Jahrgang Blatt 9881a I ttzburg li# .4 Uhr e' ipellß Die deutsch - französischen Wirtschaftsverhandlungen Rücktritt Dradburys. Paris, 28. Rov. (Sil.) Die Blätter melden, das) der englische Delegierte in der Repara- twnskomm ssion, Sir John Doadburh, am 31. Dezember von seinem Poften zurücktreten loerde. ebst^ tut D )6 6ießen* Amerika gegen einen europäischen 5chissahrtstrust. Das Mißlingen der internationalen Sch'ffs-Reeder Konferenz. PariS. 23. TLod. (TU.) Der DerÜnerBer- tretet des „Scho Le Paris" macht über den Ber- [auf der international _n Schis, S Reeder-Ko-nferen-! dis loebcn im Hotel ^Esplanooe' adgech l en wurde, folgende auttyaVAM/e 2Itgaben. ©k Konferenz wurde bekanntlich von der britischen Ce ell- schaft „Royal Mail" etnberuren. Vertreten waren die größten Schis stchttLge eil chaften Englands, Frankreichs. Italiens, Deutschlands, Hollands. Spaniens arid der südamerikanischen Staaten. Gogenstorrd d r Besprechung bildete die eozntu Ile Gründung eines die grämte HandelSmar.ne Lei vorge-amten Länder umaeieiT u st s, Lei die Durchs chru g marf herausgesetzt w rLen feien. Hie aus könnte gefolgert wer'en. daß bte Au wandsge.der des einzelnen Reichsm.nisters in die er H h.' fcft- getetzt werden sollen. Das ist natürlich nicht der Fall sondern es handelt sich um er en S a m m e l- f o n'ds aus dem die Kosten für be andere revrä- te-tttive Aufwendungen 'äm licher Re chsnrinister bestritten wer en sollen. Daß für Meh.au Wendung n an Def Lu gsa sg rden ei e Pauschale von 300 Millionen Mk vevaaschlazl ist. be u ,t darauf daß die Vorarbeiten für de 2Iuffte?u g bed Haushaltplanes am 1. (Tu i ds 3s. abgeschlossen werden mußten, wobei zu ach^t nur d e Ves oldungS ^usg rben nach d-m Strnde vom 1 3uli einoeseht werden konnten. De? Betrag von 300 M klionen Mk. stellt dm Bed rf drr für die beschl T^ung^ Jmnnurb fr Ne Erhöhu g des W hnungtML z-°Pchu?ses. enstchlteh- [ich der Rückwirkung auf Pensionäre Kr.cgr- beschädigte u'w. Reserven für eüte kmrfttge De- sol^mZerhvhtmg stad tarn nrcht enthalten. Zrettag, 28. November 192} !■■«!■< M« Änjc.-ul ft-i btt Iagr»n»mmtr bis - M zum Nachm'Nag vorher M H für Anzeigen von 27 mm ■ Brette orthd>8, ausmärts K R 10 ©olbpfennig; für Ho ülame-Anzeigen v 70 nm k Brette 35 «bolbpfennig, Die deutsch-russischen wirtschasttverhandlungen. 3n Moskau haben dieser Tage die Verhandlungen über einen deutsch-russischen Handelsvertrag durch Ueberreichung des zu betkinttelnben Materials durch die deutsche Delegation ihren Anfang genommen. Das) d.e Besprechungen nicht sonderlich flott vor sich gehen werden, ergibt sich schon aus der Eröffnung der Derhtmdlungen. der tagelange Vorbesprechungen vorautgingen und der jetzt nach Aushändigung der deutschen Akten eine mehrtägige Pause gefolgt ist. Eine besondere Rote erhalten die Moskauer Verhandlungen durch das AußenhandelS-Monopal des russischen Staates, das von ausschlaggebender Bedeutung ist und auf daS Rußland schon wahrend der englisch-russischen Verhandlungen nicht verachtete. Es gibt zwar in den russischen kommun ist l s ck-cn WirtschaftSkreisen zahlreiche einsichtige ^Persönlichkeiten, die auf die De s e i t i g u n g dieser hemmenden und störenden Einrichtung drängen, sich bis jetzt aber noch nicht durchzusehen vermochten. Der deutsche Kaufmann wird also auch in Zukunft, wenn eS gelingt, einen Vertrag zustande zu br'ngen. ferne Geschäfte mit den In Deutschland befindlichen sogen-, mten Handelsvertretungen Rußlands ablchliehen müssen. Eine Umgebung des Staats handel Sappara les ist auch schon insofern unmöglich alS in Rußland es kein Kaufmann wagen wird, a u f direktem Wege Geschäfte mit deutschen Fir men abzuschliehen, weil derartige Handelsgeschäfte nach russischem Gesetz außerordentlich fl reng be- straft werden. Der britisch-russische Konflikt Eine Rede Rykows. — Rußland schlägt ein Schiedsgericht vor. Moskau, 22. Rov. (QMW$e Telegraphen- agentur.) Der Präsident des Rats der Volks- kommissave, Rykow, hielt gestern aus den, Kongreß der Textilarbeiter eine Rede, in der er auf die außenpolitische Lage zu sprechen kam. Rytow erhärte, die englischen Äonfcr- vativen seien l<Äglich durch den gefälschten Sinvwjewbrief zur Herrs chast getan g l. Deshalb lehnten sie das von der Svw)et- regierung vor g schagene SchiedSgerich t zur Aufklärung dieses Tatbestandes ab und beschul- digten die Sowjetregierung zugleich, daß die kommunistische 3ntemotronale Propaganda gegen die englische Regierung treibe. Die Inter- nationale sei jedoch eine von der Sowjet regierung unabhängige Organisation, der legale Parteien verschiedener Länder, darunter Englands, angehörten. Zur Annullierung deS englisch-russischen Vertrages erklärte Rykow, daß an diesem Vertrag nicht nur Rußland, sondern auch England interessiert sei. Die Sowjetregierung habe Macdonald große Zugeständnisse gemacht, so daß die Derantworrung für den Abbruch allein auf die enalische Regierung falle. Die gegenseitigen 3ntereffen forderten jedoch gebieterisch, den Zwischenfall zu liquidieren und zu normalen gegenseitigen Deziehungen zu gelangen. lieber j»ie Beziehungen zu Frankreich erklärte Rylow, daß die Wiäterherstellung der diplomatischen Beziehungen Gelegenheit geben werde, die schwebenden Fragen zu regeln. Die Sowjetregierurrg gedenke nicht, von ihren revolutionären Prinzipien abzuweichen. Schließlich betonte Rykow, das Wachsen der l russischen Wirtschaftskraft würde dahin führen, daß man Rußland von selbst Anleiher anbieten werde. • Die Sowjetregierung hat auf die beiden Roten Ehamberlains t n zweiRoten gcant-1 to o r t e t. Die erste spricht nur da- Bedauern über den Entschluß Englands au-, die Abmachungen nicht zu ratifizieren. Die -weite Rote schlägt vor, den Sinowjewbries zur Entscheidung über Echtheit oder Fälschung einem Schiedsgericht zu unterbreiten. bigen der eisenverarbeitenden Industrie vorgesehen. Der Stand der deutsch-englischen handelzverlragrverhandlungen. 'London, 28. Rov. ($11.) 3n dem bisherigen Verlauf der deut sch-englischen Handelsvertragsverhandlungen hat England nicht nur I das Recht der meistbegünstigten Ration, sondern auch gewisse Garantien erhalten I wegen der Beschränkung der Ausfuhr nach England. Das hauptsächlichste Zugeständnis Englands ist, daß die britische Regr^ung ohne Verzögerung dem Parlament ein Gesetz unterbreiten soll, daß alle einschränken - I den Bestimmungen über die Deut- scheninEnglandaufhebt. Die Frage der 26p roz. Abgabe für eine Einfuhr aus Deutschland blieb noch unerledigt. Der deutsche Vorschlag geht dahin, daß das System der Einkassierung der Reparationsabgabe nunmehr durch eine monatl iche Abrechn u n g zwischen beiden Regierungen erseht werden soll. Die deutsche Regierung soll der britischen Regierung eine Summe von Goldmark gttschrei- I ben, die der 26proz. Abgabe gleichkommt. Die Einwände gegen diesen Vor-schlag gehen dahin, daß er vollkommen gegen d i e Bestimmungen des Dawes-Berichtes und gegen die Absichten Gilberts sei, wie dieser auch in seinem Briese an die deutsche Regierung vom 14. Rovember zum Ausdruck gebracht hat. Die ., Finanzial Times" erörtert das Für und Wider der , , , , . Zulassung der deutschen Danken in England. Danach gehen die Ansichten in den Bankkreisen darüber auseinander, ob die Zulassung der Deutschen wünschenswert sei. Die E r r ich tung brt- tischer Filialen in Deutschland werde zwar erwogen, sie stoße aber auf Schwierigkeiten infolge der enormen Kapitalsteuer und anderer Hindernisse. Einige große Danken seien durchaus damit zufrieden, daß ihre Geschäfte durch kontinentale Institute vermittelt tour- den. Eine Autorität, die sich selbst als deutschfreundlich aus praktischen Erwägungen bezeichne, erklärte, die Wiedereröffnung deutscher Banken in London würde jetzt unzeitgemäß sein, u. a. deswegen, well die Deutschen mehr Kredite verlangten als England geben könne, und weil es deshalb nützlich wäre, wenn eine kontrollierende 3 n st a n z vorhanden wäre. Sobald aber deutsche Banken in London eröffnet seien, würden die Deutschen ihre Vorschläge den Kapitalanlegern in London und anderen großen Zentren Englands unmittelbar unterbreiten und eine Kontrolle würde nicht länger mög*) [ich sein. — Der Schiffahrtsmitarbeiter der ,Times" führt aus, die Zahl der deutschen Seeleute in der britischen Marine sei früher nicht erheblich gewesen. Sie habe 1913 noch nicht drei Prozent, nämlich noch nicht 5000 Mann betragen, also 1000 Mann weniger als während der letzten acht Monate von englischen Schiffen in den Häsen der Vereinigten Staaten von Bord gegangen seien. Andererseits werde mit dem Wiederaufbau der deutschen Handelsmarine die Zahl der deutschen Passagere auf den englischen Schiffen immer mehr ab nehmen, so daß entsprechend weniger Anlaß bestehe, deutsche Stewards einzustellen. Plutzoorschnst 20"..Anschlag. - Verantwortlich ür ‘Politik n. Feuilleton: )s.Frr«dr.Wilh Hange; ür den übrigen Test: Ernst Blumschein;für den Anzeigentest: Hans Beck, sämtlich in Gießen. Der Kampf um die Dawesmilliarden. In Paris sind die Finanzsachverständigen von Frankreich, England, Belgien, Italien und auch den Vereinigten Staaten zusammengetreten, um in rohen Umrissen einen VerteilungSplan der auf Grund des DaweSgutachlenS von Deutschland zu erztelenden Reparationsmilliarden auszuarbeiten. Die endgültigen Abmachungen sollen jedoch der auf einen späteren Termin sestzusehen- den Jinanzministerkonserenz Vorbehalten bleiben. Aber schon die Beratungen der Sachverständigen, die sich übrigens außerordentlich schleppend hinziehen, haben ergeben, daß die Schwierigkeiten doch großer sind als man zuerst vermutete. Da zu den umstrittenen Fragen auch die Verteilung derRuhrauSbeute gehört, auf die F r a n k r e i ch und B e l g i e n ihren Anspruch geltend machen, sind jetzt schon die Meinungsverschiedenheiten so auSeinandergehend, daß man noch keine Möglichkeit einer vorläufigen Einigung über dielen Punkt erkennen kann. Dadurch ist die Festsetzung emeS Auftei- lungSschlüssels für d.e DaweS-Milliarden wieder in grobe Feime gerückt. Diese Frage wird aber ebenfalls noch viel Kops'Erbrechen verursachen. da die Vereinigten Staaten plötzlich ihre Ansprüche angemeldet haben. Sie stehen auf dem Standpunkt, daß s.e wegen ihrer Teilnahme am Kriege und Unterzeichnung deS W af s en still st andSverttu geS berechtigt sind, Entschädigung für die R h e i n l a n d-Besä tz u n g durch amerikanische Truppen und für verlorenes persönliches ®igntium amerikanischer Staatsbürger zu fordern. Man darf w rklich gespannt se.n, welch m AuSgang ber (Streit um die ReparativnSmilliarden nehmen wird. Amerika meldet seine Ansprüche an. ParrS, 27. Rod. (.D. &") Dte erste wichtige Konferenz der wteraTIiterten Experten, ine sich tmt der Cßecteilung der Erträgnisse aut dem DaweS plan beschäfttgte, bat gestern stattgefunden Der amerikanische Vertreter, Oberst Logan, brachte im Ranren seiner Regierung die A nsprüche Amerikas aufs Tapet Cogan legte daS Hauptgewicht darauf, daß Amerrka, obwohl es den Vertrag von Versailles mcht unterzeichnet habe, doch am Kriege ter l- genommen habe und infolgedessen zu Entschädig u n g S f o r de ru n g e n berechtigt sei. Der Vertreter Frankreichs unterstützte die Ausführungen Logans, woraus sich Belgien ebenfalls anschloß und Italien erklärte, ine Anweisungen Mussolinis abwarten zu müssen, obwohl es ebenfalls im Prinzip einverstanden fei. Der englische Delegierte enthielt sich der Meinungsäußerung. General von Nathnsins in Kassel. Der General protestiert fingen die »Begnadigung" und fordert Aufhebung des Urteils. Kassel, 23. Rov. (TU.) General v. Rathu- khusms ist gestern abenö in Kassel ein g e- troffen und wurde von bcui Oberpräst- denten Dr. Schwänder bewillkommnet. Erne nach Tausenden zähle.rde Menschenmenge brachte dem General begeisterte Kund- gebungen. General von Rathuius bat den Kasseler Korrespondenten deS Berliner „Lokalanz", ausdrücklich feststellen zu wollen, daß er nicht die Begnadigung angenommen habe. Er haBe einen scharfen Protest geaen de Degncte guno, mit tetn-.