oder ber liebe Bruder Dorotheas hat sich feine Amourschaft anders überlegt. Das wäre Der Deübel . . •“ Man wollte nur einige -tage an der Riviera Ueiben, aber als die erste Woche vergangen war, Ader labt Fast scheint es. als wenn bie gelbe Rasse den groben Kampf gegen die Vereinigten Staaten auf eigenem amerikanischen Boden auS- tragen wollte So sagt man wohl nicht zu viel, wenn man als den Schwerpunkt be» augenblicklichen Weltgeschehens ben Stillen Ozean anspricht, ber in den vergangenen Jahrhunderten nur daS grobe sagenhafte Feld für abenteuerliche Fahrten war. «malerisch?» Tal unb hangan auf einem Berg- weg? zwischen Alöen. Myrthengesträuch und zu- [ammcngcballtem Buschwerk wilder Rosen, da sollte sie die Erfahrung machen, daß ihr ftrate- gisches Spiel zur Rebenlache wurde unter der Wucht eines neuen Glücksgefühls, das doch nur ein altes war: eine Verjüngung deS Herzens wie bei Gert. Der Weg wurde schmal bei einer Biegung, unb sie schritt voran unb sah auf einem Dor- sprung einen vollen Duschen Herbstblumen mit rötlichbunten, weih getupften groben Blüten, neigte sich vornüber und wollte sie pflücken. Da« bei glitt sie aus Steingeröll und @rbe unter ihr gaben nach, sie stürzte und rollte den Q£b* ^mg hinab. Gert schrie auf unb sprang ihr zu Hilfe, aber fie hatte fich nichts getan, fie war nur weitergerollt auf flacher Senkung, unfähig. den rebellischen Rock zu orbnen, und blieb halb ohnmächtig vor Schreck und Scham auf einer arünberasten Matte liegen. Gert kniete neben ihr. strich ihr das wilde Haar aus der Stirn und kühte sie auf den Mund, und ba schlug fie die Augen auf. unb er sah einen Blick mit fladem, dem Licht in ber Tiefe, und nun umschlang er sie unb drehte sie stürmisch an sich, unb sie erwiderte feine glutroten Küsse unb fühlte erschauernd: es waren keine .Küsse des Haffes", es waren Küsse der Liebe unb Leidenschaft, Küsse wie damals — wie damals . . . . . Am Tage darauf war ihr Wiegmfest. Er hatte die Blumenläden geplündert unb ihren Salon in einen Rosenhag verwandelt Hier speiste man auch am Abend — man wollte gerade beute nicht mit ben anderen Gästen vereinigt fein. Aber man gab der Feier selbst beim Alleinsein äuherlich Ausdruck: Alexe war in grober Toilette. unb Gert hatte ben Frackanzug angelegt, bie letzte Errungenschaft aus Indien, wo man in ben internationalen Hotels ben schwarzen Spitzrock beim Diner nicht entbehren kann. Rcllür- lich hatte Gert sich auch um das Menü gekümmert unb einige Aenderungen vorgesehen und batte die Weine ausgewählt — es sollte ein Festmahl fein, denn dieser Geburtstag war gleich- zellig der Derlobungstag. (Fortsetzung folgt) Die Kirchenbehörde hat den LandeSkiicheillag zu einer Sitzung zufammengeruten. Zu den Gegenständen, bie aus die Tagesordnung gefetzt worden sind, gehört auch der Antrag, das evangelische Predigerseminar, das feit 1837 in Friedberg besteht, nach Darmstadt zu verlegm. Eine ausführliche Denkschrift über diese Frage ist den Abgeordneten des Landeskirchen tags zug-gangen. Bisher hat man nur gehört, dah die Stadt Friedberg energischen Widerspruch gegen die geplante Maßnahme erhoben hat, in der sie eine tiefgreifende Schädigung ihrer kommunalen Interessen sieht. Aber der ganze Plan hat doch auch eine grobe Bedeutung über den Friedberger Stadtkreis hinaus. Wird er verwirklicht, so verschwindet ein Dildunasinstllut aus unserer Provinz, so dah auch diese ein Interesse an ben Zentralisierungsabsichten der Behörde zu nehmen hat. Daneben und darüber hinaus ist die beabsichtigte Mahnahme aber auch eine Frage, die das hessische evangel sche Kirchen- voll interessieren muh. Denn nach mehr als einer Seite hin wird sie sich auswirken und auch unsere evangelischen Kirchenchristen in Mitleidenschaft ziehen. Es werden durch die Verlegung des Predigerseminars Ko st en entstehen. Ob man es wagen darf, solche Kosten zu verursachen in einer Zell, in der es mit den kirchlichen Finanzen so kläglich bestellt ist. wie es freute der Fall ist. muh doch sehr gründlich überlegt werden. Die Besoldungsordnung der hessischen Pfarrer ist schon ein gut Stück nach rückwärts revidiert worden. Gelder, die während der vorigen Sitzungsperiode für außerordentlich wichtige Zweige des kirchlichen Lebens (Innere Mission u. a. in.) erhofft wurden, konnten wegen der Finanznot der Kirche nicht in den Voranschlag cingestelll werden. Der Ertrag der Kirchensteuer ist um einen hohen Betrag hinter ber erhofften Summe zurückgeblieben. Der Ausfall war ein über bie Maßen großer, so bah tatsächlich der Eingang nicht viel höher war als bie Hälfte der Berechnung. Die Sin-elgemeinben beabsichtigt man in erheblicher Weise heran zu ziehen, um die Finanzen ber Gesamtkirche zu sanieren. Enl- sprechenbe Summen sollen in ben Voranschlägen für 1925 eingestellt werden. Das ist wirtlich nicht der Augenblick, mit einem neuen Kostenprojekt, dessen grobe Dringlichkeit keineswegs bargetan werden kann, herauskommen. Es steht zu hoffen, daß die Kirchentagsabgeordneten sich in ihren Beschlüssen auch leiten lassen von ber Rücksicht auf die kirchlichen Steuerzahler, unb zum mindesten ben Plan zurückstellen auf künftige. bessere Zeiten. Die den Abgeordneten vorgeregte Denkschrift sucht nachzuweifen, daß die Verlegung des Predigerseminars nicht so sehr hohe Kosten verursache. weil ber Staat bas Scminargebäubc in Friedberg gegen eine entsprechende ilntcrbria- gungsstätte in Darmstadt ein tauschen könne, und weil die beiden Professorenhäuser in Fnedberg für Hauserwerb in Darmstadt verwandt werden könnten. Diese Rechnung scheint sehr optimistisch zu sein. Iedenfalls kann von einer Verlegung erst dann ernstlich bie Rede sein, wenn man tue genauen Kompensationsobjekts kennt. Die beabsichtigte Unterbringung tx»s Seminars in den Darmstädter Landeskirchengebäuden könnte nur als ein Rotbehelf angesehen werden, dessen Unzulänglichkeit sich sehr bald Herausstellen touibe. Dann hätte man aber bie Möglichkeit bie FricD- berget Gebäude toieber zu benutzen, illusorisch gemacht und wäre zu großen Kosten gezwungen, wenn man nicht — unb auch das ist erwägenswert — das ganze Seminar beseitigen wollte. Rassenkampf mit dem Klassenkampf konform. Die Kolonisationspolittk ber Union geht nicht darauf aus, ein neues Voll zu unterwerfen. Die Union hat zu viele Fremdkörper in ttch. Sie muß damit rechnen, daß ihr angelfächfischer Kern immer mehr von fremdem Blut zerfreffcn wird. Die Kolonisation ber Vereinigten Staaten verfolgt nur den Zweck ber Sicherung ihrer Wirtschaft. Sie haben dabei zu rechnen mit den Frei» heitSbestrebungen auf ben Philippinen, auf Kuba unb an anderen Stellen. In Dominica, Portoriko. Kuba wird bie harte Hand Onkel Sams welcher und überläßt schon den Landeskindem das undankbare Regierungsgefchäft. Hier besteht^ die Gefahr, daß die zu schnell aufgeftiegenen Völler sich überheben. Schon fühlen fie sich als die Erben, ohne doch die kulturellen Voraussetzungen hierfür zu besitzen. Hier draußen ist die Union oft zu weich, wie sie im Inneren in der Frage der Einwanderung oft zu hart ist. Es ist für die Vereinigten Staaten auher- Die Denkschrift will die Verlegung nach Darmstadt mit Gründen mannigfachen Ramen». die eine Gemeinsame haben, die 2hi8bilbung6- ftätte unserer evangelischen Pfarrer in die ßan- desientrale zu verlegen Zu diesem Siwdc wird das llrchllche Leben her Landeshauptstadt sehr ! »ervorgehoben. und die Möglichkeit wissenschaftlicher Weiterbildung IHochfchule' Mont. (Bknit man von der Zentralisierung nicht alles Hell ermattet und es gibt heute red>t viele Mönchen die ber Dezentralisation au» guten Gründen bas Wort reden - so käme eigentlich als Sitz des Seminars die Universitätsstadt Gießen in Betracht Denn die Fächer Die ür Theologen wertvoll sind, werden hier gelehrt als Hauptfächer, während fie auf der technischen Hochfchurt nur teilweise geboten werden und nur nebengeordnet sind. In Darmstadt ist allerdings der Sitz einer großen Anzahl kirchlicher Unternehmungen. Aber es ist schon eine Frage, ob das gut