fit. 29 Erstes Blatt 175. Jahrgang Mittwoch, 4. Februar 1925 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertag». Beilagen: GiebenerFamUienblälter Heimat im Bild. Monatr-Vejrgrpreir. 2 Boldmark u. 20 Gold- pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. F e r n f p r e «^Anschlüsse: Schriftlertung 112, Der« lagundGefchästsstellebl. Anschrift für Drohtnach« richten. LnzelaerOiehen. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686. SietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhesfen vntck und Verlag: vrüßl'fche Univerfilätr-Vuch- und 51eindruckerei R. Lange in Sietzen. Zchnftleitung und Gefchäftrftelle: ZchulMatze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bi- zum Nachmittag vorher ohne jedeDerdindlichbeit Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm ‘Brette örtlich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Ne- Klame-Anzeigen v 70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20° Auf« schlag. - Derantwortlich für Politik u. Feuilleton- 0r.Friedr.Wilh Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil Hans Beck, sämtlich in ©iejjen. Die Ruhr-Denkschrist. Sozialdemokratie und mit ihr die verbündete Demokratie können sich nicht genug ereifern, um die Frage der Rückerstattung der ORi- cum-Lasten an die Ruhrindustrte zu einer S t a a t s a s f ä r e" aufzubauschen, um, tote hÄ: 0 wniffiS '^.der ndSj? -nt foq? T . ’■ *fi Jä '9= °nn« Ä "jrtMtaK fAL“ l° mit y »« »2 UT mtUn lmve **.■« geschvStzt ju tanm ich dvch »n'mnandeschk^ uh not fon. Netzt tzch noch E edNchdell aussiehd! n!l sor ebbe» mit frfnifo» •e fainb mcr jD der Ofwrn twrb ctzend 'er aeschrivwc fort i. Der tocii, pch M) schbüd«. Itotoer ■to«. babdoor lorqb es grichd Dich ch der zohellgasj en. : für Mutboch, |c[i|ation8->rtig. - - Lichlldicl^us. ngen". ttfreateibmau e erste Mederholung ubent" am morgigen terä binflttoicl'n, da ,lag-Lbonnemenl bi* bestehen, noch gute Srstallfführung deS hall.' btlannlhd) ein vS öer /fot/c/r Sur- : Göstm i'ubdnöcr oitommcn des Itatur toirb Prof. Mgigen Donnerstag, al des Physikalischen Aatur- u. Heilkunde) ilten. Sn steigende r Deuzeit in Tertpcn- nur an die Zeppeline, iterial dar, da! au8 ndig hergestÄl Lev tz cir.cn vollständigen ung Der 2Uuminium= timg für Deutschland : Mntag-Äusgabe l ssage. nig Arnderung der and und dem IBdti* .ostwärts, deren süd^ et berühren und me mq verursachen, Sm K westlicher Luft ’Cn Das 3abr 1925 t L K? ble'b-". &stt SS" iföfeffS Zeichnung Sum -^L der **’ Qlmt?’ ung J®1“.:* -Diiwng ;ä;=$S ss>** :„a aW’Äid«" K M^guf &Ä* -sÄüfi -- la Roggenbrot von der Kinzcubacker Mühle, TtenS- Lrbe«SmiltclIilniMki>cbRintt!tt.ll t begrübt? oben Wert, inn Li G ■ MAGGI* Würze ■ — ___, I Die Maggi-OeseJIschtlt hat ihre Erzeugnisse der Kontrolle des Direktors des Hyglonlsc «en Instituts der UnlverslUt Berlin, Geheimrat Professor Dr Martin Hahn, unterteilt. J MAGGIs gute sparsam ; Küche Cafe Ästona • K:e8en Husten Sie? Der Gorttand. 116OV 15. März. V 40c liefert Kaisers j Brust- Me»- md üflhel- dlMoy, llomiWi Kuiwer’e Uruat-Cara- -uellen! 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FS., vormittags 9Uhr ansangend, kommen im Distrikt Blaustück nachbenannte Hol;- Der Voranschlag der Gemeinde 5!eih° gestern für Rj. 1925 liegt vom 6. d. M. an eine Woche lang zur Einsicht bei der unterzeichneten Stelle offen. Zur ®e» meindeumlage haben die Ausmärker beizutragen. Leihgestern, den 3. Februar 1925. _______Bürgermeisterei.______H80v so versäumen Sie keine Minute u. k kaufenSiedievon Ä Iillion.tägl.R br. Buntes Allerlei. Berühmte Tonnenfinsternissc. Die SonnensinstetniS. die bei unS nur reif- weile sichtbar war. wurde in den volkreichen 'De- genden in Kanada und im Vordosten d?r Vereinigten Staaten, wo sie als total erschien, mit dem aröstlcn 3ntcrcfk betrachtet und die Fachge'.ehrten hoffen, wieder wichtige Beobachtungen bei cnelm Freitag, den 6. Februar 1925 Karaalistische Sitzung [Kappenabend] unter Mitwirkung des bekannten Hofschauspielera Verstärktes Orchester Jazzband (Curt Probst) Eintritt frei! ii77c in großen Originalflaschen zu RM 5. besonders vorteilhaft. Man füllt daraus das kleine Maggi-Fläschchen selbst nach und hat außer Geldersparnis noch die Garantie der Echtheit. ---------Achtung auf unversehrten Plombenverschluß. —■ sortimente zur Versteigerung: ISt.m. l,15Fstm. • Leistung vollbrachte Bri' ch auf einem Bahn- I beborf-ÄleinfLug^cug, das nur über einen Fahr- I radmotor von 14L PS verfügt. Das ist uber-- I hauvt das Wertvolle an dieser Konkurrenz gewesen. dah die verschiedenartigsten Flug»euatnr^n I mit einer ÄntriebSkraft von 14.5 PS bts 200 PS Deutscher Bund siir ckristlich-evangelische Erzikhung in HauS und Schule, Ortsgruppe ipießcn. Familien-Abend Vortrag v. Herrn Med.-Rnl Dr. 25 a In er iib. „Tob, Auferstehung, SviritiamuS-. Carl Hais jr. granffurter StraRf 59. ^Bekänntmach ung. Stadttheater Drehen. Die im Januar 1925 ausgegebenen Gutscheine müssen bis zum 16. März 1925 ein- ael st werden, mit genanntem Tage verlieren sie ihre ©ülnglmL 1187B Viehen, den 2. Februar 1925. Theaterbauoerrin Oberbürgermeister. G.m.b.6.. (Bremen. 3 ' eifabt haben und in edler Hingabe an Dc* Stück und in vertiefter Ausfassung der Idee, die ihm zugrunde liegt, ihr Bestes hergegeben haben, das sie. die DUettanten. her geben könnten. DaS Spiel schlieht sich an an das bekannte Drimmfche Märchen und wickelt sich in einem Vorspiel und drei V.ldern ab. Diel trug auch die einheitliche Stilbühne, schwarzer Vorhang und gelber Schlust. und die altdeutsch durchgeführte Kostümierung Aufhebung der Meldepflicht ] sstr Ausländer Die KriegSvorschrift. nach der ein in Deutschland weilender Ausländer ich persönlich bei der zuständigen Polizeibehord-melden muhte, ist nunmehr endgültig ^ufgehvoei, worden. Der preuhische Mintfter hal dic Ve sügung erlassen, hinsichtlich der Meldepflicht die Ausländer den Inländern gleichzustellen ^Y. e« genügt fortan die Ausstellung des üblichen Meldeformulars bei der Ankunft des Im Interesse einer SrletchtermiS und Eesim^ng des Fremdenverkehrs in D^tfchland ^^"^tese Verordnung einen erfreulichen SchmU zur Vene- runa Die Aeichsregierung ihrerseits hat er klart, dah fie in dem BestrebendmD-rlebrmit einzelnen fremden Staatennach d«n Grunofah bö Gegenseitigkeit herbei fuhren w^Ineiner amtlichen Kundgebung betont sie, dah sie mchl. ab geneigt fei. die Aufhebung oder Ernfchränkung des Sichtvermerks zugunsten der Angehörigen solcher Staaten in Erwägung zu zteh«t. die ihrerseits zu entsprechenden Iugeständmssen an deutsche Aeichsangchörige bereit nrti). •• Oes f entlichc Bucherhalle Im Januar wurden l<>2d Bank« ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende ßitcra ur 1197 Zeitschriften 150, Iugendschrts^en 128. Literatur- aefchichte 14 Gedichte und Dramen 25. Land-rund Völkerkunde 76. Kulturgeschichte 31 Geschichte und Biographie 91. Kunstgeschichte 15. Aatur» Wissenschaft und Technologie 83. Heer- unb öec- toefen 10 Haus- und Landwirtschaft 2. Religion und Philosophie 53. StaatSwissenscha't21. Spvach- Wissenschaft 6. Fremdsvrachliches 10 Bände Vach auswärts kamen 18 Bände. “ Der Gemeindeabend der Mat° thäusgemeinde am Sonntag wickelte sich in ganz anderem Rahmen und ganz anderem Stil ab. alS man daS sonst bei solchen