Nr. 105 Erster Blatt 175. Jahrgang Mittwoch, 6. Mai 1925 Erschein! täglich, außer Sonn- und Feiertags. Beilagen: GlebenerFamilienblätter Heimat im Bild. Wonats Bejugsprels: 2 Goldmark il 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen non einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fe r n f p r e ch'Anschlüsse: Lchriftlcitung 112, Der- lag unüGcschästsstelle51. Anschrift für Drahtnachrichten: LnzeiaerOletzen. povfcheckionlo: $ron!furt a. M. 11686. GietzenerAMger General-Anzeiger für Oberheffen vrvck und Verlag: vrühl'sche Univerfitälr-Vuch- und Zteindruckerei B. Lange in Sietzen. Schriftleitung und Seschäftrftelle: Zchulftratze 7. Annahme von stnzeig für die Tagesnummer bi zum Nachmittag oorhc. ohne fedeDe.rbtndlichke.l Preis für 1 mm kföhe für Anzeigen von 27 in. Breite örtlich8, auswärt • 10 Goldpfennig; für Nc> Klame-Anzeigen v 70tin Breite 35 Goldpfennig, Platzvorfchrift 20" , Auf schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton Dr.Friedr. Will) Lange; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchcin; für den Anzeigenteil: HausBeck, fämtlich in Gießen. Münchener Festtage. Die Einweihungsfeierlichkeiten für das Deutsche Museum. — Die Reichsregierung in München. — Die Gründung der Deutschen Akademie. Mit der nun erfolgenden Eröffnung des Deutschen Museums für Meisterwerke der Naturwissenschaft und Technik in München wird unter der TeUnahme der ganzen Kulturmenschheit — das ist wahrhaftig keine Redensart — ein Wunderwerk seiner Bestimmung übergeben, dos zu den Spitzenleistungen des menschlichen Geistes gezählt werden darf Die ungewöhnliche Bedeutung des Ereignisses kommt schon in seinem äußeren Nahmen zum Ausdruck: der stellvertretende Rcichsuräsident, die ganze Retchsregierung, die Ministerpräsidenten aller deutschen Länder, die Repräsentanten fremder Staaten, die Geistesfürsten der Welt auf den weiten Gebieten der Technik, der Ingenieurkunst, der angewandten Wissenschaften, der Naturwissenschaft — sie werden sich in der bayerischen Landeshad.pt- stadt zu einer Festversammlung vereinigen, wie sie vielleicht in solcher Zusammenlegung und geistigen Elite noch nie stattgefunden, wie sie ganz gewiß München noch nicht in seinen gastlichen Mauern gesehen hat. Und doch ist all das nur ein Ausschnitt. Hätte man die Mitarbeiter und Förderer, die Gelehrten und Praktiker in aller Welt, die zu dem Werden des Deutschen Mufenms beigetragen haben, alle einladen können, es wäre die drei- und vierfache Zahl der Gäste geworden. Hier schlägt ein völkerverbindendes, ein menschheitsoersöhnendes Kutturwcrk goldene Brücken und läßt vor der Hoheit einer einzigartigen Schöpfung politische und geographische Grenzen wie Zunder zusammensinken. Mit das Großartigste und Ueberwältigendste war mir immer, daß dieses Standardwert im Grunde die urpersönliche Schöpfung eines einzigen Menschen, unseres O s k a r o o n Miller ist. Seine Idee ist es, seine heilige, glühende Leidenschaft, seine beispiellose Willenskraft, seine universelle SÜbung und Stoffbeherrschung, seine wundervolle Treue zu seinem Lebenswcrk, seine vor keinem Zeitenjammer und keinem noch so großen Hmdemis zurück- schreckende Energie haben hier ein unvergängliches Denkmal menschlicher Größe geschaffen, das als Idee vor 20 Jahren schön und leuchtend, aber unausführbar scheinen mochte, heute aber zu in Ruhm des deutschen Namens und zur einigen Ehre seines unsterblichen Schöpfers als im ersten Teil fertige Schöpfung vor uns steht. Was der Mann seinem Balke, was ci; der Kulturmenschheit eigentlich geschenkt hat, das kann und wird nur der begreifen, der mit eigenen Augen gesehen hat. So manches Mal bin ich im Laufe der Jahre durch die Räume auf der Kohleninsel gewandert und immer wieder habe ich verfolgen fönnnen, wie hier eine lebenoige, die Geistesarbeit von Jahrhunderten verkörpernde Welt voll Kraft und Leben und Bewegung sieghaft aus dem Nichts emporwuchs. Immer aufs Neue habe ich gestaunt über die beispiellose Fülle der Grlichte — ganz einerlei, ob es nun unten bei der Geologie, beim Berg- und Hüttenwesen, bei der Metallbearbeitung bei den Kraftmaschinen und Transportmitteln beim Straßen. Eisenbahn- und Brückenbau, beim Wasserbau war, oder ob ich im ersten Stock die endlos sich dehnenden Räume und Laboratorien der Physik und Chemie ober der Musikinstrumente durchging, oder im dritten Stock mich bei der Landwirtschaft, bei der Reproduktionstechnik, in den Sälen der Pa- pier» und Te^tilfabrikalion urniah oder die Erdbebenwarte bestaunte ober die großartige astrono- mische Station besuchte oder schließlich von der Plattform des hochstrebenden Turmes auf bas grüne Band der Isar und die fern im Süden von den Bergen gegrüßte liebe Münchnerstadt heninterschoute — immer derselbe hinreißende, stolzmachende Gedanke Wie wunderbar ist das alles! Wie herrlich, daß das ein Deutscher gemacht hat, daß da ein friedlich Kulturwerk entstand, das den Ruhm deutschen Schaffens über den Erdball trägt, bas uns allen bas Leben vertieft, bereichert, verschönt. Ruhm dem, der es geschaffen, Rubm uns. die wir es hefigen ' War eigentlich je vorher eine große Ausstellung so fertig, so abgerundet, w empfangsbereit, wie diese? Ich weih es gewiß: Schon von der allerersten Zeit an werden Ströme der Belehrung, der Befruchtung, der Erkenntnis, der Aneiscrung und Anfeuerung zum Denken und Schaffen, zum Ersinnen und Erschöpfen von diesem Hause ausgehen. Bon diesem Hause, das alles andere ist als eine tote Sammlung, viel mehr eine gewaltige Kanzel, von der eine machtvolle Stimme ruft: Dos alles hat der Menschengeist ersonnen und erfdfaffen! Tut's ihm gleich! 'Arbeitet auch ihr zum Ruhme des deutschen Namens, zum Segen der Menschheit! Und nicht zuletzt werden unsere Arbeiter biejen Rus verstehen, sie. bie an diesem Hause mit solcher Herzensfreude mitgeschaffen und in den schlimmsten Zeiten der Geld- und Baunot ohne einen Pfennig Entgelt in ihrer Freizeit ihren Arm zur Weiter- arbeit geliehen hoben. Als das deutsche Luftschiff übers Weltmeer fuhr, hat es den Ruhm deutschen Könnens mit sich getragen. Und nun macht Deutschland der ganzen Welt ein Haus auf, von dessen Firsten abermals die stolze Höhe deutscher Kultur leuchtet und das den Völkern zuruft: Seht, das hat ein Deutscher, das haben Deutsche getan. Aber getan, nicht nur für sich, nicht nur für Deutschland allein, nein, für die Menschheit, für die Welt! DasVolkssest inMünchen. München, 5. Mai. (Wolfs.) Die Bevölle- rung von München in allen ihren Schichten feierte am Dienstag den genialen Schöpfer des Deutschen Museums, Dr. Oskar v. Miller, anläßlich seines 70. Geburtstages und der Vollendung seines gigantischen Werkes, zu dem am 3. Ro° vember 1906 Kaiser Wilhelm den Grundstein gelegt hatte. Die Feier vollzog sich in der volkstümlichen Art, wie sie bie Landeshaupt st adtseit der Zentenarfeier wohl kaum mehr gesehen hat. In den reich mit Flaggen geschmückten Straßen bewegte sich eine froh gestimmte Menge und von den Mittagsstunden ab ruhte in allen Geschäften, vom kleinen Handwerksmeister bis zum Großbetrieb, die Arbeit. Zu Tausenden und Aber- taufenben strömten die Menschen in die Straften und auf die Plätze, durch die sich der von Münchener Künstlern großzügig angeordnete Festzug bewegte. 21 ad) der Langen lallen Regenperiode lag zum ersten Male goldener Sonnenschein über der Stadt Den Festzug, der überall mit 3übel und Begeisterung empfangen wurd.v und dessen Tellnehmer von der Münchetter Schuljugend durch Zuwerfen von Blumen und Kränzen freudig begrüßt wurden, eröffneten Fanfarenbläser zu Pferde 3n allegorischen Darstellungen folgten in künstlerischer Ausstattung mit Darstellungen des Verkehrs, der KarbeuLechn'ck, fru. Elektrizität und der hier Elemente, denen sich die Münchener Gewerbe in ihrer historischen Aufmachung anschlrssm. Den Abschluß des Festzuges bildeten die bun beta gten Fahnen gruppen der Münchener Vereine. 3n den Lüften kreuzten die modernen Junkersflugzeuge. Der Verlauf des ganzen heutigen Tages war in jeder Hinsicht dazu angetan, der Eröffn.mgsfeicr einen würdevollen Auftakt zu geben. Zu dieser sind heute früh der Stellvertreter des Reichspräsidenten, Dr. Simons, der R uchs- innenminifter Schiele. Rcichsaußenmi ister Dr. Stresemann, ReichswirtschastLminister R e u- haus und Rcichspost Minister S t i n g l. sowie mehrere Staatssekretäre und viele Reichstags- abgeordnete in München eingetroffen. Auch Ge- heimrat von Siemens und der päpstliche Runtius P a c e 1 l i kamen hier an. Die goldene Bürgermedaiüe für Dr. von Miller. Dem Schöpfer des Oeulfchen Museums, Geheimrat Dr. von ZRitkr, hat die Stadl München bie goldene BtirgermcboiUe verliehen. Des Reichskanzlers Flug nach München. München, 5. Mai. (541.) Bei herrlichstem Flugwetter I a nb e t en heute mittag 2 22 Ahr die beiden neuen Großflugzeuge der Junkers- Flugzeugbau-A-G. in Abstand vo.i einer halben Mimte auf d.m Flugplatz Oberwiesenfeld bei München. Der Flug hat genau 4 Stunden und 7 Minuten gedauert Er führte schon nach einer'halben Stunde über die Elbe bei Um tt en» berg. Rach einer Stunde wurde der Flugplatz von Leipzig ohne Zwischenlandung überflogen, lieber den Thüringer Wald unö an Gera und Schleiz vorbei ging es über das Fichtelgebirge Bald tauchte der Zwiebelturm von Bamberg auf. Dann ging es über das viel- gewundene Tal der Raab. Links winkten die alt rtümlichen Türme von Regensburg, dann grüßten die Walhalla und die Befreiungshalleileber das oberbayerische Hochland ging der F ug w itc. über di: alte Dischofsstadt Reuburg, und bald tauchten die beiden Türme der Münchener Frauenkirche auf. Dann grüßte strahlend der Reubau des Deutschen Museums. Der Flugplatz war rasch erreicht. Heber der Stadt wurde eine große Scyleise gezogen die über die Bavaria hinausging und über das Deutsche Museum, das tief unten lag. Bei der Landung wurden die Flugzeuge von einer Schuhpolizei- kapelle mit dem Deutschlandlied begrüßt. Die Fluggäste haben die Fahrt gut überstanden. Reichskanzler Dr. Luther wurde von dem Oberbürgermeister Scharnagl begrüß t. Hamens der Junkersflugwerke begrüßte Prof. Junkers, der eigens nach München gekommen war. die Flugpasfagiere, die anschlieftend bewirtet wurden. Don der p r e u ß i s ch en Regierung haben sich nach einer Meldung des Amtlichen Preußischen Pressedienstes am Dienstag abeab der preußische Ministerpräsident Braun, der Minister für Wissenschaft, Kunst unb Volksbildung. Prof. Dr. Becker, der Staatssekretär im Staatsministerium Dr. Hofmann und der preußische Hauptbevollmächtigte im Reichsrat, Ministerialdirektor Dr. Sachs zur Einweihung des Deutschen Museums nach Vkünchen begeben. Der Gründungsakt der Deutschen Akademie. München, 5. Mai. (Wolsf.) Im Rahmen der Festlichkeiten zur Eröffnung des Deutschen Museums vollzog sich heute mittag in der g oßen Aula der Universität München der G r ü n » dungsakt der Akgd e_m i e zur wissenschaftlichen Erforschung und zur Pflege des Deutschtums in Anwesenheit eines großen Kreises hervorragender Persönlichkeiten des öffentlichen Gebend. Als Ehrengäste nahmen an dem Weiheakt teil die Mitglieder der bayerischen Staatsregierung, an der Spitze Ministerpräsident Held, Vertreter der Reichsregierung, der deutschen Länder und der österreichischen Bundesregierung, außerdem der frühere Kronprinz Rupprecht, Mitglieder der deutschen Akademie der Wissenschaft, deutscher Untocrfitäten, Vertretungen der deutschen Slu- bentenschaft. der Chefwart des Deutschen Museums Oskar v. Miller u. a. Zum Präsidenten der Akademie wurde der Münchener Aniversitäts- professor Pfeilschiffter gewähll, zum Präsidenten her wissenschaftlichen Abteilung Anivei- fitätsprofessor O n ck e n - München, zum Präsidenten der praktischen Abteilung AniversllLts- professor Haushofer - München. Rach den Eröffnungsreden der drei Präsidenten über den Zweck und die Ziele der Akademie hielten der Vertreter der Reichsregierung und der bayerische Kultusminister Matt die Tauf reden. Eme Reihe Begrüßungsansprachen hervorragender toiifen» schaftlicher Autoritäten folgte. Weihevolle mufi- '.e'ifche Darbietungen des Orchesters des Ratio- nall Heaters umrahmten den Festakt, der den emfien Willen unermüdlicher Arbeit zum Segen des gefaxten Deutschtums ausdückte. Ramens des am Erscheinen verhinderten Reichsminister des Innern überbrachte Staatssekretär Z w e i g e r die besten Wünsche und Grüße des Reichskanzlers und der Re'chsregicrung zu dem Gründungstage. Er wies in seiner Rede auf die Bestrebungen von Ranke, Grimm, Freytag, und Paul Heyse h in. die sich in einer Zelt, als die politisch: und wirtschaftliche Einheit in Deutschland noch gefehlt habe, mit dem Gedanken der Gründung einer Deutschen Akademie getragen hätten. Die Reichsregierung begrüße es, daß dieser Gedanke irunmehr neu ausgenommen würde. Der Redner gab zum Schluß dem Wunsch Ausdruck, daß d'e Deutsche Akademie mit den bestehenden Arbeitsstätten zur Erforschung und Pflege des Deutschtums erfolgreich und freundschaftl'ch Zusammenarbeiten möge. Der (^lücktvunsli, der Dictd’dbabn. Zur Eröffnung des Deutschen Museums in München hat Staatssekretär Dr. Stielcr an das Deutsche Museum folgendes Schreiben gerichtet: „Zur Eröffnung des Deutschen Mufenms spreche ich der Festleitung und dem Schöpfer des Museums, Exz. Oskar v. Miller Freude und Genugtuung der Deutschen Reichsbahngesellschaft aus. Möge das Museum kommenden Geschlechtern Kunde von deutscher Arbeit, deutscher Kunst und deutschem Können geben. Die Deutsche Reichs- bahngesellschafr wird die Ziele des Museums stets nach besten Kräften fördern." Dem Schöpfer des Museums, Erzellenz von M i 11 c r, hat Staatssekretär Dr. S t i e l e r em besonderes Schreiben gesandt, in dem dem Mitglied des Verwaltungsrats der Deutschen Ncichbcchnge- sellshm't der Glückwunsch zu 'einem 70. Geburtstage übermittelt wird. Dor einer Regierungskrisis in Oesterreich? Wien, 5. Mai. Die seit längerem bestehenden Schwierigkeiten bei der Neuordnung des Verhältnisses zwischen dem Bund und den Ländern haben sich derart verschärft, daß Gerüchte von einer Regierungskrisis ausgetaucht sind, die aber zumindest verfrüht sind. Bereits zu einem früheren Zeitpunkt hatte die C h r i st l i ch s o z i a l e Par-tei verlangt, daß zur Beseitigung der bestehenden Doppelverwaltung die für den Staat zu oerlehendeit Amtsgeschäfte von den Landesbeamtcn übernommen werden, was eine Politisierung der Landesverwaltungen nach sich ziehen würde. Bei der Bildung der jetzigen Regierungs- loalition wurde zwischen den Regierungsgruppen vereinbart, diele Frage ruhen au lassen. Die christlichsozialen Ländervertreter haben nun in ihrer letzten Beratung beschlossen, eine Veränderung der Verwaltung in dem angeführten Sinne zu oer- l.