Donnerstag, 7. Mai 1925 175. Jahrgang Blatt gewlnnler zu vermissen. Das wäre aber notwendig gewesen für die Beschallung der Mittel, mit denen die betrogenen Besitzer von Reichs- | neuen Steuervorlagen wird fortgesetzt. 2Ibg. Henning (völk.) erkennt an. daß endlich einmal eine deutsche Regierung sich bemüht. Klarheit in den großen IDust der brutschen Stcuergesctze zu bringen. Ander s.its fei aber in den Steue Vorlagen ein: gerechte steuerliche Erfassung der Schiebergewinne der Inflalions- weiß-roten. _ Die Stcuervorlagen werden dem Steuerausschuh überwieseir "F eitag Aufwertungsgeseh. Aus dem F nanzausschutz des he fischen Landtags. Darmstadt. 6. Mai. D r Fi ia zausichuß des Hss. Landtags setzte heute seine Beratungen d:s Voranschlags bei Kap. 15 (R lhegehal c, fort. Auf einen Antrag hin wurde auch das RN» nisterpensipnsgeseh besprochen: dte R^ gierung erklärte hierzu, daß demnächst das Reich werde. Der Präsident des bayerischen Landtages. Königsbauer, schilderte das Deutsche Museum als ein Denkmal d.r Hcimatli^e. und der bayerische Kultusminister. Dr. Matt, würdigte die Verdienste der Förderer des Deut- schen Museums aus dem Hause Mittelsbach. wobei er auch den anw senden früheren Kronprinzen Rupprecht begrüßte, gedachte der Baumeister Gabriel und Emanuel v. Seidl und sprach seinen wärmsten Dank der Reichsregierung aus. di? zusammen mit der bayrischen Staatsregierung den Reubau durch große Bewilligungen förderte, wobei sie im Reichstag wie im Reichsrat verständnisvolle und bereitwillig? Zustimmung gefunden habe. Der Minister teilte dann mit, daß die bayrische Staatsregierung einen Ehren ring mit dem bayrischen Staatswappen gestiftet habe, der zur Erinnerung an die Eröffnung des Deutschen Museums an Förderer des Museums verliehen werden solle, v. Miller beabsichtige die bayrische Stadtsregierung zugleich mit den besten Glückwünschen zu seinem 70. Geburtsfeste einen Ehrenring in besonderer Ausstattung mit emer kunstvoll gefertigten Urkunde zu überreichem Dtc Ueber- reidjung des Ringes und der Urkunde werde der Chef der bayrischen Staatsregierung bei dem morgigen Festakt vornehmen. Der Minister schloß, indem er erklärte, die bayrische Staatsregierung werde dem Museum auch fernerhin jede nur ntogliche Förderung angedeihen lassen. Das Schlußwort sprach der Reichsminister desInnernSchiele der u. a. folgendes ausführte: Die stolze Schöpfung, der zu Ehren die heutige Festsitzung veranstaltet wird, ist mehr als ein großartiges deutsches Museum zur Bewahrung und Pflege des technischen Volksgutes. Sie dankt ihre glanzende Entwicklung zusammengefaßter und verständnisvoller Arbeit so weiter Kreise unseres Volkes in Wrssen'chaft und Wirtschaft, daß tch in ihr d-e glückliche Vecsinnbildlrchungi deutscher Kraft und Einheit begrüßen darf. Zu den großen Verdiensten, die fick die schöne Hauptstadt dieses Landes um sie erworben bat. tritt die reiche Förderung, die ihr das Land Bay ent unter dem Protektorate seines Königs in Fortsetzung einer stolzen Tradition zuteil werden ließ. Getreu dieser Tradition haben Volk. W ssenschast. Wirtschaft und Verwaltung Bayerns dieses feiner besonderen Sorge anvertraute deutsche Werk eines feiner besten Söhne begründen und aufbauen helfen. Aber auch der R e i ch s r e g i e r u n g , in deren Ramen ich hier spreche, ist es eine wertvolle Erinnerung, von Anfang an unter bereitwilliger Hilfe von Reichsrat und Reichstag an diesem Werke mitgearbeitet zu haben. 3d> darf daraus das Recht und die willkommene Pflicht her- leiten. Bayern und seiner Hauptstadt den Dank der Reichsregicrung und des gesamten Volkes für das aus.zusprechen. was es hier für den deutschen Gedanken geleistet hat. Was so in gemeinschaftlicher Arbeit entstand, ist eine RuhmeShallc für die Geistesarbeit in der Vergangenheit, zugleich aber auch eine Erziehungsstätte für den Geist in der Zukunft. Indem das deutsch? Volk dem Geiste der Arbeit der Erfindung und der Technik ein solches gewaltiges Denkmal seht, sagt es damit zugleich auch den anderen Völkern, w i e e s von ihnen angesehen sein will und gibt sich den anderen gegenüber ein Gesicht. Das OJolf Der Dichter und Denker, das staatsbewußte Volk BtS- marcks gab sich zu erkennen als ein Volk der Ingenieure, der Techniker und Erfinder. Die Raturwissenfchaften hatten uni Die Mitte des vorigen Jahrhunderts ihr tiefschürfendes Werk begonnen. Was sie förderten, waren anleihen entschädigt werden müßten. Der Reichsfinanzminister habe nicht das Recht, die -Uebzr- schüsse aus dem Jahre 1924 selbständig zu verwenden da habe auch der Reichstag mitzureden. Bei einem s.lchen Überschuh wäre die Dawes- gesetzgebung garnicht notwendig geweten, mit der das deutsche Volk versklavt worden sei. Die deutsche Reichsbahn sei dem internationalen Kapital ausgeliefert worden. Osser, der Mann, der auf diese Weise die Verhandlungen als deutscher Vertreter führte, sei zum Dank dafür von Dem internationalen Kapital 5um Generaldirektor der Reichsbahn mit 200 000 Gold mark G .halt gemacht worden. Die erste Rednerreihe ist damit obgescylosten. Abg. Kocnen (Komm.) führt aus. Der Verzicht sämtlicher übrigen Parteien auf Die zweite ReDnerreihe fei Der klare Beweis Dafür daß es Dem schwarz-rot-goldenen Block nicht ernst fei mit Dem Kampf gegen Den schwarz- Die Einweihung des Deutschen Museums. Die Ehrungen Oskar von Millers. Eine Miller-Stiftung Der Rekchsregierung. Hr. 106 Erstes Erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags. Beilagen: GießenerFomilien^'älter Heimat im Bi^. Monat: lezucrpreii: 2®olbmarh u. 20 ®olb> Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer öewalt. Ferns prech'Anschlüsse: Schristlcitung 112, Verlag und®eschäftsslelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten AnzelaerEießen. Posischeckkonto: $ran!,urt a. M. 11666. Alle diese noch zu verwendenden Summen würden Den Betrag von 1122 Millionen Rin. ergeben, so daß Dem Reich ein Betriebs- mi11elfonds von 100 Millionen Rm. verbliebe. mit welchem Betrag? eine geordnete Verwaltung eines großen Staates jedoch kaum durch- zuführen sei. Jede weitere Schmälerung dieses Fonds würde Die Verwaltung einfach zum Erliegen bringen. Der Mini.'er wies schließlich darauf hin. daß es eine falsche Finanzpolitik wäre und die Finanzlage des Reiches völlig verkeimen hieße, wenn di? für bestimmte einmalige Ausgaben und Rückstellungen festgelegten Ueberschü'se des Reiches, Die gewissermaßen einmalige Einnahmen seien, zur Grundlage dauernder Belastungen des Haushaltes. Denen sich das Reich später nicht mehr entziehen könnte, gemacht werden würden. Schluß der Steuerdebatte im Reichstag. Berlin. 6. Mai. Die erste Beratung Der Die Finanzlage des Reichs. Hteichsfinanzmiuifter v. Schlieben im Ltcuerausschnst. Berlin, 6. Mai. lWD.) 3m Steuerausschuß des Reichstages hielt her Reichsfinanzminister v Schließen eine Rede, in der er u. a. ausführte, aus Den monatlichen Veröffentlichungen des Reichsfinanzministeriums sei zu erfeben gewesen, daß vom 1 April 1924 bis 31. März 1925 ein lieberschuß von 660 Millionen Reichsmark crwirtschastet worden sei, ein Betrag, der sich aus M e b r e r t r ä fl e n aus Zoll und Steuern nach Aazug der besonderen Mehrausgaben zusammensehe. Weiterhin hätten die Veröfsentiichungen ersichtlich gemacht, daß Die im März 1925 ausgekommenen Einnahmen aus verpfändeten Steuern in Höhe von 136 Millionen Reichsmark am 31. März noch nicht an Die Reichskasse abgeliefert gewesen seien, sondern, daß dieser Posten als eirf Guthaben beim Agenten für Die verpfändeten Staatseinkünkte zu verbuchen sei. das erst nach Monatsschluß z'ur Reichskasse fliehen werde. Ein weiteres Guthaben habe das Reich am 31. März 1925 bei der Reichsbank als Münz gewinn aus der Silberprägung besessen. daS sich an jenem Termin auf rund 220 Millionen Reichsmark belaufen habe und nach Beendigung Der Abrechnungsarbeiten der Reichskaste zufließen werde. Schließlich stehe dem Reiche auö Dem Ren - tenbankkredit noch ein Restbetrag von 315 Millionen Reichsmark zur Verfügung. Hierbei möchte er Daran erinnern, daß Dem Reiche seinerzeit von der Deutsches Renten- bank ein Kredit von 1200 MNlionen Rm. eingeräumt worden fei, den daS Reich in vollem Umfange in Anspruch genomi:'n habe. Dies fei zur ersten Ausstattung der Kassen mit Betriebsmitteln und zur Abdeckung des Defizits in der ersten Zeit der Ttarfftabilifation erforderlich getyefen. Der Erlös aus dem Verkauf der 1200 Millionen Reichsmark habe einen Kursverlust von 25 Mil- lionen Reichsmark ergeben, so daß der tatsächliche Erlös sich nur auf 1175 Millionen Reichsmark belaufen habe Hierwon seien 830 Millionen Reichsmail zur Abdeckung des Defizits des 3ai)ve6 1923 verwendet worden, so daß Anfang 1924 noch ein Restbetrag von 345 Millionen! Reichsmark verfügbar geblieben fei Fasse man obige Summen zusammen, so ergebe sich ein Sollbestand von 1361 Millionen Reichsmark. Rach Abzug Der Betriebsmittelkreditc und Darlehen, deren Rückzahlung zunächst noch nicht in Aussicht stehe, ergebe sich «in S o l l b e st a n d von 1 227 Millionen Reichsmark. Diese Zahlen setzten sich im einzelnen aus sorgfältig nach bestem Wissen und Gewissen vor- genommenen Schatzungen zusammen. Die Zölle und Steuern hätten mit 7311 Millionen Reichsmark gegenüber dem Etatsansah ein Mehr von 2067 Millionen Reichsmark erbracht, an dem die Gemeinden und Länder mit 883 Millionen Reichsmark beteiligt seien, so daß dem Reiche ein Mehr von 1184 Millionen Reichsmark verbliebe. Die Prägung von Rentenmünzen habe ein Mehr von 45 Millionen Reichsmark ergeben. Aus der Anlegung der Kassenbestände des Reiches sei ein Zinsaewimi von etwa 30 Millionen Reichsmark erzielt worden Reichspost und Reichskwuckerei hätten bis Schluß des Rechnungsjahres 1923 äleberschüsse erzielt, die mit 75 Millionen Reichsmark an die Reichskasse abgeliefert worden seien, somit ergtbe sich einschließlich der Mehreinnahmen ans Zöllen und Steuern eine Gesamtmehrein- nahme von 1922 Millionen Rm. An Ausgaben habe das Reich erhebliche, nicht im Etat vorgesehene Mehrleistungen übernehmen müssen während anDercrfcitS im Etat nicht eingestellte. recht erhebliche Ausgabeirersparnisse hätten erzielt werden können. Die Mehrausgaben, die am 31. Rlärz 1924 bezahlt gewesen feien, setzten fich zusammen aus Beträgen von 522 Millionen Reichsmark für die Barentschädigungen für die während des Ruhrkampfes und von der Micum erzwungenen Reparationsleistungen. von 136 Millionen Reichsmark für den Rückkauf Der Goldanleihe, von 65Mil- lionen Reichsmark für die Abfindung P r e u= ßens für den Verlust von nutzbarem Staatseigentum durch Den Friedensschluß, von 33 Millionen Reichsmark für Entschädigung einzelner Länder für die Holzwegnahmc im besetzten Gebiet unD von 15 Millionen Reichsmark für eine angemessene Ausbesserung der Ent chädigungen für Gewalt- und Liquidationsfchä- Den. Hinzu käme als» weitere Mehrausgabe der Fehlbetrag des Etats für 1924 im Betrage von 348 Millionen Reichsmark Die Mehrausgaben betrügen also 1119 Millionen Reichsmark Die erzielten Ersparnisse ließen sich im einzelnen nicht genau ermitteln Er schätze sic auf 500 bis 800 Millionen Reichsmark, fo daß Die reinen Mehrausgaben etwa 550 bis 570 Millionen Reichsmark betragen würden Ziehe man diese Summe von der Gesamtmehreinnahme von 1922 Millionen Reichsmark ab. so ergebe sich ungefähr die von ihm als Kakfenbestand vom 31. März 1925 bezifferte Summe Der Kassrnbestand vom 1. April 1925 habe sich somit nach Abz' g d:r abgezwe'g.en Kredite au 1227 Millienm Rm. g-stellt. Der Minister machte als^aa.r vertrauliche Mll- teitungen über die Verwendung dieses lieber- schusses. Er wies darauf hin, daß auch Rückstellungen zur Durch ü)rung bet vierteljährlichen Steuer- und Gehaltszahlungen und zur Auswertung der öffentlichen Anleihen erfolgen sollen. München. 