Ur. 229 Erstes Blatt U4- Jahrgang Montag, 2). September 1924 GiehennAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Dmrf vnt> Verlag: vrühl'sche Univerfitäls-Vuch- und Stcinörucferei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulltratze 7. Annahme von Äiijttgm für dir lagesnummcr bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerbtndlichsteit. Preis für \ mm höhe für Anzeigen von 27 mm Brette örllichb, auswärts 10 Goldpfennig: für Reklame-Anzeigen P.70mnt Breite 35 Goldpfennig. Playvorschrist 20°. Auf. schlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton Dr. Friedr. Wilh. Lange-, für den übrigen Teil. Ernst Blumschcin; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilage: GießenerFamilienblätter MonatS'vezugrpreir: 2 Goldmark u. 20 Gold» Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzelgerGlehe«. Postscheckkonto: Sranffurt a. M. 11686. Der Friede der Wett. Abschluß der Abrüftungsverhand- lungen im Völkerbund. Genf, 28. Sept. (WTB) 3n der Sitzung des 3. Dersammlungsausschustes verlas De - ne sch den der Q3olh?tbunDocrlammlung vorzu- lcgenden Bericht über Das Schieds- und SanklionSprotokoll, DaS er als ein voll- fommencS unD abgeschlossenes System des Schiedsverfahrens, der S icherhettsfrage und der Rüftungsbeschrärckungen bezeichnete. Das ausgearbeitete System verbiete den Krieg und schreibe für alle Kvnflckde eine friedliche Lösung ter. Wenn eine einzige Lücke in dem System bliebe, wenn der geringste Rest bestehen bliebe, durch den Gewaltmahnahmen ernschlüpfen Tonnten, so würde das ganze System ju- fammenbrechen. Aus diesem Grunde habe man alle Lücken des Bölkerbundspaktes ausgefüllt und die Sanktionen derart desiniert, dah es keine Lücken gebe, sich ihnen zu entziehEn und dah das Gefühl der Sicherheit vollkommen sei. Endlich sei die Abrüstungskonfe- renz unlöslich an dieses ganze System gebunden, denn es gebe kein Schiedsverfahren und, keine Sicherheit ohne Abrüstung, wie cs auch feine Abrüstung ohne Schiedsverfahren und ohne Sicherheit gebe. Es handele sich also wirklich um den Frieden der Wett. 3n dem Resolutivns- teft, der der Völkerbunds Versammlung vorzulegen ist, heiht es u. a.: Rach Kenntnisnahme des Protokollentwurfs hat die Bölkecbundsversamm- hrng beschlossen: 1. allen Mitgliedern die Annahme dieses 'Protokollentwurss zu empfehlen und den Vertretern des Völkerbundes und den Mttgliedsstaa- ten zur Sofortigen Tln terze i ch n u n g vor- zulegen und den Beitritt aller anderen Staaten offen lassen. 2. den Völlerbundsvat $u ersuchen, eine internationale Konferenz für Rüstungsbeschränkungen einzuber ifen, die in G en f lall dein Protokoll zusammentreten wird; 3. den Völkerbundsoat aufzasordem. 'intxr- xüglich ein Komitee zu ernennen, das dte in diesem Protokoll vorgesehenen Abänderung s- anträgezu dem Dölkerbundspakt vorzubereiten hat. Der vierte Ausschuh beriet den ganzen Sonntag hindurch von inorgens bis nachts über den von Politis erstatteten Bericht übet den ersten Teil des Protokolls. Der Bericht, der mit starkem Beifall ausgenommen wurde, enthält a. a. folgendes Charatteristikum des neuen Schiedsverfahrens: 3n dem Kontrollsystem ist das obligatorische Schiedsverfahren deshalb so sicher und so praktisch, weil es stets von Sanktionen begleitet ist. Dank des Eingreifens des Rates ist die Durchführung des Schiedsverfahrens automatisch gesichert. 3n keinem Falle kann es durch einen der am Konflikt beteiligten Staaten aufgehalten werden. Die Militärkontrolle des Völkerbunds. Genf, 28. Sept. (WB..) Der vom Völkerbundsrat endgültig genehmigte 3nvestigationsplan für die Ausübung des Kontrollrechtes in den aus Grund der Artikel der Verträge von Versailles. St. Germain, Trianon und Reuilly der Militärkontrolle untcrirorfenen Länder bestimmt u. a.: Die Kontrolle muh. wenn der Rat es entscheidet, sich auf die Demilitarisierung von Gebieten beziehen können, die in den genannten Verträgen evtl, vorgesehen sind und auf alle Militärklauseln dieser Verträge für das Militärwesen zu Lande, in der Luft und zu Wasser, vor allem auf folgende Punkte: a) Gesetzgebung Militarge^etz und Haus' hall, b) effektive Bestände, c) bestehendes oder im Bau be indliches Material, einbegriffen Luftschfsahrtsmaterial, Munitionsfabriken und Kriegsmaschinen, d) 3nstruktionen und die Ausbildung für den Kriegsfall, e) den Dau von neuen Kriegsschiffen. Ohne das Recht jedes Mitgliedes des Völkerbundsrates vorzugreifen, den Rat direkt anzu- rufen, kann jede Regierung eines Mitgliedsstaates des Völkerbundes dem Generalsekretär Berichte oder Mitteilungen, die. nach der Ansicht dieser Regierung die Ausübung des Kontrollrechles durch den Rat erfordern, mitteilen, damit dieser sie der Prüfung des Rates unterbreitet Eine ständige beratende Kommission wird vom Rate beauftragt, die Organisierung der vom Rat beschlossenen Kontrolle vorzubereiten. Mitglieder der ständigen beratenden Kommission nehmen an keiner Kontrolle teil und die Angehörigen des Staats, die der Ausübung des Kontrollrechtes unterworfen sind, können keiner Kontrollkommission angehören. Um der Kontrolle den Charakter der Tleberraschung zu bewahren, dürfen die Präsidenten der Kommissionen erst im letzten Augenblick den genauen Gegenstand jeder Untersuchung enthüllen. Sie sind ebenfalls ermächtigt, innerhalb der Grenzen ihrer 3nftruftionen verschiedenen Gruppen der Kommission die volle, zur Dollendung ihrer Arbeiten notwendige Bewegungsfreiheit zu lassen. Die Kontrollkommissionen Müssen sich darauf beschränken, die materiellen Tatsachen festzustellen. Wenn im Laufe einer Kontrolle eine Schwierigkeit auftaucht, rufen die Kommissionspräsidenten in jedem Falle den Rat an und im Falle technischer Schwierigkeiten die ständige beratende Kommission. Letztere Wicht, falls sie fiir die Frage zuständig ist. Dem Vor einer Negierungskrisis? Die Bemühungen zur Umbildung des Reichskabinetts. — Die Haltung des Zentrums und der Deutfchnationalen. (Eigener 3nformationSdtenst.) Berlin, 29. Sept 3n den maßgebenden parlamentarischen Kreisen ist man fest daran überzeugt, dah die Bemühungen zur Umbildung des Kabinetts Marx-Stresemann innerhalb der nächsten drei Wochen zu einer Regierungskrise im Reiche führen werden. Man glaubt nicht, dah die Deutschnattonalen darin einwilligen werden, das Kabinett Marx-Stresemann in seiner bisherigen Gestalt beizubehalten und es lediglich durch Aufnahme von zwei Ministern zu ergänzen. Ans den Aeuherungen der führenden Deutschnationalen Kreise geht unzweideutig hervor, dah die deutschnationale Partei darauf besteht, maßgebenden Einfluh auf die Regierungspvlittk im Reiche zu gewinnen. Den Verlauf Der kommenden Auseinandersetzungen stellt man sich in parlamentarischen Kreisen etwa folgendermahen vor: Der Reichskanzler wird mit den Deutschnationalen nicht zu einer Einigung gelangen, so dah auch die Deutsche Dvlkspartei gezwungen wird, die Reubesehung des Reichskanzlerpvstens zu fordern. Dadurch würde ein parlamentarischer Konflikt entstehen, der nur auf dem Wege einer gänzliche n Reubildung des Reichskabinett s überwunden werden kann. 3n den der Regierung nahestehenden Kreisen rechnet man allerdings mit Der Möglichkeit, dah sich die Deutschnationale Partei zu der Fortsetzung der bisherigen Politik bekennen werde und dah Der Eintritt der-Deutsch- nationalen in die Reichsregierung kaum irgendwelche äußere Wendungen in Der Gesamtpolitik zur Folge hätte. ®ic Taktik des Zentrum s zielt offensichtlich auf eine Verzögerung des ganzen Problems der Regierungsumb ldung hin. Da die Gegensätze zwischen Zentrum und Deutschnationalen z. Z. noch außerordentlich groß sind, halten es Die maßgebenden Zentrumsführer für dringend notwendig, erst das Ergebnis des am 26. und 27. Oktober in Frankfurt ar M. ftdtt* findenden Parteitages abzuwarten, ehe sie sich auf binbenbe Verhandlungen in Der Regierungsfrage einlassen wollen. Durch diese Taktik Der hartnäckigen Zurückhaltung wirb zweifellos die Position des Zentrums bei Den bevorstehenden Verhandlungen sehr gestärkt, und e3 ist daher nicht unwahrscheinlich dah sich die Deutschnattonalen zu wesentlichen Zugeständnissen herbeilassen müssen. Oo aber dadurch die Gefahr einer Regierungskrise vermieden werden kann, erscheint ftaglich. Schon jetzt sind Die deutschnationalen Führer bemüht. Die Regierungsparteien auf ein bestimmtes Verhandlungsprvgramm fest- zulegen, zumal die deutschnattonalen' Führer unmöglich mit leeren Händen vor Der Dertreter- tagung ihrer Partei erscheinen können. Augenblicklich ist die Lage so, dah man stündlich mit einer neuen, überraschenden Wendung rechnen muh. Deutschnotionale Mindestforderungen (Eigener 3nformationdbienft.) Berlin, 29. Sept. (Drahtmeldung.) Wie wir von unterrichteter Deutschnationaler Seile erfahren, Dürfte die bevorstehende Ver trete rtagung Der deutschnattonalen Partei in der Regierungsfrage voraussichtlich zu einem Kompromiß gelangen. Der rechte Flügel hat als Mindestsorde- rung das Verlangen gestellt, dah das Kabinett Marx-Stresemann zurücktreten muffe, um die Bildung einer ausgesprochenen nationalen Reichsregierung zu ermöglichen. Mit aller Bestimmtheit ist anzunehmen, Daß Die Vertretertagung ein Mindestprogramm aufstellen wird, das Den Regierungspa rtcien sofort nach Beendigung der Tagung zugestellt werben soll. Die ersten einleitenden Defprechungen zwischen den Führern der Regierungsparteien und De.i Deutsch- nationalen Dürften am Donners lag beim Reichskanzler Dr. Marx fi.utfinben. 3n ten volksparteilichen Kreisen macht sich der Wunsch geltend, daß die Sozialdemokrat i e-zu Den Besprechungen nicht zugezogen werden möge,' da sich von vornherein die A u s s i ch t s l o s ig k e i t eines solchen Bettuches ergeben würde. Deutschlands Außenpolitik. (sine 9icbc Dr. Strcsemauns über die politische La^e. Berlin, 29. Sept. (Tel. Tin.) Anläßlich des Berliner Bezirks Parteitages Der Deutschen Volks- Partei hielt Reichsaußenminister- Dr. Siresemann eine Rede, in Der er u. a. folgendes ausführte: „Untere Außenpolitik ist charakterisiert durch das zustandegekommene Londoner Abkommen. Die Erreichung Der verfassungsmäßigen Mehrheit ist ein Beweis dafür, daß bi.' Haltung Der Reichsregierung gegenüber Dem Sachveestän- bigengutachten in Den weitesten Kreisen des Volkes gebilligt worden ist. Die Verhandlungen wegen der Anleihe sind soweit gefördert, dah voraussichtlich in Der nächsten Woche eine Entscheidung zu erwarten ist. Di: Beteiligung von Zehnlausenben von Zeichnern Deut- scher Reichsanleihe in Den Vereinigten Staaten und in England ist ein nicht zu unterschätzendes Moment für das damit sest- gelegte 3ntereffe an einer gefieberten Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Bedeutsam ist für unsere Entwickl rng auch das Aushören bei- Bestimm mgen bes Friede nsverirages über Die einseitige Meistbegünstigung gegenüber DerttschlanD. Wir treten in eine Aera der Handelsvertrags- Verhandlungen mit den verschiedensten Andern ein. Für Deutschland wird es darauf ankommen, daß die Idee der Meistbegünstigung auf der Grundlage eines maßvollen deutschen Zollschuhes durchgeführt wird. Hoffentlich schließt sich dem Aufhören Der einseitigen Meistbegünstigung auch das Aufhören anderer Beschräntuigen Deutschlands an Man hat die Londoner Abmakugm in Zuammen- hang gebracht mit der Stellung Deutschlands zu Den Genfer Verhandlungen Les V ö l - ker bundes. 3n Der Tat bestehl ein solch w Zusammenhang. Vor Lö'ung der Rep.ratims- frage, so hatte insbesondere Herriot ausge- füb; t, würde Der Eintritt Deutschlands auf Schwie- rigf:iten gestoßen fein. Es ist infolge resset ganz logisch und folgerichtig, Daß vor Lö ung Der Repa rat ionsf rage auch in England die Völl.r- bundsfrage uns gegenüber nicht erörtert worden ist. Es ist tief bedauerlich, Daß anläßlich eines Mißverständnisses über eine Unterhaltung mit Dem wegen Der Deutschen Sach: hochverdienten Lord Parmoor ein Teil De deutschen Presse, als Aussag: gegen Aussage stand, sich sofort mit Leidenschaftlichkeit gegen Die deu tschen Behauptungen wandte und es wagte, die deutschen Delegierten Der Tlnwahrhaftigkeit zu zeihni. 3nzwischen PräsiDenten Der Kontrollkommission ergänzende Angaben oder bietet ihm Die notwenDige technische llnterstühung an. Die ständige beratende Kommission wird keinen Befehl erteilen, der die ursprünglich vom Völkerbundsrat festgesetzten 3n- struktionen verändern kann. . Deutschland und der Völkerbund. L o n d o n, 28. Sept. (WB.) Der liberale „Ob- server" berichtet aus Gens, der Beschluß Deutsch- lands, Schritte zu tun, um Dem Völkerbund beizutreten, nehme hier das Hauptinteresse in Anspruch. Von gutunterrichteter Seite verlaute, daß Der Wunsch Der deutschen Regierung. Dem Völkerbünde beizutreten, wirklich aufrichtig fei und dah die augenblicklich getroffenen V o r° sichtsmahregeln durchaus nicht, wie dies von mancher Seite zum Ausdruck gebracht wurde, bezweckten, eine Antwort zu provozieren. Die Deutschlands Eintritt in den Völkerbund u n m ö g- lich machen würde Die augenblicklichen deutsch- französischen und deutsch-englischen Verhandlungen mit Dem Ziel des Abschlusses von H andels- Verträgen zeigten, dah die wirtschaftlichen Kräfte Deutschland und den übrigen Teil Europas schließlich zusammenbringen werden. Deutschland habe die ersten Schritte in Der Richtung einer Beantragung ferner Aufnahme in Den Völkerbund unternommen. Die älnoollftän- digkeitdesVölker Hundes sei für Deutschland nicht weniger ein llnglück als für die anderen Staaten. Deutschland sei jedoch nicht in Der Lage, andere Bedingungen vorzuschlagen als Die seiner gleichberechtigten ötelllung als Großmacht innerhalb des Völlerbundes. Das Blatt, rud) besten Ansicht durch die Aufwerfung Der Kriegsschuldfragr im gegenwärtigen Aug n lick nichts gewinnen würde, tritt zumSchluß dafür ein, daß nach Deutschland auchRußland in den Völkerbund eingeschlossen wird. Die zweite Feststellung der Repko. Die Uebergabe der Reichsbahn. — Die neue (Holdnotenbank. (Eigener 3nformationsDienst.) Verl in, 29. Sept. (Drahtmeldung.) Am 5. Oktober wird die Reparattonskommission die zweite Feststellung Der Durchführ mg der Londoner Abmachungen zu machen haben. Dis zi diesem Sennin muß Die Uebergabe der Reichsbahnen an die neue Reichsbahn ge s e 11 s ch a f t und die Errichtung der neuen deutschen Goldnotenbank vollzogen fein. Wie wir hären, ist die Durchführung der Gesetze über die Reichsbahnen und über Die neue deutsche Goldnotenbank in einem für Deutschland befriedigenden Sinne geregelt. 3n Berliner Regierungstteisen stellt man fest, dah die bedenklichsten Gefahren einer Benachteiligung Deutschlands vermieden werden könnten. 