M. SO Erster Statt 175. Jahrgang Donnerstag, 5. ^evruar 1925 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Beilagen: GiebenerFamilienblätter Heimat im Bild. Monatr-Vezk^sprels: 2 Goldmark ü. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fern sprech,Anschlüsse: Schriftleitung 112, Verlag undGeschastsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Lnjeigerriehe«. fonto: Zranffurt o. M. 11686. SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Vrvck und Verlag: vrühl'sche Univerfitülr Such- und Stcinöruderei H. Lange in Gießen. 5chriftleitung und Geschäfiritelle: Schnlitraße 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummcr vis zum Nachmittag vorher ohnejedeBerbindlichkeit. Preis für | mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite brtlich8,answärle 10 Goldpfennig: für Re. Klame-Anzeigen v 70nm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20" /Aus. schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton l)r. Friede. Wilh Lange; für den übrigen Ted. Ernst Blumschein:für den Anzeigenteil: Hans Beck. sämtlich in Gießen. Der Finanzausgleich. Der Reichsfinanzminister auf der Finanzkonferenz der Länder. Der neue Reichsfinanzminister hat in einer Konferenz der Landesfinanzminister die G und- fäye entwickelt, nach denen er sich künftighin die Steuerverteilung zwischen Reich, Ländern und Gemeinden vorstellt. Unmittelbar vorher hatten sich die Finanzminister der Ginzrl- ffaaten schon in Dresden zusammeitgefunden, um eine Art Einheitsfront gegen das Reich herzustellen gleichzeitig meldet sich auch der Ausschuh des Deutschen Städtetages zu Dort, der die Ansprüche der Gemeinden auf die grobe Zentralsteuerkasse, anrnelden will. DaS Problem, wie die Steuereinkommen auf die verschiedenen Träger der Staats- und Der- waltungshoheit zu verteilen sind, drängt also seiner Lösung entgegen. Richt allein aus zeitlichen Gründen. Sic Regelung, wie sie von der Dritten 6 teuer n otoerorbn img vorgesehen war. läuft am 31. Marz ab, bis dahin muh also etwas anderes geschaffen werden, weil es im Interesse aller Beteiligten liegt, dah wir aus dem Provisorium der Inslations- und Stabilisie- rungszeit endlich herauskommen. Es ist nur so ungeheuer schwer, einen vernünftigen Ausgleich zu finden, weil jede Der- gleichsmöglichkeit mit dem Frieden fehlt, vornehmlich deshalb, weil die Erz- bergersche Finanzreform die Grundsätze unserer Steuerhoheit auf den Kopf gestellt hat, indem sie die direkten Steuern den Ländern und Gemeinden wegnahm, um sie auf das Reich zu über- 1 nagen. Gleichzeitig fand eine starke Verschiebung der- Ausgaben zwischen Reich, Ländern und Gemeinden statt, auf der einen Seite dadurch, dah auch die Eisenbahnen den Ländern verloren gingen, während dafür die Gemeinden von einem Teil der Schullasten enthoben wurden. Das Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben ist also in jeder Richtung so verschoben, dah der Mahstab der Vorkriegszeit nicht mehr zur Anwendung kommen kann. Das Reichssinanzministerium hat sich deshalb mit Schätz ung en geholfen und herauszubekommen versucht, wie hoch der G e s a m t st e u e r b e d a r f der Länder u.ib Gemeinden ist uüd wie hoch auf der anderen Seite der Steuerertrag sein kann, der zur Verfügung zu stellen ist. Herr von Schlichen kommt dabei zu den Zahlen, daß aus der Einkommensteuer, der Körperschaftssteuer und der Umsatzsteuer 1875 Millionen Mark zu überweisen sind, zu denen etwa noch 3 Milliarden eigene Steuern der Länder und Gemeinden und 650 Millionen Mark Ucbcrschüsse der Betriebsverwaltungen hinzuzurechnen wären. Das ergibt eine Gesamtdeckung von rund 5,5 Milliarden, der ein geschätzter Gesamtbedarf von 5.32 Milliarden gcgenübcrsteht, so daß also ein 11 cberf d>uh von reichlich 200 Millionen bliebe. Inwieweit die Schätzung der Ausgaben auch nur annähernd zutreffend ist, darüber läht sich, wenn man nicht sehr tief in den Dingen drin steckt, schwer ein Urteil geben. Das Finanzministerium ist zu dieser Zahl gekommen, indem es zu den Ausgaben des Jahres 1914 einen Schätzungsbedarf hinzurechnete, der bei den Ländern 45 Prozent, bei den Gemeinden sogar 50 Prozent beträgt. Das wird in vielen Fällen zu viel, in vielen zu wenig sein. Denn die finanzielle Lage der Gemeinden hat sich seit 1914 grundlegend geändert. Sie sind auf der einen Seite ihre Schulden los geworden, sie haben auf der anderen Seite, soweit sie klug beraten waren, ihr Vermögen durch Aneignung oder Aufkauf gemeinnütziger Betriebe vermehren können. Es wird also schon notwendig sein, eine Ausgleichskasse zu schaffen, um allzu harte Ungerechtigkeiten zu vermeiden. Immerhin kann schon das laufende Jahr doch der Finanzverwaltung bestimmte Anhaltspunkte geben. Man hat nicht zu Unrecht gesagt, das) gerade die Gemeinden im Gelde schwammen. Deshalb? Run. sie muhten sich während der Inflationszeit und auch späterhin sehr stark ein- schränken, waren zudem angewiesen auf den sehr niedrig geschätzten Anteil der Einkommensteuer und erlebten jetzt die Ueber- raschung, dah die Uebertocifungen aus der Einkommensteuer sehr viel reichlicher ausfielen als ursprünglich angenommen war Begreiflich genug, wenn da eine gewisse feit gegenüber Geldausgaben Platz griff. Der Reichsfinanzminister hat Recht, wenn er vor Auswüchsen mit aller Entschiedenheit warnte, aber er hat auch Recht, wenn er gleichzeitig anfünbigte, er würde für seinen Teil dafür eintreten, dah den Ländern und Gemeinden Zuschläge zur Reichseinkommensieuer Wieder bewilligt würden. Denn gespart werden muh ganz anders, als bisher gespart worden ist, aber die Voraussetzung dafür bleibt doch, dah wenigstens ein Teil der alten Steuer- verantwortlichkeit auch den Gemeinden wieder zurückgegeben wird. Rur, wenn das der Fall ist, wird man von ihnen verlangen können, werden sie aber auch selbst ein Interesse daran haben, dah keinerlei unnütze Ausgaben erfolgen. Die Kriegsentschädigung, die wir zu zahlen haben, sorgt schon dafür, daß wir unsere Steuermöglichkeiten bis & um Letzten ausschöpfen. Die Gegenleistung der Verwaltung aber muh darin bestehen, dah auf der einen Seite die Steuererhebung m ö g l i ch st vereinfacht, auf der andern Seite eber der Steuerertrag möglichst nutzbringend angelegt wird. Rur dann wird sich der Steuerzahler mit dem harten Schicksal riesiger Steuern abfinden. Die Stellung des Reiches. Berlin, 4. Febr. ($11.) Im Reichsfinanzministerium traten heute vormittag unter dem Vorsitz des Reichsfinanzministers v. Schlieben die Finanzminister der Länder zu einer Konferenz zusammen. Rach einigen persönlichen Bemerkungen stellte der Reichsfinanzmini» ster den Zweck feiner Einladung wie folgt dar: ES wäre ilebereinftimmung zu erzielen über den künftigen Finanzausgleich und damit über die Grundlage, auf der Reich. Länder und Gemeinden ihre Finanzwirtschaft nicht nur im nächsten Haushaltsjahr, sondern auf lange Zeit hinaus aufbauen formen. Mit einer vorübergehenden Lösung der Frage des Finanzausgleichs sei heute niemandem gedient. Allerdings bestehen im Augenblick noch grobe Hn- gewihheiten in wirtschaftlicher Hinsicht. Denn daher die gegenwärtige Wirtschaftslage Zurückhaltung in den steuerlichen Anforderungen notwendig macht, und wenn die Steuererträge noch hinter den Erwartungen zurückbleiben, die bei dem gebotenen, schonenden steuerlichen Vorgehen gegenwärtig begründet erscheint, so sind sowohl das Reich als auch die Länder vor die Aufgabe gestellt, ihren Bedarf auf das Mah zu beschränken, das dem verminderten Steueraufkommen entspricht. Der neue Finanzausgleich soll also lediglich die Beteiligung-Verhältnisse an den Steueraufkommen bemessen, wie eS der Aufgabenverteilung zwischen Ländern und Gemeinden entspricht. Der Finanzausgleich ist ein Verteilungsproblem. Solange die letzte Steuerveserve für Bedarfsdeckungen benötigt wird, ist es gleich, ob das Reich die letzte Steuerreserve s e l b st erhöht und den Ländern und Gemeinden überweist oder ob das Reich sie zur Ausnutzung den Ländern in Farm von Zuschlägen überläßt. Den Ländern soll aus der Ernkommensteuer. der Körperschaftssteuer. der Umsatzsteuer und der Rrnn- toettfteuer ein Betrag von eitoa 1875 Mll. Mark zur Verfügung stehen. Zu dieser Summe treten etwa 3000 Mill. Mark eigene (Steuern der Länder und Gemeinden und etwa 650 Mill. Mark Uebcrschüsse der Betriebsverwaltung. In den Orfamtbetrag von 3100 Mill. Mark eigener Steuern der Länder und Gemeinden sind die Steuern vom Grundvermögen und vom Gewerbebetrieb mit zusammen 1666 Mill. Mark eingestellt. Als Gesamtdeckung wird also ein Betrag von 5527 Mill. Mark errechnet. Diele Eesamtdeckung übersteigt den auf 5320 Mill. Marl geschätzten Gesamtbedars der Länder und Gemeinden um 207 Mill. Mark. Eine mindestens ebenso hohe Reserve liegt in den Schätzungen des Bedarfes der Länder und Gemeinden. Die Denkschrift des Reichsfinanzminister ums erblickt in diesem Zuschuhbedarf die geeignete Der- gleichsgrundlage für öffentliche Haushaltspläne. Die Erhöhung des Zuschuhbedarfes gegen 1914 kommt nicht allein in den 45 und 50 Proz. zum Ausdruck, um die der geschätzte Zuschuhbedars den von 1914 übersteigt, sondern auch in dem gegen 1914 verringerten Schulden dien st. soweit er aus dem Orbinarium der Hoheitsverwaltungen bestritten wurde. Der Finanzminister ist der Meinung, dah der Zuschuhbedars der Wader mit 145 Proz. des Zuschuh bedarf s von 1914 ü ber schä tz t ist. Ebenso ist ber Zuschußbedarf bet Gemeinden mit 150 Proz. des von 1914 zu hoch angenommen und bars bei einiger Zurückhaltung in ben Ausgaben biefe Höhe nicht erreichen. Zahlreiche Gemeinden aller Länder entfalteten auf dem Gebiete der Personal- und Besoldungspolitik und der Bauverwaltung einen Aufwand, der mit der allgemeinen Finanz- und Wirtschaftslage nicht in Einklang zu bringen ist. Wenn der oorlicgenbc Gesetzentwurf die Verlängerung der Geltungsdauer des Desoldungssperrgesehes um weitere zwei Jahre vorsieht, so ist dafür gerade der Gesichtspunkt wirklicher Beeinflussung der Finanzpolitik der Gemeinden mahgebend. Eine Verteilung scheint in der Weise angebracht, dah das Reich an der Einkommensteuer und an der Körperschaftssteuer mit 33’/3 Prozent und an der Umsatzsteuer mit 70 Prozent, die Länder und Gemeinden an der Einkommensteuer mit 662 3 Prozent, an der Umsatzsteuer mit 30 Prozent beteiligt werden. Die Forderung des Zuschlagsrechtes der Länder und Gemeinden zur Einkommensteuer und Körperschaftssteuer entspringt sowohl einem volkspolitischen als auch einem steuer- und finanzpolitischen Bedürfnis. Die Zuschläge der Gemeinden werden tragbar bleiben müssen und von den Reichseinkommensteuer» und Reichskörperschaftssteuererträgen kaum abweichen. Zum Schluß seiner Ausführungen sprach der Reichsfinanzminister bte Hoffnung aus, dah auch bei der weiteren Erörterung des Finanzausgleiches die Frage des Zu- schuhbedarses der Länder und Gemeinden von denen auseinandergehalten würde, die sich auf das Mah und die Form der Beteiligung an den Reichssteuern, insbesondere die Zuschläge zur I Einkommensteuer und zur Körperschaftssteuer be- I ziehen In der Konferenz wurde dann nach der Rede deS R.richsfinanzministerS v. Schlieben seitens der Finanzminister der Länder folgende Entschließung der Länder bekanntgegeben: 1. Der bisherige Finanzausgleich ist, wie sich aus den Ausführungen des ReichS- ministerS der Finanzen im Haushaltsausschusse des Reichsrats von selbst ergibt, einseitig zugunsten de« Reiches und zuungunsten der Länder und Gemeinden auSgeschlagen. Die in dem Referentenentwurs des Reichsfinanzministeriums vorgesehene Reuregelung bringt eine weitere untragbare finanzielle Verschlechterung für die Länder und Gemeinden und trägt dem anerkannten Grundsätze der Trennung der Steuer» quellen in keiner Weise Rechnung. Die Länder sind fiberelnflimmenb bet Auffassung, baß ein enbgültiger Finanzausgleich grundsätzlich nur bann möglich ist, wenn ihnen bie Einkommensteuer unb KörperschaftSsteuer mit bem Einschluß ber Steuer vom Kapitalerträge nach Maßgabe beS ReichSrahmengesehes voll zurückgegeben wirb. Die endgültige Regelung des Finanzausgleichs soll zu einem möglichst frühen Zeitpunkte und toenn irgend angängig mit Wirkung vom 1. April 1926 ab erfolgen. Die endgültige Stellungnahme zur Frage der Rückgabe der Finanzverwaltung bezüglich der Einkommensteuer und KörperschastS- steuer auf die Länder und Gemeinden bleibt Vorbehalten. Die Mehrzahl der Länder fordert diese Rückgabe. Solange das Reich diese Steuern verwaltet, erhält es eine Derwaltungskosten- entschädigung von 4 v. H. des Aufkommens. Eine Regelung der Aufwertung und Abgaben zum Ausgleich der Geldentwertung vom bebauten- und unbebauten Grundbes ihe muh vor dem endgültigen Finanzausgleich und mit Rücksicht auf dresen stattfinden. 2. Für bie llebergangszeit bis zur Rückgabe fctiber Steuern an die Länder bleibt nur übrig, em zentrales Verteilungsshstem bei ber Einkommen- und Körperschaftssteuer beizu- behalten. Der Anteil des Reiches an ber Einkommensteuer und Körperschaftssteuer ermäßigt sich vom 1. April ab auf 4 v. H 3. Weiterhin müssen die Länder für sich und ihre Gemeinden zur teilweisen Deckung ihrer Fehlbeträge in den Haushalten vom 1. April ab eine Erhöhung ihres Anteils an ber Umsatzsteuer über 20 v. H. hinaus fordern. Im übrigen müssen den Ländern und Gemeinden die Einnahmen im Rechnungsjahr 1924 aus den Reichszuschüssen, insbesondere für die Schutzpolizei, mindestens in der bisherigen Hohe erhalten bleiben ober durch entsprechende Erschließung weiterer Sleuereinnah» nahmen erseht werden. 4. Mit Rücksicht auf bie Forderung der völligen Rückübertragung ber Einkommen- und Kör- VerschaftSsteuer beschränkt sich bas Reich für bas Rechnungsjahr 1925 auf eine Uebergangdregelung dieser beiden Steuern. Bei dieser Ucbcrgangd- regelung ber Einkommen- und Körperschaftssteuer für das Rechnungsjahr 1925 ist darauf Rücksicht zu nehmen, daß beide Steuern später den Ländern zurückgegeben werden. Dies gilt insbesondere für die Wahl des Erhebungszeitraumes, wobei bie Forderungen der Wirtschaft hinsichtlich des Zeitraums tunlichst berücksichtigt werden sollen, dessen Einkommen ber Besteuerung zugrunde zu legen ist. 5. Soweit die Länder an dem Ertrage der Reichssteuern beteiligt sind, muh gewährleistet werben, dah ein Erlaß ober eine Aende - rung der Steuergesehe nicht ohne die Zustimmung desReichsrats erfolgen bars. Die Wohnungs-Wirtschaft. Berlin. 4. Febr. (WTB.) Der Ausschuß für Siedlungs- und Wohnungswesen des vorläufigen Reichswirtschaftsrats hat eine Reihe von Leitsätzen zur Wohnungszwangswirtschaft angenommen, in denen zur Frage derHypotheken- auf toertung Stellung genommen und eine Erhöhung der Hauszins st euer auf 20 Prozent der Friedensmiete und ihr Ausbau zu einer Reichs st euer vorgeschlagen wird, deren Verwendung ausschließlich für die Zwecke der Wohnungsförderung ftaitfinben soll. Die Mieten sollen den Leitsätzen zufolge unter Würdigung der wirtschaftlichen Gesamtlage in absehbarer Zeit ber Fr i eb e n s m i e t e an« geglichen w rden. wogegen der Hauseigentümer wie früher dieDerwaltungs-und Betriebskosten zu tragen hat. Ferner wird bie Aufhebung des Dohnungs- mangelgesehes für alle ober bestimmte Arten von Wohnungen befürwortet. Die preußische Reyierunqskrise. Berlin. 5. Febr iPriv.-Tel > In der Frage ber Regierungsb:ldung in Preußen hat auch ber gestrige Tag keine Entscheidung gebracht. Der Parteivorstand ber Deutschen Volkspartei hat too^l gestern eine De atung abgehalten, bei der auch bie preußische Frage besprochen wrrrde, irgeidwelche Beschlüsse wurden jcboch nicht gefaßt. Die volksparteiliche Fraktion des preußischm Landtags will heute mittag zu- fammmentreten, um über die Regierungsbildung in Preußen Beschluß zu fasten Mi tiste pras b.nt Braun dürfte also schon im Laufe beÄ heutigen Tages im Besitz der offiziellen Entschließung der Deutschen Volk«vor.ei s in. bie. wie bie Blätter melden, voraussichtlich ablehnend lauten werde. Die Dlä'.ter craxirtcn daher noch für heute die Erklärung Brauns, daß er bie Dahl zum preußischen Ministerpräsibenten nicht a n n e h m e. In pariamentari'chen Kreisen rechnet man bamit. daß nunmehr ein Zen- trumsmitglied. und zwar b:r Landeshauptmann ber Rheinprovinz. Dr Horton, der Inzwischen in Berlin eingetr^ffen ist. vom Landtag zum Ministerpräsibenten gemacht wird De? neu« Ministerpräsident hätte dann die Ausgabe, die Bemühungen Brauns, das Äabinett auf eine breitere parlamentarische DasiS zu stellen, fortzufetzen. Schiedsspruch im polnisch Danziger Konflikt. Die Entscheidung des Kommissars des Völkerbundes im polnisch°Dan ziger Postftreit. Danzig. 5. Febr. (TU.) Die Freie Stadt Danzig hatte bei dem Hohen Kommissar des Völkerbundes um eine Entscheidung gebeten, ob ber Anfang Januar d. 3 in Danzig eingerich tete polnische Postbienst sich lediglich innerhalb des der polnischen Regierung für diese Zwecke zugeteilten Gebäudes am Heveliusplatz abwickeln dürfe und ob außerhalb dieses Grundstücks postalische Funktionen, insbesondere durch Briefträger unb Briefkasten, unzulästig seien. Auf diesen Antrag hak nunmehr der Hohe Kommissar eine Entfcheidung gefäl't, in der es heißt: 1. Der Post-, Telegraphen- unb Telephon- dienst, zu dessen Errichtung die polnische Regierung auf Grund der Artikel 29 und 30 des Vertrags von Paris berechtigt ist, bedeutet ein Postamt im Hasen von Danzig. Dieses Postamt ist der polnischen Postderwaltung auf dem He- veliuSplah zugeteilt worden. 