Mittwoch, 28. Mai 192$ Erstes Blatt ir$. Jahrgang De rlin, 28. Mai. (WTB.) §erDeichs- Vormittags zuerst den Re:ch5tagsprcs Leuten Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerbindlichkeit. Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örttichS, auswärts 10 Goldpfennig; für Reklame-Anzeigen d 70n m Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20" , Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: vr.Friedr.Wilh Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für der Anzeigenteil: Hans Beck sämtlich in Gießen. Die Regierungskrise. Besprechungen beim Reichspräsidenten. — Roch keine Klärung der Lage< Ute 125 Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertage, mit d Samstagsbeilage: GießenerFamilienblätter Monats-vezugspreis: 2 Goldmark u. 20 Gold- pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. F e r n s p r e ch-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: AnzeigerSiehe«. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686. Ein neuer politischer Mord. Berlin, 27. Mai. (Wolff.) Gestern abend fanden zwei Männer im Dahlwiher Forst bet Mahlsdvrf die Leiche des 16jährigen Schüler Günther Beyer, dem die Augen verbanden waren. Am Kopf zeigte sich eine Verletzung, die von einem Schuh herzurühren scheint. Günther Beyer ging gestern nachmittag gegen 5 Uhr aus der elterlichen Wohnung fort, um sich mit der Strahenbahn zur Teilnahme an einer Versammlung der Schüler-Buderriege in Köpenick zu begaben. Bon dieser Fahrt ist er nicht mehr nach Hause zurückgeüehrt. Gegen IV2 Ahi nachts erschien, m zwei Personen auf der Polizeiwache von Mcchlsdorf, die die Auffindung der Leiche Beyers im Dahlwiher Forst meldeten. Auf dm Brust des Toten war ein aus einem Avtizbach herausgerissener Zettel befestigt, der die Aufschrift trug: \ Tod den Faszisten? K. P. D.-Exekutive. Unten links stteht: .Erledigt am 26. Mai 1924.“ Die Rückseite des Zettels trägt die Aeberschrift: „Schwarze Liste Mahlsdorf". Es folgen dann zwölf Ramen von Mitgliedern der Bismarckjugend, darunter die Unterschrift: „K. P. D.- Exekutive". Unter den aufgeführten zwölf Ramen befindet sich wuch der Rame des Ermordeten. Dieser ist zweimal durchstrichen. Die Sanktionspolitik des Generals de Metz. München, 27. Mai. (WTB.) Der Provinzdelegierte für die Pfalz, General de Metz, hat am 21. Mai d. I. an den stellvertretenden Regierungspräsidenten der Pfalz eine Rote gerichtet, in der es u. a. hecht: Die Rheinlandkommission hat mit Stimmenmchrheit beschlossen, dah an H e l f f e r c ch die «Ärmme von 20 000 Mk. zur Reparierung der Materiat- schäden anzuweisen seien, die er infolge der öffentlichen Unruhen wiederholt erlitten hat. Diese Summe wird bei den öffentlichen Banken der Pfalz erhoben werden, wenn nicht Äelfferich innerhalb eines Monats von den deutschen Behörden eine gerechte Entschädigung erhalten hat. Der französische Oberkommissar hat von den Schritten Kenntnis genommen die von den in Frage kommenden deutschen Behörden zur Freilassung des Helfs er ich jun. unternommen worden sind; er behält sich vor, der Rheinlandkommission bis auf weiteres keinerlei Rückkehrerlaubnis von Pfalzern vor- zusch^lgcn.^s^ Generals de Metz sei bemerkt: Der Beschluß der Rhemlandkommission wurde i im Falle Helffrich nicht einstimmig, sondern | nur mit Stimmenmehrheit gefaßt. Im Falle Helffrich jun. sprich.! die Rote nur von dem französischen Oberkommissar, während General,de Metz rn seiner Rote vom 24. April 1924 an die pfälzische Regierung behauptet HU, dah dre drei Obeckommiisare einmütig die Ruck- I lehr sämtlicher ausgewiesener Pfälzer abhängig machen von dec vorausgehenden Entlassung des verhafteten Separatisten Helffrich jun. Das politisch Ziel der Rote besteht darin, unter Ulen im Ueberschwung unbegründeter Hoffnungen gewählte Reichstag sich den Umständen fügen oder eine Politik des Widerstandes ins Werl setzen werde, wie sie den Wahlprogrammen der Rechte entspreche. Die Entscheidung hänge in hohem Mähe von der Haltung Englands ab; oh.re Zweifel erteile de.- englische Botschafter in B.rlln der Wilhelm- strahe dringend Lea Rat, sich zu mäßigen. Aber bcr zurückget.etenen Kabinetten finden derartige Ratschläge fern Gehör. Es bedarf einer offenen; Anstrengung, um die öf'entliche Mnnung zu o.ten- ieren Alles in allem verlange die grölte Mehr- hrtt des deutschen Volkes wenigstens für den Augenblick Rühe und die Rückkehr zu normalen Zuständen Durch eine intensive irrefüh enoe Berichterstattung der Presse sei es geluiigen, dem Volke den Glauben beizubringen, dah Franrrelch es unterdrücken wolle, und das einzige Mittel die Krise zu läsen, bestehe darin, Männer ans Ruder zu bringen, die die Politik der starken Hand gewöhnt seien. Wenn der Reichstag durch eine feste Sprache aus dem Mund berufener Männer dcrrauf aufmerksam gemacht werde dah er getäuscht worden ser, und daß er eine Katastrophe auslösen werde, wenn er Aben- teuerer unterstütze, toerbe er schließlich, umgänglicher werden. Solange Ebert Reichspräsident ser, hätten die Rationalisten nicht freie Hand. Der „Temps" erweitert die Frage und schreibt: Am zu einer Lösung der mit dem Sachverstän» digenbericht aufgeworfenen Frage zu gelangen, bedürfe es zboeier grundlegender Elemente, eines technischen Programms und einer politischen Idee. Das technische PrvHiramm sei durch den Sach verständigerchericht beigebracht worden. Französischerseits werde ei: reff I08 angenommen. Man erwarte, daß auch Deutschland eine Regierung bilden werde, die zur restlosen Annahme entschlossen sei. ES würde sich da.m noch darum handeln, das zweit,; Element, die politische Idee zu finden. Wenn die deutschen Regie- uungsparteien die in Rede stehenden Bedingungen stellten so sei dabei ihr Ziel, in ihrem Lande eine politisthe Situation zu schaffen, die es ihnen ermögliche, das Programm der Sachverständigen unter Zustimmung der großen Mehrheit des deutschen Bolles anzuwchmen. Sie seien also auf der Suche nach einer po-litischen Idee, aber sie suchten sie nur in dem Maße, in dem sie für Deutschland notwendig sei, urti> das genüge nicht, Arn aus beiden Seiten den guten Willen wach zu rufen, bedürfe es einer Idee, die den Begriff der Gegenseitigkeit enthülle. Der „Temps" schlägt also vor, die Frage wie folgt zu formulieren: Die Franzosen mühten begreifen, daß die Deutschen, um das Programm der Sachverständigen völlig durchfahren zu können, darauf angewiesen seien, nach und nach gewisse Genugtuungen Patriotischer Art zu erreichen. Aber die Deutschen mußten auch begreifen, dah die Franzosen, wenn sie nach und nach auf ihre derzeitige Position verzichten sollten, zuverlässrger Garantien bedürften, die ihnen gestatten, die Summen zu erhalten, durch die sie effektiv bereichert würden. Man möge also nicht wieder den Anfang damit machen, dah man sich über die Formulierung der Bedingungen streite. Man m!>ge vielmehr bestrebt sein, die Mittel ausfindig zu machen, diese Bedingungen zum Ruhen beider Parteien zu erfüllen. Feiern gezwungen sind, die E r w e r b s l 0 s en- unter st ützung nicht gewährt. Da durch die Schliehung weiterer Betriebe der Groh- industrie die Anzahl der in Rot geratenen Metallarbeiter stark gewachsen ist, wandte sich der Christliche Metallarbeiterverband nochmals an die Regierungsstellen mit dem Ersuchen, eine älnterstützungsaktion für die zum Feiern Gezwungenen einzuleiten. Amständen den Separatisten zu zeigen, daß sie nach tote vor auf den starken Arm und den Schutz Frankreichs rechnen und sich für eine günstige Gelegenheit bereit halten können. Die von den Separatisten in der Pfalz an- gerichteten Sachschäden belaufen sich auf über 700 000 Mk. Gegen das verbrecherische Treiben der Separatisten ist General de Metz nie- m a l s mit der Behauptung eingeschritten, er habe sich in rein innerpolitische Angelegenheiten nicht einzumischen. Die Erzielung einer Entschädigung für den Separatistenschühling Helffrich; ist somit ein Akt rein finanzieller Erpressung und politischer Sp^lltlation für die Zukunft. Bon den Neuwahlen in Frankreich erwartet die ganze Welt eine ^Neuorientierung dec französischen Außenpolitik, einen neuen Geist der Dölkecversöhnung und nachbarlicher Becständt- gung Im Rheinland und in der Pfalz sind je= doch die alten Männer immer noch; am Merk die die bisherigen Ziele dec französischen Politik im alten Geist und mit den alten Methoden fortführen. Vor einem Schiedsspruch im Ruhrkonflikt. CB er!in 28. Mai. (Priv.-Tel.) Die Der- Handlungen im Reichsarbeiteministerium zur Schlichtung des Konflikts im Ruhrbergbau wurden wieder ausgenommen. Dem „Vorwärts zufolge wurde in keiner Frage eine Annäherung erzielt. Das A r b e i t s m i n l st e r i u m soll nunmehr einen Schiedsspruch g e f a l l t haben, über den näheres, noch nicht bekannt ist. Rach einer Blättermeldung aus Essen wird einer Mitteilung des Christlichen Metallarbeiterverbandes zufolge den Metallarbeitern, die infolge des Konflikts im Bergbau zum Namensaufruf. Jedesmal beim Aufruf eines verhafteten kommunistischen Abgeordneten rufen die übrigen Kommunisten: „Heraus mit unseren Gefangenen! .Beim Aufruf des Abgeordneten F ü r st e n D i s m a r ck (Dtschntl) ruft der kommunistische Abgeordnete Scholem: „Wehe dir, dah du ein Enkel bist!", als der Rame Ladendvrff aufgerufen wird, lärmen die Kommunisten minutenlang. Abg. Ludendorff (Ratsoz.) blickt dazu lächelnd. Abg. Schölern zeigt unter dem Gelächter der Kommunisten eine blaue Brille. Ein nationalsozialistischer Abgeordneter ruft: „Iudenlümmel!". Als der Aufruf nut dem Ramen Zubeil schließt, ruft Abgeordneter Remmele (Komm.): „Da ist ein schöner Stall beisammen!" Alterspräsident teilt als Ergebnis des Ramensaufruses mit, dah 449 Abgeordnete an= toesend sind und dah der Reichstag also b e - ! s ch l u h f ä h i g ist. Es wird dann eine ganze Reihe k o mmu - nistischer und nationalsozialisti- sche c Anträge verlesen, in denen die Aufhebung des Ausnahmezustandes im Reiche und in Bayern und die Freilassung der in Haft befindlichen Abgeordneten verlangt wird. Außer verschiedenen kommunistischen Abgeordneten ist auch; der nationalsozialistische Abgeordnete Kriebel in Haft. Abgeordneter Katz (K.) verlangt die sofortige Beratung der Haftbefreiungsanträge. Er protestiert zugleich dagegen daß im Vorraum des Sitzungssaales sich bewaffnete Polizisten aufhalten. Abg Hüttmann (S.) erklärt die Zustim- mungseiner Freunde zu den Haftbefreiungsan- tiägeii. Diese Anträge könnten aber erst zur Abstimmung kommen, nachdem der Reichstag sich konstituiert und fern Präsidium gewählt habe. Alterspräsident Dock schließt sich- dieser Meinung an und erklärt, auf die TageZordnung öer morgigen Sitzung werde gesetzt werden: 1 Wahl des Präsidiums, 2. die Anträge auf Freilassung der verhafteten Abgeordneten. Hierauf tritt Abg. Thälmann (K.) ans Rednerpult. Er protestiert gegen die Polizei dec Schieberrepublik und schlieht mit einem Hoch aus die politischen Gefangenen unD auf die rote Internationale. Die Mitglieder der kommunistischen Fraktion stimmen dreimal laut in Hochrufe aus. Sie singen hierauf eine Strophe der „Internationale". Die Rationalsozialisten antworten mit einer Strophe des Deutschlandliedes. Biele Tribünenbesucher singen dabei mit, während die Kommunisten lärmen und pfeifen. Rachdem dec Alterspräsident denHutauf- gesetzt und seinen Platz verlassen hat, leert sich allmählich der Saal. Am Mittwoch, 12 Ahr mittags, findet die nächste Sitzung statt, auf deren Tagesordnung £te Präsidentenwahl steht. GietzenerAnzeigei General-Anzeiger für Oberhessen Drift! tmb Oerlag: Vrühl'sche UniverfiMr-Vuck- und Stcindm^rei K. Lanie in Kietzen. Schriftleirung und Geschäftsstelle: Zchulftratze 7. gen wissen nur das „Derl. Tageblatt" und die Berlin, 27. Mai. (Wolff.) Die bisher „Dossische Zeitung" etwas mitzuteilen. Nach als „Wirtschaftspartei' b.-zeichnete neue Parteiden genannten Blattern endete die Bespre- gruppe des Reichstags, die ftch ausi 7 Mttglle- chung des R-icheprii,identen mit dem Züh- risba?de^'s Mitgü^rn der D- a nch - rer der Deutschnationalen Hergt nega-h^iimot'erfchenWirtschaftsparteiund 1 i v. Aus der Tatsache, daß der zurückgetretene 3 Mitgliedern oes Deutschen M i 11elstan - Wautkt M°r.n°chmM-g^ D° endigung der Plenarsitzung des Reichstages, Vorsitzenden wurden der eh^rnal. Ernäh ungsrni- vomReichspräsidentenemPfan gen Zister Prof. Fehr (Bahr. Bauernbund), A l - wird, schließen die Blätter, dah Marx ireu- pers (D.-Hann.) und Prof. Bredt (Deutsche erlich mit der Bildung des Kaki- Wirtschastspartei) gewählt. netts beauftragt werden dürfte. Der Die neuen Beamtengehälter. Zentrumsabgeordnete Stegerwald, mit Berlin, 28. Mai. (Priv.-Tel. des Wolff- dem di- deutschnationale Fraktion »mW “J,«* fen wäre, zusammenzuarbeiten, hat eß ji b - tagß 'gegen die von der Reichsregierung vorge- ge lehnt, die Regierungsbildung zu «der- schlagene Be vldungsneuregeluug Ein sprach cr- nehmen, da er, wie die „Germania" mitteilt, hoben mit der Begründung, daß die Au^besse- keine andere Außenpolitik treiben könne als rangen "l^^al seien, ^1 den Beamten_ber der bisherige Kanzler, der seinerzeit von Ste- ^Sb^^Jdgen der Gr^upA ^1-5 dagegen gerwald selbst dem Reichspräsidenten borge- rat ^e solche von 17 Prozent gewährt wird, schlagen worden war. — Wie mehrere Blätter Die Spitzenorganisationen ersuchten die Iraklio- mM-i.-^ ist für 6«ute b°rm«°gd-r W«r der Deutschnattoualen, Dr. He. g t, emeut I .