Ar. n Erster Blatt 115. Jahrgang Mtttto-ch. AprU 1925 Erscheint täglich, auher Sann- und Feiertag«. Beilagen: GiehenerFamüienblätter Heimat im Bild. Manats kezngrpreir: 2 Goldmark u 20 ®olb^ Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüsse: Schrtstleitung 112, Der« lagundGeschäftsstelle5t. Anschrift für Drahtnachrichten: BnzeigerEiehen. Postscheckkonto. Smffurt a. M. 116M. GietzenerAn;eiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck rmd Verlag: vrühl'fche Universttät§-Vuch und Zleindruckerei R. Lange in Sietzen. Bchriftleitung und Seschäftrftelle: Zchulttratze 7. Annahme Hü Lnzrtgtk für die lagesnuwwner tüf zum Nachmittag vorhei ohne jedeDerbindlichkeit Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite Srtiichst, auswärts 10 Goldpfennig; für Ne« klame-?In^eiyen d ,70mm Breite 35 Goldpfennia, Platzvorschrift20" .Ausschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friede. Wilh Lange; für den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: Hans 'Bed^ sämtlich in (Biefjen. Hessischer Landtag. Darmstadt. 31 März. Präsident Adelung eröffnet die Sihrorg um 12Vs Uhr. Zunächst werden zwei kleine parlamentarische Anfragen der Kommunisten beantwortet, sodann wird in die Tagesordnung eingetreten. Als erster Punkt steht daraus die Regierungsvorlage über den Ausbau der Wölfersheimer staatlichen Betriebe, wovon das Haus Kenntnis nimmt. Hierauf wird der Staatsvoranschlag für 1925 beraten. Finanz mi nister Henrich führt hier- zu auS: Die Erhöhung der Dedarfsziffer im Voranschlag für 1925 ist nicht auf neue Aufgaben zurückzuführen Die Besoldungserhöhungen sind 1924 nur teilweise wirksam geworden; 1925 kommt der Iahresbelrag voll zur Geltung, das sind 9i/., Millionen mehr als 1924. 5 Millionen sind allein durchlaufende Rechnungsposten. Die sachlichen Ausgaben erhöhen sich durch die Verteuerung aller Gegenstände. Dazu kommt das automatische Anwachsen des Besoldungs etat« durch das Hereinwachsen der 'Beamten und Anwärter in höhere Desoldungsstufen. Der Beamtenabbau mit einer Ersparnis von drei bi« vier Millionen tritt infolgedessen nicht deutlich in die Erscheinung. Die De° darsszifser bekommt ein anderes Ge- ticht. wenn man 25 Millionen Ausgaben abzieht, die der Staat den Gemeinden abgenommen hat und wenn man im übrigen den gesunkenen Geldwert in Rechnung stellt. Zur Einnahmeseile bemerkt der Minister: An den eingestellten Ziffern ist insofern festzuhalten, als eine Ermäßigung der Steuersätze 1924 unmöglich ist. Denkbar find Verschiebungen, etwa von der Grundsteuer auf die Gebäudesteuer-. Vorschläge hierüber bleiben Vorbehalten. £>ie Sondersteuer vom bc 'bauten Grundbesih wird in der jetzigen Form nur noch für 1925 erhoben werden. Rach der Verabschiedung des Gesetzes über die Auswertung wird hier eine Reugestaltung eintreten. Die diese grundsätzlich aussehen wird, tann heute noch nicht gesagt werden, nur das eine ist sicher haß eine besondere Abgabe vom be bauten Grundbeüb für absehbare Zeit bestehen bleiben wird und mit der stei- genden Miete wachten must. Die hessische Regierung wird die au« den Mieterhöhungen sich ergebenden Mehrerträge möglichst restlos dem Wohnungsbau zuführen. Die Hess. Regierung hält die vorgesehene Aufwertung für unzureichend, für das Land kommt sie nur insowei! praktisch in Betracht, als nun auch Landesanleihen in sehr mastigem Umfang aufzuwerten und zu verzinsen sind. Der Schwerpunkt hinsichtlich der A n s i ch e r h e i t der Einnahmen liegt in den Anteilen an den Reichssteuern. Hier ist alles im Flust. sowohl die Gestaltung der Stenern selbst wie auch der Anteil der Länder hieran. Zur Zeit werden diese Gesetze im Reichsrat beraten. An Stelle der Einlommen- steuervorauszahlung sollen baldigst wieder richtige Steuercinfchähungen treten. Der vom Reich versprochenen Veranlagung für 1924 ist Hessen bereit, zuzustimmen. Rur muh es eine etwaige R ü ck z a h l n n g s p.f l i ch l aus eigenen Mitteln ab lehnen, weil es dazu einfach nicht imstande ist Die Senkung der Hms atz- steuer ist richtig, wenn auch für die Länder schmerzlich Abzulehnen ist aber, das; das Reich sich zu Lasten der Länder an der Einkorn- m e n st e u e r hierfür schadlos halten will. Roch weniger verständlich ist, dah das Reich den Tarif für die Einkommensteuer und Vermögenssteuer erheblich herabsehen, dagegen 220 Millionen ans der Bier- und T a b a t ft c u e r mehr her ans ziehen will. Das macht die hessische Regierung nicht mit An einer mastigen Erhöhung der Biersteuer wird man nicht vorbeikommen. A b z u l e h n e n ist dagegen die T a t>_a f ft c u e r wegen der in Hessen zu befürchtenden Schädigung. Hinsichtlich der Einkommensteuer fordert Hessen eine mastige Erhöhung des in der Rcichsvorlage start l-erabgesetzten Tarifs. Zum Finanzausgleich zwischen dem Reich und den Ländern erklärt der Minister, dah jahrelang von dem heute für die Reichsregierung ausschlaggebenden Parteien ein starker Kämpf gegen die sog. Erzbergersche Steuerreform geführt wurde, deren Kern in dem Hebergang der Steuerhoheit auf das Reich bestand. Scharf angegriffen wurde die Vernichtung der finanziellen Selbständigkeit der Länder und Gemeinden. Aber nun hört man nichts mehr von de»n „Hnfegen der Erzbergerschen Steuerreform“, wohl aber von den bisherigen Kritikern die Forderung, man müsse die Steuerhoheit des Reichs vor der Begehrlichkeit der Länder schützen. Sogar das vom Reich in Aussicht gestellte Zuschlags- r e ch t zur Einkommensteuer wird vielfach bekämpft. Zum Schluß seiner Ausführungen bemerkt der Redner, daß die Abschlustziffcr (6,7 Millionen Fehlbetrags mit Vorbehalt zu betrachten ist. Ein Teil des Fehlbetrags kann aus dem Heberschust von 1 9 2 3 g e » deckt werden Ein ungedeckter Rest von einigen Millionen bleibt unter allen Hmständen, und dieser kann ohne Steuererhöhung nur durch entsprechende Heranziehung der Gemeinden g edeckt werden. Die A ii s s p r a ch e über den Entwurf zum Staatshaushalt für 1925 wird auf morgen vertagt. Es folgt die Beratung der Regierungsvorlage zum Gesetzentwurf über die Gewerbesteuer für 1925 sowie in Verbindung damit der Antrag der Llbgeordnelcu Din ldeY und Genossen über Reichspräsidentenwahl und preußische Krisis. Einen Augenblick schien es so. als ob eine Klärung der Parteiverhältnisse in Preußen die erste Frucht der neuen Weimarer Koalition fein würde: Zentrum und Sozialdemokraten müssen einem großen Kuhhandel sehr nahe gewesen fein, wonach Herr Marx Reichspräsident werden sollte, während in Preußen Herr Braun alsMinifterpräsident wieder auftrat und von seiner Partei dementsprechend als Reichspräsidentschaftskandidat — wie man so schön sagt „in die Ecke gestellt wurde". Aber dieser feine Plan ist nun doch zuschanden geworden, das preußische Zentrum hat gestreikt und hat es abgelehnt. Herrn Braun zu wählen, so daß nun alles wieder auf den Kopf gestellt ist und jede vernünftige Grundlage zur Beurteilung der weiteren Entwicklung fÄhlt. Allerdings kann man wohl damit rechnen, daß die Sozialdemokraten, nachdem sie gesehen haben, wie wenig ihnen bei ihren Wählern die Barmat-Skandale schaden, die Angst vor den Reuwahlen verloren haben und nun auf die Auf lösung de« Landtages hinarbeiten. Sie haben dazu allerlei komplizierte Tabellen aufgestellt, um herauszurechnen, daß die Parteien der Weimarer Koalition in Preußen eine starke Mehrheit besitzen und nach der Auflösung die Opposition bequem niederhalten können. Die Rechnung hat mancherlei Löcher, schon insoweit, als die Bezirke im Reich und in Preußen sich nicht vollständig decken, und die Zuhilfenahme außer- preußischer Bezirke im Wahlkreis Weser-Ems unter Ausschaltung preußischer Bezirke im Wahlkreise Thüringen doch die Zahlen wesentlich anders gruppiert. Immerhin, das ist richtig, wenn inan jetzt auflöst, werden vermutlich die Komin u n i ft e n wieder einen Teil ihrer Sitze verlieren unh das wäre für die Sozialdemokratie schon allein lockend genug, den Wahlkampf durchzufechten. Ob freilich die andere Rechnung richtig ist, daß dann die Weimarer Koalition mit einer sicheren Mehrheit wiederkehrt, darüber kann man streiten. Gerade in Rorddeutschland haben Die Rechtsparteien noch Millionen an Re- feroe1-, die. tpemi die Frag-? so gestellt tovrfoe. sicher an t>ie Mrne kommen würden. Das Ergebnis könnte also nachher ganz anders aussehen. als die Sozialdemokraten es träumen, zudem da auch die Demokraten nicht allzu begeistert von dieser Idee sind, weil sie schließlich die Ko st en des Verfahrens zu zahlen haben. Die Auflösung in Preußen ist auf zwei verschiedenen Wegen möglich: entweder durch qualifizierten Mehrheitsbeschluß des Landtages selbst oder durch Beschluß der Präsidenten des Staatsrats, des Landtags und des Ministe- r i um s. Wenn also zwei von ihnen nur die Auflösung wollen, also etwa Herr Adenauer und Herr Bartels, könnten sie ihren Willen durch- s tzen. und solange man damit rechnete, daß Herr Braun Minister-Präsident wurde, war er der würdige Dritte im Bunde. Ob aber jetzt noch, wo das Zentrum bremst, die Entwicklung so lausen wird, ist zum mindesten sehr zweifelhaft. Diel Zeit ist nicht mehr zu verlieren, wenn am 26 April gewählt werden soll. Kommt es aber soweit, dann wäre erst zu überlegen, ob die Oppositionsparteien nicht die letzten Folgerungen ziehen und mit gemeinsamen Listen unter Wahrung ihres gegenseitigen Besitzstandes in den Kampf ziehen. Die Ministerpräsidentenwahl in Preußen. Berlin, 31. März. (WB.) Der interfraktionelle Ausschuß des Preußischen Landtages hatte in einer längeren Beratung vor Beginn der Plenarsitzung über die Stellung der einzelnen Fraktionen zu der Kandidatur des Ministerpräsidenten verhandelt. Aus Vorschlag des Zentrums einigten sich die Parteien der Linken auf die Wahl des Demokraten Dr. Hoepker-Aschoff. Die Demokraten butten ihre Zustimmung unter der Bedingung erteilt, daß der Vorschlag von den beiden anderen Fraktionen der Weimarer- Koalition ausgehe und daß diese geschlossen für die Kandidatur Hoepker-Aschoff stimmen würden. Hebereinstimmung herrschte darüber, daß, wenn dieDildungeinergröherenKoa- lition mißlinge, der Ministerpräsident srch energisch für die b iSher i ge Koalition einsehen werde und dah man letzten Endes auch nicht vor der Auslösung des Landtages zurückschrecken werde. Hm 5.20 Hhr eröffnete Präsident Bartel« die Plenarsitzung. Es wird in die Wahlhandlung eingetreten, die mit dem Namensaufruf beginnt. Hm 6.10 Hhr verkündet Präsident Bartels das Ergebnis des ersten Wahl, gang«. ES wurden abgegeben 436 Stimmen. Hn» beschrieben waren sechs Stimmzettel. Die absolute Mehrheit beträgt also 216 Stimmen. Es haben erhalten: Dr. Hoepker-Aschoff (Dem.) 211 Stimmen Dr. Peters (Rechtsparteien) 176 Pieck (Kommunist) 43 „ Es ist eine Stichwahl zwischen Dr. Hvepker. Aschoff und Dr. Peters notwendig, bei der Dr. Hoepker-Aschoff mit 213 Stimmen gewählt wurde. Dr. Peters erhielt 177 Stimmen. Ungültig waren 43 Stimmzettel, unbeschrieben waren zwei. Der Kuhhandel. Berlin, 1. April. (Priv.-Tel. des Wolfsbureaus.) Die Blätter weisen auf den engen Zusammenhang hin. in dem die Wahl des Ministerpräsidenten in Preußen zu der Stellungnahme der Parteien hinsichtlich der Kandidatensrage für den zweiten Wahlgang der Re' chs pr äs i d e n t en w a h l floht. Die aes.ern er'.olgte Wahl des demokrali fchen Abg."Höpker-Aschoss zum Minister- Präsidenten dürfte noch keineswegs die endgültige Lösung der Preußenlrife ge^ bracht haben, da, wie die „Dofsischc Zeitung- erklärt, es noch sehr zweifelhaft sei, ob Dr. Höpker-Aschoff die Wahl annehmen werde. Für den Fall der Ablehnung hält das Blatt cs immerhin noch für möglich, daß das Zentrum doch noch einer Kandidatur Braun zum preußifchcn Ministerpräsidenten zustimmen werde, und daß dann Marx als gemeinsamer Kandidat der republikanischen Parteien für die Präsidentschaft aufgestellt werden dürfte. Rach den heutigen Äußerungen des „Vorwärts" scheint die Sozialdemokratie jedenfalls mit einer solchen Lösung einverstanden zu fein. Das Blatt schreibt: Rechnet man mit einer Stabilisierung der preußisch?n Verhältnisse, dann muß der Sozialdemokratie dann auch die Rolle zusallen, die ihrer Stärke und Bedeutung entspricht. In Preußen Weimarer Koalition mit Braun, im Reiche Weimarer Koalition mit Marx! Die „D. 21. Z." schreibt: Wir stehen vor der Tatsache, daß die in allen Tonarten einer lärmenden Propaganda gepriesene republikanische Einigkeit schon bei der ersten Probe auf das Exempel kläglich in die Brüche gegangen ist. Es kann als völlig ausgeschlossen gelten, daß das Zentrum länger ein Spiel mittnachen werde, das es seiner Wählerschaft gegenüber aufs schwerste belastet. — Der „L oka l a n z e i g e r" ist der Auffassung, daß die Sozialdemokraten Braun zunächst auf gaben, weil sie ihn für die Präsidentenwahl no ch in Reserve halten wollen. Rur den Meinungsverichiedeiv beiten zwischen Zeirtrum und Sozialdemokraten über die Rollenverteilung für den 26. April bat Herr Höpter-Aschoff die Erhebung zum preußischen Ministerpräsidenten zu verdauten. Die „Zeit" vertritt die Anschauung, die Rückkehr zur Weimarer Koalition hänge offenbar auf das innigste mit der Wahlbewegung im Re i ch zusammen. Die Parteien der Linken, die bei der Reichspräsidentenwahl zusammengehen wollten, hätten sich auch in Preußen wieder zusammen- gefunben. Gegen einen bürgerlich-republikanischen Sammelkandidaten. Bielefeld. 