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Äe Besprechung. 7 Uhr: (M ügr: Funthochschule m Protektorat des Herrn Bredow, In Zusammen- iversttät Frankfurt a. M. fjulfi: „Goethe» Mellon. irr. 8-3.30 Ul)r: „Me deres aus ber TsWr'N irttaa von Herrn Otto tiet Abend Robert Äop« tion. AnschUehend: Noch- ing, Tportstrnkdlenst. füwT- b bequem sein, wenn Eine seine buppe schnei! Zeit ergibt Knorr Mi- pentourfl. Dergesien & Zusammenstellung UB ) verpackte Knorr 9w Steitag, Z. August 1925 Kr. 185 Erstes Blatt 115. Jahrgang Zrarttfurt a. M. 11686. Erschein» täglich, außer Sonn* und Feiertag« Beilagen: VießenerFamilieublLtter Heimat im Bild. MonalL-ver»-»preis. 2 Goldmark u. 20 Gold- Pfennig für TrLgerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschltlsse: schristleltung 112, Der. IagundGeschäftsstelIe51.. Anschrift für Drahtnach. Annahme von Anzeigen für die lagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerdindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite SrUich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Ne« klame-Anzeigen v.70mm Breite 35 Goldpfennig, Platz Vorschrift 20° e Aufschlag. - Derantwonlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr. Wilh. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vruck und Verlag: vrühl'sche Universilälr-Vuch- und Steinöruderei K. Lange in Sietzen. 5chnflleitung und Seschäftrftelle: 5chnlstrahe 7. Das Optantenelend vor dem Reichstag. Außenminister Dr.Stresemann zu den polnischen Ausweisungen.—Repressalien gegen Polen. — Durchgreifende Hilfe für die Vertriebenen. Berlin, 6 2lug. Besprechung der -'»nter- pellattonen zur Optantenfrage Abg Dr von Keudell (Tn.) fordert ben ReuhStag auf. in der Optantenfrage einmal einmütig zusammenzu stehen, um zu untersuchen, wie es zu den schmachvollen Zuständen in Schneidemühl gekommen sei. Eine 'JJHebetbolung dieser Zustande muffe unter allen Umständen verhindert werden Die devischnatio- nale Interpellation fragt die Regierung, was sie getan habe, um zu verhindern, bah die polnische Regierung in den letzten Tagen mehr als 30000 Deutsche von HauS und Ho f vertrieben hat. Ferner wird gefragt, was die Regierung getan habe, um die Vertriebenen vor dem bitter st en Elend z u bewahren und waS die Regierung zu tun gedenkt, um gegebenenfalls unter Anwendung von Vergel- tungs maßregeln die deutschen Einwohner Polens in Zukunf t z u schützen. Die Regierung soll erklären, ob sie die Lieberzeugung gewonnen habe, daß die polnische Regierung ihrer Verpflichtung. den Optanten den llebertritt nach Deutschland zu erleichtern, nachg ekom- men sci Die polnische Regierung habe sich mittelalterliche AuSschrertungen zuschulden kommen lassen. Bei weiten Kreisen habe es Befremden erregt, daß der deutsche Gesandte in Warschau gerade zu der Zeit auf Urlaub gegangen sci. (Zustimmung rechts.) Die Der- antwortlichlcit und die Zuständigkeitsgrenze sür die Vorgänge in Schneidemühl dürsten nicht verschoben werden Der preußische Innenminister Sever ing, der zuständig für die Vorkommnisse sei, werde wohl die verantwortlichen Beamten bezeichnen können. Die Vorkehrungen für die Optontenbehandlung in Schneidemühl seien in unwürdiger Weise unzureichend gewesen. «Sehr richtig rechts!) An den Reichsinnen- Minister müsse die Frage gerichtet werden, ob er genügend Mittel zur Verfügung gestellt habe Die Ansicht der Interpellation sei, daß an Stelle der schönen Worte Täte n für die Optanten freien mühten. (Beifall rechts.) 81bg. Raedel (Komm.) fordert die Reichsregierung aui, unverzüglich Maßnahmen jur Linderung der Flüchtlingsnot zu treffen. Die Verantwortung für die Vorgänge in Schneidemühl trage in allererster Linie die Reichsregierung und damit die hinter ihr stehenden Parteien. Der Redner fragt, ob es dem Außenminister Stress mann nicht bekannt sei, daß die polnische Regierung schon seit langem Vorbereitungen zur Aufnahme der pol. Nischen Rückwanderer getroffen habe. Die Reichsregierung habe das nicht getan, aber von lieber- raschungen gesprochen. (Hört! Hört! links.) Reichsauhenminister Dr. ötrefemann weist den Vorwurf zurück, daß der deutsche Gesandte in Warschau Rauscher in dieser wichtigen Zeit in Urlaub gegangen sc«. Rauscher sei erst in Urlaub gefahren, als alle seine Bemühungen in der Optantenfrage bei der polnischen Regierung c r» gebnisl 0 s verlaufen waren, und es sich nicht mehr mit der Würde des Reiches vereinbaren ließ, weiter zu verhandeln. (Lärm lints — Beifall rechts.) Reichsaußenminister Dr. Stresemann gab dann im Namen der Reichsregierung und im Ein- Verständnis mit dem preußischen Ministerium des Innern folgende Erklärung ab: Die deutsche Delegation in Wien hat durch direkte Verhandlungen mit der polnischen Delegation ver- sucht, eine Milderung des »Schiedsspruches des Präsidenten Äacdciibcerf her- beizuführen, wonach Deutschland die Abschiebung der deutschen Optanten aus Polen dulden müsse. Diese Bemühungen sind an dem polnischen Widerstand gescheitert, und es ist nur gelungen, eine Erleichterung der Abwande - rungsbcdingungen zu erreichen. Rach Un- terzeichnung des Wiener Abkommens vom 30. August vorigen Jahres hat das Auswärtige Amt die deutsche Gesandtschaft in Warschau beauftragt, in brieflicher Form bei der polnischen Regierung au einen Verzicht der Ausweisungsbefug- nis, bzw. auf eine Einschränkung des Kreises der abwaiiderungspflichtigcn Optanten hinzu- wirken. Diese Verhandlungen, die sogar noch im Juli dieses Jahres stattfanden, hatten jedoch keinen nennenswerten Erfolg. Richt einmal der Wunsch wurde berücksichtigt, bei der Abwanderungspf licht Greise, Schwerkriegsbeschädigte. Witwen und Waisen auszu- zunehmen. Das Bestreben der Beichsregierunq, das Los der beiderseitigen Abwanderungspflichtigen zu mildern oder ihren kreis cinzuschrän- fro, ist also an der starren Haltung der polnischen Regierung gescheitert. Die Behandlung der Optantenfrage wurde vom Reichsministt r des Innern übernommen. Dom 1.—S. Dez. 1924 fanden kommissarische Be- sprechunaen mit den bcteiligtcnStcUcn de5 Reiches und Preußens Palt. Dabei wurde die Zahl der aus Polen Abwanderungspflichtigen auf rund 27 000 angegeben. Mit dem Abtransport der Optanten an die deutsche Grenze wurden die deutschen Kon sulate in Posen und Thorn beauftragt, die mit organisatorischen Maßnahmen bereits im Februar begannen. Jeder Optant erhielt gedruckte Verhaltungsmaßregeln, Abwanderungspapiere und im Rotfall eine Geldbeihilfe. Dank dieser Vorbereitung konnten schon im Juli 8000 Optanten bic Rückwanderung antreten, ohne das Durchgangslager in Schneidemühl zu berühren. In einer erneuten Besprechung vom 30. März 1925 teilte der Vertreter des preußischen Innenministeriums mit, daß der Oberpräsident in Schneidemühl zum preußischen Staatskommissar für die lieber- nähme der Optanten ausgestellt sei, und es wurde eine entsprechende Arbeitsteilung vereinbart. Das Durchgangslager in Sch neidemühl war offiziell für die erste Aufnahme von etwa 5000 Optanten bestimmt, deren rasche Weiterleitung durch die preußischen Vorschriften gewährleistet wurde. Reden dem Wohnungsproblem war die Frage der Arbeitsbeschaffung zu lösen, und zu diesem Zweck war von der Reichsarbeitsverwaltung Mitte April eine Dptantenocrmitt- luNgsstelle eingerichtet worden, deren Leitung einem hervorragenden Sachkenner übertragen wurde. So gelang es, bis zum 4. August d. 3. 5751 Personen in Arbeitsstellen unterzubringen. An Mitteln für die Unterbringung sind vom Reich und Preußen insgesamt 6,5 Millionen Mark bereitgestellt und weitere fünf Millionen für die Unterbringung der noch zu erwartenden Optanten ausgeworsen. Die Reichsregierung hat es sich zur Richtscknur gemacht, daß dieselbe Behandlung, der die deutschen Optanten in Polen ausgesetzt sind, auch den polnischen Optanten in Deutschland gute i I werden soll. (Beifall.) Um die Lage unserer deutschen Optanten nicht unnötig zu erschweren, werden wir regressive Maßnahmen solcher Art erst dann treffen, wenn Polen damit vorangeaangen ist. (Widerspruch und Unruhe bei den Völkischen.) Wir haben gerade das größte Interesse an der klaren Feststellung, daß Polen mit Dewaltmahnahmen v 0 rangeht (Abg v. Graefe: „Ist denn Polen noch nicht damit vorangegangen?) Warten Sie. Herr v. Graefe, das Ende meiner Erklärung ab. (Unruhe und Entrüstungsrufe gegen die Völkischen.) Demgemäß hat die deutsche Regierung, nachdemdie polnische Regierung den deutschen Optanten die Abwanderungspapiere zustellte, dasselbe den polnischen Optanten gegenüber getan. Heute ist uns berichtet worden, daß die polnische Behoroe den deutschen Optanten, die noch nicht abgereist sind, den Befehl erteilt hat, innerhalb 48 Stunden Polen zu verlassen. (Pfuirufe.) Daraufhin haben wir sofort die gleiche Maßnahme gegen die noch in Deutschland befindlichen polnischen Optanten verfügt. (Beifall.) Zu dieser Regierungserklärung, die ich im Einverständnis mit der preußischen Regierung abgegeben habe, muß ich den Ausdruck meines außerordentlichen Bedauerns darüber hinzufügen, daß vielfach inner politische Betrachtungen bei der Erörterung dieser Dinge den außenpolitischen Dora'naeftellt worden sind. (Lebhafte Zustimmung links.) Die Frage, wer an irgendwelchen Mängeln bei der Unterbringung der Flüchtlinge bic Schuld trägt, mühte doch sekundär sein gegenüber dein unerhörten Anrecht, daß 10 Iahre nach dem Kriege 10 000Menschen gewaltsam aus ihrer Heimat vertrieben werden. (Lebhafte Zustimmung.) Die polnische Regierung beruft sich bei der Ausweisung auf formales Recht. Hier wird aber aus formalem Recht das größte Anrecht. Die polnische Regierung geht in einer Weise