MS «4^ 'öebökse •Ta?**» «w£9- ®» «k'A *>• “Milte ,?'“■ 22 25 - 18 bis s bi« ®6i8 iS®' «43g!* Wamm Senders. Anschau") Onttuat; l S ^Mchten. ftÄ*8®- g jj J die 3uaatb): qL J* bon 51 Frankfurter Zedea. eine Tra- & Sprechchö« aus JJJL gesprochen von unasiwnz. ?,% w>T ?n Drvs- &. Äau- ltprvsa". 8-8,30 Uhr- E -Deutsche So siantagcn und Land» J,3° Kammer: tno OlrJin Es^iu tno in K-Dur vvn M SchwarzMaher- ier-2ehack iIiolmes, hr: Rachrichtendienft^ >t. 9,40 Uhr: Die m die Dank!". 9,55 Ähr: Drei Mnuten Angabe. 10-11 Uhr : SvloquartM 1924, öltit auch unschön und ilent oder besitzen Eie Sie gerade ictzt im eionders Neigung lum rkur vornehmen. Vir ivolheke echte Toluba- zu kauten, die völlig ehrender Wirkung em- ücklich indenAvothrken Apotheken nicht erhält- im golb. Engel. 53si i >erem Nr. 2 Erstes Blatt 175. Iahrgang Samstag, 5. Januar 1925 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Beilagen: DießenerFamilienblätter Heimat im Bild. Monats Bezugspreis: 2 Goldmark u. 20 Gold- pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. F e r n s p r e chiAnschlüsse: Schriftleitung 112, Der- lagundGeschäftsstelleöl. Anschrift für Drahtnachrichten: AnreiaerOtetzen. potlscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhesfen Druck und Verlag : vrühl'fche Univerfitüls-Vuch- und Lteindruckerei R. Lange in Sieben. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulltraße 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummcr bis zum Nachmittag vorher ohnejedeDerbindlichkeit. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich8, auswärts 10 Goldpfennig; für Nc- Klame-Anzeigen t>.70mni Breite 35 Goldpfcnnig, Platzvorschrift 20°., Auf- schlag. - Deranttvarrlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr. Wilh. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; sür den Anzeigenteil: HansBeck, sämtlich in Gießen. (Eine neue Wettkonferenz. Der amerikanische Senator William E. Dorah. der den Dorsitz im Auswärtigen Ausschuß des amerikanischen Senats inne hat, hat aus einem Aeujahrsempfang von Journalisten auf die Rot- Wendigkeit einer baldigen Weltwirtschafts- konferenz hingewiesen. Der auch in Deutschland viel zitierte Senator hat rundheraus erklärt, daß sobald wie möglich eine Fixierung der deutschen Reparationsschuld erfolgen müsse, damit das deutsche Dolk zielbewuht an die Abtraaung seiner Verpflichtungen Herangehen könne. Es ist nicht nur ein Zeichen klarer Erkenntnis, sondern auch eines besonderen Mutes, wenn Senator Vorah vier Monate nach Inkrafttreten des Dawesplanes fordert, die getroffenen Abmachungen abzuändern und zu erwei- .t cm. Vorah ist ein Gegner der von Frankreich so beliebten diktatorischen Methode, die ja auch in der Frage der Kölner Zone neue Triumphe feiern konnte. Er möchte, daß an der kommenden Weltwirtschaftskonferenz auch Vertreter Deutschlands und Rußlands teilnehmen, weil sonst die zu treffende Losung nicht von De- stand sein könne. Vorerst ist es noch recht schwer, sich vvrzustel- len, daß der eben wiedergewählte Herr Coo -- lidge und der mindestens doch noch ein Jahr amtierende Staatssekretär Hughes die Sow- jet-Regierung just in dem Augenblick nach Washington einladen könnten, an welchem die Schikanierung der Privatwirtschaft und die Propagierung der Weltrevolution einen neuen Höhepunkt erreicht haben. Da aber Anregungen, selbst wenn sie von angesehenen Politikern aus- gehen, viele Monate brauchen, um zur Wirklichkeit zu reifen, so wird man die Meinungsäußerungen keineswegs achselzuckend abtun dürfen. Die viel erwähnre Rede des Staatssekretärs Hughes in Acw Haven Ende 1922 knüpfte gleichfalls an eine Anregung Dorahs an; sie führte bekanntlich zu der Berufung der internationalen Sachver ständigen, zur Ausarbeitung von Reparationsvorschlägen und zur Londoner Konferenz vom Juli/August 1924. Vielleicht wird es diesmal nicht wieder zwei Jahre dauern, bis aus einer Anregung Wirklichkeit geworden ist. Zu solcher Annahme berechtigt die Tatsache, daß damals vor zwei. Jahren ein grundsätzlia-ör Kurswechsel in der amerikanischen Politik erfolgen muhte, ehe dem Dorahschen Vorschlag stattgegeben werden \ konnte. Diesmal ist ein Kurswechsel nicht mehr nötig. Anderseits wird es dem amerikanischen Senator nicht so bald gelingen, den Widerstand seines I Volkes gegen die Zulassung von Sowjet-Vertretern zu einem internationalen । Kongreß zu brechen. Wenn auch der Sinowjew- Vrief an die britischen Kommunisten als eine Fälschung und als ein Wahlmanöver entlarvt werden sollte, so steht doch unwiderleglich fest, daß ein erheblicher Teil der Wirren in Polen und auf dem Balkan auf die Umtriebe sowjet- russischer Agenten zurückgesührt werden muß. In Genfer Völterbundlreisen wird man von den Plänen des Senators Vorah nicht besonders entzückt sein. Schon bei der Einberufung des Weltwirtschaftsiongreftes zu G c - n u a (Frühjahr 1922) hieß es, daß dies doch eigentlich eine Sache des Völkerbundes sei. Silan tröstete sich schließlich damit, daß ja ein großer Teil der zu treffenden Vereinbarungen von den zuständigen Dölkerbundsausschüfsen weiter bearbeitet und den einzelnen Regierungen zur Stellungnahme vorgelegt werden würden. Zu einer Probe auf dieses Exempe i ist es-nicht gekommen, da sich die Arbeitsausschüsse des Genueser Wcltwir schastskongresies mit f genannten „A n - ernpfehlungen" begnügten, die säst ohne Ausnahme sang- und klanglos unter den Tisch gefallen sind. Wenn der von Dorah emvfchl.ne W.llwir.schastslongreß eine Reuauflage des Eatirspiels von Genua werden soll, so kann allerdings kein ernsthafter Politiker daran ein praktisches Interesse nehmen. Damals _(c£ sind jetzt bald drei Jahre her) ist es den Jn- triguen Poincares gelungen, alle Fragen von den Verhandlungen a u s z u s ch l i e ß c n . die sich aus den Versailler Vertrag im allgemeinen und das Reparationsproblem im besonderen bezogen. Als darauf Amerika die Bedingung stellte, daß das internationale Schulden Problem nicht behandelt werden dürfe, war dem Geauefer Weltkongreß auch die geringste Erfolgsmöglichkeit versperrt. Senator Vorah hat feine Rcujahrsanregung gewiß nicht aus purem Idealismus gegeben: ihm schwebt augenscheinlich vor. Schwierigkeiten zu beseitigen, die sich zweifellos über kurz oder lang für die ameritanifd): Wirtschaft und die amerikanische Finanz ergeben werden. Deutschland wird durch unbegrenzte Reparationstribute zu autzerorde N.ichen Ql.iftrcngungeii aufgepritscht. Die Folge hiervon kann nur eine Beunruhigung des Weltmarktes fein. Auf der anderen Seite könnte das Kapital, das crmerik- nische Geldleute nach Deutschland geben, bedroht werden, wenn die europäischen Alliierten nach wie vor ihre politische und militärische lieber» macht gegenüber Deutschland geltend machen dürfen. Man d-rf annehmen. daß auf eiter etwaigen, nach Washington einzuberufenden Weltwirtschafts-Konferenz nicht wieder eine Verstümmelung der Tagesordnung eintreten wird, wie dies vor drei Jahren bei Ausarbeitung des Genueser Verhandlungsplanes geschehen ist. Für alle wirtschaftspolitisch urteilsfähigen Deulichen steht es außer jedem Zweifel, daß die Abwicklung des Dawes-Programms außeror- Um die Regierungsbildung. Der Plan eines überparteilichen Kabinetts. Reichskanzler Dr. Marx, der das neue Jahr mit verschiedenen Besprechungen mit dem Reichspräsidenten über die Regierungsbildung einleitete, scheint jetzt auf den Gedanken verfallen zu sein, ein überparteiliches Kabinett zu bilden, zumal er endgültig zu der Einsicht gekommen ist, daß vorläufig kein anderer Weg möglich ist. Daß es ihm gelingen wird, ein solches Kabinett zusammenzustellen, darf man wohl als sicher annehmen, eine andere Frage allerdings ist, ob die Parteien des Reichstages mit einer solchen Lösung einverstanden fein werden. In. Zentrumskreisen hofft man aber, daß es in absehbarer Zeit möglich sein werde, vom überparteilichen Kabinett wieder zur Arbeitsgemeinschaft der Mitte zurückzukehren. Sollte Herr Marx tatsächlich dieses Ziel im Auge haben, dann ist es unverständlich, weswegen er erst den Umweg über ein unparteiliches Kabinett wählt, dessen parlamentarische Grundlagen heute noch fein Mensch kennt und von dem man nicht weiß, wie lange es sich wird halten können. Der letzte Weg. Widerstand der Flügelparteien. Berlin, 2. Jan. (TU.) Zu dem Plan eines Überparteilichen Kabinetts bemerkt das Blatt des Reichskanzlers, die „G e r m a n i a“: ..Dieses überparteiltche Kabinett mühte natürlich in feinem Kern dieselbe Zusammensetzung haben wie die jetzige: denn es ist nicht gut möglich, in diesem Stadium der Regierung die leitenden Persönlichkeiten zu wechseln. So dürste auch das neue Kabinett wieder unter der Führung von Marx und Strese - mann als Außenminister stehen. Dieses überparteiliche Kabinett hätte dann auch im Reichstage eine, wenn auch schwache parlamentarische Basis. Zu seiner Außenpolitik wird es aber unschwer eine große Mehrheit im Reichstage finden. Das ist zur Zeit das wesentlichste. Die Rückbildung einer Arbeitsgemeinschaft der Mitte dürfte sich bann im Laufe der Zeit von selbst ergeben.“ Die konservative ,K ' eu, t tün g" be merkt dagegen: „Dieses überparteiliche Kabinett wird nicht von Dauer fein können. Vor allem aber wird es auf die Unterstützung der Deutschnationalen an getoiefen sein. Ob ihm diese gegeben werden kann, ist äußerst zweifelhaft. Auf ein Regieren mit wechselnder Mehrheit von links oder rechts können sich die Deutschnatio aalen keinesfalls einlafien. Vor allem aber ist hierbei die preußische Frage nicht zu vergessen. Ein solches Kabinett im Reich muh die Beseitigung der Scveringloalition in Preußen zur Voraussetzung haben." Der ..Vorwärts" nennt den Plan eines überparteilichen Kabinetts „verschämter Bürgerblock" und fuhrt aus: „Anscheinend ist nicht beabsichtigt, eine Regierung zu bilden, die den bisherigen Kurs festhält, sondern das Streben gehl dahin, den Dürgerblock unter der Maske eines überparteilichen Kabinetts über die Hintertreppe einzuführen. Daß ein solches Manöver von der Sozialdemokratie mit Mißtrauen beobachtet werden und fein Ergebnis auf die schärfste Opposition stoßen würde, versteht sich von selbst. Ein letzter Appell an die Parteien. Berlin, 3. Jan. ($11.) Amtlich wird mit- geteilt: Unter bim Vorsitz des Reichskanzlers traten gestern mittag die ReichSmini - st e r zu einer Besprechung über die politische Lage zusammen. Heber das Ergebnis diefer Aussprache hat der Reichskanzler dem Reichspräsidenten Bericht erstattet. Daraufhin hat der Reichspräsident den Reich rkanzler beauftragt, nochmals mit den Führern der Arichstagsfrat- Honen in Verbindung zu treten, sie wegen des Ernstes der politischen Lage unter Vermeidung einer überparteilichen Regierung auf die dringende Notwendigkeit der Bildung einer auf einer tragfähigcn parlamentarischen Mehrheit ruh-n^en Recht sreoi^i-im bin,tu» weisen und ihnen etve umgehende Nachprüfung der bisherigen Defchlüfse ihre" Sraltioncn zur Regierungsbildung zu empfehlen. Kommunistische Nadavpläne. B e r l i n , 3. Januar. 'Priv Tel) D:r ..Vorwärts" veröffentlicht ein Rundschreiben der kommunistischen 3 en träte an bi: Be- triebsiäte bei Grvtzb t. e^: und an d e L: ter der lommuniii .sche > Friktoaen der t?r'.saus- schüsse des Allgemeine.! deutfchm Gewe kschas s- bundes, in dem c.ufgeiorb’rt wwd, daß d e Betriebe zur Reichst ags rüffnung Delegationen nach Berlin cn f nden. dir in den Hallen des Reichstages den Ruf nach der Reichs- amnestie erschallen lasen sollen. In v.'rsch e- benen Fabriken von Dresden und Umgegend sammeln die Kommunisten Gelder zu diesem Zweck. Der „Vorwärts" bemerlt dazu, daß ein noch aj-ö^rree; Spell llelstück als das b»i brr Eröffnungssitzung des letzten Reichstages inszeniert werden solle. Wien von Kommunisten geräumt Wien. 3. Jan. (Wolff.) Hier wurde der kommunistische Reichstagsabgeordnete Iwan Katz wegen Führung eines falschen Passes verhaftet und der Etaatsanwallfchaft übergeben. Katz hielt sich in Wien zur Teilnahme an einer internationalen Konferenz kommunistischer Führer auf. die fine Reorganisation der ö^st erreicht- s ch e n k o m m u n i st i s ch e n Partei zu n Ziele hatte. Außer Kotz befanden sich auch die Reichstagsabgeordnete Ruth Fischer und verschiedene andere deutsche und russische Kommunisten in Wien. Auf die Rachricht von der Verhaftung des Kotz haben die nach Wien gekommenen Kommunisten die Stadt, teilweise unter Zurücklassung eines Teiles ihres Reisegepäcks, fluchtartig verlassen. deutlich schwierig und für untere wirtschaftliche und politische Zukunft gefährlich ist. Darum verdient der Vorschlag Borahs untere warme Unterstützung Es handelt sich hierbei nicht um eine arglistige Abwälzung von übernommenen Verbindlichkeiten, taubem um die Nennung schwerer internationaler Gefahren. Der Vertragsbruch. Nicht vor dem 10. Januar notifiziert, (sine zweite Note. Paris. 3. Jan. en Afrika zu behandeln. Aber wie die V rhan.- (ungen um die Kölner Zone eben zeigm. ? . gebt nicht so schnell! Für den Engländer firiL dies Objekte, die man gegeneinander austau'ch und ausgleichen kann. Für den Franzosm fteöl die europäische Frage, das Derhältn s zu Deuts land. die sogenannte Sicher hettsfragc weitaus im Vordergrund. Hrrriot ist heute in der Lage, daß England das Genfer Prot'ckoll, in Dem Herrtot und Frankreich ihre Sicherheit - forbcrur.gen für befneö gt erklärt m, nicht an* nehmen tt-.Il, et behauptet in Sachen dec Räumung. nicht weitere Zu^eständn ffe machen zu können, bevor nicht die ^icherhe tSsrage anb- r-3 geordnet ist. Das ist heute d.e Schwierigk b für England, während es andererseits den Trun ps in der Hand hält, sich auf den Verträgst ft zurückzuziehen und so F ankreich damit zu ich..i- (en, daß seine in der Ruhr steh nd.n Trup .en im Rücken ohne Deckung durch alliierte Truppen wären. An sich liegt auf der Hand, daß die Vertrags» widrige Besetzung eines Teiles von Deutschland mit dem Dawesplan auf die Dauer nicht zusam- mengeht und paßt, bah nicht durch Richträumung der Kölner Zone eine vertragswidrige Hand hing, nämlich bic Besetzung des Ruhrgebiel ., durch eine neue, eben diesen Bruches des Fri-' densvertrages sanktioniert werden tann, und daß. wenn nicht sehr ernste Folgen daraus entstehen sollen, in kürzester Zeit eine Verständigung, hoffentlich unter lebhafter inoffizieller nordameri- kanischer Vermittlung, gefunden werden muh. Marokko, Spanien — bas letztere hat sich entschlossen, große Strecken zu räumen. Damit rollt sich die ganze Marokkofrage wieder auf, die Verträge von 1904 und 1912, die Tanger frage, das Verhältnis von England, Frankreich, Spanien und auch Italien im westlichen Mittel meer. Heute Zusammenhänge einer Machtverteilung, die unmittelbar Deutschland nicht berühren, aber für die Deutschland betreffenden Beschlüsse der Kabinette in Paris und London auch von größter Bedeutung sind. Dabei ist Italien außenpolitisch gelähmt, weil der Faschismus in schwerer Krisis, Mussolini in seiner Stellung bedroht ist. Es zeigt sich hier, wie in Spanien, daß ein Diktator sich auf die Dauer nur wirklich halten kann, wenn er entweder ganz große, den Massen eingehende außenpolitische Erfolge erzielt, oder im Innern jedenfalls in die Augen fallende große Verbesserungen der Lage bringt. Zu beiden sind die Diktatoren in Spanien und Italien nicht in der Lage. Daher die Erschütterung ihrer Stel- lung, dort beschleunigt durch die Marokko-Rie- bcrlage, hier langsam sich vollziehend, beson ders, weil Mussolini ja eine ungewöhnliche Er scheinung ist und bleibt. Diese Lähmung Italiens in der Außenpolitik macht sich auch nach der Balkanhalbinsel bemerkbar. Das Jahr schließt mit einem neuen Aufstand in Albanien ab. Wichtige Zufam menfünfte der Minister von Jugoftavien und Bulgarien finden statt, eine erste Annäherung zwischen diesen beiden feindlichen Staaten wieder, die ihre Fortsetzung mit der Annäherung zwischen Bulgarien und Rumänien erfährt. Andererseits stehen Jugoslavien und Griechenland und Rumänien in enger Verhandlung. Kein Zweifel, daß die Tschechoslowakei, ihr Außenminister Dr. Benesch, über alle diese Vorgänge auf dem Lausenden ist, die uns zunächst verworren und unübersichtlich erscheinen, die aber doch hoffentlich zu einer Ordnung im europäischen Südosten auf dem Wege des Ausgleiches und der Verständigung der neuen Staaten, einer engeren Verbindung der Staaten untereinander führen. Run. das ist im Interesse des europäischen Friedens zu begrüßen, an sich, weil damit auf der Balkan- halbinsel, dem alten Feuerherd Europas, Ruhe würde, und weil damit diese Staaten her un* Istor London, 2. San. (WTB.) Der Sturm, 1 u u 2 d **5)erßc lasten des „ in jeder ßams .Lanötviltschoft verflossenen H tzäcinern, Diehh Straßenbrücken usw. Die rheinische Industrie zu den deursch-sranzösischen Zandels- vertragsverhandlungen. 0,92 178,5? 2y,52 44,49 5,99 Nnr noc Bouli Eq Film bunten L Operette i '"Sen, sc TT tl0re Hauptrolh BISS Der StaatsbanKsKandal Auslafsuugcu Kiiianzminister v. Richters. M? " ^,16 " 432 " Die gi Schau Ad rä^den den 0 MW öer Sti loU^^TSal S 7 Aon -G B ,r' Rom, 3. Ian. (WTB Funsspruch.) In Pisa drangen Faszisten nach einer Versammlung in die Aedaktionsräume deö ^Messagers Toscana", Organ der Katholischen Voltspartei. ein und zer- tzorten die Redakttons-- und Maschinenräume. Wiederaufleben des Bürgerkrieges in LH na. Berlin. 3. Ian. Aus Schanghai wird gemeldet i Der Bürgerkrieg ist in Sudchina wiederaufgelebt. Tschang-Tsolins Truppen rüden gegen Rankiug vor. In der Rähe von Pukaa tft die Eisenbaynbrücke zerstört worden, wodurch für Monate der Eisenbahnverkehr zwischen Peking und Schanghai unterbunden wird. Der Präsident der südchine- fischen Republik Dr. 0 un j at f e n und seine Gattin sind in Peking eingetroffen. Sie wurden am Bahnhof von Studenten, Zahlreichen Staatsbeamten und Angestellten und einer Delegation von Soldaten des Marschalls Feng begrüßt. Sunjatsen lieh durch ein Mitglied seines Gefolges erklären, doh er keine Macht anstrebe, sondern das Wohl seines Landes erstrebe. Er fühlte sich zu leidend, um selbst das Wort zu ergreifen. Die Balkanstaaten gegen den Bolschewismus. Bukarest, 3. Ian. (TU.) Der bulgarisch' Ministerpräsident Jan ko ff, der zum Besuch der rumänischen Regierung hier weilte, ist nach Um die Zulässigkeit der Kreditgesuche. Berlin, 3. Ian. (Wolff.) Zu den Affären Kutisker und Barmot wird gemeldet, daß Vie Sichtung des ungeheuren beschlagnahmten I Materials durch die Staatsanwaltschaft mit Unterstützung eines ganzen Stabes von Bücherfachverständigen begonnen hat. Die Durchsicht des gewaltigen Materials dürfte mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Bor allem handelte es sich darum, nachzuprüfen, ob die materiellen Grundlagen der Kreditgesuche an die Preußische Staatsbank richtig oder falsch gewesen sind. Wie wir weiter hören, beginnt demnächst dir Bersteigerung der Bestände des durch die Angcl genheit Kutisker bekanntgewordmen Hanauer Lagers. Die Bersteigerung wird wenigstens Anhaltspunkte dafür geben, welchen Wert das Lager nunmehr darstellt, das die Preußische | Staatsbank mit 4,2 Millionen kreditiert hat. Hastentlas ungenvon Direktoren Berlin, 3. Ian. (WTB) In der Angelegenheit des Barmatkonzerns sind eine Reihe von Haftentlassungsanträgen gestellt worden. Es soll Aussicht dest.'hen, daß außer dem stellvertretenden Direktor Thieme der Merlurbank, dessen Hastcntlassung gestern nachmittag erfolgt ist, auch noch zwei w.itere Mitglieder des Direktoriums auf freien Fuß gesetzt werden, sobald ihre Vernehmung im Laufe des heutigen Tages beendet sein wird. Die Fortführung des Betriebes der Bank, deren S LI* legung infolge der Verhaftungen drohte, dürste mit der Freilassung der drei Direktoren ermöglicht werden. Genera? Maercker f. Am 31. Dezember ist in Dresden der General Maercker an den Fo gm ein:r langwierigen Krankheit kurz vor Vollendung seines 60. Lebensjahres gestorbrn. Maercker nahm 1898 an den Kämpfen in Ost-Afrika und von 1904 bis 1906 an den Kämpfen gcgen die Hereros in Südwest-Af'.ika teil, wo er durch Schulterschuß schwer verwundet wurde. Bei Kriegsausbruch war er Oberst und Komrnandeur von Borkum. 