6. Mai. (Wolff.) Die heutige Sitzung des Ausschusses des Deutschen Museums im Odeon gestaltete sich zu einer einmütigen Kundgebung des Dankes und der Verehrung ür Den genialen Schöpfer Des Deutschen Mu- ermrs. Dr. Oskar v. Miller. An Der Sitzung nahmen Die Vertreter Des Reiches und der Länder teil. Ferner waren Der stellvertretende Reichspräsident, Dr. Simons, und zahlreiche Vertreter wirtschastlicher und technischer Körperschaften aus fast allen Kulturländern erschienen. Auch Kronprinz Rupprecht von Bayern war anwesend. Der Vorsitzende deS Derwaltungs- rates, Geheimrat Dr. von Dyck, schilderte die Entstehungsgeschichte des Museums und die grollen Hindernisse, die zu überwinden waren. Hauptsächlich fei es der Opferwilligkeit und Der Energie Oskar von Millers zu verdanken gewesen, daß das Werk zuslarrdegekommen sei. Der erste Bürgermeister von München begiüfjte Die Gäste im Ramen der Landeshauptstadt und überreichte Dem Schöpfer und Leiter des Museums, Exz. von Miller, als be» onDerc Ehrung Die goldene Dürgerme- daille Der Stadt München. Das Vorstandsmitglied des Museums. KruppvonDohlen- Halbach. überbrachte Die Grüße und Wünsche der deutschen Industrie. Der Rektor Der Universität München teilte unter lebhaftem Beifall mit, daß beschlossen worden fei, Geheimrat von Miller zum Ehrendoktor zu ernennen. Der Rektor Der Technischen Hochschule in DresDen überbrachte als Präsident des Deutschen Hochschulverbandes die besten Wünsche der deutschen Hochschulen. Für den Deutschen Verband technisch-wissenschaftlicher Vereine sprach Geheimrat Professor Dr. Klingen berg. Der im Ramen des Aufsichts- rate« und des Vorstandes Der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft Oskar von Miller die goldene Ra thenaume Daille überreichte. Prof. Dr. M a t s ch e s s überbrachte Die Grüße des 'Vereins deutscher Ingenieure und verschiedener großer amerikanischer Ingenieure. Auch durch Ansprachen von Vertretern ausländischer Regierungen und Korporationen wurde Oskar v. Miller gefeiert und der großen kulturellen Bedeutung seines Werkes gedacht. So übermittelte Generaldirektor Dr. Günther namens d-es Technischen Museums für Industrie und Gewerbe in Wien dessen Glückwünsche und brachte ein brausend aufgenommenes Hoch auf Miller aus. In englischer Sprach? gratulierte im Auftrage der korrespondiereirden Museen, insbesondere des Kensington-Museums in London Prof. Dickens. Diesem schloß sich mit Gratulationswünschen der Vorsitzende des Schweizerischen Landesmuseums in Zürich, Prof. Lehmann, ferner im Auftrage des ungarischen Handelsministeriums und des ungarischen Derkehrsministeriums sowie des gan- zcir ungarischen Volkes Ministerialrat Dr. v. G e d u I y aus Budapest, Dann für Den Verein schweDischer Ingenieure und Der schwedischen technischen Wissenschaften Der Direktor der Königlichen Akademie Der politechnischen Wissenschaften 6 n ft r a e m aus Stockholm und für das Königliche Ingenienrinstitut und den ältesten Ingenieurverein des Festlandes, Den Rieder- ländischen Verein Der Techniker und Ingenieure Professor Sandick-Haag an. Geheimrat Duisburg überreichte Oskar von Miller eine Medaille mit seinem Bild?, die in tleincrcr Ausführung an 600 Persönlichkeiten. Die sich um das Deutsche Museum verdient gc* macht haben, verteilt wurde. Der Reichstags- Präsident Löbe sprach daraus Den Dank Der deutschen Volksvertretung an Oskar von Miller aus und sicherte zu. daß Der deutsche Reichstag auch weiterhin D?r Vollendung dieses großen 'Werkes seine Hilfe angedeihen lassen Annahme von v für die Tagesnummer b zum Nachmittag vorh- ohne jedeNerbindlichk Preis für 1 mm hohe für Anzeigen von 27 nu Breite örllich8, auswärt 10 Goldpfennig; für Ne Klame-An »eigen v 70 Breit« 35 oldpfcnm Platzvorschrift 20° .Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton 0r.Friedr.Wilh Lange, für den übrigen Teil Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Orud und Verlag: vriihl'sche Univerfitälr-Vuch- und Steinönidcrei R. Lange in Sieben. SchrifUeitung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7. wunderbare Schätze Der Raturerkenntnis und Raturbeherrschung. Werkzeuge zur Eroberung her Erde durch den Menschen. Er war. als wenn der Mensch Die Ratur zu seinem willigen Arbeitssklaven gemacht hätte, als wenn wir im Begriffe waren, ein Geschlecht zu werden, darüber Menschliches hinausragte Der lebendigste Ausdruck dieser großen Entwicklung der Ruhmes- Halle, dieser stolzen Epoche, ist das deutsche Museum, dessen Schöpfer unter und weilt und der die Huldigungen entgegennehmen möge. Die wir dieser ganzen großen Generation deutscher Erfinder barbringen. In diesem Sinne begriiße ich namens Der Reichsregierung Sie. hochverehrter Herr v. Miller, und überbringe E Exzellenz den D a n k derReichsregieru ■ für alle Mühe und bewundernswerte Arbeit, Sie bei Der Gründung und dem Ausbau Deutschen Museums geleistet haben. Sie h sich und der Mitwelt damtt ein Denkmal gef > wie es schöner nur wenigen befchieden ist. • Dürfen die Hoffnung ausdrücken, daß es Ihnen noch lange vergönnt sein möge, an dieser bedeutenden Stätte im Sinne ihrer Lebensarbeit zu wirken. Die Reichsregierung weiß, daß Ihrem, allem Aeußerlichen abholden Sinne besonder? persönliche Ehrungen nicht liegen und sie hosst, daß sie die Form für Den Ausdruck ihrer Verehrung und Danlbarkeit gefunden hat. die in Der Richtung ihres sozialen Cinpsindenv und zugleich im Interesse Ihrer Schöpfung liegt. So ist es mir eine besondere Freude und Ehre, hier Mitteilen zu können, daß die Reichsregierung mit einem Kapitol von 100 000 Mark mit dem Sih in München eine Oskar-don-Miller-Stiftiing errichtet, deren Vorsitz Ihnen anbertraut ist und deren Zinsen zur Pflege des technischen Studiums, in erster Linie aber dec Ermöglichung deS Defuchs des Deutschen Museums durch befähigte Studenten. Handwerker und Arbeiter dienen sott. Richt zuletzt Ihrer Arbeit, hochverehrter Herr von Miller, und Der Ihrer Gefährten xm Reich, des Geistes Dtmien wir es. wenn wir auch beule in dieser harten Zeit und schwerer Rot in der starken Zuversicht und Hoffnung leben, daß unser intelligentes und fleißiges Volk alle Gefahr und Rot überwinden wird. Jin Vertrauen hieraus wird es uns gelingen, in unserem übervölkerten und auf eigene Rohstoffe angewiesenen eingeengten Vaterlande unter deutsches 60-Millionen- Volk in einem würdigen Lebenszustande zu erhalten. Gewiß erschallt uns von anderen Landern oft der Ruf entgegen, wir sollten wieder das Volk der Dichter und Denker werden. Wir wissen aber, daß wir Den harten Lebensnotwendigleiten unseres Volkes nur gerecht werden können durch Arbeitsamkeit und Fleiß. Diesen Geist friedlichen Ringens werden sich Die anderen Völler gefallen lassen müssen. Es gilt jetzt nicht nur das Vergangene zu pflegen, sondern auch den Bedürfnisse, unserer politischen und staatlichen Zukunft klar ins Auge zu sehen. Mir scheint, daß auch das Antlitz unseres Volkes nach außen hin davon nicht unbeeinflußt bleiben kann. Ich glaube, daß sich zu dem staatspolitischen Gedanken der soziale gesellen muß und uns in Zukunst das Gepräge geben wird Niemand von uns allen, glaube ich, verhehlt sich Die Schattenseiten jener Epoche stürmischer lechnisch- ’-^uftrteilet Entwicklung, die wir hinter uns haben. Ich meine nicht, daß sie es war, die uns ir. Le uch t - gens. Der Antrag Dr. Werner will, daß die hessische Gesandtschaft in Berlin aufgehoben wird. Der Antrag Dr. Leucht - gens fordert, daß Die Stelle des zweiten Beamten auf Den Inhaber bewilligt wird, ebenso Die des Legatio-'samtmanns und die ein's mittleren B . amten. Die Regierung erklärt? sich D.ig ?qen. Bei Der Abstimm ing wurde Der A trag Dr. Warner gegen eine Stimme abgelehnt und Der Antrag Dr. Leuchtgens gegen Drei Stimmen abgelchnt. Der Rachtrag sowie des ganze Kapitel wurden genehmigt. Dte Kap. 22 (O 6 e r r e d) n u n g s =■ lammet) ur.D 23 (D'rwaltungsaer idjtä- hof) wurden bewilligt. Zu Kap. 24 (Staatsarchiv) liegt ein Antrag Dr. Leuchtgens vor, die Stellen eines Sekretärs, cin'4 Obn- stenicn und eines Amtsgehilfen auf den Inhaber z bewillig 'n. Der A faq w rb? ab^lehn! u:D das Kapitel g gen eine Stimme angeiomn n Svah. z lRheinschif fahrt« tourb? gen? m g zu Kap. 26 iPostg bühren dazu v?r! 'n- er A trag Dr. Werner, Die Fernsvrechg> beginnt, wie gefterr durch Anzeige bekanntgemacht, heute abend. ■ De >r Hausfraue n z v. i Beachtung Das Polizeianrt teilt mit: Es ist verboten 1. Blumenstöcke. Blumenbretter und andere Gegenstände auf Ballonen, vor Fenstern uste ohne genügende Befestigung ausz istellen. so baf durch bas HerabfaUen oder Uwstürzerr Personer beschädigt werden können. 2. Teppiche, Betten Mpuylücher ufto. aus den Fen st mm heraus au' die Straße auszuschütteln, so daß Personen belästigt ober verunreinigt weiden können. Dil Polizeibeamten sind angewiesen, Zuwiderhandlungen zur Anzeige zu bringen, worauf Bestrafung erfolgen wird. :'v Straheusper r e. Vom Pvlizeiarn wird uns mitgüeilt: Zwecks Ausführung vor Weißb-nderarbeHea an dem Wohuhaufe Kc plansgasse 3 wird die Kaplansgaste von hcut. ab bis auf weiteres für den Fuhrwerksverkehi gesperrt. Tel. 240 aurb nachts *• Eine Störung in der Clektrizi- tatsverf orgung unserer Stadt war qeftern abend schon wieder zu verzeichnen. Die ganze Stad', cinschl. Kliniken und Bahnhof blieb etwa zehr, Minuten lang ohne «tronu Die Ursache des gestrigen Defektes lag wieder im Strom fern* bezug. Wahrend die schuld an der Storung vom Samstag das Kraftwerk Wölfersheim be* lastete, trifft die Verantwortung für den gestrigen unliebsamen Borfall dos Elektrizitätswerk in Lollar. Die Häufigkeit dieser KolomitSten, die für die Bürgerschaft natürlich außerordentlich unangenehm ist, sollte hoch zu der Ueberlegunq führen, ob man nicht neue Wege beschreiten muh, um die Ber- sarguni 'belange unserer Einwohnereichoft besser als sen> sicherzustellen. . Ui ne neue B r ü ck c über Die Wieiea ist lci . tm Juge des Wiesenwegs nach dem Philo- jophenwald sertiggestellt worden. Das neue Bau- w' r aas vom Siadtbauamt Gießen errichtet wurde, beließt aus Eisenträgern mit dazwischengcstampncr (f ihmbctonbecfc und mit Eiienrohrgelönder. Die Ber^ Ich - sicherheit ist mii diesem Bau besser gewähr- । -ift-t jlä bei der früheren Holzbrückc, bei der die Tröger z. T. schon verfault waren. Blühende Herb st zeitlos en. Gestern Dl?se am Schifsenberqer W Üa'.nm-Tnd, eine blühmde Herbstzeit - Inft (Kdchicium lutumnale) auf der Redaktion vorg'zeigt. Personalien. Ernannt wurden der ijcr ,t Tt, 5)cinuimt Orth in 5).'ppcnfkim iura Aml^rrzt bei dem Kr^'sgesundhntsamt <3i?- TE ’riung vom 1. Mai der Förster Adam S) i * i’ । n n zu Lauterbach zum Förster der . , , .,. M ndclsheim, Ferstamt A'z"tz: der cd u nieanvxirter Otto D ? übel aus Rudings- hau*. Streife chotte ’, zum Lehrer an der Dolks- fchu'e zu Meiches Streife Schotten. Das S e ft der goldenen Hoch - z 'önnen die Eheleute Ialob Weinstadt, ■2Solfftrahc 2C wohnhaft, am nächsten Samstag begehen Allerlei Verhaftungen. Der Po» lizeibericht meldet: 5'ftqcnommcn wurde eine Person wegen QWcincibfe. eine wegen eines in ‘US’t’far verübten Fahrradd'ebftahls .katholischen Vereins- haujes sein 25. Stiftungsfest. Zu diesem Ehrentage, an dem die Gießener Kameradschaftlichen Bereinigungen mit großer .Herzlichkeit teilgenommen haben, waren aus der näheren und weiteren Unr gebung die Bruder vereine herbeigeeilt, um auch ihrerseits die herzlichsten und kameradschaftlichen Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Die Freunde und Gäste des Gardeoereins waren erstaunt über die gute, treue Kameradschaft und Freundschaft, die in diesen Dereinen herrschen, und viele 51 ebner brachten dies in teils ernsten, teils launigen Worten wm Ausdruck. Als äußeres Zeichen der Freundschaft wurden dem Kardeoerem viele wenvolle Geschenke überreicht. Dem Gardeverein war es vergönnt, noch 16 feiner Gründer mit der goldenen Gardenadel schmucken zu können, und zur befon deren Freude gereichte c» ihm, zwei seiner Mitglie der ZM Ehrenmitgliedern ernennen zu dürfen. Es dürfte in den Vereinsgeschichten vereinzelt der Fatl sein, daß ein Kamerad 25 Jahre in treuester Pfsiaw crfüllung den Posten eines 1 .Schriftführers bekleidet, wie c» Adolf Hoffmann während eines» Bierteljahrhunderts getan hat und nun auch fort- fetzen wird. Mu der Begeisterung, mit welcher das zweite Ehrenmitglied Wilhelm Kulschrad dieser kameradschaftlichen Bereinigung anhängt und sie fbrbert, dürste auch er manchem Vereinsbruder und Kamerad ein Vorbild sein. Sch. *• Austrieb auf dem heutigen Frankfurter Diehmarkt: 4 Kühe. 1202 Kälber, 404 Schafe, 581 Schweine. Guftav-Adolf-FestinGiehen1925 Man berichtet uns: Zu einer mehrstündigen Dvrbesprechung über die Hauptversammlung des Gustav-Adolf-Vercins am 20. bis 22. September 1925 in Gießen tarnen mehrere auswärtige Vertreter mit den hiesigen Herren im Iohannesfaal zufammen. Generalsekretär D. Geißler vom Zentralvorstand d.s Gustav-Adolf-Dereins leitete die Verhandlungen: der Vorsitzende des Zentralvorstandes. Professor D. Rendt orff. Leipzig, derzeitiger Reltor der ilninetfitäl, war ebenso wie Soine Magnifizenz Geheimrat D. Krüger. Stehen, leider am Erscheinen verhindert: der Vorfiyende des hessischen Hauptvereins. Freiherr von Hehl zu Hcrrnsbein, hatte sich durch Dr. Müller vertreten lassen: vom Vorstand des hessischen Gustav-Adolf »Vereins nahmen teil der Schrift- sührer Pfarrer Wagner, Bensheim, sowie Kirchenrat Strack, Gießen, und Pfarrer Loos. Butzbach, auch der Superintendent von Ober- Hessen, Oberklrchenrat Wagner, war zugegen, ebenso die Vertreter und interessierten Persönlichkeiten der Gießener Ortsgruppe und die Stadtpfarrer. Rach entgehenden Erörterungen über die schwierigen Vorbereitungen zu diesem großen Fest wurden die Wünsche der Versammlung laut. Der Sonntag ist im Rahmen eines Volksfestes als imposante Massenkundgebung gedacht für den großen Gedanken unseres Werkes: am Vormittag sollen in Gießen und allen umliegenden, auch entfernteren hessischen und preußischen Orten Diasporapfarrer Gottesdienste abhalten: am Rachmittag wird dann nach einem Umzug durch die Stadt das Volksfest stattfinden: auch in der Kinderkirche werden an diesem Sonntag auswärtige Pfarrer vortragen. Am Montagabend wird die 'Begrüßung fein, die als Auftakt gedacht ist für den Dienstag, den Hauptversammlungs- tag. Rach nichtöffentlicher Abgevrdnetenverfamm- (ung wird um 11 ilbt der Festgottesdienst in der Stadtkirche fein, in dem ein Vertreter der Diaspora die Festprcdigt halten wird. Am Rach- mlttag ist dann die Hauptversammlung und am Abend die volkstümliche Versammlung unter Mitwirkung von Chören und Gesangvereinen. Am Mittwoch wird die zweite offentlichc Haupt- fitzung ftattftnben mit Vortrag und sonstigen Erledigungen. Der Rachmittag ist nach dem gemeinsamen Essen für Spaziergänge in die SJnv aeaend vorgesehen, der Donnerstag wird als Abschluß deS Festes die Seilnehmer nach Marburg führen. Auch ist daran gedacht, für Dc- glcitung und Vertiefung der Weihestunden zu sorgen durch Theater, Film oder musikalische und gesangliche Darbietungen. ES wird dieses Fest eine Reihe prominenter Persönlichkeiten in unserer Stadt scheu: neben den Vertretern der deutschen Gustav-Adolf-Sache werden vor allem auswärtige Herren erscheinen: Jerusalem. Athen und Rom werden vertreten sein: auch die deutschen Randgebiete werden nicht fehlen. Es werden uns diese Sage Kenntnis geben von einem gewaltigen Werk, das unser eigenstes Werk ift. Darum rüstet euch; werbt für den großen Gedanken, rührt eifrig Die Hände für die heilig« Sache. Zn diesem Dollen man auseinander. Hochfchulnachrichten. |f Marburg, 5. Mai. Im diesmaligen Sommcrsemcstcr stellt sich die vorläufige Zahl der immatrifuliertcnStiibicrenbcn aui 1x41 Männer und 300 Frauen, insgesamt 2141.. Es studieren 151 Männer und 7 Frauen Ideologie. r>n‘i (17t Rechtswissenschaft, 296 (37) Medizin und 725 ( 239) Philosophie. Dazu kommen nach die Nachzügler und die zum Hören der Vorlesungen Berechtigten. Im letzten Winter betrug die (tzesomi zahl der immatrikulierten Studierenden 1803 und im vorigen Sommer 2153. Kirche und Schule Kirchliche Ernennungen Ernannt wurden Pfarramtskai'didat Horst zu Klein- Stcinheim zum Pfarrafsistenten in Groß'Slmstadt. barm zum Pfarrverwalter in Langen zweite Pfarrslelle: Pfarramts la ididat Weißgerber, zuletzt Psarrvikor in St. Veit in Kärnten, zum Psarrassiflenten in D raisa-R'eder-Ramstadt: Pfarrv.rwalt.r Raumann zu Stockhausen zum Psarrverwalter in Ober -c ?cmcn; Psarrverwalter Bernd eck zu Brauerschwend zum Pfarrver- Walter in Stockhausen: Pfarrverwalter Rhein- f u r t h zu Erbach zum Psarrverwalter in Brauer- schwend Pforramtskandidat König zu Bellersheim 3um Pfarrvikar in Pfeddersheim: Pfarr- affistent Fervge.. zu Offenbach zum Pfarrvikar in Seeheim: Pfarr.