nr. zs Erscheint täglich, anher Sonn- und Feiertag,, mit d. Samstagsbeilage: GiehenerFamilienblätler Monats Vezvorpreir: 2 Goldmark u. 20 Goldpfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: An,eigerSiehea. Postscheckkonto: Kranksurt a. M. 11CT6. zrettag, 28. März 1924 174- Jahrgang Erstes Blatt GichenerAnzelger General-Anzeiger für Oberhessen Annahme von Anzeige, für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorhet ohne jedeDerbindlichkeit. Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlid)8, auswärts 10 Goldpfennig; für Re- Klame-Anzeigen D.70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 2O°/o Auf« chlag. - Verantwortlich ür Politik u. Feuilleton. )r. Friedr. Wilh Lange; ür den übrigen Teil: Ernst Dlumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck VrvS rmd Verla-: vrühl'sche Unwerfitälr-Vuch- und Steinörnderei R. Lange in Stehen. Zchnftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7. sämtlich in Gießen. Das deutsche Problem im britischen Unterhaus. London, 27. März. (03303.) 3m britischen Unterhaus ersuchte Asquith unter 'Beifall der Liberalen um Informationen über die Lage in Westeuropa. Zunächst fragte er, warm Macdonald die Dokumente unterbreiten werde, die dem vor kurzem veröffentlichten französischen Gelb buch entsprächen. Weiter fragte er, welcher Fortschritt in der Richtung auf die Vollendung der Berichte derSachverständigen- ausschüsse gemacht worden seien, wann diese Berichte vorgelegt werden würden, was dann bas in Aussicht genommene Verfahren sei und wann die Berichte der Oeffentlichkeit zugänglich fein würden. Gr sagte, es bestehe ein neuer Gesichtspunkt in der Reparativnsfrage, der in erster Linie das Ruhrgebiet und das Rheinland berühre. Zweifellos habe (Macdonald den beachtenswerten Artikel in der „Times" gelesen, in dem gesagt werde daß ö r tliche Vereinbarungen nut den Industrien der besetzten Gebiete getroffen worden seien, während die Sachverständigenaus- schüfte versuchten, einen Plan für die Reparationsleistungen aufzustellen, arbeiteten svauzosische Organisationen hn Rheinland und im Ruhrgebiet mit Mergle daran, die Entwickelung und Vervollständigung eines Systems zustande zu bringen, bas, wenn es in 03etrieb gesetzt werde, die besetzten Gebiete zu einer Art von besonderem Reparationsgehege machen würde. Es werde gesagt, daß die unter diesen Vereinbarungen vorgesehenen Sachleistungen,durch eine Methode finanziert werden sollten, die die Industrien der besetzten Gebiete so gut wie ganz ruinieren und es für sie unmöglich machen würde, mit dem übrigen Teil Deutschlands in Wettbewerb zu treten, und die, was bezeichnend und wichtig sei, die Fähigkeit des Reiches, als Ganzes seine Währung zu stabilisieren, zunichte machen würde. Gr wolle wissen, ob die in dem Artikel gemachten Mitteilungen eine wahre Darstellung dessen seien, was im Rheinlande vorgehe, ob es die Politik der französischen Regierung darstelle und welche Schritte Macdonald tue, um die britischen Interessen zu schützen. Asquith fragte weiter, welcher Forftchritt im Ruhrgebiet gemacht worden sei, um die ausgewiesenen E i n wohner zurückzuführen und politische Gefangene in Freiheit zu sehen. tabe irgendeine Veränderung zum Besseren oder chlechteren der P fa lz stattgefunden, seitdem der Bericht von Clives eingetroffen sei. Ferner fragte Asquith, welches Me urenthül en Verpflichtungen der früheren Regierung seien, auf die Macdonald neulich Bezug genommen habe, als er erklärt habe, Last Lord P a r m o o r auf der Sitzung des Völker- bundsrals bezüglich des Saargebiets zu kämpfen gehabt habe. Die Derwaliung übe dort willkürliche Vollmachten aus, welche in demokratischen Ländern unbekannt seien. Dies könne ein ernstes Hindernis für den Eintritt Deutsch- landsindenVölkerbund bilden. Eine gemeinsame internationale Garantie der Mächte, die dem Völkerbund angehörten, sei die einzige Grundlage, auf der die Sicherheit geregelt werden könnte. Jedermann wünsche eine allgemeine Abrüstung aber diese könne niemals erreicht werden, wenn nicht ein Gefühl der Sicherheit und eine Garantie der Sicherheit erreicht werde. Der erste und praktischste Schritt in dieser Beziehung müsse ohne Argwohn oder internationale Eifersüchteleien und separate Akte ober Vereinbarungen für die Erreichung einer festen und gleichförmigen Garantie bewirkt werden. Premierminister Macdonald erwiderte, die Abmachungen zwischen den franz- belg. Wirtschaftsorganisationeu und den deutschen Industriellen liefen dem Versailler Vertrag nicht Wwider. Die Regierung wäre jedoch auf gewisse Versuche gestoßen, zu einer R e u v e r t e i l u n g der Reparationen und der erneuten Aufrollung des Repavationsproblems zu kommen. Wenn dies der Fall wäre, so würde die englische Regierung gegen die Ausführung solcher Abmachungen unverzüglich Protest erheben. Die deutsche Regierung habe z. B gewisse Steuer- g e s e h e erlassen, die sich normalerweise auch auf das Rheinland erstreckten. Diese Gesetze seien der interalliierten Rheinlondkommiftion vorgelegt worden. 5>ie Kommission habe lediglich darüber zu entscheiden, ob diese Gesetze in irgend einer Weise die Sicherheit der Besatzungstruppen gefährdeten. Obwohl ein Einwand in dieser Hinsicht nicht erhoben werden konnte, sei doch das Ansinnen gestellt worden, dast man die Anwendung dieser Gesetze auf das Rheinland verhindern und sie nach Gesichtspunkten prüfen müsse, die die Rheinlandkommission in Erwägung zu ziehen keinen Anlast habe. Wir kiesten gegenüber derartigen Anregungen über unsere Stellungnahme keinen Zweifel. — Es sei angeregt worden, dah die Saarkommission die Verantwortungen, die Pflichten und Rechte auf sich nehmen sollte, die ihr nicht zustände. Die Politik der britischen Regierung sei die, daß. diese Kommission im Interesse einer endgültigen und raschen Regelung auf die ihr zugewiesenen Funkttonen und Pflichten beschränkt Ux*C'.n müßte und dah ihr nicht gestattet werden dürfe, diese Grenzen auch nur im geringsten zu überschreiten. Es sei klar, daß die französischen Truppen zu dem frühest möglichen Termin aus tem Saargebiet zurückeegogen werden sollten, dast sie aber nicht eher zurückgezogen werden könnten, bevor nicht die Saargendarmerie an ihre Stelle trete. Bisher habe Die Lage der deutschen Industrie. Reichskanzler Dr. Marx aus der Tagung des Reichsverbandes der deutschen Industrie. Berlin, 27.März. (Wolff.) Die gemeinsame Tagung des Reichsverbandes der deutschen Industrie und der Vereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände wurde heute vormittag von dem Vorsitzenden des Reichsverbandes, Dr. Sorge, mit einer Ansprache eröffnet, in der er u. a. ausführte: Ohne eine rasche und klare Lösung der Reparationsfrage wird Deutschlands Wirtschaft in wenigen Wochen vor der schwersten Krise stehen. Im Vordergrund der Gefahren stehen die Micumverträge, die untragbar sind. Es ist erklärlich, wenn von den Vorschlägen der ausländischen Sachverständigen nicht allzuviel erwartet wird. Wird aber das Weltproblem falsch gelost, so wird eine Folge dieses Fehlers die Vernichtung von Millionen Eristetzzen nicht nur in Deutschland, sondern vielleicht der Ruin der Welt sein. Vor optimistischen Erwartungen muh gewarnt werden. Die Industrie muh sich der drohenden neuen Belastung bewusst fein. Voraussetzung für die Tlebemahme dieser Lasten muh sein, dah Umfang und Form nicht zu einer vollen Preisgabe der wirtschaftlichen Selbständigkeit Deutschlands führen. Die von uns geforderte Sicherheit kann also nur in einer ablösbarenVerpfändung und nicht in einer dauernden Enteignung gewährt werden. Zur Durchführung der mit den zu erwartenden Leistungen verbundenen Mastnahmen ist eine Geschlossenheit des deutschen Volkes Voraussetzung. Reichskanzler Dr. Marx ging in längerer Rede auf das Kernproblem der gegenwärtigen Wirtschaftslage, die Aufrechterhaltung der Währungsfestigkeit, ein. Sie bildet den Ausgangspunkt eines jeden Wirtschaftsaufbaues. Mit ihr steht und fällt die 'Ration. OHan hat oft im Auslande in Unkenntnis des wahren Sachverhalts die OHeinung verbreitet, die deutsche Regierung und die deuftche Industrie habe den Zusammenbruch der Währung absichtlich herbeigeführt. Wer heute die ßage unserer Wirtschaft und die Lage des Staates prüft, und wer weist, was die Epoche des Wäh- uungsverfalles bü • beiden gekostet hat, der kann nicht im mindesten im Zweifel darüber fein, dast kein vernünftiger Mensch in Deutschland jemals daran gedacht haben farm, zu einer solchen wahnwitzigen Methode der Selbstent lei bung zu greifen und auf dem sichersten Wege das zu verlieren, deften Erhaltung fett ^rbgScnbe unser aller Sinnen und Trachten ist: Aufrechterhaltung unseres nationalen Daseins und «Schaffung eines neuen lebensfähigen Reiches. Wenn heute wieder etwas wie Mut und Zuversicht in unserer Brust einzieh-en darf, bann doch nur, weil es gelungen ist, wieder etwas festen Boden unter die Füße zu bekommen. Bitter emft ist noch die Stunde. Wir halben noch einen langen und schweren Weg zu gehen, ehe wir aufatmen können. Einen Ausweg aus dem gegenwärtigen Elend können wir nur finden durch einen Appell an die wirtschaftliche Vernunft der Wett, der sich auswirkt in mühseligen und schwierigen Verhandlungen über dasjenige, was Deutschland an Reparationen zu leisten vermag. Von diesem Gedanken getragen, suchte die Reichsregierung die Arbeit der beiden zur Zeit noch in Paris tagenden Sachverständigenausschüsse durch die Bereitstellung von Material zu fördern. Da die Reichsregierung in den Ausschüssen nicht vertreten ist und daher auch deren Ergebnisse nicht kennt, so ist ohne weiteres klar, dast die Gerüchte, wonach die Reichsregierung sich schon irgendwie gebunden habe, unrichtig sind. Wir stehen den kommenden Sachverständigengutachten in voller Freiheit der Entschließung gegenüb.r. In dem Ringen um Deutschlands Wiedererneurrung fällt der Itzdustrie eine hohe und verantwortungsvolle Ausgabe zu. Mehr denn je ist das deutsche Volk in seinen Existenzmöglichkeiten aus eine blühende und leistungsfähige Industrie angewiesen. Es gilt den nach Waren hungernk^n Inlandsmarkt zu versorgen und es gilt, auf dem Weltmarkt im friedlichen Wettbewerb der Völker wieder jenen Platz zu erringen, dessen wir zur Aufrechterhaltung unseres Daseins und zur Mtoa- gung übernommener Verpflichtungen bedürfen. Das ist ohne Höchstmast von Leistung an Kopf- und Handarbeit nicht zu erreichen. Niemand bedauert es schmerzlicher als ich, daß der Kampf um die nackten Lebensnotwendig- keiten nodji keinen Raum für die Verkürzung und Derlangsamung unseres Arbeitstempos gestattet. OKan hört im Auslands oft die Ansicht äußern, als ob eine Ausdehnung der Arbeitszeit in Deutschland nur den Zweck habe, der deutschen Wirtschaft die Möglichkeit eines unmoralischen Wettbewerbes zur Schädigung der Lebensintereften anderer Völker zu geben. Nichts ist weniger begründet, als dieser Vorwurf. Nur mit innerstem Widerstreben, nur in der Erkenntnis der völligen Tlnabwendbarkeit, hat die Regierung der Be- völNrung diese wie andere schwere Lasten auferlegen zu müssen geglaubt. Oder glaubt jemand, dah man drauhen für uns in die Schranken treten werde, wenn wir durch Beibehaltung des achtstündigem Arbeitstages die VersaillerDerpflich- tungen nicht z u erfüllen vermochten? Wenn man sich durch unser Vorgehen benachteiligt fühlt, so soll man die Schuld dort suchen, wo sie ist, nicht aber bei uns. Das deutsche Volk ist und bleibt eine Schicksalsgemeinschaft, in der alle Schichten auf G^>eih und Okrberb unlöslich wileinander verbunden sind. Wer diese Verbundenheit zu sprengen versucht, trägt Zwiespalt in die Reihen eines Volkes, deften Einigkeit seine stärkste und wirksamste Waffe im Daseinskampf ist. Es geht um höheres als um den Streit, wer Herr und wer Knecht fein soll. Es geht um die Zukunft unseres Volkes und darum, daß das neue Reich wieder einmal seinen geachteten Platz unter den Völkern der Welt einnehmen soll. älnser Weg ist schroff, abgründig, dornenvoll und mühselig und nicht mit großen Worten zu über- wirchen, sondern nur in Zähigkeit, Mut und Selbstvertrauen zu vollenden. Durch Arbeit und Opfer zur Freiheit! Rcichswirtschastsminifter Hamm, der nach den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen des Reichskanzlers das Wort erhielt, führte u. a. folgendes aus: Wenn wir neue Eingriffe des Staates in die Wirtschaft vermeiden wollen, so ist das Wirten der Wirtschaftsführer in ihren Kreisen notwendig, um die Idee der Gemeinsamkeit von Staat undWirt- schäft zu verbreiten. Die stabile Währung hat das Inlandsgeschäft angeregt. Das ist erfreulich. Eine sozialere Gestaltung unseres Lohnwesens wird dazu beitragen, den Sparsinn wieder zu wecken. Eine vernünftige Preis st ellung scheint mir zugleich tie beste Gehalts- und Lohnpolitik zu sein. »Alle diese Dinge erfordern nüchterne Einsicht in die Wirtschaft wie in ben Staat. Die anschließenden Ausführungen des Reichsarbeitsministers Brauns waren der Erhaltung der Zentralarbeitsgemeinschaft und der Lohnpolitik gewidmet. Er erklärte: Die Zentralarbeitsgemeinschaft erscheint in letzter Zeit durch das Ausscheiden großer Verbände gelockert, ja sogar gefährdet. Ich habe das lebhaft bedauert und kann nicht glauben, daß Ls mit der Zentralarbeitsgemeinschaft wirklich zu Ende gehen soll, da die Wirtschaft sonst durch Arbeitstämpfe geschwächt werden würde. Anter den gelernten und QualitLtsarbettern macht sich eine ausgeprägte Neigung zum Auswandern bemerkbar. Das bedeutet eine Gefahr für die Wirtschaft. Die