ft to 0 5 o ft K S 6 o 6 ft 3' <6 § ZL 0 M I ft 3 Montag. 5. Januar 1925 175. Jahrgang ®. 5 Erster. Blatt les CÖ der Note eingetroifcn. Englische Nervosität. London, 5. San. (Sil.). Die einmütige Essen, 4. San. (WSB.) Der Sturm, der seit Neujahr hier tabt, hält mit unverminderter Heftigkeit an und steigerte sich nachts zu großer Stärke. Der Regen seht nur vorübergehend aus. Die Temperatur ist dauernd auf)er» gewöhnlich mild und betrug heute zehn (Arad Wärm e. Durch den Sturm wurden mehrfach bedeutende Schäden verursacht. Die Flüsse sind ununterbrochen im Steigen. Ruhr und Wupper führen Hochwasser und überschwemmen bereits weite Strecken. Sturmschäden in Holland. Amsterdam, 3. San. 'WB). Der schwere Südweststurm, der seit Donnerstag Rächt in Westholland herrschte und erst heute morgen zum Abflauen [am, hat nach den jetzt aus einzelnen (Gebieten vorliegenden Rachrichten ver- schiebe-.tiH schweren Schaden bervoroeru'en. Besonders wurde der Annahme von Anzetaen für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorhei ohne jedeDcrbindlichKeit. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 nur Breite örtlich8, auswärt« 10 Goldpfennig; für Reklame-Anzeigen D.TOnirr, Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20°»Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton Dr. Friedr. Wilh. Lange, für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; fürder Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Haltung der deutschen Presse über die Verurteilung der englischen Politik in der Kölner- Frage hat in der englischen Oeffentlichleit eine nicht verkennbare Nervosität hervorgerufen. Die Fadenscheinigkeit der Beweisführung trägt nur dazu bei, Die Ansicherheit des Urteils in der englischen öffentlichen Meinung zu vergrößern. Weit verbreitet ist die deutsche Auffassung, daß die englische Regierung fehl- gegriffen habe, indem man Deutschland, anstatt den Verhandlungsweg zu beschreiten, einsach vor die vollendete Tatsache gestellt habe. Der „Observer" erklärt, daß das Kölner Problem nicht vom wirtschaftli chen Problem getrennt werden dürfe. Oslo, 4.San. (TU.). Bei dem gestrigen, orkanartigen Sturm an der norwegischen Küste wurden auch drcideutscheDampfer schwer beschädigt, darunter einer von der Stinneslinie in Hamburg. Ein anderer deutscher Dampfer von 7003 Tonnen mit Rarnen „(Sur o = p a" ist bei Skudesnaes gestrandet unb anscheinend ganz ücr.oven, 28 Mann der Besatzung sind an Land gerettet. Hamburg im Sturm. Hamburg, 4. San. (WB.) Der Stur m, der seit gestern herrscht, steigerte sich in den heutigen Vormittagsstunden zu großer Heftigkeit. Bei der Polizei und den Feuerwachen sind eine Reihe Meldungen über Sturmschäden verschiedenster Art eingelaufen. So sind an vielen Stellen der Stadt Schornsteinbrände ausgebrochen. Don einem Hause an der Verbindungsbahn wurde das Dach abgebedt. Sn Uhlenhorst wurden ebenfalls an zwei Gebäuden teilweise die Ziegel abgebedt und die Wellbleche losgerissen und herobgeschleudert. Personen wurden nirgends verletzt. Aus Cuxhaven wird in den Abendstunden ein Wasserstand bon 6' > Meter über normal gemeldet. Sn kurzen Zwischenräumen hallen die Hochwasserwarnungsschüsse der Batterie am Stintfang über die Stadt und den Hasen. Der Südweststurm erreichte nach Mitternacht eine Stärle von 28 Sekunden Metern. Sm Hafen hat sich eine große Anzahl von Schleppdampfern losgerissen und ist ins Treiben gekommen, jedoch konnten bisher alle geborgen werden. Auch auf der Nordsee herrscht schwerer Sturm. Die Lage der deutschen Wirtschaft. Reichswirtschaftsmiuifter Hamm über notwendige Reformen. Berlin. 3.San. erungsgebiete an der Ruhr sind weit überschwemmt. Viele Straßen stehen unter Wasser unb die Verbindungen sind gestört. Sn Mül- Heim a. d. Ruhr zeigte der Pegel Sonrttag- nachmittag einen Stand von 4,20. Gegen Abend wurde ein Stillstand der Flut beobaHtst. Cr Aus den Spuren des Sturmes Orhan in Norwegen, Holland und an der deutschen Nordseehüste. Neue Hochwassergefahr im Rheinland. H 1 .............- --- - -------- — hie Bildung des überparteilichen Kabinetts Dr. Marx nimmt mit Deutschnationalen Fühlung. L|r Nase der Deutschnationaleu Einwendungen «i machen hat. unb mit Sympathien oder Anti- Mi?t freilich fest. Nachdem aber bas Zentrum die Demokraten mit aller Gewalt bie Ver- i :vung zu ben Sozialdemokraten hin finden > hxn, muhte ihnen auch bie Möglichkeit gege- i i lein. Arm in Arm mit den Svzialde->no- ftu ihr Sahrhundcrt in bie Schranken zu for- t’- Sie hätten sich sehr rasch festgelaufen, beim wenn sie bie Fortsetzung her bisherig:n npo 1 it i k proklamierten, müssen sie die ^Politischen Grenzen bes Lvn- ifivner Protokolls ziehen, die auf eine Trnßchaltung unserer Wirtschaft hin- yizisufen durch Aenberung unb Vereinfachung fet Steuergesetzgebung, aber auch burch Erho- tiiig des Nutzeffekts unserer Produktion. Wie bas i it drm gesetzlich festgelegten Achtstundentag gc= B werben sott, wie gleichzeitig eine gesunde gcfcftgel'ung mit den Sozialdemokraten ge5 sott, das sind Fragen, die schüehlich nur *tti Zentrum unb bie Demokraten sich zu beant- 3-t: et brauchten, sie hatten es ja nicht anders i'SMlt, warum solllen sie sich also nicht die daran ausbrcchen? Ziur so war es möglich, zu einer Stabili- iiotiing unserer Derhältnisse zu gelangen. - Denn Die Preussische LandtaqSsraktion der Deutschen Volkspartci hielt am Samstag eine Sitzung ab, ber auch eine große Anzahl von Mitgliebem ber Reichstagsfraktion, u. a. Reichsaußenminister Strefemann, beiwohnten. Cs würbe ein offizielles Kommunique ausgegeben, in b.em es u. a. heißt: Die Lanb- tagsfraktion der Deutschen Volkspartei hat keinerlei Veranlassung gefunben. ihren Stanbpunkt zu ändern, wonach sie ihre Politik im engsten Einvernehmen mit bet Reichstagsfraktion zu führen gewillt ist. Sm Landtag ist eine große Anfrage der Deutschen Volkspartei übet die Vorkommnisse bei der Preußischen Staatsbank anläßlich der Geschäftsverbindung ber Staatsbank mit Holz- mami, Kutisker, bem Barmat-Konzern usw. eingegangen. Weiter forbert ein Antrag der Deutschen Volkspartei, ber Reichsregietung bekannt- zugeben, daß Preußen jeder Maßnahme bet Reichsregierung zustimmt, bie barauf abzielt, bem Versuch der Ententestaaten entgegenzuireten. die Kölner Zone wider das Völkerrecht und entgegen bem Versailler Diktat über den 10 San. hinaus besetzt zu halten. Die Staatsregierung wird ersucht, durch jede mögliche Art vor ber Oeffentlichkeit ber Welt a uch von Preußen aus gegen b ief e f r e m b c Veb rück ung z u protestieren unb ferner den Bewohnern ber Kölner Zone die Anteilnahme ber Staats- regteiung unb des Landtags an ihrem schweren Schicksal bekanntzugeben. Der Vertragsbruch. Vor der Ucbergabe der Dotschafternotc Paris, 4. San. (Set. ün.) Wie Havas aus Berlin berichtet, haben die alliierten Botschafter heute vormittag ben Text bet Note bekommen. in ber bie Nichträumung bet Kölner Zone angefünbigt wirb. Die Botschafter von Belgien, Frankreich. Stalien und Sapan haben sich gestern vormittag auf der britischen Botschaft versammelt und zusammen mit dem englischen Botschafter den Text der Note verglichen. Es wurde die üebeteinflimmurtg der fünf Sexte festgostellt und eines ber Exemplare von sämtlichen fünf Botschaftern unterzeichnet. Dieses Exemplar wird heute mittag Ahr von »Hheint täglich, außer :5hru und Feiertags. Beilagen: HtbsnerFamilienblätter ^Heimat im Bild. t:iats:8e$ug$preis: tttilumark u. 20 Gold- Umig für Trägerlohn, M) bei Nichterscheinen Ä einzelnen Nummern »Ige höherer Gewalt. l|r n f p r c ch,Anschlüsse: Äciftlcitung 112, Der- MpdGeschästsstellebl. «hcift für Drahtnach- iU'emLnzrigerGießett. Postscheckkonto: Mnlfurt a. M. 11686. bem Zentrum wäre es ohnehin schon nicht angenehm, sich in aller Oeffentlichkeit erneut mit ben Sozialbernokraten zu zeigen, wenn es zudem vielleicht Erfahrungen in der Anmöglichkeit des Zusammenarbeitens mit ben Sozialde.nokraten ge= ammelt hätte, bann war es vielleicht reif für ben Dürgerblock, unb wir könnten damit rechnen, daß nach diesem kurzen Sntermezzo des Linksblockes eine starke Ernüchterung auch des linken Flügels des Zentrums kam, bie dann von elbst zu einem Wiederau fbauprogramm ber bürgerlichen Parteien führte und uns für mehrere Sahre aus der ewigen Krrsen- luft heraushalf. Das alles hat Herr Dr. Marx verhindern wollen, weil ihm diese Konsequenz seiner Politik lompromittierllch erscheint. Deswegen arbeitet er jetzt auf sein überparteiliches Kabinett hin, das, wenn es den Deutschnationalen gefällt, icherlich nicht die Zustimmung der Demokra- t e n findet, wenn es aber den Demokraten genehm ist, wieder eine Absage von den Deutschnationalen erhalten wird. Nur mit sehr viel Glück und mit ehr viel Geschick kann sich dieses Kabinett länger als einige Wochen halten. Daß es dagegen im- taube ist, bei seinem losen Zusammenhang mit ben Parteien die großen innerpolitischen Reformen gegen ben Widerstand der Sozialbemokoaten burchzuführen, bas soll es erst noch beweisen. Die neuenVerhandlungen des Kanzlers. Die Volkspartei in Preupe«. Berlin, 5. San. (Prid.-Tel. des Wolff- buteauS.) Reichskanzler Dr. Marx führte gestern, der „Zeit" zufolge, im Sinne des ihm erteilten Auftrages zur Bildung einer überparteilichen Regierung Verhandlungen mit verschiedenen der Deutschnationalen Volks- partei nahestehenden Persönlichkeiten. Wie verlautet, sott es sich dabei um die Neubesetzung des Reichsministeriums des Innern unb des AeichswirtschaftSministeriums handeln. Wie das Blatt bemerkt, wird der Stand der Verhandlungen nicht als ungünstig bezeichnet. Sm Laufe des Montagnachmiltags werde es sich zeigen, ob die Besprechungen zu einem positiven Ergebnis führen werden. — Der „Montag" will wissen, daß für die Besetzung des Wirtschafts- Ministeriums Ministerialdirektor a. D. Neuhaus und für den Posten des Innenministers Vizepräsident Kries in Frage kämen. Die Genannten hätten sich ihre Entscheidung bis heute Vorbehalten. Wie das Blatt weiter schreibt, hat man in parlamentarischen Kreisen den Eindruck, daß die Deutschnationalen eine derart umgeän- derte ReichSregierung unterstützen würben, allerdings unter der Voraussetzung, daß die Deutsche Dolkspartei in Preußen alle Anstrengungen macht, um auch dort eine auf den gleichen Prinzipien aufgebaut« Regierung herbeizuführen. bem englischen Botschafter im Beisein seiner Kollegen der Reichsregierungs übergeben werben. Der britische Botschafter wirb bei biefer Gelegenheit auf die Debeutung ber Note Hinweisen unb ankündigen, bah eine zweite Mitteilung folgen wird, sobald Die alliierten Mächte sich an Hand des Schlußberichts der Kontrollkommission ein Bild von der Abrüstung Deutschlands gemacht haben werben. Er wirb gleichzeitig die Reichs- regierung davon benachrichtigen, daß die Note morgen in ben alliierten Hauptstäbten der Oeffentlichkeit ü b er geb en werben soll. Gestern vormittag ist in Berlin eine schriftliche Bestätigung bes telegraphischen Tex- sich bei ben Banken am meisten auswirke, ba bem Verlust an Golbkapital nur verhältnismäßig wenig Sachwerte gegenüberftanben. Es sei bähet zu verstehen, bah bie Banken sich allmählich bemühten, toieber zu einer gefunben Kapitalbilbung zu kommen, wobei sie auch im letzten Jahre einiges erreichten. Es fei richtig, auf bicscrn Wege sortzufchreiten, jeboch auch notwendig, ben Prozeß sich allmählich unb in Ruhe entwickeln zu lassen. Auch für bie Snbuftric, ben Hanbel unb bas Hanbwerk sei es unerläßlich, bie Wieberbildung eines eigenen Bctriebska pilals zu betreiben, boch müsse baneben bie Erhaltung bes Absatzes unb bie Sicherung eines auskömmlichen Arbeitsertrages als gleichberechtigt stehen. Die Preispolitik habe zwar bie Nachwirkungen ber schlimmen Snftationsgewohn- heitcn übertounben, boch bleibe indbefonbere im Wiberstanb gegen bie Wiebereinsührung beweglicher Preise noch manches £u tun übrig. Die Forderung der Wirtschaft aus Reformierung des SteuerwesenL bestehe nicht zu Anrecht. Die Pflicht des Jahres 1924 sei die Erhaltung der Währung, und zwar auf Kosten der Wirtschaft gewesen. DaS Jahr 1925 dagegen bringe die Berechtigung und die Verpflichtung mit sich, in tiefgreifenderer Weise als es bisher geschah, ben organischen bauernden Bedürfnissen ber Wirtschaft im einzelnen nachzugehen unb Rücksicht zu gewähren. Die Wieberherstettung einer günstigen Bilanz unserer Zahlungen unb unseres Außenhandels sei bisher nicht gelungen. Die Rückwanderung beS deutschen Kapitals habe ihre Grenzen wohl schon erreicht. Die Hereinnahme ausländischer Kredite bedeute aber neben dem Dort eil ber Verflechtung ber Wirtschaften untereinander und des Antriebs für die deutsche Wirtschaft doch ernste Nachtette für bie Zukunft. Das Ziel der aktiven Handelsbilanz dürfe daher nicht aus dem Auge gelassen werden. Einfuhrverbote und ähnliche 'Zwangsmaßnahmen feien wirkungslos und stimmten nicht mehr mit ber jetzigen Gestaltung unserer Handelsbeziehungen überein. Der Minister wies den Vorwurf zurüci. daß die Wirtschaftspolitik des Reiches allzu sehr außen- handelspolitisch gestimmt sei unb ben Snnenmo.rft vernachlässige. So sehr er bessen Vebeutung anerkenne, müsse er doch die 5rc.ce auftoerfen, womit Deutschland bie privatwirtichcrftliche unb völkerrechtliche Schuldenlast ab tragen solle, wenn nicht durch die Ausfuhr deutscher Arbeit. Der Londoner Pakt bleibe Theorie, wenn Deutschland nicht eine wachsende Ausfuhr ermöglicht werbe. ___ ______ »erlitt, 3. Jan. (TA.) Amtlich. Der tn HSkanzler halte heute vormittag die in Hl- genommene Aussprache mit den Führern e[ ^cichstagsfrakllvtten des Zentrums, der Mu ischrn Dolkspartei und ber Demo« Kien. Der Verlauf der eingehenden Bespre- tvqen ergab, daß die drei Fraktionen auf den « ihnen aus Anlaß der Regierungsbildung ge- ttn Beschlüssen beharren und somit die Ml'chkeit der Bildung einer Mehr- Mitregierung nicht gegeben ist. Berlin, 3. San. (DD.) Heute nachmittag Wd«r Reichskanzler nacheinander den Vorsitzen- «« der deutschnationalen Reichstagsfraktivn, Mi eie, und den Vorsitzenden der fozialdemo- Eiii^cn Reichstagssraktion, Hermann Mül- ti empfangen. Eine Aenderung der gegentoar* Mta Lage In der Frage der Regierungsbildung I durch diese informatorischen Besprechungen i io t eingctreten. Der Reichskanzler hat infolge- efltit dem Reichspräsidenten über daS ^:vniS der Aussprache Bericht erstattet. Da 04 der von den Fraktionen eingenommenen Deining die Bildung einer auf einer parlamen- Mkhen Mehrheit beruhenden Regierung nicht ist, hat der Reichspräsident den Reichs» Wirt Dr. Marx beauftragt, eine dieser parla- ml»rischen Lage Rechnung tragend« Reichs- egteung zu bilden. Reichskanzler Marx hat den Ii'trag angenommen. - Das hot der Reichskanzler wirklich sehr ein gemacht, baß er bem Zentrum aus ber «legenheit half, inbcin ec sich auf ben Weg ci überparteilichen Geschäftskabi- • et t 8 brängen lieh Selbstverstänblich, feine :hensbilbungen durch die Fraktionsbefchlüsse Wöinbcrt würben: bas Zentrum tollt ben It >t ß b I o d nicht, bie Deutsche Volks- ? forte i will bie grohe Koalition nicht, i lrohdeni besteht zwischen biesen beiden ationen ein grober Anterschieb. Die Deutsche fShartct kann immerhin barauf verweisen, xl lie den Versuch bes Zusammenarbeit ens mit ben Sozialbernokraten ge- Mcht hat, bah aber innerhalb weniger Monate toi Kabinette baran zerbrachen, weil es lh hcransstettte, bah bie sozialbemokratische teil ion ihre eigenen Minister im Kabinett im Mifr lieh unb gegen sie stimmte; während bas Ätcum boch im Grunde nur gegen bie poli- GichenerAnzeiger General-Anzeiger für Gderhessen vniä und Verlag: Vrühl'fche Universi1ät§-vuch- und Steinöruderei 1L Lange in Gietzeu. ächristleitung und Geschäftsstelle: Lchulstratze 7. stehen eine Steiße t*n Straßen «trttcr Wasser. Denn das Wasser in Hattingen noch um einen halben Meier steigt, wird die Derbindungs-- ftraße mit Bochum unterbrochen werden. Auch müßte dann die Lurbinenanlage des Wasserwerks außer Betrieb gesetzt werden. Die Bewohner vieler Hauser mußten sich in die oberen Stockwerke fluchten. Der Betrieb der Zeche „Gibraltar" bei Harbede ist durch das Hochwasser unterbrochen. Das Wasser füllte die Stollen. Aus Witten wird gemeldet, daß das Wasser seit geftem morgen steht und voraussichtlich wieder zurückgehen wird. Die •lieber- schwemmungen sind auch dort sehr stark. Sämtliche Ruhrwiesen und die in den Riede- rungSgebieten stehenden Wohnhäuser sind unter Wasser gesetzt. Der auf einer Ruhrinsel begonnene Turbinenneubau ist schwer beschädigt. Die Detonmaschinc steht unter Wasser und ein großer Stapel von Gerüstholz ist teilweise a b -- geschwemmt worden. Auch aus dem Wuppertal wird starkes Hochwasser gemeldet. 3n der Umgegenö von Wipperfürth und mehreren kleinen Gemeinden ist der Verkehr unterbunden. Gleiche Meldungen treffen aus Solingen ein. Elberfeld. 3. Ian. (WB). Durch den mehrtägigen Regen ist das Wasser so gestiegen, daß es bereits an mehreren Stellen über die Ufer getreten ist. Die Umgegend von Wipper- f ür th im Wuppertal ist völlig überschwemmt. 3n mehreren kleineren Gemeinden ist der Verkehr vollständig unterbunden. Auch aus Solingen treffen gleiche Meldungen ein. Vom Oberlauf her Wupper wird w e i- t er ed Steigen gemeldet. Vorsichtsmaßnahmen sind rechtzeitig getroffen worden. Düsseldorf. 4. 3an. (WB). Infolge der starken Regenfälle der letzten Tage führt die Düssel Hochwasser, das über die Ufer des südlichen Süffelarm cd getreten ist und die Keller der anliegenden Grundstücke überschwemmt hat. Wie aus Elberfeld gemeldet wird, ist das Hochwasser der Wupper in langsamem Fallen begriffen. Auch aus Solingen und Burg, wo die Ueberschwemmung der Wupper größeren Schaden angerichtet hat, wird ein Fallen des Wassers gemeldet. * Köln, 4. 3an. (Wolff.) Die Strecke Overath-Engelskirchen ist durch Ueberschwem- mung seit gestern nachmittag unfahrbar. Das Ende der Störung ist noch nicht abzusehen. Der Personenverkehr wird vorläufig durch Pendelzüge, auf der gesperrten Strecke selbst durch Autos aufrechterhalten. Die Strecke Engelskirchen—Overath ist wegen Hochwassergefahr und die Strecke Engelskirchen—Rüderoth gesperrt. Zwischen Deringhausen und Rüderoth sowie zwischen Overath und Köln verkehren die Züge im Pendelverkehr. Der Personenverkehr wird zwischen Rüderoth und Oeroth durch Autoverkehr aufrechterhalten. Siegen. 4. Jan. (WTB) Der seit Weihnachten unaufhaltsam strömende Regen hat der Stadt Siegen und ihrer Umgebung außergewöhnlich starkes Hochwasser gebracht. Die fleinc Alche, ein Bach von son stgeringer Liefe und Breite, ist zum Fluß von stellenweise sieben Meter Breite angewachsen und hat die Freudenberger Landstraße, die auch von der Autopost Siegen-Freudenberg befahren wird, auf weite Strecken unter Wasser gesetzt. Die Wege sind noch bis in die Stadt hinein überschwemmt, so daß sie nicht begehbar sind. Die Sieg ist ein wild schäumender, breiter Strom geworden. Sturm und Hochwasser auch in Rußland. Moskau. 