Dienstag, 27. Mai 1921 Erstes Blatt IH ^ayrgang tragt. fern Frieden vorangegangen sind. finben Sie ilnflimmigteiten und Widerspruche, die an einzelnen Stellen des Gutachtens und auch redaktionell in der Fassung der Texte hervoyreten. erfordern für seine reibungslose Durchführung noch Feststellungen und klare Lösungen. Ferner muh bei den Beratungen über die zu verabschiedenden Gesetze, namentlich über die Gestaltung der Deichseisenbahn und der Wahrungsbank, der maßgebende deutsche Einfluß in der Führung der Unternehmungen sicher- gestellt werden. m. VA Erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, mit d. Samstagsbeilage: BießenerFarnilienblätter Monats-Bezugspreis: 2 ©olbmark u. 20 Gold- Pfennig für Trägerlohn, auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt. F e r n s p r e ch-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach- richten: AnzeigrrEietzen. Postscheckkonto: firanffurt a. M. 11686. Die Wiederherstellung der wirtschaftlichen und finanziellen Einheit des Deiches -als Vvvaus- ehung für die Produktivität deutscher Gebiete ist aber erst gesichert, wenn allen Deutschs die Möglichkeit gegeben ist, in ihrer Heimat sich ungestörter Arbeit hinzugeben. Insbesondere kann die innere Bereitschaft, die rn Deutschland für die erforderliche Steigerung der Produktivität und die Uebernahme schwerer Lasten notwendig ist, niemals geschaffen werden, solange zwischen den für die Regierungsbildung in Betracht kommenden Parteien. Eine gewisse Kontinuität mit der abtretenden Regierung soll gewahrt roerden; die deutschnatronale Fraktion dürfe aber die deutschen Unterhändler nicht mit gebundenen Händen dem Ausland gegenüberstellen. Wie weiter verlautet, beansprucht die Fraktion der Deutschiationalen Volkspartei die Stellung des Reichstags- Poincare verteidigt seine Ruhrpolitik. Paris, 26. Mai. (Wolff.) 3n einer.Rede sm Generglvat des Maasd^partements in Bacc- le-Duc bemühte sich Poincare, die Ergebnisse der französischen Wahlen durch die Mängelder Wahlordnung und die unpopulären Maßnahmen zu erklären, mit denen die alte Kammer die Legislaturperiode notgedrungen Hobe abschliehen müssen. Er leugnete jedoch nicht, daß aus den Reuwahlen die parlamentarischen Kon- seauenzen gezogen werden mühten. Immer wieder mühte auch in Zukunft als die Hauptaufgabe des Kabinetts Festigkeit in der Auhen- politik betrachtet werden, wie das neue Kabinett auch zusammengesetzt sein möge. Frankreich sei im Januar 1923 nicht auf Grund eines vorgefaßten Planes in das Ruhrgebiet ein- aerüctt. Die Illoyalität Deutschlands habe ihm die Rotwendigkeit ausgezwungen, Pfander in Beschlag zu nehmen. Die französische Regierung habe das Ruhrgebiet erst besetzt, als keine andere Möglichkeit mehr gegeben war, und sie habe dabei keinerlei Hintergedanken gehegt. Trotz des von Deutschland organisierten Widerstandes habe sie sich aber zu ihrem Entschluß nur zu beglückwünschen gehabt. Die amerikanischen Sachverständigen hätten mit Vergnügen anerkannt, dah es der französischen Initiative zu verdanken gewesen sei, wenn heute eine umfassende Lösung möglich sei. (!) Es sei für jedermann klar geworden, dah Deutschland nicht habe zahlen wollen obwohl es konnte. Die französische Regierung habe die Entschliehung, der Sachverständigen bereits so, wie sie von der Reparationskommilfion ratifiziert worden sei, ohne Vorbehalt an- aenommen und sie habe sich bereit erklärt, die deutsche Wirtschaftseinheit wieder Herz u stellen, sobald Deutschland das von der Reparativnskommission ausgestellte Programm zur Ausführung gebracht hätte. In diesem Punkte sei die französische Regierung mit Mac- donald, Theunis und Hymans vollkommen Cl Sachverständigen hätten in ihrem Bericht nicht erklärt, daß die Wiederherstellung der wirtschaftlichen Einheit den Verzicht auf militärische Besetzung einschttehe. Die französische Regierung habe stets erklärt, sie wurde das Ruhrgebiet nach Maßgabe der deutschen Zahlungen verlassen. Damit sei gesagt dah sie es so bald wie möglich zu verlassen wünschte. Aber sie halte es für richtig, Garantien in der Hand zu behalten, um nach wie vor in der Lae zu ein, wieder Pfänder in Beschlag zu nehmen zu einer Verständigung führen mögen. Gelinge das nicht, so müsse sich dieser Streik zu mmmi völligen Zusammenbruch unserer auswachsen und zu einer ungeheuren Gefahr sur unsereWährung werden, die erst seit einigen Monaten stabil ist. Dieser folgenschwere Streik bätte bei einigem guten Willen der Arbeitgeber vermieden werden können. Der Redner kommt zu dem Schluß, dah bei dem gegenwärtigen Kampf im Ruhrgebiet das Recht auf derSeite der Arbeiter sei und dah die Unternehmer einen be- d^Elichen Mangel an Verantwortungsgefühl bewiesen hätten. Seit November v. I. hätten die Bergarbeiter die Produktion um 35 Prozent gesteigert, während in der letzten Zeit der Lohn immer tiefer gesunken sei. Pariser Pressestimmen zur Demission der Reichsregierung. P a r i s, 27. Mai. (WTB.) Die Demission des Kabinetts Marx ist erst kurz nach Mitternacht m Paris bekannt geworden. Die meisten Blatter verzeichnen deshalb nur die Nachricht. Der rechtsradikale „Gaulvis" bespricht die Folge der Kabinettskrise des Rücktritts des Kabinetts Marx und erllärt, es sei möglich dah Präsident E b e r t sich entschliehen werde, Marx von neuem die Kabinettsbildung anzubieten. Er werde in diesem Falle an die Unterstützung der Sozialdemokraten und einiger Parteien der Linken appellieren. Auf diese Weise könne man Verhandlungen auf der Grundlage der Sachver- ständigenberichte einleiten. Es frage sich noch, welche Haltung die Deutschnationalen einnehmen würden. Sie feien wohl im Stande, diesem Uebeigangskabinett das Leben unmöglich zu machen. Dann bliebe nur noch die A u f . lösung des Reichstages übrig. Wie dem auch sei, es sei zu erwarten, daß eine neue Aera der Schwierigkeiten mit Deutschland beginne. Die Lage werde morgen dieseloe sein wie sie gestern gewesen sei. 80 Millionen Deutsche (soll wohl heißen 60 Millionen) dachten nur an eine Revanche. Petain habe mit Recht I daran erinnert, dah angesichts der Komodie, mit der die deutschen Polittker sich bemühten die Revancheidee gelegentlich zu maskieren, werde Fraitt- reich ein grausames Erwachen haben wenn es nicht seine Truppenmacht unversehrt erhalte, wenn die | Alliierten nicht einig blieben und bis ans Ende durchhielten. , Ä „ ,, .r. Das radikalsozialistische „Oeuvre schreibt, da die Deutschnativnalen wie die Sozialdemokraten die ihnen angebvtene Kabinettsbildung ab lehnen würden, so sei wahrscheinlich, fanaler Marx wieder mit der Kabinettsbildung betraut werde. Die alte Regierung mit Ausnahme der Minister Dr. Jarres, Dr. Luther und Hamm werde alsdann wiederkehren Diese so ausgestaltete Regierung werde nach Ansicht ceä Blattes unfähig, sich für oder gegen den Sachverständigenbericht zu entscheiden. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jedeDerbindlichbeit preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite crttichS, auswärts 10 Goldpfennig; für Ne« Klame-Anzeigen v.70mm Breite 35 Goldpfennig, Platzvorschrift 20°/a Aufschlag. - Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Dr. Friedr. Wilh. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Giehen. Abg. Martin (Dn.) betont die Rotwendigkeit, dah Arbeitnehmer und Arbeitgeber in gegensefti- gern Verständnis auf dem Wege freiwilliger Verständigung den Wirtfchaftsfrieden sichern. Beim passiven Widerstand haben die Berg- arbeitet treu zu ihren Arbeitgebern und zum Reiche gestanden. Das sollen wir ihnen nicht vergessen. Erbitterung erweckte es bei den Bergarbeitern, daß die Arbeitgeber ohne Verständigung mit den Arbettern in Verhandlungen mit den Franzosen eintraten und ankündigten, sie wurden alle Arbeiter entlassen, die nicht unter den Arbeitsbedingungen der Vorkriegszeit arbeiten wollten. Im gegenwärtigen Konflikt deckt sich das Rechtsgutachten der Sachverständigen mit dem Standpunkt der Unternehmer. D:e ©tdlung und Haltung des Arbeitsmini stets in diesem Streit ist nicht so klar gewesen, wie man es hätte erwarten können, sonst hatten sich nicht beide Parteien auf ihn berufen können. Der jetjige Streit muß schleunigst beendet werden, denn et wird sonst zu einer furchtbar e n Katastrophe führen. Wir wünschen dringend in diesem Wirtschaftskampf einen Frieden, bei dem es weder Sieger noch Besiegte gibt Es ist zu verurteilen, wenn die Kommunisten es versuchen, dieses wirtschaftliche Unglück für ihre P a r t e i z w e ck e auszubeuten und den Kampf zu einem politischen zu machen. Jetzt soll man nicht aufputschen. sondern zurRuhemahncn. Berlin, 26. Mai. (WTB.) Die Reichsregierung hatte in ihren Sitzungen vom 6. und 15. Mai beschlossen, bis zum Zusammentritt des neuen Reichstags im Amte zu bleiben. In Präsidenten. .Unmittelbar nach Empfang der Antwort der Deutschnationalen traten gestern abend &ie tfitg- ! rer renb die Demokraten und das Zentrum der Mei nung toaten, daß mit der deutschnationalen Ant- wort die eine A b l e h>«i ung der Forderungen der Älittelparteien darstelle, die DerrMndlungen mit den Deutschnationalen abgebrochen feien, glaubten die Vertreter der De u tf chen V o lts- Partei aus dem Wortlaut der deutschnationalen Eicklärung auf die Möglichkeit weiterer Verhandlungen schließen zu können. Im übrigen waren alle drei Mittelparteien darin einig, daß nunmehr der Reichspräsident die Initiative zur Kabinettsueubildung zu ergreifen habe. In vollsparteilichen Preisen wollte man dem Reichspräsidenten die Erteilung des Auftrages zur Bildung des Kc^inetts an den Fahrer der Deutschnationalen, Dr. Hergt, empfehlen. Man glaube, dah vielleicht bei den Bemühungen der Deutschnationalen um die Bildung einer Regierungsmehrheit mit den Mittelparteien über die I Durchführung des Sachverständigengutachtens eine gemeinsame Linie gefunden werden könne. Zentrum und Demokraten sotten dagegen, wie gestern im Reichstag verlautete, dem Reichspra- Der Konflikt im Ruhrbergbau. Berlin 26. Mai. Im Preußischen Landtag begründete Abg. Hus eman einen Antrag, der das Staatsministerium ersucht zur unverzüglichen Oeffnung der Staatsbe triebe im Ruhrrevier die notwendigen Mittel bereitzustellcn, den Kommunen im R^r- revier zur Unterstützung der unverschuldet in Rot geratenen Bevölkerung der Tergieviere Me er forderlichen Mittel zur Beifügung zu stellen, auf die Reichsregierung aufs staMe bamit der verheerende Wirts ch a f t s kampf im Bergrevier im Verhand- lungswege beigelegt wird. Abg. Schleger (Z.) spricht den Wunsch ms. daß die heutigen Einigungsverhandlungen gern, auf dem Wege freiwilliger Verständigung Heber arbeit zu leisten. Die gegen das preußische Handelsministerium gerichteten Angriffe gehen von falschen Voraussetzungen aus Der jetzige soziale Kampf im Ruhrbergbau ist die zwangsläufige Folge der unerträglichen Belastung durch die Micumverträge. Rur etwa 6 IProzent der produzierten Kohlen- menge kann unter der Wirkung der Micurnr^rtrage gegen Entgelt abgeseht werden, ^i den Staatsgruben seien die Verhältnisse sum--eil noch ungünstiger. Diese Gruben hätten seit dem 1. Ro- vember 1923 einen Zuschuß von 25 Suf^Ä SifuaUonTf^ mnincareT ,2to>eitgeb«r unt> Slrtotnejmer bat^n unter dem Micumabkommen gelitten ®l« QlStgeber haben leider durch ™e gan8e 'Rel6e »on mibgriffen die ganze in der Arbeiter. St !r,1fnrfßei*ertc Erbitterung aus sich ge» 21m 3 April lag ein verbindlich erttärter LLdswra» Ä «ei-AarbeitsminiNersvor. Ser Meuhische Handelsminister konnte sich über einen Elchen Schiedsspruch nicht Hinwegfetzen, wenn er nicht dem gesamten Schlichtungswesen einen em- vfindlichen Stob versehen wollte. Die Aufrechterhaltung des Schlichtungswesens liegt tm der Arbeitnehmer als der Arbeitgeber. Wir erwarten, dah die Regierung alles tut, um in dieser Beziehung "nfere febenswichtigert Interessen zu wahren. Dem Gutachten selbst lln- nen Wit nur mit den Borde halten zustim- _ ____ Die Bevölkerung im Ruhrgebiet stehe mit ihren Sympathien hinter den Bergarbeitern Mit puristischen Spitzfindigkeiten kö.me man den Konflikt nicht lösen. Die Schiedssprüche, die Oer Eigen- ort der Dergarbeit nicht genügend Rechnung trügen, hätten der guten Sache des Schlichtungswesens manchen Schaden zugefugt. Es ist besonders bedauerlich, dah das preußische Handelsministerium sich für die Staatsgruben der Aktion des Zechenverbandes angeschlossen hat. Handelsminister Siering: Ich habe schon früher erklärt, dah die achtstündige Arbeit s z e i t die Arbeitszeit der Bergarbeiter sein muh und dah die Arbeitszeit unter -^ge 7 Stirn- ben betrage. Die Arbeiter werden sich nicht wer- Die Demission des Reichskabinetts. Die Verhandlungen der Parteien. - Bereitschaft der Deutschnationalen. - Initiative des Reichspräsidenten. Verfolg dieses Beschlusses hat die Reichsregierung heute erneut zu dieser Frage Etel- _ ___________ _______ lung genommen und einmütig beschlossen,dem ] ränität in Wirtschaft^, Finanz^ und Derwal- Reichspräsidenten ihre Demission zu überreichen. Der Reichspräsident hat die Demission entgegengenommen und das Reichskabinett mit der einstweiligen Fortführung derGeschäfte beauf- General-Anzeiger für Oberhessen vnrek vnd Verlag: Vrühl'sche Universitäts-Buch- und 5teindruäerei H. £an^e in Gießen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulflratze 7. für den leider nicht ausgeschlossenen Fall, dah später sich Deutschland neu e Verfehl un ge n ÄXÄ mit^eÄ L- I atona einaelettet durch die die alten Schwie- ihrer Freiheit beraubter Deutschen bi« riafeitä beseitigt worden seien. Deutschland habe belastet und beunruhigt Da das Sachverstan- zwar in der Form dm Sachverständigenbericht digengutachten ein einheitliches und unteilbares EX fange aber schon an zu diskutieren. Ganzes ist, so kann es auch nur als Ganzes -u iw?» °n8en?mme.n.