Dienstag, 5. Mai 1925 175. Jahrgang Nr. M Erster Blatt Annaqme van äiijtiutn für die logcsnummer dis zum Nachmillag vorher ohne jedeDerbindlichkril Preis für 1 mm Höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örUid)8, auswärts 10 ©olbpfennig; für Ne Klame-Anzeigen v 70mm Breite 35 (bolöpfcnnig, 'platzvorfchrifi 20' ,Auf schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton Dr. Friedr Wild Lange; für den übrigen Teil Ernst Dlumschcin; für den Anzeigenteil: Hans Beä:, sämtlich in Gießen. Erscheint täglich, aufzer Sonn- und Feiertags. Beilagen: GiehenerFamiliendlälter Heimat im Bild. Dlonats Eejngspreis: 2 Goldmark u. 20 Bold- pfen-rig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernspre ch'Anschlüsse: SchrEtleitung 112, ©er» lagu»dGeschaftsstelle5l. Anschrift für Drahtnach» richte«: Anzeiger Siesten. PLftscheckionto: $rck b?r finanziellen Derhältnifse feien beide V rfahren cänge ft eilt worden. Man sei M'nung gewesen, daß man bei der Zahlung einig geh: mit der Deckung durch den Reichstag. Amerika und der Wiederaufbau Europas. Eine Rede Houghtons in London. London, 4. Mai. (MD., Der amerifa- nische Botfchaftei: .‘Sjougljton hie ft heule abend bei dem ihm zu Ehren gegebenen Essen eine «Rede, in der et u. a. erklärte: Das amerifa= nische Volk stehe dem Brok.lein des Wieder" -aufbauS Europas in ähnlichen! Geiste tote die Europäer gegenüber. Wenn der materielle Fortschritt bisher langsam vor »ich gegangen Jet, so forme man sich wenigstens doch dazu beglückwünschen. daß cv sich mit Sicherhert v o l l- zogen habe. Der grundlegenden Notwendigkeit, daß die Dotter Europas in den Stand gefeht werden mühten, ihre Arbeit wieder' aufzunehmen. sei Genüge geschehen. DaS Kapit al, ohne welches eine Produktion nicht möglich sei. sei geliefert worden. Die Wechselkurse feien in weitem Umfange stabilisiert worden. England s B.mühungen, ,ium Goldsta.tdard zu- ück° zukehren, seien mit Erfolg gekrönt und die Ordnung wieder hergestellt worden. Wenn auch die Desorganisation des Internationa len Handels und der internationalen Markte, Die eine natürliche Folge des Krieges fei, noch immer bestehe, so hab« sich doch auch hier eine entschiedene Desserung gezeigt. Immerhin fei das. was noch zu tun übrig bleibe, beinahe ebenso schwierig wie das bisher Dollbrachte Dor allem gehöre dazu eine Aevderung der Geistesverfassung Vertrauen sei -a-ö Bindemittel, daS die Zivilisation zusammenMte. Der Frieden könne nicht von außen, er müsse von innen kommen. Natürlich seien die Ameri- Inner der Ansicht, daß diejenigen, die so sehr unter dem Kriege gefUten haben, eine Reqelui:g suchen würden, die, soweit dies nur möglich sei, nicht Bedingungen enthalten dürfe, die direkt zum Kriege führtest Aber wir haben niemals vergessen, daß es Grenzen gibt, über die wir nicht hinausgehen tömrcn. Das volle Matz der amerikanischen Hilfe kann ran verlangt werden, w«M das amerikanische ‘"Bott sicher ist, daß die Feit der zerstörenden Methoden in der Politik vorüber ist. und datz die Feit für einen friedlichen Aufbau gekommen ist. Das amerikanische Dolk fragt sich, ob diese Zeit tatsächlich gekommen ift Diese Frage kann es beute nicht beantworten. Die Antwort muh von den Dollern Europas kommen, die allein die Entscheidung treffen können. Wenn die Antwort auf Frieden lautet, dann können sie sicher fein, datz Amerika mit äußerster Großzügigkeit Helsen wird. (Beifall. ) Wenn aber diese Antwort weiterhin unklar und zweideutig ist, dann befürchte ich, daß die jetf erfolgenden Hilfsmaßnahmen unvermeidlich aufhören müssen. Wir können nur denen Hilfe gewähren, die sich selbst za helfen wissen. Indem wir so sprechen, denken wir nicht an eine bestimmte Nation, sondern an die Lage, an welcher, alle in gleicher Weise beteiligt sind. Das amerikanische Dolk hat nicht den Willen oder Wunsch, sich im einzelnen in diese Frage einzumischen. Das amerikanische Dolk erkennt an. daß hierbei Umstände mitwirken, die "Amerika nur indirekt berühren. Seine geographische Sage befreit es davon, Erwägungen an- züstellen, mit denen sich die anderen Aationen .zu befassen haben. Amerika bietet irgendwelche Ratschläge nicht an. Aber ich kann saaen, datz xdas amerllanifche Doll hofft und inbrünstig betet, daß bald ein Friede erreicht werden möchte, rDer die moralische Unterstützung der Wenschhekt verdient, und von Bestand sein wird, weil er gerecht t|i. DaS amerikanische Doll glaubt, daß ein solcher Frieden sich auf der Annahme aufbauen müsse, daß alle, die an ihm teilnehmen, cs ehrlich meinen. Frieden schließen heißt Vertrauen haben. land, die L e r ei n i g t e n Staaten, die X ü r - k e i und Aegypten dem Völkerbund nicht angehören. Sowjetrußland hat eine Beteiligung an der Konferenz a b g e l e h n t. Die deutsche Delegation steht unter Leitung des Gesandten v. E ck - Hardt. Der vom Völkeroundsrat ernannte Präsident der Konferenz, der frühere belgische Minifter- prüsident Larton de Wiart, begrüßte in seiner (Eröffnungsanfpradje die deutsche Delegation und dankte für ihre Mitwirkung. Wiart wies darauf hin, daß die Konferenz sich nur mit dem internationalen Waffenhandel, nicht aber mit der Kontrolle der privaten Rüstungsindustrie zu befassen habe. Da das im Jahre 1919 ausgearbeitete Uebereinkommen von St. Germain infolge der ablehnenden Haltung der Vereinigten Staaten von Amerika nicht habe in Kraft treten können, habe der Völkerbund diese neue Konferenz einberufen und ihr den Entwurf für ein neues internationales Abkommen vorgelegt. Die Eröffnung des deutschen Museums in München. Zu den Zeierlichtellen anlätzlich i)er_ Einweihung des Deutschen Mussums in München sind der Stellvertreter- des Reichspräsidenten, Dr. Simons, der Reichsminister des Innern S ch ie l e, der Reichsnttnifter des Aeußern. Dr. Stresemann, der Reichswirtfchaftsminifter Reuhaus und der Reichspostminister S t i n g l nach München abgereist. Die übrigen Mitglieder mit dem 'Reichskanzler Dr. Luther an der Spitze werden inr Flugzeug folgen. Am Riontaa fand in M ü n ch e n unter Führung von Exzellenz von Miller ehre Dor- besichtigung des Deutschen Museums statt, zu der die aus dem ganzen Deiche und dem AuSlande in München wellenden Pressevertreter geladen waren. Die Rrichhaltig- keit der Ausf'.ellung machte auf die Besucher einen überwältigenden Eindruck, namentlich die zahlreich vertretenen Engländer hielten nicht zurück mit Bewunderungsausdrücken über diese geniale Sarfleüung deutscher Technik und Wissenschaft. Die Pressebesichtigung dauerte von früh 10 älhr bis in die späten Rachmittagsstunden. Dur ein flüchtiger Rundgang kam in Frage, da die Wanderung durch das Deutsche Museum 13 Kilonreter lang ist. 21m Schlüsse der Führung sprach der Reichspresiechri. Ministerialdirektor Dr. K i e p im Rainen der Pressevertreter Erz. von Miller für alles Gebotene Dank aus und wünschte, datz die grandiose Ausstellung der Belehrung des deutschen Dolles dienen möge. Als zweite Deranstaltung im Rahmen der Feierlichkeiten zur Eröffnung des Deutschen Museums folgte der Museunrsb sichtig mg durch dir Pressevertret r ein Degrüßungsabend für die deutschen und ausländischen Journalisten, zu dem die bayerische Staatsregierung eingelafccn batte. An ihm nahmen u. a. Mitglieder des bayerischen Landtags und der Regierung, ferner die beiden Bürgermeister sowie hervorragende Vertreter von Politik. Kunst und Wissenschaft teil. Ministerpräsident Held begrüßte die Erschienenen herzlich. Er bezeichnete die Eröffnung deS Deutschen Museums als ein Fest für Bayern und für Deutschland, zu dem die Presse heute den Auftakt gegeben habe. Diese müsse von München den Eindruck mitnehmen, datz ein neues mr- vergängliches Denkmal deutscher Kultur errichtet worden sei, welches in der ganzen Welt den Gedanken wachrufen müßte, daß man froh fein sollte über die deutsche Kultur, den deutschen Geist und die deutsche Tatkraft. Der Ministerpräsident bat, diesen Gedanken hinauszutragen in die Well, damit an die Stelle deS Hasses der Geist gegenseitiger Achtung unb Gerechtigkeit trete. Seine Worte wurden mit lebhaftem Beifall aufgenonrmen. Im Auftrage deS Landes- verbandes der bayerischen Presse dankte dessen Vorsitzender, Redakteur Freund, München, und für die nichtbayerische und die ausländische Presse der Ehef der Aeichsprefsestelle. Mi.nstrial- direktor Dr. Kiep, 'Berlin. Der Kampf in Marokko. Französisch spanische Offensive gegen Abd el Ärim. Paris. 5. Mai. (LU.) Aus Marokko liegen alarmierende Rachrichten über Offensiv- Letoegungax der Lifleute vor. Das französische Oberkommando hat eine Frontverlängerung vorgenommen. Marschall Liautey ist zur Uebernahme des Oberkommandos soeben an der. Front eingetroffen. Alle Anzeichen sprechen dafür, datz der französische Oberkommandierendc die Reukralitätszvne einbringen wird, die bereits an verschiedenen Stellen von den Stämmen der marokkanischen Freiheitskämpfer besetzl worden ist. Der Ministerpräsident Painleve hat im 2tamen der Regierung folgendes Telegramm an Marschall Liautey gesandt: ..In dein Augenbllcl. wo Sie erneut einer schweren Situation gegenürertceten. wünscht die Regierung. Ihnen den Ausdruck ihres absoluten Vertrauens zu. übermitteln. Sie grübt das Andenken der für Frankreich Gefallenen und beauftragt Sie, Ihren tapferen Truppen Glück zu ihrer Ausdauer und ihrem Mut zu wünschen." Ein erster Dor stoß der französiscyen Truppen gegen die vor und in der ReutralitätS- zone gelagerten Stämme scheint laut offiziellem Kommunique von Erfolg gekrönt zu sein. Di' Stellung bei 2Iubur wurde nach heftigem Kampf von den Kabylen gesäubert, die 50 Tot.-, zahlreiche Gefangene und Waffen unb Munition hinterließen. Die militärischen Vorbereitungen Spaniens entlang der spanischen Prolettorats- grenze sind in vollem Gange. Die Operationen sollen Ende Mai beginnen Die Schiffe, öle die spanischen Truppen und baS Kriegsmaterial aus- riehmen sollen, liegen jetzt im Hasen von M a - T a g a. Die Rif-Lrupven. die an der französischen Grenze zufammengezogen waren, Unb jetzt auf den Melilla - Tetuan-Ad- schnitt zurückgezogen worben. Abb c l Krim befestigt zur Jett sein Hauptquartier. Die Kontrolle des internationalen Waffenhandels. Gens, 4. Mar. (WLB.) Heute nachmittag wurde hier die Konferenz für die Kan trolle des tnternaHona'en ni : r n und Munittonshondele erömiei üs >, inen an ihr 43 Staaten teil von denen 2 curjch. Iahrtaufendfeier des Rheinlandes. Die Aachener Festlichkeiten ur 3al)rtaujenbfeier des Rheinlandes wurden am Samstagabend in Gegenwart einer großen Anzahl geladener Gäste unb der Spitzen der geistlichen unb westlichen Behörden mit einem Festakt im städtischen Konzertsaal eröffnet. Der Spezialsorscher auf dem Gebiete des Krönungsrechts der Kaiser und Könige, Uni- versilütsprofessor Eduard Eichmann-München, hielt die Festrede über das Thema „Aachen als Krönungsstadt". Am Sonntagmorgen erfolgte in An- weienheik zahlreicher Ehrengäste die feierliche Eröffnung der Krönungsau s st ellung im Rat- Haufe. Reben den Spitzen der städtischen Behörden und Vertretern der Ministerien waren der Ober* Präsident der Rheinprovinz Fuchs, Landeshaupt' niann Dr. f) o r i o n, der Direktor des Hostnufeums in Wien, Hofrat Weichselgärtner, der den Krönungsmantel nach Aachen brachte, zahlreiche Gelehrte, Künstler und Pressevertreter zugegen. Die Begrüszungsaniprache hielt Oberbürgermeister Farrn i cf. Die Ausstellung bringt den Gedanken der Zu- sammengehörigkeit von Rheinland unb Reich unb im besonderen die Beziehungen zwischen den beiden zum Ausdruck. Im Juli werden die höchsten Vertreter der Reichs- und Staatsbehörden der Ausstellung ihren Besuch abstatten. Das Eisenbahnunglücke im Korridor. Roch immer ift die Ursache des Eisenbahnunglücks bei Stargard nicht aufgeklärt. Die polnische Telegraphenagentur melbei: »Die AlUcrsuchung d:s Eisenbahnunglücks bei Stargard bat als feststehende Ursache einen verbrecherischen Anschlag festgestellt. 