auswaädernden Qualitätsaibeiter werden von der ausläirdischen Konkurrenz eingestellt, die sich die deutschen Arbeiter und damit die deuffchen Er» fahrungen zunutze macht, um unseren Wettbewerb auf dem Weltmarkt und unsere an sich schon beschränkten Ausfuhrmöglichkeiten und damit unseren Arbeitsmarkt einzuengen. Das muh möglichst verhütet roerden durch eine Lohiftaolittk, die gerade für die besten und leistungsfähigsten Elemente unter der Arbeiterschaft den Anreiz, in Deutschland zu bleiben, erhöht. Rach dem Reichsarbeitsminister hielt Generaldirektor D ö g l e r ein Referat über Staat und Wirtschaft. Geheimrat Dr Ernst von Dorsig sagte u. a.: Die Vereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände bekennt sich nach wie vor aus voller Aeber^eugung zu einer gesunden Sozialpolitik. Die neue Zentralarbeitsgemeinschaft muh wiederum auf dem Gedanken der freienDerständigung und der Selb st Verantwortlichkeit fußen und bie Selbstverwaltung wieder einführen. Die Arbeitgeber erfeimen die Koalitionsfreiheit der Arbeiter ebenso unumwunden an, wie sie selbst von ihr Gebrauch machen. Gin besonderes Recht zum Streiken kann jedoch nicht anerkannt werden Die Arbeitslosigkeit wird am wirksamsten Lurch die Förderung der Produktion bekämpft Arbeitnehmer und Mieum- vertraäge. Berlin, 27. März. (WTB.) In der Reichskanzlei f-and heute nachmittag auf Wunsch der Arbeitnehmervertretungen eine Aussprache zwischen den örtlichen Verbänden und den Spitzenorganisationen der Bergarbeiter und Angestellten des Ruhrkohlenbergbaues und der Reichsregierung statt, über die durch die Micurnverträge im Ruhrkohl enbergb daß sie auf diese Weise 6 Milliarden Goldmark fluffig machen könnte. Ferner würde eine Deutsche NeichseiseubaH'Ngeftllschast gegründet mit einem Kapital von 26 Milliarden Goldmark, die sich wie folgt zusammensetzten: 2 Milliarden Vorzugsaktien, die der deutschen Regierung übergeben würden, 2 Mittiardeli Vorzugsaktien, die der Repko übergeben würden, 11 Milliarden gewöhnliche Aktien, die wiederum der deutschen Regierung übergeben werden sollten und weitere 11 Milliarden bevorrxechtigter Obligtinen zu 6 Przent (5 Przont Zianson und 1 Prozent Tilgungsrate), die wiederum an die Repko gehen würden. Diese Konzession solle eine Gültigkeit von 50 Jahren haben. Die Repko könne also auch In diesem Falle die Obligationen be- Hakven und jährlich 660 Millionen ©DÖwurrf Zinsen «diziehen, oder fte auf den Markt bringen, um auf dies« Weise sofort etwa 10 Milliarden Goldmark flüssig zu machen. Ferner werde' die Repko den Ertrag einer Tran Sport st euer Sliefen bekommen, die ajxf etwas über 300 ar den Goldmark geschätzt werde. Die Pariser Kabinettskrise. Paris, 27. März. (WTD.) lieber die Ministerkrise und ihre Lösung erfährt die 5>a» vaSagentur folgendes: Die heute von Pomcars geführten Verhandlungen erstreckten sich viel mehr auf diepolitischeundparlamen- tarische Lage als auf die Mittel, die Ministerkrise zu lösen. Die heuttgen Besprechungen gestatteten jedoch Poincarö, die lieber^ zeugung zu gewinnen, daß er in der Lage sek, in kürzester Zeit das neue Kabinett zu bilden. Zweifelsohne hat Poincarö dem Präsidenten der Republik schon heute abend die leitenden Gedanken vvrgetragen, die er zur Geltung zu bringen gedenkt. Die können wie folgt resümiert werden: 1. weitgehende Umgestaltung des ehemaligen Kabinetts, nur 4 oder 5 ehemalige Minister und 3 Unterstaatssekretäre scheinen nach den bis jetzt vorliegenden Andeutungen ihm angehören zu sollen; 2. die aus Sparsamkeitsrücksichten notwendig gewordene Herabsetzung der Zahl der Ministerien und Unterstaatssekretariate. Unter dem Vorbehalt immerhin möglicher Abänderungen kann eS für wahrscheinlich gelten, daß folgende Minister und Anterstaats- sekretäre des ehemaligen Ministeriums Poin- car6 in das neue übertreten: Maginot, LeTroquer, C-olrat, Reibel.Chö- rvn, Rio, Paul Laffont und Eynac. Die Beseitigung des Hygieneministeriums und seine Angliederung an das Arbeitsministerium kann als beschlossen gelten. Das Ministerium der besetzten Gebiete wird in ein UnterstaatS- lsekretariat beim Finanzministerium umge- wandelt. Die endgültige Verteilung der Por- tefeullleS wird erst morgen beginnen. Poincarg bleibt Außenminister, und eS kann bestimmt angenommen werden, daß Maginot das Kriegsministerium, und Le Troquer das Ministerium für öffentliche Arbeiten behält. Von neuen Männern werden vorzugsweise genannt: Fran^oiS Marsal für das Finanz-, und DokanowSki für das Handels- oder Kv- lonialministerium. Roch keinerlei Anordnungen sind für die Besetzung des Innenministeriums getroffen worden. GS wird allgemein angenommen, daß das neue Ministerium morgen noch nicht gebildet sein wird. Er bestreitet zunächst, Verrat verübt zu haben. Der Sttaat von 1918 sei geschassm wo wen durch Betrug und Landesverrat, verübt von Deserteuren und den Juden. Pöhner klagt bitter darüber, daß sich bei der Revolution die Beamten gegenüber jeder neuen Revolutionsregie- rung immer wieder auf den Boden der gegebenen Tatsachen stellten. Diele höhere Beamten, besonders in den Ministerien, hätten aus diesem Dolksbetrug noch private Vorteile gezogen, namentlich auch die Beamten in den Zentralstellen in Berlin. Dr. Weber bezeichnet es als richtig, daß ferne Zustimmung zu dem Unternehmen ein- geholt wurde und daß er selbstverständlich und vereitwilligst seine Zustimmung gegeben habe Er betont, seine Aufgabe sei es gewesen, ein Instrument zur Verfügung zu stellen, da« fähig war, an der Schaffung eines neuen Grohdeutschland entscheidend mitzuwirken. Der Angeklagte weist entschieden die Behauptung zurück, er habe sein Wort gebrochen, oder seine Verpflichtungen als Staatsbeamter verletzt. Er trage mit Hitler zusammen die ausschließliche und alleinige Verantwortung für das Unternehmen. — Sodann führt General Ludendorff aus, er fei stolz darauf, daß er Seite an Seit« mit diesen Männern stehe und daß er mit diesen Männern das Schicksal weiter teilen werde. Am 22. März 1904 habe sein Ringen für das Volk begonnen. Ludendorff legt dar, wie er feiner Zeit aus tarn Generalstav versetzt wurde, weil er mit feinem Plan der Durchführung der allgemeinen Wehrpflicht nicht durchgedrungon war. Im Weltkrieg wendeten sich vre Massen des Volles immer schärfer gegen ihn weil er für die Freiheit, die Ehre und den Ruhm des Volles schon damals gekämpft habe und er aus dem Zwange der Lage von ihm mehr verlangt habe, als vorher. Die verantwortlichen Stetten hatten sich aber Der großen Aufgabe nicht gewachsen gezeigt, «nd nun sei das Unglück da. Mur in der völkischen Bewegung habe er Manner angetrof- 7en, die für den Dienst am Daterlande bereit waren. Wenn der völkische Gedanke nicht die weitesten Rvers« des Volles ergreife, so wäre das schlimmer ^als der verlorene Krieg. Er erhebe vor aller seine warnende Stimme: Wenn die völtiiche Bewegung sich nicht durchsetzt, so find wir ver- lrren für immer. Wir erleben ein neues lall les, das schlimmer ist, als das an- «dere ^tersailles. Ludendorff schloß: Hören Sie wieine Stimme! Horen Sie den Schrei der deut- Die Plaidoyers im Hitlerprozeß. München, 27. MärZ. (WB.) Bei Beginn ter heutigen Sitzung gibt der erste Staatsanwalt Dr. Stenglein eine Erklärung ab, daß er sich einer Erwiderung auf die Ausführungen der Verteidigung enthalte Don den Angeklagten erhält darauf als erster Oberstleutnant K r i e b e t das Wort. Kriebel erklärt feierllchst, daß der gewaltsame Vormarsch gegen Berlin von Kahr, Lossow und Seiher vorbereitet worden fei. Ein^ erkenne er widerstandslos an, das Zugeständnis, daß er die Verantwortung für fein Suiy restlos auf sich nehme. Er bekenne sich rück- haltslos zu der Tat vom 8. und 9. Rovember Xmb -betone, wenn er heute noch einmal vor diese Frage gestellt werde, so würde er genau so handeln. Daß die Tat vom 8. Rovember gescheitert sei, liege in dem Betrug und dem W v r t b r u ch dreier ehrloser und ehrgeiziger Gesellen, was er nrchmals besonders hervorhebe. Als nächster Angeklagter spricht dann OberlandeSgerichlsrat Pöhner. schon Seele nach Freiheit! Geben Sie durch Ihren Spruch die Männer dem Volle wieder denn die Aufgabe dieser Männer ist, das Doll weh r h a f t zu machen und zur Tat zu gewinnen. Hieraus erhebt sich der Angeklagte Hitler: Der Vater des heutigen Staates konnte die Autorität nicht bewahren, well seine Autorität aufgebaut fei aus der Zertrümmerung der Autorität. Wenn das Gesetz einst wieder in Deutschland beachtet werden solle bann müsse zuerst der Erste Staatsanwalt di« Anklage gegen Ebert, Scheidemann und Genossen wegen Landesverrats erheben. Hiller betont, feine Arbeit fei darauf hinausgelaufen, ein staatspolitifches Volk heranzuziehen und Deutschland die Stettnng in der Welt zu geben, die eS verdient. ' Als wir sahen, wie man vor den Ententekommis- sionen auf dem Bauch rutschte, da haben wir den Trotz in die Herzen gesät. Wir haben die Vaterlandsliebe zu mehren versucht und haben den Haß gepredigt. Wir haben begriffen, daß die Aufklärung eine Propaganda sein müsse zur Vernichtung der Zerstörung des Reiches. Rehmen Sie die üebergeugung mit, daß ich die Erringung eines Ministerpostens als nicht erstrebenswert angesehen habe. Ich wollte der Zerbrecher des Marxismus werden, und diese Aufgabe werde ich auch lösen. Ich stehe heute nicht als Mensch vor Ihnen, sondern als Politiker. Die Tat des 8. Rovember sei nicht mißlungen. Das sichtbare Zeichen dieser Tatsache sei, daß sich das deutsche Doll mutiger und einer Sturmflut gleich erhebe. Hitler schloß: „ilnferc Armee wächst von Stunde zu Stunde, und wir haben die Hoffnung, daß die Stunde der Tat kommen wird. Bei dem letzten Gottesgericht, das die Geschichte sprechen wird, wird einst auch daS Urteil über unser« Tat fallen. Sie mögen uns schuldig sprechen: das Gottesgericht wird einst den Antrag des Staatsanwalts zerreißen." Rachdem die übrigen Angeklagten Röhm, Wagner, Brückner und Pemet auf jedes weitere Schlußwort verzichtet haben, erllärt der Vorsitzende die Hauptverhandlung für geschlossen. Die älrteilsverkündung wird am 1. April, vormittags 10 ülhr, stattfinden Der geignerprozeß. Leipzig, 27. März (WTD.) Der zweite Verteidiger ZeignerS Rechtsanwalt Marschner weist darauf hin, daß die Beschuldigungen gegen den Angeklagten im Laufe der Verhandlungen sehr zufammengeschmolzen seien, und daß die Aussagen einer Reihe unvereidigt gebliebener Belastungszeugen mit äußerster Vorsicht bewertet werden müßten. Der Verteidiger führt aus, daß eine Begünstigung des Möbius durch Zeigner nicht vorliege, daß es sich bei der Akten Vernichtung um einen Tatbestand des § 332 Abs. 1 des RStG. handele, daß er aber um Freispruch bzw. Einstellung des Verfahrens in diesem Falle bitte. Im Falle Trornmer Bann von Erpressung nicht die R^>e sein. Die ganze Angelegenheit war nichts als eine unverschämte Bettelei des Möbius. In den Fällen Brandt und Friedrichsen wirft die Anklage Zeigner schwere Amtsbestechung vor. Rach der Judikatur des Reichsgerichts muh jedoch eine Willenseinigung des Bestechenden und des zu Bestechenden darüber vorhanden sein, daß ein Geschenk gegeben und genommen werden soll. Im Falle Friedrichsen waren zwar die Schmuckstücke, die ihm ohne fein Wissen in sein Zimmer gebracht worden waren, in feiner Verfügungsgewalt, er hat aber niemals die Absicht gehabt, sie als fein Eigentum anzusehen. Im Falle Schmerler ist nicht widerlegt worden, daß das Pelzfutter bezahlt ist. Der Pelz ist nicht ihm, sondern seiner grau, während er in Dresden mar, als Geschenk gegeben worden. Er selbst hat nichts davon gewußt. Der Verteidiger des Möbius', Rechtsanwalt T s ch v p i k, führte aus, MöbiuS fei nichcks anderes als ein Produkt der letzten trostlosen Schieber- und Inflationszeit. Möbius sei kein gewissenloser Lügner, nur durch die besonderen ilmftänbe sei er dazu gebracht worden, m41 der Wahrheit zu jonglieren. Von einer Anstiftungstätigkeit des Möbius könne in keinem Falle die Rede sein. Er hab« recht wohl gewußt, daß Zeigner keine Bestech- ungsgelder von ihm annehmen werde. Eher könne man fortgesetzte betrügerische Handlungsweise an- nehmen. Staatsanwalt Hcrugk erllärt zum Fall Schmerler, es sei von ausschlaggebender Bedeutung, daß sich der Damenpelz noch heute imBesihder FrauDr. Zeigner befindet. Er hält die Annahme des Pelzes durch Dr. Zeigner somit für erwiesen. Weiter sei erwiesen, baß das Geschenk Dr. Zeigner in einer bestimmten Richtung beeinflussen sollte. Dr. Zeigner habe die bei Der Hingabe des Pelzes erwartete pflichtwidrige Handlung getan, womit der Tatbestand des § 331 gegeben sei. — Die Verhandlung wird hierauf auf Freitag vormittag vertagt. Dr. Zeigner wird in der Freitagssitzung das Schlußwort erhalten. Hessischer Landtag. Darmstadt, 27. März. (Priv.