3ns- besoiidere betont man die wichtige Tatsache, dah bei der Ernennung der Derwaltungsratmitglieder der neuen Reichsbahngesellschaft die deutschen 3nteressen volle Berücksichtigung gefunden haben, namentlich dadtrch, ist das Damals aufgetauchte Mißv.rständnis Du ch die Berichte Des Botschafters Dr. St Ham er Wehl vollkommen im Sinne der Deutschen Delegation geklärt rind Lord Parmoor ha' selbst in einer Weile mitteilen lasten, dah er keinen Zweifel Daran habe, Daß Die Darlegungen des Deutschen Außenministers durchaus den Tatsachen entsprechen. Die Frage des Beitrittes Deutschlands zum Döl- kerbund ist von einer so entscheidenden Bedeutung, daß sie naturgemäß nur nach Dornahme gründlicher Untersuchung der europäischen Lage gestellt werden konnte. Für die Erwägungen Der deutschen Reichsregierung tarn in Betracht, daß Dem Völkerbund bedeutsame Ausgaben gegeben sind, die speziell Teile des deutschen Volkes betreffen, Millionen von Deutschen - sind Dem Vaterlande l v s- gerissen, sie leben in fremden Staaten, teils unter fremder Bedrückung, teils in ncugebilDcten Staatswesen, auf die bet Völkerbund Einfluß hat. Der Kampf für d i e Rechte dieser deutschen Minderheiten, der Kampf für rechtliche Verhältnisse im Saargebiet, Darüber hinaus aber die Frage der Militär- Kontrolle, Der allgemeinen Abrüstung, Die schiedsgerichtlichen Fragen sind Dinge, die auch die Lebensinteressen Deutschlands berühren. Wenn uns die Möglichkeit gegeben ist, ohne Aufgabe unserer grundsätzlichen nußenpoli tischen Einstellung im Völkerbund mitzuwirken so ist die Frage, ob wir ihm beitreten, nicht eine Parteifrage, sondern eine Frage, Die kühl und nüchtern vom deutschen Standpunkt abgewogen werden muß. 3m Reichskabinett waren wir uns einig darüber-, dah wir bereit sind, dem Völkerbund beizutreten, weim uns die völlige Gleichberechtigung neben anderen Großmäch° t e n gewährleistet wird und wenn uns nicht Bedingungen zugemutet werden, die entweder undurchführbar sind wegen Der Entwaffnung des deutschen Volkes, oDci die uns außenpolitisch Erklärungen zumulen, die gegen unsere Ehre gehen. der inneren Politik steht die Frage der Regierungsumbildung im Vordergrund des Interesses. Die Erklärungen der Reichstagsfraktton der Deut» schen Voltspartei kennzeichneten Deren Auffassung. Wir haben mit Der 3Dec des Dürger- blockes nichts zu tun. Daß in der deutschen Politik die Auffassungen der Mitte führend fein müssen, ergibt sich aus der ganzen Konstrllatton unseres politischen Lebens. Stellt sich die Deutsch- nationale Volkspartei auf den Boden der außenpolitisch gegebenen Tatsachen, so wäre es falsch, ihre Mitwirkung von den Rrgierungs-- geichäften auszuschließen. Da, wo die Deutsch- nationale Partei in einzelnen Ländern am Staat mitwirke, wie es z. D. in Bayern und Württemberg Der Fall ist, hat Die Regierungspolitil gerade in großen außenpolitischen Entscheidungen nicht Gefährdung, sondern Unterstützung erfahren. Für Die innere unD äußere Politik ift deshalb Die Mitwirkung unD Mitverantwort rng Der Deutschnationalen ersprießlicher als ihre Verdrängung in eine dann w:hl hemmungs.os- Opposition, Die gerade im Ausland die Auffass mg gestärkt babe^ als wenn die außerhalb des Staates stehenden Kräfte stärker wären als der Staat selbst. Von diesem Gesichtsprmkt hat sich Die Deutsche Volkspartei bei ihrer Entschließung leiten lassen. daß von der Berufung des Schwttzer Danki«Ä Dubois, durch die die deuttch: Dreiviiertel- Mehrheit im Verwaltungsrat gebrochen worden wäre, Abstand genommen wurde. Rach der Durchführung der zweiten Feststellung der Repko werden nunmehr die Anleiheverhandlungen zu Ende geführt werden können, die z ir Auflegung der Anleihe in Der zweiten Hälfte des Monats Oktober führen Dürften. Der Verwaltungsrat ver Deutschen Reichsbahngesellschast Berlin, 29. Sept. Am Samstag sand Die erste Sitzung Des Verwaltungsrates der deutschen Reichsbahngesellschaft statt. 3m Auftrage des Organistionskomitees Der Deutschen Reichsbahngesellschaft begrüßte das Mitglied des Organisationskomitees Staatssekretär Vogt die Anwesenden und teilte die Ernennungen mit, Die von Den antoefenDen Ernannten sämtlich angenommen toerDen. Zum Präsidenten des Derwaltungsrates wurde einstimmig Dr. v. Siern e n s , zum ersten Vizepräsidenten Staatssekretär S t i e l e r , und zum zweiten Vizepräsidenten Herr W. A ck w o r t h gewählt. Die Wahl des Generaldirektors fiel einstimmig aus De.’ Reichsverkehrsminister Generaldirektor des Unternehmens „Deutsche Reichsbahn" O e s c r. Der Reichspräsident bestätigte dieWahl. Der Satzung gemäß wählte der Derwaltungsrat den permanenten Ausschuß» Der sich aus Dr. v. Siemens, Staatsscirctae Stieler, Ackworth, Staatssekretär Bergmann, Staatssekretär Fischer und Dem Geh. Kommerzienrat Arnbold zusammensetzt. steigen. * Tie Mauern Don Byzanz. Mietbetrag, wie nachstehend 22.25 Mi. 9.57 G.-Mk. Monatliche Friedetismiete: Mk. -.25 —.50 -.75 I- 2 — 3- 3'/z 4 — 5 — • 6 — 62/3 7 — 8 — 9 — 10 — 15 — 20.— 25- 30- 35- 40.— 45- 50 — 55 — 60.- 65 — 70- 75 — 80 — 85 — 90.— 95.— 100.- Oktobermtete: 8.60 -.86 —.11 Die Vereinigung für byzantinischgriechische Studien richtete an die Kommission des Völkerbundes für geistige Zusammenarbeit einen Protest gegen den türkischen Plan, die Mauern von Byzanz zu zerstören, da ein solcher Akt die Wissenschaft des Mittels berauben müßte, die Fragen der Geschichte und Topographie von Byzanz aufzuklären. Das Ersparnisprogramm der Repko. nrulaen ui««i uiu, u,u«,. v ~___..... , , aus Brandenburg erschosse n hatten, wegen Frankreich enthält. Wir glauben zu wissen, Totschlags zu je 12 Jahren Zuchthaus und fünf abgerundet 9.60 G.-Mk- darauf hingewiesen, daß Betrag der Friedensmiete, Mk-, in der Tabelle nicht A-errcrvorauss agc. Stärker bewölkt, milder bei Wirken au- südlicher Richtung, allmählich Einsetzen neuer Regenfälle. Dor dem Herantreten des neuen, nach Mitteleuropa vorstv-'»enden Tiefs wird das heute noch mit seinem Kern über Bayern liegende Hochdruckgebiet nach dem Osten verdrängt, so daß dec Eintritt von schlechtem Wetter wiederum bevvrsteht. Gleichzeitig wird die Lemveratur wieder an- Friedensmiete: 20- 2- -.25 Oktobermiete: G.-Mk. -.11 -.22 —.33 —.43 - .86 1 29 1.44 1.72 2.15 2 58 187 301 3.44 3 87 4.30 6.45 8.60 10.75 12 90 15.05 17.20 19.35 21.50 23.65 25.83 27.95 der ' Vorkriegszeit. Gegenüber der Vorwoche (1,16 Billionen) ist demnach eine Steigerung o,9 Proz. zu verzeichnen. 30.10 32.25 34.40 36.55 38.70 40 85 43. Heftige Kämpfe in Marokko. Madcid, 29. Sept. (Havas.) Rach offiziellen Berichten soll der Vormarsch der Spanier auf Tscheschuan unter guten D.dingungen fortgesetzt werden. In der Gegend von Beiaros und Lärche ist ei n h e f t i g e r Kampf im Gange. Der Feind soll starke Verluste erlitten haben, während die Spanier nur wenige Tote und Verwundete zählen. — Der Pariser „Mattn" glaubt zu wissen, daß m Französisch-Marokko zum Schuhe der Rordgrenze und der westlichen Zone eine mobile Truppe von 2000 Mann baldigst geschaffen werden soll, um cm Ilebergreifen des Aufstandes derRrs- stämme von Spanisch-Marokko nach Französisch- Marokko zu verhindern. Gegen die dritte Steuer» notverordnung. Berlin, 29. Sept. (Priv.-Tel.) Der Hypotheken- und Spargläubiger-Verband veranstaltete gestern in Gemctnschast mit Dem Deutschen Rentnerbund in Berlin Ist der genaue beispielsweise 22.25 enthalten, so ist der „ erläutert, durch Zusammenzählung zu ermitteln. Paris, 28. Sept. (WTB.) Die Repara- kionskvmmission einigte sich nach teilweise sehr stürmischen Verhandlungen über das Erspar- dessen Durchführung nach Elsah-Lothringen. Paris, 29. Sept. (WTB.) Der Arbeits- Minister Justin Go d art hat gestern in Straßburg auf einem Kongreß zur Hebung derBe - | völkerungszahl eine politische Rede gehal- | ten, in der er unter besonderem Hinweis auf die jetzige Agitation in Clsaß-Lothringen erklärte: Nichts wird geschehen, ehe nicht eine öffentliche Debatte und Abstimmung int Parlament erfolgt. Alle Erwählten des elässischrn und lothringischen Volkes werden also in der Lage sein, die Wünsche zu formulieren, die ihnen der Patriotismus eingegeben hat. Dieses Glaubensbekenntnis soll in Elsaß-Lothringen respektiert werden. Im Religionsunterricht soll den Bedürfnissen der Bevölkerung Genüge geleistet werden. Die Geistlichen können in den Schullokalen innerhalb der offiziellen Schulstunden Religionsunterricht erteilen nach Belieben. Am Schluß des Kongresses wurde ein Telegramm an den Ministerpräsidenten Herriot ab- gesandt, in dem es heißt: Die Erwählten der Linken, die Generalräte und die Bürgermeister des Departements Ober- und Riederrhün, die mehr als hunderttausend Wähler vertreten, danken - er Regierung, daß sie versprochen hat, die republikanische Gesetzgebung in Elsaß-Lothringen einzuführen. Sie rechnen bestimmt damit, daß das Ausnahmegesetz ein Ende findet trotz der Cinschüchterungsveruche und der Kampagne einer Partei, die behauptet, daß sie die Getern - heit Clsaß-Lvthringens vertrete während sie nur Die Vertreterin einer Minderheit ist. Die linken Parteien fordern von der Regierung, den endgültigen Uebergang von Elsaß-Loth ringen in die politische und moralische Einheit der Republik, die eins und unteilbar ist. ** Stadttheater. Man schreibt uns: Die kürzlich an dieser Stelle in einem Artikel über den Saisonbeginn des Stadtthxr'.ers au-gesprH chene Hosfnung, daß die Gießener Bürger,chast auch in diesem Jahre ihr Stadttheater nicht i n Stiche lassen werde, hat sich in erfreulich?; W.i e erfüllt. Während von auswärts zum Tstl t übe Rachrichten über die Tdraierausftchtea kommen so wird z. B. aus Hildesh.'im gemeldet, daß. dort die Abonnentenzahl von 1900 auf 480 , n- rückgegangen ist — stieg hier die Zahl der Ab n» nementsgesuche um mehrere Hundert. Di? Thet- terdeputation hat deshalb auf Antrag des Intendanten beschlossen, daß noch ein vierter Abonnements tag, und zwar am Donnerstag, einjc - richtet wirr. Dieser neue Abvnnementstag ist i' jeder Weise den übrigen Tagen gleichgestellt ur der Vorstellungsbeginn wurde für ihn eine Stunde früher, auf 61 -Ayr, festgesetzt. Dieser nxii . Abonnements tag ermöglicht einmal ci : Erfüllu g zahlreicher Wünsche, die Lei der Abonnemente- zuteihma wegen Platzmangels unb-rücks chtigt bi i brn mußten: außerdem wird auch von mailte/' hiesigen Theaterinteressenten ein Spieltag mi' früherem Anfang begrüßt werden und säst not least — wird dadurch auswärtigen Bfluchern, namentlich den Herrschaften aus We?lar, ein un- verkümmerter Besuch ermöglicht. Räheres üb.r die Reueinrichlung ist aus cem AnK/igenteil vom Samstag zu ersehen. Es sei nur noch bemerk, Daß die Abonnementsausgabe diesmal an vier besonderen Kassen im Vestibül erfolgen wird und daß gcnügcRdes Personal bereitgestellt ist, um allen Wünschen, auch solchen nach Abwanderung auf den neu eingefiif>rtcn Donnerstag-Abonnements lag. glatt entsprechen zu fönnen. Rach de> getroffenen Vorberetzungea steht zu erwarten, das der geschäftliche Auftakt in befriedigender Weis« die neue Spielzeit einleitet. ’* Unzutreffende Erzählungen schwirrten am Samstag nachmittag in unserer Stadt herum. Man wollte aus „ganz guter Quelle" wissen, daß der Mörder Adolf Steril aus Dellershstm bereits verhaftet fei; nur über den Ort war man sich nich einig, d?nn eimstol war er in Frankfurt a. M., das ander? Mal in I Limburg gefaßt worden. Die „Butzbacher Zeitung" Halle die Rachricht fojar noch lchn?ll in ihre Samstageusgabe .tufgenommen. Ih. >' d den anderen öi-.uigleitsüposteln in -s en wi f,x? lle eine Enttäuschung bereiten mit der Mitteilung, daß der mal" r.n.en Ste.tts-anwall chast in Gießen, oie es doch sicherlich zuerst wüßte, weder am Samstag abend, noch frute vormittag clw.'.ü bekannt war von der DerhastuNg dieses Mem'chm. Es wäre besser, wenn man es mehr mit der Richtigkeit, als mit der Fixigkeit hielte. ** Verteilung von Sparprämien. Man schreibt uns: Die von dem Hessischen Sparkassenverband beschlossene Verteilung von Weih- nachts-Svarprämien im Betrage von 40 Mk. bis 2000 Goldmark unter die Einleger dar hessr scheu Sparkassen hat bei dem sparenden Publikum lebhaften Beifall gesunden. Das Herau- nahen des ersten Termins (1. Oktober) hat bei der hiesigen Bezirks-Sparkasse einen lebhaften Aufschwung des Sparverkehrs zur Folge gehabt. Reben dem Anreiz, der in der Verteilung der Prämie liegt, zeigt sich hierbei, daß weite Kreise der Bevölkerung wieder Vertrauen I zu den Sparkaften gewinnen und sich darauf besinnen, baf) gerade in der Jetztzeit das Spapen eine wirtschaftliche Rotwendigkeit ist. Wer seine verfügbarett Gelder den Sparkassen zuführt, seht diese Kassen in den Stand, die örtliche Kreditnot zu lindern und damit an dem Wiederaufbau unserer Wirtschaft erfolgreich mitzuarbeiten. Wer Interesse an der Spärprämie hat, beachte die heutige Anzeige der Dezirkssparkasse Gießen. " Die 12 Landesverbands-Ausstellung der Hessischen Geflügel- zuchtvereine soll am 20. und 21. Dezember in Gießen stattfinden, Mit der Durchführung der Ausstellung ist der Geflügelzuchwavein Gießen beauftragt worden. ** Pers onalie. Der Oberförster Otto Zimmer zu Lauterbach ist zum Forstmeister der Oberförsterei Grebenau mit Wirkung vom 1. Oktober ab ernannt worden. *» Westeuropäische Zeit auf den Eisenbahnen des besetzten Gebiets. In der Rächt vom Samstag den 4. zum Sonntag den 5 Oktober 1924 wird für die Eisenbahnen des besetzten Gebietes an Stelle der jetzigen (mV der MEZ. (mitteleuropäische Zell) übereinstimmenden westeuropäischen Sommerzeit bie eine Stunde später liegende westeuropäische Zelt (W E. Z ) eingeführl. Die Eisenbahn u hren werden daher dort am Sonntag, 5. Oktober, um 12 Ähr 59 Minuten vorm. auf 12 Ähr nachts zurückgestellt. Um 12 Ähr nachts WEZ. tritt der Fahrplan für das Winterhalbiahr m Kinft Für das bürgerliche Leben wird die mit teleuropä stehe Zeit beibehalten. Gleichzeitig mit dem Zeitwechsel im besetzten Gebiet wird am Sonntag, 5. Oktober, auch für das unbesetzte Gebiet der Winterabschnitt für den Fahrplan 1924 '25 eingeführt. RDD Erleichterte Einretseins besetzte Gehiet. Rach Wegfall der Paß- und Zollgrenze zwischen dem besetzten und unbesetzten I ©cblct ist die freie Einreise tn das besetzte Gebiet wieder möglich. Erforderlich ist lediglich ein deutscher Reisepaß, oder ein mit Lichtbild versehener Personalausweis, der von der Polizeibehörde un- enigeltlich auszustellen ist. Die Erschwernis, die dem Besuch des befehlen Gebietes bisher entgegenstand, ist somit beseitigt. Das besetzte Gebiet darf erwarten, daß nunmehr dir Bewohner des unbesetzten Deutschland in besonderem Maße dazu beitragen, durch regen Besuch die aas der Bevölkerung des besetzten Gebiets ruhenden Lasten zu mildern, die ihm geschlagenen, besonders empfindlichen Wunden nach Möglichkeit zu heilen und durch persönliche Berühr.lng den Bewohnern das Gefühl der Bereinfamung zu nehmen, das die Verhältnisse der letzten Zeit in ihnen wachgerusen haben Dieser Zweck wird in erster Linie aua) ■ durch die Abhaltung von Kongressen, Tagungen und Dersammlungen im besetzten Gebiet erreicht. | Die Reichszentrale für deutsche Derkehrswerbung sorge, ^usvlwung für Hausyatt uno ".zterur. Jur . die Männervereine: Rettungswesen, Unfall- I stationen und Krankentransportwefen. Mitarbeit an der gesundheitlichen Volksbelehrung. Das Rote Kreuz beansprucht aber feine Monopolstellung; vielmehr soll der Geltung und Eigenart anderer Organisationen der Wohlfahrtspflege kein Eintrag geschehen. Das Hauptziel des Roten Kreuzes, durch die Sorge für die leibliche Gesundheit des einzelnen die Gesundung der Vollsgemeinschaft aufbauen zu helfen, ist das Gebot der Stunde. Der Rettungsdienst bei Änglücksfällen, die Pflege der Erkrankten und die vorbeugende Gesundheitsfürsorge sind drei Wege zu dem gleichen Ziel. Staat und I Gemeinden sind heute nicht imstande, Wohlfahrtspflege und Gesundheitsfürsorge allein zu trugen. Für seine Arbeit hat das Rote Kreuz einzu- setzen eine das gesamte Reichsgebiet umfassende Organisation, die sich in fast 4000 Zwelgvereine mit anderthalb Millionen Mitgliedern gliedert. 59 Mutterhäuser umfassen 6^00 Schwestern vom Roten Kreuz. 1750 Sanitätskolonne.i und Pfleger- schaften stellen rund 6500 ausgebildete Hilfskräfte zum Dienst. 9400 Rettungswachen und Änfall- meldestationen mit einem Park von Hunderten von I Kraft- und sonstigen Krankenwagen stehen fürErste Dstlse, Krankentransport und Rettungsdienst bereit. 