Ä in die Länge zu ziehen Man könne sich nicht der Illusion hingeben, daß man Deufichland bloß wieder Vertrauen zu schenken brauche, damit es sich auch schon entschließe, seinen Verpflichtungen üachzukommen. Er wolle gern zugeben, daß es hier und da in Deutschland Manner gebe, die | den organisierten Ban kerott für ber werflich halten aber sie seien bis heute ohn- ^mächtig geblieben und liehen sich von den anderen Sänge bn8 Schicks--! Fca-ckc-ichS nicht allein von den Reparattonen sondern noch, mehr von seiner S i ch e r h e i t ab. Unb die feiner» zeitige Frage trete heute in toahrhaft ernft-n Gestalt auf. Es erschien nicht zweifelhaft, daß Deutschland v o r s ä tz l i ch die Testimmungen des Versailler Vertrages verletzte und sein S ch i f f s m a t e r ia l un d s e i ne M i lit a r- formati onen wiederher stelle. Er habe natürlich den Alliierten Frankreichs die Informationen übermittelt, die er in dieser Beziehung erhalten habe. Diese geheimnisvollen D)^erei- tungen machten es Frankreich unmöglich, fich ein- schläfern zu lassen. Wenn es nie genügt friedfertig zu fein, und noch weniger genüge, Pazifistisch zu fem, um den Krieg zu veryindern o sei Frankreich wohl oder übel genötigt, uuf feiner H u t zu bleiben. Eine Regierung die Wider all3 Erwarten sich auf diesem Gebiet zu der mindesten Schwäche verleiten lasse wurve Poincare und den jetzigen Kriegsminister Ma ginot unter ihren Gegnern m der ersten Lmie men dieauchdieSachverständigenbe-I sidenten Vorschlägen wollen Reichskanzler Xen al« e&WS S ©an^ä auf di- beut|»nationa(e Erklär----« nicht -rf-lg-n. auch von den übrige n Rationen an- Die Nationalsozialistische Frecherts- erEomnt wird, und daß feine Auslegung mit I vartei. gutem W i l le n erfolgt und insbesondere da- 2? ^raftiDn hoi nicht mir die Äerstelluna unserer Souve- Berlin, 26. Mai. (WTB.) Die Frataon n -- ^5.^^ung u m 5er Nationalsozialistischen Freiheitspartei er- tung,'sondern auch die Aufrechterhaltu ng ledigte in chrer heutigen Sitzung zaMrei^ Ander neuen Währung im internationalen trage, durch die u. a. der Zahlungsverkehr gewährleistet ist. Die Lösung r un g das Mi ß trau en a us gesP r o ch en der R^ivativnsfrage durch das Gutachten be- und die umgehende Reuwahl eines deutet d^Wiederherstellungaller ver- Reichspräsidenten vnlangt wird. Ferner t r a a s m äh i g en R e ch t e des Deutschen Rei- wird die Aufhebung des Gesetzes zum Schutze ches und dam'tt d-.e Freit-eit des nicht Vertrags- der Republik und^des- S:aat^^ichtsho^ ,o I mähia beichten Gebietes von jeder Besetzung so- die Rachprufung der Urteile des ötaatsgeriajis * wie die Wiederherstellung des Rhainlandsab- Hofes durch die ordentlichen Gerichte gefordert. Berlin, 26. Mai. (WB.) Die von den kommens für die vertragsmäßig besehen Gebiete Weitere Antrage ^n die En ^ung O ' bisherigen Regierungsparteien (<Än- und die Gewährleistung der Rechtssicherheit für leutnaMs a^ D Kriebel aus de^Testungstzafy fthge Es ist ein einheitliches und un- sich für die Durchführung der zu diesem Zweck Derr u%e & e U u n g teilbares Ganzes. Diese MW des erforderliche gesetzlichen Wna^n eu^,eOen. ^^4 ^ugetoanbe^ lQl n' Gutachtens macht der Beginn deutscher Leistungen setzen. I famtticher s^ jüdischen Rasse aus abhängig von der Herstellung der wirt- Fraktion der Dentschnatwnalen Volkspar- ^.schland unter teilweiser Vermögenskonfis- • u d f, na N z - - l 1°^^. t-i hat h-e-auf der J-utsch°n D°e- «egierungs- | Mischen Aasfe unter ein Sonderrecht. Sie schließt den Gedanken, dah die Reparations- hildung in der ihrer Starke entsprechenden gläubiger einzelne Gebiete des Reiches als Re- Weise zu beteiligen. Bei diesem Charakter des Gutachtens bedeu- erinnert, enthält Vorschläge für E Einigung tat ferne Cntraftfetjung den Frieden in der feit 1 ■ — — Jahren mnkämpften Reparationsfrage und damit die Erledigung aller Kämpfe, die die- Avg. Dr. gJtnlernetl (D. B.) wein out die erhebliche Steigerung der Produktionskosten im Kohlenbergbau hm. Die Entwicklung des Ruhrkampfes zeigte den Bankerott des Sozialdemokratischen Systems. Schiedsgericht auf Schiedsgericht ist zusammengetreten: Verbindlichkeitserklärungen sind ausgesprochen worden und die Gewerkschaften haben sich nicht darnach gerichtet- Gegen die äknternehmer könne die Dcrbindlichkeitserklärung ausgeklagt werden, gegen die Gewerkschaft kann nichts unternommen werden. Die Verhandlungen im Reichsarbeitsministe- rium zur, Schlichtung des Bergbaukonflikts haben zu keinen: Ergebnis geführt. Die Verhandlungen sollen fortgeführt werden, i. ------------------------------ Aus dem Hessischen Landtag. Von unsererDarmstädter Redaktion. Darmstadt. 26. Mai. 3m Finanzausschuß, wurde die Erhöhung der Beamte nbe- s o l d u n g besprachen. Von der unteren Gruppe beginnend soll die Erhöhung mit 17V? Prozent anfangen und bis zu 70 Prozent der bisherigen Gehaltsähe steigen. 3n der 10. Gruppe wird der Zuschlag etwa 50 Prozent betragen. Die unteren Gruppen erhalten damit das volle Fciedens- gehalt, die oberen nur 80 Prozent. Es wird durch die Regierung zum Ausdruck gebracht, daß d irch das Sperrgesetz es unmöglich ist, dem Wunsch nachzukommen, die oberen Gruppen zu kürzen und Liesen Abstrich den unteren Gruppen zukommen zu lassen. Die Sätze des Reiches dürften nicht überschritten werden, auch würden die Abstriche nicht g. u s r e i ch e n, um die unteren Gruppen entsprechend zu befriedigen. Mit Rücksicht auf die Wirkung des Gesetzes aufdieKommunal- beamten und die Privatangestellten wurden zunächst keine Beschlüsse gefaßt, sondern vorgeschlagen und beschlossen, die Regierung zu ersuchen, in einer Vorlage dem Ausschuß Vorschläge zu machen, auf Grund deren die weiteren Verhandlungen geführt werden können. Nach den Vorschlägen sotten alle, bis zur 10. Gruppe, dieselben Erhöhungen erhalten, wie sie das Reich vorgesehen hat; von Gruppe 10 ab sott die Erhöhung gleichmäßig sein. Es kam dabei zur Sprache, daß Reichskommunal- und Hess. Staatsbeamte von gleichem Range, die in einem Hause wohnen, bei gleichen Leistungen, recht unterschiedliche Bezüge erha.ten. Es kam weiter von selten der Regierung wie der Abgeordneten zum Ausdruck, daß an eine Erhöhung der Steuer keinesfalls gedacht werden darf. — Der Arusichuh nahm von folgenden: Antrag dec Abgg. Dr Osann, Dingeldey und Genossen Kenntnis: Die Regierung zu ersuchen, mit aller Schärfe gegen die völlig unzureichende und ungenügende Erhöhung der Gehälter für die unteren und mittleren Deamtenbesoldungs- gruppen durch die neueste Veröffentlichung des Reichsfinanzministerrums zu protestieren und mit erhöhtem Nachdruck für eine Neuregelung ein- zutreten, durch die die Bezüge der unteren und mittleren Gruppen den tatsächlichen Verhältnissen und den Forderungen der Gerechtigkeit in ganz anderer Weise angeglichen werden. Das Landesamt für das Bildungswesen. Dem »Darmstädter Lagblatt" wird geschrieben: 3n dem Artikel „S kan da lo se Zu st ä n de im Realgymnasium zu Darmstadt" ist der Gedanke ausgesprochen, „daß das Landes- bildungsamt der Presse wegen ihrer verhetzenden Artikel auf die Finger klopfen sollte". Der Ar- trkelschreiber wird lange warten können. Nach dem Schlußsatz des angeführten Satzes scheint er auch dvmit zu rechnen. Zu einer derartigen mannhaften Lat wird sich das jetzige Landesbildungsamt nie- nNls aufschwingen. Wenn man die Herren, die dprt über die Bildung im Land zu wachen berufen sind, kennt, erwartet man dies auch ganz und gar nicht von ihnen. An einem Vorgang, der sich an der Oberrealschule i. E. in Michelstadt in der letzten Zeit abspielte, sei kurz die Mannhaftigkeit des Herrn Präsidenten des Landesbildungsamtes skizziert. An dieser Anstalt wirkte schon jahrelang ein in jeder Hinsicht durchaus tüchtiger Direktor als ßeiter. Dieser Herr hatte das ülnglück, der Deutschen Volk spartet anzugehören und besaß die Dreistigkeit, von dem jedem Deutschen in der Verfassung der demokratischsten aller Republiken garantierten Recht in seiner freien Zeit aus seiner politischen üleverzeugung kein Hehl zu machen. Nun besitzt Michelstadt einen Bürgermeister, der Mitglied der Sozialdemokratischen Partei ist und auf deren Kandidatenliste zur letzten Reichstagswahl stand. Diesem Ortsgewalligen mißfiel das unerschrockene Auftreten des Realschuldirektors für seine politische üleberzeugung. Mag fein, daß die geistige üleberlegenheit des Direktors den Herrn Bürgermeister auch etwas schmerzte. Infolge einer bestellten Arbeit kam es zum Konflikt auf dem Rathaus zu Michelstadt. Dort wurde in einer Stadtratsitzung dem Direktor vorgeworfen: daß er das Vertrauen der Eltern der Schüler nicht mehr besitze, sein „schu- liger Bankerott" wurde vom Herrn Bürgermeister festgestellt. 