vor. die in europäischen Ländern zum Glück nicht üblich ist. Deutschland hat am 10. Ianuar die ihm im Versailler Vertrag genommene handelspolitische Freiheit wiedergewonnen. Von den alliierten Staaten hat keiner irgendetwas wegen der Auslegung dieser Freiheit gegen Deutschland unternommen. Polen aber hat mit der Ausweisung der deutschen Optanten den Angriff begonnen. Der Geist, In dem Polen vorgehk, ist nicht der Geist der Befriedung (Europas, sondern der Geist des Hasses und der Selbstsucht. (Lebhafte Zustimmung.) Wenn auch wir jetzt als Antwort auf das Vorgehen Polens die polnischen Optanten binnen 48 Stunden ausweisen, so tun wir das nicht mit dem Gefühl der Befriedigung, zu solchen Maßnahmen greifen zu können, sondern mit dem Gefühl der Beschämung darüber, zu solchen Maßnahmen greifen zu müssen. Es ist tief bedauerlich, wenn durch die an diese Dinge geknüpften Streitigkeiten der Blick des Auslandes abgelenkt wird von dem furchtbaren Unrecht, das jetzt durch Polen dem Geiste der Zivilisation angetan worden ist. Unsere Gedanken sind bei den Opfern dieser Gewaltpolitik. (Lebhafter Beifall.) Abg. Kule (Völl.) vermißt hei den Deutsch- nationalen in dieser Frage den Kampfesgeist Helffe- richs und der bcutfdjnationalen Presse. Polen, dieser Raubstaat, müsse gezwungen werden, die Manieren eines zivilisierten Staates anzunehmen. Der deutsche Ge'andte in Warschau. Ullrich Rauscher, habt*' auch bei dieser Gelegenheit wieder bewiesen, daß er durchaus ungeeignet zur Vertretung des deutschen Volkes in Polen fei. Die vielen p 0 I- Nischen Arbeiter, die in deutschen Industrie- werken und auf deutschen Gutem beschäftigt sind, müßten durch Deutsche ersetzt werden. (Bei- fall und Rufe: Sagen Sie bas den Deutschnano. nalen.) Der Redner macht zum Schluß dem preußischen Innenminister Severing den Vorwurf, durch Unterlassungssünden die schlechte Unterbringung der deutschen Optanten in Schneidemühl verschuldet zu haben. Abg. Aowack (Soz.) schildert auf Grund eines persönlichen Besuches die Verhältnisse im Schneidemühler Optantenlager. Durch den Besuch und das tatkräftige Vorgehen des preußischen Innenministers sei viel Besserung geschaffen worden. Die Großgrundbesitzer in der Schneidemühler ^Umgebung bältcn sich leider geweigert, den Optanten das nötige Stroh für ihr Lager zu gewähren. (Hört, hört! links.) In erster Linie sei es notwendig. 6iti)lung»[anb für die kleinbäuerlichen Optanten zu schassen. Abg Buchholz (Ztr.) bedauert, daß auch die furchtbare Rot der Optanten zum Gegenstand eines gehässigen Parteistreites in der Presse von Rechts und Links gemacht worden sei. Die Tendenzmeldungen dieser Presse hätten nur neues Wasser auf die Mühlen der Polen geleitet. Man habe hier und da nach deutschen. Schuldigen gesucht, statt auf den wahren Schuldigen Hinzuweisen. auf die Rücksichtslosigkeit der polnischen Politik. (Beifall) Bei den Vorbereitungen zür Aufnahme und Unterbringung der Optanten hätte man früher die Organisationen der freien Wohlfahrtspflege mit heranziehen sollen. Bei der Durchführung des deutsch-polnischen Streitfalles müsse Polen gezeigt werden, daß es auf Deutschland mehr angewiesen ist als umgekehrt. Abg. Dr. Mit Imann (D. Dpt.) erklärt, die polnische Gewaltpolitik gegen Treudeutsche und die Hilfe für die deutschen Optanten sollte eine Angelegenheit des ganzen deutschen Volkes sein und nicht eine Angelegenheit des Parteihaders. (Beifall.) Die polnische Politik, das habe erst kürzlich ein französischer Schriftsteller anerkannt, säe eine Saat des Hasses, die bei den Deutschen dem Bedürfnis nach einer friedlichen Revision der Ost grenze neue Rahrung biete. Dabei rede man in der Tat immer wieder von dem polnischen Korridor als dem .Pfahl im deutschen Fleisch. (Beifall.) Für die Anterbringung der Optanten müsse alles getan werden, was möglich ist. Cs sei daher zu begrüßen, daß der Landbund tausend Optantenkinder auf den Gütern seiner Mitglieder unterbringen will. Das Siedlungswerk für bie Optanten müsse nachdrücklichst gefördert werden. (Beifall.) Abg. Dr. Best hält es nicht für zweckmäßig, in diesem Augenblick Angriffe gegen die Reichsregierung und die preußischen Behörden zu richten. Die Hauptsorge müsse jetzt die Hilse für bie Optanten fein. Der unerhörten polnischen Gewaltpolitik gegenüber müsse jetzt verlangt werben, daß die deutsche Regierung rücksicht slos alle Polen ausweise, die nach Deutschland übergefieben sind und zum großen Teil als Blutsauger aufaetre- t c n seien. Man solle nicht vergessen, bah unsere Zukunft nicht im Westen, sondern im Osten liege. Polen sei ein Staat, mit dem man noch einige London, 6. Aug. (WTB.) Vor dem vollbesetzten und lebhaft gespannten Hause brachte M i - nifterpräfibent Baldwin den ergänzenden Voranschlag von 10 Millionen Pfund Sterling für die Subvention an den Kohlenbergbau und die Industrie ein. Baldwin, schilderte die von ihm unternommenen Bemühungen und erwähnte, daß es ihm gelungen sei, einige Zugeständnisse von den Arbeitgebern zu erhalten, daß aber die Bergleute weiter auf dem Standpunkt verblieben, bie Frage ber Arbeitszeit und der Löhne nicht zu erörtern. Das Ergebnis sei gewesen, daß am Donnerstagabend eine völlige Stockung in den Verhandlungen eingetreten sei. Ein früheres Eingreifen ber Regierung fei unmöglich gewesen, denn solange Aussicht bestand, daß die Parteien sich untereinander einigten, würde eme Einmischung der Regierung ver- hängnisvolle Folgen gehabt haben. Angesichts der unerhört schlechten Lage des Handels hätte die Re- gierung nichts Schlimmeres tun können, als zuzu- lassen, daß das Land in einen Kamps geriet, der nicht nur den ganzen Handel lähmen, sondern auch die Aussicht auf eine Erholung um Monate, vielleicht um Jahre hinausschieben mußte. Angesichts dieser Lage suchte ich nach einem ehrenvollen Ausweg. Ich glaube ihn gefunden zu haben. Die Bergleute hatten Beschwerde geführt, daß nur wenig ober gar nichts getan worden sei, daß in der Industrie Erspar- nisse erzielt werden könnten, so daß man ihnen anständigerweise nicht zumuten könne, niedrigere Löhnen zuzusnmmen, bevor Schritte in dieser Richtung erfolgt seien. Wie dem auch ist, ich und meine Kollegen gelangten zu der Ueberzeugung, daß es angebracht fei, diese Fragen durch eine Kommission mit ausgedehnten Befugnissen für die Berichterstattung prüfen zulasfen und während dieser Zeit, nämlich für etwa neun Monate, eine zeit- meilige Unterstützung für bie Industrie zu gewähren. Man hat mir Feigheit oorge- Iabre. Rußland aber ein solcher, mit bem man Jahrhunderte rechnen müsse. Abg. Schulz (Sn.) gibt zunächst von einer Entschließung Kenntnis, die die Deutschnalionalen eingebracht haben. Diese Entschließung fordert, daß bei künftigen Ausweisungen gründliche Vorsorge getroffen werde und daß besonders Mittel zur Ansiedlung der au« Polen Vertriebenen bereitgestellt werden. Ferner werden unverzüglich Gegenmaßnahmen von der Regierung gegen das Vorgehen Polens gefordert Dor aller Welt müßte jetzt klargestellt werden, daß asiatischer Despotismus an die Türe von Schneidemühl 80 Kilometer von Berlin entfernt gerückt fei. (Lebhafter Beifall rechts ) Aba. Rädel (Komm ): Die Ausführungen des Außenministers werden bet den Vertriebenen in Schneidemühl nur Enttäuschung Hervorrufen. Man kann als Repressalien alle Parasiten, auch alle galizischen Juden ausweisen, die produktiven Elemente muß man aber dem Lande erhalten. Man darf nicht ohne weiteres jeden Polen einfach herausschmeißen Damit schließt die Aussprache Mit allen Stimmen gegen die dec Kommunisten wird eine interfraktionelle Entschließung angenommen, die folgendermaßen lautet: Der Reichstag protestiert gegen bic von der Regierung der Republik Polen gegen die deutschen Optanten rücksichtslos verfügten Ausweisungen und gibt der Ueberzeugung Ausdruck. daß durch eine solche Verletzung un- veräußerl iche r Menschenrechte dem Frieden der Welt nicht gedient wird Der Reichstag fordert die Reichsregierung auf, auch weiterhin alle Gegenmaßnahmen z u ergreifen. um die polnische Regierung von der Fortsetzung einer so verderblichen' Politik fern Fortsetzung einer so verderblichen Politik fern- zuhalten und mit,aller Kraft für das Wohl und die' Unterbringung ber vertriebenen Deutschen z u sorgen. Alle übrigen Anträge werden zurückgezogen. Um 9 Ufcr vertagt sich das HauS auf Freitag: dritte Beratung der dteueroorlage und zweite Beratung des Zolltarifs ver deutsch-polnische Zollkrieg. Schneidemühl, 6. Ang. (T. U.) Die Folgen des Zollkrieges in Deutschland machen sich in Pob-n stark bemerkbar. Die Sägewerke im Tucheler Forst, die infolge des Forleulenfraßes erhöhten Einschlag verarbeiteten und fließende Sägewasser in den einzelnen Revieren aufgestellt haben, mußten ihren De- trieb ft art einschränken, zum Teil sogar einstellen. Durch bic von Deutschlanb getroffenen Gegenmaßnahmen ist nicht nur die Holzindustrie stark erschüttert, sondern auch andere Einrichtungen sind lahmgelegt. So mußte auch die fast über ganz Polen verbreitete Gesellschaft, bie nach Deutschland große Mengen Schweinefleisch exportierte, ihre Tätigkeit einstellen. Hierdurch ist besonders die Landwirtschaft geschädigt. Durch den Massenankauf wurden ihr durchweg höhere Preise gezahlt als von den örtlichen Fleischern. Die städtischen Schlachthäuser, in denen die Schlachtungen ausgeführt wurden, hatten ebenfalls hohe Einnahmen. Wer auch die Kaufmannschaft aller Handelszweige leidet darunter und will bie polnische Regierung zur Einigung mit Deutschland beeinflussen. Sollte bic polnische Re» gierung bei ihrem Stanbpunkt verbleiben, so will bic Kaufmannschaft