Ur. 31 Erstes Erscheint täglich, außer Somu und Feiertags. Beilagen: ViekenerFamiüenblätler Heimat im Bild. monatiiBejr^spreis: 2 Goldmark u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüsfe: Schriftleitung 112, Verlag undGeschästsstelleSl. Anschrift für Drahtnachrichten: Hnjelaerfiefjen. pokscheckronto: Sraeffert e. M. 11886. Blatt 175. Jahrgang Zreuag, 6. zebruar 1925 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drud tinö Verlag: vrübl'sche Universttätr-Vuch- und Steinöniderei R. Lange in Sieben. Schristleitung und Seschäftzftelle: Schulftrabe 7. Inntlfee v»n Injeiaer für die Tagesnummer vi, zum Nachmittag vorhe, ohnejedeVerbindlichkeit. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örtlich8, auswärts 10 Goldpsennig; für Ne- Klame-Anjeigen v 70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20' q2luf- schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton. Dr. Friedr Wilh Lange: für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein: für den Anzeigenteil: HansDeck, sämtlich in Gießen. Don Braun zu Horion. Der Ministerpräsident ohne Kabinett, Braun, der in Preußen die neue Regierung bilden sollte, hat am Donnerstagmittag dem Landtag-Präsidenten ein Schreiben zugehea lassen. day er die auf ihn entfallene Wahl -um Ministerpräsidenten nicht annehme. Em etwas umständliche- Derfahren. wenn man bedenkt, das) Herr Braun am vorigen Freitag bei der Wahl selbst pflegen war und selbst zugestimmt hat, also die Ablehnung sehr viel einfacher hätte haben können. Die dazwischen liegende Woche hat ihn aber doch wohl davon überzeugt — oder vielleicht nicht einmal so sehr rhn wie feine Partei, die um keinen Preis die Macht aus der Hand geben wollte —, daß seine Rolle vorläufig auSgespielt sei, da er einfach kein Kabinett zusammenbekam. Das muhte an sich überraschen, denn schliehlich hatte er bei der Wahl selbst die Mehrheit, und wenn die drei Parteien der Weimarer Koalition fest zusammenhielten, wie sie das bisher immer gedroht hatten, dann konnten sie es zur Rot auf eine Kampf - regierung ankommen lassen, allerdings immer auf die Gefahr hin, dah die sozialdemokratischen Minister durch die gemeinsame Ablehnung aller übrigen Parteien niemals ein Vertrauensvotum erzielten und ausgewechselt werden muhten. Soweit hat das Zentrum es nicht kommen lassen wollen, eS hat sich gesagt, dah eine Kampf- regierung gegen die Deutsche Volkspartei Qlrm in Arm mit den Sozicllb.mokraten doch vielleicht auch für seine wohldisziplinierten Wähler eine allzu starke Bela st ung bedeutet und hat deshalb dgs Schicksal des Kabinetts Braun eigentlich an demselben Tage entschieden, an dem es den alten Ministerpräsidenten wiederwählte, indem es gleichzeitig beschloß, in ein Kabinett der Weimarer Koalition nicht einzutreten. Damit war die Entscheidung gefallen. Sozialdemokraten und Demokraten haben daS zwar vertuschen wollen, sie haben nach außen hin eine Siegeszuversicht an den Tag gelegt, die eigentlich einen Zweifel an der Lohautät deS Zentrums gar nicht aufkommen lieh, und find auch jetzt in der unbequemen Lage, daß sie eS nicht wagen dürfen, dem Zentrum irgendwelche Vorwürfe zu Knochen, aus lauter Angst, weil sie sonst den ehemaligen Bundesgenossen dadurch auch noch nach rechts abdrängen könnten. Dafür werden sämtliche Akkorde der Entrüstung gegen die Deutsche DolkSpartei gespielt, obwohl sie doch Bei Lichte besehen nichts andere- getan hat. als waS letzt daS Zentrum auch tat. Run ist der interfraktionelle Ausschuß des Landtags, bestehend aus Zentrum. Demokraten (unb Sozialdemokraten, nach Schluß der Doll- Isitzung zusammengetreten, um die Lage zu beraten. Der Raine des künftigen Ministerpräfi- Sxnten wurde zwar noch nicht genannt, es ist aber als sicher anzunehmen, daß das Zentrum In Gestalt des rheinischen LanbeShauptmanns Horion den Ministerpräsidenten stellen wird. Kommunistentumult im Preußischen Landtag. Berlin. 5. Febr. Präsident Bartels gedenkt zunächst des gestern verstorbenen deutsch- nationalen Abg. Regenborn. Der Rach-uf wird von den Mitgliedern des Hauses stehend angehört. Darauf wird das Schreiben des Ministerpräsidenten an den Präsidenten des Landtags mitgeteilt. In dem Braun von der Richt- annahrne seiner Wahl Kenntnis gibt. Die Wahl des Ministerpräsidenten ist für Dienstag, 10. Februar, auf 2 Ahr nachm. anberaumt. 3n einer Geschä°tSordnungSbemerkung legt der Abg. Hörner (Rat -Soz.) Verwahrung dagegen ein. dah die Wahl des Landtagspräsidenten verschleppt werden soll. Sie müsse sofort erfolgen. 3m übrigen macht der llmftanb, daß der gegenwärtige Präsident einet Fraktion angehörr. der von D a r • mal 50 000 Mcn-k zugestanden worden si'td (Lebhaftes: Hört, hort, rechts), diesen unfähig, das Präsidenten amt weiter zu bekleiden. (Drohet Lärm Finte und wachsende älnrube.) Die weiteren Worte des Abgeordneten gehen in dem entstehenden Lärm verloren. G gen Aenderung der Tagesordnung wird WVer pruch nicht erhoben. Damit ist daS Verlangen der Rationalsozialisten erlebigt Das Haus tritt dann in die Tagesordnung ein. Auf Antrag der Deutschen Volkspartei wird ein ständiger Ausschuß für die besetzten Gebiete eingesetzt Das Haus setzt dann die Aussprache über die Amnestieanträge fort Ms der Abg. K u t t n e r (Soz ) das Wort ergreifen will, wird er mit anhaltenden stürmischen Rusen der Äommuniften, die ihn a m (Keben hindern wollen, empfangen. Man hört die Rufe: „Arbeitermörder, er hat einen Arbeiter erschossen, rau« mit ihml" Vizepräsident Dr. Porsch läutet andauernd mit der Glocke, um dem Redner das Wort zu verschaffen. Die lärmenden Unterbrechungen der Kommunisten halten an. Die Rufe „Mörder" wollen kein Ende nehmen. Dem Abg' Kuttner ist eS unmöglich, sich durchzufetzen. Als eS dem Vizepräsidenten nicht gelingt, sich Ruhe zu ver- schaffen, hebt er die Sitzung auf eine Viertelstunde auf. Dach 4 Uhr wird die Sitzung durch den | Präsidenten 2 artebs wieder eröffnet. Präsident Bartels erklärU Das Aufwertungsproblem. Auftvertungsdebatte im Reichstag. — Die Denkschrift des Finanzministeriums. Wirtschaft und Auswertung. Der Reichstag hat am Donnerstag die (Beratung deS ArbeltSetats unterbrochen, um sich einer der drängendsten Fragen der Gegenwart zuzuwenden: dem Aufwertungsproblem. Hier hat sich die Schwierigkeit ergeben, daß die Urteile der höchsten Instanzen voneinander abweichen und die Grundlagen der Steuernotverordnung erschütttzrt sind, was eine allgemeine Rechts Unsicherheit zur Folge haben muß. Die Deutschnationalen haben deshalb vor längerer Zeit schon im Ausschuß den Antrag gestellt, die Verordnung des Reichspräsidenten vom 4. Dezember 1924. die die Dritte Steuernotverordnung und alle Ausführungsbestimmun- aen dazu für gültig erklärt, a u taufte b e n. Sie Haven aber im Ausschuß selbst gegen i h ren eigenen Antrag gestimmt, nachdem die Regierung zugesagt hatte, daß in spätestens drei Wochen ein neuer Entwurf dem Reichstag zugehen würde, der endgültig die ganze Aufwenungsfrage regelt 3nzwischen haben aber die bürgerlichen Parteien, um für den Augenblick au helfen, einen gemeinsamen Antrag eingebracht, wonach in Rechtsstreiti g t e i t e n über die Aufwertung von Der- mögen«anlagen und -ansprüchen die Verhandlung vor Gerichten und Aufwertungsstellen auf Antrag des Gläubigers einstweilen ausgesetzt werden kann. CS handelt sich also um ein ausgesprochenes R o t g e s e h. wie sich auch aus cher Befristung der Gültigkeit bis spätestens zum 30. April ergibt. Die Verhandlung selbst läuft in daS übliche Parteigezänk auS: die Sozialdemokraten leisten sich den Scherz, den deutschnationalen Antrag wieder aufzuwärmen. Die Deutschnationalen selbst aber ziehen entschlossen die Konsequenz aus ihrer Stellung als Regierungspartei und scheuen sich nicht, in namentlicher Abstimmung dagegen zu ftimmen, so daß also schliehlich dieses Rvtgelltz angenommen wird, mit der einen Einschränkung. daß aus der Kann-Vorschrift eine Muß-Do-stchrist gemacht wird. Mit dieser Olea- bet ung wird das Gesetz auch in dritter Lesung angenommen und damit endgültig verabschiedet Sitzungsbericht D e r I i n, 5. Febr. Abg. Dr Wunderlich (D. Vv ) begründet einen auch von den anderen bürgerlichen Parteien unteren kneten 21 rt.ag auf Aussen ung der Verfahren vor Gericht in Aufwertungsfragen. Der 2Itat will verhindern, daß jetzt noch durch Entscheidungen in letzter Stunde der bevorstehenden gesetzlichen Reuregelung der Aufwertungsfta te vorgegriffen wird. Das Gericht soll nach dem A-itrag deS Gläubiges d:e Verhandlung einstweilen a u s s e y e n f5n-.cn. Abg. Keil (Soz) betont, daß die Haltung der Rechtsparteien in der Auswertungsfrage bei den AnfwertungSinter sse.nten gro'e Enttäuschu g he-v prüfen mässe. (Sehr wahr! links ) V r den Wahlen, als die Deutschnationalen noch in der Opposition waren, versprachen sie den Gläubigern. wenn sie an die Regierung kämen, würde ihre erste Tat ein AufwertungSgesetz sein. Run sind sie in der Regierung un>5 nun kommen sie mit dem vorliegenden unzulänglichen Entwurf, der bei den enttäuschten Sparern ein wahres Hohngelächter Hervorrufen wird. Die Deutsch- nationalen haben den Wahl'ampf bestritten mit der Agitation für den Befischen Aufwertungs- gesetzentwurf. Sie haben auch Dr Best in den Reichstag gebracht. Sie haben aber entgegen den ihren Wählern gegebenen Versprechungen den Befischen Entwurf noch nicht im Reichstag ein- gebracht. Die wirts-chaftlichen S oitzenverbände, die Den deullchnationalen Wahlkampf finanziert haben, erlauben einfach die Aufwertung nicht. Der ReichSverband der deutschen 3ndustrie und der Reichslandbund. 2lbg. Hampe (Wirtsch. Der.) begrüßt den vorliegenden Gesetzentwurf und erhofft von ihm eine beruhigende Wirkung auf die kleinen Gläubiger und Sparer. Der Entwurf sei natürllch nur eine dorläufige Zwischenlösung. Die Rückwirkung der Hypothekenaufwertung müsse natürlich im Rahmen des Möglichen durchaeführt werden. Abg. von Richthofen (Dem.) hält den Zeitpunkt für eine materielle Erörterung der Aufwertungsfrage in diesem Augenblick noch nicht für gekommen. Das Ziel, vor der endgültigen Lösung der Aufwertungsfrage den Gläubigern einen Aufschub zu verschaffen, fei durch den vorliegenden Entwurf der Antragsteller nicht erreicht worden, weil er nur eine .Kann"-Vorschrift enthalte. Don den Demokraten werde deshalb eine ilmtoanblung der „Kann"- in eine „Muh"-Vorschrift beantragt Weiter beantragen die Demokraten, wie die Sozialdemokraten eine Befristung de r Geltungsdauer des Gesetzes bis zum 30. April. Eine weitere Hinausschiebung der endgültigen Lösung der Aufwerturcgsftage sei wirtschaftlich einfach nicht tragbar. (Sehr wahr.) Gegen die Aufhebung der 3. Steuernotverordnung in diesem Augenblick bestehen doch wesentliche Bedenken. ReichSjustizminlster Frenken: 3m Ramen der Reichäregierung wiederhole ich die im Ausschuß bereits abgegebene Er lärung, daß die Reichsregierung binnen drei Wochen den Entwurf eines neuen Aufwertungsgesehes den yesehgcbenden Körperfchaf.en zule ten und daß sie auch .n allen S.adien der Dechandlungen bemüht sc.n werde, die Arbeit nach allen Kräften zu fördern. Abg. Dr. Steiniger (Dtschntl.): 3ch begrüße es mit Freude und Genugtuung, daß die Sozialisten meinen Auiwertungsantrag rnögl chst schnell durchdringen und sogar Den Destschen Entwurf annehmen wollen. Abg. Kell hat sich inzwischen geradezu zu einem Aufwertungsfanatiker entwickelt. (Große Heiterkeit.) ES ist für die Sparer und Gläubiger offenbar ganz gut, dah die Lösung der Aufwertungsfrage nicht schon im Februar erfolgt ist. wo die AuswertungS- sreunde noch nicht so zahlreich waren. Der neue Entwurf des Abg. Best konnte wegen der vielen Anlegungen aus dem Lande noch nicht fertig- gefiiJt werden. (Lachen bei den Sozialisten.) Wir sehen in der Aufwertungsfrage keine Paistei- frage sondern eine Frage der Gerechtigkeit. (Beifall.) Dem sozialdemokratischen Antrag können wir nicht zustimmen. Wir können in diesem Augenblick nicht alles erreichen. Wir wollen in der Auswertungsiage die Regierung auch weiter unter hydraulischem Druck halten, (Trabe weil uns der Gegendruck der wirtschaftlichen Derbände bekannt ist. Dem demokratischen Antrag auf Umwandlung der „Kann"- in eine „Muß'-Vorschrist werden wir gerne zustimmen. Den sozialdemokratischen Antrag müssen wir gegenwärtig noch ablehnen. (Rufe bei den Sozialisten Cs ist doch 3hr eigener Antrag!) 3n der zweiten Lesung drinnen die S o z i a I - bemofraten den vor längerer Zelt von den Deutschnationalen eingebrachten Antrag zur namentlichen Abstimmung, der Aufhebung der Derordnung vom 4. 12. 