3n einer sehr stark besuchten Elternversammlung wurde daraufhin dem Direktor der Anstalt das Vertrauen einstimmig ausgesprochen. Dieses Vertrauensvotum mit einer Erläuterung des Konfliktes ist dem Landesbildungsamt zugestellt worden: von einer Elternabordnung persönlich das Landesbildungsamt unterrichtet worden. Der Herr Bürgermeister, zu dem sich in der Person eines Lehrers der Realschule, demokratischer Observanz, ein Kampfgenvse gesellte, forderte aber mit ungestümem Nachdruck den „Skalp" des Direktors, um ihn am Wigwam des Ortsgewaltigen aufhängen zu können, ülnd was geschah? — Allerdings, der Direktor wurde nicht skalpiert — aber er wurde verseht. — Trotzdem die Eltern dem Direktor das Vertrauen aussprachen, trotzdem der Direktor ein hochbegabter QUonn und tüchtiger Anstaltsleiter war, man hat im Landesbildungsamt dem Drängen von Parteidemagogen nach- gegeben. So viel wie bekannt, ist der Leiter des Landesbildungsamts ein Demokrat. Etwas weniger „Demokratie", aber viel mehr Mannhaftigkeit und Mut, auch den pvlittsch Nahstehenden mal auf den Fuß treten zu können, wäre im Indeoesset der Demokratie mancherorts zu wünschen. Wir sind im Laufe der Demokratie in eine Partei- Wirtschaft hineingeraten, die einem wirklich wahren und echten Demokraten „das Blut in den Kopf" jagen muß. Es ist nicht zu Wundern, daß der Ruf nach Beseitigung dieser Parteiwirtschaft immer lauter wird. Hoffentlich wird ec von dielen Hessen gehört und beachtet: 'Deshalb Hessenvolk: Augen und Ohren auf! Der italienische Königsbesuch in London. London, 26.Mai. (WTB.) Der Dampfer „Jungfrau von Orleans" mit dem Königs- paarvon Italien, dem italienischen Kronprinzen und der Prinzessin Mafalda an Bord, den zur See eine Eskorte von vier britischen Torpedobootszerstörern, und in der Luft eine Eskorte von fünf britischen Schlachtflugzeugen auf der Fahrt von Calais nach Dover begleiteten, ist um 1 Ahr mittags unter dem Salut der Küstenbatterien in Dover eingetroffen. Der Prinz von Wales begab sich in Begleitung des italienischen Botschafters in London und dem italienischen Königspaar für die Dauer des Staatsbesuches in England zuge- teilten Gefolges auf den Dampfer, um die italienischen Gäste namens des KönigsGe- o r g zu begrüßen. Das italienische Königspaar trifft nachmittags mit dem Svnderzug in London, wo es vom König Georg und der Königin Mary empfangen wird, ein. Der Besuch dauert bis Donnerstag. * Die Blätter veröffentlichen einen Begrüßungsartikel für das italienische Königspaar. Allgemein wird die Befriedigung ausgedrückt, daß die Iubalandfrage am Borabend des Königsbesuches geregelt werden würde. „Times" und „Daily News" lassen durchblicken, daß die Methoden des F a s c i s m u s der englischen politischen Auffassung fremd seien, „Daily News" betont jedoch, daß Mus- solini die europäischen Fragen mit Klugheit behandelt. Er habe in der Frage der Erzielung einer vernünftigen Regelung der Deutschland betreffenden Probleme den zahlreichen Versuchungen, eigennützig und kurzsichttg zu handeln, widerstanden. Seine Bibliophilie. Zur Feier des 25jährigen Bestehens der Weimarer Dib liophil e n-Ge sell- schaft in Darmstadt. Eine Tatsache kann nicht oft genug hecvor- gehvben werden, besonders dem Ausland gegenüber, nämlich die Aeberlegenheit der deutschen Kulter; auch mancher Deutsche wird anders von ihr denken, wenn er erfährt, daß die vergleichende Litevaturbetrachtung feststellen muh, daß wir zwar nicht die Höhe schöpferischer Dichtung zur Zett Unserer Klassiker erreicht haben, daß wir aber auch jetzt nicht einem Literaturvolk der Welt nachstehrn. Ein Gradmesser, wenn auch kein ganz Unbedingter für .Pie Literatur und die Kultur ist die Düchererzeugung. Der Antell des deutschen Buchhandels am Weltbuchhandel überragt, wie Eduard Engel in seiner „Geschichte der deutschen Literatur" feststellt, den aller anderen Literaturvölker. Deutschland führte vor dem Weltkrieg zehnmal soviel aus wie Frankreich, 21/2 soviel wie England. Es erscheinen aber auch in Deutschland 2i/2mal soviel Bücher wie in Frankreich, doppelt soviel wie in England und Nordamerika zusammen. Deutschland ist der Mittelpunkt des. Weltbuchhandels: es werden mehr deutsche Bücher als in irgendeiner anderen Sprache gedruckt, folglich gibt es auch mehr Leser deutscher Bücher, als anderer auf Erden. Wem: so häufig von den vorbildlichen Volksbibliotheken in Amerika die Rede ist, so gilt dies nach dem ■Urteil von Sachkundigen nur von den Gebäuden .und von den Mitteln, die für diese Büchereien xur Verfügung gestellt werden, aber in der Zahl der Benutzer dieser Einrichtungen, d. h der Leser, steht Deutschland voran. Es ist kein Wunder, daß sich bei uns viele Bücherfreunde finden, daß die Zahl der Privatbibliotheken von bcträcht- lichiemAmfange sehr groß ist. Ganz selbstverständlich ist es auch, daß sich viele Gleichgesinnte zusam- MLnschlvssen, .so ist die große Bibliophilen-Gesell- schaft in Weimar entstanden, der sich die vor 7 Jahren ins Leben gerufene Gesellschaft hessischer Bücherfreunde angesch.osen hat. König Friedrich Wilhelm III. von Preußen hat in der Zeit, als sein Staat völlig entkräftet darniederlag, der Meinung Ausdruck g egeben, der Staat müsse an geistigen Kräften das zu ersetzen suchen, was er an materiellen verlogen habe. Dieser Gedanke kann such für unsere gegenivärti^en Wiederaufbaubestrebungen Richtung g b nd sein. Die Gesellschaft Hess.schor Bücherfreunde hat derartige Ideen in ihr Arbeitsprogcamm au'g.enom- men, sie will mithelfen an dem Wiederaufbau von Wissenschaft, Kunst und Gewerbe. Sie will Veröffentlichungen von vorbildlicher Form und wertvollem Inhalt verbreiten und die Herausgabe von Werken zur Kultur, Heimatlunde unb Literatur fördern. „Neben dem geistigen Gewinn in Volks- und Schrifttum, so heißt es in dem Programm der Gesellschaft, soll bei dem Unternehmen" also auch ein wirtschaftlicher die Bechäf- tigung von Schriftstellern und Gewerbetreibenden erstrebt und vor allem den Druckereien Hessens ein neues Ziel zu lohnender Tätigkeit erschlossen werden." Schutzherr der Gesellschaft ist der Groß Herzog von Hessen; Vorsitzender ist Graf Kuno von Hardenberg. Seiner Rührigkeit ist es in erster Linie zu verdanken, daß die Gesellschaft hessische Bücherfreunde heute etwa 900 Mitglieder zählt und über ganz Hessen verbreitet ist. Der Vereinigung ist sehr zu wünschen, daß ihr noch viel mehr Mitglieder beitreten, damit sie noch mehr in die Lage kommt, der Kunst, der Kultur und der Literatur des Hessenlaudes so zu dienen, wie sie es ihrer Bedeutung nach verdienen. Die Gesellschaft hessischer Bücherfreunde gewährt ihren Mitgliedern eine wertvolle Iahresgabe aus dem Bereich der hessischen Kunst- und Kulturgeschichte, ferner ein Dezugs- recht auf alle von ihr herausgebrachten Luxusveröffentlichungen zu besonderen Vorzugspreisen. Sie gewährt den Mitgliedern Rat und Auskunft jetzige Haltung gegenüber Dem Daroesbericht sei ein wichtiger Faktor zugunsten des Friedens. „Daily Chronicle" gibt der Hoffnung Ausdruck, daß die Unterredungen, die vielleicht während des italienischen Besuches stattfinden würden, das Zusammenwirken der beiden Länder in der Frage der Annahme des Dawesberichts weiter stärken werde. „Westminster Gazette" schreibt, niemand werde die allmähliche Annäherung in der internationalen Politik übersehen, die zwischen Italien und England in den letzten Jahren stattgefunden habe. Der neue Gießener Haushalts - Voranschlag. I. Das Gießener Stabtparlament hat in seiner Sitzung am vorigen Freitag beschlossen, den städtischen Haushalts-Voranschlag f ü r 1 9 2 4 in einer Generaldebatte zu besprechen, bevor es ihn zu einer eingehenden Durchberatung an den Finanzausschuß gibt. Dieser Beschluß entspricht dec hohen Bedeutung, die diesem auf fester Martgcundlage aufgebauten Haushaltsplan gegenüber den Papiermartrechnungen der letzten Iähce zukommt. Aber auch die Stadtverwaltung hat d:e große Wichtigkeit des neuen Voranschlags gebührend unterstrichen: sie hat in der großaage- legten Etatsrede des Oberbürgermeisters dem Voranschlag eine älebersicht beigegeben, die sowohl tn ihrem allgemeinen, grundsätzlichen Teil, wie auch in ihren Einzelbesprechungen der verschiedenen Titel des Voranschlags außerordentlich instruktiv ist und den Stadtvätern ein guter Berater bei der Prüfung des Stadthaushalts sein kann. Für diese sehr umfassende und lehrreiche Ausarbeitung gebührt der Stadtverwaltung und allen an der mühevollen Zusammenstellung des Materials beteiligten Ressorts Anerkennung und Dank. Wir wünschen uns die'Möglichkeit, nach beendeter Generaldebatte dem Stadtparlament die gleiche Anerkennung aussprechen zu können, die nur durch gute sachliche Arbeit, nicht durch Reden „zum Fenster hinaus" verdient werden kann. Bei der Aufstellung des Voranschlags hat die Stadtverwaltung, wie der Oberbürgermeister betonte, „als obersten Grundsatz denjenigen äußerster Sparsamkeit beobachtet." Diese Wirtschaftseinstellung kommt in den Endziffern der Belriebsrechnung scharf sichtbar zum Ausdruck. Von 3 694 059 Mk. in 1914 ist der Abschluß dieser Rechnung auf 2 233 538 Mk. gesenkt worden. Der gesamte städtische Bedarf hat sich also um 1 460 521 Mk. gegenüber 1914 vermindert. So erfreulich diese Tatsache auf den ersten Blick ist, so bedenklich stimmt sie aber in einem sehr wichtigen Punkte, den man bei einer Durchsicht der Einzelheiten nicht übersehen kann. Der Hauptteil die,ec Ersparnis ist nämlich auf die Streichung der Tilgung und Verzinsung der st ädtischen Anleihen, „die vor dem 29. Februar 1924 ausgenommen worden stnd und auf Reichsmark lauten" zurückzaführen; 1200 000 Mk. sind auf diese Weise gegenüber 1914 einstweilen glatt abgestrichen worden. Die Stadtverwaltung stützt sich dabei auf die berüchtigte. so kann man wohl richtig sagen, dritte Steuernotverordnung der Reichsregie ung. Aus verschiedenen anderen Städten hat man aber in den letzten Wochen gehört, daß die dortigen Verwaltungen trotz die er Steucrnotverordnung eine Aufwertung ihrer kommunalen Anleihen ins Auge fassen und zum Teil schon ziemlich weit vorbereitet haben. Wir würden es begrüßen, wenn unsere Stadtverwaltung den gleichen Weg gehen und bald vollenden würde. Man muß die Fage der Aufwertung und der Wlederingangsehung des Zinsendienstes u. E. weniger nach den augenblicklichen Finanzvechältnissen der Stadtkasse beurteilen, als vielmehr nach dem Gesichtspunkt, daß man bei dem kleinen Sparer und den größeren Geldgebern das Vertrauen zur unbedingten Reeliität der Gemeinde wiederchmstellt. Wenn das Reich und die Länder die Erfüllung ihres Anleihedienstes bis in sehr ferne Jahre verweigern, so mögen sie das tun; sie werden es ja dann erleben, daß die sparenden Bürger bei neuem An- leiheoedarf ihnen sagen, „einmal sind wir von euch geprellt worden, wir bedanken üns für die Zukunft." Dann wird eine neue rigorose Tat der Steuermaschine vielleicht kommen, die den Schaden noch größer macht. Diesen Weg mitzumachen, halten wir für sehr gefährlich für die Städte, die sich nicht in ganz hoffnungslosem Dalles befinden. Unsere Stadt ist, obwohl sie auch schwer in allen Fragen der Buchkunst und des Buchgewerbes: sie übernimmt die künstlerisch? Aus-, statdung und Ausgestaltung von Privatdrucken, Familienveröffentli ungn: und ®ig nt> r.ff n » Hebungen. Die Bibliophilie hat also in ihrer modernen Form eine große Bedeutung erlangt, aber sie dient auch wissenschaftlichen und künstlerischen Zwecken. Das 25. Iubiläumsfest der Weimarer Di- blivPhisen-Gesellschast hatte viele Mitglieder noch Darmstadt geführt, wo sie gemeinsam mit der Gesellschaft .hessischer Bücherfreunde eine Tagung abhielten. Am Samstag fand im Hotel „Zur Traube" ein Degrüßurgsabend statt, auf dem Bürgermeister Müller-Daornstad: eine Begrüßungsansprache hielt, wofür Sebor von Zobel- titz, der Vorsitzende des Weimarer Hauptvereins, dankte. Der beliebte Darmstädter Dialekt- dichter Robert Schneider unterhielt die Gäste mit Dichtungen in Darmstädter Mu.idart. Der Sonntag begann mit der Hauptversammlung irn Hotel „Zur Traube", dle sehr stark befudyt war. Fedor von Z 0 b e 11 i ö , der Vorsitzende der Weimarer Dibliophilen-Gesellschaft, schilderte die Gründungsgeschichte des Vereins: er erzählte, wie schwer es gehalten hat, einen Verleger für eine geplante bibliophile Zeitschrift zu finden, bis dieser endlich in dem Verlag Del- hagen und Klasing gefunden war. Nach damaliger Sitte wurde ein Kreis von Freunden der Zeitschrift gebildet, aus dem bann der Verein herausgewachsen ist. Das Wachstum übertraf alle Erwartungen, ein Beweis dafür, daß der Kern brr Sache gut war. Außer den großen Bibliotheken schlossen sich, was man nicht erwartet hatte, Ge- lehtte in großer Zahl der Dibliophilen-Gese.lschaft an. Diese ist nicht nach ausländischen VorbilLern organisiert, sie hat nichts Spielerisches und Sportmäßiges, sondern sie dient ernsten Zwecken; wenn sie auch kein rein wissenschaftlicher Verein ist, so will sie doch die Wissenschaft fördern. Nachdem die Schwierigkeiten der Kriegs- und Nach- ?u kämpfen hat, erfreulicherweise noch nicht in so schlimmer Lage, sie sollte deshalb ihre Anleihe- Politik in erster Cime auf die Wiedergewinnung des allgemernen Vertrauens emfielten, weil sie ja keine Steuermaschine hat, die ihr das mangelnde Vertrauen finanziell „ausgleichen" kann. Es muß habet auch dafür gesorgt werden, daß der Vorteil dieser Wieder- hecstoltung ntcht etwa denen zugute kommt, bte jetzt für 80 oder 100 Mk. einen ganzen Arm voll Anleihepapiece erwerben und nach Hause schleppen, sondern denen, die die Anleihen gezeichnet oder zu einem früheren Zeitpunkt erworben haben, als die Papiere noch etwas galten. Zu dem Kiiegs-, Revolutions- und Inflationsgewinnler brauchen wir nicht auch noch den Aufwertungsgewinnler. Mit dem Reservefonds, den die Verwaltung von 140 000 Mk. auf 