ar. 54 Erstes Statt 175. Jahrgang Donnerstag, 5. März 1925 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Vrvck und Verlag: vrLHI'fche Univerkitälr-Vuch- und Steindruäerei K Lange in Gietzen. Schnftleitung und Geschäftsstelle: Zchufttrahe 7. Des Reichspräsidenten letzte Fahrt reuert Plocßftraße 7 lenfi/jneiderei 2226D uenweg 42, fast das stark in ihren Dann gezogen hatte, folgt Grabgesang von Karl Maria von Weber, die sphärengleiche Stimme des Domchores, lichten Höhen empor, dringen die Töne sich die nächsten der In zu der chrerfül- sowohl aus entstammen auch unter das Leben wir ihn in füßrung mglijcfjen Stoffen Rheinlandzone über ist. Die innere war erfüllt von Wechselfällen. das deutsche Dolk gesunken Politik seiner Amtszeit Erschütterungen und Lor nach der Duda- Potsdamer Bahnhof Aufenthalt an der des Reichspräsiden- Fahri weiter. Die von dem Wanderer herbe 'P f l i lung. Wie falsch haben sich manche, der breiten Masse des Dolles, der zu er sich stets mit Stolz rühmte, wie den Trägern alter Heberlieferung, dieses Mannes vvrgestellt. Dir. dir Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher ohnejedeVcrbmdlichkeit. preis für 1 mm bähe für Anzeigen von 2/ mm Lreilcurtlichb, auswärts 10 Goidpfennig; für Reklame-Anzeigen oTOmra Breite 35 Uioldpfennig, Platzoorschrist 20 Aufschlag. - Derantwortlich für Politik u. Feuilleton: vnFriedr. Wilh. Lange, für den übrigen Teil' Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gietzen. Reichspräsident, in Ihrem Kummer trösten. Reichspräsident Friedr ch (Sbert, an dessen Bahre für das Deutsche Reich und das deutsche Dolk irfj sprechen darf, hat einen Lebensweg durchschritten, der ihn zur Höhe geführt hat. aber der Weg war st eil und mühsam und forderte Platz am Brandenburger pcster Straße und dem einzubiegcn. Ein kurzer Rückseite des Polais ten, dann geht die Fahnen oller Abteilungen senken sich, wenn der Leichenwagen an ihnen Vorüberfähri Um 1 ,,6 Hhr trifft der Trauerzug auf dem Potsdamer Platz ein, der schon seit den Mittagsstunden in seinen Zugangsstrahen von Tausenden umsäumt wird. Sine dichte Postenkette hält die Zugänge versperrt. Der Platz selbst bleibt frei vom Publikum. Am Bahnhofsgebäude sind die Reichsdienstflaggen auf H ilbmast gehißt. Die Vorderseite des Bahnhofsgebäudes ist zwischen den Pfeilern mit Tannengrün und schwarzen Kiefern verkleidet. In jedem Feld zwischen den Säulen davor ein blühender Strauß roter Geranien. Zwischen den mittleren Säulen ist ein schwarzer Altar errichtet, an den Seitengängen Opferschalen. Dor dem -Altar ist ein riesiger Lorbeerkranz mit schwarz-rot-gol^ öener Schleife befestigt. Der Potsdamer Plan selbst ist mit Oleanderbäumen abgegrenzt. Dir Musik der Infanterie-Kapelle vor d.m Zug bricht ab. Die Kapelle der Schupo setzt mit dem Trauermarsch .Siegfrieds Tod aus der Götterdämmerung' ein. Unter lautloser Stille wird der Sarg von dem Leichenwagen gehoben und auf den Altar gesetzt. Frau Ebert und die nächsten Verwandten des Verstorbenen nehmen aut der Treppe rechts vor dem Sarg Aufstellung. Ihnen folgen der Kanzler, die Minister und die übrigen offiziellen Trauergäste. Dia Standarte des Reichspräsidenten aus dem Sarg wird aufgerichtet. Unter den Klängen des Trauermarsches zieht der unabsehbar. Trauerzug an dem Sarg vorüber unfo die Fahnen neigen sich vor dem toten Reichspräsidenten. Die Abfahrt. Kurz nach 6 Uhr flackern auS dem Dunkel der Bahnhofsvorhalle Magnefienfackeln auf. Der Sarg wird hochgehoben und während die Menge aut dem Potsdamer Platz in andächtigem Schwei- gen verharrt, auf Öen Bahnsteig gefahren. Dir Präsident Lobe. Daran schlossen drei Trauerwagen mit den Damen der Angehörigen. Dor dem Reichstage Das Trauergefolge ist schier endlos, llants tadeöfen ■hefl durch a'le WDe .. nt c Remsche». Dolksm assen zu lindern getrachtet und hat immer wieder in kluger, ausgleichender Tätig- leit seine ganze Kraft für den sozialen Frieden eingesetzt, ohne den ein Wiederaufbau unseres Vaterlairdes und eine Ucßertoinöung aller wirtschaftlichen und wzialen Rot u n ich ist. hat in seiner Arbeit als Reichsprässtde.t fortgesetzt, was er im Dezemvcr 1916 uu, entscheidende Tat seines Lebens bezeichnete: A d - kehr von der Gewalt und durch Ausschreibung der Wahlen zur Rationulversammlung dieSchasfungderneuenRechtsgrund- läge für das Zusammenleben des deutschen Volkes. So trauern wir an diesem Sarge, in dem ein viel zu früh Dahingegangener ruht, um einen wirklichen Führer unseres Volkes und Staates in schwerster Zeit. Solch schlichte Feststellung als letzten Gruß und Dani für Friedrich Ebert, unseren Reichspräsidenten, entipricht dem Wesen des Mannes, der stets nur a u f die Sache sah. Sein ganzes Tun und Wollen hat er ohne Ermüdung in Öen Dienst des Vaterlandes gestellt. Wir wollen Abschied nehmen von dem Toten, mit einem Wort, das ein Gelübde des deutschen Volkes an der Bahre des deutschen Reichspräsidenten sei, alles Gute einzusetzen für Deutschlands Zukunft. Es sei das Wort, das Iakob sprach, als er rang mii dem Engel des Herrn. „Ich lasse Dich nicht. Du segnest mich denn!" Der Rede des Kanzlers, die die Anwesenden 1978D 7M mit 1000-m- nroanbfrete para- 1 Zu höchsten lages- e Marke Walther les. rolt geistlos vnW gebot! -—— e, Achen } Telephon 1658 Trauermusik. Unter derselben lautlosen Stille, die während der Feier im Hause herrschte, wird der Sarg hera^etragen. Die Trauerparade. Inzwischen sind die Opferschalen auf Öen vier großen, schwarz umhüllten Obelisken, an der €»iie der beiden Eingänge zum Vorgarten des Präsidentenpalais entzündet worden. Schwer legt sich der Rauch über die Straßenzüge. Heber uns kreisen zwei Flugzeuge mit Trauerwimpeln. Um 3/44 Uhr sitzt die Kavallerie auf. Eine Abteilung berittener Schupo nähert sich. Im Vorgarten des Palais sind die Kränze aufbewahrt. Der Le chenw^g n, v:n sechs schwarzvcrhängten Pferden gezogen steht im Vorgarten, dahinter drei Trauerwagen, dann folgen drei Kranzwagen. Generalmajor Siehr, der Kommandant von Berlin, hält mit gezogenem Degen dem Portal grgenüber. Um 4 Uhr Kommando' Paradeaufstellung. das Gewehr über, Achtung, Augen rechts. Dann seht die Musik mit einem Trauermarsch ein. Das Bild ist düster und feierlich Die Sonne kann die dichten Rauchschwaden nicht durchdringen Der Sarg, bedeckt mit der Flagge des Reichspräsidenten, gold-rot umrandet unh mit dem großen schwarzen Adler, wird herausgetragen. Sowie der Sarg auf dem Wagen ruht, bricht die Musik ab. Die Truppen schwenken in Gruppenkolonne ein. Generalmajor Siehr nimmt am Portal vor dem Sarg Aufstellung. Der Zug seht sich in Bewegung Von feiner Spitze ertönen die Klänge des Chopinschen Trauermarfches. Im Paradeschritt marschieren die Truppen an ihrem verstorbenen Oberbefehlshaber vorüber. Eine Schwadron Kavallerie, dann 400 Mann Infanterie. 100 Mann Marinetruppen, eine Maschinengewehrobteilung, eine Batterie Feldartillerie. Zwanzig Minuten dauert der Vorbeimarsch. Dann folgt gleich der Sarg. Hinter ihm der Zug der Trauernden. An ihrer Spitze Reichskanzler Luther und Reich st ags° feiner Arbeit im Dienste des Dolles und als Mensch gefarmt haben, wissen, daß er ohne Rücksicht auf seine Person mit aller Kraft das Gute für alle erstrebt hat. Ich möchte an die Spitze dieser Betrachtung das Dichterwort stellen: Wer immer strebend sich bemüht. den können wir erlösen. Friedrich Ebert war ein gerechter deutscher Ma nn." Reichskanzler Luther gibt dann ein Bild der Tätigkeit Eberts vom Beginn des Krieges bis zu seiner Wahl zum Reichspräsidenten und fährt fort: „In seiner Amtsführung als Reichspräsident war ihm Deutschlands Wohl der Leitstern. Der Marsch zu diesem Ziel führte lange Zeit durch dunkle Rächt und dichten Rebel. Die Hindernisse, die es zu überwinden und zu umgehen gab. waren ungezählt. Die Außenpolitik führte von Enttäuschungen zu Bitte r n i s se n und von Bitternissen zu neuen Enttäuschungen. Ein erstes Aufhellen der Rebel noch zu sehen, ist Friedrich Ebert vergönnt gewesen, durch den Abschluß des Londoner Abkommens und den Geist wirklichen Friedens, der in London lebendig war. Schwer gelitten hat der Tote unter der neuen Verdichtung des Re- bels, der durch die Richträumung der ersten ganze offizielle Deuckchland, die Spitzen des politischen wie überhaupt des öffentlichen Lebens, von Kunst und Wissenschaft und dazu zahlreiche Vertreter des Auslandes. Reben dem Leichenwagen gehen die Beamten des Bureaus des ReichsPräsidenten. Der Weg von der Wilhelm- straße über die Linden und den Pariser Platz ist dicht von Menschen und einem Polizeikordon umsäumt. In dem für das Publikum freigegebenen östlichen Teil der Linden haben sich zahlreiche Vereine ausgestellt, die sich dem Trauerzuge anschließen. Auf dem Pariser Platz, der von großen, schwarzurnlleideten Obelisken umsäumt ist, viele Vereine mit Fahnen. Eine ungeheuere Menschenmenge hat sich vor dem Brandenburger Tor auf der Charlottenburger Chaussee angefammelt. Der Platz vor dem Brandenburger Tor ist mit schwarzen Fahnen eingerahmt. Eine unabsehbare Menschenmenge auch auf dem Königsploch. Der gesamte Raum vor der Siegessäule und der Kroll- oper bis zum Reichstag ist mit Ausnahme des abgesperrten Teiles am Bismarckdenkmal schwarz von Menschen. Um 4,35 Uhr erreicht der Trauer- kondukt das Brandenburger Tor. Die Truppen nehmen Front zum Reichstagsgebäude und stellen sich zur Parade auf. Die Südflanke an der Simsonstraße hat die Kavallerie eingenommen, die Mitte die Infanterie und Marine. Auf der linken Flanke gegen das Reichstagsufer nimmt die Artillerie Aufstellung. In dickem Augenblick tritt Reichspräsident Lobe mit den Mitgliedern des Reichs- .tagSpräfidiums und dem Direktorium des Reichs» tag cd aus dem Mittelporlal auf die g oß? Frei treppe. Hinter ihm eine große Anzahl von Arichsragsab geordneten mit ihren Damen und Derrreter der Presse. Unter den Ali geordneten sieht man Angehörige aller Fraktio nen mit Ausnahme der Kommunisten und der RationcUsozialisten. Während der Leichenwagen die Rampe hinauf gefahren ist. spielt die QHuf ij- kapelle. Dann betritt Reichstagspräsident Lobe das Rednerpult, das schwarz umflort mit einem Streifen in den Farben der Republik auf der Rampe aufgestellt ist und nimmt das Wort zu folgendem Rachruf: ..Deutsche Dollsv erireter! Aus seiner letzten Fahrt grüßen wir das Oberhaupt des Reiches, Öen ersten Präsidenten der deutschen Republik, der aus dev einfachsten Schichten des Volkes cmporstieg. Wie der einzelne auch stehen mag zu den gewaltigen Erschütterungen der letzten zehn Iahre, es ist kaum einer, der nicht weiß, welch große Aufgabe das Geschick in die Hände dieses Mannes legte. Kaum einer, der nicht die Würde und die Kraft bewunderte, mit der er sein Amt erfüllte. In ärmlichem Hause stand seine Wiege. Heute nennt mit Hochachtung und Respekt seinen Qlainen eine ganze Welt. Von diesem Hause des deutschen Volles nahm er einen Weg, der mit dem Schicksal un • seres Voltes tief verbunden war. Wer an seiner nationalen Gesinnung nicht zweifelte in jenen ersten Augusttagen 1914, joo er vom ersten Tage an seine ganze Kraft für die Verteidigung des Landes einsehte, öer kann nicht daran zweifeln bei Öen Schritten, die später zu gehen, sein Pflichtgefühl ihm gebot. Das mv erschütterliche Vertrauen der eigenen Anhängerschaft, der Arbeiter und Soldaten, rief ihn auf den ersten Platz eines werdenden Staates. Ei' hat dieses Vertrauen nie enttäuscht und doch begann mit diesen Tagen die unendliche Tragik seines Schicksales." Präsident Lobe schloß: „Roch liegt Rächt über unserem Volke und nur von fern tagte die Morgensonnne. Es war Dir nicht vergönnt, in den vollen Tag zu treten. Wenn die schwersten Sorgen für unser Doll behoben wenn über Deutschland und Europa einst dir Fahne deS wahren Friedens weht und gerecht verteilter Wohlstand herrscht, wird sich an Deinem Hügel die deutsche Ration neigen. An der Stelle, an der Du im Angesicht von Zehn tausenden einen Kranz für die Gefallenen niederlegtest. der auch die eigenen Söhne ehrte bringe ich Dir den letzten Gruß des deutschen Dolkes." Der Weg zum Potsdamer Bahnhof. Rach feiner Rede gibt Präsident Lobe dem Leichenwagen einen großen Lorbeerkranz mit schwarz-rot-goldner Schleife mit auf den Weg. Langsam seht sich der Trauerzug wieder in Bewegung Voraus, wie vorher, der militärische Trauerkondukt, ihm folgen der Leichenwagen, die nächsten Angehörigen, die Reichs- und Landesregierungen, daran schließen sich die vorher an der Rampe versammelten Reichstags- und Landtags- abgeoröneten an und dann folgt wieder das weitere unabsehbare Trauergeleit. — Der Zug geht nach der Siegessäule zu und schwenkt dann in die Friedens-Allee ein, um erneut über den Sein Herzenswunsch war, wie ich bezeugen kann, über alle Parteischwankungen und politische Zerklüftungen hinweg, Kraft und Einigkeit im deutschen Volke wachzurufen. Don inniger Liebe zu seiner engeren Heimat Baden, in der er die letzte Ruhe sinden will, und voll Einsicht in den Werdegang unseres Staates, hatte er den Wunsch, das Einende im Mutterland. das alle Deutschen umfassen soll, wachzurufen. Er hat alles getan, um diesen Ausdruck tatsächlich hervorzurufen. Gewiß hat Friedrich Ebert auch, nachdem er Reichspräsident geworden war, seinen parteipolitischen Ausgangspunkt als Sozialdemokrat niemals verleugnet. Aus dieser Tatsache kann im Rahmen unserer Reichsverfassung ein grundsätzlicher Einwand gegen seine Eignung als Reichspräsident nicht hergeleitet weiden Auf das Wohl des Ganzen war sein Wollen ab- gestellt. Für sicher halte ich, daß er die Dinge des Lebens niemals anöer8 gesehen und gewertet hat, als ein Staatsmann anderen Hrsprungs es getan hat. Friedrich Eberts entscheidende Taten werden nie als Zeugen gegen feine -Heber» Parteilichkeit ausgelegt werden können. Seine großen Richtlinien als Lenker des Staatslebens führten darauf, im ganzen deutschen Doll das Gefühl der D e r b u n de n h e i t mit dem Staat wachzurufen. Er. der aus eigenem Erleben die deutsche Arbeiterschaft genau kannte und innig verstand, trachtete mit besonderer Sorge danach, niemals wieder entscheidende Massen der deutschen Arbeiterschaft in das Gefühl der Staatsfremdheit zurücksinken zu lassen. Oft hat er diesen Gedanken vor mir ausgesprochen Ein solches Hineinwachsen des StaatsgedankenS in die gesamte Arbeiterschaft erwartete er aus tiefster Heber» zeugung von der parlamentarischen Republik, der er mit Inbrunst anhing. Ich handele im Geiste des Toten, wenn ich auch von dieser Stätte aus. wo wir an der Schwelle der ewigen Dinge stehen, an einen jeden um unferer deutschen Zukunft willen die dringende Mahnung richte: Seid ein Doll, ein Vaterland. Für eine geschichlliche Betrachtung vom Standpunkt des heutigen Tages aus, muh Ausgangspunkt meines Dafürhaltens die Tatsache fein, daß in der Weltgeschichte sellen oder in wirllich vergleichbarer Weise, wohl nie ein Doll so furchtbare. gleichzeitig äußere und innere Röte hat sehen müssen, wie das deutsche Dolk zu der Zeit, als Friedrich Ebert oberster Lenker seiner Geschicke war. Wer gerecht ist, muh den Erfolg an der Schwere der Aufgabe messen. Ein Rückblick aus die tatsächliche Entwicklung während der Amtszeit des toten Reichspräsidenten zeigt folgendes: So unklar und bedeckt unsere außenpolitische Lage ist. so sehr aus diesen und anderen Gründen unsere wirtschaft- liche Erholung im argen liegt, aus so viel ungeteilten Wunden unser politischer Dollskörper noch blutet, so macht das Schiff unseres Staatswesens doch heute wieder Fahrt und hat einen f e ft e n Kurs, während es vor sechs Iahren lea und steuer los und mit meuternder Mannschaft auf den Wogen des Weltgeschehens um- Vertrieb. Der Geschichtsforschung mag ruhig überlassen bleiben, seinen versönllchen Anteil, an dem ,was geworden ist. im einzelnen zu erörtern. Mit besonderer Wärme und Hingebung hat Friedrich Ebert die Röte der großen Erscheint täglich, auher Sonn» und Feiertags. Beilagen: EiebenerFamilienblätter Heimat im