4. Ian. (WB). Gestern abend 9 Uhr ist die Rewa aus den Ufern getreten. Ein ungeheuerer S üd w e st st u r m hat ungeheuere Wassermengen der Rewa, welche sich 71 '2 Fuß über das Rormalniveau hob, in einige Stadtteile getrieben, die überschwemmt wurden. Die Inseln Elagin, Kamenny und Kre- stowsti und die Dollorlokale deö Rewski Prospekts sind überschwemmt worden. Auch mehrere Fabriken sind heimgesucht worden. Bisher sind keine Menschenopfer gemeldet worden, da die Bevölkerung rechtzeitig von der bevorstehenden Gefahr gewarnt werden konnte. Sehr wertvolle Waren konnten aus den Hafen und den Fabriken entfernt Werdern Die Ueber- schwemmung ist nicht so erheblich wie die im September vergangenen Jahres. Um IG/., Uhr abends ist das Wasser auf 0l/2 Fuß gefallen. * Vier Memrlrr Fischer ertrunken. Die feit einigen Wochen verschollenen vier Kerkelbecker Fischer sind, wie nunmehr mit Sicherheit anzunehmen ist. Opfer ihres Berufs geworden. An der lettländischen Küste, südlich Libau. wurde ein Doot an den Strand getrieben, das als dasjenige der vermißten Fischer festgestellt worden ist. Opfer deS MrereS. Aus Morleix wird gemeldet, daß das spanische Schiff „Alfredo" dreißig Meilen nordwestlich von Quesfant st r a n d e t e. Der Kapitän und 18 Mann der Besatzung retteten sich in Booten. Aber nach zweitägiger Irrfahrt auf dem Meere waren sechs Matrosen infolge Kälte und Entkräftung gestorben. Man legte sie in ein kleines Doot, welches in Schlepptau genommen wurde. Den Ueberlebenben gelang es, in der Rächt vom 30. zum 31. Dezember in Guinet zu landen. Infolge des Sturmes hatte sich jedoch das Boot mit den Loten losgerissen, ohne das e& möglich gewesen wäre, es wieder einzuholen. parlamentarisches ans Hessen. Darmstadt, 4. Jan. (Eigener Bericht.) Die Abgg. Dr. Werner und Gen. (Dtn.) haben Im Landtag die nachstehenden Anfragen einge- bracht: Ist die Regierung bereit und in der Sage, zur Behebung der Rotlage der unteren Deamtengruppen dem Beispiele Badens zu folgen? Wird sie für die Aufhebung des Reichssperrgesetzes eintreten? — Hält die Regierung den durch Schaffung des sog. veredelten Wohnungsgeldes eingetretenen Zustand des v e r° sch leierten Ortsklafsenunrechte s für erwünscht und erträglich? — Hat die Regierung in Verfolg des Landtagsbeschlusses vom 15. Oktober 1924 bereits Schritte getan, um den Reichs tag zu veranlckfsen, die Frage der ostjüdi »chcn Zuwanderung zu regeln? Ist die Regierung in der Lage und bereit, über die Anzahl und Beschäftigung und Kriminalität, wie die Gesundheitsverhällnisse der f eit 1900 in Hessen wohnenden Ostjuden ausreichende amllichc Feststellungen machen zu lassen? Der Landesausschuß der H es s i sche n Zentrumspartei veröffenllichte am SamStag in der „Darmstädter Zeitung" einen Bericht über eine Tagung. Hiernach hat Landtagsabg. Ruß über die Lage in Hessen gesprochen und erklärt, daß das Zentrum eine Erweiterung der Koalition nach rechts anstrebe. Weiter wurde mitgeteilt, daß Regierungsrat Knoll sich in einigen Wochen entscheiden werde, ob er das hessische oder das Reichstagsmandat nie» verlegen werde. -r- Die soz. Landtagsfraktion hat im Landtag einen Antrag eingebracht, worin die Regierung aufgefordert wird, den Entwurf eines Amnestiegesetzes vorzulegen. Durch dieses Gesetz sollen alle von hessischen Gerichten erkannten und rechtslräftig gewordenen Haft- und Gefängnisstrafen bis zu einem Jahre erlassen werden, trenn die Strafen erkannt worden sind wegen politischer Vergehen, wegen Vergehen, die im inneren Zusammenhänge mit Teuerungs- oder Erweroslosen-Kundgebungen standen und wegen nicht gewerbsmäßigen Verstößen gegen §§ 218, 219 R. St. G. x Das deutsche „Panama". Der Berliner Korruplionssnmpf. Essen, 3. Ian. (TA.) Die „Deutsche Berg- Werkszeitung" veröffentlicht unter der lieber- schrift „Korruption" einen sehr scharfen Artikel d-es Prinzen Ernst von Ratibor, der Kritik an den Beziehungen zwischen dem Barmatkonzern und politisch- parlamentarischen Persönlichkeiten übt. Der Artikel fragt, ob es richtig sei, daß der von schlecht renommierten Leuten gegründete Barmatkonzern im Frühjahr einen Kredit von 20 Millionen durch die R e i ch s p o st erhalten habe zu einem Zeitpunkt, als bekanntlich unsere größten Industriewerke in schwerster Verlegenheit um 100 000 Mk. Lohnzahlungen waren. Ist es richtig, daß diese, im Herbst fälligen Kredite nicht zurückgezahlt werden konnten? Ist es vor allem richtig, daß die Post die Dei»tsche Girozentrale veranlaßte, nach außen hin a l s Garant über Forderungen aufzutreten, ihr dann aber' für alle Fälle unter der Hand eine Rückbürgschaft der Post zusicherte, sodaß das ganze sich also als eine höchst bedenkliche Manipulation hinstellen würde, um eine nicht zu rechtfertigende Kreditübergabe an einen, nach jeder Richtung hin bedenllichen Schuldner zu rechtfertigen? „Falls diese, zunächst ganz ungeheuerlich anmutenden Vorgänge." heißt es in dem Artikel weiter, „auf Wahrheit beruhen, würde das Parlament, um einen letzten Rest von Ansehen zu wahren, feststellen lassen müssen, welche Beziehungen hier zwischen den parlamentarischen Aufsichtsräten des Barmatkonzerns und Fraktionskollegen in den höchsten Stellen der Postverwaltung bestanden haben. „Ist es nicht eine Schmach und Schande, wie zugunsten einer Spekulantengruppe mit der Kriegsanleihe operiert worden ist? Welche Einflüsse haben es fertigbekommen, daß, je nachdem irgendeine parlamentarische Gruppe einen neuen Antrag zur Aufwertung einbrachte, schon tagelang vorher ein neuer Rummel in K r i e g s a n l e i h e an der Börse einiehtc? Muß es nicht höchst bedenklich ftinunen, wenn dieselben Abgeordneten, die im Barmatkonzern als Auf- sichtsratsvorsihende fungierten, auch im Aufwertungsausschuß des Reichstags das große Wort führten? Wieviel ernsthafte deutsche Industrielle und Bankiers können bestätigen, daß in ausländischen Finanzkreisen immer wieder das Wort fiel: Euer ganzer Reichstag ist eine einzige Spekulantenbande! Selbstverständlich eine ganz ungerechtfertigte llebertreibung, an der aber die unerklärliche Langmut der Regierung, beispielsweise ihre Zweideutigkeit in der Aufwertungsfrage, ein erhebliches Maß von Schuld trägt." Die Kreditgeschäfte der Reichspost. Berlin. 3. Ian. (WB) lieber die umlaufenden Gerüchte der Kreditgeschäfte der Deutschen Reichspost wird von zuständiger Stelle mitgeteili: 1. Der Reichspostminister bat sich aus volkswirtschaftlichen und sozialen Gründen (Arbeiterentlassungen usw.) veranlaßt gesehen, den Banken des Darmatkon- 5 e r n 8 für Industriezwecke im Oktober 1924 auf deren Antrag ein Darlehen von zusammen 14,5 Millionen Reichsmark durch Vermittlung der Deutschen Girozentrale als Treuhänderin äu gewähren, zu dem bei der Post üblichen Zinssatz und gegen Sicherheiten, die von Sachverständigen besonders nachgeprüft und für ausreichend befunden werden. 2. Michael hatte der Deutschen Reichspost im Rovember, als ihr jeder Reichskredit entzogen worden war und andere Zahlungsmittel nicht zur Verfügung standen, vorübergehend Geldmittel überlassen und später seinerseits von der Post Kredit erhalten, der bereits seit einem halben Jahre a b g e d e ck t ist. Seit dieser Zeit steht die Post mit Michael in keiner geschäftlichen Verbindung mehr. 3. Mit Kutis- ter hat die Deutsche Reichspost niemals in Verbindung gestanden. Haftentlassungen im Barmatskandal. Wie die Blätter zu der Barmat-Affäre melden, sind die Direktoren der Merkurbank, L i ch- t e n st e i n und Levi, aus der Haft entlassen worden. Weitere Entlassungen sollen bevorstehend außerdem wurde daS Verfahren gegen die bereits aus der Haft entlassenen Direktoren Thieme, Gehricke und Schäffer eingestellt. Gestern war der Prokurist der Berlin- Burger Eisenwerke, Regierungsrat a. D. Dr. Greulich, festgenommen worden, er wurde jedoch nach seiner Vernehmung wieder freigelas- son. Die Verteidigung der Gebrüder Darmat, die deren schleunige Vernehmung beantragt hat, hat von der Staatsanwaltschaft die Zusage erhalten, daß der Verhör heute oder morgen statt- sinden wird. Don diesem Verhör wirb es abhängen, ob sie in Haft behalten werden. Treue um Treue. Der Reichskanzler an Saarlouis. Berlin, 5. Ian. (Wolff) Der Reichskanzler hat an die Stadtverordnetenversammlung in Saarlouis folgendes Schreiben gerichtet: „Mit Freude und Stolz hat die Reichsregierung Kenntnis genommen von dem erhebenden Bekenntnis zum Deutschtum das sämtliche Stadtverordneten in Saarlouis aus Anlaß der umlaufenden Gerüchte über gewisse Absichten wegen der Zukunft ihrer Stadt erneut abgelegt haben. In welchem Zusammenhang diese Gerüchte haben entstehen können und worauf sie zurückzuführen sind, entzieht sich der Beurteilung der Reichsregierung. Jedenfalls ist ihr, wie id) tn Uebereinstimmung mit dem inzwischen erfolgten Dementi der französischen Regierung feststellen kann, keinerlei Angebot der französischen Regierung über eine von den Bestimmungen des Vertrags von Versailles abweichende Regelung des endgültigen Schicksals des Saargebietes, insbesondere der Gegend von Saarlouis zugegangen. Das Recht, im Wege der Volksabstimmung frei und unbeeinflußt über ihre staatliche Zukunft zu entscheiden, ist der gesamten Bevölkerung des Saargebiets vertraglich gewährleistet. ' > Keine deutsche Regierung konnte die Hand Lazu bieten, dieses Recht irgendeinem Teil der Bevöllerung des Saargebiets zu entziehen. Wohin das Sehnen und der Wille der Einwohner von Saarlouis geht, hat die von echt vaterländischem Geiste getragene eindrucksvolle Kundgebung der Stadtverordneten von Saarlouis vom 20. 12. 1924 erneut in klarer, unzweideutiger Weise gezeigt. Aamens der Aeichsregierung spreche ich hierfür den Stadt- verordnelen den toärmften Dank aus und versichere feierlich, daß die Reichsregierung der deutschen Stadt Saarlouis allezeit die Treue wahrer: wird." Die römische Krisis. Mussolinis Verteidigungsrede. — Vertagung der Kammer. Rom. 4. Ian. (TU) In Erwartung der Rede Mussolinis trat die Kammer gestern in äußerst erregter Stimmung zusammen. Die Tribünen waren überfüllt unö die Abgeordneten konnten Dom Präsidenten nur mit Mühe auf ihren Plätzen gehalten werden. Mussolini. der erst nach Eröfsnung langsam eintrat, wurde eine minutenlange Ovation dargebracht. Cs fiel aus, daß Salandra sich an der Ovation nicht beteiligte. Rach einigen belanglosen Interpellationen erhob sich Mussolini unter lautlosem Schweigen. Artikel 47 der Verfassung besagt, daß das Abgeordnetenhaus das Recht hat, Minister des Königs in den Anklagezustand zu versehen und sie vor den Staatsgerichtshvf zu stellen. Ich stelle die förmliche Anfrage, ob in oder außerhalb dieser Kammer jemand ist. der sich des besagten Artikels bedienen will. (Stürmischer Beifall. Die Deputierten erheben sich von ihren Sitzen mit den Rufen: Es lebe Mussolinil Auch die Tribünen nehmen an den Beifallskundgebungen teil.) Ich selbst, meine Herren, bringe die in diesem Raume gegen mich gesch'. uderte Anklage zur Kenntnis. Man erklärt, ich hätte eine Tscheka gegründet. Aber auf die Sagen: ..Wann und auf welche 2Irt?“ vermag niemand Antwort zu geben. In Rußland hat es wirtlich eine Tscheka gegeben, bie ohne Urteil 150 000 bis 160 000 Personen nach nahezu amtlichen Mitteilungen hat hinrichten lassen, die den systematischen Terror sowohl gegen bte Bourgeoisie als Klasse wie auch gegen etnzelne Mitglieder der Bourgeoisie auäübtc, eine Tscheka, die sich als das rote Schwert der Revolution bezeichnete. Eine italienische Tscheka hat es niemals gegeben. Riemand hat mir bis heute folgende drei Eigenschaften abgcsprochen: Genügende Intelligenz, großen Mut, souveräne Verachtung des eflen Geldes. (Lebhafter Beifall.) 'Denn id> eine Tscheka gegründet hätte, so hätte ich sie nach jenen Grundsätzen gegründet, die ich mir immer vorgehalten habe, nämlich nach den Grundsätzen einer Gewalt, die niemals völlig aus der Geschichte ausgeschaltet werden kann. Denen, die mir durch fünf Jahre harten Kampfes gefolgt sind, habe ich immer gesagt und wiederhole es heute, daß die Gewalt, um wirksam zu sein, heilend, einsichtig und ritterlich sein muß. (Beifall.) Die Taten dieser sogenannten Tscheka aber waren immer töricht und sinnlos und entbehrten der Ordnung. (Beifall.) Die Abwanderungd er Opposition auf den Aventin, mit der auf seine Versuche zur Wiederherstellung der normalen Lage geantwortet wurde, sei eine verfassungswidrige, offen revolutionäre Tat. Die Zeitungskampagne gegen den Faschismus sei schmutzig und erbärmlich. Er habe seine Ruhe inmitten dieses stürmischen Treibens nicht verloren und viele Ungesetzlichkeiten unterdrückt. Dem ganzen italienischen Volk erkläre ich, daß ich allein die politische, moralische und geschichtliche Verantwortung für das übernehme, was geschehen ist. (Lebhafter Beifall und Ruse: Wir sind alle auf Ihrer Seite.) Wenn der Faszismus eine Verbrechergesellschaft ist, gut. bann bin ich der Führer dieser Verbrechergesellschaft. (Zurufe und lebhafter Beifall.) Wenn alle Gewalttätigkeiten das Resultat einer bestimmten geschichtlichen politischen und moralischen Atmosphäre waren, so soll die Verantwortung auf m i ch fallen, denn diese Atmosphäre habe ich geschaffen. Ein Volk respektiert keine Regierung, die sich beleidigen läßt. Das Volk will, baß seine eigene Würbe aus der Würde seiner Regierung zurück- strahle. Das Volk sagt heute zu mir: Es ist genug, bas Maß ist voll. Warum? Weil der Aufstand auf der Aventin einen republikanischen Hintergrund hat. (Lebhafter Beifall im Saale jmb auf den Tribünen. Rufe: Es lebe der König.) Unter Hinweis auf eine Reihe von Morden an Faszisten in der letzten Zeit und auf geheimnisvolle Brände in den Cisenbahnlagern von Rom, Parma und Florenz, setzte Mussolini hinzu, man habe es mit dem Wiedererwachen einer aufwieglerischen Bewegung auf der ganzen Linie zu tun, und erklärte schließlich: Wenn zwei unversöhnliche Gegner sich bekämpfen, I so gibt eö nur eine Lösung: Di e Gewalt. Riemals gab es eine andere Lösung in der Ge- 1 schichte. Köln, 3. Jan. (WTB) Der Verein 0« fatfern®« W“' Kölner Presse und die Ortsgruppe Köln des Der- DorgendammeM eins Rheinischer Zeitungsverleger oerßffent- i JMS als Morgen lichen anläßlich des Deutschen Pressefestes an; aller T*flnetcn’ [ Rhein am 17. Januar 1925 einen Aufruf, ir" • 4s kostete auf dem das ganze deutsche Volk zur Teilnahme an de Ken 12, junge tzahnr Born allem Parteikampf befreiten beul Die Arbeit einen Festtag in die Kette alltäglicher Plagci Ministerium veranstaltet im nächsten Somme« Unterschlagungen. Rach Unterschlagung von 250 000 Amtsgelder flüchtet zu verheimlichen verstanden. Fischer war au* den zu sein. Er wurde in Dahlem verhaftet. I "*kn giften (!) in Anspruch genommen werden muftli tung, kälter, »roch vereinzel frost und Morgennebel Rot und persönlicher Entsagung in dem große Kampf um ihr Deutschtum und um ihren ZuIahrtausendfeier, Röte Zeugnis für dem es u. a. heißt: Die Rheinlande stehen am Beginn eines Zeitabschnittes, der Rhein uni Reich seit tausend Jahren unlöslich mücinanba verbunden sieht. Darum rufen die Rheinland zustehenden Recht, die Aussprache über ei Interpellation hinauszuschieben, Gebraui machend, den Antrag stellte, die Diskussion a u sechs Monate z u bet tag.cn. Der Antra wurde angenommen, woraus der Sprechet der Tagesordnung, der ehemalige Faszist Lanz, de T r e b bi a den Oppositionsantrag zurückz Die Kammer wurde daraus auf u n b c ft i tn ni f Zeit vertagt. Man behauptet, daß S a l,a n Rampe" am Kurfürstendamm verließ, Der haftet. Die Firma hatte eine ausgellagte Forderung gegen Anita Derber und hatte die Tau' preußischen Landesregierung « wartet. Der Ueberschuß des Pressefestes wird der Airs aller Welt. Ein deutsches Pressefest am Rhe n. und Sorgen flechten. Die ' Reichspräsidenten wird Goldlager in Sibirien. An der Aldan, einem Rebenfluß der Send wurde ein großes G o l d l a g e r gesunden, baj sich auf mehr als 500 Qua dr atkilvmetel erstreckt. Die Rachricht von der Aufdeckung btj Goldlagers hat eine Völkerwanderung nach ieitel Gegend bewirkt. Iournalisienehrung. Das deutsche Institut für Zeitungstunde ij Berlin hat Dr. Hugo Zoller anläßlich feind 50jährigen Jubiläums als Dedaktionsmitglied M „Kölnischen Zeitung" zum Ehrenmitglied ernannt] Anita Berber verhaftet. Die Tänzerin Anita Berber wurde Samstagabend aus Veranlassung einer Autom? bilvermtetungssirma, als sie das Kabarett „Di« rheinischen Hochschulen t stützung notleidender Studierender übertoiefa MeMr am 3. Oanuat ( werden. Flug London-Kapstadt über Frankreich. London. 3. Ian. (WTB.) Das Lustfas scheu Weihestunde eine festliche Veranstaltung verbinden. Deutsche Kunst und deutsche! . J erre ML Italien will Frieden, Ruhe und Arbeit. 2Lii werden sie ihm geben enllveder im Guten, w. es möglich ist, oder mit Gewalt, wenn n wendig sein sollte. In den nächsten 48 Gtunl wird die Lage geklärt 'fein. Am Schluß der mit langem Beifall a genommenen Rede erklangen auch Hochrufe a Mussolini. den Rennbahnen ein häufiger Gast: er scheint do « elsaz-A nicht, Opfer einer Spiel- und Wellleidenschaft getooi faß . 8en, - ; r T- ""berorknl etwa L f iiSit klcmcr * S **■ Sonne. Qt M jfeit SsS.'i e E' Mau i Dom u*y fljrwj StÄ Iäjsä b r a während der Diskussion der oppositionelle« Tagesordnung gegen die Regierung spreche« wollte, woran er durch die unerwartete Ver. steher beschäftigt war. Er hat die Unterschlaget' tti gen bis zu der Revision durch Dücherfälschungc- zerin zum Offenbarungseid laden lassett. Da |i jedoch nicht zum festgesetzten Termin erschien hatte die Firma Haftbefehl gegen sie beantragt 9ttl Anita Derber setzte ihrer Festnahme so heftig«, tQ dei,V^lft Widerstand entgegen, baß bie Hilfe von PW Rhan?' gißen (!) in Anspruch genommen werden mu^e gl --------------- | Tir. 60, öhj Wettervoraussage. a,J? 8 Heiter bis wolkig, Wi^de aus westlicher Rick' cketen. J eu Riederscbläge, RaHt' 1 tagung der Kammer verhindert wurde. Es toii mit ungewöhnlich en Maßnahmen d Regierung in den nächsten Tagen gerechnet. hielten littiancr, Orlandisten, (Sombattenti, ßinfßlibcr«-^ env und die Salandragruppe getrennte DesprechungA^z yovi ab. Rach Wiedereröffnung der Sitzung bra die Opposition eine Tagesordnung ein, die Regierung das Mißtrauen aussvrach un namentliche Abstimmung verlangte. Die Rcgi, rung parierte den Angriff, indem sie von dem i einen Flug von Harwich nach Kapstadt^^^M 1 der von einem Marineflugzeug unternommen wer- den soll, um geeignete Stützpunkte für Lufllinioi Aeichi zwischen London und Südafrika ausfindig zll \Qfaftrih^ machen. Die Linie soll von Harwich über Toulon, 011 Malta, Konstantinopel, Athen, Khartum, I» die hannesburg und Pretoria nach Kap stad! .de« Dees führen. r von öw n öurch e" der "42jährige Postsekretär Derthold Fischer, der auf eine e (mL. Postamt im Westen von Derlin als Kafservoo Eise - -er * bring« Ak ÄM ’Äi .Hs Während der dann folgenden SitzungspauM^iergeS^,?^ :en bie Abgeordneten der Opposition, Gid^^,,-re A ^0« zur Terlnahme an bei -y Dutter 180- bie inmitten vaterländisch« 1h njwfifrout das deutsche Zusammenhalt« Mben und bas Deutschtum der Rheinlande fern fofl ®rün!obt auf. Zu Beginn dieses Jahres der Jahrtausend ■/; T . 7'0 wM feiern am Rhein, der Januar 1925, soll in Kol, ’(n =0 eQ, ein deutsches Pressefest sehen, zu dem der Deren der Kölner Presse und die Ortsgruppe KSl , bcs Bereins rheinischer Zeitungsveileger gemein 5_oo ( Jam entlaßen. Während acht Jahren völlischci fammenhang mit dem Reich und seinen Länder ", haben die Rheinlande ihre Pflicht getan; ei Mvchschule: Meoet hat mit ihnen auch die rheinische Presse in Reis' k-vMgcklcher ounö: und Glied gestanden und ihre Pflicht erfüllt. Di ttttagjahmb. - @te Zukunft muß lehren, ob dieser Kampf entschiede V 8uhr „Darmstat ist; der Gegenwart aber steht das Recht zu - Llchlst aus den bisher errungenen Erfolgen neue Hvfs mvor/rag „Ml der H nung zu schöpfen. Das Deutsche Pressefest an Rhein soll am 17. Januar 1925 mit einer do1’ Dmschmschicksal". . Stadt Heute wage ich es zu erilären, öd fltt? * ACtr diefes Problem gelöst wird. Der FafzisMM^ die Regierung und die Partei stehen in volle Kraft. Seift solle» mit rheinischem L-b-nsstmt ■tatSaX’1 ----- alltäglicher Plage' u Anwesenhmt » besondere Bedeutung verleihen. Mit ihm toerbcn ® He« wnb d^^L LV Jlmtäta w aheil-antteS G Mete SiechgMude ( Mheces im i ।a- • jetzt sind alle Hautunre’inigkeiten u. Hautausstiildge, wie Mitesser, Laden: Marktplatz 8. 