Kettag, 30ö Mai 1924 Erstes Blatt 17^. Jahrgang faffung Andersdenkender ungestört zu lassen, und solange jede solche Kundgebung die ernste Gefahr blutiger Ausschreitungen mit sich bringt, ist die Lockerung des allgemeinen V-ersammlungs- und Llmzugsverbots unter freiem Himmel nicht möglich. Die Polizeikräfte sind nicht dazu da und auf die Dauer auch nicht in der Lage, allsonntäglich demonstrierende Mengen voreinander zu schützen. Bis auf weiteres müssen daher solche Kundgebungen, auch wenn sie an sich einwandfrei und wohlgemeint sind, auf^ g e-- Abgeordneten Dittmann vor. Bei der Wahl weä>en 405 Stimmen abgegeben; davon sind 142 ungültig Auf den Abgeordneten Dittmann lauten 200 Stimmen, auf den Abg. Loebe 58 Stimmen. Zersplittert sind 5 Stimmen. Dittmann ist gewählt dem de utschnativnalen Iugendbund als Mitglied an. Bei der gleichen Organisation war Liebeck eingeschrieben. Der verhaftete Sohn des Architekten Schmidt wird stark durch die AussagedeseigenenBatersbelastet. An dem Hemd des Ermordeten war, wie schon gemeldet, ein Zettel befestigt, worauf neben den (Namen einer Reihe junger Mahlsdorfer Leute auch die Avtiz: ..Lod den Faszisten, das Exe- kutiv-Komitee K.D.D." geschrieben war. Trotzdem die Schrift verstellt war, hat doch der Bater des Heinz Schmidt die Schriftzüge als Handschrift seines Sohnes erkannt. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerbindlichkest. preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite crttichZ, auswärts 10 Goldpfennig; für Reklame-Anzeigen u.70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 2O°/o Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr. Wilh. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. ueiiiKiiLuuyi gu v-i ------ kommunistischen Mitglieder freigelassen werden, damit sie sich an der Wahl beteiligen können. Dann ergeht er sich in wüsten Schimpfworten gegen verschiedene Gruppen des Hauses, besonders gegen die Aationalsozialisten. Er fordert schlosse ne Räume verwiesen werden, in denen es durchaus möglich ist. sie würdig und ungestört zu veranstalten. Ausnahmen können nur in besonderen Fällen zugelassen werden, wo es sich um wirklich überparteiliche Kundgebungen ober um solche rein örtlicher Art handelt, bei denen Störungen von vornherein ausgeschlossen sind. Die Handhabung des Dersammlunosverboles. Berlin, 29. Mai. (WB) Bei einer Besprechung, die kürzlich auf Einladung bet Reichsregierung zwischen dem Äeichsminister des Innern und den Ländervertretungen über die einheitliche Handhabung des Bersamm- lungsverbotes stattgefunden hat, ist man zu folgendem Ergebnis gekommen: Rach § 3 der Verordnung des Reichspräsidenten vom 28. Februar 1924 sind öffentliche Timzüge auf Straßen und Plätzen grundsätzlich und allgemein verboten. Ausnahmen von diesem Verbot können die Landesregierungen zulassen. In der letzten Zett vermehrten sich die Anträge auf die Gestattung solcher Ausnahmen, so daß eine einheitliche Handhabung des Dersammlungsrechtes no.wendig ist. An verschiedenen Orten führten große Veranstaltungen der einen Seite zu Gegendemon- st ra tionen der anderen Richtung und zu btätigen Zusammenst ößen, wobei nur durch ganz außerordentliches Polizeiaufgebot das Schlimmste verhütet wurde. Es liegen Anträge aus allen Teilen des Reiches auf Erlaubnis von „großen Tagen" vor, deren Gestattung entspre- rd meldet, kommt der verhaftete Lieb eck, der am Abend vor der Tat in Hitlerumform mit dem ermordeten Beier gesehen wurde, nach den vorläufigen Ergebnissen der LIntersuchung als Täter in Frage. Er sowohl tote die borden anderen Verhafteten, die nach dem Blatt als Mitwisser in Frage kommen, bestreiten, irgendwelche Verbindung mit dem Verbrechen zu fjaben. Der ermordete Günther Beier gehörte unb nimmt die Wahl an. Der der Wahl des zweiten Vizepräsidenten erklärt Abg. Fehrenbach: Rach der Stärke dec Parteien habe jetzt das Zentrum den zweiten Vizepräsidenten vorzuschlagen. Ich schlage vor, den 2lbg. Dr. De l l durch Zuruf zu wählen. Da kein Widerspruch erhoben wird, ist Dr Bell gewählt. Er nimmt die Wahl an. Bei der Wahl des drittenVizepräsi- Beim Ausruf des Ramens Ludendorff be- d e n t e n erklärt Abg. Koenen (Komm.): 3$ beginnen die Kommunisten eine der bei ihnen üb- ziehe mich auf die Gepflogenheiten des Hohen lichen hysterischen Schreiszenen. Von nativ- Hauses. (Stürmische Heiterkeit.) Die kommunisti- nalsozialistischen Abgeordneten wird ihnen kräftig sch? Partei ist die viertstärkste Fraktion. (Abg. -ä-r. geantwortet. Vor der Rednerbühne stehen sich Kahl,von der D. Vpt. ruft: Sie erkennen ja keine die beiden Fronten gegenüber unb beschimpfen Geschäftsordnung an.) Wir schlagen Ihnen den sich lebhaft. Rach einiger Zeit erst können die 2lbg. Katz als Vizepräsidenten vor. (Stürmische Schriftführer im Ramensaufruf fortfahren. Heiterkeit, tosender Lärm und Zurufe bei den Die Wahl des Reichstagspräsidenten hatte Kommunisten.) im ersten Wahlgang folgendes Ergebnis: Ab- Abg. Koenen (Komm.): Ich verstehe nicht, gegeben wurden 437 Stimmen. Davon erhielt der wie Sie über die Geflogenheiten des Hohen deutschnationale Abg. W a! l r a f 202 Stimmen, Hauses lachen können. (Beifall bei den Kommu- der Sozialdemokrat Löbe, der bisherige Prä- nisten.) Abg. v. Früringhaus (D.V.) schlägt sident des Reichstags, 107, Fehrenbach &cn M>g. Dr. Rießer als 3. Vizepräsidenten (Zentrum) 63, Thälmann (Komm.) 47, ^or. 2lbg. Koenen (Komm.): Ich stelle fest, Frau Behm 1 Stimme. Die übrigen abgegeben Sie zweierlei Recht proklamieren, nen Zettel enthielten keinen Ramen. Da in dieser wenn es gegen Kommunisten geht. Wahl keiner der Kandidaten eine absolute Mehr- $n der Zettelwahl erhält Abg. Dr. Rießer heit erreicht hat, ist Stichwahl notwendig (D.Vp.) 212, Abg. Katz 48, Abg. Dr. Kahl zwischen Wallraf und Löbe. I 46 Stimmen. 4 Stimmen sind zersplittert. Die Stichwahl hatte folgendes Ergebnis: Ab- gl Stimmzettel sind weih. Abg. Dr. Rießer gegeben wurden 430 Stimmen insgesamt. Davon Vp ) ist damit als 3. Vizepräsident gewählt, entfielen auf den Abgeordneten Wallraf 227 Die Wahl der 12 Schriftführer wird in Stimmen, auf den Abg. Löbe 151 Stimmen. Die einem Wahlgang ohne Ramensaufruf in der übrigen Stimmen waren ungültig. I Weife oorgenommen, daß die Schriftführer die Gewählt ist Abg Wallraf WM Präfid-Nt-N Settd^on beß Reichstags. I Q£TL^Tag eingegangen: „Der Reichstag wolle be» Von lebhaften Beifallsrufen der Rechten und schließen: alle inhaftierten Reichstagsabgeord- aus der Mitte des Hauses empfangen, besteigt der ftnb sofort in Freiheit zu setzen, um an neue Präsident des Reichstags, Exzellenz Dr. yen Arbeiten des Reichstages teilnehmen zu kon- Wallraf, die Präsidententribüne und hält an den nen." Abg. Schölern: Wir halten die Verbin- Reichstag seine Antrittsansprache. öung der verschiedenen Haftentkassungsanträge Der Präsident versichert, daß er stets die jn der vorliegenden Form für notwendig, weil Würde und die Rechte des Hauses nach Kräften wir den Völkischen die Gelegenheit nehmen wol- wahren werde. Seinem Dank an das Haus, das len, sich von der Abstimmung über die Haft- ihm die höchste parlamentarische Würde über- entlaffung zu drücken. Abg. Kahl (D.Vp.) betragen habe, fügte er einen Hinweis auf die Rot antragt ilebertoeifung aller Haftentlassungsan- des deutschen Volkes an. Der stärkste Feind träge an den Geschäftsordnungsaus- Deutschlands sei seine innere Zerrissen- fchuß. Es sei nötig, jeden Fall zu prüfen, denn heit. Den Zwist zu lindern, werde seine oberste die Abgeordneten hätten an sich kein Anrecht Pflicht sein. Das Inland wie das Ausland könn- auf Haftentlassung. Zweifel an der Objektivität ten nach seiner Ansicht nur bann Achtung vor des Geschäftsorbnungsausschusses seien durchaus dem deutschen Parlament haben, wenn dessen unberechtigt. Sämtliche Haftentlassungsanträge Kämpfe in parlamentarischer Weise ausgefochten werden dem Geschäftsordnungsausschuß überwürden. wiesen, der am Freitag nachmittag zusammentritt. 5)i*- unterbrechen den Redner die Kommu- .. . „isten mit lauten Zurufen. Wallraf läßt sie einen DersassUNgSaNderNde Anträge Augenblick gewähren, und seht sodann unter grv- frgr D. D. D. Ltzs^Ä: ** Wn Wn* Berlin. 30. Mai.. (Priv^Tel.) Die Deut- „Und wenn mit allen Mitteln die Ruhe im t?a^ein,^^Artike^3^der^Retthsverfassung durch Hause gewahrt wird." folgenden Wottlaut zu ersetzen: Die Reichs- (Lebhaster Beifall bei allen Parteien außer den f a rben sind schwarzweißrot Ferner b^ntragtzs Kommunisten.) Dr. Wallraf dankt dann in ehren- die Fraktion, im Artikel 22 der Reichsverfassung den Worten seinem Vorgänger Löbe, dessen das Wahl al ter von 20 auf 25 Aahre zu er- ausg zeichnete Amtsfüh.ung bereits beim Schlu.se hohen. In einem wetteren wird die Em des alten Reichstages hervorgehoben wor.'en sei. sehung eines Ausschusses des Reichstages von Präsident Dr. Wallraf erklärt nunmehr, so- 28 Mitgliedern gefordert, der den Auftrag er wett er über die Stimmung des Hauses unierrich- halten soll, die Reichsverfassung mtt Ruchicht aus tet sei bestehe die 2lbsicht die Zahl der Dize- die in der Zwischenzeit gemachten Erfahrungen, prä 'identen auf d?ei zu beschränken. (Die in^befonbeie «1^»^ ber Suftanbig teiU- Kommunisten rufen: Aha!) Der Abg.Loebebe- Verhältnisse zwischen dem Deich und tont daß der zweitstärkslen Parteides Hauses die den Ländern, auf den Gebieten der Gesetz-- St -klung des e r ft e n Vizepräsidenten zu- gebung und Verwaltung einer Rachprufung zu stehe. Seine Partei schlägt für diesen Posten den > unterziehen. Berlin, 30. Mai. (Priv.