Druck und Verlag: Brühl'sche Univerfitäls-Vuch- und Steindruckerei «.Lange in Siehen. ächriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7. Annahme von Anzeigen für die Togesnurmwer bis Zum Nachmittag vorder. Preis fflr 1 mm höhe für Anzeigen nen 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig: für Re. klameanzeigen van 70 mm Breite 35 Reichapfennig, Platzvorschrift 20*„ mehr. Chefredakteur. Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich: für Politik und Feuilleton Dr. Fricdr. Wilh. Lange; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein; für den An- zeigenteil Hans Iüstel, sämtlich in (Biegen. Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle. Monats vezugspreir: 2 Reichsmark und 20 Reichspfennig für Trägen lohn, auch bei Richter« scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt. Fernsprechanschlüsse: ächriftleitung 112, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen. Postscheckkonto: Zranksurk am Main 11686. Kr. 261 Erster \ \T5. Jahrgang Zrettag, 6. November 1925 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Vereiteltes Attentat auf Mussolini Vie 5yrien-vebatte vertagt. Vie chinesische Zollkonserenz. Die chinesische Zollkonserenz, die seit dem 26. Oktober in Peking tagt, hat sich nach einem sehr bedeutsamen Beschluß vorläufig vertagt. "Die Delegationen haben im Prinzip der chinesischen Forderung auf Einräumung der Tarifauto- n v m i e unter gewissen Voraussetzungen zuge - stimmt. Die chinesische Delegation hat verspro- chrn, dah"bis zum 1. Januar 1929 der Liking, der chinesische Binnenzoll, abgeschafft werden soll, worauf dann, die Tarifautonomie in Kraft treten kann. Unterkornmissivnen werden in der Zeit der Vertagung der Konferenz über die Maßnahmen beraten, die in der Übergangszeit ergriffen werden sollen, um die Interessen der Länder zu schützen. Diese Einigung der Mächte scheint man im wesentlichen auf das zielsichere Vorgehen der Amerikaner zurüclführen zu müssen, die schon vor der Konferenz durch Kellogg erklären liehen, daß sie bereit seien, die Souveränität Chinas anzuerkennen, wenn China die Ausländer und ihr Eigentum schütze, und daß sie sich unter Umständen in Sonderabmachungen über Zoll- tarifsätze mit China einigen würden, wenn die anderen Mächte sich ihnen nicht anschließen würden. Diese Politik Amerikas hat besonders auf Japan ihren Eindruck nicht verfehlt, es hat seine eigenen Vorschläge doch noch zurückgezogen und sich zu einer Einigung auf der allgemeinen Linie bereit gefunden. Die .Hauptschwierigkeit für die Durchführung der Voraussetzungen für die Zollautonomie liegt natürlich in den Zuständen, in die China durch die Streitigkeiten seiner rivalisierenden Generäle geraten ist. Es bleibt die große Frage, ob es der Zentralregierung gelingt, eine Einigung der Generäle herbeizuführen und sie zu veranlassen, den Patriotismus über ihre Rivalitäten zu stellen. Vorläufig scheint wenig Aussicht dafür zu sein. Die Beschlagnahme der Salz st euer , durch Tschangtsolin und durch F e n g tz u - I fiang sieht nicht gerade danach aus, als wären Rom, 5. Rov. (2BIB.) Rach einer Meldung der rlgenzia Sfefani hat die Polizei in Rom den ehemalige» sozialistischen Abgeordneten janiboni verhaftet, der Vorbereitungen zu einem Anschlag auf Mussolini getroffen habe. Auf Grund der ersten Untersuchungen ist an sämtliche Präfekten der Befehl ergangen, sofort alte Freimaurerlogen, die von der römischen Loge „Großer Orient" abhängig sind, zu b e s e h e n. Sämtliche Mitglieder des diplomatischen 6 o r p s begaben sich heute in den Palazzo Chigi. um Mussolini ihre Glückwünsche für seine Errettung aus drohender Gefahr darzubringen. jeden individuellen Er beabsichtigt, Homs zur Hauptstadt einer provisorischen Regierung zu machen, die den Völkerbund gegen Frankreich an« rufen wird. Die Kritik der englischen Blätter an dem Vorgehen der Franzosen in Damaskus verschärft sich immer mehr. Nunmehr liegen die ersten authentischen Berichte von englischen Berichterstattern in Damaskus vor. Trotz allen Wohlwollens verhehlt man sich nicht, daß das französische Vorgehen in Damaskus und Syrien unerhört sei. Die weitere Verschärfung der Lage in Syrien wird in ßonbon recht ernst angesehen. Das beste Zeichen für die antifranzösische Stimmung ist das weitere Sinken des Franken an der gestrigen Londoner Börse. Der deutsche evangelische Kirchenausschuß. Berlin, 5. Rov. (WTB.) Unter fast voll- I zähliger Beteiligung seiner 36 MitgliÄ>er trat I gestern der Deutsche evangelische KirchenauSschuß I Vildungsfragen im Preußischen Landtag. Die höheren Schulen. Berlin, 5. Noo. Der Landtag setzt die Beratung beim Provinzialschulkollegium und Höhere Lehranstalten fort. Frau Abg. Dr. Wegscheider (Soz.): Es er» scheint oolks- und staatsfeindlich, wenn man die Höheren Schulen paritätisch, die Volksschulen aber konfessionell gestalten will. Auch lehnen es meine Freunde ab, daß für die höheren Prioatjchuleq in Berlin zu zweitägiger Sitzung zusammen. Den Vorsitz führte der Präsident des KirHenaus- schusses, Dr. Kapler. Der Kirchenausschuh ist das geschäftsführende und Vollzugsorgan des rechtskräftig ins Leben getretenen Kirchenbundes der deutschen Landeskirche. Er besteht zur einen Hälfte aus Abgeordneten der Kircheurcgierungen und zur anderen Hälfte aus Mitgl edern, die vom ersten verfassungsmäßigen Kirch tag 1924 ge- ivählt worden sind. Für die sich rasch vermehrenden Geschäfte ist ein Kirchenbundesamt errichtet worden, in dem 6 Dundesbeamte, 3 Theologen und 3 Juristen, hauptamtlich tätig sind. 3m Mittelpunkt des gestrigen Sitzungstages stand eine bis in die Abendstunden erstreckte Aussprache über die Stockholmer Welt- konferenz. auf der der Kirchenausichuh mit 45 Abgeordneten vertreten war. Die Aussprache ergab die Billigung der Haltung der Delegation, insbesondere auch in der Behandlung der Kriegsschuldfrage. Mit lebhaftem Interesse wurde Kenntnis davon genommen, dah in der deutschen politischen Presse aller Parteien und Richtungen seit langem kein Ereignis auf kirchenpolitischem Gebiet auch nur entfernt eine so allseitige Beachtung gefunden hat. Die Der- harrdlungen brachten die vorhandenen Schwierigkeiten zum Ausdruck, waren aber gleichwohl getragen von dem ernsten Willen zur weiteren Mitarbeit an dem Werk der Konferenz. Der Ausschuß wählte sodann als deutsche Vertreter für den Fortsetzungsausschuß der Stockholmer Weltkirchenkonferenz Präsident Dr. Kapler, Berlin, Landesbischof Dr. Ihmels, Dresden, Reichsgerichtspräsident Dr. Simons, Leipzig, Unioerfi- tätsprofestor Dr. Deißmann, Berlin, Prälat Dr. S ch o l l, Stuttgart, und Frhr. o. P e ch m a n n, München. —- § reichliche Mengen von Munition und ebenso einige kompromittierende Dokumente. Die „Jdea Razionale" erzählt, daß Zaniboni ein österreichisches Gewehr mit Scherenfernrohr besah, mit dem er von feinem Fenster aus auf Mussolini schießen wollte, wenn dieser zur Abnahme der Slegesparade während der Feier auf dem Balkon bes Palazzo Ehigi erscheinen sollte. Die .Jdea Nationale" erzählt ferner, daß vor Tagen im Hotel Dragont ein Mann erschien, der für seinen Fruend ein Zimmer nach der Via del Tritone hinaus bestellte, damit er von dort den Festzug sehen könne. Da kein solches Zimmer frei war, mußte er sich mit einer Vormerkung auf ein Zimmer auf den Piazza Colenna hinaus begnügen. Während der folgenden drei Tage sei der' Mann wiederholt ins Hotel gekommen, um sich des Zimmers zu versichern. Am dritten November kam er wieder in das Hotel und kündigte feinen Freund, einen Invaliden, für den nächsten Tag früh an. Der Hotelier merkte ihn für ein Zimmer vor, das auf die Via del Tritone hinausging. Am 4. Oktober, 6 30 Uhr vormittags kam der Angekündigte im Automobil ins Hotel in der Uniform eines Artillerieoffiziers, worunter er ein Schwarzhemd trug, mit zahlreichen Dekorationen auf der Brust. Er nannte sich Major Silvestrini aus Bologna und hinkte mit dem Fuße. Um 8.45 Uhr sah der Hotelier den Fremden auf dem Balkon, der rasch zurücktrat, als er sich beobachtet fühlte. Um 9 Uhr erschien ein Mann, der nach dem Major Silvestrini fragte und sich in den ersten Stock begab, wo er zehn Minuten verweilte. Um 9.30 Uhr erfolgte die Verhaftung. Das Blatt berichtet, daß ein Automobil bereit stand, um den Attentäter sofort in Sicherheit zu bringen. Die Insassen des Autos seien als Faschisten gekleidet gewesen. Die „Jdea Nazionale^ sagt in ihrem Leit- arfikel, die Tat sei nicht als die eines exaltierten und unberantwortlichen Verbrechers anzusehen, sondern erweise sich als die letzte Karte der Adenti-Opposition. Sie sei vorbedacht gewesen und sollte eben eVfülgen, als das Cßolf sich neuerlich geschlossen hinter die Person Mussolinis stellte. Zaniboni sei als ein unbändiges Temperament bekannt und deshalb als geeignetes Werkzeug ausersehen worden. Hierzu gehöre auch der General Cappello, einer der höchsten Funkfionäre der römischen Freimaurerloge und Angehöriger der Logenpropaganda. schuröe, erhob sich Painleve und erklärte, - ----- - er wolle heute nur mitteilen, daß die französischen Verluste in Syrien vom Jahre 1920 bis 3n Rom sanden zahlreiche Kundgebungen für Mussolini statt, deren Teilnehmer abends geschlossen zur Piazza Colonna strömten und dort unter Hochrufen auf Mussolini und Absingen faschistischer Lieder unter dem bekannten Balkon des Palazzo Chigi demonstrierten. Mussolini erschien nach einiger Zeit und hielt eine Ansprache, in der er zunächst für die Beweise der Sympathie, die ihm von allen Seiten zugckonnnen seien, dankte und erklärte, daß die Regierung für die Sicherheit, die Ruhe und die Entwicklung des Landes alle Maßnahmen treffen werde. Er forderte eindringlich auf, ’ ' Sie Nachricht hat in ganz Italien eine l e b- pafte Erregung hervorgerufen. Die Zeitungen veröftentlichten Sonderausgaben mit der Nachricht und äußerten in ihren Kommentaren Entrüstung über die Schuldigen. Mussolini sandte ein Rundschreiben an die Präfekten, in dem er sie auffordert, Dergeltungsmah- nahmen zu verhindern. Die Leitung der faschistischen Partei befiehlt allen italienischen Faschisten, sich jeder Gewalttat gegen die Gegner zu enthalten. In Rom wurden sämtliche Blatter verboten mit Ausnahme der faschistischen „Epoca" und der „Jdea Nazionale", welche ankündigen, daß sie schnellstens genaue Einzelheiten bekanntgeben werden. Der Minister des Innern, Federzoni, habe den Attentatsplan von Anfang an gekannt, und der Polize'i sei keine ^Phase der Entwicklung geheim geblieben. Die Festnahme Zanibonis, eines unitarischsozialistischen Abgeordneten, der seinerzeit in der Mateotti-Angelegenheit genannt worden war, und des Generals Cavpello, der in Turin verhaftet wurde, als er über die Grenze flüchten !>i° ©Geräte I-icht'zu einer Einigung und zur I K“c,le Ei"9=M‘et ?D' Anerkennung der Z-ntrnlregi-rung zu bringen Sür die chinesische Wirtschaft »Lre nntiirlich t’’e4’ die Zollautonomie von ganz besonderer Bedeu- Lr $. •n.u. „ 5°rl£e* der^usländisL ÖÄS Wn^ls^Lande? ft?ne Abreise e ÄS’« L te dem chinesischen Kaufmann schon erhebliche Vorteile gebracht. Vor allem sind auch viele aus» die Abreise Zanibonis nach Rom, dessen ländische Unternehmungen infolge Geldschwierig- Msicht war, im Hotel Dragoni zu wohnen übergegangen Neue Vor- bon to0 au8 6fe Schüsse gegen Mussolini teile wurde rhm die Zollautonomie rniofern noch .. . , ' yJL, , , bringen, als die damit im Zusammenhang stehen- abgegeben werden sollten, wahrend dieser den Zollerhöhungen ihm neue Gewinn- bom Palazzo Chigi auS sprach. Ausnahmen für die konfessionelle Gestaltung gemacht werden können. Wir wünschen eine Ergänzung der Schulreform, auch eine Reform des Strafsystems. Viele Lehrer wissen sich noch immer nicht anders zu helfen, als durch Prügel. Die Betätigung der Frau in der Schule muh weiter ausgebaut werden. Alis den Schulbüchern müssen alle volksver- hetzenden Stellen entfernt werden. Die Pflichtstundenzahl und die Klassenfrequenz ist hcrabzu- setzen. Abg. Meyer- Magdeburg (Sn.): Man soll die Reform nicht überstürzen. Die an . sich erfreuliche Entwicklung der körperlichen Erziehung darf nicht überspannt werden. Unter Parität verstehen wir AchNmg der Konfessionen gegeneinander unter gegenseitiger Anregung und Bereicherung. Abg. Wiedermann (Zentr.): Man hat es in Reden und in der Presse so dargestellt, als ob das Zentrum verlange, daß jetzt das ganze höhere Schulwesen in Preußen bekenntnismäßig gestaltet werden solle. Davon kann keine Rede sein. Wir bekämpfen nur entschieden den Standpunkt der Regierung, der die Errichtung konfessioneller höherer Schulen grundsätzlich ablehnt. Wir verzichten auf die allgemeine Forderung nach bekenntnismäßigen .'höheren Schulen, weil diese Forderung praktisch nicht durchführbar ist. Abg. Dr. Steffens (D. 93p.) fordert die Bereitstellung größerer Mittel für die kulturellen Bedürfnisse des Volkes. Bei der Unterhalttlng der .höheren Schulen müssen die Städte unterstützt werden. Die Jugend leide unter Nervosität und Ablenkung. Ihr Geslmdheitszustand sei sorgsam zu beobachten. Sport sei zu fördern, aber nicht zu übertreiben. Abg. Böhmer (Dem.) wünscht eine Herabsetzung der Klassenstärke und eine Nachprüfung der Arbeitslast der Lehrerschaft. Das Entscheidende an der Reform müsse die zentrale Stellung des deutschen Volksguts sein, die ein Gebot der inneren SelbsterHaltung vor allem gegenüber der anstürmenden slawischen Welle sei. Gegen die parteipolitische Beeinflussung der Schule hätten die Demokraten die größten Bedenken. Das Ministerium müsse der Tatsache abhelfen, daß in mehreren Fällen Schuldirektoren den Erlaß über die Entpolitisierung nicht bekanntgegeben hätten. Abg. Frau v. T i l i n g (Dn.) setzt sich dafür ein, daß die Schulverwaltung sich insbesondere dem großen Ziele widme, das dem Knaben wieder Achtung und Ehrfurcht vor dem Mädchen erweckt, und daß Chaos und Unsicherheit in sittlichen Dingen, das die heuttge Zeit liebe, beseitigt werde. Abg. Frau Wrokna (Z.) wünscht, daß jede Beteiligung der weiblichen Jugend an öffentlichen Sportfesten und derglei- cijen untersagt werde, was aber die körperliche Ausbildung als solche nicht hindern dürfe. Abg. Frau Dr. Klaußner (Dem.) fordert stärkere Beteiligung der Frauen an der Unterrichtsabteilung. Das^hohe Gut der deutschen Kultur müsse besonders in den Grenzfchulen gepflegt werden. Wichtig fei auch die Erhaltung des Deutschtums im Auslände. Die Privatschulen könnten so lange unterstützt werden, bis die Verstaatlichung durchgeführt ist. Abg. Greve (Z.) erklärt: Die Anstellungs- sperre müsse fallen und zwischen Studienräten und Hilfskräften das alte Verhältnis 13:1 wieder heraestellt werden. Die Studienassessoren, die nicht in die Anwärterlist- aufgenommen sind, müßten bald die Gewißheit über ihre Zukunft erhalten. Die Aufbauschule müsse eine Eliteschule bleiben und dürfe ihre Ansprüche nicht herabsetzen. Damit schließt die allgemeine Aussprache über dieses Kapitel. Der Landtag geht darauf über zur Dritten allgemeinen Besprechung, der Universitäten und sonstige wissenschaftliche Anstalten und Zwecke erstreckt. Abg. Dr. Köhler-- Toeifswald (Dn.) führt aus, es sei ihm auf gefallen, daß anscheinend ganz nebenbei etn.e neue katholisch- theologische Professur auf dem Wege eines Vermerkes in den Erörterungen in den Etat gelangte. Das müsse Mißtrauen erregen. Abg. Dr. Wäntig (Sozst betont, die ilni- rersitäten hatten sich zu Hochburgen der poli- tischen Rückständigkeiten entwickelt. Minister Decker führt aus, in der Frage der Stellung der Hochschule zum preußischen Staat habe seine Politik Erfolg gehabt. Poll- ttsche Momente seien bei der Ernennung von Professoren nicht maßgebend. Abg. Lauscher (Z.) teilt den Standpunkt des Ministers. Politische Entgleisungen der Hochschullehrer müssen endlich aus hören. Die Lage unseres akademisAen Nachwuchses sei geradezu verzweifelt. Die HilssmaßnUhmen der Regierung für die Privatdozenten seien völlig unzureichend. Abg. Dr. Steffens (DVP.) gibt dem Wunsche Ausdruck, daß in der älniversitätsVerwaltung wieder Stetiateit eintrete. Die Wissenschaft müsse auis stärkste gepflegt werden, damit wir unsere Stellung zur Welt aufrecht erhalten. Die Reform der höheren Schule müsse sich auch auf die älrsachrn auswirken. Größte Sorgfalt bedürfe die studentische Wohlfahrtspflege. Eine Abendsihung beschäftigt als einziger Gegenstand die zweite Beratung der Novelle zum preußischen AusführungSgesetz zum FinanraüLsleichsgesetz. Die Regierungsvorlage verlängert das am 1. April 1926 ablaufende Ausführungsgesetz bis zum 1 .April 1927, dem Termin, an dem nach der ReichSgesetzgebimg d'.e Länder und Gemeinden das Recht der selbständigen Erhebung von Steuerzuschlägen erhalten sollen. Die wesentlichsten Aenderungen, die die Regierungsvorlage mit der Verlängerung verbindet, bestehen darin, dah die Gemeinden und Landkreise vom Tlinsatzsteuer- antett 50 Prozent erhalten sollen, während sie bisher drei Fünftel, der Staat zwei Fünftel erhielten. Die Garantie des Aufkommens aus der Einkommen- und KörperschsftSsteuer soll von 80 auf SO Prozent erhöht werden. Die Einkommen» schmälerung der Gemeinden will die Regierung teilweise dadurch ausgleichen, dah in Zukunft die DerwaltungSgebühren für Austragshandlun- qcn, tte zwischen (Staat imb Gemeinden geteilt wurden, den ©cmeinten in voller Höhe zufließen sollen. Der Hauptausschuß des Landtags hat die Regierungsvorlage in mehreren Punkten zugunsten ter Gemeinden geändert. So soll der Gemeind^anteil an der Umsatzsteuer von 50 auf 55, die Garantie für das Aufkommen aus der Einkommen- und Körperschaftssteuer von 90 auf 100 Prozent erhöht werden. Das Hau« vertagt sich dann um 7,11 Ähr auf Freitag 11 Mr vorm. Am Freitag soll die Abstimmunz und die Weiterberatung des Kultusetats ftattf irrten. Rach kurzer Aussprache vertagt sich das Haus auf Freitag. parlamentarisches ans Hessen. D a r m ft a b t, 5. Nov. Der Finanzausschuß des Landtags verhandelte gestern über Vorstellungen der Polizeibeamten und verschiedener anderer Beamtenkategorien wegen ihrer Besoldungsverhältnisse. Der Vorsitzende des Ausschusses machte den Vorschlag, daß die Länderregierungen beim Reiche auf ein besonderes Polizei- beamten-Besoldungsgesetz hinwirken sollten: bis dahin solle die Regelung der Gehalts- oerhältnisse nach Gruppe 4 und 5, wie in Boden, erfolgen. Finanzminister Henrich lehnte eine Herausnahme der Polizeibeamten aus der allgemeinen Befoldungsordnung ab, denn dem hessischen Staat dürsten keine neuen Lasten entstehen. Zinslose Darlehen an Beamte lehne er ebenfalls ab, aber in Einzelfällen könnte einer Notlage Rechnung getragen werden. Abg. Dingel dey (D. V.) erklärte im Namen seiner Fraktion, daß unbedingt ein besonderes Besoldungsgesetz für die Polizeibeamten gefordert werden müsse, und zwar in kürzester Frist und durch die hessische Regierung, die sich dann darüber mit der Reichsregierung auseinanderzusetzen habe. In der Zwischenzeit müßten sämtlichen Polizeibeamten gleiche, lediglich nach Dienstjahren unterschiedene Zulagen zur Behebung der Not bewilligt werden. Der dahingehende Antrag lautet: Wir beantragen, die Regierung zu ersuchen: 1. Alsbald, und zwar spätestens bis zum 1. Januar 1926, dem Landtag den Entwurf zu einem besonderen Polizeibeamtengesetz vorzulegen, durch das die Besoldung der gesamten Polizeibeamten (also der Schutzpolizei, der' staatlichen Ortspolizei und der Gendarmerie) einer völligen Neuregelung im Sinne einer Höhereinstufung unterworfen wird, und zwar unabhängig von der Befoldungsregelung der übrigen Staatsbeamten: 2. bis zu dieser Regelung den sämtlichen obengenannten Polizeibeamten