20D 66ss Möbl.Aimmer .Kaiierallee 31 p Der Erdi e Reichskurzschrift in allen Reichslärrdern „Einheitskurzschrift" ist. •* Der Karneval in Preußen, preußische Minister des Innern hat einen »aprer oder Pappe einen feinen und ein zweites Stück Papier fac stellt, auf dem dann das Bild der I, erscheint' seitliches Licht hält man durch passenden Aufbau von Büchern oder der- genen Weihnachtsfeier im eine stimmungsvolle Feier des Schühenbruders C. Kunden war. Die von Nur Bewerberinnen, welche bereits längere Jabre ähnliche Steltunn inne Hanen, wollen Zeugnisabschriften mit Bild und Gebaltsansprüche etnsenden unter K. S. 3256 an Nndoli Mosse. Köln. ßo&dt vermiet. die Länder usw. ergäbe sich der weitere , daß der monatliche Geldbedarf gleichbliebe und nicht, wie bei den Kalender- eines Kaffeegeschäftes gesucht, Kunst und Wissenschaft. Araufführungen am Deutschen Rationalthrater in Weimar. Das Schauspiel des Deutschen Rational- theaters in Weimar hat folgende Werke zur Uraufführung in dieser Spielzeit erworben: „Die Erlösung des Johann Parricida" von Heinrich Lilienfem, „Der rote Mond" von Herbert Eulen» berg und das noch nicht aufgeführte Werk Wedekinds: „Bismarck". Die Oper wird Hubert Pa- takys „Traumliebe" zur Uraufführung bringen. Herrn Wigandt aus künstlerische Ehren- 2 leere Mume oder ein groster, evtl, and) Lade» sofort zu Ge- schaftszwecken zu mieten gesucht. Schrntl. Angebote unter 0110 an den Gieß. Anz. erbeten. Werkstatt oder kleiner Lager' raum zu mieten gesucht. Schrift!. An geböte unter 0123 m. den Gieß. An», erb. WerGeld verdienen rtÄgÄ in, findet bei alteinges. Firma dauernden hohen Erwerb Nur redegew. wirkt, fleiß. Herren wollen Angebot eins. u. 1*1*5009 an Rudolf Moise, Leipzig. Ib7ss uiiiiiuifiiiiiiiiiiuiiininiiiinnnninniiiuniiiiimiiiiiiiünu ^-SRontaii, 12.3611, 4 abends 7 Ubr, * eröffnen wir in der — Bezirköschule — Westanlage unter Leitung eines Berufslehrers einen kretärin usw. sicher sein dürste. *■* Der Schützenverein Gießen beschloß sein Bereinsjahr 1924 mit einer wohlgelun- Schützenhause, mit der für die Reise von einer wein- u. Zpirituosen- Grotzhandlung gesucht. Personen mit Branchekenntnis bevorzugt. Schriftliche Angebote mit Gehaltsansprüchen unter 182D an den Siebener Anzeiger erbeten. idchßoziiBiusr mud) Mansarde', möbliert oder leer. In nächfter Nähe so fort gesucht. 10103 Dr. Appel, Hofmannstr. <». o!.-3 Söehftrinftr. 42 zu vermieten (0105 Süchtige, energische Dertäuferin zum baldigen Eintritt als Filialleiterin - - 1MC ZltilP Melsb. Stenogr.-Verein von1861 «Damenverein „Gabelsberger". ä5$ 1 Errichtung einer e^cneuetuoc in Singen. In dem alten Gasthaus „Hur Krone" in Singen, in dem Scheftel oft geweilt und in dem er einen Teil seiner Werke — nameMlich des „Ekkehard" — geschrieben hat, wird eine Scheffel- Stube errichtet werden, in der 6d)cf f clcrinncrun- gen. Bilder. Briese, Andenken, untergebracht werden sollen Außerdem wurde beschlossen, an der „Krone" eine Scheffel-Gedenktafel anzu bringen. Uraufführung einer Euripides-Rachdichtung in Stuttgart. Die „Bacchantinnen" des Euripides in der freien und sehr selbständigen Rachdichtung von Hugo Wolfgang Philipp sind vom WürNem- bergischen LandeStheater zu Stuttgart zur Uraufführung angenommen worden. Die Premiere soll in der ersten Januar-Hälfte stattftnden. Regie: Dr. Wolfgang Hoffmann-Harnisch. der Goldenen Hochzeit W i e g a n d t ver- Rundfunk-Programm des Frankfurter Senders. (Aus der „Radio-ttmschau".) Dienstag, den 6. Januar: 11,55 Llhr: Zeitangabe. 12 Uhr: Nachrichtendienst. 4.30 bis 6 Uftr: Rundfunknachmiitag in Musik und Wort. 6 Uhr: Wirtschaftsmeldungen 6 bis 6,30 ülhr: Die Lefestunde aus „©oll unk Haben" von Gustav Drehtag (Fortsetzung). 7.3C Llhr: Sportvortrag von Direktor Cchternaä) 8 ülhr: Die Besprechung (Literarischer Teil II). 8,30 Ahr: Sinfonie-Konzert. 1. Ouvertüre .Das Märchen von der schönen Melusine". Mendelssohn. 2. Serenade in l)-Dur, Brahms. Musika lische Leitung Dr. Ludwig Rottenberg, Ausführende: ein Lüchester aus Mitgliedern des Frankfurter Opernhausorchesters. Anschließend Aach richten, Wettertneldung. Sportbericht. 10 bis 11 Llhr: Weber-Ouvertüren-Abend des Haus- orchesters. , gang, tritt der Mond zwischen Erde und e. und daS Ende der Finsternis vnrd vom »rizont verdeckt, d. h. die Sonne rst bis ■ -- Die Finsternis ist auch M nicht total, aber immerhin rt etwa drei Viertel de« Sonnendurch- t6 vom Monde bedeckt. Der sog. TvtalttÄS- tn fällt größtenteils in den Atlantischen v. nur zum kleineren Teil auf das nord- ikanische Festland. Trotz des tiefen Standes Jonne durch den ein großer Teil ihrer ßfdt aufgezehrt wird, sollte man es unbe° vermeiden, unmittelbar in die Sonne zu en. Wer keine gefärbten Gläser zur Hand ftnn sich in Überraschend einfacher Weise ‘ 1 x r.—ti-rr— eC diesem Anlaß gestiftete ... scheibe — das Gegenstück zu der bereits anläßlich seines Geschäftsjubiläums gestifteten Scheibe —. welche auf 175 Meter beschossen wurde, fand fast alle aktiven Schützen als Bewerber, unter welchen als Sieger Büchsenmacher Schönau hervorging, 2. Georg. 3. Beck, 4. Pascoe II., 5. Rau- Heimer, 6. v. Bentheim, 7. Sauer. 8. Pascoe I., 9. Weeg, 10. Gümblein. 11. Graefe, 12. Becker. 13. Wagner, 14. Stückrath. Das Abschießen des Vereins hatte folgende Resultate: Iugend- schießen. Königsscheibe: 1. 3. Schmitz, 2. Heinr. Balzer. 100-Meter-Auslage: 1. Kurt Gümblein (33 Ringe), 2. M. Guth (31), 3. W Wenzel (29). 4. H. Wörner (29), 5. W. Becker (28). 6. Hans Weinert (28 Ringe). H a u p t sch i e ß e n. Könias- kette. H. Appel mit 35 Ringen und damit Die Schützenkönigswürde für 1924/25. 300-Meter- Feldmeister: 1. H. Appel (51 Ringe), 2. Gg. Gümblein (50), 3. Weeg (47), 4. Sauer (48). 5. Schönau (48), 6. Rico!aus (47). 7. Mangelsdorf (47). 175-Meter-Standmeister: 1. Gg. Gümblein (53 Ringe), 2. Wigandt (52), 3. H. Appel (52). 4. A Pascoe (49), 5. Weeg (49), 6. G. Appel (48). 7. Ricolaus (47). 8. Sauer (47), 9. Groß (45). IVO-Meter-Auflage: 1. A. Pascoe (34), 2 2l. Balzer (33). 3. Sauer (33). 4. H. Appel (33). 5. Mangelsdorf (33). 6. Zeller (33), 7. Ricolaus (33). Laufend Wild: 1. 21 Pascoe (28), 2- 21. Balzer (27), 3. Ricolaus (26). 4. Weeg (24), 5. v. Bentheim (23), 6. Mangelsdorf (22). Ehrenscheibe Wigandt: 1. W. Decker. 2. Wagner, 3. Ricolaus, 4. Weeg, 5. Th. Weinert, 6. H. Appel, 7. Georg, 8. Dickore. 9. Gümblein, 10. Gg. Appel, 11. A. Pascoe, 12. Schönau. 13. Zeller. Vereins- scheibe: 1. Sauer, 2. W. Decker, 3. Groß, 4. Georg, 5. Balzer, 6. v. Bentheim, 7. 21 Pascoe, 8. Ricolaus, 9. Schönau, 10. Zeller. Wild- und Geflügelschiehen: 1. Gümblein. 2. Wigandt. 3. A. Pascoe. 4. H. Appel, 5. Zeller. 6. Mangelsdorf. 7. Sauer, 8. Ricolaus. Festscheibe 175 Meter: 1. W. Becker, 2. Wigandt, 3. v. Bentheim. 4- H. Appel. 5. Peter. 6. Schönau, 7. Gümblein, 8. Mangelsdorf. 9. Wagner, 10. Sauer. " Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehtnarkt: 357 Ochsen, 32 Bullen, 615 Färsen und Kühe, 837 Kälber, 294 Schafe, 3465 Schweine. D-r Kursus im Maßnebmeu, Zuschneiden und Aa- fertigen sämtlicher Damengarderobe beginnt am 15$. Januar 175D Lina Petri, Roonstr. 30 laß herausgegeben, aus dem der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, daß öffentliche karnevalistische Veranstaltungen aller Art in geschlossenen Raumen zugelassen werden können. Weiter stellt der Olltnifter anheim, das Verbot des Tragens karnevalistischer Verkleidungen oder Abzeichen jeder Art, des Singens, Spielens oder Vortragens karnevalistischer Lieder und Gedichte, sowie des Werfens von Luftschlangen. Konfetti und dergleichen aufzuheben. Verboten bleiben Veranstaltungen unter freiem Himmel, sowie insbesondere auf öftentlichen Straßen und Plätzen. Die Oberpräsidenten und der Polizeipräsident von Berlin werden für die Zeit des Karnevals ermächtigt, die Polizeistunde, soweit dies erforderlich erscheint, allgemein zu verlängern. Der Minister drückt die Erwartung aus. daß die Bevölkerung sich des Ernstes der Zeit bewußt bleiben wird und es an der nötigen Zurückhaltung nicht fehlen läßt. Gegen Auswüchse und tteberschreitungen soll mit aller Schärfe vorgegangen werden. •• Der Ehemikerberuf. Der Verein deutscher Chemiker (Leipzig) macht uns über den Chemikerberuf folgende Mitteilung: Chemiker oder Chemikerinnen können ihre Ausbildung nur an Universität oder Technischer Hochschule erlan- Turnen, Sport und Spiel. Leibesübungen die Quelle der Gesundheit. Von Diplom-Sportlehrer Fritz Strube. Hannover. DeS Menschen höchstes Gut ist die Gesundheu sie ist die Quelle der Kraft für den großen Kamps ums Dasein, ttnd es gibt nur eine Gesundheit, aber tausend Krankheiten. Oladb einem verlorenen Krieg und seinen fürchterlichen Folgen braucht Deutschland mehr als je gesunde, kräftige Männer und Frauen, eine gesunde. Willensstärke Jugend, aus der später die Führer unseres Dolles hervorgehen sollen. Gesund müssen Leib und Seele. Handeln und Denken sein. Rur wer derartig gesund ist, wird auch in der heutigen schweren Zeit sich Frohsi'm und Freude bewahren. Gesundheit ist aber nicht bloß ein Geschenk der Jlatur; sie kann durch unzweckmäßige Lebensweise vernichtet, durch systematische Pflege und Stählung von Körper und Geist erhalten und erhöht werden. Es gibt nichts schöneres, nichts heiligeres als einen schönen wohlgebauten Körper voll strotzender Gesundheit. Drum sei es Grundsatz eines jeden, sich diesel- hohe Gut zu erhalten durch Pflege von Leibesübungen. Sie sollen den Menschen begleiten auf seinem Lebensweg, sollen ihm Sinn und Verständnis für den eigenen Körper geben und sollen diesen Körper stahlhart und widerstandsfähig machen gegen die Schädigungen von Beruf. Kultur und Krankheit. Was für Leibesübungen bc trieben werden, ist an sich gleich. Hauptfach: bleibt, daß sie geeignet sind, dem Menschen dir so notwendige Gesundheit zu geben und zu erhalten. ttnd auch die Kranken brauchen nicht verzweifeln. Längst sind für sie sachgemäße Leib-e Übungen durch sportwissenschaftliche Forichungen zusammengestellt und durch die Praxis als Mitte' zur Heilung und Gesundung ertotefen worden ttnd wie der Körper gekräftigt wird, so trinkt der Mensch aus dem Quell der Leibesübungen auch innere Erhebung, Lebensfreude und Lebens willen. Darum turnt und schwimmt und fpiell. erfreut euch am Spiel der Glieder und Muskeln, badet den Körper in Licht. Luft und Sonne, er zieht euch durch tägliche Leibesübung zur Gesundheit. macht Leibesübungen zum täglichen Brot. Schlesischer Segelflugwettbewerb im Februar. Die Schlesiergruppe des Deutschen Luftfahrt- Verbandes bereitet für Februar einen Segelflugwettbewerb vor. Um das schlesische Flugwesen zu fördern, soll bei den Kreisvertretungen die Gewährung einer einmaligen Beihilfe beantragt werden. gen, und zwar in einem mindestens 10 Semester erforderndem Studium. Eine Anzeige, in der kürzlich ein öffentliches chemisches Untersuchungslabo- ratorium sich zur Ausbildung von Chemilcrinnen empfahl, war hiernach durchaus irreführend und unzutreffend. Eine solche Ausbildung, auch wenn neben der rein praktischen Anlernling zum Ana- lysieren eine theoretische 2lusbildnng einhergeht, befähigt die betreffenden Damen nur zur Bekleidung von Hilfsstellen, als „Chemotechniferin". Rein empirisch geschulte Hilfskräfte schließlich führen die Bezeichnung Laboranten bzw. Laborantinnen. 3m übrigen muh bei dieser Gelegenheit darauf hingewiesen werden, daß die Aussichten in den chemischen Berufen die denkbar schlechtesten sind infolge der seit Kriegsschluh eingetretenen ungeheuren Uebcrfüttung der Hochschulinstitute mit jungen Derufsanwärtcrn. Ist doch die Zahl der Chemiestudierenden mit geringen Schwankungen fast das Dreifache der Zahl der Vorkriegszeit. Dabei konnte schon damals der Bedarf an jungen Chemckern als gedeckt gelten. Die völlig gegenüber der Kriegszeit veränderte Lage der deutschen chemischen Industrie auf dem Weltmarkt kommt noch hinzu, um die Aussichten weiterhin zu verschlechtern. Tatsache ist jedenfalls, daß auch die angestellten Chemiker heute schon schlechter bezahlt werden als die entsprechenden Beamtenlategorien des Staates, und daß infolge des wachsenden UeberangebotS von jungen Berufsanwärtern die Zahl der teilweise schon seit Jahren stellenlosen Chemiker von Monat zu Monat anwächst. Diele von ihnen sind froh, wenn sie ein Unlerhmmen als Laborant finden. Infolgedessen kann nur dringend ganz allgemein von der Ergreifung irgendeines chemischen Berufes, sei es der eines Chemikers, eines Chemotechnikers oder eines Laboranten, abgeraten werden. Junge Damen, die über eine gute Allgemeinbildung verfügen, werden mit sehr viel besserer Aussicht auf Erfolg den Beruf einer Stenotypistin ergreifen, da es an solchen gebildeten, namentlich sprachenkundigen Bewerberinnen auf diesem Gebiete noch sehr fehlt und den betreffenden Damen die Erlangung einer guten Stelle als Se- " Gesa nis für unbef ugree ^rage n der Mili tär uni f v rm. Aus einer Verfügung des preußischen Iuftizministcrs teilt der Amtliche Preußische Pressedienst mit, daß dem unbefugten Tragen von Uniformen oder uniformähnlichen Bekleidung»- oder Ausstattungsstücken im Interesse des Ansehens der Wehrmacht des Reiches nachdrücklich entgegenzutreten sei. Für bementgen, der unbefugt Militäruniform trägt, ist Gefängnis nicht unter einem Monat angedroht. Strafbarkeit wird dann anzunehmen fein, wenn der Gesamteindruck der Kleidung die Gefahr der Verwechslung bet Personen begründet, die die einzelnen Bestandteile der Uniform nicht kennen. "Prüfungstermineim Jahre 1925. Das Landesamt für das Bildungswesen hat für die im Jahre 1925 abzuhaltenden Prüfungen folgende Termine festgesetzt: 1. Schluhprüsungen für die Anwärter und Anwärterinnen des Volksschul- dienstes: a) im Frühjahr 9. März, b) im Herbst 5. Rov.: 2. Schlußprüfung für die Anwärterinnen des höheren Lehrfachs 19. März: 3. Prüfungen für Hauswirlschaftslehrerinnen. Handarbeitslehrerinnen, Iugendleiterinnen und Kindergärtnerinnen: a) zu Gießen 6. März, b) zu Darmstadt 23. Februar, c) zu Mainz 27. Februar; 4. Zweite Prüfung für Kindergärtnerinnen. a) zu Gießen 11. September, b) zu Darmstadt 9. September, c) zu Mainz 16. September; 5. Prüfung für Zeichenlehrer 2. März, 6. Prüfung für Gesanglehrer 16. Rovember; 7. Prüfung für Turnlehrer 10. Rovember. Meldungen zu diesen Prüfungen sind alsbald bzw. drei Monate vor dem Termin mit den vorgeschriebenen Belegen und dem Eingabestempel bei den zuständigen Stellen einzu- reichen. spd. Falsches Geld. Runmehr sind auch falsche 10-Dillionenfcheine der Ausgabe vom 1. März 1924 im Verkehr in Frankfurt a. M. festgestellt worden. Die Falschstücke ftnd unschwer an der groben, schlechten und helleren Farbe kenntlich. Sie tragen alle die Reihcnbezeichnung J 227 3 167. Aus dem rechten freien Feld fehlt das Wasserzeichen. Außerdem steht die in diesem Feld aufgedruckte große Zahl „10“ auf dem Kopf. Besonders schlechten Druck weist die Rückseite auf. *♦ Personalien. Ernannt wurde der Lehrer Karl Lehr zu Rüddingshausen, Kreis Gießen, zum Lehrer an der Volksschule zu Gammelsbach, Kreis Erbach. — In den Ruhestand verseht wurde der Lehrer an der Volksschule zu Eifa, Kreis Alsfeld. Otto Rathes auf sein Rachsuchen wegen geschwächter Gesundheit, mit Wirkung vorn 1. Januar an. • Im Streit niedergestochen -inb schwer verletzt. In der vergangenen Rächt gegen 2 tthr entstand in der Westanlage ein kleiner Disput wegen eines gelungenen Liedes, wobei ein Angehöriger der Reichswehr einen hiesigen Herrn mit dem Seitengewehr durch vier Stiche in den Kopf schwer verletzte. Rachdem der Verletzte zusammengebrochen war, ergriff der Täter mit zwei Begleitern die Flucht. Der Hebet» fallene wurde von Zivilisten zur Wache des 3. Polizeireviers gebracht. Rach Anlegung von Rotverbänden durch die Sanitätskolonne, wobei sich die Verletzungen als nicht lebensgefährlich herausstellten, konnte der Verletzte nach seiner Wohnung gehen, woselbst er sich in ärztlicher Behandlung befindet. Die Ermittlungen nach dem Täter sind im Gange. ** Reichskurzschrift. Wie aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich, eröffnet der Gabelsberger-Stenographen-Derein von 1861 in Gemeinschaft mit dem Damenverein „Gabelsberger" wiederum einen Anfängerlehrgang unter Leitung eines Berusslehrers. Im Hinblick auf den kürzlich in unserem Blatte abgedruckten Erlaß des Reichsministeriums möchten wir nicht verfehlen, auf diesen Lehrgang hmzuweisen, da Ttl|| iift tf&s Ihre Garderobe (Herren-, Damen- u. Kinder- Iivva MMllYnM Kleider), Decken, woll. und seid. Vorhänge, BllIII* lll"lliyßl %-■ Gardinen, Federn, Handschuhe etc. etc. IllöBI IS h Oie meisten Gegenstände lassen sich durch UlllU |31 MS UM chemisches Reinigen oder Färben sicher wieder I wie neu herstellen. «03 Bergmann * Co.. Redehenl. Cberall zu haben. Kreax-Drog. Angnet Noll, P. J. Aöu». Droz, üoorg Wallenlelo, Drog. 0. WlnUrhoIL 46c iiiiw ii !■ um ui» iiiimmi ■uiii~r~T rri t rw Rhem. । MTD.) Der Perm \ ®otgenMmmong des Deutschen TktLNirMmiS M Morgenstern, sowie den mäch- 3armor 19Ö pim Ä * aller Planeten, den gewaltigen Jupiter, " Wietzener Wochenmarktpreise : 2arum rufens ÄS am 3. Januar (Händterpreise). che Doli zur Teilnahme an s & kostete auf dem heutigen Wochenmarkt ' die inmitten aterländjsjE und Butter 180—190, Matte 30. Käse 70. ü das deutsche Zusammenb^d"g 10, Weißkraut 8, Rotkraut 12, gelbe htum der Ahuulande sein I# 10. rote Rüben 12, Spinat 50. Unter* dieses Jahres der 5. Grünkohl 20, Rosenkohl 40—50. i, der Januar Ta25 soll in S®cIat 70. Zwiebeln 15. Meerrettich 40, Mesi schm, zu om der Dn-Hkurzwurzeln 50, Kartoffeln 5, Aepfel 15—20, cesie und die Ortsgruppe .51Kx12- junge Hahnen 90. Gänse 102, Russe 80, Mischer JeiiuagsverÜMgemE^ frÄ 130 Während acht Jahren Mltttr Lauch 5—20, Sellerie 15 60. mlichrr Entsagung in dem gm ÖUrnüitlCit r Deutschtum und um ihren .. ©onwiljtn. >it dem Reich und seinen Lande Tckg es ka l en d e r für Montag, cmtande ihre Wicht getan Mßvchschutc: Wrederbeginn sämtlicher Kurse, luch die rheinische Presse in kvangelischer Bund: 8 Llhr Saalbau Sauer nden und ihre Pflicht erfüllt 1 Mtmg*abenb.- Greßener Freiwillige Feuer- hren, ob dieser Kampf entschii.^chl 8 Ubr ..Darmstadter Haus" Mona sver- wart aber siebt das --Mlang. — Lrcht pielhaus Bahnhofstraße: " EfaTn uerfrag „Mit der Hapag nach Südamerrka- - A»°ria.Lich„p.e,-: [7 Januar 1925 mu einer: '* Menschenschtcksal . ikamps besreilen beu ' • stunde eine festliche Brr-an': •* Die Arbeit des Stadtparla- , Deutsche Kunst und bcutliCnt zim Jahre 1 924. Die Gießener (Stabt- t rheinischem Lebenssim venEdnetenversammlung hat im Kalenderjahr in die Kette alltäglicher in 17 Sitzungen 264 Gegenstände erledigt, flechten. Die Anwesenheit !< Deputationen und Ausschüsse behandelten in ibenten wird der Feier e^zb-tzungen insgesamt 2424 Gegenstände. eutuna verleihen. Mit ihm tv^ " Maß- und G e w i ch t s r e v i s i o n e n .. Aeichsregierung und tz»;. -Zlach einer Bekanntmachung des Polizei- LandesregierunH uti voin 10. Dezember 1924 (Arntsverkündi- Lrfrfinfi des Drcssesestes MrdMzblatt Rr. 2 vom Januar 1925) müssen die Hochschulen zur «Hungen bis Ende März 1925 beendet sein. ■iJLr fitu&icrcnöct ubcrwinM" Dte Amtsräume des Kreisge- ^adheitsamtes Dießen sind in das neu . ... rötete Dienstgebäude Wilhelmstraßr 59 verlegt tthAtlsßflDltQCt UvCrggtcu. Räheres im heutigen Anzeigenteil. » tLJa K) DreimonatSzahlung der De- FrüNllkölv). Mtrngehalter in Sicht. Wie wir hören, o Qnn (DTD'l Das 2u|t|d): Reichsfinanzministerium in Aussicht ge= im nächsten vom 1. April d. I. ab wieder zur z» nach ^apslii>ste4ährlichen Gehaltszahlrmg zurückzukehren. S»Himxcua unternommenAbsicht des Reichsfinanzministeriums geht Narmesiugz » unter Aufteilung der Gehallsempsänger ^«i?^lila aMndig^ z Truppen an Stelle der „Kalenderviertel- >n über Dou^zcchlung" die .Dreimonatszahlung" zu ue soll vonMriM wobei der Beginn der Reuregelung für ntinovel. j und 3. Gruppe je ein Monat später er» nd Preiona _ a[g hei der vorausgehenden. Es ist un- ,,, amttbar. daß durch diese Regelung nach Ab- MierschlagU"» qqq Uebergangszeit die Vorteile der drei- »rschlagunS JL Ob»r«Hichen Gehaltszahlung für die Beamten in (Ätetc der r ck?« gleichen Weise erreicht werden, wie bei der ^bold Fische? ^(crrttodjlung nach Kalendervierteljahren. Für das CänÖCT mflä6e ,l<6 gl war. ^cherMch"' ^Äanden.F'^Mnt M^ahreSzahlungen,'jeweils am Vierteljahres- W .JftLfigetTast, er' eine außerordentlich starke Anspannung ___ ett wnroe w jj“ --- E!’ £1 i eine -w itung i tzastet. «.' ^r,,ber W' < P r tPu"^ »--SS-S; Stesstj nger-Lehrgang Snmeld. an Srl. Tilly Echmall. Srr. 60, Herrn Srarr; -vanftein, „I-nstraße 6, oder zu Beginn des «rtttrlchtS erbeten. Doge lus Stadt und Land, leben, W ** Dietzen, den 5. Januar 1925. 