-Tel.) In der Frage der Regierungsbildung sind gestern mit Rücksicht auf den Feiertag und auf die heutigen Fraktionssitzungen offizielle Verhandlungen nicht geführt worden. Es haben ledig- ™ । lich Verhandlungen nichtamtlicher Natur 2 , Seit Z^Mte^^ Wähmng ist recht stattgefunden. Wie schon in einem Teil der viel aesundigt toorben. Das Aufatmen des hreiten l , ,, .. n, ;x „ SälihinTfiad) langer 2-nfIatlonS-Epoche und Mittwoch-uflage gemeldet, hatte der Reich s- die erneut einsetzerche Kauflust verlockte die In- p r ä s i d e n t den bisherigen Reichskanzler Dr. buftrte und den Handel dazu, ihre gesamte Kraft Marx mit der Regierungsbildung beauf- auf den Inlandabsatz einzustellen, zumal die , . $ «Marr versucht ein Kabinett Konkurrenz mit dem Auslande sich schwieriger zu '■° T. _. ß. gestalten begann. Prvduktivnskredite auf breitester bürgerlicher Grund- standen im Anfang reichlich zur Verfügung, man läge, unter Einschluß der Deutsch- denke nur on die Rentenbank-Darlehen. Roh- nationa len, zu bilden, nachdem die stoffe wurden aus'dem Aus lande bezo- Aeutschnationalen sich zur Mitarbeit bei der 3nbe ÄmterL Aegierungsbildung bereit erklären. In den So ging ein Teil des deutschen Vermögens nach Mittagsstunden verhandelte Marx mit dem Auslande, ohne daß eine dementsprechende Scholz, Hergt und Wulle. Das Ergeb- Ausfuhr an in Deutschland erjagten ©üt^n auch Verhandlungen ist bisher noch unnur einen Teil der hrnauHgeschleuderten Summen J b zum Rückfluß bringen konnte. Die Handelsbilanz velamtl. „ gestaltete sich mehr und mehr pass i v. Die Folge ReichsPrasidentEbert, der am davon war eine von Tag zu Tag fühlbarer wer- Sonnabend zur Eröffnung der Iahresschau benbe Blutleere des Wirtschaftskörpers, die m ^ulscher Arbeit nach Dresden fahren erster Zeit noch durch Auslandskredtte ausgefilllt tT.Arri<> sptn Onfnl-QInaeiaer" dem werden konnte. Auch diese wurden verbraucht, wollte, hat laut dem „Lokal-Anzeigec oem ■>Ijne daß Gegenwerte hereinkamen, bis die Kre- Oberbürgermeister von Dresden telegraphisch ditbasis zu sc^nal wurde und auch diese Hilfs- mitgeteilt, daß er angesichts der politischen gaelle zu versiegmr begann. ÄrebitErifi3 q unb der Beratungen über die Regie- rungsbildnng b°n einem Besuch A b st a n d irungen, wie z. D. der Streik im Bergbau. nehmen müsse. Der Reichspräsident empfmg Drmmehr wäre es die allerhöchste Seit er lang doch zum Konkurs fuhren mutz. Präsidenten, der Vicepräsidenten unb bet Der Ausweg ergibt sich aus dem oben ©e- Schriftführer. Abgeordneter Schölern (Komm.) sagten. Keine Konsumkredite mehr! Heraus beantragt zur Geschäftsführung, vor der Präsi- mit den Waren au f den Weltmarkt, | bentenwahl zu beschließen, baß die^ verhafteten auch, wenn es fein muh, mit Verlusten. Eine Radikalkur fteilich aber die einzige Hilfe. Die Ste aceicySmintfter Dr. Strefemann und Dr. Jarres sowie der bayerische Ministerpräsident von Knilling, die am Erscheinen verhindert waren, hatten Glückwunschtelegramme gesandt. Der badische Kultusminister Dr. Hellpart befand sich ebenfalls unter den Festgästen. Den Ab- schluh der Tagung bildete eine Festansprache des preußischen Kultusministers Dr. Bölih über das Thema: „Sie geistigen Beziehungen zwischen Heimats- und Auslandsdeutsch lum", wobei er auch einen Rückblick über den Stand des deutschen Auslandschulwesens und Winke für seine Reubelebung gab. Verbindlichkeitserklärung des Schiedsspruches imNuhrkonflikt Berlin, 28. Mai. (WTB.) In der Streitsache im Rheinisch-westfälischen Stein- kohlen-Dergbau hat heute die vom Reichsarbeitsministerrum gebildete Schlichtungskammer einen Schiedsspruch gefallt, wonach hinsichtlich des Rahmentarifvertrages der Schiedsspruch vom 16. Mai 1924 gilt. Die Mehrarbeit wird, von einigen Abänderungen abgesehen, gemäß Anlage 2 des Schiedsspruches vom 16. Mai 1924 geregelt. Maßregelungen finden nicht statt. Die ausgefallenen Maischichten gelten nicht als Unterbrechung des Arbeitsberhaltnisses. Soweit wie möglich werden die Zechen den auf das Urlaubsjahr 1924/25 entfallenden Urlaub durch entsprechende Lohnzahlung baldmöglichst ab- jflelten. — Der Verband der Bergarbeiter Deutschlands hat in einer Revierkonferenz den Schiedsspruch mit 107 gegen 83 Stimmen abgelehnt. Auch der Zechende r b a n d hat ihn nicht angenommen. Der Reichsarbeitsmini ft er hat daher den Schiedsspruch von amtswegen für verbindlich erklärt, da dies als der einzige Weg erscheint, um die im Interesse der Volkswirtschaft erforderliche sofortige Wiederaufnahme der Produktion im Ruhrbergbau herbeizuführen. Das deutsche Handwerk. Berlin, 28. Mai. (WTB.) Die offizielle Kundgebung des Reichsverbandes des deutschen Handwerks fand am Mittwoch im Reichswirtschaftsrat statt. Nachdem der Vorsitzende des Reichsverbandes, D e r l i e n - Hannover-Kirch- rode, die Kundgebung eröffnet hatte, ergriff Reichswirtschaftsminister Hamm das Wort und überbrachte Grüße der Reichsregierung, die für eine verständige Aenderung der Steuergesetze. sowie die Anpassung der sozialen Belange an die gegenwärtigen Verhältnisse eintreten werde. Des weiteren schulde die Reichsregierung dem Handwerk Freiheit der Wirtschaft. Die Reichshandwerksordnung werde hoffenllich bild zum Abschluß kommen. Dr. M e u s ch, Generalsekretär des deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages, behandelte die Stellung und Bedeutung des Handwerks im Rahmen der deutschen Gesamtwirtschaft. In der abgelaufenen Zeit seien die Lebensinteressen des gewerblichen Mittelstandes sowohl in der Gesetzgebung wie in der Verwaltung nicht genügend berücksichtigt worden. Das Handwerk fei keineswegs ein zurückgebliebener Teil der Industrie, sondern ein selbständiger Berufsstand mit erheblicher eigener produktionspolitischer Bedeutung. Die Rentenbank habe zwar dem Handwerk eine Belastung gebracht, aber keine Bete i- l i g u ü g an der Verwaltung und keine Milderung feiner Kreditnot. Zur Behebung der älebergangs- schwwngteiten der Kreditgenossenschaften fei aber staaxt l i che Hilfe unerläßliche Das Handwerk wolle mit der Idee der Berufsstandspolitik nicht das -tfreie Spiel der Kräfte aus der Wirtschaft ausschalten, sondern lediglich den Kampf aller gegen alle auf rein egoistischer Grundlage einschränken. Don Teilen des Handwerks sei die Auf- -stellung einer eigenen Berufspartei des Hand- ckverks gefordert worden, aber eine berufspartei- »sche dlmgestaltung des Parlaments würde den xrugenbsicktichen Interessenkampf nur nodji verschärfen. Man gebe dem Handwerk endliche die von ihm verlangte leistungsfähige, geschlossene Fach- vrganisation. . Alsdann sprach Generalsekretär Hermann - Berlin über das Handwerk in der deutschen Mirtschafts- und Finanzpolitik. Wenn das Handwerk die Währungspolitik des Reichswirtschaftsministeriums und der Reichsbank grundsätzlich billige in der Erkenntnis, daß jedwede Art von I n f la 1 i v n vermieden' werden müsse, insbesondere eine Kreditinflation, müsse gleichzeitig aber an die Reichsbank seitens des Handwerks die dringende Forderung gerichtet werden, innerhalb der festgelegten Kreditmenge zugunsten des Handwerks bzw. seiner Kreditgenossenschaften (Siebener Stadttheater. Lilienfein: Eagliostro. Das Leben des italienischen Abenteurers Graf „Eagliostro" und seiner Frau Lorenza Feliciana bildet den historischen Hintergrund des neuen Dühnenwerkes Heinrich Lilienfeins. „Caglrostro", dessen Gestalt auch Goethe im „Großkophta" und Schiller in seinem „Geisterseher" benutzt hat, hält unter dem Schein seiner überirdischen und geheimen Kräfte alles in seinem Dann: Die Damen Der vornehmen Welt vergöttern ihn, die hohe Obrigkeit huldigt ihm, die große Menge drängt sich zu ihm, um durch ferne Kunst Heilung zu finden. Unter diese schwachen, von dem Scheine seiner magischen Operationen geblendeten Gemütern gehört auch ein krankhaft-schwärmerischer Sonderling, den er, bis zum Wahnsinn getrieben, auf die Pilgerfahrt nach Medina schickt. Auch dessen Tochter Serena, die durch den Tod ihres Verlobten schwermütig geworden war, versucht er, zu dem gefügigen Werkzeug seiner Künste zu machen. Aber als seine Leidenschaft durchbricht, da erkennt sie sein wahres Gesicht und entzieht sich dem verführerischen Einfluß feiner falschen Magierspiele. Seine Lügenherrlichleit scheint vollkommen zusammenzubrechm, als seine durch das Abenteuerleben seelisch überreizte Frau bei der Behörde sein trügerisches Spiel aufdeckt. 2wch ihrem Mann gegenübergestellt, um ihre Aussagen zu wiederholen, zwingt dieser sie wieder tn seinen Bannkreis zurück, sie widerruft alles Md der Weg zur Flucht ist ihm wieder frei. eine DcJYere und gerechtere Verrei- l u n g sofort eintreten zu lassen. Aus dem Hessischen Landtag. Von unserer Darmstädter Redaktion. D a r m st a d t, 28. Mai. Der Finanzausschuß erledigte in den heutigen Beratungen die Kap. 57 und 58 (Dolksschulwese n). Die Vorstellung eines Turnvereins auf Wiederherstellung des Postens eines Landesturnin- s p e t t v r s wurde gegen 3 Stimmen der Regierung als Material überwiesen. Bei Kap. 66 (Förderung der Kunst) wurde beantragt, zur Ausbildung hessischer Künstler statt der voige- febenen 1500 Mk. 3000 Mk. in den Staatshaushalt einzustellen. Die Regierung wird voraussichtlich hiergegen keinen Widerspruch erheben. Bei dem Kapitel „Höhere Schulen" tour e die Angelegenheit der Söhne des Grvßher- z o g s aufgeklärt, die ohne Prüfung in die Unter* prima des Darmstädter Realgymnasiums ausgenommen worden sind. Es wurde festgestellt, daß dies dem üblichen Brauche entspricht und daß alle arideren Schüler, bis auf drei, deren Kenntnisse nicht ohne wei eres festzustellen waren, in derselben Weise ausgenommen worden sind. Die Aufnahme ist nur aufProbe, wie dies auch in allen anderen Fällen ist. Bon der Regierung wurde zugegeben, daß dies Verfahren korrekt ist, aber es wurde für nicht am Platz gehalten, daß die Prinzen in die Kla.se kamen, in der ihre Privatlehrer tätig sind, das sei ein Mißgriff. Der Briefwechsel Poincare — Macdonald. Paris, 29. Mai. (Wolff.) Die Korrespondenz, die nach den französischen Kammerwahlen zwischen Poincare und dem englischen Premierminister Ma.donald gewechselt wurde, ist nun veröffentlicht worden. ®er Brief, den Poincare am 14. Mai an Macdonald geschrieben hat, beginnt damit, daß Poincare erklärt, daß er zu Beginn der neuen parlamentarischen Session die Demission seines Ministeriums überreichen werde und daß er die Einladung, nach Chequers zu kommen, infolge- dessen ^icht annehmen könne. Dec Brief fährt dann fort: Die Regierung, der ich Vorsitze, hat ohne Einschränkung und Hintergedanken die Beschlüsse der Sachverständigen angenommen und erflärt, daß sie bereit fei, die wirtschaftliche Einheit Deutschlands wiederherzustellen, soweit Deutschland das von der Reparationskommission aufgestellte Programm ausgeführt habe. Wir sind also mit Ihnen über diesen Punkt vollkommen einig, daß sie den be[gi= fd^en Ministern erklärt haben, daß der wirtschaftliche Druck an dem Tage a u f h ö r e n muß, an dem der Plan der Sachverständigen in Kraft tritt, aber daß dieser Tag wohlverstanden nur dann gekommen sei, nachdem die deutsche Regierung, was sie anbetrifft, die Vorschläge der Sachverständigen angenommen und ihren Vorschriften