2. Der durch diesen Postdienst von dem Gebiete der Freien Stadt Danzig nach Polen und umgekehrt geleitete Verkehr muh von diesem Gebiet direkt nach dem polnischen Gebiet gehen. Keine postalischen, telegraphischen oder telephonischen Sendungen oder sonstige Mitteilungen nach Polen Dürfen auf anderem Wege angenommen oder ausgegeben werden, außer in dem Postamt am Heveliusplatz. 3. Jeder Gebrauch von Briefkasten und ein Ansammlungs- und Bestelldienst durch Drief- träger in irgendeinem Teil des Gebiets der Freien Stadt Danzig ist unzulässig und widerspricht der Entscheidung vom 25. Mai 1922. 4. Das polnische Postamt ist nicht dazu bestimmt, sich mit allen Briefen zu befassen, die an irgendeiner Stelle im Danziger Gebiet nach Polen oder dem Ausland abgegeben werden. Es jst dazu bestimmt, den im Danziger Gebiet rechtmäßig errichteten polnischen Behörden es so zu ermöglichen, bei diesem Postamt Sendungen nach Polen oder dem Ausland abzugeben. Falls gegen biefe Entfcheibung Berufung eingelegt werben sollte, was von polnischer Seite mit Bestimmtheit zu erwarten ist, so steht bie Entscheibung in letzter Instanz Dem R a t b e i Völkerbundes zu, ber Anfang März ir Genf Zusammentritt. Ein anberer Teil Der Anfang Januar von Danzig gestellten Anträge ist noch nicht erlebigt. Wiederaufnahme der handel;-- vettrag;verhandlungen. Paris. 4. Febr. (211.) Die deutsche Antwortnote wurde bereits gestern abend um 8 Uhr im Handelsministerium überreicht. Die „Infor- formation" berichtet über den Inhalt der Rote folgendes: „Deutschland verlangt erneut, baf) eventuelle Vergünstigungen, wie sie für die Dauer eines mobus vivendi cingeräumt werden, auch für den en dgültigen Handelsvertrag gelten. Staatssekretär Trendelenburg ist von der deutschen Regierung angewiesen worden, beide Fragen miteinander zu verknüpfen. Demgegenüber kann nad) Auskünften von unterrichteten Kreisen gesagt werden, dah auf deutscher Seite keineswegs versucht wird, die angeblichen Zugeständnisse für die Uebergangszeit mit den für den endgültigen Handelsvertrag zu erwartenden Bedingungen zu verknüpfen. Das Gegenteil ist richtig. Während man für die Uebergangszeit. die nach Auffassung der maßgebenden französischen Kreise bis zum 1. Dezember bemessen wird, bedeutende Zugeständnisse von deutscher Seite beansprucht, so vor allem im Hinblick auf die Differenzierung Deutschlands in ben Zollsätzen für eine Reihe wichtiger Kategorren, erwartet man auf deutscher Seite für den endgültigen Handelsvertrag eine gerechteGlei ch- setzung Deutschlands mit allen Mä ch- ten, mtt denen Frankreich Handelsverträge cb= schließt, also de facto die Meistbegünstigung, die Frankreich nach seinen Gesehen de jure nicht geben kann. Der Handelsminister Reinaldi hat heute vormittag die Prüfuna der deutschen Antwortnote begonnen. Die deutschen Unterhändler betonen Ihren ausdrücklichen Wunsch, die Verhandlungen sortzusev-"'. unZ> scheinen als V»rhandlunge grunbiage Die letzten französischen Dorschläge gelten zu lassen. Rettraldi hat nach der Prüfung der deutschen Antwort dem deutschen Verhandlungs- (eiter mitgeteilt, das) er die Beratungen so schnell wie möglich zu einem befriedigenden Aus- gang $u führen wünsche. Für morgen nachmittag ist eine Vollsitzung bereits festgesetzt. Morgen vormittag um 11 Uhr wird Staatssekretär Trendelenburg mit dem französischen Handelsminister eine Vorbesprechung führen. Holland und der GarantiepaKt. London. 5. Febr. (TU.) Auf Grund belgischer Mitteilungen, die dahin gehen, daß eine Sicherung Belgiens nur unvollkommen sein wurde, solange die holländische Ost grenze gegen jeden deutschen Einmarsch offen steht, versuchen englische Militärkreise. Holland jetzt von der Rotwendigkeit zu überzeugen. sichSicherungsabmachungenzwi- schen London, Paris und Brüssel an- zu schließ en. 3m „Daily Telegraph" wird heute angebeutet, das) man auf englischer Seite geneigt sein würde, einen holländischen Anschluß an den westeuropäischen Sicherungspakt durch eine gewisse Garantie der lln Der- ?etzlichkeit der holländischen Besitzungen in Asien zu vergelten. Der Prozeß Beversdors gegen Krone. Berlin, 4. Febr. (TU.) Vor dem großen Schöffengericht Berlin-Mitte begann heute der Beleidigungsprozeh des Landgerichts- direktors Deversdorf, des Vorsitzenden im Magdeburger Deleidigungsprozeß, gegen Landgerichtsdirektor Krone, dem Vorsitzenden des Republikanischen Richterbundes. Vor Verlesung des Eröffnungsbeschlusses beantragt der Verteidiger Landsberg, den Termin aufzuheben und den neuen Termin bis nach der Entscheidung des Magdeburger Prozesses in zweiter 3nstanz zu verschieben. Rur bann könne eine sachgemäße Entscheidung gefällt werden. Generalstaatsanwalt Lindow hielt eine Entscheidung über diesen Antrag formell erst nach Eröffnung der Sitzung für zulässig. Am Rachmittag fällte der Gerichtshof folgendes Urteil: Landgerichtsrat Dr. Krone wird wegen formaler Beleidigung zu einer Geldstrafe von 3000 Mk., im Falle der Richtbeibringung zu einem Tag Gefängnis für je 60 Mk. verurteilt. Dem Rebenkläger ist die Befugnis erteilt, daS -Urteil in der „Vossischen Zeitung", der „Deutschen Richterzeitung" und der „Magdeburger Zeitung" auf Kosten des Angeklagten zu veröffentlichen. Die Kosten des Verfahrens werden dem Angeklagten auferlegt. Arbeitszeitfragen im Reichstag. Rede des Reichsarbeitsmimsters. Berlin. 4. Febr. Am RegierungStisch: Reichsarbeitsminister Dr. Brauns. Abg. Schneider -Berlin (Dem.) bemängelt die viele überflüssige Schreibarbeit, die in den Ministerien geleistet werde. Frischer Geist in die Sozialpolitik könne nur durch demokratische Ge- dankengänge kommen. (Lachen rechts.) Die Schlacke der Vorkriegszeit müßte beseitigt werden. Aber nicht nur das Ministerium, sondern Arbeitgeber und Arbeitnehmer brauchen den neuen Geist in der Sozialpolitik. Die Arbeitslosenversicherung müsse endlich fertiggestellt werden. Erschütternd war in den Briefen der Arbeitslosen dec Schrei ma ch Arbeit. Dringend notwendig feien Reformen in der Angestellten- und Unfallversicherung. Abg. Drewitz (Wirt. Vereinig.) schildert die schwere wirtschaftliche Lage des Mittelstandes und fordert nachdrücklich Hilfe für Gewerbe und Handwerk. Die Lehrlinge mühten zunächst erzogen werden. Das ganze heutige Elend sei auf eine verkehrte Wirtschaftspolitik zurückzuführen. Die Arbeitgeber im Kleinhandel und Gewerbe wehren sich gegen eine Ueber- spa.nnung der Sozialpolitik. Abg. Stöhr (Rtl.Soz.) bezeichnet es als dringende Rotwendigkeit, das Mißtrauen aus der Arbeiterschaft herauszubringen. Rur dann könnten wir wirtschaftlich und sozial wieder vorwärts kommen. 3n den Handels- unb Gewerbekammern seien die Arbeiter leider nicht vertreten, da seien die Unternehmer Alleinherrscher. Der Redner verlangt gründliche Prüfung des ©ebanfend eines A rbeitsdien st jähre s, das die innere Kolonisation fördern würde. Cs sei ein Skandal, wenn vielfach heute nicht einmal die Dorkriegslöhne gezahlt würden. 3n der Bankwelt habe man den Personalabbau mit unglaublicher Brutalität durchgeführt. Reichsarbeitsminister Dr. BraunS lehnt es ab, sich über Dinge zu äußern, die noch im Stadium theoretischer Erwägungen seien. Cs sei schon ein wesentlicher Erfolg, wenn schon kurze Zeit nach dem Zusammenbruch unsere Sozialversicherungen auf fester Grundlage stünden. Rach Verabschiedung des Unfallversicherungsgesetzes toerbe man überall wieder die Friedens- lei ft ungen erreicht haben. Die Reichsversicherung werde eine planmähiae Zusammenfassung der Gestaltung der Sozialversicherung! nicht aus dem Auge verlieren. Es sei aber eine gesetzliche Atempause notwendig. Es habe keinen Zweck, Beschlüsse zu fassen, die inan später wieder korrigieren müsse. Der Minister sprach sich für eine baldige endgültige Schaffung der Arbeitslosenversicherung aus. Selbstverständlich könne hier nicht allen Thünschen Rechnung getragen werden. Die Leistungen der Arbeitslosenfürsorge hätten sich seit Jahresfrist um rund 100 Prozent gehoben. Der Minister beschäftigt sich bann mit der Frage der Arbeitszeit. Die Rettung der deutschen Wirtschaft und der Sozialpolitck erblicke die Reichsregierung keineswegs in vermehrter Arbeitszeit unb in Verkürzung der Löhne. Die Mehrheit der deutschen Unternehmer werde auch nicht so kurzsichtig sein, zu glauben, mit solchen Mitteln ihren Platz auf dem Weltmarkt zu behaupten. Die Verlängerung der Arbeitszeit war nur ein Hilfsmittel in der Rot. Vollständig falsch sei die Behauptung, daß Anweisung auf Riedrighaltung der Löhne gegeben worden sei. Der Minister bedauert, dah sich Arbeitgeber unb Arbeitnehmer immer noch allzusehr auf die Derbindlichkeitserklärung einstellen unb bem Arbeitsministerium die Verantwortung zuschieben. Zu begrüßen Barmats Holland-Geschäfte. Berlin, 4. Febr. (TU.) Bei der weiteren Behandlung der Barmat-Kutisker-Affäre vor dem preußischen Untersuchungsausschuß erklärte der soziald«nokratische 'Abgeordnete H e i l m ä n n , daß seines Wissens Roske Darmat niemals gesehen oder gesprochen hat. Herr Wels habe Darmat mit einem Prlbatbrief an WaeDonald geschickt und Darmat sei auch mit einem inoffiziellen Auftrag des Reichspost- ministeriums nach London gegangen, um mit der damaligen englischen Regierung über eine Aende- rung des Postabrechnungsverkehrs zu verhandeln. Ratürlich habe er auch fein Geschäft im Auge gehabt unb zu erreichen versucht, daß für eine der Abrechnungsstellen für den deutsch-englischen Postverkehr auch die Darmatsche Merkur-Dank zugelassen wurde. Auf eine weitere Frage, ob Darmat unmittelbar mit dem Reichspostministerium in Beziehungen getreten sei, versichert Heilmann, ‘Barmat habe dauernd im persönlichen Verkehr mit dem Reichspost- Minister gestanden. Darmat habe niemals der Partei oder ©e- nosien irgendwelche Summen zur Verfügung gestellt, ohne sich vorher mit ihm, Heilmann, ins Benehmen zu setzen. Heilmann gibt zu. daß 15 000 Mark an ein Köpenicker Blatt Don Darmat gegeben worden seien. Weiter gibt er zu, daß Darmat auf feine, Heilmanns, Veranlassung hin, der sozialdemokratischen Partei- fasse eine weitere Summe Don 20 000 Mk. zur Verfügung gestellt worden sei. Der Zusammenbruch des Barmatkonzerns sei dadurch hervorgerufen werden, daß Oberrflnanzrat Hel -- w i g den Konzern dazu bestimmte, schwer notleidende ©esellschaften in großem Stile zu übernehmen. 3m weiteren Verlauf der Vernehmung Heilmanns erllärte Abg. Dr. Kaufhold (Dntl.), die Ausführungen Heilmanns hinterließen den Eindruck, als ob Oberfinanzrat H e l l w i g D a r- mat den Hals umgebrebt habe. Er beantragt deshalb, sofort den Geheimen Finanzrat Breckenfeld zu hören, oh Hellwig in dem Verdacht stehe, Darmat in Verbindung mit Roth und Berlin-Burg gebracht zu haben. — Der Präsident der Seehandlung, Schröder, erklärt, daß Ende Mai oder Anfang 3uni von Darmat schleunige Rückzahlung der Kredite verlangt worden fei Barmat habe erklärt, er könne erst im August mit der Abzahlung beginnen. Er hat dann auch im August damit b e g on n en. Darauf teilte Finanz rat Dreckenfeld mit, daß die Kredite der Seehandlung an Derlin-Burg absolut sichergestelllt seien. Don einer näheren Verbindung zwischen Darmat und Scheibemann könne nicht die Rebe sein. Ferner bemerkte H e i l m a n n, daß das für den Rotterdamer „Vorwärts" ausgeführte Zeitungspapier nur für dieses Blatt verwendet wurde. Darmat habe davon nichts behalten. Vorsitzender Dr. Leidig erNärt, daß er sich mit dem Vorsitzenden des Untersuchungsaus- schusses des Reichstages geeinigt habe, die Frage der R e i ch s p ost k r e d i t e im Reichstag zu verhandeln. Der Zeuge Klinkhammer sagt aus, daß er damals das Dezernat Fälschung von Ein- und Ausfuhrbewilligungen verwaltete. Eines Tages sei ihm eine Anzeige der Bochumer Handelskammer zugegangen, in der die Firma Gebrüder B a r m a t bezichtigt wurde, auf unlauterem Wege Einfuhrerlaubnisse für größere Lebensmittelmengen aus Holland erhalten zu haben. Er habe dann spater bei Barmat eine Haussuchung vorgenommen. Später habe der Zeuge auch erfahren, dah das Amtsgericht Mitte sich mit der Sache befaßte. Die Akten waren aber verschwunden. Abgeordneter H e i I m a n n bestreitet die Angaben des Zeugen. Cs kommt zu scharfen Auseinandersetzungen zwischen bem Zeugen und bem Abg. Kuttner (Soz.) sowie dem ftellbcrtretenben Vorsitzenden Dr. Deerberg. Der Zeuge bittet den Abgeordneten Heil- mann, innerhalb 24 Stunden gu erklären, daß er das Opfer eines 3rrtums geworden ist. Abgeordneter Hellmann behält sich eine Erklärung bis zur Vernehmung des Ministerialdirektors Falk vor. Die Vernehmung des Ministerialdirektors Dr. Falk wirb beginnen. Er erklärt, bah er die Gebrüder Barmat nie gesehen habe. Das Landespolizeiamt habe damals sehr viel mit Aus- unb Einfuhrschiebungen zu tun gehabt. Die bearbeitende Dienststelle habe dem Landespoli- zeiamt in einer Anzeige den Artikel in Berliner Tageszeitungen mit der Überschrift: „Ein bolschewistischer Schützling der Reichsregie- rung als Millionenverdiener" übersandt. 3n bem Artikel wird mitgeteilt, daß Darmat in großem Ausmaß.Einfuhrbewilligungen erhalte, währenb sie anderen verweigert würden. Diese Anzeige sei die Unterlage zu einem Verfahren bei dem Landespolizeiamt ge- toorben. Sie sei bem Zeugen und auch seinem Vertreter, wie auch dem Sachbearbeiter nicht vorgelegt worden, sondern geschäftsmäßig als eine Bagatelle unmittelbar an den Kriminalkommissar Klinkhammer weitergegeben worden, der daraufhin die Haussuchung bei Darmat vorgenommen hat. "Bei dem Vorgefundenen Material habe sich kein Anhaltspunkt für weitere polizeiliche Ermittlungen ergeben. Andere Fälle seien dem Zeugen nicht begannt. Als er später zur Auffrischung seines Gedächtnisses einen E i n- blick in bic Akten nehmen wollte, waren sie eine Zeit lang verschwunden, fanden sich aber später bei dem in Frage kommenden Amtsgericht wieder ein. Don einer amtlichen Anzeige der Handelskammer Bochum ist dem Zeugen nichts bekannt. Bekannt ist ihm, daß Darmat am 3. 3amtar 1920 der Beschluß der Einstellung des Verfahrens übermittelt wurde. Diesem Beschluß seien aber keine Gründe beigegeben worden. Darauf vertagte sich der Ausschuß auf Samstag vormittag 10 Uhr. * Der Untersuchungsausschuß des Reichstages über die Äreöitaffäre (Barmat, Kutisker usw.) trat heute vormittag wieder zusammen. Der Dorsihende Abg.S ärger teilt mit, daß er sich mit Dr. Leidig, bem BorfÜjenben des preußischen Untersuchungsausschusses, ins Benehmen sehen werde. Für die nächsten zwei bis drei Sitzungen seien nur politische Dernehmungen beabsichtigt, worauf die reinen Kredits ragen erörtert werden sollen. Ratürlich könne der preußische Ausschuß beginnen, die preußischen Fragen betreffend, auch Beamte zu ernennen. Der Bor- sitzende schlug vor, am Samstag mit der Prüfung der Postkredite zu beginnen. Zunächst sollen mehrere Kassenbeamte unb bann auch Dr. Höfle unb 2Ibg. Lange-Hegermann (Z.) vernommen werden. wäre es, wenn die Beteiligten eigene private Schlichtungsstellen schaffen würden. Doraussetzung sei aber eine wahre Arbeitsgemeinschaft. Bei der ungesunden Preisentwicklung sei das Arbeitsministerium immer eingeschritten. Die Reichsregierung sei aber nicht verantwortlich, wenn die geltenden Bestimmungen von den Ländern nicht scharf durchgeführt würden: auch wenn die 3ustiz in der Wucherbekämpfung manchmal versage, so sei es nicht die Schuld der Reichsregierung und des Arbeitsministeriums. 3n der Frage des Washingtoner Abkommens sei der Standpunkt der Reichsregierung bekannt. Deutschland beabsichtige keineswegs ein Dorgehen, das als soziales Dumping bezeichnet werden forme; aber auch die besonderen Derhältnisse mühten berücksichtigt werden. Abg. D i h m ann (Soz.) erklärt, seine Partei werde nicht rasten oder ruhen, bis der Achtstundentag wieder erobert sei. Unter großem Lärm des Hauses wirft dann Abg. Rädel (Komm.) den Sozialdemokraten Heuchelei und Arbeiterverrat vor. Das Haus vertagt sich auf Donnerstag. Polnische Grenzübergriffe Die unglaubliche Hetze, die mit Unterstützung der Warschauer Regierung seit einigen Wochen gegen Danzig und vor allem auch gegen das gesamte Deutschtum inszeniert wurde, konnte natürlich nicht ohne Folgen bleiben, zumal auch das Militär entsprechend bearbeitet und feit geraumer Zeit in Öen Garnisonen Pornerel- lens und Posens alarmbereit gehalten wird. Die Erschießung des Fischers Look ausRud- nerweise bei Marienwerder, der auf der Weichsel feinem Fischfang nachging, kommt auf das Konto dec polnischen Regierung und ihrer Hehorgane. Der Ucbergriff des polnischen Grenzpostens erinnert an die Zeiten kurz nach dem Kriege, an die Zeiten der Losreihung Oberschlesiens und der fvrtgesehten Reibungen und Grenzplänkeleien der 3ahre 1919, 1920 und 1921 Mehrere 3ahre hielt Polen Ruhe, jetzt fühlt es sich wieder stark genug, um einen Streit mit Deutschland vom Zaune brechen zu können. Wir sind zwar militärisch machtlos, auch einem Staat wie Polen gegenüber, aber doch noch keineswegs so machtlos, um jeden Ucbergriff unserer östlichen Rachbarn stillschweigend einstecken zu müssen. Gleiches können und wollen wir nicht mit Gleichem vergelten, Wohl aber ist es an der Zeit mit öen Herrschaften in Warschau einmal ein ernstes Wort zu sprechen und sie darauf aufmerksam zu machen, daß wir noch über wirtschaftliche Machtmittel verfügen, deren Anwendung Polen schwerlich angenehm sein kann Kleine politische Nachrichten. Der am 30. 