-Tel.) Am Regierungstisch: Staatspräsident lllrich, die Minister v. D r e n t a n o, H e n r i ch und R a a b. Vor Beginn der Tagesordnung stellt Abg. Dr. S ch i a n (D. Vp.) eine kleine Anfrage betr. Die Fertigstellung desphysiologifchenIn- stitutes in Gi« ß en. Ministerialdirektor 11 r - stabt antwortet, daß der Rohbau infolge des anhaltenden Frostrnetters in der Fettigstellung verzögert morden sei. während der innere Ausbau wegen der zur Zeit ungünstigen Finanzlage des Staates sich jedenfalls verzögern merbe Tie Generaldebatte über Den Rotetat und öle Steuervorlagen wird Dann fortgesetzt ^bg Gur (6c».): Die Klagen der Ganbmirte über die steuerliche tlcberlaftung seien stark übertrieben. Zedenfalls bedeute Die neue Art Der ®emerbefteuerberanTagung gegen früher eine bedeutende Verbesserung. T ie durch das Reich angecrDnete Gebäude- bzw. Mietsteuer sei auch für seine Partei untragbar gewesen, zudem kaum 10 Prozent dem eigentlichen Zweck zugeführt werden sollten. . Abg. Dr. Büchner (Dem.): Alle bisher geübte Kritik an den borgelegteit Steuergesetzen habe ihre Berechtigung, da diese auf falscher Grundlage aufgebaut seien, man sollte die Steuer nicht auf den Umsatz, sondern auf den Ertrag stützen, wenn sie gcr«ht wirke.» solle. Schweren Herzens habe auch sein« Partei den Vorlagen zugestimmt in der Voraussetzung, daß sie notwendig und nicht von langer Dau« find. Bedingungen für unseren Wiederaufstieg sind: Völlige Ausnützung der uns zur Verfügung stehenden Mittel, dabei Aufgabe des an sich idealen Achtstundentags, Beseitigung des letzten Restes der Zwangswirtschaft (Wohnungswesen), Steueraufbau nach neuen Grundsätzen. Abg. Glaser (Dbd.): Die erste Voraussetzung zu einer Steuerermäßigong sei eine viel sparsamer« De rwaltungswirtschaft Die Anträge für neue Ausgaoen des Staates stammten fast alle aus den Reihen der Regierungsparteien. Gespart werden könne durch Rückverweisung der Schulen und Polizei an Die Gemeinden, die Dafür die gesamte Grund- und Gewerbesteuer erhalten sollten. Wenn Die Gemeinden erst wieder selbst verantwortlich ihren Haushalt zu führen gezwungen sind. Dann wird schon wieder sparsamer gewirtschaftet werden. Icht sei es so, daß z. B. die Städte ihre Beamten zum Teil höher einftuften und bezahlten als der Staat. Wer bei Ihnen (zur Linken) Spar sinn bekundet, der hat kein „soziales Verständnis". Bei den Kommunalverbänden werden heute noch Rechnungen aus dem Jahre 1919 geprüft usw. Das sei ein Unfug. Desgleichen die Einstellung von 200 Firtbildungs- schullehrerstellen in den Voranschlag. Die F)rt- bildungsschule tm Sommer auf dem Lande sei unnötig. Wenn die Linke immer von den wenigen Steuern rede, die die Landwirtschaft bezahlt habe, so erinnere er daran, daß die Steuerveranlagungsverwirrung der RachievolutionS-Re- gictung daran schuld trug und Daffr mit der Getreideumlage, Zwangsumlage für Kartoffeln usw. die Landwirtschaft weiß Gott reichlich bezahlt habe. (Andauernder Lärm links.) Hetzt belaste man sie mit Der vierfachen Grundsteuer. Das vorläufige Finanzgesetz wird entsprechend den Ausschußanträgen im einzelnen angenommen. Ebenso angenommen wird das Gesuch über die dorläufigeGewerbesteuerfür das Rechnungsjahr 1924 gegen die Stimmen der Rechten. Angenommen in zwei Lesungen wird das Gesetz über die Kreis- und Provinzial- Umlagen, desgleichen das Äussührungsgesetz zum Finanzausgleichsgesetz gemäß den Ausschußanträgen. Der Auflösungsantrag der Abg. Dr. Osann und Een. wird gegen die, Stimmen der Rechten abgelehnt. Die Regierungsvorlage, betr. die llebemabme der Beamtendes oldungserhohung des Reiches auf das Land wird einstimmig in zwei Lesungen genehmigt. Rächste Sitzung: Freitag. Die serbische Regierungskrise. B e l g r a d. 27. 'März. (Havas.) P a s ch i t f ch hat seine Verhandlungen zur Bildung des Kabinetts fortgesetzt. Der Führer der demokratischen Partei, Dawidowitsch, hat Im Ramen des vorgestern endgültig konstituierten Oppositionsblockes dem Kabinett Paschitsch seine Llnterstützung verweigert. Die Spaltung der demokratischen Partei ist Tatsache geworden durch den Entschluß von Pribicewic und vierzehn seiner Kollegen, dein demokratisch-parlamentarischen Block ihre Solidarität aufzukündigen und eine neueGrupp« auf.her Grundlage der Verteidigung her ©taatdetnlK*-* •un^'ter Aufrechterhaltung der Verfassung zu grünOen. Kleine politische Nachrichten. Der „Berliner Lokalanzeiger" hört, daß die Verhandlungen zwischen Dr. Stresemann als Führer der Deutschen Vollspartei und den Gründern der Rational liberalen Vereinigung über die Möglichkeiten einer Verständigung gescheitert seien. * Im Dzierk der Reichsbahndirektion Stuttgart sind die Arbeiter auf einer Reihe Güterkahnhöfe in den Streik getreten. Wegen Richteinhaltung der neunstündigen Arbeitszett sind andere Arbeiter entlasf-en. * Der König und die Königin von Griechenland werden in einigen Tagen nach London kommen. Sie wollen ihren dauernden Wohnsitz in England nehmen. Der kanadische Ministerpräsident hat Dem Leiter der Sowjetdelegation mttgeteilt, daß Kanada bereit sei, die Ihvion der Sowjetrepubliken anzuerkennen. Der P a p st hat in einem öffentlichen Konsistorium in Sankt Peter den neuen nordamerikanischen Kardinälen den Kardinals- Hut aufgesetzt. Aus Stadt und Land. Gießen, Den 28. März 1924. Gießener Wochenmarktpreise am 27. März 1924 (Händlerpreise) ES kosteten: Butter 1,90 Mk., Käse 60 bis 70 Pf. das Pfund, Gier 11 Pf. das Stück, Wirsing 45 Pf., Weißkraut 35 Pf., Rotkraut 40 bis 45 Pf., gelbe Rüben 20 Pf., rote Rüben 30 Pf. das Pfund, Blumenkohl 2,00 bis 2,50 Mk., Salat 50 bis 60 Pf. das Stück, Endivien 2 Mk., Llnter-Kohlrabi 8 Pf., Grünkohl 50 Pf., Rosenkohl 1,50 Mk., Feldsalat 3 Mk., Tomaten 1,50 Mk., Zwiebeln 25 bis 30 Pf. das Pfund, Lauch 15 bis 20 Pf. das Stück, Meerrettich 60 Pf. bis 1,20 Mk. das Pfund, Sellerie 20 Pf. bis 1 Mk. das Stück, Schwarz- wurzeln 1,20 VN., Aepfel 20 bis 30 Pf. das Pfund. * ** D ie 5-Billionen-Reichsbank- noten, über Deren Geltungsdauer noch vielfach Anklarheit herrscht, können bis zum 5. April 1924 bei allen Kassen Der Reichs bank in Zahlung gegeben oder gegen andere gültige Zahlungsmittel eingetauscht werden. Mit Dem 5. April 1924 verlieren die auf gerufenen Roten ihre Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel. Don Da ab erfolgt ihre Einlösung nur noch bei Ser Reichs- bankhcmptkasse und zwar bis zum 5. April 1925. Mit diesem Zeitpunkt endet für die Reichs bank die Einlösungspflicht. < Somm erzeit im besetzten Gebiet. In der Rächt vom Sonnabend, 29 zum Öcnntag. 30. März, wird für die Eisenbahnen im besetzten Gebiet an Stelle Der jetzigen Westeuropäischen Zeit (W. G. Z.) die eine Stunde früher liegende und mit Der Mitteleuropäischen Zett (M. E. 3.) übereinstimmende Westmrop. Sommerzeit derart eingeführt, daß am 29. März um 11 (alt) Uhr abends Die Llhren Der Bahnhöfe Des besetzten Gebiets eine Stunde, d. b. auf 12 Uhr nachts vvrgestelll werden. Die Stunde von 11 bis 12 Uhr nachts fällt demnach am Sonnabend, 29. März, dort aus. ** Sür Rad iozaun gaste. Wie die Berliner Blätter mit teilen, hat sich die Reichspostverwaltung zur Herabsetzung der Rundfunkgebühren entschlossen. Voraussichtlich wird für die Rundfunkteilnehmer ab 1. April eine Gebühr von monatlich nur 2 Mark eingezogen werden; das bedeutet eine Herabsetzung der bisherigen Gebühren um fast zwei Drittel, ganz abgesehen davon, daß die Einziehung der Gebühren nun monatlich erfolgen soll. Auf diese Weise soll den Rundfunkteilnehmern, die bisher nicht bezahlt haben, und die auf ettoo 100 000 geschätzt werden, die Gebührenzach' Fung ermöglicht werden. Für alle bis zum 15. April sich freiwillig meldenden Radiozaungäste soll Straffreiheit zugesichert werden. ** Das erste Ge wi tt«r in diesem Jahre zog gestern mittag gegen 1 ilfyr über unsere Stadt. Es brachte einen ansehnlichen Regenguß mit, Der aber gar bald wieder Dem feineren Gespritze Das FelD überließ, das nun schon seit einigen Tagen unsere Wetterlage teniv zeichnet. " 25jährigeS Dienstjubiläum. Der Obersteuersekretär Christian Rühl, Marburger Straße, feiert am Samstag, 29. Marz sein 25jähriges Dienstjubiläum bei der Finanz. Verwaltung. **In den Ruhestand versetzt wurden aus ihr Rachfuchen: der Gendarmeriewachtmeister Friedrich Weitzel in Wemngs, der Reallehre, an Der Taubstummenanstalt zu Friedberg Zoh P la h . der Lehrer an Der Volksschule zu Hirzen - öuln^Heinrich Hensel und zwar der erstere mit Wirkung vom 1. Hutt Die beidsi letztgenannten nut Wirkung vom 16. April ab. Den Beamten wurde die Anerkennung des Staates ausgesprochen. - Aus Grund des AbbaageseheS tritt am 1. April Der Förster Adam Pauli x-1 Langsdorf in den Ruhestand. Wettervoraussage Wollig, Temperaturen schwankend, höchstens geringe Riederschläge. Vornotizen. — Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 7 Ahr „Das Krokodil". — Licht- spielhauS, Bahnhofstraße: „FrldericuS Rer" — Palast-Licktspiele: „Ontt“. — Aus dem Stadttheaterbureau. Im Sonntags-Programm mußte eine Aenderung vorgenommen werden, so daß nachmittags statt, des .Grafen von Luxemburg" der Luftige Schwans ”®a£ Krokodil" gegeben wird. In Der letzten Operettenvorstellung am Sonntag abend ( Drei alte Schachteln") tritt Frl. Le s sing als Auguste zum letzten Male auf. Die Rolle der Charlotte in dieser Vorstellung wird von Frau Rothe, der Klaus Kersting von Herrn Kurt Richter gelungen werden. — Der Konzertverein veranstaltet am Scmitag, 30. März, ausnahmsweise um 71/» Uhr utends, sein vorläufig letztes Konzert in diesem Winter. Gr hat dazu, so schreibt man uns, bad, vielgepriesene Berliner Dvkalterzett be-i iu,en. Dieses bringt insofern eine Bereicherung als in Fräulein Margaret he Strunk beten solches Dortragstalent und klangschöne Stimme vcn der Kntik allerwärts anerkannt wird ein neuer, hoher Sopran eingetreten ist. Di« beiden andern Damen Fräulein Käthe Aulich und Fräuletn Elisabeth Böhm mit ihrer tiefgründigen, bewundemswürdigen Altstimme stehen von ihrem ersten hiesigen Auftreten her in bester Erinnerung. Das Programm enthält neben neueren Liedern von Herzogenberg, Gichberg und Wilhelm Berger, eine Reihe alter, schlichter Weifen und Dollslieder, wie sie das Volk vordem fang, und wie sie noch beute im Volks herzen wieder- Hingen, und endlich mehrere Madrigal«, jene Kunstlieder von hohem poetischen und musikalischem Gehalt, wie sie namentlich im 16. und 17. Jahrhundert zu freiester Entfaltung kamen. Die Gesänge werden teils ä capella, teils mit Klavierbegleitung, di« Herr Professor Trautmann zu übernahmen die Freundlichkeit haben will vorgetragen. ' — G. S. C. von 1900. Sonntag vormittag tn der Turnhalle der Stadtknabenschule leichtathletische Vorführungen. (Siehe Anzäge.) — Die Deutfchnativnale DolkS- partei hält nächsten Montag abend im Gewerbehause eine Mitgliederversammlung ab die sich mit den Vorbereitungen für die kommende Reichstagswahl beschäftigen wird (s. Anz). — Dadfahrer. Derein .Fortuna". Morgen abend Monatsversammlung. (S. Anzeige.) Landkreis Gietzen. tv. Großen-Dufeck, 28. März. Gestern nachmittag ging südlich unserer Gemarkung «tn Wolkenbruch nieder. Da das Wasser von den oberhalb der Eisenbahnstrecke gelegenen Feldern nur durch einen Kanal geleitet wird, erwies stch dieser selbstverständlich als zu 'klein und das Wasser überschwemmt« ganze$ctte der Bahnhofstraße, Kaiserstrahe und des Schützenwegs. Nur durch tatkräftiges Zugreifen konnten verschiedene Bewohner ihre Gehöfte vor Schaden schützen. * Steinbach 27. März. Am kommenden Sonntag nachmittag veranstaltet der hiesige Landjugendbund eine DiSmarckfeier. Räheres teilt Die heutig« Anzeige mit. * Lich, 27. März. Eine Versammlung der Handwerker und Gewerbetreibender findet am Sonntag nachmittag in Steins Saalbau statt. Vertreter der Handwerkskammer tr Darmstadt werden über Steuerfragen Hand- werkergeseh, Organisationen usw. sprechen. Man beachte di« heutige Anzeige. Kreis Schotten. wg. Gedern, 26. März. Im GasthcmS „Zum Löwen" fand heute vormittag ein vom Landwirtschaftsamt Schotten veran- talteter Vvrtragsku rs statt Es sprachen dabei Direktor Metz »Schotten über „Sorten- ragen bei Der Frühjahrssaat", Kreisveterinärarzt Dr. Schmidt-Schotten über „Llnsruchtbarkeit des Rindes und deren Verhütung" und Land- Wirtschaftsrat Wenzel über „Künstliche Düngemittel und ihre Verwendung unter heutigen Ver- »ältnissen". Die interessanten and lehrreichen Ausführungen der Redner wurden sehr beifällig auf genommen. Zu bedauern war nur, daß die Veranstaltung nicht so stark besucht war, wie man hätte erwarten können und wie es die Aus- tben. Aach dem flerrenstiefel gute Paßform, kräftige Qual, mit Derby Mk. 11.90 Gute Schuhe preiswert!! Elegante Bera-ilal'isehohe Formen..... 11.90 SclnraFze8eoelM-SpaiigeBSßliDlie]Ä?&L95 Mk. 0.95 OawWaoseMe Ledersohle, Fleck 4.70 Bindleder-Feldhalbschobe bat mit Staublasche, Absatz- Refra-Mleder-MWi Sandalen 2345c WeiBe Leinenstiefel Vorteile für Wiederverkäufer S- 4. S 5. ,113 Gießen, 26. März 1924. 018*04 einiger Tropfen MAGGI8 Würze. 