eine gleiche, lediglich nach Dienstjahren abgestufte Dienstzulage zu zahlen, und zwar: a) für Beamte mit 2—6 Dienstjahren 20 Mar? monatlich: b) für Beamte mit 7—12 Dienstjahren 30 Mark monatlich: c) für Beamte mit über 12 Dienstjahren 40 Mark monatlich. * Abg. Dr. Werner (Dntl.) hat nachstehende Anfrage im Landtage eingebracht: Die Darbietungen deS Hess. Landestheaters haben schon öfters zu berechtigtem Einspruch Veranlassung gegeben. Man mag dem Theater immerhin den allgemeinen deutschen Zerfall als „Entschuldigung" gelten lassen, so ganz darf aber die Buhne nicht ihre doch auch moralische Aufgabe vergessen, was leider in Berlin schon längst üblich, wie cs nun auch in Darmstadt ter Brauch zu werten scheint. Schon ,.Dantvns Tod" bot mit seinem Geschweige in Zynismus und Roheit in Widerwärtigem und bewußt übertrieben dargestellter Dirnenschamlosigkeit des Abstoßenden und Verderblichen genug. Es erfuhr aber noch eine äleberfteigerung durch das ganz unkünstlerische und kunstlose Machwerk „Anja und E st h e r". Was hier auf krankhaft-perverse Weise in Herabsetzung des Weibes auf die Stufe tierhafter Schamentblöhtheit unter Verwendung kindlicher Mitdarstelter und vor großenteils jugendlichem Publikum geleistet wurde, mußte Schrecken und Grauen zugleich erwecken. Richt daß die Mehrzahl der Zuschauer das Stück erfreulich kühl ablehnte, ist hier die Hauptsache, fontern bas ist der Skandal, daß ein solcher Schmutzsladen in unserem mit schweren Opfern erhaltenen Kunsttempel überhaupt die Bretter berühren durfte. Zch frage daher die Regierung, was sie zu tun gedenkt, um in Zukunft die Aufführung ter ar tiger Fragwürdigkeiten zu verhindern ? Abg. Haury (D. Vp.) und Gen. haben im Landtag eine Anfrage eingebracht, in der daraus hingewiesen wird, daß viele Gemeinden B a u < l u ft i g e ermuntert haben zum Bauen in E r - Wartung von Staatsbeihllfen. Es seien Bauten schon bezogen, ohne, daß die Staatsbeihilfen gezahlt worden seien und die Verhandlungen der Gemeinden über Darlehensaufnahmen seien bann ergebnislos geblieben, die Handwerker könnten deshalb ihre Zahlungeil nicht erhalten und steckten mit Arbeitslöhnen, vielfach auch mit Material in den fertigen Bauten. Die Anfrage fordert von der Regierung, daß die Genehmigung zum Beginn eines Baues erst dann erteilt werden darf, wenn die 95au gelber aufgebracht und sichergestellt sind. Die Regierung soll einen Notstandskredit von 500 000 Mk. bereitstellen zur Abdeckung der rückständigen Handwerkerforderungen. * Die Kommunisten haben im Landtag folgende Anfrage eingebracht: Ist der Regierung bekannt, daß Staatsgelder verwandt werden, zur U n- terstützung von Pensionären der Pri- Datinbuftrie? Nach verschiedenen Mitteilungen hat man der Privatindustrie die Pensionäre abgenommen und dieselben den Kleinrentenbeziehern gleichgestellt. Wir fragen an: Was gedenkt die Regierung dagegen zu tun? Serbische Rüstungen. Paris, 5. Rod. (WB.) Wie ein Vertreter ter „Information" aus Belgrad meldet, hat die jugoslawische Regierung beschlossen, in Sera- jewv ein Arsenal bauen zu lassen. Zwecks Beschleunigung der Arbeiten habe man 2000 Zimmerleute engagiert. DaS Arsenal werte mit Mitteln ausgestatt et werten, die von Deutschland auf Reparationskonto geliefert werden. Man erkläre in Belgrad, dah die Absichten Mussolinis auf die dalmatinische Küste für die beschleunigte Anlage dieses Arsenals nicht ohne Einfluß gewesen sei. Kleine politische Nachrichten. Infolge eines Rundschreibens des belgischen 2'ustizministers hat das Kriegsgericht von Brabant das Verfahren gegen den deutschen Oberst Mercinn und den Agenten der deutschen politische Polizei Pinkoff eingestellt. Andere gleichartige Prozesse sollen sofort niedergeschlagen werten. Der deutsche Botschafter Dr. S h a m e r war gestern zu einem Diner auf der französischen Botschaft eingeladen. Es wird darauf hingewiesen, dah zum erstenmal seit dem Kriege ein deutscher Botschafter in London von dem französischen Botschafter eingeladen wird. Zwischen ter Schweiz und Deutschland (jäten seit einigen Wochen Wirtschaftsverhandlungen in Bern stattgesunden. Beite Regierungen haben sich geeinigt, zunächst einmal ein nur für kürzere Zeit gedachtes Provisorium abzuschließen, das den auf beiden Seiten bestehenden dringenden Rot- toenbigfeiten Rechnung trägt. * Der preußsische Innenminister und der Finanzminister weisen darauf hin, daß sich ein Gesetzentwurf in Vorbereitung befindet, ter mit Rücksicht auf die durch das Anwachsen des Auto- mroilveriehrS gesteigerten Kosten der Wegeunterhaltung eine erhebliche Heraufsetzung der Kraftfahrzeug steuer versieht. Das Präsibium des Zentralexekutivkomitees der Sowjet-LInion hat am 31. Oktober beschlossen, die vom Obersten Gerichtshof am 3. Juli zum Tode verurteilten deutschen Staatsangehörigen K i n d e r m a n n und W o l s ch t und den estnischen Staatsangehörigen v. Sitmar unter Anrechnung der Untersuchungshaft zu z e.h n Jahren Gefängnis zu begnadigen. Rach einer amerikanischen Statistik beträgt die Zahl der Rentenempfänger aus dem Weltkriege über acht Millionen Menschen. Davon entfallen auf Deutschland etwas über 1 500 000, Frankreich 1 420 000, Großbritannien 1 170 000, Italien 800 000, Rußland 775 000, Polen 320000, Tschechoslowakei 236 000, Serbien 165 000, Amerika 157 000 und Belgien rund 50000. Der badische Landtag hat einen kommunistischen Antrag, wonach der bei den Wahlen zum Landtag nach der kommunistischen Liste gewählte Abgeordnete Steiner sofort aus dem Zuchthaus,in Bruchsal $u entlassen sei, damit er sein Mandat ausuben könne, abge- lehnt. Steiner hat eine achtjährige Zuchthausstrafe zu verbüßen wegen Teilnahme an den oberbadischen älnruhen im Herbst 1923. Kunst und Wissenschaft. Die Not d?r Künstler. Der Reichswirtschafts-Verband bildender Künstler Deutschlands hielt am Donnerstag in Berlin eine Versammlung ab, die sich mit ter wirtschaftlichen Rot der Künstler beschäftigte. Alle Redner des Abends schilderten die trübe. Lage der bildenden Künstler und appellierten dringend an die Hilfe der Regierung. Pros. Hans D a l u s ch e k entwarf unter dem Eindruck des Selbstmordes eines jungen talentierten Künstlers, der für 14000 Mark Keramiken und Bronzen hinterließ, die er n i ch t v e r- kaufen konnte, ein Bild von den großen Entsagungen und Entbehrungen, unter denen heute viele Tausende von Künstlern leiden. Rechtsanwalt Koldin, Syndikus des Verbandes, hob hervor, daß die Ausbeutung der Künstler seitens gewisser Verleger und Kunsthändler ungeheuerlich sei. Zum Schluß wurde eine Resolution angenommen, welche die Forderungen des Abends formulierte. vorgeschichtliche Grabstätten in Mecklenburg. Bei Ausgrabungen, die unter Leitung des Prof. Beltz- Schwerin vorgenommen wurden, wurden in Boizenburg auf einem Ackerstück mehrere Reihen vorgeschichtlicher Grabstätten bloßgelegt. Man fand in ungefähr einem Meter Tiefe in kreisförmig aufgebauten Steinmassen teilweise noch gut erhaltene Urnen. Die Anlage dürfte aus der Zeit von etwa 1200 v. Ehr. stammen. Aus aller Welt. Ein Wafserfchuhlauf auf dem 2Ram. Der in Würzburg abgegangene bekannte Wafserschuhläufer Ingenieur Steuerlein ist in Lohr glatt gelandet, nachdem er -den ganzen Weg auf dem Main zurückgelegt hatte. Die 60 Kilometer lange Strecke legte er in vier Stunden zurück. Bei günstigem Wetter will Steuerlein die Fahrt fort= setzen, möglicherweise bis Frankfurt a. M. Lin neuer Eisenbahntyp in Kanada. Ein von der kanadischen Nationalbahn hergestellter neuer Wagentyp mit elektromotorischem Antrieb ist nach dreitägiger Fahrt von Montreal in Vancouver eingetroffen und hat damit die bisherigen Schnelligkeitsrekorde in der Uedergue- rung des Kontinents geschlagen. Die effektive Fahrzeit auf der 2937 Meilen langen Strecke betrug 67 Stunden. Nach der Ansicht amtlicher kanadischer Kreise wird dieses Ergebnis zu einer Umwälzung auf dem Gebiete des Eisenbahnverkehrs, insbesondere in der Beförderung leichterer Frachten, führen. Ein nasser Kampf. Beim Dorfe Ochtendung (bei Boppard) hatte sich eine große Zigeunerbande mit 12 Wagen häuslich niedergelassen. Weder dem Landjäger noch dem Bürgermeister war es möglich, die Dante abzuschieten. Schließlich rückte die Feuerwehr des Dorfes an und eröffnete die Debatte mit einem kräftigen Wasserstrahl. Unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer rückte die Bande dann ab und suchte eine gastfreundlichere Stätte auf. Großer Postdiebstahl in Rathenow. In der Nacht zum 30. Oktober wurden auf dem Bahnhof Rathenow aus der Postkammer des Postamtes etwa 50 000 Mark bares Geld in gebündelten Zehnmarkscheinen und eine Anzahl van Einschreibbriefen, deren Wert noch nicht festgestellt werden konnte, entwendet. Die DberpcftbireEtion in Potsdam hat auf die Ergreifung der Diebe eine Belohnung von 5000 Mark ausgesetzt. Unter dem Verdacht, seine Hand im Spiele zu haben, wurde ein 20 Jahre alter, bereits vielfach vorbestrafter Postaushelfer festge- n o m m c n. Er bestreitet seine Schuld. Man vermutet jedoch, daß seine Helfershelfer das gestohlene Gut nach Berlin gebracht haben. (Eine blutige FamUienkragödie. Eine blutige Familientragödie spielte sich in D b e g bei Passau ab. Der betrunken nach Hause kommende Landwirt K i e n r e i ch, der mit seiner Frau in Unfrieden lebte, fiel mit dem Tranchiermesser über sie her, um sie umzubringen. Er wurde von der Tat durch seinen Stiefsohn abgehalten. Dieser schlug mit einem Stuhl so lange auf seinen Stiefvater ein, bis dieser blutüberströmt zusammenbrach und kurz nach der Einlieferung in das Krankenhaus o e r ft a r b. Der Täter stellte sich dann selbst der Polizei. Wettervoraussage. Vorwiegend westliche Winde, noch immer Riederschläge bei wechselnder Bewölkung, milde. Am der provinzialhauptstadt. Gießen, den 6. Rovember 1925. Kreisausschutz-Sitzung. 9m Sitzungssaale des Negierungsgebäudes zu Gießen fand gestern eine öffentliche Sitzung des Kreisausschusses statt. Es. wurde über folgende Angelegenheiten verhandelt: 1. Wahl des Bürgermeisters der Gemeinde Harbach. Am 12. Juli fand in Harbach die Wahl des Bürgermeisters statt.' Gewählt wurde W. S ch o m b c r mit 135 Stimmen, während der Gegenkandidat 117 Stimmen erhielt. Dem Kreisdirektor waren Vorgänge bekannt ge- worden, die geeignet waren, das Wahlergebnis in unlauterer Weise zu beeinflussen. Er hatte deshalb Abstand genommen, die Bestätigung der Wahl zu erteilen, und legte die Akten dem Kreisausschuß zur Entscheidung vor. In der gestrigen Sitzung, zu der eine größere Anzahl Zeugen geladen war, wurde durch die Zeugenaussagen festgestellt, das vor der Wahl Freibier verabfolgt wurde und Wahlbeeinflussung stattgefunden hatte. Es wurde deshalb der Beanstandung Kreisdirektors stattgegeben und die Wahl des Bürgermeisters für ungültig erklärt. Die Kosten des Verfahrens wurden der Gemeinde Harbach auferlegt. 2 Wahl des Bürgermeisters der Gemeinde A l b a ch. Bei der am 12. Juli ftattgefun- denen Wahl des Bürgermeisters der Gemeinde Albach wurde Will). Lcnz mit 116 Stimmen gewählt, während der Gegenkandidat 105 Stimmen erhielt. Auch hier waren dem Kreisdirektor Vorgänge bekannt geworden, die geeignet waren, auch diese Wahl in unlauterer Weise zu beeinflussen. Durch Zeugenaussage wurde festgestellt, daß auch hier durch Spendett von Freibier Wahlbeeinflussung stattgefunden hat. Deshalb wurde auch in diesem Falle der Beanstandung des Kreisdirektors stattgegeben und die Wahl für ungültig erklärt. 3. Beschwerde des Heinrich Sehrt in Nonnen rot h gegen die Höbe der Entschädigung für eine an Milzbrand gefallene Kuh. Dem Heinrich Sehrt zu Nonnenroth war eine Kuh an Milzbrand verendet. Die Abschätzungs- lommission stellte den Wert auf 500 Mk. fest. Die sich für Sehrt hieraus berechnende Entschädigung (| des geschätzten Werts) erschien Sehrt zu gering, weshalb er Beschwerde beim Kreisausschuh verfolgte. Nach Aussage von Zeugen handette es sich um ein hochträchnges erstklassiges Stück Vieh. Die angesetzte Entschädigung müßte deshalb als zu gering angesehen werden. Die fad)Derftänbigen Zeugen bekundeten, daß bei der Abschätzung nicht habe festgestellt werden können, daß die fragliche Kuh erstklassiig gewesen sei, man habe wohl gesehen, daß es sich um ein gutgenährtes Stück Vieh handle. Der Kreisausschuß gab der Klage Sehrts soweit statt, als der gemeine Wert auf 750 Mk. festegesetzt wurde. 4. Schleusenanlage des Richard Girsch, Weißmühle Gemarkung Rbbertshausen. Rich. Girsch beabsichtigte, seine Schleusenanlage zu verändern. Hiergegen erhob der Anlieger Karl Bilfinger auf dem Reinhäuser Hof Einspruch. Dieser Einspruch wurde zurückgewiesen und die Schleusenanlage auf Widerruf unter den vom Kulturbauamt Gießen gestellten Bedingungen genehmigt. 5. S ch l e u f e n a n l a g e des Karl Fi 1 sin - g e r zu Neinhäuser Hof. Karl Filfinger war genötigt, seine Schleusenanlage zu erneuern. Der Anlieger Girsch erhob hiergegen Einspruch. Auch dieser Einspruch wurde zurückgewiesen und dem Fllsinger Die Genehmigung zur Schleusenanlage auf Widerruf unter den vom Kulturbauamt Gießen gestellten Bedingungen erteilt. Vausparkonlen. Vom Presseamt des hessischen Staatsministeriums wird unter dieser Ueberschrift bekanntgegeben: Dem Zeitungsleser wird nicht entgangen sein, daß in letzter Zeit einige neugegrünbete Organisationen eine lebhafte Tätigkeit für die Errichtung von Bausparkonten entfalten. In Hessen treten insbesondere die ,„G emeinschaft der Freunde" in Wüstenrot bei Heilbronn und die „Deutsche Bau - und Siedlungsgemeinschaft e.G. m. b. H.", Sitz Darmstadt, hervor. Beiden Gründungen ist gemeinsam, daß sie regelmäßige monat- liche Zahlungen sammeln und aus dem Erlös Darlehen für den Bau von Wohnungen gewähren wollen. Die Reihenfolge der Darlehensgewährung soll entweder das Los oder die Zeit des Eintritts bestimmen. Mit der „Gemeinschaft der Freunde" hat sich die öffentlidje Kritik bereits mehrfach zu befassen Veranlassung gehabt. In Gutachten von Sachverständigen wird darauf hingewiesen, daß die Propaganda geeignet sei, „mindestens in der Vorstellung von weniger geschäftskundigen Streifen die Schwierigkeiten und die ungünstigeren Möglichkeiten, die zweifellos in der Sache liegen, zurücktreten zu lasten und den Eindruck einer Sicherheit der Erfolgsaus- sichten zu erwecken, welcher gerade bei solchen Unternehmungen gefährlich ist und zu starken Enttäuschungen führen kann." Nach neuerlicher Veröffentlichung will die Gemeinschaft bereits Bausparverträge über 100 Millionen Goldmark abgeschlossen haben. Die Bekanntgabe solcher Zahlen muß irrige Vorstellungen über den Geschästsumfang erwecken: denn dieser Betrag würde sich im günstigsten Falle erst im Lause einer langen Reihe von Jahren (vielleicht in 25—40 Jahren ansammeln. Die Angabe einer Summe von 100 Millionen Mark beweist daher eine Hemmungslosigkeit in der Propaganda, die keineswegs Vertrauen erwecken kann. Hiervon abgesehen, wird in den sachverständigen Urteilen mit vollem Recht Darauf hingewiesen, daß ein eingetragener Verein von 30 Mitgliedern — ein solcher ist die „Gemeinschaft der Freunde" — nicht die nötige Gewähr für dauernden Bestand und Stetigkeit der Geschäftsführung bietet. Wer als Mitglied beitritt muß sich darüber klar sein, daß es feine Rücktritts- möglichkeii gibt; denn die Baudarlehen werden unkündbar ausgeliehen, weshalb auch die Bauspareinlagen von der „Gemeinschaft der Freunde" fest- gehalten werden müssen. Das Programm der Deutschen Bau - und S i e d l u n g s g e m e i n s ch a f t e. G. m. d.H. ist in einer Broschüre entwickelt, die den Titel führt: „Durch Arbeit und Not zu Wohnung und Brot". Der erste Teil der Schrift ist dem Nachweis gewidmet, daß der „Moloch Zins" an allem Unheil schuld ist. Für diese Ansicht wird eine lange Reihe von Zinseszinsrechnungen ins Feld geführt. Dem aufmerksamen Leser kann die Haltlosigkeit vieler Behauptungen nicht entgehen. So sotten beispielsweise 20 Iahreszahlungen von 3360 Mark nötig sein, um ein Kapital von 10 000 Mk. bei 8 Proz. Zinseszinsen zu tilgen. Es laßt sich leicht ausrechnen, daß noch nicht vier Jahreszahlungen in dieser Höhe für den gleichen Zweck notwendig sind. Auch von dieser ein 23. 50 46 Xur solange » orrfti. 75 &ufe Sdnihs Trotze Hasroahi Tanzschuhe besonders preiswert! icn Spar- azent fcft- lichen oder unter Staaisaüff taffen Preußens auf toibcr De> G e ■ Mo 110 bis 10, Pf. Amtsgericht Metzen. 1 G i eß en, 3. Rov. 3m September tarn rur.g der 2lufwerllmg der LparautHoherr vom 24.10. 1925 ist der AufwvrtUstgssÄ für stmüuhe öffent- eingehende Gutachten des Kreisarztes legt. Wegen Amtsanmaßu ng und trugs im Rückfall erhielt er eine samtgefängnis strafe von elf n a t en. Stliverxe bteft-labiallon- stiefel mit Lederspitze, Filz- tl Leders..' *r. 30-3.) 2.45. Gr. 25-29 LIS, 21-24 beschäftigt im Ministerium, vor und erklärte, er sei von seiner Behörde mit der .Untersuchung von Abtreibungssachen in Lollar und Staufenberg beauftragt. Durch sein gewandtes Auftreten und den Gebrauch medizinischer Fachaus- drücke erweckte er bei den betreffenden Herren 1atsäck;lich den Eindruck, daß er Mediziner sei. In der Apvthele dortselbst natzm er unter der Behauptung, er sei von dem Ministerium dazu beauftragt, Revisionen vor. Auch ersuchte er durch telephonischen Anruf von der dortigen Gendarmerießation, der gegenüber er sich ebenfalls als Dr. med. Drettscheid auS Darmstadt gab, Auskunft über eine Strafsache wegen Blutschande zu erchalten. Auf die Gegenfrage deS Gendarmeriewachtmeisters K n a u ß, was ihn hierzu berechtigte, antwortete er. das sei seine Sache. In Kirchberg stellte er sich dem Herrn Dekan ebenfalls als Beauftragter deS Ministeriums vor und veranlaßte diesen, ihm einen Borschuh von 10 Mk. zu geben, da er übernachten müsse und sich hierfür nicht vorgesehen habe. Kurz darauf wurde er in Staufenberg festgenommen und ihm ein Teil des Geldes wieder abgenommen. Cs stellte sich heraus, daß es sich um einen vielfach vorbestraften Menschen auS Stuttgart handelte, der derartige Borspiegelungen und Betrügereien schon in den verschiedensten Teilen von Deutschland begangen hat. Seine Behauptung, er sei geisteskrank, wurde durch das . . Herr zu verschiedenen Aerzten und dem Pfarrer in Lollar, stellte sich ihnen als Medizinalrat Dr. Drettscheid aus Darmstadt, Iuni dieses Iahres erfolgten unerwarteten Ableben des Generalmusikdirektors Prof. Hans W i n d e r st e i n ist die erste Dirigentenstelle des staatlichen Kurorchesters verwaist gewesen. In den großen Sinfoniekonzerten, die vorher das ureigenste Gebiet Windersteins waren, führten während de» Sommers zumeist Gastdirigenten den Stab. Männer von hervorragendem Ruf lernten wir so hier kennen, durchweg anerkannte Großen im musikalischen Leben der Gegenwart. Die meisten von ihnen wurden als Bewerber um die Rachfolge Windersteins genannt. Rur wenige kamen naturgemäß in die engere Wahl, aus der Generalmusikdirektor Iose Eibenschütz in Oslo (Christiania-Norwegen) als Sieger hervor- glng. Das hessische Finanzministerium hat den Künstler nun mit der Leitung unseres Kurorchesters betraut, wie verlautet, zunächst nur während der Sommersaison. Sibenschüh geht ein ausgezeichneter Ruf voraus. Heber den Werdegang des Künstlers können wir kurz folgendes nyhelfen: Er ist in Frankfurt a. M. geboren. Rach Vollendung seiner gründlichen Studien tratet zunächst Kapellmeister in Koblenz, wo er gleichzeitig auch als Lehrer am Konservatorium wirkte. Die musikalische Lausbahn führte den Künstler dann bald von Erfolg zu Erfolg, zunächst als Kapellmeifier nach Aabo in Finnland, von da im Iahte 1905 als städtischen Musikdirektor nach Görlitz. Der Berein der Hamburger Musikfreunde berief ihn 1908 unter zahlreichen Bewerbern als Dirigent an daZ Philharmonische Orchester in Hamburg, wo et über ein Iahtzehnt unter Arthur Rikisch erfolgreich tätig war. Auf des letzteren Empfehlung hin wurde ihm im Iahte 1921 die erste Dirigentenstelle und damit die künstlerische Leitung des Philharmonischen Orchesters in Oslo übertragen. Als Gastdirigent feierte der Künstler wiederholt größere Triumphe in fast allen bedeutenden Musikzentren Europas. Auch hier in Bad-Rauheim lernten wir ihn im letzten Sommer als Gastdirigenten bereits kennen. In dem Konzert,- bei dem der bekannte Baritonist S ch l u s u n s als Solist mitwirkte, dirigierte E i b e n s ch ü tz die 4. Sinfonie von Tschaikowski und erntete damit stürmischen Beifall. 