NHz Hin 426 • an 5« lösen. 1154 531 75S an 603 „ 821 . 13» ° 62 an 736 „1016 . 505 „ 931 „1030 • an 541 ■ . 8 Gießen • Nr. 234l Erster Blatt Herr v. Schenk und Frl. Anita Franz ; nam Frankfurter Opernhaus und die Soubrette ^rl. Simon. Auch den übrigen Mitwirkenden, -a^enkallsn berechtigt fct Das Gericht hielt den Nachweis der Zuwiderhandlung gegen § 22 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb für erbracht und verurteilte Tel. 240 auch nachts Mittwoch, Donnerstag ii. Freitag frisch eintteffenb: Schellfische o. K. Kabeljau o. K. Seelachs o. K. Seehecht FiichkotelettS frlscheSüsklnga.lloll- mirckharinQ», Brat- beriete usw. Ferner jed. Freitag und SamSiag s3a,c eltzke HroMrker MMen 6. G. Wenn Babnbofst.ö9. Tel. 66 für den Bezirk Gießen zum Verkauf eine» Spezial-Artikel» der von jedem Auto- und Kraitwanen- Befitzer gekauft und laufend nachbestellt wird, gesucht. 08148 I Solvente Interessenten, welche ein kleines Lager unterhalten können, erhalten Auskunft Donnerstag von 9—3 Uhr durch Herrn Kvch, Hotel Viktoria. weit unter Ladenpreis! L. Teitler, Gießen DammNtraße 25« pari., gegenüber der Höh. Mädchenschule Kein Laden! w*> (flott. Rentnerbund. Donnerstag abend Mitgliekervettammlung. Näheres im Anzeigenteil. fpd. Zur Warnung. Einer 74jährigen Frau in Frankfurt a. M. hat eine gut gellerdete ifeau im Alter von vierzig Jahren unter dem Vorwand, eine neue Inflation stände bevor, dre gesamten Ersparnisse in Höhe von nahezu 1200 Mark abgenommen. Die Schwrndlerrn konnte noch nicht ermittelt werden. Da sie vielleicht auch rmderwätts ihr übles Treiben versuchen wird, s'ri hiermit vor ihr gewarnt. •• Oeffentliche Dücherhalle. 3m September wurden 1479 Bände ausgelrehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 928, Zeit- i hriften 62, Jugendschriften 70, Citeraturge» s hichte 6, Gedichte und Dramen 33, Länder- und Völkerkunde 68, Kulturgeschichte 35, Geschichte umd Biographien 83, Kunstgeschichte 17, Naturwissenschaft und Technologie 68, Heer- und See- wesen 14, Haus- und Landwirtschaft 9, ®e- samdheitslehre 7, Religion und Philosophie 39, Staatswissenschaft 15, Sprachwissenschaft 4, Fremdsprachliches 21 Bände. Nach auswärts kamen 24 Bände. *• Aus dem Gießener Standes- L.mtsregister. Cs verstürben in der Zeit vom 15. bis 30. September: 16. Franz Goeres, Kaufmann, 60 Jahre alt, Bahnhofstraße 40. 17 Wilhelm Möller, Schüler, 14 Jahre alt, Duddestraße 3. 19. Friedrich Romberger, ohne Beruf, 75 Jahre alt, Licher Straße 74. 21. Hein- rii> Wilhelm Bastian, Gastwirt, 56 Jahre alt, öagengaffe 9. 23. Anna Stein, Haushälterin, 28 Jahre alt. Marktplatz 8. 24. Georg Koch, Beniner, 73 Jahre alt, Westanlage 20. 26. Anna Elisabeth Dolbeth, geb. Koch, Witwe, 71 Jahre alt, Löwengasse 34. Elisabeth Hochstätter, geb. Ferber. Witwe, 71 Jahre alt, Drandplatz 1. 30. Nitolaus Rausch, ohne Beruf, 68 Jahre alt, Tüchtige 05,13 standes. Den musikalischen Teil des Abends füllte die Kapelle Welker in der befaimt boItEoa» menen Weise aus. Beftncheren Anklang ftutden das Rh einliederpotpounri mtb das Trompete rn- solo des Herrn Beyer. Hisckruf folgte ein 6ec Radreigen der Jugmdrnannschaft URd een 8er Schulreisen, gefahren von drei Danren und fccei Herren. Nach einem wetteren MusMück fand ein sehr intercffrmteS Jugsndradballfpfel statt, an das sich ein Hsrren«taetLtt cmtchlos;. Den Schluß des ersten Teils babetc ein RadbaM»eI der Klchsc B. Der Mxite Teil wurde erofinet durch einen 6er Schülingen, dem ein gemischtes Quartett, gefahren im bayerischen Kostüm, folgte, der endlosen Beifall auslöste und wiederholt werden mußte. Das Interessanteste des Abends war wohl das numnchr folgende 2er Kunstfahren, ausgeführt von W. Vvn-Giff und St Pfund. Die beiden Herren vermochten die Zuschauer durch ihre halsbrecherischen Kunststücke zehn Minuten lang in atemloser Spannung zu halten und ernteten wohlverdientM, reichen Beifall. Hievauf folgte noch ein interessanter 6er ^ugenöeeigen. Den Abschluß das Programms biTbete ein Radballspiel der "Xri- sterllafse Frankfurt a. M. geaen die Meifier- klasse des Radklub Germania-Gießen, aus dem nach einem längeren interessanten Kampfe die Gießener Mannschaft als Sieger hervorging. Sämtliche Darbietungen zeugten von guter Schulung und langer, zäher Trainmgsarbeit, und wurden vom Publikum fefjr beifällig aufgenommen. Der übliche Tanz hielt dann die Festgesellschaft noch lange gemütlich beisammen. ------ I Amtsgericht Gießen. * Gießen, 3. Oft. Nach der Reichsper- sicherungsordnung und den hessischen Ausführungsbestimmungen hierzu kann nur der Zahntechniker, der neben andern Voraussetzungen eine dreijährige Lehrzeit und das Bestehen einer Prüfung nachweist, Mitglieder öffentlicher Krankenkassen auf Kosten der letzter en behandeln. Im März l. I. ließ nun ein junger Mann, der noch keine dreijährige Lehrzeit hei einem in der Zahntechnik und operativen Zahn- herllunde ausgebkkdeten Lrhrherrn durchgomacht hat, in einem benachbarten Dorfe durch die Ortsschelle bekanntmachen, daß er Mitglieder verschiedener Krankenkassen in seiner Zahn Praxis behandele. Draufhin stellte der Reichs verband deutscher Dentisten in Berlin Strafantrag wogen unlauteren Wettbewerbs gegen den jungen Mann, den jetzigen Angeklagten, weil er durch die Bekanntmachung den 2m schein erweckt habe, als ob i vird uns geschrieben: Die erste Vorstellung der diesjährigen Spielzeit am Freitag, 9. Oktober, Eringt bekanntlich Zellers prächtige Operette .Der Vogel Händler". Es wirken in ihr MM ^Voraussage. Ssjasfa W me*. Ser ton. • ®irb an feiner Nord- und W und weicht östlich aus. Unser «""» Mittelpunkt. M schL i rechnen. 1 ’ dt und Land. 6«”. ten 6. Oftota 1925. ■ Berkaus i Schaufenster. inöiger Meinungsverschieden- ieiten bißet die Frage, ob Wet ift, auf Wunsch des dem 6d)aufenfter $u Der» er stellt sich in diesem Falle mbtunh, dah er durch die aui dem Schau- tarnte Dekvüion, zerstören ne Ware im Schaufenster ja l habe, als Anregung'des laus zu dienen. Der Kunde rs wenn er sich forsch und art, daß ihm das alles ganz das und das Stück aus dem sonst nichts, und es sei die und Schuldigkeit des Laden- verlangen zu willfahren. Wie 'chläaiaen Stimmungen des H A. 2. sind die Auslagen benso zu beurteilen in« An- i, Kataloge usw. d. h. als en zur Stellung von ri bri.nimunl* hierbei aber erg ung oes ^on m Leidend ift «JtaM tretm- > lein in «schSstliche ^mateber^N '’ jeweilig nwjfl n können, r Ii» S&W Y W $ derart M < in ei«t”Ä k.6 wenn i" r;^d, wie n» im ®*2tb anzU' glei? Cafe11 Zf [er net AS-Ks h«s0U^ Ein Waggon Weißkraul feste Stopfe, eingetroffen. Sofort abholen. Wnbiihiler-Vttsiirgung ßitßtii, O» H« ®bf« Ooiw MWM Mittwoch früh 9 Uhr ettrtreffend: Ba. TeelnchS o. K. Pst). 30 35 4 fi.Cobftau o.Kovs, Bid 45/50-z Goldbarsch ohne Ä»pi 1—y^pfünbifi, Pfund 35-; Brat-LchrUfi'che... Pfund 30^ Fr.F-ischtoteletts, Pfd. 40 u. 55 -) Bücklinge 8335 c das Pfd. 50 A bte Stifte mit netto 5 Pfd. S.-T3 NeuesSauerkraut selbst eingemachtes Pfund 18^ S Pfund 50 AWSkkMK Babnbofstr. 27 Kernkvr. 16811 den Angellagten zu einer Geldstrafe ü cur einhundert Mark. Glsicktzsifig wurde d«n Privatklager das Recht zugesprochen, die Der- urteitunn des Angell<^ten auf dessen Kosten durch 2mschlag an der Ortstafel seines Wohnortes öffentlich bekannt?-mack^en. 'hf n e in 'fragen, ft AL-M>r Otbto -S 0“ tuU la (. ** iam!915 stjr.,1^ Weichr 8 ^ren verletzt, yci-_ö' man. ^rucy oen uorrgen jxiuipilikiua;«, a) Nicht fe(t< die für hier neu sind, geht ein guter Ruf voraus, MR k L d-- . ilnnxrtiäJ*'»»« ,,n; 3n dirs-m letzter ^Mblick er °ln Zug, «Ä « £ Bekanntmachung. Bei der am 7. d. M., vormittags 10 Llhr, in dem Gasthaus „Zur Kron^" in Bad-Nauheim stattfindenden Versteigerung werden nur folgende Gegenstände versteigert: 1 Kaffenschrank, eine Schreibmaschine, 1 Görzglas. 1 Drilling und 1 Bureau-Bücherschrank. 9332D Friedberg, den 5. Oktober 1925. Finanzamt (Vollstreckungsabteilung). Allaem.Ortstrankenkaffe Gieszen-Stadt. Gemäß gesetzlicher Bestimmung sind alle bis 27. September 1925 fälligen Beiträge zur Invalidenversicherung bis spätestens 14. Oktober 192» zu zahlen. Geschieht dies nicht, dann treten die ab 28. Sept. 1925 gesetzlich bestimmten Eröhungen auch für diese Beiträge in Kraft. Da die Landesversicherungsanstalt trotz unseres Ersuchens keine Vettängerimg der Frist gestattet, wollen wir die Arbeitgeber zur Vermeidung von Schaden nochmals hierauf aufmerksam machen. Die Zahlung muß so zeitig geschehen, daß sie bis spätestens 14. Ottvber 1925 in unseren Händen ist. Unsere Kasse ist ab 5. Oktober bis 14. Oktober, ausgenommen Samstags, von 8 bis 11 Uhr für Zahlung der Beiträge geöffnet, |ba ab 15. Oktober Marken alten Wettes nicht mehr zu haben sind. 9246c Der Vorstand. Mittwoch, 7. Oktt. 1925, nachm. 3 Uhr, versteig, ich Nenenw.28 zwangsw. geg. Barz.: I. 4 Schreibtische, 2 Klaviere, 1 Büch.