^eur€g€[ung vorzunehmen, welche die auf- zum Reichspräsidenten gebeten worden. xuwendenden Mlltel zur Sicherung der Lebens- Die Fraktion der Deutschen Volks- Möglichkeiten aller Beamten verwendet. parier hält daran fest, daß inner- und Pariser Preflestimmen. außenpolittsche Gründe die Schaffung Paris, 28. Mai. (WTB.) Zu der gestern einer großen bürgerlichen Regie- veröffentlichten außenpolitischen Erklärung der ! r u n g s M e h r h e i t von den Deutschnationa- bisherigen Regierungsparteien in Deutschland l-u bis zu d-n D-m°Ir-t-n driugeud -rford-ru. lchEbt »e^etenen WMcn Die von der Fraktion geführten Derhandlun- leichtern die Aufgabe des Reichspräsidenten, innen gehen in diesem Sinne noch weiter. Auch dem sie öffentlich Stellung nehmen zu der Ent- in Kreisen der Bäuerischen Dolkspar- schließung, die sie in ihrer gestrigen Konferenz , ,, , «. aHov einstimmig angenommen hatten. Sie nehmen den tei erachtet man dre Zusammenfassung aller Sachvecständigenbericht an, ohne Vorbehalte ausbürgerlichen Parteien als wünschenswert. Fer- zusprechen; aber mit der bekannten deutschen ner verlautet, daß die deutschnationale Frak- Sucht, alles mit unausgespr 0 chenen Vor- ti°" d-n übrigen Zr-ktion-u di- K-ndiöatur b^balJ'sich" di- Wallrafs zum Rerchstagsprafr- Möglichkeit offen hielten, zu verhandeln, und daß denken mitgeteilt hat. Dagegen beschloß dre Oeffenklichkeit glauben machten, sie toür» sozialdemokratische Fraktion als stärkste repu- den in keinem Punkte nach geben. Es blikauifche Jra-twu d-s stk-ichskug-s di- Wi-- w-rd-^ s-ch-^ d-^ueu-u tt°dstfche^«-mer^ derwahl Lobes vorzuschlagen. Umkehrung der Rolle zuzulassen. (TUa ftrtStiillta Herriot sei fest entschlossen, nicht vor den deut- . ~ schen Nationalisten zu kapitulieren. Er werde der SoziaLdemoKraLeN. tendenziöse Auslegung, die den Dawes- Berlin, 27. Mai. (Wolff.) Die fozicckLemo- bricht in Stücke schlagen wolle, nicht hinneh- gi.gS 1 M°n. Es Handl- sich j-tzt Ulfs darum, °b d-r Berlin, 28. Mai. (WTB.) Der Reichs- 1 schnellen Durchführ ung d es S achver- Präsident empfing im Laufe d-S geftaigen | ^^",^D.i«iungU ^r/bTseTSi' düng Ei'.copas und der Wiederherstellung der L ö b e und sodann die Führer der Fraktisnen, wictschaf lichen und politischeii Sicherheit und da- und zwar Von den DeuLschnattonalen H e rgt, mit zur Erleichterung der Kreditkp-ise in b^r Wirt- ber bereinigten Ssziald-mskrasisch-n Vart-i Ä“. Hermann Müller, der Zentrumsharter die Fortführung der Außenpolitik § e h r e n b a ch, der Deutschen Volkspariei Dr. aus derGrundlagederDurchführung S ch 0 l z, der Deutschen Lemokrattschen Partei de s G u t a ch t e n s u n te rsozi «lgerech ter K-ch, und d-r Day-risch-n IWrtei ^ge,b£“iämpVen,“^ Äofi^bnr* Leicht zu einer Ernzelbesprechung über dre -Verzögerung oder Zweideutigkeit Deutschland der politische Lage und die Frage der Regiermrgs- Katastrophe entgegenfübren würde. bildung. Aeber den Derlauf der Desprechun- Die „Wirtschaftliche Vereinigung". Der Auftakt im Reichstag. 1 Berlin, 27. Mai. (Priv.-Tel.) Bor dem Reichstagsgebäude hatte sich schon in den Mittagsstunden eine Men^e Schaulustiger eingesunken die von Polizeiposten in einiger Entfernung von den Portalen gehalten wurde. Rur nach strenger Kartenkontrvlle war ein Einlaß zu erlangen Alm 3 Tlhc nachmittags waren Saal und Tribünen dicht besetzt. Leer blieb nur die Regierungsbank. Dielen wiedergewühlten weiblich n Abgeordneten waren Fliederfträuße auf die Platze gelegt worden. Rach dem Eintritte Ludendorffs wird von einigen jungen kommunistischen Abgeordneten tosender Lärm vei-ucsacht. Ein blutbefleckter Rosenstrauß (nach einem beigeug.en Zettel für den sozialdemokratischen Abgeordneten Echardt Auer-München bestimmt), eine Maue Drille (für Ludendorff bestimmt) und ein zerknitterter Handschuh, der nach einem beigefügten Zettel die verdorrte Hand Scheidemanns dar- stehen soll, werden auf den Tisch des Hauses niebergelegt Um 3V4 Ahr begibt sich der 78jährige Abgeordnete Dock (Soz.) auf den Präsidentensitz, mn als Alterspräsident die Sitzung zu eröffnen. Als er beginnt: „Ich eröffne die Sitzung", rufen I die Kommunisten unter Führung der Abgeordneten Katz und Ruth Fischer fortwährend: „Heraus mit den politischen Gesänge- ; neu!" Einige Kommunisten begleiten diese Rufe mit einer mehrstimmigen Autohupe. Abgeordneter 1 Scholem (K.) ruft: „Svllmann lacht dazu!" । Die übrigen Kommunisten rufen: „Pfui, Soll- I männl" Abg. Katz geht dann zur Rednertribüne und verlangt, ohne eine Worterteilung abzuwarten, daß vor Eintritt in die Tagesordnung ein Antrag auf • Befreiung der verhafteten kommunistischen Abgeordneten angenommen werde. Bon seiner Rede ist bei dem allgemeinen Lärm wenig au verstehen. Man hört nur einmal den Ramen Ludendvrsf, der | von den Kommunisten mit lärmenden Kundgebungen ausgenommen wird. Bon den Rationalsozialisten kommen Schlußrufe. Ein nationalsozia- 1 listischer Abgeordneter ruft: „Palästina soll schweigen!" Als der Abgeordnete Katz seine Ausführungen beendet hatte, klatschen die Kommunisten minutenlang mit den Händen. Abg. Dock (Soz.) stellt dann fest, daß er am 28. April 1846 geboren und demnach Alterspräsident sei. Gr beruft als Schriftführer die Abgeordneten Dr. Philipp (Dtschntl.), Frau T e u s ch (Ztr.), Eichhorn (Komm.) und Frau Lore A g- nes (Soz.). Abg. Dr. Philipp (Dtschntl.) verliest als Schriftführer die Liste der Abgeordneten zum Links neben Dem 'Hamen Deflnbet sich etn Kreuz, rechts steht wieder das Datum „26. 5. 1924“. Der Zettel war an der oberen Seite mit einer schwarz- weiß-rvten Knopfnadel, an der unteren Seite mit dein Taschenmesser des Ermordeten, das durch das Hemd durchgesteckt war, befestigt. Die polizeilichen Ermittlungen zur Aufklärung des Mordes haben ergeben, bah es sich anscheinend nicht um einen Fememord von links radikaler Seite handelt. Die drei unter Mordverdacht Festgenommenen, von denen der eine namens L ü - bed Hitler-uniform trug, sollen vielmehr rechtsradikalen Organisationen angehören. Eine Tagung des deutschen Handwerks | Berlin, 28. Mai. (WTB.) Anläßlich der 'gemeinschaftlichen Tagung des Reichsverbandes ibcS deutschen Handwerks und der deutschen Hand- Itoerf» und Gewerbekammer-Tagung fand in den 'Räumen der Handelskammer in Berlin ein Be- [grüßungsabend statt. Rach den BegrüßungsWorten des Präsidenten der Berliner Handwerker- Kammer Lubert gedachte Wirtschaftsminister Hamm in warmen Worten des deutschen Handwerks, das in schwerer Zeit an seinem Glauben an die Zukunft and den Beruf des deutschen 'Handwerks festhalte. Er schloß seine Rede mit "»inem Hoch auf den deutschen Handwerkerstand. Aus Dem Hessischen Landtag. Darmstadt, 27. Mai. Der Finanzausschuß Bes Landtags setzte heute seine Beratungen bet [Kap. 5 (Braunkohlengrube Wölfersheim) fort und nahm die Regierungserklärungen zu den früher Imitgeteilten Anständen entgegen. Zurückgestellt wurden Kap. 7 (Theater) sowie 9 und 10, die zusammen mit dem Finanzgesetz erledigt werden. s Zu dem Hauptstaatsvoranschlag hat der deutschnationale Abgeordnete Kindt noch eine Reihe von Anfragen an die Regierung gestellt, [u. a. : Haben Minister und Beamte trotz ^des gegenteiligen Landtagsbeschlusses Tarif- holz erhalten, in welchen Mengen, welche Mi- ^nister und Beamte? Haben Mitglieder der Zen- r trat reg ierung, Minister und Beamte, [neben ihrer Besoldung als Landtagsabgeord- nete Tagegelder bezogen? Welche Minister und Beamte? Ist es zu vertreten, daß heute, wo der sechste Teil der Deutschen Armenunterstühung in Airspruch nehmen mih, ! Mitglieder der Regierung (Minister) von den '.Staatsdomänen Wein gegen einen ermäßigten Preis zu Repräsentationszwecken beziehen? Ist es weiter noch z-a verantworten, । bah Minister bei Ausflügen Landtagsabgeordnete [und andere Gaste der Regierung mit Weinen aus den staatlichen Weinbaudomä- , n e n bewirtet werden? Welche Weinmengen sind an Mitgliedern der Regierung und zu welschen Preisen abgegeben worden, welche Wein- . mengen sind im letzten Jahre regierungsseitig zur [Bewirtung von Abgeordneten und Gästen der Regierung verbraucht worden? Im Staatsvor- anschlag ist hierüber nichts enthalten. — Ist es richtig, bah ein Beamter im Ruhestand auf Grund einer Bestimmung des Herrn Finanzministers Jahre hindurch eine besondere •3ulage »ur Aufhöhung seines Ruhegehaltes Bis zum vollen Dien st gehalt bezogen [hat? Ist es richtig, daß im Glaube der Landesversicherungsanstalt erhebliche.Umbauten vorgenommen werden, obwohl die Räume für die bisherigen Bewohner vollkommen ausreichtsn? Aus welchem Fonds wird der Umbau bezahlt und was kostet er? Ist es wahr, bah nur eine besondere Wohnung für den Herrn Präsidenten der Landesversicherungsanstalt hergerichtet werden soll? Ferner: Ist es richtig, bah bei einem Zugang von 39 Beamten in den höheren Stellen der Ministerien seit 1914 kein einziger Deamterabgebaut worden, der den Regierungsparteien angehört? Warum sind selbst solche Beamte vom Abbau verschont geblieben, die weder eine Prü° Ui n g abgelegt, noch einen Befähigung s- kiachweis erbracht haben, fonbrn lediglich aas parteipolitischen Gründen tn Beamtenstellangen berufen worden sind? t ____________________ Die englisch-russische Konferenz. London, 27. Mai. (WTB.) Die englisch- russische Konferenz hielt heute im Foreignofsi.e unter dem Vorsitz des Unterstaatssekretärs P o n- soNby eine Dollsihung ab, in der die F age der englischen Schadensersatzansprüche besprochen wurde Auf die Grklcftm.rg, daß Ruhland nicht imstande sei, die V o r kr i e g s sch u l- den im vollen Weck und mit Bankzinsen zu zahl n, ei toi e t en die britischen Delegr.wten, daß diese ®rHä ung für sie unannehmbar sei Die Sowjet elegation wies darauf hin, daß eine D Zahlung der Dorkriegsschulden für das Budget Sotoj t ußlands unter ter augenblicklichen wirtschaftlichen Umftänben nicht tragbar sei, u.rd regte an, diese Frage vorläufig zuruazu- stellen, da diesbezügliche Dorschläge von feiten Rußlands aufs engste mit dem Gelingen einer r u f f t f d) e n Anleihe in England verknüpft seien. Die Sowjetdelegation machte den Dorschlag, daß man sich zunächst mit den En t s ch ä di - gungsansprüchender «rglischen Privatleute befassen sollte. Die britische Delegation betont», daß es nicht die Absicht der briti- schen Regierung sei, unvernünftige Ansprüche gegen Rußland geltend zu machen, Durch die Anerkennung Sowjetruhlands habe die britische Regierung ihren guten Willen bewiesen, der nach wie vor unverändert fortbestehe. Die britische Delegation sprach weiterhin die Hoffnung aus, daß die Sowjetdelegation b.r ihren Entschädigungsangeboten den natürlichen Reichtum Rußlands und die Möglichkeit eines wirtschaftlichen Wiederaufstieges in Rechnung stellen möge. Die Sowjetdelegation betonte, daß die Regelung der Frage der Dorkriegsschul- ben in hohem Maße Dort der russischen öffentlichen Meinung abhängig sei und die vorherige Rege- gelung aller anderen wirtschaftlichen Fragen zur Doraussetzung habe. Mussolini und seine Kammer. Rom, 27. Mai. (Agenzia Stefani.) In einer Versammlung der Abgeordneten der Mehrheit im Palazzo Venezia wies Mussolini in einer Ansprache darauf hin, daß die ganze Welt mit lebhaftem Interesse dem Experiment der f asz i stischen Kammer folge, das zwar schwierig sei, aber zu glücklichen Resultaten fuhren müsse. Zweifelsohne sei dieser Versuch das letzte parlamentarische Experiment in Italien; wenn es fehlschlage, müsse die Kammer durch andere Einrichtungen ersetzt Werdern Mussolini entwarf dann in großen Umriffen das Ar- beitsprvgramm für die Kammer, deren Sihungs- dauer er auf fünf Jahre bemaß. Er versicherte, daß diese Legislaturperiode einen historischen Augenblick darstelle ^nd das italienische Volk zur Größe führen werde. Zum Senatspräsidenten wurde Sitton i mit 209 Stimmen bei 62 Enthaltungen gewählt. Zum Kammerpräsidenten wurde der Faszist Alfredo Rocco gewählt mit 338 Stimmen bei 127 Enthaltungen. Das Schicksal der Bagdadbahn. Washington, 27. Mai. (Priv.-Tel.) Der Vorsitzende des Aktionärausschusses zur Untersuchung der Verhältnisse auf der Bagdadbahn hat mit dem früheren amerikanischen Gesandten bei mehreren Dalkanstaaten Knowles und Handelsminister Hoover einen Plan über den Ankauf der Bagdadbahn durch die ottomanisch» amerikanische Develoement-Com- p a n i) unterbreitet. Japan und die amerikanische Einwanderung. Tokio, 27. Mai. (WTB.) Das japanische Kabinett tritt zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, um zu dem neuen amerikanischen Ein- wanderungsgeseh Stellung zu nehmen. Man nimmt allgemein an, i>afj die japanische Regierung in (Hier Form gegen das Gesetz Einspruch erheben und sich auf den Standpunkt stellen wird, daß er eine Verletzung des zwischen den Vereinigten Staaten und Japan bestehenden Handels- und Schiffahrtvertrages sei. Anihara werde voraussichtlich von seinem Amt als Botschafter in Washington enthoben werden. Aus Stadt und Land. Gießen, den 28. Mai 1924. Christi Himmelfahrt. In einem Liede des schlesischen Dichters Benjamin Schmolck heißt cs: „Hunmelan schwing dich, mein Geist; denn du bist ein himmlisch Wesen!!" Dieses Lied ist in die deutsch-evangelischen Gesangbücher übergegangen und wird von den Gemeinden am Feste der Himmelfahrt Christi gern gesungen. Es ist naturgemäß, daß die Christen, wenn sie dieses Lied singen, an den Himmel denken in dem Sinne, daß es eine einige Welt gibt, in der der Mensch nach den MühÄlen und Leiden des Erdendaseins bei Gott aus ruht, von irdischen Mängeln frei ist und nach den 'Worten Jesu Geben und volle Genüge findet. Mit einer Weltanschauung, die sich nur aus das Diessefts richt t. gibt sich das Mens he ch-rz nicht znfri'den. Hienieden gibt es kein vollbomme es Gt ck Goeth? ist in außerordentlichem Maße vom Schicksal 5-- günftigt worden und hat «doch gesagt iah höchstens vier Wochen h rcruLk. mm n w r en, to n i er aus seinem langen Geben die Tag-: des Glücfts zusammcnstel e Immer bleibt es wahr: Wo du nicht bist, da ist das Glück. Wie Rauch, der aus etner vorüberfahrenden Lokomotive über die Felder fliegt, so vergeht des Menschen Leben. Irgendwann einmal hat man die Gruft eines französischen Königs eröffnet, man fand von den Ueber- reften des einst so mächtigen Mannes nur den Schädel, den nahm einer der Anwesenden in die Hand und sprach: „Armer König!" Wir brauchen nicht in die Vergangenheit zurückzugehen, um den Untoert des Erdenlebens aufzuweisen, das Eisenbahnunglück von Bellinzona sagt genug. Im reizvollen Alpentale stoßen zwei Züge auseinander, und in eines Augenblicks Länge ist das Un- heil geschehen, nichts ist von vielen, die der Tod im Schlafe überrascht hat, noch da als Asche und Staub. Wohl hat Louis Büchner, dessen 100. Geburtstag neulich nicht viel Aufsehen erregt haft behauptet, bah neben Kraft und Stoff für eine ewige Welt Mn Raum fei, aber die ernsthafte Wissenschaft hat seine und Ernst Häckels Versuche, die Entstehung der Welt zu erklären, mit der Begründung abgelehnt, bah hierüber überhaupt Feststellungen nicht gemacht werden können, unb der nach Halt und Trost verlangende Mensch hält es mit der Bibel, die von der zukünftigen Welt redet, unb singt mit dem Liede: „Die Heimat der Seele ist droben im Licht." Den Geist himmelan richten Samt jedoch nicht