Bild. Monats-tzezrH,preis: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüste: Schriftleitung 112, Der- lagundGefchäflLslelletzl. Anschrift für Drahtnachrichten AnzeiarrGiehen. polifchetnonto: jrantfurt a. M. 11686. Berlin am Ueberführungstage. Berlin, 4. März. (TH.) Am Tage der Beerdigung des Reichspräsidenten leuchtet hellster Sonnenschein über der Reichshauptstadt. Immer noch wehen die Fahnen auf Halbmast. Die Cafes und Hotels haben preußische Zahnen gehißt. Die ganze Gegend, die Wilhelmstrahe vom Palais Leopold, die Linden, das Brandenburger Tor bis herüber zum Potsdamer Platz ist schon in Öen Ollorgenstunden gesperrt. Ieder Verkehr ist er- drosselt. In öer Rächt hatten noch rührige Hände an den Straßenecken riesenhafte, schwarzbezogene Obelisken errichtet, die mit Grün umwunden find. Die Loternenpsähle sind grün umrankt. Die Lampen tragen Trauerflore. Kurz vor dem Potsdamer Bahnhof ist noch eine Unmenge von Fahnen angebracht wdrden. Ein Teil öer Geschäfte hat öic Schaufenster schwarz verhängt. Sine riesige Menschenmenge staut sich schon jetzt um öle Absperrungen, öie außerordentlich streng durchgeführt werben. Um öie Wittagsstunöe strömen Die Angestellten aus Öen Bureaus unö begeben sich zu Öen Tausenöen. öle schon in Öen Vormittagsstunden öie Straßenzüge umlagern. Die Trauerfeier der Reichsregierung im ReichSpräsidentenhauS, aus dem Friedrich Ebert, welcher öer erste Präsident der deutschen Republik war, heute öic letzte Fahrt antritt, haben Künstlerhände in einem schlichten, aber stimmungsvollen Trauerschmuck gekleidet. Die Bescheidenheit und Enge der in dem früheren Haus- minlfterlum zur Verfügung stehenden Räume hätte jedem Pomp gewehrt, wenn es nicht schon Pietät gegen Den Verewigten und seine ganze allem Prunk abholde Persönlichkeit getan hätte. Getreu dem Geiste dieser Persönlichkeit und in Uebereinstlmmung mit Öen Wünschen Der trauernden Familie hat öie Reichsregierung öie Xcauerfeier von vornherein auf jene bürgerliche Schlichtheit und Einfachheit angelegt, die dem geistigen und seelischen Inhalt öer Feier ihr volles Recht lassen. Immerhin ist eS Dem Reichs- sunstwari gelungen, öer Feier im Trauerhause leibst einen würdigen Rahmen von vollendeter Schönheit zu geben. Lorbeer, Zypressen unö weihe Dlumen mildern die Wirkung öer schwarz aus- geschlagenen WänÖe, unö das geöämpste Licht dec florumlleiDeten Kronleuchter übergießt Das Ganze mit uniröischer Feierlichkeit. Der Mittellaal ist durch einen Vorbau gegen den Balkon erweitert, und in der so gebildeten Rische hat Der Sarg, der Die sterblichen Heber- rette Friedrich Eberts birgt, die beherrschende Aufstellung gefunden. Der Sarg selbst ist lediglich von der Reichspräsidentenflagge bedeckt. Zu seinen Füßen liegen zwei Kränze der trauernden Gattin unö Kinder. Die übrigen Kränze, nach vielen Hunderten zählend. Durchbrechen in ihrer zum Teil märchenhaften Gröhe und Pracht und mit der bunten Leuchtkraft der Farben sämtlicher Flaggen des Erdballs bis zu einem gewissen ©raöe die sinnvolle Schlichtheit des sonstigen Trauerschmuckes, legen aber zugleich ein beredtes Zeugnis ab für das hohe Ansehen, das sich öer erste Reichsvräsident in der ganzen Welt zu erwerben gewußt hat. Am Fuhende des von Kerzen flankierten SargeS halten mit gezogenem Degen zwei Offiziere des Reichswehrministeriums die Ehrenwache. Zur Linken d?s toten Reichspräsidenten sicht sein Kabinettschef Meißner, rechts vom Sarg sitzen Frau Ebert, ihre Tochter, ihre beiden Söhne, der Schwiegersohn und die Schwieger- üchler. ihr Bruder unö ihre Schwägerin. Mit der Front zum Katafall sitzen in der rechten Saal- Hälfte das diplomatische Korps mit den Damen und in der linken Saalhälfte ÖerReichS- konzler. die Reichstagspräfidenten, die Reichsminister und die Staats- und Ministerpräsidenten und die übrigen offiziellen Vertreter mit ihren Damen. Im Hinter- (jrunö des Saales und in den anschließenden Säumen ist die übrige Trauergemeinde versammelt. Wie schwerer Flügelschlag rauschen die Klänge der Trauermusik aus der Eroica" durch den Raum. Dann Dirigiert Professor Rüdel öie tzändelsche Totenfeier. Der Reichskanzler nimmt unter sichtlicher Bewegung das Wort. .Frau Reichspräsident! Mlttrauernde Männer unö Frauen! Von diesem Sarge, der die Hülle te8 deutschen Reichspräsidenten birgt, wenden sich in der Stunde des Abschiednehmens unsere Qdbanfen und Empfindungen zuerst zu Ihnen, Frau Reichspräsident, und zu Ihren Kindern. Hnland und Ausland trauern mit Ihnen unö -nehmen aufrichtigen Anteil an Ihrem Schmerz. Zur höchsten Stellung im Deutschen Reiche an her Seite des Gatten sind Sie. Frau Reichspräsident, emporgeschritten. Sie waren Ihrem -Lebenskameraden eine tapfere und Verständnis- tolle Gefährtin und haben ihn in seinem Amt mit fraulichem Feingefühl unterstützt Alles, was menschlich und im öffenllichen Leben schwer für den Heimgegangenen war, haben Ci? mit ihm getragen. Zwei Söhne haben Sie im Weltkriege dem Vaterland »um Opfer gebracht. Ihr Herz ist miterfüllt von Dem Empfinden, daß Ke tödliche Krankheit des Reichspräsidenten richt ohne inneren Zusammenhang war mit all der seelischen Rot, Die er seit vielen Iahren um Das Schicksal des deutschen Dolles getragen hat. Kein Äenschenwerk kann Sie, liebe, hochverehrte Frau tige Lrockmomsche Emulsion mit Liweih 5 hohen Gehaltes an nb nnochendildenden andere Emulsion im- üefen Stoffen gehenden jungen Tiere Daher schnelles Wachs- sie Fresigier! Sich»« 0 djenerUr anfeungen unb b Merfterben mehr:, benaschend! ,6ig« 5N** ■n i*“ Ich, wen!« “lt Angehörigen, RetchSranzrer Dr. Luther und das vorgesehene Ministcrgeleit folgen. Punkt 6,30 Ahr verläßt der Sonderzug den Bahnhof. Die Beisetzung in Heidelberg. Heidelberg in Trauerschmurk. (Funkbericht.) Die Stadl Heidelberg steht völlig unter dem Eindruck der Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen Reichspräsidenten. Besonders stark tritt dieS in der Altstadt hervor, die selbst in den engsten und kleinsten Gassen reichen Flaggenschmuck angelegt hat, der bei der Harmonie zwischen den badischen und den Reichsfarben be° fcnders eindrucksvoll wirkt. Das bescheiden, aber blitzsauber hergerichtete Geburtshaus des Reichspräsidenten in der Pfaffengasse, daS von der Stadtverwaltung sinnig geschmückt ist, ist daS Ziel vieler Fremden. Roch stärker ist der Besuch aus dem kleinen, aber malerisch gelegenen Bergfriedhof, der sich sanft an die Abhänge des Geisberges anlehnt und von dem man einen wundervollen Blick auf die Rheinebene, das türmereiche Speyer und die blauen Berge der Hardt genießt. Die Grabstä11 e des Reichspräsidenten ist im letzten Augenblick verlegt worden. Sie befindet sich nunmehr hinter dem Krematorium. Ein hohes steinernesKruzifix bildet ihren Abschluß. Wenige Schritte von ihr ist das Grab der M u t t e r d e s Präsidenten. Richt weit davon liegt auch das einfache, aber würdige Grab Dunsens. Alles umrahmt von Gebüsch, dessen Knospen und zarte grüne Blättchen schon den nahenden Frühling verkünden, während die Kuppe des Geis- dergeS infolge des vorher niedergegangenen Schnees im Sonnenschein herüberleuchtet. Der natürliche Schmuck wird noch ergänzt durch vier 'annenumgrenzte Pylonen, die an ihrer Spitze geschmiedete Pfannen zur Aufnahme von Pech trogen. Für die Sänger ist eine umfassende Tribüne errichtet. Die einzige Zufahrtstrahe von sem Dahnhofsplatz nach dem Friedhöfe, die RohrbacherStrahe, weist finnigen Schmuck auf, der am eindrucksvollsten und künstlerischsten am Gewerkschaftshaus hervortritt. Die Straße, die für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist. wurde in den frühesten Morgenstunden mit Tannenreisig bestreut, während von den Laternen die Lampengestelle abgenommen worden sind, so daß die offenen Gasflammen aus den mitTannengrünumschlungenenKan» delabern h e r a u s s ch l u g en. Die reichste Ausschmückung hat der Dahn- ßofsPlatz erfahren. Der Ar?adenbau ist in seiner ganzen Ausdehnung mit Tannengrün und Trauerflor ausgeschlagen. Den Abschluß bilden >wei gewaltige Pylonen, auf denen während des Vorüberziehens des Zuges P e ch f l a m m e n loderten. Aach dem Eintreffen des Sarges spielte ein D l ä s e r ch o r einen Choral, dann setzte sich der vom Ludwigsplatz durch die Anlagen und die Plöck amnarschierende Trauerzug in Bewegung. Während der ganzen Feier läuteten die sämtlichen Glocken der Heidelberger Kirchen. Im großen Saale deS Kurpsälzischen Museums ist anläßlich der Beisetzung des Reichspräsidenten fein nach dem Leben gemaltes und wohlgetroffenes Porträt aufgestellt, das der Maler Max aus Frankfurt a. M. gemalt und der Stadt Heidelberg geschenkt hat. Auch in den Blumenläden und in den Kunsthandlungen sind von Blumenspenden umgeben vielfach Bilder des Verstorbenen ausgestellt. Der Beteiligung der in- und ausländischen P.resse ist außerordentlich stark. Don vier Filmgesellschaften wurde die Trauerfeierlichkeit tzm Bilde festgehallen. Mit dem Reichskanzler war auch der Dieichswehrnrinister Dr. Gehler nach Heidel- ,E>erg gekommen. Reichswehrabteilungen 'sonnten dagegen an der Trauerfeier nicht teil- uehmen, da Heidelberg noch in der neutralen Zone liegt. Dagegen sind starke Abteilungen Sicherheitspolizei aus Karlsruhe in Heidelberg eingetroffen, um an den Absperrungsrnahnahmen teilzunehmen. Der Sonderzug mit der Leiche desReichs- präsidenten traf gegen neun Uhr morgens in Weinheim ein, wo die Vertreter der badischen Regierung in den Zug einstiegen, uird um i/210 ilfyt In Heidelberg eintrafen. Die württem- bergischen Regierungsvertreter sind direkt nach Heidelberg gekommen, während die Mitglieder der hessischen Regierung mit dem von Berlin kommenden Sonderzug anlangten. Der badische Staatspräsident Dr. Hellpach. hielt am Grabe des Reichspräsidenten Eberi folgende Rede: »Der auf den Wogen schliefe, ein sanft gewiegtes Kind, Kennt nicht des Lebens Tiefe, Von süßen Träumen blind. Doch wen die Stürme fassen, Zu wildem Tanz und Fest, Wen hoch auf dunklen Straßen Die falsch« Welt verläßt: Der lernt sich wacker rühren! Durch Rächt und Klippen hin Lernt er das Steuer führen Mit treuem ernsten Sinn; Der ist von echtem Kerne! Erprobt zu Lust und Pein. Glaubt er an Gott und Sterne Der soll mein Schisfsmann sein!" Trauernd Versammelte! In Deutschlands napoleonischer Erniedrigung vor 100 Jahren dichtete Ioses v. Gichendorsf diese Strophen, un6 wie so vieles von damals in unserer Gegenwart sich wiederholt zu haben scheint, könnte nicht auch dieser Zuruf des Dichters unseren Tagen gelten? gelten dem deutschen Volke, das des Lebens Tiefen zu kennen verlernt hatte, weil eS von einer Welle allzu raschen materiellen Wohlstandes emvorgetragen, auf den Wogen der polittschen Daandung schlafen zu dürfen wähnte glcich einem gewiegten Kind? Blind geworden in den süßen Träumen eines Zettalters, das den Schein an die Stelle des Wesens, die Pose an die Stelle der Haltung, die Phrase an die Stelle der Wirkung gesetzt hatte. Aber könnten dann die lohten Zeilen dieses Gedichtes nicht auch dem teuren Toten gelten, den wir hier bestatten. Ihn, der durch Rocht und Klivven unseres Rtederbruches hin das Steuer geführt hat mit treuem, ernstem Sinne? WaS konnte von ihm Wesenhafteres gesagt werden, als daß er von echtem Kerne war? WaS von ihm Wahrhafteres, als daß er an Gott und an die Sterne feines deutschen Vaterlandes glaubte und nur darum Schwere Explosionskatastrophe bei 3 ittenberg. ]f Pulverexplosion in den Reinsdorser Werken in Piesteritz. — 8 Tote 15 Schwerverletzte. — Die Gefahr weiterer Explosionen. Wittenberg. 4. März. (TU.) In dem Werke der Westfälisch-Anhaltischen Sprengstoff A.G. ereignete sich heute vormittag gegen 10 Uhr eine schwere Explosion, die bis Dessau gehört wurde. 3n Wittenberg und Kohwig zersprangen die Fensterscheiben. Die Katastrophe muß sehr schwer fein, denn durch Wittenberg rollen fast andauernd Sani- tätsautos mit Verletzten nach den Krankenhäusern. Der amtliche Pressedienst gibt von der Explosionskatastrophe bei Wittenberg folgende Darstellung : Heute vormittag 9.40 Uhr ereignete sich auf den Rheinsdor f er Werken inPie- st r i h. Kreis Wittenberg, eine schwere Dynamit- explosion, die fünf Tote, sieben Schwerverletzte und dreißig Leichtverletzte als Opfer forderte. Der Sachschaden ist sehr groß. Rach den bisherigen, Ermittlungen handelt es sich um ein durch Zusammentreffen widriger Umstände geschehenes Unglück, dessen Ent - stehungsursache noch unbefannt ist. Bon allen Setten wird übereinstimmend der Gedanke an ein Attentat abgelehnt. Die Verwundeten wurden durch städtische Krankenautos und Kraftwagen der Schutzpolizei abtransportiert. Die Direktion der Westfälisch- Anhaltischen Sprengstoff-A-G gibt folgenden Bericht heraus: Heute vormittag 3/t10 Uhr brach in der Pulverabteilung der Westfalisch-Anhalti- schen Sprengstoff-A.-G in Rheinsdori ein Drand aus, dem in kurzer Zeit drei Explosionen folgten. Die Anlagen wurden nicht unerheblich beschädigt. Leider hat das Unglück auch Opfer an Menschenleben gefordert. Soweit bisher festgestellt werden konnte, sind 5 Tote, 1 Schwerverletzte und 25 Leichtverletzte zu beklagen. Das Werk ist etwa Z Kilometer von Wittenberg entfernt. Die Abteilungen, in der der Brand ausbrach, bestand aus mehreren, getrennten Häusern. zu vollbringen, ja nur darum anzutreten vermochte, was er im dunklen Spätherbst vor sieben Iahren antrat und vollbrachte? Das Volk spürte ihn als Fleisch von Volkes- fleisch und Blut von Vollesblut. Aus den Reihen des Volkes kam er, wie ein echtes Dolkskind erprobt zu Lust und Pein: in diesem alten, engen Gassengewinkel von Heidelberg war er emporgewachsen, Reckar und Odenwald, Schloß und Brücke hatten sich in den regsamen Augen des einfachen Schneiderbuben gespiegelt, das Doppel- erbteU kurpfälzischer Wefensart war ihm mit auf den Weg gegeben. Das herzige sonnige Lebensbehagen und das resolute tatkräftige Zupacken im Ernstfälle: Genießen und Wirken, die beiden Seiten jedes vollsaftigen Weiens, dem Dasein sich hingeben und dennoch es meistern! Run kehrt er, ein Menschenalter, nachdem er die Heimat verlassen, in die Heimat zurück. Aber nicht zu einem friedlichen Lebensnachmittag, sondern zur ewigen Ruhe seiner sterblichen lieber» reste. Run empfängt ihn die Erde dieser wundervollsten aller deutschen Begräbnisstätten des von deinen Füßen, denn hier ist heiliges Land!" Dergsriedhoses zu Heidelberg. „Tue die Sohlen Wettet sich nicht der Blick des Andächtigen bis ins Zeitlose, wenn er durch die efeuumsponnenen, sanft geschwungenen Reihen der Grabsteine wandert und von halbverwttterten Tafeln die fürstlichen Ramen des Geistes abliest? 3a, wir wissen es: Die weitaus meisten von diesen Forschern und Denkern sind wie du aus den Häusern kleiner Leute gekommen, wie du und wie fcU jeher drei Viertel aller Genien und Führer, aller Erlöser und Erzieher der Menschheit aus solchen Häusern kamen. Und hier, wo du dich heute zu ihnen gesellst, angesichts dieser Gräber und dieses Grabes wollen wir das Hohelied der kleinen Leute singen, denen immerdar die Völler den wärmsten Dan: für das Beste und Bleibendste, das sie empfingen, zu entrichten haben. Ihr Erlauchten alle, die hier der Tod versammelt, seid wahrhaft von Gottes Gnaden gewesen in jenem tiefsten Sinne, den der Apostel in dieses Wort legte, als er es prägte. Der Segen dieses Grabes wird über jeden deiner Rachwlger sein, der seinem deutschen Dolle so ganz und treu gehören wird wie du: aber ein Menetekel würde von diesem Grabe aufflammen vor jedem deiner Rachsolger, der von deiner Spur wiche und auch nur eine Stunde vergäße, daß von Gottes Gnaden fein heißt: zu Volkes Diensten sein. Rach dem Staatspräsidenten sprechen noch der Heidelberger Oberbürgermeister Dr. Walz und Stadtpfarrer Maas. Eisendahnerstreik in Sachsen. Dresden. 