-ngen. Als Bundeskanzler Ramck hiervon den Größdeutschen Mitteilung machte, ließen sic ihm in einer jeden Zweifel ausschließenden Weise erklären, daß sie dies als einen Bruch des Abkommens betrarhtcr und gegebenenfalls ihre Folgerungen daraus ziehen würden. Die Amtseinführung des Reichspräsidenten Berlin, 5. Mai. (WB/. Für die Vc cibigung und Amtseinführung des neugewahl'. Reichspläsidenten sind nunmehr folgende D. Positionen getroffen: Reichspräsident v o ,i Hindenburg wird in Begleitung feine c Sohnes, des Majors in der Reichswehr von Hindenburg und dessen Gattin am 11. Ma!. 5.52 Ubr nachrn., mit dem fahrplanmäßigen Zuge im Salonwagen in Berlin auf dem Bahnhof Heerstraße eintreffen. Er wird am Bahn hos vom Reichskanzler, dem Reichswehr Minister, dem Reichsminister des Innern, den Chefs der Heeres- und Marineleitung, den Staatssekretären in der Reichskanzlei und im Bureau des Reichspräsidenten dem Kornman« bauten von Berlin, dem Oberbürgerm.ister. dem Polizeipräsidenteit und dem Koni Mandanten der Schutzpolizei empfangen werden und im Kraftwagen über den Reichskanzlerplah. die Dis marckstraße, die Charlottenburger Chaussee und das Brandenburger Tor nach der Wildel inst raße fahren, wo er für diesen Tag i in Hause des Reichskanzlers Wohnung nimmt. Abends gibt der Reichskanzler du.. Generalfeldmarschall zu Ehren ein Abe n o essen, an dem der bisherige Stellvertrc' des Reichspräsidenten Dr. S i m o n s und 1 Reichsminister teilnehmen werden. Am 12. Mai. 11.45 Ahr vormit agt begib, sich der ne: gtwählte Reichspräsident in De gleitum des Reichskanzlers zum Reichs tag und wird dort vor dem versammelter Reichstag und in Anwesenheit der Reiche rtg'cruni und der Derlrelec der Landrs- regicrunicn den in Artikel 42 der Reichs Verfassung borgeschriebenea E i d leisten. Rach der Eidesleistung wird er sich zur grol Freitreppe am Königsplatz begeben und dor. die vom Wachtregimem Berlin gestellte Ehren kompagnie abschreiten. Hiernach fahrt < von einer Schwadron des Reiterregiments Rr geleitet, zum Hause des Reichspräsidenten, wo der Stellvertreter des Rew, Präsidenten ihn empfängt und ihm d i e Geschäfte übergibt. Am 1.15 Ahe empfängt der Reichspräsident in seinem Hause den R e i ch s.! -i n z l e r und bi" Reich v m in i st ' zur Entgegennahme ihrer Glückwünsche. 3m Anschluß daran findet zu Ehren des neuen Reichs Präsidenten ein Frühstück statt, zu dem der Stellvertreter des Reichspräsiden- t e n den Reichspräsidenten von H'ndmburg, den Reichskanzler, die M tgliedcr der Rrichsreg'.e rung. den Präsidenten des Reichstages, d der Heeres- und Marinelcitui q sowie die Siaati, - felreläre in der Reichskanzlei und im Bureau des Reichspräsidenten geladen hat. Am 13. Ma wird bei Reichspräsident das Präsidium des Reichstags, die Vertretung des Reichs- rats, die "Vertretung der preußischen Staatsregierung, die Chefs der Heeres- u n t> QK a i i n e 1 e i t u u g , die Vertretungen der Hauptverwa' ung der Reichsbahn und des Reichsbankdirekto- r i u m s . den O b e r p r ä s i d e n t e n vo D an» denburg. den Oberbürgermeister von D.r- lin sowie den Polizeipräsidenten und den Kommandanten der Schutzpolizei zui Entgegennahme ihrer G.'ückwü"sche cm; ang:.i. Für den 24. Mai ist großer Empfang des diplomatischen Korps vorgesehen. Am Tage der Vereidigung werden die Reichs-, Staats- und Äommunalgebäu? - de 'er:-?- Hauptstadt flaggen Bevorstehende Berlin, 6. Mai. (Wolff.) Ein rechtsgerichtetes Berliner Spätabendblatt wußte gestern von Verhandlungen über eine große Amnestie am Tage der E id e s l e i st u n g des R e i ch c p r -i s i - d en ten zu berichten. Das , Berl. Tagcbl." glaubt diese Nachricht insofern bestätigen zu können, als innerhalb des Neichskabinetts dieser Gedanke r. örtert worden sei. Zu der von dem Spätabcndblatt gemachten Bemerkung, daß die Amnestiefrage zwischen den verschiedenen Fraktionen unverbindlich besprochen worden sei, erklärt das „Berl. Tagebl ", dus cs sich nur um Besprechungen innerhalb des Reichsblocks handeln könne, da fr? demokratische Reichstagsfraktion und auch die beiden anderen Fraktionen des Dolksblocks bisher mit b:e'?r Fragen noch nicht befaßt worden feien. Deutscher Reichstag. ^ortfctiunq der ^tenerbebath. Berlin, 5. Mai. In der Fortsetzung her ersten Beratung der Steuervorlage weist Abg Dr. H u g o* (D. V.) auf die große Steigerung des Steuerbedarfs von Reich. Ländern und Gemeinden gegenüber der Vorkriegszeit hin. Einer Gc'a..ck.steuerbelastung von rund 5 Milliarden vom Jahre 1913 steht heute die Summe von rund 12 Milliarde ' gegenüber, die die neuen» Steuern bringen sollen. Gegen 10 Prozent in der Vorkriegszeit beanspruchen heute Reich. Länder und Gemeinden 3 0 Bis 40 Prozent des gesamten Volkse in> kommens für Steuern. Das irr eine Aeberspannung, die für die Wirtscha'i verhängnisvoll werden kann. Von der neuer Steuerreform erwarten wir den Rnsang eine, neuen Wirtschastsepoche. Wir &egn en es, daß die Einheitlichkeit in her Steuerveranlagung auf- rechterhal en worden ist. Wir begrüßen nut b:v neuen Steuervorlage auch b.c Wiederherstellung der Rechtssicherheit des Steuerzahlers. Leider ist man mit der Veranlagung zur Einkommensteuer nicht auf das Jahr 1924 zurückgegangen. Der Vergleich des deutschen mit dem englischen Steuersystem ist verfehlt angesichts der in England ganz anders liegenden Wirtschastsverhältnißc. Dec Besitz wird in Deutschland keineswegs geschont. Wir stimmen dem Kinderprivileg $u und sind auch damit einverstanden. daß die Freigrenze beim Lohnabzug erhöht wird. Dem Beschluß des Reichsrats können wir nicht zustimmen. Hinsichtlich der Bier- und Tabak st euer müssen wir erst vrüfen. ob eine fo wesentliche Erhöhung tatsächlich notwendig ist. Es könnte sein Bewenden haben mit den Mehreinnahmen, die Bier und Tabak schon im vorigen Jahre gebracht haben. Bei der Umsatzsteuer halten wir die Sätze für z u hoch und das Steuersystem für zu unwirtschaftlich. Wir beantragen die Aushebung der Luxus- st e u e r , weil sie die Herstellung von Qualitätsarbeit hemmt. Abg. H ö l l e i n (Äom.) • Racyöem im vorigen Jahre der schwarzweißrote Block mit dem fchwarzro.goldenen Block dem Dawesgutachten zugeslimmt hat. ist es mit der staatlichen Sou- veränität Deutschlands vorbei. Deutschland ist nur noch eine Sklaven- und AusbeutungSkolonie des britischen und amerikanischen Kapitals. Sic willige Hilfstruppe für die Massenausbeutung ist in Deutschland die Sozialdemokratie. Das deutsche Steuersystem schont die Blitzenden und nimmt dem Proletariat den letzten Pfennig. Wir fordern das Proletariat aus. die Enteigner zu enteignen und die soziale Produktionsweise durch- zusühicn. Wir werden mit dem Dolksblock für jede Maßnahme stimmen, die geeignet ist, die Steuerlasten von den Besitzlosen aus die Schultern des schwarzweihroten Blocks abzuwälzen. (Gelächter und ironischer Beifall rechts. 2lbg. Lemmer (Sem.) ruft: Beifall bei den Deutsch- nationalen I Abg. Höllein (Korn.): Wir werden Euch Dolksblvcksbrüder schon kitzeln!) Abg. Dr. Fischer-Köln (San.): Der Reichstag müsse eine bessere Kontrolle über die Finanzgcbarung der Regierung haben, damit er nicht in die Lage komme, wie seinerzeit die Eiit- schädigung für die Ruhrindustrie, nur durch Zufall von so gewaltigen Ausgaben zu erfahren. (Sehr gut! links.) Richt nur hierbei, sondern beim Rückkauf der Geldanleihe und bei vielen anderen Ausgaben hat die Reichsfinanzverwaltung das Dudgetrecht des Reichstages mißachtet. (Hört, hört!) Während der Minister ein Defizit von 248 Millionen errechne, komme er zu dem Ergebnis, daß für 1925 ein Ueberschuß von 491 Millionen zur Verfügung stehen wird. (Zuzüglich des äleberlchusses und der Steuerrückstände von 1924 ergebe sich ein Mehr von 1130 Millionen. (Hört, hort! lircks.) Es bestehe also kein Grund zur Erhöhung der Verbrauchs st euern, sondern er fordere Im Gegenteil erhebliche Steuervermiuderung. Eine wirtliche Steuerreform müsse drei Forderungen erfüllen: Rückkehr zur normalen Steuer- Wirtschaft und klaren steuerlichen Verhältnissen, Anpassung der Steuerleistungen an die dauernde Steueickrafi und Sicherung der frnanzwirtschaftlichen Durchführung der in den Dawesgesetzen übernommenen Verpflichtungen. Di e Steuerpolitik dürfe nicht zum Raubbau an der Wirtschaft werden, denn nur eine gesunde Wirtschaft lei die Grundlage für ein gesundes Staatswesen. Abg. Dr. Horlacher (Bayer. Dpt.): An dSm Lohnempfänger und an dem gewerblichen und dem landwirtschaftlichen Mittelstand ist ein ^steuerlicher Raubbau getrieben worden. Die Um- ^ahsteuer wirkt auf die landwirtschaftlichen Klein- ^und Mittelbetriebe als zusätzliche Besitzsteuer, Un- -fer Antrag, der die Finanzhoheit der Länder wieder Herstellen will, ist keineswegs partikularistisch. Wir wollen den Ländern nur Die Selbständigkeit wiedergeben, die ihnen durch den Umsturz genommen wurde. Die Mahnung zur Sparsamkeit sollte nicht nur an die Länder, sondern auch an die Reichsverwaltung gerichtet werden. Das Zu- schlagssystem muh elastisch der Steuerkraft des Einzelnen angepatzt werden. Das steuerfreie Existenzminimum bei der Einkommensteuer muh bis zu der Grenze erhöht werden, die dem Aeichs- finanzministerium irgendwie annehmbar erscheint. Der Redner wendet sich dann entschieden gegen die von der Regierung geplante Erhöhung der B i e r st e u e r. Die Hot der kleinen Städte. Tagung des Reichsftädtebundes. Berlin, 5. Mai. (WTB.) Heute tagte im Kaisersaal des „Rheingold" der Reichsstädte- bund. Außer 400 Oberbürgermeistern, Bürgermeistern und Gemeindevertretern waren anwesend die Minister Hirtsiefer und Höpter- Aschoff. die Staatssekretäre Meißner und Schleusener, dec Präsident des Oberver- waltungsgrrichts Dr. Siele6. Oberpräsident von Günther, die Abgeordneten Dr. Scholz, von Raumer, Kell, Stelling, Emminger. Herold. Breüt, Drewitz. Schultz-Bromberg, Guarard, von Eynern, Kopsch, Cromec und Graf Stollbecg. Der Geschäftsführer des Reichsstädtebundes, Schmedding, hielt einen Vortrag über die Lebensfragen der kleineren und mittleren Städte. Er führte Dabei u. a. aus, daß die dem Reichstag vorliegenden Geseh- g bungsentwürfe über die Steuerreformen, den Finanzausgleich und die Aufwertung entscheidend wären für die Zukunft dec deutschen Gemeinden. Der Reichsstädtebund kämpfe für die Lebens- sähigkeit von 162? deutschen Städten mit einer Einwohnerzahl bis zu 30 000 Einwohnern. Sie Behauptung, daß die Gemeinden zur Zeit im Gelds schwämmen, stehe mit den Tatsachen in vollkommenem Widerspruch. Mit einigen Ausnahmen sei die Finanzlage ßch w i e r i g. Zahlreiche kle'nr und mittlere Städte kämpfen um ihre Existi»;. AuS der Einkommensteuer für 1924 hatten nach dem bisher'gcn Ver> tellungSstzstem die Mehrzahl der kleineren und mittleren Städte erheblich weniger erhalten. als sie 1913 auS der Einkommensteuer bezog r, obwohl sich die notwendigen Aus- gaben erheblich gesteigert hätten. Der Ertrag der Gin. ^mmensteu.r für 1925 werde gegenüber 1921 um 20 Prozent und der Umsah- steuer gegenüber dem Vorrahr um 25 Prozent zurückbleiben. Der Ertrag der Hauszinsst uer sei in den Landkreisen noch geringer als in den (StaLtftcifcn. Die daraus für den R.uäau und die Fürsorge fliehenden Ausgaben bedien nur den geringsten Teil des notwendigen Te darfs des Grunderwerbs, und die Wertzuwachssteuer sei von den kleinen Städten auf die Landkreise übergegangen. Die Dcrgnügungs-,Getränkc-- und Beherbcrgungssteuern seien nicht erheblich. Die Erzielung von Einnahmen aus den städtischen Betrieben sei vielen kleinen Städten verschlossen. Die städtischen Sparkassen müßten ihre Einnahmequellen jetzt erst wieder emporarbeiten. Die Knappheit der Gemeindeeinnahmen werde bei der Besol Dungs- rcgelang den besten Ausgleich finden lassen zwischen der Leistungsmöglichkeit und der Leistungv- notw endig reit. Die höheren Schulen mußten der Bevölkerung der kleineren Städte unter allen Umständen erhalten bleiben. Die kleinen -Um- lagen verzehrten in manchen Landkreisen Die ganzen Reichsstcuerüberweisungen und einen großen Teil der Realsteuern. Die mißliche Lage der Finanzen der kleinen Städte fordere daher: 1. Hinterlassung einer Verringerung des Landes- und Gemeindeanteils an den tm Ertrag geschmälerten Einkommensteuern: 2. Erhöhung der Gemeindeanteile an der 51m- sayfteuer', 3. Gewährung eines Zuschla^srechts zur Einkommensteuer zum Ausgleich des individuellen örtlichen Finanzbedarfs und als bestes Erziehung Zmittel zur Sparsamkeit: 4. Vorausveranlagung der Einkommensteuer auf Grund Der Einkommen des Vorjahrs: 5. Befreiung der städtischen Versorgungswerke von der Körperschafts- und Um- sahsteuer. um den