1. April. (TH.) Der Be^ z i r ks v o r ft a nb der Sozialdemokratischen Par tei für das östliche Westfalen weist nach einer Meldung der .,Rheinisch-Westfälischen Zeitung" in einem Aufruf an die sozialdemokratischen Wähler darauf bin, daß alle Derhairdlungen der Weimarer Koalition von vornherein als abgebrochen zu betrachten seien wenn bei Zentrum und Demokraten die Einbildung bestehen sollte, als lonitte die <5o- zialdemvkratische Partei, die allein fast doppelt so stark fei wie Demokraten und Zentrum zusa mmenge n o m m c n, in der Frage des Kairdidaten für die Reichspräsidentschaft in eine Selbstent äußerung einwilligen. Die „Bielefelder Volks wacht" lehnt die Hnterstützung derartiger Vorschläge ab und betont, daß die Sozidldemokratte als weitaus st ä r f ft c republikanische Partei aus dem ersten Wahlgang hervvrgegangen sei Daher könnte sie nicht Verzicht l et ft cn, sondern der republikanische Sammel- kandidat müsse ihren Reihen entnvm- m c n werden. Ein anderer Weg würde schwere Komplikationen für die Sozialdemokratische Par tei zur Folge ha beit ♦Beratungen des Reichsbiocks. B t- (f i n 31. Mürz. < £tl ' Tc\ "leichtblock hielt heule in Anwesenheit der Vertreter aller Net bände und Parteien eine Besprechung über das (fr qebniy der Wahl vom 29. Mär.; ab und beriet dam die Frage der ÄanbibatenauffteUung. Es ist, der Blättern'zufolge, noch zu keinem Ergebnis gekommen. Am Donnerstagvormittag wird der Neichsblock zu einer neuen Sitzung zusammen treten. Thaelmann kandidiert wieder. B e rl i n, 31. März. Die Zentrale der kommu ,'istischen Partei hat einstimmig beschlossen, f ü r Öen zweiten Wahlgang wieder Ernst Thälmann als Präsidentschaftskandidaten aus zustellen. Stresemann zur außenpolitischen Lage. Chemnitz, 31. März. g. Dr. Leuchtgens zu: er wünscht, daß bei her Veranlagung von Vermögen unter 5000 Mark Fachleute hinzugezogen werden. Rach weiterer Debatte erflärt Abg. Hofmann- Seligenstadt (Ztr.) die Zustimmung seiner Partei zu der Vorlage' Abg. Weckt er (Ztr.) findet den Zustand befremdlich daß in manchen Gemeinden große Betriebe sind, die ihren Sitz auswärts haben, von denen die Gemeinden aber keinen Pfennig Gewerbesteuer erhalten. Abg. Dr. Riepoth fragt nochmals den Finanzminister, ob die auswärtigen Betriebe besteuert sind. Der Abg. erklärt: Ich behaupte nicht, dah diese nichthessischen Betriebe frei sind von Steuern, sondern wann sie besteuert werden: manche haben bis jetzt noch keine Steuern bezahlt. In der Abstimmung wird das Gesetz in Heber einst immung mit den Anträgen des Ausschusses angenommen; der Antrag Leucht- g e n s wird abgelehnt. Das Gesetz wird auch in der zweiten Lesung angenommen; dagegen stimmen Deutschnationale, Dauembündler und Kommunisten. Rach einer Pause wird auch über den Antrag Ding eldeh abgestimmt, der eine gerechtere Veranlagung der staatlichen vorläufigen Gewerbesteuer für 1924 bezweckt; der Antrag wird gegen die Stimmen der Kommunisten angenommen. Die Beratungen wenden sich jetzt der Regierungsvorlage über den Ankauf von Weinbergen in Rheinhessen. zu. Abg. Dr Möbus (Dbd.) bekämpft in längeren Ausführungen hie Regierungsvorlage. Er macht u. a. geltend, daß das Fincksche Weingut, um dessen Ankauf es sich in der Regienmgsvvrkage handelt, feine Rente abtoirft. Wenn es dann in den Besitz des Staates übergehe, so würden sicher erhebliche Zuschüsse erforderlich sein. Die Behauptung der Ankauf des Gutes sei notwendig, um den Ruf des Riersteiner Weinbaues zu heben, sei falsch denn her Riersteiner Wein fei schon seit Iahr- hunderten berühmt. Der Redner verlangt Auf teilung des Gutes im Interesse der kleinen Weinbauern. Den Vorschlag der Landwirtschafts- lamm er. die beste Lage des Ftnckfchnr Gutes, die „Glöck" nicht aufzuteilen, möchte er ebenfalls ablehnen. Die politischen Parteien in Rierstein. darunter auch die Sozialdemokraten, haben ft ch gegen dm Ankauf ausgesprochen. In feinen Schlußworten bemerkt der Redner, wenn die Herrn Höfle. Barmat und Kutisker schieben, fo solle das die hessische Regierung nicht tun. Hm 1 Hhr bricht der Präsident die Verhandlungen ab und beraumt die näch ste Sitzung auf Mittwochvormittag 9 Hhr an. Der Landtag wird voraussichtlich nur bis zum Schluß dieser Woche tagen. Die dann folgende Karwoche ist bisher immer sitzungsfrcr gewesen Da die Osterwoche ebenfalls nicht für Beratungen in Betracht kommt, so könnten erst in der darauffolgenden Woche die ^ihungcu wieder ausgenommen werden, indessen werden dann wegen des Wahllampfes für die Präsidentenwahl (26. April» die Abgeordneten wenig Reigung verspüren. Beratungen des Landtags beizuwohnen. Es ist deshalb kaum damit zu rechnen, daß die hessischen Dolksoerireter nur noch einmal Im Verlauf des Aprils zusammentreten; dagegen verlautet, daß der Finanzausschuß tn der Karwoche seine Arbeiten toiefcr- a: "->mmt. Protokoll unö M» anfletinbicrtc Dreimachte- bündn iS gegen Deuts chland hatten eine schwierige Situation geschaffen. Durch die deutsche Initiative eines Sichcrheitsange-- Kotes sei ine Lage heute zweifellos ati entspannt an-usehen. Der Minister wies in diesem Zusammcihang auf die bedeutsamen Aeuherun- gen hin, mit denen der englische Außen - minister in der letzten Sitzung des Hinterhauses die Idee eines Militärbündnisses gegen Deutschland abgelehnt habe und den deutschen Standpunkt bezüglich einer auf friedlichem Lege zu erstrebenden Revision der O st g r e n z e n volle Würdigung habe zuteil werden lassen. Der Gegner der deutschen Anregung sei vor allen Dingen die rechtsstehende französische Presse, die wohl erkenne, daß die dauernde «Sicherung des deutschen Rheinlandes einen wesentlichen Kernpunkt der deutschen Initiative auS- inache. Die Außenpolitik die Deutschland zu führen habe, werde in der nächsten Zeit eine unpopuläre sein und werde starke Anforderungen an die Nerven der Zeitgenosssen stellen. Aber die Zukunft werde die Menschen und Parteien nicht beurteilen nach ausgesprochenen unerfüllbaren Hoffnungen, sondern nach dem Ergebnis positiv geleisteter Arbeit, die uns wenn auch auf steinigem Wege, einer Konsoli dierung der Verhältnisse näher bringen werde. Eine gemeinsameAntwort in der (Barantiefrage? Die Rückfragen der Alliierten. Paris, 1. April. (TU.) Nach den Morgen olättern hat der französische Botschafter in London, de Fleuriau, gestern Chamberlain über die noch immer in Vorbereitung befindliche Note auf das Memorandum vom 24. 2. eingehend unterrichtet. Innerhalb des englischen Kabinetts bestehe, so schreiben die Morgenblatter, fetzt Neigung, keine getrennte Note an die Neichsregieruna zu richten. Die Note wird nach dem „Echo de Paris" angeblich nachstehende Punkte enthalten. Deutschland wird aufgefordert: 1 Seine Absichten für die Ausnahme in den Völkerbund unzweideutig bekanntzugeben und sich bereit zu erklären, sämtliche Verpflichtungen des Völkerbundes anzuerkennen. 2. Auskunft darüber zu geben, welche Absichten es in der Grenzfrage gegenüber Polen und der Tschechoslowakei hat und ob es die Angliederung Oesterreichs plant. 3. Sich darüber zu äußern, ob in die Garantie der Deftgrenze auch Belgien und Italien einbegriffen sind. Die deutsch-italienischen Handelsbeziehungen. Verlängerung des Provisoriums. Nom, 31. März. (WTB.) Da der am 10. Januar zum Zwecke der vorläufigen Regelung der Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Italien getroffene Modus vivendi heute a b - läuft und die Verhandlungen über den Abschluß eines an die Stelle dieses provisorischen Regimes rretenden Handels- und Schifsahrtsver- ! r a g e s noch nid)t zu Ende geführt find, haben die deutsche und die italienische Regierung dk4 Verlängerung dieses vorläufigen Regimes iift die Dauer der Verhandlungen vereinbart, die voWaussichtüch innerhalb einer nicht sehr langen Frist zu einem günstigen Abschluß gelangen. Unter Berücksichtigung einiger sehr dringlicher wirtschaftlicher Notwendigkeiten vereinbarten beide Regierungen eine Beschränkung der Listen jener Waren, die bisher nach dem Modus vivendi vom 10. Januar von der Meistbegünstigung ausgeschlossen waren. Infolgedesien werden außer den schon bisher nach dem Grundsatz der Meistbegünstigung behandelten Warm vom i. April an in Deutschland italienische Tomaten, Tafeltrauben und Schleis- und Poliersteine, und in Italien deutsche Bolzen und Schrauben aus Eisen und Stahl sowie Möbeldejchlage zu meist begünstigten Zollsätzen zur Einfuhr zugelassen. Das Abkommen wurde heute durch einen Notenwechsel abgeschlossen, der auf italienischer Seite von Mussolini als Außenminister und auf deutscher Seite vom Botschafter Freiherrn von Neurath unterzeichnet, wurde. Die Unfallversicherung. Deutsck-'r Reickstag. Berlin, 1. April. (Prio.-Tel.) Auf der Tagesordnung steht zunächst die erste Beratung des Gesetzentwurfes über Aenderungen in der Unfallversicherung. Staatssekretär Geib leitet die Verhandlungen ein. Es handle sich in der Hauptsache um einen Ausbau der Leistungen. Besonders die Sachleistungen werden in den Vordergrund gestellt, der Unfallschutz wird verstärkt, die Fürsorge ausgedehnt, die Wiederverwendung der Verletzten in die Wege geleitet, auch vorbeugende Maßnahmen werden getroffen. Der Entwurf beseitigt das Zulagcwesen und stellt die alten Renten auf Reichsmark um. Ser Entwurf zieht es auch vor, die Aufhebung der Unfallversicherung abzuleh- nen und überweist es einem kommenden b e sonderen Entwurf, der dem Reichstag bald zu- gehen soll, diese Frage zur Entscheidung zu bringen. Die Vorarbeiten sind im Gange und werden dem Reichstage sobald wie möglich vorgelegt werden. Abg. I a n s ch e k (So.z.) will den Arbeitern den vollen Schaden ersetzen. Der Entwurf biete zwar einige Verbesserungen, diese sollen aber erkauft werden dadurch, daß die Unfallschäden bis 20 Proz. überhaupt nicht entschädigt werden sollen. Das sei nicht Aufbau, sondern Abbau. Die Hauptsache sei die Vorbeugung von Unfällen. Die Unfall- f ü r f o r g c müsse zu einem festen Bestandteil der Unfallversicherung gemacht werden. Durch den vorliegenden Gesetzentwurf spare die Wirtschaft jährlich 21 Millionen. Abg. Andre (Ztr.) bedauert die wenig zustimmende Haltung seines Vorredners. Durch die öffentlich-rechtliche Unfallversicherung sei doch c i n erheblicher Fortschritt erzielt worden. Der Redner wünscht die Einbeziehung der soge- nannten oersicherungsfreien Berufe in die Unfallversicherung. Der Haupftortschritt des Entwurfes sei die Aufnahme der Berufsfür- sorge in das Gesetz. Die kleinen Renten mußten in ihrem früheren Umfange wiederhergestellt werden. Im allgemeinen sei die Vorlage eine gute Grundlage für die Verhandlungen Abg. Dr. Molden bauer (D. Vp.) bezeichnet den Entwurf als ein Zeichen des ernsten etre- 63 Reichsrvehrsoldaten ertrunken. Eine Standortübung bei Minden. — Beim Uebersetzen der Weser finkt eine überlastete Fahre. — Beltheim, 31. März. ($11.) Während einer großen Geländeübung der 6. Division sollte ein Bataillon deS Infanterie-Regiments Nr. 18 bei Beltheim über die Weser gesetzt werden. Die große Jahre, auf der sich etwa 80—100 Mann befanden, riß in der Mitte. Fast die gesamte Besatzung stürzte ins Wasser. Ein Teil konnte sich schwimmend oder mit Hilfe der Pontons und Dalken ans Land retten , ein anderer Teil wurde durch hinzu- eilende Rettungsmannschaften aus dem Wasser gezogen. Da sich die Geretteten in die Häuser der umliegenden Dörfer begaben und teilweise schon in den Revierstuben der Mindener Garnison weilen, ist die genaue F e st st e l - l u n g der Anzahl der Toten noch nicht möglich. Die Kunde von dem Massenunglück hatte sich rasch in die umliegenden Ortschaften verbreitet. Diele Bewohner aus Beltheim, Hausberge und anderen Orten eilten herbei, um, soweit wie möglich. Hilfe zu leisten. Eine Anzahl der geretteten Soldaten wurde von ihnen mit in die Häuser genommen und dort gepflegt. Die Ünglücksstelle bietet ein wirres Durcheinander von Dalken, Pontons und militärischem Felddienstmaterial. Der Leiter der Geländeübung, Oberstleutnant p. Chochen Hausen von der zweiten Abteilung des Artillerieregiments 6 in Minden, gab beveitwilligst Auskunft. Danach ist das Re - krulcnbataillon des Infanterieregiments 18 in Detmold am schwersten in Mitleidenschaft gezogen worden Don zwei Zivilpersonen, die sich mit der Pontonfähre übersetzen lassen wollten, ist ein Kaufmann aus Dahrenholz wahrscheinlich ertrunken. Die Fähre bestand aus sechs Pontons, die mit einem Bohlenbelag versehen waren. Nachdem die Fähre bereits zweimal die Weser mit Truppen an Bord überquert hatte, begannen bei der dritten Heberfahrt mitten im Strom die Hinteren Pontons der Fähre wegzusacken und der Bohlenbelag riß auseinander. Nach den bisherigen Feststellungen ist das Kentern der Fähre daraus zu erklären, daß die Kuppelung eines Pontons inner- halb der pier verbundenen Kähne d u r ch gerissen wurde. Die sehr starke Strömung der Weser, die an der Hnglücksstcllc etwa 76 Meter breit ist, wird ihren Teil an dem Unglück haben. 160 Mann ins Wasser gestürzt. Ein Teil der 130 Mann, die sich auf der Fähre befanden, sprang ins Wasser, während sich die übrigen auf den noch schwimmenden Teil der Fähre retten formten. Born Ufer wurde sofort eine Rettungsaktion mittels Pontons eingeleitet, und es gelang, etwa 80 Mann dem Strom “ ? &?* ita,^E„N.r ? m A f* ^'lnW Richtung btf x- nur ehqtfne gr Ud Land. en 1. April 1925. lgzeug. Z liegen mit eilet agtn! n Flettners und der ,statt in Göttingen bei vom Dind ge> chen oder bei durch Die HlugzeuMgeln. entstehende Leber- Rückseite aufttetenbf ei tocitem das M kleine AuSgchal- vlgten ErttaMg der I den Professor St. tl seinem Menten einschlägigen Fragen die beiden Gelehrten versuche dawbrr ter. Elne WnE s-Äta [p ergibt sich da Welslöche schon aeteilt durch 9 i, die RerdumE W 116 *" *,«2 JsC’ ttva q •» Ausladen hr tv rQtei man r-feö a nehmen ZK unt ^.7, Kd, 7 Ais le^;Lo worden ge enEiva da- jgen die di Wpu f'- dahe' tu auslau^ b« nd d'e Übrigens- -. *Ä? so. •* 8 fl SauglluS' ifh bei"',T man Aab^ Selben belege m'l betrieb Ls4^ Äil-6 />61 Romann *v «r BBIHODI SÜSSRAHM* MARGARINE i m •vwvwxzX EKA* c&sw ^djuodbu (^uiA-axvtu ycx-m. 35x£>u4«XeA wu* «KS« 280866 In fast allen einschlägigen fiewchttften klnflich. den 26. I I I. 1925. 3354V S? aibfl. Bekanntmachung. Der Doranschlag der Gemeinde Grohen- Linden für dos Ri- 1925 liegt vom 2.-8. k. W. auf unserem Bureau zur Einsicht der Interessenten und Erhebung von Einwendungen offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Grohen-Linden, den 31. März 1925. Bürgermeisterei Grohen-Linden. 