3m Zu- sammenßang hiermit wurden bisher zwei Personen verhaftet, die der Beteiligung an dem Verbreche« verdächtig sind." Gegenüber dieser bestimmten Aeußerung der offiziösen Agentur muß festgestellt werden, daß die ministerielle Unterfuchungsfommijsion immer noch nm Oru des Unglücks weilt. Sie ist sich also über die Ursache der Katastrophe noch nicht schlüssig geworden. Warschnueer Blatter melden daß am Tai» oru We r -'zeuge gefunden worden seien, die von I 'ollen. Nach Erklärungen m: Gu--eerwastc!!' sollen die Werkzeuge Ende vorigen Monats gestohlen worden fein. Ferner will man ein geheimnisvolles Auto gleich nach dem Passieren des vorhergehenden Zuges auf dem Wege neben der Eifen- bahnftrecke gesehen haben. Das Auto soll dort eine Zeitlang gestanden haben. 2U1 diese Gerüchte finb bisher von keiner amtlichen Stelle oe- (tätigt worden. An der Beseitigung dec Trümmer wird an der Unfallstelle immer noch gearbeitet Es dürfte noch einige Zeit dauern, bis daß das zerstörte Gleis freigelegt unb wieder benutzt werden kann. Von der polnischen Eisenbahnbehörbe ist die Belohnung für bic Aufklärung des Unglücks auf 50000 Zloty erhöht worden. Aus aller Wett. Das Badeu-Badener Schachturnier. Die 14. Runde des internationalen Schach- meistertnrniers hatte folgendes Ergebnis: Der Berliner Meister Samisch (Deutschland) gewann ein Damengcmrbtt gegen Trejbal (Tschechoslowakei) in 46 Zügen, obgleich ihm vorher das Remis abgeschlagen worden war. Mieses (Deutschland) verlor gegen Aljechin (Frankreichj In 34 Zügen. Marshall (Amerika) gewarnt ein Damengarnbit gegen Tarrasch (Deutschland) in 49 Zügen. Rubinstein (Polen) gewann ein Damenbauernspiel gegen Torre (D^?iko) in 47 Zügen. Roselli (Italien) gewann eine Wiener Partie gegen DateS (Englnd) in 37 Zügen. Spielmann (Oesterreich) verlor gegen Reti (Oesterreich) in 31 Zügen. Bogoljubow (Ukraine) getoaim ein Samen* bauernfpiel gegen Colle (Belgien) in 38 Zügen. Carl (Deutschtmid) verlor eine englische Partie gegen Riemzowitsch (Dänemark) in 33 Ziegen. Mit Remis endete die Partie Lartakower (Oesterreich) gegen Grünfeld (Oesterreich). Abgebrochen wurde die Partie Rabtnowinch (Rußland) g-geir Te Kokste (Holland) in günstiger Stellung für Rabinowitsch. Spielfrei war Thomas (England). 400 Jahre Marburger Universität. Zur 400-Icchrfeier der Universität Marburg ift eine Iubiläumsstistung begründet, für die der Bezirksverein für den Äeg.-Be.z. Kasiel 106000 Mark als Spende im Haushaltsplan für 1925 bereit stellte. Außerdem hat die Stadt Marburg beschlossen, einen 7000 Quobratmeter großen in der Nähe des Kollegiengebäudes gelegenen Bauplatz im Werte von 100 000 Mk. als Jubiläumsgabe zur Errichtung eines Äubiläums-Kunstinstttuts zur Verfügung zu stellen. Grotzfruer im Walcheujeekraftwerk. In den Bureauräumen des Walchensee- Kraftwerks brach nachts Grotzfeuer aus, das bei dem heftigen Winde rasch um sich griff. Sämtliche Baracken sind bis auf den Grund nieder« gebrannt. Alle Bureauartikel, Papiere, PL ne unb auch Gelber sind vernichtet worben. Die Familien, die tm Werk und in der Montage beschäftigt waren, find ihrer ganzen Habe beraubt worden. Die Brcmd- ursache ist noch nickst sestgestellt. Der Schaden ist sehr beträchtlich. Schweres Explosionsunglück. Auf der Grube Glanzenberg bei Silberg wurden bei der Entzündung eine* Dampfkessels zwei Kefselheizer getötet, ein Maschinenheizer sckwer verletzt und zwei Arbeiterinnen, die sich in einem dem Kesselhause benachbarten Raum aufhtel- ten, leicht verletzt. Die Untersuchung über die Ursache des Unfalls ist im Gange. Loudon—Bafel und zurück in 24 Stunden. Am Samstag wurde durch ein Flugzeug von der britischen Gesellschaft für Lustschiffahrt ein neuer Mkord aufgestellt. Das Flugzeug flog in einem einzigen Tage von England nach der Schweiz unb zurück. Das Flugzeug stattete um 6 Uhr morgens auf dem Flugplatz Croydon mit einer Ladung Goldbarren an Bord, die für die Schweiz bestimmt war und landete um 12.18 Uhr in Bakel. SOnd) dem Löschen der Ladung trat es um 1.30 Uhr den Rückflug una hm. L' m«-ribar gemacht. Die De- prcffion scheint abzufchwächcn daß ihr auf unter Wetter wahrfcheinlich gering Aus Stadt und Land. Gießen, den 5. Mai 1925 Pros. Dr. Bigener f. An einem Leiden dessen Keim er sich im Felde zuzog, ist am Samstag, wie gestern schon kurz berichtet, der ordentliche Professor für Geschichte an unserer Landesuniversitat, Dr. Fritz eigener, int 46. Lebensjahre verstorben. Das Leben eines ausgezeichneten Gelehrten, eines von höchstem nationalen Pflichtbewutztsein und größter Opferbereitschaft für das Vaterlartd beseelten Mannes, eines geistvollen und sormgewaitdten politischen Redners hat hier eine allzu srühe Vollendung erfahren. Fritz Vigcncr wurde am 26. Juli 1879 als Sohn des Apothekers Anton Vigener in Biebrich am Rhein geboren. Er besuchte das Gymnasium in Wiesbaden unb studierte in Heidelberg und Leipzig. In Heidelberg promovierte er int Jahre 1901 zum Doktor der Philosophie mit einer Dissertation „Bezeichnung von Volk unb Land ber Deutschen", eine Schrift, die sehr "wichtig war für die Beftimutuug ber Zeit, wann eigentüch „deutsche" Geschichte an Stelle einer fränkischen oder karollngischen Geschichte beginnt 3m Som- ntersemester 1908 begann er in Freiburg seine Lehrtätigkeit unb wurde dortselbst im Jahre 1914 zum außeretatsmaßigen außerplanmäßigen Professor ernannt Im Frühiahr 1917 erhielt er einen Ruf nach Gießen als Rachfolger für Profesfor Dr. Holtzmann unter Ernennung zum orbäntlichen Professor. Der nun Heimgegangene war ein auherorbentlich vielseitig gebttbetec Mann. Richt nur speziell historisch, sondern auch philosophisch, philologisch unb wtrtschaftlich hatte er seit seiner Studentenzeit tiefe Studien getrieben. Auf seinem Spezialgebiet besaß er eine umfassende Kenntnis der älteren und neueren Literatur. Seine Arbeiten offenbaren einen weitreichenden Blick Sinn für Probleme aller Art, großes Geschick Persönlichkeiten zu charakterisieren, aber auch die FLhigkell zur klaren Schilderung verwirrter und verwickelter Zustände. Qte so hohen Geistesgaben, der glanzenden Bered- sarnkett und bet dem leidenschaftlichen Temperament Bigeners, das seinen objektiven Dllck aber nicht zu trüben vermochte, war cS nur natürlich daß er als akademischer Lehrer sehr fruchtbar und anregend war. Hohe Verdienste um die hessische Geschichte, erwarb sich Vigener durch die Herausgabe der ^Regesteit der Erzbischöfe von Mainz" und mehrerer anderer Spezialarbeiten zur Geschichte des Erzbistums Mainz, besonders im 14. Jahrhundert Sein bedeutendstes Werk, das er kurz vor seiner Erkrankung abschloß., ist die ausführliche Biographie des Bischofs Ketteler von Mainz gleich wichtig für die allgemeine deutsche Geschichte, die hessische Geschichte, die deutsche Kirchengeschichte, wie auch für die deutsche Geistesgeschichte wegen der sorgsamen Behandlung der kirchlichen Streitschriftenliteratur, der Geschichte der Gießener katholisch-theologtschen Fakultät und ähnlicher Fragen. Rach der Vollendung Kette- lers hatte der unerntudliche Geistesarbeiter sofort ein anderes Thema in Angriff genommen: „Kaiser Karl IV". worüber er in 5er Sammlung „Meister der Politik" eine kurze Skizze bereits veröffentlichte, in ber er in Krappcm Rahmen eine glänzende Schilderung der Persönlichkeit des reich- begabten unb vielgeschaftigen Herrschers, form feiner umfassenden Politik gab. Der akadernische Lehrstuhl unb die Geistes arbeit in der füllen Gelehrtenftube erschöpften bei; Betätigungsdrang Bigeners noch nicht ganz. Sein großer Sinn für alle Gegenwartsfragen unD -strömungen. die einst der Geschichte einverbribt werden, zog ihn ganz natürlicherweise auch zu dem Gebiet ber Politik hin. Er trat zwar nicht auf die große Schaubühne ber Polllik, aber tm kleineren Kreise der Gießener Ortsgruppe der Deutschen Dolkspartei, deren 2. Vorsitzender er war. in der engeren ober hessischen Heimat überhaupt wirkte er werbend und aufklär:nd für die von ihm vertretene Sach:. Wer Gelegenheit hatte, ihn sprechen zu hören, mußte sich erfreuen an der Klarheit und Tiefe der Gedanken. an der glän^enben Form der Rede und an der glühenden Liebe zum deutschen Boll und Daterlanb. die man bei Vigeners Reden stets als hervorragendstes, edelstes Merkinal feines Denkens und FühleriS fest stellen formte. Bei aller Energie, mit der er den von ihm für ridjtig erkannten Standpunkt vertrat, wurde er" auch dem politischen Gegner gegenüber nie ungerecht ober unvornehm, denn ihm war der hohe Gedanke der Volksgemeinschaft mehr als nur rin Lippenbekenntnis. Bestimmend für seine politische Auffassung war fein geradezu leidenschaftliches nationales Pflichtbewuhtsejn, das ihn bestimmte, bei Kriegsausbruch im Jahre 1914 als 35jäf>riger kriegsfreiwillig zu den Fahnen zu eilen, unb das es ihm sehr fchmerzlich machte, krcuckhettS- halber dem ersten Gang der Rrichsprafidenten- Wahl fernbleiben zu muffen, das ihn bann aber auch zu dem festen Entschluß führte, beim zwriten Gang der Reichspräsidentenwahl um jeden Preis selbst auf Kosten seines Befindens sein Wahlrecht auszuüben, eine hohe staatsbürgerliche Pflichtauffafsung, der er zu seiner Freude gerecht werben konnte und die für viele unter uns vvr- bilblich fein sollte. Möge die deutsche Heimaterde dem gute» Patrioten leicht werden. Sein Andenken wird in unserer Bürgerschaft und tn der deutschen Wissenschaft stet- in Ehren lebendig bleiben. ^ornotizcn. - Tageskalender für Dienstag. Manner- und Frauenvereinigung der Matthaus- gemeinte: 8 Llhr MallhäuSsaal Vortrag. — Eigenheimbau-Genossenschaft: 8V, llhr Gewerbe-- haus (Kirchstrahe) außervrdenlliche Generalversammlung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Boy von Flandern". — Aftoria-Lichtspiele: ^Hutch unb die Erbschleicher". — Manner- und Frauenverein i- gung der MatthäuSgernetnde. Heute Dienstag abend spricht Pfarrer M a h r im Mat- thäusfaal über das Thema ..Zufall oder Q3oc« fehung". Räßeres in der gestrigen Anzeige. L. 11. Don der LandeSuniverfitäl. Dr. phll. Harald Geppert, der sich für das Fach der Mckthemalik an unserer Llnioerfttät zu haöllitieren wünscht, wird Mlltwvch, 6. Mai, abends 7 Uhr in der kleinen Aula feine öffentliche Probevonejung halten üoer das Thema: „Das verallgemeinerte Dirichletsche Prinzip". '*<£ i n e öffentliche Stadtverordnete n - s I tz u n g wird morgen nochmillag, 4 Uhr beginnend, im Stadtverordneten Sitzungssaal inr Stadthaus Beroüeoßc stattsinden. Äon befonöerer Bedeutung sind folgende Vorlagen: CErridnunn »-.. ui Dolkshalle. Lrichtung einer Fenerbestatlungsanlage nuf dem Muen Friedhof, Crhebung einer vonder- steuer vom bebauten Grundbesitz für das Jtedjnungs* iahr 1925. •• Der Lau der volkshalle auf dem Irieb Hal geftern oormiilag mit den Ausfchachtungs- arbeiten begonnen. 