Deranstal» tungen gewohnt ist Hier trug nichts den ‘Sbaral- ter der ^Gemütlichkeithier fast man nicht an Tischen beim Kaffee, hier ward nicht allerlei Tutti-fruttl geboten, sondern ebenso streng ein- heUlich wie der ganze Rahmen war auch das Programm dutchgeführt: Der Abend trug den (Sbar alter eines Kvnzertabends. man säst in langen Stuhlreihen und es ward nur Bestes. Feinstes geboten. Lehrer Dehrhetm. der Vorsitzende der Männer- und Frauenvereniigung. stellte in feiner Degrüst'tng den Gedanken der Gemeinschaft innerhalb der Gemeinde heraus. Solostücke von Podart, D-rivt und Lange «Wcfer- lied und Blumenlied), meisterhaft dargeboten von dem Oboisten Schubert, wech^lten mit sehr feinen Liedern von Brahms. Löwe. Beethoven und Reickardl. gesungen von Frl. Stammler, tadellos begleitet von dem jungen Organisten dichter. Gedichten („3n einem Kirchlein war sch beut“ und Fontanes „®orm Grymme“) und allerliebsten Reigentänzen (Wie schön blüht uns der Maien. Feinsliebchen du sollst mir nicht barfuß gehen, und Mädel flink auf zum Kranz) der Iungmädchenvereinigung. in dem einheitlichen Insel-Stilkleid ausgeführt und von frischen Iugendiiedern (3m Frühtau zu Berge. Rot- Wolken am Himmel) umrahmt. In Ieiner 2ln° fprache betonte Pfarrer Mahr d-n posten Wert, den unsere evangelisch- Kirche alS Mitarbeiterin an unserer gesamten heutigen Kultur hat, sie mutz bic Kirche der Wahrheit und des G-wtssens sein, sie must getragen fein von Gemeinden di- stark in ihrem Glauben in engster Gemeinschaft zusammenstehen. Den Höhepunkt drs Abends bildete, würdig vorbereitet durch Musik, Lied und Gedicht das tiefergreifende Bühnenstück: G e- vatter Tod. ein Spiel der Li-be. von Rudolf Mirbt. dem Herausgeber der „Münchener Laien- spiele", gegeben von CBuben und Mädchen der Iugendvcreinigungen. Letzter Maststab für solches Laienspiel ist die Hingabe der Spielergntppe an das Ganze, das ihnen Ausdruck ihrer Sehnsucht nach Gemeinschaft ist. Richt um .Th-ater zu spielen“ sondern um sich selbst und ißrepr ganzen Wesen treu zu bleiben und Ausdruck zu t^rknen und aus Derantwortungsbewusttsem für das Große heraus. daS von der Bühne audgeben muß hat die Gruppe auf die Bretter zu tretem Es darf mit vollem Recht behauptet werden, daß die jugendlichen Spieler diese Aufgabe recht ming, Kraep!- n. Kenchbustti, daher hochwillkommen jedem. 7ßnn Zeugn. v. A> rzu u. Privat. > or (UuU Erkält ungr.sind Sie geschützt, wenn Sie ine Kaiser-Caramelie im uude hab Paket 30PL, Djss 80PL Acht.Sie auf d.Schutzm.3Tanncn. Zu bab-n bei: Üalv.-Apoth. Zum g Id. Eonsl: PeUkaa-Äroth. H. Dornbe-ger; Vlktorie-Drog. E. Gath; Ereaen-Drog. aebr. Klebet: Cen'.ral-Dre . B. trn; Droaerie Wal^BCkaldt, Ssll?riTeg; L. K6aig, EeBchelheta: S. Sonttelu, XlrtorP, K Welck'r. Apoll., Lell»r; B P. EeA er, Lo'lar, a * >Ue-,ew- scMagiiea Gescällten. <43D fpd. Frankfurt a. M., 3. gebt. Der Magistrat hat den bisherigen Leiter des Wohnungsamtes, Stadtrat ZielowSki, von seinem Amt entbunden und den Magistratsrat Dr. Michel mit der Weiterführung der Geschäfte betraut. Die vom Publikum außerordentlich bekämpfte Ablösungsstelle wird mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Inzwischen hat nun auch der Oberstaatsanwalt Dr. Bluhme die Leitung der älntersuchung gegen die verhafteten Beamten und Privatpersonen persönlich in die Hand genommen. Die Flut der Anzeigen auf Dem Polizeipräsidium hält unvermindert an. Runmehr kommen auch bereits von auswärts zahlreiche schwere Anklagen gegen das Wohnungsamt. Reue Momente kommen heute nicht vor. Der Häusermakler Martin L e v i - gard, der am Freitag wieder entlassen wurde, kam da sich die Anklagen gegen ihn inzwischen schwer gehäuft haben, abermals m Untersuchungshaft. Unmittelbar nach der Verhaftung ihres Mannes hob die Frau Ho sch die bei verschiedenen Banken hinterlegten erheblichen Gelder und Wertpapiere ab und brachte sie in Sicherheit. Zehn Minuten später erschien die Kriminalpolizei und wollte das Geld beschlagnahmen. Auch die Frau des Köne mu n d hob den größten Tell ihrer Bargelder und Wertpapiere von den Danken ab. zum Gelingen des Ganzen bei. DaS Stück hinterliest trotz oder meLfcitt auch gerade wegen seiner I Schaurigkeit den allerti-ssten Eindruck und den I wiederholten Wunsch nach Wi-d:raab- von ähnlichen Schätzen unseres Dühnensp.els. Die Turn- I Halle an Oswaldsgarten war bis auf den letzten I Platz gefüllt und legte so Zeugnis ab von der I Beliebte t solcher G-meind-abe '.de H I " Das Winterfest deS Rad-Elub ^Germania" am Samstag in der Turnhalle I legte, fo berichtet man uns. Zeugnis von echt I sportlichem Geist ab. Der Verein bot den zahl- I reich erschienenen Gästen einen Sechser-Jugend» I teigen. Achter-Schulteigen. Kunstsaht»Quartett. I Kostümreigen. Zweier-Kunstfahren und verschie- I bene Radballspiele, die alle von OBitglichetn deS I Vereins sehr erakt gefahren wurden. Eine kernige I Ansprache fotoic die Lleberteichung eines schönen Tifchbanners vom Vorsitzenden des Ruderklubs Hassia, die Lleberreichung der Auszeichnungen für die Jugend und ein echter Radfahrerbail halfen die Stimmung auf den Höhepunkt bringen, so daß jeder Teilnehmer gern an die schönen I radsportlichen Stunden zurückdenken wird. ! •• 3 m Lichtspielhaus. Bahnhofstraße. gelangt gegenwärtig der 1. Teil deS ..Ribelungen"-Films zur Vorführung. Diese schönste der deutschen Helden-Sagen als Film zu bearbeiten, war zweifellos ein verdienstvolles Werk, und ohne an dem Film, der ja schon, früher in Gießen borgefüßrt wurde. Kritik zu üben, sei doch bemerkt, daß er bei allen, die ihn gesehen haben, als Gesamtwirkung einen unvergeßlichen Eindruck hinterlassen wird. Die Vorführung im Lichtspielhaus wird von trefflichen musikalische Darbietungen, die aus d-n klassischen Kompositionen zu den einzelnen Gesängen passend ausgewählt sind, umrahmt. Es ist besonders zu erwähnen, daß sich die ßciftungen der Kapelle beachtenswert über das bei derartigen Gelegenheiten übliche Riveau erheben. Das trug wesentlich dazu bei, den Eindruck deS Film- Werkes zu vertiefen. Turnen, Sport und Spiel. Der glänzend gclunqenc Zugspltzflng. 5.Ahorn „ 6. ., 12 . „ 1.03 „ 6. Fichten-Rutzreifig 136 Rm. Die Zusammenkunft ist im Distritt Blaustück am Eingang des Waldes in der Rähe der Bahnlinie Dillingen—jungen. Dillingen, den 3 Februar 1925. BürgermeistereiDillingen' Rühl. 11740 ihre Kraft und ihr Können aneinander meUen I tonnten. Rur zwei kleine Unfälle waren zu ver» I zeichnen: Crone iß ausDietrich'G.>biet.Dvppel- decker mutzte auf den Zugtoitzfernern notlanbcn. und Billig aus Lldet-Tiefdecker U 10 hatte bei der Landung Provellerbruch. Personen kamen nicht zu Schaden. Eronh-iß befindet | sich auf der Änorrbüttc und ist tooblbcbalten. I Er war in eine starke Fallböe geraten, di- sein Flug»eug umbrebte. Eine Ervedition von sechs Mann ist entsandt, um den Apparat zu zerlegen und die wichtigsten Telle in das Tal zu. be- I fördern. Ein Abflug kann wegen Schneesalls I nicht stattfinden. , . . o . Für die Bewertung des Zugsvitznuges wurde I eine ganz neue Formel angewandt, oxldtc alÄ I dos beste Flugzeug dasjenige anerkennt, welches im Verhältnis zu feinem Gesamtgewicht möglichst viel Mitlast bei kleinstem Drermstofsver- brauch aufweist. Unter Vorbehalt wurde fola?n- des vorläufiges Ergebnis festg-stelll 1. Bot sch. weit überlegen. 