Genüge geleistet habe. Die Sachverständigen haben in ihrem Bericht gesagt, daß die Wiederherstellung der toirtschaftlick^n Einheit den Verzicht auf die militärische Besetzung des Ruhrgebietes in sich schließe. Ich weiß sehr wohl, daß keine britische Regierung die Besetzung gebilligt hat^ obwohl sie für uns niemals Zweck, sondern nur ein Mittel war. Wir haben immer erklärt daß' wir das Ruhrgebiet nach Maßgabe der deutschen Zahlungen räumen werden und daß wir wünschen, es baldmöglichst verlassen zu können: aber wir glauben, daß es Lug ist, Garantien zu behalten und in der Lage zu bleiben, wieder Pfänder zu nehmen für den Fall, der unglücklicherweise nicht unmöglich ist: daß später von Deutschland neue Verfehlungen seiner Reparationspflichten erfolgen werden. Es scheint Ihnen schwierig, schon jetzt die Art der Garantien, die in einem derartigen Fall geschaffen werden mühten, nach einem gemeinsamen ülebereinkommen zu bestimmen. Es versteht sich von selbst, daß Frankreich immer den Maßnahmen, die es allein ergreift, Maßnahmen vorziehen wird, die die Alliierten gemeinsam geprüft haben. Wir werden also die Wiederausbeutung der derzeitigen Pfänder nur für den Fall ins Auge fassen, daß wir, was ich für unmöglich halten möchte, im gegebenen Augenblick uns nicht über die notwendigen Garantien einigen könnten. Ich hätte auch gern mit Ihnen über das Sicherheitsproblem gesprochen, das heute einen wirtlich ernsten Charakter trägt. Es scheint nicht zweifelhaft, daß Deutschland beabsichtigt. die Bestimmungen des Versailler Vertrages zu verletzen und fein Kriegsmaterial und seine militärischen Formationen toiederherzustellen. Der Brief Macdonalds. Ich habe erfahren, daß Sie wegen der politischen Lage in Frankreich am Sonntag nicht nach Chequers kommen wollen. Ich weih, daß Sie eben- MBKCSg53MTI, AKW»—»ijimi 11— ji i.uwy Diesen^ herrisch-entschlossenen, rücksichtslosen Magier, für den es keine Gesetze und Schranken gibt, um unter dem Mantel seiner überirdischen Kräfte seiner Abenteurerlust zu fröhnen, verstand Karl Lambe rtin vortrefflich zu charakterisieren. Eine ebenso anerkennenswerte Leistung brachte Else Koop als Serena. Karl Volck gab die Figur des alten schwärmerischen Sonderlings, Herrn von Meyern, überzeugend wieder und Fred Schüler fand sich mit seiner Rolle als unentbehrlicher Gehilfe des Handwerks seines hohen Herrn gut ab. Auch die übrigen mitwirkenden Kräfte gaben ihr Bestes und verhälfen der Aufführung, die unter der umsichtigen Spielleitung von Adolf Teleky stand, zu einem vollen Er- fvlg. so-. * „Wieland der Schmied". Friedrich Lienhard und sein Werk. Friedrich Lienhard, ein geborener Elsässer, muh uns als Deutscher, der bewußt und bitteren Anfeindungen bestimmter Kreise, auch Literaten, zum Trotz seine kerndeutsche Gesinnung an den, Tag legte, besonders wert erscheinen. Seine Heimat kam 1870 zu Deutschland und durch den Versailler Vertrag wieder zu Frankreich. Lienhard war immer und ist auch heute noch ein Verfechter des Deutschtums in der Westmark. Hah blieb ihm darum nicht erspart: aber dah seinem Dichterwerk deswegen durch scharfe Kritik der Zugang zum Volke erschwert wurde, ist unverzeihlich. Denn Lienhard ist ein Dichter, der wie solches Unterere Daran haben, wie ich, den Versuch einer vorherigen Verständigung zu machen, damit der Sachverständigenbericht zur Ausführung gelangen kann, um so einen befriedigenden Stand der Dinge in Europa herzustellen. Sarf ich deshalb die Frage stellen, ob bis zum nächsten Monat alles in dem gegenwärtigen Zu - st an d bleiben soll oder ob es ohne De^tvh gegen die parlamentarische oder konstitutionelle Praxis Frankreichs möglich wäre, wenigstens versuchsweise, die Erörterung unseres Programms fort» zusehen. damit, wenn der offizielle Meinungsaustausch zwischen unseren Regierungen wieder regelrecht ausgenommen werden kann, Zeit gespart und ein befriedigender Abschluß erzielt wird. Auf den Dries Macdonalds vom 14. QHai erwiderte Poincare am 15. Mai: Sie haben verstanden, daß es für mich sehr schwer war, meine Zusage aus recht zu erhalten, nachdem ich dem Präsidenten der Republik meine Absicht mil- geteilt hatte, bei der Eröffnung des neuen Parlamentes die Gesamtdemission meines Kabinettes zu überreichen. Aber ich bin gleich Ihnen der Ansicht, daß die ülnterredung, die durch die Vermittlung unserer gemeinsamen Foeunde einen so günstigen Anfang genommen hat, durchaus fortgesetzt werden kann, wenigstens in der Form von Vorbesprechungen, ohne daß wir bis zum nächsten Monat warten und ehe wir die Grundlag • eines Abkommens schaffen, das die europäischen Be hültnisse wieder normal gestalten soll. Die gegenwärtige Regierung ist zwar entschlossen .nichts zu unternehmen, was deren Rach- folgerin in der Llltwn behindern Kirnte, aber trotzdem qualifiziert, gemeinsam mrt Ihnen die Eivr-terung so dinglicher F.agen fortzusetzen, so daß keine Zeit verloren un) eine Lösung herbei- geführt werde, die ich persönlich meinen Rachfolgern zu empfehlen in der Lage bin. Ich bin übrigens überzeugt, daß in auhenpolitischen Fragen nichts geändert wird. Es steht also nichts im Wrge. trenn Sie mir unmittelbar ober durch Vecmit.elung des französischen Bot- schasteis in London die sachlichen Bemerkungen Mitteilen.zu denen mein gestriges Schreiben Sie veranlaßt. , Die Militärkontrolle. Paris, 30. Mai. (Wolff.) Havas teilt mit, daß dieDotschafterkonferenz nunmehr die letzte deutscheRote in der Frage der Militärkontrolle von Anfang April beantworten werde, in der vorgeschlagen würde, eine von den Alliierten geforderte Untersuchung, die sich auf fünf verschiedene Punkte erstreckte, nicht der interalliierten Militärkontrollkommission zu überlassen, sondern auf Grund von Artikel 213 des Versailler Vertrages dem Völkerbund zu übertragen. Havas hält es für sicher, dah die Botschafterkonfe- ienz den deutschen Vorschlag einstimmig zurück- weisen werde, und daß andererseits die fünf Forderungen der Alliierten aufrechterhalten werden. Die Sozialisten gegen Millerand. Paris, 30. Mai. (WTB.) Der sozialistische Kongreß des Seine-Departements hat mit 1784 gegen 666 Stimmen die Beteiligung an der Regierung abyelehnt. Der Parteitag hat ferner einstimmig eine Resolution angenommen, in der erklärt wird, der Präsident der Republik Millerand, der sich zugunsten der Kräfte der Reaktion an dem öffentlichen Kampfe beteiligt habe, habe dadurch die Pflichten seiner Stellung verkannt. Die parlamentarische Kammergruppe werde daher aufgefordert, jedem Ministerpräsidenten die Stimme zu verweigern, der sein Amt aus den Händen M i l l e r a n d s entgegennehme. Auch der geschäftsführende Ausschuß des r e - publikanisch-sozialistischen Blockes des Loire-Departements hat gestern in St. Etienne die Demission des Präsidenten der Republik vor der Bildung des neuen Ministeriums verlangt. Es haben sich gestern noch mehrere weitere sozialistische Föderationen mit der Frage der Beteiligung an der Regierung beschäftigt. Die sozialistische Vereinigung des Rorddepartements hat sich gegen die Beteiligung ausgesprochen, aber erklärt, daß sie eine radikale Regierung unterstützen werde, wenn diese die wirtschaflliche Wiederherstellung Europas und die Reparationen sicherstelle, die man gerechterweise verlangen könne. Die Vereinigung des Departements älnterrhein in Straßburg und die Vereinigung des Departements Isere haben sich für die Beteiligung ausgesprochen, ebenso auch das Departement Charente-Inferieure unter der Bedingung, daß Millerand demissioniert. Ein Sieg Macdonalds im Unterhaus. London, 29. Mai. (WTB.) älnterhaus. Der konservative Antrag auf Herabsetzung des Gehalts des Arbeitsmini st ers wurde mit 300 gegen 252 Stimmen abgelehnt. Die Beratung über den Etat des Arbeitsministeriums wurde auf unbestimmte Zeit vertagt. Der Premierminister hatte deutlich zu verstehen gegeben, dah die Regierung die Auflösung des'Haufed beantragen werde, wenn sie bei der Abstimmung eine Rieder läge erleiden würde. kein zweiter Germanentum und Christentum in echt dichterischem Feingefühl zu verbinden weiß und dem deutschen Volke besonders in seinen Dramen die deutsche älrkraft der Sage nahe bringt und Führer sein kann zur Gesundung aus der Lebenssinnenlosigkeit, die unser Volk ergriffen hat und es an den Abgrund unglückseliger Zeiten zu bringen droht. Bei des Dichters 50. Geburtstag rafften sich seine Freunde zusammen und brachten die Gröhe von Lienhards dichterischem Schaffen zur Geltung, und überall jubelte man dem Dichter zu, der sich stets in Bescheidenheit zurückgezogen. Lienhard ist der Verfasser einer Reihe von lyrischen Gedichten, Epen, Romanen und nicht zuletzt einer Reihe wirklich guter Dramen, denen sich leider auch die deutschen Bühnen aus obengenannten Gründen zu sehr verschlossen. Was gibt es Anmutigeres und doch Tiefsinnigeres unter deutschen Komödien als sein Rarrenspiel „Till Eulenspiegel" ?. Den größten Bühnenerfolg hatte zweifelsohne seine dramatische Dichtung „Wieland der Schmied". Sie wird zu einem mächtigen Sang deutscher Kraft und deutscher Denkungsart. Wieland ist der Deutsche in feiner ewigen Sehnsucht nLch dem Hohen, Schönen, oft Unerreichbaren. Irn Kampf mit Tücke und Hinterlist schmiedet er sich in siegreichem Emporsteigen fein Glück, schasst er sich die Sonne, wenn sie sich verhüllen will. Kraft seines urtümlichen Glaubens an eine allwaltende Gottheit ringt er sich durch, gelautert in der ilebertoinbung menschlicher Zweifel, zum ewigen Licht« Aus Stadt und Land. Gießen, den 30. Mai 1924. Aenderungen in den Postgebühren- Vom 1. (Juni ab werden für Pakete, Wert- und Einschreibsendungen, sowie für Drucksachen folgende Gebühren erhoben: Pakete: bis zu 5 Kg. kosten in der l.Zone (bis 75 Km.) 0,40 ,in der 2. Zone (bis 375 Km.) 0,80 und in der 3. Zone (über 375 Km.) 0,80 Goldmark. Die Gebühren steigen für jedes weitere Kg. bis zu 10 Kg. in der 1. Zone um je 5 Pf. und von 11 bis 20 Kg. um je 10 Pf., in der 2. Zone bis zu 7 Kg. um je 10 Pf., sodann bis zu 20 Kg. um je 20 Pf. und in der 3. Zone für jedes Kg. über 5 Kg. um je 40 Pf. Die Gebühr beträgt daher beispielsweise in der 1., 2. und 3. Zone für 10 Kg. 0,65, 1,60 und 2,80 Goldmark und für 20 Kg. 1,60, 3,60 und 6,80 Goldmark. Für sperrige dringende Pakete wird künftig auch der Sperrgutzuschlag erhoben. Bei Wert - und Einschreibsendungen beträgt die Versicherungsgebühr im innerdeutschen Verkehr für je 100 Rentenmark Wertangabe 5 Goldpf., mindestens 10 Pf. (bisher 50 Pf. für je 100 Mk.). Außerdem wird für jede Wertsendung eine Behandlungsgebühr erhoben. Sie beträgt für Wertbriefe und versiegelte Wertpakete bis 100 Mk. 40 Goldpf., über 100 Mk. 50 Goldpf., für unversiegelte Wertpakete 25 Gold- Pfennig. Die Einschreibgebühr ist auf 30 Pf. festgesetzt. Im Drucksachen verkehr toeiSen vorn 1. 