allmählichen Abbau der die Gesamtheit allzusehr belastenden Tarife zu ermöglichen: 6. gerechten Lasten aus gleich auf Dem Gebiete Der Fürsorge, des Wohnungsbaus und des Schulwesens: 7. Vermeidung jeder Einschränkung des Selbstverwaltungsrechts Der Gemeinden. Finanzminister Hoepker-Aschoff unterstrich die Bedeutung deS Steuer-Zuschlagsrechtes der Gemeinden. Dies werde sich aber nur Dann im Sinne der Selbstverwaltung und Sparsamkeit auswirken. wenn das Zuschlagsrecht der Gemeinden nicht an eine bestimmte Grenze von 100 Prozent einschließlich deS Anteils des Reiches und der ßänber gebunden uirb die Veranlagung im Gegensatz zu dem Entwurf Der Reichsregierung für das Rechnungsjahr nach dem Ergebnis des vorangegangenen Kalender- oder Wirtschaftsjahres vorgenommen werde. Rur die Veranlagung vor Beginn des Rechnungsjahres ermögliche es der Gemeinde, die Zuschläge richtig zu bemessen. Der Minister wies weiter darauf hin, daß die Den Ländern und Gemeinden von Der Reichsregierung zugestandene Beteiligung an den UeberweisungS steuern zu gering sei. um ihnen die Verwirllichung ihrer großen und wichtigen Aufgaben zu ermöglichen. Wer die Gemeinden auf ihre Ausgaben aus der Vorkriegszeit zurückschrauben wolle, vergesse, daß es gerade ihre Aufgabe sei. Die Kriegsschäden zu heilen, und daß ihnen durch die Gesetzgebung neue große Aufgaben auf Dem Gebiete der Wohlfahrtspflege zugewiesen worden seien. Der Gedanke einer jeden Gesetzgebung müsse aber sein, die Selbstverwaltung zu erhalten mtb cruszüvauen. Die parlamentarische Lage inPreuhen. Der „Lokalanzeiger" weiß über Verhandlungen zu berichten, die in den legten Tagen zwischen den Vertrauensleuten der Parteien des preuhrschenLandtags über die Frage einer Umbildung des jetzigen Kabinetts in Preußen stattgefunden hatten. Insbesondere wären zwischen dem Äbg. Hermes (Ztr.) und v. Richtcr (D. Vp.) vertrauliche Besprechungen erfolgt, wobei der Vertreter Der Dolkspartei die nötige Fühlung mit den Deutsch- nationalen ausrecht erhalten hätte. Das genannte Blatt hält es für nicht unmöglich, daß diese Bestrebungen noch vor Freitag, dem Tage der Abstimmung über das Vertrauen zu dem Kabinett Braun zu einem Ziel führen, das eine neue preußische Regierung ohne Severing und ohne den seit längerer Zeit erkrankten Justizminister Am Z e hn h o fs mit sich bringen würde. Aus dem Hessischen Landtag. Finanzausschuß. Darmstadt. 5. Mai. (Eigener Bericht.) Gestern tagte der Unterausschuß, der aus dem Finanzausschuß gebildet wurde, um Den Voranschlag des Hess is chen Landesthea- ters auf Ersparungen hin zu prüfen. Der Ausschuß hat feine Arbeiten noch nicht erledrgt, weshalb am Samstag eine Fortsetzung der Beratungen stattfindet. In der heutigen Sitzung des Finanzausschusses sollte zunächst die Vorlage über die Ausbildung der Lehrer weiter beraten werden-, dis Vorlage wurde jedoch abgeseht und wird voraussichtlich erst am Donnerstag wieder in Beratung genommen. Ser Ausschuß genehmigte sodann Kap. 12 (Lotterie). Es wurde dabei Der Wunsch geäußert, nach Möglichkeit die Zulassung der mchthessischen Lotterien einzuschränken. Genehm gt wurde ferner Kap. 13 (Münzwesen) und Kap. 14 (Staats- renten). Die weiteren Kapitel wurden zurückgestellt bis Kap. 18 (Landtag). Hierzu wurde eine Reuse st setzung Der Diäten beschlossen. Bisher erhielten 'Darmstädter Abgeordnete 8 Mark und auswärtige Abgeordnete 10 Marl: künftig sollen erhalten, die Darm- fläöter 12 Mark und die auswärtigen Abge- ordneteir 18 Mark. Für eine Uebcrnachtung werden noch 10 Mark besonders bezahlt. Diese Stäten sind nicht besonders hoch: Der Hessische Landtag steht noch verhältnismäßig viel günstiger da als andere Parlamente, weil hier Anwesenheitsgelder bezahlt werden, während das Reich und Die meisten Der anderen Länder Pauschalbeträge bezahlen, die einen wesentlich höheren Kostenaufwand erfordern. Das Kapitel wurde dann nach Berücksichtigung einiger kleinerer Wünsche genehmigt. Kapitel 19 (Staatsministerium) wurde durchberaten, jedoch soll die Abstimmung erst morgen vorge.-ommen werden. Es liegen Anträge vor, daß die Stellen eines Legationsrates und eines Rechnungsdireltors, die auf den Inhaber zu bewilligen wären, geschaffen werden, dafür sollen mehrere andere Stellen gestrichen werden, lieber Die Anträge wird in der morgigen Sitzung entschieden. — Am Montag wirb der Finanzausschuß voraussichtlich eine Besichtigung der Riedgegend. Die 6e- » kanntlich entwässert toerDen soll, vornehmen. Die „Times" zur Korridor- Katastrophe. L o n do n , 6. Mai. (WTB. Funkspruch.) Wie die „Times" aus Danzig meldet, sind weiter hartnäckig die Gerüchte über die schlechte Ausbesserung des Teiles der Eisenbahnlinie im polnischen Korridor, auf ber bas Unglück geschah, im Umlauf. Trotz bes amtlichen Dementis verlautete von zuverlässiger Seite, baß schon vor Monaten die Lokomotivführer cs a blehnten, bie Verantwortung für bic Durchfahrt burch ben Korridor zu übernehmen, und daß ihnen befohlen worben sei, auf dem Teil ber Linie bic Gefchwinbigkeit zu mäßigen. Nach bem Unfall seien bie Passagiere in ben nicht zertrümmerten Wagen zwei Stunden eingeschlossen geblieben. Die Verletzten, bie mit einer einzigen Ausnahme Deutsche waren, würben nach einem polnischen Krankenyause gebracht, statt nach Deutschland, wo bie Krankenpflegerinnen mit ihnen in ihrer eigenen Sprache hatten sprechen können. Der (Einbruch der Houghton- Rede in Paris. P a t i & . 6. Mai. (Sil.) Die Rede des Londoner amerikanischen Botschafters Houghton hat hier größte Mißstimmung hervorgerufen. Der größte Dell Der Presse übergeht sie mit Stillschweigen, nur „®d)o de Paris" stellt mit Bitterkeit fest, daß Die Botschafter Japans, Deutschlands, Portugals und Brasiliens Einladungen zu Deut Pilgrims-Bankett erhalten hätten, nicht aber Die Botschafter Frankreichs, Italiens, Polens und der Tschechoslowakei sowie anderer Verbündeter Frankreichs, die absichtlich von der Veranstaltung fern- gehalten worden seien. Das sei um so bedauerlicher, als der amerikanische Botschafter doch zum ersten Male das Wort ergriffen hätte und in diplomatischen Kreisen den Eindruck cineS eingefleischten Gcrmanophilen binterlaffen habe. Loucheur über die Sicherheitssrage. P a r i s , 6. Mai. (WTB. Funkspruch.) Der ehemalige französische Minister Loucheur sprach sich gestern in einer Rede in Brüssel für einen weitgehenden Zusammenschluß ber produktiven ßänber aus, so beispielswelle in ber Schwerindustrie zwischen Deutschland, Frankreich, England, Belgien und Luxenrburg. Loucheur ging alsdann zur Sicherheitsfragc über und erklärte, welches auch immer bic Befürchtungen seien, bic gewisse Ereignisse in Deutschlanb hätten auftommen lassen, so dürfe man sich doch nicht weniger gutwillig bas Sicherhcitsangebot Deutschlands zu prüfen. Jeder Sicherheitsvakt müsse obligatorisch auf ber Grunblage des Genfer Protokolls beruhen unb werbe als erste Bebingung ben bedingungslosen Eintritt Deutsch- lanbs in ben 23öltcrbunb enthalten. Frankreich unb Belgien wollten ihre politische unb wirtschaftliche Unabhängigkeit verstärken unb eine Garantie für ihre Sicherheit erlangen. Die französische Kümpfe in Marokko. Paris, 6. Mai. (Sil.) Die Kampfe an der marokkanischen Grenze dauern fort Die Offensive der französischen Truppen entwickelt sich günstig, Da Der Gegner zum größten Teil crus- weicht. Die französischen Erfolge beschränken sich vorläufig ran* auf eine teilweise Unter» werfung der Stämme, Die mit Abd el Krim Der- fcinDhmgen angeknüpft hatten. Die Fühlungnahme mit Dan Groß Der feindlichen Truppen ist bisher noch nicht aufgenommen. Laut einem offiziellen französischen Communiquo hat Abd e4 K r i m westlich Der französischen Zone, teilweise innerhalb der Reutralitätszone, 20 000 Mann zusammengezcgen. Es scheint, daß Abd el Crim sich im letzten Augenblick aus der entroll- tätszone zurückzieht. In Paris Der folgt man Die Lage in Marokko mit gespannter Aufmerksamkeit. Es herrscht der Eindruck vor, daß die Lage nicht in aller Offenheit bekanntgegeben wird. Wie es scheint, haben die französischen -Truppen ganz erhebliche Verluste erlitten. Sie Drei fliegenden Kolonnen haben ihren Vormarsch verlangsamen nrüsseri. Ser weitere Vormarsch wird erst ausgenommen werden können, wenn neue Reserven eingetroffen sind. Bei der großen Zahl von Verstärkungen, bie in aller Elle herangezogen werden, fragt man sich, ob die französische Reg'erung es bei einem bloßen Säuberungsplan bewenden lassen wird. Ministerpräsident Painlevc- hatte gestern trotz seines leidenden Zustandes mit Marichall Foch und anderen Militär-Sachverständigen über Die Lage im marokkanischen Kampfgebiet eure längere Unterredung. Marschall Foch sieht mit dem französischen ODcrfommanDietenDen in Marokko in ständiger Verbindung. Sämtliche Pariser Blätter haben Sonderberichterstatter nach Marokko entsandt. .Hebers In ft immenD wird gemeldet, daß die Truppen Abd el Krims vortrefflich und modern ausgerüstet sind. Sic Front dehnt sich über 100 Kilometer aus. Sic französischen Truppen befinden sich besonders deshalb in einer schwierigen Lage, weil mit einem Aufstand dec Stämme im Rücken gerechnet wird. Aus Seluait wird gemeldet. Daß Die französischen Truppen an der marokkanischen Front 25 000 Mann stark sind, über zahlreiche Batterien und 125 Flugzeuge verfugen. Wiederaufleben des bra Manischen Aufstandes. Buenos-Aires, 6. Mai. (SU.) Sie brasilianischen Aufständischen, die sich vor Den Rcgierungstruppen nach Paraguay zurückgezogen hatten, beginnen jetzt wieder ben Vormarsch und bedrohen den südlichen (Seil Des Staates Rialto Grosso. Die Regierung von Paraguay hat Verstärkungen gesandt. Denen es gelungen ist. Die Aufständischen zu stellen. Es kam zu einem heftigen Gefecht, in dem die Aufständischen heftige Verluste an Toten unb Verwundeten hatten. Wettervoraussage. Keine wesentliche Aenderung, noch Regelfälle. Die westliche Depression hat sich erneut Der- stärkt unb cifiiccfl sich mit Ausläufern nach Mitteleuropa. Die stärkere Trübung mit geringem Regen und Abkühlung Deranläffen. Aus Stabt und Land. Gießen, den 6. Mai 1925. Blütenzweige. Die Knospen, bic so lange im rauhen Nacy- winterwinb geschaukelt haben, sorglich gehütet von chützerden Hüllen, ftnb von bem Kuß der weich um angenben Sonne gesprungen. Frisches Grün brängic ich zart heraus, entfaltete sich rasch, jonbertc sich zu schneeigem Weiß als Hauchseine Blute, mit bem Grün eines Blättchen, das bescheiden zurücktritt vor bem silbrigen Schaum, ber bie dunklen Zweige bc- beckt. O bu schöner, blühender Kirschbaum! Die Leuie bleiben stehen, wenn sie oorüberschreiten-, cs ist an manchen Stellen, als ob sich der Sübcn geöffnet hätte, als wenn ein langer Traum erfüllt wäre. Das große Wunder des Blühens kommt in bie Straßen ber Stabt, wölbt sich über ben Steinen Der Bürgersteige, über bic kleinen ei fernen Gitter hinüber, reckt sich hinein in bie Luft, zwischen Häusi'r reihen. Mitten zwischen Steinen steht hier unb ba ein blühenber Baum! Wer kann sagen, wie ihm zu MutL ist', ich benke, jeber Mensch müßte mitblühen, wenn er jo etwas sieht. Blüte drängt sich an Blüte, kaum haben sie Platz: die drängen einander unb buhlen um bas Licht bes Frühlingstages-, sie atmen einen fußen, starken Duft aus, ohne zu erwarten, baß Die Menschen ihn gern einschlürfen: sic ftnb ganz mit sich selbst beschäftigt, ycmz mit ihrem Aufsprmgcn unb fröhlichen Blühen. Unb siehe, ba sind auch schon die Bienen da, die sich summend in die Zweige nesteln unb wie trun- ken auf- unb absuchen, ganz verloren in bem rastlosen Eifer bes Saugens. Wenn ber Wind kommt, schwenkt er Zweig unb Biene zugleich. So ist bie Natur: sie läßt sich alle auslebcn, bic Blüte in ber Sonne, bie Biene in ber Blüte, ben Frühling in beiben. Unb uns in allem. Wir stehen im Schauen versunken, werben nicht satt unb haben etwas im Herzen, das man nicht ausfprechen kann. Die blühenben Zweige hängen so tief, baß man sie mit ben Händen berühren unb streicheln kann. Werben sie morgen ober übermorgen noch hängen, ober finb sie von unnützen Hän den bann abgerissen? Blühe, liebes Bäumchen, so kurz ist Dein Btü tentraum: Du bist bas Stück Frühling in der Stabi. Schulfeiern in Preußen. Wie der ..Amlliche Preußische Pressedienst" mitteilt, hat der preußische Kultusminister an- geordnet, daß aus Anlaß der Amtsübernahme des Herrn Reichspräsidenten am 12. Mal der Unterricht in sämtlichen Schulen ausfällt und dafür Schulfeiern zu veranstalten sind, bei Denen die Schüler in geeigneter Welse auf die Bedeutung des Tages hinzuweisen sind. Man Darf wohl an nehmen. Daß eine gleich Anordnung auch vom Landesamt für Das Blldungswefen für die hessischen Schulen ergehen wird. Bis zur Stunde ist davon noch nichts bekannt geworden. Vornoiizcn. — TageskalenDer für Mittwoch Gesellschaft von Freunden und Förderern Dc, Universität Gießen: 8 Uhr großer Hörsaal Vortrag. — Kaufmännischer Verein: 9 Uhr Vereins- Haus Hauptversammlung. — Ueder die Kreuzfahrt Des Hilfskreuzers „Wolf" wird Kapitän Schm eh am Freitag hier einen Vortrag halten. Räheret siehe Anzeigenteil. ** Heute keine Stadtverordneten S i tz n n g. Die auf heute nachmittag einberufenc Stadtverördnetensitzung ist abgesagt worben. Dafür ftnbet eine Sitzung bes Stahtparlaments am Mitt wvch nächster Woche statt. Störung in der elektrische! Stromlieferung. Von der Direktion der städtischen Elektrizitätswerkes wird uns geschrie den: Am Samstag wurde Die Stromlicferun^ im Stadtneh sieben Minuten unterbrochen. Rach dem eine Reihe von Beschwerden, namentlid von Aerzten und Kliniken vorgebracht toorDei ist, ist es im Interesse der Einwohnerschaft zwecks mäßig, die Oeffentlichkelt über den Grund Dci Störung zu