5. März. Rach Mitteilung der Bezirksleitung Sachsen des deutschen Eisenbahner- Verbandes sind in Leipzig 600 Eisenbahn- arbeitet in den Ausstand getreten. Es handelt sich nicht um einen wilden Streik, vielmehr wird die Bewegung von der Gesamtleitung unterstützt. Einige Ortsgruppen haben sich ebenfalls für den Strell erklärt. Es dürfte demnach mit einer Ausdehnung der Bewegung zu rechnen fein. Der Grund sind Lohndifferenzen. Eine Funktionär-Versammlung der Dresdener Eisenbahner hat gestern abend ebenfalls befcylossen, in den Streik zu treten. Seit 9 Uhr abends ruht der gesamte Rangierbetrieb auf dem Dresdener Rangierbahnhof. Die Qlrbeiter der Maschinenhauser zur Zertigmachung der Lokomotiven find vollzählig in den Streik getreten. Die Früh-Personenzüge konnten entweder gar nicht oder nur mit großen Verspätungen abgelassen werden. Die Verwallung hat für die Bewachung der Bahnanlagen die Sicherheitspolizei alarmiert. Der Streik auf dem Cb emniher Haupt- babnhos erstreckt sich auf die Eilgut-Abteilung und auf die Ilmladestation Hilbersdorf. Der Personen- und Güterverkehr vom Hauptbahnhof Die Dächer der umliegenden Gebäude wurden durch den gewaltigen Lustdruck größtenteils abgedeckt. Die Maschinen sind teilweise erheblich beschädigt. Der Schaden beläuft sich schätzungsweise auf 100 000 bis 200 000 Mark. Durch die Explosion gingen in den benachbarten Dörfern bis nach dem über eine Meile entfernten Kohwig zahlreiche Fensterscheiben i n Trümmer. Aus allen umliegenden Orten sind Sanitäts ko- können nach der Unglücksstelle unterwegs. Gegen Abend läßt sich feststellen, daß in Reinsdorf mindestens acht Tote und fünfzehn Schwerverletzte, ferner eine große Anzahl Leicht- derlehter zu beklagen sind. Die ganze Umgebung ist nach wie vor streng abgesperrt, da Gefahr besteht, daß weitere Explosionen folgen. Hierdurch sind auch die Rettungsarbeiten und die Feststellung über die Ursache des Branles sehr stark verzögert und behindert tooroen. Letzte Meldungen, die jedoch untereinander noch immer differieren, sprechen von 10 Toten und 30 Verletzten, doch scheint zum mindesten die Zahl der Toten festzustehen, da sie von der Werksleitung angegeben wird. Die Produktion der nicht von der Explosion heimgesuchten Werksanlagen ist nicht gestört worden. Der Betrieb wird ohne Störung aus rechterhalten. • Die Fabrik Rheinsdorf gehört zu dem Konzern der Westfälisch-Anhaltischen Sprengstoff A. G.. die unter anderem Fabriken in Kohwig in Anhalt, Haltern und Sinsen bei Recklinghausen besitzt. Die Gesellschaft stellt besonders Sprengstoffe und Pulver für Bergwerke, für sonstige industrielle, forst- und landwirtschaftliche Zwecke, für Heer und Marine her. Weiter fabrizieren die Werke Sprengkapseln, von chemischen Produkten Schwefelsäure, Blausäure, Salpetersäure, Sulfat, Bi-Sulsat, Glyzerin und Zelluloid. Das Werk P i e st r i h der chemischen Fabrik in Reinsdorf im Konzern der Westfälisch- Anhaltischen Sprengstoff A. G. ist ein ganz modernes Werk, das erst während des Krieges entstanden ist. wurde bisher noch nicht in Mitleidenschaft gezogen. Es besteht vorläufig noch keine Gefahr, daß der Streik aus andere Abtellungen übergreift. Die ersten Frühzüge sind vom Hauptbahnhof ohne Verspätung abgelassen worden.. Der Garantiepakt. Paris, 5. März. (£. il.) Die Morgenblätter melden, daß H e r r i o t und Chamberlain sich am kommenden Samstag bei ihrer Pariser Zusammenkunft u. a. über das Saran» tievertrags-Projekt besprechen werden. Die französische Regierung habe sich zu einer definitiven Stellungnahme zu den deutschen Sicherungsvorschlägen noch immer nicht entschließen können, obwohl nunmehr ersichtlich geworden sei, daß das englische Kabinett mit überwiegender Mehrheit ihm g ü n - st i g gegen üb erstehe. Die Morgenblätter sind immerhin in der Lage, die Bedingungen zu nennen, unter denen Oia französische Regierung den deutschen Vorschlägen zustttnmen würde: 1. Abschluß eines militärischen anglo- franko - belgischen Vertrages außerhalb des Rahmens des geplanten Ga- rantiepaktes; 2. Eintritt Deutschlands in den Völkerbund unt'.r böllger Acbernahme der sich daraus ergebenden Verpflichtungen; 3. weitgehende Abänderung der deutschen Vorschläge hinsiHtlrch des SchiebLgerichtsver!rag;s mit Polen und der Tschechoslowakei. Die Blätter weifen weiter darauf hin, daß die Staaten der kleinen Entente gelegentlich der Besprechungen über das Genfer Protokoll mit Rachdruck betonen, daß ihr territorialer Besitz kraft der Verträge von Versailles und St.Germain auf keinen Fall Gegenstand eines Schiedsspruches bilden dürfte. In britischen Kreisen bestehen drei Gruppen, die verschiedene Ansichten in der Frage der Sicherhett vertreten. Die erste Gruppe begünstigt einen direkten Pakt mit Frankreich und Belgien, die zweite begünstigt eine Politik der Isolierung ohne jene bindende Verpflichtung In Europa; die dritte begünstigt ein gegenseitiges Abkommen zwischen Großbritannien, Frankreich, Belgien, Italien und Deutschland. Man nimmt allgemein an, daß die Ansichten der ersten Gruppe die des englischen Außenministers sind. Das diesen Ansichten zugrunde liegende Prinzip besteht darin, daß England an Frankreich und Belgien eine Garantie schuldet. Diese Verpflichtung, so sagt man, begründet sich darauf, daß der englisch-amerikanische Pakt, der Frankreich im Jahre 1919 versprochen worden wäre, nicht zustande kam. Die Ansicht der Isolations gruppe, die nur von einer kleinen Minorität Der Minister gestützt werde, sei bereits durch den (Hamen umschrieben. Die Verpflichtung der Alliierten, England eine Garantie zu geben, würde in diesen Kreisen geleugnet. In erster Linie seien die Dominions zu berücksichtigen. In den Kreisen der Dominions sei man gegen jede Bindung auf dem Kontinent. Außerdem sind die Anhänger dieser Gruppe der Ansicht, daß die erste Grupve nur die Sicherheit des Mutterlandes berücksichtige und nicht diejenige der Dominions, und daß die Gefahr der letzteren im Pazifischen Ozean größer und unmittelbarer fei als die deutsche Gefahr gegenüber England. Die dritte Gruppe wird von der Majorität des Kabinetts einschließlich seiner führenden Figuren (Balfour) gestützt. Man hält die Möglichkett nicht für ausgeschlofsen, beide Sicherungsvorschläge, namentlich denjenigen deS Mutterlandes und die der Dominions, miteinander in Einklang zu bringen. Man begünstige ein Abkommen mit Frankreich und Belgien, zu welchem noch Italien kommen soll. Aber man bestehe außerdem darauf. daß Deutschland nicht außerhalb dieser Kombination gelangen werden soll. Es fei bezeichnend, daß nicht eine dieser Gruppen an eine Garantie Der Grenze Polens und der der Tschechoslowakei dächte. Die erste wolle die Grenzen 'Frankreichs und Belgiens garantieren und verlange eine entmilitarisierte Zone am Rhein. Die Dritte Gruppe möchte vielleicht Die deutschitalienische Grenze einschlichen. Die Räumunysnote P a r i s, 5. Febr. (TA.) Marschall § v ch Hai gestern die Mitglieder des interalliierten MUü tärausschusses von den Instruktionen der Bot- scha,terkLNserenz in Kenntnis gesetzt. Mit der Abfassung des Gutachtens wurde gestern begonnen. Die Blätter nehmen an, daß Marschall Foch vorgestern in Wirklichkeit den Auftrag erhalten hatte, eine Rote abzufaffen, die die Botfchasterkonserenz an Deutschland richten wird. Deutschland und das Sicher- heitsproblem. Berlin, 4. März. (WB) Heber den augenblicklichen Stand der Sicherhettsfra^e wird von unterrichteter Seite folgendes mitgeteilt: Es entspricht nur dem Stande der außenpolitischen Entwicklung, wenn in den letzten Monaten bei diplomatischen Konversationen unserer Missionschefs in Den alliierten Hauptstädten neben anderen akuten Fragen auch das Sicherheitsproblem eine große Rolle spielte. Die Reichs- regierung beteiligte sich in der Tat an den seit längerer Zett im Gange befindlichen internationalen Erörterungen aktiv. Die Reichs regierung bat von sich aus allen beteiligten alliierten Ro- gterungen grundsätzlich ihre Ans icht mitgeteilt und dabei auf Die mannigfachen Möglichkeiten hingewiesen, die nach deutscher Auffassung für Die Lösung des SicherhettsProblems bestehen würden. Zu einer Diskussion über bestimmte Objette des Sicherheitspattes ist es, wenigstens soweit Deutschland beteiligt ist, noch keineswegs gekommen. Eine Absage Löbes. Breslau, 4. März. Die „Breslauet Volts wacht" veröffentlicht ein Schreiben des Reichstagspräsidenten Löbe, das eine Antwor' auf viele ihm zugegangene Anregungen und Wunsche, für Den Rcichspräsidenten- Posten zu kandidieren, oarstellt Löbe lehnt kategorisch jede Kandidatur ab und erklärt, das hohe Amt erfordere neben der republikanische Gesinnung auch persönlicheEignung. Ihn fehlten die dazu unentbehrlichen Eigenschaften. Zu dem Dries schreibt der „Vorwärts": Dir P ar t e i nujJ) entscheiden, wie sie bet der Reichs- Präsidentenwahl vorgehen will und dann 'dürfen ihre Absichten nicht durch die Weigerung eines Einzelnen, die diesem zugedachte Aufgabe zu übernehmen, durchkreuzt werden. Gegebenenfalls muß es also heißen: Die Bescheidenheit in allen Ehren, aber über die Bescheidenheit die Disziplin! Waffenfunde bei Kommunisten. Aachen, 4. März. (TA.) Durch ein polizeiliches Aufgebot wurde in dem Hause Mathias- Hof-Strahe 23 eine eingehende Durchsuchung vorgenommen. Bei einem Funktionär der kommunistischen 'Partei wurden Pistolen und Handgranaten, Material zur Anfertigung von Handgranaten und allerlei Propagandamaterial "gefunden. Mehrere Personen sind f e st- genommen und dem Richter vorgcfuhrt worden. Sie werden sich voraussichtlich vor dem Staatsgerichtshof wegen Hochverrats und wegen Vergehens gegen das Gesetz zum Schuhe ö er Republik zu verantworten haben. Sie haben auch gegen die Verordnung der Rheiniandtommission verstoßen. Millerand gegen Herriot. Der ehemalige Präsident der französischen Republik, Herr Millerand, einer der ärgsten Feinde Herriots und der Linken, hat wieder einmal Gelegenhett genommen, mit der Politik des Ministerpräsidenten, abzurechnen. Zu diesem Zweck hat er sich eigens nach Marseille, der Hochburg des Qinkskartells, begeben, sich aber um die ihm zuteil gewordene Ausnahme nicht Wetter gekümmert und trotz der gegen ihn gerichteten Demonstrationen seine Anklagerede vvm Stapel gelassen. Viel Reues wußte er eigentlich nicht zu sagen, er kam mit den alten Klagen über die von Herriot betriebene Rußland- Politik, über Herriots Maßnahmen gegenüber dem Vatikan, die Zustimmung zur Herabsetzung der Militärdienst Pflicht und die gegenwärtige Finanzpolitik. Auch die Wirtschaftspolitik und das Verhalten Herriots Deutschland gegenüber fand die absolute Ablehnung Millerands. Millerands Vorstoß scheint aber ein Schlag ins Wasser gewesen zv sein, seine Zeit ist jedenfalls noch nicht gekommen, das hat sich am besten aus Anlaß bei Abstimmung über das Finanzg eseh gezeigt, das am Sonntag morgen nach einer Rachtsihung mit großer Mehrheit angenommen wurde. Herriot hat diese Gelegenhett natürlich nicht vorübergchen lassen, um Die Oppositionsparteien auf die Festigkeit des Links- kartells aufmerksam zu machen. Vorläufig sink also Millerands Aussichten und auch die feinet Parteifreunde, Herriot möglichst bald stürzen zr können, wieder stark zurückgegangen. Toolidges Programm. Die Amtseinführung des amer konischen Präsidenten. Washington, 4. März. (WTD.) Heute fand hier oie feierliche Amtseinführung des Präsidenten C o o l i d g e und deS Vizepräsidenten Dawes statt. Am 11 Ahr vormittags begab sich der Präsident in Begleitung einer Abordnung des Kongresses und einer Abteilung Kavallerie, vom Weißen Hause nach dem Kapitol. Inzwischen fanden sich tm Sitzung-- saale des Senats das diplomatische Korps, die Mitglieder d is Obersten Gerichtshofes, die Senatoren, die Mitglieder des Repräsentantenhauses, die Offiziere der Armee und Marine und zahlreiche Gäste ein, die zunächst der Vereidigung des Vizepräsidenten Dawes durch den Vorsitzenden des Senats Cunnins beiwohnten und sich sodann nach dem Ostportale des Kapitol- begaben. wo in Gegenwart einer ungeheuren Menschenmenge Die einfache, aber eindrucksvolle öfe seine sc nnö die Ditzen Ml fri von den Kbäeitungen, S“<5 SÄÄ -ustrebcn. die M Ue N?US, Dohlstande W Sie 6*J erneut für die - dem ständigen,' erflärtc, Amenla lichen Verhältni s die politischen Eli wickelt zu werdm Porten: Trachte Reich auf Mut i Shraeiz und keim benfen auf fremde Amerika aussen Schwert sonc Aus 5t( ® DaS Uu Wan schreib'. Die Stadl ® rbnheffifche Dez von allerhand L unlauterer ®eif( Kolporteure in t mit dem Borges Mission bestimmt lender gekauft, i um eine Der be! anftalten handle, von der Sekte in Hamburg ihn Art unter 3rtcfi berfäafft, Siefc ihren Ausgang gc >w!h ihren Mittel! kündigen den nafjt haben wiedrrhvU < dem diese MN ter und Begründ kündigt, dah der 21. März 1844 ei aut den 24. Okto! Lebensregeln wei stellt, man erklär wsl als wichtiges »etwirft die Hei. ntscheidet sich fü ollen in diesen fletoeißfagf tnardei w Werfe eine g g daß die Kost lkr-itag u, Mastpse i so *u.u i°h - Löbes, Das Unwesen der Sekten. as u'iiur cn ocr zerren. cheElgnung. Ihn —, ... -hrlichrn Siaenschas-en Man schreckst unS: Doriorrtr-Li« ®tc ®IaZ>t G'eften wie überhaupt der ganze wie sie bet dcrLei^ tberhessische Dczirl wurden in der letzten Zeit will und bann'S 600 allerhand Sekten heimgesucht, die in recht Fbieaeff.tH Lauterer Weise zu Werke gingen. So boten x. <..... va. ~ xßlborteur? in niespn TRnfmiinnpn cm brr nn Avlporteure in vielen Wohnungen Kalender an Erkältungen. 1,70 D verstorbenen Reichspräsidenten Apotheke „Zum goldenen Engel". 5385 02007 HP lullt 019% Weber. 2336V 02009 gesucht Weidensaffe 1II, L da» altbewährte, wohlschmeckende Mund und Rachendesinfiziens, besonders in der;{ett der Schlank sein heiht jung fein1. Äbermähige Körperfülle macht alt und seht das Wohlbefinden herab. Wir raten Ihnen, In der Apotheke 60 oder 30 Gramm echte Toluba-Kernc zu kaufen, die unschädliche Stosse von feltzehrender Wirkung enthalten. Sicher erhältlich: Universitäts- Erhältlich in Apotheken und Drogerien. Probe und Broschüre tostcnloö durch BauerL Cie., Berlin 2SH& Friebrlchstr.231. 1 Mark sowie Ansteckungsgefahren prompt entrinnt wer bei sich führet Ebert veranstalten die republikanischen Parteien heute abend im Stadttheater. Infolge plötzlicher Verhinderung des Reichstagsabgeordneten Kor eil hat sich älniversitätsprof. D. Rade- Marburg zur Verfügung gestellt, die Gedächtnisrede zu halten. (Siehe Anzeige.) *■" Oeffentliche Sitzung d eS Provinzialausschusses. Am Samstag. 7. März, vormittags 8V2 Uhr beginnend, findet vor dem Provinzialausschuft im Regierungsgebäude zu Gießen eine öffentliche Sitzung statt, in der n, aber über die 'Belin! Kommunisten. SIL) Durch ein poli- Dem * Mathias-, u)e Durchsuchung vor- ( Aktionär der tom* m Pistolen and xial $ut Ansniitzung allerlei Propaganda- n Personen sind fest- lichter vorzciührt W- oraussichtllch vor beut Hochverrats uni n bas Seseh zu« ltk zu ücranttnorlen gegen Die Dembnun- verstohen. Inniger Kaufmann 23 Jahre alt, perfekt, sucht per sofort Dauerstellung. Schrift!. 'Angeb. unter Nr. 01992 an den (Bieg. Anzeiger. Freitag und Samstag 3 Pfund Mastpfer deflcisch Aus Stadt und Land. Dießen, den 4. März 1925. Freitag und Samstag Gulasch u. Salat 35 Pfennig Stellenangebote] Kräftiger smimm Frisch - Cemüse - Verkäoier auf feste Nechnung oder in Kommission nn an den Plätzen Gietzeu, tV.arbura und Weilburg gesucht, lausend dnö ganze Jahr. L christliche Angebote unter Nr. 2320D an den Giegener Anzeiger erbeten. diesem zugebachteLisl tirchlreuzl Verden, also heißen: Ne 2e- ,d)t Quc n' t •n toerbth Vl*' « Beknnntmacsjnng. Der durchberatene Voranschlag der Gemeinde Göbelnrod für das Rj. 1925 liegt nom 5. I. M. an acht Tage lang auf unterzeichneter Bürgermeisterei zu jedermanns E nsicht offen. Einwendungen dagegen können nur während dieser Zeit schriftlich eingereicht werden Es ist die Erhebung einer Umlage befchloffen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Göbelnrod, den 4. März 1925. Hessische Bürgermeisterei. rtQsnote ftsyt an ?as Sid)tt: rlem. folocS torö von ,sä ^?l4erheits iabn ^teg!erunfl Le- e ent Der französischen ), einer Der ärgsten Linken, hat toteter men, mit der Wil iznrechnen. Zu diesem »°ch TXotl» l ells, begeben,, W M »ln*Ln* Dh der gegen chn g^ (eine Anllagerede W -es wußte er 2°, alten Rwö® . .Sä*® sÄ « .'