m. 262 Erster Blatt erg, deutscher Vertreter bei der Geschäftsstelle Der Internationalen Handelskammer. Der Vorsitzende der Internationalen Handelskammer, Dr. Walter Leaf, Direktor der Westminster-Bank, hielt zur Gin» sührung der Deutschen eine Ansprache, in der er folgendes ausführte: Wir Ijaben das Vergnügen, heute unter uns ;um ersten Male die bevollmächtigten Vertreter aus der Mitte der deutschen Ration zu sehen. Ich begrüße Herrn von Mendelssohn und seine Kollegen im Äamen der Kammer. Sie kommen zu unS mit der Versicherung, daß es ihre Absicht ist, in unsere Erörterungen im Geiste der aufrich^ tigen Zusammenarbeit einzutreten. Unsererseits begrüßen wir Ihre Anwesenheit in demselben Geiste und versprechen Ihnen eilte ebenso aufrichtige Zusammenarbeit in allen Angelegenheiten des Bereiches der internationalen Handelskammer. Von Anfang an ist es der Grundsatz der Kammer gewesen, sich auf dis Angelegenheiten zu beschränken, in denen eine solche Zusammenarbeit möglich ist. Wir haben absichtlich aus unserem Gesichtskreise diese Punkte fortgelassen, mit denen Angelegenheiten des nationalen Gmp- findungslebens zu tief verbmtden sind, als daß eine Mrderung der Aussprache im Rate unserer Kammer möglich wäre. Wir haben in der Praxis herausgefunden, daß es recht war. dies zu tun und daß ein Arbeitsfeld übrig bleibt, das völlig genügt, alle unsere Kräfte in Anspruch zu nehmen. ein Arbeitsfeld, das wir. auf dem gemeinsamen Grund des Geschäftsmannes stehend, erforschen können. Es ist in der Tat das allerbeste Problem für unsere Zukunft, daß, während wir das getan haben, was in unserer Macht steht, um die Interessen des Friedens in unserer Sphäre zu fördern, die Staatsmänner der großen europäischen Länder auch ihrerseits mit Erfolg daran gearbeitet haben, die Streitpunkte aus- zugletchen, die wir ausdrücklich aus unseren Verhandlungen ausgeschieden haben. Die 2lnwesei»ert des Herrn von Mendelssohn und seiner Kollegen unter uns ist ein beredtes Zeichen der Wichtigkeit dieses Friedens- Ivillens, den wir alle auf der sicheren Grundlage der Wiedergeburt Europas anerkennen. Durch die Äcrtfüfjrung unserer Politik, alle großen Wirtschaftsfelder der Welt einander näher zu bringen, werden wir. dessen Bin ich sicher, unseren Einftuß vertiefen und uns zu einem wichtigen Faktor des neuen Europas machen. Hierauf erwiderte Geheimrat Franz von Mendelssohn u. a.: Für die freundlichen Worte herzlicher Begrüßung, die Sie, sehr verehrter Herr Leaf, als ausgezeichneter Förderer und Dolmetscher des an Ihnen mir feit langem bekannten Geistes aufrichtiger Zusammenarbeit und Gerechtigkeit soeben an die deutschen Vertreter gerichtet haben, sage ich Ihnen als Präsident der deutschen Gruppe der Internationalen Handelskammer auftichtigen Dank. Erfüllt von dem großen Gedanken der Verständigung der Völker, der dem Gefühl der Wünsche des eigenen Volkes nicht widerspricht, sondern es erhebt, wünschen wir aufrichtig eine Zusammenarbeit im Dienste des wirklichen Friedens und einer allen gemeinsamen Wohlfahrt, auf deren Grundlage jedes Volk um so besser seine nationale, kulturelle und ethische Eigenart entfalten, feinen Mitbürgern einen würdigen Lebensstand schaffen und Ben sozialen Frieden fördern könne. Frankreichs heilige Mission in Syrien. Paris, 7. Rov. (TU.) Der Kammeraus- schnh für auswärtige Angelegenheiten hat gestern nachmittag die Berichte Painlev^s und B-riands über d'.e Vorgänge in Syrien angehört. Painleva gab ‘eine eingehende Darstellung der Lage in Syrien seit Beginn dieses Iahres. Er erklärte mit Rachdruck, daß es Frankreichs heilige Pflicht fei, das ihm vom Völkerbund anbertraufe Mandat über Syrien auch we iterhin zu behalten. Cs fei immer das Streben der französischen Kolon'.alpolitik gewesen, die fremden Völker im Geiste der Duldsamkeit z'u erziehen, so daß sie sich selbst regieren konnten. Zur Erfüllung dieser Aufgabe habe die französische Regierung beschlossen. den Senator Henri de Iouvenel als hohen Kommissar nach Syrien zu entsenden. Die Kommission vertrat einstimmig den Standpunkt, daß sie sich eine endgültige Meinung über die Lage in Syrien erst nach der Rückkehrdes Generals Sarrail und nach seiner Vernehmung bilden könne. Kunst- und Vil-ungsftagen im Preußischen Landtag. Berlin, 6. Nov. (TU.) Zu Beginn der Freitagssitzung des Preußischen Landtages nahm das Haus das Ausführungsgesetz zum Finanzaus- gleich nach den Ausschußbeschlüssen an. Anschließend an die Abstimmung wurde die zweite Beratung des Kulturetats beim Kapitel „Technische Hochschulen und Universitäten" fortgesetzt. Abg. Hott (Demokrat) bemängelt, daß die staatlichen Einrichtungen auf dem Gebiete der Medizin nicht ausreichend find. Der Geist auf den Universitäten lasse noch immer sehr viel zu wünschen übrig. Wer nicht rechts gerichtet sei, werde einfach boykottiert. Abg. Dr. K l a m t (Wirtsch. Dg.) wendet sich dagegen, daß man aus den Akademien politische Institute machen wolle. Das vertrage sich nicht mit der Freiheit der Lehre. Die Professoren müßten wirkliche Träger der Wissenschaft sein und bleiben. Redner fordert Abhilfe für die Not der Privat- dozenten und warnt vor Ueberschötzung eines rein juristischen Wissens für den Verwaltungsbeamten. Das juristische Monopol dürfe nicht in dem bisherigen Umfange beibehalten werden. Aus Sparsamkeitsgründen müsse schlecht besuchten Unioersi- tätsabteilungen, von denen insbesondere nur die Ausländer Vorteile haben, das Lebenslicht ausgeblasen werden. Abg. Dr. Semknler (Dn.): Die Deutschnationalen verlangten keine Bevorzugung, aber sie wehrten sich dagegen, daß Wissenschaftler wegen ihrer Parteieinstellung benachteiligt würden. Abg. Dr. P i n k e r n e i l (D. V.): Der Student soll zum Opfer politischer Agitation zu schade sein. Auch an dem Elend der Studenten soll man nicht gefühllos vorübergehen. 1848 habe die Studentenschaft gegen das feudale Prinzip angekampft, 1918 und 1919 gegen den Versuch der Errichtung einer Maffenherrschaft. Sie sei immer national gewesen. Das Haus geht über zur allgemeinen Besprechung über Kunst. _ Abg. Frau Oesterreicher (Soz.) betont, Bah beim Aufkommen einer neuen revolutionären Kulturepoche, die nach neuen Formen des künstlerischen Ausbruckes suche, bas Volk selbst Richter fein müsse. Die Rednerin wünscht besonderen Schutz für die notleidende Künstlerschaft. Abg. Kimbel (Dn.) regt an, die Einrichtung der großen Goldenen Medaille für Kunst wieder einzuführen. Um der Rot der Künstlerschaft abzuhelfen, würden Staatsaufträge am wirksamsten sein. Abg. Dr. Schwering (Ztr.) erklärt, mit der Aufwendung von 1 Mill. Goldmark für die altattische Statue hätten besser 100 Künstler jahrelang unterstützt werden können. Hinsichtlich der großen Theaterkrise sei zu bedauern, daß die Regierung beispielsweise in der Frage der Landesbü^ren immer noch mit erstaunlicher Ver» stäickmislosigkeit arbeite. Man dürfe nicht an falscher Stelle sparen. Er wünscht weiter bessere Denkmalspflege. Abg. Buchhorn (D. Dp.) fordert größere Aufmerksamkeit für die Erneuerung des inneren deutschen Menschen. Dem Künstlerelend müsse nach Möglichkeit Abhilfe geschaffen werden. Be» ssonders in den gefährdeten deutschen Grenzgebieten müsse der deutsche Kulturgedanke Pflege finben. Die in den Theatern gebotene Kunst muffe eine Kunst sein im Sinne Schillers und Wagners. Zu empfehlen sei die Schaffung eines Staats- Preises für bildende Künstler, der dann aber auch wirklich verteilt werden müsse. Abg. Frau Dr. Klausner (Dem.) wünscht staatlicherseits eine dauernde Hilfe für die notleidenden Künstler. Zu wünschen sei die Errichtung einer Zentralstelle deutscher Künstler. Die Rednerin wandte sich weiter gegen die Beschränkung der künstlerischen Freiheit und betonte, die Landesbühnen-Organisa- tion bedürfe regster Förderung. Kultusminister Becker erklärt, das Ministerium werde alles tun, was ihm die Der- hältnifse gestatten. Die Echtheit und der hohe Wert der attischen Statue werde wohl von allen namhaften Archäologen anerkannt. Aus den Staatsmitteln brauchten nur 100 000 Mk. dafür zur Verfügung gestellt werden, es sei ein Kunstausschuß gebildet, der für die Bühnen- Organisation zuständig ist. Eine Versorgungsanstalt der Reichspost. Berlin, 7. Rov. (TU.) Am 5. und 6. Ro- bember trat in Berlin der Derwaltungsrat der Deutschen Reichspost zusammen. Der ReichSpost- minifter wies darauf hin, daß sich die Gesamtlage der Deutschen Reichspvst nicht wesentlich geändert habe und für die ersten sechs Monate des Wirtschaftsjahres die wirklichen Einnahmen gegenüber dem Soll um 33,3 Mil tonen Reichsmark zurückgeblieben seien. Den wichtigsten Punkt der Tagesordnung bildeten die (Beratungen über die geplante Versorg ungsan st alt der Deutschen Reichspost. Mit überwiegender Mehrheit wurde der Einrichtung der Versorgungsanstalt grundsätzlich zugestimmt. Sie hat den Zweck, den Angestellten und Arbeitern der Deutschen Reichspost und deren Hinterbliebenen gegen Beitragszahlung Zuschüsse zu den gesetzlichen Ruhegehältern und Invalidenrenten sowie zu den Hinterbliebenenrenten zu gewähren. Kleine politische Nachrichten. Als deutscher Reichskvminissar für das besetzte Rheinland soll der deutsche Botschafter in Madrid Freiherr Langwerth von Simmern in Aussicht genommen sein. Der Botschafter soll bereits nach Paris abgereist sein, wo er mit dem deutschen Botschafter von Hvesch Besprechungen haben werde. In den Städten des besetzten Rheinlandes werden wiederum öffentlichie und unentgeltliche französische Lehrkurse eingerichtet, u. a. in Landau unb Koblenz. Die erforderlichen Lehrbücher werden unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Das belgische Iustizministerium dementiert die Meldung, daß den Gerichten der Auftrag erteilt worden sei, alle Kontumazialverfahren gegen Deutsche wegen Kriegsverbrechens ein zu stellen. Es sei auch unrichtig, daß der Auftrag zur Richtaussuhrung der bereits gefällten Urteile gegeben worden sei. Der russische Vollskommissar für Aeußeres, Tschitscherin, hat seine Wiesbadener Kur unterbrochen und ist in Berlin eingetroffen. Er wird am Samstag an dem Empfang teilnehmen, den die Berliner russische Botschaft zum Gedächtnis der russischen Revolution veranstaltet, Im lettländischen Landtag wurde gestern der bisherige Staatspräsident Tschakste mit 60 von 93 abgegebenen Stimmen auf drei Jahre wiedergewählt. Tschakste gehört der demokratischen Partei an. Kunst und Wissenschaft. Ein unbekannter Leibl. Man weiß, daß einige Gemälde Leibls. von denen man aus Briefen und aus alten Nachrichten zuverlässige Kunde hat, heute unauf» sindbar sind. Zu diesen Bildern gehört auch das Porträt der Iuliette Dr.aun, alias Madame de Laux, das Leibl 1870 in Paris malte. Dieses Bildnis glaubt Emil Waldmann, wie er in einem ausführlichen Aufsatz in dem soeben erschienenen Novemberheft der 'Zeitschrift „Die Kunst" (F. Druckmann A.°G., München) ausführt, in einem sehr mondänen Damenporträt der Sammlung des Herrn von Remes in München wiedergefunden zu haben. Auf alle Fälle handelt es sich um ein sehr schönes, zweifellos echtes, vollsigniertes Werk Leibls, das stilistisch in der Mitte zwischen dem Bildnis der Frau Gedon (1869) und den beiden Porträts der Richte Lina (1871) steht. Das Bild war bisher nicht in dem großen Waldmannschen Leibl-Kata- log zu finden; auf 'alle Fälle wird das gemalte Oeuvre Leibls dadurch um ein Meisterwerk seines Pariser Stils bereichert. Aus aller Welt. In einem Benzintank ertrunken. Ein entsetzlicher Unglücksfall hat sich auf dem Bahnhof Steinbeck bei Elberfeld ereignet. Dort war für einen Metallgrohhändler ein Tankwagen Benzin angekommen. Als der Händler den Wagen bestieg, um eine Probe zu entnehmen, wurde er durch die entströmenden Gase betäubt und stürzte in den mit Benzin gefüllten Tankwagen. Der Unfall wurde erst nach einiger Zeit bemerkt, als der Sohn seinen Vater suchte. Er sah den Mantel des Vaters am Wagen liegen und bemerkte dann das Unglück. Die herbeigerufene Feuerwehr konnte die Leiche bergen. Dom Eisenbahnzug überfahren. Zwischen Sulingen und Mehrbleck (Han- iwver) geriet eine etwa 40jährige Frau bei dem Versuch, ihren Hund vor dem Ueberfahren- werden zu retten, unter einen Güterzug. Die Frau war sofort tot. Warenhausdiebstühle. In Graz sind bei der Firma Kastner und Oehler, einem der größten Warenhäuser der Stadt, umfangreiche Dienstähle aufaedeckt worden. Im Zusammenhänge damit wurden einige Angestellte verhaftet. Der der Firma zu- gefugie Schaden dürfte sich auf reichlich eine Milliarde Kronen belaufen. Wettervoraussage. Unrrchig, meist trübe, Regenfalle, milder. Ein starkes Störungsgebiet ist nach den britischen Inseln vorgestoyen und hat im Kanal stürmisches, regnerisches Wetter verursacht. Zugleich fällt in Westeuropa das Barometer stark. Der im Rücken der nordöstlichen Störungen bei schwacher nächtlicher Bewölkung eingetretene Temperaturfall dürfte sich nicht Wetter auStoitfen. Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 9,4, Minimum 3,8 Grad Celsius. Niederschläge: 0,1 Millimeter. Heutige Mor gentemperatur: 4,6 Grad Celsius. Aus der Provinzialhauptstadt. Gießen, den 7. Rovember 1925. Die Normalisierung. Rur eine kleine Glosse . . . Georg Peter Aaftang saß an feinem Schreibtisch und las gemächlich seine Fachzeitschrift, als sein Blick auf einer Bekanntmachung über die Normalisierung der Leistungsschilder für elektrische Maschinen hängen blieb. Er wiegte gedankenvoll sein Haupt hin und her. „Nun sollen auch noch die Schilder an den Maschinen vollständig übereinstimmend hergestellt werden? Dieses Angleichen bringt ja manche Erleichterung mit sich, man braucht nicht immer die halbe Wohnungseinrichtung mitzunehmen, wenn man Stecker, Taschenbatterien, Glühbirnen usw. kaufen will und bringt bestimmt das Passende mit nach Hause. Aber trotzdem, wohin sich das alles allmählich erstreckt----" Es klingelte zweimal kurz. Gleich darauf brachte das Mädchen die Post herein, einen Brief in Geschäftsformat. „Der ist ja auch schon längst normalisiert." dachte Georg Leier, wahrend er ihn sorgfältig öffnete, und dann begann er zu lesen: »Herr Georg Peter Aalfang aus Gießen, Dleichstr. 279 1, wird ersucht, umgehend beim Normenausschuß. Zimmer A, zwecks Normalisierung seiner Verhältnisse. Wohnung, Familie und seiner selbst vorstellig zu werden. Der Normenausschuß: Entenstraße 30 Direktor Gleichmacher." Georg Peters Augen waren bei jeder Zeile größer geworden. „Also sind wir schon so weit", sprach er dumpf vor sich hin, nahm Hut unb Stock und ging zur Entenstraße. Er fand sich sofort zurecht, da Zimmer A zufälligerweise neben dem Eingang lag. Das Wartezimmer war leer. „Das verdanke ich meinem schönen Familiennamen, ja, wenn man mit zwei A anfängt, kommt man zu allererst daran!" Auf sein Klopfen erscholl ein kräftiges Herein, und gleich darauf befand er sich mehreren Herren gegenüber, die ihn scharf betrachteten. Nachdem er sich ausgewiesen hatte, wurde ihm mitgeteitt, daß er heute nur die wesentlichsten Grundzüge der Normalisierung, später die betreffenden Einzelheiten erfahren sollte. Dann begann die Verhandlung, die protokolliert wurde. „Wieviel verdienen Sie im Monat?" — „340 Mark netto.“ — „Von heute an bekommen Sie 520 Mark ..." — „Aaaaah ..." — „Davon haben Sie 50 Prozent an uns zu entrichten.“ Georg Peter sank in sich zusammen. „Wie lange arbeiten Sie täglich?" — „Neun Stunden." — »Ab morgen nur sieben — und vier Stunden werden Sie für uns tätig fein.“ Georg Peter wagte keinen Widerspruch. „Wieviel Räume haben Sie?"' — „Fünf Zimmer und zwei Mansarden." — „Das ist ein Zimmer zuviel für sechs Personen." — „Erlauben Sie, wir sind mit dem Dienstmädchen nur fünfe.“ — „Infolge Normalisierung kommen auf jeden Mann fünf weibliche Wesen, daher erhalten Sie noch eine Person zuerteilt. Wir wollen sofort feststellen, in welches Verhältnis diese zu Ihnen treten soll. Was besitzen Sie außer dem Dienstmädchen an weiblichem Anhang?" — „Meine Frau, ..." — „Schreiber, notieren Sie: 1. Dienstmädchen. 2. Ehefrau, dann?“ — „meine Tochter," — „3. eine Tochter," — „und meine Schwiegermutter." — „Da haben Sie aber Glück, Schwiegermütter zählen doppelt. Schreiber, 4. und 5. eine Schwiegermutter!" Und nun kommen wir zu Ihnen selbst. Herr Doktor, bitte, die Größe!" Der mit Herr Doktor Angeredete maß Georg Peter vom Kopf bis zum F»h. „1.70 Meter, also normal." — „Gut, messen Sie jetzt zuerst den Leibesumfang, der scheint am meisten abzuweichen!" — „1.38 Meter." — „Das sind 13 Zentimeter zuviel!“ — „Ich schneide das Mehr sofort weg", sagte der Herr Doktor, griff nach seinem Messer und trat dicht an Georg Peter heran. Aber dem ging die Sache nun doch zu weit. „Nein," schrie er laut, „hier hört die Norm auf!!" Und er stieß den Doktor mit geballten Fäusten so heftig von sich, daß er tönend wider die Wand flog, — nämlich e r, der Brvnzeritter, der auf dem Schreibtisch stand, vor dem Georg Peter Aalfang-- eingeschlafen war. Tacho. Neichszentrale für Heimatdienft Der Gießener Vortragszyklus der Landesabteilung Hessen der Reichszentrale für Heimatdienst brachte gestern abend in der Neuen Aula den dritten Vortrag. Der Staatssekretär a. D. Prof. Dr. August Muller-Berlin sprach über „Die Stellung der Landwirtschaft in der deutschen Volkswirtschaft". An Hand eines reichen statistischen Materials gab der Vorttagende interessante Einblicke in die Verflochtenheiten unseres Wirtschaftslebens und in die Wechselwirkungen zwischen, den einzelnen Wirtschaftsgruppen, um schließlich eingehend die Frage zu untersuchen, ob es möglich sei, die Produktion unserer Landwirtschaft, die, wie auch schon vor dem Kriege, den Nahrungsmittel- bedarf unseres Volkes nicht ganz decken kann, noch weiter zu steigern, ja soweit zu heben, daß unser Volk tatsächlich ganz aus den Erträgen der eigenen Scholle ernährt werden kann. Nach vielseitigster Beleuchtung dieses wichtigen Punktes kam der Redner zu dem Ergebnis, daß die Frage, ob unser Volk ganz aus eigener Produktion ernährt werden könne, theoretisch und auch praktisch zu bejahen sei. In Kalorien ausgedrückt, müsse die Produktion allerdings noch um 35 Proz. gegen den heutigen Stand erhöht werden, wenn das Ziel erreicht werden solle. Hauptoorbedingung für das Gelingen dieser Aufgabe sei eine Wirtschaftspolitik, die die verkehrte Kapitalverwendung — wie z. B. in der Jnftationszeit zu Industriebauten ohne Sinn und Zweck — aus- schließe und dafür sorge, daß unserem Wirtschaftsfundament, der Landwirtschaft, das unbedingt erforderliche Kapital zur Verfügung stehe. Die fesselnden Darlegungen des Redners wurden mit lebhaftem Beifall ausgezeichnet. Gießener Wochenmarktpreise. am 7. November. ((Händlerpreise.) Es kostete das Pfund: Butter 200 bis 210, Matte 40, Käse 60 bis 70, Wirsing 8, Weißkraut 4 bis 6. Rotkraut 10, gelbe Rüben 10. rote Rüben 10, Spinat 20, Unter-Kohlrabi 6, Grünkohl 20, Rosenkohl 40, Feldsalat 100, Tomaten 40, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 40 bis 100, Schwarzwurzeln 50, Kürbis 6, Kartoffeln SU bis 4, Aepfel 15 bis 20, Birnen 10 bis 40. junge Hahnen 100, Suppenhühner 100 bis 120, Gänse 100 bis 120, Nüsse 60: das Stück: Eier 18, Blumenkohl 20 bis 100, Salat 10, Endivien 10 bis 20, Ober-Kohlrabi 5, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 biS 30, Sellerie 10 bis 30; das Duiü>: Radieschen 10 Pf. Bornotizcn. — TageskalenderfürSamstag: Vortragssaal der Buchhandlung Keißner, 8 Uhr spricht Wilhelm Michel (Darmstadt). — Stenographen-Ge- sellschast Gabelsberger: Bereipsabend und Generalversammlung. — Leibdragoner: Versammlung 8.30 Uhr im „Frankfurter Hof". — Turnverein 1846: 8.30 Uhr Winterfest in der Turnhalle. — Geflügel- und Vogelzuchtverein: 8.30 Uhr Monatsoersamm- lung im „Pfälzer Hof". — Artillerieverein: 8.30 Uhr Monatsversammlung im Vereinslokal. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Rintintin, der Hund von Karibu" und .Hedda Gabler". — Astoria- Lichtspiele: „Ein Tag. im.Paradies", „Fatty als Reisender". „Das Ehestandsgewitter". _ Tageskalender für Sonntag: Stadttheater: 7 Uhr „Der Familientag" (Ende 9.30 Uhr). — V. H. C. Gießen Ausflug, Abfahrt morgens: 8.24 Uhr. — Markusgemcinde: 2 Uhr nachmittags, Turhalle, Vortrag und Gemeindefeier. — Goethebund 8.30 Uhr Kaufmännisches Dereinshaus Musikabend. — Oberhessischer Verein für innere Mission: 6 Uhr Festgottesdienst in der Stadtkirche. — Gesangverein Heiterkeit: 4 Uhr Neue Aula der Universität, Konzert. — Bauerschvr Gesangverein: 8 Uhr Universitäts-Restaurant Familienzusammen- klift. — Lichtspielhäuser wie Samstag. -- Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschriebene Ts ist der Intendanz gelungen, für Donnerstag. 