-r Unter chrift v^sehen fernem R. chtSb istand eingehä.rdigl und gebe en, daS Schriftstück Herrrot zu unterbreiten. <$r habe dargelegt, daß er unmöglich ferne Be- anadraung annehmen könne, ba_ er k ei n Schuldbekenntnis ablegen könne. Er bestehe daranf. daß man ihm f et ne Ehre Wiedergabe und zwar dadurch, ^iß man dieses völlig ungerechte Urteil auf bebe. Er habe auch ein zweites Schrist'rück unterHerchnet. in dem er betont, daß er sofort Revision vor dem obersten Kriegsgerichtshof ^antragt habe und jeden Augenblick bereit fei, sich wieder vor den Schranken der franzosikchen ^itar- aerichte zu verantworten, weil er als aus.echter, deutscher Ehrenmann und alter Offizier jevcnjixig ixifür eintrete, daß er nichts begangen habe. Der Reich§hau§hatt§entwurf für [925. bine Richtigstellunq des Reichsfinanz' ' m nifteriums. •Bcrfin 27. Rov. (TU.) Das Reichsfinanzministerium teilt mit: 2nd-r heutigen Morgenpresse sind Rachrtchten über de.r dnn Rerchsrot zur Beratung vorliegenden Reichs Haushaltsentwurf für 1925 verbreitet worden, die geeignet sind ein völlig ialsches Dilb»über drei Finanzlage des Reiches zu geben. Es wrrch barm mitgeteUt, daß der Haushaltsentwurf der all- gemeinen Reichsftnanwerwaltung mit ernem Ileberschuß von über 2V» .M.tlrarden Reichsmark abschließe. Jedem Kenner unserer Finanzlage mußte sofort auffallen, daß es ft-v h^r nur um einen Ausschnitt aus dem GeAtthaus- halt handett, aus denr man ferne Rückschlüsse auf Aö Gelamlbild des Haushattes zrehen kann. Bier Einem gewissen Teil der französischen Presse sind die geg nwärtig in PrriS vor slch gehend.n deutsch-französischen Wirtsch.rftsveri>andl.mgen ein Dorn im Auge, da sie jode Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland auf wirt- sch ftl.chern Gebiet bckämp en. um eine politische Beruh gung beider Volker zu verhindern. Besonders tut sich der »Temps" in dieser chauvinistischen deutschfeindlichen Hetzarbert hervor. Er blebt seinem alten Handwerk der Giftmischerei und Derchetzung treu, indem er scheinheilig die Reichsregierring ermahnt, die Wirtschaftsv rhand- lungen im Gerste wahrer Loyalität zu betreiben. DaS Blatt glaubt sich zu dem hierin versteckten Vorwurf der Illoyal.tat berechtigt, indem es die gerechte und in allen deutschen Vollstrecken zutage getretene Empörung über das Fehlurteil gegen General v Rath u- sius umzufilschen versucht in einen allgemeinen franzosenfeindlich n WutauSbruch der Deutscheir. Man habe den Endruck, so schreibt der „Te nps", daß die Deutschen einer lange mühsam verhaltenen Wut die Zügel schiesten Heien, wobei die Kreise der Opposition sich besonders hervortaten. Zugeständnisse der Verbündeten würden nur als Schwäche ausgel gt. Der „Temps" glaubt mit seinem Geschreibsel zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Er versucht die französischen Unterhändler zur Un- nachgiebigkeit und Illvyalität za bestimmen, und er glaubt, die Parteiuneinigkeit in Deutschland vergrößern zu können, indem er die „Opposition" gegen die Reichsregierung crus» spielt. Qlber auch andere Pariser Zeitungen haben versucht, den stetigen Verlauf der Wirtschaftsverhandlungen zu stören. Sie nahmen bie_ Tatsache zu in Vorwand, daß die als Sachverständige für die Fragen der Schwerindustrie kurzfristtg gelaßenen deutschen Vertreter nicht rechtzeitig in Paris eintrafen und daß das Der- handlungSProgramm vo"übergehend geändert werden mußte. In Woh hnt hatte man deutscher- feit« die deutschen Sachverständigen allzu kurzfristig geladen, so daß sie gamichl rechtzeitig in Paris fein konnten. Der gute Wille der deutschen Unterhändler, die Verhandlungen zu beschleunigen, konnte sich nicht deutlicher auS- drücken ais in der überhasteten Ladung der Sachverständiaen. Aber die Pariser Presse stellt die Tatsachen auf den Kopf und Wirft den Deutschen Verschleppungsabsicht vor! Da die deutschen Sachverständigen inzwischen in Poris angelangt sind und die erste Vollsitzung der deutschen und französischen Unterhändler auf heute angcsetzt ist, so müssen die ft-anzösischen Hetzer freilich wieder einmal einsehen, daß Lügen kurze Deine haben. Die Pariser Konferenz. Paris, 28. Rov. (TU.) Gestern vormittag sind die Sachverständigen der deutschen Schwerindustrie mit den französischen zu einer Besprechung zusammengstreien. Wie von deutscher Sette mitgeteilt wird, ist man überden Verlauf sehr befriedigt. Heute kommen dte Herren wieder zusammen. Fritz Thyssen und der Direktor der Kruppwerke werden zu» gegen sein. Nachmittags 3 Uhr findet dann eine Vollsitzung der beiden Delegationen unter Hinzuziehung der schwrrindustriellen Sachverständigen statt. Für Samstag nachmittag 3 Uhr ist eine Sitzung der Delegation mit den Sachverstän- Der Vorstand der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft. Berlin, 28. Rov. (211.) Der Der- too ltungS rat der deutschen Reichsbahn-Gesellschaft hat auf Vorschlag des Generaldirektors über die endgültige Zusammensetzung deS Vorstandes folgenden Beschluß gefaßt: Außer dem Generaldirektor, dem früheren Reichsverkchrsminister Oefer, besteht der Vorstand aus folgenden Direkteren: 1. Vogt (Verkehrs- und Tarif-Mteilung, sowie Verwaltungsstelle Preußen), 2- Kumbier (Detriebs- und Dauabteilung), 3. Dr. Anger (Maschinen- und technische Abteilung), 4. Jahn (Finanz- und Rechtsabteilung), 5. Hichler (Personalabteilung), 6. Dr. Frank (Verwaltungsstelle Bayern). Dollar-Kredite für die Deutsche Reichsbahn. Berlin, 28. Rov. (TU.) Zwischen der Deutschen Reichs-bchnge ellschafl und einem unter Führung von Speyer & Co. stechenden Reu- yorker Dankenkonsortium sowie eirer unter Führung von Henry Schröder & Co. stehe -- ben Bunkengruppe ist ein Abkommen zustande aekommen, wonach die Banken ber Deutsch n Re.c^brchnges llschaft bis zum 31. 3anuar 1926 das Recht e.nräumen, cüten Kredit in Hohe von 15 OH Lionen Drllur, teiÜ in Dollar, teiis in Pfund Sterling, in Anspruch zu nehmen Er. 281 Erster Erscheint taglid), außer Soniu und Feiettago. Beilagen: GietzenerFanulienblLtter Heimat im Bild. Monatr-bezuorpreir: 2 Goldmark u. 20 (Bolbpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüsse: Schriftleitung 112, Versag undGeschästsstelle 51. Anschrift für Drah'nach. richten »nzeiger-ietze». pollschrckionlo: Frankfurt Ab kommen, Festigung der freundscha !i..e' Bc >ief,ui'jaen zu den anderen Staaten, (Aewah r ftur>3 der Sicherh it und Stabilität im tjnr.ern, beschleunigte Annahme aetoifer Desetzch v.rsche Verbesserung der Verkehrswege im Osten von Anatolien, ©tcperung der Mitarbeit tes ausländischen Kapitals, Verhinderung der Kapitalflucht Sichern g der wirp cha tlichm. haute lspl.- tifchen und landwirtschaftlichen Entwlcklurg des Landes He^anzi.-Hung von Fachleuten aus dm Ausla;be, ernsthafter Kampf gegen die Maa.ii imi> ansteckende Krankheiten u d energi che M ß- nahmen um die An.ievlu.ng von Giuwa widere n zu erpichtem. — Trotz gewisser Kritiken flöhe daS Kabinett Fethy Dey allgemein Vertrauen ein. Chinas Reorganisation. Die chinesischen Generale, darunter auch der Machthaber im Süden des gewaltigen chinesischen Reiches, Dr. S u n y a t s e n , haben das Kriegsbeil begraben und dem chinesischen Volle einen neuen Präsidenten und eineneueRe- gierung gegeben. An Stelle des vertriebenen Präsidenten ist jetzt TuanChih-yui getreten, dec die Unterstützung aller maßgebenden chinesischen Persönlichkeiten besitzt, darunter auch Dr. Sunyatsens, dessen Bedeutung für die Wiedervereinigung des Südens mit dem Norden unter einer Zentralregierung von hervorragender Bedeutung ist. Nach dem verof en-lichten Regierungsprogramm beabsichtigt der neue Präsident, die Truppenzahl erheblich herabzusetzen, um dadurch zukünftigen Unzufriedenheiten die Möglichkeit kriegerischer Auseinandersetzungen zu nehmen. Er beabsichtigt übrigens, die Generale allmählich auf ihr altes Tätigkeitsfeld zurückzuführen und die hauptsächlichsten Verwaltungsstellen zivilen Personen zu übergeben. Daneben läuft ein großzügiger Reorganisationsplan, der China wieder zu seiner alten Macht und zu seinem früheren Ansehen, besonders gegenüber 3a» Pan, verhelfen soll. Sun Iat Sen gegen Exterritorialität der Ausländer. Tokio, 27. Nov. (TU.) Der zur Zeit in Kobe wellend« chinesische Fü"h er Sun Sen erklärte in seinen Besprechungen mit den Vertretern ter japanischen politischen Parteien, die Exterritorialität der Ausländer in China ermögliche es diesen, in China Bürgerkriege an» zuzetteln. China wünsche die Unterstützung Japans, um sich von den einseitigen Verträgen, die groste Vorrechte gewähren, freizumachen. Neue Erfolge der Nifkabylen. Paris, 28 Nov. (TU ) Nach einer Meldung von der spanischen Grenze hat sich vorgestern in Marokko unmittelbar vor den Toren Tetuan ein erbitterter Kam p f> abgespielt. Den Aufständischen s.i es gelungen, sich b s auf einen Kilometer an die Stadt fjenan- zuarbeiten. Eine Truppenabteilung von Eingeborenen wurde gefangen genommen und fort- geschleppt. General Dawes Präsidentschaftskandidat für 1928. London 27. Nov. (TU.) Eine Meldung des „Westminster Goyette" : Harre- tagte hier bi einer Dersan.nrluna der .'Xurdjen BolkSvartei u. a., daß I er sich zuiücks hn«> nach der ihm lieb gewordenen ^ommunalverwaltung. Er habe geltem in machen mit dem Oberkommandierenden der belgischen Desahungstruppen eine Unterredung gehabt, nach deren Verlauf er hoffen dü.