!■f Auch die W "ÄÄ ensalls bei SA»' KJ. ff U * S*9&a»fis 5 nache^ ± f(tncl »rograM' 1 ««* ,4 SL-Z KM brtzustehen: eS sei dies vielmehr eine Pflicht für daS Land. Der Präsident trat sodann erneut für die Beteiligung seines Landes an dem ständigen Weltgerichtshof ein und erklärte, Amerika wünsche nicht, sich in die politischen Verhältnisse Europas einzumischen oder in die politischen Streitigkeiten der alten Welt verwickelt zu werden. Der Präsident schloß mit den Dorten: Trachtet nicht darnach, ein irdisches Leich auf Blut und Gewalt zu errichten. Kein »hra eiz und keine Versuchung lenken seine Gedanken auf fremde Herrschaft. Die Legionen, die Amerika aussendet, fuhren nicht das Schwert sondern das Kreuz mit sich. Ich suche zum 1. April, evtl etwas später ein «es UW mit höherer Schulbildung, möglichst staatlich geprüfe Kindergärtnerin, zu 2 Kindern im Alter von 11 , und 2' . Jahren. Fa. milienanschluß. Schriftliche Angebote mit Lebenslauf, Gehallsaniprüchen, evtl. Zeugnisabschriften und Bild, das zurückgesandt wird, an Frau Erna Jürgensen, Gut Neu-Ruppersdorf bei Bad Schwartau (Provinz Lübeck.) 9325D über Berufungen deS KveiSdirettorS des Kreises AlSfeld als auch von Gemeindebeamten gegen die Urteile des KvetSauSschuffeS des KreiseS Alsfeld vom 14. und 15. Oktober 1924 wegen Besoldung der Gemeindebeamten in Rieder-Ohmen, Gontershausen, Die- der-Ofleiden und OberGleen verhandelt wird. Ferner steht die Klage deS BezirkS- fürsorgeverbandes Gietzen-Stadl gegen den De- zirksfürforgeverband Gieften-5!and auf Erstattung von älnterstützungstosten zur Verhandlung. Um ll1? Uhr soll bas Urteil deS ProvinzialauS- schusseS in Sachen. Klagen der Firmen Gieftener Brauhaus und Epiritussabrik A. u. W. Denning- hoff. Gi.ften. Ihring-Melchivr. Kommanditgesellschaft. und Heinrich Göbel, Riedershausen gegen die Stadt (Sicken wegen Heranziehung zur Ge- 1 rankest euer verkündet werden. ** Erweiterung der SonntagS- fahrkarten-Ausgabe. Am 1. März ist im ganzen Bezirk der Rcichsbahndirektion Frank- furt a. M. eine wesentliche Vermehrung der Sonntagskarlen eingetreten. Diese Fahrkarten gelten bekanntlich für alle Sonn- und gesetzlichen Feiertage und genießen für Hin- und Rückfahrt eine Fahrpreisermäßigung von 33Vs Prozent. Die Hins-Hrt kann schon am Tage vor den Sonn- und Feiertagen Mittags 12 Uhr, die Rückreise jedoch erst am Sonn- oder Feiertag oder-, wenn mehrere Sonn- un- Feiertage aufeinanderfolgen, an einem dieser Tage angetreten werden: sie muh am letzten Tage vor 12 Uhr nachts begonnen und ununterbrochen durchgeführt werden. Von Station (Sieben aus werden Smntags- farten von setz ab auSg g^ben nach Dad-Dau- heim. Braunfels Dillcnvurg, Frankfurt a. M., F.iedberg, Grünberg, He born, Katzen,urth oder Braunfels, Laubach, Lich, Marburg. Didda, Schotten, Weilburg, Wetzlar. RDV. Wann ist ein Eisenbahnplatz belegt? Oft gibt eS unliebsame Auseinandersetzungen zwischen den Reisenden im Eisenbahnabteil wegen der Belegung von Plätzen. Es sei daher darauf aufmerksam gemacht, daß durch Hinlegen einer Zeitung oder eines Buches sowie durch Riederlegen des Handgepäcks im Gepäcknetz ein Anspruch auf den darunter befindlichen Platz nicht erworben wird. Als beseht gilt der Platz nur, wenn Handgepäck, Kleidungsstücke usw. auf dem betreffenden Sitzplatz niedergelegt sind. Eine Ausnahme davon besteht selbstverständlich für solche Züge, in denen durch Lösung von Platzkarten Sitzplätze belegt werden können. Reuer-- dings ist auch in der vierten Wagenklasse die Belegung von Plätzen gestattet. Dabei ist in gleicher Weise zu verfahren wie in den übrigen Wagenklassen. Was die Mitnahme von Kindern betrifft, so haben solche, für die eine Kinderfahrkarte zum halben Preise gelöst ist, Anspruch auf einen Sitzplatz. Kinder, für die eine Beförderungsgebühr noch nicht erhoben wird, müssen dagegen bei Platzmangel auf den Schotz genonv men werden. —1>. StädtischeHolzversteigerung. Bei der gestrigen Brennholzversteigerung der Stadt Sieben wurden folgende Durchschnittspreise gelöst: Duchenfcheiter 14 Mk.. Eichen- scheiter 9.50 Mk. Buchenknüppel 12,50 Mk, Eichenknüppel 8 Mk. Kiesernknüppel 8,50 Mk, Fichten knüppel 7 Mk, Birken knüppel 9 Mk.. Eichenstöcke 6 Mk, Fichtenstöcke 3,50 Mk. Fichlen- nuhreisig 5 Mk je Rm., Fichtenbohnenstangen 6,50 Mk, Vuchenreisig 25 Mk, Eichenrelsig 18 Mk. Kiesernreisig 12 Mk, Fichtenreisig 10 Mt. je 100 Wellen. * Festgenommen und in Untersuchungshaft gebracht wurde ein hiesiger H.lfspostschasf- ner, der dringend verdächtig ist, gewöhnliche Briese mit Geldeinlagen, insbesondere an Studenten adressierte, unterschlagen zu haben. Die Ermittlungen zur Aufklärung der Sache sind im Gange. •• Gestohlen wurde dahier aus einem Hofraum von einem bisher unbekannten Tater ein Damenfahrrad. Marke „Ruhm", mit schwarzem Rahmenbau, schwarzen Schutzblechen, gelben Felgen, dunkelbraunem Sattel und hochgeboge^ ner Lenkstange mit Signalglocke. Auf der Glocke steht die Firmenausschrift: ..August Schmidt, Wieseck". Das Schutzney ist schwarz mit rola durchwirtt. Sachdienliche Mitteilungen erbittet die Kriminalpolizei. Turnen, Sport und Spiel. Turngau Hessen (D. T.) — Dieben. 4. Mürz. Zu dem Bericht über den 93. Gauturntag des Gaues Hessen ist noch mitzutellen. dah auch der seither dem Gau Wetterau angehörende Turnverein Birl- I a r in den Gau Hessen und damit in dw Deutsche Turnerschakt aufgencm.nen worden ist. Vom Radsport. Man schreibt uns: Der (Siebener Rad» fahrer-Verein 1 885 feiert am 6., 7. und 8. 3uni sein 40jähriges Bestehen. Der Verein hat für diese Tage die Austragung der Meisterschaften des Landesverbandes „Hessen" im Saalfahren, und zwar 6er, 8er Kunstreigen, ler, 2er Kunstfahren, 2er und 3er Radball, sowie die Meisterschaft des Landesverbandes „Hessen" im ler Streckenfahren (etwa 160 200 Kilometer) übernommen. Der Landesverband „Hessen" im Bund Deutscher Radfahrer umfahl die Gaue Frankfurt a. M., Darmstadt. Wiesbaden, Mainz, Fulda, Kassel, Siegen und Lahn. Aus allen Teilen des Landesverbandes werden die besten Fahrer und Mannschaften an diesen Meisterschaftswettbewerben teilnehmcn, aber auch viele Freunde des Radsports werden an diesen Tagen in (Sieben weilen, um den erstklassigen Wettkämpfen beizuwohnen. Der Gau „Lahn" hat für den Hauptsporttag. Sonntag. 7. Zuni. eine Stern- Wanderfahrt sämtlicher Gc.ute.eine nach Dieben in sein Programm ausgenommen. Writfiergef nett yelnrilh Mnvler Rodbeim a. d. B. Fräulein für Bureau, vertraut mit Steno- flraohie und Iha- schtneuschreiben, so- fort oefuebt. Schrtstk Anaeb. mit (9ebal s- ansor.:ck>en u. 2324D an d Osten.Anz. erb. Junge F-au oder Mädchen Mitttvock u. kam >» tag vormittags »um ‘Bußen gesucht. °®u Teltersweg 38 IL mit dem Vorgeben, bab der Ertrag für die Mission bestimmt sei. Arglos wurde dieser Kalender gekauft, da man annahm, bab es sich um eine der bekannten evangelischen Missionsanstalten handle. In Wahrheit geht diese Sache von der Sekte der A d v e n t i st e n aus. die in Hamburg ihren Sih hat und sich auf diese Art unter Irreführung des Publikums Mittel derschafft. Diese Bewegung hat von Amerika ihren Ausgang genommen und hat heute dort noch ihren Mittelpunkt. Die Adventisten ver- füobigen den nahen Untergang der Welt und haben wiederholt genau den Tag angegeben, an dem diese Katastrophe eintreten sollte. Ihr Füh. rev und Begründer William Miller hatte verkündigt. bab ber Weltuntergang spätestens am 21. März 1844 eintreten werde ein anberer war auf den 24. Oktober 1844 verfallen. Sonderbare Lebensregeln werden in diesen Kreisen ausgestellt, man erklärt die ausschliebliche Pflanzenkost als wichtiges Gebot für die Christen, man verwirft die Heilighaltung des (Sonntage und entscheidet sich für die Sabbatfeier. Angeblich sollen in diesen Kreisen zukünftige Ereignisse Sweissagt worden sein, offenbar spielt dabei e Hysterie eine grobe Rolle. Es wird behauptet, bab die Kolporteure der Adventisten für dmtdex’rtTu otung 0 es Prüftvernen fTo 0 lidge stattsand. Rachdem Covlidge die vorn Vundesobersten Taft vorgesprochrme Eidesformel wicdcrholt hatte, küyte er die ihm von 'Taft bargereichtc. Familienbibel, in der er einst ' alS Knabe zu leien pflegte. Hieraus hielt der Präsident seine Antrittsrede, in der er lich zunächst den aubenpolitischen Fragen zu- wandte. Amerika müsse feine Militärmacht in Dem Umfange aufrechterhal ten. der ber IQürbe und Sicherheit des groben Volkes entspreche. Amerila fei jedoch jetzt entschlossener denn je, den Frieden mit den anderen Völkern zu 'ordern. Sei: ngem suche die Menschheit nach nner Form u einen dauernden Frieden, ^deisellos sei 1.1 dieser Hinsich- eine Klärung Der Grundsätze des Völkerrechts von Ruhen und die dieser Ausgabe drenenden De- rchhungen von Männern der Wissenschaft, ein '?lches Werk für die Annahme seitens der vermiedenen Rationen vorzubereiten, verdienten 2änerikas Symp lhien und Unterstützung. Vieles et von den ernsten Bemühungen derjenigen zu "chosfen, die die Achtung des Ang risfs- ciegeS befürworteten. Doch seien alle diese 'aerbereitungen. Verträge und A.'tammen unzulänglich Eine der grobten Gefahren für Frieden liege in dem wirtschaftlichen f'rud, hem ie Metschen ausgesetzt feien Zur Beseitigung dieses DruleS seien Abk'.mmen an- jitfirebtn. die die Wiederkehr guter Verhältnisse neue Hoffnttngen in die Wege leiteten. Es müsse eine gewisse Stcherheit dafür erzielt werden, b-b alle diese D?miHungen und Anstrengungen zum Wohlstände führten. Die Schaffu-g und Finanzierung solcher 2lb- Ir-tnmen fei für Amerika nicht nur eine Gelegenheit, mit feinem Rat und seinen Hilfsquellen oen Vertrieb threr Schriften cme Provision von 50 Prozent erhalten Setten dieser Art haben immer Streit untereinander und Zersplittern sich. Das gilt von den Russellianern. den Millenniumsleuten, ober wie sie sich selbst nennen, von den ..Ernsten Bibelforschern". Ein gewisser Russell in Alle- ghany in Rordamerika ist der Begründer dieser Sekte, hie sich von den Adventisten losgelöst hat. Ehristus, so lehrte Russell, ist im Oahre 1874 wieder auf die Erde gekommen, aber er ist zunächst noch unsichtbar, im Oktober 1914 tritt er sichtbar auf. bann ist der „Tag ber Rache" ba. Die Kirchen brechen alsbann zusammen, ber päpstliche Stuhl wird zertrümmert, alle Regierungen werdm gestürzt. Diese Sekte, die. was Deutschland betrifft, in Barmen ihren Sitz bat, hat in den letzten Monaten in ganz Deutschland eine sehr rege Agitation entfallet, Versammlungen gehalten und Flugschriften in vielen Tausenden verbreitet. Sie unterhält einen Verlag, ber in Magbeburg seinen Sitz hat und sich ^Wachtturm, Bibel- und Traktat-Gesellschaft" nennt. Vor kurzem hat diese Sekte auch in (Sieben eine Versammlung abgehalten Die Taktik, die man dabei verfolgt, ist die, bab ber RÄmer zwei Stunden und länger spricht, und bab eine Diskussion nicht gestattet wird. 3n (Sieben wie an vielen anderen Orten haben Anhänger dieser Richtung eine Flugschrift verbreitet, d e den Titel trägt ..Anklage gegen die Geistlichkeit". Päpste, Kardinäle, Bischöfe, Professoren und Pfarrer werden dabei in gleicher Weise mit unsinnige« Verwürfen bedacht. Dann wird das Ende der Welt in nahe Aussicht gestellt, aber, so heiht es da, Millionen von Menschen werden niemals sterben. Dieses Flugblatt geht zweifellos von Amerika aus Ein Arzt aus der Schweiz, Dr. Fehrrnann, hatte behauptet, bab die „Ernsten Bibelforscher" zu Prvpagandazwecken Geld aus Amerika bezögen Dagegen haben sie Klage erhoben, das Dczirtsgericht zu Et. Gallen hat diese Klage kostensälltg abgewiesen und dem beklagten Dr. Fehrrnann eine Entschädigung von 450 Fr. zugebilligt. Das Gericht sah den Wahrheitsbeweis für die Behauptung des Arztes als erbracht an. 3m Kreise Heydekrug im Memelland hat ber Landrat sämtliche Versammlungen der „Ernsten Dibellorschcr" untersagt und gleichzeitig beim Landesdirektoriuin ben Antrag gestellt. für das ganze Memelgebiet das gleiche Verbot auszusprechen. Die Veranlassung hierzu gab ein Fall, ber nicht bet einzige war, wo ein 22jähriger Mann nach dem Besuch eines Vortrages ber „Ernsten Bibelforscher" geisteskrank wurde. Der Umstand, bab nicht allerwärts in Deutschland die Behörden gegen das gemeingefährliche Treiben dieser Emissäre des Auslandes votg hen, mag daraus zu erklären fein, bab man üoer ihre Art und ihre Bestrebungen nicht genügenb unterrichtet ist. Erstaunlich ist, bab bie ob er hessische Bevölkerung sich nicht energischer gegen bas Treiben biefer Leute regt unb bab sich immer noch solche finden, bie bie Versammlungen ber Sektierer besuchen in der Erwartung, dort Ausschlub über bie Rätsel bes Lebens zu finden. Bornotizen. — Tageskalender für Donnerstag. Republilaiiischer Reichsbund: 8 Uhr im Stadttheater Gedächtnisfeier für den verewigten Reichspräsidenten Ebert. — Deutsch-Oesterreichi- scher Alpenverein: 8V4 Uhr Mineralog.-Geolog. Institut (Kallegiengebäude) Vortrag. — GDA.: 8 Uhr Dereiaslo'.al Monatsversammlung.—Ober- hessische Gesellschaft für Ratur- und Heilkunde: 8‘A> Uhr Hörsaal des Physikal. Instituts Vortrag. — Eine Gedächtnisfeier für ben •• AuS dem Gietzener Standes- nmtttegifter. SS verstorben in der Zeit vom 16. bis 28. Februar 16. Februar. Karl Dehs, Prokurist. 63 Jahre alt, Marburger ©trabe 56, Christian Engel. Ofensetzer. 79 Jahre alt, Reuen Baue 2; 17.: Friedrich Weber, Hausdiener, 66 Jahre alt, IohanneSstrabe 7; 18 Konrad Hofmann, ohne Beruf. 86 Jahre alt Licher Strafte 74; 23.: Balthasar Pfeiffer. Händler. 68 Jahre alt. Katharinengafse 13. Amalie Drokopp geb Hermann. Witwe. 69 Jahre alt. Am Riegelpf ad 74; 24 Friedrich 31 gc I . ohne Beruf, 80 3ahre alt. Licher Strafte 74. Günther Krenzien. Bürgermeister. 51 Jahre alt, Frankfurter Strafte 3, 25.; Otto Hohl. 5 Monate alt, Reuenweg 28; 26.: Karl Braun, Brauer. 44 Jahre alt. An der Hardt 12; 27.: Ernst Laubach ohne Beruf. 78 3aftre alt, Licher Strafte 74 28.: Friedrich Wilhelm Held, Ladeschasfner, 44 3ahre alt, Steinstrafte 47. " Austrieb auf dem heutigen Franks urter S ch l a ch t v i e h m a r k t: Fär- sen und Kühe 3, Kälber 1244, Schafe 407 Schweine 543. A__ Der Fein fchmecker Fegt; Einfach tadellos! Quieta bereitet dem Kennereinen wirklichen Hochgenuß! x Trinke Quieta! Am 1. Juni 1925 <2. Pfintzstseiertaa) feiert ber Männer-Geiangvereiu„Liedersreund" Königsberg fein 5S.SMM Verbund, mit Geinngswettitreit be6 Tünb- bera-Längerbl'ndes. Bef. ven Karussells. Schaubuden Lnftschnukeln, Sutferftänben >"w- wollen ihre Angebote bis Aum 15. Avril an den Borst enden deS Vereins richten. Zuschlagstrist am 1. Mai. 2329 v Königsberg, ben 5. März 1925. Karl Wiedner, 1 Vorsitzender FastneuesMotorrad 2 P.S 2 Gänge, Kuppelung und Kickstarter zu verkaufen 33500 Frankfurter Straße 143. Vermietungen 2-z leere Rätt m e als Bureau u. Lager Ä'i vermieten. Sehr. Angeb. unter 01 98 an ben Gtek. An», j fV^ietgesuche | Beschlagnahme- freie Wohnung, 2—3 Himiner, sofort gesucht Sdj.iftL Angebote unter 019S4 an den Wieft. 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Vorzügliches Enwek&miitel 'ZfZZ/zzzzzzzzzz, Ijrakrf' ''z ; Ärsch-amä V: •’s, .«4 M W kn IW Fvrtsel .Der Ki Wer das ic Achten, ing K?arh ^trauen, Am n UM la W?jä M mit 5?.Wifle ^erg Ä y»e N S* 5 ^enen. Qn fwS£' fc>S' sfttr QJlan alles vorl SM- wurden meniev ErntelM in der W fordernde IolkskoM über W der M, bto" svL fuhr, treidea Passiouin einigen « geM W doch sonst! bereits ® “ larf M und aus i“ 3e$l ha -en SovD gehalten, m iniernalwna! fich abichner mir über v vahlen vvir HoAM fchaftsverttl aufhorchend Lhsnke der -ätsche Pol Ker der W Jahre die Seine er darum zu Arbeit noch ständen des jagen und einzugli- nicht um in Honen ju Front ft En^ands Dirllichkeft lution. 