2274c Man verlange ausdrücklich MAGGI8 Würze. Vorteilhaftester Bezug in plombierten Originalflasohen Nr. 6. D hb T binde III IV ßd* yitfl di- r W- 4,34 36,00 hr 11 tb, IlL ing toti. uri iten >rei ifie : tn der 8«- tat >r- ad' tf mb* Wt Konfirmandenstiefel. ™ in großer inswahl I wt ein oa W er» ein eile .w ttan den m.halb.Abs. Q QE 0 Cfl Gr. 31-35 U.WU Gr. 27 -30 U.UU holz-Submiffions-verkaus Aus den Waldungen der Gemeind« Annerod soll folgendes Holz auf dem Sub' missionsweg verkauft werden: Los I Eichenstämme 4., 5. u. 6. ÄL 33 Stü<6 8,31 Fstm., zu Wagnerholz geeignet. , II Kiefernstämme 3.Kl. 5St 2,95Fstm. Bruder des Verstorbenen zu. Sieben Wochen noch dem Tode Heinrichs starb buch Georg Körner, dieser an einer Gasvergiftung. Hetzt fand man ein Testament, das seine Schwägerin, die Witwe Heinrichs, zur Allmnerbin ein» setzte und alle anderen Angehörigen ausschlieht. Die Erbin behauptet, Georg Korner habe ihr einen Heivatsantrag gemacht, sei aber von ihr abgewiesen worden. Aus Aerger darüber habe er sich mit Gas vergiftet. Sie ging so weit, dah sie eine Atchte Heinrich Körners ynb eine Tochter aus dessen erster Ehe vor die Tür setzte. Es kam KU einem langwierigen Zivilprozeh, in dem auch Angestellte der Witwe Körner als Zeugen vernommen wurden. Inzwischen verheiratete sie sich wieder mit einem Oberingenieur Max Fren- zel und zog mit ihm nach der Schwäbischen Strafte. Aus der Akazienstrahe nahm sie dorthin am ilhr fern ki; Bc’l A, tn me Dl ir° * rtiii' che" W stell Pindnnolinfnl mrfn Paflfmnn Ledersohle gewetzt klUu8l8iivIv!, ylllb rdulurui Größe 18-20. . . . Damen - Weißleinen-BalbschQhe mod. spitze Form, Mk. Mk- ' lederspangensclmhe mGhral 4J5] Damen-Lederspangenschuhe 8.50 )ie & d° td ne tn >e° rle s. do fr nn Io. en, 'm >rr toi en mn uv ten ler tei oh ar art irt- k- s° eö Holzsubmiffion. Zu den bei der Hess. Forstverwaltung üblichenDerkaufsbedingungen werden zum Submtsstonsverkauf angeboten: Duchen-Schnitthol- 1. Kl. 1 St. = 1,15 Fstm., 2. Kl. 8 St. -- 9,15 Fstm., 3. Kl. 26 St. = 30,94 Fstm., 4. KL 15 St. = 11,48 Fstm. Duchen-Stammholz 2. KL 2 St = 3,35 Fstm., 3. Kl. 6 St. = 5,93 Fstm., 4. KL 2 6t. --- 2,0 Fstm. Die Angebote können eingelegt werden auf bas gesamte Stammholz oder auf die einzelnen Klassen. Die Angebote werden erbeten bis Montag, den 7. April, und mästen die Aufschrift: „Duchenstmmn- hvlz 1924“ tragen. Die Eröffnung der Gebote findet um 9 Llhr vorm. tn Gegenwart etwa erschienener Bieter statt. Schotten, den 26. März 1924. Hess. Oberförsterei Schotten. ms ,ene ofl* 1Z. iev nn M, a bat sig- er. Dindleder-Kinderstiefel Qr 31-35 5.95 o,. 27-30 Das Holz ist mit Rinde gemesten, bet Kaufpreis ist pro Festmeter nach Goldmark anzugeben. Die Gebote find nach Losen getrennt zu halten. Die Offerten find verschlosten bis zum 3. April, nachmittags 2 Uhr, auf unter, zeichneter Bürgermeisterei einzureichen, wo in Gegenwart erschienener Dieter die Eröffnung stattfindet. Die Kaufbedingungen werden vor der Eröffnung bekanntgegeben. Annerod, den 26. März 1924. Hessische Bürgermeisterei Annerod. Horn. 2350D Gestern morgen 7 Uhr entschlief nach kurzem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter,Großmutter und Tante FmHiilrtlMgitiiMll im 79. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Bell off. Gießen (Frankf.Str.21), Rockenberg, 27. März 1924. Die Beerdigung findet Samstag, 29. März, nachm. 2x Uhr von derKapelle desNeuenFriedhofes aus statt andere Aarkotita tn die Speisen gemi! durch ihren Tod herbeigeführt zu habei Tode der Mutter nahm Heinrich Körner seinen Bruder Georg, einen Junggesellen, zu sich, der seitdem die Zimmer der verstorbenen Mutter bewohnte. Aach etwa zweieinhalb Monaten starb plötzlich auch HeinrichKörnerim Alter von 52 Hahren. Seine Witwe gab an, dah er an Arterienverkalkung gelitten habe, und hiernach stellte ein Arzt auch den Totenschein aus. Jetzt behauptet die Frau, Körner sei ein starker Morphinist gewesen. Das trifft jedoch nach den Ermitt- lungen den Kriminalkommissars nicht zu. Der Arzt, der Körner früher jahrelang behandelt hatte, bekundet vielmehr, dah er nicht Morphimst gewesen fei, sondern nur gelegentlich gegen seine Schmerzen einige Morphiumeinspritzungen In geringer Zahl erhalten habe. Die Erbschaft siel, weil ein Testament nicht vorhanden war, dem BafÄSpringmannsSchuhwarenhausBaSwa Größe 36-42 . . Mk. 6.95, 5.95 BrauneLetapaogertiibe“rndt*.Mk.2.45 BrameRindliox-HalbaeliaheForm'Or6Be31 9.90 Wrztenftrahe 18 zu einem Manne namens Hein- rich Korner zu schicken, der dort mit seiner 72 Jahre alten Mutter, Frau Marie Körner, wohnte. Weil augenblicklich kein 2Irat zur Verfügung war, so begab sich dte Schwester Darz in die Wohnung und verabfolgte Körner zur Qbn- derung seiner Schmerzen eine Morphiumspritze. Liese Besuche wiederholten sich noch öfter. 3m Sommer 1919 begab sich der kränkelnde Körner zur Kur nach Salzschlirf. Er hatte sich unterdessen an die Krankenschwester und ihre Pflege so gewohnt, dah er sie nachkommen lieh. Aach der Kur kehrten die beiden als Verlobte nach Schöneberg zurück und bald darauf fand auch die Hochzeit statt. Aach nicht langer Zeit starb die alte Frau Körner, und die ehemalige Schwester wird jetzt beschuldigt, ihr Morphium und andere Aarkotika in die Speisen gemischt und da- alleS mtt was ta war. 3n dieser neuen Wohnung wurde Frenzel eines Tages im Bette mit einem Herzschuh tot aufgefunden. Seine Witwe beerbte ihn und erwarb durch die beiden Erbschaften ein ansehnliches Vermögen. Hetzt wurde die Frau unter dem dringenden Verdachte, ihre erste Schwiegermutter, ihren ersten Mann und dessen Bruder unb arch ihren zweiten Mann ermordet zu haben, frstgenommen und dem Untersuchungsrichter vvrgeführt. Ihren zweiten Mann Frenzel soll Frau B. entwder selbst erschossen oder ihn durch Machinationen dahrn gettieben haben, sich zu erschirhen. Die Verhaftete bestreitet noch alle Beschuldigungen, hat aber bereits zugegeben, dah sie das angebliche Testament ihres Sch Nagers gefälscht haL Sm besonderes Strasverfahren ist gegen sie auch mit der Beschuldigung eingeleitet worden, dah sie früheres Dienstpersonal zu falschen Aussagen tn dem Zivrlpritzeh verleitet habe Diebstahl in der amerikanischen Botschaft in Berlin. l Dersin, 28. Marz. (Priv.-Tel.) 3n die Handelsabteilung der amerikanischen Botschaft in der Budapester Strahe wurde gestern Aacht eingebrochen. Die Einbrecher stahlen au her einem Sealkragen und Wäsche ebnen eisernen Geldkasten, der wertvolle Schmuck st ücke und mehrere Scheckbücher enthielt. Ein Gatten mord? Hamburg, 27. März. (WTD.) Die Polizei verhaftete den Markthelfer Diskup, der unter dem dringenden Verdacht steht, seine Ehefrau gestern tn der Wohnung ermordet und die Leiche beiseite gebracht zu haben. Trotz eifriger Aachforschungen konnte die Ermordete nicht gefunden werden. Diskup bestreitet, dte Tat begangen zu haben. Furchtbare Bluttat eines verschmähten Liebhabers. München, 27. März. (Priv-Tel.) Sn einem Anwesen an der Augustastrahe erschoß heute mittag der Geschäftsführer Terr wegen Abweisung seiner Liebesanträge seine Arbeitgeberin, die 54jährige Frau Brielmaher, und deren 19jährige Tochter. Gr übergoh dte beiden Schwerverletzten mit Aether und zündete sie an. Aach vollbrachter Tat übergoh sich Terr selber mit Aether und brachte sich in Brand. 3m letzten Augenblick schoh er sich au herbem noch zwei Kugeln in ben Kopf. 3n Für die vielen Beweise Herzlicker Teilnahme bei der Krankheit und dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. 3m Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Kroh. Achtung! Bürger Achtung! Kammerjäger Orbke, Vertreter des Versicherungs-Institutes gegen sämtliches Ungeziefer langjährig erfahrener Fach- imann. ist soeben hier etngetrohen und übernimmt die Vertilgung sämtlicher Ungeziefer wie Ratten, Mäuse, Wiiblmänsc, Schwaben, Wanzen usw. unter 2 Jahre schriftlicher Garantie. Erfolg innerhalb 24 Stunden. Auf Wunsch für Menschen und Haustiere unschädlich. Völlige AuS- rottnna des Ungeziefers ist im Interesse der Volkswirtschaft unbedingt erforderlich. Bestellungen erbitte sofort unter Versicherungs-Institut gegen iümtlicheSUn- gczieser nn die GeschäftSst. dsr. ?>tg. 0,8889 Holzsubmiffion Die Gemeinde Oppenrod verkauft im Wege schriftlichen Angebots nachverzeichnetes Fichten-Stammholz. Fichtenstämme 2. Kl. 1 Stck. — 2,77 Fstm. „ 3. „ 11 „ =12,08 , . 4. „13 „ =13,23 „ DaS Holz ist mit Ainde gemessen. Die Angebote find pro Festmeter in Goldmark einzureichen und nach Klassen getrennt zu halten, bis zum Mittwoch, den 2. April, nachmittag 1 Ähr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei, woselbst die Derkaufsbedingungen bekannt gegeben werden. Oppenrod, den 26. März 1924. Bürgermeisterei Oppenrod. Balser. 2298V schwerverletztem Zustande wurde der Mörder tnf Krankenhaus gebracht. Die Wolkenbruch- unb Grdrutsch-Katastrophe bei Neapel. Avm 27. März. (Wolff.) Aach Blätter- Meldungen sind dem Erdrutsch, der Amalfi und dte Umgegend heungesucht hat, In Dettica 70, in Positano 15 und tn Fraiano 10 Personen zum Opfer gefallen. Aach den bisher vorliegenden Aachrichten scheinen keine Fremden unter den Opfern zu sein. Berlin, 28. März. (Priv.-Tel.) Zu der Llnwetterkatastrophe bei Amalfi melden dte Blätter dah infolge der weiter andauernden Regengüsse dte Erdbewegung an der Küste noch nicht zum Stillstand gekommen ist. Der König von Statten ist an die Unglücksstelle gereist. 3n dem von dem Llnglück betroffenen Gebiet stürzten zahlreiche Häuser in sich zusammen. Die Zahl der Opfer wächst ständig Die Touristen, die sich in den Hof der Kapuziner geflüchtet hatten, sind nur mit knapper Art dem Tode entronnen. Kurz nachdem sie aus dem Speisesaal des Hotels von Aational-Milir erlöst worden waren, stürzte bie Saaldecke ein 1650 Meter Gefalle. Bei Martignh im Ahvnetal ist ein Wasser kraftwerk gebaut worden das aus einem Dergscr gespeist wird der 1650 Meter über dem Turbinenhaus liegt. Da die Leistung eines Wasserrades abhängig ist vom Druck des Wassers vervielfacht mit der sekundlich zustrvmenden Wassermenge, so kann auch eine geringe Zufluhmenge Gewaltiges leisten wenn der Druck sehr hoch ist. Das Werk bei Martignh dürste in dieser Beziehung an der Spitze ftetjen. Die schweizerische Zeitschrift für Aaturwissenschasten „Hatur und Technik" schreibt darüber: Die Gesällhöhe von 1650 Meter bedeutet, dah das Wasser mit einem Druck von ungefähr 165 Atmosphären unten aifbnunt, wahrend tn unseren Dampfkesseln 5 Atmosphären schon als Hochdruck gelten. Um dieser gewaltigen Beanspruchung standzühalten, mißten ganz besondere Turbinen gebaut werden. Ihre Räder haben 3 7 Meter Durchmesser. Sie sind aus Stahl geschmiedet und tragen am Umfang 54 kleine Decher, die so stark bemeffen wurden, daft sie einem Druck von 1000 Atmosphären standhatten können Gegen diese Becher spritzt der Wasserstrahl mit einer Geschwindigkeit eine« D- Zuges. Di. Leistung jedes Turbinenrades, von denen vier ausgestellt sind beziffert sich auf 3000 Pferdekrafte Voll* 700 lichte Rahmen- iveite, ßut erhalten unb noch im Betrieb zu besichtigen, ist 311 verkaufen. SckristL Angebote unter 2347D an den Gieß. Anzeig, erbet. Uinderwagen zu verkaufen 018617 Kircheuplatz 4 II. Vrennholzversteigenmg. Aus den Waldungen der Stadt Gießen sHangelstein), Bezirk des Försters Lotz, Wieseck, sollen am: Dienstag, den 1. April 1924, vormittags 97, Uhr beginnend, versteigert werden: 185 Rrn. Buche-, Eiche- u. Fichtescheiter 80 „ Buche-, Eiche- u. Fichteknüppel 2978 Wellen Buche-, Eiche-, Aspe-, Linde-, Weidereisig 16 Nm. Buche-, Eiche- u. Fichtestöcke. Zusammenkunft: Kreissttatze Gießen - Daubringen in der Nähe des Steinbruchs. Gießen, den 27. März 1924. 23408 DerOberbürgermeister. ID.: vr. Rosenberg. w6BT6er setigenitten BortvagSchemata hätte fiebtnflen müssen. _ ,, , ^Ulrich st ei r,27. März. 3n diesen Tagen sand in Hörgenau eine Besprechung der interessierten Kreise statt, die sich mit der Frage einer Pvstautolinie 11 lrich st ein — Lau ter - bad) beschäftigte. Aach dem Ergebnis dieser Besprechung ist mit der Aufnahme des Verkehrs in der genannten Richtung in etwa 14 Tagm, zu rechnen — ein erfreulicher Fortschritt ars dem Eebiei der Verkehrsmöglichkeiten im hohen Vogelsberg. , Kreis Wetzlar. • Krofdorf, 26. März. Dor wenigen Tagen verstarb der älteste Ern wohn er unserer Gemeinde, Georg Leib. Ec erreichte daS hohe Alter von fast 98 Gohren. Hessen-Nassau. ls Warburg. 27. März. Der Kreistag hielt heute unter dem Vorsitz des Landrats Dr Pies bergen eine Sitzung ab. Dec Kreis- Hau shalt s-Doran schlag wurde mit 435 000 Goldmark festgesetzt. 171 000 Goldmark müssen Lurch Steuern aufgebracht werden. — Anläßlich des heuttgen Kram-, Pferde- und SchweinemarkteS herrschte hier großer Vermehr. Auf dem Pferdemarkt standen rund 350 Pferde und Fohlen zum Verkauf. De, regem .Jjanbel wurden 500 bis 4000 Mk. für das Stück bezahlt. Der Pferdezucht-Verein hatte auch eine Prämiierung mit dem Markt verbunden. — Dem Schweinemarkt waren etwa 600 Ferkel und Läufer ^•gefahren. Ferkel kosteten 15 bis 30, Läufer ,40 bis 60 Mk. Handel flau. — Heute früh gegen 5 ittyr lenkte em junger Mann die Aufmerksamkeit der Strahenpasianten dadurch auf sich, daß er ohne Stiefel Strümpfeund Hosen ferne Wohnung aussuchte Diese Sachen waren, wre sich später herausstellte, bei der Polizei als gesunden ab geliefert worden. Vermischtes. Anter dem Verdacht des vierfachen Mordes verhaftet wurde die ehemalige Kvaicksnschwester Erna Böttcher, geb. Darz. in Berlin. Die vorläufigen Ermittelungen der Berliner Kriminal- Polizei ergaben folgendes Bild: Frau D. war früher Krankenschwester und auf der Rettungswache in der Dorberg strafte zu Schöneberg tätig. Diese Wache wurde eines Tages Ihn Jahve 1919 gebeten, ärztliche Hilfe nach der Ein Gespann schöner Pferde für Clmise it Landwirtschaft geeignet seins davon Reitpferds ZU verkaufen. Näheres bet >3SeD Kremp Wetelar. Rindhoi-Herrenslieiel gute Fabrikate, mod. Formen Mk. 12.50 Rjndleder-BnrsGhßnstiefßl Größe 36 - 39 . . Nk. 9.90, M Afifil8 WÜI7P hilft I" der Küche sparen. wiUI feU Dünne Suppen und Fleischbrühe, Gemüse und Soßen erhalten sofort kräftigen Wohlgeschmack durch Zusatz Maliagoni-Herrea-Halbseliahe Tutes Fabnkat. 15.9v| Berrantlielel mit Mappe »E1L 13.90 Ein Simmentaler 1 MM e au verkaufen 0,e8” Eelarleh Seheld IV. («roßen-Bnieck Alten-BuseLWegl3. Ein trächtiges^ Schwein zu verkaufen 0,w” Heuchelheim BrauhauSstratze 11. Ein neu umgebauter Militärwagen mit Kasten, sehr aeeig. f. Landwirlkch.. z.verk. 018563 Slnnerod, Tiefen,veg Nr. 12. -- O ßfl 0Mnnn Pinfionoliah! Ledersohle gewendet, mit Absatz- Q QE eisen .... Mk. 1O.5O, ö.