einen inneren Hanbels- krieg aufnehmen und alle Geschäfte schließen. Durch bic Einstellung vieler Betriebe hat sich auch bic Arbeitslosigkeit aller Berufe vergrößert. worfen. Aber es ist viel leichter, sich in einen Kampf als in ben Frieben hineinlärmen zu lasten. Man hat in der letzten Wsche einem großen Bündnis der Gewerkschaslen geaenübergeftan» den, bie bie Macht unb den Willen hatten, ihrem Land einen ungeheuren und unwiederherstellbaren Schaden zuzufügen. Einige Leute betrieben die offenbar wohlerwogene Politik, eine Stillegung dieser Art zu erzwingen ohne Rücksicht auf die dadurch verursachten Leiden. (Widerspruch bei der Arbeiterpartei.) Dies ist eine groß« Bedrohung. Ich hosse, das HauS wird auf meine Worte achten. Ich halte eS für einen sehr betrübenden Höhepunkt in der Entwicklung einer Volks- regierung, wenn Leute sich erlauben, die natürliche Entwicklung dadurch zu ersetzen, daß sie sich gegen alles wenden, wofür die Demokratie eintritt. Wenn diese Politik von der Gesamtheit der Arbeiterpartei bekräftigt werden sollte, so sehe ich nicht, wie eine verfassungsmäßig: Regierung am Leben bleiben kann. Aber ich habe für einen gewissen Preis einen Ausschub gesichert, der sich als sehr wertvoll erweisen wird. Ich habe während des letzten Jahres mein Aeuherstes für den industriellen Frieden getan. Rur im Frieden kann die Wohlfahrt gedeihen. Wie aber der Friedenswille den Frieden bringen kann, so kann die Kriegslust Krieg bringen. Wenn bie Kriegslust vorübergehend obsiegt unb wir wieberuin einer Herausforberung ber Art, wie ich ie geschildert habe, gegenüberstehen, dann bitte ich 2gen zu dürfen, daß bisher noch nie in einem reien Lande eine Minderheit der G e - amtheit ihren Willen au'gezwun- ; e n hat. Die Gesamtheit wird sich stets schützen, >enn sie muh sich am Leben erhalten, unb wirb da- Die Subvention des englischen Bergbaues. Baldwin gegen den Terror der Gewerkschaften. - ScharfeOpposition gegen die Regierung. — Annahme der Regierungsvorlage ri ■ französischen Ma> Jd6t f infuhr billigec !k Abd el Krim die jetzigen Form an- zu in den ihm das Vt; lang es ihm und drei anderen Gefangenen, flüchten. Einer von ihnen starb auf dem Wege die Heimat. her Jac bcä' brü mitgc Stahl daß von fern' GUS 61 unb eint leis! He 2?if. feini Feue Hier, irrster, -chmi letzter, Alber hier ijcfut Bro der j 55 Hf. russischen Beziehungen durch ungehörige Vorkomm- nif)e in der letzten Zeit aufmerksam machen. Vielleicht, daß Sowjetrußlcmd hieraus endlich die politischen Konsequenzen zu ziehen sich anschickt. der englischen Arbeiterpartei beschäftigte sich in einer Sitzung mit der E' tung gewahrt hat, ganz abgesehen davon, die faszistische Pressezensu'r jede Kritik vornherein unmöglich machte. wird, da die Aussichten, daß Friedensbedingungen in ihrer nähme, nicht sehr groß sind. * lieber die Lage an der bach Witt Urfa, annaJ Willig «mein mufa Wettervoraussage. Heiler bis halb bedeckt, südliche Winde, etwas wärmer, trocken. rokkofront berichtet Havas aus Fez, daß die in der Gegend von Fez—el Bali und nördlich vom Ouergha unternommenen Operationen einen günstgen Verlauf nehmen. In der Morgenfrühe seien die Vorhuten der französischen mobilen Truppen in der gebirgigen Gegend nördlich des Flusses angelangt und seien trotz des feindlichen Widerstandes weiter vorgedrungen. Eine Eingeborenenabteilung sei am frühen Morgen nach Tamguineb vorgedrungen. Die Operationen in dec Gegend von Ouezzan wickelten sich Programm äfcig ab. Die Cingeborenenbevölkerung sowie die französischen Kolonisten dieser Gegend hätten sich dadurch wesentlich beruhigt. ' j; Der Thinavertrag ratifiziert. Reuhork, 6. Aug. (Kabeldienst der Tel- union.) Die Ratifikationsurkunden des Reun- Mächte-Dertrages mit China anirben gestern in Gegenwart des amerikanischen Staatssekretärs Kellogg, des chinesischen Gesandten und der Vertreter Frankreichs, Iapans, Italiens, Englands, Portugals, Belgien s und Hollands ausgelauscht. Der chinesische Gesandte betonte in einer Ansprache, daß dieser Akt eine Aenderung in den Beziehungen zwischen China und den anderen Rationen einleite. An Stelle der bisherigen Gewaltpolitik werde nunmehr eine Politik des guten Willens treten. Das Abkommen bedeute die^. M o n r o e d o k t r i n für den Orient. Der Gesandte beklagte, daß die Abmachungen über China auf der Washingtoner Konferenz solange hinaus- gezögert worden seien, daß das chinesische Volk beinahe die Geduld verloren hatte. Inzwischen seien bereits neue Probleme aufgetaucht. Von der weiteren Verfolgung der in Washington aufgestellten Prinzipien werde der Frieden im fernen Osten abhängen. Keine Beteiligung an der russischenAkademie-Feier Die deutsche wissenschaftliche Welt ist den Vorbereitungen der Sowjetunion zur 2L0-Jahr- feier der Petersburger Akademie der Wissenschaften, zu der als Mitglieder und als Korrespondenten eine Anzahl bekannter deutscher Professoren gehört, mit aufrichtigem Interesse gefolgt. Die Leistungen der Alademie sind, das ist auch von der deutschen Wissenschaft nie verkannt worden, von so überragender Bedeutung, daß deutscherseits die von den Russen an» gebahnte Wiederaufnahme der wissenschaftlichen Beziehungen zum Ausland freudig begrüßt worden ist. Wenngleich namentliche Einladungen an deutsche Gelehrte, tote sie an den Präsidenten der tschechoslowakischen Republik und an den französischen Unterrichtsminister ergangen sind, nicht erfolgt sind, hielten die Deutschen die Fortsetzung des Kuliurverkehrs zwischen, Rußland und dem Westen doch für äußerst wichtig. Von den 600 versandten Einladungen der Akademie entfällt ein großer Teil auf deutsche Gelehrte, die sich in Anbetracht des Ausganges des Moskauer Studentenprozesses nun aber nicht entschließen können, der russischen Wissenschaft und dem Sowjetstaat ihre Anerkennung durch den Besuch der Feierlichkeiten zum Ausdruck zu bringen. Die durch das Moskauer Urteil, das bis heute nach amtlichen Angaben noch keinerlei Korrektur erfahren hat, tiefoerletzte deutsche Oeffentlichkeit weiß den Entschluß der deutschen Wisienschaft in aller Sachlichkeit zu würdigen. Doch muß auch sie nachdrücklich auf die Benachteiligung der deutsch- no* w, irohn bezog brsii-r wi bar. ' losten eine Die: heute erbai bau Straf bereit den 3m l vorjä Haus straf Amt ver mit < die • sehen ferro Laut« Tödlicher Sturz aus dem vierten Stock. In Koblenz stürzte aus dem vierten Stock eines Hauses in der Kasinostraße ein ZWhriges Kind mit dem Kopf voran auf die Straße, wo es mit zerschmettertem Schädel tot liegen blieb. Gleich darauf ist seine Großmutter aus dem gleichen Fenster auf die Straße gestürzt. Die Frau verstarb nach einer Halden Stunde. Die Ursache der Vorgänge ist noch unbekannt. vier Personen vom Blitzschlag getötet. Rom, 7. Aug. (WTD. Funkspruch.) In C o - rignano fuhr während eines plötzlichen Gewitters ein Blitzstrahl in einen Strohschuppen, in dem eine Bauernfamilie Schutz gesucht hatte. Der Blitz tötete 4 Geschwister, zwei Burschen und zwei Mädchen, die vollkommen verkohlt wurden. der Genugtuung Deutschlands über die bevorstehende Räumung der Städte Düsseldorf, Duisburg und Ruhrort Ausdruck verliehen. Erklärungen Krassins zum Sicherheitspakt. Paris, 7. Aug. (WTB. Durch Funkspruch.) Der Sowjetbotschafter Krassin betonte Pressevertretern gegenüber, daß er die Nachrichten gewisser srcuizösischer und ausländischer Blätter, nach denen die oorojetregierung Gewehre an Abd el Krim gesandt habe und die Rifleute finanziell u n t c r ft ü t) c n läßt, amtlich und in der entschiedensten Form für vollkommen unbegrün - d e t erklären könne. Die Regierung unterhalte keinerlei Beziehungen zii den Marokkanern. Ebenso seien die Vorwürfe gegen die Sowjetregierung wegen ihrer Haltung in der Frage des Sicherheits- Paktes unbegründet. Die Sowjetregierung wolle weder, noch könnte sie einen Druck auf die Entschließungen Deutschlands ausüden. Immerhin betrachte die Sowjetunion derartige Versuche, den Frieden zu befestigen, nicht mit übertriebener Sympathie. In allen Kreisen der Bevölkerung strebe man danach, freundschaftliche Beziehungen mit allen Völkern wieder anznknüpfen, besonders mit Frankreich, lieber die Schuldenfrage erklärte Krassin, daß die Verhandlungen einen guten Verlauf nähmen. Deutsche Arbeitskräfte statt Sachlieferungen. Ern französischer Vorschlag. Paris, 6. Aug. (TU.) Rach dem „Iournal" hat Arbeitsminister Laval die zuständigen Stellen beauftragt, ein „rationelles Sachlieferungsprogramm" auszuarbeiten. Der Arbeitsminister sei zu der Lleberzeugung gekommen, daß aus national-wirtschaftlichen Gründen allein die Heranziehung deutscher Arbeitskräfte zu empfehlen sei, von der Einfuhrdeutscher Waren und Güter auf Grund des Sachlieferungsprogrammes dagegen möglichst abgesehen werden müsse. Besonders bei der Bestellung von Eisenbahnwagen habe sich heraus- gestellt, daß die nationale französische Industrie zu sehr benachteiligt werde. Rur die Einfuhr von Teer und Pflastersteinen sei günstig für Frankreich. Die Direktion für Wege- und Brückenbau habe deshalb eine große Bestellung von Teer und Pflastersteinen angefordert. Im übrigen sei die Ausführung folgender Arbeiten durch deutsche Arbeitskräfte vorgesehen: 1. Die Trockenlegung eines Zugangskanals bei L e Havre, 2. die Ablenkung des A i s n e - Kanals bei Bethune, 3. die Instandsetzung des Rhein-Rhone- und Elsässischen Kanals. Der Handelsminister werde ebenfalls eine Liste der Arbeiten aufstellen lassen, für die sich die Heranziehung deutscher Arbeitskräfte empfehle. Die ttntsrdrückung der deutschen Presse in Südtiro!. Bozen, 6. August. (TL1.) Die führende