- Schrank, 1 Büfett, 5 Diwane, 2 Schreibmasch., 1 Kassenschrank, 2 Nähmaschinen, 2 Kleiderschränke, 1 Vertiko, 1 Standuhr, 4 Stühle, 1 Tisch, 1 Tredenz, 1 Ladentheke, 6 Strauhfed., 3 Schleier, 12 Mir. Astrachan, 1 Fernglas, 1 Fahrrad, 14-Stufen-Leiter, 36 Puppen. II. An Ott u. St. (Bekm. folgt i. Derst.°Lok.): 1 Schleifmotor, 1 Dernicklungsbad. D Bogel, Stellv. Gerichtsvollzieher. Preis 50 Pfennig Halbpfund inderbekannten Packung. Vogtsche Handelsschule, Gießen, Goethestr.32 größte Privathanielsic^nle Bestens. z.ZL 160 Schüler. 50 Schulmaschinen Muster- uud Lehrbureaus. 9839r 19. Okt. Beginn neuer Kurse. Auskunft und Prospekt durch die Schulleitung: Dr. Reu kauf. 'a mit Blaub and-Margarine sie ist die beste billigste la 6emal»leneö Aetzkalk bestes Diingemtttel in Säcken ab Lager, rvaggonweife prompt Itefetbtn- W. Kön 9317V Teievhon 688. *-r ' ' iei Z [Vermietungen] [ Vereine 7M HauS: Alicestrahs 1L 9342a ZMl!AAtt!Veckbtt! 9311D aus! 08142 Der Vorstand. wird in u. anker d. gesucht. 9334 D Lelterötveg 28. 933188 Verkäufe gesucht. 08143 9319a Damen -Schürzen I Nur j gute Stoffe Größen 40-60 Dixin Elegante Damen- und Uindergarderobe Karl Debling, Heuchelheim. Monats- oerfammlung. 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Ein großer Teil des Geldes wird von den Gemeinden selbst gebraucht, um die angefangenen Kultur-Arbeiten durchzuführen. Dec Rett daß am 3. 3uni 1926 die Einweihung des Baues erfolgen kann. Die Brückenbogen find bereits geschlossen. Die Eingabe der Geschäftswelt um Freigabe der Drücke für den Fußgängerverkehr muhte aus technischen Gründen abgelehnt werden. Der vor Fahren vom Ober* 1 300 000 Mark der Messegesellschaft als Darlehen zu geben. — Der Aeubau der Alten Drücke macht sehr gute Fortschritte, so 9 si -5 Aus der Provinz. Landkreis Gießen. : Aus dem Busecker Tal, 5. Oft. Ettingshausen, Mücke und Groh- Eichen. In unserer Aachbargemeinde Göbelnrod wird bereits durch die Dau- und Siedelungs- gemeinschaft einem dort wohnenden Mitglied ein Wohnhaus fertiggsstellt. f Grünberg, 4. Oft. Die hiesige Ortsgruppe der Deutschen B o l t s p a r t e i hielt gestern abend im Hotel „Hirsch" eine Versammlung ab. Landtagsabgeordneier Haury- Darmstadt referierte über die Fragen der hessischen Politit. Aach einer Besprechung des Vortrags sprach Geschäftsführer W e i h e r ° Gießen ■ ~ Beide Vorträge fan- Das schöne Wetter in der vorigen Woche kam unseren Landwirten sehr zustatten. Die letzten Grummetwagen wurden einge,a.)ren. Von ganz vorzüglicher Qualität war gerade das Grummet, das erst in den letzten Tagen gemäht worden war. Jetzt gehts nun mit allen Kräften an die Kartoffelernte. Infolge der vorgerückten Zeit sind die Leute bemüht, recht schnell ihre Kartoffeln aus der Erde zu bringen. Die bezahlten Arbeitslräfte, Tagelöhner beiderlei Geschlechts, sind schon tagelang zuvor „versprochen". Manchem Arbeitslosen wird jetzt die Möglichfeit gegeben, sich einige Marf oder seinen Winterbedarf an Kartoffeln zu verdienen: denn die Arbeitskräfte auf dem Land sind rar und sehr begehrt. Die Ernte ist als gute zu bezeichnen. Aamentlich gute Erträge liefern die Sorten „Vater Rhein", „Hassia" die ha^bfrühe „Blaue Odenwälder' rette Rekordernte bietet die „D o r o t h e a". Auf Ausführungen galten dem erwähnten Entwurf, der bekanntlich die Bekenntnisschule als Avrm einführen will, weshalb gerade wir in Hessen mit der bewährten Simultan« schule ihn bekämpfen mühten. Während in der darauf folgenden Aussprache die Ausführungen des Redners, soweit sie der allgemeinen Politik galten, nicht unwidersprochen blieben, war man sich in der Ablehnung des Lchul- gesehentwurfs einig, zumal der Kon- fessionalisierung der Volksschule auch die der höheren und der Hochschulen folgen würden. «reis «ctzlar. t. Krofdorf, 5. Olt. Drm Schisport in unserem Schützen verein wurde grstern nrn letzten Male in diesem Iabre durch oas A>- schießen gehuldigt. Es wuroen dabei sehr gute Resultate erzielt. Vorgesehen war Königs» schießen und Serienschießen. Den Schützenkönig für 1925 schoß Karl O: lila ch, Krofdorf-Dieber: er erhielt zugleich den 1. Preis. Den 2. Preis erhielt H. Henkel, 3. Preis W. Weber, 4. Preis Dheod. Gerlach. 5. Preis W. Fries. Beim S e r i e n s ch i e ß e n erhielten die ersten Preise: 1. Preis Wilhelm Fries, 2. Preis Wilh. Wagner, 3. Preis Karl Schmidt, 4. Preis Emil Wagner. 5. Preis Herrn. Riebergal l. Die Preisrerteilung fand im Dereinslokale ..Zur Krone' statt. Am Abend hielt ein kleines Tanzkränzchen die Schützen mit ihren Frauen noch einige Stunden gesellig zusammen. xx Atzbach. 5. Ott. Mit dem Ernte- dankfest wurde hier gleichzeitig das Syno- dalfest für Innere Mission in der Kirche gefeiert. Pastor Werdemann von der D'alo» nissenanstalt Kaiserswerth als Festpredigcr sprach auf Grund des Schriftwortes Ev. Job. 12 Drrs 1—8 in herzgewinnender Weise. Wegen der unbeständigen Witterung fand bei gleich starkem Andrang auch die Rachversammlung in der Kirche i statt. Vereinigte Posaunen- und Gesangsch'^re verschönten durch ihre Vorträge die Feier. Die zum Schlüsse dargebotenen Misstontschriften wurden gerne gekauft, wie auch die Kollekte einen angemessenen Betrag ergab. Starkenburg und ^Heinhcs; * Darmstadt, 5. Oft. Rach einer Bekanntgabe der Däckerinnung ist der Preis für 2 Kilo Roggenbrot auf 70 Pf. und für 2 Kilo gemischtes Schwarzbrot auf 76 Pf. herab- I gesetzt worden. — Das KreisamtHeppen- heim hat durch Verhandlungen mit der Däckerinnung erreicht, daß der D r o t - preis um 5 Pf. gesenkt wurde. — In der Rähe von Güttersbach (Kreis Erbach) scheute das Pferd des Däckermeisters Glenz vor einem Auto und ging durch. Das Söh n chen des Mannes fiel dabei vom Wagen und wurde sofort getötet. HeFen-Naffau. - Rofsitten - Kapstadt und zurück, Don unserem fm.-Berichterstatter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten. Rossitten, Ende September. Für Rossitten ist es eigentlich noch etwas zu ruh oder etwas zu spät — wie man will. Zu spät ft es, wenn man den Großbetrieb der Segelfliegerei ehen will, wenn man abwechselnd im Salzwasser »er Ostsee und im Süßwasser des Kurischen Haffs baden will. Aber zu früh ist es, wenn man die Hauptarbeitszeit der V o ge l w a r t e in Rossitten miterleben will, die Zeit des Zuges der Zugvögel. Und doch gibt es auch heute genug zu sehen, wenn man sehen will, und besonders, wenn man eine derartig liebenswürdige Führung hat, wie wir sie hatten. Der Zug bringt uns heraus von Königsberg nach Cranzbeek, und von dort geht es in 2iftünbiger Fahrt auf dem Salondampfcr „Rofsitten", von der Größe der kleineren Spreedampfer, über das Ku- rische Haff nach R o s s i 11 e n. Die kurische Nehrung ist 97 Kilometer lang; sie mißt an der breitesten Stelle rund 4 Km., an der schmälsten keine 501) «Meter, während das Kurische Haff eine größte Breite von 35 Kilometer hat. Auf dem Dampfer bereits erzählt uns der liebenswürdige Gutsbesitzer Ulmer, der sich große Verdienste um die Rossitter Vogelwarte erworben hat, und nach dem die Beobachtungshütte Ulmen horst genannt ist, einiges über den Charakter der Nehrung und über die Arbeit auf der Nehrung. Der südwestliche Anfang der Nehrung ist noch von altersher bewaldet, und in ihm ist, wie in den angrenzenden großen Waldungen des eigentlichen Festlandes, noch heute, wenn auch nur in wenigen Eremplaren, der Elch zu Hause. Auf dem Hauptgebiet der Nehrung aber hat der Mensch einen fortdauernden Kampf mit der Nehrung zu führen. Sanddüne reiht sich an Sanddüne, und' die Dünen der Nehrung find die höchsten der Welt. Zugleich sind es die höchsten und größten Wanderdünen. Man kann sich nur schwer oor- stellen, wenn man die Verhältnisse dort nicht gesehen hat, was eine Wanderdüne bedeutet. Sie wandert wirklich, deckt sich ab und baut sich wieder neu auf und verschüttet bei ihrer Wanderung alles, was ihr in den Weg kommt, Wiele, Feld, Wald und Dörfer. Die Wanderdünen hier haben im Laufe der Jahrhunderte eine ganze Anzahl von Dörfern verschüttet, ohne daß man bis vor wenigen Jahrzehnten wußte, ihrer Herr zu werden. Inzwischen ist das gelungen. Die heute noch bestehenden Wanderdünen bedrohen keine Kultur mehr, und die gefährlichsten früheren Wanderdünen sind festge-' legt. Bisher war es so, daß die Ostsee nahezu mit berechenbarer Sicherheit Jahr für Jahr neue große Mengen feinsten Sandes an den Strand warf und auftürmte; und dieser Sand wurde dann von dem vorwiegenden Südwestwind hinübergetrieben über die Nehrung zum Haff zu. Er türmte sich zu den großen Wanderdünen auf und wurde bann allmählich nach dem Haff hinein wieder abgetragen. Die höchste Wanderdüne bei Rossitten, der Predin« berg, der jetzt Segelflugplatz ist und sich besser bewährt als ber Platz an ber Rhön, hat z. B. im letzten Jahre