250 000 Mk. verstärken will, kann freilich dem Anleihedienst nicht viel geholfen werden, denn der Reservefonds wird für manche andere Dinge dran glauben müssen, die man heute noch im Voranschlag vermißt. Es müßten für den Anleihedienst neue Mittel erschlossen werden. Wir möchten niemand schrecken, und wir möchten auch nicht als Räuber angesehen werden, wenn wir in diesem Zusammenhang wieder einmal auf unseren Stadtwald verweisen. Wir glauben, guten Grund zu haben zu der Ansicht, daß dort außer den im Etat angelegten Fällpro- gramm noch mancherlei geschlagen werden könnte, ohne unserem Wald wehe zu tun, den wir natürlich au-Presse. Kleukens-Presse und Ratio-Presse. Die Firma Wittich hat einen faksimilierten Druck der ersten Ausgabe von Goethes ..Goetz von Derlichingen" ausgestellt, der von der Vorgängerin dieser Firma gedruckt worden ist. Aus Offenbach sind vertreten die Firmen: Gebrüder Klingspor, Wilhelm Gecstung, Ernst Engel, Dohany, die Technischen Lehranstalten u. a. Nachmittags folgte eine Besichtigung des Schloh- museums und einer Sonde'vusstellung von Kostbarkeiten der Landesbiblio.het im Kai er,aal dieses Museums. Abends fand ein Festessen im Hotel „Zur Traube" statt. Das Programm der Tagung für Montag lautete: Führung durch Alt-Darmstadt, Ausflug nach Schloß Kranichstein und Empfang durch den Grohherzvg, dem Ehrenvorsihenden der Gesellschaft hessischer Dücherfrcunde. Abends Konzert des Musikvereins im Großen Hause des Hessischen Landestheaters. B. tirren, trocken. * SWM WM 4399ss Mgaragt (V . uL A.14 A V U ___l. <4i ntnl Kaufmann Lagerhaus sucht einfach möbl. 020488 gesucht. We tzsteln ffr.44p. I. ooocoQrooaröOQQco Gietzener Wochenmarktpreise am 27. Mai. (Händlerpreise.) vermieten. Schr. geb. unter 02048a d. Gteft. An-, erb. Siidit. SKöhdieit daS selbständig kl. Haushalt führen kann, am liebsten v. Vonbe, für L Juni Feuerwerk am nördttHen Ufer des „Schwanenteiches" im Schloßgarten abgebrannt Einen geradezu zauberisch schonen Anblick bot die 2ui* derspiegelung der Leuchtkugeln, Fontänen unv Feuerräder in den silbernen Wassern des Wei - lhers. Die herrlichen Baumgruppen des Schloßt Parks bildeten eine stimmungsvolle Umrahmung. Aach Schluß des Feuerwerks sand noch inoffr» zielles Beisammensein in den Gasthöfen statt. Um 6 Uhr am Morgen des 25. Mai erklangen bereits die Weckrufe des Laubachep Musik- vereins und der (Zugendgruppe Laubach (Lüt- zows „wild: Jagd"). Sodann setzten sich von 8 Uhr ab bi2 einzelnen Trupps nach dem Ramsberg in Marsch. Hier auf diesem einzig schönen Fest- plah fand em feierlicher Waldgottesdienst statt Pfarrer Dr. Hey mann (Rodheim bei Nidda) hrelt eine eindrucksvolle Predigt. Unter den Teilnehmern am Gottesdienst bemerkte man auch den Gros-Herzog nebst Gemahlin und ältestem Sohn. Ebenso gefielen die Dorträge und Musikstücke des Laubacher Kirchenchors (Oberreallch er Gerhard) und des Laubacher Musitvereins (.Kapellmeister Diehl) in besonderem Matze. Das allgemeine Lied: „Ich bete an die Macht der Liebe schloß, den höchst stimmungsvollen Gottesdienst. Don 11 Uhr ab begann der Festzug auf den Ltr.i- , ßLn nach Lick Lauter und Schloßpark mit der Spitze am Gasthof „Zur Traube" Ausstellung zi nehmen. Dicht weniger als 6 Musikkapellen waren angetreten, nicht weniger als 40 verschiedene Gruppenbilder wurden gestellt: hieran beteiligten s sich die Gießener Bismarck-Jugend für la Neuheit gesucht. 100-150 Mk. für Lager. Schristl. Slngeb. unter 020464 nn den Gieft. Anz. Symbol b<^ Goldes, gezeigt, welche von Grund auf umwälzenden Wirkungen einzelne naturwissenschaftliche Erfindungen oder Forschungsergebnisse ckuf die soziale Struktur der Menschheit ausüben können. Das leider nicht sehr zahlreiche Publikum folgte der spannenden Szene mit größtem Interesse und dankte Derfasser wie Interpreten herzlich für den genußreichen Abend. « L.U. Kantfeier der Landesuniversität. Am Sonntag, dem 1. Juni 192 4, vorm. II1/* Uhr, pünktlich, findet in der Neuen Aula eine Kantgedächt- n i s f e i e r statt, zu der in erster Linie die Universitäts-Angehörigen eingeladen sind. Es ist aber auch anderen Kreisen in unserer Bürgerschaft, welche an der Ehrung des großen deutschen Philosophen teilnehmen möchten, der Zutritt ermöglicht, wenn sie sich bis zum 29. i ds. Mts. bei dem Verwalter des Bvrlesungs- gebäudes eine Einlaßkarte holen. Sie können jedoch nur in beschränktem Maße zur Ausgabe gelangen. Die Gedächtnisreden halten die Professoren Dr. M e s s e r, Dr. v. A st e r und Dr. E. W. Mayer. ** Die G ießener Studenten Hilfe- bittet uns um Aufnahme folgender Mitteilung: Wie sich aus einer Anfrage der Schuhmacher- I zwangsinnung ergibt, bestehen Unklarheiten darüber wie es möglich ist den Studierenden in der Schuhmacherei der Studentenhilfe einen Rabatt I zu gewähren. Es sei deshalb festgestellt, daß es sich dabei um einen Zuschuß handelt. welchen die Studentenhilfe leistet aus Mitteln, die vor allem aus in- und ausländischen Spenden Doruottzvn. — Aus dem St adttheater- Bureau wird uns geschrieben: Unsere Bühne hat alte Beziehungen zu Heinrich L i l i e n f ein, dessen Tragikomödie „C a - gliostrv" am morgigen Mittwoch hier zur Aufführung gelangt. Bereits im alten Haus, im Winter 1904/05, hat Direktor Stein- g o e t t e r des Autors Drama „Maria Friedhammer- zur erfolgreichen Aufführung gebracht und damit als einer der ersten Theaterleiter dem jungen Schriftsteller den Weg zur Bühne bahnen helfen. Hoffentlich gibt sich für diese Aufführung größeres Interesse kund, als für die letzten Veranstaltungen im Stadt- Regal oöetj Büchergestell au Taufen nes. Oss. unter Nr. 7324 H an Herso, Mockstr. 5. Nur nachweislich tatkräftige Herren wollen sich melden unter F. C. 4374 an Rudolf Mosse, Cassel. Wettervoraussage Zeitweise aufheiternd, zunehmende Tempera- Zimmer. Schr. Angeb. unter 020478 a.d.Gieft.Anz. Vppfpplpp mit hoher lUlllUlül Provision tn Leise u. ftetten an Private gesucht. Schr. Angeb unter 020468 a.d. Gteft. Anz. warten läßt. Aus Stadt und Land. Gießen, den 27. Mai 1924. Justus von Liebigs 100 jähriges Profefloren-IubUäum. zu vermieten «mm Löberftraßs 3 Telephon 1226. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ MMMM für einmalig erscheinende, hervorragende Reklametafel, patentamtlich gefchützt, bei hoher Provision für die Stadt Marburg bzw. Gießen gesucht. Bewerb, zu richten an (Baumann & Co., Buch- und Steindruckerei, Cassel, Unt. Königstr. 63. A Mott tüchtige erste Arbeiterin, bei hohem Gehalte u. Jabreöstellung für 1. Juli gesucht. Schr. Ang. u.020484 an den Gieß. Anz. ^nSmOMien oiitr Sauffrau zu sofortigem Eintritt gesucht. «mD Stau Vros Pfeiffer Liebiastraße 38. Allein-Verkauf I einer konkurrenzlosen Neuheit für Stadt | u.Landkr.Gienen an redegewandte Herren zu vergeben. Jed Bäcker,Mevger, Lebenö- mitielbnnbL, Molkereien, Landwirtschaft ii. Behörden sind Käufer. Erford. wind. 500 fPi. Borsührung dort in den nächst.Tagen. Heinrich Loewe, Casiel, Wilbclmstr.27. Es kosteten das Pfund: Butter 200, Matte 35, Käse 65, gelbe Rüben 60, Spinat 30, Spargel 70 bis 120, Tomaten 250, Zwiebeln 25, Rhabarber 25, Kartoffeln, neue 30 bis 40, Dörrobst 30 junge Hahnen 120, Kartoffeln, alte, der Zentn. 500 bis 650; das Stück: Eier 12, Blumenkohl 100 bis 150, Salat 25, Salatgurken 150, Ober- Kohlrabi 60, Lauch 10 bis 20; das Bund: Rettich Bezirksinspektoren in Organisatton und Akquisition erfahren Reisende Vezirksvertreter möglichst mit Beziehungen im Lande Werber für die Umstellung auf Gold redegewandt und zielbewußt für sämtliche Derstcherungszweige gesucht Direkte Verbindung mit Direktton erster Gesellschaft. Sichere Existenz. Festes Gehalt, Reisespesen, hohe Provisionen. Nur ernsthafte Bewerbungen erbeten unter 4387V an den Gteß. Anz. Die Gesellschaft Liebig-Museum beging am Sonntag und Montag den Tag, an dem der Begründer der wissenschaftlichen Chemie in Deutschland, der größte Sohn der hessischen Landesuniversität, Justus von Liebig, vor hundert Jahren die ordentliche Professur an unserer Universität erhielt. Die würdige Feier, um deren Zustandekommen sich der rührige Vorsitzende der Gesellschaft Liebig-Museum. Geheimrat Prof. Dr. Sommer, besonders verdient gemacht hat, begann am Sonntag vormittag mit einem Rund- gang durch das um eine Reihe wertvoller Spenden bereicherte Museum. Dann sprach Studienrat Dr. Heuhel in klarer und fesselnder Weise, unterstützt durch zahlreiche Lichtbilder über den „sprechenden Film als Glied einer Erfindungsreihe". Die Teilnehmer der Feier begaben sich darauf zum Liebigdenkmal, an dem der Rektor der Landesuniversttät Professor Dr. Laqueur unter Hinweis auf die überragende Bedeutung Liebigs für unsere alma mater und die Entwicklung des chemischen Unterrichts in Gießen einen Kranz in den Farben der Universität niederlegte. 2m Ramen des „Vereins deutscher Chemiker" legte dann Prof. Dr. Brand einen Kranz nieder, indem er noch besonders die Ver- idienste Liebigs um die Entwicklung der chemischen Industrie hervorhob. Geheimrat Sommer bat die anwesenden Vertreter der hessischen Regierung, Ministerialdirettor Urstadt vom Landesamt für das Dildungswesen, und der Stadt Gießen, Bürgermeister K r e n z i e n, um ihre tatkräftige Unterstützung für das finanziell schwer ringende Liebig- Museum. Beide Herren sagten ihre Hilfe zu. Den Höhepuntt erreichte die Feier in denMon- I tags veranstalteten im Kath. Vereinshaus, in der 4>er derzeitige Inhaber des Lehrstuhls Liebigs, Geheimrat Prof. Dr. Elbs die Entwicklung des chemischen Unterrichts in Deutschland in einem geistvollen Vortrag prägnant darlegte. Ausgehend von dem Grundsatz, daß erst das Zusammenkom- men von Experiment und 'Beobachtung, erst die zusammenfassende Erklärung der Tatsachen in der Theorie die Chemie zur Wtssenschast er- I hebt, schilderte er die Entstehung der chemischen Lehrmethode, die bis in das beginnende 19. Jahrhundert hinein ohne eigentliche Unterrichtslabo- ratorien die Schüler zwang, entweder auf dem Wege über die Apotheke sich die rein praktischen Handgriffe zu eigen zu machen oder in ganz vereinzelten Fällen in Privattaboratorien berühmter Gelehrter in die exakte Forschung etnzu- dringen. Dieser letztere, naturgemäß wett wertvollere Weg bot sich Liebig durch die Verntttt- lung Alexander von Humboldts in dem Pariser Laboratorium Gay-Lussacs. von dem er dann mit 21 Jahren als ordentlicher Professor nach Gießen kam und hier das erste wtrlliche Unterrichtslaboratorium gründete. Auf fern Detsprel gehen dann die übrigen ähnlichen Einrichtungen im In- und Ausland zurück. Liebig verlangte von seinen Schülern eine allgemeine wissenschaftliche Durchbildung unter Vermeidung einer frühzeitigen Spezialisierung, wie es der winn für das herrühren. •* Die Ortskrankenkasse macht im Anzeigenteil auf die Zahlung der noch ausstehenden 2ft)r Überträge aufmerksam. ** Das Versorgungsamt teilt uns mit, daß die Pensionszahlungen am 28. Mai für Pensionäre und Hinterbliebene auf dem Verf)rgungs- amte Gießen erfolgen. W a l d g o t t e s d i e n st. Im vorigen Sommer hat die evangelische Kirchengemeinde Gießen wiederholt den Versuch gemacht, Gottesdienste im Freien abzuhalten, stets wurde der Plan durch die Unbeständigkeit der Witterung vereitelt, auch wurden im Lause des Sommers alle Veranstaltungen unter freiem Himmel verboten. Runmehr soll dieser Plan wieder auf - gegriffen werden. Am Himmelfahrt- tage, nachmittags 4 Uhr, soll auf dem Gelände der Waldbühne an der Licher Straße ein Gottesdienst abgehalten werden, zu dem alle Evangelischen eingeladen werden. Ein Dlaserchor wird die Gesänge begleiten. Es wird gebeten, die Gesangbücher mitzubringen. (Siehe Anzeige.) Vertreter zum Besuche der hiesigen und benachbarten Industrie- und Handelskreise von chemisch. Fabrik u. Großhandlung gesucht Näherin, Wäscherin beide über 18 Jahre Anstreicher sofort gesucht. - Reichstattflöhne. Heil- und Pflegeanstalt, Gießen Licher Strafte 106. 4S84h NMMlW für leichte ReisetStigkett sofort gesucht. 