3172V 26. Pons. Biete 7-Ztmmer-Wohnung in villen- artigem Hause auf dem Londe, direkt am Bahnhof Stunde Bahnfahrt bis Gießen) gegen 6» edtl. S-Zimmer-Wvh- nung in Giehen. mogl, Aähe Bahnhof. Umzug wird vergütet- Schriftliche Angebote unter 02868 ar den Gießener Anzeiger erbeten. Ausland Er legt dabei Sammellisten und auch angebliche Bestätigungsschreiben vor. Als man ihm kürzlich mißtraute und die Papiere vorläufig abnahm, um sich zu erkundigen, kehrte er nicht z u r ü d. Die Polizeiverwaltungen warnen eindringlich vor dem Schwindler. - Ein alter Gaunertrick wird neuerdings wieder mit gutem Erfolg ausgefühtt. Zwei unbekannte Männer betreten einen Ladenraum, um eine Kleinigkeit zu kaufen. Einer legt einem Zwanzigmarkschein auf den Lisch, um damit zwei Zigarren zu bezahlen. Plötzlich fällt ihm ein, daß er doch noch Kleingeld habe, so daß er seine Zigarren mit 20 Pfennigen begleichen kann. Aichtsdeftoweniger läßt er sich seinen Zwcur- Deutscher Bund für christlich-evangelische Erziehung in ne <$eti Imb zahlreiche wertere Bauten geplant, die zum größten Teil der Erstellung weiteren Wvhnraums. fodann aber auch gewerblichen Zwecken dienen sollen. Dazu fom= men noch die Wohnhausbauten mit Hilfe der städtischen Daudarlehen. aus benen man allein etwa 60 Wohnungen ettoartcl. Man kann hiernach wohl sagen, dah sowohl unser Wohnungs- martt. wie auch die Gage des heimischen Arbeitsmarktes in den toinmenden Monaten eine wesentliche Besserung erfahren werden. •! - Sic Kirchen st euer für 1 925. Aachdem die Kirchensteuerveranlagung für 1924 allgemein lebhafte Beunruhigung verursacht hat, veranlaßt durch die sehr unzuverlässige Zugrundelegung der Einlommensteuerveranlagung 1922, besteht für das Rechnungsjahr 1925 die Aussicht, daß diese Steuer wieder auf gerechteren Grundlagen aufgebaut wird. Don denjenigen Steuerpflichtigen, die Einkommensteuervorauszahlungen zu leisten haben, wird nämlich die Kirchensteuer in Form von prozentualen Zuschlägen zu den EinlommensteuervorauSzahlungen erhoben werden. Für die Lohn- und Gehaltsempfänger findet durch Einfchähungslommissionen eine Einreihung in die entsprechenden Einkorn- menfteuerftufen statt unter Berücksichtigung der durch den Familienstand bedingten sozialen Steuervergünstigungen Die Kirchensteuer wird in prozentualen Zuschlägen zu den Pauschsähcn dieser Stufen erhoben. ’" D b e r 1) e f f i i d) e r Kunst verein Die derzeitige graphische Ausstellung, welche Radierungen von Breuer-Berlin, M ü n ch - ji h e den-Baden und Max Beekmann -Frankfurt o. M. enthält, wird zum letzten Male Sonntag den 5. April 1925 geöffnet sein, worauf eine Pause bis Sonntag, 19. April folgt. Die Ausstellung, welcher ein einleitender Vortrag des Herrn Universitätspro- feffors Dr. Hamann-Marburg über Technik und Aesthelik der graphischen Künste uorausging, dürfte für den Inhaber erlöster Anrechtscheine von besonderem Znteresse fein. RDB Wichtig für de n Eintritt in das besetzte Gebiet. Sie allwöchentlich erfolgenden Bestrafungen durch die Militär-Polizeigerichte des besetzten Gebietes treffen solche Per- sonen. die ohne die verlangten Personalausweise im besetzten Gebiet weilen. Sie empfindlichen Geldstrafen für die Betroffenen bedeuten neben den großen Unannehmlichkeiten und Schädigungen nicht unerhebliche Verluste für das deutsche Bolksvermögen. Es must angenommen werden, daß im unbesetzten Deutschland noch die falsche Ansicht herrscht, seit Aushebung der Grenzsperre fei die Einreise in das besetzte Gebiet ohne jeden Ausweis möglich Der Rheinische Berkehrsver- band weist darauf hin, dah die deutschen Reifenden beim Eintritt in das besetzte Gebiet einen gewöhnlichen Personalausweis mit Lichtbild bei sich führen müssen. Rur wer im Besitze eines solchen Ausweises ist, hat nichts zu befürchten, seine Bewegungsfreiheit ist völlig ungehemmt. '' Oeff ent liebe Bücherhalle. 3m März wurden 1646 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf. Erzählende Literatur 955, Zeitschriften 105. 3ugendschriften 19, Literatur geschichte 9. Gedichte und Dramen 32. Länderund Völkerkunde 95. Kulturgeschichte 40, Geschichte und Biographien 74. Kunstgeschichte 20, Raturwissenschaft und Technologie 69, Heer- und Seewesen 7. Haus- und Landwirtschaft 15, Ge- sundbeitslehre 9. Religion und Philosophie 48. Staatswissenschaft 13, Sprachwissenschaft 14. Fremdsprachliches 22 Bände. Rach auswärts kamen 25 Bande vo. Preiserhöhung für Jugend- führten auf der Eisenbahn. Sie Deutsche Reichsbahngesellschaft hat erklärt, dah sie Bornotizen. — Lageskalender für Mittwoch: Stadttheater: 63 \ LIHr „Die Kaiserin". — Alldeutscher Verband und 3ugendbund Bismarck, 81 Hb! Hotel „Hindenburg" Bismarck-Gedenk« leier. — Handwerker-Dersammlung 81 , Ahr Gewerbehaus. — D. H D. Monatsversammlung. — Hess. Polizei« und Schuhhunde-Derein. 8>. Uhr bei Faber. Reuenweg. Mitglieder-Bersammlung. Vereinigung ehemal. Unteroffiziere und Dor- schüler, 8 Uhr „Postkeller" Versammlung. — Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Es sei nochmals darauf hingewiesen, dah die heutige erste Aufführung der Operette ..Die Kaiserin" von Leo Fall die erste Aufführung des Rachabonnements ist. während die Aufführung von Sudermanns .Stein unter Steinen" am morgigen Donnerstag als 24. Vorstellung des regulären Donnerstag-Abonnements zählt. - lieber Shaws Heilige Johanna", die am Freitag, dem 3. d. M., als erste Vorstellung im Freitag-Rach- abonnement gegeben wird, wird am Donnerstag noch ein ein führen der Artikel folgen. — Eine Radsahrer-Werbekund- g e b u n g soll am Freitag abend in unserer Stadt öffentlich vor sich gehen. Raheres im heutigen Anzeigenteil. Die Bautätigkei t in unterer Stadt ist erfreulicherweise verhältnismähig rege geworden. Gegenwärtig sind 13 Reubauten in der Ausfi-yrung begriffen. 4 dieser Bauten sind Ein- lamilienhärffer mit je 5-Zimmer Wohnungen: ein Bau ist als EtagerrhauS mit zwei Wohnungen je 4 Zimmern in Arbeit, 1 weiterer betrifft ein Etagenhaus mit zwei Wohnungen zu je S Zimmern unb einer Wohnung zu 3 Zimmern: als Geschäftshaus mit einer Dierzimmerwohnung ist ein anderes Bauunternehmer int Gange: weiter kommt der Bau deS Bundeshauses der Ehattia in Betracht in dem gleichfalls eine Wohnung er steht, ferner baut die Baugenossenschaft 1894 I Reihenwohnhäuser mit je 4 Zimmern und endlich tst noch die Fertigstellung eines Wohnhausbaues am sog. Professoren-Eck zu erwähnen. Nutz-undVrennholz- Dersteigerung. Mittwoch, den 8. April 1925, vor- mittags 10 ilbt beginnend, werden in der Hockschen Wittschaft zu Weickartshain (Station der Strecke Mücke— Laubach) aus den Forstotten Langenberg 1. 3 und 4, Pfingstweide 2, Ein- firftc, Gretenberg, Hirschtränke, Oberstube, Gebrannter, Seifwald und Hölzchen der Försterei WeickattShain versteigett: Stämme, Eichen: 6 Stück 2.-4. Kl. = 5Fstm. (Schnittholz), 26 Stück3.-4. Kl. = 10,5 Fstm. (Wagnerholz). Buchen. 1 Stück 2. Kl. — 1,5 Fstm.. 3 Stück 3. Kl. = 3.5 Fstm.. 2 Stück 4 Kl. — 1.13 Fstm. Kiefern, Schnittholz (Abschnitte): 1 Stück 1 Kl. •= 1,43 Fstm., 5 Stück 2- Kl. — 4,16 Fstm.. 16 Stück 3. Kl. — 12 Fstm. Derbstangen: 18 Buchen - 0,5 Fstm. (Langwieden), 7 Fichten — 0,66 Fstm. Duhscheiter: 4 Rm. Sichen irund und 2 Mir lang, Pfosten), 12 Rm Buchen iFelgenholz). 39Rm. Fichlennutzknüppel (3 Mir. lang). Ferner Brennholz: 98 Buchen, 62 Sichen. 2 Erlen (rund), 22 Kiefern (rund), 13 Fichten rund). Knüppel, Rm.: 40 Buchen. 57 Eichen, 9 Erlen, 53 Kiefern, 1,5 Lärchen, 40 Fichten. 74 Rm Riefern« knüppelreistg: Reisig, Rm.:247 Buchen, 194 Eichen, 39 Fichten (Schichten). Stöcke, Rm. 26 Buchen, 64 Sichen, 83 Kiefern, 20 Fichten. Die zur Versteigerung kommenden Hummern find rot unterstrichen Rähere Auskunft durch Herrn Förster Meyer, WeickattShain und dieunterzeichn fteStelle. Grunberg, den 30. März 1925. 3362V Hessisches Fvrstamt Rieder-Ohmen AMckS«« IIIIIIIIIIIUIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIlllllllllllllllllllllllllllllllllllllll mit großem Kundenkreis in Privaten zum Verkauf meiner buntbeftidden Wäscheartikel gesucht. Kein Zwischen, handel, direkt ab Fabrik. Schnstl. Angebote unt. 3336Dan die Geschäfts- stelle des Giehener Anzeiger erbeten. Gesucht tüchtiger älterer Karosserie- und Autoschlosser nicht unter 3u Fahren, uur erste Kratt» Derstlbe mutz auch Amo-Tchweister unb in her Lage fein, den Betrieb selbständig au leiten. Hilfskräfte vorhanden, alle modernen Maschinen. 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Wenn sie einige Male Peen Stadt poftbetrieb Krafträdern und 2Inhängero sind ein fchliefilich Badern und Württemberg 4002 Stück iw Betriebe, davon allein 1480 Wagen nur füi den PcrfoneTrverkedr. Die Zadl der Kraftpoff linien ist auf 636 mit einer Bttttebslänge Mull 366 Kilorntter angeroachfcn. Sie jährliche Dm ftimg beträgt 10 682 525 Kilometer die Zahl bei im letzten Jahre beförderten Perfoiten betrug 8' Millionen *• Ein Vertreter lag des Volks bundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge findet in Karls rüde vom 17. bis 19. April statt Säinlfiche reich»- und bundes staatlichen Zentralbehörden, die kirchlichen unk öttlichen Äonununalbei/örbcn. die großen deut schen Körperschaften, sowie Vertreter aller Schich ten des Volkes find zur Teilnahme ausgesordett worden. Die Tagung soll neue Richtlinien bei Dolksbundfürsvrae für die deutschen Kriogerftted Höfe im Auslande unb in her Heimat aus stellen, die für die künftige praktische Arbeit des Volks bundes erforber(id) sind Ans Ausland gesandtc Vertreter werden über die fernen Gräber in Ost und West bettchten. Verhandlungen über die Ausgestaltung des Dolkstrauettage» in kommende,' Jahren sollen dazu beitragen, diesen pom ganzen Volke verlangten Gedenktag für alle Zeiten zu sichern. ... ' _ ** D i e schuhzett sur Waldschnepfen verlängert Rach einer Mitteilung des Hessischen Jagdtiubs hat das Ministerium des Innern verfügt, dah die Schuh- zeit für Waldschnepfen für das laufende Jahr im ganzen Gebiet des Voftsstaates Hessen bis zum 14. April einschließlich verlängert toorhen ist. »* Gegen Hausieren und Musizie r en in Etsendahnzügen. Ilm die Reisenden vor Ausbeutung und Belästigungen zu schützen, ist dos Pcrlonol der Reichsbahn nochmals auf die Bestimmung hingewiesen worden, daß das gewerbs mäßige Feilbieten und Verkaufen von Gegcnftän den aller Art, jedwedes Musizieren und Vorfichren von Schaustellungen, sowie dos Einsammeln vor Geld innerhalb des Bahngebietes, sowie in der Eisenbahnwagen selber verboten ist. Auf gehobene Str atzeiN pcrrr Da der Umbau des Anschlußgleises der Marga retenbüttc beendet ist. hat das Polizciarnt du am 12 Rovember 1924 angevrdntte Sperrung des Mittelweges zwilchen Bahnhos und Marga- retenhütte wieder ausgehoben. nm genötigt lege, txe chr erwachsenden 3rex- auegaben an Löhnen teils durch Einlchrankungcn bisher im Personenverkehr gewährter Vergünstigungen, teils durch Erhöhungen in gewissen zur Zeit besonders begünstigten Dertzehrszwttgen zu decken. Unverständlicher Weife greift man dabei auch auf die Vorteile zurück, die bisher für die Pflege unb Förderung der Jugendsahr ten gewährt worden sind. Allerdings wird dieser Passus in einer sehr feinen Art und Weise umschrieben, so daß der Laie auf den ersten Blick gar nicht merkt, daß es fich um nicht mehr und nicht weniger handelt, als um eine 162 vrozentige Preiserhöhung für Jugend- führten. Sie Reichsbahn schreibt zwar, daß die Fahrpreisermähigung für Jugendfahrten nicht aufgehoben toerben soll sie gibt aber gleichzeitig bekannt, daß bisher gewährte Preisermäßigung für Jugendfayrten mit einer neu zu schaffenden Fahrpreisermäßigung in Höhe von 25 Prozent für Gefellfchaftssahrten von mindestens 30 Personen verbunden werben soll. Dabei werde aber insofern gegenüber der jetzt gewahrten Vergünstigung eine Aenderung Platz greifen, als künftig für Jugendfahrten bei einer Teilnehmerzahl von wenigstens 10 Personen 33' Prozent Preisermäßigung an Stelle der bisher gewährten 50 Prozent treten soll. Es wird Sache der Jugendämter und Aemter sür Leibesübungen und aller Verbände fein, die fich mit Jugendpflege befassen, baß sie gegen diesen Plan der Reichsbahn Front machen. Von einer Besserung der wirtschaftlichen Rotlage ist jo leider noch keine Rede, im Gegenteil, den Jugendlichen wirb es immer schwerer, ihren Körper zu ertüchtigen durch Turnen, Spielen, Sport und Wandern. fpd. Schwindler. Ein Schwindler, der fich Martin D o e g e l nennt, veröffentlicht in Tageszeitungen Inserate, wonach er Buchhalter, Werkmeister, Schmiede oder Schlosser u. ä. nach Südamerika sucht. Den Meldenden schickt er einen Fragebogen zu mit dem Bemerken, diesen ouszusüllen unb 1 Mark beizufügen. Selbstverständlich ist fein „Unternehmen" ein glatter Betrug, weshalb die Behörden das Publikum vor ihm warnen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß er auch in hiesiger Gegend versucht, feine Betrügereien auszuführen. — Der „Redakteur", „Schriftsteller" und Wanderredner Fttedttch Wilhelm Götz, geboren 1871 m Mannheim, sammelt seit einem Jahr bei Industriellen in Wütttem- pt. gelegen, im Zentrum der Stabt, sofort zu vermieten. Schriftliche Tin- geböte u. 3377D an den Gieß.Anzeiger. Unverheirateter, jüngerer WW-MMM IW soll auf Privatdienftvettrag sofort eingestellt werden. Vergütung wie Regierungsbauführer mit ‘Bcrrocnbungsauftrag. Schriftliche Meldung mit näheren Angaben bis 7. April 1925. 3368D Alsfeld, den 30. März 1925. Der Regierungsbaurat bei der Kreisverroaltung. Keine fortschrittliche Hausfrau Zentralverband der Angestellten Geschäftsstelle: Zchulstrahe 5 Ortsgruppe Stehen Das färbende Bodenwachs 3335V statt. Beize Büffel gelb, rot und braun Streichfertig in Dosen zu 1/3 und 1 Kg. 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Heute: Kommers bei Mitglied Boller. w“D Der Voriteml Kilt 600 ÖIIL Mark gegen Landsicherbeit zu leihen gesucht. Schr. Äng. u. 0W64 an den Gieb. Anz. Wer leiht ein. mittl. Beamten auf2Mon. 100-120 Mark gegen hohe Zinsen und stete Sicherheit? Schr. Ang. u. 02870 an den Gieß. Anz. und 100 Allen Bekannten und Freunden die traurige Mitteilung, daß unser lieber, guter Vater Herr Wilhelm Tugend gestern abend gottergeben durch einen sanften Tod von seinem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden erlöst wurde. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Emilie Tugend geb. Dulheuer Emmi Tugend Josef Siefert. Gießen, den 1. April 1925. Die Beerdigung findet Donnerstag, nachmittag 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. kaufen Sie bei SCHUHHAUS BERNHARDT Hassia-Schuhe zeichnen sich durch ihre Solidität und Eleganz aus. Vor allem aber sind sie begehrt wegen ihrer Paßform und ihrer Preiswürdigkeit Alleinverkauf: 3356a Schuhhaus L. 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Wir bitten die Mitglieder der angeschlossenen Verbände der virmarck- Gedenkseier des Deutschen Iu- gendbundes Bismarck und des Alldeutschen Verbandes, die am 1. April, ebenda 8V2 Vhr, im Hotel Hindenbnrg statlstndet, recht zahlreich zu besuchen. ES spricht Prof. Dr. Werner über Dismardr als Staatsmann. 0?,.-.'. Uer Vorstand. Schuhbranche! Wir suchen per sofort eine erste tüchtige Verkäuferin und 2 Lehrmädchen. Vorzustellen bei Herrn Direktor Heimann im Schuhhaus Merkur Donnerstag vormittag ab 9 Uhr. 0,562 tische mit Mormorplatten, zwei Nacht- tischchen mit Marmorplatten, 1 Kredenz, 1 1 großen Ausziehtisch, 1 ovalesTischchen, 1 Ziertischchen, 2 Nickeltischchen, 1 Garderobeständer, 1 Fliegenschrank, 2 Of an den Gieß. Anz. erb. Langiähr., selbständ. itieieiir älterer, sofort ges. yuiD »Schilling, nksiirlerTtr. 23. 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Darum merken Sie sich Bubis 2eibspruch. 