währenb ber Wanberung an- nähernb 4 Meter verloren. In einem anberen Jahre mit vorwiegenben Norbostwinben kommt es gelegentlich auch vor, bah bie Düne roieber zurück« roanbert unb sich um 2, 3, auch 4 Meter neu wieber auftürmt. Dieser fortgesetzten Sanbüber- flutung hat man jetzt baburch ein Enbe gesetzt, baß man bie Stranbbünen an ber Ostsee in mühevoller Arbeit feftge legt hat unb bie Festlegung jähr« lich erneuert, ba bie Ostsee bei jebem Sturm irgend wo bie Dünenkrone herausbricht. Die Dünen auf ber Nehrung selbst sinb an ben gefährlichen Stellen mit Kusfelkiefern besetzt unb mit kleinen unenblich mühevollen Holzgittern im Geviert vor neuer Versandung geschützt. Nur die Wanderdünen, die keinen Kulturboden bedrohen, hat man freigelassen. Sie werden im Laufe der Zeit abwandern und die Nehrung entsprechend verbreitern. In etwa 50 Jahren wird es feine Wanderdüne mehr geben, wird die Nehrung in ihrem unbewaldeten Teil eine ebene Fläche sein. Solange freilich wird dort mit Vorteil die Segelfliegerei betrieben werden können; und gerade 'em Besuch des fRoffittener Segelfliegerin gers unter feiner zielbewußten Leitung zeigt, daß die Segelfliegerei nicht nur Spielerei, nicht nur ein doch irgendwie gleichgültiger Sport ist, sondern eine höchst ernsthafte Angelegenheit, wenn sie so ernsthaft betrieben wird wie m 9. Gib kur- und livländischen Störche wandern im Herbst nicht in der üblichen Südwestrichtung, sondern nach Südosten über Ungarn, den Bosporus, Kleinasien, nach Afrika, das Niltal aufwärts bis zum Kap« lande, wo um Kapstadt herum die Hauptwinterherbergen liegen. Im Frühjahr erfolgt der Rückzug, und zwar stets in dasselbe Heimatgebiet, in dasselbe Nest. Die Störche legen also Jahr für Jahr zweimal die rund 10 000 Kilometer betragende Strecke Nossitten—Kapstadt zurück. Von den Rossittener Lachmöwen ist sogar ermittelt worden, daß sie den Atlantischen Ozean überfliegen, denn je ein Exemplar wurde in Britisch-Westindien und am Golf von Mexiko erbeutet. In ähnlicher Weise werden alle anderen Dogeiarten gezeichnet und verfolgt. Dabei kann jeder mitwirken. Denn die Vogelwarte stellt gern jederzeit die benötigten Dogelringe mit entsprechender Anleitung zur Verfügung; und wenn auch durch den Krieg die internqlionale Zusammenarbeit gelitten hat, so hofft Pros. Thienemann doch in absehbarer Zeit soweit zu sein, daß in allen Kultur st aaten Vögel markiert unb bie gewonnenen Ergebnisse ausgetauscht werben. Die Anregung zu bem Beringungsversuch ging von bem bort üblichen Krähenfang aus. Die Krähen ziehen zu Tausenben im Frühjahr unb Herbst über bie Nehrung, werben dort mit Netzen lebend gefangen, durch einen Biß in ben Kopf getötet unb als willkommene Fleischnahrung verwenbet. Diese lebenben Vögel ftanben ber Warte zur Verfügung unb brachten bei ber Beringung üderraschenb gute Erfolge, so baß man balb bpn Versuch auch auf anbere Dogel- arten ausbehnte. So gäbe es noch eine unenbliche Fülle von Einzelheiten zu berichten. Erwähnt sei lebiglid) bie erfolgreiche Wiebereinführung ber Beiz- jagb in ben Arbeitsplan, bie mit Falken und einem guten Vorstehhund für unsere heutigen Gewohnheiten überraschende Jagdausbeuten ermöglicht. swie O'KK Zv-.? WMX ti W« vpÄ >4- i Rossitten. Inmitten dieser Dünenwelt liegt das -Dorf Rossitten, eine Oase in ber Wüste mit gutem schwerem Weizenboben. Unb dieses Dorf wiederum an der nordöstlichsten Ecke des heutigen Reiches beherbergt die Vogelwarte, die in jüngster Zeit von der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Forderung der Wissenschaften übernommen ist und darum einen sicheren Bestand bekommen hat. Hier führt uns der Leiter der Vogelwarte selbst, Pros. Dr. Th lene- mann, und erläutert uns die Geschichte und die praktische Arbeit feiner ornithologisch-biologischen Beobachtungsstation, die 1901 gegründet wurde. Die Kurische Nehrung ist als schmale Landzunge eine Vogelzug st raße allerer ft en Ranges. Auf ihrem Zug nach wirtlicheren Regionen stoßen die Vögel aus den weiten Flächen Rußlands hier auf die Ostsee. Sie stutzen und nutzen die Landzunge aus, um an der Ostsee entlang weiter über Mitteleuropa hin ben Süben zu gewinnen. So sinb z. B. am 21. unb 22. Oktober 1913 etwa 567000 Vögel- über bie zur Vogelwarte gehörige Deobachtungs- Hütte Ulinenhorst hinweggezogen. Sie, bie lebenben Vögel, sinb bas Stubienobjeft ber Anstalt. Unb es bietet sich babei bie beste Gelegenheit, über bie Erscheinungsformen bes Zuges, Höhe unb Schnelligkeit Versuche anzustellen. Die Hauptmassen ziehen in der Luftschicht zwischen 10 unb 300 Meter. Die Eigengeschwinbigkeit ber Nebelkrähe z. B. beträgt 50 Kilometer in ber Sfunbe; bie größte Eigengeschwinbigkeit besitzt ber Star mit 20,6 Sekunden« Meter. Außer diesen unb ähnlichen lokalen ’-Beob» achtungen hat bie Vogelwarte aber auch über Richtung bes Vogelzuges, Wahl ber Winterherbergen, Rückflug ufw. mit Hilfe bes Beringungsverfuches Aufschlüsse gefunben. Die Zugvögel werden emge- fangen und mit abgestempelten' Fußringen versehen wieder aufgelassen. Der Ort der Wiedererbeutung eines solchen Versuchsobjektes wird in bie Karte eingetragen, unb so zeichnen sich Zugkarten ab, bie ein deutliches Zugbilb ber einzelnen Vogelarten geben unb, ein beutfches Verbienst, bie ersten posi- tioen Resultate in ber Dogeizugforschung brachten. So ist ber Vogelring ber Ansatzpunkt, um in bie intimsten Vorgänge bes Tierlebens einzubringen. Be« ■ sonders gute Ergebnisse hat die Ermittlung der St o r ch zu g st r a ß e geliefert. Die norddeutschen den lebhaften Beifall. ________ ___ ... !—! Queckborn. 5. Oft. Im Lause der bürgermeister Ad ick es gelegte Grundstein letzten Jahre ist infolge der regen 03 a u - auf Maininsel bleibt erhalten, er soll in tätigfeit in unserem Orte eine ganze geschickter Weise in einen Treppenaufgang Straße mit neuen Häusern entstanden, eingefügt werden. — Beim Tleberschreifen der Diesen Bauten fehlte bislang aber noch _ die Straße lief in der Friedensstraße eine ältere Wasserleitung, die dank dem Bemühen I Frau einem Radfahrer ins Rad. Sie der Gemeindeverwaltung gegenwärtig gelegt stürzte zu Boden und trug dabei einen Schä - wird. — Gemäß Beschluß des Gemeinderats h ? I b r u ch davon, an dessen Folgen sie nach ist das alte Schulhaus zum Abbruch wenigen Augenblicken verstarb. — In der verlauft worden. Aus diesem Grundstück soll Saalburgstraße wurde ein 74jährtger ein Garten hergerichtet und dieser dem neuen Mann von einem Radfahrer ange- Schulhaus zugeteilt werden. — Die Kartoffel- fahren. Der Greis trug eine Gehirnernte ist hier beendet, die Ernte ist gut er f d)ü 11 e r ung davon und starb furz nach ausgefallen, obwohl die Knollen durch das £er Einlieferung in das Krankenhaus. nasse Wetter etwas gelitten haben. Ein großer --- Teil Dickwurz ist ebenfalls schon ausgemacht. ßdttbftllttTttflQ in (Btefaen. Die Winteraussaat hat bei dem schönen “ 1 T ”, I J" J? Wetter dieser Tage gute Fortschritte gemacht. !'! Gießen, 4. Oft. Die Angehörigen des Hungen, 5. Ott. Dieser Tage fand im ehemaligen L a nd ft u r m - I n f a n t e r r e - B a- Solmser Hof" eine Versammlung statt, die von taillons Gießen (XVIII 9) gaben sich heute der Deutschen Volkspartei einberufen in Gießen, von wo aus sie am 4’. Oktober 1914 war und von Bürgermeister Fendt geleitet nach Rordfrankreich ausrückten, ein Stelldichein, wurde Da der Hauptzweck des Abends in der Aus allen Teilen Oberhessens und aus Den Aufklärung Über den neuen Reichsschulge- Kreisen Wetzlar und Marburg waren bie Ka- setzentwurf bestand, wurde bedcmert, daß die meraben herbeigeeilt. — Versammlung nicht zahlreicher besucht war. Der Hm 10 Uhr fand im Hotel Kobel.die -öv> Referent, Oberstudiendirektor Dr. Keller-Dü- grüßung durch den Vorsitzenden des Fest-Aus- dingen, sprach zunächst einleitend über die schustes, Dr. Töpelmann -Gießen, statt, hessische Politik, der er trotz ihrer erwähnten Die Gedächtnisfeier auf dem Reuen Fned- Mängel eine gewisse Stetigkeit besonders im Hin- Hof schloß sich an. Kamerad Schulrat F r sch erblick auf das Reich nachrühmte. Seine weiteren > Gießen hielt die zu Herzen gehende Ansprache« Turnen, Sport und Spiel. Spielvereiniyung 1904 Gießen. Am Sonntag trat S p ie l v e r e r n i g u n g 1 904 mit drei Mannschaften zu Verbands- bzw. Gesellschaftsspielen an. Die 2. Mannschaft hatte ihr drittes Verb.indsspiel zu erledigen; ihr Gegner war die 2. Mannschaft des Vereins für Bewegungsspiele in Gießen, auf dessen Platz gespielt wurde. Daß gegen diese „Zweite", in der mehrere Ligaspieler mitwirkten, feine Lorbeeren zu holen waren, stand von vornherein fest. 2:4 mußte sich die bisher ungeschlagene Spielvereinigungsmannschaft beugen. Doch sie darf im Hinblick auf die Zusammensetzung der gegnerischen Mannschaft und darauf, daß ihre eigenen Reihen start