24. forderte Diese Derordnung erllärte die dritte Steuernotverordnung mit allen ihren Ausführungsbestimmungen für rechtsgültig auf Grund des Art. 48 der Reichsverfassung. Der Aufhebungsantrag wird mit 235 gegen 144 Stimmen abgelehnt. Dagegen stimmen auch die Deutschnationalen. (Hört, hört bei den Sozialdemokraten.) . Der Gesetzentwurf wird dann an- genommen mit der von den Demokraten beantragten älmwandlung der „Äann"- in eine .Muß'-Dorschrist. Das Gesetz soll bis zum 30. April 1925 gelten. Das Haus vertagt sich auf Freitag 1 Uftr. Die Aufwertungsdenkschrist. Die Notwendigkeit der Nechtsqew-ftheit. Berlin, 5. Febr. (WB) Der Aufwertungsausschuß des Reichstags beschloß, die im Reichskinanznnnisterium verfaßte Denkschrift über die Aufwertung, die bisher als vertraulich bezeichnet worden war, freizugeben. Die Denkschrift gibt in ihrem Hauptteil eine genaue Darlegung der Entwicklung der Aufwertungsfrage in Deutschland feit Beginn des Weltkrieges. Die Denkschrift kommt zu dem Schluß, dah über die zahlreichen Einzel frag en, die das Problem der Aufwertung betreffen, die Ansichten wohl weit auseinander gehen. Heber eines jedoch bestehe in weiten Kreisen äleberein ft immun g, nämlich darüber, dah es erforderlich sei, z u einer Regelung z u gelangen, die etwas Dauerhaftes darstelle. Der Schuldner, der finanziell zusammengebrochen sei, könne die Grundlage für eine neue wirtschaftliche Betätigung nur dadurch gewinnen, dah er mit den alten Gläubigern zu einem Dergleich, einem ZwangSverdlelch. gelange. Gelinge ihm dies nicht, so muffe er damit rechnen, daß jederzeit, sobald er sich wirtschaftlich zu erholen beginne, der Gerichtsvollzieher bei ihm erscheine und ihm die Rechnungen der alten Gläubiger präsentiere. Richt anders sei eS mit derStaats- und Volkswirtschaft. Sie müssen endgültig wissen, welche Belastung die allen Papiermarlschulden darstellen. Hier könne eS nur ein Ziel geben: R e ch t S g e w i h h e i l auf dem Boden eines der Billigkeit entsprechenden endgültigen Ausgleichs. Es handele sich nunmehr darum, einen Schluß- strich unter die Währungskatastrophe zu ziehen. Damit sei die Gesetzgebung vor eine große und verantwortungsvolle Entscheidung gefüllt. Daß diese Entscheidung nicht fehl gebe, davon hänge nichts weniger aU dl e ganze Zukunft des deutschen DolkeS ab. Die Spitzenverbände zur Aufwertungsfrage. Berlin, 6. Febr. (SU.) Der Deichs- verband der deutschen 3 n b u ft r l e hatte im Ramen der Spitzenverbände der Landwirtschaft, des Großhandels, des Einzelhandels, der Schiffahrt, deS Handwerks, des Bankwesens sowie der 3nbuftrie und Handelskammern die Vertreter der Presse zu einer Aussprache über die Aufwertungsfrage eingelabe.i. Den Spitzenver- bänben sei. so würbe in ber Erörterung betont, von verschiedenen Stellen ganzosfen erflärt worden, die AufwertungSfraae mtlfte heute in erster Linie vom parteipolitischen unb erst in zweiter Linie vom sachlichen Standpunkt aüS be- hanbelt werben. Die Spitzenverbände verlangen ihrerseits, daß bei ber Stellungnahme zu bicfer jrage alle anberen Gesichtspunkte hinter der Sicherung unserer Volkswirtschaft gegen erneute Erschütterungen bet Währung. beS Kreb ltS und ber Produktion zurücktreten müssen. Die Hilfe, bie dem Mittelstand auf dem Wege erhöhter Auswertung wü.be, sei eine Schein hilf e, weil sie die Gefahr neuer Katastrophen für Währung und Wirtschaft heraufbeschwöre, die sich w eberunt gegen den Mittel st and, die Verbraucher, bie kleinen Steuerzahler auf das empfindlichste auswirken müsse. Der Währungsausschuß deS Zentralverbandes deutschen Bank- unb Bankier- gewerbes hat sich ebenfalls mit der Aufwertungsfrage beschäftigt. Der Ausschuß teilt bie Befürchtungen über eine über die dritte Steuernotverordnung hinausgehende Auftoertung der privaten Schuldverbindlichkeiten und hält die beabsichtigte Differenzierung zwischen dem alten und neuen Anleihegesetz für gefährlich. Er ist ber Ansicht, daß die ent- werteten Verpflichtungen auS den alten Anleihen baldigst durch eine einheitliche, allgemeine unb enbgültige Regelung au« der Well geschafft werden müssen. Er erwartet, baß bie Reichsregierung vor ber endgültigen Festlegung ber Regelung positive Vorschläge von banksachvecständiger Seite entgegennehmen und in den geeigneten Kreisen erörtern wird. Die Revision Generals von Rathusius verworfen. Paris, 5. Febr. (WTD.) Die Strafkammer deS Kassationsgerichtshofes, die heute bie Verwerfung ber Revision beS Generals vonRathufinS gegen bat vom Kriegsgericht in Lille gegen ihn ergangene Urteil ausgesprochen hat, hat sich aus solgenben eianbpunft gestellt. Der Verteidiger deS Generals von Rathusius, Advokat M o r n a t, erklärte, die Zusammensetzung des Kriegsgerichts sei nicht nach den bestehenden französischen Gesetzen erfolgt Der Angeklagte sei ein General. Er hätte also nur vor einem au« Generalen bestehenden Gerichtshof abgeurteilt werden können. Der General- staatsanwalt erklärte, diese Einwände seien nicht stichhaltig, da sich General von Rathusius ein Vergehen gegen da« gemeine Recht Die Sitzung Hal unterbrochen werden müssen, Weik wegen beS großen Lärms die Beratung nicht fortgeführt werden konnte. 3ch habe den bringenden Wunsch, daß bas jetzt anbers wirb. (Große Unrufte bei den Kommunisten.) 3ch würbe mich sonst genötigt sehen, von den geschäftSordnungsmäßigen Mitteln Gebrauch zu machen, bie mir zu Gebote stehen, um bie ordnungsmäßige Fortsetzung ber 2er- hanblung zu erzwingen. Zur Geschäftsordnung erklärt Abg. P i e d (Komm.), daß die Kommunisten ihren Protest vorhin dagegen zum Ausdruck gebracht haben, daß der Abg. Kuttner, ber wider Recht unb Gesetz im 3ahre 1919 einen Arbeiter erschossen hat, auf dieser Tribüne das Wort ergreift. Die kommunistische Fraktion würde jetzt ihrem weiteren Protest dadurch Ausdruck neben, daß sie die Rede deS Abg. Kuttner nicht anhören, sondern den Saal verlassen. Unter stürmischen Entrüstungsrufen der Sozialdemokraten verlassen darauf die Kommunisten den Saal, während der Präsident dem Abg. Kuttner daS Wort erteilt. Abg. Kuttner (Soz.): Das Schauspiel, bas die Kommunisten uns soeben gegeben haben, beweist tr-ieber, bah für die Verhandlungen nur ein Mittel zum Zweck sind. Agitation nach außen hin zu treiben. (Lebhafte Zustimmung.) Trotz des ungeheuren Geschreies, das sie nach ber Amnestie erheben, glaube ich nicht, bin sie auch nur bas mindeste Herz und Mitgefühl für bie politisch Derurlrillen haben, denn sonst würden sie nicht immer wieder verführen und un= wissende Anhänger in Aktionen hineinhetzen. die sie schließlich ins Gefängnis bringen mühten. 3ch weiß nicht, ob ber Abg. Paul Hoffmann, ber hier gegen mich aufgetreten ist, feinen Eifer nicht deshalb an den Tag gelegt hat. weil er ein besonderes persönliches 3nteresse an der Amnestie hat, nachdem er ober seine Frau verurteilt worden sind, weil sie unter stärkstem Verstoß gegen das Kinderschutzge'etz ein minderjähriges Mädchen in ihrer Wirtschaft beschäst gl haben. (Hier ruft ein Dell ber Mitglieder ber Rechten: Das ist ja Demagogie! Es entsteht große llnrufje rechts, und ein Teil ber Rechten schickt sich an. den Saal zu verlassen.) Er empfehle bie Anträge feiner Partei aus Amnestierung derer, die sich während ber Lebensmittelunruhen in bestimmter Weise strafbar gemacht hätten, sowie derer, bie beim Rhein- oder Ruhrkamps wegen Streikvergehen verurteilt worder- seien. Rächste Sitzung Freitag 1 llftn dec Nacht zum Ebsjerg nach H 6d aus Auf- r*. Der vor deS ein bet Tk\ traf worden, daß bei Festrede -ii ö» r« Wut Ariei das Dalaff. fiinb. starrt. Klein-' Mpeitei Äeben Helm Krimi bitterst in ihr glaubh die Kc ragend Film i ersten Er läi Dahnhi 2-Wc Land Darmat-Antersuchung In Graz. 3n Graz sind ein Staatsanwalt und Kriminalpolizist aus Berlin eingetroffen, um Grazer Firmen in der Angelegenheit der dadurch in Frage gestellt werben. Der Himmelsbachprozeh. Am Donnerstag begann in Moabit Weiter erklärt der RegierungSvertreter, dem Fackelzug der Studenten und der ein Anlatz zu Beanstandungen nicht melsbach A.-G., einer der größten deutschen Holzhandlungen, gegen den Herausgeber der Zeitschrift „Der Holz markt", Otto Firnbach. In einer Serie von über 70 Artikeln hatte Firnbach die Firma Himmelsbach beschuldigt, die deutschen Waldungen in der Pfalz mit dem Einverständnis der Franzosen verwüstet zu haben, so dah sich der Schaden in hundert Jahren nicht mehr gut machen lasse. Als Vertreter der bayrischen Stoatsregierung wohnt den Verhandlungen Ministerialrat Ringe- mcmn bei. bun 1*3 30. e Hhv hing und dies Aeic Jun rage vom nachr Somr heltei DunS nach M film- einer spm eine broö Arc Hill» auf. Slin ug< von i zu F von Das Memeler Landesdirektorium ist zurückgetreten. Landesdireltor Borchert ist mit der Neubildung des Direktoriums beauftragt. den sind. Die veiden Gendarmen stno inzwlscyen verstorben. Einer der Schmuggler ist verhaftet worden. Zwei deutsche Dampfer gesunken. Emaille uns Pc fronen Der Darte -Dassau In hiesigen Kreisen erhält sich die fassung, daß irgendein Handstreich gegen Danzig geboten gewelen und Vun Ausschreitungen nichts bekannt geworden sei. •* Hessische Gartenbau-Ausstellung in Darmstadt. In der Zeit vom 15. Äugust bis 14. September findet aus Anlah des 90jährigen Bestehens des GarrenbauvereinS Darmstadt mit Unterstützung der Hess. Staatsregierung und der Stadtverwaltung Darmstadt eine „Hessische Gartenbau-Ausstellung" statt, und zwar im Orangerie-Garten in Darmstadt. Gs werden Gartenanlagen, Gartenmcbel, Gartenbauschmuck, Schnittblumen, Obst, Gemüse, Konserven Aquarien, Terrarien usw. gezeigt. • Sin bedauerlicher Unfall ereignete sich gestern nachmittag im hiesigen Volks- bad. Ein hier wohnender älterer Herr benutzt, das Römisch-Irische Bad und erlitt hierbei -'ne« schweren Ohnmachtsanfall. D ibei fiel er unglücklicherweise gegen die Heizung des Her^ust- raumes und zog sich erhebliche Verbrennungen zu. Ein in der Nähe wohnender Arzt leistete die erste Hilfe. Der Verletzte wurde durch die Freiwillige Sanitätskolonne mit dem Krankenwagen zuerst nach seiner Wohnung und später nach der Aus aller Welt. Ein Sack mit Pulver explodiert. In dem im Hornbachtal gelegenen Dorfe Rimschweiler ereignete sich nach einer Meldung aus Zweibrücken ein schweres Explosionsunglück. Der Steinbrecher David Sand hatte von Ixheim einen Sack Pulver, den er zum Steinbrechen benutzen wollte, mit nach Hause gebracht und in die Küche ge st ellt. In dem Augenblick, als Sand den Sack Pulver in den Steinbruch transportieren wollte, explodierte unter weithin hörbarem Getose das Pulver, in- bem eine hohe Stichflamme empvrschoß. Durch die Explosion flogen sämtliche Fensterscheiben zum Teil mit Läden ins Freie. Wände. Decken und Einrichtung des Hauses sind schwer beschädigt. In der Küche befanden sich auheroem noch die beiden Töchter des Sand, sowie sein 20jähriger Reffe. Alle vier Anwesenden erlitten fürchterliche Brandwunden und wurden nach dem Zweibrückener Krankenhaus verbracht. Gattenmord. Der Schuhmachermeister Butz in Wilzenberg hatte seine Frau ermordet und die Leiche in einem Strohsack desselben Bettes, in dem er schlief, versteckt. Butz wurde verhaftet. Kesselexplosion. In der Chemischen Fabrik Kalle & Co. in Bieberich a. Rh. fand eine Kessel- explosion statt, bei der drei Arbeiter verletzt wurden. Autounfall. In G i f t i n g (Oberfranken) stürzte ein Postauto um. Sieben Personen wurden verletzt. Alkoholschmuggel im Elsaß. Wie der „Temps" aus Strahburg meldet, hat bei Buckweiler ein Kampf zwischen Gendarmen und Alkoholschmugg^rn stattgesunden, in dessen Verlauf zwei Gendarmen durch Revolverschüsse tödlich verletzt wor- ®oöbe| di« sch ei' ar er überall sein Zubau'.