heißen, die Phantasie walten lassen unb mit Bildern, die irdischer Herkunft sind, von der zukünftigen Herrlichkeit träumen. Himmlischen Sinn betäubet der, der mitten Im Werktagstreiben, was die Gesinnung betrifft, Jesus nacholgt, der es für sündhaft hält, die kurze Erdenzeit mit Kampf unb Gezänk um das Geld auszufüllen, der die Schwächen des Rächsten in Geduld erträgt und nicht immer Recht behalten, sondern dem anderen Gerechtigkeit widerfahren lassen will. Das, was droben ist, sucht der, der erkannt hat, bah Gewalttat niemals Segen schafft und daß den fchönsten Sieg der davonträgt, der sich selbst bezwingt. Da feiert man das Ast der Himmelfahrt Jesu in der rechten Arft wo man sich an des Heilandes klare Anweisungen hält: Alles nun, was ihr wollt, das euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch das ist das Gesetz und die Propheten. Es werden nicht alle, die zu mit sagen: Herr! Herr! in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. H. D. * ” Hessische Forst Personalien. Der Förster v. R. Ernst D i 11 e m u t h aus Vermut HZ- hain wurde zum Förster der Forstwartei Bermuthshain, der Förster o. R. Wilhelm Feller zu Großen-Linden zum Förster der Forstwartei Dodenrvd, der Förster o. R. Friedrich Reeg zu Ulfa zum Förster der Forstwartei Ulfa, sämtlich vom I. Juni 1924 ab, ernannt. Der Forstmeister der Oberförsterei Fetdkrücken Otto Kratz zu Schotten wurde in gleicher Diensteigenschaft in die Oberförsterei Laubach der Forstmeister der Oberförsterei Lauterbach Franz Wahl zu Cau- terbach in gleicher Diensteigenschaft in die Oberförsterei Heppenheim und am 20. Mai 1924 der Forstmeister der Oberförsterei Schaafheim Forstrat Eduard Beyer zu Babenhausen in gleicher Diensteigenschaft in die Oberförsterei Butzbach, der Forstmeister der Oberförsterei Iägersburg Forstrat Emst Eckhard zu Iägersburg in gleicher Diensteigenschaft in die Oberförerei Lorsch versetzt. Ferner wurden der Oberförster Emil Drill zu Bad-Sal.Hausen zum Forstmeister der Oberförsterei Bingenheim unb der Oberförster Hermann G u t f 1 e i s ch zu Lampertheim zum Forstmeister der Oberförsterei Lamperthsim ernannt. sämtlich vom 1. Oktober 1924 ab. Am 19. Mai 1924 wurde der Förster Wilh Di 1 lern u t h zu Bermuthshain auf sein Rach uchen vom 1. Juni 1924 an in den Ruhestand versetzt. ** 116er-Gedächtnis--Abend. Der Verein ehental. 116er veranstaltet Samstag abend im Stadttheater einen Chren- abend zum Gedächtnis der Gefallenen unseres Regiments und seiner Kriegsformationen. Der Reinertrag findet Verwendung zu einem in Gießen zu errichtenden 116er-Gedenk- stein, dessen Grundsteinlegung für Anfang August vorgesehen ist. In bereitwilliger Weise hat sich der Bauersche Gesangverein, vereint mit noch anderen Gönnern des Vereins ehemalig. 116er, für diesen Ehrenabend zur Verfügung gestellt. So gelangt u. a. das ergreifende Volksstü ckmit Gesang „Wir wollen sein ein einig Volk- unter der Regie des Herrn Karl Juhnke zur Aufführung. In Anbetracht der guten Sache wünschen wir den Veranstaltern für Samstag abend einen vollen Erfolg. ** D i e diesjährigen Körterrnine für das Hess. Pferde st arnrnbuch der Landwirtschaftsk.immer finden in Oberhessen wie folgt statt: am 5. Juni in Reichelsheim i. b. W. unb Dauemheim; am 6. in Ulfa und Berstadt; am 7. in Lich unb Gießen; am 10. in Grünberg unb Londorf; am 11. in Ober-Ofleiden unb Kirtorf; am 12. in Romrod und Groß-Felda; an' 13. in Alsfeld und Maar; am 14. in Schlitz; an 16. in Mittel-Grünbau und Düdelsheim; am 17 in Engelrod und Grebenhain; am 18. in Hirzenhain und Ober-Erlenbach; am 19. in Butzbach und Rieder-Wöllstadt. ** Der Landwirtschaftskammer'' ■ Ausschuß für Oberhessen hält seine 2.Dullen- Auktion am Donnerstag, dem 5. Iunft in Lich ab. ** Die Kirchensteuer baut sich auf der Einkommensteuerveranlagung für 1922 auf unb führt infolgedessen vielfach zu großen Härten. Die hessische Landwirtschaftskammerha! wegen der allgemein zu hohen Ausschläge ein: Eingabe an das evangelische Landeskirchenarnt gerichtet, deren Erfolg abgewartet werden muß. *’ Die Militärrenten werden im Anschluß an die Aenderung der Deam- tenbezüge erhöht. Die Nachzahlung dieser Rentenerhöhung läßt sich aber mit der unmittelbar bevorstehenden Rentenzahlung für Juni nicht mehr verbinden, weil die Zahlungslisten bereits zur Post gegeben find. Die Nachzahlung wird voraussichtlich mit der nächsten Zahlung verbunden. ** Ein Licht-, Luft-, Sonnen - und Wasserbad, das allen Anforderungen genügt, wurde für unsere Stadt geschaffen ddrch die Zusammenarbeit des Männerbadevereins mit dem Raturheilverein. Das alte Männer bad vor ixnr. Städtischen Freibad an der Lahn wurde dem Zweck entsprechend ausgebaut. Die Badeeinrich tungen sind für Männer, Frauen und Kinder bestimmt und sollten im Interesse jedes einzelne: recht benützt werden. ** Von der Lesehalle, die, wie ton schon früher berichtet haben, von der Firma Herso Mitleid. Annonc.-Expedition übernommen worden ist, wird uns mitgeteilt, daß der Besuch bis heute sehr rege war und durchweg von besserem Publikum besucht worden ist. Neuerdings finden allabendlich Radivkon- z e r t e statt, die jedermann empfohlen werden können. Wer die Radiokonzerte besucht, der unterstützt die Lesehalle, und wer die Lesehalle unterstützt, der handelt sozial, denn nur dadurch ist Gewähr gegeben für langjähriges Bestehen des gemeinnützigen Instituts, welches dem größten Teil der Bevölkerung durch Freikarten den Besuch ermöglicht. —k— Dom Vogelsberger Höhen - Club. Am Samstag nachmittag brachte die Eisenbahn eine stattliche Anzahl V.H.C.er vom Zweig- beiem Gießen nach Mücke, die von hier aus eine IVotägige Wanderung zur Hauptversammlung des Gesamft-V.H.C. auf den Hoherodskopf unternahm. Wenn auch der Wettergott anfangs kein Einsehen haben wollle, so ließen sich bie Wanderer, etwa 50 an der Zähl, doch vön der schon lange geplanten Wanderung nicht zurück- 'fjalten. Von Mücke aus ging es durch das herrlich:'Gilchbachtal über Groß-Mchen, Höckersdorf nach Dodenhausen. Hier wurde ein kurzer Imbiß em genommen, unb dann ging es weiter dem Ziel des 1. Tages entgegen. Kurz nach 8 Uhr langte bie Wanbergesellschaft in Ulrichstein dessen Schloßberg schon von Mücke aus zu sehen war, an. Der wackere Zweigverein von Ulrichstein 'hatte es übernommen, für Quartiere zu sorgen. Em gemütliches Zusammensein im Gasthaus „Zum Vogelsberg" vereinigte die Mitglieder der beiden Zweigvereine. In der Frühe des andern Morgens war bie Wanderschar wieder auf den Deinen, um umgeben von undurchdringlichem Rebel durch ^herrliche Waldungen am Taufstein vorüber nach dem Hoherodskopf zu gelangen, der kurz nach 8 Uhr erreicht wurde. Hier hatten sich neben den Vertretern fast aller Zweig vereine noch viele andere V.H.C.-Schwestern und -Brüder zur Hauptversammlung eingefunden. Rach Schluß der geschäftlichen Verhandlungen brach die Wanderschar auf, um den Rest der Wanderung des 2. Tages zurückzulegen. Der Weg führte über Breungeshain. Busenborn, Eschenröder Straße und Villa Luginsland (früher Lehrerheim) nach dem vor Schotten gelegenen Gasthaus Hubertus, wo eine einstündige Rast nochmals alle Teilnehmer vereinigte. Bald war auch diese Stunde verflogen, und weiter ging es nun zum Bahnhof Schotten, von wo aus uns die Bahn der Heimatstadt wieder zuführte. Don jedem Gesicht konnte man die Befriedigung über die schön verlaufene F/otägige Wanderung adle en, haben wir doch wieder einmal unseren schönen Vogelsberg, auf den wir Oberhessen stolz fein dürfen, durchstreift. Mit herzlichen „Frischauf!" trennten sich die Teilnehmer am Bahnhof, in der Erwartung, bald wieder eine solch schone V.H.C.-Wanderung zu erleben. Das Vermächtnis. Von Hans Waldau. Seit bem 2to‘e Johannes Burgs war es stlll in dem Haufe d's Komponisten geworden. Es war, als sei alles Lebm gehemmt in Ratlosigkeit und Di au er als wären die Fenster verhängt vor der Welt, die btaue.i weiter ihren Gang ging. Katharina Burg tonnte sich nicht in bie Veränderung finden. Jäh aus der- heiteren Fröhlichkeit des mu» stiftohm Hauses c.e iffcn. bas so oft von Gästen ang füllt war, sah sie leinen Weg in ein neues Leben, das Einsamkeit und Sorge für sie bedeutete. F ist tote kindlicher Trotz toareB, daß sie sich in ihre Trauer hineingrab unb bei ihren Gedanken an den Toten nicht die Zeit fand, an Uebriges zu denken. Allmählich aber mischte sich in diese Gedanken etwas tote Bitterkeit unb leiser Vorwurf g-gcji den Mann, der nie ein Wort für die Zeit gehabt hatte, da einer von ihnen allein toeitergeO-cn mußte. Unb so tarn es bald, bah Katharina Burg nicht mehr allein um den Toten, sondern vielleicht mehr um sich selbst trauerte, ihr Schicksal, das sie nicht zu meistem verstand. Da hörte sie eines Tages leisen Gesang aus einem der tiefer gelegenen Zimmer. Verwundert ping sie hinunter und fand ihre Tochter an bem Flügel, der so lange verschlossen war. „Aber Kind, Musik? . . ." „Richt bös sein, Mutting," bat das Mädchen, ,M blättere schon seit Tagen in Vaters Roten.' Und ich mußte das heute fingen — ich konnte wirklich nicht anders —" Die Frau stand leicht erschrocken, denn sie wußte, daß es der Tochter bisher unmögliche war. eine der schwierigen Kompositionen des Vaters zu spielen. Wie kam es denn, daß sie heute den Zwang verspürte, zu spielen, unb daß sie es auch vermochte? Katharina fe,t: sich in einen der alten Sessel und sagte nur: „Spiel' weiter." Unb bas Mädchen spielte unb sang. Unb tote bie F au lance lauschte, wachs in ihr durch alle Verwun erang ein Gedanke, daß es gar nicht bu Tochter sei. bie da spiele, sondern baß er selbst re oinmen war, der dies geschaffen hatte, um zu erinnern, daß er nicht tot fei, sondern in seinem Wecke toeitcrlebe. Unb während sie wie träumenb bie Musik in sich sog, war es ihr, als striche eine Hand leise über ihre Stirn, und in 'heimlicher Scham erkannte sie, wie klar ihr Weg aus Ratlosigkeit und Grübeln Hinausfährte. Johannes Burg war gestorben und war doch nicht tot. Denn seine Kunst lebte, und sein Werk muhte sie hinaustragen in die Welt, daß sie alle des,en teilhaftig sein konnten. In dieser eigenen Tat aber lag neues Leben, — weite, aber Helle Wege; Mühe, aber reiche Ernte. Das Mädchen sah die leuchtenden Augen der Mutter unb setzte sich zu ihr. Katharina Burg aber sprach: „Ist es nicht seltsam, daß bu gerabe heute den Wunsch hattest, die Lieder zu singen, — am Himmelfahrttag?" „Warum ist das feltfam?“ fragte die Tochter. Und bie Muttyr sprach: „Rachdem Ch.istus gestorben war, erschien er den Jüngern unb schalt sie, daß sie verzagten und unnütz klagten. Und er hieß sie hinausgehen in die Welt, um sein Wort zu verbreiten allen, die es hören wollten . . ." Die Tochter verstand Unb sie beugte sich auf die Hände der Mutter und küßte sie. * Vogellegende. Don Anna Rodenacker -Danzig. Gott hatte bie Welt erschaffen und alle Geschöpfe erfreuten sich, ihres Daseins, denn jedes von ihnen war seinem Wesen entsprechend ausgestattet worden. Die Fische spielten mit glänzenden Flossen im Wasser. Die Vierfüßler liefen und sprangen durch Wald unb Heide Die Vögel tummelten sich in der Luft und erfüllten sie mit ihren Rufen und Liebem. Rur zwei von ihnen saßen nebeneinander auf einem Ast unb ließen bie Köpfchen hängen, hatte doch der Schöpfer vergessen, sie em Lied ober auch nur einen einfachen Ruf zu lehren. Sie waren beide stumm unb konnten nicht in den Chor ihrer Drüber einstimmen. Schon lachten Taube und Fink über die beiden Schweigsamen, die Elster erzählte überall, sie seien zu hochmütig, um mitzutun, und der freche Spatz flatterte mit Geschrei.heran, um nach ihnen zu hacken. Da floh der größere der beiden Stummen in ein dunkles Gebüsch, wo bie anderen ihn nicht sehen konnten. Der llemere aber verkroch sich, ängstlich zwischen den Halmen des Grases. Tausende von Iah en waren vergangen. Der Mensch, der sich die Krone der Schöpfung dünkte, war gefallen, und Gott stieg selber zur Erde hinab, ihn von der Sünde zu erlösen. Im Garten von Gsihsemane sah eines Rachts ein stummes Döglem aus dunklem Gebüsch, wie ein Mann auf fein Antlitz fiel und flehte, doch sein Flehen wurde nicht erhört. Da zitterte dem Vöglein das Herz in der Brust. Es sah den Wann bei seinen Freunden Trost suchen. Die aber schliefen. Da wollte dem Vöglein das Herz zerspringen. Und es sah den Mann das Haupt senken in der Qual des Verlassenseins. Da ertönte aus bem Gebüsch ein Schluchzen und Klagen, ein liebkosendes, tröstendes Lieb so süß, wie es noch nie gehört worden war. Christus erhob das Angesicht, erspähte das Vöglein im Gebüsch und segnete mit seinem Blick die Rachtigall, der das Mitleid die Zunge gelöst hatte, dah ihr Gesang auf immer ein Trost aller Traurigen und Einsamen sei. Dann ging er weiter seinen Leidensweg nach Golgatha, Tagaus, tagein flatterte das andere stumme Vöglein ängstlich in den Ackerfurchen umher unb wagte nur selten, sich über bie Halme des Korns zu erheben. Einmal aber fiel ein Lichtstrahl in sein dunkles Dasein, der war heller denn der Strahl der Sonne. Don dem seltsamen Schein angezogen, flog das Döglein empor. Da sah es Christus in der Glorie zum Himmel fahren. Das Döglein erkannte seinen Schöpfer , und wurde von heißer Sehnsucht erfüllt. In steilem Fluge folgte es ihm höher unb höher hinauf. Schon öffnete sich die Pforte des Himmels unb die Hymnen der Engel grüßten den Uebettoinber irdischer Unzulänglichkeit. Als bas Doglein den Chor der Seligen Dec» nahm, bemächtigte sich seiner eine unbeschreibliche Freude. Der kleine Schnabel sprang ihm auf and es stimmte in die Iubellieder em. Roch einmal grüßte Christus bie erlöste Welt unb grüßte vor allem bas kleine Geschöpf, bas ihm zur Höhe gefolgt war. Seitdem steigt die Lerche täglich unzählige Male zum Himmel empor und jubelt über Gottes Herrlichkeit. 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Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen Hierselbst zur Einsicht offen und werden im Eröffnungstermin besonders bekannt- Grohen-Buseck, den 27. Mai 1924. Heff. Bürgermeisterei Grohen-Buseck. Gans. quelle z war da kmdabs nungen, Hu der Kvi Gesch aussicht oder \i istdas Best. z. Bereitung v. schmackhaften Salaten In Flaschen und lose Die es seits bei ist LS ÄÄ Seil stvsse gen (6 die Pr So (R dem Ai Mfuh nur eim «M L. llüdssmen, fern8pr.1658 An- und verkauf von MMMMAll ob Sie mit geringer Ware zu billigem Preis weiter kommen oder mit bester Ware? In Kaffee,Tee und Kakao kaufen Sie nur Qualitäts-Ware Linden platz 1 2933d Emmericher Waren-Expedition Garleoreslayraoi Mrs lag Teleph. 