2. übet. 3 Doldi. 4. Marler. I 5. Bäumer. 6. Billig. 7. Raab. 8. Hochmuth, 9. Kahenstein. 10 van der Marwitz. 11. I Votsch hat auch die höchste Höhe mit 3 00 Meter erreicht: seine Flugzeit betrug 2 Stunden I 21 Minuten. Nadklub Germania. Einen schönen Erfolg tonnte der Rad- ! Klub Germania am Sonntag in Wetzlar anläßlich der Austragung der Gaumeister, schäften im Gau 73 d-s Bunds- deutbar Radfahrer erringen, indem feine Mannschaft I D. Don-Eisf und St Pf undt die Gau- Meisterschaft im 2er.Radball, sowie die Mannschaft W. Von-Eiss. K. Pfundt und O. Rüdiger die Gaumcisterschast im 3er-Radball gegen stärkste Konkurrenz überlegen gewannen. Auch im 2er-Kunstsahren tonnte die noch junge Mannschaft Von°Eiff und P f u n d t den 2. Preis ganz knapp hinter dem mehrfach-n | ©aumciftcr Göbel von Wetzlar erringen. 35 000 Turn= und Lportabzcichen. In einer Sitzung des Deutschen ReichSaus- I schufses für Leibesübungen wurde kürzlich mit- gel a I Zu verpachten Kerlchen in der ffatferaUeel .?<” 7’V " entlaufen. Abzugeb. Ob st bäumen, gegen Belohnung u. fiutteraeld bei 01650 I unter 01043 an den E. H. Müller Giess. Anz. erbeten. Schillerstrasse 36. 1 milltlllllllllllllllllllllllllllU für feuerfeste Arbeiten. Meldungen erbeten unter G. E. 564 an Ala- Haasenstein & Vogler, Essen J Bndienrollen für größeres Fabrikkontor gesucht. ÄS lÄSi'ÄSÄ zu kaufet ae?uci,t^! an den Giessener Anzeiger. Angebote an irwD Schrift!. 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Jeder Schuh, welche: mit Büdo geputzt wird, behält jahrelang sein elegantes Aussehen. Büdo erzeugt im Nu schönsten, dauerhaften und wasserdichten Hochglanz. Kaufen auch Sie nur Büdo und merken Sic sich: Büdo Terpentinöl-Creme Immer für die Schuhe nehme- BOdowerk, ehe®. Feörüc, Sah wamsen a. Chauffeur । ledig, gel. Schlosser, I der mit allen Reva-1 raturen vertraut ist, I sucht Stellung | für Lastwagen. Schrift!. Angebote I unter 01036 au den I Giess. Anz. erbeten. I Saubere Frau I sucht Lanfstelle für1 ganz oder zwei- bis I dtetmal L d. Woche. I Zu erfragen in der I Geschäftsstelle des I Giess. Anz. s010:321 Prima Sauerkraut M seibst eingestampftcs, Pfd. 15 Pf. ™ Margarine Marke Merkur Pfund 75 Pf ggfi Marte: Blanband, Rabma und SW Landbu Pfund 1 Mark. Schlinckö Palmin Pfund 85 Pf. W imi Ordentliches, nicht zu junqes Mädchen bei gutem Lohn Wer erteilt KachhilleslDnileo für Schülerin der Klasse VI a der hö- herenMädchenschule Giessen? Unterridj- tunginallenfiächern erwünscht. Schrift!. 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Eie VMähigten un Mischen Geöa? Einverständnisse 0. Mittwoch, 4. Februar 1925 Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gverhessen) Nr. 29 Zweites Blatt •rrilö* bcm Sei* da« steht fest, von der Qinfen nicht gewonnen. DaS .rote Lachsen" ist heute nicht mehr die Hochburg deS Marxismus, die eS einst war. Aus der Provinz. Landkreis Gießen. «ison "hr Preuweit Mdt. Nmil. Dor und nach dm Theater warme und W Speisen K* Zürstenberg'Dr« Stadttheater Donnerst. b.^l, 1?. WAE -°ÄAL r,B#retl6 Abbild des Lebens höchstes Ziel: jedenfalls geht der Weg zu ihm, zu jeder Gröhe, notwendig durch den amor fati, durch Opfermut. Und, weiter gesehen, fuhrt das Opfer, das Indivtduurn und Episode bringen, zum sieghaften Wachsen von Mehrzahl und Zeit. Jede Aufhebung ted Leidens wäre eine Aushebung des Lebens: iede Aufhebung der Tragik wäre eine Aufhebung der Geschichte. . Mit Einstellung auf die Gegenwart erscheint als Resultante des Krieges die absolute Umkehrung alles dessen, was er im Anfang fern sollte. Das Humanitätsideal ist nicht nur nicht erreicht, es ist ausgeloscht; die Idealisten in beiden Weltanschauungslagern sind in erster Instanz vom Gemeinen überwunden. Doch blewt bei dem wenn auch unterbewuhten Willen aller Beteiligten, der durch immer wiederkehrende Fehlhandlungen zum Ende drängte, die Erkenntnis der Rotwendigkeit einer Reuordnung der Verhältnisse bestehen. Und es kommt die Erkenntnis: Auf der Ebene einer Mcnschheitsökonomie geht die Gleichung des Lebens niemals auf, denn jede Lebensmelodie schlieht den Tod (das Werden und Ver- gehen eines Tones, einer Episode) mit ein. Sie geschichtliche Tragik bedeutet die Spannung, aus der die Seite er ft klingen kann, aus der der Mensch erst sich selbst als notwendigen Wen fühlt, der ihn zur Selbstverantwortung führt. Richt Melodie ist unser Handeln: der geschichtliche Ablauf wird zur Verwirklichung einer jenseits des Ich. oberhalb alles geistigen Werdens und Vergehens liegenden Idee. Ein Teil eines Reiches des Geistes, das sich in Raum und Zeit verwirklicht durch »die Geschichte". e-s. Winter am Bodensee. Lange, unauslöschlich, wie erste, seien es auch noch so vage oder noch so illusorische Vorstellungen. verband sich mir mit dem Begriff Bodensee die Vorstellung der kalten Jahreszeit, erweckt durch Gustav Schwabs allbekanntes Ge° .--M- AH SiPBü§ySÄ*,a s*bj**' Dordlaternen auf. in Friedrichshafen war es Abend und die Zeppelinhalle stand wie ein riesiger nebcltriefender Saurier zwischen em paar Lichtsprihen, Meersburg wirkte mit seinen mauerumkleideten Felsterrassen, seinen Turm- und Torlaternen wie eine romantische winterliche Festung und die Ankunft in Konstanz war vom Widerschein der zahlreichen Hafenlichter. Strandlaternen. Hotelsronten und Signallampen der Kai- und Güterbahnanlagen auf den gebrochenen Fa- cettensp regeln von Eiskrusten und Wasserdurchbrüchen doppelt illuminiert. — Ich habe manchen Sommer an dem Ufer des schwäbischen Meeres verbracht, die glühendste Südflora des Meinau-Paradieses geschaut, die Romantik von hundert bunten Rudernächten erlebt und in den katholisch-verschwiegenen Gärten der Münster-. Hexen- und Liebesstadt Konstanz zahllose Abenteuer genossen. Wer der Winterse? blieb stets ein anderer desselben Ramens. Alles war unendlich weit. Berührt man nur die Peripherie der Stadt und wendet den Blick auf die Fernen dieser Landschaft, die zwischen den Kegelbergen des Hegau und den Alpen leuchten, der Sentiswand. das Irisieren von Perlmutter mit der Weichheit des Hermelin vereint, kann sie das Auge rühren bis zur Sankbarkeit einer Träne. Lind fegt es vom Lindauer Winkel her. wirft Blitze ins Eis, Finsternis auf den Grund, kreischt, birst, tost — und die Rächt sitzt schon im Hinterhalt und der Mond treibt als Wrack und die Seemädchen schreien und pfeifen aus der Tiefe, dann wird die Seele dir sauber gefegt von allem, was je die Stadt dir angetan. lind ist das Eis tragbar, dann bist du vielleicht selbst eins der Irrlichter, der schleifenden, kurvenden, reigenden Schlittschuhläufer mit ihren Laternen über dem nächtlichen See. Freilich, im heurigen Jahr hat der Winter sich selbst, scheint's, verschlafen. Ser Reiter, der über den Bodensee reitet, der Winterreiter hat die Zeit verpaßt. And die Munstertürme recken vergeblich ihre Rasen nach Schneeluft in den Wind. Sie seriösen schwarzen Stadlgartenfchwäne selbst wundern sich. ch gleicht der Wald dort einem See. । Somit soll aber nicht getagt sein, daß dort auch — auf» gefüllt werden mühte'1 Denn nun die vielen Arbeiter und andere, die den Weg in der Sunkelheit machen müssen, nicht Im Walde bis über die Knie im Wasser waten wollen, so müssen sie wohl oder übel auf der Strafte, die doch eigentlich für den Verkehr beftimmmt ist. durch Schlamm waten. Es träiv angebracht und lehr erwünscht, tr-enn hier recht bald Abhilfe geschaffen würde Ser Sank aller, die diese Strafte benutzen müssen, würde gewiß sein. Bg. Groß en-Buseck. 