5 Der Sternhimmel im Januar. <• 2n a,'> ter Januar bringt dem Stemfreund ein Sao»«e:l*d Ereignis. Am 24. tritt eine totale der Wi enfin sternis ein. Ihre HlH^ar^S- )e erfh" 'ft. Mtnisie sind fteilich nicht allzugunstig. Erst tlün9en ff ^eisall cS 4 älhr nachmittags, also kurz vor dem r ÖQn ’ Ntufc Xgang. tritt der Mond zwischen Erde und UN.— ‘*8 Ml=. 6ii sto1,?*61« 1 «u b e 11 n n 0 a Mmen Qlntr'ilJfann sich in überraschend emsacyer rv IQ. bet öer tzÄI» tzÄb der Sonne dadurch Herstellen, daß -n 0bbDÖC Taszisl cSl ;T Stück P^'-> '1Xnhhp -inen fei ^Äuf a!hlt^ Wl-W macht DistussivnAbva6 SalaA't erscheint; 9c9cn bic fcWtüirieef# paffer^en durch hi» ,8ltlUn8 ¥» nach Möglichkeit fern. . uner x unersvartue IWaesehen von dresem seltenen Erergnrs grbt K "»"de . iXrkt am Himmel zu sehen. Der schönste =n ndl. ?a6na6men Teil unseres Sternhimmels der 4sten Togen gnechnct M vom Fuhrmann und unten vom hellsten —— z Sterne, dem Sirius, begrenzt ist, ist schon » ~ * Em tritt der Dunkelheit am Himmel zu 3 GUCr ter «nd bleibt die ganze Rächt über sichtbar. schönste aller Sternbilder, der Orion, t flbi dieser Himmelsgegend. Von den Wandel- x erblickt man am westlichen Abendhinnnel r rötlichen Dachbarplaneten, den Mars, Helligkeit mit seiner immer größer wer- it Entfernung von der Erde abnimmt, und am südöstlichen Hirn- Große Vorteile vom 6- bis 58. Januar 95 D Möbel 186V Gute Qualitäten. Billige Preise. kaufen. 189V auf __ 8 Zahlreiche Anerkennungsschreiben über gute Bedienung TBmZSHO J-Jttmann mh.A. Brumlik, GieSen Bahnhofstraße 29. 194a fiiiiiiiiiiiüiiiiiiiitlillliiiilin I Nachhilfe. entmürfe für I ____.PJ .'« , Dr. phil. sucht lohnende Pickel, (Heim)-Arbeit W® Mitesser, Blüten toAri.-iii*» WI1M: verschwinden sehr schnell. O35J0ÖT1 unterricht sucht Pickel, 1ERANZ (Heim) Blüten verschwinden sehr schnell. Schriftliche Ange- X y ereme V Lose zu M. 3.3© 30 Meeein e/tra Verkaufsstellen. iid Berth. 164V B «> verkaufen 0102 Nachnahme. sl f Dr. Walger. 166V aus frei Mk. 2,20. Bestellungen u. 093 an den Eiest. Anz. erdeten. hole unter 191V an en Giest. Anzeiger. Familie Ernst Rumpf Familie Carl Weisel Familie Fritz Marguth Familie Hermann Weisel. 76000 L O A 0 O 25000 10000 Lose iY . //> 3.30 Porto n. Liste 35 Pf. extra.vers.auch unter 75 000 50 000 25 000 Hansschlachtg., Haus. p. Pfund Mi K W o L Hans Herzog Hamburg 22 Schleidenvlatz 20 a. Postscheck 84339. BRIEFKÖPFE WARENZEICHEN SCHUTZMARKEN INSERATE Arbeitsvergebung. Unter Hinweis auf die ministeriellen Bestimmungen werden die Glaser- und Schreinerarbeiten sowie die Treppenlieferung im Neubau des Dermeffungsamtes Grünberg öffentlich ausgeschrieben. Zur Vergebung kommen unter anderem rund 100 qm Fenster, 30 Türen, 3 Glas- abschlüsse, 330 m Fuhsockel, 21 qm Fenster- deck- und Vorbretter, Verlegen von 450 qm Holzfuhboden, 62 qm Lattenverschlag, 1 Stockwerkstreppe und 1 Treppe nach dem Speicher. Angebotsvordrucke werden von Mittwoch, den 7. Januar 1925 ab auf unserem Amte, Stephanstrahe 18, gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben, die Zeichnungen und Bedingungen liegen ebenda zur Einsicht offen. Die Angebote sind verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, Post- frei bis Samstag, den 17. Januar d. H.» vorm. 10 Ahr, dem Eröffnungstermin, auf unserem Amt einzureichen. Zuschlagsftist 14 Tage. (Sieben, den 3. Januar 1925. Hessisches Hochbauamt Giehen. i tu « Gießen, San Francisco, Zwickau i. S., Seehausen, Leipzig, Wien, Frankfurt a.M., Eberstadt, den 5. Januar 1925. Hansa Ha n dels schule J. Kunzeimann Gießen, Bleichstr. 5 12. Januar Beginn neuer Kurse wenn man abends den Schaum von Zucker'S Patent-Medizinal «Seife ein« trocknen läßt. Schaum erst morgens ab • waschen u.mitZuckooh'Cremenachstreichen. Großartige Wirkung,, von Tausenden bestätigt. In allen Apotheken, Drogerien, Parfümerie-u.Frisenrgeschästen erhältlich Q.Winterbofs,Med..Drog.„Z.Kreuzplatz" A. Noll, Kreuz-Drogerie, Bahnhofstr. 51 LS.Kilbi»aer,Löwen-Drog.,Seltersw.79a Eduard Guth, Bikloria-Drog., Blarctstr.5 Herrn. Plank, Parfümerie, Seltersweg 8 P. Jos. Möbs, Seisensabrik, MäuSburg L fct fofiWen Äam int» nicht 3a, er „n 3Men nicht mehr t unter dem stocken T den Schultern Vaden ker Mck weicht aue. erbärmliche Schauss Mussolini wehr Löwe. Klarheit, ül wcht mehr in femei riancr preis, sowic rvft sic ein paar zur „Sutten und c geistert greift Ser । aus. Marschieren o nacci, der Ras toi zusügnr. Dvr dem 6 das Letzte wag ton Konzentriei bemden gehen um, bilden sich die Legion «druf der Porten: - Dmn wieder heil Hassen würden einbet solchermaßen eine T die andere Halste de «icht gewettet! tzntw Ms! Auch ein Mch' die Disziplin der Pa ® nicht mehr um der 8aszismus. Dei eme "Regierung wer Unerbittlich wüi Seite, auf de ™ hat alles gef t^ag, fie gönnt sich eiten Augenblick Suf j™ wer einen Aick ■ “nn gewiß nicht fai Speise-, Herren- u, Schlafzimmer* Moderne Küchen, SCluhgamituren wie Ruhebetten, Ankleide- hlli&viöiVUvI äciarÄnke, Bettstellen usw. $.5*2 ™ Beine Preise sauere alles ss Es versäume niemand die günstige Gelegenheit Stadttheater Dienstag, 6. Jan., 12.WnMg-M.-M von7' - biß 10' i Hüt- solyottage., Komödie in 1 '-M' spiel und 3 Slkiei! von Kaiser. - la ZmeA wt« BEZIRKSSPARKASSE GIESSEN. Die seit Anfang 1924 in LICH eingerichteten KASSENTAGE finden nunmehr jeden Dienstag und Freitag vorm. von 9 -12Vs Uhr in der Gastwirtschaft der Brauerei Heinrich Heller IV. (am Bahnhof) statt. Bezirkssparkasse Giessen. 170V Beerdigung: Mittwoch, den 7. Januar, nachmittags 4 Uhr, in Butzbach vom Eingänge des Friedhofes aus. Versteigerung. Dienstag, den 6. Januar, von 2 Uhr ab, versteigere ich aus einem Nachlah Brandgasse 3: 1 Sofa mit 2 Sesseln, 1 Schreibtisch, einen Klciderschrank, 1 Vertiko, 2 Waschtische mit Marmor, 1 Pitchpine-Küche, einen Glasschrank, Küchenschränke, Tische, einen großen schwarzen Spiegel, 1 Badewanne, Bettstellen mit Matratzen, la Bilder usw. Von 10 Uhr ab freier Verkauf von neuemSchuhzcug, besonders warmeSchuhe, neue Handwagen, Fahrradständer und Kindersättel! ferner Gartengeräte, ein Krocketspiel, 1 Schreibtischaufsatz, Nippsachen und verschiedenes andere. [0121 H.Btmck, Auktionator n. Tarator. iloiti Marke „Tlnbö", 1' • P. S., sehr gut erhalten, steuer- u. flihrerscheinfrei, preiswert zu vor- Nutz- unö BmüihckstckstelgelllW. Mittwoch, den 14. Januar kommen nach Zusammenkunft um 9*t Uhr vormittags bei Distrikt Löwenbusch (H Stunde vom Echzeller Forsthaus) aus verschiedenen Staatswalddistrikten zur Versteigerung: 33,27 Fstm. Kiefernschnittholz 2. u.3.Kl., 93,75 Fstm. Kiefernbau- und sonstiges Stammholz 2.—5. Kl., 66,74 Fstm. Fichtenstammholz 3. bis 5. Kl., 1,42 Fstm. Eichen, 1,62 Hainbuchen, 0,73 Lindenstammholz, 2,85 Fstm. Fichtenderbstangen und 22 Am. Kiefernnuhscheiter (3 Mtr. lang). Ferner Brennholz (in der Hauptsache Buche und Kiefer): 35Am. Scheiter, 61 Am. Knüppel, 217 Am. Reiser und 80 Am. Qtöde. Bingenheim, den 3. Januar 1925. Hessisches Forstamt. 180D Ziehung 15.,16. u.17 Januar ,925 w«lsWs- K ELkßWKMe tflr d2e Ausgowicaencn von Rhein und Bahr 12 836 Gewinne im Gesamtbeträge von Um. 300000 te«m " jti =6lcS®« Ziehung 15. bis 17. Januar Wohlfahrts- ttl-WIn für die AuSgewlese- nen v. Rhein u. Ruhr 12 836 Gewinne bar ohne Abzug —./r 300 000 BW I 4U dq SpezMteilung inlepplchen v. Gardinen Aeußerst leichte Wochen- oder Monatsraten. Beste Bezugsquelle für Staate- u. Privatbeamte toltrpi für unsere Henkel-Kalt« und Pflanzen- Leime, auch kaltrvasserläsliche Trocken« Produkte. Beste Berdienstmäglichkeiten. Es wird nur auf Herren reflektiert, die sich dem Artikel a(*> Hauvtverdtenstzweig widmen. Fachleute bevorzug«. 181f tzenlkl L Ak. A.-S.. WMliks. Intelligenter Maschinen- . schlosser (Mechaniker) her mit elektrischen Anlagen (Motoren) ^mzugehen weitz, von größerem hiesigen Gewerbebetrieb fürüberwachung u. kleinere Reparaturarbeiten gesucht. Bewerber,die dieHausmeisterobliegen- ')eiten mit versehen können, erhalten 5en Vorzug. Für nicht zu junge Kraft Lebensstellung. Betriebswohnung muh bezogen werden. schriftliche Bewerbungen mit genauen Angaben über seither. Tätigkeit, Alter, Familienstand und Lohnansprüchen inter 84 D a. d. Gietz. Anzeiger erbet. »1. gegen hohe Zinsen und gute Sicherheit Mlmnenishaa mischen Gebäcks W- Demier? ■i hatten verlasse" co Mo, N D'ndegl ; .Nrone", tritt zurück. kg ßitorncr Am 1 uiehenen beiden re jati und öarocck f famtet, bald halb i Hessische des M Aus dein archivrat Uchichtsver Eechnachtstz ftlfA Dasssahreru in v°Wmmenen 2 r^ffung.öie^ und ‘ ’lf" lnsbesonßL Sitte JW |jAu.nb.Cr Aer. 5>jr. S'n i Willige ^hrz-ih tiäyÄ; 9 StL 7 >. Ä fe- en M Stras?^nvn,r N^nen & 6i den niÄ ein^Äen RSCLAME SEHILOER MAlEBuZEKHNER L!CHER*ST3*3H SCHILDER ALLER ART !! WANDSPRÜCHE GRAPHISCHE ZEICH- NUNGEN UND PLAKATE. 1 D QiillllllllllllllllHIIIIIIIIIIIIB = 240 PaSast-Liclitspse!85Kärß!ienDSstz Ble elnechileßl. Donnerstag Keeclilossen. Freitag neues Prosratnni. 188c Ertilicte Mersing in fiijsii, Etemie, tei werd erteilt. Schriftliche Angebote unter 192D an den Gieß. Anzeiger. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer teuren Entschlafenen sagen wir allen auf diesem Wege innigen Dank. Heinrich Jost. Rödgen, den 5 Januar 1925. Ästona-Liciitspi8l$,S8ätersweB iiiimiiiinmimmiiiiiiiiiiiiiiiimiiimHiiiiiiHiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiimiiiiiiiiiiH Heute bis einschließlich Mittwoch: Eia kÄMicks! Ferner: Tom Sheldon,derMeisterjockei Fn°« Akten! Vßlksliochßhnle. Ab heute Wieder- Beginn sämtlicher Kurse außer „Probleme u. Menschentums" (letzterer beginnt erst Montag, de» 12. 25). "'e auf 6 Mou.<;u leihen gesucht. Schriftliche Angeb. uut. 0127 an 1 den Gietz. Anzeig-!'.. MdenK 1’01 fahren fi WeteM AMWl«! werd, sachgenu'ih L 11. vicidwcci geß stimmt u. icprtr. | GKM^r! Wen, plotfifr.il Ankaainbv.KUnu. t u. Harmoniums. I inEngktfchn.Jran- »ösifch wird erteilt. Näheres 0106 Westanlaae 51 v. Lampen- •; schirme 5 werden angeferngl Slfterwea 59 I lk^. Am 4. Januar entschlief nach kurzem Leiden unsere liebe Mutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante Frau Wilhelmine Weisel Witwe geb. Westphalen im 81. Lebensjahre. | Kaufgesuche Alter Blei iBlciröbrew lauft 1 Brühlsche Druckerei n'D Schulstr. 7ä Stenograph. - Geseilsclii Gabelsbergcp : undDamenahteiiung(E.f) EinbeltSkur.;schrisi' beginn Tieustog 7 Uhr nicht s Ubv. 172t Etagengeschäft Sonneborh AESces^aSe 11 1QOa bietet ihnen mein Inventur-Ausverkauf Qesfentliche Vrandverficherungranftalt !iir Mobiliar, Feuer- u. Einbruckdieb' lahlversichcruug lucht für «Siehe» und nächste Umgebung latButireiet gegen angemessene Vergütungen. ilngeb. n. „Ala" Anzeigen A. G., Cassel, KönigSPkatz 10 unter ft, ü, 105 F. Grausen ^lese, die V ,y kL-Z ^Seschichteh-^ rma ihr Gesicht ni< F 9$)ie Sämtnemk Arven. Äiemand >a tuschelt jg Älleiu-Vertrieb für hervorragend guten 35 Ps -Gebrauchsartikel, der konkurrenzlos n. i. jed. Haush. llnbed. nötig ist, dir. v. JVa6r. zu vergeb. Kl.Kap.ersord.Off.u. J. W. 983 on Sndolf Mosse, Berälu-Frio- denaa erbeten. 17Bss Braver, kräftiger Zunge alS LAosjttlehriiüg für sofort gesucht. Wo? sagt die Geschäftsstelle d. (9iest. Anzeigers. [0100 Frauen mit Nede- und Ver- kauföralent für den Vertrieb e. Waschmaschine gefuckt. S» hr hoher Ber- dienst. Näh. Postfach 92 Frank furt a. M. [174A Für einen frauenlosen Haushalt auf dem Lande wird eine 5rau zweckSAusbefferung von Wäsche gesucht. Z» erfragen in der bleschäftsstelle des Gteh. Anz. 10117 Suche für kl.Haush. braves, sauberes Mädchen mit guten Emvfeb- lungen z. 15. Jan. Borzustellen im Ge- fchäslWaIltorftr.21 Pieiffer'fche Buch- handlunq. 1173V Selbständ., ehrliches KWK für kleinen Haush. (4 Pers.) ges. (1630 Jllicestrafie 11 v. Ehrl. zuverl. F101 äKiSBttsa zürn 1. Februar bei gutem Lohn und Reisevergmung gef. Frau E. Buer, Frankfurt a. 1, Waldschmidtstr. 83. ZnverläisigeS Tagtitia gesucht. 0119 Frau Banrat Braubach, Gnanthstratze 2. ^8rsll6Nsi68UCh6| Gut empfohlener Ober- schweizer sucht Stellung zu jedem Biehbestand. Gest. Angebote uitt. Nr. 9 an ißerso. Mit». Ann.-Erp. 177h Aelteres, erfahrenes Mädchen sucht Stelle als MdimiMiii and) in frauenlosem Haushalt f. 1. Febr. Di), später. Sckristl. An geb. un ter 0104 an den Gieh. Anz. erb. Verkäufe | Brauiker Wallach, mittelschwereö Pferd zngfest und treu, zu in der Nähe von Mainz fncht ersah« reuen, zuverlässigen Betitel« für Gienen und nähere Umgebung. Schr. Ang. ». 1850 an den Gieh. Anz. Wir suchen redegewandte ]0128 Damen und Herren welche in der Lage sind, Mk. 10—20 für Musterk. zu stellen: jedoch nicht unbe« dingt erforderlich. Wir bieten hohen Berdienstmögl. Kein Hausieren: Cn«gn. von Bestellung. Bor- znstellen Dienstag, den 6. Jan, von 10 bis 12 und 3—5 Uhr b. Gastwirt Boller, Bahnbofstrasie. Tücht. flotter IsM der auch in d. Störte- svondenz bewandert ist, znm baldigen Eintritt gesucht. 1590 Sigmund Jacob .q^urz- n. Wollwaren- Grosthandlung. Mann redegew., in hiesigem Bezirk bekannt, von erster J-irma gesucht icfferu unter Nr. 7 an Herfo, Mitleid. Ann.°Erped. [176h. Annerod _____Kirchstratze 17. Weister Schosthttnd zu verlausen [0125 Kathariuenaasse8. listetr« Nächste >-»c Singstunde: Mittwoche 14- Januar 25. |10LoseiS.a33Mn Zu haben bet den etaatL 5,Otter ie-Einnehmern und bei den durch Plakate kenntlichen MW MW Die Amtsraume des Hess. Kreisgesundheitsamtes Gießen befinden sich jetzt in dem neu errichteten Dienstgebäude Wilhelmstr. 59. Sprechstunden: Wochentags 8-11 Uhr, außer Samstags. Fern- sprech-Dr. 747 u. 1284. Für auherhalb Gießens wohnende Personen und in wichtigen Angelegenheiten empfiehlt sich vorherige schriftliche oder telephonische Anmeldung, da infolge gerichtsärztlicher oder auswärtiger Dienstgeschäfte manchmal beide beamteten Aerzte zu gleicher Zeit anderweit in Anspruch genommen sind. In nicht dienstlichen Angelegenheiten ist der Unterzeichnete auch weiterhin in seiner Wohnung Gartenstrrche 19 zu sprechen. «es AeiMsiMeilsMk Gießen. Koslowsky Gissten, Löberstr. 5. Telephon 1126. Räucher- apparate H. Schön 0109 Marburger Straste. Wr. ßerö ». WWW zu verkaufen 0109 Hosmannstrnße 6. ircnsmiffionslager Mae, Belle und MMMMen zu verkauien [110V Schnlstraste 7. "'»Chlahimmer •s ubgamituren Billige Preise. eppichiiu.Gardiisi *Ja’ oder Monatsraten. ^D.privatbeafflfe reiben über tnte Bedienung taltftte iralie 29. 1M, ■■IWfc Kaunjesuclie ART S WM Vereine WWi Ab V! Lampenschirme werden andern Merwca 59IM 240 it® i nachts ,ÄIckröbre»> !tmV. SnihlsjeLrttäU! ,Wk : werd, sachgemni : u. vietötvct: de* Htimuu u. xcvtu IM* imeii.Ulcdili.il t änkB81flbv.-.(ti*. i v. ^armoiiiuiii unterricht Inßtt6liid)ii.6tai »onich wird erteil Nähere; OH Weslaolagc 511 ;en und KATE. ■ D KÖPFE ZEICHEN .MARKEN iRME PANZ1 LAME UDER' »ZBW1 .» miiER .pcktK nsa iS schule zeltnann Bleichstr. 5 Januar ,g 16. bis ibli-br^. Nächst« SinSstu"^ Nlitilvsi! Stad#*S! jl-M'/s«' wä; MNN-^uyr 6 Gewinne »000 i 000 1000 >000 bitte- , Herzog E U» A- Wieder- Kegin» SÄ 12Jj^h—■ <•0 M. S Swettez Blatt Um den Kopf Mussolinis. Don unserem römischen ll-Korrespondenten. Rom, den 31. Dezember 1924. Ais Robespierre zur Guillotine ge- Achten wurde, tauchte hinter dem Karren ein ibchlächtergeselle einen großen Lappen in Blut jbtib schmierte damit die Haustüre des Tyrannen Heute haben unbetamite Häirdc über Rächt dm Kopf Mussolinis, einen gewaltigen, in seiner Brutalität gleich abstoßenden wie faszi- i irrenden. in der zäsarisch herausgearbeitelen ! trvßen Häßlichkeit fast schönen Stotuenschädcl. j n(c er als Plakat des ..Popolo d'Italia" an allen Rauem klebt, mit Blut besudelt. Er sieht furcht- >ar aus. And furchtbar sind die Schatten, die über Jtoin lasten und gewaltig ist der Kampf, der cß t c wohl, in dem der Alleinherrscher steht, "teber Tag, jede Stunde kann den Sturz Musso- ismis bringen, den Sturz aus einer Höhe, wie sic ktt Wilson kein Staatslenker mehr sah, in eine kiese, die Grausen erregt. Denn man sieht sie richt. von so hohen Mauern ist sic umgeben, plan weiß aber, daß dahinter schon die bis zum jlergangenen Sommer getreuesten Mannen des Diktators liegen, wir erleben es, wie der Aller iaclreueste nun die Hand ausstreckt, um den Duce das gleiche Schicksal hineinzureißeit. Brutus nrtb Lasar! Auf schwarzem Pferde galoppiert die Geschichte heran, noch läßt sich in der Dämmc- üung ihr Gesicht nicht erkennen. Die Dämmerung reißt unerträglich an den Nerven. Niemand weiß etwas 'Bestimmtes, die Fama tuschelt jedem etwas anderes ins Ohr. Parlmnentshaufe hasten sie mit selbstred- "irischen Gebärden aneinander vorbei. Freund? Feind? Verräter? Wer will es sagen! Die Natten verlassen das sinkende Schiff, Satan* fra, „das Bindeglied zwischen Faszismus und Krone“, tritt zurück. Sagen sich auch die trotz lls Livorncr Verdiktes m der Regierung gebliebenen beiden rechtsliberalen Minister (Sala t i und Sarocchi los? Bald wird es be- boubtet, bald halb dementiert. Halb, das ist des Kennzeichen der Lage. Ein Prominenter von der faszistischen Kammermehrheit sagt nicht Rein imb nicht 3a, er „nimmt nur vorläufig an den Arbeiten nicht mehr teil". So schwankt der Boden unter dem starken Manne. Er möchte jeden an kn Schultern packen: Sieh mir ins Auge! Aber dec Blick weicht aus. Die Tragödie aller Größen, erbärmliches Schauspiel menschlicher Kleinheit! Mussolinc wehrt sich wie ein verwundeter Löwe. Klarheit, überlegter Weitblick ist daher st'cht mehr in fernem Tun. Er gibt seine Prätorianer preis, sowie es zweckmäßig erscheint, er ruft sie ein paar Stunden später wieder auf -ur „dritten und entscheidenden Schlacht". Begeistert greift der Satrapen Hälfte das Signal auf. Marschieren oder sterben! schreit Fari- nacei, der Ras von Erenrona, um gleich hinzu- zufügen: Vor dem Sterben wollen wir aber noch das Letzte wagen! And wilde Gerüchte ton Konzentrierungen der S chwa rz - Hemden gehen um, in Florenz und Mailand bilden sich die Legionen, gellend klingt der Sam- »cltuf der Kohorten. A noi! Dann wieder heißt es, verschiedene Heeres- vassen würden einberufen. Will sich Mussolini Iclchermaßen eine Türe offnen? Rein, brüllt die andere Hälfte der Desperati, so haben wir nicht gewettet! Entweder mit uns oder gegen und! Auch ein Mussolini muß gehorchen, wenn die Disziplin der Partei es verlangt. Jetzt geht ts nicht mehr um den Duce, jetzt geht es u m d e n Faszismus. Der Faszismus aber ist wohl eine Regierung wert! Unerbittlid) wütet das Feuer auf der andren Seite, auf dem Aventin. Die Oppo° silwn hat alles gesammelt zum entscheidenden 6d)Iag, sie gönnt sich ebensowenig wie Mussolini einen Augenblick Ruhe. Es geht Hieb auf Hieb und wer einen Blick in die Zeitungen wirft, der kann gewiß nicht sagen, es gebe keine Preß- Hessische Wallfahrten des Mittelalters. Aus dem Vortrag des Herrn Staatsarchivrat Dr. D e r s ch im Oberhessischen Geschichtsverein, über den wir in der Weihnachtswoche bereits kurz berichteten. Das mit dem Weihnachtsfest beginnende r ö - dcsche Iubiläumsjahr wird Millionen ton Wallfahrern in die ewige Stadt führen, um kn vollkommenen Ablaß zu erlangen, und gibt Veranlassung. die Bedeutung der Wallfahrten überhaupt und im mittelalterlichen Hessen insbesondere näher zu betrachten. Die uralte Sitte des Wallens und der Ditt- $änge wurzelt in der volkstümlichen Heiligen- trt1 Reliquienverehrung und den damit eng verbundenen Wunderglauben. Die Verehrung äußert sich wie in der Antike im Gebet und tpser. Die Mehrzahl her Wallfahrten waren freiwillige B u ß f a h r t e n oder unfreiwillige (ühnefahrten. Schwere Verbreche.n. wie 2lord und Unzucht. konnten nur durch jahrelangen «lufentßalt in der Verbannung (im Elend) an den feg. großen Wallfahrtsorten, wie Jerusalem. ?.om und Santiago de Compvstella in Spanien, gesühnt werden. Dispens davon ist heute noch dem Papste reserviert. Rachdem die Wallfahrten auch als Strafmittel der Ketzergerichte üblich geworden Huren, wurden die Sühnefahrten in die weltliche Rechtspflege übernommen