133 Weilburg Teleph. 13; Wunderbare Lage mit schcunaenTerrafien> Sälchen u. Saal, herrliche Aussicht auf die Stadt Weilburg und in das Lahntal, kein Cbausseestaub u. Lärm. Hält sich Touristen u. Vereinen bei vorzügl. 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L Bekanntmachung. I Jur Vornahme von Installationen an elektr. Leitungen, die ihren Strom vom Stadt. Elektrizitätswerk beziehen, sind zu- 26. QHai. Der von den Vater- deutsche Mühlstraße 3 . , mu»M Installateur Vogel, Friedrich, Alten- Buseck bei Gießen , m n , Instal ateurVon-Eiff, Jakob, Grünberg Installateur Don-Eiff, Julius. Grün- berg i. Hessen Eintretende Aenderungen werden jeweils bekannt aeaeben. Die zugelaffenen ^err yortg den Gteyener 2llizeiger fernen zahlreichen Laubacher Beziehern zustellt. Kreis Wetzlar. ' Lützellinden, 28. Mar. Wie au£ dem Anzeigenteil ersichtlich ist, wird das Wald- f e st, welches bisher an der Holzburg bet Klein- Linden gefeiert wurde, künftighin an der Luh- mühle bei Lützellinden gefeiert werden. Starkenburg und Rheinhessen. ** Offenbach, 28. Mai. Offenbacher Erwerbslose hatten nachts den Pfarrer und den Kirchendiener in Sprendlingen gezwungen, die Kirchenschlüssel herauszugeben und dann ein Sturmläuten veranstaltet. Gießen , w v . Installateur Schimmel, Frtedr., Klem- Lieden bei Gießen Installateur Schmidt, W. K., Gteßen, Goethestraße 23 17. Installateur Schmidt, August, Wieseck bei Gießen 18. Installateur Schulz, Georg, Homberg * Dir Literarisch« Gesellscharr als zweiten Abend ihrer Täügteit, die infolge der Hngunft der Zeitverhältnisse eine Zeitlang Hatte ruhen müssen, am Freitag einen lrterru.il chen Vortragsabend der Schriftstellerin Klara Viebig. Die Dichterin vermochte tircd) ihre natürliche Sprache ihre .Dich- tungen so wiederzugeben und so zu verimtteln, lvie chre Leser ihre Dichtungen auffassen und mit» erlebend verstehen sollen. 5>n der Tat wen dre Dichterin so packen konnte, daß er mit den Men» scher die sie schilderte, mitfühlen undmiterleben ton».Lc — und tote der überreiche Beifall, bekundete, waren es wohl alle ihre Zuhörer dem bereitete sie eine wertvolle und köstliche geistige Unterhaltung. Als Eingangsstuck gab die Dich- term eine ernste Geschichte wieder „Die &nter betitelt in der sie in tiefempfindenden Morten das Seelenleben einer Mutter zu ihren Kindern schildert Im zweiten Teil der Vorlesung brachte ste 'heitere Erzählungen aus ihrer H^mat, der Etfel die ihrer Sprache und ihrer sch>riststell«n» scheu'Gabe besonders lagen: „Die Sötte (volW- tümlicher Ausdruck für den Trag korb, den die Marktfrauen ui manchen Gegenden auf dem Rücken tragen) und der „Fuhrmann Alle diese Proben ihres schriftstellerischen Schaffens zeigten ihre hohe Begabung, in der Seete des Dolk^ zu lesen voi allem auch ihre besonders starke Seite, markant in hellen und dunklen Schattierungen das Seelenleben der Frau zu skizzieren. —0— gelassen: Für das Stadtgebiet: 9. 10. 15. 16. 5. 6. 21. 22. 23. 300 Mr. festgesetzt. _ * Odenhausen, 26. Mai. Am 2. und 3 Pfingstfeiertag wird hier im Saale des Gastwirts Delling ein Wertungssingen desLumda- sangerbundes abgehalten. Nachmittags sm- bet aus dem herrli ch gelegenen Sestplatz das Dundessängerfest, verbunden mit dein 60jayrigen Für das Uederlandgebiet: Installateur Appel, Heinrich, Gießen, Seltersweg 56 Installateur Aßmann, Wilh., Gießen, Bismarckstraße 11 Installateur Balser, Heinrich, Gießen, Kaiserallee 44 . Installateur Becker I., Philipp, Trais a. d. Lumda (Heffen) Ingenieur Brinkmann, Hemr., Gießen, Bahnhofstraße 56 Installateur Döring L, Hemr., Großen- Buseck bei Gießen Elektr. Gesellschaft, Allgemeine, Gießen Westanlaye 39 Elektr Gesellschaft, Oberhess., Gießen, Plockstraße 2 , K Installateur Leib, Adolf, Krofdorf Kr. Wetzlar _ _ , Installateur Olemotz, Hemr., Keffelbach i. Oberhessen m , Installateur Pfeffer, Otto, Grunberg Installateur Rüdiger, Rudolf, Gießen, Walltorstraße 35 , Installateur Sauer, August, Gießen, Löbershof 4 . Installateur Scherer, Karl, Wieseck bei Personen sind im Besitz eines Ausweises des Stadt. Elektrizitätswerks. II. Werden Installationen von nicht ^gelassenen Personen ausgeführt, so wird die Stromlieferung an den Auftraggeber eingestellt, sowie die Stromzuleitung zu den in Betracht kommenden Räumen nnd Gebäuden unterbrochen. Die Wiederaufnahme der Stromversorgung erfolgt nur gegen vorherige Bezahlung einer von der städtischen Betriebs- Deputation festzusetzenden Buße bis zu 300 Goldmark. III. Soweit seither Installationen widerrechtlich von nicht zugelasienen Personen ausgeführt worden sind, wird zur nachträglichen Anmeldung bei dem Stadt Elek- triLitätswerk bis aum 15. 3uni 1924. auf» i. Oberhessen 19 Dipl.-Ingenieur Schwab, Otto, Geiß- Ridda i. Oberhessen 20. Installateur Stroh. Heinrich, Gießen, Lag begann gestern mit einer Degrüßungsteter im Vereinshaus des Studentenkorps „Hasso--llas- sovia". General Ludendorff, der erst gegen Abend eintraf, wurde am Dahnhvf von einer tausendköpfigen Menge begrüßt. Vom Balkon des Europäischen Hofs", wo er abgestregen, hrell er eine Ansprache an die Menge, die vaterländische Lieder sang. Heute nachmittag fand eine Paradeaufstellung in den Stadialen, und abends eine Sch lageter-Geden kferer dor: statt An beiden Veranstaltangen nahm Ludmevrn teil. Für morgen sind eine Bismarck feier und abends Sch l oh beleuchtun g und Drs- markturmfeuer vorgesehen. 2n der festlich geschmückten Stadt herrscht großer Fremdenverkehr. — Der hiesige Pferdezuchtverein beschloß, am 12. Hani einen Fohl en markt zu veranstalten erfrischend schmeckenden Zahnpaste C hlrod onf. (fieacn üblen Mundgeruch wird auch mit Erfolg ?hlorodout-Mundwasser verwendet, überall zu haben. Wer reaar eiwmol Todes-Anzeige. Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, Bruder, Schwager und Onkel, der Obereichmeister August Hampel im Alter von 64 Jahren nach kurzem Leiden sanft entschlafen ist möglich. Pornutizen. — Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: Cagliostro 7 Ahr. — Ha^.^ll" Wettspiel der Hochschulen D armstadteGiehen 6 Ahr. — Beamtenversammlung: Kath. Dereins- haus 81/* Ahr. — Palast-Lichtspiele: Die Ribe- lungen. — Lichtspielhaus: Martin Luther. Astoria-Lichtspiele: Die verlorene Stadt. — Ein Gartenkonzert veranstaltet am Himmelfahrttag die Hüttenkaprlle der Vaderus- schen Stahlwerke auf der Liebigshöhe. — Aeber „W ikinger g e i st" spricht am Freitag im Kacholischen Dereinshaus Frau Ellen d vom Bunde „Wiking" aus München die Hauptrednerin des Deutschen Tages in Laubach, eine geborene Deutschamerikanerin. Wie alle Auslarnddeutschen zeichnet sich auch die Rednerin durch gesunden Blick für das Mögliche und klares Ei kennen der uns bedrohenden Gefahren aus. Der Eintritt ist frei, jedoch werden zur AnDsten- deckung Spenden am Ausgang erbeten. Wettervoraussage Zunehmende Bewölkung, etwas wärmer, Winde auf südl. Richtung drehend, noch vorwiegend trocken. Lanvkreis GieKcn. * Rödgen, 25. Mai. Der hiesige Gesangverein „Concordia" errang heute auf dem Wertungssingen in Homberg a. Ohm unter der bewährten Leitung feinet Dirigenten Konrad Ricolai-Großen-Buseck bei einer sehr starken Konkurrenz in der Stadtllasse die höchste Cm Gwohen - Bus eck, 26. Mai. In einer außerordentlichen Hauptversammlung des Turnvereins Gut Heil" wurden die ersten gründenden" Beschlüsse für den «m 26 27 uni> 28. Juli stattfindenden Gausp or tta g gelegt. Aach Wahl von neun Festausschüssen fand eine allgemeine Ansprache statt, die « Bild ergab von dem einmütigen Willen, der edlen Turnsache zu einem schonen Erfolge zu verhelfen — Sn einer öffentlichen Versammlung d^ Spar- und Vorschußkasse wurde Fleischbeschauer Gans zum Vorsitzendem. Anter- Ahe^r Boll zum Rechner gewählt. Die Mitgliedschaft kann durch einen m ^atenzu zahlenden Beitrag von 100 Mk. erworben werden. Als Kredit- und Haftgrenze wurde die Summe von * Das Dundesfest des Oberhessischen Sängerverbandes fand Samstag Lnb Sonntag in Verbindung mit dem 6 0. Stiftungsfest des Gesangv ereins Konkordia statt. Der Dundesvorsihende Rektor D. Müller leitete die Feier, zu der sich auch di 2 Vertreter des Kreisamtes und der Stadt einge- sunden hatten. Samstag abend vereinigten sich die Sänger auf der Liebigshöhe, und der Ehrenvorsitzende der Konkordia. Philipp Horn, begrüßte die Gäste, Beigeordneter Dr. Seib beglückwünschte den Verein namens der Stadt und Rektor D Müller feierte den Hubelverein, der nuw- mchr 60 Jahre im Dienste des deutschen ßieteS stehe. Für 25jährige Sangestätigkeit übergab die Konkordia folgenden Sängern Ehrentafeln: H. Wahl H. Roll 7., K. Okel, Fritz Butt, H. Schmidt. K Hamel und H. Henkel. Der Verein wurde 1864 von 10 jungen Leuten gegründet und zählt heute 130 Mitglieder. Rach Eintreffen zahlreiche Gesangvereine aus der Amgegend begann Sonntag vormittag in der Reuen Aula das Wertungs- s i n q e n des Oberhessischen Sängerverbandes unter Leitung des Bundesvorsitzenden Rektor D. Müller Die 2lula war von Sängern überfüllt, telbst Gänge und Vorplätze waren noch beseht. Fünfzehn Gesangvereine nahmen teil, darunter solche aus Butzbach, Lang-Göns, Pohl-Gons, Großen-Linden, Watzenborn-Steinberg, Leih- aestein Rödgen, Lollar, Rieder-Girmes und Gießen' Sn der Kritik, die sich an den Wettstreit schloß konnte festgestellt werden, daß der Manner- gesang in den letzten Hahren bedeutende Fortschritte gemacht hat, die Anterschiede in der Aussprache zwischen Stadt- und Landvereinen sind gänzlich verschwunden. — Am 3 Ahr bewegte sich ein Festzug vom Landgraf-Philipp-Plah zur Lie- biashöhe. Der große Saal vermochte die Sanger und Gäste nicht zur Hälfte aufzunehmen, so daß selbst der ausgedehnte Garten überfüllt war. Der Subelverein Konkordia trug zur Eröffnung einen Dcarüßungschor vor. Der Dundesvorsitzende Rektor Valentin Müller sprach über Gründung und Werdegang des Vereins sowie seine eifrige Tätigkeit in der Pflege des deutschen Liftes, denn gerade dieses sei mit imstande, mitzuwirken daß unser niedergetretenes Volk seine innere Kraft, seinen inneren Halt Wiedergewinne. Anter lebhaftem Beifall schloß der Redner mit einem Hoch auf das deutsche Lied. Darauf sangen die Gast- gefordert-, die Nachprüfung und Abnahme erfolgt dann ohne Zahlung einer Buße. Nach Ablauf der Frist wird gemäß II verfahren. Gießen, den 24. Mai 1924. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Seib. 44188 1. Installateur Appel, Heinrich, Settersweg 56 2. Installateur Aßmann, Wilh., Bismarckstraße 11 8. Installateur Balser, Heinrich, Kaiserallee 44 . 4. Installateur Baumann, Friedr., Gießen, Neuenweg 7 vereine ryre Chöre, Konzert und Tanz defcyioifen das Fest. •• 3 u m Fahrplanwechsel am 1. Hunt 1924 Der D. 308 (Köln Hbf.—Sisgen—Gießen— Frankfurt—Batel), der nach dem neuen Fahrplan eine frühere Lage erhält (Köln Hbf. ab 10,44 nachm, Troisdorf 11,08, Siegburg 11.15, Hennef 11,24, Gießen ab 2,52) fährt in seinem neuen Fahrplan bereits am 31. Mai 1924. Ab 1. Juli geht er in Gießen ab 2,56. *• Reisen ins besetzte Gebiet. Wie die Besatzungsbehörden bekanntgeben, sind den Einreisegesuchen, die durch die Ausgewiesenen oder t>eren Angehörige an die Kreisdetega- tionen zu richten sind, zukünftig 3 Photographie n in Paßformat und 25 Franken beizufügen. Die Bewohner des besetzten Gebietes müssen in Zukunft, beim Aeberschreiten der Grenze ihren Ausweis mit dem Aufdruck „Territoire occuppe versehen haben. Die Abstempelung der Ausweise muß bis 10. Juni erfolgen. Ein Aeoer- schreiten der Grenze ohne diesen Aufdruck ist nicht 5. Ingenieur Brinkmann, Hch., Greßen, Bahnhofstraße 56 6. Elektr. Gesellschaft, Allgemeine, Gießen, Westanlage 39 7. Elektr. Gesellschaft, Oberheff., Gießen, 8. Installateur Rüdiger, Rudolf, Gießen, Walltorstrahe 35 9. Installateur Sauer, August, Gießen, Löbershof 4 10. Installateur Schmidt, W. K., Gießen, Goethestraße 23 11. Installateur Stroh, Heinrich, Gießen, Mühlstraße 3 ro. , 12. Installateur Weißbäcker, Max, Gießen, Südanlage 23 das Kräuterhaarwasser Javol benutzt hat, weiß, daß es zur Pflege des Haares kein besseres Mittel gibt. Es schallt glänzendes, volles und angenehm duftendes Haar. Die Haarnerven werden angeregt, das lästige Jucken verschwindet, der Haarauslall wird verhindert. Javol, wie auch Javoi- Kopfwaschpulver, ist überall zu haben. Die Beerdigung findet Freitag den 30. Mai, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Wß® Stasis- ä$fÖ50Bf. 8. Rothschild o»QM» Markrstr. 18. | Kaufgesuche Eine Fuhre gnies fü1 es 020518 Wiesenheu zu kaufen gesuckk. L. Epies, Mittelweg 7. Tel. 1370. Bestehen des Gesangvereins „Eintracyf start. Es haben über 20 Vereine zugeschrieben. ri. Grünberg, 28. Mäi. Als ein großer und durch nichts begründeter Aebelstand wird von der gesamten Bevölkerung der Gemeinden zwischen hier und-Lich die Tatsache empfunden, daß die Rebenbahn auf der Strecke Lich-Grün- berg die der Verwaltung im Güterverkehr große Einnahmen bringt, trotz des ständig steigenden Bedürfnisses nach wie vor Sonntags keinen ein- "8CTS 27. Mai. Das Vvlksmissivnssest amWasserturmauf ixm Hügel über unserem Dorf fand am Sonntag statt. Trotz des veränderlichen Wetters und trotz des Druderfestes in Laubach war eine ^hl- reiche Festgemeinde aus bem^KirchsPiel Wir^rg 1 j, Bewohnerschaft aus dem Schlaf ge- S Hägelmit se^em hEchen Blick ins Lumda- schreckt wurde. Nachdem bereits einige Detei- tal unter der Linde fand die Feier statt. Fest- an tzem Anfug bestraft worden sind, hatte Prediger war Missionar W a l t e r (Beuern), der , . 