2ie Arbeiten werden mit oller graft gefördert, so daß man sich bald dem Beton - bau xumcnben kann. . L * • Gießen als Luftverkehr »Hafen. Der Vortrag, den Direktor G r e tz« Frankfurt a. M. über Meie wichtige Frage am vächsien Donnerstag, abend in der Neuen Aula halten wird, tmdet auf ’Sermtfdffunfl der <)anbel5(ammer Gtoßen stall. Der Gießener ilerem für Luftfahrt unierstutzl bie bedeut tarnen Bestrebungen noch feder Richtung hin mit allen Kräften. • • Cin Fackelug zu Ehrrn de» Reiche Präsident en o. Hindenburg fall am imchsten Montagabend hier ftattfmbcn. In un- lerem heutigen Anzeigenteil wird zu dieser Beran- ftaltuno ernffelaben. • • Heber Me »ahr pretfe bet toif* fenfchaftlichen Fahrten teilt die Deutsche ReichSbahngesettschalt mit: 3n der Oesfentlichkrit iß vielfach die Meinung verbreitet, daß von der Erhöhung des Fahrpreises für Iugendsahrten auch die Fahrten zu wissenschaftlichen und belehrenden paeden (Schulfahrten) betroffen ©erben seien Die- ist nicht der Fall. Zur Fahrten zu wissenschastlichen und belehrenden Zwecken, bie von Studierenden, akademischen Anstalten mit Schulern öffentlicher Schulen unter Leitung von Lehrern unternommen werden, wird vielmehr naa> wie vor eine Ermäßigung von 50 Prozent de» gewöhnlichen Fahrpreise« gewährt. spd. Sin Meifterflug. Ctei, dem schweren Sturm, der am Freitag über Süddeutschland fegte und vielerlei Schaden anrichtete, konnte der Luftfahrdienst zwischen Frankfurt und den verschiedenen Städten voll ausrechterbalten werden, ein Beweis für die außerordentliche Stabilität der deutschen Flugzeuge. So stieg bei Fürth Inmitten de« heftigsten Sturme« ein Großflugzeug mit einem Passagier, dem Polizeimajor Stade lm eher au« Hurnbetfl, auf, machte in Babenhausen eine Zwischenlandung und konnte im- descpädig' auf dem Frankfurter Flugha'engelände niedergehen und landen. 'Die Sturmfahrt diese« Flugzeuge e ruft in Fachkreisen berechtigte Bewunderung hervor !'! Der Verband der oberhessisch en Geflügelzuchtvereine hielt gestern im Hotel Stovleß* feine Der ban d«t a g u n g ab, woran auch der Dertreter der Landwtrtschaft«- fammev teilnabm. Den Geschäftsbericht erstattete der Derbandsvors iycnde Kolter- Bad-Rau- heim E. lerichtete über den günstigen Verlauf der VelbanlsauSstellung in Schlitz, ßu Rech- nungsplüiern wurden Äug. Schwan- Gießen und Mathe«- Bauernheim gewählt, den, Rechner Reinhardt- Schlitz wurde Entlastung erteilt. Dem Verein Lollar wird die P r o- vinztal-Geslügel-Ausftellung 1926 ütertraflen. Der Der ein Bad-Rauheim veranstaltet bn September eine Iubiläum-schau au« Anlaß seines 25jährigen Bestehens, womit eine Be-irtSgeslügelau-stellurg für den Bezirk Dad- Rauheim verbunden werden soll. Zur den Bezirk Lauterbach-Schlitz ist ebenfalls eine Ge- flügelausstellung vorg sehen. Die Dorfrandswahl hatte folgendes Resultat: 1. Dorschen der 3oh. Kolter- Dad-Rauheim. 2. Vor scheu der Otto Södler-Rieder-Gemünden. Schriftführer D ol- I i n g e r - Alsfeld. Rechner Reinhardt- Schlitz. Beisitzer Aug. Schwan- ® eßen. Dahin c r-Butzbach, D e r h a r d t-Kiichgön«. M o a k- Echzrll. ßu Ehrenmitgliedern de« Verbände« tourten Aug. Schwan- Gießen und P o st-AlS- fcld ernannt. Äm Schluß? totute die DerbandS- tagung der hessischen LandeSgeslügrlzuchtvereine kesprochen. die unter dem Dorsche dr« Herrn JK Untermann» Offenbach am 10. Mai in F anksurt ftattfrnbet. Gastwirleausstellung in Offenbach. —I— Offenbach. S. Mai. Seit langen Jahren hat in Offenbach keine Ausstellung mehr ftattgefunben. Run hat im vorigen Hahr der Rhein-Main-Gast- wirteverband beschlossen, seine 4 2. Der- bandstaguu g 192 5 in Offenbach abzuhalten, und da« hat dem Gastwirteverein für Offenbach und Umgebung Veranlassung geg?ben, eins 5 ad)- ausstellungsür das Hotel- und ®aft- wirtsgewerbe und verwandte Berufe zu veranstalten Diefe Ausstellung wurde gestern in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste, staatlicher und städtischer Behörden feierlich eröffnet. Dor Vorsitzende de« Offenbacher GaftwirtevereinS Hagedorn begrüßte die Erschienenen. Ihm schloß sich der Vorsitzende des Rhein-Main-Gastwirte- r-erbanbe« Schnauder-Darmstadt an. Oberbürgermeister Grenzin hieß die Teilnehmer namens der Stadt Offenbach willkommen und sprach auch freundliche Worte namens de« Pro- vin,lala Schuss es der Provinz Ctartatburg. Als weitere behördliche Dertreter grüß'en noch Kreis- bitellor Werner und Polizeidireltor Ditt- m a r. Schirmherr der Ausstellung ist der Staatspräsident Ulrich, der aber durch eine Anlo- trannc am Erscheinen verhindert wurde. 'Beiandere Verdienste um da« gute Gelingen der Ausstellung hat sich der Geschästssührer Der Gastwirte Mar Laskowski erworben. Die Ausstellung ist im „Stabtgarten“ untergebradn. der durch erhebliche Opfer der Stadt ein schmuctes Aussehen erhallen hat. ßnxi Säle, der Garte«' faal und eine eigen« aufgestellte ßelthalle sind dicht besetzt. Mehrere Aussteller haben sich mit einem Platz im Freien begnügen müssen ßtoed der Awistälung toarv den Fachmännern den heutigen Stand der cinschlägigen Industrien und die neuesten Fortschrille zu zeigen. Anregungen zur Anbahnung von Gefchäftsbeziehungen TomL’ dazu zu geben, daß die Gastwirte und Hotelbesitzer sich die modernen Einrichtungen zunutze madyen möchten. Schlieh'ich erhält aber auch das Publikum einen interessanten Einblick in das vielgestaltige Getriebe eine« neuzeitlichen Hotel- bdricb« llnfere Hausfrauen finden in der AnS- stellung ebenfalls manches Rühliche. SS ist unmöglich. auf Einzelheiten einzugehen Man findet Kellereieinrichtungen, Büfetts. Eisschränke. Kühlanlagen, Kücheneinrichtrmqen. Ausstattungen. Maschinen. Gerate für Wir schastsbetriebe. sanitäre Anlagen. Inventar, Mobiliar, Dekoration, Bureauutensilien. Rahrungs- und Gemißmittel in feftem und flüssigem ßustand — wovon übrigen« mit recht eindringlicher Ei 'lad ng 5toft- und Trinkproben dargereicht werden Tafeldelora- turnen, allgemeine Gebrauch-gegenständ? und sonstig'« m-hr. Im ganzen bittet die Ausstellung ein recht hübsches Bild. Die Ausstattung jedes einzelnen Stande« ist geschmackvoll und einladend Wertvolle Ehrenpreise stehen denjenigen in Aussicht. deren Au-stellungSobjekte die bewndrre Anerkennung der Preisrichter finden. D'efe haben gestern bereits ihre Arbeit begonnen. Die Preisbekanntgabe und -Verteilung findet nächsten Donnerstag nachmittag statt. Bi« dahin ist die Ausstellung täglich geöffnet, und es finden auch täglich 5tonzerte statt. Der Besuch war heute stark. Schöffengericht Gießen. * Gießen, 30. April. Die Eheleute Sch. in ®le&en betrieben hier zuerst ein Heiratsver- mittlungsbureau. Rach und nach gingen sie aber auch dazu über, zahlreichen Frauen und Mädchen, die „in Rot" waren, gefällig zu fein und zu „helfen". Von diesem Treiben erhielt die Staatsanwaltschaft zu Anfang des Jahres 1924 Kennt - ni« und leitete ein umfangreiches Ermittlungsverfahren wegen Verdreh en« gegen das keimende Leben (Paragraphen 218, 219 StGB.) gegen die Eheleute Sch. und die der Abtreibung verdächtigen Frauenspersonen ein Die fast ein Jahr dauernde Voruntersuchung richtete lich gegen über 60 Personen aus mehreren Teilen Overhessens, aus Franksurt, Marburg ulw. Auf Antrag der Staatsanwaltschast wurden etwa 15 Beschuldigte aufjer Verfolgung gefetzt gegen die übrigen wurde Anklage erhoben Für die Verhandlung sind drei Tage vorgesehen. Am ersten Tage kamen folgende Fälle zur. Aburteilung: 1. ßwei Frauen und ein Mädeben au« der Gegend von Schotten wurden wegen 'Versuchs der Abtreibung bzw. wegen vollendeter Abtreibung zu einem Monat zwei Wochen, zu sieben und zu zwei Monaten ® e f ä n g • n i« verurteilt. Der Ehemann der einen 3jrau und eine weitere Frau erhielten wegen Beihilfe einen Monat zwei Wochen imb zwei Monate ® e f än gwi« 2. Eine Ehefrau au« G. wurde wegen zweier darunter ein Versuch der Abtreibung zu zusammen sieben Monaten Gefängnis verurteilt. Ein Monat der erlittenen Untersuchungshaft wurde angerechnet. 3. Eine Kontoristin aus Frankfurt a. W. und ein Kaufmann erhielten wegen vollendeten Verbrechens gegen § 218 Abs. 1 StGB. bzw. Beihilfe hierzu acht M o n a te und vier M o - n a t e Gefängnis. Der Fall lag um deswillen besonders schwer, als sich die Beschuldigte bereits im achten Monat der Schwangerschast befand. Eine wegen Beihilfe angellagtc Stenotypistin wurde fr eigesprochen. 