Nr. 162 Erster Blatt 175. Jahrgang Samstag, 2. Mai 1925 Erschein, taglid), außer Sonn- und Feiertags. Beilagen: VießenerFomilienblLtter Heimat Im Bild. Monatr-Bezvyrprelr: 2 Goldmark u. 20 Gold- Pfennig für Träger lohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernspr e ch.Anschlüsse: Schriftleitung 112, Der« log undGeschäftsstellebl. Anschrift für Drahtnach« richten: LnzeigerSiehen. Postscheckkonto: granffart a. M. 11686. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dnirf und Verlag : Brühl'sche Univerfitätr-Vuch- und Steinöruderei H. Lange in Sietzen. 5chriftleitung und Geschäftsstelle: Zchnlftratze L Annahme von Anzeigen für die lagesnummcr bi., zum Nachmittag vorder ohne jedeDerbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlid)8, auswärts 10 Goldpfennig; für Reklame-Anzeigen d 70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20u ,Auf- schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: vr.Friedr. Wilh Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigentell: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Beruhigung. Eine der widerwärtigsten Erscheinungen bei dem verflossenen Präsidentenwahlkompf, waren die hartnäckigen Versuche, die deutschen Wähler mit der Rache des normale feindlichen 'Auslandes zu schrecken für den Fall, daß Hinden- b ur r a aus dem Stampf als Sieger hervorgehen sollte. Auch wenn dieses Gebaren wirklich der Sorge um die außenpolitische Auswirkung eines Volksentscheids für Hindenburg entsprungen wäre, so hätte es als erbärmlich und würdelos bezeichnet werden muffen, denn die Art, in der ein großer Teil der Auslandpresse in unsere Präsidentenwahl ein- gegrifefn hat, hätte unter allen Umständen auch von der Presse der Linken zurückgewiesen werden müssen, wenn sie auch nur eine Spur von Gefühl für die nationale Würde gehabt hätte. Stall desien aber wurden die ausländischen Unverschämtheiten den Lesern mit Behagen aufgetischt, mit desto größerem Behagen, je hanebüchener sie waren, und noch mehr als bas: Den ausländischen Hetzern gegen Deutschland wurde geradezu der Ball zugewvrien, damit sie ihn zu Nutz und Frommen der Wahlagitation gegen Hindenburg zurückwerfen sollten. Wenn führende Linksblätter, die sich besonders hervorgetan haben in dem Bemühen, Hindenburg und den Reichsblock als Anhänger einer chauvinistischen Gewaltpolitik gegen das Ausland zu verdächtigen, heute, wenige Tage nach der Wahl, erklären, daß kein vernünftiger Mensch in Deutschland icmcls an eine Aenderung unseres außen- polit:|rt,en Kurses unter der neuen Präsidentschaft gedacht habe, so bleibt kaum etwas anderes übrig, als die Annahme, daß es sich bei den Drohungen mit den, v orn des Auslandes lediglich um eine gewissenlose Wahlrnache gehandät hat. Und diese Wahlmache war nicht bloß gewissenlos, sondern sie war auch herzlich dumm, denn für jeden Halbwegs verständigen Menschen lag es ja von vornherein auf der Hand, daß dem Auslande gar nichts anderes übrig bleiben werde, als sich mit einem Votum des deutsche» Volkes für Hindenburg abzufinden und zunächst einmal abzuwar « ten, wie sich die deutsche Politik unter der neuen Präsidentschaft gestalten werde. Das itt denn in der Tat auch der Grundton der zahllosen Leitartikel, in denen sich bas auslän- bifdK Presse mit dem Siege Hindenburgs bcschäf. tfgt. Wut schnaubte!! eigentlich 'nur die Fran zosen. Diese Wut scheint aber bereits zum größten Teil verflogen zu fein, wenigstens rät Herr Jules Sauerwein, der berüchtigte Redakteur des „Ma- tin", den Alliierten und vor allem seinen französi- »dien Landsleuten, nach so vielen beklagenswerten ^rriuKicrn endlich vernünftig zu werden und endlich den Deutschen gegenüber eine verständige Haltung einzunehmen. Man müsse sich mit Deutschland oer- ft ä n b i g e n , wenn man keinen Krieg mit ihnen führen woi>e. man müsse sich vor allem mit denen verständigen, die mehr und mehr zur Macht in Deutschland gelangten, und in allererster Linie mit dem Manne, den sie auserwählt hätten. Verständigung sei aber nur möglich auf Grund gemein iumer Interessen. Wenn diese Berührungspunkte zwischen Deutschland und Frankreich entdeck: seien, bann würben Die Dinge sich von selbst arrancleren, unb Hindenburg werbe der erste sein, sie zu fbrbcrn. Noch vernünftiger aber äußert sich die eng ische Presse, zumal unter dem Eindruck der ausgezeichneten Rebe Dr. Luthers vor dem Deutschen Handelstag. Sie hebt — sicherlich mit Reck»- — hervor, daß diese Rebe in vollem Einoer st ändnis mit Hindenburg gehalten worden sei, konstatiert mit Genugtuung, daß sie jeden Verdacht, als wolle sich Deutschland nunmehr einer militaristisch-chauvinistischen Gewaltpolitik zuwenden, vollkommen ausschließe, unb bemerkt den Ernst, mit dem Dr. Luther auf den abscheulichen Vertragsbruch hingewiesen hat, der mit der Nichrräumung der Kölner Zone von den Alliierten begangen worden ist. Man habe für diesen Ernst in England volles Verständnis, so bemerkt die „Times", und in ihrem Leiartikel führt sie' aus, in Dr. Luthers Rede fei eine neue Nuance von Ungeduld zu spüren, insbesondere hinsichllich der Abrüstungsfrage und der Frage der Räumung von Köln. Diese Ungeduld sei ein Anzeichen dafür, daß weitere Verzögerungen die Hindernisse für eine Vereinbarung vermehren könnten, was höchst bedauerlich wäre, da England selbst ernste Sorgen habe Man sieht: festes und entschiedenes Auftreten ist mehr wert, als das demütige Ersterben in Erfüll lungsfeligfeit. Es ist ja nicht zu leugnen, daß die England Kummer und Sorge erregt habe, so er- Dahl Hindenburgs vielerorts enttäuscht hat, und wenn englische Blatter schrieben, daß diese Wahl in klärte sich das zum Teil aus der wüsten Hetze unserer Linkspresse gegen Hindenburg. Aber nur zum Teil. Wenn man gelesen hat, was die „Times" im Hinblick auf die Vorgänge in Bulgarien über die Notwendigkeit einer Konsolidierung der europäische n Kultur st aaten auf dem festen Untergrund des nationalen Bewußtseins schrieb: wenn man sich vergegenwärtigt, was das englische Weltblatt über die Rolle sagte, die gerade 2 e u t s ch l a n d im Kampfe gegen die Auslösungs- tenbenzen, wie sie in Bulgarien hervortralen, zukomme; wenn man sich an bas erinnert, was die „Times" unb anbere englische Blätter währenb ber Macbonald-Krise unb nach dem Sturze Macdonalds über die Unmöglichkeit einer sozialistisch beeinflußten Regierung für einen großen europäischen Kulturstaat schrieben — dann hatte man eigentlich erwarten sollen, daß England die Wahl Hindenburgs mit Freuden begrüßen wurde. Nun, die englischen Kümmernisse sind nach der Lutherrede zum Teil verschwunden und auch der Rest wird verschwinden. Man wird in England sehr Das Eisenbahnunglück im polnischen Korridor. 28 Tote, 12 Schwerverletzte. — Der schlechte Zustand der polnischen Strecken. Beileidskundgebungen. Durch bas schwere Eisenbahnunglück bei Pr.» Stargard werden wieder einmal grell bic im polniichen Eisenbah . betrieb herrschenden Verhält - niss edeleuchtet. Für uns Deutsche ist jedoch die Katastrophe, von der ausschließlich Deichsangehörige betroffen wurden, die sich auf dem Wege vom abgcschnittenen Ostpreußen und Danzig nach Deutschland befanden, eine neue Veranlassung, gegen das in Versailles geschaffene und in politischer wie wirtschaftlicher Hinsicht höchst widersinnige Gebilde eines Korridors quer durch deutsches Gebiet Stellung zu nehmen, um so mehr als die letzten Monate gezeigt haben, daß man auch im Auslande längst eingesehen hat. welcher Fehler durch die Abschnürung Ostprußens begangen wurde, und daß es Deutschlands gutes Recht sei, eine Berichtigung seiner Ostgrenzen zu verlangen. Daß die Eisenbahnkataslrophe den objektiven Ausländer nur in seiner Ansicht, der Korridor müsse endlich verschwinden, stärken werde, hat die Warschauer Regierung sofort nach dem Be- lanntwerden des Unglücks erkannt, sie hat in» folg'dessen das Gerücht verbreiten lassen, es handele sich hier um einen Anschlag. In Wirklichkeit dürften aber die LI r s a ch e n des D-3ug- Anglücks in erster Linie b ei der polnischen Eisenbahnverwaltung selbst zu suchen fein, die .wie allgemein Mannt ist, die Instandhaltung der polnischen Eisenbahnverkehrswege überaus nachlässig handhabt. Auch jetzt soll eine gelockerte Schiene den Zug zur Entgleisung gebracht haben, was wohl zutreffen dürfte. Wie die polnischen Behörden zu arbeiten vflegen, zeigen auch die Anlagen an der Weichsel, die. solange preußische Beamte für den Schutz der Weichselnied-rung verantworlllch waren, sich in einem vorbildlichen Zustand befanden. Heute find die Deiche und Dämme verfallen, einer ernsten Hochwassergefahr find sie nicht mehr gewachsen, so baß auch bann wieder Deutsche unter der polnischen Lotterwirtschaft zu leiden haben werben wenn ftch eines Tag sdie Wa^'.-r ber Weichsel über die deutsche Riederung ergießen. Es ist allerhöchste Zeit, daß der Korridor verschwindet und Westpreußen wieder dem Reiche einverleibt wird. Die Verantwortung. Berlin. 1. Mai. (TU.) Lieber b\c durch das Cisenbohnunglüa bei Stargard geschaffene Rechtslage, besonders über die Schadenersahan- sprüche erfährt die „Telegraphen-Tlnion" von gut unterrichteter Seite folgendes: Der Verkehr durch den polnischen Korridor ist durch das Pariser Abkommen vom 21. Mai 1921 geregelt. In dem Art. 36 des von Deutschland, Polen und Danzig unterzeichneten Vertrages heißt es: § 1: Für die Haftung bei Unfällen im Eisenbahnbetriebe sind die Gesetze. Verordnungen und Bestimmungen maßgebend, die für die Eisenbahn dort Geltung haben, wo sich der .Unfall ereignet hat Rach § i haftet für die durch schlechten Zustand von Bahnhöfen. Strecken und Lokomotiven entstandenen Unfälle die Verwaltung der die Unterhaltung des betreffenden Bahnhofes, der betreffenden Strecke oder ßofomotiix obliegt Rach § 8 übernimmt die den Betrieb führeirde 'Verwaltung unbeschadet der bestehenden Rückgriffsrechte die Haftung gegenüber Personen. Die durch den betreffenden Unfall irgendwelchen Schaden erlitten haben. Wenn über die Haftung bei Betriebsunfällen Streitig leiten zwischen den beteiligten E senbahnverwaltungen entstehen, so entscheidet Darüber das in Art. 11 des Abkommens vorgesehene Schiedsgericht in Danzig, das aus je einem deutschen, einem Danziger und einem polnischen Schiedsrichter besteht. Den Vorsitz führt der dänische Generalkonsul in Danzig. Vor der Einfahrt in polnisches Gebiet werden die Ostpreußenzüge von polnischen Zugbeamten übernommen, und Damit trägt die polnische Eifenbahnverwaltung die volle Verantwortung für die betreffenden Unfälle. Jin vorliegenden Falle muh Polen sowohl dem Reiche gegenüber für den Materialschaden, als auch für die Hinterbliebenen und Vorletzten vollen Schadenersatz leisten. Auch wenn tatsächlich, wie die polnische Staatsbahndirektion in Danzig behauptet, ein verbrecherischer Anschlag vorliegt, ist die polnische Eisenbahn» verwaltung voll ersatzpflichtig. Die Untersuchung der Schuldfrage liegt vorläufig bei den polnischen Behörden. Falls ein Anschlag vorliegt, ist vor allem zu prüfen, ob das Unglück nicht durch sorgsame Ueberwachung des Eisenbahnoberbaues noch rechtzeitig hätte verhindert werden sonnen. Letzten Endes ist Der Unfall auch auf Die öffentliche Unsicherheit zurückzuführen, über Die in der polnischen Presse selbst so oft gefiagt wirb. Ein verbre^erischer Anschlag? Die Deutsch« Relchsbahngesellschaft teilt mit, daß nach Meinung der polnischen Staatsbahndirektion in Danzig das Unglück bei Stargard auf einen verbrecherischen Anschlag zu- rückznführen sei. Rach einer amtlichen Meldung beträgt die Zahl der Toten 25, die der Schwerverletzten 12 und die Der Leichtverletzten 6. Die Reichsbahndireltion Königsberg teilt mit, daß zur Feststellung der Personalien der Verunglückten sofort mit der Rel^Sbahndireftion Danz'g Verbindung ausgenommen und ein Vertreter nach Danzig geschickt werde. Der Danziger Polizeipräsident ift von Den polnischen 'Behörden telegraphisch ct- sucht worDen, einen Polizeihund und Kriminalbeamte an Die Unfalls! elle _ zu entsenden und an Der Aufklärung Des Unglücks mitzuwirken. Der Polizeipräsident hat im Einvernehmen mit Dem Senat beschlossen, diesem Ersuchen zu entsprechen. In Sachverstän- Digen kreisen stößt Die Annahme, Daß es sich um ein Attentat handele, auf Zweifel. Drei gerettete Schlafwagenschaffner auS Berlin führen das Unglück auf einen Anschlag zurück. Es sollen in 6em nahen Walde abgelvste Eisen- bahnschienenlaschen ausgefunden worden fein. Der erste polnische Hilfszug traf zwei Stunden nach der Katastrophe ein. Der polnische Cisenbahnminister tft im Flugzeug nach Stargard geeilt und nimmt an den gerichtlichen Untersuchungen mit einer Crsenbahn- kommission teil, zu der auch Mitglieder Der Danziger Direktion gehören. An der Unfallstelle suchen Truppen aus Stargard das Gelände ab. Aus der Stadt sind viele Menschen herbeigeströmt und umlagern die einen entsetzlichen Anblick bietende Unfallstelle in weitem Bogen. Auch Photographen und Kinooperateure arbeiten Dort Die Mufröumunrisarbtifen an der Unglücksstelle dauerten die ganze Nacht an. Sie haben allerdings noch keine großen Fortschritte gemacht, zumal die Zahl der bei den Arbeiten Beschäftigten verhältnis'näßig gering ist. Das Unglück geschah gerade beim Austritt des Zuges aus einem Wald. In diesem Wald hat die Polizei eine Winde gesunden, unb man vermutet, daß der Verbrecher sie hier versteckt und sie dazu benutzt hat, die Schienen auseinanderzudrücken. In der deutschen Bevölkerung hört man immer wieder die Forderung, daß die Ursache des- Unglücks einwandfrei aufgedeckl werden müsse, da namentlich die Reise durch den K o rr i d o r eine Angelegenheit ist, die der Kontrolle der deutschen Regierng gewaltsam entzogen wurde. Die Strecke Dirschau-Stargard ist gesperrt. Der Verkehr wird durch U m I e 11 u ng ausrechterhalten. Die Toten von Preußisch-Stargard werden nach einer amtlichen Meldung des polnischen Landrats von Stargard nach Marien bu r g überführt. 3m Zuge befanden sich Drei Diakonissinnen. Die. unverletzt geblieben, sofort hilfsbereit anS Wer kgingm, um den Verletzten zu helfen. Auch hat der Woywode von Power eilen den Landräten von Stargard und bald zu der Einsicht gelangen, daß der Ausstieg Dcuischlands zu festem nationalen Wollen, dessen Symptom die Wahl Hindenburgs ist, ein Glück bedeutet, nicht bloß für Deutschland, sondern auch für Die übrige Kulturwelt. Eine besondere Rolle in der Stimmungsmache des Wahllampfes spielte die geflissentlich wiederhvlle Rachricht. daß die schlimmsten Katastrophen für die Wirtschaft zu erwarten seien, tocim bei einem Sieg Hindenburgs das Ausland feine ablehnende Haltung durch Verweigerung weiterer Kredit- Hilfe bekunden werde. Heute bereits, also wenige Tage u a ch der endgültigen Entscheidung, kann man mit absoluter Gewißheit feststellen, daß auch in Den führenden Finanzkreisen des AuslanDes die Präsidentschaft Hindenburg ohne Voreingenommenheit au f genommen ist und das Liebergewicht Der vernünftigen öffentlichen Meinung vollstänDig auf Seiten derjenigen Gruppen stehen. Die in Amerika. in England und Italien in der Wahl Hindenburgs eine BeruhigungEuropas, eine Sicherung Der inneren Ordnung Deutschlands erblickeir. Bemerkenswert ist Dabei, daß in allen diesen Ausland-Stimmen kein Wort des Mißtrauens gegenüber Deutschlands Haltung in Der Frage seiner finanziellen und wirtschaftlichen 'Verpflichtungen laut wird. Im allgemeinen herrscht durchaus die Ansicht vor, d.ck> die vollzogene Reichspräsidentenwahl in lewer Weise die wirtschafllichen Beziehungen Deutschlands zu Amerika oder irgendeinem anderen Lande beeinflusse. Die belebende Wirkung der starken Regierung eines Führers, Dem Die Mehrheft unserer Ration begeistert zu folgen bereit ist. Dürfte im höchsten Maße alle fchaffenDen Kräfte an- regen und für die Aufgabe, auf gesunder Grundlage ein neues wirtschaftliches K r ä fte- zentrum zu schäften, ein freudiger Ansporn fein. Wenn das deutsche Volk im Gefühl der erhöhten Eicherheft die alte Arbeitsfreudigkeit wiedergewinnt, so wird dieser Eno.g auch in seiner rein materiellen Auswirkung zur Steigerung der Wohlfahrt Der Gesamtheit erheblich beitragen I - ■ . Dirschau anbefohlen, allen deutschen Passagieren sofort Hilfe angedeihen zu lassen, bis sie ihre Refte fortsetzen können. Die Ursache des Unglücks. Rach neueren Feststellungen ist die Ursache Der Katastrophe noch nicht aufgeklärt. Die Drei aus Berlin stammenden Schlafwagenschaffner, Die unverletzt geblieben sind, führen das Unglück auf einen Anschlag zurück. Aber auch für die andere Version, daß das Unglück auf Die mangelhafte Unterhaltung Der Eisenbahnanlagen durch die Polen zurückzuführen ist. werden eine Reihe von 'Tatsachen gemeldet: Der Schnellzug D-8 Marienburg—Berlin hatte 20 Minuten vor Der Katastrophe die Strecke passiert, ohne daß irgendeine Störung gemeldet wurde. Da Die Strecke Dirschau- Preußisch-Stardard eine starke Steigung aufweist, kann Der Zug mit höchstens 60°Km.-Geschwindigkeit gefahren fein. Dem deutschen Zugführer, Der den Zug in Konih übernehmen sollte, verweigerten Die polnischen Beamten jede Auskunft. So scheine es kaum möglich und wenig glaubhaft, in d?r kurzen Zeitspanne von 20 Minuten einen Anschlag vorzubereiten. Vielmehr seien durch den Vorzug die In den morschen öchwetten fitzenden Bolzen bereits gelockert und wären dann durch die schwere Maschine des Unglückszuges in der Kurve gänzlich herauSgebrückt worden. 3m „Berliner Tageblatt" erklärt ein ausländischer Journalist, der sich in dem Unglückszuge befand, daß die Ursachen der Katastrophe in einem Gle isde fekt zu suchen fein sollen. Aach einer Aeußerung des Lolomotiv- führers soll der Zustand des Gleises an der Unglücksstette schon seit längerer Zeit Jo schlecht gewesen sein, daß die Züge nur in langsamer Fahrt passieren konnten. Trotz wiederholter Meldungen des Führerpersonals der Züge war die In^andsehung der schadhaften Stelle noch nicht erfolgt. Schon am Tage vorher hätten sich polnische Lokomotivführer geweigert, die Strecke zu befahren. Der Geistesgegenwart deö Lokomotivführers und Heizers deS verunglückten Zuges sei es zu danken, daß die Katastrophe nicht noch schrecklicher wurde. M t großer Geistesgegenwart hätten sie die Feuer gelöscht und so eine Keffel- erplosivn verhütet sowie auch die Heizung ab« gestellt. Beileidskundyebunqen. Der StellvertreterdesReichspräsi- d e n t c n sandte an den mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Generaldirektors der Deutschen Reichsbahngesellschaft beauftragten Staatssekretär Stieler folgendes Telegramm: Mit dem Gefühl tiefen Schmerzes erfahre ich, daß in der vergangenen Nacht der Schnellzug Königsberg—Berlin im polnischen Korridor bei Stargard entgleiste, und daß zahlreiche Menschenleben diesem beklagenswerten Unfall zum Opfer fielen. Ich bitte Sie, den Angehörigen der Opfer und den Verletzten dieses Unglücks den Ausdruck meines herzlichen Beileids zu übermitteln. gez. Dr. Simons. Reichskanzler Dr. Luther bat an Den Generaldirektor Der Deutschen Reichsbahn folgendes Telegramm gefanDt: „Die Rachricht von Dem entsetzlichen Cisenbahnunfall, Der Den Schnellzug Eydtkuhnen-Delin betroffen hat, hat mich aufs schmerzlichste bewegt. Ich bitte Sie, Den Angehörigen Der tödlich Derung ückten und Den Verletzten meine aufrichtigste T nlnahme auSzu- sprechen. Der preußische Ministerpräsident Braun hat an Den Generaldirektor Der Deutschen Reichseisen bahngesellschast folgendes Teleg amm gerichtet: „Ties bewegt von der Rachricht über das schwere Unglüd, Das Den Rachtschnell ug Insterburg-Berlin betroffen hat. bitte ich Sie, Den Angehörigen Der Getöteten sowie Den Verletzten mein innigstes Beileid zu übermitteln.“ Der polnische Eisenbahnminister Tyszka und Außenminister S k r z h n s k i haben Dem deutschen Eisenbahnmimster bzw. Dem Außenminister KondolenzDepeschen zugefandt. Die Ruhrkredite. Reichskanzler Tr. Luther vor dem Nntersuchunstsausschuft. Berlin. 1. Mai. (Wolff.) Der Reichstagsausschuß zur Ünterfudjung Der RuhrkreDfte begann mit Den Vernehmungen zu Der Frage, ob Das Schreiben Des Reichskanzlers Stresemann vom 1. Rovember 1923 gemäß Dem Kabineftsbeschluh vom gleichen Tag?. D. h. unter Zuziehung eines Ausschusses, in Dem Die Reic^kanzlei, Das Wirtschaftsmini- ftcrium und Das Wiederaufbauministerium vertreten waren, abgefaßt wurde. Dies wird von Dem ersten Zeugen MinisterialDirektor Ritter vom Auswärtigen Amt bestätigt, der hinzufügt, daß das damals in Dieser Angelegenheit federführende Auswärtige Amt an Der Abfassung des Schreibens beteUigt gewesen sei. Später fei Die Federführung^rn das Wiederaufbauministerium unb das Reichsfinanunir i Irrtum übergegangen. Auf eine Frage Des Zentrum sabgeordnet en Elfer erklärte der Zeuge, daß für ihn sowohl nad) dem (Sang der Kabinetts- sitzung als auch nach Art, wie das Schreiben zustandegekommen sei, kein Zweifel darüber bestanden habe, daß eS sich nicht darum gehandelt habe, eine allgemeine moralische und politische Verpflichtung, sondern eine rechtlich bindende und gegebenenfalls ein flag bare Verpflichtung zu übernehmen. 2tuf Anfragen erklärte der Zeuge weiter. S t i n n e s habe die Meinung geäußert, man müsse das Abkommen derartig abfasfen, daß zum Ausdruck komme, daß das Reich die Verpflichtungen nur unter der Voraussetzung übernehme, daß die Leistungen auf R ep a r a t i o n s k on t o g u t- geschrieben würden. Die Bergindustrie hätte aus daS Schreiben so großen Wert gelegt, weil sie der Meinung gewesen sei. durch die Vorlegung eines solchen rechtlich bindenden Dokumentes würde ihr die Erreichung ausländischen Kredites erleichtert werden. Reichskanzler Luther wurde über bte Frage gehört, welcher Art die Bindungen gewesen seien, die damals zwischen der ReichSregierung und den Ruh rin düst ri eilen etnqeqangen sind. Hierzu erklärte Dr. Luther: Der Zweck deS damaligen Abkommens war nach den ausdrücklichen von den Vertretern der Sechserkommission geäußerten Wünschen. eine Erklärung der ReichSregierung herbeizuführen. auf Grund deren der Kohlenbergbau sich Kredite beschaffen tonnt.- Was wir damals wollten, heißt in der Sprache der Jurisprudenz „P r iv a t recht l ich e Bindung". Wir haben ohne jeden Zweifel nach Lage der Dinge der anderen Seite den Anspruch geben wollen, der unmittelbar klagbare Rechte erzeugte: denn der Zweci war ja, etwas Diskontfähiges zu schaffen, auf dessen Grundlage man Geld bekommen tonnte. Roch dem Inhalt der damaligen Erörterungen wurde die Möglichkeit gar nicht erwogen, daß die ReichSregierung bei der Wahl cineS anderen R ickstageS diese Versprechung etwa nicht erfüllen iomite. Die Zahlungen sollten nach der Sanierung der Reichsfinanzen erfolgen. Die Abmachung mit den Ruhrindustrlel- len war nicht eine politische in dem Sörne, daß man über die Sache in Wirklichkeit erst später entscheiden wollte, sondern sie war eine Abmachung. die die Grundlage für ein Geldgeschäft darstellen sollte, die ihrer Idee nach die Zurückgewährung von Leistungen bar ft eilen sollte, die die Ruhrindustriellen für daS Reich machten. AlS nächster Zeuge Wird der Abgeordnete Robert Schmidt vernommen, der in der fraglichen Zeit Minister für den Wiederaufbau war. Auf die Frage deS Abgeordneten Stöcker (Kom.), weshalb die sozialdenwkrati- schen Minister zu den Vorverhandlungen nicht zugezogen worden seien, bekundet Schmidt, daß er an den mündlichen Verhandlungen mit der Sechserkommission nicht teilgenommen Hobe und deshalb in der entscheidenden Kabinettssihung gegen den Abschluß der Abmachungen Einspruch erheben wollte, well er als zuständiger Wiederaufbauminister nicht hinzugezogen worben, sei. Eine Ablehnung wollte er nicht auSsprechen, well er natürlich auch ein Interesse an dem Inganglommen der Industrie hatte. Innenminister Sollmann schloß sich seinem Standpunkt an, daß er und feine sozialdemokratischen Kollegen auch zu den Vorbesprechungen nicht hinzugezogen worden waren, sei ihm nicht ausgefallen, da seine Kollegen mit der Sache nichts zu tun gehabt hätten. Die Frage, ob in der Kabinettssitzung vom I.Rovember von irgendeiner Seite positiv oder negativ davon ge° Lprochen worden sei, daß die Auszahlung von Ansprüchen ohne weitere Prüfung durch den Reichstag vorgenommen werden könnte, sei seines Wissens nicht erörtert worden. Man habe allgemein unter dem Eindruck gestanden, daß sich die Herren noch einige Jahre würden gedulden müssen. — Nächste Sitzung voraussichtlich Donnerstag. Die Amtseinführung des Reichspräsidenten. Berlin. 