54id Büdo Terpentinölcreme Immer für die Schuhe nehme. punkt des 70er Krieges stand, daß der Kriegszustand eine würdig zuruckhallende Gastlichkeit gegen über der feindlichen Einquartierung nicht aus- schließt. Dieser Umstand gab mir die Möglichkeit, mich des öfteren mit ihm zu unterhalten, und in einer dieser Unterhaltungen erzählte er mir, daß der Gras Saint Collier, der von 1878 bis 1880 die französische Republik beim deutschen Koi- jerhofe vertreten hat und sich vorzüglicher Beziehungen zum Fürsten Bismarck rühmen konnte, gleich ihm aus dem Departement der Aisne gebürtig und mit ihm persönlich befreundet gewesen sei. Sein Freund habe ihm nun gesagt, daß er eines Tages zu Besuch bei Bismarck gewesen sei und daß er im Laufe der Unterhaltung dem Fürsten Bismarck folgende Frage vorgelegt habe: „Das alles haben Sie erreicht, Durchlaucht. Welches ist nun das nächste große außenpolitische Ziel, das Sie sich gesteckt haben?" Und die Antwort des Fürsten habe gelautet: „Gar k e i n s, Deutschland ist vergleichbar einer bon conftrictur, die oer baut. Aber die nächste Generation, die noch mir kommt, die wird ein deutsches Reich errichten, das von der Nordsee bis noch Triest reicht." Bismarck ein Großdeutscher! Mag fein, daß mancher ungläubig den Stopf schüttelt: auch ich habe meinem Gewährmann gesagt, daß kein anderer Ausspruch Bismarcks bekannt sei, der solche Gedankengänge verrate, und habe die Frage hinzu- gefüflt, ob nicht vielleicht ein Irrtum möglich fei. Er blieb indessen mit großer Bestimmtheit bei sei ner Behauptung ^md zeigte mir zum Beweise die stenographischen Sitzungsberichte des Departements der Äisne, laut welchen er bei Ausbruch des Krieges in dieser Körperschaft das gleiche berichtet hat. Und wenn mau sich die Sachlage vergegenwärtigt, so scheint es auch psychologisch durchaus nicht unwahrscheinlich, daß Bismarck sich in diesem Sinne geäußert hat. Worauf mußte es ihm im Augenblick an- kommen.-' Den Vertreter Frankreichs zu beruhigen und ihm klar zu machen, daß, nachdem wir die uns geraubten alten deutschen Gebiete zurückgewonnen, wir keinerlei Neigung und Interesse verspürten, den französischen Besitzstand weiter zu schmälern. Im Augenblick überhaupt keine weiteren außenpolitischen Ziele und in der Zukunft die Gründung des großdeutschen Staates, auf dessen Errichtung der große Realpolitiker für die Gegenwart hatte verzichten müssen. Bismarck, der Erzieher des deutschen Volkes zum 'Nationalgefühl, Bismarck ein Graß- deutscher! Wandeln wir in seinen Bahnen und tun wir unsere Pflicht, daß dieses deutsche National- gesühl zur lodernden Flamme anwachse. Dann wird sie alles verzehren, was sich der Verwirklichung un- eres unverbrüchlichen Rechtes entgegenstellt, alles, was deutsch ist nach Blut, Sprache und Kultur zusammen zu fasten in einem großen, mächtigen, freien Reich der Zukunft. Aus der Provinz. Landkreis «ießeu. x ffiieferf, 30. März. Die auch in diesem Winter regelmäßig gehaltenen und von unserer Lehrerin. Fräulein Ratz, geleiteten F rauen - abende des eo. Frauenoereins erhielten vorigen Donnerstag hi dem Gemeindefaai ihre Krönung durch eine" stark besuchte Schlutzfei e r. Der Ortsgeistliche beleuchtete in feiner Ansprache die Zukunstsaufqaben des Vereins, zumal gegenüber der großen Not unserer Gememdejugend, und dankte mit warmen Abschiedsworten der langjährigen treuen Lehrerin und stellvertretenden Leiterin des Vereins, die uns jetzt verlassen Hot, um als Leh- rerssrau in diesem Jahre ein neues Heim zu gründen. Ein Mitglied des Vorstandes gab in einem Geschenk diesem Dank sichtbaren Ausdruck. Die, wie früher, wieder eingelabene Sßartburgjugenö hals durch die Ausführung eines Bühnen- und Schattenspiels, durch Vortrag von Gedichten und Musikstücken der ßautcnabtcilung den Abend bei Kaffee und Kuchen zu verschönen. An bem läge gerade eingetroffene Blumensträußchen aus Her - magor in Samten wurden zum Besten des dortigen Kirchenbaus verkauft. Kreis Schotten. Schotten, 31. Marz. Zwecks Erforschung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt wurden jetzt in allen Gemeinden des Kreises Umfragen nach fetten gewordenen Tieren und Pflanzen angestellt. Dabei zeigte sich's. daß VögA die früher zahlreich untere Waldungen 5«>ollerten, wie Schwarzspecht und Wiedehopf, im AuSsterben begriffen sind. Man will durch Gründung von Vogelschutz- oder sonstigen Ratur- und Hrimat-- vereinen der Verminderung und Vernichtung unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt entgegenwirken □ Laubach, 29. März. Gestern abend hielten unter der Leitung von Kammerdirektor Birnbaum der Bauernbund, die Deutsche DoUspartei, die Deutschnationalen, der Landjugendbund. der Verband Vaterländischer Ofer- etne eine sehr besuchte Versammlung im großen Festsaale des „Solmser Hofs" ab. Oberstudiendirektor Dr. Keller (Büdingen) besprach die Persönlichkeit des Oberbürgermeisters Dr. Jarres. den er als den in jeder Hinsicht best- geeigneten Kandidaten für den Posten des ^richs- präsidenten empfahl. Pfarrer D. Fritsch aus Ruppertsburg führte die Pflichten des wahren Vaterlandsfreundes aus. — 2luf den Holz- Versteigerungen der hiesigen Gemeinde, wie auch der umliegenden Orte waren die Preise höher als aur den gräflichen Holzv^stei- genmgen Der Raummeter Duchenfcheiter kostete im Durchschnitt 14 bis 15 Wk.. Duchenknüppel 10 bis 11 Mk., Duchenstockholz 6 bis 7 Mk., Duchenreisig 1 bis 1,50 Wk. — Der warme Sonnenschein der letzten Woche hat schon ange- fangen, im Felde recht schädlich zu wir- fen, da die Rächte noch erheblichen Frost zeigen. )-( Ruppertsburg, 30. März. Am Freitagabend sand hier im Saale des Gasthauses „ßum Löwen" ein Vaterländischer Abend statt, zu dem die Ortsgruppen der im Reichsblock vereinigten Parteien und Verbände eingeladen hatten. Etwa 120 Personen waren der Einladung gefolgt. 2m Mittelpunkt der Veranstaltung, die von Bürgermeister H ö g y geleitet wurde, stand ein Vortrag des Ortsgeistlichen, PsarrerS D. Fritsch, dessen Inhalt man in die Worte „Rationale Pflicht am 29. März" zusammenfassen könnte. Umrahmt waren seine Worte von Musikstücken der hiesigen Kapelle, gemeinsam gelungenen vaterländischen Liedern und Deklamationen durch die Herren K. Rebe und W. H u s s e I. • Ärcie Büdingen. Ridda, 30. März. Reben den bekannten „Schleppern", die in verschiedenen Gütern der Umgebung eingeführt sind und sich gut bewähren, und den kleinen Fordwagen. beide amerikanische Fabrikate, sieht man jetzt auch größere Personenwagen mit Harfen Motoren desselben Ursprungs aus den Landstraßen. Sie haben Linkssteuerung, zeichnen sich durch einen fest lautlosen Gang aus und sind mit allen Reuerungen modernster Aulo- technik ausgestattet. Auffällig ist. daß diese amerikanischen Wagen, einschließlich aller Transportkosten, nicht zwei Drittel des Preises ausmachen, die für gleichwertige inländische Wagen zu zahlen find. Mrcie Alsfeld. H Alsfeld. 31. März. Ein seltener Kunstgenuß wurde uns am Montagabend geboten. Die Darmstädter Madrigalvereinigung unter Leitung ihres Dirigenten Privat- dozent Dr. Roack von der städtischen Akademie der Tonkunst in Darmstadt gab in der hiesigen Walpurgiskirche, die sehr gut beseht war, ein Passionskonzert. Die ausgeglichenen, stimmlich reinen Chöre, die man zu hören bekam, verdienen vollste Anerkennung. Den Höhepunkt bildete die achtstimmige Motette des AUmeisters Ioh. Seb. Bach: „Komm Jesu, komm", ein Meisterstück Dachscher Vertonung, die vom Chor in formvollendeter Weise herausgebracht wurde, wobei das klangschöne Stimmenmaterial der Madrigalvereinigung besonders gut zum Aus druck kam. Verschiedene Orgelvorträge des Herrn Dr. Roack verliehen der ganzen Veranstaltung eine angenehme Abwechslung. Die von dem Leiter Herrn Dr. Roack getroffene Anordnung, die einzelnen Chorwerke vor dem jedesmaligen Vortrag kurz gemeinverständlich zu erläutern, wurde von dem erschienenen Publikum dankbar begrüßt. er. Homberg a. d. Ohm, 30. März. Am Freitagnachmittag sand in der Stadthalle die öftentliche Schlußfeier der Höheren Bürgerschule statt, die non den Schülern. Eltern und Freunden der Anstalt gut besucht war. Instrumentale Darbietungen, der Vortrag verschiedener Gedichte, Schülerchöre und ein Märchenspiel bereiteten den Besuchern viel Freude. Die Feier stand im Zeichen eines besonderen Abschieds. Der seitherige Leiter der Höheren Bürgerschule. Studienrat Kühn, wurde nach Off enbach verseh Sechs Jahre lang bat er der Anstalt vorgestanden. 2n ferner Abschiedsrede gedachte er der Freuden und Leiden die feine verantwortungsreiche Stellung mit sich bradjten. Sern Wunsch war, daß die Anstalt auch nach fernem Weggänge weiterbestehen möge. Er verabschi^>ete sich vom Lehrerkollegium, dem Kuratorium, den Freunden und Gönnern der Anstalt und zuletzt auch von allen Schülern. Die mit sichtlicher Rührung vorgetragene, fein durchdachte Abschieds rede ließ die Herzen aller Zuhörer angeregt mitschwingen Der Weggang dieses Schulmannes wird allgemein sehr bedauert. In der vorigen Woche suchte der hiesige Stadt- v o r st a n d unter Führung von Pros. WaIbe - Darmstadt und der Herren des Bauamts Alsfeld einen für die Aufstellung eines Kriegerdenkmals geeigneten Platz zu finden. In Betracht tarnen je ein Platz bei der Kirche, bei dem Rathaus und bei der Kapelle. Für den letzteren entschied man sich, wobei man gleichzeitig die innere Ausstattung derselben zwecks Anbringung der Gedenttafeln für die Gefallenen ins Auge faßte- — Der tüchtige, weit über die Grenzen Oberhessens hinaus bekannte prakttsche Arzt Dr. Karl Wagner ist hier verstorben. — Der im Dienste der Jugendpflege stehende Lehrer Lehs aß aus dem Kreise Kirchhain veranstaltete am Mittwochabend für Erwachsene und am Donnerstagmorgen finematographische Vorführungen für Schüler von Homberg und ilmgegenb. Er ließ den Film Shakletons Todesfahrt vor uns ab- rollen. Kreis Wetzlar. j. Dutenhofen, 31. März. Ein Autounfall, der sehr leicht schlimme Folgen haben konnte, ereignete sich heute mittag am hiesigen Dorfeingang. Von zwei Autos, die die Hauptstraße von Wetzlar mit sehr hoher Geschwindigkeit passierten, verlor der Führer des letzten Wagens beim Rehmen der Kurve an der Tansformatvrenstation die Herrschaft über das ©teuer, über s uhr glatt einen noch jüngeren, etwa 10 Zentimeter starken Straßenbaum und kam abseits der Sttaße an einem mächtigen Birnbaum, der der Wucht des Wagens standhielt, zum Stehen. Die Insassen tarnen glücklicherweise mit dem Schrecken davon, während das Auto stark beschädigt wurde, so daß es später mit einem Lastwagen nach Gießen geschleppt werden mußte. Wie wir noch hören, ist das Auw nach Marburg zuständig. Hesfev-Nasiau. * Warburg. 30. März. Die Orgel der St. Elisabethkirche wurde mit einer elektrischen Gebläseeinrichtung ausgeflattet. Es standen dem Projekt eine Reihe besonderer Schwierigkeiten im Wege, welche von der Orgel baufitma Förster und Ricolaus in Lich aufs vortrefflichste gelöst wurden. Die mächtigen Zinn- prospettpseften. welche leider auch ein Opfer des Krieges wurden, find von der Firma schon im Jahre 1916 erlebt worden. fpb. Frankfurt a. M.. 31. März. Dem nach 35jähriger Amtszeit aus dem Dienst der Stabt schei benben Kämmerer, Prof. Dr. Heinrich Bleicher, würben im Magistrat bei einem feierlichen A b schiebsakt herzliche wohlverdiente Ehrungen zu teil. Im Magistratsitzungssaal wirb da-.- Bild bes Kämmerers neben den Bildnissen der Oberbürger meister Platz finden. Außerdem überreichte man Prof. Bleicher die silberne Plakette der Stabt Frankfurt und einige wertvolle Radierungen mit Frankfurter Ansichten. — Der am letzten Freitag vom Schwurgericht zum Tode verurteilte Landwirt Michel aus Hahn bei Pfungstadt hat heute früh dem Geistlichen der Strasan anftalt Preungesheim ein offenes Geständnis ba hin abgelegt, daß er an dem Mordtage den Kaufmann Land mann mit Strychnin vergif t e t, die Leiche dann verschnürt und in den Main geworfen habe. Michel hatte die Tat in der Vor Untersuchung und vor allem während der vier tägigen Schwurgerichtsverhandlung mit aller (Energie bestritten. Das Gericht oerurteiltc ihn lediglich aus Grund eines Indizienbeweises am Freitag zum Tode. Eine merkwürdige Naturerscheinung fpd. Frankfurt a. M, 31. März. Eine gelbe Gewitterwolke, bic Montag nachmittag über Frankfurt zog und etwa 3/i Stunden lang eine ägyptische Finsternis verbreitete, hat allen denen übel mttgespielt, welche es eilig hatten und deswegen die Straßenbahn benutzen muhten. Die eigentümliche meteorologische Erscheinung. die eine Gewitterwolke von schätzungsweise 8000 Meter Höhe darstellt, hatte unsere Stadt derart verdunkelt, daß in allen Häusern. Geschäften und Industrieunternehmungen zur ungewöhnlichen Stunde Licht gebrannt werden mußte. Aus diesen abnormen Verbrauch war das Eleltrizitätswerk nicht eingerichtet und dem plötzlichen Ansturm auf die Lichtleitungen nicht gewachsen. Cs mußte des" wegen die Stromzufuhr an das Lei tungsneh der Straßenbahn abge stellt werden und eine stündige Der tehrSruhe eintreten. Erst als eine Derstär fung der elektrischen Energie durch die Inbetriebnahme weiterer Maschinen hergestellt war und die Strommenge abgegeben werden konnte die sonst in den Abendstunden benötigt wird, kannte der Straßenbahnbetrieb wieder in Gang kommen. Kirche und Schule, Dorfkirchenvorsteher-Tagung in Angersbach. hml. Lauterbach, 31. März. Die Dors- tirchensreunbc hatten zu einer Dorfkirchen vorstehertagung am Montag nach Angers bad) ein geloben. Nahezu 300 Kirrhenvorsteher und andere Gäste hatten sich aus der Nähe, dem V" gclsbcrq und bem Schlitzerlande eingefunben. Für die Bewohner Augersbaitts war dies ein Festtag. Herzlich war die Begrüßung und Aufnahme, bic die vielen Gäste in dem freundlichen Dorfe fanden. Die Tagung begann mit einem erhebenden G o t t e 5 b i e n ft e in ber schön geschmückten Kirche. Den Mittelpunkt bes Gottesdienstes bilbete bic packende und eindrucksvolle Predigt des Prälaten D. Dr. Diehl- Darmstadt über Offenbarung Ioh. 3, 1—3, in der er über Not und Rettung der Kirche sprach. Um z» stärken, was sterben will im gegenwärtigen Geschlecht, brauchen wir in Volk und Kirche den Geist der Kraft, der Liebe und ber Zucht, dazu gehört das ernsteste Verantwortungsgefühl und Herz liches Erbarmen mit dem jungen Geichlecht unserer Tage, das in Niedergang geraten ist. Nur auf diesem Wege ist an ein Emporkommen zu denken. Dank bar sei des Männergesangvereins gedacht, ber unter der sicheren Leitung bes S)errn Schäfer brei Chöre in vollendeter Weise vortrug. Den Altardienst versah der Ortsgeistliche Pfarrer Stutz, der sich um das Gelingen der Tagung sehr verdient gemacht hat. Nach dem Gottesdienste bc gönnen die Verhandlungen im Möllerschen Saale. Der Vizepräsident der hessischen Landeskirche, Ge he im rat Dr. Bembeck-Darmstadt, hielt einen eingehenden, aufklärenden Vortrag über „Die Aufgaben ber Kirchenvorsteher in bezug auf bic finanzielle Lage ber Einzelgemeinde und ber Landeskirche". Beherzigenswerte Worte, die gewiß ihren Eindruck nicht verfehlt haben, sprach bei Präsibent über die den Kirchenvorstehern obliegen