ist, unb ob es für das Leben m der Landeskirche nicht besser wäre, wenn man für einige dieser Unternehmungen den Sitz in Gießen Worms . Mainz ober Offen- dach schaffe. Denn Darmstadt ist von vielen Orten des Landes besonder» von Oberhessen auS nicht gerade leicht zu erreichen, so daß viele kirchlichen Verbände als Tagungsort da» günstig gelegene Frankfurt wählen. E» ist gar nicht im Interesse ber Landeskirche, wenn jede kirchliche Unternehmung .Darmstadt" abgeftem- pell fein muß. ganz abgesehen davon, daß sonst die »Provinz" zu sehr den An- 'chein einer Intertorität bekommt. der doch auch nicht unbedingt vorhanden ist. sicherlich auch nicht beabsichtigt wird Gerade gegen die Ausbildung ber Theologen in ber Landeshauptstadt erhoben fich schwere Bedenken. Man verliere fich nur iklcht in Theorien, sondern buchte auch die Praris Die größte Ai-zahl unserer hessischen Theologen weiden ßanbbfarrer werden. ES gibt aber für ben Landpfarrer fein größere- iln- glück als das. daß er sich in feinem Landpfarrer- beruf nicht glücklich fühlt, daß er fich kein große- res G'ück denken kann alS dieS. sobald als möglich in ber Stabt anzukommen Manch sonst recht tüchtiger Mensch leibet zum Schaden feiner Gemeind unb zum Schaben der eigenen Arbellsfreu- bigkeit daran, daß er fich vorkommt w.e eine .Peile in der falschen Fassung". Gr gewohnt sich nicht ans Land bleibt ein Fremder, und bie Menschen auf bem Land bleiben ihm auch fremb. Er fann eine rege Betriebsamkeit entfalten, aber weil er geteilten Herzens ist, ist seine Wirkfani- feit eine gebundene Das ist heute eine Gefahr. Sie ist seit ber Zeit großer geworben, al» ein großer Teil unserer jungen Theologen nach Studium unb jetzt auch Seminarzeit in der großen Stabt seine Laufbahn als städtische Psai-rassisten- ten beginnt Don ihnen sind eine ganze Anzahl nicht mehr fähig, auf bem Lande mit Erfolg zu arbeiten. Sie hatten das ttrchliche Leben, bas sie I in der Stabt sehen — da» aber hier nur einen Bruchteil der Bevölkerung zu ihnen führte — für mustergültig Ihr Auge hat keinen Blick mehr für ländlich' Kirchlichkeit unb Dauernfrömmigfeit unb bereu Dobürsnisse. Die seitherige Ausbildung unterer Pfarrer ließ ba schon viel zu wünschen übrig, sonst wäre ba» Bild so mancher Ratlosigkeit. Hilflosigkeit und LebenSsremdheit bei jungen Oanbpfarrern. bie ihre aus bie Stadt zugeschnittene Ausbildung hatten, nicht möglich getorfen, sonst hätten sie sich auch nicht so totunglücklich fühlen können in ihrem börslichett Wir- > kungslrcis. Qlbcr ein Offenbacher ober Darm- stäbter Pfarrassistent muß noch recht viel erleben । unb erlernen, wenn er Pfarrverwalter im Dorf» > wirb. Kommt nun bas Seminar nach ®armftabt, so kann boot eine Musteranstatt geschaffen werden ' für städtische Pfarrer, nie aber wird die Dor- sblldung ausreichend fein für den oberhessischei' Die Vereinigten Staaten sind wie ein Weller Park. Hier gibt es Platz für viele Menschen, die sich nicht beengen und die sich Spielraum genug lassen. Aus Gründen staatspolitischer Erwägungen schlossen sich die 'Vereinigten Staaten aber gegen die Einwanderung ab. ohne doch saturiert zu fein. Der Verschluß vor ber gelben Rasse war hermetisch, der für europäische Völker lieft einige Ventile auf, durch bie bauptstichlich anglogermanische Völler Einlaß sanden. Im Blickselb weiter Iahrhunderte menschlicher Geschichte ist dieser Abschluß vielleicht nicht günstig. Die Lander auf dem anderen User des Stuken Ozeans. Iapan und China, sino wie übervolle Schalen, die ihren Inhalt ausschütten wollen. Die einzige Abschlußmöglichkeit ist ihnen setzt in der Mandschure, gegeben, die jährlich ungefähr eine halbe Millton Chinesen aufnimmt. Die heutige Bevölkerung von 22 Millionen kann noch auf fast 40 Millionen erhöht werden, ehe bie Manbschurei gesättigt ist Die Iapaner besitzen von der Mandschurei nur einen schmalen Streifen an der Bahnlinie. Sie werden hier durch ben wachsenben russischen Widerstand gehemmt, mit bem sich Iapan in irgend einer Form wohl abfinden kann, der aber eine freie Einwanderung natürlich stark hemmt. Eine andere Alöglichkeit des Abschlusses der gelben Rasse war Jndochina. Der Strom der gelben Einwanderung quillt hier bereits bi» ins tiesste Hinterindien Es gibt in jndochina schon mehr reiche chinesische als europäische Kaufleute. Iapan bekam durch den Weltkrieg noch eine Expansionsmögllchkeit in den früher deutschen Südseeinseln. Dadurch wurde sein Vorstoß gegen die Philippinen abgelenkt und Australien gefährdet, die einzige rein weiße Vormacht im Stillen Ozean. 1898 kamen die Vereinigten Staaten der Machtbeaierde der Japaner auf den Philippinen zuvor. Gleichzeitig wurden die Hawai-In- | ein unter dem nördlichen Wendekreis beseht. Hawai ist bad Gibraltar bes Stillen Ozeans. Hier steht ein Fünftel der gesamten amerikanischen Armee, ständig Gewehr bei Fuß. Sie Bevölkerung selbst besteht nur aus einigen Zehntausend Weißen unb etlichen hunderttausend Farbigen. Die Weißen als Arbeitgeber, die gelben als Arbeitnehmer. Und es ist bezeichnend, daß japanische Redakteure unb Intellektuelle ben Kulis ben Marxismus brachten. Dort geht der ordentlich wichtig, einen Korridor in Mittel- amerila zu besitzen, durch den sie auch auf dem Seeweg in den Pazifik bringen können. Durch ben Panamakanal ist auch Mexiko in das amerikanische Interessengebiet direkt einbezogen. Aber wenn Amerlla auch um ben Panam.lkanal herum seine Garnisonen unterhält, so will es anscheinend heute noch gar nicht bie Angliederung dieser Gebiete Es wartet seine Zeit ab. um erst bie großen Probleme im Pazifik ber Lösung näher zu bringen. Das große Problem des Pazifll ist bie Frage, wann in der gelben Welt ein einheitliches Rasseflefühl erwachsen wird. Vorläufig verhindert Iapan dies noch. Iapan kennt kein Rassegefühl, es hat nur Rationalgefühl. Iapan hat den Chinesen den Eingang in sein Inselreich verboten, es tut also das gleiche, was bie Union ben Chinesen unb Japanern tat. Chinas Rassegefühl dagegen ist so stark, baß ein deutscher Kaufmann wohl nicht mit Uinecht sagen konnte, in hundert Jahren find wir in China doch alle chinesisch. China, das eigentlich schon vor tausend Jahren hätte gestorben sein müssen, wird wohl länger unb zäher leben, als manches anbere Volk ber Erde. Ern Zusammengehen ber Chinesen iwt ben *217 al a i en scheitert wiederum an der grundlegenden Wesens- verschiebenheit dieser Rassen. Der Malaie pflegt das „Senang". was ungefähr soviel bedeutet, wie in der Sonne liegen unb sich die gebratenen Tauben in ben Munb fliegen lassen. Ein Zusammengehen ist ausgeschlossen, dagegen wäre es denkbar, daß der Chinese den Malaten adsorbiert. Das gleiche ist zu sagen von dem Anschluß der Inder unb der Mohammedaner in Indien und Vördevasien. Auch ihnen fehlt das vitale Moment. Die U. S. A. spielen augenblicklich in China die Rolle, die sie seit vielen Jahren tn Südamerika spielen. Sie zetteln Revolutionen an unb schöpfen dabei ben Rahm ab. Sell 1903 hat sich die Zahl der Amerikaner in China vervierfacht Die Kukturpropaganba Amerikas kostet in China jährlich 10 Millionen Dollars. Den Löwenanteil davon bekommen die Missionen. Lio eigentlich nur amerikanische Handelsagenturen dar- steilen. So hat sich der amerikanische Export tn den letzten zwanzig Jahren um ein Vierfaches f Börsenkurse. ftran'hrrt t M. das aufwärts). Barock". 8.30 Danknoten. 1,13 (MM) vorm. Molz & Forbach, Gießen, Kreuzplatz 6 13,20 19,25 71,25 L’oQ voll voll voll voll voll voll voll *unb dem kirchenpolitischen Dorteil nicht Opfer d--r besseren Einsicht bringen. sind die neuen 11 ti-br; Das Seb. Dach. Briefkasten der Redaktion. ^Mehrere Bürger" von Hattenrod. Sie er*, reichen Ihr Ziel am schnellsten, wenn Sie Lies, Wünsche bei Ihrem Bürgermeister direkt vor« bringen. Uijr: Richard Strolch. 