4. Sine Ehefrau au« A. und ein junger Mann wurden wegen AbtreibungsverfuchS und Beihilfe hierzu mit zwei Monaten und drei Wochen Gefängnis belegt. In den meisten Fallen, in denen Verurteilung erfolgte, wurden die strafbaren Eingriffe von dem Ehemann Sch., in den übrigen von der Ehefrau Sch. vorgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschakt wurde das Urteil gegen die Eheleute Sch. bis zum Schlüsse der Verhandlung der übrigen Fälle ausgesetzt Die Verhandlungen finden unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt Buntes Allerlei. Die Perlentaucher von Ceylon. Nach einer Unterbrechung von 19 Jahren ist jetzt die Perlenfiicherei im Golf von Mannar unter der Leitung des Meerbiologen der Regierung von Ceylon Dr. Pearson wieder ausgenommen wor den. Die Perlenoänke von Ceylon sind seit jenen fernen Tagen berühmt, da der erste König von Ceylon Vijaya im 6. Jahrhundert v. Chr. kost' bare Perlen feinem Schwiegervater, dem König von Mandura, zum Geschenk sandte. Unterbrechungen in der Fischerei sind immer wieder vorgelom- men durch das Verschwinden des Laiches und der jungen Austern, die duro' widrige Strömungen ober allzuhe'tige Ausbeutui n hervorgerufen wurden. Aber die Art des Perlentauchens, wie sie heute gc übt wird, Hot sich seit den Tagen des Königs Vijaya nicht verändert und bietet noch heute das gleiche malerische Bild. Das erste, was inan an den Banken entdeckt, ist eine lange Reihe von roten, weihen ober roh weiften Fahnen, Die über den Gewässern des Indischen Ozeans im Morgenwind flattern. Dann er scheinen in Abständen die Schleppschiffe, die die Fischerflotte mit den altertümlichen Booten, den „D h o n e y s", nach sich ziehen. Diese Boote sind überfüllt mit Den Tauchern und ihren ..Munducks, den Männern, die die Taucher an Seifen aus dem Boot berunterlaften und sie mit Den Austern wieder Heraufziehen. Sobald die Boote verankert sind, wer- fei- Die Taucher ihre an und für sich schon spärliche Kleidung ab und hängen sie an die Masten, die eine bunte Sammlung von farbigen Stossen und Turbanen ausweisen. Es gibt Tamil-Tau cher von der Sudküste Indiens und arabische Taucher com persischen Golf. Die Arader sind Die besseren Taucher, sie sind ruhiger, sorgsamer und bleiben länger unter Vaster. Mit einer Stopp-Uhr wurde sestg ines Feuer brennt am Hinterteil der Dhone.), und wenn sie vor Kälte zittern, so warnten sich die Tauckur hier ein paar Minuten, aber nicht lange, denn s:e dursen keine Zeit verlieren. Das Perlcr.iouchen hort um 12 Uhr auf, und dann führ der „Sie g c I b ea m te" in seiner Barkasse ^eiv» Stund.' und länger von Boot au Boot, um die Säcke mit dtm Regi» iungssiegel zu schließen. Daraus vor sammeln ftch die Boote wieder nm die Schlepvschii' bi: sic nach Marichchukaddi, der „Perlei, ftabt“, zurückzuziehen. Im Angesicht des Hafens lösen sich die Bom.' von den Schleppern, und nun beginnt eine wild« Wettfahrt, alle haben sie ihre braunen und weißen Segel geictzl, und wie merkwürdig« Vögel schieße- sie nun über das Meer, weil jeder zuerst cm» Pont kommen will, um seine Austern abzuladen. Auf ihren Kopsen tragen die Taucher die Säcke an Xlanb, und nachdem die Austern von Reyierungs- beamten gezählt worden sind, erhalten sie em Drittel als Lohn, und bann beginnt Der Markt aus einem großen offenen Platz. Scharen von Hänblern warten hier. Tamilen, Singhalesen, Malaien, Mauren, und unter großem Gelärm vollzieht sich bet Handel. Die Käufer stürzen mit ihrer Beute fort, und an einer anderen Stelle der Küste beginnen sie eine fieberhafte Jagd nach Perlen. In der wie ein Pilz auf geschossenen „Perlenstadt" gibt es eine Reihe von Hütten, in Denen Die eigentlichen Perlenhändler sitzen, ehrwürdige, langbärtige Inder, zu denen nun die Austernkäufer die gefundenen Perlen tragen, und die sie einer eingehenden Prüfung und Bewer tung unterwerfen. Um 9 Uhr findet der Verkauf durch die Regierung statt, und zwar wird in drei Sprachen, in Singhalesisch, Tamilisch und Arabisch, angeboten. Da entsteht ein Stimmengewirr wie beim Turmbau zu Babel. Die Austern werden immer in lausend Stuck zusammen verkauft. Man läßt die Mv schein liegen, bis sie in Verwesung übergehen. Der Inhalt wird gesiebt und immer wieder gesiebt, bis auch nicht die geringste Hoffnung mehr besteht, noch eine kleine Perle zu finden. Dies ist die widrigste Arbeit bei der Perlenfischerei, aber sie belohnt sich häufig, denn aus der verwesten Maste wird noch manche schöne Perle gewonnen. W/. ...TrinKt tirosctP’Rt JL#-1 x-vJ . T?. */ Vertrete? und Lager: Barth & Co., Gießen, Ludwigstrafle 57. Sommerjproffenbilöung im Mhling. Besteht bei Ihnen Reigung zur Sommerfprosten- bilbung, so mästen Sic gerade in Den Frählings- monatcn etwas ordentliches dagegen tun. Wir raten Ihnen, in der Apothele weißes Eitalbol-Wach«. 50 oder 25 Gramm, zu kaufen, um sofort mit Der Behanklung der befallenen Stellen zu beginnen Sicher krhälll.: 1Iniver1>Apotheke „ßtnn gold. Engel “ Krupp-Lastkraftwagen 1L.j Ma 2 Tomen Sohneilast- und 5 Tonnen Laittraftwagen eow.e Spezlilfohrzeuga jeder Art für Stadtverwaltrngen. Faun-Werke A.-G. Nürnberg 2 bis 3' i Tonnen Sohneil-Lastwagen und 6 24 PS Personenwagen ßeneial-Veitietei. Gustav Heuser, Frankfoit a. M Ecke tlohenzolierii- n. 'si«tda*fräße. Tel. Hansa76W Reu erschienen: „Fips Lachzeitung für liebe kleine Kinder.“ Der Küche Schal)! Der Hausfrau Glück! Das große Butier-MeisiersfUck ? Yx. Ptd. nur 50 Pfg. 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Januar 1925 ist das Sigenkapital auf 600 000 Reichsmark umgestellt wordem Atz 4, 5. 6 de« Gesell'chaftsvertrags sind geändert. Gießen, den 1. Mai 1925. 4608c Hessisches Amtsgericht. Mittwoch, den 6. Mai, nachmittags 2 Uhr versteigere ich Deuenweg 28 (im Löwen) gegen Barzahlung: s) Zwangsweise bestimmt: • Damenfahrrad, 1 älteres Motorrad, 5 Motorraddecken. 1 Autoreifen, 2 neue Windjacken, 2 Labenschränke, 1 Theke, 1 Schaufensterkasten, mehr. Eimer Schmierseife. b) Voraussichtlich ein großer Teil bestimmt: 1 großer Ei «schrank (neu), 1 Au s- stellkasten, 1 Grudeherd, 4 Gasherde, 1 Kachelofen, 1 Personenauto, eine Schreibmaschine, 2 Schreibtische, 2 Rähmaschinen, 1 Eßzimmer (Eiche- Büfett, Kredenz, Ausziehtisch, vier Stühle, 1 Sofa, 3 Motorraddecken, 3 Motorradreifen, 1 Partie Fahrradketten, 58) Büchs enDohnerwachS, 1 Iagdwagen, 1 Kafsenschrank, eine Schreibmaschine, 1 Düchrrschrant, 1 Schreibtisch, 1 Küchenbüfett, einen Diwan, 1 Dertiko, 1 Sofa, 1 Tru- meauspiegel, 1 eerbte tisch, 1 runder Tisch und 2 Stühle. c) Freiwillig bestimmt: 1 Partie Damenftrickjacken u. Herren- westen, 1 eiserne Bettstelle mit Matratze, 1 Regulator, 1 Pendule und sonstige Möbel. 4*29D Junker, Gerichtsvollzieher. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B wurde am 21. April 1925 bei der Firma Chemische« Laboratorium Dr. Eisenach & Co.. tzandel«gesellschast mit beschränkter Haftung in Gießen folgendes eingetragen: Ewald Mühleisen und Hans Rühl sind al« Geschäftsführer ausgefchieden. An ihrer Stelle sind Dr. Heinrich Eisenach und Dr. Rolf Macheleidt als Geschäftsführer bestellt. Das GesellfchaftSkapital ist auf 2500 Reichsmark umgestellt. Der GeiellfchaftSvertrag ist dementsprechend geändert. Gießen, den 1. Mai 1925. 4609c Hessische« Amtsgericht. Bekanntmachung DerDoranschlag der Gemeinde Mainzlar Rj. 1925 liegt von Donnerstag, den 7.. bi« einschließlich Mittwoch, Sen 13. Mai d. I., auf unserem Dienstzirn- mer zur Einsichtnahme offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker bei-utragen haben. MainUar, den 4. Mai 1925. Hessische Bürgermeisterei Mainzlar. Vogel.4636 D Bet schwerem, fiHeraus störendem Dar Herr Tr. m?t» TL in B. mit Ctxrirxicfi mab ♦ elu'n gtxn'o ii-cüen tote VtVVvvVulWV ooaft jnD •' .-•oia erjtrx Q l Sur Sioveri2NvNm« ft .^erMSrttr.e i'C* ion’K'.'s :;< kf 0'Men. ?> esv-n fn oflen Der Plan über die Herstellung von unlerirdischen Telegraphenlinieu an der Kreisstrahe von Leihgestern nach Reuhoi liegt bei dem Postamt in Gießen von heute ab 4 Wochen aus. Gießen, den 4. Mai 1925 Telegraphenbau am l. 4616D Die erstklassigen 4531D WANDERER- FAHRRÄDER b.F.SchiHing, Gießen, Frankf.Str.23 Suche 4—5-Zimmer - Wohnung Gebe I-Zirnmer-Wohnung mit Zubehör gegen Lohe Berglllung und Miete. Cn. unter 91 r. 287 an Herso, Mitleid. Ann Ervedition, Gießen.■16771 > letimler oBd MÄr gesucht 1621D Bebr. Nicolaus 2 p Schiffenberger Weg 2 p. -*»•••••••••« AliseMiei für sofort gesucht. 4539D Gebr. Bernhardt | Baugeschaft, Klevr-Linden. Kukirol jfomm- tisch Gießen, den 4. 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Sein reiches Wissen und sein von heißer Vaterlandsliebe getragener kluger Rat hat hier führend gewirkt und wurde von allen hochgeschätzt. Auch über den Rahmen der engeren Parteifreunde hinaus erfreute er sich als Versammlungsleiter durch sein energisches aber ge< rechtes Verhalten allgemeiner Wertschätzung. Als zielsicherer Führer wird er in unserer aller Erinnerung fortleben als einer unserer Besten. Der Vorstand der Ortsgruppe Gießen der Deutschen Volkspartei. _ _______________1628c in der ähe des Gartieldes gesucht. Sch»ml. Angebote unter 03971 an den Gietzener Anzeiger. jStellenangebote| Biicker- getzilse der auch in der Jein- bäckerei Erfahrung hcm per sofort ges. K. Paul, B ahn Hoist ratze 62. Tapezier- gehilfe sofort gesucht. «32 D Heinrich Lotz, Neuen Baue 2. Kräftiger Meiler für Papierlager gesucht. Gelernter Buchbinder bevorzugt. Näheres in der Geschäftsstelle d. Gietz. Anz. 46310 Braves tas'Äscheta für sofort gesucht. 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Er hat seinen Wertin sich, wie die Ziege das Fett. Sie verstehen nicht, wie das große Publikum auf einmal so für die richtige Fußpflege begeistert ist, nachdem sich bisher dio wenigsten darum gekümmert haben. Ich dann werden Sie es verstehen! Mit .kukirolen* bezelchnetnämhcJidie moderne Wissenschaft die sachgemäße Fußpflege und In ^"nächsten Auflage des Weisheitsmeyer und des Bildungsbrockhaus werden Sie das Wort schon finden, sonst wären eben diese Werke nicht vollständig. Zum Kukirolen gehören folgende drei Präparate: Erstens das wohltuende Kuklrol-Fußbad. Ls verhütet das Schwitzen, Schmerzen und Brennen der Füße. Ich weiß nicht, ob jemand von Ihnen an Fußschweiß leidet Jedenfalls kann es nicht arg sein, denn Ich rieche bis jetzt noch nichts. Aber selbst wenn Sie nur in geringem Grade daran leiden, werden Sie bemerken, daß Sie im Winter immer kalte Füße haben, well sie immer feucht sind. Das verhütet das Kukirol-Fußbad. Außerdem stärkt es Sehnen. Nerven und Gelenke. Sie fühlen sich danach nicht nur in den Füßen, sondern Im ganzen Körper viel frischer und elastischer. Zweitens gehört zum Kukirolen das tägliche Einpudern der Füße mit Kukirol-Slretipuder, wenigstens sollte das bei starkem Fußschweiß nie unterlassen werden. Der Mensch atmet nicht nur durch die Lungen, sondern auch durch die Haut und was durch die Haut eindringt, gelangt direkt in die Blutbahn. Daß es nicht gesundheitsfördernd! sein kann, wenn die Gase ins Blut gelangen, die sich aus dem In Verwesung übergegangenen Fußschweiß entwickeln, Ist klar. Drittens gehört zur Kukirolkur das millionenfach bewährte Kukirol- Hühnerauger.-Pflaster, das auch veraltete Hühneraugen in wenigen Tagen, ohne Schneiden und ohne Entzündung, also gefahrlos und schmerzlos entfernt. Wichtig Ist es aber, daß Sie nicht etwa irgendwelche unbekannten Präparate kaufen, sondern auf den Namen »Kukirol* und auf die Schutzmarke .Hahnenkopf mit Fuß* achten. Sie könnten sonst schmerzliche Enttäuschungen erleben. Eme vollständige Kuklrolkur kostet in jeder Apotheke und Drogerie ne 2 Mark. Verlangen Sie noch heute unser neues, wichtiges Büchlein, betitelt »Kukirolen Sie*. Dieses gibt Ihnen wichtige Aufklärungen über die Notwendigkeit der Fußpflege und enthält u. a. auch einige Photographien unserer Fabrik. Kukirol-Fabrik, Groß-Salze (Bad Eimen). Margarine Palmin Ettal . . Schmalz MMM Mittwoch u. Donnerstag früh 9 Uhr eintreffend: 4635c MMM«U Bahnhofstratze 27 Fernsprech. 1631 Rabmau. Blauband Pfd.L.^ Merkur.......Psd. 75 Psd. 85 -) Psd. 75 Pid. 92 d $iifiöe WMMU Pfd. 20 Pf., 3 Psd. 55 Pf. ss.SeeWsi. AuSfchn. W.25 MWliou i.Auöschn.Pfd.3ö flt.5®eaWin,au8Ä50 feinfie MgeiWllMe 1—2 pfundig, Pfd. 55 Pf. MA WWleleils daö Pfd., 2—4 Stück, 30 >1. 