3uni an unterschieden: 1. Drucksachen, .bei denen handschriftlich ober mechanisch nur Firma, Rainen, Stand und Wohnort nebst Wohnung des Absenders, seine Fertvfpvechnummer, die Telegrammanschrift und der Telegrammschlüssel sowie sein Postscheck- und BanKvnto nachgetragen oder geändert ist (Volldrucksachen). 2. Duucksac^n, welche außerdem noch bestimmte weitere Aende- rungen oder Zusätze aufweisen (Teildracksachen). Bei allen Drucksachen ist es gestattet, eine innere, mit der äußeren übereinstimmende Aufschrift handschriftlich oder mechanisch an^ugeben. Die Volldrucksachen werden in der untersten Gewichls- stufe (bis 50 Gr.) gegen eine Gebühr von 3 Pf., die Teildruckfachen gegen eine Gebühr von 5 Pf. befördert. Die Gebührenfähe in den übrigen Gewichtsstufen bleiben für beide Klassen unverän- deit. Bei den Teildrucksachen ist es gestatte^ handschriftlich oder mechanisch offensichtliche Druckfehler zu berichtigen, Stellen des Drucks zu streichen, Worte oder Teile des Druckes durch Anstriche hervorzuheben und zu unterstreichen, Ziffern an offen gelassenen Stellen des gedruckten Wortlauts nachzutragen, Ziffern zu ändern, sonstige Aenderungen im Wortlaut, sowie Rachtra- gungen an beliebiger Stelle vorzunehmen. Diese Aenderungen und Rachtragungen dürfen jedoch zusammengezählt nicht mehr als 5 Worte usw. umfassen und müssen in leicht erkennbarem sachlichen Zusammenhang mit der gedruckten Mitteilung stehen. Weggefallen sind die bisherigen Ausnahmebestimmungen über den Versand von Besuchskarten usw. Mittels StempelabdrucL her- gestellte Vervielfältigungen sind zur Versendung gegen die Drucksachengebühr nicht mehr zugelassen. Die Abmessungen für Drucksachen in Kartenform sind aus bettieblichen Gründen auf die Größe der Postkarten beschränkt worden . • ** Die Invaliden* und Llnfallren» ten. Das Postamt teilt uns mit: Die Zahlung der Renten aus der Invaliden- und älnsallver- sicherung für Iuni erfolgt am Montag, 2. Zuni. Die amtliche Beglaubigung der Quittungen ist erst zum 1. Juli erforderlich und kann bereits vom 17. Juni an durch die Behörden öorgemm- men werden. Die Quittungen der Invalidenrenten sind in Gvldmark, die der UnfaHrenten in Papiermark auszustellen. ** Einbruch. In der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch gegen 1 Ahr drang ein Einbrecher in den zweiten Stock eines in der Stephanstraße gelegenen Hauses, der von einer 78jäh-:igen Witwe, ihrem Enkel und zwei Studenten bewohnt wird, ein. Er öffnete anscheinend mit einem Rachfchlüffel die Dorplatztüre. Durch das hierbei entstandene Geräusch wurde der Enkel wach, der annahm, dah es sich um einen verspätet nach Hause kommenden Studenten handelte und einen Namen rief. Da der Einbrecher merkte, daß ihm ein ungestörtes Arbeiten unmöglich war, verließ er schleunigst den Dorplatz, in den er bereits eingetreten war. Der im Schlaf gestörte junge Mann konnte am Fenster nur noch den davoneilenden Menschen sehen, der einen grauen Schlapphut und einen dunkln Anzug trug. ** Kindesaussetzung. Am Mittwoch nachmittag gegen 3 Ahr wurde unter einer Hecke am Nahrungsberg ein etwa 14 Tage altes Mädchen von einer in der Nähe wohnenden Frau aufgefunden. Der Säugling Deutsche Sage im deuffchen Wald, nicht auf kleinlich hergerichteter Bühne, in dumpfem Saal: Auf der Gießener Waldbühne! Götter und Geister schweben rm deutschen Tann und raunen von Heldenkraft, Schmerzen und sieghaftem Steigen zur Sonne, zum Glück. Durch das Spielerlebnis zurück zur deutschen Arkraft! So will ein Kreis von Menschen, getragen von hohen Idealen zu deutschem Kulturtheater, der Sache des Volkes dienen. I. W. D. Kunst und Wissenschaft. — Tagung der Deutschen Zoologischen Gesellschaft. Die Deutsche Zoologische Gesellschaft hält ihre diesjährige Tagung in der Zeit vom 11. bis 13. Iuni in Königsberg i. Pr. ab. Es sind bis heute 20 Vorträge über die verschiedensten zoologischen Thematas angemeldet. — Deutscher Gelehrten-Bohkott in Toronto. Im August findet in Toronto (Kanada) ein internationaler Mathmateker- Kongreß statt, von dem die Deutschen offiziell ausgeschlossen werden. „Der Vorsitzende des Kongresses, Prof. F i e l d s," bemerken dazu die „Mitteilungen der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Aerzte", „reift augenblicllich in Europa herum, um Propaganda für diesen Boykott-Kongreß zu machen, für welchen zahlreichen nicht- deutschen Mathematikern große Summen als Reiseunterstühung angeboten werden. VScÄuAj BekmmMiächung. | 3n unser HandelsreMer Abt. A wurde ute bei der Firma Georg Schieferstein TMW DER RICHTIGE WEG Unserem Grundsatz, der Kundschaft bei Wettergasse Marktstraße 4470a 4349D Central-Drogerie, Schulstrasse Verkaufsstelle: 4441a Detei- Gäste aflren» i ,3abiurai lliisallver- J. 2. 3unt wmgm ist um bereits tiorgwm» Invaliden- tllreilten in ^8 auch ,e"bun. istdasBest.z. Bereitung v. schmackhaften Salaten In Flaschen und lose. Wettervoraussage Bewölkung schwankend, Temperatur verändert, schwache Gewitterstörungen. Landkreis Gictzcn. Als ich noch ein Süngli >n ivar, üflben mir die Eltern Nestle's SlinbermeUL Nun l'in'lch ein lern- neinnber Erwachsener und habe selbst tdion Shiiver, folalich gebe ich auch bleien wieder dac> olibeiuaov c und stets zuverlässige Nestle's Kindermehl, da- nur selbst in frühester Jugend so gut bekommen nt- ist in allen Avolbeken und Drogerien nsw. zwn Ein- bensvreise von 'AU. 1,50 sür 1 Driginaldo'e erhältlich. Jllustr. Broschüre über Säuglmasmlege toiterilov und unverbindlich durch: „Llnda"-Gefellschah m^b^ä).. Wrün. geftatte* Schilf Drucks za dto durch nnSienS» j ein Ein- in der von einer zwei Erntete an- Vorplatz- Deräusch n, daß eL oimenden tn rief. Da ingeslörles schleunigst eingetre- ige Nam rvoneilen- i grauen g trug. Im Mitt' llrde unter , etwa der W ■ Säugling der Anzeige. — Vereinigte Fuhrwerksbesiher. Morgen abend Versammlung. (Siehe Anzeige.) in Lich folgendes eingetragen: 1. Georg Schieferstein in Lich ist aus der Gesellschaft ausgeschieden. 2. den Kaufleuten Georg Schieferstein in Lich und Ernst Bickel in Hungen ist Prokura erteilt. Lich, den 27. Mai 1924. Hessisches Amtsgericht. 44540 einen 1. Preis errungen. Turnen, Sport und Spiel. » Die Spiel Vereinigung 1904 Drehen so schreibt man uns, die Samstag und (Sonntag ihr 20. Stiftungsfest feiert, hat für den 1 3uni ausgezeichnete Gegner nach ® vefyen t>err= pflichtet um sich mit ihnen in frie)Iichem suf>- balltampse zu messen. (Siehe Anzeige im heutigen Blatte.) Sämtliche Mannschaften sind als sehr spielstark bekannt und treten komplett an, so daß den Besuchern em guter Sport geboten werden wm, svn- -Aachtra- nen. Diese len jedoch Sorte nsw. crem fach. ckten M. bisherigen rsand von drnckS her- versendmig lehr zuge- «n in Keren cms die «l. >, M auf sfemM: B Geister amen von n Steigen iderlebnti ein KreiS Realen zu es Dolles Z.D.D. iovlogh L- !.Ä X Wieseck, 27. Mai. Unter starker ligung der Gemeinde und auswärtiger feierten wir am Sonntag die Glockenweihe. Die Stifter der Glocke in Amerika hatten durch ihren Ausschuß ein herzlich gehaltenes Schreiben an die Heimat gerichtet. 3m JSeftgottesbienft grüßte vom geschmückten Altar ein Bild der tm SchuhhausCarlWaldschmidt ^Frankfurter Straße Gießen Ecke Friedrichstraße 3 fitere ioo x '2b Gold. I 30 Pf. ^>1» Drucksachen allerArt SS« Europa # "'Z Mien ave Braune R.-Chev.-Herrenstiefel, Rahmen ged. 1A95 erstklassige Ware...................*V Imit. 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M" auL Bukarest meldet, ereignete sich am Mittwoch nachmittag eine sch were Explosionska t a- strophe in einem Vorort von Bukarest. G rohe Munitionslager explodierten Li( Pulverfabrik der Armee ist in die Lust ge, logen. Las in der Aähe gelegene königliche Schloß in, Eotroconi wurde beschädigt. Tie Bevölkerung ner Bukarest wurde von einer Panik ergriffen. Tie Zahl der Toten und Verwundeten ist noch nicht festgestellt Auch in Bukarest selbst wurden einige I Gebäude beschädigt. Der Schaden wird auf ungefähr zwei Milliarden Lei geschäht. Kirchlich-? Nachrichten. 3fr. Veligionsgemeinde. Gottesd. i. d. Synagoge (Süd-Anl.). Samstag, den 31. Mai. Vorabd. 7.4o, I morg. 8.30, abds. 8.40 u. 9.20. ., 3fr. Veligionsgefellschaft. Sabbatfeier 31.Mai. Freitag abd.7.50, Samstag vorm. 8.00, nachm. 4,00, Sabbatausgang 9.20. — Wochengottesdienst: Mor- I gens 6.15, abds. 7.15. ______ ■ Grleltijt. dohiungsbeölng g ! Ersatzteile • Nadeln • Oel • Garn । । iiiiiniiiii Reparaturen """">>» g Vertretung für Gießen: gflttoBm.lliternieo44::lel.l25Q| war, wie die poNzeilichen Feststellungen erga- | ben, von einer Frauensperson ausgesetzt, die zwecks Entbindung in der hiesigen Frauenkli- nll geweilt hatte und am Mittwoch mittag mit ihrem Kindchen entlassen worden war. Die Personalien der Mutter konnten einwandfrei festgestellt werden, so daß man ihre Festnahme in die Wege leiten konnte. Das Kindchen wurde dem Säuglingsheim übergeben. ■** Der Verein „Volkshochschule Gießen" hält am kommenden Freitag, I 6. Juni, feine Mitgliederversammlung ab. Tagesordnung im Anzeigenteil. -o- Der Goethe-Bund beschäftigte sich an feinem Vortragsabend am vergangenen Sonntag mit dem Thema: Goethe als Vatur- torscher. Vachdem in den vorausgegangenen Wochen ein Vortragszyklus über Goethes Eltem, über seine Schwester und über feine Jugenderziehung gegeben worden war, nachdem weiterhin zurückgreifend auf eine größere — allerdings noch weiter zurückliegende Dortragsveranstaltung Der junge Goethe" — betrachtet worden war, bildete dieser Vortrag den Lieber gang zu einem weiteren Zyklus, der sich mit den Beziehungen Goethe zu den einzelnen Zweigen der Wissenschaften beschäftigen soll. 3n diesem Sinne gab her Referent des Abends einen Ueberblick über , y^u«. v«.» i Goet^ naturwissenschaftlichen Entwicklungsgang Krieg geopferten Blocke von 1734. Ihn verschone anderHand seines Lebenslaufes und würdigte die der Frauen chor mit Schills HolderSrrede VÄ!t^g seiner wissenschaftlichen Studien, die süße Eintracht" und Schreibers Glockenlied per n^d^u Grrmdlagen für die wettere Fvrtentwick- tont von Fesca, unter Leitung von Lehrer Stoll lung der Wissms^aften wurden. Bor allem nach und die Chors ch u l e (Psalm 91, 1 u. ). fl ÖÄ % I tief erd am menschlichen Schädel, die seine lieber- ^esuswort „Wer Ohren zu hE, der höre UmTtÄ ^e SS aSr&em®Xteber bem Heimweg Auffü?rungen ^J>ie Gußenb Ltt führtet fruchtbaren am WgfJ 5?