10 bis Weihnachts oratorium von Ioh. mid der Versuchet steiim, einen bürg bäne Gegner yabe dre LchraM der Sätigtexi eines üch auf. J mit einem IBortj m Rom. Sein D gedacht, die Ak imoertmute Mö Mtoe Erzählung sspruch gleichfalls zustirnrnte und damit den Streck beendete. Die Verbindlichkeitserllärung, die von den Arbeitgebern beantragt war, liegt seitens des Reichsarbeitsministers noch nicht vor. * Benz & So., Rheinische Automobil- und Motorenfabrik A.-G., Mannheim. Die außerordentliche Hauptversammlung, in der 281 432 Stammaktien und 4000 Vorzugsaktien mit 285 432 Stimmen vertreten waren, genehmigte ohne Erörterung die vorgelegte Reichsmarkeröffnungsbilanz per 1.5.24, ebenso den Prüfungsbericht des Vorstandes und Aufsichtsrats. Der Geschäftsgang ist befriedigend. Die Werke in Mannheim sind auf über ein Vierteljahr hinaus vollbeschäftigt, während die Gaggenauer Werke über ein starkes Halbjahr hinaus gut beschäftigt sind. Der Export ist zur Zeit sehr gering. ' D i e Deutsche Dank undPh. Holz- mann in der Türkei. Vor kurzem sind unter deutscher Beteiligung einige Abschlüsse über Konzessionen in Anatolien zustande gekommen. In einem Falle handelt es sich um eine Gruppe, an die türkische Evedit Rational und deutscherseits die Deutsche Bank beteiligt sind. Der Zweck des Unternehmend ist die Ausbeutung der berühmten Kupferminen von Argana-Maden. Die Minen sind bisher nur in geringem Umfange ausgebeutet worden, laut „Täglicher Rundschau" hauptsächlich infolge des Mangels an Verkehrsmitteln. Der Abtransport muhte durch Lasttiere erfolgen. Dementsprechend ist eine zweite Gruppe gegrünbet worden, an der türkischerseits ebenfalls der Sredit Rational in ^»nstantinopel, deutscherseits die Dauftrma Phllipp Holzmann A. G. in Frankfurt teitnünmt. Durch den Dau einer Eisenbahn via Diabekr sollen die erwähnten Kupferminen an die Bagdad bahn angeschlossen werden. Frankfurter Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gietzener Anzeigers".) Franlfurt a. M., 7. Febr. Tendenz: Wetter schwach. Die Dorfe zeigte auch am Geschäftliches. Die Hausfrau hat heute wenig Zeit; das Wirtschaftsgeld ist ihr meist auch karg bemessen. UeberaH heißt es sparen. Und doch möchte sie ihre Lieben nichts missen lassen, besonders der Mittagstisch soll gut, reichlich und abwechslungsreich sein. Die Suppe zu Beginn jeder Mahlzeit soll nicht fehlen, weiß man doch, daß sie die Magensaftbildung anregt und die Verdauung günstig beeinflußt. Aber jede hausgemachte Supp^ erfordert viel Zeit und verursacht reichlich Kosten. Um beides zu ersparen, nimmt die praktische Hausfrau die neue Knorr Suppenwurst. Sie ist billig, erfordert wenig Brand, schmeckt dellkat und ist in vielen, auserlesenen Geschmacksrich^ tungen käuflich. Der verwöhnteste Gaumsn wird befriedigt sein. "HLl Da? zweite b£> sZ Awal Kartei "ach I Wochenende ein Bild großer GeschLstsirn- > l u st. Infolge neuer Abgaben setzte sich der I Abbrvckelungs Prozeß weiter fort. Der Druck, der gsstern noch auf der Börse lastete, hat sich zwar etwas gemildert und es begann sich auch etwas Kauflust zu regen, die aber schließlich nur in einigem Deckungsbedürfnis zum Ausdruck kam. so daß auf den meiiften Märkten die Geschäftsstille weiter vorherrschte. Geldsorgen. die Ausdehnung der Finanz-Affäre sowie die unsichere politische Lage sind Momente die das Dörsengeschäst ungünstig beeinflussen. Die schwächere Strömung trat wiederum am Montanmarkt stärker in Erscheinung, wo neue Kurs einbußen bis zu 1 Prozent zu verzeichnen waren. Die anderen Märkte hatten bei ruhigem Geschäft kleinere Kursverluste. Der Ehemic-Markt war ziemlich gehalten. Chemische Griesheim etwas erholt, dagegen Scheideanstalt und Elberfelder weiter leicht rückgängig. Am Elektromarkt konnten Schuckert eine leichte Besserung erzielen, niedriger waren Felten, Berg- imann und Lahmeher. Am Bankenmarkt verloren Berliner Handel ein weiteres Prozent, die anderen Werte dieses Gebietes lagen zumeist unverändert. Schiffahrtswerte bröckelten weiter ab. Auto- und Maschinen-2lltien behaupteten ihren Stand. Geringe Besserungen erzielten Zellstvff-2lltien. 3uderafticn lagen unverändert. Am Einheitsmarkt der Industrie- Papiere tendierten die Kurse weiter nach unten. Deutsche Anleihen mußten die gestern erzielten Gewinne zum größten Teil wieder bergeben. Ausländ. Renten geschäftslos. Völlig anregungslos verkehrte der Markt der un notiert en Werte. Api 1.87, Decker- Stahl 1,3, Decker-Kohle 6,4, Benz 5,5, Growag 0,13, Krügershall 11,75, Kunstseide 105, Drown Doveri, die heute erstmals in Gold-Prozenten notierten, waren 75, Petroleum 19,5, •Ufa 14,5. Im weiteren Verlause blieb die Stim- nrung gedrückt und das Geschäft an den Aktienmärkten schrumpfte noch weiter ein. An den variablen Märkten traten vereinzelt kleine Erholungen ein. Der Geldmarkt zeigte eine leichte Ents pannung, Monatsgeld ist mit 10i/2 lli/2 Prozent eher etwas an geboten, auch tägliches Geld konnte zu 3/w pro Mille leicht beschafft werden. Im Devisen verkehr setzten sich die Abschwächungen des englischen Pfundes fort. Auszahlung London gegen Kabel Reuhork 4,77—4,78. Die Mark ist unverändert mit 4,199 gegen Dollar. Paris war ebenfalls rückläufig, die Pfundparität stieg auf 83,80, die Dollarparität auf 18,75 Brief. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (I-o BMonen Mark ouSgedrückt. Buenos-AireS, London, Neu- York, Japan, Rio bt Janeiro für eine Änheit, Wien and Budapest für 100000 Ein heilen, alles übrige für 100 Einheiten.) Telegrap bische Auszahlung Rundfunk-Programm des Frankfurter Senders. (Aus der „Radio-älmschau".) Dienstag, 10. Februar: 4,30 bis 6 älhr: Märsche- und Volkslieder» Rachmittag des Hausorchesters unter Mitwirkung von Ioseph G a r e i s vom Frankfurter Opernhaus (mit Volksliedern zur Laute). 6 bis 6,30 älbr: Die Lesestunde aus „Soll und Haben" von Gustav Frehtag (Fortsetzung). 6.30 älhr: Vortrag von Lorenz Eismeyer „Der Rudersport" 7 bis 7.30 llhr: Stenographischer Fvrtbildungs- kursus für alle Systeme (Diktat von 80 Silber --'-'Ai stea. Ä Personl 5Cttr A hat man 8äfars(o ist, unM° Ä * IN der . ,-r iw tpill, um da'U 2 käsar w« Aeso tut, tzie bet tiO SW W datfiellimgen lMg^veise SS« ober eM E Lechens SiusS.cauru Semen fangen ftfeu Sulla hatte WSDüchanges ocaansea smd DK Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des ^Gietzener AnzetgerAE.) Berlin, 7. Febr. Die Börse eröffnete am Wochenende außerordentlich zögernd und zurückhaltend. Die nicht vorwärtskommenden Handelsvertragsverhandlungen mit Frankreich und Belgien veranlassen noch immer eine gewisse Reserve bei llebernahme von Industrieaktien. Auch fürchtet man wieder eine gewisse Versteifung am Geldmarkt, deren Konsequenzen man sich nicht aussetzen mochte. So erlitt die Börse starkeKursabschwächungen. Diese Tendenz trat besonders am Montanmarkt in Erscheinung, wo sich Deutsch-Luxemburg, Bochumer, Gelsenkirchen und Harvener erhebliche Abschwächungen gefallen lassen muhten. Auch oberschlesische Werte waren rückgängig. Die gleiche Situation ergab sich am Elektromarkt, wo Fellen und Schuckert Kurseinbußen erlitten, Siemens verloren 23/i Prozent. Auch Petroleum-Aktien schwächten sich ab. Deutsche Erdöl wurden abgeboten und verloren 21/8 Prozent. Bei Schiffahrtswerten hielten sich b'e Abschwächungen in engen Grenzen bis zu 34 Prozent. Bank-Aktien lagen vernachlässigt, einheitlich gestaltete sich der Markt Nepari. A doll Friel 4.192 21.60 74.84 20.11 22,79 169.29 17,52 64.12 5,919 113,33 81,35 59,90 12,402 Pfriht 7sQC Mittag. f 7 2. 