unterrichten. Der Strombedarf in Stadtgebiet wird durch Eigenerzeugung uni Fremdbezug gedeckt. Am obengenannten Sage nachmittags 2.25 Uhr, wurde der Strombezui 15 Minuten unterbrochen. Die Jnbctriebnabm- der eigenen Maschinen erfordert sieben Minulci Zeit. Da wichtige Abnehmer, wie Kliniken, Aerzl- usw., recht häufig von den Störungen belästigt worden sind - namentlich bei Opera tloncn standen Menschenleben auf Dem Spiel - sollen zur Sicherheit Alkumulatorenbattcrici'. auf gestellt toerDen, Die so groß bemessen finb, Daf sie eine bestimmte Zell Den gesamten Stadt konsum liefern können. Durch die Akkumulatoren Datierten, welche mit Den übrigen Waschiner parallel arbeiten, findet bei Störungsfällen h den Zubrtngeranlagcn oder eigenen Maschinen anlagen eine Strornunterbrcchuna nicht statt. Di- Mittel für Die Batterien find bereits bewilligt die Anlasser sind zur Zeit in Montage begriffen *• D i e Wohnwagen an der Lahn Aus Darmstadt wird uns berichtet: Der Ver toa lt ung sge richt sh of hatte sich in seine, letzten Sitzmig mit einer Klage des Schaustelleri Lorenz Kratzner in Gießen gegen einei Pollzelbefehl des Kreisdlrcktors von Gießen zi öeschäftigen. Rach diesem Polizeibcsehl wurde bii Räumung eines bisher an Schausteller zum Auf- steilen von Wohnwagen vormieteten Platzes ai Der Lahn bis 20. August verlangt. Eine voi Krätzner angestrengte Klage gegen diesen Polizei- befehl wurde vom Provinzialausschuß für Ober Hessen kostenfällig abgewiesen. Der Verwaltungs^ gcrichtshof verwarf die Berufung Krätzners gegci Die Entscheidung Des Provinzlalausschusses. De, Wert des Streitgegenstandes wurde auf 250 Mk festgesetzt. — Hiernach dürften die Wohnwage, nun wohl vom Lahnufer entfernt werden. »» Personalien. Ernannt wurden Der Kanzleiasfistent bei dem Amtsgericht Ulrichstem Johannes Eifert zum Oberassistenten, bei Kanzlist bei dem Amtsanwalt in Fricbberg Wil beim Karl Schäfer zum Kanzleiassistenten: bei Lehrer Jakob Lameli zu Ober-Ohmen, Krei- Alsfeld, zum Lehrer an d r evangelischen Volks- jchule zu Wimpfen. Kreis Heppenheim. — In Den Ruhestand verfehl wurden dir im cl.istwelli- gen Ruhesta d befindlichen Lehrer Karl Berg- auer -u Glauberg. Kreis Büdi.igen, Adam Fischer zu Frau--Rvmbach. Kreis Lauterbach, Heinrich Jung zu Griedel, Kreis Friedberg, Friedrich K n r z zu Altenburg. Kreis Alsfeld. * Die ‘Bereinigung her Vater- lLnbifchen Verbände Oberhessens totbett ihre Mitglieder im heutigen Tl^dgcnted auf sich für den Fackelzug zu Ehren deS Reichs- Präsidenten von Hindenburg an-umelden. /Siebe Änzetae.) L_.. spd. Patz milnehmen bei Leisen in das be setzte Gebiet. Am Sonntag haben die französischen Grenzposten an verschiedenen Orten ders besetzten Gebiete c t n e ü b e r a u 5 ft r e n g e Paßkontro11c bcim llebertrlt ins be - f e 6 t e Gebiet vorgenommen. Besonders scharf wurden die Auoflüglerzüge oorgenommcn. Aber auch mitten im besetzten Gebiet mutzten die Züge längere Zeit hallen, damit französische Gendarmen eine gründliche Kontrolle vornehmen konnten. Besonders eingehend untersuchte man an anderen Orlen die Krastsahrzeuac. Wiederum mutzten zahlreiche Per- jonen. die ohne Patz waren, ihren Leichtsinn durch j'r.hl'mn einer Ltrafsumme hart büßen BDD Welche Fahrpreise erhrbt di - Reichsbahn ab 1. Mai? Wie bereit« m; r, .teilt sind die Fahrpreise auf d:r Stsen- l ihn vom 1 Mai ab um 10 Prozent erhöht. Di . Erhöhung ctflrcdl sich auch auf die 3nt- fa i.npreilc (Monat«-. Schülermonat«'. Seil- m na S-. Arb iterwochenka^ten und Kurzarbeit:r- tr nfarten) 3m Berliner und Hamburger Cat- und Borort verkehr tritt eine Erhöhung d r Fainvreile nicht ein Die Schn : llzua - zuschlÜge bleiben ebenso wie die G e p ä ck - fr acht unv: rändert. Die Expreßgutfrachten er» fahren infolge anderweitiger Abrundung geringe A d rangen. Die Einheitssätze für GescUfchastS- sonderzügc betragen künftig in der ersten Klasse 7.2 r. Stockhausen zu 50 Mark Gelb strafe 3n dem Urteil wird festgcftellt. daß Lehrer 3 o st die ihm untergeschobenen Säuberungen nicht getan hat. und bah der W a b r- heitöbctoci« D r. St ockhausen« miß Lungen fei. Wie bll! g sich die Torte stellt, kann jede Haust au selbst sehr leicht berechnen. Zubereitung; 3 Eigelb werden mit dem Zucker, vier Eßlöffel Wasser, dein Abgegebenen und dein Saft der Zitrone schaumig gcrül.r: Nach und nach gibt ihan des mit dem Backln gemischte Mehl und Oustln hlnxu, verrührt alles glatt und zieht zuletzt den steif geschlafenen Schnee unter den Teig, gibt ihn in eine gefettete Torrn und blickt bei gelinder Hltee. Creme: Von . I Milch, 150 g Zucker, 1 Ptckchen Vanille-Puddingpulver kocht man nach angegebener Vorschrift einen Pudding, den man bis rum Erkalten rührt. Danach schlügt man !75 g Butter and 30 g Palmin schaumig und rührt löffelweise die Creme darunter. Den u erkalteten Tortenboden schneidet nun in 3 Scheiben, bestreicht jedes Teil mit der Creme und setzt sie aufeinander. Die Oberfläche und die Seiten bestreicht man ebenfalls mit der Creme und garniert cbe Oberfllcbe mit dem Spritzbeutcl. Die Torte bestreut man milden geriebenen Mandeln, die vorher in etwas Zucker und Butter braon geröstet sind. Verlangen Sie vollständige Rezeptbücher kostenlos In den Geschäften oder, wenn vergriffen, umsonst n. portofrei von Aus dem Sonntag wird ein Pesttag, wenn Sie etwas Schönes backen. I Nach Dr. Oetker s sorgfllllg approbierten Rereptcn ! ist selbst das Backen der schönsten Torte kinderleicht. I Bitte versuchen Sic: Buttereremetorte, hochlein Zutaten > Telgt 100g Weizenmehl, 100 g Dr. Oetker'sOustlu, 200 g Zucker, 3 Eier, 4 ES löffel Wasser, i,P. Dr.Oetker'sBackln. das Abgeriebene einer Zitrone und 1 Eßlöffel Saft. Creme Liter Mildi, 1 PÄckchrn Dr. Oetker'» Vanille-Puddingpulver, 150 g Zucker, 175 g Butter, 30 g Palmin, 25 g geriebene Mandeln Dr.A. Oetker, Bielefeld. ___________________1191BU V Wir bitten, beim Einkauf von je 1 Pfund „Bianband-Mar gar ine'1 das farbig illustrierte Familienblatt „Die Blaaband-Woche" kostenlos zu verlangen. Preis 50 Pf. das Halbpfund in der bekannten Packung. ^ekaunsusJerKuJ&e ist es, gut und billig zu kochen. Beides erreicht man durch die Verwendungvon „Blauband- /<7 M ar gar ine“. / ■-W* • •<> «muh HtmtmmmH Neisevertreter für aUeinnesüHrie Firma für Gummi- abiäve und Sobleu sofort gesucht. Herren auS der Branche, welche Lchub- macl er besuchen, allerbeste Erfolge nach- weilen können, wollen sich bewerben. Hermann Oergel G m. b H. Hannover, Schliehfach 295. 4661D Backsteine (Feldbrand) laufend abzugeben, können auch frei Baustelle geliefert werden. nimMIII. Heuchelheim. L6/QD telMöstnuöe: Bußland Beg. morgen Donnerstag, abds.8 Uhr. Kursgebühr 6 Mk. Für Hörer u. Mitglieder d. Vereins 3 llllK. 4645c Vertehrrverein Mittwoch, den 6. Mai, abends 8 Uhr, findet in dem großen Hörsaale der UnU ! versität ein Dortrag des herrnpros.vr.hollatz, Darmstadt über MW W MW und Donnerstag, den 7. Mai, abends 8 Llhr, in der Heuen Aula ein Dortrag des Herrn Direttor Gretza. Frankfurt über 8ik8eil!i!5LllstocrkehrshllscL mit Lichtbildern statt. Zu beiden Dor- trägcn laden wir unsere Mitglieder mit Damen ein. 4651D Eintritt frei! ___Der Vorstand. Deutscher Bund fät AlsiWemMMe Wehuni in 9au6 unö 5®uie, SNsgWve MW Touucrstag, b. 7. Mai, abends s llbr, im Jobannesiaat Familienabend mit musikalischen Darbietungen. Getangbllcher mitbringen. 0 >S<76 ____Der Vorstand. Älle Kameraden des »hem. Landit.-Jui.-Btls. Friedberg XVlil/10 werden zur diesjährigen Zuiammcnkuns.' auf Sonntan, den ln. Mai 102«"», hi Nidda tm Saale des .Gambrian - herrlichii cinn?lnben. Beginn »'/, Uhr uornt. Bei günstiger Witterung nachm. Nackfeier in Bad-Salzkianien. b» Samstag, den 9. Mai, abends 8 ilbr in der .Germania" in Beuern ndet l Freiwil. Versteigerung der Hofreitc Dorngaffe 33 unter günstig- sten Kausbedingungcn statt. iKann sofort bezogen werden). j03996 > ■ ! L Heule abend 81/. 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Immerhin liest die Arbeit seiner Vorgänger- eine wesentliche Aenderung der Taktik nicht zu. da teyten Endes jede Orientpolitik imperialistischen Einschlages wirtschaftliche Ziele verfolgt. Bekannt ist die Einräumung von Vorzugszöllen für die japanische Einfuhr in Indo - E I) i n a. was auf englischer Seite als Demonstration zur Unterstreichung der englisch- japanischen Gegensätze ausgefastt werden mustte. In gleicher Lage befindet sich daS französische Interesse in Ländern, die vornehmlich von Iflam- qläubigen bevölkert find. DaS Vachgeben deS Foreigu Office gegenüber Frankreich in Angelegenheiten der wc st europäischen Politik 7ästt sich saft ledeSmal mit groster Genauigkeit an den Vorgängen tm Orient nachprüfen Denn beide England wie Frankreich, erkennen die weittragende Bedeutung der Gegnerschaft des Islam in allen von ihnen regierten islamischen Gebieten Aus diesem Grunde die Dafsenliese- runflen an Aufständische und die AuSn'itning der Feindseligkeiten zwischen den einzelnen Scheichs Au« die "Dichtigkeit seiner Herrschaft in den islamischen Gebieten ist Frankreich zuletzt wieder m Verbindung mit der Frage seiner Vertretung beim Vatikan aufmerksam geworden Seit jenen Tagen auch datieren die Vkeldungen auS islamischen Kreisen über eine verstärkte Propagandatätigkeit der Franzosen unter den Islarn- völlern. Das sranzösifche Kabinett bat für diese Zwecke größere Mittel bereitgestellt und Ablösungen von diploutatischen Vertretern vorgenommen, deren Tätigkeit zwangsläufig in Miß- kredit geraten muhte Aus solchen Gründen ist ähnlich wie Sir Herbert Samuel aus Palästina General D eh- gand aus Syrien zurückgerufen worden, obwohl Meygand nennenswert an der Entwicklung der gröhten französischen Hossnung in Syrien, der Votlmwollpflanzungen. mH gearbeitet bat. Die Proteste der Araber gegen die englische Politik in Palästina sind ja ebensalls der Grwid zur Abberufung Samuels gewesen und als vor einigen Wochen D a l f o u r die jüdische Universität in Jerusalem entweihte, konnte er sich vor der Empörung der i'rslamgläubigen nur durch die Flucht retten Diesen Verständigung« versuchen Englands und Frankreichs gehen regelmästig vlutigc Kämpse voraus. Gesetzwidrigkeiten, die selbst vor lerritoriafer llergewaltigimg nicht zurückfchrecken Der K u r d e n a u f st a n d scheint den fraii- zosischcn Bemühungen um die türkische Freundschaft auf englische Veranlassmig aber einen Strich durch bi< Rechnung gemacht zu haben. Wan tvird sich erinnern, wie klanglos Bouillon aus Angora nach Paris zurückgcfehrt ist und wie klanglos die sranzöslsch-iürlischcn Freundschasts- pläne in den Pariser Schreibtischkästen ver- fchwunden sind Sollte England hier einmal wieder den Franzosen die Tür vor der Aase zugeschlagen haben? Oder sollte cs mit der Zeit doch zu einem Einvernehmen kommen ähnlich wie über Ma- rokl o zu Anfang dieses Iahrhunderts? Damals erhielt Frankreich die Dorherischaft in Marokko gegen seine Lossagung von ägyptischen Plänen. Vis heute aber zieht sich das Marotto-Problem wie der bekannte rote Faden durch die Geschichte, Frankreich hat seine Ansprüche aut Spanisch- Vtarotto. das ihm vorenthalten geblieben ist. noch nicht aufgegeben. Dos über die Ursachen des französisch-marokkanischen Konfliktes jetzt wieder gesagt werden mag. das Endziel der Pariser Politik bleibt die Ausnutzung der spanischen Schwäche in Marokko zu egoistischen Zwecken. Selbst da» bolschewistische Gespenst muh in der französischen Presse herhalten, um die Kämpfe des französischen Generalresidenten L Y a u t e y mit den Rifleuten zu beschönigen. Demgegenüber darf es wohl als ein bloster Zufall bezeichnet werden, dost der Vizepräsident des spanischen Direkt oL'iums Marguis d'Estella in Madrid erklärt hat Marokko könne weder jetzt noch in Zukunft eine wirtschaftliche Entschädigung für die spanischen Opfer bieten. Es sei "Dabnlinn, dos eigene Leben und das Leben der Kinder noch länger für Marokko zu Vergeudern Er sage das im vollen Vewusttfein feiner Verantwortlichkeit als Führer der Regierung. In Verbindung mit Aeusterungen Primo de Riveras ist hieraus wohl der Versuch der fpanitchen Regierung zu schlußfolgern. die Oessentlichleit für die Ausgabe de» Marotto- Feldzuges vorzubereiten Es sollen nur die notwendigsten und am ouvsichtsvollsten zu verteidigenden Grenzen geholten werden. Diese Absicht ist von Frankreich ficher vorausgeseheii worden. Um aber nicht vom erflen Tage an mit Spanien. England und Italien in offenen Konflikt zu geraten, muffen Lügenmeldungen über Uebcrgriffc der Rifleute Her- Halten Die Dasfentreuzung mit den Riflobylcn und die nur dem Scheine nach t>erffänbigiutg»bereite Propaganda unter den Iflomglöubigen sind neue Merkmale bei französischen Hegemoniepolitik in den IslUmländern Sudetendeutschland. Von Bruno Voigt Ausland- und Grenzlanddeutfchtum in JUitl Fast täglich können wir solche Hilferufe unserer Aiu8land- und Grenzlanddeutschen in den Zeitungen aller Parteirichtungen lesen. Wenn auch wir Bewohner des westlichen Deilcs des Deutschen Reiches unseren Blick mehr noch der West- mart Wersen, so dürfen wir doch nicht vergessen, dast ebenfalls im Osten und Südosten Grenzland- deutfche um die Erhaltung ihres Deutschtums und ihrer Kultur lämpfen, besonders unsere Sudetendeul schon in dem tschechoslowakischen Staate, dessen einziges Ziel darauf gerichtet ist. in seinen Ländern das Deutschtum vollständig auszurotlen. Es fei gestattet, einen kurzen Ge- schichtsabrist von unseren Sudetendeutschen zu geben und dabei zu zeigen, wie niDeutsches Land tmn fremden Horden vergewaltigt wird. Da» ganze Gebiet des tschechosloloakischen Staates ist alter deutscher Boden. Bevor die Slatven einwanderten, waren die Sudetenländer über 500 Iahre vollkommen deutsch. Hier wohnten deutsche Stämme, und überall erklang die altdeutsche Sprache. Auch der Aame ./Böhmen" ist deutschen Hrfprung» Er lautete einst ^Bal- haim" (Heimat der Vojer). Ebenfalls deutschen Ursprungs sind die Flamen „Mähren" und „Schlesien". In allen diesen Ländern sasten zuerst Deutsche, in Böhmen die Markomannen und in Mahren die deutschen Quaden, die später March- toaren genannt wurden. Aus dieser Zeit tragen noch heute viele Berge. Täler und Flüsse deutsche Rainen. Erst nachdem Böhmen und Mähren über 500 Iahre rein deutsch gewesen waren, wanderten die slawischen Völler im 6. Jahrhundert n. Ehr. Geburt ein. Ein selbständiges Staatsgebilde befaßen die böhmischen Slawen nie, sondern seit Karl dem Großen gehören sie zum Deutschen Reiche. 