-vitSkand dat Laun zu Dortmund zum Pfarrasfistenten an der Luther- gemetnöe Sudost in Offenbach: Pfarramtskandidat flantclmc zu Ricder-Ramßadt zum Pfarrvikar in Erzhaufen: Pfarramtskandidat Saal zu Pfungstadt zum Pfarrvsrwalter in ©räfenlxuifcn. Amtsgericht Gießen. - Gieße n. 5 Mai. In G rohc n -- Li nden war anfangs dieses Iahres allgemein da» Gemuht iverbreitet, eine verheiratete Frau von da habe sich in Abwesenheit ihres Ehemannes mit andern Männern eingelassen usw. Ein pensionierter Bahnbeamter teilte dieses Gerücht dem Onkel der Frau, zu dem er in freundschaftlichen Beziehungen stand, gesprächsweise mit, angeblich um ihn im Vertrauen auf das Ort^espräch Gufmertfant zu machen. Die Folge dieser Mit- tcilung war, daß Der Ehemann Der Frau den Bahnbeamten wegen Beleidigung verklagte. Die Beweisaufnahme -'rgab. daß das Gerücht jeder Unterlage entheb'«e und daß Der Angeklagte Den Onkel der Frc teineswegs nur im Vertrauen auf das Gespräch aufmerksam machen und ibn und seine Familie vor einer Ueberraschung be=- wahrer woMe. daß es ihm vielmehr in der Hauptsache Darum zu tun war. Die Pitante Rach- richt, Die er erfahren hatte, möglichst rasch weiter- Vlerzählen. Er konnte, obwohl er sehr wohl wußte, daß die TBeitertrcrbTettung des Gerüchtes strafbar fei, die Reuigkeit nicht für sich behalten, sondern nannte sogar noch mehrere Personen, die daran beteiligt sein sollten. Allerdings fügte er stinzu. er glaube selbst nicht an die Wahrheit des Gerüchtes, der Onkel möge nur ja niemand, insbesondere feiner Frau, etwaS davon tagen. Mit Rücksicht auf die Schwere der Beleidigung wurde der Angeklagte au einer Geldstrafe von 7 5 M (. verurteilt. Man lann hieraus ersehen, wie vorsichtig man mit dem Weitererzählen von interessanten Gerüchten fein muß. Buntes Allerlei. Der Schirm in der Modc- Jn Frankfurt fand eine deutsche Schirmniesje statt, über die sich vorn voltswirtschaftlichen wie vom Standpunkt der Mode aus einiges von allgemeiner Bedeutung sagen läßt. Die Messe war ein geschäftliches Ereignis der dnutfchen Schirmfabrikation, die starkes Interesse beansprucht. Im Werkbundhaus war eine Ausstellung auf gebaut, deren Umfang den Laien überraschte, dem Fachmann und dem Volkswirtschaft- ter aber Den Beweis lieferte, wie erfreulich auch hier der Gedante der Oualitätsverbesierung durch gesteigerte Leistung marichien. Nock, deuilicher ^wurde das durch eine mehrtägige Modelchau im Frank furter Hof. Don mürbe die große E-iszonmc.de des eleganten Damenfchfrms vorgeführt, die netten For men und Stilartcn wurden gezeigt, babei zeigte sich Der außerordentliche Reichtum der Verarbeitung, der sich schwer auf bestimmte Linien sestlegen läßt. Jeden falls ist der Schirm heute ein tvichliger Modeartikel, der zu Den Kostümen in enge Deziedung grbradtt wird Man sah Schirme. Die wie Duftige Chiffon wolkdzen über dem Haupt Der Trägerin schweben. Schirme mit kleinen Kuppeldächern, mit ilacher Wölbung. Schirme mit nantnnalcrei imd in mehr ober minder toftbarem Material. Der Stock ist bet Den moDcrnften Exemplaren nur 34 Zentimeter lang. Die Krücken bilden teilweise prachtvolle fünft gewerbliche Arbeiten, das Einfache zeichnet sich Durch Eleganz unb Schönheit Der Form aus. Der Rogen schirm kehrt vom bishcriacn Schwarz zur Farbe zu ruck unb paßt sich ebenfalls Den Kostümen an. Ec- war ein fesselnder Uebcrblitf über die Fabrikations leiftung Deutschlands unb Deutschösterreichs, Dir hohe Achtung vor Der ihr innewohnenden Arbeit abnötigl. L. W. Howard (Tarier über die Dcffnung des Internd)amon- Sarkophagv. Der EntDecker Des Tutanckzamon-Grabev H»>- ward Carter hat nähere Mitteilungen über Dir Wiedereröffnung Des Grades und Die zzerausnabme der Mumie aus dem Sarkophag in einem Interoiem gemacht, das die Zeitung „Staffa" in Kavo veröffentlicht. Der Gelehrte schildert zunächst einige der bedeutendsten Schatze, die er noch wahrend Des ver gangenen Winters aus Dem Grabe geborgen hat. „Wir haben in Diesem Jahre 19 große Kisten mit (9egenftänDcn nach Kairo gesandt', sagte er, „unb sie sind bereits im Museum ausgestellt. Zu Den schönsten Der neuen Funde gehören zwei De Humpen au» Alabaster in Basensorm, von Denen Die eine einen besonders eigenartigen Schmuck zeigt. An der Außenseite ist nicht die geringste Verzierung oder Inschrift festzustellen, aber sobald das Innere er leuchte: ist, werden die Gestalten Tutanchantons und seiner Frau in zarten Farben sichtbar, etwa io. wie Wasserzeichen im Papier. Sodann befinden sich unter den Neuentdeckungen ein wundervoll gcarbei tetes- Gesäß zum Verbrennen von Wohlgerüchcu und eine herrliche Statuette." lieber seine Pläne jagt Harter: ,Hch werde in den letzten Tagen des September nach Megnpten zurückkehren, um das Grab in der ersten Woche des Oktober wieder zu öffnen, und ich hoffe bann während der Monate Oktober, November und Dezember die voll ständige Erforschung des Grabes durchzu führen. Wenn es nach mir ginge, so wurde ich die Mumie in dem Grabe lassen, das Der Pharao selbst sich zur letzten Ruhestätte gewählt hat, aber die Wissenschast sordert ihr Recht, und so werde idi die Mumie aus ihrem Sarlophag nehmen, sie au. ihren Hüllen befreien und in der Nähe des Grabes untersuchen. Die Prüfung vom medizinischen Stand punkt aus wird von zwei hervorragenden Gelehrten norgenommen, dem Anatomen Dr. Derry und dem Direktor der Medizinschule in Kairo Dr. Solei) Hamdi. Die Mumie wird bann wieder umhüllt und in den Sarkophag zurückgeleat werden. Ueber ihr weiteres Schicksal soll die Regierung entscheiden. Icl, hoffe. Die Goldfolien noch an Ort unb Stelle zu finben, mit Denen Die alten Aegyptir die Hüllen bedeckten, um den Körper besser zu erhalten. Diel leicht werden wir auch die Krone des Pharao in Dem Sarg sinden. Nach der Statut, die wir kürzlich Dem Museum übergaben, fdjeint Tutanchamon jung gestorben zu sein, etwa schon mit 18 Jahren, aber Genaues cm zu geb en ist vor Prüfung her Mumie nicht möglich." Kirchliche Nachrichten. Israelltifche Gemeinden. Isr. Religionsgesellschafl. Sabbatfeier. 9. Mai. Freitag abd. 7.20, SamStag vorrn. 8.00, nachm. 4.00, Sabbatauvgang 8.50. Wochengottesdienst morg. 6.30. abends 7.00. Ihre Sluhlverstopfung muffen Sie schnellstens beseitigen, bevor die unausbleiblichen Folgen eintreten. Wir raten Ihnen. i in der Apotheke echte Herbex-Kerne, 60 oder 30 Gramm, zu laufen,die unfchädlich.aber von prompter - Wirkung sind. Verlangen Sie ausdrücklich Herbes Kerne. Sicher erhältlich: Universttäts-Apochelc ,,3um goldenen Engel". Die Bestandteile sind auf Der Packung angegeben- 2992A STADTTHEATER GIESSEN Karten von 0.75 bis 4.00 Mk. bei E. Challier, Neuenweg Lichtspielhaus,Bahnhofstr.34 Heute letzter T»k des grollen Doppelpregraeai: Tänzer: H. F. 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Ann-Erp., Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unserer lieben Entschlafenen, sowie für die überaus zahlreichen Kranzspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers, sowie Frau Wick und ihren Mitschülerinen der Fachschule zu Gießen für die letzte Ehre sagen wir innigsten Dank. MMM f. anitänd. Mädchen zu mieien gesucht. Schriftl. Angebote unter 04035 an den Gieff. Anz erbeten. Todes-Anzeige. Gestern vormittag 9’/a Uhr entschlief nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere liebe Mutter, Schwieger- . mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elise Pfaff Witwe geb. Mohrherr nach vollendetem 66. Lebensjahre. AM MDI ausgewogen, Pfund 3.00 Seine Qiinlitö! 1 la Mk, ioftige Orangen 10 Stück 0=90, 1.20, 1.35 at lillMcIiiitle alle Größen lagernd im 846a Modehaus Salomon. ............ in unserer P^. Z.88 W\m auflliiät 4.20, WlgWe SlttlMi! Packung Danksagung. Für die uns bei dem Hinscheiden unserer lieben Mutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante Frau Elisabeth Oenderoth geb. Sappe! erwiesene Teilnahme, für die vielen Kranzspenden sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers, sagen wir alle auf diesem Wege unseren innigen Dank. Klein-Linden, Gießen, Frankfurt a. M , 04037 den 7. Mai 1925. Die trauernden Hinterbliebenen. Durchaus tüchtiger und zuverlässiger gtillBwiltlret (gelernter Schlosser) sofort gesucht. Nur beft empfohlene Leute haben Aussicht auf Ein ftellung und wollen sich melden im Giehener Brauhaus, Gießen. Am 4. d. M. entschlief sanft nach längerem Leiden im 71. Lebensjahre unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Adolf Siegel. In stiller Trauer: Robert Siegel Magdalene Kugel geb. Siegel Elisabeth Siegel geb. 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Dar le miet Schweiz befin ihren Sitz ir nur onteihf selbst ersaht Ausläm Armen geht Delnebsvert nicht Teile ö Ober unö ©q $on Professoi Bod § 26 eine So aus die auslä Teilbetrag, de Mitteln ist. §W(id MrMvvmi ausMM, d gabenvrdnM Wendung st schastliche ( innerhalb einzelnen i letzen. Mch § 139 Abf. lagefapitais stellungspre ist also auef Grund für die Anschaff marfpretfen, und damit Derechmmge Von den Mstlichen abzugssähig Grund der: dustriebelastu Ferner ist, ' Erwerbs über Stamn _. Gehören 2lwtwvhn§r '^Dgl. trieW^S nxnVgen ver £ Derst-u^ in Me k°n gehörte-, dn AegenstcmbE i tckbsvwE Art und Ao eines Mtc wären. Gno der eine ges Aach d schuft einer werbsgesestsck seien. Es M fannt, datz Logen b N schasten und gehören, M zählen. Hieraus ossene Hani schäften usw. Zum alle Teile e' &rieb ,em ^freien ist hieran. na<Ö dem ® 53*5 sack M tncb Donnerstag, 7. Mai 1925 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheflen) Kr. (06 Zweites Blatt Vie neuen Zteuergef etz-Lntwürf e Don RegicrungSrat Dr. P l o ch, Schotten. III.*) 2. Das inländische Betriebsvermögen. Zum inländischen Betriebsvermögen gehören alle Teile einer wirtschaftlichen Einheit, die dem Betrieb ein cd Gewerbes oder der Ausübung eines freien Berufes als Hauptzweck dienen. Reu ist hieran wie bereits früher ausgeführt, dah nach dem Entwurf die freien Berufe hinsichtlich ihres Vermögens den Gewerbetreibenden völlig gleichgestellt find. Tie Entwickelung der letzten Iahre hat vielfach die Erfahrung gezeigt, dah Unternehmer Teile ihres Betriebes oder oft den ganzen 'Betrieb selbst an andere Personen oder Gesellschaften verpachtet haben. Die Folge war. dah Der Verpächter den Betrieb nicht zu feinem Betriebsvermögen rechnete, sondern als sonstiges Vermögen versteuerte. Auch beim Pächter konnte eine Versteuerung als Betriebsvermögen nicht in Frage kommen, da es ihm überhaupt nicht gehörte. 