4.172 21,50 74.46 20,01 22,68 168,43 17,44 63,80 5,917 112,77 80,95 59.60 12,342 xi^tncl ote. tüberzeugen Rot 4 Pfg., grün 5 Pfg. Salem CavaUer 6 Pfg Cab inet 6 PfqExquisit 10 Pfg d Stüde • WWW//////WW////////////////W///////////////W///////////////W//, 7/ Orientalische Tabak- und -.vtf % Cigarettenfabnik .Yenidze' I i jnh. Huqo Zietz, Dresden Wirtschaft. , * Die Großhandelsinderziffer. Die auf den Stichtag des 4. Februar berechnete Grotzhandelsinderziffer des Statistischen Reichsamts ist gegenüber dem Stande vorn 28. Ianuar (140,4) um 2,6 v. H auf 136,7 zurückgegangen. Riedriger lagen vor allem die Preise für Ge<- treide, Schweinefleisch, einige Kolonialwaren. Rindshaute, Kalbfelle, die meisten Textilrvhstoffe und Richteisenmetalle. Gestiegen sind die Preise für Kartoffeln, Butter, Schmalz, Rindfleisch, Milch T'e bricme-l der. Baumwole. Baumwollgarn, Benzin und Gasöl. Don den Hauptgruppen isind die Lebensrnittel von 140,9 auf 135,5 oder! um 3,8 v. H., die Industriestoffe von 139,6 auf r89,0 oder um 0,4 v. H. zurückgegangen. Für tz^n Durchschnitt des Monats Ianuar ergibt sich eine Steigerung der Großhcmdelsindexzisfer von 131,3 im Durchschnitt Dezember auf 138.2 oirer um 5,3 v. H. * Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung und Dellerdung) für Mittwoch, den 4. Februar, blieb nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamts mit 124.8 gegenüber der Vorwoche (124,4) nahezu unverändert. Für den Durchschnitt des Monats Ianuar ist gegenüber Dezember v. I. (122,6) eine (Steigerung von 1,1 v. H. (auf 124) festzustellen. Die Indexziffer der Srnährungskosten allein betragt im Durchschnitt Ianuar 136,6. • Barnag-Meguin A.-G., Berlin. Die Generalversammlung genehmigte einstimmig die Abschlußrechnung per 30.3uni 1924, die mit einem Gewinn von 251 704 Bill. Pm. schließt,' der in der Reichsmarkbilanz verwendet werden soll. Darauf genehmigte die Versammlung die Reichsmarkbilanz per l.Iuli 1924, nach der sich ein äleberschuh über die Passiven von 18 663 000 Reichsmark ergibt. Das Aktienkapital wird daher von 160 Mill. Mk. Stammaktien auf 16 Mill Reichsmark (10:1) und von 9 Mill. Mk. Vorzugsaktien auf 63 000 Rm. umgestellt, unter Bildung einer Rücklage von 2,6 Mill. Rm. Statt des ausgeschiedenen Aussichtsratsmitgliedes Carl , öurftenberg wurde Dr. Ieidels von der Berliner Handelsgesellschaft gewählt. Reugewählt wurde -ferner Oberbergrat Ahrens-Recklinghausen. A Wmour hat seinen Austritt erklärt. Zur Ge^ sKaftslage bemerfte die Verwaltung, daß das .Aolner Werk langsam in Gang kommt, daß zur Zeit genügend Aufträge, vor allem im Gasfach leitens der ©em^nben vorliegen. Auch Ausland- auftrage aus Spanien, Iapan, sogar aus Frank- S ich, ebenso einige aus lieberfee liegen vor Vfvr»«. 1. Febrnar. Amcrftanilche Noten . . . . . Belgische Noten . Dänische Noten . Englische Noten ....... Franjösische Note« ..... Holländische Noten Molicnische Noten Norwegische Noten Deutsch-Ocsterr.älOO .skroncn Rumänische Noten Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Roten Tschechoslowakische Roten . . Ungarische Noten 5% Deutsche Reichsanleihe 4% Deutsche Reichsanleihe 3V,°/o Deutsche Reichsanleih 3°/.. Deutsche Reichsanleibe Deutsche Svarpramienanleihe 4% Preußische KcmsolS . . 4% Hessen 3'///. Lessen 3% Hessen Deutsche Wer». Dollar-Sol dto. Doü.-Schatz-Sniretsng.' 4®/0 HoQtürfen........ 5% Goldmcrikaner Berliner Handelsgesellschaft Commerz- und Prrvat-Bank Darmst. und Narionalbank Deutsche Bank Deutsche BereinSbank . . . DiSconto Lommandtt . . . Metallbank Mitteldeutsche Creditknmk. Ocstctreichische Crrditanstalt Westbauk. Bochumer Gnß ...... Buderus Caro * Deutsch-Luxemburg .... Gelsenkirchener Bergwerke. Harpener Bergbau Kaliwerke Aschersleben. . . Kaliwerk Wesseregebi.... Laurabütte Oberbedarf Phönir Bergbau ..... Rbeinstabl Ricbect Montan ...... Tellus Bergbau Hamburg-Amerika Paket. . Norddeutscher Lloyd .... Cberamische Werke Albin . Zementwerk Heidelberg . . Philipp Holzmann (Szn, Schluß, fiurs «Schlutzk. Ndend» bnrfe Schlich» fcu s 6.2. 1 2. 6. 2- 0.835 0,825 0,830 1,11 1,10 1.11 1,14 1,10 1,13 1.58 1,59 1.595 0,545 0,56-5 0.59 1,262 1,30 1,2 —— —w 1,52 1,45 — 1,49 1,35 1,3 1.4 94,75 94,75 94,75 90 90,5 90.2 10.9 10,9 1 10.75 41,90 41.75 1 46.5 166 165 165,50 6,50 6.50 6,50 13,75 13.25 13,7 13,2.5 13 13,7 0,38 0,39 18,50 18.3 18,6 19.15 18.90 1,9 1,90 2 9.9 9,75 9,75 —— 0,135 0,2 — 88 91,5 20,40 20 20 13,25 13.62 12.62 86,5 86 5 86 93.75 91,13 93 142,5 141.5 143,5 ■2« 20,13 20,4 24,50 24,62 24.6 8,50 8.4 8,70 13,9 14 13,75 64,62 64 65 60,40 59 25 61 49.75 48,75 49 3,6 3.60 29,75 29,4 29,9 3,75 3,62 3,8 — 99,75 99.25 __ 5,70 5,60 5,7 — — 173 31,25 31,30 31.70 0.51 0 5 _ 24 23 23,70 25,75 25,8 26,40 27 26,9 -7,13 9,4j 9.45 — 19 19,5 19,25 22.2 21.50 12.25 12,05 12,50 | 20,2.5 19.2 19,50 11 14 — 70,13 71 71,6 86,5 — 84 4.35 4,1 4,25 6,2 6,2 6,2.5 4.1 4 10,55 10,5 11 0,62 0,625 _ 1,15 1,1 1,12 16.7 16 5 2.55 2,55 2,4 4 1 4.25 4,2 2.75 2 725 2,62 13.25 12 9 13,5 5 4,95 — 4,1 4,1 — 6. Februar 7 Februar Revart. 6. 17. Vmtlich, Notteruna 9lmth.1)s Jtotret 1 ti torlO Brief Äelv B'-.t Amss.-Nott. 168,99 169,41 168,84 169,26 voll voll Brss.-Antw. 21,56 21.62 21,55 21,61 voll Kbrifhania. Kopenhagen 64,15 64.31 63,94 64,10 voll 74.91 75,09 74,56 74,74 voll voll Stockholm . HelsmgsorS. Italien. . . London. . . Ncuvork . . 113.03 113.30 113,02 113.30 voll voll 10,55 17,42 10.59 17.46 10,55.5 17,38 10.595 17,42 voll voll voll voll 30,072 4,195 30,123 4,205 20,022 4,195 20.072 4.205 vollivoll voll voll Paris. . . . Schweiz . . 22,60 22,66 23,58 22,64 vollwoU 80.94 81.14 80,91 81,11 voll.voll Spanien . . Wien in D-- 59,93 60,07 59,83 59,87 vollivoll Oeft. abgest. 5,907 5,927 ^,907 5,927 voll voll Prag .... Budapest. . Bucn.-Aire« 12,37 12,41 12.37 12,41 vollivoll 5,815 5,835 5,815 5,835 voll voll 1,678 1,682 1,674 1,678 vollinali Bulnarien. 3,0.55 3,065 3,055 3,065 voll voll Z^pan . . . Wo de Jan. 1,613 0,479 1.617 4,481 1,618 0,474 1,622 0,476 voll voll voll voll Belgrad . . 6,765 6,785 6,765 6,785 voll voll Lissabon . . 19,98 20,02 19,98 20,02 vll voll WZ GZ iRuh» ?' iNu 5enten noch C*c Vage 1 &7« »I» Hut U ’börfe. gramm evders. iWatf.) w. und TJoMwöer. $ unter Mtwu« vvm Jmckfurter Sur Gaule). 6 bii .Soll und jjafar Hwlg). 6.30 ..Stc Lubrrspor," cher ZvrlLilduntzz- tat dm 80 Siibei Hochschule. Bortrap !hn! des deutschen Strayh. 10 bie itorium von Ich, tebaktion, itttmob. Sie er' . wenn Sie Wi Ar birdt wv es. wenig Zeit: biA ich tag bemessen, ld doch möchte sie en, besonders der mb abwechssungs- tn jeder Mahlzeit »och, daß si« die die Qkrbauung gemachte 6izNtf )t reichlich Kosten, nt die praktische penwurst. 2k« ist , schmeckt W n DeschmaÄrich- ,ste Daumen wird S Ä sw* a »■ LL'K n * ? -^0 235 226 bis Jt 400 &j$ 4O<- bis 36,75.' 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Läsar legt in seinen Commentarii dar. daß der Krieg ihm stets ausgezwungen wurde, daß er die Grenzen seiner Provinz und seines Amtes nur überschritt, um die drohende Gefahr der Völkerwanderung der Helvetier und Germanen vom römischen Staat abzuhalten. .Er hatte Recht in seiner Behauptung". sagt BrandsS. .durch sein Genie und seine Voraussicht hat er augenscheinlich die Völkerwanderung, die dem römischen Reich ein Ende machte und das Mittelalter herbeiführte, um 400 Jahre hinauSgeschoben." bei der Arbeit. Eiue rheinische Hochschule für Musik. In Köln, wo das Konservatorium allmählich abgebaut wird, soll eine ÄojH®nie für Musik errichtet werden. Rach einer Denk- Die Ersatzreiscpriisung auch nn der Handelshochschule Leipzig. In einer überfüllten Studentenversammlung der Handelshochschule Leipzig wurde mit 80 Proz. Stimmenmehrheit folgende EnNchtte- ß un g gefaßt, von der das sächsische Wirtschafteministerium sofort telegraphifch in Kenntnis ge- $ Die Studentenschaft der Handelshochschule Leipzig ist der Lieberzeugung, daß im Interesse der gedeihlichen Weiterentwicklung ihrer Hoch- chule und zur Wahrung der Einheitlichkeit der deutschen Handelshochschulen von den immaturen Studierenden, die sich vom Sommersemester 1925 ab neu immatrikulieren lassen, die Ablegung einer Ersatzreifeprüfung spätestens drei Semester vor dem Diplomexamen zu fordern ist. Es steht zu erwarten, daß der Professorenrat der Handelshochschule Leipzig den gleichen Stand- punkt nach dem preußischen Muster vertritt, so daß die Maturität für den Diplom- Kaufmann auch in Sachsen als gesichert angesehen werden kann. Ein Archiv für niederdeutsche Volkskunde. schrift der städtischen D«waltung. Nischen Beobachter" wiedergegeben wird, soll das neucJnstitut Hockschulcharakter hab« und iE mehr als 300 Schuler auf nehmen. Einige tue ben preußischen Welten besonders