1. Mai. (LU.) Wie der „Verl. Lokalanz." erfährt, findet die Amtseinführung und die Eidesleistung des Reichspräsidenten am Dienstag, dem 12. Mai, 12 Uhr mittags, im Reichstage statt. Der Feldmarschall wird am 1. Mai in Begleitung des Oberstleutnants Feldmann nach Berlin ad- reisen. Bei Eintreffen des Reichspräsidenten am Reichstage zur Eidesleistung wird vor dem Reichstagsgebäude eine Kompagnie deS ReichS- wehr-Jnfanterie-AegimentS Ar. 9 militärische Ehrenbezeugungen erweisen. Auf besonderen Wunsch dcS FeldmarschallS wird hierzu die Traditionskompagnie deS 3 Garde-RegimentS z u Fuß bestimmt werden, deS Regimentes, bei dem er seine militärische Laufbahn begann und die Feldzüge 66 und 70/71 als junger Offizier mitmachte. Rach der feierlichen EideSablrgung wird der Präsident im ReichSpräsidialgebäude durch den Stellvertretenden Reichspräsidenten Dr. SimonS bearüßt werden und dann den Reichskanzler und die Mitglieder deS ReichstabinettS empfangen. Anschließeird gibt der bisherige Stellvertretende Reichspräsident für den neuen Präsidenten und die Mitglieder des 2leichs- kabinetts ein Frühstück, tnoniit die Feierlichkeiten dieses Tages ihren Abschluß finden. Am nächsten Tage finden beim Reichspräsidenten die Empfänge in folgender Reihenfolge statt: Reichstagöpräsivium und Reich ag, Vertreter der preußischen Ministerien, Kommandobehöri.en der Reichswehr. Direktion der Reichsbahn, R e i ch s b a n k d i r c i- torium. Ob.rprä-'.^ium der Provinz Brqv.den- bürg, Oberbü.germemer um) Magistrat der Stadt Berlin und Polizeipräsidium Berlin und .Kommandeur der Schutzpolizei. Am darauffolgenden Tage werden die 6 t a a t s f e 1 r e t ä t c dem Präsidenten vorgestellt werden. An einem Der nächsten Tage darauf wird der Reichspräsident daS in Berlin aßrebmc’rie Diplomaten korps empfangen. Hiermit schließt die ofs- ziclle Veranstaltung der Amtsübernahme durch den neuen Rei. SpräsidenUn Am 7. Mai wird die Bürgerschaft Hannover. auf Anregung der Vaterländischen Verbände dem Feldmarschall eine große Ehrung in Gestalt eine» Fackelzuges fca.bringen. Wahrscheinlich wiro sch auch ?aS Reich 5 'anne- an dieser Kundgebung beteiligen. Der Rc-chs- Präsident wird sich vorläufig seinen cobn Major von H i n d r n bu r " vallerieschule in Hannover als persönlichen Ad - ■ utanten zuteilen lassen. DaS geschieht im aRhmen deS Etats deS ReichSwehrministerllunS. Wie der „Hannoversche Landesdienst" er- ährt, hat Reichspräsident von Hindenburg^sein Erscheine zu den Pferderennen in Hannover am 24. Mai zugesagt. DaS Hauptereig- niS deS TageS trägt den Ratnen des General- feldmarf^rllS. der den Siegern die Preise per- önlich überreichen wirb. Des Reichspräsidenten Antwort an Dr. Marx. Hannover, 2. Mai. (SIL) Reichs- Präsident von Hinden bürg richtete an den Reichskanzler a.D. Dr. Marx folgendes Schreiben: . Hannover, 1. Mau Sehr verehrter Herr Reichskanzler! Für Ihr freundliches Schreiben, das Sie am 28. April an mich zu richten die Gute hatten, spreche ich Ihnen meinen verbindlichsten Dank aus. Ich ersehe auö ihm zu meiner Freude, baß Sie auf dem gleichen Standpunkt stehen, den auch ich selbstverständlich im Falle Ihres Sieges kei der Wahl ein- genommen haben würbe. Ihre Wünsche für unser schwer darniederliegendes Vaterland sind die meinigrn. Mönrn sie sich erfüllen durch )’c lbft Io f c , einigende Arbeit all er, denen Deutschland höher steht als die Vartet. v . Wit der Versicherung meiner besonderen Hochachtung bin ich Ihr ergebener v. Hindenburg, Generalfeldmarschall. Englands auswärtige Politik. Eine Rede Winston Churchills. London. 1. Mai. (WTB.) In einer bei einer Kundgebung der Primrose Liga in der Albert Hall gehaltenen Rede kam Schatzlanzler Churchill auf die Politik Englands zu sprechen. Diese Politik ist. so führte der Redner auS, zunächst eine Politik für den F rieben draußen in der Welt. Der Weltfriede hängt von einer gewissenhaften Z u s a m in , n - arbeit der beiden größten heutigen Mächtegruppen ab. In der Reuen Welt jenseits des Atlantischen Ozeans hat daS Washingtoner Abkommen G r o ß b r i t a n n i c n , die Vereinigten Staaten und Japan, drei der führenden Seemächte, durch daS Band der Freundschaft verknüpft, das ben Frieden und die Freiheit der Meere reguliert und viele Generationen hindurch aufrecht erhalten werden sollte. In der Alten Welt bemüht sich Chamberlain, die Vereinigung der vier größten Nationen Europas, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Italien, zu gegenseitigem Schuhe und gegenseitiger Sicherheit zustande zu bringen. 2lber gerade, wie i>aS Washingtoner Abkommen nicht dadurch erreicht wurde, daß wir DaS alte wertvolle Bündnis mit Japan beiseite warfen, sondern vielmehr dadurch, daß wir unsere Freundschaft mit Japan und unsere Freundschaft für die Vereinigte n Staaten in einer größeren weiteren Gruppierung verschmolzen, so und in berfelBen Weise wird sich unsere Politik in Europa nicht dadurch entwickeln, daß wir unsere Alliierten, die unS Vertrauen geschenkt haben und mit denen wir in burtften Kriegslagen zusammenstanden, beiseite lassen oder dadurch, daß wir alte Freundschaften um neuer Freundschaften willen vernachlässigen, unsere Politik wird vielmehr die Form der Konsolidierung beS im Kriege errungenen Sieges durch die umfassenderen und sichereren Vereinigungen des Friedens ersetzen. Aaser« Politik in der Welt ist eS, diese beiden Ptzramkd'n auszubauen und zu erhalten, die eine in der neuen Welt, die andere in der allen, auf die be Frieden aller Nationen mit Sicher- j f)dt gegründet werden kann. (Beifall.) Man steht einer ständigen Ausdehnung umstürzlerischer Bestrebungen gegenüber und einer unaufhörlichen skrupellosen Propaganda. Man stehl einer Bewegung gegenüber, die nicht englischen Ursprungs sei, sondern e/g verknüpft ist mit ausländischen revolutionären Organisa ionen, deren eingestandeneS Ziel der Sturz nicht nur der Einrichtungen deS britischen Reiches, sondern der bestehenden Zivilisation in aller Welt ist. Ich weiß wohl, fuhr der Schatzlanzler fort, daß eS in den Reihen der sozialistischen Partei viele ehrenwerte Männer und Frauen gibt, aber wir klagen sie mit gutem Grund an, daß sie a l s Partei vorsätzlich die große Masse des britischen Volles verdorben hat. Welche Notwendigkeit bestand denn, zum Zwecke der pollstschen Agitation oder beS Fortschritts, große Masten gutwilliger Männer und Frauen zu lehren, b'e lächerlichen Trugschlüsse von Karl Marx im Munde zu führen oder die schmutzige rote Fahne dem Union Jack vorzuziehen? Deutschland und England. London, 2. Mai. (TU.) Der Frontwechsel in der Haltung der englischen Presse zur Prä- sidentschaft Hindenburgs. der der am Tage nach der Wahl vorherrschenden Verwirrung folgte, nimmt feinen Fortgang. So schreibt der „Special or", wenn die Politik der Allsterten Deutschland gegenüber weise gewesen wäre und wenn man Deutschland davon übe zeugt hätte, daß seine Interessen in der Fr-fmbschast und in der Zusammenarbeit mit dem übrigen Europa zu suchen sind, so würde man zweifellos nicht so viel Aufhebens davon gemacht haben, welche Person zum deutschen Reichspräsidenten gewählt toer't). Das schlimmste Zeichen l'äme indessen nicht von Deutsch and, sondern von Frankreich, wo ein Teil der Presse crtlärt, daß die Deutschen ihre Unbantbarleit bewiesen hätten und daß das eirrz^ übrigdleBrnde Mittel darin bestehe, Deutschland mit der alten Un> terdrückungSpolitik zu b. handeln. Was bm britische Politik a b.lange, so dürfe sie sich durch di ses Vorgehen um feinen Deut von b : m bisherigen W e g abbringen lassen. England uol. - genau so handeln, als ob Dr. Marr an Stelle Hiudmburgs saß?. England wolle ferner bie Angelegenheit Kölns f o schnei! wie möglich erledi- g n. Deutschlarch wolle in d n Dö ferbun aufge- I nommen werden und an einem internationalen | Palt teilnehmen zur Sicherung der östlichen I Grenze Frankreichs. Las liberale Parlamentsmitglied Kenworthy erklärte in einer Rede in Hüll, die Außenpolitik der augenblicklichen Regierung sei die Fortsetzung ihrer Vorgängerinnen, nämlich zu versuchen. Frankreich und S e u t f d) = landzusammenzubringen, wenn auch die Methode eine andere sei. Diese Politik fei in Stück egegangen Infolge der ah 1 HindeWn- b u r g S zum Reichspräsidenten. Während die Engländer sie gleichmütig ansähen, seien die Franzosen. Belgier und Polen sehr erregt. Alle Versuche der Befriedung Europas hätten einen ernsten Rückschlag erlitten, aber der Fehler liege wirklich nur bei den Alliierten, und zwar in dem lächerlichen und undurchführbaren Versailler Vertrag, in der Rade l st i ch p o l i t i k der Franzosen, der Verwendung farbiger Truppen im besetzten Gebiet und in dem englischen Vertragsbruch durch die Richträumung KölnS. Zum Sicherheitspakt. Frankreich unterstützt polnische (Yrotzmachtarrsprüche. London, 2. Mai. (Sil.) Der Pariser „Times"-Korrespondent hatte mit Briand eine lln® terrebung über die Außenpolitik deS neuen französischen Kabinetts. In der Garantiepaktfrage äußerte Briand die Ansicht, daß die Antwort auf daS deutsche Sicherungsangebot, wenn sie auch offiziell von französischer Seite zu erfolgen habe, gemeinsam mit der englische n Regierung auS- gearbeitet werden müßte. Eine äleberftürzung sei unerwünscht, da man zunächst einmal die Haltung der deutschen Regierung gegenüber den AbrüstungSforderungcn kennenlernen wolle. Auf die Frage, wie weit der von Herriot entworfene und der englischen TV-jirrung bereits übermittelte Pakt abgeändert werden solle, antwortete Briand, daS lasse sich schwer entscheiden, weil die gesamte auswärtige Politik der französischen Regierung zur Zeit noch nicht endgültig fest gelegt sei. Der deutsche Garantievorschlag bedeute günstigenfalls einen Versuch zur Regelung einer wichtigen, stark lokal begrenzt ep Stage, auch nach der Unterzeichnung eines Paktes bleibe d i e Frage der Sicherheit Zentraleuro paS noch ungelöst weiter bestehen. Von entscheidender Dedeutung sei daS Einvernehmen zwischen Polen und der Tschechoslowakei. Ein Vertreter Polens werde künftig zu sämtlichen Zusammenkünften der kleinen Entente eingeladen werden. Alles bestärke ihn in der Auffassung, daß Polen in Wirklichkeit eine europäische, nur vorübergehend geschwächte Großmacht sei. (!) Wenn Deutschland einen Sitz im Völkerbund erlange, würde Polen ebenfalls den Antrag auf Einräumung eines permanenten SiheS stellen. Die französische Regierung habe nicht nur in Prag und Warschau die Notwendigkeit eines guten Einvernehmens zwischen beiden Ländern betont, sondern Polen angewiesen, mit seinem östlichen Nachbar friedliche Beziehungen zu unterhalten. Der Aufstand in französisch Marokko. Paris, 1. Mai. (WTB.) Haoas veröffentlicht eine offenbar offizielle Meldung aus Rabat, in der es heißt, daß die A n gr i f f e der Aufftändi -- f ch e n, die von Landen von Rifleuten unterstützt werden, auf der ganzen französischen Front in Marokko eingesetzt haben, ohne indes die französischen Truppen an ihrer Konzentra- tionsbewegung zu verhidern. Die französischen Verluste während der letzten Tage seien gering, während die Rifleute starke Verluste erlitten hätten. Die i t a- l i e n i s ch'e Regierung soll das französische Kabinett ersucht haben, eine Aussprache über das marokkanische Problem zu eröffnen. Aus Madrid wird mitgeteilt, daß 2000 Kabylen unter dem Kommando des Bruders Abd el Krims die französischen Truppen unerwartet angegriffen haben und die Ortschaft Zania Darkana in Brand steckten, woraus sie sich vor den Gegenangriffen der französischen Abteilungen zurückziehen mußten. Das gerichtliche Nachspiel zum Kurdenaufstand. Konstantinopel, 1. Mai. (£1L) Das ÄriegSge ^verjähren gegen den Führer der Kurden ist eröffnet worden. Der Scheich hat fich bisher geweigert, auf gewisse Fragen Auskunft zu geben. Er hat jedoch zugegeben, daß der Aufstand von einer fremden Macht unterstützt worden sei. Rach Abschluß des Verhörs vor dem Kriegsgericht soll der Kurdenführer dem llnabhängigkeitStribunal von Diarbelir übergeben werden. DaS Urteil, das vermutlich auf Erhängen lauten wird, soll auf dem öffentlichen Platz vor dem Gebäude der großen Rationalversammlung in Angora vollzogen werden. Aus dem Finanzausschuß Ses Hessischen Landtags. Darmstadt, 30. April. (Priv.-Tel.) Der Finanzausschuß des Landtags behandelte Vie Wohnungsgeldfrage der Beamten. Die Regierung hat darüber iwch keine Vorlage gemacht, sie will erst Fühlung mit den Abgeordnete.: nehmen: vorgesehen ist eine Rege- I lung. ähnlich, wie bei Den Reichsbeamten. Der ! Ausschuß fotzte ssdanu die 'Beratungen über öaS Kapitel „La n de S th eat er" fort: der Antrag Dr. Leuchtgens, der eine Kürzung des Zuschusses auf 120 000 Mk. (statt 464 000 Mk.) Vorsicht, und der Antrag Syittemev, dem Theater nur einen Zuschuß von 350 000 Mi. zuzubilligen, Wurde abgclehnl. Angenommen wurde dagegen ein Antrag des Abg Dr. Werner, wonach ein Unterausschuß eingesetzt werden soll, der unter Hinzuziehung von Sachverständigen und Mit- gliedern der Regierung nochmals die Theater- srage prüft. Do. Ausschuß ging dann dazu über, die Vorlage über die Reuordnung der Lehrerausbildung in Hessen zu beraten. Bekanntlich sind die Lehrerseminar» auf- gehoben worden, dafür werden pidr.grgische Kurs.» singefuhrr. Eine Einigung über diese Angelegenheit konnte noch nichi erzielt werden Die Brüder Barm Berlin, 30. April. (WTB ) Die Brüder Julius und Henri Barmat wurden durch einen medizinischen Sachverständigen einer eingehenden Untersuchung auf ihre Haftfähigkeit unterzogen Beide sollen sofort zwecks Beobachtung der Charitee über- I wiefen werden. Aus aller Welt. Das Baden-Badener Schachturnier. Aus dem Internationalen Schachgrohmeister- turnier wurde am Samstag die elfte Runde gespielt. Dr. Tarrasch'Deutschland verlor ein Damen bauernspicl gegen Mieses-Deutschland nach 61 Zügen. Mjechin-Frcmkreich gewann eine Partie mit englischer Eröffnung gegen Särnisch-Deutschland in 52 Zügen. Dr. Tartakower-Oesterreich verlor eine englische Partie gegen Bogoffubow-Ukraine nach 42 Zügen. Die Partie Grünefeld-Oesterreich gegen Marshall-U. S. A. endete nach 26 Zügen unentschieden ; ebenso wurde das Damenbauernspiel Torres- Mexiko mit Roselli-Jtalien nach 21 Zügen remis. Auch Rirnzomitsch-Dänemark konnte gegen Spielmann-Oesterreich nach 25 Zügen nicht mehr als remis erreichen. Abgebrochen wurde die spanische Partie Te Kolste-Holland gegen Thomas-England. Gleichfalls abgebrochen wurde die spanische Partie Aates-England gegen Rubinowitsch-Rußland. Auch die Partie Colles-Belgien gegen Earl-Deutschland mußte abgebrochen werden. Schließlich blieb die Partie Reti-Oesterreich gegen Dr. Treybal-Tschecho- sfowakei unbeendet. Spielfrei war Rubinsteii^Polon. 3n den Schacht gestürzt. Aus Essen wird gemeldet: Bei Schachlarbeiten auf der Zeche „Graf Bismarck" in Buer-Erle ereignete sich auf der 3. Sohle ein schwerer Unfall. Die Bühne, auf der die Bergleute arbeiteten, brach plötzlich ein, und die Bergleute stürzten in den Schacht ein. Von den abge- stürzten Leuten sind drei schwer und drei leicht verletzt worden. Flüchtiger Defraudant. Wit 200 000 Mark flüchtig ist der am 30. September 1890 in Hamburg geborene Handlungsgehilfe Max Blumenthal. Dlumenchal kassierte am 28. April für feine Arbeitgeberin den Betrag von 200 000 Mark. DaS Geld sollte er am 29. morgens auf einer Hamburger Dank einzahlen. Er hat am 29. April um 9L/-> Uhr morgens feine am Grindelhof 33 gelegene Wohnung verlassen und sich, wie festgestellt wurde, einen Auslandspaß am gleichen Tage besorgt. Danach steht fest, daß Blumenthal versucht, inS Ausland zu entkommen. Seine Spur weist zunächst nach Zürich. Neue Funde beim Massenmörder Denke. 9m Gehöft des Massenmörders Denke in Münsterberg wurden gestern neue Funde gemacht. Es handelt sich um eine Reihe von Schädel k n o ch e n , die Denke nicht allzu lange vor seinem Tode im Acker bei seinem Hause vergraben hat. Selbstmord im Zuge. Wie wir hören, wurde am Sonntagabend gegen 12 Uhr in einem Abteil 2. Klasse des von Lehrte in Hannover eintreffenden Zuges die Leiche eines 22jährigen Kaufmanns aus Hannover aufgefunden, der sich, nach dem Untersuchungsbefund, e r f ch o f - f e n hatte, nachdem er zuvor im gleichen Abteil eine mit ihm reisende Dame, anscheinend wegen Streitigkeiten, zu erschießen versuchte, sie aber nur ungefährlich verletzte. Attentat auf einen Zug. Wie auS Essen gemeldet wird, wurde auf der Strecke Bottrop—Osterfeld auf einen Personenzug ein Attentat verübt. Auf die Strecke war ein mit Steinen bepackter Rollwagen geschleppt und mit Eisenstein und Sellen verankert worden. Dem Lolonwtrvführee gelang eS, den Zug 20 Meter vor dem Hindernis zum stehen zu bringen. Auf die Ermittlung der Verbrecher ist eine hohe Belohnung ausgesetzt. Aus Stadt und Land. Gießen, den 2. Mai 1925. Steuerkalender für Mar. Im Monat M a i werden folgende Steuern fällig: 5. Mai: Lohnsteuer für die Zeit vom 21. bis 30. 4. einschließlich der für die Zett vom 1. bis 10. 4. bzw. 11. bis 20. 4. noch nicht abgelieferten Betrage ohne Rücksicht auf deren Höhe. 10. Mai: Einkommen- und Körperschaftssteuer- vorauszahlung für April, vorläufig staatliche (3c werbesteuer für 1925 (60 Proz. der Einkommensteuer- und Körperschaftssteuervorauszahlung), Um. Vorauszahlung für April der auf Voranmeldung zahlenden Einkomernnsteuerpflichtigen, und zwar: 15 Proz, b) örtliche Kirchensteuer für: 1. Gemeinde Gießen ev. 7 Proz. und kathol. 5 Proz., 2. Heuchelheim und Klein-Linden eo. je 10 Proz., 3. Wieseck ev. 7 Proz. der Einkommensteuervorauszahlung. 15. Mat: Lohnsteuer für die Zeit vom 1. bis 10. 5., sofern der Gesamtbetrag 50 Rm. übersteigt, Kirchensteuer der Landwirte und Gehalts- bzw. Lohneinpfänger (Arbeitnehmer) auf Grund der in den nächsten Tagen zur Zustellung kommenden Kirchensteuerbescheide, vorläufige staattichc Grundsteuer für 1925 in Höhe des als 4. Ziel für Rj. 1924 gezahlten Grundfteuerbetrages. Die vorjährigen Steuerbescheide sind bei der Zahlung vorzulegen. 25. Mai: Lohnsteuer für die Zeit vom 11. bis 20. 5., sofern der Gesamtbetrag für gen. Zett oder mit den für die Zeit vom 1. 10. 5. einbehaltenen, noch nicht abgeführten Beträgen zusammen mehr als 50 Rm. beträgt. Mit Ausnahme der Lohnsteuer können die gen. Steuern noch innerhalb der siebentägigen Schonfrist ohne Zuschläge gezahlt werden. Din am 19. v. Mts. fällig gewesene vorläufige staatliche Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz für 1925 kann noch bis einschl. 5. Mai ohne Zuschläge entrichtet werden. Wc!. Ruhiger, nach kurzer Aufbesserung wieder trüber urrd Regenneigung. Der nördliche Vo ü'erzug deS KerneS der Rorbfe^Depression hat in unierm Bezirk ungewöhnlich un.uhigeS regnerisches Wetter bei zeitweise starker Windbewegwig verursacht. Wir kommen vor der Hand auf die RüÄeite des Wi"bels, der unter Abschwächung seiies Kernes nach ostwärts zieht. Don Spanien her dringt höherer Druck rach, jedoch wird er für unser Wetter nur vo.ü'.ergehend ma ßgebend fein, da im Raum zwisch ; Island I ckand ein neues Fallaekiet fei'-: - SOdCSlaltnbtr für Samstag. Bauer scher Gesangverein: 8! 11 jr Vereinst ual Generalversammlung. — Reichsbund der Zivil- dienstberechtigten: 8.30 Uhr „Stadt Lich" Wo- not4t>etfr Ünitari itätSrcfl aurant (Plockstrahe) Monotsver- fammlung. — 2LT.D.: QBüglutarDcrfammlung Kaufmännisches Verein-Haus. — Lichtspielhaus Bahnhofstrasie: „Der Grotzinbustriekle". — Asto- ria-Lichtfpiele: ,Durch Funkspruch gereitet". - Lagcslalender für Sonntag. Mittelwesldeutscher Stcnograptanlnmd .Stolze- Schrcy" Vorm. IV, x ilbr Heue 2hüa öfsent- liche Fest Versammlung HL <5. T 2iti>ertafd: 4 Uhr nochm. .. Karlsruhe" Feier des 12jähriaen Bestehens. Verein Rudersport: 3 Uhr nachm. .Bootshaus" Bootstaufe. — Wartburg-Derein: 7 Uhr Durnhalle Theater- und Konzert-Abend. Lichtspielhäuser wie Samstag. — Vom Dartburgoerein wird uns ge- |d)rieben: .'iächslen Sonntag, 3. Mai, abend- 7 Uhr, werben Mitglieder des Wortburgvereins in der Turnhalle die Lokalposse „Der Spenglcrmeister Simbacher" auffuhren. Das Stück darf wohl al» eine der besten Lokalpossen bezeichnet werden. In inlercHanlen und humorvollen Bildern lätzt es ein Sliick von Ali-Gietzen vor uns entstehen. Um all« festigen Besuch zu ermöglichen, sind die (Eintritts* preise recht niedrig gehalten. 3um Besuch sei auch an dieser Stelle nochmals eingeladen. (Näheres siehe 1 9 Giestencr Hochschulgeseltschaft. Nächsten Mittwoch otatü) Vortrag von Prof. Dr. jur Hollar, über „Rechtsprobleme der Luftfahrt". Nähere« im Anzeigenteil. L.U. Von der Landcsuniverfität. Der ordentliche Professor an unserer Universität Dr. jur. Leo Rosenberg hat den an ihn ergangenen Rus an die Universität Greifswald abgetönt. Gin en Rus an unsere Landes-Universität als ordentlicher Professor für Heues Testament hat der Privatdozent an der Universität Berlin Lie. Bertram erhalten und angenommen *' Der Don item onat Mai hat sich gestern recht wenig wonnig eingesührt. Gr „beglückte" uns am ersten Togo seiner Herrschaft mit einem Sturm- und zeitweisen Regenwetter, daS dem launischen April alle Ehre gemacht hätte, für den Mai aber eine krasse Programmwidrigleit darstellte. Auch heute sieht es »wch nicht so guS, als ob der neue Kalenberherv freundlichere Seiten aufziehen wollte. Hoffent- lich bessert er sich nun bald, damit man von seiner Wvnnigkeit in der Tat auch etwas merken kann. '* Beförderungen und Versetzung beim (Siebener Po st amt. Mit Wirkung vom 1. April wurden befördert: Zu Postamtmännern: die Ober-Postinspekloren, Rechnungsräte Weih und Wunderlich, der Ober-Postinspektor Kohl, Hase, dieser unter Versetzung zum Postamt in Offenbach a. TL Zu Oder-Postinspektoren :die Post- inspektor«, Bausch, Schneider, Kolb. Zum Ober-Ielegrapheninspektor: der Telegrapheninspettor Boller. Zu Postinspeklpren :die Ober-Postsekre" täre Jung und Faust. Zum Telegropheninspektor: der Oder-Telegraohensekretär Diehl !*! Ein Ärbeitsschultag findet am 5. Mai in der Turnhalle der hiesigen Höheren Mädchenschule statt. Frl. Lotte Müller aus Leipzig wird über „Beobachten und Darstellen im Sinne der Arbeitsschule" sprechen und daran eine Muster- und Prvbeunlerrichtsstunde an» schlichen ' Gin Meisterwerk m i t t c l r he i n t- scher Tonplastik brachten wir mit dem Quartaner Hochaltar in Hr. 17 unserer „Heimat im Bild". Die interessanten Ausnahmen verdanken wir dem (Entgegentommen des Ä u n ft - historischen Instituts der Universität Diesten (Prof. Dr. Ehr Rauch). * • Die ft ä b t i f d) e Kunstsammlung mit der Dr.-Hans-Bock-Gedächtnis-Stiftung im Neuen Schlotz. (Eingang Senckenbergstrahe, ist von morgen an wieder jeden Sonntag von 11 bis 1 Uhr bei freiem (Eintritt geöffnet. Kinder haben nur tn Begleitung Erwachsener (Eintritt. * • (Ein Studentenhilfstag soll am Sonntag, 17. Mai, hier ftattfinden. Zn unserem heutigen Anzeigenteil wird einiges aus den vorgesehenen Veranstaltungen milgetcilL Man darf wohl sicher sein, daß das gut# Werk die Unterstützung der weitesten Bürgertreise finden wird. " Wichtig für Vertriebene ist ein Dortrag, den Rechtsanwalt A l b r e ch t - Diesten am fommentan Donnerstagabend über Liqui» dationS- und Verdrängungsschätan hasten wird. Man beachte die heutige Anzeige. '* Landsturmer - Zusammenkunft. Die alljährlich stattsindende Zusammenkunft der ehemaligen Angehörigen des Landsturm-Znsanterte- Bataillons Friedberg (XVÜI/10) sinket dieses Jahr am Sonntag. 10. Mai, in Nidda statt. Nachmittags ist eine Nachfeier in dem herrlich gelegenen Bad Salzhausen geplant. (S. heutige Anzeige.) • • Die Mittel ft andskredite f ür den Einzelhandel. Der für Mittelstands- lredite zur Verfügung gestellte Betrag von 30 Millionen Hm. wird zu der Genossenschafts- abteilung der Dresdner Dank, der Zeirtralge» nossenschastskasse und Preusienkasse, zu i/4 der Girozentrale überwiesen. Die genossenschaftlich organisierten kaufmännischen und gewerblichen Unternehmer erhallen von diesen Stellen auf Antrag Kredite. ** Bon der amertfanifdien (Ein» wanderungsquote. Die der ständige Mitarbeiter des Deutschen Auslond-Instituts aus Neu- york mitteUt, wurde Anfang April von dem amerikanischen Staatsdepartement die Ziffern über den Stand der amerikanischen Einwanderungsquote ver. öffenllicht. Darnach haben die Länder, welche die größte Einwanderungsquote haben, nämlich Deutschland, Grotzbritannten und Nord-Irland und der Irische Freistaat (Ulster), noch insgesamt 27 898 Personen zu ver^ichnen, welche für das Quoteniahr noch zur Erlangung von Visa berechtigt sind. Von Deutschlands Quote von 51 227 bleiben noch 12 772, von Großbritanniens und Nord-Irlands Quote von 34007 noch 7590 und von der Irischen Freistaats- Quote von 2*567 noch 7536. Da bei den amerika- nischen Konsulaten in Deutschland noch Zehntausende von Visabewerbern vorgemerkl sind, to berechtigt diele Ziffer nur diejenigen zu der Hoffnung, noch in diesem Quotenjahr noch den Vereingten Staaten hinüberzukommen. die eine entjorechende Mitteilung von ihrem zuständigen amerikanischen Stonfulnt erhalten. Besondere Anfragen in dieser Angelegen- hett dürften daher zwecklos sein. Amtsgericht Wetzlar. 