12,5 Prozent Sporkassen- aufwertuny in Preutzen. Der Amtliche Preußische Pressedienst schreibt: In der ersten preußischen Verordnung zur Durchfuh- — Tag eskalender für Freitag. Stadttheater: Zi-* Tlhr „Der fidele Dauer", Ende gegen 10 Ulir. — ReichZzentrale für Heimatdienst: 8 Ahr in der Universitätsaula Bortrag von Prof. Dr. Müller-Berlin über „Die Stellung der Landwirtschaft in der Volkswirtschaft". — Verein Hundesport: Monatsversammlung bei Henkel. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Hedda Gabler" und „Rin-Tin-Tin". — Astori a-Licht - spiele: „Gin Tag im Par-idieS". — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die Klassiker haben an der hiesigen Bühne stets besondere Pflege gefunden, und io wird auch Schillers „Braut v o n M e s- fina", die am. Vorabend von des Dichters Geburtstag am kommenden Montag erstmalig in Szene geht, unter der Spielleitung des Intendanten auf das sorgfältigste vorbereitet. Die Chöre, getragen von Sprechern des Personals, haben burd) die freundliche Mitwirkung von Primanern des Gymnasiums eine angemessene Ergänzuna. gefunden, so daß auch die von ihnen beherrschten Teile des klassischen Werkes zur richtigen Wirkung kommen dürften. Die Vorstellung findet außer Abonnement zu ermäßigten Preisen statt. — Oberhessischer Verein für Innere Mission. Man schreibt uns: Nachdem die Jahresfeier des Oberhessischen Vereins für Innere Mission im letzten Jahrzehnt nur in bescheidenem Rahmen gehalten werden konnte, wendet sie sich, wie in früheren glücklicheren Jahren diesmal laut Einladung im heutigen Anzeigenteil an die Gesamtgemeinde. Erhebenden Vorklang will der Festgottesdienst am Sonntagabend bieten, in dem ein namhafter Prediger von Marburg redet. Den Stern der Feier bildet nach dem Iahresiiberblick die Verhandlung über das nur allezuzeitgemaße Thema über die Degenerationserscheiungen in unserem Volk, wozu der weithin bekannte, auch bei uns durch seinen vorjährigen Vortrag geschätzte Professor v. Nieder galt von der Nachbar- univerjität Marburg grundlegend und anregend sprechen wird. Wer aus Liebe zum Volke an der Besserung der Zeit helfen will, wird gern an der Versammlung (im Johannessaal, 10 Uhr) teilnehmen. Man beachte die heutige Anzeige. — „Goethe und das rechte Lebe n" heißt das Thema, über das der bekannte Hölder- linforscher Wilhelm Michel- Darmstadt, der diesjährige Träger des Büchner-Preises, am morgigen Samstag, abends 8 Uhr, im Vortragssaal der Buchhandlung Keißner sprechen wird. (Näheres siehe heutige Anzeige.) — Der Goethebund veranstaltet, wie aus dem heutigen Anzeigenteil zu ersehen ist, nächsten Sonntag einen Musikabend, zu dem Gäste willkommen sind. •• Don der Landes-Tlniversität. Sprachkurse für Hörer aller Fakultäten sind auch in diesem Semester wieder an der Landes- universitat eingerichtet. Die lateinischen Kurse für Abiturienten von Oberrealschulen leitet Studientat Prof. Helmke, d'.e griechischen Kurse für Abiturienten von Realgymnasien und Oberrealschulen Assistent Dr. Kling. Die englischen Kurse für Ghmnasialabiturienten, die feitet Privatdozent Dr. Spira geleitet hat, hält Assistent Dr. Kauter ab (für Anfänger Mittwochs 6 Ibis 8 Ähr, für Vorgeschrittene Dienstags 6 bis 8 älhr, Anmeldungen im Englischen Se- Gesellschaft wird mehr versprochen, als einer kritischen Nachprüfung standhalten kann. Um den Spartrieb, welcher aus dem berechtigten Verlangen nach einem Eigenheim heroorgeht, in gesunde Bahnen zu lenken, beabsichtigen die h e s s i - schenöfsentlichenSparkassen unter Verzicht auf Gewinn Bauspartonten zu errichten. Aus der Summe der eingehenden Guthaben sollen Vaii- darlehen zu dem niedrigen Zinsfuß von 4 Prozent gewährt werden. Aus ihren eigenen Mitteln will die Sparkasse jeweils 40 Prozent der erforderlichen Bausumtne zu einem Zinsfuß zuschießen, der nur wenig über dem Einlagezinssuh liegt, damit die Gefamtlast für den Darlehensnehmer tragbar bleibt. Für die Sicherheit der Bauspargelder haften die einzelnen öffentlichen Sparkassen in gleicher Weise wie ur ihre sonstigen Einlagen. Sie Unkundbar- teit der Einlagen muß zwar auch hier von den Sparkasien für eine gewisse Zeit ausbcdungen werden In besonders gelagerten Fallen wird aber die Sparkasse wohl stets in der Lage sein, aus freien ©liictm Rückzahlungen unter Verwendung sonstiger Mittel zu leisten. Das Programm steht in den Grundzügen bereits fest. Nach endgültiger Formulierung der abzuschließenden Verträge wird das ganze'Material der Oefsentlichkeit zugängig gemacht werden. Gießener Wochcnmarktpreise. Schule vollzogen werNen sollte. Richt blvß diese beiden Schularten, sondern auch, sogar in erster Linie, die Eltern sind daran interestiert. Das neue Grundschulgesetz vom April 1925 geht von dem ganz richtigen Gedanken aus. baß den befähigteren Schülern nach drei Schuljahren der Liebertritt in die höhere Schule ermöglicht werden soll. Die AuSführunasbestimmungen dazu aber werdeit in den verschiedenen Landern benutzt, um diesen llebcrtritt za erschweren. Selbst die hessischen Aussührungsbestimmungen, welche manches Gute enthalten, sind in vielen Enrzelheiten so widerspruchsvoll. daß daraus viel Schaden für die beiden Schularten, für die Eltern und ganz besonders für die Kinder erwachsen können. Die Tor- lchläge deS Redners gipfelten darin, daß bei der Reuregelung alle Standesrücklichten, besonders der Lehrergruppen, beiseite b.eiben müßten, daß nur die Erziehung und die geistige Förderung des Kindes ausschlaggebend fein dürfe. Die Erfahrungen deS letzten Schuljahres hätten gezeigt, daß die Kinder, die schon nach drei Iahven in die höhere Schule übertraten, dort meist besser Mitarbeiten konnten als manche vierjährigen Grundschü'er. In dieser Richtung müßte die Reuordnung erfolgen. Die Lehrer der beiden Schularten könnten und mühten bei der Regelung des Tlebertritts gemeinsam mitwirken, daß die Lehrpläne besser angeglichen, die Beurteilung der Leistungen nach gleichen Maßstäben und die ganze ikbcrtrittSfragc mit gleichem Wohlwollen für das Kind behandelt würden. Der Rede folgte eine sehr gründliche, rege Aussprache. Die Versammlung war durchaus der gleichen Ansicht wie der Vortragende. Dr. Sch. ** Im Lichtspielhaus Bahnhofstraße läuft gegenwärtig ein Programm, das in der Auswahl wie im einzelnen die größte Anerkennung verdient. Da spielt z. B. Asta R i e l s e n die Titelrolle in der „Hedda Gab- l e r". Der Film, nach dem gleichlautenden Drama von Ibsen verfaßt, packt mit glücklichem Griff das We'entüche der Handlung und hat sichere, gut pointierte Aktschlüsse. Di« Besetzung der übrigen Rollen liegt wiederum in den Händen prominenter Schauspieler, so daß der Film ein selten gediegenes Riveav. aufweist. — Richt minder gut, für jeden Tier- und Hundefreund von größtem Interesse, ist der berühmte Film des „Rintintin, der Hund von Karibu". Es ist unglaublich, wie vieler Hund als Hauptdarsteller eines ganzen mehraktigen Filmwerkes ein vollbesetztes Haus unablässig in Spannung hält. Man folgt der Entwickelung seines Schicksals mit steter Teilnahme und großer Freude. Die beiden Filme werden auch in Gießen viele Freunde s in den. Professor Windersteins A«chsslser. , Bad-Rauheim, 5. 2lov. Seit dem am Gerichtssaak. J( Marburg, 5. Rov. Rach dreitägiger Dauer ging heute die Hexb st-Schwurgerichts!) er iode zu Ende. Am Dienstag wurden ein junges M ä dche n und ein Bursche aus dem Kreise Homberg wegen Kindestötung bzw. Beihilfe dazu zu je 2V* Jahre Gefängnis verurteilt. Rach Verbüßung von 9 Monaten soll Strafaufschub cintreten. Gestern stand ein Mä dchen aus OckerShausen wegen Kindestötung vor Gericht. ES wurde zu 2 Iahren Gefängnis verurteilt. Vier Monate find zu verbüßen, dann tritt Strafaufschub ein. Ein wegen Meineids cngcitag- ter Arbeiter auS Dreitenbech wurde z^vecks Beobachtung sciites Geisteszustandes der L^ndesheilanstalt überwiesen und die Verhandlung auSg.setz'.. Bei dem heutigen letzten Falle, erschien als QlnccTIagter ein junger Mann aus Willingshausen, der aus einer ganz geringfügigen Tlrsache e:nen Al.ersgenos'eTi mit einem Knüppel so geschlagen hatte, daß dessen Tod clntrat. Das Urteil lautete auf 1 Iahr Gefängnis, wovon 5 Monate' vorläufig zu verbüßen sind. Es kann dann Strafaussetzung eintreten. Darmstadt, 5. Rov. (WSR.) Bor dem 4. Strassenat deS Reichsgerichts hatten sich in zweilagiger Verhandlung der sich Ingenieur nennende Willy Schmidt aus Mainz-Kastel und der Kraftwagenführer Iosef Hoser aus Darmstadt wegen vollen detcn Landesverrats und versuchten schweren Einbruches — beide Verbrechen wurden im unbesetzten Gebiet auSgesührt — zu verantworten. Das Reichsgericht verurteilte nach nichtöffentlicher Sitzung Schmidt zu acht Jahren Zuchthaus und zehn Iahren Verlust cec bürgerlichen Ehrenrechte und Stellung unter Polizeiaufsicht. Ein Iahr der Untersuchungshaft wurde angerechnet. Hofer erhielt zwei Jahre zwei Monate Gefängnis und fünf Iahre Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Ein Jahr fünf Monate der erlittenen älntersuchungShaft wurden angerechnet. Es kosteten auf dem gestrigen Wochenmarktc: Butter 210, Matte 40, Käse 70, Wirsing 7—8, LÜeißkraut 4—6, Rotkraut 8—10, gelbe Rüben 12, rote Rüben 10, Spinat 20, Unter-Kohlrabi 6 Grünkohl 20, Rosenkohl 40—50, Feldsalat 100, Tomaten 40, Zwiebeln 10, Meerrettich 40—100, Schwarzwurzeln 50, Kürbis 6, Kartoffeln 31 bis -1, Aepfel 15—20, Birnen 25—30, Honig 40, junge Hahnen 120, Suppenhühner 100, Gänse 100 bis Pf. je Pfund,- Eier 17—18, Blumenkohl 30 120, Salat 10, Endivien 10—20, Lauch 5 bis Rettich 10—25, Sellerie 25—40, Tauben 80 minar, Ludwigstr. 19). Lektor Dr' Ruppert h D j a r ä v i leitet wieder spanische Kurse und halt außerdem eine Vorlesung in spanischer Sprache. Hörern aller Fakultäten sind zugänglich die fremdsprachlichen Vorlesungen des Herrn Dr. Vlamynck „Histoire de la civilisation fran^aise des origines au sieclc de Louis XIV“ Mittwoch 6 bis 8 Tlhr, und des Herrn D. Scott Behl iß: „British Institutions“ Mittwoch 5 bis 6 Tlhr (Hörsaal 45). ** Staatliche Beihilfen für not- leidende Eisenbahner. Den Reichsbahn- Direktionen Elberfeld, Essen, Frankfurt a.M., Köln, Mainz, Trier und Ludwigshafen sind von der Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahn - Gesellschaft aus dem von der Reichsregierung bereitgestellten Härtefonds besondere Mittel überwiesen worden, die nach folgenden Richtlinien verwendet werden sollen: Angestellten und Arbeitern, die am 1. Januar 1923 im besetzten Gebiet bei der Reichsbahn in Dienst gestanden haben, können einmalige Zuwendungen gemacht werden, wenn sie sich zur Zeit der Zuwendung noch in einer Notlage befinden, die durch den Einbruch der Besatzungsmächte und die Wegnahme der Rhein- und ^Ruhr- bahncn verursacht worden ist. Bei Verteilung der Mittel sind insbesondere auch Angestellte und Arbeiter zu berücksichtigen, die zur Zeit der Zuwendung nicht mehr im Dien st der Reichs- b al) n stehen. Für die Zuwendung werden Höchst- beträgc festgesetzt, die sich bei Ledigen auf 80 Reichsmark, bei Verheirateten auf 120 Reichsmark, zuzür' ) 15 Reichsmark für jedes unterhaltungs- bered !c, nicht erwerbstätige Kind belaufen. Zur Beschlc. nigung der Ausschüttung der Zuwendungen wird den Antragstellern empfohlen, sich nicht schriftlich, sondern persönlich an die Dienststellen der Reichsbahn, bei denen die Anträge vorgebracht werden müssen, zu wenden, damit von den Dienststellen der Fragebogen sofort ausgefüllt werden kann. Den nicht mehr in Reichsbahndienst stehenden Antragstellern wird empfohlen, dabei eine Bescheinigung der Bürgermeisterei vorzulegen, aus der ersichtlich ist, wie lange sie während und nach der Ruhraktion arbeitslos gewesen sind und ob sie während dieser Zeit Erwerbslosenunterstützung erhalten haben. Die Bürgermeistereien werden gebeten, den Anträgen aus Ausstellung dieser Bescheinigungen baldigst zu entsprechen. Der äußerste Termin für die Anmeldung der Anträge ist der 15. November. ** Hohe Auszeichnung. Der Firma Ernst Riemann (Bahnhofswirtschaft in Gießen), die auf der großen Kochkunst-Ausstellung in Frankfurt a. M. ausgestellt hatte, wurde die höchste Auszeichnung, die große le* daille und Ehrenpreis, zuerkannt. ** Oef fentliche Bücherhalle. Jrn Oktober wurden 1545 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 953, Zeitschriften 65, Jugendschriften 86, Literaturgeschichte 9. Gedichte und Dramen 44. Länder- und Völkerkunde 60, Kulturgeschichte 34, Geschichte und Biographie 70, Kunstgeschichte 26, Naturwissenschaft und Technologie 71, Heer- und Seewesen 4, Haus- und Landwirtschaft 12, Gesundheitslehre 15, Religion und Philosophie 50, Staatswissenschaft 16, Sprachwissenschaft 8, Fremdsprachliches 22 Bände. Nach auswärts kamen 19 Bände. ** Gemeindeabend der Matthäus- gemeinde. Am Dienstagabend fand der zweite Gemeindeabend der Matthäusgemeinde in diesem Winterhalbjahr statt. Pfarrer Mahr sprach über „Luther den Bete r". Er zeichnete die Ent- Wicklung Suchers als Beter. Er sprach davon, wie Luthers Gebetsleben Zeiten des Stillstandes, des Tiefstandes aufweist, kein Vorwurf und kein Anlaß zur Herabsetzung von Luthers religiösem Charakter, wie es die katholische Lutherforschung (Grisar) liebt, sondern ein tief Menschliches, das Luther uns nur näher bringt. Von Luthers priesterlichem Beten für sein Haus, für seine Freunde, von seinen wunderbaren Gebetserhörungen, von dem gewaltigen Beter in Worms und Koburg handelte der letzte Teil des Vortrags. Frau Karola Strauch geb. Vock führte den Vortrag weiter, indem sie darüber sprach, wie Luther der -Theologe und fromme Beter über das Beten dachte. Ihrem sorgfältigen und tief: grabenden Vortrag lag „Luthers deutsche Auslegung des Vaterunsers für einfältige Laien" aus dem Jahre 1519 zugrunde. Der Rednerin lag es am Herzen, den Hörern etwas von dem Reichtum zu schenken, den ihr das Studium gerade dieser Lutherschrift gebracht hatte, eine Schrift, die ihre besonderen Vorzüge gegenüber späteren Auslegungen Luthers, auch gegenüber der von 1534 hat. Es sind gewaltige Gedanken, die Luther in diese Auslegungen einströmen ließ, so gewaltig, daß sie oft ausströmen im Gebet. Atemlos lauschte die Versammlung der Vortragenden, die bewegten Herzens von tiefsten und letzten Dingen der Innerlichkeit sprach an Hand von Luthers Auslegung. Der Gesang von Lutherliedern, das Gebet des Vaterunsers, von Pfarrer Mahr gesprochen, beschloß den Abend. Der Matthäussaal war bis auf den letzten Platz gefüllt. *• Philologenverein. Man bericht et uns: Am Montag hielt der Ph-lolvgenverein, die Berufsorganisation der akademisch gebildeten Lehrer an den höheren Schulen in Gießen, eine sehr stark besuchte Monatsversammlung im Potzkeller ab. Oberstudiendireklor Alten dor s aus Friedberg sprach über die Schulreform, beso'iders über die bedeutungsvolle Frage, wie und tparm der Liebertritt aus der Grundschule in die höhere je Stück. Bornotizen. gesetzt worden. Die Verordnung beruht auf der den obersten Landesbehörden in § 58 Ziffer 7des Aufwertungsgesetzes erteilten Ermächtigung, die Aufwertung des Sparguthabens stall nach Maßgabe einer tatsächlich vorhandenen Tellungsmasse nach einem einheitlichen Satz anzuordnen. Die ganz überwiegende Mehrzahl der Sparkasien wird für die Ausbringung des Einheitssatzes von iN Proz. mehr als zur Hälfte die Beitrags pflicht ihres Gewährlei» ftungsverbandes in Anspruch nehmen müssen: in zahlreichen Fällen werden die Eewährleistungs- verbände bei der Ausbringung des Einheitssatzes, sogar zu einem noch größeren Anteil als zur Hälfte Mitwirken müssen. Die Festsetzung des Einheitssatzes in der genannten Höhe ist aber im Interesse der Spargläubiger als der wi r t s ch a s t l i ch schwäch- ften Gruppe der Aufwertungsglaubiger gleich- wohl erwünscht und muß den Gewayrleistungsver- bänden als ein besonders wichtiger Bestandteil ihrer öffentlichen A"fgaben zugemutet werden. Herren- Kindbox - Derbywtiefcl, bequeme Form, sehr :utesFabrik at. 12 50. Eadt.KaBdüasr-üeaeUac- SBksk« in. Filz-n Ledersohle. i srut-Ausf.. Größe 36-4?. 6.81, 4.65, 8.41, 2.50 Gießen Bahnhofstraße öS Wir bitten um Besieh tisruntr unserer Fenster! Kretow ImitierteKameihanr1 fl/Q Mcdertreter. Filz- und Ledersohle. Größe 30-42 .. . 4.95. 3.95. Brokat-Spnesen- schuhe, eleg. Tanzschuhe. apart gemnst., moderner Absatz. 9.50. Herr.- Arfceltsst leie! ... ____ Qualität mit schwere n Beschlag u. krluuff« Absatzeisen llalbschuher. junge derren m. grau Nur Einsatz, moderne Form, - ....... .1150, Gr. 3'>-39 ... I et wirse Iten-twiitiiei stiele! sii Lwtrlagsse- «ti, Ledersohle. 