350 Anstalten, wie Krankenhäuser, Säuglings-, Kinder-, Alters- und Erholungsheime, 2630 Cemeindekrankenpilegestationen mit mehr als 4000 Schwestern, 500 Krippen und Kindergärten dienen außerdem dem Werk der gesundheitlichen Fürsorge. Das Rote Kreuz braucht zur Bewältigung seiner großen Aufgabe Mitglieder zur aktiven Betätigung und zur Beteiligung an den finanziellen | Lasten. Diese letzteren sind außerordentlich hoch, > und es ist gerechtfertigt, wenn das Rote Kreuz I aus Anlaß des Jubiläums seines 60jährigen Bestehens alle Volksgenossen bittet, diese Lasten durch Zuwendung von Gaben tragen zu helfen. Der Ertrag der Sammlung dient unter Ausschluß der Or- ganisationskosien den Friedensaufgaben des Roten Kreuzes, dem Schatz der Volksgesund- i heit, der Fürsorge für Leidende und Hilfsbedürftige, für feine Anstalten und Einrichtungen, für die Schwesternschaften und Sanitätskolonnen, besonders für die Versorgung der Alten. Von dem örtlichen Ertrag der Sammlung verbleiben 50 "<> den örtlichen Organisationen, 30 °'o erhält der Landesverein und 20 no werden der Zentrale des Deutschen Roten Kreuzes zugesührt. Die Okiober-Mietc Die Miete für den Monat Oktober wurde von dem Hess. Ministeriutn für Arbeit und Wirtschaft für sämtliche Gemeinden auf 43 v. H. der Friedensmiete festgesetzt. Hiervon sind 12 v. H für laufende und 8 v. H. für große Instandsetzungskosten, ferner 23 v. H. für Betriebskosten und Zinssteigerung. Weiter bleiben folgende Bestimmungen in Kraft: Betriebskosten sind Steuern, Gebühren und öfsentliche Abgaben, also insbesondere _ Grundsteuern, Kanalbcnuhungsgebuhren, Straßenreinigungsgebühren, Wassergeld, Schornsteinfegergeld, Haftpflichtversicherung, Treppen- und (plur- beleuchtung usw. und Berwaltungstosten. Was- I sergeld ist jedoch nut- bis zu 2' 2 v. H dest Friedensmiete in dem Satz für die Betriebskosten enthalten. In denjenigen Gebäuden oder Gebäudeteilen,, in henen der Derbrauch 2’/2 v. H der Friedensmiete übersteigt, kann die Mehrausgabe auf die Rutzungsberechtigten nach den bisherigen Grundsätzen umgelegt werden. Richt einbegriffen sind ferner in dem obengenannten Sah für die Betriebskosten die auf Grund der 3. Steuernotverordnung erhobenen Sondersteuern des Landes oder der Gemeinden vom bebauten Grundbesitz. Diese sind von dem Grundstücksbesitzer auf die Rutzungsberechtigten umzulegen. Die Beträge sind auf volle 10 Pfenniges nach oben abzurunden. Es sind zu entrichten: daß die deutsche Regierung dem französischen Jahren Ehrverlust. Export nur in dem Falle das M e i st b e g ü n st i-- $$ * gungsrech t zugestehen wird, wenn Deutsch- y-Ianb von Frankreich die gleiche Behandel u n g erfährt. Man nimmt an, daß die deutsch- französischen WirtschaftsVerhandlungen einen starken Einfluß auf den Gang der Verhandlungen mit England nehmen weiden, die bekanntlich gegenwärtig auf einem toten Punkt angelangt sind. Aus Stadt und Land. Gießen, den 29. Sept. 1924. Die Jsibiläums-Samminng dell Roten Kreuzes. Von Landgerichtsdirektor Wiener. Das Rote Kreuz wendet sich in diesen Tagen an das deutsche Voll mit der Bitte um Gaben für seine Wohlfahvseimichtlng m und -zwecks. Da wünschen die Geber Ars unft darüber z.l erhalten, wofür ihre Gabe verwendet werden soll. Cs soll nicht geredet werden von dm Leistungen, die hinter uns liegen, insbes ^nd?re denjentzen! im Welllrieg, sondern di? Aafg rbsn der Gegenwart und Zukunft sind za schildern. Aber ein Rückblick in die allerjüngste Veraancenh it fei doch gestattet, zumal die Tätigt it des Ro en Kreuzes im besetzten Gebiet noch nicht abgeschlossen ist. Dort wurden von unseren Feinden Tausende ausgewiesen und Hunderte in die Gefängnisse geworfen, wo si? abgeschl,ssen gehalten wurden von jedem V?rlehr mit der Außenwelt, ja von ihren Familien. Hier waren es Angehörige des Rot.n Kre.tzes, die den Ee angenen Trost und Liebesgaben brachlen, denn ihnen als Mitgliedeni einer in allen Kalturstaalen verbreiteten Oiganisation wagte man doch nicht, ten Zutritt zu wehren. Di? Arsgeariesenen wurden beim Eint itt ins unbesetzte Gebiet ebenfalls eine start oelueyte Rundgevung gegen die dritte I Steuernotverordnung. Der Hauptredner, Ober- landesgerichtspräsident a. D. D r. B e ft - D arm- stad t forderte für die öffentlichen Anleihen die sofortige Wiederaufnahme desZin- s e n d i e n st e s. Sollte der Reichstag die Durchführung dieser Forderung verweigern, so müsse nisprogramm, dessen Burchftiyrung nach I y as V o l k en t sch e id en. Eine der Versamm- Annahme des Dawesplanes sich als notwendig [Ung vorgelegte Resolution, die die Aufhebung der erwies. Die Kommiflivn, die bis jetzt Änterhal- dritten Steuernotverordnung forderte, sowie den tungSkosten in einer Höhe von 600 000 Gold- von dem Reichsfinanzminister mitgeteilten Plan mark monatlich von Deutschland in An- I einer Rentengewährung an bedürftige Kriegsspruch genommen hat, will sich von nun ab mit anleihezeichner ablehnt, wurde einstimmig an- monatlichen Änterhaltungskosten von 300 000 genommen. Goldmark begnügen. Äm diesen Zweck zu ............... erreichen, würde nach dem Matin" bestimmt, OTloTi pah der Garantieausschu ß aufgelost ZlUS UllCr WvU« wird und die finanziellen sowie juristischen Sach- im D verständigen und der Rachrichten- -£eiepl)Oit litt ö i c n ft ebenfalls beseitigt werden. Die Per- 3n Berlin fand dieser Tage ein v e r k e h r s - sonalabteilung wird entlassen und technischer Kongreß statt, der vom Ber- das Generalsekretariat in feinem ein deutscher Ingenieure veranstaltet Personalbestand wesentlich verringert, wurde und einen würdigen Verlauf genommen hat. | 3n den einzelnen in der Reparationskornmission Als Abschluß der Tagung wurde eine Versuchs- oertretenen Delegationen wird nur noch der fahrt zur Vorführung der drahtlosen zweite Delegierte ständig a nw es en d T e l e p h o n i e a u s d e m f a h r e n de n E i s e n- sein und demgemäß bezahlt werden. Die bahnzuge heraus unternommen. Der Der- erften Delegierten werden nur noch im Falle such tourte von der Reichsbahn in Gemeins^ift unbedingter Rotwendigkeit in Anspruch genommen mit dem Verein deutscher Ingenieure und der Ge- und erhalten für ihre Tättgkeit von nun ab nur sellschast für drahtlose Telegraphie in einem von noÄ Tagegelder. Jede einzelne vertretene der Eisenlmhndirektion zur Versiigung gzftetücn Abteilung soll Änterbeamte unterhalten, die an- S v n d e r z ii g e auf der Strecke Berlin—Hamburg deren Delegationen sollen sich mit kleinerem Per- zwischen den Stationen Rauen und Früesack aus- svnal begnügen. Die Reform soll bis z um geführt. Die Versuche gelangen glänzend. Die 31 Dezember durchgeführt sein. Wie Verbindung mit belirb^gen Fernsprechteilnehmern bereits berichtet, gab die RepEitionskommission Giwßberl-ns war in kürzester Zeit hergestellt. Die ihre Räume im Hotel Astoria auf. Trotzdem Verständigung war ausgezeichnet. noch eine größere EntschädigunMumme für die des ^evvelitt. Qofung des Mietvertrages bezahlt werden muß, ^Klicrirrt Itt toirö sie dadurch, daß das Personal von nun ab Wie die Mütter aus Reuyorl melden, hat in zwei bescheidenen Häusern unter- das 2N a r i n e m i n i st e r i u m der V?reinrgten aebracht sein wird, wo die amreikanische Dele- Staaten nach dem Empfang der Meldung, daß «rtivn gewohnt hat, wesentliche Ersparnisse ma- das Luftschiff Z.R. Ill bereit ist, in etwa einer dyen Der Ämzug in die neuen Amtsräume soll Woche zum Fluge nach Amerika aafzasteigen, el^eickotls Eitde dieses Jahres vollzogen werden, mehreren Kriegsschiffen di? Weisung p i । । - ---------— erteilt, auf der Route des Luftschiff's zu kreuzen «Xio OTiiaHrhtott h<>r hßUtfdls und dem Luftschiff nötigens llls Hitze zu leisten. ßlC Z4US|tCpiCTl OCr oeuum Eines der Kriegsschiffe tragt einen Ma ft, der franzöfischen Wirtschafts- so eingenchtet ist, daß das Luftschiff daran Verhandlungen. s«9 m «-nnh-!m. (Eigener Informationsdienst., Mannheim. 28. Sept. (WB) Für den Berlin, 29. Sept. (Drahtmeldung.) "Sie im Weltkrieg gefallenen Reichslagsabgeordneten deutsche Delegation, die mit der Füh- Dr. Ludwig Frank wurde heute hier ein nmg der Wirtschaftsverhandlungen mit Frank-, Denkmal enthüllt. Das Reichsbanner reich beauftragt ist, wird nunmehr sich nach Schwa rz-Ret- Gold vevanstallete anläßl ch Paris begeben. Wie wir aus Kreisen des < h^r Denkmalsw ih? ciacn R epu b i ika n is chen Auswärtigen Amts erfahren, hält man deutscher- Tag Ämter den Anw.senl-en wurden insde on- seits die Aussichten einer Verständigung mit de re bemerkt: ter badische Staatsp.ä itew K c> h- Frankreich hinsichtlich des abzuschliehenden Han- ler, die früh ren Rei.tzstanzler Wirth und delsvertvages nicht für ungünstig. Man ist der Hermann Müller, General Deimling, der Meinung, daß die französische Regierung aus frühere R.ichstngspräsident Lvebe und der praktischen Gründen von selbst auf die Durch- Reichstagsabgeordnete Hckas. Führung der seck)sundzwanzigprozentigen Ausfuhr- OnÄtbauS für Milderer irbgabe verzichten wird und daß sich eine Iuozryau« für wnoeter. Dafis der Ve rständigung finden lassen Das Potsdamer Schwurgericht verurteilte in dürfte Die deutsche Delegation wird ein groß- einer Sonntagssitzung die beiden Wilderer Otto zügiges Programm mitnehmen, das ein weites Br an d aus Brandenburg imb Otto B eck aus .Feld der deutsch-französischen Wirtschastsbezie- | Marzahn, die am 5. Juli den Tierarzt Dr. Schmidt "bringen bietet und wichtige Vorteile für von Angehörigen des Roten Kre izes empfangen und betreut, so daß die s.elisch Riedergedrückten sich wieder aufrichten konnten. Diech Tätigkeit ist im Arbeitsplan des Roten Kreuzes nicht verzeichnet, ergibt sich aber von se bst aus der Grundlage, auf der es sich ausbatt. Was ist nun das Rote Kreuz ind was bedeutet cs? Das Deutsche Rote Kr-er; ist eine selbständige nationale Gesellschaft innerhalb der Weltgemeinschaft der Rotireu-g sellscha ten. Es ist die Zusammenfassung aller de itsche.i Mänirer- und Franenorganisationen vom Roten Kren;, die ir gemeinsamer Wohlfahrtsarb .il erstreben, daß alle deutschen Männer und F auen ohae Änterschied des Standes, des religiösen Dstenntnisses und der politischen Gesinnung sich als Mitarbeiter an seinem Wm-k beteiligen. Es bedeutet den ftcht- Es sei nochmals - baren Ausdruck des Empfindens, das alle Men- die D e p t e mb e r m i e t e auf 40 v. H. scheu den Rotlerdenben gegenüber vereint, den Friedensmiete festgesetzt rvurde, daß also für Aufruf dieses Empsindens zur tätigen lMithilse Monat Se p t emb e r der gleiche Mtetbetrag zu und den Einsatz dieser Hilfe für die Verhütung, entrichten ist tote für den Monat August. Delnmpfung und Linderung gesrndhsttlicher, wirt- '^In^r Satzun^'de7Roten Kreuzes sind als Die Reichsinderziffer für Lebensh^tungs- kämpfung, allgemeine soziale Fürsorge, Jugend- stellungen des Stattsttschen Reichsamtes t- fürfoege, Mittelstands- und etubent nfürforie. | woch, _?4. September,^aus ras l.^billiOnenfach. Änlerstühung des amtlichen Sanitätsdienstes F.r die Fi.auenvereine: Wöchnerinnen- und Säug- lingSsur-sorge. Kleinlinder- und Schulkinderfür- «*Ä? *Ä*! ® R T ii ।'.. igLW1*». hß aus 48.' U; M cer Qjh -. *a«i. 1 Antrag de» .„, ein vierter ^vMerZtog, cm . ‘ttnementetaj i?r jsfettedfi ur ur eme St m c w. A°!« E I Rl dir (Srfütiu 3 Abonnvr^t- «üschiiubl^ auch tion m 6pt?[tag mp Otbert und - 'O t ^HmDrsucheni, ichl- Mherer üb r m AiMMtck vvin ' nur noch fand-, »c titimal un vier U crfvlgen wird unb Xrcitgeftcllt ist. um n^>ch Abtvanderuirr Doimers!ctg°W'onn:- ,u tonnen. Äotz bei eh! zu erwarten, das besriedigender Ms< Erzählungen lchmitiag In unterer ■ aus .ganz guter örter Mols eicul rhastet fei; nur über . einig, denn e'.mtid das andere Mal i-. v. „Dnhl-atiei ?ei- »Zar nach schnell in !nom!nen. 3t) irb A mM en toi bc't mit der MMuNg, santoalt'chast In Gi? zuerst toühte, toiter nie vormittag Mts luhg diese; "Nenich'm m es mehr mit der er Fisigkeit W- n Sparprämien dem Mchen Kar- ter.'.'ilmig von W '/rage von 40 M Wer derJeffl- m ZMmdcm W>V- * Das hrrm- (1. Ottsber) jot laste einen lebyasten ebrs M Fvlae gs- der in ta ” ciqt sich 6* N S toW W ™ und M rMtzeitdasSM" E L'L varkasten zuM^ c die örtliche KredUnot >em Diednau^r »M- ®* isch^Teslüg^ *** -FS5"^ ch- e,L9iri«®6t®,“s Stelle ^>«1"- die em« en S^Stbe > onntag. J. M naM m aus y DS3 tvjges. LKs- sE US- SjM?! i t*ei^n hk j4 p.jicii'1 cmk' rühr nehln^t-crust' 5 '"K.ffS Mttei bober. bah ,recht nur an»einc '^jerfonen rn grober Zahl die geschädigten Gegenden auf« suchen, sondern auch wi^ckschaftlich?. wissenschaft- liche, sporckliche und sonstige Vereinigungen ihre Tagungen dort aballten. *• Sri ft en zur Vorlegung der Goldmarkbilanz. Sn teilweiser Abänderung der bisherigen Vorschriften ist eine neue Verordnung des Reichst inanzministers über die Vorlegung der Goldmarkbilanzen erschienen, durch vxdche die Fristen wieder abgeändert werden. Es gilt nunmehr folgendes: 1. Personalfirmen Haven die Goldmankbilanz usw. beim Finanzamt bis zum 30. September einzureichen. Die Bestimmung über die Vorlage der Bilanz an die General- bzw. Gesellschafterversammlung konnnt für btese Fnnnen nicht in Betracht. 2. Firmen in Gesellschaftsform, also Aktiengesellschaft er, Kommanditgesellschaften auf Aktien und G. m. b H.s: a) soweit das Geschäftsjahr das Kalenderiahr ist, laufen nunmehr beide Fristen, sowohl die für die Einreichung an das Finanzamt, wie auch die für die Vorlage an die General- bzw. Gesellschafterversammlung bis zum 30. Vovember: b) soweit das Geschäftsjahr nicht das Kalenderjahr ist, ist die Gvldrnarkbilanz usw. beim Finanzamt bis zum 30. September einzureichen und der Generalversammlung bzw. Gesetlschafteroersamm- fung innerhalb 6 Monate des neuen Geschäftsjahres vorzulegen. " Der Winterfahrplan der Eisenbahnen tritt am 5. Oktober in Kraft. Er bringt, wie üblich, eine Reihe wichtiger Aenderungen auf den meisten Strecken. Wegfall besonderer Sommerzügc- usw. Seder, der öfter reist, wird gut tun, sich durch das neue Storm-Kursbuch vor unliebsamen Heberraschungen zu schuhen. Der Storm bringt neben der Ausgabe Reich (3.—) die geschätzte vielseitige Ausgabe Süddeutschland (1.—). Bornotizen. — Tageskalender für Montag. Lichtspielhaus Bahn Hof st raste: „Die Hermanns- schlacht". — Hessische Bilderbühne: „Das Abenteuer von Sajossa". — Astoria»Lichtspiele: „Obette, die Mvdepr« nzessin". — Akademischer Gesangverein und Konzertverein. Man schreibt uns: Wie aus dem Inserat in der Samstag-Ausgabe hervorgeht, beginnt der Akadem. Gesangverein heute Montag, den 29. September, seine Proben. Anmeldungen neuer Mitglieder nimmt Pros. Trautmann entgegen. Das erste Chorkonzert wird schon Anfang Dczentber stattfinden und wird der Verein. im Rahmen des Konzert Vereins, zwei bedeutende Werke deutscher Meister zu Gehör bringen. Ais erstes, zum Gedenken des 100. Geburtstages Anton Bruckners, dessen mächtiges „Te- Zxnun“, imb als zweites Max Regers gewaltigen „100. Psalm". Der Konzertverein hat seine Kon- fertsolge für den Winter bis auf Kleinigkeiten estgeseht. Es werden, Aenderungen Vorbehalten, etwa folgende Konzerte stattfinden: 1. Abend, Sonntag, 2. Rovcmbcr, Liederabend von Frau Pos-Carlosorti, Begleitung Frau von Hitlern- Dunbar 2. Sonnrag, lö. -llov., Konzert der jungen Geigerin Riele Queling, Begleitung Prof. Trautmann. 3. Sonntag, 30. Rov., das rühmlichst bekannte Amarquartett (Bratschist der bekannte Komponist Paul Hindemith). 4 Sonntag, Mitte Dezember, die Choraufführung (siehe oben). 