1915 erhielt er das Infanterieregiment Är. 82 und tivucde dann Brigade-Kommandeur. Zut tzt bcf hl gte er eine Division. Rach Ausbruch der Revolution gründete er das freiwillige Landjäger- Korps, mit dem er sich hohe Verdienste um tie Aufreckterhaltung der Ordnung inMitteldeutschland erwor en hat. Am 20. September 1919 wurde er Kommandeur des Wehrkreises 4, am 9. April 1920 aber nach dem Kapp-Putsch verabschiedet. Maercker hat die Tagung dec Nationaloersammlung in Berlin, 2. San. (Priv.-Tel.) Der preußische Finanzminister Richter hat sich einem Berliner Pressevertreter gegenüber über die Vorgänge bei der Staatsbank ausgelassen. Die frühere Preußische Seehandlung, jetzige Staatsbank, habe während der letzten Phasen der Inflation beträchtliche Verluste durch die Gewährung von Papiermarkkrediten erlitten. Dom Finanzministerium seien Weisungen über die Anwendung besonderer K a u t e l e n bei der Hergabe von Krediten ergangen, die anscheinend von der Dank nicht immer befolgt worden seien. Im uno weist ctne Geschwindigkeit vo-^ 70 Meilen in der Stunde auf. Alle Flugzeugverbindungen mit Paris, Brüssel und Köln sind eingestellt. Die Telephonv erbindung Londons mit zahlreichen Provinzstädten ist unterbrochen. Die großen Dampseclimen halten ihren Dienst nur unter großen Schwierigkeiten aufrecht. Der Sturm war an manchen Stellen mit starken Regenfällen verbünd m, so daß der Stand der Themse innerhalb der letzten 21 Stunden um acht Zoll gestiegen ist. An verschiedenen Stellen der Küste sind die Deuche ernstlich be- schädigt. Rach den Aussagen der Wetterkunoigen ist eine derartig lange Reihe von Stürmen seit November 1893 nicht dagewesen. Schneesturm in Neuhork. Reuhork, 2. Jan. (WTB) Heute am frühen Morgen setzte ein starker Schnee sturm ein, der mit einer Stundengcschwind.gkeit von 60 Meilen dahinbrauste. 60a) Mann m.t Schneepflügen sind damit beschäftigt, die Hauptstraßen sreizumachen. Der Schnee liegt bereits über 10 Zentimeter hoch. Wölfe in Ostpreußen. Seit längerer Zeit bereits wurde gearg wohnt, daß in der IohannisburKer Heide Wölfe ihr Anwesen trieben. Vor kurzem gelang es nun einem Oberförster, eine Wölfin von einer Länge von 1,65 Meter und einer Höhe von 73 Zentimeter, also ein ungewöhnlich großes Tier, zu erlegen. Ein Iungwolf, der in ihre-' Gesellschaft war, entfloh. Der Berliner Kassenräuber verhaftet. Berlin, 2. Jan. (WTB) Der angebliche Kassenraub aus dem Bahnhof Zoo erwies sich als erdichtet. Der angeblich überfallene Eisenbahnbetriebsassistent Münch wurde auf Grund der polizeilichen Ermittelungen verhaftet. Vermutlich erdichtete er, um älnregel- mäßigkeiten in seiner Kasse zu vertuschen, den Raubüberfall. Tüchtige „Geschäftsleute". Von der Kriminalpolizei wurde eint Schwindelfirma Sch ehe & Riemann, die sich Kommissionsgeschäft nannte und in der Iäger- straße in Berlin ihre Geschäftsräume hatte, aufgehoben. Durch die betrügerischen Geschäfte der beiden, im 30. Lebensjahre stehenden Inhaber bei Firma sind 15 Strumpffirmen, außerdem mehrere Teppich-, Leder- und Automobilfirmen schwer geschädigt worden. Das Ge- fchäftsgebahren der Schwindelfirma bestand darin. daß sie gegen kleine Anzahlung große Warenbestände kaufte, die dann sofort wieder weiter vertäust wurden. Den Erlös verbrauchten die beiden Firmeninhaber für ihre großen persönlichen Ausgaben. Rundfunk und HerlngsfischereL. Die Heringe treten bekanntlich in großer. plötzlich erscheinenden Schwärmen auf. Bisher wurden die Fischer von dem Auftreten der Schwärme auf telegraphischem Wege benachrichtigt, was den einen großen Rachteil hatte, daß sie zu den in Betracht kommenden Zeiten oft tagelang beschäftigungslos zu Haufe sitzen mußten, nur um für das Telegramm erreichbar zu sein. Run hat man in Norwegen einen Rundfunkdienst eingerichtet, der es ermöglicht, daß die Fischer auch auf hoher S e e die Meldung empfangen können. Das lange beschäftigungslose Warten fällt also fort. Geheimrat Bumm Rach einer Meldung aus München ist der Leiter der Münchner Llniversitäts-Frauenllinik, Geheimrat Professor Dumm, Freitag abend in der Münchner Chirurgischen Klinik an den Folgen eines Gallensteinleidens im 67. Lebensjahr gestorben. Wettervoraussage, Langsam aufklarend, westliche Winde, später kälter und Rachlassen der Niederschläge, Rächt- frostgefahr. Aus aller Well. Die Wasserschäden nm Rhein. Köln. 2. Ian. (WTB.) Wie von unterrichteter Seite verlautet, beläuft sich der Hochwasserschaden am Rhein auf 18 bis 20 Millionen Mark, wovon auf die Stadt Köln etwas mehr als z w e i M i l l i o n e n entfallen. Den Gesamtschaden am Rhein und an den Rebenflüssen schätzen amtliche Kreise auf 23—25 Millionen Mark. Am meisten gelitten hat der Regie- rungsbe?.irk Koblenz; der Kölner Regierungsbezirk Metz steht an zweiter Stelle. Durch die älnterstü^ungsmaßnahmen der Regierung wurden bisher noch verhältnismäßig wenig Barmittel für die Geschädigten in dec Stadt und auf dem Land aufgebracht; so erhielt z. D. Köln bisher nur 120 000 Mark. Die Barentschädigungen konnten also hier nur in seltenen Fällen em Zehntel des Schadens überschreiten. Die bisherigen Auszahlungen sind jedoch nur als Abschlagszahlungen aufzufassen. Sobald weitere Mittel von der Regierung etntaufen, werden die Barentschädigungen automatisch erhöht. Der Erdrutsch im Ar!ber<,§ebiet. Innsbruck, 2. Ian. Dte Privatwirtschaft abwanderten. Densvertrags geschah, Dürfe unter keinen Er habe mit seinen Wünschen jedoch sowohl Llmständen zugegeben werden, bei Den Parteien im Landtage, wie bei verschie- . . ...__ Denen Teamtenlategorien anderer Gattung wenig AU OCR Gegenliebe gefunden. Die Fehlerquelle liege je- «NoNM-SN dLS bcfetitcn (BcbictCS« denfalls darin, daß Die jetzige Organisation Der Staatsbank Berlin, 2.Januar. Wolff.) In der vorn leine °uSr°ich-ad- Garant!- füt «ine wirksam« Deutschen ®eamten6unb jut » »nnfmli# der Interessen Der Ausgewlesenen semerzert de- c. , ...t ^vntroue gründeten Druckschr st „Der Ausgew le- brete. Es müsse eine modernere Organßatton |cnC<< ,llit ;hl.c) Nummer vom 1.Januar ihr mit schärferen Kontrollen geschaften werden, um cinstellt. wandte sich Reichsminister der Staatsbank wieder das erforderliche An- $ & e in feiner ^in2nfcf)nft als Minister Der eben 3U geben. o besetzten Gebiete an Diejenigen Beamten. Die sei-- Rach einer weiteren Meldung hat Der Zen- aua Dem besetzten Gebiet ausgewiesen trumsabgeordnete Langc-Hegermann seine ^urDen1 gesamten Aufsichtsratsstellen im Barmat-Konzern toirD bei allen deutschen Staat Bürgern niedcrgelcgt. Der Aufsichtsrat Der Merkurbant in @rinnl?vung behalten, daß das Jahr 1923 ift äu einer Sitzung einberufen um ebcntudl burd bcn Nuhikainpf zu e uer gütigen Kraft- neue Vorstandsmitglieder zur Führung Der Ge- p^be deutscher Treue unb valerländ scher Ge- chafte zu bestellen. Es soll geplant fein, eine finnung gcü?orDen war. und durch den passiven Aktion der Hochfinanz Widerstand und Den S?paratistcnrummel g.raDe zur Stützung Der Dem Barmat-Konzern I Die Treue der Deutschen im besetzten ©ebiet auf nahestehenden Industrieunternehmungen in die eine besonders harte Probe gestellt wurde. Wege zu leiten. Einzelne Gesellschaften sollen I ben doch Die Gegner im Jahre 1923 toiDerred);iia) durch Die Geldsperre bei der Merkurbank an- I ein Einbruchsaebiet von 163246 Hektar beietzt, cheinend bereits in gewisse Schaierigkellen ge- I irt dem sie rund 900000 Deutsche ihrer gesetzmaßi- raten sein. Infolge des Vorgehens Der Staats- I gen Regierung teilwe.se entzogrn, 336o0 Beamte anwaltschaft haben zwei Konzernbanken, immlich I mußten ihr Brot in Der Verbannung essen. Die Hoffmann und Friedländer Bank A-G. und Rechnet man hierzu noch Die Familienange- Die Bremer Privatbank A.-G. wegen Störungen I hörigen, so kommt man bei vorsichtiger Rechnung des Geschäftsbetriebes ihre K a f1 e n bis zum I auf eine Gesamtzahl von 130 000 Ausgewiesenen. 7. Januar geschlossen. Durch die Durchführung der in London im uuguft getroffenen Vereinbarungen gelang es, in langen schweren VerhanDlungen mit Ausnahme von fünfzehn Fällen, über die noch verhandelt wird. Die Rückkehr Der Ausgewiefenen zu- erreichen. Das erste Weihnachtsfest haben all diese wieder in ihrer Heimat feiern können. Man lann am Ende des Jahres 1924 mit Hinweis auf die beachtenswerten Erfolge der Reichsrcgierunb getrost davon sprechen, daß das tieftraurige Schicksal, das über Tausende deutscher Beamter und über Tausende von Angehörigen freier Berufe hereingebrochen war. sich in allen wesentlichen Dingen zum Guten wandle. Die deutsche Beamtenschaft verdient nicht nur eine formelle Anerkennung für ihre Pflichttreue, sie hat vielmehr wohlerworbenen Anspruch Darauf, daß man ihr ehrenvolles Verhalten mit aufrichtigem Dank ausstatten, und daß man ihr das Lob spendet, In Vaterlandsliebe und Heimattreue alles getan zu haben, was Menschen möglich ist. Sofia zurückgekehrt. Vor seiner Abrerfe sagre unD owrcy Die GrvdLruag von vi- p e m n i y Zankoff in einer ilnterrebung mit Vertretern der I erfo, Mftteld. Ann.-Erv., Blockstraße 121h Der Huch« Y&ttgt Mitte des MrmatS /tarnen und steckt häufig in Bauen. Der A morgens und abends auf den Bauen ist oft loh jtenti, weil er sie in der Dämmerung absucht. Palast- Lichtspiele Hircbenplatz Nur hente und morgen neue» Programm Maud, die große Sensation Sittenfilm in 5 Akten. Ferner Der Ritt ums Glück Eine Geschichte aus dem wilden Westen in 5 Akten. Hauntrollw: Douglas Fairbanks ßlöDlere° SMOlstM werd, fadjgcmän u. preiswert gestimmt ii. repar. ®.6öettÄ Gietzeli.vioM^l Anhand nbr.ftlao. u. Harmoniums. Rcuausste^lung von Gew:rbelcgitimativnöla len zuständ.gen Heinrich Braun Nieder Bessingen. Ife!* . ^Qnit>ferlin? ™ Un. sZrr »oneS^igen 'ewesen. leit Aeithork. Ä eben. mDr w Itfnrflc' ■ a», anfi® ’Ä?“ angebliche Ä 9* um UnrigeU 1|il SU berluf^en, ben ch-ftsleutt". Wijei wurde eint Je & Aiemann, die sich ie wid in ter ISgcr- Teschäftsräume Halle oie beirügmlchen Lebensjahre stehenden P 15 Stnunpfsimen, h-, Leder- und Luv- f'-Qt worden. Das ©v indrlsirma bestand da- An;aylnng große M- m sofort wieder weiter ^rlös derbiauchten die c ihre grohm person- *• Bornotizen. — TogeSkalender für Samstag. Gesangverein „Frohsinn": 8 Uhr Kathol. Dereins- haus Weihnachtsferer. — Marineverein: SV-1 ilfir Wonatsvm sammlung. — Angelsportverein: 81/-' (Uhr Mouatsverfammlung Restaurant Senckler. — Msab-Lothrmger: 81/4 Uhr Monatsversammlung Hotel Köhler. — Mandolinen-Gurtarre-Berem „Heat»llta'': 8 Uhr Weihnachtsfeier im Schützen- Haus. — 2L 3. TL 222: Gemütliches Beisammensein bei Sauer. — Shem. Lerbgardisten: 8 Uhr Versammlung. — Derein ehem. Jäger und Schützen: 8 Uhr „Pfälzer Hof" Weihnachtsfeier. — Sterrvgrapheng.sEchaft Gabelsberger: 8 Uhr „Stadt Llch" Generalversammrlung. — Lichtsp.el- Haus Bahnhof st vaste „Steuerlos". — Palastlichtspiele, Kirchenplatz: „Maud, bie große Sensation". 1— Aftorialichtspiete „Doulevardblut". — TageSkalender für Sonntag. Stadttheater: 71/» Uhr „INebsrauenmilch". — Arbeitsgemeinschaft der Mili:äc- und Regiments- Vereine 11 Uhr vorm. Filmvortrag Lich.spielhaus Bahnhofstraße. — Gewerkschaft Deutscher Loko- notvführer: 4 Uhr Turnhalle W ihnachtsfeier. - Allgemeine Deutsche Postgewerkschaft: 3^2 Uhr kathol. Dereinshaus Weihnachtsfeier. — Licht- ipieltheater tote Samstag. — Aus demStadttheaterbüro wird wird uns geschrieben: Die Erkrankung des Herrn Dolck hat versch ebene Aenderungen des ursprünglichen Spielplans notwendig gemacht, auf die ausdrücklich auch an d.eser Stelle hing.wiesen fei. Der in der heutig en Anzeige veröffentlichte Lpielplan enthält die richt gen Angaben, wonach die letzte Aufrührung des Märchens „Schnützel- b u h h ä u s e l" auf Samstag, den 10. Januar, verschoben worden ist, und am morgPen Sonntag statt des Schwankes „Ollem Vetter Eduard" eine letzte Ausführung des Lustspieles „Liebsrau e n m i l ch" stattfindet. Auf diese Dorstel- lung fei ganz besonders aufmerksam gemacht. — Zn der Abonnementsvorstellung am Donnerstag, 8. Januar, wird statt des ursprünglich vorgesehenen „Meisterboxers" Hebbels Drama „G h- ges und fein Ring" gegeben. — Brasilien und Argentinien im Film. Man schreibt uns: Ein neuer Hapagfilm wird jetzt feine ersten Aufführungen in Giest n erleben. Der Film „Mit der Hapag nach Südamerika" führt den Zuschauer mit einem Südamerikadampfer der Ha nburg—A en a L. i Zunächst nach Bahia. Bon hier tritt man eine Fluhfahrt in hie Tabakgebiete Brasiliens an. Rio de Janeiro ist das zweite Reiseziel, von dem aus die Fahrt weiter nach der Kaffeestadt Santos und nach dem Industriezentrum Sao Paulo geht. In Sao Paulo wird em zweiter Ausflug ins Innere Brasiliens angetreten, der mitten in den brasilianischen Urwald führt. Don hier wird die Kolonisativnsarbeit des Einwanderers in eindrucksvollen BUderreihen geschildert. Argentinien wird im zweiten Teil des Films behandelt. Schon der Hasen Buenos Aires mit feinen mächtigen Getreidesilos und großen Gefrierfleischhallen deutet auf die volkswirtschaftliche Grundlage des Landes, auf den Getreidebau und die Viehzucht hin, die, nachdem die Hauptstadt in zahlreichen lebendigen Bildern gezeigt worden ist. eingehend dargestellt werden. Der besondere "Wert dieses inhaltsi-eichen Films liegt In her unbemäntelten Schilderung des Lebens. das den Auswanderer drüben erwartet. Die erste hiesige Vorführung, zu der ein berufener Kenner der Verhältnisse erläuternde Worte sprechen wird, findet ab Montag im Lichtspielhaus statt. Räheres siche Anzeige. und Land. , den 3. Januar ISA- bewerb des ... ■S"Ä * i w ** WS» leit vom Tage ae» v, 1 ÄuStüsieln die l,c.,Äfun&el k so Urweiler Äam«' , ffiSSS l Ä handel , A I ^en ft HÄv llntew* *anr 1 Ä't* 3»”' .»rz «A *1 Bekanntmachung. Wir weisen hierdurch nochmals auf die Bekanntmachung vom 24. Mai 1924 hin. Nach dieser ist die Vornahme von Arbeiten an den elektrischen Starkstromleitungen bezw. den Einrichtungen nur solchen Der- sonen gestattet, welchen hierzu unsererseits die Berechtigung erteilt ist. Das Verzeichnis der zugelaffenen Installateure ist durch uns in den Zeitungen veröffentlicht. Zu den vorgenannten Arbeiten gehört auch die Auswechselung von Beleuchtungskörpern. Wir sind aus Sicherheitsgründen gezwungen, bei Zuwiderhandlungen von den angedrohten Strafmatznahmen Gebrauch zu machen. _ 146c Elektrizitätswerke, Überlandanlage und Strahenbahn der Stadt (Biegen. 5 t ölte. I. Sperrsitz und I. Rang Milte I. „ Rück II. „ Aückp'ah ...• 4 „ Sine Einlösung an her Tages- und Abendkaffe erfolgt nicht. Giehen. den 30. Dezember 1924. Der Oberbürgermeister. 1408 Theaterbauverein G. m. b. H. Giehen. wesen. In-gelamt wurde auf <9 Anfragen umgehend und sachgemäh Antwort gegeben. Für die Beratung her Fragesteller haben sich anerkannte Fachleute uns zur Verfügung gestellt, wodurch die Gewähr gegeben ist, dah die Angelegenheiten her Ratsuchenden mit der erforderlichen Sorgfalt und fachmännischem Wissen bearbeitet werden. Die Benutzung dieses Frage- kastens ist für unsere Leser kostenlos. 3m eigenen Interesse der Landwirte, Kleingärtner und Diehhalter möchten wir empfehlen, auch im neuen 3ahre von dieser Einrichtung unseres Blattes eifrig Gebrauch zu machen. ** Eine technische Störung in unserer Druckerei hatte gestern die unliebsame Folge, bah sich die Fertigstellung der Landauflage des ..(Siebener Anzeigers" erheblich verzögerte. Infolgedessen konnte die Ausgabe unseren Beziehern in der Provinz erst mit einem späteren Zuge zugestellt werden. Wir bitten, diese Verspätung infolge höherer Gewalt freundlichst zu entschuldigen. P 0 l i z e i w a ch t rn e i st e r L. Kimmel ist mit dem Iahresschluh 1924 nach Erreichung der Altersgrenze in den Ruhestand getreten. Zur Verabschiedung des verdienten Beamten versammelten sich am Mittwoch vormittag in den Räumen des 1. Reviers, das der Scheidende zuletzt leitete, mit dem Vorstand des Polizeiamts, Regierungsrat Büch ler. die Beamten des 1. Reviers. Abordnungen der anderen Reviere und der übrigen Polizeiveiwaltungsbehörden. Regierungsrat Büchler würdigte in einer Ansprache an den Scheidenden dessen hohe Verdienste, die er sich in 37' -jährigem Dienste in unserer Stadt erworben. Weiter wies der Amtsvorstand auf die vorbildlichen Deamteneigenschaften dieses Mannes hin, her, streng gegen sich selbst, auch Doh seinen Untergebenen hingehendste Pflichterfüllung verlangte, die Strenge des Dienstes aber stets mit seinem freundlichen Wesen milder zu gestalten wußte. Zum Schluß sprach der Redner dem Scheidenden den Dank her vorgesetzten Behörde für seine treue Pflichterfüllung aus. Kommissar Kimmel dankte in schlichten Worten ‘für die herzliche Ehrung, die ihm bereitet wurde. Bei seinem Weggang vom Amt wurde ihm von Mitgliedern Der Kapelle Weller ein musikalischer Abfch.edsgruß dargebracht. Die Ortsgruppe Gießen des Hess. Landesverbands der Polizeibeamten bereitete dem allse ts beliebten Kollegen und Vorgesetzten gllegentlich der Weihnachtsfeier der Polizeibeamtenscha.t am 31 Dezember ebenfalls eine herzliche Ehrung. Sie ernannte ihn zum Ehrenmitglied und überreichte ihm eine entsprechende Urkunde. Die Beamten des 1. Reviers ließen ihrem Vorgesetzten als Zeichen der Anhänglichkeit durch ein kl i res Mädchen Blumen überreichen, wobei die Kle ne eüun von Dr. Werner Bock her iahten Prolog sprach. In den weitesten Kreisen der Bürgerschaft wird man diesen Auszeichnungen des Herrn Krmmel durchaus beipflichten, denn er Dere nie alle guten Eigenschaften eines Polizeibearnten — strenge Pflichterfüllung gepaart mit Wohlwo len — in feiner Person. Hierdurch hat er sich in allen Bevölkerungskreis'N F eunhe erworben, d ie das Ausscheiden hies s charaktervollen Beamten vorn guten, allen Schrot und Kom aus unserem Poli- ze'korps sicherlich bedauern werden. Möge dem sympathischen Manne, der seit dem 9. Iulr 1887 unserer Polizerbeamtenschaft angchörle und sich in ihr zu führender Stellung emporarbeitete, ein heiterer Lebensabend bescheden sein. O Erweiterungsbau der Lupusheilstätte in Gießen. Wie wir hören, plant her Heilstättenverein für Hessen e nen Erweiterungsbau für Lupus'r rnke in Gi hei zu errichten. Dir her-,eit gen Einrichtungen he-- Lu- pusheilstätte genügen wohl den w fs nsch filich n Bedürfn.ssen der med zm scheu Fr.ultät der L m» desunivers.tät, reichen aber zur restlosen Aufnahme her Lupuskranken, deren Zahl stetig zu- ntmmt, nicht aus. Vorgemerkte m.issen Monate lang auf Einberufung warten, da die Anstalt dauernd beseht ist. Die Gesamtkosten belaufen sich auf runh 150000 Rm. Dom Hess. Lmdtage soll hierzu ein Staatszuschuh von 20000 Rm. erbeten werden. Astorlallchtsplete SeUcrswes Nur noch hente u. morgen Boulevard • Blut Eiu Film von dem clänzenden, bunten Leben des Varietes, der Operette und ... den fragwürdigen, schattenreichen Quartieren der Großstadt. Hauptrolle: Der unverwüstliche BISSCOT MEYER Ferner Die graue Macht Schauspiel in 5 Akten. Anfang 4 Uhr. uaru&er etn^utraen^ me ernt umereiicngturem» schäft mit dem Ziele der Verschmelzung zwischen der Hess. Girozentrale und der Kommunalen Landesbank zum Zwecke haben. Das Ministerium des Innern wurde vom Verbände gebeten, die Verhandlungen hierüber in die Wege zu leiten. 3 Das Heimstättenamt der Beamt e n s ch a f t i n H e f s e n hat folgend.' 2ln^ träge an den Landtag gelangen lassen: 1. Der Landtag wolle beschließen, die Hess. Regierung zu ersuchen, daß das Reichs heimst ältengeseh auch für den VollSftaat Hessen Gesetzeskraft erlangt. 2. der Landtag wolle beschließen, die Hess. Regierung zn ersuchen, daß die Beamtensiedlungs- Verordnung des deutschen Reiches vom 11. Februar 1924 auch für den Volksstaat Hessen und seine abgebauten Beamten unc.r züglich in Kraft gese t wi d. D':ese Verordr.u g ist auf die aktiven Beamten >iuszudehnen. " Die Deutsche Landsmannschaft im Weltkriege. Die in her D. L. (Coburger L. C.) vereinigten 96 Landsmannschaften an bratschen und österreichischen Hochschulen haben eine aofchltetzende Statistik ihrer Deteilrgung am Weltkriege aufgestellt. Cs geht daraus hervor, daß sich 9082 Landsmannschafter im Heeresdienst befanden, von denen 1223 gefallen sind. Das entspricht einem Verlust von durchschnittlich 13,5 ' An Auszeichnungen wurden erworben: 1613 Eiserne Kreuze 1. Klasse, 5424 Eiserne Kreuze 2. Klasse und weitere 6062 Auszeichnungen bks zum Pour le mcrite hinauf. ‘21 ad) den einzelnen Landsmannschaften geordnet haben Darm *. st a d t i a (G i e ß c n) mit 328 und Hasso-Borufsia (Marburg) mit 309 die meisten Kriegsteilnehmer gestellt. Die größten Verluste betrauern Sarin- ftahtia (43), Cheruscia Leipzig - 39) rind Ghibellinia (Tübingen — 37). Die höchste Zahl an Eisernen Kreuzen erwarben 1. Klasse Hasso- Guestsalia (Marburg — 63) und 2. Klasse Darm- stadtla 181). Aus die Landsmannschaften der Universität Gießen entfallen 543 Kriegs teilnehmer, 81 Gefallene, 75 Eiserne Kreuze 1. Klasse, 284 Eiserne Kreuze 2. Klasse und 282 sonstige Auszeichnungen. ** Aufwertung deutscher Guthaben in Polen. Wir der „Deutsche Handels- dienst" berichtet, hat die Anmeldung deutscher Guthaben zu aufgewerteter Auszahlung durch eingeschriebenen Br.es in po.'n'.scher Sprache unt) mit polnischer Aufschrift spätestens bis zum 31. März 1925 (also nicht wie früher angegeben, bis zum 31. Dezember 1924) zu erfolgen. ** Aus dem Gießener Standesamts r e g i st e r. Es verstacben tn der Zoi! vom 15. b is 31. Dezember: 17. Dezember Mattb Selzer, beeidigter Vüchertevifo'., 54 Iahre att, Goethestraßr 49, Otto Scheel. Kaufmann un* Makler, 54 Iahre alt. Mühlstratze 24; 19. De zember Heinrich Keiner. Arbeiter, 63 Iahre all Marburger Straße 65; 20. Dezember Charlof.. Holl, ohne Beruf. 