w'ämgeilnter- abteüungtn finb: Eine Abteilung für Kirche«' und eine für Schulmusik sowie ein J Wonfcu Orchesterschule Dem dnterrichtskorpn. an bissen Spitze der bisherige Direktor des Kölner Konservatoriums. Prof. Ad enbro t b unb bei bekannte Komponist und Musikpädagoge Waller Braunfels stehen, werden 12 Lehrer tm Hauptfach und 13 im Rebenfach angeboren. Sa Hochschule wird eine D o l k va la demi c für Musik angcqlicbcrt. die Cn‘Ä!'' eine solide Ausbildung geben totil. um b.c V f e« künstlerischer Hausrnusit zu verbreiten. Dies. Volksaladernic soll auch die notige Drunblag. für den Ehorgesang ucnnUteln unb ubct out höchster Stufe stehenden DolkSchor bilden. Die Zahl her Schüler, mit der man bterbc rechnet, beträgt etwa 500. Die Dominikaner in Köln durften vermutlich einen Wintergarten besessen haben und da diese Einrichtung in ganz Deutschland unbekannt war. führte sie zu der erzählten Sage. Albertus Magnus Zeitgenosse, der englische Franz iskanermönch Roger Bacon, wuße feinen Ehrgeiz, als Zauberer zu gelten, bitter büßen. Seiner physikalischen Kenntnisse wegen muhte er mehrmals in den Kerker wandern Di optischen Versuche und seine erstmalig unter- nommenen Versuche, die .Entstehung des Regenbogens zu erklären sichern ihm stur alle Zeiten einen ehrenvollen Platz in der,^« chichte der Physik. Verschiedene Dolksschriften des 15. und 16. Jahrhunderts schrieben ihm me Ausführung der verblüsfensten Dinge zu. Es wurde z.D. behauptet, daß er em Glas besessen habe, mit dem er sehen konnte, was sich m einem ilmtreife von 50 Meilen zutrug. Obwohl sich Bacon tatsächlich mit der Konstruktion des Fernrohres eifrig beschäftigte, so wissen wir doch, daß es ihm nicht glückte, eines anzufertigen. Der Besitz des erwähnten Glases gehört demnach ebenso in das Reich der Fabel, wie jener, der ihm ebenfalls angedichteten Brenngläser. mit deren Hilfe man angeblich fertige« legene Städte anzünden konnte. Hm die Person des Raimundus Lullus. dessen wissenschaftliche Verdienste aber hinter den der beiden Vorgenannten stehen, spinnt sich eine besondere romantische Sage. Lullus, der behauptete, den Stein bet Weisen, der unedle Metalle in Gold verwandeln und alle Krankheiten hätte heilen sollen, gesunden zu haben, war in seiner Jugend ein flotter Kava- her am Hofe des Königs von Aragonien und ver- liebte sich sterblich in eine verheiratete Dame, namens Ambrosia di Castello. Die Geliebte wies ihn aber ab. und sicherte ihm Gegenliebe nur für den Fall zu. als es ihm gelingen sollte, den Stein der Weisen oder das Elixir zu finden, das ihren Körper vor dem Tode schützen würde. Volle 30 Jahre beschäftigte sich fortab Lullus mit der Verstellung dieses Zaubertrankes. Als ihm dies Eidlich gelungen war, erprobte er dessen ^aug- hckkZ vorerst an sich . selbst Er nahm durch -wei Monate weder Speise noch Trank zu sich, und da er nicht Hungers starb, io oertraute er auf die Wi^una feines Wittels, und suchte Ambrosia längerem Su<5en fmi» et bie rnfemer Srinn^g nod) immer in pyentlKber aSottat Akademische Tagung her Deutschen Dolkspartei. Am Mittwoch. 28. Januar, wurde inHalle (Saale) die Akademische Tagung der Deutschen Volkspartei, die vom Re i ch s st u den t e n ausschuß der D. V. P. veranstaltet wurde, mit einem Degrühungsabend eröffnet. Zn ^Mudenfen« arfeschuh ist der Zusammenschluß der politischen Hochschulgruppen der D. V. P.. deren zur Zeit 25 bestehen. Sahungsgcmaß gehört dem Reichs ausschuß je ein Mitglied jeder Hochschulgruppe an' der erste Vorsitzende wird von feiten der Parteileitung der D. V. P. bestimmt, der zweite Vorsitzende Don der Vollversammlung des Reichs- ausschusses. die mindestens einmal lahrlich zu fammenberufen wird. ^Ewahlt. Die laufenden Ge^ schäfte führt ein ArbeitSausfchuß, der feinen Sitz in Berlin hat. Der RStA. ist außerdem dem Reichsjugendausfchuh der D.V.P- ^gegliebert dessen erster Vorsitzender zu seinen ftonbigen Mitgliedern gehört. Während der RStA. bisher nur Reichsstudentenkonferenzen. also ^agu^en Sr Sungatobmniler tm Pari", «ranl^i hatte, hat die diesmalige Tagung Gelegenheit zu enger Fühlungnahme zwischen Jung- unb InbÄaStan gegeben f® bekannter Persönlichkeiten der Partei halten ihr Kommen ^gesagt, so z.V. Reichsminifter Dr. Stresemann. StaatsmiNister Doelitz. die Reichstagsmitglieber v. Raume unb i n nv« selb, der Landtagsabgeordnete Dr. kerne il unb verschiedene andere. Dodtcmd und Auslandamt der Deutschen Studenfenschaft waren ebenfalls eingeladen, ebenso der Deutsche Socf>- schulring und die Altherrenschaft des Deutschen 'Borfitxmte bei M- ausschusses der Deutschen Volksparfei. Herr Dipl- Jng. K r u f P i, begrüßte im festlich geschmückten Saale des Restaurants Akademischen Tagung der D. V ^ erschienenen Vertoeter des Wahlkrmsvsband^ ^.l^^rse- burg und des Ortsverbandes Halle der W. sowie die Vertreter der Jugerck- undHochschul gruppen der Partei. 3m Verlaufe brf erschienen die Herren Lcrndtagsabgg. Dr. P i n kerneil und Hei denr eich, sowie Staatsprangende Geliebte als frank, gealterte Stau. Sie entblößte ihre vom Krebs zerfressene Brust und frug ihn voller Zweifel, ob er sich bei ihrem Elende getraue, sie zu heilen. Von öem kaurigen Anblicke überwältigt, verlor Raimundus Lullus das Zutrauen zu feiner Medien unb er -er schmetterte das Fläschchen, welches sie enthielt, an einem Felsen. Ambrosia st^b bald darauf, und Lullus widmete sein ferneres Leben der Be kehrung der Ungläubigen Er fand dabei den Märtyrertod und seine Leiche £* zu Palma, auf seiner Heimatinsel Major la, be • Hochschulkalender der R a t u r - und Ingenieurwissenschaften einschl. Grenzgebiete. Herausgegeben von H. D e flien eir, Dr.-Jng. Harm. Dr. Scharf. Wi^mlemeste, 1924. Leipzig-Verl in: Verlag Chemie G m. dH. und D. D. J.-Verlag (VIII, 517 S.). 16. Steif bcofd). Rm. 4.—. Die neue Ausgabe weist gegenüber der vorigen insbesondere dadurch einen ganz wesentlichen Fortschritt auf, daß ?ußer den Universitäten, Technischen und Landwirtschaftlichen Hochschulen Deutschlands und Dcutsch-Oesterreichs auch die gleichartigen Institute der S chw e iz und der T s ch e ch o s l o w a k e i berucksicht^t worden sind. Auch die neue Ausgabe des ..Hochschulkalenders" wird Industriellen, ^naenieuren. Chemikern, den wissenschaftlichen Rib.lwth^en. denjenigen Behörden, die nut ber Willensteift und der Industrie zu tun haben '"A zuletzt Den Studierenden als brauchbares Handwerks- zeug willkommen fein. _____ Mittelalterliche Gelehrte im Lichte der Sage. Von Hans Winter. Viele Gelehrte des Mittelalters haben sich zwar durch ihre experimentellen Forschungen das Verdienst erworben, der modernen Ratur- wifienschaft den Weg gebahnt zu haben aber fast keiner ist von dem Vorwurfe 6^ ei zu prechen. daß er es nicht versucht hatte, durch cuigeblich übernatürliche Kunststuckchen seiner Mitwelt zu imponieren. Diese, weist der Eitel leit entsprungene Bestrebung, trug manchen von ihnen, den nicht immer ungefährlichen Ruf de» Zauberers ein. und war auch bte Ursache, daß sich die Sage vieler mittelalterlicher Gelehrter bemächtigte. . ry, r u. r a Der gelehrte Dominikaner Albertus M a a n u s . der es bis zum "Bifd>ofc DD1V^9etn^ bürg brachte, und, auf feine Kenntmffe 9«^;^ zuerst wagte, der bis dahin unangesochtenen Autorität W-istoteles nahezutreten genoß schon zu Lebzeiten den Ruf eines gewa igen Zaub.- rers. Eine feiner Lieblingsbeschäftigungen be stand in der Anfertigung, menschliche Gestalt tragender Automaten. Die Sage berichtet uns. daß einer seiner Schüler, der nachmalige heilig Thomas von Aquino, einst in die Wen« statte, in der er diesen Arbeiten nachging, trat, und dort eine wunderbar schöne weibliche Figur antraf, welche ihm mit menschlicher Stimme einen Willlommgruß anbot. Da der gottesfürchtige Iüngling eine Versuchung des Teufels vermutete, erarill er einen schweren Hammer und zertrümmerte das Werk seines Meisters. Albertus gestand nachher, drei Jahrzehnte daran gearbeitet zu haben. Diese Puppe, in welcher wir heute bloß eine artige mechanische Spielerei erblicken würden, trug ihrem Urheber Den wahrscheinlich selbst gewollten Zauberruf ein. Eine zweite Sage erzählt, daß Albertus W a g n u s im Jänner des Jahres 1249 im Garten des Dominikanerklosters zu Köln den König Wilhelm von Holland bewirtet habe. Trotz Der Damaligen strengen Kalte stand aber Der ganze Garten in vollem Vlütenschmucke, Der aber, als nach dem. Essen das Sanfgebet gesprochen war. verschwand. Mögllcherweise liegt tliefer Legende etwas Wahres zugrunde. 