1925 beginnt die Konzertfolge am 11. Januar das Darmstädter Bläserquintett, am 12. Februar folgt ein Klavierabend Rudolf Serkins «Adolf Buschs ständ. Begleiter): am 21. Februar ist ein Konzert des Kammerorchesters: am 8. März ein Liederabend (wahrsch. Helga Lindberg). Dann folgen noch ein bis jetzt noch nicht besetzter Abend Ende Marz, und als Abschluß der IPintersaison das zweite Chorkonzert. — Der Potsdamer Madrigalchor wird am Freitag, 3. Oktober, im Kath. Vereinshaus ein Konzert zum Besten des Katholischen Schwesternhauses veranstalten. Der Chor.hat bisher in zahlreichen anderen Städten gute künstlerische Erfolge errungen. Räheres über die Veranstaltung ist aus der Anzeige in unserer Sams- tag-Ausgabc ersichtlich. Gießen und Wieseck. Sm Anschluß an unsere Qlnreging wird uns von einem Mitglied deS Wiesecker Gemeinderats geschrieben: Sn Rr 222 des „Siebener Anzeiger" werden unter dieser Lieberschrift zwei Pläne in die öffentliche Erörterung geworfen, die wert sind, von allen in Betracht kommenden verantwortlichen Organen — Behörden und wirtschaftlichen oder gemeinnützigen Organisationen — mit erschöpfender Gründlichkeit durch gesprochen zu werden. Alles Für und Wider ist mit geradezu rücksichtsloser Offenheit auszusprechen. Die außerordentliche ‘Beben rung und die kühne Eiischlustkraft zur Verwirklichung dieser weitausschauenden Gedanken verlangt aber auch Hintanstellen aller ängstlichen Bedenken. Dem Mutigen gehört die Welt! Wer fähig ist, kommunalpolitische Gedanken zu fassen, die den engen Gesichtskreis seines Kirchturms überschreiten, stelle sich in den Dienst mit feinem Rat. Ob sich die Durchführung beider Pläne ermöglichen läßt. steht auf einem anderen Blatt, notwendig ist aber, nachdem, die Fragen einmal aufgerollt sind, sestzustellen, ob sie spruchreif sind. Die Durchführung der Strastenbahn- verbindung nach Wieseck steht wohl als der populärere Gedanke im Vordergrund, einmal, weil mit dem. Bau schon beinahe begonnen worden wäre, zum anderen, weil sich die gebieterische Rotwendigkeit dieser Verbindung für beide Gemeinden immer mehr heoausstellt. Wer der am meisten gewinnende Teil ist, ist von ganz untergeordneter Dedeulung. Gerade die Tatsache, daß die Linie „Wiesecker Weg" trotz Friedhos die am wenigsten rentierende ist, must den in Frage kommenden Stellen doch unbedingt zu denken geben. Die mehr als jahrzehntelange Beobachtung beweist eben, dast die Strahen- bahn von den Passanten von und nach Wieseck nur in den dringenderen Fällen benützt wird, «I», ■ HWW I IM! U|-MIMIl!lll rmwr gewlftennaven als Retter in der Jtot voll «es der Zweck und Sinn eines dem öffentlichen Verkehr dienenden Beförderungsmittels sein? Doch wohl sicher nicht! Ein auf der Höhe stehendes Verkehrsmittel muh, um existieren zu können, alle gangbaren Wege beschreiten, um den tat- säcklicb vorhandenen Verkehr auszunehmen, es must die Rotwendigkeit, benutzt zu werden, an der Wurzel fassen. Eine vor dem .'trug an verschiedenen Tagen vorgenommene Zählung ergab damals den Verkehr von weit über 2000 Passanten täglich von und nach Giehen! Glaubt jemand, dast sich dies geändert hat? ilnb diese rund 2000 Personen würden zu einem grasten Teil die Bahn benllhen, — wenn sie rorhanden wäre. Eine weitere Einnahmemöglichkeit besteht darin, dast, nachdem das Postamt Wieseck „abgebaut" ist, jeden Tag zwei Beamte des Postamts Gicsten auf einem wunderschön gelb gestrichenen Handwagen die Postsachen von und nach Wieseck bringen. Rkan stelle sich diese Prozedur bei Schnee und Cis, oder bei Tauwetter vor ider „Postwagm" ist selbstverständlich stabil und daher nicht leicht!) und man fühlt sich in die seligen Thuvn und Taxisschc '. Zeiten zurückversetzt. Also: die notwendigen Schritte bei der R e i ch S - post und schon vertraut diese ihre Güter der Slvastenbahn Giesten—Wieseck an — die betreffenden Beamten können zu produktiverer Arbeit hevangezvgen werden, und, wenn man seine Hoffnungen noch höher schrauben will, dürfte von dieser Seite auch mit einem Zuschuß z u den Baukosten zu rechnen fein. Sine andere Frage: Der Winter steht vor der Tür, und damit, neues Elend und neue Rot in vielen Familien durch die allem Anschein nach stärker einsehende Erwerbslosigkeit. Sieben den Kommunen hat vor allem der Staat ein starkes Sntcrcffc, die Erwerbslosigkeit auf ein Mindestmast einzudämmen. Es kann also hier nach den erforderlichen Verhandlungen die produktive Erwerbslosenfürforge nutzbar gemacht werden, wodurch eine größere Anzahl Leute längere Zeit Brot und Arbeit hätte und somit viel Elend gemildert würde." Wie verhält fich's nun mit Wieseck? Dort dürfte es nur sehr wenig Stimmen gegen eine Bahnverbindung mit Gießen geben. Die Gemeinde als solche dürfte hiervon keinen finanziellen Vorteil haben, der einzige Vorteil liegt vorläufig in der Genugtuung, seinen Gemeindegliedern eine bessere Verbindung mit der nahen Stadt geschaffen zu haben. Weiler ist Wieseck mit feinem Hangelstein und der Dadenburg und WellerSburg Ausflugsort für Gießen: diefer Teil des Verkehrs dürfte durch die Bahnverbindung wohl ohne weiteres eine Belebung erfahren, ilnö tote viele Wiesecker scheuen besonders bei Regentoetter und Schnee den Weg nach Gießen, um an den gesellschaftlichen und bildenden Darbietungen der Stadt teilzunehmen! Wie manches Konzert, Theater und sonstige Veranstaltung wäre bcilcr besucht, wenn der mitunter recht böse Weg nicht wäre und die Besucher nicht dam t rechnen müßten, b s bmutzt und zerzaust, je nach dem herrschenden Wctter. am Fest- ort und dann daheim wieder anzukommen. Cs ist avcr Dann auch Die Möglichleit nicht von rev. and zu weisen daß infolge des Vorhandenseins einer Bahnverbindung ein Industrieunternehmen seinen Sitz nach Wieseck verlegt, rat üu unsere werktätige Bevölkerung sicherlich kein Qlar- teil wäre. Run noch ein kurze.'- Wort zur C i n i e n f ü h- r u n g. Die Pläne, die Bahn der K r e i S st r -> st e entlang zu fuhren, sind doch sicher noch vorl> n den, diese hole man aus ihrem Ve-'' eck rnb prüfe sie neu durch, sicherlich wird man schon a'i.» Zweckmäßigkeitsgründen die Bahn dann dort sah- ren lassen, wo der Verkehr sich abwickelt Die damaligen Gemeindevertretungen ßenS und WieseckS beschlossen d Dau der Straßenbahn Gieb-en Wieseck. Widrige V.n- stände, die heute nicht mehr erörtert werden H- len, verhinderten die Ausführung. Die heutigen Gemeindevertretungen beider Ci' dürsten meist, wenn ihnen irgendwie d e Möglichl-i' hi." -m gegeben ist, alles tun. um b!ek P> eielt ent-lH auf die Beine, oder richtiger n.if bi' Räder »u l .inzen. Ein weit schwierigeres Probtem berührt die zwecke Anregung in jenem Aufsatz: Die Eingemeindung W i e s e ck s nach Gieße n. Hier dürften die Widerstände briderseits schon g werden — au5 den verschiedensten llrijdycn ?.:■ ser Gedanke ist in unterem groß stakst losen Oder- Hessen zu neu und unbekannt, um ohne weiteres Zustimmung zu finden. Durch die eventuelle Der legung der Straßenbahn nach Wieseck werden aber die gegenseitigen Beziehungen engere unb die Angelegenheit spnichrrffer. Die wirtschaftlichen Verhältnisse beider Gemeinden werden, tri’ in dem Artilel schon rich'.ig ße .igt ist. wohl derart sein, daß Geben und Rehmen gleich verteilt sind. Der Vorteil Gießens liegt zunächst in dein dann abgerundeten Feld- und Waldbesitz. Die Gemarkung ©ieften ist bereinigt. Wieseck steckt mitten in der Feldbereinigung. Rach bief.r Seite gibt's keine Schsticrigkeiten. Bei dem großen Eldsarbenreich tum der Wiesecker Gemarkung besteht die Möglichkeit, daß aus der gegcntoärügen Ofermühl' Badenburxr eine chemische Fabrik entsteht, di? Schulverhältnisse Wi?ck es sind eintoanbiiei, ebenso die Straßenanlage: Elel.rstches x';*1 und Straßenbeleuchtung, sowie Wafierleiluir-g sind vorhanden, die Kanalisation ist zum größten Teil drirchgeführt. Wiesecks Vorteile liegen zunächst auf ideellem Gebiet, während sich der finanzielle Gewinn auch auf die einzelne Persönlichkeit erstreckt, in dem die zahlreichen Beamten dann nach der Ortslla-sse B b :>ICet w.rden Di: Verwaltung würde stark ver-einfacht, die Schal- lasten auf die Stadtkasse übernommen usw Dte finanziellen Details der Haushalte zu erörtern, muß kompetenter Seite überlassen bleiben wenn beiderseits überhaupt die Reigung besteht, hieraus einzugehen. Aber das darf heute getagt werden: die äußeren und inneren Verhältnisse beider Rachb-irgemeindm drängen un- bedingt nach einem solchen Schritt. Früher oder später, wenn die gegenteiligen B - rührungspunkte einmal engere geworden sind, wird die Entscheidung hierüber wohl sehr schnell fallen. Laden: Marktplatz 18. ■ t: der 7520V Lorenz -= W FERD. NENNSTIEL Gegründet 1875 ■ - ■■ Meine seitherigen Geschäftsräume habe ich durch Angliederung des Ladens Plock- straße 14 bedeutend erweitert. Neben meiner Tapeten- und Linoleum Handlung errichte ich mit dem heutigen Tage eine Oberhessisches Korbwarenhaus HEINRICH KESS Schulstraße, neben der Stadtpost Größtes Spezialgeschäft für moderne, solide Korbmöbel, Korbwaren und Bast-Teppiche Bedeutende Preisermäßigung Neuherstellung ■ Reparaturen • Stuhlflechten _____ 6551D Betr.. Ridderkrastwerk Lihberg: hier Instandsetzung der fiskalischen Straßen. VttB«!>Sv»"Klcl!is!hlli!ilicsmi!iii. Freilag, den 10. Oktober lfd. FS., nachmittags 3 Ähr, sollen in der Kanzlei der unterfertigten Behörde und in Gegenwart etwa erschienener Anbieter die schriftlichen Angebote für die Lieferung von 300 cbm Bafaltkleirrfchlag geöffnet werden. Cs umfaßt: Los 1. Die Lieferung von 300 cbm Basalt- kleinschlag „ 2. Die Anfuhr von 300 cbm Bafalt- kleinschlag. Die Verdingungsunterlagen liegen bei uns während der Dienststunden zur Einsicht offen. Angebotsvordrucke können gegen Darelnfendung von.0,50 M. von unS bezogen werden. Angebote auf vorgefchriebenem Formular sind verschloßen und mit ent- sprechender Aufschrift versehen, vor dem EröstnungStermin bei uns einzureichen. ZufchlagSftist 2 Wochen. Friedberg, den 25. September 1924. HessifcheS Kulturbauamt Friedberg. Freitag friick ein- treffend: Blauselchen Silberfelchen Hechte Zander Rheinfalm Bestellungen erbeten bis Mittwoch. 053778 Der tägliche Arbeitsverdienst Monatsverdienst durch 30 Kalendertage geteilt wird. Gießen, 27. September 1924. Allgemeine Ortskrankenkasse des Landkreises Gietzen. wird errechnet, indem der Wochenverdienft durch 7, ...... 7514V Spezial-Abteilung für Teppiche usw. und empfehle: lepte, CtoNii- ni fissMecSai, Lätaiilfe, SoM NickWM in reichhaltiger Auswahl. Plockstraße 14 und 16 Fernsprecher 1036 Bitte meine Schaufenster zu beachten! 7464a 1Ä| II PI der voll k->mm<‘ne ,.lf!ULUU I U Itaslrr-Apparnt! niit fler hohlgaBehltUcBaa BnasrltUnncl 1. X erletzen unmöglich. 2. Zart und leicht gleitet das Messer über die. Hau’. 8. 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Gine Postkarte ge- Haben Sie sich durch Einzahlung eines Sparbetrages von mindestens 50.— MK. die Aussicht auf eine Sparprämie des Hessischen Sparkassen- und Giroverbandes E. Müller Bleichstrafre 37. Gewandte ßfflfon einfache oder besseres itaniättn daS selbständ. kocht und in allen Hausarbeiten e rin in en ist, zum 1. Oktöber evtl, später gesucht für kleinen seinen Haas- balt bei gutem Kotin. Nätieres zu erfragen Kicbini(r.l7II.7M0D Sohn Midnrer eitern in die kaufmännische Lehre gesucht. Schriftliche Angebote an Sari Wtz, toflnöt 49 Kurz nach dem Tode ihres Mannes entschlief heute nacht nach kurzem, schwerem Krankenlager auch meine liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Wwe. Elisa Euler geb. Thörner Die trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Reuter und Frau Willi Keller und Frau. SMbucli der Stadt und des Landkreises Wetzlar, des Dillkreises und der Stadt Weilburg haben wir mit Zustim mung der betreffenden Behörden erworben. Wir werden dieWeiterarbeit an diesen beiden Adreßbüchern durch unsere besondereVerlags- abteilung durchführen und die Fertigstellung tunlichst beschleunigen. Wir machen darauf aufmerksam, daß wir eine Gewähr für richtige Ausführung der dem früheren Verleger erteilten Aufträge nur dann übernehmen, wenn uns eine Abschrift des Auftrages und der Texte mit Angabe bez. der etwaigen Klischees zur Nachprüfung des übernommenen MaterialsspätestensbisEnde d. Mts. eingesandt wird. Textänderungen können noch berücksichtigt werden. Zahlungen sind lür die Folge nur an uns zu leisten. Postscheckkonto Cöln 25553 Sparkassen-Giro Siegen 75 Nähere Mitteilung über die Erscheinungstermine folgt in Kürze bzw. erteilen unsere Vertreter, welche die unterbrochene Außentätigkeit jetzt aufnehmen. Wilh. Vorländer, Siegen, Verlagsabteilung, Buchdruckerei Verlag der „Siegener Zeitung“. 7451D SttW frisch und geräuchert treffen täglich große Sendungen ein. 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Anz. 023782 Die Verlagsrechte für die früher beim Montan us-Verlag HermannMontanus zu Siegen erschienenen, in der Ausgabe für 1924 jedoch nicht vollendeten Vcrlagswerke ÄdreObuch der Stadt und des Kreises Siegen nebst Betzdorf, Daaden, Herdorf, Wissen und Bürgermeisterei Kirchen sowie Altenkirchen, Hachenburg und Marienberg und Säcke neuen, gebrauchte, IN jeder Gröffe u. s. alle Verwendungszwecke Wasserdichte Wa gcndecken a. la Segeltuch in jed. Gröffe, Wasserdichte Pferdedecken liefert äu- tzersl billigst 6977c M. öi. Mühlstein Sack türofrbandlg. Gieffen,Diezstratze4. Telephon 332. Ä t Handels - Schule Hermes Gießen BahnhofstraßeGO 15. Oktbr. Beginn neuerKurse. Prospektfrei.Anmel- dungen täglich, 7,7,c Ekftronioiitciir ZüsiüNtcM und §eijiiii(!§inonteiir sofort gesucht. i7441D 3nKG«o?ioji50£jd)ßft Heinrich Bode Butzbach i. H. Modes. Tüchtige ZUlbkittnii haur mit frei werdendem Laden und Neben- raum billig- zu verkaufen. 9tn(). °-JW A=Becker Landgr. -Ph il.-Pl. 10. 6m. 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Mitwirk, von Herren aus der Reichswehrkapelle- 10 Herren 75180 Sonderkonzerte mit Solo-Einlagen finden wieder jeden Mittwoch statt. Spar- u. Vorschutzverein 1 Beuern eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht BMWilmi KOK 1923 Aktiva. Au ausgelieheuen Kapitalien: a) gegen gerichtliche Obligationen . . . 45 300. — b) „ Bürgschafts........ 6 800 011655 366.- c) „ Güterkaufgelder...... -.— d) Kassenvorrat......... 3 880 096 218 68L53 e) Liquidierte Ausstände...... 91983.- f) Mobilien............................. 10 680 108 011 831.53 Passiva. Einlagen............ 5 411 322.12 Stammguthaben der Mitglieder . , . . 19 500.— Reservefonds Ende 1922 . . 11 522 - Zugang aus 1922..... 46 838.52 58 360.52 Reingewinn......... 10 680 102 522648 89 10 680 108 011 831.53 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1922 32 Während 1923 gingen zu....... 1 Daher Stand der Mitglieder Ende 1923 . 33 Die Rechnung liegt acht Tage lang bei dem Rechner des Vereins zur Einsicht offen. 7522D Stein, Direktor. Walther, Rechner. Sommerlab, Vorsitzender vorn Aufsichtsrat. Liquidatoren. i Verschiedenes für schwacheSchüler lSerla b. 11.-'Tertia) erteil, bei billigster Berechnung Akad. Schristl. Angebote unter 023780 an den Gietz. Anz. erbeten. Latein- Nachhilfe für Quintaner über A-erien erbeten, ©ctir. Angebote u. 023790 an den Gietz. Anz. rrr r n i t T?rrrf n 1 Lt'KXJjTVTÖ Achilir. Student erteilt in allenFächern gründliche Nachhilfe zu mäßigem Honorar. Schr. Ang. u. 023768 an den Gietz. Anz. 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Woföspij ll) Ilf 75 Pfg, R 5pfg. n| 5Pfg. vn vochM, mmlung auf (Enbt fammlung muhte Erntearbeiten ver- litkvoch, 8. 0K- Diehen einberufen. :ND bends8 Uhr mzerf , unt. Mitwirk, »wehrkapelle- 7518c nlagenfinden :h statt. hlBmrn hrMrrhastpW | M W 45 300.- 6 800 011655 366.- 500^— 3 880 096218681-53 91900.- 1.- 10 680 108011831.53 5411322.12 19500.- rtjM» te v en |U= iir W- tifl IS- illi Hf HD' 1U' öl' in- ilt- finden l’f.i ct (ciufect hn-ll. •10.1^ Utn1C0e sKnu«"^ Sa^w** , 58360.52 ' 10 680^02 522 648 89 ^Ö6MÖ80U831.