ersatzgeschwächt waren, mit dem Resultat zufrieden fein. Leicht hat sie auf jeden Fall dem Gegner den Sieg nicht überlassen, denn erst gegen Ende der zweiten Halbzeit wurde derselbe errungen. Auf dem Tlniversitätssportplatz trugen zur gleichen Zeit Dillenburgs 1. Jugend und die gleiche Mannschaft der Spielvereinigung ein Gesellschaftsspiel aus. Sie trennten sich nach schönem Spiel beim Stande 1:1. Hierauf erschienen zum Derbandsspiel die Ligamannschaften von Dillenburg und Spielvereinigung 19 0 4 auf dem Spielfeld, erstere nur mit 10 Mann. Es entwickelte sich ein flotter Kamps. Dillenburg leistete den immer zahlreicher werdenden Angriffen der Spielver- einigung starken Widerstand, spielte sich auch oftmals ganz hübsch durch, ohne jedoch zu einem Erfolg zu kommen, während der Platzverein bis zur Pause zwei Tore erzielte. In den zweiten 45 Minuten spielte sich der Kampf meistens in der Dillenburger Spielhälfte ab. Die Mannschaft war ziemlich abgekämpft. Ihr Torhüter konnte es trotz sehr guter Leistungen nicht verhindern, daß Spielvereinigung zu weiteren vier Erfolgen kam. ilnZ> es hätten leicht noch einige mehr sein können, wurden doch u. a. zwei Elfmeterbälle nicht verwertet. Die Mannschaft der Spielveceinigung darf mit diesem ersten Punkte- spiel zufrieden sein, wenn auch der Erfolg nicht allzu hoch zu werten ist, denn Dillenburgs Mannschaft stellt in dieser Zusammensetzung keinen ernst zu nehmenden Gegner dar. Wetzlarer Futzball-Tlub 05 - Spieloereinigung Gaffel 3:1. Die Ueberrafchung in der Bezirksliga. tz. Spielvereinigung Cassel schlug am Sonntag ben Gießener Sport-Club 1900 mit 7:1 und gewann überhaupt die Spiele der bisherigen Serie mit hohen Resultaten. Die Wetzlarer brachten es dagegen fertig, den starken Gegner geschlagen heimzuschicken. Die sonst so gefährlichen Außenstürmer der Kasseler wurden am Sonntag derartig abgedeckt, daß sie sich nicht durchsetzen konnten, wahrend der Wetzlarer F. C.-Sturm drei einwandfreie Tore erzielte. Paulus stand erstmals wieder im Tor und hielt alles, bis auf einen verwandelten Eckball, sogar einen Elfmeter. Ballspiel-Club Wetzlar verlor m Marburg gegen Germania 08 hoch mit 1:5. F. C. 2. Mannschaft spielte gegen Weilburg 1. mit 5:3. < F. C. 3. Mannschaft spielte gegen Leuß 1. mit 8:2. Abturnen in Klein-Linden. !*! Klein-Linden, 4. Oft. Der hiesige Turnverein der Deutschen $urner» schäft hielt heute sein Ab turnen ab. Die Leitung des Turnens lag in den Händen des bewährten 1. Vorsitzenden Wilh. Ufer. DaS Wetturnen hatte folgendes Ergebnis: Schüler- Oberstufe (Zwölfkampf): 1. Pr. Rob. Weller, 2. Pr. Rudolf Ufer, 3. Pr. Rudolf Jung II.; Schüler-Unterstufe: Ehrenpreis Walter Fink, 1. Pr. Ernst Jung, 2. Pr. Wilh. Müller, 3. Pr. Walter Klein; Zöglings-Oberstufe: Ehrenpreis Fritz Morneweg, 1. Pr. Hch. Martern, 2. Pr. Alb. Mohr, 3. Pr. Robert Stein. Die Wanderpreise im Drei- kamp f (volkstümliches Turnen) erhielt Karl Klinkel, im Rennkampf (Geräteturnen) Emst Pfaff. Damen-Riege: 1. Pr. Emmi Malinowski, 2. Pr. Ottilie Hahn, 3. Pr. Grete Spengler. Sportfpiegel. Der „Große Preis von Europa", das 10 0 ° K i l o- meter-Dauerrennen im Rahmen ber E1« berfelber Rabrennen, gewann ber bauernb führenbe Rosel 1 enin 72:50,8 vor S a w a 11, 400 Meter zurück, bem Franzosen Ganay, bem Schweizer guten Aeckem sind von dieser Sorte auf den Morgen (2500 Quadratmeter) schon 125 Zentner geerntet worden. Auch die edleren Sorten, wie die „Industrie", eine unserer besten Speise- karfoffeln, und die „H i n d e n b u r g“, eine aus Ostpreußen eingeführte Kartoffel, bringen gute Ernten. Allerdings hat die „Industrie" in nassen Lagen etwas unter der Feuchtigkeit gelitten und ist zum Teil in Fäulnis übergegan- gen. Es gilt überhaupt in diesem Jahr fast allgemein, daß die Kartoffeln in trockenen Aeckern besser geraten sind als in fettem Talboden. Die jetzt noch im Erdboden steckenden Frühkartoffeln haben recht viele angefaulte Knollen aufzuweisen. Leider hat ein Feind unserer Kartoffelernte in unserem Tal schon vielen Schaden gebracht: Es sind die Feldmäuse, die trotz des nassen Spätsommers in ungeheueren Mengen auftreten. Wenn diesen Schädlingen nicht bald energisch zu Leibe gerückt wird, I ^rt; er t^rb nicht mehr allzugroh sein, bann wird durch sie noch viel Schaven an- ' Königsberg, 5. Oft. Mit knapper Rot gerichtet werden, namentlich auch bei der kom- bad jüngste Söhnchen des hiesigen menden Aussaat des Wrntergetrewes. /aller- Bürgermeisters bem Tode des Er trin- dings kann hier der einzelne Mann nicht viel f€ng Mitten im Orte liegt ber Brandweiher, ausrichten. Unsere Gemeinden muffen Plan- QBeeb: (3d>on manches Opfer hat sie im mäßig mit allen verfügbaren Mitteln vorgehen, Laufe der Zeit gefordert. Wie schon so oft, um diese Schädlinge zu vernichten. spielten bie Kinder wieder am Wasser, bis eines : Beuern, 5. Oft. Am ©amStagabenb in schmutzigen Flut versunken war. Wäre sprach im Saale des Gaftwirts Karl Dietrich Vater des verunglückten Kindes in ber Bauführer Burkhardt von Gießen über gewesen, wäre es zu spät. Vielleicht fühlen „Wohnungsnot und WvhnungsbaU ssch^^ verantwortlichen Ortsväter veranlaßt, die mit zinslos em Geld e". Er erklärte die Mschlußtür in Ordnung zu bringen, damit grö- Ausgaben, Zwecke und Ziele der D e u t s ch e n ^„gsück vermieden wird, und erfüllen damit Dau- und Siedelungsgemein schäft, ^nen'lange gehegten und oft ausgesprochenen Die nachfolgende Aussprache Härte noch manchen Wunsch besorgter Eltern. der anwesenden Daulustigen auf, und einige An- Frankfurt a. M., 5. Oft. Der Ma- wesende traten der Gesellschaft als Mitglled feu giftrat hatte bei der Stadtverordnetenversamm- In den nächsten Tagen spricht Bauführer Burk- sung bie Bewilligung von 1 300 000 Mark Hardt über dasselbe Thema in ben Orten Baukosten für bas Haus ber Moben Ettingshausen, Mücke und Groh - | auf bem Messegelänbe angefordert. Das Plenum versagte jedoch unter bet Begründung, bah bie Sache viel zu kostspielig sei, bie Bewilligung. Runmehr hat ber Hauptausschuß ber Stadtverorbnetenversammlung empfohlen, bie Suter unb bem Belgier Wynsbeau. lieber 30 Kilometer stellte Rosetten mit 22:6 einen neuen Bahnrekord auf. Das Freunbschaftsspiel Hertha B. S. C. gegen Altona 93 in Berlin gewann ber z. T. mit Ersatz antretenbe Berliner Meister mit 2:1. Der „Große Preis von Deutschlanb" bes B u n - bes Deutscher Rabfahrer mürbe in Köln von Oßmella - Köln vor bem Italiener Martinelli unb bem Franzosen Galvaing gewonnen. Der Hol« länber Mazairac mürbe bereits im Vorlauf von Engel Köln geschlagen. Das Internationale Motorradrennen in Hannover (vier Läufe über ,e 5 Kilometer) gewann ber Hollänber Herkuleynes vor Soenius-Köln unb Borgotti-Jtalien. Die Fechtmei st erschaffen ber Deut« chen Turnerschaft in Hannover ergaben im Florett- unb Säbelfechten neue Meister. Die Florett- Meisterschaft gewann Löffler-Frankfurt a. M. mit 10 Siegen vor Schönbube-Franksurf mit 8 Siegen. Dr. Schönbube würbe bann Säbelmeister mit 9 Siegen vor Hoops- Berlin. Die Internationalen Leichtathletik- wettkämpfe in Paris sahen im 100-Meter- Sauf ben Holländer van ben Berghe in 10 6 iegreid). Die 800 Meter gewann ber Schweizer Martin in 1:55,4, bie 5000 Meter ber Finn- länber Berg in 15:4,8, bie 110 Meter Hürben ber Amerikaner Riley in 15 Sek. Da^ Kugelstoßen icherte sich Paoli-Frankfurt mit 13,93 Meter. - 6tio Haus. (Om leben in bet? trott Anverstl Ansechtung |i TemeinLe On Eine Fülle V zum Schluß Handlung, ei geben dem 2 — Erv dunkle ®i Herborn.! L hot, ist der ' Dreißigjährig Uebe gleicht ö itngt es von Meiden, von dunklem Schj^ k ~ Äöni d« Anekdoie> M Lmsch . Multai m Mnmk l«n oirb. Mir lieg pl-n' & "Sußball O Weil c Komödie uni -Zebu reo , W Tie I der H A„ ,nun9 unsres. «°"spiel, Z'egel zur ( 5» äs Öliges, Max^ aßa; ; ffA bedeut^ ü flylcnSmit vKA iSw! ^un9llflani wirdundA s» derben. her SprE gtt vöMg dem Trotz tollen Dieb Menschen U und, lcltsan Mellias. den beiden-, nur seine ' £t Litlello _ Jenedig- von Chabor. Prager ®9< wird abget Michelangel an sich, SM sie, die er l Schliehlrch Macht. Ko göttert, gc.it - und nun ker, Elen-,' der in ^o- Molcho. dem - im Kerle, M Sejeim Juden, leuch Teil öieles 2 Monikas hell Leib auf M Mar Drods zwingt uns ii andere uns r dielen glühen Fülle von ®> Amens, uni Italien, Poi und Salomo mit Ledensl Ist nicht se Tot die un" - „Gewiß, fein. Mr je etwas ( fomincn". 1 und Rechtser klarer Sprach mut, das Duc KL 1*5 ?e-iu_ ?tbWeou~ L'Zt **’ L Paris lag notierte in 10.212.5 I 0.255 Getreidebörse. W**®»®* °6- 63.5’ 57,76* 65* 35,76 34 34 49 189.25* 70.5 57* 59,25 4 79,5 54 52 | 90 117,75 — 67 115.75 115.4 ä 59.75 4 79.25 57.5 64,5 124 7' 94.75' 103,7' 103,5' 101.2' Rundfunk-Programm ‘ des Frankfurter Senders. (Aus der „Radio-Amschau".) Mittwoch, 7. Oktober. 