deutsche Tageszeitung in Deutsch-Südtirol „Der Lanosmann" in Bozen wurde vom italienischen Präfekten zum zweiten Male verwarnt. Die dritte Verwarnung ist in den nächsten Tagen zu erwarten. Sie bedeute die endgültige Einstellung des Blattes. Das Dekret des Präfekten begründet die Verwarnung damit, daß die genannte Zeitung fortfährt, jede Gelegenheit zu benutzen, um Mißtrauen und Haß in der fremdsprachlichen Bevölkerung zu erwecken und die Verbrüderung der beiden Rassen zu verhindern. Wer den „Lands- marm“ kennt, der weiß, daß er entsprechend der sachlichen Art des deutschen Südtiroler Volkstums immer sachliche Politik getrieben hat und vor allem bei der Kritik des italienischen Vorgehens in Südtirol die äußerste Zurückhal- fi! Jen feam mitt' heani ur sorgen, daß sie Lebensmittel erhält. Ich bin bezeugt, daß, wenn die Zeit kommen sollte, wo die Gesamtheit, von der vollen Macht der hinter ihr stehenden Regierung gestützt, sich selbst zu schützen hat, sie dies tun wird, und die Antwort, die das Gemeinwesen erteilen wird, wird die Kräfte der Anarchie in der ganzen Welt in Erstaunen setzen. (Beifall bei den Konservativen, zornige Rufe bei der Arbeiterpartei.) Ich sage dies lediglich als Warnung. Ich weiß, daß ich nur ausdrücke, was die allgemein verbreitete lleberzeugung der überwiegenden Mehrheit des großen freien Volkes ist, das dieses Land bewohnt. Hierauf ergriff Maodonald das Wort. Er sagte: Ich bedauere tief die Schlußsätze der Rede des Premierministers. In keinem Lande hat es je eine Anarchie gegeben, wenn sie nicht durch eine schwache reaktionäre Regierung herbeigeführt wurde. Die Regierung hat sich mit der Rolle des Zuschauers begnügt, bis die Arbeitgeber im Iuli das Lohnabkommen kündigten. Das Ergebnis der Kündigung war, daß sich die öffentliche Meinung in bemerkenswertester Weise gegen die Bergwerks- bescher zusammenscharte. Die Arbeiterverbände haben gewußt, daß nach einer Riederlage der Bergleute sie auch den Forderungen der anderen Arbeitgeber hätten weichen müssen. Wenn es in der Industrie Frieden geben soll, so muh die Gesellschaft ihre Pflicht gegenüber der Industrie erfüllen. Äoyd George l er im Laufe seiner Rede häufig von Mitgliedern der Arbeiterpartei mit ironischen Zurufen unterbrochen wurde, sagte: Baldwin habe sehr geschickt gesprochen, aber feine Handlungsweise nicht gerechtfertigt. Er wolle die Regierung fragen, ob sie sich einbilde, daß es möglich fern werde, die vorgeschlagene Garantie für den Bergbau im nächsten Mai fallen zu lassen. Die geplante Llntersuchung werde auf nichts anderes hinaus- laufen als auf die Anempfehlung eines gründlichen Wiederaufbaues der Kohlenindustrie. Ein fbldjer Wiederaufbau werde eine Vereinheitlichung und Verschmelzung erfordern, die Zeit beanspruche. Es werde unmöglich fein, die Früchte dieser Maßnahmen bereits im Mai zu ernten. Es hätte bei Gewährung der Beihilfe zur Bedingung gemacht werden müssen, daß eine solche Vereinheitlichung erfolge, die die Ausgaben vermindert. Eine uferlose ungeschränkte Garantierung bedeute für beide Teile den Anreiz, sich nicht zu beeilen. Die Arbeitgeber hätten nichts zu tun, als ihre Rechnungen einzuschicken. Es fei keine Vorsorge getroffen worden, dem Schatzkanzler eine wirkliche Kontrolle zu ermöglichen. Der abgeschlossene Handel laufe auf eine Rationalisierung mit Regierungsgarantie hinaus, aber ohne jede Kontrolle. Die Demokratie fei dem Tode geweiht, wenn sie vor dem von irgendeiner Minderheit ausgeübten Zwang kapituliere. Das Unterhaus nahm dann die Vorlage auf Llnterstützung des Kohlenbergbaus mit 351 gegen 16 Stimmen an. Die Minderheit von 16 Stimmen seht sich aus 13 Liberalen, 2 Konservativen und 1 Mitglied der Arbeiterpartei zusammen. Boykott deutscher Waren Die englischen Arbeiter gegen die deutsche Konkurrenz. London, 7. Aug. (£11.) Der Vorstand ■:4 Sch Hie Wr t>t>n 1 CtfffK mein1 futz M • N. bamal h--u< int i HM Peri Les Aus aller Welt. Dr. Eckener über die Zeppelinpolarexpeditiou. Vor Pressevertretern machte Dr. Eckener Mitteilung über den Plan einer Luftschiff- ex p e di t i on nach dem Pvlargebiet. Dr. Eckener wies vor allem darauf hin, daß die Polarexpedition mit dem Luftschiff den Beweis für feine umfaf s ende Verwendungsfähigkeit im internationalen Verkehr erbringen soll, da die Amerikafahrt des Z. R. 3 der Welt offenbar noch nicht genüge. Das Polarluftschiff müsse deutschen Ursprungs fein und deutsches Eigentum bleiben, denn die Luftschiffahrt sei eine Erfindung deutschen Geistes. Rur die wissenschaftliche Gesellschaft, die die Polarexpedition durchführt, müsse international zusammengesetzt sein, damit von einem unparteiischen Gremium festgestellt werde, daß es sich um ein wissenschaftliches Unternehmen handelt. Rach elfjähriger Gefangenschaft zurückgekehrt. Nach elfjähriger Gefangenschaft ist vor kurzem der Bildhauer C o n s aus russischer Gefangenschaft nach Bonn zurückgekehrt. Er war am 14. 8. 1914 in Rußland verwundet worden und wurde nach seiner Wiederherstellung zu Arbeiten verwendet. Nach mehrfachen vergeblichen Fluchtversuchen ge- Keine Friedensaussichten in Marokko. Tanger, 8. Aug. („Times-.) Rachdrm Abd el Krim die Hauptpunkte der fanzösisch» spanischen Friedenöbedingungen befanntgegeben sind, ist der nächste Schritt von seilen Abd el Krims zu erwarten. Man nimmt an, baß dieser nach st e Schritt auf dem Schlachtfeld e und nicht am Diplomatentisch erfolgen ausländischer Erzeugnisse zum Rächtet l der englischen Induftrie. Es wurde beschlossen, bei der Arbeiterschaft darauf hin- zuwirken, alle emgeführten Waren, die unter • schlechteren Arbeitsbedingungen als in England Produziert würden, zu boykottieren. Die- t ser Beschluß richtet sich vor allem gegen _. Deutschland, da die englische Arbeiterpartei ' der Ansicht ist. daß Deutschland infolge niebri- , gerer Löhne und schlechterer Arbeitsbedingungen ' billiger produzieren könne als die eng» t lifchen Unternehmungen. Der Boykott soll nur dann in Kraft treten, wenn die Möglichkeit besteht. dieselbe Ware anderweitig zu beschaffen. Der Boykott soll auch über die Waren der Länder verhängt werden, in denen die Arbeiter eine längere Arbeitszeit haben als im Washingtoner Abkommen vorgesehen fei. Einigungsvorschlag für den Finanzausgleich. Berlin, 7. Aug. (Priv.-Tel.) Der „Lokal- Anzeiger" meldet: Die gestrigen Besprechungen zwischen dem Reichskanzler, dem Reichsfinanzminister und den Führern der Regierungsparteien über die Frage des Finanzausgleichs haben zu folgendem Ergebnis gesühtt: Es bleibt bei den 75 Proz. Aeberweisungsquole aus dec Einkommen- und der körperschaftssteuer sowie bei den 30 Proz. Ueberweisungsquote aus der Umsatzsteuer an die Länder. Die Gesamtgarantie, die das Reich übernimmt, beläuft sich auf 2100 Millionen. Innerhalb dieser Summe wird eine besondere Garantie von 450 Millionen für die Umsatzsteuer übernommen, die sich auch noch e r - höhen kann. Aus Kreisen des Reichsrats verlautet, daß eine derartige Basis für die Länder, mit Ausnahme Bayerns, voraussichtlich annehmbar fei. Zentrum und Kabinett Luther. Berlin, 7. Aug. (TU.) Zu der Frage der Neubesetzung des Reichsministeriums für die besetzten Gebiete nimmt der Vorstand der Zentrumsfraktion in einer von der „Germania" veröffentlichten Erklärung Stellung. Es heißt darin: Irgendein Zusammenhang zwischen dieser Frage und der rein sachlichen Einstellung der Fraktion zu den großen Gesetzesvorlagen der Reichsregierung besteht nicht und hat niemals bestanden. Die Stellung der Zentrumsfraktion zur Regierung Luther wird sich auch weiterhin nach rein sachlichen Gesichtspunkten bestimmen. Die Fraktion unterstützt als staatserhaltende Partei die Außen- und Innenpolitik der Reichsregierung, solange diese in der politischen Linie des Zentrums liegt. Die Fraktion erachtet die Entscheidung über die hauptamtliche Besetzung des Rheinministeriums als zur Zeit nicht dringlich. Die Sicherheitsdebatte. Der Meinungsaustausch über die Antwort an Deutschland. Paris, 7. Aug. (Wolff, Funkspruch.) Aach übeteinftimrnenben Informationen der Morgen- Presse wird Dandervelde vorläufig nicht nach London reifen. Er befinde sich augenblicklich in einem Bade zur Erholung, werde aber, sobald sein Gesundheitszustand es zulasse, nach London fahren. Wie weiter bestätigt wird, werden nur Berthelot und die juristischen Sachverständigen Leger und Frornageot Briand begleiten, so daß also nur das Eicherheitsprvblem zur Sprache komme. Rach dem „Petit Iournal" ist der französische Antwortentwurf fertiggestellt. Lieber oen Inhalt sei zwar nichts bekannt, es stehe aber fest, daß Briand in zwei Punkten nicht uachgeben werde: in der bedingungslosen Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund und in der Zulässigkeit eines französischen Eingriffes zugunsten Polens und der Tschechoslowakei im Falle eines deutschen Liebergriffes. Wenn Briand die Zustimmung Chamberlains zu dem Antwortentwurf erhalten habe, werde der Quai d'Orsay noch in einen Meinungsaustausch mit Belgien. Italien und Iapan eintreten und gleichzeitig auch Polen und die Tschechoslowakei auf dem laufenden halten Erst nach Abschluß dieses Meinungsaustausches werde die fran- zösische Antwortnote der Reichsregierimg zugestellt. Der deutsche Botschafter bei Briand. Paris, 7. Aug. (LL1.) Die gestrige Llnter- redung Driands mit dem deutschen Botschafter von Hoesch, steht mit der bevorstehenden Abreise Driands nach London im Zusammenhänge. Der Außemninister legte Wert darauf, vor feiner Aussprache mit Chamberlain durch den deutschen Botschafter noch einige ergänzende Angaben über die Stell- lungnqhme Deutschlands zu