3m r langen de in einer 6 dem 3uf?i gezeigt. Renten“ h< Reh von 2 über das l Moskauer der Jauei enthalten feiten der Sinoto/eto böütt Sah Eifersüchtelei dem Arbeit' Gotoietmann fahr durchh besonders I Derfchäi hält die i eine der d hinft. Die A lich davon auch in Hilfsali sehlt es i über an m< an der Gev der Jeschlüs Invasion «strebten A Dähren tothp des toi toegen feine wne der 'chtveren Po CJOMK Das unfehlbare Mittel gtgen Ungeziefer u dessen ßrut bei Menschen u. Tieren. Käuflich in Apotheken und Drogerien. giiiiiiiiimiiieiiiieieiiiiiiffliiiiiiw i Gardinen-Tage zu Ausnahmepreisen! g 1 QlhtMrtA Wäschesabrik und | I (jTvllj JlUlUUUt Ausstattungshaus g 226t)a==E HiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiaiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHim Achtung; Achtung; Total Ausverkauf Wegen Wegzug biete ich meiner Kundschaft einen günstigen Einkauf zu fabelhaft billigen Preisen 30—507» Rabatt unterm Preis Insbesondere: Kleineisemvaren, Oefen, Herde, Haus- und Küchengeräte, Wasch- und Buttermaschinen mit und ohne elektrisch. Antrieb, Zentrifugen, Solinger Stahl- und Meterwaren und Bedarfsartikel für Landwirtschaft und Gartenbau. 23410 V. M« Ws. 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Man kann der russischen Sowjet-Republik olleS vorwerfen, nur nicht übertriebene Konsequenz in ihrer W rtschastspolttik. Rach dem Tode Lenins brach eine neue radikale Acra an. Radek. Trotzki und einige anDrrc Gemäßigte wurden kaltgestellt: Sinowjew und Käme n j e w triumphierten. Da kam das unglückliche Erntejahr 1924 und damit eine allerneuefte Aera, in der wieder eine weniger lärmende und herausfordernde Volttck getrieben wird. Im Rate der Volkskommissare hat man sich augenscheinlich darüber verständigt, daß dem ausländischen Kapital der Weg nach Sowjet-Ruhland materiell und psychologisch nicht allzu sehr erschwert werden soll. Wenn eine verstärkte Warenein- suhr. dabei aber so gut wie gar keine Getreideausfuhr, stattfinden soll, so muh dies Passivum der Handelsbilanz wenigstens mit einigen unverbindlichen Freundlichkeiten glatt gestellt werden. Das tnternationalr Kap tal, das doch sonst bei Geschäften so kaltblütig ist, hat sich bereits wiederholt durch d.e angeblichen Ruhland winkenden glänzenden Aussichten blenden und auf seltsame Wege locken lassen. Jetzt hat auch der Rllerunverföhnlichste unter den Sowjetmachthabern, Sinowjew e ne Rede gehalten, in der die bürgerliche Welt und der internationale Kapitalismus üb rraschend glimpflich abschneiden. Wirklich erzürnt ist Sinowjew nur über England, das ihm in den Reuwahlen vom Oktober vorigen Jahres die schöne Hoffnung auf einen russisch-engl schen Wirtschaftsvertrag zerstört hat. Sinowjew teilt der aufhorchenden Welt mit. dah die Politiker an der Themse den maßgebenden Einfluh auf die europäische Politik hätten. Wir Deutschen waren bisher der Meinung, dah während der letzten sechs Jahre die größten politischen Erfolge an der Sein« errungen seien. Sinowjew ist es aber darum zu tun. den selbst nach siebenjähriger Arbeit noch nicht ^usammengeschnflzenen Derufs- ständen des russischen Volkes Furcht einzujagen und sie in eine nationale Front einzugliedern. Natürlich ist es Sinowjew nicht um die Erfüllung nationalistischer Aspirationen zu tun: er möchte nur die innere Front stärken, angeblich gegen einen unter Englands Führung drohenden neuen Angriff, in Wirklichkeit aber zur Förderung der Weltrevolution. 3m russischen Dorf haben sich die Wirkungen des VüschewiSmuS bisher hauptsächlich in einer bedenklichen Lockerung der Moral und dem Aufkommen eines neuen Ausbeuterstandes gezeigt. Unter dem Rainen „Dorskorrespon- denten" hatte die Sowjet^Regierung ein dichtes Retz von Vertrauensleuten (d. h. Spitzeln) über das Land gezogen. Gegen diese Agenten der Moskauer Sowjet-Zentrale hat sich die Empörung der Dauern gewandt. Die russischen Zeitungen enthalten zahlreiche Rotizen über Gewalttätigkeiten der Dauern gegen ihre Peiniger. Obwohl Sinowjew in seiner oben erwähnten Rede anheutet, daß es sich hierbei hauptsächlich um Eifersüchteleien zwischen dem Dauernstand und dem Arbeiterstand handle, ist der einflußreiche Sowjetmann augenscheinlich von der großen Gefahr durchdrungen, die dem russischen Staat und bef anders seiner gegenwärtiaen Form durch die Verschärfung solcher Gegensätze droht. Er hält die Schaffung eines Ausgleiches für eine der dringendsten Aufgaben der nahen Zukunft. Die Aussichten dieser Aktion werden wesentlich davon abhängen, in welchem Umfange die auch in dem Miherntejahr 1924 eingeleitete Hilfsaktion gelingen wird. An Erfahrung fehlt es ja Den Sowjet-Organen nicht, wohl aber an materiellen Hilfsmitteln und vor allem an Der Gewähr für Die energische Durchführung Der Beschlüsse. Die Angst vor einer neuen Invasion Der k'p.t lt'tischen Mächte soll Den erstrebten Ausgleich fördern. Während früher Amerika als der Prototyp des westlichen Kapitalismus verdammt und wegen seiner Abneigung gegen Die Wiederaufnahme Der Diplomatischen Beziehungen mit schweren Vorwürfen überschüttet wurde, sagt dies- Die Oberwälder. Roman von A l f r e d D o ck. 13. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Der Krämerskarl hatte sein Bestes getan, sich über das ländliche Genossenschaftswesen zu unterrichten, insbesondere über die Buchführung, die den Darlehnkafsen vorgeschrieben war. Ber dem Vertrauen, das er im Dorf genoß, und bei der Unkenntnis der Bauern in geschäftlichen Dingen war ihm von Anfang an die Freiheit gewährt, sein Amt nach eignem Gutbefinden zu verwalten. Zunächst lag ihm ob. einen Geldschrank zu beschaffen. Es dauerte denn auch nicht lange, da lud der Knecht des Fuhrmanns Dlitt aus Lauterbach mit Unterstützung einiger handfester Männer das wichtige Inventarstück vor dem Häuschen des .Krämers ab. Dieser legte den Gaffern, die das eiserne Ungetüm umringten, Dau und Einrichtung dar. Der Umfassungsmantel war aus einem Stück gebogen. Boden und Deckel waren eingeschweihr. Die im Innern angebrachten Kammern boten gegen Brand und Diebstahl Sicherheit. Allgemeine Bewunderung erregte der geheimnisvolle Schlüssel. Der Polenschmied trieb seinen Mutwillen und Tagte: „Donnerschlag noch email Das is der Schlülsel zum Paradies. Früher behielt den unser Herrgott für sich. Alleweil^ hat ihn so ein Rechner in den Hand'? Gebrüder, mit dem müht ihr euch halten!" Sobald am Gericht der Eintrag der neuen Genossenschaft ins Register vollzogen war. wurden die Kassentage festgesetzt. Das Hinterstübchen des Krämers sollte fortan als „Geschäftszimmer" dienen. Abgesehen von Dem Geldfchrank hatten an neuen Geräten nur ein paar blendend weiße Holzstühle darin Platz gefunden. Von seinem brüchigen vchreibtifch, einem alten Erbstück, mochte der Karl sich nicht trennen. Wer mit ihm in feiner Eigenschaft als Rechner verhandeln wollle, mutzte den Laden passieren, wo die aufgelegten Waren zu Einkäufen lockten. „Doppelt reißt nicht!" kalkulierte der Karl, ließ sich auf seinen Lehnsessel nieder und harrte der kommenden SHnga mal Sinowjew Dem so denkbar unbolschewistischen Volk jenseits des Ozeans allerhan) Artigkeiten. Er ist voll Vertrauen, dah Amerika schon sehr bald Die politische Anerkennung des Sowjet» Staates aussprechen wir). 3m Laufe deS Frühlings wird ja Der amerikanische Senator Dorah eine Studienreise nach Sowjet-Rußland unternehmen und Dann in der bekannten geschickten Art von Den Sowjet-Vertretern „unterrichtet" werden. Mit wirrsch»f.liehen Möglichkeiten kann ja Die Sowjet-Union reichlich au-warten: auf einem ganz anderen Blatt aber steht Die Frage, ob die Dolkslommi s ire ausländische n K a - Vitali ft en ernstl.ch Betätigungsfelder erojnen wollen. Die Liebenswürdigletten ge ien Amerika bezwecken natürlich in erster Linie die A n l o l - kung amerikanischen Kapitals, dann aber wohl auch die Reutr iLficrung des stärksten Finanz- und W.r schastsvolkeä Der Welt bei d.m von Sinojew in lebhaften Farben an die W-nd gemalten neuen Revolutionskrieg. Sinowjew hat ein Wort Lenins aus dem 3ahre 1922 hervorgesucht, in welchem dieser auf die Tatsache hinwies. dah bisher in Der Geschichte jeder Revolution mehrere große Kriege gefolgt seien, während Rußland doch erst eine n solchen Krieg gegen Die von Den kapitalistischen Staaten unterstützten Weißgardisten zu führen gehabt habe. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, daß der russische Wuschik sich durch die doppelte Beweisführung Sinowjews, daß nämlich durch Den Zusammenschluß von StaDt unD Land Die bestehende Warenknappheit gemildert unb Die Gefahr eines Umsturzes von außen beschworen werben könnte, zum aktiven Bolschewismus bekehren lassen wird. Immerhin wird es interessant sein. Die Ergebnisse Der jetzt von Moskau eingeleiteten Ausgleichspolitik zu verfolgen. Aus der Provinz. Landkreis (ließen. L Dies eck, 3. März. 3n der jüngsten Gerneinderatssihung beschäftigte man sich zunächst mit der Besetzung der zwei vakanten Lehrer stellen an Der hiesigen Volksschule, nachdem schon vorher im Schulvorstand die Angelegenheit eingehend geprüft unD beraten war. Die nach einer ausgedehnten Aussprache vorgenommene Abstimmung hatte dasselbe Ergebnis wie im Schulvorstand, es sollen Die Lehrer Petri-Beltershain und D e p p l e r - Steinheim zur Anstellung empfohlen werden. Auch hier war man der Ansicht, daß man aus dem ungesunden Verhältnis heraus muh, das darin besteht, dah bei einem Lehrkörper von 12 Herren nur 5 festangestellte sind. — Die Holzhauer ersuchen um Zuweisung von Tarifholz. em Wunsch, dessen Berechtigung zwar anerkannt wurde, aber abgelehnt werden muhte, da die Zahl der Holzhauer dieses Jahr außerordentlich hoch war. Der Gemeinderat ist aber einstimmig Der Meinung, daß man in anderer Form Den Wünschen gerecht werden soll. Den Vorschlägen der Oberförsterei, die eine Erhöhung Der Lohnsätze, besonders bei Der Aufarbeitung Des WindfallholzeS, vorsehen. wird ohne große Debatte zugestimmt. Erwähnt sei hierbei, daß dem letzten schweren Sturm allein in einem Distrikt nach der Schätzung der Oberforfterei etwa 110 Festmeter Fichtenstammhol- zum Opfer gefallen waren. — Bei dem letzten großen Brand wurden bekanntlich 4 Scheuern ein Raub der Flammen. Die Geschädigten ersuchten für den Wiederaufbau um Abgabe von Bauholz zum Tarifpreise. Dem steht der Gemeinderat wohlwollend gegenüber und beschließt, um keine Ungerechtigkeiten auskommen zu lassen, für jeden Geschädigten 15 Festmeter Bauholz zum Tarifpreise abzugeben. — Schon seit längerer Zeit sind Verhandlungen mit Der Main-Weser- Hütte in Lollar im Gange. Die um Abgabe von Sand aus der Sandgrube in der „Heide" ersucht. Rachdem sich schon der Finanzausschuß wiederholt damit beschäftigt hat, erteilt Der Gemeinderat hierzu seine Zustimmung. Danach entnimmt das Lollarer Werk monatlich etwa 15—20 Waggon Sand. Der Preis beträgt pro Zentner 7 Pf. Der Vertrag, für den noch einige Wünsche vorgebracht werden, wird auf 3 Jahre abgeschlossen. — In Verbindung hiermit werden die unhaltbaren Zustände in der Sandgrube Als erster erschien Der Kasper Benner, ein mittelschlägiger Bauer. Er bat um Dreihundert Mark. Richt für sich, wie er behauptete, sondern für seinen Knecht. Der beim Bau eines Häuschens ins Gedränge geraten sei. Der Mann steche zehn Jahre bet ihm in Dienst, nun wolle er ihn nicht stecken lassen. „Wenn wir können, helfen wir gern“, sagte Der Karl mit Gönnermiene. „Dring zwei Bürgen, und Du kannst das Geld haben." Der Kaspar Denner hatte Die Geschichte mit Dem Knecht erfunDen. Daheim saßen ihm zwei heiratsfähige Töchter, Die auf Männer lauerten. Riemand sollte erfahren. Daß er in seinen Verhältnissen zurückgegangen war. Das Darlehn gebrauchte er, fällige Zinsen zu Decken. Run beeilte er sich, die Bürgen zu holen unD machte Dem Kappes am Hirscheck Platz. Der brachte in einer Geldkatze taufend Mark, die er als Spareinlage nteberlegen wollte. Der Krä- merskarl veranlahte ihn, Mitglied zu werden, weil das Kapital sich Dann bester verinteressiere. Ein Dritter, Der hereingestolpert kam. hatte ein GrunDstück gesteigert, doch war er nicht imstanDe, Die eingegangenen Zahlungsbedingungen zu erfüllen. Was ihm an Geld fehlte, erbot sich Der Karl vorzuschicßen. Dafern ihm Der Kaufschilling überlassen werbe. Daß Das GelänDe zu teuer gekauft, eines Tags auch im Wert gesunken sein könne, zog er nicht in Betracht. Reben Den Antragstellern standen an Zahl Die Einleger nicht zurück. Große unD kleine Bauern gaben einander die Türe in Die HanD. 3n würDevoller Haltung, mit einem Blick, Der jeden zu durchdringen schien, übte Der Krämers karl sein Rechneramt aus. „He hatt von jeher «In' lernischen Kopf", sagte Der Kappes zur Pörtegritt, „alleweil angelt he Dukaten!" Die Alte überzählte, was sie im Laden vereinnahmt hatte, und wußte danach nicht, ob sie auf Dem Kopf ober auf Den Füßen stand. Siebe nund- fünfzig Mark! Ei die Kränk! Das war in Jahr und Tag nicht bagewesen. Wenn das Geschäft so weiter blühte, wurde Der Karl ein steinreicher Mann. Kurz vor Kassenschluß begehrte der Lipps Menz Den Rechner zu sprechen. Er r*eeb neben in der „Uri uHnum“ eingehend besprochen. Festgestellt muhte werden, daß die Absperrvorrichtung gewaltsam entfernt worden ist und fast jeden Tag. ohne vorher Die notwendige Bescheinigung von Der Bürgermeisterei einzuholen, Sand abgefahren wird, trotzdem bekannt ist. daß nur Mittwochs Abgebetag ist. Biller vermerkt wird hierbei, daß die Sandgrube, da zum Gemeinde- Wald gehörig. Der Beaufsichtigung des Försters B r ü a • Gießen untersteht und diese Beaufsichtigung scheinbar vergessen worden ist. E.nig ist sich der Gemeinderat darüber, daß die Ausbeutung auch in Zukunft in Regie der Gemeinde erfolgen folL Zu diesem Zweck soll zunächst die Hmzäunung und Absperrvorrichtung neu her- gestellt werden. Durch geeignete Zeitungs-Inserate sollen Die Geschäftsleute auf den erstklassigen und hochwertigen Weihbindersand aufmerksam gemacht werden. Die Abgabe soll bann Montags und Donnerstags zu folgenden Preisen erfolgen: Auswärtige zahlen für den Einspänner (worunter auch ein Fuhrwerk mit 2 Kühen oder 2 leichten Russenpferden verstanden wird) 2.50 Mark, für den Doppelspänner 4 Ml., Einheimische sür den eigenen Bedarf 1,50 bzw. 2.50 Mk. Einheimische, die den Sand in ihrem Gewerve- betrieb verarbeiten, zahlen die Sähe wie Die Auswärtigen. Bis zum Inkrafllreten dieses Beschlusses soll eine schärfere Kontrolle gehandhabt werden. Johannes Schneider ersucht uni Ucbeilaffung eines Platzes an der „Steinernen Brücke" zur Aufnahme eines Grabstein- g e s ch ä f t e s. Die Genehmigung wird auf Widerruf erteilt. Die Ane kennungsgebühr beträgt jährlich 5 Mk. — Für die Umlegung des Ortsnetzes der elektrischen Lichtanlage in der Philosophen st raße, die schon in früherer Sitzung beraten wurde, liegt nunmehr die gewünschte Detaillierte Abrechnung vor. Dieselbe beläuft sich auf 870 Mk.. wobei das Elektrizitätswerk (Sieben bemerkt, daß genaue Abrechnung erst nach Feststellung des tatsächlichen Materialverbrauchs und Der erforderlichen Arbeitszeit möglich sei. Die Ausführung der Arbeit wird beschlossen. Damit wird hoffentlich viel Qlerger und Verdruß aus Der Welt geschafft. — Die Finna S. Cohen ersucht um Genehmigung zur Errichtung einer Tankstelle bei der „Karlsruhe", die auf Widerruf erteilt wird. Die jährliche Abgabe wird auf 50 Mk. festgesetzt. — Ein altes Schmerzenskind für weite Kreise, auch über die Grenzen unserer Gemeinde hinaus, ist der Zustand des Weges nach Dem Philosophenwal d. Seit Jahren wird Darüber beraten. Die im Gange befindl.che Feldbereinigung sollte Abhllse bringen. Darüber hinaus trug sich der Gemeinderat mit dem Gedanken, das Hebel ein für allemal abzustellen und dem Mühlenbesitzer Christ daS Wasser- recht abzulaufen. Mit diesem Gegenstand beschäftigte sich eine kürzlich abgehaltene Sitzung, in Der Kreisbaurat Steinbach- Gießen als Berater mitwirkte. Die ursprüngliche Forderung Christs belief sich auf 32 000 Mk. Der Gemeinderat beschloß damals. Christ 20 0000 Mk. zu bieten, auf welcher Grundlage eine Einigung erzielt wurde. Ein Vertrag. Der in Der Hauptsache bei Der Heberschreibung Die Beseitigung aller Hindernisse vorsieht, wird in Kürze vorgelegt. Sn