den Pflichten und Aufgaben. Auch die Kirchensteuer für 1925, die auf einer gerechten Grundlage für die Veranlagung ausgeschlagen werden kann, sowie die jetzt angeforderte allgemeine Umlage der Kirchen gemeinden tarn zur Sprache. Nach dem Dortragc trat eine Mittagspause ein, in der die Teilnehmer in den gastfreien Häusern ber ©emeinbe aufs freundlichste und beste bewirtet wurden. In einem weiteren Vortrage behandelte Landesjugendpfarrer Zentgraf-Darmstadt das Thema: „Der Kirchenoorsteher und die Jugend seiner Gemeinde'. Der von tiefgründiger Sachkenntnis und einer gro ßen Liebe zur Jugend zeugende Vortrag machte auf die Zuhörer den tiefsten Eindruck. Dekan Müller-Lauterbach, der die Versammlung leitete, sprach den Dorfkirchenleuten den herzlichsten Dank dafür aus, daß sie eine Tagung im Dekanate Lauterbach ermöglichten, und forderte dazu auf, die Jugend lieb zu haben und hierdurch den Wer, , zu finden zum Segen für die Jugend. Unser neuer Superintendent, Oberkirchenrat Wagner, der zu aller Freude der Tagung bei wohnte, sprach seine Freude und seinen Dank aus : für die freundliche Aufnahme, die er gefunden, unk rückte mit seinen weiteren Worten des Heilande? Stellung zur Jugend ins Licht. Den Dank der Don' guBismarcks Geburtstag! Von Hans Arthur v. Kemnitz, Kaiserlicher Gesandter a. D., M. d. R. Ais wir vor 10 Jahren den 100. Geburls tag des Gewaltigen feierten, ber uns das Reich geschenkt hat, da standen wir draußen im Felde, im Kampfe gegen bic gan^e Welt, und obwohl der Feinde viele waren, dachte doch niemand daran, daß wir in diesem Kampfe unter liegen, daß das Werk des .Reichsgründers in seinem Bestände gefährdet werden könnte. Im Gegenteil, im Vertrauen auf unser gutes Recht und deutsches Heldentum, das sich tagtäglich von neuem offenbarte, hofften wir, baß bas Bis- marcksche Erbe innerlich gefestigt und äußerlich rer mehrt aus bem uns aufgezwungenen Riesenkampf hervorgehen würde. Es ist anders gekommen, als wir wähnten. Hunger und innerer Hader, nicht ber Feinbe Menge hoben uns niebergerungen. Das Bismarcksche Werk ist nicht zerstört, aber es ist grausam verstümmelt unb entbehrt des festen Gefüges, das es befähigte, viereinhalb Jahre lang einer Welt von Feinden zu trotzen. Immer von neuem muß man staunen, daß diejenigen, bic von bem alten Reiche als von einem morschen System zu sprechen wagten, gar nicht begriffen, wie sehr sie damit zugleich den Meister, der dieses System erfunden und geschaffen, in den Augen unseres eigenen Volkes unb anderer Völker herabsetzten' Ja, sie gingen in ihrer Verblendung so weit, daß sie behaupteten, das Dentschlanb der Nachkriegszeit, bas Deutschlanb des Elends und ber Schmach, sei über Bismarck hinaus- gewachsen! Spotteten ihrer selbst unb wußten nicht wie. Wen« wir nicht ganz zusammengebrochen sind, io verdanken wir bas ber inneren Festigkeit bes Bismarckschen Baus. Der grimme Hader ber ganzen Welt und die Unvernunft des eigenen, verführten Volkes vermochten seine Grundfesten nicht >,ii zerstören. Was aber bas merkwürdigste unb vielleicht bas stärkste Zeugnis für Bismarcks Meisterschaft ist, daß dieses selbe verführte Volk trotz zahl- ier Torheiten im einzelnen doch ai. bem Reichs- ganz« n festhielt. Ich habe einen alten Patrioten gc- !onu. einer Mü'ämpser von 1870=71, ber mit Seherblick bie Gefahren, die uns brohten, herauf- iehei' sah und immer mieber auf bic Not- venb nett rnr^tärfter militärischer Rüstung hin- mies, wei>, wie er glaubte, ein unglücklicher trief’ da- Eroc des Deutschen Reiches bc heulet aniti-e. Bei bem geringen Nationalgefühl mbVm starke i Stammesbewußtsein, welches bem Deutschen eigen, würbe es, so meinte er, den siegreicher Feinden ein leichtes sein, die einzelnen jDta: wne und Länder gegeneinander auszuspielen unb so bas .eich zu zertrümmern. Nun wohl, die Feinde Haber es versucht, unb es ist ihnen nicht ge- ungen. E^ ist ihnen nicht gelungen, weil bas deutsche Doli ?,".fammenbleiben wollte, trotz seines ichwochen Nottanalgeftchls. Die Tatsache, baß wir 17 Jahre lang ein großes, starkes, blühendes Staatswesen gewesen sind, das allen berechtigten Ansprüchen eine., modernen Kulturvolkes genügt, diese Tatfach«' reichte aus, den Partikularismus in ber Stunde höchster Not zu überwinden und bem Willen zr t Einigkeit zum Siege zu verhel »en. Ess zeigte sich, daß, wenn wir auch noch des flogen," eifei »den aktiven Nationalbewußtseins ermangeln, bc andere Bokker auszeichnet, uns durch die Reichs«^ imdung doch wenigstens die Vorstufe dazu, bas bescheidene, duldende, passive National gesuhl zuteil geworden ist, bas auch bei schlechter Führung wenigstens ausreicht, um zusammen zu halten. Die Abstimmungen in Ostpreußen, Ober- Schlesien unir Schleswig-Holstein sind ber deutliche Beweis dafür. So hat Bismarck doch recht behal- te.n mit feinem Wort: „Man braucht Deutschland nur in den Sattel zu setzen, reiten wird es schon tonnen". Gewiß, es war nicht immer ein guter Reiter', aber reiten tut es trotz alledem. Wie feiern mir Bismacks Geburtstag in feinem Geiste? Indem wir dafür sorgen, daß aus dem schwelenden Feuer passiven Deutschbewußtseins die lodernde Flamme tätigen, opferfreudigen Nationalgefühls sieghaft hervorbricht, mächtiger unb grö- jein Werk mieber aufzubauen, mächtiger unb größer denn zuvor. Ja, mirklich mächtiger unb größer denn zuvor. Wird das auch möglich fein? Ja, es wirb möglich fein, meil mit allem Ungemach, das über uns tarn in dieser Zeit des nationalen Zusammenbruchs, uns auch ein nationales Glück beschie- bca wurde, nämlich die begriffliche Möglichkeit, endlich, endlich das ganze deutsche Volk in Mitteleliropa zu einem großen, einigen Staatswesen gisammcnzuschließcn. Solange die Habsbur per in Win residierten, schien dieses Ziel so gut wie unerreichbar. Der Verrat, den sie im Weltkrieg an der deutschen Sache übten, hat sic den deutschen Herzen ihrer eigenen Untertanen entfremdet. Alles vergibt der Deutsche in seinem gutmütigen Sinne; nur eines nicht, unb das ist Verrat unb Untreue. So ist das Hindernis, das der Vereinigung des ganzen deutschen Volkes im Wege stand, und das den Reichsgründer ^roang, sich mit ber kleindeutschen Lösung zu begnügen, aus dem Wege geräumt. Nichts ist mir gewisser, als daß der Gewaltige heute ebenfalls Großdculscher sein würde. Nicht dann treiben mir gute Politik, menn mir uns ängstlich an das halten, mas der Meister unter ganz anderen Verhältnissen einst getan hat, sondern menn mir seinen Geist zu begreifen suchen und aus diesem Geist heraus selbst Neues schaffen, so wie cs bic gegenmärtigen Umstände erheischen. Ich bin in der glücklichen Lage, ein Wort des Fürsten Bismarck mitteilen zu können, das sonst nicht bekannt ist, und das meine Auffassung rechtfertigt. . _ , Es war im Weltkriege, im Jahre 1916, als- ich eine Zeitlang hinter der Wefffront in der Gegend von Quentin lag. Der Quartiermirt mar, wie er selbst erzählte, eines der drei Mitglieder des französischen Senats, die in dem von uns besetzten Gebiet zurückgeblieben mären. Es war ein prächtiger alter Herr, der noch auf dem ritterlichen ntand- Bubi hat nie nasse Füße denn er pflegt seine Schüße unb Stiesel mit dem hervorragenden Schuhputz Millionen sparen fnnrttc. Besonder- erschreckend 137 8 1135.62 6,30 16 11 Mär; 3'1. Mär; Frankfurter Abendbörse. Die Abend 4 75 90, W 90,75 86 85 5 148 h5 112 6 50 nahestehenden Konsortium übernommen. ** Phönix A. G. für Brounkohlen-- v e r w c r t u n g, B e r l i n. Die H.-B genehmigte die Bilanz nebst Gewinn- und Dorlustrechnung für die Zeit vom 1 April bis 31. Dezember 1924 und die Reichsmarkeröffnungsbilanz per 1 April 1924 und die älmstellung des Aktienkapitals von 0,65 1,1 30 75 2,25 2 55 12 5 4.3 3.4 2,25 3 5 2 55 U.5 Spiel nach Kräften zu unterstützen, insbesondere bei der Ausbildung von ikbunggfeitern und in der Anlage von Sport- und Spielplätzen: 2. erhöhte Mittel zur Förderung der Leibesübungen in den Etat einzustellen: 3. dem Plan der Errichtung einer Landesturnanslalt erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Es ist onzunehmen. das; Liesen Wünschen nad) Möglichkeit schon im Haushaltsplan für 1926 Rechnung getragen wird. einlödt, die Angehörigen des A T. B. einzeln haben. oder als Mannschaft unter dem Rainen ihres Ist Deutschland wirklich so reich, daß es A. T. B. teilnehmen dürfen, soweit das ihr einem Ein'uhrübersch ist von 2—3 Milliarden Gm. iirHensicUnoe iprao) oet uerüieftvoüe L«rämpfer der Dorfkircheafochc Pfarrer Georgi-Ermenrod der Gemeinde Angersbach, ihrem Pfarrer, wie auch allen erschienenen Kirchenvorstehern und Gästen aus. Die Angersbacher Tagung wird bei allen Teilnehmern in gutem Andenken bleiben. Die nächste wird voraussichtlich in Ilbeshausen gehalten werden. Mit der Liedstrophe ..Ach bleib mit deinem Segen" wurde der Dorfkirchenvorstehertag geschlossen. Wiederbesetzung der freigewordenen Rektor- und Konrektorstellen. Der Dvrstand des Preußischen Städtelages hat beim Kultusministerium beantragt. ..daß die durch den Abbau freigewordenen Rektor- und Konrektorstellen sämtlich den Schulverbänden selbst zur Besetzung mit Lehrkräften des eigenen Bereiches überlassen werden". Wie der „Amtliche Preußische Pressedienst" mitteilt, gibt dies dem Kultusminister Veranlassung zu folgender Klarstellung seines Standpunktes in dieser Sache: Den § 51 des Dolksschullehrer-Diensteinkommengesetzes über das Besetzung»- und Wahlrecht für freie Voltsschulstellen gilt, abgesehen von den dem Fürsorgeamt für Lehrpersonen zur Verfügung gestellten Stellen, für alle im Schulverbande frei» gewordenen lruhenden) Schulstellen ohne Einschränkung, also auch für die Rektor- und Konrektorstellen. Es kann nicht genehmigt werden, daß etwa in den Fällen von der gesetzlichen Vorschrift abgewichen werde, wo Schulstellen auf Grund der Preußischen Personalabbauverordnung srei- getoorben sind. Etwaigen öahinzielenden An- 1 ragen der Schulverbäüde kann daher nicht ent» 'prvchen werden. Es empfiehlt sich jedoch, daß die Regierungen (das Provinzialschulkollegium) Bei der Wiederbeseyung der freigewordenen Rektor- und Konrektorstellen aus die in demselbeir Schulverband vorhandenen Bewerber nach Möglichkeit Rücksicht nehmen, soweit die Stellen nicht für die Unterbringung der durch die Umstellung der Lehrerbildung entbehrlich gewordenen Seminar- und Präparandenlehrkräfte dringend gebraucht werden. Voraussetzung ist aber, daß diese Bewerber sich im Schuldienst bewährt haben und zur Verwaltung der betreffenden Stellen in jeder Beziehung geeignet sind. 1,12 3 '5 3 75 2,» 12,oi) Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Mittwoch, den 1. April, abends 6 Llhr, Passionsgottesdienst in der Stadtkirche. I ü i 148 ! 142,75 111 1 26.9 0 63 1,1 131,5 3 25 2 575 1 60 55 .75 78 9 16 85 10. > 72,4 80 137 5 17.75 22,25 6 5 10.3 '0,1 3 103 3,35 83.50 90 80,62 17 10.25 724 81,7» 138 18,13 2,25 6,7 • 10 40 M .9 83 104,5 Korpulenz macht alt, verunstaltet die Körperformen und ist auch un* gesund. Wir raten Korpulenten und allen zum Starkwerden Veranlagten, in der Apotheke 60 ober 3Ö Gramm echte Toluba-Kerne zu kaufen, die unschädliche Stoffe von fettzehrender Wirkung enthalten. Sicher: Tlniversitäts-Apoth. „Zum goldenen Engel". 14",5 0 5 1 1 5 27 1 136.60 8 18 1 1 n 35 91 50 8V 62 5 7 .5 ' 55 5.6 3,25 8.15 Darnfftadlei Bank 137.2h. Deutsche Dank 134.28, Diskontogesellschast 127, Dresdner Dank 1145, Mitteldeutsche Kreditbank 99.75, Süddeutsche DiZ» kontogesellschaft 107.50, Rheinische Kreditbank 4, Oesterreichische Kreditaktien 8.70. Mvntanaktien: Gelsenkirchen 80. Mansfelder 4.37, Kali Aschersleben 17.75, Westeregeln 22.25. Chemische Aktien: Badische Anilin 142.50, Th. Goldschmidt 111,50, Holzverkohlung 8, Rütgerswerke 16. Industrieaktien Adlerwerke Kleher 3.55. AEG. 11.25, Aschaffenburger Zellstrffs 106.50, Zement Heidelberg 90.75, Daimler 5.60. Dyclerhoff 4.62, Gebr Iunghans 11.80, Karlsruher Maschinen 72, Rheinisches Metall 65.50, Wayß und Frehtag 3.75. Berliner Börse. (Eigener Drahtbericht deö ..Gießener Anzeigers".) Berlin, 31. März. Die Börse zeigte heute keinerlei anregende Momente. Die Aktienmärkte lagen bei Beginn des Verkehrs vollkommen verödet. Die ersten Kurse bröckelten durch weg weiter ab. Auch auf den übrigen Markt gebieten war die Unternehmungslust nach wie vor stark beengt. Das letzthin noch ellvas lebhafte Geschäft am Anleihemarkt ging gleichfalls zurück. 3m Vordergründe standen Schutzgebiet-Anleihen. Wie bekannt, fällt dieses Gebiet nicht unter den neuen Aufwertungsentwurf, die Tilgungsfrage wird vielmehr unabhängig davon im Zusammenhänge mit den Bestimmungen des Friedensvertrages in einem späteren Abkommen geregelt. Kriegsanleihe notierte unverändert 0,700, später leicht ermäßigt. An den Aktien märk- t e n blieben die Kaufaufträge der außerhalb der Börse stehenden Kreise vollkommen aus. Die hieraus entspringende Verstimmung der 'Börse fand noch eine Verstärkung von der Geldsei t e her. Der Bedarf an Tagesgeld behielt den starken Umfang der letzten Tage, konnte aber immerhin befriedigt werden. Trotzdem haben die Gelbfähe eine weitere Versteifung erfahren, indem tägliches Geld nur zu 9 bis 11 Proz. abgegeben wurde. Monatsgeld 10 bis 12 Proz. Privatdiskont 8 Proz. 3m Internationale n De- Visen verkehr fiel der französische Franken durch seine fortgesetzten Steigerungen auf. Auch das Lire tonnte sich befestigen Man hörte London gegen Paris mit 89,20. Märkte Rinddiehmarkt in Gießen h. Gießen, 31. März. Zum heutigen Rind^ viehmarkt waren 978 Stück Großvieh und 95 Kälber auf getrieben. Der Handel war sowohl am Vortage, wie auch am Markt schleppend, so daß die Preise gegen den letzten Markt zurückblieben. Bezahlt wurde für Kühe 1. Qualität 450 bis 550 Mk._ 2. Qualität 350 bis 450 Mk.. Schtachttühe 150 bis 200 Mk., Kälber 50 bis 70 Ml. das Stück, je nach Gewicht. 5ranff”t,er Gel*"'deborst. (Eigener Drahtberichi des „Gießener Anzeiger-".) Frankfurt a. M.. 31. März. Es wurden notiert: Weizen. Wetterauer 19 bis 24,50, Roggen, inländ. 