6er Anführer, der Hilfsarbeiter Frie- Kirchengesangverein Beuernunter Leitung vo Kressel vor dem Großen Schöffen- Z^ZchLch^lpaach L OrtiWaiter. g-richt tn Offenbach zu verantworten, «.hatte Die Kollekte ergab 27 Mk. Die Gemeirche Rein- in ^inem Machtrausch an jenem Tage den hardshain stattete ihren Dank dem Chore ab Ringer Bürgermeister ge ohrfeigt BSk“t 3» z Aus dem oberen Wiesecktale, neg sonderbaren Verhaltens war K. auf set- 27. Mai. Die Gewitter der vergangenen Woche ncn Geisteszustand untersucht worden; er ist brachten teilweise flarkeRiederschlage. Ein Ge- erblich belastet, weil er aus einer Trin- sich^^^Hagel erreichte die Größe von Tauben- kerfamilie stammt, aber nicht als geisteskrank €te£n glücklicherweise blieb größerer Schaden er- befunden worden. Vor Gericht zitterte der spart' da der Hagelschlag nur ganz ttrrze Beit un6 meinte. Das Arleil gegen ihn lau- ^Ette. Spotten tete auf 5 Monate und 2 Wochen Gefäng- * Schotten, 24. Mas. Der Gemeinde-- niS. AcRcn=9l9. KT" Freitag *^OL 8198 MW Wei Öiü Ml» In oosem Mikl So dkl MM KU Heist, Men mit Wl mellet Wß-MWeMeM 4412c Spielzeiten 3, 5, 7 und 9 Uhr letzter Tag: Sonntag, 1. Juni < M WA W GH UW WW E W Billige Waschstofie Baumwoll-Musseline 1.20 VOile einfarbig, Meter.......J( 2.70, 2.50, 1.90 Unilß • ■ • gemustert, neueste Farbenstellungen, n Afl VUllu Meter.............jt 3.90, 3.25, Z.^U Perkais moderne Streifen, Meter JC 1.55, 1.45, 1.20 Frottes Qualitäten . . "rtVÄ2.75 DirÄtoffe Stellungen, Meter Ä 1.45 Stoffe für Windjoppen und Mäntel Knaben-Drelle, gestreift und einfarbig Bastfarb. Leinen für Joppen u. Anzüge Waschstoffe für Hauskleider außergewöhnlich vorteilhaft L. BERNARD BismapckstraBe 6. 0,0601 Ausschneiden! ß. Aufbewabrenl Herr Piederatilste, Fran Schnatterten und Herr Dr. med. Unblutig sind fn Oroß-Salze eingetroffen und begeben sich in das neu erbaute Geschäftshaus der Kukirol-Fabrik, um Herrn Kurt Krisp, dem Gründer und alleinigen Inhaber der Kukirol-Fabrik, ihre Glückwünsche darzubringen und an einer Feier teilzunehmen, die zwar etwas ungewöhnlich erscheinen mag, aber der ungewöhnlichen Zeit entspricht, in der wir leben. Früher feierte mau das lOOjährige, das 75jährige, das SOjährige, das 25 jährige- vereinzelt auch das 10 jährige, die Kukirol-Fabrik aber feiert am 31. Mar das 5 jährige Geschäfts-Jubiläum. Sie hat ein Recht dazu, denn heutzutage, wo Firmen entstehen und vergehen wie Pilze nach dem Regen (mitunter sind es recht verdächtig« Pilzei), ist es schon der Erwähnung wert, wenn eine neue Firma 5 Jahr« lang nicht nur existiert, sondern auch in dieser kurzen Zeit mehr erreicht hat, als manche andere in 50 Jahren, nicht durch Schieben, sondern durch tägliche, zähe Arbeit Herr Piedecubiste, Frau Schnatterich und vor allen Dingen Herr Dr. med. Unblutig haben an diesem Erfolge großen Anteil, trotz ihres wenig anziehenden Aeußeren, und obgleich, oder vielleicht weil wenigstens zwei von ihnen auch in ihrem Tun und Lassen keine erfreulichen Erscheinungen sind. Als mildernder Umstand muß ihnen aber ihre hohe Verehrung für dif beiden Kukirol-Präparate Kukirol-Fußbad und Kukirol-Hühneraugen-Pflastet angerechnet werden. Wer das ausgezeichnete Sanitätsrat Dr. med. Campe's Kuklrol-Fnßbad regelmäßig anwendet, wird nie Uber Schweißgeruch, Brennen, Wundlaufen, Anschwellen oder Schmerzen der Füße zu klagen haben. Die Kräftigung der Muskeln und Sehnen ist ganz auffällig, der Gang wird viel elastischer und es ist eine deutliche Zunahme der Ausdauer festzustellen. Für müd< und schmerzhafte Füße sind die Kuklrol-Fußbäder eine wahre Wohltat, Gegen Hühneraugen und Hornhaut dagegen ist das Kukirol-Hühner- augen-Pflaster das am meisten erprobte und bewährte Mittel. Die Schmerzen verschwinden sofort, das Hühnerauge binnen wenigen Tagen, und zwar ohne Schneiden und ohne Entzündung, mithin auch ohne die Gefahr einer Blutvergiftung. Für den Wandersport sind Kukirol-Hühneraugen- Pflaster und Kukirol-Fußbad von allergrößter Bedeutung. Beide Präparate (Kukirol-Hühneraugen-Pflaster 75 Pfg. pro Schachtel, Kukirol-Fußbad 50 Pfg. pro Packung) sind in allen Apotheken und wirklichen Fachdrogerien vorrätig. Achten Sie aber beim Einkauf genau auf den Namen Kukirol und auf die Schutzmarke .Hahn mit Fuß'. Wichtig! Verlangen Sie die aufklärende und lehrreiche Broschüre .Die richtige Fußpflege', die wir jedem Interessenten kostenlos und portofrei zusenden. Unsere, unter der Leitung eines alten, erfahrenen Arztes stehende Wissenschaftliche Abteilung erteilt gegen Einsendung von Rückporto kostenlos Rat und Auskunft über Alles, was Fußpflege und Fußleiden betrifft Kukirol-Ftttirik (M-Stize bei Magdeburg. | Vermietungen Anfang 4 Uhr Anfang 4 Uhr F 4414v Der Vorstand. 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Herrn A. Rothe Anfang pünktlich 4 Uhr nachmittags, Ende 6 Uhr WMWlk- WMW über wieseck, Haitgelstein nach Großen Buseck. Abm.7.30 Uhr norm. Ludwigsplatz. ""v Frau od. Mädchen f. einigeStunden am Vormittag ges. 9ni07 Lelhgesterner Degsn Stadttheatei Heute: abends 7 Ubr Neuheit I Neuheit; Cagliostro Vier Akte aus der Tragikomödie eines Magiers von Hein rieb Liliensein. Kartenausgabe von 10-1 Uhr. 4388v {Stellengesuche | Junger vMMeWfe suchtStellc i. leichte Bureauarbeit. Beherrscht Schreibmaschine u. Stenographie. Schriftliche Angeb. unter 020497 an d. Gieß. Anz. erb. Großes Garten-Konzert leMcta aus guter Familie für mein Ladengeschäft 4430V gesucht Ernst Balser Mäusburg 11. in der Polster- b. VettMtllbrmche für Gießen und Wetzlar zu vergeben. Es Kommen nur solche Herren oder Firmen in Frage, die nachweislich gut eingeführt sind. Offerten unter T. L. 1431 an Ala- Haasenstein & Vogler, Köln. 4338A Liebigshöhe Gießen Himmelfahrt, 29. Mai 1924 Eine Adler- Schreibmaschine Modell?, neuwertig, sehr preiswert ab- zu geben. 02>506 Friedrich linker & Sohn Giehen, Ludwigstr.16 lereinipg der Vaterländisch Verbände Oberhessens. Am 1. Juni 1924 führt der Bühnen- Volksbund zum erstenmal auf der hiesigen Waldbühne Friedrich Lienhards Drama „Wieland der Schmied" auf. I Wir empfehlen allen Mitgliedern den Besuch dieser Aufführungen. EIMkAWM preiswert in allen Farben vorrätig. E. Schott, Walltorstrahe 241. Kein Laden. E, Kein Laden. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B wurde heute eingetragen: Die Firma „Lahn" Ingenieurbüro Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Giehen.GegenstanddesUnternehmens ist: a) Der Vertrieb technischer Erzeugnisse für Industrie,Gewerbe und Landwirtschaft. b)Die Projektierung von Maschinen und Fabrikanlagen jeden Umfangs, c) Die Herstellung von Sachverständigengutachten und Prüfung der vorgenannten technischen Anlagen jeden Umfangs, d) Beteiligung an anderen gleichartigen Unternehmnngen. DasStammkapital beträgt 5 000 Goldmark. Qberingenieur Richard Fertsch in Grünberg ist zum Geschäftsführer bestellt. Der Gesellschaftsvertrag ist am 6. Mai 1924 errichtet; derselbe läuft bis 31. Dezember 1926, mit der Maßgabe, daß er von Fahr zu Jahr weiterläuft, wenn er nicht von einem der Gesellschafter mit halbjährlicher Kündigungs- ftist, also spätestens am 1. Juli eines jeden Fabres mit eingeschriebenem Brief an die Gesellschaft gekündigt wird. Die erste Kündigung ist also am 1. Juli 1926 zulässig. Der Gesellschafter Oberingenieur Fertsch bringt sein seither in Grünberg betriebenes Ingenieurbüro in die Gesellschaft mit einem Wert von 2 500 Goldmark ein. Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen nur im Gießener Anzeiger. 4435V Gießen, den 17. Mai 1924 Hessisches Amtsgericht. Lehrstelle in gutem kaufmännischen Unternehmen, möglichst in der Zigarrenbranche. — L. Hinkler Köln, Antwerpener Ltrahe 34. SimmttaÄ^ au verm. 020515 Babnbofstr. io II. j Mietgesuche [ Jg. 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Lis Rechtswissenschaft gibt ihm Len sicheren Zusammenhang zwischen der beruflichen Arbeit eines jeden Tages und eine^ Welt- und Lebensanschauung, in der er für «ein Denken und Wollen in allen Wirren und Stürmen der Zeit sicheren Grund zu finden vermag. Der Jurist muss eine Weltanschauung hoben und er muss sich in seiner täglichen Arbeit mit dieser im Zusammenhang fühlen. Sie zeigt ihm in der Idee des Rechts die Bahn ewigen Ausstiegs, sie fuhrt ihm für jede Stunde die Vervollkommnung auf allen Gebieten seiner Wirkungsmöglichk.rt als Ziel vor Augen: die Dervollkommtrung der eigenen Leistungsfähigkeit, der eigenen Zwecksehung und Die Vervollkommnung in der Gestaltung, des Zusammenlebens und Zusammenwiri ns der Rechts- gemeinschaft und ihrer ©lieber. Darin findet ec die Grundlage für die praktische Berufsarbeit, aber auch zugleich die Grundlage für seine Welt- mel reckt. Der leidgeprüfte Mensch, der die Prüfung bestand, kann nur dankbar zurückschauen auf den Weg, den er geführt ward. Denn die Prüfung war eine Läuterung, fein Inneres ist reicher und reiner geworden. Er versteht Menschen und Leben besser als zuvor, er lernt den -Blick vom Aeusseren, Vergänglichen auf das Wesentliche, Ewige richten, und um seinen künftigen Pfad blüht eine Blume, die er bisher nicht recht beachtet hatte: die Liebe. Ihn segnete das Leid, und siehe, ihm mündet es in Lie Herrlichkeit. Wer hart wird durch das Leiden, wer zerbricht und untergeht, der hat die Prüfung nicht bestanden; an dem war das Leid um- fonst — wie die Herrlichkeit. Denn nicht ererbte Herrlichkeit verdient diesen Namen, nur erworbene, erkämpfte! Das Leben geht, ob wir uns sträuben oder nicht, nun einmal diesen Gang: erst beuge dich, gehorche, diene — das Leid lehrt es dich — und dann sei Herr! Unerbittlich ist das Leben; als Gott, die Fülle des Lebens also, in Jesus Mensch ward, muhte auch er den Gesetzen, die er doch selbst gegeben, gehorsam fein: darum war sein Leiden das bitterste — darum war aber auch feine Himmelfahrt das Siegel wahrhaften Herrentums, wahrhaften Gottums. Und Deutschland? Und du, und ich? Ja, wir stehen im Leiden. Ist's eine Prüfung für uns, eine Läuterung, ein Weg in die Liebe? Oder wollen wir das Leid, das gewih nicht zufällig über uns kam, abwerfen wie eine lästige Fessel, um wieder frei zu sein? Frei sein ist noch nicht Herr sein; das Deutschland vor 1914 war frei, aber Herr war es nicht, denn es war gefangen im Hange zur Materie, es tanzte, trotz aller äußeren „Herrlichkeit um die Götzen der Erwerbs- und Genußsucht, es verleugnete Gott und den echten deutschen Geist, den Geist der Väter, der Deutschland nach innen und außen groß gemacht hatte und von jedem Mode- und Zeitgeist unabhängig Radfahren. August Deibel vorn Giessener tRab*- fahr er-Verein 1885 e. V. beteiligte sich am Vergangenen Sonntag an dem Strassenrennen Rund um den Meissner" (133 Kilometer). Start und Ziel waren in Kassel. Bei der ersten grösseren Steigung nach 4 Kilometer übernahm Deibel die Führung und eilte dem Felde voraus. Wit einem Vorsprung von 20 Win. und in der sehr guten Fahrzeit von 4 Stunden 4 Win. erreichte er als Sieger das Ziel. Turnen, Sport und Spiel. — Der Verein für Bewegungsspiele empfängt am Himmelfahrttage auf seinem Sportplatz (Trieb) die bekannte Ligamannschaft des F. E. „Borussia"-Fulda zum Freundschaftsspiel. Das Vorspiel in Fulda endete 2:1 für Giessen; inzwijchea t>at sich aber Borussia durch die Gebrüder Enders und Ackermann i früher Würzburg FD.) im Sturm wesentlich verstärkt, während der hier wohlbekannte Spotts- mann Paulus (früher Giessen S. E. 1900) Las Fuldaer Tor hütet. Am letzten Sonntag tonnten Die Borussen gegen die gute süddeutsche Liga- mannschaft Union-Ni:d:rrad auf ircmDem Platze cm unentschiedenes Resultat (3:3) heraus holen, trotzdem fie mit Ersah für Toni Enders spielen mussten. Sie V. f. B.-Mannschaft unterliegt seit Wochen einem ernsthaften Training und tritt zum ersten Mal aus eigenem Platze mit dem hier wohlbekannten Fcih Schnürte im ©türm an. Aus jeden Fall wird es einen heissen Kampf um den Sieg geben. Der Beginn des Spieles ist wegen der heissen Witterung auf 4 ällyc verlegt. (Sieh« Inserat.) von Wolfenziel. Schloss Egg glich einer belagerten ^ai2iuf bem alten Burgwall blühten Flieder und Kastanien, und Lorenz sah seine Frau und Ens auf der Terrasse im Bergwind stehen und von der alten Zinne zu ihm herüberblicken Er winkte zu ihnen hinaus und freute sich, als sre seinen Gruss erwiderten .. _ Lenz stand auf dem Holzgerust der Tunnelzimmerung und wartete auf den Mineningenroar und den Vater, um mit ihnen üb^r die Sicherung des Tunnelschachtes zu beraten. Der Eertendrua wuchs rascher als der Druck von oben und presste breite Schwammbänke aus dem Gebirge hervor, die die Karrmgleisc verschütteten und den Ablauf des Wassers hinderten. Der Baumeister kam mit dem neuen Spreng- Ingenieur auf einer Draisine von Eggstet len hec. Er stand frei und sicher auf der eisernen Plattform. Pometta, der Ingenieur, ein .blutjunger Tessiner mit seinen, drahtigen Gliedern und einem vornehmen Zug in den dunkeläugigen, vom Barl- mrfiug überschatteten Gesicht, blickte wie ein Knabe zu ihm aus. c ,r^ Der Baumeister war guter Laun?. Der frische Wagemut und die technische Gelch cklichkett de? Tessiners, der sich schon in Spanim und am Simpion hervorgetan halte, gefielen sein:m rauhen Sinn, und das hübsche Belicht und das sichere Auftreten des jungen Ingenieurs forderten seine Bewunderung heraus. Der bohrt sich durch den Wolfenberg und wenn das ganze Gebirge wie Milchgrütze in der Schüssel schwimmt," sagte er lachend zu seinem Sohn, als sie vor Ort anEamcir (Fortsettuna folgt) Dom Sinn der deutschen Himmelfahrt. Von Franz Lüdtke. „Mußte nicht Christus solches leiden — und eingehen zu feiner Herrlichkeit?" Leiden — und Herrlichkeit! Zwei Begriffe, scheinbar weltenfern voneinander; Gegensätze, unvereinbar! Ja, der Herrlichkeit mag unsere Sehnsucht gelten, denn Herrlichkeit ist Glanz und ist Lag und ist Freude und Stolz; Leiden aber ist der graue Abend und die dunkle, nicht endende Nacht um Leib und Seele: wer wollte nicht fliehen vor Leiden und Leid? Das Evangelium von der Himmelfahrt gibt uns die Antwort in einem einzigen Wört- lein: „Mußte nicht Christus solches leiden --?