erhalten. Herr von Hoesch habe bei der Llnterredung auch Aus Stadt und Laud. Gießen, den 7. August i?23. : Der Rettungsdienst beim Tur » f e st wurde, wie bereits bekannt, der F r e i w i l * ligen Sanitätskolonne übertragen. Die Aufgabe war nicht leicht, galt es doch an manchen Tagen eine Anzahl auseinanderliegender Wachen mit geschulten Kräften zu bejeyen und gleichzeitig für eventuelle größere Inanspruchnahme die nötigen Reserven zur Hand zu haben. Heute kann man sagen, daß sich die Organisation sehr gut bewährt hat und allen Anforderungen gerecht geworden ist. Von ben Aerzte n war ein Bereitschaf.sdienst auf dem Festplatz eingerichtet, so daß bei ernsten Fällen sofort sachkundige Hilfe zur Stelle war. Für evll. UnfäUc bei Frauen hatten' sich in dankenswerter Weise eine Anzahl Schwestern vom Roten Kreuz der Kolonne zur Verfügung gestellt und es mangelte auch diesen nicht an Arbeit, nahmen doch insgesamt auf den verschiedenen Wachen über 400 Personen die „Erste Hilfe" in Anspruch. Zu allem Glück ereignete sich, außer einem bereits gemeldeten Fall, keine weiteren ernsten Unfälle. Eine Anzahl nicht gefährlicher Verletzte mußten abtransportiert wer- den. Dabei machte sich der Mangel eines eigenen Krankenkraftwagens der Kolonne recht? fühlbar. In dankenswerter Weise hatte die Firma Otto Göbel für Notfälle einen Kraftwagen zur Verfügung gestellt, der auch in einigejt Fällen gute Dienste tat. ** Deutsch-amerikanische Sänger in Bad-Rauhei m. Der Beethoven-Männer- chor aitS Reuyork gibt am Samstag, dem 8. Aug., nachmittags von 4,15 bis 6 LIhr mit dem staatlichen Kurorchester ein Sonderkonzert. Der Beet- Hoven-Männerchor ist ein alter, 1859 gegründeter, deutsch-amerikanischer Verein, der Berlin, Leipzig. Eisenach, Rümberg, München, Stuttgart, Heidelberg, Darmstadt. Mainz, Wiesbaden und Frankfurt a. M. besucht und aller Orten einen begeisterten Empfang gefunden hat. Räheres siehe heutige Anzeige. v* „Der letzte Mann" mit Emil Ian* nings, ein Film, der nicht nur in Deutschland, sondern auch besonders in Amerika ungeheuren Erfolg gehabt hat, läuft in dieser Svielwoche in dem Lichtspielhaus Bahnhofstraße. Was diesen Film wertvoll macht, ist die Besetzung der Titelrolle mit Iannings, einem Darsteller großen Formates, der feinen Augenblick im Stich läßt, vielmehr eine lückenlose, fabelhaft intensive künstlerische Leistung hinstellt. Was diesen Film interessant macht, ist die erfreuliche Ehrlichkeit im Aufbau: Vollkommen harmlos läuft ein völlig belangloses Geschehen (durch Iannings Darstellung in den Mittelpunkt des Interesses gerückt) bis zum belanglosen Ende. Da springt der Autor ein: Textunterbrechung der Bilder, der letzte Mann des Atlantic-Hotel wird Milliardärserbe. (Moral: „Die Letzten werden die Ersten fein.“ Es lebe der Kitsch! Hoch Amerika!!) Lind als erster Mann, von Dienern und Direktoren begrüßt, verläßt er die Stätte, an der ihm Stolz und Freude. Schimpf und Demütigung ein Leben lang blühten. Der Film ist unbedingt zu empfehlen. — Vorher läuft ein Streifen, bei dessen Darstellung sich gleichfalls prominente Berliner Schauspieler beteiligt haben. Die Schluhpointe ist so frappierend, daß es Spaßverderber sein hieße, sie zu verraten. Landkreis Girren. L Wieseck, 7. Aug. Einen erfreulichen Rückgang weisen die Erwerbslvsenzif- f er n für unsere Gemeinde im Monat Iuli gegenüber dem Vormonat auf. Allerdings muß gleich hinzugefügt werden, daß die Freude kaum von langer Dauer sein dürfte. Auch in unserer Gegend wird sich in kurzer Zeit die schwere Krise in der Metall-, Erz - und Kohlenindustrie, wo gegenwärtig zu umfangreichen Arbeiterentlassungen geschritten wird, bemerkbar machen. Weiter wird die in Aussicht stehende und vom Reichstag bereits beschlossene starke steuerliche Belastung des Tabaks in ganz kurzer Zeit ihre Schatten vorauswerfen und infolge des durch die zu erwartenden hohen Preise bedingten Rückgangs des Konsums zu. größeren Arbeiterentlassungen, vielleicht auch zu Betriebsstillegungen in der Tabakindustrie führen. Beide Momente spielen stark in das Leben unserer Gemeinde hinein und sind nicht geeignet, für die nahe Zukunft rosige Gedanken zu erwecken. Mußten noch im Monat Iuni an den fünf Stichtagen insgesamt 106 Erwerbslose mit 158 Zuschlagsempfängern unterstützt werden, so waren es im Iuli an ebenfalls fünf Stichtagen 77 Erwerbslose mit 83 Zuschlagsempfängern. Die einzelnen Stichtage im Iuli ergaben folgendes Bild: Am 1. Iuli wurden 22 männliche, 0 weibliche Erwerbslose und 13 Ehefrauen und 12 Kinder als Zuschlagsempfänger gezählt. Am 7. Iuli 17 männliche, 0 weibliche (SrtoerbSlofe und 9 Ehefrauen und 10 Kinder als Zuschlagsempfänger, am 14. Iuli 15 männliche. 0 weibliche Erwerbslose und 9 E hefrauen und 10 Kinder als Zuschlagsempfänger, am 21. Iuli 10 männliche, 2 weibliche Erwerbslose und 6 Ehefrauen und 4 Kinder als Zuschlagsempfänger, am 31. Iuli 9 männliche, 2 weibliche Erwerbslose und 6 Ehefrauen und 4 Kinder als Zuschlagsempfänger. — In der Sozialfürsorge mußten 60 Sozialrentner und 21 Kleinrentner unterstützt werden, hier betrugen die Ziffern im Vormonat 59 bzw. 21. * Garbenteich. 5. Aug. Am Sonntag, 9. August, wird in Garbenteich das Dekanats- Missionsfest des Dekanats Gießen gefeiert. Der Festgottesdienst beginnt um 2 Llhr. die Festpredigt hält Herr Pfarrer Schultheis von Großen-Linden. In der Rachversammlung um 4 Llhr wird u. a. Herr Missionar Gl ö ckel- Bad Homburg, früher längere Zeit in Kamerun tätig, zu der Gemeinde reden. Verschiedene Ge- sangschöre und der Posaunenchor von Klein- Linden haben ihre Mitwirkung zugesagt. Bei gutem Wetter findet die ganze Feier, zu der nochmals herzlich eingeladen sei. an einem schönen Platz im Freien statt. Die beiden Züge 12.35 ab Hungen (Garbenteich 1.05) und 1.43 ab Gießen ermöglichen ein bequemes Kommen. Kveis Schotten. Schotten. 6. Aug. Der dritte Tag unseres Sommermarktes, der Krämermarkt am Mittwoch, war so verregnet, daß die anwesenden Verkaufs-, Schaubuden und sonstige Vergnügungsetablissements zum großen Teil nicht auf ihre Rechnung kamen. Der Stadtvorstand entschloß sich aus bi cf em Grunde, am heutigen Donnerstag nochmals Krämermarkt abzuhalten. O Schotten, 6. Aug Bei der am 6. August abgehaltenen öffentlichen Kreisaus- s chußsitzung wurde die Bürgermei st erwähl von Feldkrücken für ungültig erklär^ utte tz. s Len r. 3 i e n ft l U?‘' ?23 >!. b°b^»L S*Ä~ 'LLxZr jj 'n-sR bereits ©lutf f, 'solle. (fSS fan "%?.*’ ftSÄtg k einen 9rnu2*e umna l-h in ei^tzn> zur HC4 'wallen flule DAZU :tcin, der o»A"Mklrr, %». **• ta."®£“ Ä."" "üt M 3tv ft :?¥?“ Wkw finR A bvieldvche JHofftrafie. Das bu- die Deletzung btt ■ einem Sarfttflet großen luflenblid im Stich £ _!^Ml Mtensire fünft- ent. Das dielen Alm -e erfreuliche Shrlichfnr harmlos läuft ein völlig >urch Jamtings Sarftel- Les Interesses getüdtl \ Do springt der Autor der Alder. Ser lebte l wird MtlliarSärserke den die Ersten sein." Ei letifaü) Und olfi echet nd Direktoren begrüßt, an der ihm Stolz und Demütigung ein Leben n ist unbedingt zu emp- : ein Streifen, bei dessen alls prominente Berliner haben. Die Schluhpointe > es Lpahverderber sein s &hüen. Einen erfreulichen SrtoerbSivsenzis- .einbe im Monat Juli ,at aus. Merdings mub en, dah die Freude kam dürste. Auch in unserer kurzer Zeit die schwere Erz- und Kohlen- ttnärtig zu umfangreichen -schritten wird, bemerloar die in Aussicht stehend ereits beschlossene flri )es Sa bat 9 in M tten vorauswerfen unb au erwartenden dopen angs des Konsums zu Lingen, vielleicht auch der Tabakindustne süh' ielen stark in das Leven und sind nicht geeignet, tge Gedanken zu erw^ ’at Surä » « 06 Erwerbslose mtl» ls fünf Sttchtagen 2r üagsempfängern. Dte em 22 männliche. 0 °^ S5« » 17 Jj-TÄ V-g- 5. Dekanats- Llbenletch öa8 ,irt Her :rr WtwW Sei«. riadensst- 12^ Die M 105) und^ mesA^ Schotte«- üc jag * «■ s K'b' WS WB Rundfunk-Programm 4 7473a IWarktstraBe 34. I Besonders preiswertes Angebot! — ... • r~x , ... _ I T i l _!11 M AA !✓ 1— — C nk «-»van 4 AA Fruian H-jlhcfhii f7P n J Frauen- Halbschürzen 1.35 Damen.Untertaillen n Qfi Mako-Batist, mitKlöppeleinsatz X.fll und Spitze.............. 3.75 Prinzeßröcke Damen-Hemdhosen ö Cfl solide Qualität, mit Klöppelein- iJ.uU satz und Spitze .......390, weww Dam.Nachthemden fl QC fester Kretonne mit Feston. . . ■■•WW 5.90 1.35 ein festliches ©cttxxnb; zahlreich mar von auswärts, auch von den Rie- Qlm 1. Aug. fand ein DcgrüßungS- der den holländischen Gästen zweite Festtag brachte einen Fest- Stadt trug der Besuch verlanden, abend statt, galt. Der Kinder-Socken in allen Größen die wir besonders preiswert verkaufen Kunstseide, in aparten Farben Schlupfhosen Baumwolle, mit verstärktem Zwickel, in vielen Farben, . . Zentrale: Frankfurt a. IN des Frankfurter SenderS. (Aus der .Radio-Umschau".) Samstag. S. August. Uhr? Wirtschaftsweldungen. 1.20 Uhr: Nachrichtendienst. 4.30—6 Uhr: Nachmittagskonzert des Jugendstunde: Aus „Gockel, Hinkel und (Barfclcia" von Clemens Brentano. 6 Uhr: Wirtschaftsmeldun- gen. 6.30—7 Uhr: Briefkasten. 7—7.30 Uhr: Aus Historie und Fantasie. 7.30—8 Uhr: Stenographin scher Fortbildungskurfus für alle Systeme (Diktat von 80 Silben aufwärts). — Anfragen sind zu richten an Herrn Arthur Peterwitz, 5)aibeftr. 132. für Volksbildung. — Dortrag von Herrn Rektor (9rupc: „Naturkundliche Wanderungen im Frank- furter Stadtgebiet". 8.30—9.30 Uhr: „Was der Tag mir zuträgt". (Aus Peter Altenbergs Werken). 9.30 Uhr: Nachrichtendienst. Wettermeldung. 9.35 Uhr: Die Spätankündigung: „Die Zeit ist aus den Fugen!" 9.45 Uhr: Sportfunkdienst. 9.56 Uhr: Drei Minuten der Hausfrau. 