“^ über die Meth°fn°rpb°se ber Pslanzea. bte au<6 em »"-besuchter gemeinBeabenB. Jfa« SSSSSÄEÄS® »?■?? samssswsssÄfss; AMF.« «NMÄLLL MPWL'» Physiologie: er studierte die Entwicklung und das holt werden. Kirchenvorstcher O W o^nT und stellte Versuche an über zugleich im Olamen des »Kirchl. Ausschusl.es Tur ^@iXÄ Lichtes und der Wärme und an- Jugendpflege" beherzige^werti Worte^Die neue derer Bedingungen auf das Pflanzentum.__________Lucherglocke (c, Gewicht. 234 Kg.) toiro, wie 9*ßVllütixcit. i ihre Vorgängerin, um 11 allein und um 5 mit der , _ ' ., _ , I kleinen zusammen geläutet werden. — Tageskalenderfür Freitag: Wehr- ö gemeinschaft Ober Hessen: 8 Llhr im Katholischen SttClö -OWOUtQett. , Vereins Haus Vortrag über den WitinggÄxvlcken.— 4 Ortenberg, 28 QKai. Eine Andachts Rundfimkhaus, Loberstraße:, Doppelquartett des stunde ganz besonderer Art wurde der Gemeindr Frankfurter Mandolinen- und Balalaika - Orche- im Gottesdienst am Sonntag geboten. Das wett- sters. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Martin bekannte Leipziger K:i r ch e n qu a r te tt Luther. — Astvria-Lichtfpiele: Die verlorene I fang 12 Lieder, die den einzelnen Bitten vrs Stadt — Palast-Lichtspiele: Der Mdelungen-Film. Vater Linsers angepaßt waren. Die ^onreinhrit, " ™ t __. r. , der alle Lieder vorgetragen wurden, die in= — Cßerem ® eneralf elöieugmei fter & die lSiebe^Amei^e^ Versammlung im Postkeller, nere^^ ^e^vtfj)ung ber einzelnen Tonlagen vom (Siebe W*Se-) Morgen abend Der- gewaltigsten Foi-tissimo bis zum zartesten Pra- smnm-u^^k 2MH°res in | Gemeinde mit innerster Ergriffenheit vor der Schönheit des deutschen Kirchenliedes, und mit tiefster Dankbarkeit für die kleine Schar, die es ' sich zur Aufgabe gefetzt hat, auch die kleinste Ge- । weinde zu besuchen und über alle Erden nöle zu 1 erheben. Doch lange werden vie e von dieser Stunde zehren die dem Damen des Sonntags entsprechend eine wirkliche Gebetstunde wurde. — Gestern abend hielt der hiesige Frauen verein den Schlußabend seiner diesjährigen OBinterarbeit ab. Die Tische waren mit weihen Linnen und Blumensträußen festlich geschmückt. Vach einer einleitenden Ansprache des Ortsgeistlichen hielt die neue Verba ndssekretärin Frl. Wahrendorf einen sehr interessanten Vortrag über „Reiseeindrucke in Hol- laich". Dann sahen die Mitglieder bei bestem Kaffee und Kuchen noch lange beisammen, tfur die musikalische und gesangliche Ausschmückung des Abends sorgten in dankenswerter Wei e Frau Pfarrer Kuhn (Klaviers, Frl. Wahrendorf (Ge ge) und Frl. Göllner (Laute, Klavier und Gesang), alles in allem ein schöner und erhebender Abend, der Zeugnis ablegte von dem guten Geiste des , CöereinS — Sirggekrönt kehrte am Sonntag unser Abt. L Berlin o7 —_____ Fußballklub vom Sportfest in Virstein zu- rück. Sowohl die 1. Mannschaft als auch die 4zU.HL II. Mannschaft hatten einen Ehrenpreis bezw. ni(bt lo§, roenn nicht deren Brut bereits npgetötet • ~ wird. Dies geschieht nicht durch Naohtalin oder ähnliche itarkriechendeDiaterin lien. sondern nur durch vr. Weinreichs Mottenäthe . Erhältlich in Avolheken und Droqerten. Aufklaren s Schriften durch Vbarmakon 2l.»N Kranksein? Nein! 10 probefigafren umsonst! Ein unbedingt reelles Haus ist die .ßigarren« sabrik Ernst «Bente & Go., gear. 1893, Bremen 22- , GrönteS Zigarren-Versandhaus Bremens!. Alö durfte. t _ niipiniae ftmnn Hai dieselbe ihre Preise noch Nicht — Reit-, Tahr-und Spring turnie^ erhöht^und versendet immer noch eine Pobekiste mi' in Bad Homburg. Aus dem herrlichen Sport- großer hochfeinster Qnaiitats-Ztgarren rur vlatz in den Kuranlagen von Bad Homburg fmbet 4.30 franko, Nachnahme, Garantte: Zurücknahme am nächsten Samstag, 31. Mai, und Sonntag nach Verbrauch uon lö Eatwvroben Sorument 1 tiurii wieder ein vom Sportkartell arrangiertes verschied. Sorten. 2->0 St. Ml. 22. — franko. Vrei.- Reitcrf'est statt, das, soweit man jetzt schon über- ' liste mit vielenDaiikschrw^belNieauedsr^ei^^ ZTjF\\ Sonntag, den 1. Juni 1924 W Zuhball- Gesellschastsspiele aus dem Univerfitäts-Sportplatz am Schützenhaus. Vorm. 9 Uhr: A. H. v. Sportclub 1900 Gießen gegen A. H. Sp.-D. 04. Vorm. 11 Uhr: D. f. B. Kirchhain I. Mannschaft gegen Sp.°D. 04 II. Mannschaft. Nachm. 2 Uhr: EintrachtFrankfurta.M.I.Iugend gegen Sp.-D. 04 I. Jugend. Nachm. 3 Uhr: Sportverein Hermannia Kassel (Liga) gegen Spielvereinigung 04 (Liga). 4469d Der Spielausschub. Radio-Halle, Kirchenplatz 9 Täglich neues Programm. Frankfurter u. Englandsender. Genaue Wiedergabe durch Hörer. - Schönes, heimisches, angenehmes Lokal mit kunstvoll gemalten Wänden erster Gießener Firmen. Reichl. Ausw. in Lesestoff neuester Ausg. Vereine, Familien, Gesellschaften separates Zimmer bei Vorbestellung auch nachmittags von 4-6 Uhr. PROGRAMM: Freitag, den 30.Mai: 4-6 Uhr Unterhaltungsmusik. 87, Uhr Konzert: Heiterer Abend. 4451C Samstag, den 31. Mai: 4-6 Uhr Unterhaltungsmusik. 87, Uhr Konzert: HugoWolff. Anschi: Englandsender. Herso Radio-Halle, Kirchenplatz 9. Regiments-Jubiläum Generalseldzeugmeister (Hr. 3.) Sonntag, 1. Juni, nachm. 6 Uhr, Rest. Postkeller, Gießen. Alle Angehörigen des ehemal. Art.-Regt. 3 und seiner Feldformationen sind eingeladen. Tagesordnung: 1. Besuch des Jubiläums am 7. und 8. Juni in Frankfurt. 2. Verschiedenes. 4465D verein G. Z. 3., Ortsgruppe Stehen. WieSerW (ommt diese MA M MW: I Bad Homburg ».MM Smiiilmiet Samstag, den 31. Mai und Sonntag, den 1. Juni 1924 nachm. 3 Uhr im Kurpark WtMOaöWimM ____________________ I MWeifd' hei AletzgemeWr Mmm, MsrklslrOe „ „ E. £. SA, VliMglsirotze „ ,, Ed. SA, WrfW ,, 7. lsiils Vogt, Zeiiemeg. Sportwesle gefunden. Abzubolen gegen Vergütung der In» fern > kosten 020530 Jobannesstr.3p.r. MnjeiHSchall (Mea. Ick macke alle onne* scklossenen Verbände undderenMitglieder auf den Vortrags- »KsnddesBundes Wiking am Freitag, 30. Mai, 8llhr abcndS, Kalb- Ver- einshaus, aufmerksam. Es spricht Frau Eilend über den Wil'iWekmkeii. .WIH Der Leiter.^, bereinigte FnlirwcrkSbcsihcr non ßiefjen/ß.®. Camstag,31.Mai, abends 8 llbr: Bnfommlnng. Erscheinen ist dringend, da wichtige Tagesordnung. M M7 Der Vorstand. CXaOOODOOOOOOCOOOOO Herr, vielseiltg gebildet, sucht zwecks Verheiratullg Dame etwa Mitte der Zwanziger, auch Witwe anLandleben gewöhnt. Schr. Angebote unt. 020533 an den Gies,. Anzeiger. nOQQOOOOOOQDOQOOQQ WekdüM schöne Figur billig zu verkaufen. Näheres 020529 Sckottttrahe 15 v. e®©@e®ee®e®e Zwei neue Wagen zu verkaufen Günstige Kansgele- genhetl. 020537 kinzenblich 36 u. Verloren: Brosche Hufeisen mit Reitpeitsche. Gegen Belohnung abzugeben Ostaulage 29 I. Ausnahmetage 50 50 50 28°° 22°° 25'° i Mk. 22.50, 20.00, 15.00, r 36°° 4440a innnniniiiniii Hemdenbluse 19 Perkai, feine Streifen . . 1 m Hemdenbluse 14 Panama, mod. Streifen . ■ fi Hemdenbluse 1 k« Zephir, feinste Ausfuhr. Hemdenbluse ifi weiß,Opal,m.Fältchen,v. M Vz o ü 50 1 an J. Schmücker Nchf Men Außerdem große Auswahl in Waschseide- und Voile-Blusen Windjacken in allen Ausführungen . Samstag, den 31. Mai, abends 87, Uhr SMllMM in der Marienftiftskirche zuLich Mitwirkend e : Emmy Marx (Mezzosopran) Emalie Zehner (Sopran) Ernst Winter (Violine) Hans Schönaich (Orgel), 4449p geben Jedermann Gelegenheit, sich vor Pfingsten, während der Zeit vom 31.Maibis5.Juni1924 Freitag, 6. Juni 1924, 8'/, Ubr pünktlich, Oberrealschule (Eingang Bi!« marckstrahe) Mitgliederversaminlnng. Tagesordnung: 1. JahreS-u. Kassenbericht, 2. Entlastungen, 3. Festsetzung des MitgliedSbeitragö, 4. Wahl der Ausschuh- mitglieder, 5. Verschiedenes. 4456D Der Vorstand. Breeches Hosen allerbeste Fabrikate, mit vorzüglich ausgearbeitetem Knie Mk. 19.50, 15.00, Flanell-Tennishosen reine Wolle, weiß, elfenbein und gestreift Mk. 29.00, 27.00, Gummi-Mäntel beste deutsche Erzeugn. i. Schlüpfer- u. Schwedenmantel-Form Mk. 48.00, 34.50, 26.00, Covercoat-Mäntel gediegene Form, guter Sitz . . . Mk. 85.00, 70.00, 65.00, Sind wir durch den Krieg reicher geworden 2 “72ss Ganz gewist nicht! Im Gegenteil, wir haben mehr denn jemals vor dem Kriege allen Grund, den Pfennig zu ehren. Sparen heisst aber meist, sich einschränken. Was anderes ist es, wenn Sie zur Herstellung Ihres Morgenkaffees Agnma verwenden (Deutsches Patent Nr. 337168). Aguma hat im Gegensatz zu Malzkaffee oder gewöhnlichem Getreidekaffee wirk- ltckes Kafseearoma, ohne koffein- ballig zu sein. Dabet braucht man nur halb soviel wie von den erwähnten anderen Sorten zu nehmen. Der heutigen Ausgabe liegt eine Aufklärungsschrift bet, der weiteste Verbreitung au wünschen iftj Das Geld.verlvren wenn Sie nickt bet Ihrem Einkauf mein gut assortiertes Lager in eleganten nur guten Qualitäten Barrengarderoben neu sowie getragen, ohne Kaufzwang besichtigen. Getrag. Anzüge von Mk.18.—an (teilweise nach Mahl Neue elegante Herren-Anzüge von Mk. 25.— an Barschen- und Jünglings- Anzüge von Mk. 24.— an Gummimäntel,Palet.enormbtll. 