öü öfiUIllt) MUUVfSllölbl fleck Größe 20 - 22 .... Mk. O.UU 6BMIhres WB BtW? Bei Fritz Kehler gibt es wieder 0X8e„ §3 Pfund Mast-Pferdefleisch für nur 1 Mark Die passendsten Konfirmations-Geschenke 3. LV nur Kirchenplatz 8 I. Stock (kein Laden) LV nur Kirchenplatz 8 “WB MWW(iilM) für ein größeres Unternehmen in mit Lichtspielhaus Palast-Lichtspiele ♦ Heute xomtlge erster und zweiter Teil 2314c Großes, den Filmen angepaßtes Orchester! K | Laubere Frau mw I oder Mädchen NW' dreimal wöchentlich 50er sucht 226Iss Mädchen ttriHtien gesucht 2335D 63,70 34,14 11 6 28 16 82 58 3. 4. 5. 4. 5. b) Kiefern st ämme: 2. Klaffe 3 Stück = 5,80 Fstm. = 12,09 = 5,25 = 11,72 SnA MiiWe» b. bobem Vobn. "IRM3 Gewerbsmäßige Stelleilvermittlerin S. Dülfer, Neustadt 50. vom Landjugsndbunö Steinbach. | (Hessischer Hos). Redner: ReicbslagsabgeoröorsGb Prof. Dr. Krämer-Gießen Dir. Dr, Roßberg-Gießen ßürgermslr. Vissel-Griedel Süddeutsche Konserven-Fabrik Infolge ihrer vorzüglichen Qualitätsmarken seit Jahrzehnten bekannte. aefhähteeisf“i«s" Margarinefabrik m.eig.Speiseölfabrik.CocosraffinntionB- u. Fettveredelungs-Anlagen sucht Generalvertreter. Nur nachweisb.gut eingeführte Firmen mögt mit eigen. Lagerräumen u. Fuhrwerk, wollen sich meld Anfrag, erbet, u* kl B. 9285 an Bidol! Moese, Bisen. ?T1,ss für Knaben Brieftaschen Geldscheintaschen Zigarettenetuis Reisenecessaires Aktenmappen Sportgürtel Stan Ws. Boetf ßtephaustraße 131. für Mädchen Besuchstaschen Manicures Näh kästen Schreibmappen Musikmappen Toilettes spätestens Dienstag, den 1. April 1924, vormittags 10 Uhr, auf der Bürgermeisterei einzureichen, woselbst die Eröffnung der eingegangenen Offerten vorgenommen wird. DieDerkaufsbedingungen werden vor dem Termin bekanntgegeben. Heff. Bürgermeisterei Keffelbach. Weber. 2331V Der heutigen Gesamtaustage liegt ein Prospekt der ftirma L «chmücker Nacki. bei. (2322a' Lamötag 8 Ubr bei Carle, Neuem weg. [018615 c) Schnittkiefern: 2. Klaffe 4 Stück = 7,30 Fstm. 3. „ 6 „ =7,64 / Angebote sind nach Klaffen getrennt, der Aufschrift »Holzsubmission", bis für liniere Hans- Illi d Kiichknqerätc- handlung flef. oieeas Friedp. Beyd & Sohn. Seltersweg 12. Junges Mädchen ans besserem Hanse z. Hilfe imLprech- zimmer gesucht. Meldungen Samstag von 4—5 Uhr nachmittags. Lnov ZoWorzt Dr. ziW« Seltersweg 77. Bau- und Nutzholzversteigerung im Villinger Gcmeindewald. Montag, den 31. März If. JHS.» vor» Reisekoffer und Damentaschen in allen Ausführungen zu billigsten Preisen 2352a ---- 7,19 = 30 — = 44,19 gegen hohe Provision. Nur wirklich gut eingeführte Herren wollen Zuschriften unter Angaben von Referenzen richten an 233358 Kömeryffiengefearoofljrlei Wetngroßhanoei SchaamwelaleNerel Verwaltung: ftölr. Gereonsdriesch 11. Holzsubmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Keffelbach soll nachstehend verzeichnetes Holz auf dem Submissionswege verkauft werden: a) Fichtenstämme: 3. Klaffe 2 Stück = 3,27 Fstm. Sachversicherung. Grobzügig arbeitende jüngere Gesellschaft hat ihre Generalagentm — spez. für Feuer- u. Einbruch- Diebstahl-Versicherung — ZU vergeben. Es werden zeitaemäff höbe Provisionen zur Bersügung gestellt, auch feste Vergütungen für Akaui- stteure gewahrt. , , Sehr günstige Gelegenheit für General-Bertreter in der Persv- nenversichernng zur Ausnutzung ihrer Organisation für die Sachzweige. Gest, schriftl. Angebote u. 22801) an den Gietzc ner Anzeiger. nicht unter 25 I., mit besten Empseh- lu'igen, zur selbständigen Führung eines kleinen Haushalts gesucht. 0|M31 Näheres Lndwia- ftratze 14 v. General-Vertretung unserer Aktiengesellschaft, welche die Patente und Alleinsabrikation der Feuerlöschpistole „Wolf" innehat, ist für den Bezirk Gießen zu vergeben. In Frage kommen nur solvente u.seriöseKrmen welche über einen guten Dertreterstab verfügen, um diesen bereits bestens bekannten Artikel durch intensivste Bearbeitung den weitesten Kreisen zugänglich zu machen. Reflektanten, welche durch großzügige Propaganda unterstützt werden, wollen schriftliche Bewerbung unter Angabe von Referenzen einreichen an Aktiengesellschaft f. Feuerlöschapparate Berlin W 30, Motzstrake 90. M58sl Für den Gräflich Psenburgischen I Schlotzhaushalt in Meerholz, unweit' Frankfurt a.M. wird ein Kraft, eoang. ßausmädchen sowie ein ebensolches Küchenmäddien gesucht. Reise und Briefporto werden vergütet. Angebote mit Zeugnis an Frau I. Fischer, Meerholz, Kreis Gelnhausen. 2318V । Am 3. April 1924, 10,30 Uhr vorm., I werden auf dem Hofe der Reuen Kaserne 2 dienstbrauchbare, überzählige Dienst- pferde versteigert. 2339V I. (Heff.) Bataillon 15. Inf.°Regiments. gesucht. 018614 MänSburg 17 Laden. mittags 10 Uhr anfangend, werden im Difttikt Mühlberg ufto. 2 Eichen-Stämme 2. Kl. 2,59 Fstm. 16,03 , Wir suckt» für den Bezirk Wen mit weiterer Umgebung einen tüchtigen, s-riösen Aufführungen nur 4 und 8 Uhr Bedeutende gut eingeführte u. leistungsfähige Korkenfabrik im besetzten Gebiet sucht tüchtigen, bei Weinhändlern, Likörfabriken usw. bekannten Vertreter bei hoher Provision. Offerten m. Ref. unt. K. L 9414 an Rudolf Moffe, Köln. [2334ss für ihre erstklassigen Fabrikate (Marmelade, Konfitüren, Gelees, Obstkost- serven, Fruchtsäfte) bei der einschlägigen Grossisten-Kundschaft gut eingesührte Vertreter. Angebote erbeten unter F. K. 4118 an Rudolf Moffe, Frankfurt am Main. das schon gedient hat, für tagsüber gesucht. Borzustellen vor- tnittags. 018603 Stflfl R. SWIllStl, Alicestraße 23 l. Ehrliches, ordentliches, gesundes Mädchen 4. , 7 5a „ 46 5b „ 160 finden Sie in größter Auswahl und zu staunend billigen Preisen im Offenbacher Lederwarenvertrieb-Gießen 62 „ „ 6. 19,06 „ erner: 3 Duchen-Stämme mit 4,06 Fstm. 5 Kiefenr-Stämme „ 4,68 , 22 Fichten-Stämme „ 7,25 M 2 Fichten-Derbstang., 0,09 n Bemerkt wird, bah das Eiche-Stamm- Holz sich vielfach zu Wagnerholz eignet und unmittelbar nahe an der Straße Dillingen—Langd lagert.- Die Zusammenkunft ist im Mühlberg am Eingang des Waldes beim Pflanzgarten. Nähere Auskunft erteilt auf Wunsch Forstwatt Leschhorn. Dillingen, am 26. März 1924. Bürgermeisterei Dillingen. A ü hl.2299V Lagerplatz Nähe Bahnhof, wenn möglich mit Gleis- anschluh zum Lagern von ca. 2 Waggon Briketts gesucht. Schriftliche Angebote mit Preisangabe unter Nr. 2264V an die Geschäftsstelle des Giehener Anzeigers.__________________ Ich habe behauptet, daß ein Beamter des hiefig.Wohnungsamtes an einen Wohnungssuchenden eine Wohnung vergeben und dafür einen grötzeren Geldbetrag in Empfang genommen habe. Die damit ausgesprochene Beleidigung nehme ich mit Bedauern zurück. Meine Behauptung habe ich leicht, fertig aufgestellt; sie ist gänzlich unbegründet. Ludwig Hofmann Seltersweg 15.018594 Intelligenter Junge als Lehrling gesucht. Schriftliche Bewerbungen an ph.Methsejsel,,„Smng Licher Strafe 13. 2276V Siegen (Wests.) gesucht. Es kommen nur solche Kräfte in Frage, die flott sind im Stenografieren und Maschinenschreiben. Bewerber (-innen) wollen ihr Angebot mit Lebenslauf und Zeugnisabschriften an die (Bekfyäfts; stelle des Blattes unt. 2343V richten. ^Selbstständigkeit^ bieten wir dicht. Herr, durch Alleinverrr. uns. erprobt. Artikel! Keine Reisen! Höchst- gew. w. garantiert d. lauf. Zusch! — Berv. m.zirka 600 Goldmark für Auslief.-Laaer w. s. unt. U.C. 6354 a. Bernhard Arndt. Annoncen Crvedition, Berlin W 8. [Stellengesuche) 8MmöWlsilie cetzlsleile in Fabrik- oder Engrosgeschäft für jungen Mahn mit Primareise gesucht. Meckel, 018808 I ftethotn, AM. 18. Eine perfekte AwtzM keine Anfängerin, auch in Buchhaltung ausgebildet, flotte Rechnerin, Sucht per alsbald Stellung. Schriftl. Angebote unter 23131) an den Giek Anz. erdeten, j Verschiedenes! Msctoiooale Volkspartei. Montag, 3l. März, abds. 8V4 Uhr, im GewcrbeliauS: Mitgliederversammlung Tages-Ordnung: 1. Reichstagswahl- Kandidaturen. 2. Berfchiedenes. Vvr Vorstand. Drei Zentner Saatkartoffeln ^Industrie» abzngeb Kirchstr. 2 II. | Vermietungen| (eötl. mit Klavier» zn vermieten 018625 Gr. Steinweg 2311 Ml. ZIUMk mit Klavier zu vermieten 018623 «leichstrafie 33 v. | Mietgesuche | Student — Bulgare — sucht ntöOL 3tmmer. Sckr. Angeb. unter 0185.96 a. d.Giesi.Anz. |SteÜenängebote| gum L April oder ftern Lehrling mit deff. Schulbildg. tt. guten Beunn. in hiesige Drogerie gesucht. Selbstgeschriebene Angeb. unter 2209V an den Gieff. Anz. G.S.UIÄ Unsere Mitglieder werden hiermit zu den am Sonntag. 30. März, 10 Ubr vormittags, in der Turnhalle derStadt« knabenschnle stattfindenden leichtathletischen Vorführungen eingeladen. Gäue können einge- führt werden. 018611 Der Vorstand. Sonntag, ö. 30. IMZ. 2 Uhr nadimittags KMlll mit guten Zengmffen sofort gesucht. Bolle Pension. 018605 Gesl. Offerten an Putzgeschiirt Sparn asser, Butzbach, Weiseier Straffe. Pflegerinnen über 20 Jahre, Waschmädchen über 17 I., beides mögt, vom Lande, sofort gesucht. 22881) Landes-Heil- und Pflegeanstalt Licher Straffe 106. Fleihige Frauen 06tl Mädchen für Grabarbeiten gesucht » 018620 Minern Moser. IWHges NVA«. für Küche und Hausarbeit per sofort ob. später gesucht. 01 w> Fran Jacob Abt, Ebelstraffe 5. Kräftiges älteres „Kraft und Stoff". kZu ßubnrig Büchners 100. Geburtstag am 28. März.) Wenn man vor einem Dierteljahrhundert von Büchner sprach, so dachte jeder Mensch natürlich an den «berühmten Büchner", an den Derfassec jener um die Mitte des 19. Jahrhunderts erschienenen „Bibel des Materialismus", des Buches „Kraft und Stoff". Wenn man heute pon Büchner spricht, so denkt jeder natürlich an den Dichter Georg Büchner, dessen geniale Kunst eine s) stolze Wiederauferstehung erlebt hat. 0> wandelt sich das „Zufallsspiel des Ruhmes", und an seinem 100. Geburtstag ist der einst in dec ganzen Welt genannte Raturphilvs )ph schon säst vergessen, während der ältere Bruder, dessen Andenken Ludwig so heilig gehalten, einen Ruhm gesunben, den auch der erste Herausgeber feiner Werke nicht ahnte. Heute wirb Ludwig Büchner wegen dieser Bewahrung der Schriften des Bruders vor dem Untergang und der warmherzigen Würdigung, die er der Ausgabe voraasstellts, mehr genannt als wegen all seiner eigenen Schriften. ßubtotg Büchner stammt aus einem reich begabten Haus: er war dec fünfte von den sieben Kindern des Darmstädter Medizinalrates Büchner: das älteste war Georg Büchner: die älteste Tochter war Luise die sich durch ihre Arbeiten auf dem Gebiet der Frauenfragen ini> durch manche Dichtung bekannt gemacht hat: auch dec jüngste Sohn Alexander ist ein geistreicher Schriftsteller gewesen. Ludwig, der das revolutionäre Abenteuer des älteren Bruders und seine Flucht schon ziemlich bewußt erlebte, hatte wie Mtag, 28. Närz <924 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Unter 6kte rin naturtotnen.fdx.mi^unb p°. Wen »ÄS Gerichtssaal. Girr Polizeiprozetz. buch jener Zeit. Büchner ging als Arzt nach seiner Vaterstadt Darmstadt und wirkte dort bis an sein Lebensende, in Dorträgen, die ihn auch nach den Bereinigten Staaten führten, und in zahlreichen Schriften seine Lehre immer wieder verteidigend. Diese Lehre hat sich rasch überlebt, und ihr umutkivegter- Bvr-ümpfer stand in den einem verlorenen Pasten, aber um die Mitte des Jahrhunderts haben seine Gedanken feine Zeit entschieden beeinflußt. • Grüningen, 26. März. Bei dem tn Butzbach abgehaltenen Frühjah röwald- lauf der Gruppe Gießen-Butzbach über 5 Km. belegte die Mannschaft des Sportvereins 1921 Grüningen mit den 4 Teilnehmern Jakob Becker, Wilhelm Lei dich, Wilhelm Krämer und Christian Decker vor Sp.-> Da. 1904 und S. C. 1900 Gießen den ersten Platz. Besonders ist der Lauf des 3. Decker >u bewerten, welcher mit kurzem Abstand hinter dem mehrmaligen Waldlaufsieger Gersten- Hauer, 6. C 1900 Dieben, als zweiter durchs Ziel lief. mmgShgnale nicht sofort die Fahrbahn für den Betrieb freigemacht zu haben. Er wird jedoch mangels Beweises sreigesprochen. Et. 75 Zweit« Blatt richtungen auf einen mächtigen Kohlenlichtbogen übertragen werden. 