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Aber sonst merkt man von der Herrschaft Engländer (soweit ein kurzer Besuch diese Fest- der Spazierstock, sein Teetisch, Manuskrnptblätter, Bücher aus seiner Bibliothek, Silhouetten, Beden Leser überträgt. auf der vor die *) Den in Kürze erscheinenden Lebenserin- nerungen des Admirals Scheer, des Siegers von Skagerrak, die unter dem Titel „V o m S e g e l - schiff zum U • 58 o o t" im Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig herauskommen, entnommen. menschliches Fleisch, schockweise in offene Gruben geworfen . . . Der Weg vom Dorfe Schech OthmLn, zurück nach Aden, führt längs einer flachen Sandzunge, die das Festland mit der Halbinsel Aden verbindet. Rechts und links nichts als Wüstensand, hie und da einige Salzpyramid.'n, kein Baum und kein Strauch. Von Zeit zu Zeit ziehen Hitzwellen heran, die heißer sind, als die Luft in den heißesten Abteilungen eines lür- kischen Dampfbades. Auf dem halben Wege erleidet unser Wüstenauto eine Panne, wir stehen hilflos im Dampfbade, und ich denke in diesem Augenolick sehnsüchtig an das kühlere Sowjetrußland zurück: einst im „slawischen Orient", auf dem Wege zwschen Petersburg und Zarskoje Sfelo, wo die Gegend alle Bäume webten. Schloß Greifenstein, nach dem Bauernkriege auf einem romantischen Untergeschoß neu erbaut und späterhin ständig erweitert, spiegelt in seiner Gesamtheit die Physiognomie der Generationen wider, die es bewohnten. Der runde Turm mit der Bibliothek gehört zu den ältesten Teilen, er wurde aber abgeschlossen, als Frau Emilie mit ihrem jungen Gatten den Besitz antrat — das Paar richtete sich behaglicher nach Biedermeierart in einem anderen Flügel ein. 3n diesem auf Säulen ruhenden Anbau hat auch das Familienmuseum seinen Platz gefunden, die I Sammlung von Andenken aus den Tagen des Großvaters: das Urbild der Dannecker-Düste, der Siegelring Schillers mit dem Homerkopf, von Gleichen erzählt selbst in einem, ihm aus I seine Uhr, seine Tabattöre, sein Schachbrett, sein Anlaß seines 60. Geburtstags von seinem Ber- «**--*-*“— leger Julius Hoffmann gewidmeten kleinen Buch ansprechende und liebenswürdige Einzelheiten aus seiner Kinderzeit auf Greifenstein. Die Mutter war kurz nach seiner Geburt gestorben, aber die Großmutter Emilie lebte noch, als vielbeschäftigte Schlohherrin, und übermittelte dem Knaben mancherlei, was durch die Ueberlieferung in ihr lebendig war. Der ganze Lebenszuschnitt auf Greifenstein war eine Anlehnung an das cincien regime, gemischt mit leichter Empfindsamkeit und getragen von einem reichen geistigen Verkehr, und so war es nur natürlich, daß in dieser Atmosphäre sich frühzeitig literarische Interessen in Alexander regten. Seltsame Fügung wollte, daß er schon als Kind mit feiner jetzigen Gattin in briefliche Verbindung trat. Beide waren Geschwisterkinder, auch sie war eine Thienen, Tochter eines Wiener Diplomaten, und von der Zeit ab, da sie als seine Frau auf Greifenstein Einzug hielt, teilte sie sich mit ihrem Mann in die Welt der Erinnerungen, die 'hier durch Ahnenbilder hängen an den Wänden, das Geschlecht der Gleichen gehört zum Ilradel Thüringens, und viel hat sich aufgesammelt im Laufe der Zeit und wurde pietätvoll bewahrt. Aus langen dunklen Wandelgängen, dämmererfüllten Gewölben und Zinnenfluchten tritt unS Ver- aangenes entgegen, das Leben einer Gesellschaft, die einst da war und von deren Wandlungen in Sitten, Stilformen und Gesinnung die alten Mauern Wunderliches erzählen könnten. „Es war einmal" fangen die Märchen an. „Es war einmal" kann man auch von dem Geschehenen sagen, das Schloß Greifenstein einst belebte. Und vielleicht kam dem Dichter bei einem Bund- gang durch die alte Veste und bei dem Erinnern an das Gewesene auch der Gedanke zu seinem großen kulturhistorischen Hauptwerk, der sechsbändigen Geschichte der europäischen Geselligkeit, dir nicht nur in der deutschen Literatur, sondern ebenso in der fremden kein Gegenstück kennt. Ich weih nicht, wen ich höher schätzen soll, den feinsinnigen Dichter oder den Geschichtsschreiber, der uns, niemals doktrinär werdend, seine fabelhafte Belesenheit und seine Gelehrsamkeit in prachtvolle Sprachform kleidend, durch alle Zeitalter führt und die gesellschaftlichen Stimmungen der Vergangenheit in uns fühlbar werden läßt. Sechzigste Geburtstage von berühmt oder bekannt gewordenen Schriftstellern werden in unfern Tagen oft allzu aeräuschvoll gefeiert Alexander von Gleichen ist kein Freund des Lauten. Wie ich ihn zu kennen glaube, möchte ich vermuten, daß er den 6. Bovember am liebsten in der herbstlichen Stille von Greifenstein verleben wird. Aber des Gedenkens, das ihn an diesem Tage umrauscht, und der Grüße und Wünsche, die ihm zufliegen, wird er sich nicht erwehren können. Schon immer haben die Empfehlungsanzeigen im Gießener Anzeiger auch in Bezug auf die Satzausftattung allgemeine Anerkennung gefunden, ein Ansporn mehr für unsere technischen Mitarbeiter, der Ausgestaltung des Anzeigenteils in der Jubiläumsausgabe ganz besondere Sorgfalt angedeihen zu lassen. Um nun zu erfahren, welche Anzeige in dieser Sonderausgabe unserer Leserschaft am eindrucksvollsten, somit also am wirksamsten erscheint, fordern wir unsere Bezieher auf, uns unter Beifügung einer kurzen Begründung den Namen des Auftraggebers derjenigen Anzeige schriftlich mitzuteilen, die sie für die wirksamste halten. Drei Anzeigen, auf die sich die höchste Stimmenzahl vereinigt, werden bekanntgegeben. Die drei treffendsten Begründungen für diese Wahl werden mit je einem Geldpreise bedacht in Höhe von 150 Mark 100 „ 50 „ Die Aushändigung der Preise erfolgt rechtzeitig vor dem Weihnachtsfeste. Die Einsendungen müssen aufdemUmschlagdieBezeichnung „Preisausschreiben" tragen. In besonderem eingeschlossenen Umschlag sind Name, Stand und Wohnung anzugeben. Sämtliche Zuschriften sind bis zum 10. Dezember an die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers zu richten. Die Entscheidung über die besten Begründungen wird von Sachverständigen gemeinsam mit dem Verlag getroffen. Gießen, den 31. Oktober 1925. Verlag des Gietzener Anzeigers. liquien aller Art unter einem venetianifchen Kronleuchter, 6er auch feine Geschichte hat. Nebenan liegt das Schreibzimmer der Baronin, mit reich geschnitzter Täfelung und einem Schreib- ttsch, der einst Karoline von Wolzogen gehörte, auf den Begalen vieler Erstausgaben unserer Klassiker, die chre Verfasser noch selbst in den Händen gehalten hatten. Man versteht, daß Gleichen in diesem Zuständlichen die Stimmung fand, die feine Arbeiten über Schiller und Weimar atmen — die Umgebung wurde für ihn zu lebendiger Anschaulichkeit, die sich unmittelbar Wie sich fein Vater erst als reiferer Mann Kunst widmete, so trat auch Alexander nicht seinem 35. Lebensjahr als Schriftsteller an Oeffentlichkeit. Die erste Anregung zu der Wandlung, eine vornehme Liebhaberei zu einem Beruf auszugestalten, mag ihm der Vortrag gegeben haben, den er 1899 in Wien hielt. Freilich waren damals schon mancherlei Dichtungen von ihm erschienen, eine graziöse Do- koko-Komödie, ein Schauspiel, ein Band Essays, aber viel lag noch im Schreibtisch seines Turm- zimmerS vergraben — und ist zum Teil auch noch vis heute vergraben geblieben. Denn Gleichen gehört nicht zu den Vielschreibern, die alles zu eigener innerer Befreiung Biedergeschriebene umgehend der Welt mttteilen. In jenem Saal des Schlosses, der seiner merkwürdigen Form halber „Die Pistole" genannt wird, pflegt sich die Landgeselligleit Greifensteins abzuspielen. Dichtung und Musll schließen in dem gastfreien Hause gewöhnlich den Tag ab, und hier liest zuweilen im Kreise gleichgesinnter Freunde auch der Hausherr seine Poesien vor. Alexander von Gleichen-Rußwurm zn feinem 60. Geburtstag am 6. November 1925. Don Fedor v. Zobeltitz. Schillers jüngste Tochter Emilie heiratete 1828 einen blutjungen fränkischen Edelmann, den Freiherm Adalbert von Gleichen-Rußwurm, den fie bei ihrem Berliner Aufenthalt im Hause Wilhelm von Humboldts fennengetemt hatte. Die Ehe war eine unendlich glückliche. In dem schönen Gleichenschen Schlosse Greifenstein ob Bonnland in Unter franken fand die reichbegabte Frau Mutze zu ihren literarischen Arbeiten, die viele interessante CB ei träge zur Lebens- und Schafiensgeschichte ihrer Eltern brachten. Ihr ist auch der Grundstock des Greifensteinschen Schillermuseums zu danken, aus dem die wichtigsten nachgelassenen Papiere des Dichters später dem Weunarischen Archiv überwiesen wurden. Sie starb am 25. November 1872 und hinterließ nur einen Sohn, den 1836 geborenen, 1901 verstorbenen Ludwig, einen talentvollen Maler, vermählt mit Elisabeth Freiin von Tbienen-Adler- flycht, die auch ifjm einen Sohn schenkte, der in der Taufe die Vornamen Karl Alexander Schiller erhielt (geboren am 6. November 1865). Der Beinamen Schiller war wie eine Vorbedeutung, öenn als der letzte männliche Nachkommen des Dichters, der österreichische Major a. D. Friedrich Ludwig Emst von Schiller, 1877 verschied, blieb aus der Schillerschen Familie nur noch der Enkel aus dem Weibstamm Alexander von Gleichen. , Künstlerische Anlagen pflegen sich, wenn auch nicht immer, so doch häufig zu vererben. Dem Maler folgte der Schriftsteller, Alexander teüung zuläßt) ziemlich wenig. Nach ihrem gewöhnlichen Derwaltungssystem gestatten sie nichts, verbieten sie nichts und befehlen fie nichts. Und wenn sie es tun, dann jo, daß man es recht wenig merkt. Und doch sitzen sie an diesem Orte, der erst seit Eröffnung des Suezkanals eine Weltbedeutung gewonnen hat, bereits feit dem Jahre 1839. Dreißig Jahre vor Eröffnung des Kanals legten sie ihre schwere Hand auf diese „wüste Gegend am Meeres weil sie es natürlich schon 1839 wußten, daß 1869 der Suezkanal eröffnet werden wird. (Sie wißen alles im voraus . . .) Und nun ist dieses Aden, neben Gibraltar, Suez und Sinaapore, einer der Hauptstützpunkte ihrer Seeherrschaft geworden. Was Wunder, daß infolgedessen dieser Ort, den alle anderen Völker eine Hölle nennen, für die Engländer ein Eden ist . . . Auf dem Dampfer macht man die Wahrnehmung, daß die Hälfte aller Pastagiere ausgestiegen ist, d. h. die meisten haben sich auf einen Dampfer begeben, der nach Bombay geht, andere wieder fahren von hier nach den südafrikanischen Kolonien, während wir auf Ceylon zusteuem. Das geht auf den großen Weltstraßen schon mal so: Wochenlang ist man miteinander gefahren, hat miteinander gesprochen, sich gemeinsam gelangweilt und gemeinsam stundenlang Aden—eine wüste Gegend am Meere . . . Von George Popoff. 2ln Bord der „Maloja" (Indischer Ozean), Oktober. „Eine wüste Gegend am Meere . . ." nannte einst Shakespeare fälschlicherweise Böhmen, wohl ohne es zu ahnen, daß diese Bezeichnung besser als auf die Tschechoslowakei, auf einen anderen Fleck unserer Erde zutreffen würde — auf Aden, eine Hölle, welche die Engländer „Eden" aussprechen. Dieser Ort ist als der heißeste der Welt bekannt, und zwar infolge der Tatsache, daß es hier nur einmal in vier Jahren regnet, was zweifellos recht selten ist. Vom Schiff aus gewahrt man einige nüchterne, orientalisch-flache Gebäude und dahinter eine Reihe steiler Berge, die so trostlos-trocken aussehen, daß bei ihrem Anblick dem Zuschauer die Zunge am Gaumen klebt. Nichts Malerisches haben diese Berge an sich — schmutzig-graue Kulissenberge, deren Erklimmung man besser unterläßt. Merkwürdigerweise erinnerte mich diese Landjchaft lebhaft an die oben Wolgastädte, die ebenso schmutzig-grau, ebenso intensiv-verbrannt und ebenso trostlos-arm wie diese „wüste Gegend am Meere" aussehen. (Ueberhaupt sollte ich hier an Sowjetrußland noch mehrmals erinnert werden . . .) Beim Landen verstärkt sich der vom Dampfer aus gewonnene Eindruck, daß diese Gegend eine „Wüste" ist, noch mehr. Da ist zum Beispiel das „Wüstenautomobll", welches uns eine Rundfahrt um die Halbinsel Aden vermitteln soll. Es ist ein gewöhnlicher Fordwagen, der indessen einige „Wüstenmerkmale" aujweist: erstens ziert ihn, an Stelle eines Teddy-Bärs eine Straußenfeder, die am Kühler, vorne angebracht ist (im Gegensatz zu dem Vogel Strauß, der diese Federn hinten zu tragen pflegt); zweitens sind, aus unersichtlichen Gründen, alle vier Laternen des Wagens mit knallrotem Kattunstoff umwickelt, was dem harmlosen Fordwagen das Aussehen eines schreckenerregenden Untiers verleiht und drittens ist der Chauffeur ein pechkohlrabenschwarzer Mobr, der ein tariertes, bei uns gewöhnlich „Staubtuch" genanntes Tuch, als Turban, recht keck auf einem Ohr sitzen hat, ein ähnliches Tuch um die Lenden trägt, außerdem noch mit einer Armbanduhr prangt, sonst aber recht unbekleidet ist und wie ein unverfälschter Orang- Utan aussiebt. Seine menschlichste Eigenschaft befiehl darin, daß er andere „Wüstenautos" zu überholen liebt. Ist ihm dieses gelungen, bann verhält er sich, wohl vor Innerer Erregung bebenb, noch eine Zeitlang ruhig unb rast weiter, doch nach einer Weile schaut er sich gelaßen um unb, ist bas geschlagene Auto weit überholt, so strahlt seine pechkohlrabenschwarze Mohrenfratze von einem Ohr zum anbern, unb zwei Perlenreihen blenbenb weißer Zähne werben sichtbar. Den Fremben werden in Aden gewöhnlich die Tanks gezeigt, die in die Berge gehauene Wasserreservoire darslellen und aus dem 6. Jahrhundert stammen sollen. Das Innere eines jeden dieser Tanks hat, da es eigentlich ein Berglal ist, unregelmäßige, wellenarttge Abhänge, die leicht betoniert sind. Am ersten Tank ist eine Tafel angebracht, die besagt, daß dieser Tank 4 628 342 Gallonen Wasser fassen kann. Dock de facto ist kein einziger Tropfen drin. Dagegen kraxeln am Rande einige dreckige Araberbengel herum, die sich dadurch bemerkbar machen, daß sie (nach der Art wie man bei uns im Winter einen Schneeberg hinabgleilel), auf dem verlängerten Rücken sitzend, hier den glühend heißen, rauhen, mehrere hundert Meter tiefen Betvn- abhang hinunlerrutschen. Unten angelangt, erheben sie begreiflicherweise ein lautes Gebrüll und erwarten, daß man ihnen einige Münzen zuwirft, was jeder Zeuge dieser respektablen Leistung dann auch gern tut. Selbst meinem ärgsten Feinde würde ich eine derartige Rutschpartie nicht wünschen. Interessanter als die Tanks ist der übrige Teil dieser Gegend, den die Fremden seltener besuchen, so namentlich bas bereits auf bem Festlanbe gelegene Araberdorf Schkch Dthmän. Ich nannte einst bas aus Schmutz und malerischen Arabesken bestehende Sowjetrußland den „slawischen Orient". Dieses Land, das dieselben Eigenschaften aufweist, könnte man fast die „orientalische Sowjetie" nennen. Unb man beginnt zu ahnen, baß es wohl nicht nur bie von ben Moskowitern ausgehende Aufforderung zum „Aufruhr des Weltsklaventums" allein ist, welche faszinierend auf diese unsauberen, schwarzhäutigen Herren wirkt, sondern auch viel Physiologisch-Gleichartiges sich hier gegenseitig an- zuzlehen scheint . . . Manche dieser sich Men- schen nennenden Kreaturen, denen man hier begegnet, haben gar eine verzweifelte Ähnlichkeit mit jenen braunschwarzen, skelettartigen Leibern, die ich 1922 in ben Steppen Rußlanbs zu Tausenben habe Hungert sterben sehen: schmutziges trockenes Die Novembertage 1918 bei der Marine. Don Abmiral Scheer, ehern. Chef bes Admiral- stabes ber Marine"). Die Erwartung, daß die 14 Punkte des Präsidenten Wilson eine geeignete Grundlage für die von ihm erbetene Friedensvermittlung bilden könnten, erfüllte sich nicht. Immer weitergehende Forderungen wurden von den Gegnern gestellt, ohne daß sie daran dachten, die Kriegshandlungen einzustellen. Die Armee wurde tapfer kämpfend im Westen weiter zurückgedrängt. An ihrem Widerstand aber fing die Heftigkeit der feindlichen Angriffe bereit an nachzulassen. Unter diesem Eindruck fanden am 17. Oktober Besprechungen zwischen der Reichsleitung unter bem Vorsitz des Reichskanzlers Prinz Max von Baden und General Ludendorff und mir statt. Es wurde dabei zunächst Uebereinftimmung darüber erzielt, daß der U-Bootskrieg nur eingestellt werden solle — da er die einzige Möglichkeit bot, den Feind zur Einstellung des Kampfes zu bewegen —, wenn er sich zum Waffenstillstand bereit erklären würde. Dadurch könne Präsident Wilson den Greueln des Krieges zu Wasser unb zu Laube am besten Einhalt tun, unb er möge nun feine Be- bingungen unverhüllt nennen. Deutschland! sei aber nicht gewillt, sich entehrcnben Zumutungen zu fügen. Das entsprach auch ber Ankündigung des neuen Reichskanzlers in seiner Antrittsrede oorm Reichstag am 5. Oktober: „Ich weiß, daß bas Ergebnis bes Friebensangebots Deutschland fest entschlossen unb einig finben wirb, sowohl zu einem reblidjen Frie- ben, ber jebe eigensüchtige Verletzung frember Rechte von sich weist, als auch zu bem Enbkampf auf Leben unb Tob, zu bem unser Volk ohne eigenes Verschulden gezwungen würde, wenn die Antwott der mit uns im Kriege stehenden Mächte auf unser Angebot von bem Willen, uns zu vernichten, bittiert werden sollte." Nach diesen Worten hat die Regierung aber nicht gehandelt. Am 18. Oktober hielt ich dem Kaiser im Neuen Palais zu Potsdam Vortrag über die Konsequenzen des Beschlusses vom vorhergehenden Tage für die Marine. Da ich mit ber Möglichkeit rechnete, baß bas Auswärtige Amt an bem gestern erfolgten Beschluß in ber Antwortnote nicht festholten unb bie Einstellung bes U-Bootkrieges ohne bie Gegenleistung bes Waffenstillstanbes anbieten würde, so sei bie Marine berechtigt unb verpflichtet, bei der Fortsetzung des Kampfes sich mitzubeteiligen, und bie Flotte, bie bisher zum Schuh bes U-Boottrieges zurückgehalten worden fei, hätte dann volle Be- wegungsfteiheit. Dieser Auffassung stimmte der Kai- &lelne Befürchtung bezüglich bes Umfalls bes Auswärtigen Amis erwies sich schon am nächsten Tag, bem 19. Oktober, als begründet. Denn bie vom Staatssekretär Dr. S olf entworfene Note enthielt ben Satz: „Der v-Boottskrieg wird jetzt nach ben (Brunb- sätzen bes Kreuzerkriegs geführt unter Sicherstellung des Lebens der Nichtkombattanten." Ich erklärte, bas fei für bie Marine gleichbedeu- tenb mit feiner Einstellung. Der Vizekanzler von P a y e r, bie Staatssekretäre ©roeber unb 6 r fr- berger bekämpften ben Entwurf ebenfalls, ba er eine vollkommene Schamabe sei unb unser bisheriges Verhalten als rechtswibrig hinstelle. Die Mehrheit bes Reichskabinetts schloß sich biefer Auffassung an. Ein neuer Entwurf sollte in ber Nach- • mittagssitzung vorgelegt werben. Für diese hatte Dr. Solf die Gesandten Graf Wolff-Metter- n ich, Graf von Brockdorf f-Rantzau und Dr. R o s e n bestellt, unb burch ihr Gutachten unter- stützt, brachte er bas Kabinett zu einer völligen Wanblung seines Beschlusses. Die Note enthielt nun ben Satz, baß ben O-Boatskommanbanten bie Tor- pebleruna von Passagierschiffen unbebingt untersagt worben fei. heute nicht weniger „wöst", als in diesem „Eden" ausschaut, passierte mir ähnliches; stundenlang lagen wir auf der offenen Landstraße, konnten nicht rückwärts, noch Dorroärts — bis endlich jemand in einem Prachtwagen des Weges kam und uns nach Petersburg beförderte; dieser Jemand von damals war der Genolle Nadomyfselfki, ein leiblicher Bruder des Genossen Sinowjew, ihm zum Verwechseln ähnlich, ebenso fett, ebenso weichlich unb mit einer eben« olchen wüsten Haarmähne. (Die mertroürbige Er- djeinung, daß zwei leibliche Srüber völlig versetzte- jene Familiennamen tragen, erklärt sich aus ber ein- achen Tatsache, baß bie Genossen Radomysselski und Sinowjew in Wirklichkeit treibe Apfelbdaum heißen.) In ber Wüste zwischen bem Araberborf Schech Oth- män unb ber englischen Festung Aben hals uns roeber ber Genosse Rabomysselski, noch ber Genosse Sinowjew, noch ber Gouverneur von Bombay, bem 2lben untersteht, fonbern---ein Wüstenautobus! Jawohl! Das gibt es! Es verbinbet bas Dorf Schech OthmLn mit Aben, unb mitten in ber Wüste sinb hie unb ba Schilder angebracht, bie anfünben: „Motorbuses stop Here." Der Wüstenautobus ist ein offener Forb-Lastkraftwagen, ber mit halbnackten Arabern unb tiefoerfchleierten Araberinnen besetzt ist. Wir zwängen uns bazwischen, werben aber von allen Seiten hart bebrängt, so bah ich gerne Krach geschlagen unb irgenbeinen biefer Muselmänner mit: „Mensch, rempeln Sie mich nicht an“ angeschnauzt hätte, aber ich weiß nicht, wie dies auf arabisch heißt, unb hülle mich beider in verbissenes Schweigen. Aus ben Augen ber Arader funkelt orientalische Verschlagenheit. Durch bie Schleier ber Araberinnen schimmert orientalische Inbolenz. Die einzigen Lebewesen, benen man unterwegs begegnet, sind einige unenblid) langsam bahinschlelchenbe vertrocknete Gestalten, bie auf ihren gekrümmten Rücken Schläuche mit Weisser von irgenbwoher irgenbwohin burch bie Wüste tragen. Eine mörberifch-sengenbe Sonne unb wenig, unaussprechlich wenig Barmherzigkeit strahlt vom weißglühenden Himmel auf diese Leute herab. Das ist Aden! Nun sind wir wieder am Haken angelangt, wo die Weißen und Schwarzen sich gleicherweise in Müßiggang ergehen. Sie scheinen ifi"' 1 1 ■ ■—* die weite See betrachtet, unb nun geben von hier aus bie Einen nach Bombay, Karachi, Tibet ober China, bie Anbcren nach Ceylon ober Tanganjika — in alle Winbrichtungen auseinander, nach den verschiedenen Ländern dieser weiten Welt und sehen sich nie mehr wieder . . . Und da gibt es noch Leute, die behaupten, unsere Erde wäre „so winzig klein". Mag sein. Ich finde mitunter, daß sie trostlos groß ist . . . W- Monats- .rsaniinlling »AF’ indbeil a r um izM 'tioll iT’ SÄ' M-Mck itcrarifd)« Mild. tr Träger deö chner-Pwleö WM WWl. djt am SatuS' dem 7. Siov., 6r abends, im rtrng-Siaal der chhandlung Keihner. na: Koetbe u- rechte Lebe». irienzumPwe Mk. l.£> W' endeMM» Bucbbdl^W me! ‘odit von auö- i Henschai eu lÜäVss .EIDER Offerten unter M «WM «Tode oder ii/ W Sie! Da« Qntzti r! und biiTu sejze! U ^ution • ^schäft ^eUe Leute berei ennkallen 45 SW ■usa Turnen, Sport und Spiel die in 56. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Paddock augenblick- eifrig dem laufen zu verschieben. Weitere Meutereien brachen aus. Zwar gelang es noch, ihrer vorübergehend Herr zu werden, aber unter solchen Umständen noch einen Kampf zu wagen, der höchste Anforderungen an die Opferfreudigkeit jedes einzelnen Mannes der Besatzungen stellen mußte, war ausgeschlossen. Die Wühlarbeit der internationalen Sozialdemokratie hatte den kriegerischen Geist, der Deutschlands Ehre und Sicherheit verbürgte, angefressen, so daß die Flottenmannschaften den Verhetzungen Glauben schenkten, sie sollten nutzlos geopfert werden, wo der ^Friede vor der Tür stand. Solche Gesinnungsänderung ist nicht das Werk eines Augenblicks, sondern einer sorgsam vorbereiteten anhaltenden Stimmungsmache. Man kann daher auch nicht behaupten, die Marine habe die Revolution gemach!. Aber daß die Weigerung zum Kampf in den Reihen der Marine zuerst ausbrach und so verhängnisvolle Folgen hatte, ist eine schwere Versündigung an der Ehre ihrer Flagge gewesen. Diejenigen, die die Revolution gewollt und gemacht haben, saßen hinter der Front. Sie haben den unmittelbaren Anlaß gegeben, daß unsere Feinde gewonnenes Spiel hatten. Denn nun konnten sie uns wehrlos machen, wozu die Novembermänncr nur allzu bereitwillig die Hände boten. Wen trifft die Schuld, daß cs so kommen konnte oder gar kommen mußte.-' Es widerstrebt mir, hierüber und über die letzten Vorgänge bis zum 9. November noch weiteres zu sagen, denn meine Tätigkeit war mit dem Versagen der Flotte zu Ende. Als ich davon dem Kaiser Mitteilung machen mußte, äußerte er kein Wort des Vorwurfs, daß ich nicht seine besondere Erlaubnis eingeholt hätte. Noch war allerdings der Umfang der Bewegung am 29. Oktober nicht abzufehen. Ich selbst habe mir noch lange Zeit Gedanken hierüber gemacht, wie cs wohl gekommen wäre, wenn ich den Befehl zum Einsetzen der Flotte unterlassen hätte. Aber ich fühle mein Gewissen frei. Die Flotte konnte die Entscheidung zu unseren Gunsten bringen. Sie davon zurückgehölten zu haben, würde mir ein dauernder Vorwurf bleiben. Mit dem Hissen der roten Fahne hat die Geschichte der Kaiserlichen Marins ihr Ende gefunden. Houben fährt nach Amerika. Wie wir von dem deutschen Meister Houben erfahren, wird er einer Einladung der amerikanischen Sportbehörde nach Amerika in aller Kürze Folge leisten und die Reise über den großen Teich antreten. Der erste Start erfolgt bereits am 1. Februar in Neuyork, wo er einer großen Anzahl amerikanischer Sprinter gcgenübertreten wird. Die besten Sprinter der Neuen Welt werden mit liche Form ist ausgezeichnet, da er sehr Training obliegt. Fechtwettkampf ihm Zusammenkommen, zu denen auch Deutschland bestens bekannten Größen und M u r ch i s o n gehören. Houbens Der gefesselte Strom. Roman von Hermann Stegemann. Ich erklärte dein Rcichskabinctt, daß die lonale Befolgung dieses Zugeständnisses es nötig machen wurde, die zum Handelskrieg entsandten U-Boote sofort zurückzurufen. Dazu bedurfte ich der kaiserlichen Zustimmung. Der Kaiser bemühte sich noch persönlich, den Reichskanzler auf die nachteiligen Folgen aufmerksam zu machen, drang aber nicht durch und ließ mir sagen, der Reichskanzler habe ihm die Lage derart vorgcstellt, daß der l_l - B v o t k r i e g preis- gegeben werden müsse. Ich machte dann selbst noch den Versuch, den Reichskanzler zu bewegen, wenigstens eine B e - fristung für das Zugeständnis in die Note mit aufzunehmen, aber vergebens. Prinz Max erklärte, daß wir nicht in der Lage seien, noch Bedingungen zu stellen, die Marine müsse sich in das Unvermeidliche fügen. Demgemäß ordnete ich an, als die Note am 21. Oktober mit der Zusicherung des Verbots von U-Bootsangriffen auf Pafsagicrschiffe abgegangen war, daß alle U-Boote vom Handelskrieg zurückgerufen wurden. Dem Kanzler hatte ich bei der letzten Unterredung Mitteilung gemacht, daß der Hochseeflotte nach Einstellung des U-Bootkrieges die volle Freiheit des Handelns zurückgegeben werden würde. Der Zeitpunkt, sie voll einzusetzen, war jetzt gekommen. Die Kampfhandlungen an der Front dauerten fort, und ihr Aufhören war vorerst nicht abzusehen. Sollte die Flotte in Untätigkeit verharren, während der Ansturm auf die Truppen an der Westfront fortgesetzt wurde und die U-Boote ihr Kampfgebiet verlassen mußten? Ein Erfolg zur See konnte von unermeßlichem Vorteil sein und die Friedensverhandlungen günstig beeinflussen. Denn die Forderungen der Feinde würden sich nach dem Maß von Widerstandskraft richten, daß wir ihnen noch entgegensetzen konnten, gemessen an der Kraft, die sie sich selbst noch zutrautcn. Deshalb ließ ich das Flottenkommando durch meinen nach Wilhelmshaven entsandten Chef des Stabes von dem Verlauf der Verhandlungen mit dem Reichskabinett und der Auffassung des Kaisers über das Vorgehen der Flotte unterrichten und ihr den Befehl zukommcn: „H o ch s c e st r e i t k r ä f t e sollen zum Angriff und Schlagen gegen englische Flotte angesetzt wcr- d e n." Solche Pläne waren bereits vom Flottenchef aufgestellt, da die Notwendigkeit, die Flotte cinzu setzen, schon vorausgesehen worden war. Einige Tage vergingen für die Vorbereitungen, um die freigewordcnen U-Boote in günstige Stellung zu bringen und eine umfangreiche Sicherung des Unternehmens durch Minensperren zu treffen. Der Operationsbefehl, den der Flottenchef, Admiral von Hipper, erließ, fand die Billigung der Seekriegsleitung. Eine nochmalige Zustimmung des Kaisers einzuholcn, hielt ich nicht für erforderlich, da ich mich seines grundsätzlichen Einverständnisses am 18. Oktober versichert hatte. Ich fürchtete auch, daß dadurch ein neuer Aufschub eintreten könne, und war bereit, die Verantwortung selbst zu übernehmen. Die Absicht des Flottenunternehmens war, mit zwei Kreuzergruppen und Torpedobooten gleich- £e i t i g d i e flandrische Küste ii n b d i e Themse Mündung anzugreifen. Das Gros der Flotte sollte ihnen folgen. Von dem 'Angriff wurde erwartet, daß die in den nördlichen Häfen der englischen Ostküste liegenden Hauptteilc der britischen Flotte zum Gegenangriff nach Süden vorstoßen würden. Auf ihren Anmarschweg waren U- Boote in mehreren Linien ausgelegt und außerdem das Werfen von fünf Minensperren geplant, in denen insgesamt über 1500 Minen von fünf Minenkreuzern geworfen werden sollten. Für die Schlacht selbst waren die Gewässer bei T e r s ch e l l i n g in 'Aussicht genommen. Voller Hoffnung und Erwartung sah ich dem ; Ausgang des Unternehmens, das am 28. Oktober ' beginnen sollte, entgegen. Ein Mißerfolg tonnte ihm - nur dadurch bcschiedeu sein, daß der Feind nicht iommen würde oder sich durch die Sperren und U= Bootangriffe von weiterem Vorgehen abhalten ließ. Es konnte der große Tag für die deuifche Flotte werden, für den sich ihre Aufsparung bis zum entscheidenden Augenblick gelohnt haben würde, um in letzter Stunde das Vaterland vor dem Schicksal der Kapitulation zu befreien. Diesen höchsten Ruhm hat sich die deutsche Flotte nicht erworben. Auf einigen Schiffen weigerten sich die sonst so pflichtgetreuen Mannschaften, den Befehl zum Dampfaufmachen und 'Ankerlichten auszusühren. Das Flottenkommando sah sich genötigt, das Aus- wagcn die spiegelnde Auffahrt heraufschossen und ihre Insassen ubgaben. Ein Herr sprang heraus, den er nicht beachtet hatte, denn der blitzende Schnallenschuh, der dann den Boden suchte, war ihm wichtiger gewesen, und da hatte er unter der Seideukapuzc ein bekanntes Profil erblickt, eine ihm eigentümlich vertraute Bewegung beim raschen Schreiten im enggespaanten Kleid wahrgenommen — und das war alles gewesen. War es wirklich Rlith? O, wenn cs auch Fraii Ruth Tylander gewejen war, Ruth war es nicht mehr. Und Hermann Ingold, der mit ihr den Hecht gefangen in der Mondnacht auf dem blanken Rhein und ihr das Gedicht auf die kleine Lo vorgelesen hatte, ging nicht zu ihr über die Marmor- treppe in Berlin. Einmcu dachte er auch an die kleine Lo. Er schlug im Adreßbuch nach, doch darin standen sisbcimndvierzig Mandcrselds. Damit war sein Interesse erschöpft. Er studierte. Und die Geologie erlaubte ihm sogar zu dichten. Er hätte auch gern einem jungen Mädchen sein Herz zum Aufbewahren oder zum Austauschen gegeben. Aber er fand unter den unzähligen hübschen Kindern, die ihm jeden Tag über den Weg liefen, kein einziges, das auf die unausgesprochenen Wünsche [einer zwanzig Jahre Rücksicht nahm. Nie war er so einsam gewesen als in dem großen Berlin, von dem er nur den Weg von der Ealvinftraßc über die Brücke zur Universität und in die Laboratorien und hinaus zur Bergakademie kannte. So fand ihn Hanns, als er anfangs März zu einer Sitzung des Aufsichtsrats und einer Besprechung mit den Tylanderschen Werkstätten nach Berlin kam. Da lernte Hermann, ohne von dem vielbeschäftigten, in steter Anspannung lebenden Bruder zu Vergnügungen und Entdeckungsfahrten der Weltstadt verführt zu werden, Berlin kennen. Er sah Berlin eigentlich erst jetzt, wenn er mit Hanns dic Linden hinunterging, die Friedrichstraße entlang schritt, vom Automobil in die Bahn stieg, heute im Sprcetunnel die Aushöhlungsarbeiten der Untergrundbahn, morgen in den Werkstätten Lylanders die gewaltigen Turbinen und Motoren im Bau sah. Das war das neue Berlin, über dem am Abend der Himmel grau und lachsfarben hing, Dresden - Leipzig - LhsmnLtz. vo. Zwischen den Mannschasten von Dresden, Leipzig und Chemnitz fanden in Leipzig Wettkämpfe in öäbcl und Degen um den Großen Sachsenpreis, sowie den Goldenen Pokal von Leipzia statt. Im Säbelfechten siegte die Dresdner Mannschaft, bei der besonders A n g e r m a n n hervorragte. Das Degenfechten sah Chemnitz vor Dresden als Sieger, dic Chemnitzer Mannschaft holte sich damit den Wanderpreis. Rugby-NepräsentaLivspiele. .vo. Ain 15. oder 18. November wird in Hannover ein Repräsentativspicl der Rugby - Landesvcrbände N v r d d e u t s ch l a n d gegen Brandenburg - Mitteldeutschland stattfindeu. In F r a n k f u r l a. M. geht am 29. November ein _ Repräsentativkampf Norddeutsch- land — <2 ü d d e u t s ch l n n d vor sich. Am 13. Dezember stehen sich ebenfalls in Frankfurt a. M. (ober Heioelberg) Siib» dcutschland und Brandenburg-Mitteldeutschland, gegenüber. DasgroheBerlinerHerbstturmer Die Ergebnisse des driften Tages. Materialprüfung für Reitpferde (o. M.). Leichte Pferde: 1. Dr. Lampe-Vischers „Salva", Fran v. Gottberg, 2. Köhnckes „Mantua", Bef., 3. Müller-Bremens „Gaudeamus", Frau Müller, 4. Cilly Feindts „Belladonna", Köhler.— Mittlere Pferde: 1. Tattersall Beermanns „Roeder", Ma- jor^Bürkncr, 2. Frau Reichmanns „Melona II", A. Staeck, 3. Fran Frankes „Dämon", Bes., 4. Lesd- loffs „Sieglinde", A. Rothcr. — Schwere Pferde: I. 'Wolffs „Afra", O. Lörke, 2. Plate-Boigtdorfs ,^Flip", Lietz, 3. Baronin Oppenheims „Colomba", Stallmeister Telcerow, 4. Oblt. v. Jenas „Weidmannsdank, Bef. Eignungsprüfung für Damen- pferde (N c u l i n g s k l a s f e , o. 501.): Leichte Pferde: 1. Fräulein von Opels „Aristokrat", Des., 2. Köhnckes „Mantua", Frau o. Funcke, 3. Belgarder Stalls „Hartguß", Frau von Gottberg, 4. Major v. Altens „Arthur", Fräulein A. Plate. — Schwere Pferde: 1. Stall Westens „Cherubin", Frau Franke, 2. Frau Bechsteins „Königstochter", Frau v. Funcke, und dachte an die Heimat und die Vergangenheit. Aus unendlicher Ferne hoben sich Gestalten, um wieder zu versinken. Der rasche Gang des Berliner Lebens mit den gesellschaftlichen Verpflichtungen war ihr schnell geläufig geworden. Sie hatte ihre Wahl nicht bereut, aus einem Gefühl der Selbstbehauptung nicht bereuen dürfen: und wenn auch ihre Ehe fein Glücksrausch war, sondern ein gemeinsames Leben, in dem jeder für sich noch Gefühle und Erinnerungen hütete, die er mit dem anderen nicht teilte, jo war Ruth doch dieses Lebens froh, denn es hatte ihr ein Kind gegeben. Als sie dem Großvater in Rheinau im Februar die Photographie schickte, auf der das neun Monate zählende Fräulein Elisabeth Luise Henriette Tylander mitten auf dem Perserteppich saß, von einem steifbeinigen wolligen Schaf und einem lebendigen Foxterrier begleitet, lachte Doktor Engelhardt, daß es ihn schüttelte. „Das Bild ist bei uns an der Schapcrstraßc ausgenommen. Das Schäfchen ist von Mama, der Fox von Gerhart, der neue alte Perser von Schwiegerpapa und das Kind von mir. Jedes bestand darauf, daß fein Beitrag auf die Platte komme." Ec hätte den Brief gern jemandem vorgelesen, um seine Großvaterfreuden nicht für sich allein behalten zu müssen, aber er konnte weder dem kranken Lombarden im Lazarett, noch Hanns Ingold davon erzählen, und Hermann Ingold, dem er es am Ende trotze seiner Jugend noch erzählt hätte, war nicht in St. Joseph, sondern in Berlin und studierte. Zuweilen kam eine Postkarte von ihm, und als es sich traf, daß kurz nach dem Eintreffen des Bildes wieder eine kam, schrieb Engelhardt auf einer anderen zurück: „Sind Sie jetzt endlich bei meiner Tochter gewesen?" Aber Hermann Ingold ging trotz dieser ungehaltenen Frage nicht zu Ruth Tylander. Er war einmal bis zur Haustür gelangt, doch die lag hinter zwei Säulen, war geschnitzt und vergoldet, ließ einen roten Plüschläufer auf Marmorstufen erkennen und gefiel ihm gar nicht. Er kehrte um und ging zurück nach Moabit. Einmal dachte er auch an die kleine Lo. Er war, als er abends im Gedränge vor dem Königlichen Opernhaus festgeklemmt stand und die Kraft- Und als er nun den zuckenden Mund zu einer unsicheren Anrede öffnete, ohne bas richtige Wort zu finden, als eine undeutbare Aehnlichkeit in [einer Erscheinung plötzlich an den Vater, nein, an die Mittler erinnerte, da wandte sich Hanns mit einem Griff nach der Kehle, in der ihn etwas zu würgen drohte, um und ging langsam, wie blind, in die Fensternische zurück. Das Fenster schütterte leise, so schwer sank seine Stirn an die Scheibe. Hermanns Antlitz verlor die klare Blässe, er spürte, wie ihm ein dunkles Gemisch von Blut und Tränen, öeffen er sich schämte, aus dem Innern stieg. Da machte Engelhardt eine energische Hand- bewegung und forderte ihn mit fuchtelnden Gebärden auf, zu dem Bruder yinzugehen. Und als Hermann zögerte, fuhr er sich mit beiden Händen in die Haare und mimte eine Rede, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Endlich löste sich Hermann vom Türrahmen und ging erst langsam, bann schnell und schneller zu Hanns hin. Noch einen Augenblick letzter Ueberroinbung und fein Arm legte sich scheu um die Schulter des Bruders. Sie sprachen kein Wort, standen regungslos und blickten m die Nacht. Irgendwo in der Ferne, in den Gassen von Rheinau wurden zur Begrüßung der Jahreswende Petarden abgebrannt Bei dem dumpfen .Knall schrak Hanns zusammen, fester umschloß Hermanns nervöser Griff seine Schulter. Doktor Engelhardt ließ den Teegrog in die Gläser laufen und verschüttete dabei die Hälfte, denn er vergaß immer, zur richtigen Zeit den Hahn zuzudrehen. Am anderen Tage schrieb er seiner Tochter iinen Brief, in dem er beiläufig erwähnte, daß er mit Hanns und Hermann Ingold Silvester gefeiert und daß die Nacht schon dem Morgen die Hand gereicht hätte, als sie zu Bett gegangen wären. Ruth Tylander lächelte still bei dem Lesen dieser Zeilen, und eine Weile vergaß "sic ihre Umgebung 3. Leidloffs „Sieglinde", Frau O. Leidlosf, 4. Prinz Friedrich Sigismund u. Preußens „Prometheus", Prinzessin Friedrich Sigismund von Preußen. Damenpferde, Reitprüfung (Kl. L) im Damensattel: 1. Dr. Lampe-Vischers »Tory", Frau v. Gottberg, 2. Major Gottschalks „Abendsonne", Frau Gottschalk, 3. Freiherr von Schierstedts „Herzbube", Frau v. Gottberg, 4. Marwedes „Donna 11", Fräulein o. Lungen, 5. Baronin Deckens „Haustochter", Frau Freudling. S. - Adam - Preis, H o ch f p r i n g e n: 1. Freiherr v. Langens „Hanko", Bes., 1,95 Meter. 2. Rittm. Scheites „Spanier", Ltn. Momm, 1,90 Meter, 3. L. Rosenthals „Henry", Graf Hohenau, 1,80 Meter, 4. Hauptmann v. Oschs „Beni", Bes., 1,75 Meter. Zweispänner (Eignungsprüfung für Wagenpferde, o. M.): 1. Rentzows „Cäcilie" und „Nesi", Bef., 2. Esk. R.-Rgt. 14's „Chile" und „Else", Rittm. o. Oertzen, 3. Frau Bechsteins „Dollore" und „Königstochter", Obltn. Schunck, 4. Gestüt Allstedts „Ostsee" und „Gräfin", Unteroff. Jmhänser. Rentzows „Cäcilie" und „Rest" erhalten außerdem noch ben Stilpreis. Zweispänner (Eignungsprüfung s ü r W a g e n p f e r d e, o. M.): I. Reit- und Fahrschule Elmshorns „Fels" und „Lefigfilder", Major a. D. Vieler. 2. Fahr-Ausb. Ko.s „Cordula" und „Cäcilia", Rittm. Pape, 3. Wolff-Wietzows „Dämon" und „Norm", Bes., 4. Wilhelm Dierichs „Christa" und „Prinzeß", Bes. Den Stilpreis erhielten Dierichs „Christa" und „Prinzeß". Der große Tag der Züchter. Noch selten Hot sich die deutsche Pferdezucht in jo glanzvoller Weise gezeigt, wie diesmal beim Berliner Herbstturnier. Der große Züchterpreis als Ma- trialprüfung für Reitpferde brachte das Elitematerial, welches die ländlichen Reiter nach Berlin mitgenommen hatten, und jedes den Richtern vorgestellte Pferd war eine Klasse für sich. Nachstehend die Ergebnisse der Prüfung: Großer Z ü ch t e r p r e i s (Materialprüfung für Reitpferde, o. M.). Leichte Pferde: 1. Schönwieses „Parade", Heinkel, 2. v. Zitze- witz-Wcndcrns „Paradiesvogel", Stcensbeck, 3. Ho- top-Buyliens „Ballkönig", Bes., 4. (Haufens „Mars", Hacck, 5. Haacks „Werra", Bes., 6. Neffs „Nora", Hannemann. —Schwere Pferde: 1. Hahls „Nenne- rin", Hahl, 2. Meyers „Foglia", Grube, 3. Prechts ..Mathilde", Kralkoke, 4. Gestüt Cadenberges „General". Fick, 5. Gestüt Cadenberges „Hans im Glück, Fick. Einspänner (Eignungsprüfung für Wagenpferde, o. M.) f. Jnl. Hackneys: 1. Graf zu Solms' „Preten Marc Anton" (Bef.). Einspänner (Eignungsprüfung für Gespanne, o.M.). Kleine Abteilung: 1. Gottschalks „Boy" (Rösler): 2. Frau Alice Bings „Ti- gerlily" (Bes.): 3. Gottschalks „Wilja" (Landstallmeister Albert): 4. Frau Alice Bings „Maud" (Oblt. Schunk). — Große Abteilung: 1. Baron von Deckens „Queen Mary" (Frhr. v. Fritsch): 2. Müller-Alberts „Bambus" (Frau Müller): 3. Baron v. Deckens „Timmy" (Bes.): 4. Frhr. v. d. Borchs „Haughter Majesty" (Bes.. R e i t p r ü f u n g für Reitpferde (Kl. M.). 