3n diesem Fall sollen fortan solche Gegenstände des Anlagekapitals txnrn zum Betriebsvermögen gerechnet werden, wenn sie nach Art und Menge im Wesentlichen zur Ausübung eines selbständigen Gewerbebetriebs geeignet wären. Grundstücksflächen erfahren hierbei wieder eine gesonderte Behandlung. Vach der seitherigen Rechtslage war es zweifelhaft, ob landwirtschaftliche Grundstücke, Mietwvhngrundstücke usw.. die einer Aktiengesellschaft einer G. m. b H. oder einer anderen ®r- werbsgesellfchast gehörten, Betriebsvermögen seien. Es wurde in der Praxis wiederholt anerkannt. das) solche Gesellschaften auch sonstiges Vermögen besitzen können. Vunmehr ist feft- gclegt, dah alle Gegenstände, dir Aktiengesellschaften. G. m. b. H. Genossenschaften, ferner offenen Handelsgesellschaften, Kommanditgesellschaften und anderen ähnlichen Gesellschaften gehören, zum gewerblichen Detriebsvernrögen zählen. Hieraus geht hervor, dah in Zukunft auch offene Handelsgesellschaften. Kommanditgesellschaften usw. als solche zur Vermögenssteuer herangezogen werden, wahrend nach dem seitherigen Recht das Vermögen dieser Gesellschaften nur anteilig bei den einzelnen Gesellschaftern selbst ersaht wurde. Ausländische ‘Betriebsstätten inländischer Firmen gehören nur dann nicht zum inländischen Betriebsvermögen, wenn sie selbständig, also nicht Teile des inländischen Betriebs sind. Wenn dagegen her in Frankfurt a. M. ansässige Inhaber einer Automobilfabrik in Oesterreich eine Filiale unterhält oder wenn selbst das ganze Fabrikanwesen einet Aktiengesellschaft sich tn der Schweiz befindet, die Leitung des Betrrebs aber ihren Sitz in Berlin hat. so sind diese ausländischen Brtriebsstätten Teile des inländischen Betriebsvermögens. Hier ist jedoch insofern durch § 26 eine Sonderbestimmung getroffen, als der auf die ausländischen Betriebsstätten entfallende Teilbetrag des Einheitswertes gesondert zu ermitteln ift , , Hinsichtlich der Bewertung des gewerblichen Betriebsvermögens ist in § 33 der Grundsatz ausgestellt, dah die Vorschriften der Reichsabgaben ordn ung § 137 Abs. 2, 139 Abs. 1 Anwendung finden sollen. D. h. also, jede wirtschaftliche Einheit ist für sich zu bewerten und innerhalb der wirtschaftlichen Einheit sind die einzelnen Teile mit dem gemeinen Wert anzu- fchen. Vicht ausgenommen ist die Vorschrift des § 139 Abs. 2. wonach die Gegenstände des Anlagekapitals mit dem Anschaffungs- oder Herstellungspreis in Ansah zu bringen sind. Es ist also auch hier der gemeine Wert mahgebend. Grund für diese Regelung ist der ilmftanb, dah bic Anschaffung dieser Gegenstände teils zu Goldmarkpreisen. teils mit Papiermark erfolgt ist und damit für gleiche Werte ganz verschiedene Berechnungen erfolgen mühten. Don dem Betriebsvermögen sind die im wirtschaftlichen Zusammenhang stehenden Schulden abzugssähig mit Ausnahme der Belastungen auf Grund her Rentenbankverordnung und des 3n- dustriebelastungs- und Aufbringungsgesetzes. Ferner ist. wie bei der ‘Bennogendfteuer 1924, bei Erwerbsgesellschaften der Abzug des Grund- oder Stammkapitals nicht gestattet. Gehören zu einer gewerblichen Unternehmung Mietwvhngrundstücke oder landwirtschaftliche •) Dgl. Vr. 102 und Vr. 104 des „®. A". Güter, so wurden diele seither höher bewertet, als wen»» sie losgelöst von dem gewerblichen Betrieb zu versteuern gewesen wären. Der Unterschied ist nunmehr durch 8 31 Abs. 2 beseitigt. Diese Vermögensgegenständr sollen in Zukunft so behandelt werden, als wenn sie zum inländischen landwirtschaftlichen bzw. zum Grundvermögen gehören würden. Mahgebend für die Bewertung ist der Stand am Hauptfeststellungsstichtag. am 31. Dezember. Während nun nach dem DermögenSsteuergesetz für 1924 gestattet war. dah Betriebe, deren Geschäftsjahr nicht mit dem Kalenderjahr zu- sammenfiel, wenigstens für die Feststellung des Deirnögens nach Art und Menge den letzten Abschluß zu Grunde legen durften, ist diese Möglichkeit jetzt auch bezüglich der Bewertung wieder zugelassen. Der Dorsihende des Gewerbeausschusses kann jedoch, wenn sich auhervrdenlliche Mißverhältnisse ergeben, für die Bewertung den HauptfeststellungSstlchtag als mahgebend an- nehmen. Bei Erwerbsgesellschasten, deren 2lnteile an der Börse gehandelt werden, soll die Bewertung des Vermögens nach der Summe der Steuerkurswerte eine gesetzliche Mindestbewertung darstellen. Der Grund dafür, dah man die Summe der Steuerkurswerte nicht allgemein als mahgebend anerkennt, liegt nach der Begründung zu dem Entwurf darin, dah die Kurse, obwohl sie im allgemeinen den Wert darstellen, mit dem sich bic Wirtschaft gegenseitig selbst bewertet, doch oft mehr oder weniger durch besondere Umstände. wie Majoritätskämpfe, Spekulationskäufe usw. stark beeinflußt werden. Deshalb wird auf sie nur guriiefgegriffen, um die untere Dewer- tungsgrenze zu ermitteln. Wenn die Gesellschaft nachweist, dah der sich aus der Summe der Kurswerte ergebende Vermögenswert um mindestens ein Viertel höher ist als der Betrag, der sich auf Grund der Beweriungsvorfchriften ergeben würde, so ist letzterer mahgebend. Von 3nteresse ist noch die Vorschrift des § 33 Abf. 3, nach welcher in keinem Fall der Einheitswert des gewerblichen Betriebs hinter her Summe der Werte zurückbleiben darf, mit denen die einzelnen Gegenstände des Anlagekapitals zu bewerten sind. Es muh also ein Fabrikunternehmen mindestens mit dem Wert in Ansatz gebracht werden, welchen die Grundstücke nebst Gebäuden und Maschinen tatsächlich besitzen. Zwecks Milderung der Doppelbesteuerung rst endlich im Anschluß an die Zweite Eteuernot- Verordnung bestimmt, dah zwar die Gesellschaft selbst voll ersaht, die Anteile in der Hand der Anteilseigner- (Aktten, Geschäftsanteile usw.) aber nur mit dem halben Wert herangezogen werden. Bezüglich des Verfahrens bei der Festsetzung der Einheitswerte des ausländischen Betriebsvermögens ist zu bemerken, dah dieses ähnlich geregelt ist, wie bei der Bewertung des landwirtschaftlichen Vermögens, nur, dah an Stelle des Grundwertausschusses der Gewerbeausschuh tritt. Diesem gehört als stellvertretender Vorsitzender ein Beamter an, der tunlichst mit den Aufgaben der Bewertung von Betriebsvermögen vertraut sein soll. 3. Das inländische Grundvermögen. Zum inländischen Grundvermögen gehört der Grund und Boden, soweit er nicht a) landwirtschaftlichem oder b) gewerblichem Betrieb dient. Vach der Abgabenordnung galt gemäß § 152 Abs. 1 hier der gemeine Wert und bei bebauten Grundstücken, die Wohnzwecken zu dienen bestimmt waren, und bei denen die Bebauung und Benutzung der ortsüblichen Gepflogenheit entsprach, der Ertragswert. Die Unterscheidung bleibt auch jetzt im Entwurf beibehalten. Grundstücke, die in ortsüblicher Weise bebaut sind, sind mit ihrem Ertragswert zu bewerten. Man verfolgt dabei den Zweck, gleichartige Grundstücke auch möglichst gleichartig zu bewerten und schließt deshalb auch das Recht des Grundstückseigentümers aus, nach seiner Wahl Bewertung mit dem gemeinen Wert zu verlangen. Bei der Ermittlung des Ertragswertes ist der nachhaltig im Durchschnitt erzielbare Ertrag zugrunde zu legen, und zwar soll von dem wirklichen Reinertrag nach Abzug der tatsächlichen 3nstandhaltungskosten ausaegangen werden. Vach den Vorschriften der Reichsabgabenordnung war ein Fünftel des Rohertrags ohne weiteren Vach- weis als Pauschale für die Grundstückskosten abzugsfähig. Der Entwurf schlieht sich dem an, behält nur die Bestimmung des Prozentsatzes zur Abgeltung der Grundstückslasten dem Reichs- minifur der Finanzen vor, da J>ie Grundstückslasten heute in ihrer Höhe noch erheblichen Schwankungen unterliegen. Aehnlich wie bei der Bewertung deS landwirtschaftlichen Vermögens bleibt auch hier die Festsetzung' des Multiplikators für die Kapitalisierung des Ertrags, der früher 25 betrug, mit Rücksicht auf die noch flüssige Zinsbewegung her Ausführungsbestimmung überlassen. Grundstücke, die nicht in ortsüblicher Weise bebaut sind, oder die sich im Zustand der Bebauung befinden, sind mit dem gemeinen Wert heranzuziehen. Hierher gehören z. D. Villen. Schlösser usw, bei denen der Ertragswert weit hinter dem wirklichen Wert zurückbleiben würde. Entsprechend den seitherigen Vorschriften der Abgabenordnung gilt für das sog. Baugelände ebenfalls der gemeine Wert. Unter Baugelände versteht man Grundstücke, die nach ihrer Lage und sonstigen Umständen als Bauland oder als Land für Derkehrszwecke anzusehen sind, z. B. wegen ihrer Lage innerhalb des Ortes, und bei denen in absehbarer Zeit mit einer Bebauung tatsächlich zu rechnen ist. Als Mindestgrenze für den Wert von bebauten Grundstücken ist immer der Wert anzu- sehen, der für den Grund und Boden allein als Baugelände in Betracht kommt. Da wir gegenwärtig noch unter der Herrschaft der Wohnungszwangswirtschaft leben, würde die Bewertung nach dem gegenwärtig ost sehr geringen Ertrag keineswegs eine genügende Grundlage für den wirklichen Wert bilden. Cs ist deshalb in § 76 dem Reichsfinanzminister Vorbehalten, über die Bewertung von Grundstücken, die der staatlichen Zwangswirtschaft unterliegen, abweichende Bestimmungen zu treffen. 4. Ausländisches landwirtschaftliches, ausländisches Betriebsund ausländisches Grundvermögen. Hierauf sollen die Vorschriften der Reichs- abgabenorbnung Anwendung finden. 5. Sonstiges Vermögen. §38 des Entwurfs enthält eine eingehende Aufzählung der Gegenstände, die zum sonstigen Vermögen gehören. Sie lehnt sich im wesentlichen an das seitherige Vermögenssteuergeseh an, mit einigen Ausnahmen: a) Urheberrechte sind von der Vermögenssteuer befreit, wenn sie nicht einem Dritten gegen die Verpflichtung zur wiederholten Zahlung fest vereinbarter Beträge auf bestimmte oder unbestimmte Zeit zur Ausnützung übertragen worden sind. b) Renten, Ansprüche aus Lebensversicherungen, Zahlungsmittel, Bankguthaben, laufende Guthaben gehören nur dann zum sonstigen Vermögen, wenn sie einen gewissen Wert übersteigen. c) Ebenso Schmucksachen, Luxusgegenstände, Kunstwerke, die nicht mehr nach dem Anschaffungspreis, sondern nach dem gemeinen Wert zu bewerten sind. Besondere Vorschriften sind schließlich noch getroffen über die Behandlung der Wertpapiere. Mit Rücksicht darauf, dah nach den gemachten Erfahrungen von den Erwerbsgesellschaften auf die Gestaltung der Kurse am Stichtag ein unerwünschter Einfluß ausgeübt wird, ist vorgesehen, daß für die Festsetzung der Steuerkurswerte ein vom Feststellungsstichtag abweichender Stichtag als maßgebend bestimmt werden kann. Die Steuerkurswerte werden von den Börsenvorständen bzw. von Sachverständigenausschüssen ermittelt und vom Reichsminister her Finanzen festgesetzt und veröffentlicht. 6. Das Gesamtvermögen. Bei der Bewertung des Gesamtvermögens wird es sich im wesentlichen nur um eine Zusammenrechnung der bereits sestgestellten Cin- heitswerte handeln, eine Mitwirkung von Ausschüssen kommt deshalb hier nicht mehr in Frage. Schließlich ist im Zusammenhang des Gesamtvermögens noch bestimmt, wie schon früher ausgeführt, dah Anteile an Offenen Handelsgesellschaften, Kommanditgesellschaften und anderen Gesellschaften, bei denen die Mitglieder als Mit- untemehmer anzusehen sind, sowie die zum gewerblichen Betrieb einer solchen Gesellschaft gehörigen Gegenstände nicht zum Vermögen des Gesellschafters gehören, eben weil sämtliche Gegenstände, die einer offenen Handelsgesellschaft usw. gehören oder im Eigentum aller an der Gesellschaft beteiligten Gesellschafter stehen und dem Betrieb der Gesellschaft dienen, einen selbständigen gewerblichen Betrieb bilden. Beim Dreimonatsabzug wird nicht darauf abgestellt, welche Beträge zur Bestreitung der laufenden Ausgaben für das erste Viertel des neuen 3ahres erforderlich sind, sondern, dah die Beträge an Zahlungsmitteln und lausenden Guthaben aus den in den letzten drei Monaten bezogenen oder fällig gewordenen Gehältern und Löhnen herrühren und die Zahlungsmittel und Guthaben nicht zum sonstigen Vermögen gehören. Die Korridor-Tragödie. Don Paul Steinfurth. Danzig. Anfang Mai 1925. Die schwere Eisenbahnkatastrophe von Stargard wirkt wie ein Blitzlicht in dunkler Vacht. das die furchtbaren und unglückseligen Verhältnisse des deutschen Ostens grell beleuchtet. Die ganze Verlogenheit der polnischen Berichterstattung kann jetzt nicht mehr darüber hinwegtäuschen, dah die Schuld an diel er entsetzlichen Tragödie Polen trifft. 3enes Polen, dessen Geschichte bewiesen hat. dah eS immer nur zerstören und nie aufbauen konnte, jenes Polen, das jetzt wieder ein blühendes und wohlorganisiertes Stück deutschen Landes an sich gerissen bat. um es verludern und verkommen zu lassen. Vicmand weih, ob nicht morgen oder übermorgen aus diesem oder jenem Gebiet des öffentlichen Lebens eine noch viel größere Katastrophe eintritt. Dieselbe Ursache hat ja oft so verschiedene Wirkmrgen. und darum ist es notwerrdig und darum verlangt die Stimmung hier im Osten gebieterisch, dah die dreihig Landsleute, hie der abstürzende Zug unter sich begrub, nrcht umsonst gestorben sind, dah man sich vielmehr in Deutschland darüber klar sei: 3eht muh der Hebel angeseht und das Problem des deutschen Ostens in seiner ganzen Ungeheuerlichkeit vor aller Welt auf gerollt werden. Man muh sich einmal vor Äugen halten, dah sich das polnische Lokonwtivperfonal, das den Schlüssel zu den Türen der Zugwagen in der Tasche trägt, durch Absprung retten konnte, wahrend die eingeschlosie- nen deutschen Fahrgäste der abgestürzten Wagen elend ums Leben kamen oder schwer- verletzt wurden. Voch aber hat man nichts davon gehört, wann das im Pariser Abkommen von 1921 vorgesehene Schiedsgericht zusammentritt. Es ist Nar, daß Polen diesen Fall zu verhindern suchen wird, well er Ergebnisse zutage fördern würde, bic ganz automatisch zum mindesten gewisse Abänderungen des jetzigen Zustandes herberführen müßte. An sich ist diese Angst der Polen beg versuch. Eine hohe und international geschätzte Persönlichkeit des deutschdenkenden Ostens sagte mir: „Don den vielen Ausländern und namentlich den Engländern und Amerikanern, die uns besuchen, geht niemand wieder fort, ohne eingesehen zu haben, daß das. was der Versailler Vertrag hier künstlich geschasien hat. nicht von Dauer sein kann." Deutschland muß, wenn es mit eipet seiner Provinzen verkehren will, durch ein Land, bas, obwohl es beutsch ist, einem fremden Staat einverleibt und damit unserem Einfluß und unferer Kontrolle entzogen wurde Aber es ist nicht nur der Korridor. Der Korridor und Danzig sind ein Problem, das unmöglich zu teilen ist. Die Bote, in der die Alliierten seinerzeit auf den deutschen Protest gegen den Raub antworteten, unterstrich ausdrücklich, baß beide Gebiete dem Deutschen Reich nur im 3nteresse Polens genommen wurden. 3etzt verkümmern sie. Die Weisen von Versailles haben geglaubt, mit ihrer Danziger Patentlösung einen Zustand geschasien zu haben, der bic Polen befriedigt und die Zukunft dieses Gebietes sicherstellt. 