heutiger Sitzung muhte aber leider eine unangenehme Feststellung gemacht werden. Denn es nimmt sich eigenartig aus, wenn bei dem gegenwärtigen Wasserreichtum der Wieseck das Wasser derart gestaut wird, daß Der Wasserspiegel mit den Wiesen in gleicher Höhe sich befindet, das ganze zufliehende Waller sich über Die anliegenden Wiesen erg ebt und den Philosophenweg unter Wasser setzt und Damit unpassierbar macht. Hierbei ist die Frage offen, ob Der Hrheber für Den angerichteten Schaden nicht ersatzpflichtig ist, Denn feststeht nunmehr einwandfrei. dah die eigenmächtig Dorgenonuncne Erhöhung des Wehres und Die Stauungen des Wassers ungesetzlich unD strafbar sind. Wenn von einer Beseitigung des gegenwärtigen Hebel» standes unter Zuhilfenahme des Kreisamtes abgesehen wird, so nur deshalb, weil man einmal hofft, daß durch eine Rücksprache eine Besserung erzielt wird und Die Dauer des jetzigen Zustandes in anbetracht Der beschlossenen Regelung nur noch eine Frage von kurzer Zeit ist. Tie Summe von 20 000 Mk. bringt nicht Die Gemeinde allein auf. Aus Der Kasse Der Feldberri- feinem Gütchen Schneiderei. Das Hnglück hatte sich bei ihm eingenistet. Don vieren seiner Kinder waren drei an Der Bräune gestorben. Während die Kleinen Daniederlagen, war das Geld zu allen Türen hinausgegcmgen. Run hatte der Lipps eine Schuld von neunzig Mark zu entrichten und stand vor Der Rotwendigkeit, seine letzte Kuh zu verkaufen, wenn ihm niemand aus der Verlegenheit half. Wegen eines Bürgen hatte er sich vergeblich bemüht. „Ich kenn's", sagte der Krämerskarl teil» nahmsvoll. „Wann eins unten liegt, tappelt alles auf ihm herum. Sei ftät. Du kriegst vor mir Die neunzig Mark. Schick Deine Frau. Sie mag Den SchulDschein unterschreiben." Daß er mit Diesem Verfahren gegen Die Satzungen Der Genossenschaft verstieß, wußte er wohl. .Schlimmstenfalls'. Dachte er, .stopf ich das Loch mit meinem Garn.' Rach der Rachtsuppe zündete er seine Pfeife an unD setzte sich auf Die Bank vor Dem Haus, noch ein wenig Die frische Luft zu genießen. Mit Dem Ergebnis Des ersten Kassentags konnte er zufrieden sein. Der Lehrer war ein guter Prophet. Der Geschäftsverkehr, wie er sich heute abgespielt hatte, lieh erkennen, dah das Kapital der Großen in Hmlauf kam und Den Kleinen förDerfam tourDe. Die Zahl Der MitglieDer war auf siebenundachtzig gestiegen. Ein schöner Erfolg- HnD.toem gebührte der Dank Dafür? Wenn man ehrlich fein wollte, nur Dem Lehrer. Der hatte Die Sache beim richtigen Ende angefaht. Daß er jetzt, wo Der Sieg feine Mühe krönte, sich jeglicher Teilnahme an Der Kasse enthielt, gereichte ihm zur Doppelten Ehre. Er hatte es offen ausgesprochen: »Mir geht Die Geschäftserfahrung ab. Der berufene Mann, Krämerskarl, sind Sie!' Der Karl hob den Kopf empor, und feine Augen leuchteten. Für alle Fälle war er der berufene 2Rann! Hnd es sollte ihm keiner ins Handwerk pfuschen. Eins war ihm heut zur Gewißheit geworden: d.e Läpperschulden blieben nicht aus. Damit mußte wohl jede Ge- nossenschafr rechnen. Hebrigens sah er sich seine Leute gründlich an. Hnfichere Kantonisten würden vor ihm keine Gnade finden. Der unverschuldet im Elend war. dem durfte die Kasse ihren Beistand nicht versagen. Etwas Gutes tat man gern. Donnerstag, 5. ITiärj 192o nigungsgesellschast wird ein Zuschuß von 5000 Mark gewährt. Das ist der Teil der Kosten, der durch diese Regelung der Angllegenheit von der Feldbereinigung tue hierfür vorgesehene Arbeiten erspart wird Außerdem ist Die Aussicht nicht ganz unbegründet, dah ein Zuschuß fettendes Staates geleistet wird. — Das sür dieses Jahr vorgesehene Programm zur Belebung des Baumarktes wurde nunmehr endgültig festgelegt. Der Gemeinderat hat hierfür bis zu 100 000 Mk. zur Verfügung gestellt. 22 Bau- lustige hatten sich gemeldet, welch.- Zahl abe» um etwas zurückgegangen ist. da die stark ansteigende Preisentwicklung auf Dem Baustollmarkt es für viele unmöglich macht, ihr Vorhaben auszu ühren. 2ln xr -1 ;• Haubt Der Gern .nD rat nicht über d e Vorschläge er Finanz- auslchusses iiinausgehen za ..m Grun^ay- lich wird beschlossen, das Darlehen zu verbill gtem Zinssatz nur an solche Baulustige auszuleihen, die ein Zweifam lienhaus bauen. Wer von diesen eine Miet wohnung von zwei Zimmern und Küche errichtet, erhalt 6000 Mk., für eine Mietwohnung von drei Zimmern und Küche werden 8000 Mark ausgelietren. Diese Darlehen müssen voraussichtlich mit 5 Prozent verzinst werden, nach etwa zwei Jahren tritt Iprozenlige Amorti- sativn hinzu und werden die Darlehen als erste Hypothek eingetragen. An Erbauer von Einfamilienhäusern werden grundsätzlich keine solchen Darlei)en gegeben, jedoch ist der Gemeinderat bereit, falls diese Bauherren seitens des Staates eine Bauhilse erhalten, sich in gleicher Höhe wie dieser zu beteiligen. 'z; L i ch. 4. März. Bei der jüngsten Ruhholzversteigerung im Sicher Stadtwald, in Den Distrikten E fenfaute, Mönchlöpfe. Gange- buche und Maurerkasparskops. wurden folgende durchschnittliche Erlöse erzielt. E chenstämmc 2. Klasse 100 Mk., 3. Kl. 97 Mk.. 4. Kl. 40 Mk. 5. ÄL 25 Mk.. 6. Kl. 18 Mk. Buchenstämme 2. Kl. 66 Mk.. 3. Kl. 50 Ml. 4. Kl. 45 Mk. Kiefernstämme 2 Kl. 58 Mk.. 3. Kl. 51 Mk., 4 Kl 28Mk. Fichtenstämme 3. Kl. .38 Mk.. 4 Kl. 32 Mk.. 5a. Kl. 26 Mk. 5h. Kl. 18 Ml . je Festmeter Die R utz holzsub Mission der Stadt Lich Ende Februar brachte folgende Höchstgebote: E i ch e n st a m m h o l z 4. Kl., I. Himmelsbach. Ridda. 61.26 Mk.. 5. Kl., C. Bernhardt, Ridda. 39,05 Mk., 6. Kl., derselbe. 27.05 Mk. Buchen- st ammholz 2.. Kl., C. Bernhardt, Ridda. 55,55 Ml.. 3. Kl., derselbe. 45,05 Mk.. 4. Kl., Christian Insel, Hch. Zimmer und Karl Albohv in Lich. 41,15 Mk. Kiefern st ammholz 3. Kl., Fa. Hainer. G. A., Gießen und andere, 37,40 Mk., 4. Kl., H. Seim, Lardenbach, 28 Mk.. 5. Kl., derselbe. 25 Mk. Fichten st ammholz 2. Kl., Fa. Rikolaus & Pappe, Lich, 45,10 Mk„ 3. Kl., Friedrich Pitz, Steinbach, 34.52 Mk., 4. Kl, Licher Tonwerke in Lich, 35 Mk., 5a. Kl, dieselbe. 33 Mk, 5b. Kl., Konrad Zeiß, Gambach, 26,100211 Fichtenderb st angen 1. Kl.. Heinrich Gerhardt. Alsfeld, 17,60 Mk.. 2. ÄL, derselbe, 17,66 Marl, je Festmeter. Fichtennutzreisig, Th. Hornik in Darmstadt, 2,05 Mk. pro Rm Bohnenstangen, derselbe. 9 Pf., pro Stück Zum Submissionstermin lagen 53 Angebote vor. Es besteht Aussicht, daß die Submission fett ent des Stadtvorstandes genehmigt wird. Harbach. 4. März. Der V ol ks t rauer t a g wurde auch in unserer Gemeinde gefeiert Am Denkmal für Die Kriegsopfer hatten sich die Vereine und die Gemeinde versammelt. Der Ortspfarrer hielt Die Ansprache über Hebräer 11, 13—16. Der Gesangverein verschönte die Frier durch zwei Chöre. W i r b c r g , 4. März. Die Gemeinden Göbelnrod und Reichardshain hielten ihre gemeinsame Feier am Volkstrauertag auf Dem Wir berg ab. Die Frier war von Den Vereinen unD Den GemeindemitglieDern gut besucht. ö Beltershain, 4. März. Auch in unserem Gottes Hause fanD am Volkstrauer* tage abenDs eine gut besuchte Feier statt, in Der Der Ortspfarrer Die Ansprache über Luk. 12, 50 hielt. T ® rünberg, 3. März. Bei Der gestrigen Ruh- und Brennholzversteigerung aus Den fiskalischen Waldungen Der Oberforfterei ®rünberg wurden folgende Preife gezahlt: Rutz- Holz: Eichen 1. Kl. 80 bis 85 Mk., 4 Kl. 40 Mk., 5. Kl 20 Mk. und 6. Kl. 40 bis 45 Mk. pro Aber Die Kleinigkettskrämeoei, Die sich heute schon breit gemacht hatte, ging ihm wider Den Strich. Die Kasse mußte einen Zug inS Große bekommen. Auf sein Betreiben waren Die Statuten dahin erweitert worden, daß nicht nur Ortsangehörige. sondern alle vertrauenswürdigen Personen Die Mitgliedschaft erwerben konnten, Die zehn Kilometer im Hmkreis wohnten. Die Kasse sollte ein Sammelbecken werden. Rur mit großen Mitteln konnte man ein großes Kapital gewinnen. Sin wohliges Gefühl durchströmte ihn. Endlich stand er Da, wo er hingehörte. Richt Daß Der Platz ihn ehrte, er ehrte Den Platz. Die Zett her hatte er (Den Pro Hern, Den Strohköpfen den Lakai machen müssen. Jetzt war er Der erste Mann an Der Spritze. — In den folgenden Wochen war Der Zudrang zur Kasse nicht so stark, wie Der Krämerskarl in seiner Einbildung sich vorgestellt hatte. Gut Ding wollte Weile haben. Ein paar Hypotheken gelangten zur Ablösung, Die mit ihren hohen Zinsen fleinc Besitzer bebürdet hatten. Der Schreiner Stumps würbe von feinem Manichäer, einem Holz Händler in Storndorf, befreit. Auch vorn Löb Schmarrn aus Dirlammen fielen Drei alte KunDen ab. Betragt, was er von Der Genossenschaft Denke, sogte er: „Reue Besen kehren gut. Wann ihr erst mtt Der Ras' in Dreck gefallen seid, Der* nachert wollen wir uns emal wieder sprechen." Der Krämerskarl brannte vor HngeDulD, Den GeschäftSumsah vergrößert zu sehen. War er früher wenig oDer gar nicht aus seiner SUaufe gekommen, besuchte er jetzt Die umliegenden Ortschaften. für die Ausbreitung Der Kasse zu wirken. Ward ihm entgegengehalten, man habe von diesem und jenem Bankkrach gehört, und passiere etwas, müßten alle den Riemen ziehen, sprach er mit dem Drußton der Heberzeugung: ..Wir arbeiten mit Besonnenheit. Hnser Grundsatz ist: besser lurgefchen als nachbereut. Wir stehen so fest wie die Londoner Dank, 's gibt Leut'. Die alles durch dir Angstbrille sehen. Die können einem kib tun. Die werden nicht fett.“ . Sein sicheres Auftreten machte auf Die Bauern Eindruck. Selten, daß er hcimkehrte, ohne den einen oder andern Der Kasle gewonnen zu haben. 1 Forttetzung folgt) Festmeter. Kiefern: 3. Kl. 20 Mk., 4. Kl. 23 Mk., 5. Kl. 20 Mk. per Festmeter. Grubenholz. Fichten: 3. Kl. 20 Mk., 5a-Kl. 28 Mk., 5d-Kl. 29 Mk. per Festmeter. Brennholz: Buchenscheiter 1. Kl. im Durchschnitt 13 Bll.» 2. Kl. 5 bis 6 Mk., Hainbuchenscheitholz bzw. Rundholz 11 Mk., Eichenscheiter bzw. Rundholz 9 Mk., Erlenscheiter 6 Mk., Kiesernschefter bzw. Rundholz 6 Mk., Fichtenscheiter 2. Kl. 3 Mk., Kiefernknüppel 4 Mk., Fichtenknüppel 6 Mk. und Reisig 1,05 bis 2 Mk. per Raummeter. Kreis Friedberg. * Bad-Rauheim, 5. März. Der7.März ist ein Gedenktag für Bad-Rauheim. Vor 25 Jahren wurde die E r n st - L u d w i g - Quelle (Sprudel XIV), die neben den beiden älteren warmen Kohlensäurequellen(GroßerSpru- del und Friedrichs-Wilhelm-Quelle) in dem berühmten „Sprudelhof" der Däderstadt emporschäumt, durch Eibohrung erschlossen. Die Geburt des neuen Sprudels wurde mit um so größerer Freude in Bad-Rauheim begrüßt, als selbst die reiche Wassermenge der vorhandenen beiden Sprudel zur Befriedigung der sich rasch steigernden Kurbedürfnisse nicht mehr ausceichte. Jetzt liefern alle drei Sprudel zusanrmen täglich zirka 2 500 000 Liter, aus denen 6—7000 Bäder gefertigt werden können. Die Ernst-Ludwig-Quelle, die aus einer Tiefe von 209,4 Meter zutage tritt, ist sehr reich an Kohlensäure und weist eine Temperatur von 32,2 Grad C. und einen Salzgehalt von 2,8 Prozent auf. Kreis Alsfeld. • I • Mücke, 3. März. Rachdem im vorigen Jahre der Eisensteinbergbau in unserer Gegend fast ganz darniedergelcgen hat, sind nun die Gruben wieder in vollen: Betriebe. Die Arbeitslosigkeit, unter der z. D allein in Flensungen (500 Einwohner) an die 70 Mann zu leiden hatten, hat damit aufgehört. Roch immer find einige Leute, namentlich jüngere, in Ohle in Westfalen beim Bau eines Elektrizitätswerkes beschäfigt. Im vorigen Jahre war eine weit größere Zahl, auch älterer, in Ohle. Es ist zu hoffen, daß die heimische Jickustrie bald wieder allen Beschäftigung bietet. Eine neue Seilbahn, die zu einer wieder- eroffneten alten Grube zwischen den Straßen von Mücke nach Ilsdorf und nach Ruppertenrod führt, ist vor kurzem in Gebrauch genommen worben. — Die Bautätigkeit scheint in diesem Jahre großen Umfang zu gewinnen. Rahe der Station Mücke nach Flensungen zu sind Grundstücke zu 3,50 Mk. das Quadratmeter verkauft worden. An der Straße Mücke-Merlau werden gleichfalls einige Häuser gebaut. In Merlau selbst wurden mit Hilfe des Enteigungsgesehes zwei Daugrundstücke erworben. Die Pfarrei Merlau muhte ein ihr gehörendes Grundstück, bezüglich dessen Zwangsenteignung beantragt war, für einen Hausbau hergeben. Sie erhält für die 1100 Quadratmeter große Fläche am Dorf einen Acker von 1500 Quadratmeter außerhalb des Dorfes, der von dem Tauschenden von der Gemeinde für 16 Pf. das Quadratmeter erworben wurde. Das Qüadratmeter Bauland stellt sich darnach auf etwa 22 Pf. Die Gemeinde Merlau verkaufte dieser Tage zwei ihr gehörende Baugrundstücke für 30 Pf. das Quadratmeter, so besteht Aussicht auf mannigfache Arbeitsgelegenheit und auf Milderung der auch hier herrschenden Wohnungsnot. * Als f eld, 2. März. Die Evang. Volks« aem ein schäft hielt ihre erste Kreisversammlung hier in der Krone. Pfarrer Weidner- Ober-Lais legte eingehend die Gründe dar, die zur Gründung der neuen Bewegung geführt haben. Die evangelischen Belange würden selbst von5den Parteien preisgegeben, die Hüter der evang. Interessen sein sollen. Eine politische EinDung aller bewußt evangelischen Kreise sei bitter nötig, wenn der evangelischen Sache keine weiteren Gefahren drohen sollten. Die Auffassung, Politik und Religion hätten nichts miteinander zu tun, sei falsch. Politik sei Lebe:: und vornehmlich die soziale Frage wäre ohne Religion nicht zu lösen. Die obersten Grundsätze des Christentums mühten auch für das politische Leben Äorm und Richtschnur werden. Am Schluß seiner Ausführung teilte Pfarrer Weidner noch mit, daß die Gründung einer Evang. Volksgemeinschaft in Deutschland bevorstehe. Da schon jetzt eine große Anzahl Zustimmungserklärungen für die Reichsgründung aus Rord und Süd vorliegen, soll die erste Reichstagung schon kurz nach Ostern in Gießen oder Marburg stattfinden. Durch die interessanten Darlegungen ist das Interesse für die Ziele und die Arbeit der neuen Bewegung zweifellos geweckt und vertieft worden: das zeigte sich auch in der an den Vortrag sich anschließenden regen Aussprache. Starkenburg und Nheinhesten. * Darmstadt 4. März. Gestern abend wurden in dec Heidelberger Straße zwei Radfahrer von einem Automobil an- gefahren: der eine wurde eine Strecke weit mitgeschleift und so schwer verletzt, daß er heute früh st a r b. Der andere kam mit dem Schrecken davon. Der Verstorbene, der Fabrikarbeiter Friedrich Löhlein, stammt aus Eberstadt bei Darmstadt. Dem Lenker des Autos gelang es zunächst, unerkannt zu entkommen, doch wurden jetzt seine Personalien festgestellt und er in Haft genommen. Kreis Wetzlar. _L Dutenhofen, 4. März. Ein Vortrag über die Fremdenlegion fand dieser Tage hier im „Jagdschlötzchen" statt, in dem ein ehemaliger Fremdenlegionär Friedrich Specht aus Darmstadt seine Erlebnisse kundgab. In klaren Worten schilderte er, wie er als 15jähriger Lehrling ohne allen Grund von den Franzosen festgenommen, in die Fremdenlegionär verschleppt und nach drei Jahren qualvoller Leiden und Entbehrungen auf Reklamation seiner Eltern, well er noch keine 21 Jahre alt war, wieder freigelassen wurde. Mit einer ernsten Mahnung an die männliche Jugend, sich nicht zum Eintritt in die Fremdenlegion verleiten zu lassen, schloß der Redner seine von allen Teilnehmern mit grober Spannung verfolgten Ausführungen. xx Atzbach, 3. März. Gestern abend veranstaltete das hiesige Lehrerkollegium im großen Saale der Schule eine Gedächtnisfeier für unsere Toten, zu der sich die Gemelndeglieder zahlreich eingefunden hatten. Hauptlehrer E m r i ch führte durch seinen wirkungsvollen Vortrag die andächtigen Zuhörer an der Hand klarer Lichtbilder im Geiste an die Ruheplätze unserer Toten im Feindesland. Einzel- und Massengräber, Feldgottesdienst, Der- wundetenfürsorge, Weihnachten im Felde und andere Bilder wurden gezeigt. Der Grundgedanke der zu Herzen gehenden Ansprache gi.p elte in den Worten: „Vergiß, mein Volk, die teuren Toten nicht." Die beiden hiesigen Männergesangvereine „Frohsinn" und „Harmonie" ergänzten die Feier durch gute Vorträge stimmungsvoller Chöre. — Schon einige schöne Unterhaltungsabende,' die den ungetellt.n Beifall der Gemeinde sanden, und in denen das Lichtbild im Mittelpunkt stand, haben hier stattgefunden, z. D. die Weihnachtsfeier im Bilde und der jüngste Unterhaltungsabend. In letzterem wurden Bilder von dem großen Dortmunder Grubenunglück gezeigt, über Bergbau und Gefahren. Dieser Vortrag erweckte allgemeine Teilnahme. Den Höhepunkt bildeten dabei die Uvachromien-Lichtbllder nach Ausnahme in natürlichen Farben (Dreiplatten-Shstem). Es waren Bilder von großer Schonheft. — An dieser Stelle sei einiges über die Bedeutung des Projektionsapparates gesagt. Richt nur für die Schule, sondern auch für die Gemeinde leistet er große Dienste. Das Lichtbild ist das Bild der Zukunst. Da die unmittelbare Anschauung großenteils ausgeschlossen ist, so ist das Lichtbild ein die Unmittelbarkeit möglichst ersehendes Anschauungsmittel. Von allen Anschauungsmitteln gebührt der Photographie der erste Rang. Sie ist eine Ratururkunde von einer sonst nicht erreichten Lebenswahrheit. In ihrer Verwendung als Lichtbild übertrifft sie alle übrigen Anschauungsmittel. Das photographisch gewonnene Lichtbild ist naturwahr. groß und eindrucksvoll und zieht durch feine Helligkeit und Scharfe die Zuschauer an und erweckt deshalb eine lebhafte Teilnahme und geistige Mitarbeit. Es ist deshalb zu vegrüßen, day eine Reichs von Gemeinden die Ausgaben nicht gescheut und sich entschlossen haben, einen Projektionsapparat anzuschaffen. Richt allein die Kinder, sondern auch Erwachsene selbst haben an den Vorführungen der Bilder große Freude empfunden, sie sind nicht nur unterhaltend, sondern auch belehrend. Wo das Wort nicht ausreicht, da muh das Lichtbild an die Stelle treten können. Hcsteu-Nastau. ][ Marburg. 