1000 solcher Scheinwerfer, auf hohen Bergen und in zehn regelmäßigen Reihen zu je 100 Bogenlichtern errichtet, sind nach seiner Ansicht vonnöten, um unter günstigen Bedingungen auf der dunklen Erdoberfläche eine so starre Helligkeit zu erzeugen, daß auf dem Mars ein schwacher Lichtschein gesehen werden tann. Auf der Eiche mutz dazu Rächt, auf dem Mars eine Stunde nach Sonnenuntergang sein. Rimmt man nun an, dah der Beobachter auf dem Mars, dec natürlich ein guter Physiker sein muß, ein mächtiges Fernrohr auf die Erde richtet, dann sieht er auf der bunflen Erdoberfläche einen schwachen Lichtschimmer und wird eine photo- elektrische oder andere lichtempfindliche Zelle in den Bremrpunkt des Fernrohrs einsetzen. Da dec elektrische Lei tu ngswider stand einer solchen Zelle sich bei Belichtung ändert, so bringen die Bestrahlungen Strvmschwanlungen hervor, und dies« könnte der Marsbewohner mit Hilfe geeigneter Apparate wieder tn Töne umsehen. Gernsback hält es für nicht unmöglich, daß die Marsbewohner schon heute ein solches Fernsprechsystem uns gegenüber anwenden, aber unsere Instrumente sind mxb zu unentwickelt, um einen solchen schwachen Lichtschimmer auf der dunklen Fläche des Mars zu bemerken, klebrigen« haben schon verschiedene Astronomen schwache Lichtflecken auf der dunklen Oberfläche des Merkur beobachtet, wenn dieser vor der Sonne vvrüberging. Vielleicht sind also schon auf dem Merkur irgendwelche Wesen, die uns Lichtsignale zu geben suchen. litisches Interesse. Seine glänzende Begabung ließ ihn das Gymnasium rasch durchfliegen: er studierte dann Medizin und Raturwissenschaften und beteiligte sich schon lebhaft an den Refrrm- bestrebungen tn der deutschen Studentenschaft. Der seiner Doktorprüfung verteidigte er den Satz, der für ferne ganze Denkrichtung maßgebend wurde: „Dre persönliche Seele ist ohne materielles Substrat unvorstellbar." Drese kühne Behauptung stellte er tm Sturmjahr 1848 auf und wurde zu- glerch in die revolutionäre Bewegung verwickelt, aus der er sich dann aber durch eine Reise nach Würzburg und Wren herauszog. Damals setzte er dem Bruder ein Ehixnidenkmal In, der Herausgabe der „Rachgelassenen Schriften' und wurde in Würzburg besonders von Virchow beeinflußt. Dann hielt er als Privatdozent in Tübingen Vorlesungen namentlich über gerichtliche Medizin, und die Schrrften Moleschotts gaben ihm bte Anregung zu seinem 1855 erschienenen Buch „Straft und Stoff", in dem er fein matena- listisches Glaubensbekenntnis ablegte. Das Buch rief einen wahren Sturm von Anfeindungen her- vor, die ihn zwangen, seine Lehrtätigkeit in Tübingen auszugeben; es erlebte aber Auflagen über Auflagen wurde in llebersetzungen über die ganze Welt verbreitet und das beliebteste 2lusklärungs- Das alte Lied. -Die englische Regierung hat begriffen, baß fte ] mit der Hilfeleistung englischer Finanzkreise bet der Frankenstabilisierung arg in die Resseln gesetzt worden ist. Aus die Anfrage im Parlament — , sie scheint bestellt gewesen zu sein —, ob seitens der feitt) der Rat der britischen Regierung eingeholt wordor sei, antwortete der Schatzkanzler mit einem offenen „Rein". Auch der englischen Presse mutet das selbständige Vorgehen der beteiligten Danken sehr sonderbar an, und es scheint Tatsache zu sein, daß Macdonald über die ganze Operation erst orientiert wurde, als er sie in der Zeitung las. Jedenfalls geht daraus hervor, daß die Dank von England mit alledem nichts zu tun hat und baß der Besuch ihres Präsidenten in Paris nur zufällig mit dem Höhepunkt der Frankenkrise zusammenfiel. Die Folgen der Frankenstühung sind für England höchst unangenehm. Frankreich zeigt sich, nachdem es bisher manchmal geschienen hatte, als wolle es einlenken, in demselben Moment wieder unnachgiebig, wo es sich durch Beseitigung des Druckes, den der Frankensturz ausübte, freie Hand geschaffen hat. Es verweigert seine Zustimmung zu den Boten der Sachverständigenausschüsse und verharrt auf all den unmöglichen Forderungen, die wir schon längst zur Genüge kennen: von ungeheuren Sachleistungen während des Moratoriums, von unmöglichen internationalen Anleihen zu deren Deckung, von unerträglich hohen Zah- ümgen nach dem Moratorium. Die deutsche Börse wollte sich damit trösten, daß die Mehrheit des Komitees die Meinung vertreten hatte, daß eine beträchtliche Herabsetzung der deutschen Zahlungen notwendig sei. Aber Optimismus ist keineswegs am Platze. Was wir vor allem zu fürchten haben, ist dies, daß die Kommission das Bestreben haben wird, em Gutachten zu erstatten, das die Zustimmung aller Beteiligten findet und daß, wenn die Franzosen nicht nachgeben (wofür die Wahr- ^Peinlichkeit' spricht), die Mehrheit sich Kompromissen geneigt zeigen wird. Da es sich aber hier um wirtschaftliche Dinge handelt, bei denen es nun einmal eine Regelung durch Kompromiß nicht gibt, sondern nur ein Sichorientieren an nüchternen, sachlichen Rotwendi^eiten, so werden dabei Forderungen herausspringen, die wir mit gutem Gewissen niemals annehmen können, und wir würden sicher in die Sage versetzt fein, die Annahme der Sachverständigengutachten zurückweisen zu müssen. Dann wären wir genau so weit, wie im Frühjahr 1920, vor dem Londoner Ultimatum. Man fragt sich: Wird nicht London sein ganze« Gewicht in die Wagfchale werfen, sich von Frankreich nicht abermals unterkriegen zu lassen? (Denn davon hängt ja unser ganzes Schicksal ab!) Es ist selbstverständlich daß das englische Auswärtige Amt alles versuchen wird, aber ob es gegen die gerissene Schlauheit eines Poincars ankommen wird? Ja, es gibt Leute, die sich vorstellen, daß Frankreich mit seiner Luftflotte hrvhen werde, wenn andere Mittel, sich England nachgiebig zu machen, versagen sollten. Es ist weiterhin zu berücksichtigen, daß Paris ein ganz gefährliches Parkett ist, auf dem schon andere ausglitten, auf dem sich aber bie französischen Diplomaten vorzüglich zu bewegen verstehen. Diesmal treiben sie zuerst die Politik des Mürbemachens: die ausländischen Mitglieder des Sachverständigenaus- schusses, die jetzt ihr einziges Augenmerk darauf gerichtet haben müßten, unter gar keinen Umständen nachzugeben, drängen heimwärts, denn sie haben schon weit länger getagt, als vorgesehen war. Die Franzosen (die sich zu Hause sehr wohl fühlen und viel Zeit haben) suchen den Abschluß der Derhandlungen hinauszuziehen. Augenblicklich finden keine Sitzungen statt, und da ist die Gelegenheit für die hierin so bewanderten Franzosen erst recht günstig, imponderabile Einflüsse spielen zu lassen (cherchez la femme!). Und schließlich ist noch zu bedenken, daß für Frankreich diesmal mehr auf dem Spiel steht als für England. Die Bündnis- Politik, die es betrieb, um seinen Einfluß tm Orient zu verstärken, hat es mit England, den Bereinigten Staaten, Italien und Rußland verdorben und dagegen Staaten ohne politische und militärische Bewährung eingetauscht: Polen, die Tschechoslowakei, von Jugoslawien gar nicht mehr zu reden. Gelingt es Frankreich diesmal nicht, die auswär- tigen Gutachten zu seinem Standpunkt zu bekehren, so ist es auch moralisch wieder einmal völlig isoliert: hält es dagegen seine Stellung Durch, dann steht Deutschland allein da und Frankreich triumphiert (innerlich), die Kardinalfrage seiner Politik: „Renten haben ober nicht haben" für einige Zeit gelöst zu haben. Es ist eine der ganz schweren Entscheidungen, der wir entgegensehen, und sie kann unser Schicksal endgültig bestimmen. Fällt sie zu unseren iln- gunsten, so kann niemand sagen, welche dunklen Mächte dann über das deutsche Dolk Herr werden. Finanzierung von Reparationsleistungen durch Inflation ist deshalb unmöglich, weil keine Trager der Geldentwertung mehr da sind. Eine tatsächliche Erfüllung ist im Rahmen einer natürlichen Wirtschaftsgestaltung ebenso unmöglich, solange die Prvdukliritat der Wirtschaft schon ohne Reparationsleistung zur Ernährung des Dolles nicht ausreicht. Frankreich hat noch immer das Ruhrgebiet fest in der Hand. Es ist kaum anzunehmen, daß es hier den Ertrag der Produktion der deutschen Dolkswirtschast zugute kommen ließe; aber ohne dieses reichste Wirtschaftsgebiet kann die deutsche Wirtschaft niemals den Gegenwert des notigen Konsums produzieren, wie wir aus bitterster Er» fahrung wissen. Auch aus der englischen Publizistik spricht ernste Besorgnis um die Entwicklung der Dinge, wir Deutschen aber haben gar keinen Einfluß darauf, wir spielen unsere alte Rolle noch immer: Zusehen und mit-sich-geschehen-lassen. Wirtschaft. Die Steinkohlengewinnnng der Welt im Jahre 1923. DaS Jahr 1923 brachte, nach dem Statistischen Reichsamt, für die Industrie der meisten Länder bessere Beschäftigung und damit einen höheren Kohlenbedars. Außerdem bedeutete der Produktionsaussall des Ruhrgebietes für die Förderung anderer Länder eine gesteigerte Absatzmöglichkeit. Die Wirkung der Ruhrbesehung bestand aber nicht mir in der höheren Produktion einiger Rachbarländer, sondern auch darin, daß der Produktionsanreiz sich nur mit Hilfe gesteigerter Preise durchsetzen konnte, wodurch die gesamte europäische Kvhlenwirtschaft in Beunruhigung versetzt wurde. Rach 6er Ruhrbesehung entfielen in Deuts chla n d etwa 84 Proz. der deutschen Steinkohlengewinnung und 27.3 Prvz. her deutschen Draankchlenproduktion (nach dem Ergebnis von 1922) auf das besetzte Gebiet. In den übrigen deutschen Kohlengebieten wies die Förderung sehr starke Schwankungen auf. Mehrfache Arbeitsstreitigkeiten und Absatzschwierigkeiten nach dem besetzten Gebiet beeinflußten die Produktion. Da die unbesetzten Gebiete keinen Ersatz für die ausgefallene rheinisch-westfälische Kohle zu liefern bzw. abzusehen vermochten, liegt das Gesamtergebnis des deutschen Kohlenbergbaues für Steinkohlen um 47,8 Prvz.. für Koks um 56.4 Proz., für Braunkohle um 13,7 Prvz. unter den Pro- teiktionsergebnissen des Dorjahres. Reben den wirtschaftlichen Hemmungen ist vor allem das Ginstellen der Reparationslieferungen für das * Die Lichtbotschaft zum MarS. Die Entwicklung der Radiotechnik mit ihren staunenerregenden VecbindungsmöglicUeiten über weite Fernen hat auch Den seit langem gehegten Plan wieder neu belebt, mit dem Planeten Mars in Derbindung zu treten. Doraussehung dafür ist natürlich, daß dieser Stern von denkenden Wesen bewohnt ist. Zu gleicher Zeit tritt auch ein Amerikaner H. Gernsback mit einem andern kühnen Projekt auf, das den Marsbewohnern durch Lichtsignale sich bemerkbar machen will. Der Gedanke, riesenhafte Lichtsignale auszusenden, die man regelmäßig unterbricht, erscheint Gernsback zwar einleuchtend, aber er weist einen nach seiner Ansicht viel einfacheren und weniger kostspieligen Weg. Gvaham Bell, der Erfinder des Telephons, hat noch in hohem Alter das erste Photophon ausgeführt, das auf dem Prinzip beruht, Schall- schwingungen durch Lichtstrahlen zu übertragen. Dec Deutsche R u h m e r leitete auf biefc Weise ein Gespräch über 100 Meilen weit. Eine größere Entfernung ist auf der Erde für ähnliche Versuche nicht mehr möglich, da die Lichtstrahlen der Krümmung der Erdoberfläche nicht folgen. Gernsback bedient sich nun derselben Methode, um eine Verständigung mit dem Mars vorzuschlagen, und zwar sollen durch Schallwellen verursachte elektrische Stromschwankungen mit Hilfe eines Mikrophons, eines Lautverstärkers und elektromagnetischer DorKirche Mnb Schule. X Die Oberhessische Provinzial- versammlung des Evang. Pfarrvereins fand am Dienstag bei gutem Besuch im Hotel Dittoria zu Gießen statt. Rach Eröffnung mit Gebet und erbaulicher Ansprache durch Pfr. . Kalb Henn- Großen-Buseck begrüßte der Dor- sihende, Pfarrer Bern deck - Okarben. Eine lebhafte Aussprache entspann sich über die besonderen Röte der hessischen Pfarrhäuser im letzten Jahre, die Frage der Regelung der Pachtverträge; über- letztere Sache soll eine weitere Versammlung am 7. Mai Vorschläge an die am 21. Mai in Darmstadt tagende Hauptversammlung ausarbeiten: diese wird sich auch mit der Frage des Abbaus weiter beschäftigen. Der Deu t s che P f ar rer- tag soll vom 22.-24. September in Gießen stattfinden. Ein vorbereitender Ausschuß, bestehend zunächst aus den Pfarrern Becker und Dechtolsheimer - Gießen. Fritsch- Ruppertsburg, Dekan Gußmann - Kirchberg und Pfarrer Sattler- Wieseck wurde gebildet. Die Pfarramts kandidaten haben sich zuisaanmenge- schlossen und die Versammlung war einmütig dec Meinung, daß Mittel und Wege zu ihrer Beschäftigung als Gehilfen der Dekane, der Pfarrer in Stadt- und Dorortgemeinden (Jugendarbeit!) gefunden werden müßten. Turnen, Sport und Spiel. Mittelrhemischer Meisterschaftswaldlauf der D. T. in Darmstadt. Am 6. April kommt in Darmstadt dec Mittel- rheinische Meisterschastswaldlauf zum Austcag. Start und Ziel befinden sich auf dem Sportplatz der Technischen Hochschule an der Rieder Ramstädter Straße. Außer dem Meisterschaftslaus über 5000 Meter für Männer der Jahrgänge 05 und älter ist noch ein Lauf für die männliche Jugend (Jahrgang 06, 07, 08) vorgesehen. Bride Läuse werden gleichzeitig als Ginzel- und Mannschaftskampf durchgeführt. Die Strecken verlaufen durch den süd- und südöstlich vom Hoch- schulsportplah gelegenen Hochwald. Es werden vc. raussichtlich die Gaumeister von über 20 Gauen starten. Der Sieger im Meisterschaftslauf erhält den Titel: Mittelrheinischer Meister im Frühjahrswaldlauf 1924. Feuerwehr-Verbandslag des Kreijes (Sieben. Am Sonntag nachmittag fand im Gewerbe- hru« zu Gießen der Frühjahrsverbandstag der Freiwilligen Feuerwehren des Kreises Gießen statt. Der Dcisitzende, Drandinspektor Fritz Wenzel, eröffnete um 2 Uhr die Tagesordnung des 4. 75ei> bandstageS mit der Begrüßung der zahlreich erschienenen Kameraden. Insbesondere begrüßte er den Der-treter des Kreisamts Gießen, Regierungsrat Dr. Heß. den städt. Branddirektor Baurat Braubach und den Kreisfeuerwehrinspektor D i ck o r 6. Brr Eintritt in die Tagesordnung stellte der Dorsitzende fest, daß die Wehren Birklar und Grvßen-Linden nicht vertreten seien, alle übrigen waren mit 22 Stimmen an» wesend. Auch der grichäftsführente Ausschuß war mit 7 Stimmen vollzählig erschienen. Der Vorsitzende brachte sodann den Geschäftsbericht zur Verlesung, der Rechner. Kommandant Heinrich-Lollar, den Rechnungsbericht. Letzterem wurde von der Versammlurvg Entlastung erteilt Zur Festsetzung der Beiträge für 192 4 wurden pro Feuerwehrmann im Kreise Gießen 10 Pf. bestimmt. Gin Vorschlag, einen Sonder- beitrag zur Stärfung der Kasse zu erheben und nochmals eine Eingabe um Bewilligung eines Zuschusses an das Kreisamt zu richten, fand keine Annahme, zumal zur letzteren Anregung Regierungsrat Dr. Heß bemerfte. daß unter den gegenwärtigen Verhältnissen, in denen man nicht wisse, wo die Mittel für die aller dringendsten Bedürfnisse des Kreises herzunehnv.m seien, es nicht ratsam erschein. eine neue Euraate zu machen. Bei ehret Besserung ter Verhältnisse werde es bei dem großen Interesse, welches die Kreisverwaltung den Bestrebungen ter Feuerwehren entgegenbringe, ganz selbstverständlich sein, daß ein Deitvag auch wieder vH» weiteres bewilligt werte. Der Herbstverbandstag wurde durch da« Los Grvßen-Linden übertragen. Der Kommandant ter Gälischen Weht. Karl Wenzel, begründete einen von ihm etngc- 'oachtt""„Antrag tetr, die Schaffung einer staa t- Lcben iu/e»u-ng für im Lienst t« Feuerwehrmän- n> r. Aussprache yrb Branddirektor Cßvavb««) jcfttmmu’Tgeu ter Lantesfener- lofdj8aflejK?Trztt und regte die Srnen mn i einer KommMon an, bie die.e Angelegenheit bei ter Regierung Sarfteltcn und Schritte unternehmen solll daß hier ein gutes, die Sicherheit ter Feuerwehrleute gewährleistendes Gesetz geschaffen wird. In die Kommission wurden gewählt: Branddirektor Braubach. Kommandant der Gail- schen Wehr Kari Wenzel und Hauptmann ter Klein-Lindener Wehr Klein. Aus ter Reuwahl des geschäftsführenden Ausschusses gingen als gewählt hervor als 1. Vorsitzender der seitherige Vorsitzende Drandinspekwr Fritz Wenzel, 2. Vorsitzender Kommandant 6e if art- Grünterg. Der' seitherige Schriftführer, Müller- Gießen, lehnte aus Gesundheitsrücksichten die Wiederwahl ab; an seiner Stelle wurde Dr e i t he r - Gießen gewählt. 