^ Tnde 1922 32 w »ff’*151"1 Iir/229 Zweiter Blatt Englisch-deutsche Lustfahrt-Derhandlungen Am Vorabend des Zeppelin-Deutschlands uges tarn General Sir William D r a n ck e r. Vizlluft- marschatt und Organisator des britischen Privatluftverkehrs, im Flugzeug von Loill»n nach Berlin und hatte hier eine mehrstündige Verhandlung mit den Beamten des deutschen Luftamts im Reichsverkehrsministcr.um. S.r William Brancker flog am Donnerstag abend weiter über Dessau nach Prag Wäre er bis Freitag in Berlin geblieben, so hätte er die Begeisterung miterlebt, mit der man den 3.2t. HI empfing. Er hätte bemerkt, daß der Sinn für Gustschisfahrt im deutschen Doge bis zrun letzten kleinen Schulmädchen hinab rege geblieben ist und dah sich dieser Sinn durch politische Fesseln nicht unterdrücken läßt. Der amerilanischc Sachverständige für Luftverkehr. Kennedy, der jüngst eine Studienreise durch Deutschland unternahm, Hai sein Uri eil dahin zusammengefaßt, dah Deutschland nicht nur im Starrluftschiffbau, sondern auch in der Flugzeugtechnik den andern Rationen um zehn Jahre voraus sei und dah die erforderlichen organisatorischen Formen vorhanden seien, um sofort einen großzügigen Luftverkehr mit fünfzehn anderen luftfahrenden Staaten zu betreiben, wenn eben die pvlitischen Fesseln nicht wären. Es besteht zweierlei Maß für den deutschen und ausländischen Luftverkehr. Die Beschränkungen, die insbesondere dem deutschen Flugzeugbau Grenzen auferlegen, und die für andere luftfahrenoe Völker nicht bestehen, widersprechen dem Versailler Vertrag. Sie sind auch unvereinbar mit den Grundsätzen der internationalen Luftfahrtkonvention, die einen Teil der Dölkerbundssahung bildet. Sie haben sich nicht nur für Deutschland, sondern für alle nm den friedlichen Luswerkehr in Europa ernsthaft bemühten Völker als das einzige große Hindernis für die Entwicklung eines internationalen Luftverkehrs bis heute erwiesen. Unsere Leidensgeschichte ist kurz folgende: 2m Anschluß an das einstige Londoner Ultimatum gingen der deutschen Regierung sogen. ^Begriffsbestimmungen" für den Flugzeugbau zu, damit, wie es hieh, Zivilgerät von Kriegsgerät genau unterschieden werden könne. 2n Ausführung dieser Bestimmungen erließ die deutsche Regierung das Gesetz über die „B e - schränkung des Luftfahrzeugbaues" vom 29. Juni 1921. Am 5 Mai 1922 erging die Verordnung über den Luftfahrzeugbau, die das genannte Gesetz ergänzte und unter dem Druck der aufgezwungenen Begriftsbestimmungen die Beschränkungen deS Flugzeugbaues festlegte. Unter anderm wird die Ruhlast auf 600 Kilogramm beschränkt, bei Einsitzern darf der Motor nicht mehr als 60 PS entwickeln, und die höchste Stundengeschwindigkeit darf bei 2000 Meter Höhe nicht mehr als 170 Kilometer betragen. Unter diesen Fesseln kranken wir nun schon seit zwei Jahren. Und nicht nur wir, sondern auch die. Engländer. Auch die Franzosen, die Polen, die Tschechen usw. Die englische Gesellschaft z. B., die den Verkehr London—Berlin betreibt, begann den Betrieb mit Flugzeugen, die eine ziemlich hohe, weil so allein wirtschaftliche Rutz last tragen. Als eine deutsche Firma beim 3ntematümalen Luftfahrt-Garantie-Komitee in Berlin um Genehmigung deS englif<^n Flugzeugtyps D. H. 34 nachsuchte, wurde ihr das rundweg verweigert. Runmehr untersagte die deutsche Regierung auchderenglischenGe- s e l l s ch a f t die Benutzung der bisher verwandten Fahrzeuge. Der Konflikt zum Schaden des Verkehrs war da. Man half sich mit einem vorübergehenden Abkommen, das aber in diesem Sommer nur für einige Monate verlängert wurde und demnächst abläuft. Gerade auch wegen dieses Abkommens war Sir William Drancker in Berlin. England hat einen Luftfahrtvertrag mit Po- len geschlossen. Aber dazu gehört eben das Durchflugsrecht durch Deutschlarch. Ein ähnliches englisches Abkommen mit derT s ch ech o° slowakei ist zu Beginn dieses Jahres nicht erneuert worden. Man stolperte über die deutschen Begriffsbestimmungen. @6 ist in weiteren Kreisen merkwürdigev- weise nicht bekannt geworden, daß auf der letzten Londoner Konferenz auch l u f t p a litis ch e Verhandlungen stattgefunden haben. Dabei stellte sich heraus, daß der englische Luft- Giovanni Segantini. (Zu seinem 25. Todestag, dem 28. September 1924.) Don Dr. Hedwig F i s ch m a n n. Giovanni Segantinis Lebensweg, empor-- ßeigenb aus der lombardischen Ebene über das auf halber Höhe der alten 3ulierftraße gelegene Gvaübündnerdorf Savognin zu dem strahlend hellen Firnenglanz des Oberengadins, um dann auf steiler, einsamer Bergeshöhe im greifbar nahen Anblick der lichtüberfluteten Alpenrrcsen allzu jäh abzubrechen — er ist Symbol und Widerspiegelung des künstlerischen Wer^gangs dieses Billtners der Alpenwelt: dem Licht entgegen! Und Untertöne, dunkel, traumhaft nut- schwingend, klingen in Segantinis 2eben3tDcrf auch aus der ersten, früh verlassenen Landschaft seiner Kindheit nach, die ihm wie ein verlorenes Paradies sein lebelang vor Augen schwebte. Roch drrz vor dem Ende seiner nur vier 3aßrjepnte umfassenden Dahn gedenkt er in dankbaren Worten seiner Geburtsstadt Arco, die den ganzen Zauber einer südlich berückenden Vegetation nut den gigantischen Dergformen des Hochlandes ernt, als des inneren Sonnenscheins, dessen Licht noch seine Spätwerke durchleuchtet, wie er einst diese maßlos traurige Künstlerjugend verklärt hat. Denn eine Kindertragödie, wie sie nur das Leben im siegreichen Wettbewerb mit der grauesten Arme-Leut-Dichtung zu gestalten vermag, war die Jugend dieses elternlos Heranwachsenden, tage- und wochenlang sich selbst überlassenem Kindes. Wiederholte Fluchtversuche, Aufnahme bei mitleidigen Menschen, eine kurze Hirtenidylle, an die sich die Legende von der Entdeckung seiner Künstlerschaft — wie einst jener Giottvs — beim Zeichnen seines Lieblingstieres auf der Schiefertafel knüpft, und schließlich drei wieder von einem Fluchtversuch unterbrochene verlorene Iugend- jahre in der Mailänder Eorrigenden anstatt: das ftnb die Stationen dieses Leidensweges eines Kindes. Doch welch starte ethische Kräfte, welch latente künstlerische Urgewalten müssen in der Montag, 29. September 1924 Sietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberyesstn) minifter Lord Thomson die deutschen Forderungen nach Aufhebung der erbärmlichen Be° griftsbestimnrungen unterstützt! Roch ein zweites Wunder ist geschehen: Der Leiter der französischen Lustpol'.tik, Unterstaatssekretär Gau- rent-Eynac hat in einem Vortrag vor dem Aero-Club von Frankreich zugegeben, daß man Derkehrsslugmaschrnen heutzutage gar nicht mehr in brauchbare Kriegsfahrzeuge umwandeln könne. Die „Begriffsbestimmungen" sind durch die Entwicklung der Technik überholt. Wann werden also die Fesseln fallen? Dänemarts Abrüstungsplan. (Don unserem Kopenhagener Korrespondenten) Der vom sozialistischen dänischen Verteidigungsminister Rasmussen für Dänemark aus- gearbeite Abrüstungsplan hat inzwischen in der ganzen Kulturwelt Aufmerk amkeit erregt, besonders unter den neutralen Staaten. Daß der Plan das, so ergänzen konservative dänische Dlätter. vor kurzem nicht netter auf Dänisch getagt 3n Dänemark selbst hat der bäniicte Abrüstungsplan ja auch leine Gegner, vor allem unter Den Konservativen Die soeben vollzogene WahlzumGandsthing, dem dauischenOver- Haus, bat wesentlich im Zeichen der Abrüstung gestanden. Von Wichtigkeit ist dabei, inwieweit die Venstre, die 'Bauernpartei, in die Auffassung der sozialdemokratisch-demclratischcn Koalition hinsichllich der Abrüstungssrage einlenken wird. Aus einer neuerdings von dem dänischen Verteidigungsminister gewährten Unterredung be- kommt man Räheres über die gedachte Hce- resabschaffung und die Umwandlung in eine Ordnungs- und Seepolizei zu wissen. Das an Stelle des Heeres geplante Polizeikorps soll 7000 Mann stark [ein. und seine Mitglieder sollen „Konstabler" heißen. ..Ich habe", sagte der Minister, „in weitestem Unt» fange dafür gesorgt, auch alles in HinWer fein Heimatblatt wieder lesen will, bestelle den Gießener Anzeiger schon vom 1. Oktober an, wenn auch die Erntearbeiten noch im Rückstand sind. Rur bei sofortigem Bezug des • Gießener Anzeigers sichert man sich die neue oberhesfische BUderbeilage Heimat im Bild von der ersten Nummer an ganz besondere Beachtung in dem Dänemark benachbarten Skandinavien findet, ist verständlich. Dabei zeigt sich mtevessantertveise, doß der frühere VartÄdigungsnrinistar R v r Wege n s . ein General Aava tsmark. von dem Hlbrüstungsentwurs der dänischen Regierung nicht entzückt ist. Er sähe offenbar lieber, wenn die skandinavischen Staaten gemctnfcrm ihre militärische Rüstung bei behielten, offenbar, um gegebenenfalls ein nicht zu verachtendes Gewicht in die Wagschalen des Mars werfen zu können. 3a, auch auf der Völkerbundskonferenz in Genf, wo der dänische Ministerprä s-ident Staun ing weilte, kam man auf den dänischen Abrüstungsplan zu sprechen. Mit Zeichen des Spottes berichtet die lonservative Preise Dänemarks, baß ausgerechnet der Außenminister des mittetameii- konischen Staates Panama, Garay, dem dänischen Ministerpräsidenten in Genf Elogen über den dänischen Abrüstungsplan gespendet habe. Desselben Staates Panama, der das AbrüüwrHs- und SicherhUtsproblem einfach dadurch gelost habe, daß die Bereinigten Staaten sich zum Beschützer sämtlicher Seelen samt des Pa- namakanals aufgeworfen hätten. Panama habe, wie sein Außenminister barg:legt, nur eine Gendarmerie zum Schutz der inneren Sicherheit und Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung bei- behalten: die ersparten Staatsmittel habe man angewandt für die Arbeiterfürsvrge in!pinert — es sind das Worte des panamaischen Ministers — von dem „noblen Gedanken", den militaristischen Geist ständig von dem Territorium Panamas äu bannen und die Bevölkerung zu erziehen in Liede zum Frieden und zur Arbeit. Staumng habe Seele des Knaben lebendig gewesen fein, der sich aus solchen Olieberungen des Daseins in die lichten Höhen abgeklärter Künstlerschaft empor- gerungen hat! . .. . Und wie die äußere Daseinsform, in bie der Zufall der Geburt Segantini hineingestellt, nur Hemmungen und Fessän für seine künstlerische Entwicklung bedeutete, so vermochte er auch aus der zeitgenössischen Malerei seines Heimatlandes, als sich ihm endlich der Weg zur Kunst erschlossen, nicht die lebenbildenden Grundelemente seines künstlerischen Schaffens zu gewinnen. Was an Segantinis Lebenswerk, namenllich an den Schöpfungen seiner Frühperiode, aber selbst an manchen Gemälden der Spätzeit, heute, ein Viertel- jahrhundert nach seinem Tode, als schlacken zeitlicher Gebundenheit erscheint, das sind die zweifellos unbewußten — Konzessionen an den Zeitgeschmack: was ihn an Ewigkeitswerten eignet: das unendliche Ringen mit den Problemen des Raumes und des Lichtes, die lapidare Große und Wucht seiner landschaftlichen Gestaltung, die rhythmische Abgewogenheit der Komposition, die notwendige gegenseitige Bedingtheit von Ratur und Staffage in den besten seiner Schöpfungen — das hat sich der Künstler in jahrelangen Kämpfen im Gegensatz zu seiner Umgebung abgerungen. Hier leitete ihn seine einzige und größte Lehrmeisterin, der er in werbendem Dienste rastlos dahin folgte, wo ihre Linien immer einfacher und strenger, ihre lichtatmende Atmosphäre immer Hörer und durchsichtiger wurde: die Ratur der Alpenwelt. Und selbst dort, wo uns greifbar deutlich eine Beeinflussung durch einen andern Künstler entgegenzutreten scheint, wie bei der Gegenüberstellung Segantinis und Mittels, dessen Schöpfungen der jüngere Künstler ebenso toenig jemals im Original gesehen hat wie die der französischen und belgischen Pointillisten — vermochte sie nur durch eine tiefinnerliche Wahl- und Wesensverwandtschaft, die in der inbrünstig Hebenden Anbetung der Scholle und ihrer primitiven menschlichen und tierischen Bewohner wurzelt, ausgelöst zu toerben. Der Weg von Mlllets sicht auf Ra men zu entfernen, die an das Militär erinnern könnten.“ Die Ausbildungszeit wird vorgeschlagen auf 4x/2 Monate und die gewöhnlichen Soldaten sollen 300 Krönen für das 3ahr haben, um zur Verfügung zu stehen. Die Einzeichnung zur Rekrutierung soll auf freiwilligem Wege erfolgen, und es besteht die Meinung, daß ca 800 im Jahre ausgebildet werden sollen und ca. 250,auf einmal, .lieber die Bewaffnung äußerte sich der Minister auch. Die Konstabler sollen bewaffnet werden mit Stäben, Revolvern und einer Art Karabiner. Außerdem wird inzwischen geredet von Heineren Minenwerfern. Die Anschaffungskosten werden 300 000 Kronen ein für allemal betragen. Diese Minenwerfer sind ausgeprägte Rahkampfwaffen, und sie sollen gebraucht werden, wo es nicht möglich ist. die Karabiner anzuwenden, weil deren Kugeln zu weit reichen und Schaden hinter der Schußlinie anrichten könnten. Die See p o l i z e i soll der Beaufsichtigung der dänischen Gewässer dienen, sie wird äus fünf Fischerei ins pekti onss chiffen zu 800 bis 1500 Tons, einem größeren Dewachungsschiff, 3 schnellen kleineren Motorschiffen und 12 Flugzeugen bestehen. Die Fahrzeuge würden armiert, wie die entsprechenden Einheiten jetzt armiert sind. Es sollen auch Kanonen auf den Schiffen sein, was der Minister, wie die der Abrüstung feindliche konservative dänische Presse ironisch bemerkt, leider als notwendig einräumen muß. Aber gleich fügte der Minister hinzu, daß tveder die Rede sei von Torpedos noch Minen. Der Iustizminister und der Staatsminister (Innenminister) sollen den Verteidigungsminister „Angelus" zu Segantinis „Ave Maria" — wie scheinbar kurz und gradlinig, wenn er rein äußerlich von Werk zu Werk, nicht aber durch die Urtiefen homogener Künstlerschaft führte. „Wenn die moderne Kunst einen Charakter haben soll, so wird er in der Suche nach dem Licht in der Farbe bestehen," so formuliert Segantini in einem Brief an seinen getreuen Lebensfreund und künstlerischen Berater, den Kunst- Händer Dittore Grubioy, das matarische Problem, um dessen Lösung er ein Leben lang mit leidenschaftlicher Sehnsucht gerungen hat. Rührte doch schon das erste größere Werk des Zwanzigjährigen, das Innere des Kirchenchors von Sankt Antonio in Mailand mit einem durch ein hochgelegenes Fenster fn den Raum einfallenden, prismatisch ,zerlegten Lichtbündel, mehr instinttiv als bewußt, an jenes Problem, an dessen Ergründung zu gleicher Zeit die junge Generation in Paris fieberhaft arbeitete. Doch noch etwa ein Jahrzehnt tünstlerischen Ringens, das Segantini über den Umweg der Dunkelmalerei, über Interieurschilderungen mit dem Widerstreit einer künstlichen Lichtquelle gegen den Dämmerschein des Raumes führte, mußte verfließen, bis er die erlösende Formel fand, die chn zu dem machte, als der er heute in unserem Bewußtsein lebendig ist: zu dem Maler des gleichmäßig klaren Sonnenlichts, der licht- und lustdurchpulsten Fernen. Dem Prinzip der prismatischen Zerlegung der Färben folgend, einer Technik, die die primären Bestandteile in mosaikartigen Strichen nebeneinander seht und chre Wiedervereinigung zu einem Gesamteindruck sich im Auge des Beschauers vollziehen läßt, hat Segantini in bewußter Abweichung von den verwandten Wegen der Impressionisten und Pointillisten seine eigene (Lahn zu dem großen Zielpunkt seiner Kunst durchschritten. Aber trennender als die Schranke einer abweichenden Technik steht zwischen Segantini und dem Impressionismus seine grundsätzlich andere Einstellung zu dem Wesen der Kunst, seine Ablehnung der Kunst um der Kunst willen. Um den ablösen. Der Abrüstungsvorschlag wird auf 11 Millionen Kronen zu kosten kommen, erläuterte der Abrüstungsminister. Das Polizeikorps solle unter das Justizministerium gestellt tverden und die Seepolizei unter das Slaatsministerium: er selbst, der Verteidigungsminister, werde also überflüssig sein. Der Minister war so ehrlich, einzugestehen, daß die sozialdemokratische Partei sicher Gelegenheit haben werde, mehi Enttäuschungen und teuere Uebcrrafä)ungen zu erleben, wenn ihr Vorschlag in die Wirklichkeit umgesetzt werde Es ist besonders die Leitung, die so teuer wird, sagte der Minister. Wenn man sich beschränke auf ein Polizeikorps, sei es nötig, daß deren „Haupt" auf die beste Weise ausgesteuert werde. Aus das Gcl.ngen des dänischen Qlbrüftunge- experimentes inmitten eines (mit Ausnahme bei Zentralmächte» übermilitarisierten Europas darf man gespannt sein. Die