-fe, bald in die Kommunalverwaltung und seine frühere Tätigkeit a.s Oberbürgermeister von Drusburg zurückkehren zu können. Hessische Regierung und Bauernbund. Wie wir bereits am Samstag meldeten, hat das Finanzministerium gegen alle an Abfassung, Druck und Bearbeitung des Artikels „W o st e - hen wir in Hessen?" Beteiligten Beleidigungsklage angestrengt. Die Klage richtet sich offenbar in erster Linie gegen das Organ des Hessischen Bauernbundes, die „Neue Tageszeitung", die darüber folgendes mitteilt: ..... Es erschienen sechs Herren von der Kriminalpolizei in den Geschäftsräumen des „Hessischen Bauernbundes" und der „Neuen Tageszeitung", um dort eine Durchsuchung vorzunehmen und den Verfasser der Schriftenreihe „Wo stehen wir in Hessen?" festzustellen. Unser Landtagskandidat' Dr. L e u ch t g e n s hat nie ein Hehl daraus gemacht, daß er der Verfasser ist. Wir sehen der Durch-, führung des Verfahrens in Ruhe entgegen und sagen der Regierung besten Dank ‘für die unbeabsichtigte Propaganda." Aus Stadt und Land. Gießen, den 28. November 1924. Raiffeisen in Oberheffcn. Dis zum 1. Saraiar 1923 bestanden in der Provinz Oberhessen nur sechs dem Generolver* temte bei Deutschen Raif?eien-Een ossenscha f t e n a g hörige Raisill-enverei e d e tem Raif eisen- veiband zu Kastel zur Betreuung zugeteilt waren. Auf Grund einer vom Raistei,e.rv-erbarcb Frankfurt a. M. mit dem Verbände in Kassel getroffenen Abmachung einigte man silch dahin, daß vom 1. Januar 1923 a> bie Provinz Oberhessen .zur genossenschaftlichen Bearlei ung dem Raiftei.enterbande in Frank ürt a. M. übertragen und die alten sowie alle neugegrünteten Senvssenlch.iften diesem Verbände angeschlossen werden sollten. Eine pl mmähige gmosse-fchaftliche Arbeit fetzte von diesem Zeitpunkt an ein. Nachdem zuerst der an das Stadtg .biet Fran kürt a. M. a i- grenzende Kreis Friedberg ge rosse: schaftlch organisiert war, verlegte der Fra tlftir er Ra f - eisenverb.md seine Tätigkeit bald auch auf Cie Kreise Schotten, Lau terbach und Büdingen während die Kvei'e Gießen und Alsf elo erst später raSf>Igen. Heu e, nach noch nicht zwei'ähnger Tä ifteit, bestell in ter Pr?vinz Oberhessen insgesamt 150 Rajff- eisengenosienschaften, die sich auf bie verschiede' en Kreise fclgende nnaHen i> rteilen: Friedberg 46, Lauterbach 25, Scho, en 25, Alsfeld 20, ©leben 13. Büdingen 15 Genossen-scha-' en. Bon diesen 150 G mvss msch.ften sind 133 0pai- und DarlehmsLassenverei.e, sämtlich auf de n für alle ländlichen Genosser.nchrften bewähr en Grundsatz der unbeschränkten Haftpflicht bnuchend, während 17 auf An- und Verkaufsgenossenschaften e. G. m. b. H. entfallen. Nachdem durch Gründung dieser Genosten- schaften die Grundlage für eine erst lgversprechende gmossenschafttiche Arbeit gefcha fen war. gnq be 5 ar-ffurter Raisfeiien-Organijation pla mäßig dazu über, S>tützp»rikb> im Lande zu errich en. die mit den Zweck »erfolgen, das genossenschaftliche Geld- und 'Warengeschäft in gorbnetc Bah en zu leiten. Nieter las sinrgen für den Gel>- und Warrn verkehr, ver unten mit -um Teil recht an- sehnlichen Lagerhäu ern, wurden erstellt in Fr'ed- 6- und Warenvermittdu g k n ten den etwa 12 000 Mitgliedern der Ra.ffeisenge- nossensch-rften in Oberhessen zugeführt werden, und nicht zuletzt tourse auch bes n erer Wert auf die Eifassung der landw rtschastli en Produk Ion gelegt, von dem Gedanlen .rusgehend. den Weg vom Erzeuger zum Verbraucher durch genossenschaftliche Inanspruchnahme w.senl ich zu vereinfachen. Trotz der auch in weiten Kreisen der ober- hessischen ländlichen Devöllerung herrschenden Vorurteile tetr, das Gebiet der Spartätigkeit, scheute der Frankfurter Raisfei'enverband keine Mittel und Wege, um das 03erTauen gcra'e zu diesem für den Wiederau^bau unserer. Wirtschaft so überaus bedeutungsvollen genvsfenschnftlichrn Detätigu gsgebirte zu stärken Die Bem ihun en des Verbandes waren b's jetzt von bestem Erfolg begleitet, da die meisten von den 133 Raiff- ei'env.T-inen in Obererffen bereits den Svarver- kehr ausgenommen haben und nicht weniger als 73 K lei ns pareinri chtu ngen und Schulsparkassen eingeführt sind. So hat sich der Raiffefengedanve trotz großer Schwierigkeiten, und trrtzdem er erst kuwe Zeit in Ob^rhessen lebendig geworden ist. auf allen Gebieten ge-nosseiischaftliHer Tetät gu:.g bewährt. Gietzener Wochenrnarktchreise am 27. November 1924 (Händlerpreise). Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter das Pfund 230, Matte 40, Käse 70 bis 75, Wirsing 8 bis 10, Weihkraut 5 bis 7 Rotkraut 10 bis 15, gelbe Ruten 10, rote Ruten 10 Spinat 40, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 60, Feldsalat 100, Zwieteln 10 bis 15. Meerrettich 50 bis 150, Schwarzwurzeln so’ Kartoffeln 5, Aepfel 10 bL 20, Birnen 10 bis 15 junge Hahnen 90, Gänse 90 bis 110, Nüsse 60 Gier das Stück 18 bis 20, Blumenkohl 100 bis 120, Endivien 10 bis 20, Lauch 10 bis 15 Sellerie 10 bis 40 Pf. Wettervoraussage. Wechselnd bewölkt, vorwiegend südliche brs toeftfafr! Winde, Tempera-turen wenig geändert höchstens geringe Nieteoschläge. ** Eine öffentliche Sitzung deS PlvvinzialauSschusses der Provinz Oberyessen fiitbet morgen, Samstag, vormittags 8> 2 Uhr, im Sitzungssaal deS Regierungsgebäudes zu Dießen statt mit folgender ^gesvrdnung: Klage der Schausteller Anton a u r e r, Lorenz Krätzner, Ernst Wall- r ‘ gegen den Polizei- Ax .^^isamts Gießen vom 8. August 1924. Gesuch des Altert Dorsheimer zu Bad-Nauheim um önaurort» zum Detneve einer Schankwirtschaft in dem Hause llitnger Straße 12. — Gesuch der Gustav Kraft Wwe. in Dleichen- bach um Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft: hier: Berufung gegen ten Beschluß des Kreisausschusses des Kreises Büdingen von 29. Ouli 1924. 0 Verband der hessischen Kreise und Provinzen. Wie wir erfahren, haben sich auch in Hessen die Kreise zusammengeschlossen und gemeinsam mit den drei Provinzen ten Verband der Hess. Kreise und Provinzen gegründet. Der Verband gehört als korporatives Mitglied dem Deutschen Landfteistag an. Nach ten ©totalen bezweckt der Verband, die Inteoessen ter hessischen Gerneindeverbänte zu fördern, Angelegenheite.n, die für die Gemeindeverbände von Beteutung sind, in Versammlungen zu b^prechen und Anregungen und Anträge auf dem Gebiete ter Gesetzgebung und der Verwaltung an die zuständigen Stellen zu richten. Der Vorstand testehi,.aus sechs Mitgliedern, nämlich einem Provinzialdirektor, zwei Kreisdirektoren und drei Mitglietern der Kreis- oder Provinzialausschüsse. Der derzeitige Vorstand seht sich aus folgenden Herren zusammen: Provinzialdirettor G r ae f - Gießen, Kreisdirektor Wolff- Worms, Kreisdireftor von Bechtold- Offenbach, Bürgermeister Dr. A n - ger meier- Bensheim, Bürgermeister Dr. D ö b s i n g - Alsfeld, Fabrikant W. Eck Hard-Ober- Ingelheim. ** Zusammenlegung von Vermes» sungsamts stellen. Die nachstehend ausge- führten Denn ssungsämter und N.uvermcsfungS- dlenststellen sind zu je einem Amt vereinigt worden: Das Vermessungsaml Alsfeld und dir Neuvermes ungsdienststelle des Vermessungsrats Ploch zu Alsfeld zu einem Amte unter der Berechnung ..Dermessungsamt Alsfeld": Las V.umessungsamt Hungen und die Neuver- messungsoienstchlle des Oter'.and.nessers Klinger zu Hungen zu einem Amte unter ter Bezeichnung „Vermess ungsamt Hungen". Mit Wirkung vom 1. Dezember werden das Dermessungsamt ®lcben=ßanb, die Neuverm.sjungsdienststellc des Vermessungsvats Kalbfleisch zu Gießen uni die Neuverm sungsdienststelle des Dermessungs- vats Dietrich zu Gießen zu einem Amte unter ter Techchrung ,De rmefsungSamt Gießen- La nd" vereinigt. 0 Zur Behebung des Kleingeld» mangels. Bekanntlich darf die Reichs bau kBanknoten über kleinere Beträge als 10 Gm. nur mit Zustimmung der Reichsregierung zur Defriedi- gung eines vorübergehenden DerkehrstedürfnisseS ausgeten. Da diese Maßnahme aus währungs- techinschen Gründen möglichst vermieten werten soll, kommen al3 kleinere Zahlungsmittel hauptsächlich die Reichssilbermünzen in Frage. Ihre Ausprägung und Ausgabe läßt sich ater nicht ft beschleunigen, wie es im Interesse einer möglichst baldigen Einziehung ter kleinen Banknoten geboten wäre. Cs muh deshalb zunächst noch uv weitgehendem Umfange aus die Rentenpfennigc zurückgegriften werden. Don diesen liegt kwch, wie wir hören, ein größerer Bestand an 50-Piennig- stücken in ten Tresors ter Reichs bank, die jetft in den Verkehr gebracht werten sollen. LVA. Die Landesversicherung-» an st alt Hessen in Darmstadt hat sich trotz ihrer immer noch sehr gespannten Finanz lag« entschlossen, mit Wirkung vom 1. Dezember 1924 wieder Zuschüsse zu den Kosten künstlicher Gebisse, künstlicher Glieder, Stützkorsetts ufto. zu leisten. Damit hat die Versicherungsanstalt daS gesamte Heilverfahren in dem früheren Umfange ausgenommen. Es werden demnach für die Versicherten gewährt. Kuren in Lungenhellstätrsn, Badeorten, Heilanstalten für Nervenkranke und für Genesende, Behandlung von Geschlechtskranken, Unterbringung Lungenkranker In Invaliden- Heimen, Zahnheilversahren, Zuschüsse zu künstlichen Gliedern, Stützapparaten ufto. Die Versicherungsanstalt nimmt sich auch ter archtver- sicherten Bevölkerung an, soweit sie von der Tuberkulose und vom Krüppeltum bedroht, ober von Geschlechtskrankheiten heimgesucht ist. 0u bewilligt nicht nur Zuschüsse zu ten Herlkuren für lungenkranke _ Erwachsene und Kinder, zu ten Badekuren für ftrosulose und tuterkulosetedrohdr Kinder und zur Behandlung von Geschlechtskrankheiten, sowie zur Beseitigung und Verhütung drs Krüppeltums, fontetn sie geht auch die übrigen Interessenten um Kurteihilftn an und sorgt so für die Ausbringung der gesamten Kurkosten. Grober Unfug mit den Feuermeldern wird in unserer Stadt bedauerlicherweise noch immer getrieben. So auch gestern abend wieder, wo die ständige Feuerwache durch einen Melderuf aus der Wilhelmstrahe alarmiert wurde. Dort ergab sich, daß unverantwortliche Gesellen sich wieder einmal einen recht dummen „Spaß" gemacht hatten. Daß es sich bei derartigen Handlungen um eine Gewissenlosigkeit hantelt, kommt solchen Menschen anscheinend gar nicht in ten Sinn: sie halten sich nicht vor Augen, daß in derselben Zeit, wo die Feuerwehrbereit- schast so geuzt wird, an einer anderen Stelle der Stadt ein ernster Brand ausbrechen kann, bei dem Menschenleben in Gefahr sein können und die rasche Hilfe ter Wehr dringend erforderlich wäre. Hoffentlich gelingt es einmal, derart traurige Burschen zu fassen und der verdienten exemplarischen Strafe zuzuführen. " Ein Schwindler treibt gegenwärtig in unserer Stadt sein Unwesen. Er geht mit einer Sammelliste von Haus zu Haus und gibt an, er fei von dem Pfarrer beauftragt, Gaben für ten Bethel-Film zu sammeln. Zur Aufklärung ter Mitbürger sei betont, daß für bie Bethelsache keinerlei Haussammlung beabsichtigt ober genehmigt ist, sondern daß für diesen gemeinnützigen Zweck nur durch den Verkauf von Eintrittskarten zu den Filmvorführungen Mittel gewonnen werden sollen. Wan versuche, den Schwindler feft- zuhalten und ihn der Polizei zu übergeben, bei der bereits Anzeige erstattet ist. *• Diebstahl. In bei- Nacht vom Don» nerstag auf Freitag tourte von eitern Schau» kasten des „Gießener Anzeigers", das Schloß entwendet imb ter I:ch>lt des Schaukastens gestohlen. Der Polizei tft Anzeige erstattet. Don der Kriegsgräberfürsvrge. Augenzeugenberichte über deutsche Kriegerfriedhöfe in Nordfrankreich, Belgien, Dänemark, Lettland, Polen und Jugoslawien sind in dem soeben herausgekommenen Novemberheft der Zeitschrift „Kriegsgräberfürforge" in solchem Umfange veröffentlicht, daß sich jeder ein anschauliches Bild über den tatsächlichen Zustand unserer fernen Kriegergräber machen kann. Wir erfahren da zum erstenmal Genaueres über die von den Franzosen eigenmächtig geschaffenen Mafsengräber, gegen Sri' un6, ' denken Schillk gestm vtzlich 1811), Qknul thrftuä' Wan s morgen findend landeSs über d tanntlt Reichs rflä oxrde" s- 6^ terarjH liche^ Am, ® spK stell d" M ** Lieb! 