- Hal. er. Der gi Strobenbub unter Den Vögeln Untertuchungen deS Marburger Ornithologen W S u n I c l haben nun ergeben, dah Dieter Vogellümmel doch nicht so verbreitet ist, ja. dah es Ori- schasten und Gegenden gibt, wo er völlig unbekannt ist. 3n Hessen beispielsweise gibt e< Ortschaften, wo die» nachgewiesen ist. so in Kehrenwald im Söhrewald. Wildeck im Richelsdörfer Schiefergebirge, links Der Werra und Dann nach Thüringen zu im Schmalkaldifchen. Eine Erklärung ist Darin zu suchen, dah jene rauh gelegenen Gegenden keinen Ackerbau haben, der Korner adwirft. oder keine Pferde, an Deren ..Ablagerungen" Der Spatz feine Freude hat. 3m Zufarnrnenhang damit kann eine wenig befannte Tat aaje gebracht werden, dah die Kriegszeir eine Abnahme Der Spatzen in Deutschland berbei- gefübrt hatte, weil eS wenig Pferde gab und Dann auch, well Die wenigen Pferde in Der Heimat so gut wie keine ÄÖrncrcrnäbrung hatten Dafür folgte Der Spatz Den Heeren in Die Kriegs- gebiete unD deutsche Haus'patzen sand man m Waldungen Frankreichs frisch angelicDelt, wenn in Deren Rähe Baracken mit Pferdebeftandcn waren. Der Frage nachzugehen, ob durch Die Verdrängung der Pferde durch das Kraftfahrzeug eine Verminderung Der ©verfinge in ab- lehoarer Zeit eintreten kann, entbehrt nicht eine» besonderen ReizeS. ÄoaS Stürme anrichtcn. Die ungeheuren Schäden, die die Stürme der letzten Tage in Der ganzen Welt an gerichtet haben, zeigen wieder einmal fo recht deutlich, welch zerstörende Macht dem Wind innewohne, kann. Diele Ralurkrast ist imstande, ganze Städte und Dörfer in Trümmerhaufen zu verwandeln Schiffe vom Meere fortzufegen und sie in eine Stadt zu fchleudern. wie dies z. B. im August 1915 in Telas geschah. Während deS Orkans. Der im April 1918 Melbourne heimfuchte. trug Der Wind Sifenmaffen, die 4'/- Tonnen wogen, fort, und wirbelte sie über einen Wald. Die australischen Meteorologen gaben Die Schnelligkeit des Windes bei diesem Anlast mit 300 Kilometer in Der Stunde an. Die stärksten Winde, die man bei uns registriert, erreichen kaum Die Schnelligkeit von 150 Kilometer Die Stunde. Dagegen find solche Stürme zahlreich in der eigentlichen Heimat der Zyklone, in den Vereinigten Staaten. Gewaltige Sturmschäden sind Dori an Der Tagesordnung, und die furchtbarsten Unglücke kommen vor. Wohl die schlimmste Derartige Katastrophe rief ein Orkan im September 1900 hervor, der von Westindien her über Gal- veston in Texas fuhr und mehr als 4500 Menschen tötete. 3m März 1913 vernichtete ein Tornado, der die Staaten Ohio und 3nDiana heimsuchte. 15 000 Menschenleben, Darunter 400 Kinder, die in einer Schule unter Den zusammenstürzenden Krümmern begraben wurden. Gegen 1/4 Million Menschen wurde damals obdachws, und Der Materialschaden wurde amtlich auf 1 Milliarde Mark geschäht. 3n Pueblo. Colorado, rief ein Tornado im 3uni 1921 1000 Todesfälle hervor, und ein Zyklon tötete tn Galveston im August 1915 400 Menschen. Alle diese Sturmkatastrophen werden aber übertroffen von Dem Zyklon. Der am 31. Oktober 1676 die südöstlichen Gebiete Der Provinz Bengal tn 3ndien heimfuchte. Bei diesem Unglücf, dem schrecklichsten seiner Art, von dem wir aus neuerer Zeit w ff.'n. kamen nicht weniger als 215 000 Menschen umS Leben. 3n derselben Provinz wurde am 22. September 1825 Die Stadt Orissa durch einen Zyklon zerstört, wobei 5000 Personen starben, und von einem Orkan, der am 14. Oktober 1870 über Kuba raste, wurden 2000 Opfer gefordert. Die schlimmsten Sturmkatastrophen in Europa sind, dagegen gehalten, verhältnismäßig ?ier.nafüg g: eine Der größten europäischen Kata- tropyen war die vom 3anuar 1881, bei der Drei Tage lang ein Sturm um London herrschte, der einen Schaden von 40 Millionen Mark verursachte und über 100 F scherboote zum Sinken brachte. Lieber Heinrich! 5maiaefitt kittet burebnebrannte Kochiöofe. «erbrochene GlaS> unö ttorzellanaeaenuände, wasser- und feuerten .frohen die Troaerien W sterb jf!, Bmll Karn, Gehr. B obel, Gail. Wa'ter Iwn Wallsafels, A.gn.t K.U aB4 g. BaU. *2ti8D Einladung iu dem Operetten-Abend der Gesellschaft .Gemütlichkeit', Lich am Samstag, dem 7. Februar, abends 8 Uhr in Steins Saalbau in Lich Der Jäger aus der Pfalz Luftige Dolksoperette in 3 Aufzügen. 011*26 Vollbesetztes Orchester. Anschließend Ball. 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In tiefer Trauer: Anna Schaefer geb. Reuning Dr. phil. Robert Schaefer, Studienrat Dr. phil. Emil Schaefer, Pfarrassistent a. D. Gießen (Steinstr. 55) und Osthofen a. Rh., den 5. Februar 1925. Die Beerdigung findet Samstag, 7. Februar, nachmittags 3% Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Wir bitten herzlichst, von Beileidsbesuchen abzusehen. Verkauf durch: Fritz A. Nennstiel, Fachgeschäft für den gesamten Bureaubedarf, Seltersweg 8lFernruf Nr. 1196. Die .Continental■ ist eine der wenigen in den Verkehr gebrachten Schreibmaschinen- Fabrikate, die sich wirklich bewährt haben. Von den vor20Jahren gelieferten Maschinen arbeitet nachweislich noch Wtt ein großer Teil zur völligen Zufrie- H denheit ihrer Besitzer. Eine Maschine »»HW von derart langer Lebensdauer und X Leistungsfähigkeit muß ein erstklassi- X T ges Fabrikat sein, welches sich in "l kurzer Zeit unbedingt bezahlt macht. Lichtspielhaus, BshnhcWe Heute: ».Teil: Kriemhilds Rache Begin» der Aufführungen: 3.30, 5.45 und 8.20 Uhr. Ausgowählt vornehme Musikbegleitung Großes Orchester Preise: 1, 120, 1.80, 2.50 Mk. Schüler, Studierende und Militär nachmittags Ermäßigung. ]254c von OTTO DIX 1240D Sanitäts-Verein Montag, den 9. Februar, abends 8 Uhr, in der Rest. „Jur Stadt Kassel", r. Stock' 9^—**===^* ord. General - Versasimiunq WcIfHiBD - . .. . tJ 10 - 75 75 Pf. Satzungsänderung. pRcfcrenpt *.23. Eberstadt 'lOberbessew, YrleSheim b. Frankfurt n. M. Bei Scbnrf j 'Anfrage erbeten. 12WD tallUcWI iler Gießener Kuoslfrennde AUSSTELLUNG Die Beerdigung unseres lieben Ehrenmitgliedes Heinrich Schaefer Gendarmerie-Wachtmstr.i.R. findet Samstag nachmittag 3y2 Uhr statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet der Vorstand. --- 1247D inftrumente und Zubehör kaufen Sie gut und billig bet Will Kirchner mnftlallenbanölono Schiffenberg. Wegl6 (zwischen Berg- und Guienbergstr.f ,2t2D Auf Lager neue und gebrauchte Ambosse, Schraubstöcke, Bohrmaschinen. 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Februar 1925, nachm. 3 Ubr, bei Gastwirt Wilhelm Bicrau: Vßflraj des Plärrers Taeüler, Frankiert a. Mer: Freie Aussprache! 1238D Freireligiöse Gemeinde Wieseck. Hkünschelruts! Wichtig für Gemeinden undJndustrieu Don groster Forschungsreise auS Mrrilo AuriitfuefeUTf, macht demnächst der durch feine glänzend. Erfolge berühmte, geprüfte WunschelrutensorscherOberstleinnant aD Heinemann n. Bad Homburg, Vromenade24 eine <>orfchui-gsrcise durch Oberhessen Er hnbet und verfoini: iebe nie versiegbare Äasfernder,gibtan^Stromrichtung.Breite, aenau. Bohrvunkt. Tiefe. deSgL bei Boden- IdiatieiL Witterunggleichgült. Glänzendste MlSkßn-SrlMM Seltersweg 50 Ecke Trinkaus Eingang Wolkengaste Verkaufe Obst- und Gemüsekonserven unter Preis. Empfehle außerdem sehr preiswert Schnäpse und Liköre. Thüringer- u. Landwurst frisch eingetroffen SveMM: GmiWel Mssthnill M 1.60 01115 IthWnimiD Am 10. Februar, abends 8 Uhr im Saal 5euer, Neustadt 58 Mri. tanln Redner: Wmiltt Dr. figuffflann-mötiöjen osttZMöesUNeuMM AuS dem Lnbalt: Gewebe, Färberei v,Ct!nt?"cvte dazu. m hcrn Auffrischung, SluS.csfcruna, Ledervutz- und Färbemittel, Holz' Politur, Bobnermassen, Selbstberci- tung, Rczevte. Viele Auskünfte und Rezepte. ... , . Wertvoll 1243D für jede Hausfrau und jeden Hausvater! AirMitglteder 30 Pf, für Nichtmilglieder uO Pfennig.________Der Vorstand. 10 - 95 „ Zitronen Feigen Erdnüffe Saal-Niemaml Inh.: Eug. Scheel Mausburg 17.__yIS3 Ah" 240 ute uch nachts Lw^toger-taiDGiellEfl ■J , Die Beerdigung un« M /—fereS lieben Kamera- den und Borstands- Mitgliedes | Heinrich Schaefer M Gendarmerie-Ober-Wachtm. L R., W sinder Samstag. 3l/7 Uhr nachm.', A auf bem Neuen Friedhof statt. A. Rege Beteiligung ist Ebren- fache. [1346cJ Der Vorstand. die v> Ä Dell 'Betr.: 01 wird । zuweil G des 2?e Sa Hess An i gemei diesen liegen, in ten laut u floft bh einem 1 Spritze die Schl Di etwa al durchsetz zeitig di Deckeln Gi Deir.i An bei An die Di danten dieses { die zui zeichnie zur Ei Besitzer Tierarzt nach Ar 1921 zu> Last. F Avsichri zur ota venichi Gebühr sestgese- unter 9 wendet anitst'l eher f suchung Sti Mchen nnitet-c> 3n Glulpro Inhalt Äussul ZlaM der lll Vtl n Mittag. Fürs Gutg Dvn ’ . 2us Aktion chrefstomSmuS f. Objektivier »er ebige W nur in der leinen 2lu ’™ Tnil M*h t1”« w den ySj*“ ZK- Nr. 31 Zweites Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Zrettag, 6. zedruar (925 I-__ _____I I—^11^—~~l--------------------- । ■!■!■■ HIMIM HIMB , , | IM, | I —■■MWIM I ■ ■ -- - — Mittag- und Abendessen Fürstenberg-Bräu Gut gepflegte Weine Universitäts-Restaurant Vor dem Plockstraße 5 Fernsprecher 198 kalte und warme Platten 972a Französische Orientpolitik Von unterem türkischen F. K- Korrespondenten. Konstantinopel, 30. Januar 1925. Orientpvlitik. für den Deutschen ein Wort von besonderem Klang. Dor dem Kriege ein Konzentrationspunkt der (Interessen von ein halb Dutzend Mächten, jetzt nach Verdrängung der größten Konkurrenten einzig die Domäne der beiden .Siegerstaaten" F ra n k r e i ch und England, die trotz der so oft betonten Freundschaft sofort kläffend auteinonterfnllen, wenn es gilt, hier die so zahlreichen Sonderinteressen zu wahren. Eine Situation, die jedesmal von den Männern der neuen Türkei mit dem großen Diplomatengeschick. daS dem der früheren Sultane mindestens ebenbürtig ist, ausgenuht zu werden pflegt. _ , SS scheint zu gewohntem Brauche geworden *u fein, daß Frankreich jede gröbere Aktion feiner Srpresserpolitik gegenüber Deutschland mit einer besonderen Aktivität im nahen Orient einleitet um die dort erlangten Dorteile dann zu gunften feine» Gegenspielers England au« der Hand zu geben, wenn es sich al« vorteilhafter erweist, dafür freie Hand anRheinundRuhrzu bekommen. Die wirksame Hilfe, die Frankreich den Kemalisten im Kampfe gegen die auf Englands Geheiß in Kleinalien eingedrungenen Griechen gewährte, die schließlich bis zu dem energischen Auftreten deS französischen UnterfjänMer« Franklin- Bouillon al« Anwalt der Türken dem englischen General Harrington gegenüber führte, ist im wesentlichen alS nichts anderes aufzufassen alS ein geschickter diplomatischer Auftakt der bekannten Sanktionspvlitik Poincares. In Lausanne dann völliger Stellungswechsel. England gibt sich den Anschein, als halte eS die schützende Hand über die iteue Türkei, und Lord Curzon, vom Italiener wirksam unterstützt, trägt wrientlich zum schließ- lichen für die Türkei einigermaßen erträglichen grieten bei, nicht ohne bei diesem kleinen Freundschaftsdienste seine guten A eben geschä sie au machen. DaS Meerengenproblem wurde im für England günstigen Sinne gelöst und die M o s s u I f r a g e offengelaffen. Doch heute stehen England- Truppen in dieser wichtigen türkischen Provinz, nicht allein, daß eS dort Petroleum zu holen gibt, Wohl in erster Linie gilt eS. einen der OieblingSträume englischer Orientpolitik zur Erfüllung zu bringen, durch eine Stärkung f>e r kurdischen Ir reden ta die Türkei durch einen Pufferstaat von seinen lebenswichtigen Derbindungen nach Innerasien (Kurdistan), vor allem jedoch nach Indien, abzuriegeln. Auch der Italiener brachte ein wenn auch kleine« Schäfchen in« Trockene. Doch hat cs lange darauf bringen müssen, bi« daß der Engländer ihm da« versprochene 3uba la nb abtrat, auch ist ihm der Dodekanesos, den er bisher beseht hielt, endgültig zugesprochen worden. E« verursachte in Konstantinopel nicht geringe Aufregung, al« Italien daraufhin plötzlich im letzten Sonnner eine dauernde Garnison nach der Infel Rhodv« verlegte. Für Frankreich selbst fiel in Lausanne damals gar nichts ab. doch durste eS sich zu jener Zeil ja, von England völlig ungestört, a n der Duhr „rfolre" und Kohlen holen. Immerhin gefiel e« sich in der Rolle des Unversöhnlichen und hat sich selbst nett der Ratifikation des FriedenSvertrogeS lange Zeit gelassen. Um so auffälliger Ist eS nun, daß wir seit einigen Monaten wieder eine starke boll- tische Aktivität Fran frei chS in der T ü r f e i bemerken. Zwar bestanden einige gröbere Differenzpunkte, aber soweit sie bei dem beiderseits vorhandenen guten Willen nicht inzwischen völlig üterbrüat sind, ist man doch einer Klärung nahegekommen. Ungelöst ist zunächst noch die Frage der Zahlung der türkischen Staatsschuld, die in Lausanne einer besonderen Einigung mit den französischen Gläubigem Vorbehalten wurde. Doch angesichts der Tatsache, daß Frankreich selbst seine Dor- kriegSschulden in Papierstanken abzahlt, dürste der türkische Standpunkt Wohl durchdringen, daß man weder juristisch noch moralisch zur Gvld- zahlung verpflichtet sei. WaS übrigen« der desolate Zustand der Finanzen kaum zulassen würde. Rahezu völliges Einverständnis ist schließlich nach langen Verhandlungen in der Schuldfrage erzielt worden, in der man lange Zeit vor unüberbrückbaren Hindernisfen zu stehen schien. Es wurde hier in sehr empfindlicher Weise der Angelpunkt der historischen Stellung Frankreichs im Orient berührt, die durchaus nicht auf wirtschaftlichem Geb,eie liegt (Deutschland steht in der Handelsstatistik der Türkei trotz jahrelanger künstlicher Abschließung schon wieder nahe hinter Frankreich). Durch eine geschickte, feit langem währende .Penetration paci- fique" hat man es verstanden, französische Kultur — und auch Scheinkultur — hier festen Fuß fassen zu lassen. Hauptmittel zu diesem Zwecke war der systematifche Ausbau von Schulen, zumeist katholischer Kongregationen. Allein in Konstantinopel finden wir heute 33 französische Schulen, gegen nur 2 deutsche (die österreichische katholische Schule mit