3um Rechner wurde Heinrich -Lollar wietecgewähtt. Als Beisitzer teftimmte man Kommandant Schäfer- Lang-Göns. Der städt. Branddirektor Braubach - Gießen und Kreisfeuerwehrinspekwr D i ck o r 6 sind ständige Mitglieder des geschäftsführenden Ausschusses. Zum Schluß wurden noch einige fletnere Angelegenheiten erledigt. Am Ende ter Tagung sprach der Vorsitzende dem aus dem geschäftsführenden Ausschuß scheidenden Schriftiührer Müller- Giesen für ferne mustergültige Amtsführung herzlichsten Dank aus. unter einmal als 18jähriges Mädchen wegen Tot- schlagsversuchz und Raubes. Alle anderen Zivil- angedagten sind mehr oder minder vorbestraft. Unter den angenagten Polizeibeamten befinden sich einige, die schon nahezu 20 Jahre In Polrzei- diensten stehen Einige sind erst als sozialtemo- kratische Parteigenossen nach ter Staatsumwälzung in den Polizeidienst gekommen. Der am schwersten Beschuldige ist ter Polizei-Detriebs- assistent Franz Kappe, ter mit ter Wiggershäuser die schlimmsten Durchstechereien verübt haben soll. Der Polizeiwack/meicher Heinrich Reitz, ter bei dem Polizeipräsidenten eine persönliche Vertrauensstellung einnahm, soll bei ter Beschaffung gefälschter Papiere sich besonders beteiligt haben. In ter heutigen Sitzung, die wegen Er- k.aakung eines R.ch ers ml: erh tticher Verspätung begann, fand zunächst die Aafcufuirg ter Angeklagten. von denen sich acht schon seit Juni In Haft befinden, statt. Zeugen waren noch nicht geladen. Dann folgte die Per\onenstandsarfnähme ter Angeklagten und die Verlesung des umfangreiche., Ecöfftiungsbeschlusses. Der Antrag einiger Verteidiger auf Abtrennung be& Falles Kappe und Verweisung desselben an ein anderes Gericht wurde abgriehnt. Sin Todesurteil. Derltn, 27. Mär-r Der Händler Erich Wetß. ter in seiner Berliner Wohnung die Krankenpflegerin Plettig ermortet und dann die Lerche in der Rähr des Friedhofes in Remickrn- dvrf bei Berlin verscharwt hatte, wurde wegen Mortes zum Tode verurteilt. Schöffengericht. . °f‘ llgung an eiwem öffentlichen C-»(3 | Qt^ Hefigen Wirtschaft wurde ein hier wohnhafter Hammerschmied aus Wieseck zu einer Geldstrafe von fünf Goldmark verurteilt. Da» Fahren mit Handleiterwagen auf den nur dem Fußgängerverkehr bestimmten Bürgersteigen ist verboten. Es wurde dishalb eine Frau von hier, dre mit ihrem Handleiterwagen Koh en holte und trotz wleterhottec Abmahnung durch einen Wachtmeister damit auf dem Bürgersteig tn ter Cicbigftraöe fuhr, zu einer Geldstrafe von einer G o l d m a r k verurteilt. Ein Ibjähriger Lehrling von hier stahl seinen Eltern eine silberne Herrenuhr, einen goltenen Herrenring, eine gelbe Reisetasche, einen Fahrradmantel und einen Revolver und verkaufte die Sachen an einen Friseur, einen Kaufmann und einen Musiker. Diese sind jetzt wegen Hehlerei angeklagt. Der Friseur erhielt deshalb zwei Wochen Gefängnis, während die beiden andern mangels ausreichenden Beweises freigesprochen werten mußten. Wegen Beleidigung des Bürgermeisters von Klein-Llnten ist ein Schneidermeister von dort angeflagt. Die Sache wird, vorbehaltlich ter Zustimmung des Kreisamts Gießen, dahin ver- g ließen, daß ter Angeklagte die ihm zur Last gelegten Aeußerungen mit Bedauern zurücknimmt, ebenso ter Bürgermeister einen von ihm ae- bvauchten Ausdruck, daß der Angeklagte die Kosten übernimmt und daß ter Vergleich drei Tage an ter Ortstafel In Klein-Linden angeschlagen wird. Ein Fuhrmann von hier ist beschuldiat, mit einem Rollwagen auf den Geleisen ter städtischen Straßenbahn gefahren zu fein und auf die von dem Wagenführer terselben gegebenen War- fpd. Frankfurt a. HL, 27. Marz, dem Vorsitz des Landgerichtsdirektors Langes begann heute vormittag vor ter Strafkammer ein auf etwa 5 bis 6 Tage berechneter Strafprozeß gegen 18 Angeklagte, in deren Mittelpunkt nicht weniger als fünf Polizeibeamte stehen. Die umfangreiche Anklageschrift wirst den angeklagten Polizeibrantten vor. D i e b e n b e 11 h r e m lichtscheuen Handwerk Vorschub geleistet, ihnen und ihren Hehlern falsche AuSweispaprere beschafft und die Diebsbeute sogar mit verkauft za haben: also Beschuldigungen, wie sie schlimmer gegen einen Polizeibeamten nicht erhoben werten können. Die Sache kam im Juni 1923 durch die Verhaftung ter 22jährigen Kontoristin Thea W,g° gershäuser aus Württemberg ans Tageslicht. Das Mädchen stand im Drdacht, in süddeutschen Städten begüterte Personen, bei denen es bedienstet war, bestohlen zu haben, namentlich nahm sie Silbersachen mit. Bei ter Festnahme führte sre falsche Papiere bei sich, die sie von den beschuldigten Frankfurter Kriminalbeamten erhalten haben wollte. Die Angaben fanden sich bestätigt. Dre betreffenden Poltzeibeamten haben dann aus dem Erlös ter Silbersachen Ruhen gezogen. In der heutigen Verhandlung wurde festgestellt, daß die Wiggerhäuser bereits schwer vorbestraft ist. dar- SttrüdgeSen deS KvhlenVvbarfeS maßgebend. Diese Lieferungen betrugen im Jahre 1922, umgerechnct auf Steinkohle, 162 Millionen Sinnen; im (Zähre 1923 wurden nach französischen Angaben 62 Millionen Sonnen nach Frankreich unO- Belgien ab= transportiert. In der Kohleneinfuhr ist eine gewaltige Steigerung zu verzeichnen. Sie betrug (Koks, Braunkohle und Pres^kihle in Steinkohle umgerechnet) 28,4 Millionen Sinnen (14,4 Millionen Tonnen im Jahre 1922). Frankreich erhielt nach seiner Austen- handelssiatisllk im Jahre 1923 nur 10 Prozent der Steinkohlen- und 48 Prozent der Kvksinenge des Vorjahres aus Deutschland, infolge der -auffteigenben Konjunktur hatte aber dre französische Wirtschast einen erhöhten Drennstosf- bedars. Diesen deckte Frankreich teilweise durch «ine Steigerung der heimischen Kohlengewinnung, die gegenüber dem Vorjahre um 20 Prozent zu- nahm. Diese Steigerung war insbesondere durch die fast völlige Wiederherstellung der Zechen in den zerstörten Gebieten möglich. Die Koks-- produktion stieg sogar auf fast das Doppelte (um 95 Prozent). Dor allem wurde aber die Stemkohlenzusuhr aus Großbritannien um 6,3 Millionen Tonnen vermehrt. Andererseits zeigt die französische Kohlenausfuhr ebenfalls eine Steigerung gegenüber dem Vorjahre. (infolge des Ausfalles der Ruhrkohfe erfuhr der britische Kohlenbergbau einen bedeutenden Antrieb. Die Produktion wurde um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahre gesteigert und blieb nur noch um 4 Prozent hinter 1913 zurück. Aus die Ausfuhr entfielen im (Zähre 1923 37 Prozent der Produktion, gegenüber 33 Prozent im Jahre 1913. Don einer Mehrproduktion von 26,6 Millionen Tonnen nahm der inländische Absatz eine um 10,2 Millionen Tonnen, die Ausfuhr eine um 16,4 Millionen Tonnen gesteigerte Menge auf. Damit hat die Ausfuhr von Äohle und Koks nicht nur diejenige des Vorjahres, sondern auch die von 1913 überschritten, und zwar um 7,8 Millionen Tonnen. 3n Belgien überschritt die Produktion die Ergebnisse des Jahres 1922 um 0,5 Proz. Eine merkliche Produkiionszunahme, vor allem auch gegenüber den Dorkriegsziffem, hat Holland zu verzeichnen (fast das Dreifache gegen 1913). Sie wurde durch den Ausbau des Limburger Reviers ermöglicht. Für Polen liegt zum erstenmal ein vorläufiges Jahresergebnis für das vergröberte Gebiet vor. Fasst man auch für das ganze Jahr 1922 die Förderung Polens und Ost-Ober- schlesiens zusammen, so ergibt sich, dah sich im Jahre 1923 die Förderung um 5 Proz. gehoben hat. Ein vermehrter Ahsatz nach Deutschland fand im wesentlichen nur in den ersten Monaten statt, während die Abfatzziffern gegen Ende des Jahres stark heruntergingen. In der Tschechoslowakei lag die Steinkehlensörderung trotz der mehrwöchigen Streiks um 17 Proz. über der des Vorjah^-es, aber um 18 Proz. unter den Vorkriegsergebnissen. Bedeutend ungünstiger sind die Prvduktionsziffern des tschechischen Braunkohlenbergbaues, dessen Absatzmöglichkeiten, insbesondere nach Deutsch- laich, sich stark verschlechtert haben. Faßt man die europäischen Steinkohlen- Produzenten zusammen, so stellt sich nach den vorläufigen Ergebnissen heraus, dah der A u s - fallderRuhrprvduktivn durch die Mehrförderung der anderen Länder nicht ausgeglichen werden konnte. In den Vereinigten Staaten von Amerika lag die Produktion des Kohlenbergbaues (Anthrazit und Bitumenkohle) um 41,5 Prozent über der des Strei Wahres 1922. ' Wenn auch die Rekrdzifsern der Jahre 1917, 1918 und 1920 nicht wieder erreicht touiben, so wurde doch die Vorkriegsförderung um F4 Prvz. überschritten. Die Me^produktion wurde vor allem von dem inländischen Konsum ausgenommen, wenn sich auch die Ausfuhr merklich gehoben hat. Don der Ausfuhr entfielen im Jahre 1923 nach den vorläufigen Ergebnissen 10 Proz. Kohle und 29 Prvz. Koks auf Europa. * * Rur noch oalorifierte Kredite nken. Die Stempelvereinigung Berlin macht bekannt, daß sie in -Uebereinstimmung mit sämtlichen Bankvereinigungen Deutschlands jed n in Anspruch genommenen Papiermark- oder Rentenmark-Dorschuh unter Zugrundelegung des leweiligen amtlichen Berliner Mittelkurses für Auszahlung Reuhvrk, entsprechend dem Vorgehen der Reichsbank, nur noch wertgesichert behandelt. Der Kreditnehmer hat demgemäh neben den üblichen Zinsen und Provisionen die etwaige Geld- entoertung zu zahlen, mindestens jedoch die entliehene Kreditsumme. Bisher war es üblich, zwi- schen valorisierten und umxüorifierten Krediten ju unterscheiden, was sich besonders in den Zinssätzen ausprägte. Die aus der Gewährung un- valonsierter Kredite für die Währung möglicherweise entstehende Gefahr wird nunmehr vermieten. Deutsch-Oberschlesische Steinkohlen forderung betrug laut „3n= MDKWWsWii. Ein Roman aus dem 21. Jahrhundert von HanS Dominik. 58. Fortsetzung. (Rachdruck verboten.) Wellington Fox streckte beide Hände in das stärker fallende Rah. Dann vollführte er einen Luftsprung, der dem alten Kaschgarier Witthusen ein Lächeln entlockte. „Hat Ihnen der Wüstenbrand fo zugesetzt, daß der kühle Regen Sie zu solchen Freudensprüngen veranlaßt?" Wellnrgton Fox konnte nicht sofort antworten, weil er durch einen neuen Freudentanz vollkommen in Anspruch genommen war. „Hurra!... Bravo!" rief er abwechselnd ein ums andere Mal. „Der Regen..sagte er endlich, erschöpft stehen bleibend. „. . . Mann . . . Witthusen! . . Wissen Sie auch, wo der Regen her kommt 7" Witthusen blickte ihn stumm fragend an. .Don Jsenbrandt kommt er!... Jsenbrandts Werk ist das!" „Ich verstehe Sie nicht, Herr Fox." .,... Lind ich möchte Ihnen vorläufig nicht mehr sagen... Rur das eine noch, Jsenbrandt ist auf unserer Spur!" Stärker rauschte der Regen jetzt hinab. Ein starker strähniger Landregen, wie ihn die Wüste hier seit Menschengedenken kaum gesehen hatte. Er zwang die Männer, das schützende Dach aufzusuchen. Wellington Fox trat als erster inS Haus. Maria Witthusen lag auf einem dürftigen Ruhebett. Ihre Gefangennahme... der mitzglückle bufh terra rter" in der Zeit tum 10. bis zum 16. März 239 879 Tonnen (Vorwoche 231 797 Sonnen). Die arbeitstägliche Förderung stellte sich auf 39 080 Tonnen (38 633 Sonnen). 3n Deutsch-Oberschlesien verblieben 101351 Tonnen (98131). Rach dem Auslaiide und zwar nach Polnisch-Oberschlesien gingen 1 072 Tonnen (2 357). Der Kohlenbestand betrug am Ende der Verichts- wcche 113 251 Tonnen (108 850). Der Koks- bestand stellte sich auf 31 758 Tonnen (30 540). Die angeforüerlen 18 894 Wagen (18 763), das sind arbeitstäglich 3 149 (3 127), wurden gestellt. * A. E. G. und Otto Wolff in Anatolien. Die beiden Firmen sind dem Vernehmen nach im Begriff, in der Türkei eine gemeinsame eigene Absatzorganisalion für ihre Produkte einzuleiten. • Frankfurter Deckehcs-Kredlt- A. - G. Unter diesem Rainen wurde eine n.'ue Firma ins Handelsregifier eingetragen. Vorstand der Gesellschaft ist Rechtsanwalt Hubert Keil in Elberfeld. Den ersten Aufsichtsrat bilden Staatsminister a. D. Otto Fischbeck in Berlin, Bankier Eugen Bandel in Barmen, Dank- direktor Siegmund Hirsch in Frankfurt a. M. Die Firma ist ein Tochter-instiiut der Deutschen Derlehrs-Kvedit-Bank A.