2 Wetzlar, 30 April. Der Fuhrmann Phllipp Sch. von Diesten war auf der Landstraste mit feinem Fuhrwerk fahrend, während er daraus fast und schlief, durch einen Landjäger angeltoffen worden Auf die Anzeige taS Beamten erhielt er vom Amtsgericht Wetzlar einen Strafbefehl über 10 Mark, wogegen er Einspruch einlegte. 3n der heutigen Verhandlung war der Angeklagte nicht erschienen: daher erfolgte Verwerfung des Einspruchs (3egen die Ehefrau Wilhelmine W. von Diesten batte das Amtsgericht Wetzlar einen Strafbefehl über 30 Mark erlassen, weil sie eine in ihrem Hause in Krofdorf freigewvrdene Wohnung ohne Mitwirkung der zuständigen Behörde wieder vermietet hatte. Sie erhob Einspruch und behauptet, dast sie s. Zi. yur ihren aus dem besetzten Gebiet ausgcwiesenen Bruder ausgenommen habe. Das Gericht erkannte auf Freisprechung. Wegen Pfandbruchs bauen sich die Eheleute Kaufmann Hermann K. von Wetzlar zu verantworten. Sie sollen ein vom städtischen Doll- ziehungSbeamten gepfändetes. In einem versiegelten Schuhkarton aufbewahrteS Paar Schuhe beiseite geschafft haben. Die angefkigte Ehefrau Will nichts mit der Sache zu tun haben, während der Ehemann behauptete, einen Angestellten mit der Ocffnung deS Kartons und tar Herausnahme der Schuhe beauftragt zu Haden. Dte Schuhe seien aber noch da. Der 'Vertreter der Staats anwaltschaft beantragte bezüglich der angell ig> ton Ehefrau Freisprschung und gegen den Ehemann Verurteilung zu 100 Mk. Geldstrafe. Das Gericht spricht die Ehefrau frei und verurteilte den Ehemann zu 20 Mk Geldstrafe ent! 4 Lagen GefängnrS Der Kaufmann Fritz Sch von G i e h e » soll auf der Wetzlarer Lahn brücke durch zu schnei los» Fahren mit seinem Auto einen Unfall verursacht haben, indem er einen Radfahrer an* fuhr, so baü dieser zu Boden stürzte. Auch soll er sich weiter nicht um den Verunglückten gekümmert, sondern mit erhöhter Geschwindigkeit losgesahren sein. Heute stand er deshalb wegen Vergehens gegen das Kraftfahrzeuggesetz unter Anklage Während der Vertreter der Staatsanwaltschaft. obwohl der Angellagte eine strafbare Handlung bestritt, aus Verurteilung zu 100 Mari Geldstrafe plädierte, sprach daS Gericht den Angellagten frei. Spielplan der frankfurter Theater. Opernbau6. Dienstag. 5. Mai: Figaros Hochzeit. Mittwoch, k Pique Dame. Donnerstag. 7.: Das Rhemgol- Freitag. 8.: Garmen. Samstag. 9.: Susannens Geheimnis, Lanzfuite Eouperin-Strauh. Gicmnr Schicchi. Sonntag, 10. Dvsca. — Schauspielhaus Dienstag, 5.: LlcbeS uLst und eLid. Mittwoch. 6.; Die Ausacht zum Kreuze. Donnerstag. 7.: Sechd Personen suchen einen Autor Frettag. 8.: Die Andacht zum Kreuze. Samstag. 9.: Ddr Tokaier Sonntag, 10.: Die Andacht zum Kreuze. Der Frühling ist da! Nun gibt es wieder die beliebten Rhabarberspeise« mit MAIZENA Verlangen Sie umgehend unsej^Kochbüchlei«! Deutsche Maizena Gesellschaft A.-G HAMBURG IS. Geschäftliches. 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Bürgermeisterei Allertshausen Zusammenkunft mit Damen im Lass Amend Elgershausen -Bahnstation Katzenfurt) Privat-Sprechstunden Bekanntmachung Der Voranschlag der Gemeinde AI- bach für 1925 Rj. liegt vom Mittwoch, den 6. Mai 1925 bis einschließlich Dienstag. den 12. Mai 1925, auf unserem Arbeitszimmer zur Einsichtnahme offen. Innerhalb dieser Frist können bei unS Einwendungen schriftlich oder mündlich zu Protokoll vorgebrach! werden. Ls ist die Erhebung einer Umlage beschloffen, zu der auch die LuSmärker herangezogen werden- Albach, 1. Mai 1925 Hei? Bürgermeisterei Albach \n-und Ver kauf von Immobilien jeder Art zu verkaufen. Evtl, nehme auch Hafer oder Holz in Tausch. 4555ss ti. Groß XachfM Spedition Darmstadt. Telephon 3110. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiii SMl-UptlleWelü 3nhujtrie«u. 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MtS. an den Werktagen, jedesmal von S—1 Uhr, im Amtszimmer des Unterzeichneten zur Sinsicht- nahme der Gemeindeglieder offen. Giehen, den 1. Mai 1925. Evangelischer Gesamtkirch mvorstand Bechtolsheimer 4538V G»»»OGGOGOGG»GGOOO»»»OGOO MeÄcItst Sperrholz tu Gaboon. Erle und Sieter 3—25 mm schweb, u bayr Hobetbretter. sowie Sva- iterlattcn. Bretter und Tielen in allen Ttärlen, > den so Eichen, Buchen- unb Eichenschnittware liefern in allen Stärken franko jeder Station. 2196c Eugen Dürr L (Eo., Giehen Telephon HO. tirabland au vervachteii Näheres «rofdorfer Str. «1 Panther-Fahrräder sowie Ersatz- und Zubehörteile in bester Qualität. Reparaturen werden sachgemäß ausgeführt. Teilzahlung gestattet! Joh. Steinbach, Mechaniker Ludwigstraße 62 03868 ZumAndras,Sonnenstr. Auerhahnbräu « Bekanntmachung. Die Geschüftsaussicht über die Firma Mowag (B. m. fc. 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Der 'Reichstag wird sich in den nächsten Wochen mit einer Leihe von neuen Steuer- gesehen zu beschäftigen haben, die z. 3- erst im Entwurf vorliegen. Es ist jedoch als sicher an- zunehmen, datz sie im wesentsichen. vielleicht von Aenderungen im Tarif abgesehen, in ihrer jetzigen Gestalt Gesetz werden. Sur den Steuerpflichtigen interessieren hier- oei vor allem die Fragen: 1 'iBerfreii neue Steuern geschaffen oder seitherige Steuern abgebaut? I» 2 Wie gestaltet sich die Bewertung desDer- M mögens? g" 3. Wird endlich dem seitherigen Dorauszah- M lungSsystem ein Ende bereitet? A) Das neue Steuersystem. Don einem gänzlichc n Abbau einer Steuerart, wie sie seither bestanden haben, ist nach den norlicflcnben Entwürfen leine Lede. Rur ihre Gestalt, ihr Inhalt und ihre Veranlagung hat sich tum Teil in wesentlichen Punkten geändert. Allerdings tauchten im Wirtschaftsleben wiederholt Vorschläge auf. die das ganze eteuerfoftem auf eine andere Grundlage stellen wolllen. Ich verweise hier insbesondere auf den Plan non Rabbethge, der nur eine einzige Steuer, die sog. Produltionsmittelst euer nöcr Sachnutzungssteuei. an die Stelle der Eintonunen- und Vermögenssteuer setzen wollte. Diese ist gedacht als eine 'Art dec Vermögenssteuer, die aber nur die sichtbaren Vermögenswerte ersofft. die andere Werte neu lchaffen (Werkzeuge. Maschinenanlagen usw ) oder die einen sonstige» Rirtzungswert haben, wie . i ei' INr '.'»gestellt auf die objektiv« Ertragsfähigkeit bet Pros tionsmillel, also von der Leistungsfähigkeit des Eigentümers völlig unabhängig, ihn eine Unter* betrcclung durch den Eigentümer zu verhindern, soll dem Fiskus das Recht eingeräumt werden, die Objette zu dem deklarierten Wert au übernehmen und gegebenenfalls anderen Personen zu übertragen Es wlirde im Lahmen dieser Abhandlung zu weit führen, auf die Vorzüge und Rachtelle dev Aabbethgeschen Vorschlags des Räheren einzugehen. Es genügt hier, festzustellen, datz. von einigen Einzelheiten abgesehen, die Reichsregierung dielen Plan nicht ausgenommen hat. Mithin werden wir mis »ach wie vor mit folgenden Reichssteuern zu beschäftigen haben. l. Gin ko ni men st euer und Körper- schaft-steuer. r 2. Vermögenssteuer T 3. Umsatzsteuer. Rentenbankzinsen und die Ausbringungsbeträge für die Industriebelastung sind keine Steuern im eigentlichen Sinn. Hierzu fonunen natürlich noch die nur für gewiste Fälle interessierenden sonstigen Verkehrs* steuern tErbfchaf:ssteuer. Gesellschaftssteuer. Lot- teriesteucr. Kraftfahrzeugsteuer usw.). Dic Einkommensteuer wird zweckmätzigerwclfe bei der Besprechung der Vorauszahlungsbestimmungen zu erörtern sein Wenn man in beteiligten Kreisen hoffte, dah ein weiterer Abbau der Umsatzsteuer erfolgen wurde, so sind diese Hoffnungen enttäuscht worden Die Reichsregisrung verkennt zwar leineswegs die Erschwerung des deutschen Wirtschaftslebens durch eine derartige Steuer wie die Llmsatzsteuer. die auf die Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen nid)t die geringste Rück- sicht nimmt Allein sie erbringt, wie alle rohen Steuern. verhältnismäßig leicht große Beträge, und ein Ausfall von zwei Milliarden Marl kann zu einer Zeit, wo wir unter der Last eines verlorenen Krieges seufzen, nicht ertragen werden Ob mit einer Herabsetzung des Steuersatzes auf 1 Prozent gerechnet werden kann, steht vorläufig noch dahin. Das Gesetz über die Der mögens st euer hat eine wesentliche Vereinfachung erfahren do* durch, daß die wichtigsten 'Bestimmungen über die Bewertung der einzelnen Vermögensobjette herausgenominen wurden und einem besonderen Gesetz Vorbehalten bleiben. Mithin finden wir im Vermögenssteuergeseh nur noch Vorschriften über den Kreis der Steuerpslichtigen, über den Tarif und das Verfahren. Alles übrige regelt das sog. Reichsbewertungsgeseh. Dieses soll deshalb als wichtigstes Gesetz, welches in vieler Beziehung grundlegend ist, bei der Besprechung vorweg genommen werden. B) Das Reichsbewerlungsgesetz. Bei dem Entwurf dieses Gesetzes ging die Reichsregierung von folgenden Erwägungen aus: In ber Reichsabgabenordnung vorn 13. Dezember 1919 find durch die §§ 137 bis 161 ein- gebende Bestimmungen über die Wertermittelung getroffen worden. Diese Vorschriften passten für eine Zell, die zwar schon nicht mehr mit Dor- Tricgorocctcn rechnen tonnte, aber doch immerhin noch eine gewisse Stabilllät aufwieS. Es kam die Inflationszeit mll ihrer sprunghaften Geldentwertung und der älnrnöglichkeit, auch nur für Tage ober Stunden allgemeine Werte sestzu- legen. Unter dieser ständigen Geldentwertung litt vor ollem dos Verntögenssteuergesetz für die Veranlagung 1923. die zwar stattfinb. aber zu keinem Ergebnis führte imb alle aufgewendete Arbeit vergebllch sein lieh. Rach erfolgter Stabilisierung durch Einführung ber Rentenmark im Rovember 1923 tourben für die Veranlagung zur Vermögenssteuer 1924 neue Dewertungsvorschris- len erlassen, die allerdings nur für das Jahr 1924 berechnet waren. Wenn dieses Jahr auch bereits im Wirtschaftsleben und offiziell dieGold- marl eingeführt Hot. so lag eine Beruhigung ber Marktpreise, der Geschäfts- und Arbellsverhält- nisse. ber Produltions- und Absähverhältnisse usw. noch keineswegs vor. Es wird auch voraussichtlich noch lange Zeit dauern, bis die wirtschaftliche Lage vor allein durch Beseitigung der Geldknappheit eine Festigung erreicht hat, wie sie auch nur annähernd den Vorkriegszeiten entspricht. Immerhin rechnet man mit 1925 den Zeitpunkt für gekommen, um der Bewertung der Vermögenswerte wieder objektive Zeitwerte zu Grunde zu legen und zu den Grundsätzen der Reichsabgabenordnung zurückzukehren. Rach dem Entwurf des Gesetzes soll deshalb grundsätzlich wieder auf die Bewertungsvorschristen der Ab- ga£. lorbmmg zurückgegriffen werden Stehener Anzeiger (General-Anzeiger sür Gberhessen) Samstag. 2. Mai 1925 Mit Rücksicht daraus, dah die neuen Bewertungsvorschriften über den Rahinen des Ter- mögenssteuergefetzes hinaus Geltung beanspruchen. sind sie aus ihnen herausgenominen und im Reichsbewerlungsgesetz zusammen- geflellL Dieses Gesetz bezweckt eine einheitliche Bewertung des Vermögens und der einzelnen D e r m ö g e n s a r t e n für bie Steuerzwecke des Reiches, der Länder und Gemeinden. Mit der Durchführung dieses Grundsatzes dürfte ein erheblicher Fortschritt auf dem Gebiet der Gleichmätzigkcll und Gerechtigleit der Steuerverteilung erreicht worden sein. Der seitherige Rechtszustand war auf die Dauer unerträglich. Rkan vergegenwärtige sich nur, zu welchen Unsinnigkeiten es führte, dah ein und dasselbe Grundstück zur Vermögenssteuer mit einem ganz anderen Weit herangezogen wurde, wie etwa zur hessischen Grund- ober Sondersteucr. Ein Beispiel aus der Praxis möge den Unterschieb dartun: Ein Gut aus der hessischen Gemarkung E. mit einem Richtsatz von 1200 MI. wurde für die Vermögenssteuer 1924 veranlagt zu einem Gesamtwert von 25 800 Ml.. während das gleiche Gut zur hessischen Grundsteuer mit einem Wert von 66 000 Mk. herangezogen werden muhte. Es ist ohne weiteres einleuchtend, bah derartige Unterschiede für den Steuerpflichtigen unverständlich erscheinen, bah sie aber auch anberer» sclls für bie Behörden, die beide Steuern gleichzeitig zu veranlagen haben, doppelte und überflüssige Arbeit verursacht. In denjenigen Lanbes- finanzamtsbezirken. wo die genannten Steuerarten von verschiedenen Behörden verwallet werden, muh dieser Zustand dahin führen, dah der Steuerpflichtige sich der Behörde gegenüber, die den höheren Wert zugrundegelagt Hal. auf die Festsetzung ber anderen Behörde beruft und damit eine Behörde gegen die andere ausspiell. Der § 1 Abs. 2 des Gesetzentwurfes bestimmt deshalb, dah die nach den Vorschriften deS Gc> feheS festgestellten Werte auch für die Steuern ber Länder und Gemeinden gelten sollen, welche diese nach dem Merkmal des Wertes einzelner Vermögensarten erheben. Man beschränkt sich also auf den Grundsatz, dah, wenn ein Land eine Steuer erhebt, für die der Wert des Gegenstandes die Demessungsgrundlage bildet, die nach den Vorschriften des ReichsbewertungHefehes ermitel- Vorschriften des ReichsbewertungSgesehes ermittelten Einhellswerte zugrunde zu legen sind. Wenn also z. B ein 'Bundesstaat eine Grundsteuer erhebt, welche sich nicht nach dem Ertrag des Grundstücks, sondern nach seinem Wert richtet, ober eine Gewerbesteuer, die auf den Wert des Anlage- und Betriebskchütals zurückgeht, so müssen für diese ©teuer die gleichen Vermögenswerte angenommen werden, wie sie auf Grund des Reichsbewertungsgesetzes ermittelt wurden, und tote sie auch für bie Reichsvermögenssteuer jeweils in Geltung sind Selbstverstänblich kann das Land diese Bindung umgehen, wenn es die Steuern nach einer anderen Bemess ungsgrundlc^e, z B. nach dem Ertrag, erhebt Der Entwurf stellt ferner den Grundsatz auf, dah die Lander und Gemeinden, die Steuern vom Grundvermögen oder vom Gewerbebetrieb nach dem Merkmal des Wertes erheben, unterwerfen dürfen L Der Grundsteuer: Das inländische land- und forstwirtschaftliche und gärtnerische Vermögen sowie das inländische Grundvermögen. Aus die Unterscheidung zwischen Grundvermögen und landwirtschaftlichen usw Vermögen wird später einzugehen sein. 2. Der Gewerbesteuer: Das inländische Betriebsvermögen. Dadurch wird also grundsätzlich ausgeschlossen, dah z. B. ein landwirtschaftlicher Betrieb zur Gewerbesteuer statt zur Grundsteuer herangezogen wird, oder dah er neben der Grundsteuer noch mll der Gewerbesteuer belastet wird, falls beide Steuern nach dem Merkmal des 'Wertes erhoben werden. Von diesem Grundsatz sind einige Ausnahmen zugelassen, deren Einzelauftührung zu weit geben würde. Beispielsweise sei nur orwahnt, baff ein ßanb ober eine Gemeinde 'Bestimmung bahingehend treffen tonn, Grundstücke, die zu einem gewerblichen Betrieb gehören, der Grundsteuer zu unterwerfen. Dies wäre an sich zulässig, führt aber zu der Folge, dah diese Grundstücke bann nicht auch noch gewerbesteuer- pflichtig gemacht werben können. Es ist nun selbstverständlich, dah man den Ländern, wenn man auf diese Wrise in ihre Besteuerungsrechte eingreift, eine gewisse Mit- wi r tu ng bei der Besteuerung einräumt. Man hat deshalb im Entwurf vorgesehen, dah bei ber Zusammensetzung ber Bewertungsausschüsse die Landesregierungen, die Gemeinden und auch Vertreter der Steuerpflichtigen selbst in erheb- sichern Mähe herangezogen werden. Man verfolgt hierbei auch nebenher den Zweck, die reichen Erfahrungen, welche die Länder auf dem Gebiet der Bewertung besitzen und die Einrichtungen und Hilfsmittel, die ihnen zur Verfügung stehen, nutzbringend zu verwerten. ilm die Einheitlichkeit einer Bewertung für bas gesamte Reichsgebiet zu gewährleisten, ist es dringend erforderlich, dah bie Bewertung n u r durch eine einzige Behörde erfolgt Die Aufstellung von Rormen allein genügt nicht, wie die Veranlagung zum Wehrbeitrag zeigt, die zwar auf Grund dessÄben Gesetzes, aber von verschiedenen Behörden vorgenommen wurde. Die Behörden müssen unter einheitlicher Leitung stehen, wie die Begründung zum Entwurf aus führt. Als solche kommt nach Lage der Sache allein die Leitung des Reiches in Frage. Der Entwurf sieht deshalb vor, dah Dor- sitzender der Bewertmrgsausschüsse erster Instanz der Vorsteher des zuständigen Fi - nanzamtes oder dessen Stellvertreter ist (Fortsetzung folgt.) bas Problem „Mitteleuropa". Von unserem ständigen Ir.-Berichterstatter. (Rachdruck. auch mit Quellenangabe, verboten.) W ien, Ende April 1925. Im Hauptausschuh des österreichischen Rationalrates wurde von Bundesländer Dr. Ramek eine bedeutsame Erklärung abgegeben, deren Sinn knapp zuvor auf dem christlichsozialen Parteitag Steiermarks von Altbundeskanzler Dr. Seipel und Finanzminister Dr. A h r e r ber Öffentlichkeit erläutert wurde. Kurz zusammen- gesaht besagen diese Ausführungen ber drei bekannten Staatsmänner folgendes: Oesterreich erlangte die Zustimmung mehrerer Groh möchte. Schritte zu unternehmen, welche geeignet wären, die Wirtschaft dieses Landes aus der Enge eines Wirtschaftsgebietes heraus- zuführen, in welches die Oesterreicher ein- gesperrt wurden, wiewohl es den Ramen eines Wirtschaftsgebietes nicht verdiene. Wohl sei der Staatshaushalt geordnet und die Währung stabilisiert. so dah Dtnge. dic in den Jahren nach dem Zusammenbruch als Unmöglichkeit erschienen, heute vollzogene Tatsachen bar ft dien. Doch herrsche i n Oesterreich eine Wirtschaftskrise. die eine Armee von 170 000 Arbeitslosen gezeitigt habe, welche Erscheinung nicht achtlos übergangen werden könne. Schuld daran trügen die auherordenllichen Beschränkungen des Handels und Berkehrsfteihell, durch welche jedoch nicht nur Oesterreich allein betroffen wäre, sondern die ebenso ein gesamteuropäisches Problem wie eine wichtige Angelegenheit der Rachfolgestaaten darstellen. 'Dadurch falle dieser Komplex offener Fragen in bie Zuständigkeit des Völkerbundes, dem die österreichische Regierung das Ersuchen unterbreite, chic möglichst knappe Zahl wissenschaftlicher Fachleute zu beauftragen, jene obwaltenden Schwierigkellen sest- zust eilen, unter denen Europa und insbesondere Oesterreich zu leiden habe. Diesem Ersuchen zufolge werde in Kürze eine Expe rtenkom- m i s s i o n des Völkerbundes in Wien eintreffen, deren völlig unpolitischer Bericht die Grundlage zur Erörterung und Abhilfe dieser Schwierigkeiten bieten solle. Soweit bie kurzgesatzte Darstellung ber Tatsachen. die wohl geeignet sind, die „mittel europäische Frage" aufzurollen, die in den Friedensverträgen zwar „geregelt“, aber nicht gelöst ist. Im Rachfolgenden soll nun untersucht werden, welche Aussichten diese Anregung Oesterreichs hat, wobei beabsichtigterweise das Politikum ebenso ausgeschallet werden soll, wie es die Anregung bei österreichischen Regierung geflissentlich überging. Die Wirtschaft, insbesondere bie Industrie Deutsch-Oesterreichs, ist auf bie Gröhe und Dollszahl Altösterreichs zu- geschnitten: 40 Millionen altöi stehen sechseinhalb Millionen neuen Staatsbürgern gegenüber, auf deren Siedlungsgebiet 30 Prozent der Maschinen- und 70 Prozent der Papierindustrie, 80 Prozent der Lokomvtivfabriken und.90 Prozent der Automobilerzeugung zurückgeblieben sind, um nur einige Zahlen zu nennen, die Finanzminister Ahrei in feiner Darlegung der Lage besonders hervorhob. Oesterreich ist sonach auf Industrie- c f b o r t angewiesen — das fei bie österreichische Lebensfrage. Wie ficht cs nun mit ber 'Aufnahme dieses Exportes in den Rachfolgestaaten, die vordem vornehmlich von ber Industrie des Wiener und norbsteierischen Industriegebietes beliefert wurden? Im Hochgefühl erkämpfter politischer Selbständigkeit und zur Verankerung dieser auf wirtschaftlichem Gebiet, aber auch zum Ausgleich ihrer Handels- und Zahlungsbilanz gingen besonders die südöstlichen Rachfolgestaaten daran, sich eine eigene Rationaltnduftrle zu schaffen und die dazugehörigen Einrichtungen im freien Wettbewerb des europäischen Marktes zu beschaffen. Bereits hierbei zeigte sich die österreichische Industrie von allem Anfang an preismähig als nicht konkurrenzfähig. Die Weiterentwicklung ist seither unaufhaltsam im Gange: sie mag von österreichischem Standpunkt aus als überflüssig, ja, sogar ungesund und gefährlich bezeichnet werden, um ein Wort Dr. Ahrers zu gebrauchen — das hilft nichts: Die Entwicklung ist einmal da, well die Rachfolgestaaten das Gegenteil finden und sich ihr Haus nach ihrem eigenen Gutdünken einrichten, ohne dabei auf Wünsche ober Bedürfnisse der österreichischen Industrie Rücksicht zu nehmen, deren Preisbildung ober gar Vorzugs- behandlung sie grunbsählich ablehnen. iXnbe- fireitbar ist hierbei, dah alle jungen ober mit Lebenswillen erfüllten Völker ebenso vorgingen: Japan nach dem Samuraiaufstand, das Deutsche Reich nach 1870 wandelten diese Wege — sehr zum Verbrüh „älterer Ansprüche“, aber zu eigenem Wohlstand. Rutz und Frommen. Mag sein, datz England und Amerika diese Entwicklung „ungesund und gefährlich" erachten — sie tourben trotzdem eingeleitet und führten nicht durch sich, sondern ex pokllicis und nur durch diplomatisches Ungeschick zur Katastrophe des Weltkrieges. Die gleichen Wege wie Japan und das Deutsche Reich wandelt nun Jugoslawien und Rumänien, beide im Vollbetouhtsein ihres dies bezüglichen Willens, ersteres geschickter und verheihender. letzteres aufreizender und brutal-chauvinistischer. beide aber mit dem Ziel, auch wirtschaftlich sich selbst zu genügen — und chr Geld im eigenen Inland zu verausgaben. Bei 11 n g a r n tritt die Berücksichtigung des Staatshaushalts in ben Vordergrund: es will nicht feine Exporteinnahmen durch Agrarerzeugnissen für Importausgaben von Inbustrieerfordernissen verwenden, während bie Tschechoslowakei an Ueberrnbuftrialifie- rung leidet und daher auf bie Zukunft des russische "Marktes hosst. wo sie sich als besondere Stammesverwandte Berücksichtigung verspricht. Unter diesen äunständen arbeiten saullsich-: der genannten 'Rachfolgestaaten mit Hochschutz- .tollen, mit Zollschranken, Einfuhrverboten. Tarif- 'biff crcnjierun gen unb Verkehrserschwerungen: für.5, sie schützen teils das Pflänzchen, tells die Pflanze eigener Industrie, und zwar in derart nachteiligem Umfang, dah es nunmehr sieben Jahre nach dem Kriege Oesterreich noch nicht gelungen ist, mit Jugoslawien. Ungarn unb Rumänien zu einem normalen Handelsvertrag zu gelangen. Die jugoslawischen Zölle betragen stellenweise bas fünffache, die ungarischen 50 bis 100 Proz. ber Friedenssätze, insbesondere auf jene Produktionszweige. deren Export für Oesterreich Luft unb Atem bebeutet, wobei auch nicht übersehen werben soll, dah auf das Deutsche Reich eine Unmenge von Verbotslisten für Einfuhrwaren auflegte — trotz ber Brüderlichkeit, weil eben bas Wirtschaftsleben eines Staates im großen unb ganzen von Sentimentalitäten frei sein muh. Was man aber nicht einmal von deutscher Brüderlichkeit berechtigterweise verlangen kann, das farai auch füglich von ben Rachfolgestaaten nicht erstrebt werden, die aus ihrer Abneigung gegen alles, was irgendwie an den Begriff Oesterreichs erinnert, kein Hehl machen Betrachtet man unter dieser Einstellung bie Ergebnisse ber kommenden „Expertise", so kann ihr beim größten Optimismus fein besonders günstiges Horofkov gestellt werden. Ingosiawien und Rumänien werden cs glatt a b l e h n e n, |id) äut’crcn Einflüssen unb Anregungen zu beugen; Ungarn wird das Odium des Versandens btefer Anregungen den anderen überlassen, daher mehr oder weniger passive Resistenz üben, während die Tschechoslowakei trotz scharfer Gegenströmung der östlich orientierten Rationaldemokraten ein gewisses Entgegenkommen zeigen würde, wenn die österreichischen Gegenleistungen groh genug sind, die handelspolitische Gleichberechtigung auf tolrt- fchaftliche und daraus entstehende Machenschaft tzinauszielen. Dieser Preis wird zu teuer fein, zumal da mit seiner Bezahlung keineswegs ein „Aufblühen" der österreichischen Industrie ber- bunben sein dürfte, deren schärfster unb feindseligster Xonturrcnt gerade bie tschechoslowakische Industrie ist. Wohl spricht man in Oesterreich von toobl- verstandenen Interessen ber Rachfolgestaaten. wohl Hingt in wenig geschickten Pressekommen- taren Oesterreichs ein drohender Unterton mit. der vorsichtig anzudeuten bestrebt ist, bafi das angelsächsische Welt kapital gegen die kleinen Wirtschaftsgebiete Kreditboykott üben könnte, tociui sic ben gern mit cngl'.scher Marke versehenen allgemeinen Wünschen nicht nach kommen wollten Doch auch hierin wiriv mehr geredet als erreicht werden. Bemerken doch führende Persönlichkeiteir in den Rachfolgestaaten, dah sie ihre Interessen schon selbst U)obüxtft zwungenermahen recht dürftig: erst vom Oktober dS. Is. ab, wenn der neue Finanzausgleich zwischen dem Reich, ben Ländern und Gemeinden in Wirksamkeit ist. werden sich einige Steuerblüm- lein mehr bzw. einige in vollkommenerer Form zeigen. Immerhin kann man aber heute schon damit rechnen, dah ftir das neue Haushaltsjahr 1925/26 cm stärkeres Anziehen der Steuerschraube notwendig werden wird. Vielleicht hätten dabei einige Umdrehungen weniger vorgenommen werden können, wenn bie Steuerpolitik unseres Stadt Parlaments im verstossenen Haushaltsjahr nicht eine sehr schwache Stunde gehabt hätte, ber sie erlag. Es ist zweifellos populär, wenn bie Gesetzgeber auf die Erhebung einer Steuer verzichten, bedenklich dagegen ist eine solche Mahnahme in der heutigen Zeit vom Standpunkt der weiwerpslichteten ftäbti- schen Finanzwirifchaft auS. Diese beiden Schlutz- folgerungen treffen für den Verzicht auf das letzte Ziel der städtischen Sondersteuer vvm bebauten Grundbesitz zu. den das StadtparlEent Ende Februar ausgesprwchen hat. Die Steuer hatten bekanntlich die Mieter zu zahlen, und von diesen auch nur diejenigen, bei denen man noch •) Teil I in Rr. 68, Teil II in Rr. 74, Teil III in Rr. 90. LonntaaSdienft d.Aerzteu. Apotheken am 3.6.25. Dr. Wosi. Irl. Dr. Gürtler. Velikanavotheke. Zahnarzt: Dr. Jäger, Frankfurter Str. M»» । i durch van Baerle s Eingelegte w»?'