eingerechnet). Was Wunder, wenn heute neben ter Landessprache die französische vorherrscht? So erscheinen in Konstantinopel allein fünf Zeitungen in französischer Sprache, die natürlich vorwiegend der Verbreitung französischer Interessen dienen und zum Teil eine gehässige antideutsche Poli tik treiben — eine deutsche Zeitung gibt eS leider immer noch nicht. Begreiflich ist daher die Bestürzung, als die Regierung im letzten Sommer verlangte, die sichtbaren Zeichen des christlichen Kultes, Kruzifixe und Heiligenbilder, aus den Schulen zu entfernen und es bei der Weigerung zur polizeilichen Schließung tarn. So hart d^e Maßnahme auch scheinen mag. man kann in Anbetracht der hiesigen Verhältnisse Angora die Berechtigung zweifelsohne nicht versagen. Das Kulturprogramm der neuen Türkei ist auf konsequenter Vorherrschaft des Staates aufgebaut und hat zur völligen Derweltlichung der türkischen Schulen geführt Weshalb da mit den ausländischen religiösen Schulen eine Ausnahme machen! Ironie ist es. jenes Frankreich der Trennung von Kirche und Staat, gerade das Frankreich der ^Aufklärung", das auS feinen eigenen Schulen das Kreuz schm längst verbannt hat. in Angora zum Schutze von Heiligenbildern energisch Protest erheben zu sehen. Gwcrde das sonst so kirchen- feindliche Frankreich hat sich von jeher gerne als katholische Schutzmacht aufgefpiet eine Au'gäbe, mit der sich immer nicht gerate kleine Reten- zwecke leicht verbinden ließen, ich erinnere nur an Syrien. Inzwischen hat man sich auch hier geeinigt, da ja die Regierung durchaus nicht den Religionsunterricht als solchen verbot, und hat in den Schulräumen, die auch von mohammedanischen Kindern besucht werden, auf religiöse Zeichen verzichtet. In der syrischen Frage hantelt es sich um die Beilegung ter Grenz streitig leiten. Auch führte das ja leider auch dem Deutschen hin- reidjenb bekannte, anmaßend herrische Aus treten der französischen Soldateska zu nicht enten- wollenden lokalen Aus ständen und Grenz- zwischenfällen, dazu noch Ungerechtigkeiten in der Steuereinziehung und unerträgliche Härie der französischen Verwaltung. Die Schwierigkeiten. die Frankreich im Lande hat. gehen nicht allein aus dem öfteren Wechsel des Ober- komnnnissars herv-n. sondern vor allem daraus daß fast jeteS Iahr eine neue Staateneinteilung vorgenommen wird, die jedoch jedesmal mir zu neuen Unzufriedenheiten führt. Die vor kurzem erfolgte Ablösung des General Weygand durch den als gemäßigten Politiker bekannten ®eneral Ö e r r a i l, dem früheren Oberbefehlshaber der 6aloniRfront, ist als ein Entgegenkommen gegenüber der Türkei aufjufaffen. Immerhin hat Weygand noch kurz vor seinem Weggange den nordsyr.schen Städten Alexandre 11 c und Aleppo die schon im Veri> aae von Angora zugesicherte Selbstverwaltung entwich gegeben. Die Bevölkerung dieser Städte. Antiochia miteinbegriffen, weist in einem hohen Prozentsätze türk.sche Bevölkerung auf. und man geht sogar soweit, eine völlige Rückgabe DordsyrienS zu erhoffen. daS alS »türkisches Eisaß-Lothringen' bezeichnet wird, das französische Schlagwort hier in geschickter, aber dabei diesmal völlig berechtigter Weise aufgegriffen. Doch der Franzose gibt so leicht nicht heraus, was er einmal an sich gerissen hat! Roch im Herbste erweckte die völlige außenpolitische Isolierung der Türkei ernste Besorgnis. Das Mosfulgcspenst mit dem immer noch nicht loszuwerdenden Engländer im Hintergründe, im Westen der Grieche, der sich bei jeder Gelegenheit den Verpflichtungen des Lausanner Vertrages zu entziehen sucht, außerdem zu Wasser und zu Lande offen und heimlich' rüstet — auch hierhin lassen sich die Fäden englischer Politik unschwer verfolgen — der Zus a mmen schluß der Balkan st aa- t e n angeblich gegen den Kommunismus, die jedoch bis jetzt nur einig waren, wenn es galt, dem Türken etwas abzuzwacken; dem russ i- schen Freunde ist auch nicht allzusehr zu trauen — mit vielsagendem Seitenblick aus all diese unerquicklichen Tatsachen sehen wir schließlich ISmet Pascha, wenn auch immer noch zögernd, die ausgestreckte Hand H e r r i o t s ergreifen, der .die traditionellen, feit dem 16. Iahr- hundert bestehenden herzlichen Beziehungen Frankreichs im Oriente aufs neue befestigen möchte". Inzwischen wird in der beiderseitigen Presse in Interviews und AuSsprüchen diese deutliche sranko-türlische Annäherung vertieft, die geschickte agitatorische Rührigkeit der französischen Presse' ist dem Deutschen ja noch in unangenehmer Erinnerung, ist aber in ihrer Solidarität nur anerkennenswert. Auch der neue türkische Ministerpräsident Fethi Dey widmete in seiner Regierungserklärung der Freundschaft Frankreichs herzliche Worte. Richt ohne Grund wird er auf feiner Rückreise letzthin von den immer wieder ergebnislos verlaufenen Mossul- verhandlungen, die er führte, den kleinen 11m- weg über Paris gemacht haben. In Angora selbst sehen wir seit Monaten den sehr gewandten General Mangin an der Arbeit und es werden sogar Stimmen laut, die auf ein offene« •Cbünöni« der beiden Republiken hindeuten. Doch so weit ist es doch noch nicht. Eins jedoch ist nicht außer Acht zu lassen, die neue politische Aktivität Frankreichs im Orient richtet sich scharf gegen England und auch diesmal bleibt es abzuwarten. wieweit der Deutsche wieder einmal das Kompensationsobjekt bilden wird. In der Politik liegt heute M o s s u l und d i e Rheinprovinz nahe beieinander, ilnö bei den so häufigen Versöhnungsfesten der beiden „alten Freunde" Frankreich und England hat der deutsche Michel immer noch die Zeche zahlen müssen. Die innerpolitischen Schwierigkeiten Herriots Die parlamentarische Lage deS Kabinetts Herriot hat sich trotz des Vertrauensvotums nicht wesentlich gebessert. Man nimmt an. daß die Aussprache über die Vatikan» frage die parlamentarischen Gegensätze so zu- ge spitzt sein, wie es seit dem 11. Mai nicht mehr ter Fall gewesen ist. Der bevorstehende sozialistische Kongreß in Grenoble trägt zur Verwicklung bet Lage bei. da die sozialistische Partei be ürchtet. daß ein Teil ter Parteimitglieder sich so sehr gegen eine weitere Unter ft ü^ung der Regierung aussprechen wird, daß eine Spaltung der Partei zu befürchten ist. Die führenden Mitglieder, vor allem Blum, suchen daher vor ihren Anhängern die Regierung im sozialistischen Gewände erscheinen zu lassen. Dies war einer ter Hauptgründe, die sie bewogen. Herriot zu zwingen, in der Vatikanfrage Stand zu halten. Innerhalb der Regierungsparteien ist die Lage so gespannt, daß in den letzten Tagen die Sitzungen mehrfach unterbrochen werten mußten, um Herriot Zeit zu lassen, sich mit den Sozialisten über die zur Abstimmung gelangenden Fragen au einigen. „Iournal des DevatS" stellt ironisch fest, daß die Entscheidungen in den ParlamentSsitzungen jetzt stet« in den Pausen herteigeführi werten und die aktuellen Fragen nicht im Sitzungssaal, sondern in den Korridoren erledigt werten. Herriot, dem es am 28. Ianuar gelang, gelegentlich seiner außenpolitischen Rede sich mit den nationalen Farben zu schminken, müsse jetzt erdulden, daß die Sozialisten ihn mit roter Farbe an streichen. Der .TempS" schreibt, die Sozialisten seien gezwungen, um die Regieruirg weiter zu unterstützen, sich über ihre weiteren Prinzipien hinwegzusetzen, ter nach Grenoble führende Weg fet für sie mit spitzen Steinen besät. Im .Pari« Soir" entwickelt Brochart den sozialistischen Standpunkt und nimmt gegen die Entsendung eine« elsässischen Geschäftsträgers nach Rom Stellung. Auch die Linkspresse im Elsaß ist recht unzufrieden mit der Bewilligung eines Vatikanvertreters für Elsaß- Lothringen. Die „Straßburger Reuesten Rachrichten" sprechen von einem schwachen Kompromiß. bad ein konkordatäres und ein nicht- konkordatäres Frankreich schaffe. Die rher.it- sehen Departements nehmen jetzt Allüren einer souveränen, beim Papst akkreditier- ten Ration an. Man habe sich erst kürzlich gegen ein Plebiszit ausgesprochen: jetzt bäte man sogar eine eigene Vertretung beim Vatikan. Don den elsaß-lothringischen Rechts- b l o ck - Abgeordneten haben einige g-gen die Sondervertretung beim Vatikan gestimmt. Wei. sie nur eine Vertretung Gesamt-Frankreichs billigen könnten. In diesen Kreisen gibt man der Hoffnung Ausdruck, daß der Senat den Kammerteschluß für die Aushebung der französischen Botschaft beim Vatikan verwerfen wird. Aus der Provinz. Landkreis Gießen. • Staufenberg, 5. Sehr. Dieser Sage hielt ter Turnverein seine Generalversammlung ab. Der seitherige Vorsitzende Ludwig Dietz wurde in Anbetracht seiner Verdienste um den Verein zum Ehrenvorsitzenden ernannt An seine Stelle wurde als erster Dor» sitzender Ludwig Karber gewählt. Bg. Gr.-Buseck. 5. gebt. Bei der heute abgehaltenen Holzversteigerung im „Hohen Berg" tourten erzielt für 2 Rm. Buchen- Scheu holz 36 bis 40 Mk.. für 2 Rm Buchen- knüppri 29 Mk., für 4Rm Duchenreisig 18 bis 19 Mark. . • Stangenrod, 5. gebt. Die hiesige Wald- und Feldjagd wurde auf 6 Iahte in 2 Bezirken verpachtet. Der 1. Bezirk erbrachte 505 — M. pro Iaht. Pächter Landwirt Johannes Reu nobel-Stangenrod. Der 2. Bezirk ergab 455 - M. jährlich, Pächter Postmeister Theiß - Grünberg. ♦ WeiterShain. 4. gebt. Der hiesige Gesangverein „Liederkranz" erfreute unsere Einwofmerschaft am Sonntagabend mit gesanglichen Darbietungen und verschiedenen Theatercrufführungen. wobei er durch die Mitwirkung einiger Weiters Hainer Mädchen unter- stützt wurde. Sämtliche Darbietungen kamen vortrefflich herauS und fanden den vollen Beifall aller Besucher. Der Verein kann mit dem Erfolg bä Abends sehr zufrieden sein. rt Lich, 5. gebt. Missionar Säuberlich von der Leipziger lutherischen Mission, bet 25 Iah re lang unter sehr schwierigen Verhältnissen auf einem einsamen. 125 Kilometer von ter Eisenbahn entfernten Posten in Britisch- Ostasrika tätig war. hielt hier einen Vortrag über Land und Leute im schwarten Erbteil: besonders schilderte er den zahlreich erschienenen Kindern anschaulich daS Kl -berieten in Oft- afrifa. Daraus zeigte er mit Hilfe des von ter Schule zur Verfügung gestellten von Lehrer Dietz freundlicherweise bedienten Aovarates eine Reihe von prachtvollen Lichtbildau'nahmen ter Landschaft und Bevölkerung am Kilimandscharo Eine Sammmlung für die Leipziger Mission ergab 15 Mk. Der Posaunenchor wirkte zur Der« schönerung des Abends mit ri. Rieber-Dessingen. 5. gebt. Im Saal der Gastwirtschaft Lotz hiell der Alice- Zur Entstehung des „Verismus" in der modernen Malerei. Don Dr. H. O. Daubel. Auf Aktion folgt Reaktion. Auf den 3m- presfioniSmus folgte ter Expressionismus, auf Me Objektivierung die Subjeftioierung. ES ist ter ewige Wechsel in ter Welttetrachtung, der nicht nur in ter Philosophie, sondern auch m bet Kunst seinen Ausdruck findet. Der Mensch muß, sobald er anfängt zu denken, eine Form suchen, in ter er sich mit feiner Umgebung, dem außerhalb von ihm Liegenden, der Welt, auSeinanoer- fetzt. und sich so geistig zu eigen macht Aus zweierlei Arten kann er bas tun. Entweder er lieht in dem. was von außen an ihn herantritt, ter Sinnen weit, das Wesentliche, allo im Objekt. ober im Subjektiven, in den Schöpfungen feine« Geistes, den Gedanken und inneren Dil» tern. die für ihn dann das wahrhaft „Seiende" sind, während die Sinnenwelt bloßer „Schein" ist. Der ImprellioniSmus war objektiv in diesem Sinne Er wollte nichts geben als die 3m°. vression, in diesem Falle die durch das Auge, das Sehorgan, gegebene Wahrnehmung. Aus diese Epoche der „Der leidllchung' ter Kunst, ter Angleichung an bad durch die förderlichen Rezeptionsorgane ter Sinne Gegebene, mußte notwendigerweise die Gegenströmung ter „Vergeistigung'' folgen, die ihren Ausdruck im Ex» pressionismuS fand. Man ist nidEft mehr künstlerisch befriedigt durch die Hinnahme und Wiedergabe deS sinnlich Gegebenen, man sucht mehr, aber man glaubt auch mehr. Das Problematische der Erscheinung-weit tritt wieder sehr stark in den Vordergrund, und so auch das Streben nach Erlösung von diesem Problematischen. Der Künstler sieht, daß diese Erlösung nur aus dem eigenen Innern kommen kann, er muß daS Weltbild in sich selbst schaffen. Es ist ein heißes, drängendes Suchen, ein faustische«, inbrünstiges Begehren, daS ihn an treibt. Wer aber sucht, der glaubt, daß er findet, er glaubt an die Existenz des Gesuchten, ter „Wahrheit". — Das „Wahre", das. was ihm so erscheint, das gibt der Künstler dann im Werke wieder. Es ist selbstverständlich, daß eine objektive Wahrheit, wie sie die Impressionisten gaben, eben alS solche dem Publl- kum verständlicher ist als die subjektive des Ek» pressionisten. Denn die Unterschiede in ter sinnlichen Rezeptionsfähigkeit ter einzelnen Menschen sind zweifellos nid^t so groß wie die geistigen. Ater