75 Iahre alt Sicher Str. 74. 22. Dezember Wilhelm Hamel, Kellner. 37 Iah) : alt, Am Steg 141; 23. Dezember Elise Brech!, geb. Schäfer, 55 Iahre alt. Schiftenberger Weg 18; 24. Dezember Ida Vetter, geb. Christophs'. 45 Jahre alt, Am Riegelpfad 60; 25. Dezember Kurt Frees, 4 Monate alt. Rvonstrahe 21. Eli sabeth Hartmann, geb. Engel, Witwe. 79 Iah-e alt, Sandgasse 43, Karl Ott, Privatmann. 72 Jahre alt, Liebigstraße 65; 30. Dezember Wernn Hans Deith, 7 Monate alt. Stephanstrahe 37. Heinrich Johann Stock, Buchhalter, 54 Iahre ml, Goethestrahe 70, Maria Rasemann, ohne Betus. 67 Jahre alt, Lich-r Straße 74; 31. Dezember Theodor Gustav Schäfer, 2 Monate alt, Reu- ftadt 41. " Hessischer Grünlandverein. Im Rahmen der Lanhwirtschaftlichen Woche in Darmstadt veranstaltet her Hess. Grünlandverein am nächsten Freitag einen Dortrag über „Die Stellung des bäuerlichen Betriebes zur neuzert- lichen Grünland-Wirtschaft". Räheres im heutigen Anzeigenteil. V6r8chi6den68j Hachhiüe-Dnlerriclil mLateinisch, Enal, u. Matbematlk für höhere Klaffe gesucht. Schriftl. Angebote unter 084 an den Gießener Anzeiger. Lichtspielhaus Bahnhofatraße Nur noch hente n. morgen „Steuerlos" Ein Drama in 6 Akten. Hauptrollen: Maria Jahobint Rosa Valetti Charles Willi Kayser. Dazu ein erstkl. Beiprogramm. Großes Orchester! Gewöhnt Preise. *-.80, L-, 1.50,2.. An Ta dk 1 Uhr. in der Gastwirtschaft „Zur Llebigshöhr' in Gießen versteigert werden: 4.43 Fstm. Fichtebauholz 3. Klaffe 16,30 ., 49,37 „ 208.16 ., 4,22 „ 5,99 „ „ bohnenstangen. Lvfeeinteilung (mit Dersteigerungs- bedingungen) kann zum Preise von 50 Pf. von unterzeichneter Stelle bezogen werden. Das Kausgeld kann nach den Dersteige- mngsbehingungen auf 3 Monate gestundet werden. Gießen, den 2. Januar 1925. Der Oberbürgermeister. I. D: Dr. Rosenberg. 139B teilung von Druckschriften oder anderen Schriften und Bildwerken. Das Polizeiamt weist daraus hin. daß diejenigen, welche Druckschriften oder andere Schriften oder Bildwerke auf öffentlichen Straßen. Wegen. Plätzen oder anderen öffentlichen Orten gewerbsmäßig ausrufen, verkaufen, verteilen, anheften ober anschlagen wollen, die für das Jahr 1925 erforderlichen Legitimationsscheine alsbald bei dem zuständigen Polizeirevier zu beantragen haben. *r Der Abendschein für das Wander- und Haufiergewerbe nach 7 II b r abends! Das Polizeiamt gibt im Amtsver- kündigungsblatt bekannt, daß auf Grund der Gewerbeordnung alle Personen, die den ambulanten Gewerbebetrieb, und zwar das Wander- unh Hausiergewerbe nach der gesetzlichen Laden- schlußzeit 7 Ähr abends, auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen und an anderen öffentlichen Orten — gleichgültig, ob der Gewerbebetrieb im llmherziehcn ober von einem festen Stand aus erfolgt — an Werktagen ausüben wollen, im Besitze des hierfür vorgeschriebenen Abendscheins fein müssen. Das Polizciamt fordert daher diejenigen Personen, die ihren ambulanten Gewerbebetrieb nach der auf 7 llhr abends fe st gefetzten Ladenschlußzeit auszuüben beabsichtigen, auf. alsbald bei hem für sie zuständigen Polizeirevier Antrag auf Ausstellung des nach der Gewerbeordnung erforderlichen Abendscheins zu stellen. Personen, die nach Durchführung dieser Bestimmung nach 7 llhr abends hausierend auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen oder an anderen öffentlichen Orten betroffen werden, ohne im Besitz des dazu erforderlichen Abendscheins zu (ein, werden Der» anzeigt und mit Geldstrafen bis zu 600 Rm., im Llnvermögensfalle mit Haft bestraft. ** D ie Arbeiten an den elektrischen Leitungen bzw. an den Ern- r i d) t u n g e n sind vom städtischen Elektrizitätswerk nur bestimmten Personen gestattet. Aus diesen Sachverhalt und auf die Strafmaßnahmen im Zuwiherhandlungsfalle Werst die Direktion des Elektrizitätswerks rn unserem heutigen Anzeigenteil hrn. Wir raten, diese Verwarnung ernstlich zu beachten. Stadttheater-Abonnement. Die Einlösung des dritten Abschnitts betrifft eine Bekanntmachung in unserem heutigen Anzeigenteil. ** Zur vorläufigen Unterbringung Äusgewiesener hat, nach einer neuen Verordnung des Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft, die Inanspruchnahme von Räumen und gegebenenfalls von Verpflegung weiter bis zum 30. Juni 1925 zu erfolgen. Eine etwaige weitere Verlängerung der Frist erfolgt durch die oberste Landesbehörde. O Sparkassen und Landesbank. Wie uns berichtet wird, hat die außerordentliche Mitgliederversammlung des Hessischen Sparkassen- und Giroverbandes, die vor wenigen Tagen in Darmstadt stattfand, folgende Deschlüsse gefaßt: 1. Die Mitglieder des Verbandes betrachten die bisherigen Verschmelzungsverhandlungen mit der Hess. Landesbank und der Kommunalen Landesbank zunächst als g'scheitert, sie haben aber den aufrichtigen Wunsch, daß trotz des Scheiterns der Verhandlungen ein freundliches Nebeneinanderarbeiten der öffentlichen Geldin- ftituüe angestrebt wird. Von der Gegenseite wird erwartet, daß auch die berechtigten Interessen des Hess. Sparkassen- und Giroverbandes respektiert werden; 2. die Mitglieder des Verbandes sind bereit, in Besprechungen 5Mtln nimmt Kunden an in und an her dem Haufe. ;iu erfragen Lchützenstr. S. 0 0 Domen- und ginöerlleiöong wird billigst ange= fertigt 075 rteinttraste 471 Maschinenstrickerei. 2Dortroeften, Wamste, Sweater, sämtliche Strickwaren werden ae- plah II. „ Vorder- Platz Nutzholz-Versteigerung 'Bekanntmachung. der Stadt Gießen. Stadttheo e -Abonnement Aus den Waldungen der Stadt Gießen Die Einlösung des v^ten Abschmtts sollen am Montag, dem 19. Januar der Abonnements für Dienstag Mrtt> 1925 vormittags 10 Llhr beginnend, woch, Donnerstag und Freitag hat am Montag, den 5. Januar beginnt unser q M' Mit dieser sorgfältig vorbereiteten Veranstaltung bezwecken wir zartickgesetzte Waren und Restbestände aus allen Abteilungen unter allen Umständen zu räumen. Gleichzeitig verbinden wir damit den Extra-Verkauf von Gelegenheitsposten Wäsche, Leinen und Weißwaren die, besonders günstig eingekauft, Gewaltig in Mengen, Hervorragend in Qualitäten, Unerreicht an Preiswürdigkeit dem kaufenden Publikum nichts Alltägliches, sondern Außergewöhnliches bieten. Die errungenen Preisvorteile, die wir unserer werten Kundschaft voll und ganz zu Gute kommen lassen, sind derart groß, daß es sich lohnt, auch für späteren Bedarf zu kaufen. Insbesondere seien Verlobte, Institute, Hotels, Krankenhäuser und Pensionen auf diese aussergewöhnlich günstige Kaufgelegenheit hingewiesen. Wir empfehlen unsere Schaufenster-Auslagen einer gefl. Beachtung und JHP laden Jedermann zur zwanglosen Besichtigung der ausgelegten Waren ein da wir aus der Fülle unserer besonders günstigen Angebote nur einige Beispiele anführen können. Bettuchstoffe ;175 150160 cm, Nessel, Cretonne, Haustuch Meter Mk. 1.95, 235, 2.60, 2.75, Hemdentuche Cretonne, Renforce, Macco Wäsche-Batiste 0 Meter 68, 85, 92, 95, 98 H bis Mk. 1.55, Meter Mk. 2.90 160 cm breit Fertige Bettücher 420 Halbleinen Nessel, Mk. 4.65, 5.55, 6.30, 6.60, Cretonne, Haustuch, p° 240 850 Weiss Bettdamast 195 130cm breit mit kleinen Bleichfehlem Mtr. Mk. 1 Weiss Bettdamast ^40 130 cm, in enormer Auswahl J Meter Mk. 2.70, 2.90, 3.20, Brocatdamast Meter Mk. 3.90 Weisse Bettbezüge *725 Linon, Satin, Damast Mk. 7.75, 9.40, 10.45, £ Kissenbezüge volle Größe mit Knopf und Knopflöchern, glatt und gebogt ... Mk. 2.25, 2.60, 2.75, 2.95 Kissenbezüge volle Größe Hohlsaum, bestickt . . Mk. 2.50, 2.75, 2.95 Koltertücher in enormer Auswahl Mk. 9.80,10.50, 11.25, Bettuch-Halbleinen r>75 150 160 cm, teils Rasenbleiche, Flachsgarn Meter Mk. 3.20, 3.40, 3.60, 3.90, ** Marke „Frauengunst“ rk30 82 cm. Halb- und Reinleinen, herabgesetzt X Meter Mk. 2.75, 3.40, 3.90, Marke „Frauengunst“ 4 20 160 cm, Halb- und Reinleinen, herabgesetzt Meter Mk. 4.60, 5.10, 5.40, 5.90, 6.50, Linon für Bettbezüge 180 130 cm breit............Meter Mk. g Weiss Bett-Satin 195 130 cm, für Bezüge Meter Mk. 2.40, 2.70 K Mit kleinen Web-, Bleich-, Schönheitsfehlern zu denen wir sonst diese Artikel ein kaufen können Wir verkaufen diese Posten erstaunlich billig unter den Engros-Fabrikpreisen behaftet, Verwendungsmöglichkeit nicht beeinträchtigt: Tischtücher und Tafeltücher in allen Größen, bis 4 m lang. Nur prima Waren bis zu den feinsten Damast-Qualitäten Speise- und Tee-Servietten, Mitteldecken farbige und weiße Teegedecke und Kaffeedecken Zimmer-Handtücher und Küchen-Wäsche zum Aussuchen ausgelegt ........♦••• ............ 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Stück 80, 70» Wisch-Gläsertücher Halbleinen, kariert 55/55, 60/60, 60/80 cm Stück 85, 115, 78, Reinleinene Gläsertticher rot und blau kariert, 55/55, 55/75, Stückl25, 98» 3000 Stück weiße reinleinene Berstenkorn-Handtücher mit Hohlsaum u.Atlaskante, besonders dauerhafte Gebrauchsware . . Stück Mit kleinen, unbedeutenden Fehlern Frottier- Wäsche Handtücher, Badetücher, Bade- Teppiche usw. weit unter Preis. Fabrik- Coupons Reinleinen und Halbleinen für Wäsche und Handarbeiten, nur erstklassige Qualitäten erstaunlich billig. 3600 Stück weiße reinleine Bielefelder Gerstenkorn-Handtücher extra fein, abgepaßt mit Atlas-Kante, gesäumt und gebändert .... Stück Franks Baer, Frankfurt a.M. Zeil 118/122 89c Zeil 118/122 Samstag, 5. Januar 1925 Sietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) llr. 2 Zweites Blatt Schein und Wirklichkeit. (Von unserem Aust-Korrespondenten.) Wien, Ende Dezember 1924. Oesterreichs neue Regierung sitzt auf einem Sorgenstuhl. Bundeskanzler Dr. ‘Kämet hat bisher fast nur Schwierigkeiten aus dem Wege zu räumen gehabt. Die Sozialdemokraten, denen die christlich-soziale Opposition in der Wiener Gemeindestube jetzt bei der dortigen Budgetdebatte sehr unangenehm zu werden sucht, drehten den Spieß um und machten dafür bei der Budgetberatung im Nationalrat beinahe Obstruktion. Aber die österreichischen Sozialdemokraten erinnern in gewisser Hinf.cht an die Demi Vierges von Marcel Prevost und schrecken immer vor den letzten Konsequenzen zurück. Sie tändeln, weigern sich aber im letzten Moment stets, doch etwas zu tun, das eine dauernde Verantwortung für sie hätte. So tarn es, dah trotz der besorgniserregenden Demonstrationsgelüste der Arbeitslosen, die eine Weihnachtsgabe fordern, die Regierung uiü) die Sozialdemokraten im Nationalrat sich so weit aussöhnten, das) in der letzten Woche vor den Weihnachtsferien dort geradezu mit Dampf gearbeitet wurde, und nicht nur ein Budgetprovisorium, sondern auch ein Dutzend anderer Gesetze erledigt wurden. Dr. Kämet scheint ein Freund glatter Oberflächen zu fein, und wie es weiter unter den Arbeitslosen gährt, so wird er auch wenig Glück haben mit seiner ziemlich bombastisch angekündigten Aktion gegen die wach- setide Teuerung. Natürlich hat er mtt diesen Worten in ein Horn gestoßen, das jeder gerne hört. Die Teuerung in Oesterreich wächst ttotz der Stabilisierung der Krone und jeder leidet darunter. Diese wachsende Teuerung ist aber etwas ganz Natürliches, durch die Verhältnisse Bedingtes, nichts Künstliches oder gar Frivoles, gegen das man als solches einen Kampf beginnen kann. Das dicke Ende wird leider noch kommen. Es klingt ja sehr schön, wenn die Regierung sich mit den verschiedensten Vertretern der Produktion an den grünen Tisch setzt, um zu beraten, wie man die Lebensbedürfnisse billiger gestalten könnte. Rnd der naive Untertanenverstand gibt sich auch damit zufrieden, wenn er hört, daß es der Regierung hierdurch z. B. gelungen ist, den Milch- preis, den die Agrarier gestern um fünfhundert Kronen erhöht haben, heute wieder um zweihundert zu erniedrigen. Die Milch kostet jetzt allerdings um dreihundert Kronen mehr, aber die Regierung hat sich doch tapfer gehalten! Die Republik Oesterreich ist ein künstlich beschntttenes, unzulängliches Wirtschaftsgebiet, an dem der sogenannte Friedensschluß von St. Germain schuld ist und dieses älebel muh fortdauernd Böses zeugen. Die Handelsbilanz wächst in ihrer Passivität in erschreckender Weise, wenn auch vielleicht die geradezu besorgniserregenden jüngst publizierten Ziffern auf besondere Gründe zurückzuführen sind und nicht für ganz so symptomatisch angesehen werden können, als man auf den ersten Blick glaubt. Dazu erhöht sich die Zahl der Arbeitslosen, nicht nur der eigentlichen Arbeiter, sondern auch der brotlos werdenden Intelligenzler, die die Krise im Bank- fach und in den Handelsgewerben täglich in steigender Zahl auf die Straße wirft. Die Auslagen der Geschäfte sind glänzend — das Geschäft geht schlecht. — Das ist die bittere Wahrheit, die man gerade um Weihnachten bei einem Gang durch die Sttahen Wiens so augenfällig beobachten konnte. Vor den reich ausgestatteten, mit Luxusartikeln ungefüllten Geschäf ten staute sch die bewundernde Menge, in Geschäftslokalen selbst aber konnte man die spärlichen Kunden an den Fingern oft nur einer Hand abzählen. Oesterreich kann nur geholfen werden, wenn es ihm möglich sein wird, sich an e:nen großen Wirr! chaf tskörper anzusch.i - ßen. Daran ist aber leider im Augenbl.ck nicht zu denken. Es bleibt daher nur noch ein anderes Mittel, das aber selbst bei Anspannung aller Kräfte kaum imstairde fein wird, zu einem dauernden Erfolg zu führen: Wir meinen, daß Oesterreich sich endlich einmal entschließen muh, fleißig zu arbeiten und wirklich zu sparen. Unter Arbeit ist aber nicht nur jene zu verstehen, die das Leben angenehm zu gestalten sucht, sondern vielmehr jene, die produktive Werte schafft. Eine Regierung, die ernstlich versuchen will, dem Staate auf die Dauer zu nützen, muß sich daher in erster Linie mit dem Problem beschäftigen, wie sie die produktive Arbeit organisieren und fördern kann. Alles andere ist nebensächlich, führt bestenfalls zum Schein, aber keinesfalls zur Tat. Leider dürfte auch die nun beschlossene Einführung des Schillings auf einen leeren Schein hinauslaufen. Nach den Bestimmungen des neuen Gesetzes werden Schillings in einer bestimmten Goldrealition gleich zehntausend Papierkronen zur Ausgabe gelangen. Der Schilling selbst wird eine Scheidemünze sein aus minderwerttgem SUber und in hundert Teile zerfallen, die man bisher „Stüber" nennen wollte. Wie wenig das neue Gesetz durchgearbeitet, wie wenig es vorher in der Oeffentlichkeit genügend erörtert worden ist, geht am besten daraus hervor, dah man sich im Nationalrat im letzten Augenblick dahin besonnen hat, dah daö Wort „Stüber" ganz unvolkstümlich sei. 3n der Verlegenheit ist man bann zum Ausdruck „Groschen" gekommen. Diese Wahl ist aber auch nicht glücklich, denn abgesehen davon, daß der Oester- reicher diesen Ausdruck längst nicht mehr kennt, ist Groschen niemals die kleinste Münze gewesen. Aber das sind mehr aber minder Schönheitsfehler. Der Wille, jetzt schon eine Währungsreform durchzusetzen, kann nicht als ungefährlich bezeichnet werden, so natürlich auch das Bestreben ist, mit den fürchterlichen Nullenschwänzen endlich gründlich aufzuräumen. Der österreichische Schilling wird zwar nicht ganz sechzig Goldpfennige wert sein, er wird aber die höchste Einheit gegenüber allen Nachfolgestaaten barstellen. Er ist das Fünffache der tschechischen Krone, das Zehntausend- fache der ungarischen, das mehr als Dreifache der italienischen Lira und beinahe das Neunfache des Dinars. Dieser Marsch an der Spitze der einstigen Staatsgenossen scheint seitens des armen kleinen Oesterreich doch etwas allzu kühn. Natürlich wird die Einführung des Schillings schon aus rein technischen Gründen zu einer weiteren Steigerung so mancher Preise führen. Die Regierung wird daher mindestens im Augenblick schon aus diesem Grunde neuen Schwierigkeiten gegenüberstehen. Und man kann ihr den Vorwurf nicht ersparen, daß sie selbst ihren natürlitf) sehr populären Kampf gegen die Teuerung mit Maßnahmen verbunden hat, die selbst eine gewisse Teuerung geradezu notwendig Hervorrufen. Deutsche Pionierarbeit in Rußland. Die deutsche Oeffentlichkeit hat bisher noch wenig gehört von Bestrebungen, die, obwohl erst seit Kürze in Gang gebracht, schon teilweise zu recht netten Erfolgen geführt haben. Es handelt sich um die Landkonzessionest in Rußland, an denen neben dem Ausland auch deutsche Gesellschaften teilnehmen, und zwar die Firma Krupp, die Konzessionen am Manytsch Fluh, dieDeutsche Agrar-Gesellschaft, die sie im Gebiete der Wolga-Deutschen und die D e u t! ch - R u s s i s ch e S a a t b a u A. G., die Konzessionen am Kuban-Fluß im Nordkaukasus bei Rostow und bei Moskau erhalten hat. Bon ausländischen -Unternehmungen sind Konzessionen erteilt worden an dem Nansen-Unternehnren, die Internationale Arbeiterhilfe an eine amerikanische und eine holländische Unternehmung. Da die russische Regierung zu der Einsicht gekommen ist, daß ihre Hauptaufgabe in dem Wiederaufbau und der Car! Spitteier f. Am 24. April 1925 wollte die Schweiz ihren größten Dichter Carl Spitteler groß feiern, der nun. noch nicht achtzigjährig, in seiner Billa zu Luzern dahingeschieden ist — ein Einsamer, ein Vertreter einer anderen Zeit, viel umstritten, viel gelobt und dennoch sehr wenig gelesen. Kurz vor Weihnachten konnte der Verlag von Eugen Diederichs in Jena das letzte Werk des Verstorbenen ankündigen: ..Prometheus der Dulder": „Auf Goethescher Altershöhe stehend, greift der große Schweizer in diesem späten uiid reifsten Werk, ebenso wie der Alte von Weimar im „Faust", auf den Stoff seines kühnen und grohgefügten Frühweicks zurück. Aber wie er ihn in reifer Meisterschaft formend erfaßt, wächst ihm eine völlige Neuschöpfung unter den Händen heraus. Dieser Prometheus ist ewig menschliches Erlebnis, ist der alternde Mensch selbst in seiner großen Auseinandersetzung ^mit den dunklen Mächten Alter, Dergängnis. Tod; äußerlich von ihnen bezwungen, aber im Erliegen ihr Bezwinger aus Kraft des Geistes. Und wie dec Dichter die schwer und feierlich schreitende Prosa seines Fruhwerk hier zum Vers steigert — diesem eigenwilligen lebenfunkelnden Spitteler- vers, den ihm unter den Zeitgenössischen keiner nachschafft —, so erfährt auch die Prometheus- gestalt selbst eine Steigerung und Erklärung, die sie zu den großen Symbolgestalten der Weltdichtung hinaufhebt." Mtt der Prosadichtung „Promotheus und Epimetheus" begann Spitteler 1881 sein Werk, das von größtem Einfluß auf die Dichtung Friedrich Nietzsches werden sollte. Gottfried Keller dagegen bekannte: „Was der Dichter eigentlich will, weiß ich nach zweimaliger Lektüre noch nicht." Dieselben Worte mag wohl so mancher 2efer der altgriechischen Mythendichtung ..Olympischer Frühling' (1900—1905) gesagt haben, für die der Dichter den ltterarischen Nobelpreis des Jahres 1919 erhielt. Immer aber muß man Spitteler gegenüber das Gefühl haben, einem überragend großen epischen Dichter die Achtung zu schenken. Es fehlt nicht an begeistertsten Stimmen, als deren beste und llarste wir den Frankfurter Literaturprofessor Dr. Hans Naumann aus seiner „Deutsche Dichtung der Gegenwart" über den „Olympischen Frühling" sprechen lassen wollen: „In seltsam knorrigen, sagen wir. alemannischen Alexandrinern vollzieht sich der Aufstieg der neuen Götter, die die allen griechischen Namen tragen, zum Olymp, der Antritt, die Entwicklung und das Ende ihrer Weltherrschaft. Großartig teils, teils märchenhaft lieblich wie der landschaftliche Hintergrund, der von der grandicsesten Steigerung