“ Ja, er mußte. Denn ohne Leid ist keine Herrlichkeit, wie ohne Tod kein Leben und ohne Niederbruch keine Auferstehung. Diese unvereinbaren Gegensätze sind gegensätzlich nur in unserem Empfinden; organisch aber und biologisch gehören sie zusammen wie Anfang und Ende, wie Ursache und Wirkung. Ohne Leiden keine Himmelfahrt; Jesus mußte solches leiden! Leidensscheu ist nur, wer den Sinn des Leidens nicht begreift. Wer aber weiß, daß wahrer Adel nur aus den tief gepflügten Furchen des Leides wächst, der wird sich beugen, wenn die Stürme und dunklen Stunden kommen, und er wird danken. Denn wohl spürt er wie der Daum den zupackenden Lebenswind, doch er fühlt auch die eigene Kraft, die erst in Stürmen gedeiht und dann Geäst und Krone in seliger Freiheit zum sonnigen Him- ist. Darum kam die Not, darum schlug uns das Leid, darum leiden wir und fragen in bitteren Stunden, ob wir in unserer Krankheit die Krise überwinden oder in Siechtum verfallen werden — wie andere Völker vor uns. Wir wollen das Leid nicht einfach fortstoßen, weil's so unbequem ist; wir wollen uns auch nicht einreden, daß durch irgendeine äußere Einstellung, sei sie Welt- oder gar parteipolitischer Art, das Leid in seiner Ursache beseitigt werden kann. Wir wollen es nicht lassen — ehe es uns nicht segnet; ja, wir wollen bewußt und in vollster Klarheit, uns beugend und zugleich uns emporkämpfend, das Leiden tragen! „Christus muhte solches leiden und eingehen zu seiner Herrlichkeit." Wenn einst der Tag erscheint, an dem der erste wie der letzte in Deutschland begreift, warum wir solches leiden m ü s s e n, dann wird der Sinn der Himmelfahrt offenbar werden: nach Leid und Tod, durch Auferstehung und Verklärung, in He Herrlichkeit! Der Jurist als Führer. Dvn Dr. Fritz van CaIker, v. Professor der Rechte an der Universität München.') Der Weg des deutschen Volkes führt heute am Abgrund entlang. Wird der Sturz m den Abgrund uns völlig zerfchmettern, steht das deut- che Volk am Ende seiner Geschichte oder gibt es noch eine Möglichkeit und Hoffnung, dass wir, aus Not und Gefahr uns rettend, wieder aar= leigen Mr Höhe? Wohin wir blicken, sehen wir Trümmer und Ruinen einstiger Macht und einstigen Glückes; undurchdringliches Dunkel liegt über dem Chaos; nirgends ein heller Schein der uns Ziel und Weg der Rettung erEeanen liesse. Aper unter all den Ruinen und Trümmern ist eines doch bis heute — wenigstens einem Teil unseres Volkes - erhalten gebhoben: bzr ©laitbe daran, dass unser Leben, das Leben unseres Volkes und eines jeden in ihm einen Sinn hat und die Sehnsucht, diesen Sinn zu verwirklichen. Unser Volk ist seinen Weg noch nicht zu Ende gegangen, der Sinn seines Lebens ist noch nicht erfüllt. Sv muss dem Sturz neuer Aufstieg folgen. Wo ist der Führer, der grosse Führer, der unserem Voll Ziel und Weg dahin zu vxisen vermag? Von allen Seiten klingt laut und sehnsüchtig dieser Ruf nach dem Führer - aber noch ist niemand aus den Reihen getreten, Den ein qütiges Schicksal unserem Volk Mr Hilfe bestimmt. Wir warten, und versäumen viel Zeit in allzu untätigem Warten und vergeuden viel Kraft in unMlänglichem (Streben, in kleinlichem, kurzsichtigem Kamps um den richtigen Weg. Besinnen wir uns doch, ob nicht, bis einst der grosse Führer kommt, wenigstens eine Führung möglich ist. die nach tauglichem Plan die einzelnen Kräfte tn unserem Volk Msammenzufassen vermag so dass auf den unendlich vielen Einzelwegen, die unser Volk gehen muss, toegäinbige, gewissenhafte, mu- tiae und kraftvolle Organe dieser Führung als Unterführer in einheitlichem Zusammenwirken die Gefahren des Abgrundes M überwinden und den Weg Mm Aufstieg zu finden und zu zeigen vei> mögen Unser deutsches Volk hat wie kein anderes auf der Erde in seinem treuen, pflichteifrigen, disziplinierten Beamtentum solche Führung besessen Unser deutsches Beamtentum ist zwar durch den Absturz und seine Folgen in feiner einheitlichen Arbeit gestört, verwirrt und h^te noch gehemmt, aber der Organismus als solcher ist doch noch lebenskräftig, er wird wieder g^ fanden und seine Funktionen m alter Kraft und gleicher Tadellosigkeit wieder aufnehmen, wenn nur erst von innen und von aussen die notwendigen Vorbedingungen dazu geschaffen sind. Dann wird der deutsche Beamte als kluger, weitblickender und tapferer Pionier der Staatsgesinnung unser Volk einer besseren Zukunft entgegenführen. ^ie Aufgabe, die zu allen Zeiten innerhalb des Beamtentums dem Iuristen zufällt, ist gross und verantwortungsvoll. Möge such der deutsche Iurist dieser Aufgabe auch m Zukunft bewusst anb fähig erweisen. Damit dies möglich, muh der Iurist mehr als jeder andere in unserem Volk sowohl die Gefahren wie auch die Aufstiegsmöglichkeiten klar erkennen und dann auf und erwartete den Besuch Vvonnens die wahrend der schönen Zahreszeit auf Egg Hausen füllte. Er fühlte sich kräftiger als früher und der Baumeister wusste, dass er keinen treuem Munn aus diesen Posten stellen konnte als seinen Sohn. Und darauf kam es ihm an. denn der leitende Bergingenieur besah wohl grosse Sachkenntnisse und eine unglaubliche Arbeitskraft und beriet den Baumeister und Lorenz Dantiger auf baä beste ab2t der Baumeister lud die Verantwortung lieber auf seine eigenen Schultern und die Schultern seines Sohnes, als auf de eines Sremben. Am raschen Dau des Tunnels hing nicht nur die glückliche Vollendung des ganzen Werkes sondern auch das An; ehe.i des Namens Dantiger Es lagen noch zwei kleinere Durchschläge sieben eiserne Drücken und ein steinernes Viadukt in den Bauplanen, bod> leine öieier Bauten beschäftigte Gottfried Dantiger so wie der Wolfenbergtunnel. Die Dersuchsstollen waren wohl auf lose, nasse Zwischenschichten gestossen, aber das „schwimmende Gebirge" schreckte die Bauleute nicht, da der Baumeister Berge von Holz und Eifentragem zur Auszimmerung der Hohlräume anchif>te, um jedem Druck des unruhigen Gesteins zu begegnen. Bantiger war auf alles gefasst, im Grunde ober völlig unbesorgt, und als der Richt st ollen mit zauberhaft', r Schnelligkeit oorgetrleben und nicht weniger Wasser angeschlagen wurde, als die Voraussage der Geologen berechnet hatte, war ihm zumute wie einem Ringer, der seinen Gegner überschätzt hat und nun um so ra.cher zu Enda kommen will- Er verzichtete auf die Abteufung eines grossen Schachtes in der Patzienke, um den Tunnel von oben her nach beiden Seiten auszu- *) Die vorstehenden Ausführungen des bekannten Münchener Skvafrechtslehrers find bem hier schon besprochenen im Verlage I- Bensheimer, Mannheim, erschienenen Buche »Recht und Weltanschauung" entnommen.____________ brechen, und griff ihn von der Sohle an. Sie Arbeiten gediehen während ersten Jahres auf der offenen Strecke so schnell, dass Dantiger den milden Winter zur Fertigstellung der Strasse benützen konnte. Die Zeit flog. Als es Frühling wurde, rückten neue Kräfte an um die Drücken und die Dergbauten auszu- sühren. Gottfried Dantiger hatte seine Lust daran, Scharen alter Leute anzuwerben, die schon mit' ihm gearbeitet hatten. . n „ Einer war darunter, der hatte einst im Run- ser Steinbruch neben ihm Steine gehauen. Er traf ihn in der Tunnelkantine und setzte sich M dem alten Pflasterhauer „Ein Glas auf guten Bruch" sagte der Baumeister und schentte ein. Aber der andere tränt mit trotzigem Gesicht, spie schlechten Tabak und erwiderte neidisch und verbittert: , nr x 3a, so geht's, wenn einer Gluck hat. Andere, müssen ihr Leben lang Blut schwitzen. SXi stand Bantiger langsam auf und uxnf einen harten Blick auf den gekrümmten, gefchun- ^nen®[üd!ir®Iüd', Christen? Nein — mich hab' ich ä^fjabt. Das ist alles." Und er lieh ihn hocken unb ging. Um ihn fer brauste der grosse lebendige Lärm der Arbeit. Ueber ihm drohte der angeschnittene Bergrücken. Der Baumeister. Lorenz und Ens lebten im Schatten dcs Wolfenbergs. Im 3uni des zweiten Jahres begannen die aroben Gesteinbohrer sich von Nord und Sud liof iiis Gebirg zu fressen. Das Wolfental dröhnte vom dumpfen Hall der Sprengsch isse Die Förder- karren stürzten die ersten Schutttegel ins Moor Hornhaut, t-thwicien u. Warzen sicher,23*0'0 Wundiausen Kutll oi-Fuhvad. I>rozerle H. Noll, Neustadt 28. Drogerie Winterhoff, Krenz.plafz 9/10 anfdpuung. So gerüflet tritt der Iurist hinaus in ö?n Kampf des Lebens: als leitender Staatsmann, als Verwaltungsbeamter, als Richter, als Anwalt. Uebevall hat er Gelegenheit, im Kleinen oder im Grossen als Führer einzugreifen — in . bie Lebensgestaltung des einzelnen oder des ganzen Volkes. Freilich nicht als Kenner toter Rechtssähe allein vermag er die Aufgaben, Oie ihm als Führer obliegen, zu erfüllen. Dazu wird er nur dann geeignet, wenn er seine Wissenschaft richtig erfasst: nicht als blossen Wissensstoff, sondern als Lebenssinn, als Kulturaufgabe, und wenn er vordringt zu dem Sinngehalt des Rechts. Alle Arbeit des Tages muh im Sinn des Der- vollkommnungsgedankens geleistet wercen. Der Weg der Vervollkommnung kann in seinem Verlaus nach vorwärts nur auf wenige Schritte mit dem Verstand erkannt werden, und wer da meint, nur aus der Vernunft den richtigen Weg in die Zukunft theoretisch konstruieren zu können, wird gar bald erkennen, dass er nut seinem besten Streben auf Dürre Heide, in dunkle Abgründe oder in eine Sackgasse geraten ist. Der neue Gedanke und Damit der Hinweis auf neue politisch: Wege und neue Poli.ische Ziele wird wohl zumeist im Unbewussten geboren; tritt er als neues politisches Streben, vielleicht als neues politisches Schlagwort in Die Erscheinung, so güt es seinen Sinn zu erkennen und diesen Sinn bewusst der Verwirklichung zuMführen. Da wird — in seinem Wissen um die tatsächliche und rechtliche Gestaltung des Gemeinschaftslebens und um die möglichen Wege der Entwicklung — Der als Jurist gebildete und erzogene Staatsmann vor allen anderen die Aufgabe haben, den Punkt zu finben, der nunmehr vielleicht zum Angelpunkt einer neuen Entwicklung werden kann. Die Fatzig- keit genialer Einfühlung und scharfer, juristisch gebildeter Verstand, intuitives Vorwär tsDr mgen und kühles, nüchternes Ueberdenken der Wirklichkeit müssen so zusammentreffen, um Führereigen-- f(haften zur Entstehung zu bringen unb an Stelle rein gefühlsmässiger Einstellung bewusst planvoll schöpferischer Gestaltung den Weg zu bahEi. Der Iurist, der Die Erscheinungen des staatlichen Geschehens als Aeusserungen des Lebens vor sich sieht, der sie klar und unbeirrt durch Affekte in ihrer Bedeutung und in ihrer Wirkung erkennt, darf nicht tatenlos beiseite stehen, wenn der Zukunft des Vaterlandes schwerste Gefahren drohen. Der Iurist. der Führer sein will, mass um Die Linie der Entwicklung wissen. Heule hat bittere Erfahrung unserem Volt gezeigt, dass unser Weg nicht in klarer Harmonie mit Den Wünschen und dem Begehren der anderen Nationen verläuft; dass es also daraus ankommt, die Feste zu bauen, die uns vor dem äusseren Feind Schutz gewährt und gegenüber all dem wirren Getriebe das unser inneres Staatsleben erschüttert einen einheitlichen, festen Sammelpunkt zu bilden vermag. Diese Feste kann nur gegeben fein in Der unbedingten Hingabe aller Volksgenossen an unseren Staat, an unser Vaterland.. Und der Iurist wird als Führer in solchem Sinne wirken können und müssen! Nicht aufdringlich und mit tönenden Worten, sondern dadurch,, dass er für diesen Staat um Liebe wirbt, dass er einem jeden Volksgenossen, auch dem Gegner, die mütterliche Heimat zeigt, die ihn geboren, d'.e in Not und Elend für ihn zu sorgen sich bemüht, mit ber innig verbunden jeder einzelne emen Teil der Vergangenheit, der ©egentoavt unb Der Zu- hinft bildet. Möge es dem deutschen Iuristen veschieden sein, als Führer unser Voll auf solchen Cü&egen vorwärts, aufwärts zu geleiten ms Land unserer Kinder! * Der dritten Wiederholung der 100-Kilometer-Acht erfahrt „Rund durchs mittlere Lahn ta l" von Wissmar aus war pin grosser Erfolg beschiessen. Von 60 gemeldeten Fahrern traten beim Aufruf 48 zum .Start in W iss mar an, die um 7,15 Uhr auf Die 100 Km lange Reife geschickt wurden. August Deibel- Giessen und Emil K lei kam p- Wissen a. a. Sieg, welche als Favoriten in das Rennen gingen, rissen gleich auf der Steigung nach Krofdorf aus und enteilten Dem F-'ld, Kleikamp musste Dann Deibel infolge Reifenschadens ziehen lassen unD kam Dann auch noch durch Einschlagen eines falschen Weges aus dem kennen. Deibel beendete das Rennen nun unangefochten und siegte mit grossem Vorsprung. Nachstehend das Ergebnis: 1. August Deibel R.D. 1885 Giessen, 3 St 15 Min.; 2. Wilh. Wagner, R. V. Teutonia Krofdorf, 3 St. 24Min. 1 Sek.; 3 Karl R e u- ning R D. 1885 Giessen, 3 St. 28 Min. 30 £ef,, 4 Hemiich Kessle., R. D. 1885 Marourg, 3S*. 28Min 31 Sek.; 5. Karl Möller, R. V. 1887 Wetzlar 3 St 28 Min. 32 Sek. ; 6. Wilh, Kornmann, R D. 04 Kirchhain, 3 St. 28 Min. 33 Sek.; 7. Aug. Vestweber. R V. 04 Kirchham, 3 St. 33 3Hui ; 8 Heinrich Dietz, Germania Giessen; 9. Emil Hess, R.D. 85 Giessen; 10. Willi Schardt, R. V. 85 Giessen. Senior!: 1. Hans Ester, Kirchhain; Senior 11:1 Ernst Unverzagt, Gie re r R. V. 85. Im ganzen beendeten 22 Fahrer innerhalb der Höchstzeit das Rennen. Den Sonderpreis für den best.>y Wissmarei Fahrer errang Franz Pfeifer, der ein prächtiges Rennen fuhr, aber durchs T'efett zurückgewotten wurde und an 16. Stelle Sen wertvollen Sonderpreis für Den ersten Wrss- mor passierenden Fahrer errang Arg. Deibel Nachstehend noch Die Ergebnisse vom Preis-Korso- Reigen und Radball. Korso: Iugendgruppe: 1. Preis RV. Wetzlar, 11,26 Punkte, 2. Preis MV. 85 Giessen, 10,72 P., 3. Pr. R. V. Germania Gi^ ssen 10 48 P.; Gruppe li: 1. R. V. 1900 Wieseck, 1'1 15P 2. R. V. Fortuna Giessen, 11.10P.; Gruppe III: 1. R. V. 1885 Giessen, 12,04 P_ 2. R. V Wanderer Giessen, 11,54 P., 3. R. V. Germania Giessen, 11,21V.; IV: 1. R. V. Wetzlar 1887, 1158P. 2. R.D. Weilburg, 10,75 P.; 6er Iu- gendreigen: l.Pr. R.D. 1885 Giessen, 12,1 P.. 2 Pr. R.D. Lollar, 12,05P.; 6er Schulreigsi: 1 Pr. R. D. 1885 Giessen. 8.69 P., 2. Pr. R. V. 1885 Giessen, 2. Mannschaft. 8,55 P., 3. Prr R. D. Weblai 8 52P ; 2er Radball: 1. Pr. R. D. Krofdorf" 1'Mannschaft. 2. Pr. Germania Giessen, 3 Pr. R. V. 1885 Giessen. Die Bantiger. Roman von Hermann Stege mann. U Sortfesung. Nachdruck »erboteiu) 2Ite aaf bem 'SotfeÄers d-r Schn« g-taut mar and Die wilden Bache ruhiger liefen, ging Berarieael zu Leibe, den er tote, euren Feind hasste W&te Geologen Den breitgelagerten als gefährliches Gelände bezeichnet hatten. ^SimTUtuLre^g^beitet bitten, Sohne die Leitung des Unternehnimis.