trotzdem ist die subjektive Wahrheit alS solche ebenso wahr wie.die objektive. IedeS Kunstwerk setzt sich aus zwei Komponenten zusammen, aus Form und Inhalt. So ist eS natürlich, daß abwechselnd immer die eine von beiden die Oberhand hat. Wenn man die europäische Kunstgeschichte betrachtet, so fällt einem auf. wie in der Kunst zweier Dölker- gruppen immer wieder eine dieser Komponenten überwiegt. Bei den Romanen ist es das Formale. bei den germanischen Völkern da« Inhall- liche, das herrscht. Beite Dölkergruppen ater machen gegenseitig Anleihen und ergänzen sich so durch Ausnahme des ihnen. Fehlenden von dem anderen Der leider viel zu früh gefallene Münchener Kunsthistoriker Fritz Burger schrieb 'einmal: „Der Deullche benutzt das Raturstudium zur Bereicherung seines Dorstellukigsschatzes. aber er schafft auS dem Gedächtnis". Das ist ein Hauptunterschied dem Romanen gegenüber. Er beruht daraus, daß der Deutsche das Objekt als Sy m bot des Göttlichen benutzt. Der Romane sieht gleichfalls durch das Objekt das Göttliche, aber er findet das ^ebersinnllche im Sinnlichen selbst, in einer gesteigerten aber an sich möglichen Form dieses Sinnllchn. So ist die deutsch: Kunst immer exp essionistisch in diesem Sinne gewesen, und so mußte der Expressionismus in Deutschland besonders Fuß srsscn. wenn auch seine erste Er- scheinungssorm bereits Geschichte ist. Wir sahen, daß der Dekenntniswille, das Wahrheitsstreben, ein wesentliches Kriterium der Kunst des Expressionismus ist. Aus diesem Wahrheitswillen aber entstand die stark ab- st radierende Stilisierung des Expressionismus. Denn wahr kann nur das Allgemeine, Bleibende sein, während das einzelne. Zufällige, vergänglich ist. Man legte daher das Hauptgewicht dieser auf der Reflexion beruhenden Abstraktion m die formale Gestaltung. Aber als Reaktion darauf als Weiterführung andererseits erhob sich die veristische Richtung, die seit einigen Iahren immer mehr an Boden gewinnt. Käthe Kollwih war eine frühe Vorläuferin dieser Richtung, aber sie war noch innerlich verwandt dem literarischen RaturallSmus deS AuSgangs des 19. Jahrhunderts. Ihre jetzigen Hauptvertreter sind Georg Groß, Max Beckmann und Otto Dix. Sie führen den Expressionismus weiter, indem sie gleichfalls stark abstrahieren, ater sie verschieben das Gewicht der Abstraktion. Während die Exprellioniften der ersten Stufe möglichst sparsam in der Illustration des Einzelnen waren, weil sie an das „Zufällige" glaubten, geben die Veristen gerade das Einzelne, um am möglichst typisch, genau und „wahr" geschaffenen einzelnen das Allgemeine deutlich zu machen. Die natürllche Folge davon ist. daß sie großen Wert auf die formale Gestattung dieses einzelnen legen, die einerseits den Typ veristisch, d. h. umfaffenb, ajuf der anderen Seite das einzelne als solches überzeugend geben soll. So verschiebt sich ater die Abstraktion von der Gestaltung auf die Auswahl des einzelnen, darzu- st eilenden Motivs, weiter vom spezifisch Künst- lerischen, der Gestaltungskraft, zum atlgemeir Menschlichen, der Gesinnung. Gewiß, BeckmannS. Dix' und Groß' Kunst ist Tendenzkunst. aber welche Kunst ist das nicht? Ieder Künstler will doch mit seinem Werke etwas sagen. Daß aber in einer Zeit, die in ihren alltägllchen Aeußerungen so disharmonisch ist wie unsere, diese Disharmonie auch auf die Künstler, die doch auch darunter leiten wie alle anderen, einwirkt, ist natürlich. Daß ihre Werke, die unter dem Einfluß dieser Disharmonie entstanden sind, nicht harmonisch sein können, ist- ebenso natürlich. Durch das künstlerische Bekenntnis aber dieser Disharmonie unterer Zeit zeigen sie sich als wahre Veristen und alS wahre Deutsche. Um die Freiheit der Kritik. Der „Dtsch TageS-Zeitung" entnehmen wir folgende Meldung: Ein höchst bedenklicher Angriff gegen die Freiheit ter Kritik, ter über die Grenzen Düsseldorfs befremden muß, ist in der letzten Sitzung des Düsseldorfer Stadt- Parlaments gegen den Opernkritiker ter „Düsseldorfer Rachrichten" gerichtet worden. Zwei Stadt- oerorbnete ergingen sich in geradezu ungeheuerlichen Ausfällen gegen diesen Kritiker, der in freimütiger Weise tee am Düsseldorfer Theater herrschenden Mißstände gegeißelt hat und auf eine Aufforderung des Oberbürgermeisters hin ein Gutachen mit Desferungsvorschlägen verfaßte. Wan begnügte sich aber nicht nur mit Beschimpfungen. sondern man forderte den Verleger öffentlich auf, de n Äritifet zu — entlassen! Diese Einmischung von Stabtoerorbneten in die Angelegen hei ten eines ZeitungSverlages steht bisher wohl einzig da. und man wird dafür Sorge tragen müssen, daß sich derartige Heber griffe nicht wiederholen. 30. (Dachdruck verboten.) 60 Fortsetzung. ten Es sie Beamten-Kundgebung im Biebertal. Von Beamtenseite im Biebertal werden wir um den Abdruck dieses Berichts gebeten. — D. Red. Die rote Kaschgar Roman von Fedor von Zobeltih. ..Du muht dir Llarmachen, wie alles sich entwickelte, Gert. Der Tod deines Vaters traf -ungefähr mit der Entlassung Thedas aus dem Sanatorium zusammen. Das telegraphierte dir Geisbach unt bat dringend um deine sofortige Rückkehr. Die Depesche erreichte dich nicht mehr in Peking, und von da ab warst du überhaupt nicht zu fassen, schriebst auch nicht, obwohl du In deinem letzten Briefe an Ge'sbach uns noch eine Dachricht aus Kalqan angekündigt haltest — ich glaube, so hieß das Rest." „Stimmt. Geschah auch. Aber in dem Wirrwarr der Zeit ... ich bin sowieso ein Faultier mit der Feder, Lexe — ich hasse die Driefschrei- 6 er ei — und dann kamen doch Jahre der Gefangenschaft ohne jedwede Postverbindung . . . aber nachher habe ich «euch geschrieben, ich sagte cs dir ja schon — an Hellmut sowohl wie an Frehe — mit der russischen Post — da herrscht freilich eine verdammte Lotterwirtschaft!" „Jedenfalls steht fest, daß wir völlig im unklaren über dich waren. Es steht fest, daß wir dich als verschollen betrachten muhten, utu> dies Derschollensein ließ sich nur durch den Anter- gang eurer Expedition erklären." „Da ja — also ... da suchte sich Theda eben einen anderen Mann. Wen denn nun eigentlich?" Doi sicht, rief Alexe sich zu. In den Humor Gerts schien sich jetzt doch schon ein bitteren Beigeschmack zu mischen. „Versetze dich in die Lage ThedaS", fuhr sie fort, ..versuche cs — psychologisch, auch reii physisch. Du warst ihr angetraut worden —" „Sozusagen. Das war aber nicht viel. Dann wurde ich entlassen. Es war eine elende Komödie." „Kannst du nicht verstehen, daß Theda ahn- .ich empfunden hat, als sie nun wieder kerngesund an Leib und Seele geworden war?" Sie mag schön auf mich geschimpft hoben!" R o d h e i m a. d. B., 5. Febr. Zu der am ... Januar in Rodheim a. d. B. tagenden Hauptversammlung des Ortskartells des deutschen De° amtenbundes Rodheim a. d. B. und Amgebung war der erste Vorsitzende des Provinzialkartells Er schlug mit der flachen Hand auf seinen Schenkel. „Hcllmut!" rief er. „Sa hört doch 'frie Weltgeschichte auf! Den sanften, korrekten Hellmut!" „Dein, das hat sie nicht. Sie hei 'dich betrauert Sie hat in Groß-Ponar sogar eins Totenfeier für dich veranstaltet" „Aller Ehren wert Ich bin schon beweint worden. Habt ihr mir nicht auch ein Denkmal gesetzt?" „Das noch nicht Aber bei der Feier haben wir deine Büste ausgestellt — die der kleine Trübner damals modelliert hat." „Ach die", rief Gert amüsiert, „da sehe ich wie der junge Heine aus! Da — wenn ihr nur an mich gedacht habt! . . ." Die Gedanken spielten schon weiter... „Sag' mal, also die Theda ... die Thrda ist wieder ganz auf dem Posten? Das hätte man doch gar nicht für möglich gehalten. Wie sieht sie denn aus?" „Gut Dick wie eine Dudel." „Es ist die Möglichkeit! Sie erwartet wohl schon -?" „Dein", entgegnete Alexe heiter, „die Hochzeit war ja erst vor sechs Wochen!" „Erst vor sechs Wochen — ? Da hätte ich mich mit der Rückreise mehr beeilen müssen. And wen hat sie denn nun eigentlich geehelicht? Das weitz ich immer noch nicht" „Kannst du dir das nicht denken?" Gert sann nach. „Hoffentlich nicht den Lümmel, den Kempten", sagte er. „Dein. Hellmut." Hessen-Nassau jpd. Frankfurt a. M., 5. F»r. W langjährigen Zuchthausstrafen haben den 58jährigeu Zimmermann Hermann Junk aus Griesheim nicht gebessert. Wenn Jung aus dem Zuchthaus entlassen wird, beginnt er seine verbrecherische Laufbahn von neuem. Vor einigen Monaten erhielt er abermals zwölf Jahre Zuchthaus zu- diktiert. Weitere Straftaten sollten im nahen Vilbel abgeurteilt werden. Doch vor dem Termin brach Jung aus dem dortigen Gefängnis aus und begann sein Einbrecherhandwerk wieder in ganz großem Mahstabe. 3n der letzten Dacht wurde er bei einem Einbruch in Bockenheim überrascht und f e st g e n o m m e n. Seit seinem Vilbeler Ausbruch hatte er nicht weniger als 15 Einbrüche verübt. Jung ist in der hohen Schule der Einbrecherkunst ein Meister ersten Ranges und als Fassadenlletterer berühmt. Wie er feine Sachen unterbrachte, zeugt außerdem von. gewissem Humor. Wenn ihm ein Hehler für das Diebsgut nicht genügend gegeben _ hatte, dann stahl er ihm die Sachen in der nächsten Dacht prompt wieder, um sie am anderen Tage zu besseren Preisen anderweitig zu verkaufen. So kam es hier mehrfach vor, dah er gestohlene Sachen wiederholl „umsetzte" und bei bieten Geschäft erhebliche Gewinne erzielte. — Auf der Braunkohlenzeche der Gewerkschaft „Gustav" in Dettingen kam man um f ang- reichen Kohlenschiebungen auf die Spur. Dicht weniger als sieben Angestellte, die sich in den Erlös aus diesem schwarzen Schieben- geschäft teilten, kamen zunächst in Haft. * Des im 3anu ßischen 3nZ die Desseru Oonuar farti Derbeffctte $ zechen war , befriedigend. fchiefW De zu hohen S: renz sehr fr reichlich, erf Windung d« Das Äursn' sich weiter, Großhandel! Monatsschlu fast bei drei amtlich not! ßandelsverti lichen $ortfd bilanz Deuts Jahre 1924 Hälfte btt I die von runi teert) zurückg uvch eine St« dn Dvrstieg ' Dach Ueferuna 'huIbi-Ronfo dn Deutsch. Ast) einen Aättermeld^ 200 000 Kilc denen denm Das ständig Allo aufgefi {924/25 ifh 'ange von r J 0ai l°thring elsaß-lothri^ I^re eine 3 (1 ■* LNeim I Stelle des a jMrle Januar innrn ^lvchrvdu M Ellaß-o se* sy Wurzelt heißt Ä un4 81^ Ä! Mem Qut. dL * LH „Andre Männer hat sie kaum lernten gelernt, ergab sich von selbst, dah Hellmut viel um war. Er war ihr Generalbevollmächtigter." „Datürlich. And sie sind glücklich." ..Sie planschen in Seligkeit." Die Droschke hielt vor dem Hotelportal. '£w«s tont, E-s, Deamten^ Mte. so Degierung ;«• staatlicher mehr . ihrer qrunbe Die lst t? Beamt-;' beit W fach Mi- nur einens was seo> ? baichieie ein! wä-e/ Msch ott nisje mit etn ,u dem VchU ist- 2 Einlaufe. w der die W vir hl« den örziehu dürfen wir ■ dazu kommt übrigen fite Deiterbildw aus dem Lc fordert der. tjgkeiten vch weichen die auch gleich a führiichen D bau- und di Wesenden fvl Interesse. 1 hohen Ziele in schwerer' ist aber m Organisatio Venn seine nicht sofort dauer liegt zu helfen, diese hätten abgewirtschaftet. könne da nur die Schaffung einer Partei, v« gegründet auf einer bewährten ^e£tanje der Geistlich sieht in die Döte des Volkes hinein. Ein um wieviel besseres Arteil kann er sich dann bilden von den Röten aller Dolkskreise als meist in den Städten wohnende Berufspolitiker. Aber nicht nur die Pfarrer, sondern jeder evangelische Ehrt st habe die Pflicht, am sozialen Ausbau irreres Volkes mitzuarbeiten. RÄ>ner empfahl die chnst- lich-sozialen Grundsätze Der Evang. VFsgemein- schaft In der folgenden lebhaften Aussprache wurden Dann hauptsächlich Organisationsfragen über Kreisverein und Landesorganisatton sowie das Verhältnis zu der Desorganisation besprochen. Man sah, daß diese neue Bewegung auf politischem Gebiete viel Leben enthält und eiiro große Zukunft verspricht. Kreis (Schotten, e EichelSdorf, 5. Febr. Bei der vorgestrigen Drennholz-Dersteigerung des hiesigen Forstamts wurden folgende Durchschnittspreise gelöst: Duchenscheiter 1. Kl. 13,85 Mk., 2. Kl. 15,45 Mk., Buchenknüppel 1. Kl. 9,15 Mk., 2 Kl. 7,10 Mk., Eichenknüppel 1. Kl. 6,70 Mk., 2. Kl. 5,20 Mk.. Birkenknüppel 5,30 Mk.. Erlen- knüppel 4.55 Mk., Lärchenknüppel 5 M., Fichtenknüppel 5.65 Mk., Duchenreisig 1,60 Mk., Fichten- reisig 0,95 Mk., Buchenstöcke l.Kl. 6,95 Mk., 2 Kl. 4,20 Mk.. Eichenstöcke 3.20 Mk.. Fichtenstöcke 1. Kl. 2 Mk., 2. Kl. 2.75 Mk. je Raummeter. <> Schotten, 4. Febr. Anter Teilnahme eines Vertreters des Kreisamts Schotten fand heute im Gasthaus zur Traube die Gründungs- Versammlung der Zwangsinnung für das Däckerhandwerk statt. Die Mehrzahl Der Bäcker hatte sich für die Errichtung bezw. Um- Wandlung der früher freien Innung zur Zwangs- irmung erflärt. Der Vertreter des Kreisamts machte auf die wichtigsten Bestimmungen des Jnnungsstatuts aufmerksam, worauf die Wahl des Vorstandes vorgenommen wurde. Als Obermeister wurde Bäckernteister Da uer aus Schotten einstimmig gewählt, der bereits die Geschäfte Der Freien Innung $ur vollen Zufriedenheit führte. Auch die übrigen Vorstandsmitglieder sind geblieben. — Wie man hört, ist nun auch in Schotten die Errichtung eines Kriegerdenkmals geplant. Als Standort ist der hergerichtete Platz vor dem Pfarrhaus auf der Platte vorgesehen. In der Kirche befindet sich bereits eine Kriegerehrung. Auch Gedern und Michelbach planen die Aufstellung von Kriegerdenkmälern. Dur die Ausstellungsorte bereiten noch einige Schwierigkeiten. ES Dürften dann nur noch wenig Orte Ded Kreises Schotten ohne Kriegerehrungen sein. — Der Kirchenvorst <1 nd und Der Gemeinderat von Schotten haben die Anschaffung einer weiteren Gl ocke beschlossen. Die Mittel hierfür sollen durch eine Sammlung aufgebracht werden. )—( Ruppertsburg. 