und als außergericht- üdes Straf- oder Sühnemittel, meist bei Tot- Alagsühnen. üblich. Derartige Sühneverträge, die außer den auferlegten Wallfahrten meist die Er- rchtung eines Sühne-Stcinlreuzes am Orte der tat erwähnen, haben sich erhalten. Die im Pilgcr- grwand singend einherzieherrden Wallfahrer- tnrpps waren eine typische Erscheinung der Land- fraße. Richt selten mischten sich Abenteurer und inlautere Gesellen unter sie. Pilgerzeichen, Weihe- mdaillen wurden am Ziel der Wallfahrt gekauft, ent Hut befestigt und oft auf Glocken angebracht. Seit den Kreuzzügen nahmen die Pilgerfahrten nach dem heiligen Lande einen immer größeren Umfang an. Landgraf Ludwig HL Do n Thüringen, der in demselben Jahre wie Kaiser Friedrich I. Rotbart das Kreuz ge= nommen hatte, starb auf der Rückkehr am 16. Ok° tkber 1190. Auch sein Reffe Ludwig IV., der Heniahl der hl. Elisabeth, fand in Otrerrto ein Ilühes Crrde. Venedig war der übliche Ausgangspunkt In. Moerfahrt, zu der besondere Vorbereitungen Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Montag, 5. Zaimar 1925 Schlag. Die saszistische Götterdämmerung ist da. Es fei denn, sie würde künstlich von einer neuen Revolutionswelle überlodert. Die interalliierte Finanzministerkonferenz Am 5. Januar werden in Paris die interalliierten Fiiranzminister zusammentreffen, um die Verteilung der ersten deutschen Repava- tionsraten untereinander vorzunehmen. Auch das sonst an den europäischen Vorgängen „desinteressierte" Amerika wird sich einsin- den, da es einmal aus der Zeit der Rhein- landbesetzung durch seine Truppen noch nicht eingelöste Wechsel zu präsentieren hat und zum anderen bei der Aufteilung der Reparationsbeule nicht leer auSgchen will, infolgedessen dürfte der Verlauf der Finanzministcrkonferenz außerordentlich interessant werden, zumal j.tzt schon einige gut informierte Pariser und Londoner Zeitungen wissen wollen, daß diese Konferenz wahrscheinlich durch die Teilnahme der Ministerpräsidenten eine Erweiterung erfahren dürfte. Allem Anschein nach wird man also auch an das heiße Eisen des interalliierten Schulde nausgleiches Herangehen wollen, was sich auch angesichts der Haltung der Vereinigtest Staaten nicht mehr recht umgehen läßt, die seit einigen Wochen ernstlich auf eine Begleichung der aus dec Kriegszeit stammenden Schulden drängen. Große Aufregung herrscht in Washington wegen der Haltung Frankreichs, das von sich aus durch seinen Botschafter Ousserand eine Schuldenregelung vorschlug, aus dem der französischen Kammer jetzt vorgelegten Haushaltspla i ar;ec j .de Summe zur Tilgung der amerikanischen Kriegsanleihe Herausgelassen hat. Man ist sehr verschnupft und mießt Frankreich den Vorwurf des doppelten Spiels, ja verschiedene bedeutende Finanz- und Staatsmänner sind sogar schon soweit gegangen, Frankreich die Entziehung weiterer Kredite anzudrohen und einen Sturz des Fran- ken in Aussicht zu stellen. Unter diesen Umständen wird Frankreich auf d r interalliierten Finanzministerkonfercnz ke ne laichte St llung haben, sofern diese sich mit den eigenen Schulden und im Anschluß daran mit den arneri.a- nischen beschäftigen durste, um so mehr, als die amerikanischen Bankiers auf der Londoner Konferenz Frankreich schon einmal offen und rücksichtslos darauf aufmerksam machten, daß es bis heute noch feinen Cent seiner Schulden abgezahlt habe. Deutschtum und Politik. Von Dr. phil. Friedrich Septen, Bremen. I. Will man eine Antwort auf die Frage finden, ob der Deutsche für Politik Begabung habe oder nicht, so wird man sowohl das Wesen des Deutschen als auch das Wesen der Politik ergründen müssen, um dann durch einen Vergleich festzustellen, wie sich beide zueinander verhalten. Das eigentliche Wesen der deutschen Volksseele im Gegensatz zu der anderer Völker in kurze, Na re Werte zu fassen, ist äußerst schwierig, weil gerade die deutsche Volksseele ungemein reich an Widersprüchen ist. Trotzdem läßt sich sagen, daß die deutsche Volksseele sich darstellt als eine Seele mit wenig scharfer und geschliffener Denktätigkeit, einem stark ausgeprägten und schwärmerischen Gefühlsleben, sowie einem unklaren aber kraftvollen Willensdrange. Die notwendige Folge dieser Orunheflißel» lung ist die weitest verbreitete Sondergei st igle it (Individualismus) des deutschen Menschen, die man überall in deutschen Landen antrisft. Es ist klar, daß ein nicht durch scharfe Denktätigkeit geformtes, sondern mehr aus der Tiefe des Gemütes quellendes Wollen die verschieden« artigsten Wege einschlagen und eine ungeheute Mannigfaltigkeit sehr weit voneinander abwe.chen der Ansichten erzeugen muß. die für die giistige Regsamkeit der Deutschen von allergrößtem Wert, aber für ihr einheitliches Handeln von ebenso großem Schaden sind. Die sorgfältige Pflege der besonderen Eigenart des Einzelmenschen wird vom Deutschen mit einer Eindringlichkeit gefordert. daß ein stets weiter um sich greifendes Auseinanderleben der Deutschen das selbstverständliche Ergebnis iit. Natürlich wirkt sich diese Eigenart auch auf dein Gebiete der Politik aus und bewirkt die größten Gegensätze zwischen den verschiedenein Meinungen. Hinzu kommt ein halsstarriges Festbalten an dem einmal für richtig Erkannten, mag es auch vor wenigen Zähren noch leidenschaftlich bekämpft worden sein und nach einigen toeitcren Jahren wiederum als Irrglaube verworfen werden. Seit den ersten Tagen unserer Geschichte haben wir durch die Jahrhunderte hindurch als größtes Erbübel die Zwietracht und Uneinigkit der Deutschen untereinander mit uns zu schleppen gehabt. Was für eine Last dies gewesen und heute noch ist. muß auch dem oberflächlichsten Beobachter ohne weiteres einleuchten. Bismarck hat einmal gesagt, daß jeder Deutsche am liebsten seinen eigenen König hätte. Man kann diesen Ausspruch erweitern und sagen, daß auch jeder Deutsche am liebsten sein: eigene politische Partei und ebenso seine eigene 5W4>° haben möchte. Zu der Tatsache, daß die besondere Art unbesehen zum Selbstzweck er Härt wird, kommt die weitere, daß in unserem Vaterlande soviel verschieden geartete Volks st ämme nebeneinander wohnen, wodurch natürlich die Uneinig- fett nur noch erhöht wird. An dem Eigensinn uitb der Zwietracht der deutschen Stämme ‘inb viele große Schöpfungen der deutschen Geschichte wieder zugrunde gegangen. Reuerdings bieten die Volksvertretungen, die Parlamente, ein betrübliches Bild deutscher Querköpfigkeit und Eigenbrötelei. 3n ihnen werden mehr Tadel ausgesprochen und Ausstellungen gemacht, als eigentlich schöpferische Arbeit geletstet. Tirpitz hat einmal gesagt: „Die Deutschen haben die Reigung, Kritik höher zu bewerten als Schöpfung und das Geleistete fü'- selbstverständlich, das noch Fehlende als Unterlassung zu betrachten." Solches Verhalten bewirkt, daß ein einheitliches Vorgehen, das einem Ausbau Rechnung trägt, nur unter den allergrößten Schwierigkeiten erreicht werden kann. Aus dem bisher Gesagten könnte gefolgert werden, daß der deutsche Sondergeist kraft feiner persönlichen und ihm eigentümlichen Neigungen eine übergeordnete Macht überhaupt nicht erträgt und anerkennt. Dem ist aber nicht so. Wir kennen neben dem unbegrenzten Freiheitsstreben des Deutschen zugleich eine willige, manchmal sogar blinde Unterordnung unter eine höhere QUadM, ein Verhalten, das dem Ausländer fast immer unverständlich bleibt. Diese Untertoerfung hat aber eine notwendige Voraussetzung: der Deutsche läßt sich einen Zwang von oben her nur dann gefallen, wenn er ihn freiwillig bejaht und anerkennt: (dann aber ist er auch in seiner T re u e zu ber übergeordneten Gewalt nicht wankend zu machen, wodurch er beim Ausländ er häufig den Eindruck einer sklavischen Untertoü^figfeit erweckt. Ein erzwungener Gehoi-sam wird schlechterdings abgelehnt. Es handelt sich hier um eine echt deutsche Erscheinung, die man als Gruppensonder- tum (Gruppen - Individualismus) bevichnen könnte und die ihren Ausdruck im deutschen Vereins- und Derbindungs-, int Partei-, Kasten- und Klassen-, im Zunft- und S ttenwesen gefunden hat. Einer frtbstgewählten, übergeorbnaen freiheit in Italien. Wenn man bedenkt, wie empfindlich gewisse andere Staatsmänner sind, muß es doppelt auffallen, daß Mussolini noch keinen einzigen Deleidigungsprozeß einleitete. Was sich die Presse an Beschimpfung der augenblicklichen Etaatsform, die immerhin noch die faszistische ist. an Bezichtigungen des Ministerpräsidenten leisten darf, das wäre in keiner Demokratie möglich. Aber sagen wir. um vorsichtig zu sein' leisten durfte, Denn es hat den Anschein, als sei der Zensor entschlossen, jetzt mit eigener Hand das Beil aus dem Rutenbündel zu ziehen. Die gestern abend, nachdem Mussolini bereits um sieben Ußr morgens in den Palazzo Chigi gerast kam und wider Erwarten plötzlich einen Ministerrat zur Besprechung der Lage einberufen hatte, der den ganzen Tag über beratschlagte, endlich herausgekommene Erklärung der Regierung, sie werde mit allen Mitteln die moralischen und materiellen Interessen des Landes verteidigen, läßt alle erdenklichen Auslegungen zu. Was nützen behördliche Maßnahmen, wenn die Lawine einmal im Gange ist? Ratürlich ist wieder einmal Ruhe des Bürgers erste Pflicht. Unb wenn man das Kunststück fertigbringen und mitten in diesem sturmdurch- wühlten Meer ruhig überlegen kann, so ergibt sich in der Tat, baß der Plan ber Regierung, wie sie ihn vermutlich in vielstünbigem Rate ausklügelte, ein ganz ausgezeichneter ist. Mso vor allem jetzt feine bi e Valuta gefährdende Heber ft ür^ung. Am 3. Ia- nuar kommen ja die Vertreter des Volkes zusammen. und auch ber Senat wirb tagen. Mussolini, heute noch unentschlossen, ob er zurücktreten ober bie letzte revolutionäre Karte ausspielen soll, wirb das neue Wahlgesetz, nötigenfalls auch das neue Pressegesetz vorlegen und, verweigert ihm eine ber betben Kammern bas Vertrauen, baraus nach üblicher parlamentarischer Sitte bie Konsequenzen ziehen. Daraus übernimmt öalanbra im Einver- stänbnis mit dem Monarchen die Regierung und — bas Heer. Sollten nun bie extremen Faszisten zu einer Gewaltgebärbe ausholen wollen, so wirb auch Mussolini sich bamit einverstanben erklären, wenn ihnen bie regulären Truppen entgegengeworfen werben. Was seinen gesetzliebenben Charakter bezeugen unb ihn eines Sitzes im Rate ber neuen Männer toürbig erscheinen lassen würbe. Eine ilnbefonnenbeit ber Rabikalen, das wäre bie Rettung! Wohl ausgesonnen, Pater Lamormain! Rur wird sich bie Opposition nicht damit zufrieden geben. Sie behauptet, noch ganz andere Knüppel als das Memorial Rossi auf Lager zu haben, falls Mussolini nicht in diesem Kesseltreiben zur Strecke gebracht würde. Sie will hartnäckig wie Salome seinen Kopf, ©einen Kopf! Da gibt es nichts zu feilschen. Er sei als der Anstifter alter Gewalttätigkeiten, als das Haupt der Tscheka selber erkannt, er müsse den anderen folgen, den Dumini, Rossi, Dalbo, Giunta und wie sie alle heißen, bie Italien geschändet haben. Die Ehre ber Ration ist mit dem Sturze Mussolinis unzertrennlich verknüpft. Sagt die Opposition. Wir werden ja nun sehen. Das Iahr beginnt stürmisch, wie das alte endete. Es steht Drohung gegen Drohung. Eine parlamentarische Lösung ber Krisis unter Mussolini kann als ausgeschlossen gelten. Man spricht bereits von Flucht. Die ..Giustizia" will wissen, der gewesene Vizepräsident ber Kammer Gi° u n t a . der nämlichen Delikte angeflagt wie nun Mussolini, habe den Weg übers Wasser bereits gefunden, zunächst nach Aegypten. Sonderbarerweise mit einem Gepäck umfangreicher als dasjenige Rapoleons nach Sedan. Es bestand aus nicht weniger denn fünf Eisenbahnwagen und einer eleganten Signora. Immer noch eine Heiterkeit in Den Zügen, gehen diese Kinder des Südens in Die schwersten politischen Kämpfe. Aber das darf über den Ernst der Lage nicht hinwegtäuschen. Es kommt Schlag auf und Anschaffungen notwendig waren. Aus dem gelobten Lande, wo der Guardian des Franziskanerklosters auf dem Berge Sion Mrsten unb Adlige zu Rittern des hl. Grabes schlagen konnte, brachten die Pilger mancherlei Andenken, wie I o r d a n w a s s er, mit und erbauten vielfach Kapellen, die Der Grabes! irche nachgebildet waren. Eine solche wurde 1493 in Gelnhausen errichtet unb im vorigen Iah'.hundert nach dem Friedhof in Homburg v. d. Höhe überführt. Manche hielten die Erinnerung an eine solche Ierusalemfahrt durch Anbringen entsprechender Beizeichen in ihrem Siegel fest, wie die Landgrafen Ludwig I. und Wilhelm d. Ae., Christian von Hanstcin (1514*. Heinz v. Lüder imb der Gudensberger Schultheiß Wolf Diede. Von den hessischen Landgrafen besuchten das hl. Grab Ludwig I. (1429» und Wilhelm b. Ae. (1486 und 1491). Wiederholt zogen Angehörige W katzenelnbogischen, hanauischcn und waldeckischen Grafenhauses f-toie bes heNi- schen Adels ins hl. Land, auch noch zu Ende des Reformationsjahrhunderts. Roch 1618 19 wollte Landgraf Ludwig V. von Hessen-Darmstadt nach Ierusalem reisen, kehrte aber auf der Insel Malta um. Wie heute noch um die Wcihnachts- unb Osterzell strömten im Mittelalter Tausenbe unb Abertausende nach den Gräbern ber Apostel in Rom, besonders in den Iubilämns- jähren. Landgraf Ludwig L weilte dort 1450. Wilhelm d. Äc. auf der Rückkehr von seiner zweiten Ierusalemfahrt. Bei dieser Gelegenheit verlieh ihm Innocenz XIII. ein kostbares Schwert und Barett. Unter den Mitgliedern der Herllg- geistbrüderschaft begegnen uns viele Hessen. Mancher hessische Romsahrer liegt auf Dem Campo Santo begraben. Gleichwertig mit einer Ierusalem- und Rom- fahrt war eine Fahrt nach Santiago de Compostella in Spanien, zum Grabe des V)L Iakob. In Frankreich war S t. M i ch a e 1 an Der Küste der Normandie das Ziel der Kinder- wallfahrten um die Mitte des 15. Iahrhunderts. In der Bretagne wurde St. Iosse für mer, der Ausgangspunkt der Verehrung des hl. Io- docus oder Iost, des Patrons der Siechen, gern besucht. Landgraf Ludwig I. erscheint dort, als er in bas Land feiner Väter gezogen war, um seine Ansprüche auf das B abanter Erbe geltend zu machen. Auf Der Rückkehr besuchte er bie Heiligtümer in Aachen. Die Aachenfahrt wurde in ber zweiten Hälfte bes 15. Iahrhunderts regelmäßig alle 7 Iahre un Iuli besonders festlich begangen. Landgrcll Wilhelm d. I. unb sein Hofmeister Hans v. Dörnberg, bie Hanauer unb Katzenelnboger Grafen beg?gnm öfter auf der Fahrt zur Aachener Pfalztapelle. Rächst Aachen wurde W i l s n a d in ber Mark Brandenburg zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort wegen der dort aufgcfunb:nen blu;igen Hostien. In der neueren Zeit bat QBallbür en ihm den Rang abgelaufen. Die Wallfahrt nach Dem heiligen Blut ist für Mitteldeutschland von größerer Bedeutung als bie Drei Könige in .Köln, ber heilige Rock in Trier und Mariä Einsiedeln in ber Schweiz. Von größter Anziehungstraft war das wundertätige Vlarienbild in Grimmenthal bei Meiningen, in dessen '2täße auch die Wallfahrt zum heiligen Wolfgang lag. Heber die Grim- menthaler Wallfahrt hat sich ein Wunderbuch erhalten, das Die Iahre 1514—1524 umfaßt und die zu Protokoll gegebenen Erklärungen über Gebetserhörtingen und Heilungen cn hä t. Unter den Einträgen befinden sich auch viele über hessische Waller. Da die Rechnungen der 1498 entstandenen Wallfahrtskirche noch vorhandeck sind, ergibt sich aus diesen einzigartigen Quellen ein anschauliches Bild über den Wallfahrtsbetrieb, die Veranlassung zu dem Gelöbnis ber Wallfahrt. die Art des bargebrachten Opfers unb die Summen des eingegangenen Opfergelbes. Die Einnahmen bes Stocks, die 1520 noch über 931 fl. betrugen, sanken 1524 auf 82 fl. Ader bas Volk ließ sich trotz ber siegreichen Reformation von seinem Wunberglauben nicht abbringen. Selbst als das Marienbild unb ber Opferstock beseitigt togren. schob ber Wallfahrer seinen Opsergroschen durch den Türspalt in den leeren Raum. Die von der Grimmenthaler Madomm unb anderen Bildern (wie in Steinheim) behauptete Einrichtung, daß sie Tränen vergießen konnten, ist ein Märchen. In Hessen war Marburg mit dem Grabe der hl. E l i fa bekh wohl der bebeutendste Wallfahrtsplay. In ber Rähe. am Schrocker Brunnen, in Kleinheiligkreuz bei Fulda, in Mainz und anderwärts würbe das hl. Kreuz ausgesucht. Ein altes Heiligtum des Drachentöters Georg ist die Kirche auf dem Totenkippel bei Meiches im Vogelsberg. Dem hl. Rikolaus als Patron der Wanderer unb Reisenden waren oft Kapellen an Straßen unb auf Drücken (neben dem hl. Johannes Nepomuk) errichtet. Der N i - kolaus*berg bei Göttingen war das Wallfahrtsziel Landgraf Ludwigs I. 1431. Weitaus die volkstümlichste Rothelferin war die Gottesmutter Maria, älnferc Liebe Frau. Ihr zu Ehren sanden Wallfahrten statt nach Frankenberg, Alsfeld, Wehrehaasen, 6tauf» bach, Haindorf bei Schmalkalden. Schotten, Stern- bach bei Wickstadt, Hirzenhain, Dieburg. Arheib gen, Schöllenbach. Gernsheim (Einsiedel) unb in Der Provinz Rheinh.ssen an mehreren Orten. Rächst Dem Marienkultus nahm Die Verehrung Der h I. Anna im Ausgang Des Mittelalters einen bemerkenswerten Aufschwung. Der sich in Der Stiftung zahlreicher Anna-Altäre und -BruDerschasten äußert. Wallfahrtsstätten wäre» in Hauptschwende bei Oberaula, Gmünden an ber Wohra und Brackenborn bei Fronhauscn. Der hl. Rochus, der Patron Der Pestkranken. wird heute noch bei Dingen verehrt: Valentin, her Patron der Fallsüchtigen, in Main*, Ki dr ch und K einbieberau. Augcnl Cent« wallten zur Ottilienkapelle im Kausunger» Walde bei Helsa: wer Zahnschmerzen hatte, besuchte die Kapelle auf Dem Kalbs köpf bei Sprendlingen, von der Erasmus Alber singt: Wer Da Das Glöcklein mit dem Maul Wohl ziehen kundt. und war nicht faul, Der hielt's dafür, daß ihm ber Zahn, So ihm zuvor hat wehgethan. Sollt' heilen .... Von den Deschützern bes Viehs tourbe Antonius, ber Abt in Dilschhausen ber Marburg, verehrt, während Leonhard in Bayern heimisch war. Dem hl. Wendelin sind häufig Feldkapellen geweiht. Wie bei Grimmenthal unb Marburg, so sind wir auch über bie Wallfahrer nach Seligenstabt, ber Stätte ber Heiligen Marzellin unb Peter, gut unterrichtet. Seit der ileberfübrung ihrer Reliquien von Rom nach Steinbach im Odenwald (827) und von dort nach Obermühlheim (dem ursprünglichen Namen von Seligenstabt) kam diese Wallfahrt in Mobc. Im nörblichsten Hessen ist Die Wallfahrt nach Gottsbüren im Reinhardswalb seit Dem 14. Iahrhunbert in Ausnahme gekommen: Das Wilsnack Hessens. Die Reformation beseitigte bie Wallfahrten in Hessen, soweit es nicht mainzisch war. Aber heimliche Wallfahrten dauerten noch lange an. Der Glaube des Volkes an geheimnisvolle Kräfte ist unerschütterlich. Daran ändert auch nichts die Wahrheit des Sprichwortes: ..Wallfahrt bringt fein Wohlfahrt. Wer oft wallfahrten tut, wird feiten gut." Gemeinschaft zeigt der Deutsche — vierfach trotz großer Enttäuschungen, die fle ihm bereiten kann — eine beinahe rührende Anhänglichkeit und Treue, und — politisch gesehen — ist es nur schade, daß diese übergmbnete Macht für den Deutschen in den meisten Hallen eben nicht der Staat als solcher, sondern irgendeine Partei oder sonstige Vereinigung ist. Aus dieser Erscheinung des GruPpensondertumS erhellt, daß der Deutsche stets geneigt ist, die selbst gewählte Gemeinschaft über den ihm aufgezwungenen Staat, also die Partei über das Vaterland zu stellen, ein weiterer Beweis dafür, wie schwer es ist, mit Deutschen rein vaterländische Politik zu treiben. Der Engländer handelt nach dem Grundsatz: right or wrvng, ntl) countrl) (ob recht oder unrecht, cs gilt mein Vaterland), der Deutsche dagegen fragt zunächst vermöge deS ihm innewohnenden, unbedingten Wahrheitsstrebens, ob etwas recht ist oder nicht, ob es Ziel und Losung der von ihm anerkannten und verehrten Gemeinschaft oder Partei ist oder nicht, einerlei, wie der Staat dabei fahren mag. Diese Deobachtungen trogen wiederum zur Erkenntnis bei. daß der Deutsche für die hohe Politik kaum die geeignete Persönlichkeit ist. Aber es gibt noch weitere Gründe, welche diese Ansicht verstärken. Es läßt sich nicht leugnen, dah