10—11 Uhr: Zigeu- nermusik der Kapelle Kiraly. Damen-Hemden 4 QE festes Hemdentuch, mit Feston I elel und Träger..........1-75. Damen-Hemdhosen fi Qft prima Kretonne, mit Hohlsaum £_ „flU und Träger..............eBBWW gestreift und Siamosen, extra preiswert.............. Schlupfhosen Kunstseide, mit verstärktem Zwickel, prächtige Farben . . . Ballyu. Mercedes Schuhe Alleinverkauf: Schuhhaus Benner Hessen-Nassau. fvd. 2Ziebertoalgern. 6. 3ug. Der BahnmcistEr Äuppe afi in seinem Garten Ä i r scheu. In einer Kirsche fiedte eine Wespe, die den Unglücklichen fo heftig stach daß er unter gräßlichen Schmerzen verstarb. bl. Haiger. 5. 21ug. Die Stadtverordneten beschlossen in ihrer jüngsten Sitzung einen Staffeltarif deS Dasvreise- für Großabnehmer. der gegenüber dem Verbrauch der Älcinabncftmcr eine Herabminderung Vorsicht. — Hm der Wohnungsnot zu steuern wurden die Mittel zur Errichtung zweier ZweifamUien- haufer bereitgestellt — Zur Anschaffung einer Motorspritze wurde die Aufnahme eines Darlehens von 3500 Mark beschlossen Die Krankenhauspflcgesätze erfuhren eine Erhöhung. — Die Hauptstraße soll teilweise umgcpHaftert werden, wozu man die notwendigen Mittel bereitstellte. bl. Dillenburg. 5. Aug. Die schlechte Verbindung nach den Rachbargebieten machte eS immer dringender erforderlich, ein Verkehrs- mittefc zu schaffen, daS diesem Hebelstand ab- hilft. So stehen Autobuslinien in Aussicht. 3n Bälde kann mit der Eröffnung einer solchen von hier nach Laasphe gerechnet werden. deren Finanzierung dem Dilllreis und Kreis QBitlgcnflexn obliegt. Die Stadt Haiger versucht Autoverbindungen nach dem TOeftertoalb und dem Siegtal zu erhalten. Wertere Linien sollen je nach dem Bedürfnis eingerichtet werden. — bl. Dillenburg, 5. Aug. 3n den Tagen vom 1. bis 3. August, fand in unfern Mauern das Heimatfest tn Verbindung mit der 50. Iahrfeier des Wilhelmsturmes statt. Die Hüftenhalter u. Reformleibchen in aUen Weiten auf genommen: Bert-Wäsche man»' Mannheim unb Mainzer 9L6L 03 einen warfen Kampf bis 100 Meter vor dem Ziel. Hier gelang es her „Hassia'-Mannschast, die Führung zu übernehmen und ein sicheres Rennen nach Hause zu rudern. Damit ist auch der Preis, der zweimal in der Reihenfolge w gewinnen war, endgültig Inden Besitz des Derein» übergegangen. Mannheim süddeutscher Wasserballmeifter. 3n Mannheim trafen sich im Entscheidungsspiel um die süddeutsche Meisterschaft der SD. Mannheim und der vorjährige Sieger Bayern 07-Num berg. Die Mannheimer waren ihren Gegnern stets überlegen. Zahlreiche Tore liehen sie dagegen aus, so daß das Resultat sich auf p.l Halbzeit 1:1 stellte. Weißmüller gewinnt die amerikanisch Meisterschaft. Bei der Austragung der amerikanischen Meisterschaften gelang es Weißmüller über 880 ^arb» den Titel an sich zu bringen. Er siegte vor (Hanen und Stevenson. Buntes Allerlei. Die Bezwingung eines Alpengipfels. Sin Gipfel der Alpen, der bisher noch nicht von einem menschlichen Fuß betreten war. ist jetzt durch einen kühnen Bergführer bezwungen worden. Es ist der Doigt de Letala in der Rahe von Ehamounix. ein Gipfel von etwa 3000 Bieter, dessen Spitze eine aufrecht stehende Vadel von etwa 50 Meter darstellt, die an einzelnen Stellen überhängt. Sine Gesellschaft, die von den Bergsteigern Couttet Champion und Eouttet Moussoar geführt, stieg bis zu dieser nie bezwungenen Spitze empor. AuS einer Entfernung von etwa 15 Meter gelang es Champion, eine Seil schlinge über den höchsten Punkt zu wersen. Don seinem Gefährten unterstützt, erneuerte er das Ziel gegen 4 Uhr nachmittags und hatte gerade noch Zeil, eine Heine Fahne auf der Spitze aufzupflanzen, bevor ein Hagel- und Sdmechurm die un- erschrockenen Bergsteiger zwang. Schutz zu suchen. Der Aashorndogel. Gin sotrderbarer Gatte ist der Rashom- vogel. Aach der Hochzeit mauert er nämlich seine Liebste ohne viel Umstände in ein Aest ein. das er mit seinem Speichel nebst Lehm. Futterresten usw. aufbaut, so daß die Gattin schließlich nur noch mit ihrem gewaltigen Schnab l herauS- schaut. Da sitzt sie dann geduldig auf ihrem einzigen Ei und brütet unentwegt, bis der Spröß- ling ausgekrochen ist. Der Gatte aber, der sie so rücksichtslos cinferfertc, wird dabei selbstlos und füttert sie mit größtem Eifer und Aufopferung, und zwar in einer sehr auffallenden Weise. Gr bereitet nämlich aus einer Absonderung des Kropfes, gemengt mit Samenkörnern, Sutter- resten, Teilen von Insekten, Reptilien usw. Kugeln, die er wieder berauftoürgt und der Gattin darbietet. Sie nimmt die offenbar für sie sehr ledere Gabe gern an und wird unter der s org- famen Pflege des Herrn Gemahls dick und fett: dieser aber magert in demselben Maste ab und ist am Ende der Brutzeit recht erbärmlich an^u- sehen. Diese sonderbare Kerterhaft deS Weibchens während des Brütens mag vielleicht damit zusammenhängen, dah das Gi zur Entwicklung des jungen Bogels eine sehr gleichmäßige TB arme nötig hat, so daß daS TD ei heben gar nicht in Versuchung kommen darf, sich vom Aest zu entfernen. gottesdienst. Festakt am IDrlhelmsturm, Konzert und Beleuchtung deS Schlohberges. Am Montag wurden die Fererlic^eiten mit einer Festveranstaltung geschlossen. Das Hauptereignis waren Festzug und Festspiele. Der historische Festzug, welcher in 14 Gruppen Bilder aus dem Leben Wilhelms von Oranien brachte, durchzog am Montag vormittag unser Städtchen. Das Festspiel ^Wilhelmus von Aassauen" wurde ver- schiedenemal aufgeführt und verlieh dem Ganzen ein besonderes (Schräge. Weitere Ausführungen finden diese Woche noch statt. Das gesamte Heimatfest war ein voller Erfolg für den Historischen Verein und die Teilnehmer werden noch lange an die Tage zurückdenken. fpd. Frankfurt a. M-, 6. Aug. Unter den in Zügen und Bahnhöfen der Reichsbahn gefundenen Gegenständen befanben sich neuerdings auch sieben Eisenbahn-Frei- fahrkarten. Ein Landtagsabgeordneter, fünf Reichstagsmitglieder und ein Mitglied des vorläufigen Relchswirtschaftsrates haben ihre für alle Strecken der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft gültigen Fahrkarten verloren. fpd. Hersfeld, 6. Aug. Einem hiesigen Schuhwarenhändler ging beim Abstieg von einer Zagdkanzel im Forstrevier Kathus das ungesicherte Gewehr los. Die ganze Ladung Drang dem Mann in Brust und Hals und tötete ihn auf der Stelle. — Wie man hort, soll im September d. 3. bae> Denkmal für die gefallenen hessischen Forst- beamten bei Schotten eingeweiht werden. Ss wird mit einer Beteiligung von 1000 Forst- beamten gerechnet. Kreis Alsfeld. !•! Aus dem Kreise Alsfeld, 6. Aua. Schulhausbauten im KreiseAls seid. Die größte Sorgfalt hat die Kreisbaubehörde schon feit etwa 20 Jahren auf die Errichtung non hygieniich einwandfreien Schulhäusern mit schmucken äußeren Formen und praktischer 3nnen- einrichlung verwendet. Die meisten der 83 Gemeinden — mindesten- zwei Drittel — sind im Besitze solcher zeitgemäßen Gebäude. So wurden furj vor dem Kriege in Ohmes. Atzenhain, Elpenrod, (llsdors, Flensungen, Storndors, Hain- t-ad). Aieder-Ofleiden. Billertshausen, Heidel- lach. Ober-Breidenbach neue Schulhäuser erbaut. DaS Realschulgebäude in Alsfeld ist ebenfalls damals neu entstanden. Das ersteneue Schulhaus nach dem Kriege hat Rupperten- rod erbaut. 3n Lehnheim steht der Aeubau jetzt im Rohbau da. Ein gröberes SchulhauS soll in Homberg erbaut werden. 3n Grcchselda und -BernSfeld sind neue Schulhausbauten dringendes Bedürfnis. KreiS Lauterbach. !•’ Lauterbach, 6 Aug. 3n den letzten Jahren hat seitens der Stadt eine rege Bautätigkeit eingesetzt, um der Wohnungsnot entschieden zu Leibe zu gehen. So sind jeht acht Zweizimmerwohnungen als Arbeiterwohnungen im Dau. sie sollen bis 1. September bezogen werden Die Baukosten einer Wohnung stellen sich auf 5 000 Mark. Außerdem befindet sich ein großes Doppelhaus für sechs Familien — Dierzimmerwohnungen — im Dau, cfl wird voraussichtlich am 1. Aovember beziehbar. Da das Gebäude etwa 65- bis 70 000 Mk. kosten wird, so stellen sich die Baukosten für eine Vierzimmerwohnung auf rund 11 000 Mk. Die Heimstättenbaugesellschaft hat von 1918 bis heute mit Hilfe der Stadt etwa 40 Wohnungen erbaut. Um auch den Privatwohnungs- bau zu fördern, arbeitet die Stadt an neuen Straften; Wasserleitung und Kanalisation sind bereits gelegt, und der Straßenbau selbst ist für den Winter zu AotstandSarbeiten vorgesehen. 3m Lause des Jahres sollen im Anschluß an Die vorjährigen großen Pflasterungen der Hauptstrafte und des Marktplatzes die Stcm- strafte und die Hintergasse gepflastert werden. Auch für eine mehr als ausreichende Wasserversorgung hat die Stadwerwaltung gesorgt, mit einem Kostenaufwand von 25 000 Mark wurde die Hahnenteichquelle bei Dirlammen der städtischen Wasserleitung zugeführt. Don einer Was- fernst, wie sie im Vogelsberg herrscht, weiß Lauterbach nichts mehr. Kreis Metzlar. Turnen, Sport und Spiel. Der deutsche Segelflugsport. Don Hauptmann a. D. Schreiber. 