12. Rovember. ein Gastspiel der russischen Kleinkunstbühne „Der goldene Hahn" zu vereinbaren. Die Darbietungen der Gäste, die eigene Dekorationen mitbringen, sind im Stile „frcS blauen Bogels" gehalten, dessen Gastspiel im Juni d. 3. so außergewöhnlichen Anklang gefunden hat. — Reichszentrale für Heimat- d i e n st. Mvntaaabend Dortrag von Privatdozent Dr. Raab-Gießen über: „Die Revaratrons- frage, Entwicklung, Aussichten und Aufgaben . ßll. Bon der Landes-Universität Gießen. Der ordentliche Professor für Reues Testament an unserer Universität Lic theol. Georg Bertram wurde von der Theologischen Fakultät der Universität Berlin zum Doktor der Theologie ehrenhalber promoviert. •• D i e Wahlbezirks-Einteilung in der Stadt Gießen zur bevorstehenden Stadtverordneten-, Kreistags- und Provinziallagswahl wird im heutigen Anzeigenteil bekannt- gegeben. Die Wahlzeit ist in Gießen auf die Zeit von 9 Uhr vormittags bis nachmittags 6 Uhr festgesetzt. ** Der Turnverein von 1846 hielt am Donnerstag seine Hnuvtverlammluna ab. die sehr gut besucht war. Mit großer Befriedigung kann der Brrein auf das abgelaufene Geschäftsjahr blicken. Der 1. Sprecher, Universitats-Ob^- inspektor Erle, gab einen umfassenden Bericht über die Tätigkeit des Borstandes und dankte allen BorstandsmitgliÄ>ern und Turnern für ihre selbstlose und uneigennützige Arbeit. Er ermahnte zu treuem Zusammenhalten im Interesse der großen deutschen Turnsache. Hervorzuheben ist, daß die Mitgliederzahl auf 764 (ohne Schüler und Schülerinnen) gestiegen ist, im letzten Jahre traten 245 neue Mitglieder dem Verein bei Oberturiiwart Erb berichtete über die tur- ncrische und sportliche Tätigkeit, Frqnz Sauer über lüejenige im Schwimmen, Grimm über die Erfolge der Spieler, Hergenrother berichtete über die Fechter und Roth über die Iugendabteilung. Alle Berichte zeugten von den besten Erfolgen. Im ganzen wurden 245 Siege, darunter viele erste, errungen. Dereinsrechner R e i n i n g erstattete den Rechnungsbericht. Bon den nach den Satzungen ausscheideiwen Vorstandsmitgliedern wurdeii wiedergewahlt: Uver- turnwart Erb, Rechner Rein in g, Gegenschreiber Friedrich Bellos, Beisitzer Georg Dellvf, Spielwart Peter Grimm, Schwimm- wart Franz Sauer und Fechtwart Karl Hergenrother. Reugewählt wurden: Regierungs- Baurat M a n g o l d als 2. Sprecher, Karl Reu- Die Rechtsecke. Aus der „Hessischen Rechtsprechung". Eine Milchverkaufsordnung kann vorschrei- ben, daß Milch, die zwar verändert ist, aber einen bestimmten Mindestfettgrhalt nicht aufweist, als „Magermilch" verlauft werben muß. Die Milchverlaufsordnung der Stadt Worms vom 6. Juli 1903 schreibt in §3 vor : „Milch darf nur als „Vollmilch" oder als „Magermilch" in den Verkehr gebracht werden. — „Vollmilch" ist das unveränderte Gesamtgemelke einer oder mehrerer ganz ausgemolkener Kühe, mit mindestens 3 v. H. Fettgehalt. Als „Magermilch" ist zu bezeichnen: 1. Milch, der Fett (Rahm) entnommen ist; 2. unveränderte Milch, deren Fettgehalt weniger als 3 v. H. beträgt. Unter Milch ohne nähere Bezeichnung ist st e t s Vollmilch zu verstehen." Der Angeklagte hat unveränderte Kuhmilch, deren Fettgehalt weniger als 3 Prozent betrug, ohne nähere Bezeichnung — also als Vollmilch — in Worms in den Verkehr gebracht, obwohl er vom Polizeiamt Worms auf die oben wiedergegebenen Vorschriften aufmerksam gemacht worden war, und ist deshalb bestraft worden. Er legte Revision ein und rügte Gesetzesverletzung bei Anwendung des materiellen Rechts auf den festgestellten Tatbestand. Die Revision wurde vom Oberlandesgericht Darmstadt zurückgewiesen, und es blieb deshalb bei der Bestrafung. Aus den Gründen ist mitzuteilen: Das Reichsnahrungsmittelgeseh hat die hier in Frage kommende Materie nicht so umfassend geregelt, daß neben ihm nicht noch andere in dieses Gebiet fallende Bestimmungen zu Recht bestehen können. Der § 5 des Rahrungsmittel^ehes, auf den sich die Revision stütze, habe nur die Bedeutung, daß, falls die Regelung der Materie durch das Reich erfolgen sollte, dies aus dem dort genannten Wege für bas ganze Reichsgebiet geschehen könne. Soweit Vorschriften für das Reich nicht erlassen werden, sei die landesrechtliche Regelung unter der Beschränkung des Paragraphen 8 des Rahrungsmittelgesehes zulässig. Da eine Regelung im Sinne des zitierten § 5 — diese Spezialbestimmung kommt hier in Frage — von Reichswegen nicht erfolgt ist, stand der Erlassung des § 3 der genannten Milchverkaufsordnung nichts im Wege. Letztere sei auf dem in Hessen gesetzlich vorgeschriebenen Wege zustande gekommen. Von einem Verstoß gc-ien den verfassungsmäßigen Grundsatz, daß Rc: - recht Landesrecht breche, könne keine Rede sein. Das Oberlandesgericht tritt auch der Revisionsrüge, daß dem Angeklagten in unzulässiger Weise zugemutet werde, naturreine Milch als „Magermilch" zu verkaufen, nicht bei, gesteh- vielmehr der Milchverkaufsordnung .das Recht zu, im Wege der gesetzlichen Interpretation zu erklären, was unter „Dolünilch" und was unter „Magermilch" zu verstehen sei. Die Verkaufs- Ordnung halte sich in den Grenzen des Zulässigen, wenn sie zum Schuhe der Gesundheit- des Verbraucherpublikums bestimmt, daß „Vollmilch" einen Fettgehalt von mindestens 3 Proz. haben müsse. Der Ausdruck „Magermilch" weise nicht auf eine künstliche Veränderung hin, sondern solle nur erkennen lassen, daß die Milch nicht den für Vollmilch vorgeschriebenen Fettgehalt von mindestens 3 Prozent habe. Die Milchverkaufsordnung für den Kreis Mainz vom 23. Mai 1905 habe die gleiche Bestimmung. Der erkennende Senat habe keine Veranlassung, von der in seinem Urteil vom 23. Dezember 1909 vertretenen Auffassung abzuweichen. Daß der Angeklagte schuldhaft gehandelt habe, ergebe sich aus seiner vorherigen polizeilichen Verwarnung. (Urteil des Oberlandesgerichts Darmstadt vom 28. Rovember 1924. <5.119'24.) 3m Leschlagnahmeversahren ist der Wohnungssuchende, zu dessen Gunsten die Beschlagnahme erfolgt, nicht Partei. Ein Beisitzer des Mieteinigungsamtes ist deshalb wegen Verwandtschaft mit ihm von der Ausübung seines Amtes nicht kraft Gesetzes ausgeschlossen. Die Vorschriften der Zivilprozeßordnung über die Ausschließung und Ablehnung der Gerichtspersonen gelten nach § 8, 37 des Mieterschutzyesetzes sinngemäß auch für die Mitglieder des Mieteini- gungsamtes. Nach der Zivilprozeßordnung ist der Bruder einer Partei von der Ausübung des Richteramtes ausgeschlossen. Parteien waren im vor- liegenden Falle: Der Grundeigentümer S., der Einsatzberechtigte I. und die Gemeinde F. Der Wohnungssuchende A., für den die Gemeinde die Wohnung beschlagnahmt hat, war nicht Partei, ist im Verfahren vor dem Mieteinigungsamt auch nicht aufgetreten. Die Beschlagnahme zu seinen Gunsten besagt nicht mehr, als daß die Gemeinde beabsichtigt, dem Verfügungsberechtigten anzusinnen, einen Mietvertrag mit ihm abzufchließen. Lehnt der Berechtigte dies ab, so ist das Mieteinigungsamt wegen Abschlusses eines Zwangsmietvertrags' von der Gemeinde anzugehen. Ein Bruder des Wohnungssuchenden war demnach nicht von der Ausübung des Beisitzeramts traft Gesetzes ausgeschlossen. Wegen Besorgnis der Befangenheit kann der Beisitzer nach § 43 der Zivilprozeßordnung nicht mehr abgelehnt werden, nachdem sich der Beschwerdeführer auf eine Verhandlung vor dem Mieteinigungsamt eingelassen hat, ohne den ihm bekannten Äblebnungsgrund zuvor geltend zu machen. (Oberlandesgericht Darmstadt, I, Zivilsenat vom 5. Februar 1925 W. 747/24.) ter als Beisitzer und Wilhelm Loh als Jugend- lixirL ** Gesellschaft für Erd- u nd Völkerkunde. Dor einem zahlreichen Publikum sprach am Donnerstagabend in der Reuen Aula der Universität der Generalstabsmajor a. D. Dr. jur. et rer. pol. Tzschirner-Berlin über das Thema „Im Generalstabsdienst nach Bagdad und Persien." Der Vortragende erzählte in recht fesselnder Weise aus dem reichen Schatze seiner Kriegserinnerungen, wodurch er seiner Hörerschaft ein anschauliches Bild von Land und Leuten und den damaligen Geschehnissen im Orient vermittelte. Im Dienste des Generalstabs kam der Redner 1915/16 über den Balkan, die Türkei, das heutige Syrien und Palästina nach Bagdad und Westpersien, wo ihm die Aufgabe zufiel, einer verstärkten russischen Kavalleriedivision unter dem General Prinz Bjeloselski lämpfend entgegenzutreten. Die kriegerischen persischen Reiterstämme hatten den deutschen Offizier auf Schleichwegen über das Hochgebirge in ihre von Europäern noch nie betretenen Gebiete geholt, um unter seiner Führung ihre Heimat vor den gehaßten russischen Erbfeinden zu schützen. Auch die an der Front unter schwedischem Befehl noch vorhandene reguläre persische ©enbarmerie aller Waffen wurde dem Vortragenden damals unterstellt. Es gelang, den immer wieder vor- stoßenden russischen Prinzen zurückzuweisen, bis der durch Feldmarschall von der Goltz Pascha in Kut-el-Amara eingeschlossene englische General Townshend vor den Türken kapituliert hatte und dadurch ein türkisches Armeekorps zum Einsatz gegen Kermanschah frei wurde. Die märchenhafte, von den Jahrtausenden kaum berührte Welt des türkischen, arabischen und mit uralter Kultur erfüllten persischen Orients, bildhaft gemacht durch Originalaufnahmen des Vortragenden, erstanden an diesem Abend vor den Zuhörern. Das Sterben des unglücklichen Ar- meniervolkes in der winterlichen Euphratwüste wurde geschildert. Im Hinblick auf die neuesten Ereignisse bei den Drusen und in Damaskus wurden u .a. auch einige Aufnahmen des Vortragenden aus Syrien und Palästina vorgeführt. Der genußreiche Abend wurde dem Redner mit lebhaftem Beifall gedankt. k. Frontfliegcr im Westen. Am Donnerstag abend fand in der Turnhalle am muu mm-—■ * ,irw.iw»i»wUMMiHn OSvxckdOgarten etn vorn Otangtextfc&en Orden veranstalteter Lichtbilder-Vortrag statt, in dem Dr. Kuermann. Leutnant und BUdvffizier der ehern. 210. St Fliegerabteilung 23 2b, über das Thema . Frontflieger im Westen" sprach An Hrmd zahlreicher sehr guter Fliegeraufnahmen zeigte der Redner zunächst das Leben und Treiben auf dem Flugplätze hinter der Front und die Zusammenarbeit zwischen Flieger und eigener Artillerie. 11. a. erklärte er. wie es dem Flieger möglich ist, auS der Höhe die feindlichen Batterien, das eigene und das feindliche Grabennetz und die Vornahme von Erdarbeiten zu er- femten. Anschließend wurden Ausnahmen aus den Trichterfeldern in Flandern, andrer Somme, am Chemin des DameS, bei Reims und Royvn gezeigt. Besonders eingehend beschäftigte sich der Redner mit den Kämvfen, die um den Besitz des Mt. Renaud bei Royon geführt wurden. Trotz des verheerenden Artilleriefeuers gelang es erst nach zweimaligem vergeblichen Versuch, diese Höhe, die von den Franzosen mit großer Zähigkeit verteidigt touret, m deutschen Besitz zu bringen. Werter kam der Redner auf die Bor- marschtage im März 1918 zu sprechen und zeigte im Lichtbild vorgehende deutsche Infanterie, zer- trommelte englische Stellungen, die Wirkung der deutschen Gasgranaten und die Angriffe der englischen Tanks. Im Verlauf seiner Ausführungen kam der Vortragende auch auf die deutsche Verkehrs flieg erei nach dem Kriege zu sprechen und zeigte an Hand einiger Tabellen und Bilder den großen Fortschritt, den die deutsche Verkehrsslregerei, an deren Spitze die Junkers- Werke in Dessau stehen, in den letzten Jahren gemacht haben. Der Vortrag wurde sehr beifällig ausgenommen. ’• D i e Deutsch nationale Lrauen- gruppe hielt unter dem Vorsitz von Frau Klewih einen Vortragsabend ab. Frau Stadt- rat Kausler sprach über das Thema: „Die Frau int politischen Leben". In eindrucksvollen, scharf umriffenen Gedanlengängen zeigte die Rednerin den Wert der Frauenarbeit in dem großen Betrieb deS Berliner Stadtparlaments. In großen Zügen streifte sie alle Gebiete, in denen gerade die anftrengenbe Kleinarbeit nur von Frauen geleistet werden kann, durch die oft Großes erreicht wird. Die letzten politischen Ereignisse berührend, zeigte Frau Kausler ihr tiefes Wissen auf dem Felde der politischen Tätigkeit. Reicher Beifall lohnte die ausgezeichneten Ausführungen. Kirchlich« Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Gießen. Sonntag. 8. Rovember. 22. n. Trinitatis. Stadttirche. 9'/,: Pfarrer Becker. 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Becker. 6 Uhr: Festgottesdienst aus Anlaß des Iahresfestes deS Oberhess. Vereins für innere Mission Pfarrer Dr. Ritter aus Marburg. - IohannesttrSe. 9'/,: Zugleich Militärgvt tesdienst. Pfarrer Ausfeld. 11: Kinderkirche für d. IohanneSgemeinde. Pfr Ausfeld. 5: Pfr. Bechtholshe'mer. 8: Bibelbesprechung im Iohannessaal. Pfr. Mahr. — Konfirmandensaal, Liebigstraße 56. 2: Laubstummengottesdienst. Psr. Bechtolshcimer. - Kirchberg. 10; 11: Heil. Abendmahl f. d. Iug. v. Lollar. Mainzlar. 17». — Wieseck. Erntedankfest. 9' /„Opfer f. d. Epilept^Anstalt.Rieder- Ramstadt, 10'/. Kinderk., 77, ßiturg. Erntedankfeier. Watzenborn - Garbenteich. Watzenborn-Steinberg: 9: Beichte, anschl. Gottesdienst und heiliges Abendmahl der Jugend. Garbenteich: L Katholische Gemeinden. Gießen. Samstag, den 7. Rod. 4'/, u. 7 Beichte. Sonntag, den 8. Rov. 23. Sonntag nach Pfingsten 61/, Beichte, 7 Messe, Kom. der Jünglinge, 8 Kom„ 9 Hochamt mit Pred., 11 Messe mit Pred., 57- Christenlehre u. Andacht. - Grünberg. 97, Messe mit Pred. — Hungen. 97, Hochamt mit Pred. - Lich. 77? 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Unerwartet jedenfalls für Pain- levö, der sein neues Kabinett als ausgesprochenes Linkskabinett bildete und ausdrücklich erklärte, daß er nur mit der Linken regieren wolle, war der Beschluß der sozialistischen Partei in der Nacht vom 2. zum 3. November, ihm das Vertrauen zu entziehen. Painleoö hat sich gleichwohl der Kammer gestellt und, zunächst einmal, unter zahlreichen Stimmenthaltungen, noch eine Mehrheit erhalten. Aber das ist doch ein ganz wackliger und unsicherer Boden. Wie will er die Steuerpolitik, um deret- willen er Caillaux ausschiffte, gegen den Senat, in dem Caillaux das Wort führen wird, und mit einer Mehrheit aus der Mitte machen, während die Sozialisten gegen ihn sind, deren Finanzforderungen er andererseits doch erfüllen will? Das ist eine sehr unbestimmte Lage, die Frankreichs Aktivität lahmlegt. Die Regierungserklärung enthält daher auch über Locarno nur ein paar allgemeine und abgedroschene Satze, nichts über Rückwitkungen in konkreter Beziehung auf Deutschland hin. Im Augenblick hat auch Bnand das Wort noch nicht ergriffen. Dagegen nehmen in der Erklärung zwei andere Sorgen einen großen Platz ein: Marokko und Syrien. Das über Marokko Gesagte verschleiert schon nicht mehr den Fehlschlag dieses Jahres. Man sitzt fest, man kann erst im Frühjahr weiter, die Kosten gehen weiter, und das Prestige sinkt, und was in der Erklärung gesagt wurde, war doch geradezu eine Bitte um Frieden an Abd el Krim. ' Noch unangenehmer ist Syrien, wo der General Sarrail durch eine, wie es scheint, unbegründete Beschießung von Damaskus eine große Erregung ausgelöst hat. General Sarrail ist ein aus- : gesprochener Linksgeneral, den die Regierung be- I sonders hielt, und den sie jetzt abberufen mußte, lieber dieses Mißgeschick hinaus ist es peinlich, daß die große einsehende Bewegung in Syrien auf die । islamitische und arabische Welt weitergeht, die Kritik an der französischen Mandatsregierung außerordentlich verschärft. Das ist für E n g l a n d keine Freude, da dieses noch in der Liquidation der Mossulfrage mit der Türkei steht, und die Abberufung Sarrails ist wohl auf die energische Kritik Englands, die von der amerikanischen Presse unterstützt wird, erfolgt. Man kann sich auch denken, daß bei den nächsten Vöskerbundsverhandlungen diese Mandatsangelegenheit irgendwie zur Erörterung kommt. Der Völkerbund ist imstande gewesen, den b u l - garisch-griechischen Konflikt im Keime zu ersticken. Das ist anzuerkennen und erfreulich, wenn wir auch nicht vergessen wollen, daß bei Griechenland auch die Vermittlung, das heißt drohende Intervention von Rumänien mitgewirkt hat. Aus der Anwesenheit aller großen Männer im Dölkerbundsrat sah man, wie wichtig man die Angelegenheit nahm, wie sehr man bemüht war, gerade jetzt während der Locarnodebatte einen solchen Konflikt durch den Völkerbund zu erledigen. Die Einzelheiten können uns gleichgültig fein, aber bei der Erörterung ist mancherlei Interessantes gesagt worden. So die Warnung an Griechenland, die Aus- j legung des Art. 16 für Deutschland nicht dahin zu ; deuten, als verzichte der Völkerbund überhaupt auf fein Sanktionsrecht. Wenn sich das Ganze bestätigt, so würde dadurch zum Ausdruck gekommen sein, daß jene Note der vier Mächte an Deutschland, die noch durch den Völkerbund legalisiert werden müßte, tatsächlich eine Verabredung zwischen Deutschland und den Großmächten, eine Ausnahme für Deutschland fei. Ferner wurde erneut betont, daß das Vorgehen des Völkerbundes gegen einen Freund, gegen einen Bundesgenossen aus dem Kriege und für einen Kriegsgegner, einen Besiegten, erfolgreich eingesetzt worden fei. Nun hat am 26. Oktober tatsächlich die Zollkonferenz in Peking begonnen. Das Land ist nach wie vor in dem merkwürdigen Kriege der Heerführer miteinander, einer völligen politischen Desorganisation, und es besteht als Staat doch. China selbst hatte schon in Genf feinen Anspruch ausdrücklich angemeldet, die Autonomie der Zollerhebung zu erhalten. Nordamerika hat gleichfalls schon seit einiger Zeit sich zu Zugeständnissen in dieser Richtung bereit erklärt, unter der Boraussetzung, daß China stark genug ist, Ausländer und ihr Eigentum zu schützen. Nordamerika hat weiterhin sehr bestimmt erklärt, daß es eventuell allein vorgehen werde, und dokumentiert so seinen Führerwillen wie 1921. Es wird Störenfriede, als welche Japan und Rußland in Frage kommen, nicht dulden und wird sich die Hemmungen aus England nicht gefallen lassen. Die Konferenz hat am 3. November grundsätzlich auch die Zollautonomie an China beschlossen, unter der Bedingung, daß gleichzeitig der bekannte Likin- zoll, d. h. die Abgabe, die im Binnenland erhoben wird, an den Grenzen der Provinzen abgeschafft wird. Das ist ein wichtiger grundsätzlicher Schritt, den Amerika durchgesetzt hat. Ob im einzelnen aus der Konferenz etwas werden wird, hängt auch von den Ereignissen im Innern Chinas ab;" möglich ist ja, daß' der Bürgerkrieg die Konferenz überhaupt stört. Deutschland ist dabei direkt nicht beteiligt. Zwischen Deutschland und China gelten die Beschränkungen der chinesischen Souveränität nicht mehr. Aber Europa und dabei Deutschland sind insofern interessiert, als danach die Stellung Nordamerikas zur europäischen Auseinandersetzung bestimmt wird. Voriges Jahr beim Dawesplan stand Amerika an erster Stelle und führte. Dieses Jahr hält es sich zurück, einmal weil es sich um spezifisch politische Fragen handelt, in denen es Europa nicht bevormunden will, dann ober weil jene drängenden Ausgaben jetzt vor dem Präsidenten und Kongreß liegen, unter denen die fernöstlichen Fragen und das Verhältnis zu Rußland die wichtigsten find. Nur in der Frage der Stellung zum Weltschieosgerichtshof im Haag und vor allem in dem großen Problem der internationalen Schuldenregulierung ist Nordamerika nach wie vor mit Europa verbunden. Aber die Führung in der jetzigen Auseinandersetzung, die sich an Locarno knüpfte, liegt ausschließlich bei den europäischen Staatsmännern. Indirekt wird Amerika in dem Sinne, daß etwas zustande kommt, eingreifen, direkt dagegen nicht, und ob feine Hilfe in weitem Umfange Europa zur Verfügung gestellt wird, hängt davon ab, ob eine europäische Regelung jetzt gelingt, die wiederum, fast überflüssig ist es, zu betonen, abhängt davon, ob ein Konzern wirklich und voll gleichberechtigter Staaten sich jetzt bil- bet, oder ob trotz aller schönen Worte und Vertrags« sormeln der Unterschied von Sieger und Besiegten doch nicht beseitigt wird. Um Frunses Nachfolge. Die Reihen der alten Garde der Dolschewiki lichten sich immer mehr. Einer nach dem andern wird zu Grade getragen. Jetzt steht auch hinter dem Ramen des Volkskommissars für Heer unb Marine Franse ein Kreuz. Das verhältnismäßig kleine Häuflein der „Diktatoren des Proletariats" schrumpft immer mehr zusammen, und sorgenvoll blickt der kleiner werdende Rest auf den Ersatz und Rachwuchs, der ihr Werk fortsehen soll und dem die alte Garde die Befähigung zu dieser Aufgabe immer mehr bezweifelt. Auch dieses Werk, die Organisation des Rachwuchfes, hat in der 11. d. S. S. R. weder Hand noch Fuß. Man darf es den regierenden Genossen nicht mehr nachsagen, daß sie hohnlachend die "Ansicht äußerten: „Nach uns die Sintflut! Die Zahl derer, die die Wandlung vom nur zerstörenden Revolutionär zum aufbauenden Staatsmann mit Erfolg durchmachten, ist zwar klein, aber um so auserlesener. Fast wider Erwarten war ihnen die Macht zu- gefaUen. Denn sie hatten sich den Sieg nicht so leicht gedacht, wie ihn die klägliche Parlamentarierregierung nach der Absetzung des Zaren den Extremsten, die den Pöbel hinter sich hatten, machten. Aber sie griffen entschlossen zu, wußten sich mit allen Mitteln zu behaupten: sie sorgten zwar vor allem für ihre persönliche Sicherheit und opferten alle Grundsätze, aber sie stellten ihren Staat her und bändigten auch den Pöbel und die meuternden Soldatenhausen, aus deren Schultern sie emporgekommen waren. Den Umsturz hatte vor allein das Heer herbei- gesührt. Es zerfloß den zarischen Machthabern unter den Händen: wer die Macht besitzen wollte, mußte ein diszipliniertes Heer wieder Herstellen. Ein solches schuf Trotzki aus den Banden der Soldaienräte. Es entstand aus der Roten Garde die Rote Armee, und Trotzki wurde ihr Herr, bis auch seine Stunde schlug. Er ist ein Meister der Reklame, aber seine Anhänger und er selbst taten des Guten zu viel; sie spielten mit dem Bonapartegedanken, und das vertrugen die anderen Genossen nicht. Trotzki ging in die Verbannung, nach Suchum-Kakö in Transkaukasien. Auch sein Gehilfe Skljanski wurde kalt- gestellt. Dieser zog es vor, sich außer Landes zu begeben, er ließ sich eine Kommandierung nach Ame- rila geben. Aber gerade dort ereilte ihn sein Schicksal: bei einer Bootspartie kam er auf eine nicht ganz aufgeklärte Weise um. Trotzki durfte schließlich nach Moskau zurückkehren, aber seine Genossen stellten ihn nicht wieder an die Spitze der Armee, sondern beschäftigten ihn auf dem friedlicheren Gebiete der Volkswirtschaft, auf dem er fein organisatorisches Talent leuchten lassen tonnte, aber weniger gefährlich war. Er tat nun so, als sei er vollkommen zu Kreuze gekrochen, aber in Wirklichkeit ging der Kampf zwischen seinen und Sinowjews Anhängern erbittert weiter, und auf der jetzt in Moskau tagenden 14. Konferenz der russischen Kommunistischen Partei platzten die Meinungen wieder heftig aufeinander. Dab,i ist es überaus auffallend, daß Trotzki sich wieder genötigt gesehen hat, aus Gesundheitsrücksichten sein altes Eri! Suchvm-KalL in Transkaukasien von neuem auszusuchen. Natürlich munkelt ganz Moskau wieder von einer abermaligen politischen Erkrankung und einer neuen Verbannung. So ganz unbegründet scheinen diese Gerüchte auch in der Tat nicht zu fein, wahrscheinlich aber wird man das Richtige treffen, wenn man in diesem Urlaub einen rechtzeitigen strategischen Rückzug sehen will, der Trotzki etwas weiter weg vom Schuß bringen sollte. Andererseits aber konnte dieser Erholungsurlaub in der Tat damit begründet werden, daß Trotzkis Gesundheit recht erschüttert ist, so daß seine Flucht aus dem bereits eisig kalt unb naß gewordenen Moskau nach der sonnigen Riviera von Suchum-Kalä begreiflich erscheint. Allerdings übertreibt Trotzki feine Besorgnis um seine Gesund- feit bis zur Hypochondrie, unb feine Anhänger übertreiben noch mehr, wenn sie davon sprechen, daß er bereits mit einem Fuß im Grabe stehe. Diese Freude bereitet er seinen vielen Gegnern doch wohl nicht. Dagegen hat der Tod jetzt gerade in die Reihen seiner Gegner gegriffen. Zu Trotzkis Nachfolger wurde der Kommandierende der Ukrainischen Truppen M. W. Frunse ernannt, während an Skianskis Stelle der Bizevorsitzende des Kollegiums der O. G. P. U. (ehern. Tscheka) Unschlicht trat. Frunse nannte sich einen Moldauer, obwohl er aus Lettland stammte unb im Turkestangebiet zur Welt gekommen war. Als Petersburger Technologe, Stubent ber Technischen Hochschule, stand er fchon 1901 auf dem äußersten linken Flügel der sozialistischen Studentenschaft, aus dem die Bolschewik! hervorgingen. Er wurde aus der Residenz ausgewiesen unb ging als Agitator nach dem Industriezentrum Iwanowo- Wosnessensk, wo er bei einem Streik einen Polizeioffizier erschoß. Daraufhin wurde er zum Tode verurteilt, aber zur zehnjährigen Katorga (Zuchthaus) begnadigt und erhielt, nach einer Version erst mit der Revolution 1917, nach einer anderen Bereits 1915 durch die Flucht die Freiheit. Er ist somit alter Revolutionär, ber etwa ein Jahrzehnt Gefangener ber Zarenregierung war. Nach bem bolschewistischen Umsturz war er Truppenführer in ben Kämpfen gegen Koltschak, gegen Wrcmgel unb gegen bie Auf- ständischen in Turkestan. Aus dem Arbeiteragitator war ein Heerführer geworden, der seinen minderwertigen Gegnern voll gewachsen war. Der finstere, blonde schlanke Mann war kein Heldendarsteller wie der ehemalige Wachtmeister Budenny oder wie Trotzki, aber bei all seiner Zurückhaltung wußte er sich durchzusetzen. Als er freilich Trotzkis' Nachfolger geworden war, konnte er es nicht unterlaßen, recht stark ä la Boulanger mit dem Säbel zü rasseln unb zumal den Rumänen zu drohen, daß er sie bald zerschmettern werde. Dann aber hielt er auf Tschitscherins Rat den Mund. Aus der Geschichte der Rohrpost. Don Friedrich Apihsch. Unser heutiger Verkehr ist nicht gerade geräuschlos. Es gibt aber eine rühmliche Ausnahme. Das ist die Rohrpost. Lautlos, unsichtbar und deshalb wenig beachtet, versieht sie ihren Dienst. Wer weih überhaupt etwas von den interessanten Anfängen und den vielen Derwendungsarten dieser Post? Rund ein Jahrhundert müssen wir zurückgehen. Da finden wir kleine Plänc von „atmosphärischen" und „pneumatischen" Eisenbahnen. Der Däne Georg Medhurst wollte einzelne Wagen und der Engländer Vallance sogar ganze Züge mit Saugluft durch einen Tunnel befördern. Praktische Erfolge waren aber erst den englischen Ingenieuren Clegg und Samuda beschieden. Sie konnten 1839 die erste atmosphärische Eisenbahn bei London eröffnen, deren Wagen an einen Bolzen angehängt waren, der durch Sauglust in einem Rohre vorwärtsbewegt wurde. Leider var dieser Erfolg wegen der Schwierigkeiten, | welche di« wechselnde Witterung verursachte, nur von kurzer Dauer. Erst nach diesen Versuchen ■ größten Stils kommen wir nunmehr zu den eigentlichen Vätern der Rohrpost, zu Latimer ! Clark in England und Gay Gacalat in Frankreich. Sie erkannten, daß die Beförderung durch Lust enge Rohre vorausseht. 