5. Febr. Kürzlich ging durch die Zeitungen Die Mitteilung über einen Diebstahl von Rup per t s b u rg er Arkunden. Diese Arkunden wurden von Dem betreffenden Handwerksburschen einem Lehrer im Taunus nicht nur 5um Verkauf angeboten, sondern tatsächlich verkauft, so daß also für Die Gemeinde die Möglichkeit besteht, Die Schriftstücke wieder zurückzuerwerben. — Der Kriege rb erei n Ruppertsburg hielt bei Gastwirt Wagner am Bahnhof seine Generalversammlung ab. Der Verein wird schon viele Jahre von Lehrer E i ch e l m a n n geleitet und zählte im abgelaufenen Jahre 98 Mitglieder, Hessen-Dassau-Süd, Kollege R e u s ch aus Frankfurt a.M., als Hauptredner gewonnen. In seinem Vortrag ging er in der Hauptsache auf Die Punkte ein, welche für jeden Beamten heute im Brennpunkt des Interesses stehen. And was liegt den Beamten, beamtenpolitisch betrachtet, heute mehr am Herzen als eine gerechte Besoldung. In seinen Ausführungen beleuchtete der Redner zunächst die Besoldung vor dem Kriege und maß das Einkommen des Beamten am jeweiligen Volkswohlstand. Während dieser immer zunahm, verringerte sich das Einkommen der Beamtenschaft. So verhiell sich das Gehalt eines Beamten 1880 zum Gehalt des Beamten 1914 wie 10:6. Also schon vor Dem großen Kriege, in der Zeit, da Deutschland finanziell einzig dastand. hat man Den Beamten in ungerechter Weise das vorenthalten, was ihm eigentlich zukam. Aber am deutlichsten zeigte sich die Angerechtigkeit, mll welcher der Staat feine treuen Diener behandelt, nach Dem Am- stürz 1918. Was wäre damals aus dem deutschen Vaterland und Volk geworden, wenn die Beamtenschaft in dieser Zeit versagt hätte? Don dem neuen Staat hatte man erwartet, daß er von dem begonnenen Anrecht an seinen Beamten etwas gutmachen würde! Aber nur schlechter stellte sich die wirtschaftliche Lage Der Staats- Diener. Die Erwähnung der Inflationszeit löste bet den Zuhörern nur einen tiefen Seufzer aus und dieser gab der Erinnerung den richtigen Ausdruck. Wie verfuhr die Regierung mit Den Spihenorganisationen, welche zwecks Desoldungs- Verhandlungen ins Reichsfinanzministerium berufen wurden nach dem erpreßten Ermächtigungsgesetz? Ihre Forderungen wurden gehört, auch scheinbar verhandelt und dann die Ergänzungen des Besoldungsgesetzes diktiert und keinerlei Rücksicht auf die warnenden Stimmen des geknebelten Reichstags genommen. Als Begründung für eine derartige Erledigung wurde seitens der Regierungen immer behauptet, daß der Staat kein Geld habe. Zu gleicher Zeit konnte aber Der Reichspostminister landfremden Grohschiebern Millionenkredite zur Verfügung stellen. Der Beamte ober, der dem Staate diese Gelder erarbeitet und erhungert hatte, und um ein Darlehn oder einen Vorschuß von 100 Mk. bat, wurde abgewiesen. Ein solches Gebühren ist rrauenoero'T. unter Leitu-n» ton Lehrer Graulich leinen diesjährigen FamMenabsid. Der Vorsitzende gab zunächst einen Aeberbtick über Die Entwicklung. Die der hn Krieg gegründete Frauenverein im letzten Jahr genommen hatte. Darauf erzählte der Ortsgeistliche. Pfr. Schorlemmer von Lich, von feinen Erlebnissen als Feldgeistlicher in Rumänien. Eine Fülle von meist heiteren Vorträgen und flott gespielten Aufsührungen, unter Denen einige in vberhessischer Mundart besonders stürmischen Beifall fanden, und eine längere Kaffeepause machten Den Abend zu einer abwechslungsreichen Unterhaltung. Kreis Friedberg. am. Diederflorstadt. 4. Febr. In Der Woche vom 25. bis 31.Januar ließ Die Wetter a u e r Kraftwagenbetriebsgesell- fchaft einen Kraftwagen probeweise über Staden, Stammheim, Bönstadt, Assenheim, Bruchenbrücken nach Friedberg laufen. Bei dem schlechten Wetter war Der Wagen täglich gut besetzt. Ob aber auf Die Dauer diese Rundfahrten beliebt fein werden, ist sehr sraglich. Diel notwendiger wären jedenfalls Kraftwagen auf der Strecke, Die früher von den Postkraftwagen befahren wurde. Diese Wagen liefen von Friedberg über Florstadt, Staden, Mockstadt nach Ranstadt. Es war Damit eine VerbinDung zweier Bahnstrecken hergestellt. Hoffentlich läßt es sich bald ermöglichen, daß diese vor Dein Kriege ausprobierte Strecke auch von Der Betriebsgesellschaft aufgenommen werden kann. Man erwartet jedenfalls auf Dieser Strecke ebenfalls eine Probewoche. spd. Vilbel. 5: Febr. Der hiesige Gesangverein „Lieder kranz" plante aus Anlaß seiner im Juni sta «findenden 70jähngen Jubelfeier die Abhaltung eines Sängerkrieges und lud dazu nicht weniger 016 500 — fünfhundert — Vereine ein. Auf dem am letzten Sonntag ab gehaltenen Delegiertentag fanden sich von Den 500 geladenen Vereinen ganze sieben Vereine zur Mitwirkung bei dem Sängerkrieg ein. Es wurde bekanntgegeben, daß in Der Wetterau im Laufe des Sommers 1925 nicht weniger als fünfzig Gesangs wett streif veranstaltet werden oder geplant sind. DaS ist doch ein bißchen viel. Kreis Büdingen. „?" Didda, 2. Febr. Der starke Frost im vorigen Winter hat eine außerordentlich hohe Zahl von Ob st bäumen, insbesonders Apfelbäume, vernichtet. Allein an Den Kreisstraßen des hiesigen Bezirks mußten über 400 Apeslbäume und 50 Birnbäume, Die überwiegend ein Opfer des Frostes wurden, gefällt werden. An diesen Zahlen läßt sich ermeßen, wie groß der Schaden fein muß, Der dem landwirtschaftlichen Besitz durch den Frost erwachsen ist. Auffällig ist, daß Die Obstbäume Der eigentlichen Wetterau in höherem Maße gelitten haben als die in den geschützteren Tälern des südlichen Vogelsberges angebauten. y. Büdingen, 3. Febr. Am Samstag veranstaltete der Richterve rein Der Kreise Büdingen und Schotten in Didda im Gasthaus zum Darmstädter Hof zu Ehren des seitherigen Amtsanwalts Dr. Hornberger, der von hier nach Lampertheim als Amts^richtsrat verseht worden ist, eine Abschiedsfeier. Der Scheidende erfreute sich bei seinen Kollegen, bei Der hiesigen Bürgerschaft und bei allen. Die ihn naher kennen lernten, großer Hochachtung und Deliebcheit. am. Stockheim, 4. Febr. In der Gast- wirtschaft von Hartmann fand eine Kreisver- fanunlunq der „Evangelischen Volksgemeinschaft in Hessen" statt. Der über- still« Raum zeigte, welch große Anhängerschaft Diele Bewegung im Kreise Büdingen bes tzt. Dach Werten der Begrüßung und der Freude über den guten Besuch hielt Pfarrer Hamburger- staben Den ersten Vortrag über: „Warum muhte die Evangelische Volksgemeinschaft in Hessen gegründet werden?" Redner erklärte, daß die Politik der Parteien nicht mehr vorn ideallstischen Programm st andpuntt aus, sondern von rein materialistischen Beweggründen aus getrieben werde. Hierdurch erkläre sich Die Zersplitterung des Volkes in so viele Splitterparteien, well jeder Stand seine Interessen abgesondert von den anderen vertreten wissen wolle. Rückkehr zu einer klaren politischen Weltaaschauung könne da nur helfen. Den alten Parteien sei da nicht mehr am Leben? — Lexe. glaube mir, es stieg zuweilen etwas wie Haß gegen sie in mir auf. Das ist heute natürlich vorbei. Aber ich litt weih Gott unter melancholischen Anfällen — ich, Der ich stwch nie zu den Schwerplütlern gehörte! . . .** Er leerte sein Glas.....Dun bin ich wieder der Alte. Sozusagen Der Alte, denn das Feld meiner Tätigkeit muh ich natürlich verlegen. Theda und Hellmut sind noch in Groß-Pvnar?" „Ja. Vorläufig." „Können auch bleiben, bis Die Desihfragq geregelt ist. Die liegt ja sehr einfach." „Durchaus. Groß-Ponar ist inzwischen durch die Erschließung der Kaligruben ein Objekt von hohem Wert geworden." „Am so besser. Dach dem Müßiggang Deo letzten Jahre spüre ich einen verdoppelten Drang nach Arbeit. Wann willst du zurück?" „Das hängt von Dir ab. Ich begleite dich." „Akzeptiert. Aber ich will dir etwas sagen. Ich komme aus den Tropen und hatte gern noch ein paar Tage Aebergansluft geschluckt. Es ist jetzt wonnig an Der Riviera — Du sprachst schon davon. Ist es dir recht, wenn wir uns noch ein bißchen in San Remo oder Dvrdighera Der* schnaufen?" „Ganz einverstanden. Zu versäumen haft b» ja nichts. Hellmut verwaltet Groß-Ponar nach wie vor, und Du weißt, wie tüchtig er ist. Auch landwirtschaftlich ist das Gut in den Jahren deiner Abwesenhett gewaltig aufgeblüht — du hast nichts verloren, sondern gewonnen." „Aber Hellmut und Theda haben verloren. Theda wäre meine Erbin gewesen, wenn die Tcdeserllärung Gülligkett behalten hätte." „Du lieber Gott, Gert, Der Reichtum ist so groß, dah es nicht Darauf ankommt!" „Richtig. Ja, du — was mir dabei einfällt. Die Frcye wird nun auch eine reiche Frau. Sic hat doch nicht etwa die Dummheft begangen, sich in der Zwischenzeit zu verheiraten?" „Dein. Sie war verlobt — mit einem Missio» mar, Dem Bruder Dorotheas — aber nur für bestimmte Zeit gebunden, und der Mann fdyeint ebenfalls verschollen zu fein — wenigstens glaubt das Freye." l Fortsetzung folgt) Darunter 6 Ehrenmitglieder. — Auch hier wurde ein Schützenverein unter Zugrundelegung der Satzungen des Laubacher Schützen-Vereins gegründet. • Gedern, 3. Febr. Dieser Tage sand im Stiebelingschen Saale dahier ein Dele°- giertentag Der Vogelsberger Sängervereinigung statt, auf dem 14 Bundes- Vereine durch 31 Delegierte vertreten waren. Es wurden folgende Defchlüsfe gefaßt: Im Mai soll ein Wertungssingen in Gedern stattsin- Den, bei Dem jeder Verein einen mittelschweren Chor vortragen soll. Das diesjährige Bunde s s e st übernimmt Der Männergesang- verein „Eintracht" Glashütten am 7. Juni. Bei Der Ersatzwahl Des Vorstandes wurden Lehrer Strötzinger-Ober-Lais als Bundespräsident, Z i n h - Gedern als BundesDirigent, Hoffmann- Gedern als Rechner, Lehrer I u - dersleben - Glashütten als Schriftführer gewählt. Die seitherigen VorstanDsrnitglieDer G r e u I - Gedern, stellvertretender BundesDiri- gent und Langlitz - Steinberg, Beisitzer, bleiben in ihren Aemtern. Dach Der Erledigung Der Tagesordnung trug Liede r krau z-Ge- D e r n noch einige trefflich geschulte Chöre vor. Kreis Lauterbach. rr. Schlitz, 3. Febr. Etwas neuartiges im wirtschaftlichen Leben auch unserer Gegend sind die seit etwa Iahresftist immer zahlreicher webenden kleinen Kraftwagen, die von größeren Handelsfirmen in ihren Betrieb eingestellt werden und mü Denen ihre Vertreter Die Kundschaft in Stadt und Land besuchen. Diese Art Der Kundenbesuche soll sowohl eine große Geld- wie Zeitersparnis bedeuten, Da die Reisenden dadurch an keinen Zug gebunden sind, ihre Geschäftstouren rascher erledigen und auch bequem bis ins entlegenste Gebirgsdorf ihre Fahrten unternehmen können. Starkenburg und Rheinheisen. * Darmstadt, 4. Febr. Am 7. Juni veranstaltet Der Verein Der Hundefreunde von Darmstadt unD Amgegend im städtischen Saalbau eine Ausstellung für Hunde aller Raffen. -I- Offenbach, 4. Febr. Das hiesige Handwerkerkartell nahm in einer gut- besuchten Versammlung nach einem Vortrag des Syndikus Dr. H ö h l b a u nf über „Die Besteuerung des selbständigen Mittelstandes" folgende Entschließung an: „Die vorn Handwerker- kartell, E. V., Offenbach a. M. einberufene öffentliche Versammlung, in Der alle Berufe von Handwerk. Gewerbe und Einzelhandel aus Stadt und KreisOffenbach vertreten sind, fordert im Interesse der Eristenzerhaltung des selbständigen Mittelstandes und unter dem Zwang, Der weiteren Proletarisierung dieses Standes entgegentreten zu müssen, daß in Der kommen- D en Reichs st euergesetzgebung Die folgenden Grundsätze zur Durchführung gelangen: 1. Aufbau Der Reichseinkommensteuer auf den Reineinkommen unter Sicherung eines Existenzminimums und Berücksichtigung der Zahl Der Familienangehörigen. 2. Fortfall Der allgemeinen Amsatzsteuer als einer Zweiten Einkommensteuer, welche Die Leistungsfähigkeit nicht in Betrag zieht und wirtschaftlich untragbar ist. 3. Fortfall Der Steuer Vorauszahlungen, Zahlung endgültiger Steuersummen in größeren Zeitabschnitten. 4. Vereinfachung des Steuersystems. 