3n diesen Tagen begann Der 6. Rhön- Segelflug-Wettbewerb, dessen AuSgang auch insofern von Bedeutung ist, als der Wettbewerb die Entwicklung kennzeichnen soll, die der Deutsche Segelflugsport im Jahre 1925 genommen hat. Allerdings bildet Der Rhön-Wettbewerb nicht die einzige diesjährige Segelflugveranstaltung größten Stils, Die Cntwicklungslinie kennzeichnet nicht minder .Rossitten". Die Reihe der deutschen flugsportlichen Ereignisse des 3ahres 1925 eröffnete der 3. Deutsche Küstensegelflug-Wettbewerb, der vom 2. bis 17. Mai inRos sitten durch den Ostpreußischen Verein für Luftfahrt, Äönigäberg, veranstaltet wurde und mit seinen über 400 reinen Segel- flügcn während dieser 3eit einen vollen Erfolg bedeutet. Besonders zeigten sich unsere 3ung- fegelflieger von ihrer besten Seite. Fuchs, dem der Seaelslugspori bereits so außerordentlich viel verdankt, versuchte gleich am ersten Tage auf dem „Alten Dessauer" der Köthener den anfangs dieses Jahres aufgestellten Dauerweltrekord des Franzosen Thöret von 9 Stunden 12 Min. zu brechen. Leider muhte der Darmstädter nach 73 r Stunden infolge völligen Aachlassens des Ostwindes landen. Am 7. Mai legte Martens bei einem Streckenfluge auf dem .Moritz" zwischen zwei Wendemarken 33 Kilometer motorlos zurück, wobei er viermal das windarme Dünenloch bei Pilllallen hart an der litauischen Grenze überflog. Der 11. Mai, der Jahrestag des unt>cr- * Wetzlar, 6. Aug. Iagddeainn. Für den hiesigen (Koblenzer) Bezirk ist folgendes de- stimmt worden: Die Schonzeit für Rehkälber ist auf das ganze Jahr ausgedehnt, die Jagdzeit für Rebhühner und Wachteln beginnt Dienstag, 18. August. Für Birk-, Hasel- und Fasanenhühner bleibt es auch hier bei den gesetzlichen Schonzeiten. — Infolge der gesunkenen Mehlpreise ist erfreulicherweise auch der Brotpreis herabgesetzt worden. Es kostet her Drcipfundlaib anstatt 57 Pf. jetzt nur noch 55 Pf. "Don der Dill, 6. Aug. Freiwillige Feuerwehren wurden in jüngster Zeit in -Jiftlar, Klein-Altenstädten und Werdorf gegründet, rtiftcre zählt vorläufig 50 Mitglieder und wählte Schmicdcmeister Hrch. Meyer zum Kommandanten, letztere zählt 44 Mitglieder und wählte Kaufmann Albert Gombel zum Kommandanten. Starkenburg uitv Rheinhessen. 0 Darmstadt, 5. Aug. Der Württemberg i s ch e Landtag wird anfangs September Jagst f eId besuchen, um Dort eine Besichtigung deS Platzes für Die projektierte Straften- brücke über den Aeckar vorzunehmen. Wie uns mitgeteilt wird, wirD der Landtag auch Der Stadt Wimpfen einen Besuch abstatten. • Darmstadt. 6. Aug. Das Schwurgericht verurteilte den 41jährigen Blldhauer Soft. Sch. aus Mutterstadt wegenMeineidSzu 1 Jahr 6 Monaten Zuchthaus, fünfjährigem Ehrverlust und dauernder CideSunfähigkeit. Er hatte in einem Shescheidungsprozeft einen Falscheid geleistet. — Vor einigen Tagen stürzte in Heppenheim (Bergstraße) der Landwirt Aik. Dorn vom Scheuerbvden ab. Er ist jetzt seinen schweren Verletzungen erlegen. fpd Offenbach. 6. Aug. In der Offenbacher Portland-Zementfabrik entstand Mittwoch abend aus bisher nicht ermittelten Hrsachen ein Brand, Der rasch großen Umfang an nahm unD mit sämtlichen Berufs- und freiwilligen Feuerwehren der Stadt in mchr als cineinftalbftünDiger Tätigkeit bekämpft werden mußte. Der Schaden ist beträchtlich. geßltchen ReLordlluges von Schulz, wurde »um ।Rroftflugtagc erster Ordnung. Bei mittleren südöstlichen Winden, die öfters von Flauten unterbrochen waren, gelang dem Liegmtzer Seiler, der zum ersten Male 1925 schulte, auf seinem Doppelsitzer .Dl" ein Flug mir Gast von einer Stunde 23 Min. Dauer Er schus damit eine neue deutsche Spitzenleistung. Fuchs buchte an diesem Tage auf feinem Konto einen Flug von 52' < Kilometer Gcsamtflugstrecke, den er auf dem .Konsul" ebenfalls zwilchen zwei Wendemarken ausführte. Am Gchlußtoge rettete Schu l z die Ehre durch seinen auf dem Eindecker .Königin Luise" (Spann- weite 14 Meter, Länge 5 Meter und Nächen- inholt 13.5 Quadratmeter» unternommenen Aacht- flug von einer Minute 40 Sekunden Dauer über dem Predin-Derge. Diese ersten Aachtflugver- suche traten für die diesjährige Veranstaltung recht bedeutsam und sollen 1926 mit Hilfe von Scheinwerfern vom Haff aus tm großen Stile fortgesetzt werden. Mit Der s pvrtlichen und w i s s en scha s t- lichen Seite ist da- Problem der deutschen Segclflugbetoegung ketne-wcgS erschöpft. Vielmehr wurde durch Die Erfolge unserer Segelflieger auf Der Rhön und in Rossitten DaS Fundament für eine neue technische Entwicklung unseres gesamten Flugwesen- gelegt. Die volle Aufmerksamkeit wurde nunmehr der Flugzeugzelte im Interesse der Wirtschaftlichkeit der Maschinen zugewandt, in konstruktiver Hinsicht gaben Die Erfahrungen des motorlosen Fluges wertvolle Aufschlüsse und Anregungen für den Bau schwachmotoriger Luftfahrzeuge. Letzten Endes ist also die Arbeit am Segelflugzeug trotz eines fdftcinbarcn Widerspruches die Vorstufe zu einem mit Kleinmotor betriebenen, jedoch wirtschaftlichen Verkehrsmittel. Selbstverständlich muh sich unsere Motorenindustrie für den großen Rhön-Rossitten-Gedanken noch mehr, als bisher geschehen, erwärmen und unseren unentwegten Segelfliegern und bewährten Konstrukteuren Hein- pferdige Erzeugnisse zur Verfügung stellen. Der motorlofe Flug ermöglicht schließlich auch eine billigere und bessere Ausbildung zum Flugzeugführer. Besser wird dieselbe, weil sie dem Flugschüler ein feinere- Gefühl für Die Luftstruktur beibringt. Praktische Versuche haben mehrfach bewiesen, daß auf motorlosen Maschinen vorgeschulte Sungfliegcr schon nach wenigen Schulflügen auf Motorflugzeugen ihre Prüfung ablegen konnten. Hieraus ergibt sich eine erhebliche Verbilligung der sachgemäßen Ausbildung. Das Betätigungsfeld für den Rhön- Segelslug-Wettbewerb 1925"[ft groß genug. * Gersfeld. 5. Aug Aus der R h ö n herrscht Rebel und Regen. Tiefhängende Wolken umgeben die Wasscrkuppe, und wenn mal ein Sonnenstrahl erscheint, ist fein Wind da. so daß von Segelfliegen feine Rede sein kann. Trotzdem fanden gestern einzelne kurze Flüge statt. Dabei erreichte Espenlaub auf seiner Maschine Rr. 7 1650 Meter Entfernung. Am späten Abend noch segelten drei Marlensschüler. Das Befinden Dc5 am Sonntag abgestürzten Flugschülers Be- Dal l ist Den UmftänDen entsprechenD befriedig e n D. Er liegt in Fulda in einer Klinik. Alle auf Der Wasserkuppe eingetroffenen Segelflugzeuge gelangen heute restlos zur Abnahme. Die Der Russen stehen noch verpackt auf dem Bahnhof Gersfeld. Heute früh liegt die Wasserkuppe in tiefem Rebel. Cs regnet in Strömen. Gersfeld, 6. Aug. (Wolff.) Don der Wasier- kuppe wird gemeldet: Am Dienstag, 4., und Mittwoch, 5. August, wehten südwestliche Winde von 3—6 Meter Geschwindigkeit. Wenn Nebel, Wolken und Wolken es zuließen, wurde auch nur für Augen- blicke gesegelt. „Karl der Große", der neue Plan- segler der akademischen Jliegergruppe Darmstadt von 18 Quadratmeter Flächeninhalt, machte zwei längere Werkstättenflüge mit seinem 30-P. L.-Motor. Cs wurden am 4. August 12 einwandfreie Flüge ausgeführt, zumeist bei Nebel und Regenfällen, am 5. August sieben. Zur Abgabe gelangten Vorbehalt- los sechs Segelflugzeuge, mit Vorbehalt zehn, mit beschränkter Flugerlaubnis zwei, zusammen also 18 non den 69 gemeldeten Maschinen. Das Wetter heute früh ist mehr wie zweifelhaft. Rudern. Der hiesige Ruderklub „H a s s i a" weilte am 1. unb 2. Auguit d. 9. in Mannheim zur Teilnahme an der Meisterschaftsregatta des süddeutschen Rudcrverbandes. Leider hat auch dort das anhaltende Regenwetter die Der- anstaltung ungünstig beeinflußt. Die .Hassia", welche in vier Rennen startete, siegte mit der Mannschaft W. Peter, W. Eisenbach, B. Valentin, K. Rupp, Steuer: E. Noll im Gast-Vierer (Herausforde- rungspreis) in der Zeit von 6:47,6. Die Mannschaft führte vom Start ab über die ganze Bahn unb gewann leicht gegen R. El. 1903 Mainz. Dieselbe Mannschaft siegte auch im 1. Seniorvierer (Herausforderungspreis) in der sehr guten Zeit von 6: 41. In diesem Rennen lieferten sich „Hafsia" Gie- ften, Wasserspv. Ludwigshafen, Wasserspv. „Dor- Mädchen-Schürzen 4 QC Jumper-Form, bunt Satin I _ Ml Größe 40-45 ...........■•WW Damen-Schürzen fi Qfi Wiener Form, bunt Satin und Z flll Kattun................■eww Haus-Schürzen 4 QE Jumper - Form, kräftige Bia- I mosen................ ’ Knaben-Schürzen 4 flfi in gestreift und Siamosen. mit | Tasche................. Ä wtoz, .^4’ KiT< KIT ©3$ -5/7 Kasch i< KIfO [[Stellenangebote] Tücktige WeWiil-er und ein jüngerer HailblNger gesucht. , '5520 Petri, Asterweg 31. Spengler u. ZHallllteur sofort gesucht. [<*53$ Georg Lahmer Neuenweg. 40. Tüchtiger WM für Dreschmaschine sofort gesucht. [0M=5 VreWrel - Betrieb Mltz. 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[06529 W Der ATA-cnqal ist vergnügt; Weil seine Arbeit- nur so fliegt'. Jn heller Freude ruft er aus:* ÄTÄ gehört- in jedes Haus! A3A pufcfr und reiniatattfls! Der Vorstand. 7486 D Heute morgen entschlief sanft nach längerem Siechtum unsere liebe, gute Mutter,Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Christiane Schneider geb. Bepler im Alter von 72 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Familie Ludwig Schneider Familie Wilhelm Schneider. Am 5. August starb unser lieber Kamerad Richard Compter Eisenbahn-Obersekr. i.R, Wir betrauern den Heimgang eines treuen Kameraden, dessen Andenken wir stets in Ehren halten werden. — Beerdigung Freitag, 3 Uhr nachmittags. Gießen (Landgrafenstr. 4), Grünstadt, 5. August 1925. Die Beerdigung findet Samstag, den 8. August, nachmittags 31/. Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt. 7467D Mäntel Zahlung Windjacken 7462a I IHmannC Etagengeschäft llUIldn llö KaplansgassefS I 1 Der Kirchenvorstand Garbenteich. 7471V Knorr Suppenwurst gibt gute Suppen für billiges Geld. 3875ss Wollgarne 06542 bis Ende August 7484V j Mietgesuche Dr. Dr. Dr. auf Teil- Damen- Kleider der Papiere und Zeugnisse bei Präzisionskugellagerwerke Fr. Hvllmann 01.=®., Wetzlar. legung ■U9D Vertreter; Kipper Geyer Ploch (ab 15. 8. 25) Strickwesten Strümpfe Socken Herren- Anzüge in jeder Ausführung Ml. Simmet zu vermieten [,, Goetbestr. 48 111. Zwei tüchtige Werkzeugdreher (Eisendreher), nicht unter 25 Jahren, bei gutem Lohn für dauernde Beschäftigung gesucht. Borzustellen unter Bor- Bierausschank Büfetts Metallabdeckung Bierausschank 5äulen Ausführungen Vier-Armaturen etc. Polizeiverordnungen speZH°L jfltoö Dies, Srootfort a. UL, 13 Langestr. 