1. Turnierftall Beermanns „Admiral Scheer" (Major Bürkner): 2. Prinz Friedrich Sigismund von Preußens „Christofs II." (Bes.): 3. Leidloffs „Sultan" (Oberst Krache); 4. Wätjens „Dacier IV." (Bes.): 5. Oberst Zieglers „Oleander" (Hauptmann Mercier): 6. Hauptmann de Kniyfss „Electra" (Bes.): 7. Turnierstall Beermanns „Volt" (Major Bürkner) und Dr. Lampe-Vischers „Tory" (Frau v. Gottderg). Amazonen-Jagdspringen (Klasse M). Frl. I. v. Opels „Aristokrat" (Bes.) 0 Fehler: Zeit 70,4; 2. Frau v. Häuslers „Hannepü" (Frau Franke) 3 F., 59,8; 3. Behrs „Aelsklinh" (Frau Franke), 3 F.,68,4; 4. Chr. v. Knodelsdorfss „Minneri" (Frl. Walterstein), 3 F., 73,6; 5. Frl. L. Wal. t erste ins „Harry" (Bes.), 4 F., 76; 6. Fr. Geeses „Djemila" (Frl. Geese), 6 F., 77,4. P r e i s d c s Reichs-Landwirtschafts- *11 i.st c r • " m s. (Schwergewichte, Eignungsprüfung für Reitpferde, o. M.). Leichte Pferde: i. Turnierstall Beermanns „Austerlitz" (Quettkat); 2. Zei- lcrs „Decan" (Stallmeister Speer); 3. Plate-Voigtsdorfs „Exminister" (Stallmeister Lietz); 4. Direktor Magnus' „Anker III" (W. Spillner) — Schwere Pferds: 1. Frhr. v. Lüdinghausens „Herold" (Frhr. v. Langen); 2. Wolffs „Feldherr'-^ (^xhr. v. Süß- kind); Octkers„Jhro" (Graf v. Hohenau); 4.Platc- Boigtsdorffs „Flip" (Stallmeister Lietz). SportSpiegeL Der Deutsche ReichSausschuß für Leibesübun'- gen und die Stadt Köln wenden sich jetzt mit einem Ausruf zur Beteiligung an den Deutschen Kampfspielen 1 926 in Köln an das ganze deutsche Volk. Die Deutschen Kamps- spielc, die Dom 4. bis 11. Juli dauern, sollen das Volksfest aller Deutschen sein, aller derer, die deutsch denken und deutsch fühlen, unabhängig von Landeszugehörigkeit, von politischer Richtung, von Verbandsmitgliedschaft. Sie sollen ein Bindemittel unseres Volkes, ein Hochziel der Fugend, eine tieferlebte Bekundung des Vatio- nalgefühls werden. Als erste in Deutschland hat die Anhaltifche Regierung in Dessau neben dem Turnlehrerseminar auch ein S ch w i m m l e h r e r f e m i n a r eingerichtet, an dem sich die Turnlehrer und Turnlehrerinnen für den Schulfchwimmunterricht oorberesten müssen. Die Deutschen Hochschulmeister- schäften 1 926 im Geräteturnen, Fechten und- die Waldlauf Meisterschaft finden Ende Febru-ar in Halle statt. B r e i t e n st r ä 11 e r hat sich für seinen Kamps gegen P a o l i n o als Trainingpartner den Veger Aockh Kuight bestellt, um an ihm feine Schlagkraft und Treffsicherheit zu stärken. Das zwischen dem deutschen Mannschafts- mcister QI. S. V. Kreuznach und der Kölner Gau- mannschaft in Köln ausgetragene Mann- schastsringen endete überraschenderweise mit einem 12:1O-Siege Kölns über den deutschen Meister. Im T e n n i s k l u b l a m p f M a n n - Heim-Barcelona haben die deutschen Vertreter bisher alle Spiele erfolgreich bestritten. Skamper will sich wieder aktiv am Schwimmsport beteiligen. Er war seinerzeit tvegen persönlicher Differenzen aus dem Vhenvs ausgetreten. Den Kegler- St ad t e k a m p f Leipzig- Dresden im Rahmen dev Leipziger <5ubi- läumssportwoche gewann Dresden. SporLvorschau für Sonntag, 8. November. Rasensport. _ Im Fußball sind weiter die Punktspiele Trumpf. Sofern Repräscntativspielc vereinbart wurden, sind sic nur von geringer Bedeutung. Im Ausland gibt es ein Fußball-Länderspiel Oesterreich—Schweiz in Vern, einen Länderkampf Jta- *ißn—Ungarn in Budapest und am Samstag einen Länderkampf der Amateure England—Irland. — Von Freundschaftsspielen ist die Begegnung Ten- nis-Bonissia—Sog. Fürth in. Berlin zu erwähnen. Auch im Handball geht es um die Punkte. Daneben finden einige Städtespiele statt, von denen Berlin—Leipzig in Berlin (der Turner) und der Städtekampf Hamburg — Bremen in Bremen (ebenfalls zwischen D. T.-Mannschaften) — zu erwähnen sind. Jin Hockey nehmen neben den Meisterschaftsspielen die Freundschaftskämpfe gelegentlich oes eine Atmosphäre, die von Dampf, Rauch und Lichtwirbeln, vom Schweißgeruch der Arbeit und vom Puderduft der Ucppigkeit ihre besonderen Spiegelungen und Gerüche empfing. Hermann ging aufrecht und scheinbar unbewegt durch diese Welt, aber innerlich geriet alles in Unruhe und Sehnsucht. Das Leden kreiste um ihn her, er schwamm in dem fessellosen Strom, tat, als wäre er der beste Schwimmer, und fühlte doch, wie ohnmächtig er war. und wie hungrig und wie durstig, aus «cheu stolz, und zu furchtsam, nach der Erkenntnis zu greifen, deren Aepsel ihn zu- gleich reizten und schreckten. Hanns Ingold hatte keinen Blick für den Kampf, in dem Hermanns Jugend stritt. Das einstige Verhältnis schwärmerischer Hingabe des Jüngeren an den Aelteren war längst dahin. Aus dem Knaben war ein Jüngling geworden, der zum Manne reifte, und aus dem Mann, der seinen Schöpfungsdrang in rücksichtslosem Kampf gegen eine Welt erprobt und sein Werk durchgesetzt hatte, ein großer Rechner und selbstherrlicher Wcrkdaucr, dessen herrische Natur sich immer mehr abschloß. 'Noch ein Festessen im Kaiserhof, und sein Berliner Aufenthalt mar zu Ende. Er hatte noch mit den Banien in Frankfurt und Karlsruhe, in Mannheim mit den Eisenkonstruk- teuren zu tun, bann wollte er wieder nach Rheinau zurückkehren, wo jetzt dic Höchstzahl von Arbeitern eingestellt wurde, um die Turbinenanlage und Schleuscnmcrke fertig zu bauen und den gesprengten Lauffen ausjumauern. „Haft du einen Frack, Hermann? Nicht? Dann zum nächsten Konfektionär! Du kommst doch mit zu dem Klimbim?" Hermann wäre gern gegangen, die Aufnahme neuer Sensationen reizte sein empsängliches Wesen. Und er wußte, daß es ein Jubiläum der elektrischen Industrie galt, bei dem die großen Kapi- töne zu sehen waren. Aber er kehrte den Unbeteiligten hervor und entgegnete: er wäre ja gar nicht eingeladen. „Wenn ich dich mitbringe, bist du eingeladen," Als sie angekleidet waren, musterte er den Jun* geren, der im Frack noch ein bißchen unbeholfen mit den Armen schlenkerte. Und auf einmal durchfuhr es ihn, daß sie Ruth L'ylander begegnen würden. (Fortsetzung folgt.) i^Ser" 'nen In der !'°lNv>eUka' t.'B. und 'Wnche" £ Deutschs i m Mmhe- llnter dci (er verdient Halle als J Mi-ung. 2 ousgetragen. ' In Lerl . Turner die drei Xurnrr . vnd hemm < (sine Na seatische 2L Motorsponcl Oc'fentlichlei r veranstaltet rheinischen - 3n Aali Lmbardei ' trag. 3er coi ’ nalen Neit- 30. Oktober Tage fpälei schau eröfV inern V"u 1 gen. Le-nz. bürg ebental Beteiligt iempf y Westdeutscher /Wie ren Beschlu neuange tion unö Die Ausschr Kreisbauoer meinderat tr 1 fassung vor. 1 Arbeiten an halb erhie! peiborl,’ beende. ' Preise von Mateur 1 lelhingsari »rt zu, wrdjenoor liche @i «vor betai "andgerich! siegen der einbarung gemeinde i Haus zu fr lchon in oe legenheit bei Urteil Ber nchl Dar demokratische vder vorgebi ' Aetzlichen 2 -Tabaksteuer l'akarbei: nrbeiterr meinbevercMj ' '"eindeveriva Nkuttion Aersanimlun »v* °n 4aod de M-amt in Krocht, Sn'cht GUI S?.$‘ Ftz J'lnic aus > ^'Mat für " Liebes »'S 2"Ci* j?ln,er aiitf ■ die PliMM Spiele oereinbort SebmtunQ. 3ni ßönber|pitl Otiter- LänderkaM Aa- am Samslaz t'm iglanb—Srlaii.- e Begegnung grün zu erwähnen, cs um die Punlle. cle statt, von denen ■ TUmer) und der nen in Bremen schasten) - zu er- den Misterschastr- e oelegeittlich der ns *5 >,eui= S?1! IV‘" rÖS? t5 -^org-^lor 4 ’utau ’M* M). KP k 18'.^‘ broitti* - .OuetHat); 2 S ’S« 81. 7nr: unabhängig »x c*u 4-chziel £ bun9 Tlatio- ?NhM,ch, Jem lumleljter: ^rerseniinar ^urulehrer und "chv:umunterricht 'lchulmcister. mcn> Fechten und en Ende Februar M) für seinen ~wining|>attner estelll, um an ihm 'heil zu stärken. )en Mannschasts« der ASlner Tau- ragene Dann- aschenderweise mH er den deutsche nps Mairn- >ic deutschen 2rr- Mich brstntlen. lieber aktiv am Er war seinerzeit aus dem Rhenus möfSeiby.q« Qeipjigtr tiufa tn. iU wMder. iM'7 Mch und b der Arbeit und ihre besonderen cheinbar unbewegt zettet alle» M UN' in kreiste um J TÄt in W in t pr \^S*» ff t , ein grob« t ö“ , N-Is-N her- WÄJ »!■ IubM^n 5°P>' n die rfj Wbe- Hilt du jSÄ bißf"jMol du-^ ’Ä begZZ Jubiläums des Berliner Hockeyklubs großes Interesse in Anspruch, du an diesem Turnier auch auswärtige Vereine, wie Klub zur Bahr Bremen, Uhlenhorster H. C., Harvestehuder ch. E. Hamburg und Leipziger S.C. neben den Berliner Vereinen B. 5). (£., B. S. E. und Brandenburg tcilnehmen. Ein Hockey-Länderspiel Oesterreich—Schweiz geht in Bern dein Fußball-Ländcrkarnpf beider Nationen voraus. Leichtathletik und Turnen. In der Leichtathletik neigtsrch nun auch der Herb tsoori dem Lude zu. Waldläufe I)ic und da noch. Die Turner bringen in Berlin einen Äunst- turnwettkamps zwischen dem Dcutichösterreichischen T V und der Berliner Turngenohcnschaft. In München geht ein Vereinswe'turnen zwischen Mtv. Stuttgart, Tv. Ulm und Mtv. München vor sich. Schwimmen. Der Sonntag bringt im Schwimmsport nur kreis- und gauossene Wettkämpfe. Eine glänzende Besetzung Hot das kreisosfene Wertschivimmen in Hamm gesunden. Gauossene Feste werden veranstaltet in Augsburg dusch den dortigen S.C. Del- - phin, in Rheydt durch den Damen-S. C. Del- Jserlohn durch den dortigen S. B. Scharfe Wettkämpfe wird cs auch bei dem Internen des S.C. Poseidon-Köln geben. Die Turner versammeln sich zu einem Iugeydschwimmsest in Berlin. 3u Werbe- leitertagungen versammeln sich die Schwimmer in Stuttgart und in Ärimmitschau. Boxen. Deutsch-französische Amateurboxlämpfe finden ' in Mannheim statt. Unter den deutschen Teilnehmern sind bekannte Repräsentative, wie Domgör- • gen, Leinz, Kaiser. Am eamstag gehen in Augsburg ebenfalls internationale Boxkämpfe unter der Beteiligung dänischer Meister vor sich. Ein Klub- ‘ lamps Colonia Köln—Kölner A.K. (Colonia ist ? Westdeutscher Meister) wird in Köln ausgetragcn. Kegeln. Unter den Beranstaltungen im Lager der Kegler verdient ein Städtekampf Leipzig—Torgau- Halle als Abschluß der Leipziger Sportwochc Erwähnung. Der Städtekampf wird gum drittenmal ausgetragen. Fechten. In Berlin vereinigte eine Fechtakademie der Turner die besten D. T.-Fechter, unter ihnen die drei Turnmeister Löffler, Dr. Schöndube und Hermann Schöndube. f Motorsport. < Eine Rachtprüfungsfahrt veranstaltet der Hanseatische A. C. In Augsburg tritt der dortige Motorsportclub erstmalig mit Bahnrennen an die Ocffentlichkeit. Der Gau Rheinland des ADAC. ' veranstaltet zum dritten Male die Fuchsjagd der rheinischen Ortsgruppen. Radsport. In Italien tommt die Rundfahrt durch die Lombardei bei deutscher Beteiligung zum Aus- ' trag. Turniersport. Der Sonntag ist Schlußtag des inieniotio-- • nalen Reit- und Fahrturniers in Berlin, das am 30. Oktober begann. — In Dortmund wird zwei Tage später die Westfalenhalle mit einer H engst- schau eröffnet. Oberhessen. Landkreis Gc 'n. £ Wieseck, 6. Rov. Auf Grund eines früheren Beschlusses des Gemeinderats sollen einige neuangelegte Straßen mit Kanalisation und Wasserleitung versehen werden. Die Ausschreibung der Arbeiten erfolgte durch die Kreisbauverwaltung, das Ergebnis lag dem Ge- meinderat in seiner jüngsten Sitzung zur Beschluß 1 fassung vor. Für zweckmäßig wurde gehalten, die 1 Arbeiten an zwei Unternehmer zu vergeben; deshalb erhielt Tiefbauunternehmer Karl Philipp Schäfer- Wieseck die Kanalisationsarbeiten zum Preise von 5370,80 Mt., Schlossermeister und In- stallateur Karl S ch ä s e r - Wieseck, die Wasserleitungsarbeiten zum Angebotspreise von 3423 Mark zugeteilt. — In dem Prozeß, den der Kirchenvorstand Wieseck gegen die bürgerliche Gemeinde Wiesecks angestrengt hatte, war bekanntlich die bürgerliche Gemeinde vom Landgericht Gießen verurteilt, die Baulasten entgegen der damals getroffenen gegenseitigen Vereinbarung für die auf den Namen der Kirchengemeinde überschriebene Kirche und das Pfarr- ' haus zu tragen. Nachdem sich der Gemeinderat schon in verschiedenen Sitzungen mit der Angelegenheit beschäftigt hatte, beschloß er, gegen dieses Urteil Berufung an das Obcrlandcsge- richt Darmstadt einzulegen. — Von sozialdemokratischer Seite wurde eine Beschwerde darüber vorgebracht, daß entgegen den vorliegenden - gesetzlichen Bestimmungen den infolge der neuen Tabaksteuer verkürz arbeitenden Tabakarbeitern die ihnen zustehende Kurz- arbciterunterstützung seitens der Gemeindeverwaltung vorenthalten wird. Die Ge- ineinbevcrroaltung hierbei auf eine dahingehende Instruktion des Kreisamts. Da nach Ansicht der Versammlung die Unterstützung den Tabakarbci- tcrn, die infolge der Tabaksteuererhöhung bis zu 3 Tagen verkürzt arbeiteten, unbedingt znsteht, soll an Hand der gesetzlichen Bestimmungen mit dem Kreisamt in Verbindung getreten werden, um den in Betracht kommenden Tabakarbeitern, die sicherlich nicht auf Rosen gebettet seien, die ihnen gesetzlich zuftehende Unterstützung zu gewahren. Dies , um so mehr, als die Ausgaben hierfür vom Reich zurückerstattet werden, und der Gemeinde aus dieser Verpflichtung keine besonderen Ausgaben entstehen. X Wieseck, 5 .Noo. Auf seiner zweiten Reise durch Hessen hielt dieser Tage der Bethelfilm in unserer Kirche Einkehr. In der Vorführung für die Schuljugend folgten an 200 Jungen und Mädchen den packenden Bildern. Auch bei den Erwachsenen am Abend hinterließen die fünf Filme aus dem Leben eines Fallsüchttgen, von der Heimat für Heimatlose, aus der Fürsorgeerziehung, der Liebesarbeit der Sareptaschwestern und von dem Werdegang eines Nazareth-Diakonen einen tiefen Eindruck. Es gibt bereits drei große Bethelfilme, und man hofft, den zweiten im kommenden Winter auch hierher zu bekommen. Der Reinertrag dieser Feierstunden wird zwischen Bethel und der heisischen Anstalt in Nieder-Ramstadt geteilt. Aus dem Busecker Tal, 5. Nov. Die Feldarbeiten in unserem Tal sind fast alle beendet. Die letzten Aecker werden mit Winterfrucht ausgestellt, einzelne, besonders früh gesäte, infolge des Schneckenfraßes bereits zum zweitenmal. Das Stürzen der Aecker hat zum Teil noch zu geschehen. Nun beginnt für unsere Landwirte eine ruhigere Zeit, die aber auch ihre Abwechselungen hat. So zieht jetzt in den Abendstunden der „Krautschnitier" von Haus zu Haus und schneidet das Weißkraut em. Nur nach ganz wenisse Familien besorgen diese Arbeit selber, die meisten überlassen sie dem „Krautschnittkr", der mit dieser Arbeit in kurzer Zeit fertig ist. Zum Sauerkraut gehört aber auch etwas „S ch w e i- n e r n e s". Es finden deshalb jetzt unsere „Win- termetzger" vier bis fünf Monate Beschäftigung. • Geilshausen, 6. O.loDbr Dielbe- gehrtePosten sind die hiesigen Ä e m e i n Geräts sitze. DaS muh man aus brr Zahl Wahlvorschläge zu den bevorstehenden Gemein der atswahlcn schließen. Dicht weniger als I 1 se l f) W a h l v o r I ch l ä g c liegen den Wahlberechtigten zur Entscheidung vor. Dabei ist zu beachten, daß unser Ort nur 5 12 Einwohner zählt, von denen 312 wahlberechtigt sind. Sämtliche Wah'vorschläac bezeichnen sich als Parteilos. wodurch natürlich d'.e Wahl noch mehr zur Oual wird, denn im ganzen sind nur 9 (neun) Gemeinbesitze vorhanden. Mit diesem Vorschlagseis- hält unsere Gemeinde zweifellos einen einzig dastehenden Rekord? Kreis Friedberg. sf. Friedberg, 5. Nov. In der Mitglieder- Versammlung der B ez i r k s s p a r l a sf e .Math i l d e n st i f t" wurde Geh. 3ustizrat W a r t - Dor ft (her srühere langjährige Oberamtsrichter des hiesigen Amtsgerichtes) einstimmig zum Direktor der Kasse gewählt. Man Fann diese Wahl um so freudiger begrüßen, als bei her recht verwickelten Äufwertungsfrage, besonders bei der an dieser Kasse eine große Rolle spielende Hypo- thekcnaufWertung, ter Rat eines erfahrenen Juristen von großem Werte ist. Aus dem Geschäftsberichte läßt sich mit Genugtuung sest- stelleu, daß sich der Sparsinn wieder bedeutend gehoben hat, so sind die Spar' guthaben int Fahre 1924 von Marl 10 030 auf über eine halbe Million angcwachsen und betragen am 1. Oktober l. 3 bereits ungefähr eine unh eine viertel Million Auch die übrigen Geschäftszweige, besonders her Kontokorrentverlehr, sind in erfreulicher Weise in steigender Enttvick- lung begriffen. Der im Fahre 1924 erzielte Reingewinn von 34 000 soll restlos dem Reservefonds zugeführt werden. Die 3ah- resrechnung von 1924 und der Voranschlag für 1926 wurden genehmigt und die Herren Vür- germeifter Maul von Ajsenheim und Kaufmann 5 Weber von Friedberg neu in den Aufsichts- rat gewählt. Bad-Ran heim, 5. Rov. Während her Mittagspause, als die Geschäftsinhaber in ihrer in einem anderen Hause befindlichen Privatwohnung weilten, brach heute in einem B ü r ft c n- warengefchäst der unteren Hauptstraße Feuer aus. Es griff rasch um sich unh hatte schon die aufgestapelten Schwämme, Puhtücher ufto. erfaßt, als die im ersten Stock des Hauses wohnende Familie bas Schadenfeuer bemerkte unh durch rasches Cinstoßeu der Ladentüre ans Rettungswerk gehen tonnte. Auch die Freiwillige Feuerwehr war äußerst rasch an der Brandstätte. So tonnte das Feuer auf seinen Herd beschränkt werden, ohne daß erst größerer Schaden einge- treten wäre. Entstanden ist das Feuer jedenfalls dadurch, daß der mit Briketts geheizte Ladenosen ins Glühen gekommen ist und den Lacküberstrich des nahen Ladentisches dadurch zur Entzündung gebracht bat. WER. Reichelsheim, 5. Rov. Hier ist eine Wassergenossenschaft gegründet worden, hie den Zweck hat, den Kamps gegen die periodisch wiederkehrende Tleberschwem» m u n g s g e f a h r, die unserem Orte durch das häufige Hochwasser der Wetter droht, aufzunehmen. Auch sollen mehrere kilometerlange Entwässerungsgräben und andere Drainagearbeiten ausgefüyrt werden. Kreis Büdingen. —.— Büdingen, 6. Nov. Ein A u t o u n - fall ereignete sich gestern bei dem nahen Lieb- l o s. Der Kraftwagen wollte ein Fuhrwerk überholen und geriet, da her Fuhrmann nicht genügend auswich, zu weit nach links, wo er mit her Vorherachse gegen einen Kilometerstein stieß. Das Auto stürzte um und begrub die Insassen unter s i ch. Von herbeieilenden Leuten wurden die erheblich Verletzten unter dem schweren Wagen hervorgezogen. * Wallernhauscn, 5. Nov. Am Sonntag wurde hier her c r ft c evangelische G e - m e i n d c a b e n d für diesen Winter abgehoben. Er war her Ostasien-Mission gewidmet und fand eine große Zahl andächtiger, dankbarer Hörer. Zur Eröffnung wurden die zwei ersten Verso von „Mir nach, spricht Christus" unter Begleitung dos allezeit rührigen und für die gute Sache begeisterten Posaunenchors gesungen, bann richtet.,' der Ortspfarrer, Psarrverwalter Rau, herzliche Be- qrüßungswortc an die Versammlung, sowie an Pfarrer Hoch (Selters), her den Lichtbildervor- irag übernommen hatte. In amschaulicher Weise erläuterte her Vortragende die einzelnen Bilder, die Japan, Land und Leute und Japans Religionen zum Gegenstand hatten. Die Bilder waren fast durchweg mehrfarbig und gaben viel gutes Anschauungsmaterial vom Leben und Treiben im fernen Osten und von der Missionsarbeit unter Öen Japanern. Heber 2 Stunden nahm die Vor- führnng her 50 Bilder unh ihre Erläuterung in Anspruch. Zum Schluß spielte her Posaunenchor, der auch die Pausen mit mancherlei Welfen ausge- süllt hatte, einen Vers von „Jesu, hilf siegen , und der Ortspfarrer schloß mit herzlichen Dankes- worten und dem Wunsch, daß durch diesen Abend Liebe zur und Verständnis für die Mission geweckt werben möge. Die Kollekte kam ber Ostasien- Mission zugute. Kreis Schotten. $ Ulrichstein. 5. Rov. Dec Verkehr anläßlich des Kalten Marktes am Mttt- woch war recht rege. Leider ereignete ftcy Dabei auch ein Auto-Unfall; ein auswärtiges Auto (ein Lieferwagen) bog in Der Rahe des sog. Cishauses falsch ab und geriet m Den Straßengraben. Es überschlug s i sein Fnhalt, Schokolade, verbreitete sich teilweise auf Wiese und Wassergraben, wovurch ansehnlicher Schaden entstand. — Am letzten Sonntag sand hier zur Feier des 400jährigen Jubiläums des Deutschen evgl. Pfa.r- Hauses ein besonderer Abendgottesbien,» statt. X G t th e 13 b o r f, 5. Nov. Am Sonntag fanb hier bie Herbsttagung bes Bezirks Vogelsberg ber Kriegerkamerab- fdiaft Hasia statt, die überaus gut besucht war. Dem Bezirk gehören 16 Snegeroeremc am hie alle vertreten waren, trotzdem manche ~eil- nehmer einen recht weiten Weg zuruckzulegen hatten. 