3anuar gewählte Bremische Senat hat feine Mitglieder Dr. Donan d t (parteilos, den Deutschnationalen nahestehend) und Dr, Spitta (Dem.) zu Bürgermeistern und den Bürgermeister Dr. Donandt zum Präsidenten des Senats gewählt. Rach einer Meldung der „Reichspost" ist der Metropolit von Albanien Erzbischof von Skutari Lazarus Miedia, von der Regirrung Achmed Zogu aus dem Lande v e r w i e - f e n worden. Der türkisch-griechische Konflikt. London. 5. Febr. (TU.) „Daily Telegraph" meldet aus Athen, daß die Ablehnung der Türkei, die Ausweisung des aciechischen Patriarchen dem internationalen Schieosgericht zur Begutachtung zu unterbreiten, die Erregung des griechischen Volkes noch mehr gesteigert habe. Unter Führung von Offizieren sind Vorbereitungen zur Aufstellung einer Freiwilligen- Armee getroffen. Ein von den angesehensten Athener Geschäftsleuten unterzeichnetes, außerordentlich aggressiv abgefaßtes Manifest enthält das Versprechen, die zur Ausbildung der Freiwilligen nötigen Summen aufzubringen. Man rechnet damit, daß sich bei einem unerwarteten Zwischenfall die Ereignisse überstürzen können. Der britische Gesandte erllärte dem griechischen Außenminister, daß die englische Regierung für den Standpunkt Griechenlands Verständnis habe, aber dem Kabinett zur Mäßigung rate. Auch der französische ©e- fanbte hat einen ähnlichen Schritt unternommen und im Auftrage seiner Regierung dem griechischen Außenminister den Rat erteilt, griechische Kundgebungen zu vermeiden. Der Außenminister antwortete, daß Griechenland vor allem für den Krieg arbeite. Aus aller Welt. In Hamburg blühen die Krokusse. Die ungewöhnliche frühüngsmähige Wärme von 9 Grad und etwa 12 ©rod mit zeitweiligem Sonnenschein hat im Botanischen ©arten zauberhafte Wirkung entfaltet. Aus den frisch begrünten Rasenflächen blühen hellblaue Krokus in reicher Zahl. Die gelben sind im Aufbrechen begriffen. 3n normalen 3ahren zeigen sich die ersten Frühlingsboten nicht vor März. Verhaftung deutscher Reifender in Warschau. Am Dienstagabend wurden in Warschau drei deutsche Reisende von polnischen Kriminalbeamten unter dem Verdacht der Spionage verhaftet. Eine Falschmünzerwerkstatt entdeckt. Eine Falfchmünzerwerkstatt wurde von der Berliner Kriminalpolizei im Hause Landwehrstraße 5/6 entdeckt. Rach kurzer Durchsuchung fand man das ganze Material. Tiegel, Gipsabgüsse und alles, was zur Herstellung von falschen Dreimark- und Einmarkstücken dienen konnte, vor. Ebenso wurde falsches fertiges Silbergeld vorgefunden. Das Falschgeld ist im großen und ganzen den Fälschern ziemlich gut gelungen. Kenntlich ist es nur am Rande, wo die bei den echten Geldstücken vorhandenen lleinen Zweige und Pünktchen fehlen. Aus Stadt und Land. Gießen, den S. Februar 1925. Die Jagd im Februar. Von Edmund Scharein. Mit dem Ende der Hasenjagd Mitte 3anuaf hat die jagdlich tote Zeit begonnen. Die schraffierten Felder des 3agdscheins künden in der Rubrik „ Februar" fast für alle Wildarten Schonzeit an. Was will es sagen, wenn noch die 3agd auf männliches Rot- und Damwild frei ist? Die Mehrzahl der weidgerechten 3äger wird sich in diesen Monat kaum dazu verstehen können, den König des Waldes und den Damschaufler zu erlegen, auch wenn nach dem 3agdgesetz der Abschuß von männlichem Rot- und Damwild gestattet ift Aber ganz ohne 3agdfreuden ist der Februar nicht. Zwei gefürchtete Räuber haben in diesem Wintermonat ihre Minnezeit: Reineke und Edelmarder. Beide gefürchtet ob ihrer Raublust und Verschlagenheit, aber auch geschäht von echten Weidmännern und Baturfreunben. Welcher Weidmann möchte diese beiden Räuber in deutschen Jagdgründen missen! — Bleiben wir gleich bei dem lehtern. Richt jeder 3äger ist so glücklich, in seinem Revier Edelmarder zu beherbergen. Größere Waldungen find Vorbedingung für das Vorkommen dieser Raubwildart. Aber auch in diesen ist der gefürchtete Räuber heute nicht mehr so häufig wie in früheren Zeiten. Gerade diese Wildarr ist in der Rachkriegszeit, wie wohl keine andere, gezehntet. Die Rachstellungen, denen sie ausgesetzt war, sind auf die erstaunlich hohen Preise, die für die Marderbälge von den Pelzhändlern gezahlt werden, zurückzuführen und haben ihre Ursache also weit mehr in menschlicher Gewinn- sucht, als in hegerischen Bestrebungen, die den mäßigen Abschuß zum Schuhe des von dem Marder verfolgten Kleinwildes — er macht sich auch, wo ihm die Gelegenheit geboten wird, an Rehwild heran — fordern. — 3m Februar hat der Edelmarder seine Ranzzeit. 3n starker Erregung folgt der Rüde der Spur des Weibchens, um deren Besitz unter den einzelnen Bewerbern heftige Kärndfe ausqetraaen werden. Wie überall in der Ratur. ist auch hier der Stärkere der Sieger, der Begünstigte der Begehrten. Für den wahren 3äger ist es ein herrlicher Genuß, den Hochwald auf Marder abzuspüren. Richly so selten wie der Edelmarder ist der zweite Räuber, der vorhin erwähnt wurde, der Fuchs. 3hn in der Ranzzeit zu jagen, haben auch Besitzer oder Pächter von Feldjagden oder solchen mit geringem Waldbestand Gelegenheit Der rote Freibeuter ist zu jeder 3ahreszeit interessant. 3n der Ranzzeit aber, wenn hinter d"r Fähe oft mehrere Rüden jaaen, a-währt er einen besonders reizvollen Anblick. Es kommt a’fcb häufig vor. daß er zu dieser Zeit sorgloser ist als sonst, weshalb man mitunter auch auf Feldjagden ihm gegenüber Erfolg haben kann, namentlich, wenn diese Remisen aufzuweisen shaben. Viel 3nteressantes bieten zur Ranzzeit oft kleine Fuchstreiben, an denen nur einige gute Schützen, je nach Größe der Treiben imb Beschaffenheit des Geländes etwa 3—7 teilnehmen. 'Fährt bann der Rotrock aus einer Schonung! ober einem Bruch heraus, dann ist ein rascher unb dabei sicherer Schuh am Platze. Denn Reineke ist bekanntlich ein zäher Bursche. — Auch ldas Absuchen Ijcr Röhren mit guten Hunden farm oftmals Erfolg bringen. Besonbers reizvoll ist diese 3agbart in schwierigem Gelänbe. QIn die Schießfertigkeit des Schützen stellt sie in wechsclvollem Gelände nicht unbeträchtliche Anforderungen. Manch 3äger stand, nachdem der Fuchs wie ein Pfeil aus der Röhre gefahren war, mit abgeschossenem Gewehr und dummem Gesicht da. Auch die Schleppe sei erwähnt unb der Ansitz am Luderplatz. Der Februar. Öen wir eingangs mit bezug auf die 3agb auf öas Ruhwild als jagdlich toten Monat bezeichnet haben, kann dem Weidmann sehr Wohl viele herrliche 3ägerfreuben bringen. Er muß sich nur bic Mühe machen fein Revier aufzusuchen unb ihm nicht etwa fernbleiben, weil es nichts zu schießen gibt. Den Revierinhabern kann nicht genug empfohlen werben. gerade jetzt, nach der eigentlichen 3agdzeit, recht viel draußen zu sein, einmal, um zu wissen, was das Revier birgt — man kann sich über den Bestand an den einzelnen Wildarten gerade während der Schonzeit leicht unterrichten — und zum anderen, um ungebetene Gäste aller Art von den Grenzen des Reviers fernzuhglten. Mit Genugtuung sei noch festgestellt, daß die zahlreichen Ermahnungen zum mäßigen Hasenabschuh, die von ernsthaften Weidmännern, 3agdvereinen imb der Iagdvresse kamen, größtenteils auf fruchtbaren Boden gefallen sind: 3n vielen Revieren haben Sreibragben überhaupt nicht ftattgefunben; man hat sich lediglich daraus beschränkt, ein paar Küchen Hasen zu schle ßen. Dadurch ist für die Hebung der Hasenjagden viel getan. Auf die Pflicht jeden wahren Weidmannes in der Fütterung des Wildes nicht zu erlahmen, sei nochmals hingewiesen. Vorderhand ist die Fütterung in den meisten Revieren nicht erforderlich, da die Felder schnee- und eisfrei find. Das kann aber über Rächt anders werden. Gießener Wochenmarktvrcise am 5. Februar. (Händlerpreise.) Es kosteten das Pfund: Butter 190 bis 200 Matte 35, Käse 60 bis 70, Wirsing 15, Weiß-, kraut 15, Rotkraut 20. gelbe Rüben 10, rot< Rüben 15, Spinat 50, Unter-Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 25, Rosenkohl 60, Feldsalat 100, Tomaten 150, Zwiebeln 15, Meerrettich 40 bis 80, Schwarzwurzeln 70, Kartoffeln 5, Aepfel 12 btt 18, Birnen 15. Dörrobst 35. Honig 40, Endivien 100; das Stück: Gier 15 bis 16, Blumenkohl 120 bis 200, Lauch 5 bis 20, Sellerie 20 bis 70 Pf. Wettervoraussage^ Rur nachts Temperaturen um Rull Grad Morgennebel, auch tagsüber meist bedeckt, milder, mit geringen Riederschlägen muß gerechnet werden. 3nfolge schwacher Bewölkung fand in der letzten Rächt stärkere Wärme-Ausstrahlung statt, so daß die Morgen-Temperaturen in der Rähe des Gefrierpunktes unb bas nächtliche Minimum in unserem Bezirk etwas darunter lagen. Mit Eintritt stärkeren Frostes ist noch nicht zu rechnen, da westlich Irland erneut wärmere Luft gegen den Kontinent vordringt und über den britischen 3nfeln schon stärkerer Barometerfall eingetreten ist. Bornotizen. — Tageskalender für Donnerstag. Stadttheater: 63A Uhr „Der Bettelftubent", Land. ?^1925 btW. *n. 1 ÜnC.W »StÄi’Lötr noch k®^°n* r «JLt - >&£ N? » bitte “'Awt'fcS S* «wS ffennba, j*> * saute1;; ’fe® fite SgfHhJ ■ Me Düd^ F keme ändert fe fie aus- «mä N, haben ihre ®9Dinn- S"LbU den 6 von dem Au. ' "W sich au* »Ard. an Reh-' »Ä^der DerbchenS. 4 1 Deweäern hef. Die ubtoin 'er Stärkere der begehrten. $ür Etlicher Tenuh zuspüren, ^elmarder ist der »ahnt wurde, der W Kgen, Haden Feldiaqden oder itcmb Telegenheil lebet Jahres,eil aber, wenn hinter iaaen, gewährt er inbli Taste all« 2r» 4 sernzuballen. ich lest gestellt, daß en zum mählgen Mn 'Deidmämern, presse kamen. «R- oben gefallen |M. Treibjagden^ an hat st- lediW lüchenhasenzuM Hebung der -HM »»£? ,M <"«*2 fßäb * ndcrsveM. pl-ktvl'else Wretft) ‘SÄ 5Än 10 . Ruben iv- ia Mrabl 8 jeßffÄ SO. 'Ä»* I o. tzudiwer Bft« aum sra!' n Hf gedeckt. fJ: > «. ffl der zsKs --sKs Astorialichtspieh Seltereweg Heute bl« einechL Sonntag HerrlnderLuft Fabelhafter Sensatlonefilm in 6 Akten. Hauptrolle: Emile Shannon der weibliche Harry Piel Ferner: „Das Mitz hlairal" Tolle Groteske in 2 Akten. Lichtspielhaus Bahnhofstraße Heute: Die Nibelungen II. Teil: „Kriemhilds Rache“ Beginn der Aufführungen: 3.30, 5.45 und 8.20 Chr. Ausgewahltrornehm «Musikbegleitung Große« Orchester Preise: 1, 1.20, 1.80, 2.50 Mk. Schüler, Studierende und Militär nachmittags Ermäßigung. 1219c Palast- Lichtspiele Kirchenplatz Ab morgen Freitag: MWMSMM Ein Film aus winterlicher Hochregion der Engadiner Alpen in 6 Akten. Hauptrollen: Grete Reinwald Ferner eine tolle Groteske in 2T Akten: Harry erlebt Vaterfreuden Dazu Die neueste Wochenschau Lichtspiel hatte. _ unb PolizeHunbe-Verein: o ilfjr Post- zeller 3afrre&-®eneralr>erTammlung. — Deutscher Dunb 8 Uhr Zohannessaal Familienabenb. — Oberhess. Gesellschaft für Olatur- unb Heilkunde: gi/ übt Physikal. Institut Vortrag. - Lichtsprel- bauS. Bahnhofstraße. „Die Ribelungen". — Astoria-Lichtspiele: .Herr in bet Luft". -- Vertehrsverein ließen. Montag abenb Generalvetlaunnlung (Siehe Anzeige.) - Deutschnationale Dolksp art et. Montag abend Hauptversammlung. Räheres im Eine nachbenkliche Geschichte psleale Tristan Vernarb seinen Darstellern zu erzählen, wenn sie währenb der Proben zu seinem Stück üben den Ausgang des ünternehmenS etwas in Unruhe gerieten: Der Direktor eines ProvinK- theaters hatte mit feinen Bemühungen toenig Glück, und schließlich war er so von Schulden überhäuft unb von feinen Gläubigem bedrängt, daß er das Rennen aufgeben muhte. Die Einnahmen an der Kasse waren gleich Rull, das Publikum war augenscheinlich mit ihm böse. Da lieh er eines Abends die ..letzte" Vorstellung der Saison anlündigen unb in der Stabt bekannt machen, dah er sich an bemselben Abend um 8 Uhr bei der Theaterkasse zur Verfügung seiner Gläubiger halten würde. „An diesem Abend", fügte Vernarb mit einem düsteren Lächeln hinzu, „gelang es ihm zum ersten Male, fein Theater ganz zu füllen, indem er jedem seiner Gläubiger einen Platz zuwies . . Die chemische Zusammensetzung der eßbaren Kastanie. Die eßbaren Kastanien enthalten außer beträchtlichen Mengen an Stärke auch Zucker. 3hr Stärke- und Zuckergehalt wird jedoch nach dem Bericht von Richard Winbis ch-Kescthely (Ungarn) in der Zeitschrift „Land und Frau" sehr verschieden angegeben. 3. L. Daker und H. F. E. Moutton geben die Zusammensetzung der eßbaren Kastanie wie folgt an: Wasser 4.07, Asche 2,68, Zuckerarten 14,36, Stärkegehalt 50.60, Rohfaser 228. verschiedene Bestandteile 13,50 Prozent. Die Menge der im kalten Wasser löslichen Bestandteile betrug 22,08 Proz. Die vor- Söilanr fein, helS! inng fein! ^ikpctiÜQe6 macht alt und vermindert das Wohlbefinden. Wir raten Ihnen, in der Apotheke echte Toluba-Kerne. 30 oder 60 Gramm, zu kaufen und damit geradi jetzt im Winter, wo der Körver von Natur auS be« sondere Neigung zum Ansatz zeigt, eine Kur vorzu« nehmen. Toluba enthält übrigen» keine Stoffe, dte da« ■den angreifen. Sofern in anderen Apotheken nicht er- hältlich, sicher Univ.-Apotheke „Hom goldenen Engel". Strafkammer. Gießen, 3. Febr. Der Taglöhner K. E. aus E., Kreis Marburg, war vom Schöffengericht zu drei Monaten und zwei Wochen Gefängnis verurteilt worden wegen einer ünterschlagung, sowie eines einfachen und eines schweren Diebstahls. Der Angeklagte hatte Beru-ung eingelegt. Auch die Berufungsinstanz fay als erwiesen an, daß E. einen Betrag von 11,70 Mk.. der von ihm für den Deutschen Fabrilarbeiterverband in Mainzlar eingenommen worden war, unterfchla- schlagen hatte. Auch wurde ebenso wie in der Borinstan' festgeftellt. daß der Angeklagte ein Paar Arbeitsschuhe, die einem ArbeitSL)liegen von ihm gehörten, nicht nur deshalb an sich ge- fpd. Frankfurt a.W.. 4. Febr. Für die nächste Stadwerordnetensitzung am Dienstag, dem 10. Februar, haben fast alle Fraktionen Anträge eingereicht, die sich mit den Vorgängen im Wohnungsamt beschäftigen und Verbesserungen fordern. Die Wohnungsdeputation befaßte sich am Dienstag in ausgedehnter, oft sturmerregter Sitzung mit der Affäre. Von den meisten Parteien wurden die gegen das Wohnungsamt erhobenen schweren Beschuldigungen voll und ganz ausrechterhalten, in einzelnen Fällen sogar erweitert. Der Dezernent des Wohnungsamtes, Stadtrat Zielowski, verteidigte sich in längerer Rede unb betonte unter allgemeinem Erstaunen, hab er über die skandalösen Vorgänge nichts wissen konnte, weil er von seinen Beamten nicht richtig informiert worden sei. Den Verhandlungen wohnte ein Vertreter bet Regierung bet. Der jetzige Leiter des Wohnungsamtes, Magistratsrat Dr. Michel, hatte schon vor Monaten in einer Denkschrift den Magistrat auf die Zustänbe im Wohnungsamt hingewiesen, sand aber bamit nicht nur kein Gehör, fonbem bei den leitenden Personen des Amtes s ch ä r f st e n W i d e r st a n d. Dr. Michel, der bis dahin mit Direktor Gresser zusammengearbeitet f nommen yane. um |te voruveraeyenv zu Dt- nutzen, sondern um sie dauernd für sich zu behalten. Auch den Diebstahl einer Schürze, die auf der Arbeitsstätte entwendet war. hielt die Strafkammer für erwiesen. 3m Gegensatz zur Dor- instanz hielt he jedoch nicht einen Beweis dahin für erbracht, daß diese Schurze unter erschwerenden Umständen vom Qtitgeflagten auS einem Schrank gestohlen war. Die Anklage legte dem Angeklagten zur Last, daß er den Derschlutz des Schrankes abgeschraubt und auf diese Weise die dort verwahrte Schürze gestohlen habe. Da somit ein schwerer Diebstahl ausschted. war die Strafkammer in der Lage, auf Geldstrafe zu erkennen. Die- tat sie mit Rücklicht auf die seitherige llnbeftraftbeit des Angeklagten unb den verhältnismäßig geringen Wert des gestohlenen bzw. unterschlagenen Gute-. Die Strafe lautete auf 7 5 Mark Geldstrafe, eventuell 15 Tage Gefängnis. Unter Ausschluß der Oesfentlichkell wurde gegen den Schrankenwärter H D. von QL verhandelt. Er war wegen Anstiftung zu versuchter Abtreibung von der Vorinstanz zu z w e i Monaten Gefängnis verurteilt. Sein Schwager. der keine Berufung eingelegt hatte, war wegen Beihilfe zu demselben Verbrechen zu einem Monat Gefängnis verurteilt worden. Der Abtreibung-versuch war im 3ahr 1922 an der damaligen Braut des G. voraenommen worden. G. gab den äußeren Sachverhalt zu. er bestritt jedoch gewußt zu haben, daß es sich um eine Abtreibung bandelte. Das Gericht glaubte ihm nicht. Seine Berufung wurde verworfen. Der Skandal im Frankfurter Wohnungsamt. kam bann auf einen anberen Posten. Buntes Allerlei Wie man das Theater füllt. Artist ist 22 biS 25 Jahre alt, ca. 1.60 bis 1,65 Meter groß, batte gestutzte- Schnurrbart- chen. ziemlich langen Kotelettbart, trug Dat schmutze. Helle Hose, dunklen vakkomck. ging ohne Mantel, führte eine weihe, wollene Decke mit blauen Streifen und einen kleinen weißen Karton bei sich. Zweckmäßige Mitteilungen über den Verbleib des Vermißten nimmt die Kriminalpolizei Gießen entgegen. ” Diebstahl. Am Dienstag wurde aus einer hiesigen Schule eine Brieftasche mit 15 Mk. 3nhalt unb ein Scheckbuch Rr. 545 ber Bezirks- sparkaffe Dießen gestohlen. Sachdienliche Mitteilungen werden an die Kriminalpolizei erbeten. Vom Bund ber Au-landdeut- schen wird uns mitgeteilt, baß die Ortsgruppe Dteßen deS Bunde- der Auslanddrutschen neu gegründet wurde. Zu Vorstandsmitgliedern wurden die Herren Daniel. Dr. Rennert und H a b n gewählt. 