35 Pf. Mlinge.......40 4 Kaufgesuche j Nr 10} Zweites Blatt Dienstag, 5. Mai 192' Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Die neuen Zteuergef etz-Gntwürf e Don Regierungsrat Dr. Ploch, Schotten. Durch § 2 wird das Vermögen in fünf große Gruppen eingeteilt: 1 Inländisches landwirtschaftliches, forfl wirtschaftliches und gärt- »erischcs Vermögen. Hierzu gehören alle. ;i lern Betrieb der Landwirtschaft, Forstwirtschaft ! »der Gärtnerei diencnrden Grundstücke und Br- ' iricbsmittel Der Vermögensbegriff ist aus dem seitherigen Vcgrift des Grrmdverrnögens heraus genommen und als besondere Dermögensart bt- f anbei t. weil das landwirtschaftliche Vermögen in der Regel die Grundlage für die Ausübung «ines selbständigen Berufes bildet und daher dem gewerblichen Betriebsvermögen nahekommt 2. Inländisches Bctriebsver mögen. Hierzu gehören alle Teil, einer wirtschaftlichen Einheit, einschliestlich der Grund- । stücke, die dem Betrieb eines Gewerbes oder der | Ausübung eines freien Berufes als Hauptzwck dienen. Als Gewerbe gilt auch der B.'rgbau. Jeu ist hier die Bestimmung, das; die freien Berufe (Anwälte. Aerzte, Tierärzte. Zahnärzte ufto.) den Gewerbetreibenden in der Vermögens- i steuer- und Gewerbesteuerpf licht gleichgestellt cverden Rach dem bisherigen Zustand konnten die zur Ausübung eines freien Berufes dienen- I. den Gegenstände nicht zum Betriebsvermögen [ berechnet werden, sondern zählten zum sonstigen vermögen oder waren überhaupt nicht steuer' oflichttg. Mit diesem Grundsatz, der sich nicht ? langer vertreten lieh, wurde jetzt gebrochen. 3. Inländisches Grün dd> er mögen: Hierunter versteht man den Grund und Boden 'inschließlich der Bestandteile (insbesondere Gebäude) und des Zubehörs, soweit er nicht zu rinem inländischen landwirtschaftlichen, forst- ■ wirtschaftlichen oder gärtnerischen Betrieb ober zu einem gewerblichen Betrieb gehört. 4. Ausländisches landwirts ch^ f t- ich es, forstwirtschaftliches undgärt- terlscheS Vermögen, auskändisches Be- 'riebsvermögeu und ausländisches Grundvermögen. 5. Sonstiges Vermögen. Insolangc mit Verhältnissen zu rechnen ist. die eine ruhige Entwictlung des Wirtschaftslebens noch nicht gestatten, können die festgesetzten Werte nicht über die Dauer eines Jahres b'naus Gcl- *ung beanspruchen. 3n § 5 Abs. 2 heißt es: „Die V allgemeine Feststellung der Cinheitswerte Hauptfeststellung) wird nach dem Stand vom 11. Dezember (Hauptfestslellungsstichtag) in Zeitabschnitten von je einem Jahr vorgenommen. 5ie auf Grund dieser Bestimmung festgestellten Werte b«eichnct der ©nttourf als Einheits- werte. Bei Eintritt stabiler Verhältnisse wird man an Stelle dieses einjährigen Zeitraumes vielleicht einen dreijährigen setzen. Der für einen Ze st stellungszeitraum festgestellle Einheilswert wird bei der Veranlagung der Cinhcitswert- steuern (Vermögenssteuer. Grundsteuer ©e- ? werbesteuer) zugrunde gelegt, deren Stichtag in den für den Einheitswert maßgebenden Feststel- Umgszeitraum fällt. Ein Beispiel möge zur Er- ■ söuterung dienen: Der erste Hauptfeststellungsstichtag ist der 21. Dezember 1924, her erste Hauptfeststellungszeitraum das Jahr vom 31 Dezember 1924 bis 31. Dezember 1925. Brabsicht gl nun etwa ein Bundesstaat die Einführung einer Grundsteuer für die Dauer von drei Jahren mit dem 1. Tlpril 1925 als Stichtag, so gelten für die ganze Dauer der Erhebung als Grundstücks- Werte die Einheitswerte, wie sie für den Haupt- fest stellungszeitraum (31 Dezember 1924 bis 31. Dezember 1925) festgestellt worden sind, auch wenn für den 31. Dezember 1925 wieder eine neue Bewertung erfolgen sollte. Auch innerhalb eines Hauptfeststellungszeit- cauntc», also während des Jahres, ist eine Reu- ieststellung der Einheitswerte möglich und unter Umständen geboten, und zwar dann, wenn sich Ser Werl der wirtschaftlichen Einheit um mehr ils ein Fünftel erhöht oder mindert. Bei dieser Erhöhung oder Minderung bleiben selbstverständlich diejenigen Veränderungen unberücksichtigt, die etwa auf einer anderen Bewertungsgcundlage beruhen oder auf allgemeine wirtschaftliche Der- tzältnisfe zurückzuführen find. •) Dgl. Rr. 102 d. G. A vom 2. Qllai. 1. Das inländische lan dwir t s chaf t - I liche Vermögen. Entsprechend dem § 152 der Reichsabgaben' ordnung ist für die Bewertung des lanbtoirt- schastlichen D.rmögens der Ertragswert zu- gründe gelegt. Als solcher galt früher das 25fache des durchschnittlich nachhaltigen Reinertrags. Dan ging hierbei von der Annahme aus, daß man mit einer Verzinsung von etwa 4 Proz. des landwirtschaftlichen Betriebs- und Anlagevermögens rechnen müffc. Mithin kam man zu einem Multiplikator von 25. Bei der grundlegenden Aenderung der ZinSverhältnifse der Rachkriegszeit kann jedoch dieser Faktor nicht m-hr aufrechterhalten bleiben. Je höher d?r Zins- fuß ist. desto mehr Inuß aus einem Betrieb herauszuwirtschasten versucht werden. Da nun in abkhbarer Zeit nicht mit einem Sinken des Zinsfußes auf Dorkriegsverhältnisse zu rechnen ist. must ein neuer Multiplikator gesunden werden. Einen solchen gesetzlich festzulegen. ist zur Zeit noch nicht angängig da de Zinsbewegung noch in Flust ist Es^bleibt deshalb dem Reichsminister der Finanzen überlassen, die Berviel- sättigungsziffer im Wege der Ausführungsvorschriften festznsetzen. Wie nun die Ertragswerte selbst ermittelt werden sollen, darüber sind in § 15 des Entwurfs nähere Bestimmungen getroffen. Aus diesen sei nur kurz folgendes erwähnt: Für das ganze Reichsgebiet sind Ertragsklassen aufzustellen, für welche Höchst- und Mindestwerte (Rahmensähe) vorgeschri^ben wer- den. Eine ähnliche Regelung war bereits bei der Vermögenssteuerveranlagung 1924 einie'ührt. Dem damaligen Verfahren gegenüber ist nun insofern eine Verbesserung eingetreten, als man das System der Crtragsklasfen nunmehr fest verankrt. Zu diesem Zweck soll der höchste Rahmensay der höchsten Ertragsklasse für die landwirtschaftliche!' Betriebe in dem Gebiete' gelten, in dein sich nach den getroffenen Feststellungen die Betriebe der größten Ertragsfähigkeit des Reich;gcb eis befindm. Mit anderen Worten: Während seither jeder Landesfinanz- amtsbezirk sämtliche Ertragsklassen aufwies und infolgedessen die entsprechenden Klassen in den einzelnen Bezirkei', oft tpU('ür(:d}2 Verschiedenheiten gegeneinander zeigten, gelten die Ertragsklassen nunmehr für das ganze Reichsgebiet und nicht mehr für einen- bestimmten Bezirk. Wenn also z. B. ein Landessinanzamtsbezirk leine sog. Rormalbetriebe besitzt, welche auch nur annähernd den gleichen Ertrag auf toeifen wie die Güter in der Magdeburger Börde, die vielleicht als Ertragsklasse i in Betracht kommen, so beginnt die Einstufung dieses Landesfinanz- amtsbezirks vielleicht erst mit der Klasse II, wahrend Klasse 1 überhaupt nicht vorhanden ist. Der Entwurf sieht ferner noch als weiteren Anhaltspunkt für die Einreihung der Betriebe gewisse Rkustereinieihungen bestimmter Betriebe vor, die dann wieder für eine ganze Reihe anderer 'Betriebe gleicher oder ähnlicher Ertrags- sähigkeit in ihrer Umgebung einen Anhaltspunkt für die Einreihung bilden. Zur Vorbereitung dieser 'Bewertungsarbeiten muffen noch Feststellungen mancherlei Art getroffen werden, insbesondere hinsichtlich des Wertverhältnisses der ertragsreichsten landtoirt- schaftlichen Betriebe innerhalb der einzelnen Landessinanzamtsbezirle oder der an ihre Stelle tretenden Wirtschaftsgebiete. Um nun eine gerechte Grundlage für eine gleichmähige Anwendung der Ertragsklassen und Rahmenfähe zu schaffen, soll nach § 16 des Ent- Wurfes ein Dewertungsbeirat bei dem Reichsminister der Finanzen geschaffen werden, der aus 9 Mitgliedern besteht und dessen lln- parteilichkeit und Sachkunde außer allem Zweifel stehen soll. Ihm obliegt neben einer Reihe anderer Funktionen auch die Aufgabe, für normale landwirtschaftliche Betriebe den Hundertsah aufzustellen, der aus Grund und Boden, auf Gebäude uird cuf landw rtschastliche Betriebsmittel entfällt, ein Umstand, der bei der Bewertung von Pachtbefitz von Bedeutung ist. Der Entwurf löst schließlich auch einige Fragen, die seither in manchen Fällen streitig fein könnten. Geld, Geldforderungen und Wertpapiere sollen nicht zum lairdwirtschastlichen DÜmögen zu rechnen fein, sondern stets als sonstiges Vermögen gelten. Selbstverständlich werden dann umgekehrt Schulden, die zum Erwerb solcher Vermögenswerte ausgeweechet | werden, nicht vom landwirtschaftlichen Vernrögen Die Katastrophe im Korridor. 2on einem Augenzeugen, ftub. jur. Walter Rodnt, Gießen. Es war kurz nach 12 Uhr nachts. Der l) Zug laue Dirfchau verlassen und befand sich in einer Äurve. Ich sah im 4. Wagen, olles war in lebhafte Unterhaltung verliest, ein paar junge Damen, die nach der Schweiz fuhren, schwärmten von der -Schönheit des Landes dort. Plötzlich eine Erfocht Irrung, als wenn der Zug eine Geleiskreuzung passiert. Der Wagen beginnt ju stoßen, alles wird Haft. Ich schreie: „Wir stürzen! Beine hoch'.", Steine Finger krampfen sich ins Gepäcknetz, ich Ziehe Re Beine auf den Sitz. Gleichzeitig erlisch: das »üktrische Licht, ein ohrenbetäubendes st rachen. >ufchust ($<>O Mark) und stellt Holz für Öic Banke im Stadtrvald Die Nußbaumallee soll an einzelnen Steilen trocken- gelegt werden. Der Feldweg Hubertus—Kreisftraße soll in einen besseren Zustand versetzt werden. Ueber die Verschönerung der Innenstadt belichtete Baurat Nodnagel. Das Bemann ist gern bereit, in allen Fallen, in denen die Muser repariert -nid neu angestrichen werden, beratend mitzuhelfen. Die städtischen Muser sRathaus, Spritzenhaus, Finanzamt, Direktorwohnung) werden ein neues, buntes Gewand erhalten und dadurch anregend wirken. Die Mistftätten in der Stadt sollen möglichst oer= schwinden oder mit Holzzaun umkleidet werden. Die Prämiierung beim Blumenwettbewerb wird bis Juli verschoben. Beim Kreisamt will man beantragen, das übermäßig rasche Fahren der Kraftwagen und Krafträder innerhalb der Stadl unter Strafe zu stellen. Probefahrten innerhalb der Stadt sollen verboten werden. Für den P r e s s e a >r s s ch u fz stellte Lehrer Karl Link in Aussicht, das; fite Juni ober Juli eine «chotten-Netlalnenummer im „Frisch auf" in Aussicht stehe. Die Nummer soll als Festschrift bei dem Fsr/erwehrsest Verwendung linden und als Sonderheft „Schotten als Somulersrische" gleichzeitig bienen. Bei den Reklamen^ soll haupt- sächlich bäroiif hin gewiesen werden, daß keine Kurtaxe und keine Getränkesteuer erhoben wird. Eine Erhebung des Ausschusses für ll n t e r£u n f t hat ergeben, daß für Unterbringung für Fremde 75 Zimmer mir etwa 100 Betten zur Verfügung stehen. Vom Finanzausschuß berichtete Herr Rockern er, daß für die Zwecke des Ausschusses gesammelt wird. Es stehen ra. 1500 Mark zur Verfügung. Dr. D a m b m a n n regte an, den A ii s b a u d e r lö a h n S ch o t t e n — A l s f s l d nicht mis dem Auge zu lasten. Ende Mai soll eine weitere Zusammenkunft des Gefamtausschusies ftaktfinden. □ Laul ach. 3, Mai. Ein statllichei' Trauer^ug geb am Sonm'r^tag dem im 52. Lebensjahr verstorbenen Bäckermeister Friedrich Göbel, Mitglied de- Gemeinöerat>>, dis letzte Ehre. -Unter den Klängen des Ehopinschen Trauermarichcs, ft immun g l'voll ausgesührt von der hiesigen Feuerwchrkapelle Kapellmeister Diehl — bewegte sich der Zug zum Friedhof. Geschlossen traten auf die Feuerwehren (die gräfliche und die städtische), der Oemeinberat, der Kriegerverein, der Turnverein, der Gesangverein Eintracht. Äs folgten die Grafen Jürg und Bernhard zu Solms-Laubach und zahlreiche Beamten, Bürger und Frauen aus der Stadt und der Umgegend. Am Grabe hob Dekan Volp mit beredten Worten die gewinnenden Eigenschaften und die großen Verdienste des Abge- schiedenen hervor. Der Gesangverein Eintracht — Leiter Lehrer Spitzer •- sang in mustergültiger Weife: ..Wie sie io sanft ruhn". Kränze wurden niedergelegt mit Abschiedsworten tm Auftrag der Stadt Larrbach lDürgermeifter Dohms, des Kriegervercins, des Gesangvereins Eintracht, der Feuerwehr, des Laubacher Gardiftenvereins. ' Die Feier wurde abgefchlof'en durch Ehrensalven des Kriegervereins. Ein Zeugnis der Begabung 1 des Verstorbenen ist das Testament des 1800 y. verstorbenen Lehrers, des Konrektors S ch a a ö , y dem im Sabre 1900 dankbare Schüler auf dem -t Ramsberg ein Ehre-adenkmal errichteten. Dieser vermachte Friedrich Göbel, als feinem besten Schüler, seinen Schreibsekretär. — Heute fand hier von 10 Uhr ab unter zahlreicher Beteiligung der Bezirkstag der Gabelsberger Stenographen des Bezirks Gießen statt. 