3 Febr. Zum Abschluß seines Vereinsjahres veranstaltete der Turnverein Gut Heil" einen in allen Seifen wohlgelungenen Unterhaltungsabend. Sie unter Leitung des Herrn A. R i c o l a l zu Gehör gebrachten musikalischen Sarbictungen waren sehr gut. In gehaltvoller Ansprache begrüßte der Vorsitzende Größer die zahlreich Erschienenen und wies aus die hohe Bedeutung des Turnens als der gesündesten und zweckmäßigsten Leibesübung hin. Die teils prächtigen turneriteben Leistungen bezeugten die Wahrheit seiner Worte. De': die öffentlichen Darbietungen des Vereins regelmäßig Besuchende konnte erfreuliche Fortschritte der Turner seststellen und wiederum beobachten. welch vorzügliche Wirkungen regelmäßiges Turnen auf die Kräftigung deS Körper« und auf die Gewandtheit und Sicherheit der Bewegungen auöübt. Besonder« lodend seien hier die Gewandtheits-Freiübungen erwähnt. Das von tiefem Ernst getragene, gehaltvolle Theaterstück Zwei Brüder" stellt au« verschiedenen Gründen erhebliche Anforderungen an die Mitwirkenden. Doch muß gesagt werden, daß die — sämtlich noch jugendlichen — Darsteller sich ausgezeichnet eingespielt hatten. Das Lustspiel ..Drei Freier aus einmal" erweckte stürmische Heiterkeit und wurde ebenfalls flott gegeben. Sie unter Leitung des Turnwarls Stephan stehenden lebenden Bilder und der Reigen der Turnerinnen gefielen sehr. Haltung und Auftreten der Turner zeugten von gutem Geist Es wäre im Interesse der Heranwachsenden Jugend, wenn mehr Eltern, als dies bisher der Fall war, ihre Söhne veranlassen wollten, sich der turnerischen Ausbildung m diesem rührigen Verein zu unterziehen. Kreis Friedberg. wollte es der Zufall, daß es Winter war, als ich das erste Mal persönlich den Bodensee, den Dodan-See. erblickte. An einem kalten stürmischen Rachmittag im Anfang Dezember. Ser Zug von München hatte, die Allgäuer Sportberge — Oberstauffen. Immenstadt — passierend, Lindau erreicht, als der Schneesturm gerade mit Macht und Ausdauer aus diesem Wetterwinkel, wo drei Länder und vier Winde zusammenstoßen, sich wie ein Rudel Wölfe auf die Seefläche warf. Hier und da trieben losgerissene Eisstücke, die sich in den stillstehenden kleinen Uferbucheungen gebildet haben mochten, auf den wohl teils infolge der heftigen Unter- strömung des Rheins länger eisfrei bleibenden Hauptsee hinaus. Run ist Lindau im Winter überhaupt nichts als eine einzige große Wartehalle. Man wartet entweder mit Skiern auf den Zug nach dem Allgäu oder Bregenz—Innsbruck, oder man wartet mit Gepäck auf die Seedampfer, die einen nach Württemberg, Baden oder der Schweiz bringen; hat man Zeit, und man hat ja meist sehr lange zu warten, so sieht man zu, wie vom Ende der einen Molenkurve der Bayrische Löwe nach dem Leuchtturm, vom Ende der anderen der Leuchtturm nach dem Bayrischen Löwen blinzelt, über den man bereittoil- ligst erfährt, er sei von Halbig modelliert. Aber es ist — Halbig hin. Halbig her — ein echt bayrisch-bierdurstiger Löwe, wie man ihn vom Hofbräu in München oder von der Auer Dult her kennt. Er sitzt scheußlich im Zugwind, man weih nicht recht warum. Sann lieft man — das ist wirklich mit einem Seitenblick auf das Inselörtchen amüsant — ein Plakat mit der Aufschrift „Lindau, das deutsche Venedig". Darunter stehen dann die befichtigungswerteste Sehenswürdigkeiten. Aber schließlich war doch die Sperrkette gefallen (der Dampfer hatte zwar schon eine halbe Stunde bereit gelegen, aber die Sperrkette ...), man sah unter Deck und sah nun ab und zu durch eins der runden Schiffsaugen auf das Wasser, dessen kaltes Smaragdgrün immer schwärzlicher tnitrh» SSinler Ronnenborn akommen schon die ,L Wieseck. 4. Febr. Die unter Rindviehbestand de- Landwirts Wilh. bei III. auSgebrochene Maul- und Klauenseuche hat sich glücklicherweise nicht weiter aus- gebrcilct. Dieser Tage wurde nun der getarnte Klauenviehbestand des betreffenden Landwirts abgeschlachtet, fo daß jede Gefahr beseitigt und nunmehr Erleichterungen der angeordneten notwendigen Sperrmaßnahmen vorgenommen werden konnten. Rach einer Bekannt- machung des Kreisamts Gießen ist das Sperrgebiet (Ort und Gemarkung Wielecki äufne b o b c n und nur noch auf den seuchenverdächtigen Stall beschränkt. Das seitherige Sperrgebiet ist Beobachtungsgebiet. Dadurch ist es möglich, daß die Landwirte ba«_ seither günstige Winterwetter weiter ausnuyen können. Auch beginnt jetzt das Holzfahren, für viele Landwirt« in der verdienst armen Zeit eine gern toahrge- nrmmene Gelegenheit, den nun einmal vorhandenen Geldmangel etwas abzuhelfen. Eine länger anhaltende Sperre wäre al« sehr lästig empfunden worden. — Im Laufe des Januar waren seitens der Gemeinde 35 männliche und 4 weibliche Erwerbslose zu unterstützen. Dies bedeutet gegenüber dem Vormonat eine Steigerung um 15 Prozent. Zuschlagsernpsänger waren vorhanden: 22 Ehefrauen und 36 Kinder. wollenden Wesens Jedes geschichtliche Unternehmen endet schlecht. Dock wäre ohne die Morschheit (Feigheit, innere Erstarrung) stürzender Größen neues Wachsen nicht möglich, und der Gesämtverlauf des Geschehens erscheint gleichwohl sinnvoll trotz schlechter Ausgänge der Episoden. Der Charakter des Lebensprozesses offenbart sich so in der Geschichte als unaufhaltsamer Fluß einer fortlaufend sich erfüllenden Melodie. Aus der Freiheit des geschichtlich Handelnden erwächst Veranttrortlich- keit und aus der Rotwendigkeit der Aktion die Schuld. Zwischen den Gegenpolen von Einzelwert und Gesamtverlauf spannt sich in Dem Zwischenreich zur Freiheit, dem Reich zwischen Werden und Vergehen, die Tragödie des Lebens. Vielgestaltig ist diese Tragödie: Das Schicksal scheint unentrinnbar, der Konflikt schlechterdings unlösbar, weil Wei't gegen Wert mit gleichen Waffen kärnpst. weil Schuld gleichzeitig Unschuld ist ohne Möglichkeit moralischer Entscheidung. wenn der Widerstreit zwischen Rotwendigkeit und Richtigket ohne Ausgleichsmöglichkeit empfunden wird, wenn Einzelw lle schöpferisch aufsteht gegen stärkeren Gesamtwillen. Sie ist kumulierte Schuld, die nur durch die Offenbarung des Opferwillens zur Freiheit gelangen und ihre Uebermacht zeigen kann. Letzte Menschenwürde verbietet Streben nach Erfolg und Triumph. Vielleicht ist sogar der Mut des Don Quichote zur Lächerlichkeit als Graf Keyserling: „Geschichte, die Tragödie des Räumlich-Zeitlichen". (Liter. Gesellschaft und Gießener Theologenschaft.) Jede geschichtliche Fixierung ist die Schaffung einer nicht mehr diskutablen Basis für alle späteren Diskussionen; sie wird geltend vorgenommen von der Partei des Erfolges und des Sieges, die der Unterlegenen das Siegel des mangelnden Wertes aufdruckt. Sie ist Sinngebung sinnlosen Geschehens im allgemeinen: sinnvoll allein durch die Bedeutung des sinn- 4 Dad-Rauheim. 