3n der jüngsten Versammlung wurde einstimmig zum Ausdruck gebracht, daß die ungleiche Behandlung der AuSlanddeutschen gegenüber den Rhein- und Ruhrdcutschen in keiner Weise zu billigen ist. unb die Rotwendigkeit anerkannt, mit allen Mitteln eine solche Minderst ewertung der Entschädigungsansprüche der Auslandd.'utfchen zu bekämp'en. •° Die hessische Gruppe der Deutschen Vortragsgemeinschaft, mit ihrem Hauptfitz in Darmstabt, beabsichtigt, wie fie uns schreibt, demnächst auch in Gießen hervorxu- treten. Die Deutsche DortragSgemeinschaft bezweckt die Hebung oerlorengegan gerier und die Pflege selten geworbener Schätze in Wort unb Ton. Sie will nach sorgfältiger Prüfung wertvolle Werke der neueren und neuesten Zeit, vor allem solche lebender deutscher Künstler, möglichst weiten Dolkskreisen bekanntmachen und die Schaffenden in jeder Hinsicht unterstützen. Zu- kunstversprechende Talente sollen gefördert, es soll ihnen in ganz Deutschland Gelegenheit zum Vortrag gegeben werben. Die Mitglieder des gcschäftSführenden Ausschusses wollen selbstlos mit besten Kräften für die Sache ber deutschen Kultur arbeiten und hoffen, daß bald ein schönes Gelingen ihre Bemühungen belohnen werde. Gin demnächst ftattfinbaCer erster musikalischer Abend wirb unter Mitwirkung dreier Darmstädter Künstle rinnen aller Musik gewidmet fein. RähereS wird noch bekanntgegeben. •• Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Sch l a ch t v i eh m a r k t: 14 Färfen und Küße. 3 Fresser 1032 Kälber. 618 Schafe und 642 Schweine. Schöffengericht. * Gießen. 2 Febr Sin junge- Mädchen und feine Mutter waren angeflaat wegen Ao- treibungsversuchz unb wegen 2Iu forberunq zur Teilnahme an dem Verbrechen der Abtreibung. Die Oeifentlicbf'tt war während ber Verhandlung nicht ausgeschlossen. Das U et eil gegen die Mut er lautete auf eine Gesängni-strase von 20 Tagen, an deren Stelle eine Geldstrafe von 200 Mark tritt, da das Gericht der stleberzeugung war. daß ber Strafzweck auch ohne FretheitS- strafe erreicht werden könne. Die Tochter wurde freigesprochen: cs konnte nicht nachgewiesen werden. baß fie harmlose Tropfen, die der Heilkundige ihr schon zuvor verschrieben halte, von chr zum Zweck ber Schwangerschaftsbeseitigung ein- genommmen worden waren. Der trotz seiner zweiundzwairzig 3ahre schon häufig wegen Diebstahls vorbestrafte und rückfällige Kutscher 3osef Skowatsch aus Buer t W. erhielt wegen Diebstahls eines Pferdegeschirrs. das er fnnem Dienstherrn, einem Gutspächter. gestohlen hatte, ein 3ahr Gefängnis. sein von ihm verführter jüngerer Genofse, der bei der Tat Wache gestanden hatte, einen Monat Gefängnis. Wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen mit Gewalt stand ein Kaufmann vor Gericht. Die Verhandlung fand hinter verfchlossenen Türen statt Das Gericht nahm nur tätliche Beleidigung an. Strafe: 500 Mk. im Fall der Uneinbringlichkeit 25 Tage Gefängnis. erwähnt anetfübrx Anakhse scheint awt getrocknete Rotianien sich zu bezieh« ””” angeführte Wallevaehatt itz tuen berfantge frischer reifer Kastanien. Auch tt nicht angegeben, ob sich die Analyse auf den eßbaren XeU oder aber auf die ganze Kastanie bezieht. Der gefundene geringe Aohsasergehatt macht «• wahrscheinlich, baß nur der eßbare Teil untersucht wurde unb sich bk angegebenen Zahlen auf dies« beziehen. Dreizedemal txtfreiretet, «Ismat geschieden. Das ist der Rekord, unb diese Höhe ist von einer Frau La Fora«, die chr Ehegeschäft in Ehikago betreibt erklomm« tootben. Da Frau 2a Zorge erst 45 Lenze zählt, ist da- Ende ihrer Mass«hesraterei gar nicht abzusehen. Als sie jetzt wieder vor dem Shescheidung-gertcht stand, erklärt« fie voll Stoll, daß sie schon mit vierzehn 3ahren in ben ..heiligen Stand" der Sh« getreten sei. Zum erstem-, aber wie man sieht, nicht -um letztenmal! Der Richter sah he mit aufrichtiger Bewunderung an und bezeichnet« den Fall als „fenfationell". Die richtige Sensation sollte aber erst noch kommen. Es stellt« sich ein Mann vor. der treu und bieder erklärte, daß er allein Frau Oa Sorge — dreimal geheiratet habe, unb dah er es nötigenfalls noch ein paarmal mit ihr versuchen würde. Der Richter hatte jetzt nut noch Augen für dies« helben- hasten Zellgenoffen unb sagte kopfschüttelnd' „DaS gibt es! Das gibt es also wirklich!" Die größte Expedition für Weeressorschung die bisher ausgerüstet worden ist. verläßt jetzt Rcuyork. um die Gehelminsfe des SargassomeereS zu ergründen. Dieses Unternehmen, das unter ber Leitung des amerikanischen Biologen Prof. William Beebe steht und über ein eiaenfi für diesen Zweck ausgerüstetes Schiff ..ArcturnS" verfügt, hat außer feiner wisfenfchaftlichen Bedeutung auch einen romantischen Eharakter. denn das <Äirgasso-Meer. das zwischen Kanarischen und Westind schen Inseln im Atlantisch« Ozean liegt, ist eigentlich eine riesige, gegen 400 000 Quadratkilometer große Masse schwimmenden Seetangs. 3n der Aähe von Feuerland gibt es in diesem Meer Seegräser. Die dicker sind alS die stärksten Bäume unb eine Länge von 400 Fuß erreichen, wahre Urwälder unter Wasser und schwimmende Tanginseln. Die Tierwelt dieses geheimnisvollen Gebietes ist noch fast gar nicht erforscht, und man nimmt an, dah hier merkwürdige und unbekannte Ungeheuer leben, deren Erforschung sich ber Gekehrte zur Aufgabe gemacht hat. So'hofft man. ein lebendes Exemplar dcS Riefentintensifches zu fangen, von dem bisher nur Stücke in den Mägen großer Seetiere gefunden worden find. Das Expeditionsschiff wird in verschiedenen Teilen des Meeres Der» ankert werden, unb dann sollen die Diesen mit allen möglichen Mitteln untersucht werden, um ein möglichst großes Studienmaterial zu gewinnen. KirchNch-! Nachrichten. Israelitische Gemeinden. Isr. Hettglonflgemetnbe. Gottesd. L Gemeindeh. L-mystraße 4, Samstag, den 7. Februar. Dorabd. 5.15. morg. 9.00, abdS. 5.35 u. 6.15. Isr. ReUgionSaesellschaft. Sabbatfeier, 7. Febr Freitag abd. 5.00, SamStag norm. 8.30, nachm. 3.30, Sabbatausgang 6.15, Wochengottesdienst morg. 7.00, abends 5.00. Rundfunk-Programm des Frankfurter SenderS. (Aus der „Radio-Umschau".) Freitag, 6. Februar: 4,30 biS 6 ilbi: HauSfrauen-Rachmillag des Frankfurter Hausfrauen-Vereins. Programm u a.: Vortrag von Frau A Dluntschli: »Drzie- hungsfragen im Haufe". 6 bis 6,30 Uhr: Die Lefestunde (Meisterwerke der Weltliteratur) Aus Soll und Haben" von Gustav Freytag (Fortsetzung). 7—7,30 Uhr: Vortrag von Dr. jur. et phil A Hartwig: „Dawes-Abkommen und deutsche Wirtschaft". 7,30 Llhr: Esperanto-Unterricht, a—8,30 Uhr: Die Besprechung (Theater und Kino). 8.30 Uhr: Wiener Abend. Programm u. a.: „Da draußen an der Wachau", Arnold. .Der letzte Wiener", Stolz: „Fahrn mer naus zum Heurigen", Tranner: Ausführende: Lisa Rado (Reues Operettentheater) und Arnold Resni (Wien). 10—11 Uhr: Tanzmusik de- Haus-3azz-Dand^ cner Hochschulgc Mittwoch abend Vortrag über „Rechtsprobleme ber Luftfahrt". (Siehe Anzeigs.) - Die Vorauszahlungen aus Sin- kommen- und Körperschaftssteuer kür 1 9 2 4 Durch Erlaß vom 9. 3anuar 1924 bat der ReichsmimNer ber ämter angewiesen, mit Rücksicht auf bw^r stehende endgültige Regelung der Smkomm«t- und Körperschaftsheuer für 1924 für bie Zell biS zum 31. Dezember 1924 ^Vorauszahlungen im Deae deS sogenannten KorrerttvS nicht mehr zu erböben. "Die deutschen Kriegergräber ln Frankreich. 3m gegenseitigen Einverständnis der deutschen und frMizösischen (Regierung bat der Direktor des Zentralnachweüeamts für Kriegerverluste und Kriegergräber, Geheimer Ober- regierungsrat Horning eine größere Anzahl deutscher Kriegersriedhöfe in Frankreich besichtigt und dabei etwa ein Viertel sämtlicher Gräber der in Frankreich beerdigten deutschen Gefallenen besucht. Die von den Franzosen aus wirtschaftlichen Gründen voroenommenen Umbettungen sind nahezu beendet. Dte Toten ruhen jetzt, mit wenigen Ausnahmen, auf endgültigen Friedhöfen. Auf jedem Sinzelgrab steht, fotoeit nicht die alten deutschen Grab-eichen belassen oder bei der Umbettung mitgenommen worden sind, ein schwarzes Holzkreuz. daS den Hamen und sonstige Personalangaben enthält. Schadhafte Holzkreuze werden fortlaufend ersetzt. Die Frage, ob an Stelle der Holl kreuze von ber französischen Regierung dauerhafte Grabzeichen y?fetzt werden sollen, wird zurzeit von den zuständigen fram zösischen Behörden geprüft Auf etwa 1 Meter hohen, rechteckigen Massengräbrrn werden große Tafeln mit etwa festgestellten Romen errichtet An den endgültigen Friedhvfsumwehrungen wird augenblicklich gearbeitet. Sine Devslanzung der Einzel- und Massengräber ist in Aussicht gestellt worden. 3m allgemeinen zeigen die besichtigten Friedhöfe, fotoeit sie bisher instand gesetzt werden konnten, ein gutes Aussehen und srnd ordentlich unterhalten. Das Aussehen der deutschen unb französischen Friedhöfe ist im großen und ganzen etwa das gleiche. Besonders hervorzuheben ist. daß eine Anzahl der von den Deutschen selbst sehr schön angelegten Friedhöfe in ihrer ursprünglichen Form erhalten bleibt •• Kreis st rahe-Sperrung. Wegen Vornahme von WasserleitungSarbellen in Göbelnrod ist die Kreisstraße G ö be l n r o d—Gießen biS auf weiteres für den Durchgangsverkehr gesperrt worden. •• Zur Warnung für Gastwirte und Kleinhändler. Das KreiSamt Gießen weist im neuesten Amtsverkündigungsblatt darauf hin. daß die Abgabe von Branntwein und brannt- wein halligen Genußmitteln an Perfonen unter 18 Zähren und die Abgabe nikotinhattiger Tabak- waren an Personen unter 16 Zähren zu deren eigenem Genuß verboten ist. ebenso die Abgabe geistiger Getränke an Betrunkene. Vorsätzliche lutoibcrbanblungen gegen diese- Verbot sind mit Gefängnis unb hoher Gelbstrafe, fahrlässige Zuwiderhandlungen mit Geldstrafe bedroht. —d. Drennholzversteigerung der Stadt Gießen. Bet der gestrigen Brennholz- versteigerung im Revier Hang elftem wurden folgende Durchschnittsprerse gelöst: Duchenfcheiter 14 Mk.. Sichenscheiter 9.50 Mk., Buchenknüppel 10 Ml. Eichenknüppel 7,50 Mk. Lärchen- und Fichtenknüppel 6 Mt. Buchenstöcke 7,50 Mk., Eichenstöcke 5 Mk. je Rm.. Duchenreisig hundert Wellen 24 Mk., Sichen reisig hundert Wellen 11 Mk. •' Vermiß t wird seit dem 26. 3anuar der Schneidergeselle Fritz Raundorf. geb. am 1. August 1906 zu Lützen. Er ist 1,65 Meter groß, hat schwarze, lange, zurückgekämmte Haare, blasses Gesicht, zarte Haut, trägt schwarze Schnürschuhe, gestreifte Hose, blauen Sattorock, schwarzen Mantel mit schrägen Taschen und Samtkragen, helle Datschmütze, Stof ff ragen, Selbstbinder und grünblauen Schal. Raundorf wurde am 26. 3anuar, abends gegen 8 Uhr, auf der Herberge in Gießen von 'einem Unbekannten, der sich als Artist ausgab. ersucht, mit ihm zu gehen, er benötige einen Mann, woraus *IL mit dem Fremden atng. Seit dieser Zell fehlt jegliche Spur von ihm. Der unbekannte Holzversteigernng I des Gräflichen ^oriiamts zu Vnubad) Montag. Öen 9. ÖS. MtS von 10 . Uhr vormittags an im „Eolmfer Hof zu Laubach: 1 Aus den Distrikten Weingartners- köpf, Efelskopf, Forstwiese. Scheppmalö- dickung, Betten. Hölzchen. Dörnberg, Feldehen, Wallenberg deS Reviers Gonterskirchen Scheiter Rm.: 500 Buchen, 10 Eichen, Kirfchbaum, Maßholder, Linde, 14 Fichten, Knüppel Rm.: 220 Buchen 1. u. 2. ÄL, 18 Birken. Eichen 1. u. 2» Kl., 32 Elsbeere, Maßholder, 18 Radel 1. u. 2. Kl. , Stöcke Rrn.: 160 Buchen, 15 Eichen, Birken. Reiferknüppel Rm.: 34 Buchen: Stammreiser Rm.: 630 Buchen: Astreifer Rm.: 560 Buchen; Fichten-Ruhreifer Rm.; 59 (Bohnenstangen). 03lau untersttichene Olummcrn werden nicht ausgebvten. in denDisttitten Efelskop' Scheppmalsdickung Gletzener Sliiöenlenßllfe e. B. .'..'S- v,V HeiikePWalchund Bleich-Soda .____________________________ . . Henko < irewT /* <■ 1 Hl _ * f al ’ spart Seife und Seifenpulver! Mitverwendung vonHenko I WäfchE verbilligt das Wehen. Grdentl.Milgllederoersammlung TonnerStan. den 12. Februar 1925, abends 8' Uhr, im Hörsaal 54 des KollegiengeoäudeS, Lubwiaitraße 2k Tagesordnung: unb Hölzchen nur Stöcke unb Reifer. 2. Aus ben Distrikten Hirfchrot, Bol- pert-kopf, Eichberg unb Altengericht des Reviers Ruppertsburg Scheiter Rm.: 20 Buchen, 1 Esche (Rundfcheit), 4 Birken: KnüppelRm.:43Buchen,Eschen. 20 Eichen, Birken, 4 Fichten, 24 Erlen: Stöcke Rm.: 50 Buchen: Stamm- unb Zopfreifer Rm.: 462 Buchen, 333 Erlen, 102 aus Lärchen, Fichten und Buchen gemischt: 10 Fichten- derbstangen 1- Kl.. 1 Fstm. Kohlreiser und Leseholz beider Reviere flächenweife. Auskunft erteilen: Herr Förster Melchior zu Gonterskirchen für Revier Gonterskirchen, Herr Förster Koch zu Rupperts- bürg unb Herr Forstgehilfe Becker zu Laubach für Revier Ruppertsburg. 1223V 1. Bericht deS Vorstandes, 2. Kassenbericht, 3. Entlastung deS BorstandeS und des KasnererS, 4. Neuwahl der nichlstudentifchen Aus'chunmitglleder, 5. BerfchiedeneS. 01095 W Abendkurse EÄ in Reich«-KnrsRchrift und HaRCiilnen-chreiben.Unter- d| I ricbtsgeld 10 Mk. Anmeldungen werden täglich entgegongen. 23 Vogtsche Handelsschule Qä Gießen, Geethestrafle 32. ltM WW 12W£) Gäste willkommen. Familie Brod Gießen, den 4. Februar 1925. 1066 Eine Anzahl Gleiciista-IWore | £240 München. 01077 von ca. 3 bis 8 P. S., nachts 12170 01071 gesucht. der Vorstand 1214c gesucht. 01091 266a Kappen-Äbend JOS. SCHWEB, 01076 zu richten. 122185 ff. Weine und Liköre 01094 Walltorstr. 5 Gießen 12120 Schulstratze. vto. Nur Herren mit nachweislich gutem Verkaufserfolg werden gebeten, ihre Angebote unter F. A. B. 606 an Rudolf Moffs, Frankfurt a. M., für feuerfeste Arbeiten. Meldungen erbeten unter G. E. 564 an Ala- bl aasen stein & Vogler, Essen. Für alle Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank. Ziehung 12. Februar 1925 Haus des Deutschtums- GeSchSottene Am 7. Febr., abdS. 8.45 Uhr: Jahres-Haupt- Versammlung. Bon 8 Uhr ob Dor» standSfitzuna im BereinSlokal ^Zur Stadt Lick". y21D Der Vorstand. Junker, Frankfurt.Str.36IH Siintrl. Fräulein oder uuabbängige Frau äh einem einjähr. Kinde für tagsüber Käse! ettjier SKwrizrr .. ÄS'W Frau oh. Ölt. MWen zur Führung des Haushalts für zwei bis drei Monate I AnSsührliche Angebote erbeten an Scklictz- ’c * fach 6 Pößneck in Thüringen. [1211c MsWMMMMIM eitie ont empfohlene und augesebene Persönlichkeit, welche Lust und Liebe zum Ilebcriritt in das BersichernngSsach bnt, gegen («eijnlt und Prov. Strengste Diökr. zugesichert, daher Anfg.ibe von Neserenzen zunächst nicht ersord. Nur ganz anöführl. geholt- Cfjerten werden berückuchiigt und sind utuer F.Ä.H. 611 an Rudolf Musse, Franksurt a. M., erbeten.1220ss g ^Infolge technischer Schwierigkeiten bei der Dekoration des Saales sind wir gezwungen, den unfe- rerWinierfestlichkeit zugrunde gelegten Gedanken »Fasching in Oberbayern" sollen zu lassen. Die- selbe findet in Form eines Maskenballes statt. v. 1861 und Damenverein Freitag. 6. Febr., abends 81,. Uhr: ktzadelsberger- Geburtstagsfeier (mit Vortrag) im Kaufm. Ver eiusvaus. iwc Oer VervtclfäItigcr auf Glas (o.e 0) Haarscharfe Abzüge in unbegrenzter Auflage Kostenlose Vorführung Alleinvertrieb Ernst Balser Haus für neuzeitlichen Bürobedarf | Vereine j VotooMiile. Morgen Freitag Geschichte fällt aus. Lehrer noch krank. ^Hansa-Handels-Schule J.Kunzeimann Gießen, Bl eich straße 5 u?8c Alleinige Handelsschule am Platze deren Inhaber Schulleiter, Lehrerund Fachmann ist. Prospekt u. Ausk. frei. Nene Kurse asn 21. April und 4. HeL Anmeldung täglich. Stadttheater Freitag, 6. Fcbr., 17. Zrelllig-M.-Vkit. üün?1^ bis 10*/4 Uhr: Hein unter Steinen. Schauspiel inlAklen van Sudermann. Statt besonderer Anzeige. Heute mittag 1 Uhr entschlief nach langem schwerem Leiden meine liebe, gute Frau, unsere innigst geliebte Mutter, Schwester, Schwägerin, Schwiegertochter und Tante Frau Anna Münster geb. Pfeifer im Alter von 38 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Münster und Kinder nebst Angehörigen. Burkhardsfelden, Hattenrod, den 4. Februar 1925. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 2 Uhr statt. 01093 eifflijer aiMet Hol. MnM hauet. B’hffl üse Somieioit Göamer Ilifitet Cbefler Miftettäfe Gamemöerts 60tlmei8 u. EouDaffl Gmmentnler In bchllchtelii Gervnih Schweiz. LajnMe alles In nur vollset- 1er Ware cmvfteoit A. Koch Nchf., „Die Meter" Giessener Rads.- Gei. v. 1896. Freitag, 6. Febr., S’/j Ubr: Monatsversammlung im BereinSlokal. ,2OTD Der Vorstand. Oeil*taäWisp3iiei Montag, den 9. Februar 8l/.. Uhr abends, im Postkeller Haupt-Versammlung Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Rechnungslegung. 3. Beiträge für 1925. 4. Neuwahl des Vorstandes. 5. Verschiedenes. 3u zahlreichem Besuch ladet ein Leistungsfähige, alteingeführte SEIFENFABRIK sucht für Westerwald und Taunus tüch« tigen, rnögl. mit der Branche vertrauten Reisenden Herren, welche dieses Gebiet bereits mit Erfolg bereist haben, werden bevorzugt. Schriftliche Angebote mit Bild unter 1183D an den Gießener Anzeiger. mit der Slwlil bWMen StilnmWlMlie G. fixier HauptschEagers „Der schöne Seppg“ Vauern-Komiker ersten Ranges Gesang — Stimmung — Humor — Gaudi NB.- Gesucht anslünd. Mikdchen über 18, od. Junge über 16 Jahre znm Bretzel- und Zigarren verkauf. AckeriPVltcn Feld zu verpachten. 01084 Slstcrweg 15. Gustav Gutenstein Plockstraße 1211 Kein Laden Manufakturwaren Trikotagen WMaiM f. Gleich- und Drehstrom, Neuwicklung und Reparatur, für sofort in dauernde Stellung gesucht. 6lelitomotoreii6ou®.m.6.ö.®le6en Marburger Strotze 68/70. 1227D Suche tüchtigen, jüngeren Kaufmann aus der Tabak oder Zigarrenbranche für Kontor und Reise, Eintritt alsbald. 