- _, — । Aufklärung durch Eier zum Rohessen eine gewiße Leistungsfähigkeit aut Grund ihres (Sinfommeng annehmen muhte, während die lei» stirngSunsähigen Mrtbürger Vvn der Abgabe durch Erlasse in weitgehendem Mähe befreit waren. 'Den Zahlenden wird der Verzicht auf die Steuer ia sicher nicht unangenehm gewesen sein, aber für die Stadttasse bedeutete diese Preisgabe des letzten Zieles einen Ausfall vvn etwa lOOOOO Mark, eine Summe, mit der die Stadtverwaltung z. D. allerlei weiteres Baugelände erschließen Tonnte, oder die sie als Hebcrschuß aus dem Vorjahre in das neue Haushaltsjahr hätte her- Übernehmen und hier für eine der anderen dringlichen Aufgaben verwenden tönnen Bei dem Verzichtbeschluh waren gewisse ^>timmungsino» mente mit iin Spiel, die aber, tote inan jetzt sieht, doch recht einschneidende Folgen für die gesamte städtische Finanzgebarung nach sich ziehen "Denn auS dieser einen Erfahrung die eiuspre- chenden Schlüsse für die Zukunft hinsichtlich der gesamten Scftcucrung gezogen werden, dann wird der steuerlich leistungsfähige Bürger iünftig= hin wohl eine Annehmlichkeit weniger haben, dafür aber die Stadt die Möglichkeit erhallen, umfassender als bisher an die Lösung dringlicher Aufgaben heranzutreten. Die Zeiten sind für den einzelnen ".Bürger zwar auch sehr schwer, aber die Lage ist doch so, daß eine Bürger gemein» schäft nur auS eigener Kraft und unter harter Anstrengung bei gerechter, der Leistungsfähigkeit angepaßten Verteiluna der Lasten die Hemmnisse überwinden kann, Die ihr auf oent Wege zu einer neuen besseren Zeit entgegenfteben. Allerdings muh man sich natürlich auch hüten, die Anforderungen an die Steuerkraft der Burger zu überfbannen, man darf nicht etwa, um etn treffendes Vergleichswort zu gebrauchen. Die Kuh schlachten, von der man die Milch haben totll. Denn man d-e steuerliche Leistungsfähigkeit der Bürgerschaft unter dem Zwang her Verhältnisse künftighin stärker in Anspruch nehinen mi”!, so ist ihr auf der andern Seite auch die Möglichkeit zu bereiten, sich die erforderliche Kraft zum Leisten zu verschaffen bzw. ständig zu et» halten. Zn unseren bisherigen Darlegungen zu diesem ganzen Fragenkomplet haben wir schon verschiedene Möglichkeiten aufgewiesen, von deren Nutzbarmachung man eine Stärkung unserer her mischen Wirtschaft erwarten tonn. Bis zur Erfassung der genannten Möglichkeiten bedarf cS jedoch einer gewissen Zeit, vielleicht sogar einiger Jahre, und auf diesen Wechsel mit langer Sicht darf und kann man die Kreise unserer Bürgerschaft nicht verweisen, von denen nach Lage der Dinge wohl am meisten für die Deckung der Stouerbsdürfnisse erwartet werden kann. Man muh vielmehr zunächst mit allem Nachdruck auf die Erschließung von Einnabnremöglichkeiten hin- arbeiten. die recht schnell wirksam werden. Solche Derdienstmöglichkeiten würde u. E. eine ganz grohzügi ge Verkehrswerbung erschliehen können. Zn diesem Jahre hat unser Erwerbsleben nach dieser "Richtung hin ja allerlei zu erwarten: z. B. vvn dein großen Kreisturnfest, vvm 116er-Dag und von der Haupttogung des deutschen Gussiw-Adols-Dereins. Olim, Ha wir halb im Besitz einer großen Dolkshalle sirr Kongresse. Ausstellungen usw. usw. sind, mühte aber noch viel mehr Verkehr nach Gießen gebracht werden. Der Verkehrsverein ist eifrig bemüht, dieser Notwendigkeit mit den verschiedensten Werbemitteln "Rechnung zu trqßcn. Daß er dabei mit all der Wärme und Freudigkeit vorgeht, die ern starker Lokalpatrwtismus eingibt, wird niemand bezweifeln fbrtnen, und daß er auch mancherlei Erfolge zu verzeichnen haben wird, dürfte heute schon gewiß fein. Trotzdem müssen i-toir sagen, daß der Derkehrsverein die durch den ^.VoUshallebvu in hohem Maße erweiterte ^Pflicht zur umfassendsten Verkehrs- , to e r b u K-g nicht in dem erschöpfenden r fang erfüllen kann den die Sache erfordert, und dah cs unbillig wäre, von ihm eine solche restlos - Erfüllung her großen Aufgabe zu er» warte- Die Herren, die jetzt im Dertohrsper- etr; tätig find, können diese Arbeit nur nebenberuflich und ehrenamtlich ausüben. Daß dabei manches nicht so iräftig und nachhaltig omge» packt und durchgefuhrt werden kann, als wenn man dieser Sache die Arbeitskraft ausschließlich widmen könnte, wird jedermann einleuchtend sein. Aus dieser Lage der Dinge ziehen wir die Folgerung. daß bei der Stadtverwaltung eine Derkehrswerbestelle e-richtot werden muß. von der alte mit der Hebung des Fremdenverkehrs zusammnrhängenbkn Aufgaben hauptamtlich zu bearbeiten sind. Für diese Stelle braucht man nicht etwa einen neuen Veamtenapparat auszuziehen, wir find vielmehr überzeugt daß sich genug Herren in unterem heutigen Beamtenkörper vorfinden, die sich dieser Ausgabe durchaus gewachsen zeigen würden. Die neue Dienststelle wäre einem der Dezernenten zu unterstellen, außerdem würde eß aber sehr empfehlenswert sein, ihr noch emen Beirat aus der Bürgerschaft zur Seite zu geben, mit dem sie im innigsten Esirvernehmsn zu arbeiten Hatto Daß bei dieser Stolle alle Büro- kvatto vermieden werden muß. daß ihre ganze Tätigkeit nach retn toufmännischen Werbegrvnö- lätzen einzustellen ist, daß sie sich der größten Beweglichkeit und Anpassung zu befleißigen hätte, wenn greifbare große Erfolge bet der Arbeit herauskommen sollen, ist so seto st verständlich, daß man darüber wohl weiter kein Wort zu. fagcu braucht Der Vorsteher dieser DerkshrSwerbestolle müßte z.B. die innigsten Beziehungen zu allen Vereinen unserer Stadt und den bebeutondan Organisationen im Lande unh im Reiche haben, damit et über alle Vorgänge und Absichten der Vereine bzw Verbände rechtzeitig untocrichtet wäre und gestützt auf diese ÄenntnJß beizeiten für unsere Stadt als Platz der Veranstaltungen werben könnte. Daneben würde die andere Ausgabe laufen, mit allen hier in Betracht kommenden Personen und Organisationen des VrrritS- und des GefellfchaslSleb^oK r Holsf^bMission (bev letzten in diese»! Jahres wurden folgende Höchstpreise erzielt: Eicherrstämme 3. Ä» 62,60 Mk., KiefernIchnMhvlz 3. Kl. 45,10 "AN., Kieferustänune 3. Kl. 35,35 Mk , 4. Kl. 22,50 Ml.. Fichtenstämme 2 Kl. 35.35 aiif., 3. Kl. .30,50 Mk.. 4. Kl. 29,10 Mk., 5a-Kl. 26,98 Mr, 5b-Kk. 23,90 Mk. " !*! Staufenberg, 1 Ntoi. Tödlrch verunglückt ist der Landwirt Braun von hier, welcher mit seinem SohnL in her Lehmgrube beschäfttgl war. Ms sich die Lehmwcmd oben löste, wollte er schnell noch seine Hacke holen. Dn ! rasen ihn die Erbmasse;?, die ihn verschütteten- Sein Sobn grub ihn heraus und fuhr ihn heim. Der Arzt ordnete hie to» fortigc äleberführuns SeS Verunglückt >n in dir Gießens Klinit an. Dort ist er an den schweren inneren Verletzungen gestern gestorben Sich, ’l- Mw. An dieser Stelle sei auf eme An zeige in unserem heutigen Blatte hingewtestn. ble zu einem Polkmiislvnesest in Sich am 3. Mai einladt. Ein Ausflug nach Lich i|f imwrr kohmmd. Unfere alteyrmürdtge Stiftskirche sieht nicht leiten ichaulustrgc Detocher, die sich nach den- Got- tosdienst einfiellen. Sie beanügen sich in dem schäneu unb an Erinnerungen retchen GoUeshaus das Ge häufe ober das Gewand der Kirche zu hetrachten. Dav ist schon nicht wertlos Wertvoller aber iß es, in dem Gnttsshaus mit der lebendigen Kirch» sich zu vereinen im Gottevbienst. Daun erst ist man u,»'erlich verbunden mit seiner allen Zeit, die ihr Bestes tat um der Kirche unb der Gemeinde unb dem Gottesdienst ein würdiges Heun zu schaffen. Die schönste Form gebührt dem heiligsien Znhatt. Man komme zum Gottesdienst um *10 iihr und um 3Uhr. Nach dem Mvrgengottesdienst w>rd eine fod)tun= dige Führung durch die Kirchs für solche, die e» wünschen, statttslndeu. ' Li ch , 1. Mai. Dte K r e l s st r u tz c Lang«- dorf —Lich wird vom Montag, 4. iOtoi, an für je glichen Wagenoerkehr bis auf weiteres gesperrt. Der Dertsto- wird über Bettnnhauicn — Birklar bzw. Riederbefsingen geleitet. Kreis Fricvberg. - Bad-Nauheim. 1. Mai. Die Frage her Errichtung etneß Gefallsnen-Shren- malÄ, die nun schon feit Jahren erörtert wird, scheint endlich in das Stadium bet nahen Verwirklichung zu treten. Der von her Stabtwrwal- iung eingesetzte Stadtausschuß für Errichtung eines Kriegerdenkmals hat, wie wir unlängst schon einmal mitteilten, bereite grundlegende Entscheidungen getroffen Er schlägt eine zweifache Ehrung vor und fmdet bannt den Beifall der gefamten Bevölkerung. Einmal sott der Ehrenfriedhof innerhalb des neuen Friedhofs eine würdige Fafsung und Umrahmung erhallen, wozu die Kosten die Stadt übernehmen wird. Dann sott innerhalb her Stadt ein dem Wellbade würdiges Ehrenmal errichtet werden. Pläne dazu sind schon ausg^arbeitet. Innerhalb des städtischen Arbeitsausschnffes ist man sich nur in bezug auf die Platzfrage noch nicht einig geworden. In ben Dienst der Belchaf» sung der Geldmittel für das Ehrenmal stellt sich gern und freudig die Allgemeinheit. Der Verein ehemaliger 116er fvwie der Krieger- und Militärverein Hassia haben die Reinerträge ihrer Winterveranftal- tungen bereits dem Denkmalfonds zugcführt. Nun hat sich auf der Basis der führenden Vereine der Stadt noch ein ..Vorbereitender Arbeitsausschuß für Veranstaltungen zugunsten des .Krieger-Ehrenmals in Bad-Nauheim" gebildet, der mit größeren gemeinsamen Veranstaltungen der Vereine werbend an die breitere Oeffentlichleit treten will, und zwar mit dem Endzweck, toritarr Mittel ^r das Ehrenmal zu beschaffen. Der gefchäfts- ührende Vorstand seht sich zusammen: l.Dor- ihenher Oberstleutnant a. D. von Strze» m i e c z n y , 2. Vorsitzender M. Ludwig und Schriftführer Kaufmann Karl V i e w c g. Der Vorstand wirb durch eine Reihe von Ausschüssen unterstühl. Als erste größere Veranstaltung ist Ende Mai ein ernster Llnterhaltungsabend gedacht, bei dem die verschiedensten Vereine Mitwirken werden. Die Bade- und Kurverwaltung hat in entgegenkommendster Weise das große Konzerthaus zur Versügung gestettt. Weitere Veranstaltungen der Vereine sollen dann in kurzen Zwiscycnpausen noch während der Saison folgen. Auch ein B 1 n m e n v e r k a u s s t a g ist vorgesehen. So hofft die Attgenieinhell, dazu beizutragen, die sinanziellen Schwierigkeiten, an denen seither die Errichtung eines Gefallenen- Ehrenmals gescheitert ist, möglichst bald zu beheben. * Bad-Nau hei in. I. Mai. Bis zum 30. April betrug der Gesamtbesuch unseres Bades 5377 Personen, darunter 352 Ausländer. Ltarkcnburg *T*:' rHerr. * Darmstadt, 1. Mai. Der heutige M a i- umzug der Sozialdemokraten ist hier ohne Zwischenfälle verlausen. Die stärlste Partei in der Landeshauptstadt ist die Deutsche Dolks- partei, nicht die Sozialdemolratie, wie man vielfach auswärts glaubt. Hm die Zahl ihrer Anhänger möglichst groß erscheinen zu lassen, haben die Hozialdcmolraten sozialdemollatische Vereine aus der Umgegend hierher kommen und sich am Llmzug beteiligen lassen. HeFen--Nttssan. fpd. Frankfurt a. M-, 1. Mai. Die Betei ligimg an der Maifeier war eine sehr starke. Vormittags fand auf dem Opernplatz eine Kund gebung für den Wellfeiertag, die Internationale unb ewigen Frieden unter den Völkern statt. Dann formierten sich die Massen zu einem Demonstration?- zug, der vom Opernplatz über die Kaiserstraße, die Zeil nach dem 5)efsendenkmal führte und hier zur Auflösung kam. Dem Zuge hatten sich auch die Kommunisten angefchlossen. Zu Zwischenfällen kam es nirgends. Nachmittags wurden für die Kinder Festlichkeiten, abends für die Erwachsenen noch mals itunbgebungen Dcranftaltcl. — Frankfurter und vor allem Königsteiner Interessenten planen die Schaffung einer Automobilverbindung zwischen Kouigstein unb Frankfurt, do die Eisenbahnverbindung Frankfurt—Königstein über Höchst als unzulänglich angesehen wird. Kirche und Schule. Der neue Superiutcudent für Rheiuhefseu. An Stellc des verstorbenen D. Euler wurb'i der Landesjugendpfarrer Zentgraf zum S u- pertntenbenten für Rheinhessen er» nannl "Rudolf Zenlgras. geboren zu "Reichenbach bei Bensheim am 14. Dezember 1884 als Sohn des dortigen Pfarrers Wllhriur Zentgraf. War zuerst Verwalter in Steinbach ^Dekanat Offen- bach). Hoskaplan in Schonberg, Assistent in GustavsSurg, Vereinsgeistlichsr des Hessischen Landesvereins für innere Mission, bann Verwalter unb Psarrer zu Erbach int Odenwald Während des Krieges war et Feldgeistlicher der 25. Reservedivision und wurde nad? dem Kriege, als die Stelle des Lo.ndesjug rndpfarrers gegründet Wurde, bet erst" ftoito. ^hjgenbpfamr ....... . ■■yjBHM -Hastts mL Cmuljion (Oei51»chft* Fabrikei) | erfreut sich seit fünf J ahrzrhnten in dien K'ilhjrlAndern der Welt der ff! V-R ' ungeteilten Anerkennung der g /M E Herren Aerzie | ^.4** stillende MWier hoben hiufij» nedt slntger Zett ein » Gefühl von Sdiwödie und f.rsdtöpfung. Hier wird 1 off Jcotfo fmutefon em stlrir- »ein. wdi sie in ■ vielen ffilton den Verlust gewisser Stoff* insbe, ■ sondere der Phosphate, ertclzen kann. Dabei Ist sie leicto verdaulich und gut zu nehmen. Man bestehe aber auf der echten Scott*s Emulsion, I Scott*» Emulsion dient zur .Stärkung fnr Kinder uh,d E.nv»d>$ene und enthält den besten nor» weglsdien Lebertran In feinster Verachettung mit knodienbildenden Kalltsaken und den sehr wirksamen Hypophosphiten. Scott*» Fmubion Ist unentt»ehrlirogfciie Knrn, Scbulslratie Garmania'Drogcrk Seibel, I ranklurter Ütr.39. Kreur- Droffeiie Soll, Bahnhofstraße 51. > eustüdt-Dvo^erie. Nell, ^cuttadt ‘28. 4'261ss Teller MAGCICSUPPEH ; an must. Sie entfäUt bagegen, ,obalb es Kandell, die nidjt zum notwendigen den gebet und ent- ein selten kranke Liere unter Umgebung gcfchlid) vorgeschriebenen Schlachtvieh- Fleischbeschau geschlachtet und in Verkehr bracht werden Die kranken Tiere werden weder von gewissenlosen Schlächtern für hören, wie Fahrräder, l'iqusgegenftänbc, Wertlachen n. dgl. Dem widerspricht auch nicht der Um- stand, daß von Schulseite etwa ein Abstellraum für Fahrräder oder Wertsachenschränle (;. B. auf dem Turnboden) zur Verfügung gestellt iverbeir. Damit ist vielmehr nur die Absicht der Schule zum Ausdruck gebracht, dem Schüler den Gebrauch des fraglichen '.Raume? bzw. Behälters nnentgeUlich zu gestatten, nicht über der Wille zu erkennen gegeben, die darin imtcrgcbrüdjten bzw. deponierten Wertgegenstände der Schuler auch in Obhut und Verwahrung zu nehmen und somit einen unentgeltlichen Verwahrungsvertrag zu schließen. Mithin kann nur von einem Veihvertrag die Rede sein, und demgemäß laut 8 599 BGB. die Schicke höchstens sür Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit Hastbor gemacht werden, soweit es sich um verschließbare Räume handelt, kann bem* nach verlangt werden, diese auch verschlossen zu halten. triebet gutzumachenden Schaden anrrchten. mehr als alles Raubwilb, das nur raubt, aber nicht daS ganze Revier beunruhigt, wie eS wildernde Stunde tun. Wer auch bem -.weibeimgen Ötaub- zeug, zumal dem mit Schlingen arbeitenden, ist auf die Finger zu sehen. DaS ®bd- unb Damwild hat sich dem Gc- lchiechte noch getrennt. Der Iba aber trieb einzelner starker Kolben-Hirsche macht sich bemerkbar, weshalb die das Wild fo sehr fesselnden Salzlecken in peinlicher Sauberkeit yt erhalten sind. DaS Mutterwild fehl vereinzelt schon Ende des Monats. oder es lucht, hochbeschlagen, wiesenreichen Riederwald oder Druchränder auf, um eS dort ungestört zu tun. Der Rehbock hat gefegt, oder er ist noch bei bem Geschäft, er zieht fein Sommerkleid an. Obwohl in manchen Lindern die Jagd auf den Vock bereits frei gegeben ist, sollte von dieser Erlaubnis doch nur bedingter Gebrauch gemacht werden. Die Ricken letzen und wählen hierzu mit Vorliebe stille Feldhölzer oder auch zusammenlrängende Getreideschläge, wo sie weniger als im Walde von Fliegen und Dremsen zu leiben haben. Man richte sein Augenmerk also auch auf die Feldmark unb führe auch dort einen unnachsichtigen Krieg gegen Hunde und Katzen und bas zweibeinige Raubzeug. Alte Bachen führen im tiefen Forst ihre Frischlingsschar unb finben dort an reicher Grd- mast ihre Rechnung. Die Auerhahnbalz ist int allgemeinen beendet. nur in hochgelegenen Gebirgsrevieren balzt zu Anfang des Monats noch der Hahn. Die Hennen sind mit bem Legen beschäftigt DaS Gelege von 6 bis 10 Eiern wirb in vier Wochen ausgebrütet. Beim Virkwild geht die Volz zu Ende. Die Hennen machen im Heidekraut Ginster oder dichtem Gestrüpp ihr aus 8 büj 12 Eiern bestehendes Gelege, da« in 3 WMcn ausgebrütet wird. Rebhühner legen unb brüten ebenfalls. Die kunstlos auf der Erde hergestellten Rester sind vor Raubzeug ganz besonders zu schützen Es empfiehlt sich, die Rester zeitig aufzusuchen unb zu kennzeichnen, damit sie später nicht unvorsichttg zerstört ober ausgemäht werben Schnepfen, Enten und Fasanen sind mit dem Legen und Brüten beschäftigt. In den Fasanerien kann das Einsammeln der Eier noch fortgesetzt werden. Die ersten Hasensähe sind gut durchgekommen unb berechtigen zur Hoffnung auf ein gute« Hasenjahr. Der Dachs hat seine Jungen im Mutterbau unb geht gewöhnlich nur nachts auf Fratz aus. lieber all sticht er nach Engerlingen, Larven und anderen Schüblingen, doch verschmäht er auch Vogeleier nicht Man tut deshalb gut. ihn von Fasanerien fernzuhalten. (0t Hubertus, iltuftr. Iagdwochcnschrift in Cöthen-Anhalt.) gesamtheil notwendigerweise mitgebradü werden Für nur 12 Pfennig 2 Teller köstlicher Suppe erhalten Sie aus Maggi s Huppcn-Wtirfeln ^Übereilung tst ietcht. dte Kpchze i kurz, die Auswahl groß. Es gibt 26 Sorten Blumenkohl. Sier-Rudeln Erbs mit Speck ®tünter> Königin, Pilz, Ochsenschwanz. Reis. Windsor usw Verlangen Sie bitte die gelb-roten Würfe MAGGI* Suppen Cffiet jemals chn kennen gelernt hat, wird es begrüßen, daß die Wahl auf ihn fieL Wohl viele Leser des .Gießener Anzeigers" haben ihn im Felde leimen gelernt, wo er alS rechter Soldatenpfarrer immer in ben vordersten Linien Mi finden war unb beliebt war wegen seiner packenden Ansprachen. Gr fand immer da« recht.' Wort am rechten Platz, das bezeugen alb, die ihn kennen gelernt haben. Auch in fnncr Wirksamkeit alS Landesjugendpfarrer hat er an vielen Orten Oberhessens gesprochen, so zuletzt auf ben ^Dorskirchcntagcn in Blllmgen und Angersbach. Wer ihn dort ober sonst irgendwo unb wann gehört hat weiß von seiner volkstümlichen, impulsiven unb begeisternden Art zu erzählen. Er ist eine rechte Führerp.rsönlichteit. lein Scha- blvnenmensch. sondern eine ganze Persönlichkeit. 3n Gießen hat er einen Teil seiner Studien- zeit verbracht unb ist seinen damaligen Äommili- tOnrn auch a>cgen feiner Virtuosität auf der Bwsinc bekannt. Seinem Lebensalter nach gehört er zu den Jungen und auch im Herzen ist zr beute noch jung, sonst hätte er nicht Jugend- psarier fein tonnen. Seine Ernennung erweckt wohl in allen Kreisen der Kirche die besten Hostnunqen auf ein Wirken im Segen auch dieser Stelle. Die große Mode Kü nstlerketten neue Sendung reizender Muster eingetroffen. Besichtigung erbeten. D' Kaminka » Marktplatz 11 Juwelen, Uhren, Goldwaren. nwf- Die Jagd im Mai. Bon einer 3agb im 'Mai kann eigentlich nicht die Rede fein, da der Maiwald Frieden unb 3ufx gebraucht Denn er tft jetzt eine einzige Äinber» ftube, die treu zu bchütcn Aufgabe des Jägers ist. In diesen Jahren mehr als je. wo der Wildstand noch unter ben Aachvirkunaen der Sünden unb Freveltaten gewissenloser Schießer. Wilderer unb Feinde der Oagb zu leiden hat und viel getan teerden mutz um den Wildstand wieder einigermaßen hochzubringen. Besondere Aufmerksamkeit ist wildernden Hunden und Katzen zuzuwenden, ruÄichtSlos müssen sie vernichtet werden, ba sie gerade in diesem Monat nicht der gesamten Obsternte sogar mit 44V 115 Doppelzentnern höher als 1923 (428 534 Doppelzentner). Der Wert der Ernte wirb für 1924. nach amtlichen Feststellungen, mit 5 079 329 Mark angegeben. Für 1923 läßt sich wegen des Währungs- verlalles eine vergleichbare 3abl nicht feststellen. An Aepseln. Birnen, Iwetschen. .Kirschen. Aprikosen, Pfirsichen unb Wallnüssen, auf die sich die statistischen Erhebungen erftreden, hatte im Jahre 1924 Starkenburg einen Ertrag von 185 869 Doppelzentnern im Wert von 2 095 451 Blark. Für Oberhefsen lauten die Zahlen 99107 Doppelzentner unb 1 043 322 Mark unb für Rheinhessen 161 139 Doppelzentner und 1 940556 Mark. Starkenburg erzeugt hauptsächlich Aepsel und Dirnen, Oberhessen vornehmlich Wirtschaftsäpfel und Wirtschaftöbirnen, Rheinhessen liefert besonders große Mengen von Wirtschaftsbirnen, Iwetschen, Kirschen, Aprikosen und Pfirsichen, von den beiden zuletzt genannten Früchten weit mehr als die anderen Provinzen zusammen genommen. Die Mengen deS Beerenobstes (Johannisbeeren. Stachelbeeren usw.) in Hessen werben von der Statistik nicht erfaßt. Büchertisch. , Die schöne Literatur eröffnet ihr Avrilheft mit einem Artikel Hans Brandenburgs. „Der Dichter unb die Zeit", der in geistreicher Untersuchung Grundsätze für zeitgenössische Kritik aufzeigt. Wilhelm Fronemann bietet in „Dichtungen für die Jugend" gedrängten ilebcrbRcf über neue Zugendlektüre und Bilderbücher. Heft 16 der .Lustigen Blätter" enthält zahlreiche bunte und schwarze Blätter von Eucuel, Heiligenftaedt u. a. ebenso Humoresken. Schwanke und Scherze der beliebten und bekannten Autoren. — „ F i l m l a n d", Deutsche Monatsschrift, ist kürzlich mit der sechsten Rümmer (Aprils erschienen (Die Filmwoche Derlagsgesellschast m. b. H Berlin). Eine ausführliche Schilderung der künstlerischen Persönlichkeit Henny Porte ns bringt Peter Perscheid: sehr launig über die Bedeutung des Kinos plaudert Arkadi Awer- tschenko. Friedrich Borges, der bekannte Wiener Regisseur, untersucht die Frage, ob man die Schönheit zensurieren darf, 2llbertini berichtet von der Schwierigkeit seiner Sensationen unb Filmarchitekt Herbert Richter-Luckian bringt einen sehr lesenswerten Artikel über die Monumentalität in der Silmdeforation. — Das 21 pr 1 lheft der „Zeitschrift für Musi k"(Monatsschrift für eine geistige Er* ncuenmg der deutschen Musik, Hauptschristlciler: Dr. Alft. Heust. Steingräber-Berlag, Leipzig) hat wieder seine ganz eigene Physiognomie. Der bekannte Komponist Martin Frey wendet sich gegen die Auffassung von Wiemayer, nach dessen Urteil die Taktstriche in klassischen Meisterwerken nicht angetaftet werden dürfen. Von einer ganz neuen Seite faßt der Herausgeber Dr. Alfred Heust das Problem, nämlich vom Standpunkt der seelischen Zählzeit aus. dabei durchaus die musikalische Praxis im Auge habend und sie befruchtend. 3n einem tiefgründigen Aufsatz beschäftigt sich weiterhin Dr. H. Wetzel mit Wesen und Bedeutung der nmsikalischen Pause, bk im innerlichsten gerade auch menschlichen Sinne ge beutet wird. (Linen besonderen Charakter erhall das Heft durch ein J. Aoril-Scherzando, das sich in satirisch-humoristischer bis zur Groteske gehen- der Weise mit Fragen, insbesondere Auswüchsen des heutigen Musiklebens beschäftigt. — Die Heimarbeit in der Holzindustrie. In Berlin findet die Heimarbeitausstellung statt. Hier werden die Erzeugnists her Heimarbeit gezeigt, während diese Schrift die Lebens- und ArbeitsVerhältnisse der Hrim- arbeitcrfamilicn in der Holzindustrie anschaulich schildert. Die Zustänbe in der Heimarbeit lind im allgemeinen so tieftraurig, daß schnelle unb durchgreifende Hilfe menschliche unb gesellschaftliche Pflicht ist 275 Spottgeld erworben, heimlich ober unter Vorspiegelung falscher Tatsachen geschlachtet, und ihr Fleisch wird möglichst teuer an den Verbraucher verlaust. 