'Deshalb wurde die König«- würde nicht von den Tschechen geschasfeu. sondern den dortigen Königen vom deutschen Kaiser verliehen. die damit Reichs und Kurfürsten des 5d)ad)s(Edtc. Bearbeitet von 'D. O r b a ch. Problem Nr. IO. Don R Mannheimer in Düdelsheim. Schwarz: a b c d c f g li 8 7 6 5 4 3 2 1 a b c d li Weist: Watt in zwei Zügen. Dertz. 5 Steine. Kb5, Dg3, TU, Stä, Bch Schwa rz 5 Steine. Ke5, Te6, Bd5, Be7, Bgt> 8 o 5 4 3 2 Partie Nr. .3. Dcunengambit Die nachfolgende sehr interessante Partie wurde in der vierten Runde des internationalen Meisterturniers zu Baden-Baden am 20. April 1925 gespielt Deist. Ratnnowitfch iSowictrußlond) Schwarz Bogoljubow (Ukraine) 1. d2 - d I 2. c2-cl 3. Sgl -13 4. Sol -c3 5. Lcl-g5 d. c2-e3 7. Tal -cl 1. Sg8-f6 2. e7 —eh r. d7 —dki 4. a7-ab 5. Lf8 - e7 6. 0-0 7. Sb8-d7 8. cl -c5! Dieser Zug, der sonst im Damengambit schlecht ist, wegen späterer Aufrollung durch e5, ist hier wohl anwendbar, da .i7-a6 gefchehen ist 8..... 8. c7 —c6 9. b2 - bl 9. Sf6-h5? Sin Etpertment von fraglicher Güte 10. Lg5xe7 10 DdSxc/ 11 Lfl-e2 11 Sh5-f6 12. 0-0 12. e6-e5 13. a2-a1 Deist stört sich um dos Zentrum nicht. 13..... 13. Sf6-e5 14. d4Xe5 14. Sd7xch 15. Ddl -d4! 15. Se5Xß4 16. Le2xf3 16. Se4-g5 17. Kgl-hl 17. Sg5-eb 18. Dd4-e5 18. f7 —f6 19. De5 - g3. Die Spielführung des Deisten verdient olles Lob. 19..... 20. b4-b5 21. Sc3-e2 22. Se2—c3 19. ah —ab 20. Tf8-d8 21. cöxbb 22. De7xc5 23. Sc3Xd5 23. Dcb-d6? Etwas bester wäre DfS 24. Dg3xd0 24. TdSxdb 25. Sd5-e7+ 25. Kg6-ft 26. Se7xc8 26. Td6-d2 27. a4xb5 27. a5-a4 28. Sc8 - bö 26. TaS-dS 29. Sböxa' Schwarz gibt auf Eine von Rabinowitfch hervorragend geführte Partie. Deist 1 Stunde 50 Minuten Schwarz: 1 Stunde 40 Minuten Lösung des Problems Ar. 9 1. Tel e5, KdöXeS 2. c4 — c5, Ke5-d5 3. H7 - 15 matt oder 1 Tel — c5, c6-c5 2. Kd3 —c4 Kd6 - cb 3. Te5xe6 malt AuS der -Lchachwclt. Das fkme Meisteriurnier zu Wiesbaden, an dem lich solgende vier Spieler beteiligten (Euwe. Sämisch. Shories, Spielmann) ist beendet. Erst.. Preisträger wurde Euwe, zweiter Shories, dritter Sämisch. vierter Spielmann. Ieder Spieler erhielt 400 Mt. Entschädigung und tägsich 20 Ml Spiekhonorar Die Narrenkappe. Splitter unb Sparren vom Redaktton-ttsch AuS der Redaktlonskvaserenz. Durch einen Mittelsmann hat eine fürstliche Persönlichkeit seine ,Vlemoir.'n" anlncten lassen Da die Sache etwas bcltel ist. d.nn man fürchtet „Längen . die den Leser ermüden würden, kommt sie vor die Konferenz 'Beschlust Wir sind ent- zückt von dem Vorschlag, behalten imS jedoch vor. nur einzelne, besonders interessante Abschnitte zum Albdruck zu bringen Rächste "RedaktionSkonf erenz Der Mittels mann behauptet, einen derartigen Vorschlag, der daraus hinausgeht, die "Rosinen au« dein Kuchen zu picken, Sr. Durchlaucht gar nicht erst unterbreiten zu können Das nun tun? Das Enfant tcrriblc der Redaltionskonfereu zen: „Bleine Damen und HerrenI Ich fchlage vor, dast wir un« zu Ehren Si Durchlaud)t von den Plätzen erheben und damit die Sach.' begraben!" E« ist Frühlmq . Es ist Frühling - verftcherl meine Frau und liebäugelt mit einem Pelzmantel. Es ist Frühling - sagt der "Redakteur und läßt zwei neue Papierkörbc auf st eilen Es ist Frühling jauchz! die Rächtigall un "Fliederbufch, da verstummen selbst die Grammophone! Es ist Frühling sreul |id) ganz Italien, denn nun kommen die Deutschen! Grund zum Bleiben „Du bist doch heute so furchtba, lange in der i' Urgesellschaft bei 5tau Schulze geblieben!" „Ja, ich konnte nicht Weggehen. Wenn man nämlich hört, was sie alles von der Ingen, die gerade weggegaugcii ist, bann traue ich mich einfach nicht, wegzugehen'' Gnler Rot. :,Wns würden Sie tun, rnciui eie |o wie ict, Mlaoicr fpicten könnten?" fragte sie triumphierend. „Ich würde llnterricht nehmen," antwortete er Deutschen Reiches waren Auch Mähren und Schlesien waren Lehensstaalen des Deutschen Reiches. Die Sudetenländer waren gegen Ende des 18. Iahrhunderts so deutsch, dast ein damaliger Geschichtsschreiber den Untergang der tschechischen Sprache voroussagte. Wir sehen also, dast die Sudetenländer die ersten fünf Iohr- Hunderte rein deutsch waren und säst 1000 Iahre zum Deutschen Reiche gehört haben Deshalb sordenn wir das Recht der Selbstverwallung. Das gesamte sudetendeutsche Gebiet ist fast so groh wie das Königreich "Belgien, und die Zahl der deutschen Vevöllerung in der tschechischen Republik ist etwa so grost wie die Gcsamtefn- wohnerzahl der Schweiz. 3JA Millionen ScutfdK schmachten dort unter Fremdherrschaft, eine Tatsache. die wir nicht vergessen dürfen. 'Besonder« in dem sog. Dentschböhineii galt nie eine andere als die deutsche Amtssprache Alle Kultur in den Sudetenländern ist beulfdjcii älrsprungs. Al« Der gegenwärtige Stand der Photographie in natürlichen Warben. Am 30. April hielt Herr Professor Dr John Eggert aus Berlin in einer gemeinsamen Sitzung der Oberhessischen (9efcüfd)afl für Natur- unb Heilkunde und des Vereins Deutscher Chemiker einen durch zahlreiche Lichtbilder erläuterten Vortrag über den gegenwärtigen Stand der Photographie in natürlichen Farben. So hervorragendes wissenschaftliches Interesse das Verfahren von L i p p m a n n Hot, bei dem man in der photographischen Schicht sogenonntc stehende Welten von bestimmter Wellenlänge (z. D. Gelb des Natriunüichtes) erzeugt, jo daß nach der Entwicklung die betroffene Stelle bei Auf- treffen weihen Lichtes daraus nur diese bestimmte Farbe zu reftekticren vermag, jo sehr versagt es bei der Anwendung auf natürliche Objekte, wenn es sich nicht uni Licht von einer bestimmten Wellenlänge, sondern um hier so gut wie aus- schsiestlich oorFominenbc Mischfarben handelt. Für die Wiedergabe von Mischfarben kommen nun hauptsächlich zwei Verfahren in Betracht, bereu Eigenart cs ist, umgekehrt einfachen, reinen Spektralsarbcn gegenüber in hohem Mähe zu veriagen. Dieser Uniftanb ist inbessen für ihre praktische Bewährung ohne Bebeutiina. Ilm bie in theoretischer, physikalischer Hinsicht einander entgegengesetzten Verfahren des Dreifarbendruckes und der Photographie mit Farbraftern ihrem Wejen nach zu schildern, gab der Vortragende einen kurzen Ucbcrblicf über die Eigentümlichkeit sowohl der „subtraktiven" als auch der additiven" Farbenmischung, wobei die Eindrücke aus das menschliche Auge besonders gewürdigt wurden. Im ersten Falle handelt es sich bekaniitlich um eine Mischung von Farbstoffen (Pigmenten), wie sie z. B. auch der Maler auf seiner Palette aus- führt. Indem jeder Farbstoff, der in der Farben Mischung anwesend ist, aus dem auffallenden ober burd)faüenbcn weihen Lichte alle Anteile bis auf ben burd) feine Eigenfarbe gegebenen verschluckt, werben aus bem Spektrum einer wcißftrahlcndcu Lichtquelle alte burd, jene uortommenben Eigen- färben bestimmten Gebiete getilgt, fo bah nur ein Rest zur Wirkung auf bas Auge gelangt, ber ben subjektiven Eindruck einer bestimmten Mischfarbe Hervorruft; jo ergibt Lid)t aus dem roten unb violetten Teil bes Spektrums — nach Austilgung ber in ber Mitte gelegenen grünen Töne — im Auge ben Einbruck ber — je nach bem Mischungsverhältnis verschieben — Purpurfarben (Rosa-Töne). Geht man von den — bereits Mischfarben dar- stellenden — Töne Gelb, Purpur, Grünblau aps, so geben sie bei teilweiser gegenseitiger Ucbcr- berfung, wie Versuche zeigen, die fubjektivcn Mischfarben Grun.Rot und Blau, bei völliger gegenseitiger Ucberdeckung Schwarz. Von biefem Verhalten der Pigmente macht man Gebrauch bei bem Drei- farbenbrurfc, inbem man mit ihnen naiheinonbcr an passenbem Verhältnis ein und dieselbe Zcich nung bedruckt, wobei zur Vertiefung ber bunften Töne als vierte Farbe sich noch Schwarz hinzugc- sellt. Ganz anders verläuft bie abbitive Serben« miidjung; hierbei hanbell es fid) nicht um eine Mischung von Farben (Farbstoffen), sonbern von farbigen Lichtern. Wirb Licht aus alle n^Icb len bes Spektrums gleichzeitig auf biefelbc Stelle eines Projektionsschirmes geworfen, fo entsteht be- kanntlich ber Einbruck Weiß. Bunte Farben erhält man, wenn man nur einen mehr ober minder großen Teil bes epettrums — in biefer Weife also abbitio — mischt. Geht man nunmehr aus von ben Grunbfarben Rot, Grün unb Blau fo gelingt es, burd) Vereinst gung von Licht, bas bürd) geeignete Farbstoff- Filler aus bem weißen Lichte in diese je einen weiteren Spektralbereid; umfassenden Grundsarben zerlegt worden ist, nach Maßgabe des Misdiungs- Verhältnisses zu ben verschiebensten Farbtönen zu gelangen. Don biefer Möglichkeit macht bas Verfahren von M i e t h e zur Projektion von Bildern in natürlichen Farben Gebrauch. 2lud) für Zwecke ber Kinomatographie ist jüngst aus biefer Wrunblagc ein allcrbing-j außerorbenllich komplizierter Appa- rat nad) ben Angaben von Sccponid gebaut worben, ber burd) Kombination von photographischen Schivarz-Weiß.Aufnc.hine unter Borjchal Hing von Lichtfilleni mit späterer Projektion biefer Aufnahmen auf ein unb biefelbc Stelle ber Bilb- toaiib — lüiebcr unter Bcrivenbiing berfclhcn Licht- filier — in sinnvollster Weife bie Wiebcrgabe farbiger, bewegter Bilbcr auf ber Leinewcmb ermöglicht. Der 'Jicbncr stellte sich aber weniger bie Aufgabe, über technische Einzelheiten unb Kunstgriffe zu berichten, fonbern verfolgte bos Ziel, die wc- fentlichen Orunblagen, auf denen bas Zustandekommen ber farbigen 'Bilbcr unb der Grab ihrer Naturtreue beruht, unter kritischen Gesichtspunkten zu tuürbigcii. So führt er z. B. mittels eines sehr einfachen Systemes von Zylinberlinsen (aus Riefen glas) abbitive Farbenmischungen vor, indem er anfangs getrennt auf bic Bildwanb fallende Licht- strahlen damit zu neuen Mischfarben vereinigte. Zahlreiche Aufnahmen von Absorptionsspektren der ueriocnbeteii Farbstosse im Bergleid) mit ber ba« neben bargestellten spektralen Zusamnienjctzuna ber von farbigen Objekten (z. B. einer gelben Postkutsche) reflektierten Strahlung biefen erkennen, wie weit man theoretifch — unb unter Berücksichtigung ber befonberen Eigenschaften unb Täufchungsmög- lichkcitcn unseres Auges noch weiter praktisch — unter Anwendung der additiven Farbenmischung bei ber Wiebcrgabe natürlicher Farben gelangt imb Photographie reiner, einsachcr Spektralfarben, bic in der Natur aUcrbmgs kaum vorkommen, führen kann. Nach einer Besprechung ber sogenannten Far- bcnplatten, wie sie erstmalig von ben Gedrübern LumiLre in Paris in ben Handel gebracht wur- ben, unb bic jetzt auch ui Deutjchlanb von ber Akticngejellschajl jur Anilinjabrikation nach einem grunbföjüid) ähnlichen Verfahren hcrgesteUl wer- ben. jiihrte ber Vortragcnbc mikrophotographischc 'Aufnahmen ber aus einer Schicht rot, grün unb blau gefärbter unb innigft vermischter Gerbsäure- körnchen, einer Lackschicht unb barauf gegossener Broinsilbercmulsion bcstchenbcn ,2Iutochioinplattcn" vor, um baran ihre Wirkungsweise zu erläutern. Der photographische Entwicklungsprozeß, ber von bem Üblichen wesentlich abrocichl, siihrt, kurz «,csagt, bazii, baß an ben z. B. von rotem Lichte gc- troffenen Stellen ber Platte bic Silberjchicht hinter ben roten Körnern aufgelöst wirb, so baß bei ber Betrachtiing ber Platte im tmrdjfallenben Lichte borl burd) bas Siltcrtörndjen rot gefärbtes Licht sichtbar wirb, wahrend umgekehrt hinter den grünen i'nd blauen Körnchen an jener für bic Wiedergabe Silberabschcibungen für 'Abbtendung des Lichtes sorgen, jo baß eben nur rotes Licht allein von ba aus ins Auge gelangt. Stellen, bic einen weißen Gegenstanb wiebergeven, erhallen bementsprechenb bei ber Entwicklung „offene Fensterchen" sowohl hinter ben roten als auch blauen unb grünen, ini- froffopi|d) kleinen Körnchen, fo baß im 'Auge burd) Zusamnicnwirkcn der drei phystologischeii Grundfarben der Eindnrck des weißen Vid)fcs cni- stehl. Juni ^djluiic führte ber Vortragcnbc eine große 'Anzahl farbiger 'Ausnahmen im Lichtbilbc uor, bie sowohl aus ben verschiebensten Gebieten ber wissenschaftlichen wie auch ber Liebhaberphoto- graphic stammten unb erkennen ließen, in welchem Maße es gelingt, ben natürlichen Einbruck ber z. T. mittels Momentaufnahmen sejlgchattencn Gegenstände und Vorgänge burd) bic Betrachtung ber farbigen Photographien bem Beschauer (ebenbig zu übermitteln. L. 2D. doch-doch Sie können eS glauben, es gibt nur einen Weg unb ben müssen Sie gehen. Die Gesundung unb Erhaltung Ihres tzaares wird bebingt burd) einen gut burd)bluteten S^aarboben, frei von Schinnen unb Schuppen, frei von Unreinheiten. Pflegen Sie §)aarboben unb Haar täglich mit bem in feiner Zusammensetzung richtig abgestimmten, nervenstärkenben, anregenben, guten ^räuterhaarwasser Iavol. Der Erfolg bleibt nicht aus. s)eder einzelne Satz der vielen, uns täglich freiwillig zugehenben Anerkennungen, spricht mehr als ganze Bänbe. «Bin von ber verblüffenben Wirkung Ihres Iavols geradezu erstaunt" — „Als langjährige Iavolkunbin erlaube ich mir, Ihnen meinen Dank für Ihr vorzügliches Kopswasscr auszusprechen Bin heute im Besitz eines reichen, eineinhalb Meter langen Haares, welches allgemein Bewunderung erregt.