5. Gesetzliche Bindung des Reiches dahingehend, daß bei starker Aeberschreitung des Steuersolls Durch Die Steueraufkommen sofort angemessene Steuerermäßigungen vorgenommen toerDen müssen. 6. Gesetzliche Bindung der Länder und Gemeinden dahingehend, daß sie eine den Grundsätzen Der Einfachheit, Gerechtigkeit und wirtschaftliche Tragbarkeit entsprechende Steuerpolitik betreiben müssen. Die Versammlung beauftragt Das Kartell, diese Mindestforderungen des in seiner Existenz bedrohten selbständigen Mittelstandes D.m maßgebenden Behörden und Personen zur Kenntnis zu bringen." In Der Aussprache, Die sich sehr lebhaft gestaltete, wurde u. a. Der Vorschlag gemacht, daß Der selbständige Mittelstand schon jetzt Darauf hinarbeiten solle, zu Den im Dovember stattfindenden Wahlen nur eine einheitliche bürgerliche Liste herauszubringen, an der die Wirtschaftsgruppen und Die bürgerlichen Parteien gleichmäßig beteiligt sind. so ist das immerhin ein Zwiespalt Der Datur, über den man erst hinwegglitschen muß. Bei dem Glitschen mußt Du mir hilfreich sein. In einem halben Stündchen, nicht wahr? . . Als Alexe nach diesem halben Stündchen den Gaitensaal betrat, sah Gert bereits an einem Ecktischchen, vor sich einen Strauß Marschall-Diel- Rosen, in der Hand Die Weinkarte, und verhandelte mit dem Kellner. „AN right", sagte er, „das Frühstück ist bestellt. Die Rosen gehören dazu." Sie nickte dankend und nahm Platz. Der Kellner brachte den Heidfteck, begann zu servieren und zog sich zurück. Gert hatte einen Platz gewählt, Der etwas abseitig von Den übrigen Tischen lag. Man konnte zwanglos miteinander plaudern. Gr hob fein Glas. „Zunächst ein herzliches Dankwort, Lexe", sagte er. „Es ist lieb von dir, daß du mir entgegenreistest, eS ist auch gescheit. Wenn ich ahnungslos nach Groß-Ponar gekommen wäre, ich weiß nicht, ob ich den ganzen Krempel so wenig elegiich auf gefaßt hätte. Man konnte ja immerhin auch von einer gewissen Tragik sprechen. Oder doch mehr von Tragikomik, nicht wahr? Es ist eine Tragikomödie, und ich bin ihr trauriger H-ld, Der geprellte Ehemann, Der Hanswurst. Aber gegen diese Rolle verwahre ich mich. Ich bin sehr zufrieden, daß alles so gekommen ist. Ich lache. Denn ich bin ja nun wieder Ich geworden. Ich bin einer Kette ledig, die mich gewaltig gedrückt hab. Ja, Lexe, das muß ich ehrlich zugestehen: Der Gedanke an die blödsinnige Trauung hat viel Ditterkeft in mein Lieben gebracht." „Ich habe es nicht anders erwartet. Die Väter dachten klug zu handeln, sie schauten aber nicht in die Herzen der Kinder." „Laß die Herzen beiseite, sprich nicht einmal vom Ethischen: diese Verkuppelung an ein krankes Kind war ein widerlicher Schacher Ihr habt euch gewundert, daß ich so selten schrieb Cs kostete mich immer Mühe, ich fand nicht Den rechten Ton. Dicht gegen Vater und Schwiegervater. am wenigsten gegen Theda. And nachher, nach meiner endl öq noch an Theda s noch „Lcß sie planschen", sagte Gert und sprang aus dem Wagen. In Der Halle küßte er Alexe wieder die Hand.....Wir frühstücken zusammen, Lexe. Ich will mich bloß umlleiden. And eine Brause nehmen. Der Kopf brummt mir ein bißchen. Weißt Du, wenn man lebt und sich verheiratet glaubt, und es stellt sich auf einmal heraus, daß das eigentlich gar nicht wahr ist, den formale T).*ientpl. Toba TenidzeTJnh. >> ali mg i die Des'M - einfach " 5*hs fcNt ’ep>< x 5*4*15 sm £ .hatte, hZ *2 en Lage. ' “Mei £ es stieg Mello tir aut Das h litt tvech ®?: - ich. der 1» m Sehöktel. -/ 1 bin lchvW . denn W F Ockch *5$ ^Groh-Pvna^ « bti umfanj. ; auf gestellte, öu ^Schiebrv- 2Dö'SS^!^ Koppelten Drang ^begleite dich- w* SA- Dich )tig ^Iahre" in den.-du lUfcÄ «E^-L a«!»”**. ^nfälU •5ff3 - aber tobrud btie D.M ' 3u btr an genden tzautz!- deutlchen 2r° nd Umgebung winziallarM leufch aus gevonM 3n hauplsch auf ■Beamten heute stn. Hub toaj isch bebauet, ae gerechte iührmM fe. Dc! old mg vor lnmen des lSe- and. Mhieil : sich das @ü> erhielt sich tti m Tehalt M schon vor dem utschlandsillün- 'n ‘Beamten in lten, was ihm ltlichsien uizte cher der claul rach öem Um- i öem deutschen penn die 2e° Me? 2Jon artet, daß er inen Dramten mr schlechter e da Stoati- niwnsM löste en Seuizer aus 1 den richtigen jierung mit den tß DesMng." ministerim bn hlen ErmW> wurden gehört, d bann die Steg diktiert und enden Stimmen mmen. W De' rledigunq tvmdc behauptet, dab Zu gleicher Zeil ter landsremdrn »ui dem Staate diele t hatte, und E ui) non100 ® hes Gebühren ch Ftrr|n sind Dan k n oten. Zu beziehen durch: Jean Weisel, Giefien, Sonnenstraie 6. Tel. 88. biS bis bis 19.50, Leinkuchen 25.50, Trockenschnihel 9.80 10.00, Torfmelasse 9.83, Kartoffelslocken 20.90 21.30, Zucker 19.00 bis 20.00. Bei Katarrhen und Grippe] mildert Selters-Sprudel Augusta Victoria J - allein oder mit heißer Milch vermischt - den | Hustenreiz, erleichtert die Absonderung des I Schleimes u.fördert die Heilung der Schleimhäute [ Rot 4 Pf<& qtön 5 • lalemCavoliei'6 • Salem Cobinef ö - Exquisit lOPfg-dStfc. k&flidier Geschmack würziges Aroma neue volle Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (9n BiNtonen Mark auMebrurtl. PuenoS SireS. London. Neu- York. Japan. Mo d, Hanttro für eine Elndei^ Zien and Badapeft für lOOOQO Ein beiten, alles nbdge für 100 Ltnbeittn.) Telegraphische Auszahlung. 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TelluS 3,75, Laurahütte 9, Kali Aschersleben 21, Westeregeln 26, Chemische Aktien: Anglo Guano 17,60, Badische Anilin 32,50, Scheideanstalt 22.25. Th. Goldschmidt 24,50. Höchster Farben 27,62. Holzverkohlung 9.60, Rütgerswerle 19,50. Elektro- aftien: AEG. 12,75, Licht und Kraft 8.75, Zelten 46.25. Lahmeyer 13.90. Transport- aktien Hapag 30,75, Schantungbahn 4,30. Sonstige Aktien Kleyer 4,40, Cem ent Heidelberg 101, Deutsches Erdöl 67,25. Dyckerhoff 5. Spinnerei Hammersen 23,87, Gebr. Iunghans 13,30, Karlsruher Maschinen 4.20. Kemp 0,65. Metallgesellschaft 16,30, Rcckarwerke Stamm 8, Rheinisches Metall 11.25. Julius Sichel 2.85 Wayh u. Frehtag 4,05. Zucker Heilbronn 4,05. Börsenkurse. 5•/ Tentlche RetlbSan'eihe . 4% Deutsch« 9ittd)6an(eiöe . 3' ,*/. Deutsche 8td<6»an(rtl)e 3•/ Deutsche Reichs mletde • Deuische eparpramitnnnlclbc 4°'o Preuhisch« KonsolS . . . <•« Hellen........... ner und Ryeinstahl konnten ihre Äur|c verbessern. Am Slektromarkt zeigte sich ebenfalls eine AuswärtSbewegung. Inte esse bestand besonders für Felten, wahrend die 6ttn- neS-Werte im Hintergründe standen. Siemens sowie Schuckert sind unverändert. Recht rege war die Geschäftstätigkeit in Kaliwerken, die amtlich notierten Werte konnten durchaus mit höheren Kursen cinsetzen. Auch in Frei- verkehrs-Kaliwerten zeigte sich eine' starke Rach- frage und aufwärts streben de Kurte. Dankenwerte hatten weniger Interesse, doch sind auch die Kurse etwa- gebessert. Schiffahrt-werte liegen lebhaft und etwas gebessert. Sehr lebhafte Um- sah tätigtest herrschte auch am Markt der chemischen Werte Elberfelder Farben setzen 3/4 Prozent höher ein. Zurückhaltend lag der aus- ländische Rentenmarkt bei etwa- veränderten Kursen. Am heimischen Rentenmarkt scheint sich eine freundlichere Stimmung auSzubreiten. die Kurse setzten allgemein höher ein. Kriegsanleihe notierte 0.785 Geld. Die Lage am Geldmarkt ist flüssig. Tägliche- und Monatsgeld ist mit 10—13 Prozent angeboten. Privatdislont 8 Prozent. Frankfurter Getreidebörse. (Eigener D.ahtbericht deS .Geßener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 5 Febr. ES wurden notiert. Weizen 22 bis 26,50, Roggen, inländ. 22 bis 26, Sommergerste für Drauzwecke 26 bi- 33. Hafer inländ. 18 bis 23. Mais, gelb 23,25 bis 23,50. We^enme-l. inländ.. Spezial 0, 42,50 bis 45,50, Roggenme.)! 33 bis 41,50, Weizenk.eie 14,75 bis 15, Roggenklere 15L5 biS 15L0. Tendenz: Fest. Frankfurter Schlachtviehmarkt. (Eigener Drahtbericht deS „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M.. 5 Febr. Auftrieb: 17 Rinder: darunter 14 Kühe, 3 Fresser. 1032 Kälber. 618 Schafe. 612 Schweine. Ss wurden bezahlt pro Zentner Lebendgewicht: Kälber: feinste Mastkälber 64—70. mittlere Mast- und beste Saugkälber 55—63, geringere Mast- und gute Saugkälber 46 —54. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 42—46. geringere Masthämmel und Schafe 35—41. mäßig genährte Hammel und Schafe (Merzschafe) 18—28. Schwe ine: vollfleischige von 80 bis 100 Kilo 63—70, unter 80 Kilo 60—68, von 100 bis 120 Kilo 68—70. von 120 bis 150 Kilo 68—70. Marktoerlauf: Kleinvieh reger, Schweine ruhiger Handel, bei Schweinen etwas Uebcrftanb. Berliner Produktenbörse. Berlin, 5. Febr. Am heutigen Produktenmarkt fehlte es nicht an Rachfrage, doch kam ein entsprechendes Angebot für Rechnung der Reich S- getreidestelle auf Den Markt, so daß die Preise gegenüber gestern abend merklich billiger wurden. Gerste und Hafer hatten stillen Verkehr. In Mehl war das Geschäft heute aber stiller. Futterartikel unregelmäßig. Es notierten je 1000 Kg.: Weizen (märt) 251 bis 256. Weizen (Mai) 293 bis 294. Roggen (märt) 250 bis 254, Roggen (Februar) 268. Roggen (März) 279, Roggen (April) 284, Roggen (Mai) 289 bis 285, Gerste (märt) 255 biS 275, Futtergerste 220 bis 240, Hafer (märt) 187 bis 195, Hafer (Mai) 227.50 biS 227, Mais (loko Berlin) 228 bis 230, Mais (Mai) 218, RapS 400, Leinsaat 410 bis 415; für ie 100 Kg.: Weizenmehl 35.50 biS 37.50, Roggenmehl 34.75 bis 37.25, Weizenlleie 16.80, Roggenkleie 16.50 biS 16.60, Viktoria- erbfen 29.00 bis 35.00, kleine Erbsen 21.00 biS 23.00. Futtererbsen 20.00 biS 22.00, Peluschken 18.00 biS 19.00, Ackerbohnen 20.00 bis 22 00. Wicken 18.50 bis 20.00, Lupinen (blau) 13.00 Wirtschaft. • Besserung der Wirtschaftslage i m Januar. Rach den Berichten der Preussischen Industrie- und Handelskammern machte die Besserung der Wirtschaftslage im Monat Januar langsame Fortschritte. Die Eisenindustrie verbesserte ihren Stand. Der Absatz der Kohlenzechen war zwar schwankend, doch im ganzen befriedigend. Eine Ausnahme machte nur der schlesische Bergbau, in dessen Absatz infolge der zu hohen Eisenbahntarife die englische Konkurrenz sehr fühlbar war. DaS Geldangebot war reichlich, erfuhr nur vorübergehend zur äleber- windung des Ultimo« eine gewisse Einschränkung. Das KurSniveau der Aktien und Anleihen hob sich weiter, und die Aufwärtsbewegung in den Großhandelspreisen verlangsamte sich erst am Monatsschlutz. Die Umstellung auf Goldmark ist fast bei drei Viertel der an der Berliner Börse amtlich notierten Aktien durchgeftihrt. Bei den Handelsvertragsverhandlungen sind keine erheblichen Fortschritte erzielt worden. Die Handelsbilanz Deutschlands ist mit 2,7 Mill arden im Jahre 1924 passiv. Die Ausfuhr ist auf die Hälfte der Vorkriegszeit gesunken; die Einfuhr, die von rund 11 auf 7 Milliarden (Dorkrieg s- toert) zurückging, wies in den Fertigwaren dennoch eine Steigerung von 20 Prozent gegenüber der Vorkriegszeit auf. • Wachs ende deutsche Färbst off- Neferungen nach Ruhland. Der Deutsche Anilin-Konzern hat vor einiger Zeit mit der der Deutsch-Russischen Handels-A-G (Rustger- torg) einen Konsignationsvertrag abgeschloften. Dlättermeldunoen zufolge find bisher berefs 200 000 Kilo Farbstoffe in Rustand etngetroffen, denen demnächst neue 300 000 Kilo folgen sollen. Das ständige Konsignationslager wird auf =00000 Kilo aufgefüllt. Für das gesamte Wirtschaftsjahr 1924/25 ist eine Einfuhr an Farbstoffen im Umfange von 2 Mill. Kilo vorgesehen. • Iahresförderung der elsah- lothringifchen Kaligruben. Wie der „D. H D." berichtet, stellte sich der Ertrag der elsast-lothringischen ÄaligruF^n im letzten Jahve auf 1,62 Mill. Tonnen, was gegenüber dem Vorjahre eine 3unal)inc um 4 Prozent bedeutet. • Die französische Schwerindu- ftrle im Januar. Rach einer Statistik des Comitö deS Fvrges hat die französische Schwer- Industrie grofte Fortschritte aufzuweisen. 3m Januar waren 133 Hochöfen in Betrieb. Die Gusteisenproduktion hat um 31 504 Tonnen, die Roheisenproduktion um 50 000 Ton-en zugenommen. Elsaß-Lothringen fällt hierbei eine besondere Rolle zu. Die Statistik zeigt für baS gesamte Jahr eine Zunahme der Produktion. • Russische Manganerzlieferun- gen nach Deutschland. Wie der .Deutsche Handelsdienst" meldet, sind auf Grund eines Vertrages zwischen Sowjetrustland und einer deutschen Firma in letzter Zeit 400 000 Pud Manganerz nach Deutschland abgesandt worden. Zurzeit werden noch 403 000 Pud verladen, doch heißt es. daß weitere grobe Mengen Mangan und Eisenerz folgen würden. Frankfurter Abevdbörse. Frankfurt - monalsschrift für Theater und D's llschaft Herausgeber Erich Ä obrer. Verlag Ber(in- Eharl. 