3n einem Ort in der Rähe von Gietzen wurde ganz besonders viel auf diese Weise „gearbeitet“. Die Romen der betreffenden Schlächter tun vorläufig nichts zur Sache, werden aber unnachsichtlich öffentlich genannt werben, wenn der Unfug nicht endgültig auf hören sollte. Kranke Tiere werden außerdem häufig von gewissenlosen Besitzern unter Vorspiegelung der Verwendung im eigenen Haushalt abgeschlachtet, wandern aber später in Form von Pökelfleisch oder Wurst in die Speisekammern der gutgläubigen Städter. Den Verkauf derartiger Würste besorgt oft irgendein zweifelhafter Zeitgenosse unb Feind ehrlicher Arbeit. Die Verbraucher derartiger Wurst ober von Fleisch zweifelhafter Herkunft find an Gesundheit und Leben bedroht unb werben dazu noch erheblich wirtschastlich geschädigt, ba sie die möglicherweise gesundheitsschädlichen und auf alle Fälle schlecht haltbaren Fleischwaren verhältnismäßig viel zu teuer bezahlen müssen. SS ist ein Fall bekannt, in bem eine ganze Kuh für nur 60 Mk. getauft unb daS Fleisch zum Ladenpreis (!) unter die Leute gebracht wurde. 3n einem anderen Fall wurde auf dem Bahnhof in Gießen bei einem auswärtigen ., Fleischhänblcr" eine größere Menge „Blutwurst" beschlagnahmt, welche auS Blut. Knorpelstückchen, Wurstschalenresten und Meiran fabriziert war. Die damals gleichzeitig beschlagnahmte „Leberwurst" war ähnlich ctel- erreflenb zusammengesetzt. Diese Beispiele, die noch vermehrt werden können, beweisen zur Genüge, daß der Verbraucher feinen Bedarf bei dem gediegenen Metzger unb bei dem reellen .Geschäftsmann decken unb Fleisch oder Wurst verdächtiger Herkunft unbedingt zurückweisen soll Geschieht dies nicht, so kann ein schweres Krankenlager, ja, sogar der Tod die Folge sein. Die Fletsch- unb Wurstvergiftungen find in ihrer Gefährlichkeit kemes- wegS zu unterschätzen. Die Besitzer von schlachtbarcn Tieren, insbesondere die Landwirte, aber auch die Vorstände der ViehverficherungSvereine werden ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, baß nach einem Erkenntnis des Reichsgerichtes vom 6 Oktober 1892 der Bertauf lebender erkrankter Tiere als Inverkehrbringen a sundheitsschädlichen Fleisches angesehen werden kann, zumal wenn der Besitzer weiß, bah das Fleisch deS Tieres aennffen werden soll. DaS 3nnertcbrbringcn gesundheitsschädlichen Fleisches wird nach § 12 des RahrungSmittel- gcsetzes mit Gefängnis bestraft- auch der Versuch ist strafbar. Dabei ist nicht erforderlich, baß bas Ueberlassen des Fleische« gegen Entgelt geschieht. Rach vorliegenden Reichsgerichtsentschei- düngen ist auch im Verschenken (Erk. vom 12-Dezember 1880) im rieberlassen an Angehörige bc« eignen Haushaltes zum Verzehren (Erk. vom k. Mai 1882) unb in der Duldung bei Wegnahme durch einen Dritten (Erk. von'« 7. Hunt 1877) ein Inverkehrbringen zu erblicken Vor einem derartigen Inverkehrbri ngen ist also sowohl im Interesse des Besitzers bzw. der in Frage kommenden Kassenvorstände alS auch vor allem im Interesse bei öffentlichen Gesundheitspflege bringend unb nachdrücklichst zu warnen! Fleisch von kranken Tieren. Von Dr. Stein, Amtsveterinärarzt in Gießen. In Derbrauchcrkreisen unb bei manchen Gastwirten ist leider immer noch eine recht bebenlliche Art der Sparsamkeit hinsichtlich des Fleischein- lauseS anzutreffen, obwohl die Zwangswirtschaft längst verschwunden und von einem Fleischmangel nichts zu merken ist. Besonders in ben ötäbten lassen sich noch viele Leute Fleisch und Wurstwaren zweifelhaftester Herkunft auf hängen, weil sie glauben, auf diese Art preiswert cinzukaufen. In Wirklichkeit liegen die Verhältnisse in ben allermeisten Fällen ganz anders. ES ist nämlich eine viel zu wenig bekannte Tatsache, bäh nicht Schadenshaslung aus Schulvertrag. Das zwischen Schule und Schüler oder, genauer gesagt: zwischen dem Leiter unb dem Unterhalb* träger der Sclmlc einerseits und dem gesetzlichen Vertreter der Schüler andererseits bestehende Ver* tragsverhällnis, der „Schulvertrag", ist in der Haupt* fache öffentlich-rechtlichen Charakters. Als Rechts folge aus dem Dienstvertrag ergeben sich aber für den Schuleigentümer auch Verpflichtungen, die nach zivilrechtlichen Grundsätzen zu beurteilen sind. Demzufolge haftet die Schule für Gegenstände, die die Allgemeinheit der Schüler notwendigerweise mitbringen muß, nicht nur nach den 8 31, 89 und 823 BGB-, sondern auch nach den $ 276 Und 278 BGB. Dabei spiest hinsichtlich der Schadenersatz, pflicht der Umstand keine Rolle, tu o ein etwaiger Diebstahl erfolgt. Es ist also an sich belanglos, ob es sich um den Korridor oder um den Sportplatz Ham beit. Die Schule hat eben innerhalb aller ihr gehörenden Komplexe die Verpflichtung, die „im Verkehr erforberüd)c Sorgfalt anzuwenden", also durch ent* sprechende Schutzmaßnahmen eine Diebstahlsgefahr soweit wie möglich herabzumindern. Don dieser vertraglichen Haftung kann sie auch ein etwaiger An* schlag, wonach die Schule nicht für Schäden hafte, nicht befreien. Es erwächst ihr im Gegenteil angesichts der durch Kriegs- und Nachkriegszeit entftan* denen allgemeinen Verkehrsunsicherheit noch die be- sondere Verpflichtungen, durchgreifende Schutzmaß. nahmen zu treffen, also beispielsweise die Ausgangs- türen ständig von einem besonders dazu angestellten Pförtner bewachen.zu lassen, untere Umständen die ftorrtbore zu kontrollieren, Verschlußketten für die Schülergarderobe anbringen zu lassen u. dal. Dagegen ist diese ihre Obhuts- und Verwahrungspslicht milder zu beurteilen, wenn der Diebstahl nicht von einem Dritten, alfo einer fremden Person, sondern von einem Mitschüler ausgeführt wird, da ein wirksamer Diebstahlsschutz der Schüler gegeneinander auf er- hebliche Schwierigkeiten stößt. Soweit ist also die Rechtslage klar Wenn trotzdem in der Frage der Schadenersatzpflicht widerfprechende richterliche Ent* fcherdungen zu verzeichnen sind, so liegt das lediglich an der Steitftage, ob ein Verschulden der Schule hinsichtlich der Anwendung der im Verkehr erforber- sichen Sorgfalt nachweisbar ist oder nicht. So bat, um nur zwei gegensätzliche i)äUc herauszugreisen, dar» Kammergericht in einer Entscheidung vom 14. 1. 21 die Schadenersatzpflicht für eine höhere Mädchenschule bejaht auf Grund erwiesener Unw* langlichkesi der nnn der Schule getroffenen Siche Schadenersatzvssichi trotz bereits vorangegangener Diebstahle. Hingegen gelangte das Oberlandes- geeicht Breslau als Berufungsinstanz, eben* falls in Sachen einer höheren Mädchenschule, in einer Entscheidung vom 5.7.24 zum entgegengesetzt ten Erkenntnis. Hier hatte die Stadt als Schuleigen fürnerm die Garderobehaken zur Verringerung der Diebstahlsgefohr in das Innere her Klaffe verlegen lassen und durch eine geeignete Kontrolleinrichtung den Schülern lelbft die Uederwachung ihrer Garderobe zur Pflicht gemacht. Die Haftung der Schule beschrankt sich, wie oben auvgeführi, aut Gegenstände, big von der Schüler Die Obsternte in Hessen im Jahre 1924, (Don unterer Darmstädter Redaktion.) Im Februar dieses Jahres hatte die Hess. LandwirtschaftSkammer die Obstzüchter aufgefordert. ihr die Mengen des bei ihnen noch lagernden Obstes namhaft zu machen. da sie ersuchen wollte, es bei den Marmel adenfabrikanten abzu- setzcn. E» ist bau Publikum und den Städten unverständlich, daß es im Herbst so wenig Obst erhält und dieses nur zu ziemlich hohen Preisen; die Obstzüchter unb Landwirte hingegen klagen, daß sie da» Obst nicht los werden unb daß sie am Ende des Winters noch ansehnliche Restbestände übrig haben, die fast gar nicht mehr, oder nur zu sehr geringen Preisen verkaust werden können Die letzten Abnehmer, die Marme- ladensabriken. bezahlen nicht viel: auch ist es bedauerlich, wenn gutes, winterhartes Tafelobst so verwertet wird. .swei Ursachen müssen herangczogen werden, um diele Erscheinungen zu erklären. Im Herbst bieten die Händler ben Obstzüchtern zu wenig, so baß diese wegen der hohen Löhne für das Pflücken nicht auf ihre Kosten kommen. Irr ben Städten hingegen find die Obftpreise sehr hoch. Jur Ieit der Obsternte wurde des öfteren von mafjacbenben landwirtschaftlichen Persönlichkeiten die Oeffentlichkeit auf die außerordentliche Preisspannung ausmerksam gemacht, aber vergeblich. Auch im Hess. Landtag ist daraus hingewiesen toorben, wie dort mit Recht ausgesührt wurde, werden durch unlautere Zwischenhändler, wie sie die Inflationszeit hervorgebracht hat, oft unberechtigt boba. Gewinne erzielt. unb da diese Zeitgenossen zumeist gar keine Buchführung haben, geht auch bie Steuerbehörde bei £ Hand, ob es seinen Obstbau, der in den letzten 3a.hr- zehnten sehr stark zugetwnrmen hat, einem Rückgang preisgibt, es Ist von der Wirtschaft-Politik des Reiches abhängig. Aber die hessische Bevölkerung könnte ben heimischen Obstbau unterstützen, indem sie sich in dein Ankauf der Auslandwar.- zum mindesten Beschränkungen auferlcgt. Da die Obsterträge in den einzelnen Jahren schwankend sind, so wird sich ein Rückgang nicht so bald sest- ftclten lasten. Im Jahre 1924 war der Ertrag Rundfunk-Programm des Frankfurter SenderS. (Aus der „Radio-Umschau".) \ Sonntag, 3. Mai. 8 Uhr: Morgenfeier, veranstaltet von dem Ev. Posaunenchor, Fechenheim a. M. 1—5 Uhr: Nach* mittags*Konzert des Hausorchesterd: Shakespeare in der romantischen Musik. 5—0 Uhr: Kinderstunde. 3^0—9.30 Uhr: 21nläßlich der Frankfurter Kunst- tage: Das Volkslied. Ein Zyklus. Malaiische Volks- linder (Ostindien). 10—11 Uhr: Anläßlich der Frankfurter stunfttagc: Ariadne auf Naxos. ....... ■■ j Ans dein -lmtsverrnndinnngsblatt. ♦♦ Das Amtsoerkündigunasblati Nr. 35 voin 1. Mai enthält: Straßensperre. — Arbeitszeit in Bäckereien. — Wasserwerk Ettings* häufen. — Feldbereinigung Wieseck. — Dlenstnach* richten. ©gegen Schmerzen der Kerne, i liebte, Nimm, Hexeoscbüb, Gicht, Koplschmer zea Togal stillt die Schmerzen unb scheidet die Harnsäure aus Klinisch erprobt! Hervorragend bewahrt! Fragen Sie Ihren Arzt. - In allen Apotheken erhältlich. Best. !?,WoLithium, 0.44*/. Chinin, 74,3% Add. acet. eahe. ad 100 Amyium. 4519t» Finanzamt Eichen. 4522c .bürg, den 2. Mai 1925. 03855 aus statt. I#»“ 45320 i 45360 Schombcr. Familie Ludwig Velten XII. L Serbien 03859 üroßen-Linden, den 30. April 1925. Friedhofes statt. ossns 4502D innigen Dank. 03824 l 7 Holz nicht 45620 kochr Straße 56. Telephon 1682. 1128c 447136 Stern. Telephon 381 *5 Mühlstrahe 24. m Albert 5 vr. F rc y. 4550 c miiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiii Jt Die kirchliche Feier vor der Einäscherung findet Montag, den 4. Mai, nachmittags 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Bandag.-Spezialist Eugen Frei, Stuttgart, Kronenstraße 46. Marie Walter Wwe. u. Angehörige. Queckborn (z. Zt. Gießen), 2. Mai 1925. Jf Jak. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Anna Marg. Rinn geb. Gernandt. Metaübetten Stahlmatr^ Kinder- betten, dir. an Brio. Kat. 31 N frei. Elseu- mäbelfabr. Suhl i, Th kür die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die zahlreichen Blumen spenden bei dem Heimgang unsres teuren Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung stilrein und preiswert die Brühl’iche Univ.-Druckerei. R. Lange. Ausbeffcrn von Kleidern, Anfcrtig von Strümpfen. Handarbeiten usw. werden bill. ausges. Mo? sagt die Geschäftsstelle d. Gies;. Anzeigers. . i)cr Non i)ar, bo6 lischen L unil toi fflcgenftai Allen, die uns bei dem schweren Verluste unserer geliebten Tochter ihre warme Teilnahme bezeigten, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers und für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Beerdigung findet Sonntag, den 3. Mai d. J., nachmittags 4 Uhr, vom Sterbehause in Heuchelheim, Gießener Straße 17, aus statt. zu Beuern: Ludwig Ranft II Heinrich Klos. M Von-e Das 'S Den steigert, während alles übrige oorgezeigt wird. Lich, den 30. April 1925 Hessische Bürgermeisterei Völker. Hartgrieß- Eier-Ceigkraren Bekanntmachung. über Kirchen-(AriUus) Steuern 1925. Diejenigen natürlichen Personen, die Mitglied einer Kirche sind und die monatliche oder vierteljährliche Einkommensteuervor- auszahlungen zu leisten haben, sind von jetzt ab verpflichtet, ohne besondere Aufforderung bei Meidung der Rechtsnachteile gleichzeitig mit den Einkommensteuervorauszahlungen Kirchen-(Kultus) Steuern zu zahlen. Es beträgt dte evangeliche allgemeine Landeskirckensteuer 15 v. H., die ka- tholiche Landeskirchensteuer 15 v. H. der Einkommensteneroorauszahlung. Die Höhe der evangel. und kathol. örtlichen Kirchensteuer sowie der Israel. Kultussteuer ist bei dem zuständigen Finanzamt (Finanzkasse oder Untererhebstelle) zu erfragen. Für Bietzen beträgt diese örtliche Kirchensteuer: 7 v. H. evang. und 5 v. H. kathol. Bekanntmachung Dxr Voranschlag der Gemeinde TBiejcdt für 1925 liegt von Samstag, dem 2. Mai ds. Qs. ab eine Woche lang auf dem Bürgermeistereibureau während der Dienststunden zur Einsicht der Interesieirten offen. Während dieser Zeit können Einwendungen schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Slusmärker beizutragen haben. Wieseck, den 1. Mai 1925. Hessische Bürgermeisterei Wieseck In der Generalversammlung vom 3. April 1925 wurde einstimmig W3D beschlossen, die Genossenschaft in eine solche mit beschränkt. Haftpflicht umAit wandeln. Die Gläubiger werden aufgefordert, sich innerhalb deS gesetzlichen Sperrt, zu melden. Beuern, 14. Apr. 1925 iMMWsll. Sonfura - Beteln i JCHOKOLAbEN HABEN NÄHRWERT fe emfai ndmtiib« M * urchb), nommer hen Po 'Colt di Million irhall u gclprod örm/gei Ünberun $ie. eh« auf vabe in 1 H. Schön III. Reiskirchen, den 2. Mai 1925. ZUCKePKlANFINERie HOLLAND WERK-ALTEN /—. / ----- ABTEILUNG SCHOKOLADENFABRIK OEZSAQ ALTEN. Vertreter: Otto Schmidt, Gießen, Bahnhofstraße 48, Tel. 1560 bedürfen keiner Operation oder eine» lästigen Federbandes, wenn Sie mein Bruchband „Ideal“ ohne Feder, eigenes System, oder das Bruchband Kolumbus D. R. P. tragen, das Beste, was existiert, rutscht und drückt nicht, Tag und Nacht tragbar. Garantie für tadelloses Passen. Leib-» Nabel- und Vorfallbinden, Geradehalter usw. Dreißigjährige Erfahrung. Reelle Bedienung. Voa mehr als 50090 Brachleidenden mit bestem Erfolg getragen. Für alle Bruchleidende kostenlos zu sprechen in Gießen Mittwoch, 6. Mai. von 1—5 Uhr, im Hotel Kobel; in Nidda Freitag, 8. Mai, von 8—1 Uhr, im Hotel Konkursverfahren. Heber das Vermögen der Firma Mowag, G. m. b. H. in Giehen, wird heute am 30. April 1925, nachmittags 41,, Ahr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Christian Reiber in Gietzen, SeUersweg, wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungcn sind bis zum 20. Mai 1925 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Veschluhsaffung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Derwallers, sowie über die Bestellung eines Gläubigeraus- schuffes und eintretenden Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Donnerstag, den 4. Juni 1925, vormittags 10 Llhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Rr. 103 Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Äon- kursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmaffe etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Ge- meinfchuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dein Konkursverwalter bis zum 20. Mai 1925 Anzeige zu machen. Hessisches Amichtsgert in Giehen. 4565c Arbeitsvergebung. Unter Hinweis auf den Ministerial- erlaß vom 16. Februar 1893 und seine Ergänzungen werden nachstehende Rohbauarbeiten und Lieferungen für das Beamtenwohnhaus IV. Reihe in Riöda in öffentlichem Wettbewerb ausgeschrieben. Erd- und Maurerarbeiten: 160 cbm Bruchsteine, 110 cbm Ringofensteine, 210 qm Betonboden, 255 qm Tuffsteinwände, 305 qm Strohlehm- bezw. Tuffsteindeäe. Steinhauerarbeiten: 6,85 cbm Werkstein. Zimmerarbeiten, Treppenlieferung, Trägerlieferung: 2220 kg T - Träger, Grobschlofferarbeiten, Dachdeckerarbeit: 226qm Biberschwanzdach,Spenglerarbeit, Dlitzableiteranlage. Zeichnungen, Bedingungen und Angebotsunterlagen sind auf unserem Amt einzusehen. Die letzteren sind daselbst zum Selbstkostenpreis, solange Vorrat reicht, erhältlich. Die Angebote sind verschlossen und mit der Aufschrift „Beamtenhaus IV. Reihe" bis zum Eröfftiungstermin am 14. Mai 1925, vormittags 11 Hhr, bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Büdingen, den 29. April 1925. 4480D Hessisches Hochbauamt. Frey. Vrennholzversteigerung im Licher 8tadtwald. 3n Försterei I und II werden nach vorheriger Zusammenkunft am Waldeingang der Strotze Lich-Hattenrod am Donnerstag, dem 7. Mai ds. Fs. norm. 10 Uhr versteigert Scheiter Rm. Buchen 13, Fichten 25, Knüppel Rm. Fichten 4, Reisig Wellen Fichten 260, Stöcke Rm Buchen 10, Fichten 218, Kiefern 2. Das in Distrikt Fichtenkopf lagernde Brennholz wird an Ort und Stelle ver> N der rwigllül W h° Komps 6s ist d> Dege ft' motidjol Danksagung. Für die wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen, für die vielen Kranzspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers am Grabe der Verstorbenen, sagen wir innigsten Dank. Im Namen aller trauernden Verwandten: Lich. 4503 D Nutzholzfubinijfion. Die Stadt Lich (Obcrheffen) verkauft luf dem Submissionswege: Znchten-Stämme 1. Kl. 1 Fstm., 2. Kl- 0,50 Fstm., 3 Kl.57Fstm..4 Kl. lOOFstnr, 5a. Kl. 98 Fstm., 5b. Kl. 58 Fstm. Kiesern-Stämme 2. Kl. 0,73 Fstm., 4. Kl. 27 Fstm., 5. Kl. 21 Fstm. 1 Buchen-Stamm 3. Kl. 0,87 Fstm. Die Verkaufsbedingungen können bei uns cingesehen werden- Das Holz ist entrindet, jedoch mit Rinde gemessen Bei hinreichender Sicherheitsleistung kann Zahlungsfrist bis zum 1. Rovember ds. Zs. gewährt werden. Mit der Aufschrift .Holzsubmission" versehene Angebote sind bis zum Sams- üag, dem 9. Mai 1925,vormittags 11 ilfjr, bei uns einzureichen. Lich, den 25. April 1925. Hess. Bürgermeisterei Lich Völker. 4469V 6eWfH.6logeHöiifet,Billen flum üezieWm Mm.-Wser unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. 4506D Otto Schee! Jennefjrl M ii [Merrii Aglichke W eir °usi Uni i)eniot9 Mot agner Krofdorfer Strafte 37 Miete- Harmoniums werd, fachgemäß u. preiswert ge* stimmt u. revar. Gietzen. vloMdl Telephon 2103. Ankaafgbr.sHau. 11. Harmoniums. Statt jeder besonderen Anzeige! Gestern vormittag 103/4 Uhr verschied plötzlich und unerwartet infolge Herzschlags mein lieber Bruder und Schwager, unser lieber Onkel und Groß-Onkel Herr Wilhelm Kurz Grau- und WeihMcNalt sowie Aetzkalk und kohlen- samen Kali oiiui Düngen stets prompt und billigst bet Carl Haas jun., Glieiten, Frankfurter * ■ «611 i fiel rui)^ ^rten: . ousgeor. Em Hingen ktunbie symbent tari^niu am ho von iw öür f/ den Hausputz^ i Bohnerwachs v beit. £tual.,Stahl--' >,späne, Terpentinöl j V\ n. Ers. Drogerie yj V Winlerho» yj '^Kreuzp|.io yf Gestern morgen entschlief sanft nach langem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabethe Seipp geb. Sack im 62. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ph. Seipp. Heuchelheim, Frankfurt a. M. - Heddernheim, Alsfeld, den 2. Mai 1925. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 3. Mai nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehaus Brauhausstr. 42 la Handkoffer sehr billig 1606c Carl Schunck Treibriemen Grobes Lager in la bayr. Kernleder - Treibriemen, Kamelhaar-Balata,Becher- iverksgurte, wasserdichte Decken und Planen. H. Jenken, Gießen, Neustadt 32, Tel. 644. Kaufmann IM ö5. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen . i. d. n Fritz Nassauer u?d Frau Elisabeth geb. Benderoth Gießen (Neuenweg 15), Södel, 2. Mai 1925. Bekanntmachung bett.: Die Wahl der Versicherungs-Ver- ireter als Beisitzer der Versicherungsämter. 3n den vom Gesetz bestimmten Fällen sind als Beisitzer des Versicherungsamts Verlicherungs; Vertreter beizuziehen. Sie werocn je zur Hälfte aus Arbeitgebern und aus Versicherten entnommen. Ihre Gesamtzahl beträgt 12. An der Wahl nehmen Teil die Vorstandsmitglieder der Krankeickaffen, die im Bezirke des Versicherungsamts mindestens 50 Mitglieder haben. An der Wahl nehmen ferner Teil die Vorstandsmitglieder der Ersatzkaffen, soweit sie im Bezirke des Versicherungsamts mindestens 50 Mitglieder haben; die Ersatzkaffen und die außerhalb des Bezirks des Versicherungsamts seßhaften Kassen außerdem nur, wenn sie ihre Beteiligung an der Wahl dem Wahlleiter rechtzeitig anmelden und die Zahl ihrer Mitglieder in diesem Bezirke nachweisen. Maßgebend ist die Zahl der Mitglieder, deren Beschäftigungsort sich zur Zeit des letzten Zahltages (§ 393 R. V. D.) vor der Feststellung im Bezirke des Versicherungsamts befindet. Bei Mitgliedern von Er- satzkaffen, bei unständig Beschäftigten und solchen Mitgliedern, die Kassen auf Grund der §§ 176 und 313 R. V. O. angehören und einen Beschäftigungsort nicht haben, tritt an Stelle des Beschäftigungsortes der Wohnort. An Stelle der Vertreter der Versicherten im Vorstand wählen bei den Ersatzkaffen, die örtliche Verwaltungsstellen haben, die Geschäftsleiter der für den Bezirk des Versicherungsamts zuständigen örtlichen Verwaltungsstellen. Die wahlberechtigten Ersatzkassen und die Kassen, die außerhalb des Bezirks des Versicherungsamts der Stadt Gießen ihren Sitz haben, werden ausgefordert, ihre Bc- teUigung an der Wahl bis zum 20. Mai 1925 bei der unterzeichneten Stelle anzumelden, die Zal)l ihrer anrechnungsfähigen Mitglieder nachzuweisen und gleichzeitig die Namen und den Wohnort der Wahlberechtigten (Vorstandsmitglieder, Geschäfts- leitcr) anzuzeigen. Sofern Vorstandswahl bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht statt- gefunden habe, ist mitzuteilen, bis wann die betreffenden Vorstandsmitglieder namhaft gemacht werden können. Gießen, den 20. April 1925. Vcrsicherungsamt der Stadt Gießen. gesucht, für etnigeWochensür 2. Schuljahr Hoss. Cinbeitsichule. Schr. Angeb. mit gefordert. Honorar unter 03837 an den Gießener Anzeiger. Suche einen zu- verlässigen oasis 8wntn in Physiologie. Schr. Angebote imt. 03843 a. d. Gieß. Anzeiger. HuM arges W unoermei litil im j muntr st immer y gegen bn Mik. \ fammenr innmpo! Mi hiridenb 'Md)sre einflufite der Au! aller W- Nindi Gestern mittag gegen 12 Uhr entschlief sanft nach längerem schweren Leiden mein lieber Mann, Vater, Schwiegervater, unser unvergeßlicher Schwager und Onkel Ludwig Rinn XI. Wagner und Feldgeschworener im 77. Lebensjahre. Todesanzeige. Heute nacht I Uhr entschlief sanft nach längerem Leiden meine mnigstgeliebte Gattin, unsere liebe Tochter, Schwester, Schwieget tochter, Schwägerin und Tante Frau Sophie Ruppel geb. Heß im Alter von 26 Jahren. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Adolf Ruppel Familie Georg Heß III. Familie Georg Ruppel. Steinberg, Münzenberg, Watzenborn, den 1. Mai 1925. Die Beerdigung findet Sonntag, den 3. Mai 1925, nachmittags 4 Uhr, statt. Zahrrader erstklassige Marken zu günstigen Preisen und Bedingungen empfiehlt Uil Rr. 102 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Samstag, 2 Mai 1925 Außenpolitische Umschau. Aon Professor Dr. OUo Hoetzsch, M. d. R. Die innenpolitischen Entscheidungen in Deutschs land und Frankreich sind gefallen. Die Bohn ist frei neuer außenpolitischer Arbeit, zum Stampf um Ku wichtigsten Entscheidungen, die jetzt unroeifler lid) für unser Voll Heraufziehen. In den Schlage »orten. Räumung der Kölner Zone. Rilit-ärkontrolle, Handelsvertrag. Licherheitssrage vor allem, ist dieser Kampf SUSgedrückt und beschlossen. Ein ganzer Gewitterschauer von i Prosseäuße JUngen de- Auslandes, denen unsere iHnte treulich sekundiert, gehr jetzt aus uns hernieder: Die Wohl Hindenburgs sei eine Herausforderung, der Mili Zarismus, der Revonchekrieg. die Monarchie zögen em Horizont herauf, die berühmte „Atmosphäre-, ton deren Gunst wir unter dein Linksregime doch Eigentlich recht wenig gespürt haben, sei verloren. Zunächst einmal Ruhe! Das deutsche Volk hat tben|o aut sein Recht, sich denjenigen an seine Spitze wählen, dem es sein Bertrouen schenkt, und von tem es erhofft, daß er das deutsche Schicksal zu bessern und zu wenden vermöge. D i e Freiheit ist uns doch trotz oller Fesseln des Bersailler Dertrags geblieben. Die hat dos Ausland zu achten! Auch Vos Ausland Hal in seine Berechnungen einzustellen, daß der Zug nach rechts durch das deutsche 'Joir geht. Zn der Billuing der heutigen Reichsregie- runfl hat es sich ausgewirkt. Zn der Wahl Hindenburgs Hai er einen neuen Sieg davongetragen. Der Kampf um Preußen ist die nächste Etappe. 