“ — Iavol mit Fett, Iavol ohne Fett, Fl. 1,75, 7i Fl- 2,50. Doppel-Fl. 4,—, Iavol-Golb (besonders wohkduftenb) 2,— unb 4,—. In allen Fachgeschäften erhältlich Erterikultur G m b. tz . Oftfeebab Kolberg. Universitäts-Restaurant Plockstraßc 5 Inh.; F. C. Günther Fernsprecher 198 Saal und Räume für private und gesellschaftliche Veranstaltungen Mittag- u. Abendessen Fürstenberg-Bräu Gut gepflegte Weine 000 Universitäts-Cafe 000 mit eigener erstklassiger Konditorei Lieferung vonTorten und Gebäck außerdem Hause «Beispiel Wilf td) Anfuhren, dgtz das tschechische Wohnhaus gaixi dieselben tireinheften auftpeift wie das oberdeutsche. Deutsche führten bas Christentum im 9. Jahrhundert in Böhmen ein. Die schönsten Baudenkmäler sind von Deutschen erbaut. Ich brauche nur aus die Karls brücke, Teyn- zirche und andere Bauten hinzuweisen. Das Schulwesen ist nach deutschen Borbild gestaltet, lieber» all stand das wissenschaftliche Leben vorwiegend unter deutschem Einfluss. Tschechen tannten weder Städte noch einen freien Bürgersland. Beides haben die Deutschen in Böhmen geschaffen. In Prag besteht eine Universität, an der es seit 1763 deutsche Borlesungen gab, tschechische erst seit 1848. Wir sehen also, daß die Tschechen aus allen kulturellen Gebieten Nachahmer der Deutschen waren. Den Anbau von Gemüse, Hopsen, Wein usw. verdankt der Tscheche dem deutschen Bauern. Als der deutsche Bauer ins Land kam. war der slawische Bauer hörig und unfrei. Ein freier Bauernstand wurde in den vudetenländern erst wieder durch die Deutschen geschaffen. Das Land, das der deutsche Bauer in 'Besitz nahm, war vorher unbebaut, Heide oder Waldboden. Der deutsche Bauer genoß deshalb wegen seiner Tüchtigkeit Vorrechte. Noch heute ist in der ganzen Welt der Anbau von Hopfen in Saaz berühmt. Ebenfalls ist der 'Bergbau der Sudetenländer eine Schöpfung der Deutschen. Auch im Handel, Gewerbe und Industrie spielen die Deutschen die erste Dolle. Die Deutschen sind die Haupt- träger der industriellen Entwicklung. Die wichtigste Industrie dürfte wohl die Textilindustrie sein, daneben die Glasindustrie, die ihren Hoch- stand ausschließlich deutschem Geiste verdankt. Mit vtolz tannen wir behaupten, das, in allen industriellen Erwerbszweigen die Deutschen die Haupttroger der Entwicklung sind. Die Leistungen Cer Deutschen in den Sudetenländern sind groß und bewundernswert. Damit können wir uns aber nicht zufrieden geben, sondern wir müssen, solange dieses urdeutsche Land unter Frenrdherrschast steht, immer wieder den Duf ertönen lassen' „Deutschland, soweit die deutsche Junge klingt!" . . . Aus der Provinz. Landkreis Gretzen. * Lollar. 5. Mai. An der dieslährigen Gesellenprüfung nahmen 17 Lehrjungen teil. 3 Eisendreher. 6 Schlosser 3 Schreiner, 2 Elektrotechniker. 1 Weistbinder, 1 Ziseleur, 1 Blaurer. Don ihnen bestanden 2 mit sehr gut, 9 mit gut, 5 mit genügend, einer muh die theoretische Prüfung wiederholen. Die Gesellenstücke waren durchweg gut und sehr gut. Der Vorsitzende des Gewerbevereins, Spenglermeister Fuchs, wies in seiner Ansprache darauf hin. daß heute nur die (gesellen vorwärts kommen könnten, die etwas Tüchtiges gelernt hätten. Er begrüßte das Zusamenwirken von Ellern, Lehrherren. Bewerb everein und Schule und sprach Dektor D a ab, dem Schriftführer Geißler und den die Ge- fdlcnftüdc überwachenden Meistern herzlichen Dank aus. ;■ Grünberg. 4- Mai. Gestern fand die Wlmpelweihe des Landjugenübun- des, Ortsgruppe Grünberg, statt. Dem Festakt ging um 12.30 Ahr eine kirchliche Feier voraus, bei der die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt war Pfarrer Dr. S>et)manu aus Rodheim an der Horloff, der vor Jahren hier tätig war, hielt die Predigt. Nachmittags 21 ? Uhr bewegte sich ein Zestzug, bestehend aus den Wictingern Tjri t Fahne, dem Bauernbund und dem Land- iLgendbund her Stadt und Anrgegend nach der Turnhalle wo um 3 Uhr die weitere Feierlichkeit begann Die Halle war mit den Farben schwarz Feuer am Nordpol. Technisch-politischer Roman aus der Gegenwart. Von Karl-August von puffert 34 Iorhetzung. (Nachdruck verboten.) ,tSic ..Nggajakk" lauft doch schneller als ein Kriegsschiff?" fragte Stratoff. Ich meist cs nicht", sagte der Japaner. .Was werden Sie tun. falls es ein Franzose ist. der unsere Auslieferung beantragt?" fragte Sau ders. ..Auch das weist ich noch nicht", lächelte der äapttän oerbmdllch. ..Zu welchem Zweck haben Sw uns denn her gebeten?" fragte Strsttoff etwas ärgerlich. ..Ich dachte. Sie könnten sich vielleicht unsichtbar machen.' ..Wollen oic uns im Kohlenbunker verstecken?" fragte Stratoff ..An Bord befindet sich eine chinesische schau ipielertruppe", sagte der Kapltan. „Mit ihrer Hilfe könnten Sie sich in wenigen »stunden in täuschend echte Chinesen ober Japaner verwandeln." „Und wenn man Ihre Schiffspapiere einsieht?" fragte Sanders. ..Ich habe leine curopätlchcu Passagiere an Bord", lächelte der Japaner. „Ihre Rumen sind auf japanisch eingetragen." Der Borschlag leuchtete ein. Doch Sanders hatte noch Bedenken. „Man wird uns an unserem Gepäck erkennen'. meinte er. „Auch kann man unser Flugzeug entdecken. „Ihr braver Flieger ist int untersten Räume wohl verstaut. Den finden sie so leicht nicht. Und die Hajen japanischer Untertanen lasse ich nicht burdv suchen." „«ollen mir uns sofort on die Maskierung machen?" fragte Stratoss „Es hat noch Zett. Vorläufig laufen wir mit voller Fahrt Wir wollen sehen, ob der Franzose schneller ist. Ich benachrichtige Sie rechtzeitig." Am späten Abend lagen Linda und Sanders bequem in ihren Longchairs hingestrcckt auf dem oberen Promenadetweck und atmeten voller Wonne weitzroi geschmückt. Der?. Borsrtzenbs des Lgnd-- iugendbundes hielt die Begrüßungsansprache, worauf Frl. Kreuder «inen Prolog sprach und von Frl. Lein und den Herren Trink a u s^urid Bepp Gedichte vorgetragen wurden. Die Festrede biolt Pfarrer Dr. Hohmann, in der er die tzphei' Ideale das Landjugendbundes trefflich hervorhob uiu) der Gewißheit Ausdruck gab, daß der Landfug en dblmd bei der Arbeit am Wiederaufstieg unseres 'Vaterlandes stets in vorderster Linie stehen werde. Anschließend nahm der Redner die Weihe des Wimpels vor. der der gemmn- same Gesgng des Deutschlandliedes folgte. Sodann sprach der 1. Borsihende des Landlugend-' b und es Schmidt-Steinheim. daraus für den Bauernbund L. Gg. Jockel. Den Dank des Bundes brachte das Dorstandsmitglied Karl I öckel I. 5 um Ausdruck. Die Abendfeier ^vereinigte wieder eine außerordentlich große Schar von Mitgliedern und Freunden. Bei musikalischen Darbietungen und Theaterausführungen erlebte man sehr genußreiche Stunden. Eine Ansprache dem 1. Borsitzenden Schmidt oteinheim klang in ein begeistert aufgenommenes Hoch auf den neuen Reichspräsidenten und das deutsche Bater- land aus. Kreis Fxiedberg. sf. Friedberg, T Mai. Der auf gestern uürinittog angesetzte Llreisfeuerwehrtaz war von Bürgermeistern und Feuerwehrkomniandcmten des Kreises stark besucht. Äreisdirelfor Gebhardt eröffnete die Tagung mit einer Ansprache über die Notwendigkeit dcs Feuerschutzes. Regierungsrat Dr. Rindfuß besprach als Referent der Kreisbehörde die gesetzlichen und notwendigen Vorkehrungen, die zur Verhütung und Bekämpsuicg von Bränden erforderlich feien und hie Vcrpilichtungen, die den Gemeinden zur Durchführung dieser Bestimmungen obliege. Kreisfeuerwehrinspektor Füller berichte'.e sodann über den Stand des Löschwesens im Kreise, welches im allgemeinen Anlast zu Beanstandungen nicht geboten hat: einzelne Mißstände werden demnächst beseitigt werden. Der stellvertretende Vorsitzende des Landesausschusses Ferdinand D a m m - Friedberg berichtete über die Durchführung einer einheitlichen Schlauchkuppelung; die angeftrebre Durchführung einer gleichmäßigen ltuppelung für das ganze Reich fei durch den .Krieg ins Stocken geraten, soll jedoch jetzt nach Möglichkeit durchge- führt werden. Der Vorsitzende der Brandversiche- rungskammer in Hessen, Geheimrta n. H ahn, versprach hierzu die Unterstützung der Kammer. Anschließend an die Versammlung führte die Friedberger Freiw. Feuerwehr in Stärke von 240 Mann mit allen Löschgeräten an der Süd- und Westfront des Hotels Trapp eine größere Hebung mit Brandangriff vor. Es war angenommen, daß im Hotel ein größerer Brand ausgcbrochen, der einer Anzahl im oberen Stocke befindlichen Personen den Weg nach den Treppen abgeschnitten habe, so daß diese durch Rettungsschlänche in Sicherheit^ gebracht werden mußten Inzwischen hatte das Feuer auch auf den hinteren Teil des Gebäudes Ausdehnung ge- nommen und bedrohte die unmittelbar dahinter liegende Stadtkirche durch Flugfeuer, zum «chutze der Kirche wurde die neu angeschaffte Aut o - modilspritze eingesetzt, welche ihre vier Wasserstrahlen non der steinernen Galerie der Kirche 20 Meter hochspritzte und im Ernstfälle wohl genügt hätte, um die Kirche zu schützen. Die ganze Hebung nahm einen sehr erfreulichen Verlaus und gab den Beweis, daß die Schulung und Ausrüstung der hiesigen Feuerwehr in jeder Beziehung mustergültig ist. Bad-Kauheim. 3. Mai. Die Hiesige Freiwillige Sanitätskolonne vom Boten Krau z, die sich während des Krieges glänzend bewährt bat. nach der Revolution aber chre ' Tätigkeit einst eilte, ift im l etzten Winter Wilcher zu neuem Leben erwacht Der Äolnnnen^ ■ IIHIIIJn »'HUI" um «leriiii - — . m-1" arzt, Santtatsrat Lr Hahn, führte m einem Ausbildungsfursus nicht nur die älteren Kameraden, sondern auch noch 30 neue Mitglieder in die Praris der Sanitäter ein. Daß die Hebungen stunden in der rechten Weise ausgenützt worden sind, bewies die heutige öffentliche Klebung her Kolonne im Äonitzkystifl, die zugleich als Be- s ichtigung durch den Provinzialinspektor Dr. Gros (Gießens galt. Der Plan, der her Hebung zugrunde lag war folgende. „Infolge einer Dampfkessesekplosion gibt es im ^onitzkn- stift zahlreiche Verletzte. Die alarmierte Sanitats- iolonne ist sofort mit ihren Geräten our Stelle. Der Kolonnensührer ruft die Friedberger Kolonne gut Hilfeleistung herbei." Die Aufgabe wurde glänzend gelöst. Um 3 ilbr begann die -Hebung, um 31 s Uhr waren die Friedberger, durch einen Radfahrer bet beigerufen (das Telephon galt als zerstört», mit Lastauto schon zur Stelle. An zahlreichen Statisten, die die Opfer des llnglüda markierten, tonnten beide Kolonnen ihre vorzügliche Durchbildung und Ausbildung zeigen. Dr. Gros fand denn auch in der sich anschließenden Kritik warme Worte der Anerkennung. Aach Schluß der Hebung zogen beide Kolonnen mit Musik durch die Stadt nach der Turnhalle, wo noch ein aenrütliches Beisammensein stattfand. Kolonnenführcr Hrch ütamm und.Kolonnenarzt. Danitötsrat Dr. H ahn. hielten Ansprachen, in denen sie sich über die Bedeutung der Sanitätstolonneu für das Allgemeinwohl verbreiteten und den Stellen, die die Bestrebungen des Roten Krerrzes tatkräftig unterstützen, vor allem der Stadtverwaltung, herzlichst dankten. Oeffentlicher Danl gebührt auch Sanitätsrat Dr. Hahn, dessen eifrigem Bemühen in erster Linie das Wiederaufleben der .Kolonne zu bauten ist. Von der Stadt tadellos ausgerüstet, tann sich unsere Kolonne sehen lassen. Daß sie wieder aktionsfähig ist. darüber freut sich hier jedermann, weiß man doch, daß für einen Badeort ihre Einrichtung besonders wertvoll ist. - Eine vaterländis ch c Kun d- gebung des Reichsblocks zu Ehren des neuen Reichspräsidenten vereinigte heute abend eine äußerst große Zahl von Männern und Frauen im Sprudel-Hotel zu einem erhebenden deutschen Abend. Studienrat Weber (Marburg) hielt einen inhaltsreichen, gedankentiescn Vortrag, der der Persönlichkeit Hindenburgs galt und die politische Bedeutung des 26. April Har zeichnete. Umrahmt war die Festrede von Ansprachen von Pros. Dr. Weber dem Vorsitzenden der hiesigen Ortsgruppe der Deutschnationalen Volkspartei, uiü) von Kaufmann Hans Müller, dem Vorsitze,rden der hiesigen Ortsgruppe der Deutschen Volkspartei, ferner von deklamatorischen und musikalischen Darbietungen. Begeistert wurde das Deutschlandlied gesungen. An Reichspräsident n. Hindenb u r g wurde ein Huldigungs- telegen m m des folgenden Inhalts gesandt: „In Bad-Rauheim versammelte deutsche Männer und Frauen feiern die Wahl Ew. Exzellenz in vollen, Vertrauen und in der Zuversicht auf Deutschlands Zukunft unter Ihrer bewährten Führung. Reichsblock,OrtsgruppeBad-Rauheim" Kreis «chotlen. . Schotten, 5. Mar Der 1. Preis der V H. C.