1853 führte Clark leinen Gedanken praktisch durch. Zwischen zwei Sälen des Londoner Haupttelegraphenamtes wurde die erste Hausrohrpost und etwas lpäter zwischen dem Telegraphenamt und der Londoner Aktienbörse die erste Fernrohrdost eingerichtet. Di« ersten Anlagen von Gay Tacalat in Paris fallen in das Jahr 1854. Weitere Fortschritte kamen aus Deutschland. Eine „pneumatische Verbindung" wurde 1865 zwischen der Berliner Telegraphen-Zentral- I Station und der Börse in Betrieb gesetzt, und am 1. Dezember 1876 wurde das Berliner Rohr- dostneh der Oeffentlichkeit übergeben. Dieses erste Rohrpostnetz hat sich seitdem versiebenfacht I Und bie hat sich auch das technische Verfahren ver- dollkommnetl Da leuchtet ein Lämpchen auf, ein Deckerzeichen schnarrt, man gibt ein Morsesignal und schon arbeitet die Maschine, welche die Kraftluft zuführt. Die „Büchsen" mit den Telegrammen. Briefen und Postkarten werden durch die „Fahrrohre" gejagt, um mitunter bereits nach wenigen Sekunden beim nächsten Amt „ausgeschleust" zu werden. In „Hosenrohren" laufen zwei Rohre gleicher Richtung zusammen und bei den „Rohrweichen" teilen sie sich. Der Gesamterfolg ist eine wesentliche Ersparnis an Zeit und Arbeit. Die Hauptaufgabe der Fernrohrpost war schon seit den ersten Anfängen die Verbindung der Börsen und der Bahnhöfe mit den Postämtern. Sehr deutlich ist das in Leipzig und Bremen zu beobachten. Dazu kommt weiter der wichtige Verkehr mit dem Hasen, wie z. B. in Antwerpen. In H amburg spielt die Verbindung mit Altona eine große Rolle. 6 bis 7 Minuten nur braucht die Rohrpostbüchse zu dieser 3,8 Kilometer langen Strecke. Weitere deutsche Fernrohrposten sind Frankfurt, Köln und Düsseldorf. Die ausgedehntesten Rehe befinden sich in Paris, Berlin, London, Wien und München. Durch das 158 Kilometer lange Berliner Retz werden jährlich weit über 12 Millionen und durch die Pariser Rohrpost mit 350 Kilometer Länge sogar über 20 Millionen Sendungen befördert. Die amerikanischen Anlagen unterscheiden sich von den , europäischen durch den größeren Durchmesser der Rohre, der dort etwa 150 Millimeter, hier aber 65 bis 80 Millimeter beträgt. Bedeutend häufiger sind die Hausrohrposten. Sie finden sich vor allem in großen Betrieben, deren einzelne Stellen viele Schriftstücke miteinander austauschen müssen, also in Zeitungsredaktionen, Versicherungsgesellschaften, Telegraphen- und Telephonämtern, Banken und Handels-Großbetrieben. Aber auch der Kassenverkehr kann durch die Rohrpost vereinfacht werden. In einem großen Berliner Warenhaus erleichtert z. D. eine solche den Geschäftsbetrieb, indem sie 150 Einzelstellen mit der Zentrallasse verbindet. Schließlich sei noch der sogenannten Zettelrohrpost gedacht, bei der einzelne Blätter ohne Hülse durch die Luftkanäle geblasen werden. Wir sehen also, daß die Luft-Rohrpost ein Stück modernen Verkehrs ausmacht, so wenig man auch äußerlich von ihr bemerkt, denn unsere Zeit braucht die Ausnutzung aller Verkehrsmöglichkeiten. Unb die Rohrpost wird neben Postboten, Radfahrer, Postauto, Telegraph und Ferndrucker stets eine wichtige Rolle spielen. Die Entstehung des Nebels. Der Spätherbst bringt uns wieder die dichten Rebel, die am Morgen die Erde wie mit einer schweren Decke umhüllen und sich manchmal nur langsam heben, mit ihrem weihen wogenden Flor das Rahen des Winters verkünden. Diese Rebel- erscheinungen sind ber Wissenschaft lange ein Rätsel gewesen unb erst in neuerer Zeit haben ihnen bie Meteorologen das Geheimnis ihrer Entstehung abgelaufcht. Man glaubte früher, ber Rebel bestäube aus unendlich vielen Wasserbläschen, das ist aber nicht ber Fall. Richt Bläschen bilden den Rebel, sondern winzige Tröpfchen, bie einen Durchmesser von einigen Tausendsteln Millimetern haben, und jedes Tröpfchen hat einen Kern, einen Fremdkörper, um den sich das Wasser herumgebilbet hat. Die Luft enthält ja überall solche kleinen schwebenden Teilchen, bie zur Äebelbilbung führen, unb so ist denn ber Rebel nichts anderes als eine Wolkenbildung, die sich unmittelbar über der Erde lagert. Solche Rebelwollen können nur bann entstehen, wenn die Erde unb bie unteren Luftschichten verschieben warm sinb unb genug Feuchtigkeit in der Luft ist. Wenn dann feuchte Winde über ben kälteren Erdboden streichen, so kristallisieren sich um einzelne Stäubchen bie Wassertröpfchen zum Rebel. Es gibt nun verschiedene Arten von Rebeln, bie ber englische Meteorologe Rüssel in verschiedene Klassen eingeteilt hat. Die häufigste Art ber „feuchten Rebel" ober „Mist", wie er auch im norbwestlichen Deutschland heißt, erhebt sich 300 bis 400 Meter über den Boden, Er entsteht, wenn die Staubteilchen nicht sehr zahlreich sind, und wird in der Stadt nicht sehr bemerkt. Die zweite Rebelart ist ähnlich, aber sie tritt heftiger auf, unb ist nicht nur auf dem Lande deutlich, sondern kann besonders auch im Winter sich innerhalb der Stadt unangenehm bemerkbar machen. Eine brüte Form des RebelS ist ber sogenannte „trockene Rebel", der bei hohem Barometerstand« nach kalten Rächten auf» tritt; dabei sind die untersten Luftschichten viel kälter als die darüber lagernden. Diese Rebelart ist besonders in Gonbon häufig. Die vierte Form entsteht, wenn yach strengem Frost ein warmer südlicher Wind die dicht über dem Boden lagernde kalte Luft vertreibt; dieser Rebel reicht kaum 20 Meter hoch unb hindert ben Verkehr Samstag, 7. November 1925 Er gehörte zu den entschiedenen Gegnern Trotz» fis. Er mar der siegreiche General, und Trotzki war der Zivilist als Kriegsminister. Man kann sich unter diesen Umständen leicht vorstellcn, wieviele Reibungen es da gegeben hat. Ein noch heftigerer Gegner wurde ihm im Tschelisten Unschlicht als Vizekonnnis- sar zur Seite gegeben, damit dieser die polilisä)« Gesinnung der Armee überwache. Auch Unschlicht, ein 1879 in Mlawa (Polen) an der ^preußischen Grenze geborener Jude, war schon als Student ber Warschauer Technischen Hochschule Revolutionär. 1917 leitete er als Vorsitzender des Exekutivkomitees in Sibirien die dortige Revolution. Dann wurde er Vorsitzender des Petersburger fstcvolutionskoml- tccs und 1918 führte er eine auf Pleskau gestützte Abteilung, die Den Vormarsch der in« Valtenlang gedrungenen Deutschen vergeblich aufzuhalten suchte. Nachdem er mehrere höhere Posten in der Roten Armee bekleidet hatte, wurde er zum Vorsitzenden der Moskauer Gouvernements-Tscheka und zum Vizevorsitzenden der O. G. P. U. ernannt und wurde Gehilfe und Stellvertreter Dsershinskis. Ende Oktober 1923 sehen wir ihn als Stabschef der Roten Armee und dann als Vizckriegsministcr. Jetzt, nach Frunses Tod, hat er provisorisch die Leitung des Kriegsresiorts übernommen, ohne den Vorsitz in der O. G. P. U. aufzugeben, und es erscheint unter diesen Umständen begreiflich, daß Trotzki das mildere Klima des fcäufafus vorgezogen hat, wo der mäßigere Frunse seinen gehässigen und blutrünstigen Kollegen Unschlicht nicht mehr zurückhält. Die Parteikonferenz traf die Nachrichcht vom Tode Frunses wie ein Blitzschlag. An diesem ernsten Ausgang der Operation hatte man trotz allem Ernst der Erkrankung nicht recht geglaubt. Es wurde eine dreitägige Nationalttauer mit dem Verbot aller Lustbarkeiten angeordnet. Die Leiche soll an der Kremlmauer beerdigt werden. Es gibt wieder ein Schaustück. Unterdessen aber beginnt das Rätselraten über die Nachfolge. Trotzki ist rechtzeitig ausgcschal- tet worden. Dsershinski wird mit einem großen Fragezeichen genannt, da man ihn für geistig nicht mehr normal hält. Die Frontgenerale Budenny, Woroschilow, Podwojski. auch Oberst Kamenew kommen als Kriegsminister nicht in Betracht. Die Reihen sind stark gelichtet, und das gegenseitige Mißtrauen ist groß: wer das Heer in Händen hat, ist im Besitze der Macht. Der kleine Kreis der Vertrauten kennt einander in- und auswendig, aber der Ersatz ist gar zu problematisch, da weiß man nicht,, woran man ist. Der Tod hat wieder einmal feine, Axt an die Säulen des Sowjetbaues gelegt. Die Zahl dieser Säulen ist beschrankt, wie bei jeder persönlichen obligatorischen Despotie. War aud) Frunse nicht der Ersten einer, doch auch die zweite Garnitur wird allmählich verbraucht. Der Zahn der Zeit ist der größte Feind der Bolschewiki. Ein Grauen hat sich in die Herzen der Machchaber geschlichen. Das Rätesystem hat keine Wurzeln im Volksboden, die neue Kräfte und neue Blüten hervorzaubern könnten. Äiellsicht nimmt man doch Un- schlicht, vielleicht auch Rosenholz. Giehener verkehrswerbung. -Unter ben nächstliegenden Aufgaben unserer Stabt steht die einer groh zugrgen Der- kehrswerbung jetzt im Vorbergrunde der Erfüllungsnottoendigleit. Diese Behauptung mag manchem Mitbürger auf ben ersten Blick vielleicht reichlich anfechtbar erscheinen, dennoch bleibt bie Dringlichkeit der umfassenden Lösung dieser Aufgabe als unumstößliche Tatsache be- stchen. Dafür sprechen zahlreiche wichtige Gesichtspunkte. Mehrere von ihnen möchten wir im Interesse unseres Gemeinwesens im jetzigen Augenblick in der breiten Oeffentlichkeit nicht erörtern; darüber kann an anderer Stelle gesprochen werden. Andere dagegen machen eS geradezu erfoiKerlich, daß man auf [te an dieser Stelle hinweist. Im Laufs des Sommers ist auf dem Trieb di« große Volkshalle erstanden. Starke HÄr- dermsse waren zu überwinden, bis die Erricht hrng des Baues beschlossen toacten konnte. Dieser B^chluß war eine glückliche Tat ber städtischen Körperschaften uwb des Bolls hallevercinA. und glücklich wird dieser Beschluß auch In Zukunft genannt werden, selbst wenn die Stadt am meisten, da er von allen Arten der dichtestS ist. Reben dieser Klassifizierung im großen finden sich nun noch unendlich viele Abstufungen des Rebels, di« vom dünnsten Rebelschleier vis zu dem dicken Rebel, den man nach dem Volls- mund „mit Messern schneiden kann", und bis zu dem feuchlen kalten Gemengsel, das der Londoner nach seinem' braunen QIuS?eben als „Erbsensuppe" b^eichnet. Wohl die niedrigsten unb unheimlichsten Rebel, bie es gibt, sind die flachen Rebel übet den Wattenmeeren, bie so flach sind, daß sie den Körper dicht umhüllen, während sich der Kopf in freier Luft befindet. Die gewöhnlichen Stadlnebel sind meist viel höAr. Man hat versucht, aus langjährigen Beobachtungen die Zeit und die Häufigkeit des Auftretens von Rebeln zu bestimmen. Dabei ist zwischen der täglichen und ber jährlichen Rebel- periobe zu unterscheiden. Bei der täglichen Periode zeigen sich im Binnenland die Rebel am häufigsten am Morgen, während sie um bie Mittagszeit unb am Abend seltener auftreten. Auf hohen Bergen unb auch an den Küsten- treten bie meisten Rebel mittags auf. Die JahreSkurve zeigt, daß die Rebel im Winter am häufigsten find. Im Frühjahr treten sie seltener auf, verschwinden im Sommer fast ganz und nehmen dann im Herbst wieder zu. Die Anzahl der jährlichen Rebeltage ist für baä nahe am Meer gelegene Hamburg, die nebelreichste ©Labt Deutschlands, mit 126,4 berrechnet worden, für Swrnemünde mit 53L, für München mit 49, für BreSlau mit 39, für Karlsruhe mit 35 Tagen. London ist bie nebelreichste Stadt der Welt, und zwar ist bort in den letzten Jahrzehnten die Zahl der Rebeltage dauernd gefttegen. Während die Londoner zwischen 1870 und 1875 im Winter durchschall!-- lich 93 Rebeltage hatten, waren sie von 1885 bis 1890 bereits auf jährlich 156 angestiegen. Der Londoner Rebel, der fich yn einer wahren Landplage ausgewachsen hat, ist auf die große Verunreinigung ber Luft durch Die Fabriken zu-! rüctzufuhren, indem in dcr Atmosphäre un-Müge Staubteilchen sind, die die Bildung der Trövsthen begünstigen. Uu. die Bekämpfung des Rebels- hat man sehr viele Pläne ausgsarbeitctt und auch zum Teil durchgelührt, die aber alle auf die Dauer nicht wtt^am sein formen, so lange nicht die Hauptursache, eben der Staubgehalt ber Luft, beseitigt ober verringert ist. H Oberhesssn. Landkreis Gieren. • Wiefeck, 7. Aov. Die Konzerte des Männer-Quartetts „Harmonie" erfreuten sich seither nicht nur aus Wieseck, sondern speziell auch aus Gießen eines regen Zuspruchs. Auch das morgen abend im großen Braunschen Saale stattfindeude Konzert wird sich seinen. Vorgängern würdig anfchließen und begegnet jetzt schon allseitigem Inleresse. Der Dirigent, der gutgeschulte und stimmlich gut besetzte Chor und der ausgezeichnete Auf der mitwirkenden Kapelle sichern einen genußreichen Abend. f. Klein-Linden, 6. Qloti. In einer öffentlichen Versammlung im Saale der „Deutschen Siche" wrach am Donnerstagabend Herr Burkhardt aus Gießen, AufsiHlsratvmitcstied der Deutschen Bau- und Siedlunasgcmeinschaft in Darmstadt, über „W ohnungsbau mit zins- losem Gel d". Der Redner gab einen Aeber- btid über die Absichten und Ziele der Gemeinschaft. Es gelang ihm aber nicht, die Zuhörer für seine Sache zu erwärmen. In der Aussprache wurden erhebliche Bedenken gegen diese Gemeinschaft laut, so daß die geplante Orts- aruppengründung nicht zustande kam. Rur drei Zuhörer zeichneten sich als MitgllÄ>er ein. — o — Großen-Linden, 6. Aov. In der ^iachkriegLzeit wurden trotz der Schwierigkeiten und Hemmungen der allgemeinen Wirtschaftslage und des Daumarktes im besonderen in unserer Gemeinde bgw. ©emarEimg über 40 neue Wohnhäuser mit mehr als 50 Wohnungen erstellt. Damit ist die Wohnungsnot zwar noch nicht restlos beseitigt, aber doch allmählich wesentlich gemildert worden. Das Wiederaufleben der Bautätigkeit stellt dem, wenn auch gelegentlich durch den Druck wohnräumlicher Enge gesteigerten, AnternehmunaSgeisl der Bauenden immerhin ein ehrendes Zeugnis aus, wurde aber auch durch die Gemeindeverwaltung nach Kräften unterstützt. In der Inflationszeit gab sie Bau- und Auhholz aus dem Gemeindewald, Bausand auS eigner Sandgrube und, soweit sie über Baugelände verfügte, auch dieses zu erträglichen Preisen ab. AM der Besserung der Währung stellte sie in erhebllchem Umfang Baudarlehen bis zu 3000 Mark im Einzelfalle zur Verfügung. Gleichzeitig wuchsen der Gemeinde mit dieser Förderung der Hochbauten auch die notwendigen Aufwendungen für die entsprechenden Tiefbauarbeiten zu,' ansehnliche Strecken mußten mit Wasserleitung, Kanalisierung, Straßenbau, Ainnenpflasterung usw. versehen worden, so daß auf ein Wohnhaus eine immerhin recht tetzächtllche Summe aus öffentlichen Mitteln entfallen dürfte. Als Frucht solcher gemeinsamen Mühen und Opfer sehen wir jetzt auf dem Höhenrücken im DahnhofSviertel einen großen Häuserblock feiner Vollendungentgegengeten, der z. T durch sein Baumaterial (Schlackensteine) ein Denkmal entschlossener Selbsthilfe darstellt. Der Verkehrsweg dieses neuen Ortsteils, die Gartenstraße, wird zu feinem Ausbau mit allen Anlagen einen Kostenaufwand von 15 000 bis 18 000 Mark erfordern, und dabei ist auch das OrtSstraßermetz tm ganzen in den letzten Jahren durch neue Eindeckung des Fahrdammes und Ainnenpflasterung wesentlich verbessert worden. !—I Lumda, 6. Aov. Seltenes Jagdglück hatte Herr S e ck t. An einem Tage erlegte er einen Steinmarder von seltener Größe und Schönheit und «inen F u ch s. Sk. Hattenrod, 6. Aov. Dieser Tage hat unS unser Lehrer M e t d t verlassen, um nach seinem neuen WirkungSort Beltershain überzusiedeln. Herr M. war bei uns seit 1912 als Lehrer tätig und hat es in dieser Zeit ver- ftanben, sich die Achtung der Gemeinde zu erwerben. Die besten Wünsche der Gemeinde begleiten ihn nach seinem neuen Wirkungsort. Zu seinem Aachfolger wurde Schulverwalter Gerhardt von Wiefeck bestimmt. — Die 5 e r 6 ft - aussaat ist hier beendet. Leider treten die Schnecken so mallenhaft auf, daß man befürchten muß, im Frühjahr werden auf vielen Aeckern große Lücken zu sehen sein. Sehnsüchtig wartet man auf einige kalte Rächte, damit die Schneckenplage verschwindet. t Grünberg, 6. Aov. In der jüngsten Gemeinderatssihung wurde u.a. beschlossen: Zur Ergänzung des Wiesenvorstandes wurde Aug. Frank als ständiges Mitglied und Konrad Trinka us und Leonhard Groß- Haus als Grsatzmitglieder gewählt. — Der letzte Gemeinderatsbefchluh, wonach bei der etwaigen Kanalisierung der LondorferStrahe di« Anlieger freiwillig ein Drittel der Kosten tragen sollten, wird zurückgezogen, da das Ortsbaustatut bestimmt, daß die Anlieger für solche Arbeiten zwei Drittel der Kosten tragen müssen. Die Ausführung der Arbeiten tourte bis zum nächsten Frühjahr verschoben. — An Stelle der seitherigen Gemeindevertreter bei der Bezirks- sparkasse, Bürgermeister Ranft, Oberamtsrichter D ö l p und Kaufmann Schweißguth wurden Bürgermeister Jockel, Oberamtsri chter D ö l p und Gemeinderat Böß gewählt. — Aach einem Schreiben des Kreisamts soll die Festsetzung der Gemeinde st euer einer Revision unterzogen werden. Hierzu wurde bestimmt, daß der Beschluß des Gemeinderats vom 10. August aufrechterhalten werden foIL — lieber die Autoverbindung mit Dreihausen ist bereits im „Gießener Anzeiger" berichtet wor. den. Wegen der Beschaffung bzw. Erbauung einer Halle wurde in geheimer Sitzung weiter beraten. Eingehend wurde über bereits bestehende oder noch zu errichtende Linien verhandelt und dem Bürgermeister entsprechende Aufträge erteilt. — Die Ausbesserung des Straßenpfla- sters eiw,einer Straßen soll ausgeschrieben wer- den. Anschließend fand eine geheime Sitzung statt. — Heute fand auf dem G u t Warthof eine Prüfung von sechs Land.wirtschafts- lehrlingen statt. Sämtliche Prüflinge bestanden. Kreis Friedberg. sf. Friedberg, 6. Nov. Zum Besten des geplanten Ehrenden kmals für die Opfer oes Weltkrieges hielt im Saale des Hotels Trapp Oberstleutnant v. Strzemnieczny einen Vortrag, der aber leider nur schwach besucht war. ,Lhne Macht kein Recht", so lautete das Thema. Der Redner ließ an der Hand einer großen Anzahl vottrefflichen Lichtbilder einen Gang durch die deutsche Geschichte von ihren Anfängen bis zum Weltkriege tun und zeigte in überzeugender Weise durch die geschichtlichen Tatsachen, daß nur die Macht dazu befähigte, dem Rechte zum Siege zu verhelfen, und daß es einem wehrlosen Volke deshalb nur schwer sei, seine Ansprüche auf eine gerechte Behandlung durchzusetzen. — An demselben Abend hielt die hiesige Frauen gruppe der Deutschen Volkspartei eine Versammlung im „Deutschen Hause" ab, die sehr gut besucht mar; auch von Bad-Nauheim war eine Anzahl von Parteifreundinnen erschienen. Die Rednerin des Abends war die Landtagsabgcordnete Frl. Birnbaum von Gießen, die in fesselnder Weise die Vorgänge der deutschen Politik in letzter Zeit und besonders die Verhandlungen in Locarno behandelte. In tiefgründiger, auf hoher Warte stehender Weise wußte sie das Thema zu beherrschen, so daß ihre Ausführungen mit allgemeiner Teilnahme und großem Beifall aufgenommen wurden. Mehrere aus der Versammlung an sie gerichtete Anfragen wußte sie in befriedigender Weise zu beantworten. Die Vorsitzende der Ortsgruppe, Frau Professor Kloos, sprach in einem Schlußworte der Rednerin den Dank der Versammlung aus, wies noch auf die in Kürze bevorstehenden Wahlen bin und forderte zu reger Beteiligung und Mitarbeit bei diesen auf. WSA. Friedberg. 6 Aov. Die M a n - gnrrqruben bei Alsbach haben wegen Mangel an Absatz ihren Betrieb eingestellt. Die gesamte Arbeiterschaft wurde entlassen. 