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Saalbau Sauer Neustadt Sonntag, 8.Febr., abends Sl ,Ubr Ganz bervorrag. grotzstiidtischer Kakmttaleffll erster Grösren deutscher Kleinkunstbühnen, unter anderen: MWireklor Julius GeWM bäurischer Kammervirtuose (Harsen- zither), früher 2 Jahre beim Prinz- regenten von Bayern Ivonne Doll^ SttmmungSsängerin von der Weinklause Frankfurt a. Äk. Heinz Länger lTränen werden gelacht), der beste deutsche Grotesk-Komiker u. Tänzer vom Metropol-Theater in Berlin Iris RoseM Spitzentänzerin, Solistin v.d. Revue Schumannthcater Hans Qberiechner bayrischer Humorist und Bortrag»- künstler vom Deutschen Theater in WlMWlS- BeftauiüBi. Dor und nach dem Theater warme und kalt« Speisen ’3ua Fürstenberg-Dräu eiie Ul Malerei zu verkaufen, nwtktru Ntabck ii Man sichere sich zeitig Plätze im " vrverkauf in d. Zigarrengeschäflen Etkmeier L Loeb, Marktplatz 15, Kreuzplatz 11 — 1. Platz (numeriert) Mk. 1.50, 2. Platz Mk. 1.-. Sonntag, 8. Febr.: G- — Leihgestern — Psahlgraben — Watzenborn — G. 4'/?Std. Abm.OUHt Ecke Ludwigstrahe— Leibaen Weg. 180,c AckerT am Nahrungsberg «Alteseld) für Grabland und Obstbaum- zücht out geetunet, ganz oder geteilt zu verpachten evtl, zu verkaufen. Näheres bei Juniz.Jnspektor Aliendörfer Kugelberg 53. Hiesiges kausmänn. Geschäst sucht zu baldmögl. Eintritt — spätestens Ostern — einen leirliiiy mit guter Schulbildung. Selbstgeschriebene Angebote unter 01096 an den Gies;. An». erbeten. borgen Freitag 01097 Metzelfuppe Marburger Str. 7, Tel. 1519, 1039, Seltersweg 58, Telephon 1519. LeistungSsähigeS EngroshauS für ükiimioll. SumtuMt, glentüt nfw. sucht für Hessen-Nassau einen tüchtige», bei Kaufhäusern und Detmlsirmen best- eingeiührteu VERTRETER 5(V-13 Geldgewiune Mark 150000 ■50000 iso000 U 10000 Ä Lose U ö Lose 11 Mark S zu Pl. «Se™ 10 Loro 2S Älark Porto und Liste 35 Pfg. mehr Hier bei: 1205id M H. Bnebackor, Frits FH tum, g Lotterie-Einnehmer. L. Joost, Schreibwaren. Friseurgeschäft Sieio. Gesellschaft von Freunden Förderern der Universität Gielen (Gießener EI ochsehnlgescllschaft) PUttwoeh, den 11. Februar 1920, l‘\ Uhr ebenda, ia großen Hörsaal des Vorlesungsgobfludos Vortrag von Professor Dr. jur. Hollatz, Darmstadt, über „Rechtsprobleme der Luftfahrt“. Restaurant „Krokodil" Morgen Freitag Metzelsuppe Ausschank: Kulmbacher dunkel * Göbel hell Gröhes rhein.-westf...HütLen- werk sucht zum möglichst sofortigen Eintritt eine größere Anzahl Maurer ■ IGeiseral-VeriretMg^ ia Existenz G vergibt Fabrik bezirksweise an kapital- @ Kräftige Firmen und Herren. w m Erstklassige Artikel, hoher Verdienst, S K größte Absatzmöglichkeit. Wenden Sie M @ sich unter Nr. A.T. 29 an Ala-Haasen- » stein & Vogler, Augsburg. 12,3A g |Steilenangebote| Junger Mann als LnHiirsche s. sofort ges. [12O4D 501) Ml geg. fchr hohe Zinsen gesucht. Rückzahlung nach Vereinbarung. Sckr. Angebote unt. 01072 an den Gietz. 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Oktober Hundes' aeschichte. fiel 'und u beutlti'iW wurde, da miteinander stehende De -rvdisorische österreichisch starke zen Tleichzeüie hauptst« tungen zu Staalswes österreichis Dundeslm vidualitätr Pragmatis einander i den und b fall der vollen zurückzukel schastli zu Ende bissenste < bürg oder Uniterfiiät 35eeffe Äc genügend t aus eigene dem wegen haßten Di dann em bund und letztere österreichis« Art Staai fassung en geseh vom titelt: „® den Ländc Man f lufion ernt toIHommen Monarchie t Jationalhor Schritt zun m Tegentei der wesenl leben der 1 ^vch besvni mit dein r .Etallhalle Robe w Mit ö< Dorstellun« vergleich t MN mühte, Schnee li^ Meile n I'nken müh °er Tolsact daß man n mcht vorsicf ,. Daruir -m 68 i ,» > «nftte Ht «18 h ÄS' &il danuai i/Q5ren, oi° d>° Ad" *N««t L'L Abstand d «*UJ den QJ s'S O w Ul. 30 öroeites Blatt Siebener Anzeiger (Seneral-Anzeiger für Gberhefsen) Donnerstag, 5. Zedrrrar 1925 onju- in Erscheinung treten. Vie Erfolg. aktwn gestellt. Aus dieser Tatsache aber hat sich eine, mit der Bundesverfassung selbst vielleicht nicht mehr ganz vereinbare Heber* legenheit der BundeSintcressen über die Länderinteressen ergeben, eine Hcberlcgcn- heil, die mit dem formalen Rechte unbedingt sich in Widerspruch setzen muhte und so bic Wurzel der jüngsten Regierungskrise bildete. Man ist mit einem Kompromiß über marxistischen Parteien im Weltkrieg. Das Tatsachenmaterial diescS Artikels ist dem sehr sorgfältigen, reich mit Quellenangaben ausg statteten und streng wissenschaftlich objektiv gehaltenen Duche Dolkmanns „Ser Marxismus und das deutsche Heer im Wei t- krieg" (Verlag Reimar Hobburg Dec- Irn) entnommen. lichen Reif geblieben sind. Diese Einstrahlungs- bedingungen hängen nun wesentlich von der Neigung der Hmdrehungsachse unserer Erde gegen die Ebene der Erdbahn ab. Dadurch kommt es, dah zu gewissen Zeiten, die wir eben Winter nennen, die Sonne bis zu etwa 23 Grad unter den Himmelsäquator hinabsinkt, während sre sich im Sommer ebensoweit darüber erhebt. Erne wissenschaftlich zutreffende -Beurteilung der Lage erhalt man aber erst, wenn man auch den Verlust berücksichtigt, den die Sonnenstrahlen auf ihrer langen Wanderung durch die Erdatmosphäre erleiden müssen. Die dabei aufgesaugte Sonnenenergie wird allerdings zum Teil wieder zurück- gegeben. aber bic Berücksichtigung dieses Tetrage« ist außerordentlich schwierig. Das hieße, das ganze Problem der Wettervorhersage bts ms einzelne aufrollen! Der vorläufig so milde Winter 1924 25 hatte übrigens nach allen Chronisten Vorläufer, die noch weit wunderlicher waren als er. So blühten z. B. 1594 in der Neujahrswoche die Veilchen, trieben 1629 im Januar schon die Obstbäume und blühten 1720 im Winter die Kirschen. Don der Dogelsprache. „Vogellprachenkund wie Salomo!" Diese Sehnsucht des Menschen, wie sie Rückert m seinem Gedicht ausdrückt. die Stimme der Natur zu verstehen, läßt sich durch intimste Devbachtmig in gewissem Sinne befriedigen, und wenn der moderne Ornithologe auch nicht wie der weile König oder die Helden des Märchens wunder- same Geschichten von den gefilterten Luftbewohnern erfährt, so kann er doch das Geheim-- nis ihrer Verständigung untereinander cng.un- den. Ein namhafter Vogelkenner ist dewon über- zeugt, dah manche Vogelarien ihre besondere Sprache haben, wenn sich diese auch fretltch in engen Grenzen bewegt. „Sie Mitglieder der Krahenfamilie, schreibt er, „sind sicherlich die klügsten Vogel, während die Vögel, die auf dem Meer leben und wenige Feinde haben, die größten Summ- köpfe sind. Fangen doch sogar die Ostende- wohner Sturmschwalben und Larventaucher. in- mann und Dauer als Staatssekretäre ins Ministerium ein. Diejenigen, die die Revoluttoa gemacht haben, smd die Unabhängigen, der Spartakusbund und die oppositionellen Kreise der Ge- werkschasten unter Darts). Darth organisiert« im Stillen systematisch, die Spartakusgruppe versuchte bürd' ständige Demonstrationen und Revolten ihr Ziel durchzusetzen. Die 11. S. P war vorsichtig, bereitete im Geheimen die Geister vor und wartele auf die Entzündung der revolutionären Instinkte der Massen im Zeitpunkt der Reife, dem nicht vorgegrifsen werden dürfe. — Als der Ausbruch der Revolution droht«, verlangte die M. S. P ui immer stärkerem Maße den Rücktritt des Kaisers, was für den kommen« den Abschluß des Waffenstillstandes zweckmäßig sei. Am Abend des 8. November, als die Ereignisse in Kiel zur Eile drängten, wurde beschlossen, die sozialdemokratischen Staatssekretäre sollten aus der Regierung am nächsten Vormittage austreten und der Generalstreik tollte erklärt werden. salls der Kaiser nicht biS dabin abgebantt hätte So bekam die Mehrheitssozialdemokratie noch in letzter Minute ebenfalls den Anschluß an die Revolution und bildete zuerst mit. dann ohne Unabhängige die Regierung. Mit Hilfe der O. H. L.. die sich ihr zur Verfügung stellte, um das Vaterland vor der Gefahr des Dolschewis- mus zu erretten, gelang es ihr. sich gegen die beiden extremen sozialistischen Parteien zu behaupten. Zusammenfassend muß betont werden, dah es zweifellos eine große Tat für die Sozialdemokratie war. in den Augusttagen 1914 die Kriegskredite zu bewilligen und damit nationale Politik zu treiben. Aber mit dieser Tat setzt auch die Z w i 11 e r st e l l u n g der Partei ein. die, an und für sich seitdem national eingestellt, doch den internationalen Pferdefuß nicht verlieren kann. Man braucht kein Nationalist zu sein, um zwischen wahrhaft nationaler Politik und der Politik der Sozialdemokratie immer und immet wieder einen Unterschied heranszufuhlen Wir brauchen nur an die Aeußerungen BreitscheidS kürzlich im Reichstag zu denken. Und noch ein anderes ist es. was die Mehrheitssozialisten fr oftmals gelenkt bat, mehr als andere Parteien: das ist die Angst vor dem Verlust ihrer Wähler- mafse. So manche Schwankung — z. D in der Abdankungsfrage kann man nur unter diesem Gesichtspunkt begreifen. die einen nennen cl diplomatisches Geschick, die andern Mangel an Bekennermut. Dah idealgesinnte Abgeordnete Ausnahmen machten, soll nicht bestritten werden. der hohen Warte geistiger Heberlegenhcit auS, hat Worte voll prächtiger Wahrheiten über den Krieg, Männer und Liebe zu sagen, Worte, welche zeitlos, besser gesagt, fast modern auf unS wirken. Die Aufführung unter der Regie Fritz Peter Buchs deckte sich mit dem dichterischen Wollen Shakespeares. Die Satire war sicher, ohne jedes störende Zuviel herausgearbeitet. Stilistisch wurde er von Ludwig Sievert mit prächtig barockisierenden Bühnenbildern und entsprechender Kostümierung unterstützt. In humorvolle Stilisierung, mit leuchtenden Farben gepaart, ergab ein äußerst dekoratives Bühnenbild. Heber die Darstellung ist nur das eine zu sagen, sie war, ob cs sich um Hektor oder um Troilus oder Diomedes. Thersites, Hlysses oder die Frauengestalten handelte, voll lebendiger Züge. Held oder Scheinheld, sie alle waren wuchtig oder leichtbeschwingt, je nach Veranlagung ihrer Rolle. Hnübertvefflich in seiner erschütternden Komik der Ajar. Otto Wallburg hatte ihn als Gab übernommen und stattete ihn mit geradezu gigantischer Dummheit und natur- burschenhaftem Äraftmeiertum aus. Der Abend gestaltete sich zu einem großen theatralischen Alsobesimwmterkaitfeinmützte! Mit dem Worte „Winter" verbinden wir die Dorstellung, a.'s ob es zu dieser Zeit bei uns im Vergleich der übrigen Jahreszeit besonders kalt sein müßte, als ob doch mindestens im Januar Schnee liegen und die Temperatur wenigstens zeitweise merklich unter den Nullpunkt herabsinken müßte. — Wir sehen aus dem Vergleich der Tatsachen des sonderbaren Winters 1924/25, daß man mit der Beurteilung der Jahreszeiten nicht vorsichtig genug sein kann. Warum soll es überhaupt im Winter kalt fein? Es ist die Auffassung Dcrbreüet worden, daß unsere Erde dann weiter von der Sonne ab- steht als im Sommer. Das ist für die gegen- toärtigc Zeit unrichtig, denn letzt fallt gerade die Zeit der Erdnähe der Sonne auf die ersten Tage des Januar. Aber auch vor ungefähr 10 300 Jahren, als die, Verhältnisse umgekehrt lagen hatte das auf den Eintritt der kalten Jahreszett , verhältnismäßig unwesentlichen Einfluß, da ja die Abweichung der Form der Erdbahn von einem Kreise mit der Sonne als Mittelpunkt nur unbedeutend ist. , Schon etwas mehr kommt es darauf an, daß Infolge der geringen Exzentrizität der Erdbahn die Dauer des Sommerabfchnittes etwas langet ober kürzer als die des Winterabschnittes auf» fallen kann. Damit kommen toir, dem wesentlichen näher, warum es bei uns im Winter kalt sein soll. Es kommt dabei nicht sowohl auf den Abstand her Erde von der Sonne, als vielmehr auf den Winkel an, unter dem die Sonnenstrahlen bei uns den Doden treffen, und wie lange diese Bestrahlung erfolgt. Scheint die Sonne, wie in den Tropen, scheitclrecht auf den Boden, fo kommt ihre wärmende Kraft voll zur Geltung. Treffen ihre Strahlen die Erdoberfläche dagegen nur schräg, so nimmt die wärmende Wirkung zunächst langsam und bei slachem Einfall schnell ab. Wir können das im welligen Gelände verfolgen, wo man etwa beim Dormtttagsspazier- qang deutlich beobachten kann, in welchen Bereichen die Sonnenwärme schon zum Auftauen genügte, und welche etwa noch weiß vom nächt- Der „Rechenschaftsbericht" der Saarregierung. Die Regierungskommission des SaargebieteD. bekanntlich vom Völkerbund eingesetzt, aber ganz den Interessen Frankreichs dienend, hat fotzt ihren 20. Rechenschaftsbericht abgelegt, der lang und breit die „Verdienste" auswalzt, die sich die Saarregierung um die Verwaltung dieses Gebietes und um das Wohl seiner 'Bevölkerung erworben hat. Es versteht sich von selbst, daß der Rechenschastsbericht nur dazu dient, bei dem leichtgläubigen Völkerbund Eindruck heiworzu- rusen und die Verhältnisse an der Saar in taS rosigste Licht zu rücken. Für die Saarländer kommt dieser frisierte Bericht natürlich nicht m Frage, sondern nur die Zustände, toi die tatsächlich sind. Wie blutiger Hohn klingen die Sähe die dem Völkerbund mit teilen, das Jahr 1924 wäre ein friedliches Jahr gewesen. Der Bergmann und der Hüttenarbeiter, die von den französischen Unternehmern in der rücksichtslosesten Weise ausgebeutet werden, dürften sich ein anderes Urteil über das hinter ihnen lie- genbe Jahr bilden. Dieser Zustand hindert di« Regierungskommission aber nicht, an die Arbeiter zu appellieren, sie mögen in der jetzt kommenden Zeit ernster Schwierigkeiten den sozialen Frieden aufrechterhalten. Wie sie das bei den Hungerlöhnen, die ihnen in stark entwerteten Franken ausgezahlt werden, machen sollen, dürfte wohl auch der französischen Regierungskommrsston ein Rätsel sein. Das tut aber nichts zur Sache, die Hauptsache ist doch, daß der Rechenschaftsbericht einen freundlichen Eindruck hervorruft und der Völkerbundsrat auch weiterhin sich nicht um die französische Mißwirtschaft an her Saar und den Grubenraubbau kümmert. diese Kluft bintoeggefommen; die prinzipielle Unstimmigkeit aber bleibt bestehen. Cs nyg fein, daß wirtschaftliche Notwendigkeiten Oesterreich zwingen, die Annäherung an den zentralistischen Einheitsstaat sortzusetzen. ES wird auch ----- nehmen sein, daß aus naheliegenden Gründen bei einem Anschluß Oesterreichs an Deutschland beiden Teilen eine weitgehende Vereinheitlichung als wünschenswert erscheinen wird. Vielleicht wird dann der Länderföderalismus noch stärker abflauen. Bestehen bleiben aber wird der ParteipartikulariSmus. Damit weist aber Oesterreich das gleiche Bild auf. wie Deutschland, wo heute auch die politischen Parteien als eigentliche Träger des Gesamtstaates dem sie eine Schlinge am Ende ihrer Angelstöcke befestigen, eine Fangart, die ihnen bet keinem Landvogel gelingen würde. Und fie locken die Seevögel an, indem sie die seltsamen Kehllaute der einzelnen Arten täuschend nach- ahmen unb ihnen dadurch Vertrauen einflöhen. Eine große Anzahl unserer Vögel haben Tone in ihrer Kehle, die noch niemals genau bestimmt worden sind. Diese „Sprechtöne" sind ganz verschieden von den Liedern, an denen wir sie erkennen. Nur wenn man sich in der Nahe ihrer Nester verbirgt und in enger Berührung mit ihnen bleibt, kann man diese Noten Horen. Die meisten Singvögel haben außer den Zpn» folgen ihrer Lieder verschiedene weiche Töne, die sie nur hören lassen, wenn sie ganz unter sich sind. Ich habe so manche idyllische Szene beobachtet, wenn Männchen und Weibchen neben- einander sitzen und über ihre Jungen plaudern. Zweifellos haben die Nüancierungen dlder Laute ganz bestimmte Bedeutung. Der Rabe hat seine besondere Sprache, die meines Erachtens nicht viel weniger ausgebildet ist als die irgend eines australischen Urvolkes. Wenn ich mich in der Nähe des Nestes dieses Vogels verbarg, so wurde mir klar, daß das Weibchen sich Mit ihrem Männchen sehr gut verständigen kann und ebenso mit den Jungen. Wenn sie mit Nahrimg für die Brut heimkehrt. so läßt sie einen bestimmten Schrei hören, lange bevor Tu für bie Kleinen sichtbar wird. Die Jungen haben den Ruf vernommen, der ihnen an^igt. daß sie zu Essen bekommen, denn sie sind außerordentlich aufgeregt Neben dem Willkommenaruh „Kur Kur" gibt es auch ein heileres Krraak Krraak'. Die Jungen wissen, daß das „®er a h r bedeutet, ebenso wie ihnen ein folgendes „Kek Kek" anzeigt, daß .alles in Ordnung it Es gibt noch viele andere Laute, die alle etwas bedeuten, und nachdem ich mehrere Tage in oct Gesellschaft der Raben verbracht hatte, war ich imstande, ihre Sprache zu übersetzen. Jeder, der sich die Mühe nimmt, eine Schar von Krähen im Frühjahr zu beobadjten. wird bald ertermen, bah die Vögel sich mlleincnd« unterhalten. Dsgleicht man diese ganz verschiedenartigen traten, deren Funktionen nunmehr durch die von < den Landesversammlungen von jeher erwählten 1 Landeshauptleute übernommen wurden. Aus dieser Zusammenlegung der Kompetenzen ergab sich ein neuerliches Erstarken der Landesregierungen. so daß Oesterreich immer mehr den Charakter eines Staatenbundes annahm. Zu welchen Folgerungen dieS in der Praxis führt, zeigte beispielsweise die ganz selbständig fettens einzelner Länder angeorbnete Durchführung von Anschlußabstimmungen, wobei alS Ziel des Anschlusses bald Italien, bald Deutschland. bald die Schweiz vorschwebte: zeigte weiter auch das, allerdings größtentells erfolglos gebliebene Bestreben einzelner Länder, mit Nachbarstaaten selbständige Handelsverträge und Hcbercintommcn über die Paßvisa abzuschliehen. Nach innen wirkte sich der Chavakter der Staatenbundes voll aus. £>ic Bin nengren- zc it zwischen den einzelnen Ländern unterschieden sich durch nichts von den Auslandsgrenzen: es sanden Paßrevisionen statt und die durch die Wiitschaftspolizei geübte wirtschaftliche Absperrung der Länder hatte mit einer Zolllinie eine verteufelte Aehnlichkeit. Man kann sagen, daß dieser