'Es ist der nationale Gedanke, der auf diesem Wege sicher vorwärts schreitet. Die Wahl des Fcld- niorschaUs ist ein neuer Markstein auf diesem viegeszuge. Sie bedeutet, daß das Volk einen itarfen, von Parreistreit unabhängigen Führer will, ' der die Würde und Ehre des deutschen Namens noch nutzen zu wahren weiß, und der ein festes Bollwerk liegen jeglichen revolutionären Radikalismus im 3nnem darstellt. Und die so geflisientlich auf das Ausland hörten, seien hingewieien auf Lloyd Ge- iirgcs Wort: „Diese Wahl und dieser Sieg sind dos unvermeidbare Resultat der französischen Politik im Rheinland und Ruhrgebiet." Jawohl, eines immer stärker werdenden inneren Widerstandes in immer größer werdenden Kreisen unseres Volkes , gegen die unaushörlichc Nachgiebigkeit, gegen eine Politik, die Außenpolitik stets mit Innenpolitik zu- mmmenwars und in der Außenpolitik zugleich ihre innenpolitischen Absichten verfolgte. Für das Ausland aber steht fest, daß der Sieg i Hindenburgs eine Stabilisierung der bisherigen . Reichsregierung, der bisherigen von rechts be- » cinflußten Koalition ist, deren Richtlinien in »der A u ß en p o l i t i k f e ft I i e g e n , fest und klar aller Welt vor Augen. Und sic werden von diesem lübineit weiter verfolgt, die Erörterung der Sichcr- »citsjrage mit den anderen, die Ausführung des Dawesplanes in den Grenzen der deutschen Lei- 'kungchähigkeit. Aber allerdings die Gewähr stellt * i)tr 'Jiamc Hindenburg an der Spitze des Reiches iiar, daß nicht, wie bisher immer, die außenpoli ijichen Lebensnotwendigkeiten des deutschen Volkes and deren Behandlung durch die Linksparteien zum fpcgenftanb des Parteiinteresses von links gemocht nnb so wichtige Lobensinteressen des deutschen Dolles einfach preisgeaeben werden. Daß die Lebens» notwendigkeiten unseres Staates in der großen Po j litit unbeirrt von dem innenpolitischen Parteistreit - «»erfolgt, mü Würde und Entschlossenheit wahrge- | rtommen, die Ehre des deutschen Volkes in der großen Politik rein gehalten werde, das verlangt die Kolk von der Führung. Diesem Willen gaben die 'DHUioncn Ausdruck, die am 26. April den Feldmar» S chall wählten, der klar und fest vor aller Welt aus» jflprodjen hat, daß er weder drinnen noch nach draußen eine Erschütterung, eine gewaltsame Ver itnderuna des bisherigen Ganges will. Vieunehr sollte eigentlich das Ausland jetzt । der auf Frankreich blicken Denn dieses ist ge- i'ode in der großen Politik ein unsicherer Faktor als d.is Deutschland nach der Wahl von Hindenburg. Sleht das Kabinett trotz Vertrauensvotum und 93er- icgung denn fest? Klafft nicht der Riß zwischen bem Programm Eaillaux' und dem Willen der Kam- incrinehrheit in Sieiierfragen ganz offen? Steht Briand in der Sicherheitsfroge denn nicht anders als Herriot? Zieht nicht im Hintergrund bereits die Möglichkeit einer Kammerauflösnng, einer neuen Wahl, einer Rückkehr des Kartells der Rechten herauf? Und was bedeutet der merkwürdige fifnroeis öerriots in seinem Abschiedsartikel auf die Gefahr Des Foszismus und des Kommunismus im heutigen Frankreich? Zittert vielleicht nicht im heutigen Frankreich der Boden unter den Füßen der Parteipolitiker, die seine Geschicke lenken ? Wir suhlen uns nicht berufen, diese Fragen so ober so bestimmt zu beantworten. Aber die eng- l i s ch e Politik, die durch den Mund Baldwins und Chamberlains erneut ihren Willen kund getan Hai, wird jetzt merken, daß in den Erörterungen, auf die es ihr ankommt, Frankreich ein unbestimmbarerer Faktor ist als Deutschland. Dieses hat gar keine Veranlassung in der Hauptfrage. Sicherheit und Völkerbund, aus der Reserve herauszu- trelen, die es eingenommen Halle, die nicht nur während des Wahlkampfes, sondern auch aus den in der Sache selbst liegenden Gründen notwendig war. Wir warten ab, wie sich diese ganzen Fragen in den neuen Gesprächen zwischen Chamberlain und Briand gestalten, im besonderen, ob der französische Anspruch sich durchsetzt, Deutschland müsse erst einmal in den Völkerbund herein, ehe über Sicherheit gesprochen werden könne, ober ob ber englische Stanbpunft sich behauptet :erst Sicherheits» patt und dann Völkerbundsfrage für Deutschland. Die große englische Politik mußte in diesen Wochen stillstehen. Die große englische Finanzpolitik stand nicht still. Am 28. April hat der Schatzkanz- ter Churchill sein erstes Budget in dieser Kammer eingebracht. Mit größter Spannung wurde es erwartet und ausgenommen. Nicht nur wegen der Steuer- und Zollfragen, die es behandelt, nicht nur wegen des Uederschufses von über 3 Mill. Pfund aus 1924. der zur Herabsetzung der Schulden verwendet wirb, sondern vor allem roegeu der Frage, die Churchill nun überraschend und entschlossen mit ja beantwortet: Soll England zurGoldwäh- r u n g zurückkehren oder nicht? Churchill fünbigle das an. und zwar bereits für heute. Seit dem 28. 4. hat die Bank von England wieder die Erlaubnis, Gold und totlber in Barren und Münzen auszuführen. Das bedeutet die Rückkehr Englands zur Goldwährung. D.as bedeutet einen großen Erfolg der englischen Finanz- und Steuerpolitik. Auch die Selbstverwaltungskolonien Englands kehren zur Goldwährung zurück, Australien schon am gleichen Tage wie England selbst. Dieser Schritt ist möglich geworden, weil England seine Schuldenlast an Amerika auf sich nahm und bezahlt, weil es eine rücksichtslose Steuerpolitik durchführt, und weil das Pfund so nahezu schon an den Stand des Dollars herangekommen ist. Der jetzige Entschluß aber ist ausgelöst durch die letzten Verhandlungen mit Amerika, dessen Zentralbank bereit ist, bei ungünstiger Gestaltung des Pfundkurses ihrerseits elnzugreisen und so das englische Schatzamt in der Erhaltung des Pfundkurses zu unterstützen. Das waren und sind höchst verwickelte finanzpolitische Verhandlungen zwischen den beiden Staaten. Die Einzelheiten sind gleichgültig, das Ergebnis im ganzen aoer ist cs weltpolitisch ganz und gar nicht. Denn diele Rückkehr Englands zum Gold bedeutet sowohl einen weiteren Schrill in feiner Verbindung mit Nordamerika wie in der Behauptung seiner Selbständigkeit neben der Union gleich- wohl.D a s ist die weltpolitische Bedeutung, und das ist eine Entwicklung, die, wie die Dinge heute in Europa liegen, in unserem Sinne günstig ist. Alles, was die Angelsachsen zusammengeführt, ist heute günstig dem Wiederaufbau und ber friedlichen Arbeit in Europa, unb ungünstig den Ideen Fmi.i- reichs, in die Gewaltpolitik ä la Poincare zurückzufallen. Ein aller Spruch der Engländer gelte jetzt auch für diese englische Politik in ihrem Verhältnis zu Deutschland! Wir meinen das Wort: ,Wait and fee!" Paß auf und beobachte' Warte ab! In Ruhe ab- warten, wie die deutsche Politik sich jetzt entfaltet. Zu Unruhe ist gar fein Grund! Das Ausland gewöhne sich eher an die richtige Vorstellung, daß heute Deutschland in den Beziehungen, die für das Ausland und für fein Urteil und feine Haltung in Frage kommen, ein sicherer Faktor ist als heute Frankreich! Kinderreiche Beamte. Berlin, 30. April. (Privat-Telegrarnm.) ,Der Reichsbunb der Kinderreichen Deutschlands zum Schuhe der Familie e. D. beklagt sich darüber, daß in letzter Zeit Bewerber für Beamten- stellen deshalb von den Anstellungsbehörden (staatllchen und beso>lders kommunalen) a b gewiesen worden seien, weil sie verheiratet seien und Kinder hätten, und well sie daher eine höhere Besoldung beziehen würden, die es in Einzelfällen sogar ermögliche, an Stelle eines kinderreichen zwei ledige Beamte einzustellen. Wie wir hören, hat das Reichsmcni - fterium des Innern in einem Rundschreiben darauf hingewiesen, daß solche Gründe für die Ablehnung der Anstellung kinderreicher Beamten in Widerspruch z u Artikel 119 der Reichsverfassung stünden und unbedingte Mißbilligung verdienten. Schon aus bevöllecungs- und sozialpolitischen Gründen sollte man sich dafür einsetzen, daß kinderreiche Bewerber für Beamtenstellen gegenüber ledigen und kinderlosen mindestens nicht zurückgesetzt werden. Von, Neichsbnnd der Kinderreichen. Der Wissenschaflliche Beirat trat vor kurzem in Hannover unter dem Vorsitz von Professor Thomsen (Hnioerfität Münster) erstmalig zusammen, um bevölkerungspolitische Probleme zu besprechen. Man war der Meinung, daß die augenblicklichen Ergebnisse der Bevölkerungsstatistik irreführend wären, da durch ein in der Kriegs- und Rachlriegszeit ung.wvbnl'ch hohes Wegslerben der Schichten hohen Alters die Sterblichkeitsziffer augenblickl'ch viel zu n'edrig sei. Eine etwa im Jahre 1930 zu erwartende Familien- statistik würde erst ein richtiges Bild von dem Ernst der Lage geben. Es sei mit einer erheblichen Zunahme der Sterbefälle zu rechnen. Maßgeblich für dir Wirtschaft wäre im nächsten Jahrzehnt der Ausfall an 3 u g end- lichen, die in das Erwerbsleben treten. 3n der Steuerfrage müsse eine stärkere D rücksichti- gung der OrofifamUien mit kleinem Einkommen und eine Ausdehnung der Kinder Vergünstigung auf Einkommen über 8200 Mk., welche Grenze zu niedrig sei, gefordert toerben. Als eine der wichtigsten Aufgaben der Bevölkerungspolitik wurde der Ersah des im Abbau begriffenen Soziallohnes durch staatliche Erziehungsbeihilfen angesehen, deren Beträge durch Steuern, besser noch durch Ausbau bestehender Derficherungseinrichtungen aufgebracht werden müh'en. Die W o h nu n g s f r a g e läßt - sich für kinderreiche Famllien nur durch Eigenheimbau lösen, der eine Hebung in sittlicher und gesundheitlich'!: Beziehung erwarten läßt und auch eine solche b?r Staatszufriedenheit und der Geburtenzahl. 3nt Sinne qualitativer Auslese wurde geforderi, daß auch die ^lni° -versl täten und Hochschulen b"i Gewährung von Vergünstigungen auf die Studenten aus kinderreichen Familien mehr Rücksicht nehmen möchten. Der Deutsche Rundflug 1925. Von Helmut Paetzold. Leiter der Rachrichtenstelle des Deutschen Rundflugs. Dem Jahre 1925 sollte es Vorbehalten fein, Deutschland ein fkugsporllicheö Ereignis zu bescheren, tote wir es infolge des Krieges und der trüben Rachzeit feit dem Deutschen Rundflug 1911 nicht mehr erleben durften. Man darf wohl sagen, daß die Augen der ganzen Welt mit besonderen! Interesse auf diese Veranstaltung gerichtet fein werden. Rur wenige Wochen trennen uns noch vom Beginn, Wochen, die vollauf ausgenutzt werden müssen, um die Vorbereitungen bis ins kleinste zu treffen. Sollen doch die Tage vom 31. Mai bis zum 9. Juni Zeugnis ablegen von deutschem Sportgeist und von deutscher Technik. Sie sollen der Well zeigen, daß wir auch mit unseren geschwächten Kräften wohl auf dem Plane sind. Der Verlauf des Deutschen Rundflugs 1925 wurde kürzlich in einer Versammlung aller daran interessierten Kreise, zu der sich vor allem auch Vertreter von den 34 an dem Rundfluge beteiligten Städten eingefunden hatten, in allen feinen Phasen von der Obersportleitung, d. h ihrem Führer Major von T s ch u d i bargelegt. Der Flug wird in fünf Schleifen, die ihren Anfang und chr Ende in Berlin haben, ausgeführt. Zwischen jedem Starttag liegt ein Ruhetag, der zugleich zum Aufrücken der Rachzügler dienen soll. Der Flug ist ein Wettbewerb um beträchtliche Geldpreise. Er ist für drei Klassen von Flugzeugen ausgeschrieben, der.n letzte und höchste 120 P. S. nicht Wersteigen darf. Jedes am Wettbewerb teilnehmende Flugzeug wird als Kennzeichen eine amtliche Kontrollnummer über 600 führen. Damit die drei Klassen auch vom Publi- dem Vorplatz und erblickt, zum Ausgange eilend, noch etwas Sehenswertes.- das Wohnaulo des Dr. Unblutig von uer Kukirolfirma, darin ihn selbst, spitzbärtig und weißkittlig, wie er aus zahllosen Reklamen bekannt ist. Schon dunkelt es. Vor dem Eingang, unter den riesigen Höhrrohren des großen Lautsprechers haben sich die Menschen gesammelt — ein Weg in die Zukunft, die Propaganda durch Rundfunk. Auf dem himnrelragenden schlanken Gerüst des Witzlebener Funkturms kreist ein Leuchtfeuer, die Scheinwerfer fressen sich durch die Finsternis, die leuchtenden Buchstaben eilen Heron und verschwinden: sie haben ferne Zeit zu verlieren. Das Haus der Mode. Don L e n i W ü st. Als langgestrecktes, zweigeschossiges, eine Unmenge Raum fassendes Gebäude erstreckt sich das Haus der Mode, an den linken Flügel der Festhalle anschließend, über den ganzen Platz bis zu den Eingangstoren. Roch ist der Dau in seiner äußeren Ausstattung unfertig, Marmortäfelung wird die Backsteinwände nach außen in ein dekoratives Gewand kleiden und so eine Verbindung mit der reichgegliederten Großartigkeit der Fest halle schaffen. Daß der Bau des Haukes der Mode zum Gebot der Stunde wurde, ist ein erfreuliches Zeichen für die Ausdehnung unserer Messe auf dem Gebiete der Textil- und Mode- branche. 1919 begann die Tertilmesse in der Festhalle und kann Frühjahr 1925 schon ins eigene Heim ziehen, in ein Heim, welches weit über die Messe hinaus an Bedeutung gewinnen dürfte als Ausstellungsraum. Die Schaffung dieses svezifi- schen Hauses der Mode ist vom organisatorischen Standpunll, wie vom wirtschaftlichen von groß.er Bedeutung. Die Aeberiicht und dec Gesamt- eindruck wird bei der Vereinigung der Mol - branche in ein Gebäude verstärkt und erleichtert, vor allem gibt es kqine Zersplitterung auf dem wellbegrenzten Gebiete der Mode. Der Käufer iann hier vom elegantesten Komplet bis zum ein- Reklame für die Reklame. Don der Reiriisreklamemesse in Berlin. Das oielannige Ungeheuer Reklame, das sich «och den Giebeln der Häuser, an ihre freien Flächen, an die Litfaßsäulen getastet hat, das ge- walltätig stets neue Möglichkeiten des Wirkens und Werbens sich erobert, hat sich einmal in sich selbst zurückgezogen. Es will einmal nicht fremden Waren Md Firmen dienen — es will sich selbst in einer großen Schau bespiegeln, sich selbst und allen, die er sehen wollen, zeigen, zu welcher mächtigen Ausdehnung sich die Reklameindustrie entwickelt hat, welche Neuerungen sie bietet, nach welcher Richtung bin sie sich entfalten will. Diesem Zwecke dient die e k l a m e - M e s s e", die sich im Hause der Funkindustrie niedergelasien hat. Einer der ersten Eindrücke: Der Leuchtreklame gehört die Zukunft. Noch freilidj steht das starre !3cjen des Plakats, das schweigsam und unbeweglich seinen Dienst an der Oefsentlichkell erfüllt, gesichert da, wird auch niemals gänzlich zu verdrängen fein, noch überraschen die Ausstellungen der Plakat-Ateliers, der graphischen Institute, der Druckereien, die Kataloge, Werbeschriften, Prospekte Herstellen: auch der Verwandte des Plakates, das Zeituugsinferat, ist ansehnlich vertreten durch den großen Stand des ..Vereins Deutscher Zeitungsverleger", durch die llebsrsicht der Fachzeitschriften, die hier in ihrer ungeheuren Spezialisierung auf- marschieren, durch die Fachpresse — sie ist nicht zu unterschätzen —, die das Gebiet der Reklame selbst behandelt. Die großen Tageszeitungen haben sich etgene Pavillons erbaut und zeigen durch graphische Darstellungen stolz die Weite ihres Verbreitungsgebietes und die Zohlen ihrer Leser. Unendlich aber sind die Kleinigkeiten oller Art, »is nur noch auf den Firmenaufduct warten, um ®ann als Werbegeschenk an den Käufer oder Ge- ^äftsfreund gegeben zu werden, unübersehbar sind kleinen beweglichen Groteskfiguren — die aus Staub des Panoptikums entwichen scheinen —, Fe Clowns ober Heinzelmännchen die Auftnerk- icmkeit des Käufers durch ihr ftereotgpes Minenspiel und ihre einförmigen Bewegungen erregen sollen: Reklamegesellschaftcn bieten sich an für Uhren, Automaten, Wandflachen: Fabriken zeigen Reklameverpackungen und kleine Druckereien, die Werbeschriften im eigenen Haufe Herstellen — diese Schau bietet einen Üeberblicf über die vielen Verästelungen, in die die Reklameindustric sich gespalten hat. Den weitesten Vorstoß aber har die L e l e u ch- tungsrcklame gemacht. Wie sie Licht und Bewegung in geballten Schwingungen herausschleudert, wie sie durch zuckende Blitze und rotierende Wirbclräder den Lärm der Straße noch zu überschreien, die Hast des Großstadtverkehrs noch zu überhetzen sucht, fo ist sie ein Kind dieser nervösen, durch stärkste und jeniationellste Reizmittel zu erregenden Zeit. Die „Wanderschrift", die mit ihren weithin leuchtenden Buchstabenbändern Nachrichten und Anpreisungen über das nächtliche Berlin verbreitet, ist als Miniatur in die Schaufenster gedrungen. Schon gehört das stille, von hinten erleuchtete Plakat einer ruhigeren Vergangenheit an, auch das lebende Bild, das durch sein zweifaches Raster Gesicht und Gestalt je nach Stellung des Passanten verändert, kann gegen die letzten Erzeugnisse der lebenden Schaufenstereklame nicht aufkommen. Zn diesen Blldern ist alles Leben, Leuchten, Wirbeln, rotierender Rhythmus: Da sausen Kraftwagen durch die Nacht, Fabrikfchornsteine rauchen, Arbeiter hämmern: groteske kleine Dramen spielen sich zuckend in unheimlich verschobener Körperlichkeit der handelnden Personen ab, elektrischen Glühbirnen scheinen Wasserfälle zu entströmen: aus wogendem Farbenipiel, aus wehendem Leuchten entwickelt sich unmerllich der Name einer Zigarette, die Firma einer Automobilfabrik. In rastlosen Drehungen leuchten diese Lockungen aus den dunklen Zellen der Stände. Immer wieder, immer wieder, rastlos, unermüdlich gaukeln die Farben, schimmern die Lichter, stürzen Lichtbänder und enteilen Buchstaben: ein Chaos von Licht und Bewegung — das Abbild der modernen großen Stobt Noch tanzen die Lichter ihren stürmenden Reigen vor den ermüdeten Augen, noch rotiert der Wirbel der Drehungen in den Nerven: da steht inan auf fum leicht unterschieben werden können, wird jede andes gefärbt fein, unb zwar Klasse A biu 40 P. S. tveifi. Klaffe B bis 80P.S. blau, Klasse C bis 120 P. S. rot. Für jede der br,'i Klassen sind besondere Äontröllfialioncn eingerichtet, to? gelandet werden muß. Vci der großen Teil- nehmerzahl am Wettbewerb — bisher über 90 Flugzeuge — wäre es ja technisch unmögtich, daß alle Flugzeuge dieselben Zwangslandeplätze hätten. Aus diesen Kontrollstcttioncn befinden sich die örtlichen Sportleitungen, die in engster Verbindung mit der Oberfportleitung Berlin bzw. in direkter Verbindung mit deren Rachrichten- slellen stehen, und zwar durch Fun relegrapbie mit eigener Wellenlänge, Telegraphie und Tele- phonie. Die örtlichen Sportlcitungen werden von der Polizei sowie den städtischen Sanitätswesen unterstützt Dio TeUnehmer ber Veranstaltung, d. h. die fliegenden und organisierenden Mitglieder. werden in ihrer Gesamtheit gegen Unfall versichert. Auf jeder ZwangslandungssteUe sind von der Obersportleitung Tankstellen eingerichtet. Jeder Landungsplatz wird mit Wetterberichten der nächsten Wetterstation versorgt. Außerdem sendet das Observatorium Lindmtt'erg auf funkentclegraphischem Wege zweistündlich a.i alle Landungsplätze WettcrncÄrichten. Die Leitung des gesamten Wetterdienstes liegt in den Händen des Professors Version von dc. Teä>- nischen Hochschule Charlottenburg. Das auf jedem Landungsplätze für zweckinäßige Erfrischungen für die Flieger gesorgt ist, braucht Wohl nicht besonders betont zu werden. Es ist erfreulich, daß von zahlreichen Städten namhafte Preise gestiftet worden sind, die so ausgeschrieben werden sollen, daß möglichst vielen Teilnehmern die Erringung eines Preises gelingt. Möge bet Wunsch in Erfüllung gehen, daß der Deutsche Rundflug 1925 ein Wendepunkt in der Geschichte der Lustfahrt des Deutschen Reiches wird. Luftsahrt ist not! Von den vorgesehenen fünf Schleis n führt die erste von Berlin genau nordwestlich über den Reuruppiner See und Pritzwalk nach Schwerin und von dort über den Elbe—Trave- Kanal und Friedrichsruh nach Fuhlsbüttel, dem Hamburger Flughafen. Der nächste anzufliegende Ort ist Bremen. Bon da geht es über Osnabrück südwärts nach Münster. Die nun folgende Strecke führt über Lippstadt und den 600 Meter hohen Habichtswald nach Kassel, sodann nordöstlich über Göttingen. Ein geringes Ausholen nach Süden vermeidet die uäersleigung des Brockens. Ser letzte Etappenort ist Magdeburg, von wo der Flug über Brandenburg und das Seengebiet bei Potsdam nach Berlin zurückführt. Die zweite Schleife beginnt mit der 240 Kilometer langen Strecke Berlin—Hannover entlang der Bahnlinie. Der nächste Ort ist Paderborn, vor dem Deister und die Detmolder Höhen noch überflogen werden müssen. Von Paderborn ist eine genau südliche Strecke einzuschlagen. Auf ihr sind Marburg und Gießen von Wichtigkeit. Ihr Ziel ist Frankfurt a.M. Don hier geht ei weiter nach Darmstadt, bann die Kinzig entlang über die 800 Meter hohe Rhön und den gleich hohen Jnselberg des Thüringer Waldes nach Gotha. Dann folgen Weimar, Jena, Gera, Chemnitz, Freiherg unb Dresden, von wo aus bic Schleife burch einen norb- lichen Flug nach Berlin geschloffen wirb. Die dritte Schleife zieht sich von Berlin über bie Belziger Walbungen nach Dessau Jjin, überquert die Saale unb Mnflrut unb berührt Erfurt. Hierauf muß der Thüringer Wald unb bie Werra bei Hilbburghausen überflogen werden. Von hier geht es nach Würzburg. In KINDERWAGEN Größte Fabrik der Welt Mode Ur von VO*na»n UCSCT *ߣ> Verkauf in den eins cl~üaqi y en Qeschaften, trra—Mwnm-je—:—i—■ ■ ni iiiiibi n in — fachst en Waschkleidchen alles finden, was sein Lager braucht. In der Herrenkonfektion ist es genau fo. 3m Erdgeschoß findet man alles, was mit Damen-- und Kinberkonfeltion in Zusammenhang steht, gute Ware, geschmackvolle Ausführung, bie Mobelinie vielseitig verlierend Pe^ze sind vertreten. Wäsche aus Crepe de Chine, Batist und einfacher. Selbstverstänblich fehlt auch bas mobilche Drum unb Dran nicht, wie zum Beispiel der Strumpf, ber immer noch fleischfarben getönt ist, sogar Schaufensterpuppen in allen Arten sinb vorhanben. Sehr reich ist bas Haus der Moke mit Strick- unb Wirktoaren beschickt. Man sah farblich aparte Strickjackenkleiber unb -Kostüme, Jumpers, Pullovers Westen, lange Strickmäntel mit Pelz- ober Feberbesah. Eine Reuerscheinung in ber „dtcüftonfe'tion" ist das „Strickkomplet", Man sah auf biefem Gebiete Muster unb Farben in interessanter, bunter Zusammensetzung. Im oberen Stockwerk hat bie Herrenkonfektion ihr Lager aufgeschlagen, bort sah man basselbe nur aufs Männliche übersetzt: Anzüge, Mäntel, Livreen, Hüte, Arbeitskleidung, Stöcke unb Schirme (für beiderlei Geschlecht), Krawatten, Wäsche sowie Manufaktur. Auch da gab es viel zu sehen, allerhanb Bemerkenswertes, wie bas häufige Auftauchen bes fog. Kreuzworträtsel-Musters bei Krawatten, stellen weise auch bei englischen Anzugstoffen. Diel Bewegung unb Geben herrschte in ben Gängen, die Zahl ber Interessenten war stark, bas Geschäft scheint sich gut entwickelt zu haben. Die Deschickec kamen aus allen Gauen Deutschlands, Feanksurt war selbstverständlich stark vertreten. Das Haus der Moden gab einen umfassenden Ueberbfid der Qualitätsarbeit, die bis jetzt in Deu.schlanb auf dem Gebiete ber Mode getoistet wurde. Frankfurt selbst dokumentiert mit dem Haus der Mode feinen alten Ruf eines Klein-Paris auf ben Gebieten männlicher und weibl'.cher ModeeleqaN',, jetzt werben guter Geschmack, kommerzieller Tlntemehmungsgeist unb industrieller Fl iß durch den Reukau des Hauses der Mode eine neue Forderung erfahren. der Verlängerung dieser Strecke Liegt Stuttgart, wo sich das Flugzeug Wieder nordostwärts wendet über Aothenburg a. 3. aus Bamberg. Dann führt der Weg über den Lhüriger Wald, zweimal die Saale bei Jena und Naumburg schneidend, nach Halle. Auf der letzten Strecke dieser Schleife sind Wittenberg und der Fläming von Wichtigkeit. Die vierte Schleife ähnelt in ihrer Richtungslage der dritten. Sie schneidet die Eibe zwischen Wittenberg und der Mündung der Schwarzen Elster, verläuft weiter über Bitterfeld, Merseburg und Naumburg, woraus sie den Wetzstein des Thüringer Waldes überfliegt an Kulmbach vorbei nach Nürnberg. Sie nimmt dann noch einen südlicheren Weg n«d) Augsburg, um schliesslich nach München, den südlichsten Punkt des ganzen Rundfluges, zu gelangen. Don hier geht es fast genau nördlich nach Hof. wobei die großen Höhen des Fichtelgebirges zu überwinden sind. Don Hoi biegt die Schleife etwas östlich nach Leipzig. Den De- schlutz bildet die Strecke Leipzig -Berlin. Die fünfte und letzte Schleife reicht von der Ostsee bis nach Schlesien. Der Pilot hat hierbei von Berlin einen rein südöstlichen Kurs zu halten uni> gelangt zum ersten Etappenort Liegnitz. Don hier stiegt er genau mit Ostkurs nach Breslau. Dort biegt die Schleiss wieder nach Norden um und führt über Glogau und Crossen nach Frankfurt a. d. O. Der nächste Etappenort