'ich fe?, llraulfti if'A MM J Tenor > mit Zchülerv^ den San 30 Pf ° den M ein M Warblir, gebirge Aoi-S teil M L-onntak Anzeige unter Frank ^tther ■ÄtJ 53 ■ Wlcheo sM «oeittau «flb An. der Dr. ^'ondiga, !«h» ^ioek^ »rrn btt Wüf« iusam- JM- Mn. Dr.Ddl. itö-Obn, Verwes. aulgt. -^ssungz. . Einigt w und bk tffungitoti er der 'S«. Ui|t(bf; >e Aeuder» Älbifltt de^ichnuna Kl Dir- ermessung-. lsdtenstslük Sieben ant ennefhing* ie unter bet Sieben« eingelb» tSbanßant* hn. nur mb r W bedürfiüsses vährung-« ten lvLdsl fiel Haupt- rage Ihre xr nicht lc t möglichst rtnoten ge- )st noch w bmpsemigc gt iwch, wie bv-Ptennig» mk, bk jA i 06“ 0i« ^-*Ä A-yeigi herung-' )t hat sich 1 JiiMtylagi leniber 1924 sicher Ge- 8 ufto. ju milalt doL ■n Umfange ir bk Der- [ttrank und ichtechtSkran- 1 3niMÜben- ie zu Vnsf ) Die Daher *er sie von der xdrahl, ober ! ist. 6u bfr jetffuren für N, zu den ^loselxdroher chtechtskv»!' crbütung drs die übrigen d sorgt so für 'offen. >n Feuer- ^auerliWt' gestern abend i durch einen c alarntled ranttportll* echt öummat bei bernrtt* ,siM end-garnB vor Dugen, en Stell« der 5 SS aeoenwärÜS X mit einer rnb gibt an, Srs n0”0 tneben >er per* ^fernen "iS ^t»ana0,w' 5? * Schneeweiß Das Warme Hausschuhe in Kamelhaar, Stoff, Plüsch, Kordel, Leder in Riesen-Auswahl! 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Wähend sie bisher für ein Gelände nur einen Pachtpreis von 70 Mk. jährlich erzielte, hatte sie jetzt eine QDeibenfu'.tur darauf □ gelegt D-i den versteigern 1 en der W.idcn, die vieler Tage (tattfagOen, wurden rund 1300 Mark erlöst. Hepcn-Rassau, bl. Dillenburg, 27. 2lot» Die Stadtverordnetenversammlung beschäst gte sich in ihrer jüngsten Sitzung mit dnem Erweiterungsbau an das städtische Krankenhaus Es fand em MagtstratSvorschlag, der einen Dau mit einem Kostenbetrag von 26000 Mk. vorsieht, Annahme. — F ir dm ©e - ' meinnühigen Da uverein übern hm man we.ter tne (AschäftSanteile. — Zur Ratten- vertilgung stellte man 650 Mk. in den Etat em. — Die Anschaffung einer Motorspritze soll durch em Darlehen von 6300 Mk. gedeckt werden. K. Frankfurt <» M, 27. Rov. Der Magi- strat bat sich eingehend mit dem Derkehrs- Problem in Frankfurt beschäftigt and in gründlicher Erörterung den Stanbpurtfl vertreten, bafj der grotzslädttsche Verkehr entsprechend den Dedürfnissen der neuzeitlichen Motorisierung nicht gehemmt werden dürfe. Andererseits soll auch die ©trabe für den Fubgänger keine Dia mala werden, auf der er seines Bebend nicht mehr sicher ist. Es wurde beschlossen, am Opernplatz mehrere Schu yi nseln zu schaffen, am Schauspielhaus die Geleise zu verlegen, bad 11 b r- türmten auf der Katserstraste and den K a i - ferbrunnen vom KatserPloy zu entfernen. Damit ist den dringendsten VerkehrSbedurfnissrn genügt, wenn man sich auch im Magistrat darüber klar ist, datz eS sich nur um Notbehelfe handelt, die einer späteren durchgreifenden Regelung die OBege ebnen sollen. Das Problem der Unter- grundbahnen rückt für Frankfurt immer näher. — Die Arbeitsmarktlage in Frankfurt hat sich In der Stadt selbst in der letzten Woche etwas gebessert. D.e Metallindustrie konnte mehrfach Reueinstel'.unaen vornehmen und in den kaufmännischen Detrieven konnten vielf.xh weibliche Kräfte untergebracht werden. Die Zahl Ober- 'Dveflbenba d). Dieben und ArnSyam Vieue Gemarkungen, in denen gegenwärtig Vermeil un- gen, Don Gierungen und Set itzstandsaufnahmen gemacht werden, kommen dazu: Docken rode. Leusel, Udenhausen, Atzmham, Dätzfeld. Un erc Dauern w.ssen tue Vorteile der Feldbereinigung - jm »rrichNmg der BottsVund Deuttche Kriegs- grLberfürsorge bereits seit längerem anlämpft. (Anvlich erfahren wir, was in fremden Ländern mit unseren Kriegergräbern geschieht, weiter werden OSegc gezeigt, wie noch Abhilfe geschaffen werden kann. Den teils erschütternden Derichten stehen trvstvolle Mitteilungen über die Kraft de« Volksbundes auf den Friedhöfen gegenüber. Vornotizen. — Tageskalender für Freitag 6tobttbeater 7*, Uhr .Liebfrauenmilch". — Literarische Gesellschaft 8' - Uhr, Johanneskirche Klopftockabend — V.H.T.: 8V2 Uhr aufocrorbent- liche Deneralversanmcku!,g bei Hopfeld — Dethel- FUm, Stadtkirche 5—7 Uhr und 8-10 Uhr. - Hessische Dilderbühne: Jackie Evogan. — Lichtspielhaus Dahnhofsrr.: .Der Gefangene auf Castell yar. — Au« dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die hmt ge Srftouffübrung des neuen Werkes von Hemrich 3lgenstein ..Liebfrauenmilch" bringt ein aubero.bcnt- 1‘td) fein abgeftlmmtr« Lustsp'.el, bas bei seiner Uraufführung im Dremer Stabtth^ater jüngst mherordentlichen Erfolg erzielt hat. Ilgenstein ist bekannt als Auwr des Lustspiel- .Kämmet- musik' (auch gegeben unter dem Titel ..Der Tenor der 5>crv>gin“), baS auch hier seinerzeit mit schönem Erfolg gegeben worden ist. — Die Schülervorftellung der „Räuber" am kommen den SamStag wird bei ermäbigten Preisen (von 30 Pf. b S 3 Mk.) gegeben. — Dortrag-vereinigung Kommenden Mittwvchalxnd findet in der Reuen Aula ein Lichtbich rooctrog von ©ebeimrat Winkel, Marburg, über ,E,S riesenhöhlen im Tennen- geblrge (Da'.chuog)^ statt. Siehe heutige Anzeige. — DaS Reichsbanner Schwarz- Rot-Gold lädt in un er>m peu bge 1 Attzeigei - teil M etner Protest-Kundgebung aus nächsten Srmntagnuchrnuuag in der Turnhalle ein. (Siehe Anzeige.) — Devtschnational« Volkspartei Man schreibt im«: Es sei nochmals auf die morgen €kim«rag. abend in der Turirhalle ftatt- findende Wahlverfannndeng bttgeur.ekn. Ober- landesgerichtsprusrd.-nt Dr. De st - Amn labt, der über die Auswertur.gSstiage spri,cht, lanXbiert bekanntlich für die Deutschnationale Dolksparlei zum Reichstag (Srehe Anze.ge.) — Der zweite Dichterabenb von Frl. Else vpeckhardt stabet, so schreibt man uns, am 2. Dezember statt unb ist dem Andenken Kleists geweiht. 3m Gegensatz zum Schtllerabend, der auf Freude und Ftrundschaft geftimmt war, wird der Kleistaoenb, an- löblich des Todestages des Dichters (21. Rovbr. 1811), im Zeichen tiefster Tragik stehen. Da der Deranskalterin der Abende durch bis Heoanziehen auswärtiger künsNer^scher Krätte Unkosten ent- ver turvemuchenven tft um «X> mir 11 zurllck- gegangen. 3n I Jtsnnrterftuhung bef«ben sich 530-3 Hauptunterstützungsempfänger Auf 1000 Einwohner entfallen 12 HcniPtunterftutzu.igSemP. länger unb 20 Zuschlagsempstrnger — Der Gas- prei« wurde cnbgüllig auf 18 P i * den Kubikmeter festgZetzt. und zn>rr ruckwirttnc ad 1. Aovemtxn Der Magistrat da» beschlossen, den Altveteranen auo den Krteg^n IBM. 1866 und 1870 ober deren Witwen eine Winterbeihilfe aus den Mitteln des Wolls^chrts- amles zu geben. — Schwere Sorgen bereiten dem Rachbarort GrieSheim die A r beiiler« n t- Ia f 1 u ngen bei der Chemischen Fabrik GrieSheim Elektron, die in das Leden deS ficlnen Ortes eingreisen. 5X16 Werk beschäftigt nur noch 1700 Acheiter. gegenüber 3200 in den guten Deschäftigungsjahren. Doch ist jetzt nach den neue st en Informationen mit einer Besserung zu rechnen, da die Rachfrage der 3ndustrie n^ch Schwerchcmikalien gestiegen VI. M*ch Qllctnung der Leitung des Werkes ist mit einem Anziehen der Geschäfte zu rechnen. — 3m Rass au 1 s chen V 0 l k s s a n o t o r i u m ist ein Fall v?n 3 n- fektionSkrankheit aufgetreten, der nach A dicht der 2lnstali von den ,y: 1 reichen cmnitagA- besuchern auS Frankfnrt einaeschleppt wurde. De» Besuch des Sanatoriums ist »aber dis auf weiteres verboten worden. stshen, tft fte gezwvngen. einen kleinen ötntrttt zu erheben Die 6intritt6fartcn in Form eines Prog'.'ammes sirch am Saaleingang erhältlich Räheves im heutigen Anzeigenteil. Landkreis Gichen. i~ Wies eck, 28. Rov. 3n seiner gestrigen Sitzung beschäftigte sich der ®emeln berat erneut mit der Frage der ®rb.mung ber elektrischen Strahenbahn (Siebe n—W ieseck Auf eine an dm Bürgermeister gestellte Anfrage nach dem Stanbe ber Dinge mutzte dieser mitteilen, hab der Antrag des Gemeinderats an Gietzm sosort nach der entscheih-nden Gemeinde- ratösihung an den Oberbürgermeister von (Sieben gesandt würbe, die Stadtverroal.ung sich aber bis jetzt in Schweigen hüllt. — lieber die übrigen Tagesordnungspunkte folgt näherer Bericht. * Beuern, 27. Rov. Untzer D 0 lksbil - dungsverein — unter Leitung von Lehrer Rau— begannt am nächsten Eonntagalxmd seine diesjährige Winterarbeit Prosedor Helmke auS Dietzen, uns allen bekannt durch seine Ausgra- bur.gen in hiesiger Gemarkung, wird sprechm über _D ie Vorgeschichte Deutschlands, unter besonderer Berücksichtigung Oberhessen s". Da dieser Vortrag von allgemeinem 3nteresse ist und keinerlei Eintrittsgelder erhoben werdm, ist zahlreicher Besuch wohl auch von ben Rachbarorten zu erwarten. 3m Laufe dieses Winters wird Professor Helm le noch einen zweiten Vortrag halten über seine Ausgrabungen in unserer Gemarkung. t Grunberg, 27. Rov 3n einer Versammlung des Bauernbundes wurde durch Abstimmung einstimmig entschieden, Karl Georg 3öckel als Bewerber zu der demnächst stattsindenden Bürgermei st erwähl aufzustellen. Der Bürger- und Gewerbe- verein beabsichtigt, dm Finanzbeamtm Otto Pcppler als Bewerber aufzust^llm. Die Vorstände der Dereinigimgm waren gestern abend zu einer Besprechung in dieser Angelegenheit beisammen. Eine Einigung konnte fedvch bis jetzt noch nicht erzielt werden. Kreis Alsfeld. • AlSfeld. 27. Rov. Heber die Feldgaben: Von 83 Gemeinden unseres Ärei e.