2T Dad-Aauheim, 6. Aov. Aeben dem Teichhaus ist das Iohannisber grestau- rant einer der beliebtesten Ausflugsorte der Kurmäste und der zahlreichen Sonntagsausflügler aus nah und fern. Für heutige Verhältnisse ist es ein bescheidenes Etablissement, das -den neuzeitlichen Forterumgen nicht mehr in allem genügen kann. Der hessische Staat trägt sich deshalb schon längere Zeit mit der Absicht, an Stelle des' alten Gebäudes auf dem Gipfel des Berges ein modernes Hotelrestaurant zu errichten. Die diesbezüglichen Verhandlungen schienen im letzten Sommer zum Abschluß gekommen zu sein, und man rechnete damit, daß noch im Herbst mit dem Aeubau begonnen werden könne. Wie jetzt aber bestimmt verlautet, ist die Ausführung des Projekts zunächst nochmals verschoben worden. a>eil antere größere Arbeiten und Einrichtungen im Interesse des Bades vorerst notwendiger sind. 6 Ober-Mörlen, 6. Aov. Während in den meisten Gemeinden des Kreises Friedberg die segensreiche Einrichtung der Feldbereini- a u n g schon vor dem Kriege durchgeführt worden ist, ist man in unserer großen Feldmark, die 6000 hessische Morgen umfaßt, erst jetzt an der Zusammenlegung der Grundstücke. Die Arbeiten werden in fünf Teilen nacheinander ausgeführt. Der erste Teil, der von der Main-« Weserbahn zwischen Ostheim und Bad-Aauheim durchfahren wird, ist vollendet. Die dabei entstandenen Massengrundstück« kamen dieser Tage zur V e r st e i g e r u n g. Trotzdem dieser Teil des Feldes fast eine Stunde vom Dorfe entfernt Regt, wurden recht hohe Preise erzielt. Insgesamt wurden für rund 17 Aormalmorgen rund 30 000 Mark erlöst, das ist durchschnittlich etwa 1700 bis 1800 Mark für den Morgen, Kreis Schotten. * Ober-Lais. 6. Aov. Unser Lehrer Strösfinger wurde zum Fortbildungsschullehrer für Reiskirchen und Am- gebung ernannt Wir sehen ihn nur ungern scheiden, verlieren wir doch in ihm ehren äußerst tüchtigen und gewissenhaften Iugendbildner, der ftch innerhalb der Gemeinde und auch im Kreise seiner Kollegen aCReitiger Beliebtheit erfreute. (!) MeicheS, 6. Aov. Unsere Bürgermeister- und Beigeordnetentoahl verliefen sehr ruhig. In beiden Fällen tourten die alten Herren einstimmig wiedergewählt. Diese Einmütigkeit der Gemeinde ist nun auch bei den Gemeinderatswahlen zu verzeichnen. Es ist nur e t n Wahlvorschlag emgereicht, auf dem alle alten Mitglleder toieter erscheinen.' Aar ein Mitglled hat eine Wiederwahl abgelehnt. (!) Köddingen, 6. Aov. Hier hat der Vorschlag zur Gemeinderatswahl wenig Staub ausgewirbelt: erscheinen auf der einzigen eingereichlen Liste doch die alten Männer wieder. Es herrscht hier also größte Einstimmigkeit, wie das auch bei der Bürgermeister- und Deigeordnetenwahl der Fall war. wo die alten Herren ebenfalls einstimmig wiedergewählt wurden. Kreis Alsfeld. * Alsfeld, 6. Aov. Die Schülerinnen der Höheren Bürger-(Mädchen-)-Schule sammelten für die Zeppelin-Eckener- Spende den Betrag von 239,70 Mark. ch Lehrbach, 6. Aov. Unser Posaunenchor hat nach Beendigung der Erntearbeiten seine Tätigkeit wieder ausgenommen. Schon mehrfach hat er uns mit feinen Darbietungen erfreut. Möge er unter der Leitung seines Dirigenten, Martin Decher weiterhin Gutes leisten. Starkenburg. * Darmstadt, 6. Aov. Für die Provinzialtagswahl am 15. Aovember sind in Starkenburg 25 Wahlvorschläge zu- gelafsen worden. Die Sozialdemokraten, das Zen- trum, die Deutsche Dolkspartei und die Kommunisten haben Wahlvorschläge eingereicht, die sich auf die ganze Provinz erstrecken, die Wahlvor- fchläge der Deutschnationalen, des Hessischen Landbundes und der Demokraten sind nach Kreisen gegliedert. In Wirllichkeit treten also nur die alten Parteien auf den Kampfplatz. Der Wahlvorschlag der Deutschen Vollspartei steht in einfacher Verbindung mit den Wahlvorschlägen deS Hess. Landbundes und der Deutschnationalen Partei. — Für die Kreistagswahlen sind 11 Wahlvorschläge zugelassen: hier haben die Parteien nur einen Vorschlag eingereicht, mit Ausnahme der Demokraten, die mit drei Vorschlägen vertreten sind. Die bürgerlichen Parteien, mit Ausnahme der Deinokraten, haben einfach verbundene Wahlvorschläge. Bauernbund und Deutschnationale stehen in enger Verbindung der Wahlvorschläge. WSA. Rüsselsheim, 6. Aov. Die Firma Adam Opel hat durch Anschlag ihren Arbeitern bekanntgegeben, daß infolge Absatzstockung der Betrieb bis auf weiteres Samstags und Montags ruhen muh. Preußen. Kreis Wetzlar. XX Krofdorf, 6. Aov. Rektor Echter- nach ist in seinen Dienst eingewiesen worden. Lehrer Zörb wurde auf feinen Wunsch nach Aauborn versetzt. Kreis Biedenkopf. T Waldgirmes, 6. Aov. Unsere K r a n - kenschwester amtierte für hier und Aaun- 3 S» ab borS beifcongc für dieses Bauwerk noch etntge Opfer bringen uruß. Hier handelt es sich um «ine werbende A-n-lag«, für die nunmehr die stärkste Iuan- sjwuchnahme auzustreben ist, damit eine kauf- i.T&mTifd,« Wirtschaf tsführung, d. b. der Schul- dtzvdiwlst unb noch em zum mindesten bescheidener Außen dazu, ermöglicht wird. Dieses Ergebnis kann auS VearnsdcLtuugrn der Gießener Vereine allein nicht herausgewirtschaftet werden. Man muh hierzu neue Wege gehen unb sich bemühen, große Veranstaltungen von außerhalb hercmzuzlQhsn. Dies wird nur zu erverchen sein durch eine großzügige Werbearbeit, an der es hjK Aum heutigen Tage noch fehlt. Der Derkehrs- peveLn gibt sich gewih alle Mühe, feinen Aufgaben gerecht zu werden, aber für die Kille und die Große der neuen Anforderungen reichen fejnc Kräfte nicht aus. Das soll kein Varwurf gegen den Verein sein, bctfen Arbeit auch cm dieser Stelle mit Auerienramg gedacht fei Aber die Tatsache, daß dort nur ehrenamtlich tätige Herren wirken, vorr denen jeder in erster Linie sich seinem Beruf widmen muh, verhindert eben die volle, ungeteilte Einsetzung der Schaffenskraft für die Aufgaben der Verkehrswerbung, die jetzt und künftighin in unserer Stadt der be- friedigenden Lösung harven. Um diesen Ausgaben in der richtigen Weife gerecht zu werden, hl vielmehr eine ijaupiamt« licke Arbeitsstelle erforderlich, die aus Zweck» mätzigkeitsgründen und um der größeren Wrrlungs- vröMchkeit willen am besten dr» der Stadtverwaltung eingerichtet wurde. Wir werfen hier erneut auf unsere früheren Anregungen hin, ein stüdtijches Verkehrsamt zu schaffen, denn mif von einer derartigen Einrichtung läßt pch eine erjotgreicheLerkchrswerbung ermöglichen. DieSchaf- jung neuer Beamteusteüen wäre durch die Errichtung einer solchen Disnststelle u. E. nicht notwendig. Wir glauben, daß in unserem jetzigen Beamten- törper die Kräfte bereits zu finden sinh, die für eine solche Dienststelle der «todt notwendig wären, so daß also neue Gehaltsbelastungen nicht in Betracht kämen. Den hauptamtlich tätigen Personen des Verkehrsamts wäre nach unserem Vorschläge ein Beirat von Sachverständigen aus den verschiedensten Gebieten der Berkehrswerbung au die Seite zu (teilen, damit die Awtsstelle jeder. Atü die lebendige Fühlungnahme mit den für die Hebung des Verkehrs mterrsfiexten Kräften der Bürgerschaft hätte. Praktifcherweise würde dieser Beirat wohl aus dem Verkehrsverein, in dem alle am Fremdenverkehr interessierten Kreise heute schon zusammengefchloßen sind, zu entnehmen sein, woraus sich ein gedeihliches Hand-in-Hrmd^rbeiten der beiden Einrichtungen ganz von selbst ergeben würde. Daß der Verkehrsvrrem auch nach der Schaf- fuug eines Verkehrsamtes selbständig hefteten bleiben mutz, unterliegt natürlich keinem Zweifel: er käme als unterstützendes Organ bet städtischen Berkehrswerbung in Hetracht. Die Einschaltung der Siadt in drests Arbeitsgebiet wurde fabtgfid) mit der lUterualjme der sachlichen Kosten der Berkehrswerbung auf den Stadchaushalt verbunden fein. Wir zweifeln nicht, daß der Derkehrsverem sich bereit erklären würde, zu diefen Kosten einen Zuschuß £ii leisten, da ja nach der Neuordnung der Werbetätigkeit das Schwergewicht des Schaffens auf das ftäbtifrfr? Amt überginge. Das Auftreten der Stadt als Werber für verstärkten Fremdenverkehr dürste nicht nur eine lebendigere Werbearbeit als bisher aussen, sondern auch geeignet fein, der Werbung eine wesenttich größere Durchschlagskraft als heute zu verleihen. Denn es ist zweifellos, daß der Ruf ober die Einladung einer Stadtverwaltung immer einen größeren Ein brück machen wirb, als \ die Einladung eines privaten Vereins. Für diese Verstärkung ber Werbearbeit unb Werbekrast kann F der Stadthaushalt trotz aller Anspannung der Finanzlage noch eine Belastung auf sich nehmen. Als maßgebende Besitzerin der Dolkshalle hat die Stadt überdies auch unmittelbares Jntereste an einer verstärkten Verkehrswerbung mit dem Ziele, möglichst viele große Veranstaltungen für die Volkshalle zu gewinnen. Weiterhin muh der Stadt auch um des heimischen Geschästslebens willen sehr viel cm einer starken Hebung des Fremdenverkehrs liegen. Heutzutage wird das Gewerbe aller Art mit Steuern schwer belastet, auf der anderen Seite ist die Kaufkraft ber Bevölkerung erheblich gesunken. Da muß es gerabezu die Aufgabe der städtischen Körperschaften sein, auch ihrerseits nach besten Kräften teizuttagen zur Neuerschließung von Einnahme- qudfen für dos heimische.Erwerbsleben. Ein Weg zu diesem Ziel, unb zwar ein recht erfolgverfprechen- ber, ist ble Schaffung eines städtischen Verkehrsamtes, das bei sachgemäßer, geschickter und lebhafter Werbearbett ganz erheblich 'mehr für die Hebung de« Fremdenverkehrs in unserer Stadt tun kann, als heut« möglich ist. Durch gesteigerten Verkehr würde sich natürlich ber Geldzustuß in unser Erwerbsleben erhöhen, wodurch sich bann wieberum die steuerliche Leistungsfähigkeit weiter Bürgerkreise unb bamit auch bie Einnahmen ber städtischen Steuerverwaltung verbessern würben. Man sieht, datz bie Stabt also auch nach dieser Richtung hin wieder Vorteil hätte von den verhältnismäßig geringen Aufwendungen, die ein städtisches Verkehrs- amt erfordert. Dah man mit ber Neuordnung unserer Gießener Berkehrswerbung, d. h. mit der Schaffung einer hauptamtlichen Derkehrswerbesielle unter der Auto- ritdt ber Stadtverwaltung nicht mehr zögern sollte, zeigt ein Blick auf die Vorgänge in unserer Nachbarschaft. In Marburg wurde kürzlich ein Verkehrs- verein unter sehr maßgebender Mitwirkung der Stadtverwaltung gegründet. Unsere westliche Nach- barstccht Wetzlar hat gleichfalls unter hervor- ragender Einflußnahme ihrer Stadtverwaltung die Gründung eines Derkehrsvereins In die Wege geleitet. 3n beiden Stödten will man mit stärkster An- jpannung aller Kräfte die Fremdenverkehrswerbung aufnehmen. Frankfurt a. M. ist eben dabei, feine gesamt« Verkehrswerbung in völlig neue Bahnen zu lenken und will zu diesem Zwecke ein städtisches Verkehrsamt schaffen, das zum Mittel- puntt einer großzügigen Derkehrswerbung gemacht werden soll. Angesichts all dieser Bestrebungen un- mittelbar vor unseren Toren muß man auch in Gießen neue, weiter hinaus- unb höher hinaufsüh- rende Wege ter Derkehrswerbung beschreiten. Mit den bisherigen, treu und selbstlos geleisteten unb darum anerkennenswerten Diensten des Derkehrs- üsrehts kann der künftig viel schneller werdende Lauf ter Jagd um ten Fremden für unsere Interessen nicht mehr ouskommen. Je rascher und um» fastender auf diesem Gebiete eine neue Organisation nach den oben entwickelten Gesichtspunkten geschaffen und die Werbearbeit in Angriff genommen wirb, desto vorteilhafter und erfolgversprechender wird cs für unsere Stabt sein. heim zusammen. Seit letztem Frühjahr ist fle krank. Während Aaunheim schon im Sommer eine Krankenschwester für sich angestellt hat, be- diese Frage hier noch der Lösung. Obwohl unsere Frau Pfarrer, die früher Krankenschwester war. in uneigennütziger Weise diesen Dienst versieht, wäre es doch erwünscht, wenn diese Lücke in der Krankenpflege durch Anstellung einer Schwester recht bald ausgefüllt würde. Diükreis. bl. Dillenburg, 6. Nov. Der Kreis hat einen L i ch t b i l d e r a p p a r a t erworben. An Gemeinde und Verbände wird der Apparat verliehen unter ber Bedingung. baß Bilder über Jugendpflege unb Volksbildung zur Vorführung gelangen. — Die im Laufe dieses Jahres im Kreise und der Umgebung vorgenomme- nch Jnstandsetzungsarbeiten an 8 a n b» ft r a ßen unb Wegen sollen im nächsten Jahre weitergeführt werden. Das Landesbauamt hat bereits ein Ausschreiben zur Vergebung der Arbeiten erlassen. bl. Herborn, 6. Aov.—In der hiesigen Mittelschule wurde eine R"adio-Einrichtung angebracht. Don Schülern soll einmal in der Woche Gelegenheit zum Anhören von gutem, bildendem Stoff gegeben werden. Die An- lage findet bei den Kindern natürlich freudige Aufnahme. bl. Eiershausen. 6. Aov. Im Schwarzbachtal wird neuerdings der Versuch gemacht. Brüche zu erschließen. Vor kurzem fand eine eingehende Besichtigung statt. Man hofft. G r ü n st e i n zu gewinnen, da hier recht viel anzutrcffen ist. Frankfurt a. M. und Umstehend. WSA. Frankfurt a. M., 6. Aov.Die Aussperrung in der chemischen Industrie hat die beteiligten Städte unb Gemeinden, tote Griesheim, Höchst, Fecheicheim und Biebrich vor sehr schwierige Probleme gestellt. Da nach dem Mißerfolg der gestrigen Berliner Verhandlungen jetzt allgemein mit einer längeren Dauer des Kampfes — man spricht teil- toeise von 5—6 Wochen — gerechnet wird und da in den nächsten Tagen noch weitere Aussperrung^ erfolgen, sind die betroffenen Gemeinden genötigt, eine gemeinsame Lösung der Wohlfahrtsfrage zu suchen. Die AotstandS- arbeiten in den Betrieben werden nach tote vor durchgeführt. — Der Geschäftsführer und Inhaber eines Kabaretts, Anton Winter, der nach dem Einkauf großer Weinvorräte Bankrott gemacht hat, ist unter dem Verdacht des betrügerischen Bankrotts verhaftet worden. — In einem Hotel im Dahn- hofsviertel hat sich am 3. Aovember ein unbekannter, anscheinend von auswärts zugereister Mann im Alter von 25—30 Jahren vergiftet. Der Tote ist etwa 1.78 Meter groß, hat dunkelblondes, volles Haar, längliches Gesicht und ist bartlos. Bekleidet ist er mit schwarzem Rock und ebensolcher West«, schwarz- grau gestreifter Hose, grauem lleberzieher mit der Firmenbezeichnung „Garsch-Frankfurt a. M.", Trikothemd, weißem Oberhemd mit gestreiftem Einsatz mit der Zeichnung „A. N.“ oder „A. K.“, hellbraunem Hut, schwarzen Schnürschuhen, und braunen Glacehandschuhen Außerdem hatte er einen kucken braunen Hakenstock. WSA. Höchst a M., 6. Aov Auf der Chaussee von Höchst nach Soden stießen gestern abend ein Radfahrer und etroe Radfahrerin, die beide ohne Licht fuhren, zusammen. wobei beide stürzten. Während der Mann nur leicht verletzt wurde, trug die Frau einen doppelten Beinbruch davon und mußte irrs Krankenhaus geschafft werden. WSA. Homburg v. d. Höhe, 6. Aov. Im Hardtwald bei Homburg sind dieser Tage von flegelhaften Burschen vier Ruhebänke zerstört und eine Anzahl Wegweiser urn- gerissen und gestöhlen worden. Ferner haben die Banditen die eiserne (Btnfrieaigung auf dem Aussichtsturm auf der Eli erhöhe zur Hälfte abgerissen und hinuntergeworfen. Leiter konnten die Burschen bis jetzt noch nicht gefaßt werden. Gerichtssaal. * Darmstadt, 6. Nov. Dor ber hiesigen Strafkammer wurde ein Fall verhandelt, der rn Darmstadt lange Zeit großes Aufsehen erregt hatte. Es handelte sich um den Oberverwaltung s i n s p e k t o r Friedrich Ernst Hille, der städtische Getränke st euern vereinnahmt, sie aber nicht an die Stabtkasse abgeliefert, sondern für sich verbraucht hat. Hille war in erster Instanz aus Mangel an Beweisen freigesprochen worben; jetzt würbe er zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt. Der Fall ] Hille ist im Zusammenhang mit ber Opposition der Bürgerschaft gegen den Oberbürgermeister Dr. G l ä s s i n g wegen seiner nachgiebigen Haltung gegenüber der Sozialdemokratie zu betrachten, die zu dem bekannten Schriftwechsel zwischen der Deutschen Volkspartei unb dem Oberbürgermeister geführt hat. Die beutschnalionale Opposition ist noch viel schärfer: sie hat auch den Fall Hille aufge- griffen. Hille ist Sozialdemokrat; als sein Treiben bekannt wurde, geschah im Stadthaus nichts gegen ihn, Jus die deutschnationale „Hessische Landeszeitung" den Fall bekanntgab und daraufhin die Staatsanwaltschaft einschritt. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 8. Aov., abends 6 Llhr: Der Rosenkavalier. Montag, 9., abends 7 Llhr: Mignon. Dienstag, 10. abends Ahr: Intermezzo. Mittwoch, 11., abends 7 Ahr: Eine Aacht in Venedig. Donnerstag. 12, abends 6V$ Ahr: Tannhäuser. Freitag, 13., abends 7 Ahr: Figaros Hochzeit. Samstag, 14., abends 71/» Ahr: Tosca. Sonntag, 15., abends 7 Ahr: Eine'Aacht in Venedig. © ch a uspielhaus. Sonntag, 8. Aovember. abends 71/? Ahr: Einer von unsere Leut. Montag, 9., abends 8 Ahr: Der Anwtterstehliche. Dienstag, 10.. abends 71/« Ahr: Kabale und Liebe. Mittwoch, 11., abends 8 Ahr: Gin Volksfeind. Donnerstag, 12., abends 71/8 Ahr: Wie es euch gefällt. Freitag, 13., abenos 8 Ahr: Der Antoiderstehliche. Samstag, 14., abends 8 Ahr: Die drei Zwillinge. Sonntag, 15., abends 8 Ahr: Der Antoiderstehliche. Äemtwi Äenntoo 1, Kästner, 2. Petri, S 3. Fischer,' l Schäfer,, 5. Kästner, ( 6. Dvecl, 3t Kennwoi 1. Aicolaus, 2. Launspach 3. Ringel, ' i Rahnesell 5, Kurz, W 6. Balzer, ' V DeiMc 8. Bausch, 9. Dünn, $ 10. Seibel, 11. Müller, 12. Herbm, 13. Götz, H< 14-Sikßng, 1 Memam l Mer, £ 5. HW, Hc 6. Hcöemch! Z. Mar,, Fr 8. Heil, Dan 9. Doeck, Fr 10. Mlerma 11, Schupp, ( Statt»«' Für di« 1925 W01 Oahlo"^ I ©oetj. 2 Schwas 3 Mlop! 4. 5 Schneid« 6. Schass 1. Schn«^ 8. Sch-ser. Kennwort: Partei: 1- KrauSnnll “■ Stannann j-Amahl, ^Dinn, h 2. Krcnnn,1 ?• Nn, D t, Schultz, 1 J Galling, i Borger UNede 11- Denzel 12. Loeber,' 2^- Archner, ** Aunwf । S' ® 21 U' 3»6 ’UnM 23. 26 ^lder, ■ 27 ^nbke,! 9o Mrech. 3?'SW«, «2 Zx-de 33 ^ttner, * leider nur 4 für fiennt 2 Sann, 2 3.0«M 4. Chris . 5 MoosooN 6 Mers. i Homberg« 8, Sientr. t 9 ßchmidl., Itz! Maier, ' 11. Daum, 12 Dnhbcci 13. 'M Sr« 14. Dolf. D 15. Gregoriu 16, Grünig, 18. Horst, 3£ 19. Aöaer, o 2o‘ Utoulatbe 21. Ganh, $t; 22, Degenhao 23. Schiefers!« 24. Undreae. 25. Mgattm 26. Deipperl- 2Z. 28, Hofmann, 29. Dachmann M. Aucher, zsaal. j, i Qn9w tD3uRtt 85#flÄ n Fall verhandelt, w ro&ts Aussehen erreg! denobero-rwal- ich Emst htlle, de. (euctn verein' dirStadtkajl- > ftaka M°"«" U; i' rWr ofrot; als I »SÄ 'rN T °tt. te.-st 1 jm nöditiei, V?' ■r81l«"e tn Eulern fon 1’; ftäfsS SL? ■JvS '** Umqeqenb, -^Aov.DleAuz. ^en 3n6ußth h? ®Änien' wie ® Md Diebrich ö“ lem* Hküt. Da JOffl berliner Der, tl*(lnet längere» ~ man spricht teil, gerechnet foltb und M weitere M die betroffenen @t. remsaine Lösung bet 1 AvtstaM. 1 werden nach tfe TeschäftSsührer uni Anton Hinter, großer Del«, macht hat, iß unter 'chen DanKottS bet. icm Hotel Im Jahr. November ein trn* on auStvärt.e^. von 25-30 34ren [t etwa l.?$ ater • lles Haar, LgllcheS Lekieidet iß et mit lcher Desir schwarz, rem lleberzleher mit rsch.Franksuri o. N", >emd mit gestreiftem A, N“ oder „A. K.“, SchnAr/chuben, und ÄuAerSem Hatte er xf. 6. Lov. Aus der M ^Mien gestern nd eine Dadsah« 2i, 7 in Alten 8 der Klinik, in der Alten Klinik, 9 in wrmdrtetmttifftflll in der Oberrealschule, Stephan. im Israel. Gemeindehaus, Lony° im Justizgebäude, Ostanlage 15, Abstünmunasb^ Saal im Erdgeschoß irk 15 Ar. 18. E. L. WEIMER 09044 WNiWRWMMWM und Befchafiung CeiMdeWIe, Saal 10. Gag-taio Heiti Bestes Mittel gegen Husten i 19. 20. 6 Teleph. 1471 Neuenweg 88 Bequeme Teilzahlung. 10649V Kaufzwang. Kaufmann Josef Schmitt. 18. Bezirk: Kaufmann Max Hammerschlag: Stellvertreter: 5« ^aiyarach, FranNsurt a.M. fmann Wilhelm Dach. ' RatbeUstrahe 7. Brfottilt. Swratarwtrlüittt Kaufmann Wilhelm Dach im städt. Dienstgebäude Aster- im Gewerbehaus, Kirchstrahc 16, 5. 6. Liebigstr. 16, Liebigstr. 16, Kaiser^ Brüst- Karten im Vorverkauf bei E. Challier, Neuenweg. (LokliklelliiagZlllMeisleliikösiios) Beglan 11. lioöember 5.30 llht Zu gleicher Zeit empfehle la Wurst und Bleischweren an den Markttagen W^" Marktlauben Stand 23 und 24- Trawungssaal. Abstimmungsbezirk weg 9. Zimmer 3. Abstimmungsbezirk Saal la. Abstimmungsbezirk Turnhalle. Abstimmungsbezirk anlage 8, Lehrerzimmer. Abstimmungsbezirk Zimmer 18. Abst im mrt gsbez irk Zimmer 15. Abstimmungsbezirk Zimmer 10. K Am Sonntag, dem 15. Aovember 1925, von vormittags 9 Hör bis nachmittags 6 Llhr, wird die Wahl der Stadtverordneten der Stadt Giehen und gleichzeitig damit die Wahl der Kreistags- und der Provinziallagsmitglieder vorgenommen. Die Wahl findet statt für Abstimmungsbezirk 1 im Alten Rathaus, Marktplatz 14, Preise der Plätze: I. Platz 2 Mk., ll. Platz 1,50 Mk, III. Platz 1MK. 10666D Alle Stimmberechtigten werden eingeladen, zu der angegebenen Zeit sich persönlich einzufinben und ihre Stimme ab- zugeben. Der Wähler nimmt die Stimmzettel und den Umschlag im Wahlraum entgegen. Er stimmt dadurch ab, dab er unter Benutzung der dafür vorhandenen Einrichtungen auf jedem Stimmzettel den Wahlvorschlag, tür den er stimmen will, durch ein Kreuz oder in sonstiger Weise bezeichnet, die Stimmzettel in den Umschlag legt und dem Dorsihenden der Abstimmungskommission oder dem von ihm beauftragten Beisitzer den Um- schlag mit den darin besindltchen Stimmzetteln überreicht, sobald sein Aame in der Wahlkartei gesunden ist. Stimmzettel, welche die Wähler nicht in dem amtlich abgestempelten oder in einem mit einem Kennzeichen versehenen oder in einem veischlosienen Umschlag obgeben wollen, sind zurückzuweisen, ebenso die Stimmzettel solcher Wähler, die die Einrichtungen für das unbeobachtete Einlegen der Stimmzettel nicht benutzt haben. Wähler, die durch körperliche Gebrechen behindert sind, ihre Stimmzettel eigenhändig auszufüllen oder in den Um» chlag zu legen und diesen abzugeben, dürfen sich dabei der Hilfe einer von ihnen selbst bestimmten Dertrauensperson bedienen. Es ist untersagt, daß in den Zu- und Eingängen der Wahllokale Plakate irgendwelcher Art (Wahlaufrufe usw.« aufgehängt werden. 106398 Giehen, den 7. Aovember 1925. Der Oberbürgermeister. 3- D.: Dr. Seib. MMe- ßlttMltt'« werd. fa Uocnüif? r u. preiswert ne- t stimmt u. revar. | OrtlmX i (Liehen, VloM.1i x Tclcvhon 2403 | Ankauf nbt. SM tw. | u. vorinonininS t Launspach, Heinrich, Malermeister Ringel, Alexander, Kaufmann Rahnefeld, Albert, Gastwirt Abstimmungsbezirk 13 trabe 12, Zimmer 1. Abstimmungsbezirk 14 trabe 4, Detsaal. Caramellen, Stadtverordneten-Versammlung betreffend. Für die Wahl der Stadtverordneten am 15. Aovember 1925 sind folgende Wahlvorschläge zugelassen: Wahlvorschlag Nr. 1. Kennwort: „gentrurnspartei". 26. Lembke, Ludwig, Kaufmann 27. Kreuter, Joseph, Fabrikant 28. Albrecht, Georg, Obermaschinenmeister 29. Deibel, August, Bäckermeister 30. Schmitt, Ludwig, Kaufmann 31. Dingeldein, Emmh, Privatin 32. Gärtner, Robert sen., Schneidermeister 33. Aeumann-Spengel, Werner, Dr., praktischer Arzt 34. Röhr, Karl sen., Kaufmann 35. Dreyer, Eonrad, Ingenieur. Die Wahlvorschläge Ar. 1 und 16 sind einfach miteinander verbunden. Bei der Wahl dürfen 1. nur die amtlichen, im Wahlraum entgegenzunehmenden Stimmzettel verwendet, 2. nur für einen der zugelassenen Wahlvorschläge Stimmen abgegeben. 