des Hochgebirges wechselt bis zur anmutigsten Almen-, Wiesen- und Haldenlandschaft und als eine verklärte Schweiz darstellt, ist der über alle Maßen schöpferisch erzählte Inhalt, wechselnd vom reinsten und zartesten Märchen bis zur furchtbarsten, gewaltigsten und feierlichsten Mythe. Man weih nicht, was man mehr rühmen und bewundern soll: das große Maß von epischer Phantasie, die Schöpferkraft im kleinen Einzelzuge der Erzählung oder die tiefe Weisheit und Erkenntnis, das ungeheure Wissen um Welt, Schicksal und ihre großen Gegenstände, das auch über diesem Werke wieder liegt. So einzigartig und gänzlich unabhängig wie die Plastiken der hier vorgeführten Götter- gestatten sind, so einzigartig ist auch ihr Dichter und ganz nur am eigenen Maße zu messen. Man mühte schon in die bilbenbe Kunst, etwa zu Anselm Feuerbach gehen, um einer im pittoresken verwandten, heute vielleicht ein wenig altmodisch und kulissenhaft, mitunter sogar ein wenig langweilig anmutenden Auffassung der Förderung der Landwirtschaft liegen muh. ist es begreillich, daß die Dertragsverhandlungen mit der russischen Regierung auf diesem Gebiete weniger Schwierigkeiten und mehr Entgegenkommen gefunden haben. Der Ausgangspunkt für die deutschen Gesellschaften war Die hohe Entwicklung, die die deutschen Hochzuchten genommen haben, und denen schließlich nicht genügend Absatzmöglichkeiten gegenübcrflanöen; darum lenkte sich der Blick auf dasjenige Land, das den größten Mangel an Saatzuchten hat. Um das Interesse der deutschen Oeffenllichkeit auf diese russischen Konzessionen zu lenken, die geeignet sein dürften, nicht nur die russische Landwirtschaft zu fördern, sondern auch in ihren weiteren Auswirkungen der deutschen Landwirtschaft Vorteile zu bringen, hat die Deutsch-Russische Saatbau A. G. zunächst in kleinerem Kreise Vertretern der deutschen Behörden ein Bild von der seitherigen Entwickelung ihrer Konzessionen und den Aussichten gegeben. Die Konzessionen der Deutsch-Russischen Saatbau A. G. umfassen niet Gutswirtschaften. Zwei von ihnen im Nordkaukasus umfassen eine einheitliche Fläche von 15 000 Hektar. Nach den Ausführungen, die Herr Dr. Wage von der genannten Gesellschaft gemacht hat, liegen diese Konzessionen im fruchtbarsten Teile ganz Rußlands, älm eine Illustration für die Ausdehnung dieser Konzessionen zu geben, sei darauf hingewiesen, daß sich allein 58 Gebäude auf diesen beiden Gutswirtschaften befinden. Bestellt wird in erster ßinic Weizen, aber auch Gerste, Hafer, Mais und Sonnenblumenkerne. Die Gesellschaft ist mtt ihren Konzessionen gegenüber anderen insofern im Vorteil, als sie nicht Güter übernommen hat, auf denen sie alles aus dem Nichts schaffen mußte, sondern sie hat fertige Wirtschaften übernommen, mit reichlichem Inventar, so dah sie ohne weiteres an die Arbeit geben konnte, die allerdings insofern auf Schwierigketten stößt, als der so auherordenllich fruchtbare Boden, soweit er in den letzten Jahren nicht bestellt ist, stark verunkrautet ist. Obwohl die Gesellschaft die letzte ist, die in Betrieb kam, ist sie infolgedessen sehr schnell an die erste Stelle der Konzessionswirtschasten gerückt. Die beiden anderen Güter der Gesellschasi wurden zum 1. Dezember übernommen. Auf den einen, in der Nähe von Restow, ist in erster Linie Viehzucht, namenllich auch Pferdezucht, in Aussicht genommen. Späterhin soll auch hier der Getreidebau ausgenommen werden, da die Dodenbeschafsenheit als recht gut bezeichnet wird und auch die Wasserverhältnisse, der wichtigste Punkte in der russischen Landwirtschaft, günstig liegen. Bei der letzten Gutswirtschaft, in dec Nähe von Moskau, handelt es sich um ein kleineres Gut, auf dem eine Ausstellung mit Demonstrationsanbau der im Kuban-Gebiet angebauten und gehandelten Staaten gedacht ist, damit die in Moskau zusammenströmerchen russischen Landwirte sich durch Augenschein von den Vorzügen des Saatgutes überzeugen können. Hier sind auch Düngungsversuche und die D e« kLmpsung von Pflanzenschädlingen beabsichtigt. Man will hier ein kleines Mustergut schaffen, das sicherlich regen Besuch der russischen Landwirte und Regierungsvertreter ftnden wird. Mit diesen vier genannten Gutswirtschaften dürfte aber die Tätigkeit der Deutsch-Russischen Saatbau A. G. noch nicht abgeschlossen sein, sie hat sich bereits ein Vorrecht aus ein weiteres Kuban-Gut sicherstellen lassen. Wie bereits eingangs erwähnt, verspricht sich idie Gesellschaft aus chren Unternehmungen große Vorteile für di e deutsche Landwirtschaft. Der Aufbau der russischen Landwirtschaft totrb erhebliche Mengen Saatgut und Zuchtvieh aus Deutschland benötigen, dagegen Futtermittel, deren die deutsche Landwirtschaft in erheblichem Umfange bedarf, ihr billig zur Verfügung stellen und darüber hinaus der deutschen Wirtschaft aus vielen anderen Artikeln guten Nutzen zuführen. Diese Vorteile erscheinen in ihren Ausmaßen so groß, dah sie intensivere Beachtung verdienen. Don Interesse dürste noch fein, dah die Angaben der Deutsch-Russischen Saatbau A. G. von ostpreuhi- schen Herren, die soeben von einer Studienreise aus Ruhland zurückgekehrt sind, voll bestätigt worden sind. Der Direktor der Königsberger Landwirtschastskammer. Dr. Decker, war in seinen Ausführungen des Lobes voll, über die Entwicklung der seitherigen Erfolge und damit die Zukunftsaussichten der russischen Konzefsions- wirtschasten und betonte, dah gerade die Deutsch- Russische Saatbau 2L G. in ihren Mitteln das Richtige getroffen habe, während anscheinend an anderen Stellen doch mit gröberen Schwierigkeiten zu rechnen ist. Die Witterungsverhältnisse des Jahres 1925. Der hundertjährige Kalender. Schiller läßt in feiner „Braut von Messina" die Fürstin Isabella sagen: „Nichts Wahres läßt sich von der Zukunft w ff en"; ab?r die Sehn'uchl der Menschen, Zukunft ges voraus -ufagen, ist stets viel stärker gewesen als diese Einsicht. Eine gf wisse Rolle bei Prophezeiungen haben fast immer die Gestirne gespielt. Co glaubte man im Mittelalter und in der beginnenden Neuzeit, dah der Lebenslauf eines jeden Menschen durch d.e Steine, insbesondere durch die Planeten bestimmt werdL Man ließ sich das Heroskop stellen: d. h. man lieh durch einen Sterndeuter die Stellung der Gestirne bei der Geburt ermitteln. Zunächst wurde der Gebieter des „Hauses", das Tierzeichen am Himmel, bestimmt, dann wurde festgestellt, welche Gestirne, namentlich welche Planeten in der Nach- barschast waren, die nach allgemeiner Annahme günstig oder ungünstig wirken konnten. Aus diese Weise glaubte man das Schicksal eines Mensch?n Voraussagen zu können. Von ähnlichen Anschauungen ausgehend, fccr- meinte man auch nach den Gestirnen, aus der Stellung der Sonne, des Mondes und der Planeten, das Wetter für die kommende Zeit fest' stellen zu können. Wie bei dem Schicksal eines Menschen entscheidend war, in welchem „Hause" er geboren war, so ist für die Voraussage des Wetters von grundlegender Bedeutung d e Bestimmung des „Regenten". Für das Jahr 1925 ist Mars der „Regent": hoffentlich übt er feine Macht nicht in dem Sinne aus. wie Schillers viel zitierte Worte aus dem „Wallenstein" oft verstanden werden: „Mars regiert die Stunde." Der Schöpfer dieser Methode der Wettervoraussage ist angeblich ein 2Ibt mit Namen Knauer, der vor etwa 2 Jahrhunderten im B imberg scheu gelebt hat. Auf die von ihm angegebene Weise läßt sich die Witterung auf eine unbegrenzte Zeit voraussagen, was nicht gerade für die Zuverlässigkeit des Verfahrens spricht. Hinzu kommt noch, daß Knauer seine Weisheit nur auf die zu seiner Hell vekannten Planeten gegründet hat; er wußte also vom Uranus und vom Neptun gar nichts, ebensowenig von den inzwischen entdeckten zahlreichen lleineren Planeten. Gleichwohl hat die Methode heute noch ihre Anhänger, und unter der Bezeichnung „Hundertjähriger Kalender' wird diese Wissenschaft immer noch verbreitet und findet, namentlich in den Kreisen der Landbevöl lerung, nach wie vor den ffätlfleit Glauben. Wir lassen hier die Angaben eines fog. hundertjährigen Kalenders" folgen. Jedermann hat damit Gelegenheit, seine Angaben nachzu- prüfen. Januar: Trocken und nicht zu kalt. Februar: Schön lustig im Anfang, den 13. bis 18. Schnee und Wind, darnach bis zum Ende überaus kalt. März: März fängt an mit kaltem Wetter, des Morgens und des Abends taut es, 8.. 9. Regen und Schnee untereinander, 10. bis 21 kalt, den 22. pflegt es früh zu gefrieren, die Tage aber meistenteils schön und lustig zu sein. April: Es pflegt b:3 auf den 10. zu gefrieren, hernach fällt gelindes Wetter ein, bis den 23.. daraus wieder Reife und rauhes Wetter bis auf den 29., da e« anfangt, schön und lustig zu fein. . . _ Mai: Mai fängt den dritten mit Donner an, folgt bald wieder rauhes, trübes und kühles Wetter bis auf den 8.. darauf drei Tage wieder gelinde, den 11. gefriert es wieder: zu lllacht Eis, bleibt kalt bis 20., darauf schön warm, den 30. Eis und Reif. Juni: Juni fängt mit Reif an, darauf folgt trübes Wetter, den 9. Reif, schön warm, welches bis zum Ende bleibt Juli: Juli fängt mit großer Hitze an. sowohl bei Tag als bei Nacht, es donnert fast täglich, gibt viele Kiesel, zündet ost an. bleibt schön bis den 12., dann wird's trüb und ebwas kühl mit Regen, bis auf den 28.. darauf Regen b.s zum Ende. August: August fängt früh mit 0t bei an. die Tage sind schön und warm, hitzig bis zum Ende. September: September fängt an mit herrlichem schönen Wetter bis auf den 13.. da etwas kühl und herbstig Wetter einfällt, bald darauf schön bis auf den 28., da trübes Regen Wetter sich einstellt. Antike wieder zu begegnen, älnd so steht dieser 'Dichter wie ein erratischer Block in unserer Epoche. Entwicklung ging von ihm bisher nicht aus. Die zeitgenössische Ltteratur berührt ihn nicht, wie er sie nicht berührt. " Ein Sta&teporträte „Kunst und Leben im Darmstadt von heute" nennt sich ein stattllches und vorbildliches Werk, das soeben von der Stadt Darmstadt herausgegeben worden ist. Nichts wäre verkehrter, als sich unter dieser Veröffentlichung eine jener mehr oder minder öden Reklameschriften vorzustellen, die hie und da von Stadtverwaltungen herausgebracht werden und deren beste Bestandteile ein paar tatsächliche Angaben über wi:senswerte Einzelheiten und „Sehenswürdigkeiten" zu sein pflegen. Hier ist wesentlich Höheres geleistet. Hier stellt eine Stadt sich selbst dar, indem sie nicht nur ihr „Leibliches" schildert, sondern auch jenes Angreifbare, Geistige, das den Eharakter eines Gemeinwesens erst entscheidend bestimmt. Eine Fülle von ganz konkretem Stoff ist ausgebrettet. aber der Herausgeber, Bürgermeister Mueller, hat es verstanden, durch eine ungemein taktvolle Auswahl der Mttarbetter und eine sinnvolle Anordnung ein wahres Stabte» bildnis aufzubauen und nicht ehwa im Buchstäblichen der Einzelheiten stecken zu bleiben. Wer die Stadt der Künstlerkolonie, die Stadt einer gewissenhaften, zielbe wußten Kunstpflege, die Stadt der „Schule der Weisheit", die Stadt eines bemerkenswert reichen und regen ltterarischen Lebens, einer bedeutenden Technischen Hochschule, eines hochstehenden Theaters, eines ausgezeichnet geleiteten Museums kennen lernen will, der wird dieses Werk nicht entbehren können. Er findet hier im Bild die führenden Persön^ lichketten der Stadt, er findet im Wort die treu* Schilderung der wissenswerten Einzelheiten Alles, was zur Verwaltung eines modernen städtischen Gemeinwesens gehört, sindet er dar- gestellt und besprochen. Die Architektur der Stadt tut sich auf, die herrliche Naturumgebung tritt bedeutsam hinzu, die geschichtliche Vergangenheit enthülll sich, die wirtschaftliche, soziale und politische Gegenwart breitet sich aus. Als Endergeb' nis stellt sich der Eindruck ein, dah diese Stadt jenseits aller Zerklüftung, die nun einmal in unser öffentliches Leben geworfen ist, sich einen Gas' letzter Zusammenarbeit und einen schönen Optimismus, den Glauben an die ruhige Tal, bewahrt hat. Auf der anderen Sette wirkt ein solches Wer!, wie es auf Zusammenarbeit beruht, auch wieder auf diese Zusammenarbeit hin. Man kann sich kaum — und darin liegt das Aktive und Vorbildliche dieses Buches — einen nachdrücklicheren Aufruf zu kommunaler Tat gemein- schäft denken, als er darin liegt, dah hier jedes vereinzelte Bemühen liebend in den großen Zusammenhang des vaterstädtischen Kulturbemühens einbezogen ist. Jeder sieht sich gewürdigt und gewertet, jeder sieht seine private Arbeit im ganzen zur Geltung kommen, jeder sieht sich mtt den Freunden und sogar mit den „Feinden" zum Ge- beihen des Gemeinwesens verbunden. Wie kann das anders wttlen, denn als Ermutigung und Ansporn, nun erst recht den Gesichtspunkt des „gemeinen Nutzens" im Auge zu behalten? Man scheidet vom Durchlesen dieses Buches nicht nur mit bereicherter Kenntnis, nicht nur mit dem Einblick in eine lebensvolle „Stadtpersönlichkett", sondern auch mit dem Wunsche, es möchten recht viele deutsche Städte solche Selbstdarstellungen unternehmen, damit an möglichst vielen Orten wieder das Bindende, das noch so stark zwischen den Menschen lebt, sichtbar und wirksam werbe. SktoSer: Oktober längt an nut schlechtem Letter, hat den 10. Reif, bis den 17. Dann ein schöner Sommertag: den 25. falt, darnach wieder schöne Zeit, den 27. bis 30. ziemlich falt. Rovember: Rovember kalt bis 10. nach- mittags, aber gemeiniglich schön und warm, den 11. fängt trübes Detter an mit Nebel, Regen, bis auf den 13., da es wieder gefriert bis den 30., nachmittags aber Sonnenschein. Dezember: Dzember fängt mit Frost an, bald trüb, Regen, Käste und (S s, d.n 10. Schnee, darauf gefriert es bis den 19., wo eö regnet, wird aber gleich wieder kalt bis zum Ende. Aus der Provinz. Landkreis Gießen. Heuchelheim, 3.. San. Zu dem gestern berichteten Vorfall, dem der Arbeiter Wilh. Rinn zum Opfer fiel, ist noch zu melden, daß hier nach dem bisherigen Ergebnis der Unter- suchung offensichtlich ein unglücklicher Zufall den Lod des blühenden jungen Mannes herbeigeführt hat. Rinn sah mit zwei Männern in der Wirtschaft zusammen, als einer der 'Männer die auf dem Tisch liegende Waffe besichtigen wollte. Als er sie in die Hand nahm, muh er wohl versehentlich an den Abzugsbügel gekommen sein, wodurch sich der Schutz entlud. X Wieseck, 2. San. In unserer evangelischen Gemeinde wurden im vergangenen Jahre getauft: 53 Kinder gegen 57 im Vorjahr: konfirmiert 81 (1923: 78). Getraut wurden 22 Paare (35) und beerdigt 34 (40) Gemeinde- gliedec, worunter 7 in Gießen Verstorbene. — Als neuen Beweis seiner Liebe zur Heimatkirche sandte Generaldirektor Dr. Sakob Hildebrand - Zillerthal im Rieseng-'birge zu Weihnachten eine wertvolle weihe Altar decke aus bester schlesischer Leinwand mit einfacher Hohlsaumarbeit. Shre erstmalige Verwendung ist für den Sonntag Septuagesimä ins Auge gefaßt. V Watzenborn-Steinberg, 1. San. Die Festtage brachten unserem Kirchsprel, zu dem auch Garbenteich gehört, manche erhebende Feierstunde. Sn Watzenborn-Steinberg sowohl, wie in Garbenteich fanden auf Anregung des Pfarrers Krippen spiele statt, die an beiden Orten tiefen Eindruck hinterließen. Die Vorbereitungen lagen in den Händen der Psarrfamilie, während die Einübung der Stücke in Watzenborn durch Lehrer Bender mit Sri. Gang, in Garbenteich durch Lehrer Weisel in vortrefflicher Weise geschah. Es würde zu weit führen, Einzelheiten aus der Fülle des Gebotenen her- auszug'-eifen, nur das sei festgestellt, dah die jugendlichen Darsteller an beiden Orten ihre ganze Kraft gaben, um ein abgerundetes Spiel darstellen zu können, und es gelang. Die Kirchen waren an beiden Orten überfüllt, in Watzenborn mutzte die Ausführung zweimal wiederholt werden.. und doch mußten Viele heimkehren, ohne der Aufführung beiwohnen zu können. Das einmütige Urteil ging dahin: Eine solche Weihnachtsaufführung durften wir noch nicht sehen und diese Stunden haben uns rechte Weihnachtsfreude gegeben, an der wir noch lange zehren werden. Die aber, die sich der mühevollen Arbeit unterzogen, dürfen mit Freuden auf die wohl- gelungenen Darbietungen zurückblicken. — Am Reujahrstage fand dann in G a r b e n t e i ch die Einweihung der neuen von Rinker in Sinn gegossenen Gl o ck e statt, die das stattliche Gewicht von 8V/ Zentnern hat. Die Mittel hatten die Gemcindeglieder in großer Gebefreudigkeit züsammengebracht, sie betragen 1600 Mk.: ge- .wih ein schönes Zeichen für den Opfersinn, der in *der Gemeinde vorhanden ist. Dobel muh be- f»nerti werden, dah gleichzeitig von den Ge- meinbeg Hebern ca. 3000 Mr. gestiftet wurden $8ur Errichtung eines Gedenkzeichens für die Gefallenen. Das will viel bedeuten für eine Gen'.einde von 1000 Seelen in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage. Die Weihe erfolgte im Reujahrsgottesdienste. Die Kirche tonnk die Besucher taum fassen. Der Gottesdienst wurde verschönt durch einen prächtig vor- gttragencn Schüle rchor: „Glockentlang, wie lieb ich dich", sowie durch je ein Lied des Gesa n g v e r e r n s, unter Leitung des Herrn H a r- n is ch - Watzenborn, „Dies ist der Lag des Herrn" und des durch Herrn Burger- Watzenborn geleiteten Vereins „Abendläuten". Beide (Shore waren schön ausgearbeitet unb machten tiefen Eindruck. Der Weihepredigt des Ortsgeistlichen, Pfarrer S t a u b a ch - Watzenborn, lag die Inschrift der neuen Glock- zugrunde Römer 8. 31: „Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein?" Es war ein erhebender Augenblick, als nach der Weihe die Glocken ihr harmonisches Geläute anhoben, und manches Auge füllte eine Träne. Jedermann ist befriedigt über die tadellose Ausführung der Glocke. Eine Sammlung für den Glockenfonds am Schlüsse des Fesigottesdienstes ergab 53 Mk. - Sn unserem Kirchspiel sind für 1924 folgende Zahlen für kirchliche Handlungen festzustellen: Es sanden statt 64 Taufen (Watzenborn-Steinberg 47, Garbenteich 17), 65 Kinder wurden konfirmiert kWatzenborn-Steinberg 43, Garbenteich 222). Getraut wurden 27 Paare (Watzenborn- Steinberg 24, Garbenieich 3). Beerdigt: 26 Personen (Wayenborn-Si einberg: 19, Garbenteich 7). (.) Bersrod, 26. Dez. Am Abend des ersten Weihnachtsfei^rtages bereiteten die Schü - ler der 1. Schulklasse der Gemeinde durch die Ausführung eines Krippenspieles einen seltenen Genuß. Es war eine Weihestunde, wie man aus dem lautlosen Lauschen der Erschienenen, die den Schulsaal bis zum letzten Plätzchen füllten, erfeyon tonnic. Es war auch bewundernswert, tou sich die Kinder in ihre Rollen hineingelebt hatten und jedes sein Bestes zu geben bemüht war. Besonderes Lob verdienten sich die Darsteller von ..Joseph und Maria". (Verspätet eingegangen. D. Red.) - Londors. 2. San. Am Samstag, dem 10.. und Sonntag, 11. Sanuar, veranstaltet der hiesige Geflügel-, Brieftauben- und Kleintierzuchtverein seine erste allgemeine Ausstellung von Geflügel und Kaninchen, verbunden mit einer Verlosung. Das Sntcreffc in der hiesigen und benachbarten Bürgerschaft ist dafür sehr rege. Die Veranstaltung verspricht einen reichen Zuspruch von Besuchern, da unerwartet zahlreiche Anmeldungen vorliegen. Die Vorarbeiten sind in vollem Gange. (Siehe heutige Anzeige.) rt. Lich. 2. San. Am Silvestertag trat der neugegrünbeie Posaunenchor zum erstenmal vor die Oeffentlichkeit, indem er nach dem Abendgottesdienst vom Rathausturm unter Leitung von Stiftsdechant Lenz zur großen Freude der Bevölkerung einige Choräle erschallen ließ. — Sm Sahre 1 92 4 wmd.n in der evangelischen Gemeinde 18 Kna en und 29 Mädchen getauft, die Mädchen haben diesmal im Gegensatz zu den letzten Sahren eine große Mehrheit —, 17 Paare getraut, 72 Kinder konfirmiert, darunter 11 von Kloster Arnsburg und 8 Pflegekinder des Frankfurter Waisenhauses. Es fanden 38 Beerdigungen statt. Vach alter Sitte wurden am Veujahrs- tage die Aamen der drei ältesten Beer d i g t e n von der Kanzel verlesen; es waren Frau Sttftsdechant Elemm Witwe (geboren 1828), der langjährige Obertnecht des hiesigen Hofgutes PH. Wehrum und die Witwe des Metzgermeisters Petri. rt. Rieder-Bessingen, 2. San. Sm vergangenen Sah re wurden hier 4 Kinder getauft, 8 konfirmiert, 3 Paare getraut. S m Laufe des ganzen Sahres starb nur ein einziges Gemeindeglied, eine 85- jährige Frau! Außerdem wurde eine von hier stammende, in Gießen wohnhafte junge Frau auf ihren Wunsch hier beerdigt. rt. Ober-Bessingen, 2 San. Den Bemühungen des int Dienste der Volksbildung eifrig tätigen Lehrers Sakob ist es zu verdanken, dah etwa Mitte dieses Monats den Bewohnern der Orte der ganzen hiesigen Gegend der berühmte L u t h e r f i l m vorgeführt werden kann. Die Vorführung erfolgt wahrscheinlich hier in Ober» Bessingen unter Leitung von Studiearat Vetter aus Darmstadt. l.Hungen,2. Sanuar. De Raiffeisen- Genossenschaft bat das H.Liig; Wohn- u-'d Geschäftshaus nebst Lager bes Herrn Leopold Mayer in (5icf?