extreme Föderalismus sich bis zum Herbste 1922 auswirkte. bis zu jener Zeit, da im Zuge der Santerungsaktion die Währung ftabilifiert wurde, das Wirtschaftsleben ruhigere Bahnen einschlug, womit auch die Vorbedingung für eine ruhige Betrachtung her politischen Gesamtlage gegeben war. Erst als die allgemeine Lage sich besserte, flaute das Auseinanderstreben berOester- reichischen Staatsteile ab. Eine Bindung hatte dieses Auseinanderstreben durch die. wie bereits erwähnt, im Oktober 1920 schon erlassene Bundes- staatsverfassung keineswegs erfahren, wie überhaupt das staatsrechtliche GZühl des Oesterreichers nicht besonders stark cnttoidelt ist.. Auch heute ist der Träger des österreichischen Bundesstaates nicht so sehr die Gesamtheit der Staatsbürger als einerseits die Vielheit der Länder, andererseits die Vielheit der politischen Parteien. Entsprechend der tatsächlichen Lage trägt das österreichische Verfassungsgefetz einen zumindest nach außen hin, stark sö deralistischen Charakter. Bedeutete es doch bei einer Neigung zu vollkommenem Auseinanderfallen schon einen Fortschrttt im zentralistischen Sinne, wenn man vom Staatenbund zum Bundesstaat zurück- kehrte Nur auf dem Gebiete der Verwaltung haben die österreichischen Länder eine weitgehende Erweiterung ihrer Kompetenz gegenüber dem Zustande im alten Oesterreich edahren, wenn auch darauf verwiesen werden muß, daß die ganze auswärtige Verwaltung, Militärverwaltung, Polizei. Gendarmerie. Efenbayn-, Schiffahrt-. Luftfahrt-. Gewerbewesen und soziales Versicherungswesen der zentralen Bundes- gewalt vorbehalten ist. Stärker kommt der eigentlich zentralistische Charakter der österreichischen Verfassung in der Aufteilung der Gesetz g e b u n g s k o m p e t e n z -Wischen dem Bund und den Ländern zum Ausdruck. Fast alle wichtigen Angelegenheiten sind der zentralen Gesetzgebung Vorbehalten. Auch das Gerichtswesen ist Dundessache. Derwaltungsakte der Landesregierungen können also vor einem Gerichtshöfe des Bundes angefochten werden. Schließlich fei auch erwähnt, daß die Finanzverfassung Oesterreichs, an der sich ja der jüngste politische Konflikt entzündete, gleichfalls einen stark ze ntralistischen Einschlag trägt. Das Finanzverfassungsgesetz tattert vom Jahre 1922. Es unterscheidet ausschließliche Dundesabgaben. dann zwischen dem Bund und den Ländern geteilte Abgaben und endlich ausschließliche Landesabgaben. Dabei steht es der Bundesgesetzgebung zu. zu bestimmen, welche Abgaben ausschließliche Bundesabgaben und welche geteilte Abgaben sind. Nur das. was der Bund nicht für sich selbst, sei eS für sich allem oder in Verbindung mit den Ländern in Anspruch nimmt, bleibt den Ländern als deren ausschließliche Abgabe übrig. Dem Bund steht somtt die volle Kompetenzhoheit auf finanziellem Gebiete zu. DaS mag mit Rücksicht auf die besondere Lage, in der sich Oesterreich . heute befindet, vielleicht nicht genug sein. Die österreichische Sanierungsaktion ist natürlich eine \ Du ndesangelegenheit. die Kraft der ■ österreichischen Volkswirtschaft ist in ihrer Gesamtheit in den Dienst der Sanierungs- Das oesterreichische Derfassungsproblem. Don unserem Wiener Berichterstatter Dr. Emst R i e ft n c r. । Wien. Mitte Januar 1925. CS ist ungefähr ein Monat her. daß form- ; lich über Nacht in Oesterreich verfafsungsrechv- । liche Schwierigkeiten auftauchten, unüberwindlich scheinende Gegensätze zwischen der »ent r a list i s ch e n und der f ö d e r a 1 i st ' s ch en Rich- hing, die letzten EndeS zum Sturz des Minist^ riums Seipels und zu dessen Ersetzung durch ein Kabinett führten, taffen maßgebendste Posten von Vertretern eines gemäßigten Föderalismus befetzl find. Seit diesem Kadinettswechiel ist die Vertassungssrage wieder etwas hinter die politischen Kulissen geschoben worden, na- mentlich seitdem der neue Bundeskanzler Dr. Ota met die finanzielle Frage der Austeilung der Steucrcrträgniffe zwischen Bund, Ländern und Gemeinden im Kompromißwege gelöst hat Es ist jedoch kein Zweifel, daß die grundsätzliche Auseinandersetzung zwischen Zentrnliften und Föderalisten auf dem Boden der österreichischen Verfassung in absehbarer Zeit wird durchgeführt werden müssen, schon aus tarn einfachen Grunde, weil eben die österreichische Verfassung auch heule noch ein Torso ist und noch wichtige Verfassungsgesetze so z. B das über die Schulaufsicht, fehlen. Man ist im Ausbau der Verfassung vielen Punkten aus Opportunitätsgründen aus dem Wege gegangen, da sich in vielen Belangen nicht nur unüberbrückbare Gegensätze zwischen Zentralisten und Föderalisten, sondern auch zwischen der bürgerlichen Aufsassung und den Sozialisten zeigten. Durch das Dundesverfassungsgesetz vom 1. Oktober 1920 wurde Oesterreich bekanntlich als Bundesstaat eingerichtet. Das hat seine Vorgeschichte Als die bobSburgische Monarchie zerfiel ünd in den Novembertagen von 1918 das deutsch - österreichische Staatswesen aufgerichtet wurde, da ereigneten sich zwei grundlegende, miteinander aber eigentlich in feiner Beziehung stehende Verfassungsakte' In W i cn beschloß die provisorische Nationalversammlung, der deptsch- österreichische Staatsrat, eine Verfassung, die starke zentralistische Tendenzen aufwies. Gleichzeitig traten in den einzelnen Landes - Hauptstädten provisorische Landesveröxll-- tungen zusammen, die gleichfalls kleine eigene Staatswesen aufrichteten, die Länder. Die österreichischen Länder, einst Kronländer, jetzt Bundesländer, waren .historisch-politische Individualitäten". Sie waren bis zur Erlassung der Pragmatischen Sanktion von 1723 eigentlich miteinander durch die Personalunion verbunden und beanspruchten nun 1918, nach dem Wegfall der Dynastie das Recht, wieder zu ihrer vollen souveränen Selbständigkeit zurückzukehren. Hauptsächlich waren eS wirtschaftliche Erwägungen, die diesen Weg nicht xu Ende gehen ließen, da ja auch der verbissenste Föderalist einsehen muhte, daß Salzburg oder Vorarlberg fein eigenes Eisenbahn-, Hniversitäts- oder Postwesen einrichten konnte. Ideelle Beweggründe allerdings wären damals genügend vorhanden gewesen, um die Länder auf eigene Füße zu stellen, oder zumindest von dem wegen seines sozialistischen Einschlags verhaßten Wien abrücken zu lassen. Aeßerlich wurde bann cm Zusammenhang zwischen dem Gesamtbund und tan Ländern dadurch hergestellt, daß letztere ..Beitrittserklärungen" zum österreichischen Gemeinstaat erließen, was als eine Art Staatsvertrag anzusehen ist. Dieser Auffassung entspricht auch das provisorische Staats- geseh vom 14. Qtoocmbcr 1918. welches sich betitelt: ..Gesetz, betreffend die Staatsgewalt in den Ländern". Man sieht also, tah in Oesterreich die Revolution einen im Gegensatz zu früher national vollkommen einheitlichen Teil der alten Gesamtmonarchie vorgefunden hat. daß aber aus dieser Nationalhomogenita t keineswegs der wertere Schritt zum Zentralstaat gemacht wurde, daß im Gegentell die Individualität der Länder wesentlich gestärkt wurde. Das Eigenleben der Bundesländer wurde durch einen Punkt noch besonders gehoben: durch d'e Tatsache, dah mit dem Wegfall des Monarchen auch dessen .Statthalter" in den einzelnen Kronländern ab- Töne mit einem eintönigen Gelärm einer großen Siedlung von Seetauchem. so wird man finden, daß die Seetaucher sich nichts mitteilen, daß sich die Krähen aber sehr Verschiedenartiges zu erzählen haben." Srantfurter Schauspielhaus. Shakespeare: „TroNus und (5ressida". Ein Shakespeareftück vom Kamps der Mei« nungen umtobt. Tragödie, Komödie, satirische- Schauspiel, das ist hier die Frage. Ein literarischer Zankapfel ist dieses Werk, welches den Trojanerkrieg mit kühnem Spott geißelt, die Helden der Antike im Lichte menschlicher Schwächer» zeigt, und trotzdem ernste, ja tragische Töne auf* klingen läßt. Shakespeare formuliert die ganze Heldengeschichte im „Kampf ums Weib". Thersites, nicht im eigentlichen Sinne innerlich mit dem Stück verbunden, sondern Zuschauer von Es ist eine interessante Aufgabe in der Zeit des heihumstrittcncn Cbertprozesses, einmal die Haltung der marxistischen Parteien während des Weltkrieges im allgemeinen zu untersuchen. Daß die Sozialdemokratie bis zum Kriege eine Partei geblieben war, war hauptsächlich das Verdienst Bebels. Das erste schwere Problem nach dessen Tod mußte diese Einheit schwer erschüttern. Da brach der Krieg aus. In der Erkenntnis, daß es sich hier um einen Verteidigungskrieg Deutschlands gegen seine neidischen Feinde handle, traten zum ersten Male seit ihrem Bestehen die Sozialdemokraten aus ihrer stets verneinenden internationalen Einstellung heraus und bejahten bewußt den Nationalstaat, wie er sich vor dem Kriege bereits herausgebildet hatte, indem sie am 4. August die Kriegskredite bewilligten. Noch gelang es. bei diesem für die Sozialdemokratie eminent bedeutsamen Hmschwung die Partei zu- sammenzuhalten. Mit vorbildlicher Part isolida- rität bewilligte die ganze Partei im Reichstag hie Kredite, obwohl damals schon in der ent- scheidenden Parteisihung 14 von 92 Abgeordneten an ihrer bisherigen internationalen Stellung festhielten. . Zum offenen Bruch kam es erst bei der Abstimmung über den Notelat am 24 Mai 1916, als der Führer der Minderheit, Haase, ohne die Partei davon verständigt zu haben, schärfste Angriffe gegen die Regierung richtete. Eine Reichskonferenz der Gesamtpartei vermochte die im Reichstag bereits in Mehrheitssozialisten und Sozialistische Arbeitsgemeinschaft gespaltene Fraktion nicht mehr einheitlich festzuhalten. Am 16. Januar 1917 schloß der Parteiausschuh die soizalistifche Arbeitsgemeinschaft aus der Partei- organifation aus. Während die alle Partei hierdurch ihre Einheit Wiedergewann, zeigte sich innerhalb der Neuorganisation ein nur notdürftig im Kampfe gegen die alte Partei verdeckter Zwiespalt zwifc^n den später zur HSP. einerseits und Spartakusbund andererseits zusammengeschlossenen Gruppen. Wahrend die einen sich damit zufrieden gaben, zu der alten Politik der Sozialdemokratie vor dem Kriege zurückzukehren, verwarfen die anderen diesen Grundsatz: Das Erfurter Programm sei vor der sozialistischen Epoche entstanden, cs sei überholt. Man dürfe nicht nur kritisieren, man müsse die Weltgeschichte ändern. Sie verlangten proletarische Volksvertretung. Einige gingen in ihren Forderungen noch weiter. — Die M. P. D. hielt trotz Drangen gewisser Kreise an ihrer nationalen, mit Pazifismus mehr und mehr gepaarten staatsbejahenden Haltung fest. Anfang Ollober 1918 traten sogar Schelde- 59 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Febr. ang- Die rote Kaschgar Roman von Fedor von Zobel tih. ttn in ctn tzmev. • Die tzaMssiv Verlust u' Äückgaug in der La; welchen wird nicht 1925 Vers über 5 E< halt, von unb 1 D Aus der Provinz. Landkreis Gießen. * Watzenborn-Steinberg, 4. Einen genussreichen Abend bot der Ges die „Laubacher. Daum er oder Fra tigen Ab ansehnlich sich auf de schäft, öeft MS Untere leichteren 6 Deäungs- i größeren 11 markt war chumer, Dr die zu Höf gegen erli Äheinstahl markt toati Ausnahme einen Aüc mische Dc gem Umso Geschäft fe Auf den a verändett. Kriegsmilei den Derlus mir, ich weile nicht mehr unter den Lebenden, ich ibin gesetzlich überhaupt nicht mehr da...“ Die Droschke rumpelte durch die Dia Carlo Alberto. Gert und Alexe fassen nebeneinander, sie immer noch mit ihrer Frühtingsmiene, Hellen Augen, ein reizvoll nervöses Spiel um die Mundwinkel, innerlich fiebernd — er mit einer seltsamen Mischung von Ernst und Humor in den Zugen, mit dem Ausdruck eines melancholischen Pantaleone. „Wie Tange soll i>ch denn nun noch in meiner Totenstarre verbleiben?" fragte er. „Ich mutz gestehen, es ist mir eigentlich auch genierlich, zu Theda als lebender Leichnam zurückzukehren. Das macht sich nicht gut. Theda ist doch nun Witwe. Ist sie eine vergnügte Witwe? Geniesst sie endlich ihr Leben, das arme kleine Wurm? Warum hat sie nicht wieder geheiratet? Das konnte sie ja.“ Run war der Augenblick gekommen, da Alexe einhaken muhte. Sie nahm alle Tapferkeit zusammen und antwortete kurz: ».Sie hat es auch, Gert." Er verstand nicht sofort. ..Was?“ fragte er. Dann kam das Begreifen. In völliger Ruhe fuhr er fort: „Verzeihe — habe ich recht gehört? Also nicht mal mehr Witwe? Sie hat in meiner tödlichen Abwesenheit sich neu vermählt? I du Donnerwetter, sind das Überraschungen! Da sitze ich nun im Kalmückentale und friere und langweile mich und kann nicht fort, und inzwischen sterbe ich für die Welt, und meine Frau nimmt die Gelegenheit wahr und schafft sich einen anderen Mann an! Darf ich fragen, wen?“ Alexe fühlte sich so froh gestimmt, dass sie am liebsten lustig aufgelacht hätte. Auf einer Droschkenfahrt liess sich ein Menschenschicksal erledigen. Dass Gert keinen nachhaltigen Herzenskummer über die Trennung von Theda empfinden würde, hatte sie vorausgesetzt. Aber bei der Wandelbarkeit seines Wesens war ein Ausbruch von Heftigkeit, ein innerlich unlogischer, dafür um so lauterer Wettersturm ebenso möglich gewesen wie der philosophische Humor, mit dem er die Sachlage aufnahm. Sie umging vorläufig feine letzte Fraae und antwortete: (Fortsetzung folgt,- verein ..Germania" wiederum einer zahlreichen Besucherschaft mit der Aufführung der Operette ,.Die Ratsmädels" von Hermann Marcellus. Trotzdem sie zum drittenmal tm Laufe des Winters zur Aufführung kam. vermochte der Saal die Zuschauer kaum zu faffen. Sämtliche Rollen lagen in besten Händen, Anerkennung gebührt jedem einzelnen für die vortreffliche Darstellung. Der überreiche Beifall mag für Veranstalter und Aufführende der schönste Beweis der Anerkennung und der Dank für die gehabte Mühewaltung fein. * Lich. 3. Febr. Arn Sonntag trat die hiesige Brüderschaft des Iungdeutschen Ordens zum erstenmal mit einer Kundgebung vor die Oeffentlichkeit. Im Laufe des Tages trafen trotz schlechten Wetters Abordnungen der Bruderschaften mit ihren Bannern und Fahnen aus allen Teilen der Ballai OBerfjeffen ein. Nachmittags um 3 Uhr fand in Steins Saal die öffentliche Versammlung statt, die einen würdigen Verlauf nahm und bei allen Teilnehmern einen nachhaltigen Eindruck hinterliess. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die von sittlichem Ernst getragene Rede des Ordensbruders .Pfarrer Schreiber von Offenbach. In seinem etwa einstündiaen Vortrag über „Jungdeutsches Wollen" verstand es der Redner, Zweck, Bestrebungen und Ziele des Ordens den gespannt lauschenden Zuhörern recht klar zu machen. In tiefschürfender Weise schilderte er, aus welchen Gründen der Orden, der sich ganz auf dem Brudergedanken aufbaut, das parteiische System verwirft und an seine Stelle den Führergrdan- ken setzt. Seine Ausführungen fanden noch eine wirksame Ergänzung in dem Schlußwort des Bruders Komturs Wichert von Büdingen, der die Stellung des Ordens zu Staatsform und Reichsfarben klarlegte. Dass beide Redner aus dem Herren vieler Anwesenden gesprochen hatten, zeigte nicht nur der stürmische Beifall, sondern auch die große Zahl von Reuanmeldungen. Zu wünschen wäre nur, daß auch die Gegner des Ordens bei einer solchen Veranstaltung nicht fehlen würden, um sich von der Grundlosigkeit ihrer Gegnerschaft gegen eine Organisation, die die wahre Volksgemeinschaft will, überzeugen zu lassen, anstatt sich hinterher in ganz unberechtigten Beschuldigungen zu ergehen. I. Hungen, 4. Febr. Im Auftrag des Landwirt schaftskammerausschusfes für Oberhessen hielt Obstbauinspektor Wiesner im Solmser Hof dahier einen Vortrag über: „Neuzeitliche Massnahmen zur Förderung des Ob st - und ©artenbaue s". Die anschliessende Aussprache war sehr anregend, und man wünschte, dass mit Bezug auf den Obstbau auch praktische Kurse hier eingeführt würden. (.) Bersrod, 2. Febr. Gestern abend feierte her hiesige Gesangderein „Frischauf“ f ein Stiftungsf e st. Der Verein, der erst auf ein einjähriges Bestehen zurückblickt, hat dabei gezeigt, was man bei redlichem Wollen auch in einer kurzen Zeit erreichen kann. Sowohl in gesanglicher, als auch in theatralischer Hinsicht zeugten die Darbietungen von gutem Geschmack, und sind ein Zeichen dafür, daß der Verein bemüht ist. auch zu seinem Teile an dem Aufbau unseres Vaterlandes mitzuwirken. Der Tanz, der den 2. Teil des Abends ausfüllte, hielt alt und jung noch lange beisammen. i Göbelnrod, 4. Febr. In der Nähe des W j r b e r g c s wollte dieser Tage der eine unserer Iagdpächter einen Fuchs ausgraben. Her hineingefchickte Hund jagte aber einen Dachs heraus, der von dem glücklichen Jäger, Herrn All mendinger - Grünherg, erlegt wurde. o Reinh ardshain, 4. Febr. Die durch Amtsniederlegung des Rechners Heinrich Wagner freigewordene Stelle des Gemeindeeinnehmers unserer Gemeinde fand eine Reihe von Bewerbern. Vom Gemeinderat wurde ausgewählt und als Gemeindeeinnehmer vorgeschlagen der Landwirt Heinrich A l l b o h n. t ©rünberg, 4. Febr. In der jüngsten Gemeinderatssihung wurde dem Eis - verein antragsgemäß Hoh zur Instandsetzung der Schleuse und zur Umzäunung der Eisbahn bewilligt. Ein erneuter Antrag der Bäcker auf Herabsetzung des Preises für das ihnen Ende 1923 überwiesene minderwertige Holz wurde ab» gelehnt. Heber Anträge auf Zuteilungvon Grabgelände soll erst entschieden toeröen. wenn sestgestellt ist. wieviel Interessenten insgesamt dafür vorhanden finb. Dem Hessischen Landesverband zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten bewilligte man einen jährlichen Beitrag von 20 Mk. In einem Antrag wird ein Darlehen zur Erbauung eines Zweifamilienhauses erbeten. Der Finanzausschuss soll zunächst feststellen, ob noch mehr Wünsche dieser Art vorllegen, und er soll dann eine Zusammenstellung machen, damit die ganze Angelegenheit in einem Zuge erledigt werden kann. Die Vornahme der Bürgermeister-Stichwahl wurde auf Sonntag, 15. Februar, anberaumt. — Die Kir chen- gemeinde-Dertretung hielt gestern unter dem Vorsitz von Pfarrer Schmidt eine Sitzung ab. 11 a. beschäftigte man sich mit einem Antrag auf Verlegung des Konfirma - tionssonntags von Sonntag nach Ostern auf den 2. Ostertag. In der Aussprache ergab sich, daß die kirchlichen Bedenken gegen eine solche Verlegung weit größer sind als die Momente, die dafür sprechen. Eine Abstimmung ergab f a st einstimmig den Wunsch, den jetzigen Konfirmationssonntag — also Sonntag nach Ostern — beizubehalten. Weiter wurde der Haushaltsvoranschlag gutgeheissen. Zur Abhaltung von Heineren kirchlichen Versammlungen (Frauenverfammlung des Gustav-Adolf-Vereins, Abhaltung der Betstunden usw.) steht ein Saal in Aussicht. Kreis Schotten. n Laubach. 