Samstag, 5!. Hlai 1924 Jahrgang Erstes Blatt Drod und Verlag: vrühl'sche Univerfiläls-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulfttahe 7. Berlin, 31. Mai. (WTD.) In einer gestern abend einstimmig gefaßten Entschließung erklärt die deutschnationale Fraktion, daß sie auf eine Kursänderung in der auswärtigen und inneren Politik nicht verzichten kann. Da die vom bisherigen Reichskanzler Marx geführten Verhandlungen, namentlich auch was die entsprechende Kursänderung in Preußen anbetreffe, keine Gewähr für die vorausgcsagte Kursänderung böten, verspreche sich die deutschnationale Fraktion von der Fortsetzung der Verhandlungen keinen Erfolg. Wie in parla- gierungsbildung zurückgeben wird. Rach Informationen von deutschnationa- ler parlamentarischer Seite wurde in den Besprechungen der letzten Tage von den Deutsch- nationalen die T i r p i tz l ö s u n g immer wieder verfochten. Gegen die Marxlösung wurden von Anfang an entschiedene Bedenken erho- mentarischen Kreisen verlautet, ist nicht anzunehmen, daß auf Grund des ablehnenden Beschlusses der deutschnationalen Fraktion Reichskanzler Marx seinen Auftrag zur Re- Die Militärkontrolle. Berlin, M. Mai. (Wolff.) Sn der Qlnt» Wortnote der Dotsch-asterkonferenz auf die deutsche Rote vom 31. März in der Frage der Militärkvntrvlle, die heute vormittag im 2lns- wärtigen Amte eingegangen ist, heißt es u. a.: ben. Gs sei auch stets hervorgehoben worden, daß die Marxlösung nur dann erträg- den bisherigen Reichskanzler Dr. Marx und den volksparteilichea Abgeordneten Dr. Scholz. Wie die „Kreuzzeitung" wissen will, soll da^i dem Reichspräsidenten der Vorschlag gemacht worden sein, nunmehr lich erscheinen könnte, wenn den Deutsch- nationalen solche Vorschläge gemacht würden, daß ihr Einfluß nach jeder Richtung ausreichend gesichert sei. Beim Verbleiben des Kanzlers würde die Beibehaltung auch noch desselben Ministers des Aeußern für die Deutschnationale DolkSpartei ein Ding der Anmöglichkeit sein. In dieser Beziehung fei bei den Verhandlungen nicht die geringste Unklarheit gelassen worden. Während das „B. T." 'und die „Boss. Ztg." der Meinung sind, daß infolge des Beschlusses der deutschnationalen Fraktion de r Gedanke des Bürgerblocks endgültig erledigt sei, will der „Lokal-Anzeiger" erfahren Haben, daß man in der Deutschen Volkspartei den Versuch, die Deutschnativnalen zur Regierung hevanzuzie^n, noch nicht aufgeben wolle. Der Reichspräsident empfing gestern noch Reichstag und Regierungsbildung Verschärfung der japanischamerikanischen Krisis. Paris, 31. Mai. (WSD.) Die japanische | Botschaft übergibt der Havasagentur folgendes ! Telegramm zur Veröffentlichung: Das japanische Kabinett 'hat am 28. Mai in einer außerordentlichen Sitzung beschlossen, bei der Regierung der Vereinigten Staaten in folgender F^rm offiziellen Einspruch zu erheben: Japan hat mehr als 10 Jahre hindurch die Bestimmungen des Gentlemen-agrement und die Einschränkungen der japanischen Auswanderung nach Amerika praktisch und sehr streng durchgeführt. Die Vereinigten Staaten haben nun auf Grund eines neuen Einwande- rungsgesehes nicht nur die genannten Konventionen aufgehoben, sondern die Zulassung der Japaner nach Amerika völlig verboten. Das stellt offenkundig eine rechtliche Verletzung der Bestimmungen des Handelsvertrages zwischen Japan und Amerika, sowie der auf der Wa shing to n er Konferenz unterzeichneten Verträge dar. Botschafter Hanihara wird nach Aeberreichmig dieses Protestes an die amerikanische Regierung m aller Kürze die Erlaubnis erhalten, in seine Hermat zurückzukehren. Aach der Sitzung des japanischen Kabinetts hat Außenminister Baron Matsur Journalisten erklärt, daß die endgültige Annahme des antijapanischen Gesetzes in Amerika rm Interesse des dauernden Friedens der ganzen 'Welt sehr bedauerlich sei. Eile tut not, denn der 1. Juni bringt auch in Frankreich die Demission des Kabinetts Poincare und eine neue Regierung, die vermutlich sehr bald die unterbrochene Unterhaltung über die Sachverständigengutachten mit den Alliierten in London, Brüssel und Rom wiederaufnehmen wird. Wie dies künftige fran^ zösische Kabinett aussehen wird, erscheint nach den letzten Pariser Meldungen noch durchaus ungewiß. Poincaräs Rachfolge ist anscheinend dem Führer der bürgerlichen Linken Herri o t sicher. Ob aber die Sozialisten In ein Kabinett Herriot eintreten werden oder sich auf eine wohlwollende Reutralität beschränken, darüber geben die bisherigen Abstimmungen in den Wahlvereinen der Departements noch kein klares Bild. Die Sozialisten laufen Sturm gegen den Präsidenten der Republik als Vater des nationalen Blocks.. Weicht M i l l e r a n d ihren Angriffen, ist eine sozialistische Beteiligung an einem Kabinett Herriot nicht ausgeschlossen. Am so eher ist dann eine beschleunigte Behandlung der m. 127 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilage: GießenerFamilienbiätter Monats.vezuyrprris: 2 Goldmark u. 20 Gold- psennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. F e r n s p r e ch-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten. AnzeigerStehen. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686. Reuter meldet aus Washington, daß der wichtigste Grund der das Repräsentantenhaus zur Annahme" der Flottenvorlage veranlaßte die Störung des Einvernehmens m i t "I a pa n infolge des neuen Einwanderungs- I gesetzes gewesen ist Die Regierungskrisis. Ablehnung der Deutschnattonalen. — Fortgang der Verhandlungen des Kanzlers. Im Gegensatz zu dieser Version steht die Mel- 1922 vorgesehenen fünf Gruppen von Abrustunzs- dung mehrerer anderer Blätter, daß der bisherige Maßnahmen. Die alliierten Regierungen sehen Reichskanzler Dr. M a r x heute seine Bemühungen sich genötigt, auf diese Ausführungen wie folgt um die Bildung eines Kabinetts fortsehen $u antworten: Wenn die deutsche Regierung in werde, und zwar auf der Grundlage der bürge r- ber Frage der deutschen Abrüstung bereits jetzt liche'n Mittelparteien. Eine solche Regie- pie Intervention des D ö l k e r b u n d es rang würde jedoch parlamentarisch nur eine Min- verlangt, so verkennt sie die juristische Tragweite derheit hinter sich haben. Sie würde aber in her Bestimmungen in Teil 5 des Vertrages von ihrem außenpolitischen Programm durch die Versailles. Rach dem Wortlaut des Vertrages Anter st ützung der Sozialdemokraten Haven die alliierten Regierungen das unbestrett- eine Mehrheit sinden. In erster Linie abhängig bare Recht, die Kontrollkommission in ihrer vollen ist die Bildung einer solchen