35. Fachmännischer Rat und Besuch kostenlos. ,guss Anläßlich der Trotzen Fachausstellung für das Hotel- und Gastwirtsgewerbe vom 2.-7. Mai 1925 zu Offenbach a. M. wurde mir für hervorragende Leistungen die Goldene Medaille und der Ehrenpreis der 'Stadt Offenbach a. M. zuerkannt. WMIIIllM des Dekanats Gießen in Garbenteich Sonntag, den 9. August 1925. Msllesliieusl 2 Hör. Wuetfommliing 4 W. (Pfarrer Schultheis, Grotzen-Linden, Missionar Glöckel, Bad-Homburg u.a.). — Cs ladet herzlich ein: | Vermietungen] UDohn-u.lQWjim. sehr gut möbl* nur zusammen abl.Sept. zu vermieten Plockstrahe 5 II. ßutmiifil.3iinint£ nächst dem Bahnhof u. Kliniken sofort od. später z. oerm. [.<518 Glaubrechtstr. 7 I. kaufen Sie in nur guten Qualitäten sehr preiswert bei Hildebrandt & Cie. Maschinenstrickerei Gießen, Sonnenstraße 32. iTiööi. Simmet ^Kaiserallee 125? Gut möbliertes Zimmer sofort zu vermieten Zrlliikfurler Slr. 581. Telephon 69. 38Wa WW Pferd Weg. 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Durchgreifende Besserung dürfte aber zur Zeit nicht zu erwarten sein, da die Banken es als unzutreffend bezeichnet haben, neue planmäßige Interventionen zu beabsichtigen und weil andererseits die Lage des Geldmarktes sehr angespannt bleibt. Dies kommt auch in dem ’ D i e amtliche Großhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag, den 5. August, berechnete Grohhandelsindexzisier des Statistischen Reichsamtes ist bei einer im einzelnen verschieden gerichteten Preisbewegung mit 133,8 (Vorwoche 133,9) nahezu unverändert. Für den Durchschnitt im Juli ergibt sich eine Steigerung der Grohhandelsindexziffer von 133,8 im Durchschnitt Juni auf 134,8 im Juli oder um 0,7 °/0. • Stundung der landwirtschaftlichen Kredite. Der Rachrichtendienst der Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt teilt mit: Di: bisher von der Treuhand» stelle für die Deutsche Rentenbank bis zum 1. Ro- vember ausgeliehenen Kredite in Höhe von 160 Millionen Mark sind nach den für die Treuhandstelle maßgebenden Bedingungen auf die Rentenbank-Kreditanstalt übergegangen. Es wurde beschlossen, schon jetzt diese bis zum 1. Rovember ausgeliehenen Gelder der Treuhandstelle bis zum 1. März 1926 unter den sonst gleichen Bedingungen und Voraussetzungen zu prolongieren, um der deutschen Landwirtschaft. die unter größter Kreditnot leidet, die Erfüllung ihrer sonstigen Verpflichtungen zu erleichtern. * Konkursnachrichten, lieber das Vermögen der Firma Willy Fuchs, Wurftfabrik in Darmstadt, wurde das Konkursverfahren eröffnet. Forderimgen find bis zum 1. Oktober beim Amtsgericht I in Darmstadt anzumelden. — lieber das Vermögen des Kaufmanns Otto Michel in Eppelsheim (Rheinhessen) wurde das Konkursverfahren eröffnet. Forderungen sind bis zum 7. Sept, beim Amtsgericht Alzey anzumelden. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (In Billionen Mark auSgedrückt. BuenoS-SireS, London, Neu- hort, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einhetteu.- Telegraphische Auszahlung. 5 August 6 August Amtliche Noti-rung Amtliche Notierung Geld Briet Geld Brief eunft.-'Jion. 1U8.W 189,11 168,64 169,06 Lum.-AtreS 1.692 1.696 1.692 1,695 Brss.-Antw. 19 02 19,05 18,79 19.31 Zbrhlianta. 77,60 77,80 77,35 77,55 .stoprnhageu 95,93 96,17 95,63 95,87 siocfbolm ■ 112,74 113,02 112,70 113.06 helst'ngfors. 10.575 10,615 10,577 10,617 Italien. . 15,28 15.32 15.24 15,28 London. - 20,374 20.496 20,375 20,498 Ncuyork . ■ 4.195 4.205 4.195 4,205 Paris. . . • 19,76 81 47 19.80 19,68 19,72 Schwei, . . 81,67 81,47 81,67 Spanien. 60.61 60,77 60.47 60,63 Japan .. . 1.733 1.752 1.733 1,737 >H to de Jan. Wien in D.« ') 494 1.496 0.490 0.492 Ceff. abgrst. 59.1V 69,21 09,05 59,19 Prag .... Belgrad . . 12.427 12,467 12,42 12,46 7.55 7.57 7.52 7,54 Budapest. . 3.895 3,915 5.895 5,915 Bulgarien 3.03 3.04 3.03 3,04 Lissabon 20 775 .0.825 20,775 20,825 Danzig. . ■ Kouftantt» 80 85 '•1.05 80,75 80,95 2,405 2,416 2,40 2,41 Alben- . 6 69 6.71 6.M 6.56 Berlin, 6. August. Geld Brief Amerikanische Note» . .,,, Belgische Noten........ Dänische Noten ....... Englische Noten. ....... Französische Note» ...... Holländische Noten ...... Italienische Noten ...... Norwegische Noten...... Deutsch-Ocsterr.,L 100 Kron« Rumänische Noten . . Schwedische Noten...... Schweizer Noten....... Spanische Noten....... Tschechoslowakische Not« . . Ungarische Noten . . ... Berliner Berlin, ,6. Aug. C 4.178 18,70 95,36 20,34 19,74 168,28 15,26 77.28 59,155 112,44 81,65 60.25 12.395 5,83 Börse. Gegenüber : 4.198 18,86 .5,84 20,44 19,84 169,12 15,44 77,66 59,455 118,00 82,05 60-55 12,455 5,87 >en festeren Herr Fellips lächelte zynisch. „Ich bitte, dich deutlicher auszudrücken!“ „Ich deutete Dir schon zu Beginn unseres Gespräches an, daß ich äußerst wenig schlafe. Ich höre und sehe sehr gut, und auch mein geistiges Auffassungsvermögen ist nicht schlecht. Glaubst du, es sei mir entgangen, daß hiev irgendetwas im Werke ist?“ „Lieber Harry, du muht mir wirklich verzeihen, aber ich bin aus dem, was du jetzt sagst, nicht klüger geworden. Was soll im Werke fein?“ „Es ist ja nicht nötig, daß ich alle die Einzelheiten von dem verrate, was ich gehört und was ich mir habe erzählen lassen. Ich habe sehr gute Kundschafter, und ich glaube kaum, daß mir von dem Komplott viel unbekannt ist." Hier täuschte sich Herr Fellips sehr stark. Trotz seiner guten Kundschafter war er hauptsächlich noch immer auf Hypothesen von sehr mangelhafter Art angewiesen. Er dachte jetzt, es mit der gleichen Methode zu versuchen, wie manche Leute, die den Verlust eines Gegenstandes in den Zeitungen annoncieren: „Achtung! Der Dieb ist bekannt.“ Er stellte sich, als ob er vom ganzen Angrifssplan gegen ihn Kenntnis habe, und glaubte dadurch Fob so zu erschrecken, daß sie ihn betraten werde. Vielleicht gelang es, — wenn sie selbst ihn kannte. Aber zum Unglück für Fellips und zum Glück für Fob war sie an all dem so unschuldig, wie sie sich gab. „Welches Komplott?“ fragte sie mit einem Erstaunen, das Herr Fellips vorläufig als viel zu gut gespielt ansah. „Stell dich nicht so. Ich meine dein und deiner netten Freunde Komplott gegen mich. Was nützt es zu leugnen, da ja, wie du hörst, schon alles . aufgedeckt ist!" „Du magst mir glauben oder nicht, aber bei meiner Seligkeit, — ich habe nicht die geringste Ahnung von dem, was du andeutest. Ist wirklich irgendein Komplott im Zuge, so schwöre ich dir, daß ich damit gar nichts zu tun hibe." Fellips wurde nachdenklich. Das klang ganz echt. „Run, ich will dir glauben, bis auf weiteres !“ fuhr er fort. „Aber ich will dir nun das eine sagen: solltest du dich verlocken lassen, irgendwas zu tun, von dem ich nichts weiß, heute betanntgegebenen Ausweis der Reichsbank zum Ausdrucr Für tägliches Geld werden 10 bis IP/t Proz. gefordert. Monatsgeld nominell 10V2 bis IP/2 Proz. D'.e voraussichtliche Räumung der westdeutschen Sanktionsstädte blieb dem gegenüber ohne Einfluß. S Väter verstimmten besonders die neuen Lohnforderungen der Eisenbahner. Am internationalen Devisenmarkt hörte man Brüssel gegen London 108,05. Die Reichsmark notierte in London 20,41, Paris 5,06' 2, Amsterdam 59,21 Dorf enkurse.__ Frankfurt a.M. Berlin 5d)lUb-- stur» StWufih. Slbtii')» bBric Schluß. Kur» Schluß Mittag bitri» Datum: 5. 8. 6 8. 5.8. 6 8 % Deutsche Relcheanleidr 4% Deutsche Reichsanleihe 0 2025 0.2025 0 195 0.2110 0,275 — 0,2725 0,275 37»% Deutsche NcnhSanlethr 0,235 0,25 0 24 0.235 ?/., Deutsche ReichSanleibe Deutsche Svarprämienanletln 0.37 0 125 0,38 0,115 0,39 0.13 0.40 0,12 4°/o Preußische KonsolS 0.205 0,215 9,2125 0.225 4% Hessen .....- - 0,23 — 0 255 0,26 3'/.°/n fcefTen....... 0,25 0,25 89.75 _ 0,20 „ 0.20 0,22 91,75 0.225 89,75 0.21 91.75 Deutsche Wrrtb Dollar-Snl. dto- Doll -Schav-Anweisug.'l 94,5 94,6 94.75 94,6 i.5 '>.20 6,4 6,13 5% Goldmexikauer .... 31.75 32 5 36,5 Berliner Handelsgesellschaft. Lommerj- und Pnvat-Bank 127 127,50 125 126,13 93.75 93.75 94 94 Lärmst, und Naiioualbank • 111 112 111 112 113,5 113 114 114 Deutsche BereiuSbank - - - - DiSconto Lounnandit • • 102, Oil 103.25 103,25 103 76.5 93 7.25 75,75 _ Mitteldeutsche Lrcdttbank . Oesterreichische Treditanstall- 93 7.40 93 7,25 92,75 7.4 0,07 58 0.065 ___ Lochumer Saß ........ 56,9 60,5 BuderuS .......... 36.25 42 37,10 M.5 36.5 37 38 38 55.6 47,80 Deutsch-Luxemburg...... Gelsenkirchener Bergwerke. . 55,5 47 57.5, 48.5 54 45,75 Haroener Bergbau ..... 89,5 91.50 117 87 9) Kaliwerke Aschersleben.... 116 115 118 Kaliwerk Westeregeln..... 121 128 18.62 19.2 Laurahülte ....... 32 33.25 33,5 33,25 Oberbedarf........... 36 40.5 36 Phönix Bergbau ....... 65,25 68 R3.75 66,1 Äheinstahl . ....... 49,5 52 46.6 49,5 68,6 8hcbc(t Montan........ 66 68 5 67 TelloS Bergbau....... 44 45 Hamburg-Amerika Pak«. . . Norddeutscher Llovd . . . . . 46.5 44 48 46,75 44.5 45,13 47,75 47,30 Lheramtsche Werke Albi« .. — . — — Zementwerk Heidelberg . . . Dbilipp Holzmann ...... 67 55 68 55,13 55 54,5 88.1 Anglo-Tour.-Guau» ..... 87 Badische Anilin........ 117.90 120 115,75 118,50 Chemische Maver Sklavin .. 0.4 0,4 Goldschmidt ...... 69 71.50 69,5 108.25 .1,11 Gries beimer Electron ...» 108 113.5 112.25 Höchster Farbwerke...... 110.13 114 108,3 112,25 Holzverkohlung........ 4.8 5 Nütgcrswerke ...... 64 67,25 >3,25 65,75 Echetdeanstali ........ 93 95,5 «llg. Elektrizitätt-Gesellschaft 93,-5 93,75 91,50 92,62 Bergmann .......... T"rauittafttoette ........ 65,5 70 67,9 71 N2 82 Schustert . . ......... Siemens