9tachmittags 2 Uhr bewegte sich unter ben Egen ber Musikabteilung bes Knegerverems reinen zusammenge schloss roßen Kellereien dir Kreszenz ihrer Winzer vereinen s c n. die in g wandererberatungsstelle Monat Oktober in 510 Fällen in noimnen und erteilte 730 2Iu3f " aus meisten Auskünfte beträfe? . wurde im Anspruch ge- ?. Die Weit- Vereinigten Mitglieder im Herbst einlegen, durch sorgfältige Behandlung ihrer Weine und günstigere Der- kaufsgelegenheiten immerhin erträglich,' Einnahmen erzielen, die den angeschlossenen Mitgliebrrn zugute kommen. Diese Winzergenossenfchaften haben auch an dem betreffenden Orte in der Regel eine Weinstube, in der sie ihre Weine zu einem niedrigen Preis im Glas zum Ausschank bringen. Preußen. Frankfurt a. M. und Ningegend. Frankfurt a. M., 5. Rov. (WSR.) Die hiesige gemeinnützige öffentliche Äus- Ejchenrob ein stattlicher Zug nach bem Kriegerdenkmal, wo Förster Schmidt als Varsitzenoer des Kricgcroereins Eichelsborf eine zu Herzen gelienbe Ansprache zum Gedächtnis ber Gcst.llenen hielt. Die Verhandlungen des Bezirkstages fanden unter ber Leitung des Bczirksoorfiizenden, Apotheker S c r i b a - Schotten, im großen Saale öcr Gast wirtschaft von Lehr slatt. Sie erftrerften sich auf bie Fürsorge für bie Krieasverletzten nnh KHegcihin krblicbenen, den „Hessischen Kamerad", die Zeii- schrist der Kriegerkamerv.dschasr Hassia, bic Beschlüsse ber Hauptversammlung dieser Körper- chasl in Erbach, Vortrags- und Sammelweien. Der Frühjahrsbezirkstag findet in Bnien - born statt. Die Verhandlungen waren umrahmt von trefflichen Darbietungen des & e i a n g i> c r eins Eichelsborf und her Musikabteilung bes Kriegervereins Efchcnrob. Die ganze Tagung legte Zeugnis ab von dem Geiste echter Vaterlanbsliebe unb treuer Kamerabfchaft. Sie bekundete, baß bas Kriegorverein-wefcn in un- crem Bezirke blüht unb gedeiht, Parteizugehörig- eit, religiöses Bekenntnis unb Stanbesunlerfchiedc pielen keine Rolle in der Hassia unb dem Kyff- häuserverbanb ber beiuschen Kriegervereine. Kreis Alsfeld. X Alsfeld, 5.Rov. Gestern sand auf Veranlassung her sehr rührigen hiesigen Dürer- gescllschaft in Dem bis auf Den letzten Platz besetzten Saale der Kasinogcsellschast Konkorhia Der mit Spannung erwartete Vortrag von Geh. Medizinalrar Prof. Dr. Sommrr von der M n i D er f i t ä 1 Gießen über „Ql b ft a m- mungs - und Vererbungslehre" statt. Der Vortragende verstand es, die Materie so allgemein dürzustellen, daß jedermann den m= tereffanten Ausführungen folgen konnte. Er ging von hem Begriffe des Familienb.'wußtseins aus, her zur Familicnforschung anrege, als deren Ergebnisse die Stammbäume, Ahnentafeln. Sipp- chaftstafeln, anzusehen feien. Sehr intereflantc Ausführungen folgten daun über das Wesen der Familienähiüichkeit und über Die Gesetze her Vererbung der Familienähnlichkeit und über die Gesetze Der Vererbung nach den verschiedenen Seiten hin, in pathologischer, krimineller, normaler und genialer Beziehung. Außerordentlich interessant gestaltete sich die dann solgcnbe Licht- bildervorsührung, mit welcher der Vortragende bic Ahnentafeln von Grethe, Schiller und Friedrich dem Großen zeigte, welche sehr lehrreiche Beispiele über die Analyse der Familicn- eiger.schasten und deren oh recht merkwürdige Vererbung enthielten. Reicher Beifall der zahlreichen Zuhörerschar dankte Geh. Rat Sommer für seine interessanten, allgemein verständlichen Ausführungen, die nahezu 21 4 Stunden dauerten. (!) Groß-Felda. 5. Rov. Auf dem hiesigen S ch w e i n c m a r i t, der von Händlern und Privaten gut beschickt war. kosteten 7 Wochen alte Ferkel 32 Mart, 12 Wochen alte 48 Mark je Stück. Der gleichzeitig stattfindende Herb stund Krämer m a v f t nahm einen guten Verlauf. (!) Hainbach. 5. Rov. Einen schrecklichen Fund machte der Landwirt Helften- b e i n in seinem etwa 2 Meter tiefen Brunnen. Als er morgens Wasser zwn Füttern des Viehes schöpfen wollte, fand ec in dem Brunnen die Leiche einer Frau aus dem Dorfe. Wegen langwieriger Krankheit hatte die bedauernswerte Frau auf diese schreckliche Weise in der Rächt vorher den Lod gesucht. Der Brunnen diente nur zur Wasserversorgung des Drehes. : Elpenrod, 5. Nov. Unter Leitung von Lehrer Schmoll aus Elpenrod, der der durch seine Tätigkeit als Volksbildner weit über die Grenzen unseres Hessenlandes bekannt ist, haben sich eine Anzahl Lehrer des Bezirkslehrervereins Ohm- Felda zulammengeschlosien, um ihre Kräfte der allgemeinen Volksbildung zu widmen. Es sind dies die Lehrer Sern von Nieder-Ohmen, Dönges von Merlau, Müller von Otterbach, H a ch von Atzenhain und Erb von Rülfenrod. Die Herren haben eine Kleinkun st bühne eingerichtet und bieten mit ihrem Puppentheater manchem ländlichen Volksbildungsverein eine gute Unterstützung. Die bereits in einzelnen Gemeinden gegebenen Volksbildungsabendc fanden großen Beifall. So fall auch nm kommenden Samstag eine Vorführung im Volksbildungverein zu Beuern stattfinden. Es soll das neue Puppenspiel vom Faust aufgeführt werden. Lehrer Schmoll wird vorher einen kurzen Vortrag über das Puppen- iptel halten. Kreis Lauterbach. & Lauterbach, 5. Nov. In seiner gestrigen Sitzung beschäftigte sich der S t a d t v o r st a n d zunächst mit der Festlegung der Märkte für das Jahr 1 9 27. Das von Bürgermeister Walz hierfür aufgestellte Verzeichnis der Märkte wurde genehmigt. Da die Rindviehmärkte in den letzten Jahren hier an Bedeutung verloren haben, regte Bürgermeister Walz zur Hebung und Belebung des Marktverkehrs an, künftig mit den Prami- ierungsmärkten einen Pferde markt za verbinden. Der Vorschlag wurde zum einstimmigen Beschluß erhoben; der erste Pferdemarkt fall bereits anläßlich des Verlosungsmarktes im Juni 1926 stott- sinden. — Nach § 13 der Ortssatzung betr. die An- ftellungs- und Besoldungsverhältnisse der städtischen Beamten steht diesen in Krankheitsfällen ein Rechtsanspruch auf Fortzahlung des Gehalts aus die Dauer von sechs Monaten nicht zu. Die Allgemeine Ortskrankenkasse Lauterbach hat dicscrhcilb vor einiger Zeit bic Stabt auf die Verjicherungs- p flicht ihrer Beamten hingcwiejon unb gleichzeitig ersucht, diese zur K r a n k e n v e r s i ch e r u n g anzumelden. Nach eingehender 'Prüfung und Beratung der Angelegenheit wurde beschlossen, die Orts- satzung entsprechend dem Vorschläge der ^inanz- tcmimission. wonach den Beamten in künftigen Krankheitsfällen die Fortzahlung des Gehalts auf die Dauer von sechs Monaten zugesicherl bzw. ge> währleistet wird, zu ändern. — Die ausgeschriebenen Maurer- und 23ctonarbeiten für ben Ausbau bzw. Umbau ber seitherigen Stabt- mühle m ein Wasserkraftwerk würben den Firmen I. Rosenbaum III. und Karl Metzendorf UL gemeinsam zum Angebotspreis über« tragen. — Bezüglich der W i n t e r v e r s o r g u n g der Klein - und Sozialrentner wurde beschlossen, diesen im Llnschluß an die bereits tm vorigen Monat verteilten Briketts eine einmalige Barunter ft ützung von durchschnittlich je 20 Mark auszuzahlen. — Als Beitrag jur 3 e p = pclin -Eckener - Spende wurden 50 Mark bewilligt. — Die von hiesigen Bürgern angebote- nen Grundstücke sollen, soweit hierfür em Interesse besteht, zu annehmbaren und zeitgemäßen Preisen erworben werden. — Zur bevorstehenden Gemeinderatswahl sind innerhalb ber gesetzlichen Frist vier Wahloorschläge em= gereicht worben, unb zwar Wahlvorschlog 1 mit Staaten von Nordamerika. Don Öen Ansragen- Den waren 55 Landwirte, 100 Arbeiter unb Angestellte Der Industrie, 95 des Handels, 3 von Derkehrsinstituten, 120 häusliche Angestellte, 32 Freiberufstätige und 45 ohne Beruf. — Heute nachmittag gegen J/23 älhr hat sich an der Ecke Taunusstrahe-Taunusanlage ein f ch w e r e r Tl n- f aII ereignet. Eine radfahrende junge Frau, die keinerlei Papiere bei sich trug, stieß mit einem Personenauto zusammen, wobei sie stürzte, überfahren und fofort getötet wurde. — 3n der vergangenen Rächt stürzte ein Automobil, in dem sich mehrere Personen in schwer bezechtem Zustande befanden, zwischen Riederursel und Heddernheim in einen Straßengraben, wobei sich das Automobil überschlug und die Mitfahrer unter sich begrub. Vier Personen wurden in schwerverletztem Zu st and ins Krankenhaus gebracht. Dillkreis. bl. H a i g e r, 5. Noo. Die Haigerer Hütte in Haiger will den Hochofenbetrieb wieder aufnehmen. Eine Anzahl Arbeiter finden bann lohnenbe Beschäftigung. — Die ben Frankschen Eisenwerken Nieberschelb gehörige C i s e n e r z g r u b e a n b st e i n" stellt ben Betrieb infolge Absatzmangels ein. Hierburch werben einige hundert Arbeiter, soweit sie nicht anderweit untergebracht werden können, arbeitslos. bl. Eisen rot h ,5. Nov. Hier ist beabsichtigt, eine Ziegelei zu errichten, mit deren maschinelle Einrichtung bereits begonnen wurde. Je nach dem Geschäftsgang soll das Werk noch zu einer Ringofenziegelei erweitert werden. WER. Strahebrrsbach, 5. Rov. 2kußer- ordentlich stürmisch ist die letzte Gemeinde- vertretersihung unseres Ortes verlaufen. Gleich nach Beginn der Sitzung tarn es zwischen einigen Gcmeindevertretern zu einem erregten Wortwechsel, der mit gegenseitigen Ohrfeigen endete. 3m weiteren Verlaufe der Sitzung kam es nochmals zu Meinungsverschiedenheiten, wobei sich binnen kurzer Zeit ein wüster Knäuel von 5 Mann am Boden wälzte. Die Sitzung wurde Darauf sofort geschlossen; doch auch auf der Straße nahm der Kampf noch seinen Fortgang, der erst ein Ende nahm, nachdem einige ®e- meinderäte im Straßengraben lagen. Rundfunk-Programm des Frankfurter Senders. (Aue der ^Radio-Amschau-.) Samstag, 7. November: 3.30—4 Uhr: Die Stunde der -Jugend. 4.30 bi» 6 Uhr: Nachmittagskonzert des Hausorchesters: Mendelssohn. 6—6.30 Uhr: Die Lesestunde (für die reifere Jugend): Aus „Die rote Koppel", eme Tier- aeschichte von Svend Fleuron. 6.30 bis 7 Uhr: Der Briefkasten 7 bis 7.30 Uhr. Die Bücher- stunde. 7.30 bis 8 Uhr: Funkhochschule. Vor- trag von Professor Di. Schultz: „Die ©attunaen des deutschen Romans". 8—8.30 Uhr: Stunde bes Frankfurter Bundes für Volksbildungs-Dortrag von Fräulein Ida Pofen: „Das Frankfurter jü- difche Museum". 8.30 Uhr: „Die Entführung" oder Der alte Bürgerkapitän". Ein Frankfurter Hera- isch-bürgerliches Lustspiel in zwei Aufzügen von Karl Malß. Kennworl „Mci-er". Wahlvorjchlag 2 „Sozial- demokratischc Partei", Wahlvorschlog 3 „Dr. Robert Schutz. Studienrat" und Wanlvorschlag 4 mit Kennworl „Otterbein". Die unter 1 und 4 genannten Wcchlvorschlcme sind einfach miteinander verbunden. Während man sich bei den im Sommer staitgcii ndenen beiden Bsigeordnetenwahlen 'iedes- mal auf einen .‘lanbibaten ceeinigt hatte, sinb leider alle Bemühungen, eine Einheitsliste zustande zu bringen, fehlgefchkaqen. In der mr Bürgermeisterei Lamcrdach gehörigen Gemeinde Rud las hat man sich, wie in vergangenen Jahren, auf eine Liste geeinigt, fo daß die ersten sieben Bewerber dieier Liste als gewählt anzusehcn sind. I. Wallcnrod 5. Oloo. Seit wenigen Lagen zeigt sich untere Kirche ini neuen QI u f> e n ?! c i h. Das Dack d>cs' GotteShcuises ist mit Plattsiegel — sogen. B berschwänze.i — neu vcdcckc worben unb Der Lärm hat neue Dr- schindelung und frischen Anstrich empfangen. Die Kosten dürften sich auf etwa 5000 Mk. belaufen. Die Herrichtung d?s Kirchentmiern ist für ein späteres 3ahr vorgesehen. l. Maar, 5. Rov. Die hiesigen Maurer unb Zimmerleute haben dieses 3ahr nicht über Arbeitsmangel zu Magen brauchen. Cs wurden etwa 10 neue Wohnhäuser errichtet, ein großer Saal erbaut unb außer Dein Neubau verschiedener Scheunen unb Stallungen auch noch größere Renovierungen vor- genommc ?. Rheinhessen. Aus Rheinhessen, 4. Qlov. Die niedrigen, kaum über Friedenspreis liegenden Wcinpreise, bic man ben Produzenten pro Stück (1200 Liter) zahlt, haben viele W i nz er bewogen. ihr eignes Gewächs in kleinen Gebt n ben selbst an bie Verbraucher abzugcben. Wenn auch bic Beschaffung von Dersandfähchen, -tisten unb Weinflaschen mit größeren llntoften verknüpft ist unb brr Versand von Wein im kleinen Zeit unb Mühe erforbert. o sinb sic, trotz niedrig gehaltener Preise, doch in ber Lage, eine Einnahme zu erzielen, die einigermaßen ben Zeitverhältnissen Rechnung trägt. Gleichzeitig wird diese Maßnahme mit dazu beitragen, bie Spannung zwischen Erzeuger- unb Verkaufspreis zu verringern. Die kleinen Winzer. Denen es an Platz unb Gerät fehlt, ihren Wein einzukellern, haben sich vielfach zu y Meyer ffi r*l 'S ^rnrk/C ACUMC ♦ DAS IN APOTHEKEN gCREMh DLHINt beste u. Drogerien 10684. Das La Schuhhaus fr für Alle! LH JVNUCNT GenUSCHA/T A.G MANNHEtH - PHEJNAU W, Jahrelange Billigste Preise! Kein Laden. Gtagengcfchäft BIMimMI 5d)mal3 rein ameManisches.... Pfund 98-9» Corned beet.... -Boje, 1 Pfund englisch, 85H Vollheringe pure Milchner ...aStück 44S) Dollheringe Norweger a Stück 24H Mäusburg 1 10589c t M M M M Kernseife ®et&, 200 g Kernseife gew, 200 g. .. Stück 27<3» s Stück 50s Pfund 32^ Pfund 34H Plockwurst Zervelatwurst feinste. DollheriNge Holländer DasWunderderSchäferhunde Ein Roman aus den Schneebergen Alaskas. Diesen herrlichen Film muß man gesehen haben. Kristallzucker.... 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Niebergall-Marburg: Der Unglaube und die Degeneralions- erscheinungen in unserem Volk VNeuere. Preis 50 6 tantl hnben «Wä $$ blieb 2 sw Markte der Jjjten Ni sichten to»6 fü,5 $>?/' "nt> &0Ä dSÄ' Die * njjic t*0 KÄ KL Marl aa li>oche LK ®rf slüsien an > Gelder der, Mark zuruc in fernst). 3h Lombardsie! »u; die D- auf 1630,1 lontierungen 167,1 M lierten Den Sie 6umaie । sich somit au Sold und d» zusammen uir Bestand seht Gold und 34 erwähnten dellen Seäu' von 50,3 Pr Scheidenmm« um 3,9 Dill Z» mir ist der Weg I lind zwar deshalb,weil jedermann, WM der bet mir gekauft bat, von der ■ Güte und Billigkeit überrascht ist. ■ Für Herbst und Winter 3 neue elegante Herren > Ulster, ■ Schlüpfer von Wik. 35.— an, M Gabardinemäntel, Bozener ■ Mäntel, schwarze PaletotS M Ali staunend billigen Preisen! Nur nute Qualität I Ulster für Knaben v. 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November 1925 ■ t—imm—cawwiTi «■ | ,1 1 MBITT* Frankfurt a.M Berlin Sdi1nh.!s,20i 0.255 0,24 0,37.5 0,11 131 2' 94 103' 103,2' 6 102' 39.5 34.5* 67,5* 75,5* 102,2* 106 109,5 35,75 67.62* 55,4" b7.5 45 69* 73.9* 92 V 71.25* 68 67* 0212 ; 0.25 I (Ml 0.235 6 8 0,03 36 5 66.2.5* 74* 99,5* 55 23,75 2 79 5 53 46,25 118* 60 116,6* 116,6* • 0 61,13* 69" 39 34,25* 68.5* 76.5* 1U1.7* 106.75 108.5 34 9 14,7t* -.8* 55 2* 61,5 66* 82* 27 1 25,5 28 26,75 0,22 9'1.2 > • Der amtliche Grohhandels»Index. Die auf den Stichtag des 4. Rovember berechnete amtliche Grohhandelsindexzisser deö Statistischen Reicksamles. die im wesentlichen die Preisbewegung für Rohstoffe und Halbwaren darstellt, ist gegenüber dem Stand vom 28. Oktober (122,5) um 1,5 Proz. auf 120,7 Proz. zurückgegangen. • Handel und Gewerbe imOktober. Dach den Berichten dbr preußischen Industric- und Handelskammern ist die etwas hoffnungsvollere Auffassung über die Entwickelung der Wirtschaftslage, wie sie sich im September an» zuba^nen schien, im Oktober nicht gerechtfertigt worden. Die allgemeinen Absatzschwierigkeiten, die Kapital- und Kreditnot, die Betriebseinschränkungen und -stillegungen, die Geschäftsaufsichten und Konkurse dauern fort In der Montanindustrie scheint der Tiefpunkt erreicht zu sein, während in der Eisenindustrie die Schwierigkeiten noch weiter gewachsen sind und n€veri)ing8 auch auf die Automobilindustrie übergeqrisfen haben. Die Passivität der Handelsbilanz lieh im September nach. Auch der Lebensindex besserte sich etwas, dagegen verschlechterte sich die Lage am Arbeitsmarkt nicht unerheblich. Die Klagen über den Reichssteuerdruck haben etwas nachgelassen, die Klagen über die übrigen Steuern, ganz besonders die Kommunalsteuern und die sozialen Lasten, dauern unvermindert an. • D i e Loge am Cis en markt. Heber die Lage am Cisenmarkt berichtet die „Deutsche Bergwerkszeitung", dah der Geldeingang bei den Werken in der letzten Zeit eher noch schleppender geworden ist. Die Anfragen halten sich etwa auf dem Stande der letzten Woche. Händler und Verbraucher verstehen sich erst dann zu neuen Abschlüssen, wenn sie den Gegenwert für das gelieferte Material bezw. für das Fertigprodukt hereinbekommen haben. Wenn die Verbände den Wünschen der Exportfirmen nicht immer gerecht werden, so liegt das daran, daß diese über einen bestimmten Quvtenanleil nicht hinausgehen können, wenn sie nicht bei den augenblicklich schlechten Weltmarktpreisen die Durchschnittserlöse weiter herunterdrücken wollen. Die Vorverbandsab- schlüsse schrumpfen langsam zusammen. In Stabeisen reichen sie noch etwa bis in den Dezember hinein, in Grobblechen bis Ende Rovember. In Bandeisen hat sich der Bestand an Borverbands- abschlüssen durch den Eintritt einiger Firmen in die Bandeisenvereinigung etwas erhöht. Der Auftragseingang am Bandeisenmarkt ist in den letzten acht bis vierzehn Tagen etwas besser geworden, ohne dah man aber von einem befriedigenden Geschäft sprechen könnte. * Der Absatz des Deutschen Kali- shndikats im Oktober. Der Absatz des Deutschen Kalisyndikats G.m.b. H. im Oktober betrug 735 379 Doppelzentner Reinkali. Der Gesamtabsatz der ersten zehn Monate des Iahres beträgt 11 086 589 Doppelzentner Reinkali gegen 6 831772 Doppelzentner Reinkali in den ersten zehn Monaten 1924. Frankfurter Abrndbörse. 0.5'8 0.125 0.23 90.75* 71,5 62 5* 79,5* 27 24.3 28 28 133.5' !'4 5' 103 4 IU4.2' 102.1" 67.5* 36,9 32,25* 6* :.3.25* 99 75* 105.13 104.62 34,5 43* 65.75* 53.75* 68 25 93 55 23 2 5 76 61.5 46.25 Frankfurt a. M., 5. Rov. Bei unbedeutenden Hmsähen verkehrte die Av^'v me-ter in lustloser Haltung. Die Kurse wiesen am Aktienmarkt nennenswerte Veränderungen nicht auf, doch blieb Reigung zum Rachgebrn vorherrschend. Verstärktes Interesse wandte sich dagegen dem Markte der Vorkriegspfandbriefe zu, wo bei lebhaften Umsätzen neue ansehnliche Erholungen zu verzeichnen waren. Rheinische Hypotheken 5,80, Frankfurter Hypotheken 6,37V», Preußische^ Zentralboden 5,75, Meininger 4,50. Die Abendbörse schloß für Aktien geschäftslos, für Pfandbriefe lebhaft und fest. Deutsche Anleihen: 5proz. Reichsanleihe 0,205, Schuhgebietsanleihe 4,6. Ausländische Renten: Silbermexikaner 17,8. Bankaktien: 1 v 65 Wirtschaft. Die Neichsvank Ende Oktober. Wie der Reichsbankausweis vom 31. Oktober zeigt, bbeben die Zahlimgsmittelansprüch: in der letzten Ottoberwoche hinter den Anforderungen mm Ultimo September zurück. An Reichsbanknoten flössen 407,7 Mill, und an Rentenbank- scheinen 135,2 Mill, in den Verkehr ab; der Rotenumlauf erhöhte sich demgemäh auf 2802,9 Blitl der Umlauf an Rentenbantscheinen auf 1542 6 Mill. Mk. Die Bestände der Röichsbank an Rentenbanlscheinen verminderten sich dabei von 410,9 Mill. Mk. auf 237,8 Mill. Mk.: 1.9 Mill. Mark an solchen Scheinen sind in der Berichts- Woche zur Vernichtung gelangt. Der gesamte Zahlungsmittelnmlauf in Deutschland stellte sich unter Einbeziehung eines Umlaufs von etwa 190 Mill. Mk. Privatbanknoten und 545 Mill. Mark Scheidemünzen am 31. Oktober auf rund 5080 Mill. Mk., denselben Betrag wie am 30. September. Im Zusammenhang mit d?p Abflüssen an Zahlungsmitteln gingen die fremden Gelder der Dank um 197,1 Mill, auf 617,7 Mill. Mark zurück. Die gesamte Kapitalanlage stieg in der Derichtswoche um 329,4 Mill, auf 1871,8 Mill. Mk (gegen 1976,0 Mill. Mk. Ende September). Im einzelnen nahmen die ausgekiehenen Lombardkredite um 8,2 Mill, auf 22,2 Alk. zu: die Wechselbestände stiegen um 318,6 Mill, auf 1630,1 Mill. Mk., und zwar durch Diskontierungen von privater Seite in Höhe von 167,1 Mill, und durch Rückgabe von rediskontierten Wechseln in Höhe von 151,5 Mill. Mk. Die Summe der rediskontierten Wechsel ermäßigte sich somit auf 594,8 Mill. Ml Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen erhöhten sich zusammen um 27 Mill, auf 1555,2 M ll. Mk.: der Bestand seht sich zusammen aus 1203,9 Mill. Mr. Gold und 348,3 Mill. Mk. Devisen. Infolge der erwähnten Zunahme des Rotenumlauss ging dessen Deckung durch Gold und Devisen allein von 50,3 Prozent auf 43,1 Prozent zurück. Die Scheidemünzenbeständ» der Dank verminderten sich um 3,9 Mill, auf 64,6 Mill. Mk. 0 23 0.21 >1.75 97,3 7,6 - 215 0 2775 0.265 0.4025 0.12 0.23 0,23 0 23 91.75 97.4 10 8.5 33 ■4.5* 67,25 45 68.5* 74 Berlin, 5. Rov. Die Wahrscheinlichkeit, dah mit dem Zustandekommen des geplanten westdeutschen Eisentrusts für die nächsten Monate infolge der Schwierigkeiten in der Steiler» angelegenheit keineswegs mehr zu rechnen ist, wirkte auf die Tendenz der Montanwerte nachdrücklich ein. Dieses Gebiet zeigte infolgedessen bei Beginn eine recht schwache Veranlagung. Gestützt wurde die Abgabeneigung in diesen Werten noch durch die neuerdings wieder notwendig werdenden Entlassungen von mehreren Hundert Arbeitern bei der Gelsenkirchener Bergwerks°A.