Regierung von der Tätigkeit solange aufrechtzuerhalten, bis die Ver- Haltung der Deutschen Volkspartei, die tragsbestimmungen, für deren Durchführung eine noch heute vormittag in einer Fraktionssitzung zeitlose Grenze festgesetzt ist, restlos durchüber ihre Stellung zu der durch die deutschnatio- geführt sind. Man dürfte schwerlich behaupten nale Absage geschaffenen Lage Beschluß fassen können, daß diese Bedingungen heute erfüllt sind. — Solange aber die Kontrollkommission in Mstlderuna der Versonalabbau- Funktion bleibt, kommt es ihr allein zu, die JJUlOerung oer ^erjunuiuuuu Ausführungen der militärischen Destimmun- öeroronuny. gcn Vertrages zu überwachen. Berlin, 30. Mai. (WTB.) Sm Reichsfinanzministerium ist ein Gesetzentwurf zur Personalabbauverordnung ausgearbeitet worden, der u. a. die Aufhebung wesentlicher Bestimmungen der Personalabbauverordnung vorsieht. Insbesondere soll die durch die Verordnung geschaffene Möglichkeit, entbehrliche Beamte jederzeit einstweilen in den Ruhestand zu versetzen, in absehbarer Zeit wieder beseitigt werden. Auch ist beabsichtigt, den Artikel 14, wonach den verheirateten weiblichen Beamten gekündigt werden kann, dadurch günstiger zu gestalten, daß ihnen eine Pension gewährt werden soll, wenn infolge des Todes des Ehemannes oder infolge unverschuldeter Scheidung ihre wirtschaftliche Versorgung nicht gesichert ist. Ferner besindet sich die Frage, ob bei der Pensionskürzung von der Anrechnung des Einkommens aus dem Privatvermögen abgesehen werden kann, in erneuter Prüfung. Der Entwurf wird dem Reichsrat und dem Reichstag nach vorangegangener Beschlußfassung durch die Reichsregierung alsbald zugehen. ____________ Die demokratische Presse seht ih.en Feldzag gegen das Zustandekommen der Koalition mit den Deutschnativnalen mit zäher Beharrlichkeit fort. Die „Franks. Ztg." stellt mit Befriedigung fest daß nun auch das bislang sich zurückhaltende „Berliner Tageblatt" in die Reihen der Koa- litivnsHasser eingeschwenkt ist. Der eigentliche Kampf dieser Kreise richtet sich gegen die Deutsche Dvlkspartei, dessen ehrliche Bemühungen um die Bildung eines großen bürgerlichen Kabinetts man verdächtigt und offen beschimpft. Don „Seiten- sprüngen" der Dvlkspartei beliebt man im demokratischen Lager zu reden, einen „Dvlchstvh" nennt hie „F. Ztg." es, wenn die Dvlkspartei von Anbeginn der Verhandlungen an keinen Zweifel darüber gelassen hat, daß sie die Demission des Kabinetts Marx deswegen für notwendig hiell, um dem Reichspräsidenten Gelegenheit zu geben, dem Ergebnis der Reichs tags wählen auch in der Zusammensetzung des Kabinetts dadurch Rechnung zu tragen, daß versucht werde, die Deutsch- nationalen aus der Opposition in die verantwortliche Leitung der Regierungsgeschäfte hineinzu- bringen. Diesen Grundsatz hat sich offenbar auch der Reichspräsident zu eigen gemacht, als er i Stegerwald die Kabinettsbildung anbot. Am so unverantwortlicher erscheint die Haltung der demokratischen kPresfe, die offenbar nicht einmal in völligem Einvernehmen mit ihrer Fraktionsleitung alles daransetzt, die aus der Lage der Dinge sich ergebende Kabinettsbildung unter allen Amständen ,'.um Scheitern zu bringen in einem Augenblick, wo die Verhandlungen anscheinend mit «Glück auf das sachliche Gebiet hinübergeleitet worden sind und nicht ohne Erfolg zu bleiben verheißen. Hoffen wir, daß es gelingen wird, noch vor den Feiertagen ein regierungsfähiges Kabinett sauf die Deine zu bringen. Diesem Grund entsprechend, hat die Kontrolle seit dem 10. Januar 1920 funktioniert. Andererseits steht es den Alliierten zu, darüber zu entscheiden, ob und in welchem Augenblick die Besttmmungen, für deren Durchführung eine Zeitgrenze vorgesehen ist, als vollkommen durchgeführt anzusehen sind. Sobald die Alliierten in dieser Beziehung zufriedengestellt sind, werden sie dem Rat des Völkerbundes Bericht erstatten und diesem wird es dann obliegen, gemäß Artikel 213 solche Maßnahmen zu treffen, die als notwendig erachtet werden könnten. Es kann also nicht, wie die deutsche Regierung dies anzunehmen scheint, die unmittelbare Anwendung des Artikels 213 in Frage kommen. Im übrigen erachten die alliierten Regierungen es nicht für opportun, sich über die Bedingungen zu verbreiten, unter denen nach Ansicht der deutschen Regierung der Artikel 213 angewendet werden sollte; aber ihr Schweigen hinsichtlich dieses Punktes darf in keiner Weise als eine Zustimmung zur deutschen These betrachtet werden. Die deutsche Regierung betont von neuem, die Alliierten hätten, abge- I sehen von den fünf Punkten, selbst anerkannt, daß Deutschland seinen Abrüstungsverpflichtungen Genüge geleistet habe und daß, abgesehen von diesen fünf Punkten, keine wichtige Frage mehr in Suspenso sei. Die alliierten Regierungen haben niemals der Ansicht Ausdruck gegeben, die ihnen auf diese Weise unterstellt wird. Es ist wahr, daß die englische Regierung gewisse Erklärungen mit Bezug aitf die deutsche Abrüstung abgegeben hat, aber durch diese Erklärungen hat sie nicht sagen wollen, daß Deutschland seine Abrüstungsverpflichtungen erfüllt hätte; sie hat lediglich kundgegeben, daß ihr zu einem bestimmten Zeitpuntte gewisse auf die Mrüstung bezügliche Abmachungen als praktisch aus - geführt erschienen seien. Ebenso haben die alliierten Regierungen, als sie sich unterm 29. September 1922 bereit erklärten, die Aufgabe der Kontrollkommission unter gewissen Bedingungen für beendigt zu erklären, keineswegs anerkennen wollen oder auch nur angenommen, daß bie deutsche Abrüstung durchgeführt sei. Die G e- neralinspektion, die in der alliierten Rote vom 5. März 1924 ins Auge gefaßt war, hat also in keiner Weise den Charakter, den die deutsche Regierung ihr beilegt. Es handelt sich keineswegs darum, auf Grund des Artikels 213 zu einer An- tersuchung zu schreiten, um festzustellen, ob Deutschland nach Durchführung der zur Kompetenz der Kontrollkommission gehörigen Klauseln der Qkr- traasbestimmungen zuwidergehandelt hat oder nicht fonbenx es handelt sich darum, im Verlaufe her Kontrolle sich darüber zu vergewissern, daß Deutschland sich in militärischer Beziehung in einem Zustand befindet, der |t>ie Aufrechterhaltung eines für Deutschland vorteilhaften Vorschlages rechtfertigt, eines Vorschlags, der in der Absicht formuliert war, die Dauer der Kontrolle abzukürzen. Es versteht sich von selbst, daß das Ziel der Alliierten keineswegs, wie die deutsche Regierung dies anzunehmen scheint, darin besteht über ein Mittel zu verfügen, das ihnen gestatten würde, die