3. Febr. Heute, als auf St. Blasius, tagte wieder in altgewohnter Weise Am 30.. also morgen, zwischen zwölf und eins mittags werde der Dampfer am Ponte Federico Guglielmo anlegen. And da stand denn nun Alexe unweit der Dogana und wartete ab, bis im Schiffsgewühl des Hafens der Steamer tmit der deutschen Flagge sich zeigen würde. Dieser Herbsttag war noch gana sommerlich, der Himmel hing voll blauer Heiterkeit, goldige Töne flockten durch die warnte Luft. Alexe trug ein taubengraues Batistkleid urtb hielt das smaragdgrüne Sonnenschirmchen über dem Florentiner ■auf ihrem schönen Haar. Sie halle sehr sorgfältig Toilette gemacht, sie wollte jünger erscheinen, als sie war, sie wollte mit Licht und Farben einen verflogenen Zauber im Herzen Gerts neu wecken. Daheim wartete man auf eine Depesche, 'die nichts zu enthalten brauchte als die drei Worte: „Alles gut erledigt". Und nun schrill, sie am Kai entlang, umwirrt und umschwirrt vom lärmvollen Leben des Hafens, und sann darüber nach, ob dieses Telegramm sich ermöglichen lassen würde. Das hoffte sie, aber sie hatte ja noch weitere Pläne, und da mischte sich in ihr Hoffen doch auch ein leichtes Sorgegefühl. Sie entsann sich der bösen Worte, die er ihr dermaleinst gesagt hatte: .Meine Geliebte konntest du fein, doch nie mein Weib'. Aber sie entsann sich auch, dass er hinzugefügt hatte: »Begnüge dich mit dem Triumph, daß ich nie ein Weib so toll und heiß geliebt habe wie dich, schöne Sünderin...' Leidenschaft kann in Haß umschlagen — o ja, bas wußte sie Doch Gert verstand sich nicht «auf das Hassen, dazu verloderten seine Gefühle zu rasch, sie stiegen nicht tief genug. Und auch Spott und Hohn lagen ihm mehr auf der Zunge, vls daß sie aus Dem Innersten drangen, sie klangen zumeist in einem ironischen Witzwort auS ober in einer sprachlichen Wendung, die ihm selbst gut gefiel. Er empfand zu anständig, um schlecht fein zu können, wenn er auch nur den herkömmlichen Anstand Heiner Naturen hatte. Er war im Grunde genommen leicht zu nehmen — „Unb Geisbach ist auch tot. Und vor allem: Wie geht es der Theda?“ „Ausgezeichnet. Sie ist vollständig gesundet.“ „Na, Goll fei Dank. Wenigstens eine erfreuliche Nachricht...“ Das klang ziemlich nebenbei. Er musste seine Koffer öffnen und sprach währenddessen weiter zu Alexe... „Mitgebracht hab' ich euch nix. Aber erzählen kann ich genug.“ „Das ist auch erfreulicher. Wir hielten dich für tot.“ „Beinah war's so weit. Aber idy hab' ja geschrieben — an Hellmut, auch an die Frehe.“ „Wir haben nie eine Nachricht von dir erhalten, seit du Peking verliessest. Dein Teke- gvamm auS Haidarabad war das erste Lebenszeichen — und schlug natürlich wie eine Bombe ein. Denn auch das Gericht hat dich für tot erklärt.“ Gert lachte und wurde sofort fdjr ernst. „Wieso — bas Gericht?“ fragte er und schloss seine Koffer. „Das Gericht?“ wiederholte er. „Ja natürlich. Lieber Junge, du warst drei Jahre verschollen. Wir haben Himmel und Erde in Bewegung gesetzt, um etwas über dein Schicksal zu erfahren. Der alte Geisbach hat noch kurz vor feinem Tode einen Spezialisten nach Turkestan gesandt, es hat Hunderttausende gekostet. Das Resultat war, du seiest in Pamir mit der Expedition Murray zugrunde gegangen, lind da griff dann das Gericht ein und veröffentlichte deine Todeserklärung. Also nach dem bürgerlichen Gesetz lebst du eigentlich gar nicht — um so mehr freue ich mich, dich quietschlebendig neben mir zu haben!“ Sic sprach das alles in leichtestem Tone, ungezwungen und heiter, und das war sicher das Richtige. Gert war nur masslos verblüfft. „Das ist ja eine ganz verrückte Geschichte“, sagte er, während der Gepäckträger die Koffer •auf die Droschke lud. „Lexe, zahle bitte, ich habe noch fein italienisches Geld. Und dann steige ein... Also ich bin mausetot. Meins letzten Briefe sind nicht angekommsn. Ich bin aus der bürgerlichen Gemeinschaft gestrichen. Ein reizender Zustand. Hat aber etwas für sich. Wer mir jetzt noch an den Kragen will, dem antworte ich einfach: Entschuldigen Sie. Sie irren sich in Blasius-Gesellschaft“ im Solmser Hof. Es handelt sich hier um ein Rechtsaltertum, das sich aus dem Mittelalter in die Gegenwart gerettet und volle fünf Jahrhunderte überdauert hat. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts, als Laubach sich zur Stadt entwickelte (unter der Herrschaft des Falken st ein er ©rafenhauses), gingen in den Tälern der Wetter und des Seenbachs verschißene Dorfschaften ein durch freiwilligen Wegzug der Bewohner. Daß ein Gr a f z u Solms oder ein Abt von Fulda diese Orte zerstört hat, ist eine blosse Sage und gänzlich^ unbegründet. Ebensowenig sind die Orte im 30jährigen Krieg ausgegangen, sondern über zwei Jahrhunderte früher. Die Grafen zu SolmS waren damals noch gar nicht in unserer Gegend, hatten auch damals noch keinerlei Beziehungen zu diesem Gebiet. Zu jenen ausgegangenen Dörfern gehörte auch Daumkirchen (zur „bäum» nen", d. h. holzerbauten Kirche). Ein Ileberrest dieses Dorfes ist die „Daumkircher Mühle" bei Freienseen, die nach einem früheren Besitzer jetzt allgemeiner „Höresmühle" heißt. In ihrem neuen Wohnort Laubach bildeten nun jene Zuwanderer ein geschlossenes Gemeinwesen, daS durch das fortdauernde gemeinschaftliche Eigentumsrecht an der Allmende der alten Hevnat zusammengehalten wurde. Noch vor einem Jahrzehnt bestand die Gesellschaft aus 36 Besitzern, die aber jetzt auf die Zahl 32 zusammengeschmolzen finb. Jeder von diesen besitzt noch einen Teil der Wiesen im oberen Tal des Seenbachs. Außerdem aber haben sie Anrecht am gemeinschaftlichen alten Weideland, das etwas über 30 Morgen Wiesen umfaßt. Nach einer alten Ordnung, die in ihrer letzten Festsetzung auf das Jahr 1701 zurückgeht, wird dieses Gemeindeland alljährlich auf St.-Dla- sius-Tag (3. Februar) unter den Besitzern verlost. Cs werden 15 sog. „Weibeteile" durch einen besonderen Schultheiß verlost. Heute morgen 9 Uhr holten die 10 jüngsten Mitglieder der ©esellfchast im Hause des alten Schultheißen, des Landwirts Heinrich Röder, die alte Truhe der Gesellschaft mit den Akten ab und schafften sie in den Solmser Hof. Hierbei wurde ihnen vom Schultheiss ein Frühstück geboten. Hierauf fand von 10 Uhr ab unter dem Dorsch des neuen Schultheissen, des Landwirts Heinrich Philipp Lauth die Tagung statt. „GH rensch ult heiß" ist der Veteran Konrad S a l z m a n n, der seit 53 Jahren Mitbesitzer ist. Daran schlossen sich eine gemeinschaftliche Mittagsmahlzeit, Kaffee und Abendessen. Früher wurden diese Mahlzeiten auf dem Rathaus abgehalten. Um 9 Uhr be- ünd war leichtsinnig. Er folgte dem Augenblick und seiner Stimmung. Alexe verzagte nicht. Nun sah sie den weißen Koloß des Dampfers mit der schwarzweißroten Flagge und dem Wimpel mit den drei Türmen Hamburgs. Langsam schob er sich zwischen den zahlreichen kleineren Schiffen hindurch, legte aber in einiger Entfernung von der Landungsbrücke an. Die Passagiere wurden in Booten ausgeschifft. Mit häm- (membent Herzen stand Alexe unter einem Schwarm von Wartenden, Gepäckträgern, Hotelportiers, Zollbeamten und müßigen Gaffern an der Drücke, sie hatte scharfe Augen und lieh den Blick unausgesetzt über die nahenden Doots kreisen, und dann hob sie auf einmal ihren keinen Sonnenschirm und schwenkte ihn und winkte zugleich mit der linken Hand. Der da aufrecht zwischen allerhand Gepäckstücken in einem der Boote stand, in zugeknöpftem Waterproof und einer halbschief auf dem Kopse sitzenden Reisemühe — das war e r! Aber er sah sie nicht oder erkannte sie nicht. Nun drängte sich alles über den Landungssteg, und Alexe rief laut: „Gert! Guten Tag, Gert!“ — und er zuckte zusammen, ein Ausdruck .ehrlicher Freude ging über fein sonnenbraunes Gesicht, er eilte ihr entgegen, umarmte sie und küsste ihre Hände. „Lexe, alte liebe Lexe, alle Wetter, ist das eine Ueberraschung! Was machst du denn hier in Genua?“ „Ich wollte dich abhvlen“, sagte sie lachend. „Mich abholen? Da hast du Die weite Reise nicht gescheut?“ „Wie du siehst. Außerdem ist es ja jetzt herrlich an der Riviera.“ „Jedenfalls angenehmer als in den Tropen. Die Fahrt durch das Rote Meer war Vorgeschmack bet Hölle. Wo wohnst du?" „3m Eden. Ich nahm schon Zimmer für dich.“ „ Famos. Komm mit in die Dogana, ich muß meine Koffer untersuchen lassen . . .“ Sie standen an der Zollbank und tauschten Bemerkungen aus, während die Facchini ba5 Gepäck herbcischleppten . . . „Du siehst prachtvoll aus, Lexe. Du bist wie ein Frühlingstag. 2lbeÄ zunächst: Der arme Vater! Starb er sanft?" »Danz sanft, Schlaganfall,“ wegte sich mit Musik und Lampionsbeleuchtung nach alter Sitte der Zug der Mitglieder nach dem Hause des neuen Schultheißen, wo die Schlußsitzung die Vereinigung in froher Geselligkeit noch einige Stunden jufammenfjielt. Bei der ganzen Tagung wird eine straffe Ordnung nach den alten Satzungen beobachtet. Wer ba» gegen fehlt, wird mit schweren Strafen belegt. Dis in das 18. Jahrhundert hinein wurde noch auf Himmelfahrt an der Stätte der Kirche von Daumkirchen unter den alten Duchen ein Gottesdienst durch den Pfarrer von Gonterskirchen abgehalten. Schotten, 4. Febr. Die Evangelische Pfarrei veranstaltet in dieser Woche eine Reihe von Evangelisationsabenden in der Stadtkirche. Missionar Walther zu “Beuern, der durch seine volkstümliche und herzliche Vortragsweise geschäht ist, wirb an diesen Abenden sprechen. — Gestern fand unter amtlicher Aufsicht die von dem Ausschuß für Handarbeitshilse veranstaltete Verlosung von fertigen Strickwaren statt. Cs konnten 2000 Lose zu je 50 Pf. abgesetzt werden, so dass dem Ausschuß wieder die nötigen Geldmittel zur Verfügung stehen, bedürftige Frauen des Mittelstands mit Handarbeiten zu beschäftigen. „ ?" E i ch e l s b o r f, 4. Febr. Die Preise für Brennholz find in langsamem Steigen begriffen. Während in den seitherigen Holz- versteigerunaen der hiesigen Oberförsterer 10, 11 und 12 Mk. pro Rm. Buchenscheiter 1 bezahlt wurden, stieg in der heutigen Versteigerung au Rainrod der Preis auf 13 und 14 Mk. Buchenknüppel kamen auf 9 und 10 Ml. Gemessen an den jetzt gültigen Kohlenpreisen, bedeuten diese Zahlen eine starke U e b e r t e ii e » rung des Brennholzes, ganz abgesehen von den nicht unbeträchtlichen Kosten, die durch Abfahren, Spalten, Schneiden und Zerkleinern entstehen. Die Holzsteigerer sollten doch zur Einsicht kommen, bah die Heizkraft von 10 Zentnern Steinkohlen eine viel grössere ist als die eines Raummeters Buchenscheites, ohne im Preise höher zu sein. — Der hiesige Konsum- uni) Kr editverein, dem Hess. Genossenschastsver- banb in Darmstabt angeschlossen, hat seinem Betriebe einen Sonntagssparverein angegliedert, so dass es den Mitgliedern möglich ist, auch Heinere Beträge nutzbringend anzulegen. wg. Gedern, 4. Febr. Aus dem Jahresbericht über die kirchlichen Creigniss e des letzten Jahres ist folgendes zu erwähnen: Die kirchlichen Gemeindevereine entfalteten eine lebhafte Tätigkeit. Es veranstalteten: Der Zweig- Verein des Evangelischen Bundes einen Gemeinde- Familienabend mit Vortrag des ehemaligen Durenkommandanten Koos I o o st e, der Gustav-Adolf-Frauen-Verein eine Verlosung zum Vesten der evangelischen Diaspora und unter Mitwirkung des Iungfrauenvereins eine schöne Schlußfeier der winterlichen Vereinsabende, der Iungfrauenverein eine besondere Weihnachtsfeier. Anläßlich der 400-Iahrfeier des evangelischen Kirchenliedes fand ein Iubiläumsgot^sbienst statt, und am 2?. Juli das große Kirchengesangsfest für Oberhessen in Anwesenheit des Prälaten der Evangelischen Landeskirche D. Dr. Diehl. Am 1. Pfingstfeiertag gab der Männergesang- verein „Sängerlust" aus Frankfurt a. M.-Eschers- heim ein Kirchenkonzert. Das Iahvesfest des Evangelischen Bundes in Büdingen wurde auch hier durch einen Festgottesdienst feierlich begangen. Am Ende des Jahres wurden auf Anregung des Oberhessischen Ausschusses für Volksmission Dibelstunden neu eingerichtet. Aus der Statistik der kirchlichen Liebestätigkeit ist zu bemerken, daß im ganzen 2252 Mark eingingen; hiervon entfallen 875 Mk. auf milde Gaben an Vereine und Anstalten evangelisch- christlicher Liebestätigkeit, 402 Mk. auf allgemein erhobene Kirchenkolleckten, 149 Mk. auf Opfer und Gaben für die Ortsarmen, 826 Mk. auf sonstige freiwillige Leistungen für kirchliche Zwecke. Der auf den Kopf der evangelischen Seelenzahl berechnete Betrag ist 1,28 Mk. Kreis AlsfeN». Alsfeld, 3. Febr. Stadtvorstands- s i h u n g. Unter Mitteilungen gab der Dor- sitzende verschiedene Eingaben und Gesuche bekannt, die an die zuständigen Kommissionen zur Erledigung und Prüfung überwiesen wurden. — Reklamationen gegen das Pachtgeld von 1924. Hierzu werden die von der landwirtschaftlichen Kommission vorgerwmme«^ ©rläfle an Pachtgeld für die Stadt und den Hoipitalsotü^ für das Jahr 1924 nach den vorgelegrrn Verzeichn niffen genehmigt. — Ankauf von 9rund- stücken. Die von der beauftragten Kommission! bet der Versteigerung der Massegrunditücke au» der Feldbereinigung Alsfeld getätigten Ankäufe von Grundstücken von zirka 24 Morgen für 10 205 Mark werden genehmigt. Der Durchschnittspreis pro Morgen ist 425 Mk. Demnächst findet noch eine weitere Versteigerung von Massegrundstück^ch statt. — Einrichtung von Postkrafk- Wagenlinien. Der Vorsitzende gibt hierzu eine ausführliche Darlegung über die vor kurzem stattgehabte Besprechung über die Einrichtung weiterer Autoposten im Kreise Alsfeld. Äusser den bereits genehmigten Linien Alsfeld — Neustadt und Alsfeld — Treysa handelt es sich noch um die Linien Ehringshausen — Groß-Felda — Alsfeld und Ehringshausen—Kirtorf — Alsfeld. Die Versammlung stimmt der Errichtung der beiden letzteren Linien ebenfalls zu, und bewilligt die der Stadt zufallende Zuschuss- und Garantieleistung. Der jährliche bare Zuschuss der Stadt beträgt für alle vier Linien zusammen 4395 Mk. Ausserdem muß die Stadt eine Wagenhalle mit Werkstatt für fünf Postautos bauen. — Prä- m i e n m a r 11. Anlässlich des diesjährigen Prämienmarktes am 6. Juli soll wieder ein Pferderennen abgehalten werden, das diesmal ein großes sportliches Ereignis zu werden verspracht. Zwecks Verbesserung der Rennbahn wird beschlossen, die in der Bahn liegenden feuchten Wiesen, soweit erforderlich, auf Kosten der Stadt dränieren zu lassen. Der hierzu erforderliche Kre- dit von etwa 300 Mk. wird bewilligt. — Vertrag mit der Schäferei. Der vorgelegte Vertrag mit der Genossenschaftsschäferei für das 3ahr 1925 wird genehmigt. Die von der Schäferei an die Stadt zu zahlende Abgabe für die überlassenen Wege und Triften wird auf '300 Mk, festgesetzt. — DieAusstellungeinerStra- ßentankstelle für Benzin am Marktplätze vor dem Hause Koos wird gegen Zahlung einer noch zu vereinbarenden Platzmiete genehmigt, nachdem der Denkmalpfleger seine Bedenken gegen die Aufstellung der Anlage fallen gelassen hatte. — Feuerlöschwesen. Die von dem Kommando der Freiwilligen Feuerwehr beantragte Einrichtung eines FeuerlöschzugeS mit Handfeuerlöfchern wird genehmigt. Dieser sott hauptsächlich bei kleinen Bränden in Wirksamkeit treten. — Anstellung eines Wasenmei- st ers. Als solcher wird Georg Sch o pbach Hl. angenommen und der darüber vorgelegte Vertrag genehmigt. Der Vorsitzende bemerkt dazu, dass Aussicht bestehe, dass bald eine Kreissammel- wasenmeisterei errichtet werde. — Annahme eines Wegewärters. Zwecks Unterhaltung der zahlreichen neuen Gräben, Feldwege und Durchlässe nach der Feldbereinigung wird die Annahme eines ständigen Wegewärters für die Gemarkung beschlossen, der zugleich auf den Feld- schutz verpflichtet werden soll. — Eine Bürg- schaftsübernahme für ein Daudarlehen aus Mitteln des Wohnungsfürforgefonds der Reichspost an zwei Postschaffner bis zur Eintragung der dinglichen Sicherheit wird genehmigt. — Für ein Daugesuch außerhalb des Ortsbauplanes wird die mich dem Ortsbaustatut erforderliche Dispcnserteilung befürwortet. Es handelt sich um das Siedlungs- gelände in der Ramdach. — Umbau des Anwesens „Deutsches Hau s". Hierzu werden die für den Umbau und für die Schaffung eines mit dem Hotel zu verbindenden Saalbaues erforderlichen Pläne zur Einsicht vorgelegt. Da noch verschiedene Abänderungsvorschläge gemacht werden, wird die endgültige Festlegung Der Pläne nochmals zurückgestellt. Hessen-Nassau. dh. Bieber, 4. Febr. Zu dem Bericht in Nr.28 des „Gieß. Anz." betr. die erste Holz- Versteigerung im Bereiche der Ob erforderet Struppach ist ergänzend zu bemerken, daß die Dersteigcrungspreife für zwei Rm. zu verstehen finb. Starkenburg und Rheinhessen. * Darmstadt, 4. Febr. (Eigener Bericht.) Die chemischen Fabriken in Darmstadt machen durch Zeitungsanzeigen bekannt, daß die Arbeiter, die bis Donnerstag die Arbeit nicht wieder ausgenommen haben, fristlos entlassen werden. ffis Sk ks 6350 6t r 'M« von M-Üage D;° • Sonl1 sie regel": Stimmen 4. Ä 900000 % einer W zeMn u"d * ßng! demMlnn wÄ" na« ® an öes A sorgnis en Regierung- man M Eime dadi dir teutsch seien Vie Lurch i»rek MS 1 bon iu. stich« L?ZZ «p to» M 'tuÄ wte efa^meri MA Dagenh^il, 2 bauen. -TÄ * 1 diesmal K* Sö? "bahn wird £ "L^en feucht Wen derLwdt t>on der LchUerei ft lür die über. Dlrb au, 300 X aseinerStra. J’n am Mrl!. ’Sr^flen Zchim- Wmicte mneh. '9^ seine 'Beütnlen Q9e falliii gelassen Die von dm Jeuenvehr beaa- ^r/oschzuges mii jmifli. Lieser soll M in Dirlsamleit ev Dasenmei« Ü vchvpbach lll. vvrgelegle Erfrag bemerkt dazu, dah eine KreiZsaimnel« >e. — Ännahme jireäS Anlerhallmi- ben, FeldLeae und mgung wird die 2n- Wärters für tu Teileich aus den Feld- >ll. — Eine Tütfl» Lldarlehen oui M. esonds der Leichs« : bis zur Sintra« scheit wird geneh« gefud) auher» n e 8 wird die nach )e Sispenäciicilung im bai öiebluntf’ mbau des An- Lä“. hierzu werden die LchÄf Mtz eines Len Saaibaues nsichi vorgelcgt. Da gsvorschläge gemacht Festlegung der Pläne isa». Zu dem Drricht in tr. die erste Holz» chr der Oberiörsterei ;u bemerken, daß die >i Km. zu verstehe» rheltthtssttt. (ßigencr Bericht.? en in Darmstadt >ii bekannt, dah die erstag die 2r» enommen haben kerben Lebenden, ich )t mehr da... srrs - er mit erntr W- und Humor 'n d^ eines melancholischen ^Lfitbod) nun ?