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Wir verlangen, daß das Spielplatz- g e s e tz endlich aus dem Staub der Akten her- vvrgeholt wird, in dem es nun nachgerade lange genug liegt. Unsere Jugend gehört hinaus in Luft und Licht, sie muh die Möglichkeit haben, sich auf Spielplätzen Gesundheit, Kraft und Lebensfreude in Sport und Spiel zu erwerben. Für die akademische Jugend verlangen wir die körperliche Leistungsprüfung. Aus ihr gehen ja die Aerzte und Lehrer, Richter, Geistliche, Verwaltungsbeamte hervor, die durch ihren Beruf in die innigste Berührung mit allen Schichten der Bevölkerung kommen und dadurch naturgemäh am meisten auf sie einwirken können. Diese akademische Jugend muh dazu hingeführt werden, dah sie, selbst gesund an Leib und Seele, auch lernt, anderen den Weg dazu zu weisen. Und was von der akademischen Jugend im besonderen gilt, das gilt im allgemeinen von unserer gesamten Lehrerschaft. Ohr ist die Erziehung unserer Jugend anvertraut. Die Schule soll die ihr anvertrauten Knaben und Mädchen zu ganzen Menschen heranbilden. Drum muh auch die Ausbildung unserer Lehrer allseitig sein, muh sie Körper und Geist gleichmähig bilden. auch im Interesse der städtischen Finanzen, wenn die Arbeit des Verkehrsvereins pekuniäre Hilfe von der Stadt bekommt. Der Verschönerungsverein, der die würdige Herrichtung und Unterhaltung öffentlicher Anlagen zum Gegenstand seiner Arbeit gemacht hat, dient damit nicht nur der Bürgerschaft, sondern ebenfalls in gleichem Mähe dem Fremdenverkehr. Dah das Tätigkeitsfeld dieses Vereins bisher mancherlei Rot gelitten i hat, ist bekannt, und dah er von sich aus das Geld nicht aufbringen kann, das zur Umgestaltung und Unterhaltung von Ruheplätzen in der Stadt und ihrer Umgebung notwendig ist, weih man auch zur Genüge. Wir möchten bei dieser Gelegenheit auch an eine Bitte des V. H. C. erinnern, der vor etwa Jahresfrist um eine damals leider nicht mögliche Beihilfe zur Erneuerung der Wegemarkierungen im Stadtwald und den angrenzenden Wäldern ersuchte; vielleicht könnte jetzt auch auf diesem Gebiete etwas getan tverden. Der Wohnungsfrage wird natürlich auch im neuen Voranschlag die gebührende Ausmerk- I samkeit geschenkt. Zur Errichtung von weiteren Wohnungen sind 200 000 Mk. vorgesehen. An dem Wohnungsbedürfnis gemessen, ist dieser Betrag selbstverständlich ganz ungenügend. Das weih natürlich auch die Stadtverwaltung ganz genau, und sie ist sich ebenso selbstredend auch bewußt, dah die volle Befriedigung des Wohnungsbedarfs eigentlich gar nicht zu dem Aufgabenbereich einer Kommunalverwaltung gehört. Vor dem Kriege haben sich ja auch die Städte nur regulierend aus diesem Gebiet betätigt, die Befriedigung des Bedarfs aber in erster Linie der privaten Bautätt^ keit überlassen. Diesem Zustand muh jetzt endlich wieder zugestrebt tverden, nicht nur im Interesse der Wohnungsuchenden, die bei der Wohnungszwangswirtschaft stets die Leidtragenden sein werden, sondern auch zum Ruhen der städtischen Finanzen, die endlich mal wieder von diesem Bleigewicht bereit werden müssen. Ratürlich sind wir für die Bewilligung der vorgesehenen 200 000 Mk. Wir halten es aber auch für wünschenswert, dah die Vertreter der Bürgerschaft und die Stadtverwaltung in einer gemeinsamen Entschliehung an die Reichs- und Landeszentralbehörden zum Ausdruck bringen, dah die Wohnungszwangswrrt- schaft, weil produktionshemmend, jetzt überlebt ist und eine durchgreifende, dauernde Besserung der Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt, an der die Stadt aus finanziellen und sozialen Gesichtspunkten in hohem Mähe interessiert ist, nur erreicht werden kann, wenn nach einer gewissen Karenzzeit — etwa ein oder zwei Jahre — die freie Wohnungswirtschaft wiederhergestellt und damit auch die private Bautätigkeit in den Wohnungs- Produktionsprozeß wieder eingeschaltet wird. unter dem Dacoesbericht inzwischen Fortschritte zu verzeichnen gehabt haben. Die Pläne für die Zukunft sind indessen viel weitgehender. Hiesige Danikreise sind nämlich der Ansicht, dah setzl.' viel bedeutendere Summen nötig fein roerden, um die deutsche Industrie wieder in Gang zu bringen, und der wahrscheinliche Kurs, der dabei befolgt werden wird, ist der Ankauf deutscher Industrie-Vorzugsaktien, die Gewinnbeteiligung, aber keine Kontrollbeteiligung. bieten. Sobald der Dawesplan unter Dach und Fach ist und eine deutsche Regierungsanleihe auf dem Programm steht, erwartet man, dah viele deutsche Jndustriewerte am hiesigen Markt gehandelt werden. Wirtschaft. Die Großhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag des 2 7. M a i berechnete Grvhhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ergibt gegenüber dem Staiwe vom 20. Mai (122,2) eine weitere Abschwächung um 1.6 Proz. auf 120,2, die insbesondere durch den Rückgang der Butter- und Fleischpreise berbeigeführt wird. Von den Hauptgruppen sanken in der gleichen Zeit Lebensmittel von 106.3 auf 103.4 oder um 2,7 Proz.. davon die Gruppe Getreide und Kartoffeln von 89.7 auf 89,5 oder tum 0,2 Proz.. Industriestoffe von 152,0 auf 151,6 oder um 0.3 Proz.. davon die Gruppe Kohle und Inlandwaren von 122.7 auf 109,8 oder um 1,7 Proz. Einfuhrwaren von 175,8 auf 172,0 oder um 1,7 Prozent. Wollen wir noch ein wenig für uns bleiben?" fragte der Tessiner und blickte zur offenen Tür in die verdunkelle Landschaft hinaus, die mit grohen Schattenkronen und leisem Rauschen zu ihnen hereindrängte. Als Lorenz nicht sofort antwortete, fragte er scheinbar absichtslos, mit einem leichten Anflug von Befangenhell: . . Habe ich Sie nicht mit Fraulein Agnes auf der Terrasse gesehen, Herr Bantiger?" Lenz verdroh die Frage, noch mehr die beinahe vertraulich klingende Bezeichnung ferner Schwester, obwohl alle Welt in Eggstetten Ens mit dem Vornamen nannte. „Meine Schwester hat sich zurückgezogen," antwortete er steif. „Ah!" In Pvmettas Ausruf war Bedauern mit Ungeduld gemischt. Er machte unwillkürlich eine Bewegung nach der Treppe hin, auf der soeben der Schritt des Baumeisters verklang. Da legte Lenz die Hand auf seinen Arm. Auch das geschah unwillkürlich und sah aus wie Versuch ihn zurückzuhalten. Einen Augenblick standen sie Auge in Auge, dann traten sie mit einem kurzen Grub voneinander weg. p „Gute Rächt, Herr Kollege!' sagte Lorenz ruhig, aber mit belegter Stimme. „Ich wünsche gute Ruh', Herr Bantiger", erwiderte Pometta mit gezwungenem Lächeln. Der Tessiner blieb noch im Flur stehen, bll auch der Schritt des Sohnes im Stiegenhius verhallte Dann schnippte er in unnachahmlicher Weise mit den Fingern, als wollte er feiner selbst spotten, und verlieb hastig das Schloß (Fortsetzung folgt.) dah 'ihre Lippen sich geöffnet hatten und sie die Luft in tiefen Atemzügen schlurfte. „Sie sitzen noch zusammen", fuhr Lenz nach einer Weile fort. Ja!" stieh sie noch leiser hervor, und nun blickten beide zu dem Turmzimmer hinüber, wo der Baumeister seine Arbeitsstätte aufgeschlagen hatte Sie sahen feine hohe Gestalt an dem Soller- fenster erscheinen. Als eine zweite, kleinere, knabenhaft schlanke in den Lichtschein trat, zuckte Ens zusammen. Da legte der Bruder die Hand auf ihren Arm. „Ens, was ist dir?" Sie antwortete nicht. Drüben kam Bewegung in die Schatten und das Licht erlosch. Ens stand auf. . „ . .. „Es ist kühl und Vvonne ist allein .sagte sie mit "gutgespielter Ruhe und ging ins Haus. Lorenz Danttger folgte ihr nicht- Er riet auf Eifersucht und wollte sie mit Vvonne allein lassen, um sich in den groben Dorsaal zu begeben, wo abends oft die Ingenieure zusammensaben. Er traf im Flur auf den Vater, der mit Pometta die Kreppe des Seitenbaues herunter- iim Da empfand auch er zu feiner eigenen Verwunderung einen Stich Eifersucht. Er neidete dem Fremden das Beisammensein mit dem Vater und lfen Einflub auf dessen gute Laune. So hatte Jörg auf den Vater gewirkt, als er noch nicht auS bcr Bahn gebrochen war, die ihm der Baumeister gewiesen hatte. Pometta nahm Abschied von bem Baumeister und trat heiter lä^lnd auf Lorenz zu. Der Baumeister nickte dem Sohn einen Grub zu und stieg dann langsam die Treppe d->s Mittelbaues hinauf. Der amerikanische Vorschuß an die Deutsche Golddiskontbank überzeichnet. Aus Reuhork wird dem „Lokal-Anzeiger" geschrieben: Die Unterbringung des 5000000-Dol- lar-Kredits für die am 21. April in Deutschland eröffnete Goldbank in hiesigen Banken hat den Beweis geliefert, dab es der hiesigen Bankwelt ernst ist mit der Sanierung der deutschen F i n a n z e n, und dab auch die Regierung diesen Bemü hungen durchaus fördernd gegen übersteht. Der nachgesuchlte W e ch s e l k r e d i t wurde tatsächlich um 100 Prozent überzeichn e t, und die Dundes-Reservebank hat sich bereit erklärt, diese Wechsel in der üblichen Weise zu diskontieren, was wohl schwerlich ohne eine stillschweigende, wenn nicht offene Billigung der höchsten Stelle in Washington hätte geschehen können. Sobald die von je zwei gutstehenden deutschen Firmen unterzeichneten Wechsel W eintreffen, was nächste Woche der Fall sein sollte, werden fee durch die „International Acceptance Bank" unter die Banken welche das Syndikat gebildet haben, v^- teilt. Sie laufen drei Monate aber aller Wahr- scheinlichckeit nach werden bis dahin schon gröbere Kredite untergebracht werden können, insbesondere, wenn die Verhandlungen hevausschreien muhte, um die Ramme zu über- tOnC®er Baumeister wollte fahren, seine Backenmuskeln spannten sich, ine Jornaber schwoll. abEC er hielt an sich surrte Wecke den büvfenden Schatten nach, die von den elektrischen L^^ntiefer in den Stollen getrieben wurden, und sagte dann: Es ist gut. Wir tragen sie alle zusammen. Lorenz Bantiger hatte die Worte deutlich verstanden, denn der Rammbl^ stieg gercche in die Höhe als der Vater sprach Und er blictte verändert, beinahe angstvoll zu dem- Eigenrn^ fegen auf, der Plötzlich Bürden teilte, die er bisher allein ^getragen^ha^. nicht ^raut ®r stapfte tiefer in den Berg hinein, und der Sohn ^^Am^AbeEerzählte Lenz seiner Schwester den Vorgang. Er lieh mir den Dell, der mir zukommt. Vielleicht nur vor den Leuten, aber er lieh ihn mir. Verstehst du das, Ens?" Sie saben auf der Terrasse des Krankensaales, in dem jetzt gerechnet und zeichnet wurde. Der herbe Duft der Kastanienbluten strich um ^Er betrachtet Pometta nicht als Frenzen", antwortete sie leise. Lenz horche auf. Cs war etwas im Ton ihrer Stimme gewesen, das ihn eigentümlich berührte. Etwas Scheues, Verhaltenes, Sehnsüchtiges. Und er suchte ihre Züge zu erkennen, aber er sah nur ihr reines Profil dunkel vor dem helleren Hintergrund oes Abendhimmels stehen und es fiel ihm nicht auf, Die Bantiger. Roman von Hermann Stegemann. 