19 bis 23. Sommergerste für Brauzwecke 23 bis 30, Hafer, inländ 17 bis 21,50, Mais, gelb 19,50. Weizenmehl, inländ.. Spezial 0 37 bis 38. Roggenmehl 31 bis 32. Weizenkleie 13,25. Roggen- fieie 14,50 Mk. Tendenz flau. Berliner Produktenbörse. Berlin, 31. März. Der Prvduktenmcnckk lag schwach, infolge des überraschend in Chicago cingetrctenen Preissturzes. Die Ermattung im LieferungsvertÄhr betrug für Roggen und Weizen um 5 bis 8 Mk. Wehl still und zu erheblich nichtigen Preisen angeboten. Es notierten für je 1000 Kilo. Weizen, märt. 246 bis 249, dv. April 258,50 bis 259,50. do. Mai 256,50 bis 267, do. 3uli 261, Tendenz: leicht, Roggen, märk. 229 bis 233. do 3uli 231 bis 236, Tendenz: leicht. Gerste, märt. 225 bis 246, Futtergerste 200 bis 224, Tendenz: still. Hafer, märk. 186 bis 194, do. Juli 185, Tendenz: matt, Mais, Mai lloko Berlin) 176 bis 177, do. 3uli 172 bis 172.50. Tendenz: matt. Raps 395 bis 400, Tendenz: still. Leinsaat 3900 bis 400; für je 100 Kilo: Weizenmehl 32.75 bis 35,50, Tendenz: matt, Rog gemnehl 31 bis 33,25, Tendenz: matt, Weizem kleie 14, Tendenz. stetig. Roggenlleie 14,50, Tendenz: stetig. Viktoriaerbsen 22 bis 29. kleine Erbsen 18 bis 20. Futtererbsen 18 bis 19, Peluschken 18 bis 19. Ackerbohnen 19 bis 20, Wicken 18,50 bis 20. Lupinen, blau 10,50 bis 12, do. gelb 12.50 bis 14,50. Serradelle, neu 13 bis 15,50, Rapskuchen 15,30 bis 15,60, Leinkuchen 21,20, Trocken- schnitzel 10 bis 10,20, Torfmelasse 9.20, Kartoffel- flocken 19 bis 19,20. noch kamen nennenswerte Umsätze zustande. Soweit Kursnotizen feftgestellt wurden, bewegten sich diese auf dem Riveau der Mittagsbörse. Die Böise schloß bei größter Geschäftsunluft in behaupteter Haltung. Deutsche Anleihen: Zwangsanleihe 38.50. Bankaktien: Commerzbank 109.50, Frankfurt a. M., 31. März. börse verlief wieder völlig geschäftslos. Weder für Aktien oder Anleihen zeigte sich Interesse, Hochschulnachrichten. Am Mittwoch, 18. März, hielt in Bres l a u Herr Professor Dr. K r a e m e r - Gießen vor der „Schlesischen Gesellschaft für Bererbungs- ; 80 16.75 1 10 35 I 72.4 80 13 137 | 17 3 33.13 6 0 0.10 60.13 i 2.8 .103,00 : 82 13 1 88 75 1 30 8,50 '3,62 73 3.60 5,70 8.5 114.75 113 5 27,4 137 75 8 15 16 140 50 i 41, 18 3 87 I 72.5 1 60' 5.65 \ 3 45 । 8 1 1 *1 30 | 91,50 I 63.62 I 32.10 3.60 ! 6,60 1 8.1 108 forschung" einen Dortrag über die „Abstam- I Millionen sparen könnte. Besonders erschreckend mungsgeschichte der Pferde". Der von einer Fülle find neuere Berechnungen, wonach auf dem ausgezeichneter Lichtbilder begleitete Vortrag bereits kultivierten Ackerboden des heutigen sand ob seiner fesselnden Gestaltungskraft den Deutschlands nach Maßgabe der Ernteertrag- vollsten Beifall der Versammlung. Der Vortra- nisse von 1913 ein Mehrertrag von 3,4 Mill, genbe verstand es, den anwesenden Züchtern auch Tonnen Roggen. 1,3 Mill. Tonnen Weizen, für die Praxis greifbare Handhaben auf den 1 Mill. Tonnen Gerste, 2,5 Mill. Tonnen Hafer Weg zu geben. und 15 Mill. Tonnen Kartoffeln erzielt werden 1 könnte, wenn die deuffche Landwirtschaft von der Kapitalknappheit und dem Ueberdruck der Zinsen und Steuern befreit würde Das eröffnet eine weitere Aussicht auf Ersparnisse von mehreren hundert Millionen Goldmavk bei der Einfuhr. Die vorurteils'reie Durcharbeitung der Han- Wirtschast. Die kranke Handelsbilanz. Die Anfang dieses Jahres bekanntgewordene Tatsache, daß der deuffche Außenhandel hn Jahre 1924 mit einem Einfuhrüberschuß von 2.7 Milliarden Goldmark (Einfuhr 9,3 Milliarden. Ausfuhr 6,6 Milliarden) abgeschlossen hat, beschäftigt die führenden Kreise der Wirtschaft und der Politik in zunehmendem Maße. Wie soll Deutschland einen derartigen Einfuhrüberschuß ohne eine neue Gefährdung seiner Währung bezahlen? Im Februar 1925 bat der Einfuhrüberschuß sogar 493 Millionen Goldmark erreicht (gegenüber 229 Millionen Goldmark im Monatsdurchschnitt des Jahres 1924 und 137 Millionen Goldmart im Januar 1924). ilm so mehr muß man sich wundern. daß keiperlei Folgerungen für die deutsche Handelspolitik aus diesen Tatsachen gezogen werden. Cs scheint, als ob vorläufig noch die oberflächliche Betrachtungsweise überwiegt, die den großen Einfuhrüberschuß lediglich darauf zurück- führen will, daß die deutsche Einfuhr gegenüber 1913 nicht in demselben Maße zurückgegangen sei wie die deutsche Ausfuhr, und daß die Steigerung der Ausfuhr das einzige Mittel zum Ausgleich der deutschen Hanbelsbilanz fei. Man übersieht, daß es eine ganze Reihe von Abschnitten in der deutschen Handelsbilanz gibt, in denen die Einfuhr nicht (wie bei der Gesamtsumme) gegenüber 1913 zurückgegangen. sondern ganz erheblich angestiegen ist. Man spricht in fachmännischen Kreisen von 600 bis 700 Millionen Goldmark, die allein auf dem Textilgebiete ein- gesf art werden könnten, toenn man die deutsche Einfuhr auf die Dorkriegsverhältnisse zurück- führen würde. Diel genannt wird in letzter Zeit das Beispiel der sogenannten weichen Kammgarne, in denen Deutschland im Jahre 1913 einen Ausfuhrüberschuß von 7 Millionen Kilogramm (Ausfuhr 11,3 Millionen Kilogramm. Einfuhr 4 Millionen Kilogramm) aufwies, während das Jahr 1924 bei denselben Positionen mit einem Einfuhrüberschuß von 5.3 Millionen Kilogramm (Einftchr 10.4 Millionen Kilogramm. Ausfuhr 5.1 Millionen Kilogramm) abschloß. Das bedeutet gegenüber 1913 eine Verschlechterung der deutschen Handelsbilanz allein in hen Positionen 422 und 423 des deutschen Zolltarifes um rund 121 ? Millionen Kilogramm int Werte von etwa 200 Millionen Goldmark. Don landwirtschaftlicher Seite wird überzeugend darauf hingewiesen, daß Deutschland an der Einfuhr von Südfrüchten. Obst und ausländischen Weinen einige hundert Rätselhafter Haarwuchs wurde in vielen Zöllen nach Anwendung der Sil» vtkriN'Haarkur, selbst bei löngst erfolgter Erkablung, beobachtet. Ja, es wurden sogar Zölle bekannt, daß der Haarschmirnd nicht nur wie beabsichtigt behoben wurde, sondern sich übermäßige Haarfülle danach einstellie. Diese rätselhafte Kraft ist nömltch in unserem eigenen Haar verborgen, das aufgelöst in der SilvikrtnHaarlur auf die baararmen Stellen gebracht,dorteineüberaustreibendeWirkungenifaltet. Informieren Sie sich erst, insbesondere auch über die Methode zur Bestimmung der Lebensdauer Ihres Haares, verkürzen Sie dieselbe nicht durch schädigende Kovfwaschmi telund lassen Sie sich kostew los und yoftfret eine Gratisvrobe des neuartigen, schinnenbeseitigenden Silvikrin-SbamvoonS nebst der wissenschaftlichen Schriften Mntversitötsvro- fefforen) über Erneuerung, Erhaltung und Pflege der Haare übersenden. 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Außerhalb bei Generalversammlung wurde vom Vorstand mitgeteilt, daß der Geschäftsgang der Gesellschaft günstig zu beurteilen sei. Börsenkurse. eigener Vorort billigt. jährlich und allen seinen Folgen (Arbeitslosigkeit, Diese Bestimmungen der D. T. sind also zu- erhöhte Steuern für Arbeitslosenunterstützung, grinsten der Studentmschaft erheblich gemildert I Geldweitschwankungen und erhöhte Zinsen zum worden und nur die Bestimmung wurde aufrecht- I Zwecke der Währungssiühungs mit Ruhe ent- erhalten, daß weder ein Verein noch eine Ab- gegensehen tonn? Jeder D utschc weiß, daß teilung ter D.T. — also auch des A. T. D. — Deutschland verarmt und durch bte Milftarden- einem Verband des ehemaligen Sportdreiver- I forberungen des Dawesplanes in unerfüllbarer bandes angehören darf. Darin liegt für den I Weise vorbelastet ist. Dennoch geschieht nichts A. T. B. keinerlei Verschlechterung Bei Veran- zur Gesundung bei Handelsbilanz. Glaubt man ftaltungen von Hochschulen, die ja stets unter un- I inmitten hochschuhzöllnerischer Konkurrenzländer parteiischer Leitung stattsinben. bestehen für An- I mit bem großzügigen Verzicht auf eine hanbels- gehörigc ber D. T. überhaupt leine Beschrän- Politische Unterstützung ber eigenen Wirtschaft fungen. I weiterzukommen? Ober will man bem beutschen Volte die Krebitrestriktion — alias Krebitstrangu- Förderunq der Leibesübungen lierung - als ein Mittel bes wirtschaftlichen in Xbiitilinctl. I Wiederaufbaues und ber probicktiven Erwerbs- Die Leibesübungen treibenden Verbände in losensürsorge empfehlen? Thüringen hatten an den Landtag ein Gesuch um * größere Förderung ihver Bestrebungen gerichtet. I ' frankfurter R u ck ve r si ch eru n g s- Die Regierungsparteien haben daraufhin bei Be- ! 9 e s e l l s ch a f t, Frankfurt. In ber a. o. rafung bes Haushaltsplanes für 1925 eine Ent- H wurde bte feit langem geplante Kapttals- schließung gefaßt, in ber b;c Regierung ersucht I erhvhung von 480 000 auf 2 Mtll. Rm. mit 25- wirb, 1. bie Verbände für Turnen, Sport und Prvzentiger Emzahlimg beschlossen. Sie jungen Aktien weiden unter Ausschluß des gesetzlichen Vezugsrechts von einem dem Rorbsternkonzern Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (9n Billionen Mark cu»fltbni(ft. BunioS-AtreS, Lvndon. Nea» hort. Japan. Rio de Janeiro für eine Einheit^ Wien and Vadavelt für lOOOOO Einheiten, alle- übrige für 100 Ein bett«.) Telegraphische Auszahlung. Turnen, Sport und Spiel. Die D. T. und der AVademische Durnduud. I pelsbilanz würde gewiß noch viele andere Er- Die Deutsche Turnerschaft hat vor einigen spamisrnöglichkeiten zeigen. Statt solcher Klein» Wochen mit tein Akademischen Turnerbunb ein arbeit herrscht aber bei uns in ber HantelSpolttik Abkommen geschlossen, das sich in ter Hauptsache wieder einmal die alte Liebe der D.utschen zur mit'der Beteiligung von Akademikern an Beran- Philosophie. Da wird mit wissenfchiftltcher ftaltungen ter Verbände des Sportdreiverbandes Gümdlichkeit bte Rotwenbigleit ber E portsteige- oKaht. Derschiebentlich ist dieses Abkommen da- rang bewiesen. Ungeklärt bleibt jedoch die Frage, hi» kommentiert worden, baß nun ter Streit I wie bie Wirtschaft ben Export steigern taut, zwischen Turnen und Sport auch in unsere aka- I fo lange das Auslanb beutsche Waren nicht d-mische Jugend hinein getragen Worten sei. kaufen will, sondern durch Sperrzöl e abwehrt. Der D°r,itz-Nd- der D.T. Pro'. $t. »er- r« d-d-»le« s» tife.tg.atab- fotgcnM d.i-Hkchr drrch Mo, su^nieb- ^rftuÄuÄ «Sää ä nisse hatte ter A. T. D. die Leitung der D.T. ^ß bieAußenhantelspvfttik denfrem- gebtien, ihm in Bezug auf diese Vorschriften Staaten durch niedrige deutsche Z>le die einige Erleichterungen zu gewähren. Das hat die vtelfach nur 9 i? .Jo D.T. getan unö für die Dauer des Studiums ?^e bars eilen etn gEs Beispiel gibt? Die fremden Anterhanblei können, bas muß man ’ J ... ... . einfach zugeben, für einen deutsch e Ablaß von l. daß Studenten die voi Eintritt trt den 5 ^fennig^n ihrerseits unmöglich eine Zollermä- QI. T. D. (vielleicht als Schüler) etnent vport- väquxxq von 1 Ml. einräumen, ilnb doch wäre verein angehort haben, m diesem nicht nur bad notwendig, damit bie deutschen und die bleiben, sondern sich auch Wecker betätigen fremden Zölle auf eine Stufe gestellt werben, vurfen: $ag gUte Beispiel der bratschen B'gatellzö'le hat 2. bah bei Wettkämpfen des Sportdrei- schon bisher nur die Wirkung gehabt, baß bie verbautes, zu benen dieser die Studentenschaft fremben ßänber ihre Zölle fortgesetzt erhöht ftrnnTfittti. M. BerNi Schluß, stur» Schluhk. Abend» börse Schluß» stur» Schluß» Mittag 8«t1» Datum: 30.3. 31 9. | 10. 3. 31 3 Pf« Deott-e RrtchSanieye 4»/0 Deutsche RcichSanleihe . 0 689 0 699 r,695 0.70 0,78 0,79 0.75 0,77 B'/e9/o Deutsche ReichSanlcthe 0,790 0 830 0 72 0 71 3®/n Deutsche ReichSanleibe . Deutsche Sparprämienanlcih» 0,825 0,40 0 800 0.370 0.86 .385 0.86 0.38 4°/e Preußische Kovsol- . . . 0,870 0,8 0 95 0,89 94 75 0-810 0,82 0,81 0,85 0 91 0 81 94,7.5 _ 0.77 0,85 Deutsche Wertb- Dollar-Ant. 94,75 bfo. Doll -SchatzeAnm«tfng.') 91 65 91,65 1 75 91 75 <•/„ UoiYh1rf#rt ....... 9,62 — 9,55 9,5 9,3 5e/0 (Solbmtritaner .... 42 Berliner HandelSaesellschast. Commerz- und Pnvat-Ban?. 162 109,5 109,50 158 169,5 157.5 109,5 Darmft. und Nationalbcmk . 138 137 25 137,75 137,75 134 !• 134 75 135 135 Deutsche Bereinsbank .... 0,38 Disconto Commandit .... 127 127 127,10 127,25 116,50 116,25 ___ Mitteldeutsche Crcdttvank. . 99,75 99,75 100 190 Oesterreichische Crcditaustalt. 8 6> 8 70 8.62 8 62 Westbank. ........... 0,11 0,11 0,2 0,2 Annlich« Notierung v i > < ritr 9ln a: ii t 111 Gel» Amtt.-Rotl. «uni -AireS Brss. .'Intw. Christiania. Kovenbagen Siockbolm . Heilingsors Italien. London. . Vieutior! • Paris. . Schweiz . Spa ten . Japan .. ■ •8 io de Jan Wie» in D - Cffl. abgest Prag Belgrad . . Budapest. . Bul arten V-ffabon Danzig. • Konst nttn. Athen. . - 167.34 | 16 .76 1/23 1 «27 21 53 21 59 65 9 66 08 76 72 T6 9 113.04 113,32 10.567 10,607 17,18 17 ?3 20,039 20 089 4,195 4, *15 l-2 15 22 1«5 80 895 , 81 15 5» 89 60 03 1,728 1 733 0.435 0,455 59.11 ' 59,25 12 43 12.17 « 80 ; 6 8 5.805 5,825 i,055 f ,065 19,975 20 02i • 79,70 79 90 i- 1.5 185 v.64 66 Banknote 167 9 1.618 •• 61 6 19 76 90 113.04 10,58 17.36 20 043 4,195 22 435 80 9) 69 80 1 728 0,«51 59,035 12.115 ' 77 5 805 :,05> 19,975 79 75 Z 18 69 n. 167.61 1,621 "1 67 65 35 77 10 113,32 10 60 >7 40 $0,093 4,'?95 22 495 81 10 59,97 1,732 | 0,453 69.235 , 12,455 6,79 6,825 3,065 , 20 02. 79 93 ' 2,19 6 71 BerlM. 3t Marz. net) niar!et 46nM?te* 1u»Hothn«g peeiswert dl, BrThlsch« Untoerflttt«. ®ni*erti. X. 8eet» Pneumette ist ein großes Geschenk für die fußleidenden Menschen. Seit zirka 17 Jahren litt ich an den heftigsten Futzschmerzen. Alle Einlagen nützten mir nichts. Ein Orthopäde, Dr. E. in D-, den ich 1907 konsultierte, machte von beiden Fühen eine Röntgenaufnahme und erklärte mir, es sei an beiden Futzknochen eine Erostose vorhanden, die nur durch operativen Eingriff entfernt werden könnte. Mein Hausarzt riet hiervon ab. Seit 1908 nahm ich Wechselfutzbäder und Masiage, doch konnte ich kaum länger als 1 Stunde gehen; auch dann hatte ich die heftigsten Schmerzen. Zum Glück lernte ich nun Ihre Pneumette*) kennen. Sofort beim Gebrauch hatte ich eine wesentliche Erleichterung. Jetzt laufe ich unter ständiger Benützung der Pneumette ohne Beschwerden. Sie haben den an Senkfuß Leidenden ein großes, schönes Geschenk mit Ihrer Pneumette gemacht. Ich empfehle jedem Menschen, der an Senkfuß leidet, auf das dringendste die Anschaffung der Pneumette, weil nur diese die schrecklichen Schmerzen beseitigt. 2273A W. D., Fabrikdirektor, Bochum. *)'Pneumette, bte weltbekannte pneumatische Fußstütze, ist die beste Schuheinlage gegen Übermüdung und Senkfuß. Unsere Leser seien darauf aufmerksam gemacht, daß die Pneumette an jeder» mann 8 Tage zur Probe und mit halb, jähriger Garantie abgegeben wird bei der Sim. gmiintiiiu6nierro3oi,5eltersroecl9. Technisch-politischer Roman Son Tart-Au, ust 7. Fortsetzung. Holzversteigerungen Die Holzversteigerungen am 24. und 25. Mörz 1925 der Gemeinde Allendorf a. d. Lda- Forstwartei 2) sind genehmigt. Allendorf a. d. Lda.. den 30. Marz 1925. Hess. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda Rein 3320V Hermes Handels-Schule Gießen, Bahnhofstraße 60. 20. AprU, 6. Hai Beginn d. n. Schuljahres. V--, 1- u. 2- Jahreskurse. Hö- hcreHandelsfach- klaase. Prosp. fr. Anmldg. tftgl Der Doranfchlag der Gemeinde Harbach für das Rj. 1925 liegt von Mitt» woch, den 1. April lfd. I«. ab, eine Woche lang auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters offen. Während dieser Zeit können die Beteiligten Einwendungen gegen den Inhalt schriftlich oder zu Pro- tokoll anbringen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der die Ausmärker beizutragen haben. Harbach, den 30. April 1925. Hessische Bürgermeisterei Harbach. Münch. 