3. keinerlei Aenderungen auf den Wahlvorschlägen vorgenommen werden. Die verbundenen Wahlvorschläge werden als ein Wahlvorschlag angesehen: die auf sie abgegebenen Stimmen werden bei der Feststellung des Wahlergebnisses zusammengezähtt. Giehen, den 7. Aovember 1925. 106028 Der Oberbürgermeister (Stadtwahlkommissar). 3.D.: Dr. Seib. Kurz, Adolf, Oberingenieur _. Balzer, August, Weinhändler 7. Weibbäcker, Max, Elektrotechniker 8. Bausch, Philipp, Oberpostfekretär i. D. 9. Blum, Heinrich. Spengler- und 3nstallations:neifts'.' 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. Heiterkeit,Vor echlelmang, Katarrh. 7000 “SST aus allen Kreisen beweisen d einzigartige Äempelfabrik Druckerei Große Wäschefabrik liefert direkt an Private: Lame»-, irrten» und Bett-Wäsche sowie Textilwaren ohne Aufschlag gegen Ratenzahlung Dettreterbesuch ohne 2. 3. 4. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. Wahlvorschlag Nr. 2 Kennwort: „Sozialdemokratische Partei". Beckmann, Georg, Angestellter Mann, Albin, Gewerkschaf tsbeamter, Landtagsabg. Ottilie, Frau Christine, geb. Stöhr, Hausfrau Christ, Wilhelm, Schlosser Moosdorf, Kurt, Gewerkschaftsbeamter Detters, Friedrich, Redakteur Hornberger, Paul, Rechtsanwalt Diener, Franz, Geschäftsführer Hkkumulatoren= kadefteHe Reparatur aller Systeme. 09005 L Hidlas, Löderstrche 3. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. Sonntag, den 8. November, nachmittags 4 Uhr, in der Neuen Aula der Universität Wett Wirkung. Von Millionen Menschen in täglichem Gebrauc'i, schützen vorzüglich v. jeder Erkaltung, deshalb sollten Sie dieses vorzügl. Hustenmittel stets bei sich führen. Betitel 40 PIg., Dose 33 Fig. Achten Sie auf die Schutzmarke. Zu haben in Apo hekcn, Drogerien und wo Plakate sichtbar. Gesangverein„KonkordiauRödgen Sonntag, den 8. November 1925, nachm.3 Ührim Balßer’schenSaalbau == KONZERT = Leitung: Herr Chormeister K. Nicolai Mitwirkende: Herr R. Schwarzlose-Gießen, Piston - Herr Krengel-Oießen, Klavier Doppel-Quartett des Gesangvereins f „Sängerkränz6, Gr.-Buseck. Chöre von Thelen, Geiß, Messeier, Ullrich, Kaun, Trautmann, Heuser, Silcher, Steinhauer, Kern, Seybold, Sonnet. Ab 8 Uhr abends: THEATER „Mag auch die Liebe weinen“ Schauspiel in 5 Akten. - Anschi.: Tanz. wöchtL Teilz. Jr Karte genügt Y Z-v Basuoh kostanlos Za. RUHL Kleln-Llnden Teleph. Gießen 1170 u.670 Lieferung sofort! Stoewer- A MÄmx. f Mk. 5.- Sonoer Riesengänse, W* Enten etc. Re- ««D» eile Bedicnnuß. Illustr. Katalog gratis. Hefner. Gefldgelparli Halnatadf R 3 Baden. ohne Anzahl. gegen nur 5 Mk. „ im SchulHaus Westanlage 43, Turnhalle, Eingang in nächster Aähe des Hotel Schütz. Wenzel, Fritz, Dreher, Stadtverordneter Loeber, Wilhelm, Bäckermeister, Stadtverordneter Decker, Georg, Dauunternehmer, Stadtverordneter Kirchner, Hermann, Geschäftsführer, Stadtverordneter Rumpf. Ernst, Larchgerichtsregistrator. Stadtverordneter Gottmann, Heinrich, Landwitt, Stadtverordneter Schenck, Amalie, geb. Cellarius, Witwe, Stadtverordnete Kling. Georg, Lehrer, Stadtverordneter Appel. Georg, Spenglermeister, Stadtverordneter ___Loh, Johannes, Hausverwalter, Stadtverordneter 21. Klewih, Frieda, geb. Dlindvw, Ehefrau 22. Appel. Richard, Reallehrer 23. Aoll, Georg, Lokomotivführer i. R. 24. Digener, Sophie, geb. Kölsch, Witwe 25. Weicker. Friedrich. Ober-Regierungsrat i. R Abstimmungsbezirk 10 im Realgymnasium, Ludwigstr. 11, Turnhalle. Abstimmungsbezirk 11 im Stadthaus, Bergstvabe 20, rüher Steins Garten. Zimmer 6. Abstimmungsbezirk 12 im Handelskammergebäude, Lonh° trabe 7. von fetten Schweinen empfiehlt sich Robert Nohl Metzger Steinsirahe 85, II. r- DäheMarburgerStr- 1. Krausnrüller, Georg, Professor, Stadtverordneter 2. Aaumann, Minna, geb. Thorwart, Ehefrau, Stodtverordn. 3. Schmahl, Carl, Amtsgerichtsdirektor, Stadtverordneter 4. Wimr, Heinrich, Baumeister, Stadtverordneter 5. Kramer. Wilhelmine, geb. Engel, Ehefrau, Stadtvervrdn. 6. Horn, Wilhelm, Kaufmann, Stadtverordneter 7. Schultz. Wilbelm. KreiSgeschäftsführer des Deutschnationalen Handl ungSgehllfenverbandeS 8. Krailing, Karl, Schlossermeister, Stadtverordneter 9. Borgmann, Wilhelm, Professor Dr., Stadtverordneter 10. Schwieder. Theodor, Apotheker, Stadtverordneter 11. Schupp, Georg, Geschäftsführer Wahlvorschlag Nr. 18 Kennwort: „Liste der Kommunistischen Partei". 1. Kästner, August. Bäcker 2. Petri, Gustav, Schlosser 3. Fischer, Walter, Zimmermann 4. Schäfer, Karl M., Dreher 5. Kästner, Elisabech, geb. Riegler, Hausfru.: 6. Doeck, Ioharm, Reisender Wahlvorschlag Nr. 14 Kennwort: „Mittelstandsvereinigrrng Gietzen". 1. Aicolaus, Phllipp, Architekt 10. Seibel, Karl, Drogist 11. Müller, Johannes, Bäckermeister 12. Herbert, Karl, Kaufmann 13. Götz, Hans, Friseurobermeister 14. Bücking, Ernst, Oberlandmesser i. R . Wahlvorschlag Nr. 16 Schmidt, Hermann. Rektor Maier, Josef, Vermittler beim Arbeitsamt Daum, Heinrich, Glasermeister Weihbeck, Christian, Heizer 13. Reh, Frau Marie, geb. Stieglitz, Hausfrau 14. Wolf, Wilhelm, Lokomotivführer 15. Gregorius. Heinrich, Werkzeugmacher 16. Grünig. Georg sen., Techn. RevisronSbeamter 17. Flach, Johann, Postschaffner 18. Horst, Frau Katharine, geb. Gvcvulich, Hausfrau 19. Röcker, Fritz, Schneider 20. Moutarde, Jakob, Buchdrucker 21. Ganh, Franz, Dreher 22. Degenhardt, Hermann. Schriftsetzer 23. Schieferstein, Frau Wichelmine, geb.Hinnerort, Hausfrau 24. Andreae, Richard. Geschäftsführer 25. Hillgättner, Jakob, Lagerhalter 26. Weippert, Georg, Chauffeur 27. Schomber, Koitrad, Amtsgehilsenanwärtet 28. Hofmann. Heinrich, Schreiner 29. Dachmann. Peter, Schuhmachermeister 30. Günther, Heinrich, Verkäufer EDSTKIASSIGE 1 Mvfi] QUAurms- 11/ i ERZEUGNISSE Clemens mulled ArQ dqesden-n. AeUeste Nähmaschinen-Fabrik. Alleiuverlalls: A. ^ernnnli Hansa Handelsschule /. Kunzeimann Oießtn, Bahnhontr 60 vorm. Hernus Neue Kurse ^täglich A nlnahnic^ Reparatur u. Laden von 9iabUälll,cricn usw. Lei yieimn- fdjaffunoen bitte tdj meine Preise em’ holen »u wollen (nur „Barta"). 1064(11) Emil Althoff, AiuoA'icht-Zentrale Gtesteu iO -H l. Abstimmungsbezitck 16 im Regierungsgebäude, Landgras- Philipp-Platz 3, Sitzungssaal. 2lbstimmungsbezirk 17 im Hotel Prinz Earl, Seltersweg 40. Abstimmungsbezirk 18 im Stadthaus. Gartenstrabe 2 (altes Bürgerineistereigebäude), Zimmer 7. Der Abstimmuirgsbezirk 1 umfasst: Auf der Dach, Durg- graben, Hundsgasse, Kirchenplah, Kirchstrahe, Lindengasse, Lindenvlah, Marktplatz, Marktstrabe, Walltorstrahe, Wetz- teingasse, Wetzsteinstrabr, Zozelsgasse. Der Abstimmungsbezirk 2 umfabt: 3m Gartfeld, Asterweg, Dammstrahe, Ederstrahe, Schillerstrahe, Weserstrabe. Der Abstimmungsbezirk 3 umfabt: An der Hardt, Hinter den Schiebgärten, Krofdorfer Strabe. Aordanlage, Rodheimer Strabe, Schottstrabe, Schützenstrahe, Wismarer Strahe (Feldscheuer Kebler). Der Abstimmungshezirk 4 umfabt: Am Rodberg, Dückingstrabe. Marburger Strabe, Steinstvahe, Wiesecker Weg. x Der Abstimmungsbezirk 5 umfabt: Am Pfarrgarten, Gabelsbergerstrabe, Hammstrabe, Kornblumengafse, 53ahn- sttahe, 3n Löbers Hof, Mühlstrahe, Kleine Mühlgasse, Aeustadt, Sandgasse, Schanzenstrahe, Tiefenweg. Der Abstimmungsbezirk 6 umfaht: An den Bahnhöfen, Dahnhofstrabe, Gra^nstrabe, Westanlage, Hinter der Westanlage. Der Abstimmungsb^irk 7 umfabt: Duddestrab«. Fvank- furter Strabe, Friedrichstrabe. Der Abstimmungsbezirk 8 umfaßt: Am Weiher, Am Steg, Duchnerstrabe, Crednerstrabe, Gaffkystrabe, Glaubrechtstrabe. Hillebrandstvabe, Hofmannstrahe, Klinikstrab«, Mittelweg. Wetzlarer Weg. Der Abstimmungsbezirk 9 umfabt: Aus der Weiberde, Aulweg, Ebelstrabe, Erdkauterweg, Leihgesterner Weg mit Bergwerk, Liebigstrabe. Wartweg. Der Abstimmungshezirk 10 umfaßt: Ludwigsplatz, Lud- wigstrabe. Am Riegelpfad, Wilhelmstrabe, An der Warte. Der Abstimmungsbezirk 11 umfaht: Dergstrabe, Druch- strabe, Gartenstrahe, 3heringstvahe, Löberstrabe, Stephan- strahe, Wilsonstrabe. Der Abstimmungsbezirk 12 umfaht: Dleichstrahe, Gnauth- strahe, Goethestrahe, Henselstrahe, Lessingstoahe, Lonystvahe. Der Abstimmungsbezirk 13 umfaht: Dismarckstrahe, Dich- gärten, Eichweg, Georg-Philipp-Gail-Sttahe, Gutenberg- strahe, Hessenstrahe, Keplerstraye, Landmannstrahe, Rah- rungsberg, Schiffenberger Weg, Gemarkung Schiffenberg mit Herrnwald, Wolfstrahe. Der Abstimmungsbezirk 14 umfaht: Am Kugelberg, Anneröder Weg, Döringstrahe, Grober Steinweg, Licher Strahe, Roonstrahe. Der Abstimmungsbezirk 15 umfaht: Alter Rbdger Weg. Kaiserallee. Ostanlage. Moltkestvahe. Wiesenstrahe. Der Ahstimmungsbezirk 16 umfaht: Drandgasse, Dvand- platz, Draugasse, Diezstrahe, Dreihäusergasse, Erlengasfe, Kanzleiberg, Kavlaneigasse, Landgvafenstrahe, Landgraf- Philipp-Plah. Marktlaubenstrahe. Reuenbäue, Schlohgasfe, Schulstrahe. Senckenbergstrahe, Sonnenstvahe, Trillergasse, Wagengasse, Weidengasse. Der Abstimmungsbezirk 17 umfaht: Kreuzplah, Löwengafle, Waigasie, Mäusburg, Riltergasie, Seltersweg, Teufelslust, gärtchen, Wettergasie, Wollengasse. Der Abstimmungsbezirk 18 umfaht: Alicesirahe, An der Fohannerkirche, Iohannesstrahe, Kaplansgasie, Katharinen- gasie, Plockstrahe, Reuenweg, Südanlage. Vorsitzender der Abstimmungskommilsion ist für den 1. Bezirk: Bäckermeister Wilhelm Löber; Stellvertreter: Kaufmann Louis Scharmann. 2. Bezirk: Fabrikant Karl Stückrath: Stellvertreter: Stadt- bau-Oberinipektor Adam Wettläufer. 3. Bezirk: Derwaltungs-3nspektor Karl Reitz: Stellvertreter: Eifenbahn-Oberiekretär Hans Althaus. 4. Bezirk: Stadtverordneter Georg Kling: Stellvettreter: Stadtverordneter Heinrich Gottmann. 5. Bezirk: Kaufmann Ernst Krause: Stellvertteter: Kaufmann Edgar Borrmann. 6. Bezirk: Stadtverordneter Johann Loh: Stellvettreter: Verwaltungs-Sekretär Artur Weittch. 7. Bezirk: Etadtbau-Oberinfpektor Peter Grode: Stellver- treter: Kaufmann Karl Seibel. 8. Bezirk: Kaufmann Adolf Sudheimer: Stellvertreter: Lokomotivführer Emil Riederhausen. 9. Bezirk: Regierungs-Baurat Friedrich Kuhlmann: Stellvertreter: Kaufmann Siegmund Fuld. 10. Bezirk: Aeallehrer Ludwig Hebermehl: Stellvertreter: Kaufmann Ludwig Lembke. 11. Bezirk: Stadtverordneter Heinrich Höhn: Stellvettreter: Architekt Gustav Hamann. 12. Bezirk: Stadtverordneter Ernst Rumpf: Stellvettrtter: Kaufmann Jakob Heilbronner. 13. Bezirk: Stadtverordneter Hermann Schmidt: Stellvertreter: Kaufmann Hans Grieb. 14. Bezirk: Stadtbau-Jnspettor Georg Pairan: Stellvertreter: Stadtverordneter Josef Maier. 15. Bezirk: Stadtverordneter Theodor Schwieder: Stellvertreter: Derwaltungs-Amtmann Wilhelm Rothamel. ■ 16. Bezirk: Verwalter Wilhelm Riebel: Stellvertreter: t Univerfitäts-Obettnspeklor Theo Kehler. 17. Bezirk: Siadtverordneter Georg Appel: Stellvertreter: Mahlvorfchlag 9hr. 3 Kennwort: „Deutsche Demokratische Partei^. f ischer, Mattirr, Kreisschulrat aubach, Georg, Schreinermeister iermann, Frau Emma, geh. Dernburg, Witwe Mayer, Leopold, Kaufmann Höhn, Heinttch, StadtbauinspÄtor Hebermehl, Ludwig, Reallehrer Marx, Frau Dr. med. Elfe, geb. Plank, pvakt. Aerztin Heil, Daniel, Rentner Doeck, Fttedrich, Geschäftsführer Mittermaier, Dr. Wolfgang, älniversitätSprofesfor 2. Schwab, "Franz, Hotelier, Stadtverordnete: 3. Rohlopf, Jacob, Dr. u. Deterinärrat 4. Wilhelmi, Kath., Frau, geb. Dremm I. Schneider, Eduard. Krankenpfleger 6. Schäfer. Peter, Schriftsetzer 7. Schneider, Maria, Frau, geb. Wlllems 8. Schäfer, Johann, Kanzleiinspektor Kennwort: „Vereinigte VÜrgerttste (Deutsche Volks- Partei und Deutschnattonale Volkspartei)". Bekanntmachung! Vekamtmachung, die Wahlen zur die Wahlen der Stadtverordneten sowie der Mit- £•/ AadtvereriMtenwahl! taWnsiwle Volkspartei 28. Ob- Maschinenmeister Albrecht, Die Namen dieser Kandidaten bürgen für sachliche Arbeit Der Wahlausschuß 10671V Spezialfabrik 10675D ÄJ.Tröster.Biit^ach Kirchenvlaü 8. 09049 Der t ahlausschuß 10672c 10673c ‘-X V, Billige Betten M Natur 106342k IM M W 1. Stadtverordneter Prof. Dr. Krausmüller, 2. Stadtverordnete Frau Minna Aaumann, Steinen o. Walzen 3. 4. 5. 6. 7. 29. 30. 31. 32. 33 34. 35. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. mil W- sciieiben ii. malzen ijfeik Räucherapparate in la doppelt verzinkt. erstkl.AuSführung Stadtverordneter Apotheker Schwieder, Stadtverordneter Dreher Wenzel, Stadtverordneter Bäckermeister Locber, Stadtverordneter Bauunternehmer Becker, Stadtverordneter Geschäftsführer Kirchner, Stadtverordneter Landger.» Registrator Rumpf, Stadtverordneter Landwirt Gottmann, Stadtverordnete Frau Amely Schenk, 18. Stadtverordneter Lehrer Kling, 19. Stadtverordneter Spenglcrmeister Appel, Bäckermeister Deibel, Kaufmann Ludwig Schmidt, Frl. Emmy Dingeldein, Schneidermeister Robert Gärtner sen-, prakt. Arzt Dr. Aeumann-Spengel, Kaufmann Carl Röhr sen., Ingenieur Conr. Dreher. Stadtverordneter Hausverwalter Loh, Frau Frieda Klewitz, Reallehrer Appel, Lokomotivführer i. R. Roll, Frau Sophie Digener, Ob.-Reg.-Rat i. R. Welcker, Kaufmann Lembke, Fabrikant Kreuter, Für die Kreistagswahl haben wir mit dem Hessischen Landbund einen gemeinsamen Wahlvorschlag unter dem Kennwort: Kloslerberg - Edelliköre Klosterbero-WeinhrennereiL'G. Frankfurt am Main. 8477D T') j -Kränze Braut Äcr Modehaus Salomon Gießen, Schulstraße. 7891a Stadtverordneter Amtsgerichtsdirektor Schmahl, Stadtverordneter Bauunternehmer Winn, Stadtverordnete Frau Wilhelmine Kramer, Stadtverordneter Kaufmann Wilhelm Horn. Gefchäftsführer des Deutschnationalen Handlungsgehilfenverbandes Wilhelm Schultz, 9: v Sprechapparate i für Gastwirte und Private sehr billig. Schallplatten in großer Auswahl. Louis Schmidt Bieber bei Giessen. Wählen ist Pflicht! Der Wahlausschutz 3teilig, mit Keil 10679D von Mk. 80.— an Stahldrahtmatratzen von Mk. 14.50 an Chaiselongues von Mk. 44 — an C. Leisler, Neuenweg 23 F Photo-Haus^ Wlnterhoff Kreuzplatz 9 das Fachgeschäft für den gesamten Photo-Projek- . tions- und Kino- . 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Mk. 2.50 Halbdaunen, per Pfd. „ 4.80 Kopfkissen m. 1 Pid. Federn 9.80 Beide Wahlvorschläge sind mit den entsprechenden Listen der Deutschen Volkspartei verbunden Will, MHI 15.MMM MkMA! Achtung! toto NKKsUW! Sekken-SsSle« n. MMN. 4.58 IWeil-SchleiiU.MsWU.Z.58 genäht Mk. 1.— mehr. 5(Ba|jrepflratö[fal)tit fieinr. Blum ,HWl" A.E.G.-Fabrikat besteSWeihnachtsgefchenk für di e Hausfrau kostet, gebrauchsfertig für Teppich und Fuhbodenbelag 10645V Ludwig Widdersheim, Landwirt, Obbornhofen, Konrad Lotz II., Landwirt, Allendorf o. d. Lumda, Jakob Krämer II., Bürgermeister und Landwirt, Steinbach, Peter Reeb, Landwirt und Bürgermeister, Hattenrod, Fritz Aachtigall, Schlofsermeister. Gießen, Vom 18.—21. November 1925 werden wir in Giesten, Universi- täts Augenklinik, anwesend sein, um nach der 6. Friedrich Welcker, Oberregierungsrat a. D.» Giehen, Georg Friedrich Müller, Landwirt u. Bürgermeister. Bellersheim, Heinrich Bausch, Landwirt und Metzger, Grünberg, Johannes Ludwig Loh, Rektor, Leihgestern, Konrad Hanack, Landwirt, Watzenborn-Steinberg, künstlicheAugen für die Pattewen an zu- fertigen und etnzuvassen. z. AH. »er Söhne Wiesbaden Anstalt f. künstliche Augen TW Um Verwechslungen mit ähnlichen Namen zu vermeiden, bitten wir aus Namen und Zeit genau achten zu wollen. 8. Stadtverordneter Schloffermeister Krailing, Stadtverordneter Prof. Dr. Borgmann, Christbaum-Schmuck in la Sendungen aus erster Hand, reichlich sortiert, für Mk. 8.—, 10.-, 15.-, 20.- und 25.- in bunt oder ganz weist, je nach Wunsch. Diese emh. u. a schöne Formsachen, Reflexe, Kugeln, Perlen, Eiszapfen, fteen-- haar, klingende Glocken, Sterne, Spitze usw., ausreich, zur vollen Ausschmückung eines Baumes. Versand bet Vorauszahlung franko od. gegen Nachnahme zuzüglich der Gebühren. Viele Dankschreiben, Fabrikation.seit 1888. Lonll Eichhorn & Sohn Lanscha 50 (Thür. Wald) 106e8A Postscheck-Konto Leipzig Nr. 102050. 23. Heinrich Sehrt, Landwirt, Aonnenroth, 24. Karoline Becker, geb. Müller, Ehefrau, Gießen, 25. Gustav Hublitz, Landwirt, Trais-Horloff, 26. Ludwig Keßler VII., Landwirt, Grohen-Linden, 27. Johannes Loh, Hausverwalter, Giehen, 28. Hermann Stein, Landwirt, Climbach, 29. Johannes Ludwig Sames, Landwirt, Grüningen, 30. Heinrich Aachtigall, Landwirt und Bürgermeister, Odenhaufen, 31. Heinrich Belten VIII., Landwirt, Göbelnrod, 32. Heinrich Theih XX., Landwirt, Weitershain, 33. Rudolf Schmidt, Landwirt, Weickartshain, 34. Dr. Emil Heuser, Professor, Oberbibliothekar a. D., Gießen, Wie 1922 so haben auch diesmal Deutsche Dolkspartei und Deutschnationale Volkspartei einen gemeinsamen Wahlvorschlag mit dem Kennwort: Bereinigte Blrgeilile (Mine Boiisnnrtei ni Denwüie «MW für die Stadtverordnetenwahlen aufgestellt. Die Namen der Kandidaten sind: Ludwig Hofmann V., Landwirt, Lollar, Heinrich Gottmann, Landwirt, Giehen, Philipp Klein V., Werksühreranwärter, Klein-Linden, Hermann Schieferstein, Fabrikant, Lich, Richard Schäfer, Landwirt, Hungen, Jakob Gerhard V., Sparkastenrechner, Steinbach, Heinrich Münch VI., Landwirt, Harbach, Heinrich Wilhelm Schmandt, Landwirt, Holzheim, Wilhelm Schäfer I., Landwirt, Mainzlar, Ferdinand Gans II., Bürgermeister, Grohen-Buseck, Franz Aorth, Postassistent, Giehen Eduard Knauh, Landwirt und Bürgermeister, Stangenrod, 6. Ernst Alfred Rompf, Landwirt, Lang-Döns. Ernst Schloster, Landwirt, Lauter, Karl Faber II., Landwirt, Leihgestern, Heinrich Eiser, Landwirt, Muschenheim, Fritz Fischer, Rechtsanwalt, Giehen, liefern eine hervor- ragend, wohlschmeckende Dauerware! Eign, sich vorzüglich zum Lüsten u.Aus- bewabren, auch tm Sommer! Jakob Karl Jung, Landwirt, Holzheim, 17. Ludwig Volk I., Landwirt, Allendorf a. d. Lahn, 18. Antonie Baehr, geb. Ritzel, Tierarzt-Witwe, Giehen, 19. Ludwig Opper II., Landwirt und Birrgermeister, Gtttngshausen, 20. Heinrich Aachtigall, Bürgermeister und Landwirt, Odenhausen, 21. Ludwig Göbel III., Landwirt, Londorf, WeWWei Für die Kreistagswahl haben wir einen Wahlvorschlag unter dem Kennwort Deutsche Volkspartei mit folgenden Namen eingereicht: 1. Schudt, Richard, Landgerichtsdireklor, Giehen: 2. Rinker, Karl, Zimmermeister, Aonnenroth; 3. Wagner, Ludwig, Landwirt und Bürgermeister, Geilshausen; 4. Volk, Wilhelm, Oberamtsrichter, Hungen; 5. Roth, Christian, Rektor i. R., Lich; 6. Döcher, Wilhelm, Oberpostsekretär a. W., Grünberg; 7. Schneider, Ernst, Rechtsanwalt, Gießen; 8. Wenzel, Fritz, Dreher, Giehen; 9. Krausmüller, Georg, Professor, Giehen; 10. Krailing, Carl, Schloffermeister, Giehen. Für die Provinzialtagswahl haben wir einen Wahl- 1 Vorschlag unter dem Kennwort 7 Deutsche Volkspartei mit folgenden Namen eingereicht: l. Aeuenhagen, Ludwig, Präsident des Landgerichts der Provinz Oberhesten in Giehen; 2. Christ, Heinrich, Mühlenbesiher und Landwirt, Holzmühle bei Lollar; 3. Kloos, Wilhelm, Profestor, Friedberg. 4. Lust, Fritz, Kreisamtssekretär, Lauterbach; 5. Morhenn, Ewald, Fabrikdirektor, Hirzenhain; 6. Gniflowski, Louis, älhrmacher, Homberg (Oberhesten); 7. Rumpf, Johs. Jak-, Fabrikant, Butzbach; 8. Muhl, Karl, Amtsgerichtsrat, Aidda; 9. Bergmann, Franz, Geschäftsführer, Vilbel; 10. Bert, Otto, Handlungsgehilfe, Schlitz; 11. Hertsch, Ludwig, Studiendirektor, Schotten; 12. Winter, Hermann, Baumschulenbesitzer, Reichelsheim (Wetterau); 13. Loeber, Wilhelm, Bäckermeister, Giehen ; 14. Kirchner, Hermann, Geschäftsführer, Giehen, Beide Wahlvorschläge sind mit den entsprechenden Listen der Deutschnationalen Volkspartei und des Hessischen Landbundes verbunden. Für die Provinzialtagswahl haben wir mit dem Hessischen Landbund einen gemeinsamen Wahlvorschlag unter dem Kennwort: Mnlgte 5W- nnt Mlllte der taHMMtn mit folgenden Namen aufgestellt: 1. Wilhelm Fenchel, Landwirt, Ober-Hörgern, 2. Karl Schmahl, Amtsgerichtsdirektor. Giehen, 3. Otto Schneider I.» Landwirt, Atphe, 4. Karl Schwalb, Landwirt, Grohen-Buseck, 5. Adolf Aoll, Fabrikant, Giehen, itoWe Ml- IM MlWe kt MMMn WMlelMiMAWMMsWMMW mit folgenden Namen aufgestellt: 1. Wilhelm Fenchel, Landwirt, Ober-Hörgern, 2. Dr. Otto Lenz, Studienrat, Giehen, __ 3. Friedrich Bommersheim, Landwirt, Langsdorf, 4. Heinrich Will VIII., Landwirt u. Bürgermeister, Treis a. b. Lda. 5. Konrad Anton Schaum, Landwirt, Lang-Göns, In allen Grüßen Gebt. Baer, GleBen, MarktstraBe 29 MN It w isM ( gen gegeni letungen tt berechtigten Reiches b Januar l tag von o TeilentN len hätte 1 nommen to lannt wert recht ein. Der Di als eine f nachöem a preußische 1 Wurf W regierung mher ein< treiungi lallen,-die Iah geno>r Ion Das t Gru^läS SS .1’1 rungen no ES h- umfangrei« schon zeig. in Diel utr legen vil Beziehung fiiinnmngen 1873 und Deainien z: 2n seinen , wurs ledigli diensistrassa daS sörmii daS Rech m engen Dtrasprvze Charakter ist von d weichen. C L-I Den Roman 5Z- Fonsetzi htüfioK °n des"."/.m,t teuren borgehober fielen § 24; Gericht im sang der Q ausgenomm« 4 bei W l-ch- Zeuger * > . „Wenn Snh S'ng 'hm r . Tr hatte ‘"toft D m «5 war M I* rL - ., ue lemes ; bi» Me von 1*4 Sri Ur. 262 Drittes Blatt ■■eeaeBMiaewf#. ■ iiibi—■r jMure? (Nachdruck verboten.» 