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Diese man wird ihr dabei bis zu einem gewissen Grade Erkenntnis von der Notwendigkeit einer all- beipflichten müssen 2luf der anderen weite aber gemeinen Grundlage der Gesamtwissenschaft, darf man - ohne daß wir uns damit in die Aus- von der dann in .der Praxis sich --inandersetzuna zwischen den Freunden und Geg- die feinen Faden des Spezialistentums losen kon- n^r SeSattung eiumischen wollen - neu, hat vor ^.Dingen Deutschland den Dor- dock «daraus Hinweisen daß es sich hier um einen rang in der Chemie erobert und bis heute 6e= tabrft 1£rbreiten Greifen der Bür- wahrt, weil Deutschland sich> hierdurch neben dem chun eiEl lebendig ist. Vielleicht wäre Generalstab der großen Erfinder und Forscher, ^Wich doch wenigstens eine Teilsumme in den die le^s Land 'M sich das große Heer tüchtiger VoiMttchsüa irock eitäustellen vielleicht aus dem chemischer Arbeiter schäften konnte, um die uns wenigstens doku- die Welt n-och heute beneidet. Dem fesselnden mit m^ittÄ daß Ma den Vorsatz hat, dem an sich großem Verfall aufgenommenen..Vortrag ^gte nickt 'UiLilttaen Verlangen Rechnung zu tragen, nach kurzen einleitenden und erläuternd^ Wor- En die e? Voranschlag zur Tat wird, werden ten des Verfassers die Rezitation der Komodrel Reicht d?e Freund der Feuerbestattung sich Lj>te ® o l b m a^er" tunComrat $cof ^for ^uck mal zu einer besonderen Tat aufschwingen Dr. Sommer durch Reyrsseur Volck^vom Gre- und womöglich den Rest der Dausumme stiften, ßener Stadtcheater. Die Komodie, für deren aus- ^Imi^der Bau des Krematoriums oder des Der- gezeichnete Vermittlung man Herrn Volck beson- mcht mehr attäu lange auf sich beieu Daak wisse» mu&, ift eme Sortierung der Drcnnungyui j z | befannten bereits zur Aufführung getonunenen „Hexenküche" des gleichen Verfassers. Es ist d.nn Verfasser gelungen, mit großem psychologischem Verständnis und viel technischem Geschick ^rne Rei^e packender Szenen zu schaffen, die zumal in ihrem ersten Teil die Geschehinfte der letzten Jahre, die schon fast wie fern zurückliegende Geschichte anmuten, durch gut getroffene typische „Zeitgenossen" plastisch lebendig zur Darstellung zu bringen. Chemische Wissenschaft und Wirtschaft toeröen miteinander verbunden und durch das Suche per sofort älteres, ehrliches RSS welches kochen und einen Haushalt führen kann, als Stütze bet hohem Lohn und guter Behandlung. Schristl. Angebote unter 4342D an den Gieft. Anz. erbeten jSlellengesuche jfing. rwchkii und dausBOiietinnen suchen Stellung. 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Juni, abends im Johannes-Saal (Südanlage) zum Besten der Jugendfürsorge einen Konzert abend, w)zu Fr. Dr. Weil und Frl. Trudel T e h l a f f (Gesang) ihre Mitwirkung zugesagt haben. Das ausführende Quartett, die Herren Bauer-Gießen, , ------------- ---}" Welcker, Bauer und Franz von Wetzlar, stehen und die Iugendgruppen Eich e l fach, en, Go noch vom vorigen Hahr her in bester Erinnerung. I b e l n r o d, Grünberg, He nr l e 11 e n y o s, Ausführende sowie Mitwirkende haben sich un- H u n g en, La u ba ch, Lauter, R>ederbes- eigennühig in den Dienst der guten Sache gestellt, singen, R o n n e n r o t h. O b e rb e ssi ngcn, (Aäberä im Inserat.) Qurckborn, Röthges. Ruppertsburg, - lieber aftaede retigSfe TH-mm spricht Di l t° n W ei ckt>rts i n Pfarrer Taesler von der Franfturter freireli- seld. lmsiscken SwJot GLMleinde Himmelfahrt abend rn Lollar. ^riziamschen Zeit, die den (Siehe Inserat.) | $c^ug elöffneten, sowie die Darstellungen der Jahreszeiten der Kirmes und der Spinnstube. Ebenso erregten die Figuren der Steinzritmen- schen und der alten Germanen besonderes Aufsehen Auf dem Ramsberg wurde die Versammlung im Rainen der Stadt Laubach durch D u r- germeister Dö'hm-Laubach und durch Bürgermeister Krauß-Wetterfeld im Ramen des Landvolkes begrüßt. Es folgte eine kräftige Ansprache des Reichstagsabge- ordnetenDorsch - Wölfersheim, der sich^ noch weitere Ansprachen in vaterländischem Sinne an- schlossen Gemeinsame Lieder und wirkungsvolle Männerchöre des Männergesangvereins Grun- berg umrahmten diese Reden. Hierauf wurden die Wimpeln von fünf neuen Vereinen in feierlicher ----- । Weise geweiht. Der gemeinsame Gesang „Deutsch- 80, Radieschen 25 Pf. Ian& Deutschland" schloß die großartige vater- ---------- ländische Feier, nach deren Beendigung die gewal- (Äoy Taa" in ßaubad), tige Festversammlung noch bis zum Wend auf Der f, veuijaje in )• bem schönen Berge verblieb. Begünstigt , Von unserem ^-Sonderberichterstatter. wurde der Verlauf der Ferer durch prächtig^ Der' Deutsche Tag veranstattet von dem he f- Wetter Gerade als der Festzug anttat b^ f i f 6 Tn 2 an b j u g = n b . $ u n b. ist zur Zu- l-uchtrnd-r 6°nn°nfch-in durch b« frie^nheit der Festteilnehmer ausgefallen. Be- | Wolken und behauptete sich bis zum Abend, relts am Dachmittag des 24. trafen Tausende von Fest gasten ein. Das freundliche Städten hatte reid^n Fahnenschmuck angelegt; verschiedAie geschmackvolle Ehienpforten und zahlreiche Arkaden von Fichtenreisig innerhalb der Straßen waren errichtet worden. Um 8 Uhr abends sand in den Sälen der Gasthöfe „Solmser Hof", „Schützenhof und „Zur Traube" eine Begrüßung der F e st g ä st e statt, die in einheitlicher Werse durch einen Festmarsch (Hohenfriedbei;ger), eine Fest- ouvettuie und ttesflich torgetragene Pro.oge ein- geleitet wurde. Sodann richtete der Vorsitzende, des Landjugendbundes (Dr. Roßberg) warme Worte herzlicher Begrüßung und ernster Mahnung im Grundton: „Gut deutsch — allewege! an die Versammlung. Außerdem wurden Volkstänze vaterländische Dichtungen, lebende Bild er (das deutsche Volkslied) geboten Diese Darbietungen wurden durch treffliche Vorträge der Laubacher Musikkapelle der beiden Laubacher Männerchöre (Eintracht 'und Harmonie) sowie durchs gemeinsame vaterländische Lieder eingerahmt. Um 10V2 Mr wai großer Zapfenstreich. 11 Uhr fand die bengalische Beleuchtung des Schlosses statt. Gleichzeittg wurde ein überaus prächtiges freude M gewährleisten Ihnen Allein-Verkauf der „S-H“-Marke der Schuhfabrik „HERZ“ Akt-Ges, Frankfurt a. M. Neueste Modelle! Hochmoderne Formen! 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Bei Renenwetter ab 4 Uhr Turnhalle am OSwaldsgarten. Der NorÜand. T. V. 1846. I. 0. HinimelfohrMg gemeinsame Wanderung ©reifenlteia — Diünaöurg — Braunfels. Abfahrt 6.30 vorm. Sonnlagskarten nach Katzenfurt au Mk. 1.10 lösen ,97lv Die Borstände. Gesangverein Heiterkeit. ölmmeWrtlont na® Eouöotti. Sonntagskarte bis Grünberg. Abf. 8,e. Rege Beteiligung erwünscht. 020483 Der Vorstand. Dflmen- «O Mherkleltzer werden schön und vreisw. angesert. Zu erir. Frankfurter Str. 29. Ltb. D.,3a6h 500-1000 Mark zu leiben gesucht gegen hohen Prozentsatz oder fülle Tcilhabersch. Schr. Angebote unt. 020487 an den Gieß. Anz. Ein Autoschlauch gefunden. Abzuholen bei «o«, Steiger Schäfer, Braunstein - Bergwerk, Giehen. Stadttheater ffllttrooöj, ö. 28. mal. abends 7 Ubr Neuheit I Neuheit I Cagliostro Vier Akte aus der Tragikomödie eines Magiers ron Heinrich Liliensein. Kartenausgabe von 10-1 Ubr. 43o3v Kirchenvlatzb Täglich neues Programm Heute Dienstag 8*/i Uhr abends Sonder- Veranstaltung Das Streichquartett anschltehend Englandsender. Bavaria. Mittwoch,28.Mai 81/, Ubr abends: Vortrag auf der Kneipe (Hotel Köhler). Allseitiges Erscheinen erforderlich. 1 «”6D Der Vorstand. •eeeeeeeoe©© Stenograph. - Gesellschaft GahdsbergeF und Damenabteilung (E.Y.) Himmelfahrt: TagesauSflug Greifenstein — Dianaburg. Abfahrt6.30Ubr nach Katzensurt iSonn- tngskartenl.FürMit- glteder unter 20 Jahren Fahrpreisermä- htgung, wenn Meldung sofort an Herrn Heß, Ludwigsplatz3, erfolgt. Bet ungünstiger Witterung 8 Uhr abends gemütliches Beisammensein imBereinSheim „Stadt Ltch". Um 29. Mai (EhriM Himmelfahrt),, nachm. 4 Uhr, findet auf dem Gelände der I ====== Waldbühne ===== ein von der evangelischen Kirchen-- gemeinde Giehen veranstalteter Gottesdienst statt. Ein Bläserchor wird die Gesänge begleiten. Gesangbücher mitbringen! 4a77D MMMlW öet öoöidniien W WW! und (Biesen am Mittwoch, 28. Mai, nachm. 6 Ubr, auf den WMlWMW am Schützenhaus. Eintritt 30 Pfennig. AusWtz für £plöe5üüangen an der ___________linicerfllSt (Siegen. <->v WUW iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiininiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Himmelfahrt 4 Uhr nachm. Grstzes l Sarten-ttonzert Himmelfahrttag mit Hunden nach Hungen Abfahrt 8.16 früh. Nachzügler 1.35. _________Näheres Geschäftsstelle. 020472 IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIW MemtfiBfletfiiäOitttli Einladung zu der Freitag, den 6. Juni 1924, nachmittags 6 Uhr, im Zimmer Nr. 6 des Stadthauses(Bergstrahe) stattfindenden or). MMmersglnililllNg Tagesordnung: 1. JahreSgeichäflsbericht des Vorsitzenden 2. Vortrag der Rechnung des Jahres 1923 und Entlastung des Rechners 3. Festsetzung der Mitgliederbeiträge und oeS NntrittsgeldeS in 1924 4. Verschiedenes. Die Teilnehmer werden gebeten, sich durch ihre Mitgliedskarten zu legitimieren. Giehen, 26. Mai 1924. 43700 Ter Vorsitzende: Bücking. 11111111101111111111111111111111111111111111111111011111111111110110 MM» MttWWtt 8lt||iillet - Bettine Am Donnerstag, 29. d. Mts. vorm. 10V2 Uhr findet in Gießen im Hotel Felsenkeller eine äußerst wichtige Versammlung lOIOflOOOOOlOIIIIIIIIIIHIIIIIIOIIOIOIIIIOIIIIIIIIIIIIIIIIIOII statt, wozu alle Mitglieder u. Kollegen dringend eingeladen werden. Es darf niemand fehlen. Der Vorstand. Gausommerfest des Lahngau B.D.R. 5.-7. Juli er. OSwaldsgarten Mittwoch, 28. Mai, abends 8 Uhr, Vereinslokal Ausflug nach (4396 D Der heutigen Auflage liegt ein Prospekt der Drogerie Winterbofs, Abt. Photo, bei. 4369D Münzenberg. Grohe Volksbelustigungen, Tanz im Freien in den schönen, schattigen Gartenanlagen des MWen „3m Birg* Für Speisen und Getränke bestens gesorgt. Zum Ausschank gelangt noch ein prima ff. Apfelwein. Pünktliches Erscheinen erwünscht. [4391D Der gefchaftssührende Ausschuh. Am Himmelsahrtlage 1-6.6eriiili Himmelfahrttag: Abfahrt 7 Ubr vormittags Lahnbrücke zur Bkzirksimdersahrt nadi Dillcnbiirg. 4389D Der Fabrwart Mittwoch, den 28. Mai: Monats-Versammlung. = LOLLAR = Pfarrer Clemens Taesler von der freireligiösen Gemeinde Frankfurt am Main spricht Himmelfahrt abend 81/, Uhr im Saale „Zur Linde" über: Ist Jesus in den Himmel gefahren? Was wissen wir von Jesus? Eintritt 20 Pfennig. Wartburg-Verein Bllttwoeh, 4. Jani, aäonds 8 Uhr, Im Johannes-Saal (Sftdanlage) ^onzertabend (Kammermusik) zum Besten der Jugendfürsorge AdrHihrende: Herr Franz Bauer-Gießen (Violine). Herr Otto Weicker-Wetzlar (Violine), Herr August Bauer- Wetzlar (Viola), Herr "Jakob Franz-Wetzlar (Cello). Hitwirkeude: Frau Dr. Weil-Gießen (Gesang), Frl. Trudel Tetzlaff-Gjeßen (Gesang). 4ud' Ah Flügel: Frl. Hella Maternus-Gießen. Quartette von Mozart, Schubert. Beethoven. Soli und Duette von Schubert, Franz, Brahms u. Cornelius. Eintrittskarten: Nurn. u. unnum. für Nichtmitgl. bei Challier, Neuen weg, für Mitgl. im Heim u. an den bekannten Stellen. CAFE AM END) 000000II0000I00000I000000000II0U0IIIIIIIIIIIII00III0IIIIIIIIIIIIII Mittwoch, den 28. Mai: 4379D 44. Sonder-Konzert 0I00000II000000000II0000000I000000I0I0000IIII0IIIIII0IIII00 mit verstärkter Hauskapelle 10 Herren Abends 8 Uhr Violin-Solo Piston-Solo BaugenossenschaM94 zuGietzen eingetrag. Genossenschaft mit beschr. Haftung Einladung zur OalUMrMksMZlW om irnttmofl, öem 4.3uni 1924, osenös 8*/= Wr, Im 5« des MoWeu SereiWtzMses zu Sletzeu, LlevWS Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht. 2. Abgabe der Iahresrechnungen, sowie der Vilanzea nebst Gewinn- und Derlustberechnungen für die Jahre 1922 und 1923. 3. Revisionsbericht. 4. Entlastung des Vorstandes und Aufsichtsrats. 5. Ergänzungswahl zum Vorstand und Aufsichtsrat. 6. Satzungsänderungen (§§ 25, 26, 31, 35). 7. Verschiedenes. In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung bitten wir um vollzähliges Erscheinen. Gießen, den 26. Mai 1924. 4365D Der Vorstand und Aufsichlsrat. n ”2 40A 22-wm-Dofe Dose Schnittfeste Dloflronrft Pfd. L7(U Oelsardinen 30-mm-Klubdose . . 