2) bringt im zweiten Januar-Heft eine Vierfarben au fnahme von Emmy Sturm in der Titelrolle der Operette »Ameliese von Dessau". Ein Artikel in dem Heft gibt einige amüsante Einzelheiten au8 der Laufbahn der Künstlerin. Heinz Ludwig schildert im ßntartitel daS Tdeater- publikum von heute. Reinhardts Ausführung von .Sechs Personen suchen einen Autor" und die Hamburger Aufführung des ,Intermezzo" finden gründliche Würdigung durch den Herausgeber. Dem sachlichen Eharakter der Zeitschrtft entsprechend überwiegen im übrigen die Besprechungen und Aufnahmen von den groben Opern- und Schauspielpremieren. die um die IayreL» wende stattgefund-n haben. — .Zeitschrift für Musik". Monatsschrift für eine geistige Erneuerung der deutschen Musik. Hauvtschriftl.: Dr. Alft. Heust iSteingräber-Verlag. Leipzig). Januar-Heft. — In scharfen Hmriffen kennzeichnet zu Degrnn d-^s neuen Iah aangS der Ha.p schriflotter deS Blatt-S. Dr. 2llfr. Heust, .die neue Lage in der Musi5'. In dem völligen Versagen der modernen M fik im letzten Jahre g'a b et das Ende der ausgesprochen chaotischen W-sikperiode gekommen zu sehen und macht nun die gesunde Ztckunft der Musik von einer seelllch-muftta- lischen Erne:er -ng herb ig^führt durch ein intensives. srlb'tve gefsenoS St dium starker und grober Kunst der Vergangenheit abhängig. 40 — Die Reue M u s i k-Z ei t u n g (Stuft- gart) enthält im 1. Heft deS neuen IahreS (Heft 7) ein beherzigenswertes .Sendfchrerben von Dr. Karl Holl. daS in ernsten Worten vor der Hast und Geschäststüchtigkeit im Reiche der Musik warnt. Geistreiche Bemerkungen zur Regte der Meistersinger (auf Grund der Dav reut her Festspiele) gibt Dr. Eugen Killan-München Daneben ein Nekrolog auf Puccini, zwei Bruckner- beiträge. AlS Mufikbeflagc eine bumoripe „Kleine Serenade" für Klavier von Joseph EtdenS. In Heft 8 bietet R. von Mojsifovics tiefgehende Aufschlüsse über künstlerische Vererbung vor allem an Hand der Familie Dach. Reinhold Zimmer- mann hat .u3 DusoniS Volkstum" Wesentliches ur Frage deS RaffenproblemS in der Kunst zu agen (Verlag Earl Grüninger Rachf, Stuttgart. > Im letzten Heft der Europäischen G e - s p r ä vch e (herausgeg. von Dr. A Mendeltz- sohn-Bartholdv in bet Deutschen Verlag?anstall Stuttgart) berichtet der griechijche Austenministe, PolitiS über das Genfer Protokoll, auch die anderen Beiträge drehen sich um diese bedeutsame weltpolitische Frage der Abrüstung und Sicherheit. Unter den beigefügten Dokumenten befindet ich auch der von Baldwin verworfene britisch- russische Vertrag. (15641 — DaS erste Heft des neunten Jahrgänge der nationalen Monatsschrift .Deutschlands Erneuerung" (2. F Lehmanns Verlag. München. Preis vierteljährlich 3 Mk.) beweist, tast die Zeitschrift mit gewohnter Tatkraft an der Verwirklichung ihreS vaterländischen Zieles weiterschafft. D Traub gibt in feiner A beit Das bayerische Konkordat und was e S für Volk und Staat bedeutet, einer Ueberblick übet die Entstehungsgeschichte dieses EeseheS und weist auf die unabwendbaren Wir kungen hin. die das Konkordat auf Volk und Kultur ausüben wird. Von .Unser Daterlan d". Monatsschrift für alle Deutschen. herausgegeben von I. B. Lastleben in Kallmünz bei RegenSburg zeichnet sich auch das dritte Heft durch Gediegen heil und Reichhaltigkeit hinsichtlich des Inhaltes wie auch des Bilderschmucks aus. (8 In die Märchenwelt deS winterlichen Spessarts führt uns das Heft 9 der illusft. Monatsschrift „Spessart" (VerbandSblatt des Spes sartbundeS und zahlreicher Wandervereine), im Verlage der Wailandtschen Druckerei A.-G. in Aschaffenburg. Die ganze traute Sagenromantil die um die weiste Einsamkeit des Spessartwinters gewoben ist. tut sich in dieser neuen Rümmer der beliebten Heimatzeitschrift auf. (10) -Briefhaften her^tebahtfon. K. H. Das Rusten einer Gaslampe kann verfchiebene Ursachen haben. Es kann daran liegen. dost die Luftzufuhr nicht genügt, oder die Vüsen in der Lampe verstopft sind, oder die GaSzufuhr durch irgendwelchen Grund gehemmt ift. Es empfiehlt sich, einen Fachinstallateur zu Rate zu ziehen. Ein Hausbesitzer kann gesetzlich nur die Sonderst euer vom bebauten Grundbesitz, staatliche wie städtische, in der tatsächlich entstandenen Höhe auf die Mieter umlegen. Lin' Umlegung erlassener Anteile findet nicht statt: damit kann auch ein anderer Mieter nicht belastet werden. Wegen Ihrer dritten Frage verweisen wir Sie an einen Rechtsanwalt. Fr. Sch. Ein Mieter bedarf nach § 550 des DGB zur Haltung eines Hundes der Genehmigung des Hausbesitzers. Bei vertragswidrigem Gebrauch der gemieteten Sache steht dem Vermieter das Recht der Klage auf Unterlassung zu. Rundfunk-Programm des Frankfurter SenderS. (Aus der »Radio-Umschau".) SamStag, 7. Februar: 6 bis 6.30 Uhr: Die Lesestunde (An die Jugend): Aus dem Roman „Lesabandio" von Paul Scheerbart. 7 Uhr: Der Briefkasten. 7,30 Uhr: Funkhochschule. Vortrag von Dr. Martha Schönberger: „Maler der Romantik in Frankfurt a. 'M." 8 Uhr: Stunde des Frankfurtett Bundes für Volksbildung: Vortrag von Prof. Dr. Wilhelm über „Das chinesische Drama". 3 30 Uhr. Konzert des Scherchenschen Sprech» chors. 1. Einführende Worte: „Das Wesen des Sprechchors" von Herrn Kapellmeister Sherchen. 2. Das Weihnachtsevangelium nach LucaS. 3 An daS Sternbild des großen Heerwagens, G.Keller. 4 Der geheimnisvolle Trompeter, W Whitman. 5 Chor der Toten, C. F Meyer. Ausführung. Ein Sprechchor unter Leitung von Kapellmeister Hermann Scherchen. 10 bis 11 Uhr: Gesangs» Konzert des Frankfurter Männerguartrttr 1916. Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Giehener Anzeigers*.) Berlin. 5. Febr. Der Druck infolge deS Konfliktes hinsichtlich der Bezahlung der M^cum- Lasten, der die Börse zuletzt beeinflußt hat, scheint überwunden zu fein. Auch der Geldmarkt, der sich schon gestern erleichtert zeigte, war weiter flüssig und tägliches Geld siegt reichlich im Angebote. So zeigte die Börse von Beginn an heute ein freundliches Aussehen und die Märkte fetzen ganz allgemein höher ein. Am Montanmarkt herrschte stärkere Rachftage nach Höchst unb Köln-Reu- effen. Auch Deutsch-Luxemburg, Phom?, Harpe- «nz unverständlich und erklärt die heutige Erbitterung der Beamtenschaft zur Genüge. Im weiteren kam Kollege Reusch auf das Iuniunrecht deS vergangenen Jahres zu sprechen. Die Beamten Der unteren Besoldungsgruppen. Deren Einkommen nicht für das allernotwendiaste reichte, bekamen eine Gehaltserhöhung von 17 Prozent, während die der oberen Gruppen, die auch nicht daS Gehalt bekamen, was ihnen eigentlich zukam, aber immerhin doch leben konnten, erhielten eine Erhöhung von 71 Prozent. Einem Staate, der sich solche Ungerechtigkeiten erlaubt, muh man schließlich jede Moral absprechew Wie Dte Beamtenschaft sich schon lange von Hoffnungen nährte, so glaubt man von Der gegenwärtigen Regierung Hille erhoffen zu dürfen. Es ift aber auch an der Zeit, daß diesem unterdrückten Stande endlich gehol'en wird. Alle Zeitungen füllen sich von Darlehnsgesuchen, welche von Beamten auSgehen, und Rachrichten Lber Beamtens elbst- morde nehmen kein Ende. Die Veruntreuungen staatlicher Gelder durch Beamte nehmen immer mehr zu Die Regierung wird den Staat mit ihrer verkehrten BesoldungSpolitik schließlich zugrunde richten. Einen weiten Raum in Den Verhandlungen nahm daS Ortsklassenunrecht ein. Wie ist eS überhaupt möglich, daß man einem Beamten In Rodheim a. d. B. der dieselbe Arbeit leistet wie ein Beamter in Dießen — vielfach unter viel schwierigeren Bedingungen —. nur einen Teil des GehalteS zahlt, von Dem, was sein Gießener Kollege erhält. Man behauptete einfach, daß eS auf dem Lande billiger wäre als in der Stadt. Aber jeder denkende Mensch, Der Rodheimer unb Gießener Verhältnisse mit einander vergleicht, wird ohne weiteres zu Dem Schlüsse kommen, dah eS umgekehrt Der Fall ist. Wo tätigt der hiesige Beamte feine Einkäufe, doch in Gießen. Ober glaubt jemand, der die Frachtsätze der Biebertalbahn kennt, dah wir hier etwas billiger kaufen? Wie ist es mit Den Srziehungskosten Der Kinder? Als Preuhen Dürfen wir ein erhöhte- Schulgeld bezahlen, unb dazu kommt der Preis für die Fahrkarte. 3m übrigen sind eS noch Arztkosten. Mangel an Weiterbildungsmöglichkeit u. a., welche das Leben auf Dem Lande verteuern. In diesem Punkte fordert Der Redner zum Ausgleich Der Ungerechtigkeiten Schäftung von Wirtschaftsbezirken, in welchen Die Beamten derselben Gehaltsgruppe auch gleich besoldet werden. In derselben ausführlichen Weise behandelte der Redner die Abbau- und die Urlaubs Verordnungen. Alle Anwesenden folgten den Ausführungen mit großem Interesse, und jeder war überzeugt, dah die hohen Ziele des Deutschen Beamtenbundes nur in schwerer Arbeit zu erringen seien. Solche Arbeit ist aber nur möglich, wenn jeder Beamter der Organisation angehört und nicht gleich ver'weiselt, wenn seine persönlichsten Interessen und Wün'che nicht sofort erfüllt werden. Rur in zäher Ausdauer liegt Der Sieg. Nun echt mir Firma-. u. Oqorettenfabrm Blauband C. vsgl i-, £i(ti Hll81eiD-Scbnitle alle Größen lagernd im 846a Modehaus Salomon Tüll- u. Etamine-Garnitur Madras-Garnituren e6htfarbiB Mk. *,98 Teppiche, große Auswahl,™ *?rre?“,n,.gen 1,68 „ Lfchen-Stamml. , 41 Rm. Vchen-Rutzholz (2 Mtr. lang) 6 „ Eichen-Rutzholz (4 Tltr. lang). Qnhlafrimmnr in echt Eiche, Mahagoni, Birke, CUlllalZIIIIIIICI echt nußbaum poliert, reizende ..... . . Mk. 450, 650, 850 4500 Eichen- meistens gute Durchforstungs- Wellen 4700 Buchenwellen. Cleeberg, den 2. Februar 1925. Der Bürgermeister. ____________Höhn. 1251V Entnahme und Ausgabe stehen oft im Widerspruch. Sie können Ihre Ausgaben verringern, wenn Sie die Feinkostmargarine „Schwan im Blaubandu für 50 Pf. das Halbpfund kaufen; ihre Verwendungsmöglichkeit in Küche und Haushalt kennt keine Grenzen, ihre Vorzüge sind unerreichbar. 37,03Fstm. Angebote sind bis spätestens Dienstag, den 10. Februar 1925, nachmittags 3 Ähr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, wo anschließend die Eröffnung stattfindet. Die Bedingungen werden vor dem Termin bekanntgegeben. Aähere Auskunft erteilt Förster Kirch, Beuern. Bersrod, den 5. Februar 1925. Hessische Bürgermeisterei Bersrod. ____________Becker.________1271V Bullenverkauf. Ein zirka 15 Zentner schwerer Sim- mentaler Dulle soll auf dem Wege des schriftlichen Angebots verkauft werden. Angebote für je Zentner Lebendgewicht, sind mit entsprechender Aufschrift bis zum 9. d. M., nachmittags 2 Uhr, bei unterzeichneter Stelle mit bezüglicher Aufschrift, wo auch die Bedingungen bekanntgegeben werden, einzureichen. Lumda, den 5. Februar 1925. Bürgermeisterei Lumda. 22,08 Fstm. Eichen-Stammholz Buchen-Stammholz Fichten-Stammholz 2.-4. Kl. Fichten-Stangen 1.-3. Kl. Kiefern'Stammholz Eschen-Stammholz l9Stämme) ' *| (2 Mtr. lang) Äebea de" sicn, di- g fier® $t in tzehen imm-pol fetten hnnK » Wg tische W ber>lngsain all den «ß Sot des deuU strper das M Ml wld ünm griffen werden, t U den schm ^Jchre P-swMN nur Mc fein SckiM 1 gut, daß die ' schusses fick doi lichkeit abspiel' sein Urteil bil dort blvhgestel faribfrcmbe 6d scheS Dolksver ! An sehr s , Handlungen bei I Lozialdem I eine ganze Ae kisfischm Parte Julius Barm Spekulanten ur die rein ptrför i (ifhWrr 0rof$ aud) ins M , Heilmann, 1 itmofrotie, Syni , und Tussichtsrat wch vor wenig« Derteidigungsre Barinat brach, Kreuzverhör zu für feine Parte Varmat ha Presse in ausgie ! freigebig in di jenem Parteisei ; etnjelnet Genoss die deutsche Pre ; piemangeks zu ! Darmat dank sei ’ und höchsten Her und Vobert C für Druckpapier > formet .Vorwort flegen Varmat < । er seine Geschäft handeiSerla^nu rrus Anreguno i Ministers Aob mullich hätte de Artigen Umso wem, man dam gelassen hätte. . Herr Des «'M persönlich 5 Sn iweites ^eichspi bon 8« Derhm mmsSverkehr; Ä Ä’"/' lein eig^ Sfr» k Lrr?. tiSi, Mr bei Metzgermeister Julius Aulmann i259v Marklstratze.________ Die Aolzversteigerung vom heutigen ist genehmigt. Abgabe der Abfuhrscheine bei den Hebstellen vom 12. Februar an. (Sieben, Öen 5. Februar 1925. Hessisches Forstamt Gießen. 1264V Aus Öen WalÖungen der Gemeinöe Bersrod, soll nachstehendes Rutzholz auf dem Submissionswege vergeben werden: 1. Kiefern-Stämme zirka 15 Fstm. „ » 30 M Stand der Mügsieder Ende des Jahres 139. rmMIlM. Conlöin-Beteln Bnrtöatösfelöen Eingetragene Genoffenschast mit unbeschränkter Haftpflicht. WerWee Bloi? Sdiofolflöe IPfund 100, Blod- greni“ MIÄ- wm Pfd. 70^ KE-MelllPsd41u.Z^ 6 ?rHnöeIn tn w.. Pfd. 64 t Wimen P und 58 und 42^ » Vs Pfund 55 „ 3 Tafeln nur 70 ) „ 2 Tafeln nur 55 ) 'n 2 Tafeln nur 55^ KkbsengeIbc'mtl 28, Bienßtönc mtt 28, Boonen weih .... Pfund 30<) Linien!lc^. 26,. flr$k 48, WlllSLSOksS Mäusburg 3. iasB ist stets frisch und von mMIWllSmMl Ein Versuch überzeugt! MNee rei.nJtÄ 85,70. ,e,nWÄ125,1.10.95, ksssee-MWütlo sehr beliebt Md: 1.00. VL 1.40. Md: ?70 ’-v, ;-v/Vk