3. Febr. Die hiesige Ortsgruppe des Flottenvcreins, die in den Inflationsjahren ihre Geschäftsführung einstellte, hat sich als D eu t scher Seeverein wieder neu- belebt. Eine dieser Tage einberufene General- Derfammlung, die von alten Freunden zahl- veich besucht war. wählte den neuen Vorstand mit Oberst a. D. Koettfchau an der Spitze und beschloß wieder rege zu werben und zu arbeiten, vor allem durch Lichlbildervorträge die Bedeutung der Flotte für unser Volksleben schildern lassen. Die Ortsgruppe des S e e De re ' ns , der Deutschen Kolonialgesellschaft und des Vereins für das Deutschtum im Au « - lande haben die Absicht, in eine Arbeit-- und Interessengemeinschaft zu treten, . ba die Ziele, die sie erstreben, vielfach gleicher Art sind. — Eine rege Tätigkeit entfaltet der Obst - und Gartenbauverein, für Den hier in Dem Kreise der zahlreichen Kleingärtner, sehr viel Sympathie vorhanden ist. Wte der Jahresbericht in der Hauptversammlung mitteilt, zählt Der Verein 262 Mitglieder. Sehr viel Aufklärung bietet der Verein in seinen regd- mäßigen Monatsversammlungen durch lehrreiche Vorträge. So schloß sich auch an die Hauptver- sammluiig wieder ein Vortrag über Den „Stickstoff und seine Verwendung" an. Der Redner, Lehrer Re xroth, verstand es. durch Versuche und klare Darbietung selbst Dem einfachsten Mann die in Frage kommenden chemischen Vorgänge und ihre Anwendung bei der Düngung verständlich zu machen. __ fif. Friedberg, 2. Febr. Die Wetter» aucr Museumsgesellschaft hielt in der Aula der Augustinerschule eine geschäftliche Sit- Auch hier ist eine beträchtliche Steigerung gegenüber dem Vormonat (17 Ehefrauen und 24 Kin- ber) zu verzeichnen. Die Erscheinung, daß nach dem Weihnachtsfest inv allgemeinen auf Dem Arbeitsmarkt eine gewisse Flauheit eintritt, ist also auch hier zu verzeichnen. Hoffentlich tritt nunmehr eine allmähliche Besserung ein. Vorläufig ist für einen Teil Der Erwerbslosen insoweit besser gesorgt, als ab Montag 27 Mann von der Stadt Gießen als Rotstands- •ar bei ter zur Planierung des Triebs herangezogen wurden. Der Verdienst der De» tresfenden ist wie folgt geregelt: 1. volle Er- weibSloscnunterstützung. 2. 120 Prozent Zuschlag zur männlichen Erwerbslosenunterstühung und 3. eine Mark Wochen Prämie. II. Lollar, 3. Febr. Im vergangenen Sommer wurden an der Straße nach Gießen, unterhalb des Lollarer Sportplatzes. AuS- besserungsarbeiten vorgenommen, um Die Verkehrsfähigkeit dieser sehr stark befahrenen Straße zu heben. Wer damals das Material sah, womit man die unzähligen tiefen Löcher und aus- gefohrenen Wagenspuren ausfüllte, der mußte sich sagen, daß diese „ Ausbesse runas"arbeiten keine Besserung bringen können. Daß eine Mischung von Dasaltkleinschlag und sog. Knirsch. ohne gewalzt zu werden, keinen festen Grund abgibt, zumal es an der bezeichneten Stelle sehr schlecht ab trocknet, muß wohl einleuchten. Dann zum Schluß noch die abgestochene Erde des Grab-n- randes oben Drauf, da mußten sich die schönsten und angenehmsten Aussichten für die feuchtere Jahreszeit eröffnen. Heute begehen und befahren wir nun eine Straße, deren Zustand einfach unbeschreiblich ist. Haben schon Fuhrwerke ihre liebe Rot, durch diesen Schlamm hindurchzukommen, so geht es dem Fußgänger noch um vieles schlechter. Die ganje Straßen- breite einschließlich des Pfades für Fußgänger ist derart aufgewühlt, daß diese Hauptstraße, auf der sich ein sehr starker Verkehr abwickelt, eher einem frisch ge stürzten Acker gleicht, als einer ausgebesserten Straße. Der ganze Fußgängerverkehr. ebenfalls ein beträchtlicher, muß sich unter diesen Umständen auf der anderen Grabenseite direkt am Waldrand vollziehen. Der Gang auf Waldesboden ist gewiß etwas schöner, hier wird aber diese Annehmlichkeit durch den Regengott etwas verleidet, denn streckenweise Partei auszusto 6 en. Von den einzelnen Pha- i fen dieser Bemühungen wird man auch draußen im Reich nur allzu viel vernommen haben. Inzwischen hat nun Die Reich-Parteileitung Der S. P. D. sich mit den Verhältnissen in Sachsen besaht und alle Ausstoßungsbeschlüsse zurückziehen lassen. Sie Reichsleitung der S. P. S. stützt also die sächsischen Regier ung-sozialisten und billigt Deren Zusammenarbeit mit Den bürgerlichen Parteien. Tatsächlich muß man Die Erfolge Der jetzigen Regierungskoalition anerkennen. Sic Finanzen Des Staates sinD wieder in Ordnung gebracht, Die Schulreform des volksparteilichen Kultusministers Sr. Keifer löste Befriedigung im Lande aus. und das Vertrauen des Volkes zur I u st i z wuchs wieder. Handel und Industrie blühten nach der Zeit Des Ruins langsam wieder auf. und S re« Den selbst, das als Fremden stadl wegen seiner nachrevolutionären Unsicherheit an Rus verloren hatte, wurde wieder eine Der meistbesuchten Städte im Reich. Man muh erwähnen, daß die Leipziger Messen ein immer steigendes Interesse in der ganzen Welt finden, daß die Qualiläteleiftungen der sächsischen Industrien langsam ihren alten Ruf zurückerobern und daß Darüber hinaus auch das kulturelle Leben sich auf allen Gebieten her Kunst wieder regt. Wir. die wir die Verhältnisse unter Zeigner erlebt haben, wissen es zu schätzen, was die Rückkehr von Ruhe. Ordnung und Sicherheit bedeutet. Aber die Entwicklung bleibt nicht stehen, und neue Ereignisse tauchen am politischen Ho- rizont unseres Landes auf. Es ist nicht abzusehen, wie sich die Verhältnisse des Reiches bei uns auswirken werden. Sie sozialdemokratische Reichs- Partei befindet sich gegenüber der Regierung Luther in Opposition, und so ist es durchaus möglich, daß die an und für sich schwer umkämpsle Stellung her gemäßigten Sozialisten Sachsens unh beren Koalitionsbereitschaft mit bürgerlichen Parteien erschüttert wird. Sie jetzige Landesregierung wird, weil sie von links scharf bedrängt, von rechts dagegen kaum befehdet wird, von vornherein auf eine Erweiterung nach rechts hingewiesen. Siefe Entwicklung wird noch deutlicher, wenn man die Reichstagswahlen und ihr Ergebnis in Sachsen betrachtet. Mit Recht kann man die Ansicht vertreten, daß auf Grund dieses Wahlergebnisses die bürgerlichen Parteien bei einer Landtagsneuwahl nicht unerheblich gc- stärkt ins Parlament zurückkehren würden. Es ist aber bei Reuwahlen zu bedenken, daß sie auch Der Anstoß zu einer verstärkten Radikalisierung Der Linkssozialisten sein würden, weil diese zur anderen Oppositionspartei, zu den Kommunisten hingedrängt würden. Cs liegt also vorläufig kein Grund vor, die Reuwahl au beschleunigen, Denn diese Reuwahl würde einen schweren Entscheidungskampf zwischen rechts und links bedeuten. Aber es ist möglich, daß Kräfte, Die von hier aus nicht zu kontrollieren sind, konform mit Dem Reiche auf eine Ent- scheidung Drängen, Die doch über kurz ober lang kommen muß. Der noch unentschiedene Kampf innerhalb Der Sozialdemokraten beweist, bah Sachsens inner- politische Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Die Opfer, die unser Land vom Jahr 1918 bis zum Herbst 1923 gebracht hat, sind eine schwere Schule gewesen, die uns gelehrt hat, auf politische Experimente zu verzichten — die aber auch bie Erkenntnis wachsen lieh von dem, was uns not tut Und das ist Die energische Abkehr von Dem RaDikalisrnus der Linken, Der uns so schwere Jahre bereitet hat. Es ist ausgeschlossen, bah Sachsen sich noch einmal in bie Arme dieser mehr oder rninher von Ruhland abhängigen Leute treiben läßt. Auch Die leiseste Tendenz, uns noch einmal eine radikal- marxistische Regierung zuzumuten, hat Die Folge des so f ortigen Kampfes um Die endgültige Entscheidung über bie rein bürgerliche ober rein marxistische Regierung. Und bieser Kampf wird, AU uerleiben 0M Pabnbojist. 