50 Jahre «Deutsche Medizinische Wochenschrift-. Mit Ablauf dieses Jahres kann Die »Deut sche Medizinische Wochenschiist' lVnlag G^org Thieme. Leipzig) ihr funszigtahnges Beskh- feiern. Sie wurde von Dein als Hvaleniker u < Publizist gleich ausgezeichneten Dr. PaulVoi n er begründet, der mit ungewohiüich«n Dc schick unb Weitblick in Der n-uen Wochen chrll ein in wissenschaftlicher u>ie vtaltischer H^icht maßgebendes Organ schuf: in S. ®u t t man fand er (1885—1893) einen Racksolgei. Dci fein -Deik würdig fortseyle Eine fnhrcnte Stellung Lam? da? Blatt, als 1894 Albert E ul e .^ Kura und Julius Schwalbe die Redatlivn übernahmen. Letzterer ist feit 1904 alleiniger ^DkAeutsche Medizinische Wochenschrift" ist das Spiegelbild der Medizin un ^cn halben Jahihundert gewesen: m ihr haben Ro^ri Kock und seine Schüler Gafsky. ring u. a. ihre epochemachend..i Arbeikn ver ösfentlicht. Aber auch heute gehören du-bedeutendsten Mediziner deö In- und Auslandes zu den ständigen Mitarbeitern. Die vorliegende Festnummer bietet in einem von Knnstlerhand geschaffenen äußeren Gewand em ums assen d.S Bild über die Entwickelung der medi.zmisch-n Wissenschaft während der letzten 50 2ahre in einer Reihe von Aufsätzen deutscher und aus^ ländischer Kliniker. Die für peDen praktischmr A-.zt unentbehrlich gewordene Wochenschrift g. hört zu den verbreitetsten und angesehensten Fachzeitschriften des In- und Auslandes. ° Aus Anlaß des 50jährigen bestehens Der Deutschen Medizinischen Wochenschi'ft medizinische Fakultät Der Universität Lewzig Den ^Begründer der Firma .Her^v Thieme zum Dr. med. honoris causa ernannt als Zeichen Der Anerkennung seiner ^dienstc um die Verbreitung und Entwicklung der. medizinischen Wissenschaft. ging, so brachte ihn Gottseibeiuns ums Leben. Als Agrippa heimkehrte, fand er Den toten (StuDenten in seiner Stube, wußte aber fofort. wieviel es geschlagen habe, denn er sah au, dem Dache des gegenüberliegenden Hauses einige Teufel tanzen. Da Agrippa fürchtete, des Mordes an dem Schüler angeklagt werden zu können, so zitierte er einen von den Teufeln vom Dache herab und zwang ihn durch Aus« sprechung einer fürchterlichen Zauberformel, tn Den Körper des toten Studenten zu fahren uru« befahl ihm. auf den Marktplatz Der Stadt zi. geben Dort gestattete er dem Teufel, die Leiche zu verlassen, worauf der Student wie vom Schlage getroffen umsank. Rach einer zweiten Sage befand sich stets ein schwarzer Hund m Begleitung Agrippas, der nach der Volks- Meinung natürlich nichts anderes als Der Teufel in Hundsgestalt war. Als Agrippa den Tod herannahen fühlte, so wird erzählt, nahm er diesem Hund das mit allerhand magischen Zeichen gezierte Halsband ob und sprach zu ihm: Geh nun von mir. verfluchte Bestie". Der Hund lief heulend fort und sprang in den retßcn- den Fluh, der durch die Stadt ging, in helfen Wellen er spurlos verschwand. Mit dem bereits am Ende des Mittelalters geborenen Abt Johann Tritheim wollen wir unsere Ausführungen beschließen. T r i t h e« nius. wie er-aud) genannt wird, soll schon als Knabe derartige geistige Fähigkeiten besessen haben. daß er innerhalb einer Woche lesen und schreiben erlernte. 3m Alter von 21 Jahren wurde er bereits zum Abt des Benediktiner- llosters Sponheim gewählt. Sein Ruf. namentlich als Eprachgelehrter war so groß, daß ihn viele Fürsten, darunter auch Kaiser Maximilian l. besuchten. Seine älnvorsichtigkert, die er mit der Prahlerei beging, daß er imstande ist. jeden Menschen, der nur seine Muttersprache kennt, in zwei Stunden soweit zu bringen, daß er Latein vollkommen beherrscht, hat ihn in den Verdacht der Zauberei gebracht. Der ihn schließlich zur Abdankung seiner Abtwürdc zwang. Die Sage behauptet ferner von ihm. daß er die Zähigkeit besaß, seine Gedanken ohne Schrift, Worte oder Zeichen auf Personen, Die in seine Kunst eingeweiht wurden, zu übertragen, wenn sie sich auch 100 Wellen entfernt befänden. Was sagen unsere modernen Telepathen zu diesen in Vergeß en hell geratenen Kunststückchen? zur Verfügung gestellten Versammlungsraum in lebendigem Vortrag die «coßen Probleme der Weltwirtschaft und die Stellung Deutschlands sekretar Kempkes. „Kultur. Wirtschaft. Politik" war £er Qeti- satz. nach dem das Programm Jur die akcHemlsche Tagung der D.V.P- aufgestellt war Rachdem Werften Tage Dipl.-Jng Kru Pi Sinn und Ziel der ganzen Bewegung Dargelegt batte unb Herr Dr. P inkerneil die Stellung d^Stu« Deuten zu Staat und Volk auf eine klare Formel gebracht hatte, biente Der zweite Tag dazu, den Versammlungsteilnehmern in großen Zügen die Bedeutung Der Wirtschaft, di« Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und Polittk und die ich hier aus ergebenden Probleme vor Augen zu fuhren. Der Samstagvormittag wurde zu einem An- schauungsunterricht über bre ^I^^^rau^ deutsche Industrie, die sich auf ber Cbraun kohlengewin-nung aufbaut, benutzt. Erne Aichtigung der Dewerlschaft Michel bei Fr a n f I c ben mit ihren ausgedehnten^Draum In dem zur Universität Hamburg gehörenden „Museum für h a mbu rgische Geschichte" ist ein Archiv für niederdeutsche Volkskunde eingerichtet wordembas sich die Aufgabe stellt, alles auf bie me^rdeutsche Volks- kuniL bezügllche Material zu Ammeln wisfen- schafllich zu ordnen unb zu verwerten. Rwch Swr Mittellung in ber Hamburger Zeitschrift „Quickborn" kommen s^ d»e Sammeltätigkeit bie folgenden Gebiete m Betracht: Volkssprache, unb zwar Redewendungen. Reck« und Spottverse sowie alle möglichen eigenartigen Bezeichnungen: Volksdichtung, und zwar Volkslieder. Märchen. Sagen Krnderlied^. ^ zäblreime, Rätsel, Schnurren, Inschriften, Spruch, uto.; Volksaberglaube m fernen mannigfachen Formen ber Wetterdeutung unb Wettcr- vo^usfage, ber Volksmedizin, ber Segens- unb Besprechungsformeln, Zauberei usw^, endlich Volksbräuche bei kirchlichen und Volksfesten, bei Geburten. Taufen, Hochzeiten. Todesfällen, Der Rame Cäsar ruft dcutzuta^den mev sten nicht in erster Lime caic der . - genialsten Persönlichkeiten ber Welt^s^^^ine die Erinnerung, sondern he .. Bücher „Heber den 9 «11 V " hen fin^ mit denen sie in ber Schule oblagt ® Dielen Welch schwere Stunden hat wicvirle oertradten Satzkonstruktionen gegr^l.h Vokabeln hat man ochsen müssen.J3 Krtoundcrlid,. ba6 mü km > «äfar ein ISefü» inneren Unbehns-ns ift. und fo Mt die SchuNe^urehmde^d verfem Terfiäni>,n» bieier roellaefrtn^t«*»" £ Wer lich die trüben «n ben &awt in der Schute atu! dem iS Ä teilt, um bnfüc die ftrabtenbe M att brt ^eU- «oberere vor dem 01 e iSS^^^fSenS »int»« Dieser Vollender Der antiken Kultur Dieser Genius, in Dem die schönste Harmonie SX^fräfte die Ausstrahlung einzigartiger Wirkungen ermöglichte, ist in dieser grobaitigen Charakteristik so allseitig und umfassend, dabei psychologisch fo tiefspürend ersaht tme wohl mc AuDor. Aus dem großgezeichneten Rahmen des toeltgeschichtlichen Geschehens tritt ber Mensch Casar mit dem ganzen überwältigenden Zauber feiner Persönlichfeit hervor. Sines ber wichtigsten Zeugnisse biefer seiner Gröhe sinb die berühmten .Commentarii", b. h. Me mo i r en über den gallischen Krieg. Solche Memoiven hatten auch schm, vor ihm tn der römischen Literatur bedeutende Männer ersaht. Diese Selbstbarstellungen ihveS Lebens sollten 'hre Hanb- Eunasweise rechtsertiqen und ihre Feinbe be« Schämen ober entwaffnen. Der erste, der einen solchen Rechenschaftsbericht gab. war Aemllius S c a u r u s , ber barstellte, wie er aus Beinen Anfängen zum Senatspräsidenten empor- «hcfl. Sulla hatte sein Leben in nicht weniger