3m Stauten des hiesigen Vereins begrüßte Sekretär Stbe die Teilnehmer. 3n Den Sälen Feuer am Nordpol. Technisch-polMjcher Roman aus der Gegenwart. Don Karl-August von Lassert. 33 ,‘ortie*ung -Nachbruck verboten.) begreife sie nur zu gut", sagte Strakofi. „Da es der sranzüsischen Botschaft in Washington gelungen war, die an sie übermittelten Geheimtelegramme ber „Athalia" zu entziffern, so schwebten wir tatsächlich in großer Gesahr. Aber die Gerechtigkeit verläßt einen guten Bolschewisten nicht. Die Amerikaner sind nämlich auch nicht so dumm. Sie besitzen bereits seit längerer Zeit den französischen Geheimcode und lasen einfach die Funksprüche der Franzosen mit. Sie wissen daher auch, baß die französische Botschaft einen Geheimagenten hier in Nome unterhält —" »Der nun wohl sofort verhaftet wirb?" fragte Linda. »Man benutzt ihn, um den Franzosen falsche Nachrichten zukommen zu (affen", warf Sanders ein. Straloff fuhr fort »Wir wissen also, baß bas Kriegsschiff „Liberte" ben Auftrag hat, (eben von Nams abführenden Dampfer nach uns zu durchsuchen. Die Feinde vermuten wohl, daß die meisten Teilnehmer unserer Expedition gerettet sind, aber baß sich auch eines unserer FlugMige auf ber „Athalia" befand, cchnen pe nicht. Die Amerikaner lassen nun durch jenen Agenten ben Franzosen die Nachricht« zukommen, wir würben in zwei Tagen mit bem fälligen Post- bampser abfahren, während wir in Wirklichkeit die „«chwalbe" benutzen." ® »Also fahren wir morgen mit ber „Schwalbe"! ' rief Linda. „Mir ist er sehr lieb. Um io früher sind wir wieder daheim." Sie wandte sich an Sanders. ..Wie denken Sie sich jetzt die Fortsetzung unseres Werkes?" J)m Strotofi, Naa:l und kl) wurden uns bereits über die Grund-üge einig. Es wirb sofort in Uraksk, dem Industriezentrum von Kirgisia, eine Flugzeugfabrik errichtet. Wir bringen möglichst viele ber eingeübten Arbeit» und Ingenieure des Mar tensfchen Werkes dorthin. Bis zum nächsten Frühjahr ist dann eine An,zahl neuer, vielleicht noch des Prorealgymnasiums und der städtischen Schulen fand vormittags der Wettbewerb statt. 'Auch kam schon die neue Eknheits- (Reichs-) Kurzschrift zur Anwendung. Um 1 Uhr sand gemeinsame Mittagstafel im Solmser Hof statt. Hierauf folgte eine Sitzung der Vertreter der einzelnen Vereine. Um 4.30 Uhr fand die Preisverteilung statt. Laubach halte zehn Mitglieder für den Wettbewerb gestellt. Von diesen errangen Preise in Gabelsberger Abt. 60 Silben in der Minute. Ehrenpreis H. 3ustus und Elfr. D e s ch , 2. Preis Aug. Braun: in Reichs- kurzfchrift Ehrenpreis Studienrat Vetter, 1. Pr. Karl Stotz. 3. Preis Otto Roll: 80 Silben Gabelsberger 2. Preis Lucie Heynemann; 3. Preis Marie Buchholz; 12Ö Silben Gabels- berger l. Preis Statfe Buchholz; 160 Silben Gabelsberger 1. Preis Karl Hennige; Schön- und Richtrgschreiben Gabelsberger 2. Preis Luise Buchholz. 3.Preis Karl Hennige. Beschlossen wurde der Tag burcf) eine Abends Unterhaltung mit Konzert und Tanz, wobei der gutgeschulte Laubacher Musikverein mitwirkte. Alle Teilnehriter an der Tagung waren nach jeder Seite hochbefriedigt. Freienfeen. 3. Mai. Herr Dekan Roeschen, der jetzt 33 Jahre lang — seit 1. April 1892 — in unserer Gemeinde wirkt, wird uns demnächst verlassen. Er wird in den Ruhestand treten und die Oberleitung des neubegründeten Beobach'ungsheims Aumühle bei Wirft ause n an der Bahnstrecke Darmstadt - Frankfurt übernehmen. 3n dieser Anstalt sollen zwölf Fürsorgrzöglingc zur Beobachtung zwecks Feststellung, für welchen Beruf sie sich eignen, untergebracht werden. Bis zum 15. Juni soll das neue Anstaltsgebäilbe (unweit der Station) fertig fein. Dekan Roeschen. der den Hessischen Erziehungsverein begründet und mit großem Erfolg gefeite! hat, ist hierzu der berufene Mann. 3n unserer Gemeinde aber ruft der Wegzug des hochverdienten Mannes tiefes Bedauern hervor. t? Ulrichstein. 4 Mai. D e vergangene Woche mit ihrem lehr kühlen und vielfach regnerischen Wetter hat im hohen Vogelsberg das Wachstum schwer gehemmt. Die Frühjahrsaussaat ist noch nicht beenöel. Die Macht von Samstag aus Sonntag brachte sogar Frost, der aber glücklicherweise nich-t geschadet bat. Wanner es Wetter von etwas längerer Dauer wäre setzt dem Bartersmann sehr willkommen. Okers „ ?“ QU b b 6. 4. Mai. Das 4. Werlungs- fingen des Qridda kalfängerbunbes, das gestern hiev stattfand, führte unsrem Städt- cken einen starken Menschenstrom zu. hinter den Klängen der hiesigen Fenerwehrkavelle bewegte sich gegen 2 Uhr ein Festzug durch die Straßen, an dem (ich 13 Bundes ve>'eine mit ihren Fahnen beteiligten. Auf dem Marktplatz wurden unter der Leitung des stellvertretenden Bunöesdirigenten 3. Dapp § v die beiden Maifenchöre ..DaS deutsche Lied" von Kalliwoda und ^Freiheit und Bater- I a n d" von Stanz zum Dortrag gebracht. Beide Lieder, von 300 Sängern mit Begeisterung gesunken. gestalteten sich zu einer machtvollerr. würdigen Kundgebung für Las deutsch: Lied. Zu dem Wrrtungssivgen tm Saale des Gambrrnus waren als Sachverständig: Konrettsr Milbach-Hanau und Lehrer B l a ß - Großer,-Linden zugszogen. Jeder Dundesverein fang 2 Wahlchvre, von denen eurer ein Volkslied war. 2taA Beendiaung des Wertungssingens erfolgte eine kritische Wür- bigung der vorgetragenen Chöre durch die Sachverständigen. Mit Gruß- und ^Scmkworten schloß der Bundesvorsihende Th. Schäfer- Eichelsdorf die Tagung des Aiddatalfängerbundes, die wiederum Zeugnis gab von Sem Eifer und Der- ständnis, mit d:m das deutsch: Lied in dem Bund: gepflegt wird. L R i b b (i, 3. Mai. heute nachmittag ereignete sich hier ein schrecklicher Unglücks- fall. Der praktische Arzt Dr. Metz von^hier ü b e r f u h r mit seinem '21 u t o mitten in ber Stabt am Markt platz ben 16 Jahre alten Schremerlehr- größerec Flugzeugs fertig, mit bauen wir di ei es 'Mal eine richtiae Ärbeitslolonne nach bem r. 'n rnt> deckten Nordpollanbe befördern. Zunächst deuten wir die von mir gefunbene Ptatrnmins aus, Sie uns in ben Besitz ausreichender Geldmittel setzen wird. Sodann erfolgen die Erbohrung der Oellager und der Ausbau des geplanten grohen Kraftwerkes/' „Erst will ich Platin sehen", tagte Stfatoft. „Borlänsig hege ich noch einiges Mißtrauen." „Ich habe nie an Herrn Sanders gezweifelt!" rief Linda. „Sicher wirb alles geschehen, wie er es sich gedacht hat. — Wollen wir. denn nicht auch Herrn Martens selber nach St fr gifte einladen?" „Martens befindet sich in einem französischen Zuchthause", sagte Sanders. Wir erfuhren es heute, baff er tm besetzten Gebiete ergriffen wurde." „Dann müssen wir ihn befreien/' rief Linda lebhaft. „Das wird nicht leicht fein," meinte Strolchs, „Und es fragt sich, ob die aufzuwenbenden Mittel und Mühen sich lohnen." Sanders griff ein: ,/öerr Martens wirb uns fehr fehlen. Er war nicht lediglich Fabrikleiter, sondern ber geniale Konstrukteur und Bervolltammner seiner Flugzeuge. Wir hätten viel Unterstützung von ihm gehabt." „Wenn die Sache jo stech dann ift es natürlich 'ganz etwas anderes, und wir holen ihn uns!" rief Stratoff. „Er soll sich im Zuchthaus zu Difon befinden", sagte «anders. „Es wirb kaum möglich fein, ihn bort, mitten in Frankreich, zu befreien", meinte Linda, die Stratoff durch Widerspruch anzureizen I)o[fte. „Man wird es versuchen", sagte «traioff ruhte. „Wir arbeiten mit zwei Mitteln, denen bas Auf- s-chtspersonal bes Zuchthauses kaum gewachsen sein wirb, mit bolschewistischer Aufklärung für bie ibeaf Veranlagten tinb mit bolschewistischem Gelds für die Aufgeklärten " — A lt s bem „can Francisco Heral d". Ankunft ber deutschen Norbpolerpedition in Frisco. Heute nachmittag 1 Uhr landete ein großes Flugzeug unweit der Inbish Docks und machte nm Combarb Pier jeft. Erst durch bie Meldung bet den Hasenbehörden erfuhr man, baß es fich um bie berühmte „Schwalbe" ffanbdte, bie bireft von Dome ling W. Schäfer von hier so unglücklich, daß ber Junge nach kurzer Zeit starb. Dr. Metz steuerte feinen Wagen, ber noch vom Chauffeur unb bem Bruber des Arztes besetzt war, selbst. Ob ein Der- schulben üorliegi, muff die Untersuchung feststellen. Der Verunglückte war der Sohu einer Witwe, ber allgemein bie größte Teilnahme entgegengebracht wird. — Postmeister Bach dahier wurde zum Oberooftmeister beförbert. — Heute morgen zeigte bas Thermometer 2 Grad ftälfe. Gefüllte Wasserbehälter im Freien waren mit einer dünnen Eisdecke überzogen. Wahrscheinlich hat die Kälte ben Obstbaumblüten gefcl-adet. X Effolderbach, 4. Vtai. Unter freudiger Anteilnahme der ganzen Gemeinde konnte unsre Hebamme, Frau Margarete Wolf, dieser Tage ihr 40jahriges Dien st ju bilau m feiern. 