°G. Die an sich herrschende ilm- sahlosigkeit wurde an den Effektenmärkten hier- we'dep sie sich über unser drolliges Bübchen freuen und sicherlich auch über die schöne Tone, die ich backen will. Schnell noch einen Bi ck in mein kleines Oetkei-Buch ob ich auch alles dazu habe.“ Machen Sie sich bei passender Gelegenheit diese freudigen Gedanken einer jungen unlcrnCWTnuflgslustigen Frau zu eigen und versuchen Sie: Buttercreme-Torte nach folgendem Oetker-Rezept: 48 83 H8.2* 60,25 118 1* 117 62* VO.2) | 97,1 I 7.'75 1 42 5 | 94* j 103 .'>' ■ 101* | 16 1 102.5* I 76 | 89.5* 1 6,75 0.03 I 8 bis 8.10, Torfmelasse 9.20 bis 9.50, Kartossel- slocken 12.90 bis 13.30, Soya-Schrot 20.20 Buen.-Aireö Brss.-Aniw Christiania. Kopenhagen ©todbolut . HelsingforS. «tollen. . London. . Neunork . . Poris. . . Schwei; . . Spanien. . Japan . . • Nio dr Jan Wien inD- Eeft. abgest Prag . . . . Belzrad . . Budapest. . Bul arien L'siabon Danzig- . . Konst.ntin- Athen . Canoda. . Uruguay 3.187 18,l>5 104.4> 20.287 16,61 168,11 16.51 85,21 59.00 11t.84 80,6D 59.65 12.38 5.84 Börse. Zubereitung: 3 Eigelb werden mit dem Zucker, 4 Eßlöffel Wasser, dem Abgeriebenen und dem Saft der Zitrone schaumig gerührt. Nach und nach gibt man das mit dem Backin gemischte Mehl und Gusiin hinzu, ve rührt alles glatt und zi ht zuletzt den steif geschlagen n Schnee unter den Teig, gibt ihn in eine gtfet.ete Form und backt bei gelinder Hitze. Creme: Von >/, Liter Milch, 150g Zucker 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver kocht man r ach angegebener Vorschrift einen Pudding, den man bis zum Erkalten rührt. Danach schlägt inan 175 g Butter und 30 g Palmin schaumig und rührt löffelweise die Creme darunter. Den erkalteten Tortenboden schneidet man in 3 Scheiben, bestreicht jedes Teil mit der Creme und setzt sie aufeinander. Die Oberfläche und die Seiten bestreicht man ebenfalls mit der Creme und garniert die Oberfläche mit dem Spritzbeutel. Die Torte bestreut man mit den geriebenen Mandeln, die vorher in etwas Zucker und Butter braun geröstet sind. Verlangen Sie vollständige Rezeptbücher kostenlos m den Geschäften, wenn vergriffen, umsonst und portofrei von: Dr.A. Oetker, Bielefeld. ______________________I191SS y Brief 4.207 19,05 104.9s 20,387 16 69 169,25 1 >,59 85 63 59,30 112,40 81.00 59 95 12.44 5.88 durch noch verstärkt, zumal gerade der Montan- marit im Mittelpunkte des Verkehrs stand. Auch sonst lagen eine Reihe ungünstiger Meldungen vor, io über das Wachsen der Wirtschaftskrise in allen wichtigen Industriebezirken, das neue Fallen des französischen Frankenkurses und die damit zu erwartende Steigerung des französischen Exportes, und das gänzliche Ausbleiben von Publikums-Aufträgen. Pfandbriefe waren eher angeboten, da die Regelung der Angelegenheit des Berliner Pfandbriesamtes mit den Banken noch nicht endgültig zu sein schein!. Der Geldmarkt war weiter flüssig, was auch durch die Herabsetzung der PrivaldiZkonten dokumentiert wird. Tägliches Geld 8—10 Prozent, Monatsgeld 10—ll1/» Prozent. Am Devisen- markt setzte sich der Frankensturz weiter fort. Paris senkte sich gegen London aus 121,65. Auch Mailand und Kopenhagen waren gegen London ermäßigt. Die Reichsmark notierte in London 20,35, Paris 5,90, Amsterdam 59,16^/z. Frankfurter OetreideLür'e. Frankfurt a. M., 5. Ncw. Es wurden rotiert: Weizen, Wetterauer 23,50, Roggen, inländischer 17,25, Sommergerste für Brauzwecke 22 bis 24, Hafer, inländischer 19 bis 21, Mais, gelb 18,50, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 38 bis 38,25, Roggenmehl 24,50 bis 24,75, Weizenkleie 10, Rog- gentleie 10,25 bis 10,50. Tendenz: Abgeschwächt. Frankfurter Schlachwiehmarkt. Frankfurt a. M., 5. Rov. Auftrieb: Ein Ochse. 8 Färsen und Kühe. 935 Kälber, 1042 Schafe, 643 Schweine. Es wurden bezahlt für 100 Pfd. Lebendgewicht: Kälber: Feinste Mastkälber 77 bis 84, initiiere Mast- Und beste Saugkälber 65 bis 74, geringere Mast» und gute Saugkälber 54 bis 64. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel und Schafe 36 bis 44, mäßig genährte Hammel und Schafe (Merzschafe) 26 bis 34. Schweine: Dollfleischige von 80 biö 100 Kg. 91 bis 94. unter 80 Kg. 83 bis 90, von 100 bis 120 Kg. 92 biS 95, von 120 bis 150 Kg. und Fettschweine über 150 Kg. 92 bis 94. Marktverlauf: Lebhafter Handel. Markt geräumt: norddeutsche Mastkälber über Rotiz gehandelt. Berliner Prsduktrnöörse. Berlin, 5. Rov. Der Produktenmarlt lag «schwach auf Amerika. Das Geschäft bleibt weiter belanglos. Es notierten pro 1000 Kg.: Weizen (mark.) 220 bis 223, Weizen (Dezember) 235.50 bis 236, Weizen (März) 238 bis 238.50, Roggen (märk.) 139 bis 142, Roggen (Dezember) 161 bis 159 bis 160.50, Roggen (März) 171 bis 170, Roggen (Mai) 175 bis 174.50, Gerste (märk.) 186 bis 210, Futtergerste 149 bis 161, Hafer (märk.) 160 bis 170, Hafer (Dezember) 178; für je 100 Kg.: Weizenmehl 27 bis 31.25, Roggenmehl 20.25 bis 22.75, Weizenkleie 11.30 bis 11.50, Roggenkleie 9.10 bis 9.40, Viktoria- erbsen 26 bis 32, kleine Speiseerbsen 25 bis 27, Futtererbsen 19 bis 22, Peluschken 18 bis 19, Ackerbohnen 20 bis 22, Wicken 22 bis 25. Lupinen (blau) 12 bis 12.50, Rapskuchen 14.20 bis 14.30, Leinkuchen 21.30 bis 21.40, Trockenschnitzel zeigen. Dasselbe gilt auch von den übrigen einheimischen Goldfischen. Vüchertisch — Das 20. Heft der „Großen Welt" enthält 'Beiträge von deutschen Prosaisten der Gegenwart: Wilhelm Spctzcr, Catharina vod- win, Hans von Hülsen, Ilse Reicke, Ossip Ka» lemer:Karikaturen und Illustrationen, künstlerische Photographien, Aufsätze interessantesten Inhalts, Anekdoten und Grotesken — kurz, einen großzügigen Querschnitt durch die belletristische und zeichnerische Kunst der Gegenwart. (Derlag Leipzig. Iohannesgasse 8.) — In der neuesten Rümmer 4207 t-cr „illustrierten Zeitung" (Verlag I. I. Weber. Leipzig) wird in einem Beitrag „Wege der Sowjetspionage" ein anschauliches Bild des bolschewistischen Spionagestzstems entrollt, das um so lebensvoller ist. als zahlreiche Einzelfälle aus der jüngsten Vergangenheit angeführt werden. Aus dem übrigen Inhalt des reichhaltigen Heftes seien erwähnt: der Aufsatz »Gin rätselvolles Gigantengestirn" von PH. Fauth, der, begleitet von erläuternden Zeichnungen, Ausschluß gibt über unseren größ.en Planeten, In» piter, der illustrierte Beitrag „Wie der Film die Ratur nachbildet" von Heinrich Fraenkel. E:n reizvoll zusammengestelltes Tableau aus der Ballettschule der Staatsoper in Wien. — lieber die Schicksale der W r a n g e l a r m c e, die diese letzte nationale russische Heeresmacht von dem Augenblicke an erlebt hat, wo sie nach verzweifelten Kämpfen gegen die bolschewistische Uebermacht aus der Krim nach Konstantinopel überführt wurde, lüftet den Schleier ein Buch, das der Herzog (9. von Leuchtenberg auf Grund der Dokumente zweier Angehöriger der unglücklichen Armee soeben in deut- scher Sprache veröffentlicht: Rußlands letzte Helden. Die Leidensgeschichte der Wrangelarmee nach W. Dawatz und N. N. Lwow von Herzog G. von Leuchtenberg, München 1925 Arthur, Laube- rcau Verlag, kart. 5 Mk. Trotz seiner spannenden, ■ja manchmal geradezu romanhaften Darstellung bewegt sich das Buch auf einer erstaunlichen Höhe der geschichtlichen Schilderung und ist geeignet, uns Deutschen ein richtiges Bild des wahren russischen Wesens zu geben. 586 — Knut Hamsun, Gesammelte Werke in zwölf Bänden. Zehnter Band: Ge- sammelte Novellen. Deutsche Originalausgabe. Besorgt und hcransgegeden von I. Sandmeier. Preis geheftet jeder Band 5 Mk., in. Ganzleinen gebunden 10 Mk. Gleichzeitig mit dem Ahnten Band der Gesamtausgabe gibt der Verlag Albert Langen in München die „Gesammelten Novellen" Hamsuns auch in einer schön ausgestatteten und dafür sehr wohlfeilen Einzelausgabe heraus, die jedem wärmstens empfohlen werden darf, der sich die Anschaffung der Gesamtausgabe nicht leisten kann. Wer, außer Maupassant, vermöchte, wie Hamsun, im Plauderton, im Schlenderschritt, ganz einfach, phra- senlos und ohne: Habt acht! eine kleine Geschichte zu erzählen, bald eine ernstere, bald eine heitere, und uns dabei mitzureißen, hinzureihen, unsere Herzen schneller schlagen oder stocken zu machen — ganz nach seinem Belieben? Es sitzd ja freilich keine „Geschichten" im gewöhnlichen Sinne, die er erzählt. Alle diese Geschichten sind erlitten oder miterlitten. Sind voller Leben. Das Schicksal, das diesen Dichter durch viel Elend und wenig Glück, durch tausend Verwandlungen geführt hat, es wollte ihn sehr groß haben. Darum lieh es ihn sehr leiden. Er aber ent- zog sich diesen Leiden nicht. Muß ja der echte Dich- ter, wie der Erlöser, alle Last der Welt auf sich nehmen, all unser Elend und unsere Niedrigkeit, unsere Halbheit und unsere Dumpfheit muh „Fleisch in ihm werden", damit er, wenn alles durch- und zu Ende gelitten ist, das befreiende Wort findet, ine Lösung, die Erlösung! 681/82 Aus dem Amtsverkündifin -tt. • Das AmtsverkündigungSblatt Rr. 86 vom 3. Rovember enthält: Die Wahlen zum Provmziattag und der Kreistagsmitgtieder. — Maul- und Klauenseuche in Saaten, Lepnheim und Harbach. — Dienststunken des Kreisschulamts. — Feldbereinigung Ronnenroth. — Dienstnachrichten. einem Bericht von Dr. med. Fritz Sembdner, Borstendorf (Erzgebirge) einen schweren Strauß mit rund 2 0 Saatkrähen zu bestehen. Die Krähen umflogen den Raubvogel, der immer höher sich hinaufschraubte, umgeben von 5 bis 6 Krähen, die versuchten, ihn niederzudrücken. Die übrige^ Krähen hielten — etwas tiefer fliegend — Wacht. Der Habicht teilte kräftige Hiebe aus, so dah einige Krähen als kampfunfähig niedergehen mußten. Aber im Ru war wieder Verstärkung da: der Habicht änderte nun seine Taktik und ließ sich majestätisch niedergleiten. immer verfolgt von kreischenden Krähen. Wiederum tourten einige kampfunfähig, aber zähe ließen die Krähen nicht vom Kampfe ab. Mehrere Male wiederholte sich das Schauspiel. Immer aber blieb der Raubvogel Sieger. Als nur noch vier Krähen Übrig blieben, gaben sie den Kampf auf und der Habicht stieg wieder in die Höhe und ließ seine Flügel in der Sonne glitzern. Der Kamps dauerte ungefähr 10 Minuten. Das Größte. Der Eiffelturm in Paris ist mit seinen 300 Metern das höchste Bauwerk der Wett. Aber das größte Geschäftshaus auf der Erde ist das Woolworih-Geböude in Neuyork, das über dem Erdboden 284 Meter in die Höhe ragt und dessen Fundamente 40 Meter tief in den Boden hinabgehen. Nicht an Höhe, aber an Größe wird dieser Wolkenkratzer durch den Equi- tadle-Bau übertroffen, der 40 Stockwerke hat, und in dessen Bureaus 15 000 Menschen sich aufhalten. Als das größte Denkmal der Welt wird häufig die Freiheitsstatue am Eingang des Neuyorker Hafens bezeichnet, aber die Masse der großen Sphinx von Gizeh ist noch bedeutender, denn sie ist 59 Meter lang und das Gesicht ist fast 5 Meter breit. Das größte Fernrohr in der Welt ist das der Mount-William- Sternwarte in Kalifornien, das 100 Tonnen schwer ist und eine Linse von 100 Zoll Durchmesser hat. Der größte Spiegel besteht aus 4* Tonnen Glas. B. Einheimische „Goldfische". Außer Goldkarauschen und Goldkarpfen wurden in unseren Freilandwassern gelegentlich auch noch goldfarbene Schleien, Drfen, Elritzen, Hechte, Barsche, Aale, Quappen und Welfe gefangen. Goldkarauschen und Goldkarpfen werden im Volksmunde allgemein als Goldfische bezeichnet. Die rein goldfarbenen Tiere, die unsere Händler zum Kaufe an- bieten, stammen allerdings nicht aus unseren Freilandwässern, sondern stellen durchwegs Zucht- Produkte dar, deren Eltern vor vielen Jahren aus China und Japan importiert wurden. Besonders erwähnt muß werden, daß unsere einheimischen Goldkarauschen und Goldkarpfen ein bedeutend helleres Gelb als das der importierten Zuchtrassen reich'.sche Kreditaktien 6,75. Montanaktien: Deutsch-Luxemburg 66, Gelsenkirchen 73,50, Phönix 66, Kali Aschersleben 105. Chemische Aktien: Chemische Griesheim 116, Scheideanstalt 78.5, Goldschnndt 53,25, Höchster 116, Holzver- kehlung 40. Schisfahrtsakt'.en: Rordd. Lloyd 73.75. Industrieaktien: Ad.'erwerke Kleyer 26,50, Elektrisch Licht und Kraft Medio 91,37, Hammersen Spinnerei 99,75, Holzmann 45,25, Rheinmelall 13, Iunghans Gebr 59,5, Karlsruher Maschinen 27, Krauß Lokomotiv 36,5, Reckarsulmer 39. Börsenkurse. Berlin, 5 Novbr Amerikanische Noten .... Belgische Noten ...... Täiiilche Noten ...... Englische Koten ........ Französische Noten ..... Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Teursch-Cesterr, 5100 Kronen Rumänische Noten..... Schwedische Noten . Schweizer Noten Spanische Nöten Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . ... Berliner 4 Novbr. Amtliche Noti rung ________________Datum: 5°/-, Deutsche RcichSanlethe ■ 4°/, Deutsche Ncichvanlcibe ■ 3‘V/n Deutsche Reichranlcche 3"/, Deutsche Neichsmlcihe Deutsche Soarprämicnanleihe 4°/0 Preußische Koniols • . ■ 4° o Hessen 3V,% Hessen 3% Helfen Deutsche Wend. Tollar-Anl. dto-Toll.-Schatz-Annriing.') 4% Zolltürken 5°/0 Goldmerikaner ... • De-ltncr Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bo.nl Tarmst. und Nanonalbank Deutsche Bank......... Deutsche BcrcinSbank .... Disconto Commondit Metall bank.......... Mitteldeutsche Creditbank . . Oestetreichische Creditanstalt. Wellbank ......... Bochumer Guh Buderus Caro Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke . . Harvener Bergbau Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln Laurahütte.......... Oberbcdarf Phönix Bergbau ..... Nhcinstahl Nicbeck Montan ....... Tellus Bergbau. ...... Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llood ... Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann Anglo-Cont.-lduano . . . . Badische Anilin........ Chemische Mayer Alavin . . Goldschmidt...... GrieS- eimer Electron .... Höchster Farbwerke Holzverkohlung ....... NütgerSwerke Schcideanstalt r'lllg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann . . Mainkrastwerke Schlickert Siemens & HalSke ..... Lldlerwcrke filetier ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt........ Mcguin............. Motorenwerke Mannheim . Frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun - . . Metallgesell'chaft Frankfurt. Pct- Union A.-G...... . Schuhtabrik Herz Sichel Zellstoff Waldhof ..... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . . 5. Novr. Amtliche Notierung (Aeld । Brief 168.82 169,24 168.8*: 169,24 1.734 1,736 1.740 1,741 19 (11 19,09 19.01 19,05 85.41 85.66 85 44 85,11 1U4.42 104.68 104,72 101,98 112,25 112.53 112,16 112,44 10.615 10,59» 10,55 10,59 16 56 16. i0 16 52 16,56 iU.332 20.382 20,332 2Ü,3>2 4.105 4,2V' 4,195 4,2)5 16.9t iG.98 16.6(5 16.645 SO 935 81.035 80,80 81,00 59.93 60. 7 5»,80 60.02 1,751 1.755 1.761 1,765 ) 627 1.629 0 627 0.629 59,13 59,27 59.1 59,27 12.42 12,46 12,42 12,46 7.41 7.43 7.43 7,45 5.815 5,895 5,8 5 5,895 3,035 3,045 3.035 .4,015 2t 175 21,225 21,175 :0.225 80 65 80.8' SO. 65 80.85 2,165 2,375 2,37 2,38 5.79 5 81 5 89 5 91 4.107 4,207 4.197 1.207 4.275 4.285 4.315 4.32- Zutaten Teig: 100 g Weizenmehl, 100 g Dr. Octker’s Gustin, 200 g Zucker, 3 Eier, 4 Eßlöffel Wasser, ^Päckchen Dr.Oetker’s [Backpulver Backin, dasAbgeriebene und 1 Eßlöffel Sait ein. Zitrone Creme: Ve Liter Milch, 1 Päckchen Dr. Otiket’s [Vanille. Puddfngpulv., 150 g Zucker, 175 g Butter oder Marianne, 30 g Palmin 25 g geriebene Mandeln »ahma-butterqteidi L ■V.'P'qAnllSIF Liebt Jhr Butter noch so [ehr, Ä 5**.* m S- ' ''*'' ' l.«.«ä.. .afttaatä« "A PreiswerteWintersocken und Unterkleidung 105S8a Gießen, den 4. November 1925 10619a 10594D Friedrich Karl MtSst 3.20 Gießen, den 5. November 1925 MMSMkSie ÄWöllSkLke, 45»/„ Sfick 0.60 stuck 0.40 Wemvie Edgar Borrmann und Frau 10591D Alleinige Niederlage für Gießen und Umgebung Es ladet ein 08991 Emil Siedl» Hammstr. 7. üertieta auf bequeme Teilzahlung abhalte, 09000 Lindenplatz 1 10805. Asterweg 60 : Telephon 1646 Vertreter der Horex-Motorräder 106-26a Neu aufgenommen in allen Formen und Farben äußerst preiswert 106101 3.95 4.25 4.90 Die tni So z-oeckr tereiie einer Lekhandlung- Alle sonstigen Lebensmittel äußerst billig! Außerdem 4 Prozent Rückvergütung auf alle Waren 11 ist die y* beste ! 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Samstag und Sonntag EMkMMioWSWiMlMsl. siellung hin- ihrer Ucrfjan Parteien feine viel oorleilha Außenpolitik 6er doch alle cinjeSen tön nucloo''«"’ chrniiWe' nicht behoup temWlt Beide W der, werden i Dentist Otto Rudoiph Sprechstunden: vorm. von 812 Uhr nachm. „ 2—6 mit Ausnahi.ic von Samstag von 10—12 Uh? vormittags. Der fertige Stiefel nach Mass. D, R. P. Hervorragend Jn Eleganz Qualität Passform. Hygienisch richtig - Aerztlich empfohlen "Für jeden Fuss genau passend. Herren-Normalhemden schwere Qualität, mit Doppelbrust Herren-Normalhemden mit waschechtem Einsatz Herren-Futterhosen warme, dichte Qualität, Größe 4- Herren-Futterhosen gut wollgerauht, Größe 4-6 Für starke Herren in allen Qualitäten vorrätig vornehme Existenz! Mr den dortigen Plast suchen wir einen nichtigen Herrn, welchem wir bet entsprechender Tätigkeit einen Monatsverdienst von Mk. 1000.— zusichern. 10CMid Carl Gimpl & Co.. Augsburg. legt Zeugnis davon ab, daß unsere Mischungen bei unseren Mitgliedern Anklang gefunden haben. Wir empfehlen ferner: Margarine, nur gute Fabrikate per Pfund Mk. 1.20, 1.00, 0.92, 0.85, 0.75, 0.65 PhilosophenMsild Sonntag, den 8. November, nachmittags 3% Uhr Großes MM-ilMAWI ausgeführt vom Musikkorps des 1. (Hess.) Bataillons 15. Infanterie-Regiments, unter persönlicher Leitung des Herrn Obermusikmersters Wilh. Löber 106230 Kinder-Normal-Leib- und Seeihosen | QX Kinder-Normal-Leib- und Seelhosen solide Qualität, mit Klappe, Größe 60 Herren-Normaljacken KA in guter Ausführung, Größe 4-6. ....... sjr Herren-Normalhosen 9 feste Qualität, Größe 4 — 6 m6 S Motorrad-Reparaturen als Spezialität: sorgfältig, schnell, billig Sämtliches Zubehör A.KBV.AI,3Kr;*rtrhrzeu9" Gießen Herren-Socken Og. reine Wolle, gestrickt, grau, kräftige Qualität s® Herren-Socken | reine Wolle, gestrickt, dunkelgrau g® « Herren-Socken | reine Wolle, gestrickt, kamelhaarfarbig 1 Herren-Socken, reine Wolle, gestrickt, kamelhaarfarbig gerauht, für Sportzwecke .. zum Preise von Mk- 4.2O3 Mk. 3.80, Artillerie Verein Samstag, 7. November, abds. 8Va Uhr, im Vereinslokal ' 9 Monats-Versammlung. Ausgabe von Eintrittskarten zum Stiftungsfest. 10606c Samstag, den 14. November, abends 8 Uhr: A.MSMWWUGIW Größere Platzreservierung nicht gestattet. Der Vorstand. Unser wöchentlich steigender Umsatz in Röstkaffees Sn unter Handelsregister Abt. A Ar. 60 wurde heute eingetragen: die Firma Gcbr. Jox, Ober-Bessingen. Inhaber: Ernst Jox, Schreiner, und Paul Iox, Schreiner, beide in Ober-Bessingen. Offene Handelsgesellschaft. Die Gesellschaft hat am 1. Juli 1925 begonnen. Lich, den 31. Oktober 1925. 106160 Hessisches Amtsgericht SMochtbullen-Verkans Die Gemeinde Lützellinden hat einen gut genährten, 18 Zentner schweren Simmentaler Bullen zu verkaufen. Schriftliche und verschlossene Gebote pro Zentner Lebendgewicht können bis zum Eröffnungstermin Mittwoch, den 11. Aovember, mittags l1/, Llhr, bei dem Unterzeichneten eingereicht werden. Lützellinden, den 4. Aovcmber 1925. Der Gemeindevorsteher: Aors ch. 10615D Der verehrten Einwohnerschaft von tiroßen-Dindon a. Umgebung zur gefl. Kenntnis, daß ich ab heute meine Sprechstunden regelmäßig in meinem Neubau Bahnhofstraße W I Ly 0 1 I*'S < • Mi W - Jill Mi 1 ■! jV,‘ 1