45H la Salatöl Liier LIO^ Sein. Inselöl en. 1.30 * zelnsi. Tafelöl t Flasch. s/<8it. 1.25^ '/°Lit. 65^ Neue italienische kniWein Pfund zis. SveiseSsslo «it« 20^ Nein-Essig. Liter 40-5? MargarilaWgLit.Fl.gg 1Lit.mit2b 3Lit.Wasser verdünnt ergibt3 b. 4Lit. feinen Spetse-Effig. Essig-Essenz 200.s-Jl.8v Bßnifie-5Wl(iöe 100-Gramm-Tafel . 35^ MlneMakalave von 4(U an Zsle. MMlMM von 45^ an Feinste SützraW-TasettillNer Pfund........2.10^ Gezuckerte Vollmilch Porttons-Dose ... 37^ WllünM . Pid. 85 s, 20% io Cönmeriilfe Pid. 1.15.« 30°/Oio EnllnenkalerStücki.7v^ ohne Rinde Gamem9etl®ctia»t.52^ vollsett WüiWWr Bahnhofftr.26, Lubwtgflr. 20, Dalllorslr. 24, Sranlfarter 5lr. 89 k aifif UKfMKg f Günstige Gelegenheit ölU MsWW ' z. Einlegen von Eiern. 10 SM I 25 5ffld 1.38j« 1.18.« 0.98* 13.42.« 2.92.« 2.42.« gur Salatzeit: ««■> m. I2< Zweites Blatt Sletzener Anzeiger (General-Anzeiger M Dberheffen) Dienstag, 21. mal 1924 Jeder kann heute wieder Mund und Zähne pflegen, denn der Preis der bewährten Zahnpasta beträgt 50 Pf. bei unveränderter Güte "7 V.'" die große Tube die kleine Tube 6.6 a. M. Scntei gezogen. Berliner Dorfe. 2,9 2,65 2 7,1 21,6 4,9 2,5 17,5 13,5 9,3 10,6 10,25 11,£0 7,65 10,9 32 38.5 1,5 2,5 2,65 18,25 13,9 '0,1 10,75 10,75 12,5 8 11,13 31,25 41,5 1,5 2,5 13,5 22,25 5,1 Berlin, 26. Mai. (Wolff.) Da die Bildung der neuen Regierung in Deutschland noch nicht gelungen und der 2lusstcrnd im Kohlenbergbau mit seinen ungünstigen Einwirkungen sür das allgemeine Wirtschaftsleben noch nicht beigelegt ist, sind im groben und ganzen die gleichen Ursachen für die unverändert lustlose und 4,13 25 4,40 7,13 8 8,3 1,8 0,4 47 13,1 13,9 43,75 47,1 54 8 13,2 6,1 13,1 23,13 26 [3n einem Teil der Auflage wiederholt.) HerrioL für foforiige Anerkennung Rußlands. London, 26. Mai. (WB.) Der Pariser Berichterstatter der ..Times" meldet: Man glaubt, daß Hcrriot seine Absicht in bezug auf die de- fure-Anerkennung der Sowjetvcgierung geändert bade Statt die Anerkennung von dem Abschluh eines Handelsabkommens abhängig zu machen, beabsichtige er jetzt, die Sowjetregierung sofort nach der Bildung seines Ministeriums und ohne jegliche Bedingungen anzuerkennen. Zahlreichen Radikalen gefiele dieser Gedanke nicht, da sie ihn als ein Zugeständnis an die Sozialisten ansehen. Cs werde jedoch bestimmt erklärt, dab die Sowjetregierung bis spätestens zum 10. Juni anerkannt werde. Die französische Regierung würde sofort eine Mission nach Moskau entsenden. Andererseits werde eine Kommission der Sowjets nach Paris kommen und die russische Botschaft übernehmen. Hieraus würde eine französisch-russische Konferenz zur Regelung der schwebenden Fragen stattfinden. 0,425 48,5 10,13 15,5 46,5 49,65 £5,5 8,2 11,5 6, 7 14,1 26,5 25,1 .6 4,1 27 4,5 7,5 8,25 8.7 4,13 27,25 4,: 7 7,5 8,37 0,530 8,75 13,5 1,85 0,360 0,400 10,5 14,75 45,5 60 65,6 8,5 13,5 6 37 14 25,75 26 37 1,6 22,2 5 Billionen Mart au^ebrüdt Buenos-Aires, London, Neu« York. Japan, Rio de Janeiro für &irte Einheit, Dien und Budapest für 100000 Einheiten, alles'ubriae für 100 Einheiten.) Telegraphische Auszahlung, lLhne Gewähr.)______________ •) Dom Rückzahlungswert. Devisenmarkt Berlin—Frankfurt 8,5 2,7 13,75 1 9.75 11,5 10,5 6,75 11,65 13,25 7,90 11 4,7 38 1,42 2,55 2,25 13 0,7 13,9 1 2,1 5,5 7 3,1 2,6 4,25 29,25 4,'3 7,4 e 0,575 8,5 13,6 1,75 0,360 0,400 9,5 13,75 44 48 54 8,1 13 6,5 13 24,75 23,5 £6,5 1,6 21,63 8,75 2,6 I 18 14,13 1,1 10 10,9 11 6,75 12,63 >3 8,05 11,5 5 33 40,5 | 1.45 | 2,65 I 2,3 I 13.75 | 0,560 I 13,25 1 1,6 Ium Kampfe gegen die Kriegsschuldwge. Don Bardo Wiek. Dor einiger Zeit ging durch die Presse eine Mitteilung, wonach die ägyptische Regierung 1922 ■erre Einladung an die dort anwesenden fremden ^Vertretungen, den deutschen Geschäftsträger ein- ^eschlvsfen, ergehen lassen hatte zu dem 1925 in Kairo (^gesetzten 11. Internationalen Geographen- imö Ethmologen-Kongreb. -Um den Kreis der Teilnehmer möglichst grob zu ziehen, glaubte Aegypten später dem Conseil International des Recherches in Brüssel und der untergeordneten Llnwn Geographique Internationale beitreten zu müssen. Besagte „internationale" Bereinigungen hoben es nunmehr erreicht, dah die zum 11. Geographen-Kongreß ergangenen Einladungen für nichtig erklärt Wurden, statt dessen aber ein 1 Internationaler Geographen-Kongreh für 1925 einberufen worden ist — zu.dem Deutschland nicht eingeladen wurde! Wenn auch die deutschen diplomatischen Vertretungen in den während des Krieges neutralen europäischen Ländern Auftrag erhalten haben, entsprechend zu intervenieren, und man wünschen möchte, dah diese Schritte von dem Erfolge begleitet würden, dah wieder einmal vor aller Welt Gelegenheit wäre, zu zeigen, dah die deutsche Wissenschaft trotz aller „Hunnen-Propaganda" heute wie immer jeden Vergleich hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit aushalten kann, so muh doch ncxAuücklich darauf hingewiesen werden, dah jener Vorfall nicht der erste seiner Art ist — und dah vermutlich unsere Kriegsgegner es auch weiter verstehen werden, Deutschlarch, den „Schuldigen" am Kriege, als Paria unter den Völkern der Erde hinzustellen. Ob es sich nun um geographische Kongresse, Weltzusammenkünfte von Ophtalmolo- gen oder sonstige „internationale" Treffen, beispielsweise sportlicher Ratur, handelt — Frankreich versteht sein Handwerk, heute wie früher. And die Reutralen h.rben mit ganz wenigen Ausnahmen und sehr, sehr selten ihre Aufgabe darin gesehen, Deutschlandd in solchen Fällen beizuspringen, wie zum Beispiel die Geschichte der sog. C. 3. E., der Confederation Jnter.rationale des Etudiants dartut, welche ebenso wie andere sich über die Welt erschreckende Vereinigungen im Banne Frankreichs steht, dessenPrvpa- ganda eben diese Welt beherrscht! Betont aber demgegenüber mit aller nur wünschenswerten Deutlichkeit: anders jedoch steht es mit der überwiegenden Masse der Völker der Entente. Zu sehr hat eine rastlos tätige Propaganda die Gemüter erhitzt, die Leidenschaft aufgepeitscht und die Märchen über deutsche Greuel den Gehirnen eingehämmert, als dah eine rasche Schwenkung der Meinungen zu erwarten wäre.... Und nichts anderes schreibt F. W. Elven in einem Brief aus Cincinnatt, Ende Februar, in der „Schlesischen Zeitung", wenn er darauf aufmerksam macht: man vergiht immer wieder, dah erst sechs Hahre verflossen sind, feit wir Deutschland mit den Waffen in der Hand auf blutgetränktem Schlachtfelde gegenüberstanden, vergiht vor allem, dah wir hier immer noch mit den Einflüssen einer Propaganda zu kämpfen haben, die das Land von einem Ende zum archeren Ende vergiftet hat Stimmt! Das deckt sich durchaus mit den Beobachtungen derer, die nicht erst seit heute und gestern bei uns in Deutschkind die feindliche, insbesondere die französische Propaganda und ihre Wirkung auf die Welt beobachten. Dazu vergesse man nicht, dah es, schon rein psychologisch genommen, nicht so einfach sein dürfte für die feindlichen Staatsmänner, von ihren Völkern, denen sie jahrelang ihr „Kreuzige Deutsch' land" zugerufen haben, nun plötzlich eine älm- stellung zu verlangen, die ein „Hosiana" bedeute-. Endlich aber sei man sich doch bei uns immer gegenwärtig, dah es nicht nur eine Kriegsschuldfrage, sondern auch eine Kriegs-S ch u l d e n - Frage gibt: und die geht an den Geldbeutel — wo viele Menschen, und nicht nur in Deutschland, sehr empfindlich fein sollen. Demnach sehe es also trostlos aus mit unserem Kampf gegen die Kriegsschuldlüge? Jedenfalls nicht so rosig, antworten war darauf, wie sie manche Leute hier in Deutschland an die Wand malen. Llns scheint, der Sache des Deutschtums wäre es zweckdienlicher, wenn man alles vermeiden würde, was irgend dazu angetan sein könnte, Illusionen zu erwecken. „Resolutionen" und dergleichen können aus vielen Gründen sehr nützlich sein. Auch dann, wenn man weih, in welchen Händen das internationale Rachrichtenwesen sich befindet. Sorge man aber vor allen Dingen dafür, dah wir die während des Krieges w,edergeknüpften und in der Rachkriegszeit vielfach geförderten Beziehungen zum Auslandsdeutschtum nicht wieder erkalten lassen: sie werden uns noch einmal gute Dienste leisten, wenn sich jeder Einzelne von uns als ein Glied des' Hundertmillionenvolkes der Deutschen fühlt yni> nicht als einer unter den sechzig Millionen ParteideutschenI Hinzu kommt die Arbeit im Innern, der ganz bestimmt nicht mit irgendwelchen „Entschließungen" Gritt-g? getan wird. Rur der hat ein inneres Recht dazu, der das Schanddiktat kennt — und wie viele sind das in Deutschland?! — und für seine Person mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln daran arbeitet, dab der Kampf gegen dieKriegs- schuldlüge zu der Volksbewegung wird, die sie werden muh, wenn wir etwas erreichen wollen nach auhen! Wirtschaft. X Von der Frankfurter Börse. Der Börsenvorstand teilt mit: Die Courtage bettägt bei allen wertbeständigen Anleihen lVsPco Mille, ausgenommen Deutsche Dollarschahanweisu-gen, öproz. Deutsche Wertbeständige Anleihe (Goldanleihe) fällig 2. 9. 35, für we.che IV2 pro Mllle za entrichten ist. Dom 2. Huni 1924 ab gilt die Bekanntmachung vom 24. Oktober 1923, nach welcher die den Kursmaklern erteilten limitierten Aufträge durch die Abtrennung der Gewinnanteilscheine kerne 2lenderung erfahren, als auf- gehobew^ Arbeitsstockung bei, Krupp. Die Kruppsche GuWahlfabrik teilt mit, dah in den mechanischen Betrieben vorläufig unter Beibehaltung der bisherigen Kurzschichlen Wei ter gearbeitet wird. * StahlwerkDeckerA. G. Die Stellung des Stahlwerks Becker A. G. unter Geschäfts- a u f s i ch t ist nach Blättermeldungen weniger auf die allgemeine wirtschaftliche Rotlage, insbesondere auf die Kreditpolittk dec Reichsbank als darauf zurückzuführen, dah die ohnedies in finanzieller Hinsicht nicht reichlich aus- aestatteteGesellfchaft nach dem Tode des Generaldirektors Becker nicht diejenige ruhige Kreditpolittk eingehalten hat, die bei der Lage der Gesellschaft wünschenswert gewesen wäre. Der Gedanke seitens der Reichsbank, diese Gesellschaft anders zu behandeln als andere ÜInternehmangen, konnte nicht in Frage kommen. — Interessen des Reiches an der Durchführung eines Kohlen- vertrags beständen nicht bezüglich der Stahlwerk Becker A. G., sondern bezüglich derStein- kohlenbergwerke Becker A.G. Diese Interessen tourten durch die Lage ter Stahlwerks Becker A. G. in keiner Weise in Mitleidenschaft schwächere Haltung ter Börse maßgebend gewesen. 1 Da bis zur Klärung ter Lage die ülnterneh v ungs- lust so gut wie vollständig ruht, hat die Geschäftsstille aus allen Märkten einen kaum noch überbietbaren Umfang angenommen. Bei der mangelnden Aufnahmelust genügte ein verhält- nismähig kleines Angebot, das immer noch terauskommt, um weitere Kursabschwächungen hervvrzurusen. In ihrer Gesamtheit waren diese aber nicht erheblich: sie betrugen nur bei einzelnen führenden Montan- und Schiffahrtsattien 2 bis vereinzelt 3 Dill. Proz. Der Geringfügigkeit ter Umsätze im Grohverkehr entsprach auch das überaus stille Geschäft in den zu Einheitskursen gehandelten Industriepapieren, wo eben- alls zumeist mäßige Rückgänge überwogen. Am Geldmarkt hat die Erleichterung angehalten Bei ter Festsetzung ter Devisenpreise ist abermals ein nicht unerheblicher Rückgang ter Anforderungen estzustellen, so dah die Reichsbant in der Lage war, mit ter Vollzuteilung abgesehen von wenigen noch repartierten Rebenplätzen fortzuführen. Börsenkurse. (Ohne Gewähr.) Ultimo stakt. Die Stimmung war daher ausgesprochen schwach. Auf allen Gebiet« überwog das Angebot, das zeitweise kaum untergebracht werden konnte, so dah natürlich auch die Kurse erheblich nachgeben muhten. Rur ter Chemiemarkt war mit Ausnahme von Badische Anilin und Höchster Farbwerke ziemlich behauptet. Die Kurseinbuhen erreichten wieder auf dem Montanmarkt bis 3 Billionen Prozent, während sie sonst im allgemeinen 1 Billion Prozent nicht überstiegen, was aber immerhin prozentual zu dem sehr gedrückten Kursnivsau sehr erheblich genannt werden muh. Deutsche Renten waren etwas fester. Im fceienVerkehr war die Stimmung etwas besser, obgleich auch hier das Geschäft sich in äuherst bescheidenen Grenzen hielt. Die Kurse konnten dort mit wenigen Ausnahmen ihren letzten Stand behaupten. Api 33/4, Becker-Stahl 31/?, Becker-Kohle 53/8. Brown Bo wert 1, Entreprise ging zu 39 mehrere Male um, Growag 0,13, Krügershall 35/8. Petroleum 13 Geld, Tiag l1/®. Ufa 41/2. Von dem Devisenmarkt ist nichts besonderes zu melden. Der Franc ist fortgesetzt Schwankungen unterworfen. ®r notierte heute gegen London 791/2. Interessant ist noch, dah die Rachfrage nach ausländischen Devisen stark zurückgegangen ist. Der tägliche Bedarf bettägt heute nur ca. 15 Prozent des Bedarfes zur Zeit ter Inflation. Märkte. Berliner Produktenbörse. Berlin, 27. Mai. Am Produktenmarkt bleibt das Inlandsangebot für Brotgetreide sehr gering und die Folterungen für Roggen lauteten zumeist höher als am Samstag. Die Tendenz war bei dem unverändert stillen Geschäft ziemlich fest, weil Roggenmehl befriedigenden Absatz hat. Don Weizenmehl besteht für Auszugsma-^en und bessere Sorten etwas mehr Rachfrage. Sonst war für Weizen ter Verkehr sehr ruhig. Gerste hatte sehr stilles Geschäft, weil ter Artikel gegenüber Hafer zu teuer war. Letzterer wird daher vereinzelt und nach dem Westen als Ersah für Gerste begehrt. Sonst blieb bei zumeist unveränderten Preisen Geschäftssttlle wiederum vorherrschend. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, mark. 156 bis 159 (stetig), mitteldeutsch. 154 bis 159 (stetig), Roggen, märk. 131 bis 135 (fest), Braugerste 158 bis 166 (ruhig), Futtergerste 145 bis 155 (ruhig), Hafer, märk. 127 bis 134 (stetig), Raps 280 (still): für je 100 Kilo: Weizenmehl 2175 bis 24,75 (fester), Roggenmehl 19,50 bis 21,50 (fester), Weizenkleie 9.50 (ruhig), Roggen- f[eie 8,80 (ruhig), Dittoriaerbsen 18 bis 20, kleine Erbsen 14 bis 15, Futtererbsen 13 bis 14, Peluschken 10,50 bis 11. Wicken 13 bis 14, Lupinen, blau 11 50 bis 12, Seratella, alt 13,50 bis 14,50. neu 11' bis 13, Rapskuchen 10, Leinkuchen 21, Trvckenschniheln 8,50 Mark. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 26. Mai. Die Ten» tenz an ter Produktenbörse ist etwas fester geworden bei steigender Rachfrage. Das gilt namentlich für Weizen, Roggen und auch für Hafer. Auch Gerste für Drauzwecke wurde verlangt und höher bezahlt. Das Geschäft hält sich aber auch jetzt noch in sehr bescheidenen Grenzen, da man die erhöhten Forderungen sehr ungern bewilligen will. Die anderen Arttkel fanden weniger Interesse und tourten auch nur zu unveränderten Preisen umgeseht. — Es notierten für je 100 Kilo: Wetterauer Weizen 16,25 bis 16,50. Roggen 14,50 bis 14,75, Braugerste 17 bis 17.50, Hafer, inlanö. 14 50 bis 15, Weizenmehl, südd. Spezial 0 26 bis 28, Roggenmehl 22 bis 23, Weizen- und Roggenkleie 9 bis 9,60 Mark. Frankfurter Schlachtviehmarkt. fpd. Frankfurt a M., 26. Mai. Auftrieb: 12 Ochsen, 300 Färsen und Kühe, 903 Kälber, 71 Schafe, 441 Schweine. Cs wurden tezahll für einen Zentner Lebendgewicht Ochsen: vollfl. 47—52, junge fleischige unö- ältere ausge- mästete 40—46, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 34—39; Dullen: vollfl. ausgewachsene 36—40, vollfl. jüngere 30—35; Färsen und Kühe: vollfl. ausgemästete Farien 44—50, vollfl. ausgemästete Kühe 40—46, wenig gut entwickelte Färsen 36—42, älcere ausgemästete Kühe irmD wenig gut entwickelte jüngere Kühe 30—36, mäßig genährte Kühe und Färsen 20—28, gering genährte Kühe und Färsen 10—20; Kälber: feinster Qualität 50—55, mittlerer Qualität 44—49, geringe Qualität 36—43: Schweine: unter 80 Kilo 40—48, von 80 bis ICO Kila 50—52, über 100 Kilo 49—51. Der Markt wurde bei lebhaftem Hantel geräumt. Des Himmelfahrt- festes wegen wird ter Diehmarkt vom 29. Mai auf den 30. Mtt verlegt. Fleischgrotz- handelspreise: Och'enfleisch 70—80, Dullenfleisch 65—70, Kuhfleüch 40—55, Kalbfleisch 72 bis 80, Schweinefleisch 65—66. Diesen Tatsachen gegenüber sollte man sich in Deutschland nicht' verschliefen, zeigen sie doch dazu so unendlich viel anderes, wie man noch immer weih, Deutschland isoliert zu halten. Daran ändert es nichts, wenn man btt uni u Lande, sagen wir, auf eine kürzlich in ter Berliner Llni- terjität stattgehabte Kundgebung hinwttst, in ter sich Angehörige einer ganzen Reihe von Ländern gegen Versailles erklärten. Auch solche unserer früheren Kriegsgegner. Sv dankbar wir desen und anderen Mitkämpfern sind — Vertreter ihcer Gesamt Nation dürften sie in den allerwenigüen Fällen, sein! Auch das muh einmal ausgesprochen werden, um Illusionen zu verhüten, die geeignet wären uns aufs,Faulbett zu strecken, auf dem wir, weih ter Himmel, lange genug, gerate was propagandistische Dinge antelangt, gelegen habenWer jene D r- liner Kundgebung, wie es ■ tatsächlich geschehen ist, dazu zu benutzen können glaubt, um zu erklären, dah die dort zutage getretene Einmütigkeit einer Reihe von Einzetpnriönl.chkeiten in der Ablehnung ter Kriegsschuld: >ge „die" Ansicht der" Vertreter „ter" fremden Volker sei — der macht tem deutschen Volke blauen - Dunst vor. Ebenso wie jener Mann, ter kürzlich einmal erzählte: Frankreich habe kurz nach Schluh des WeMrieges (natürlich cuä proraZandisttichen Beweggrünten) tem Museum einer bekannten englischen Industriestadt eine Köllek.ion von „gelte zugserinnerungen" geschenkt. Zerbrochene Pro-- peller von deutschen Flugzeugen, zerschossene Tornister usw., alles fein gruppiert um einen Schweins köpf, tem man eine feldgraue Mütze aufgesetzt hatte und dazu ein Schild, auf tem „Boche" zu lesen stand. Jahrelang habe man diese unglaubliche Sammlung in tem fragl.chen engnschen Museum bewundern können, bis ter Muscums- vorstand und zwar im Vorjahre (sprich 19231) tert Mut gefaßt hätte, über das Schild „Boche ein anderes zu setzen, nämlich „Zitate in Trance . . . Gewih ein guter Witz ist das. Aber nicht mehr. Denn zur selben Zeit, wo das geschah, konnte ter bekannte Hehfilm von ten apttalyp- tischen Reitern in derselben englischen Stad: noch gezeigt werten, genau so wie in anderen Staaten Das war im Herbst 1923, fünf Jahre also nach Beendigung des Weltkrieges. Ülnd ebenso bedurste es nicht weniger als fünf Hahre, dah sr-t "üm ersten Male in ten Vereinigten. Staaten eine Zeitung fand, welche die angeblichen deutschen Kriegsgreuel labgehackte Kinderhände u. 5gl.) als Ausfluh ter Gnttnttpropagenda hinstellw, dazu bestimmt, den verhassten deutschen Gegner moralisch vor aller Welt terunterzureihen. Ebenso war es im selben Herbst 1923 noch möglich, in der Prager Buchhandlung von Llrbanske eine uns nicht unbetonte französische Pr: Pagantebroschare zum Verkauf auszustellen, tetitelt: „Deutsche Diehereien während des Weltkrieges". Fügen wir zu diesen Feststellungen, welche tertun wie die Kriegspropaganda nachwirkt, ein paar andere, die ein hervorragender deutscher Sachverständiger, Gras Montgelas, zum Sttind ter Kriegsschuldsrage kürzlich in der „Hochschulgemeinschaft", Lern amtlichen Rachrtchwnblatt ter Deutschen Studentenschaft, brachte. Hat er anderen die nämlich, dah, nachdem deutschersetts sechs Hahre daran gearbeitet worden ist, durch genaue geschichtliche Rachweise die deutschen KrregLre^ner sowohl als aud/ die Reutralen von ter völligen Haltlosigkeit ihrer unsinnigem Anichu'.NZungen zu überzeugen, eine Arbeit, 7i- man vor allen Gingen durch die freimütige Veröffentlichung der gerumsten Dokumente der deu'schen Archive zu proem gedachte — ter erste Historiker, ter den Bann gebrochen hat, ein Amerikaner, Sidney B. Fay (Rorthampton Mass.), war — und dies geschah um die Iahrestvente 1921, nicht früher. Ohne uns auf weitere Einzelheiten ter wertvollen Ausführungen von Montgelas einzulassen, begnügen wir uns damit, hier festzuhalten. dah uns mehr oder minder gerecht wertende Abhandlungen zur Kriegsschuldfrage in England zum ersten Male im März 192 1 , in Frankreich im Hannar 1924 erschienen sind. Montgelas wertet die genannten ausländischen wissenschaftlichen ürteile dahin, dah sie immerhin i>ie „Möglichkeit einer Verständigung" zulassen. 4°/o Zolltürken ........ 5% Goldmexikaner...... Berliner Handelsgesellschaft. Commerz und Privat-Bank. Tarmst. und Nalionalbank . Deutsche Bank......... Deuische Vcreinsbank .... Disconto Commandit .... Metallbank........... Mitteldeutsche Lreditbank. . -Ocsterreichischc Creditanstall. " Westbank . .......... Bochumer Guß........ BuderuS............ Caro.............. Deutsch-Luxemburg...... Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpen er Bergbau Kaliwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln..... Laurahulle........... Qberbcdarf .......... Phönix Bergbau R Pein stahl........... Ricbcck Montan ....... Tcllus Bergbau Hamburg Amerika Paket. . . I Norddeutscher Llovd I Ckeramische Werke Albin .. Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann...... Anglo-Cont.-Guano S. oischc Anilin........ Chemische Mahrx Alapin. . . Goloschmidt.......... GrieShcimcr Electron .... Hrchsler Farbwerke...... Holzverkohlung........ Ringerswerke CcheidcaNstalt Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann........... Mainkrastwerke........ Schubert . . Siemens k Halske...... Adlcrwcrke Kicher Daimler Motoren Heyligenstaedt Meguin......... . . . frankfurter Armaturen ... Konservenfabrik Braun . . . k MetaNaesellschnit Frankfurt. Pel. Union A.-G Schuhfabrik Herz Sichel.............. Zellstoff Daldhof Zuckerfabrik Frankenthal . - Zuckerfabrik Waghäusel .. . Kunst und Wissenschaft. — Die 8 8. Versammlung deutscher Raturforscher und Aerzte findet vom 21. bis 26. September d. H. in I n n s b r u ck statt. Schon heute sind folgende Vorträge angemeldet: Prof. Dr. Hoche-Freiburg: Das LeiL-Seele- Problem; Pros. Dr. G r u h l e - Heidelberg: Konstitution und Cterakter; Prof. Dr. Penk- Berlin: Das Antlitz der Alpen: Oberbergrat Dr. Am Pf er er - Wien: Die Tektonik der Alpen: Pros. Dr. v. Kle be lsberg-Innsbruck: Die .Naturdenkmäler Südtirols; Prof. Dr. v. Frisch- Breslau: Sinnesleben und Sprache der Bienen, Prof. Dr. Knoll-Prag: Blütenökolvgie und Smnesphysiologie der Insekten. Deutsches Händelfeft in Leipzig. Ente September findet in Leipzig ein grofc angelegtes, dreitägiges Häntelsest statt, dessen Aufführungen und Programme alle Gebiete des Händelschen Schsf ens umfassen toerten. Don besonderem Interesse wird die szenische Aufführung des Oratoriums „Balsazar" sein. Frankfurt a. M, 26. Mai. Schwächer. — Auch ter Beginn der neuen Woche buchte der Börse keine Anregung, da all die vielen ungelösten wirtschaftlichen und finanziellen Frngen nach wie vor bestehen und auch über das Wochenente hinaus keine Lösung oder auch nur eine Besserung erfahren haben. Das Geschäft war daher wie ? 'im Schluh ter vergangenen Woche aans klein. Auch aus tem Auslände lagen heute so gut wie keine Kaufaufträge vor. Dagegen fanten ater euriaja Realisationen zum an Billionen Prozent Frankfurt a. M. Berlin Schluß. Kurs Schluß- Kurs SchluhJSchlutz- Kurs * Kurs Datum: 23. 5. 26. 5. 25.5. 26. 5. 5% Deutsche Retchsanleihe . 0,8585 0,073 0,071 0,0n 4% Deutsche Reichsanleihe . — — 0,420 3Va°/n Deutsche Reichsanlethe 0,200 0,195 0,195 3% Deutsche Reichsanleibe . Deutsche Svarprämienanlethe 0,825 0,081 0,325 0,095 0,835 0,095 0,00 4°/o Preußische Konsuls . . . 0,201 0,205 0,211 0,209 4°/a .fSpffen ........... — ■■ 3 Hellen .......... _ __ V— — 3°/0 Hessen........... _ — — Deutsche Wertb. Dollar-Anl, 4,2 4.2 4,2 4,2 dto.Doll.-Schatz-Anweilüng.') 76 I 75,70 76 75,70 24. Mai 26 Mai Raiart. Amtliche -Jiotierung wcIb 1 Briet Amrlich: Uokierr 11 Meld 24. '6. Amll.-Nott. Brll.-Ankw- Ebristiania. Kopenhagen Stockholm • Helsingfors Italien. . • London.. . Neunorl .. Paris. .. - Schwei; . Spanien . • Wien in D-> Oest. abgeit Prag * • • • Budapest. - Buen^AireS Bulgarien. Japan . . Rio oc Jgn- Belgrad . Lisjavon. - 157,51 I 19,65 | 58,35 , 71,22 | 111,72 10,52 18,70 16,-05 4,19 22,9-1 74,81 57,35 5,94 12,51 4,58 1,365 5,07 1,685 0,425 5,18 12,56 ( 158,19 19,75 68,65 71,58 112,53 10,58 18,30 18,; 95 4,21 £3,06 75,19 68,15 5,98 12,59 4,62 ’f095 1,695 0,485 5,22 12,64 Sanin Ohne G 157,51 L 19,65 58,45 71,12 111,72 10,52 18,70 18,305 4,19 £3,19 74,61 67,85 5,93 12,46 5,94 1,365 3,07 1,585 0,425 5,155 12,56 vten. rwähr.) 