3n Wirklichkeit ist keine dieser beiden Hoffnungen in Erfüllung gegangen. Denn der Kern des ganzen Danziger Problems ist. daß Polen durch den Friedensvertrag durchaus nicht zufriedengestellt wurde und baß es nun auf Umwegen erreichen will, was ihm auf „legalem" Wege nicht gelang. Daher der verzweifelte Kampf Danzigs um das bißchen politische Sclbständig- keit, bas ihm noch geblieben ist Bis jetzt sind durch die 3nstanzen des englischen Völkerbund- kommissars 46 Streitfälle gelaufen. Es begann mit ixn: Forderung Polens, daß Danzig die Begleitung polnischer Transporte durch polnisches Militär gestatten müsse. Es folgte eine lange Reihe von Uebergriffen bei jeder Gelegenheit, mochte es sich nun um die Begrüßung fremder Kriegsschiffe ober um die Anbringung polnischer Briefkasten oder um sonst eine Gelegenheit handeln, die den Polen günstig schien, Danzig ganz und gar unter ihre Souveränität zu bringen. Unter dieser ewigen Unruhe ist die wirtschaftliche Lage der sogenannten Freistabt Oberhessisches Museum und Gailsche Sammlungen. Don Professor 5) e Imke, Denkmalpfleger für die Bodenaltertümer in Oberhessen. Das milde Wetter uub die wirtschaftlichen Verhältnisse haben es mit sich gebracht daß das Ober- hessische Museum am Brandplatz im Winter nur zwei Monate geschloßen bleiben brauchte: es kam dazu, daß der treubcwährte Diener, Herr Ohr, trotz einer schweren Fußverletzung daraus drängte die Pforten des Museums wieder zu offnen. So ist d,c schöne Sammlung feit Anfang März dem Publikum zu den gewohnten Sonntagsstunden (11 bis 1 Uyr) roieber zugänglich, eine Möglichkeit, die von melen (ehr' eifrig benutzt wird. Ein großer Fortschritt ist es, daß die städtische Baubehörde den alten He i - benturm wieder neu hat decken lassen: zwar Darf auch jetzt noch der Turm selbst nicht betreten werden, aber der Burghof mit seinem wundervollen Ziehbrunnen und seinen altertümlichen Fachwerkwänden übt wieder die alte Anziehungskraft auf den Beschauer aus, der mit offenem Auge und Herz die Schönheit des Vergangenen auf sich wirken läßt. Die Sammlungsräume selbst bieten noch das gewohnte Bild, aber überall ist Neues hinzugekommen-, jedes Stück, sei es auch in den Augen des Schenkenden noch so unscheinbar, trägt dazu bei, Lücken auszufüllen und die Kenntnis der Vergangenheit zu erweitern, mag es nun ein altes Bild, ein Gefäß, eine Münze oder ein Handwerksgerät fein. Auch in diesem Jahre sind die Gaben schon recht reichlich geflossen. So verdanken wir Herrn Der- mesiungsrat Kalbfleisch (Gießen) zwei Grenzmarken, die ersten, die das Museum erhalten hat: sie liegen außer Scherben u. dgl. ost unter alten Grenzsteinen und sind bei Grenzstreitigkeiten von großer Wichtigkeit. Herr Direktor L e m m d schenkte vier Bilder der früheren Aktienbrauerei am Leih- gefterner Weg, die das Wachsen und Werden dieses industriellen Unternehmens in sinnfälliger Weise zeigen; noch heute erkennt man die einzelnen Entwicklungsstufen deutlich an dem Hauptbau Der Gummisabrik von Poppe, die die Anlage jetzt benutzt. Auch das T e x t i l z i m m e r hat neuen Zuwachs erhalten: Stickereien, Seidenbänder, Schleier, Umhänge, Stickmuster und Fächer aus Altgießener Besitz sind durch die Vermittlung von Herrn Amtsgerichtsrat Jockel in das Museum gekommen. Ferner ist die Bildersammlung durch einen Gießener Stich von Meißner und Ansichten vom Schiffenberg und der Badcnburg erweitert worden: es sind dies die letzten Gaben des verstorbenen Geheimen Kommerzienrats Dr. W. G ail, der so unendlich viel für das Gedeihen der nach ihm benannten Sammlung getan hat; aus feiner Hand stammen auch zwei Albums, ein Riechfläschchen, Puppenzinn und ein Briefmarkenalbum, das die Zeit von 1919 bis 1923 umfaßt. Dazu kommen zwei Glasleuchter und eine alte Petroleumlampe, die die reichhaltige Beleuchtungssammlung des Museums vervollständigen. Eine Reisegabel verdanken wir Herrn Amtsgerichtsrat I ö ck e l, ebenso ein Tinten- unb Sandfaß; besonders erfreulich ist es, daß wir beim Abhalten von Versteigerungen auf Altertümer aufmerksam gemacht werden, wie es in dankenswerter Weife Herr Benner II. getan hat. Am Ende dieser Auszählung soll noch die Direktion der Brauerei Denninghoff genannt werden, die dem Oberhefsischen Museum zwei Westerwälder Salbtöpfchen des 18. Jahrhunderts und einen Siegburger Trichterkrug (16. Jahrhundert) überwiesen hat, Funde, die bei Bauten der Brauerei im alten Stadtgraben erhoben worden sind. Alle Geber verpflichten die Direktion des Museums zu herzlichem Dank; vielleicht regt die Aufzählung der geschenkten Stücke noch andere an, ihre alten Speicher auf solche Dinge zu durchforschen, die im Museum zu neuem Leben erwachen können. Besonders zu begrüßen roäre es, wenn aus alten Beständen die Sammlung der Beleuchtungsgegenstände durch einen Wachsstock I mit Behälter ergänzt werden könnte; diese waren | noch vor fünfzig Jahren teilweise im Gebrauch. Aus der Vorgeschichte unserer Hei- m a t schenkte Herr Oberlandmesser PI a n z eine halbe Steinaxt, die an der Straße Lißberg—Schwik- kardshausen gefunden wurde. Wie immer, so hat auch diesmal wieder der uralte Kulturboden von Leihgestern dem Oberhessischen Museum reiche Gaben geliefert; hier waltet Herr Lehrer L o tz in unermüdlichem Eifer seines Amtes als Vertrauensmann der Denkmalpflege, nicht nur, indem er andauernd das Gelände beobachtet und Funde sammelt, sondern auch dadurch, daß er die Leute feines Heimatsortes aufklärt und besonders die Jugend mit der Vorgeschichte ihrer Heimat bekannt macht. So steht, die Bevölkerung von Leibgestern mit an erster Stelle unter denen, die im Kreis Gießen um die Aufhellung dek Vorgeschichte Oberhessens bemüht sind. Aus einer Grube im Ort selbst rühren Scherben, Hirschgeweihstücke und eine kleine Steinmühle her, diese Stücke gehören der jüngeren Steinzeit an. Der wichtigste Fund aber wurde im Gelände des Neuhofs gemacht, wo Herr Gutspächter Müller hat dränieren lassen. Hier wurden eine Anzahl Baracken und Hütten durch die Gräben durchschnitten, die nach den spärlichen Resten nicht als länger benutzte Wohnungen angesprochen werden dürfen, sondern nur als Unterkunftsstätten für Hirten gedient haben können; dazu paßt es, daß auch gestreckte, bis 12 Meter lange Räume freigelegt wurden, die — nach anderen ähnlichen Fundstellen — als Dieh- ftälle verwendet worden sind. Das Land ist wasserreich, mit einer starken Quelle in der Nähe, und ist noch heute zum Teil Wiese. Etwas oberhalb von diesen Anlagen aber wurde ein Grab der sogenannten Urnenfelder stufe (Uebergang von der Bronze- zur Hallstattzeit, um 2000 v. Ehr.) entdeckt, das genau untersucht werden konnte. Es bestand aus einer mächtigen Tonurne, die leider ganz zermürbt und zerbrochen war und nicht erhalten werden konnte. Sie war von einer starken Steinpackung aus Basalt umstellt und überbaut, und die Steine waren durch ihr Gewicht teilweise in die von einer Tonschüssel bedeckte Urne eingebrochen. Im unteren Teile der letzteren lagen Asche und Knochenreste des verbrannten Toten; ferner befanden sich eine Reihe kleinerer Näpfe und Gesäße darin, von denen acht wieder zusammengesetzt und ergänzt werden konnten. Von Metall kam nur der Kopf einer Bronzenadel zutage. Auch bei diesem Fund war die Schnelligkeit erfreulich, mit der dem Denkmalpfleger seitens des K u 11 u r b a u a m t e s Gießen, des Unternehmers Sommer aus Leihgestern und des Vertrauensmannes für Denkmalpflege Meldung erstattet wurde. — Der Fund ist wieder ein Beweis dafür, doß die Gemarkung Leihgestern von den frühesten Zeilen der Vorgeschichte an durch alle Kulturstufen hindurch stark besiedelt gewesen ist. Ein prächtiges Fundstück wurde dem Museum auch aus Rödgen überwiesen, wo auf dem Baumstück von L. Brück IV. ein geschliffenes Steinbeil aus Syenit gefunden wurde; hier müssen die Der- hältnisie noch genauer feftgefteUt werden. Die letzten Tage des April brachten noch eine Ueberraschung, da bei den Planierungsarbeiten auf dem Trieb vier Brandgräber der frühen Hallstattzeit (etwa 900 v. Ehr.) gefunden wurden, deren Inhalt dem Oberhessischen Museum überwiesen wurde. Beide Gräber liegen in dem Bereich des Gefangenenlagers, abseits der großen Hügelgruppen auf dem Exerzierplatz; leider ist durch frühere Erdabtragungen der obere Teil der Haupturne schon zerstört worden, trrkbem bilden die kleinen Beigefäße, die z.T. gut erhalten sind, eine wertvolle Ergänzung des Bildes, das wir uns von der Besiedlung des Triebs in vorgeschichtlicher Zeit machen können. Die Herren Der« waltungsinspektor Müller, Techniker Zwet' ch und Schachtmeister Müller haben sich um die Bergung und Meldung der tfunbe sehr verdient gemacht Gießener Stadttheater. Puccini: „Madame Butterfly". Gastspiel der Frankfurter Oper. Puccini ist stets ein Mittelpunkt Im Widerstreit der Meinungen gewesen. Man lehnt ihn ab, man will ihn nicht verstehen. Jo, vis fium Fanatismus steigert sich der Kamps um ihn, und es gehört sogar zum guten Ton, über Puccini herablassend zu lächeln, ohne ihn jemals im Grunde seines Wesens erkannt zu Haven. Da stoßen Eigenarten von Rationalitäten hart aufeinander. Der affektiv veranlagte Südländer ist primär, ursprünglich naiv in seinen, Fühlen, seiner Leidenschaft, er gibt sich als der, der er ist: für ihn ist alles Wirklichkeit, gegebene Realität und in seinem aufwallenden Temperament geht er oft über das hinaus, was uns als gegebenes Mast erscheint. Der Nordländer in seiner Verhaltenheit neigt zu idealisierender Reflektion, für ihn erscheinen die Dinge, die Begebenheiten vergeistigt. Und darum wendet .sich der Nordländer meist von jenem Realismus ab, den der Italiener auf der Bühne darstellt: denn für den Menschen des Rordens bietet das Theater Darstellung von Handlungen, denen irgendwelcher symbolischer Wert beizumessen ist, und wir haben wohl kaum eine nordische Oper, Die gänzlich frei von allegorischen Einmischungen wäre Der Südländer aber lebt selbst in der Maske, und über sie hinaus erhebt er sich als Mensch, und als Mensch wird er dann zum Heroen (Rigoletto, Bajazzo, Butterfly). Denn Theater ist für ihn Handlung, reales Leben und Kämpfen warm durchbluteter Menschen: jeder verzweifelt. Die früher blühende Stadt Danzig zählt unter ihren 200 000 Einwohnern allein 15 000 Arbeitslose, der Handel, von altersher der Haupterwerbszweig der Stadt, liegt darnieder. Don Deutschland ist Danzig durch die -Zollunion mit Polen abgeschnürt. Die lebhaften Beziehungen nach Rußland sind infolge des schlechten Verhältnisses zwischen Rußland und Polen nahezu abgebrochen. Rach Polen .selbst geht der Handel immer stärker zurück, weil die polnische Strategie mit kalter Lieberlegung darauf hinausläuft. Danzig aus?, uh ungern und zu erdrosseln. Der wirtschaftliche Boykott, der mit der Briefkastenaffäre einsetzte, dauert irun schon monatelang. Sind die Kreditverhält- nisse Polens in den letzten Jahren ohnehin denkbar schlecht gewesen, so überbietet die Art, wie der Danziger Kaufmann jetzt behandelt wird, noch sich selbst. Ilm das Bild vollständig zu machen, genügt die Hinzufügung, daß allein der seewärtige Warenverkehr gegenüber der Vorkriegszeit bis zu mehr als der Hä l f te zürückg eg a n g eN ist. Lind selbst in dieser verzweifelten Lage hat Danzig, hat sein Senat, hat seine Bevölkerung bis heute treu zu seinem Deutschtum gestanden, obwohl es weiß, dah aller Drück aufhören wird, wenn es sich morgen den Polen in die Arme wirft, eine Freude, die Polen allerdings nicht erleben wird. Die Katastrophe von Stargard stellt dieses Stück deutschen Schicksals erneut scharf vor unser Auge, dieses Stück deutschen Schicksals, das eigentlich drei Tragödien enthält: die des heroischen Kampfes Danzigs, die des dem langsamen Verfall überantworteten Korridors Und schliestlich die der Insel Ostpreußen. Das Slawentum, gegen das deutsche Ordensritter, freiheitlicher Hansegeist ünd preußische Zähigkeit jahrhundertelang im Kampfe gelegen haben, drängt von neuem nach dem Westen und sucht dieses Land an sich zu reißen. Hier entscheidet sich das deutsche Schicksal Nicht minder als in dem Kampf um den Rhein. Immer wieder kann man von denen, die hier in den Ost marken den erbitterten Kamps um ihr Deutschtum führen, hören, daß sie nur ihre Pflicht tun, aber auch die Erwartung, daß Deutschland sie nicht im Stiche lassen wird. a'jjui u —rBrr-nRagjmm muh in uiimimwwii Die Kanalisierung der Lahn. Das gegenwärtige Projekt. In der Hauptversammlung des Fulda- Lahnkanalvereins, die vor einigen Tagen tn Meßen stattfand und über die wir in unserer Rr. 101 schon berichteten, sprach der Geschäftsführer des Vereins, Direftor D a n s a - Limburg, tn einem fesselnden Vortrag über das Projett, das der Verein zur Verwirklichung der Lahn- Kanalisierung gegenwärtig verfolgt. Aus den Darlegungen ist folgendes hervorzuheben. Die größeren Projekte zur Kanalisierung der Lahn waren durch die Höhe ihrer Baukosten unwirtschaftlich. Man betrachtete ein Fahrzeug als vorgeschrieben und richtete die Wasserstraße unter enormen Kosten danach ein, statt das Fahrzeug nach der Ratur des Flusses zu bemessen. Der Fluß hat einen zweifachen Stempel: 1. Die Lahn ist schmal und viel gewunden: also ist ein schmales Schiff wünschenswert und ein recht bewegliches, gut steuerbares, also am besten ein Selbstfahrer. Die Verwendung anderer Fahrzeuge, von Schleppern und von Treidelei, ist habet nicht ausgeschlossen. 