-'n gekauft und wird alsbald den Geschästsbetri.b darin beginnen. — Vereinzel', ist brr Scharlach ausgetreten, die Krankheit Hot aber erfreulicherweise le'nen schlimmen Charakter. Kreis Friedberg. 4. Bad-Rauheim, 1. San. Das alte Sahr wurde mit dem Silvestergottes- dienst in altgewohnter Weise beschlossen. Der weite Raum der Dankeskirche konnte die Andächtigen nicht alle fassen. Kirchenrat Wissig sprach tiefempfundene Worte von der Schicksalsnot des deutschen Volkes. Der Gesangverein „Frohsinn" unter W. Dechtolsheimers umsichtiger Leitung gab dem Silvestergottesdienst mit einigen Chören eine stimmungsvolle Weihe. Wuchtig und eindrucksvoll klang vor allem „Der Herr ist mein Hirte" durch das Gotteshaus. Die Reujahrsnacht verlief im allgemeinen ruhig. Das Hauptleben spielte sich in den Gast- und Vergnügungsstätten ab, wo nach altem Brauche den Gästen Silvesterspeisen verabreicht wurden. ss. Friedberg, 1. San. Der Silvester- Gottesdienst, der gestern abend unter Mitwirkung des Kirchengesangvereins in der Stadtkirche stattfand und bei welchem unser neuer Stadtpfarrer Lic. Gengnagel eine geistvolle Fest- predigt hielt, wor derartig besucht, dah das geräumige Gotteshaus bis zum letzten Platze besetzt war und viele Teilnehmer in den Gängen stehen mußten. — Die Reujahrsnacht ist im ganzen ruhig verlausen; um die Mitternachtsstunde sammelten sich, wie üblich, einige hundert Menschen vor dem Rathause, aus dessen Fenstern Choralmusik erklang: von 12—1 Uhr ertönte feierliches Geläute von den Kirchen. — Das kommende Jahr wird für unsere Stadt von besonderer Bedeutung sein und die Stadtverwaltung vor große Aufgaben stellen, denn nach Beschluß der Stadtverordnetenversammlung sollen in diesem -Sabre zwei große Schulan st alten neu gebaut werden, eine höhere Mädchenschule (Schil- lecschule) und ein Polytechnikum; außerdem sollen noch Schritte unternommen werden, um größere industrielle Unternehmungen hierher zu ziehen, nachdem sich die Stadt in den Besitz des benötigten Geländes gesetzt hat. Alle diese Unternehmungen werden natürlich die Aufnahme großer Kapitalien erfordern uab die Steuerkraft der hiesigen Bevölkerung s.hr in Anspruch nehmen, doch handelt es sich um wichtige Sachen, deren Hinausschieben keinesfalls länger möglich war und von deren Ausführung man wohl mit Recht einen bedeutenden Aufschwung der Stadt erwarten kann. Kreis Schotten. wg. Gedern, 2. San. Kirchli che Person a l st a t i st i k 192 4. Sm Sabre 1924 sanden in der hiesigen evangelischen Kirchengemeinde . r-m «rrn iTi;.r t'mrapnni— statt: 39 Taufen (21 Knaben, 18 Alädchen), 18 Trauungen. 21 Beerdigungen (10 Männer, 8 Frauen. 3 Kinder). Konfirmiert wurden 48 Kinder (28 Knaben, 20 Mädchen). Die Durchschnittszahl der Gottesdienstbesucher an den drei offiziellen Zählsonntagen betrug 262 Erwachsene, 154 Kindei'. Am heiligen Abendmahl nahmen int ganzen 1065 Gemcindeglieder teil, und zwar 501 Männer und 564 Frauen. eb. EichclSborf. 2. San. Sm verflossenen Sabre war hier die Bautätigkeit sehr rege. Bier neue Wohnhäuser wurden aufgeführt unb davon drei bezogen. Für baß neue Sahr stnb bereits 4 Neubauten vorgesehen. Die Wohnungsnot, die hier in den letzten Sahren sehr groß war, wirb baburch etwas gelindert. — Der Bücherbvte Friedrich Möser aus Holzheim, ein geborener Eichelsborfer, wandert nun schon 5 0 Sahre im Dienste des Oranien-Berlags zu Herborn durch Oberhessen unb vertreibt religiöse Schriften unb gute Unterhaltungsliteratur. Der 72- jährige, noch sehr rüstige „Büch.rfri.dnch" ist in unserer Gegend ein gerngesehener Weih- nachtSbote. Da gute Unterhaltungsliteratur auf dem Lande nur sehr schwer Eingang findet, ist seine Lebensarbeit von ganz besonderer Bedeutung. Kreis Lauterbach. :: Lauterbach. 1. San. Bei dem hiesigen Standesamt wurden im Sahre 1924 folgende Einträge vollzogen: Geburcen 97 (im Sahre 1923 88). Sterbefälle 82 (58), Eheschließungen 19 (41). — Das neue Sahr wurde in altert Weise mit Glockengeläute und Schießen eröffnet. Srgendwelche Ausschreitungen oder Anfälle kamen nicht vor. Hessen-Nassau. Jl Marburg, 2. Sanuar. Qtabtbaurat Kosten von hier wurde in Marburg unter 175 Bewerbern zum besoldeten Stadtrat gewählt. — Der gestern hier abgehattenc Silvestermarkt brachte der Stadt großen Verkehr, besonders seitens der jungen Landbevöllerung, die festlich gekleidet die Straßen durchwogte uno auch die Tanzlolal täten füllte. Die Verkaufsbuden nahmen diesmal nicht nur den Marktplatz, sondern auch noch die angrenzenden ©traftenterte in Anspruch. bl. Dillenburg. 2. San. Die wirtschaftliche Gesundung der Sndu- ft r i c unseres Kreises scheint vorwärts zu schreiten. Ein günstiges Zeichen hierfür ist die Tatsache. daß rund nur noch 1000 Arbeitslose einschließlich Zuschlagsempfänger unb Kinder vorhanden sind, gegenüber den Vormonaten, wo die Zahl noch auf etlichen Tausenden bestand. Hoffentlich hält diese Entwicklung an. — Der Kreis hat eine Beratungsstelle für Rerven - unb Gemütskranke ins Leben gerufen. Zweck ber Einrichtung soll sein, schon bestehenben Leiden erfolgreich entgegenzuwirken und kommenden Krankheiten vorzubeugen, C Fulda, 2. San. Prof. Dr. h. c. Von- bereu, der durch feine altertums- und kirchen- kundlichen Forschungen weitesten Kreisen bekannt ist, wurde von der Stadt Fulda das Ehren- bürgerrecht verliehen. Prof. Vonderau hat u. a. die erfolgreichen Ausgrabungen am Fuldaer Dom und an der Hei-sfelder Stiftskirche geleitet. t Gelnhausen. 2. San. Die Drückenneubauten an der Frankfurt-Debraer Eisenbahn strecke gehen ihrer Vollendung entgegen. Die Drücken halten durch das Befahren mit den neuen D-Zugslokomotiven gelitten, weshalb diese vorläufig auf dieser Strecke außer Betrieb gestellt wurden und die D-Züge von zwei leichteren Maschinen gezogen werden. Setzt erheben sich bereits auf der ganzen Strecke die neuen Eisenkonstruktionen. fpb. 5 r a n tf u r t a. M., 2. San. Sn einer Wirtschaft bei Go'.bfedcrgasse wurden Mittwoch vormittag btc Wirtin Quint und die Kellnerin Strauß an schwerer Gasvergiftung bewußtlos in ihren Betten aufgefunden. Während Frau Quint nach wenigen Augenblicken verstarb, konnte Frl. Strauß ins Leben zurückgerufen werden. Das junge Mädchen wurde dem Heiliggeisthospital zugeführt, starb hier aber auch bald an den Folgen der Vergiftung. Heber die Ursachen dieses Vorfalls konnte Räheres noch nicht festgestellt werden. — Rach durch- zechter Reujahrsnacht unternahmen im nahen Griesheim drei junge Leute eine Paddel boot fahrt auf dem Main. Sn- mitteit des Stromes fenterte das l.ichtgebaute Fahrzeug. Während sich zwei der jungen Leute durch Schwimmen an das Ufer retten konnten, ging der ZOjähnge Metzger Friedel Fischer unter und ertrank, ehe ihm Hilfe gebracht werden tonnte. Frankfurt a. M., 2. San. (WTD.) Die Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. teilt folgendes mit: Heute abend hat der Sturm zwischen Osfenbach unb Oberrad einen am Bahndamm stehenden Daum umgerissen, der auf die Gleise fiel und im Fallen vier Telegraphenstangen mitrift. Die zweigleisige Strecke ist seit sieben Uhr völlig gesperrt. Der von Frankfurt 6,52 Uhr abgefahrene Per svnen- Aug V. Z. 805 geriet in die auf den Gleisen liegenden Drähte und mußte mit einer von Frankfurt herangeholten Lokomotive zurückgezogen unb über Frankfurt- Ost nach Hannu geleitet werben. Dor gesamte Perfonengugvettehr auf ber Strecke Frantturv— Hanau wirb über Malnkur— Frankfurt-Ost um«. geleitet. Buntes Allerlei. Die Briesmarkenernte 1924. Die biesjährige Ernte an neuen Briefe marken war nicht so reich, wie in ben vergangenen Snflationsjahren. Mit 1250 neuen Briefmarken steht sie um 500 hinter bem „Rekorbjahr" 1923 zurück. Aber t>iefe Abnahme ber neuen Ausgaben von Postwertzeichen läßt auf eine Konsolibierung der politischen Verhältnisse schließen unb ist baher ein günstiges Zeichen. BesonberS reich war bte jüngste Ernte an Crinnerungsmar- Een, zu welcher Klasse nicht weniger als 201 der neuen Marien gehören. Die berühmtesten bieser Gebächtnismarken sinb wohl bie auf ben Tob Lenins. Auch anbere politische Ereignisse spiegeln sich in ihnen Lieber, so bie Gewinnung Fiumes burch Stalien, bie Absetzung bes türkischen Sultans, bann bie Einsetzung beS Sultan Hussein als Kalifen. Die 300jährige Wieberkehr ber Lanbung ber hugenottischen unb wallonischen Siebter in Äeuhork wurde durch reichgeschmückte Briefmarken gefeiert. Costa Rica brachte Crin- nerungsmarken heraus zur Erinnerung an die Erwerbung der Provinz Ricoha vor 100 Sahren, Ricaragua zum Gedenken an die Gründung der Städte Leon und Granada durch die Spanier im 16. Sahrhunbert. Auch Brasilien, Afghani st an und bie kleinste Republik San Marino haben solche Gebächtnismarken veröffentlicht. San Marino feierte bas Anbenken GaribalbiS, inbem cs auf einer Marke ben benkwürbigen Augenblick barstellte, wie ber italienische Befreier ben Oesterreichern an ber Grenze bie Zunge rrms- streckte. Die Hunbertjahrfeiern breier großer Dichter würben burch Marken verewigt, näm- lich ber 100. Geburtstag von Byron, der 400. Geburtstag bes französischen Dichters Aon- sarb und der 300. Geburtstag des großen portugiesischen Rationalpoeten C a m o e n a. Sodann waren dem Sport einige Gebächtnis- marken gewidmet. Eine Serie von drei verschiedenen Marken mit symbolischen Darstellungen wurde als Erinnerung an Die Olympischen Spiele in Paris ausgegeben, und die Fußballsieger von Uruguay auf der 8. Olympiade feierten diesen Triunst)h in einer eigenen Marke. Das Subiläum des Weltpostvereins gab zu verschiedenen Reufchöpfungrn Anlaß. Die bekannten Stephan-Marken bei uns finden chrc Parallele in Schweden, wo auf den Erinnerungsmarken die Gegensätze zwischen alter und moderner Pvstbeförderung dargestellt wurden, und in der Schweiz, die eine Erinnerungsmarke mit dem alten Rathaus in Bern, der Begründungsstätte des Vereins, ausgab. Auch Salvador brachte aus diesem Anlaß eine Marke mit Ueberdruck heraus. Sodann sind die Gedächtnismarken der Britischen Reichsausstellung von Wembley zu erwähnen, die in 10 Millionen Stück verbreitet wurden. Sm ganzen sind im Britischen Reich 217 neue Marten hecausge- kommen, während 1923 397 und 1922 gar 513 Reuschöpfungen zu verzeichnen waren. Besonders zahlreich sind die neuen L u f t p o st m a r- ken, von denen 56 von Deutschland, Oesterreich, Danzig, Estland, Litauen, Rußland, Ungarn, Syrien, der Schweiz und Uruguay ausgegeben wurden. 46Wohltätigkeitsmarken dienten den verschiedensten gemeinnützigen (Stiftungen, dem Kinderschutz, dem Roten Kreuz, der Sorge für Kriegswitwen und Kriegswaisen usw. Der künstlerische Wert dieser neuen Briefmarken ist im Durchschnitt höher als in früheren Sahren. Hervorragend schön sind z. B. die neuen Marken für die spanischen Kolonietr, für dir der spanische Künstler Va- qu er die Entwürfe gemacht hat; die Zeichnungen für die neue Serie von Belgisch- Kongo stammt von Emile Vloors. Die neuen Marken von LYbren zeigen große Kunstwerke, darunter die lybische Sibylle aus ben Fresken Michelangelos in ber Siptinischen Kapelle. Sonntagsdienst d.Aerzteu. Apotheken am 4.1.‘25: Dr. Geyer. Dr. Neumann Engelnpotheke. Zahnarzt: Dr- Wertheim.__________ ÜMnkotiin? Mninl Geg. 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Harnickel, Philosophenwald Einlatz für Mitglieder und Gäste nur gegen Karten, die im Hotel Hindenburg abzuholen Für die uns so zahlreich erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Verlobung sagen wir hiermit herzlichen Dank Marie Fey Willi Wahl Lich (Hessen), den 3. Januar 1925 150V Gardinen größere Restbestände geben wir extra billig ab Turnverein 1846 Gieilen iii'llliilhiiiiiihllnliiliilliilihimTiil Die regelmäßigen Turnstunden finden wieder statt: Äontag 7V, Uhr Turnerinnen, 8*,, Uhr Fechter; Dienstag 6 Uhr Schülerinnen, 8 Uhr Jmrcndturner und Turner; Mittwoch 6 Uhr Schüler, 8 Uhr Turnerinnen; Donnerstag 8 Uhr Altersriege und Fechter; Freitag 8 Uhr Jugendturner und Turner. 124c Oberturnwart. Samstag. 3. Januar. Vorturnersitzung bei Sauer (Neustadt). Für die uns so reichlich erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich unserer GOLDENEN HOCHZEIT sagen wir hiermit herzlichen Dank JOHANNES KUTSCHER UND FRAU Lollar, Neujahr 1925 152V S Bahnhofstraße 44 151* Sonntag, 11. Januar 1925, nachm. 41/- Uhr in der Universitätsaula: Viertes Konzert Das Westdeutsche Trio Sasoha Bergdolt (Klavier), Steffi Koschate (Geige), Käthe Pabst-Heß (Violoncello) Trios — Hugo Kauer op.58 in C-Moll — Tschaikowski op. 50 in A-Moll — Beethoven op. 97 in B-Dur. । — Eintritts-Karten:---------- 5.-, 4.-, 3 -, 2.- Mk. bei Emst Challier und abends an der Kasse. Studentenkarten Mk, 1- nur beim Hausverwalter der Universität gegen Vorzeigung der Ausweiskarte. 105e Lichtspielhaus Bahnhofstraße Niibensrhncider, Brorkeimii Illen, edmihtlmüblen, Handwaaen, Pflna- und Hand" waacnadn'eu ans etnener Herstelluna. Ferner: Ccfcn, Herde, Zentrifu aen, ttütifrbmnicht^ neu,Butterma chi- nen, ttupferkesscl, Iauchevumven zu biUinileii Preisen ob Lauer, .^crblungö- Erleichteruna. Emil Pfaff Kinzenbach. Schuhhaus W. Herbert Gießen, Marktplatz 2 (neben der Engel-Apotheke) FiLMVORTRAG „Mir der Mapag nach Südamerika-Brasilien Argentinien ’■ Hl- derlei. l»24. Stute nn ' bet» rate : ^lich-n Äft d,' s"nnctun^ >°°- 6«n $S“«l«2oi MäF »'-LZ Ab durch Äntat Auch ^an und dir Reinitc rfln; haben solche s hÄ aRarlno ^.lbaldlr, indem es )e-lklvUldigenAugrE 5llenlsche Defteier bcn die Zunge mz- IMeiern dreier großer Marken verMtzi.näm ^dvn^hrvn.der^ Wchen Dichters Ron- Geburtstag des : malpoeim Eamvena. i potteinige Gedächtnisse Herie von drei der- | it symbolisch rn Lalitei- anerung an die Vlhmvi- is ansgegrben, und die luguah auf der 8. vlhrn- Lriumph in einer eigene?, im des Deltposibci« ; iiedenen Äeufchöpfungrn H Stephan-Marken Parallele in Schweden, igSmarken die Gegensätze otemet PvsibefördeMg und in der Schweiz, inoite mit dem alten tgründungsstätledesLer- valvabor brachte aus Lark: mit WtM tyv ik Gedächtnismarken der chsausstellung von eit, bis in 10 Millionen ;en. 3m ganzen sind im , neue Marien hetauegr- >23 392 und 1922 qar 513 । erzeichnen waren. Mson e neuen Lufipostmar- 'von Deutschland, W inb, Litauen, MM ■ Schweiz und Uruguai) 4tzMohltätigketis- n verschiedensten grmm- , bim Smtaf*. dm [gifür WBWnJti r6n. §er»orrigtnii en 8ci9e?.S[?flU5 den JlVP 1,1 Evang. Bund Montag, 5. Januar 1925, abend 8 Uhr im Saalbau Sauer Vortragsabend Ist ein Leben nach dem Tode denkbar? behandelt vom Wanderreduer des Bundes Pfarrer Haupt-Gießen W fllgeoi. WWW oon SeWel nnö gßninöjsn mit Prämiierung Samstag, b.10. und Sonntag, d. 11. Ian. d.I« in dem Saale des Gasthauses gur Stabt Gießen. Inhaber Gustav Böger, zu Londorf. Geöffnet: Samstag von 2 bis 6 Uhr, Sonntag von 9 bis 6 Uhr Sonntag nachm. um 4 Uhr Verlosung. (Eintrittspreis: Erwachsene 50 Pf., Kinder 25 Pf. ßu zahlreichem Besuch ladet ein her GeWel-, BtieliaiiDen- iinö llleinkierzullikoeteiv tonöorf unö llmgeOnng 153D Steppdecken handgenäht, v. Mk. 19.50 an WoEkolter statt Mk.22.40, jetztMk.18.50 ,, „ 28. — , ,, ii 23.— Vertreter: Ad. Müller (ließen Kreuzvlatz 14. wes niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiD Modernes liülltel liir Beiigymnaslik fieiüöbnltcbcWaanen blder von 8 Uhr vorn», biö 9 Uhr abends sowie Sonn- tdoc von 8 blS 1 Uhr vornutlagö 51D Ang. Bues staatl.geprüsierHeil- flebilfe Walltorstr. 38 vart. Ullllllllllllllllllllllllllllllllü Montag, den 5. Januar Unsere gesamten Warenvorräte in durchweg hochwertigen Qualitäten verkaufen wir von diesem Tage an zu stark herabgesetzten Preisen Montag, den S. Januar Beginn meines diesjährigen Inventu r Ausverkaufs zu ganz bedeutend herabgesetzten Preisen. Nachstehend einige Beispiele: _______________________ y\\w -K 113D a. d. Ohm statt. 085 Ewigkeit abzurufen. In tiefer Trauer aus statt. 061 Wäldershausen b. Homberg, Leihgestern, Gießen, Butzbach, Offenbach, Darmstadt, den 1. Januar 1925. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 3 Uhr in Homberg Margarete Schmalz Witwe geb. Walther Familie Wilhelm Walther Familie Heinrich Pein I. Niederbessingen, den 2. Januar 1925. Die Beerdigung findet Montag, den 5. Januar, nachm. 2.30 Uhr, vom Trauerhause aus statt. 073 Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß am 2. Januar morgens 4 Uhr mein lieber Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater Jacob Schleenbecker Spenglermeister nach längerem, mit Geduld ertragenem Leiden im Alter von 75 Jahren sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Margareta Schleenbecker geb. Germer Heuchelheim, den 3. Januar 1925. Die Beerdigung findet am 4. Januar 1925 um 1 Uhr vom Sterbehause Gießener Str. 29 aus statt Am 1. Januar morgens 3/i7 Uhr wurde mein innigstgeliebter Gatte, der treusorgende Vater seines Kindes, unser guter Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Willi Rinn infolge eines Unglücksfalles im 30. Lebensjahre uns unverhofft durch den Tod entrissen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Helene Rinn geb. Römer u. Kind. Heuchelheim, den 2. Januar 1925. Die Beerdigung findet Sonntag, den 4. Januar, nachmitt. .2 Uhr, vom Trauerhause Bachstr. 7 Todes-Anzeige. Gott hat es gefallen, meinen lieben Mann, unser» innigst- geliebten Vater, Schwiegervater und Großvater Herrn Konrad Spies Stationsmeister i. R. nach schwerem Leiden zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen. Suche zum 1. ober 15.Febr. wegen Ber- beiratung meines Mädchens ein [Mi ehrliches, zuverl. mit guten Zeugnissen oder Referenzen. Borzustellen von Montag an. zmuMaMMnü) Walltorstratze 17. Suche für sofort durchaus zuverläss. MW zu meinen drei Kindern (5, 3 u. 2 Id. Bedingung: Erfahrung t Kinderpflege, Nähkennlntsse. [058 Frau Professor K. L. Schmidt Kiebigstr. 82 III. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Mann’ den treusorgenden Vater seines im Tode vorausgegangenen Sohnes, unseren lieben Schwiegersohn, Schwager und Onkel Herrn Philipp tari AM heute nacht 1 Uhr nach kurzem, schwerem Leiden zu sich in die Kennon RsnSl Neuen Baue 22 Gut möbl. Zimmer mit Verpflegung. _ Tel. 1085. ,3oP Ml. MM zu vermieten [074 Baönhofftr.Sliii. L | Mietgesuche | Heine# WlM möglichst parterre, zu mieten gesucht. Schriftl. Angebote unter 066 an den Gieß. Anz. er beten. lod. 2möbl.Zlm. v. g. raH.Mteter ges. Gute Besaht. Off. X.Y. 8ta- dentenhllle Sisinifr. (Stellenangebote) Chauffeur nüchterner, sehr gut empfohlener, mehrjähriger Jahre r, für Gelchäftswagen sofort gesucht. Schriftl. Angeb. unter 10455D an den GieH. Anz. Lehrling mit guter Schulbildung zu Ostern für d. Bureau einer hies. Ztgarrensabrik gesucht Schriftliche Bewerbung unter 155D an den Gies;. An- zeiger erbeten. 3iinfl. Wulm oder Herr für Kontorarbeiien sofort gesucht. In der freien Zeit ist Mitarbeit imTenil- verkanf erforderlich. Schriftl. Angebote inner 069 an den GieH. Anz. erbeten. Küchenfrau Oll. -Mädchen gesucht. 080 Studentenheim, Burggraben. Sauberes 067 »WW für vormittags ges. LicherStr. 33 I. Tüchtige flotte Wri die auch in d. Korrespondenz bewandert in, zum baldigen Ein- tritt gesucht. 1591) Sigmund Jacob Kurz-n.Wollwaren- Groschandlung. I. Friseuse bet freier Station sofort gesucht. [053 Fr. Büttner, ftrifeur, Giehen, Landgr.-Phil.-Pl. 10. Gesucht einfache, tatkräftige Stötze ans guter Familie, die kochen kann, mit besten Empfeh lungen oder Zeugn. io«*D 5)r. Pauly, Wilhelmftralle 32. Sauberes, gut empfohlenes Mädchen für tagsüber gesucht. Zu er fr. bei [114D Braubach Oifcber Tüchtiges MMs» mit guten Zeugnissen gegen Hoheit Lohn gesucht. 156D 3cau 3citz ddjlüter. 'Dioltfeitr. 25 I. Tüchtiges MW für Küche und Haus für tagsüber sofort gesucht. 088 McolauS, Schiffenberg. Weg 2. Tüchtiges, zuverläss. Mädchen nickt unter 17 Jahr., für sofort in einen kleinen Haushalt gemocht. 