158,29 19,75 58,75 71,43 112,21 10,53 18,80 16,395 4,21 23,31 74,99 58,15 5,97 12,=4 5,93 1375 3,09 1,695 0,435 5,19, 12,64 3 1 -oll, >oll 10 30 ; □öd1 3 3 ooa 50 voll voll voll voll voll voll voll voll voll voll 10 voll voll voll ooll voll ooll 3 3 voll voll voll voll voll voll voll »oll voll voll voll BerTtn. 26. Mai Geld Briet Revarr. 74,56 74,94 voll Französische Roten . ...... • 23,29 71,12 111,72 23,41 71,48 voll voll Xzuunujc vivuu .......... 112,28 voll 157,51 158,'’O 0 Deutsch.Oestcrrcich, L 100 Kronen 5,'9 4,11 5,91 4,21 voll voll 18,30 18,40 voll 18,50 18,70 voll 19,65 19,76 50 iDCiQilvQE 'JeUlin ..•••••• d,"9 4,51 voll 12,44 12,50 £8,7 voll Tschcchollowanlwe .......... 58,4g voll ’JtOLIUlMUlUC Viuivn Rumanischc^Stoten. ...... 1,94 57.85 1,9k 68,15 voll voll Frankfurter Börse. Die Bsntigsr. Vornan von Hermann Stegemann. 13 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) De? Arzt war gegangen, ohne dem groben Zufallspatienten mehr zu bieten, als dieser verlangt hatte. Auch Mara war abgereist. Er hatte sie fort- gewünscht, sie noch einmal zu sich niedergerisserr, mehr um ihr zu zeigen, daft alles vorbei war und er noch d-er Alte sei, als um sie zärtlich an ftdji zu drücken, und sie dann gehen lassen. h^tte noch zu Bett gelegen, bis der klare Herbsttag in feuerroten Föhnwvlken ausgebrannt war. (St sah den See noch vor sich. Es war ein blutgefülltes Becken, in dem tausend goldene Strähnen schwammen. Spät abends hatte er sich erhoben. Er war ganz allein. Der Brunnen rauschte, violette Windbäume segelten am zinnoberroten Himmel, und lxis erste Laub stob von den Daumen. Als er telephoniert und das Telegramm an Ens aufgegeben hatte, war er seeaufwärts am Hügelhang spazieren gegangen. Dann war Hanspeter von Aich gekommen und hatte sich gefreut, fcaf} er wohlauf war. Aber er hatte ihn bald talab geschickt, imZ> als der Apotheker gefragt hatte, wie es um ihn stände, war ihm die Antwort zuteil geworden, es stände gut, und er brauche nichts aus seiner Teufelsküche. Aber es war eine schlaflose Nacht geworden. Ein schaler Geschmack hatte ihn heimgesucht — er war am Morgen auf bleischweren Sohlen zur Dahn gegangen und hatte sich nicht mehr nach dem Haus umgedreht. „Dorbeil- stteft er vor sich htn, das Wort fiel wie ein Stein aus seinen: 'Mund. Es war ein ülnwohlsein gewesen, weiter nichts. Er war nicht krank gewesen, der Tod klopft anders an. „Der Tod klopft anders an." Der Daumeisler war in Versuchung, die Worte Krut in die Nacht hinauszusprechen, als formte er sie dort drüben in die vom Wasser schwarz und glatt geschliffene Felswand brennen. Da scharrte jemand an der Tür der Schlafstube. Es war ein hartes, in Absätzen sich wiederholendes Scharren und dazwischen .tiefe, schlürfende Atemzüge. Ein Schauer überlief den Dau- meister. aber er ermannte sich, ritz sich vom Fenslergitter los und lauschte. 'Nun war's ihm, als käme das einlatzfordernde Geräusch aus der Dadestube. Er ging darauf zu und öffnete die Kammer, aber nur die feuchte Kühle des alten Drunnens stürzte hervor, und niemand, weder Geist noch Menschenwesen, starrd hinter der Tür. Da klang's wie von einer Kraltenharrd zwei- mal hintereinander hart und scharf von der anderen Seite. „Also dort!" sagte er halblaut und ritz die Tür zum Arbeitszimmer auf. Der Hund stand davor. Der Baumeister blickte starr auf das ruhig stehende Tier, das die Nase an ihr: stieh und ihn schweifwedelnd begrühte. Er schämte sich seiner Schwäche und herrschte das Tier, das ihm seine GÄXrnken gestohlen und wie der Bote des T)des Einlatz begehrt hatte, unmutig an. Da wandte sich der Hund und ging still aus der Tür, die er auf der Suche nad> dem Herrn offen gefunden hatte. Der Dcmmeister folgte ihm änd hörte seine Krallen auf den Steinsliesen der Halle scharren, gls er sich in seinen Winkel zu- ruckzog. •3n diesem Augenblick öffnete Agnes die Tür ihres Schlafzimmers und beugte sich über das Treppengeländer. Ein Lichtschein flog hinter ihr drein. Gottfried Dantiger blickte erleichtert zu ihr auf. „Was ist, Vater?" rief sie leise. Er horte die unterdrückte Angst in .jhrer Stimme 'und antwortete so ruhig als möglich: „Nichts, Ens, es war nur der Hund." „Fehlt'dir nichts?" fragte sie nach einer Weile und beugte sich tiefer. Er sah ihre Flechten über das Nachtgewand herabhängen und die älmrisse ihres schlanken Leibes durch das Linnen schimmern. Eine grotze Nahe kam über ihn, und diesmal klang ein zärtlicher, väterlicher Unterton in seiner Stimme: „Es ist alles vorbei, Ens. Alles! Ich freu' mich auf den Morgen. Schlaf ruhig!" Neide zögerten noch einen Augenblick, als wollten sie sich rivch etwas sagen, dann trat Ens in.ihr Zimmer zurück, und der Daumeister ging zur Ruhe. Lorenz Dantiger war nicht in die Leberau zurückgekehrt. Der Dau der Strafte ging von- statten und erforderte seine Aufmerksam'eit nicht mehr, seit das Dahnprojekt mit einem Duck in den Vordergrund getreten war. Der Baumeister hatte einen glücklichen neuen Gedanken in die Erörterung des Planes geworfen und dadurch die letzten Widerstände über 2lacht gebrochen. Die Besorgnis seines Sohnes, ein drohender Krieg werde dem groben Entwurf den Garaus machen, ; ehe er der Negierung und der Volksvertretung vorgelegt werden konnte, hatte ihn darauf ge- bvacht. Gottfried Dantiger warf die strategische Dedeutung der grotzen Querverbindung in die Wagschale. Er gewann dadurch den Kriegsmini- ster, den Generalstab und die Negierung für sich, entrih dem Ausschuh des Parlaments die Zustimmung zur Beschleunigung des Baues und sah den Antrag schon im Vorfrühling zum Gesetz erhoben. Als die Finanzierung auf Schwierigkeiten stieft, weil die Durchbohrung des Wolfenbeiges mit ihren unbekannten Kosten die Menschen schreckte, nahm Dantiger das Wagnis auf die eigenen Schultern und erklärte, er sei bereit, den Tunnel samt der Zufahrt um eine feste Summe zu bauen und verzichte auf jede Nachforderung. Als im Orient Wolken auf stiegen und die Kriegsgefahr in dunkeln Drohgebilden an den Himmel malten, wurde die Ausführung aller drei Baustufen, der beiden grvhen Talstrecten Runs-Egg- stetten und der Leberau ohne Säumen begonnen. Sn zwei Zähren sollte das Werk, Dahn und Strafte, vollendet fein. So war aus der Hemmung ein Antrieb geworden, der alles mit sich fortritz. Gottfried Ban- tiger stand an der Spitze einer Unternehmung, die den Einsatz der vollen Kraft von ihm forderte. Dem Daumeister hatte der Winter nichts anhaben können. Ze mehr auf ihn einstürmte, desto kräftiger stemmte er sich fest und lenkte, ordnete, befahl von Nuns bis zum See. Er eilte vom Konter zu den Werkstätten, aus den Sitzungssälen auf die Daustrecke und vereinigte alle Gewalt in seinen nervigen Händen. (Fortsetzung folgt.) Sie Alse gegen W n. Wmtisnws Sie wissen kein sicheres Mittel gegen diese Plagegeister, denn alle Einreibungen, Packungen, Bäder, Salben usw. lindern nur für einige Zeit die Schmerzen, aber sie packen nicht das älebel an der Wurzel. Sch empfehle Ihnen ein wirllich erprobtes Mittel, und Sie sollen es selbst versuchen, ohne daft es Sie etwas kostet, aber ehe ich Ihnen mehr sage, lesen Sie den folgenden Brief: „Ich teile Ihnen mit. daft Ihre Gichtosint- Tabletten schon nach zwei Monaten bei mir überraschenden Erfolg erzielt haben. Mit jedem Tage fühle ich mich Wohler und kann jetzt trotz meiner 65 Zähre g rotze Futztouren in den Bergen machen und auch die schwersten Arbeiten mit Leichtigkeit verrichten. Die Kur sehe ich getreulich fort, ich hoffe, den Rheumatismus für immer los zu sein. Ihnen sage ich mehren besten Dank und empfehle Ihr vorzügliches Präparat in Bekanntenkreisen. Hochachtungsvoll Z. B in A" Solche Briefe besitze ich Tausende, und nun Horen Sie weiter. Gicht und Rheumatismus formen nur von innen heraus wirllich kuriert werden durch Entgiftung des Blutes. Dieses ist verunreinigt durch zurückgäilte- bene harnsaure Salze,und diese müssen heraus, sonst nützt alles Einreiben und Warmhalten nichts. Zur Beseitigung der Harnsäure aber dient daö Gichtosint. Sie können das glauben oder nicht, aber Sie sollen fernen Pfennig dafür ausgeben, ehe Sie sich überzeugt haben. Teilen Sie uns Ihre Adresse auf einer Postkarte sofort mit und adressieren Sie diese an: Generaldepot der Biktoria-Äpotheke: Berlin A 235 Friedrichstrafte Nr. 19, es geht Ihnen dann vvlb ständig kostenfrei eine Probe Gichtosint mit weiteren Aufklärungen und genauer Gebrauchsanweisung zu. Wenn Sie sich überzeugt haben, so steht es Ihnen frei, mehr von dem Mittel zu beziehen, oder es in einer dvrttgen Apotheke zu kaufen. Gichtosint ist in den meisten Apotheken zu hoben. 45670 Bekanntmachung. Bei der Kreisbauverwaltung Gießen, Landgraf-Philipp-Platz 3, Zimmer 18, liegen die Verdingungsunterlagen über Vergebung von Erd- und Maurerarbeiten, Steinmetzarbeiten, Zimmerarbeiten, Dach- deckerarbeiten, Spenglerarbeiten, Schmiede- und Eisenarbeiten zum Neubau eines Be- amtendoppelwohnhauses in Daubringen offen. Verdingungstermin: Mittwoch, den 11. Juni 1924, vormittags 10 Uhr. Gießen, den 24. Mai 1924. 43348 Der Reg.-Baurat bei der Kreisverwaltung gez. E e l l a r i u s. ZUBAN Nutz- und Vrermhgh- verßeigermg. Freiherrlich Riedesekfches Revier Oberwald. Freitag, 30. Mai 1924. Distrikte: Weiden, Dörner, Lochwald, Münchenhain, Eisenberg, Katzenzähl, Kaup, Auerhahnspsäd, Nebgesh. alt. Schlag, Ob. Herrnhaag, Unt. Herrnhaag, Rotherdekropf und Forftwiesenkopf. Buche: 13 Abschnitte mit 9,82 Fstm. 3. u. 6., 73 Fstm. 4. Kl., 157 Rm. Scheit u. 69 Rm. Prügel. Elche: 41 Abschnitte mit 3,60 Fstm. 2., 0,4£ Fstm. 3., 2,78 Fstm. 4 , 3,10 Fstm. 5. tz. 3,15 Fstm. 6. Kl. -Esche: 64 Abschnitte mit 1,29 Fstm. 1., 1,27 Fstm. 2., 3,03 Fstm. 3., 12,70 Fstm. 4.,'«8,29 Fstm. 5. u. 0,25 Fstm. 6. Kl. Ahorn: 30 Abschnttte mit 1,73 Fstm. 2., 5,34 Fstm. 3 , 6,64 Fstm. 4. u. 3,71 Fstm. 5. Kl. Ulme: 1 Abschnitt mit 0,40 Fstm. 3. Kl. Weißbuche: 1 Abschnitt mit 0,28 Fstm. 4. Kl. Erle: 1 Abschnitt mit 0,67 Fstm. 3. Kl. Das Holz wird bei der Versteigerung Nicht vorgezeigt und wolle man sich vorher aüsehen. Auf Wunsch wird das Holz vorgewiesen. Brennholz sitzt sämtlich im Distt. Unt. Herrnhaag. Nähere Auskunft durch die Forstbeamten des Reviers und unterfertigte Stelle. (4306 D Zusammenkunft: 10 Uhr vormittags im Distt. Unt. Herrnhaag auf der mittl. Schneise. Engelrod (Oberh.), den 21. Mai 1924. Freihl. Riedeselsche Revierverwaltung. illg.Ortatatagßißb-Sla[lt Die noch rückständigen (Beiträge zur Krankenkaffe, Invaliden- und Erwerbslosenversicherung für den Monat April 1924 können noch bis zum 3. Juni ds. Js., ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Beitreibung und Kostenberechnung. Die Einzahlung kann Dienstags von 8 bis 1 Uhr bei unserer Kaffe oder auf unser Postscheckkonto, Amt Frankfurt am Main Nr. 10833, erfolgen. Gießen, den 26. Mai 1924. [4373D Allgem. Ortskrankenkaffe Gießen-Stadt. I. A.: H. Hin kl er. Nächsten Mittwoch, 28. 5., mittags 4 Uhr soll in Gießen durch das Ortsgericht Gießen das folgende Grundstück erstmalig freiwillig meistbietend versteigett werden: Gemarkung (Siesten: Slur XXXVIII. Nr. 245’ho yofrelte am Mühlweggarten rahnstr.y’/ioijctztls) 7(6 gm. Näheres durch *808D Notar Ghnacker in Butzbach. Nir staSernmstre MUfoett fffarfhrrmrnjf eüMchen Packungen aus,am auch öemRcmcher billiger Siar&n öas Sodhfe anÜuMät «rbretenr 3n rmtzrem Betriebe werüerkaMsthließlÄJ eöls OrLerrttnknke verardeüet. u G-ZUBZAmUNCHEN GwAeMüevUfthe inhofslrasse 65ß gl '(Ober hessen) Wir empfehlen von jetzt ab, täglich frisch eintreffend, zum Teil aus unserer eigenen Gärtnerei Reinhardsbrunn Semäise und Obst stets zu den billigsten Tagespreisen. Saat-Niemand Mäusburg 17. 0,0486 Telephon 1486. Achten Sie auf unsere Auslage und fragen Sie bitte bei Bedarf nach! Bestellungen erledigen wir prompt frei Haus. Gut erhaltener lttanken- fahrstuhl zu kaufen oder zu mieten gesucht. Schr. Ana. u. 4364D an den Gieß. Anz. = Radio = 4 Röhrenempfänger preiswert zu verkaufen, sowie ein neues Herrenfahrrad. 020470 Koslowsky, Löberstr. 5 Telephon 1126. Wie aller Art, prompt und billig. C. Rübsamen *mc Lernspr. 1659. 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