34 I Wer leiht 1 tt mit totlditm W-. W? Str. Ang. U. 01038 an d. g. An». Der Herr Mittler noch (in Besitze meines M M ist, wird um Vcbe«4> reichen unter 01(83 an den Siebener Anzeiaer rnbeien. Witwe mit eigenem HauSmöchte besann' werden mit allerem besseren Henn rwe-ks fpaierer Schr öitgeUOIOB an den Gieh. An«. Dresdener Brief. (Von unserem -p-Korresponhenten.) I Rachbruck, auch mit Quellenangabe, verboten Dresden, Januar 1925. Sie politischen Stürme, die in ben letzten sechs Jahren über Das Sachsenland hinwegge- vraust sind, waren schwer unD schicksal-reich, und Da« Lehrgelb, bas Das sächsische Volk an Erschütterungen unD an Opfern hat zahlen muten, war hart. Denn als sich im übrigen Deutschland schon längst Die Wogen der inneren Kampfe zu glätten begonnen hatten, kämpften wir noch schwer um bie Konsolidierung. Aber was wir auch rrnmer erduldet haben, jetzt scheint langsam die Beruhigung einzutreten. Zwar hat das Steb, Das dem sächsischen Volke am Tage der letzten Landtagswahlen am 5. Rovember 1922 gereicht wurde, noch nicht alle Einflüsse unverantwortlicher politischer Führer und den ganzen Unrat, dec sich wahrend der Revolution aufgehäust hatte, zurückgehalten, und wir muhten noch manche unheilvolle Saat' Wurzel schlagen sehen, aber jener Äovembertag des Jahres 1922 war doch der erste Schritt zur Besserung der Verhältnisse. Damals hatten Sozialisten und Kommunisten im Landtage nur noch ein Mandat mehr als die bürgerlichen Parteien. Es ist bekannt, dah trotz- Dem noch eine rein sozialistisch-kommunistische Regierung für 11 Monate das Staatsschiff lenken konnte. Die Aera Zeigner setzte ein. Innenminister Lipinski trieb Die unheilvollste Beamten- unD Polizeipolitik. Kultusminister Fleihner forste für Den Ruin her einst so rühmlich bekannten sächsischen Schule, für Die Abschaffung des Religionsunterrichts, für Reinigung Der Liederbücher von christlichen Gesängen und sogar alten Marsch- und Soldatenliedern, die längst volkstümlich geworden waren. Ser kommunistische Finanzminister Böttcher aber verwirtschaftete bie burch bie Inflation ohnehin schwer erschütterten Finanzen bes Landes. Mit Unterstützung Der Regierung wüteten toirt- fchaftsstörende Streiks, Bergwerke und ganze Industriegebiete lagen still, und die Arbeitslosigkeit führte in Den StäDten und auf hem Lande zu Ausschreitungen, die sich wenig von den Ereignissen Des Jahres 1918 und 1919 unter» schieden. Sachsen war damals dank der Arbeit Böttcher- unD Renners nicht weit von Der Bol- schewisierung entfernt — bis in letzter Stunde dann Da 6 Reich mit dem einzigen Mittel, Der bewaffneten Macht, eingriff, um Ruhe und Ordnung wieder herzustellen. Dann kam unter Der Führung des Sozialdemokraten He ID t Die große Koalition zustanDe, Die heute noch besteht. Gegenüber Dem Wirrwarr unter Zeigner war die Arbeit dieser Koalition so sehr eine Erlösung. Daß auch Die Deutschnationalen im wesentlichen eine j wohlwollende Neutralität bewahrten. Von der Volk-Partei bis zu Den gemäßigten SoziaDemokraten — ein Zentrum gibt es in Sachsen nicht — arbeitete man am vernünftigen Wiederaufbau. Aber die Lehren her Aera Zeigner wirkten sich auch auf Die inneren Verhältnisse her Sozialdemokratischen P a rt eiaus. Von Den Streichen ihrer kommunistischen Freunde ernüchtert, erkannte die gemäßigte Linke Die । Gefahren einer Radikalisierung. Darum auch Die Bereitwilligkeit, mit Der Volkspartei unD den Demokraten zusammenzugehen. Aber diegemähig» ten Elemente mußten die Oppositionsandrohung des radikalen Flügels ihrer eigenen Partei und die Der Kommunisten in Kauf nehmen. Die radikalen Sozialisten haben Im Landtag 15, Die gemäßigten 23 Abgeordnete. Führer der Radi- j kalen ist das Dreigespann W e d e l * 21 r ,31 - 2 i - pinski. Sie machen alle Anstrengungen, die Gemäßigten unter Helbt wegen Verrats am marxistischen Gebanken und wegen des freundlichen Einverständnisses mit b?r Bourgeoisie aus der sweg 79 '®et7neiit W* xr Schülerin bet VI a ber hü: ESäbHfnfltl,le aitfien? Unierrich. una.inallenNchern » wünscht. Ärtttt. Angebote uni. U7w den Artz, 3wri elegante Masken- — cJBCoBJiSSo jung ao, tn welcyer an Oren« oes verstorbenen Vorstandsmitgliedes Oppenheimer Kaufmann Scheuer und außerdem Kreisdirektor Gebhardt in den Vorstand gewählt wurden. Der Zweck der Gesellschaft ist es in erster -Linie, durch Aufbringung von Geldmitteln die Zwecke des Museums- und Geschichts- und Alter- tumsvereins zu fördern. Durch die Inflationszeit ist natürlich das Vermögen des Vereins zum größten Teile verloren. Der Mitgliedsbeitrag wurde auf mindestens 5.— M., für Körperschaftliche Mitglieder auf mindestens 20. — M. für das Oahr festgesetzt. Die Mitgliederzahl betrug seither ungefähr 170. Anschließend hielt Prof. Dr. Blecher einen Vortrag über das Thema „Der Merrsch der Steinzeit und die früheste Besiedlung der Wetterau". Wenn aus dieser nun Jahrtausende zurückliegenden Zeit auch selbstverständlich keinerlei geschichtliche Urkunden vorliegen, so lassen uns doch die zahlreichen Fundgegenstände Schlüsse auf das Leben dieser noch auf einer tiefen Kulturstufe stehenden Menschen ziehen: immerhin beweisen uns diese Funde, besonders die an den Wänden der von ihnen bewohnten Höhlen und auf Mammutzähnen ein- geritzten Zeichnungen, sowie die Werkzeuge, Waffen und Gefäße, daß auch damals schon eine gewisse Kultur herrschte. Zahlreiche Lichtbilder unterstützten den hoch interessanten Vortrag: der Redner hatte die Lichtbilder zum Teil selbst nach Beständen unsres Museums hergestellt und dadurch gleichzeitig bewiesen, welche reiche und interessante Schätze unser Museum in sich birgt. Don ganz besonderem Interesse waren die besonders in Frankreich gefundenen Tierzeichnungen, welche teilweise überraschend lebensgetreu Dargestellt sind und uns einen Einblick in die Fauna der damaligen Zeit tun lassen. Kreis Büdingen. nd. A i d d a, 3. Febr. Heute nachmittag wurde unser neugewählter Bürgermeister, Sparkassenrechner L. Ringshausen, im Rathaussaale im Beisein des Stadtvorstandes durch Kreisdirektor Dr. G a ß n e r von Büdingen verpflichtet und mit einer feierlichen Ansprache in fein Amt eingewiesen. Da das neue Stadtoberhaupt schon früher öfters einige Zeit und seit dem Tode des Bürgermeisters Erk von Mitte September v. 3. an als Beigeordneter hie hiesige Bürgermeisterei zur vollen Zuftieden- heit der Gemeinde geführt hat. sieht man mit den besten Hoffnungen für das Wohl unserer Stadt in die Zukunft. Run wird bald die Wahl eines neuen Beigeordneten erfolgen. Ridda. 