aiä 23 Büchern geschildert, die sämtlich verloren gegangen finb. Alle diese Männer widmeten ihre Bücher nahen Freuicken unb traten sehr persönlich auf. Cäsar erwähnt sein Privlllleben nicht | mit einem Wort, ja nicht einmal bie ®e^ältniffc in Rom. Sein Buch war als eine Rech«ischaft gedacht, die er Dem römischen Volk für Die ihm antxrrtraute Macht ablegte. Es ist keine offene ' naive Erzählung des Geschehenen, sondern eine aufs feinste abgewogene und berechnete Zer- i glieberung der Motive, Die zu Den einzelnen I Handlungen unb zum Erfolg führten. „Welcher Mihbvauch". sagt Brandes m diesem Zusammenhang, „daß man Casars Commentarii als Schulbuch 14jährigen Knaben in Die Hand gibt, die Sah für Satz einige Stücke daraus lesen, ohne zu ahnen, wie dieses Buch benDol- fern deS Altertums eine ganz neue Welt [ eröffnete, bie sich herzlich bei dieser llc nichts angehenden Erzählung langweillm. die ihnen mir trocken erscheint, und denen so der Eindruck bat Buches für daS ganze Leben verdorben wird! Dieses Werk ist zugleich ein Denkmal einer außer- ordentlichen Leistung, ausgeführt von «ner großen Persönlichkeit, die zudem em militärisches Genie war, eine Raturschilderung und Volker- beschreibung eines Entdeckungsreisenden größten ! Stils der erobert, was er darstellt: cmbltch, vom Gesichtspunkt seines Verfassers gefehvi alles eher als ein zur Unterhaltung unb Bekehrung 1 Achriebenes Buch ober ein ^0^^ Doku- nwnt zum Gebrauch künftiger Gefchichtsforscher. die darauf ihre Suppe kochen konnten: nein, es ist eine entscheidende T e n d e n z s ch r ist zu einem kritischen Zeitpunkt tm Leben des Autors verfaßt und herausgegeben zur Verteidigung gegenüber Den Beschuldigungen, bie er voraus- Der Sonntagmorgeii wurde eingeleitet mit einem Vortrag des Pfarrers La w 111 über .Die silllichen Aufgaben des deutschen StuDenten . Danach sprach Kultusminister Dr. B 0 e l i h über Die Hochschulen im Aufbau des deutschen Bit- dungSwesens". Der Redner gab einen Heberblid über ben ganzen Kampf, der um Schule und Hochschule in ben letzten Jahren geführt wurd-. Dr. Pinkerneil versicherte ihm. daß die Deutsche Dolkspartei sich voll und ganz hinter seine Politik stelle und ihn stets als Führer un Kampf um Das deutsche Dlldungswesen anerkennen wurde. Am Sonntagnachmittag erschien, mit jubelndem Beifall empfangen. Dr. Stresemann. Akademiker und Politik" war sein Thema, uvei das wir schon ausführlich in Rr. 21 des.Gießener Anzeigers" vom Montag. 2. b. M., berichtet haben. ^Arnold Dillanova galt lange Zell als Der tüchtigste Arzt Spaniens. Mer selbst die qcnoffcnc Gunst Der höchsten geistlichen und weit« lichen Würdenträger konnte ihn vor Dem Ter- Dachte ein Teufelsbeschwörer zu sein, nicht schut xen Der Bannfluch des Erzbischofs von Tarragona !bÄl*n ©ehrten. ein eifriger Föderer Der Wissenschaften, 'hn da von Weite Der eitle Willanova trug aber selbst zum Teil Die Schuld an 'einem Mißgeschicke. Denn er bezeichnete sich selbst u^Abep . d h. einem Der den Zauberstein Der Weisen gefun^n hat. Aus Der maurischen Schule hatte er manches aus Der ägyptischen Geh Wissenschaft übernommen und uumen/lich tun mit Hilfe von Amuletten vollbrachten Kuren verschafften ihm derartiges Zusehen, daß ihn be Avignon erkrankte Papst sogar öu s'ch berleß Rach den von Villanova hinterlassenen Schriftni steht es fe?. daß er es vorzüglich verstand, die Einbil- hunndtraft seiner Patienten zu erregen, wo SMÄÄäÄS fobb des späteren Mittelalters genannt zu wer Er hat cs nicht unwesentlich seiner unsteten Ln?w°is° »u»uschr°,b-u dos! I-m- c_ 4.,. Zauberei verdächtigten. Theotog, pyiio Advolul. L-ibarzl 6et kohlengruben mit ber gewaltigen Fabrikanlage. Die der Veredelung der Rohkohle dient ferner DeS sich anschließenden Kraftwerkes Groß- Kayna unb des Stahlwerkes Sieg- Solin- aen zeigte ein Stück von der .Vertikal- Vertrustung" beutscher Wirtschaft: em Dorttag des Herrn Dr Schulz von Der genannten Gewerkschaft gab die theovet.schrn Erläuterungen zu dem Geschauten, während ReichsMinistera. D. v Raumer in einem von ber Werfeleitung ’ ' Versammlungsraum in Braten bewährt sie sich vorzüglich. das Halbpfund in der JriQrlS OU JlJ* bekannten Packung. wii WS rsEyit-'' '• - ? Schwan im Blaüband frisih gekirrt Wir bitten, beim Einkauf von „Schwan im Blauband” das farbig illustrierte Familienblatt „Die Blau band-Woche” gratis zu verlangen. Für heute . 3 ausveAaufif M. So gehfs hier jeden Tag, ein gutes Zeichen ygjjfc; für die Qualität und Preiswürdigkeit der Feinkostmargarine „Schwan im Blaüband1*. Alle Hausfrauen loben das köstliche Aroma und den feinen Geschmack. Auch beim Kochen, Backen und . Bekanntmachung. Wir sehen uns gezwungen, nochmals auf unsere Bekanntmachung vom 28. Mai v. Js. hinzuweisen und geben hiermit wiederholt bekannt, daß Arbeiten an elektrischen Haus-Installationen nur durch bei uns zugelassene Installateure ausgesührt werden dürfen. Diese sind z. Z.: Für das Stadtgebiet: Für das Ueberlandgebiet: 2. Stolte. 1355c l 3. 4. 5. Rudolf Rüdiger, August Sauer, Wilhelm K. Schmidt, Heinrich Stroh, Max Weihbäcker, Wilhelm Ahmann, Heinrich Balser, Friedrich Baumann, 6. Ingenieur Heinrich Brinkmann, 7. Installateur U5corg Gans, Die ftallateure Um Mihverständnisse zu verhindern, bemerken wir, dah auch die Vornahme kleinerer Reparaturen, wie Aufhängen oder Auswechseln von Beleuchtungskörpern, unter diejenigen Arbeiten fallen, die nur durch zugelassene Installateure ausgeführt weiden dürfen. Abnehmer, die Arbeiten von nicht zugelassenen Installateuren vornehmen lassen, müssen auher der durch unsachgemäße Ausführung möglicherweise entstehenden Gefahr auch Bestrafung gewärtigen. Giehen, den 6. Februar 1925. Direktion der Ltädt. Elektrizitätswerke. Seltersweg 56 Bismarkstr. 11 Kaiserallee 44 Neuenweg 7 Bahnhofstr. 56 Sonnenstr. 25 Plockstrahe 2 Asterweg 29 Walltorstr. ä5 Löbershof 4 Goethestr. 23 Mühlstraße 3 Südanlage 23 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 11. 12. 13. 14. vorgenannten Installateure (ausgenommen die In- Friedrich Baumann und Max Weihbäckers, sowie 1. Installateur Philipp Becker, Treis a. d. Lda. (Oberh.) 1. Allgem. Elektrizitäts-Gesellschaft, Giehen, Westanlage 39 2. Installateur Heinrich Appel, 8. Oberhess. Elektrizitäts-Gesellschaft, 9. Installateur Oswald Münnich, 10. ~ ‘ " — „ Heinr. Döring I, Grohen-Buseck (Oberh.) „ Arnold & Pfeiff, Londorf (Oberh.) „ Adolf Leib, Krofdorf (Kr. Wetzlar) „ Heinr. Olemoh, Kesselbach (Oberh.) „ Otto Pfeffer, Grünberg (Heffen) „ Georg Rühl, Grünberg (Hessen) „ Karl Scherer, Wieseck bei Gießen „ Friedrich Schimmel, Klein-Linden bei Gießen „ Georg Schmandt, Watzenborn bei Gießen „ Aug. Schmidt, Wieseck bei Gießen „ Friedrich Schroeder, Grünberg (Heffen) „ Georg Schulz, Homberg a.d.Ohm (Oberh.) Schumann-Werk, Install.-Firma, Mittelstmühle b. Giehen 15. Installateur Friedrich Vogel, Alten-Buseck bei Giehen 16. „ Jakob Don-Eiff, Grünberg (Heffen) 17. „ Julius Von-Eiff, Grünberg (Hessen). Lichtspielhaus, Bahnhofstraße Nur noch honte und morgen: Die Nibelungen 0ev II. e. letzte Teil: Kriemhilds Rache Gewaltig ist der Eindruck dieses Werkes. Hagen besonders, die Verkörperung der Treue bis zum Tod, ist die alles überragende Figur. Die schöne Kriemhild, im Spiel der unerbittlichen Rache sich selbst übertreffend, eine Meisterleistung ohnegleichen. Beginn der Aufführungen: 3.30, 5.45 u.8.20 Uhr. Ausgewählte vornehme Musikbegleitung! Große* Orchceter Preise: 1, 120, 1.80, 2.50 Mk. Schüler, Studierende und Militär nachmittags Ermäßigung. 1369c Astoria-Lichtspiale,Seltersweg Heule bl* elnschl. Mittwoch: Anita Berber, die berühmte Tänzerin, in Circus Oiva 6 Akte. Ferner: □er Sturz ins Glück Schauspiel in 6 Akten mit Hanny Rein wald. Drucksachen MerAtt stattung Stilrein un? preiswert di« Srühl'sche UnivtrsitStr-DruStrei, «. Lange, Stehen, Schulstr. 