3. März. Im anatomischen Universitätsinstitut fand am Sonntag die Enthüllung des Bronzereliefs des im Jahre 1919 verstorbenen langjährigen Direktors und Erbauers der Anatomie, Geheimrat Prof. Dc. Emil Gasser, statt. Das Bildwerk stammt von Frau Seven-Jntal in Hanau. Zahlreiche Studierende sowie ehemalige Schüler und Kollegen des Verblichenen, auch solche von auswärts. nahmen an der Feier teil. bl. Dillenburg, 4. März. Die Stadt trägt sich mit der Absicht, in Kurze mit dem Bau eines Kriegerdenkmals für die Helden unserer Stadt zu beginnen. Man gedenkt, die Mittel durch eine Lotterie aufzubringen, während man von den Geschäftsleuten die Gewinne zu erhalten glaubt. — Der hiesige Zweigverein vorn Roten Kreuz, der wegen finanzieller Schwierigkeiten seine hilfreiche Hand bislang stark zurückhalten mußte, soll wieder lebensfähig gemacht werden. Verschiedene, in der letzten Zeit hier und in der Umgebung stattgefundene Veranstaltungen sollen durch ihren Reingewinn dem Verein beim Aufbau helfen. fpd. Frankfurt a. M., 4. März. In der gestrigen Stadtverordnetenversammlung Legte Oberbürgermeister Dr. Landmann den Haushaltsplan für 1925 vor. Der Voranschlag schließt mit einem Fehlbetrag von 2 400 000 Mk. ab. Der Gesamtetat schließt im Ordinarium ah mit 90 680 Mill. Mk. Einnahmen und 92 086 Mill. Ml. Ausgaben, das Extra- Ordinarium mit 14 949 Mk. Einnahmen und Ausgaben und die Betriebe mit 34 Mill. Mk. Ueberschuh. Gegenüber dem letzten Vorfriedensjahr bedeuten die Ausgaben ein Mehr von 46,9 Prozent. — Zur Durchführung der von der Stadt gefaßten Pläne sind rund 200 Mi l- lionen Mark Anleihen erforderlich. Aus diesen Mftteln sollen beschafft bzw. hergestellt werden: 40 Mill. Mk. für die notwendigsten Kriegsreparaturen an Gebäuden usw., 70 Mill. Mart für die Durchführung des Wohnungsbau- Programms, 6 Mill, für die Erweiterung des Elektrizitätswerkes, 12 Mill, für neue Schulen, 5 Mill, für die Riddaregulierung, ferner Dau einer neuen Großm^rkthalle. des Zentralflughafens, Ausbau des Osthafens, Ausbau des Untermains, die Eingemeindungen, ein neues Schwimmbad, Bau eines Verwaltungsgebäudes für die städtischen Aemter usw. — Gegen den Leiter der Ablosungsstelle im Wohnungsamt, K ö n e m u n o , ist nunmehr Anklage wegen Bestechung in zwei Fällen, Amts- Unterschlagung von wertbeständigen Zahlungsmitteln in zwei wefteren Fällen, in einem Fall in Tateinheit mit Urkundenfälschung erhoben worden. Wie jetzt noch bekannt wird, unterhielt Könemund auch noch in der Hochstraße in der Wohnung seines Bruders ein besonderes Bureau, in dem er seine Wohnungsschiebergeschäfte nach seiner Dienstzeit abwickelte. Kirche und Schule. Dekanatskonferenz Gießen. Am DienStag trafen sich im Gasthof „Hindenburg" in Gießen die Geistlichen des Dekanats Gießen zu ihrer Dekanatskonferenz unter Leitung von Dekan G u hm an n- Kirchberg. Pfarrer Waldeck- Lang-Göns eröffnete die Sitzung mit Losungswort und Gebet. Rach mehreren geschäftlichen Mitteilungen, die sich u. a. auch auf das im September hier stattfindende große Gustav-Adolf-Fest bezogen, erhielt Professor Werner-Friedberg das Wort. An- kr.üpfend an die große Herrnhuter Missionswoche im Oktober vorigen Jahres, an der der Redner teilgenommen hat, sprach er über das Thema Sprach-? der Ameifen. Ueber das Mitteilungsvermögen der Insekten find in letzter Zeit grundlegende Forschungen angestellt worden, und man hat erkannt, daß cs sich dabei nicht etwa um etwas handelt, das mit der menschlichen Lautsprache verglichen werden kann, da den Insekten die höheren geistigen Fähigkeiten abgehen, die für die Ausbildung einer solchen Sprache notwendig sind. Es handelt sich vielmehr um eine instinktive Zeichensprache, die hauptsächlich auf den Trieb zurückgeht, die eigenen Gefühlszu stände und Bewegungsimpulse auf andere Individuen der sozialen Gemeinschaft zu übertragen. Eingehende Beobachtungen und Versuche über die Sprache der Ameisen hat H. E i d m a n n angestellt und berichtet darüber in außerordentlich lebensvoller Weise in den „Raturwissenschaften". Er beschränkte sich darauf, die Verständigung der Ameisen über eine neuentdeckte Rahrungs- quelle zu ergründen. Legt man ein Rahrungsstück, etwa ein totes Insekt, in der Rähe eines Ameisennestes aus, io wird ziemlich bald einer her umherstreifenden Ameisen das Beutestück finden: sie betastet zunächst den Fund und versucht, ihn fortzuschleppen. Gelingt ihr dies, so kehrt sie nach kürzerer oder längerer Zeit mit der Beute ins Rest zurück, wobei ihr noch andere Ameisen, die sie unterwegs trifft, behilflich sind. Wählt man das Futterstück so schwer, daß die Findeameise es nicht allein vom Platze bewegen kann, so bemüht sie sich zunächst längere Zen vergebens, die Last fortzubewegen: hat sie die Unmöglichkeit erkannt. dann lehrt sie auf dem kürzesten Wege zum Rest zurück und unterrichtet die an bereit Ameisen von ihrem Funde. Der Gelehrte hatte die Findeameise durch einen Färb- fleck gekennzeichnet, um ihr Benehmen genau beobachten zu können. Sie läuft im Rest aufgeregt herum und freuet mit ihren Äo meraoen hie Fühler. Die fo Benachrichtigten eilen sofort zum Restausgang und folgen der Finderin auf dem Fuße, vielleicht sogar in direktem Fühlerkontakt mit ihr. Sv kann man einen ganzen Zug von 2—3 Ameisen verfolgen, die her Finherin anhängen und alle Krümmungen des Laufes genau mitmachen. Meist genügt her erste Alarm noch nicht, unh hie Finderin kehrt ins Rest zurück und holt neue Hilfe. Der Alarm erfolgt stets mit den Fühlern, unh zwar stets nur in den oberen Reftpartien, wo eine ganze Anzahl von Arbeitern untätig herumsitzen unh offenbar auf hie Benachrichtigung durch eine erfolgreiche Streisameise warten, um dann sofort an die Arbeit zu gehen. Der Erfolg eines solchen Alarms ist ganz erstaunlich, und man kann manchmal die Ameisen in dunklen Scharen geradezu aus her Restöffnung herausquellen sehen: bald sind sie alle, von her Führerin geleitet, bei der Beute und suchen sie zu bewältigen. Ist her Rahrungsfund so groß, daß er auch von vielen Kräften nicht fortbewegt werden kann, so bildet sich allmählich, wahrscheinlich durch die zunehmende Konzentration der Geruchsfährten, eine Ameisen st raße zwischen Rest und Fundort. Trifft eine Ameise, die einen Fund gemacht' hat, unterwegs zufällig mit einer anderen zusammen, so benachrichtigt sie diese sofort durch Fühlerschläge und veranlaßt sie, ihr zu folgen. Ist die Beute so beschaffen, daß sie von her Finderin allein in wiederholten Gängen ins Rest getragen werden kann, so benachrichtigt sie keine anderen Ameisen, sondern kehrt solange zurück, bis nichts mehr da ist. Die Fufterstückchen werden in dec Regel gleich am Resteingang an eine Kameradin abgegeben, und diese trägt dann die Beute ins Restinnere. Der Fleiß unh hie Gehuld der Findeameise ist unermüdlich, und solange sie nicht den Eindruck gewinnt, daß die Beute für sie zu groß sei, kehrt sie immer wieder zurück und holt ein neues Stück. Ja, sie kehrt sogar zum Futterplatz zurück, wenn das letzte Stück fortgetragen ist, denn sie kann nicht beurteilen, ob der Platz leer ist, und sucht den Fundort solange ab, bis sie sich endgültig überzeugt hat, daß nichts mehr zu holen ist. In dieser Sorgfalt läßt sie sich auch nicht stören, wenn man ihr auf dem Weg von der Rahcungsquelle zum Rest ein anderes Futter hinlegt. Bot man her Ameise auf hem Rückwege vom Rest zum Futter- plah ihre Lieblingsspeise, einen Tropfen Honig, so betastete sie den Honig, leckte auch ein wenig daran, wurde aber immer wieder unruhig, verließ mebrmrls unschlüssig die verlockende Nahrung und kehrte dann, dem Gebot der „Pflicht" gehorchend, gradewegs zum Fundort zurück. Erst nachdem sie das letzte Stückchen der Deute eingebracht hatte, ging sie zum Honig und sättigte sich ausgiebig. Heber die 21 r t des Mitteilungsvermögens konnte Eidmann feststellen, daß die Findeameise über die Ratur des Fundes und die Lage des Fundortes keine Angaben macht. Wurde die Findeameise nach dem QU arm abgefangen, so daß sie ihre Kameraden nicht führen konnte, so fanden diese das Futterstück nicht. Don unseren Schwalben. Wir berichteten kürzlich von der Abnahme her Haus- und Rauchschwalben, die Dr. e. h. H. vo n Berlepsch in hem eben erschienenen neuen Jahresbericht seiner Vogelschuhstation Seebach anführt. Auch bei uns in Hessen macht sich „Dom Recht uno von Den Wcrnormrgen rn öat Zielen der heutigen deuffch-evangelischen Heidenmission. In etwa IV2stündiger Rede verstand er es. mit packenden Worten die gewaltigen 2Iup* gaben und Ziele vor Augen zu führen, die unser auf diesem Gebiet harren. Mission treiben heißt das Samenkorn christlicher Liebe hineinpflanzen in ein anderes Land unh es dort gemäß den andersartigen Zuständen sich entwickeln lassen und zur Blüte bringen. Der Dortrag war so lehrreich und gründlich vertieft angelegt, so üuv fassend und packend, daß auf eine Aussprache verzichtet ward und mir das Sehnsuchtsgebet zum Ausdruck tarn, daß wir alte ganz gründlich in unserer Arbeit stehen möchten. H Dekanats-Missionsfest für das Dekanat Büdingen. )( Stockheim. 3. März. Gestern nach mittag fand in hiesiger Kirche das D e k a n a t s- missionsfest für das Dekanat Büdingen statt. Trotz Werktag hatte sich die Gemeinde Stockheim um 2 älhr in der Kirche zum Festgottesdienst sehr zahlreich eingefunden, auch eine große Anzahl auswärtiger Gäste war erschienen. Die Festpredigt von Pfarrer 0 ck- Ober-Mockstadt im Anschluß an das Wort aus der , Apostelgeschichte Kap. 2, Vers 38 bis 39 fand aufmerksame und andächtige Zuhörer. Rach einer kurzen Kaffeepause versammelten sich die Missionsfreunde wieder in her Kirche zu einer schönen Rachfeier, die durch ein gemeinsam gesungenes Lied und durch den Vortrag von Missionar Schmoll, der 20 Jahre in China gewirkt hatte, eröffnet wurde. An Hand von Apostelgeschichte Kap. 4, Vers 29 bis 31 zeigte her Redner, wie Gott auch heute noch genau wie zu der Apostel Zeiten „Gesundheit, Zeichen und Wunder" geschehen läßt, und wie draußen in der Heidenwelt „das Wort mit aller Freudigkeit geredet wird". Aach einem weiteren Liedvers dankte der Vertrauensmann für die Mission im Dekanat, Pfarrer Kahn- Ortenberg, der Fest-, gemeinde und ermunterte zu einem fröhlichen Geben, „denn nur einen fröhlichen Geber hat Gott lieb". Die mitgeteilte M-fsionsgabentasel bot interessante Vergleiche über das Missionsinteresse der einzelnen Dekanatsgemeinden. Das Schlußwort sprach Pfarrer Jäger, der auch als Ortsgeistlicher die Rachseier mit Gebet und Segen schlöß. Die Festkollekte betrug 146 Mk. (im vorigen Jahr auf dem Herrnhaag 188 Mk.). lüiälmür Wenn Ihr Familientisch zu besonderem Anlaß oder an Sonn- und Festtagen eine köstliche Bereicherung erfanren soll, geben Sie als Nachtisch Ist MN'S MkkM'WW oder IstSM'sWMßMM.Mk. Sie stellen damit den verwöhntesten Geschmack zufrieden. Außerdem aber ist ein Oetker-Pudding sehr bekömmlich und außer- ! ordentlich nahrhaft. Was Sie also für dies hochwertige Nahrungsmittel mehr anlegen, können Sie leicht an anderer Stelle sparen. 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Fischer sucht den Grund hierfür in der Verschiedenheit der landwirtschaftlichen Verhältnisse. In Starkenburg und Oberhessen wird mehr Landwirtschaft betrieben als in Rheinhessen. Weil es also dort mehr Kuhställe gibt, ist die Stallschwalbe hier verbreiteter. Uebrigens macht sich die Rauchschwalbe durch ihre gesundheitspolizeiliche Tätig« feit sehr verdient, denn sie vertilgt in den Stallen die Fliegen, die als Krankheitsüberträger der Maul- und Klauenseuche sehr gefürchtet werden und hilft dadurch jene gefährliche Viehkrankheft bekämpfen. Daß die Schwalben sehr klug sind, beweist eine Schilderung des bekannten deutschen Ratur- sorschers und Schriftstellers Di. Kurt Flo er icke. Ein von Spatzen bedrängtes Mehlschwalbenpaar versiel darauf, zur Abhaltung der Friedensstörer rings um das alle Rest herum ein zweites zu bauen: die beiderseitigen Einffugslöcher lagen an entgegengesetzten Enden, und zwischen den beiden Wänden befand sich soviel freier Raum, daß die schlanken Schwalben hindurchkriechen konnten, nicht aber die unbeholfenen, plumpen Spatzen, die auch die harte äußere Schale nicht zu durchbrachen vermochten. Später aber verließen die Schwalben dieses absonderliche Rest wieder, da f« wohl einsehen mochten, daß es zur Aufzucht der Jungen doch nicht recht geeignet sei. Endlich das Richtige! So wird Ihr Urteil lauten, sobald Sie den guten Terpentinöl-Schuhputz Biido probiert haben. Machen Sie heute noch einen Versuch und merken Sie sich Bubis Leibspruch^ Büdo-Terpentilölcreme 54id Immer für die Schuhe nehme. finden ist, die ihre Zukunft sichert. 101 WM 1357 gelungenen Aufführung hinzugeben. 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Preis geb. 6 M. Eleinow nimmt ein wir-tschaftNches Thema zum Ausgangspunkt, aber was er schreibt, ist Geschichte: Wirtschaftsgeschichte, politische Geschichte. Soziologie. Die Untersuchung Cleinows gipfelt in der Fragestellung, die sich unausgesprochen durch das ganze Buch zieht, ob die RKP. der Souverän des neuen Rußland, sich in dem Sowjetstaat das gewaltige politische Werkzeug und die Machtmittel zimmern kann, dessen sie bedarf, um der Welt den bolschewistischen Kommunismus aufzwingen zu können. Dieses Buch, das von Uraleifen. Hasenfellen. Pferdehäuten Radfelgen. Daumfasern handelt, ist bet näherem Zusehen eine hoch aktuelle, politisch-historische Abhandlung, nach deren Lesen uns plötzlich auS dem Rebel eine scharfe Zeichnung dessen hervor- tritt. was in der Sowjetunion vorgeht und was sie in Wirklichkeit ist, — was in ihr morsch und gefährlich und wo in ihr die Kraft zu tzUDWMWVU p? Schwan im Blauband k hort?*?*®*» SS Ä fät d«? en. 8 s!?1 larrer-^vz. ? bis 39 KSorer. Aach St "ch die ,2e. ehret ^netnfom ne. Ertrag bOn in Ehka Hand von 31 zeigte ■oa) genau toie 1 pichen und u drauhen in hceuWnt tnen LiedverS Million im °erg, bet W. wem fröhlichen Yen Geber hat Iiion3ja&entafe[ das Mssions- jemeinöen. Das r, der auch als Gebet und 6» S 146 M. (hn 188 X). Don unfern auf der Provinzialen, der Landesausstellung, der Süddeut- schenIunggeflügelschau, Sonderschauen und Nationalen, sowie auf Wettlegen in England höchst ausgezeichneten hervorragenden Iuchtstämmen in Emdener Gänsen, Pecking- u. indischen Laufenten, Bronze-u.gelben^Pulen, schwarz. Minorkahühnern, rebhuhnfarb. Italienern, schwarzen Nheinländern, ge- streiften Plymouth Rocks, bunt. Sussex, weiten Örpingtons und Wyandottes, sowie Iwerghühnern, geben wir lausd. Bruteier öonn uurtjjunggenögel u.