4,30 bis 6 Ahr Rachmittagskonzcrt des Hausorchesters: Operetten. 7 Ahr Aebertragung aus dem Frantfurter Opernhaus: „Der Freischütz". Romantische Oper in drei Akten von Carl Maria v. Weber. 7.25 0,025 113.9* 39 §3,75* CS* 98.5* 112.25 17,25 32 68* 53 9* 72 7 0.02.5 59* 41,1 60,25* 64,75* 95 25* 109.5 17 34 65.75* 51.4* 70,5 ".45 0.1425 0,2625 (i 21 0.25 0.245 91 75 95,3 7.4 90.25* 71.75 59.5* 74,25* 38 33 35 53,25 94 119.75 67 1 115.11 115.9 61 Kursen, bproz. Reichsanleihe, die anfangs mit 0.2171,.... gehandelt wurden, schwächten sich auf 0,207 ab. Schutzgebiet folgten dieser Bewegung. Tägliches Geld notierte 10 bis 12 Prozent. Monatsgeld war umsatzlos. 2m Devisen- vcrkcyr lagen nordische Devisen weiter fest. Kopenhagen gegen London 20,32. ~ erneut schwächer. Die Reichsmark v,22 - | 0,260 0,2675 - Stuhlverstopfung u. Darmträgheit sind oft die Ursachen mannigfacher Beschwerden, die sich in crnstbaflen Störungen deS körperlichen und geistiaen Woblbesindenö änstern können. Deshalb nehme man Darmträgheit durchaus ntchi leidit! Der Darm must unbedingt regelmäßig arbeiten! Versagt er, so gebraucht man das seit 50 Jahren beliebte Hausmittel: die echten Apotheker Nich. Brandt'S Schweizervillen. In jeder Apotheke. Extr. Sei. pal. 1,5. ExIr. Achill. mosch. — Aloes. — Absyntif aa 1,0. Extr. Trif. - Gent. 5a 0,6. Pulv. rad. Gent. — Trif. 5a q. s. f. pil. 50. 8894ss gering genährte Kühe und Färsen 18 bis 28. Kälber: Feinste Mastlälber 85 bis 90, mittlere Mast- und beste Saugkälber 75 bis 84, geringere Masi- und gute SauAälber 65 bis 74. S cha f e: Mastlämmer und Masthämmel 50 bis 58. geringere Masthammcl und Schafe 40 bis 48, mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 31 bis 35. Schweine: Dollfl. von 80 bis 100 Kg. 88 bis 90, unter 80 Kg. 80 bis 87. von 100 bis 120 Kg. 90 bis 93, von 120 bis 150 Kg. und Fett- schweine über 150 Kg. 90 bis 92, unreine Sauen und geschnittene Eber 73 bis 83. Marktverkauf: Gros;-- und Kleinvieh lebhaft. Schweine schleppend und gröberer Aeberstand. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (Qn BUUoncn Mark ausgedrückt. Buenos-Aires, London, Nell- hort, AapaN, Rio de Hontiro für eine Einheit. Wien un» loodave/r für 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheitell-H Telegra phische Auszahlung. eröffnet. Forderungen find beim Amtsgericht Alze!) anzumelden. Heber das Vermögen der Firma G o t t a & Wolf. Lederwarenfabrik zu Offenbach a. M. wurde gleichfalls das Konkursverfahren eröffnet. Forderungen sind bis zum 4. Rovember beim Amtsgericht Offenbach anzu- melden. ' Deutschlands Ausfuhr nach dem Osten. Don der gesamten deutschen Ausfuhr im ersten Halbjahr 1925 gingen 11,8 Prozent nach Rußland, den ehemals zu Rußland gehörigen Ländern und Danzig. Die gesamte Ausfuhr nach diesen Ländern belief sich in der Berichtszeit auf 487 Mill. Reichsmark gegen 395 Mill. Reichsmark im zweiten Halbjahr 1924 und 331 Mill. Reichsmark im ersten Halbjahr 1924. Die Ausfuhr nach Rußland allein betrug 96 Mill. Reichsmark gegen 37 Mill. Reichsmark in der entsprechenden Seit des Dorjahres. Hier haben also die Exportzifsern sich verdreifacht. Auch die Ausfuhr nach Polen hat eine erhebliche Zunahme erfahren, und zwar auf 231 Mill. Reichsmark im ersten Halbjahr 1925 (135 Mill. Reichsmark im ersten Halbjahr 19?4). Die Ausfuhr nach Litauen und Estland hat sich etwas vermindert. Die G>'mw.ieinfuhrzifse:n nor. Osteuropa nach Deutschland betragen 468 Mill. Reichsmark (gegen 355 Mill. Reichsmark im ersten Halbjahr 1924). Hieran sind Polen mit 278 Mill. Reichsmark, Rußland mit 79 Mill. Reichsmark und Finnland mit 35 Mill. Reichsmark beteiligt. * Friedrich Krupp 21.=®., ® e inert» schäft Rorddeutschland. Zum Abschluß der Verkaufsverhandlungen zwischen Krupp und der de Wendel-Gruppe, betreffend die Kohlen- feiter der Gewerkschaft Aorddeutschlend bedarf es noch der Zustimmung des Aufsichtsrats der französischen Gruppe zu dem Kaufvertrag, der Barzahlung vorsehen soll. Man spricht laut K. Z. von 7,5 Millionen Mark. Die Annahme des Dertrages ist ziemlich sicher und bald zu erwarten. * Sie Tschechoslowakei verhindert die deutsche Mehleinfuhr. Der tschechische Handelsminister hat nach einer Meldung des DHD. mit Gültigkeit vom 29. September die Erteilung von Einfuhrbewilligungen für Mehl aus Deutschland eingestellt. Für Mehl aus anderen Ländern wird die Einfuhr auch weiterhin bewilligt werden. Frankfurter Abendbörse. Frankfurt a. M., 5. Oft. (TA.) Die Abendbörse hatte fast keine Umsätze aufzuweisen. Zurückhaltung und Lustlosigkeit gaben wiederum tem Derkehr das Gepräge. Die Kurse hielten sich zumeist auf dem Stande der flauen Mittags- notietungen. Am Chemiemarkt wurden auf Grund der Meldungen über die Fusion bei der Badischen Anilin- und Sodafabrik Tausch- operationea in Höchster und Anilin vorgenommen. Die Tlbendbörse schloß in lustloser Haltung bei allmählich zurückweichenden Kursen. Deutsche Anleihen: bprozentige Reichsanleihe 0,210, Schutz- aebietsanleihen 0,490. Ausländische Anleihen: 4prozentige Bagdad II 610. Bankaktien: Deutsche Dank 102,50, Dis conto 100, Dresdner Bank 100, Reichsbank 130,25. Montanaktien: Buderus 41,50, Luxemburger 60, Phönix Bergbau 65,50. Industrieaktien: Aschaffenburger Zellstoff 60, Bing Metall 42. Heidelberg Zement 68,25, Gold- und Silberscheideanstalt 91.50, Fuchs Waggon 0,48, Höchster Farben 115,38, Wahs & Freytag 63,25, Heilbronner Zucker 56. Berliner Börse. Berlin, 5. Okt. Wenn schon der heutige Beginn der Locarno-Pakt-Konferenz der Börse an sich Zurückhaltung auferlegte, so wirkte doch dos Zusammentreffen der unsicheren politischen Lage mit den weiter um sich greifenden Schwierigkeiten bei verschiedenen Gesellschaften so, bah die Börse im Gesamtergebnis mit einer schar- t en Baisse reagierte. Es ist nicht so sehr die Anhäufung von Derkaufsaufträgen, als vielmehr das Ausbleiben von Käufern, das die Kursabschwächungen auf der ganzen Linie her- vorrust, da diese Sage von der Baisse-Svekula- tion aüsgenutzt wird. Anterstühung'findet die Spekulation durch die Lage am Geldmärkte, wo die Anzeichen einer Besserung, die sich am Sonnabend bemerkbar machten, bereits wieder verschwunden sind. Tägliches Geld blieb weiter stark gesucht. Aus den einzelnen Märkten war die Bewegung uneinheitlich. Am stärksten war der Montanmarkt in Mitleidenschaft gezogen. Phönix verloren ll/8 Prozent. Schiff- fahrtswerte lagen ebenfalls schwächer und verloren bis 1 Prozent. Auto-Aktien konnten sich von den Derlusten des Sonnabends kaum erholen. Bankaktien hatten nur geringes Geschäft bei abgeschwächten Kursen. Farbwerte verloren 1 Prozent. Petroleum waren ebenfalls schwächer. Lebhaftes Geschäft entwickelte sich in Anleihen bei weichenden London 20.33. Börsenkurse. 5% Deutsche Rcichöanlcihe • 4% Deutsche RetchSanleihe . 3'///, Deutsche Reich-anleihe 37,. Deutsche Ncichoanlcchc • Deutsche Svarvrämicnanleihe 4% Preußische Konsols • • . 4°/0 Hessen ... 3Vi% Hessen 3% Hessen Deutsche Wertb. Dollar Anl. dto. Doll.-Schah-Anwcisng.*) 4°/o Holltiirkcn 5% Goldmexikancr ■ • ■ • Berliner Handelsgesellschaft. EommcrL und Privat-Bank Darmst. und Nationalbank . Deutsche Bank......... Deutsche BereinSbank .... Disconto Commandit . . . Metallbank........... Mitteldeutsche Ereditdank. . Lcstcrrcichischc Kreditanstalt. Wcftbank ......... Bochumer Gust ...... Buderus........... Caro .... Deutsch-Luxemburg...... Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpcner Bergbau...... Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln .... Laurahüttc Oberbedarf Phönix Bergbau Rbcinstahl........... Ricbeck Montau...... . Tcllus Bergbau....... Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llohd . . . Eheramtsche Werlc Albtn . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann...... Änglo-Eont-Gnano..... Badische Anilin....... Chemische Master Alapta . . Goldschmidt Griesheimer Electron . . . . Höchster Farbwerke Holzverkohlung . . Nütgerswerke......... Schcidegnsialt . . Allg. ElektrtzitätS-Gesellschaft Bergmann .......... Mainkraftwerkc . ....... Schuckcrt........... Siemens L Halske ..... Adlerwerkc Kleycr..... Daimler Motoren. ..... Hehligenstacdt Mcguiu....... . . . . . Motorenwerke Mannheim . frankfurter Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgescllichafl Frankfurt. Pct. Union A--G Schuhfabrik Her; Sichel Zellstoff Waldhos Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . . 5tanEfurter Wirtschaft. * Konkursnachrichten. Aeber das Vermögen der Ehefrau Emma Petry geb. Wiegand in Alzey wurde das Konkursverfahren ...... Er erinnerte daran, daß heute vor elf Jahren d«s Bataillon ausgerückt sei. Es gelte heute, nicht nur ein Wiedersehen der Lebenden zu feiern, sondern vor ollem den treuen Gefallenen eine errifte Stunde deS Gedenkens zu weihen. Redner sprach weiter über den Sinn des Krieges: Die Selbstbehauptung deS deutschen Volkes. Wir glauben an die Wiederaufrichtung der sittlichen Kräfte unseres Volkes. Wir müssen alle ohne Anterschied deS Berufs, des Standes und des Bekenlllltnisses mitarbeiten an der Volksgemeinschaft und am Zusammenschluß aller Deutschen. Wenn wir in dieser Stunde ein Gelöbnis zur Einigkeit ablegen, so erfüllen wir ein Vermächtnis der gefallenen Kameraden. Mit den Worten: „Wir heißen euch hoffen!" legte der Redner den Kranz nieder mit der Aufschrift: ..Den gefallenen Kameraden deS L. 3. B. Gießen XVIII 3n der „Stadt Mainz" sammelten sich die Kameraden später zum Mittagessen, und manches alte oberhessischo Soldatenlied wurde hier gesungen. Die eigentliche Wiedersehensfeier im Schützenhaus war so stark besucht, daß die Räume überfüllt waren und mancher umkehren miOte. Eine Musikkapelle sorgte für Anterhal- tung, Schauspieler Juhnke vom Stadttheater trug unter lebhaftem Beifall ernste und heitere Dichtungen vor. die Pausen wurden durch Gesang von Volks- und Soldatenliedern auSgefüllt. Hauptmann Dr. Töpelmann hielt die Begrüßungsrede. verlas Entschuldißungen und Glückwünsche von Kameraden, gedachte der Verwendung des Bataillons während des Weltkrieges, der inzwischen Verstorbenen und widmete dem verstorbenen Bataillonskommandeur Oberstleutnant v. Knobelsdorf, der sich allseitiger Beliebtheit erfreute, einen herzlichen Rachruf. Rach dem Hoch auf das Vaterland wurde das Deutschlandlied gesungen. Mit freudiger Zustimmung wurde es von den „Heste- gebroirer" — so nannte man die Oberhessen wahrend des Krieges — begrüßt, als Dr. Töpel- tnann den Vorschlag machte, in zwei Jahren wieder einen Landsturm tag in Dießen abzuhalten. Ein Ausschuß dazu wurde gebildet, an der Spitze steht Dr. Alfred Tö p e Im a n n. i Ein mißglückter Flugtag in Alsfeld. Absturz eines Spartsiugzeuges. te* AlSfeld. 5. Okt Ein mißglückter F l u g t a g war das Ereignis des gestrigen Sonntags. Der Hessenfliegerverein für Luftfahrt in Darmstadt hatte mit Anterftühung der Stadt einen Flugtag auf dem Gelände der sogen. GauGswiese in unmittelbarer Räße der Stadt angenmbigt und in Stadt und Land eine eifrige Werbetätigkeit dafür veranstaltet. Leider fiel die Veranftaltung infolge widriger Amstände aus, und die Zuschauer, die zu Tausenden herbeigeströmt waren, mußten enttäuscht heimkehren. Aeber der Veranstaltung Waltete ein unglücklicher Stern. Am Samstagabend stürzte die Sportmaschine D. 493 der Hessenflieger, als sie gegen 6 Ahr abends nach einem Rälameslug über die Amaegend landen wollte, in nächster Rahe des Fluggeländes infolge Versagens des Motors aus etwa 20 Meter Höhe ab, wobei der Flugzeugführer Jährling einen Knöchelbruch erlitt, während sein Begleiter K o l l m a n n eine schwere Verletzung im Gesicht davontrug, die seine Aeberführung in die Klinik nach Gießen notwendig machte. DaS Flugzeug selbst ging i n Trümmer. Das am Sonntag erwartete zweite Flugzeug, das um 12 Ahr in Gekchaulen zur Fahrt nach Alsfeld aufgestiegen war, traf auf dem Fluggelände überhaupt nicht l ein. Alle telegraphischen und telephonischen An- fragen nach dem Verbleib deS Flugzeuges waren ' ergebnislos, so daß die Flugveranstal- iung aufgegeben werden mußte, was ' gegen 4 Ahr nachmittags dem Publikum bekannt- gegeben wurde. Die Veranstaltung soll nunmehr am Sonntag, 18. Oktober, stattfinden. Die gelösten Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit. Hoffentlich haben an diesem Tage die Hessenflieger mehr Glück! Anm. d. Red.: Wie wir auf Anfrage in der Ehirurgischen Klinik erfahren, befindet sich der Patient K o l l m a n n bereits auf dem Wege der Besserung. Der Mann hat bei dem Anfall eine Schädelverlehung und einen Kniescheiöenbruch davongetragen. Frankfurt a. M., 5. Oktober., Es wurden .notiert: Weizen, Wetterauer 22, Roggen, inländischer 17, Sommergerste für Brauzwecke 25 bis 26, Hafer, inländischer 19,50 bis 20,50, Mais, gelb 19,50 bis 19,75, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 37, Roggenmehl 24,50 bis 25,50, Weizenkleie 9,75, Roggenkleie 10, Erbsen 30 bis 40, Linsen 45 bis 70, Heu, süddeutsches, gut, trocken 9, Weizen- und Roggenstroh 4,50, Treber, getrocknet 17 bis 17,50. Tendenz: Flau. Kartoffeln hiesiger Gegend: Industrie 3, gelbfleischige 2,60, weißschalige 2,20 bis 2,30. Tendenz: Ruhig. Frankfurter Schlachtviehtnarkt. Frankfurt a. M.. 5. Okt. Auftrieb: 1324 Rinder, darunter 324 Ochsen, 37 Bullen, 963 Färsen und Kühe, 340 Kälber, 211 Schafe, 5143 Schweine. Es wurden bezahlt für 100 Pfund Lebendgewicht: Rinder. Ochsen, vollfleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 63 bis 70, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 56 bis 62, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 43 bis 54; Bullen, vollst, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 57 bis 63, vollfl. jüngere 48 bis 56; Färsen und Kühe, vollfl. ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 58 bis 66, vollfl. ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 54 bis 62, wenig gut entwickelte Färsen 48 bis 57, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 42 bis 52, mäßig genährte Kühe und Färsen 3Ö bis 40, I 0.435 i 0 l:-5 0.2575 0,26 0,26 0.25 91.75 95,2 ! 7.13 l 123* 91.75* 11)3* 103* 100,7* DerlütL'.' Produktenbörse. Berlin, 5. Okt. Der Produktenmarkt war etwas befestigt auf Deckungen für verkaufte Exportware. Das Geschäft blieb aber sehr still. Es wurden notiert pro Tonne: Weizen (märt.) 201 bis 205, Weizen (Oktober) 222,50, Weizen (Dezember) 222 bis 223, Weizen «März) 227 bis 227,50, Roggen (märt.) 145 bis 148, Roggen (Oktober) 163, Roggen (Dezember) 168 bis 169, Roggen (März) 176 bis 177, Gerste (märt) 206 bis 230, Futtergerste 169 bis 174, Hafer (märk.) 175 bis 183, Hafer (März) 188; pro Doppelzentner: Weizenmehl 26,75 bis 30,50, Roggenmehl 21 bis 23,25, Weizenkleie 9,70 bis 9,90, Doggenkleie 8,70 bis 8,90, Biktoriaerbsen 26 bis 31, kleine Speiseerbsen 26 bis 28, Futker- erbsen 21 bis 24, Wicken 22 bis 25, Rapskuchen 14,50, Leinkuchen 21, Trockenschnitzel 10 bis 10,50 Torfmelasse 8 bis 8,20, Kartoffelflocken 14,80 bis 15,20, Zucker 20. Frankfurt a.M. Berlin 1,ura ! hMc Srfftufo» Aut» S-Vluhk Mlllaz hM* 3. 1). | 5 10 3. 10. 5 10 O.tiO 0.21 0,270 — 0,150 0.45 — 0 13 0.25 — — — — — — —- 90.25 95,2 95,3 — — — 125.25 124.25 94.4 94.75* 103.5 102,5 103 102.5 63 65 101.2* 100 78 78 92* 92 7,25 7.13 0,025 — 59 40,5 41.5 39.5 39 .63 60 64.5 - 99.75 95,5 113,5 110 117,9 114 34.5 48 46,5 67,5 65 5 52 5 — 71.5 57 51 57.5 57 25* 63,75 63* — 68.25 52 25 119,9 116,75 — — — 66 115.25 115.75 115,5 52.5 115,4 52.75 67 61 91.75 91.5 90,1 91 — 70 76 75.9 58.5 58 75 73,5 37 35 34 —— 28 — 36 —■ - — 0,3 99 98 61 60 24 27.75 4.05 4 4 80 78.75 58 57 54 58.62 3 Oktbr. 5 Oktbr. Amtliche NotNrung Amtliche Notierung (selb Brief 6)eckd Brief Ämst.-Non. 168.64 169,00 168 64 169,06 Buen.SlireS 1,705 1.09 1.707 1,711 Brss.-Antw. '18,77 18,80 18 83 18,87 Christianici. 84,39 81,61 83,85 84,05 Kopenvagni 101,32 101,68 101,02 101,28 Stockholm . ficlftiigforS. Alalien. . . London. . 112.60 10.652 16,88 20,80i 112,88 10.592 16.92 20,366 112.62 10.56 16. U 20.305 112,90 10,60 L 16.91 Neunork . . 4,193 4,215 4.195 4,205 Variü. . . . 19,47 19,51 81,09 19.46 19,50 Schweiz . . 80,89 80 85 81,05 Spanien . . 60.27 60.43 60.37 60.53 Japan . . . 1.715 1,719 1,715 0 603 1,719 in io de Ian. Wien in D-- 0,597 0.599 1.605 Lett, abgeft 59,20 69,3s 59,15 59,29 Prag .... 12.422 12.462 12.42 12,46 Belgrad . . 7.43 7.45 7.425 7,445 Budapest. . 5,872 5,892 5.872 5,8'2 Bulgarien . 3,055 3.065 3,055 3,065 Lissabon 21.175 -0.225 21 075 21,125 i Danzig. . . 80,50 80.70 80 50 80,70 Konstantin. 1,32 2,33 2,54 2,55 Alben. . . 6 01 6 11 6 09 6.11 Canada. . . 4.197 4.207 4,195 4,207 Uruguay . . 4,19 4,20 4.19 ) .20 Banknoten. Berlin, 5 Oktbr Geld Bries Amerikanische Noten..... Belgische Noten........ ».182 4,202 18,73 18,83 Dänische Noten........ 100 77 101,27 Englische Noten........ Französische Noten...... 20.261 19,50 20,361 19 60 Holländische Noten...... 168,23 169.07 Atalicnische Noten ...... Norwegische Noten...... 16.91 16,99 13,61 81 03 Deutsch-Oesscrr.äioo Kronen 58.99 59.29 Rumänische Noten...... Schwedische Noten...... 112,29 112,8.5 Schweizer Noten....... 80,70 81,10 Spanische Noten....... - *0,15 0 45 Tschechoslowakische Noten . . 12.387 12.447 Ungarische Noten....... 5,82 5,86 Was ist Petto? Verlangen Sie ausdrücklich Marke „Petto" mit diesem Stempel auf der Sohle! Petto ist die zweckentsprechende Fußbekleidung für die Heranwachsende Jugend vom ersten bis zum zwanzigsten Lebensjahre. Schönheit, Vornehmheit, natürliche, mit Sorgfalt hergestellte Pahform und eine überragende Qualität find in Petto in einer so glücklichen Weise beisammen, dah dadurch Höchsts gweckmätzigkeit und höchste Wirtschaftlichkeit erreicht sind. M Petto ist daher der Qualitäts-Iugendstiefel ohnegleichen! Mist erhältlich als Stiesel und Halbschuh für Mädchen, Knaben und Kinder von Gröhe 17 bis 35, für Damen und Herren von Große 36 bis 45. Verkaufspreise von der Fabrik festgesetzt. 