innerpo'itische Bedeutung der dänischen Landsthingswahl. Das Ergebnis der letzten Wahlen zum dänischen Landsthing ist nicht fo gewesen, wie es die sozialdemokratische Partei geträumt hätte. Die Majorität im Landstying liegt nunmehr außer Bereich der zusammengehenden Sozialdemokratie und der Radikalen Sie besitzen nun nur noch 33 von 76 Plätzen. „Politiken" schreibt, ixiß der Rückgang der Linken sich einem Verschwinden dieser Partei nähert, was um so härter ist. als diese große Anstrengungen gemacht hat, um in der Hauptstadt festen Fuß zu fassen. Die Folge wird sein, daß der Landsthing zukünftig größeren Der Handlungswillen zeigt und nicht mehr eine so zurückhaltende Stellung einzunehmen braucht, da er die Mehrheit des Volles hinter sich wisse. Minister Stauning wird kaum aus die Durchführung seiner Pläne in der Valuta- frage und in der noch viel Wetter gehenden Abrüstungsvorlage rechnen können. Welche Konsequenzen sich hieraus ergeben, Abgang der Regierung oder Reuwahl zum Fvlke- thing oder gar nichts von alledem, wird sich zeigen müssen. Eine Auflösung des Landstings kann nach der Verfassung nicht in Frage kommen. In dieser Lage hört man auch bereits schon aus dem Lager der enttäuschten Partei, daß d i e D e r f a s su n g veraltet sei. Es müsse eine konstitutionelle Reform eingeführt werden, was die Radikalen natürlich begrüßen würden. Vielleicht wird man sogar versuchen wollen, den Landsthing ganz abzuschaffen oder so uinzugestalten. daß er alle praktische Bedeutung verliert. Die Abfindung der Hohenzollern. Seit Jahren schwebt der Streit zwischen dem preußischen Staat und dem Hohenzollernhaas über die Regelung der Ansprüche, die das vormalige preußische Königshaus an den Staat stallt. Runmehr hat die preufftsche Regierung dem Landtag die eingeforderte Denkschrift über den Stand der Vermögensauseinandersetzung mit den Hohenzollern vorgelegt, so daß in nicht allzu tanger Zeit entscheidende Beschlüsse tn dieser Fvcrge fallen werden, die immer mehr daS Interesse der politischen unb privaten Oefsentlichkett in Anspruch nimmt. Aus den Ausführungen der preußischen Denkschrift geht hervor, daß gegenwärtig alle Möglichkeiten zur friedlichen Beilegung des Abfindungsstreites mit dem Hohenzollern Hause gescheitert sind, und letzten Endes die Gefahr besteht, daß der preußische Staat In langwierige und kostspielige Prozesse mit den Hohenzollern verwickelt wird. Aus diesem Grunde sind neuerdings Bestrebungen im Gange, um em Schiedsgerichtsverfahren durchzusehen, das einen Ausgleich schafft und den Prozeßweg erübrigt, der ungeheure Summen zu verschlingen droht Das Hohenzollernhaus hat bisher aus- schließlich diesen Prozeßweq beschritten, der stets für den preußischen Staat sehr nachteilig Oerlauf,m ist und bereits außerordentlich hohe Kosten verursacht hat. Don der preußischen Regierung toerben tn dem Vermögensstreit mit den Hohenzollern nicht nur die rechtlichen, sondern auch die historischen und politischen Zusammenhänge geltend gemacht. Die preuf ische Regierung behauptet, daß die von dem preußischen Königshaus als Privateigentum beanspruchten Güter einen Bestandteil der nationalen Kultur bar- Schmerz einer trauernden Mutter zu lindern, hatte der Knabe einst zum erstenmal zum Stift gegriffen und die Züge des toten Kindes fest- gehalten: um die Menschheit emporzuleiten, bildete und schuf der ringenbe und der reife Künstler. In jenem offenen Briefe, in dem er Leo Tolstois maßlose Angriffe gegen die Kunst zurücktoeist, hat Segantini seine eigene Auffassung von ihrem Wesen enthüllt: „Die Arbeit, bie Liebe, die Mütterlichkeit, der Tod sollen durch die Kunst mit dem Geben in Berührung kommen, und alles soll zur Stärkung und Erhebung unseres geistigen Lebens dienen." Doch nur dort, wo diese leitenden Ideen restlos eingehen in die künstlerische Gestaltung, wo der Maler Segantini über den D olkse rzieher Segantini triumphiert, entstehen die Ewigkeitsschöpfungen seiner Kunst, toie etwa in der „Scholle" oder im „Frühlingstag in den Alpen" das ewig ernste Lied der Arbeit, im „Maientaa im Gebirge" der Hymnus des lachenden jauchzenden Lebens sich emporschwinaen im unlösbaren Ineinanderklang von künstlerischen und gedanklichen Elementen. Doch die gewaltige Symphonie der Alpenwelt und zugleich des Menschenlebens, die in machtvollem Dreiktang Ratur, Geben und Tod — das Sein, das Werden und das Vergehen — gestalten sollte, eine Synthese, in die er nach seinem eigenen Wort jenes ganz starke Gefühl der Harmonie des Hochgebirges hineinlegen wollte, diese höchste und reifste Schöpfung des Alpenbildners tvar ihm nicht vergönnt zur letzten Gestaltung zu bringen. Unvollendet, toie der Tod den Künstler jäh hinweggerissen, ihm bas dunkle Rätsel des „Vergehens" entschleiernd, noch ehe seine Hand die volle künstlerische Göfung dafür gesunden, grüßt das Triptychon von den Wänden des Segantini-Museums in St. Moritz hinüber zu jenen Firnen, an deren Ginien und Formen, an deren Flimmern und Glänzen sich das Auge ihres Meisters nimmer satt getrunken. Unerloschen strahlt in beiden „das große, stille Geuchen". stellen, der ohne ungeheure Schädigung der Bevölkerung und dem Staat, mit dem er untrennbar verknüpft ist, gar nicht weggenommen rverden kann. Man erinnert dabei an die Kundgebung der Generaldirektoren unb Intendanten der staatlichen Museen. Bibliotheken und Staatstheater, dre daraus hingewlesen haben, daß es srch bei den Ansprüchen des Königshauses auf die künstlerischen und kunsthistorischen Schöpf rngen um unersetzliche historische Monumente und kulturelle Vermächtnisse handele. Aus diesem Grunde behauptet die preußische Regierung, daß es unmöglich sei, die Auseinandersetzungen mit dem preußischen Königshaus lediglich nach dem Grundsatz vermögens rechtlicher Urteilssprüche zu führen. Das gelte besonders für die von den Hohenzollern als Privateigentum beanspruchten DiDer des Kais er-F rledrich°M u ! e u ms, über 3000 Gemälde, die etwa 4/s des gesamten Dilderbestandes, darunter die wertvollsten Stücke, unter denen sich Bilder von Rembrandt und Watteau befinden. Wenn man diese künstlerischen Reichtümer dem Hohenzollernhause als Privateigentum zurückgebe, so würde damit der deutschen Bevölkerung ein Stück wertvollsten Kulturgutes entrissen. Weiter behauptet die preußische Regierung, baß auch die von den Hohenzollern beanspruchten Güter und Gegenstände für den preußischen Staat eine Belastung darstellen, die eine unerhörte Verschuldung des Staates zur Folge haben müßten. Die von den Hohenzollern beanspruchten Privateigentümer stellten einen Wert von mehreren hundert Millionen Goldmari dar Das seien Summen, die der preußische Staat nicht aufbringen könne, ohne sich zu rdinieren Für die Mitglieder des Hohenzollernhauses besteht dagegen der Grundsatz, daß es sich bei der Herausgabe der Vermögensobjekte lediglich um eine Rechtsfrage handelt, und daß die Zurückbehaltung eine widerrechtliche Enteignung dar stellen würde, die mit den Grundsätzen der Reichsverfassung nicht zu vereinbaren ist. Das preußische Königshaus verfügt über zahlreiche Gutachten von juristischer Seite, die übereinstimmend die Ansprüche der Hohenzollern vom rechtlichen Standpunkt aus als unbedingt 'unanfechtbar bezeichnen. Es bleibt nunmehr abzuwarten, ob es der preußischen Regierung gelingen wird, ein Schiedsgerichtsverfahren herb izufüh- ren. Auch in den Kreisen der Rechtsparteien des Preußischen Landtages steht man auf dem Stano- pmtkt, daß dies der einzig richtige Ausweg fei, den Streit mit dem HohenzollernHaus zu beenden. Aus der Provinz. Landkreis Gießen. t Grünberg, 27. Sept. Ein lbjähriger Mts Erbach im Odenwald stammender Hand Werksbursche benahm sich in der Gemarkung Ettingshausen einem jungen Mädchen ge genüber in unzüchtiger Weise. Er entfernte sich dann in der Richtung nach Queckbvrn. Hier tmnde er von dem GMdarmerie-Oberwachtmeistc v Lang aus Grünberg festgenommen und in das Amtsgerichtsgefängnis gebracht. Kreis Schotten. Q Laubach, 28. Sept. Das Obst an den Kreis st raßen wurde jetzt versteigert. Der .Zentner Aepfel kam im Durchschnitt auf 3 bis *4 Mk., Birnen kamen auf 2.50 bis 3 Mk. pro einer. Angleich höher stellte sich der Preis bei Versteigerung des Obstes der Gemeinde. «Der Zentner Aepfel niederer Sorte kam aus 8 bis 8 Mk. im Durchschnitt, besserer Sorte ans 8 bis 10 Mk. Birnen kamen etwas billiger. Zwetschen kamen nicht zur Versteigerung,' sie waren völlig mißraten. — Das Dettelunwesen hat wieder stark zugenvmmen. Ein Stromer gibt deni andern die Klinke in die Hand. Es ist ärgerlich, zu sehen, wie sich alte Leute auf dem, Felde ab- muhen, während junge kräftige Burschen vorüberlungern. Ebenso treten Zigeuner Horden wieder häufiger auf. Dieselbe Bande kann man in demselben Orte alle 3 bis 4 Wochen wieder kehrend sehen. Gestern zogen 4 Wagen durch b. benachbarten Marktflecken Freienseen, Heu! r halten wieder 2 Wagen der braunen Gesellen vo unserer Stad!. Sie betreiben eifrig den Fang d.s der Landwirtschaft so nützlichen Schwinigels. Auch mit Pserdehandel und Kesselflicken befassen sie sich eifrig. Die Grummeternte ist nahezu b. endet. Sie ist nach der Menge und nach der Be- schaffenheit als gut zu bezeichnen. Dagegen ist die Kartoffelernte mäßig; die Knollen sind izahlreich in der Erde angefault. ed. C i ch e.l s d o r f, 28. Sept. Roch vor kurzer Zeit hoffte niemand, den reichen Ertrag der Aepfel- und Birnbäume zu einem einigermaßen annehmbaren Preise absetzen zu können Run wurde in diesen Tagen das erste Kelter obst verladen (Doppelzentner 5 Mk.), und dir Bew h ner der Dogelsbrrgorte kamen an den CRegen^ .........................im ■■■ unerwarteten Reuigkeit unnötig geängstigt haben würde. Sie wußte, daß sie ihm in der b grenzten Drahtnachricht die Umstände nicht erklären konnte. Und dann wäre es doch auch unvorsichtig gewesen, den wirklichen Grund ihrer Abreise zu erwähnen. So beschloß sie als das beste, zu warten, bis sie in einigen Tagen Richard in Paris sehen würde, um ihm alles befriedigend zu erklären Ecflrt nach ihrer Ankunft in Paris fuhr sie in das Amtsgcbäude des Polizeipräfekten und ließ sich lei Lefevre anmelden. Sie nahm an, er winde sie erwarten, da sein Agent in Washington ihn zweifellos benachrichtigt hatte, und sie hatte sich nicht getäuscht. Er eilte ins Vorzimmer, umarmte sie mit echt gallischem Feuer und küßte sie auf beide tagen dieser Woche scharenweise, um hier Honigbirnen einzukaufen. Der Preis für den Zentner Dirnen stieg binnen kurzem von 90 Pf. auf 2,50 Mk. Tafelobst wurde bis jetzt nicht geh andelt. § Ulrichstein, 27. Sept. Der am Mittwoch hier stattgefundene Michaelismarkt litt wieder unter der sehr ungünstigen Witterung; der Auftrieb an Schweinen war recht groß. — Der bei dem kürzlichen Brande schwer beschädigte Kirchturm erhält tn diesen Tagen ein Rvtdach. Kreis Alsfeld. -er. Homberg a. d. Ohm, 28. Sept. Bei der Fr ü ho b st ver ste ige rung löste die Gemeinde 382 Mk. Die Sp ä to bst ver st ei g e - rang brachte 1568 Mk. ein. Für Obst wurde also der schöne Erlös von 1950 Mk. vereinnahmt, obwohl der Behang durchweg reichlicher hätte sein dürfen. Wie verlautet, werden im kommen- den Herbste seitens der Gemeinde neue Ohttäum- chen, in Rücksicht auf unser Klima spätblühende Sorten, gesetzt werden. - Wachtmeister Rumpf ist ab ’l. Oktober nach Ulrichstein, Kreis Schotten versetzt. Die hiesige Genda .merie-Stat'on weist alsdann nur noch zwei Beamte auf. — 3m Gemeind er at schweben zur Zeit Verhandlungen über eine neu zu gründende Bezirkssparkasse. Am Platze sind zwei Sparkassen vorhanden. Wie ter lautet, wird die alte Spar- und Kredittasse in dieser aufgehen. Kreis Lauterbach. m. Herbstein, 28. Sept. Heute fand hier im Stadtwirtshaus eine von Vertretern des nordöstlichen Dogelsberges gut besuch e Versammlung statt, die sich mit der von der Reichsbahndirektivn Frankfurt a. M. beabsichtigten Einstellung des Sonntagszugverkehrs auf der Strecke Lauterbach—Gedern ab 1. Ok!'w Ber beschäftigte. Sn brr Versammlung kam allenthalben lebhafter Unwille der Gemeinden über diese Absicht der EisrNlbah.Verwaltung zum Aus- druck. Mau betonte übereinstimmend, daß die Gemeinden und die allgemeinen Belange des nordöstlichen Vogelsberges durch die Verwirklichung des Vorhabens der Eisenbahm?erw^ltung in schwerster Weise geschädigt würden. Rachstehende Entschließung wurde einstimmig angenommen: „Die in Herbstein versammelten Vertreter der Gemeinden des nordöstlichen Vogels- berget nehmen mit lebhaftem Bedauern von der bevorstehenden Einstellung des gesamten Sonntags-Zugverkehrs auf der Strecke Lauterbach—Gedern Kenntnis. Sie erblicken in dieser Maßnahme der Eisenbahnverwaltung eine Zurück- sctzung der berechtigten Zn ter essen der gesamten Bevölke, ung und erheben dagegen Eins p r u ch, daß bei Zugeinstellungen in erster Linie stets die Strecke Lauterbach—Gedern steht. Die getroffene Maßnahme unterbindet den gesamten Fremden- verkehr, der sich im Winter auf die Sonntage beschränkt (Wintersport), sie verhindert die Post- b.-stellung, die rechtzeitige Rückfahrt von Arbeitern zur Arbeitsstätte und Schülern zu den Schal- orten, das Lluffuchen von Aerzten, Apoth.ken und Krankeßheusern und den rechtzeitigen Abtransport von Tausendem von Litern Milch an die städtischen Abnehmer. Die Vertteter der betroffenen Gemeinden erwarten von der Ersenbahn- verwaltung, daß die Frage der Zugeinstellung nicht allein vom Gesichtspunkt der Rentabilität, sondern auch von dem Standpunkt behonLelt wird, laß die Eisenbahn immerhin ein öffentliches De rkehrs in st i t u t ist, das allen Steuerzahlern in gleicher Weise Rechnung tragen soll, und sie erwartet die Wiederinbettiebaahme des Sonn tag z u g Verkehrs in der seitherigen Weis e.“ * Lauterbach, 27. Sept. Der Stadtvorstand beschäftigte sich, dem „Lauterbacher Anzeiger" zufolge, in feiner jüngsten Sitzung mit der Frage der weiteren Auf rech terhaltung 1 Bahnhofs Laute.rbach-Sud. Rach den mit der Reichsbahndirektion in dieser Angelegenheit gepflogenen Verhandlungen fordert . i:fc sürtedcn Zug halt über den 1. Oktober hinaus 50 PsenMg. Die seitherige Vergütung hierfür I : 11 ug 1 Marl. Der Stadtvorstand stimmte dieser ocdberung zu. Gleichzeitig wurde die Dürger- ;;.?if1erci beauftragt, die erforderlichen Schritte u unternehmen, um die geplante Stillegung des Sonntagszugverkehrs auf der V o g els be rg ba h n im kommenden Winter- : albjahr zu verhindern. 2m weiteren Verlauf Lcr Sitzung beschäftigte sich der Stadtvorstand mit dem Ersuchen des F r a n k f u r ter Künstier theaters für Rhein und Main. Dieses neugegründete Unternehmen beabsichtigt, demnächst hier einige Vorstellungen zu geben und ist an die Stadt mit dem Wunsche herangetreten, das evtl, bei der ersten Vorstellung sich ergebende Defizit zu übernehmen. Um die Finanzierung dieses künstlerisch hochstehenden Theaters zu gewährleisten, wurde dem Antrag zugestimmt. Für den in Ausarbeitung begriffenen Film Sauter» Backen, so daß sie errötete. Dann zog er sie mit sich in seinen Arbeitsraum „Wo ist Ihr Rkann?" fragte er eifrig, kaum daß Grace Platz genommen. „Ich - ich weih es nicht. Wahrscheinlich unterwegs nach Paris." „Aber — liebes Kind, kam er nicht mit Ihnen?" „Rein. Er hatte - anderes zu tun." „Anderes zu tun! ilwb ich glaubte, er habe sich vorübergehend vom Geschäft zurückgezogen." Der- Präfett schien höchlichst erstaunt. „Das hatte er vuch, aber ein alter Freund, Herr Stapleton Lefevre unterbrach sie „Stapleton!" schrie er förmlich. „Er arbeitet für ih.