änffitttete in beschränkt. Anzahl ab, desgl. Rasse- u.Schönheitsbriestauben.Sämtl. Tiere stehen unter Leistungskontrolle. Mw! siirMMl öet Unio. 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Mohr in Tübingen in würdiger Ausstattung erscheinenden Gesamt- werles Max Webers die „Gesammelten Aufsätze für Soziologie und Sozialpolitik" heraus. lGeh. 11,50, geb. 14 Mk.) Der Band ist außerordentlich vielseitig. Er enthält als außerordentlich aufschlußreiche statistische Arbeit die methodologische Einleitung für die Erhebungen, die der Verein für Sozialpolitik über Auslese und Anpassung der Arbeiterschaft der geschlossenen Großindustrie 1908 veranstaltete. „Zur Psychophysik der industriellen Arbeit" steuert der Band einen Aufsatz bei. der einen wertvollen Einblick in die auf experimentelle Untersuchungen sich gründende soziologische Arbeit gibt. Mit der ganzen erstaunlichen Klarheit der Direktion, die Max Webers Arbeiten vor vielen anderen auszeichnen, faßt der 1894 entstandene Aufsatz „Die Börse" das zusammen, was für den ßaien zur Erkenntnis der volkswirtschaftlichen Funktionen der Börse wesentlich ist. Besonders dankenswert ist es. daß dem Bande die Diskussionsreden beigefugt sind, die Max Weber auf den Tagungen des Vereins für Sozialpolitik gehalten hat und die in ihrer unmittelbaren Frische einen Eindruck seiner Persönlichkeit geben. 1472 — Die Kunstschule (Verlag Mal- und Zeichenunterricht G. m. b. H., Berlin) erscheint im 8. Jahrgang. Die hochgesteckten Ziele der Zeitschrift umschreibt Julius Hart in einem Leitauffay. Dazu kommen Beiträge von Professor Schubring, ein grundlegender Aufsatz über das Aktzeichnen in der Malerei und viele Bilder. Von der bekannten nationalen Monatsschrift „Deutschlands Erneuerung" ist soeben das Februarheft erschienen (3. P. Lehmanns Verlag. München). Der Breslauer Rechtsgelehrte und Reichstagsabgeordnete F r h r. v. Frey- tag-Loringhoven behandelt die Stellung Deutschlands zum Völkerbund. Bemerkenswert ist auch die Arbeit von Herbert Werner über ,.D e u t s ch ö st e r r e i ch". Einige Arbeiten auf rassenkundlichem Gebiet verdienen besondere Beachtung und Anerkennung. — Europäische Gespräche. Hamburger Monatshefte für Auswärtige Politik, herausgegeben von A. Mendelssohn-Bartholdy. (Deutsche Verlags-Anstalt. Stuttgart.) 3. Jahrgang, Heft 1, Januar 1925. Mit dem Ueber- gang zum monatlichen Erscheinen betonen die „Europäischen Gespräche" auch inhaltlich stärker den Charakter der aktuellen politischen Revue, die die sachkundige und stets aufs Praktische eingestellte Art des englischen Zeitschriften-Aussatzes verbindet mit der deutschen wissenschaftlichen Technik im Dokumentieren, in Bibliographie und Chronologie. 3n der Serie „Staatsmänner und Diplomaten" zeichnet der Schwede Karlsson in John Morley, „honest John", wie ihn das englische Volk nannte, das Vorbild eines verantwortlichen Staatsmannes und politischen Menschen. Ein Aufsatz von Fr. W. von Rauchhaupt verweist auf die wenig bekannte argentinische Doetrina de Garay. die einen für Deutschland in feiner gegenwärtigen Lage recht interessanten Versuch darstellt, Rationalität und Staatsbürgerschaft rechtlich zu trennen. - 3m Dokumententeil stehen neben der in ihrer amerikanischen Selbstzufriedenheit geradezu grotesken und für europäische Ohren erschütterden Botschaft des Präsidenten Coolidge der englisch-russiche und der englisch-ägyptische Rotenwechsel, ferner der deutsch-englische Handelsvertrag und einige sehr bezeichnende Erklärungen Sun-Pat-Sen's, über die Moskauer Orientierung Chinas. Es wurden im Februar 701 Konkurse eröffnet, gegen 757 im Januar und 598 im Dezember vorigen Jahres Baldige Aufhebung des Ausfuhrverbotes für Häute und Felle. Wie gemeldet wird, ist die deutsche Regierung mit den Regierungen der Tschechoslowakei, von Oesterreich, von Ungarn und von Italien in Verbindung getreten, um eine baldige wechselseitige Aushebung der Ausfuhrverbote für Häute und Felle herberzuführen. 1 Die Absahkrise im Ruhrberg- bau. Die Absatzschwierigkeiten auf dem Ruhr- kohlenmarkt haben einen solchen Umfang angenommen. daß die Ruhrkohle-A.-G. den Zechen im Monat Februar nur noch etwa 50 Prozent ihrer Beteiligung abnehmen konnte. Im Januar hat das Syndikat den Zechen noch etwa 62 Prozent ihrer Beteiligung abgenommen. • Dresdener Dank: 8 Prozent Dividende. In der Aufsichtsratssihung der Dresdener Bank wurde die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung für 1924 vorgelegt. Rach- dem die Gewinne des Effekten- und Konsortial» Kontos abgebucht und erhebliche innere Rückstellungen gemacht find, beziffert sich der Roh- gewinn auf 76,71 Mill. Rm, Handlungsunkosten erforderten 61,17 Mill. Rm, Steuern 3,96 Mill. Rm. und Ausgaben für Mobilien einschl. Unrund Reubauten 3,22 Mill. Rm., fo daß ein Reingewinn von 8.349 Mill. Rm. verbleibt, aus dem eine Dividende von 8 Prozent auf das Aktienkapital von 78 Mill. Rm. verteilt werden soll, während 1,4 Mill. Rm. der Rücklage zu- geführt werden, die sich dadurch auf 23,4 Mill. Rm — 30 Prozent des Aftienkapitals erhöht. igang der beiden ? Lürschiedechvl cicrtcnbuvg und Wen anta* ^scher-Lcmbach hessM Aogel' Rheinhessen vor als «auch» etarlenby T$c’ schiedenhell 3n Starkenbiov ,cit ÄW* WÄid I« a S»1!?« Kirchlich- Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Isr. Religionsgemeinde. Dottesd. i. d.SynagogS (Südanlage). Samstag, den 7. März. Vorabd. o.OO, morg. 9.00, aböd. 6.20 u. 7.00. Isr. Religionsgesellschaft. Sabbatfeier, 7. März. Freitag abd. 5.45. Samstag vorm. 8.30, nachm. 3.30, Sabbatausgang 7.00. — Dienstag, den 10. März, Purim, Montag abd. 6.00. Dienstag vorm. 6.15. Wochengottesdienst morg. 6.45, abends 5.30. Anwachsen der Abschlußzahlen 1924 gegenüber der Eröffnungsbilanz 1924 bewirkt. Es hätte wohl eine Dividende höher als 8 Prozent Der» teilt werden können, wenn nicht die Verwaltung mit gutem Grund mehr Rücksicht auf den weiteren Ausbau und die inneren Rücklagen Wert gelegt hätte. 3m großen und ganzen läßt die Bilanz einschl. der kurzfristigen Schuldner eine Liquidität von 90 Prozent errechnen. * Bahnbedarfs A. G.. Darmstadt. Wie vor kurzem gemeldet wurde, beabsichtigt die französische Regierung, in Deutschland größere Mengen rollendes Material für die französische Eisenbahn zu bestellen. Für einen Teil für die in Frage kommenden Bestellungen hat nun laut „5rff. Ztg." die Bahnbedarfs A G. Darmstadt, Gruppe Adler jun., den Lieferungsauftrag erhalten. der dem Werk für eine Reihe von Monaten Beschäftigung bietet. • Peters Union A. G. in Frankfurt a. M. 3n der H. V. wurde die bereits besprochene Reichsmarkeröffnungsbilanz sowie die Umstellung des Aftienkapitals einstimmig genehmigt. Das Aktienkapital seht sich nunmehr zusammen aus 6 Mill. Rm. Stammaktienkapital und 160 000 Rm. Vorzugsaktienkapital. Die Verwaltung teilte noch mit. daß sich die Umsätze in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres außerordentlich gesteigert hätten. Cs laufen zahlreiche Aufträge, auch von Reichsbehörden ein, so daß mit einem günstigen Ergebnis gerechnet werden kann. * Vereinigte Königs- und Laura- Hütte A.-G. für Bergbau und Hütten- be trieb in Berlin. In der a. o. H. V., in der 212 125 400 Mk. Aktien vertreten waren, begründete der Vorstand die Anträge auf Ueber- tragung des in Polen gelegenen Besitzes der Gesellschaft auf eine Gesellschaft polnischen Rechtes und Uebereignung eines Teiles der hierauf erhaltenen Beteiligung an den polnischen Fiskus. Die Zustimmung der H. V. wurde zu beiden Punkten einstimmig erteilt. Wirtschaft. Zur Konjunkturentwicklung. Die Probleme der Konjunkturentwicklung sind feit langem nicht mehr so schwer zu übersehen gewesen wie in diesem Augenblick. In Betracht kommt zunächst das wirtschaftliche Moment. Hier ergibt sich, daß die gegenteilige Abschnürung der Rationen entgegen den bisher viels ach geheaten Erwartungen weitere Fortschritte macht. Das in diesen Tagen aufgestellte grundsätzliche Bekenntnis des englischen Unterhauses zum Schutzzoll sollte namentlich Deutschland zu deirken geben. Bei Fortdauer der jetzigen Zustände muß die deutsche Aussuhr infolge der mangelhaften Aufnahmefähigkeit und des unzureichenden Ausnahmewillens des Weltmarktes verhältnismäßig gering bleiben, während die von Deutschland benötigte" Einfuhr ausländischer Rohstoffe und Ferttgsabrikate im Vergleich dazu immer relativ hoch bleiben wird. 3m Zusammenhang bamit steht auch der für unS bisher reichlich unbefriedigende Verlauf der Handelsvertragsverhandlungen, bei denen Deutschland eigentlich immer — natürlich auf Kosten des Gewerbes — der gebende Tell gewesen ist. Die finanziellen Probleme der Konjunkturentwicklung sind ebenfalls zum guten Teil noch völlig ungeklärt. Zwar hat die Kapitalneubildung erfreuliche Fortschritte gemacht, wenigstens im Vergleich zu dem niedrigen Stand während und unmittelbar nach der Inflationszeit. Vergessen darf man allerdings nicht, daß die Eingänge bei den Geldinstituten großenteils aus den öffentlichen Kassen stammen: auch ist nicht zu übersehen, daß von den Geldinstituten — wegen der großen Kapitalknappheit — Geld im allgemeinen nur kurzfristig ausgeliehen wird, während das für bas Gewerbe und für die organische Weiterentwicklung der Produktion erforderliche langfristige Geld flaum zu erhalten ist: gerade in Öen letzten Tagen haben sich hier die Derhält- nisse toeiter verschlechtert. WaS die Ausland- frebtte angeht, so stellen diese sich immer mehr alS eine recht zweischneidige Sache heraus. Es wird durch sie nicht nur ein überflüssiger Verbrauch erzeugt, sondern eS wird vor allem — waS viel wichtiger ist — durch die ilmtoanbhing von Devisen in Reichsmark eine Vermehrung des RotenumlaufS erzwungen, der schon recht bedenkliche inflationistische Tendenzen aufzuweisen beginnt: diese können bei weiterem Fortgang nicht ohne die schwersten Rückwirkungen wirtschaftlicher, polittscher und sozialer Art bleiben, ganz abgesehen von der Gefahr, die unbedingt dann entstehen muh, wenn kurzfristig gegebene Auslandkredite in größerem Umfange gekündigt werden sollten. In der Preisbildung herrscht ein ziemliches Durcheinander. Während in der letzten Zeit die Preise für Getreide und damit auch für Mehl nicht unerheblich angezogen haben, sind die Preise für Vieh und für Fleisch zurückgegangen. Auch für Textilien. Eisen und Eisenerzeugnisse lassen sich Preisrückgänge beobachten, denen allerdings für andere Produkte (besonders für Metalle. Häute usw) Preissteigerungen gegenüberstehen. Beachtlich ist hier auch, daß der Llnterfchied zwi- scheir Der Durchschnittsteuerungszahl des teuersten und und des billigsten deutschen Ortes immer mehr zurückgeht. Wahrend er vor dem Kriege aus 11,3 Punkte sich belief, war er im Januar 1924 nur 7,2 Punkte und im Januar 1925 nur 4,9 Punkte. Großen Einfluß auf die Preisbildung übt zur Zeit zweifelsohne die Weltmarktpreishöhe auS. Gerade deren Entwicklung ist aber von Deutschland aus besonders schlecht zu übersehen, da sie zahlreiche spekulative Momente (besonders auf dem Getreide- und auf dem Baumwollmarkt) enthält. Auch Die vor dem 10. Januar 1925 erfolgte umfangreiche Einfuhr französischer Waren hat die Preisbildung — namentlich auf dem Textilmarlt — sehr beeinflußt. Dasselbe gilt für die in den letzten Monaten zu beobachtende Zunahme der Zahlungseinstellungen, die besonders in Ausverkäufen zahlreiches Warenmaterial auf Den Markt gebracht haben. Schon an diesen wenigen Beispielen kann man ersehen, wieviel Tendenzen in der Preisbildung durcheinander gehen. Gerade in der jetzigen Zeit muh die Kon- junkturentwicllung besonders scharf und kritisch verfolgt werden. * Konkurse im Februar. Die Stei- serung, die mit Beginn des neuen Jahres in der Wrzahl der Konkurseröffnungen eingetreten war, hat sich im Februar nicht weiter fortgesetzt (wobei jedoch die verringerte Zahl der Tage im Februar berücksichtigt werden muh). Pudding htsaft. ]R3|.pjckchra"(mt. er's Hellkopf“. Die , Sie kostenlos in den is und franko von lielefeld' miss Rundfunk-Programm deS Frankfurter Sender-. (Aus Der „Radio-Umschau".) Freitag, 6. März: 11.55 llhr. Zeitangabe. 12 Uhr Rachrichtea» dienst 12.55—1 Uhr. Rauen er Zeitzeichen. 4 Ubr: Wirtschaftsmeldungen. 4.15 il&r: Rachrichten der Industrie- und Handelskammer Frankfurt a.M— Hanau. 420 älhr: Rachrichtendienst. 4 30—6 Mr: Hausftauen-Rachmittag deS Frankfurter Haus- frauen-VereinS. Programm u. o.: Vortrag von Fräulein Dr. Hilde Lion: „Was hat die Hausfrau der Frauenbewegung zu danken?" 6 llhr: Wirtschaftsmeldungen. 6—6.30 Uhr: Die Lesest unde (Meisterwerke Der Weltliteratur): AuS „Soll und Haben" von Gustav Freylag (Fortsetzung). 7—7.30 Uhr: Esperanto-Unterricht. 7.30 bis 8 llhr: Funkhochschule. Vortrag von Pros Dr. Schultz. „Liliencron und Dehmel als Weg bereiter neuer Lyrik". 8 llhr: Die Besprechung (Theater und Kino). 8.30—9.30 Alftr: „Hans Helling" von Heinrich Marschner. (Auszug- weise konzertmäßige Darstellung Der Oper.) Musikalische Leitung: Dr. Ludwig Rottenberg. Erster Kapellmeister des FranksurterOpernhauses Ausführende: Die Damen Kandt und Spiegel und Heir Permann (sämtlich vom Frankfurter Opernhaus». — Ein Orchester aus Mitgliedern des Frankfurter Opernhaus orchesters. An- schließend: Rachrichten, Wettermeldung, Sportbericht. Wil. öhntesten Gern aber ht ein ich und außer- also für dies nebr anlegen, Stelle apaten. lügt: idingpuWerM.0.30 . . ■ et »Öl’ ■ .„jJÄ M. 033 ...und beim Anrichten noch einigeTropfen MAGGI5 Würze Unser Freitag-Angebot 2326a Strümpfe Schürzen Weiße Mädch.-Träger- schürzen Grofle Auswahl in M'IWIll1— Bleyles gestrickte SweateT und Anzüge für Kinder | hMMSLstMckl Lahnhofflr. 14 W 0/1 2179id hergestellt am Verbrauchsort. 233ID Prima DonnaCorset Vertreter: August Förster - GieOen Fernruf 1367 Bahnhofstraße 66 B 44c LEYLES Extra-Verkauf in allen Grüßen vorrätig 2330a Franz Bette, Mäusburg 10 Männer Landkrankenkasie Gietzen Land. Sophie Dülfer Neustadt 50 Gießen Jcnn. qj> t •r Ortskrankenkasse GieheN'Stadl Gießen Seltersweg 71 Marburg Neustadt 4 lVohnungs ■Einrichtungen undsämtlicheEinzelmöbel von einfachster!) isfeinster Ausführung Ortskrankenkasse Gietzen-Land Mk. 3.25, 2.95 Buchacker Neuen Baue 11 Tel. 1182 beziehen: Flimm Walltorstr. 63 Tel. 2186 Zentrale: Frankfurt a. HI. 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Kiefern und Fichten sind Qualitätshölzer aus den besten Schlägen des Forstamts. Im Distrikt Sommer» elkenrod wird Äiefernbauholz III. und IV. Kl. erst von den Nummern 2640 bzw. 2815 ab aufwärts versteigert. Das Holz ist vorher einzusehen; nachträgliche Bean- standungen werden nicht berücksichtigt. Nähere Auskunft erteilen die Herren Förster Ruppert zu Bieben, Heddcrich und Herbold zu Grebenau, Schmidt zu Udenhausen und das unterzeichnete Forstamt. Stammholzauszüge der I. bis IV. Kl. können, soweit vorrätig, für 50 Pfennig je Stück von uns bezogen werden. Grebenau, Kreis Alsfeld, 26. 11. 1925. Hessisches Forstamt Grebenau. __________ Zimmer._______2097V Bekanntmachung Wir geben hiermit bekannt, bah die Konzession des August Sauer in Gießen, 3n Löbers Hof 4. ab 1. MLrz 1925 als Installateur erloschen ist und ist derselbe zur Ausführung elektrischer Licht- und Kraftanlagen im Anschluß an unser Leitungsnetz im Stadt- und Äeberlandgebiel nicht mehr berechtigt. Gietzen, den 4. März 1925. Elektrizitätswerk und MeberlandanlagS der Stadt Gietzen. Stolt'e. 2337c fjausrat-Sieben Cinbenplat} Dioa^ Chaiselongues auf Teilzahlung! 1747a Lohnstufe Ortskranken- kasie Gietzen (Stadt) Ortskrank en- -a. Kasie Gietzen (Land) Landkranken-1 -a. Kasie Gietzen 1 (Land) I 06 04 04 II 08 08 08 III 10 10 10 IV 14 14 14 V 16 16 16 VI 18 18 18 VII 22 22 22 VIII 24 24 24 IX 26 26 26 X 32 32 — Gietzen, den I. März 1925.