- haben etwa 30 ihre Gemarkungen bereinigt, oder s e sind in Arbeit, weitere 10 stehen vor der Feid- bereinlgung. Die F.ldbereinigung ist be ci:8 durchgeführt in Grebenau, Wallersdorf, Eulers- dorl. Rctmenrod, Rainrod. Brauerfchwend, Her- aersdvtf, Ober-Sorg, Unter-Sorg. R'eder- Dre.derb^ch. Münch-Leus'l Eudo f, Schwabeur d und Re.bcrtanrvd; fast beendet sind Ei>a. Eudorf unb Altenburg: zur Zeit in Arbeit: Alsfeld, Hopfgarten, Renzendorf, Schwarz. Stvebendorf, Für ihn Für $s & AUMW Achtung! Achtung! trigt \ed» Wlich«, 4c «M S3 bch*nd«B tat Der Vorstand. 9133D der Vorstand. 9419c Trinkeier Steinreich ।n« L'ndeuaafse 2. Samstag, den 29. November, abends 8 llbr, tm neuen VereinSlokal: Eröffnungskneipe. Hierzu bitten wir sämtliche Ehrenmitglied r, Alten Herren und Aktlyen zu erscheinen. Sonntag. 30. Novbr., abends 8 llbr: Familienabend. Der Plan über die Verlegung einer oberirdischen Telegraphenlinie an der Landstrohe von Beuern nach Allertshausen liegt bei dem Postamt in Dietzen von heute ab 4 Wochen auS. Dietzen, den 28. Rovember 1924. Telegraphenbauamt. 9444V WiWMSWsg Gietzener Firmen Dienstag, 2. Dez-, Mittwoch, 3. Dez. und Donnerstag, 4. Dez. im Don morgens 9 Uhr bis nachm. 4 Uhr kostenlos zugänglich 5 Uhr: Tee mit Konzert 8 Uhr abends: Künftlerbrettl Das Geflügel- unb Wildschietzen findet statt: Sonntag, ben 30. 11. 24 ab 10 Uhr vorm. Montag, „ 1.12. . . I1/» . nachm. Um rege Beteiligung bittet — Oichter-Abende — veranstaltet von Else Speckhardt. 2. Abend: Dienstag, 2. Dez., abends 8V4 Uhr im Singsaal der Oberealschule — Kleist-Abend — unter Mitwirkung von A. Erlenbach (Tenor), Frankfurt a. M. und Walter Eschborn (Pianist^ Darmstadt. 9443D Programm zu 75 Pfennig am Sadeingang berechtigt JIStksHMtal Mitglied der Edeka n,fi"c Sämtliche Artikel für die WWOWSllerel in nur ersten Qualitäten Bestellungen frei HauS. Teleobon 119. Billiges 9455 D Kuhfleisch wunb so fpt. $terni Der Kenner verlangt Merke: Tclcvbon 240 f. Autofahrten. ______7707D 1868-1918; Morgen Samstag, d. 29. November abends 8 . br: ZNsWMNlküsl b. Altersaen. Seher- muly, Walltorstr. 28. 0lW0 Der Elnheruler. wnsmllslsnslager Cö(?e. Welle nnt MineMeivm 8u verfau cn [8483D ScbulitcaRc 7. Stadttheater Sani tag.29.Rov., Dolls- u. Schüler- Dorstellunq vonBVobt.'ß'/oUör: Die Mder. Trauerspiel in fünf Akten von Schiller. 017331 in der Universitätsaula 9427c Kaiieraslee 99, 1.20 L 0.246; .. I WM. 9.70, 0.08, 0.58 örhtvarr im BMnnö V2 MM. 0.58». Wm . . 7S 017*18 I | Preis-Aufgabe || d """"iT'ie beiden eriiptt w. • EHR1N NADZIG die drei folgenden M> BURGOLDEN Worte 3 bekannte r ' Städte. Die An 6111)1 1.80 ■ n.b . 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Spaar Im Namen der tieftrauemden Hinterbliebenen: Karl Melchior. Gießen (Licbigstraße 64), den 27. November 1924. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 29. November 1924, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. sangövuchsiaben von oben nach r H unien gelesen, müssen das Wort „RONDO“ ergeben. [9431c foj I Prtis-tisililij! wir emvfewea für Weihnachten || Wletillieh! IW. rot. 0.22 Q Die beiden erneu Worte ergeben b i Ew richtig. Umstellung W 2 bekannte Flüsse, M Für die BeWUSwA fi. S@iwioef$Bi8li | per liliinh rot. 0.94 fiotosfett. lole 1M. rot. 0.02 tz „ InMIti l „ „ 0.681 gelüftet | gemOlerier Mt | per MO rot. 0.36 AllSZlMkh! 5 in Leinenbeutel Mtisiügmehl lö in Leinenbeutel MMMtzl 25 in Leinenbeutel Mflsroomeoi 1 feinstes amerik. Boflnen . . *1, fiotinlljen. 7. 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Die romantische Geschichte • des Grafen Monte Christo, die Gemeingut aller Gebildeten geworden ist, umfängt uns mit dem ganzen phantastischen Reiz des Originals. Wir erleben aufs Neue das grausame Schicksal, das den jungen Matrosen Dantes in die unterirdische Kerkerwelt des Castell d’lf verbannt, sowie seine Heimkehr als Graf von Monte Christo. Märchenhafte Ausstattung kommt zu prächtiger Bildwirkung und erhebt den Film zu einem Werk ersten Ranges. Jugendliche haben vor 6 Uhr ermäßigten Eintritt 9460C Antwort. Der anonyme Fragesteller in Nr. 279 hätte zwar nicht zu fragen brauchen, da er ja die Antwort auf seine Frage selbst gibt, eine Antwort, die allerdings Wort für Wort unwahr und auf groben Stimmenfang berechnet ist. Ich will ihm aber seine Frage richtig beantworten : Ende 1918 verlieh der linke Flügel der Nationalliberalen Partei die Fahne derselben und trat - es waren 58 hervorragende nationalliberale Führer und Abgeordnete - der Demokratischen Partei bei. Die nationalliberale Partei besah infolge dieses Verlustes nur noch einen rechten Flügel und dieser formierte sich als Deutsche Bolkspartei. Die Demokratische Partei nahm die 58 auf und war nicht so unhöflich, sie zu fragen, warum sie desertiert seien. Fetzt, nach fünf Fahren, hat ein Teil der 58 die Demokratische Partei wieder verlassen und ist derselben gerade im beginnenden Wahlkampf in den Rücken gefallen, unritterlich und nach Renegatenmanier; einige begaben sich sofort zurück zur Deutschen Volkspartei, andere nahmen einstweilen Aufenthalt in dem Wartesalon „Liberale Bereinigung“. Nationalliberale galten stets als wandlungsfähig, man braucht sich also über die zweimalige Fahnenflucht der Schiffer, Voehme und anderer Deserteure nicht zu wundern. Durch ihre Zugehörigkeit zur Demokraiischen Partei sind sie wenigstens davor bewahrt geblieben, zeitweilig in die Gefolgschaft der Kappregierung zu geraten, für welche die Deutsche Dalkspartei am 14. März 1920 durch Herrn Stresemann einen Aufruf erlassen hat; et liegt mir im Wortlaut vor, vielleicht sieht ihn sich der Fragesteller einmalan. Realpolitik hat damals Herr Stresemann gc trieben, vielleicht ein wenig zu real. Gießen, am 27. November 1924. W89D Dr. Wilhelm Grünewald. nicht, aber ich biete Ihnen solche zu derartig blühen Vorzuasvreisen an, dass Sie die Gelegenheit mit Rücksicht auf die herannahenden WeihnacktSfeiertane benutzen roollen, um auf diese Weise ein billiges und gleichzeitig gutes Weihnachtsgeschenk zu erhallen. Solange Vorrat reicht, gebe ich ab: e flMlIMM 6n? 2.50 toMeite Dessins, das Stück von . . 3.50 Samenstrümpfe Flor), schroarz, Paar . . . . 85 DamenstriM roebfede, verstärkte' Srosse,' OC schwarz und alle modernen Farben, Paar . . . v« KWWMWlö modernen Warben? Paar 125 Herrensocken Paar von .... ..........45 Stickerei oon......................10 an an an an Auf diese so billigen Grundpreise gewähre ich ausserdem noch 8 Tage lang einen Sonder- Rabatt von 10 Prozent. onsoe El. ZraeftschksRstiel Kein Laden Afterweg 48 I Kein Laden Bienenzü hterverein Gießen u. Umgegend. Versammlung am 30. Nov., nachm. 3 Uhr (pünftl I, bei Kraft, Giessen, strankfurt. Str 81. T.-O.: 1. Aortrag d. Hrn. Schnell, Wernges „Der Kuntzsch- Betried". 2. Erke- > bung des restlichen Beitrags für 24. Neckt zahlreichen Besuch erwartet 1 Leihgestern, 27. 11.24 19445D Buss. Freitag, 28. November 192J Giehener Anzeiger (Deneral-Anzeiger für Gberhefsen) Ur. 28J Swettes Blatt um Worum es geht Don KreiSfchulvat Fischer. II laboratoricn. Twtzki entflammt den Krisen der Mensch c- misten, derjenigen russischen Revolutionäre also, die bei einer früheren Spaltung ein den Dolfche- misten entg^g ng s tz eS Mindest Programm für den revvlut.vnären Äomff proklamiert haben. Diese Vergangenheit wird ihm andauernd in Erinnerung gebracht. Der Organisator der Roten Armee und der Sowjetstrusts verleugnet sich nicht, weih er doch, daft Sinowjew eine abstrakte Theorie bedeutet, während die Wirklichkeit sich keinen „Ismus" kümmert. Verfassung. Der Redner kam dann auf die bekannten Schwierigkeiten bet der Bildung einer genügend breiten Mehrheit für d,e Regierung zu sprechen mrd gelangte nach eingehender Betrachtung aller Möglichkeiten zu dem Schluß, daft di« Einbeziehung der Deutschnationalen m die Regierung eine zwingende staatliche Rotwendlgkeil fei, denn die bisherige Koalition verfüge im Reichstag nur über eine Minderheit und mit der Sozialdemokratie könne bei ihrer gegenwärtigen besonderen Einstellung keine Regierung für lange Dauer gebildet werden, llebrigend seien ja bic Demokraten schon im Mai bereit gewesen, in die Mitregierung der Deutschnationalen einzuwilligen. zu jener Zeit also, als die Deutschnationalen dem Dawesgutachten noch durchaus ablehnend gegen- Überstanden. Jetzt hätten die Deutschnationaten den DaweSgesetzen zugestimml und sie wollten sie auch mit durchführen, also müsse man sie doch auch nach der demokratischen Meinung vom Mai mit zur Verantwortung Herangehen Die Parole, jetzt gehe der Kampf zwischen Monarchie und Republik, sei ganz falsch. Kein vernünftiger Mensch denke jetzt an die Fvige der Staatsform, die Arbeit gelte nur der Sicherstellung der unumgänglichen Le- Das Wcrner-Sicmens-Jnftitut für Röntgenforschnng. Ein eigenartiges Denkmal ist jetjt Warner Siemens, dem Begründer der ElellrotechmI, m Berlin errichtet worden. Es ist kein Bild in Ctem oder Ern, sondern eine Anstalt, die Zugleich Forschung und der angewandten Wissenschaft dient das Werner-Siem-.ns-Institut für Rontgen- forschung. D-e Anstalt ist aus dem Bedarsnis der SE Derl.n, die Röntgenabteilung im MoaLi.er Krankenhaus zu erwe.tern, uno aus dem Wunsche her F rma Siemens & Halske, ihre Röntgen- appa^rte prakt sch zu erpreb.-n, ent>tan en Da die Stadt zum Dau des Instituts nicht genügeD Geld hatte, so veremigte sie sichjnü uCC hnna. um das Institut ins Leben zu ru^en, ted a^ Abteilung des Krankenhauses Moabit der Krankend hanrl ng dett und zu- A ch unter Leitung eines f«I&|tanx^n 'Kant- SenSoaen die Forschung fordert. Die Stadt ^rli^hat drei Baracken zur Verfügung gestellt, | bie von der Finna eingerichtet und mit den er- i^^Man fdg* uns, die Deutschnationale Volks- Partei fei trotz ihrer Blanken gegen unseren heutigen Staat zur praktischen Position Arbeit an der Erhaltung des Staates bereit Angewandt auf die Lebensfrage, die für unser Volk zur Entscheidung steht, wird man fragen mu s m. Jst se trirflid) dazu bereit? Hat sie die .Rich ltmen deS Reichska-izlers Dr. Marx angeiwm.nen ? Stei^ «e zu der Politik, die durch d« Annahme der Dawesgeseh« vorgezeichnet ist? — Aus der te- rühmten Abstimmung vom 29. August ist das nicht ersichtlich: aus den Parteierflarungen und den P resseäuherungen seit der Reichst^sauflö- luna noch viel toeirig-ir; ganz und gar aber nicht aus dem was die deutschnationalen Redner im bei dieser Stellung die sehr ungünstige Aordfront. Die beste Besonnung wird man in städtischen Straften bei Häusern erreichen, deren Achse in der Diagonalen zwischen den Himmelsrichtungen liegt, während bei anderen Straftenrichtungen der Schatten der gegenüberliegenden Hauser sich störend bemerkbar macht. Auch ist bei Haufern, die in der Südwest—Rordost- bzw. Sudvst— Rordwest-Richtung liegen, die Verteilung ter Besonnung aus beide Fronten gleichmäßiger als Än in ter Ost-West-Richtung. ffächlichteiten zu senken. Dies« Rebensächlichkeiten treten heute aber härter In den Vordergrund als es im vorigen Winter der Fall war. Trotzki hat seinen Aufenthalt im Kaukasus zur Riederschrist einiger seiner Erinnerungen on bie Borkr>egs° neschicht« der kommunistifchen Partei Ruftlaiws, an den Oftoberumstürz von 1917 und an ten «rietenSverliog von Drest-Litowsk benutzt^ In einer der beiden Broschüren kommt er auch auf «da« Beilagen des Vorstandes der kommunistischen Dartei Deutschlands im Oktober 1923 zu sprechen unb sagt, eine bolschewistische R e v o l u- tlon in Deutschland sei nun aulüaftrc hinaus nicht mehr möglich Set gun- .ftinfte Augenblick sei von den deutschen Kommunisten selbst verpaftt worden. 