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Ter Produklenmailt tvae Seetangen für verkaufte rfchäft blieb aber sehr siill. rrv Sonne: Weizen (märt) i Mobec, 222,50, Weizen 223, Weizen (Mrzf 227 'mäd.j 145 diZ 143, Aoggen en I Dezember) 168 bis 169, 6 bis 177, Gerste (märt) egerslc 169 bis 174, Hafer !, Hafer lMrz) 188: pro zenmehl 26,75 bis 30,50, 23,25, WeizeMst 9,70 6id 0 bis 8,90, Mom.Mn üeerbfm 26 bis 28, Sutter* -Biden 22 bii 25, W- id;en 21, Twcknschmtzel 10 e 8 bis 8,20, Aarivsselflockeir fer 20. sl-programm surter Senders. Mio-Umschau".) »ch, 7. Oktobtt. LachmiUagsko^erl des Haus* , 7 Uhr Uebertr« «ms -ncrnhaus: .Der FrellchuY. , dr^Wen von EarlMma ^^Darmträgheit --"LV Steffis® to i» |forffl «* e‘ . 11J5 - Absynttt *■* Lire ,tz»- Berre'ch^ Ml) Für den Büchertisch e—s. schickt. Wann ist Premiers? e—§. xn reiner, Bekenner- et Max Brods neuer Roman Max Brod, „Heübeni“, Fürst der Inden, ein Renaissanceroman. Kurt Wolf-Ber- lag, München. Prag. 3m Ghetto. Der Knabe David liest: ..Und du sollst lieben den Ewigen, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft. — Hierzu bemerkt man: Mit deinem ganzen Herzen: das bedeutet: mit beiden Trieben, sowohl mit dem guten tote mit dem bösen Trieb." ..Wie mit dem bösen Trieb" — dunkles Wort, das den Knaben quält, foltert, dessen Erklärung Erzählendes. — Erwin Gros, Das leuchtende Haus. (Oranien-Berlag in Herborn.) Wir erleben in bewegter Anschaulichkeit, wie der Held Iroh Unverstand und Verfolgung, in Leid und Anfechtung sich bewährt, tote sein Haus für die Gemeinde Onsborn „Das leuchtende Haus" wird. Eine Fülle scharf umrissener Gestalten, eine bis zum Schlich auf die Höhe geführte spannende Handlung, ein bei allem Ernst sonniger Humor geben dem Buch seinen hohen Wert. 335 — Erwin Gros, E s geht eine dunkle W 0 ll' herein. (Oranien-Berlag in Herborn.) Was dem Buche den Titel gegeben hat, ist der Anfang eines Volksliedes aus dem Dreißigjährigen Kriege. Und einem alten Volks- licde gleicht das Buch selbst, so schwer und so süß singt es von Liebe und Treue, von Scheiden und Meiden, von Heldensinn und hohem Mute, von dunklem Schicksal und bitterem Sterben. 336 — Könige in Unterhosen. Das Buch der Anekdoten, herauSgegeben von Kurt Robit- schek. Umschlagzeichnung von Walter Trier. wandtes Geisttum mündet. Michel ist in Hitldsklin sein Herold und Künder, wichtig nicht nur für das Heute, sondern für ein Jahrhundert, dessen röte seine glühenden Strahlen den Horizont herausi Bret Harte, „Kalifornische Erzählungen" (Gustav *Kiepenheuer-Vcrlag, Potsdam, 549). Die Beziehungen zwischen Dichtung und Jour* nalismus smd in keinem Lande der Welt so eng wie in Amerika. Die Kurz Geschichte, die heute die angelsächsischen Länder beherrscht, die Washington Irving mit seinem „S k i z z e n b u ch" in die Lite- ratur einführte, bringt Bret Harte zu haher Blüle. In seinen Goldgräbergeschichten fördert er wahrhaftes Gold der Menschlichkeit, kostbare Dildev romantischen Erlebens zutage, jener verflossenen Ro* mantik, der wir uns als Kinder freuten, die es heute nicht mehr gibt und von der wir uns doch so gern immer wieder gefangen nehmen lasten. Paul Baudisch hat dvs gut ausgestattete Buch ins Deutsche übertragen und Rudolf Schlichter hat es mit Bildern versehen, flott und einfach, wie die Geschichten sind, und wie wir sie in der Schule verbotener Weise auf die Löschblätter gemalt haben. e—s. - Das Inselschiff. Eine Zeitschrift für die Freunde des Insel-Berlages. Das soeben er* schienene Herbstheft, das letzte Heft bei sechsten Jahrganges, enthält unter anderem die folgenden bemeäenstoerten Beiträge aus dem vergangenen und gegenwärtigen Schrifttum: Arthur Bechtold. Iohann Iakob Christoph von Grimmekhausen? Iohannes Bühler, Dir Hohenstaufen und ihy Erbe: Ricarda Huch, Silvio Pe'l.cv: Max Melk. Der Roman „Hans int Glück": Theodor Däubler. Mykonos: Otto Freiherr von Taube, Die Reiher' ferner Gedichte von Rudolf Tllexander Schroder und Alfred Walter Hehmel: außerdem auf Tafeln eine Handzeichnung von Goethe aus seiner ita*' Herrischen Reise tmb ein Porträt: WÜhelm Nsch- dein von Heinrich Ltps. er finden muh. Richt beim Vater, dem frommen, kindlich-heiteren Mann, nicht bei Hirschel, dem „hungrigen" Lehrer, bei keiner Seele int Ghetto wird und kann ihm Antwort werden. Der dunkle Spruch reiht ihn ins Leben zu Monika, der blonden Ehristin: er wird schuldig, selig und unselig. Lind — Dunkelheit, die sich erhellt — seine Sünde erlöst sein Volk Dorrn sicheren Verderben. Doch das genügt nicht, nun erst recht hat der Spruch Gewalt über David: er will fern Volk völlig erlösen. Sie sollen teilhaben an dem Großen, Reuen da draußen in der Welt, sollen wieder aufrechte, schone und geruhige Menschen werden, David mit Monika fhept, und, seltsames Geschick, Gerson, der einstige Messias, jetzt verstohencr Bettler, gesellt sich zu den beides. Aber bald steht David ganz allem — nur seine Aufgabe und der Spruch begleiten den Mittellosen, Schmerzdurchwühlten ins Leben. — Venedig. Reubeni, der Gesandte König Iosefs von Chabor, so steht der Knabe David aus dem Prager Ghetto vor seinem Volk, fordert Hilfe, wird abgewiesen. — Rom. Papst Clemens,; Michelangelo, Arekino, sie alle zieht Reubeni an sich, zwingt sie. Dann erst kommen die Seinen, sie, die er liebt, die er erlösen will und muh. — Schließlich Portugal, Santarem, Höhepunkt der Macht. König Ioao mit ihm verbündet: vergöttert, geliebt von Molcho, dem Schönen, Reinen — und nun Sturz, Flucht, Gefangenschaft, Kerker, Elend, noch immer ans Werk glaubend wie der in Rom. Schließlich Regensburg mit Molcho, dem Sohn seines Herzens und das Ende — im Kerker der Inquisition verschollen ... — Alle Geheimnisse Prags, Qual und Rot der Iuden. leuchten in düsteren Farben im ersten Teil dieses Buches. Frühling und Licht, daneben Monikas helles, warmes Stübchen, ihr blonder Leib auf schwarzer Sammetdecke. Das Prag Max Brods lebt vor uns, bringt in uns ein, zwingt uns in seinen Bann. Was Meyrink und andere uns vorher davon erzählten, versinkt vor diesen glühenden Bildern. 3m zweiten Teil eine Fülle von Gestalten: Aretino, Mackiavell, Papst Clemens, und ihre Anhänger und Widersacher in Italien, Portugal ifttb Spanien. König Ioao und Salomo Molcho. Brod hat ihre Schatten mit Lebensblut gefüllt. Lind David-Räubeni? Ist nicht sein Kampf unser aller Kampf, seine Rot die unsere? — „wie mit dem bösen Trieb'. — „Gewiß, so ist es, kann ja gar nicht anders sein. Liber ich habe mich geschämt — als sei je etwas Großes ohne Sünde zustande gekommen". Dies Reubenis Geständnis, Schuld und Rechtfertigung. Das gibt uns, klarer Sprache, Gestaltungskraft und mut, das Buch Max Brods. Sie schon einmal einen Mann gesehen, der eine vvibestahrende Lokomotive grüßt? Sehen Sie, das ist Chaplin! Ist er nicht der geborene Trick in Menschengestalt? Ist er nicht der lebende Hohlspiegel, in dem wir uns alle sehen? — Alle Besucher der deutschen und französischen und englischen und ame- ritanischen Theater sollen ihren Direktoren - die Häuser kaputtschlagen, wenn sie dieses Stück nicht spielten — und bann würde Chaplin kommen und mit seinem durchlöcherten Hut Gelder einsammeln und sich bedanken: im Namen der Direktionen. Zwei Bücher von Wilhelm Michel „Paradiesische Landschaf t", 1925 Roetherdruck, G. m. b. H., Darmstadt.) (404/405.) Dieses neue Buch von Wilhelm Michel zeigt den klaren, in voller Reife stehenden Meister der Sprache. Es gibt heute in Deutschland niemanden, der mit derselben Vollendung einen Satz zu schreiben vermöchte wie Michel. Alle Dinge, die er in der Schale seines Wortes auffängt, fangen an zu klingen. Alles irgendwie Stoffliche fällt von ihnen ab und sie stehen in ihrer absoluten Reinheit da, unbeschwert, in dem seltsamen Zwischenreich zwischen Idee und Welt. Das Wort ist ihm Teil einer großen Symphonie, der Satz wird zum musikalisch-rhythmischen Gebilde, eingefügt in die Gesamtkomposition seines Werkes (um im Bilde zu sprechen). Die Dinge, an denen er den Weiheakt der Namensgebung vollzieht, wachen auf zu weitestem Lebenswirken. Ihre Nähe beginnt zu schwingen wie die Fläche des Teiches, in die der Wurf eines Steines traf. Sie ziehen die Umwelt in ihren Bezirk und verweben sie sich. Wenn Michel das Wort „Heimat" ausspricht, so wird ihm das zum Erlebnis unvernünftiger, tiefer Seligkeit. Er front sie: Mutterland — Vaterland. Am hellsten leuchtet in diesem Bande das Wort „Geheimnis der Morgen ft und e". Unbelastet mit Geschick, noch vor dem Sündenfall stehen alle Dinge richtig mitten in ihrem Sinn: fern noch von Tagessorgen und Nachtgedanken. — Der Zauber Prcts 2 Mk. (Drei-Maslen-Derlag A. G., Berlin N 24.) Köstliche Perlen kleiner Erzählungen, Pikanterien und Witze hat Robitschek in diesem Buch vereinigt. Intimes von Potentaten, aus der Gesellschaft und vom Theater, Heine Geschichten von groben Leuten, Geschichtchen, die Könioe ohne Purpur, Dichter ohne Glorienschein, Komödianten ohne Schminke, Menschen der großen Welt ohne den Habitus ihres Ruhmes zeigen. 