-i! Mon Dieu!" „Warum nicht?" fragte Grace erstaunt „Aber gerade für diesen Fall wollte ich seine Hilfe. And für diesen Stapleton, der da in alle Welt drahtet, die ganze Pariser Polizei bestehe nur aus Hanswursten! Parbleu! Ein unter schäm ter Mensch!" „Sie wünschten meinen Mann für eben diesen Fall?" „Ratürlich! Wofür denn sonst? Das Kind dieses Millionärs ist geraubt entführt worden. Wir haben nicht die geringste Spur gefunden. Ich habe die Hoffnung aufgegeben. Meine Leute versichern, es sei das Wer! einer amerikanischen Bande. Ich hoffte, Herr Duvall würde diese Leute ausfindig machen vielleicht ha er gewisse Anhaltspunkte, um deren Verhaftung zu ermöglichen. Dieser reiche Amerikaner, der verächtlich auf die Pariser Polizei herunter sieht! Die Findigkeit meiner Behörde wird angezüeifelt! Mein Rus ist im Spiel! Ich bitte meinen Freund Duvall um seine Hilfe und — parbleu! Vach und Hmgegenb wurden 50 Mark bewilligt. -m < Kreis Friedberg. 4 Dad-Rauheim, 27. Sept. In der s gestrigen Sitzung der Stadtverordneten, über deren wichtigsten Beschluß wir schon berichteten, wurden folgende weitere Entscheidungen getroffen: Beschlossen wurde die Umpf l a st e r u n g des Hofes der Volksschule. Dem Geflügelzuchtverein wurden für eine lokale Ausstellung 50 Mk. bewilligt. Der neue . Friedhof soll eine bedeutende Erwet- terung erfahren. Das dazu benötigte städtische Gelände stand seither für den Kleingartenbau zur Versügung. Die Pächter sollen anderswo städtisches Gelände für den Gartenbau zu gewiesen bekommen. Kosten entstehen der Stadt nur durch Errichtung einer Frredhofsma der. Der dafür beantragte Betrag wurde bewilligt. Der Aufrechterhaltung des Fern- s p r e ch n a ch t d i e n st e s wurde zugestimmt. Der Antrag auf Beschaffung einer rechnenden^ Schreibmaschine, sowie einer Rechenmaschine für die Bürgermeisterei wurde zwecks nochmaliger Prüfung zurückgestellt. Die hiesige Ortskrankenkasse war seither im städtischen Polizeiamt untergebracht. Wegen Raummangels maßte ein Reubau der Ortskrankenkasse bc= . schlossen werden, mit dem bereits begonnen worden ist. Es muß dazu noch ein Geländestreifen neben dein Hastlolal erworben werden. Der Erwerb fand Genehmigung. Unter „Besprechungen" wünschte Stadtverordneter Kraus eine Auf- « pellung über die © teuererträge bis 5am ]. Oktober, um prüfen zu 'können^ob nicht der Abb au der einen oder anderen oteuer möglich sei. Der Redner denkt vor allem an die Fremde n st e u e r. Ferner unterbreitete Stadtv. Kraus dein Bürgermeister die Bitte, dafür cinzutreten, daß künftighin politische Versammlungen unter freiem Himmel (gedacht ist u. a. an die diesjährigen Tagungen der Arbeiterjugend und der Vaterländischen Verbände in der Trinkkuranlage) im Interesse des Kurbetriebes nicht mehr gestattet werden. Der Sprecher der Sozialdemokraten trat der Anregung des Stadtv. Kraus entgegen, mit der Begründung, daß wir Ausnahmegesetze genug hatten. Auch der Dürgermeister lehnte^es ab, in der Angelegenheit Schritte zu tun. In der nichtöffentlichen Sitzung wurde der Rücktritt des Stadtv. Büttner (Soz.) genehmigt. Ferner wurde ein umfangreiches Steuernachlaßgesach. abgelehnt und die Vergütung des Pfandmeisters neu geregelt. - Unsere Gemarkung hat infolge ihrer geschützten Lage am Daunushang sehr ausgedehnte Obstanlagen mit durchweg edlen und feinsten Obstsorten. In hohem Maße sind Staat und Stadt an dem Besitze der ObfHuthirensbeteiligt. Da infolge der Qualität des hiesigen Obstes immer große Anfrage herrscht, werden hier gewöhnlich höhere Preise gezählt, als in anderen Teilen Oberhessens. Das zeigte sich auch wieder beim heurigen Obstver - 1 a u s, besonders bei den Versteigerungen der Stadt. Einzelne Bäume brachten einen (SrlöS bis zu 100 Mk. ein. Vielfach stand sich der Zentner am Daum auf 10 bis 20 Mk. Besonders begehrte Sorten, wie „Schöner von Boskoop" kosteten fZO bis 30 Mk. pro Zentner am Baum. Keltervbst wird von Apselweinwirttchaften für 3 Ml. pro Zentner aufgekauft. Rach Dirnen herrscht, wie allerorts, auch hier nur wenig Rachfrage. An lden Kreisstrahen wurden Birnbäume!, die «mehrere Zenttier trugen, für 2 bis 3 Ml. versteigert. * Dad-Rauheim, 28. Sept. Das Polizei- I amt gibt bekannt, daß hier t ollwutverdächtige Hunde Personen gebissen haben. Infolgedessen ist bestimmt worden, daß alle Hunde entweder- festzulegen oder so einzusperren sind, daß sie nicht entweichen können und daß sie nur mit undurchbeißbaren Maulkörben an der Leine auf die Straße geführt weiden dürfen. * Friedberg, 28. Sept. Dieser Tage gab es in unserer Stadt erhebliches Erstaunen, da „der Dürgermeister" eine öffentliche Einladung zur Vorstädter Kerb der Bewohner der Vorstadt zum Garten erlassen hatte. Man war platt darüber, um was sich „der Bürgermeister" doch nicht alles fürnmene. Jetzt stellt sich heraus, daß jene Anzeige nicht von der Bürgermeisterei ausging, sondern von der Vorstadtgemeinde, die ihren Vertreter scherzhaft ald „Vorstadt-Bürgermeister" bezeichnet. Man hat es also mit so einer Art Köpen ickiade zu tun. Der r ich- t i ge Bürgermeister der Stadt, Dr. S e y d , macht in einer amtlichen Bekanntmachung nachdrücklich gegen den falschen von Vvrstadtgnaden Fkont und betont, „es handelt sich um eine ungesetzliche und unzulässige Unterschrift eines Einwohners, der sich offenbar der Tragweite seiner Handlungsweise nicht bewußt war." Ja, ja, was es doch für Leute gibt! — Die Stadtverordneten! beschlossen, laut „Oberh. Anz.", in ihrer jüngsten geheimen Sitzung, zur Hebung der Dau- Er arbeitet schon für diesen Mann, der mich beleidigt hat. Es ist scheußlich!" Grace tonnte kaum ein Lächeln unterdrücken. Wie typisch französisch' der Präfekt doch war! „Mein Mann konnte nicht wissen, daß auch Sie feine Unterstützung wünschten, als er den - Fall für Herrn Etaplet-on a-nnahm. Er weiß es sogar jetzt noch nicht. Er hat Ihre Berufung nicht erhalten." „Dann weiß er nicht, daß Sie in Paris sind?" „Rein. Ich dachte, er würde mit demselben Schiff fahren. Als ich ihn an Bord nicht fand, wollte ich ihn drahtlos benachrichtigen. Dann überlegte ich, daß dies nicht möglich naäre, ohne zu erklären, warum ich hierherfuhr - — ohne Sie zu nennen. Das wollte ich nicht es fangen heutzutage so viele Leute die drahtlosen Berichte auf. Ich zog vor, die Sache geheim zu halten." „Sie haben ganz richtig g.handelt! Ich wünschte, Ihr Mann sollte den Fall ga.iz unabhängig verfolgen, ohne daß es bekannt würde, daß er in meinem Auftrag handelte." Er hielt in tiefen Gedanken inne. ., Zweifellos arbeitet er für Stapleton ebenso geheim." „Vermutlich. Er trug mir hierüber Stillschweigen auf. Ihnen muhte ich es sagen, um alles zu erklären." „Und er weiß nicht, daß Sie hier sind!" Der Präselt schüttelte sich vor Lachen. „Ma foi! Welcher Spaß!" „Ein Spaß?" „Gewiß. Finden Eie nicht? Ich bitte jetzt Sie, der Sach? nachzuspüren. Ich muß Stapletons Kind unbedingt finden, ehe es ihm durch jemand anderes gelingt. Mein guter Ruf verträgt das nicht. Kann ich Ihren Mann nicht haben, so habe ich wenigstens Sie." tattgtett ein größeres Kapital truf» zunehmen. Ob die Stadt selbst bauen oder das aufgenommene Geld in Form von Darlehen an Baulustige weitergeben will, soll m einer späteren Sitzung beschlossen werden. Starkenburg und Rheinhessen. * Darmstadt, 28. Sept. (Eigener Bericht.) Die Stadt Darmstadt hat in dem Voranschlag für 1924 einen Betrag von 72 1 000 Mark eingestellt, der zur Zahlung von Zinsen und zur Rückzahlung von Kapitalien tertoenöet werden jp(l, wenn neue gesetzliche Bestimmungen über die Auf Wertung erlassen werden sollten. Hessen-Nassau. ][ Marburg, 27. Sept. Die Stadtverordneten beschlossen die Einführung praktischer Kvchkurse bei der Gewerbeschule für Mädchen und der gewerblichen Derufs- schule. Wie ferner mitgeteilt wurde, hat der Rechnungsabschluß der Stadtchauiptkasse für 1923 einen Ueberschutz twn rund 108000 Mark im Ordinarium ergeben. Hiervon gehen 34 000 Mk. für die Verstaatlichung der Elisabeth- schule ab, mit dem Rest toeröen die Mehrausgaben einzelner Posittonen gedeckt. Von einer Erhöhung der Steuern Barni deshalb vorläufig abgesehen werden. Zur Reufeststel- hmg des Voranschlags der außerordentllchen Ausgaben wurde eine Anleihe von 640000 Mk. genehmigt. fpd. Frankfurt a. M., 28. Sept. 3n der ‘ Person beS 25jährigen Hotelangestellten Ernst R i e b 1 er toudx> ein abgefeimter Schwindler fest genommen, dessen Betrügereien nach der bei ihm beschlagnahmten Korrespondenz außerordentlich groß gewesen sein müssen. Riebler suchte durch Zeitungsanzeigen Dienstmädchen JOtb Diener für Amerika Fjir die Vermittlung verlangte und erhielt er fast ausnahmslos eine erhebliche Summe. Die Angebote ließ er sich postlagernd unter dem Ramen Karl Mühlen nach granffurt oder nach Hamburg schicken. — Aus der Reise von Ostende-Köln-Frankfurt nach Bad Rauheim wurde einer Engländerin ein Koffer gestohlen, der neben anderen Wertsachen auch ein kostbares Perlenkvllier und ein Paar D r il lau t ohrringe barg. Der Diebstahl wurde erst in Bad Rauheim entbeeft Deutscher Lustwettvewerb 1924 Darmstadt, 28. Sept. In den Tagen vom 27. bis 30. September wild in Darmstadt der Deutsche Luft- Wettbewerb^ 1 92 4 abgehalten. Veranstalter sind der Bund Hess. Flieger E. V., „Hessen-Flieger" und der Verein für Luftfahrt E. V. Darmstadt. Dom Wetter sehr begünsttgt, haben heute morgen in Gegenwart eines zahlreichen Publikums die Flüge begonnen. Der Flugplatz ber „Hessen-Flieger", der vor einigen Wochen ein- geweiht worden war, liegt in der Rähe der Stadt. Die Veransta'ltung steht unter dem Ehren- schütz des Staatspräsidenten, . der ehre Zeitlang anwesend war, sowie auch Vertreter der hessischen Regierung und der Stadt Darmstadt. Bei dem „Luftwettbewerb 1924“ handelt es sich um ein Vergleichsf liegen; er ist offen für Flugzeuge mit motorifcfiem Antrieb. Die Flugzeuge müssen in Deutschland hergestellt sein. Die Motoren können auch aus dem Ausland stammen. Zugelassen firtb: Klasse A: bis 30 PS. (einschließlich effektiver Leistung), Klasse B: von 30—60 PS I Klasse C: von 60—90 PS. Ram hafte Persönlichkeiten und Fiinren haben für den Wettbewerb Gegenstände mit Widmung als Ehrenpreis und größere Geldbeträge als Zn- satzpreise gestiftet. Ausgeflogen werden u. a. auch: ein Preis des Reichspräsidenten Ebert, ein Pr ; des hessischen Staatspräsidenten Ulrich und c-er große Preis von Darmstadt. Zum Austtag kommen: 1. ein Kurvenflug mit Ziellandung, 2. ein Schnelligkeitsflug mit Meldungsabwurf, 3. ein Höhenflug mit Kurvengleitflug, 4. ein Geschicklich- leitsflug, 5. ein Stafettenslug und 6. der Süddeutsche Zuverlässigkeits- oder Fünsländer-Flug. Beim Kurvenflng mit Ziellandung wird vor allem Schönheit des Fluges und Landung in der Rähe des Zieles gewertet, beim Schnelligkertsslug mit Meldungsabwurf wird Schnelligkeit in erster Linie beachtet. Beim Höhenflug mit Kurvengleitflug wird nad) der Formel Höhe x kg PS Nutzlast gewertet. Beim Geschicklichkeitsflug wird die im Flug bewiesene Geschicklichkeit nach Zahl, Ausführung und Vielleitigkeit der Uebungen gewertet. Beim Stasettenflug erfolgt die Wertung nach Zeit. Beim Fünfländer-Flug wird ebenfalls nach Zeit gewertet. Der Fünsländer-Flug beginnt am Montag, 29. September: die Resultate dieses Fluges sind am Dienstagabend zu erwarten. Die Ergebnisse der Sonntags-Flüge bis etwa 7 Ahr abends. 1. Kurvenflug mit Ziellandung: A Hoppe 6,50 Meter, A Dotsch 65,30 Meder, B Dillik 100 Meter, C Heck 64,30 Meter, C „Aber — dann muh ich gegen ihn arbeiten?* „Rein, Sie werden beide dasselbe Ziel verfolgen: die Auffindung von Stapletons Jungen. Wem sie von Ihnen zuerst gelingt — das Ergebnis ist dasselbe: der Knabe kann seinen Eltern zurückgegeben werden. Aber ich wünsche Ihnen liebes Kind, Sie möchten ihn finden." „Aber, Herr Lefevre, wie soll mtt gelingen, was geübten Männern nicht möglich war?" „Wer weiß? Ich erinnere mich zu gut Ihvsi hervorragenden Dienste bei der Elfenbein-Tabaksdose. Ohne Eie hätten wir sie nie entdeckt. Ich habe Zuversicht in Ihr weibliches Borahnungsvermögen. Sie werden das .Kind für mich finden und Ihren Mann damit überraschen, daß es da ist." „Aber," lächelte Grace belustigt zu der ihr eröffneten Aussicht, „nehmen Sie den Fall an, ich würde ihm begegnen?" „Sie müssen sich ein wenig tertleiben. Aen- dern Sie Ihre Haarfarbe, das ist hier in Paris eine Kleinigkeit," lachte der Präfekt. „<Äe brauchen nur eine leichte Veränderung Ihres Aussehens. Und geben Sie sich Ihrem Mann nicht zu erkennen, falls Sie sich ihn gegenüber befinden sollten. Das ist das wichtigste." „Warum?" „Weil er, wenn er Sic erkennen würde, da- »raus bringen würde, daß Sie den Fall ganz ihm überlassen und das wäre wider meine Pläne." Der Präfekt zwinkerte vergnügt mit den Augen. „Tun Sie es mir zuliebe! Es soll ein kleiner Scherz unter uns sein. „ Flitterwochen-Detektive" nannte ich Sie ja wohl. Das ist doch luftig, daß Sie in derselben Angelegenh-it einem andern den Rang ablaufen werden " Er lachte von Herzen. (Fortsetzung folgt.) fcn. n evier Neffen. 7'-;^ k'^L°L '-;^K &ei«bt6et. S-S p»t?«fk *15* Wo ü«S LZL b°n 640000 $. L®< 3nter Stelltet ötnft Schwindler ytro^ Ocher- Aieöier «RTrätdjai und 2muNluna E Ich a Kaü AVer nach J Wien. - Auj Mim nach 2ad länderin ein ben anderen Deri- Perlenkvllier 'ringe barg. AachÄn entfett ewerb 1924 ladt, 28. Sept, bis 30. Scytenfe deutsche Lust- ilten. Veranstalter D., .Hessen-Flie- uhrt E. D. Dmn- nftigf, haben fjeuk Mreichen Puttl- )ei Myplay der igen Wochen cm« m der Whe der . unter dem Ehren der ehre Zeitlang tretet der Wichen armstM Bei Dem ilt es sich um ein ist offen für Äugel,. Die Flugzeuge M sein. Die M Ausland stammen : 30 PS.' seinschlieb' B: 0* 3M0 PS ^rü> Amen hoben ade mit Widmung cldbetrLge als Zu- r werden u. a. auch, en Ebert, ein Pi ten Mch und c.'" 3um Austrag fern» Ziellandmg, 2. ein ungsabMif> 3 cm i 4. ein Ses-MW und 6. der Sud- i Fünflander« Flug. 116« tot” Ni ■nigfeit in erster S mit §r«Mtslug < kg PS Äuhlast ge- wnd die im$iug i Zahl, Ausfuhr^ gCT9CÄtS unfl nach Zett. «gimi«® *« e di-I-s 611 tW L& 65,30 *“■ Wen Ä*-£? • tfU* *” * Kit »*Ä Mi * « r-^xobob' «»'S» Ä»* E ft»' *» , ... HS i^ gaff « .. „ ofen3 mia vrrklerb^' nut! c»r in *- das F brau Mung «Jj »*£»•**’ . erketaLl^anS öen .wider 'Ü(än$ei% KZS- yS1* sod^ Ädny? 40,90 THeter, C Äa^enftetn 52,25 Meter, C Poft 85,15 Meter 2 Schn'elligkeitSflug mit Mel - bungdabtourf: A Botfch 8 Mm. 22 Set, b Ubct 7 Min. 10 Set., C Heck 6 Mm. 20 Set. Während deS heutigen Flugtagss ereignete sich em Abfturz, der aber für den Flieger rörf) gut abgelaufen ist. Als der Flieger Poft über bem Mittelpunkt der Stadt kreiste, löste srch ein Teil eines Propeller-Flügels und rih den Motor weg. Dem Flieger gelang es, im Glett- flug niÄ>erzugehen und aif dem Exerzierplah ohne weiteren Unfall zu landen. Der Motor fiel in einen Hvs und die Oeöanne auf die Strafte, Mckttcherweise ohne jemand zu verletzen. Wirtschaft. • KvhlenpreiSermähigung. 3n der Witgliederverfcimmlung der Ruhrkohle QI. G. (Rheinisch-Westfälisches Kohlensyndikat) am SamSiag wurde eine Ermäßigung der feit dem 1. Juli bestehenden Verkaufspreise für Kohle-mit Wirkung vom 1. Oktober vorgenommen. Die neuen Preise sind im Durchschnitt um etwa 10 bis 12 Prozent herabgesetzt. Die Preise für Fettförder- Kohle betragen ab 1. Oktober somit 15 Mk. (bisher 16.50 Mk.), für Flammförderkohle 14.50 Mk. «bisher 16.50 Mk.), für Magerförderkohle 14.50 (bisher 16) bzw. 13.25 gegen bisher 15.50 Mk. * Herabsetzung der Roheisenpreise. Rach einem Beschluß des Roheisenver- bcurdes werden die Verkaufspreise für Abschlüsse zur Lieferung ab 1. Oktober um 6—8 Mk. die Tonne, je nach Sorte und Derkaufsgebiet, herabgesetzt. Unverändert bleiben die Luxemburger ®ie- ßerei-Rohcisenpreise. • 'FreigabederHolzausfuhr. Inden nächsten Tagen steht, der „Holzwelt" zufolge, die Aushebung der Ausfuhrbeschränkungen für Brennholz bevor. Damit fällt der letzte Rest der für die deutsche Holzwirtschaft so wichtig gewesenen Ausfuhrbeschränkungen. • D ie Süddeutsche Eifenbahngesellschaft in Dcrnnstadt veröffentlicht ihren 30. Geschäftsbericht, der die Zeit vom 1 April 1923 KS 31. März 1924 umfahr. Durch die Unter- bindung deS Verkehrs zwischen dem besetzten und dem unbesetzten Gebiet ist ein starker Rückgang des Güterverkchrs eingetreten. Die Dahnen «r Gesellschaft im besetzten Gebiet mußten iixib- renb des größten Teiles des Geschäftsjahres überhaupt stilliegen. Seit der Festigung der Währung haben sich die Verhältnisse gebessert. Die Bilanz ist in Pkapiermark vorgelegt. Die Vermögenslage der Gesellschaft wird sich erst aus der Gold- bibanz ergeben, deren Aufstellung noch vorge- nonnnen wird. Die Generalversammlung findet am 30. September statt. 