Kontrolle in ihrer Gesamtheit bis ins Anbegrenzte fortzusehen: sie machen sich im Gegenteil anheischig, diese Kontrolle in einem möglichst kurzen Zeitraum zu beendigen. Die Inspektion, die sie im Auge haben, würde aus einer Reihe von Besuchen bestehen, die nach Meinung der Alliierten in einem kurzen Zeitraum, sicherlich in drei bis vier Monaten beendet sein könnten unter der Voraussetzung, daß . sie keiner Obstruktion begegnet und daß sie keine , ernsthafte Verletzung der Vertragsbestimmungen i zutage fördert. Die alliierten Regierungen haben bereits ihre Absicht kundgegeben, den Personalbe- Annahme von Anze.g^n für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite crisichS, auswärtig Goldpfennig; für Reklame-Anzeigen d 70mm Breite 35 Goldpfennig, ! )latzvorschrift 20° „Anschlag. - Verantwortlich ür Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr. Will). Lange, ür den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil . Hans Beck, sämtlich in Gießen. Gutachten zu erwarten. Sn Berlin wird man daher gut tun, mit allem Rachdruck die Klärung der politischen Lage herbeizuführen, damit im gegebenen Augenblick der geschlossenen Front der Alliierten ein innerlich konsolidiertes Kabinett mit einem fest umrittenen Programm, gestützt auf eine zur Mitarbeit bereite Mehrheit im Reichstag mit Geschick und Tatkraft die Sache des deutschen Volkes zu führen vermag. Am Dienstag ist der neugewählte Deutsche Reichstag zu seiner ersten Sitzung zusammen- getreten Der Anstatt im Parlament war dem allgemeinen Tiefstand unseres politischen Lebens durchaus angemessen. Eine Horde von annähernd I 60 kommunistischen Abgeordneten setzte ihren ganzen Ehrgeiz darein, die Sitzung zu sprengen. Als das mit Hilfe von Trillerpfeifen und Auto- hupen nicht sofort gelang, brüllte der ganze Chorus die Internationale, erhielt aber Gott sei Dank auf dies schamlose Gebaren umgehend aus ben Reihen der bürgerlichen Parteien und der Tribünen die gebührende Antwort: die brausenden Klänge des Deutschlandliedes erstickten den Kommunistensang und zeigten der Wett, daß der deutsche Bürger sich seiner Haut wehren wird. And das wird auch in Zukunft bitter notig fein, soll der Deutsche Reichstag nicht zum Tollhaus werden, soll es nicht ein paar Dutzend verbrechens chei Schreier gelingen, jede positive Arbeit im Parlament Ku erdrosseln, unser gesamtes politisches Leben lahmzulegen. Die kommunistischen Führer und ihre Presse haben ia selbst mit aller wünschenswerten Deutlichkeit die Ziele ihrer „par- I lamentarischen" Betätigung umschrieben: M>o= tage des Parlaments um jeden Preis Die Kommunisten haben nach diesen ersten beiden Parlamentstagen keinen Anspruch mehr darauf, im Reichstag als Gleichberechttgte behandelt zu werden nachdem sie sich selbst über die Mindestforderungen des Anstands und der parlamentarischen Gepflogenheit hinweggeseht haben. Der Reichstag wird alles daran setzen müssen, um die kommunistischer». Schreier matt zu sehen. Gelingt es nicht mit Hilfe parlamentarischer Mittel, so darf audg, vor gewaltsamer Entfernung nicht zurückgeschreckt werden um ungestörte Arbeit zu ermöglichen. Der Reichstag wird weiter gut tun, sich rechtzeitig zu überlegen, wie er einem kommunistischen Landesverrat vorbeugen will. Denn nichts anderes ist es wenn die Moskauer Zentrale die Parole ausgibt, daß die kommunistischen Abgeord- neten infolge ihrer grundsätzlichen Einstellung zum Pailament sich an ein Schweigegebot über vertrauliche Besprechungen in Parlamentsausschüssen und Kommissionen nicht gebunden erachten dürften sie hätten vielmehr „den Schwindel der Geheimnisse rücksichtslos zu entlarven'. Leute, die mit Pultdeckeln, Trillerpfeifen und Auohupen parlamentarische Arbeit zu leisten gedenken, die den Reichstag der Diktatur einer Horde Unentwegter unterwerfen wollen, werfe man rücksichtslos hinaus. Leute, die mit daickenswerterOffen- 'hmt in den Ausschüssen Spihelarbeit für Moskau verrichten setze man rechtzeitig an die Luft, ehe sie unermeßlichen Schaden anrichten. Der Reichstag hat sich ja in der Person des , deutschnationalen Abg. Wallraf einen Präsidenten gewählt, der Wohl die Entschlossenheit aufzubringen vermag, Ordnung und Würde zu wahren und die Arbeiten des Hauses vor den kommunistischen Radaumachern zu schützen. Dem ehemaligen Kölner Oberbürgermeister und spateren Staatssekretär des Innern, sagt man große Energie, überragende Klugheit, reiche Kenntnisse und schließlich auch außerordentliche rednerische Fähigkeiten, verbunden mit großer persönlicher Liebenswürdigkeit, nach, alles Gaben, die uyn für den in diesem Parlament wenig beneidenswerten Posten in hohem Maße geeignet erscheinen ließen. And doch bedurfte es erst der Stichwahl um die Kandidatur des Zentrums, der Sozialdemokraten und der Kommunisten aus dem Felde zu schlagen. Die Wahl der übrigen Präsidialmitglieder ging nach einigen kommunistischen und nationalsozialistischen Intermezzi programmähig vor sich. Auf einen zweiten Vizepräsidenten hatte man verzichtet, um dem hohen Hause" die Selbstverhöhnung der Wahl des Kommunisten K a tz zu ersparen. , Der Reichstag ist nun also bereit, das Regierungsprogramm des neuen Kabinetts ent® I gegenzunehmen. Aber damit sieht es noch schlimm aus. Die Lage ist zwar insofern geklärt, als die Regierungskrisis mit der Dem iss i ort de s Kabinetts Marx gleichsam in ihr offizielles Stadium getreten ist. Der Reichspräsid e n t hat mit den Parteiführern der Mitte, den Deutsch- | nationalen und Sozialdemokraten verhandelt, dann Herrn Stegerwald, dem Führer der christlichen Gewerkschaften, das Kanzleramt an- geboten und, als dieser ablehnte, den bisherigen Reichskanzler Dr. Marx erneut mit der Regierungsbildung beauftragt. Aeber feine Absichten und Verhandlungen weih man zur Stunde nur soviel, daß er sich bemüht, eine Koalition von den Deutschnationalen biszu den Demokraten zustande zu bringen. Die in den Berliner Blättern umlaufenden Kabinettslisten sind so widersprechend und unverbürgt, daß es sich erübrigt, die Personenfrage hier schon zu erörtern. Soviel steht jedenfalls fest daß die Deutschnationalen ihrerseits sich offenbar damit abgefunden haben, die Führung des Kabinetts einem Manne der Mittelparteien zu überlassen, wenn auch ihre Presse es noch anders wissen will. Der Führung Stegerwalds hätten die Deutschnationalen sich gewiß lieber anvertraut, als der des Herrn Marx, und man sieht auch nicht recht ein, warum sich Stegerwald dem Ruf des Reichspräsidenten verschloß. Seine Begründung, er könne keine andere Außenpolitik treiben als das Kabinett Marx, mutet reichlich seltsam an angesichts der Tatsache, daß einige Augenblicke später derselbe Herr Marx, dessen Außen® Politik angeblich der Stein des Anstoßes ist, mit bet Kabinettsbildung betraut wurde und daran- ■ ging, über diese Außenpolitik mit den Deutsch- nationalen zu verhandeln. Herr Botschafter! In Ihrem Schreiben vom 31. -März ds. Is. haben Eure Exzellenz den alliierten Regierungen die Antwort der deutschen Regierung auf die Rote zugehen lassen, welche । die 'Botschafterkonferenz unterm 5. März ds. Is. den deutschnationalen Abgeordneten Hergt als in Sachen der Militärkontrolle an Sie gerichtet den Führer der stärksten Fraktion des Deichs- hat. Die Antwort behandelt nacheinander die i n G'nMnottsfiifhiinA ui betrauen I üon den Alliierten geforderte General-Inspektion tags mit der Kabinettsbildung zu betrauen. in ber Kollektivnote vom 29. September GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen genommen. Gießen. 