3347V zeug wirft ich so grotze Strecken zu lechen vermag. Wir fahren dann einfach nn Flugzeug bereits von hier aus noch Spitzbergen, wohin uxr uns vorher neuen Brennstoff für den Motor schicken lassen. Ebenso machen wir es in Alaska, von wo wir dann direkt noch Reuyork stiegen können." Sanders war oerblüstt. Diese einfache Lösung schien weder Nagel eingefallen zu sein, noch war sie ihm bislang gekommen. .Ihr Gedanke ist vortrefflich. Fürfnn", sagte er % Mutlu,M2. Ausführung sämtlicher Gartenarbeiten. Baumschnitt Veredel« Gießen 3um heutigen AniL- . Großvieh und 95 i)anbei war sowohl Karst schleppend, so ehl«r Hartl ;urück- • Kühe 1. Qualität ät 350 bis 450 M. M.. Kälber 50 bis Sewicht. '"''d-börst. Eichener Arizeignf.) l. März. 68 wurden 19 bis 24,50. 'Koggen, jerftc sur Kauzweck bis 21,50, Mais, gelb SpeziÄ 0 31 bis 38, lenfleic 13,25. Avggrn« u. ttenbbife. Der Prvduktemnarfs naschend in EMgv Sie Ermattung i« r ‘Roggen und Dei- sstll und zu erheblich n ®8 rotierten für crk. 246 bis 249, « do. Mai 256,50 bj leicht, Äoggen, matt. il bis 236. Tendenz bis 246, Futtaga« ifi, Hofer, nrf » 'endens: matt, % 177, do. Juli IN bis Ps 395 bis. 400, Ten- ) Tendenz: matt W >^cnz: matt, IW”’ 5^x14,50. X18 bis 19, N* bis 12, do. aubttab bet Dörfc 1 von blt 1 xaWb btbitlt Vy formte akx ^ohdeni haben die 'unterfahren, indem io ? gegeben *2 'M. Nvat- utionalc nDe, lanzvfische Franken gerungen aus. Auch ■ Man horte London Schellfische Kabeljau Seelachs Goldbarsch Bückinge billig und srü'ch empfiehlt 02878 Georg Walieniels nur gegenüber der Engels-otheke. rigen und gefahrvollen Unternehmung leilzu« nehmen ..Dielle,chk ift es gerade die Gefahr, die miet reizt. Vielleicht die Sehnsucht noch Neuem. Un erhörtem. Mindestens aber der Gedanke, etwas Großes. Ungeahntes zu erleben das gewöhnlichen Menschen nicht vergönnt ift.“ .Die wichtigsten Erlebnisse der grauen bv treffen meistens nur das Liebesleben. Sollten Sic darin eine Ausnahme machen „Mir brachte die Liebe noch keine außermdetu lieben Ergebnisse“, sagte Ltnda mit leiser Bitterkeii ..Meine kurze Ehe war ein Irrtum. Und was id> sonst von Mannern kennen lernte, erweckte nicht den Wunsch in mir. mich nettem Zwange zu fügen." Ich bedauere Sie tict, daß Ihnen bisher mit derartige Männer begegneten." ..Verhaßt sind mir die Frauen, die ihr Glück darin finden, nur Spielzeug zu fein’“ riet Linde heftig. ..Ick; will geachtet werden als tatkräftige, Mensch, als mutiger siamerad. als verständnisvolle, Freund. Wer diele Eigenschaften in mir liebt, bei wird mich noch begehren, wenn mein 'Aeußeres ihm gewohnt ist. wenn der Zauber der Jugend verflog." lief atmend faß fie da. — Ihre Eregung wirkte ansteckend. Einen kurzen Augenblick stieg dem ernsten Manne die rote, beiße Welle hoch, und er mußte an sich halten mit aller Straft. Wenn et sich jetzt verlor, brach lodernd die Letdenfchast übe, ihn herein, die ihn und fein Werk zerstören konnte — Er erhob sich. „Mich fröstelt", jagte er. ..Äste Malaria sitz mir im Blute. Gestatten Sie, Fürstin, daß ich gehe bevor das Fieber mich ergreift." „Nicht, ehe Sie mir versprechen, mich miizu nehmen." „Ich werde es ernstlich in Erwägung ziehen", sagte er ausweichend. ,,Das genügt mir nicht. Schwören Sie mir, mich mitÄunebmen, wenn Sie selber fahren werden. Und versprochen Sie, meine pekuniäre Unterstützung an zunehmen/' „Ich verspreche es", jagte er heiser vor Er- regung, beugte sich tief über ihre Hand und ging (Fortsetzung folgt.) „Lassen Sie uns einmal vollkommen ernst mit einander reden“, bot Sanders. ,Hch kenne Sie ja noch viel zu wenig, um beurteilen zu können, ob alles nicht einer vorübergehenden Laune entspringt oder ob Sie sich gar über mich luftig machen/' „Ich rede ebenso ernst wie Sie. Und ich bitte Sie nochmals, nehmen Sie mich mit, wenn Sie vom Gelingen Ihres Planes überzeugt find, und --verfugen Sie über mein Vermögen.“ Jetzt wurde Sanders ernstlich verwirrt. Nur in Gedanken hatte er mit den Utopien des jungen Ingenieurs gespielt, und durch eine ihm fast unbekannte schöne junge Frau sollte aus dem Spiel gefahrvoller Ernst werden. — Er wehrte sich. „Fürstin, Sie unterschätzen die Kosten des Unternehmens. Ich fürchte, es wird Ihre Leistungsfähigkeit überfteigen." „Dann verschaffe ich uns das nötige Geld auf andere Weise. Glauben Sie, daß Schwierigkeiten mich zurückschrecken, wenn ich etwas durchsetzen will?“ „Ich bin von Ihrer unbeugsamen Energie überzeugt. Meine Rute sagt es mir.“ „Wie hoch schätzen Sie die Kosten des Unternehmens?“ „Die Denkschrift des jungen Ingenieurs berechnet sie auf anderthalb Millionen Dollar." Linda überlegte einen Augenblick. „Ich glaube, es wird gehen“, meinte fie schließlich. „Gestatten Sie mir eine Frage“, jagte Sanders „Was bestimmt Sie dazu, an einer derart schwie- ichrichten» Mrche> Wwch, d) n9f‘el'ÄCelnnnt.ba6 SsS msöfes ZtzZtz Arbeitsvergebung. Die nachstehenden Arbeiten sollen Mittwoch, den 8. April d. I., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. 1. Fachwerksbauten am alten Rödgerweg: a) Glaserarbesten (1 Los) b) Schreinerarbeiten (3 Lose) c) Schlosserarbeiten (1 Los) d) Verputz- und Anstreicherarbeiren (2 Lose) 2. Ausbau Lagergebäude an der Lahn: a) Glaserarbeiten (1 Los) b) Schreinerarbeiten (3 Lose) c) Schlosserarbesten (1 Los) d) Verputz- und Anstreicherarbeiten 12 Lose) Die Unterlagen liegen bei uns offen und sind Angebote rechtzeitig abzugeben. Iu- schlagsftist 3 Wochen. 3364B Gießen, den 30. März 1925 Stadtbauamt. I.V.: Grobe jungen Ingenieurs oettttgee, öec mH mir nach dem Nordpol stiegen will. um dort ungeahnte Schätze zu heben." Nach dem Nordpol-' — Wie merkwürdig' Ist es dort nicht furchtbar kalt?“ „3m Sommer, wo die Sonne fast ununterbrochen ein halbes Jahr lang scheint, soll es manchmal gänzlich erträglich fein." „Und was null Ihr Ingenieur in den Eis- regionen?" „Zunächst wollen wir in einem Erkundungsfluge feftftellen, ob die vermuteten riesigen Del», Kohlen und vielleicht auch Goldlager wirklich vorhanden find." „Und bann?" „Als Endziel soll eine riesige Kraftstation errichtet werden, die vielleicht einen ganzen Kontinent mit elektrischem Strom versorgen kann." „Was wird Ihre Tätigkeit dabei fein?" Ich werde vom Flugzeug aus mit der Wünschelrute feststellen, ob tatsächlich abbauwürdige Menge wichtiger Stosse vorhanden sind.“ „Ist das Unternehmen gefährlich?" „Es ist äußerst gewagt. Aber wir sind im Besitz einer Maschine, die allen Anforderungen entspricht. Immerhin würde ein UnglüdsfaU wohl den sicheren Tod bedeuten." „Dann bitte ich, nehmen Sie mich mit." Sanders war höchst überrascht. Doch sogleich kam ihm der Gedanke. Bizarre Laune einer überreizten Weltdame. So entgegnete er ruhig: „Sie unterschätzen die Schwierigkeiten, Fürstin. Der 24ftünöige Lustflug über den Pol ist außer der damit verbundenen Gefahr das wenigste. Denn wir sitzen in gut erwärmter, zugsicherer Kabine. Aber schon die Hinfahrt nach der letzten, von Menschen bewohnten Station im nördlichen Spitzbergen, von wo wir aufsteigen wollen, ist feine Vergnügungsreise. Noch weniger aber die Rückkehr von dem nördlichsten Teil Alaskas, wo wir zu landen gedenken.“ „Gibt es dort ebenfalls eine von Menschen bewohnte Station?“ „Ja, ein amerikanisches Kohlenbergwerk. Und nicht weit davon die berühmten Goldwäschereien.“ „Dann begreife ich nicht, warum die Reise so schwierig fein soll. Vorausgesetzt, daß Ihr Fahr- 8. In feinem Hellen aus weiß lackierten Möbeln bestehenden Zimmer machte Sanders den gewöhn itn Rundgang mit der Rute, bevor er sich zu cni fletben begann. Die Silberschlinge geigte keinerlei Bewegung, dagegen entdeckte er mehrere Mücken an den Wanden. Vorsichtig näherte er sich ihnen mit dem Licht und erblickte neben der Ham,losen Art auch ein Exemplar der gefürchteten Anopheles, her Trägerin der Malariakeime. Trotz des weiten Moskitonetzes, das von der Deckender über das große Best herabhing, nahm er zur Sicherheit eine Ta- bfettte Chinin Leise klopfte es an der Tür. Schnell zog er den Smoking wieder an und öffnete. Ein Mädchen überreichte em Brieschen und blieb wartend stehen. Er las: .Lieber Herr Sanders, ich bitte Sie, in meinen, Salon noch eine Zigarette zu rauchen. Wir hatten heute so wenig voneinander. Meine Iungser wird Sie nach oben führen. Linda fiaborn" Sofort folgte er dem voraufeilenden Mädchen, dos die Tür eines Zimmers öffnete und verschwand. Die Fürstin empfing ihn im weichen, schwarz- seidenen Kimono mit der Goldstickerei des japanischen Drachen „Wie lieb, daß Sie mir etwas Gesellschaft leisten wollen. Ich konnte noch nicht schlafen. Es ist so schwül im Hause.“ Sie reichte ihm eine türkische Zigarette. „Kommen Sie, wir setzen uns auf die Liege- stühle des Balkons. Es plaudert sich gemütlicher im Halbdunkel." Kurze Zeit verbrachten sie schweigend nebeneinander Fast beängstigend empfand Sanders den Zauder der warmen, südlichen Nacht in nächster Nähe dieser jungen schönen Frau. Um nur etwas zu sagen, begann er: „Auch ich wollte noch nicht schlafen, sondern mich in die höchst merkwürdige Denkschrift eines Heute frisch von der See: Kabeljau o. ft., Psd. 30 Pf. im Ausschnitt Psd 34 Pf. Isriickc Bückinge Pfd. 84 Vf. Schade & Füllgrabe Ziliale: Bah»bofstr„Lubwig straße, Walltorstr. Ar an hurt Str, ""e Mandolinen von 9 Mk. an Gitarren Lauten Geigen ujw. biüiflft 02876 Pfeiffer Wleeeck Gießener Str 152. Herr oder Tarne gesucht zum Nach Hilfe Unterricht für Mathematik und Alnebra lAnsangS' arüube). Schriftliche Angeb. unter 3325D an den Gieß. An- meiner erbeten. Bungee, energische« Mädchen erteilt An rongerinnen gründ lichen AWD Klavierunterricht. Hofmaunstr. 4 p. Alter Biet «Bleiröhrem kaust Brühlsche Druckerei D Schul,tr. 7/4. Verboten gewesen! Endlich von der Zensur freigegeben! VF Ab morgen: ■>! Der Film, von dem alle Welt spricht! W ilit feil Mer werden ? Eine Tragödie in 6 Akten vom Leidensweg der Liebe und der Mutterschaft. Ein Schauspiel aue dem Leben und dem Schicksal Vieler. Wundersam ist das ewige Märchen Liebe, und ihr Zauber erbaut Glückaaltäi\ seligsten Freuens, das Leben verklärend und krönend in holdester Gute laietrellee: Erika «Meer, Ban trete Kapier, Kanal Ral»h, Kithe Dereeb. Paal Ölte, Kart Kurie, Karl Aeea, Harry Liedtke, Hermaaa Tkielg eew. W* Jugendlieben lat der Zutritt verboten. “W WkMlW Ein primu Sommerwagen für 10—12 Personen, sowie ein noch sehr nut erhaltener Landauer mit Ersatz Gummtriider und ein leichtes Coupe in sehr gutem Zustand tu verkaufen. LiMwMufMrei Hins Midi Dammstraße ß. 92845 Bei mir DasQule brichfsichQahn? !&■ 3334a SM-M Original Handels schule 5240 Bleistr. 12 LO37OO 1333 D r Soeben eingetroffen!! herWaren-Expedition Lmdenpiatz 1 3339D HEINRICH HOCHSTATTER w 33»9C J%tßsser Besichtigen Sie die Maschinen-Ausstellung von 3341V terrtSttttrtdW* ^rMlaubond ,S beobachten. Wan kann es bann ohne Schaden tun und sieht die Form der Sonne auch besser, weil man nicht geblendet ist. Hoffentlich ist diesmal das Wetter gnädiger, so daß die Arbeiten für die Wiederholung nicht umsonst geleistet worden finb. Entdeckung einer Mauritius-Marke. Aus Südafrika kommt die Nachricht. daß in Durban eine l-Penntz^Post-Offtce-Markc von Mauritius, bekanntlich eine der seltensten Marken der Welt, entdeckt wurde. Das Wertstück befand sich in einem Karton voll Marken, den der Entdecker türzlich von Mauritius mih gebracht hatte Bisher waren von der 1 Penny- Post-Oftic. nu 13 Eremplare befcumt schen, das .. man einen Gesamtdruck von fast 200 Pfd ausnutzen. Wiederholung der Sonnenfinsternis vom 24. Januar. Am 24. Januar sand bekanntlich eine gänzliche Sonnenfinsternis stall, die wir zwar in Deutschland nicht als solche sehen sollten, aber immerhin sollten drei Viertel der Sonne ver- dunkelt werden. Leider war sie auch als solche Teilsinsternis in Wirllichkeit fast nirgends sichtbar. da die Sonne durch Wollen verdeckt war. Zwar werden in diesem.Jahre noch zwei Finster- ni'se eintreten und im nächsten Jahre auch zwei, aber keine voir diesen vier Finsternissen wird einem bekannten Paradebeispiel, welches allen Echachlehrbüchern vorfindet, abgibt. Schwarz. il Weiß. Weif; setzt in zwei oUflen matt. Weiß' 5 Steine. Khl. Ddb, Te6, Sd2, $2 Schwarz: 5 Steine. Kel, Sei, Bc2, c2, h2 Lösung des Problems Ur. 4. I. Te 7— e 5. 1. ? 