1. Febr. Der Radfahrerberein Ridda hielt gestern abend sein Wintervergnügen ab, wozu im Gambri- nus der Saal und alle anstoßenden Räumlichkeiten festlich ge'chmückt und illuminiert waren Der Besuch der Veranstaltung war -roch stärker, als in früheren Fahren. Herren- und Damenreigen in farbenprächtigen Kostümen, sowie ein Echmuckreigen wurden tadellos ausgeführt und fanden großen Beifall Für weitere angenehme Unterhaltung sorgten eine vorzügliche Musik und Tombola, für die recht hübsche Gewinngegenstände gestiftet worden waren, und schließlich das Tanzvergnügen, dem in ausgiebiger Weise gehuldigt wurde. — Eine Anzahl Theaterfreunde und -Freundinnen von hier und Kohden hatten sich bereit gefunden, das Drama von Suttner „D i e Waffen nieder" heute abend zum zweiten Male hn Gambrinussaale aufzuführen und durch den recht ansehnlichen Reinertrag bedürftigen Einwohnern unserer Stadt eine Un- terstühung zu verschaffen. Der auch diesmal außerordentlich starke Besuch der Wohltätigkeitsveranstaltung war der beste Beweis dafür, daß die hochherzigen Beweggründe der Mftwir- kenden volles Verständnis, gebührende Anerkennung und warmen Dank bei unserer Bevölkerung t gefunden hatten. — 3n dem Termin wegen einer . Privatklagesache am hiesigen Amtsgericht F benahm sich die Klägerin, eine Taglöhnerin saus Kohden, so ungebührlich, daß sie mit » einem Tag Haft bestraft und sofort abgeführt wurde. Kreis Sckotterr. X Aus dem Vogelsberg, 2. Febr. Run ist der 3an uar vorbei und noch hat sich kaum Schnee eingestellt. Die Freunde des Wintersportes sind wirklich in diesem Fahr« noch nicht zu ihrem Recht gekommen. Manchem Erwachsenen und manchem Kinde hat das Christkind Schneeschuhe und einen Rodelschlitten gebracht, Die rote Kafchgar. Roman von Fedor von Zobel titz. 58. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Inzwischen durchkreuzte Gert in langem Fluge ein gewaltiges Stück von Asien: von Timurs verfallenem Grabe in Samarkand nach dem Ruinenfeld von Alt-Merw und dann südwärts, südwärts Durch die turkmenische Steppe und .Afghanistan, durch das Labyrinth Herats und Kandahars Fruchtgebiet, und weiter in das Machtbereich des britischen Imperiums, durch ^Belutschistan über die indische Grenze. Er war nun wirklich Vergnügungsreisender, wie Murray es sein wollte, aber das Vergnügegn war schal. Es war mehr ein gedankenloses Jagen durch uralte Kulturen und moderne Kulturlosigkeit, und wenn der Bahnzug einmal an einer Stätte hielt, die ihn interessant genug zu kurzem Derweilen dünkte, so schlenderte er müde umher und ließ feinen Führer sprechen, ohne auf ihn zu hören, und ärgerte sich, wenn ihn in der Rächt die Moskitos stachen und die Eidechsen in den Wänden raschelten. Er dachte gelegentlich daran, in den Basaren ein paar Kleinigkeiten für die Menschen daheim zu kaufen, und ließ es wieder — er wollte auch da und dort eine Ansichtskarte schreiben und überlegte: an wen? an wen? — lebte denn Theda noch? Lind war sie tot, wäre es nicht bitterste Ironie des Schicksals gewesen wenn er sie nur hätte grüßen lassen? — Er mußte zurück, er muhte ja endlich einmal Klarheit in sein verfahrenes Leben schaffen — aber bei Gott, ihn graute vor diesem Zurück Den Mann mit der gestrafften Daseinslust packte lähmende Schwermut . Er versuchte wohl, sich seiner Gültigkeit wieder bewußt zu werden, und gewöhnlich geschah das. wenn er sich über etwas Unbedeutendes freuen konnte, über ein spielendes Kind, über eine bizarre Blüte oder einen springenden Frosch. Aber der nächste Augenblick schon hielt die Bewegung zur Freude auf, und die unerklärliche Schwermut setzte wieder ein. Es war wie eine Hysterie des Geistes. Run war er in Haidarabad. schlecht aufge- Hoben im Hotel, und bummelte durch die Stra» fjen wie gewöhnlich, durch eine wahnsinnige Bunt- Die seither vergeblich auf ihre Benutzung geharrt haben. In manchen Orten, z. D. in B re u n g e s° Hain und Rudingshain int Kreise Schotten, haben die Reichswehr und die Schutzpolizei seit längerer Zeit Quartier gemacht, um an den Hängen des Hoherodskopfes Skilehr- gäbge abzuhalten. Der Wettergott ist bisher unerbittlich geblieben. Auch die Landwirte würden gerne eine schützende Schneehülle auf ihren Feldern sehen. Der Klubwirt kann mit dem besten Willen nicht den sehnsüchtigen Wintersportlern durch den Fernsprecher melden, daß der Hohe- rodskopf eine glänzende Ski- und Rodelbahn aufweise. Mancher Tag vergeht, ohne daß seine gastlichen Räume einen Besucher aufnehmen. Die Witterung ist unfteundlich. mitunter gehen starke Regengüsse nieder. Hoffentlich wird die Hoffnung all derjenigen, die Schnee herbeisehnen, nicht ganz enttäuscht, so daß sie, wenn auch nur auf kürzere Zeit, die Freuden des Wintersportes genießen können. ♦ Cichelsdorf, 3. Febr. Die verflossene Woche stand unter dem Zeichen der Familienabende. An dem von der Kirche veranstalteten Abend sprach Pfarrer Weber aus Kaichen über „Christentum und Sozialismus". In packender Rede zeigte der Redner die mancherlei Schäden unserer Zeit und entwickelte aus der Lehre Jesu ein Programm zu ihrer Heilung. Hnser Gesangverein verschonte den Abend durch den Vortrag passender Lieder. — Am Samstagabend versammelte dann der Kriegerverein, der im letzten Jahre eine starke Zunahme seiner Mitglieder zu verzeichnen hatte, die Kameraden mit ihren Angehörigen und die Kriegerwitwen mit ihren Kkndern zu einem Familienabend. In seiner Begrüßungsansprache gedachte der Vorsitzende des Vereins. Förster Schmitt, der Gefallenen und der beiden anwesenden Veteranen von 1870/71. Im Mittelpunkte der Veranstaltung stand ein Vortrag des Studiendirektors Hertsch aus Scholten über seine Kriegserlebnisse aus dem östlichen Kriegsschauplatz. Seine von köstlichem Humor durchwürzten Ausführungen über die Schlacht bei Lodz fesselten alle Zuhörer. Gedichtvorträge, ein Theaterstückchen. Liedervorträge des Gesangvereins, musikalische Darbietungen einer aus Dereinsmitgliedern gebildeten Hausrapelle umrahmten den Vortrag. Der Abend dürfte vielen den Kriegervereinsbe- ftrebungen mißtrauisch gegenüberstebenden Gemeindegliedern bewiesen haben, daß sich in unserem Kriegerverein Anhänger jeder politischen Richtung zur Pflege echter Kameradschaft zusarn- menschließen können, daß dem Verein parteipolitische Betätigung völlig fernliegt. O Betzenrod, 2. Febr. Gestern fand hier die B ü r g e r m e i st e r w a h l statt. Heinrich Appel II. erhielt 108 Stimmen, Beigeordneten Dotz 91 Stimmen. 1 Stimme ungültig. Appel ist somit gewählt. Die Wahlbeteiligung war sehr stark. wg. Gedern, 2. Febr. Dem Plan der Errichtung eines Kriegerdenkmals soll nun auch hier endlich nähergetreten werden. Der Kriegerverein nahm die Sache in die Hand und bildete zur Vorbereitung der Angelegenheit einen Ausschuß, dem die Vertreter sämtlicher hiesiger Vereine, des Kirchenvorstandes und des Gemeinderats angehören. Dor einigen Tagen fand die erste Ausschuhsitzung statt. Man beschloß, von dem Gewerbelehrer und Dautechniker Gustav Limpert zwei Entwürfe anfertigen zu lassen. Hinsichtlich der Platzftage wurde noch kein definitiver Beschluß gefaßt. Doch war sich die Der- sammlung darin einig, daß nur zwei Plätze in Frage kommen können: Der sogenannte „Rote Berg" mit dem herrlichen Schloßpark als Hintergrund und der Platz am „Mühlbom" in der neu angelegten Drühlstrahe. Unter dem Gesichtspunkt künstlerischer Wirkung betrachtet, verdient der erstere Platz entschieden den Dorzug. Einmütig war man der Meinung, das geplante Denkmal nicht an die stark belebte Hauptstraße zu stellen, sondern on uns. Wir wollen ihm darin vorläufig nur ben Tod der beiden alten Herren anzeigen und ..Sie unterbrach sich und setzte sich an ben Schreibtisch.....Ich werde das Telegramm entwerfen", fuhr sie fort. „Es muh dringend befördert werden ..." Die Feber flog über das Papier. Dann las sie vor: „Graf Hora. Tadsch Mahal Palace. Bombay. Geld angewiesen. Erbitte Drahtnachricht über Route des Heimwegs und Zeit der Ankunft hier. Vater