15 Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Lenz hatte Pometta rasch schätzen gelernt. Kein anderer besah den Sinn des Tessiners für da« Innere des Berges, keiner kam ihm gkich in der Menschenbehondlung. Die welschn Mr- neure gingen mit ihm durch, klatschnasses Geschehe und hockten wie angeschmiedet vor ihren Bohrern im Urgestein, wenn er in sprach- und mit ihren Gebärden zu ihnen redete Aber als Lenz ietfe aus den Worten des Baumeisters em et, baß Pometta die Bohrungen nicht u-llerbrechen wollte, bis dje neu I;ei\ingefetaffeea ®met T- Träaer einaerammt und die Bohlen feitg».teilt toaten, um den Seitendruck des Erdrrnchs Startern Widerstand zu leisten, regte sich in tjjm ner Widerspruch Er erwiderte mit einem halben, um Verzeihung bittenden Lächeln: „Ja, so gehfs im Märchen vom Schlarasfei^ land, aber wir wollen einen standfesten Tunnel bauen, und da ist's besser, wir halten unß n Bücken frei, statt uns rücksichtslos hindurchzu fressen. Chi va piano va sano!" Pometta lachte. Er wurde nie heftig, wenn es sich um technische Dinge handelte. Der Bau meister aber rief gereizt in das Stampfen des Elektromotors, der dicht hinter ihnen zu rammen begann: „Das eine tun, heisst: nicht das andere lassen. Du verkaufst die Courage, Lenz'. Rein. Vater, das tu ich nicht, aber ich trage bie Verantwortung," versetzte der Sohn rufrig. Ss war nicht feine Schuld, dah er tue Worte * Deutsches Kapital in Lettland. In Lettland besteht seit längerer Zeit der Plan, an Yen Stromschnellen der Düna oberhalb Rigas ein grobes Wasserkraftwerk anzulegen, das die Stadt Riga mit Elektrizität versorgen soll. Im Prinzip ist bereits beschlossen worden, den Bau dieses Kraftwerkes in Angriff zu nehmen. Wie die lettischen Blätter nunmehr berichten, ist von der deutschen Allgemeinen Elektrizität s g e s e l l s cha st, die sich an dem Kraft- w \ finanziell beteiligen und den Ausbau übernehmen will, ein diesbezügliches Angebot eingelaufen, das gegenwärtig von den zuständigen Behörden geprüft wird. Ein Teil der lettischen Blätter macht mit aller Energie dagegen Stimmung, dab einer deutschen Gesellschaft auf ein sv wichtiges Unternehmen, wie es das Dünakraftwerk zu werden verspricht, finanzieller Ein- fluh eingeräumt werden soll. Gläubigerschutz und Geschäfts- a u f s i ch t. Die am 27. Mai im Reichswirtschafts- Ministerium unter dem Vorsitz des Staatssekretärs Trendelenburg versammelten Vertreter der Spihenverbände von Industrie, Banken, Handel und Handwerk haben der Regierung gegenüber die gemeinsame Erklärung abgegeben, dab die ! Verordnung über die Geschäftsaufsicht sofort einer Veränderung unterzogen werden muh, die chie Rechte der Gläubiger in entscheidendem Mabe sicherstellt und einen Mihbrauch durch unredliche und die Wirtschaft schädigende Elemente ausschlieht. Die Fortdauer des gegenwärtigen Zustandes würde eine schwere unerträgliche Gefahr für die Wirtschaft bedeuten. * Schwierigkeiten in der Ver - I kaufsmöglichkeit englischer Kohle. Wie der „Berliner Lvkalanzeiger" aus bestimmter Quelle erfährt, ist im englischen Kohlengebiet infolge der kürzlich erfolgten Erhöhung der Kohlenpreise im Anschluß an die Lohnaufbesserungen der Bergwerksarbeiter ein plötzlicher R ü ck - schlag eingetreten, der sich durch das völlige Fernbleiben LerInlandabnehmer kennzeichnet. Es besteht beispielsweise im Kohlengebiet von Rew Castle ein so grober Mangel an Aufträgen, dab man mit größter Mühe den Gang der Betriebe aufrechterhalten kann. Um dieser Situation ein Ende zu machen, steht eine erhebliche Herabsetzung der Kohlenpreife bevor. * Deutsche Handelsbank A. - G., Frankfurt a. M. Die ao. G.-V. der Gesellschaft nahm eine Erhöhung des bisher 600 Millionen Mark betragenden Aktienkapitals auf 925 Millionen Mark vor. Es werden 300 Millionen Mark Stammaktien in Stücken von je 10 000 Papiermark mit Dividendenberechtigung ab 1. Juni 1925 zu einem Kurse von 5 Milliarden Mark ausgegeben. Die neuen Aktien werden den bisherigen Aktionären zu 50 Goldpfennigen Pro 1000 Mk. Aktie innerhalb 14 Tagen im Verhältnis von 1 zu 2 alten Aktien zum Bezüge angeboten. Ferner wird in gleicher Weise das bisherige Dorzugsallienkapital um 25 Millionen Mark vermehrt. Die 45 Goldpfennige, die jede der neuen Aktien erbringen sollen, werden in ihrem Gesamterträge dem Reservefonds der Gesellschaft zugeführt werden. ' Dresdn er Dank. Dresden. Inder Generalversammlung gab der Vorsitzende die Erklärung ab, dab dem Aufsichtsrat für das vergangene Geschäftsjahr eine feste Vergütung von insgesamt 120 000 Goldmark gewährt werden soll. Im übrigen wird der erzielte Reingewinn, wie bei allen anderen groben Gesellschaften, im Hinblick auf die bald aufzumachende Goldmarkbilanz vvrgetragen und eine Dividende nicht zur Verteilung gebracht. Die Kapital- und Kreditnot, unter der die ganze deutsche Wirtschaft leidet, hemmt den Geschäftsgang. Die Einlagen zeigen zwar langsam steigende Tendenz, aber die Dil- dung neuen Sparkapitals vollzieht sich ganz allmählich, und die Banken sind um so mehr zur Zurückhaltung gezwungen, als die Restriktionen der Reichsbank besondere Vorsicht in den Dispositionen erforderlich machen. Das Effektengeschäft ist sehr still. Die Emissionstätigkeit liegt brach. , der Devisenarbitrage werden auf solider | Grundlage noch Gewinne erziell. Die Regularien Schuljugend Leibesübungen treibt, und dann Der neugewählte Deutsche Reichstag ist I schulentlassen ohne Führung und Erziehung zusammengetreten. Das deutsche Volk erwartet bleibt. Nachdem unser Vvlksheer, diese beste von ihm. dah er diejenigen Maßnahmen be- Schule der Leibeserziehung, durch das wvhl- schlieht, die geeignet sind, Staat und Volk wie- berechnete Diktat von Versailles zerschlagen der aufzubauen und unserem Vaterland die- worden ist, muh an seine Stelle die Turn- jenige Geltung unter den Völkern wieder zu und Sport pflicht für alle Deuterringen, die ihm gebührt. Es ist jedem Ein- schen, männliche wie weibliche, bis zum sichtigen klar, dah ein solcher Wiederaufbau Mündigkeitsalter eingeführt werden. nur erfolgen kann auf der Grundlage einer :Unb zum Schluß noch eins: Es muß bald inneren Erneuerung des gesamten ein Ende haben damit, daß Turnen und Sport Volkes. Wie soll diese innere Erneuerung aber durch alle möglichen Steuern auf Geräte, beschaffen sein? Gar viele Vorschläge dazu Hallen, Plätze usw. in ihrer Entwicklung befind gemacht worden, ob sie aber den richtigen hindert werden. Das Geld, das aus solchen Weg zeigen, muß solange dahingestellt blei- Steuern kommt, ist Raub an der Gesundheit ben, als sie von der einmütigen Ueberzeugung unseres Volkes. Wohlauf denn, ihr Volks- aller Führer und Vertteter unseres Volkes ge- Vertreter im neuen Reichstag, tut eure tragen werden. Pflicht! Der Weg ist gewiesen. Die Deutsche Tagung für Körperer- ---———----—— giehunghat das Ergebnis ihrer neuerlichen tlCUC (BiCftCttCt Beratungen in Leitsätzen zusammengefaht, die einstimmig angenommen worden sind. Wer die A(lU5l)Cutö5 UOrer mit 1611 ÄL ausgewiesen wird, ist so gering, daß er ag befne. digmcher Rückhalt nicht angesprochen werden ta Wir möchten empfehlen dem Wohlsahrtsamt ichon jetzt bei der Festsetzung des Haushaltsplans n o ch mehr Mittel zuzuweisen, damit es ten d^mgen» ben Bedürfnissen der Volksküche und der Minder Lemittelten-Fürsorge im kommenden Winter besser ^r9Ätr^e£Teinnü6i9, V-r. eine sieht der Voranschlag im Titel 22 einen Betrag von 5000 Mk. vor, dessen Verwendung an die jedesmalige Zustimmung des Hn.anzausschusfes gebunden sein soll. Wir möchten bei der Betrachtung dieses Kapitels insbesondere den Verkehrsverein und den Der schon erungs- verein ^ur Berücksichtigung Epfehl^, denn beide können nur dann m wettgehen^ Ausmaß sich betätigen, wenn sie die volfe Untersttchung der Stadt genießen. Der Derkehrs^rem will jeßt in verstärkter Tätigkeit auf die Belebung des Fremdenverkehrs in unserer Stadt hmwirken, von bem das heimische Geschäftsleben mancherlei Ruhro haben kann, der dann wieder m der Steuerkraft der Geschäftswelt auch zum Urteil der Stadt zum Ausdruck kommen wird. Es liegt also letzten Endes Taillen WmWrK Kaufhaus Katz 4444a H«el täglich frisch gestochen empfiehlt in bekannt. Giile billigst W. Hanke! Neuen Baue 7. Telephon 612. tae > f. alle Zeitungen | Pfeiffersche | Buchhandlung r Walltorstr. 21. | Fernruf 1342.42201 i QUj i H aufi 4437 gebraucht, wird sein Gebiß bis ins hohe Alter rein, weiß und gesund erhalten. Wer regelmäßig die Zahnpasta P€B€CO 'Börsenkurse. 0,425 58,75 22,25 8,40 13.75 ir.ro FrrHn, 28. Mai 12,25 13,25 Voll voll 22,25 5,25 voll voll voll voll voll voll voll voll voll Banknote«. (Ohne Gewähr.) 18,13 1 2,2 0,376 0,400 40,75 1,42 's 13,4 49,5 10,25 -,-r 44 47,75 63,25 K 12,90 25,25 23,25 36,5 1,5 Re Part. °/n 2,6 19,5 13,75 10,1 13,40 1,1 9,5 10.1 Si 2,5 18,25 13,13 10,25 11,75 0,400 0,550 47,9 10 13,25 43,75 47,65 54 8 13,26 6,2 12,8 25 24 36 "Ä 0,4125 0,400 7,8 11,25 82 41,6 1,6 2,5 13,1 3,13 2,2 6,5 7,75 10,65 4,5 31,6 6 14,1 26,8 26,4 36 7(? 31 38,25 1,4 2,6 13 •) Dom Rückzahlungswert. Berliner Börse. De r l i n, 28. Mai. (Wolff.) Die Dorfe zeigte heute das gleiche Dill) ausgesprochener Geschäfts- stille wie cm den letzten Tagen. Die Grundstttw- nrung ist durchweg als freundsicher zu bezeichnen. Man glaubt, dah dem bisherigen Reichskanzler Schweizer Note» ...... . ». Französische Note» ..... Dänische Noten ......... Schwedische Note» ....... Holländische Noten........ Deutsch-Oesterreich, 1 100 Kronen Amerikanische Noten....... Englische Noten....... Italienische Noten......... Belgische Noten ....... Ungarische Noten ..... Tschechoslowakische Noten Norwegische Noten........ Rumänische Noten......... Spanische Noten.......... KsStzrr «m Der DerstmrmLmg ewstttmntge GenLy- * Stahlwerk Decker A. G. in Willich. Dunmehr steht ans den bekannten Gründen die völlige Schließung der Werke bevor. Die Leinhvldhütte wird bereits am Samstag dieser Woche stillgelegt. Das Hauptwerk Willich soll innerhalb 2 Wochen geschlossen werden. Die Kündigungen hierzu sind bereits erfolgt. X Der. Königs- und Laura-Hütte A.-G. Die Destrebungen der beiden Hauptaktionäre der Gesellschaft, Dosel-Wien und Wein- mann-Aussig, finanzielle Mittel zur Sanierung der Werke aufzubringen, sind bisher von ungenügendem Erfolg gewesen, so dast die Detriebseinschränkungen fortdauern werden. • Italienische Erdölkonzessionen an die Sinclair-Co. Der italienische Wirtschaftsminister hat mit der amerikanischenSmclair- Gefellschaft einen Vertrag abgeschlossen, der dieser Gesellschaft Petroleumkonzeffi1 ?nen auf Sizilien und in der Emilia überträgt. Der Vertrag würde Dem Ministerrat am 1. Mai genehmigt. Die wichtigsten Punkte sind folgende: Die Konzession beschränkt sich auf Sizilien und die Emilia, doch find noch weitere 40 000 Hektar ausgenommen, die der Staat zur Verfügung behält, um ihre Grschlieftung rein italienischen Gesellschaften pi überlassen. Die Kv-nzesfionsdauer beträgt 50 5ahre. 3n den ersten 10 Jahren ist die Sinclair- verpfllchtet, zur Erschllehung 104 Millionen Lire bereitzustellen. Dach Ablauf dieser 10 Jahre wird die ^pduftrielle Ausbeute in einem Umfang beginnen, der 75000 Hektar nicht übersteigen darf. Die Gesellschaft ist verpfiichtet, nach den ersten 3 Hahven eine italienische Gesellscha f t tntt 40 Mill. Kapital zu gründen, von denen 40 Prozent in DamensaLien an Italiener abgegeben werden muffen. Der Derwaltungsrat besteht ans 12 Mitgliedern, davon 6 von der Sinclair-Gruppe, 4 Italienern und 2 Vertretern der italienischen Regierung. 