143D Iran Landwirt- schastsrat Br. Lehr, Lich. Sezirksleiter Wir suchen einen organisatorisch befähigten Herrn mit einem eigenen flüssigen Kapital von etwa 3—4000 Mk. zur Übernahme des Bezirkes in Gienen. ES wollen sich nur befähigte Herren tauch ehemalige Militärs, Beaune, Akademiker! melden. Jahresverdienst je nach Leistungsfähigkeit etwa 10—15000Mk. Brnnchekenntnisse nicht erforderlich. Offerten unter 1. O. 14 115 an Nud. Masse, Berlin W 30, Martin Lntber Strafte 9 90ss Intelligenter Maschinen- fchloffer (Mechaniker) der mit elektrischen Anlagen lMotoren) umzugehen weih, von größerem hiesigen Gewerbebetrieb fürüberwachung u. kleinere Reparaturarbeiten gesucht. Bewerber,die dieHausmeisterobliegen- heiten mit versehen können, erhalten den Vorzug. Für nicht zu junge Kraft Lebensstellung. Betriebswohnung muß bezogen werden. Schriftliche Bewerbungen mit genauen Angaben über seither. Tätigkeit, Alter, Familienstand und Lohnansprüchen unter 84 D a. d. Gieh. Anzeiger erbet. Tüchtige, energische Deifättferin zum baldigen Eintritt als Zilialleilerin eines LlasfeegeschäfteS G6ss gesucht. Nur Bewerberinnen, welche bereits längere Jahre ähnliche Stellung inne batten, «vollenZeugnisabschriften mit Bild und Gelialtsansprüche einfenöett unter K. S. 3256 an Rudolf Mossc. Köln. Mädchen für vorm. ges. [071 Marktplatz 21. Gentcht für Utrecht in Holland tüchtiges, zuverlässiges [076 Mädchen für Küche und Hans fn guter Jamilie. Näheres Bismarck- itrabe 4 zwischen 12 u. 1 und 4 u. 5 Uhr. Stellengesuche| Junger intelligenter Kaufmann in. Hochschulbildung, gewandt und sicher im Auftreten, an intensives Arbeiten gewöhnt, drei Jahre auf Steuerbureau tätig gewesen, gegenwärtig in ungetüm digter Stellung, sucht, gestützt aus beste Zeugnisse, Wir- kungSkrets. in dem ihm Gelegenheit geboten wird, vorwärts zu kommen. Dienstantritt 1. Februar 1925, unter Umständen sofort. Schriftl. Angebote unter 101D an den Gieh. Anz. erbeten. nimmt <3 570,1 Stundenarbeit an. [072 Dammttra heß. Sehr gute ÄWi» 15 Jahre alt, aus guter Jamilie, sucht Stellung. Schriftl. Angebote unter 052 an den Gieh. Anz. erbeten. Tüchtige geschäftsgewandte Dame fuebt Uebernabme einer Filiale. Branche gleich Schr. Angebote unter 086 an denGiehener An- zeiger erbeten. MMllienschreldeNll mit guter Aligemetn- bildung sucht stundenweise Beschäftigung naimt Schr. Angeb. unter 083 an den Gieh. Anz. erb. Büflei sucht für tagsüber Stellung. Schriftl. Angeb. unter 056 an den Gieh. Anz. erb. | Verkäufe | Ein fettes Schwein zu verkaufen. Lcibgcstern Schillerstrahe 20. 068 Hochträchtiges Muter- schwein $ i zu verk. Wieseck, I (Siebener Str. 131. Soitliimet BMc 19 Monate alt, erstklassig, eingetragen, zu verkaufen. Atzdach,51 r. Wetzlar Hans Nr. 87. 0,1 ßchirWiges MtiersAtin sowie 2 erstklassige Lauser abzugeben. 08.. Grünberg [Hessen» frankfurter Str. 7. Wegen Nachzucht verkaufe meine Rolttveiler- hündin mit Stammbaum, kinder- und geslügel- fromm, gibt Vaut auf Befehl, macht Platz, Setzen, geht bei Inh, sucht Verloren. Preis nach Uebereinfmtft. Selbstabholer bevorzugt. 025537 H. Keßler II. St e lobach, r. e französisch-russische Kombination scheine an s i ch s ch o n schwächer wie die österreichisch-deutsche. Außerdem quadriere m.t dena Dreibund Italiens Freundschaft zu England, die für sein Vaterland von allergrößter Wichtigkeit wäre. Unlängst speiste der Marquis bet mir und sagte mir nach Tisch in einem Momente der Expansion: in Berlin sähe man jetzt wohl ein, dah das italienlsch-sranzösische Verhältnis relativ harmlos ist, der Pivot der italienischen Politik wäre mehr und mehr London geworden. • ~ , Es scheint, als wenn dem Bestreben der Italiener, noch engere Fühlung mit England zu nehmen, von dort in bereitwilligster Weise entgegengekommen wird. Bei der absoluten Verschwiegenheit der kompetenten Stelle in Rom und wohl auch in London wird zunächst nicht zu fixieren sein, wie weit das Ein- vcrnehmen schon gediehen.... Wenn aber schon früher bei jedem wichtigeren Vorgang Italien sein Ruder nach dem von England wehenden Winde einzustellen gewohnt war, so müssen wir jetzt um so mehr mit einer englisch-italienischen Solidarität rechnen. Auch ohne schriftlichen Pakt wird in entscheidenden und wichtigen Momenten Italien nicht minder an der Seite von England zu finden sein wie der durch die entente cordiale augenfchenlich noch für laiv gere Zeit an das Inselreich geleitete Gallier. Dtc Che mit England aber ist für Italien doppelt wertvoll, da sie ein gutes Verhältnis zu Frankreich gleichsam als Morgengabe nut> bringt. Denn trotz aller Besuch', P eßartikel und Verbrüderungen s.nd zw.schm den be den lateiar- schen Mächten, allein schon wegen ihrer Rivalttat im Mittelmeer, keineswegs alle D.sserenzpunkte, die so lange für die Staatsmänner in Rom und Paris Gegenstand ernster Sorge gewesen, glatt aus der Welt geschafft. Die Italiener sind Ilug genug, dies einzusehen, sie wissen, dah der Wind an der Seine schnell Umschlagen lann, auch rechnen sie zum Teil wohl immer noch mit der Möglichkeit einer klerikalen Reaktion. Schon aus diesem Grunde empfiehlt sich das Beharren im Dreibunde, der ja Italien keinerlei ernst zu neh- 6.3«”; innen 7 Ja«' VW t«*,v14Sc liche Schlamm, und das ist für das Tier höchst ungesund, da dadurch die Hauttätigkeft in sehr hohem Maße beeinträchtigt wird. Aber selbst wenn man vor dem Hereinführen der Tiere i den Stall den Schmutz abwäscht und Hals, Brust und Rücken abreibt, ist damit noch nichts getan. Denn durch das allmähliche Abftteßen des immer noch im Fell verbleibenden Wassers wird fre Streu unter dem Tiere unnötig genäht, was dem Pferde nicht bekömmlich ist. Die Abreibung muß also sehr intensiv und mit allergrößter Sorg' falt vorgenommen werden. Vor allen Dangen muß das Putzen bei naßkaltem Wetter, wenn das Pferd besonders viel von Kot bespritzt toirb, möglichst oft, wenn irgend Zeit übrig bleibt, wiederholt werden. Schon, um der sehr ansteckenden Räude vorzubeugen, die feit dem Kriege durch Deutepferde, die sie aus dem Auslande mitbrachten. bei uns eine Verbreitung erlangte, die man vor dem- Kriege nicht für möglich gehalten hat. Was für die Reinigung der Pferde gilt, das gilt auch für die Säuberung der übrigen Viehbestände. Das Rindviehpuhen wird in vielen Gegenden Deutschlands leider von dem Dienstpersonal als entwürdigend betrachtet, ilnD doch stellt es eine der wichtigsten Arbeiten im d s» d-n Ä Alexe sah in der tiefeingebauten Fensternische. Ich setze dir die Todesanzeige auf“, sagte sie. Das kannst du nicht. Sie verlangt gewisse stilistische Schnörkel, die dir nicht liegen. Auch die Versendungsliste werde ich ausarbeiten, Ueberlaß das alles mir. Die Anzeige muß gut gedruckt fein. Tadelloses Papier, breiter Trauerrand. Der Onkel hielt auf derlei, wir wollen es ihm auch im Tode recht zu machen suchen. Wann soll die Deiseyung ftattflnöcn?“ „Ich dachte, in drei Tagen — also am Donnerstag. In der 5-amiliengruft natürlich — unter der Sakristei der Kirche." „Gut. Es werden auch Deputattonen kommen, vom" alten Regiment, von den Provinzialbehörden den Johannitern, den beiden Höfen. Es wird vermutlich eine große Trauerfeier. Du muht die Leute empfangen. Im Schlosse wird ein Dufett notwendig sein — für die Ausgehungerten von auswärts. Vielleicht übernachtet auch der und jener. Alles ist denkbar." Hellmut rieb sich den Kopf. „Hilf mir. Lexe! Ich bin fein Hofmarschall, wie der Onkel war. Im versteh mich nicht auf den Rummel. Es ist mir schon greulich, alle diese Menschen empfangen zu müssen — als Angestellter, nicht als Besitzer." „Aber als nächster Verwandter des Hau ses " Sie dachte einen Augenblick nach, und dabei durchschattete sich das ©tau ihrer Au- qen . „Willst du nicht in das Schloß übersiedeln?" fragte sie. „Es steht ja nun leer." 3 Gott bewahre," rief er, „ich denke nicht dran! Da bringen wir Theda unter, wenn sie aus Goslar zurückkehrt. Sie ist meine neue Herrin. Geisbach erzählt übrigens, daß die Krw anschlägt. Es soll ihr bedeutend besser gehen. Er will sie morgen besuchen." Sieh da," erwiderte 2llexe, „das ist ja eine unerwartete Freude. Run, und was sagst du zu Gert —T* Inwiefern? Seine letzte Rachricht stammt vom "dritten Juni. Da schrieb er von persönlichen Zwistigkeiten, die er gehabt habe, und bat tote gewöhnlich um Guld. „Hast du tnzwttchen noch einen Drief von ihm erhalten?" (Fortsetzung folgt) Das Ergebnis von Algeciras. — Die Enttäuschung, daß das Jahr 1914 31 a = Lien nicht an der Seite Oesterreichs und Deutfch- I Lands sand, war nur in politisch nicht orientieren Kreisen aroh. Die Eingeweihten wußten schon ! fange, daß Italien gegen eine Mächtegruppe, Der das seebeherrschende England angehörte, ' nicht vorgehen würde, und daß der Haß gegen | Oesterreich im italienischen Dolle viel zu stark I war. als dah es an der Leite dieser Macht gegen , Fcanlreich gekämpft hätte. Da erhebt sich aber ! lic Frage, warum die deutschen und österreichischen Staatsmänner nicht schon längst eine Ver- - kindung gelöst hatten, die ihnen keinen R u tz e n brachte, die aber die Bedeutung und : dadurch die AnsprücheItaliens weit über : Gebühr steigerte. Die Frage, ob man den Drei- i lund nicht kündigen sollte, ist nach der Konferenz von Algeciras, auf der Italien an der ’ccite Frankreichs und E nglands gegen Deutschland und Oesterreich i »uifgctrclcn war, in den Kreisen der deutschen | Regierung erwogen worden. Der deutsche Dat- I ZHafter in Rom. Graf Monts, von dem wir hier einen Bericht, der zusammenfafsend die be- ' vimmenben Kräfte der ital enischen Politik schildert. dem Bande 21 der jetzt ersche nenden Re he ; der Großen Attenpublilation des Auswärtigen i Amtes') entnehmen, trat f ü r die Lösung des unnatürlichen Derhältn sses em. Wenn, wie das zweite hier veröffentlichte Altenstück zeigt, die Leiter der Politik der Mittelmächte sich doch für eine Aufrechterhaltung des Dreibundes aussprachen, so war dafür die Erwägung ausschlaggebend, dah durch c ne der- äctig einschneidende Veränderung des Staaten» si.stems in Europa Unruhe und Unsicherheit ge- ! schaffen würde — es war also letzten Endes der Friedenswille der Mittelmächte, der den Dreibund in feiner alten Form bestehen lieh. Der Botschafter in Rom Gras Monts > an den Reichskanzler Fürsten von Bülow. Rom, den 5 .Februar 1907. Für die Politik eines Landes und die treibeirden Kräfte derselben hat ein Fremder selbstverständlich immer nur ein bedingt richtiges Urteil. Am nächsten aber w rd der der Wahrheit kommen, welch, r. bar jeder Sent.mentalitut. ganz von eigenen Wünsch.n, to .e b ese Pol til etwa sein sollte, abstrah.ert und sich völlig in die Lage des : betreffenden Staates und Dolles zu versetzen sucht. Italien hat nach Jahrhunderten der Zerrissenheit und Knechtung durch Fremde, freilich weniger durch eigene Kraft als durch die Gunst i der Umstände, französ.sche und deutsche Hilfe, de nationale Einheit erlangt Der neue Ein- 1 heitsstaat, sprachlich und geographisch ein geschlossenes Ganzes bildend, tturö für absehbare Zeit als das Maximum des Erreichbaren zu gelten haben. Die nördliche Grenze ist im großen und ganzen durch deaa südlich.n Abhang der Alpen markiert. Die Sprachgrenze greift freilich vielfach weiter hinaus, was den Italia- nissimi immer erneut Anlaß bietet, diese Italia irreDcnta zu reklamieren. Vorderhand richten sich die Reklamationen nur g eg enOestev- ! reich, aber außer dem Kaiserstaat zählen auch Frankreich im Departement der Seealpen, | in Korsika, in Rordafrika, die Schweiz im Kanton Tessin und England in Malta zahl- ' reiche italienisch sprechende Staatsangehörige. So i aberwitz-g bei den realen Machtverhälttußen für ! ein schwaches Land wie Italien auch Aspirationen auf Angliederung jener wett stärkeren *) „Die Große Politik der Europäischen Kabinette 1870- 1914“. Sammlung der Diplomctti- : schen Akten des Auswärtigen Amtes. Im Auftrage des Auswärt gen Amtes herausgegeben I von Johannes Lepsius. Albrecht Mendelssohn ! Bartholdy. Friedrich Thimme. 4. Reihe: .,D.e Isolierung der Mfttelmächte". Erste Abteilung: ! Band 19 bis 21. 3m Verlage der Deutschen Verlagsgescllschaft für Pol t.k und Geschichte in •Berlin W 8. htonii bereit Donellr,eb Die Reinigung der Haustiere. (Rachdruck verboten.) „Gut geputzt ist halb gefüttert.“ Dieser alt- erprobte Grundsatz rationeller Landwirtschaft toirb beim Putzen nicht immer so sorgfältig befolgt, wie es zu wünschen wäre. In vielen landwirtschaftlichen Betrieben wird z. D. das Putzen der Pferde in der Regel nur einmal täglich vor- genommen, in den Morgenstunden, wenn die Tiere ihr ersters Futter verzehren. Schnell wird dann mit dem Striegel der gröbste Schmutz her- untergekraht, das Haar mit der Dürste glattgestrichen, und die große Arbeit ist getan. Fährt man dann aber einmal mit dem Finger gegen den Strich der Haare, so sieht man sofort, daß noch eine Unmenge Staub zwischen ihnen haften geblieben ist. v , Es muß ganz entschieden betont werden, daß das einmalige Putzen der Pferde nicht genügt. Höchstens bei trockenem Wetter. Haben aber die Tiere bei der Arbeit durch den Straßenkot und durch Wasserpsüyen hindurchwaten müssen, so dürfen sie, mit diesen Kotsprihern behaftet, keinesfalls bis zum nächsten Morgen stehen bleiben. Während dieser Zeit trocknet der an den Füßen. Deinen und an den übrigen Körperteilen besind- fremden Kr»f. . ^Wellen 7ecke b>8 500 p. ^enbau Die Besprechungen, die der Herr Reichskanzler und ich mit dem Baron Aehrer> - thal (dem österreichischen Außenminister) während dessen hiesigem Aufenthalt hatten, haben eine völlige Liebereinstimmung in allen wichtige Fragen der Politik ergeben. Wesenttich neue Gesichtspunkte sind dabei nicht zutage getreten. Der österreich.sch-unyar sche Minister sprach sich für eine unveränderte ‘Beibehaltung des Dreibundvertrages aus, wobei für ihn die Rücksicht aus die heimischen Zustände und seinen greifen Monarchen wesentlich mit in die Wagschale fielen. In dem Ge- spräche über diese Frage sind d.e pro et contra btc Schwäche und die manchmal divergierenden I-tt reffen-des italien schen Bundesgmoilen, die Möglichkeit, die ihm die weitere fechsjähttge Sauer des Derttagsvcrhältmsfes zur Fortführung seiner Rüstungen gegen die Donaumonarchie gewährt, einerseits, die Gefahr eines sofortigen österreichisch-italienischen Konfliktes btt Kündigung d s Vertrages und das völlige H meint reiben Italiens in die englisch-französische Kombination anderersttts - sorgfältig abg wogen worden. Doch war d.e Ansicht prävalierend, daß es besser sei. große Staate- vertrüge, die, wie der Dreibund, durch ihre lange Dauer zu einem ruhenden P o l in der europäischen Gesamtpolitik geworden. solbst dann, wenn sie sich nicht mehr völlig den veränderten Derhältn.ssen anzupasscn scheinen, ruhig auslaufen zu lass n, statt durch vorzeit ge Kündigung Beunruhigungen und Ungewißheiten zu v ranlassen. Tsch.rschky. ihm ein Unglück zugestotzen, so hätte uns schon das Auswärtige Amt benachrichtigt. Schreibt er Räheres über seinen persönlichen Aerger?" „Rein. Es ist nur eine beiläufige Erwähnung. Vielleicht hat er irgendeinen Zank mit einem Kollegen gehabt, das kommt ja vor." Heber das behäbige Gesicht Gcisbachs strich ein frohes Lächeln. „Morgen will ich nach Goslar" sagte er. „Will mich mal endlich selbst nach der Theda um tun und den Arzt sondieren. Und wenn die Besserung anhält, telegraphieren wir dem Gert. Der Krakehl da brüben wird ja bald zu Ende kommen. Dann kann er zur Rückkehr rüsten. Immer vorausgesetzt, daß die Theda gesund wird. Was ich hoffe, was ich hoffe . Inzwischen werden wir mit dem Schachtgebaude fertig fein. Willst du mal ein bissel heruntergucken? Die höchstgelegenen Telle des Lagers haben wir schon durchquert. Run streichen wir weiter. Die neuen Bohrmaschinen bewähren sich glänzend..." _ . ... Da trat der Bote aus Groß-Ponar zwischen die beiden: ein erhitzter Knecht, die Mütze m her Hand, das Gesicht schweißüberriel'elt. Herr Verwalter," meldete er, „der Friedrich "schickt mich, der Herr Graf ist plötzlich ge- s Hellmut schrie unwillttirlich auf. Auch Geisbach war erschreckt und bewegt. Qltan fragte den Boten aus. Doch der wußte nichts weiter als das. was Friedrich ihm aufgetragen hatte. „Ich reite zurück, Onkel Emst", sagte Hellmut. „Herrgott, so unerwartet! Vorgestern war ich noch bei ihm im Schlosse." „Hinter uns Siebzigern lauert immer Der Tod, lieber Junge." „Und was wird nun?“ „Was soll denn werden? Es geht im alten Geleise weiter. Du führst die Wirtschaft wie sonst. An Gert müssen wir zu telegraphieren versuchen — das Auswärtige Amt kann uns vielleicht helfen. Er ist der Erbe. Der Tod fernes Vaters wird seine Rückkchr beschleunigen. Mein Gott, wenn doch die Theda . . ." Er unterbrach sich.....Ich komme mit nach Groß-Ponar. Hellmut. Meinen Wagen!“ schrie er, sich rückwärts wendend. — , , 3m Schlosse war inzwßchen Der Arz^ erschienen, der nur den Tod des Grafen durch Schlag- Stadttheater S in 4 Sikmo-iel m Ilgens JZss KtzkK s-rtdafl'infM i^e5» U6t-, K- Ä Herrn»"" SZ-'s Heute abend : 8 Uhr: i! ttiÄe im CiMntiM. !. KWM i MM. t Montag, 5. abend? 8 Ugr landwirtschaftlichen '-öetticbc dar. Das Rtnvviey muh täglich mit der Kardätsche tüchtig geputzt werden, damit sich keine Dchmuhschicht auf der Haut festseht. Die AnwenKung des Striegels ist beim Rindvieh zu vermeiden, da dieser die Haut zu stark reizt. Wird das Rindvieh täglich sorgfältig mit der Kardätsche behandelt, so kann sich auch keinerlei Ungeziefer, wie Läuse, Schma^ roherwürmer usw. auf der Haut festsetzen, das den Tieren große Qualen bereitet. Auch bei den Ziegen ist eine rationelle Körperpflege — besonders während des Winters — von größter Wichtigkeit zur Erhaltung des Wohlbefindens und der Gesundheit der Tiere. Täglich müssen die Ziegen abgerieben, gebürstet und nötigenfalls auch gekämmt werden. Das Euter ist besonders sorgfältig mit einem trockenen Tuch zu reinigen: ist es sehr schmutzig, so muh laues Wasser zu Hilfe genommen werden. Hinterher ist gutes Abtrocknen und Schuh vor Zugluft zu beachten. Die Reinlichkeit der Ziege trägt mehr, als man annimmt, dazu bei, der Ziegenmilch einen guten ©efefomad zu verleihen. Die Klauenpflege ist dabei gleichfalls sehr wichtig. Während die Ziegen sich auf der Weide das Horn der Klauen ablaufen, wächst es im Stall oft so lang, daß die Tiere kaum stehen können. Daher müssen die langgewachsenen Klauen von Zeit zu Zeit beschnitten werden. Kaninchen werden leicht von Ungeziefer befallen. Um es fortzubringen, seht man die Tier« auf ein Brett und wäscht sie mit Kreolinteerseife. Der Schaummuh mindestens fünf Minuten sitzen bleiben, worauf er unter Benutzung eines Strohwisches oder einer Bürste mit lauwarmem Wasser entfernt wird. Gegen Läuse bei Kühen und Milben bei Pferden wird eine Einreibung mit Hanföl angeraten. Gegen Krähbeine der Hühner, die auf die Giererzeugung ungünstig einwirken, hilft Bestreichen der Deine mit grüner Seife, mehrere Abende hintereinander. Am vierten Abend wasche man dann die Beine sorgfältig ab und entferne die Borken, doch so, dah kein Blut abflieht. Dann bepinselt man die abgetrockneten Füße mit Schachts Pixol-Karbol und wiederholt dies nach 8 bis 14 Tagen noch einmal. Sorgfältigste Sauberhaltung der Tiere ist in allen Fällen das beste Vorbeugungsmittel gegen das Auftreten aller schädlichen Schmarotzer. Kalkftickftoff muß ganz trocken lagern! (Rachdruck verboten.) Wenn Kalkstickstoff nicht sofort verbraucht ttnö an einem Orte gelagert ist, der nicht ganz trocken ist, entwickelt sich in ihm das den Pflanzen schädliche Dizhanamid. Mm, lasse ihn daher nicht in Säcken stehen, sondern schütte ihn auf trockenen Unterlagen breit und bedecke ihn womöglich mit Thomasmehl. 3m übrigen ist es überhaupt bei Kalkstickstoff besser, gerade nur soviel zu bestellen, als man in einer Bestellperiode verbraucht. Maulwürfe im Wintergetreide sind keineswegs immer erwünscht: Sie lockern oft zu viele Getreidepflanzen, befördern dadurch das Auswintern und ihre Hügel bilden, wenn namentlich im Roggen das Eggen und Walzen im Frühjahr unterbleibt oder unterbleiben muß, beim Mähen sehr böse Hemmnisse für Sense und Tetreidemäher. Andererseits ist der Maulwurf durch das Vertilgen von Drahtwürmern, Engerlingen, Schnaken usw. eia so nützlicher Geselle, dah es unzweckmähig wäre, ihn durch Fallen usw. L überall gänzlich zu vernichten. Besser ist es, wenn er nicht zu massenhaft auftritt, ihn zu vertreiben. 