28. Mai 1924. da Das halb dem sicht DMdxrung deS rechtlichen Zu standes zur besonderen Pflicht macht. Der Erlaß betont, daß eine über die gesetzlich auferlegten Pflichten hinausgehende Unterstützung der von Streik oder Aussperrung Betroffenen seitens der Gemeinde einer Mißachtung des geltenden Rechts gleichkommen und, je nach Lage des Falles, zur Einstellung aller Zuschüsse und ^lebertveisungen zwingen würde, die den Gemeinden aus Reichs-- und Staatsmitteln zufließen. Zuwiderhandlungen würden im übrigen als Verstöße gegen geltende rechtliche Bestimmungen und somit als Pflichtverletzungen anzusehen sein. nat Juni folgendes bestimmt: Die Miete für den Monat Juni beträgt in sämtlichen Gemeinden 3 8 v. H. der Friedensmiete. Di? Miete ist zahlbai in Gold- oder Papiermark. Bei Papiermarkzahlungen ist der Kurs vom Vorlage des Fälligkeitstermins zugrunde zu legen. Die Beträge sind auf volle 10 Pf. nach oben abzurunden. In dieser Summe sind 12 v. H. für lau» sende, 8 v. H. für große Instandsetzungskosten, sowie 18 v. H. für Betriebskosten und Zins-- steigerung enthalten. Betriebskosten sind Steuern, Gebühren und öffentliche Abgaben. Unter dem Vorsitz des Provinzialdirektors Matthias wurde heute vormittag im Regierungsgebäude die ordentliche Sitzung des Provinzialtages der Provinz Oberhessen abgehalten. Provinzinltag der Provinz Oberhessen. Reichsbankdirektorium wandte sich des- an di: zuständigen Regierungsstellen mit dringenden Ersuchen, die Geschäftsauf- zu beseitigen oder zum mindesten ihre Auswüchse unmöglich zu machen, (Iustiz) zurückgestellt. Die Kapitel „Untbeti ft töt“ und „Technische Hochschule" wurden an-' Die Währungspolitik der Reichsbank. Berlin, 30. Mai. (WTB.) In der heutigen Zentralausschußsihung der Reichsbank machte der Präsident des Reichsbankdirektoriums Dr. Schacht folgende Ausführungen zur Kreditpolitik der Reichsbank: Eine Wirkung der zurückhaltenden Kreditpolitik der Reichsbank auf die Devisenlage und auf den Kurs der Mark ist offensichtlich. Die Devisenzuteilung hat ganz erhebliche Erhöhungen erfahren können, die Rotierung der Mark im A u s l an d e ist in der letzten Zeit dauernd günstig gewesen. Die Reichsbank ist nach wie vor entschlossen, ihre Kreditpolitik von währungspolitischen Gründen beherrschen zu lassen, da ein anderes Mittel zur Aufrechterhaltung der Markstabilität zur Zeit nicht zur Verfügung steht. Es bleibt deshalb gar nichts anderes übrig, als daß die Wirtschaft sich nach der Decke streckt Gegenüber diesen llaren Tatsachen ist das Drängen nach Hergabe weiterer Kredite lediglich aus der Olotenprefse völlig unverständlich. Solche Kredite können nur eine neue Inflation heraufführen und find damit in sich selbst zur Wirkungslosigkeit verurteilt. Die Reichsbank ist sich der Kreditnot, in der sich die Wirtschaft leider befindet, nur zu sehr bewußt. unwirtschaf l cher Weise .ugbiligen (lech fts- aufsicht dazu, um ter Rei-soa.ik Zugeständnisse bei der Rückzahlung von Wechselschulden abzuprellen. Alle Rkrgt.chke en, die Kredite zu l quidieren und die Waren '> e -> stände abzu bauen, werden durch die Einführung der Eeschäftsaufsicht als einer Massen- erscheinung sabotiert, um den Schuldnern zum Schaden ihrer Gläubiger und der Allgemeinheit das Durchhalten von Waren- und Dev^envest^n- den zu ermöglichen. gerade bei ihr die Kreditwünsche zusammenlaufen. Aber die Wirtschaft muh verstehen, daß die Zentralnotenbank nicht mehr hrlfen kann, als bis jetzt geschehen ist.. Eine neue Inflation wäre nur eine Scheinhilfe und wir ■ . inh ll g und entschieden von der Reichsbarkj.ei ung a vg e- lehnt. Die Politik der Reichs xm£ tour e i i d n letzten Wochen durch eine völlig mi chr uchliche Anwendung der sog. Ge schä f t s a u ! s i ch t durchkreuzt. Die Wech elich l n.-c der Reichsbank benutzten die Möglichkeit der v in kritikloser und Radio im Dienste des Giehener Anzeigers Die Empfangseinrichtungen sind fertiggestellt, so dah der Presse-Rund- funlldienst zu Anfang des Monats Juni ausgenommen werden kann. Auf diese Weise wird das Nachrichtenwesen eine zeitgemäße Vervollkommnung erfahren. Mehr denn je bietet also der Gießener Anzeiger Vorzüge, die sonst nur von Großstadtblättern erzielt werden. eine Forderung, der auch im Interesse der Aufrechterhaltung des Vertrauens in- und ausländischer Kreditgeber hoffentlich mit der nötigen Beschleunigung Rechnung getragen wird. Die Reichsbank ist deshalb an die zuständigen Regierungsstellen herangetreten mit Vorschlägen über eine anderweitige Beschaffung langfristiger Kredite. Es han- delt sich dabei um die Rutzbarmachung von Beträ- gen, die früher auf Grund gesetzlicher Vorschriften in den Immobilienkredit Hineinflossen, aber durch die Rotverordnungen der Inflationszeit in andere Richtungen gelenkt wurden, Beträge, die heute zum 7, irregulärer Weise den mobilen Geldmarkt aufsuchen und vielfach Veranlassung zum Kettenhandel geben. Die dahin zielendes Maßnahmen werden allerdings außerordentlich erschwert, toerm immer wieder Beträge flüssig gemacht werden müssen zur Finanzierung von Streikausfällen oder von Sachleistungen an die Ententemächte. In ihrem derzeitigen Zustande kann sich die deutsche Volkswirtschaft weder Streiks noch G r a t i s l i ef e r u n q e n an das Ausland leisten. Alle Bemühungen um die Behebung der Kreditnot we'/ben fehlschlagen wenn mcht schleunigst Arbe i t zjf ri e de im Innern und die Regelung unserer Verpflichtungen an das Ausland ein tritt. Vom Deutschtum int Ausland. Die Haupttagung des „Vereins für das Deutschtum im Ausland, die vom 11. bis 15. Juni in Hann-Münden stattfindet, wird eine überaus zahlreiche Vertreterschaft: von Auslanddeutschen an die Wiege des von der Quelle bis zur Mundung deutschen Weserstroms bringen. Es werden Abordnungen entsandt aus Rord- schleswig, Memelland, Litauen, Kurland Esth- K?d, Süd-Slawieu, Galizien, Süd-Tirol, Polen. Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien. Wolgage- st a n d der Kontraltkommissivn beträchtlich, za bet ringe r n, sobald die Generalinspektion beendet fein würde, and diese Verringerung ihres Personalbestandes in dem Maße fortzusehen, a>ie die Erledigung der aus den fünf Punkten resul- IrerenLen Restaufgaben in befriedigender Weise fortfchr eitet. Ebenso haben die alliierten Regierungen keinescvegs die Absicht, die Tätigkeit der Kommission über den notwendigen Zeitraum hinaus zu verlängern, aber sie können nicht, wie die deutsche Regierung es vorschlägt biefed Organ, das im Vertrag vorgesehen ist und dessen Zusammensetzung dem technischen Charakter seiner Mission entspricht, feiner Tätigkeit entheben. Die Frage der Kontrollbeendigung läßt ui der Tat nur eine der beiden folgenden Lösungen zu: a) entweder die deutsche Regierung läßt die von den Alliierten gewünschte Materialinspektion zu. Wenn die Ergebnisse dieser Inspektion zufriedenstellend sind, wird die Kontrolle auf ine fünf Punkte beschränkt werden: b) oder die deutsche Regierung beharrt darauf, das Anerbieten der Alliierten zurückzuweisen. Im ersteren Falle haben die alliierten Regierungen, ohne auf die Einrichtung des Garantie- komitees, wie sie es früher ins Auge gefaßt hatten, zu bestehen, die Absicht, so bald wie möglich zu einer progressiven und sehr erheblichen Herabsetzung des Personalbestandes der Kontrollkommission zu schreiten. Sie haben keinerlei Verlangen danach, die Existenz 'der Kontrollkommission ins Unbegrenzte zu verlängern; sie glauben vielmehr, daß sie ihre Arbeiten binnen einer Frist beendigen kann, die die deutsche Regierung durch ihre lotjale und vollständige Mitarbeit wesentlich abzukürzen in der Hand hat, Im zweiten Falle bleibt den alliierten Regierungen mir übrig, die strikte Anwendung des Vertrags zu verlangen. Die Kontrollkommission würde also in ihrer jetzigen Form und in der Ausübung aller ihrer Rechte aufrechterhalten werden bis zu dem Augenblick, wo sie den Regierungen, die sie vertritt, würde berichten können, daß alle Vertragsbestimmungen, für deren Durchführung eine zeitliche Grenze gesetzt ist, restlos durch^eführt stnd. Auf jeden Fall kann die gegenwärtige Situation, die eine Quelle fortgesetzter Schwierigkeiten darstellt, nicht länger aufrechterhalten werden, und die alliierten Regierungen rechnen darauf, daß die deutsche Regierung verstehen wird, wie es bad allgemeine Interesse erheischt, ohne Verzug zur endgültigen Lösung zu kommen. Sie erwarten also, daß sie ihnen so schnell wie möglich und aufjeden Fall vordem3 0. Juni mitteilt, daß sie die Vorschläge der gegenwärtigen Rote bezüglich der Generalinfpektion und der nachfolgenden Beschränkung der Kontrolle auf die fünf Punkte annimmt Genehmigen Sie, Herr Botschafter, die Der- sicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung. Gez. Poincars. Das Streikende im Ruhrrevier. Bochum, 31. Mai. (WTB.) Die vier Berg- arbeiterverbände haben einen Aufruf an die Bergarbeiter des Ruhrreviers erlassen, in dem sie aufgefordert werden, die Arbeit geschlossen wieder aufzunehmen. Unter Hinweis auf die von den vier Derg- arbeiterverbänden zurückgewiesene Streik» parole der Unionisten werden die NeubesteUungen für den Monat Juni werden entgegengenommen in Gießen von der Geschäftsstelle und von den Trägerinnen, in den Landorten von den Zweigstelleninhabern und von der Post. Bergarbeiter ermahnt, auch in Zukunft nur den von ihren Organisationen ausgegebenen Parolen zu folgen. Die Union der Hand- und Kopfarbeiter dagegen hat den Schiedsspruch für den Ruhrbergbau einstimmig abgelehnt. Die Belegschaften der Schachtanlagen Ernestine, Gustav, Zollverein VI bis IX, Konkordia, Kupferdreh und Mülheimer Dergverein, sowie zwei Versammlungen in Trillenöorf und Schönebeck haben den Schiedsspruch ebenfalls abgelehnt. — Bereits gestern morgen meldeten sich zahl- rei^e Arbeiter bei den Zechen zur Wiederaufnahme der Arbeit, fanden jedoch die Zechen- tore^ verschlossen. Es wird aber damit gerechnet, daß die Arbeit im Ruhrbergbau Anfangnäch- st e r Woche wieder ausgenommen wird. * . Der Schiedsspruch im Ruhrkonflikt bringt in 77^ beitszeitfrage einige nicht unbeträchtliche Aenderungen gegenüber den früheren Sc^edssp rächen. Das Uebsrarbeits ab kommen läuft frühestens am 30. Rovernber ab. sofern es am 30. September gekündigt wird. Andernfalls läuft es mit zweimonatiger Kündigungsfrist auto- matisch weiter. Im Falle einer Kündigung müssen die Parteien eine Woche nach erfolgter Kündigung zu neuen Verhandlungen zusammentreten. Danach bestätigt der neue Schiedsspruch die Auffassung der bisher gefällten Schiedssprüche über die Rotwendigkeit und Berechtigung der Ueberarbeits stunde. Er führt lediglich in den Terminen eine Aenderung ein. In der Arbeitszeitfrage für die Kokereiarbeiter macht der Schiedsspruch Zugeständnisse gegenüber den Wünschen der Arbeitnehmerschaft. In der Lohnfrage bewilligt der Schiedsspruch weitere 5 Proz. Aufschlag auf die Aprillöhne, so daß der Lohn im Iuni 20 Prozent höher liegt, als der Lohn im April. Die Unternehmer haben den Schiedsspruch abgelehnt, unter Hinweis darauf, daß die Regelung der Arbeitszeitfvage als günstig nicht angesehen werden könne, weil bereits in kurzem wiederum Verhandlungen notwcndig sind, die zu Auseinandersetzungen führen können. Angesichts der wirtschaftlichen Lage des Ruhrbergbaues und der allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse erklären 1 ich dre Unternehmer außer st ande die Lohnerhöhung zu tragen. Rach Lage ber Dinge erscheint ihnen die Beschaffung der notwendigen Mittel unmöglich. Der erneute 5pro- jentige Aufschlag auf die Löhne ist den Arbeitnehmern, wie man annimmt, deswegen zuge» sprvchen worden, um eine schnellere und reibungslose Annahme des Schiedsspruches zu erreichen. In Unternehmerkrerfen wurde die Bewilligung aus solchen Beweggründen als äußerst bedenklich angesehen. Keine Erwerbslosennnterftütznng Streikender. Düsseldorf. 