%&ss 508 olle Lapsen«" »u be ^^tininew« Sie WÄ du u^Än’ Da & und ale u sM A ,L inM ’V- .r?>- WLM ZM y--V‘er*. *» . Die mit Z1/» um» waren 3.87, Braubank 2,30, Berliner ffranthitf it. M S'crTht •*,25 1,25 1,23 : Rindviehmartt in Gießen. Dieh- BeinKlew Mk. 4.35 Taghemd Mk. 3.85 UntertaiDe Mk. 2.75 01062 ton roll voll voll doll voll voll voll voll voll voll voll voll voll ^d!u Abend. bu-le 101,1 6 4,193 21.80 75,09 20,19 22,91 169,47 17,64 64,31 5,930 2,17 113,33 81,43 60,20 12,40 Jetzt in der WOCHE 167, Commerzbank 6,62. Darmstadter Dank 13.75, Deutsche Bant 13.40, Disccnto 19. Dresdner Bank 9.30 Mk.. Metallbank 19. Mitteldeutsche Kredit» gingen. Die Börse schloß lebhaft und in ziemlich fester Haltung. Deutsche Anleihen: Sprvz. Leichs- anleihe 0.768 bis 0.790. Agio-Schätze 0.6, 1924er K-Schätze 0.560 bis 0.575. Ausländische Menten: Die Entstehung des 6. Erdteils Dowinik: der Derfaffer der sensationellen Romane: ^Dre Macht der Drei^ und Die Spur deS Dschmgis Khan" für « Pt- »ScherULch bei »Öen Buchhandlungen. Dofk- anftalten web bdm Verlag Scherl, Berlin SW 68, Zisonerstrahe 35-41 27,62 19,50 12,75 20,6.5 78,75 87 18,90 12,70 20,50 73 87 6.lB 10,9 4,25 2.75 18,5 165 6.5 13.13 13,25 0,37 18,75 19 1.95 10.1 0,128 93 - 20 14.75 87,5 97,25 147,5 19,5 23,5 8,5 14,2 66,75 62.25 49.5 3,5 30,50 4,05 Schellenhof bei Schotten, 27. Januar 1925. Fr. Schmitt 165,3 6,62 13,75 13,1 18,62 2 10 0,3 94 20,50 87,75 96 148,5 19,23 23,75 8.4 13,75 66.25 61,5 48,75 30 4.173 21,70 74,71 20,09 22,79 168,61 17,56 63.99 5,928 2,15 112,77 81,03 59,90 13,34 Ein großer Posten von ca. 2000 Stück Maccowäsche aus reinem Maccotuch mit feinfter Stickerei Roman von HANS DOMINIK 5,9 175 32,62 25 2«.5 h. Gießen, 3. Febr. Zum heutigen markt waren 524 Stück Großvieh und 64 Kalber ,. stiuhw. Hamburg-Amerika Paket. . I Norddeutscher Llovo I Theramische Werke Albiu . » Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann AngloULoni- «uauo . . . . . Badische Anikin Chemische Mayer Slapin • . Soldschmidt GrieS eimer Electron .... Höchster Farbwerke Holzvcrkonlung ...... RütgerSwerke...... Scheideanstalt Allg- ElekkrizttätS-Gesellschast Bergmann Maiukraftwerke........ Gchuckert . Siemens cn alt 25 M* 30 Mk 8 biS 13 Wochen alt. 30 bis 45 Mk. Läufer kosteten 45 bis 60 Mk. das Stück. Frankfarter Gelreideborse. (Eigener Drahtbericht des .Dietzener Anzeigers'.) Frankfurt a. M.. 4 Febr. Cs wurden notiert: Weizen 22 bis 26.50 Roggen intönb.. 22 bi» 26. Sommergerste für Drauzwecke 26 bi» 33, Hafer, inländ. 18 bis 23, Mais, gelb 23 bis 23 50, Weizenmehl. Inland . Spezial 0. 42 bis 45. Roggenmebl 37,50 bis 4150. Weizenkleie 14,75 bis 15, Boggenkleie 15,25 btS 15,50. Tendenz: Stetig. Berliner Produktenbörse. Berlin. 4. Febr. Der Produktenmarkt tont heute wieder befestigt trotz der Unsicherheit über die Haltung der ReichSgetrcidcstelie. 3n ^Imerifa Ixtbc sich die Tendenz nach der letzten Baisse noch nicht entschieden. Der europäische Getreide« bedarf ist weiter groß, weil eine Anzahl von früheren Ausfuhrländern nicht mehr in Betracht kommt, so Rußland und Rumänien. SS notierten pro 1000 Kilo: märkischen 248 bis 252. do. Mai 287,50 biS 290, Roggen, mark. 247 bis 250. do. Februar 250 bis 263, do. April 276 bis 280. do. Mai 282 biS 285. Gerste, märt. 255 bis 275. Futter- qerste 220 bis 240. Hafer, märt. 187 biS 195. Älais (loto Berlin) 228 bi» 230. do. Mai 219, Raps 400 Leinsaat 410 bis 415; per 100 Kilo: Weizenmehl 35.50 bis 37.25. Roggcnmehl 34.75 bis 36.75. Wcizcnkleie 16.80. Roggenklcie 16 52 bis 16,60. Diktoriaerbsen 29 bis 35, kleine Grbscn 21 bis 23, Futtercrbsen 20 bis 22, Peluschken 18 bis 19, Ackerbohnen 20 bis 22. Dicken 18,50 bis 20, Lupinen, blau 13 bis 14. do. gelb 16 bis 16,20. Serradelle neu 17 bis 18.50, Rapskuchen 19 20 bis 19,50, Leinkuchen 25,50 bis 26, Trocken- schnitzel 9.80 bis 10, Torfmelasse 9.80, Kartossel- flocken 20L0 bis 21,20, Mucker 19 bis 20. Phönir, Aheinyahl. ^oln-Aeueßen und Daman, Nto de 5ßwciro htr eine ont> 8eba»eft für 100000 beiten, alles übrige für 100 Lin betten.) Telegraphische Auszahlung. Awcritanische Roten .... Belgische Noten . Dänische Noten..... Englische Noten französische Noten ..... Holländische Noten ^italienische Noten ..... Norwegische Noten...... Deutsch Cefterr-, i 100 Kronen Numänilche Noten...... Schwedische Noten ..... Schweizer Noten Spanische Noten Tl'chechoUowakilLe Noten . . Ungarische Roten....... 166,25 6.62 13.H Berliner Dors«. (®tgener Drahtbericht des „Gietzener Anzeigers*.) Berlin, 4. Febr. Die Berichte der preußischen Handelskammern, die eine verhältnismäßig günstige deutsche Wirtschattslage wteder- spiegeln, lösten an der heutigen Börse eine Auf-- wärtsbew-eaung aus. Ganz besonders am Mon- tanmarkt zogen die Kurse an, da in den Handelskammerberichten die Lage der Visen erzeugenden und Kohlerr-Industrie als verhältnismäßig günstig betrachtet wird. Auch aus rheinischen Kreisen kamen wieder Kaufaufträge an den Markt. Sehr lebhaft gehandelt wurden Wirtschatt. • Konkurs. Lieber das Bermögen der «tana Hinkel u. Co., A-G zu Offenbach <, CQL wurde das Konkursverfahren eröffnet- Sar» berungen sind bis zum 6. März 1925 beim Amtsgericht in Offenbach anzumelden. ' Kaliwerke Aschersleben. Die -uruptversammlung genehmigte einstimmig oie Umstellung des Aktienkapitals von 100 Millionen Mark Stammaktien auf 14 A"l,onen Anu und der Dorzugsaklien A im Derhaltnis von 1000. 50 B 1000 27, unter Bildung einer ^ucklage von 1 914 663 Rrn Die Borzugsaktten A werden in Stammaktien umgewandelt. • Kaliwerke Salzdetfurth X-® «fllibetiurtb Die a. o G -B genehmigte mÄ Stimme bk 6-Iannte ÄeKWmarferMf- nungsbilonz und die bc8 2ntun- kaMals von 100 Mill. ORL Stammaltien auf 16 MUl. Rm und von 10 Mill Mk. Vorzugs- afticn auf 100 000 Rm.. unter Schaffung einer Rücklage von 1610000 Rm. • Lonsolidierte Alkaliwerke. We- st e reg ein. Die G-V. genehmigte gegen 156 Stimmen 4'/2prozentiger Vo^ugsaktien die Rrn - Bilanz und die Umstellung von 100 Mi.b Mk. Stammaktien auf 15 Mill Rm . von 4 Mül. Mk. 4i/^rozentiger Vorzugsakiien auf 600 000 Rm.. von 6 Mill. Mk. 5prozentiger Vorzugsaktien auf 900 000 Rm. und von 5 Mill. Mk. Sprozentiger Vorzugsaktien auf 150 000 Rm unter Bildung einer Rücklage von 1,7 Mill. Rm. Die 4> /pro- zenttgen und 5prozentigen Vorzugsaktien werden in Stammaktien umgewandelt. 32,40 0,55 24,50 M.;»o 27,GO ; 9,75 19,25 ! 22,9 | 13,75 I 20,25 I 14,50 73,25 891 4,1 6,3 4,1 10,4 0,7] Li; 17 2,525 4,35 2,8 13,9 5,6 • Englische Schiffbausorgen. Seit dem Beginn deS neuen Jahres macht sich im englischen Schiffbau abermals das Ausbleiben neuer Aufträge bemerkbar, und es wird darauf ßlngewiesen. daß einige bedeutendere Aufträge an das Ausland vergeben worden find. De- sorgnis erregt es. daß die deutschen Wersten Reaierungsunterstützung erhalten sollen, denn man fürchtet, die englische Schiffbaulndustrie könne dadurch geschädigt werden. Denn auch die deutschen Wersten nicht so leistungssähia feien wie vor dem Kriege, würden sie doch durch direkte oder indirekte sinanzielle Unterstützung mit etwa 100 Mill. Mk. im Jahre alis 10 Zähre hinaus gegenüber den englischen Wersten in eine starke Stellung gebracht werden Dunen. • Die polnische Handelsflotte. Die Handelsflotte Polens hat im Jahre 1924 durch Verlust und Verkauf einen nicht unerheblichen Rückgang erfahren. Die Rcedsreien sind nicht in der Lage, bei der trostlosen Finanzlage irgendwelchen Ersatz zu beschaffen. Staatliche Hilfe wird nicht zu erwarten sein. 3m Monat Januar 1925 verfügte die polnische Handelsflotte noch über 5 Schiffe mit über 100 Tonnen Rauminhalt. von denen 4 Danzig als Heimathafen haben und 1 Wladiwostock. Frankfurter Abendbörfe. Frankfurt a. M., 4. Febr. An der heu- fiflen Abendbörse konnte die Erholung wettere ansehnliche Fortschritte machen: es entwickelte sich auf den Hanptmärkten ziemlich lebhaftes Geschäft. besonders für Montanwerte, auf die sich das 3nteresse konzentrierte. Angeregt durch Den leichteren Geldstand schritt die Spekulation zu Deckungs- und Meinungskäufen, die aber einen größeren Umfang nicht annahmen. Am Montanmarkt Ware-, es besonders Klöcknerwerke, Bochumer, 'DuderuS. Phönix und Stinnes-Riebeck, die zu höheren Kursen gehandelt wurden, dagegen erlitten aber Deutsch. Luxemburg und Rheinstahl eine merkliche Sinbuß? Am Bankeii- markt waien die Kurse zumeist unverändert mit Ausnahme von Berliner Handelsgesellschaft die einen Rückgang von 1 Prozent hatten. Chemische Werte setzten die Besserungen in geringem Umfange fort. Dm Elektromarkt war daS Geschäft sehr gering, die Kurse kaum verändert. Auf den anderen Märkten war die Tendenz unverändert. Am Anleihemarkt schwächten sich Kriegsanleihe anfangs ab, konnten aber später ben Verlust wieder aufholen. Stärker beachtet 3 Läufers schweine zu verlaufen. 1224 D Annerod, KirÄ'ir- 2 u. 10. Haus mit allbekannter Bäckerei weg. Zurückzieba- in Städtcken un- weit Frankfurt, bei 10000 jc Anzabla. günstig »u verkauf. ErnsteKäufer kommen am besten zu Geisenhof u. Roth Tnunusstrahe 38 Frankhut a.a.l,,;A | Fritz Nowack Ausstattung sh aus Erklärung! Unterzeichneter erklärt hierdurch, datz ihm ein am 24. April 1923 eingegangenes Pferd sowie auch ein weiteres am 20. 12. 24 an Nierenschlag eingegangenes Pferd, welche er beide bei dem dentrab Mehverficherungs-Derein a. G. zu Hildesheim versichert hatte, durch Vermittlung dessen Subdirektors, Herrn S.Reih, Grebenau, in der raschesten und kulanten Weise entschädigt wurde, ohne das; die Gesellschaft weitere Rückfragen gehalten hat. Ich sehe mich hierdurch veranlaßt, dem Tentral-Diehversicherungs-Derein a.G. zu Hildesheim meinen öffentlichen Dank auszusprechen und kann darum diese Gesellschaft allen Diehbesihern, Landwitten, Freunden und Bekannten nur aufs beste empfehlen. 9,9 0,225 I 96,75 20,70 14.20 90 I 97,40 I 151,5 20 25,5 I 8,90 , 14,4 67,9 63,70 50,90 30,4 3,9 N. S. U.- Mtorrad sowie Wanderer Svezial (ungebrJ, Vernaier au verk. In Auftrag r|0D Sark Lobrev Grober Tteinwegö. Briefmarken von 1S67—80 einige Hundert ab» -iigeben. diahereS in der GcschäflSst. deS Giefr. Anzeig. 01073 f Xsutgesuvke! GrStzeieSWl- Borlominea zu kaufen gesucht. Kent Stetnftt. 42 I. or^ Zweirädriger HalldklHttN z. Tranöp. von Mö- Ibeln au taufen ges. Dchr. Ana- u. 1194D an den Gieß- Anz. Weiße Woche ‘"W“ Sdjlub* Rur» 3.2. Für nur 35 Pfg. Kann man sich einen prachtvollen Nachtisch bereiten, denn aus Dr. Oetker s Puddingpulver stellt man einfach und schnell einen Getler-pudding her, der namentlich für Kinder ein Hochgenuß ist. Am beliebtesten sind Vanille- und Mandel, Geschmack. (Es gibt außerdem noch Himbeer-, Erdbeer-, Zitrone» und Slnanas-Geschmack. 1191,8 Für 3-6 Personen genügt 1 Päckchen Dr. Selker'» Puddingpulver ■ • Mk. 0.10 i/3 Liter MUch ......... ci. „ 0.17 2 Lblöffel (80 g) gucker...... o „ 0.04 1 Etziölsel (20 g) Margarine (oder Sutter) , , O.M Mk. 0.35 167 6,62 13,75 13,40 0,37 19 19 1,95 10,10 0,125 97,5 20,75 90.4 99 151,5 2t 26 8,95 14,13 68,50 63,75 50,75 3,5 30,60 1 3,90 | 101 6,05 32.9 0,55 25,5 26,70 27.90 9,9 19,5 22,5 13 21,5 14,50 75,25 88 4,62 8,40 4,25 10,4 0,64 1,2 16,6 2,525 4,5 IV» 5*/e Deutsch: NrichSanteihe . 4° , Deutsche N^chSanleiy« . 3* 8° . Deutsche '.Hcub 'anleibe 3° Deutsche Nefch8anle,b« . Deutsche Lvarpramienanlethe 4°,„ Preutztsche Sonfoll . . . 4°/, Hessen Ä»:::::::::: Deutsche ffirrib Dollar Anl. dto- Doll-.Schay.Smreisng.') ♦I6 Zolltürke 5% Goldmettkaner Berliner Handelöacsellschast. Tommen und Privat-Bank. Tarmsl. und Nalionalbank . Deutsche Bant Deutsche Dcrcinsbank .... DiSconlo Commandit .... Metalldank..... Mitteldeutsche Creditbank. . Orfteereichtsche Lredltavftalt. Westbank Bochumer Suß ....... BuderuS Taro Deutsch.Luxemburg . . . . . Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpen er Bergbau...... Kaliwerk« Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln. . . . . Haara butt« . . . . Oberbedarf ..... Phönir Bergbau . Rycimtahl . . . . Riedeck Montan........ Telluö Bergbau........ 0,757 0.790 0.750 0,775 1 —— 1,02 1,035 1.04 1,025 1,03 1,045 1,5 1,525 1,50 1.53 1,5 0.5441 0,51 0,51 1,15 1,18 1.18 1.18 1.45 1,4-1 1.26 1.3 1.49 1.40 1,25 1.28 1,31 „ ',3 94,75 94,75 94.75 94.75 DU 90 90 90 10,90 1 11,25 10,6 11 41,75 ! 40,75 -- 3. Februar 4 Sebro ar Neparch vmklichr Notierung 6f!h Briet Amtliche Noeteru t, Geld Hrtf 3. | 4 Am't. Nott. Brsi.-Antw (ffnifitinfa . 169,06 21,65 64,12 169,48 21,71 64,28 169,04 21,68 64,19 169,46 21.74 61,35 voll voll voll voll voll voll .Qo^nbnflcn 74,91 75.09 74,93 75,11 voll voll iZtoJliolm . 113,02 113,30 113,02 113.30 voll voll HcltingsorA. 10,56 10,60 10,565 10.605 voll voll Italien. . . 17.43 17,47 17,43 17,47 roU'voll London. . . 20.093 20,143 20,092 20,142 voll voll Ncuyork . . 4,19.5 4,205 4,195 4,205 voll voll 'üariß.... 22.68 22,74 2-2,70 22,76 voll voll Schlvefl . • 80,97 81.17 80,97 81,17 cou voll Svaiiie'n . . 59,93 60,07 59,97 60,13 voll voll Wien in D-. Cfft- abgest. 5,91 5,93 5,908 5,928 voll,voll Prag . . . 12,405 12.445 12,37 12,41 voll voll Budapest. . 5,82 5.84 5,82 5.84 voll voll Bucn. Air«- 1,685 1.689 1,685 1.689 voll voll Bulgarien . 3,045 3,055 3,045 3,055 voll voll Japan . . . 1,613 1,617 1,613 1,617 DOU;DOU -Hio de Iau. 0.486 0.488 0,484 4,486 LUU uoll voll'voll Bel irad . . 6.60 6,82 6.775 6,795 l'iffäbon . 19,98 20,02 19,78 20,02 -oll voll Banknoten. FrrT»w 4 Februar. 1 Veld | Brtrl Nevart. 's. Herrenwäsche Unsere Neuheit! Der Garantie-Strumpf Krawatten 3.90 Strickbinder 0.95 4.90 Die Ware ist auf den Verkaufstischen zur gefl. Besichtigung ohne Kaufzwang ausgelegt fjtrmnnimfroilshnm Zentrale: Krankfurt am Marn Marke Counteß Marke Prinzeß Paar Mk. 10.50 Paar Mk. 12.50 Strickbinder aparte Muster Korsettschoner sehr preiswert Herren-Unterhosen makofarbig Herren-Untergarnitur Hose und Jacke in schönen K QA Farben sortiert v.Ov Bei Abnahme von drei Paaren wird zwei Monate schriftliche Garantie geleistet» Es wird jedes Paar ersetzt, das innerhalb dieser Frist Löcher oder Laufmaschen aufweist. 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Alfred Lascher Dresden-Str etiles re-’A Empfehle: Pa. Rindfleisch . . . 90ps Pa. jg. Mastkuhfleisch 56 ps Kalbfleisch.....90 pf Pa. Rindswürstchen M Pf Siehener Zleischhaüe Walltorstrakie 32. 1202D Statt Karten Es empfehlen sich Fay's echte Sodener Mineral-Pastillen gegen Husten und Heiserkeit Frankfurt a. M. Bad Soden a. T. ^illlllllllllll!l!llllllllll!lllllll!lllllllllllllllllllllllllllllllll!llllill!IIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIII|!!lllll!l!l!lll!llillli!ll!illllllll!lllllllll!llllllilllilllllllllllllllll!!llll^ I Weihe Woche ‘-w*0* C <39 /jerndfrctse. W I g 24-3 Tag fremd. 4« 7<53 af. 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Ende Februar beginnen neue TANZKURSE für Anfänger und Fortgeschrittene. Gefl. Anmeldungen hierzu werden gerne entgegen• genommen. Priv a tunt er richt zu jeder Tageszeit. Tanzlehr-Institut Th. Bäulke Wolfstraße 21 (Ecke Licher Straße). Tel. 1055. Alt Stell' Stt Uli 20 Pf‘j aud ooti inft Sch tag A' tic Ii& Q Deuts doch bei als iva Äun t| Landtag irnd 6t isihung , raten. 1 deuten aber alt in Gest Horio Sv lasten regier in A leicht eine hat Zx eigentl es bei indem der A mit ti> Traten tuschen Siegei lich eli gar n in der dürfen, Irr bilde Lank sen, Äin^ irnipt terr allo» bin S P at vieüei' Dari läufig Kabin übem Pattei hielten dann I regieru die Gel nister im 1 Der denkt zur nationale toirb vvi angehvrt . Sari dräsideni nntgeteil annah Wahl für Dien anberauni < ( bn Abg Dagegen /agspr soll. Sje macht ber ein, MtSOdc Wes: tzalideL ftrte ba JÄn ! Mordn ist , Das $ y. j i