5Cin ganz einfaches Mittel ist das öfter wiederholte Ausgiehen seiner Baue und Gänge mit * 3aud)c, besonders Abortjauche. Auch Lappen, die stark mit Petroleum getränkt sind, vertreiben ihn. Lieber Zäune, Mauern und Hecken. (Rachdruck verboten.) Tie scheinbar billigste Einfriedigung durch Lattcnzäune ist dadurch, daß sie öfters Reparaturen und nach kurzer Zeit Erneuerung notwendig macht, die teuerste. Außerdem bietet sie gegen Wind, Wild und Diebstahl nur geringen Schutz. Bei Zwischenräumen zwischen den Latten von mehr als 5 Zentimeter findet ein hungriges Häschen immer ein Loch zum Durchschlüpsen. und für naschhafte Buben ist ein Lattenzaun kein Hindernis. Man ist deshalb von Holzzäunen mehr und mehr abgekommen und bevorzugt stabile, von starken, in Beton eingelassenen Gisenpfosten getragene Drahtzäune, die, wenn sie gut verzinkt und mit Stacheldraht überhöht sind, gegen allerlei Langfinger auf lange -ßelt Schutz gewahren. Loch auch Lrahtzaune dieser A.t haben ihren Rachteil. Der Wind bricht sich nicht an ihnen, der Garten wird dadurch nicht wärmer, jedermann kann hereinfehen, und das. was einem Garten erst den Charakter als solchen verleiht, die sichtbare und feste -Umgrenzung, fehlt. Alle diese Eigenschaften vereinigt in sich die Mauer, und wenn Gartenmauern Immer seltener werden, so liegt das nur an den hohen Kosten, die ihre Ausführung verursacht. Als einen zweckmäßigen, wenn auch nicht vollkommenen Ersatz für Mauern möchten wir der Vereinigung einer Drahteinfr rdigung. wie sie eben geschildert wurde, mit Weihdornhrcke das Wort leben, da wo es auf das Land nicht ankommt. die eine solche Hecke beansprucht. Ihre Anlage geschieht in folgender Weise: Rach Fertigstellung des Zaunes wird an diesem beiderseits entlang ein schmaler Streifen auf mindLstens 30 Ztm. Tiefe im Herbst oder Winter umgegraben und dann im folgenden Frühjahr beiderseits im Verband in 15 bis 20 Ztm. Abstand die jungen Weihdornpflanzen gesetzt. Wo die Grcnzverhält- niffe die Heckenanlage auf der Außenseite nicht zulassen, pflanzt man eine doppelte Reihe auf der inneren Seite. Diese Pflänzchen werden nach dem Setzen über der Erde abgeschnitten, di.e darauf sich entwickelnden Triebe Im nächsten Winter nie- dergeöogen. und mit ihren Spitzen dicht am Boden mit Bindweiden am Stämmchen der nächstfolgenden Pflanze sestgebunden. so daß im kommenden Sommer alle Augen austreiben. 3m anderen Jahr wird dieses Verfahren wiederholt und dann erst wird die Hecke regelmäßig so schmal wie möglich und kurz geschnitten, so daß sie für jeden unerwünschten Besucher undurchdringlich wird. Verfällt später der Drahtzaun, so braucht er, wenn die Hecke weiter gepflegt wird, nicht mehr erneuert zu werden, R. Schrebergärtners Arbeiten im Januar. (Rachdruck verboten.) Ein neues Jahr, ein neues Hoffen I Aber nur getrost und glaubensvoll in die Zukunft geschaut und die Hände fleißig gerührt. Wenn auch der 3anuar unser eigentlicher QBintermonat ist, der Eis und Schnee umherstreuen soll, so gibt es doch für den Gartenbesitzer mancherlei Arbeit. Da ist zunächst, wenn er in diesem Jahre wirklich noch kommt, der Schnee. Erhalte davon deinem Garten soviel als möglich. Er ist das beste Schutzmittel für alle draußen überwinternden Pflanzen. Dazu hat er aus der Luft manche wertvolle Stoffe aufgenommen, die er beim Auftauen an den Boden abgibt. Schnee düngt. Die Obst- bäume müssen einer gründlichen Durchsicht unterzogen werden. Was zu dicht steht, muß gelichtet bzw. entfernt werden. Licht und Luft sind zu einem gesunden und ertragreichen Pflanzenwuchs unbedingt notwendig. Beim Entfernen größerer und kleinerer Aeste und Zweige achte man vor allem auf einen glatten Schnitt. Aststümpfe dürfen nicht stehen bleiben. Die Schnittflächen bestreiche man mit Baumwachs oder Teer. "Alte, mit Moos und Flechten bewachsene Stämme sind abzukratzen und mit Kalkmilch zu streichen. Alles Abgeschnittene und Abgekratzte ist ^u sammeln und zu verbrennen, wodurch der Schädlingsplage wirksam vorgebeugt wird. Bei frostfreiem Wetter können die Baumscheiben gedüngt und gegraben werden. Für die Frühjahrspflanzung sind die Daumlöcher auszuwerfen. Komposthaufen sind umzusetzen. Für die kommende Reuveredelung sind die Edelreiser zu schlagen und einzufchlagen. Der Gemüsegarten erfordert jetzt die wenigste Arbeit. Bei offenem Wetter kann noch gegraben werden. Für die kommende Bestellung mache man jetzt schon den Plan. Rur wer nach einem «geregelten Destellungsplan arbeitet, wird jedes Stück Land entsprechend ausnutzen und bebauen können. Auch die Samenbestellung bereite man vor. 3e früher man bestellt, je sicherer ist, dah die Wünsche erfüllt werden. Die Teuerung der verschiedenen Sämereien nötigt auch, sehr sparsam damit umzugehen. Um das benötigte Quantum zu berechnen, ist der oben empfohlene Bestellungs- Plan- von größtem Vorteil. Den selbstgezogenen Samen unterzieht man einer sorgfältigen Durchsicht. Rur guter, voll ausgebildeter Samen gewährt auch den erhofften Erfolg. Daher scheide man lieber eine zweifelhafte Ware aus, als daß erst ein Versuch damit gemacht wird. Das wäre falsche Sparsamkeit. Keimproben sind sehr zu empfehlen. Fragekasten. (Die Beantwortung der Anfragen erfolgt kostenlos.) Frage 1: Kann man im Winter Stachel- und Johannisbeersträucher vermehren? Antwort: Die beste Zeit zur Stecklingsvermehrung der Stachel- und Johannisbeeren ist der Monat August. Da aber um diese Zeit viele andere Arbeiten drängen, wird es gewöhnlich versäumt. Man schreitet dann zur Wintervermehrung, wie sie in vielen Baumschulen ausschließlich vorgenommen wird. Als Steckholz kommen nur die im letzten Sommer gewachsenen Zweige in Betracht, die man an der Ansahstelle, wo das zweijährige Holz beginnt, schneidet. Die dünnen Zweigspitzen am oberen Ende der Ruten sind wertlos und werden fort- geschnitten. Das Steckholz muh 20—25 Zentimeter lang und unten dicht unterhalb eines Auges glatt geschnitten sein. Rach dem Schnitt wird es gebündelt, mit der unteren Schnittfläche in feuchten Sand gestellt, in einem feuchten, frostfreien Raume bis zum Frühjahr cirgcfchlagen, worauf die Stecklinge hx Reihen auf ein gedüngtes, gut gegrabenes und geebnetes Beet etwas schräg so tief in den Boden gesteckt werden, dah nut die oberen Augen über der Erde bleiben. Das Schneiden des Steckholzes geschieht von Anfang Januar ab und muh spätestens Mitte Februar beendet sein. 3e früher desto besser, weil sich im Laufe des Winters im feuchten Sande des Einschlages bereits die Ansätze für die jungen Wurzeln bilden. Don Wichttgkeit ist bei der ganzen Arbeit, daß man nur solche Sträucher zur Vermehrung wählt, die reich tragen und am wenigsten von Krankheiten zu leiden haben: von Stachelbeeren namentlich solche S öde, deren Beeren durch Sonnenbrand nicht ausp'atzen. 3n der rechten Auswahl der Mutterpflanzen liegt gerade, der Vorteil der eigenen Anzucht, gegenüber dem Bezüge aus Baumschulen und von Händlern. D. Frage 2: Vor zwei Jahren säte ich eine Anzahl Pfirsichkerne aus, denen ich 6 Bäumchen erzog, die jetzt bereits übet anderthalb Meter hoch sind. Muh ich diese im Frühjahr veredeln, oder bringen sie auch uiwerabelt gute Früchte? Antwort: Es ist ratsam, die Bäumchen bei offenem Wetter jetzt noch zu verpflanzen, spätestens im zeitigen Frühicchr, weil fte sich später nicht mehr versetzen lassen. 3m nächsten Sommer werden sie mit der gewünschten Sorte aus das schlafende Auge okuliert, so dah einige Aeste unveredelt bleiben, die man im andern Jahre tragen läßt. Hierbei zeigt sich, ob die Früchte etwas taugen. Sind sie wohl- wohlschmeckend, nicht zu klein urtb lösen sie leicht vom Stein, dann bevorzuge man die Sämlinas- form vor bei aufveredelten Sorte. Sämlinge sind dauerhafter und haben weniger von Kräuselkrankheit und Gummifluh zu leiden, besonders, wenn man beim Pflanzen nicht versäumte, dem Boden Kalk zuzusehen. Mm mit einiger Sicherheit Pfirsiche aus Samen sortenecht ziehen zu können, muh man die Fremdbestäubung durch- Bienen verhindern, indem man den betreffenden Zweig, von weichem man zur Aussaat ernten will, während der Blütezeit so dicht mit leichter Gaze umhüllt, dah Insekten von der Bestäubung ausscheiben, die man mittels eines kleinen Pinsels dann selbst besorgt. R. Frage 3: Ich bitte um Auskunft, wie ich Kali am besten zu Wintergetreide verwende. Antwort: Kalisalze werden vor der Saat gegeben, und zwar in einer Menge von 1—P/a Zentner 40proz. Kalisalz auf den QTormalmorgen je nach Düngungszustand des Bodens. Aus Ihrer Frage geht aber hervor, dah Sie es versäumt haben, die Kalidüngung rechtzeitig, also vor der Saat, zu geben. AIS Kopfdünger, 6. h. auf die bereits ausgetriebenen Pflanzen, sollen Kalisalze nur im Rotfall Verwendung finden. Da aber nun einmal die Verhältnisse bet Ihnen so liegen, würde ich Ihnen raten, die noch fehlende Kalidüngung baldigst, aber nur auf den trockenen Pflanzenbestand zu geben, damit nicht etwa bei Rasse Die ätzende Wirkung des Kalt die Pflanzen schädigt: aber große Vorsicht ist dabei geboten, und ein Rotbehelf bleibt diese Art ber Kalidüngung immer. Selbstverständlich ist es natürlich. daß nicht einseitig nur mit Kali gedüngt wird, sondern dah auch Phosphorsäure und Stickstoff in entsprechender Menge den Pflanzen zur Verfügung gestellt wird. S. Frage 4: Besonderer Mmftänbe halber muh ich einen Acker in ber Größe von ca. 1 Rormal- morgen abgebsn, den ich 1923 zu Hackfrucht mit Mist. 3 Ztr. Thomasmehl und P/2 Ztr. 40proz. Kalisalz und 1 Ztr. schwefelsaurem Ammoniak eine gute Volldüngung gegeben habe. Der Rach- folger ist bereit, mir die Düngung zu vergüten. Welche Ansprüche kann ich an ihn stellen? Antwort: Bei Stallmistwirkung rechnet man gewöhnlich auf 3 Jahre, ebenso bei Düngung mit Thomasmehl und Kalisalz. Die Ausnützung des Stallmistes können Sie im ersten Jahr mit 3/6, hn 2. Jahr mit 2/e und im dritten Jahr mit Vß annehmen. Sie haben von der Mistdüngung, die man durchschnittlich wohl mit 180 Ztr. pro Rormalmorgen rechnen kann, 2 Ernten genommen; mithin wären noch Ve oder 30 Ztr. zu vergüten. Mist ist keine marktfähige Ware und infolgedessen ein Preis schwer anzugeben, vielleicht können Sie sich auf den Friedenspreis einigen, der bei Stallmist ungefähr pro Zentner bei 30—40 Pf. lag. Kalisalz und Thomasmehl werden nicht leicht ausgewaschen im Boden, sie können, wie schon angebeutet, auf ca. Hährige Wirkung rechnen und zwar so, daß jährlich von beiden je Vs ausgenuht sind. Es wären Ihnen also noch 1 Ztr. Thomasmehl und 50 Pfund 40proz. Kalisalz zu bezahlen, den Preis können Sie ja leicht erfahren oder sich nach den Preisnotierungen ausrechnen. Bei schwefelsaurem Ammoniak können Sie kaum mehr eine Rachwirkung annehmen. Er wird wohl verbraucht sein. Eine Vergütung hierfür können Sie nicht verlangen. Frage 5: Ich habe ein Pferd, Belgier Stute, 8 Jahre alt. Es kaut seit sechs Wochen weihen Schleim, so dah morgens eine ganze Menge davon vor der Krippe liegt. Seit dieser Zeit schwellen die Hinterbeine bis oben an. wenn es einen Tag im Stall steht, wenn ich es einen halben Tag fahre, werden sie wieder dünn. Ich füttere eben Haferschrot, Möhren und gutes Heu, und dennoch geht es bei der wenigen Arbeit zurück. Was ist zu machen, um das Pferd wieder instand zu setzen? Antwort: Möglicherweise liegt eine Druse vor. Alm den Fall vollständig zu klären und Ihnen passende Verhaltungsmahregeln zu geben, empfiehlt es sich, einen Tierarzt zu Rate zu ziehen ober das Pferd zur Untersuchung in die Gießener Veterinärklinik einzustellen. Turnen, Sport und Spiel. Städtekampf im Kunstturnen ttticften, föulbfl, (Eisenach. Gießen, Fulda und Eisenach, die schon einmal einen Städtekampf im Kunstturnen veranstaltet haben, wollen diesen Wettkampf auch in diesem Jahr austragen. Als Termin ist der 1. Februar, als Ort Eisenach gewählt worden. Norddeutschland — Westdeutschland. Der Rorddeutsche Fußballver» band hat sich nunmehr bereit erklärt, gegen den Westdeutschen Cpielverband en n ues Spiel auszutragen, durch das jedoch die Berechtigung zur Teilnahme an der Endru-ide um den Bunoespokal nicht berührt werden sott. Der Termin wird noch sestgelegt. Der Protest, welchen der Westd utlchr Spielverband seinerzeit lediglich eingereicht hatte, um die Unkorrektheit der fraglichen schiedsrichterlichen Entscheidung festzustetten, ist inzwischen wieder zurückgezogen worden. Jubiläum des Westdeutschen Spielverbandes. Der We st deutsche Spielverband feiert in diesem Fahr sein 25jähriges Bestehen und plant aus diesem Anlaß eine Reihe großer sportlicher Veranstaltungen. 11. a. ist für den 23. 3'uni ein FuhballlampfWestdeutsch- land—Berlin vorgesehen. Das Verbandlju- biläum fällt im übrigen zusammen mit der Tausendjahrfeier der Rheinlands. Schwimmer-Werbetaq 1925. Der Werbetag 1925 des Deutschen Schwimmverbandes ist für das ganze Reich auf den ersten Iulisonntag festgelegt worden. Rundfun ^-Programm des Frankfurter Senders. (Aus ber „Radio-Umschau".) Sonntag, den 4. Januar: 8,30 Uhr: Morgenfeier, veranstallet vom Wartburgverein, Ansprache von Pfarrer Vauli von der Johannis-Gemeinde Frankfurt. 4 bis 5 Uhr Kinderstunde. 5—6 Uhr Sonntagnachmittags-Konzert. 6 bis 7 Uhr Stunde des Rhein- Mainischen Verbandes für Volksbildung: Aus Dichtungen des alten Testaments (Deborahs Siegeslied, das Buch Ruth, das Lied der Lieder, Psalmen. 8.30 Uhr: Altitalienischer Kammer- Musik-Abend. 1. Sonate sür Getto unb Klavier von M. Marcello. 2. Drei Sonaten für Klavier von D. Scarlatti. 3. Sonate für Cello unb Klavier von L. Bvccherini. Ausführenbe: Rudolf Hindemith (Cello). — Frn Flügel: Frau Emma Lübbecke-Job. Anschliehenb: Rachrichten, Wetterbericht, Zeitangabe. Montag, den 5. Januar: 11,55 Uhr: Zeitangabe. 12 Uhr: Rachrichtendienst. 4,30—6 Uhr: Runbfunknachmittag in Musik und Wort. 6 Uhr: Wirtschaftsmelbungen. 6—6,30 Uhr: Die Lesestunbe (Die Rovelle): „Der Branb von Egliswyl", Frank Wedekind. 6.30 Uhr: Vortrag von Frl. Dr. Kathi Meyer: „Die niederländischen Meister der A capella-Zcit". 7 Uhr: Die Besprechung (Literarischer Teil 1). 8 Uhr: CBprtrag von Direktor Dr. Jacobson: „Deutsch oder Undeutsch?" Einiges über Verunstaltung ber Schriftsprache. 8,30 Uhr: Die schöne Müllerin". Lieber-Zyklus von Franz Schubert. Ausführenbe: Karl Iaroschek (Tenor). — Am Flügel. Dr. Reinhold Merten von ber Frapkfurter Oper. 9.30 Uhr: Rachrichten, Wettermeldung, Sportbericht. 9 40 Uhr: Die Spätankündigung: „Was ich mir dafür kaufe!" 9.55 Uhr: Zeitvorbereitung. 9,56 Uhr: Drei Minuten der Hausfrau. 10 Uhr: Zeitangabe. 10—11 Uhr: Manbolinenkvnzert. Ratsel-Ecke. Rätsel. Bei Becherklang und Rundgesang Vollbringt man oft das Wörterpaar; Auch wird es lobend angewandt, Stellt sich ein Werk als edel dar. Macht man aus beiden Wörtern eins Und fetzt dem zweiten Laut im Wort Als Köpfchen noch zwei Strichlein auf — Ein Segen dann fürs Voll sich zeigt In Rätselwortes stetem Laus! Tauschrätsel. Mit 0 kommt es in Winterszeiten, Mit i soll man's nicht überschreiten. Arithmogriph. 4 10 1 14 Stadt in Steiermark. 5 10 7 1 weiblicher Vorname. 3 2 9 8 Inselgruppe im Stillen Ozean. 11 9 6 3 salzhaltige Quelle. 11 1 12 6 erster König von Israel. 3 7 5 6 männlicher Vorname. 8 3 13 1 Fluß in Rußland. Die erste senkrechte Reihe nenn!, eine Stadt in Hessen, die vierte senkrechte Reihe ein halbwollenes Gewebe. Silben-Rätsel. Aus den 32 Silben: : aE — an — 6a — 6er — berg — che — dog — dro — droh — el — en — frost — ge — hei — I)t —' i — ma — ne — o — on — rauh — ri — ri — sa — sul — sh — ta — tan — litte — tung — ue Hilde man zwölf Wörter mit folgender Bedeutung: 1. Romanschriftsteller. 2. Homerische Frauengestalt. 3. Herrschertitel. 4. Französische Insel. 5. Hunderasse. 6. Strafbare Handlung. 7. Infekt. 8. Biblischer Raine. 9. Italienische Insel. 10. Ehemalige türkische Provinz. 11. Sternbild. 12. Raturerscheinung. — Anfangs- und Endduchstabei' dieser Wörter müssen ein Zitat aus Goethes Faust ergehen. Zu lesen sind diese in beiden Fällen von vorn nach hinten. Rätsel. Rachts wie der Tag, tags wie Die Rächt, Werd' täglich neu ich schwarz gemacht. Das Dunkel such' ich stets mir aus, Doch will ich dabei hoch hinaus. Geräuchert zwar, — nimm dir's zu Sinn - Ich weder Wurst noch Bückling bin. Scherzfragen. 1. Welche Ähnlichkeit ist zwischen einem Schauspieler und einer Köchin? 2. Wem treibt nicht die Hitze, wohl aber die Kälte den Schweiß aus? Auflösungen ans Nr. 304< Zifferblatt-Rätsel. I II III IV V VI VII VIII IX X XI XII tcerbet r eden ----- Tee, Teer, Erbe, be, Beere, er, Rede, Eden, Ente. Abstrich-Rätsel. Wahn. Osmar, HanS, Ahorn, Waffe, Togtt, Alaun, Bube, Stamm, Angst, GrieS. Arno. Was man hofft, glaubt man gern. Äombinationsaufgabe. Schneeberg, Amberg, Goldberg, Arnsberg, Rürnberg — Sagan. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Sonntag, 4. Jan., nachm. 3 Uhr: Die lustigen Weiber von Windsor; abends 7 Uhr: Der süße Kavalier. Montag, 5.: Sakahra. Dienstag, 6.: Margarethe. Mittwoch, 7.: Pique Dame. Donnerstag, 8 , nachm. 3 Uhr: Das Waldmännlein; abends 7 Uhr: Der Evangelimann. Freitag, 9.: Ariadne auf Raxos. Samstag, 10.: nachm. 3 Uhr. Das Waldmännlein; abdS. 7 Uhr- Der süße Kavalier. Sonntag, 11., nachm. 3 Uhf Der Barbier von Sevilla; abends 61/2 Uhr. Aida. — Schauspielhaus. Sonntag, den 4. Ian.: Der Kreibekreis. Montag, 5.; Die Frau Rat. Dienstag. 6.: Der Tokaier. Mittwoch, 7.: Der Kreidekreis. Donnerstag, 8.: Das Apostelspiel, hierauf: Er ist an allem schuld. Freitag, 9.: Sechs Personen suchen einen Autor. Samstag, 10.: Iphigenie auf Tauris. Sonntag, 11.: Der Tokaier. Eingesandt. (Für Form unb Inhcllt aller unter bieser Rubrik stehenden Qliniel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die städtischen Bekanntmachungen. Daß die Stadtverwaltung in ber Inflationszeit ihre Veröffentlichungen an Anschlagtafeln anfchlug. war begreiflich, wenn auch teilweise nicht ordnungsmäßig. Heute bedeutet eine derartige Maßnahme eine außerordentliche Rücksichtslosigkeit gegen die Einwohnerschaft der Stahl Gießen. Diese vermeintliche Ersparnis sprich! heute wirklich nicht mehr mit. Außerdem sei darauf hingewiesen, daß manche Dckanntmachun- gen nur Rechtsgültigkeit haben, nachdem sie ordnungsmäßig in den Tageszeitungen veröffentlich worden sind. Verschiedene Stadtverwaltungen ha> ben bei gerichtlichem Austrag erfahren müssen dah Anschlag nicht gleichbedeutend ist mit Ver- össentlichung. Heute liest auch jeder wieder eine Zeitung. Darum Rücksichtnahme gegen die Einwohnerschaft und Vorsicht im eigenen Interesse. Kirchliche Nachrichten. Svangel'sch« Gemeinden. Gießen, Sonntag, 4. Januar. Sonntag n. Reujahr. Stadtkirche. 973: Pfr. Becker. 11: Kinderkirche für die Markusgem. Pfr. Becker. 5: Pfarrass. Hertel. Iohanneskirche. 9'',: Pfr. Ausfeld. 11: Kinderkirche für die Iohannesgernetnde. Pfr. Ausfeld. 5: Pfarrass. Schultheis. 3: Dibelbesprechung im Iohannessaal. Pft. Becker. - Kirchberg. 10. Lollar IV3. Staufenberg l1/,. - Watzenborn-Garben- teich. Watzenborn-Steinberg: 1. Garbenteich: 10. — Wieseck. 10: Pfarrass Schultheis, Gießen. Katholische Gemeinden, Gießen. Samstag, 3. Januar. 47, u. 7 Beichte. Sonntag. 4. Januar. Sonntag nach Reujahr. 6V, Deichte, 7 Messe, Korn. d. Männer, 8 Kom., 9 Hochamt m. Pr., 11 Messe m. Pr., 5'/,. Andacht. — Grünberg, 97- Messe m. Predigt, k»e. ÄM-», bat. lßQU|’^W ltskl. i'idh. ^^ome. ■jis* **111 l«M. 8 - ut " .E lol^enbet quwi >$Äte *MÄ tfiSiS nr v 1 Qus Tveihrl £ M* I. L iel 'N toi« ött Lagen. st ist -wischen einem chtn? W- Wohl aber die ms Nr. 304, W ' VIII IX X XI XII reden Leere, er, Hebe, 8ben. Msel. , Ahorn, Dasse. Tvg», ngft, Gries, Amo. laubt man gern. süufgadr. Soldberg, ArnSberg, Marter Theater. Mag, 4. 3m., nachim >et von Dindsor: abenW jr. Montag, 5.: 6a!agra. h> Mittwoch, ?•: $lmc ichm. 3 Nr: Doe ^at.' T; Der Svangeltrnann. Mos. Samstag, 10.: mämilein; abds. J W haus. Sonntag, oa S. Montag, S.. M • Der Tokaier. » . Jonnerstag, »•■ c ist an alkm IM aen suchen einen» ie auf Tauris. 6omr ^Anschlagtafel" M<"JJ ^uch teilmil' ,nwohnerfch"l . S* *ÄfIi hr Anntma^ sie haben, nad)5«enM It auch lei*rJJ t>le 61"' g-ff*#? nachrickM' . KeaeiaN«' )ed« ■ J1 Pfarrast. Kv rÄT> . •**&?# «t Pr-. D i Inventur-Ausverkauf I i zu ganz bedeutend ermässigten Preisen Röcke in blau-grün karierten Wollstoffen Wintermäntel 12— in kar. Flausch . . Wintermäntel 18— Röcke in reinwoll. Cheviot . . . 5.80 in reinw. Flausch . Wintermäntel in doppelseitigem Röcke in reinwoll. Cheviot, plissiert . . 7.50 19 24 I2.