der Deutsche mehr als alle anderen Völker der westeuropäischen Kultur einen aufgeschlossenen Sinn für die Welt der Tatsachen und der ihm umgebenden Wirklichketten vermissen läßt und vor allem nach der Erkenntnis der hinter den Tatsachen liegenden Wahrheiten strebt. Der Sinn für das überweltliche ist ihm besonders eigen. Der deutsche Mensch ist Schwärmer und Wolkenwandler und flüchtet gern mit der ganzen Donnensehnsucht seines emporbegehrenden Herzens in die Welt unerreichbarer Traumgebilde. Er sieht so oft sein erhabenstes Ziel darin. Traumwelten auf dieser allzu irdischen Erde Wirllichkeit werden zu lassen und muh dann immer wieder die Wahrheit von Schillers Wort erfahren: Leicht beieinander wohnest die Gedanken, Doch hart im Raume stoßen sich die Sachen. Wenn wir wahre und erfolgreiche Politik treiben wollen, so müssen wir lernen, alle Begriffsund Gedankenbildung zu überwinden und uns allein auf den Boden der gegebenen Tatsachen zu stellen. Das fällt uns so unendlich schwer und ist ein weiterer Grund, uns zu einem unpolitischen Volk zu stempeln. Roch ein weiterer Zug im deutschen Wesen muß in diesen Zusammenhang Erwähnung finden. Es ist der Trieb nach ewig weiterer Vollendung. Ein unersättlicher Lerntrieb steckt dem wahren Deutschen tief im Blut. Aus diesem Grunde spielen die Bildungs- und Erziehungsfragen eine so bedeutende Rolle im deutschen Kulturleben. Die stets genährte Sehnsucht nach Erweiterung des eigenen Ges.chtskreises läßt den Deutschen gern über die Grenzen seines angestammten Vaterlandes hinausscha^cn und im Ausland Befriedigung seines Wissenstriebes suchen. Dabei machen wir nur zu häufig die Erfahrung, daß ausländische Vorbilder einen allzu großen Reiz auf den Deutschen ausüben und ihn verführerisch zur Rachahmung verleiten. So wird der an und für sich gute Zug im deutschen Wesen zu einer groben älntugend. Die bitteren Folgen dieser Denkweise, die Einführung überschätzter. fremder, nicht aus deutschem Geist erwachsener Ordnungen, hat Deutschland oft genug erfahren müssen. Wie häufig ist durch die übertriebene Hochschähung deL Auslandes und seiner Anschauungen und Einrichtungen das deutsch- vaterländische Gefühl beeinträchtigt und der Staat in seinen Grundfesten erschüttert worden? Man .denke nur an die Italien-Politik der mittelalter- 'lichcn Kaiser, den AltramontanismuS und neuer* xdings den Bolschewismus. Hochschulnachrichten. Zum Deutschen Hochschultag in Darmstadt. Entgegen anders lautenden, von nicht genau unterrichteter Seite in die Presse gebrachten Rachrichten teilt uns die Leitung des Verbandes der Deutschen Hochschulen soeben mit, dah in der Eröffnungssitzung des 4. Deutschen Hochs chultag es in Darmstadt am Don- Der Stern von Bethlehem — der Halleysche Komet. Der Stern von Bethlehem, der den Hirten in Der Weihnacht erschien und den heiligen Königen aus dem Morgenlande den Weg zu der Krippe des Erlösers wies, ist mit der Feier des Christfestes unzertrennlich verbunden und wird im Evangelium so klar beschrieben, daß die Astronomen immer wieder diese Hirnmelserichrinung zu erklären versucht haben. Wie Der bekannte Münchner Astronom Max Balier in „Reckums Universum" darlegt, gibt es aber nur drei Deutungsmöglichkeiten, die Beachtung verdienen. Der Stern von Bethlehem könnte die große Zusammenkunft der Wandelsterne Jupiter und Saturn im Sternbild Der Fische bedeuten, die in jene Zeit fier. Aber es heißt dem Bericht des Evangeliums Gewalt antun, wenn man an eine Zusammenkunft zweier Planeten denken wollte. Sodann hat man in Dem Wanderstern einen neu entflammten Fixstern, eine sogen. Nova sehen wollen. Aber Die Dahn, Die dieses Himmelszeichen beschrieben hat, paßt dazu nicht. So bleibt Denn nur noch Der Dritte Lö- sungöversuch übrig, nach Der Der Magierstern ein Komet war. Rur Die Erscheinung eines Kometen entspricht allen Einzelheiten, die im neuen Testament angegeben werden. Die «rage ift nur, welcher Komet da in Betracht kommt, und Balier entscheidet sich für den Hallehschen Kometen, der uns zuletzt im Jahre 1910 erschienen ist. Nimmt man an, daß die Geburt Christi während Der sog. Schätzung des Khrenius stattfand, so kommt man für Den Geburtstag auf die Mitte September des Jahres 12 vor unserer Zeitrechnung. Dazu paßt auch Die Tatsache, daß Die Hirten bei ihren Herden auf freiem Felde Nachtwache hielten, was in Palästina seit urdenklichen Zeiten nur von Mai bis Oktober üblich und möglich war. Diese Geburtstagsbestimmung paßt zu dem Erscheinen des Hallehschen Kometen, Der als einziger Irrstem in jenem bedeutsamen Jahr an unserer Erde vorüberzog. nerStag den 8. Januar 1925 dem Berichte beö Vorsitzenden, Geh.Reg.-Rat Prof. Dr. Schenck, Münster i.W. zwei Vorträge über Themata von weiterem Interesse folgen werden. Zunächst toli D H rr Pros. Dr. R o t h a ck e r,Hn)ellerg ü er DaS Verstehen in den (Sciftc6toii|e>ifcbafUn,‘, sodann Herr Geheimrat Dr.-Ing. Petersen von der Technischen Hochschule Darmstadt über ein allgemein intercsstereiwas Thema aus seinem Fachgebiete der Elektrotechnik sprechen. Ernst Vumm i. Wie wir am Samstag schon kurz meldeten, ist der Direktor der Berliner älnioersitäts-Frau- enklinik und ordentliche Professor an der Berliner Universität Geheimrat Dr. Ernst Dumm in München in der Chirurgischen K.inik an den Folgen eines schweren Gallensteinleidens im 67. Lebensjahr gestorben. Er war einer der bedeutendsten deutschen Frauenärzte. In seiner Vaterstadt Würzburg hatte Dumm, nachdem er vom Spezialfach der Ha.ttlrankhci.en zu den F au- enkranlh.iten umg sattett war, am Iu iusho,pi.al unter dem berühmten Spezialisten Scanzoni gearbeitet, später in Basel und Halle als Dozent gewirkt und war 1910 als Nachfolger Olshausens nach Berlin berufen worden. Professor Dumm hat durch bedcnlende Untersuchungen — über bas Wochenbettfieber, über Antiseptil und Desinfektion, über Operationsmethoden usw. — die Frauenheilkunde außerordentlich gefördert. Als Operateur geoß Dumm einen großen Ruf und als akademischer Lehrer war er wegen seines fesselnden Vo trags sehr beliebt. Sein „Lehrbuch der Geburtsh lfe". für das er selbst über ein halbes tausend eigener wertvoller Zeichnungen geschaffen hat, wird in Fachkreisen sehr geschätzt. Von der Butzbach—Licher Eisenbahn. Die Interessen der Gemeinden an den Erneuerungsplänen. Daß die Dahn an läge der Butzbach — Licher Eisenbahn einer gründlichen Erneuerung bedarf, sieht bald jeder Laie, der die Eisenbahnstrecken Grünberg—Dutzbach bzw. Oberfleen— Bad-Rauheim als Fahrgast benutzt. Roch mehr weih der technische Sachverständige, dah allenthalben Schäden vorliegen, die einer Ausbesserung dringend bedürfen. Da der Bahnkörper durch die Einführung der schweren 20-Tonnengüterwagen sehr gelitten hat, muh an eine systematische Auswechslung des Oberbaues auf der ganzen Strecke gedacht werden. Dazu kommt Die dringend notwendige Erweiterung des Bahnhofs in L i ch. Infolge des bedeutenden Güterverkehrs — es müssen z. Z. etwa 70 Wagen täglich gestellt werden — müssen neue Geleise eingebaut werden. Außerdem sieht die Bahnverwaltung die Errichtung eines Beamtengcbäudes in Lich vor. Auch für Butzbach müssen eine Anzahl Verbesserungen geschaffen werden. Die Aebergangsgeleise zum Reichsbahnhof bedürfen dringend der Aenderung, die Strecke nach den Meguinwerken muh mit einem neuen Oberbau versehen und umgelegt werden. Schwere Schienen find auf der Strecke Duhbach—Griedel—Duh- bach(Ost)—Oberlleen einzubauen, ein Beamten- wohnhaus in Duhbach ist zu errichten, eine Verbesserung der Werkstattsanlagen in Duhbach ist erforderlich, und schließlich ist eine neue Lokomotive zur allmählichen Auswechslung der vorhandenen. die schon 26 Jahre laufen, sowie die Vergrößerung des Perfonenwagenparks infolge des starken Arbeiterverkebrs nötig. Diese Gesamtübersicht über die z. Z. dringendst nötigen Verbesserung usw., die die Dahnverwal- hing ins Auge fassen mußte, zeigt, daß es sich um einen hohen Voranschlag handelt. Wenn auch die Lage der Duhbach—Licher Eisenbahn als finanziell nicht ungünstig bezeichnet werden kann, übersteigen doch diese Kosten bedeutend Die Kapi- talfraft des Unternehmens. Es ist daher angeregt worden, Die Hilfe des Staates anzugchen. Man kann auch nur wünschen, daß diese der Duhbach-Licher Eisenbahn in möglichst hohem Grade zuteil wird. Die Herstellung der Bahnanlagen zur Erhöhung der heute etwas zweifel- Etwa feit Dem 25. August dieses Jahres lief Der Komet mit furchtbarer Schnelle auf unsere ErDe zu unD gewann daher in Den letzten Augusttagen rafch an Helligkeit Obwohl er am Morgen im Osten keine ausfällige Erscheinung war, haben ihn trotzDern Die chinesischen Astronomen als ein mattes geschwänztes Wölkchen nahe bei Dem Sterne Ry im Bilde Der Zwillinge festgestellt. Die überaus zuverlässige Chronik des chinesischen Astronomen Ma°- Luan-Lin erwähnt ihn „am Abendhimrnel", an dem er nun mit Riesenschritten täglich em- porstieg. Auch Die Aegyptcr müssen Den Kometen schon Ende August entDedt haben, und mit ihm wird Die ExpeDi'tion unter Putiphra in BerbinDung gebracht. Nur so werden Die ehrwürdigen Zellen des Benan-Briefes recht verständlich: „Denkst Du noch, wie Putiphra wurde ausgesandt von Ranebohru, zu suchen den rotäugigen Sopdet (den Kometen) in den Ländern der ausgehenden Sonne? And wie er Den Stern entDedte am ersten Tage des Mesori (unserem 17. September) im Lande der Apriu? Und wie seltsam war ihm Re auf seiner Reise bewogen, Denn am selben Ort, am selben Tag und zur gleichen Stunde, da ihm Sopdet erschien, sand Putiphra ein Knäblein (Jesus), war geboren soeben." Natürlich mußten auch Die Sternkundigen in Babylonien, Die sich ja so eifrig mit Den Himmelserscheinungen beschäftigten, Das Aufsteigen Des gewaltigen Sterns bemerken, der von ihrem Standpunkt aus sich gerade über Dem Lande Jakobs und Israels erhob. Am 17. September, an Dem Sage, an Dem Putiphra Den Kometen und das Iesuskindlein entdeckte, entwickelte Der Komet den größten Glanz und stand mit seinem mächtigen, fast senkrecht nach oben gerichteten Schweif drei Stunden nach Sonnenuntergang genau im Westen. An diesem Tage mögen Die „heiligen Drei Könige" von Babylon aufgebrochen fein. Sie zogen über Palmyra nach Damaskus, und tatsächlich zog der Stern, wie die Berechnung seiner Bahn ergibt, vor ihnen her. Als sie Mitte Oktober in 'Damaskus angekommen waren, wandte sich Der Stern nach Süden, was auch in Den gleichzeitigen haften Betriebssicherheit, Die Instand)etzungen, die allein ein pünktliches Einhalten der Fahr- planzetten gewährleisten, liegen gan^ gewiß im Intereffe der Gisenbahngesellschaft, sie find aber auch nicht weniger bedeutungsvoll für die von der Strecke berührten Gemeinden, d. h. für die von der Eisenbahn durchschnittenen Landesteile. Mit Rücksicht auf diese Tatsache hoffen die Anliegergemeinden, daß die Staatsregierung der Butzbach—Licher Eckenbahngesellschaft das größtmöglichste Entgegenkommen zeigen und ihr zur Durchführung der nötigen Verbesserungen auch ihre finanzielle Hilfe nicht versagen werde. Zugleich muß aber u. E. die Staats- r e g i e r u n g diese Gelegenheit benutzen, um sich einen starken Einfluß a u f die Dahn-- leitung zu verschaffen. Die geldliche Hilfe dürste nur unter solchen Bedingungen gewährt werden, die es ermöglichen, die Allgemeininter- efsen in jeder Weise zu schützen. ES wird sich hierbei auch darum handeln, dah die Rechte der Gemeinden, die Obligationen der Butzbach—Licher Eisenbahnaktiengeftl.schäft s nd, gewahrt werden. Denn diese Forderungen sind bisher nur im Rahmen der dritten Steuernotverordnung anerkannt. Dann muh auch darauf gesehen werden, daß Zustande, wie sie früher im Eisenbahnbetrieb beklagt werden mußten, ausgeschlossen sind. Je mehr Einfluß die Staatsregierung sich zu sichern weiß, um so besser wird es für die Bevölkerung der Streckengcmeinden sein. Es muß ja unbedingt anerkannt werden, dah schon heute unter der neuen energischen Bahnverwaltung Die früher so oft gerügten Mißstände verschwunden sind. Es hat sich gezeigt, daß ein fester Wille sich durchsetzt und die mancherlei Schwierigkeiten zu überwinden weih. Aber die Gemeinden haben unter dem früheren Anwesen doch zuviel gelitten, als daß sie jetzt schon alles Mißtrauen überwinden tonnten. So ist man auch heute wieder stutzig geworden, weil die feste Zusage, dah der Abendzug bis Grünberg gehen, daß ein Sonntagszug auf der Strecke Lich—Grünberg laufen solle, noch nicht verwirklicht worden ist, obwohl fest versprochen wurde, daß diese Aenderung des Fahrplans mit sofortiger Wirkung eintreten werde. Wir warten aber schon seit dem 5. Dezember vorigen Jahres. Wenn es Schwierigkeiten macht, den Abendzug bis Grünberg laufen zu lassen, so hätte man Den beteiligten Gemeinden mindestens die Gründe sagen müssen. Es ist jedenfalls zu verlangen, dah sofort der Abendzug bis Queckbom fährt, und dah — mit sofortiger Wirkung, solange dieser Zwischenzustand dauert — die zurückfahrende Leerlokomotive einen Wagen anhängt, um eine Rückfahrgelegenheit zu bieten. Es tut uns leid, wenn sich die Bahnleitung, deren Tätigkeit sonst volle Anerkennung findet, sich selbst um Vertrauen bringt. Aber auch die Erneuerungspläne müssen im Interesse der Gemeinden geändert werden. Es muh darauf gesehen werden, daß das Beamtenwohnhaus nicht in Lich. sondern in Grün berg erbaut wird. Der technische Leiter der Bahn und Vorsitzende des Eisenbahnvorstandes. Reg.-Baumeister R o a ck, hat selbst anerkannt, dah ein richtig funktionierender Fahrplan nur dann möglich wäre, wenn man einen Teil des Fahrpersonals nach Erünberg, Den anderen Teil nach Butzbach legen konnte. Dann konnten Die Züge von Den beiden Endstationen mit Kreuzung in Lich ausgehen, und vier Zugpaare würden genügen, um einen außerordentlich günstigen Fahrplan zu erreichen. Bei der seitherigen Wohnungsnot war an eine lieber» siedelung mehrerer Eisenbahnerfamilien nach Grünberg nicht zu denken. Jetzt bietet sich eine Gelegenheit dazu, wenn man das geplante Beamtenhaus in dieser Stadt erbaut. Gin Frühzug ob Grünberg um 5 Ahr kreuzt in Lich mit einem Frühzug aus Duhbach und erreicht dieses um 7 Ahr. Die Rückfahrt von Da wird um 8 Ahr angetreten und Grünberg um 11 Ahr erreicht. Der in Grünberg um 7 Ahr angenommene Zug ist inzwischen um '/.S AHr nach Butzbach gefahren, dieser um 11 Ahr angekommene Zug fährt um 1.15 Ahr wieder zurück. Der Butzbacher Zug fährt um 1 Ahr wieder nach Grünberg, erreicht cs gegen 4 Ahr und fährt abends V 8 Ahr zu- rück. Der in Butzbach gegen 4 Ahr cihgctroffcne Zug (Abfahrt in Grünberg 1.15 Ahr) fährt als Arbetterabendzug wie seither, aber dis Grünchinesischen Beobachtungen bemerkt wird, und wies ihnen Den Weg nach Jerusalem. Als sie Dort etwa am 25. Oktober eintrafen, war Der Komet blasser und blasser geworden, und als sie am nächsten Lage nach Bethlehem auf- brachen, mag er kaum noch zu sehen gewesen sein, Denn Matthäus sagt: „Da sie aber Den Stern sahen, freuten sie sich mit großer FreuDe," sie waren also wohl froh, ihn noch zu erblicken. Auch Daß Der Stern „oben Darüber stille stand, Da wo Das KinDlein war-, ist genau berichtet, Denn Der Stern ging Damals in der Richtung auf Bethlehem zu langsam unter unD mag bei ihrem Eintreffen noch knapp über Dem Horizont — also vielleicht über Dem Dach Des Stalles — gestanden haben. Wenn Die Legende erzählt, daß Der Stern, nachdem er feinen Dienst getan, für immer verschwunden sei, ist auch Das richtig. Denn nach Der Bahnberechnung, Deren Ergebnisse Durch Die chinesischen Aufzeichnungen bestätigt werben, muh Der Komet am 29. Oktober hinter Der Sonne vollkommen unsichtbar geworden sein. Weihnachten in Mexiko. Richt nur in nordischen Landen ist Weihnachten Das schönste Fest, sondern es gibt auch tropische Gebiete, in denen das Christfest Die größte Feier Des Jahres bedeutet. Besonders ist dies in Mexiko Der Fall, wo das Weihnachtsfest 14 Lage Dauert, unD zwar vom 10. bis 24. Dezember, und vom ganzen Bolle mit Amzügen, Tänzen und Festlichkeiten begangen wird. Auf Dem mexikanischen Weih- nachtsmarkt herrscht Die „Pinata", eine Riesenpuppe, Die aus einem Bambusgerüst gefertigt ist unD mit großem Luxus eingekleidet wird. Ön bunten SeidengewänDern und Kleidern aus flimmerndem Papier hängen Die wunderlichen Puppen an Den Stangen, und nicht nur jeder mexikanische, sondern auch die nur halb kultivierten Indianer wollen eine solche Weih- nachtSpuppe haben. Der groteske Leibesumfang der Figuren laßt auf alle möglichen Aeoerrafchungen schließen, und am Heiligabend ist es Das Borrecht Des jüngsten Kindes. berg durch. Man stelle fick) Dissen aünftigau Fahrplan vor, der ohne jede Schwierigkwen ausgestellt werden kann, wenn das geplante Beamtenhaus nach Grünberg kommt. Dann hat der Reisende überall die besten Anschlüsse, und Di« Bahn wird immer mehr das, was sie sein soll ein Verkehrsinstrument, Das Den Bedürfnissen gerecht wird. Die Bevölkerung hofft, daß die Bahntibrwal- tung Die Berechtigung ihrer Wünsche anerkennt, sie erwartet von Der Regierung, daß diese sich mit aller Energie für ihre Interessen einsetzk. Auch die Frage der Sonntagszüge läßt sich leicht losen, da es sich jetzt um zwei Zugpaare handeln wird, durch die allein das Bedürfnis zu befriedigen ist. Es hat sich heraus- gestellt, daß Der Betrieb Der Eisenbahn rentabel zu gestalten ist. Wenn in Lich täglich 70 Wagen gestellt werden müssen, so beweist Diese Hohr Zahl die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. Am so mehr kann man verlangen, daß von der Bahnleitung den Wünschen der 'Bevölkerung Rechnung getragen wird, zumal sich mit ihnen das Rentabilitätsinteresse Der Bahn, die auch dem Personenverkehr zu dienen hat, verbindet. Aus der Provinz. Landkreis Metzen. i. L i ch 3. Ian. Heute früh verletzte sich das wertvolle Pferd im Gespanne einer Gießener Weinhandlung an dem Aeder gangsgeleise auf dem hiesigen Staatsbahnhof sehr schwer dadurch, daß es in dem Dort befindlichen Zwangsgeleise mit Dem Hufe hängen blieb. Wahrscheinlich hat DaS Tier Dauernden Schaden genommen. i. Ettingshausen, 3.Ian. Die Statistik des Kirchspiels Ettingshausen- Hattenrod ergibt folgende Zahlen: Die samtzahl Der evangelischen Bevölkerung beider Gemeinden beträgt 1035 Seelen (Ettingshausen 615, Hattenrod 420). Am sonntäglichen Gottesdienst nahmen Teil 250 Erwachsene, 116 Kinder (144 und 106 — 83 und 33). Zum heiligen Abendmahl kamen 1564 Kommunikanten (774 und 790). Trauungen fanden 5 statt (3 und 2). Getauft wurden 18 Kinder (10 und 8). Die Zahl de: Konfirmierten betrug 30 (18 und 12). Beerdigt wurden 9 Evangelische (4 und 5). An Sieb ergaben gingen ein 430,45 Mk. (.) Bersrod, 2. Jay. Das idyllisch gelegene Hofgut Winnerod bei Reiskirchen, seither im Besitze des Kammerrats Clemm. ging dieser Tage durch Verkauf an einen Herrn R e u m e i c r aus Bürgel bei Cölbe über. Die Aebergabe soll am 1. Februar erfolgen. Kammer- rat Clemm war seit 1901 Eigentümer des Gutes. Kreis Friedberg. vw. Butzbach, 3. Ian. Am Silvesterabend fand, wie alljährlich, Gottesdienst in Der St. Markuskirche statt, Der durch Gesangs- Vorträge des Männergesangverein^ Orpheus verschönt wurde. Am Silvesterabend wurde das prunkvolle Hotel „Deutsches Haus" mit einem Konzert eröffnet. Heute veranstaltet darin der Vogelsberger Hohen-Club sein Auszeichnungsfest. In dem Mittelpunkt feiner Darbietungen steht „Der deutsche Rhein in Dichtung, Geschichte und Sage". — Gestern abend sand int großen Saale des „Hessischen Hofes" ein gut besuchtes Volkston- 5 c r t des rühmlichst bekannten Bad-Rauheimer Kurorchesters unter Leitung des Musikdirektors Schroder statt. Außer der lieblichen Mignon- oubertüre kamen Langleys Abendlüftchen, Golter- manns Andante aus Dem 14-Moll-Konzert, Peppers Tarantello (beide als Cellovorträge mit Orchesterbegleitung in virtuoser Weise geboten von Herrn Vohse), Die bekannte melodiöse Ouvertüre zu „Orpheus in Der Antetwelt", eine Orchestersuite aus Bizets „Carmen", die ewig reizvollen Strauhfchen „Geschichten aus dem Wiener Wald" und endlich das noch einmal den ganzen Weih- nachtszattber vorüberführende Kodelsche Tongemälde „Fröhliche Weihnacht" zum Vortrag. Den bisherigen guten Ruf bestätigte Die Kurkopelle auch jetzt wieder in vollstem Maße. Durch ihre prächtigen Vorträge bewies sie eine künstlerische Hohe, Die sie Der besten Kapelle würdig an Die Der Pinata einen kräftigen Schlag auf Den Bauch zu verabreichen. Dann zerbricht das tönerne Gefäß, Das Die Puppe in sich tragt, und unter Dem Jauchzen Der Kinder fällt allerlei Spielzeug zur Erde, wahrend Die Puppe nun ganz mager unD zerschlissen in Der Luft baumelt. Noch anDere groteske Gestalten beleben Die mexikanisch? Weihnacht. Das sind Die sog. „Naguales", phantastische Lierfiguren mit verzerrten Menschenköpfen, Die aus einem wollenen Stoff gefertigt werden und Die unheimliche Lebendigkeit alter Götzenbilder haben. 3m Bolle wird diesen Puppen mächtige Zauberkraft zugeschrieben. Der anmutigste Weihnachtsbrauch in Mexiko aber sind Die Amzüge, Die sog. ProsaDen. „Prosada" heißt eigentlich Herberge oder Ruhestätte, und der Brauch knüpft an das Evangelium an unD schildert das Herumziehen von Maria und Joseph, die nirgends Unterkunft finden und Daher Die Christnacht im Stall verbringen. Arn heiligen Abend versammelt sich Die Familie und beginnt einen feierlichen Amzug Durch sämtliche Räume, wobei jeder Teilnehmer eine Kerze in Der Hand hält unD ein kleiner Altar mit Der Krippe und Den bunten Krippenfiguren vorausgetragen wird. Dann bewegt sich Der Zug durch Die Straßen; man bittet vor verschiedenen Häusern um Einlaß, wird aber immer rauh abgewiesen, bis man Dann schließlich vor Die Haustür einer befreundeten Familie kommt, mit Der Der Besuch verabredet ist. Wieder beginnt Der Bittgesang um Oeffnung, und diesmal wird er erhört. Die Haustür fliegt auf, und alle ziehen sie nun ein, Maria und Joseph und das ganze Gefolge, Die sich häufig bunt vermummt haben. man setzt sich gemeinsam zur Tafel, und Dann kommt Der Höhepunkt Der Posada, Der Tanz, bet Dem Mexikaner und Mexikanerinnen Die ihnen eigentümliche Grazie und Leidenschaftlichkeit entfalten. Die besuchte Familie veranstaltet Dann am nächsten Tage Die Gegenvistte. Die Posada kann aber auch im eigenen Hause stattfinden; man zieht dann an Den einzelnen verschlossenen Türen vorbei unD endet schließlich vor Dem Saal. Dessen Tore geöffnet werden. öS1*1- *' Kr HÄ t-