-Lotterie zugunsten des Jugendheims auf der Herchenheimer Höhe, ein Opel inagen. fiel einer armen Putzfrau aus Wenings zu. Sie hatte nur das eine Los genommen. — Lorn 18. bis 30. Mai findet in der hiesigen Turnhalle ein Kursus für Werkunterricht statt, an dem die Lehrer des Kreises teilnehmen. Kurfusleiter ist Schulrat Denze r-Darmstadl. Eichelsdnrf. ö. Mai. In 2tnwesenheit non Regierungsrat Weber vorn Lreisamt Schotten, des Kreisfeuerwehrinspektors Eherhei m und verschiedener Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr die lauen Lüfte des Pazifik ein ab_ wohltuenden Kontrast gegen die von Hitze und Staub erfüllte kalifornische Metropole ..Was macht der Franzose?" fragte Lindo. „Er begleitete uns bis zum Eintritt der Dunkel- beit, ohne bisher näher zu kommen. Dagegen steht er in ständigem Funkverkehr mit einem anderen entfernteren sch'ff. Augenblicklich ift er in der Nacht verschwunden. Auch von seinen Positionslichtern tft nichts zu erblicken. Morgen früh werden wir wissen, woran wir find ..Es würde mir ein besonderes Vergnügen inackzen, diese unverschämten Franzosen hinter das Licht zu führen." „Besonders, da ich Sie dann als allerliebste Geisha sehen würde", sagte Sanders. Ein plötzlicher Strom van Zärtlichkeit für diese tapfere und doch so weibliche Frau flutete in ihm emvor. Sie antwortete nicht gleich. Rur einen vorsichtig ragenden Blick sandte sic .ihm zu. Dann sagte sie nach einer Weste . „Dachten Sie nie daran, zu heiraten " „Ich darf mich nicht verlieben", sagte Zanders leise. „Oder wenigstens darf ich mich keiner großen Leidenschaft hingeben. Aus einer kurzen, traurigen Erfahrung weiß ich, daß dann für längere Zeit die mir innewohnende Araft versiegt. Und die Erfor schung des unbekannten Innern unserer Erde mit der Wünschelrute ist nicht nur mein Beruf, sondern meine große Leidenschaft." „Jetzt erinnere ich mich, daß cic mir einmal bereits Aehnliches andeuteten. Und ich weiß noch genau, wie unangenehm Ihnen dieses Bekenntnis wurde. Aber Sie gehören zu den seltenen Männern, die auch Frauen gegenüber nur die Wahrheit zu sagen vermögen." „Mir wäre cs viel zu mühsam, einen Menschen zu belügen — es sei denn, daß man ihn in seinem eigenen Interesse schonen mutz. Die Wahrest ist so viel leichter'. meinte Zanders einfach „Dann jagen Sie mir eins!" rief Linda rasch. „Falls Sie eine Frau tennenleuitciu deren Besitz Ihnen wertvoller erscheint als alle Schatze der Erde — was würden Sie dann tun?" „Ich würde zu fliehen versuchen, ehe es zu spat märe. Denn Liebesglück ist vergänglich. Meine Kunst aber soll mich durch das ganze Leben tragen." „öo fürchten Sie für Ihre eigene Leidenschaft? — Demi warum sollten Sie sonst fliehen'?" ,Ich weiß genau, daß cs Augenblicke gibt, wo man Gesundheit, Ehre, ja das Leben für eine selige Stunde opfern würde." „Dann hilft auch die Flucht nichts mehr, sobald man die Gefahr erkennt, ist es zu spät. Io, erst die Trennung würde Ihre Leidenschaft zu unwiderstehlicher Gewalt entfachen", sagte Linda. Am anderen Morgen um 7 Uhr früh erschien der Kapitän selber vor der Kabine von Sanders. Dieser sprang auf und öffnete. Der Japaner bat vielmals um Entschuldigung wegen der frühen Störung. Aber es sei Elle nötig. Bei Tagesanbruch wäre der französische Dampfer wieder erschienen, dieses Mal in bedrohlicher Rahe, so daß seine bösen Absichten wahrscheinlich wurden. Er stellte daher den Mitgliedern der Expedition anheim, die verabredete Verkleidung vorzunehmen. Die chinesischen Schauspieler seien bestellt und hätten alles Material bereit, um eine Umwandlung der Europäer in Ostasiaten binnen kurzer Zeit vornehmen zu können. Sanders bedankte sich aufs herzlichste und erfragte, wo die Umkleidung vor sich gehen falle. Dann zog er sich rasch an und eilte zu Linda. Diese war bereits von der japanischen Stewardeß benachrichtigt und rief ihm durch die Kabinentür zu, sie wäre in fünf Minuten fertig. Auch die übrigen Teilnehmer der Expedition wurden verständigt, und kurze Zeit später versammelten sich alle im kleinen Domensalon, wo die chinesischen Künstler ihrer harrten. Da einige Mit- qieber Englisch verstanden, war das Nötigste schnell besprochen. Wöhren- sich die Männer gemeinsam umkleideten, sollte Linda durch die Stewardeß und eine chinesische Friseurin in ihrer Kabine in eine Japanerin verwandelt werden. 'Nach einer Stunde war fast alles vollendet, nur die letzten od)minrftrid)c mußten noch angelegt werden. Mehrere der jungen Ingememe mit allzu ausgesprochenem europäischen Gesichtsschnitt erhielten zur weiteren Unkenntlichmachung chinesische Klei düng, die übrigen behielten die ihrige. Nur die Gesichter wurden gelb geschminkt, die Augenbrauen Schotten wurde am öamstagabenö gier eine sre >- willige FeuerwehrinsLebengerufen. Etwa 50 Mann erklärten ihren Beitritt. lg. Gedern, i. Mai. ('2- \ . > e r.) Am Abend des gestrigen Sonntags nei.i . der hiesige Zwei Averein des 'J3. M. 0.. .Jaale des Bergwirtshau^es seinen diesjährigen Uiü'chaltnngs- abenh. Der 1. Vorsitzende, Apotheker Tees cn - meyer, begrüßte tue in fta'.'.l^-or Zahl erschienenen Mitglieder einige Gäste vnm Zweig- verein Wenings. Im Mittelpunlt der Veranstal'ung standen zwei flott gespielte Einakter, deren über mäUiqcnbe Komik die Lachmuskeln der Zuschauer in ständiger Bewegung hielt. Sämtliche Darsteller wurden ihrer Aufgabe vollauf gerecht Verdienter Beifall wurde gezollt den heiteren Dialektvorträgen und zahlreichen Gesangsdarbietungen. Küre besondere Ehrung wurde den beiden betagten und verdienten V- 63. C.-Brudern Postmeister i. $. M c h - ring und Rechner F r a n z zuteil, die in seltener Treue und Aufopferung dem Verein seit mehr als 40 Jahren ihre Kräfte widmeten, indem sie zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden Zum äußeren Zeichen dieser Wertschätzung überreichte ihnen nu Auftrage des Vereins mit Worten des DckNtes und höchster 2ftierkennung der 2. Vorsitzelche, Hofprediger W idma n n, je ein Diplom in Gestalt einer Federzeichnung unseres heimischen Künstlers, Gewerbelehrers im perl. Herr Mehrjn g dankte in bewegten Worten und forderte namentlich die Jugend auf, sich allezeit den echten V. H. E -Geist zu halten und dem Verein die Treue zu bewahren. Das obligate Tänzchen hielt jung und alt noch lange in froher Stimmung zusammen. ÄrcU Büdingen. )( A u s bem Riddertal. -3. Mai. Wohl auf keiner pberhessischen -Otaatsdahnstrecke sind die Perkehrsverhall nifse s o unbefriedigend wie auf der Strecke Stockheim — 6c- dern — Lauterbach. Außer dem Abendzug haben mir keinen direkten Zug zwischen Stock hei m und Lauterbach. Der Abeydzug erreicht z. B. den Anschluß in Lauterbach nach Alsfeld nicht mehr, so daß es unmöglich ist, auf direktem Wege von Stockheim nach Alsfeld in einem Tage zu gelangen; man imitz schon den teuren Umweg über Gießen wählen, «ehr behinbert juirb durch den schlechten Fahrplan auf unserer Strecke der Touristenverkehr; es ift völlig unmöglich, morgens etwa bis Hartmannshain, Obermaid, Herbstein usm. von Stockheim aus zu gelangen und von hier aus den Zugang zum Vogelsberg zu gewinnen. Genau so schlecht ist die Verbindung an Sonntagnachmittagen. Von vormittags 8 Uhr bis abends 6 Uhr ist es unmöglich, etwa von Gedern nach Stockheim und weiter zu gelangen. Was das für einen Rächtest für unsere ländliche Bevölkerung bedeutet, braucht nicht weiter ausgeführt zu werden. Es ist unbedingt nölig, daß der Zug vormittags 10 Uhr an allen Tagen über Gedern nach Lauterbach durch geführt und ein Zug abends etwa 8 Uhr von Lauter- bad) kommend in Stockheim eintrifft. Ferner muß die wonntagsverbindung zwischen Gedern—Stockheim an den Mittagen wieder eingeführt und an Werktagen ein früherer Zugang zum Vogelsberg geschaffen werden. Hoffentlich nehmen fick) die Vertreter der verschiedenen Behörden jetzt bei Auf- stcllung des neuen Voranschlags energisch der Sache an." Die gleiche Bitte sei an die Abgeordneten, die Gemeinden, den V. H. C. sowie Herrn Bär>Rohrboch als Abgeordneten im Eisenbahnrat gerichtet _ . !. — ' —LLLLLYJX!1 Korpulenz macht alt. verunstaltet die .Körperftrrmen und ist auch ungesund. Wir raten korpulenten und allen zum Starkwerden Veranlagten, in derApotheke 60ober 30 Gramm echte Loluba-Äerne zu kaufen, die unschädliche «Stoffe von fettzehrender Wirkung enthalten. Sicher: Aniversitäts^Apoth. „3um goldenen Engel spitz nachgezogen und die Haare mit abwaschbarer Tusche schwarz gefärbt. Da ertönte ein ferner ^chuß. Rasch gab San ders noch ein paar Instruktionen. Falls die Frau- zosen an Bord kämen, sich möglichst wenig zeigen, nicht miteinander sprechen, das Benehmen dec übrigen asiatischen Passagiere nachahmen. Dann begab er sich mit Ltratoff an Deck. Linda sollte in ihrer Kabine bleiben. Auf dem Promenadendeck an Steuerbord stand dicht gedrängt die Mehrzahl der Passagiere. Die beiden neugebackenen Japaner mischten sich unter die Reugierigen. Aus rasch geworfenen musternden Blicken merkten sie, daß ihre Verkleidung von den meisten Ostasiaten durchschaut wurde. Aber kein irgendwie auffallendes Erstaunen ober gar unverfrorenes Betrachten belästigte sie. Jetzt trat ein junger Schiffsojftzier heran und teilte ihnen mit, er sei vom Kapitän beauftragt, sich zu ihrer Unterstützung in der Rahe zu halten Die „Nagasaki" batte gestoppt und glitt nur noch langsam vorwärts. Da tauchte rechts rückwärts in ziemlicher Nähe ein großer Dampfer mit 3 Schornsteinen auf, der bisher durch das Heck des Japaners den Blicken von Sanders und Stratoff verdeckt mar. Aks er auf etwa 500 Meier neben der „Nagasaki" lag. wurde ein Boot zu Wasser gelassen, das mit schnellen Ruderschlägen näher fam. Der japanische Offizier bedeutete Sanders und Stratoff, ihm zu folgen. Dann führte er sic in die Steuermannskabine, von wo sie allo Vorgänge auf derÄommandobrücke wahrzunehmen vermochten. Hier erschien alsbald ein französischer Seeoffizier, von zwei Japanern begleitet. In korrekter Haltung ging er auf den Kapitän zu, legte die Hand an die Mütze und meldete. „Oberleutnant Mangin vom .Kriegsschiff „In- fernct" der französischen Republik." Der Kapitän reichte ihm die Hand, iat aber, als ob er kein Französisch verstände. Einer der japanischen Offiziere machte den Dolmetscher. „Was verschafft mir die außerordentliche Ehr«, einen tapferen Vertreter der hochberühmten französischen Marine bei uns begrüßen zu dürfen?" „Der.Kommakrdant des Kreuzers „Infernet" hat mich beauftragt,^ Sic zu bitten, un;> eine Durchsuchung Ihres Schiffes gestatten zu wollen." (Fortsetzung folgt) p EtarLe«bura und Aheiahe^cu. • Darmstadt, 5 "No- Die Reichsver- nwgensslelle in (Srieäbetm bei Darmstadt teilt mir. bah Schul ktnder in dem früheren Gefangenenlager etwa l 00 Fensterscheiben zerstört Haden Die (Sitarn »erben für den Schaden haftbar gemacht. — 3n der Röhe von Bürstadt im Ried »and« Arbeiter beim Proben in einer Kiesgrube «in menschliches Skelett auS vorgeschichtlicher Zeit. Der Tote war in Hockerftellung und der Kops nach Osten gericht.t. — 3m 3anuar war der in Sreicldjenhain bei Offenbach geborene Händler E i f e n d a ch . der einen Kellner in seine Wohnung in Mörfelden gelost und ihn dann ermordet batte, wo man nach Jahresfrist die Leiche im Keller verscharrt aussand, wegen Totschlags zu 15 3ahrcn Zuchthaus verurteilt worden Eisenbach hatte Revision beim Reichsgericht gegen dieses Urteil eingelegt! diese ist jetzt verworfen worden. Die Strafe wird Eilonbach in MarienschlvH verbühen. Mrcio tticQUiv. r. Wetzlar, Ö. Mai. Lu dem W e r l u n g s » singen des Solmfer Sängerbundes, ber im Jahre 1891 gegründet wurde, hatten sich 21 Gesangvereine hier cingefunden 3 Vereine fangen m Klasse C, 14 Vereine in Klasse B, l Vereine in Klaffe A. Als Preisrichter waren in Tätigkeit Musikdirektor Karl (8 r nfj kurth aus Betzdorf an bei Sieg, Seminaroherlchrer Oito T h c i tz aus Wetzlar. Musikdirektor jj, Werte aus Mainz. Der große Saal des Gastwirtes Neinhordt war gefüllt non Sangern und Besuchern. Es war ein Kunst genuh, die mit größter Sorgfalt und Mühe ein* geübten Ehore anuihören. Die Vereine leisteten meist Vorzügliches. Besonders gefielen die einfachen, schlichten Volkslieder Die einzelnen Vereine erreichten folgende Punktzahlen ft l a f f e C: Gesangverein Germania, Blasbach 150, Gesangverein char- monic, Ällendori 130, Gesanguer.ein V)nrmonie Bif- lenbcrg 132. .Klaffe B: Gesangverein Oberndorf 178, Mannergesangverein Ehringshausen 168, Man- nergesangverein Oberbiel 167, Gefangverein .'Harmonie, Werdorf 166, Gesangverein Liederkranz, Oberquembach 163, Gesangverein Germania, Kroi darf 164. Gesangverein Sängerbund, Bonboden 163, Gesangverein Concordia. Münchholzhausen 162. Gesangverein Sangeslufl. Aßlar 161, Mannergesangverein Münchholchouscu 137. Gesangverein v)armonie, Niederquembach 153, Mämiergesangi'er ein Tiefenbach 146, Männergesangverein Lützellinden 145, Gesangverein Lorelei), Wcrdors 143. Klaffe A Männergefangoereu» W. Niedergirmes 206. Gesangverein Concordia. W. Niedergirmes 197, Gesangverein Germania. .Kl.-Altenstadten i*)3, Quar- icttDcrem Liederkranz, Lurgfolms 18-3. T Krofdorf. 4. Mai. 3n der am Samstag abgehallenen Mitgliederversammlung deS hiesigen Schützen Vereins wurd: u. a. be* schlossen Am 21. Mai findet ein Ausslug nach Grohen - Buse^k flati Für da^ Bundesschiesten wurde der 12 Juli festgelegt Es hnbef ein Schicsteu für Bundesverein-e und ein öffentliches Preisschiesten ft alt An letzterem können sich alle Personen gegen entsprechende .Kartenlosung beteiligen Geschossen wird durch- weg auf 160 Meter Stand. Gestern sand das Anschietzen statt. Der A a d f a h r e r » e r e i n hält man 25. und 26. 3uli ein Radfghrsest ah Am 25 3uli, abends, findet unter 'Beteiligung der hiesigen Vereine Fackelzug mit daraus- folgendem Annuliere statt Am 26.. Sonntag früh 6 Uf)r, beginnt da» 1 0 0 • A i l n m c l c r * kennen. millog» Korsosahren, Um.sug fäint^ lietjer geladenen Vereine durch den Ort. Hierauf Konzert und Tanz auf dem Festplatz. Hc. bl Dillenburg. 