2. Mache leidste. Mattvarianten. lungsn. Lösungen usw. sind zu richten an Echachredaktion des Gießener Anzeigers". Endspiel Nr. 4. Die nachstehende Endstellung, welche sich langer Zeit in einer im Nürnberger Schachklub gespielten Partie ergab, wurde als Remis von den Spielern unentschieden gelassen. $r. Tarrasch wies jedoch eine Gewinnmöglichkeil nach Die Position ist deshalb interessant weil sie eine der Wirklichkeit entstammende Jllustra- » &/?CoBIi88o $ Schach-Ecke. Bearbeitet von W Orbachr 8 b Der größte Tempel in Gefahr. Der große Tempel von Karnat. dessen Auman ein Gebiet von 40 Hektar bedecken und daher wohl die größten der Well sind, ist durch das Eindringen des Nilwassers schwer gefährdet. Schon bald nach der Entdeckung dieser viel» tausendjährigcn Ruinen befürchteten die Archäologen einen baldigen Zusammenbruch der noch stehenden Bauten. Seitdem sind die Grundmauern immer mehr vom Wasser unterspült worden. und es ifi jetzt eine besondere Kommission von Sachverständigen nach Luxor abgegangen, um den Zustand zu untersuchen und sofortige Gegenmaßregeln einzuleiten. bte Trockenlegung Dieter vumpse uno Die oaouya; bedingte Verminderung der Frösche andererseits ein so großer Mangel an Froschschenkeln eingetreten. daß unsere Elektrizitätsversorgung ernstlich gefährdet war. namentlich da auch die Zufuhren aus den großen russischen Sümpfen — die Pripetsümpfe haben allein etwa die Größe Bayerns — seit dem Kriege ausgeblieben sind oder sich wenigstens nicht wieder auf die Höhe der Vortriegszeit erholt haben. „Not macht erfinderisch", sagt ein altes Sprichwort, und so hak uns auch diesmal wieder ein Erfinder aus der Klemme geholfen: es ist nämlich dem Professor Dr Zuck von der Tierärztlichen Hochschule in Ochsenfurt gelungen, die Schenkel von Rindern durch Impfung von Kälbern mit einem Serum aus Froschblut zur Elektrizllätserzeugung geeignet zu machen. Dadurch ist natürlich dem Mangel auf absehbare Zeit abgeholfen, da man selbstverständlich im Vergleich zu den kleinen Froschschenteln nur eine sehr geringe Zahl von Rinderschenkeln braucht. Diese gehen übrigens für die Ernährung nicht verloren, denn da sie zur Elektrizitätserzeugung ganz frisch sein müssen, können sie immer hinterher noch verzehrt werden, und man kann sie in der Zeit, die das Fleisch ohnedies abhängen muß, ohne ihren Nährwert oder ihren Geschmack zu beeinträchtigen. zur Erzeugung des elektrischen Stromes Uiichertisch. Um die wichtigsten Lebensfragen geht es in Fr. W. Foersters ..Lebensführung" (Rotapfel • Verlag, München und Erlenbach). Foerster wendet sich, obwohl er vor allem die Lebensfragen junger Leute berücksichtigt, an denkende Menschen überhaupt, und das Werk darf auch als eine ..Ethik für Erzieher' betrachtet werden. Wer jungen Leuten diese Lebensführung schenkt, gibt ihnen etwas sehr Wertvolles mit auf den Lebensweg. - Frau Marie Steiger- Lenggenhager bietet in ihrem Buche „Jung gewohnt" (Rotapfel-Derlag, München und Erlenbach) nachdenkliche Plaudereien über Kindersehlei und Elternschuld Es will jenen neuen Geist in die Kinderstube, ins Elternhaus und von da ins Leben hinaustragen, der zur Ge- frmdung unserer äußeren und inneren Kullur führen soll. Frau Steiger zeigt in einet Fülle anschaulicher Bilder aus dein häuslichen Alltag in bald ernsthaftem, bald satirischem Plauderton, wie unsere Ki'ider zur inneren Wahrhaftigkeit und wahrhaft humaner Gesinnung erzogen werden können, es lehrt aber auch, wie die Eltern oft ganz gedankenlos und unbedacht die Kinder durch sogenannte Ausreden auf Wege führen, vor denen sie sie doch ängstlich bewahren Der Bürgerspiegel. Wer mit der Polizei und den Dingen der Äriminaliftif vertrant ist. weiß, was die Finger abdrücke bei der Ermittlung von fßerbredjen für eine Rolle spielen. Ein Blick in die Karthotek der Kriminalabteilung zeigt sofort die „Spezialität" des Klienten, seine Arbeitsgewohnheiten, die Zeit seiner Betätigung: dazu kommen Angaben über Name. Stand und Wohnung, Vorstrafen, Signalement, Photographie und, als wichtigstes Erkennungsmittel, der Fingerabdruck. Die Erkenntnisse, die die R r t m i ii a 11 ft 11 gezeitigt hat, und mit dem die Chiromantik, die Handlesekunst, arbeitet, sind in Fachkreisen gesammelt und zu einer Anregung verwandt worden, die geneigt ist, >cden einzelnen, d i ch und mich, auf das genaueste in seiner We sc n s - an läge zu erkennen. Das preußische Innenministerium hat in voller llcbereinftünmung mit den Ministerien der übrigen Länder nach eingehenden bisher geheimen Beratungen beschlossen, den örtlichen Poltzeidezernenten zu empfehlen, bei der Aufnahme und Anmeldung von Bürgern neben den bisherigen Perfonalangaben einen Ftngerab druck des linken Daumens zu den Akten aufzunehmen. , . Man kann zu dieser Angelegenheit eine verschiedene Stellung einnehmen, doch ist kaum \u ermatten, daß sich allzuviele darüber freuen werden. 3ft- doch die Linienführung bei jedem einzelnen so absolut eindeutig, daß es kaum etwas gibt, das dem kundigen Auge der Behörde in Zukunft entgehen dürfte Aus der Schwingung der Linien spricht die Phantasie, Nüchternheit oder Neigung zur Unehrlichkeit im Denken und Tun. Eine tlerne Querfalte ap bestimmter Stelle verrat 3*J Xrunf und Spiel, etwas weiter verschoben bedeutet sie Hang zu Ausschweifungen. G eiz liegt dicht daneben: vertieft wird diese Linie ,-urSteuer' falte (gewiß für manche ein peinliches Kapitet, da aus ihrer Länge die Größe der seinen Verhalt- Buntes Allerlei. Was ein Pferd durch die Peitschenhiebe leidet. Man kann immer wieder die traurige Beobachtung machen, rote den Pferden Lasten zuae- mutet werden, denen sie absolut nicht gewachsen find. Mll Peitschenhiebe weiden die armen Tiere angetrieben ihre letzte Kraft aufoubicten. Was so ein Tiei durch die Peitschenhiebe an Schmerzen auSzuhalten hat. darüber geben die Versuche, die her Pariser Tier- s chuhverein angestellt Hai. Auskunft. Degen eine noch mäst erhärtete blechkuchenartige Ton- mässe wurde ein Peitschenhieb geführt. Die Tiefe des Eindruckes in den Ton zeigte die Wucht des Hiebes an und wurde genau gemessen Derselbe Riemen wurde dann auf eine andere Ton- flache von gleicher Beschaffenhell gelegt und vor- li.chtig mit Gewichten belastet, bis ein genau so tiefer Eindruck in dem Ton entstand, wie bei hem Peitschenhieb auf der eisten Tonmasse. Nach- ci tumber. wurden nun auf solche Tonmassen auch Peitschenschnüre anderer Form ausprobiert, und ebenso wurden jedesmal aus einer Kontroll- tonmasse Eindrücke von genau derselben Tiefe durch Auflegung von Gewichten auf Die verschie- • Dom Wesen der deutschen Universität. Bon Staatssekretär Prof. Dr. E. H. Becker. 45 Seiten. Preis geh. 1.20 Mk Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig. Die Bro schüre enthalt die Cingangsansprache des Staats) eftriärs auf der Elmauer 3 Jahrestagung der Europäischen Studentcn-Hilfe. Der Kamps um das neue Dil- dungsideal einer „G e s a m t p er s ö n l i ch keil". die Wissenschaft und 2eben in Eins zu bringen willens und fähig wäre, die Ablösung bzw llnv geftattung der augenblicklichen unzeitgemäßen Spezialitäten-Zerspllllcrung in das „neue Humanitätsideal", d. i „Gemeir. schasts - g e i st" wird hier in unvoreingenommener Darstellung ausgesprochen. Das Heftchen ist jeder „philosophischen Fakultät" ans Herz gelegt — „D i e Frau und ihr Haus", Zeitschrift für Kleidung, Wohnung, Wirtschaft, Körperpflege, Erziehung, Volkswohlfahrt. Her- außgegeben von der Werbestelle für Deutsche Frauen-Kultui. Köln Verlag- G. B.aun. G. m b.H.. Karlsruhe i. B. Heft 6 (Marz) bringt Abbildungen einfacher, praktischer und doch geschmackvoller Frauen-. Mädchen- und Kinderkleidung. Eine besondere Rote erhält dieses Heft durch die wertvollen Aufsätze- ..Frauenbefreiung, Frauenkleidung und Sexualproblem". „Reue Aus fassungen zur Lebens- und Hellweise", Körper- fultut der Frau", ..Amerikanische Maßnahmen zur Förderung der Volksgesundheit", „Eine verschwundene Krankheit". ..Die Stellung der Parteien zur Frau als Volksvertreterin". Nützliche Ratschläge bietet das Heft unter der Rubrik: Hausrat. Einfache Wii-tschaft". Wer Öfter» geschenkt für Kinder anfertigen will, findet Anleitung zur Herstellung eines Ostergffpanns, eines Steckenpferdes und eines Osterwagens. Erwähnt sei auch das Märchenspiel vom „Hasen und Swinegel". Verse und Vildgedanken von Mathilde Rienau. Die reichhaltige Nummer wird viel Beifall finden. ____________ denen Schnüre erzeugt. Die zu verschiedenen Hieben nötig gewesenen Gewichte ergaben ein AnschauunAbild für die beim Peitschenhieb auf den Pferdekörper »eweilS angctocnbctc Kraft. Der runde Riemen hatte eine Kraft von ZO Pfd., der q uadratische Riemen einen Druck von 100 Pfund und der dreieckige sogar einen so» 140 Pfund ausaeübi Bet den kvni-- i» heißt spitz zulaufenden Riemen, fand Au- bet Echachwelt 2bn 4. April beginnt in W i esba den «n kleine» Mcistciturnicr. an dem sich hüaenhc 5 Spieler, Euwe. Niemzowillch, Sämisch. Shories, Spielmann beteiligen. Im Schachverein An« berste" (Frankfurt a. M.i findet gegenwärtig ein Turnier in 3 Klassen statt; die drei besten jeder Klasse treten nochmals zu einer öieger- gruppe zusammen. Dann erhält der Sieger in diesem Vor gäbet uimev nach dreimaliaem Gewinn ein hierfür gestiftetes wertvolles chinesische s Elfen- beinschnchspiel Di» werden gelegentlich aus bei» den Turnieren Partien bringen. Problem Nr. 5. Von Ot to Groß. Frankfurt (Main). Obige Angaben bedeuten sogar bloß Durchschnittswerte', denn die Streiche waren nur mit mittelmäßiger Kraft auSgeftihrt, und trotzdem diese hohen Ziffern. Sie geben eine Veranschaulichung. was die armen Pferde durch rücksichtsloses Gepeitsche täglich zu erdulden haben. Zum Vergleiche muß man wissen, daß ein Hieb mit dem Lineal auf die Innenflächen vermenschlichen Hand, der Dränen in die Augen trieb, nur einem Druck von 5 Pfd. entsprach, während ein Hieb mit dem Lineal gegen den Rücken einer mit Handschuhen geschützten Hand, der geradezu unerträglich war, nur einem Druck von 8 Pfd. entsprach. Bei diesen Peitschen- versuchen sind noch nicht die Knoten in den Pritschen berücksichtigt, welche den Schmerz abermals vergrößern. ________ ' Rudolf Huch- Der tolle Halber- st ä d 1 e r. (Rerlams Universalbibl. 6521.) Eine feurig dahinbrausende, blut- und glutvolle Novelle aus her Zeit des Dreißigjähriges Krieges. Die Erzählung ist in vieler Hinsicht für Rudolf Huchs Eigenart charakteristisch. 107 - Renner für den (Steuerabzug Durch die Ermäßigung der Lohnsteuer ist es notwendig geworden, den von Steuerinspektor Lohr vorn Finanzamt München II zusammena stellten und bei Pössenbacher Duchdruckerei und Verlags- an st alt Gebrüder Giehrst München, erschienenen Steuerrenner erweitert und ergänzt neu zusammenzustellen. Alle Steuerabzüge für Einkommen bis zu 560 Mk. und für jeden her, zehn möglichen Steuersätze (10 bis 1 Proz.) sind aus ihm mühelos und ohne langwieriges Nachschlagen sofort richtig ablesbar. Da er außerdem die wesentlichen Destinnnungen der- Lohnsteuer enthält. gibt er Ausschluß in Zweifelsfällen und Streitfragen. 1482 Rundfunk-Programm des Aranlkfurter Tenders. (Au? der . Radio-Umschau- ) Donnerstag, 2. April: 10,45 Uhr: Wirtschrftsmell'ungen. 11,55 Uhr: Zeitangabe. 12 Uhr: Nachrichtendienst. 3 und 4 Uhr: Wirtsch as tsmeldungen. 4,20 Uhr: Nachrichtendienst. 4,30—6 Uhr. Nachmittags-Konzert des Hausorchesters: Alte Operetten. 1. Ouver- Die amerikanischen Flottenmanöver. Stc letzten Marione, der jmenfanifdjen Flotte sind Wiede, zm Quelle scharfer An- griffe her amerikanischen Oes senk lichtest auf die Leitung her nationalen Verteidigung gewor den Es hat sich nämlich herausgestettt, daß die an sich nicht schlechte Flotte der Vereinigten Staaten im Ernstfälle nicht d i e Hoffnungen erfüllen dürste, die man bisher auf sie gesetzt hätte Schon die Zusammensetzung der einzelnen Verbände hat eine völlige Manövc - rierunfähigkeit. ja geradezu eine Hilf- losiÄell der Flotte ergeben. Flugzeugmutter- schifte waren überhaupt bei schlechtem Wetter unbrauchbar ebenso bewährten sich die U-Boote nicht. Die eigentliche Ursache des Fiaskos der amerikanischen Flottenmanöver liegt wohl lediglich in der Zusammensetzung des Per- Aon al«. Die Offiziere haben keinerlei Kriegs- erfahrungen. die Mannschaften wieder zeigen nur geringe Freude am Dienst, was sich vor einigen Monaten in den Mafsendei fcrtationen und den Schwierigkeiten bei der Auffüllung der 'Besatzun gen besonder« bemerkbar machte Jedenfalls hat sich gegeigt daß der Kampf wert der amerikanischen Flotte doch weit hinter denen europäischer Staaten zurücksteht nisfen entsprechenden Nichtangaben mit fast absoluter Sicherheit geschätzt werden kann!) Die Eitel keitsfaltengruppe schließt die L e i ch t s i n n s l t n i e ein, die durch die mehr oder minder tiefe und lange Energiefalte durchkreuzt wird. Es ist hochinteressant, festzustellen, wie schnell und absolut gleichlaufend mit der Charakterentwicklung die Gestaltung, Entwicklung und Rückbildung der Fingerlinien geht. Schon in Viertel, jahrsfrist etwa lassen sich nach den angestellten Untersuchungen deulliche Veränderungen des seinen Netzgemebes wahrnehmen. Für die odjule und die Erziehung wird das chiromantischc System von ungeheurer Bedeutung sein: besonders was die geistige Entwicklung des Kindes anlangt. In Gießen sind die Borarbeiten zur Ausnahme der Fingerabdrücke zu Ende geführt worden Jetzt werden noch einmal Formulare an alle mündigen, selbständigen Personen ausgegeben, und diese sind verpflichtet, auf glattem, einfarbig- weißem Papier den mit schwarzer Tusche vorher geschwärzten l l n k e n Daumen (das äußerste Daumenglied) darauf abzudrücken und den Abdruck nebst Angabe der genauen Adresse mit Namen, Wohnort, Geburtsjahr und lag in einem freiqemadüen Umschlag mit der Aufschrift ,^B ü r - g c r s p i e g e l" an die Redaktion des „Gießener Anzeigers" abzuführen, die sich bereit erklärt hat, die Zuschriften an den im Augenblick noch in der Bildung begriffenen Ausschuß weiterzuleiten. Es ist ui wünschen, daß im Interesse der Bollzähligkc,t der Grundlagen (zu Statistiken u. dgl.) die Fmger- abdrücke pünkllich und schnell einlaufen, zumal so dem behördlichen Apparat wesentliche Arbeit erfpart werden kann. 6 5- Die Rettung der Elektrizitätsversorgung. Wir haben schon in der Schule gelernt, daß man zur Erzeugung von Elektrizität Frosch- schenkel braucht. Nun ist durch den geftetger- ten Äektrizitätsverbrauch einerseits und ourch Weiß- Weiß: 3 Steine. Ke2, Lgl, Sc6 Schwarz: 3 Steine. Kg3, Bt4, h3. Die Lösung ist folgende 1. Lh2+, Kb2: (am besten, auf Kg2 gelangt man mit Zuaumstellung in dieselbe angeführte Variante.) 2. Kf2, Khl 3. Se5, Kh2 4. SH+. Khl 5. Kfl, ß 6. Kf2, h2 7. Kfl, f2 8 Sf2 matt türc zum „Bettelstildetiten", Millöcker, 2. Pot pourii aus .,Puppensee", Ban .. 3. Kirschenlled a. d. „Vogelyändler", Zeller 4 ^trcifzug d^rch samtl Johann Strauß-Operetten. 5. Poipourri aus „B^cacciv" Suppi-, 6. Entröllßd de- „Bo° caccio", Suppt ■ Poipourr. aus ..Obersteiger", Zeller, 8. Mirsch aus „D)N Earlos". Dc'linger. Mitwirlung .jrl. Anita Franz (Soprans 6 Uhr. Wiitschaftsmel vagen, h b,30 Uhr: Di< Leie stundo (Au» fernen Ländern): Aus den „Äalt< sornischcn Erzählungen" von Brct Harte. 6.30 bis 7 Uhr: Stenographischer Fortbildungskursne für alle Stzstemc lDitta' non 3D Silben aufc wärt») 7 Uhr Wirtsch illsmel'ungen. 7—7,30 Uhr »Das deutsche H.inäelsschutwULli", 3. Vortrag von DirÄtor Lüh> 7,30—8 Uhr: Zur Rundfuntjahresfeier Bortrag von Ernst Schoen „Klang, Wort und Rundfunk". 3,30—9,30 Uhr: rieo Burschen Heimlehr oder der tolle Hund Darmstädicr Lotalpossc von Ernst Elias Nteber galt 9.30 Uhr: Nachrichten, Wetterwelduns Sp-rtbeUchl IQ—11 Uhr: Tanzmusik der Tan» tapelle Pinkus Langer. W Ml iHits "Bfjenmritsmus Beönftete hören gern, daß der echte Uroga- Extrakt die Schmerzen schnell lindert und die harnsauren Salze aus dem Körper schafft. Wir raten Ihnen, 60 Gramm echten Uroga-Äxtrakt zu kaufen, von dem Sie mehrmals täglich 3 Kaffeelöffel voll nehmen. Sicher er» hältlich i Universttäts-Apothc,.Zum goldenen Engel". Die Bestandteile find auf der Packung angegeb. - A Schwarz, a b c d " ....... d b M 3 eeMMe! tomed fiflfftt Pst». 3.20 mit Mttt 8 HnUfltl m. iso H SA»k & MM Bahnhofstraße 26 Ludwigstratze 20 Walttorstraße 24, Frankfurter Straße 89 3340c Roßhaar, Vorlagen 3293c Zum gute n Schulzeugnis oder als im guten Schulzeugnis oder als Konfirmationsgeschenk | Katalog G 42 kostenlos Frühjahrs-Neuheiten Vertreter: Billigste Preise 3171V 14c 3327D allerbeste deutsche Qualitäten Klappwagen mit Verdeck . M. 38.00 von M. 45.00an Kinderwagen Für die Weisswäsche! FürWolle, Seide u Bunhachen! " Für Glasu Porzellan! Für Holz u.Fliesen! Für Teppiche u. 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Jede» Stück, das klares Wasser verträgt, kann unbedenklich auch mit P