oriommni6, das i der Aetterau sehr den Verdacht des : iiirzlich ab. Das F falle ein wenig Mülle einaeschi fielst, dessen Tür t> Schon am dri J“’ der Neischkhä, btt. Sie 0 c n ö a । "glichen Diedstcih w nahm in zwei' •Kn M aber ohi N'i.eihund d- M ItM Halter W betteten ,es Ä v.La Ä lvfte sich ab« *nen mehre, y kratzten Qm Einende 5 wh über der aufgewwbelt hatte ^rtenbii M 1 rech- i toünK 8|3J «SSi.M I ;?eiK"ruch »ung A "nd das, CrHtun °er teil'“ ( S* «Ä?; SÄ SSfr '■ 'Ä; 10,81 10,9 6,50 23,90 dem Kriege rund 40 Milliarden bei den Dan ken, Sparkassen und Genossenschaften sich bcr 56 3 0,9 13,4 Merke, a) soweit sie 2. Ian. War in den ver- Anleihen, die auf Dollar lauten. der deutsche Bedarf nach wie vor sehr sein. Man darf nicht vergessen, dah vor die Regulierung der Lahn in der Richtung nach dem eine Frage der Zeit sein wird stark die bereits aus Gold- „Reichsmark für ICO 28,75 S.83 61,25 »7.2» 50 3.45 13,9 171,1 7 2» 14,7» 13,76 16,80 161 6,75 13,40 -.3 17,71 13,90 35 IS.'f 282 29,25 22,80 89 71 24,25 12,40 89,*0 93,75 129 25 20,9 cs.» 6.80 13.4 es 55,62 48.71 2,7 3 13,60 21,25 67 78.25 3 28,23 6,9 merkt sei, dah auch oberhalb der Stadt Dorfe Wehrda nur dürfte. 6.90 14,75 13,6 18,45 21,75 2 10 34,75 14,9 28 29,11 12 23.73 26 6 12 40 $1,5 18,23 6/,6 78.9 3 15 Anleihen, die mark" notiert Godmark"; 4. für die in Prozenten; 12,40 20,2 frM 76 2,75 3,80 9 17'. 7,13 13,6) 18.62 21 1.05 1010 0,12 auf Goldmark umgestellt für 100 Pspiermark", b) mark umgestellt sind, in Goldmack"; 2. für festverzinsliche nach der bisherigen Rotiecungsart über 15 Milliarden Prozent notierten, in „Reichsmark für 100 Papiermark", b) soweit sie bis 15 Milliarden Prozent nach der bisherigen Rotiecungsart notiert sind, in „Reichsmark für eine Million Papier« inarf", c) 8—15 Prozent Reichsschahanweisungeo „SV1 von 1924 in „Reichsmark für eine Milliarde Papiermark"; 6,3 13 34,90 24,4 27,75 19,1 22,80 "Ä 26,40 21,26 ' 2 [ 3,25 | 5 ungefähr 2 bis 3 Milliarden sich erhöht Haden. Was die Zinssätze angeht, so werden im Verkehr der Banken und Bankier- untereinander zur Zeit für tägliches Geld nur noch zirka 11 Prozent jährlich verlangt, während es um die Mitte des Jahres 1924 noch 30 bis 35 Prozent kostete. Wenn auch die Kundschaft Kredite vorläufig noch erheblich teurer verzinsen muh, so ist doch auch auf diesem Gebiet eine Entspannung unverkennbar. Sie würde noch weitere Fortschritte gemacht haben, wenn die Zinspolitik der öffentlichen und halböffentlichen Institute die privaten Geldgeber zu einem Hochhalten ihrer Ansprüche nicht geradezu anreizte. ' Was die weitere Entwicklung angeht, so ist wesentlich zunächst die Dersteifung des Aus- landgeldmacktes. die sich in dec allgemeinen Rachfrage nach Kapital zeigt und die in den Absichten auf Diskonterhöhung in manchen Ländern zum Ausdruck kommt. Einigen Ausgleich dürste vielleicht schaffen die Geldflüssigkeit in den Bereinigten Staaten. Augenblicklich kann man den Goldbestand der Bereinigten Staaten auf 16—17 Milliarden schätzen; mit einer jährlichen Der- mehrung von 3—3,5 Proz. wäre der Kapitalbedarf der Bereinigten Staaten reichlich gedeckt, tatsächlich findet aber eine Vermehrung um ungefähr 10 Prozent statt. Der Goldandrang ist in den Bereinigten Staaten so groß, dah sehr hohe Beträge zinslos hingelegt werden, um nicht durch Arbeitenlossen des Kapitals eine Entwertung des Goldes und damit eine Preissteigerung her- beizuführen. Allerdings ist damit zu rechnen, dah amerikanische Kredite nach wie vor nur gegen hohe Zinsen und erstklassige Sicherheiten gegeben werden. Auch bei Anhalten des Zuströmens ausländischen Kapitals nach Deutschland 3. für die festverzinslichen wertbeständigen bisher in „Mack für eine Gold- wurden, in „Reichsmark für 100 91 23,70 13 73 91,75 Ci H 129, 0 21,50 6,60 61,25 67,1 49,40 0 Darmstadt. 4. Jan. Wie wir er- . fahren, ist in Erbach eine Gesellschaft unter der Firma „Odenwald-Kraftwagen- verkehr- - 21.*®.“ gegründet worden mit dem Zwecke, im Kreise Erbach und den angrenzenden Bezirken Personen-Kraftwagen-Linien zu errichten. Die Aufnahme des Betriebs ist für den 15. Januar vorgesehen. Zunächst sind folgende Derbindungen genehmigt; 1. Erbach- Michelstadt — Zell — Äirdjbrombad) — Reichelsheim — Lindenfels', 2. Michelstadt — Erbach — Matbach — Fürth — Heppenheim. 3. Pendelverkehr zwischen Erbach und Michelstadt. 4. Erbach—Michelstadt—Heubach. * Darmstadt, 4. Jan. (Eigener Bericht.) Am 6. und 7. Januar tagt in Darmstadt die Deutsche Aektorenkonferenz, zu der die Rektoren der deutschen Universitäten. Technischen Hochschulen und Akademien erscheinen werden. Dom 8. bis 10. Januar tagt ebenfalls hier der Deutsche Hochschultag, zu dem sämtliche Universitäten und technische Hochschulen je drei bis vier Vertreter entsenden. Bei dem akademischen Festakt zur Eröffnung der Tagung wird Professor P e t e r f e n - Dannstadt „lieber Probleme der Fernkraftübertragung" sprechen und Prof. Rothacker -Heidelberg ,.lieber das Verstehen in den Geisteswissenschaften". — Der cd. Verein für innere Mission unterhält bei Wixhausen ein ErziehungS- he im für 14- vis 20jährige Zöglinge, das ursprünglich eine Mühle war und auch jetzt noch den Ramen Aumühle führt. Die Zöglinge werden der 21nstalt zumeist von behördlichen Stellen überwiesen. Das Heim ist das erste seiner Art in Hessen und wird jetzt vergröbert. Es wird ein Anbau errichtet, der 15 weiteren Insassen Ausnahme gewähren soll; auch werden neue umfangreiche Wirtschaftsräume geschaffen. Kreis Wetzlar. * Wetzlar, 3. Ian. Die hiesige Industrie- und Handelskammer wählte für das Jahr 1925 in ihrer gestrigen Vollversammlung den Dergrat Dr. h. c. ® rochier zum Vorsitzenden, den Bergassessor Ludwig Raab zum 1. stellvertretenden und den Apolhekenbe- sitzer Georg Bahr zum 2. stellvertretenden Dorsitzenden, sowie den Bankherrn O. Kellner zum Schatzmeister. Hessen-Nassau. [] Marburg, 4. Jan. Seitdem die Regu- HerungSarbeiten im Ohm- und Wohratal in die Wege geleitet und teilweise vollendet sind, hat sich die Hochwassergefahr im südlichen Teile unseres Kreises bis nach Frohnhausen und weiter in der Richtung nach Gieben bedeutend erhöht. Auch die Erbauung des Hochwasserdammes im Weichbild der Stadt Marburg trägt dazu bei, dah die Wassermassen schneller vorbeifluten, um bann unweit des Südbahnhofes und der Dörfer Eappel und Gisselberg das Lahntal. besonders bei Roth und Argenstein, unter Wasser zu sehen. Im vorigen Iahrtz wurden nicht weniger als sechs Heberschwemmungen fest- gestellt, und seit gestern steht schon toieoet das ganze Lahntal unter Wasser. Dah die Felder und Wiesen in diesem Gebiet darunter leiden, haben die Besitzer schon zur Genüge erfahren, und in einer letzthin abgehaltenen landwictschaft- lichen Dersammlung wurde auch von wissenschaft- lich-sachvecständiger Seite festgestellt, dah. toeim hier nicht Einhalt geboten wird, in einem Zeitraum von etwa zehn Jahren der fruchtbare Acker- und Wiesenboden versäuert würde. 2Tb-= Hilfe könne nur durch eine Regulierung dec Lahn von Giehen herauf erfolgen, und deshalb mühten sofort Schritte unternommen werden, um ein gemeinsames Arbeiten mit Hessen wegen der Lahnregulierung zu ermöglichen. De- Z u r R o t i z: Die Berliner Wertpapierbörse notiert nach folgenden Grundsätzen: 1. für Aktien und Anteile, a) die noch nicht sind, in „Reichsmark ntoohu. ■WU Acheit. rd verletzte sich lniIuna nn ^ec®tc- dem hichaenV^ Hebet Mhd, U- mimen. Da8 tau ,[ ^niaglichen Ä A’1116 heiligen 26enh- I und 7901 1 (3 und 2). ßctauii r (10 und 8). 'Sie ZM SÄ'8I!l- Änb 51 * «i k 2. San, Las Wisch «. Winnerod bei Machen ! Dto KammerrotS Clemm M verkauf an einen Herrn Wirgel bei Cölbe über. Die 1. Februar erfolgen. Rammet1 t seit 1901 Eigentümer bei U Mebberg. ch, 3. 3an. Am Silvester- c alljährlich. Sottesdien«! Slirche statt, der durch Gesang?1 Männcrgesangvercin' hönl wurde. Am Sitvesterabent ifpolk Hotel „Deutsche,' :ni Konzert eröffnet. Heult der JogclSberger Hö- ÄuszeichnungSfest. In den t Darbietungen sicht „Lei Dichtung, Geschichte und Sage' and im großen Saale des „Helgut besuchtes Volkston- >ft bekannten 2ad.Äauhrimee r Leitung des Muslldirellvü Außer der iiebiichen Mignon- mW Abcndiüstchen, ©olter- ui dem il.Mvll'Rvnzert, 'N- jeibc als Lellovortrüge nut Orin virtuoser Weise geboten w» ,c bekannte melodiöse OuMdun der Unterwelt", eine Orches . „Lärmen", die ewig wg schichten aus dem Wiener M noch einmal den Men « Süfrenöc Ködelsche TvM Wcchnacht" Äum ?° »tajü5 'M » * Ä» 5. für die nad) Sachwert verzinslichen Pfands briefe und Schuldverschreibungen, die bisher in Billionen notiert wurden, in .Reichsmark. Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M. (In Billtonen Mark auSacbrfldt. BaenoMUnf. Bonbon. Neu« bork, Japan, Rio de Janeiro für eine Etnhett. flltett rnifc Vudavelt für 100000 Lin betten. aCeß übrig: für 100 fctabtittn,) »Am ausländischen Rentenimüd zemie sich zelt Interesse für Ungarn. Am Gelb- mar kt ist Geld unverändert leicht zu haben. Der internationale Devisenmarkt zeigte keine nennenswerten Veränderungen. Die europäischen Edelvaluten konnten ihre gestrigen Steigerungen ziemlich halten. ________________Börsenkurse. ___________ Hand unter Zuhilfenahme von Darlehen usw. errichtet. bl. Dillenburg, 2. Ian. Dem Historischen Verein ist es in dem vergangenen Jahre, auf Vorstellungen bei dem Ministerium hin. gelungen, das gesamte domänenfiskalische Gelände auf dein Schlohberg (3 Morgen) zum Preise von 2800 Mk. in seine Obhut zu bekommen. Weiter ist das S t o ck h a u s (Gefängnis) in den Besitz des Historischen Vereins übergegangen. — Ein Opfer des Reujahrschi e h e n s wurde der Bergmann Karl R i cf c I vom nahen Ranzenbach. Eine vorzeitig erfolgte Explosion von Dynamitpatronen verletzte ihn derart, dah er nach 2 Stunden verschied. Büchertisch. Reclams Universal-Diblio- t h e l bringt in Band 6520 zwei Erzählungen des englischen Schriftstellers Thomas Hardy: „Seiner Frau zuliebe" und „Eine 2ta- gödie des Ehrgeizes", aus der Sammlung „Life's liltle Ironies" (Des Lebens kleine I'co- nien\ Autvris. Ucbcrfctjung von Elfriede Gärtner. (Band 60 Pf.) — Zwei lebenswahre ergreifende Erzählungen von einem vergeblichen Ringen her Menschen gegen widrige Verhältnisse, die stärker sind als sie und die sie in Schuld. Leib und Reue verstricken. Des Dichters pessimistischeWelf- anschauung findet in ihnen Ausdruck. 151C — Ada Menz: „Die Verzauberung des Rechtsanwalts Graumann" (Dm- lag Ullstein, Berlin, Preis 1,50 Mk. In Dalmatien, dem Lande des Frühlings, wird Rechtsanwalt ©raumann, ein nüchterner Alltagsmensch, durch ein Liebesabenteuer in einen Rausch versetzt, wird jäh verwandelt. Rach tiefen seelischen Erschütterungen gewinnt er in seiner Heimatstadt München die Haltung des bürgerlichen Realisten zurück. PhantasievoN zieht die fesselnde Handlung vorüber, gewürzt mit Satire auf kleinliche Geister des 2Magle5enS. 1558 2? I 6,60 34,9 [ 24,75 28 29 11,9 22 75 27,36 12,40 13.5 65,25 , sanden, von denen jetzt nur noch ein Bruchteil vorhanden ist. Wie stark der Bedarf ist, läßt sich schon daran et fermen, dah in sehr vielen Gewerben (z. B. Landwrrtchast, Mühlenindustrie, Brauereien, Metallindustrie uw.) zur Kapitalversorgung bereits eigene Institute geschaffen worden sind. Dah der gesamte Bedarf gedeckt werden könnte, ist ziemlich ausgeschlossen. Volkswirtschaftlich wäre das auch nicht bedenkenfrei, weil dann auch für unproduktive Zwecke Kapital in höherem Ilmfange zur Verfügung stände. Es wird nach wie vor notwendig fein, feinen Pfennig liegen zu lassen, sondern das flüssige Kapital so oft wie möglich umzuschlagen, gleichzeitig aber das Kapital nur an die Stellen zu leiten, die produftiv für den Inland- und Aus- lanbmarft arbeiten und dadurch neue Kcipital- und Arbeitsmöglichkeit schaffen. Es« wTinber fällte M Sie ^,°ÄNE»bild°-U »<4w« •?,' ”«’S •»*:*? -- ‘ss’&Ssg icr int) öie^'Je S« -tzOss M-U .all.* Wirtschaft. Die Lage und Aussichten des Kapitalmarktes. Die Lage auf dem Kapitalmarkt hat sich zweifelsohne gebessert, sowohl in bezug auf den Umfang der zur Verfügung stehenden Kapitalien als auch in bezug auf die Höhe der Zinssätze. Die Erleichterung ist zunächst gekommen aus dem gesteigerten Ilmlauf an Reichsbonknoten, der unter Berücksichtigung der gleichzeitigen Verringerung des Umlaufs an Rentenbankscheinen seit Mitte Oktober um 400 Millionen Mark, d. h. um ein Drittel, auf 1800 Millionen Mark gestiegen ist: insgesamt haben wir jetzt einen Umlauf von fast 3,5 Milliarden Mark an Reichsbanknoten und Rentenmarkscheincn. Auch die stärkere Gewährung von Auslandkrediten an. die deutsche Wirtschaft hat zu der Erleichterung beigetragcn. Man kann rechnen, dah insgesamt gegeben sind von den Vereinigten Staaten rund 800 Millionen Mark und von Holland und England zusammen rund 600 Millionen Mark, so dah unter Einbeziehung der anderen Staaten insgesamt Auslandkredite von ungefähr 2 Milliarden Mark sich ergeben würden, von denen allerdings em sehr erheblicher Teil recht kurzfristig sein dürfte. Bringen Auslandkredite und gesteigerter Rotenumlaus für die innere Verfassung des Kapitalmarktes beträchtliche Gefahren mit sich, so ist ein foextcrcS zur (Verflüssigung des Kapitalmarktes beitragendes Moment nur zu begrüßen, nämlich die Zunahme der eigenen Kapitalaniammlung. Man kann die Kundenanlage bei den Banken zur Zeit auf rund 2 Milliarden Mark veranschlagen; derselbe Betrag dürfte bei den Genossenschaften und Svar- kassen liegen; das bedeutet, daß im Jahre 1924 die Einlagen und damit das ersparte Kapital um Sette fteilt. DaS zahlreiche Publikum geizte denn auch nicht mit seinem Beifall. Dem Volksbil- dungSverein, her uns diesen herrlichen musikalischen Genuß zugänglich machte, gebührt dankbare Anerkennung. Kreis Schotten. )—( Ruppertsburg, 3. Ian. Die Kirchengemeinde beschloß daS zu Ende gegangene Jahr 1924 mit einem liturgischen © i I - vestergottesdienst, der sehr gut besucht war. Wie üblich, oerfammeltc sich die Jugend um Mitternacht bei der Kirche. Als die Silvesterglocken verklungen waren, fang die Menge .Deutschland, Deutschland Über alleS" und danach das tiefsinnige Volkslied „Tut man ins Leben faum den ersten Schritt". Bei diesem Liede machen wir im Geiste einen Gang durchs ganze Leben. LS ist nicht zu begreifen, daß es Menschen gibt, Die beim Aosingen dieses ergreifenden, ernsten Liedes sich nicht bezwingen können, durch Schießerei und Rufen zu stören. Von der Kirche aus verteilten sich die einzelnen Iugendgesellschaften, '! um in althergebrachter Weise singend die Straßen zu durchziehen und sodann in ihren Spinnstuben den Kaffee und die Reujahrskreppeln zu verzehren. — Aus dem kirch lichen Leben im ab - gelaufenen Kalen verjähr sei folgendes nütgcteilt: Es wurden getauft 15 Kinder (8 Knaben, 7 Mädchen), konfirmiert 15 (7 K., 6 M ). getraut 4 Paare und beerdigt 14 Personen, nämlich 3 Ehemänner, 3 Ehefrauen, 3 Witwen, 3 Wit- rjer und 2 Kinder. An Kollekten und sonstigen kirchlichen Opfern gingen 997,22 Mk. ein. Kreis Büdingen. I Aid da. 3. Ian. AuS den kirchlichen Ereignissen des Kirchspiels Ridda >in Jahre 1924 ist folgendes zu berichten; Ter Gottesdienst besuch betrug durch- chnittlich 348 erwachsene Personen, 120 männliche und 228 weibliche, und 200 Kinder, 98 Knaben und 102 Mädchen. DaS heilige Abend mahl besuchten 1357 Gemeindeglieder, 599 männliche unb 758 weibliche. Getauft wurden: 72 Kinder, 40 Knaben und 32 Mädchen. Konfirmiert wurden: 62 Kinder, 26 Knaben und 36 Mädchen. Getraut wurden: 18 Paare. Beerdigt. 44 Personen, wovon 20 tber 70 Jahre alt waren. An milden Gaden in Verein e und Anstalten gingen ein: 4381 Mk. — Der Turm der Stadtkirche wurde neu gedeckt und das schadhafte Gebälk erneuert, ehe neue Kirchenheizung wurde angelegt und ’m Chvr der Kirche ein von Bildhauer Völ- k zing. Ridda, geschnitzter Leuchter aufgehängt. Zi Dleichenbach, 3. Ian. Die Arbeiten »er Feldbere inigung, soweit sie die Zu- «ifung der neuen Grundstücke betreffen, können ■ite abgeschlossen gelten. Eine erkleckliche Anzahl Reklamationen (etwa 140) kam vor das Schiedsgericht, das vollauf zu tun hatte, um diese Riesenarbeit rasch zu beendigen. An Massegelände fommen etwa 52 Rormalmorgen noch in diesem Monat zum Ausgebot. Diele alte Wege sind verschwunden und neue an ihre Stelle getreten, aber auch manche humorvolle Weg- und Gewannbezeichnung Hal der Volksmund geschaffen. Im die Obstbaumzucht, die in hiesiger Gemarkung >wn jeher in Blüte stand, wieder zu fördern, gefällte Bäume zu ersetzen, ist man dank der fett= Trigen günstigen Witterung durch Reupflanzungen ein großes Stück vorwärts gekommen. Auch wird diese Angelegenheit durch den Obst- und Gartenbauverein sehr gefördert. Aus der Wetterau, 3. Ian. Ein Vorkommnis, das die Gemüter in einem Dorfe der Wetterau sehr erregte und Unbeteiligte in öen Verdacht des Diebstahls brachte, spielte sich lürzlich ab. Das Fleisch seiner Hausschlachtung halte ein wenig begüterter Arbeiter in eine Holzbülte eingesalzen und diese in den Keller gestellt, dessen Tür von außen her geöffnet werden lann. Schon am dritten Tage gewahrte die Frau, daß der Fleischbehälter vollständig geleert toar. Die Gendarmerie wurde von dem vermeintlichen Diebstahl alsbald in Kenntnis gesetzt und nahm in zwei Wohnungen Haussuchungen vor. aber ohne Erfolg. Run sollte der Polizeihund den oder die Täter scststellen helfen; jedoch hatten schon viele Reugierige den Keiler betreten (es waren schon etliche Tage »crflossen). Jo daß auch der Hund wenig oder gar "’cht in dieser Sache hätte aufklären können. Bald löste sich aber das Rätsel. Eines Abends :schienen mehrere große Hunde, scharren unb kratzten am Kcllereingang und suchten die eicht Au öffnende Türe aufzudrücken. Run war '»an sich über den Diebstahl, der so viel Staub eufgetoirbclt hatte, sofort im klaren. Starkenburg und Rheinhessen. -i- Offenbach. 