5. Mai. Der Volks- hilbunflsoercin für den Dillkreis trat im vergangenen Winter mit einer ganzen fticihe non Unterhgltungaobenden vor die Ocffcni- lichkeit. Dabei konnte die Bevölkerung aus dem Gebiete der Wissenschast und Kunst von berufenen Persönlichkeiten manchen beachtenswerte» T>nrirng hören. Die föeranftaltungen hotten im Durchschnitt stets em vollbesetztes ch aus, da der Verein Kerlen im Abonnement abgad, die ratenweise bezahlt werden konnten. Die -wow Landosbauamt vorgesehenen bcbcutcnbc» B e r h e s s e r u n g e u an Land st rasten und Wegen werden z. 3. m Angriff genommen. Zu beiden Seiten der chaupt- uerkebrsslratzeii im Kreise sicht man ganze Hausen von Äleinschlag lagern, her fertig zur Verarbeitung dsliegt. An verschiedenen Strosten begann man bereit» mit der Aufschüttung. fpb. Frankfurt a. M., 5. Mai. Seit mehreren lagen wurden an der Landstroste zwischen Frankfurt und Bobenhausei' im Stadtwalb ein- tarne 2ßanhcrcr rücklings überfallen, mitzhandelt und beraubt. Auch in der Vacht zum Montag überfielen die Tfänber einen Mann und misthandelten ihn durch Messerstiche derart, dost er dem städtischen Krankenhaus zugeführt werden muhte. Die Töter mürben heute früh ermittelt und f c ftge n o m m c n. Es handelt sich um den Schleifer Ernst Lenz und den Arbeiter Valentin M c> i - schein aus Frankfurt. — Der Prozcst gegen die organisierten Zuhalter und die ichorfe fßcrurfei lung dieser Gesellschaft Hat sehr ftarlc ..Beunruhigung" in die Streife dieser Burschen hineingetragen. Denn nach der Strafe werden die Leute noch auf mehrere Jahre dem Slrbcitshaufc überwiesen. Nun treten ober auch die Dirnen, die unter der .Knute dieser Zuhälter standen, aus ihrer 3urüdbültung heraus und geben der Polizei, da sie selbst straffrei ausgehen, jetzt ihre Quäler an. So konnte die Sittenpolizei Montag abend in einem Bierkellcr einen der schlimmsten Zuhälter verhaften, heute früh im Boumweg einen zweiten und heute mittag in einem (Safe an der Äaiserstroste einen gewissen Ferber aus Mainz, der als besonders grausamer Peiniger der Mädchen verhaßt war. Do in lttrzcc Zeit dos Gesetz über das Zuhältern»wesen, das sehr scharfe Strafen oorfieht, verabschiedet wird, durfte diesem -trio wohl eine empfindliche Zuchthausstrafe neben einem ianaionrigvn ua ...oeiishouic blühen. — §n letzter Zeit tritt ein 'Betrüger auf, der Familien, die Angehörige in Amerika haben, aussucht und sich diesen als Zollbeamter vor- stellt. Cr teilt mit, dost Pake t c au» Amerika angekommen seien, da aber gewisse Zollformalitäten nicht erfüllt seien, müsse eine Nachzahlung geleistet werden Man händigt dem Manne die er- forderlichen ..Gebühre»" aus, der Mann quittiert, aber die Pakete bleibenjms. Viele Leute sind brm fehr sicher amtretenden Schwindler bereits zum Opfer gefallen. Wirtschaft. Jur Konjunktur-Gestaltung. Es scheint so, als hb die Aonjuntturentwick' lung nicht mehr so ganz peslimisiisch zu beurteilen ist. wie vor kurzem nod). Der Geldmai-ft ist nach wie vor flüssig. Es betrug in MUI. Ml.: 31.3.25 7.4.25 15.4.25 Reichsbanlnotenumlaui 186h 2293 2138 Rentenbanknotemimlauf 1560 1557 1487 Guthaben 1018 733 360 zusammen: Uli 4583' 4°>35 Deckungsmittel 1948 1977 1964 Prozentuales Verhältnis 43,8 34.1 43.3 Eine gewisse Geldflüsfigkeit ist die Voraussetzung einer jeden Auswäilsbewegung in Der Wirtschaft Dast mit Anhalten der Gelbfläsfig- fei! gerechnet werden wird, beweist. datz die Preußische Staatsbank ihre Ausleihungen lang- siistig verlängert hat. Wichtig ist auch, dast die Verteilung des >iahl»iigsmittelunilaufs auf die einzelnen Bevöllerunasschichteii nach den Berech- »ungen des Statistischen Reichsarnteö einen günstigen Rückschluss auf die Kaufkraft breiterer Waffe ziehen löst! 3emet ist wesentlich döst in Deutschland in viel stärkerem Maste das Aa- pital zur Investierung in die Produktion benutzt worden ist, als in Amerika, ein Moment, das für die ‘Beurteilung der Aonjunktnientwicklung natürlich nicht unerheblich ist Aus allem fällt sich schliesten, dost vv» bei Geldseite zum mindesten in absehbarer Zeit grösteie Schwierigkeiten nicht erwachsen werden. Dabei ist natürlich nicht zu vergoslen. bah Deutschland bei seinem Mangel an lang- und kurzfristigem Kapital natürlich immer einen relativ groben Zeitraum nötig haben wird, ehe es seinen Aalntofbchorf auch nur einigermassen befriedigt sieht. Sehr interessant ist die Entwicklung auf dem AcdeitsrnarlN hier ist eine ständige Verbesserung zu beobachte,' Es betrug die Zahl bei Vollerwerbslosen. I. Februar 593 024, 15. Februar 576 246, 15. März 514 911 Qlud) int besetzten Gebiet ist die Vesseiung der Arbeitsmarktlage seslzuslellen. hier sank vom 1. Februar bis z»m 15. März die Z.ahl her Arbeitslosen von 123 521 auf 268 012. Von besonderer Bebeiüung ist, dast bis vor IlUocni nur in der verarbeitenden Qh» ditstrie die Besserung der Arbeitsmarktloge zu beobachten war, dast sie jetzt aber auch auf hie Aohstofferzeugiing überzugreifen scheint. Sv ist z. T>. im Buhl Bergbau die Zahl der Feiei'fä>lchten gesunken von 185 491 in der Woche vom 23 3. bis 28. 3. auf 89 327 in der Woche vorn 6. 1. bis 11. 4. 3n Ucbercmfirmmuiig mit der günstigen Ent- wicklung auf dem Arbeitsmarkt steht die Tatsache. dass hie Aufwendungen für Löhne der letzten Zeit gestiegen find. Das Ergebnis her Lohnsteuer betrug im Qlovembcr 1924 119.7 Mill. QHarf; im März 1925 dagegen stellte es sich auf 127 Mill Mi., in derselbe» Zeit stieg der Wochenloh» für gelernte Arbeiter von 35,40 M. auf annähernd 40 Mk. Dieser ilmftanb ist besonders wesentiict,. da er zeigt, dast aus der Gestaltung des MasseneinkommenS die Koniunkiur- entwicklung leine Schwierigkeiten erfahren wird. Schliestlich fei auch nod) auf die Breisent- wrckluna bmgewiesen Der Grosthandelsinder des Statistischer. Reichsamtes ist gefallen von 136.7 am 25. Mörz auf 131.4 am 15. April 'Die Preise sind also in verhältuismästig kurzer Zeit so stark gefallen, dast die 'Verkäufer keine Lust zu weiteren Herabsetzungen verspüren werden, so dast die Käufer auf neue Ermäßigungen nicht mehr rechnen können Die Folge must zwangsläufig eine Belebung der Nachfrage fein Bei der Rubrtohle ist diese Entwicllrmg in den letzten Tagen schon zu beobachten. Mit einer erheblichen Brlebung der .Kon* iunttnr schon bald ist natürlich nicht zu rechnen Der fchlimniste Tiesstand scheint jedoch überwunden zu sein. Zur Zeit scheint deshalb eine mehr optimistische Betrachtung hinsichtlich der Kon- iunfturcntroidlung gröbere Berechtigung zu haben, als Pessimismus ♦ Erneuerung des oberfchlesifchen Sieinkohlen-Svndikats in Gleiwih. Zwischen ben oberschlesischen Steinkohlongeirbkn. Kokereien und Brilettfabriken ist im wesentlichen eine Einigung über den neuen Syndikatsver t rag zustande getonrnten. Die größten Schwierigkeiten machte, wie üblich, die Frage der Beterligungs- Ziffern, doch haben fchließlich alle Verwaltungen mit einer einzigen Ausnahme die von einer Sach- verständigenkommissioii ausgearbeitetenDorschläge angenommen. Aur die Verwaltung Georg non Giesches Erben (Heinitz-Grubc) erklärt sich mit diesen^ Vorschlägen nicht einverstanden und ist dem Syndikat bisher nicht bcigetvclcn. Da der alte Syndikatsvertrag durch Verordnung des Reichvwirtschaftsministeriums bis 15 Mai 1925 verlängert ist. besteht noch die Aköglichleit. dah auch dieses Wert nachträglich seinen Beitritt erUärt; andernfalls dürste ein Eingreifen des Rcichswirtschastsministeriums zu erwarten sein. spb D e u tf ch e Ve r e i n S b a n k, F r an f- furk a M. Die ®encrolocdammluna in der 20 Aktionäre ein Stammkapital von 5 057 680 Am. crtraten. genehmigte den Geschästsabschlust für , „t uno legte die Dividende auf 7 Prozent für das alte Aktienkapital von 1,6 Mill. Am feit 9, .'M,.'» tat 102,50 it u 115,60 115,40 100 0, St 4,60 77 84.1: 83.5 137.9p i:« 11,50 14.5 S'i.l 5. in 103.5 102,75 4,1,.'»0 3,3 3,12 10 41« SS Börsenkurse (Ohne Gewahr.) 129,50 UM 19,75 re,90 x.lü 0.14 10 43.5 140 Ito. 5 126. i: 10 39 14t Ito.5o 126 100 i 87 U.II ll». 1'21.15 85 115,13 3,20 5.15 106 138.5 o,«5 3,30 ä.2t) 53,60 GS 75 130 16 M 69 70,50 73,25 3.5 2,15 13.10 100 - 0,! 73,1 14.30 100.1 btt.ü »t 3,12 2/15 1.75 130 16,5 20,4 70 8,1 U.6S3 1.17 126 3.42 107.35 129,1 130 3.13 S.4 13.30 4.073 78,5 97.5 75,90 130.63 16,75 20.5 70 8,5 114,9 96,40 97,50 7.10 14. 127,50 108,75 «6 111.2.'. 63,25 68,25 98,5 3,6 107,5 99.90 8.1 0,11 5,10 114.25 96,9 95,5 114 97,123 3.40 70,25 73.90 137,73 0,13 106,1 12S.K0 lyj-'N) «•/, *4eHtärteR. ....... We eofbntqrtfen« ... Strhncr Handcllgrlrllschatl. ftoemrri- und >priva«'Baat Xonnfl und Nanoualdcmk ■ fijmi ~ Dtsconto (iommanbit ■ . WtttaUbanf ......... MNirldeumL« tact'Ubun? . . Ce|ifneid)ila>: ürtbitanflaü. Wrtldout ......... 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Scbuhlabrik H«, Sichek ,>iellstofs SBalbbof . . . . . Zutkerfabrik Jrcmkenttzal .. dutferfabrif Dasdäusel ,4ra»yun a.M Brrltn S*h* Sur» W-hh. ÖbfRb» böde P'N» Schlutz» b’rl. Totmn: 4. S, 5 X 4. k 5 5 ®a*f1»e ÜtU»*mIe»e 4'1. Stritteanletot . 0473, O.MWi <1,(01 0.5775 0.50', 0.5!' 0.595 D U,J6 0.31 0.34 II,Oh 0.6t- 0.1.2 0.62.', <* . f' idfen • • 0,7.'. 0.7ä 0.75 0.79 V»k Heffru • ■ — 0,71 0.71 rv 4 asten ■ ii,7t (1,73 U.7K H.7 Dout dX Sen». lettar.ÄnL M.75 04,7.', 94.75 — bto. U )oll--öcha»-Sniretlna.'i to.l 92,1 93,5 92,75 Devisrnmairt Vertin Zcankfurt a. M. Ltanmeu Mark 6Dä«ti>ru4l BuravS-Airr?, 8«idav, 9ku« tiorf. ^apan. Mo be Ofanrrn für eine IBiut und Bobat*rt hir 100000 kmdeitea. alle« übrige für 100 Emhetten.) Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.) 4 3Koi 5. Mat Amtlich« 'jZnttermta ?lmiltdic Vionrrinm Wi-n* »Tief Wcfb Brno Plmft. :Hon. 16S.,'.9 FönTK 168,50 169,of Lueu- VltvcS l,6B l,6t'l 1.622 1.626 Brfs.:!tnw>. 21,25 '41,31 21,28 21,31 CfinfHopin . ?o,ni ;o,io .1,11 71,29 .eoi>en()aflcn 78,55 78,75 79,13 79,33 ötockbolm . 112.24 112,9*2 112,21 113, f» |;sf.or.ä: 10. ÖM 17.-9, 10.601 17.SO 10,563 17,225 10,605 17,263 Londe» 20,327 20,377 20,337 20, ,1'7 ‘.i?rut)orl . . Pari-. - . ■ 4,1 ft» 1.305 1,193 4,205 21.9.' - 31.»" -M ,'M‘. 22,045 Schwci; . . 8t.»1 81,30 Sl.11 81,31 Spanien. . tUl.to 61,08 61,11 61,611 Japan .. . 1,763 1.767 1,761 1,765 Mo d« Han Wirn tn D-- 0.446 0.448 0.442 0,441 Ceft. obgett 59.0,5 »9,19 ,»',vü3 59,195 Prag .... Belgrad . . 12,42.' 12,465 12.123 12.465 6.75 6,77 6.73 6.77 •Subapelt . . Sulqarien . 5.881 ■ • WH ä.Rxs 5,918 3,06 3,ii7 3.06 3,0? Lissabon - 20 375 20,32.« 20,273 20,325 Dantzp • - • 80.67 80,67 SO, 67 SO. 97 .*xonfi?ntin. 2,34 2.233 2.2U Uthcn- . ■ 7.89 7.91 7.91 7,96 Bantnoten. (Ohne Gewähr.) Berlin, 5. Mot s^cld Brief ?»ncr,fantf,,,, 4,18 4,20 belgisch'- 'JJotcn . ....... 21,21 21,34 Sanifcbe P?ntrn ....... 79,05 79,45 i5nglische llotcn. ....... 20,312 20,412 (yrmt;öfifar überwiegend gehalten, die Umsätze aber wieder austerordentlich bescheiden. Von Bantaktien waren Deutsche Bant leicht gebessert. Am Montanmartt setzten Deutsch- Lureuwurger um 1 Prozent höher ein. Sonst sind keine ncnncn6to2rlc I'cränberungcn zu berichten. Von deutschen Anleihen schwächten sich öproz. 'Xeichsanleihen au1 0u590 ab unb im frei« Der kehr wurde der Kurs mit 0.3871.. genannt. Die Aoendbörse schlost in behaupteter Haltung. Deutsche Anleihe!' bprozeniige Jicidjeanl^thai bto 0.590. 3.5vroAcntigc Preusten 0,655. Bankaktien. Eommerzbant 102.50. Darmstädter Bank 125,75. Deutsche Bank 125. DiSconto 115, Dresdner Bank 106. Mitteldeutsche Orcbitbant 99,87. Montan- aftien Deutich-Luremburger 96,50, 3l|c Brrg- bau 127.50, Aali Aschersleben 16, Westeregeln 20 Ehemifche Aknen Th. Goldschmidt 10t>, Höchster Farbwerke 129,12 Zndustrieaktien: Kiener 3,25. x*,cment chcidelberg 77.25, Dvckerhvff 3,95, Geb' Zunghans 82^5 Ausländische Renten: Gold inerilancr 33,50. I. Anatolier 9.75, Türtenlose 25. (Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des ..Giestener Anzeigers .) Berlin. 5. Mai. In Reaktion aus die gestrige Abschwächung eröffnete die Börse heule aus einzelnen Markten sest, doch war bas Gc schast wieder austerordenllich gering. Anregungen von außerhalb fehlten vollständig Der llltünn- auSweis der Aeichsbanl zeigt eine recht scharfe Anspannung. Die gestrigen Berichte über die Fallissements am Prodiiklenmarkt haben sich als übertrieben erwiesen', man rechnet damit, zu einem Arrangement zu kommen und glaubt, dah die Arife alS überwunden betrachtet werden kann. Auf der anderen Seite trägt die fortdauernde Anspannung auf dem Geldmärkte zur Zurückhaltung bei Am deutschen Renten^ markt war dos Geschäft wiederum lebhafter. Heben Kriegsanleihen wurden auch Aonfols Härter umgefetzt. Das Interesfe für 5)ochbahnaktien war heute recht rege, die Aursgeftaltung hielt sich jedoch etwa auf dem gestrigen Aiveau. Am Geldmärkte dauern die Qlnforbcrungen nach täglichem Gelbe an, während auf der Geldgeber feite Zurückhaltung geübt wird Tägliches Geld 9 bis 10,5 Prozent und darüber, Monatsgelb 9.5 bis 11,5 Prozent. Am internationalen Devisenmarkt hat sich bas e^glifche Pfund erneut befestigt. Aus London wird der Dollar mit 4,851 * , Paris mit 92,60 unb die Mark mit 20,37 gegen bas Pfund gemeldet. Die Marknvtie- ruugen in den übrigen Ländern erfuhren feine wesentliche Veränderung. Märkte. Frantfurter (Zetreidebörse. (Eigener Drahtbericht des „Giestener Anzeigers".) Frankfurt, 5. Vlai Es wurden notiert Weizen on Wasser aus dem Wasserwerk der Gemeinde Kefselbach. Schäsereisahmig der Gemeinde Langd Dlensl- nachrichten. Rundfunk-Programm des frankfurter Senders. (Aus der „Radio-^lmfchau" ) Donnerstag, 7. Mai: 12 Llhr Aachrichlendiensi. 4.20 Uhr Aach rid>tenbicnfl, 4.30 bis 6 Uhr Aachmittags- fonzert des Hausorchesters Schumann. 6 Uhr Wirtschastsmeldungen. 6 bis 6.30 Uhr Die Lesestunde (Aus fernen Landern) Aus den „Aali fornischen Erzählungen" non Bret Harte, 7 Uhr Wirtschaftsmelbungen, 7 bis 7.30 Uhr Steno graphischer Fortbildungstursus für alle Systeme (Diktat von 80 Silben aufwärts). 7.30 bis 8 Uhr Stunde des Südwesldeutschen Aadiollubs. 8.30 bis 9.30 Uhr Uebertragung von Aaffel: Liederabend. 9.30 Uhr Aachrichtendienst, Wettermeldung, Sportbericht, 10 bis 11 Uhr (anläßlich der „ 5ran]!furtcr Aunfttagc“) zweites Gaftspi?! Earl Ebert vom irrtaatlichen Schauspielhaus Berlin lSchilleradend). Plagt Sie «heumatismüs oder Sicht, so raten wir Ihnen, 60 Gramm echten Uroga- Ellrall zu kaufen. Der echte Uroga-Extratt enthält Pflanzenauszüge unb Stoffe, welche die Schmerzen schnell beseitigen unb die abgelagerten harnsauren Salze aus dem Körper schassen. 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