57. Sortierung. Der gefesselte Strom Roman von Hermann Stegemann. Ein neuesNeichsbeamLen- ftrafverfahren. Don Landgerichtsdirektor Dr. Loening, Derlin. Das jetzige Deamtenrecht im Deich beruht im wesentlichen auf einem Gesetz aus dem Jahre 1873. Allerdings sind durch einige wenige Gesetze einzelne Abänderungen getroffen, in der Hauptsache stammt aber das Deamtenrecht noch aus der vorrevolutionären Zeit. Zum Teil ist es völlig veraltet, zumal auch in ihm die in der Derfassung von 1919 verankerten Grundsätze des Beamtenrechts nur sehr spärlich enthalten sind. Schon seit langem wird aus Deamtenkreilen heraus eine völlige Umgestaltung ihres Verhältnisses zum Staat angestrebt, nur mit wenig Erfolg. Auch jetzt geht die Reichsregierung nicht daran, eine Reuregelung des gesamten Beamtenrechts durch ein einheitliches Reichsgesetz vorzunehmen. Der Ausführung dieses Gedankens sollen sich nach Ansicht der Rcichs- regierung Hemmnisse verschiedenster Art - ent- gegcnstellen. Schon vor Jahren hatte der Deutsche Beamtenbund einen umfangreichen, das gesamte Beamtenrecht umfassenden Gesetzentwurf durch den früheren Minister D r e w s ausarbeiten lassen, die Reichsregierung hat aber keinen An- lah genommen, ihn zur Grundlage eines neuen Gesetzes zu machen; er sollte angeblich zu sehr den Standpunkt der Beamten, zu wenig den des Reiches berücksichtigt haben. Rachdem aber im Januar dieses Jahres im Preußischen Landtag von demokratischer Seite ein Entwurf eines preußischen Gesetzes über die Berhängung von Dienststrafen gegen Beamte eingebracht war, nachdem auch im Laufe dieses Sommers die preußische Regierung einen ganz ähnlichen Entwurf vorgelegt hatte, ist nunmehr die Reichsregierung ebenfalls gefolgt, nachdem sie kurz vorher einen Entwurf eines Beamtenver- tretungsgesehes eingebracht hatte. So ist wenigstens zu hoffen, daß endlich die Reuregelung des Beamtenrechts im Reich, die dringend erforderlich ist, in Fluß kommt. Zu bedauern ist allerdings, daß das Reich lediglich Teil entwürfe vorlegt; mit einigem guten Willen hätte die gesamte Materie in Angriff genommen werden können. Immerhin soll anerkannt werden, daß gerade das D i e n st st r a f - recht einer beschleunigten Neuregelung bedarf. Der vorliegende Entwurf kann auch an sich als eine brauchbare Grundlage für die Beratung im Reichstag angesehen werden. An vielen Stellen bringt es zweifellos große Derbesserungen gegenüber dem bisherigen Recht, Derschlech- terungen wohl kaum. Zwar wird nicht allen berechtigten Wünschen der Reichsbeamtenschaft Rechnung getragen, der Entwurf ist ja noch nicht Gesetz. Der Reichstag, in dem noch über manchen Punkt heftige Kämpfe entbrennen werden, hat jedenfalls Gelegenheit, zu zeigen, ob er beamtenfreundlich ist, ob er die notwendigen Derbesse- rungcn noch in das Gesetz einarbeiten will. Es handelt sich bei dem Entwurf um ein umfangreiches Gesetz, dessen 148 Paragraphen schon zeigen, daß er das Reichsdienststrafrecht in viel umfassenderer Weise gesetzlich festiegen will, als es bisher der Fall war. Allerdings, mit dem materiellen Dienststrafrecht befaßt sich der Entwurf überhaupt nicht, in dieser Beziehung bleibt es bei den bisherigen Bestimmungen des Reichsbeamtengesetzes vom Jahre 1873 und dem Gesetz über die Pflichten des Beamten zum Schutze der Republik von 1922. In seinen zwölf Teilen beschäftigt sich der Entwurf lediglich mit dem Verfahren in Reichsdienststrafsachen und regelt dieses, wenigstens was das förmliche Dienststrafverfahren und das Rechtsmittelverfahren anbelangt, im engen Anschluß an das Verfahren nach der Strafprozeßordnung. Rur da, wo der eigentliche Charakter des Dienststrafverfahrens es erfordert, ist von dem gerichtlichen Strafverfahren abzuweichen. Besonders sei in dieser Beziehung hervorgehoben, daß der Entwurf den viel angefein- delen § 245 der Stra'prozehordnung, wonach das Gericht im amtsgecichtlichen Verfahren den Umfang der Beweisaufnahme bestimmt, nicht ausgenommen hat. Die Beweisaufnahme muß sich bei Widerspruch der Beteiligten auf sämtliche Zeugen erstrecken. In Konsequenz der An- Scharfer Nordost fegte die Straßen, die Lichter blitzten und sprühten, der Asphalt spiegelte, in den blassen gespannten Gesichtern der Menge standen die 'Augen größer als sonst. „Wenn Frau Tylander dich begrüßt, so mache deinen Knicks," raunte Hanns dem Bruder zu und ging ihm rasch voran in den Saal. Er hatte sich mit der Mahnung an seinen Bruder selbst Halt geben wollen. Es war das erstemal, daß Hanns Ingold und Ruth Xylander zusammentrafen. Ruths Hochzeit war wenige Tage nach dem Tode fernes Vaters gefeiert worden, und nun saß er, nur durch ein paar Kristallkelche und Tafel- aufsätze von ihr getrennt, mit ihr am gleichen Tisch. Gerhart Tylander saß seiner Frau gegenüber. Ruty wurde von dem Geheimen Kommerzienrat, ihrem Tischherrn, nicht viel in Anspruch genommen. Der aß, als müßte er in einer Viertelstunde zur Bahn. Ihr Schwiegervater saß rechts von ihr. „Famoser Kopf," sagte er und deutete zu Hanns Ingold hinüber, dessen bartloses, scharfgekantetes Gesicht aus den weicheren Typen herausstach. Ruth schaute hin, und ihre Blicke kreuzten sich. Er neigte grüßend den Kopf. Der Brillantstem in ihrem blonden Haar zitterte. Langsam wanderten ihre Augen die Tafel entlang. Hermann Ingold saß bei den Berichterstattern. Beklommen saß der junge Fuchs, und als der Salm aufgetragen wurde, schoß ihm plötzlich das WaHer in die Auaen. Er konnte nicht davon essen. Er hatte an den Fischmeister von Rheinau denken müssen, mit dem er als Knabe die Wasserweide des grünen Rheins befahren und die Lachswage geschwenkt hatte. , Und dann erblickte er Ruth. Auf einmal, durch Lücken, die sich von ungefähr gebildet hatten. Der Geheime Kommerzienrat Hellerau hatte sich gerade zu einer Rede erhoben. Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhefsens Samstag, 7. November (925 — ZA.“ : Schimpft uff Owerhesse nett. ,,3d) möcht' nett in Owerhesse sei", Seggt mer in Starkeburg, am Rhei', „Dort is nett schee der Usfenlhalt, Im Sommer kühl, im Winter kalt, Do wächst kaa Wei', dort gibt's nor Schleh', Zu Pingste leiht dort noch viel Schnee, Vor Hunger sterbe Hund' und Katze, 11 n mitte in der Ernt' die Spatze, Das Wild, die Rehböck' un die Gaase, Die Feldhinkel un aach die Hase, Die Gäul, die Ochse un die Keuh', Die Schoos, die Gaase un die Säu' Sein übel dra in Owerhesse, Weil se ost hawe nix ze fresse, Die Mensche Kohldamb müsse schiebe. Mit Pellkatofle un mit Rübe Müsse se den Maae fülle Un damit 'ihren Hunger stille. Wobei die Leut' noch — Gott soll's wisse — In Lehmehütte wohne müsse Mit dem Vieh in klaane Raum Wer's nett sieht, der glaabt es kaum, So sieht's in Owerhesse aus, Bon Süde her — drum rasch enaus, Es is doch e ganz annerc Sach', In Damstadt, Meenz un Offebach." Wenn du nach Owerhesse wannerft, So is die Sach denn doch ganz annerft, Aach Owerhesse hat fein’n Süde, Dort steht die Landwertschaft in Blüte, Wie feite noch im Deutsche Reich. Du merkst schon (»inner Franksort gleich, Gehörst du nett zu den ganz Blinne, So wirst du, was du suchst, dort sinne: Saft'ge Wiese, schatt'ge Wälder, Reich mit Frucht bestellte Felder, Blume, Ebbe! un Gemüs', Siern un Quetsche, exta süß. Die owerhessisch Kelterei Stellt her den feinste Ebbelwei', Un mit dem „Stoff" kann Owerhesse Sich noch mit Sachsehause messe, Un willst du ebbes dazu spinne, So wirste, was dir schmeckt, bald sinne, Denn Preßkopp, Flaaschworscht, Schwartemage Kann aach der Rhei'hess' gut vertrage, Un Starkeborg is ganz versesse Uff die Handkas' aus Owerhesse. Aach die Vierquelle reichlich fließe In Butzbach, Friedberg un in Gieße. In Lich is's Bier gut ohne Frag', In Lauterbach, Schlitz un Alsfeld aach. Aach soll so recht bekömmlich fei’ Der Ulridjfftiner Fruchtbranntwei'. * * * Wen Gicht und Rheumatismus plagt, Odder wem's am Herzche nagt, Der wird in Bad-Nauheim zur Stund' Un aach in Salzhaufe kerngesund. Auf des Vogelsberges Höhn Is es ganz befonnerft schön, Wissegras un Danneduft Würze hier die klare Luft. Frei von Schnake un von Motte Bis nach Herchehain un Schotte Du bist ein gut verpflegter Gast, Wenn du dich müd gemännert hast. Wenn du zogst mit Trübsinn aus, Bringst du Frohsinn mit nach Haus. „Woas iwest noch e Kerle eß, Des is gewiß e Owerhess'." Das Sprichwort hört man oft noch heut' Don alte un von junge Leut. Wer die Provinz will kenne lerne, Soll nett schwätze aus der Ferne, Soll nett uze un nett lache. Sondern uff die Strümp sich mache Un das Land sich in der Näh', In Süd und Norde recht beseh'. Aach entsteh' kei große Koste, Wenn er reift von West nach Oste, Er wird sinne ganz gewiß, Daß doch alles besser is. Wie mer daheim ihm hott verzehlt, Un wie er sich's hott vorgestellt. Wie sich des von selbst versteht, Ist's die Giesser Universität, Die in Bildung sät und planzk, Wo du sehr viel lerne kannst. Doktors, Parrer un Iuriste, Oriental-, Germ- un Romaniste, Philosophe, Forschtköpp un Zoologe Wer'n hunnertweis dort uffgezoge. Un weiter is nett zu bestreite, Daß an Bildungsmöglichkeite Aach andere Städte vieles biete, Denn es stehn in hoher Blüte Laubach, Friedberg un Büdinge, Die die Buwe un Jünglinge, Backfisch und Iungsraun vorbereite Uff die Hochschul schon beizeite. Viel annere Unnerrichtsaastalte Staat un Gemeinde unnerhalte, Handwerk un Industrie brauche heut' Grad wie der Hannel tücht'ge Leut. Soll sich die Landwertschaft rentiere, Muß aach der Vauernborsch studiere, Sonst hat von der ganze Wichs Er, wanns Jahr erum is, nix. Un nun nehmt an die gute Lehr': Uff Owerhesse schimpft nett mehr, Betrachtet es euch möglichst schnell Un gründlich aach an Ort un Stell. Wer kaa Geld hat, geh' zu Fuß, Wer solches hat, fahr' Autöbus. Wer schnell hin will, fahr' mit der Bahn Odder schaff' sich c Flugzeug an. Wer ledig is, dem kann ich rate, Wenn er denke sollt' ans Heirate, Soll er sich nor nett lang besinne, In Owerhesse wird er sinne, Was er sucht, is sicher da, E hübsche un e brave Fraa. Er weiß dann sicher un bestimmt, Was Gut's aus Owerhesse fimmt. H.E. n—wj iiuwiiiiwsnwc—i lehnung an das ordentliche Verfahren sind die Rechte des Geschädigten in weitem Maße gewahrt worden. So kann er sich jederzeit int ‘ förmlichen Verfahren eines Verteidigers bedienen, er hat nach Verweisung vor die Dienst- straskammer Allen - Einsicht, bei allen Unter- suchungshandlungen ist ein Schriftführer zuzuziehen, die Verhandlungen sind von dem Vernommenen zu unterzeichnen. Bei einer Augenscheinnahme ist dem Beschuldigten und seinem Verteidiger stets die Anwesenheit gestattet, das endgültige Beweisergebnis ist dem Beschuldigten nach der Untersuchung mitzuteilen, er kann dann Ergänzungsanträge stellen. Die Hauptverhand- lung ist in der Regel — abweichend vom bisherigen Recht — eine öffentliche. Zu jed^ dem Beschuldigten nachteiligen Entscheidung, welche die Schuldfrage oder die Strafzumessung betrifft, ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Da sah Ruth, die zerstreut im Saal umher- blickte, in ein blasses, entrücktes Iünglingsgesicht, Und auf einmal lief ihr eine rosige Welle über die weißen Schultern — das war Hermann Ingold, die Heimat, die Jugend. Doch als die hastige, schnarrende Stimme Helleraus zum Trinkspruch kam, faßte er seine Sekt- schale wie eine Fackel und hielt sie hoch über den Kopf, ehe er sie leerte. „Sie üben wohl Keulenschwingen," näselte sein Nachbar, dem er dabei die Notizen über den Hausen gestoßen hatte. Gerhart Lylander trat nach Aushebung der Tafel zu seiner Frau. Es war ihr bis jetzt noch nie so aufgefallen, daß er ihr gegenüber gleichgültiger geworden war. Heute hatte sie dafür ein feineres Empfinden oder mehr Aufmerksamkeit. Einen Augenblick kam das Gefühl einer großen Leere, einer unerfüllt gebliebenen Sehnsucht über sie. Sie zwang es nieder. Und dann stand Hanns Ingold ihr gegenüber. Aber er hatte den Bruder bet sich und machte das Wiedersehen kurz. Als ihre Hände sich berührten, zog Ruch die ihre rasch zurück, damit er sie nicht küsse. Es wäre ihr ein unerträgliches Gefühl gewesen, wenn seine Lippen im konventionellen Kuß ihre Hand gestreift hätten. Sie hatte diesen gepreßten Mund, der jetzt so hart gewinkelt war, mit ihren Mädchenlippen geküßt und wollte nicht, daß Hanns Ingold ihn nun aus ihre Hand drückte. Hanns faßte ihr Zurückweichen anders auf und trat stumm zur Seite. Tykander, für den die Begrüßung ohne Bedeutung war, sprach ihn an. Er hatte im Besitze Ruths ben Kamps um sie schon vergessen. Das anaespannte moderne Erwerbsleben mit seinen taufend Vibrationen, das ihn wie alle vorwärts- peitschte, war innerlichen Dingen nicht günstig. Solange Ruth als das anmutige Geschöpf vor seinen Augen gestanden hatte, in dessen Anblick und Nähe er dem tätigen Leben zurückgegeben worben war, solange war auch fein Inneres von ihr beherrscht und angezogen worben. Aber nun war sie seine Frau, unb er hatte für die Pflege und Entfaltung seines unb ihres Seelenlebens wirklich keine Zeit mehr. Der gewaltige Strom des neuen deutschen Wird auf Geldstrafe erkannt, fo kann in dem Urteil ihre Entrichtung in Teilbeträgen bewilligt werden. Auch in dem nicht-förmlichen Verfahren sind die Rechte der Beamten und die der Verwaltung besser als früher gegeneinander abgegrenzt. Der Beamte muß nicht nur gehört werden, sondern ihm muh auch das Ermittelungsergebnis mitgeteilt werden. Die gründliche Ausnutzung aller Beweismittel wird vorgeschrieben. Gegen den eine Dienststrafe festsetzenden Bescheid, der mit Gründen zu versehen ist, ist stets Beschwerde gegeben. Ueberhaupt ist das Rechtsmittelverfahren weiter ausgestaltet. Reu ist, dah unter besonderen Voraussetzungen die Berufungsinstanz auch in einem Beschluhverfahren erledigt werden kann. Es ist das im Interesse der Beseitigung der Überlastung des Reichsdienststrafführers unbedingt erforderlich. Die Lebens, bas alle Energien auf einen Punkt lenkte unb Reichtümer wälzte, riß iyn mit sich fort. An Ruths entblößtem Hals glänzten die Perlen, unb bie Hanb, die Hermann Jngolb krampfhaft festhielt, ohne daran zu denken, baß er sie wieder loslassen müßte, war mit köstlichen Ringen geschmückt. Ruth befreite ihre Finger mit fünfter Gewalt. Sie sprach unb nun wußte Hermann, baß es boch noch Ruth Engelharbt war. Lächelnd fragte sie ihn nach dem Stande der Geologie, und er versicherte, daß diese treffliche Wissenschaft sich sehr wohl befände. Dann trug sie ihm Grüße auf an ihren Vater und an Rheinau, und auf einmal war er von ihr weggedrängt, er wußte selbst nicht recht wie, aber er erhielt von einem Diener Kaffee, Chartreuse unb Zigaretten angeboten und bediente sich mit einer weltmännischen Haltung, die er vor einer Viertelstunde noch an anderen neidisch bewundert hatte. Hanns Ingold sprach Ruth nicht mehr an. Wenn sich ihre Augen trafen, hob sich die Brust der schlanken Frau höher, und einmal verlor sich ihr Blick in einem raschen Streicheln seines Gesichtes, und sie sah, wie er die Brauen zusammenschob, als müßte er einer schmerzlichen Erinnerung Herr werden. Sie kannte diese Sprache, und im hellen Saal verschwamm einen Herzschlag lang alles vor ihren Blicken. Als Hermann Ingold vierzehn Tage darauf Engelhardt die Grüße seiner Tochter überdrachM unb von bem Fest erzählte, wo er sie getroffen hatte, sagte Engelhardt trocken: „Sie haben sich wohl in sie verliebt. Sie Geolog, Sie!" „Doktor Engelharbt!" stieß Hermann vorwurfsvoll hervor unb hatte plötzlich bie tiefen, wissen- ben Augen eines reifen, in ben Schmerzen anderer erfahrenen Menschen. Und Engelhardt schüttelte unzufrieden mit sich selbst die graue Mähne. Sie saßen auf der Terrasse von St. Joseph, wo die Sonne wärmte und ein halbes Dutzend Arbeiter und Beamte des Werkes als Genesende gebettet lagen, unb blickten nun in ernstem Schweigen auf bie mächtigen Bauten am glitzernden Strom. Rechte der Beschuldigten sind dadurch gewahrt, daß diesem Beschlußverfahren ganz bestiminte Grenzen gezogen sind. Ebenso neu und zu begrüßen ist die allgemeine Einführung einer Wiederaufnahme des Verfahrens. 2m wesentlichen schließt sich der Entwurs in bie'"er Hinsicht, was die Voraussetzungen eines Wiederaufnahme, er ährens anbeangt, der Straf- Prozeßordnung a.x, geht jedoch zugunsten der Be- amten üver dieselbe hinaus, als das Wiederaufnahmeverfahren auch bann zuläfiig ist, wenn uneidllche Zeugenaussagen oder eib.iche Aussagen, ohne bah eine Verletzung der Eidespflicht vorliegt, glaubwürdig widerru'en werden. Auch Entschädigung ist vorgesehen, falls der Beamte im Wiedeeaufnahmerersahren freigesprochen wird. Als begrüßenswerte Neuerung soll noch erwähnt werden, daß eine Verjährung für die Strafverfolgung von Dienstvergehen vorgesehen ist, ob allerdings die im Entwurf enthaltene! zehnjährige nicht zu hoch gegriffen ist, darüber kann man geteilter Meinung fein. Schließlich mag noch angebeutet werden, daß auch bie Vergehen eines Reichsbeamten, bie er früher als Beamter eines Landes oder einer Gemeinde begangen hat, von Reichswegen verfolgt werden können. Auch üamit wird man sich einverstanden erklären können, ebenso damit, daß gegen Beamte int Ruhestände nur ganz ausnahmsweise eingeschritten werden kann. Die alte Streitfrage, inwieweit der Sion ft» strafrichter an verurteilende Erkenntnisse der ordentlichen Strafgerichte gebunden fein soll, wird im bejahenden Sinne entschieden. Sowohl der Präsident des Reichsgerichtes als auch der Vizepräsident des Reichsdisziplinarhoses haben sich ebensa ls in die'em Sinne geäußert. Der Reichsrat dagegen will eine Abweichung zulassen, wenn das Dienststrafgericht einstimmig Zwei-el an der Richtigkeit des strasgerichtlichen Urreils hat. Auch die Beamtenschaft steht dieser Lösung des Entwurfes nicht sympathisch gegenüber. Indessen erscheint die vom Entwurf angenommene Lösung schon deswegen als bie richtigere, um verschiedene Urteile zweier Gerichtshöfe zu vermeiden. Hier muß das allgemeine Interesse dem der einzelnen vorgehen. Sind das alles Reuerungen, bie au begrüßen sind, so bestehen doch auf der anderen Seite/ auch manche schwerwiegende Bedenken gegen-, über dem Entwurf. Dahin ist namentlich Mw rechnen, daß der Untersuchungsführer von der Verwaltung ernannt wird, dah er frei widerruflich ist, und daß gegen seine Entscheidungen nur die Beschwerde an die Verwaltung gegeben ist. Wenn auch der Entwurf davon ausgeht, dah der UntersuchunMührer unabhängiger- Richter sein soll, so wird doch dadurch diese Unabhängigkeit sehr beeinträchtigt. Es ist meiner Erachtens unbedingt zu fordern, daß der Untersuchungsführer vom Gericht ernannt wird, und daß gegen feine Entscheidungen die Beschwerde an das unabhängige Dienststrafgericht geht, Rur so ist eine unbeeinflußte Untersuchung gewährleistet. Ein weiterer Mangel des Entwurfes ist darin zu sehen, dah mit einer Strafversetz un g stets eine Der - minderun des Dien st einkommens verbunden sein muh. Die Versetzung reicht sowieso schon tief in die wirtschaftlichen Verhältnisse des Beamten ein, es ist daher richtiger, daß hier Verminderung des Diensteinkommens nur eintreten kann. Ebensowenig ist zu rechtfertigen^ dah bei der vorläufigen Amtsenthebung auch die Dienstwohnung entzogen werden Farm. Auch dah im nichtförmlichen Verfahren der Beamte sich keines Verteidigers bedienen kann, ist nicht zu billigen. Der Entwurf sieht ferner davon ab, dah bem Beamten eine Bewährungsfrist mit nachfolgendem Gnadenverweis zugebilligt wird. Die Wünsche der Beamten bewegen sich mit Recht in entgegengesetztem Sinn. Was jedem Verbrecher zugestanden wird, warum soll davon ein sich im Dienste vergehender Beamter ausgeschlossen sein? Der bem Preuhischen ßanbtag vorliegende preuhische Entwurf sieht daher auch die Möglichkeit einer Bewährungsfrist vor. Gänzlich widerspricht einem gesunden Rechtsgefühl, daß den Beamten bei erfolgloser Berufung e.ne ondere Berufungsgebühr auferlegt werden kann, gleichsam als Stra e dafür, dah er an einem vermeintlichen Recht fest- Es war Mittagszeit, unb bie Arbeiter füllten in langen Kolonnen bie Wege, bie von ber Ufer- anlage zur Vorstadt heraufführten. Hermann Jngolb streifte in ben nächsten Tagen oft ben Rhein hinauf. Die gebed’te Brücke würbe abgetragen, aber weiter stromaufwärts lag ber Rhein noch in seiner unberührten Schönheit. Hermann fanb auch bie gelbe Schilfhütte noch am Altwasser unb setzte sich in ihr fest, um hier zu lesen unb zu bichten. Eines Tages ging er schon vor Sonnenaufgang hinaus. Die Morgenbärnmerung eines Frühlingstages hing noch um bas walbige Stromtal. Ein Reiher flieg mit rauhem Brunstschrei aus bem Uferwalb, im Erlengebüsch balgten farbenprächtige Fasanenhähne, unb am Walbsaum würben Rehe flüchtig. Der Himmel begann bas sonst glänzende Opal in Perlmutter zu verwanbeln, bis aus lachsfarbenen Dünsten ber Sonnenkern emporstieg. Wohlig schauderte bie Haut in ber frischen Morgenluft. Hermann hatte bis zum Steinbruch am Hei- benbuck gehen wollen, wo bie letzten Schürfungen merfwürbige Versteinerungen bloßgelegt hatten. Da regte es sich im Weibengebüsch des Altrheins, unb er sah eine Angel aus ben Stauben ins Wasser ragen. Gleich darauf stieg ein silbernes Fischlein wie an einer Gummischnur aus dem Wasser unb zappelte in bem Busch. Unb schon neigte sich bie blanke Gerte abermals über ben Spiegel, um sofort wieder mit einem spannenlangen Flösser an der Angel zu verschwinden. Jrn Bogen umging Hermann ben Raubfischer unb schlich sich von hinten an ihn heran. Unb bann ftanb er verwunbert still. Vor ihm lag, in bie Knie gebrückt wie ein inbischer Fakir, ein Mäbchen unb hatte neben sich in einem Blech- keßel ein Dutzenb kleine Weißlinge schwimmen. Sie schlugen noch mit ben Schwänzen, und nur einer trieb mit bem Silberbauch nach oben. Eben zog sie schon wieder bie Angel ein, stieß babei dem Lauscher den Stock ans Schienbein, befreite mit sicherem Griff ben armen Grätling von bem Haken unb warf ihn in ben spritzenben Tops. Nun tunkte sie ben Haken in ben weißen Srotteig, ben sie im Schoß in einem feuchten Tuch aufbewahrte, unb schob bie Gerte wieber auf den Wasserspiegel hinaus. (Fortsetzung gehalten hat. Ebenso ist es nicht zu billigen, daß die Kosten der Verteidigung eines frei- gesprochenen Beamten der Staatskasse nur auferlegt werden können. Das ist ein fiskalischer und unsozialer Standpunkt, Hnö schließlich noch ein Bedenken: der Entwurf sieht davon ab, daß der Beamte selbst stets ein förmliches Verfahren gegen sich beantragen kann. Er meint, ein schriftlicher Bescheid, daß kein Grund zum Einschreiten gegen ihn vorliege, genüge. Da die Einleitung eines Dienststrafverfahrens in das Ermessen der Verwaltung gestellt ist, genügt meines Erachtens ein solcher Bescheid nicht immer. Dem Beamten muß Gelegenheit gegeben werden, sich gegen Vorwürfe zu rechtfertigen. Das erfordert aber ein förmliches Verfahren. , Alle diese Bedenken, von weniger Schwerwiegenden sehe ich ab, werden hoffentllch bei den Reichstagsverhandlungen auS dem Entwürfe ausgemerzt. Es würde dann ein wirklicher Fortschritt im Reichsbeamtenrecht erreicht werden. Turnen, Sport und Spiel. Stand und Vorschau der Bezirksligain Hessen-Hannover tz. „Sport"-Kassel führt! Sollte der langjährige Hcssenmeister in seinem Titel ab- gelöst werden? Relativ steht ja wohl Kurhessen Kassel noch besser (mit einem Spiel weniger), aber „Sport" hat die Führung und Kurhessen muß sie erst erkämpfen. Das ist gewiß ein Unterschied, wenngleich es leichter ist, eine Stellung zu nehmen, als sie zu halten. Hält „Sport" diesem Ansturm stand? Das ist die Frage der Zukunft. Wird sie geklärt durch besseres Können, dann ist Kurhessen oben, entscheidet das Glück, dann kann sich „Sport" krönen. Das ist wohl der richtige Tip! Werden und Vergehen, Anfang und Ende, Auf- und Abstieg ist alles! Deshalb interessiert uns die Labellenmitte wenig. Hm das Ende geht der Streit! Der Kampf Münden — Wetzlar — Gießen steht nun an. Wer zieht den Kürzeren von den Dreien? „Sport"-Kassel 20 Spiele 32 Punkte Kurhessen Kassel 19 M 31 ,» 05 Göttingen 21 yy 28 ff Borussia Fulda 20 ee 26 M Spi.lv. Kassel 20 25 ,» Hessen 09 Kassel 18 24 M S. C. 03 Kessel 18 21 ff S. Vg. Göttingen 20 0 21 yy Marburger S. Vg. 13 — 18 S. Vg. Hann.