30. Mai. (WB.) Der Regierungspräsident erließ an die Landräte und Oberbürgermeister seines Bezirks eine Verfügung in der er mit dem Hinweis auf die Tatsache' daß die V er t rag s der hä l tni s s e der Bergleute durch die Entscheidungen der Berufenen Stal- fen nunmehr gesetzlich geregelt seien, den ^Nachgeordneten Stellen die gewissenhafteste Be- viei unO anderen russischen Siedlungen. Deutsch- Oesterreich wird selbstverständlich mit zahlreichen Vertretern zugegen sein. Außerdem haben die maßgebenden Reichs- und Staatsbehörden ihre Teilnahme zugesagt. Besonderes Interesse dürste die Behandlung der Wanderungsfrage durch berufene Redner finden. Auch die Lehrer- verbande und Philologenverbände sind vertreten. Im Anschluß an die Arbeitstagung sind Ausflüge in die Umgebung, Wanderungen, Iugendkund- gebungen und ein Besuch der Kolonialschule in Witzenh.iusen vorgesehen. Der abschließende Sonntag ist als L r 0 ß d e u t s ch e r Tag für die gesamte Bevölkerung gedacht. Rach dem Festgottes- bimst wird sich ein Festzug mit Trachtengruppen I Die" Rechnung der Provinzialkasse für 1922 und besonderen Festwagen durch die Stadt be- ergibt an Einnahmen 164 816 639 51 Mk an Auswegen. Auf der Weserwiese findet ein Volksfest gaben 1 012 300 929,79 Mk., so daß sich'ein barer mit Aufführungen, Festbuden usw. statt. Auch Vorrat von 63 585 709,72 Mk. (d. h. Papiermark' sportliche Verbände u. a. Ruderverbände haben ergibt. — Die Rechnung wurde genehmigt. ihre Beteiligung zugesagt. Hinsichtlich des Voranschlags für 1923 hatte -- bn Provinzialtag am 2. Iuni 1923 beschlossen, von Gegen die neuen preußischen f°tct>en abzusehen und im Hocksckulaebüliren 923 Nahmen des Voranschlags „ 9 'T0“"1 für 1922 weiter zu Wirtschaften mit der Maßgabe - .erlrn 31. Mai. (Prrv.-Tel.) In ber baß etwa fortschreitender Geldentwertung Rech- Hauptgeschaftsstelle der Deutschen Studentenschaft nung zu tragen fei; ferner hatte er für das Recb- in Charlvttenburg traten gestern dieVertreter nungsjahr 1923 ein Umlagebebarf von 257 50t preußischen E i n ze l st u den te n - Goldmark festgesetzt. Die Rechnungslegung ist vor- schäften zusammen um gegen die neuen H och- bereitet und wird dem Provinzialtag noch zugehen s chu lg e b u hren Prote st zu erheben. Es Auf Antrag des Provinzialausschusses beschloß ber tourbe eine Reihe Entschließungen angenommen, Provinzialtag, unter Berücksichtigung der bar» in denen u. a. gefordert wird, daß die Gebühren gelegten Umstände von der Ausstellung eines Dor' der wirtschaftlichen Rot der Studenten angepaßt anschlags für 1923 abzusehen. Der tintiaaebebarl toer^>en' 2^5 000 ®m- wurde auf die einzelnen Kreise -- wr? folgt verteilt: Alsfeld 25 000, Büdingen 30 000, Die Pariser Regierungskrise, (5^^oum9158too 8Z500-£auteybti^20000- ... P.^ r i s 31. Mai. (WTB.) Wie der „Temps" Zum Voranschlag für 192 4 gab der m’ -ü>cc^n die Mitglieder des Kabi- Vorsitzende einige Erläuterungen. Zunächst konnte " ^J^/ncare am Sonntag vormittag halb 11 Ahr der Voranschlag wieder auf Goldmark aufgestellt ms Elysee begeben und dem Präsidenten dev und zum ersten Male die neue Gesetzgebung des Demiss 1 2 ns - Kreises und der Ländeö berücksichtigtwerden Dic schreiben uber-reichen Der „3ntranfigeant“ Provinz erhielt das selbständige Verfügungsrecht nimmt an, daß der Präsident der Republik das über die Realsteuem, während früher der Amlaae- zurucktret^ide Kabinett ersuchen werde, die Ge- bedarf auf die Kreise und von diesen wieder auf noch einige Tage w e i t e rz u f ü hre n, da die Gemeinden ausgeschlagen wurde Weiter wird er die Wahl des neuen Kammerpräsi- | dieProvinz an den derKornrnunalmasse zustehenden Anteilen aus Reichseinkommen-, Umsatz-undKraf t- fahrzeugsteuer beteiligt. Cs sind zu erwarten: an Einkommen- und Körperschaftssteuer 110 000 Mk. 5000 Mk., an Kraftfahrzeugsteuer 180 000 Mk. Der Llmlagebedarf von 615 000 Mk toirb sonach mit 295 000 Mk. aus Reichssteuerantei- k .gedeckt, während der Rest von 320 000 Mk durch Landessteuern aufzubringen ist. Die Steuer- werte der Provinz für Gebäude und Bauplätze nach denen die Grundsteuer berechnet wird belaufen sich auf 500 Millionen Mark, die für land- ^„-'Orstwirtschaftlich genutztes Gelände auf 661 WI. Qltf. Zu dem Vorschlag, bei einem Aus- schlagsah von li/2 Pf. für je 100 Mk. für baube und Bauplätze, und bei einem Ausschlagsatz füc je WO Mk. für land- und forstwirtschaftlich genutztes Gelände zu erheben lag ein Antrag vom Abg. L u h v 0 r, der dahin geht, die Steuer für Gebäude und Bauplätze zu streichen und dafür die Steuer für land- und forstwirtschaftlich benutztes Gelände, soweit ber ©teuer- inert 2000 Mk übersteigt, um 2V2 Pf. zu erhöhen. Rach eingehender Begründung durch den Antragsteller wurde in ber Debatte sowohl auf ben Einnahmeausfall in Höhe von 75 000 Mark hingewiesen, den der Vemicht auf die Gebaudesteuer im Gefolge hat, bann aber besonders die zur Zeit bestehende Rotlage ber Lan>- wirtschaft betont, die eine höhere Belastung des denten abwarten müsse. Diese wirb voraus- E^^A^af"ich gen-utzten Geländes nicht ver- ftchtlich am Doniieistag vormittag frühestens am ,^urde schließlich, soweit er Mittwoch ab.nd folgen da die Äte Sitzuna ®eianbefteaer betrifft, vom Antragsteller zu- der Kanimer durch die Prüfung ber Mandate und Antrag auf Aufhebung ber Ge- die Ausschußbildung in Ansvi^h g^omnea «"genommen. - Bei dem Titel: De- werde Im < e chästs-üh.enden Ausschuß^ der radr- tunge" tour£>c vom falcn Partei hat He.wiot in einer zweistündig en rw Jcrbflubtung zum Ausdruck ge- Rede die politische Lage geschilderi Es wurde ^gestellten der Provinz die Eehall- beschlos,en, noch heute in einem Brief an den bewilligen, Ww sie das Reich vorsieht. — Sri etär der sozialistischen Kammerfrattion L5on K^sstraßen" sich, der Dor- Blum die sozialistische Partei aufufordern sich ÄÄAusbau der Kreis st raße an der Regierung zu beteiligen Wenn ^^ut^haln Landesgrenze beiVölzberg vor. — die sozialistische Partei das AngebR annimmt U12> 8um Dell schon aussoll ein Mindestprogramm fe gei gt w-r en das ^eisstrahen der ganzen unter anderem auch die Aufnahme der Bezie- h;» x armu6 9en b-r gegen bungen zu Rußland vor allem aber auch die ^^eftlGqenen Kosten zn- Vrrsteifung des Frank s enthatten ^rie - D-i Kap Gesund hei ts- ferner die Durchführung einer A m n e st i e^e-r- Standpunkt vertreten, daß not habe auch mit Mi llerand ge prochen rmd £1? Ä^ ^V^^ ?er Rahrungsmittel erklärt, es sei ihm unmöglich, Millerand die Mit- ^ntrriuchungsamt nicht von aib lterschaft zu r^rweig-rn P^binz, sondern vom Lande getragen wer- Die sozialistisch-republikanische 6^'4» ber Landes Polizei; es wurde die Partei (Painleve-D.iand) Hut re t 6 Ä §-stellt werden, ob SB SÄÄÄSiä ÄSÄC" fall &u Dildung eine: et n iTa e nTS rtanen" S A 3 W «Herttäften t-eischen Gruppe erörtert Werder.. ro„ Titten ta ^eX&Ä^ - gefaßt ist. y "us dem Hessischen Landtag. Das Haus genehmigte hierauf die Berichte BonunsererDarmstädterAedaktion. etettr.