7. Die neuen Mistein=Jhodealben für Frühjahr und Sommer sind erschienen und zu haben im ST^ebnusQqtOTnon * Oiman 1353a Bekanntmachung. Samstag, den 21. Februar 1925, mittags 12 Uhr|, soll die der Stadt Giehen zustehende Feldjagd des Jagd- bezirks la in einer Gröhe von 236 Hektar im Wege öffentlicher Versteigerung auf 1 Jahre meistbietend verpachtet werden. Die Versteigerung wird im Stadthaus, Vergstrahe 20, Zimmer Rr. 6, abgehalten. Giehen, den 5. Februar 1925. Der Oberbürgermeister. 3. V.: Dr. Rosenberg. 13568 Berichtigung. In der Rutz- u. Brennholz-Versteigerungs- anzeige des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen vom 7. d.M. soll es unter 1. heißen statt: Zusammenkunft „Alter Steinweg" ,,Alter Steinbacherweg", 6. Schneise. Arbeitsvergebung. Vei der Kreisbauverwaltung Giehen, Landgraf-Philipp.Plah 3, Zimmer 18 liegen die Verdingungsunterlagen über Vergebung von Echreinerarbeften, Weih, binderarbeiten, Glaserarbeiten, Schlosser- arbeiten, Beleuchtungsanlage und 3n- stallationsarbeiten zum Reubau eines DierfamilienhauseS für die Gemeinde Wieseck offen. Derdingungstermin: Montag, den 23. Februar 1925. Giehen, den 6. Februar 1925. Kreisbauverwaltung Giehen. Cellarius. 1349c "Brenn- unbNutzholzvetfteigerung Aus den Waldungen der Gemeinde Annerod sollen versteigert werden Donnerstag, den 12. Februar 1925, vormittags 9% Uhr beginnend. 2Rm. Eichenscheid, 26 Rm. Kiefernscheid, 25 Rm. Fichtenscheid, 12 Rm. Eichenknüppel, 17,5 Rm. Kiefernknüppel, 40 Rm. Fichtenknüppel, 110 Eichenwellen, 180 Weichholzwellen, 570 Kiefernwellen, 2340 Fichtenwellen, 2 Rm. Eichenstock, 13,2 Rm. Kiefernstock, 69 Rm. Fichtenstock. Freitag, den 13 Februar 1925, vormittags 9% Uhr beginnend. Eichenstämme 5. und 6. Kl. 22 Stück, 4,04 Fstm. Wagnerholz, Kiefernstämme 4. und 5. Kl. 7 Stück 3,56 Fstm. Bau- Holz, Fichtenstämme 4., 5a- und 5b-Kl. 60 St. 25,60 Fstm. Bauholz, Fichtenderbstangen 1. Kl. 5 St. 0,57 Fstm. Kiefernstämme 3. Klasse 11 St. , 6,51 Schnittholz, Kiefernstämme 3 Kl. 10 St. 6,99 Fstm. Bauholz, Kiefernstämme 4. Kl. 29 Stück 18,54 Fstm. Bauholz, Kiefernstämme 5. Kl. 29 St. 13,50 Fstm. Bauholz. Kiefern- und Fichtenstammholz ist ohne Rinde gemeffen. Die Verkaufsbedingungen werden vor der Versteigerung bekanntgegebcn. Die Zusammenkunft für beide Tage ist am Oppenröder Weg bei dem Pflanzgarten. Annerod, den 6. Februar 1925. Hessische Bürgermeisterei Annerod. _____________Horn.__________1329 D Nutzholzversteigerung Die Gemeinde Frankenbach versteigert Freitag, den 13. Februar, vormittags 13 Uhr: 118 Fstm. Fichten- und Kiefern-Stamm- Holz 3.-4. Kl., 122 Stangen 1.-4. Kl., 68 Rm. Ruhknüppel 2 Mtr. lange Rollen. Bedingungen werden vbr der Ber- steigsrung bekanntgegeben. Der Bürgermeister: Bernhardt. 1352V lliynnra Holz elbttberci- Viele Auskünfte und Rezepte. Wertvoll 1243 D Gäste willkommen. MM, 10. M - Gießen, 6. Februar 1925 Voranzeige Cafe Astoria Paul U., Schmiedemeister. 1288V Die glückliche Geburt eines gesunden Mädchens zeigen hocherfreut an Politur, Bobncrmaffen, tuns, Rezepte. Karten am Büfett erh. - Kostüm od. Gesellschaftsanzug 188,c Eintrittskarten in der Musikalienhandlung Challier für Mitglieder zu Mk. 0.75 pro Platz gegen Vorzeigen der Y°rtrags-Ausweiskarte und nur im Vorverkauf; für Nichtmitglieder zu Mk. L50. Studentenkarten zu Mk. 0.75 gegen Vorzeigen der Studentenkarte bei Herrn Oberassistent Ritter. 1307c Karl Möbs und Frau Mathilde geb. Köhler Lederputz- und Färbemittel ZnReparaturenan Maschinen Ihre Vermählung zeigen an Walther Hotzfeld Hauptmann u. Kompagniechef im 15 Elfriede Hatzfeld geb. 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I rtohlenschlacken I zur Schlackensteinfabrikation, für Beton« Gesellschaft von Freunden Förderern der Universität GieBen (Gießener Hochschulgeacllschaft) Dllttwooh, den 11. Febrnar 1925, 8 , Uhr abends, Im großen Hörsaal des VorlesungsgebMudes Vortrag von Professor Dr. jur. Hollatz, Darmstadt, über „Rechtsprobleme der Luftfahrt“. la Saatbohnen 01181 Fischer, Mühlstrahe 25 Htb, Vortrags-Vereinigung Gießen (Goethe-Bund — Kaufmännischer Verein — Gewerbe Verein) Donnerstag, 12. Februar, abends 8‘/4 Uhr in der Neuen Aula Brüche sind heilbar ohne Operation; ohne schmerzhafte Einspritzung. Vollständig ohne Bernfsstörung. In Behandlung kommen: Leisten-, Schenkel-, Hoden-, Nabel- und Bauchbrüche. Sprech st unde in Giehen: Samstag, den 14. Februar, vorm. 9—1 Uhr, Bahnhof-Hotel. Dr. med. ö. £. MM, Sm.-M I. BmdHeiöen Hamburg, Schauenburgstratze 4. lieber 100 amtlich beglaubigte Atteste Geheilter liege« vor der Sprechstunde aus, z. CB.: Ich kann es nicht unter, lasten, meinen herzlichen Dank auszusprechen. Och bekam einen doppelten Leistenbruch, aber gleich so schlimm, dah beiderseitig die Wunden 7 cm lang waren, ich habe verschiedene Bandagen- Häuser ausgesucht, um mir Hilfe zu verschaffen, aber leider wurde mein Leiden immer schlimmer, zuletzt kam ich soweit garnicht mehr als Leben zu können, denn kein Band konnte mir die Brüche zurückhalten, ich war in Erfurt, Dresden, Halle, Stuttgart und Berlin, um Hilfe zu finden, alles vergeblich. Zur Operation konnte ich mich nicht entschließen, da ich im 62. Lebensjahre bin. Im November 1920 las ich Ihren Auf- ruf in der Thüringer Tageszeitung. Ich hatte mich ent- schloffen, noch einen letzten Versuch zu machen, meldete mich bei Ihnen an und trat im Dezember in Ihre Behandlung. Es trat eine langsame vollständige Heilung ein und bin heute vollständig geheilt und trotzdem in meinem Schmiedeberufe immer weiter tätig. Das hätte ich nie geglaubt, dah ich je wied-r geheilt werden könnte. Ich sage Ihnen meinen herzlichsten Dank. Berlstedt bei Reumark, Kreis Weimar. Am 10. Februar, abends 8 Uhr im Saal Sauer, Neustadt 58 Mel tanlH Redner: WnMl Dr. KansWnN'MiiAll Mr Mettes WWnMens Aus dem Inhalt: Gewebe, Färberei, Reinigen, Bleichen, Rezepte dazu. Leder, Aunrisckuua, AnS >csteruna. Stadt Lieb Heute Montag: 13790 Gießen, Nordanlage 29 1374D für jede Hausfrau und jeden Hausvater! Für Mitalieder 30 Pf., für Nichtmitglieder 50 Pfennig.___Der Vorstand. Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein Sektion Gießen. Donnerstag, 12. Februar, abends 8 ühr, Vorlesungsgebäude Lndwlgstraße 23, mineralogisches und Geologisches Institut: Lichtbildervortrag des Herrn Oberstudiendirektors Altendorf: In der Eis welt des Berner Oberlandes u.Zermatts. Gäste willkommen! 1351D Bolel-Resl. Stadl Mainz ZumSchlpkapaB Dienstag, den _ji 10. Februar Metzel-/; ®ou 10 Hör morfl. SBcUilriidini. flraitt wozu ergebens! einladet 01197 Jean Arnold. MW Mimin Mittwoch, den 11. Februar 1925 abds. 87-2 Uhr im BereinsloKal auBerord. Hauptversammlung Tages-Ordnung: Vereins- und Bundesbeiträge Für alle aktiven und passiven Mitglieder ist diese Versammlung von allergrößter Wichtigkeit, weshalb ein allseitig. Erscheinen dringend erforderlich ist. Der Vorstand. Am 14. und 15. Juni feiert der MtMMbAkWU (bei Gießen) sein 50. Jubiläumrsest. Besitzer von Karussells, Schießbuden, Schaubuden, guckerständen wollen ihre Angebote an den Vorsitzenden obigen Vereins einreichen. Zuschlags- frist erfolgt am 15. Mürz. 011A9 e>«* 2®ol?m5rlräc Ä KoiNNll Gon # Sie s iS verschiß § s'K «üb* Sjrtj in einem , Ät M" schwer verleYt n SSS“ Zs bestehl I Lmde in Köln, i deutfchlandinur Auch ist dte in räte-^vnse' schenDergv Hon, die für bj ImRuhrge DergarbcU soll er im rh ichen Drau Aachener ( rufen werden. Die Sage Ruhrbergbau Achtfiunde^ Tage und die Die unterirdist eine gewisse Fr verlegen jeboi ders unb mit 2 MenMter er Stieben ljabe bl btt tzccuttdmchi betragen gegen 1 Landzechen müf (es ist jedesmal gerechnet, die Stunde verkrz nicht wettMch arbeiteten. Ä Braunkohlenrei men gekündigt, haben das mit Lohn- und Ai l.Mrz gelünd beitszeü wird brennen. §ie beiden Derbond der D Tewei (verein d eine scharfe Sie ein. In christli ist offen von sprachen tvvrde nur unzufrieder beitszeil, fonbei deren Leistung 3U den hohenf. getragen habe^ lchorf kritisier, Ichafts- und < industriellen a, *923 von der Lasten. Die; ^Weisungen < wnunfn für die e" »rSätatf N AriM i^en haben. Di- ?an lieht, Schäften Ärb ^,?ihre Sche °Minend di- ^iler w K-S«is7, fiA die : iqk * lind ^3* *1 Sa