-Münden 21 M 16 ff Wetzlarer F. C. 05 20 yy 14 yy Gießen 1900 20 10 yy Kurhrssen Marburg 26 ■ 9 yy Osterode 21 tt 7 V Der kommende Sonntag: Osterode — Kur- hesscn Kassel. Gießen 1930 — S. Vg. Göttingen. „Sport" — Hessen 09 Kassel. F. C. Wetzlar — Hann.-Münöen. Spielv. Kassel — Warb. S. Vg. Rur zwei sollten bestimmt gewinnen: Kurhessen in Osterode und Göttingen in Gießen. Bei den anderen ist das Glück das Zünglein an der Wage. Berliner Fuhball. i F Ein überragendes Gesellschaftsspiel sieht die Berliner Sportgemeinde am Sonntag. Die Tennis-Borussen, die gegen den Deutschen Meister 1. F. C. (Nürnberg und den Aorddeutschen Meister Hamburger S. V. so hervorragend abschnitten, um dann in den Punktspielen überraschend geschlagen zu werden, haben sich den Lokalkonkur- • renten deS 1. F. C. Nürnberg, die Spielvereinigung Fürth, zu Gast geladen. Die Fürther treten mit voller Mannschaft an, so ist hier ein ausgezeichnetes Spiel zu erwarten. WestderrtschlandreLse der Preußischen Hochschule s. L. vo. 3m Dezember d. 3s. wird Direktor Dr. Reuendorff mit zwei Riegen der Preußischen Hcchschul für L.ibes Übungen (einer Riege Hörer und einer Riege Hörerinnen), eine Reise nach Westdeutschland unternehmen, auf der in Hannover, Dortmund. Köln und Frankfurt a.M. die Arbeit der Hochschule gezeigt werden soll. Turnerstädlespiel Berlin-Leipzig. Der Begegnung der Sportler Berlin—Dresden am vergangenen Sonntag folgt diesmal ein Turner-Handball-Städtespiel Berlin—Leipzig, der älteste Städtekampf im jungen Handball- sport überhaupt. Es ist die 6. Begegnung zwischen beiden Mannschaften, von denen (Berlin bisher 5, Leipzig 2 gewann und 1 Treffen unentschieden blieb. Daslvvv. Reichsjugendabzeichen Der Deutsche Reichsausschuh für Leibesübungen hat jetzt das 1000. Reichsjugendabzeichen auszugeben. Dasgrohe Berliner Herbftturnier Die Ergebnisse vom Mittwoch. Eignungsprüfung für Reitpferde (o. M.). Leichte Pferde: 1. Hotops „Shimmybraut" Bef., 2. Friedrichs „Parade", 3. Radekes „März", Radecke jur., 4. Scholz' „Totila", Heinrich, 5. Kehrs „Rippe", Liehr jr. — Mittlere Pferde: 1. Grothmanns „Kalif", Bef., 2. Wiebes „Arnim". 3. Trues „Delfi", True jr., 4. Prechts „Mathilde", A. Kroul-Roske, 5. Haaks „Blitz", Bef. — Schwere Pferde: 1. Hahls „Rennerin", 2. Beckmanns „Nenno", Ioh. Beckmann, 3. Meyers „Fog- lia", Grube, 4. Heinsoths „Deka", 5. Meyers „De- fern", Bef. Jagdspringen, Klasses: 1. Amo Gerths „Wildling , Bcs., 0 Fehler. Zeit: 40 Sek., 2. Sie- serts „Senta", Siefert jr. 0, 44,4, 3. Pries' „Rose", W. Pries, 0, 46,8, 4. Frhr. o. Münchhausens „Sahara II.", Saggon, 0, 47, 5. Schützes „Core", Fr. E. Schütze, 0, 48,8, 6. Mndmeiers „Else", Bef., 0, 49, 7. Trues „Delfi", True jr., 0, 49,8, 8. Oedings „Terlinde", Bef., 0, 50, 9. Kröbers „Rex VII.", Bef., 3, 40,8, 10. Allwördens „Goldaar II.", Meyer, 3,52. Dressurprüfung, Klasse A: 1. Lindners „Bandur", Lindner jr., 2. Pries' „Nelke", S). Pries, 3. Scholz' „Totila", Heinrich, 4. Müllers „Werwolf". Bef., 5. Baths „Siegfried", H. Meyer, 6. Haaks „Verra", Bef., 7. Walters „Castor", Fr. Walter, 8. Dierdr. Radekes „März", Radeks jr. Gruppenfpringen der Reitervereine: 1 Reit- und Fahrverein Vorsfelde, 2. Rei- teroerein Bornhoeved, 3. Reiterverein Marienburg, 4. Reiterverein Lopshorn. Eignungsprüfung für Wagenpferde (o M.): 1. Saggaus „Blennheim", Helm. Saggau, 2. Leues „Grandezza", Bef. Buntes Allerlei. Luftfahrt und Schulunterricht. Der Luftfahrt beginnen jetzt auch die staatlichen HnterrichtSbehörden die ihr zukommende Aufmerksamkeit zu widmen. So war in dem Ferienlehrgang der staatlichen Hauptstelle für naturwissenschaftlichen Unterricht in Berlin ein großer Teil der Arbeit der Luftfahrt gewidmet. Man beschäftigte sich mit Modellbau, Gleit- und Segelflug und machte auch die anwesenden Studienräte mit dem modernen Luftverkehr bekannt. Den Abschluß des Lehrgangs blldete eine Besichtigung des Zentral-Flughafens Tempelhof. Die Verproviantierung eines Ozeandampfers. Um den Passagieren eines großen neuzeitlichen Dampfers, etwa des „Albert Ballin" der Hamburg—Amerika-Linie, das Leben an Bord des Ozeandampfers angenehm und abwechslungsreich zu machen, muß natürlich eine umfangreiche und sinnvolle Organisation hinter den Kulissen tätig sein und alle die Vorbereitungen und Zubereitungen treffen, die das Leben so vieler Personen an Bord des Schiffes erfordert. Von den 440 Mann der Besatzung sind etwa 250 in den Provianträumen, Küchen, Bäckereien und Speisesälen des Schiffes tätig. Ein Schiff wie „Albert Ballin" oder „Deutschland" hat täglich über 1600 Menschen zu verpflegen, die bei der 20 Tage dauernden Rundreise Hamburg—Reuyork und Reuhork—Hamburg etwa 32 000 Tagesrationen verbrauchen, so viel etwa, wie eine ganze Stadt an einem Tage verzehrt. Denken wir uns nun alle die dazu nötigen Vorräte vor dem Schiff aufgestapelt, so ergäbe das eine Masse von 400 000 Pfund Rahrungsmittel und 20 000 Liter Getränke, die so ein Ozeandampfer mit auf die Reise erhält, damit seine Fahrgäste die Tage der Heberfahrt im heiteren sorglosen Rhythmus an Bord verleben können. Es bedurfte aber auch einer langen Entwicklung, um zu dem heutigen hohen Reisestandard zu kommen und vieler Hundert Hände Arbeit, die sich regen und tätig sein müssen, ebenso aber auch vieler Köpfe, die darüber zu wachen haben, daß nicht nur die Führung des Schiffes eine gute Heberfahrt sichert, sondern daß auch alles nötige vorhanden ist, um Passagiere wie Schiffsbesahung bei guter Laune zu erhalten und die Ozeanfahrt gut zu überstehen. Der biblische Tempel der Astharoth gefunden. Am Schluß des ersten Buches Samuelis wird der Untergang Sauls und seiner Söhne im Kampf mit den Philistern geschildert und es wird erzählt, daß die Philister den Harni'ch Sauls im Tempel der Astharoth als Siegestrophäe niederlegten. Der hier genannte Tempel ist nunmehr von der Expedition des Hniverfitäts- mufeums von Pennshlvanien in Deisan ausgegraben worden, der uralten Stadt, die das Bethschan des alten Testaments, das Scythopolis der Römer und das Bessan der Kreuzfahrer war. Die amerikanischen Ausgräber entdeckten zunächst ein Bildnis der Göttin Astharoth mit einem 2lltar, der bronzene Schlangen, Tauben und andere Gegenstände zeigte, die in der Verehrung der Göttin eine Rolle spielen. Der Tempel selbst wurde dann einige Tage später freigelegt. Er wird als längliche Anlage mit drei Säulen auf jeder Seite geschildert. 3n dem Grundstein fand man einen Kasten, der Götterbilder aus Bernstein und andere Gegenstände enthielt. Rach allen Einzelheiten scheint es festzustehen, daß dies der Tempel der Philister war, in dem die Rüstung Sauls aufgehängt und der dann später von David zerstört wurde. Wie viele Sterne gibt es? Fast sämtliche Sternwarten der Erde waren an der Zählung der Sterne beteiligt, die kürzllch, nach etwa dreißigjähriger Arbeit, vollendet wurde. Die Durchmusterung des Himmels geschah mit Hilfe der Photographie. Es wurden nach der schweizerischen Zeitschrift für Raturwissenschaften „Ratur und Technik" etwa 52 Mill. Sterne der 1. bis 17. Größenklasse und gegen 1000 Millionen Sterne bis zur 23. Größenllasse gezählt. Aus dem Amlsverkündigurrgsblatt. * Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 87 vom 6. Rovember enthält: Ablösung der Markanleihen. — Die Wahl der Kreistags- mitglleder. — Ergebnis der Hauptkörung 1925. — Lehrgang an den Landwirtschaftlichen Sch den. — Beerdigung und Leichentransport. — Feldbereinigung Beltershain, Stangenrod,und Ron- nenrotlj. Büchertisch. — Julia I o bst: A l s sie entdeckt wurde (Roman). Sonnemann Verlag, Halle. 620 — Deutschkundliche Bücherei. Eine Sammlung von Hilfsbüchern zur Vertiefung in die deutsche Sprache, Literatur und Kultur. Deutsche Malerei des 19. Jahrhunderts. Don Dr. U. Christoffel. — 3 Jahrhunderte Rieder- Händischer Malerei. Don Dr. U. Christoffel. — WDie dÄttsche bildende Kunst der Gegenwart im Rätsel-Ecke. Entzifferungsaufgabc. 15 6, 3 42 19 13 14 4, 11 4 7 16 4, 186 14, 12 5 13. 11 1 10 2. 253, 34 2 19 13 1 4, 3 6 9 4, 7 10 16 4 5, 9 12 19, 4 12 5 4 9, 15 6 7 19, 10 9, 13 14 64 5 13 19 4 5, 12 13 19 13, 19 6, 3 4 2 19 13 14 4, 184 7 14 4 5, 13 14 1 10 16 4 5. Schlüssel: 123453678 Feldherr des Weltkriegs 9 4 9 4 1 1 10 5 3 Freistaat 11 4 7 1 12 5 europäische Hauptstadt 13 14 15 4 7 12 5 preußischer Feldmarschall 16 7 4 5 17 4 Landeseinfassung 18 4 7 7 12 6 19 französischer Ministerpräsident. Umwandlungsaufgabc. Land — Eck — Stift — Brett — Tal — Tür — Kind — Stich — Gau — Stück. Jedes der vorstehenden einsilbigen Wörter soll durch Vorsetzen eines der nachfolgenden zu einem neuen zweisilbigen Wort umgewandelt werden. Hat man die Ergänzung richtig vorgenommen, ergeben die Anfangsbuchstaben, zusammengezogen, einen Kalendertag im Rovember. Aar — Acht — Gold — 3nn — Mai — Rot — Rot — Schoß — Tee — Torf. Scharade. Die ersten beiden bedeuten ein Gehn Rach Orten, wo heilige Bilder stehn. Die letzte liegt auf der irdischen Bahn, Und der Wanderer stoßt sich zuweilen dran. Das ganze war einst ein gewaltiger Held Und erfüllte mit Grausen die friedliche Welt; Doch an einem Sterne sein Schicksal hing, Der sich senkte und blutig unterging. Verstcckrätscl. Kleon — Koerner — Schicksal — Gast — Krume — Knute — Lohme. 3n vorstehenden sieben Wörtern ist je ein anderes versteckt enthalten. Die Anfangsbuchstaben dieser ergeben, aneinandergereiht, einen in letzter Zeit viel genannten Ort. Auflösungen. Homogramm. K A B KAMEL AMSEL BEERE L L E Kreuzscharad«. PA O TRI TEN Paten, Trio, Patrioten. Rätsel Ulan — Lenau. SilbenratseL Albert Lorhing: „Der Waffenschmied". — 1. Augenlid, 2. Levkoie, 3. Brauerei, 4. Eifelturm, 5. Rothirsch, 6. Turnen, 7. Limonade, 8. Ohlsdorf, 9. Rixdorf, 10. Traviata, 11. Hari ow, 12. Ösar, 13. Nonne, 14. Griechenland. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedakttonSttsch. Zweckmäßigkeit. „Dr. Meier und Dr. Müller wollen an dem alten Goldstein noch eine Operation vornehmen." ,^Hat denn das Zweck?" „Freilich, die Frau von Dr. Meier braucht einen neuen Pelz und Dr. Müller will sich ein Auto kaufen." Geschwindigkeit. „Sie haben mich betrogen, Sie sagten doch, dieses Auto mache 120 Kilometer!" „Das macht es auch mit der Zeit, gnädige Frau." Diät. Wir fragen an, ob es wahr ist» haß der Arzt einem Zirkus-Schwertschlucker, der an 18erdauungs. Körungen leidet, Diät verordnet und geraten hat, sich bis auf weiteres auf Dolche zu beschränken. Do 's fehlt. Zwei alte Bekannte begegnen einander. „Nun," sagt der eine. „Ich höre, du hast dich verheiratet. Du sollst ja eine vortreffliche Frau bekommen haben." — „Jawohl," erwidert darauf der andere. „Meine Frau ist in der Literatur zu Hause, in der Musik zu Hause, in der Kunst zu Hause, in der Wissenschaft zu Hause — kurz, sie ist überall zu Hause, außer —" —„Nun?" — „Außer zu Hause." 0, dieser Obelisk! Ich stand in München in der Briennerstraße und betrachtete den dort stehenden, in seiner Linie und Einfachheit formvollendeten Obelisk. Dicht daneben ein Paar, Vater und Tochter. • Die Tochter: „Sieh mal, Vater, diesen schönen Basilisken!" Der Vater: „Das ist kein Basilisk, mein Kind, ein Basilisk ist eine griechische Kirche, dies da» gegen ist eine Odaliske." Der untüchtige Reisende. „Warum willst du denn die Order auf die Füllfederhalter wieder rückgängig machen? — „Well der Reisende, dem ich sie gab, sie mit einem Bleistift aufschrieb." Der Standpunkt. „Meine Frau verlangt von mir, daß ich immer, wenn ich nach Hause komme, die Füße auf der Mette abtrete," sagte der Pessimist. — „Danke @ol, daß du fein Tausendfüßer bist," erwiderte der Optimist. Das Wartezimmer. „Haben Sie denn auch ein Wartezimmer?" wird der junge Arzt gefragt, der sich vor kurzem niedergelassen hat „Sogar zwei,"' erwidert er seufzend. „Eins, in dem meine Patienten auf mich warten sollen, und eins, in dem ich auf meine Patienten warte." Bilde. Von Prof. Dr. Fritz Knapp. — Proben aus deutscher Lyrik und Spruchdichtung im Mittelalter. Don Studienrat Dr. G. Salomon. — Deutsche Dichtung der Gegenwart. Von Geheimrat Pros. Dr. O. Walzet Verlag von uQelle & Meyer in Leipzig. — Die Deutschkunde faßt alle deutschen Kulturkreise, Sprache, Literatur, Kultur und Kunst zu einer Gesamtheit unter dem Gesichtspunkt des Deutschseins zusammen. Ohr dient die bekannte, ausgezeichnet eingeführte Sammlung „Deutschkundliche Bücherei", von der jetzt wieder fünf neue Bändchen herausgekommen sind. Daher wenden sich diese Bändchen, wie alle früheren, auf die wir nochmals ausdrücklich Hinweisen möchten, an die Gebildeten aller Kreise, an Lehranstalten und Lehrer, an die freien Bildungseinrichtungen und die Volkshochschulen. 661 — Die biologische Tragödie der Frau. Von A. W. N e m i l o w, Professor an der Universität Leningrad. Deutsch von Alexandra ,!Ramm und Dr. med. F. Boenheim. 160 (Seiten mit 14 Abbild, auf besonderen Tafeln. (Oscar Engel Verlag, Berlin SW 11.) Geheftet 2.50 Rm. 639 — Dr. Hans Fr K. Günther hat durch feine beiden Bücher, die „Rassenkunde des deutschen Boltes" und die „Kleine Rassenkunde Europas" die Erkenntnis von der Bedeutung der nordischen Rasse für das deutsche Volk und für die Ausleserichtung im oeutschen Volk in zahllose deutsche Häuser getragen. Das neueste Buch Günthers „Der Nordische Gedanke unter den Deutschen" (I. F. Lehmanns Verlag in München, geh. 4,50 Mk., geb. 6 Mk.), ist nicht nur kritisch und abwehrend, sondern aufbauend und neu schöpfend. Die Erkenntnis der Bedeutung der nordischen (germanischen) Rasse für das deutsche Volk will nicht eine neue Mainlinie errichten, sondern er will die deutschen Menschen, denen allen nordisches Blut in mehr oder weniger hohem Grade gemeinsam ist, als Deutsche einigen. 674 — Der Mensch u mb d i e Schlacht der Zukunft. Ein Rückblick und Ausblick von Ar- chiorat im Reichsarchiv Major a. D. George Selbem. Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. O. — Preis 2,85 Mk. Ein umfassendes schwieriges Problem ist es, das der Verfasser, Leiter des amtlichen Kriegswerkes „Schlachten des Weltkrieges" zur öffentlichen Erörterung stellt. Ein solches Buch konnte nur jemand wagen, dem Gelegenheit geboten war, tief in die inneren Zusammenhänge des Weltkrieges einzudringen. Wer die theoretischen Kenntnisse mußten zugleich auf Grund persönlich gewonnener, reicher Kriegserfahrungen umgearbeitet werden können. Alle diese Voraussetzungen treffen bei dem bekannten Verfasser in wohl einzig dastehender Art zusammen. — Aus dem ihm zur Verfügung stehenden ungeheueren amtlichen und nichtamtlichen Material über den Weltkrieg schuf George Soldan einen meisterhaften, von genialer Schaukraft getragenen Ausblick in die Zukunft. — Es ist ein Buch, daß jeder Frontkämpfer mit fliegendem Atem, mit von Kapitel zu Kapitel steigender Erregung lesen wird. 498 — Rudolphine Popp 6 e, Graphologie. (Zweite verbesserte Auflaae. Verlag von I. I. Weber, Leipzig.) — Die Verfasserin beleuchtet auf Grund langjähriger und vielseitiger Erfahrung das Wesen der Handschriftendeutung und die Aufgaben der Graphologie. Sie deckt die Zusammenhänge zwischen besonderen Schriftformen und Schrifteigenheiten auf der einen Seite und seelischen und geistigen Eigentümlichkeiten auf der andern Seite auf, und verfolgt diesen Forschungsmeg nicht nur in die verschiedenen Berufe und Tätigkeiten auf dem großen Markte des Lebens, sondern auch bis in die Tiefen der noch vielfach dunklen Gebiete der kriminellen und psychiatrischen Graphologie. 633 — Fritz Philippi, Pfarrer Hirsekorns Zuchthausbruder. (Verlag von I. 3. Weber, Leipzig.) — Pfarrer Matthias Hirsekorn kommt aus einer entlegenen Welt, wo Fuchs und Hase sich „Gute Nacht^ sagen: kommt als Naturmensch ins zünftige Beamtenstädtchen an der Lahn und findet mitten im „Tal der Lieblichkeit" ein schroffes Felseneiland, das die abgeschlosienste aller Welten beherbergt: die Verbrecherburg. Dort geht er sieben Jahre aus und ein, und wo er die Pan- zertür aufschließt, findet er in dem steinerner Käfig einen kahlgeschorenen Kopf. Was er dort erlebt hat und erfuhr von abenteuerlichsten Menschen- fchicksalen, und wie ihm die steinerne Insel oelebt wurde zum Schuldturm der Menschheit, erzähtt er ungeschminkt und treuherzig, ohne Pfafferei, aber mit einem erquickenden Spürsinn für Humor. 632 Überall ' zu haben! bequem, mHz sparsam 2 leller Vor hundert Jahren gab es noch kein Auto, kein Flugzeug, kein Radio. Heute gehören diese Errungenschaften menschlichen Geistes zu den Selbstverständlichkeiten. Vor 100 Jahren gab es auch noch keine kochfertigen Suppen. Heute ist es selbstverständlich, für die Herstellung guter Suppen MAGGIS Suppenwürfel zu verwenden. Sie erleichtern die Kocharbeit wesentlich. Das lange Zurichten fällt weg, weil MAGGIS Suppenwürfel schon alles Erforderliche enthalten. Man braucht nur die einfache Kochanweisung zu beachten. 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Mg v°n 2- r Mllhias H>rf«°rn Welt, wo Fuchs wo . kommt als Natur adtchen an der UM der Lieblichkeit em abgeschlossenste aller Ä»"?* hem steinerner Käsig fJ: dort erlebt Was er -uerliOen ' "! steinerne Jnfe .^ „ Menschheit erzA #< «Ä 68 Reichrzentrale für Heimat-ienst Landes-Abteilung Hessen Montag, den 9. November, 8 Uhr abends Privatdozent vr. zriedrich Raab-Giehen Vorstand der Arbeitsstätte für sachliche Politik „Die Reparationsfrage, Entwicklung, Aussichten und Aufgaben" Der Dortrag findet in der Neuen Aula der Universität flott Eintrittskarten: Gelamtkurs Amt 3.-. Einzelvortrag Rmk. 1.- bei ®. Ehallier, Aeuenweg 9. und an den Abendkafien. Karten für Studierende in der Universität. ltH26D inilllllMIlIMIMMMinilNMMVMMIIMMIIIMMMIIIMIMIMMUMMIIIlliniMMIMI Eintrittskarten in der Musikalienhandlung Chai Her für Mitglieder zu Mk. 0.75 pro Platz gegen Verzeigen der V or- trags-Ausweiskarte und nur im Vorverkauf: für Nichtmr. glieder zu Mk 2.—. Studentenkarten zu Mk. 0 so gegen . Vorzeigen der Studenten karte bei Herrn Sekretär Ritter. Vertrags-I (Goethebund • Kaufm. Verein • Ortsgewerbeverein) Donnerstag, den 12. November, abends 8 Uhr in der Neuen Aula der Universität Lichtbilder -Vortrag des Herrn Fr. W. Pollin-Aschersleben: Liebigshöhe im großen Saale Sonntag, den S. November Großes Konzert ausgeführt von der Kapelle ehemaliger Militärmusiker unter Leitung des Musikmeisters a. D. Herrn Topp Anfang 4% Uhr Anfang 4% Uhr 09022 Wo ist Carlo Sando??? Im Restaurant Andres. Täglich bei 5000 Volt Hochspannung platzen die beliebten Jazzband-Kanonen Wi.-Ka.-Ha- Heute Samstag und Sonntag Große bunte Abende OB023 Vaillants Gas-Badeöfen zu beziehen durch alle ,S4#ss Installationsgeschäfte. Illustr. Katalog Ausgabe 17 U kostenlos. Joh, Vaillant * Remscheid. 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Str. 45 p), den 7.November 1925 Ihre Vermählung geben bekannt I Philipp Haagen Klara Haagen geb. Handloser Die am 4. November erfolgte Geburt unseres Sohnes Georg zeigen an Dr. Curt Koch Anneliese Koch geb. von Grolman ——— ——..........——.......WH, Für die anlätzlich unserer Vermählung in so reichem Maße erwiesenen Aufmerksamkeiten danken bestens Otto Lynker und Frau Elisabeth geb. Pfaff Lollar, den 5. November 1925 D.-talelsloffe mit Bordüren von Mk. 550 an und höher H-tagslofle, k la larhlg und blau, von Mk. 3.50 an und höher U.-Paletotstofle, la Frau I. görb Wwe. Mäusburg 9 : ................................ meines oOjährigen Geschäftsjublläums sich in so liebevoller Weise mit mir freuten, sage ich hiermit meinen herzlichsten Dank in verschiedenen Mustern, von Mk. 6— an Bekanntmachung. GllMWMMkW oer 5foöt Gießen. Montag, den 9. November, und Dienstag, den 10. No- vember 1925, sollen etwa 140 Grundstücke der Stadt Gießen öffentlich meistbietend an Ort und Stelle verpachtet werden, und zwar: Montag, den 9. November 1925 a) vormittags 8*/, Uhr, Zusammenkunft Ecke Molfstraße und Kaiserallee 3 Grabstücke Flur III 2lm Mittelweg 26 „ „ XVIII daselbst 5 „ , XX Am Philosophenwald 21 „ , XVII An der Sicher Straße links 27 „ „ XVI An der Sicher Str. rechts (Rußland) 2 „ „ XVI Am Nahrungsberg; b) nachmittags 3 Uhr, Zusammenkunft Dammstr. am Eichamt 1 Grabstück Flur II 3m Gartfcld 7 Grabstücke „II In der Echwarzlach 2 „ , XIX Am Fürstenbrunnen 4 , „ XXII An der alten Marburger Straße; Dienstag, den 10. November 1925 a) vormittags 8*/» Uhr, Zusammenkunft am Schlachthaus 16 Grabstücke Flur XXXVIII Hinter der Pulvermühle 3 „ „VI 3m Eisenfeld 3 „ „XI Am Schafdoktor b) nachmittags 27, Uhr, Zusammenkunft Frankfurter Straße (Zigarcenfabrik der Firma Büttner) 1 Grabstück Flur IX Am Aulweg links 7 Grabstücke „ VII daselbst 2 Aecker „ XII Am Wartweg 2 Grabstücke „ XII Am Aulweg 2 „ „V Auf der Rodthohl 2 „ „ XII Auf der Weiherde 1 Grabstück „ XII Am Erdkauterweg links 3 Grabstücke „ IV Stephansmark. Gießen, den 2. November 1925. 105778 Der Oberbürgermeister. 3. V.: vr. Rosenberg. HANDARBEITEN alle modernen Herbst-Neuheiten Größte Auswahl und billigste Preise Neu! Herren-Westen zum Besticken LIEBHABER-ARBEITEN Kerbschnitt — Satin -Tarso J. H. FUHR Fernsprecher 2454 - Sonnenstr. 25 10660D Vernichtung der Ackerschneckeu billig und sicher durch la Feinkalkmehl * . 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Die Einlösung des zweiten Abschnitts der Abonnements für Dienstag, Mittwoch, Freitag und Sonntag hat am Montag, dem 9. und Dienstag, dem 10. November 1925 in der Zeit von 3 dis 5 Uhr nachmittags an der Kasse in der Vorhalle des Stadttheaters zu erfolgen. Die zu zahlende zweite Rate beträgt für: Proszeniumsloge, Rangloge u. l.Rang Vorderplatz 20 Mk. 1. Sperrsitz und 1. Rang Mitte 15 Mk. 2. Sperrsitz und 1. Rang Rückplatz 15 Mk. " ? T 3. Sperrsitz und 2. Rang Vorderplah 8 QH! 1 2. Rang Mitte 5 Mk. -^i 2. Rang Rückhlatz 4 Mk. Eine Einlösung an der Tageskasse erfolgt nicht. Gießen, den 6. November 1925. 106406 Der Oberbürgermeister. 3. V.: K l i n g s p 0 r. Achtung! Ausschneiden! Gießener Vernickeliinos-und Emailliernnstslt Frankfurter Straße 29 Fernruf 311 Betten, Matratzen 'LM 0 Ä W13 Deckbetten, Kissen Schlafzimmer.Kerrenzimmer Speisezimmer In guter Arbeit — extrabillige Preise Teppiche, Gardinen,Steppdecken Teilzahlung; gestattet 10685a J. 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Zieles bet Linie, dc Dörse zu int Pfandbrielmc als mündelsil nach dieser bäuerlich. 