3n den ersten 10 Jahren ist die Gesellschaft von der Vermögenssteuer befreit. Der Staat nimmt an dem Gewinn teil, und zwar mit wenigstens 7,5 Proz bei einer Dividende von über 7 Prvz. und mit einem Maximum von 40 Prozent bet einer Dividende von 45 Prozent und mehr. 3n dem Bericht wird gesagt, die italienischen Bohrungen hätten bis^r so gut wie gar keine Ergebnisse gehabt. 3m letzten Jahre sind 540000 Donnen Mineralöl in Italien einge- führt worden, und die eigene Förderung ergab rare 6000 Tonnen. Dabei hat der Staat schon feit 10 Hahren die heimische Industrie bei ihren Dvhrversachen durch Bereitstellung von sehr reichlichen Geldmitteln hinreicherch unterstützt. # Frankfurter Börse. Frankfurt a. M, 28. Mai. Tendenz: Fester. — Angesichts des morgigen Feiertages hielt. sich die Geschäftstätigkeit in allerengsten Grenzen. Die gleich zu Beginn des Verkehrs an der Börse bekanntgewordene Dachricht, dah der Reichspräsident den seitherigen Reichskanzler Marx wieder mit der Kabinettsbildung beauftragt hat, machte einen sehr guten Eindruck. Doch konnte die Börse naturgemäß darauf noch nicht sonderlich reagieren, denn eS bleibt immer noch die Frage offen, ob Dr. Marx bei der gegenwärtigen Konstellation der gearteten Erfolg mit seinen Bemühungen haben wird. Jedenfalls bekam die Börse du freundlicheres Gesicht, um so mehr, als Leerverkaufe nicht mehr vorgenommen wurden und die lUtintoreguIterungen als erledigt gelten. Die bessere €>timnrang kommt allerdings weniger in erhöhten Kursen zum Ausdruck, weil sich aus dem oben schon angegebenen Grunde daS Geschäft in zu geringem .Umfange abspielt. Es sind aber immerhin auf allen Gebieten kleine Gewinne festzusteNen, während Kurseinbuhen vollkommen ausblieben. Don den Erholungen profitierte in erster Linie der Mvntanmarkt, aber auch Danken hatten sich einer regeren Rachfrage zu erfreuen. Im freien Verkehr war das Geschäft heute etwas besser. Anfänglich handelte man auf der gestrigen Dasis, aber nach und nach konnte sich auch hier die Tendenz befestigen. Api 3Vs. Decker-Stahl 31/«, Becker- Kohle 5Vx, Benz 23/i, Rheinische Handelsbank 0.7, Chemische Remy 0,13, Entreprise 41, Growag 0,185, Krügershall 3Vs. Petroleum 13, Ufa 45/8. — Die Mmck liegt auf dem internationalen Devisenmarkt sehr stabil und fest. Der Franc ist dagegen heute international weiter gefallen und notiert jetzt gegen London 82. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (In Billionen Mark auSgedrstckt. BnenoS-Mrrs, London, Neu« York, Japan, Rio de yauetrv für eine Einheit, Wien und Budapest fite 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung, ____________(Ohne Gewähr.) <% Zolltürken. ........ 5% Goldmexikaner Bertis baudelLaesellschaft. G-omive' •_ und Privat-Bank. Darrn r und Nationalbank . Den Bank......... Deinscht Bereinsbank . . . . Disconto Commandit . . . . Metallbank........... Mitteldeutsche Ereditbauk. . Oesterreichischc Creditansialt. Bochumer Guß........ BudcruS............ Caro.............. Deutsch-Luxemburg...... Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpener Bergbau...... Kaliwerke AschcrSlcben.... Kaliwerk Westeregeln Laurahütte........ Oberbedarf . . iP4"86‘”.::::::: Riebeck Montan........ TelluS Bergbau........ Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Lloyd Cheramisch« Werke Albin .. Zementwerk Heidelberg .> . Philipp Holzmaun Lnalo-Eont^Guano Badische Stntttn........ Chemische Mayer Alaptn. . . Goldschmidt.......... Griesheimer Electron .... Höchster Harbwerke. ..... Holzverkohlung ....... RütgerSwerke ......... Scheideauftall ..... Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann........... Mamkrastwecke..... Schultert........ Siemens A HalSke Adlerwerke Kleher ..... Daimler Mowren. ..... Hcyligcnftaedt ...... Mcguin...... frankfurter Armaturen ... Konservenfabrik Braun . .. Metallgesellschaft Frankfurt. 8et. Union 8UÖ chuhfabrik Herz Sichel............ . Zellstoff Waldhok Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Waghäusel ... Geld 74,21 22,34 70,77 111,47 157,60 5/4 4,19 18,25 18,55 19,25 4,44 12,34 68,05 1,84 57.26 Brief 74,59 22,46 71,13 112,03 168,40 6,86 4,21 18,35 18,65 19,35 4,46 12,43 58,35 1,6r 57.54 ün Billionen Prozent Frankfurt a. M. Berlin Schluß- Kur, Schluß. Kurs Schluß- Kur, Schluß. Kur, Datum: 27. S, | 28. 5. 27. 5. 23. 6. 5% Deutsche Reichsanleihe . 0,071 0,0705 0,070 0,071 4°/„ Deutsche Reichsanlei^e . —- 0,450 0,410 0,410 3 ’/»% Deutsche Reich San lei he 0,195 0,195 0,830 0,030 0,200 0,200 3®A Deutsche RctchSanleihe . Deutsche e-parprämicnanleihe 0,825 0,830 0,085 0,815 0.090 4°/o Preußische KonsolS . . . 0,205 0,205 0.219 0,214 4°/0 Hessen........... —- — — 3’/,% Heflen.......... — — *• — 3% Hessen........... — —» — — Deutsche Wertb. Dollar-Anl. 75% 4,2 4,2 4,2 dto.Doll.-Schay.Anweisung.') 75.1 76,40 75,1 27. Mai 28. Mai Repart. Amtlich, Notierung Anitltchr 'Jiotierurii 0 Geld Brief Geld Brief 27. !?s. Amst^NoN. 167,61 19,55 158,29 157,60 158,40 10 20 Brsf.-Antw. 19,85 19,25 19,35 voll voll EhrlMauta. 68,25 68,55 58,10 58,40 voll voll Kopenhagen 71,12 71,48 70,82 71,18 voll voll Stockholm. Helflngfor». 111,52 112,08 111,52 112,08 voll voll 10,52 10,58 10,52 10,58 voll voll Italien. .. London... Nruvork .. Parts, *i • Schwei» . - 18.63 18Jjg Ä“ 'V 4,21 voll 3 3 voll 10 4 22,84 74,41 22,98 74,79 22,44 74,31 22,56 74,69 voll voll voll voll Spanten .. WtentnD-' 67.61 67.89 67,36 67,64 voll voll Oeft. abgest. Prag.... Budapest. . Buen^Atri» 5,905 6,943 12,605 1^5 WZ voll voll voll voll voll voll voll Bulgarien. ,;o4 3,06 voll voll Japan .. . 1,685 1,695 ,685 1,695 voll voll Rio do Jan. 0,425 0.435 0,423 6.13 6.436 voll voll Belgrad . . 5,18 6,22 5,17 voll voll Lissabon . . 12,68 12.64 12,46 12,54 Dr. Marx unter der Teilnahme bzw. zum mindestens unter weitgehendster Billigung der Deutsche nationalen die Regierungsbildung gelingen wird. Ebenso verstärkt nach Ansicht der Börse der bisherige Verlauf der Schlichtungsverhandlungen die Hoffnungen auf eine baldige Beilegung des Bergarbeiterstreiks. Obwohl die Beteiligung des Publikums und des Auslandes nahezu vollkommen fehlte, gingen die Kurse bei Deckungen der Spekulation zumeist nach oben, wobei in der Hauptsache Montanwerte mit Steigerungen von 1—2 Billionen Prozent, Harpener, Berlin-Karlsruher Industrie einen Rutzen von 4 Proz. zogen. Am Gvldmarkt war eine leichte, unwesentliche Versteifung festzustellen, bei der Devisenfestsetzung ergab sich eine weitere erhebliche Abnahme des DÄarses. Märkte. Berliner Produktenbörse. Berlin, 28. Mai. (Wolff.) Die Rachftage für MM war ziemlich bedeutend. Es wurden teils gestrige, teils darüber liegendePreise gezahlt. Für Roggen zeigten die Provinzmühlen wetteren Bedarf. Die Rachfrage aus Sachsen hat aber, nachdem man dort anscheinend für einige Zett versorgt ist, nachgelaffen. Für Weizen lauteten die Cif-Forderungen heute niedriger und die Kauflust für älebersee-Ware war wesentlich geringer als gestern. Hafer und Gerste sowie die übrigen Artikel hatten bei wenig veränderten Preisen wiederum sehr stilles Geschäft. Es notierten je 1000 Kilogramm: Weizen, märt, 156 bis 159 (ruhig), Weizen,^ mitteldeutschen, 155 bis 159 (ruhig), Roggen. märt, 132 bis 137 (ruhig), Sommergerste, Braugerste, 158 bis 166 (ruhig), Wintergerste, Futtergerste, 145 bis 155 (ruhig), Hafer, märt. 127 bis 135 (ruhig): für je 100 Kilogramm: Weizenmehl 22 bis 24.75 (ruhig), Roggenmehl 19.50 bis 22 (gefragt), Weizenlleie 9.60 (bahnstehende Ware), Roggenlleie 9.30 (bahnstehende Ware), für je .1000 Kilo: Raps 270 bis 275 (matt), Leinsaat 390 (still), für je 100. Kilo: Vik- toriaerbfen 18 bis 20, kleine Erbsen 14 bis 15, Futtererbsen 13 bis 14, Peluschken 10.50 bis 11, Wicken 13 bis 14, Lupinen, blau, 10.50 bis 12, Seradella, alt, 13 bis 14, Seradella, neu, 11 bis 13, Rapskuchen 9,80 bis 10, Leinkuchen 20,40 bis 20.60, Trvckenschnitzel 8.00. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 28. Mai. Es notierten je 100 Kg: Weizen, Wetterau, 16.25 bis 1650, Roggen 14.50 bis 15, Sommergerste für Drauzwecke 16.75 bis 17.25, Hafer, inländisch, 14.75 bis 15.25, Weizenmehl, südd. Spezial 0, 26 bis 28, Roggenmehl 22 bis 23, Weizen- und Roggenlleie 9 bte 9.60. Offenbacher Lederwarenvertrieb Kein Laden um jedermann Gelegenheit zu geben zu billigen Preisen Pfingst-Geschenke einzukaufen Größte Auswahl in Damentaschen, Besuchstaschen, Brieftaschen, Koffer in echtem Leder und Vulkanfibre, Reisetaschen, Necessaires, Schreibmappen usw. Nur Kirchenplatz 8 GIESSEN Den heutigen i Verhältnissen Rechnung tragend gewähre ich in der Zeit vom 31. Mai bis 6. Juni 1924 auf sämtliche Artikel 10% Rabatt 4442a 6-10900 M. auf 1. Hypothek, schuldeuft. Haus, la Lage, auch geteilt. v. Arzt ges. Rückzahlung ganz nach Wunsch. Schr. Ang. n. 020534 a. d. Gieh.Anz. erb. 1000 Unter- tal-S” hn “"D Boten Stern öiefleo, ßahelstr. Behördlich empfohlen! Dr. Schweitzers Mäuse- i|nd Ratten- Typhusbazillen Un&hädlich f. 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Mai, nachmittags 3% Uhr statt. 4453V 4471a Leihgestern, 28. Mai 1924. 4461D 0205® 1.95 1.95 0.95 1.95 MW Freitag den 30. Mai Doppglquartett desFrankfurtßr Mandolinen- und Balaleika- Orchesters Anschließend englische Stationen 1 ist die II beste Fussbekleidung Beerdigung Samstag nachmittag 3 Uhr in Staufenberg. Toni Nicolaus geb. Meyerlipp Karl Nicolaus sen. u. Frau geb. Förster Anna Otto Wwe. geb. Nicolaus und Tochter Hedwig Emst Nicolaus und Frau Lehrerin a. d. Höh. u. Erw. Mädchenschule. Plauen i. Vogtl. (Platenstr. 10), Gießen (Frankfurter Str. 12), den 29. Mai 1924. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Johannes Faber IX. Hemdentuch Zephir u.Perkai für Hemden und Blusen Bettkattun Handtücher Die Beerdigung findet Samstag, den 31. Mai, nach mittags 2 Uhr, statt Der fertige Stiefel ntioh Maa». D.R.P. Hervorragend in Eleganz Qualität Passform. /gienisch richtig-Aerztlich empfohlen Für jeden Fuss genau passend. 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