3m übrigen aeiae sich daft di« Welt in eine, wenn auch VourgeviS-räuberische pazifistische Aera eingette- ten sei und daft sich im internationalen Leben Kräfte bemerkbar machen, die den Ausbruch der Weltrevvlution zwar nicht unmöglich machen, ihn aber h i na u s s ch i«den könnten. Gleichzeitig hält er Abrechnung mit den heute führenden Diktatoren der kommunistischen Partei Ruftlands und der Dritten Internationale, erinnert sie an ihre UnentschlossenheitIm Oktober 191? und sagt, wenn Lenin und er damals nicht di« gewaltmässige Machtergreifung in Estland durchgesetzt hätten, wäre der Sieg des Dalsih«wis° mus nie möglich gewesen. Hierbei bedient sich Trotzki eines Tones, der selbst manche seiner Freunde stutzig gemacht hat, seine Anhängerschaft in Partei- und Armeekreisen Jäm« m ter Bevölkerung aber nicht verringert. Trotz ft selbst ist Vein (Regner deS resoluten Kampfes für die Wattrevolution, nur hält er eS für notwendig, di« geeigneten Zeitpunkt« «^warten. DensÄten Standpunkt vertritt er hinsichtlich ter Bolschewisierung RuftlandS und man hat ihm bis heute noch nicht die Im vorigen Winter ge- fallen« spitze Bemerkung verziehen, di« Parteikarte mache noch keinen Partcimann. Sinowjew, ter Leiter ter Dritten 3nter- TOtronatc. Bucharin, ter konsequenteste Theoretiker des historischen Materialismus in Moskauer Auffassung, und.ter Trabant der beiden, 6 tat In erblicken in diesen taktischen Erwägungen Trotzkis ten Beginn eineS Liquida- torentumS. das sich sehr bedenklich mensche- wistischen Theorien nähere und ten Sieg es lau der Weltrevolulivn zu hemmen droh«. Die Erregung ter 'Parteidiktatoren ist um so grofter als Trotzki deren frühere Tätigkeit aufterst scharf kritisiert. In diesem Streit ter Ta.ttk und Au ton- tat taucht das Wort Leninismus immer wieder auf und eS ist ergötzlich zu beobachten, wie Sinowjew einerseits und Trotzki andererseits um die führende Rolle im Leninismus kämpfen. Wie es aber von jeljer gewesen ist, siegt in ter straff disziplinierten kommunistischen 'Partei Ruftlands ter Zentralvvrstante Jnb Trotzki wird eS sich vvoaussichtlich gefallen lassen müssen, Würden und Aentter in die Hände ter Diktatoren z u r u ckz u l e aen. Denn diesmal scheinen Sinowsew und seine di« Aur Zeit auch die kommunistische besold,™. m» lange Federlesens machen zu wollen. Als Auftakt Frankfurter Neues Theater- „Otto der Getreue". Die GeisteSzwilllnge Earl Mathern und Toni Impekoven haten ehren Schwank getaut, desien drei Akte mit so viel Situationskomik und Humor gefüllt sind, daft von Anfang biS zum Ende lautcS Lachen tm Zuschiuenaam herrscht Otto der 2 reu« ist teS lrvnisck--amüsante Symbol deS talentlosen Don 3aan ter feine eigenen Angetegmhetten derart verhedtert. daft ein heilloser Wirrwarr entlieht, ten die betten Frankfurter Autoren jedoch m:t so viel ausgelassener Lustgkeit und liebenswürdigem Humor schildern, daft man diesen „Otto den Treuen" tatsä sch fien, die ten Arbeiten zugute kommen, so eine el cktrische Üb enantage, die für gena e te Zeitangaben sorgt, ein automatischer Fernsprechver- feftr ter die verschiedenen Räume mtternander verbntet und ein lautsprechentes Telephon, durch das der im verdunkelten Raum beobachtende Arzt ter im hellen Rebenraum wellenden Röntgenschwester 2lntce.fimgat geben tum. Das Lichterspiel überm Kreml. Im Reich der sozialistischen Unionen und shrer altehrwürd.gen Kremlstadt mit den fieben- zigmallieben Kirchen hat vor einigen Wochen wieder ein Spiel ter Kräfte eingesetzt, deren ürsprung In ter Verschlechterung der WtrtschaftSverhältnifse einerseits und tm Parteistreit andererseits liegt. Richts ist bei Beurteilung der neuen Situationen so verkehrt alS das nicht endenwollende Gerede von einem Rechts- und Linksbolschewismas. wofür man in ter groften Moskauer Parteidis- fuffion te< vorigen Winters Anhaltspunfte zu finden geglaubt hat. In Wahrheit gibt es weder einen linken noch einen rechten Bolschewismus, tooftl aber gibt es em taktisches Problem, um das auch in ter sonst so geschienen rusiischen kommunistischen Partei schon feit ihrer Begründung heftig gekämpft wird. Im vergangenen Winter ist das Thema nicht geftärt worden, und Trotzki war gezwungen, feine Polemik gegen feie autokratische Zentralleilung der kommunistischen Partei einzustellen. Seine Derbannung nach Item Kaukasus hat aber keineswegs ter Partei &ie Ruhe wiedergebnacht und so trifft eS sich denn, daft gleichzeitig mit dem Aufwachen ter groge von der industriellen Produklionssteige- nmg tes GetreiteekportS, der Dauer naus stante usw. im Lande über dem Kreml ein politisches LichtersPiel beginnt, das den Sowjetmachthabern schvn immer willkommen war, wenn es galt die Aufmerksamkeit tes Auslandes und ter russischen Oeftcnti chkeit selbst von Hauptfragen auf Reten- Wahllampf vortrogen Wo ist da eine Erklärung ' , u i.nten, di« ausspricht. Wir treten loval auf ten Boten der in den .Rich'limen" vorgczeich- ncien Auften- und Innenpvlttll? Aber sagt uns Herr Dr. Scholz von der Deutschen V.lkspartei. di« Deutschnat.oN'ilen baten die Richtlinien doch angenommen. WaS sagt ater Herr Graf Westarp dazu, ter doch besser weifen muft als der vclkSpartcll.che Füh er, ob ie angencmmen Worten sind oder nrchl? Er erklärte Wir denken gar nicht daran! Ünd wo man im deut'chnaiioimlen Lag-r ten Richtlin er nicht g^nz abl b «id g ge rüb rstehr. treften w r doch noch auf alle m?guten Vorbehalte — Rem. e5 ist schon so: Di« Deutschnai.vnale Vollspartei! 1 xxt die Voraussetzungen noch nicht erfüllt, d e hn Interesse einer ruh gen Fortführung der Reickspoliiik gefordert werden müssen. Somit fällt auch der Einwand in sich zu° stmnnen, ten man immer wieder hören muft. als sähe man bei uns Demokraten nur die Parte en alS regierungsfähig an, tnc ganz und gar republikanisch denken: als forter.cn wir die gninte sSyliche Ueteryugung von ter idealen ilnüter- treftlichkeit ter Republik. — So anspruchr-voll waren wir? Dir machten die Anerkennung ter Vollwertigkeit einer Partei von euren Polin chen Gl- urbenstekrnntr.is abhi gig? Mache, wir eine Protei Hätte die Deutsche VolkSvariei im Augen- Nid ihres Eintritts in die Regierung dieeS rigoros« Examen bestanden? Würde sie es beute bestehen? Und doch sitzt sie seit Ioniern in ter Regierung, und gerate ter Schreiber dieser Zeilen hat ihren Eintritt immer wieder und schon zu einer Zeit gefordert, als dieser Eintritt noch im weiten Feld stand. Dabei macht die Deutsch- VollSpartei aus ihrer lleberzeugung gar fein Geheimnis. M. E. mit Recht: ich schätze das, denn es gehört zur politischen Ehrlichkett. W,e weit bie Fv-lteit ter Deutschen Dolksp^ttei geh:, chre von dem republikanischen Staatsiteal abweichende Ausfassung auszusviechen, haben toir vor wenigen Monaten in (Sieben erlebt. Wir haben da bei besonders feierlicher Gelegenheit zu unserem Erstaunen hören dürfen, daft ein teuftcher Reichsministt-r. der der Deut chen Volks- partoi angehört, ausgesprochen hat. er d en« woltt ter deutschen demokratischen Reoubttk. a?cr auf ihrem Boten stehe er nicht. Gibt es wohl noch ein Land, in dem so etwas möglich wäre? Kann man die politische Weitherzigkeit noch weiter treiben? Sieht das aus nach republikanischem Doktrinarismus? — Di- deutschen Republikaner, nehmen viel in Kauf, mehr als ve'e:, Mannern in unseren Reihrn nach dem Ge'chnack ist. ^och glaube sie tun es in ter lleberzeugung, daft ter heutig« ©Mit Geduld und Rachsicht antoen- ten muft. um Zeit zu gewinnen, damit ter republikanische Gedanke sich tiefer und tiefer begründe. Ich glaube auch, daft diese Methode richtig ist. Stte zeugt von politischem Verständnis, von Wellblick, von Vertrauen und Zuversicht in ter Entwickelung, sie zeugt nicht von part-ipoltti- scher Engherzigkeit oder gar von republikanischem zur Liquidation des Trvhftsmus. von dem Sinowjew spricht, darf der D-schluft ter Partei teS Moskauer Gouvernements gelten, beim Parteizentrum ten Ausfchluft Trotzkis aus dem politischen Bureau ter Partei zu beantragen. Trotzki wird eindeutig ter Vorwurf gemacht, er sei drauf und dran, dem Parteizentrum das Wafser abzugraben und an Stelle des Leninismus den Trotzkismus zu setzen. Der LeniniS- muS selbst ist dabei noch nicht in bestimmte Formen gebracht, sondern man modelliert ihn zur Zeit noch in den kommunistischen Partei- Siege zu herbeiten, damit wir enMM> Mi flat*len und dauerhaften Regrerungsvertettnissen tarnen. Einerlei, welcher Partei man an gebäre, man mulfe den Blick über die kleinen Ereignisse teS TageS. über das Parteigezänk Hinweglenken aus die großen politischen Entwicklungsli.ii« Folge, die sich jetzt geltend mache. Rur eine Politik, die mit ten gegebenen Möglichkeiten bei streng nationaler Einstellung rechne, sei die richtiges würden wir aus eine nach internationalen Gesichtspunkten geleitete Politik eingehen, so würden wir wieder die- selben Enttäuschungen erleben, wie in den letzten fünf Iahren Auch ter ter Frage unser«- Der- trrtts zum Völlerbund müftten wrr streng darauf sehen, daft unsere berechtrgten Interessen nicht zu kurz kämen. Hierbei gebe es nicht nur um die juristische. sondern auch um die moralische Gleichberechtigung. d. h. in keiner Form dürfe sich eine deutsche Regierung noch einmal zur Llnterstützung der Kriegsschuldlüge herg-ben. Weiter teufe und nicht zugemutet werten, g.