°G., Berlin, und hat mit der Reichsbahn einen Vertrag abgeschlossen, wonach sie in der Lage ist, ihren Kunden im Eisenbahn-Di re ktionsbezirk Frankfurt a M. an Stelle der Bahnstundung tn vereinfachter Act und Weise Frachtstundungs-Kredite za gewähren. * Frankfurter Dorfe. Frankfurt a. M., 27. März. Tendenz: Leichter. — Die Belebung und Defestigang der Effektenmärkte konnte heute nur vereinzelt weitere Fortschritte machen. Da ausländische Kaufordres Vorlagen und auch die Schwerindastrie wieder regeres Interesse an der Börse zeigte, cvaren Jnbustriepapiere gut gehalten. Auf die Rei- bildung des französischen Kabinetts durch Poin- car6 wurde die Spekulation zurückhaltend. Das Hauptinteresse konzentrierte sich zunächst auf Chemieaktien, von denen, allerdings zu den gestrigen amtlichen Rotjerungen, Anilinwette besonders lebhaft gehandelt wurden. Zu größeren Um- ätzen kam es in '21. E. G., Lahmeyer plus 1 Dill. Mainkrast begehrt. Fester lagen Montanaktren wobei die Spekulation Phönik und Rhmnstahl mehr bevorzugte. Oberfchlefische Aktien lagen ruhiger, nur Caro hatte festere Tendenz. Am Dant'aklienmarkt fanden Deutsche Dank, Diskonto- Gesellschast und einzelne Metallbanken regere Beachtung. Rrrddeutscher Lloyd blieben stark begehrt Hapag ebenfalls fest. Von den Aktien der Maschinenfabriken trat gröberes Interesse für Dalmler hervor, auch Karlsruher und Kraus) Lokomotiven höher. Adlerwrrke wurden anfänglich höher begehrt. Sonst sind bei zunehmender Rachsr-age zu erwähnen Jul. Sichel, Miag, Dyckerhoff und Tellus Bergbau Zellst affaklien konnten sich behaupten. Aks fest fand noch Zuckerwerte zu erwähnen 5 Proz Äeichsanlmhe mit 96,5 Milliarden eröffneten lebhafter. Tür.enwecte behauptet. Der Foeiveckahr lag in Ueberein- flimmung mit der Gesamltendenz ruhiger. Decker Stahl 97/8 bis 9Ä/8, Decker Kohle 9,5, Api 7,25, bis 7, Deutsche Petroleum 18, Deiiz 4.5, Drown Doweri 2,8, Growag 0,325 bis 0 300, ilnter- fventen 0,650, # ügershall 9.Ä Ufo 8, Hansa Lloyd 1,7, Mez Söhne 4,75, ^«Par- zellan 2,75. Derllner Dorfe. Derlin, 27. März. Die gestern zum Schluß überraschend eingetretene scharfe Aufwärtsbewegung reizte die Spekulation zu Gewinnsicherungen, zumal im allgemeinen die Auffassung bestand, dah von der französischen Ministerkrise eine Erleichterung unserer außenpolitischen Lage nicht zu erwarten fei. Da aber bei den Danken von auswärts noch Kaufaufträge Vorlagen, schufen diese den Realisierungsbestrebungen gegenüber einen gewissen Ausgleich, und die Kurse konnten sich bei der ersten amtlichen Feststellung ziemlich behaupten. Die Veränderungen nach oben und unten hielten sich meist in den Grenzen eines Dillionen- Prvzentes und überschritten dieses Mah nur bei einigen schweren Montanvapieren, wie Essener Steinkohlen und Riebeck Montan, die 2'/« bzw. Vli Billionen Prozent verloren, wobei aber zu bemerken ist, daß im Gegensatz hierzu Köln-Reu- effener und Klöcknerwerke um P/2 Billionen Prozent hoher einsehten. 3m Verlaufe hielt die Abgabelust an, während sich die Aufnahmefähigkeit verminderte, so daß sich als Folge ein langsames Abbröckeln ergab; doch hielten sich die Abschwächungen in bescheidenen Grenzen. DerDer- kehr trug das Gepräge der Zurückhaltung und Lustlosigkeit, vereinzelt machten sich auch später Zeichen einer leichten Erholung bemerkbar, so besonders auf dem Markte der Chemischen Werte, wo Oberschlesische Kvkswerke sich noch über den gestrigen amtlichen wchlußkurs stellten. Auch Pe° troleumwerte gewannen eine ziemlich gute Halsung. — Am Devisenmarkt ist keine Aenderung in der Geschäftslage eingetreten. nr,ITiniii|,M|nl, m । r TjMmiumjjmm—jw Desreiungsversuch.. . der entsetzliche Aufenthalt hier unter den glühenden Strahlen der Wüsten- sonne... das alles hatte ihre Widerstandskraft untergraben. Stund, n vollkomme^ier Apathie wechselten mit Ausbrüchen der Verzweiflung. -Es regnet, Fräulein Maria! Fuhlen Sie die wunderbare Frische, die ins Zimmer dringt?" Einen Augenblick schien Maria Feodorowna aus ihrer Apathie zu erwachen. „Ja!... Es regnet?“ Sie wandte den Kopf und horte das Rauschen des immer starker werdenden Regens. ^Es regnet... ja... es regnet." , f. D?nn sank sie teiger in ihre alte Teilnahm- lofigfeit zurück. Fv^ übrrlegte einen Augenblick, s 3 iO o । .o c 3 <0 c-> o 2, pnrflturbebütftifle Schreibmaschine stellt an die Haltbarkeit des Schuh werks erhöhte A nsp räche Kaufen Sie deshalb nur Hochachtungsvoll Gebr. Männche Ecke Liebig- Wilsonstraße 15. Kammerjäger Rod. niemer & Go., Gaffel. Zermiis 4021 kommen in den nächsten Tagen wieder nach Gießen u.Umg.um Ratten,Mäuse, Wanzen, Schwaben, Russen u. dcrgl radikal auszurott. Kontrahenten der Reichseisenbahndirektion Cassel. - Bestellungen sofort erbeten unter 23411'6 an den Gies?-'er Anzeige- Wir machen unseren verehrl. Kunden- und Bekanntenkreis darauf aufmerksam, daß es unser eifrigstes Bestreben sein wird, jeden Kunden auf das vorteilhafteste und vornehmste zu bedienen. Auf unsere schriftliche Geschäftsempfehlung hinweisend, bitten wir Bringe hiermit meiner werten Kundschaft und Einwohnern von Gießen u. Umgegend mein Fuhrgeschäft in gefällige Empfehlung. Da ich mein Fuhrwerk selbst bediene und mir noch mehrere Fuhrunternehmer, die ebenfalls ihr Fuhrwerk selbst führen, zur Verfügung stehen, bin ich in der Lage, sämtliche, auch größere Fuhrleistungen, Waggon aus- und einladen usw. zu den billigsten Preisen auszuführen. — Versichere meine werteKundschaft promptu. reell zubedienen Verlangen Sie bitte Preise! Wasserkessel Mk. 4.10,22cm, la Aluminium, sowieandereRe- klamepreise.ins- besondere für Stahlwaren. R.MaseNchf. Behaholßtr. 43. Die Qualität und nicht der Preis bestimmt die Preis würdigkeit der Ware Ich führe trotz allen „nur scheinbar“ billigen Angeboten nach wie vor nur langjährig eingeführte,erprobte Fabrikate Bureaubedarf. Wir suchen zum sofortigen Eintriti 3 jüngere Reisende mit möglichst höherer Schulbildung, gegen Pensum und Provision. (Es kommen nur Bewerber in Frage, die Mb 1 „4 Uhr auf der Karlsruhe MLsMseMO ■ "" mit Tanz. = 2338v Der Vorstand. des beliebten Künstler-Trios Junker, Gutschlicht, Rapsch mit verstärktem Orchester Jagd aus der Hand abzugcben an der Strecke (Ziehen - Gelnhausen. Wo? sagt die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. 2344D znögl. System Adler, zn laufen gcfiM. Noch ist es Zeit Aussaaten in s Mistbeet vorzunehmen von: Blumenkohl, Erfurter Zwerg Wirsing, früh Rotkraut, früh Weißkraut, früh Oberkohlrabi Kopfsalat, Maikönig Schnittsalat Tomaten Sellerie Lauch Radies Römisch kohl Karotten, frühe sowie alle Bhimensamen. Hierzu alle Sämereien in zuverlässiger Qualität hMeükMWW Samstag, den 29. März, 8 Uhr, im PostkeUer. Vortrag des Syndikus Schüttler-Darmstadt über die Tätigkeit der Handwerkskammer und besondere Handwerkerfragen. 22070 Wir laden alle Handwerker herzlich hierzu ein. GeMSemeln, Wimen nnö MnereinlgnM enorm billig. Keldar. Iovvcn v. Mk. 12.— an Lange seldar. Tuchhosen sowie Sporthosen......2>kk. 9.— Lange Manchesterhosen sowie für Svor'.......Aik. 13.— Aettreiftc <>ofen in allen Warben von Mk. 6.— an JünglinaSboien ... Mk. 4.— Blaue ÄrbeitSanLÜae Mk. 7.— Kinder-Anzüge für 5—10jährige von Mk. 8.— an Sommer-Jopven In allen Preislagen, sowie verichiedene Damenkleider. 018606 Beeilen Sie sich, der Versuch lohnt. Herrengarderobenhaus LRosenzweig Wen, Seltersroeg 58,1 Treppe Eingang Ecke VolkSbad. Kein Laden. Stein Laden. Geschäfts- Uebergabe Meiner werten Kundschaft und weiterem Bekanntenkreise zur gefl. Kenntnis, daß mein Kolonialwaren-Geschäft Wilsonstraße 15 ab 1. April d. Js. von meinen beiden Söhnen als Firma Gebr. Männche Kolonialwaren ° Delikatessen übernommen und weitergeführt wird. Ich bitte, das mir gezeigte Vertrauen auch dem neuen Unternehmen zuwenden zn wollen. Hochachtungsvoll Conr. Männche Cafe U. C. Samstag, den 29. März, abends 8 Uhr sowie Einheitsschülermützen prima Ausführung Jul. Lehrmund e ftratze65a """"" GroWeHmmlung der taiirt er- tiiiti ßewerbelreihenden in lieh in Steins Saalbau ara Bahnhof am Sonntag, dem 30. Marz 1924, nachmittags 3 Uhr Botltag 908 MÄAS WIM M VvMenSeiW! von der Handwerkskammer in Darmstadt über: *' »-fragen, Handroerker- Organisationen usw. Radfatzrer-Verein „Fortuna" SnmNta^'. den 28. Mltrz 1921 pünktlich 8 Ubr abends Monats Versammlung im VereinSlokal. 2337v Tagesordnung: 1. BundeSangelegeu- heilen, 2. Genehmigung deö Sport- vrogrammö 1924, 3. verschiedenes. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen dringend erforderlich. Der Vorstand. National- y Registerkasse mit Addition, Chekauswerfer, Kundenzähler usw. wegen Geschäftsaufgabe preiswert zu verkaufen. Näheres in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. 23461) al« 8. Hypothek nt:i gröstereS Geschäft'haus gegen beite Sicherheit und hohe -stufen gesucht. Schnstl. Angebote unter 018639 ou den Gtest. Anz erbeten. WWM- »lor 3 P. S., neu. kur»schl. 380/660. ->i verk. [owia Klein-Linde«, Steinstrahe 23. Schülermützen in allen Weiten und Klasien Sonntag, den 30. März 1924 ßsifahren Abfahrt der Fahrer V22 Uhr vom „Hessischen Hof" tfehuhhaus Jhetropol tfeltersiöeg 10. HW M gegen gute Sicherheit und Zinsen bet mouallicherRiickzah- lung zu leihen gesucht. Schrift l. Angebote mit. 018612 nn den Gieb- Anz. Beanuer sucht gegen hohe ,'stmen n. monatliche Nlick^ahlung 300 Mk. zu leihen. Schr. dlngeboie um. 018626 an den Giest. Anz. a c 3 E. 6) 0 y ’S v « CT. HiM lausend abzngebcn. 3. Barnah Schillerstr. 18. »»d Beim Umlegen von 400 lauf. Meter Beiliäi grötzerer Posten al’Aunebcn. 23241) R. Weiss, Hof Graß bet Hungen. 1 (Heuer teMArer- s;Vertia1ö$ 5= (E. V.) gewandt im Verkehr mit der Kundschaft sind und über ein gutes Auftreten verfügen- Wir erbitten ausführliche Bewerbungen mit Lichtbild 'Schr. sing. u. 2312D unb Seugnisabf^rifteu unter 235,v mt ben Lieh. ««».'an den Gtetzener Anzeiger. Carl Göbel, Fuhrgeschäft WolfstraBe 14 Telephon 1410 018637 Ml MM Bef. Josef Lchwab. Samstag, b. 20. März, abends 7 Hhr WM-LMl Gietzener Brauhaus -Export-Vier Münchner pschorrVrSu hell u. dunkel. Gute weine. Reichhaltige Abendkarte zu mastigen preisen.oiscie VnttksMen aller M liefert In jeder gew>:"lchten «ueftattung preiswert die »rShlsche Utrivertztitt». Drucker«». N. Lang«. | Kaufgesuche | Gebrauchte, auch re« Zum Andres SonnenstraBe 13% Exportbißr ans der Brauerei Ihriug-Melehior, Lieh großen' Schoppen 25 Pfennig. Samstag, den 29. März Schlachtfest Morgens Wellfleisch mit Kraut. 018607 Sonntag, den 30. März ab 4 Uhr Künstler-Konzert. 2... Betten Rotzbaarmatratzcu Kapok,rratratzen in bester Verarbeitung. SHHJlefiel in Slsss:: MfteW In (Soßeline 81iths?ssel In Leser :: Mills-, tzslren- nnä SuellÄmer:: Billigste Preise. Liefer, u. Zahlung n. UebcreiuEunft. 3. Ntmann 2nh. A. Vrumlik ===== Gietzen, Bahnhosstrafte 29 Versand nach auswärts. 2348c IM Hemdentnrh 5? 071 breit>nur wirklich&*** os» 1 ■ciiiaciauui Quai. per Meter Mk.I25 i.io AA n b hn- Rn // Zwolle u. Iflemen, 1 ttcgCLLc-LKtf 130/160, Tischtuch m. 6 Servietten 1100 per Stück Mk. 17.50, 15.00 ■ ■ Gerstenkorn, Damast, & wolle u. 125 1 lUUULUClUtr priemen, p. Stück Mk. 2.00,130 ■ ‘Frottier * Wäsche Frottier-Handtücher45^,^ ,50 per Stück Mk. 330, 2.50 ■ Große Badetücher "o. »so 750 Htlll^hirh IW cm breit, schwere Qualitäten QOO 1 1per Meter 4.00, 3.50 ’ßett-Wäsche Kissenbezüge 350 Re>44iirhr>y *a- Kretonne u. Haustuch oder Halb- *750 LJUUUUUfr leinen, 230 cm lg.,p. Stück 11.50, 9.50 ■ Damastbezüge 1250 Kaufhaus Katz 14 Bahnhofstraße 14 23118 sind unerreicht billig wobei wir gleichzeitig unsere grohe Auswahl MnoMef. SellMW 91 vormals Nomeofchuh A.-G. für 12e50 Mark Bettuch-Halbleinen QS0 per Meter 430, 4,00 ^peffial Angebot,.™", Tß/asche^bteihing Die von uns gebrachten Qualitäten sind vorzüglich und übernehmen wir jede Garantie! Koplklsson.geft3.50 Außerdem: M 1 vollst. Bott ... 65 1 • • • 45 1 Kletdersohrank 65 1 Schnhsehrank . 15 1 Solatisch .... 15 1 Gasherd ..... 6 ü ApE> Bahnhof- P. r)kv, str.20, tks. *£eib -Wäsche Hemden 225 Beinkleider oder schlossen, gestickt oder Q25 wvuL,LU.cr Stickereiu. Einsatz p.Stck. 330,3.00 Untertaillen tSSÄ I50 Damen-Nachthemdenj^^ per Stück Mk. 11.00, 830 V Prinzeßröckereich mßr ^“.5“ 550 . . 1 stier M für Damen, Herren und Kinder bestens empfehlen. Aerztet Der „Verband der Krankenkassen" und der „Der- band der Bettiebskrankenkassen" von Berlin sucht in seinem Kampfe gegen die gesamte Berliner Aerzteschaft »;r fest anzustellen. Das Oberversicherungs. die „Leitung der Berliner Kassenambulatorien, Chefarzt Dr. Königsberger", rufen durch Anzeigen in der Tagespresse des ganzen Reiches zur ärztlichen Tätigkeit bei den Berliner Krankenkassen und Kassen- Ambulatorien auf. Cavete Collegae! Man will Tausende Berliner Aerzte brotlos machen! Obige Anzeigen sind geeignet, bei Aerzten den Eindruck amtlichen Dorgehens und ärztlicher Unter- stützung zu erwecken. Dies ist falsch! Es darf sich kein anständig gesinnter Arzt dazu bereit finden, den Lockungen nachzugeben und seinen Kollegen in den Rücken zu fallen! Verband derAerzteDeutschlands (Hartmannbund) Leipzig, Dufourstratze Rr. 18. 2319a Biß Frauen 8 können sich bau« I ernb vor oen so I lästigen Verbau- I ungsstörnngen I und dadurch Der I ursachtem fiopf- I weh, Nervostlät, I Appettttosig^ei! I usw. bvrch täg. I NchenGenutz von | Stettiner Si- I monebrot bewahren. Aerztl. empföhle gu haben bei: Paul Scholz I Reformhau» | Kreuzplatz 5. W,D Vertiko gut i ooibpfg. ”c liicher Ausverkäufen. [0,wo ___ garmanie-Droaorlo zu verka»Boööttn 0 ö. Bittet. L-» tr -> I Vtem 4-»« j«r> et* »läge 30 Ti. | Giehener Giro Ke 48. Empfehle la Mein (Futterrüben). Müller SelterSweg 89 I. Teievb. 1571. WID Gelegenheitskauf. Neu eingetroffen: Leberwurst i. Dosen . 0.60 Jt Schachtel Camembert 0.45 „ la Kaffeemischung . . 0.23 Bienenhonig, Glas . 1.90 */, Leipziger Allerlei 1.30 „ Hering in Dosen . 1.20 „ Ferner zu billigsten Tagespreisen: Margarine, Kokosfett, Bohnenkaffee, Tee, Kakao, Mischobst, Tafelöl, Sardellen, Sardinen, Lachs gu Einführungspreisen: Feinkost u. Liköre Willy Elsoffer ...... Bahnhofstraße 43 Marktstrabe 21 .....................................................................................................................................................................................................