5 der in erstl Publikum QT pfleglich be gesamte Hhj stchtspunkten die Gefahr der letzten 2 sein, und bi Zeit verbock Die Heb. sah zu den 1 vvnstatten , Marktes füi Tage gedaue wieder aussc bindung mit werten der1 der bie Fl und teiltet’ binbung ste den Demi ihrer Geld bleibt die | die zu eine Privat- uni mal den i Schahanweii ist und ba Privatdis'or Trotzdem lie, Ao 2 Prt dtSkonten. v ' AieF| berDeutp '°hr 1924 mu erzielt. ?Kp°st-Ft> führt wurde, 'm (lahre jg °"SeIehen ffl! ^scheckverkl zeitungsverke ^"abfetzung ^r Zeit nid) » Zahl vrankfur ^'"eilung d 2'eAkeiten k" ^hren °-r betannte» ^Elekl' «W' ed lie ?e er ) stand. 19. MNt. der Wome- )nntag hat am Mber 1925 in c Kasse in der rplah 20 Mk. leiden! nicht. 10W gspvr. mrut 311 en, Schau- lentenusw. 1M33D ekleidete ide Uuf- (ünstler- öpfe mit ücken— itrümpfe 106MD tvor- ille. Dl rsweg70 Nr. 262 vierter Blatt Samstag, 7. November W25 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) m Wirtschaft. Börse und Geldmarkt. In der verflossenen Woche war die Börse in ganz besonderem Maße Attacken ausgesetzt. Zu der schleichenden Wirtschaftskrise, die m einer stetig steigenden Zahl von Konkursen und Geschäftsaufsichten, in weiteren Betrlebseinschran- hingen und sich als notwendig erweisenden Sanierungen zum Ausdruck kommt, trat die durch ben Austritt der deutsch-nationalen Kabinetts- mitglieder hervorgerufene Regierungskrise hin- zu. Wenn trotzdem erst in den allerletzten Tagen her Woche ein gröberer Kurseinbruch erfolgte, so lag baß daran, daß im Gegensatz zu den vergangenen Monaten die Spekulation jetzt mehr geneigt zu sein scheint, mit günstigen Gerüchten zu jonglieren. Dies hat in börsentechnischer Beziehung vielleicht seinen Grund darin, daß mit Wiedereinführung des Terminmarktes, der mit Wirkung ab 1. November um 22 Papiere ^erweitert worden ist, der Kulisse ein guter' Teil ihres DetätigungsfeLdes genommen worden ist. Erst als sich herausstellte, daß die günstigen Gerüchte, zu denen in erster Linie dasjenige über ein -Zustandekommen des Montau-Trustes gehört, gegenstandslos waren, konnte sich die ungünstige Konstellation mit voller Wucht auswirken. Auch das weitere Gerücht über eine nahe bevorstehende Freigabe deÄ deutschen Eigentums in Amerika hat sich schließlich als haltlos erwiesen, wobei bedauerlich ist, daß nicht schon früher durch Klarstellung von zuständiger Seite aus den Börsenmanövcrn — wie die Dinge liegen, kann man sie nur als solche bezeichnen — Einhalt geboten wurde. Unter Berücksichtigung der Mentalität des Amerikaners mußte man die diesbezüglich stark positiv gehaltenen Nachrichten höchst skeptisch betrachten, denn den Gläubigern in Amerika, die Ansprüche an das Deutsche Reich haben oder zu haben glauben, darf man genügend Macht zutrauen, eine völlige Freigabe der in Händen befindlichen Pfänder zu verhindern. Man sieht an diesen Beispielen, daß die internationale Berichterstattung noch lange nicht die Borkriegshöhe erreicht hat und daß sich gewisse Kreise diese Zustände zunutze zu machen wissen. Bei den Kursrückgängen der letzten Tage kam auch wieder einmal so recht zum Ausdruck, daß die Emissionshäuser ihre Pflichten gegenüber den von ihnen emitierten Werten noch immer stark vernachlässigen. Soyst wäre es nicht möglich, daß Angebote von wenigen hundert Mark mehrprozentige Kutsverluste mit sich bringen. Dieses Verfahren liegt sicherlich nicht in der Linie, das große Publikum wieder für die Börse zu interessieren. Auch die Vorgänge am Pfandbriefmarkt, die zu Kursrückgängen von als mündelsicher erklärten Papieren führten, sind nach dieser Richtung hin außerordentlich bedauerlich. Hier handelt es sich um einen Markt, der in erster Linie geeignet wäre, das Sparpublikum anzuziehen. Darum sollte er besonders pfleglich behandelt werden. Solange aber der gesamte Hypothekenmarkt nicht nach anderen Gesichtspunkten gelenkt wird als zur Zeit, dürfte die Gefahr einer Wiederholung der Vorgänge der letzten Wochen nicht von der Hand zu weisen sein, und dieser Markt scheint auf absehbare Zeit verdorben. Die äleberwindung des Ultimo ist im Gegen- satz zu den Befürchtungen außerordentlich leicht vvnstatten gegangen. Die Anspannung des Marktes für tägliches Geld hat nur wenige Tage gedauert, und der Markt zeigt bereits jetzt wieder auffällige Flüssigkeit, was Wohl in Verbindung mit den zur Verfügung stehenden Gegenwerten der Rentenbank-Kreditanstalt-Anleihe. mit der die Flüssigmachung des russischen Kredites und teilweise auch mit dem Umstand in Verbindung steht, daß die Danken mit Rücksicht auf den Termin der Zweimonatsbilanzen einen Teil ihrer Gelder nur kurzfristig anlegen. Auffällig bleibt die starke Nachfrage nach Privatdiskonten, die zu einer Vergrößerung der Spanne zwischen Privat- und offiziellem Diskont geführt Hat, zumal den Privatdiskonten in den Preußischen Schahanweisungen eine Konkurrenz entstanden ist und bankseitig girierte Warenwechsel den Privatdiskonten an Bonität kaum nachstehen. Trotzdem liegt der Sah für derartige Diskonten etwa 2 Prozent höher als der der Privat- diSkonten. ♦ * Sie Finanz- und Wirtschaftslage der Deutschen Reicüsp 0 st. 3m Wirtschaftsjahr 1924 wurde ein Reinüberfcyuß von 68,8 Mill. Rm. erzielt, der nach den Bestimmungen des Reichspost-Finanzgesetzes den Rücklagefonds zugeführt wurde. Die bisherige Wirtschaftsentwicklung im Jahre 1925 könne nicht als besonders günstig angesehen werden. Augenblicklich arbeiten der Postscheckverkehr, die Telegraphie- und der Post- zeitungsverkehr mit einer Unterbilanz. An eine Herabsetzung der Gebühren könne die Reichspost zur Zeit nicht herantreten. * Zahlungsschwierigkeiten eines Frankfurter Bankgeschäfts. Das Bankgeschäft Jordan & Co., Frankfurt a. M., ist laut Mitteilung des Börsenvorftandes in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Die Firma, die erst vor zwei Zähren gegründet wurde und keine besondere Bedeutung besitzt, ist nicht zu verwechseln mit der bekannten ehemaligen Bankfirma gleichen Namens, deren Namen und Lokal sie allerdings übernommen hat. * Die Amerikaanleihe der Hamburger Elektrizitätswerke überzei ch n e t. Die Amerikaanleihe der Hamburger Elektrizitätswerke im Betrage von 4 Mill. Dollar ist in Neunork schnell überzeichnet worden. • Badische Anilin- und S 0 d a s a b r 1 k, Ludwigshafen. Aus den offiziellen Anträgen geht hervor, daß das Aktienkapital der neuen Trustgesellschaft, zu der bekanntlich die Badische Anilin- und Sodafabrik unter Verlegung ihres Sitzes nach Frankfurt a. M. umgestaltet wird, 641,40 Mill. Nm. Stammaktien und 4,40 Mill. Rm. Vorzugsaktien haben wird. Die Badische Anilin- und Sodafabrik, deren Firma bekanntlich künftig 3. G. Farbenindustrie A. G. lauten wird, erhöht demgemäß ihr Kapital um 465,60 Mill. Rm. Stamm- und 3,20 Mill. Rm. Vorzugsaktien. * Hamburg-Amerika Linie. Der zur Zeit größte Neubau der deutschen Werftindustrie, der 21000 Bruttoregislcrronnen messende Zweischraubenturbinendampfer „Hamburg" der Ham- burg-Amerika Linie, ist auf der Werst von Blohm & Voß in Hamburg soweit fertiggestellt, daß er Mitte dieses Monats die Felgen verlaßen wird. Der mächtige Schiffskörper mißt in der Länge 193 Meter, in der Breite 24 Meter und in der Tiefe 17 Meter. * Rheinmetall-Krupp. Unter der Firma „Rheinmetall-Krupp, Lokomotivbau-EeseU- schaft m. b. H." wurde, laut Frankfurter Zeitung, handelsgerichtlich eine neue Firma in Essen eingetragen, die die vor kurzem zwischen den beiden Unternehmungen auf dem Gebiete des Lokomotiv- banes abgeschlossenen 3nteressengemeinschaft darstellt. Sie ist gebildet zum Zwecke des gemeinsamen Vertriebes der von den Gesellschaften hergestellten Lokomotiven sowie zum Austausch von technischen und wirtschaftlichen Erfahrungen auf diesem Gebiete. Da die neuen Pläne für Rheinmetall auch aus völlige Einstellung des Lokomotiobaues hin- zielen, hat der Wert der 3nteressengemeinschaft gegenüber der im August erfolgten Gründung eine starke Herabminderung erfahren. * Stahlwerk Becker A. G., W i l l i ch. Die Bilanzarbciten für das am 30. 3uni beendete Geschäftsjahr sind noch nicht abgeschlossen, doch dürfte angesichts der Verhältnisse, in denen das Werk im verflossenen Geschäftsjahr lebte, ein größerer Betriebsverlust entstanden fein. Das Werk hat, im Durchschnitt des Geschäftsjahres gerechnet, knapp 3 Monate einigermaßen normal gearbeitet. * Der M 0 ntantruft. Von zuständiger Stelle wird dem WTV. bestätigt, daß die Gründung des Eisentrusts lediglich noch abhängt von der Steuerfrage. Hauptsächlich handelt es sich um die Kapitaloerkehrssteuer, die durch das Reich erhoben wird, und die Grunderwerbssteuer. Die Kapitalverkehrssteuer würde das neue Unternehmen bei einem Kapital von 600—800 Millionen Mk. mit 24 bzw. 32 Millionen Mark einmalige Abgabe belasten. Durch Fusion könnte die Steuer auf die Hälfte herabgemindert werden. Die Grunderwerbs- fteucr, die durch die Gemeinden und Länder erhoben wird, würde gleichfalls das neue Unternehmen mit vielen Millionen belasten, so daß etwa 50 bis 60 Millionen Mark Belastung im ganzen in Frage kämen, ein Betrag, der von dem neuen Unternehmen nicht getragen werden kann. Die Großindustrie wünscht vom Reich weder Geld noch Geldeswert, sondern lediglich die Herabsetzung der Steuern, um dadurch Erwerbslosigkeit zu verhindern und neue Arbeitsgelegenheit zu schaffen. Findet ein derartiges Entgegenkommen nicht statt, so würde das neue Unternehmen scheitern. * Maschinenfabrik Augsburg- Nürnberg 21.-®., München. Der AR. schlägt der H.-V. am 11. Dezember vor. nach 1 122 656 Rm. Abschreibungen den verbleibenden Reingewinn von 811011 Rm. auf neue Rechnung vorzutragen und mit Rücksicht aus die jetzigen Zeitverhältnisse von der Ausschüttung einer Dividende Abstand zu nehmen. Das AK. beträgt 20 Mill. Rm. • Hannoversche Maschinen- un d Waggonfabrik 21.-®., Hannover. Wie verlautet, fand am Mittwoch in Hannover eine Sitzung unter Teilnahme von Vertretern des Magistrates, der beteiligten Banken und der Direktion statt, in der über die endgültige Sanierung beraten wurde. Cs heißt, daß die Gläubiger zunächst 20 Prozent in bar. verteilt auf längere Raten, erhalten sollen. Weitere 50 Prozent sollen durch Aktien der Gesellschaft abgegolten werden. * Bergwerksgesellschaft Georg von Giesches Erben. Die Verpflichtungen der Gesellschaft belaufen sich auf ca. 60 Millionen Mark, von denen, laut „F. Z ", 38 Millionen Mark Hypothekarkredite sind. Lieferanten, Steuer- und sonstige Schulden betragen etwa 25—30 Millionen Mark. Die Entscheidung über die Sanierung der Bergwerksgesellschaft durch die Transaktion mit der Preußag wird in kürzester Zeit fallen. Es wird dann möglich sein, die Hälfte der Verbindlichkeiten und durch Verkäufe von Effekten, die bisher den Kreditoren als Deckung gegeben waren, einen weiteren Teil der übrigen Verpflichtungen obzudecken. Der Gieschekux hat ^augenblicklich einen Wert von 2000 Nm. * Bismarckhütte A. G. Die Lage bei der Bismarckhütte hat sich weiter verschlechtert, so daß bei den amtlichen Stellen in Warschau um Abhilfe nachgesucht worden ist. Ob es zur Schließung weiterer Betriebe kommt, wie beabsichtigt ist, wird sich in nächster Zeit entscheiden. * Farbenfabriken v 0 r m. Friedrich Bayer L Co., in Leverkusen. Die für Donnerstag anberaumte a. 0. H. D., welche über den Abschluß einer Fusion mit der Badischen Anilin- und Sodafabrik Beschluß fassen soll, wird nicht abgehalten werden, da die für derartige Fälle erforderliche Dreiviertelmajorität des AK. nicht zur Anmeldung gekommen ist. Es wird Anfang Dezember eine neue Generalversammlung ftattfinden, die unter allen Umständen beschlußfähig sein wird. Frankfurter Mendbörfe. Frankfurt a. M., 6.. Nov. Der Abendverkehr zeigte auf festere Berliner Schlußkurse leichte Erholungen, die Geschäftslosigkeit ließ aber keine Besserung erkennen. Am Anleihemarkt wurden 5prozentige Reichsanleihe zu 0,207V2 bis 0,210 genannt. Die Abendbörse schloß zu gehaltenen Kursen. Deutsche Anleihen' Schuhgebietsanleihen 4;65. Ausländische Renten: 5pro- zuckcr 51. Börsenkurse. Frank urt a.M. Berlin 5 Novbr. I Bries <4elS war bei Börse. Das Geschäft Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. Berliner Berlin, 6. Nov. Beginn des Verkehrs zwar klein, jedoch erwies sich die Börse im ganzen als wider st a nds- fähig. Besondere Gründe lagen hierfür ebensowenig vor, als sie für die starke Verstimmung der letzten Tage gegeben waren. Während gestern noch namentlich am Einheitsmarkt fast ausschließlich Verkaufsorders vorlagen, die trotz der geringen Beträge das Kursniveau senkten, neigte man heute in den am stärksten ermäßigten Werten zu Rückkäufen. Diese veran- Amtlichc Noll rmta Veld , BO ■ zentige Goldmerikaner 42.25, Irrigationsanleihe 27,62. Bankaktien: Commerzbank 93,75, Darmstädter Bank 103 (Medio), Deutsche Bank 103, Mitteldeutsche Creditbank 89,50, Oesterreichische Credilaktien 6,80. Montanaklicn: Deutsch-Lurem- burg 65, Rheinstahl 54,50 (Medio). Industrieaktien: AEG. 91. Bergmann 70,75. Elektrisch Licht und Kraft 90,25 (Medio), Höchster Farbwerte 115,37, Siemens & Halske 80, Frankenthal- Tntanr 5®/o Deutsche PleiMnnttlbe 4% Deutsche Ncichsanlcihe ■ SV3% Dculschc Ncichsanletlie 3% Deutsche Ncichsanleihc ■ Dculschc Sparvrämicnanlcihe <' o Preußische flonfolS . • ■ 4° 0 Hessen 3’/s% Hessen 3% Hessen Dculschc Wcrlb. Dollar-Anl. dto- Doll.-Schav-Anweisng.*) 4e/o Zolltürken 5% Goldmerikaner ... • Berliner Handelsgesellschaft Commerz- und Prioat-Dank Darm st. und Nationalbank . Deuklckc Bank Dculschc Vercinsbank .... DiSeonlo Connnandil . . . Metallbank.......... Mitteldeutsche Creditbank. . Dcsterrcichische Crcditanstalt Weltbank Bochumer Guß ....... Buderus . . . Caro Deulsch-Luremburg Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpencr Bergbau...... Kaliwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln .... ^auralnitte ........ Oberbcdarf ....... Pbönir Bergbau ..... Rheinillchl........... Nicbcck Montan ....... Tellus Bergbau. ...... Hamburg-Amerika Paket > . . Norddeutscher Llond ... Cheramtsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann Analo Cont -Guano . . . .. Basische Aistlin Cbemischc Mayer Alapin . . Goldschmidt . ..... ®ric? rii 'er Clecrrou . . .. Höchster Farbwerke...... Holzverkohlung ....... Nütgerswerkc Scheideanstalt Allg. ElcktrtzilätS-Gescllschaft Bergmann ......... Mamkrnftwerke ....... Schuaert Siemens Je Halske ..... Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Heyliaenstaedt .. . Megmn. ........... Motorenwerke Mannbeirn . Frankfurier Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . . Melallgesell'chaft Frankfurt. Pct. Union A.-G Schuhfabrik Herz Sichel ........ Zellstoff Waldhos....... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . . 6 Nov.'r. Amtliche Notierung S4)1uf>- fi..r$ 5d-;u; . 2t»en Sebtu* • NU 6 .litini f. ’rh 5. 11. | b 11.| v. 11.■ 6 1t 0 203 0 21 «.205 u 205 — — 0.255 0 25 0 2< 0.24 0.21 0.235 0.38 0.37 0.375 0.31 0.125 0,125 0.11 1.1175 0,21 0,24 1.23 . 0 2: — — 0,21 — 0.23 0 22 0,22 — 0.21 0,19 9'1.2.5 90.27 91.75 91.75 97,1 97,1 97,3 ! 97,3 7 575 7.62 7,0 7.6 4 2 4! 25 41 131 2* 130' 130' 130.7* 94' 91 25'I 94 94 25* 103' 10!' 102* 103* 103.2- 103,5* 104* 104.2* Ci ' - — — 102* 101,2* 11'1,6* 101.5' 75.5 75 - — ’ 89.5 — 6 8 6.8U 0,75 6,75 0.03 0,0! | — — — • —• 67.5' 66,75* 35 5 36.5 36.9 36 — • 33.25* 33* 06.25' 65.5* • 6' 65.5* 74* — • :3.25* 75* 99,5- — 99 75* 100.5* 10 105.5 105 13 104.75 1 '8.5 107 .04.62 106,75 33 34 75 34,5 34 75 —• 42' 43* 13.25* 65.75* *117 5 * 16 75* *4,5.' 54.5* 53,75* 54. * 67.25 67.5 63 67,62 45 45 — . 58.5' 67,5* 68' 67.4* 74' 73.fi* 71 5' 73,75* — _ - 61 .-9 25 — - 45,25 41 45.5 40,75 — — — 80 116,7' —* 117* 117* — 58.25 56 ‘7,75 58.25 116- 115,5* 116.1- 116* 116.1* 115.* 116,2* 111 4:1 «0,75 — 60 5 57.4' 60* 18* 78.5 77 — 91.25* 91* FKI 75* 91* 70,75* 71,5 70.5* 69,75 18.5 — w— 63.5' 63* 62 5* 62.5' 80' 8.' 79,5* 78 4* 26.5 26.75 27 27 \5.75 24 24,3 24,9 —— — «— —- 28 28 28 27 — — 28 28,75 25 25 — — - - — 93 93 — — 65 55 55 55 1 23 22 23 22 2.5 2.5 1.75 1.6 76 73.5 79.» 80 61.6 61 52 51 5 46.25 44 45 45,5 21mit.»»ng.m 101,72 101,98 104,52 1-14,78 Ctockbolui . 112,16 112,44 112,13 H2,4i HelstngforS Italien. . (0,55 16 52 10,59 16,56 10 55 16.54 10,59 16.68 £'onbon. 20,332 10,3t2 20,238 20,388 Wcunorl . . 4,195 4,2)5 4.195 4,20' Paris. . . Schwei; . 16.615 16.645 16,92 16,99 80,80 81,00 80 80 81,06 Spanien . 51.80 60.02 59.94 60,1 Japan - . - 1,761 i) 627 1.76', 1.776 1,780 :h‘io de Fan 0.629 ) 627 1.629 Wien in D-- £eft- abgeft 59.n 59,27 59.13 59,27 Prag .... 12.42 12,46 12.415 12,455 Bclzrad . - 7.43 7.45 7,43 7,45 Audapell. . 5,8.5 6.895 5.88 5,90 Bulgarien 3,035 .1.015 3,033 3,045 V'iTaboit 21.175 0.225 i 1 225 >1,275 Danzig. . . 80,65 80.85 80 63 80.83 Konstantin. 2,37 2,38 2,<75 2,3'5 5 89 5.91 5 84 5 87 Canada. . 4.197 1.207 — — Uruguay . 4,315 4,32 ■ — — Banknoten. Berlin, 6 Novbr Geld Bries Amerikanische No'.rn..... ».19 4.21 Belgische Nokcn ....... 18,95 19,05 Dcnrischc Violen ....... 104..'9 ID4.81 Englische Noten........ 20,295 20,395 Französische Noten ...... 16,87 16 95 Holländische Noten...... 168,43 169.37 ttlolicnische Noten...... 16,55 1 >,63 Norwegische Noten...... 85,05 85 48 TemsL-Tcstcrr., a 100,Kronen 59,00 59,30 Rumänische Noten...... — -- schwedische Noten...... 111.87 112,43 Schweizer Noten....... 80,70 81.10 Svanische Noten....... 59.77 60 0' Tschechoslowakische Noten . . 12.375 12.435 Ungarische Noten..... 5.84 5.88 lohten zunächst für Montanaktien eine mehrprozentige Besserung der Notierungen, die dann stimmungsgemäh auch den übrigen Werten einen Halt gaben. Besonderes Interesse bestand für Schiffahrtswert c. namentlich Nordd. Lloyd. Die Entschädigungsforderungen dieser Reederei an Amerika sollen mit 2 M.iionen Dollar akkreditiert worden sein Der Zeitpunkt, der Auszahlung dieser Summe stand jedoch noch nicht fest. Außerdem wurden heute vormittag auf Frankfurter Arbitragekäufe V 0 rtriegs - Hypothekenpfandbriefe lebf;a 1 gehandelt. doch flauten die llmsähe an der Börse hierin stark ab. Im ganzen bet der Effektenmarkt bei Eröffnung des offiziellen Verkehrs somit ein besonders freundliches Bild, wenn auch die Hmfatjtätigfcit durch das Anhalten der ungeklärten polnischen Lage und die Auswirkung der Kapitctinot in Deutschland ftarö eingedämmt wurde. Hieran konnte die zur Zeit flüssige Lage deS Geldmarktes nichts ändern, da es sich bei diesen Geldern nur mir Beträge handelt, die von den Banken kurzfristig angelegt werden sollen, da sie nur vorübergehend frei sind Man rechnet für die nächsten Wochen mit einem Rückfluß von Geldern, vor allem infolge tes erwarteten Bedarfs der Landwirtschaft. Die Nachfrage nach täglichem Geld ist gering. Dec Satz stellt sich auf 8 bi# 10 Prozent und darunter. Monatsgeld 10 bis 11,5 Prozent. Der Bedarf an Privatdiskontett blieb rege. Am Dalutamarkt ging des französische Frankenkurs vormittags bis auf 124 Franc für ein englisches Pfund zur ü cf, in den Mittagsstunden steltte sich jedoch eine mäßige Besserung auf 122,20 ein. Die Reichsmark notierte in London 20,34T/9, Amsterdam 59,16’/z, Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 6. Nov. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 23.50, Roggen, inländischer, 17.25, Sommergerste für Vrauzwecke 22 bis 24, Hafer, inländischer, 19 bis 21, Mais, gelb, >8, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0, 38 bis 38.50, Roggenmehl 24.50 bis 24.75, Wcizenileie 10, Roggenkleie 10.25 bis 10.50. Berliner Produktenbörse. Berlin, 6. Nov. Der Produktenmarkt war bei starker Zurückhaltung fast unverändert. Weizen- und Roggenpreise blieben unverändert. Gerste reichlich angeboten, aber wenig gefragt. Hafer still, Mehl ohne Anregung, Futterartikel umfahlos. Es notierten pro Tonne: Welzeir (märf.) 219 bis 222, Weizen (De ember) 236, Weizen (März) 238,50, Roggen (mark.) 138 bis 141, Roggen (Dezember) 159, Roggen (März) 170 bis 169,50, Roggen (Mai) 176 bis 175. Gerste (märt.) 186 bis 210, Futtergerste 149 bis 161, Hafer (märt) 158 bis 168, Hafer (Dezember) 176, Hafer (März) 182; pro Doppelzentner: Weizenmehl 27 bis 31.25, Roggenmehl 20,25 bis 22,75, Weizenkleie 11,30 bis 11,50, Roggenkleie 9,10 bis 9,40, Viktoriaerbsen 25 bis 32, kleine Speise- erbfen 24 bis 26, Futtererbsen 19 bis 21, Peluschken 17 bis 18, Ackerbahnen 20 bis 21, Wicken 21 bis 25, Lupinen (blau) 11,50 bis 12,50, Rapskuchen 14,20 bis 14,30, Leinkuchen 21,30 bis 21,40, Trockenschnttzel 7,80 bis 8, Toxf- melasse 9,20 bis 9,50, Kartoffelflocken 12,80 bis 13, Soya-Schrot 20,20. Rundfunk-Programm deS Frankfurter SendevS. (Aus der »Radio-Umschau«.) Sonntag, 8. November. 8.30 bis 9.30 Llhr: Morgenfeier veranstaltet vom Evang. Verein „Nordost", Franifurt a. M. 12 bis 1 älhr: Mittagsständchen veranstalte! vom Hausorchester: Die Oper der Woche. 4 bis 5 Tlhr: Die Stunde der Iugend. 5 bis 6 Uhr: Chorkonzert des „Soloquartetts West", Frankfurt a. M. 7 bis 8 Tlhr: Stande des Rhein-Maini- schen Verbandes für Volksbildung: „Marionetten", ein Dialog von Hans Trumm. 8.30 Tlhr: Mozartzyklus des Arnar-Quartetts. 4. Abend. Montag, 9. November. । 3.30 bis 4 llfjr: Die Stunde der Iugend. 4.30 bis 6 Tlhr: Nachmittagskonzert des Haus- orchesters: Schlagermusik. 6 bis 6.30 llfti: Die Lesestunde. 6.30 bis 7 .illjr: Vortrag Dr. Müller- München: „Der Zufall". 7.30 Tlhr: ilebertragung aus dem großen Saal des Saalbaues: Drittes Montagskonzert des Frankfurter Orchestervereins. SountaaSdieilst d.Ner;te u.^lvotbrkeu am 8.11.25 l)r.Klewitz.D.-N.I)r.Vl!it; Dr.Stcinreidi.Gniielapotb. Zahnarzt: Dr. Fischer, SetterLweg. 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Todesverkündung, 2 Teile (Wagner) Bestell-No. 72986/7 m GUNNAR GRAARUD „Othello”, Othellos Tod, ItaL (Verdi) „Don Joan“, Trfinen vom Freund getrocknet (Motarf) Bcstell-No. 66133/4 m WALTER REHBERG, Klavier Mephiato-Walzer,2Telle (Lissf-Busonl) Bcstell-No 66 181/4 m VASA PRIHODA, Vlcnxtemps: Konzert No. 4, d -moll, KAPELLE DER STAATSOPER, BERLIN Max^timLg, „Die Walküre“, Walkürenritt; „Tann- hBuaer“, Marach, Einzug der Gäste (Wagner) Bcstell-No. 66123/4 m RICHARD STRAUSS „Eine Alpen - Symphonie“, Kapelle der Staataoper, Berlin; Dirigent: Oskar Fried; 5 Platten Bestell-No. 69803-7/6 m JOHANN STRAUSS, zum 100. Geburtstag des Walzerkönigs „KLASSISCHE U. MODERNE ORCHESTER WERKE": Enthält u. a sämtliche Symphonien von BEETHOVEN u. viele Werke von BRAHMS / HAYDN MAHLER/MOZART/STRAUSS STRAWINSKY / TSCHAIKOWSKY uxw. * * WEIHNACHTS - AUFNAHMEN Gesinge des BaalUca-Chere und andere Beueste Is'mMWs Waschemir Lüh ns Motors allerbeste Fabrikate, in allen Größen allerbilligst. 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