-gebeneiifallS das mtli- tärische Aufmarichgelände von Dölkerbundsttup- pen zu fein. Endlich müsse ter Versailler Spruch hinsichtlich ter kolonialen Betätigung aufg hoben und Deutschland zum gleichberechtigten Mandatar für die Kolonien gemacht werten. Diese deutschen Vorbehalte seien von Stresemann mit Recht als Bedingung für Deutschlands Beitritt zum Völkerbund zum Ausdruck gebracht worden. In allen Fragen der Außenpolitik müftten wir eben in erster Ctnie immer an die eigenen nationalen Interessen denken und unter diesem Gesichtspunkt aus der Lage herauszu holen versuchen, was überhaupt nur zu erlangen sei. Uebergeftcnb zu den Fragen ter Innenpolitik legte ter Redner zunächst Verwahrung ein gegen di« Parteien, di« nach auften hm immer den Pazifismus forderten, di« ater ten politisch anterStentonten eigenen VollSgenosfen gegenüber nichts von dieser friedfertigen Haltung zu erkennen gäben. Romen kl ich tee teinvftatische Partei trete jetzt mit einer unerhörten Untelb- samkeit den Rechtsparteien gegenüber. Dieser Geist ter Unduldsamkeit und ter Engherzigkeit sei am wenigsten vereinbar mit einer wirklich demokratischen Auffassung und mit der demokratischen Hausbau und Himmelsrichtung. Die falte Jahreszeit naht wieder heran, und es wird für uns non höchster ^eteutung ob sich dazu ZÄT w ’u arvft und gut abgedichket fern musien, fommt dabei vor allem die Himmelsrichtung in 5^9«. denn das Haus soll so gestellt werten, daft die von der Sonne zugestrahlte Warme mog^f ausgiebig wirken kann. Darüber, welche Achtung die Hausachse haben soll, um diesen.Z^eck z^ erreichen hat man viel gestritten, und iete über baust mögliche Richtung ist empfohlen worden. Bei ter Rord—Süd-Richtung ter Bauachse, die von den Daumeistert. bevorzugt wird erhall das Haus die meiste Sonnenwarme, aber busiU keineswegs wünschenswert, denn ter Sonnen einfall in ein Zimmer ist durchaus nicht immer gesundheitsfördernd, sondern kann tm Sommer ara fpbr läsng empfunden werden. Vorteilhafter ist die^Richtung von Osten nach Westen, bei ter also Rorte und Südfronten entstehen. Solch« Häuser bekommen im hinter verhaltnismaftig viel im Sommer verhaltnismaftig wenig Warme Strahlt, ^oeU die (nnn^trahten iw Winter wegm des tiefen Standes der Svmie wett m die Räume eindringen können, nn Sommer dagegen wegen des Sonnenhochstantes nur sehr schräg Unfällen. Dieser Vorteil macht sich ater nur bei freistehenden Hausern oder m sehr Seiten Straften bemerkbar. Auftertem entsteht M'o: Die Stellungnahme zur ReichStagSwafl wird bei uns Demokraten teltünmt durch eine Sorge von techster nationaler De eutw g. durch bic Sorg« um die Erhaltung ter Rheinlands Gegenüber dieser Ent chei^ung tiefen für uns oße anderen Erwägungen an Beteutung zurück. Setzen wir uns mit ten l)Eursächlichsten Ein- wendutigen g^gen unsere Auf assung au.ei .ander. Man sagt uns oft — und das war an dieser Stelle kürzlich auch aus ter Feder eines seitherigen Mitbürgers zu le'en, dessen politische Aussätze in unserer Stobt sich ganz tefonterer Beachtung zu erfreuen pflegen — es sei Zett, alle zu staatserhaltenter Mitarbeit bereiten Partien als regürungsterechtigt anzuei keimen u,,d fc in di« Regierung aufzunehnien. Dieser Forderung kann ich grundsätzlich nur zustinumn. Gerate wir Demokraten haben immer toieter ausgesprochen, daft man den Fehler nich! noch eiranot machen dürfe, ten man in Deutschland vor dem Kriege durch Iahi Hunderte hl ite.rch begangen hat: Die Fernhai u g eines Bollrte.^ von ter Mitarbeit an ten Auigabm beZ Staates. Jedermann keimt die veich.erenten Wi.mngen in unserem öfsentllchen (mcht allein tm poltti chen Leben die die unbegreifltd/e Femha.tti-^ bei Oo- zialdemokoati« von allen Stellen im ftaathajen Leben hrrvorgerusen hat. Und gerate weil h^ute ter Gedanke wieder in ter Luft liegt, ter Sozialdemokratie gegenüber ten alten Selber zu wiederholen (Dürgerblock mit ausgesprochener Kampfstellung geg.-n die S?zialdemok:aten), baten wir immer wieder darauf bt"gearbeitet, daft di«.«s 2lus«inauterbrechen unse.er Vollsgemein,chaft tn ,wei feindliche Lager wie vor tem Striege ter- nLekÄr^Dralle Fehler soll nicht wieter- holt werten. Er darf aber auch nicht neu gemacht werden, intern man jetzt die Deutsch- nationalen für dauernd von ter Muarbett 6toat auSIchlteftt. Aber wer will das? D« D^ mofroten getoift nicht. Unser Parteisührer Koch hat dieS in ofti-iell.n Partsierkläruagen w«ter- holl ganz unzweiteutig ausgesprochen. Ater so stehl dte Fv>ge «ben^ nicht. SS hantelt sich diesmal nicht um di« Gleichterech- timing ter Parteien, soweit sie zu staatserhal- tmiter Arbeit tereit sind. Sie w>llea wir niemand wehien. Sondern wir wollen prüfen, ob die Mitarbeit einer zum Eintritt in die Regierung bereiten Partei auch für Volk und Vaterlan d von Ruhen ist. Und wo zur Zeit so vieles auf tem Spiel« steht, tote m tem ersten Artikel dargetan ist, soll.e es verstanden werten können, wenn unsere Bedenken gegen die Aufnahme der Dcut'chimlionatoi Volks- p^itei in di« Regierung stärker sind alS unfere arur.Mäftlieft* Stellungnahme in der Frage — Datei soll von sehr erheblichen Be.eiten m Hinblick auf bte Innenpolitik noch abgesehen ^enSintetteTten SÄ deutschen BoUeS, unb zur De- wültigung dieser großen Aufgabe brauche man die breite, feste und dauerhafte Regierungsmehrheit, die eben mir durch die Einbeziehung der Deutsch- nationalen in die Regierung zu erreichen sei. Zu diesem Ziel führe aber in gerader Linie die Po- litif, die von der Deutschen Volkspartei vertreten werde. 3n Anbetracht der mittlerweile weit vorgeschrittenen Zeit berührte der Redner bei seiner Betrachtung der hessischen Politik nur einige Hauptpunkte. Er wandte sich gegen die Steuerpolitik der jetzigen Regierungskoalition in Hessen. Unter deren Führung des Staates seien die Steuersätze so außerordentlich hoch hinaufgeschraubt worden, daß alle Steuern wett mehr einbrächten, als nach dem Voranschlag notwendig sei, während auf der andern Seite der hessische Steuerzahler nicht wisse, woher er das Geld für alle diese Steuern nehmen solle. Ein Antrag der Deutschen Volkspartei aus Herabsetzung der Steuersätze sei aber trotzdem von der Regierungskoalition niedergestimmt worden. In einer so schweren Zeit, wie der jetzigen, dürften keine Fonds aus den Erträgnissen der Steuern angesammelt werden, wie es jetzt geschehen sei, Fonds, die man dann wieder gegen hohe Zinszahlung an die Wirtschaft ausleihe. Das sei ein finanziell ungesunder und nicht zu rechtfertigen- der Zustrmd. Rur für die Neufestsetzung der Herabminderung der Steuersätze tonne hier Wandel schaffen. Weiter betonte der Redner, daß das Ministerium für Arbeit und Wirtschaft den gerechlfcrligten Forderungen der Wirtschaft und Landwirtschaft nicht in dem gebotenen Mähe Rechnung getragen habe, und endlich wandte er sich nachdrüchlich gegen den Geist der Unduldsamkeit und Unfreiheit im Schulwesen, gegen die dort auftretende geradezu fanatische Bekämpfung all dessen, was an die ftühere grvhe Zeit Deutschlands erinnere. Durch diesen Fanatismus, in dem sich die Praxis Dr. Streckers auswirke, würde die Seele des Kindes schwer geschädigt. Man solle doch in der Schule nicht geistige Mauern aufrichten unb Hah erzeugen. In der Schule sei kein Platz für Parieipolitik, sondern nur Raum für die Erziehung des Kindes. Das gelte für alle und jedermann. Einigkeit und festes Zusammenfassen aller Volksteile im <5nme eines guten deutschen Rcr- ttonalbewusttseins feien heute mehr denn je notwendig. Diese Richtschnur habe bisher für die von der Deutschen Dolkspartei vertretene Politik gegolten, und sie werde auch weiterhin gelten. Möge das deutsche Volk sich im gleichen Geiste aufeen- und innenpolitisch den Weg freimachen zum weiteren Äufstteg. StülMischer Beifall dankte dem Redner für seine nahezu zweistündigen Darlegungen. In der längeren Aussprache kamen ein Vertreter der Mielerinteressen und hieraus eine Wortführerin der Kommunisten zu Wort. Beiden antwortete der Redner unter dem starken Beifall seiner politischen Freunde in sachlicher, vornehmer Werse. gentrumspartei. Die erste Wählerversammlung der Zentrumspartei fand am Mittwoch abend im Katholischen Vereinshaus statt. Aach der 'Begrünung und einigen einleitenden Worten deS Vorsitzenden sprach der Innenminister v. Brentano zu den polnischen Fragen dieser Zeit, Er beschäft gte sich zunächst mit dem Parteiprogramm im allgemeinen unb erwähnte hierbei, dah die Zentrumspolitik stets auch mit für die Land- toirt1. Die er 2'u > schuß wat bereits am letzten Freitag g-eb.I.ct werden; seine Aufgabe ist dir Prü u rg u b Zulassung der Verbindungserklärungen innerhalb des 10. Wah kr isve bantel He se > für die Reichstagswahl. Das Ergebnis der Verhandlungen war. daß nächst hende Wahlvirschläge im 33. Wahlkreis (Fr istaal Hefe ) mit den entsprechenden 'Doihlvor'chlägen des 19. Wa' V fiel es (Hesse i-Ras'au> für verbunden e k ärt worden sind: 1. Sozialdemokratische Partei Deutschlands. 3. Zentrum. 4. Kormnni ich- Partei. 6. Rattonalsozialistische Freiheitsbewegung 7. Deutche Demokratische Partei. 9. Wirt - schaftspartei des d mischen Mittelstandes. 13. Hiußerbund. 14. Freiwirtschaftsbund F. F. F. (Freiland, Freigeld). 15. Unabhängige Sozialdemokratische Partei. (Die den Parteien her vorgesetzten Ziffern sind die des Stimm'ettcüs.) Es haben alsu keine Be bin. u-gserlläru gen ab- g^gbrn: Die Deutschno ionale Vol spartet, die Deutsche Volkspartei und der He,sieche Dauern- bund. Turnen, Sport und Spiel Turnen und Spiel in den Schulen. Gestern erwiderte die Schüler r --.schuft der Oberrealschule Gießen den 'Besuch der Friedberger Augustinerschule. Ein Wettspiel im Handball wurde auSaetragen. Trotz mehr als schlüpfr ger Bvdenverhäl ni se blteb Gießen dank des schien Zu^amme ispiels mit 3:0 Sieger. Die M nnsHaft bnteHtig' m dieser Zusammenstellung zu ben schausten Hoftnungen Stadtamt ffiv Leibcsübungeu in Hannover. Die bürgerlichen Parteien in der hannoverschen Stadtverwaltung haben an den Magistrat den Antrag gestellt, in Beratungen über ein für Hannover zu gründendes Stadtamt für Leibesübungen einzutreten. Der Antrag löst in allen turnerischen und sportlichen Kreisen Hannovers und darüber hinaus Genugtuung aus. Ein weiterer Antrag ersucht den Magistrat, die Errichtung einer neuzeitlichen Schwimmanlage in Erwägung zu ziehen. Die unten angeführten Artikel eignen sich infolge besonderer Preis würdigkeit speziell für Weih nachts- Geschenke und empfehlen wir, da der Vorrat nur ein beschränkter ist, sich schon jetzt einzudecken. und TferreniöäscAe Ab Montag, den 1. Dezember 1924 zu besonders herabgesetzten Preisen 9426t PfänderZ/erAauf von *3)amenii)äsc/ie Taghemden aus wirklich guten Stoffen mit Hohlsaum od. 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Fieber zuckte in den Fingern des Mädchens.--- inzwischen war Gerhart in fernen ' Schreibtisch, schlug es auf, setzte sich ouf dem Ueo?r'eepapier, das sie bei sich hatte, die h-chst icllfamen Wort Bildungen mit ihrm deutschen Erklärungen aus dem Büchelchen ab. 