^etolXnrag^unb ÜÄ Darmstadt, 31. Mai. Der Finanz- anfchlagen für 1924 zu. ausschuh des Landtags nahm seine Becatun- ™ r Antrag des Provinzialausschusses, daß gen bet Kap. 38 (Kirchen) auf; hierzu ist ein die Provinz mit einem Betriebskapital von bar- Antrag Brauer und Dr. Osann auf Gewährung £auJ1,9 5000 Mark dem Hessischen Spar- von Vorschüssen auf die Kirchen eingegan- ss e n - u ndG i ro v e r ba n d beitreten möge, gen. Es heißt in diesem Antrag u. a.: Das Rech- ^mrde zum Beschluß erhoben, ststn^jahr 1916 hatte als eines der letzten für ---— > -?^oeskirche noch den Charakter der Frie- MlILL lltth GrttiX denszeit. Der Bedarf an Landeskirchensteuer war V4 XllTO XkQTIO. in diesem Rechnungsjahr rund li/3 Millionen Gießen, ben 31. Mai 1924 Mark. Für das Rechnungsjahr 1924 (1 April z 1924 biä 31. März 1925) sind 2,7 Millionen Gold- ^,c Junl-Miete. vorgesehen. Es sind Rach Anhörung von Interessenvertretung iqir !ehxteuex; 9en und Sachverständigen hat das Hessische S ^uÄ kür ™ unb Wirtsch'a^ßt nahme-Ausfälle begründet: 1. Es sind aüe I öie berJ2H i e t e f ü r b e n Mo- • e«5- au8 in ber Landeskirchenkasse und in den Kirchenkassen derEinzelgemeinden verwal- teten Kapitalien weggefallen. 2. Der Ertrag ber Pfarrgüter ist stark zurückgegangen (niedrigere Pacht und höhere Steuern); auch die übrigen Einkünfte der Pfarrstellen sind zurückgegangen. 3. Es muß im Rechnungsjahr 1924 mit emem größeren Ausfall an Kirchen- st ® n (unernbrmgliche Posten wegen Erwerbslosigkeit, Wegzugs, Todesfalls usw.) als 1916 gerechnet werden. Die Antragsteller weisen zur Ihres Antrags auf ein Schreiben des Reichsfinanzministers an die Regierungen ber ßanber hin, indem dieser ersucht, den Kirchen- behorden Vorschüsse zu gewähren. Die Beschlußfassung über ben Antrag ist bis zum Montag ausgesetzt worden. Ebenso wurde Kap. 100 LanvkreiS Gietzen. (4508 a 16. Juni MMW.W ßDonjil uiiouHällio., milb, Ö V 6s» U I ttnirdadl. Jucken u. , F ®dKnQn I I uninimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii 8 a Pailabona-Puder reinigt und entfettet das Haai auf trockenem Wege, macht es locker und leicht zu frisieren, verleiht feinen Duft Zu hiben in Friseurgeschäffen und Parfümerien und Drogerien. [2629ss --^r. Homberg o. d. Ohm, 28. Wii. Am Smmtog fand hn«r ein Wertungsfingen fast alle Hautleiden Drog. Karn, SchulUr. Aucd Versand. ““D ■ ”rtW«b. üüSf Ä*” Warnung! 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Nicht einbegriffen sind ferner in dem oben genannten Satz für die Betriebskosten die auf Grund der dritten Steuernotverordnung erhobenen Sondersteuern des Landes oder der Gemeinden vom bebauten Grundbesitz. Diese sind von dem Grundstücksbesitzer auf die Nutzungsberechtigten umzulegen. • Der Kraftpoftverkehr im Vogelsberg wird ab 1. Juni nach folgendem Fahrplan durch- 9efflSüde-Ulrichstein: ab Mücke 9,16 Ähr vorm (ab Gießen 8.16 Uhr), an Ulrichstein 10,30 yrfa- -ab Mücke 8 40 Uhr abends (ab Gießen 7 38 ’W) an Ulrichstein 9.56 ab Ulrichstein 5 40 ilf/r vorm. (an Gießen 7,58 Ähr), ab Älinch- st'ein -5 30 Ähr nachm. (an Gießen 7,34 Ähr). Die Wagen verkehren täglich Älrich st ein —Lauterbach: ab Älrich- stein 11 30 Ähr vorm., an Lauterbach 1 Ähr, ab Lauterbach 6 Ähr. an Älrichstein 7.30 Ähr. Die Fährten finden gleichfalls täglich statt. Beginn neuer Abendkurse Anfragen und Anmeldungen Vogtsche Handelsschule Gießen. Qoethestr. 3%. । I mlläen Sie gesund halten. Wir empfehlen Ihnen ' ' Sid) 1-2 kleine Gläschen des angenehm icbrnecfen, den Saatna-Blut- und Nervenltkör zu trinken. Saairta-Blui- und Nervenlikör wirkt blutbildend ünd nervenstärkend, ist fiir ZrekonoaleSzenten daß | geeignete Kräftigungsmittel. Lagitta-Blut- und die ift in allen. a»-t6et=n „MliUÄ Jttt» | Wa an Haupt- und Der- kehrsstrahe eines verkehrsreichen LandstädtchenS in Näbe der Lahn, besonders sür Sve- zialartikel geeignet, an unabhängige, gediegene Person re - feren Alters, mit etwas Barvermö- gen, zu übergebene evtl, nimmt Besitzer iWltwer) Teil. Schr. Angeb. unter 020597 an den Gieß. Anz. mittags zugelassen ist. ** Ernannt Warden der Lehrer Ludwig Jung zu Gröningen zum Lehrer an der Volksschule zu Grohen-Buseck, der Kanzleigehilfe Peter Wilhelm S e i b e r t aus Homberg a. d. Ohm zum uhestand versetzt wurden idie Lehrerin an der Volksschule 3" Gießen Luise Sophie Friedrich und der Oberasslstenl bei der Oberförsterei Nidda Adam Stadler zu Nidda, beide mit Wirkung vom 1. Juli ab. *• Eine Vriefmarken-Ausstellung veranstaltet der Gießener Philatelisten-Verein am morgigen Sonntag, 1. Juni, ^rn Saale des Hottls Schütz, Bahnhofstraße (siche Inserat m heuttger Nr.), deren Besuch allen Liebhabern desl Briefmarkensammelns zu empfehlen ist. lung beginnt um 10 Ähr vorm. und dauert bis 6 Ähr nachmittags. .. * Die städt. Gemaldesammlung mit den Gustav-Bock-Stiftungen im neuen Schloß, Senckenbergstrahe, wird von Pfingstsonntag an wieder zur freien Besichtigung ^öffnet *• Der Verband der oberhess lschen Ziegenzucht vereine stellte auf der dies- Getr-Herrenanzug 15 Nik., grotzeS 6 ATA sagt die Geschaflsst. des Gieß. Anz, Laos* Giehener Wochenrnarktpretse am 31. Mai 1924. (Händlerpreise.) Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 2.10 Mk., Matte 40 Pf., Käse 65 Pf.. Eier 12 bis 13 Pf.. Weistkraut. Pfund 50 Pf., gelbe Ruben. Bund 0.50 bis 1.50 Mk.. Spinat, Pfund 50 Pf.. Römischkohl. Pfund 50 Pf., Spargel Pfund MO bis 1 30 Mk.. Blumenkohl, Stück 1.00 bis 1.20 Mk.. Salat Stück 25 Pf., Salatgurken, Stück 1.50 Mk.. Ober-Kohlrabi. Stück 60 Pf.. Tomaten, Pfund 2.50 Mark Zwiebeln, Pfund 18 bis 25 Pf., Lauch Stück 10 bis 20. Rettich Bund 80 Pf.. Sellerie. Stück 100 Mk. Radieschen, Bund 20 Pf., Rhabarber Pfund 25 SBL Kartoffeln, alte, Zentner 5 bis 6Mk., Kartoffeln, neue. Pfund 35 M-. Dörrobsh Pfuad 30 Pf Kirschen Pfund 1.00 bis 1.20 Mk., Bienenhonig 'mit Glas, 1.50 Mk., junge Hahnen, Pfund 1.20 Mk. s **DieTeuerungSzahlenfürdie gröherenStädtein unserer näheren Äm- gebung betragen (ohne Bekleidung), nach Mitteilung der Landesstatistik, am 1 4. M a i als Stichtag für: Frankfurt 108,65, Gießen 106,30, Mainz 105,92, Offenbach 104,55, Darmstadt 102,65, WvrmS 98,86. Am 21.Mar wurden folgende Zahlen festgestellt: Frankfurt 0, Gießen 106,30, Mainz 0, Offenbach 0, Darmstadt 98,10, Worms 98,31. •• Der Ladenverkauf morgen gestattet Das Polizeiamt weist darauf hin, daß auf Grund des § 105b. Abs. 2 der Reichsgeroerbe- ordnung