2. Die Lahn ist schon teilweise ausgebaut: wenn man sich an die Masse der vorhandenen Anlagen und an die Möglichkeiten, diese zu erweitern, hält, können die etwa 15 Millionen Kapital gespart und verwertet werden, welche in den fünfziger Jahren in die unvollständige Kanalisierung der Lahn verbaut wurden. Diese kann mit verhältnismäßig geringen Kosten fertiggestellt werden. Der Bau wird billiger und dadurch wirtschaftlich. Es kommt nicht auf die Gröhe des Schiffes an, sondern auf die Frachtersparnis, welche durch Jneinanderpafsen von Schiff und Wasserweg erzielt wird. Diesen Gedankengang schlugen auch seit 1911 die Erwägungen des Fulda-Lahnkanalvereins ein. Gs wurde auch nach Entwürfen von Geheimrat Flamm, dem schiffsbautechnischen Professor tn Charlottenburg, ein Dersuchs-Motorlastschiff gebaut, natürlich in den kleineren Abmessungen der bestehenden Schleusen, welches sich sehr gut bewährte. Leider unterbrach der Krieg seine 'Fahrten, und tn dessen weiterem Verlauf mußte es verkauft werden. Die für das vorliegende t Projekt als bestes Fahrzeug gedachten Delbst- , fahret entsprechen dem Versuchsschiff: nur wird * die Gesamtlänge 50 Meter. In den ziffernmäßigen Grundlagen für die r vorgesehene, dem Flußcharakter entsprechende Kanalisation ist nun eine außerordentliche Verbesserung dadurch eingetreten, daß als Länge des Schiffes 50 Meter statt 45 Meter beim 230-Tonnen-Projett von 1911 angenommen und dadurch die Tragfähigkeit auf 280 Tonnen gestiegen ist. Weil dabei die Betriebskosten für das Schiff die gleichen bleiben, werden die Schiffahrtsselbstkosten für die Einheit, die Tonne oder das Tonnenkilometer entsprechend verringert, die Wirtschaftlichkeit vermehrt. Der danach sich ergebende Vergleich zwischen den Masserfrachten und den konkurrierenden Eisenbahnfrachten zeigt im (üngetoogenen) Durchschnitt der 35 wichtigsten Frachtsätze eine Ersparnis von 66 Proz. zugunsten der Wasserfracht! Diese Ersparnis ist so ungeheuer, daß eine bedeutende Kanalabgabe, wie sie den leider heute so hohen Zinssätzen entspricht, daraus getragen werden Fann und den Verfrachtern doch noch ein sehr reichlicher Ruhen verbleibt. Dem notleidender' Bergbau und den Basalt- und Kalksteinbrüchen kann die Kanallsierung der Lahn und die billige Wasserfracht die Lebensmöglichkelt erhalten oder vielmehr eine neue Entwicklung geben; es können nämlich dann minder wertige und Stein-- .............■ .................... Torten abgeseyt werden, für welche selbst die Ausnahmetarife der Reichsbahn ganz untragbar sind. So schafft der Kanal Neue Arbeitsgel e g e°n h e i t und Wohlfahrt! Im ganzen wird der Verkehr nach gehöriger Entwicklung auf 1763 000 Tonnen geschätzt. Rach den ins Einzelne gehenden Feststellungen entfallen davon beinahe 80 Proz. auf die Maffen- guter, Erz, Steine, Ton und Kohlen. Für diese Güter, die Grundlagen der ganzen Volkswirtschaft, sind auch die billigsten Eisenbahnfrachten nicht billig genug. Andererseits verdient die Reichsbahn an deren Beförderung auch nichts, wenn sie nicht sogar zuseht. Ein'weiterer Fall des Verkehrs wird erst durch den billigen Wasserweg entstehen, weil die Cisenbahntarife einen Absatz nicht zulassen, wie zahlreiche Zuschriften von Interessenten beweisen. Unbedingte Rächhaltigkeit und Verstärkung der Verkehrs- Mengen auf dem Lahnkanal kamt erwartet werden; denn der verstorbene bedeutende Landesgeologe Dr. Ahl bürg schätzte in seinem Vortrag vom 29. Juni 1918 die noch nicht gehobenen Bodenschätze im Lahntal aus Roteisenstein mindestens 43 Millionen Tonnen, Brauneisenstein mindestens 15 Mill. Tonnen, Kall unerschöpflich, Basalt unbeschränkt, Ton unerschöpflich. Für den Anfanasverlehr wird stark eine Million Tonnen mit stark 100 Millionen Tonnenkilometern geschätzt, was sich gut mit früheren Annahmen deckt. Die verstärkte Ausnutzung der Wasserkräfte, welche auch längs der Lahn mit der Kanalisierung Hand in Hand geht, ist heute ein anerkanntes volkswirtschaftliches Gebot. Der Gesamtgewinn an Elektrizität, außer den 13 Millionen Kilowattstunden bei Cramberg, die bereits an die Lahnkraftwerke A.-G. vergeben sind, und wofür diese einen Bauabschnitt von etwa einer Million Kosten übernehmen, wird zu rund 47 Millionen Kilowattstunden im Jahr geschäht. Wenn man annimmt, daß davon zunächst nut Staustufen für rund 25 Millionen Kilowattstunden ausgebaut werden, und daß für die Kilowattstunde nur 0.5 Pf. Abgabe bezahlt werden, so beträgt die Jahreseinnahme zugunsten der Lahnkanalisation 125 000 Mark. Man kann wohl auch damit rechnen, daß durch die neue billige Krastgewinnung die Industrie und der W o b l st a n d und dadurch die Verkehrsmengen befruchtet werden. Durch die Regulierung des Lahnlaufes längs und guer wird nicht nur Kraft gewonnen, sondern auch der Hochwasserabfluß verbessert und die Hochwasserschäden, die an der ganzen Lahn von Marburg abwärts letzthin sehr bedeutend gewesen sind, verringert ober ganz hintangehalten. Für die neuen Wehre wurden aus dieser Rücksicht auch nur bewegliche Konstruktionen vorgesehen. Durch die Erbauung von Fischpässen auch neben den alten Wehren wird die Fischerei gefördert. Die Baukosten des Lahnkanals werden, wie schon eingangs erwähnt, durch die Erhaltung des Bestehenden und die Beschränkung aus einen kleinen Rahmen wesentlich verringert, und dadurch natürlich auch die laufende Belastung der Schiffahrt mit Abgaben. Wenn man einerseits die Verteuerung durch die heutige Erhöhung der Löhne und Materialpreise, andererseits die Verbllliguüg durch Vorwegleistungen wie bei Cramberg und durch die Fortschritte der Technik usw. in den letzten Jahren berückwohl charakteristisch für sich, aber doch wie jeder andere Mensch auch, natürlich, frei, unbeherrscht, ungezwungen, einfach im Denken und Handeln. Und wieviel stärker ist der Eindruck, wenn die Handlung auf der Bühne, die als Dichtwerk Wohl der llmfleHung in sinnliche Wirklichkeit bedarf, ihre sinnliche, affektive Bekräftigung durch eine Musik wie bei Puccini erhält, die seinerzeit in ihrer ReUheit Kraft ausstrahlte und bis heüte ihre Wirkung nicht verloren hat: denn der naiven Handlung, dem ursprünglichen Erleben vereint sich eine ebenso primär entsprungene Melodik, die packen mutz, weil sie charakteristisch und eine Ausstrahlung des Dramatischen ist. Und das ist Puccinis Größe: die melodische Linie, di: eben primär die Handlung tniterleben läßt. Daß Puccini einen machtvollen Faktor dar- stellt, das beweist die Zahl seiner Rachahmer, die gerade durch ihr Richtkönnen und Richt- verstehcn dem Meister geschadet haben. Raives Leben ist es, was sich in dem Schicksal der Madame Butterfly vor unseren Augen abspielt: das Schicksal in seiner vollsten Tragik läßt aber aus der Geisha eine Heldin werden. Ein Spielball der Laune des Leutnants Linkerton in der Marine der Ll. S. A. soll die kleine Geisha Cho-Cho-San, genannt Butter- 'lh. werden, indem er mit ihr die , Ehe auf Zett" eingebt. Sie aber erlebt nicht so wie ihre Gefährtinnen, sie geht ganz in ihrer Liebe auf. herzlich, naiv, ergeben, „wollt ihr mich nun lieben, em ganz klein wenig lieben? Dann gibt sich so em Magdlein, wie ich bitt, schon zu- ^cAn'" - ^^er die Liebe wächst Linkerton verläßt sie Sie aber lebt nur für ihn und hofft auf seine Wiederkehr, „wenn jung Rotkehlchen leis' im Reste zwitschern". Drei Jahre fichtigt, so stellt sich der Gesamtkvstenübcrschlag von der Mündung bis Gießen nach heutigen Preisen, trotzdem für pinvorhergesehenes 12 Prozent 1,5 Millionen eingestellt wurden, auf nur 15,2 Millionen, was selbstverständlich nur der Einbeziehung der vorhandenen Kanalisationsanlagen zu danken ist. Wenn Reich und Preußen davon einen angemessenen Teil — gedacht sind nur etwa vier Millionen — aus allgemeinen Mitteln der Landeskultur und wegen der Erwerbslosenfürsorge übernehmen, so kann mit einer durchschnittlichen Kanalabgabe von etwa 0,5 P f. für das Tonnenkilometer das ganze übrige Baukäpital mit 8 Prozeu t oct« zinst und getilgt werden, und trotzdem ergeben sich noch enorme Frachtersparnisse zugunsten der allgemeinen Wohlfahrt. Das Ergebnis der vorstehenden Darlegung ist dahin zusammenzufassen: Der Kanal und die Schiffahrt werden durch die Ausnutzung des Bestehenden und gleichzeitige Anwendung moderner Technik billig. Der schwer notleidende Bergbau und die Steinindustrie des Lahntals und seiner Rachbargebiete werden erhalten und in volkswirtschaftlich wichtiger Weise ausgedehnt, die Lebenskosten für die Bevölkerung durch Verbilli- gung der Kohlenfracht usw. herabgesetzt. Es werden neue Wasserkräfte zur Elektrifizierung gewonnen. Hochwasserabfluß und Fischerei werden gefördert. Die im Gebiete des Kanals angenommenen Bodenschätze sind unerschöpflich und die daraus zunächst angenommene jährliche Verkehrsmenge genügt, um die Finanzierung bei einer mäßigen Abgabe zu tragen. Dadurch, daß die Hälfte des Kanalbaues schon von unseren Vorfahren hergestellt und nur die unvollständige Anlage zu ergänzen ist, stellt sich die Kanalisierung der Lahn finanziell so günstig, wie vielleicht kein zweiter Fall in Deutschland. Es gilt nur, auf dem vor 80 Jahren durch den Staatsvertrag von 1844 von der nassauischen, preußischen und hessischen Regierung gelegten Fundament den Bau zu vollenden! An den Vortrag schloß sich eine rege Aussprache an, in der die Rotwendigkeit der Ausführung dieses Projekts allgemein betont wurde, ohne deswegen das größere Ziel der Verbindung mit der Weser preiszugeben. Vertreter von Marburg wünschten, die K a - nalisierung nicht nur bis Gießen, sondern bis Marburg vorzunehmen. Eine Entschließung im Sinne des Referenten Und der Versammlung soll vom Vereinsvorstand an die maßgebenden Regierungsstellen gerichtet werden. Aus der Provinz. ^attvkrcrs Girsren. £ Wieseck, 6. Mai. In der Erwerbslosenfürsorge ergab sich im Monat April folgendes Bild: ES wurden unterstützt am 1. April 41 männliche, 5 weibliche Erwerbslose mit 58 Zuschlagsempfängern ; am 7. April 42 männliche, 5 weibliche und ;8 Zuschlagsempfänger: am am 15. April 34 männliche. 7 weibliche und 54 Zuschlagsempfänger: am 22. April 31 männliche, 6 weibliche und 47 Zuschlagsempfänger: am 30. April 31 männliche, 6 weibliche und 47 Zuschlagsempfänger. Außerdem bezogen 2 0 Kleinrentner und 59 Sozialrentner Unterstützung. Im jetzt abgelaufenen Rechnungsjahr 1924 beläuft sich der Gesamtaufwand in der Erwerbslosenfürsorge auf 22380 Mark, in der Sozial- und Kleinrentnerfürsorge auf 7575 Mk. .An Winter- belaufen wurden aufgewendet an Erwerbslose 1970 Mk., an Sozial- und Kleinrentner 1395 Mk. Kreis Friedberg. ss. Friedberg, 6. Mai. Die an der I u - gendbewegung beteiligten Vereine und Verbände, wie die Pfadfinder, die Turnerjugend, der Wandervogel, der Quickborn usw., hielten am Montagabend in der Turnhalle eine gemeinsame Tagung ab, um alle für die Jugendbewegung interessierten Kreise zu einem Jugendring zu- sammenzuschlieißen. Die Anregung fiel allseits auf fruchtbaren Boden. Die Vereinigung wurde b e - gründet; zum Vorsitzenden wurde Lehrer Reinhardt gewählt: auch die bessere und ernstere musikalische Ausbildung soll in Betracht gezogen werden. Herr Siegler wurde zum Vorsitzenden des Singe- treises bestimmt. Der Zweck der Vereinigung ist hauptsächlich die Beteiligung an der gemeinsamen Arbeit für die Jugendbewegung, besonders auch für die Gründung und Unterhaltung von Jugendherbergen. elastische Atom- und Molekül Zusammenstöße: firiftall- struktur und tolloidchemische Themen. — Das Post- auto der Strecke Bensheim—Lindenfels kam, als es eine Steigung nehmen wollte, ins Rutschen, wobei der Anhängerwagen gegen einen Stein stieß und umsiel. Die Insassen kamen mit dem Schrecken davon, oder erlitten leichte Verletzungen durch Klaslplitler. spd. Mainz, 6. Mai. Ein mächtiges Feuer, bei dem zahlreiche Personen zu Schaden kamen, wütete in der vergangenen Nacht im Hause Zanggasse 0. Vermutlich durch eine mit glimmender Asche gefüllte Holzkstte brach im Treppenhause der Brand aus, der rasch on der Treppe e m p o r z ü n g e l t e und sämtliche im Hause befindlichen Bewohner in höchste Lebensgefahr brachte. Die Feuerwehr mußte 15 Personen über nur zwei Rettungsleitern und durch Abspringen in Sprungtücher in Sicherheit bringen. Dabei wurden zwei Personen lebensgefährlich, mehrere leichter verletzt. Insgesamt mußten 15 Personen dem Krankenhaus zugeführt werden. Eine alte, seit drei Jahren bettlägerige Frau mußte gleichfalls über Rettungsleitern ins Freie gebracht werden. Da die Feuerwehr sich zunächst mit der Rettung der zahlreichen Menschenleben beschäftigen mußte, nahm dos Feuer einen erheblichen Umfang on, konnte ober im Lause des Vormittags bewältigt werden. Der Schoden ist außerordentlich groß. Hcffen-Naffau. • Marburg. 