^, b gerisstnr ^worden'.' Dev 2doDer1 ^er »ÄÄ Mw fletötagen. als handert- TÜnWfl Ä Kr Gemeinden Wolsenztel und Eaastetten die Der. Besitz als Bürgerasyl benutz- toV Der Baumeister erkannte, dass mächtige Dauwerk. das einst den Pass res Wolfenberg^s ^herrscht hatte, sich trefflich Mr UnterbriNZUng Ls Ingenieurstabes für den Tunnelbau eignere brt Den Insassen rasch entschlossen einen Kur aufenthalt im Kurhaus „Ob der Weid unD tote iS Schloss und den weitläufigen Schlosshif A^bewohnte Zimmer des Ostflügels Jlutti schmeckt der Kaffee fein! W Der kann nur von Kessler sein, d Der ist doch der allerbest. ' Schau, ich liess kein bischen Pest! Kessler‘sKa,.. ’Fa bri k;K:E S$ tER ftfcö, Las gleichzeittg im ci-Masken-Verlag in Mün die zu Eine kühne Autofahrt auf einen der Riesenberge des östlichen Himalaja, den fast 24 COO Faß hohen Churnalari, plant ein Mitglied der dritten Everest-Expedition, I. D. Roel. Wie in englischen Blättern mitgeteilt wird, beabsichtigt er, nach Beendigung der Everestexpedition in einem besonders konstruierten Kraftwagen mit Lankrädern den Bergweg von Seligari in Bengalen durch das Land Sittirn über den Iela-Paß zu fahren und dann auf den Chamalari mit dem Auto zu gelangen. Er will von dieser einzigartigen Bergtour kinematographische Aufnahmen machen. --- Büchertisch. X In einem hiesigen Lichtspielhaus läuft augenblicklich der Aibelungenfilm. Ohne hier in den Streit der Meinungen über den Film als Kunstwerk oder gar als Erzieher zum Deutschtum, als Kulturwert eingreifen zu wollen, sei hier auf zur Berteilung gelangenden Rahrungsmittel 100 Prozent. 3m Auto auf dem Himalaja. die Durchführung der Speisung verzögert hätten. Die Amerikaner tragen jetzt die Kosten für Vermischtes. Die SchweiMrreise des Kölner Männergefang- vereins. Luzern, 27. Mat. (Wolff.) Der Kölner Männergesangverein erzielte auf seiner Konzertreise wie in Freiburg auch in Bern einen dollen Erfolg. 3n Bern, too u. a. auch die Deutsche Kolonie und die deutsche Gesandtschaft dem Konzert beiwohnten, dankte Präsident Wilsert vom Kölner Männergesangverein für den herzlichen Empfang und gedachte des großen Liebes- Werkes der Schweizer für die deutschen Kinder. Am Montag abend trafen die Kölner Sänger hier ein und wurden auf dem Bahnhof von der Luzerner Liedertafel begrübt. Die Kinderhilfe der Deutschen in Ehina. Peking. 26. Mai. (WB.) Die deutschen Frauen von Peking veranstalteten Mitte April einen Dazar mit Aufführurrgen und einer Lotterie zum Besten notleidender Kinder in Deutschlarll), der einen Reingewinn vou etwa 8000 mexikanischen Dollar ergab. Zu diesem Erfolg hat nicht unwesentlich die freigiebige Unter* stützung führender chinesischer Kreise beigetragen. Der Reichspräsident Isao Kun hatte 500 Dollar in bar gestiftet. Bon dem Reinerlös überwies das Komitee 2300 mexikanische Dollar der Deutschen-Rothilfe, 2000 dem Deutschen Zew- tralausschub für 'Auslandhilfe und 700 dem Deutschen Roten Kreuz (davon 200 dem Pfalzdelegierten in Kaiserslautern zur Verwendung in der Kinderhilfe). Der Rest des Geldes wurde in kleineren Beträgen an Säuglings- und Kinderheime verteilt. Die amerikanische Kmderspeiftmg in Deutschland. Berlin, 26. Mcri. (WB.) Das Ziel, das sich bas Allen-Komitee in den Dereinrgten Staaten setzte, täglicheine Million deutscher Kinder zu speisen, ist jetzt erreicht. Es liegen Lebensmittel in genügender Menge bereit, um die Durchführung des Speisungswerkes auf dieser Höhe vorerst bis zu den grohen Ferien zu gewährleisten. Die Zahl von einer Million wäre schon im März erreicht worden, wenn nicht der Hamburger Transportarbeiter- stseik die Wetterkeitung der tn Hamburg ein- lcrufenden Waren verhindert und die Osterferien Ans dem Amlsverkündjgttttgsblatt. * Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 35 vom 23. Mai enthält: Tagung des Kreistages. — Wahlen zur Handwerkskammer. — Auflösung der Flüchtlingslager. — Sperrung der Kreisstvahe Lang-Göns—Holzheim. — Gesuch der Gewerkschaft „ Friedrich" in Hungen. — Feldbereinigung Wieseck. . chen erschienene Ribelungenbuch ter bekannten Schriftstellerin T hea von Harbou hingewiesen, die als Frau des Regisseurs Fritz Lang das Manuskript zum Ribelungenfilm schrieb. Die unaussprechliche Herrlichkeit der Welt um Kriemhild ‘tmö Siegfried dem deutschen Bolk in einer Form zu offenbaren, die eb ms d reiner Sehnsucht nach dem Wunder entspricht, wie seiner äleber- arbeitung und Müdigkeit, das war Thea von Harlipus Ziel bei der Abfassung des Manuskriptes, wie bei der Inszenierung des Monumental- filmlT Der Ribelungenfilm soll zum Sänger, zum erzählenden Dichter seiner selbst werden. Er soll, ruhch schauend, sich beschenken lassen, empfangend erlern und damit neu gctoimren, was ihm, dem Dolr als Ganzes, nur noch blasse Erinnerung ist: das, Hohelied von bedingungsloser Treue. Das mit zahlreichen Aufnahmen aus dem Film verschwenderisch ausgestattete Buch wird ein Führer sein zu dem großen Filmwerk und ein Weg hinan zu den lichten Höhen deutschen Heldentums, größten Weltgeschehens. — Storms Kursbuch, Sommersah plan 1924, erscheint soeben. Reben der Ausgabe fürs Reich bringt der praktische und beliebte „Storm" Teilausgaben, so für unser Verkehrsgebiet den „Storm": Mitteldeutschland. Hendschels Telegraph und das Lloyd-Kursbuch der Schnellzüge, im gleichen Verlag erscheinend, sind altbekannte Kursbücher für den Reiseverkehr ins Ausland von bestem internationalen Ruf. „Srärm", „Hend- schel" und „Lloyd" sind in allen Buchhandlungen. Kiosken und an den Bahnhöfen käuflich Wirtschaft. Die Lage des Tabakgeschaftes. Das Geschäft am Markt mit inländischen Tabaken war in den letzten zwei Monaten überaus ruhig. Das lag rn der Hauptsache an der großen Geldknappheit, unter der die verarbeitende Industrie durch die außerordentlich hohen Preise der Auslandstabake leidet. Die Preise für In- landtabate haben sich trotzdem gehalten: einerseits sind die Vorräte darin nur verhältnismäßig klein und drücken deshalb nicht auf den Martt. andererseits können die Pflanzer sich zur Herabsetzung der Preise nicht entschließen, da sie seit Jahren an ein ständiges Steigen gewöhnt waren. Der Absatz an Tabakfabrita-ten hat ebenfalls etwas nachgelassen, die Ursache ist gleichfalls in der Geldknappheit der Verbraucher in diesem Fall zu sehen. Beunruhigt wird der Handel durch die dem Sachverständigengutachten angefügte Empfehlung einer Reuregel ung des Handels in Tabakwaren. Rach Rippen besteht bei gleichbleibenden Preisen andauernd gute Rachfrage, die aber jetzt durch große ausländische Zufuhren gedeckt werden kann. Die neuen Dras il tabake Haden gute Aufnahme. Es kamen verschiedene größere Abschlüsse zustande Lebhafte 2kachfrage bestand auch für feinste Qualitätstabake. Man nimmt aber an, daß hiervon nicht allzuviel angebracht wird, da die Ernte in den feinen Distrikten keine großen Mengen geliefert hat. Für gute Drasil^cttabake besteht auch wieder reges Interesse, doch ist wenig passendes Angebot vorhanden. In Karmen und Domingo konnten mangels Angebot keine nennenswerten Geschäfte getätigt werden. Bei den angebrachten Chinatabaken handelte es sich in der Hauptsache um früher auf Lieferung verkaufte Partieen. Bei den exotischen Tabaken wird die augenblickliche Stockung Wohl kaum Einfluß auf die Preise haben können, da unter Berücksichtigung des Geldbedarfs das Angebot nicht dringend werden kann. Der westdeutsche Erzbergbau. Aas dem Bericht über die Lage des deutschen Bergbaus im April interessiert in unserer Gegend vor allem die Lage im Erzbergbau des Siegerlandes und des Lahn- und Dillgebiets. Auf den Siegerländer Gruben haben Förderung und Versand im Monat April eine Steigerung erfahren, doch ist die finanzielle Lage der Gruben noch immer ungünstig, da es bis jetzt nicht möglich war, die stark herabgesetzten Eisen- steinpreise heraufzusetzen. Die für April geltenden Preise sollen bis auf weiteres auch für Mai- liefenmgen bestehen bleiben. Die Lage auf dem Eisenerzmarkt des Lahn- und Dillgebietes ist gegenüber dem Vormonat ziemlich unverändert geblieben. In der Rachsvage nach Roteisenstein, insbesondere nach besseren Sorten, hat sich teilweise ein ganz leichtes Anziehen der Kauflust bemerkbar gemacht. Indessen fallen die tatsächlich verkauften Mengen bisher nur ganz geringfügig ins Gewicht. Dagegen ist leider von einer Rachfrage nach Drauneisen- erzen n^t niedrigem Mangangehalt überhaupt noch nicyts zu spüren. Im ganzen muß gesagt werden, daß die Belebung des Absatzes mit der Ermäßigung der zur Zeit viel zu hohen Erz- srachtsäye steht und fällt. Die Reichs bahn Verwaltung hat bedauerlicherweise bisher das erforderliche Verständnis für die notwendigsten Belange des Eisenbergbaus im Lahn- und Dillgebiet noch immer nicht an den Dag gelegt und erleidet durch die hierdurch bedingten Dersand- ausfälle fortlaufend selbst auch entsprec^nde Einnahmeausfälle. * * Tagung des Deutschen Kohlen- verbandes. Die diesjährigen Tagungen des Deutschen Kohlenverbandes finden in der Zeit vom 3. bis 5. Juni in Bad Harzburg statt. Am 3. und 4. Juni /igerr die Organe des Zentra lverbandes der Kohlenhändler Deutschlands. Am 5. Juni tritt der Deutsche Kohlenhandels tag zusammen. Referate werden erstattet vom geschäftsführenden Direktor des Zentralverbandes der Kohlenhändler Deutschlands Karl Borchardt. Berlin, Prof. Dr. G. Keßler, Jena und Steuersyndikus Dr. Beuck, Berlin. * Ei n neues Opfer der Kreditnot. Die bedeutende Metallfirma Leo Jakobi & Co. in Frankfurt a. M. ist in Zahlungsschwierigkeiten geraten, die auf Arbitragegeschäfte in französischer Währung zurückzuführen sind, wobei teilweise oder vollständige Ausfälle von zahlungsunfähigen oder unwilligen Abnehmern ausschlaggebend waren. Die Firma teilt dem WTD. mit, daß ihre eigenen Engagements keineswegs über ihre Verhältnisse hinausgegangen seien. Es sind Verhandlungen eingeleitet, die auf ein gütliches Arrangement mit den Gläubigern hinzielen. Die übrigen zum Konzern der Firma Leo Jakobi & Co. gehörenden Firmen, insbesondere auch die Deutsche Kupfer A. G. in Frankfurt a. M., sind ausnahmslos durch diese Lage nicht berührt. *• X Ei n neuer Frankfu rter Bankkrach Wie die „Frankfurter Zeitung" erfährt, haben sich bei dem seit 275 Jahren bestehenden Dankhause D. u. I. de Reufville ernste Schwierigkeiten ergeben, die weniger durch die herrschende Kredit- und Konjunkturkrise als durch fehlerhafte Dispositionen und Heber« spannang der Beteiligung an Extrageschäften verursacht worden sind. Das Bankhaus hat viele bedeutende Engagements am Geldmartt (etwa P/4 Millionen Goldmark) laufen, denen ausreichende Liquidationsmittel nicht gegenüberstehen. Die Firma hat sich an bte Frankfurter Bankier- Vereinigung um eine Hilfsaktion gewandt. Die beabsichtigte Stützungsattion ist aber gescheitert. Es war ein Zahlungsplan vorgeschla- gen worden, der eine sofortige Zahlung von 50 Prozent auf die Verbindlichkeiten vorsäh und für die restlichen 50 Prozent die Gläubiger hinter die Forderungen der neuen Geldgeber rangieren: wollte. Dies hatte die Zusttmmung aller Gläubiger mit Ausnahme der Bah erischen Staatsbank gefunden, die beanspruchte, daß ihre Forderungen sofort mit abgegolten werden sollten, an welcher Forderung die Stützungsaktion scheiterte. Runmehr muß mit der Möglichkeit gerechnet werden, daß die Firma sich unter Geschäftsaufsicht stellt. * Betriebsstillegung bei Phönix. Rach einer Meldung der „Kölner Zeitung" aus Duisburg hat die Direktton der Phönixwerke durch Anschlag bekanntgegeben, daß sie wegen Kohlenmangels gezwungen ist das Stahl- und Walzwerk sttllzulegen. Don dieser Maßnahme werden 3000 Arbeiter betroffen. • Bochumer Verein für Berg bau und Guß stahlfabrikativn. Bochum. Die Gesellschaft schlägt vor, den Reingewinn von 3,6 Billionen auf neue Rechnung v 0 rzu - tragen, da durch den Ruhreinfall und die Markentwertung der gesamte Gewinn illusorisch geworden ,ist. Da weder von der deutsch-luxemburgischen' Bergwerksgesellschaft noch von der Gelsenkirchener Bergwerksgesellschast eine Dividende auSgeschüttet wird, entfällt nach dem In- teressenvereinigangsvertrag die Vorauszahlung an den Bochumer Verein, so daß auch eine Varzugsdividende bei letzterem nicht in Frage kommt. * Vereinigte Glanzstoffabriken- A.-G., Elberfeld. Rach Abzug von Tantiemen und ®ratifttatränen sowie nach Vornahme von Abschreibungen verbleibt ein Reingewinn von 1 439 328 Billionen, der wie folgt verteilt werden soll: 6 Prvz. Dividende auf 10 Mill. Mark Vorzugsaktien, 10 Billionen pro Aktie auf nominell 100 Millionen Mark Stammaktien, der Rest soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Es ist gelangen, den Betrieb im großen und ganzen aufrechtzuerhalten. Die Rachfrage war beftiebigenb. Die Erzeugnisse sind fast ausschließlich auf dem Inlairäsmartt abgesetzt. Die Banknote«. 4.2 75,70 4,13 0,073 0,195 0.325 0,095 0,206 9,5 13,75 44 48 64 76,70 4,25 4,2 76,40 4.13 0,071 0,196 0,825 0,205 2,5 17,5 13,5 9,3 10,6 10,25 11,90 0,400 0,550 47,9 10 13,25 43,75 47,65 64 8 4,2 75,40 3,90 42 25 4,13 6,9 8 8?2 35,5 1,6 21,63 6 13,40 1.1 9,5 10,1 10,13 6,6 11,85 13,1 7,75 10,65 4,5 81,5 47 10,1 13,9 43,75 47,1 64 8 13,2 6,1 18,1 23,13 26 9,6 14 44 47,76 58,26 8 12,6 8.13 12,90 25,26 23,26 36,6 2,5 18,25 13,13 9^6 10,40 10,25 11,75 0,070 0,410 0,200 0,830 0,085 0,219 0,071 0,420 0,205 0,825 0,080 0,209 8 0,540 8,40 13,5 1,65 0,376 0,400 13,75 1 9,75 11,5 10,5 6,75 11,65 13,25 7.90 11 4,7 38 1,42 2,65 2,25 13 0,7 13,9 1 2,1 5,5 7 3,1 2,6 1,5 2,65 2,1 12,75 13,13 1 2,2 6 6,5 Ä 3,13 2,2 7,65 10,9 32 88,5 1,5 2,5 25 4,40 7,13 8 8,3 1,8 0,4 7,6 11 31 88,25 1,4 2,5 13 Leistungsfähigkeit der Fabriken ist im Berichtsjahr beträchtlich gesteigert worden. Im Verlauf des neuen Geschäftsjahres war der Absatz bisher befriedigend, jedoch mehren sich auch in den Geschäftsbetrieben der Gesellschaft in der letzten Zeit die Folgeerscheinungen der schweren Krise, in der sich die deutsche Wirtschaft befindet. Frankfurter Börse. Frankfurt a. M., 27. Mai. Tendenz: schwächer. Wieder ist heute die Stimmung an der Börse schwach und wieder mußten die Kurse emp» fink^iche Einbußen hinnehmen. Die finanziellen Schwierigkeiten der verschiedenen Unternehmungen werden immer größer und besonders unter den Banken wird die Zahl der Opfer immer wieder durch neue verstärkt, die den unsicheren und ungeklärten wirtschaftlichen und politischen Ver- hältnissen zum Opfer fallen. Das Angebot überwog heute wieder stark die Rachfrage, so baß das Material nur zu bedeutend niedrigeren Kursen untergebracht werden konnte. ^Iltimoglattstellun- gen waren heute weniger bemerkbar, dagegen Verkäufe für eine der angesehendsten Frankfurter Danken die sich ebenfalls in finanziellen Schwierigkeiten befindet. Eine Stützungsattion ist zwar eingeleitet morden, ob sie aber Erfolg haben wird, wird in gut informierten Kreisen pessimistisch beurteilt. Die Kurseinbußen waren beute noch etwas größer als gestern, sre gingen teilweise bis auf 3 Billionen Prozent, namentlich wieder für Montanwerte. Auch Da nken waren heute vernachlässrgt und ziemlich schwächer. Später konnten zwar einige Rückgewinne verzeichnet werden, doch blieb das ganze Kursniveau zum Tell er- 'heblrch unter dem gestrigen. 