ist dann Stettin, von wo die Schleife nach Stralsund, dem nördlichsten Punkt des Rund- flugs, führt. Hier wird im rechten Winkel nach Westen beigedreht und Rostock angcsteuert. Don Beschluß bildet die Strecke nach Berlin. Wirtschaft. c und itzreldmarkt. Die freundlichere Haltung, die in der Mitte der Dorwoche einigermaßen überraschend au der Börse aufkam, wandelte sich infolge der Erwartung des Ausgangs der Präsidentenwahl in völlige Stille. Als dann die Börse am Montag vor das Ergebnis gestellt wurde, antwortete sie in gewisser Derärgerung mit einem plötzlichen Einbruch an fast allen Märkten. Jedoch bereits am Dienstag sah man das Resultat erheblich kühler an; zudem tarnen Nachrichten aus Neuyori, die in keiner Weise die Befürchtungen bestätigten, die vorher von einer schroffen Wendung der ausländischen Kreditpolitik wissen wollten. Das Gleichgewicht ist somit wieder hergestellt; wie vorher, heißt es nun: Abwarten. Mit Spannung sieht man den Debatten über die Steuergesetz- entwürfe entgegen; es ist zu hoffen, datz — deren baldige Erledigung vorausgesetzt —- das gesamte Börsengeschäft wesentlich lebendiger werden wird. Am Gelbmarli schien Der Ultimo bereits überwunden, doch zeigte sich, daß der 30. April einige Heverraschungen in foitfer Hinsicht brachte; für die ersten Tage des neuen Monats ist daher mit einigen Anforderungen zu rechnen. Interessant war es. daß Öle Banken selbst als Geldnehmer auf dem Markt erschienen, wahrscheinlich im Bestreben, der vor Monatsfrist laut gewordenen Kritik zu begegnen und möglichste Barflüssigkeit zu beweisen. Der Privat» diskontmartt zeigt weiter gute Entwicklung, was nicht zum kleinsten Teil aus rege Auslandbeteili» gung zurückzuführvn ist; die Nachfrage ist genügend, so daß die Reichsbank auch in dieser Woche noch nicht als Vermittlerin einzutreten brauchte. Die Auslassungen des Vizepräsidenten der Neichsbank, K a u f f m a n n , aus dem Deutschen Industrie- und Handelstag über die Zu» lunftsaussichten am Geldmarkt glaubt man ebenfalls in günstiger Weise auslegen zu dürfen, wenngleich eine Herabsetzung des Diskonts erst von noch größerer Belebung des Privatdiskont» marttes abhängig gemacht wird. Die umlaufenden Piima-Bank-Akzepte bezifferte Kauffmann auf 3- 400 Millionen Rm. Im übrigen sei eine Diskvntermäßigung im Interesse der Heranziehung kurzfristiger Auslandkredite, angesichts der Diskonterhöhungen in London und Reuyork, nicht ratsam Di? Golddiskontbant. die nunmehr nach Rückzahlung des Anteils der Bank von England lediglich als Teil der Reichsbank fungiert, ist mit Erleichterungen am Kreditmarkt neu hervorgetreten, was mit Dank begrüßt wurde. Im ganzen bessert sich das Bild, obschon recht langsam. Dem risikolosen Wechselvermittlungsgeschäft bringen die Banken mehr Interesse ent» entgegen; für die Firmen, die ihr Kreditkontingent bei Der Reichsbank voll beansprucht haben, ist der wenn auch etwas teurere Wechselkredit eine willkommene Entlastung. " Zur Erneuerung des Ruhrkohlensyndikats wird aus Essen 30. April, mitgeteilt: Um 7,30 Uhr heute abend haben die Zechen in dem Synditatsgebäude, in dem sie seit dem Ruhreinbruch zum ersten Male wieder tagten, den Zusammenschluß auf her in mehrmonatiger Arbeit vorbereiteten Basis beschlossen. Die letzten Derhandlungen waren na- tii sich die schwierigsten, aber auch diese haben fast ausnahmslos zu einer vollständigen Einigung geführt, bei der man, wenn- auch schweren Herzens. die Interessengegensätze zum Ausgleich brachte. Außerhalb der Einigung steht nur noch die Zeche »Westfalen", mit der man sich über T------IIM' II , Die WWMr her imssm. lLiüeMklitWhbillUAilfsrislhliiig Heilen heißt reinigen! So rufen heute Die Aerztr der leidenden Menschheit zu und die armen, vielgrplagten Hausfrauen spitzen Die Ohren und fragen Reinigen?!? -- Jawohl, reinigen, das beißt alles heilen, und besonders im Frühjahr und im Herbst. Wenn öer Storch im Frühling klappert, liebe gnädige Frau (et muß ja nicht gleich S i e besuchens, da ist Die b.'ftc und £>te schönste Zeit einer Frühiahrskur, des groß'n so genannten Reinemachens der Natur, und in biete Frühjahrsprozedur müssen auch wir uns mit Händen und Fußen hineiiistürzen. Sai, .erlnht neue Kreit nas »erscyassi neue Politur. das verjüngt, das erhält die Materie, das fcnscht die Substanz auf, das gib! ewig. Iuge-'b' Manche von Ihnen lächelt erhaben üb-r solch Binsenweish iten, wenn c :•<. Spi-gel sich die ersten Füll.st.v-i . u ersten grauen Härchen auch..zapft Werüci wird man nachdenklich uni c.-.Sä. gute Ratschläge. Dann ruft m.v: Prophetc'. r.c:*} chun v die Grundlage der Einigung wohl verständigt hätte, aber ein zahlenmäßiger Ausgleich noch nicht möglich gewesen sei. Außerdem hat in der Sitzung die Zeche „Friedrich der Große", der bereits eine Sondererhvhung in ihrer Beteiligung bewilligt toorben war, nochmals der Antrag auf eine weitere Del eiligungserhöhnng gestellt. Diesem Wunsche bat die Versammlung nießt entsprochen. Es wurde einstimmig bcfd)ü>f» fen, den Syndikatsvertrag mit den vorliegende« durch die Kommissior.sberatungen bedingten Ergänzungen fofoil neu zu unterzeichnen mll der Bedingung. Daß die Untersch'iften hinfällig werden. wenn bis Dienstagmittag 12 ■ Ufir nicht auch die beiden genannten Zechen unterzerchnet haben, außerdem die Firma Thyssen, bei der cs fid} aber lediglich um eine formelle vchwre» rigkeit handelt, weil Fritz Thyssen auf Wunsch der Regierung plötzlich nach Paris reisen mußte. "DieaintlicheGrvßbandelsindex- ziffer vom 29. April. Die auf den Stichtag des 29. April berechnete Großhandels- Indexziffer des Statistischen Reichsamtes ist gegenüber dem Stande vom 22. April (130,8) mit 130,5 bei nicht einheitlicher Preisbewegung fast unverändert geblieben. * Französische Reparationsbeste I lu n g e n in Deutschland. Nach Meldungen aus Nancy beabsichtigt die französische Regierung einen Teil der zur Elektrifizierung der Eisenbahnen im Mutterland und in den Kolonien nötig-h Materialien in Deutschland aus Repnra- tions!onto zu bestellen. Gegen Wagaonbestellun- gen in Deutschland wird der Widerstand immer stärker, und man befürchtet, die deutschen Waggon- lieserungen könnten bei guter Bedienung dauernde Gcschaftsbeziehungen zwischen den deutschen Waggonfabriken und den französischen Eisenbahn- gesellfchasten Herstellen. - Frankfurter Htzpothtzkanhanl in Frankfurt a. M. Die H.-D. genehmigte den Abschluß für das Geschäftsjahr 1924 mit einem ausgewiesenen Reingewinn von 86 433 Rm., der nach Abschreibungen mit 45 993 Rm. auf neue Rechnung vorgetragen wird. Heber den Geschäsks- gang wurden keine Angaben gemacht. spd. W ayß & FreYtag A.G.. Fran i- furt a. M. Die Aufsichtsratssitzung beschloß, der auf den 19. Mai einzuberufenden Generalversammlung aus dem Gewinnergebnis des Jahres 1924 25 eine Dividende von 10 Prozent auf das Stammkapital und 6 Prozent auf die Vorzugsaktien in Vorschlag zu bringen. Die Gesellschaft ist gut beschäftigt und rechnet auch für das laufende Jahr mit einem befriedigenden Ergebnis. M a s ch i n e n f a b ri k H a r t m a n n A.-G. in Offenbach a. M. Die Hauptversammlung genehmigte die Reichsmark-Eröffnungsbilanz und beschloß die ükmstellung des Aktienkapitals von 5 Mill. Pm. im Verhältnis 5: 1 auf eine Mill. Reichsmark. Gleichzeitig gelangte der Geschäftsabschluß für 1924 zur Vorlage, der sich ergebende Reingewinn wird auf neue Rechnung »urgetragen, eine Dividende kommt nicht zur Ausschüttung. Devise:-' «a?»» Derlikt— Feonttvrt cr. 'M. (Jri BiOiantu Mark aiSaebräctt. BumsS-AiveS, London, Neu- dort, Japan. Niv de Janeiro für «ine Einheit, Wien nnb Bndavefl für 100000 Einbeiten, alles übetfik für 100 Lmbeiteo.) Telegraphische Auszahlung. ?0 ’ilprii i. Mai Amtliche Noii rann Amtliche Dioitcruiia Meld Briet cielb Bnc, Amll-'Ron. IM.4»’ ' 168,85 168.39 168.81 ®uen.-'2iueS 1.613 1.017 1,617 1,6V'1 Brss.-.'lnlw 21.26 •21,32 21 26 21,82 Gbiifttanta. 68.8-1 09.02 69.46 69,6-1 .stooenbaoen 18.10 78,13 78.47 78,67 113,51 Stockholm >12.81 112.39 112.23 HellingsorS Italien. . 10,557 12,1!) 10,597 17.23 10 56 1?.Li 10,60 17.27 London. . iO.337 20.38? 20.327 20,377 '.'.'euvork . . Boris - - . 2chm->; . . 1.195 4.205 4.195 4,205 21.87 «,“3 21.93 23.01 81.283 81,485 81 285 81.48- Spanien. 60,67 60.83 61.32 61.48 yavau - - - 1,763 1,767 1.763 1.767 'Kto de Jon Wie» in D-- 0.44 5 0.450 0 416 0,448 Ceft. abgefl 59,0.5 60,19 59 M 59,17 $ rc.fi .... 12.42', 13,465 12.42.-, 12,46.5 Belgrad . . 0.79 0.881 0.81 6 77 ä 881 6.7» Budapest. Bulgarien 'J'ffnbot! Tanüfi • . Konst ntiv- 0,911 5.901 3,06 i.07 3.06 3,08 'O.'JT.i 20,823 20 275 20,325 80,675 '.227 80875 80 67 80.87 2,237 i 235 2,245 Athen- . 7.89 7.91 7 89 7,91 Banknoten. Berlin, 1- Woi- Geld Bries ?lmcr!kctnNchc Note» ..... 4.279 4,399 Belgisch? Oicten ....... 41,21 '41,31 Dänisch? Noten ....... 78.34 ^.70 (englisch? Noten ....... 20,297 20.397 st-rcin;ösische Not?» ...... 31,93 22,0;; holländische Vioteit ..... Atolienische 9loten...... 168.1« 17,24 168.94 17,32 Norwcfittche Note» ...... 69.3-8 69,7? L'U'sv-Otstcrr. 5100 Kronen 59,98 59,2'J OiiimanHdif '.Ool?n...... ■ Schwedisch? Noten...... Schioeizer Noten ... , . . 111,97 81,30 1U.M 81,60 Spanisch? Noten ...... 61,335 61,53" Tschechoslowakische Note» . . 12.455 13,515 Unaarsschc Noleu . , , .84 5,86 Irankfurtci' Abenddärte. Frankfurt a. M., 1. Mai. Die Abendbörse ließ sich etwas freundlicher an, obwohl in der Ge- schäftsslille eine Besseruung nicht zu verzeichnen ist. Bei stillem Verkehr zogen die Sturfe auf etwas Deckungsbedürfnis der Spekulation an. Auch der deutsche Anleihemarkt gestaltete sich etwas freund sicher. 5proz. Reichsanleihen schlossen zu 0,557} bis sucht man Mittel und Mittelchen, tieft jede Ankündigung, g ht zu allen Aufklärungsvorträgen, läuft zum Haus» und Leibarzt, macht ein de- sondcvs wehleidiges Gesicht, klagt ba über Druck, dort über Stich, hier über Ziehen, dort über Reißen und über schlechten Avpetst, schlechten Schlaf uno schlechtes Aussehen, über ilnluft beim Arbeiten und über Müdigkeit und Abgespannt- heil, über schlechte Launen und über häuslichen Anfrieden! Da lächelt der Herr Sanitätsrcu listig über seine Brillengläser hinweg und Iveitz Bescheid. And er nimmt ein kleines Rezeptzcktalchen und schreibt der Gnädigen daraus: Vier Wochen südliche Sonne! Dann ist ihr und auch dem Gatten geholfen, sie erholen sich beide I 2tbcr - jawohl, jetzt aber kommt Has große Aber! So was koste' Geld, sehr viel Geld sogar. Denn Kurieren beißt Geld kos! en' -Uni) wenn H 'nen Reinigen heißt, so ist das eins sehr kost» spießige Reinigung. Das merkt man erst, wenn > " äh .;u:‘turnt in feine vier Wanke, und mr.ii I i. "n fcf.d) wird er alle- an» rittst wie man rs । verladen ha , ent üi man dm Fehler Der ärztlichem Äalhuatirn Was nützt Die schönste und beste Frschjahrstu des inneren Menschen, I W»;'N t un d.e ji'f • ,ie f irt Umgebung, i 'N i'ic er himivg st! teUtc? Heim-, 0,560. Montan- und Chemieaklien waren etwas in den Nordcrgrnud geriidr. Don Industrieaktien setzte eine starke Aufwärtsbeweming für Wayß & Frey- tag ein, und zwar auf günstige Dividendenaussichten, dagegen setzte sich das Angebot für Holzmannaktien fort, die um mehr als 2 Proz. nachgebcn mußten. Von ausländischen Renten waren mcrjkanische weiter gesteigert, Die Börse schloß bei ruhigem Geschäft in befestigter Haltung. Deutsche Anleihen: öproz. Reichsanleihen 0,560, Zwangsanleihe 55, 4proz. Ba- den von 1914 0,800. Ausländische Renten: 5proz. Goldmexikaner 401, SOproz. Silbermexikaner 17,12. Bankaktien: Commerzbank 103, Darmstadter Bank 125, Deutsche Vereinsbank 86, Discontogesellschaft 115,25, Dresdner Bank 106,25, Mitteldeutsche Kreditbank 9987, Reichsbank 134, Oesterreichische Kreditaktien 8.10. Montanaktien: Deutsch-Luxemburger 99,50, Gelsenkirchen 76,75, Phönix 115,50, Rheinstahl 39, Kali Westeregeln 21, Chemieaktien: Badische Anilin 138.50, Scheideanstatt 129,25. Industrieaktien: AEG. 110,50, Dyckerhofs & Widmann 4, Eßlinger Maschinen 7, Fuchs Waggon 1,95, Holzmann 81,50, Jung 1,90, Waytz & Freytag 93. Dörsenkurfe. Frankfurt a-M Berlin i> »inb' l-Ubri AUt« ÄXft« 3»lns->Ansann Sur* | ‘1 v- 30 4 i-5 30 4 | 15 5Vo TruniBe IllelchSantelhr <% Dcustchc Reichsaiiln^ 37s°/n Deutsche Reichsonletbe 8% Deutsche Reich^.mlöche • Deutsche Sparprämtenanlethe 4% Preußische dtonfolä • . - 4% Dessen . ....... 3’/A Hessen 3% Hegen .... ■ • • - - . Deutsche ®ertb- Dollar-Ant. bto- Doll -Lchatz-Antreisns-O ,7.i 80 -w» — 136 132 139,40 138,'O 139.40 137.50 0,45 0.43 —- 108 1116.80 108.1- 107,50 130,75 129 9 130,75 129.4 129,12 131,13 129.75 131,4 7,50 7.5 w-e 15.1 14,75 15,3 14,8 138.75 129,25 —- U0.9 110,50 110,60 110,62 •y 87.13 87 91,6 90,5 — 87,5 87,5 85.75 70,25 70 70,5 70 ’ 3,41 ! 3.25 3,30 3,3 5.49 j 5.3 5,50 M 2,835 i 2,83 : 7,60 —— 7,6 8 *8 ! 104 104 0,66 ! 0,67 — •V 1.15 127 1 127 1.2 2,05 I 2,175 2,13 2,12 3,7 3,5 3.7 .9,5 1 56,8 3,3 3,5 12,6 12,50 12,75 1’4,5 4,12 4 —* - 3.275 3,2 3.3 3,2» Berliner Börse. Berlin, 1. Mai. (TU.) Mangels jeglicher Anregung ist die Börse wieder in völlige Lethargie verfallen. Die gestrigen Ausführungen des Reichs- finanzministerü waren nicht dazu angetan, günstige Perspektiven zu eröffnen. Namentlich enttäuschte es sehr, baß für das Jahr 1925 die Einkommensteuererhebung noch in ähnlicher Weise wie bisher vorgenommen wird. Enttäuschend wirkte auch, baß in den letzten Tagen eine größere Reihe von industriellen Werken für das Geschäftsjahr 192-1 Dioidenden- losigkeit erklärt haben, während man angesichts der scharfeit Zusammenlegungen damit aerechnct hatte, daß nach der Seite der Dividendenzahlung schon für 1924 ein Ausgleich für die Aktionäre gesunden würde. Während auf der einen Seite Kaufaufträge so gut wie gar nicht Vorlagen, kam jedoch auch nur geringes Material heraus, jo daß die Kursänderungen gegen gestern sehr geringfügiger Natur waren. Etwas lebhafter war heuie das Geschäft am Kriegs- anleihemarkl, der sich nach vorbörslicher Schwäche nicht unuvelentüd) befestigen konnte, anscheinend auf Deckungen hin. Nannte man vorbörslich Kriegsanleihe mit 0,53, so wurde sie gegen Mittag mit 0,55 gehandelt. 23er K-Schätze II gingen mit 0,5 um. Die Versteifung am Geldmarkt macht weitere Fortschritte. Tägliches Geld ist mit 8) bis 11 Proz. stark gesucht, Monatsgeld fast lediglich nominell 9) biß 111 Proz. Arn internationalen Devisenmarkt sind keine nennenswerten Veränderungen eingetreten. Paris- London 92,60, Dollar gegen Pfund 4,845. Die Mark notierte in London 20,36, in Amsterdam 59,925, in Zürich 122,80. Märkte. Frankf;:rter Go.re-deborse. (Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 1. Mai. Es wurden notiert,pro 100 Kilogramm: Wetzen (Wetterauer) 21 bis 23,50, Roggen (inländischer) 19—22,50, Sommergerste für Brauzwecke 20—25, Hafer (inländischer) 17,50—22, Mais (gelb) 21—21,25, Weizenmehl (süddeutsches Spezial) 36—38, Roggenmehl 30—31,50, Weizenkleie 13—13,25, Roggenkleie 14,50. Tendenz: fest. Berliner Produkiettbövse. Berlin.^1. Ottai. Der Produktenmarlt war heute durchgehend fest. Inlandware hatte bri kleinem Angebot rege Nachfrage. Gerste lag fest. Hafer behauptet seinen Preisstand für heimische Ware. Es notierten per 1000 Kg.: Weizen, märt*. 247 bis 251, do. Mai 255 bis 260, do. Juli 254 bis 255, Roggen, märL 215 bis 219, do. Mai 207 bis 211, do. Juli 214 vis 217,50, Gerste, mark. 222 bis 240, Futtergerste 197 bis 210. Hafer, märt 202 bis 211, do. Mai 184 bis 185, Raps 395, Leinsaat 385; per 100 Kg.: Weizenmehl 31,50 bis 34. Roggenmehl 28,50 bis 29,75, Weizenkleie 15.20, Roggenkleie 15,90 bis 16, Viktoria erbten 22 bis 26, kleine Erbsen 20 bis 21, Futter- erbten 18 düs 20, Peluschken 19 bis 20. Ackerbohnen 19 bis 20, Wicken 19 bis 20, Lupinen, blau 10 bis 12, do. gelb 12 bis 14,50, Serradelle 14 bis 16, Ra^ Lüichen 15 bis 15,30, Leinkuchen 22,20 bis 22,60, Trockenschnitzel 10,40 bis 10,60, Torfmelasfe 9,50, Kartoffelflocken 19 30 bis 19,70 Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Gießen. Sonntag, den 3. Mai. Jubilate. Stadtkirche. 3: Pfr. Mahr. Zugst Christenlehre für die Neukonsirmierten aus der Matthäusgemeinde. 9l/3: Pfr. Decker. 11: Kinderkirche für die Markusgem. - Iohanneskirche. 3: Pfr. Bechtolsheimer. Zugl. Christenlehre für die Neukonsirmierten a. d. Lukas- gern. 97,: Pfarraff. Schultheis. 11: Kinderkirche f. die Iohannesgcmeindc. Pfarraff. Schultheis. — Kirchberg. 10. 11: Heilig. Abendm. f. d. Jugend von Lollar. Lollar 17,. Staufenberg. 17.,.. - Watzenborn-Garbenteich. Watzenborn-Steinberg 9: Beichte anschließend Gottesdienst und heiliges Abendmahl der Jungverheirateten. Garbenteich. 1. Katholisch« Gemeinden. Gießen. Samstag, den 2. Mai. 4' . u. 7 Beichte Sonntag, den 3. Mai. 3. Sonntag nach Ostern. 61/.. Beichte, 7 Messe, Kom. der Männer, 8 Kom-, 8'7 Messe, 9 Hochamt m. Predigt, 11 Messe m. Predigt, 27? Christenlehre u. Andacht, 8 Llnterhaltungsabend der Iungfrauen-Kongregation. Dienstag u. Freitag abends 8 Maiandacht. — Grünberg, 973 Messe m. Pred. - Lich. P/._. QEeffe m. Pred. — Laubach. 10 Messe m. Pred. — Hungen. 6 Mcriandacht mit Predigt. Für Lotteriefpieler! Am Freitag, dem 8. Mai 1925, abends 6 Uhr lauft die Frist für (Erneuerung der Lose zur 2. Klasse der 25./251. Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterie ab. Versäumnis der Frist hat den Verlust des Anrechts auf das Los 2. Klaffe zur Folge. Die Ziehung 2. Klasse beginnt am Freitag, dein 15. Mai 1925. Ts stammen 16000 Gewinne im Gesamtbeträge von 1980000 Reichsmark zur Ausspielung. Haupttreffer 100000 Reichsmark, -isosid Keine Asthma- und Bronchitis-Beschwerden mehr! Wenn Asthmador-Zigaretten nicht sofort bei den allerschwersten Anfällen von Asthma, Bronchial- Asthma, Atemnot und anderen asthmatischen Begleiterscheinungen von Bronchitis Linderung bringen, so wird Ihnen Ihr Geld zurückgegeben werden, das ist die Bedingung, unter welcner alle hiesigen Apotheker, wie auch in jeder Stadt Deutschlands, Dr. Schinmanns Asthmador-Zigaretten verkaufen. Wie schwer und hartnäckig Ihr Leiden, wie oft oder heftig die Anfälle auch sein mögen, Asthma- dor-Zisaretten werden Ihnen stets Linderung brim gen, gewöhnlich in 10 Sekunden, immer aber innen halb 15 -Minuten. Die Apotheken sind von Dr. Schiffmann ermächtigt worden, jede Packung seiner Asthmador-Zigaretten unter der Garantie zu verkaufen, daß das Geld in jedem einzelnen halle zurückerstattet wird, wo Asthmador-Zigaretten nicht sofortige Underung gewähren oder wo man nicht findet, daß sie zu den besten Mitteln zählen, die man je angewendet hat. Ihre Meinung ist allein maßgebend, und unter positiver Garantie riskieren Sie absolut nichts, da ja Ihr eigener Apotheker Ihnen das Geld zurückerstattet, wenn Sie mit dem Erzeugnis nicht zufrieden sind. Unter dieser Garantie wird Ihnen das Mittel jetzt zum neuen Preise von Mk. 2.25 per Nachnahme zugeschickt. Falls Sie trotzdem vorher einen Versuch machen wollen, wird Ihnen eine Gratisprobe auf Wunsch zugesandt werden, wenn Sie sich umgehend an Dr. R Schiff- mann’s Niederlage, Postfach 3. 2, Berlin SW 48, wenden, im Falle Ihr Apotheker diese nicht liefern kann. 4507A imwth um mit dem er verwachsen ist. Ohne dies ist alles nur eine halbe Reinigungstur und halbe Kuren sind erst recht zu teuer. Der ganze Mensch, die ganze Wohirung, dir ganze Atmosphäre, oder wie der Brrliner jagt, das ganze Miliö muß ausgemvttet werden, frisch geputzt und strahlend neu und frisch qanad)t werden. Und Atoac auf moderne Art unb Weise. Richt wie die Großmutter es machte, als sie den Großvater nahm und mit dem Stock ausstäuble! Richt den Großvater, sondern die Gardinen, die Vorhänge, die 'Decken, die Teppiche dte Möbel, die Kleider. Heute ist auch hier dw Menschheit ein Stück weitergekommen durch die chemische Reinigung. Rur sie verbürgt oie blmicnifd) allem ein» wandfreie Reinigung, das heistt die restlose Abtötung g'sundheitsch'ch^ichec Keime und Bazillen, mit denen man Jahr und Tag seine Wohimng teilt. Dabei ist auch das Groffmuttermärchsn längst dahin, bafe ötoff und Färb Schaden b.i der Reinigung erleiden könnt«i, im Ge .c iteil, Stoft, Farbe u;o Appretur gewinnen an Ansehen, und auch hier heistt Reinigen - Heilen! ganz b sonders cmoftehlt Heb das auch für ganz' Zimmerein Achtungen. Erstens bleiben alle Gegenstände viel längec gebrauchst > ig. und i iter.c wird hem persönlich.'n Wohlbrsinden und den hygienischen Bedürfnissen des Kulturmenschen von heute in viel größerem Matze durch eine chemische Reinigung Rechnung getragen. Eine solche Reinigung heißt Sparen, denn dadurch, daß man manches dutzende Male waschen lassen kann, wird es erhalten, und man spart das Geld für teure Neuanschaffungen. Deshalb sagen wir: Hecken heißt Reinigen, chencksches Reinigen aber heißt Geld sparen! Namnentlich, wenn man zu einer chemischen Anstalt von Rus geht, wie es die bekannte chemische Waschanstalt unb Färberei von Gebrüder Rover, Gießen. Laden: Marktplatz Ar. 8, ist. Rufen Sie TelLphon 459 an, das Gewünschte wird sofort abgcholt und in wenigen Tagen haben Sie es als etwas ganz Neues zurück! Unö di.' Hausfrau braucht keine teure Reise zu machen, sie kann auf ihrem Balkon in der Sonne siegen, die Hände im Schatz, sie wird ihre helle Freude an ihren neuen sauberen Gardinen, Vorhängen, T:cken, Teppichen. Möbeln und Kleiüersachon haben, ihr Wohlbefinden wird sich In dieser properen neuen Umgebung h.ben, ihr Appetit wird besser, ihr Schlaf wird besser und das Der» stehm der Ehegatten wird auch besser Drum — —: [42 366 Li.be Hausfrau, ich rate dcr nur, Probiere auch mal diese Frühlingskur! Die 4.845 t )ten. en. "lehrr für blc itmelnbt. 91/■ jual en o. b, 2utoj. ^ndtkkikchr f Schultheit. - • l- 6- Iugwd Wfl. IV,. - im-Stelnberg. und heilige» dardriütich. 1. n. u. 7 Anchk ach vsim. S> et. 8 Som, S'/. teile m. Predig,', rhaltunMbenb litQfl u. Zreilag erg. 9!,j Me ed.-Lallbach. Wandachl mll I sofort bei den ima, Bronchial- [hmatischen Be- iderung bringen, Den werden, da» r alle hiesige" l( Deutschlands Ilten verbleit j?iden, wie olt lögen, Asthma- Linderung bnn- imer aber inner- 1 sind von Di de Packung sei- ier Girsnlle ru n einzelnen keile .r-Zigoretten M er wo man itteln zähle"- * ST-ffe xA e^yS y,*M 5 Hiim-. ö"1 -1 *■»8$ le. »IS e* 1^ u1 Sa Ni •iS »a-*« N- StrtoMif WO bi- J060 MO bli |9/C' 5«' ^föurd) enl1,, $**' , LM)ün^L n. MtiSbd» Ls 5l?T§ teler! , abends 6 W 'o|e jur '1 filollt ilflljenlolterie ob ift Du Anrechts i tfrtity, Dem Wime un Är- arb W Ms-- mmA. yoeid und werden ?ldjxn Sic bitte daraus: — den echten — erhalten Sie nur im Paket mit dem Bild deö Pfarrers Kneipp. „Nielaals lose ausgewogen!" — 1 Pfund nur 50 Pfg. — Gesellschaft von ßreunden und Förderern der UniversM Gietzen (Gietzener hochschulgesellschast) Mittwoch, den 6. Mai 1925, abends 8 Uhr, im großen tzvrsaal Vortrag von Professor Dr. jur. Hollatz aus Darmstadt über Rechtsprobleme der Luftfahrt Gäste willkommen. 4,«o i Klein-Linden! $ W|>W,MNWeiM Sonntag, den 3. Mai 44750 iineatlüm lanj Eintritt frei. Gut besetzte Musik. Anfang 4 Uhr. Es ladet freundlichst ein Franz Rathenow. MAU Gietaer Pätegopm ar hrtereiloig am Mtzi Otflinntn am Slioiitoii, öem 4. ö. HL, abenöö 6.50 Uhr. Anmeld' 'n können noch erfolgen. 45750 Oie Direktion ehigstr. 46. Fernruf 275. Kin kleine» Wander! LteSchrelvmoWve slirZM. IHllbrAaramie. VDiirck- febliifle. 2id)tbnrcSd)tift stein Lvielaeua- 'Jiormnb inaUenlnnflC. Anf Wncsch beqnoase Ritenahlligl Vrotv.u-Swristvr. 0.601)1. Vertrie sstell. w. veroeb. F. Danziger, Berlin NW 21 ru rmftr. 10 HO 'llofH*ccffontu 780^9 GieOener Hodischulgesellschait GieSener Sludenea'iille Seintae, dea 17. Hel 1925 ttoiiiDlttg. Aua den Voranataltungen: Rofd»-s 11 Bkr: F'rühkonzertdorMilitärknpello vor der Universität. Maobe ttaga and abends: WoititätigkeitaveranstaltuugeQ in den Raumen der Universität A-cappi-la-Ch« re Kauimermusik Geselliges Zusammensein Kloinkun-tbübne Radioaaal u. a. m. Niliire AaMaiigiHg tilgt. 4570V Hansa Handels schule J. Kunzeimann Gießen, Bleichstr. 5 Bahnhofstraße 60 4. Mai 4ttla Beginn neuer Kurse. Prospekt tret, j Säcke neu und gebraucht, für alle Bcrwen, dunaSLwecke liefert- ferner orierlett wasserdichtes Segeltuch und Planen In ieber Gräne *iec Bl. 61). Blöhincin >sackuroichandluntl (Sleeea Xieaitr. 4 r-l. 332 Oieuernlocrtt. Kar Staleeeti, Blain. Smtur Vuij Wiese nffän sc. Betau «k Re- waAA* die Bedtennng. tllualr. Kettlet art Hainstadt R > Beden. Rupp und Roll und „Lebewohl“ Stundenlang im Pürscheschritte Schleichen sie zur Hasenzeit. „Lebewohl" gestärkte Füße Spüren keine Müdigkeit. ii*. Oemtui: i$i natüruch das perühmte, von vielen Atmen empfohlene Hühner »egen.Lebcwoh) für die Zehen und Lebewohl-Balfenseheiben für die Fußsohle. 