5. Mai. Seit beut Wo hl- sonntag wird hier ein junges Mädchen vermißt Es handelt sich um die 15 Jahre alte Elisabeth Preis, deren Ellern aus dem Saargebiei stammen und jetzt in Bortshausen wohnen Das für sein Alter kräftige Mädchen war am Marbacher Weg bei Ct. Henkel in Stellung und ist zuletzt in Weidenhausen gesehen worden Es trug blaues Eheviotsieid. schwarze Halbschuhc und solche Strümpfe, Schirm mit gelbem Stock und weißem Perlmutterknops, Hängezopf mit schwarzer Schleife. bl. Dillenburg, 6. Mai. Die Stadtverordneten beschlossen in ihrer jüngsten Sitzung die Veupflasterung eines Teils der Bürger st eige. Die Ausgaben stellen sich auf 4666 Ml. Die Anlieger sollen zu 50 v. H. au den Kosten herangezogen werden. — Den Gaspreis setzte man auf 25 Pf. fest. Außerdem sollen Vabattsätze gewährt werden, die sich wie folgt staffeln: Für die ersten 100 Kubikmeter Mehrverbrauch 1 Pf., für die weiteren 100 2 Pf. und für 300 Kubikmeter 3 Pf. — Di« Kran- kenhauspslegefähe setzte man für die 1. Klasse auf 8 Mk. für Einheimische, auf 10 Mk. für Auswärtige fest, für die 2. Klosse auf 5 Mk. für Einheimische, 6 Mk. für Auswärtige und für die 3. Klaffe auf 2,50 bzw. 3 Mk. fest. Für Säuglinge und Kleinkinder reduziert sich der Betrag entsprechend. bl. Haiger, 6. Mai Der Haushaltsplan stellt sich für 192-5 auf 379 398 Mark. Die jüngste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung befaßte sich mit dem EtÜt und brachte ihn unter Dach und Fach. Es wurde bcschlosien, eine G e - tränke st euer als neue indirekte Steueer ein- zusühren. Das Wassergeld setzte man auf 35 Pf. für 1 Kbrn., den Gospreis auf 25 Pf. für 1 Kbm. fest. Der Preis für elektrische Ener - A l c soll 30 Pf für 1 Kilowatt betragen. Der Fehlbetrag von 62 880 Mark soll gedeckt werden durch 180 Prozent Zuschläge zur Grundoermögenssteuer, 380 Proz. Zuschläge zur Gewerbesteuer nach dem Ertrage und 450 Proz. Zuschläge zur Gewerbesteuer nach dem Kapital. spd. Franksurta. M.. 6 Mai. Die Stadt Frankfurt stiftete Vein Deutschen Museum in München die in der Stadtbiblio- thek aufgestellte Goethe-Statue und ließ sie heute früh bei der Eröffnung des Museums durch Oberbürgermeister Dr. Landmann in feierlicher Weise überreichen. spd. Ervnberg, 6. Mai. 3m Läufe dieses Sommers werden im ganzen Hochtaunus und Dordertaünus die Farbenmarkie- rungen einer gründlichen Erneuerung unterzogen Dabei wird auch eine begrüßenswerte Aeuerung eingeführt insofern, als die gleiche Farbenbezeichnung in Tageswanderungen von einem Standquartier nach dem anderen führt. Aus allen Zweigvereinen des Taunus- klubs haben sich für diele Arbeit zahlreiche frei- willige Heller zur Verfügung gestellt. Turnen, Sport und Spiel. ffaustbatt-Bezirksmeifterschaft. Im 2. Bezirk des Turngaues Hessen herrscht zur Zeit ein emsiger Spiel- betrieb. Beben dem Hand-, Schlag- und Echleuderballspiel wird besonders das Faustballsviel emsig gepflegt. Am Sonntag trafen sich auf dem Oswaldkgarten 3 Faustballmann- schäften btt A-Klasse. sowie 3 Faustballmannschaften der K-Klasse zu den Endspielen um die DezirkSm eist er sch ast des 2. Bezirks. Zeichneten sich die Mannschaften auch durchweg durch gute Spielfähigkeit aus, so gelang es doch den beiden Mannschaften des Turnvereins 1 8 46 Gießen, die Bez i r ksme i st er scha f t der A- und 8-Klasse zu erringen. Beide Mannschaften werden am 17. d. Mts. in Friedberg um die Gaumei st erfchast kämpfen Die Spiele zeigten folgende Resultate: A-Älaffe: TV. 1846 Gießen — Mw. Gießen 41:46 Bälle. Tv. 1846 Gießen — Tv. Wetzlar 35:60 Dalle. B-Älaffe: Tv. Berghausen — Tv Wetzlar 49: 55 Bälle. Tv. Berghausen — Tv. 1846 Gießen 45:56 Bälle, Tv. Wetzlar — Tv. 1846 Gießen 46: 54 Bälle. Das frankfurter Stadion. Das großartige Stadion in Frankfurt a. M. wird, wie endgültig feststeht, am Himmelfahrttag. 21. Mai, seiner Bestimmung Übergeben. Das Programm für die Eröffnung liegt jetzt vor. Die Feierlichleit beginnt mit einem Aufmarsch sämtlicher Turn- und Sportvereine einschließlich der im Arbeiter-Turn- und Sportbund vereinigten Leibesübungen treibenden Mitglieder. Man kann deshalb mit einer Teilnahme von mindestens 5000 aktiven Turnern und Sportlern rechnen. Aach dem Ausmarsch findet die feierliche Liebergabe des Stadions durch den Oberbürgermeister Landmann statt. Die Stadt hat hervorragende Persönlichkeiten, wie die Herren Staatssekretär L e w a 1 d . den Vorsitzenden des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen. Minister o. D. Dominicus und viele andere eingeladen. Massenchöre werden die Eröffnungsfeierlichkeiten festlich ausgestalten. Am Vachmittag finden turnerische und sportliche Vorführungen und Wettkämpfe statt. Sie bestehen in erster Linie aus Massenfreiübungen, leichtathletischen Wettkämpfen, Darbietungen der Schwerathleten und Radfahrer. Die Sieger bekommen Ehrenpreise, die übrigen Teilnehmer an bet Einweihüngsseier Erinnerungsmedaillen. Kunst und Wissenschaft. Schule und Einheitskurzschrift. Bekanntlich hat der Dildungsausschuß des Reichstages im April beschlossen, die Reichs- regicrung zu ersuchen, die Maßnahmen zur Durchführung der Reichskurzschrift bis nach ihrer Erprobung auszufetzen. Für die Durchführung dieser Erprobung sind in zwei an das Reichs- ministerium deö Innern gerichteten Eingaben, die von 318 Oberstudien- und Studiendirektoren unterzeichnet sind, bemerkenswerte Vorschläge gemacht. Der Wert einer Kurzschrist dürfe nicht nur an den Leistungen gemessen werden, die vermittels derselben zu erreichen sind, sondern auch an dem Aufwand an Zeit und Kraft, den die Lernenden und Liebenden machen müssen, um Leistungen zu erzielen. Wie auf allen Gebieten, so müsse auch auf dem Gebiete der Kurzschrift der volkswirtschaftliche Grundsatz berücksichtigt werden, mit möglichst wenig Aufwand Hohe Leistungen zu erreichen. Dementsprechend müsse die Kurzschrift als die vollkommendste angesehen werden, die bei geringsten geistigen Anforderungen in kürzester Zeit die meisten Lernenden zu den besten Leistungen im Schreiben und Wiederlesen führe. Welche Kurzschrift diesem Grundsatz am besten entspreche, laste sich in verhältnis- mäßig kurzer Zeit einwandfrei feststrllen, wenn in den verschiedenen Kurzschriften, älteren sowohl wie neuen, vergleichende Lehrgänge bis zur Erreichung praktisch verwertbarer Leistungen durchgeführt würden. Es könne so der Wert der einzelnen Kurzschriften gegeneinander abgewogen werden. Die vergleichenden Lehrgänge bildeten die notwendige Ergänzung zu den theoretischen Erörterungen und seien nötig wie Versuche auf anderen Gebieten. Gerichtsfaal. * Darmstadt, 6. Mai. Der Zuschneider lehr ling Emil Kipper hatte in den Bekleidungswerken in Bensheim durch Einbruch Anzüge und Stoffe im Wert von etwa 2000 Mark gestohlen, auch seinem Logisherrn Geld und andere Dinge entwendet. Im Kreise von Freunden und Freundinnen spielte er dann den Kavalier. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu einem Jahr Gefängnis, und sprach sein Bedauern au9, daß die Anwendung der Prügelstrafe nicht möglich fei. Wirtschaft. * Ausfall der Samstagbörfe im Monat Juni. Der Berliner Börsenvorstand hat beschlossen, zunächst im Monat Juni die Samstagbörfen ausfallen zu lassen. Auch finden Votierungen für ausländische Zahlungsmittel — Devisen und Voten — an diesen Tagen nicht statt. Außerdem wurde beschlossen, am Samstag vor Pfingsten, 30. Mai, die Berliner Wertpapierbörse zu schließen. Beschlüsse über den Fortfall dieser Samstagbörse seitens des Produkten- und Metallbörsenvorstandes stehen noch aus. * Die deutschen Koksreparationslieferungen im April. Im April find nach einer Pariser Meldung des Fachblatts „Industrie- Kurier" als Reparationskoks 327 000 Tonnen geliefert worden, was einer ungefähren Tagesleistung von 11000 Tonnen entspricht. Die Preise sind unverändert. • Das Vuhrkohlenshndikat gesichert. Das Ruhrkohlensyndikat ist, da sämtliche Zechenbesitzer den Vertrag unterschrieben haben, am Dienstag auf der beschlossenen Grundlage zustande gekommen. • Veuabsch luh des Mitteldeutschen Braunkohlensyndikats. Die Verhandlungen der Werkbesitzer über Veuabsch luh des Mitteldeutschen Braunkohlensyndikats haben laut „Halleschen Vachrichten" zu einer Einigung in den grundlegenden Fragen geführt; Nach einigen Formalitäten wird nunmehr der Syndikatsvertrag unterzeichnet werden. Die Bri- ketiquoten find festgelegt, und zwar einerseits nach der Leistungsfähigkeit, anderseits nach dem Absatz im Iahte 1923 24. Auch in den Verrechnungspreisen kam eine Einigung zustande. * Vom Stahlwerksoerband. Die Verhandlungen des deutschen Stahlwerksoerbandes, die gestern in Düffeldorf geführt wurden, haben noch keinen Abschluß gebracht, es ist aber gelungen, eine Reihe von Diiserenzpunkten aus der Welt zu schaffen. Schwierigkeiten bestehen noch mit zwei Werken, u. a. mit dem Peiner Walzwerk, man hofft aber, diese Schwierigkeiten bis zur nächsten Woche in Kommissionssitzungen erledigen zu können. ' Der Absatz des Deutschen Kali- s y n d i k a t e s. Der Absatz des Deutschen Kali- syndilats im Monat 'April betrug 667 731 Dz. Reinkali gegen 560 659 Dz. Reinkali im April 1924. Der Gefamtabsah der ersten vier Monate des Jahres 1925 beträgt 5 787 957 Dz. Reinkali gegen 2 776 113 Dz. Reinkali in den ersten vier Monaten des Jahres 1924. • Eornelius Heyl A. G., Worms. Die Hauptversammlung genehmigte den Jahresabschluß 1923 24 und die Reichsmarkerössnungs- bilanz, die eine Umstellung des Aktienkapitals von 300 Mill. Rm. auf 15 Mill. Am. unter Bildung einer Rücklage von 1,5 Mill. Rm. vorsieht. Schließlich stimmte die Versammlung der Aufwertung der Sparkassenguthaben der Werkangehörigen auf 50 Prozent zu. Die Verwaltung wurde entlastet. • Vereinigte Königs- und Laura- Hütte A. G Wie dem D. H. D. gemeldet wird, hat das Kohlengeschäft weiter nachgelassen. Der Betrieb auf dem Hugo-Schacht der Gräsin-Laura- Grube ist endgültig eingestellt worden. Börsenkurse. 0.594 115,40 77.25 14,50 14 91,5 1,2 1 12,3 3.12 Banknoten. 137,75 0,44 70,50 73,25 138,13 0,45 109 86 106 128,5 189 76 137 138 109 86 77,25 77 68 3,25 5.11 2,8 7,25 92,75 9,7 7,5 102,75 0,74 0.7 83,25 67 3,12 129,50 16,1 19,75 69 7,9 114.25 96,9 95,5 0,64 9,76 ".3.5 0,64 0,75 77 95,62 75,5 94,5 74,50 129.75 16 19,62 69 7,6 113,80 97,20 96,25 76 136 138 73.5 76.5 94 130 16 20 69 8 114 97.125 95,5 3.40 70.25 72.90 139 102,50 125 70.1 73,10 16 19,75 69 7,5 113,5 97,25 95,75 3,35 70 74 106 ,128,13 189,25 0.590 0,60 0,60 0,76 0,36 0.645 0,75 7.2 14,50 109 83,60 68 3,12 5.10 0,6.85 1,17 126 3.12 . 3,5 55,50 12,6 4 3.10 100 8 0,2 73,1 92,5 9,7 41,5 139,5 102.6 126 125 7,4 1102,75 106 i 105,25 128,75 128 1:9,13 128,80 102.50 120 MB 115 106.5 99,90 8 0,11 0,73 4.75 (119.25 100 8 I 0,2 I 73 2,2 3,5 2,2 3,5 2,15 12,40 102,5 125,75 125 85 116 I 107.5 । 99.90 8,1 | 0,11 I 72 74.62 76,5 96,5 0,64 1.11 124 2.12 3,2 63.5 14,4 4 3.205 Miete(f Montan TelluS Bergbau. ..... Hamdurg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd .... Lhetamische Werke Htbtit . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann...... Anglo Loul -Snans . . . .. Badische Anilin Chemische Mover Hlaötil » . ttoldschmidt potpftet irarbrotrte Holzverkohlung ....... Rülgerswerke Lchetdeanftalt Allg. ElektrtzitätS-Gesellschaf» Bergmann........... Matnkraftwerk ....... Schaden Siemens &. HalSke ..... Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Hehligenstaedt Megutn............. Motorenwerke Mannheim . Frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . . Schuhfabrik Herz....... Eichel.............. Zellstoff Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal . . Buderfnbrit Waghäusel - . . Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. On Billionen Mark auSgedrücki. BuenoS-StreS, London, Neu« hort, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest kür 100000 Einheiten, alle- übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung. 5% Deutsche RetchSanIcy, . 4®/o Deutsche ReichSanleihe . v■/.% Deutsche ReichSanleihe 3% Deutsche ReichSanleihe . Deutsche Eparpramieuanleive 46/0 Preubischr KoNsolS . . . 4% Hessen 4 . • • 2'/,°/. Men.......... 3% Hessen Deutsche Wettb. Dollar-Ant. dto- Doll.-Schatz-Autreilng.') «•/o Volltürken 5% Goldmerikaner ..... Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Pnvat-Dauk. Tarnt|L und Nationalbank . Deutlche Bank...... . • Deutsche DereinSbank . • • • DiSeotzto Lommandit Metallbank.......... Mitteldeutsche Creditbank . . Leslerreichische Creditanstalt. Weltbank .......... Bochumer TuS Buderus..... Karo «... »Luxemburg ..... irthener ÄergwerSe. . harpener Bergbau Kaliwerke AscherSleben. . . . Kaliwerk Weste regel« Laurahütte......... Oberbedarf . . . Phönix Bergbau ...... 7,10 14, , 127,50 । 108,75 | 86 91,25 63,25 68,25 ! 3,25 I 5,10 2,825 I 7,4 0,610 0.62 0.615 0.775 0,35 0.66 0,59 0,595 । 0,59 । 0.755 0,34 0.625 0,79 0.71 I 0,7 94,75 92,1 9.85 38.5 Frankfurt a.M. Berlin Schlutz- flur» Schrubb. Menü- börle Vit!’®« nure MrU Datum: 5.5. | 6 5. 5. 5. 6 5. 5 Mai 6. Mai Amtliche Noti rung (Äcld Brief Amtliche Notierung röelD Brief Amft.-Roti,. 168,59 169,01 168.69 169,11 vuen-AireS 1.622 1.628 1,623 1,627 Vrss.-Antw- Lhrissianla. 21,28 21,34 21 17 21,23 71,11 71,29 70,61 70,71 Kopenhagen 79,13 112,21 79,33 79,10 79,30 Stockholm - HttssngforZ. 112,49 112,21 112,49 10,565 10,605 10,565 10,605 Italien. . . 17,225 17,265 17,26 17,30 London. . 20,357 20,407 20,357 20,407 Neupork . . 4,195 4,205 4,195 4,205 PartS.... 21,985 22.045 21,935 21,995 Schwei, . . 81,11 81,31 81-145 81,345 Spanien . • 61,44 61.60 61,34 61,50 Japan . . - 1,761 1.703 1.758 1,762 -Hio de Ian. Wien hi D-> 0.442 0.444 0.439 0,441 Lest- adgest 59,055 59,195 59,055 59,195 Prag .... 12,425 12,46-". 12,42-5 12,465 Belgrad .. 6,75 6,77 6,745 6,765 Budapest. . Bulgarien. 5.888 5.9(8 5,81 5,91 3.06 3,07 3.06 3,07 Lissabon 20,275 20.325 20 275 20,325 Danzig. . . 80,67 80.97 80 77 80.97 Konst'.ntiu. 2,235 2,245 2,242 2,252 Athen- . 7.94 7.96 7 915 7,935 Berlin, 6. Mai. l^eld Brief Amerikanische Note» . » » , . 4,18 4,20 Cmgllsche Noten ...... 21,12 78,92 80,332 21,22 79,32 20.43? Französische Noten ...... 21,91 22,01 Holländische Noten...... 168,33 169,10 Italienische Noten ...... 17,27 17,3.5 Norwegische Noten...... Deutsch Qcsterr , 5100 Kronen Rumänische Noten...... Schwedische Noten...... 70,52 70.8S 59,015 59.315 111,97 112,53 Schweizer Notev ...... 81,01 81.4! Svanssche Noten..... . IschechotlowaNsche Roten . . 61,27 61,57 12,43 12,49 Ungarische Noten . ... .,86 5.88 Frankfurter Dbenbbörse. Frankfurt a M . 