3m Auftrage bet staatlichen Behörden und des KreisgHundheitsamtes überreichte Meöizinalrat St, Wagner (Büdingen) das Ehrendiplom der Dtaatsregierung. Bürgermeister Lenz überbrachte im Damen der Gemeinde einen schönen Liegestuhl, Psarrer Hoch für die Kirchen- gsmeinde ein prachtvolles Gesangbuch. Frau Bürgermeister Lenz als Dertreterin der Frauen ein größeres Geldgeschenk; eine Aeihe anderer Geschenke legten beredtes ihr eine Erhöhung des Aominallohltes bei steigenden Preisen nichts nützt. Es ist itotwendig. daß die Arbeftgeb:r- und Arbeitnehmerorgani- sationen sich der Folgen einer solchen Lohnbewegung stärker bewußt werden und daß das Schlich- tungswefsn einer stärkeren Aevision unterzogen wird in der 'Richtung, daß die Festsetzung der Lohne wieder der freien Vereinbarung der Unternehmer und Arbeiter überlassen wird." fpd. Aeu-3fendurg, 4. Mai. Ein Griesheimer Lastauto geriet auf der Fahrt nach Offenbach in eine falsche Straße. Kurz entschlossen machte der Führer ohne Rücksicht auf die Umgebung kehrt, fuhr dabei einen groß en Mast der elektrischen Lichtleitung um und zerstörte auch ein ganzes Retz von Leitungsdrähten. Sie Genreindederwaltung beschlagnahmte den Kraftwagen, solange, bis der Besitzer, der haftbar sein sott, den der Gemeinde erwachsenen Schaden erseht hat Hessen-Nassau. bl. Dillenburg, 4. Atai. An ber lammenden großen Hauausstellung in Essen gedenkt sich ber Dillkreis mit dem Diodell eines Einfamiltenhcmses zu beteiligen, um zu zeigen, welcher Sinn für Neubauten in unferm Bezirk vorhanden ift. Durch die steigende Baulust sind in jüngster Zeit verschiedenartig geformte Bauten entstanden, die in ihrer Beschaffenheit von außen unb innen geschmackvoll erscheinen. Große Kasten mit allen möglichen Verzierungen findet man tm Neubau selten, dafür treten einfache, aber gediegen 10. Bor sechs Standen mar ber große japanische Passagiecdampfer von San Franzisko avgefahren, ber bie Norbpolfahrer nach Tokio dringen sollte. Nach eingehender 'Beratung hatten Sanders, Stratoff unb Nagel es für bas beste gehalten, kein amerikanisches ober gar englisches cdjiff zu benutzen. Cs befanben sich fast nur gelbe Passagiere an Bord: Siebensmürbig lächelnde Japaner, vornehm zurückhaltende Chinesen, verschmitzte malaiische Kaufleute und stoische indische Händler. Aber bie Unterbringung ließ nichts zu wünschen übrig. Der dreitägige Aufenthalt in der großen meft- cimerikamjchen Hauptstadt hatte viel des Anstrengenden gebracht. Interviews, Ovationen, Empfänge, Begrüßungen durch die deutsche, russische unb sogar eine kleine rumänische Kolonie fötalen im ununterbrochenen Wechsel, dem man sich nicht entziehen konnte. Der beutsche Konsul gab seinen de rühmten Landsleuten ein Adfchtedseffen in dem unmittelbar am Ozean gelegenen eleganten Cliff House, zu bem auch alle Ingenieure beiber Flugzeugs geladen waren. Hier erregten bie unmittelbar vor dem Etabliffement im Meere gelegenen Felsen des Seal Rocks mit ihrem Gewimmel fast zahmer Seehunde die besondere Freude ber jungen Deutschen. Der fetzte Abschied brachte ein feierliches Diner, das die Stadtoäter ihren Gästen in der prachtvollen, mit Türmen und einer Doppelreihe van korinthischen Säulen geschmückten City Hall gaben. Für den kommenden Tag hatten die Reisettden sich völlige Ruhe ausgebeten, denn die offizielle Abfahrt war am späten Abend im oorausbestrllten und reservierlen Pullmann Car vorgesehen. Statt dessen ging es bereits am frühen Morgen in aller Heimlichkeit zu dem japanischen Dampfer, dessen Kapitän eingeweiht mar. Man hofste so, etwaigen Nachstellungen der Franzosen zu entgehen. Doch die feindlichen Agenten mufften gut gearbeitet haben, denn bereits wenige Standen nach ber Abfahrr ließ ber japani,che Kapitän Sanders und Stratosf in seine Kajüte bitten und teilte ihnen mit, baff seit einiger Zeit ein Kriegsschiff, anscheinend ein kleiner, aber schneller Kreu,zer, seitlich der „Nagasaki Maru" aufgetauchr sei, das offenbar be- ftrebt war, sich dem japanischen Dampfer zu nähern. (Fortsetzung folgt.) Sie beseitigen schmerzlos Verstopfung und Stuhltiägheit, regeln die Darmtätigkeit und wirken blutreinigend. Was Großeltern und Eltern geholfen hat, hilft auch heute. Hn all. Apotnek. erhältlich, die Schacht. M. 1501 TH-ir-.-i 1111 - ----— ---------- . - tu f Selin, r-.il. IJ, Extr. .SUrilL moxefa. — Aloei — Abryndi. u 1,0. Extr. Trlf. — Genf, m GS. Pul?, nd. Jrttt. — Trtf m «j, 5. f. ml. 50. iftfiudzcr/iitfe/i Seit 50 Jahren bekannt und beliebt in fast jeder deutsch Familie als einziges zuverlässig wirkendes Hausmittel sind d. echt Apothek.RidurdBrandt’s Ni 'M Itmifl, *n'4; ilfl. »llrlo* ?* «ch! bc. * «*• Ls *tüt. tntlub W*r an bc \^w 4^ » fe« do! ..ycu' unj toeu„” **l "5 Handel». ^.^aUlitzvtz x1“”! der ”>< etd- wlgrikr Sr- AanM*. «" 3<*tn> toVtobt »e heul« be> Zeigte; ö,i 5* M ß«fc Ittotinhind Mubv aut- eckchünt ab« ’ aut vchrerc 'ndrr eiattd •bi erfslat tfc. T\'>i,"j)ub je Sie IMti 4« rntMflr w Lufrechk- tagelang M Jitttettwxi tft Mohnes bei ift xotöcibifl. Nmerotaani- M LohMSe. ah dat öchA- m Mlerpqoi Mr mg btt llnta- M" . Mi. Mn ritt auf bc e Smhe. Äur?, je MAicht afi inen grobe« tleitung um Xdj tx* 2ri' waihmg be- Iden fofatf. foO, ben her ehr Hal «**«£ rdß^! roßt jfo ab««!ahr^ bringen >M. Zander;, d«- ün, kin «nm ’ *■«- T sL .'-l »r-L n der lamme:; in Lisen g» n Ddtll tintt \u * «l nn wjirf w «aulvst N normte Aou-rn hrii Mi >wh<" Große Saiten Mr mnn m , ober MS" r Ö‘U^Ä ><*’Ä s?as K8S& "■ öit Heilendes G- TS* 'SftffÄ <«- ä’eonWß t) ausgrfühne ftöufer auf den Plan. — Nunmehr wird auch unsere Stadl endlich in den Besitz eines Kriegerdenkmals kommen, nachdem fast sämtliche anderen Städte und Gemeinden des Dill- kreiies ein solches errichler haben. Die Stad« setzte m den lilai für 1925 7000 Mk. in den Etat gr-re in den Etat für 1925 7000 Mk. als Zuschuh em. Den Restbetrag hofft man durch Beranltaltungen und freiwillige Spenden aufjubrtnaen. Da bas 3n» terelfe der Bürgerschaft an einem Ehrenmal groh ist, wird man sicherlich auch über die Geldbeschaffung ralch einig werden. — tfür die nach XI aas p h c in tlürze durchs"ährend« Aulobusverbindung haben sich die «reife Wittgenstein und Dille n b u r g gtsammengeschlofsen. und das Unternehmen gefordert und auch finanziert. Es wird ein 'vertonen und ein Gepäckoerkehr eingerichtet wer- den. 12 Geme nden werden berühr,, wo Personen >,»steigen können. Die streefe (ft 30 fiifometer lang und geht durch drei Streife. Den Fahrpreis gedenk, man für 1 Kilometer auf lo P,. nut Er- mäfvfluna fiir Schüler und Arbeiter festzusetzen. Sobald die Regierung ihre Genehmigung erteilt hat wird der Verkehr ausgenommen. fpd. Frankfurt a. HL, 4. Mai. Sonntag nad-mittag verbuchten drei junge Leute aus Reu- Isenburg, die auf dem Main gerudert hatten, nrti ihrem Doot am Leonhardstor anzulcgen. Sie fließen habet an die Aikerkrtte eines Dampfer-. Das Dooi geriet in- Schwanken, die jungen Leute klammerten llch an Die Qlnlcrfette an, während ihnen das Doot unter Den Füßen Da» vonfchwamm. "Während zwei Der jungen Leute gerettet toerh:n konnten fiel die fünfzehnjährige E m i l i e D e ck c r aus Rcu-2senburg inS Wasser und tourt) dofort von der Strömung ab' getrieben. Die Leiche konnte noch nicht geborgen werden. WicKcncr Woiftcumarkwreisc. am 5. Mai (Händlerpretse). ö# kostet« auf dem heutigen Wochrnmarkt das Pfund Sutter 200 bis 220, Matte 40, Käse 65. Wirsing 40. Weißkraut 20. Rotkraut 35, gelbe Rüben 20, rote Rüben 12, Spinat 30, Spargel 160. Anterkohlrabi 6, Drünkohl 20. Feldsalat 150. Tomaten 150, Zwiebeln 25. Meerrettich 40 bis 70, Schwarzwurzeln 70, Rhabarber 25. OÄarlomeln 5. Acpfel 30, Honig 40, junge Hahnen 100 Suppenhühner 120, das Stürf Sier 10 bis 11, Blumenkohl 60 bis 150. Salat 30 bis st). Salatgurken 100, Lauch 5 bis 10. Sellerie 40 vis 80: da« Bund Radieschen 20. Wirtschaft. * ürachtermähigungstiroderfchle- tischen Koks nach den Küstengebieten? Wie dos Fachblatt Industrie-Kurier" erfährt, schweben zwischen der Reichsbahn und den oberschlriischen Koksproduzentei, Verhandlungen über eine Frachtermäßigung für oberfchlesischen Koks nach den Küstengebieten. Die Derhandlungen dürften jedoch kaum zu einer Verständigung führen, da die Reichsbahn nur bann ein Entgegenkommen zeigen will, wem, ihr der Transport einer bestimmten Menge pro Jahr zugestchen wird. Bei der überaus gedrückten Lage, in welcher der oberefchlesifche Koks- tnarft sich gegenwärtig befindet, ist die Uebernahme einer derartigen Verpflichtung unmöglich, zumal die Ermäßigung, welche die Reichsbahn einräumen will, so gering ist, daß sie eine Belebung des Geschäftsganges nicht herbeiführen Dürfte. Der gegenwärtige Absatz ist außerordentlich stockend, was auf die mißliche Lage der Etfenfndustrfe und den (Eintritt der warmen Witterung zurückzuführen ist. 3tanUnrttt Adendbörsc. Frankfurt a. TL 4 Mai. Der Verkehr an der heutigen Qlbenbtöde stagnierte vollständig: Das ® schäft lag völlig Damiebcr und die Fnteresfenlosigkeit hat einen Tiefstand erreicht, der wohl nicht mehr überboten werden kann. Die Kurie waren zumeist gehalten, nur am Markte für chemische Werte kam es zu neuen Abbröckelungen. 5proz. Reich-ankeihen wurden zu etwas m drigerem .Kurse umgefeyt. Die Börse schloß in lustloser, zurückhaltender Stimmung. Deutsche Anleihen: äproz RetchSanleihen 0L75. Bankaktien: Eommorzbant 102 JO. Darmstädter Dank 126, Deutsche Bank 125. Deutsche BereinSbank 85, Diskontog'-sellschaft 115.12, Dresdner Bank 106, Mitteldeutsche Kreditbank 99,87. Oesterreichische Kreditaktien 8.10. Montanaktien: Kali Westeregeln 20,37. Chemische Aktien: Badische Anilin 137.75. Th. Goldschmidt 106,50, Höchster Farben 129.30. Indutzrieattien: Kleyer 3 JO. Dycker- hoff & Widmann 4, Stzlinger Maschinen 6,60. 3nag 1.16, Zuckerfabrik Frankenthal 4,075. Okf- steinzucker 3,20, Türkenlofe 24.25 Börfenkursc Äur» i>M« 0,35 0,60 0.3-', 1V>^> 115 ..V) Metall t.r» t4,50 75.23 81.13 L19 137.00 14,62 14,3 .<,20 2, 0,71 Sich,!. 3,12 3,3 Berliner Börse. 78.5 U8 76 AI 99 138.5 139 8 IM y> 9,8 40 127 1,15 7,6 103,5 100 s 0,2 0,577’» 0.595 99,90 8,10 0,11 tu 108 136,2.5 0.7 0.78 79 83,5 80,5t» 84 85,90 69,75 3,30 I'i m 129,75 130 131.9 tfl.90 30,00 71. Ä 8,38 98,4 100,75 110/iO 87 76m 07,75 120 16,75 20,90 8,5 114.62 0,59 OJ'JÖ 3.» 5,4.35 98.48 , 97.50 '.9.1 5,20 56,25 12,5 4 1,13 5M.75 1'2,5 10 42^ 140 Ur«.5 126.13 un 8.12 0,2 74,6 «Mmen Sa» Baöeras tforo . . . . 0.730 0,34 0.62 0.75 0,71 0,60 0,75 o/Ö 0,66 6,75 94,75 92.2 10 Scha-tcri ...... . Element A HolSkr .... Ädlerwrrte Kiener • • « . « Daimler Motor«. . .... bcoligenstaedt..... . . uttantn....... Motorenwerke Mannheim Frankfurter Hnnamroi . ÄonferoaifatTtf Braan . . Metallackell'choik Stenffart Per. Union 3.^ 75.90 130.62 20,5 8,5 107, 25 129,4 1.30 . ^erottKrit Harpen>'r Beradau . . . Äaliroerfe Äschertleboa. . Äahrorri tBcftmgtfa. .. Kaurabutte ■ .... Oderdevaof........ f bona Ber«ba»..... fcM' ...... üiUöCU 'IHOmtni ««•••« TelluS Bergbau Hamburg-Amerika Paket. chordd«ticher Äovd Lheraimlche Serke «rbtit 10-3 136 124.50 85,25 115.13 99,75 8.1 0,11 W* 129,90 130,25 7..30 14,3 128,75 110,5 137,75 0,42 I'i«,5 128, W) 129.30 7.3 14.20 128 109,1 86 73 91 MMB idUaaslalr 90.5 m 20,4 8,1 114.25 «« 983 34$ <*fn| , «AJ.» ITiflnn 0,73 M.75 92,1 10 39 141 102.50 126 s 115.13 100 3,36 72,25 75 0,63 0,75 0,78 0,73 3,12 2,25 12,5 109,1 87 3.4 4,2.5 12 .SO Anglo Com «Guano . . . » , Badiiwe Anilin . ..... LOemiich« Maver «iahst, .. «oloicbmibt .... Grie» etmtr Slecrrou .... Höchster Farbwerke Hsl,verkoblung . ...... NüigerSwerke . ....... Echeiveangalt . . 