am morgigen Sonntag, 1. Zuni, für alle Geschäftszweige des Handelsgewerbes der Gs- werbel'etrieb in offenen Verkaufsstellen und die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und heitern von 11 Ähr vormittags bis 6 Ähr nach * Wieseck, 31. Mai. Zn dem gestern abgedruckten Bericht über die hiesige G l o ck e n w e : h e ist als Jahreszahl der großen Glocke richtig 1680^1860)^ l^i. w geistlichen Oberhirten der evangelischen Kirche 'unserer Provinz Oberhessen, des Ge^imen Kvnsi storialrats D. Petersen, fand bter im Rat- Haussaal eine Tagung der Geistlichen des Dekanats Hungen statt, die nach einer von I Stiftspfarrer S ch v r l e m m er- Lich gehattemm Bittandacht von dem Vorsitzenden Dekan Engel- Obbornhofen mit einer Ansprache eröffnet wurde. Pfarrer B e Y r i ch - Münzenberg emenDor- trag über- „Die Zukunft der Kirche und die Vvlls- hochschule". Zn der darauffolgenden lebhaften | Aussprache nahm Geheimrat 0. Petersen toie= derholt das Wort zu fesselnden urw wertvollen Ergänzungen und Anregm^en. Den Schluß der Torung bildete die Besprechung einer Fullevon amllichen Angelegenheiten, - Aus «Oct Oto ter Ämgegend kamen gestern zu Fuß u^ teils auch auf geschmückten Wagen ungezählte Scharen, iuna und alt. um in der sog. «Weilbach das beliebte Wald fest zu feiern. Festredner^ war diesmal Missionar Spa ich. der m sA^nden Ausführungen aus seinem Leben als Missionar in Ostindien erzählte. Voran ging Nturgifche Einleitung. Das Schlußwort hatte Stiftsdechant Lenz. Der Pvsaunenchwr Oppen^ rod und der gemischte Chor ^^n Burkhrrdsfelden tragen durch ihre Mitwirkung sehr viel zur Erhöhung der Festesfreude bei. Kreis Alsfeld. rund 6500. , . , "Einen Elternabend veranstaltete am Dienstag der Kindergarten, der dem Fröbel- Seminar des Alice-Schulvereins angegliede^ ist. Gesangsvorträge und Rezitation aus dem Kreise der Schülerinnen leiteten den Abend ein. Dann folgte ein Vortrag von Frl. Burgheim über das Thema: „Die Bedeutung der Erzichung^iin 3, gute W neue Strickmasctiinen verkauft woi‘9 Wilh. Wihner, Climbach hetAUevdors a./Loa. £7iir die Speise! Mey’s Kragen mit feinem Wäschestoff Leichtes Durchziehen des Selbstbinders bei den Sorten Standard, Gloria X Für die warme Jahreszeit, da besondere niedrig: Intern ational Amsterdam 1 Dutzend In Schachtel M 1,50—1,80 je nach Form Erhältlich in allen durch Plakate kenntlich gemachten Verkaufsstellen Gut erhalt., gelrag. Covercoat und Anzug für schlanke Figur, billig zu verkauf.^ " SelterSwea 57 11. Wenin getr. gra >er Rockjadtellanzug für große korpuleme r>igur, billig zu ver- kauien 020j73 Aliceftraße 18 II. Ein bestellter Garten zu verkaufen. Schr. Angeb. unt. 020555 nn den Gieß. Anz. Ein Rest prima üiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiio Diejenigen Personen die am Donnerstag zwischen 8 u. 6 Uhr abends, in der Nabe der Gärtneret Volk, AtterSchiffenverger Weg, zugegen waren, wie ein Junge qeschlngen wurde, werden um Angabe ibrerAdresie unter 020594 an den Gieß. Anz. gebeten, oiiiiuiiiiiiiuiiiiiiiiuiimiiii Zu dem am 6. und 7, Juli dieses Jabres stattstndenden rmkMMsl sind noch die Plätze für Karussell und sonstige Stände zu vergeben. 4527D Bewerber wollen stch schriftlich oder mündlich bet dem Borstand deS Ge,aua Vereins Harmonie, Münster, melden. layrigen Wanderausstellung in Hamburg 15 Tiere aus und errang damit folgende Preise: 3n Klasse 1, ältere Böcke, erhielt der Dock der Gemeinde Windhausen (Ärei8 Alsfeld) den 1. Preis und Staatspreis Hamburg, der Dock der Gemeinde Groß-Karben (Kreis Friedberg) eine Anerkennung, in Kl. 2, jüngere Döcke, erhielt der Bock der Gemeinde Lollar den 1. Preis. Bei den Ziegen errangen Preise in Kl. 3, ältere Ziegen: Heinrich Beyer Altenschlirf (Kr. Lauterbach) 1. Preis und Ehrenpreis des Reichsverbandes, Heinrich Scheid HL, Harbach (Kr. Gießen) einen 2. Preis und Phil. Winkler IX.-Rvdheim v. d. H. (Kr. Friedberg) Anerkennung, in Kl. 4. zweijährige Ziegen: Ludwig Launspach-Reiskirchen (Kr. Gießen) einen 1.Preis. Karl Schwalb- Grohen-Buseck (Kr. Gießen) einen 2.Preis und Heinrich Hofmann II.-Wallenrod (Kr. Lauterbach) eine Anerkennung, in Kl. 5, einjährige Ziegen: Ferd. B a l s e r l.. H a t t e n r v d (Kr. Gießen) einen 1.Preis und Karl Euler- Maar (Kr. Lauterbach) einen 2. Preis. Der vom Verbände ausgestellten Sammlung wurde ein 1. Preis und Ehrenpreis zuerkannt. ♦* Der Vogelsberger Höhenklub 'Mett seine 43 Hauptversammlung auf dem Hohe- rvdskopf ab. Oberftudiendirektor Kissinger zu Darmstadt wurde zum Ehrenmitglied des Klubs ernannt. Dem vom ersten Vorsitzenden, -S>r. Bruchhäuser- Älrichstein, erstatteten Hah^s- bericht ist zu entnehmen, daß der Klub in der Jugendbewegung im deutschen Wandergebtet an Aster Stelle marschiert. Als Geschaftsiahr für Haupt- und Zweigvereine wurde das Kaiender- Lhr besttmmt. Der Herbstausflug findet anfangs September nach B i r st e i n statt. Zum Ort der nächstjährigen Hauptversammlung wurdr Schlitz bestimmt Dem 2. Vorsitzenden ^-rd Schriftlnter der Vereinszeitschrift .Frischauf , Lehrer Karl Link-Rudingshain, der im Marz d. Zs. aus eine 40jährige Tätigkeit für den Klub zuruck- blicken konnte, wurde ein Ehrengeschenk überreicht. Die Mttgliederzähl betragt in 68 Zweigveceinen fpd. Hoigetvmar, 80. Aral. D«Reichspräsident hat die Verlegung des weiter. Regiments Nr. 16 von Hofgeismar nach Erfurt genehmigt. Kunst und Wissenschaft. Albert Köster f. Leipzig, 31. Mai. (Wolff.) Der vetannte Literarhistoriker der Äniversttät Lei^ia Geheimrat Albert Köster ist gestern im Alter von 61 fahren an einem Herzschlag gestorben. Koster hat vor allem in der Geschichte des Theaters hervorragend gearbeitet. Eine Reihe KlassiLr- ausgaben, vor allen solche Goethes und Schil- I lers, entstammen seiner Feder. Mettervoraussage Rach vorübergehender Ausheilung totrier taxier bewölkt, fallendes Barometer und Ge- I witterstörungen.1 BücherUsch. Suche aebr. Fahrrad zu kaufen, auch ohne Berettuna. Schr. Angebote m. PrelSang. u. 020563 an den Gietz. Anz. Eine Fuhre gutes sünes 020574 Wiesenheu zu kaufen gesucht. L. Spies, Mittel- weg 7. Tel. 1370. VerwchiedeneB 5-3immer- Haus (Neubau) im KlintkSvlertel, z. Herbst beziebbar, zn verkaufen evtl, zu vermieten. Schrift l. Angebote unt. 020528 an den Gieß. Anz. | Verkäufe | 2jährige < Bapp* (Fohlen, steht, weil überzählig, zu verkaufen Groß-Altenttadten Nr. 87. Mittelfchw. braune Stute verk. in gute Hände SeiMS Mensel 020598 eottentoö. Lebensmittelgeschäft gute Lage, m. Waren ;.nd Einr. verkauft. 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