6. Mai. Der Verlauf der heutigen Abendbörse bot wiederum ein Bild andauernder GeschäftSunlust, die sich besonders in der geringen Anzahl der zur Votiz gekommenen Werte wiederspiegelte Kursänderungen von Belang sind nicht zu verzeichnen. Im allgemeinen waren die Kurse gehalten. Für Mow tanwerte bestand die Veigung zum weiteren 3lad)gclx?n. Auch Kriegsanleihen schwächten sich ab Im freien Verkehr schlossen öproz. Reichsanleihen mit 0.590 Geld bis 0.593 Brief. Bankaktien verkehrten aus dem Mittagsstande. Die Börse schloß geschäftslos. Deutsche Anleihen: 5prvz. Reichsanleihen 0,594. Bankaktien: Brau- bank 87 50. iZommerzbank 102.50, Darmstädter Bank 126. Deutsche Bank 125. DiScontogesellfchast 115, Deutsche Vereinsbank 85. Dresdner Bank 106. Mitteldeutsche Treditbank 99,87, Oefterr. Kreditaktien 8 Montanaktien: Phönir 113,50, Kali Aschersleben 16, Kali Westeregesn 19,75. Chemische Aktien: Th. Goldschmidt 105,25. Holzverkohlung 7,20. Industrieaktien: Ädlerwerke Kleyer 3,25, Cement Heidelberg 77,25, AEG. 109, Dyckerhvff & Widmann 3,85, Eßlinger Maschinen 6,50, Inag 1,12, Gebr Junghantt 83, Metall- gesellschast 124 Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers". Berlin, 6. Mai. Die Börse eröffnete wiederum uneinheitlich. In verschi _• bis 11 Vs Proz. Am internationalen D evis enmarkt hat sich das Pfund gut behauptet. Die Marknotierungen im Auslande sind ziemlich unverändert. Berliner Produktenbörse. Berlin, 6. Mai. Der Prvduktenmarft war bei kleinen Umsätzen besonders für Brotgetreide lustlos. Die Preise blieben fast unverändert. Gerste behauptet, Hafer fest. Don Futterartikeln lag Kleie andauernd fest. Es wurden notiert für je 1000 Kilo: Weizen, mär!. 257 bis 260, do. Mai 254 bis 256, do Juli 259 bis 258,50. do. Sachsen 254 bis 256, Roggen, mär!. 220 bis 223, do. Mai 217,50 bis 219,50. do. Juli 221 bis 222, do. Amerika 220 bis 223, Gerste, märt 227 bis 244, Futtergerste 200 bis 215, Hafer, märt. 211 bis 220, do. pomm. 207 bis 214, do. Mai 195 bis 197, Mais (fr. Hamburg) 199; für je 100 Kilo: Weizenmehl 32,25 biS 35,25. Roggenmehl 29,50 bis 31,25, Weizenkleie 15,20 bis 15,30, Roggenkleie 16,20 bis 16,40, CBiItoria- erbfen 22 bis 27, kleine Erbsen 20 bis 22, Futtererbsen 18 bis 20, Peluschken 19 bis 20, Ackerbohnen 19 bis 20, Wicken 19 bis 21, Lupinen, blau 10 bis 11,75, do. gelb 12 bis 14,50, Serradelle 14 bis 16, Leinkuchen 22,20 bis 22,60, Trockenschnihel 10,40 bis 10,60, Torfmelasse 9,50, Kartoffelflocken 19,30 bis 19,80. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 5. Mai. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 21,5 bis 23,775, Roggen, tnlänb. 19,75 bis 23,50, Sommergerste für Drauzwecke 20 bis 25, Hafer, inlänb. 17,50 bis 22, Mais, gelb 22 bis 22,50, Weizenmehl, inlänb., Spezial 0 3725 bis 38,75, Roggenmehl 31 dis 32,50, Weizenkleie 13,25 blS 13,50, Roggenkleie 14,50 bis 14,75. Tendenz: Stetig. Rundfunk-Programm des frankfurter Senders. (Aus der „Radio-LImschau".) Freitag. 8. Mai: 12 LIhr Vachrichtendienst, 4 20 LIHr Nachrichtendienst , 4.30 bis 6 LIhr Hausfrauennachmittag in Musik und Wort (Programm u. a.: „Das Lichtluftbad, ein Weg zur Erhöhung unterer körperlichen Widerst andssähigkeit", Vortrag von Frau Anna Edinger), 6 älhr Wirtschafts- Meldungen, 6 bis 6.30 LIhr Juristen rundfunk, 6.30 bis 7 LIhr Die Lesestunde (Meisterwerke der Weltliteratur: Aus „Soll und Haben' von Gustav Freytag. Fortsetzung), 7 LIhr Wirtschaftsmeldungen, 7 bis 7.30 Ähr Esperanto-Llnterricht, 7.30 bis 8 LIhr Die Besprechung (Theater und Kino), 8 bis 8.30 LIhr Sprachunterricht und praktische Hinweise für Jtalienreisrnde, 8.30 LIhr (anläßlich der „Frankfurter Kunsttage") drittes Gastspiel Earl (Sbcrt vom Staatlichen Schauspielhaus Berlin (Die Geschichte vom Soldaten). .... —- Der ßrühling erzeugt Sommersprossen! Diese Tatsache ist vielen, die Veigung zu Sommersproffenbildung besitzen, unbekannt. Wir raten Ihnen, in der Apotheke weißes Citalbol-Wachs, 50 oder 25 Gramm, zu kaufen und jetzt schon mit der Behandlung der befallenen Stellen zu beginnen. Sicher erhält.: Llniv.-Apoth. „Zum goldenen Engel". ,,MA061« flute, sparsame Küche" ■ ■ « Ä. IS Kf W lehr konzentriert, Iwl JQl | ify fi| F 7 ß die große Ausgiebigkeit bedingt sparsamen Gebrauch wenige Tropfen genügen. Feuer am Nordpol. Technisch-politischer Roman aus der Gegenwart. Von Karl«August von Laffert. 35 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Ich weiß die außerordentliche Ehre Ihres Besuches zu schätzen", sagte der Japaner. „Mit Vergnügen werde ich Ihnen mein Schiff zeigen." „Zu meinem Bedauern muß ich Sie darauf Hinweisen, daß ich leider Ihr Schiff dienstlich durchsuchen lassen muß." Der Japaner verzog keine Miene, sondern behielt sein verbindliches Lächeln bei. „Darf ich die Gründe dieses außerordentlichen Verfahrens tarier.?" „Wir i ermuten Konterbande bei Ihnen." „Soviel mir bekannt ist, führt das glorreiche Frankreich augenblicklich mit keinem Staate Krieg.' „Krieg führen wir allerdings nicht", entgegnete der Franzose. „Aber mit unserem alten gemeinsamen Gegner Deutschland befinden wir uns immer noch in einer Art von latentem Kriegszustand. Wir haben nun die begründete Vermutung, daß sich auf der „Nagasaki" eine Anzahl Deutscher befindet, die sich gegen Frankreich vergangen haben und die ein Flugzeug namens „Schwalbe" bei sich führen, auf das Frankreich Ansprüche erhebt." „Ich weiß von keinem Deutschen an Bord", sagte der Japaner. „Sie können meine Schiffslisten einsehen." Der Franzose wurde dringlich. „Daß in Ihren Listen nichts zu finden ist, halte ich für möglich. Um so mehr muß ich auf einer genauen Untersuchung des ganzen Schiffes bestehen. Außerdem bitte ich Sie, sofort jeden funkentelegraphischen Verkehr einzustellen." „Wir befördern dringende Prioattelegramme nach Tokio, die ich nicht ohne Grund verzögern kann." „Der Grund ist vorhanden", sagte der Franzose. „Befehl meines Kommandanten." „Mit hat außer meinem Schiffsrceder nurSeine Majestät der Mikado zu befehlen." „Dann mache ich Sie auf die Folgen aufmerksam." „Worin würden diese bestehen?" „Wir lassen ein größeres Kommando an Bord der „Nagasaki" gehen, das die Apparate besetzt und eine Untersuchung oornimmt." Der Kapitän beauftragte seinen Ersten Offizier mit einem Befehl. Er selber verharrte schweigend mit festgefrorenem Lächeln. Der Offizier kam zurück. „Ist die Funkentelegraphie eingestellt?" fragte der Franzose. „Es wird sofort geschehen." Vom französischen Kreuzer her erfolgte ein neuer Kanonenschuß, gleich darauf ein weiterer. Fünfzig Meter vor der „Nagasaki" spritzte eine haushohe Wassersäule auf. Jetzt schrie der Franzose: „Stellen Sie sofort das Telegraphieren ein, oder Sie werden beschossen!" Der Japaner verzog keine Miene. Nur sein liebenswürdiges Lächeln war verschwunden. Ein Matrose kam und brachte eine Meldung. Der Japaner wandte sich an den französischen Offizier: „Sie haben Glück. Das letzte wichtige Telegramm ist abgegangen." „Warum soll das ein Glück für mich sein?" fragte der Franzose argwöhnisch. „Weil ich sonst weitertelegraphiert hätte. Dann würde Ihr Schiff vielleicht geschossen haben, und Frankreich wäre in eine sehr unangenehme Lage gekommen." „Frankreich wird aus jeder noch so unangenehmen Lage einen würdigen und ehrenvollen Ausgang finden. Es gibt niemand in der Welt, den wir zu fürchten brauchen, solange wir auf dem Boden des Rechts stehen. Darf ich Sie jetzt bitten, mir und meinen Leuten die Untersuchung Ihres Schiffes zu gestatten?" „Ich kann niemals etwas gestatten, was der Würde Nippons zuwider ist." „Also Sie weigern sich?" Der Japaner lächelte verbindlich, ohne eine weitere Antwort zu geben. „Dann ist mein Auftrag beendet", sagte der Franzose, sich verbeugend. „Das Weitere wird sich zeigen." Raschen Schrittes verließ er die Kommandobrücke und fuhr gleich darauf mit seinem Boote ab. Nach kaum zwanzig Minuten näherten sich fünf Boote mit französischen Martosen der „Nagasaki", die jetzt in kaum bewegten Wasser ganz still lag. Sie erkletterten das Deck Der Führer, ein älterer Offizier, fragte nach dem Kommandanten. Niemand antwortete. Auch alles Rufen nach dem Dolmetscher war vergebens, und auf der Kommandobrücke befand sich ein Offizier, der nicht Französisch verstand. Einen Augenblick beratschlagten die französischen Offiziere, worauf der Führer kurze Befehle gab. Das Kommando verteilte sich. Funkenstation, Steuerhaus und Kommandobrücke wurden besetzt, die ganze erste Kajüte abgesperrt. Dann begann ein Verhör aller auf Deck befindlichen Passagiere, dem ein Durchsuchen der Kabinen folgen sollte. Sanders, Stratoff und ihr japanischer Begleiter standen unter der Menge, die voll neugierigen Erstaunens die Vorgänge kritisierte. Das Verhör gestaltete sich recht schwierig, da keiner der Ostasiaten Französisch oder Englisch verstehen wollte. Zwei verdächtig erscheinende Inder verhafteten die Franzosen. Nach mehreren Stunden erst kam Stratoff an die Reihe. Sein Paß schien in Ordnung, sein Kalmückengesicht bot nichts Auffälliges. Anders bei Sanders. Ein französischer Maat feuchtete heimlich sein Taschentuch an und fuhr ihm unvermutet über das Gesicht. Triumphierend zeigte er seinem Offizier die Schminke, die das Taschentuch gelb gefärbt hatte. Sanders wurde ergriffen und leugnete nicht weiter. Dagegen verweigerte er jede Auskunft über seine Kameraden. Plötzlich durchdrang ein leises Zittern den Dampfer. Die Maschinen gingen an, die Turbinen drehten, und langsam setzte die „Maru" sich in Bewegung. „Was ist los?" schrie der französische Offizier. Wie aus dem Boden gezaubert stand der japanische Kapitän vor ihm. „Das will ich Ihnen sagen, mein verehrter Herr Kamerad", sagte der Japaner im fließenden Französisch. „Der Panzerkreuzer Seiner Majestät „Kurama" hat unsere Telegramme ausgenommen und unterhält sich soeben durch Funkspruch mit dem „Jnfernet". Ich beeile mich daher, der „Kurama" entgegenzufahren, um seine Befehle, die für mich allein Geltung haben, auszuführen." Er deutete nach Westen, wo starke Rauchwolken eines eilends herannahenden großen Schiffes sichtbar waren. „Lassen Sie bitte, sofort stoppen, damit wir von Bord gehen können!" rief der Franzose erregt. „Es tut mir aufrichtig leid, Ihrem Wunsche nicht zu entsprechen. Ich erhielt vom „Kurama" einen Funkspruch, der mir befiehlt, Sie alle mit mir nach Tokio zu nehmen. Dort wird man Sie dem französischen Konsulat zur Verfügung stellen." „Eine derartige Beleidigung werden wir nicht auf uns sitzen lassen!" schrie der Franzose. „Wie konnten Sie überhaupt ein Telegramm empfangen, wenn wir die Funkenstation besetzt halten?" „Ich erlaubte mir bei Annäherung der „Kurama", Ihre Leute durch freundliche lieber rebung zu veranlassen, sich auf kurze Zeit in eine sichere Kabine zu begeben." „Sie haben französische Seeleute widerrechtlich und mit Gewalt eingesperrt!" brüllte der Franzose. „Ich hoffe, daß es ohne Gewalt ging, und vermute, daß es nicht widerrechtlich war", sagte der Japaner, höflich lächelnd. Unterdessen war die „Nagasaki" bereits in schnelle Fahrt gekommen. „Warum schießen die Unseren nicht?" rief er ratlos. „Weil eine Salve der „Kurama" "Ihren „Jnfernet" in viertausend Meter Tiefe befördern würde", sagte der japanische Kapitän. „Ich bitte Sie, Herr Kamerad, sich in die Funkenstation begeben zu wollen. Von dort können Sie mit Ihrem Kommandanten sprechen." Wutschnaubend rannte der Franzose ab. 12. In der Downing Street Londons liegt ein prächtiger Renaissancebau, wo die Fäden der hohen Politik des weltumfassenden Jnselreiches zusarnmen- laufen. Hier, in einem mit solider Pracht eingerichteten Raume des Foreign Office, hatte der Leiter der englischen Außenpolitik den Admiralitätslord und den Chef des Generalstabs zu einer Besprechung gebeten. Das markante, glattrasierte Gesicht des Ministers zeigte die gesunde rotbraune Farbe, ein Zeichen seiner eifrigen Tätigkeit auf dem Golf Links und der Jagd auf die Moorhühner des schottischen Hochlandes. Sein Leben war dem Sport geweiht, und auch die Politik betrieb er sportsmäßig. Wenn er arbeitete, so geschah es mit höchster Intensität, aber niemals bis zur Ermüdung. „In jedem Sport schadet das Ueberpacen", war sein Wahlspruch. (Fortsetzung folgt.) Rolls-Royce 6 Zylinder 17/50 4 Zylinder 9/30 10nen-u. 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Zuschlagsfrist4Tage. Drucksachen allerArt liefert in jeder gewünschten Ausstattung stilrein und preiswert die Brühl’sche Univ.-Druckerei, R. Lange. Bekanntmachung. Das Hoch-, Tief- und Betonbauge- schäft Ernst Wagner, Asterweg 50, ist zur Ausführung von Entwüsserungsan- lagen gemäß § 16 der Polizeiverordnung die Entwäfferung von Grundstücken int Anschluß an die städtische Kanalisation in der Provinzialhauptstadt Gießen betreffend, vom 1. August 1904, zugelassen worden. Gießen, den 29. April 1925. Der Oberbürgermeister. __________I. D.: vr. Selb. 4687B Vergebung m AnslrMerarbkiten. Die Arbeiten zur Erneuerung des Anstrichs der sichtbaren Eisenteile sämtlicher Kreisstrahenbrücken des Kreises Gießen sollen öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen liegen bei uns offen, woselbst die Angebote bis Dienstag, den 19. Mai d. IS., vormittags 10 Ahr, einzureichen sind. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 5. Mai 1925. Kreisbauverwaltung. _________Cellarius.______4693c Vergebung m Zimmerarbeiten. Auf Grund der Derdingungsvor- schriften werden nachstehende Zimmerarbeiten für das Deamtenmiethaus Vilbel öffentlich ausgeschrieben und zwar: 16cbm geschnittenes Tannenholz zu liefern, 1200 m Holz abzubinden, 860 m Bohlensparren, 116 m Gesimse, 8 Gauben, 2 Giebelaufbauten, 195 qm Lattenver- schläge, 215 qm rauher Tannenholzsuß- boden, 1 Bodentreppe. Angebotsunterlagen sind auf unserem Zweigbureau in der neuen Blindenanstalt (1. Obergeschoß) zum Selbstkostenpreis erhältlich, woselbst auch die Zeichnungen eingesehen werden können. Eröffnungszeit: Montag, 18.Mal, vormittags 11 Llhr, in vorgenanntem Zweigbureau. Zuschlagsfrist 8 Tage. Friedberg, den 5. Mai 1925. Hessisches Hochbauamt: Haag. 4703V DerVoranschlag der Gemeinde Grüningen für Aj. 1925 liegt vom 7. Mai d. IS., eine Woche lang auf hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Es ist dir Erhebung einer Umlage beschloßen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Grüningen, den 5. Mai 1925. Bürgermeisterei Grüningen. ______________Bingel._________4701D Bekanntmachung Die Straße Gießen - Krofdorf ist infolge Wafferleitungsverlegung vor dem Ort Krofdorf für die Zeit vom 7. biS 9. Mai 1925 für den Fuhrwerksverkehi gesperrt. Krofdorf, den 6. Mai 1925. Die Wegepolizei. Der komm. Bürgermeister. Bro ckmei er. 4707D