10g. ElektrmiLtL-Sefeaschafl Bergmann ranftnrr a.Ms Berlto r/, DenNch» Perch3lech« <•/. Deutsche MeichSanlelhe SV//. DeuUche ^auu.b« _ ;c TI) yjutf • .r rvramieoanleth, k Koalow . . - Vie Hessen TruNche Senk. Dollar-Lnl. bto- Doll -Scha».Laweiin».') «•/o yoatütte«......... Vle äolbmertfant» ..... vetttner $enx1Mctetndloft tiommtrk and Pnvat-Bank tannfi und «Mionattaat Deutsche dank. ..... Deutsche dereinSdanl • • • • DiSconio LommandU 0,65 1.17 126,5 2.15 3.4 .-i 12.50 4.073 J,V> Berlin. 4. Mai. DaS Kennzeichen der Börse zu Beginn der neuen Woche war wiederum völlige Lustlosigkeit. Mangel» jeglicher fortgesetzten Arbeiterentlassungen im Industrie- Anregung herrschte Abgabebedurfnis vor. Die gebiet und die täglich neu an die Öffentlichkeit kommenden Zahlungrschwierigkeiten auch angesehener Firmen Der Textilbranche tragen zu einer pe s s i m tst i s ch e n Beurteilung der Dörsenlage bei. Hatte man am Samitag geglaubt, daß die Berstetsung des Geldmarktes aus Anlaß des Ultimo» überwunden sei, so zeigte der Lauf der Dinge heute, daß dies nicht der Fall ist. ES liegt im Gegenteil große Aachsrage nach täglichem Geld vor, und auch dieser Umstand wirkte ungünstig auf die Lage ein. Die KurS- verschlechterungen waren jedoch überall nur geringfügiger Aatur, sie beliefen sich in Den seltensten Fällen auf 1 Prozent und darüber. Ziemlich stark an geboten waren Harpener. Die 1 Proz. unter dem SamStagkurS eröffneten und auch weiterhin angeboten blieben. Ein großer Teil der Anfangsturle kam mangels Geschäft wiederum nicht zu Aotiz. Am heimischen Aen- tenmarft war immer noch eine Bewegung in Kriegsanleihen zu verzeichnen, die von gewisser Seite dauernd auf den Markt geworfen werden. Die Sähe am Geldmarkt lind höher, tägliches Geld ist bei 9 bis 10,5 Prozent stark gesucht, Monatsgeld hörte man mit 9,5 bis 11,5 Prozent v. a. Der Devisenmarkt lag sehr ruhig. Die Marknotierungen im AuSlande lind kau», verändert, etwas gebessert haben sich die Kurse in Zürich. Am internationalen Devisenmarkt sind keine nennenstoerten Der- änberungen eingetreten. Devftenmar" Berlin —Zrankfrnl a. M. (In vlllionen Mark auSardrücki. Baenos RirrS, London, IJJtu» York. 3apan, Nio bc Cianetro für tt ne Ein beit. Dien nr.b Budaveu für 100000 (Etnbetten, alle» übrige für 100 Etnktloo.) Telegraphische Auszahlung. ■i Mai Mar AarNiche ‘.Qort run 3> *y. 61.08 t • • • 1 1,7*7 1.76» 1,767 ■Hio bc Ian Wien in D-- 0.446 0,148 0 44C 1,448 Ceft. abgeft 59.111 59,18 59 05 59,19 Trag - - • 12.425 12,465 12,42-5 12,40.7 Beiz rav . . 6.73 6,77 5,9lt r. 75 6,77 Tusayte . 5 31 7.901 Bnl aricn 3.W .1,07 3.07 :‘'fiaboii .11,47.1 20,32'. 20 275 20425 lonü.mtia ».67 4.235 86.87 2.215 »» 67 i 24 8047 Atdeu- . 7.89 7.91 7 89 7.91 B a n t n o t e n. Berlin, 4 Mat Ksw Bries ttmcrflnnUcfir Note*..... ii« 4,20 IPelflifdjc flöten 31,19 21,29 Däniiche flöten ....... 7«.::-.- 78.72 Englische flöten . ...... 20.307 20,407 Kran;ostsche flotrrt ...... 21,93 22,03 holländische flofttr ...... 161,13 168.50 jitilientschc flöten ...... 17,27 17,35 Norwegische flöten ...... 69.91 70,30 Deutsch-iXt-rr.atoOÄron« Ls.9» 59.29 flumäntftftr flöten...... MW» — Schwedische flöten...... 112,04 112,60 Schnitzer flöten....... Kl ,01 Ml,41 Spanische flöten....... 60,7.' til.O'i Tschechoslowalüche flöte» .. 12,4« 12.49 Ungarische flöten . « • >,335 j.B<> Berliner ProDuktenbörsk. Berlin, 4. Mai. Der Produktemnarlt war • bei anfänglicher Schwäche zum Schlüsse etaxtS befestigt, ohne daß eine regere Umfegtätigfeit zustande kam. Weizen, Roggen und Hafer nur wenig angeboten. Gerste weiter gefragt Mehl wenig Beachtung. Futterartikei still. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, märt 251 bts 256, do. Mai 259 bis 260. do 3uü 257 bis 259.50, Aoggen, mark. 219 bis 222, do Mai 211 bis 213,50, do. Juli 215 bis 217, Gerste, märf. 225 bis 242, Suttergerfte 198 bis 212, Hafer, märt. 206 biS 214. do Mai 190 biS 190,-50, do. 3uli 187 bis 189, Raps 395. Leinsaat 385; für je 100 Kilo: WeizeninHil 32 bis 34.75, Roggenmehl 29 bis 30,50, Weizeickleie 15,20 bis 15,30, Rogaen- kleie 16 bis 16,20, Biktoriaerbsen 22 bis 27, tleine Erbsen 20 bis 22, Futtererbsen 18 bis 20, Peluschken 19 bis 20, Ackerbohnen 19 bis 20, Wicken 19 bis 21, Lupinen, blau 10 bis 11,75, do. gelb 12 biS 14,50. Serradelle 14 bis 18. Rapskuchen 15,30 biS 15,80. Leinkuchen 22.20 bis 22,60, Trockenschnitzel 10 40 bis 10,60. Torsmelasse 9,50, Karleffekflocken 19,30 biS 19,70. SrantVurleT ScfilcrJif“ (Eigener Draht bericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 4. Mai. Auftrieb: 1349 Rinder, darunter 372 Ochsen, 58 Bullen, 919 Färsen und Kühe, 484 Kälber. 28 Schafe und 2818 Schweine. Es wurden befahlt für 100 Psd. Lebendgewicht: Rinder: Ochsen: Dollfleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 56 bis 62, junge, fleischige, nicht auSgemäftete und ältere auiganäftctc 48 bis 55. mäßig genährte junge und gut genährte ältere 36 bis 46: Bullen: Boll»! ausgemästete Färsen bbchsten SchlachtweNs 48 bis 56. vollst, jüngere 40 bis 47. mäßig gcnäfirtc junge und gut genährte ältere 36 bis 39; Färsen und Kühe Dollst, ausgemästete Färfen höchsten SchlachlweNs 56 bis 62. oollfl. ausgemästete Küße höchsten Schlachtwerts bis zu 7 3abrcn 50 bis 5e. wenig gut entwickelte Färsen 44 bis 53. ältere ouSgemästel? Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kübe 38 bis 48. mäßig genährte Kühe und Färsen 25 bis 36. gering genährte Kühe und Färsen 15 bis 20. Kälber: Feinste Mastkälber 70 bis 75, mittlere Mast- und beste Saugkälber 60 bis 68. geringere Mast- und gute Saugkälber 52 bis 58. geringe Saugkälber 50. Schweine Bollfl. von 80 bis 100 Kg 67 biS 68. unter 80 Kg 63 bis 66. von 100 biS 120 Kg. und von 120 bis 150 Kg. sowie Fettschweine über 150 Kg. 66 bi» 68. unreine Sauen und geschnittene Eber 58 bi» 64 Mk. Marktverkauf: Rinder und Schwein? rege, Kleinvieh ruhig, alles ausverkauft Sra--Tarier Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des ^Gießener Anzeiger»'' Frankfurt a. M 4. Mai. ES wurden notiert. Weizen. Wetterauer 2150 bis 23.50. Roggen, inländ. 19 bis 22.50, Sommergerste für Brauzwecke 20 bis 25. Hafer, jniänd. 17^0 bi» 22. Mais, gelb 21 bis 21,25 Weizenmehl, in- länd., Spezial 0. 37 bis 38,50, Roggenmebl 30 bis 31,75. Weizenkleie 13.25 bis 13,30, Roggeir- fleie 14.50 bis 14.73. Erbsen 25 bis 30, Linsen 40 bis 45. Heu südd.. gut, trocken 930 bis 10, Weizen» und Roggenstr ob 5,50 bis 6. Treber, getrocknet 16,50 bis 17; Tendenz: Fester. Speife- kartosfeln „Industrie", norddeutsche 4,10. Speise- tartofseln . Industrie" aus hiesiger Gegend 4,25 Speisekartosseln. tveißschalige norddeutsch.' 3.25. Speisekartosseln. tveißschalige aus hiesiger Gegend 3.25: Tendenz: Ruhig. (In einem Teil Der Auflage wiederholt.) Das amtliche Ergebnis der Nei^ spräsidenlenwahl. Berlin. 4. Mai. (TA.) Nunmehr liegt das amtliche Ergebnis der Neichspräsi- dentenwahl vor. Die Zahl der abgegebenen Stimmscheine betrug 431 397. Stimmberechtigt waren 39 423 655. Angültige Stimmen: 216 051. Die Zahl der abgegebenen gültigen Stimmen ist: 30 351 948. Davon entfielen auf Hindenburg 14 655 766, auf Warst 13751 650, auf Thälmann 1 931151. Generalfeldmarschall von Hindenburg wurde demnach mit einer Mrhrheit von 904116 Stimmen zum Reichspräsidenten gewählt. (Fahr' nach der „Cootieeatal StrAß-akarte" I) Du kennst keine sthtedrtenShaßen mehr, wenn Du „Conti»Ballon" fährst. Dieeer hervorragende Niederdruck »Reifen gestattet auch auf schlechtesten Wegen vollste Geschwindigkeit, schont sowohl Wagen wie Insassen und vermindert die Reparatorkostcn Schlechte Säfte im Blut sind die Ursache vieler Leiden. Wir raten Ihnen, in Der Apotheke 60 ober 30 Gramm echte Herber- Kerne zu laufen und gerade jetzt im Frühlina eine Blutreinigungskur zu unternehmen. Sicher eepältL: ^Iniversitätsapotheke „Zum goldenen (Engel“. Die Bestandteile sind aus der Packung angegebitt• SMjÄ t229a dimemn Sehcesischmerz. | 8 Tage zur Probe \ Ballen - schmerz. schmeri Horn- haut 6e/uo/be schmerz, brennen . Sohle Hühner äuge Ä.aben Sie Fuß-Lchmerzen? Besonders im Gewölbe, am Rist, an der Ferse and unter den Knöcheln? Autzer- dem rheumatische Schmerzen in den Beinen, za biS zum Krenz hinauf? fl>ann leiden Sie wahrscheinlich an deiner Kuh.Übermüdung oder Senkung des Futzgewölbes. 6ie können mit^uverficht auf Hilfe rechnen, herv Die orthopädische Technik hat einen umwälzenden Kortschritt erzielt durch die Erfindung der Pneu- matlschen Lchuheinlage..Pueumette". fl\ie durch 7 D. R.P. geschützte Pneumettc- 4/ Einlage hebt das empfindliche Fußgewölbe durch ein weiches Luftkissen, einen richtigen kleinen Pneumatik (daher der Name „Pueumette^. Schuhhaus Metropol Seltersweg 19 Softnlofe fachmännisch« Futzunictsuchung Verlangru Sir von der girmaflrruperlanb A.Lloy, StiBdffx, Aabrttani ink Palrmintzaber (7 grotiS bas vnch ,Futz, »nd Beinschmerzen- Henkel's Bleich- u. Waschmittel gibt schneeweiße Wüsche spart Seile und ersetzt die Rasenbleiche Völlig unschädlich. — OHNE CHLOR MM Xe 1. 240nii(li nachts Vorbmilq durch Dr Belieb« Wal kar vortrefflicher Frflhllngvteefür Jnnic and Alt! 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Mai 1925, abends 7V» Uhr, einen Fackelzug mit anschließendem geselligen Zusammensein aus der Liebigshöhe. 4623V Alle, die sich freudig hinter den neuen Reichspräsidenten stellen und sich Saalbau Sauer Morgen Mittwoch, abends 8l/a Uhr zugunslen derKrieasbeschädigten-Fürsorge Leitung: Herr Obermusikm. Löber Ao! vielfachen Wonach Wiederholung der Fanlaren-HUrseho 461’c Für Tischbestellungen Telefon 353. Cafe Atmend Mittwoch, 6. Mai abends 8 Uhr 24. Sonder-Konzert Unverbindliche Vorführung am Mittwoch, dem 6. d. Mts., im Hotel Kühne,Gießen Liebigshöhe Mittwoch nachmittag 4—7 Uhr.. Familien-Konzen Eintritt frei 2988D Eintritt frei an dem Fackelzuge beteiligen wollen, werden gebeten, sich bei den Herren Gg. Kling, Bückingstraße 2, oder R. Weisser, Ostanlage 29 zu melden. Die in im leiWü leieioigitn Botten Ni BtrtWe. Bahnhofstraße 89, von 9—6 Uhr der vollkommensten Biirtßtascfe Lichtspielhaus, Bahnhofstr.34 Heute: Jackie Coogan in seinem neuesten Großfilm in 6 Akten: „Der Boy von Flandern“ Jackie Coouans große Augen, seine kindliche Anmut sein berückendes Lächeln, sein ergreifendes inniges Spiel in diesem Film werden den Besuchern unvergeßlich bleiben. — Ferner: Patund Patachon unstreitbar die besten Filmkomiker der Welt in ihrem neuesten Lustspielschlager in 4 Akten: „Sommerliebe“ Eine Perle des Humors, wundervolle nordische Landschaften. Abende alle Vergttastignngon aufgehoben. Schüler oid _________Stndenten mittags ErmäBlgong.______1633c Em jedermann Gelegenheit zu geben, dieses wundervolle große Doppelprogr'3 mm zu sehen, spielen wir trotz der hohen Leihmieten zu gewöhnlichen Preisen von 80 Pf. bis 2 Mk. Astoria-Lichtspiele Heute: Der amerikanische Harry Pie! Charly Hutchinson Hutcli und die Erbschliicher Dazu: Gießen im Film Außerdem: Schnucki der Wunderaffe in einer tollen Groteske. 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