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Lteohan, Banboiltr. 4499c Zum Besuch ladet herzlich ein __Der Borlland. M MklMMN Herr Rechtsanwalt 9l(brcf)t auö Gienen wirdanlDonnerst ig. dem 7.Mai,abdS. S Ubr, im Frankfurter Hof einen Bortraa über Liquidatious- uub Berdränaougo 1 schaden sowie über die l>rage der Aus- tuertunn hnlteit. Die Crlönravt>c Gtebeu des HilsSbundcs für die (»Ilan Lothringer >m Reich labet alle Ber,riebenen zu diesem Bortrag ein. 4472O __Ter «orüand. Wsäbe öes MW halber werden ad Samstag bie Toträte an Likören, Kognaks und sonstigen Spirituosen ZU bedeutend ermäßigt. Preisen total ausverkauft. s Mon Selter^weg 9. Anbei biete Ich noch billige verschiedene Schokoladen und Kakaos an. 03831 Kaplansgasse 18 4579a Verkauf nur erster Stock T" ömisWMsiesi in Lich am Sonntag, dem 3. Mai Vormittags " 10 Uhr: Festgottesblenst in der Kirche. Predigt: Pastor von Roon Jttmanns Etagengeschäft Kaplansgasse 18, I. 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Referentin: Frau Dr. Schön, Bismarcksir. 32 Eingeführte Gäste willkommen. oraD Frau Minna Naumann 1. Dors. Sonntag, den 3. Mal, abends 8 Uhr Rittergalle 17 Vortrag Thema: Das Evangelium Gottes und die Gegenwart Gäste willkommen! I>e. Adoentmilllon. Hubertus. Conutan ven 3. Mai: Iugendfuche. Preisverteiluug nichtHopfrld,sondern Hindenburg rettoti Der Vorstand. MOTOREN-WERKE MANNHEIM A.-O. KRAFT und LICHT billiyiT durch hompraSiorlote DIESEL MOTOREM i-, 161 Verkaulsbureau: Gießen, Schanzenstr. 16, Tel 928 Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Erna Datz Georg Hetz 2. Mai 1925 Gießen, Bleichstratze 14 03390 Paul Neumann Derwaltungsinspektor Sophie Neumann geb. Betzold Vermählte r Gießen, den 2. Mai 1925 | I Für die uns anläßlich unserer silbernen Hoch- t zeit erwiesenen zahlreichen Aufmerksamkeiten 1 sagen wir herzlichen Dank Heinrich Schmidt IV. und Frau Elisabeths geb. Deibel r Wieseck, den 2. Mai 1925 | r ................................................ 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Eröffnung des neuen Kurhauses in vollem Umfange bis spätestens 15. Mai. Vom 10. Mai ab können schon Kurgäste in volle Pension und Verpflegung aufgenommen werden. Das Kurhaus ist mit allen neuzeitlichen Einrichtungen und vornehm ausgestattet. Der Hotelbetrieb wird durch tüchtige fachmännische Leitung geführt. Die Pensionspreise sind zeitgemäß, jedoch mäßig festgesetzt. Das Badehaus ist bedeutend vergrößert und vollständig neu hergestellt. Mäßige Kur- und Bäderpreise. Vornehme, sachgemäße Bedienung. $ Empfehlen unseren Heilwasserversand für Haustrinkkuren. Tel. 240 auch nachtö Nuß- \ Eier- \ AnthrazitJ Kohlen Unionbriketts Bucken- \ Brenn Fichten- ( holz A nmachholz hei er t bilL / rei Haus. Carl Haas jrn Frankfurter Str. 59. Telephon 1082. ug.c stinitwi frühe und späte Sorten ia. Sjeifeturtoiieig empfiehlt 24480 H. Trechster Steinstratze 73 Tel. 1581 Austtlltti'ng unrein u.oreisweri öle Brühifdje Unlo.-Sruderet, H. fange, Gle^, Zynistt 7. Nr. <02 viertes Blatt Samstag, 2. Mat 1925 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Buntes Allerlei. Aussterben der höheren Tierwelt Man hort wohl ob und zu von Tieren, die durch die oordringende Zivilisation in ihrem Daseiir schwer bedroht (inh. bic bcm Lussterben nahe oder bereit) ausaerottct sind. Aber daß die ganze höhere Tierwelt nicht nur in unserer Heimat, sondern überall auf der Erde in ihrem Bestände bedroht ill, Has ist eine aufsehenerregende Mitteilung, die Prof. '21 rIM in einem Aufsatz der Frankfurter Wochenschrift „Die Umschau" naher aussiihrt. Zahlreiche mächtige Tiere sind bereit) vom Erdboden verschwunden, so der Auerochs, der die germanischen Wälder xu Cäsars jeiten so reid) bevölkerte, sein amerikanischer Vetter, der Bison, von dem nur noch einige Herden, als .Naturdenkmäler" geschützt, ihr Dasein sristen, der Elch, von dem sich noch ein kleiner Bestand im Memetdelta erhallen Hal, das Wildpserd, das iwch vor einiger Zeit die Steppen Südrußlands durch- schweiste, und ausgeroUet find in unseren Gegenden auch die Raubtiere, wie Bären, Wölfe, Luchse usw., die sich noch vereinzelt bis ins 10. Jahrhundert erhalten hallen. *2Us fast ausgeroltet muh and) der Mpenfteinbock gelten, der nur noch in den Grafischen Alpen sorgfältig geschont wird. Die riesigen Raubvögel der Alpenwell, wie Lämmergeier und Adler, sind tast völlig verschwunden. Der Biber, einst in Deutschland weit verdreilet, lebt nur noch in einer kleinen ständig bedrohten Kolonie in der Nähe von Dessau. Der Riesenatt, von den in früheren Jahrhunderten ganze Schisssladungen aus Neufundland ausgeführt wurden, ist bereit-, seit 1844 völlig aus» gerottet, ebenso die Labrador-Entc, von der es nur noch 36 ausgestopfte Exemplare gibt, und die amerikanische Wanderlaube/ die einst mit ihren Niesenschwärmen den Himmel verdunkelte Bon dem Brillenkormoran, der früher im Gebiet der Beh- nngstraße sehr häufig war, geben nur nod) vier aus- gestopfie heule Kunde, und das Borkentier, die gewaltige Seekuh derselben Gegend, ist spurlos verschwunden. Bon demselben llnheil bedroht ist die Seeotter, der sich andere kostbare Tiere anschließen. In Asien ist der einst dort sehr zahlreiche Niluhirsd) verschollen. In dem Tierpark des Herzogs von Bed- ford werden noch 62 dieser merkwürdigen Tiere gehalten. Grosz ist die Zahl der Tiere, die in den letzten Jahrzehnten in Afrika den Menschen zuin Opfer sielen, und die eigenartige Tierwelt der madagassischen '.Region hat schwere Einbußen erlitten; die Nlesenlauben. die Dronien, ebenso die Riesenlauf- uögel. die Maas, gehören heute der Sage an. lieber« Haupt sind die schweren ungefügen Laufvögel am raschesten dem Menschen erlegen, ebenso die australischen Riesenbeuteltiere. Die wichtigsten Ursachen für das rasche hinschwinden der allen Tierwelt vor der Kulturmenschheit sind darin zu suchen, daß der Mensch Tiere einsühi!, die in den ursprünglichen Bestand der Tierwelt störend cingreifen, daß die Pelze, Federn, dov Eisenbein oder andere Kostbarkeiten der Tiere seine Begehrlichkeit erwecken, sodann überhaupt die fortschreitende Erschließung und Besiedelung der Länder, die Verbreitung der Feuerwaffen und das Eindringen von Krankheiten. Wenn man erfährt, daß in den Jahren 1919—21 die Pelze von 96 Millionen Tieren in den handel gekommen sind, so kann man daraus schließen, wie schnell die Pelztiere verschwinden müssen, und ebenso ist es mit den Edelreihern, den Paradiesvögeln und Kolibris, deren Federschmuck einen schwunghaften handel bildet. Wie ist es nun möglich, diese Entwicklung, die auf die Vernichtung der alten Tierwelt hindrängt, hinaus- zuziehen oder zu verhindern? Arldt glaubt, daß der Untergang der höheren Tierwelt, sowell sie nod) in wildem Zustande lebt, durch Schutzmaßnahmen wenigstens verzögert werden kann. Man muß große Vorsicht in der Einführung neuer Tierformen wallen taffen, darf den Eingeborenen keine modernen Schuß- wafsen in die Hände geben, muß auch die Jagd der Europäer in strenge Grenzen eindämmen und den Pelzhandel einschränken. Sodann inüffen der ein« heimischen Tierwelt überall umfangreiche Zufluchtsstätten gelassen werden. Dann wird die Gefahr ihrer Vernichtung wenigstens herausgeschoben sein. Feuer am Nordpol- Technisch-polttischer Roman aus der Gegenwart. Don Karl-August von Lafsert. 31. Fortsetzung (Nachdruck verboten.) Zn einer halben Stunde ist alles vorbei, dachte Linda, die plötzlich von tiefer Hoffnungslosigkeit befallen wurde. Dann kam das lang fand? Sterben. Sie mußten niedergehen, hatten keinen Brennstoff mehr, Vorräte nur für wenige Tage. Mit plötzlichem Entschluß wandte sie fid) an Liebhard und reichte ihm die Hand. „Wenn es zu Ende ist, dann (affen Sie uns nicht langsam vergehen." Der junge Ingenieur begriff. Tief beugte er sich über ihre Hand und küßte sie ehrfurchtsvoll, als letzte Zärtlichkeit, die er einer Frau in diesem Leben erwies. ,,3d) werde die „Schwalbe" zu jenem Ende steuern, das Sie erwarten", sagte er sich aufrichtend. „Wir fliegen der Sonne entaegen — immer höher — solange die Kraft reicht/ Er zögerte. „Und bann?" fragte sie leise. „Dann ziehe ich die Stützen der Tragflächen ein, und in wenigen Minuten ist alles vorbei." Sie schwiegen. Ein kurzes Todesgrauen kroch ihnen den Rücken herauf. Linda deutete nach hinten, zur Zentrale. „Wer jener Mann dort? Weiß er denn nicht auch, daß es zum Ende geht? Warum kommt er nicht zu uns ? Er muß doch wahnsinnig werden in feiner Verlassenheit." „(£j sieht genau wie wir das Unabwendbare herannahen. Aber bis zum letzten Augenblick wird er unverrückbar seine Pflicht tun." „Morsezeichen vom „Stößer" deullich erkennbar!" tief es hoffnungshell aus der Zentrale. „Er muß ganz nahe fein." Liebhard warf einen Blick auf die Registrier- tafel. Nod) zehn Minuten reichte das Benzin. Aber fnsche Hoffnung erfüllte ihn. Und aufs neue um« schweiften seine Blicke den Horizont. Mit unoer« niinöcrter Geschwindigkeit jagte die „Schwalbe" dahin und durchmaß über sechzig Meter in der Sekunde. Da schrie Linda auf und zeigte nad) vorn. „Dort am Horizont. Der dunkle Punkt. Das müssen sie fein." „Sie sind es!" rief Liebhard. „Und wir sind gerettet!" „Wir haben unsere Freunde wieder!" schrie Linda außer sich vor Freude. Doch sofort besann jio sich und setzte bebend hinzu: „Aber ebensowenig. Osterrötsei-Wettbewerb |E I Rl R | O 1 M । A 1 i N | R O | L | L N Met, 34. Otouic. 35. Humor, 36. Ur, 37. Ihm, u«^WMWUU E| L B A B 1 M | E | D A Der ich hätte erst gar nicht angefangen!' I 1 6 Weilchen, bl — p, bo o, bu = m. no 8, ro ---- y, tu i, fu = g, za s, ze — q, zi — u, der der - IBS l°! ■’ h ■ <8nör Reih N | 1 - fl R O M M SD 8HBSB ) Stall Saba kann Kara und Hasa gelesen werden. Ah. Oro. Ihn, gegengcseht, abzittesen sind. 1. Getriebe. 2. Blume. 3. Strauß-Oper, 4. Gewebe, 5. englische Königin. e. Weinforte. 7. Prophet, 8. ‘2laturcrcignl8. 9. Ort ‘Blume, Hummer, Henker, Forke (r nach lesen), Handel, Zephir, Rentner, Otfried, Früh fahr, Garten, Herde, Kammgarn, schenke, Asche, Lende, Geber, Arlberg, Eidam. Sesam, Geisten, Ewald, Esel, Antwort, Windel, Ebbe, Gotbeer, Hörne, Anker, Roland, Helge, Sonja, Eber, Ochse, D.idda, Achtung. Dekan, Argus. Rewa, Halle, wohlerzognen Kind, zwei, noch ein kleines Großen fertig sind. Gehen diese nach dem Essen Tcebenan bann in den drei. Ist für dich der Zwang zu And du kommst dann an die Scharade, zwei, spricht die gute Mutter Timor, Wegsaum, Kante, Posten, Turmuhr. Blumenkränze entführt dem Menschen leiseste Westwind, Dornenkronen jedoch nicht gewaltigste Sturm. (^ntzifferungSaufgabe. Rösselsprung. Die -Baume flüstern mit hermlichem Rauschen Bald legen wir an unser Festgewand. Hoch in den Zweigen die ‘Sögclcin lauschen, Vnö siegend schreitet der Frühling inS Land, Wit Veilchen geschmückt die goldenen Goden. Wie Sonnenglut funkelnd der strahlende Blick. Hell klingen durchs Land die Osterglocken. Holdseliger Frühling, sag', bringst du das Glück? Sircii^worträlfcl. Blumen Nätsc!. ^j) Levkoje, Immergrün^ Edelweiß, Begonie, Stiefmütterchen. Tuberose, Dahlie, llfambara* Veilchen, Maßliebchen. Iris. Clematis, Heliotrop — Liebst du mich? b) Jasmin, Aster. Enzian, Iris, fiüie, Erika, Zinnia, Usambaraveilchen, Maiglöckchen, Islandmohn, Rose — Ja, eile zu mir! bei Berlin, 10. Rübenerzeugnis, 11. Kunstsprache 12. Park in ReuNork, 13. englischer Millionär. 14. Dagncrsche Bühnensigur. 15. DKännenxame, 16. asiatischer Fluh, 17. Rätselart, 18 Großindustrieller t. 19. Baum, 20. Stadt in Dal- maticn, 21. Baumfrucht. 22. Gestein. Auslösungen. (Rätsel siehe .G. A." Rr. 96 vom 25. Apnl » Kreuzworträtsel. Wagerecht: 1. Donau. 2. Achat, 3 Wul, 4. Reh, 5. Rot, 6. Aroma, 7. Leine, 8. Ire, 9. Ahorn, 10. Ei, 11. Arm, 12. Zio, 13. es. 14. Drau, 15. Drei. 16. ja, 17. Abt, 18. Udo. 19. du, 20. Aorta, 21. die, 22 Önunan, 23. Rhein, 24. Leo, 25. Ast, 26. Rho, 27. Trias. 26. Orion. Senkrecht: 29. Watte, 30. Juwel, 31. Dur, 32. Ida, Eins — Zu dem Eins — Bis die Tod, 39. As, 40. Ebro, 41. Rips, 42. Erz, 44. Ute, 45. To. 46. Ridda, 47. Arici, 49. Duero, 50. Ton. 51. Eid 52. Texas. 54. Juno. DesuchSkartenrätsel OberlandeSgerichtSra. Kapselrätsel. Mit den Wölfen ^nuh man heulen Die Narrenkappe. 33. 38. 43. 48. 53. Splitter und Sparren vom RedaktionStisch. Lustiges aus bem ersten Schuljahr. Die Schule hat wieder begonnen, und zahl' i eiche junge Erdenbürger haben zum erstenmal den Ernst des Lebens kennengelernt, wie er sich hier offenbart. Diese erste Begegnung des Kindes mit der Schule führt natürlich zu manchen komischen Zwischenfällen und Aussprüchen. So erklärte n. B. der sechsjährige Alfred: „Die Schule nimmt mir zuviel Zeit weg. Ich komme ja gar nicht mehr zum Spielen." — Liese kommt zum erstenmal aus der Schule. Als sie die Mutter fragt, wie es gewesen fei, meint sie: .Ach weiht du, ich toolUe. Zv = t, 8U = r. Lichtwaerts alle Halme strebev. Unö aus allen Zweigen bricht Reue Kraft und neues Leben, Sei willkommen, Osterlicht! re — v, ri fi = L so ba — n, be = l, na c, ne = a, ni = 3 5 len wir zu diesem Feste Feierlich die Gäste ein, Wirst du sie im eins — zwei - Örel Grüßend mit 'nem Strauß erfreu«. Silbenrätsel. Glus den Silben: a — ba — be — ben — beth — bus — chel — da — da — de — doc — darf — e — ei — erd — es — cu — ga — gu — Hag — i — i — ke — ker — lei — li — Io — mast — me — me — min — na — nal — ne — nes — o — Park — pe — phrat — ra — ran— re — rix — rup — sa — fa — sa — falt — si — fol — ster — stin — tan — ti — to — vid — wei — west — zen — zuk bilde man 22 Wörter, deren Anfangs- und Endbuchstaben, erstere von oben nach unten und letztere entziehe bau nebebobunt ? Ztbano Zazozibo! Ging's Ihnen auch fo? Bei uns zu Haus haben wir eine neue Geheimsprache ohxnbcn. Sie ist geradezu ideal: Absolut unverständlich für jedermann (einschließlich der Beteiligten), lediglich gilt der alte Wahrspruch: „c’ est le Ion, qui fait la mufique" Beachten Sie bitte die Weichheit der vielen B: neboboniba? Hub die Klarheit und Schärfe, die das Z in die Antwort bringt: neziza zibozo! Das kann heißen (etwa am Frichstückstisch): „Ist die Post schon da, mein Kind?" ..Da liegt sie ja neben dem Drötchenkorb!" — Oder: ..Hast du gut geschlafen. Mar?" „‘Santo. Leidlich!" - Aber auch, nach vorheriger Abrcche: .Kannst du mir die 'fünfzig Mark geben?" „Bedaure. Abgebrannt!" (Sic weitere sinter Haltung folgt meist auf hochdeutsch!) — Ich glaube sicher, daß es um Ostern und iroch lange nachher bei euch zu Haus ebenso gewesen ist! Ra. die Hauptsache bleibt, daß ihr gemerkt habt, wies herauskommt Gan.; leicht schrint mir die Sache nicht gewesen zu sein, denn die Zahl der richtigen Lösungen ist diesmal nicht sehr groß, obwohl 'ich nach Rücksprache mit der Redaktion noch einmal acht Tage zugegeben hatte. Bei der geringen Zahl von richtigen Eingängen sind naturgemäß auch weniger Prämien I,cLau»flelDmincn; doch konnten diese dafür um so wertvoller ausgewählt werden. Cs erhielten: Frl. Gertrud Schuck. Gießen, Henselstr. 6: einen gerahmten Druck Döcklin, »Der Eremit" (60 80 cm'. Herr Lehrer Ranz, Steinbach. ein Wer! Ioh. Walther. „Bau und Bildung der Erde", 1925 bei Quelle & Weyer Frl. W Rübe. Gießen, Löbersttaße 3: ein Werk „Deutsche Hausmusik aus vier Jahrhunderten" von H. Lei chent ritt. Die Sachen können im Laufe der Woche auf der Redaktion des „(Siebener Anzeiger". Schulstraße 7/9, abgeholt werden: auf Wunsch werden sie auch durch die Post zugestelll. Der Rätselvnkel. 11 nb nun zu der Auslösung. Hier ist sie: Lilben-Rätsel. 2 4 ♦ . ♦ Silben-Zrreuz. 1—2 Waffe, 3—2 Stadt auf Rügen, 3-4 Europäische Hauptstadt, 4—1 Baum, 4—2 Stadt an der Ems, 5—1 Planet, 5-6 Baurn, 6-3 Teil der menschlichen Körpers, 6—2—1 fromme Erzählung. d, nu — b, ra — f, w, fa — h, le = f, | T | O ! R ~O | R | A Lehrer zeigt den Kindern zum erstenmal den Turnsaal und die verschiedenen Geräte. Da merkt er, daß ein kleiner Knirps fehlt. sucht, man ruft, keine Antwort. Endlich tönt es von einer Getter herunter: „Piep, Herr Lehrer, such mich mal, ich bin hier oben!" — Die Lehrerin nimmt mit den Kindern in der Raturgeschichte den Storch durch. Zum Schluß sagt sie „Unb nun schreibt zu Hause hübsch alles aus, was Ihr vom Storch behalten habt." Da hebt Gretchen den Finger. ..Run, was wlllst du noch sagen?" „2ldj, Fräulein, wir wissen'- ja doch alle: es gibt gar keinen Storch!" — In einer Berliner Gemeindeschule fragt die Lehrerin: „Was ist eine Normaluhr?" Ein Kleines antwortet: „(Sine 2kor- maluhr ist eine Llhr, die auf der andern Sette noch mal ist." Mathematik deS SparofenS. 21. Ich habe einen Sparofen, mit dem tch 50 Proz. &r Kohlen spare und stets ein gleichmäßig warmes Zimmer habe. — B.: Dann kaufe dir doch zwei Sparöfen, da sparst du 100 Proz. und behältst obendrein dein warmes Zimmer! Die Macht der Reklame. (Sm Rellameagent suchte einen Kaufmann zu einer Propaganda zu überreden. »Es geht im Geschäft nichts über Reklame", sagte er „Ich will Ihnen nur ein Beispiel nennen. Wenn eine Ente ein Ei legt, bleibt sie ganz still. Die Henne hingegen gackert es in alle Well hinaus. Sie macht Rellame mit dem Erfolg, daß die Nachfrage nach Hühnereiern bedeutend größer ist als nach Enteneiern." — N | E | G | A | M | B| I | E|N C | A | R | L | A T | T | I ■ * U a ° 1 n a b c d e 3 f g » i k b I m n ° P z q r s * u r V w X y z wie mir ihnen Rettung zu bringen vermögen, können sie uns helfen." „Wir helfen uns gegenseitig!" rief Liebhard und lachte über das ganze Gesicht in neu erwachter Lebenslust. „Wir bringen ihnen unsere „Schwalbe", und sie uns den Lenzinoorrat des „Stößers", den wir dann allerdings zurücklassen müssen." . 6. Kapitän Stanhop vvm braven Walfischfänber „Athalia" hatte den Steuermann in feine Kabme gebeten. „Was gibt cs?" fragte dieser erstaunt. Es mußte schon was ganz besonderes kenast"Vd;fk Kapitän ihn in seine Kajüte kommen ließ. „Unangenehme Nachrichten", sagte Stanhop. „Soeben trifft Funkentelegramm vom Reederei - bureau aus Nome ein, das uns die Rückkehr nach Kap Barrow befiehlt. Sehen Sie." Der Steuermann ergriff das Papier, schob den Priem von der rechten in die Imke Backentasche und las: Nome, den 19. Äugust, 3.15 nachm. Dampfer „Äthalia", Nördliches Eismeer. Wir teilten Bralford Brothers in Neuyork die von Ihnen gemeldete verfrühte '2(bfahrt der „Atha- lia“ mit. Diese weisen uns an, Sie zu veranlassen, sofort nach Barrow zurückzukehren und mindestens bis 23. dort zu warten. Unsere Nachricht, daß Sie öirett von den deutschen Fliegern Funk sprach erhielten, roonad) der Flug aufgegeben und Rückfahrt nach Spitzbergen angetreten sei, wird dort bezweifelt. Auf unsere Anfrage bestätigte uns die hiesige Funkenstation, daß sie ebenfalls diese Nachricht mit Welle 840 ausgenommen habe. Man glaubt aber nicht, daß das Telegramm von einer kleinen Flugzeugstation in Gegeirü des Poles auf- gegeben wurde, deren Reichweite gar nicht so groß ist. Maii vermutet als Absender eher eine große Schiffsstation in Nähe der Beringstrahe. Wir cr- bttten Bestätigung und erwarten nähere Nachricht sofort nach Äiede reintreffen in Barrow. Bratford Brothers kommen für alle Mehrkosten auf. Reederei 'Jlorbala5ta." „Was sagen Sie, Steuermann?" fragte der Kapitän. „Ein starkes Stuck und nicht sehr angenehm für uns. Da ist nur diese verfluchte neumodische Elektrizität dran schuld. Dann müssen wir wohl wieder zurück." „'Saturn drängten Sie and) so eilig zur 2lb- fahrt? Vielleicht wäre 24 Stunden später schon alles entschieden gewesen. Nun verlieren wir ganz unnötig zwei volle Tage und viele gute Kohlen? „Dafür müssen Bratford Brothers doppel: auf- kommcn", meinte der Steuermann phlegmatisch und schob den Priem, der bereits etwas abgenutzt war, wieder in die rechte Backe. „Sie wissen ja selber, Kapitän, daß die Mannschaft aufsässig wurde. Sie verlangen nach anderer Kost, besonders nach frischem Gemüse, wett ihnen die Zähne schon wacklig n-erben." „Die leimen wir mit Whisky wieder fest. So n bißchen Skorbut hat noch keinem braven Seemann viel geschadet." F u n f e n t e l e g r a m m an Reederei Nordalaska, N o in e. Kap Barrow, den 21. Juli. Hier drei Ueberlebende der deutschen Nordpol- expedition angetroffen, darunter ein Russe. Die übrigen verschollen. Flugzeuge überflogen den Pol. Entdeckten neuen Erdteil zwischen Pol und Alaska. Dos eine Flugzeug erlitt auf dem Weiterfluge Ma- schinendefett. Verbindung mit dem zweiten ging während starker magnetischer Störungen verloren. Gelangte bis Hap Barrow, wo es drei der Teilnehmer ausschiffte. Fuhr zurück, um das andere Flugzeug zu fudnn. Hatte nur noch für zwei Stunden Benzin bei sich. Da bereits zwei Tage seitdem vergangen, ist mit dem Verluste beider Flugzeuge zu rechnen. „Athalia" bleibt noch zwei Tage hier. Es gelang, gegen große Versprechungen eine An- ,zah! Eskimos zu bewegen, bei Eintritt des ersten Frostes auf Schlitten einen Vorstoß gegen Kennan- lanb zu machen. Da der bekannte Nordpolfahrer Frederick Cook sich bei den verschollenen Deut- schen befindet, die ihn in der Nähe des Poles auf; nahmen, ist es nicht ausgeschlossen, daß sie versuchen werden, sich zu Fuß nach Alaska durchzuschlagen. „Athalia" kann sich an Rettungserpedi tion nicht beteiligen, da Gefahr des Einfrierens vorliegt. Die beiden geretteten Deutschen dagegen wollen hierbleiben, um die Eskimos bei dem Ret- tungswcrk zu unterstützen. Kapitän Stanhop. 2In Dampfer „Athalia". Bratford Brothers fragen an, ob der gerettete Russe Herr Stratoff sei. Bitten in diesem Falle um Bescheid, ob sofort Rettungsexpedition von Nome mit geeignetem Schiff ausgesandt werden soll. Reederei Norda'aska Reederei N o r d a l a s k a, Nome. Kap Barrow, den 22. Juli Wir erhielten soeben Funkentelegramm von den deutschen Fliegern. Beide Flugzeuge befinden sich bei etwa 160 meftL Länge und 77 Breite gestrandet ohne Äenzinoorrat. Da wegen Mangels an Proviant unb Fehlens jeder Verpflegungsmöglichkeit die Aussicht auf Rettung ausgeschlossen ist, so haben die Schiffbrüchigen beschlossen, durch herbe' geführte Explosion des letzten Benzins einen raschen Tod zu suchen. Bei Abgang dieses Telegramms leben sie bereits nicht mehr. Eine Anzahl wichtiger Nachrichten, die sie uns nod) übermittelten, gebe ich in längerem Telegramm in verabredeter Geheimschrift, das in etwa zwei Stunden abgehen wird. Kapitän Stanhop. ♦ Reederei Nordalaska , sJl o m e (chiffriert) 100 km roeftl. Barrow, den 22. 7., 8 Uhr abends. Die Angaben des letzten Telegramms sind nicht zutreffend. Die ganze deutsche Expedition ist gerettet und befindet sich wohlbehalten an Bord der „2ltha- ha". Ebenso eines der beiden Flugzeuge. Der Grund für eine absichtliche Falschmeldung war folgender: Die Deutschen wissen, daß die Franzosen alle erdenkbaren Anstrengungen machen, sie und ihre Flugzeuge, die diese gewaltigen Leistungen erzielten, in ihre Hände zu bekommen. Sie nehmen an, daß das Telegramm, das ich am 18. erhielt und in welchem die Rückkehr der Expedition nach Spitzbergen ge meldet war, von einem französischen Kriegsschiff abgegeben wurde. Trifft diese Annahme zu, was ich für möglich Halle, dann wird dieses Schiff auch alle zwischen uns gewechselten Nachrichten ablesen und den Versuch machen, die Deutschen in der Beringstraße abzufangen. Auf Veranlassung von Herrn Stratoff schickte ich daher das letzte falsche Telegramm zur Irreführung der Franzosen. „Athalia" ist bereits auf dem Rückwege nach Nome. Stanhop. ♦ Ehiffretelegramm an Dampfer „Athali a". Mit Ihren Maßnahmen einverstanden. Wtr sandten Bericht mit der Ditte um Geheimhaltung an Bratford Brothers, Neuyork. Schicken Eie wei terhin offene Telegramme mit falschen Angaben über die Fahrt der „Athalia", da Franzosen immer noch die Absicht haben können, die drei Ueberlebem den, von denen sic wissen, festzunebmen. Anwesenheit eines französischen Kreuzers in der Beringstraße ist festgestellt. Wir empfehlen daher, die Enge außerhalb der gewöhnlichen Route dicht an der russischen Küste zu passieren und von dort während der kurzen Nachtstunden in Nome einzulaufen. Der Gouverneur von Maska ist von uns benachrichttgt und wird Washington um Verhaltungsmaßregeln bitten. Für nähere Nachrichten, wie Rettung der Expedition vor sich ging, wären wir dankbar. Nordalaska. (Fortsetzung folgt.) ißn Kapokmatratzen «WG! Roßhaarmatratzen, Steiners Wollunterbetten ‘Präparate 4262c Photo-Haus Winterhoff, Kreuzpi, 9 Eislieferung die vielgeriihmte 3-Pfennig-Zigarette Fabriklager: F, Pannecke, Gießen, Glaubrechtstr -U74D 'jaBcahm ImdMb ne beiistet’. en de Schutzmarke. 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