'KeineKapitalszusammenlegung bei der Harpener Bergbau A.G. Die Harpener Bergbau QI. G., deren Stammkapital vor 1914 85 Millionen Mark betrug, und die das Kapital nach dem Kriege um 15 Millionen Mark Stammaktien (und 10 Millionen Mark Vorzugsaktien) erhöht hat, wird ihr gesamtes Aktienkapi- tal ohne Kürzung auf Goldmark umstellen. * Der Vergleich beim Stahlwerk Decker gefährdet. Wie die „Kölnische Zeitung" erfahrt, sind in den letzten Tagen neue Schwierigkeiten eingetreten, die das eingeleitete Vergleichsverfahren bei Decker zugunsten derjenigen Gläubiger zu beeinflussen geeignet sind, welche einen Konkurs des Werkes herbeizusühren sich bestreben. Ganz offensichtlich treten diejenigen Konzerne, welche das Werk gern im Konkurs erwerben möchten, an die großen Wechselgläubiger heran, um ihre Forderungen aufzulaufen. Gelingt dies, so würde die Dreiviertelmehrheit, welche für den Abschluß des Vergleichs erforderlich ist, nicht zu erreichen sein. ' Konkurs, lieber daS Vermögen der Mitteldeutschen ArbertSkleider- unö Wäschefabitk PH. Steinmeier A.°G. in Sprendlingen wurde der Konkurs eröffnet. Färber ingen sind bis zum 15. Oktober beim Amtsgericht Langen anzumelden. Schöffengericht. * Gießen. 22. Sept. Ein Parasit der Gesellschaft ist der 30jährige Leonhard C l a s s e n aus München-Gladbach. Er hat einen großen Teil seines Lebens bereits im Gesängnis und Zuchthaus verbracht: das Verzeichnis seiner Vorstrafen füllt über eine Qfftenfeite. Mit der erlogenen Behauptung. er befinde sich auf Montage, mietete er sich in verschiedenen Hausern in Gießen und Wieseck ein, verschwand aber nach kurzer Zeit ohne zu bezahlen: einem Bäckermeister stahl er eine silberne Schlüsseluhr mit goldener Kette, im Werte von 300 RN., einer Witwe aus einer Schublade 40 OKI. Er war im wesentlichen geständig, wollte aber „aus Rot" gehandelt haben. Hiervon fomrte keine Rede fein, denn er hat niemals auch nur den Versuch gemacht, zu arbeiten. Strafe: 3 Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust. Gleichfalls wiederholt wegen Betrugs vorbestraft ist der Gärtner May Arlt von Dresden. Er hat sich in diesem Sommer in Gießen beit einem Schreiner und in Wieseck bei einem Arbeiter je ein Rad erschwindelt mit der unwahren Behauptung, er komme im Auftrag eines hiesigen Kinobesihers. Mit Rücksicht auf seine verhältnismäßige Jugend wurden vom Gericht nochmals mildernde Umstände angenommen; die Strafe lautete auf 9 Monate Gefängnis. Wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen an einer Person unter 14 Jahren in einheitlichem Zusammentreffen mit Blutschande wurde der Bergmann Georg Sauer von Lich zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Buntes Allerlei. Die stachellose Diene. Der amerikanische Entomologe E. 3. Campbell veröffentlicht in amerikanischen Blättern einem Bericht, nach dem es ihm gelungen sein soll, durch langjährige Züchtung eine Diene zu erhalten, die keinen Stachel besitzt. Diese stachellose Diene gibt ebenso guten und reichlichen Honig wie die mit einein Stachel bewehrte, und der Gelehrte verspricht sich viel für die Sicherheit der 3Tnter von der allgemeines Verbreitung dieser ungefährlich gewordenen Honigbiene. Endlose Vorlesungen. Es ist ein sehr gewöhnliches Pech der Unv versitälsprosessoren, daß sie im Laufe des Semesters mit dem Thema ihrer Vorlesungen nicht zu Ende kommen. QTbcr so schlimm wie früher Dürfte es jetzt doch nicht mehr sein. 3m 18. Jahrhundert las der Professor an der Wiener Universität Thomas Haselbach 22 3ahre lang öffentlich über das erste Kapitel des 3esaias. ohne mit seiner Erklärung fertig zu werden. Einer seiner Schüler und Bewunderer, Aegibus Guthmann, war vorsichtiger: er teilte seine Vorlesungen über die ersten 5 Verse des ersten Buches Moses in 24 Bücher, von denen er immer eins in jedem Semester bewältigte. Krusius las 8 Jahre über bte Psalmen, ofjue aber auch nur mit der Hälfte za Ende zu kommen. Am wenigsten aber kam mit seinen 'Vorlesungen Petrus Ponton us vorwärts, der ein großer Trinker war und daher sehr häufig auf die Anschlags täfel nur cm neunfaches P setzte, das bedeutetem „Petrus Pontanus, Poeseos Professor Publicus Propter Pocola Pvv- hibetur P raelegere. (P'ttrus Pont an us, Professor der Dichtkunst, ist Trunkenheit wegen verhindert, Vorlesungen zu halten.) Kuriositäten aus dem Hauptbuch des englischen Reiches. Zwischen den riesigen Zahlenkolonnen einer 3ahresabrechnung dev Vereinigten Königreiches versteckt finden sich Raritäten, an denen man nicht vorübersieht, ohne ihnen ein menschliches 3ntereffe zu widmen. So erscheint z. B. auf der Einnahmc- feite ein Posten von fünf Pfund für den Verkauf eines Gefängnisses (welch ein Zeichen zunehmender Gesittung, bah ein Volt in Gefängnissen Abbau vornehmen kann), ferner ein recht beträchtliches Sümmchen von fast 4000 Pfund Gewisfens- gelder. Diese Gewissensgelder geben ein Zeugnis ab für die starke Moralität mancher Engländer. Fühlt sich irgend jemand eines Vergehens oder einer unfairen Handlung schuldig, oder plagt ihn das Gewissen wegen seiner bewußten oder unbe- bewußten Steuerhinterziehung, so schickt er „con- fciencc money" anonym an die Verwaltung ein, die dann in der Zeitung darüber quittiert. Man sieht, zu welchen Blüten die Steuermoral in anderen Ländern gelangt ist. Sehr bemerkenswert und auch politisch interessant ist die Aufführung eines Betrages von fast 1000 Pfund, der als Beitrag Frankreichs bezeichnet wird für den Transport des Ex-Kaisers Karl von Ungarn nach Madeira, eine Reise, die dieser Potentat in 1921 nicht ganz freiwillig unternahm, für die er aber, wie man ersieht, selbst auch nichts zu bezahlen brauchte. Das Haus der Erinnerung. Einige Meilen von London entfernt steht ein Haus, lauschig hinter schönen alten Bäumen versteckt, von leuchtenden Blumenbeeten umarmt. Es trägt den Ramen „Haus der Erinnerung". Rie- mand wohnt darin, doch alles ist eingerichtet, wartet auf glückliche Menschen. Warum lommen sie nicht, da alles zum Empfang "bereit ist? Um das Haus webt sich eine Geschichte voll stiller 3nner- lichkeit; es liegt in ihr eine Poetik, wie sie kein Dichter zarter und trauriger geben kann. Es ist jetzt dreißig 3ahre her, da wurde das Haus von einem glücklichen Bräutigam gekauft. Der Garten wurde angelegt, die Lieblingsblumen der Braut gepflanzt. Die Wohnung wurde eingerichtet und alles war für das junge Paar bereit. Da wurde die Verlobung gelöst. Keine Hoffnung schwebte mehr durch den blühenden Garten, die Bäume wurden traurig, alle Träume waren fortgezogen. Da schloß der (Bräutigam die Tore. Den Garten mußte ein alter Mann weiter besorgen, doch im Hause durfte niemand wohnen. Dreißig 3ahre lang steht es nun da wie ein verwunschenes Schloß, aber jede Woche wird ein Korb voll Blumen und Früchte aus dem Garten an die ehemalige Braut geschickt, die in der Rähe wohnt und schon lange glückliche Gattin eines anderen ist. Büchertisch. — Gottlob Egelhaas, G eschichte der neuesten Zeit, vom Srantfurter Frieden bis zur Gegenwart. Fortgeführt bis zum Sommer 1923. 2 Dde. 9. Qlufl. Verlag Earl Krabbe, Stuttgart (in Halb!. 25 Mk., Halbled. 30 Ml). Egel- Hanfs Geschichte braucht kaum mehr ein empfehlendes Wort, es ist längst als zuverlässigen Führer durch die politische Geschichte der letzten fünfzig 3ahre bekannt und geschätzt. Der lange Jahre hindurch in der deutschen Schule üblid) gewesene Geschichtsunterricht, der mit einer recht übel anganaayien jaffettx tx>r der GenyEch», der neuesten Zeit prompt Haft machte, wacht ein Buch wie das EgelHaasS in der Hand etnti jeden notwendig, der wissen wtll, wie es zu dem Weltbild kam, in das er und sein Vaterland htnem- gestcllt fntix Der Verfasser meistert den 'Riefen• stoss mit sicherem Geschick, hebt in fesselnder Darstellung immer das Wesentlich; hervor und verliert über dem Vielerlei des einzelnen niemals den Aick für das Ganze, für die großen politischen Zusammenhänge. — Die koloniale Aufklärung in die tDciteften Kreise des deutschen Volkes zu tragen and so die Front gegen die koloniale Schuldlüge zu verstärken, ist eine der vornehmsten Aufgaben gerate heute, wo die kaum erträgliche Belastung der. deutschen Volkswirtschaft t>urd) die Forderungen des Dawesgut achtens die Erschtie>mng eigener kolonialer Rohstoff- und Lebensmittelquellen für die Gesundung der deutschen Wirtschast gebieterisch fordert. Dieser Aufgabe dient eine Folge von kolonialen Aufklärungsschriften, die der Kolonialverlag Sichers & Kuschel (Berlin S 42) soeben erscheinen läßt. Don der Sammlung, die fortgesetzt werden soll, liegen vor: Hefte I und II (Doppelheft). Dr. Seitz. Gouverneur a. D Zur Gefchichte der deutschen kolonialer, Destrebungen. Dr. Heinrich Schnee, M.d.R, Gouverneur z. D : Qlfrifa für Europa — Die koloniale Schuldlüge. — Der Heger (Breslau 1, Heger-Verlag Wilh. Gottl. Korn. Monatlich 3 Hefte. Preis vierteljährlich 3,60, Einzelheit 50 Pf., Probeheft frei.) 3n Heft 20 dieser vornehm geleiteten 3agd- zeitschrift, die in erster Linie dem Gedanken der Wildhege dient, wendet sich Dr. Stabh scharf gegen unweidmännische Gesinnung im 3ägcr- stände, die leider Gottes auch dort zu finden ist, und fordert unbedingte Schonung des stark zu- rüdgegangenen Wildstandes, damit er durch stetige Hege wenigstens amiähernd wieder auf den Stand der Vorkriegszeit kommt. Don heiliger Vaterlandsliebe ist der „Weckruf eines alten Weidmannes an seinen Sohn" durchglüht. 3n flai :n, Idjarf uvnissenen Beispielen führt betonte feinem Sohn das vom 3rrsinn geborene Versailler Dittat mit seinen ungeheuerlichen Auswirk mgen gerade auf QOald, Wrld mb damit crach die deutsche Volkswirtschaft vor Augen. Einer energisch zufassenden sReichsregierung mühte es ein leichtes fein, rvenigstens unsere Kolonie Ostafrika zurückzuerhalten: denn England verliert monatlich in seinen Kolonien an Eingeborenen, ohne die dort die Bodenbearbeitung unmöglich ist, durch die Schlafkrankheit mehr, als ihm manche Schlacht gekostet hat. Richt minder werden die Viehbestände dezimiert. Ein deutscher Weidmann von Ruf, Aniv.-Prof. Dr. Kattwiickel, hat nun im Verein mit anderen deutschen Medizinern ein Heilserum erfunden, auf das die Kolonralstaaten angewiesen sind. Der Regierung mühte eS möglich fein, nun gegen Serumlieferungen Taufch- uerträge abzuschließen und so den ersten Schritt aus dem Sumpfe des Riederganges zu tun. Das nächste Heft erscheint anläßlich der 10. Wiederkehr des Todestages von Hermann Löns als Sonderheft. die beste Kinderseife Krem-Drefl Ang ns t Mell, P. J. BUbs. Drei. Georg Wallenfels, Drei. O. Wlnterhefl. 4146c IfmVtoin? ffloin! Geg.Zuckerkrankheit ll. Aderverkalk. RrallKdGllll iWill! hilstchest. llarlrspiwdel Virkirchen 14 4/ Es kann nicht anders sein! Wenn ein aussergewöhnlich gutes Produkt auf den Markt gebracht wird, bildet dieses bald das Tagesgespräch! Trotz all des Rühmenswerten und Guten, das man Ihnen über die Feinkostmargarine „Schwan im Blaubandf< erzählt, dürfen Sie davon überzeugt sein, dass die guten Eigen- schäften derselben nicht übertrieben werden können. Urteilen Sie selbst nach einem Versuch und auch Sie werden mit Begeisterung Ihre Bekannten auf ,Schwan im Blauband(< hinweisen. Kaufen Sie heutet Preis 50 Pf. das Halbpfund in der bekannten Packung. frisch gekirnt Bekanntmachung. Stadttheater - Abonnement. Die bestellten SIbonnements für die Dienstags-, Mittwochs« und Freitags-Dorstellungen sind vom Dienstag, den 30. September bis Freitag, den 3. Oktober täglich jn der Zeit von 3-6 Uhr nachm. an der Kasse in der Vorhalle des Stadttheaters abzuholen. Die zu zahlende erste Rate beträgt für: Proszeniumsloge, Rangloge und Erster Rang Dorderplatz 30 Mk I. Sperrsitz und I. Rang Mitte.........20 Mk. II. Sperrsitz und I. Rang Rückplah........17 Mk III. Sperrsitz und II. Rang Dorderplatz......12 Mk. II. Rang Mitte............• . . 9 Mk. II . Rang Rückplatz . . . ,.........6 Mk. Die Ausgabe erfolgt nur wie angegeben, die am Freitag den 3 Oktober abends 6 Uhr nicht abgeholten Abonnements find verfallen und werden anderweit vergeben. Da die eingegangenen Abonnements-Bestellungen überaus zahlreich find, konnte den von den Bestellern geäußerten Wünschen nicht in allen Teilen enffprochen werden, und eine Unterbringung von mehr als 100 Abonnenten war nicht möglich. Um allen Wünschen der Theaterbesucher Rechnung tragen zu können, wird die Einführung eines 4. Abonnementstages fit Donnerstag mit dem Spielbeginn um 6‘/3 Uhr bei genügender Beteiligung beabsichttgt. Während den obengenannten Ausgabezeiten erfolgt (Ent. gegennahrne der Abonnements-Bestellungen für Donnerstag, diese werden nach der Reihenfolge der Bestellung erledigt. Jede gemünzte mündliche Auskunft wird dort gegeben. Die Listen über die zugeteilten Plätze für Dienstag, Mittwoch und Freitag liegen am Montag, den 29. September in der Jett von 10- 1 Uhr vormittags und 3-6 Uhr nachmittags in der Theaterkasse zur (Einsicht offen. Gießen, den 27. September 1924. 75048 Der Oberbürgermeister. Theaterbauverein G. m. b. H. Gießen. 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Oktober der große amerikanische Griffith-Film Mädchenlos In der Hauptrolle: Lillian Gisti. 7524c Dieses Mm dmlgang de lchastsbes JBcb^tun tvie für ,eit und do ^eressen der hat in seiner Deutschland d ^flünftigu Sn deutsch Ne Härm A'ssen Zusa Wa. die in Stufen hat. , seinem Cß( Nullen b E der Aus foliljsch^ ""Mein bi S ^otcn. ra ««15 itzs fr^.kin. K'ti- feftj & lo da W d $,c u°b, s. $6 hiti- 9unb Nur heute und morgen noch das einzigartige Schauspiel in 6 Akten Das Abenteuer von Sajossa Dieser Film spielt an dem Fürstenhofe eines kleinen Balkanstaates; er ist, das Gegenstück zu dem Film „Die Finanzen des Großherzogs", der hier in Gießen mit größtem Erfolg gelaufen ist. lußerta ein köstliches 2-Äkter-Lustspiel. Anfang 4 Uhr = Letzte Vorstellung 8.20 Uhr. == fll. 23* 2«<«< fiti» infolge h°h«' Eli ‘'«efe nchtenHk ™ peitschet zraiOlt «• Da^^erstr bä ; ^lt, »'«> $> «t« »'M ®.! Jöv'f । ■- e Ute’' LH. VLÄÄ MbSEabvtt i Inhaber: Th. Weinert • Gießen, Brandplah, gegenüber dem alten Schloß • aus meiner GardinenabLeilung WWKKKKWKKWUW W Aussergewöhnlich L, IWASMM 8 Achtung! Wrttzkram Ztr4,5v, Rotkraul Ztr.9,00. Wirst« «Ztr. 9,00, MäuSchen-Kartoffel, Merrettich, Winterzwiebeln und Aevfel in allen Sorten. Lieferung frei Haus. NehrneSestellungen für Winterkartoffel an. A. Frosch, Neustadt 19 I. Telephon 1051. 023779 Heines WM! liefert wieder 023776 Kinzenbacher Mühle b. Gießen. Reflektanten werden gebeten flch^baldigst per Post, oder Telephon Rr. 770 zu melden. sIWobuhi Marktstratze 17 7516a Rittergasse 8 | MM-GMilllM 2 Schals, 1 Lambrequin QEA in aparten Mustern X 311 Mk. 19.50, 14.50, 10.75 V (Wae-Stores mit Spitzen, Einsätzen, Artft Filetmotive, garniert, 43U Mk. 14.50, 10.75, 5.90 J ElMlllkl!.UII-Sllll!ik. in viel. Mustern u. Garnier- ungen, 2 Schals, 1 Lam- «3u brequin, 18.50, 12.50,9.75 V M-AMM nc in viel. Qualitäten, Breiten ||^ u. Mustern, Meter Pf. 350 vV (Wae 190 vorzügl. Qual., 150 cm br. J. 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