und Geisbach inzwischen verstorben, sonst alles wohl und in bester Ord- mung. Freuen uns. Dich gesund zu wissen. Hellmut." DaS erwartete Antworttelegramm traf zwei Tage spater ein und lautete: „Mit Dampfen Cleveland dreißigsten September Genua. Dann sofort weiter. Allseitig Grüße. Gert." Aftxe hatte noch genügend Zeit vor sich, um PbHC Jjctjjagb nach Genua zu reifen. Sie stieg tm M>en-Hotel ab, dessen stille Lage unterhalb be« Parks von Auasola sie von einem früheren A'Uche her kannte, und suchte zunächst das Büro der Hamburg-Amerika-Linie auf, um sich 8U. bergetoiffern, ob di« „Cleveland" nicht etwa mit Verspätung eintreffe. (Fortsetzung folgt.) PH jan $ UM -rrste" verlang-, ihre" LW lauen tust E' 21u* «0 M Ä’ Liier m o Q SK te fersn Jahrgangs i ass? lila begebene kiches ünierne! der,.D.AE Mnt). Der Erb dcrSä-tMen einer ntum " Pserdelrasten Obligationen erweitert wer 5 Franks bvrse konnte entwickeln, oa tourte. Die 2t bah nur in ga tätigt wurden, insoweit eckem vereinzelt aust Kuck gehalle von Drüchtew So nameitifti Aus dm ande öprvz. Deichs Börse schloß Deutsche 2Inl Ausländische Türken von kaner (abg.) verein 1,70, Tonmerzbank sche Dank 13; ner Bank 9 Kreditbank 1, Mntcmaktin 29, Manssel Rheinstahl 6 Aschersleben Aktim: 'Sabi 22.90, SlterfcL 24,50, höchster 9,75, NMsl 12,75, Licht uni porttoerte: R Sonstige Snbi 6,30, Dyckerho Heddernheim« 21.25, Sebr. 2 tallgeselljchast bischer Zucker bronnzucker 3, OSirlrnhrrlt. Wranfhrrle W. £m Preiswerte Tischwäsche . MK. 9.75 färben. . Statt Karten a L Masken-Kostüme können Sie sich selbst billigst anfertigen • JßtijLLA mit meinem neuen Papierstoff In den Württemberger Hof Donnerstag, den 5. Februar Metzelsuppe Bluttat! Billiget! bei billigst ®1D ßrmompioqi v Seifenpulver ’ II' ............ u- .iir .U1 .n,-:.ir......... -i1' .................................................. 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Dar doch in der eneinnahme ein velenl- lktivseile der ZahlungS- z an das Ausland, die ilere Fortschritte machen von Guthaben im Aue- Gas läßt fich nut et« irsamle Politik auf Für- ng einstellt, Leidet lifil hland mit der tzintreg. pitaldilbung im Deal ilich Zeit. Geschäftliches. — Um den wirtschaftlichen Röten wirksam zu begegnen, ist cd für die Hausfrauen vor allen Dingen wichtig, den Rähr-- wert der nohrenbigften Rahrungsmittel zu kennen damit kein Pfennig unnütz ausgegeben wird. Seines hohen Kaloriengehalts wegen wichtig ist vor allem das Fett. Mit der Feinkostmargarine .Schwan im Dlauband" ist ein höchstwertiges Rahrungsmitlel auf den Markt gekommen. ba6 in bezug auf Nährwert alle höchsten Anforde- rungen 'befriedigt. Die Blaubandmargarine Hai herrliches Aroma und einen frischen, reinen Geschmack. Papierhaus Ernst Balser Miusourg 11 Fernsprecher 615 Derüner Börse. (Eigener Drahtbericht deS ..Gie-ener Anzeigers'.) Berlin. 3. Febr. Die gestrige, stark abgeschwächte Tendenz der Börse setzte sich heute weiter fort. Die Ursache ist in der angespannten Lage des Geldmarktes zu suchen, was seitens der Spekulation zu zahlreichen Abgaben veranlahte. Da nicht genügend Aufnahme vorhanden ift, sinkt das Kursniveau weiter, und besonders am Montanmarkt sind Abschwächungen bis zu 5 Proz. festzusteilen. So werden angeboten Köln-Reuessen, Klöckner, Harpener und Gelsenkirchen, die wesentliche Kurs» einbußen erlitten. Der Elektr om arkt liegt äußerst matt bei zum Teil abgeschwächten Kursen, so waren Schuckert und Siemens angeboten bet stark gedrückten Kursen. Auch der Petro- leummartt liegt schwach. Deutsches Erdöl muhte gegenüber dem gestrigen SchluhkurS 1 Prozent her geben. Bankaktien lagen stark vernachlässigt. Berliner Handelsgesellschaft gingen weiter zurück, ebenso sind Reichsbankanteile an- geboten. Schiss ahr tswerte liegen ebenfalls abgeschwächt, auch Spritaktien lasen schwach. Im Freiverkehr waren wesentliche KurSab- schwächungen zu verzeichnen. Maschinen- aftien neigten zur Schwäche. Ludwig Löwe aaben 3 Prozent nach. Der Markt der be i m i• scheu Renten eröffnete in vollkommen lustloser Haltung bet niedrigsten Kursen. Die Lage am Geldmarkt ist nach wie vor lehr angespannt, Geld auf längere Sicht ist nicht in ausreichendem Maste zu haben. Tägliche» Geld notierte 10—14 Prozent. MonatSgeld 10—13 Prozent p. a. PrivatdiSkont 8 Prozent Am internationalen Devisenmarkt sind keine nennenswerten Veränderungen zu verzeichnen. Devisenmarkt Derlm—Frankfurt a. M. (9n Billionen darf aniqtbnidt. Buenos AtreS. London. Nro- Borf. Rio bf Janeiro für eine thnixit, Wien und Budapest rar 100000 (Hnbcttta, alles übrige für 100 Ern bett« .) Lelegrap htsche Auszahlung. ?/, Teuriche Reichsanleih« . 4°, leuische ReichSanleib« • 3'Teutfdje Reichsanleihe 3*, Xeutfdx tHei(6sanltibt . It 6 vuryram'.cnanutbc «•/. Preuhuche «onlols . . . 4® , He Ne il........... 3‘ ,e. besten y 0 Hessen.......... Deutsche D«nb Dollar Anl. dto- Doll. 3d)ae«SnBxii>i>mniiinuaiiiiiintnnm>un>>nnnnnnnuu">>>>it>inmn>>n>umi Überall zu haben WWW Januar. Die Anzahl die in den letzien Moes eine ausgefprvchen hat, ist mit beginn des ngeftiegen. Es würben - ich nichl". rief Theda. rn. Aber Hellmul wmtte siSS YSS <5 > Diplomatie warst auch %UJC2iber um curet- s p* J trnf l®et w&l«* w ieÄ ®trt" fii Gruye. pD1- sich. Dr SEtFEN PULVER jl MM. SPRAEH. = M)lufc. Äure lb«nb» Mr|« M» . V KrtuM. IFltte». 2.2. ' 3 2. 2.1 3 3. 0,751 1 0,757 0,790 0.750 1.02 - 1 1,06 1.1 1.04 1.10 1.03 1.47.', 1.5 1,615 1.50 0.53) 1.5 0,505 0,51 1.175 1.15 1.21 1.1* 1.3 — 1.55 1.45 -1 1.26 1.30 1.49 1,25 1.40 1.31 04.75 । 94,75 94,75 94.75 90.5 90 90 1 90 11.40 10,90 11,13 1 10.6 41.7 | 41,75 49 — 170 165 168.5 165,5 6,75 13.« 6.5 6.75 6.62 13.IS 14 13.75 13,25 0.37 13.25 13.5 ' 13,1 0.37 — IN,9 IM. 75 19.1 18,63 19.3 19 — 1.9 1,95 2 2 10.35 10,1 10 10 0,125 i 0,128 0,2 — 93 96.5 94 21 20 21.2 20.50 15.2 14.75 14.25 13.25 90.5 87.5 90 87.75 101 97.25 100 96 150 147.5 155.5 148.5 19.5 19.5 20,5 19,25 24.75 23.5 25,62 23.75 8.9 8.5 9,25 8.4 14,85 14.2 14.5 13.75 66,75 66.75 69,9 66.25 62,5 62.25 65 1 61.5 52.9 49.5 51,62 48,75 3,4 3,5 - — 31,4 30.50 30,9 30 4,05 4,05 4 4 | — — _ — 102 101.1 — — 1 6,25 6 6.13 5,9 145 — 152 156 33 32.40 34 32 0.51 0,55 — 25,9 24.50 25 24,3 27 26.50 27.3 26,25 2« 27,60 29 27.2.5 10 9,75 — — 20 19.2.5 20 18, W 23 22,9 — — 12.9 12,75 13,2 12,70 21,25 20,25 21,5 •20,50 14.2.5 14,50 — — 78.75 75.25 78.5 75 87 91,25 89 91 4.1 4.1 4,2 4.1 6,1 i 6,3 6,6 6.25 4,35 4,1 — 10,1 1 10,4 10,9 10,9 0,71 1 0.7 — — 1.15 1,1 1.2 1,25 17.G 17 — —- 2.55 | 2.525 2,5 —— 4.3 4.35 4,5 4,25 2,75 2,75 2,f 2,85 14,4 13.$ 14,3 13.6 5,4 5,5 —- — 4,18 4 — — 2. Februar 3. Februar BnulifW« Weiterung Selk- Brie' AnitllH: >toNer i t, -Pr.., ?. 3 Smit.» Rott- 169,54 169.54 169.06 169,48 voll voll Brst.-Bniw. 21.77 21.83 2t ,65 21,71 . efi voll ffhrtftiania . 64,24 64.30 64,12 64.28 voll voll Äopen1 agen 75.01 75,19 74.91 75.09 voll voll SiMbolm . 113,04 113.32 113,02 113,30 voll voll Helüngfor». 10.56 10,60 10,56 10.60 .CLvoll stlalten. . . 17.53 17.57 17,43 17.47 reü voll l?i'nbon. . . 20.122 20.172 20.093 20.143 roll voll .'!euyork . . 4.195 4.205 4.195 4.205 voll voll I?orl6.... 22.76 22.83 22.68 22.74 voll voll Echivet, . . SO. 97 hl.17 80.97 81.17 l'OU voll Lvanlen . . 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