— 9.50 Röcke in reinwoll. 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Ungarische Noten . • • rru toll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll roll voll 21,02 73 9 19,.0> 12,89 lt9,8' 17,-8 63,69 5,902 2,145 112,82 61,95 S8..0 12,34 4,192 ' 1,12 74'9 2O.o: 1 8,01 70. 8 17,78 13,4’ L,'2L 2,16 113,36 l2.0r 8 70 12,705 o,7b Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger".) Berlin, 2. 3an. Die Börse eröffnete das neue Jahr in durchaus zuversichtlicher Haltung. Dies wäre wohl in Kurscrh: Hungen noch mehr zum Ausdruck gelommen, wenn nicht io,so 23,90 20 12,10 2,7 0,9 19 3,1 2. Januar Revart. 3t. Dezür. Amtlich« Wotteruni JlintU »: s 12.00, Serradelle (neu) 16.00 bis 17.00, Rapskuchen 17.70 bis 17.80, Leinluchen 26.00, Trocken- schnitzel 9.70 bis o.90, Torfmelasse 9.20 bis 9.40, Kartoffelflocken 19.40 bis 19.60. ffeP» | vri»' vknN.»RoN Thristiania. Kopendagcn Stockholm . ßtlfingforS. Italien. . . London. . . Neuvork . . Paris. . . . Schweiz . . Svanicn . Wien In D.' Cefi. abgesl Prag Budapest. • Bnen.-AireS Bulgarien Japan . . Rio de Jan Belgrad . Lissabon . - zu erinnern, darunter der belebenden Wirkung der Währungsreform überall neue Hoffnung auf- spriehte, und nun kommt dieser Schlag, den man hier schwerer empfindet, als irgendwo im deutschen Vaterlande, da er wie ein Blitzschlag wirkt, \ der mit seinen Gewitterwolken den ganzen Hirn- mel wieder trüb verhängt. Hier kennt man den Franzosen und weiß, wie skrupellos er in der Wchl seiner Mittel ist, wie er neben der Gewalt auch jedes andere Mittel benutzt, um sich festzusetzen und cinzubühen, wie eine Laus in den Pelz. Hier weih man, daß es auch Deutsche gibt, die ihren Mangel nach dem Winde drehen und sich dem Fünde zur Verfügung stellen. Hier hat man den Separatistenaufstand in seiner widerlichsten und in seiner widersinnigsten Verzerrung erlebt, hier geht von Mund zu Mund die Liste jener Vera-ater und feiler Frauen, die dem Feind zu Diensten sind, und hier liest man mit Ekel und nationaler Empörung, wie würdeloser Geschäftsgeist ftch in franzöf'scher Sprache dem Derg^walt ger anvreist. Die Liste der F.rmen. die in der Monatsschrift der französischen Handelskammer zu Düsseldorf und in anderen französischen Propagandaerzeugnissen inserieren und damit den von Franlrnch gewünschten Eindruck erwecken, als habe die Bevölkerung sich mit der Besatzung abg-funden, als sei sie sogar niit ihr zufrieden, ist nicht klein. Da scheut sogar das größte Hotel Düsseldorfs nicht davor zurück, sich anzupreisen, da liest man Ankündigungen der K.notheater und selbstverständlich auch verschiedener anderer Vergnügungsstätten. Das Palast-Hotel Breitenbacher Hof prangt sogar auf der Unschlagseite und trägt also freiwillig ein Erhebliches zu den Kosten französischer Propaganda bei. Aber auch Jndustrie- ijirmen schämen sich nicht, dem LandeSfeind diese <•/. yontflrten.........I 6e/e Solbmtrffanet..... I Berliner Handelsgesellschaft Commer«. und Prwat-Bant Tarmst. und Ncuionaldauk - Deutsche Bank......... Deuische BeremSbank .... DiSconto Conunanbit .... Metallbank........... Mitteldeutsche Treditbank. - Lcsnrrelchtiche Kreditanstalt Westbank............ Bochumer Satz •••••*«. Buderuü...... Caro »-Luxemburg...... trchener Bergwerk» . . harpeuer Bergbau Kaliwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Weft-regela. .... Laurabütke...... Dbtrbebatf . ....... Phöuir Bergbau ...... Äbelnnabl........... Wiehert Montan..... TelluS Bergbau........ Homburg.Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd..... Lberamisch'e Werke Albi» . ■ Zementwerk Heidelberg .. Ppilivv Holzmanu...... klnglo-Loul -Guano .. «•. Badische Anilin........ Tbemilche Mayer Alavtzt . - Goldschmidt Grie« eimcr Electron .... Höchster Farbwerke...... Holzverkohlung . . .... viütgerSwerke Scheideanstalt ........ Alla- Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann .......... Mainkraftweiche ..... Schuckert Siemens 4 HolSke ...... Adlerwerke Kleyer ..... Daimler Motor«. ..... Oevliflenstaedk ■ • Meguin.......... frankfurter Armaturen . .. Konservenfabrik Braun . . . wieiallgesell^a^ Frankfurt. ^chubiadrik Herz . . ... . Sichel ........ Zellstoff WalLhof....... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . . Besserung der europäischen Edelvaluten weitere Fortschritte gemacht. Das Pfund ist nicht mehr weit von der Goldparität entfernt. Gegenüber etwa 10 Prozent am Ende des Vorjahres beträgt die ülnterbewertung des Pfundes gegenüber dem Dollar jetzt nur noch etwa 4 Prozent, und die Londoner Clty rechnet damit, daß auch dieser letzte Rest bald verschwinden wird. Für Deutschland ist diese Bewegung nicht ganz ohne Interesse. Bekanntlich ist die Reichsmark hn Dollar verankert und infolge der Unterbewertung der anderen Valuten überbewertet. Jede Steigerung der anderen Valuten wirkt sich also beim deutschen Export als eine Warenverbrlligung aus und erleichtert dre deutschen Bemühungen, sich den Weltpreisen anzupassen und dadurch den I «St wieder einmal sich des Friedens und ferner Feste t~ rp ' ' ' ■ — - ‘ 1 * Dre Indexziffern. Die Rerchsrndex- ziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Wohnung, Heizung. Beleuchtung und Bekleidung) für den Stichtag (30. Dezember) blieb nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamtes mit 122 9 gegenüber der Vorwoche (122.0) nahezu unverändert. Auch für den Durchschnitt im Dezember ist gegenüber dem Monat Rovember (122,5) nur eine unwesentliche Steigerung auf 122,6 sest- zustellen. Die Indexziffer der Ernährungskosten allein beträgt im Durchschnitt im Dezember 135. Die Großhandelsinderziffer des Statistischen Reichsamtes ist im Durchschnitt im Dezember gegenüber dem Durchschnitt im Rovember von 128,5 um 2,2 Prozent auf 131,3 gestiegen. Die auf den Stichtag (31. Dezember) berechnete Groh- handelsindexziffer lautet wie bereits veröffentlicht. . ' Die Zinszahlung an die Renten- b anr. Amtlich wird mitgeteilt: Für die Zahlung der zweiten Hälfte der von Industrie, Gewerbe und Handel einschließlich der Banken an die Deutsche Rentenbanr geschuldeten Halbjahres- zinsen war der 15. Januar 1925 in Aussicht genommen worden. Cs empfiehlt sich, Zahlungen zu diesem Termin vorläufig nicht zu leisten, da Verhandlungen mit der Rentenbank über anderweitige Regelung dieser Zinszahlung schweben. Weitere Bekanntmachung erfolgt. * Konkurse im Jahre 1 924. Trotz einer leichten Senkung der Konkursziffer im Dezember mit 593 gegen 647 im Rovember ist im Jahre 1924 die Anzahl der neu eröffneten Konkurse in geradezu erschreckender Weise gestiegen. Es sind nach einer Zusammenstellung der F.nanz- Zeitschrift „®ic Dank" im ganzen abgelaufenen Jahre 5929 Konkurse zur Eröffnung gelangt, gegen 249 im Vorjahre und 935 im Jahre 1922. moralische und materielle Hilfe zu leisten. Auch sie gehören auf die Liste, über die einmal abgerechnet werden muh und abgerechnet werden wird. Köln hat weniger als Düsseldorf unter der Besatzung gelitten. Hier ist englische Zone und in der Handhabung der Besatzungsmacht hat der Engländer wiederholt bewiesen, wie turmhoch er in jeder Beziehung über seinem Alliierten steht. Will er sich jetzt mit ihm gemein machen dadurch, daß er gemein« (am mit ihm den Vertrag bricht und Deutschland sein Recht vorenthält? Cs steht, außer Zweifel, daß man in Köln nicht so sehr fürchtet, als daß der Engländer durch den Franzosen abgelöst werden könnte, aber darum kann man und wird man es gerade hier, wo man im allgemeinen die loyale Durchführung der Besatzung durch die englische Behörde durchaus anerlennt, nie verstehen, wenn England tatsächlich sich zum Sklaven Frankreichs macht und seinem moralischen Ansehen am Rhein selbst den schwersten Stoß verseht. In dec Donner Zone trägt man es dem Amerikaner nach und macht ihn verantwortlich dasür, daß seine vorzeitige Räumung Frankreich in den Stand setzte, die schwarzen Truppen dorthin zu werfen — die Verzögerung der Desehung und alles das. was daraus entsteht, wiid einzig und allein im Gefühl der Devölkerung auf das Schuldkonto Englands geschrieben werden und das wird man England in Köln und am ganzen Rhein nie vergessen, wie groß auch immer der Haß gegen Frankreich sein mag. Auch im heiligen Köln kommt also Silvesterstimmung. so wie sie im Frieden war. nicht auf. Wieder geht das Rheinland mit bedrücktem Gemüt in ein neues Jahr, das anstatt Hoffnung auf endliche Defreiung nur neuen Beweis unveränderter Gewaltpolitik und pirutalen Gewaltwillens zu bringen verspricht. Zu r Roti-: Die Berliner Wertpapierbörse notiert nvkh folgenden Grundsätzen: 1. für Aktien und Anteile, a) die noch nicht auf Goldmark umgestellt sind, in „Reichsmark für 100 Papiermark", b) die bereits auf Goldmark umgestellt sind, in „Reichsmark für 100 Goldmark"; 2. für festverzinsliche Werte, a) soweit sie nach der bisherigen Rotiecungsart über 15 Milliarden Prozent notierten, in „Reichsmark für 100 Papiermark", b) soweit sie b i s 15 Milliarden Prozent nach der bisherigen Rotiecungsart notiert sind, in „Reichsmark für eine Million Papiermark", c) 8—15 Prozent Reichsschahanweisungen „K" von 1924 in „Reichsmark für eine Milliarde Papiermark"; 3. für die festverzinslichen wertbestandioen Anleihen, die bisher in „Mark für eine Goldmark" notiert wurden, in „Reichsmark für 100 Godmark"; 4. für die Anleihen, die auf Dollar lauten, in Prozenten: 5. für die nach Sachwert verzinslichen Pfandbriefe und Schuldverschreibungen, die bisher in Billionen notiert wurden, in „Reichsmark". Devisenmarkt Berlins-Frankfurt a. M. (In Billionen Mark au-gedrückt- Bucnoi-etTtl. London. Nell» dort. Japan. Rio bc Janeiro für eine Einbeit, Men und Budavell für 100000 Lindenen, alle« Übrige für 100 Liohettrn-t Lelegraphische Auszahlung. 31. 2 voll voll voll voll volllvoll voll voll VOilloolI voll voll voll voll voll voll volldoll DOL voll vor voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll UOLÜDOU voll JOtf von voll ^oll voll olllvoll die Skandalaffäre unseres jüngsten Finanzkonzerns hier und dort einige Zurückhaltung aufcrlcgt hätte. Im Gegensatz zu der Hausse am Ende des JahreS breitet sich die Bewegung immer mehr auf allen Märkten aus, wobei augenscheinlich keine Spekulationvi vorgenommen werden, durch die auch die in letzter Zeit vernachlässigten Märkte mehr in den Vordergrund geschoben werden. Dies gilt besonders für den Kaliaktienmarkt, wo sich in unnotierten Werten bereits vorbörslich ein ganz erhebliches Geschäft entwickelte. Auch am Petroleummarkt hält das Gc/chäfi weiter an. Am Monlanaktien- marft standen Phönix im Vordergründe d.s Interesses, aber auch die anderen Werte konnten ihre Kurse erhöhen, besonders DuderuS und im Zusammenhang damit Mannesmann. Der Markt der heimischen Renten lag zunächst mangels jeglicher Anregung verödet, doch wurde das Geschäft nach und nach etwas reger. Der Geld- marlt hatte nach guter ilebertoinbung des Ultimo eine Erleichterung erfahren. Man hörte tägliches Geld mit 9 bis 11 Proz. pro Jahr, Mvnatsgeld 11 bis 14 Proz. pro Jahr. Am internationalen Devisenmarkt hat das englische Pfund mit 4,74Vs einen Rekordkurs erreicht. Frankfurter Börse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger*.) Frankfurt a. M., 2. Jan. An der heutigen Abendbörse entwickelte sich ein überaus starkes Geschäft, das zu neuen erheblichen Kurssteigerungen führte. Reue Kaufaufträge, die sowohl vom Auslande vorlagen, ober auch für Rechnung Berlin vorgenommen wurden, wirkten stark auf das Geschäft ein, woraus das lebhafte Tempo der Kursentwicklung zurückzuführen ist. Erneut erstreckte sich die Kauflust auf alle Märkte, wobei namentlich die kleineren, im Kurse zurückgebliebenen Werte in besondere Gunst kamen. Auch auf dem Montan-, Chemie- und Elektromarkt ging es äußerst lebhaft zu, wobei wiederum Kursavancen bis zu 3 Prozent festzustellen sind. Auch der deutsche Rentenmarkt konnte von der allgemeinen Aufwärtsbewegung etwas profitieren, und es kam auch hier zu einem belebten Geschäft bei anziehenden Kursen. Auch im weiteren Verlaufe des überaus lebhaften Geschäfts blieb die Stimmung fest, obwohl vereinzelt in den start gesteigerten Werten Gewinnsicherungen vorgenommen wurden. Die Börse schloß lebhaft und in fester Haltung. -- Deutsche Anleihen: 5proz. Kriegsanleihe 915 bis 912, 3,5proz. Reichsanleihe 1050, 3proz. do. 1275, 3,5proz. Preußische Konsols 1412, Agio schätze 630, 24er Schätze 490, 23er do. 290. Bankaktien: Commerzbank 6.87, Darmstädter Bank 14,75, Deutsche Dank 13,60, Discontogesellschaft 18,25 bis 18,12 bis 18,45, Dresdner Bank 8,75, Metallbank 21,75, Mitteldeutsche Creditbank 2, Oesterreichische Kreditaktien 10. Reichsbank 64,5. Dormer Bankverein 1,60. Monlanaltien Buderus 23,90, Harpencc 130,50, Mannesmann 68, Mansfelder 5,20, Otavi Minen 29,37, Phönix 61,25, Rheinische Braunkohlen 47, Rheinstahl 57,25, Riebeck Montan 50, Kali Aschersleben 21, Westeregeln 26,37. Ehern. Aktien: Badische Anilin 35 bis 34,90, Chemische Griesheim 28,25 bis 28, Scheideanstalt 27,3\ Elberfelder Farben 29,50, Th. Goldschmidt 24,75, Höchster Farbwerke 29,25 bis 29, Holzverkohluuc 11,87. Chemische Rhenania 7,50, Rütgerswerkc 22,75. Elektrowecte: AEG. 12,40. Licht und Kraft 9.12. Lahmeyer 14,50, Mainkraft 13,50, Reiniger. Geburt & Scholl 3,50, Schuckert 65,25. Sonstige Jnbusttieaftien: Kleyer 3, Daimler 4, Eßlinger Maschinen 10, -Aschaffenburger Zellstoff 31,25, Zement Heidelbe.g 27. Dyckerhoff & Widmann 4.75, Hoch- und Tiefbau 2,37, Holzmann 6,60, Deutsches Erdöl 57,50, Spinnerei Hammersen 22,75, Hirsch Kupfer 23,75, Mctallgesellschafk 21.25, Lechwerke 22,50, Gebrüder Jungyans 13, Rheinmetall 11,37, Julius Sichel 3,25, Karlsruher Maschinen 4,40, Krauß Maschinen 5,5, Waggon Fuchs 1,40, Pokorny 7,75, Wayse & Freytag 4, Voigt & Häffner 2,25, Peters Union 2, Frankenthalzucker 5, Heil- bronnzucker 3,80, Offsteinzucker 4, Stuttgartzucker 3,80. Ausländische Renten: 4,5proz. Ungarn 7,12, Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeiger" ) Frankfurt a. M.» 2. Jan. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 21,50 bis 24,50, Roggen, inländ. 22 bis 24, Sommergerste für Brauzwecke 25,50 bis 31. Hafer, inland. 18 b.d 22.50. Mais (gelb) 21,50 bis 22 50, Weizenmehl inländ.. Spezial 0 39 bis 41,75. Roggenmehl 34 50 bis 38.50, Weizenlleie 13,75 bis 14, Roggen- , kleie 12,75 bi§ 13 Mk. Tendenz anziehend. Berliner Produktenbörse. Jahreswende am Rhein. Don unserem 8-Korrespondenten. > Rachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Köln, den 30. Dezember 1924. Kehrt man als Ausgewiesener nach zwei fahren erzwungenen Fernseins wieder einmal zu den Stätten der Heimat zuruck, so ist der Blick besonders geschärft für die Eindrücke der Fahrt, sucht man mit allen Kräften die sich darbietenden Bilder zu umfassen, um Vergleiche anzustellen zwischen dem. was man nun erschaut und dem was Erinnerung ist. Das Ruhrgebiet das der v-Zug durcheilt, war. als man das letztemal diese Stätten berührte, tot und wie nledergebro- chen unter dem Druck des eingebrochrnen Feindes Die mächtigen Förderanlagen standen still, in den Werken ruhte die Arbeit und eine unsägliche Traurigkeit lastete über diesem ganzen Gebiet das seine höchste Schönheit eben von der Arbeit empfängt und das einer Ruine gleicht, wenn die geschäftige Hand erlahmt. Damals und beute! Das Leben ist toiebec er wa ch t. Ueber- a[[ lohen die Feuerbrände der Hochöfen. Gleißendes Licht sprüht aus den großen Fenstern und den toeitgeöffneten Türen der Werkanlagen und in ästigem Schritt eilt die Morgenschicht zur Ablesung. Aus den Bahnhöfen ist regstes Leben. Nicht gerade lustig, wie es ja überhaupt nicht die Art des Westfalen ist, seiner Heiterkeit lärmenden Ausdruck zu geben, aber doch ein Leben, das sich kaum von dem unterscheidet, wie man es im Frieden zu sehen gewohnt war, wo man in diesem größten Industriegebiete Deutschlands immer toic= der erstaunt eine sich behäbig und bürgerlich gebende Bevölkerung erblickte, da man doch erwartete. ausgesprochenes Proletariat zu sehen. Faßt man die mehr oder minder flüchtig auf- gefangenen Eindrücke solcher Bahnfahrt zu- fammen, so kommt man zu dem Ergebnis, daß das „Revier" mit gesammelter Kraft daran ist, Sie ungeheuren Schädigungen, die fremde Ver- , gctoaltigung und Abwehrkampf nut sich brachten, ’JlUII. tu überwinden und Schritt um Schritt das em- I 1/1 Ä Cn—nö Ä" ÄS «°-s- und «-ldmartt. SiüÄr0" i6m 6Ur“fCn: aUf DOiU! toron=C Äena ®nten t™”™ 3elufl " 2luf dem Bahnhof in Düsseldorf sieht man die Räumung der Kölner Zone verursacht die erften Franzosen. Gewiß, auch im be- leichter überwunden, als umfänglich voauszu- sehten Ruhrgebiet sind sie noch vorhanden, auch sehen war. Die Deiuichtungen^bie dort stolzieren sie noch über die Straßen und sind aus der Zuspitzung der pvliUschen Sage Die immer noch nur zu drei und drei zu sehen, da sie I Konsequenzen ziehen und zumBZiederverkauf der sich allein zu gehen fürchten. Aber das ist ganz in letzter Zeit m erheblichem Maße ^rKnomrne- unzweifelhaft, sie sind weniger geworden, sie nen Kaufe schreiten wurde, haben öränaen sich nicht mehr so in die Öffentlichkeit trieben erwiesen. Man sieht Augenscheinlich un und t^et^ nicht mehr so als die Machthaber Ausland die Lage weniger Pessimistisch an und auf wie sie das mit Tanks und militärischer glaubt, daß sich in der Frage der Räumung Ausmachung jeder Art zur Zeit des passiven doch schließlich eine Verständigung Unden lassen Widerstandes taten. Selbst in Düsseldorf, wo das werde Die Abslauung der Borst: ist also^un Generalkommando liegt, sagt man erleichtert und wesentlichen auf die hiesige Spekulation guruck ohne die Stimme zu dänwsen: „Ach, was sind zuführen. Del Beurteilung der Dottenlage muh fte klein geworden, diese Franzosen!" Auch hier man berücksichtige^ daß sich m den letz.en Wo^en scheinen sie es mehr und mehr üenncibcn zu bereits em S^mlich erh^lrches pmvat.s Te^rn wollen im Stadtbild aufzufallen. Posten, die aeschaft herausgebildet hat, und die per Ultimo überreichlich vor jeder Riederlassung irgendeiner Januar und auch per Ultimo Sebruar gekauften französischen Stelle standen, sind zurückgezogen. Posten Montanwerte werden bei der Entwick- Kaum mehr sieht man Ablösungen mit ihren lung der Börse im Januar sicherlich eine Rolle charakteristischen kurzen Schritten durch die spielen und eventuell auf die Tendenz einen Straßen ziehen und der eigentliche Kern der Stadt Druck ausuben. Die Geschäftslage, namentlich scheint wie auf Befehl, auch von den dienstfreien in der Schwerindustrie, hat sich m den letzten WÜ möglich'» 5u °--den. | ÄnÄÄ w-s —-^.nchr als in einer Hebung der Preise. Immerhin wird diese Tendenz auch der Börse im kommenden Jahre Rückhalt bieten, wobei allerdings die Pariser Verhandlungen, die bekanntlich in erster Linie den Zweck haben sollen, am internationalen Markte einen Ausgleich der Preise zu schaffen und die deutsche Industrie vor Derlustpreisen bei der Ausfuhr zu schützen, eine Rolle spielen itranfhirti. DI Berlin Schluß, fiurs 'Schlußk. Abend» börfc Schluß, fuir» 5»lu6k Wittag» bSrs« '1. 1?. 2. . 31.1 . 2 1. »h DroNcvr ‘RcläjSanlttoe 0,83 0,995 1,0 0.98 1.06 3*/,•/. Dcutside Nricd?anleth« 3% Denr(che NetchSanletb« . Deutsche «vvarpramienauiethi 0,97 1,05 1,27; 1,39 0,55 1.39 0,6 ie/o Preußische LoasoU . . •* 1.24 1,33 _ —_ 1 31 1,39 1,3» 1 2 1,3 Demske Vettb. Dollar-Snl. — — 94.75 94.73 oto Doll.-Schad-Üulretlua — — 89,6 — 1b9,7d 70.21 170,,9 I7d,41 20,.4 i1,0U 21,04 21,10 63,17 63, i 13,32 63.4 14,01 14,19 14,11 14,29 113,08 1k ^4 113,06 1)3,34 10,145 10,585 19,5' 1U, 9 7.73 17,77 17,70 17,74 19,81 19,88 49,01 iS 98 4,195 4,20i 4,115 4,20 22,71 42,77 £2,34 42,90 61, 7 61,7/ 81,79 61,9 k8,33 »8,52 18,68 18,82 1,8'2 7,912 f,9C2 £322 11.67 li,71 12.67 12,71 t, 73 1,7«: £,775 6,79 1,67 1.174 1,6 9 1.683 £,045 8,0 5 8,045 2,155 1,613 1,614 1,618 1,022 0,489 1,4 6 1,48) <,49 i.26 6,57 e,s?5 6.5 6 19,43 19,46 19.43 19,47 W । 32a Handelsbüro du = t Tischtuch Damast, 130x160 cm . . Mk. 4.90 5 Mk. 1.95 Serviette la Reinleinen, 60 x 60 cm § Fritz Nowack N Wäschefabrik und Ausstattungshaus 95a A V Tt § Wir bitten dringend, die Vormittagsstunden zum Einkauf zu benutzen, da nachmittags erfahrungsgemäß der Andrang sehr groß ist /: Gießen, Ludwigsplatz 4 lHalieitelle der Strahenbahnl. Wir fabriziere» u. liefern v. 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