'Zweimal schon kmttc sie die Arbeit vornehmen ferren neu le hoffte sie da'nit fertig zu werden. So itx3i- leine schwierige 21. beit, erforderte aber Sufmcrffamteit. Die wunderlichen Worte und JVir:fähe des Gode mußten auf das genaueste Bi-chst.aben für Buchstaben nachgemalt werden. Qlud während sie schrieb, lauschte sie mit allen Sinnen und war! nur zuweilen einen ra'±en ^sici auf die Standuhr vor sich. Sie hrtte nech Zett, -sie hatte ein scharfes Ohr und wußte, in dem Augenblick, da in dar KonsidOrttrr der Schlüssel gedreht wurde, mußte das B^h m das k^bfach zurücksliegen. Dann 'ah sie wieder eme gleichgültige Broschüre in der Hand, am Mittel- trsche^— und wartete. Während der A beit spannten sich ihre Zuge Kib schärften sich. Das Gesicht wurde älter. Es Schnitt des Zivils 'ah, wer Auge dafür hatte ohne tr^eilercs der l.mr aus dem diplomatischen Gewerbe, der aus dem Bundesrat, das drüben war ein agoarilcher Abgeordneter, und der fee bei eintrat, sicher ein lebenslustiger Geheimer Finanz^ rat. Ein jüngerer Herr aus der Kolonialabteilung und ein Legationsrat aus dem Auswärtigen Ami setzten sich mit Hallo an den Tisch Gerharts sie wußten schon von seinem Höhenflug nach Peking, und es war natürllch, daß das begosier w-rden mußte. Man rief nach Sekt wie Fcsi- siafl in der Schenke zum Eberkopf. Es wurde bald laut am Tische, die Stimmen schwirrten, der Wein färbte die Wangen, blank wurden die Augen. Einer war bis vor zwei Sahren drüben in Ehma getoelen und führte das große Wort. Alles in Ordnung, 'eit wir tr Kiautschou sestlatzen das geben wir nicht wieder her! lieber die FremdenfeiEchast der Kai- serin-Aegentin wurde auch mehr gefabelt, al- nötig war - - gewiß, der «alte Buddha" hatte es faustdick hinter den Ohren, und dem Thron-- Anwärter, dem dicknalrgen Prinzen -s uan, war erst gare nicht zu trauen . . . (Fortsetzung folgt.) silnd hatte der Vater nicht gesagt, daß sie nun selbst vor der Heirat stehe? Mit einem Missionar, einem der Brüder in der Kolonie — es ttxxr alte Sitte bei den .Herrnhutern, daß man die ledigen Schwestern gerade mit denjenigen unter den Brüdern zu^ammeittat, die im Begriffe standen. wieder hincnrs in die Weite zu ziehen, um das Heil der Seele den Ungläubigen und Glaubenslosen zu predigen. Vatürlich war nach Lage der Sache di? Bedenkzeit nbcrftüsiig. Aber Gerhart wollte vor der Entscheidung Frey? noch einmal sprechen das wollte er. Er suchte innerlich gern nach Gipfeln der Abhärtung und kam doch von kleinen wei>chen SentimeTttalitäten nicht los. Sie trugen Splitter von Poesie in feine gepflegte Selbstsucht. Wenn er der kleinen Fveye gedachte^, wurden Kindsgefühle in ihm wach und süß Schwärmendes, es floß ein sanfter Hauch unschuldsvoller Ber» gangenheit in die stürmische Gegenwart. Warum sollte er dem Empsinden nicht nachgeben? Was tat es? Bedenkzeit Unsinn. Sozu'age i Vor- spiegelung falscher Tatsachen. Oder ein alberner Einfall. Bloß lprechen wollte er Freye noch e:n- mal — und von ihr AbtchiÄ» nehmen. Vielleicht er sie nie wieder im Leben Er ging vorläufig nach China und sie mit ihrem Missionar nach Patagonien oder Labrador, nach Sibirien oder auf die Snfeln der Südsee — Gott weih wohin! — Er hatte zu Abend gegessen, blieb aber noch sitzen. Ein paar Bekannte kamen und gesellten sich, zu ihm. Es eilte ihm auch nicht Bei dem Ged-anken an den Besuch C lernen res senkten sich seine Mundwinkel. Was wollte fie wieder? Er war der flüchtigen Liebelei herzlich iiberbrüffig. Der Leichtsinn hätte ihm in die'em Falle einen bösen Streich gefpielt. Sie wurde bei grohen Bcuts auf der GeiMch« Netchsanleibe . 3’i% Iwiirlflt )Jkiih2.25, Ssinnes-Ri.reck 40.50, Tellus ?4 Von Kaliwerten zogen Aschersleben auf 138 an, während Westeregeln mit 16,63 unver- chr'derl blieben. Auch der Bankenmarkt stand im 0 810 1.010 0,975 1.460 O.bli 1,123 1,25 1,24 1,16 4,? 88.5 I 9.25 40,6 125,6 6 11,50 12 16,62 1,76 0,37 0,33 । 69,75 11,60 12,30 75 79,25 •101,75 14 16,65 7 14,13 47 40,90 Frankfurter Getreidebörse. (Eigener Drahtbericht deS „Gießener Anzeiger .) Frankfurt a. M, 27. Aov ES wnirden notiert: Weizen lWetterauer) 21—23, Aoggen (intändischers 21— 2225. Sommergerste (für Drau- zweckel 24-26,50, Hafer linländffcher) 17 50 bi« 21,50, Mais (fldb) 21- 21.50. Deizemmchl (in- ländisches. Spezial 0 ) 35 - 38.25. Aoggenmehl 31,25—34,50. WerzenNeie 12,50—12,75, Roggen- kleie 11,75—12. Tendenz: Aicht stetig. Frankfurter Schkachtviehmarkt. (Eigener Drahtbericht des .Gießener Anzeiger*.) Frankfurt a. M 27 Aov Auftneb: 4 Binder. 1 Ochft. 2 jrc ser, 940 Kälber. 1366 Schase. 420 Schweine Es wurden bezahlt pro Zentner Lebendgewicht: Kälber s.inste Mast- fälber 65—70, mittlere Masi- und beste Saug kälber 57—64. geringere Mat- und gute Saugkälber 50—56, geringe Saugkälbec 40 -17. Schafe: Maßlämmei- und Masthämmel 32 37. geringere Masthämmel und Stza'e 24 31 mäßig genährte Hämmcl und Sck ase (Merz chase) 15- 22. Schweine: vollflcischige von 80 l'iS 100 Kilo 74—76, unter 80 Kilo 68 74. von 100 bi» 120 Kilo 76-78, von 120 bi« 150 Kilo 76 26. un ivine Sauen und geschnit ene Eber 60- -68. Markt- verlaus: Bei ruhigem Handel geräumt. Berliner Produksonbörse. Berlin. 27 Aov. Der Produftenmarsi verkehrte in ruhiger Haltung. Mebl still für Snland und Auslandware. Es notierten pro 1000 Kilo. Weizen, märt. 218 bis 223. poiMN. 214. Roggen, märt 207 bi» 211. Gerste, märt 220 bis 246. neue 190 bis 200. Hafer, mark. 168 bis 175, pomm 159 bis 166, Mais (1000 Bln.) 206 bis 208, AaPs 400, Leinsaat 410 bis 420; pro 100 Kilo: Weizenmehl 29,50 bis 32,50, Avggenmehl 28,25 bis 31.50, Dcizcntleie 13,70 bis 13,80 Aoggenlleie 12,20 bis 12.40, Viktoria- erbfen 30 bis 33, kleine Erbsen 21 viS 23. Futter erbsen 18,50 bis 20, Peluschken 16 bi« 16,50 Ackerbohnen 21 bis 21,50, Wicken 17 bis 18 Lupinen, blau 12 bis 14. gelb 15 bis 18. Serradelle. alt, 11 bis 12. neu, 16 bis 17. Rapskuchen 16,50 bis 16,70, Leinkuchen 25,50 bis 26, £ roden- schnitzel 8,70 bis 9, Torfmelasse 8.30 bis 8.50. Kartoff elf locken 18.20 bi« 18,60 Ms Büchcrtisch. Dr. Hanns Floerto läßt fo.-ben iw Verlag Georg Mülle i . München einen fünf- bändigen M a ch i a v e l l i erscheinen, -der nicht nur das berühmte Buch vom „Fürsten'' enthält, sondern auch Machiavellrs Wert übd Den Staat, ein Werl von merkwürdiger Allualität, ferner Machiavellis schöne ..Geschichte der Stad! Florenz". Fichte war es. bet seinen Zeitgenossen dringend empfahl. Machiavellis politische ^chrrj- ien zu lesen. Er würde wahrscheinlich heute seine Mahnung noch dringender wiederholen. - Amerikanische Stimmen Unter diesem Titel kündig, ein amerikanischer Verlag eine Monatszeitschrift in deutscher Sprache an. die füfreJtbe. Persönlichkeiten der Vereinigten Staaten zu Worte kommen lasten und so durch zu- verlästigd ünv systemattsche Berichte dem deutschen Leser eine genaue Kenntnis des politischen, wirtschaftlichen, fulturdlen und sozialen Leben« dieses für un« so wichtigen Lande« vermitteln wlll „Ruud um die Frau." Kleine Geschichten von Heinrich ZerkwLen Buchausstattung von Pros. W. Poet ter. (Verlag von Franz Borgmeher tn Hildesheim Gebunden 1,20 Mk.) Eine Handvoll kleiner Geschichten, die so duftig, beseelt rmd beschwingt finb, daß sie zusammen einen kleinen, aber köstlichen bunten Strauß er geben, den Dichlerhand, als Gruß am Wege des Schaffens gepflückt, der liebsten Frau und allen Frauen darbietet. Ein fchmales, dünneS Bändchen nur, wie „rund um die Frau" kreisen, deren Lob verhalten und laut aber eine echte Dichter- gäbe, die schwer wiegt in den Händen und Herzen der Frauen. ?6. Novbr. 27. Nov'-r. Neyarl. 27. Bmtlidi» ’iiotterunj Welt Brirt #hutlic6: v7.4J । 17,65 Dan tn 139,18 20,375 61,89 73, 2 112,6? 10,53 '.8,20 19,12 4.11 22,25 80,87 87.31 5,905 12,87 5.625 1.59 3,05 1,61 0,475 6,095 18,45 »tee. 170,02 20,475 62,21 73,68 113,18 10,59 18,20 '.9,52 4,21 12,37 81,27 87,59 8,935 1?,63 8,645 1,60 3,17 1,62 M85 6,125 18.56 aolt voll 1'0(1 voll voll voll voll voll 'Oll voll voll voll voll VE voll voll voll voll voll voll voll voll VOfliDOll voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll uoll.doll voll voll voll voll UOUlBOll rrrfTw, k7. Novbr. ®en> Brlel Nevarl. emertfantfiDe Rettn . , ,,, Betatsche 9?ottn ...... Dänische Noten Enattschc Noten «.««•••• Rraniöfiitfie Note» ...... BoITönbfjme Noten...... Sta(;eni;6e Noten ...... Norweatsche Noten...... Denffch Ocsterr .iiioo JtrmMl Numäntsche Noten...... Kchwedyche Noten...... Schweßer Noten....... Spanische Noten....... Tschechoslowakische Noten . • Unaarische Noten . . . . « 4,11 20,31 73,17 19,427 .2,21 109,03 18,20 61,85 5,90 2,14 112,37 80,75 57.28 12,5« 5 6,60 4,21 20,43 .3,63 19.577 22.23 1(9.87 18,30 (2,15 6,92 2,16 112,93 61,15 67,54 12,605 5,6? doll voll voll bofl voll 60(1 voll voll voll voll voll voll voll voll voll Korpulenz und Krankheit. Die skrankhetten des reiferen Alters. Bei den meisten Menschen stellt sich schon vor dem vierzigsten Iahre irgendein Merkmal des be- ?linnen den Alters ein. meistens in Form einer un- iebsamen Leibesfülle. Korpulenz ist die Einleitung für allerlei Gebrechen und Schwächen der reiferen Jahre. Sie ist eine Folge der Verzögerung des Stoffwechsels und Dlutumlaufes und steht im Zusammenhang mit vielen körperlichen Leiden und Beschwerden. Ie später die Leute korpulent werden, desto länger bleiben sie jung, frisch, lebensmutig und leistungsfähig. 2mr LEfJC'lL Elektrischen: Sonnenstraße Wohnungs - Einrichtungen und sämtliche Einzelmöbel von einfachster bis feinster Ausführung Man überzeuge sich von meiner Leistungsfähigkeit durch Besichtigung meiner großen Ausstellungsräume von meiner Kulanz durch Nachfrage nach meinen Zahlungsbedingungen 9199c Der Weihnachtsmann ist da! Abt.: Drogen Feine Parfüms und Seifen • Kölnisches Wasser • Kartonagen Manicüres • Kopf- bürsten-Garnituren Kämme • Christbaumschmuck Abt.: Photos Photo-Kameras und Zubehör-Vergrößer.- u. Projekt.- Apparate Kinos • Later.magicas Eisenbahnen-Dampfmaschinen - Autos usw. USV. DrogerieWinterhoff Kreuzplatz 9 und 10 0-I28D Homogene S.Rp. Klaviere iRRFr "" iw B I Wtt-uaao durch AUGUST FÖRSTER GIESSEN u. LICH gegründet 1876. l086c Vie Wissenschaft zur Magenfrage Auffallend wenig geklärt sind wenigstens beim grotzen Publikum die Anschauungen über den Nährwert der Lebensmittel, bei denen manche alte aber irrige Ueberliefenmg mitspielt. Uebertrieben wird der Nährwert der Hühnereier, von denen ein Arbeiter, um bei Hräften zu bleiben, mindestens 35 bis 40 Stück täglich verzehren müßte. Prof. Dr. Theodor Paul. Hinsichtlich ihrer Preiswürdigkeit und vom Standpunkt des Nahrungs- oder Betriebs« wertes aus betrachtet, rangieren die K a st a o« erzeugnisse vor sämtlichen Fleischsorten, Käse, Eier und Butter. Dr. Hans Berckum. Es ist kaum möglich, Nahrung in konzentrierterer Form mit sich zu tragen als in Gestalt vst