3m freien Der - kehr wurden umgesetzt Api 3Vs, Decker-Stahl 27/8, Becker-Kohle 51/8, Benz 2Vs, Gvowag 0,175, Petroleum 1214, Ufa 4^8. Aus dem Daluta- markte hat bte Rachfrage nach ausländischen Devisen eine weitere Abnahme erfahren. Paris hegt jetzt etwas stabiler, gegen London 792/4. Börsenkurse. 5% Deutsche Reichsanlcihe . 4% Deutsche Reichsanleihe . 3'/,°/« Deutsche Rcicheanleihe 3% Deutsche Reichsanleihe . Deutsche Sparprämienanleihe 4% Preußische ÄonsolS . . . 4°/0 Hessen........... 3-/,% Hessen.......... 3% Hessen........ Deutsche SBertb. Dollar-Anl. dto.Doll.,Schay»An Weisung. •) 4% Zolltürken 5% Gold Mexikaner Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank. ST arm ft. und Nalionalbank . Deutsche Bank......... Dcuische Dcrcinsbank .... Dtsconro Commandtt .... Metallbank........... Mitteldeutsche Creditbank. . Oesterrcichlsche Creditanstalt. Weltbank............ Bochumer Guß ...... Buderus............ Caro .......... »-Luxemburg...... trchencr Bergwerke. . Haroener Bergbau...... Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln Laurahütte......... . Oberbedarf........... Phönir Bergbau ...... Rbeinstahl Riebeck Montan ....... TelluS Bergbau........ Hamburg.Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd..... Cbcramische Werke Albin .. Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann Anglo-Cont.-Guano Badische Anilin........ Chemische Mayrr Alaptu. . . Goldschmidt.......... Griesheimer Electron .... Höchster Farbwerke...... Holzverkohlung........ RütgerSwerke Schcideanstatt Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann........... Ma In kraftwerke........ Schuckcrt............ Siemens & Halske Adlcrwcrke Kleyer ..... Daimler Motoren. ...... Hepligcnstaedt......... Meguin.............. frankfurter Armaturen ... Konservenfabrik Brann . . . Metallgesellschaft Frankfurt. Pet. Union a-(3....... Schuhfabrik Herz Sichel.............. Zellstoff Waldhof Zucker,abrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel ... •) Dom Rückzahlungswert. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. (In Billionen Mark auSgedrückt. BuenoS-AireS, London, Neu» hark, Japan, Rio de Janeiro für eine Einheit, Wien und Budapest für 100000 Einheiten, alles übrige für 100 Etnhetwn.) Telegraphische Auszahlung. 29,26 4,13 7,4 8 0,575 8,5 Z 0,400 In DMlonen Prozent Frankfurt a. M. Berlin Schluh. Kurs Schlutj. Kur» Schlutz. Kur» Schluß« Kur« Datum: 23. 5. 26.5. 23. 5. 26.6. 26. Mai 27. Mai Repart. Amtliche Notierung Amtliche Geld iortecititi Brief •7 26. 27. Geld Brief EtmfL»9tott. Drss.-Antw. Cbriftiania. 157,51 168,29 167,51 168,29 10 10 19,65 68,45 19,75 19,55 19,65 voll voll 68,76 68,25 58,55 Voss voll Kopenhagen 71,12 71,48 112,28 71,12 71,48 voll voll Stock!) olm. 111,72 111,52 112,08 voll voll Helsingfor». 10,62 10,58 10,52 10,58 voll voll Italien. . ■ London... 18,70 18p05 M 18,65 18,305 18,75 18,395 voll 3 voll 3 Neuyort . . 4,19 23,19 4,21 4,19 4,21 3 3 Part-, .. . 23,31 22,84 22,96 voll voll Schimt» . ■ 74,61 74,99 74,41 74,79 non voll Spanien . . Wien in D.« 67,85 68,15 67,61 67,89 voll voll Oeft. abaeft 6,93 5,97 3,905 6,945 voll voll Prag.... Budapest. • Bueu-Atrr« 12,46 Ä 12,64 12,435 Ä 12,505 iS voll voll von voll voll voll Bulgarien. Japan .. . 1,685 Ä Ä L L voll voll voll voll 9t io ve Jan. 0,425 0.433 0,426 6,18 12,56 0,435 voll Belgrad . . Lissabon . • 6,155 12,56 12.64 voll voll Berlin, 27. Mai Geld Brief Repart. °/» Schweizer OToten ........ 74,30 74,74 voll voll voll voll voll voll Strnninliftfip WnfMt ........ 22154 71,07 23 06 Dnniiche 9?nh*n ......... 71’43 ^f? ntp.it .«.1.... 111,47 167,51 4'19 18,30 18,35 19,50 112 03 Hr>ssän1>iich«> 'Tinten........ 158*29 6,91 Deutsch-Oesterreich, ä 100 Kronen Amerikanische Noten....... J 21 voll voll voll Englische Noten.......... 18*40 18,7' Jtcilicnische Noten......... Belgische Noten.......... 19,60 4,46 12,50 voll voll voll Ungarische Noten......... 4*44 Tschechoslowakische Noten..... 12’40 Norwegische Noten........ 58,20 58,50 voll Rumänische Sloten......... 1,9t 1,96 voll Khfluii«" '•entlich Ab» schlüsse gemacht worden und ebenso wurde Fob- Wiste--Ware gehandelt, wobei zum Teil auch bessere Preise durchzusetzen waren. Weizen- und Weizenmehl ziehen von diesem ilmschwung nur langsam Ruhen, well don Mehl noch andauernd viel zweithändiges billiges Angebot im Martt bleibt. In Gerste, Hafer und anderen Artikeln war wenig Verkehr. Es notierten je 1000 Kg: Weizen, märt, 156 bis 159 (ruhig), Roggen, märt, 132 bis 136 (etwas fester), Sommergerste, Braugerste, 158 bis 166 (still), Wintergerste, Futtergerste, 145 bis 155 (still), Hafer, märt, 127 bis 134 (ruhig): für je 100 Kg: Weizenmehl 21.75 bis 24.75 (still), Rvggenmehl 19.50 bis 21.75 (stetig). Weizenkleie 9.20 (stetig), Roggenkleie 8.80 (stetig), Raps 280 (still), Leinsaat 390 (still), Diktoria- erbsen 18 bis 20, kleine Erbsen 14 bis 15, Futtererbsen 13 bis 14, Peluschken 10.50 bis 12, Wicken 13 bis 14, Lupinen,blau, 10.50 bis 12, Seradella, «alt, 13 bis 14, Seradella, neu, 11 bis 13, Rapskuchen 10, Leinkuchen 21, Trockenschnitzel 8.50, Kartoffeln, weiße, 2.80, Kartoffeln, rote, 2.80; für je 50 Kg . Weizen- und Roggenstroh, drahtgeb., 1.00 bis 1.10, Haferstroh, drahtgepreßt, 0.90 bis 1.00, Stroh, strohseilgebündelt, 0.80 bis 0.90, Häcksel 1.25 bis 1.40, Wiesenheu, gut, gesund und trocken, 2.30 biS 2.60, handelsübliches Heu 1.60 bis L90. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Gießen. Donnerstag, 29. Mai. Christt Himmel- fahrt. Stadttirche. 97,: Pfr. Mahr. Johannes- kirche. 9‘/2: Pfr. Bechtolsheimer. Kapelle des allen Friedhofs. 2: Pfarrass. Hertel. Auf de« Gelände der Waldbühne. 4: Waldgottesdienst Pft. Bechtolsheimer. — Wieseck. 9 7, Katholische Gemeinde«. Gießen. Mittwoch, 28. Mai. 47, u. 7 Deichte. Donnerstag, d. 29. Mai. Christi Himmelfahrt. 61/, Beichte, 7 Messe, 8 Kom., 9 Hochamt m. Pred.» 11 Messe m. Pred., 27, Vesper m. Segen. Grünberg 97, Hochamt m. Pred. - (In einem Tell der Auslage wiederholt.) Arbeitsaufnahme in Mannheim. Mannheim, 27. Mai. (WTD) Der Streit bzw. die Aussperrung in der Metallindustrie von Ludwigshafen und Mannheim ist nunmehr beendet. nachdem heute morgen die Wiederaufnahme der Arbeit beschlossen wurde. Dor einer Regierungskrise in England. London, 27. Mai. (WTD.) Der parlamentarische Derichterstatter des „Daily Rews" meldet: Wenn die Regierung bei der Abstimmung über das Gehalt des Arbeitsministers am Donnerstag geschlagen werden sollte so würde sie entweder zurücktreten oder Dem König an» raten, das Parlament aufzulösen, Damit sie an das Land appellieren könne. Ein Beschluß in dieser Hinsicht sei bereits von Häuptern der Partei gefaßt worden. Sommersprossen ■MBMM—HM—ill ...................... gtzt ijt es Zeit, Sommersprossen, Leberflecke, gelbe :cke im Gesicht und an den Händen zu beseitigen rch Bleichen mit Klorokrem und Moroseste. Un- schädlich und feit Icchren bewährt. Mit genauer Anweisung in allen Chlorodont-Berkaussstellen zu haben. I H. 8 1 V 8 Ä H Bad Homburg Sonntag, den 1. Juni 1924 nachm. 3 Uhr im Lurpark SMMM W WRA O.Ö.9. 4433V Statt Karlen Dr. phil. Msabeth Welcker Dr. phil. Franz Wilhelm Hoffmann geben ihre Verlobung bekannt Gießen Mai 1924 Höchst a.M. Liehtsptoliisms Ab morgen Donnerstag: M lute ij.B.5U0WWi Anfang 3 Uhr 4425 ff Spenden zur Unkostendeckung erbeten. Eintritt frei! Kat. BIN frei Eisen* Der Kampf seines Lebens Ein deutscher Großfilm in 5 Akten Jugendliche haben Zutritt zu den Nachmittagsvorstellungen zu ermäßigten Preisen |Verschiedenes| HinmklWt 3 Uhr nachm. Christliches Waldfeft au der LuhinWe b. Liitrelliudeu.^iov Martin Luther . Vater Luthers . Mutter Luthers Magdalena . . Melanchthon . Kaiser Karl . . Reichsherold . Sickingen . . Karlstadt . . . Tetzel . . . . Dr. Eck . . . Staupitz . . . Papst Leo X . Aleander . . . Berlepsch . . Frundsberg . . Regie: Karl Wüstenhagen Künstlerischer Beirat: Prof. Hans Wildermann Musikalische Begleitung durch unser großes Orchester aus den Werken Mozarts und Beethovens Preise der Plätze: Loge 4 Mark, I. Sperrsitz 3 Mark, II. Sperrsitz 250 Mark, III. Sperrsitz 1 50 Mark 1. Rang-Vorderplatz 4 Mark, Mittelplatz 3.50 Mark, Rückplatz 2.50 Mark, II. Rang-Vorderplatz 1,50 Mark, Mittelplatz 1 Mark, Rückplatz 0,80 Mark, Galerie 0,50 Mark Vorverkauf: Zigarrenhaus Loeb, Bahnhofstraße, Ernst Challier, Neuenweg AuS|. X Bad« müt2tr bauescHb n u w Drcger Wir»1?., hoff § Der wikinggedanle" Annoncen f. alle Zeitungen Pfeiffersche Buchhandlung Walltorstr. 21. Fernruf 1342. Hauptdarsteller: Karl Wüstenhagen Wilhelm Diegelmann * Else Aulinger ' Charlotte Krüger Curt Holm * * Adolf Wohlbrück * * Friedrich Ulmer Viktor Gehring ' Rudolf Hoch ’ * Dr. Karl Gluth ’ * * * Armand Zäpfel ‘ Siegfried Raabe ’ * Rolf Pinegger ' Max Weydner . . Eugen Gura ’ Wilhelm Stauffen In der Weltgeschichte stehen wie einzelne Wahrzeichen von besonderer Wucht überragende Persönlichkeiten, die über ihre Volksgrenzen hinaus der Menschheit von allgemeiner Bedeutung sind. Die Größe ihres Lebens, ihres Denkens und Wirkens gibt immer wieder Anreiz zu erneuten Schilderungen von anderen Gesichtspunkten aus. Martin Luther ist ein Mensch von solcher Bedeutung. Sein Bild zu zeigen, wie es heute vor uns steht, war erster Anstoß zu unserem Filmwerk. So wurde nicht einfach übernommen, was als Dichtung und Wahrheit über diesen Heros der Menschheitsgeschichte vorlag. Zu Grunde gelegt wurde das Ergebnis neuester Forschungen und so entstand ein geschichtlich treues Bild ohne legendäre Arabesken. Besonders über die Jugend Luthers wird eine neue, rührende Poesie von innerlicher, dramatischer Wirkung ausgestreut. Die heldenmütige Standhaftigkeit des Mannes wird gleichsam schon durch das Jugenbild des Knaben Martin vorhergekündet. Schwere Schicksalsbürde lastet auf den schwachen Schultern des auserwählten Kindes. Krankheiten, mit visionärer Bilderwelt durchsetzte Träume, ergreifende Empfänglichkeit für die Leiden der Menschheit, kraftvolle Zuversicht und trotzigerWille, leiden zu wollen zum Heile derWelt,rollen als ergreifende, rührende, aufrüttelnde Bilder an uns vorüber TiergartenBraunfels (Forsthaus) groß. Militärkonzert ausgeführt von der Kapelle deS l*(OeR.) Bataillons 15. Juf.-Regtö., (Siefeen. Leitung: Herr Obermufikmeister Wilb.Löber. Eintritt 1 Mk. Eintritt 1 Mk. Abends von 81/. Ubr ab groher Frühlings-Dali unter den Eicken am SorttbauS. ““D Schützengesellschaft Braunfels. Kameraden erscheint zahlreich bei nachstehenden Veranstaltungen: Samstag, abends 8 Uhr, Stadttheater, Ur«UO Vereins ehern. 118 er zwecks Errichtung eines 116er-Gedenksteines in Gießen. Sonntag, vormittags 11.30 Uhr, große Gedächtnisfeier auf dem Neuen Friedhof, mit anschl. Abmarsch nach dem Kriegerdenkmal (Marktplatz), und nachmittags 4 Uhr, Turnhalle (Oswaldsgarten), Empfehle fiir Frei- ag und Samstag aus frisch eintreffen1 den Zufuhren fste. frische SllWe zum billigsten Tagespreis. 4419 Hamburger Fischhandlg. A. Koch Nachfolger Schulstraße 10, Telephon 1612. Unsere Dressurstunden sind: Mittwoche und Freitags 7 Uhr, Pftrdemarkt (Schlachthof), Sonntag vormittags, Gelände „Tneb . Aüswnfl u. veugWellMgen I. ö. GMüflsflellelVtittlvlatzlS * 1 31UI. Olli ivt-u —»eou- ................................................................................................................................. Gebe meinen für Gebrauchszucht für 1923/24 angebörten Rüden Arkus von Haina 113306 zum Decken frei Vater: Treff Fägerslust XVII 70550. Mutter: Alma von der Lahnmühle XVII 75858. 1923 Pfostenschau Offenbach (Sautter)S. G. 1924 Fuchtschau Göttingen (Roesebach) G. Vorherige Anmeldungen erbeten Hans P. Petersen, Gießen Markvlok 16 020514 Telephon 2101. Iliiiiiilliliiiiiiliiiniiiiniiiiii Wäsche zum Bügeln in und auher dem Hanse wird angenommen 080811 Löbcrstr. 6 3th. Illlllllllllllllllllllllllllllllllll Warnung! Warne hiermit jedermann, meinem Manne Ludwig Schmidt V. etrvaö zu leihen oder zu borgen, da ich für nichts hafte. 023510 zmuMeSWim Heuckelbeim. Metallbetten Stahlmatr., Kinderbetten, dir. an Priv., Bühnenvolksbund — Giehener Theatergemeinde. ■■ Sonntag, den 1. Juni 1924, nachm. Uhr, auf der Waldbühne Wieland der Schmied von Friedr. Lienhard. Spielleitung: I. W. Ditzen, Frankfurt am Main. Karlenvorverlrauf bei ThaD«. preise der Plätze: Mitglieder: 3. —, 2. —,ra Studenten, Militär und Schüler ermäßigte Preise. .^,0 Astoria-Lichtspiele _ Neu renoviert —---------------- Ab morgen Donnerstag: Die verlorene Stadt III. Teil Vorher ein glänzendes Beiprogramm Sund Wiking e. v. Ortsgruppe Gießen. Freitag, den 30. Mai, abends 8 Uhr, spricht im Katholischen Dereinshaus Frau Eilend aus München Thema: 4400D Himmelfahrt nachmittags 4 Uhr L igafpiel UW B. B. 4411v » Der Spielausschuh. Verein für Deutsche Schäferhunde (S.V.) O.-B. Gießen u. Umgegend u. Schutz- u. Polizeihund-Sportverein Bietzen 1922. Geschäftsstelle: Marktplatz 15. Fernsprecher 2101. ............................................................. Himmelfahrttag Ausflug mit hundennach -—— Bersrod, = Treffpunkt 8 Uhr früh Ludwigsplatz. 020513 Nachzügler mit 3»g 12.32 Uhr, Station Reiskirchen. Verein ehemaiigerlW. Samstag, den 31. Mai, abends 8 Uhr Ehrenabend im Stadttheater zum Gedächtnis der Gefallenen unseres Regiments und seinen Kriegsformationen zwecks Errichtung eines 116er Gedenksteins in Gießen Mitwirkende: Der Bauersche Gesangverein unter persönlicher Leftung seines Dirigenten Herrn Otto Görlach Die Musikkapelle Topp „Wir wollen sein ein einig Volk“ Volksstück mit Gesang in 3 Akten aus den Leidenstagen der Ruhrbesetzong unter Leitung des Herrn Karl Juhnke vom Stadttheater Gießen großer Festakt, anläßlich des Regimentsfestes ehern'. 168 er in Gießen. Tragen von Uniform gestattet, soweit verliehen. Die Arbeitsgemeinschaft ehem. Militär- u. Regimentsvereine, Siehrn. L -Dragoner 23, L.-Dragoner 24, Artillerie 25 u. 61, Artillerie- verein, Verein ehem. 115er, 116er, 118er, 168er, 222er, Land- wehr 116, Offizier-Verein Landwehr 116, Offizier-Verem ehem. 254 er Krieger-Verein, Offizier-Verein 1914, Marine-, Pwpier-, Garde-Verein Hassia-Bezirk, Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Kavallerie-Verein. (4426 v