520 - - Giovanni Papini hat seit dem Erscheinen seiner „Lebensgeschichte Christi", die in mehr als einer Million von Exemplaren über die ganze Welt verbreitet ist. einen unbestrittenen Platz in der Weltliteratur errungen. Ein neues Werl de« Dichters: „E i n f e r t i g e r Mensch" wird Anfang Oktober in deutscher Sprache bei der Allgemeinen Verlagsanstalt in München erscheinen. In diesem Bekenntnisroman childert der Dichter in der Art einer Autobiographie seinen geistigen Werdegang. Geschichte. — Opitz. Tatsachen der Geschichte. Ein einheitliches Grund- und Hilfsbuch für den Geschichtsunterricht auf Mittel- und Oberstufen höherer Schulen (6- und 9klassigen Knaben- und RTädchenschulen). Mit 15 farbigen Geschichks- farten und 17 Kartenskizzen. R. Voigtsländers Verlag in Leipzig. Die jetzige Regel ist. daß das in neunklassigen Anstalten eingeführte Geschichts- Lehrbuch in je einem besonderen Teile in den Klassen IV, 111, U II, O II, LI I, O l angeschafft und gebraucht wird. Die Behandlung des Stoffes ist in der Mittelstufe (IV—il II) einfacher als in der Oberstufe (HU—01). Es wird also in dem Lehrbuche derselbe Stoff zweimal dargestellt geboten. Die alte Lehrer-Erfahrung ist, daß das aus der Mittelstufe Gelernte dem neugebackenen Ober- sekundaner nicht mehr „sitzt", also nochmals, aber nach einem neuen, schwierigeren Lehrbuche durchgenommen werden muß. Das ist bei dem Opitz- schen Buche von Grund auf anders. Feste Grundlage des ganzen Geschichtsunterrichts bildet der Stoff der Mittelstufe (linke Seiten), der auf dieser gelernt, auf der Oberstufe gefordert, nötigenfalls kurz wiederholt wird. Geaenüber (rechte Seiten) der für die Oberstufe bestimmte neue, erweiterte und vertiefte Stoff. Die leeren Räume auf vielen Seiten dienen den Schülern zu Ergänzungen des Stoffes nach Angabe des Lehrers. Weil die Tatsachen nicht mehr, wie bisher üblich, für die Oberstufe nochmals, nur in neuer Form dar- gestellt werden, so kann das Ganze viel kürzer gehalten sein als gewohnt. Weil dem Schüler das Buch stets ein Ganzes bildet, so wird er von Anfang an mit dem Gang der Geschichte vertraut: er erkennt den Zusammenhang der Lehrstufen und Klassenaufgaben. Also vollkommene Einheitlichkeit und Vereinfachung des Stoffes in allen Klassen. 516 — Geschichtsbuch für die deutsche I u g e n d. Von Studienrat Dr. B. Kum - st e l l e r in Verbindung mit Dr. 51. Hauke und Dr. B. Schneider. Oberstufe: Zweiter Teil. In Halbleinen 1,20 Mk. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. Dr. Kumsteller mit seinen Mitarbeitern gehört mit zu den Männern, die führend und bahnbrechend an der Reform des seitherigen Geschichtsunterrichts arbeiteten. Er kehrt dem alten Leitfadenstil den Rücken und befleißigt sich einer ungemein packenden und lebensvollen Schilderung, die das ■Suftänb» liche, das Reben einander, nach Möglichkeit in ein Rach einander, in Handlung und Erlebnis umsetzt. Obwohl seine früher erschienenen Geschichtsbücher (Mittelstufe und Oberstufe l.Teil) für höhere Schulen geschrieben, ist auch die Volksschule nicht achtlos an ihnen vorübergegangen. Sein neuestes Werk (Oberstufe 2. Teil) behandelt auf knapp 82 Druckseiten die deutsche Geschichte nach großen Gesichtspunkten und kausalen Zusammenhängen. Es beginnt mit der Zeit der alten Germanen und endet mit der Auflösung des Deutschen Reickres. (443) „Die Zeittafeln zur deutschen Kulturgeschichte von der Reformation bis zum Weltkriege" von Dr. Ernst Lentz sind weit mehr als skizzenhafte Zusammenstellung von Namen und Zahlen. Die Kulturelemente sind in ihrer weitgehendsten Verästelung erfaßt? alle Kulturzweige kommen zu Wort. Mit kräftigen Strichen wird überall das Bezeichnende heraus- gearbeitet, und doch ist die Darstellung farbig und bildhaft. Ein Werk, das zur Bereicherung des Wissens viel bietet, aber auch Achtung erweckt vor der Ferne webt in den Gesang des „Blickes von der Höhe", Frühling, Blumen und Heimkehr finden ihren hymnischen Verkünder. Und die Augen einer häßlichen Bulldogge werden zum Mund des Lebens, das eine Beichte ablegt in feiner dunklen Verlassenheit: „Es kann von hier nicht mehr weit fein bis zum Glück." Friedrich Hölderlin (Erich Lichtenstein, Verlag, Weimar), 1925. In der großen Hölderlin-Rede bei der Gedächtnisfeier der Freien Literarischen Künstlerischen Gesellschaft in Darmstadt sprach Michel am 23. März 1920: „Hölderlin lebt und wächst vor unseren Augen. Es sind 77 Jahre her, daß sich das Grab über seinen sterblichen Resten schloß. Es find etwa 15 Jahre her, daß man ihn in einem Winkel des Deutschen Pantheons auffand und erkannte. Es find 6 Jahre her, daß die größten feiner Dichtungen, in denen die deutsche Sprache trotz Luther und trotz Goethe das kühnste hymnische Schreiten wagte, zum ersten Male ans Licht traten. Es sind 4 Jahre her, daß sein einziges Drama, der Tod des Empedokles, zum ersten Male aufgeführt wurde. Und ganz in der Zukunft liegt es, daß dieser Dichter, der einzige Deutsche, der mit jedem Wort tief aus dem raunenden Herzen des Deutschtums sprach, im deutschen Volke sich so strahlend, beherrschend, sonnenhaft auswirke, wie es dieser edlen Kraft gebührt. An dem Leben und Wachsen dieses Großen hat Michel als der wichtigste Goldgräber auf dem Acker der ungehobenen Schätze gewirkt. Sein Verdienst ist es, den Geist der Hölderlinschen Sprache entdeckt zu haben. Sein andachtsvolles Aufnehmen geistigen Edelgutes hob die strahlende Leidenskrone jenes jungen Dulders an der Welt in das Licht unseres Bewußtwerdens, daß uns erschauerte. So wird auch dieses Buch zu einem Dokument großer deutscher Gesinnung voller Bewußtheit und Tiefe, ein Wecker zu heidnisch-antiker Naturfröm- migkeit, naturhaftem Takt und Müßen, dos in ein unendlich groß geschautes, tiefes, Christlichem ver- ftigen Auge des Lesers vorüber. In harmoni- cher Ausgeglichenheit ergänzen sich Volkstum und Ratur und in geschwisterlicher Verbundenheit mit der il'n umgebenden Tier- und Pflanzenwelt fühlt jede: einzelne unter unS das Geheimnis zur mneren Gesundung entschleiert. Ueberzeugend und packend in Sprache und Inhalt ringt sich das Werk zu einem Bekenntnis wahren Menschentums empor. 483 -- Rudolf Sied, Von der Land- chaft. (Eugen Salzer. Verlagsbuchhandlung Heilbronn.) Das Buch ist ein Meisterwerk der Reproduktionskunst! Originalgetreu sind diese zarten Aquarelle wiedergegeben. Die Stimmung Eichendorff'scher Lieder weht uns au« diesem Buch entgegen, das für jeden Freund deutscher Kunst und Landschast einen hohen Genuß bedeutet. Aus A. Stifter u. a. ist der Text dazu entnommen. Literaturgeschichte. — Zum 100. Todestag Iean Pauls erfcheint in der Deutschen VerlagS-Anstalt in Stuttgart von Friedrich Burschell da« Buch „Iean Paul, die Entwicklung eines Dichters . In Form einer lebendigen Erzählung schildert Burschell, wie Iean Paul, dieser Sonderling unter den deutschen Dichtern, zum Dichter heranreift. Burschell gibt ferner im gleichen Verlag eine vierbändige Iean-Paul-Ausgabe heraus, die -- für den modernen Leser bestimmt — eine Auswahl der herrlichsten, unvergänglichsten Schöpfungen des Dichters bringt. — Hermann Stehr: Der Heiligenhof, 2 Bände (Verlag von Fr. Linz in Trier), der Vorläufer des „Peter Prindrisener", und toi«, dieser ein stark mystischer, visionärer Roman des seltsamen westfälischen Bauerntums. 1078 — Ioh. von Hessen: Augustinus und seine Bedeutung für die Gegenwart, (Verlag Strecker u. Schroeder in Stuttgart), ein Versuch, das augustinische Gedanken- werk von der phaenomen alogischen Richtung 6er modernen deutschen Philosophie aus zu interpretieren. — Peter Katz, Nathan Söderblrm. ein Führer zur kirchlichen Einheit. Die erste Darstellung von Söderbloms Gedankenwelt. Mk. 3.-^ Erzbischof Söderbloms Name ist ein Programm? Wie war sein Werdegang? Unter welchen Einflüssen hat er gestanden? Auf welchen Gebieten hat er gearbeitet? Wie wächst all das in der EinheiH- betoegung selbst zur Einheit zusammen? Darauf gibt das Heft eine erste, auf Leben, Werke und (?ebewfvn’ richtungen Söderbloms eingehende Antwort auf Grund der schwedischen Originale. 493 MgEMLMSS. — Dr. Humbert, Volkswirtschaft.^ liche Weckrufe. 1925. Breslau, I. AI. Kems Verlag. Preis 3,50 Mk. Von überparteilichen? Standpunkte aus sucht der Verfasser den h-