3. Ian. Wie überall, find auch in Frankfurt und Offenbach die Straßenba linf ah rp reise in den letzten Zähren erheblich erhöht worden. Rackdem die Stabilisierung der Währung alle wirtschaftliche.'r Verhältnisse wieder auf ein vernünftiges Maß - urückzuführen beginnt, hat man in der Oeffent- I ’chkeit auch von den Gemeinden verlangt, sich dem allgemein betriebenen Preisabbau an- >upaffen. In Frankfurt hatte man schon einmal wm einer Magistralsvorlage gehört, die den Teilstreckenlarif und den Mindestpreis von 10 Pf. Einfuhren wollte. Rach neueren Rachrichtcn ist man aber bis heute noch zu keinem Entschluß gelangt. Die Stadtverwaltung von Offenbach .'>at kürzlich Fahrscheinheftchen für kurze Strecken i eingeführt, mittels deren eine Fahrt von einem Kilometer nur 8,3 Pf. kostet. Die öffentliche Meinung wünscht aber eine Herabsetzung der allgemeinen Fahrpreise auf 10 und 15 Pf. je nach ,^ahrtlänge. Die städtische Verwaltung wendet dagegen ein. daß die während der Kriegs- und Rachkriegszeit zurückgestellten Erneuerungs- arbeiten erhöhte finanzielle Anforderungen stellen, .wogegen aber eingewendet wird, daß die Bahn infolge der Inflation keine Schulden vebr hat und daß die für Verzinsung und Til- Mng ersparten Beträge schon ganz erhebliche Stärkungen bet Rücklagen bilden. Im übrigen erhofft man sich aus der Verbilligung der Fahr- vceise eine namhafte Belebung des Verkehrs, was nicht nur die Einnahmeausfalle sehr wesent- ! 'ich wieder ausgleichen werde, fonbern was auch ° i '»sofern sehr erwünscht sei, als Erleichterung des Verkehrs mit zum Wiederaufbau der Volkswirtschaft beitrage. ' D a r m st a d t. 3. Jan. (Eig. Bericht.) 3n dem Befinden des Oberstaatsanwalts Wünz er. dem vor einiger Zeit beide Beine abgenommen worden sind, ist eine erfreuliche Besserung eingetreten. Er wird voraussichtlich in wenigen Wochen seine Amtstätigkeit wieder übernehmen können; einen Teil seiner Dienstgeschäfte erledigt er bereits zu Hause. Nie MrNi« iRrum5 t »i, i». me«t, d«j Ul« . M »e len is?Ez°fMn W der S Mangen Mj- zunial ft* 5fecun4 Mfe der '5a?n ”}! 2ub"n™5ai,wLau4> n 13 63 92,9 67,12 13.75 61 5 67.2- 50,j bl. Herborn, . gangenen Jahren die Dautä t igkeit auch in imserer Stadt gänzlich lahmgelegt, so brachte das Jahr 1924 wieder eine rege Entfaltung des Wohnungsbaues. Rund 8 biS 10 Reubauten sind entstanden, meistenteils auSPrivat- ' Deutschlands neue Zollpolitik. Die belgischen und französischen Quertreibereien während der Wirtschaftsverhandlungen, dann aber auch in der Hauptsache die plötzliche Einführung französischer KampfzöNe haben der Reichsregierung zu energischen Abwehrmaßnahmen Veranlassung gegeben. Rach dem 10. Januar, dem Tage, an dem die meisten bisher gültigen Handelsverträge ablaufen. wird nur noch denjenigen Ländern die meistbegünstigste Zollbehandlung gewährt, die deutsche Erzeugnisse vertraglich oder tatsächlich meistbegünstigt behandeln. Dieser Schritt der Reichsregierung ist sehr zu begrüßen, schafft er doch Klarheit darüber, was Frankreich gegenüber nach dem 10. Januar werden wird. Mit einem Handelsprovisorium wird man unter keinen Llmständcn rechnen können, zumal die überraschende Erhöhung der französischen Zollsätze alle bisher stattgefundenen Vorarbeiten wieder hinfällig gemacht haben. O Sparkassen und Industriebe- la st un g sg esetz. 3n <; 2 21612 des Gesetzes zur Aufbringung der Industriebelastung sind die öffentlichen oder dein öffentlichen Verkehre dienenden Sparkassen, wenn sie sich nicht auf die Pflege des eigentlichen Sparkasscnverkehrs beschränken, in den Kreis der aufbringungspflichtigen gewerblichen Betriebe einbezogen. Wie wir hören, hat sich der Deutsche Sparkassen- und Giro- verbano an den Reichsfmanzminister gewendet und gebeten, in den Ausführungsbestimmungen zum Aufbringungsgesetz dem Degrift „eigentlicher Sparkassenverkehr" eine Auslegung zu geben, die unter diesen Begriff alle diejenigen Geschäfte fallen läßt, zu denen eine Sparkasse nach Gesetz. Verordnung oder genehimigungspflicht'i.ger Satzung berechtigt ist. * Wichtig für den Warenvcrsand nachdem Saar gebiet. Zu dem Beginn des neuen Zollregimes am 10. Januar erfährt WTD., daß die Waren deutschen Ursprungs und deutscher Herkunft, die bis Mitternacht vom 10. ibis 11. Januar im Saargebiet eingetroffcn sind, noch Zollfreiheit genießen. ■ Die Rheinschiffahrt im Jahre 1 92 4. In dem Bericht der Schiffahrtsbörse Duisburg über die Rheinschiffahrt 1924 wird darauf hingewiesen, daß der Anfang 1924 das langsame Wiederaufleben der Schiffahrt gebracht habe. Der Frachtenmartt zeigte im ganzen ein befriedigendes Bild, während das Schleppgeschäft ungünstig war. Die Beschlagnahmungen erschwer- len naturgemäß den ganzen Verkehr Auch die Getreide- und Llmschlagsspedition lag wenig günstig. ■ Stahlwerke Buderus-Röchling A. G Wetzlar. Die nunmehr vorliegende Reichsmarkecöffnungsbilanz sieht eine Umstellung des Aktienkapitals auf 2 Mill. RM. (25:1) unter Schaffung einer Rücklage von 1,31 Mill. RM. vor. Debitoren erscheinen mit 1,43 Mill. RM., Gläubiger mit 2,29 Mill. RM, Maschinen mit 1,81 Mill. RM. Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „(Siebener Anzeiger".) Berlin, 3. Jan. «Eigener Drahtbericht des Gießener Anzeigers.) Die Haltung der Börse war heute zum größten Teil wieder recht zuversichtlich und fest. In einigen Werten machte sich Matecialknappheit geltend. Außerordentliche Festigkeit zeigte vor allem der Banlenmarkt, wo lediglich Berliner Handelsgesellschaft von ihrer gestrigen starken Steigerung eine Kleinigkeit abgeben mutzten. Man verweist auf die günstige Entwicklung dcs Bankgeschäftes und ergeht sich schon jetzt in hohen Dividendenschätzungen. Am Schiffahrtsmarkt, der im übrigen weiter ziemlich vernachläffigt blieb, setzte eine stärkere Steigerung für Hapag ein. Die Bewegung wird auf hanseatische Käufe zurückgeführt. Am Kaliaktienmarkt erhält sich das Interesse für einzelne Werte des unnotierten Marktes. Am Rentenmarkt konnten sich zunächst die gestrigen Schluhkurse halten, das Geschäft ist aber wieder sehr gering- *•/« Boatürten ....... I 5% Sotbmedfant» ...... I Berliner ©anbe(«qefeflffl)ah Connuerp unb Pnvat-Bank Tonnft unb Naitoualdauk ■ Teullcüe Bank......... Deuische »eretnßbant .... Ttviomo üommanbit . • . Metallbau!........... Mtitclbkullche Crcbtlban! . . ceft'rr'tchlsche Grebitanftflll Westbant............ «oLinner Onö ...... BuderuS..... Laru ............. Xtutltfi-Surrmburu...... (*die::hrdjener virrgtoe* . . fcarpencc Bergbau..... ilülüDtrfe SlfdjcrOfebeu. . . . «altivrrk Westeregeln Eaurabülte Oberdedorf..... Pbonis Berg bau....... Rdelmlabl........... fRicbcd Montan LelluL Bergbau........ Hambnrg.Nmerlka Pake». . . Norddemscyer Llovd Cberamtsche Werke vidi« .. Sementwerk Heidelberg .. bilivl) Holjmaua...... Vlnglo-Lon» -«uano Badische Anilin ....... Tbemilche Mayer Slaptn . . Soldschmtbt......... GricSl eimer Electron .... Höchster Yardwerke ..... Holzverkohlung mülgcrswerke ....... Echeidcanstalt HHfl. EkekirtjitätS-Sesellschoft Bcrainann Manilrastwerke ....... Schuckcrt...... Siemens £ Halske Adlerwerke Kteyer ..... Daimler td.'otorea. ...... Heyligenstaedt......... Megutn............. Frankfurter Armatarrn . .. Konservenfabrik Braun . . . Metnllgesellubafi Frankfm». Tel. Union y..@...... , Schuhiabrik Her, Sichet ......... Zellstosf Walvhof Luckersobrik ^ankenthal .. Zuckerfabrik eänabaufel ■ • • ffrnnlfurtn.T?. BerNn Schluß «Ute lUhe. Aut» Schluß Rur» <1nrs Darum: 2. 1. 3.1. 1.1. 3. 1. Vk Deutsche NeichSanIelv» . «•/. Deukiche RetchSaiiteld, . 0,912 0,91« U.83 0,.'0i • 1,16 1 2) 5'/,'/. Deutsche Sietchsanletb« 8°/„ Deutsche ReichSanlelb, . Demsche Evarvramienaaleth, 1,0$ •w 1,05 1.18 1.275 — 1,89 0,6 1,44 <6/o Preubische Jtonfoli . .. 4°. Hessen ......... •» — 1,33 1,58 1.41 3*/o eelfvn........... 1,8 94,76 Deutsche Wend. Dollar-Aal. —- — bto. Doll-Schatz-Amveisug. — — — Telegraphische Auszahluni I- 2. Januar 8. Januar tReöart. LmNIch, Notirrnna Amtlich« "J ioii;r,i ti «Leid Britt ÜklD Brief 2. i. «mN-Rokt 170, vg 170,41 17^,03 170. 1 voll voll 8rfi.-'2lntro 21,01 21,10 21,04 21,10 voll voll Chnstiania. i3.3? 63.41 63,32 63,48 voll voll Kop-nkiagcn 14,11 U,29 14,16 ?4,34 voll voll Stockholm . ra.GG 113,34 113,01 113,29 voll voll Helssngfor». Italien. . . 10,85 17,70 10.19 17,74 10,65 17,78 19,92 10,=9 17,32 voll voll voll voll London. .. Neuvork .. 16,91 18 98 19,97 voll voll 4,1 i 5 4,»U5 4,195 W voll voll PariS. . . . Schweiz . . 22,84 »2,90 22,78 voll voll 81,79 11,99 48,82 81,79 E1.93 voll voll Spanien . . Wien In D- $8,68 1.8,73 18,74 voll,voll Ceft nbgest 8.902 •ß 6,19 8,22 voll voll Prag . . . . Vubapell - - Bnen.-Aire- 19.67 12,66 W.70 voll voll 5,775 e,7 9 i 6,76 6,78 voll voll •fil 9 1.E83 1,67) 1^83 voll voll Bulo arten 2,04 5 8,165 3,045 8,0 t 5 voll voll Yapan . . - 1^ 18 1^22 1,011 7*19 4l,4‘1 voll voll 'M io de 9 au l,<8 > l/Oi 4,489 voll voll Belrrad . ■ 6,525 6,5 5 6,595 6,54 ■ voll voll Lissabon . 19,43 19,47 19,43 79^4 ollwoll M, HAMBURG-AMERIKA LINIE Mein diesjähriger Inventur-Ausverkauf beginnt Montag, den 5. Januar und endigt Samstag, den 17- Januar 1925 Während dieser Zeitverkäufe ich alle Waren zu ermäßigten Preisen Herrn. Aug. Christ Grünberg i. H. | Großer Inventur-Ausverkauf vom 5,—13° Januar 1925 zu bedeutend herabgesetzten Preisen Unter anderem: Ein großer Posten Damentaschen QQO 26 cm, mit Kofferverschluß, in la Rind- 7$ lack und Saffian............Mk. V Selten günstige Einkaufsgelegenheit Offenbacher Lederwarenvertrieb Gießen nur Kirchenplatz 8 nur 1 Die rote Kafchgar. Roman von Fodor von Zobe ltitz. 33 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Nein, ich habe nur indirekt von ihm gehört. 3d) war kürzlich in Berlin und traf den kleinen Ferigo von der italienischen Botschaft, der zu Daldersces Stabe kommandiert ist und eben abdompfen wollte, ilnö der erzählte mir. das) Gert Krakehl mit seinem Gesandten gehabt und infolgedessen seinen Abschied eingcreicht habe." „Was —?!" rief Hellmut. „Aber davon ahnen wir hier ja gar nichts! Bielleicht bezieht sich seine Andeutung von dem persönlichen Aerger auf diese Tatsache. Du kennst ja die Korrespondenz Gerts. Sic ist immer oberflächlich. Was hat er gehabt?" „Eine Frauenzimmergeschichte spielt mit — natürlich. Näheres weiß ich nicht. Ferigo sagte mir nur noch. Gert Hobe sich bei der Verteidigung der Gesandtschaften ausgezeichnet benommen und wolle sich nach Beendigung des Aufstands einer englischen Forschungsreise nach P - ür oder irgendwohin anschliehen." Hellmut kam aus seinem Erstaunen nicht heraus. „Wann ist der Italiener abgereist?" fragte er. „Bald nach der Einschiffung Waldersees, Ende August." ..Da, hättest du mir diese Neuigkeiten doch längst erzählen können, Lexel" „Liebster, ich bin eben erst aus Meran heim- gekehrt. älnd natürlich glaubte ich, all das wäre für euch kein Geheimnis mehr!" Hellmut drehte seine Zigarre zwischen den Fingern. „Eine tolle Geschichte", sagte er. „Gert hat uns nichts davon geschrieben. Der verstorbene Onkel gab mir jeden Brief von ihm. Auch der alte Geisbach. Möglich, daß er Theda nähere Nachricht über ferne Erlebnisse und Pläne zu°- lommen lieh." „Oder Freye." „Oder der. . . Nun gut. Lcxe. er hat seinen Abschied genommen, tn einem Augenblick der Verärgerung, er hatte die Sache satt — das sieht ihm aynllch. Aber was will er denn zum Donnerwetter in Pamir 1" „Da fragst du mich zuviel," Hellmut wurde erregter. „Wenn er nach Pamir will, kann er doch nicht nach Deutschland zurück!" „Wenn ihn nicht dec Tod seines Vaters heimruft." „Oder die Gesundung Thedas. Wie soll ich mich Geisbach gegenüber verhalten? Er ahnt noch nichts von dem Mschied Gerts und noch weniger von Pamir . Soll ich ihm das erzählen? Kann es nicht möglicherweise nur haltloser Klatsch fein?" Alexe sann nach. „Ich glaube nicht an Klatsch", entgegnete sie. „Aber nimm cs meinethalben an. ilnö nimmst du es an, so behalte es für dich. Gert wird bestimmte Absichten mit seiner Schweigsamkeit verfolgen. Zudem wissen wir ja noch nicht, ob Theda nicht noch einen Bries von ihm erhalten bat..." Sie stand auf und trat näher an Hellmut heran... „Immerhin liegt die Möglichkeit vor." fuhr sie fort, „daß Gert längere Zeit im Auslande bleiben wird. Pamir ist eine etwas dunkle Gegend, ilnb auch die weitere Möglichkeit Ware zu berücksichtigen, daß Theda inzwischen gesundet und lebhafter nach ihrem Manne fragen wird als in dem bisherigen Zustande der Apathie. Muh sie es nicht verwunderlich finden, dah er cs vorzleht, eine Reise tn das Unbcfannte zu unternehmen, statt sich um seine Frau zu iünunetn? Kann sie da noch an seine Zuneigung und Freundschaft — von Liebe will ich gar nicht sprechen —, an sein Pflichtgefühl glauben? Ich möchte das betonen: an sein natürlichstes Pflichtgefühl? Die beiden wurden aus äußerlichen Interessen zusammengetan. Cs wurde voraus- bestimmt, daß Gert gleich nach der Kopulation in das Ausland gehen sollte. Sie konnten sich noch nicht angehören. Schlummerndes in ihr ist noch ungeweckt geblieben. Aber die Sehnsucht kann wach werden — und die Frage zu einem Schrei: Wo ist der Mann, der mir gehört? Ah ja, wo ist er? Daheim wartet sein Weib, gesund geworden, aufgeblüht — erwarten ihn Pflichten — Desihsreude, Hoffnungen — und Unserer werten Kundschaft zur gefälligen Kenntnisnahme, daß Herr Ludwig Stüh ter ab /. d. Mts. nicht mehr in unseren Diensten ist. JOH. FISCHER Kohlenhandelsgesellschaft m. b, H. Witt UM übernimmt für die kommende Bausaison die Anfertigung aller zur Errichtung von Villen, Land-, Wohn- und Geschäftshäusern sowie Industrie- u. landw. Bauten erforderl. Entwürfe nebst sonstigen Vorarbeiten, sowie Bauleitung und Abrechnung. Gest, schriftl. Nächst. unt.098 an den Gießener Anzeig. erb. Laden in Gießen und Umgegend zu mieten gesucht. Schriftliche Angebote unter 162D an den Gießener Anzeiger erbeten. Winterkur für | Nervenkranke und Erholungsbedürftige H Harbins Holheim i.Tannni belWiesbiä. B 161D Eine Erstlings- A usstattung für Mk. 30.— 3 Hemdchen, mit Spitze garniert ä 0.50 I.5O 3 Hemdchen, etwas größer ä O.6O 1.80 2 Jäckchen, B'wolle, gestrickt ä 0.85 1.70 2 Jäckchen, etwas größer ä 0.95 1.90 3 Einschlagdecken, Molton, umstochen, ä 1.75 5.25 3 Windeln, kräftige Qualität ä 1.10 3.30 6 Windeln, Mull ä 0.75 4.50 2 Wickelbänder, gestrickt ä 0.95 1.90 2 Nabelbinden, Mull ä 0.40 0.80 1 Badetuch, 100 100, beste Qualität 5. - 2 Lätzchen, verschieden 0.50 und 0.65 1.15 1 Einlage aus Gummistoff 1.20 Mk. 30. - vdehaus \alomon, Giessen W Schulsiraße Lichtspielhaus Bahnhofstraße Erstlings- Ausstattungen kaufen Sie äußerst vorteilhaft bei uns. Sie finden Ausstattungen von 25 bis 100 Mark für einfachen u. verwöhnten Geschmack. 168a FILM VORTRAG „Mär der Hapag nach Südamerika-Brasilien Argenrinfen" Der Film behandelt nicht nur die t ber- fahrt und die Hafenstädte, sondern führt uns weit in das Innere des Kontinents. Er zeigt deutsche Siedler an der Arbeit und dem Auswanderungä- lustigen dieExistenzmöglicbkeiten der neuen Heimat Jugendliche haben in der Nachmittagsaufführung ermäßigten Eintritt Anfang von Film und Vortrag: 4, 6, 8.15 Uhr. Heute bis einschließlich Mittwoch: Voranzeige! Ab 7. oder 8. Januar: Die zehn Gebote (Fortsetzung folgt) Eröffnung von laufenden Rechnungen Verwaltung von offenen u. geschlossenen Depots Eröffnung v. provisionsfreien Scheck-Rechnungen Annahme von Geldeinlagen Fechenheim (Main), den 2. Januar 1925 1UD Glaubrechtstraße 5 193D Vorschüsse auf Wertpapiere unter günstigen Bedingungen An- und Verkauf von Wertpapieren an allen in- und ausländischen Börsen Ankauf von Wechseln auf Inland u. Ausland Das Fest der silbernen Hochzeit begehen heute Wilhelm Stein, Oberpostschaffner und Frau Therese geb. Faust Die glückliche Geburt eines prächtigen Mädels zeigen hocherfreut an Leopold Rothschild und Frau Edith geb. Loewenthal Ausstellung von Kreditbriefen auf alle größeren Plätze des In- und Auslandes Bad-Nauheim (z.It. Kath. Schwesternhaus Gießen), 3. Januar 1925] all dem, all dem geht er geflissentlich aus dem Wege! Wegen eines Frauenzimmers quittierte er den Dienst — jagte die Dirne ihn auch noch weiter in die Ferne? Hellmut, so wird Theda sich fragen — und dann wird die Bitterkeit kommen — und bald auch die Reue — und ein Trostverlangen..." Sie schwieg, kurz abwehrend, als wolle sie ihre Gedankenschnur zerreißen. Aber sie schaute ihrem Bruder stark tn die Augen, und sicher suchte sie da nach Gleichheit des Empfindens. Auch er hatte sich erhoben und lehnte sich zurück gegen den Schreibtisch. Er wich ihrem Blick nicht aus, in dem er den alten Härtewillen einer erstaunlichen Frauennatur sah, die noch im Unterliegen nach dem Sieg haschte, um int Sieg ihren letzten Triumph auszukosten. „Du spinnst den Faden weiter, Lexe," sagte er, „den du in dem Augenblick zu knüpfen begannst, als du von der seltsamen Heirat Gerts hörtest. Ich entsinne mich eines Besuchs bei dir auf der Wesenburg, im Herbst vorigen Jahres — da packte mich noch eine gewisse ängstliche Scheu, als du mir Andeutungen machtest, die ich nur halb verstand — oder gegen deren Verständnis ich mich wehrte. Heut weis; ich, was du willst. Mit der Moral deiner Anschauungen will ich mich nicht auseinandersehen, aber den Abwehrstandpunkt behalte ich inne, weil du nicht praktisch denkst, sondern romantisch und fern- liegende Möglichkeiten schon als wahrscheinlich behandelst. Wer sagt dir denn, dah das alles wahr ist, was dir dein italienischer Gewährsmann erzählte? Ist der Gedanke nicht absurd, dah Gert plötzlich ein bihchen nach Pamir will? Ich leugne gar nicht, dah man bei ihm auf alles gefaßt sein kann. Aber glaube mir nur, dah hinter seinen Exzentrizitäten immer eine kräftige Dosis Hebcrfegung steckt. Wenn er wirklich den Abschied genommen hat, wird ihm die Nachricht vom Tode seines Vaters und die Genesungs- Hoffnung Thedas genügend Anlaß geben, seine Heiinreise zu beschleunigen. 11 nb dann brauchen alle die Fragen, dte du Theda in die harmlose Seele legst, gar nicht ausgesprochen zu werden." „Gewiß nicht. Ich sehe nur weiter als du, und es liegt nun einmal in mir, dah ich gern Pläne schmiede, wenn sich durch eine glückliche Die glückliche Geburt eines kräftigen Sohnes zeigen hocherfreut an Dr. Otto Sievers u. Frau Dr. Luise Sievers geb. Porth danach verteilen JWtages wie | nationale 111, Zei 51, Kommunisten 4 Vereinigung cinfch bunb uni Seutffc DMhackck 19, Ql Wä U. Wo' . Im KüchLiage nii .Die lvmmnis Ifl in der ersten ( vertreten. Fims i! ^ntersuchungöhas Dien sestgehalte eine mehrtägige eines falschen $ ckücher ist injti auch noch nicht 3izinieren verwarf, bis auf bestimmte Äräutcrgctränle, die er selbst braute. Dafür bevorzugte er eine physikalisch-diätetische Therapie, die er je nach Art der Krankheit gelegentlich auch mit anderen Heilmethoden verband. Verschiedentlich war er wegen Kurpfuscherei angeklagt und jedesmal freigespw- chen worden. Die Erfolge, die er nut feinen Dc- wegungs- und Schwitzkuren, mit Licht- und Sonnenbädern, mit feinen LehmpackunZen, feinen Suggestionsversuchen und hauptsäch ich feiner Massage erzielte, waren nicht fortzuleugnen, hatten ihn auch in einigen Jahren zum reichen Manne ac- macht. Unb Ach ssfiS Äs1-*' nW'i' beiden neu 'M und des <1 "" cke Schicksal ***Hn"bi »ü einem gr0 tri"»« dahne v 1 Lr Ä in. 'rbetene L?3QU A 3) die Beamte ud) innerhalb d tolle ausgeübt, dir die Damme Schupo zu sch Rationen Ja g-u lonmumstW fimnte mühelos Sie Sinlahlarten d«i tim 3 Ähr sind t plvmatenlog Prefsetribün sonders von Luder Provinz. Lä bis kurz vor De, ab. Trotzdem is stark belebt, lamentarischen Ä Las erste 2 endgültige Zeststellllng -er S Herz & Co. Bankgeschäft Neuen Baue 23 Gießen Tel. 1303 u. 1304 «,rlin. 5. bs9* Meuterei auf & Lnzeichen^zu rechnen kam. o« Reichsgebäude f4 Ordnung nicht S- 3n den ersten